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Geschäftsbericht

2009

SCHWÄLBCHEN MOLKEREI

Jakob Berz Aktiengesellschaft


Inhalt

Unternehmenskennzahlen auf einen Blick

Bericht des Vorstandes – Lagebericht –

Bericht des Aufsichtsrates

Konzern-Bilanz

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Anhang

Kapitalflussrechnung

Eigenkapital-Entwicklung

Segmentberichterstattung

Bilanz der AG

Gewinn- und Verlustrechnung der AG

Anhang der AG

Erklärung

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Deutscher Corporate Governance Kodex

Bestätigungsvermerk

Die Kursentwicklung der SCHWÄLBCHEN-Aktie

Weitere Hinweise/Termine

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Unternehmenskennzahlen auf einen Blick

SCHWÄLBCHEN Konzern*)

2005 2006 2007 2008 2009

– T€ –

Langfristiges (Anlage-)Vermögen 20.246 19.458 18.637 18.527 19.094

Kurzfristiges (Umlauf-)Vermögen 26.763 27.583 34.089 31.156 30.478

Eigenkapital 18.626 19.697 21.094 21.597 23.240

Verbindlichkeiten/Rückstellungen 28.383 27.344 31.632 28.086 26.332

Konzernbilanzsumme 47.009 47.041 52.726 49.683 49.572

Konzernumsatz 179.149 175.695 190.839 202.458 171.553

Veränderung zum Vj. in % ./.20 ./.2 9 6 ./.15

Rohertrag 41.797 43.438 45.585 50.215 50.453

Personalaufwand 14.494 15.374 15.913 16.279 16.775

Abschreibungen 2.619 2.374 2.051 2.070 2.196

Konzerninvestitionen 2.317 1.016 1.972 2.440 2.579

Konzernjahresüberschuss 881 1.257 1.653 2.908 2.488

Cashflow 3.500 2.926 3.705 4.978 4.684

Umsatzrendite in % 0,5 0,7 0,9 1,4 1,4

Cashflow je Aktie (€, DVFA/SG) 1,93 1,99 3,01 3,59 2,98

*) gemäß International Financial Reporting Standard (IFRS)

SCHWÄLBCHEN MOLKEREI AG

Anlagevermögen 12.422 11.518 11.618 12.116 12.502

Umlaufvermögen 18.245 19.809 24.406 21.557 20.269

Eigenkapital 13.469 14.186 15.094 16.064 16.590

Fremdkapital 17.198 17.141 20.930 17.609 16.181

Bilanzsumme 30.667 31.327 36.024 33.673 32.771

Umsatz 109.701 99.423 112.481 118.159 91.441

Veränderung zum Vj. in % ./.27 ./.9 13 5 ./.23

Rohertrag 25.137 24.358 25.998 29.367 28.795

Personalaufwand 6.766 6.488 6.606 6.716 6.786

Abschreibungen 1.763 1.560 1.971 1.428 1.576

Investitionen 1.349 688 1.505 1.891 1.969

Jahresüberschuss 135 857 1.118 1.530 1.306

Cashflow 1.898 1.712 2.489 2.908 2.882

Umsatzrendite in % 0,1 0,9 1,0 1,3 1,4

Umsatz je Mitarbeiter 813 759 886 969 762

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Bericht des Vorstandes

– Lagebericht –

Wirtschaftliches Umfeld

Für den deutschen Milchmarkt ist 2009

ein sehr bewegtes und äußerst schwieriges

Jahr gewesen. Im dritten aufeinanderfolgenden

Jahr wurden Milcherzeuger,

Molkereien und Verbraucher mit extremen

Preisausschlägen für Rohmilch

und die daraus hergestellten Erzeugnisse

konfrontiert.

Sämtliche Marktsegmente waren von einem

erheblichen Ungleichgewicht zwischen

Angebot und Nachfrage geprägt.

Zum einen wurde die Milchanlieferung

ausgedehnt, womit die Landwirte den

drastischen Verfall der Auszahlungspreise

auszugleichen versuchten. Zum anderen

traf diese Angebotsausweitung auf

eine durch die tiefe Wirtschaftskrise beeinflusste

Kaufzurückhaltung bei Verbrauchern,

weiter verarbeitender Industrie

und Auslandskunden. Dem Export

kam bei rund 40% Anteil der Verarbeitungsmenge

große Bedeutung zu.

Die in allen EU-Mitgliedstaaten kritische

Milchmarktentwicklung veranlasste ab

dem Frühjahr die EU-Behörden, mit massiven

Interventionen bei Butter und Milchpulver

einzugreifen. Dabei wurden etwa

2% des europäischen Milchaufkommens

öffentlich eingelagert, so viel wie seit über

zehn Jahren nicht mehr. Ebenso wurden

wieder Ausfuhrerstattungen und Beihilfen

gewährt. Zwar konnte damit ein weiterer

Absturz der Marktpreise unter das

ohnehin historisch tiefe Preisniveau verhindert

werden, für eine Marktbelebung

reichte es allerdings nicht aus. Erneut

kamen damit sowohl die Produkt- wie

auch die Erzeugerpreise unter politischen

Einfluss. Auf Basis der EU-Agrarreformen

musste dies in einem weitgehend

liberalisierten Milchmarkt gesehen

werden, in dessen Zusammenhang auch

die Zuteilung weiterer Milchquoten an die

Landwirte erfolgt. Auf diese Weise wird in

den nächsten Jahren der schrittweise

Ausstieg aus der Milchquote umgesetzt,

bis zum Ende der Mengenregelung im

Jahr 2015.

Weil für viele Erzeugerbetriebe die wirtschaftliche

Situation existenzgefährdend

wurde, gab es neue medienwirksame

Bauernproteste, die trotz der anderen Krisenthemen

die Wahrnehmung von Politik

und Gesellschaft fanden. Im deutschen

Wahljahr 2009 brachte das dem wichtigen

Agrarsektor Milch immerhin etwas

finanzielle Unterstützung ein. Dagegen

blieb die auf EU-Ebene verankerte milchpolitische

Grundausrichtung unverändert,

weshalb es national nur Diskussionen

und Appelle geben konnte.

Nicht zuletzt der Überhang des Milchangebots

veranlasste die Molkereien zu

großen Preiszugeständnissen gegenüber

dem Lebensmittelhandel. Es zeigte

sich dabei sowohl die Verhandlungsmacht

des Handels gegenüber den

Milchverarbeitern als auch der Wettbewerbsdruck

im Handel untereinander. In

mehreren Preissenkungsrunden konnten

die Konsumenten von der schwierigen

Marktlage profitierten. So waren die Vorteile

für die Verbraucher, die Nachteile für

die Landwirte und Molkereien.

Vor dem Hintergrund der tiefen Wirtschaftskrise,

mit prozentual zweistelligen

Rückgängen in vielen Industrie- und

Dienstleistungsbereichen, wurde der private

Konsum oft als Stabilitätsfaktor bezeichnet.

Bei einer mit -2% im Lebensmittelhandel

noch recht geringen Erlösminderung

galt dies jedoch nicht für die

Ernährungsindustrie. So verzeichnete

die Nahrungsmittelindustrie einen deutlichen

Umsatzeinbruch von -16% und die

Milchindustrie von -15%. Der Gesamtumsatz

der deutschen Milchindustrie

kam im Jahr 2009 auf etwa 17,3 Mrd. €,

bei einer gleichzeitig rekordhohen Anlieferungsmenge

von rund 28,6 Mio. t.

Demgemäß unterlag die Branche einer

nie da gewesenen Erosion der Absatz-

3


wie auch der Auszahlungspreise, was

alle Milchverwendungen betraf. Oft wurden

die Verarbeitungsmargen der Molkereien

dadurch sehr belastet, dass die

Auszahlungspreise an die Landwirte entweder

zeitverzögert oder abgeschwächt

zur tatsächlichen Marktentwicklung zurückgenommen

wurden.

Dem bei Konsummilch und Frischprodukten

bereits in den ersten Monaten

2009 viel niedrigeren Abgabepreisniveau

folgte im Mai ein weiterer Preiseinbruch.

Dieser Rückgang orientierte sich

an den reduzierten Interventionspreisen

für Butter und Milchpulver und ebenso

am Preistief für die, wegen des hohen

Milcheinsatzes wichtige, Käseherstellung.

Das für alle Rohstoffverwertungen

negative Preisbild befestigte die Branchenmisere

über weite Teile des Jahres.

Erst ab dem Frühherbst und dabei vom

Milchfettmarkt ausgehend, festigten sich

die Märkte zunächst bei Butter sowie bei

loser Industriesahne. Die Gründe hierfür

waren zum einen der durch die Buttertiefpreise

zunehmende Absatz an Verbraucher

und Verarbeitungsindustrie,

zum anderen der geringere Fettgehalt

in der Rohmilch. Zeitversetzt wurde daraufhin

bei Milchpulver und Käse eine

Preisanhebung erreicht. Im für die

SCHWÄLBCHEN-Gruppe relevanten Bereich

Konsummilch und Frischprodukte

konnte wegen der Halbjahreskontrakte

mit dem Handel erst in den letzten Monaten

eine Preisverbesserung erreicht

werden.

Die Wirtschaftsrezession zeigte sich im

Jahr 2009 insbesondere im Außer-Haus-

Markt. Hotels, Gastronomie und Kantinen

bekamen die Folgen der Sparmaßnahmen

von Verbrauchern und gewerblichen

Kunden deutlich zu spüren. Sowohl

weniger Hotel- und Restaurantbesuche

als auch der Sparkurs von Firmen, Catering

und Kantinen bedeuteten ein nachteiliges

Absatzumfeld für die Lieferanten

in diesen Großverbraucherbereichen.

Zudem nahm für GV-Zulieferer wie die

SCHWÄLBCHEN Frischdienst GmbH

der Wettbewerb durch die im GV-Markt

überaus aktiv gewordenen großen Handelszentralen

zu.

Obwohl sich die SCHWÄLBCHEN-Gruppe

weder der hohen Marktvolatilität noch

dem negativen Preistrend entziehen

konnte, weshalb auch erhebliche Einbußen

beim Umsatz und Ertrag verzeichnet

werden mussten, haben sich beide Geschäftsbereiche

gemäß ihrem Leitbild

weiter entwickelt. Dafür wurden wichtige

Entscheidungen getroffen und die erforderlichen

Maßnahmen konsequent umgesetzt.

Im Molkereisegment wurde einerseits die

Fokussierung auf das qualitativ höherwertige

Sortiment der Grünen Linie ® und

Molkereianlieferung und Herstellung von Milchprodukten

in Deutschland in Tsd. t

2005 2006 2007 2008 2009* )

Molkereianlieferung 27.663 27.162 27.619 27.809 28.600

Konsummilch 6.005 6.112 6.090 6.262 6.400

davon haltbare Milch 3.670 3.671 3.577 3.651 3.800

Sahneerzeugnisse 550 558 561 554 560

Sauermilchprodukte, Milch-Mix 2.956 2.970 3.056 2.961 2.900

Butter 451 438 446 466 460

Käseerzeugnisse 2.026 2.093 2.116 2.124 2.180

Milch- und Molkenpulver 764 701 765 777 820

Quelle: ZMB, BMELV, BLE

*) Schätzung

4


die Kaffeespezialität Caffreddo ® stringent

weiterverfolgt. Andererseits vollzog sich

mit der Standortschließung bei der Harzmolkerei

Wernigerode GmbH und der

Produktionsübernahme seitens der

SCHWÄLBCHEN MOLKEREI AG eine

vollständige Neuordnung des Industriegeschäfts.

Und im GV-Handelssegment

gewann die SCHWÄLBCHEN Frischdienst

GmbH an den beiden Standorten

Mainz und Ilsfeld zusätzliche Marktanteile

im Volumen und im Umsatz.

Milchanlieferung und Produktionsprogramm

Die grundlegende Umstrukturierung des

Molkereigeschäfts hatte standortbezogen

große Auswirkungen. Bei der Harzmolkerei

GmbH endete mit der Betriebsschließung

die eigene Produktion bei

14,30 Mio. kg (Vj. 27,40 Mio. kg) Milch.

Ab Mitte August 2009 fand am Standort

Silstedt keine Milchverarbeitung mehr

statt. Bei der SCHWÄLBCHEN AG wurden

insgesamt 172,62 Mio. kg (Vj. 170,88

Mio. kg) Milch verarbeitet. Dabei war diese

leichte Erhöhung um 1,0% differenziert

zu sehen. So ergab sich in Bad

Schwalbach mit 15,3% ein deutlicher

Produktionsanstieg, der vor allem die hinzugekommenen

GV-Herstellmengen aufzeigte.

Dagegen führte in der Zweigniederlassung

Marburg die plangemäß verringerte

H-Milch-Abfüllung zu einem Verarbeitungsrückgang

von 14,8%. Unter

Berücksichtigung der internen Rohstofflieferungen

zwischen den Betrieben ergab

sich eine um 6,0% auf 183,57 Mio.

kg (Vj. 195,25 Mio. kg) zurückgegangene

Gesamtverarbeitung.

Daran hatte die Anlieferung von eigenen

Milcherzeugern 90% Anteil und die Zukaufmilch

10%. Auch die SCHWÄLB-

CHEN-Lieferanten mussten aufgrund der

negativen Marktsituation im letzten Jahr

einen hohen Auszahlungspreisrückgang

verkraften. Immerhin konnten die eigenen

Landwirte mit einer überdurchschnittlichen

und wettbewerbsfähigen

Milchgeldleistung etwas besser gestellt

werden.

Das zusammengefasste Produktionsprogramm

weist für die Herstellung von frischer

Milch mit 33,07 Mio. kg und von

Speisequark mit 36,29 Mio. kg nur geringe

Änderungen auf. Der deutliche Rückgang

bei der H-Milch-Abfüllung ergab

sich aus der abgegebenen Eigenmarkenproduktion

für einen Großkunden, die

im Vorjahr noch weitgehend vorhanden

war. Obwohl die Absatzlage für Joghurt,

Sauermilcherzeugnisse und andere

Milchfrischprodukte von keiner günstigen

Witterung profitierte, nahm deren

Herstellung auf 39,87 Mio. kg zu.

Trotz der Verwerfungen am Milchmarkt

konnte die SCHWÄLBCHEN AG mit einem

höheren Anteil von Wertschöp-

– Mio. kg – 2005 2006 2007 2008 2009

Milch von Erzeugern 238,947 206,653 200,774 178,286 165,297

Milch von Molkereien 8,791 5,776 2,345 16,965 18,269

Gesamteingang 247,738 212,429 203,119 195,251 183,566

Frische Milch 55,989 44,296 39,649 32,278 33,067

Haltbare Milch 105,427 95,068 98,522 96,208 74,340

Milch zu Speisequark 36,587 31,482 33,701 36,072 36,289

Sahne, Joghurt und sonstige

Milchfrischprodukte 49,735 41,583 31,247 30,693 39,870

Gesamtverarbeitung 247,738 212,429 203,119 195,251 183,566

Veränderung zum Vj. in % 2,5 ./.14,3 ./.4,4 ./.3,9 ./.6,0

5


fungsprodukten die Sortimentsstruktur

positiv voranbringen. Dies dank einer klaren

Profilierung bei den Handelskunden

und einem großen Vertrauen bei den Verbrauchern.

Qualität und Frische sowie

Regionalität und Nachhaltigkeit bildeten

den uneingeschränkten Anspruch an eine

ganzheitliche Markenkommunikation.

Daher wurde in das Marketing und in die

Distribution der Grünen Linie ® und von

Caffreddo ® wiederum hoch investiert.

Umsatzentwicklung

Quark

13%

Der dargestellte scharfe Preisdruck bei

Konsummilch und Frischprodukten, der

über das gesamte Jahr 2009 hinweg andauerte,

belastete auch die Umsatzentwicklung

der SCHWÄLBCHEN AG und

der Harzmolkerei GmbH ganz massiv.

Die Ursache dafür waren zwei aufeinanderfolgende

Preissenkungsrunden. Zuerst

der drastische Abgabepreisrückgang

vom Spätherbst 2008, der bereits

ab Anfang 2009 ein im Vorjahresvergleich

sehr viel niedrigeres Ausgangsniveau

mit sich brachte. Darauf folgte ab

Umsatzstruktur der

SCHWÄLBCHEN AG

Sonstige

Produkte 21%

Sahne

19%

Frische Milch

12%

Joghurt

4%

Haltbare

Milch 31%

Mai 2009 mit der anhaltenden Milchmarktmisere

die nächste Abwärtsspirale

bei den Preisen, wovon wiederum alle relevanten

Produktgruppen betroffen waren.

Die erst ab November wieder besseren

Preise für Konsummilch und

Frischprodukte hoben das Erlösniveau

zwar ungefähr auf das vom Frühjahr an.

Gleichwohl stellte sich auf Jahressicht

bei der SCHWÄLBCHEN AG ein noch nie

da gewesener operativer Umsatzeinbruch

von 22,6% auf 91,4 Mio. € (Vj.

118,2 Mio. €) ein. Mit Blick auf die um

1,0% leicht höhere Milchverarbeitung

war dieser wertmäßige Rückgang weit

unterproportional und lag sogar über

dem Branchenrückgang von 15,0%.

Die Harzmolkerei GmbH hat auch nach

der Betriebsschließung den Kundenstamm

und die Sortimentshoheit in Eigenregie

behalten. Wie zuvor wurden die

Kunden fakturiert und das GV-Sortiment

verantwortet, das 10-Liter-Milchbeutel sowie

5- und 10-kg-Eimerware im Bereich

Sauermilchprodukte umfasst. Aufgrund

der innerhalb dieses Frischesegments

ebenso starken Preiserosion musste die

Harzmolkerei gleichfalls einen massiven

Umsatzrückgang um 27,3% auf 10,9

Mio. € (Vj. 15,0 Mio. €) hinnehmen.

Die SCHWÄLBCHEN Frischdienst GmbH

konnte im Jahr 2009 die Marktstellung

trotz der nachteiligen Umstände im Außer-Haus-Markt,

der Zentralisierung bei

großen Kundengruppen und der höheren

Wettbewerbsintensität fortgesetzt ausbauen.

Dem entsprechend war in Anbetracht

eines gestiegenen Tonnagevolumens,

teilkonsolidiert mit der Tochtergesellschaft

Wiese GmbH, nur ein leichter

Umsatzrückgang um 2,1% auf 86,9 Mio. €

(Vj. 88,8 Mio. €) zu verzeichnen.

Das über 6.000 Artikel umfassende Vollsortiment

stellte zweifelsohne einen bedeutenden

Wettbewerbsvorteil dar. Dabei

war über die letzten Jahre festzustellen,

dass die Anzahl von Milch-, Käseund

Frischprodukten zwar weiter zulegte,

aber das weitere Handelswaren noch

stärker Einzug im Sortiment hielten. Von

daher ist die Frischdienst GmbH seit geraumer

Zeit als Komplettanbieter eines

GV-Lebensmittelsortiments zu bezeichnen.

Unter Einbeziehung aller Tochtergesellschaften

resultierte im Geschäftsjahr

2009 ein konsolidierter Gesamtumsatz in

Höhe von 171,5 Mio. € (Vj. 202,5 Mio. €).

6


Umsatzstruktur des

SCHWÄLBCHEN-Konzerns

Handelsumsatz

41%

Der erhebliche Rückgang von 15,3% ergab

sich gemäß den Darstellungen bei

den Einzelgesellschaften und demnach

hauptsächlich aus dem unabsehbaren

Preiseinbruch.

Investitionen

Joghurt und

sonst. Produkte 15%

Frische Milch

8% Haltbare

Milch 17%

Sahne

12%

Quark

7%

dort kein Personal (Vj. 25). Die Frischdienst

GmbH hatte mit der Wiese GmbH

223 (Vj. 210) Mitarbeiter. Insgesamt waren

343 (Vj. 357) Personen beschäftigt.

Die Umsatzleistung je Mitarbeiter nahm

in direkter Auswirkung des Preisrückgangs

spürbar ab. Bei der AG erreichte

dieser Wert 0,762 Mio. € (Vj. 0,969 Mio.

€). Für die Harzmolkerei ergab sich keine

Berechnung. Die teilkonsolidierte Frischdienst

GmbH kam auf 0,390 Mio. € (Vj.

0,423 Mio. €) je Mitarbeiter.

In dem äußerst schwierigen Umfeld und

in einer für die weitere Geschäftsentwicklung

sehr wichtigen Phase ist allen

Beschäftigten der Dank und die Anerkennung

für die geleistete Arbeit auszusprechen.

Die Investitionen bei der SCHWÄLBCHEN

AG lagen im vergangenen Jahr mit 1,969

Mio. € (Vj. 1,891 Mio. €) auf etwas höherem

Niveau. Dies resultierte hauptsächlich

aus dem Kauf des unmittelbaren Nachbargrundstücks

sowie aus der Anschaffung

von Milchprozesstanks und Abfülllinien.

Beide Investitionsmaßnahmen standen

im Zusammenhang mit dem Standortausbau

Bad Schwalbach infolge des

übernommenen GV-Sortiments. Weitere

Anschaffungen betrafen die Palettierung

und Gebäudesanierung. Bei der Harzmolkerei

GmbH gab es bis auf 0,024 Mio.

€(Vj. 0,184 Mio. €) keine Investitionen. Die

Frischdienst GmbH investierte 0,807 Mio.

€ (Vj. 0,365 Mio. €) vor allem im Fuhrpark.

Insgesamt lag das Investitionsvolumen

bei 2,579 Mio. € (Vj. 2,440 Mio. €).

Mitarbeiter

Zum 31.12.2009 hat sich die Anzahl der

Mitarbeiter bei der SCHWÄLBCHEN AG

auf 120 (Vj. 122) nochmals leicht verringert.

Bei der Harzmolkerei GmbH mussten

nach betriebsbedingten Kündigungen

und unter Wahrung des vereinbarten Interessenausgleichs

mit Sozialplan alle Beschäftigten

im Jahresverlauf ausscheiden.

Mit Ablauf des 31.12.2009 verblieb

Wirtschafts- und Ertragslage

Der über das Jahr hinweg bei Konsummilch

und Frischprodukten herrschende

Preisdruck hat über den starken Umsatzrückgang

hinaus die Wirtschaftslage der

SCHWÄLBCHEN AG belastet. Denn die

entstandene Verwertungslücke zu weder

immer gleichhoch noch zeitgleich zurückgegangenen

Wareneinsatzkosten,

wie für Rohwaren und Verpackung,

drückte ganz erheblich auf die Verarbeitungsmarge

und darüber hinaus auf die

Ertragslage. Vor allem aus dem Umsatz

im Preiseinstiegssegment wurden keine

ausreichenden Deckungsbeiträge erzielt,

sodass deren Wareneinsatz- und

Herstellungskosten nicht leistungsgerecht

vergütet wurden. Dieser branchenweiten

Gegebenheit kam im letzten Jahr

große Bedeutung zu.

Bei einer Verminderung des absoluten

Rohertrags auf 28,795 Mio. € (Vj. 29,367

Mio. €) konnte auch die bessere Umsatzstruktur

die Margeneinbuße kaum mildern.

Dies auch nicht unter Berücksichtigung

der Bestandsveränderung und

der sonstigen betrieblichen Erträge. Dagegen

nahm prozentual die Rohertragsspanne

auf nunmehr 30,9% (Vj. 24,8%) zu.

7


Der gesamte Personalaufwand erhöhte

sich leicht um 1,0% auf 6,786 Mio. €

(Vj. 6,716 Mio. €), während die Abschreibungen

infolge der Investitionstätigkeit

mit 1,576 Mio. € (Vj. 1,428 Mio. €)

um 10,3% höher ausfielen. Bei den mit

20,296 Mio. € (Vj. 20,438 Mio. €) um

0,7% etwas niedrigeren Sonstigen betrieblichen

Aufwendungen entfielen die

Hauptpositionen auf den Vertriebs- und

Marketingaufwand, den Frachtaufwand,

die Energie- und Instandhaltungskosten

sowie die Kosten für das Duale System.

Beim Finanzergebnis war zum einen der

Beteiligungsertrag der Frischdienst

GmbH mit 1,140 Mio. € (Vj. 0,874 Mio. €)

höher. Der Zinssaldo war mit ./.77 T€ (Vj.

./.35 T€) nur leicht negativer. Zum anderen

war aufgrund des gestiegenen Aktienkurses

eine stichtagbedingte Zuschreibung

(Vj. Abschreibung) auf die eigenen

Aktien von 101 T€ vorzunehmen.

Nach Steuern resultierte ein niedrigerer

Jahresüberschuss von 1,306 Mio. € (Vj.

1,530 Mio. €).

Bei der Harzmolkerei GmbH war das Jahr

2009 zweifelsohne von außergewöhnlichen

und weitreichenden Einflüssen auf

die Wirtschaftslage sowie von einmaligen

Sonderfaktoren geprägt. Neben der gleichermaßen

zu verkraftenden Milchmarktmisere

kamen im Zuge der Betriebsschließung

weitere hohe Belastungen

auf das Unternehmen zu. Demgemäß

blieb die Wirtschafts- und Ertragslage

über das erste Halbjahr angespannt.

Ab dem Herbst zeigten sich aber bereits

positive Aspekte aus dem Vollzug der

Umstrukturierung.

Einhergehend mit dem starken Umsatzeinbruch

ging auch der Rohertrag auf

3,170 Mio. € (Vj. 3,490 Mio. €) zurück.

Parallel dazu verbesserte sich jedoch

die Rohertragsspanne auf 28,8% (Vj.

23,3%). Einige unmittelbar wirkende Einsparungen

aus der Produktionseinstellung

ließen die Aufwandspositionen einerseits

zurückgehen. Andererseits

aber bestanden noch fixe Kostenfaktoren

bis zum Jahresende. Mit der neuen

Geschäftsvorgabe erreichte die Harzmolkerei

2009 seit Langem wieder einen

Jahresüberschuss von 23 T€ (Vj. ./.69

T€). Damit wirkte die Steigerung der

Rentabilität durch die Bündelung der

Produktionsaktivitäten auf einen Standort

zur Frischeherstellung bereits zeitnah.

Die Frischdienst GmbH hat teilkonsolidiert

mit der Wiese GmbH den Rohertrag

auf 19,274 Mio. € (Vj. 17,976 Mio. €) erhöht

und auch die Rohertragsspanne auf

22,0% (Vj. 20,2%) ausgebaut. Aufgrund

insgesamt deutlich gestiegener Aufwendungen

ging bei einem etwas verbesserten

Finanzergebnis sowie nach Steuern

der Jahresüberschuss auf 2,168

Mio. € (Vj. 2,383 Mio. € ) zurück.

Die Konsolidierung aller in den Konzernabschluss

einbezogenen Gesellschaften

nach den IFRS-Vorschriften (International

Financial Reporting Standard) brachte

eine leichte Verbesserung des Rohertrags

auf 50,453 Mio. € (Vj. 50,215 Mio.

€), dagegen eine Verringerung des Konzernjahresüberschusses

auf 2,488 Mio.

€ (Vj. 2,908 Mio. €).

Vermögens- und Finanzlage

Vor dem Hintergrund einer schweren

Finanz- und Bankenkrise hat eine solide

Eigenfinanzierung erheblich an Bedeutung

gewonnen. Die SCHWÄLBCHEN-

Gruppe konnte nach wie vor eine gute

Kapitalausstattung aufweisen und blieb

weitgehend bankenunabhängig finanziert.

Dies entsprach dem unveränderten

Grundsatz einer soliden kaufmännischen

Geschäftsbasis, deren Finanzierung

durch dauerhafte Rücklagenbildung

erfolgte.

Aus dem geringeren Jahresüberschuss

der SCHWÄLBCHEN AG 2009 konnten

0,600 Mio. € den Gewinnrücklagen zugeführt

werden, die damit 7,000 Mio. €

betragen. Von diesem Änderungsbetrag

entfielen 101 T€ auf die Rücklage für eigene

Anteile und 499 T€ auf Andere Gewinnrücklagen.

Zusammen mit dem Bi-

8


lanzgewinn von 0,779 Mio. € (Vj. 0,854

Mio. €) erreichte das Eigenkapital 16,590

Mio. € (Vj. 16,064 Mio. €), was einer auf

die Bilanzsumme von 32,771 Mio. € (Vj.

33,673 Mio. €) bezogenen Eigenkapitalquote

von 50,6% (Vj. 47,7%) entsprach.

In Bezug auf das Anlagevermögen ergab

sich ein Finanzierungsgrad von konstant

133%. Sowohl die Rückstellungen von

6,953 Mio. € (Vj. 7,851 Mio. €) als auch

die Verbindlichkeiten von insgesamt

9,228 Mio. € (Vj. 9,758 Mio. €) waren

niedriger. Dabei lagen die Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten mit

1,509 Mio. € (Vj. 1,440 Mio. €) geringfügig

höher, was stichtagbedingt durch

kurzfristig in Anspruch genommene Kontokorrentlinien

begründet war. Die Verbindlichkeiten

aus Lieferungen und Leistungen

in Höhe von 6,029 Mio. € (Vj.

6,551 Mio. €) sowie die Sonstigen Verbindlichkeiten

von 1,684 Mio. € (Vj. 1,514

Mio. €) lagen im geschäftsüblichen Rahmen.

Das Anlagevermögen erhöhte sich im

Berichtszeitraum auf 12,502 Mio. € (Vj.

12,116 Mio. €), wobei die Bilanzierung

des gekauften Nachbargrundstücks bei

den Sachanlagen das Wesentliche war.

Die übrigen Positionen veränderten sich

kaum. Beim Umlaufvermögen von

20,267 Mio. € (Vj. 21,554 Mio. €) zeigten

sich ebenfalls nur geringe Veränderungen.

Hier lagen sowohl die Vorräte mit

4,441 Mio. € (Vj. 5,163 Mio. €) als auch

die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände

von zusammen

13,326 Mio. € (Vj. 13,877 Mio. €) niedriger,

die Wertpapiere (Eigene Anteile) mit

1,800 Mio. € (Vj. 1,699 Mio. €) höher sowie

die Liquiden Mittel stichtagbedingt

niedriger.

In der nach IFRS ermittelten Konzernbilanz

stellte sich das Eigenkapital auf

23,240 Mio. € (Vj. 21,597 Mio. €) und finanzierte

zum Stichtag 122% (Vj. 117%)

der Langfristigen Vermögenswerte. Die

Eigenkapitalquote bezogen auf die Konzernbilanzsumme

war 47% (Vj. 43%).

Geschäftsrisiken

Die Milchwirtschaft stand in den letzten

Jahren immer wieder im Mittelpunkt des

öffentlichen Interesses. Die von daher

auch für SCHWÄLBCHEN relevanten

Themen waren absatz- und beschaffungsseitig

durch ein gestiegenes Maß

an Risikopotenzial gekennzeichnet. Die

hohe Volatilität im Milchsektor sensibilisierte

das Unternehmen zusätzlich, weiterhin

ein erfolgreiches Management von

Risiken, aber auch von Chancen, zu betreiben.

In Zusammenhang mit der rohstoffintensiven

Produktion und dem Vertrieb nur

begrenzt haltbarer Milchprodukte können

Risiken aus dem operativen Bereich

ebenso den Fortbestand der Gesellschaft

gefährdende Entwicklungen herbeiführen,

wie Entscheidungen im Rahmen

der mittel- und langfristig ausgerichteten

Geschäftspolitik.

Erklärung zur Unternehmensführung

SCHWÄLBCHEN ist sich der Transparenz

und Verantwortung gegenüber allen

Geschäftspartnern bewusst. Die Entsprechenserklärung

nach § 161 AktG

wurde abgegeben und der Öffentlichkeit

zugänglich gemacht. Ebenso die Erklärung

zur Unternehmensführung nach

§ 289a HGB.

Ausblick

Das neue Geschäftsjahr steht unter dem

Einfluss eines nach wie vor rezessiven

Umfeldes. Die Wirtschaftsprognosen für

2010 deuten lediglich auf eine zögerliche

und bestenfalls mäßige Erholung hin. Von

der nur leichten Konjunkturbelebung

werden die Lebensmittelindustrie und

damit die Molkereiwirtschaft als Konjunkturnachzügler

aber kaum positive

Impulse erwarten können. Zu erwarten ist

vielmehr, dass bei höherer Arbeitslosigkeit

und auslaufender Kurzarbeit die Verunsicherung

der Verbraucher sowie de-

9


en Kaufzurückhaltung anhält. Zwar sind

Lebensmittel wie Käse, Milch und Frischprodukte

relativ absatzstabil, die Marktschwäche

zeigt sich hier vielmehr in der

Einkaufsverlagerung zu Discountern und

niedrigpreisigen Handelsmarken.

Der deutsche Milchmarkt steht seit Anfang

2010 unter etwas stabileren Rahmenbedingungen

als ein Jahr zuvor. Insbesondere

die Käsebestände sind bei

den Herstellern auf einem tieferen Niveau

und auch die Preise beim losen Milchund

Rahmversand sind im Vergleich zum

Vorjahr recht stabil. Dies lässt sich nicht

zuletzt mit den wieder erholten internationalen

Märkten begründen. Aufgrund

dessen bewegen sich alle relevanten

Milchverwendungen auf einem ähnlichen

Verwertungsniveau.

Allerdings muss abgewartet werden, wie

sich der weitere Verlauf darstellt. So sind

zuletzt die Butterpreise wieder zurückgegangen,

was auf den gesamten Markt

ungünstig wirkt. Und die in der EU eingelagerten

großen Interventionsbestände

an Butter und Milchpulver werden so lange

einen störenden Markteinfluss mit sich

bringen, bis diese abgebaut sind, was

nicht vor der Jahresmitte sein wird. Vor allem

bleibt hierzulande das Rohmilchaufkommen

ein entscheidender Faktor für

die weitere Marktentwicklung. Denn während

in vielen europäischen Staaten eine

verhaltene Milchanlieferung festzustellen

ist, gilt dies in Deutschland kaum, wenn

auch mit regionalen Unterschieden.

Ob die EU-Behörden einen erneuten

Milchmengenüberschuss in der gleichen

Weise vom Markt nehmen wie 2009 sei

dahingestellt.

auf die operative Ertragslage wirken. Zugleich

werden die Kostenbelastungen für

den Umbau des Molkereigeschäfts deutlich

niedriger ausfallen, wenn auch nicht

ganz entfallen. Parallel zu dieser betrieblichen

Focussierung wird das Markenleitbild

mit der Grünen Linie ® und mit

Caffreddo ® konsequent weiterverfolgt,

was auch werblich mit Funk und Großflächenplakaten

intensiv unterstützt werden

wird. Die nachhaltige Produktpräsenz

beim Verbraucher sowie eine zielstrebige

und systematische Vertriebsarbeit

sollen die Marktstellung im Kerngebiet

festigen und in den Expansionsgebieten

ausbauen.

Bei der SCHWÄLBCHEN Frischdienst

GmbH prägen die bereits dargestellten

Folgen der Wirtschaftsrezession für den

Außer-Haus-Konsum die weitere Perspektive.

Von daher ist keine Unterstützung

für das GV-Handelssegment zu erwarten,

sodass 2010 von einer weiterhin

schwierigen Geschäftsentwicklung auszugehen

ist. Gleichwohl bleibt das Unternehmen

für jede Marktanforderung gut

aufgestellt.

Nachtragsbericht

Über Vorgänge von besonderer Bedeutung

nach dem Schluss des Geschäftsjahres

2009 ist nichts zu berichten.

Bad Schwalbach, den 25. Februar 2010

Der Vorstand

G. Berz-List

Trotz der widrigen Umfeldbedingungen

ist das Molkereigeschäft der SCHWÄLB-

CHEN-Gruppe gestärkt aus dem Jahr

2009 herausgegangen. Es ist das Ziel,

von der im letzten Jahr durchgeführten

grundlegenden Neuordnung des Molkereigeschäfts

schnell zu profitieren. Die

besseren Kostenstrukturen sollten einhergehend

mit Synergieeffekten positiv

10


Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat sich seit der letzten

Hauptversammlung in vier Sitzungen mit

der Lage und den Perspektiven der Aktiengesellschaft

und der Beteiligungsgesellschaften

befasst. Der Vorstand hat

den Aufsichtsrat dazu regelmäßig, zeitnah

und umfassend informiert. Die zustimmungspflichtigen

Geschäfte und Investitionen

wurden genehmigt.

Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt,

dass der Konzernabschluss der

SCHWÄLBCHEN MOLKEREI AG und die

Einzelabschlüsse der Gesellschaften

zum 31.12.2009 von der TREURATIO

GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

Steuerberatungsgesellschaft, Wiesbaden,

geprüft worden sind. Die Prüfungsgesellschaft

hat den uneingeschränkten

Bestätigungsvermerk erteilt und zudem

bescheinigt, dass der Konzernlagebericht

mit dem Konzernjahresabschluss in

Einklang steht.

Nach Durchführung seiner eigenen Prüfung

stimmt der Aufsichtsrat den Jahresabschlüssen

für das Geschäftsjahr 2009

der Aktiengesellschaft und des Konzerns

sowie dem Lagebericht zu. Damit ist

der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr

2009 festgestellt. Der Aufsichtsrat

schließt sich dem Vorschlag des Vorstands

für die Verwendung des Bilanzgewinns

an.

Das abgelaufene Jahr 2009 war nicht nur

für die Wirtschaft insgesamt ein herber

Rückschlag, noch stärker war die Milchwirtschaft

– Erzeuger und Verarbeiter –

betroffen. Nach dem Höhenflug im Jahr

2008 setzte 2009 ein seit Jahrzehnten

nicht mehr gekannter Preisverfall ein, in

mehreren Schritten über die ganze Palette

aller Milchprodukte, der in diesem

Umfang und in dieser Schnelligkeit von

den Molkereien nicht an die Erzeuger

weitergegeben werden konnte, mit der

Folge starker Margenverluste. Die Bewältigung

dieser Divergenzen, die Rücknahme

der Produktion unrentabler Sortimentsteile

ohne Gefährdung der bestehenden

guten Beziehungen zu den Handelspartnern,

der Ausbau des Konsummilch-

und Frischproduktesektors und der

Spezialitäten der Marke SCHWÄLBCHEN

sowie die Aufrechterhaltung der in den

letzten Jahren erreichten Wettbewerbsfähigkeit

gegenüber unseren Milchlieferanten

standen im Mittelpunkt der Beratungen.

Zu diesen für die gesamte Branche

geltenden Problemen kam im Molkereisegment

für die SCHWÄLBCHEN AG

hinzu, die Stilllegung der Produktion in

der Harzmolkerei schnell und reibungslos

zu bewältigen, was innerhalb eines

halben Jahres konfliktfrei gegenüber Lieferanten,

Abnehmern und Personal gelungen

ist.

Auch im Handelssegment, dem Tätigkeitsbereich

der Frischdienst GmbH,

standen die Auswirkungen der Wirtschaftskrise

– rückläufiger Außer-Haus-

Markt im Gastronomie- und Kantinenbereich

infolge der Sparmaßnahmen der

Verbraucher und Firmen und Preisverfall

durch immer stärkeren Wettbewerb – und

die zur Bewältigung getroffenen Maßnahmen

im Mittelpunkt der Beratungen.

Der Aufsichtsrat konnte feststellen, dass,

wie in den Vorjahren, weitere Verbesserungen

in Servicebereich und Ausdehnung

des Sortiments, verbunden mit der

Gewinnung neuer Kunden an beiden

Standorten in Mainz und Ilsfeld dazu beigetragen

haben, Umsatz und Ergebnis in

diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld

fast zu halten.

Im Krisenjahr 2009 mussten gegenüber

dem überaus positiven Jahr 2008 im Molkerei-

und Handelssegment zwar Einbußen

hingenommen werden, diese lagen

aber im Branchenschnitt. Damit blieb

die Voraussetzung für die Stärkung der

Wettbewerbsfähigkeit in den kommenden

Jahren bestehen. Dies erforderte

große gemeinsame Anstrengungen und

den vollen Einsatz von Vorstand, leitenden

Mitarbeitern und der gesamten Belegschaft.

Dafür spricht der Aufsichtsrat

allen Dank und Anerkennung aus.

Bad Schwalbach, den 02. März 2010

Der Aufsichtsrat

Dr. G. Berz-List

Vorsitzender

11


Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2009 nach IFRS

der SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz AG,

Bad Schwalbach

Aktiva

Anhang 31. 12. 2009 2008

€ T€

I. Immaterielle Vermögenswerte 1

Aktivierte Geschäftswerte, EDV-Software,

ähnliche Rechte mit begrenzter Nutzungsdauer 446.386,25 462

II. Sachanlagen 2

1. Grundstücke und Bauten 8.818.765,50 8.480

2. Technische Anlagen und Maschinen 6.850.703,11 7.227

3. Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung 1.615.806,00 1.177

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.878,05 98

17.310.152,66 16.982

III. Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände 581.964,77 610

IV. Aktive latente Steuern 3 755.133,00 473

A) Langfristige Vermögenswerte 19.093.636,68 18.527

I. Vorräte 4

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.392.825,47 3.201

2. Unfertige Erzeugnisse 218.495,00 222

3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.650.529,11 4.472

7.261.849,58 7.895

II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5

und Übrige

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.263.502,23 19.084

2. Steuerforderungen 1.772.188,43 2.127

3. Sonstige Vermögensgegenstände 665.413,99 485

21.701.104,65 21.696

III. Liquide Mittel, Kassenbestand, Schecks,

Guthaben bei Kreditinstituten 1.515.416,10 1.565

B) Kurzfristige Vermögenswerte 30.478.370,33 31.156

Summe Aktiva 49.572.007,01 49.683

12


Passiva

Anhang 31. 12. 2009 2008

€ T€

I. Gezeichnetes Kapital 3.640.000,00 3.640

Abzugsposten für eigene Anteile –260.000,00 –260

II. Kapitalrücklage 5.170.000,00 5.170

III. Gewinnrücklagen 12.072.840,85 10.442

Abzugsposten für eigene Anteile –1.540.000,00 –1.540

IV. Kumuliertes übriges Eigenkapital

Neubewertungsrücklage, passiver

Ausgleichsposten aus der Erstkonsolidierung,

Konzernbilanzgewinn 3.640.862,53 3.684

V. Anteil der Aktionäre der SCHWÄLBCHEN AG 22.723.703,38 21.136

VI. Minderheitenanteil am Kapital 516.608,23 461

A) Eigenkapital 6 23.240.311,61 21.597

I. Rückstellungen für Pensionen 7 3.494.286,00 3.511

II. Rückstellungen für latente Steuern 3 238.923,00 241

III. Langfristige Finanzverbindlichkeiten 8

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.570.771,27 1.975

IV. Übrige Verbindlichkeiten 9 1.462.044,80 1.337

B) Langfristige Verbindlichkeiten 6.766.025,07 7.064

I. Übrige kurzfristige Rückstellungen 10 7.591.989,01 8.646

II. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 8

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 738.479,06 416

III. Verbindlichkeiten aus Lieferungen 11

und Leistungen und Übrige 11.235.202,26 11.960

C) Kurzfristige Verbindlichkeiten 19.565.670,33 21.022

Summe Passiva 49.572.007,01 49.683

13


Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 nach IFRS

der SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz AG,

Bad Schwalbach

Anhang 2009 2008

€ T€

1. Umsatzerlöse 12 171.552.676,06 202.458

2. Verminderung des Bestands an fertigen und

unfertigen Erzeugnissen –171.450,09 –492

3. Sonstige betriebliche Erträge 13 1.956.082,83 521

173.337.308,80 202.487

4. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und

Betriebsstoffe und für bezogene Waren 122.884.191,07 152.271

5. Personalaufwand 14

a) Löhne und Gehälter 13.874.774,43 13.396

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für

Altersversorgung und für Unterstützung 2.900.010,99 2.884

6. Abschreibungen auf immaterielle 15

Vermögensgegenstände des

Anlagevermögens und Sachanlagen 2.195.775,43 2.070

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 16 28.151.723,78 27.418

3.330.833,10 4.448

8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.933,90 95

9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 185.622,61 352

10. Ergebnis der gewöhnlichen

Geschäftstätigkeit 3.165.144,39 4.191

11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 17 676.760,76 1.283

12. Jahresüberschuss 18 2.488.383,63 2.908

13. Gewinnanteile anderer Gesellschafter 19 –120.607,30 –133

14. Gewinnanteile der Eigenkapitalgeber 2.367.776,33 2.775

15. Gewinnvortrag 2.655.660,40 2.265

16. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 1.630.750,00 1.605

17. Konzernbilanzgewinn 3.392.686,73 3.435

Das Ergebnis je Aktie ergibt (€): 1,82 2,02

14


Die Fitnessquelle

GO! CHOCO besteht nur aus hochwertigen Zutaten und wird besonders

schonend hergestellt. Unsere beste Milch veredeln wir dafür mit feinster

Schokolade. Der leckere Fitness-Drink mit Traubenzucker,

Ballaststoffen, Calcium und Eiweiß.

15


Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2009 nach IFRS

der SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz AG,

Bad Schwalbach

Grundlagen

Der Konzernabschluss der SCHWÄLB-

CHEN MOLKEREI Jakob Berz AG wird nach

den zum Bilanzstichtag geltenden International

Financial Reporting Standards (IFRS)

des International Reporting Standards

Board (IASB), London, und unter Berücksichtigung

der Auslegungen des International

Financial Reporting Interpretations

Committee (IFRIC) erstellt.

Gegenüber den Ansatz- und Bewertungsregelungen

des HGB bestehen im vorliegenden

Abschluss folgende wesentlichen

Unterschiede:

– Alle steuerlich motivierten Abschreibungen

(§ 6b EStG) sind, auch für die Vergangenheit,

eliminiert. Dies erhöht den Ansatz

des Anlagevermögens nach IAS.

– Die Berechnung der Rückstellungen für

Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 berücksichtigt

neben zukunftsbezogenen Gehalts-

und Rententrends auch weitere Parameter.

Dies erhöht den Ansatz der Pensionsrückstellungen

nach IAS.

– Im Gegensatz zum HGB-Abschluss sind

im IFRS-Abschluss latente Steuern für zeitliche

Differenzen ausgewiesen. Dies umfasst

auch einen aktivierten Steuererstattungsanspruch

aus steuerlich nutzbaren Verlustvorträgen.

– Die im HGB-Abschluss ertragwirksam vereinnahmten

Investitionszulagen wurden mit

ihren fortgeführten Werten passiviert und

über die durchschnittliche Nutzungsdauer

der geförderten Investitionen aufgelöst.

– Die für das Jahr 2009 zu beachtenden Änderungen

von IFRS-Standards und Interpretationen

haben keine wesentlichen Auswirkungen

auf den Konzernabschluss.

In den Konzernabschluss sind die

SCHWÄLBCHEN MOLKEREI AG und deren

Tochtergesellschaften SCHWÄLB-

CHEN Frischdienst GmbH, Mainz, Harzmolkerei

Wernigerode GmbH, Silstedt, und

SCHWÄLBCHEN-Wiese-Frischdienst GmbH,

Ilsfeld, im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen.

Die bis 2004 mit der Quotenkonsolidierung

erfasste SCHWÄLBCHEN-Kälte-Team

GmbH wurde nach dem Erwerb der

Restanteile mit Wirkung zum 01.01.2006 auf

die SCHWÄLBCHEN Frischdienst GmbH

verschmolzen. Aus der Erstkonsolidierung

der SCHWÄLBCHEN-Kälte-Team GmbH

resultiert der ausgewiesene Firmenwert in

Höhe von 314.574,25 €.

Die auf Konzernfremde entfallenden Anteile

am Eigenkapital der Tochtergesellschaften

werden als Minderheitenanteil am Kapital

gesondert ausgewiesen.

Die Kapitalkonsolidierung der Tochtergesellschaften

erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten

oder der niedrigeren Beteiligungsbuchwerte

mit dem Konzernanteil am

Eigenkapital der einbezogenen Unternehmen

auf den Zeitpunkt des Erwerbs (Buchwertmethode).

Bei erworbenen Tochtergesellschaften

wird die Differenz zwischen den Anschaffungskosten

und dem anteiligen Eigenkapital,

soweit sie nicht auf stillen Reserven

oder stillen Lasten beruhen, als Firmenwert

oder passiver Ausgleichsposten ausgewiesen.

Zwischen den konsolidierten Gesellschaften

werden Forderungen und Verbindlichkeiten

gegeneinander aufgerechnet sowie

Umsatzerlöse und andere Erträge mit den

entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse der SCHWÄLBCHEN AG

sowie der Tochtergesellschaften werden

entsprechend IAS 27 (Konzernabschlüsse

16


und Bilanzierung von Anteilen an Tochterunternehmen)

nach einheitlichen Bilanzierungs-

und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Die Einzelabschlüsse der in den Konzern

einbezogenen Gesellschaften sind auf

den Bilanzstichtag des Konzerns aufgestellt.

Die im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs-

und Bewertungsgrundsätze

werden bei den Einzelposten der Bilanz sowie

der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

Die Finanzinstrumente betreffen

ausschließlich den operativen Bereich und

unterliegen keinen besonderen Markt-,

Preis- oder Zinsrisiken.

Erläuterungen der Konzernbilanz

Die (1) Immateriellen Vermögenswerte beinhalten insbesondere den gemäß IFRS 3 aktivierbaren

Geschäftswert aus der Erstkonsolidierung. Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Basis

der künftigen Erträge. Außerdem sind hierunter erworbene EDV-Software und ähnliche

Rechte mit begrenzter Nutzungsdauer (3 Jahre, linear) ausgewiesen.

Das (2) betrieblich genutzte Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten,

vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen

wird entsprechend dem Nutzungsverlauf linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter

des Anlagevermögens werden gemäß Gesetz abgeschrieben. Vermietete Immobilien

wurden mit dem 15-fachen der Jahresrohmiete bewertet und betrugen unverändert 508

T€. Den planmäßigen Abschreibungen liegen einheitliche Nutzungsdauern zugrunde: Betriebs-

und Geschäftsgebäude 25–33 Jahre, Grundstückseinrichtungen 10–20 Jahre, technische

Anlagen und Maschinen 7–20 Jahre, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

3–14 Jahre. Die Entwicklung der Sachanlagen ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Abgrenzung (3) Aktiver latenter Steuern erfolgt gemäß dem ‚temporary-concept‘ des

IAS 12. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf bestehende Verlustvorträge gebildet.

Die latenten Steuern wurden mit einem künftig erwarteten Steuersatz von 30% ermittelt

und berücksichtigen die Belastung mit Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer.

Aktive latente Steuern 2009 (€) 2008 (T€)

Langfristige Vermögenswerte 13.389,00 19

Pensionsrückstellungen 209.930,00 216

Verlustvorträge 482.437,00 237

Zwischenergebnis-Eliminierung 49.377,00 0

755.133,00 472

(3) Passive latente Steuern

Langfristige Vermögenswerte 238.923,00 241

Bei den (4) Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren grundsätzlich

mit ihren Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bewertet.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Als

Verbrauchsfolgeverfahren kommt die FiFo-Methode zur Anwendung. Sie enthalten die direkt

dem Herstellungsprozess zurechenbare Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen

Gemeinkosten. Die Finanzierungskosten sind nicht Teil der Anschaffungs-

oder Herstellungskosten. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter

Verwertbarkeit ergeben, führen zu Abwertungen. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag

aufgrund gesunkener Veräußerungserlöse werden berücksichtigt. Die Ertragrealisierung

erfolgt mit Verschaffung der Verfügungsmacht.

17


Entwicklung des Anlagevermögens (1), (2), (15)

SCHWÄLBCHEN-Konzern nach IFRS

+ Zugänge

Stand ./. Abgänge kumulierte Abschreibungen Buchwert

(Angaben in €) 01.01.2009 U Umbuchungen Abschreibungen 2009 31.12.2009

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 886.124,96 + 67.937,50 822.250,46 83.535,50 131.812,00

und ähnliche Rechte und Werte

2. Firmenwert 314.574,25 314.574,25

3. Geleistete Anzahlungen

II. Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten 19.578.245,64 + 792.299,43 11.551.779,57 453.054,64 8.818.765,50

2. Technische Anlagen und Maschinen 28.187.406,67 + 852.512,69 22.180.049,73 1.323.559,94 6.850.703,11

./. 107.567,59

U 98.401,07

3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.708.976,19 + 841.515,64 3.304.965,55 335.625,35 1.615.806,00

./. 629.720,28

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 98.401,07 + 24.878,05 24.878,05

U 98.401,07

53.773.728,78 + 2.579.143,31 37.859.045,31 2.195.775,43 17.756.538,91

./. 737.287,87

+ Zugänge

Stand ./. Abgänge kumulierte Abschreibungen Buchwert

(Vorjahresangaben in €) 01.01.2008 U Umbuchungen Abschreibungen 2008 31.12.2008

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 866.344,43 + 92.608,48 738.714,96 97.057,00 147.410,00

und ähnliche Rechte und Werte ./. 109.012,47

U 36.184,52

2. Firmenwert 314.574,25 314.574,25

3. Geleistete Anzahlungen 36.184,52 U 36.184,52

II. Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten 19.621.492,84 + 71.373,70 11.098.724,93 467.000,32 8.479.520,71

./. 114.620,90

2. Technische Anlagen und Maschinen 27.385.694,25 + 1.610.411,11 20.960.394,67 1.211.892,19 7.227.012,00

./. 892.798,77

U 84.100,08

3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.595.572,17 + 567.044,81 3.531.976,19 294.315,81 1.177.000,00

./. 453.640,79

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 99.100,08 + 98.401,07 98.401,07

./. 15.000,00

U 84.100,08

52.918.962,54 + 2.439.839,17 36.329.810,75 2.070.265,32 17.443.918,03

./. 1.585.072,93

18


(5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige Vermögensgegenstände

sind zum Nennwert bzw. zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen

und Leistungen werden für erkennbare Ausfallrisiken Einzelwertberichtigungen

gebildet. Darüber hinaus werden anhand einer Strukturanalyse die erwarteten Risiken durch

pauschalierte Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Entwicklung des (6) Eigenkapitals für den Konzern ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung

dargestellt. Das Gezeichnete Kapital der SCHWÄLBCHEN AG ist in 1.400.000

Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 2,60 €/Aktie am Grundkapital eingeteilt.

Die im Jahr 2008 über die Börse getätigten Käufe von 100.000 Stück (Sept. 14.851, Okt.

55.149, Nov. 30.000) eigenen Aktien dienten der Kursstabilität, Liquiditätsanlage und der

allgemeinen Marktsicherung. Auf eigene Anteile entfallen 260.000,00 € des Grundkapitals,

anteilig 7,14%. Ziel des Kapitalmanagements ist die Sicherstellung der Unternehmensfortführung,

die Stärkung der Eigenkapitalbasis und eine adäquate Verzinsung des

Kapitals.

Die (7) Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren

gemäß IAS 19 gebildet. Dabei werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten

und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von

Renten und Gehältern berücksichtigt und versicherungsmathematisch bewertet. Für die Ermittlung

der Anwartschaftsbarwerte wird ein Abzinsungssatz von 5,50% (Vj. 5,50%) zugrunde

gelegt. Bei den Gesellschaften wird von einer erwarteten jährlichen Steigerungsrate

der Löhne, Gehälter und der Renten ausgegangen. Der Aufwand des Geschäftsjahres

betrug 233.871,00 € (Vj. 283 T€). Die versicherungsmathematischen Verluste wurden zum

Bilanzstichtag vollständig im operativen Ergebnis ausgewiesen.

2009 (€) 2008 (T€)

Rückstellung Jahresanfang 3.511.224,00 3.462

Verbrauch Geschäftsjahr ./.250.809,00 ./.234

Laufender Dienstzeitaufwand 46.870,00 50

Zinsanteile 186.378,00 184

Versicherungsmathem. Verlust 623,00 49

Rückstellung Jahresende 3.494.286,00 3.511

(8) Lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten weisen alle verzinslichen Verpflichtungen des Konzerns

aus, die zum jeweiligen Bilanzstichtag bestanden. Die Buchwerte entsprechen den

jeweiligen Rückzahlungsbeträgen.

Restlaufzeiten bis 1 Jahr (€) 2–5 Jahre (€) >5 Jahre (€) gesamt (€)

Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten 2009 738.479,06 1.420.771,27 150.000,00 2.390.250,33

1.570.771,27

2008 415.942,95 1.474.508,27 500.000,00 2.390.451,22

1.974.508,27

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Konzern 1.974.508,24 €

(Vj. 2.390 T€) grundpfandrechtlich gesichert.

19


(9) Übrige langfristige Verbindlichkeiten

Abgrenzung Investitionszulagen

2009 39.311,68 44.476,39 83.788,07

Sonstige langfristige

Verbindlichkeiten 2009 57.600,00 244.545,75 1.173.022,66 1.519.644,80

1.462.044,80

Abgrenzung Investitionszulagen

2008 47.473,20 83.788,05 131.261,25

Sonstige langfristige

Verbindlichkeiten 2008 52.800,00 211.200,00 1.041.558,26 1.389.346,31

1.336.546,31

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden passiviert und über die Nutzungsdauer der

zugrundeliegenden Investitionen aufgelöst.

Die (10) Übrigen kurzfristigen Rückstellungen werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber

Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche

Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Sie enthalten überwiegend

Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich sowie ausstehende Abrechnungen

und Verpflichtungen gegenüber Kunden und Lieferanten.

01.01.2009 Verbrauch/ Zuführung 31.12.2009

(€) Auflösung (€) (€) (€)

Steuerverpflichtungen 136.877,75 48.276,72 59.098,97 147.700,00

Verpflichtungen aus dem

Personal- und Sozialbereich 916.455,00 916.455,00 873.420,00 873.420,00

Ausstehende Rechnungen 7.268.011,85 5.002.137,64 4.040.211,11 6.306.085,32

Sonstige Rückstellungen 324.229,23 290.229,23 230.783,96 264.783,69

8.645.573,83 6.257.098,59 5.203.513,77 7.591.989,01

Die (11) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich und werden

zu ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt und sind gleich den Übrigen Verbindlichkeiten innerhalb

eines Jahres fällig.

Haftungsverhältnisse und Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Haftungsverhältnissen bestehen Sonstige finanzielle

Verpflichtungen, ausschließlich aus operativen Miet- und Leasingverträgen, davon

mit Restlaufzeiten bis 1 Jahr 1.859.354,20 € (Vj. 1.851 T€); von 2–5 Jahren 2.742.219,74 €

(Vj. 2.879 T€); über 5 Jahre 97.968,14 € (Vj. 205 T€). Lieferantenbürgschaften bestehen in

Höhe von 273.060,19 €(Vj. 415 T€). Die Konzerngesellschaften sind nicht an Gerichts- oder

Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des

Konzerns haben können oder in den letzten zwei Jahren gehabt haben.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gliederung der (12) Umsatzerlöse nach den Geschäftsbereichen Molkerei und Handel

ist aus der Segmentberichterstattung ersichtlich.

Die (13) Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Mieterträge und

Schadenersatzleistungen sowie Auflösungen von Wertberichtigungen und Rückstellungen.

20


(14) Personal

Die im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer (§ 267 V HGB) waren 115 (Vj. 111)

Angestellte, 230 (Vj. 240) gewerbliche Arbeitnehmer und 6 (Vj. 6) Auszubildende.

Die Gliederung der (15) Abschreibungen ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich.

Die (16) Sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen den Betriebsaufwand

von 8.161.762,67 € (Vj. 8.504 T€), den Vertriebsaufwand von 15.590.289,98 € (Vj.

15.722 T€) und den Verwaltungsaufwand von 4.399.671,13 € (Vj. 3.192 T€), einschließlich

der Sonstigen Steuern.

Die (17) Steuern vom Einkommen und Ertrag des SCHWÄLBCHEN-Konzerns gliedern sich

in Laufende Steuern von 961.903,18 € (Vj. 1.028 T€) und Erträge aus Latenten Steuern von

285.142,42 € (Vj. 255 T€). Die Steueraufwendungen beinhalten die Körperschaft- und Gewerbeertragsteuern

der Konzerngesellschaften. Die Sonstigen Steuern sind in den Sonstigen

betrieblichen Aufwendungen enthalten. Der Bestand an aktiven und passiven latenten

Steuern ist unter Anhang-Ziffer (3) erläutert. Der tatsächliche Steueraufwand liegt 273 T€

(Vj. 25 T€) unter dem zu erwartenden Steueraufwand, der sich bei Anwendung des rechnerischen

Steuersatzes von durchschnittlich 30% (Vj. 30%) auf das Konzernergebnis ergeben

würde.

Überleitung des Konzernsteueraufwands: 2009 (T€) 2008 (T€)

Konzernergebnis vor Ertragsteuern 3.165 4.191

Erwarteter Steueraufwand 30% (Vj. 30%) 950 1.257

Steuerfreie Erträge –15 –15

Latente Steuern, Sonstige –275 –6

Periodenfremde Steuer –26 23

Nichtabzugsfähige Ausgaben 43 23

Ausgewiesene Ertragsteuern 677 1.282

2009 (€) 2008 (T€)

Jahresüberschuss (18) 2.488.383,63 2.908

Jahresüberschuss nach Anteilen

anderer Gesellschafter 2.367.776,33 2.775

EBIT 3.330.833,10 4.448

EBITDA 5.526.608,53 6.518

Die Abweichung zwischen der Dividende je Aktie von 0,40 € (Vj. 0,60 €) und dem Ergebnis

je Aktie von 1,82 € (Vj. 2,02 €) betrifft im Wesentlichen die notwendigen Zuführungen

zur Gewinnrücklage sowie nicht liquiditätswirksame Vorgänge auf Basis der Einzelabschlüsse

und der Konzernebene. Das Ergebnis je Aktie entspricht dem Anteil des Jahresergebnisses

nach Abzug der Anteile anderer Gesellschafter dividiert durch die im Jahresdurchschnitt

ausstehenden Anteile von 1.300.000. Ein verwässertes Ergebnis je Aktie ist weder

für das Berichtsjahr noch für das Vorjahr zu ermitteln.

Die (19) Gewinnanteile anderer Gesellschafter von 121 T€ (Vj. 133 T€) entfallen auf die Minderheitsgesellschafter

der Frischdienst GmbH und der Wiese GmbH.

Sonstige Angaben

Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten, die für die

Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von besonderer Bedeutung sind.

21


Nach IAS 24 zählen zu den nahestehenden Personen (related parties) jene Unternehmen

und Personen, bei denen eine der Parteien über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei

zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auf deren Finanz- und Geschäftspolitik

auszuüben. Bezogen auf den Aktionärskreis der SCHWÄLBCHEN AG befinden sich 66,7%

der Aktien im Besitz von Frau Elfriede Berz und Herrn Dr. Günter Berz-List. Darüber hinaus

haben die Mehrheitsaktionäre der SCHWÄLBCHEN AG Darlehen zur Verfügung gestellt,

die mit 3% p. a. verzinst werden. Herr Dr. Günter Berz-List ist zugleich Aufsichtsratsvorsitzender

der SCHWÄLBCHEN AG. Ein Abhängigkeitsbericht war nicht zu erstellen. Alle Geschäfte

mit nahestehenden Personen sind vertraglich vereinbart und zu Bedingungen ausgeführt,

wie sie mit konzernfremden Dritten üblich sind oder zum Vorteil der Gesellschaft

gereichen.

Die Gesamtbezüge des Vorstands der SCHWÄLBCHEN AG betragen 224.764,99 € (Vj.

212 T€). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der SCHWÄLBCHEN AG belaufen sich auf

15.000,00 € (Vj. 15 T€). Von anderen in den Konzern einbezogenen Gesellschaften betragen

die Bezüge des Vorstands 28.821,00 € (28 T€). Der Aufsichtsrat erhielt keine weiteren

Bezüge. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands

sind insgesamt 1.504.095,00 € (Vj. 1.474 T€) (davon SCHWÄLBCHEN AG 1.046.277,00 €

(Vj. 1.091 T€)) zurückgestellt. Die laufenden Bezüge betrugen 157.248,24 € (Vj. 157 T€)

(davon SCHWÄLBCHEN AG 117.565,08 € [Vj. 117 T€]).

Vorstand war im Geschäftsjahr Herr Günter Berz-List, Dipl.-Kfm., Wiesbaden.

Mitglieder des Aufsichtsrats waren Herr Dr. Günter Berz-List, Bad Schwalbach (Vorsitzender,

Vorstand a. D.), Herr Volker v. Franqué, Wiesbaden (stellv. Vorsitzender, Bankdirektor

a. D.) und Herr Martin Bootz, Nauheim (Arbeitnehmervertreter, Molkereitechniker).

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat im Geschäftsjahr von den zum SCHWÄLBCHEN-

Konzern gehörenden Gesellschaften Prüfungsgebühren von 74.590,00 € (Vj. 72 T€) und

Beratungsgebühren von 9.505,00 € (Vj. 9 T€) erhalten.

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Corporate Governance Kodex wurde

abgegeben und steht den Aktionären im Internet und auch im Geschäftsbericht dauerhaft

zur Verfügung.

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen

der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes

Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht

der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des

Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild

vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung

des Konzerns beschrieben sind.

Der nach den deutschen Bilanzierungsvorschriften aufgestellte Jahresabschluss der

SCHWÄLBCHEN AG, der von der TREURATIO GmbH geprüft und mit dem uneingeschränkten

Bestätigungsvermerk versehen worden ist, wird im elektronischen Bundesanzeiger

veröffentlicht.

Bad Schwalbach, den 25. Februar 2010

Der Vorstand

G. Berz-List

22


Konzern-Kapitalflussrechnung für das

Geschäftsjahr 2009 gemäß IAS 7

2009 (T€) 2008 (T€)

Periodenergebnis vor Steuern 3.166 4.191

Ertragsteueraufwand –962 –1.028

Latente Steuern 285 –255

Jahresüberschuss 2.489 2.908

./. Erlöse aus Anlagenverkäufen –83 –66

Abschreibungen 2.196 2.070

Buchwert Anlagenabgänge 71 130

Veränderung latenter Steuern –285 255

Veränderung Vorräte 633 –120

Veränderung der Kundenforderungen 23 3.452

Veränderung der Pensionsrückstellungen –17 49

Veränderung der langfristigen übrigen

Verbindlichkeiten 125 99

Veränderung der übrigen Rückstellungen –1.054 3.153

Veränderung der Lieferanten- und übrigen

Verbindlichkeiten –725 -4.765

Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.372 7.165

Investitionen –2.579 –2.440

Erlöse aus Anlagenverkäufen 83 66

Cash-Flow aus Investitionstätigkeit –2.496 –2.374

Erwerb eigener Anteile 0 –1.799

Dividendenzahlung –780 –560

Kapitalzahlung an Fremdgesellschafter –65 –46

Tilgung langfristiger Bankkredite –404 –415

Veränderung kurzfristiger Bankkredite 322 –1.663

Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit –927 –4.483

Zunahme/Abnahme liquider Mittel –51 308

Finanzmittelbestand zum 01.01. 1.566 1.258

Finanzmittelbestand zum 31.12. 1.515 1.566

23


Eigenkapital-Veränderungsrechnung im Konzern

(Angaben in €) Gewinnanteile

Jahres- Einstellung in Erwerb anderer

01.01.2009 ergebnis Gewinnrücklagen eigener Anteile Dividenden Gesellschafter 31.12.2009

Gezeichnetes Kapital 3.380.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3.380.000,00

Kapitalrücklage 5.170.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 5.170.000,00

Gewinnrücklagen

8.902.279,64 0,00 1.630.750,00 -188,79 0,00 0,00 10.532.840,85

Neubewertungsrücklage

–220.216,72 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 –220.216,72

Konzerngewinn

3.435.660,40 2.488.383,63 –1.630.750,00 0,00 –780.000,00 –120.607,30 3.392.686,73

Unterschiedsbetrag aus der

Kapitalkonsolidierung

468.392,52 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 468.392,52

Ausgleichsposten für Anteile

anderer Gesellschafter 461.000,93 0,00 0,00 0,00 –65.000,00 120.607,30 516.608,23

21.597.116,77 2.488.383,63 0,00 –188,79 –845.000,00 0,00 23.240.311,61

Segmentberichterstattung des Konzerns nach Geschäftsbereichen

(Angaben in T€)

Umsatzerlöse Ergebnis (EBIT) Vermögen Schulden Abschreibungen Investitionen Mitarbeiter

Molkereigeschäft 31.12.2009 97.944 154 30.487 16.022 1.716 1.750 128

31.12.2008 131.573 933 31.636 17.919 1.608 2.075 147

Handelstätigkeit 31.12.2009 86.952 3.185 18.918 8.377 480 829 223

31.12.2008 88.837 3.492 17.761 8.026 462 365 210

Summe Molkerei/Handel 2009 184.896 3.339 49.405 24.399

Konzernüberleitungen –13.343 –851 167 1.932

Konzern 2009 171.553 2.488 49.572 26.331

Summe Molkerei/Handel 2008 220.410 4.425 49.397 25.945

Konzernüberleitungen –17.952 –1.517 286 2.141

Konzern 2008 202.458 2.908 49.683 28.086

24


Unser CremQuark ist eine cremig-leichte Köstlichkeit aus magerem Quark

und Joghurt. Diese besonders zarte Quarkzubereitung mit nur 0,2% Fett

ist die ideale Ergänzung für eine gesunde und bewusste Ernährung.

Der neue Becher ist umweltfreundlich, da seine Bestandteile

Kunststoff, Pappe und Aluminium getrennt wiederzuverwerten sind.

25


Bilanz zum 31. Dezember 2009 nach HGB

der SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz AG,

Bad Schwalbach

Aktiva

31.12.2009 2008

€ T€

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte

und ähnliche Rechte und Werte 40.508,00 63

II. Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten 3.370.836,53 2.755

2. Technische Anlagen und Maschinen 6.482.691,00 6.556

3. Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung 652.751,00 701

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.255,55 98

10.559.042,08 10.173

III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.942.910,15 1.943

12.501.952,23 12.116

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.380.509,47 3.064

2. Unfertige Erzeugnisse 218.495,00 191

3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.842.043,85 1.908

4.441.048,32 5.163

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.552.559,96 10.575

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 668.446,21 798

3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.105.441,21 2.504

– davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr:

543.129,77 € (609)

13.326.447,38 13.877

III. Wertpapiere, Eigene Anteile 1.800.000,00 1.699

IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

und Schecks 699.557,31 815

20.267.053,01 21.554

C. Rechnungsabgrenzungsposten ___________ 1.966,00 3

32.770.971,24 33.673

26


Passiva

31.12.2009 2008

€ T€

A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 3.640.000,00 3.640

II. Kapitalrücklage 5.170.000,00 5.170

III. Andere Gewinnrücklagen

1. Rücklagen für Eigene Anteile 1.800.000,00 1.699

2. Andere Gewinnrücklagen 5.200.000,00 4.701

IV. Bilanzgewinn 779.501,03 854

16.589.501,03 16.064

B. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen 2.462.153,00 2.448

2. Sonstige Rückstellungen 4.490.982,11 5.403

6.953.135,11 7.851

C. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten 1.509.250,33 1.440

– davon mit einer Restlaufzeit

bis zu 1 Jahr: 588.479,06 € (266)

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen 6.029.496,02 6.551

– davon mit einer Restlaufzeit

bis zu 1 Jahr: 6.029.496,02 € (6.551)

3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen 5.607,49 253

– davon mit einer Restlaufzeit

bis zu 1 Jahr: 5.607,49 € (253)

4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.683.981,26 1.514

– davon mit einer Restlaufzeit

bis zu 1 Jahr: 280.558,60 € (262)

– davon aus Steuern: 63.567,22 € (67)

– davon im Rahmen der sozialen

Sicherheit: 2.381,79 € (0)

9.228.335,10 9.758

32.770.971,24 33.673

27


Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 nach HGB

der SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz AG,

Bad Schwalbach

2009 2008

€ T€

1. Umsatzerlöse 91.441.140,24 118.159

2. Verminderung des Bestands an fertigen und

unfertigen Erzeugnissen –23.988,35 –438

3. Sonstige betriebliche Erträge 1.741.576,35 915

93.158.728,24 118.636

4. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und

Betriebsstoffe und für bezogene Waren 64.363.278,42 89.269

5. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter 5.510.134,90 5.473

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für

Altersversorgung und für Unterstützung 1.276.117,31 1.243

– davon für Altersversorgung: 280.587,88 € (277)

6. Abschreibungen

a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des

Anlagevermögens und Sachanlagen 1.575.716,32 1.378

b) auf Vermögensgegenstände des

Umlaufvermögens 0,00 50

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 20.295.568,92 20.438

137.912,37 785

8. Erträge aus Beteiligungen 1.140.000,00 874

– davon aus verbundenen Unternehmen:

1.140.000,00 € (874)

9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 62.335,03 162

– davon aus verbundenen Unternehmen:

56.711,72 € (94)

10. Zu- (Vj. Ab-)schreibungen auf Finanzanlagen 101.000,00 –101

11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 139.161,09 197

– davon an verbundene Unternehmen: 4.812,50 € (0)

12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.302.086,31 1.523

13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

(Erstattung) –26.031,40 –29

14. Sonstige Steuern 22.389,44 22

15. Jahresüberschuss 1.305.728,27 1.530

16. Gewinnvortrag 73.772,76 74

17. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 600.000,00 750

18. Bilanzgewinn 779.501,03 854

28


Anhang für das Geschäftsjahr 2009 nach HGB der

SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz AG, Bad Schwalbach

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Bilanzrichtliniengesetzes

aufgestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Gegenstände

des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

bewertet und – soweit abnutzbar – planmäßig abgeschrieben. Bei der

Bemessung der Abschreibungen wird auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer

abgestellt. Es wird nach der linearen Methode abgeschrieben. Geringwertige

Wirtschaftsgüter bis 150 € werden im Jahr des Zugangs in vollem Umfang

abgeschrieben. Bei Anschaffungskosten zwischen 150 € bis 1.000 € wird

ein jahresbezogener Sammelposten gebildet und über 5 Jahre abgeschrieben.

Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die bezogenen

Waren werden zu Anschaffungskosten oder – unter Beachtung des Niederstwertprinzips

– zu niedrigeren Tageswerten am Abschlusstag bewertet. Als

Verbrauchsfolgeverfahren kommt die FiFo-Methode zur Anwendung. Unfertige

und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Sie enthalten

die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene

Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Für Bestandsrisiken

aus der Lagerdauer und aus verminderter Verwertbarkeit erfolgen individuelle

Abwertungen. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener

Veräußerungserlöse werden berücksichtigt. Die Wertpapiere werden mit den

Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Börsenkurs am Abschlussstichtag

bewertet.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt

grundsätzlich zum Nennwert. Ausfallrisiken sind durch individuelle Bewertungsabschläge

und durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Unverzinsliche Ansprüche werden mit dem Barwert bilanziert. Die im Jahr 2008

über die Börse getätigten Käufe von 100.000 Stück (Sept. 14.851, Okt. 55.149,

Nov. 30.000) eigenen Aktien dienten der Kursstabilität, Liquiditätsanlage und allgemeinen

Marktsicherung. Auf eigene Anteile entfallen 260.000,00 €des Grundkapitals,

anteilig 7,14%. Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer

Beurteilung für erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten sowie

für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Die Pensionsrückstellungen

entsprechen den Vorschriften des § 6a EStG. Die Verbindlichkeiten

werden zum Rückzahlungswert angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Das Grundkapital ist eingeteilt in 1.400.000 Stückaktien, lautend auf den Inhaber.

Die Sonstigen Rückstellungen werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber

Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche

Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig

schätzbar ist. Sie enthalten überwiegend Verpflichtungen aus dem Personalund

Sozialbereich sowie ausstehende Abrechnungen und Verpflichtungen gegenüber

Kunden und Lieferanten.

29


Entwicklung des Anlagevermögens

SCHWÄLBCHEN AG nach HGB

+ Zugänge

Stand ./. Abgänge kumulierte Abschreibungen Buchwert

(Angaben in €) 01.01.2009 U Umbuchungen Abschreibungen 2009 31.12.2009

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 546.139,60 + 10.434,00 516.065,60 32.649,00 40.508,00

und ähnliche Rechte und Werte

2. Geleistete Anzahlungen

II. Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten 10.337.637,92 + 776.086,77 7.742.888,16 160.832,94 3.370.836,53

2. Technische Anlagen und Maschinen 24.782.217,84 + 1.060.147,06 19.446.624,23 1.224.194,13 6.482.691,00

U 98.401,07

./. 11.450,74

3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.603.162,50 + 109.892,25 2.060.303,75 158.040,25 652.751,00

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 98.401,07 + 12.255,55 12.255,55

U 98.401,07

III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.329.595,42 386.685,27 1.942.910,15

40.697.154,35 + 1.968.815,63 30.152.567,01 1.575.716,32 12.501.952,23

./. 11.450,74

30


Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und ihre Besicherung ergeben sich aus folgender

Übersicht:

Summe davon mit gesicherte

Restlaufzeit Beträge

€ über 5 Jahre € €

Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten 1.509.250,33 100.000,00 1.174.508,24

Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen 6.029.496,02 0,00 273.060,19

Verbindlichkeiten gegenüber

verbundenen Unternehmen 5.607,49 0,00 0,00

Sonstige Verbindlichkeiten 1.683.981,26 1.173.022,66 0,00

9.228.335,10 1.273.022,66 1.447.568,43

Die sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren betreffen

ein Darlehen der Mehrheitsaktionäre.

Als Sicherheiten für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen auf den

Grundstücken eingetragene Grundschulden in Höhe von insgesamt 2.511.291,87 €.

Als Sicherheiten bei einigen Lieferantenverbindlichkeiten dienen Bankbürgschaften

in Höhe von 273.060,19 €.

Die bei der SCHWÄLBCHEN AG ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten

gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2009 (€) 2008 (T€)

Eigenproduktion 90.233.536,22 114.830

Fremdproduktion 1.129.349,00 3.169

Handelswaren 78.255,02 160

91.441.140,24 118.159

Der Absatzbereich umfasst Hessen, Rheinland-Pfalz und die angrenzenden

Gebiete.

Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im wesentlichen Kostenumlagen,

Mieterträge und Schadenersatzleistungen sowie Auflösungen von Wertberichtigungen

und Rückstellungen.

Sonstige Angaben

Es bestehen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen,

davon mit Restlaufzeit bis 1 Jahr 477.432,97 €, von 2–5 Jahren 141.330,38 €

sowie über 5 Jahre 1.722,00 €, gesamt 620.485,35 €.

31


Die SCHWÄLBCHEN AG unterhielt am Stichtag folgende Beteiligungen:

Anteil am Eigenkapital letztes

Direkter Anteilsbesitz: Kapital % € Ergebnis €

SCHWÄLBCHEN Frischdienst

GmbH, Mainz 95,00 8.319.643,98 2.003.514,84

Harzmolkerei Wernigerode

GmbH, Wernigerode 100,00 194.183,40 23.218,46

Indirekter Anteilsbesitz:

SCHWÄLBCHEN-Wiese-

Frischdienst GmbH, Ilsfeld 95,00 670.702,26 259.766,90

Die Gesamtbezüge des Vorstands der SCHWÄLBCHEN AG betragen 224.764,99 €.

Die Vergütung setzt sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Die

fixe Vergütung besteht im Wesentlichen aus dem festen Jahresgehalt, unterteilt

in monatliche Raten. Die variable Vergütung wird in Form einer jährlichen, erfolgsabhängigen

Tantieme ausbezahlt. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der

SCHWÄLBCHEN AG belaufen sich auf 15.000,00 €. Für die Pensionsverpflichtungen

gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sind insgesamt

896.650,00 € zurückgestellt. Die laufenden Bezüge betrugen 117.565,08 €.

Vorstand war im Geschäftsjahr Herr Günter Berz-List, Dipl.-Kfm., Wiesbaden.

Mitglieder des Aufsichtsrats waren Herr Dr. Günter Berz-List, Bad Schwalbach

(Vorsitzender, Vorstand a. D.), Herr Volker v. Franqué, Wiesbaden (stellv. Vorsitzender,

Bankdirektor a. D.) und Herr Martin Bootz, Nauheim (Arbeitnehmervertreter,

Molkereitechniker).

Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer

war 120, davon 44 Angestellte, 73 gewerbliche Arbeitnehmer und 3 Auszubildende.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat von der SCHWÄLBCHEN AG Prüfungsgebühren

von 41.128,00 € und sonstige Beratungsgebühren von 4.890,00 € erhalten.

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Corporate Governance

Kodex wurde abgegeben und den Aktionären unter www.schwaelbchen-molkerei.de

zugänglich gemacht.

Die nach § 289a HGB vorgeschriebene Erklärung zur Unternehmensführung wurde

abgegeben und den Aktionären unter www.schwaelbchen-molkerei.de zugänglich

gemacht.

32


Erklärung (Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen

der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen

entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt

und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses

so dargestellt ist, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes

Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen

Geschäftsentwicklung beschrieben sind.

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem

Bilanzgewinn von 779.501,03 € einen Betrag von 520.000,00 € auszuschütten,

einen Betrag von 200.000,00 € in Andere Gewinnrücklagen einzustellen und den

verbleibenden Betrag von 59.501,03 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Ausschüttung von 520.000,00 € entspricht einer Dividende von 0,40 € auf

1.300.000 für das Geschäftsjahr 2009 gewinnberechtigte Aktien.

Deutscher Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben einstimmig beschlossen, für das Geschäftsjahr

die nachfolgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abzugeben:

Die SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz AG entspricht den Empfehlungen

der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex und wird

ihnen auch zukünftig entsprechen, allerdings mit folgenden Abweichungen:

a) In einem Aufsichtsrat von nur drei Mitgliedern scheidet eine Bildung von

Ausschüssen aus.

b) Eine erfolgsabhängige Vergütung für den Aufsichtsrat erscheint für das

Unternehmen nicht angemessen.

c) Über Geschäfte des Vorstandes und des Aufsichtsrates mit Aktien, Aktienoptionen

und sonstigen Derivaten wird gemäß § 15a WpHG berichtet werden.

Bad Schwalbach, den 02. März 2010

Der Aufsichtsrat, Der Vorstand

33


Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der SCHWÄLB-

CHEN MOLKEREI Jakob Berz AG,

Bad Schwalbach, aufgestellten Konzernabschluss

– bestehend aus Bilanz,

Gewinn- und Verlustrechnung,

Eigenkapitalveränderungsrechnung,

Kapitalflussrechnung und Anhang –

sowie den Konzernlagebericht für das

Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31.

Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung

von Konzernabschluss und Konzernlagebericht

nach den IFRS, wie

sie in der EU anzuwenden sind, und

den ergänzend nach § 315a Abs. 1

HGB anzuwendenden handelsrechtlichen

Vorschriften liegt in der Verantwortung

der gesetzlichen Vertreter der

Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es,

auf der Grundlage der von uns durchgeführten

Prüfung eine Beurteilung

über den Konzernabschluss und den

Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung

nach § 317 HGB unter Beachtung

der vom Institut der Wirtschaftsprüfer

(IDW) festgestellten deutschen

Grundsätze ordnungsmäßiger

Abschlussprüfung vorgenommen. Danach

ist die Prüfung so zu planen und

durchzuführen, dass Unrichtigkeiten

und Verstöße, die sich auf die Darstellung

des durch den Konzernabschluss

unter Beachtung der anzuwendenden

Rechnungslegungsvorschriften

und durch den Konzernlagebericht

vermittelten Bildes der Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage wesentlich

auswirken, mit hinreichender

Sicherheit erkannt werden. Bei der

Festlegung der Prüfungshandlungen

werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit

und über das wirtschaftliche

und rechtliche Umfeld des

Konzerns sowie die Erwartungen über

mögliche Fehler berücksichtigt. Im

Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit

des rechnungslegungsbezogenen

internen Kontrollsystems sowie

Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss

und Konzernlagebericht

überwiegend auf der Basis von

Stichproben beurteilt. Die Prüfung

umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse

der in den Konzernabschluss

einbezogenen Unternehmen,

der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,

der angewandten Bilanzierungs-

und Konsolidierungsgrundsätze

und der wesentlichen Einschätzungen

der gesetzlichen Vertreter sowie

die Würdigung der Gesamtdarstellung

des Konzernabschlusses und des

Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung,

dass unsere Prüfung eine hinreichend

sichere Grundlage für unsere

Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen

geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund

der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der Konzernabschluss

den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden

sind, und den ergänzend

nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden

handelsrechtlichen Vorschriften

und vermittelt unter Beachtung dieser

Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen

entsprechendes Bild der

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

des Konzerns. Der Konzernlagebericht

steht in Einklang mit dem Konzernabschluss,

vermittelt insgesamt

ein zutreffendes Bild von der Lage des

Konzerns und stellt die Chancen und

Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend

dar.

Wiesbaden, den 26. Februar 2010

TREURATIO GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

Steuerberatungsgesellschaft

R. Baum (Wirtschaftsprüfer)

34


Die Kursentwicklung der SCHWÄLBCHEN-Aktie in Euro

24,5

24

23,5

23

22,5

22

21,5

21

20,5

20

19,5

19

18,5

18

17,5

17

16,5

16

15,5

15

14,5

14

13,5

13

12,5

12

11,5

11

10,5

10

9,5

9

8,5

8

1 2006 13 2007 25 2008 37 2009 49 2010

Die monatlichen Höchst- und Niedrigstkurse der SCHWÄLBCHEN-Aktie an

der Frankfurter Wertpapierbörse seit 2006.

Weitere Hinweise/Termine

Veröffentlichungen erfolgen über die DGAP (www.dgap.de),

ein Unternehmen der EquityStory AG.

Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2009: 30.04.2010

Versendung des Halbjahresberichts zum 30.06.2010: Anfang August 2010

Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2010: 29.04.2011

35


SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz Aktiengesellschaft

Bahnhofstraße 38 65307 Bad Schwalbach Tel. 06124 / 503-0 Fax 06124 / 503 57

info@schwaelbchen-molkerei.de

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