Test zum Download - Kenwood

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Test zum Download - Kenwood

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Absolute Sound Test: Autoradio

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A STAR IS BORN

Was für ein Auftritt! Das Kenwood KDC-BT 92 SD

ist eines der selten gewordenen High-End-Autoradios –

zu einem Preis, der begeistert.

VON SEDIN MUJIC

autohifi 3/2012

www.autohifi-magazin.de

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D

ie Zeit ist nicht günstig für edle 1-DIN-

Autoradios, denn heute bekommt man

für 300 Euro bereits Moniceiver mit ordentlicher

Ausstattung. Umso bemerkenswerter,

dass Kenwood jetzt mit dem KDC-BT 92 SD

(250 Euro) auf den Markt prescht.

Gleich nach dem Auspacken wird einem warm

ums Herz: Die gelackte Oberfläche unterscheidet

sich vom Einheits-Allerlei der 1-DIN-Fraktion,

die klare Linie mit dem abgesetzten zentralen

Bedienknopf macht die Front endgültig

zum Hingucker. Und überdies hält man auch

noch ein Freisprechmikrofon und eine Fernbedienung

in den Händen.

Für die wichtigsten Features wie Quellenwahl

und Bluetooth sind Direktzugriffs-Knöpfe in

das Flip-Down-Bedienteil integriert. Es gibt

hier keine Gimmicks oder gar Klappen, die

das Design verwässern könnten.

Nach dem Einschalten verstärkt sich der positive

Eindruck noch. So wechselt der Kenwood-

Receiver die Farben, leuchtet in seinem Demo-

Modus einfach prachtvoll und lädt seinen neuen

Besitzer zum Ausprobieren und Spielen ein.

Der farbenfrohe Tanz endet, wenn die richtige

Farbkombi für das fünfzeilige Display und die

beleuchteten Tasten gefunden wurde.

AUSSTATTUNG OHNE ENDE

Doch das Kenwood will nicht mit seiner Optik

beeindrucken, sondern mit Ausstattung ohne

Ende. Ob iPod-/USB-Schnittstelle an der

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Fotos: H. Seybold, Archiv


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Absolute Sound Test: Autoradio

DSP-STEUERUNG UND EINSTELLUNGS-EXTRAS

autohifi autohifi 3/2012

Die 13 EQ-Bänder werden

übersichtlich dargestellt

und reichen auch, um

schwierigste Fälle in den

Griff zu bekommen.

Das übersichtliche

Menü ist und auch von

Laien zu verstehen.

Mit den Presets kann

man sich dem Idealwert

nähern. Eine Feinabstimmung

ist immer noch

möglich.

Neben der Größe der

Lautsprecher kann man

auch ihren Platz im Fahrzeug

de� nieren und so

auf die Presets zugreifen.

Über den Menüpunkt „DTA

Settings“ kommt man in

die Laufzeitkorrektur und

kann sie feinjustieren.

Der Sub kann in der Phase

um 180 Grad gedreht, das

Tiefpass� lter praxisgerecht

in 14 Stufen eingestellt

werden (30 bis 250 Hz).

Die Crossover-Einstellung

bietet die Möglichkeit,

die Übernahmefrequenzen

und die Flankensteilheit

einzustellen.

Alle Einstellungen können

für einzelne Hörpositionen

oder als globale Einstellung

vorgenommen werden.

Rückseite, Aux-Eingang, SD-Kartenslot unter

dem Frontpanel für Speicherkarten mit bis zu

32 GB Volumen – alles da. Hinzu kommt ein

Bluetooth-Modul von Parrot, das dank „Easy

Pairing“ gleichzeitig zwei Geräte annehmen

kann. Über die drahtlose Verbindung zum Radio

kann der User sowohl freisprechen als auch

dank A2DP-Stream Musikbibliotheken durchforsten

und Lieblingslieder abspielen. Hier

fehlt es also wirklich an nichts.

Damit auch Android-User ihre Freude haben,

hat Kenwood die App „Music Control“ für

Android-Smartphones entwickelt. Hat man die

App auf dem Smartphone installiert, lässt sich

die Musik so verwalten und abspielen wie mit

dem iPhone. Es wird es während der Fahrt also

bestimmt nicht langweilig.

MIT 13-BAND-EQUALIZER

Doch das Kenwood KDC-BT 92 SD kann

noch mehr. So ist dieses feine Radio mit Dual- Dual-

Zone-Funktion ausgestattet (zwei Quellen uellen

werden für die Passagiere vorne und hinten

abgespielt und geregelt) sowie mit Hoch- h- und

Sprachschule: Das mitgelieferte

Mikrofon steigert die

Sprachverständlichkeit beim

Telefonieren deutlich.

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Tiefpassfilter. Sieben Equalizer-Presets, um

den Schnelleinstieg zu erleichtern, sowie ein

DSP mit 13-Band-Equalizer und Laufzeitkorrektur

sind ebenfalls dabei. Das stellt alles in

der Preisklasse in den Schatten.

So erlaubt der KDC-BT 92 SD die Eingabe der

Fahrzeuggröße, wodurch die Laufzeiten korrigiert

werden; die Lautsprechergröße und die

Konfiguration kann eingestellt werden. Auch

die Filtergüte und die Flankensteilheit lassen

sich individuell anpassen. Was für die optimale

Einstellung im Auto notwendig ist, ist an

Bord – egal, ob man Profi ist oder Einsteiger.

GUT WIE EIN DOPPELTUNER

Auch der Empfang des K3i-Tuners ließ im Test

keinerlei Wünsche offen. Er schaltete schnell,

rauschte kaum und hielt die Sender auch dort,

wo andere Autoradios schon lange die Segel

gestrichen hatten. Die alten Doppeltuner-Ra-

dios haben einen würdigen würd

Erben gefunden. gefunden

Das CD-L CD-Laufwerk

werk kklang

Designerstück: Die Front wird vom fünfzeiligen

Display und dem zentralen Bedienknopf dominiert.

Dennoch gibt’s Direkttasten für die wichtigsten

Funktionen wie Quellenwahl, Preset und Bluetooth.

sauber, grundtonstark und an der passenden

Endstufe mit einem Schmelz und einer Feinauflösung,

die sonst nur in deutlich teureren

Vertretern der Gattung zu finden ist. So klang

das Cover des französischen Ausnahme-Soulsängers

Ben l’Oncle Soul in „Seven Nation

Army“ feinaufgelöst, druckvoll und mit einer

Raumdarstellung, die sein großer Naviceiver-

Bruder Kenwood DNX 7240 BT (Test in autohifi

1/2010) nicht besser hinbekam.

Ein Wort zum Tiefton: Die Leichtigkeit, mit

der das Kenwood Basssalven in den Raum

schob, war zum Verlieben. Einzig eine leichte

Schärfe in den Höhen (vor allem über die eingebauten

Endstufen) bremste ab und zu den

Vorwärtsdrang des KDC-BT 92 SD.

HIGH-END ZUM KAMPFPREIS

Was Kenwood hier, zu einem Kampfpreis von

250 Euro auf die Beine gestellt hat, ist beeindruckend.

Tuner und CD-Laufwerk sind top,

die Ausstattung sucht ihresgleichen. Das Kenwood

KDC-BT 92 SD dürfte in naher Zukunft

kaum einen Gegner bekommen, der ihm das

Wasser reichen kann. Oder?

Ï

Mit einem DSP, einer tollen

CD-Performance und einem der

besten Tuner seit Jahren greift

das Kenwood nach den Sternen

Kenwood KDC-BT 92 SD

250 Euro

Top & Flop

Å überragende Grundausstattung

Å gute Displaydarstellung

Å sehr gute Verarbeitung

Í ungewohnte Bedienung

Messergebnisse

Vorverstärkerspannung 3,8 Volt

Leistung an 4 Ohm 4 x 15,3 Watt

–––––––––––––––––––––––––––––––––

Radioteil (38 von 50)

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–––––––––––––––––––––––––––––––––

Bedienung (7 von 10)

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Verarbeitung (8 von 10)

–––––––––––––––––––––––––––––––––

Qualität (max. 50)

Klang Quellen (42 von 50)

40

Technik (Summe, max. 50)

Ausstattung (25 von 30)

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Testurteil

REFERENZKLASSE 80

AMBITION

Preis/Leistung

ÜBERRAGEND

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