september 2013

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september 2013

eine theMenzeitung von MediAPlAnet

september 2013

UroloGie

Aus dem Inhalt

prostatakrebs

Aussicht auf heilung

unerfüllter

kinderwunsch

ursachen und Abhilfen

Beckenboden

Stark durch training

Blase & nieren

Bewusst gesund bleiben

3TIPPS

FÜR EInE

GESUnDE

BLASE

AUFKLÄRUNG

OHNE TABU

oRF-Moderator Roman Rafreider im Interview über

Prostatakrebs-Vorsorge, Movember und unnötige Männer-Ängste

Foto: orF - thoMAS rAMStorFer

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2 · SEPTEMBER 2013 EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET

XXXX VORWORT

Die Urologie beschäftigt sich mit den Krankheiten der Harnorgane und der

männlichen Geschlechtsorgane. Sie ist ein Querschnittsfach, das enge Verbindungen

zu anderen Fachdisziplinen aufweist und PatientInnen von der Neugeborenenperiode bis zum

hohen Alter betreut.

WIR EMPFEHLEN

Dr. Karl Dorfinger

Facharzt für Urologie

und Andrologie,

Präsident des

Berufsverbandes

der Österreichischen

Urologen

SEITE 11

„Vorsorge ist besser

als Nachbehandlung.

Mit richtigem Verhalten

kann man so manches

Blasenproblem

vermeiden.“

Harninkontinenz S. 5

Welche Behandlungen sind möglich

Prostatakrebs S. 7

Prim. Dr. Wolfgang Loidl über die

wichtigesten Fakten zur Vorsorge

SEITE 9

Urologie ist moderne

interdisziplinäre Medizin

Über 30 Prozent aller

Krebserkrankungen

fallen in das urologische

Fachgebiet.

Der Prostatakrebs ist

dabei die häufigste

Tumorerkrankung

des Mannes und die zweithäufigste

krebsbedingte Todesursache. An einem

Prostatakarzinom erkranken

durchschnittlich 10 bis 15 Prozent aller

Männer. Seit der Einführung des

PSA-Tests als Tumormarker in den

1980iger Jahren geht die Sterblichkeit

an der Erkrankung deutlich zurück,

während sich die Anzahl der

jährlichen Neuerkrankungen mehr

als verdoppelt hat. In der letzten Zeit

ist der PSA-Test häufiger Gegenstand

einer öffentlichen und nicht immer

sachlich geführten Diskussion.

Der Test hat zweifelsohne zu einer

Überdiagnostik und mitunter auch

Übertherapierung geführt, aber

auch bei vielen Patienten eine frühe

Heilung ermöglicht. Aktuelle Daten

der europaweiten Studie haben

eindrucksvoll gezeigt, dass durch

PSA-Screening die Sterblichkeit am

Prostatakarzinom um 50 Prozent reduziert

werden kann.

Bei der Planung und Durchführung

der Therapie besteht eine enge

Vernetzung von niedergelassenen

UrologInnen und den Spitälern.

In interdisziplinären Sprechstunden

werden mit Betroffenen und

ihren Angehörigen die möglichen

Behandlungsoptionen diskutiert.

Diese beinhalten die offene, laparoskopische

und Roboter-assistierte

operative Entfernung der Prostata,

verschiedene Möglichkeiten der

Strahlentherapie, medikamentösen

Therapie und aktiven Überwachung.

Alle Tumorpatienten werden

in Tumorboards besprochen,

wo Experten sämtlicher Fachdisziplinen

anwesend sind und so eine

individuelle Therapie und Nachsorge

nach höchsten internationalen

Standards garantieren. Diese sind

häufig in Krebszentren oder Organzentren

integriert.

Inkontinenz

Harninkontinenz betrifft bis

1 zu 30 Prozent der Frauen und

15 Prozent der Männer. Das Zitat

“Harninkontinenz ist nicht gefährlich,

aber sie raubt dir das Leben”

unterstreicht, dass die Lebensqualität

von PatientInnen mit Harninkontinenz

deutlich eingeschränkt

ist. Trotz der enormen sozialen und

psychischen Belastung suchen

viele Betroffene erst spät oder gar

nicht den Arzt auf. Dabei gibt es für

alle Formen der Harninkontinenz

mannigfaltige nicht-operative und

VERNETZUNG

„Interdisziplinäre

Zusammenarbeit

verbessert die

Betreuung der

PatientInnen.“

Univ.-Prof. Dr. Shahrokh F. Shariat

Leiter der Universitätsklinik für Urologie,

Medizinische Universität Wien

operative Therapien, die eine schnelle

Verbesserung der Beschwerden ermöglichen

und häufig sogar zu einer

kompletten Heilung führen. Vor jeder

Therapie steht aber eine umfassende

Diagnostik, die ebenfalls interdisziplinär

erfolgt. Die intelligente

Vernetzung der Fachdisziplinen Urologie,

Frauenheilkunde, Chirurgie

und physikalische Medizin in Beckenbodenzentren

ermöglicht diese

Betreuung.

Patienten aufklären

Ziel der medizinischen Versorgung

ist die optimale Betreu-

2

ung der PatientInnen nach aktuellen

Standards und die kontinuierliche

Verbesserung der Versorgungsqualität

und damit auch der Patientenzufriedenheit.

Forschung, tief greifende,

interdisziplinäre Zusammenarbeit

und die direkte und respektvolle Integration

von gut informierten und

aufgeklärten PatientInnen in den

Heilungsprozess stehen dabei an

oberster Stelle. In diesem Sinne wünschen

wir Ihnen bei der Lektüre dieser

Themenzeitung viele neue Informationen

und hoffen, zu einem

intensiveren Verständnis der Fachdisziplin

beizutragen.

AUTOREN:

UNIV.-PROF. DR. SHAHROKH F. SHARIAT,

PRIV.-DOZ. DR. MED TOBIAS KLATTE

BABYWUNSCH

Experten geben Tipps zum Kinderglück.

FOTO: SHUTTERSTOCK

We make our readers succeed!

UROLOGIE,

1. AUSGABE, SEPTEMBER 2013

Managing Director: Eliane Knecht

Editorial Manager: Daniel Pufe

Project Manager:

Andreas Forgacs, MA

Tel.: +43 1 236 34 38 11

E-Mail: andreas.forgacs@mediaplanet.com

Distribution: KURIER

Redaktionsgesellschaft m.b.H.,

Lindengasse 48-25, 1070 Wien

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Ges.m.b.H. & Co. KG,

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Das Ziel von Mediaplanet ist, unseren

Lesern qualitativ hochstehende

redaktionelle Inhalte zu bieten und sie zum

Handeln zu motivieren. So schaffen wir

für unsere Partner eine Plattform, um Kunden

zu erreichen und neue dazu zu gewinnen.

UNTERSTÜTZER FÜR DIE AUFKLÄRUNG ZUM THEMA PROSTATAKREBS:


inspiration

eine themenzeitung von mediaplanet

SEPTEMBER 2013 · 3

Kraft für den Beckenboden

Je früher man mit dem

Beckenboden-Training

beginnt, desto eher kann

man einer späteren Inkontinenz

vorbeugen. Aber auch,

wenn bereits ein Problem

besteht, helfen regelmäßige

Gymnastik oder Magnetwellen-Training,

erklärt

Dr. Darius Chovghi.

■■Für wen ist Beckenbodentraining

sinnvoll

Mit den Jahren wird der Beckenboden

bei allen Menschen schwächer.

Vor allem Frauen sind davon

betroffen, sie haben anatomisch gesehen

einen schwächeren Beckenboden

und sind durch Geburten

einer zusätzlichen, wesentlichen

Belastung ausgesetzt. Vorbeugend

ist das konsequente Training für jeden

sinnvoll, vor allem aber wenn

bereits Beschwerden aufgetreten

sind. Die Studienlage zeigt eindeutig:

Je früher man beginnt, desto

besser ist die Prognose.

Dr. med. univ.

Darius Chovghi

Facharzt für

Allgemeinmedizin

■■Welche Möglichkeiten

habe ich, den Beckenboden

zu kräftigen

Eine Variante ist die Gymnastik, die

man praktisch überall machen kann

– selbst in der U-Bahn. Nach einer

einmaligen Einschulung durch einen

Fachmann, sind die notwendigen

Übungen zuhause in jede Form

der Gymnastik integrierbar, die Anspannungsübungen

kann man teilweise

auch unbemerkt im Büro erledigen.

Sinnvoll ist es, zumindest

zwei- bis dreimal die Woche zu üben

und das etwa fünf bis zehn Minuten.

Gymnastik eignet sich vor allem zur

Prävention.

■■Und wenn bereits Probleme

bestehen

Eine Möglichkeit ist es, mit repetitiver

peripherer Muskelstimulation

(rPMS) zu arbeiten. Die Beckenbodenmuskulatur

wird dabei mit Hilfe

eines starken Magnetfeldes zu Kontraktionen

angeregt. Diese Kontraktionen

sind deutlich intensiver als

dies willentlich möglich ist. Somit

entspricht diese Therapie einem intensiven

und deutlich effektiveren

Krafttraining. Diese Form der Muskelstimulation

ist eine ideale Option

zu Beginn den Beckenboden intensiv

zu kräftigen, um im Anschluss mit

Beckenbodengymnastik den positiven

Effekt zu erhalten.

■■Wann kann man sich auf die

ersten Erfolge freuen

Bei rPMS braucht es meistens vier bis

fünf Sitzungen bis eine erste Besserung

eintritt, insgesamt kann man

mit etwa zehn bis zwanzig Sitzungen

rechnen. Bei der Gymnastik in Eigeninitiative

braucht es etwas länger.

Konsequent durchgeführt, mindestens

dreimal die Woche, zeigen sich

nach drei bis vier Wochen Effekte.

facts

■■Geschlecht: Insgesamt sind in

Österreich etwa 850.000 Frauen

und 150.000 Männer von Inkontinenz,

also ungewolltem Harnverlust,

betroffen.

■■Alter: Vor allem bei Frauen in

der Altersgruppe der 50- bis 70-

Jährigen zeigt sich eine Inzidenz

von nahezu 30 bis 40 Prozent.

■■Tabu: Nur fünf bis zehn Prozent

der betroffenen Frauen konsultieren

tatsächlich auch einen Arzt.

Immer noch ist Inkontinenz ein

Tabuthema mit hohem Leidensdruck

für die Betroffenen.

Wichtige

! Links

www.urologisch.at

www.inkontinenz.at

www.kontinenz-gesellschaft.de

■■Werden die Kosten für die

Muskelstimulation von der

Krankenkasse übernommen

Noch ist das eine reine Privatleistung.

Für die Behandlung benötigt

man eine ärztliche Freigabe, um etwaige

Kontraindikationen wie etwa

Metallimplantate oder Herzrhythmusstörungen

auszuschließen.

■■Gibt es Risikogruppen, denen

Sie ein vorbeugendes Beckenbodentraining

auf jeden Fall ans

Herz legen würden

Frauen, die eine oder mehrere natürliche

Geburten hatten, sind besonders

anfällig für Harninkontinenz.

Hier eignet sich rPMS auch

als Training zur Rückbildung nach

einer Schwangerschaft. Grundsätzlich

müssen Frauen eher an die Prävention

denken. Übergewicht oder

ein schwaches Bindegewebe sind

weitere Faktoren, die das Auftreten

von Inkontinenz im Alter begünstigen.

Männer sind vor allem nach

Prostataoperationen gefährdet. Oft

gehen damit auch Schwächungen

in der Gesäß- und Rückenmuskulatur

einher, diese sollte dann ebenfalls

mittrainiert werden.

Barbara Wakolbinger

redaktion.at@mediaplanet.com

tipps

Aufgeklärt

Inkontinenz-

Mythen

Mythos 1: „Blasenschwäche

ist eine Begleiterscheinung

des Alterungsprozesses.“ –

Blasenschwäche kann Personen

jeden Alters treffen und tritt nicht

bei allen alten Menschen auf.

Mythos 2: „Inkontinenz

ist kein häufiges Problem.“

– Fünf Prozent der Bevölkerung

leiden darunter. Bei 70-jährigen

ist jeder Vierte betroffen.

Mythos 3: „Blasenschwäche

ist gleich Blasenschwäche.“

– Da es verschiedene Formen

des unfreiwilligen Harnabgangs

gibt, sind diese auch different

zu behandeln.

Mythos 4: „Blasenschwäche

ist ein Frauenleiden.“ –

Auch Männer leiden darunter, im

Alter fast ebensoviele wie Frauen.

Mythos 5: „Blasenschwäche

ist nicht behandelbar.“ –

Da es eine Vielzahl von Therapiemöglichkeiten

gibt, ist eine Behandlung

möglich.

Harald Triebnig, MKÖ

redaktion.at@mediaplanet.com

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MEDIZIN

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Ein starker Beckenboden – Die Basis des Lebens

Digitales Beckenbodentraining: Einfach, effizient und diskret

Das Therapie-Verfahren (repetitive periphere Muskelstimulation) auf dem

PelviCenter-Sessel gibt Ihrer Beckenboden-Muskulatur neue Kraft und kann in

vielen Fällen wirksam gegen Inkontinenz sein.

Wie Sie Ihre Inkontinenz überwinden und

wieder entspannt lachen können

Vor dem Einkaufscenter fällt der bange Blick auf den Getränkekasten, der vom Einkaufswagen

ins Auto gehoben werden muss. Beim Treffen mit der besten Freundin im Café versucht man

nicht zu ausgelassen zu lachen. Alles, damit nicht wieder ein „Unfall“ passiert. Eine Belastungsinkontinenz

schränkt das eigene Leben in vielen Situationen ein und die meisten Betroffenen

wünschen sich eine schnelle und zuverlässige Lösung.








Einfach und bequem

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Wenig Zeitaufwand, große Wirkung

Schmerzfrei und ohne Nebenwirkungen

Behandlung vollständig bekleidet

Ärztliches Vorgespräch inkludiert

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Wenn eine Patientin den Mut aufbringt und zu diesem unangenehmen Thema ihren Arzt konsultiert,

ist das Beckenbodentraining mit den Femcon Vaginalkonen häufig die Empfehlung. Die

Anwendung der Konen ist sehr einfach und durch die mitgelieferte Anleitung problemlos zu

erlernen.

Mit Femcon sind für eine erfolgreiche Stärkung des Beckenbodens keine zeitraubenden Trainingseinheiten

notwendig. Im Gegenteil: Sie können die Konen ganz nebenbei tragen (z.B. beim

Zähneputzen) und so das Training problemlos in Ihren Alltag integrieren.

Ein Set Femcon Vaginalkonen besteht aus fünf gleich großen, anatomisch geformten Konen mit

unterschiedlichem Gewicht. Die Konen besitzen eine patentierte Form, durch welche die Wirksamkeit

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4 · SEPTEMBER 2013 Eine Themenzeitung von MEdiaplanet

news

tipp1

Vom Blasenleiden

Blase nicht zu

voll werden

lassen!

zur Inkontinenz

info

Univ.-Prof

Dr. Helmut

Madersbacher

Facharzt für

Urologie in

Innsbruck

Univ.-Prof. Dr. Madersbacher,

Facharzt für Urologie, über

Harninkontinenz und falsche

Scham unter Betroffenen.

■■Herr Prof. Madersbacher, vorweg

sollten wir klären, wie unsere

Blase funktioniert.

Unsere Harnblase und ihr

Schließmuskel haben eine zweifache

Aufgabe. Der Harn soll ja über

viele Stunden gespeichert und nur

zu gegebener Zeit kontrolliert wieder

abgegeben werden. Dazu muss

der Schließmuskel in der Speicherphase

geschlossen und die Blase entspannt

sein. Zur Blasenentleerung

entspannt sich der Schließmuskel,

die Blase baut Druck auf und entleert

so den Harn, Im Normalfall zügig

und vollständig.

■■Wie kommt es zur Harninkontinenz,

welche Ursachen gibt es

In erster Linie ist eine gestörte

Speicherphase für die Inkontinenz

verantwortlich. Eine Schließmuskelschwäche

führt zur „Belastungsinkontinenz“,

es kommt dabei beim

Husten, Nießen oder sportlicher Betätigung

zu unfreiwilligem Harnabgang.

Eine zu aktive („überaktive“)

Blase, die zur falschen Zeit Druck aufbaut,

führt zur Dranginkontinenz.

Das führende Symptom ist ein

plötzlicher, nicht unterdrückbarer

Harndrang, der zum Harnverlust

führt, meist kombiniert mit häufigen

Harnentleerungen tagsüber

und nachts.

■■Worin unterscheidet sich ein

kurzfristiges Blasenleiden von

der Inkontinenz

Gerade bei älteren Menschen, die zu

Blasenentzündungen neigen, kann

allein schon die Reizung der Blase

durch die Entzündung dazu führen,

dass der Harndrang nicht mehr

kontrollierbar wird. Nach erfolgreicher

Therapie des Harnwegsinfekts

klingt dieses Phänomen wieder ab.

Bei nicht adäquater Behandlung

kann aber ein zeitlich begrenztes

Phänomen zur anhaltenden Inkontinenz

führen.

■■Welche Personengruppen

sind von Inkontinenz betroffen

Inkontinenz kann in jedem Alter auftreten,

sowohl beim Mann als auch

bei der Frau. Alters- und geschlechtsspezifische

Unterschiede sind jedoch

vorhanden. Bei Frauen tritt durch Geburten

und die Wechseljahre oft eine

Schwäche des Beckenbodens auf.

In diesem Lebensabschnitt um die

50 ist die Belastungsinkontinenz am

häufigsten. Im Alter kann die Blase

überaktiv werden, die Dranginkontinenz

nimmt zu, auch bei Männern.

Operationen wegen Prostatakrebs

können ebenfalls Harninkontinenz

verursachen.

■■Ist Inkontinenz immer noch

ein Tabuthema

In den letzten 30 Jahren hat sich viel

getan. Anfangs war eine starke Tabuisierung

zu merken, heute sind die

Betroffenen aufgeklärter. Vielen ist

facts

■■Etwa eine Million Menschen

in Österreich leiden an sogenannter

„Blasenschwäche“. Vor allem

ältere Menschen und Frauen. Darunter

fallen sowohl die blasenbedingte

Dranginkontinenz als auch

die schließmuskelbedingte Belastungsinkontinenz.

■■Aus dem Miktionsprotokoll

ist für den behandelnden Arzt gut

ersichtlich, welche Blasenentleerungsgewohnheiten

beim Patienten

vorherrschen und wo die Ursachen

für eine Inkontinenz liegen

könnten.

bewusst, dass Inkontinenz kein notwendiges

Übel des Alters ist, sondern

gut behandelt und therapiert werden

kann. Man muss nur zum Arzt

gehen, besser früher als später.

■■Wie kann Inkontinenz behandelt

werden

Die unterschiedlichen Ursachen und

Formen von Harninkontinenz sind

unterschiedlich zu behandeln. Bei

Belastungsinkontinenz kann man

die Schließmuskelschwäche durch

ein Beckenbodentraining, unter Anleitung

einer/eines Physiotherapeutin/en

gut beeinflussen, auch eine

wenig belastende Operation kann

die Inkontinenz beseitigen. Bei der

blasenbedingten Dranginkontinenz

gelingt es häufig, durch ein gezieltes

Blasentraining die Harnblase wieder

unter Kontrolle zu bringen. Medikamente,

die die Blase entspannen,

sind dabei hilfreich. Auch die Änderung

ungünstiger Lebensgewohnheiten

(übermäßiges trinken oder

starkes Übergewicht) kann Inkontinenz

bessern. Die Bandbreite der

möglichen Therapien ist groß und

reicht bis zum (Selbst-) Katheterismus

bei Überlaufinkontinenz.

■■Stichwort Miktionsprotokoll:

Was versteht man darunter

Das Miktionsprotokoll (Miktion ist

ein medizinischer Fachausdruck

für Harnentleerung) ist eine wichtige

Maßnahme im Rahmen der Abklärung

einer Inkontinenz. Der Patient

notiert über zwei Tage und zwei

Nächte, wann die Blase entleert wurde

und wie viel (mittels Messbecher),

ob er/ sie zum Zeitpunkt der

Entleerung noch trocken war oder

bereits eingenässt hat, selbst die

Stärke des Harndrangs kann notiert

werden. Aufgrund dieser Aufzeichnungen

kann sich der Arzt vom Verhalten

der Blase im Alltag ein gutes

Bild machen.

Lukas Wieringer

redaktion.at@mediaplanet.com

Hilfe bei

Blasenschwäche

Blasenschwäche ist nach wie vor

ein Tabuthema, über das Betroffene

nur ungern sprechen. Dabei sind

sie mit ihrem Problem nicht allein:

Etwa jede vierte Frau über 35 hat bereits

Erfahrungen mit einer schwachen

Blase gemacht, während unter

den Männern jeder Zehnte über 50

betroffen ist. Wenn es zu ungewolltem

Urinverlust kommt, verzichten

viele Menschen auf die schönen

Dinge im Leben. Dabei gibt es einfache

und wirksame Lösungen, die einen

unbeschwerten Alltag ermöglichen:

Spezielle Schutzprodukte

machen das Leben wesentlich einfacher

und angenehmer – doch sie

werden immer noch viel zu selten

genutzt.

Etwa 80 Prozent aller Frauen mit

schwacher Blase verwenden ungeeignete

Produkte. Mehr als die Hälfte

versucht sich mit herkömmlichen

Damenhygiene-Produkten zu

behelfen, die jedoch für die Aufnahme

von Urin ungeeignet sind und

deshalb nur einen unzureichenden

Schutz bieten. Ein weiteres Viertel

benutzt je nach geplanter Aktivität

herkömmliche Damenhygiene-

Produkte oder Blasenschwäche-

Produkte. Einige Frauen verzichten

sogar gleich ganz auf einen Schutz

und machen sich das Leben damit

unnötig schwer.

Foto: SCA

Lösungen für Frau

und Mann

Unter den Männern verwenden

rund 70 Prozent keine speziellen

Schutzprodukte. Im Gegensatz zu

Frauen haben Männer in der Regel

keinerlei Erfahrung mit Hygieneprodukten.

Deshalb schützen sich

vier von zehn Männern trotz regelmäßigem

Urinverlust überhaupt

nicht. Ein knappes Drittel setzt auf

selbstgemachte Lösungen, beispielsweise

Taschentücher, zurechtgeschnittene

Handtücher oder zusätzliche

Unterwäsche. Einige Männer

greifen zu den Hygieneprodukten

ihrer Frau. Viele wissen nicht einmal,

dass spezielle Schutzprodukte

für Männer überhaupt existieren

und wie sehr sie ihnen das Leben erleichtern

könnten.

Spezielle Blasenschwäche-Produkte

werden demnach noch viel

zu wenig genutzt. Dabei bieten sie

enorme Vorteile gegenüber selbstgemachten

Lösungen und herkömmlichen

Damenhygiene-Produkten:

Blasenschwäche-Produkte wurden

speziell für die Aufnahme von Urin

entwickelt und sind daher deutlich

saugfähiger, schneller trocken und

verfügen zudem über einen sicheren

Geruchsschutz.

Anita Knapp

redaktion.at@mediaplanet.com

DENTSPLY IH GmbH

info-at@wellspect-healthcare.com

Info & Beratung direkt von den Experten

www.kontinenzgesellschaft.at

Auf der Informationsseite der MKÖ fi ndet man einen umfassenden Überblick

über die zahlreichen Möglichkeiten in der Behandlung, Information über

Hygiene- und Hilfsmittel, hilfreiche Adressen (z.B. Beratungs- und Anlaufstellen

in den Bundesländern), Termine uVm.

Beratungstelefon 0810/100 455

Hotline zum Ortstarif: telefonische Beratung & Anforderung eines Infopaketes

Veranstaltungen (die nächsten Termine)

Wiss. Jahrestagung: 18.+19. Okt. 2013, LFI Oberösterreich, Linz

Gesund leben: 8.-10. Nov. 2013, Messe Wels

SenAktiv: 15.-17. Nov. 2013, Messe Innsbruck

Wiener Herbst Senioren Messe: 20.-23. Nov. 2013, Messe Wien

Inkontinenz bringt einen nicht um, aber sie nimmt das Leben.

Deshalb: Darüber reden statt darunter leiden!

Blasen- und Darmschwäche sind

weit verbreitet, der Leidensdruck

ist enorm. Dennoch wird kaum

Hilfe gesucht. Vor allem die Scham

verhindert häufi g eine erfolgreiche

Behandlung. „Oft erfolgt der

soziale Rückzug aus Angst vor

dem ’peinlichen Missgeschick’.

Die Inkontinenz wird zum heimlichen

Leiden und ein erfülltes Leben

scheint kaum noch möglich“,

so MKÖ-Präsident Univ.-Prof. Dr.

Max Wunderlich.

Die MKÖ ist eine wissenschaftliche

Fachgesellschaft, die sich aus

einem Team von Spezialisten –

Fachärzten für Urologie, Gynäkologie,

Chirurgie und Innere

Medizin, speziell ausgebildeten

Schwestern und Physiotherapeutinnen

– zusammensetzt. Diese

Experten stehen auch Betroffenen

und Angehörigen mit professionellem

Rat und tatkräftiger Hilfe zur

Seite.


NEWS

eine themenzeitung von mediaplanet

SEPTEMBER 2013 · 5

VIELE MÖGLICHKEITEN

Die Behandlung von Harninkontinenz

reicht vom Beckenbodentraining bis

hin zu Sakraler Neuromodulation.

Foto: shutterstock

Inkontinenz:

Effektive Behandlung möglich

„Wichtig sind die

individualisierte

Therapie je nach

Bedürfnis des

Patienten sowie

ein ausführliches

Beratungsgespräch.“

Dr. Maximilian Rom

Leiter der Inkontinenz-Ambulanz im

AKH Wien

■■Frage: Ist Inkontinenz

behandelbar

■■Antwort: Ja, in den meisten

Fällen schon. Hilft eine medikamentöse

Therapie nicht, erzielen

Botox oder elektrische Neuromodulation

gute Erfolge.

Ständig drückt die Blase und wenn

sie sich meldet, dann muss sofort

eine Toilette in der Nähe sein, um

den ungewollten Harnverlust zu

verhindern: Für Patienten mit Inkontinenz

ist der Alltag oft stark

eingeschränkt, immer noch ist

die Krankheit ein Tabuthema. Den

meisten Patienten kann jedoch einfach

geholfen werden. In der Inkontinenzambulanz

gilt es zuerst, den

eigenen Körper und die eigenen

Gewohnheiten genau zu beobachten.

„Anhand eines Miktionsprotokolls

können wir feststellen, an

welcher Form der Inkontinenz ein

Patient leidet“, erklärt Dr. Maximilian

Rom, Leiter der Inkontinenzambulanz

der Universitätsklinik für

Urologie, Medizinische Universität

Wien am Allgemeinen Krankenhaus.

Er unterscheidet zwei große

Formen des ungewollten Harnverlusts.

Einerseits die Belastungsinkontinenz

– sie tritt vor allem beim

Niesen, Heben oder bei körperlicher

Betätigung auf. Hier rät der Experte

zu Beckenbodentraining. Hilft das

nicht, muss meist an eine Operation

gedacht werden. Die zweite große

Gruppe ist die Drang-inkontinenz.

„Hier geht dem Harnverlust ein sehr

starker Harndrang voran, der Grund

ist eine Überaktivität der Harnblase“,

so der Experte. Bis zu einmal in

der Stunde müssen die Patienten

dringend aufs Klo. Sehr häufig treten

auch Mischformen auf.

facts

Lebensstil ändern

In manchen Fällen kann bereits eine

Änderung des Lebensstils eine deutliche

Besserung des Problems herbeiführen.

So sollte man die tägliche

Trinkmenge auf 1,5 bis 2 Liter Wasser

reduzieren und Alkohol sowie Kaffee

meiden. Führt das zu keinen Verbesserungen,

ist der nächste Schritt die

medikamentöse Behandlung. „Derzeit

setzen wir auf Anticholinergika.

Sie hemmen die Kontraktion des Blasenwandmuskels,

die Überaktivität

wird gedämpft“, schildert Dr. Rom.

Vor allem modernere Präparate haben

kaum noch Nebenwirkungen,

dennoch muss man mit trockenen

Schleimhäuten, etwa in Mund oder

Augen, sowie Verstopfung rechnen.

Derzeit wird auch an einer völlig neuen

Medikamentengruppe geforscht

– die sogenannten Beta-3-Agonisten

sollen ein deutlich geringeres Nebenwirkungsprofil

haben.

Per Nervensignal die Blase

modulieren

Aber nicht immer sprechen Patienten

auf Medikamente an, manche

Erkrankungen wie vor allem Grüner

Star sind zudem klare Kontraindikationen.

Gute und wirksame

■■Die Dranginkontinenz zeichnet

sich durch häufigen und imperativen

Harndrang aus. Zugrunde

liegt dieser Erkrankung eine Überaktivität

der Harnblase.

■■Medikamentös wird die Dranginkontinenz

primär mit Anticholinergika

behandelt. Spricht der Patient

darauf nicht an, stehen mit

Sakraler Modulation und Botox-Injektionen

invasivere zur Verfügung.

■■Körperliche Betätigung, sowie

Niesen oder das Heben von Lasten

sind die Auslöser für Harnverlust

bei der Belastungsinkontinenz. Sie

wird am besten mit Beckenbodentraining

oder einer Operation behandelt.

■■Ein Miktionsprotokoll, in dem

der Patient zwei Tage lang seine

Trink- und Toilettengewohnheiten

protokolliert, hilft bei der richtigen

Diagnose.

■■In der Harnblasenwand befindet

sich der Musculus detrusor

vesicae, der Harnblasenmuskel.

Durch unterschiedliche Erkrankungen

kann eine Detrusorschwäche

vorliegen, Restharnbildung

und Retention sind die Folge. Auch

hier kann man mit Sakraler Neuromodulation

Erfolge erzielen.

Alternativen gibt es dennoch. „Es besteht

einerseits die Möglichkeit, das

Nervengift Onabotulinumtoxin A,

kurz Botox, in die Blasenwand zu injizieren

und so deren Aktivität zu hemmen.

Andererseits gibt es die Therapie

mittels sakraler Neuromodulation“,

erklärt der Experte. Bei dieser Methode

wird am Kreuzbein des Patienten

eine Elektrode operativ eingelegt.

Diese liegt unmittelbar neben

jenen Nervenwurzeln, welche zu den

Beckenorganen führen. Der Eingriff

ist minimal-invasiv und dauert rund

zwanzig Minuten. In einer Testphase

wird das Signal richtig eingestellt.

Tritt ein Erfolg ein, wird dem Patienten

ein kleiner Impulsgenerator unter

die Haut gesetzt, der über Nervensignale

die Blase moduliert. Die

Modulation hilft auch bei zu schwachem

Muskel und daraus folgender

Restharnbildung, sowie bei Stuhlinkontinenz

oder Verstopfung. Der Vorteil

gegenüber Botox: Während dessen

Wirkung nur bis zu neun Monate

hält, läuft das Gerät je nach Einstellung

und Modell bis zu neun Jahre

lang. Bedienen muss man es nur im

Störungsfall. Dr. Rom abschließend:

„Die Ergebnisse sind vergleichbar.

Wichtig sind die individualisierte

Therapie je nach Bedürfnis des Patienten

sowie ein ausführliches Beratungsgespräch.“

Barbara Wakolbinger

redaktion.at@mediaplanet.com


6 · september 2013 Eine Themenzeitung von MEdiaplanet

INSPIRATION

Der bekannte ORF-Moderator und Publikumsliebling Roman Rafreider

engagiert sich für die Aufklärung und Sensibilisierung zum Thema Prostatakrebs.

Seine Motivation und die Beweggründe dafür sind vielfältig.

tipp2

Reduzieren Sie

Nikotin und

Koffein!

Es gibt keinen Grund,

sich zu fürchten!

Gesundheitsbewusst

■■Herr Rafreider, warum setzen Sie

sich als Prominenter für die Vorsorgeuntersuchung

bei Prostatakrebs

ein

Das Thema Vorsorge ist mir ein persönliches

Anliegen. Ich sehe das ganz simpel:

Wenn man mit der Sensibilisierung

der Öffentlichkeit einen Beitrag dazu

leisten kann, dass nur ein Mann mehr

bewusst zur Prostatakrebs-Vorsorgeuntersuchung

geht und dadurch vielleicht

Erkrankungen rechtzeizig erkannz

werden können, hat sich das Engagement

schon gelohnt.

■■Gehen auch Sie persönlich

regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung

Logisch! Das Thema Männervorsorge

war und ist auch für mich wichtig,

der regelmäßige, prophylaktische Besuch

beim Urologen meines Vertrauens

Pflicht. Zumindest jedes zweite Jahr,

nun bereits seit mindestens 15 Jahren.

Wer den Servicetermin für sein Auto im

Kopf hat, sollte sich auch um einen Servicetermin

für den eigenen Körper kümmern.

Denn wenn mir irgendwann ein

Arzt erzählt, dass man eine Krankheit

leichter hätte heilen können, wenn sie

früher entdeckt worden wäre, würde

mich das extrem ärgern.

■■Was glauben Sie, warum lassen

sich Männer so schwer zu Vorsogeuntersuchungen

bewegen

Offenbar ticke ich da anders als die

Mehrheit meiner Geschlechtsgenossen.

Der Glaube, dass alles in Ordnung ist, solange

nichts weh tut, dürfte immer noch

vorherrschen. Ich glaube aber nicht, dass

es Angst ist, die viele Männer zurückhält,

sondern der Irrglaube, dass man gesund

ist, wenn nichts weh tut. Prostatakrebs

spürt man lange Zeit gar nicht und

wenn es dann wehzutun beginnt, ist es

für eine Heilung oft schon zu spät. Frauen

sind da sensibler, wenn es um den eigenen

Körper und die eigene Gesundheit

geht. Wir müssen daher alle gemeinsam

versuchen, Männer zu sensibilisieren

und wachzurütteln. Wenn ich dazu einen

kleinen Beitrag leisten kann, mache

ich das sehr gerne.

■■Wie könnte man Männern die

Scheu vor dem Gang zum Urologen

nehmen

Durch recht einfache Dinge, glaube ich.

Wenn Männer beispielsweise sehen,

dass andere Männer gar nichts Befremdliches

an einer Prostata-Vorsorgeuntersuchung

finden und dass es selbstverständlich

ist, regelmäßig zur Vorsorge

zu gehen, kann das sicherlich ein wenig

die Scheu vorm Urologen nehmen. Erreichen

kann man das aber nur, wenn man

durch unterschiedliche Aktionen und

profil

■■

Der studierte Politikwissenschaftler

und ORF-Journalist

Roman Rafreider

ist Hauptanchor der

ZIB 20 und moderiert

auch die ZIB 24.

Rafreider treibt regelmäßig

Sport, ist sehr

gesundheitsbewusst

und engagiert sich für

mehr Gesundheit im

Alltag.

Initiativen darauf aufmerksam macht.

Denn dadurch wird aus etwas Außergewöhnlichem,

das man vermeintlich gar

nicht nötig hat, etwas ganz Selbstverständliches

und dann geht’s. Aber wenn

man in die Vergangenheit blickt, sieht

man, dass sich ja schon viel bewegt hat.

Unsere Väter sind mit dem Thema Vorsorgeuntersuchungen

und Checks beim

Urologen noch viel lascher umgegangen

als wir das heute machen. Es bewegt sich

da schon was. Aber zaghaft.

■■Was versteht man eigentlich unter

der Movember-Aktion

Das ist eine gezielte kleine Provokation,

um Betroffene aufzurütteln. Bekannte

Frauen und Männer, von denen

man das nicht erwartet hätte, tragen

in der Öffentlichkeit einen aufgeklebten

Schnurrbart und erregen so natürlich

Aufmerksamkeit. Die dann genau

auf eben das Thema Prostatakrebs und

„Die regelmäßige

Prostatakrebs-

Vorsorge ist ein

kleiner Schritt, der

großes Drama leicht

verhindern kann.“

die Vorsorgeuntersuchung beim Urologen

gelenkt wird. Wichtig ist uns, einen

Impuls zu geben und aufzuzeigen, dass

es da etwas gibt, das man leicht machen

kann, um großen Ärger zu verhindern.

■■Werden Sie auch heuer wieder

mitmachen

Natürlich! Wenn man mich denn fragt,

dann gern. Schließlich ist mir das Thema

ein großes Anliegen, auch persönlich.

■■Haben Sie für unsere Leser einen

Tipp zum Thema Vorsorgeuntersuchung

und Prostatakrebs

Wichtig ist, nicht groß darüber nachzudenken,

ob man es denn nun braucht

oder nicht. Anstatt lange zu überlegen,

sollte man es einfach tun. Im besten

Fall ist sowieso alles in Ordnung und

im schlechtesten Fall erreicht man dadurch,

dass nach einer erfolgten, rechtzeitigen

Behandlung der Schaden begrenzt

ist. Daher mein Appell an alle

Männer: Nicht lange zaudern, sondern

einfach tun. Auch weil es nun wirklich

absolut keinen Grund der Welt gibt, davor

eine Scheu oder gar Angst zu haben.

Denn die ist ganz sicher fehl am Platz.

Lukas Wieringer

redaktion.at@mediaplanet.com

Erfahrung zählt: Das Prostatazentrum

in Linz setzt seit 5

Jahren das so genannte da

Vinci-System für sämtliche

Entfernungen der Vorsteherdrüse

erfolgreich ein.

Hightech im Prostatazentrum

Vollständige Entfernung der Prostata mittels Roboter-Chirurgie

Das KH der Barmherzigen Schwestern Linz

bietet seinen Patienten seit 5 Jahren das

derzeit modernste chirurgische Verfahren

zur Entfernung der Vorsteherdrüse an. Mehr

als 850 Patienten wurden mit dieser Methode

bereits erfolgreich operiert. Das Linzer

Ordenskrankenhaus ist als Zentrum für Tumorerkrankungen

mit dieser Methode in der

Prostata-Chirurgie führend in Österreich.

Prostatakrebspatienten, deren Vorsteherdrüse

aus medizinischen Gründen vollständig entfernt

werden muss, wurden bisher entweder laparoskopisch,

das heißt mittels Schlüssellochchirurgie

oder mit einer offenen Operation, die große chirurgische

Schnitte erfordert, behandelt. Letztere

birgt allerdings nicht unwesentliche Risiken für

großen Blutverlust, starke Schmerzen, ungewollten

Harnabgang sowie erektile Dysfunktion - bedingt

durch die mögliche Gefahr der Verletzung

des empfi ndlichen Nervengewebes der Prostata.

Mit der da Vinci Methode wird in diesen Punkten

eine klare Verbesserung des Ergebnisses für den

Patienten angestrebt: „Diese roboterunterstützte

Operationstechnik hat aufgrund seiner hohen

Präzision und Sicherheit in den USA die konventionelle

laparoskopische Prostataentfernung nahezu

vollständig und die offene Operation bereits

weitgehend verdrängt“, erklärt Prim. Dr. Wolfgang

Loidl, Leiter der Abteilung für Urologie und

des Prostatazentrums am KH der Barmherzigen

Schwestern Linz.

www.prostatazentrum.at

1


eine themenzeitung von mediaplanet

september 2013 · 7

Frage & Antwort

Prim. Dr.

Wolfgang Loidl

Vorstand der

urologischen

Abteilung am KH

der Barmherzigen

Schwestern Linz

■■Wie wichtig ist die

Prostata-Vorsorge

Bei der Prostata gibt es keine Vorsorge,

nur die Früherkennung. Und

die rettet Leben. Noch geht nur jeder

vierte Mann zur Untersuchung,

das ist viel zu wenig.

■■Ab welchem Alter sollte

man sich untersuchen

lassen

Empfohlen ist die jährliche Untersuchung

für Männer ab einem Alter

von 45 Jahren. Gibt es Erkrankungen

in der Familie, ist das Risiko für

ein Prostatakarzinom achtfach erhöht.

Hier wird die Untersuchung

schon ab 40 empfohlen.

■■Wie läuft die

Untersuchung ab

Die medizinische Untersuchung

besteht aus einer Fingeruntersuchung,

die rektal durchgeführt

wird, sowie einer Blutuntersuchung,

in der das Prostataspezifische

Antigen (PSA), bestimmt wird.

Fürchten muss sich davor niemand.

■■Wie hoch ist die Chance,

dass eine bösartige Veränderung

erkannt wird

Jeder sechste österreichische Mann

hat das Risiko an Prostatakrebs zu

erkranken, jeder sechste Erkrankte

stirbt auch daran. Also relativ hohe

Inzidenz, aber geringe Mortalität.

MOVEMBER

Bärte als Provokation um auf die

Thematik Prostatakrebs aufmerksam

zu machen.

Foto: Christian Anderl - Movember Portraits

■■Gibt es Präventionsmöglichkeiten

Sonne, wenig Stress und gesunde

Ernährung sind nicht falsch, statistisch

bewiesen hilft Bewegung, am

besten eine halbe Stunde, fünfmal

die Woche.

Barbara Wakolbinger

redaktion.at@mediaplanet.com

2

3

MOVEMBER

1 Kati Bellowitsch

2 Andi Moravec

3 Patricia Kaiser

Fotos: Christian Anderl - Movember Portraits


8 · SePteMBer 2013 eine theMenzeitung von MediAPlAnet

news

Foto: FotoLIA, ANDreJS PIDJASS

prostatakrebs: Viele

Bausteine zur Behandlung

Dank Früherkennung und

individueller Therapie mit

vielen optionen haben 75

Prozent der Patienten mit

Prostatakarzinomen heute

eine gute Aussicht auf Heilung,

erklärt Priv. Doz. Dr.

Anton Ponholzer, oberarzt

der Abteilung für Urologie

und Andrologie am Krankenhaus

der Barmherzigen

Brüder in Wien.

■■Diagnose Prostatakrebs – wie

sieht der nächste Schritt aus

Heutzutage werden Prostatakarzinome

glücklicherweise meist nicht

in einem fortgeschrittenen, sondern

in einem lokal begrenzten Stadium

entdeckt. Das bedeutet, dass es noch

keine Absiedelungen gegeben hat.

Schon in diesem Fall gibt es mehrere

Optionen. Es gibt auch Karzinome,

bei denen man davon ausgeht,

dass sie sehr wahrscheinlich für den

Mann keine konkrete Bedrohung

darstellen. In diesem Fall braucht

man keine Therapie, sondern setzt

Priv.Doz. Dr.

Anton Ponholzer

oberarzt für

urologie und Andrologie,

vorsitzender

des Ak für urologische

onkologie

strikte Überwachungsmaßnahmen,

um im Fall des Falles doch rechtzeitig

behandeln zu können.

■■Wovon hängt diese

Entscheidung ab

Bei der Therapieentscheidung spielen

viele Faktoren mit: Welches Alter

hat der Patient, wie mobil und belastbar

ist er Wie aggressiv ist der

Tumor Zudem müssen natürlich

die Vorstellungen des Patienten –

auch in Bezug auf seine Lebensqualität

– mitgedacht werden. Manchmal

kann es eine Herausforderung sein,

sich über alle Optionen zu informieren

und zu entscheiden. Wichtig

sind das Gespräch mit dem Arzt und

eine gute Aufklärung. Angstmache

ist hier fehl am Platz. Denn die positive

Nachricht ist: Heutzutage bestehen

viele Möglichkeiten.

facts

■■Das Prostatakarzinom ist bei

Männern in Österreich die häufigste

form des tumors; etwa ein

Viertel aller Karzinome, die beim

Mann festgestellt werden, sind

prostatakarzinome.

■■Meistens wird Prostatakrebs

im fortgeschrittenen alter diagnostiziert,

der Häufigkeitsgipfel

liegt beim alter von 70 Jahren.

Dank besserer früherkennung

sinkt dieses alter jedoch.

■■Wie gut sind die

■■Heilungschancen

Heutzutage erkennen wir etwa 75

Prozent der Erkrankungen in einem

lokal begrenzten Stadium. Diese Patienten

haben – je nach Konstellation

– zwischen 60 und 90 Prozent Wahrscheinlichkeit,

dass sie vollständig

geheilt werden. Vor allem Operation

und Bestrahlung sind hier die zwei

Hauptbehandlungsoptionen.

■■Und die anderen 25 Prozent

Diese Patienten benötigen sehr

wahrscheinlich auch eine systemische

Therapie wie etwa eine Hormontherapie

oder eine Chemotherapie.

Aber es ist behandelbar und

die Chance ist gut, dass diese Patienten

noch relativ lange leben. Aber ich

kann wahrscheinlich nicht sagen:

„Danke, Sie sind geheilt, gehen Sie

■■Entscheidend für eine heilende

therapie wie etwa die Bestrahlung

und der chirurgische Eingriff der

radikalen prostatektomie ist, dass

es keine absiedelung gibt, also

der tumor die Kapsel der Vorsteherdrüse

nicht überschritten hat.

■■In Österreich wird prostatakrebs

bei etwa 4.400 Männern pro

Jahr diagnostiziert, jährlich sterben

circa 1.100 Männer daran.

nach Hause.“ Man muss das Prostatakarzinom

dann wie eine chronische

Erkrankung begreifen.

■■Wie läuft die Behandlung im

fortgeschrittenen Stadium ab

Es gibt selten nur eine einzige Möglichkeit

und alles andere ist falsch.

Einer der Grundpfeiler der Prostatakarzinom-Therapie

ist die Hormontherapie,

bei der dem Patienten Testosteron

entzogen wird. Wirkte die

Therapie früher nicht, dann gab es

eigentlich keine sinnvolle Weiterbehandlung

mehr. Heute sind für dieses

Erkrankungsstadium zwei Chemotherapien

und zwei Formen der weiterführenden

Hormontherapie zugelassen.

Neue Therapien werden

derzeit erforscht.

■■Chemotherapie ist oft negativ

besetzt und wird als Mittel der

letzten Wahl gesehen

Chemotherapie ist nur ein Baustein

unter vielen, sie wird unter anderem

eingesetzt, wenn die Hormontherapie

nicht mehr wirksam ist.

Beim Prostatakarzinom ist sie meist

gut verträglich, verlängert das Leben

und lindert die Beschwerden. Aber

selbst wenn man nicht darauf anspricht,

bedeutet das nicht das Behandlungsende.

BarBara WakolBinger

redaktion.at@mediaplanet.com

fÜr ihre geSundheit

Messeanzeiger

7. Messe

Gesundheit & Wellness

15. - 17. November 2013 in

der Messe Wien

Österreichs größte Wohlfühlmesse

punktet auch 2013 mit vielen

aktuellen Themen und vielen

interessanten Ausstellern. Die

Messe informiert über eine gesunde

Lebensweise, gesunde Ernährung,

Beauty, Wellnessurlaub

bis hin zu Whirlpool, Infrarot-

Kabinen & Co.

Messe Wien, Halle C, Eingang D.

Täglich 10 – 18 Uhr.

www.gesundundwellness.at

9. Intersana – Größte Int.

Gesundheitsmesse

25. – 27. Okt. 2013 Messe

in Augsburg

Die größte Gesundheitsmesse im

deutschsprachigen Raum präsentiert

dieses Jahr 350 Aussteller aus

dem In- und Ausland. Vergangenes

Jahr informierten sich 25.000 Gesundheitsinteressierte

auf der Intersana.

3 Tage volles Programm –

der weite Weg lohnt sich.

Neben den großen Sonderthemen

2013 ‚Allergien‘ und ‚Stress-Burn-

Out‘ können sich männliche

Messebesucher voll dem Thema

‚Männergesundheit‘ widmen.

Messe Augsburg

Täglich 10-18 Uhr

www.intersana.de.

iNfo

Tabuthemen

Unerfüllter Kinderwunsch - Blasenleiden

viola Schwangerschaftstest

ab dem 8. Tag

MÄnnERSACHE

Zahlen bitte!

■■Prostatakrebs ist mit 23 Prozent jährlicher

Inzidenz in Österreich der Männerkrebs Nummer 1.

■■Im Jahr 2010 erkrankten in Österreich insgesamt

4.488 Männer an Prostatakrebs.

■■Die Neuerkrankungen nehmen kontinuierlich ab:

Im Vergleich zum Jahr 2000 sank die Rate um

32 Prozent.

■■Das Risiko, vor dem 75. Lebensjahr an Prostatakrebs

zu erkranken, liegt derzeit bei ca. 8 Prozent.

■■Durch PSA-Screenings gelingt eine frühe

Diagnosestellung immer besser.

■■Jeder Mann ab 45 sollte regelmäßig zur

Vorsorgeuntersuchung.

Foto: ShutterStoCk

Dieser Test ist im Vergleich mit

herkömmlichen Frühtests doppelt

so sensitiv und erkennt eine

Schwangerschaft vor Fälligkeit der

Periode, bereits ab dem 8. Tag

nach der Befruchtung.

Superfrühes Ergebnis:

Ungewissheit so früh wie möglich

beenden - Klarheit in 15 Minuten!

Infektionen - Früherkennung ist wichtig

Harninfektion:

Frühe Erkennung verhindert das Aufsteigen der Bakterien

und die Entstehung einer Nierenbeckenentzündung mit

starken Schmerzen und hohem Fieber. Der einfach anzuwendende

Streifentest zeigt Ihnen, ob Leukozyten,

Nitrit und Protein im Harn vorhanden sind.

pH Schnelltest:

Ein erhöhter vaginaler pH-Wert deutet auf eine Infektion

hin, welche diverse Beschwerden verursachen kann und

ein Risiko für Frühgeburten darstellt. Die Durchführung

ist simpel und schmerzfrei.

Weitere Infos und Tests finden Sie unter: www.carediagnostica.at


eine themenzeitung von mediaplanet

SEPTEMBER 2013 · 9

Expertenpanel

Dr. Rudolf Rathmanner

Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe,

Reproduktionsmediziner

Dr. Anton Stangelberger

Facharzt für Urologie und

Andrologie

Frage 1:

Etwa jedes siebente

Paar in Österreich

ist ungewollt kinderlos.

Kann die

Ursache auch beim

Mann liegen

Frage 2:

Wie erfolgt eine

Abklärung der

männlichen

Fruchtbarkeit und

welche Behandlungsmöglichkeiten

gibt es

Eindeutig ja! Zur Basisabklärung bei Kinderwunsch

zählt neben der Abklärung der Frau auch die Abklärung

des Mannes, insbesondere die Erstellung eines Spermiogramms.

Dieses wird beim Urologen, in diversen medizinischen

Labors, aber auch in Kinderwunschkliniken

angeboten. Das Ejakulat wird dabei auf natürliche Weise

gewonnen und danach unter dem Mikroskop untersucht.

Dichte, Beweglichkeit und Form sind wesentliche

Kriterien bei der Erstellung des Befundes. Wir finden bei

zumindest der Hälfte unserer Patienten eine Einschränkung

des Samenbefundes. Diese können von milden

Formen bis hin zu starken Pathologien, ja sogar bis zum

völligen Fehlen von Spermien im Ejakulat reichen. Die

Ursachen hierfür können vielfältig sein. Entzündliche

Erkrankungen wie z.B. Mumps im Kindesalter, Operationen

im Hoden- oder Leistenbereich, aber auch Lebensstil

und Ernährung können sich negativ auf die Samenqualität

auswirken. Eine weitergehende Untersuchung

beim Urologen ist in diesen Fällen jedenfalls anzuraten.

Bei milden Formen der männlichen Fruchtbarkeitsstörung

können sogenannte Inseminationen durchgeführt

werden. Dabei werden die Samen des Ejakulates

konzentriert und mittels eines Katheters in die Gebärmutterhöhle

der Partnerin eingebracht. Durch diese

Methode wird die Chance auf Schwangerschaft durch

die damit erreichte höhere Samenkonzentration rund

um die Eizelle erhöht. Die Befruchtung findet dabei im

Körper der Frau statt. Eine weitere Methode, welche bei

starken Einschränkungen des Spermiogramms Anwendung

findet, ist die sogenannte In-vitro-Fertilisation,

kurz IVF. Hierbei werden die weiblichen Eizellen außerhalb

des Körpers befruchtet. Diese, in vielen Fällen erfolgversprechendste

Methode, wird ausschließlich in

qualifizierten Kinderwunschkliniken durchgeführt.

Die Kosten hierfür werden in Österreich - bei Vorliegen

bestimmter Voraussetzungen - zu 70 Prozent von der

öffentlichen Hand übernommen. Damit ist dieses Thema

für die meisten Paare auch aus finanzieller Sicht

durchaus handhabbar.

Eine weitere Ursache für das Fehlen von Spermien im

Ejakulat ist natürlich auch das bewusste Herbeiführen

der männlichen Unfruchtbarkeit, also die Durchtrennung

des Samenleiters, die sogenannte Vasektomie. Dazu

entschließen sich Männer oft nach vermeintlich abgeschlossener

Familienplanung im Sinne einer Verhütung.

Immer häufiger, oft motiviert durch eine neue Partnerschaft,

stellt sich auch nach einer Vasektomie erneut Kinderwunsch

ein. Selbst in diesen Fällen ist eine künstliche

Befruchtung eine erfolgversprechende Behandlungsmöglichkeit.

Der Leidensdruck, der bei Paaren durch unerfüllten

Kinderwunsch entsteht, ist groß und die Ursachen für

dieses Problem vielfältig. Gerade in einer Zeit, in der der

Wunsch nach Kindern oft aus beruflichen Gründen aufgeschoben

wird, ist das Thema Kinderwunsch in unserer

Gesellschaft von zunehmender Bedeutung. Ursachen

für unerfüllten Kinderwunsch liegen gleichermaßen

sowohl bei Männern als auch bei Frauen, deshalb

ist die Abklärung und Therapie der Unfruchtbarkeit eine

Angelegenheit, die Urologen und Gynäkologen am

besten in enger Zusammenarbeit durchführen sollten.

Angeborene oder erworbene urologische Erkrankungen

wie der Verschluss der Samenleiter, Hodenerkrankungen,

Infektionen, Hormonstörungen, Verletzungen

oder genetische Ursachen stehen oft hinter dem Problem

Kinderwunsch.

An erster Stelle steht das ausführliche Gespräch mit

dem Urologen. In diesem werden Risikofaktoren, relevante

Vorerkrankungen - wie Hodenhochstand - und eventuelle

Lifestyle-Faktoren (Stress, seelischer Druck, Rauchen,

Medikamente etc.), die sich negativ auf die Fruchtbarkeit

auswirken können, festgehalten. Wichtig für die Behandlung

der Infertilität und die Prognose der Erfolgschancen

durch eine Kinderwunschtherapie ist es zu wissen, wie

lange der Kinderwunsch schon besteht. Außerdem ist das

Alter der Partnerin und deren Fertilitätsstatus ein wichtiger

prognostischer Faktor für den Erfolg einer assistierten

Reproduktion. Nach dem Erstgespräch folgt eine genaue

urologische Untersuchung von Hoden, Samenleiter,

Prostata und Harnblase. Die wichtigste und zentrale

Untersuchung zur Beurteilung der männlichen Fruchtbarkeit

ist die Analyse der Samenprobe unter dem Mikroskop

(Spermiogramm), bei der Anzahl, Beweglichkeit

und Form der Samenzellen beurteilt werden. Bei eingeschränkter

Samenqualität soll immer auch eine Hormonanalyse

durchgeführt werden, da die Funktion der Hoden

(Produktionsstätte von Testosteron und Samen) unter der

zentralen Steuerung durch die Hirnanhangsdrüse steht.

Die genetische Analyse bei Patienten mit stark eingeschränkter

Samenqualität ist nicht nur zur weiteren Abklärung

der Ursache wichtig, sondern verhindert auch,

dass genetische Defekte bei einer späteren künstlichen

Befruchtung an den Embryo weitergegeben werden. Finden

sich keine Samenzellen im Spermiogramm, so muss

durch eine Probenentnahme von Hodengewebe (TESE)

bestimmt werden, ob im Hodengewebe des betroffenen

Mannes überhaupt Samenproduktion stattfindet.

Familienplanung

Moderne Technik erleichtert Paaren

den Kinderwunsch

Foto: Shutterstock

Schwangerschaft

Bereit für den

Nachwuchs

Viele Paare überlegen sich genau,

wann die Zeit für Nachwuchs

reif ist und dann soll es meistens

schnell klappen und es ist wichtig

zu wissen, wann die Chance

am größten ist, um schwanger zu

werden.

Eine Eizelle ist nur bis zu 24

Stunden während eines Zyklus

befruchtungsfähig. Da aber

Spermien einige Tage im Eileiter

der Frau überleben, ist das Zeitfenster

für «wirkungsvollen»

Sex nicht nur auf den Tag des Eisprungs

begrenzt, sondern erstreckt

sich auch über 3-5 Tage

davor. Umso wichtiger ist es, den

Zeitpunkt des Eisprungs genau

zu kennen.

Temperatur messen

Da ein bis zwei Tage nach dem

Eisprung die Körpertemperatur

um bis zu einem halben Grad

ansteigt, ermöglicht beispielsweise

eine Temperaturmessung

am Morgen eine Berechnung.

Wem das Arbeiten mit Kalender

und Thermometer zu aufwändig

ist, kann eigene Messcomputer

zu Hilfe nehmen, die

nach einer kurzen Lernphase die

fruchtbar(st)en Tage individuell

vorhersagen können.

Ausgewogene Ernährung, Vermeidung

von Stress, genug Bewegung

und Schlaf unterstützen

darüber hinaus die Fruchtbarkeit

- sowohl bei Frauen als auch bei

Männern.

Manuel Schmaranzer

redaktion.at@mediaplanet.com

zum kostenlosen Infoabend am Donnerstag, 3. Oktober, 18.30 Uhr

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Zyklusverlauf, informiert, wann eine

Schwangerschaft möglich ist, berücksichtigt alle

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10 · SEPTEMBER 2013 Eine Themenzeitung von MEdiaplanet

news

Diabetes betrifft

den ganzen Körper

■■Frage: Was sind die Folgen

einer Diabeteserkrankung und

wie kann ich diese mildern

■■Antwort: Diabetes hat eine

Vielzahl von Folgeerscheinungen,

die durch einen guten Therapieplan

- und dessen genaue

Einhaltung - in den Griff zu

bekommen sind.

Diabetes wird zur neuen Volkskrankheit

stilisiert und immer wieder ist

von einer Anzahl Neuerkrankungen

epidemischen Ausmaßes die Rede,

mit der in den nächsten Jahrzehnten

zu rechnen sein wird. Der früher

als Jugenddiabetes bezeichnete

Typ 1 betrifft dabei zwischen 5-10

Prozent der PatientInnen und ist gekennzeichnet

durch die Unfähigkeit

des Körpers, das Hormon Insulin zu

produzieren, das für die Umwandlung

des Blutzuckers verantwortlich

ist. Wenn von der epidemischen Ausbreitung

der Diabetes die Rede ist,

spricht man hingegen vom Typ 2-Diabetes.

Sie wird durch Übergewicht,

mangelnde Bewegung und falsche

Ernährung ausgelöst und ist damit

eine klassische Zivilisationskrankheit.

Bei dieser Form produziert der

Körper zwar genug Insulin, aber die

Zellen zeigen sich resistent gegen

das Hormon, sodass die Einlagerung

der Glukose in die Zellen nicht möglich

ist.

Folgen für den ganzen Körper

Die Folgeerkrankungen von Diabetes

reichen im wahrsten Sinne des Wortes

von Kopf bis Fuß, von Schäden

an der Netzhaut, Potenzstörungen

bis hin zum diabetischen Fuß, dem

Hauptgrund für Beinamputationen.

Die zweithäufigste Folgeerkrankung,

die direkt mit Diabetes in Zusammenhang

steht, betrifft die Nieren.

Diabetes ist die Hauptursache für

facts

■■In Österreich sind 420.000 Diabetiker

diagnostiziert. Schätzungsweise

170.000 Betroffene wissen

nichts von ihrer Krankheit.

■■Bis 2050 wird laut Prognose

jeder fünfte über 45-Jährige in Österreich

an Diabetes leiden.

■■Typ 1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung,

die zu absolutem

Insulinmangel führt und mit einer

Insulintherapie behandelt wird.

■■Typ 2-Diabetes ist beeinflusst

von Lebensweise und genetischen

Faktoren. Von dieser Form ist im

Volksmund bei Diabetes die Rede

Niereninsuffizienz und 10 Prozent

aller DialysepatientInnen sind DiabetikerInnen.

Durch den erhöhten

Blutzucker und Blutdruck werden die

Innenwände der Blutgefäße in den

Nierenkörperchen beschädigt. Dadurch

kann diese ihrer Filterfunktion

nicht mehr so gut nachkommen,

was direkten Einfluss auf den gesamten

menschlichen Organismus hat.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich

für DiabetespatientInnen einmal im

Jahr den Urin routinemäßig auf Eiweiß

untersuchen zu lassen, um die

Nierenfunktion zu testen.

Neue Forschungen belegen zudem,

dass Menschen, die im mittleren Alter

an Diabetes erkranken, ein höheres

Risiko für eine Demenzerkrankung

aufweisen. Alzheimer ist nicht nur gekennzeichnet

durch einen niedrigen

Insulinspiegel im Blut, sondern auch

durch Insulinresistenz im Gehirn,

weshalb von manchen Forschern bei

Alzeimer mittlerweile schon von Typ

3-Diabetes gesprochen wird.

Eigenverantwortung bei der

Behandlung

Für das Leben nach der Diagnose Diabetes

und seinen Folgeerkrankungen

spielt vor allem die disziplinierte

Einhaltung einiger wesentlicher

Grundregeln eine bedeutende Rolle.

Oberste Maxime ist dabei stets die

Normalisierung des Blutzuckerspiegels.

Dabei sind Bewegung und eine

angepasste Ernährung die wichtigsten

und am schnellsten umzusetzenden

Maßnahmen, bevor mit Medikamenten

nachgeholfen werden

muss. Im Laufe der Zeit müssen auch

viele Typ 2-DiabetikerInnen Insulin

spritzen, weil die Insulinproduktion

im Körper nachlässt. Entscheidend

ist nach der Diagnose ist ebenfalls

die kontinuierliche Messung

des Blutzuckers im Blut, um zu hohe

oder zu tiefe Werte zu vermeiden.

Dadurch können Folgebeschwerden

hinausgezögert bzw. verhindert werden.

Denn ist über einen längeren

Zeitraum hinweg zu viel Glukose im

Blut, lagern sich Zuckermoleküle im

Gewebe ab, wodurch der Organismus

auf vielfältige Weise Schaden

trägt. In der Behandlung liegt daher

neben der guten Kommunikation

mit dem Arzt oder der Ärztin viel

in der Eigenverantwortung der PatientInnen,

um trotz der Diagnose ein

normales Leben führen zu können.

Manuel Schmaranzer

redaktion.at@mediaplanet.com

6

Tipps

Vitaminbomben

Vitamin C stärkt nicht nur

1 die Abwehrkräfte. Ein hoher

Vitamin C-Gehalt im Urin wirkt

auch keimtötend in der Blase und

den Harnwegen. Deshalb fleißig

Zitrusfrüchte, Kiwis, Tomaten und

Paprika essen. Diese regen auch

den Harnfluss an.

Viel trinken

Bei Blasenschwäche heißt es

2 trotzdem: viel trinken! Sonst

wird der Blasenmuskel nicht mehr

trainiert und das Fassungsvermögen

nimmt ab. Außerdem siedeln

sich Bakterien leichter an und

der konzentrierte Harn reizt die

Schleimhaut der Blase.

Fettes Blut

Bei einer eingeschränkten

3 Nierenfunktion sollte man

auf seine Blutfettwerte achten.

Denn wenn diese erhöht sind, verschlechtert

sich der Zustand der

Niere weiter.

Rauchstopp

Wer seine Niere gesund halten

will, sollte aufhören zu

4

rauchen. Dies gilt besonders für

Diabetiker. Bei einem rauchenden

Diabetiker nimmt das Filtrationsvermögen

der Niere um fünf Milliliter

pro Jahr ab.

Achtung Füße

Diabetiker müssen besonders

auf ihre Fußpflege

5

achten, damit Vorsorge für diabetische

Spätschäden wie Amputationen

getroffen werden kann.

Kohlenhydrate meiden

Kohlenhydratarme und zuckerfreie

Ernährung sollten

6

im Mittelpunkt der Ernährung

von Diabetikern stehen. Außerdem

sollten bis zu sechs kleine

Mahlzeiten pro Tag zu sich genommen

werden, damit das Insulin

besser wirken kann

Harald Triebnig

redaktion.at@mediaplanet.com

Dialyse und

Blutzuckermessung

Weitere Informationen:

www.menarinidiagnostics.at

oder 01/230 85 10.

Eine der schwerwiegendsten Folgen

eines langjährigen Diabetes

mellitus mit schlecht eingestelltem

Blutzucker ist die diabetische

Nephropathie. Sie ist die häufigste

Ursache eines dialysepflichtigen

Nierenversagens.

Dementsprechend spielt bei einer

großen Zahl von Dialysepatienten

das Blutzuckermessen eine

wichtige Rolle. Betroffene Diabetiker

sollten darauf achten, dass ihr

Blutzuckermessgerät auch unter

Dialysebedingungen unverfälschte

Messwerte ausgibt. Denn bei der

Dialyse kann es zu Veränderungen

des Blutes kommen, die unter Umständen

den Messwert beeinflussen.

1

Ramljak, S. et al.: J Diabetes Sci Technol 2013, 7 (1), 179-189

So entsteht aus der - zur Peritonealdialyse

verwendeten Lösung

Maltose – ein Zucker, der bei einer

bestimmten Bauform von Teststreifen

genauso erfasst wird wie Glukose

und dadurch zu hohe Blutzuckerwerte

vortäuschen kann. Mit

dem GlucoMen® LX Plus von A.

Menarini Diagnostics besteht diese

Gefahr nicht, da das auf dem Teststreifen

verwendete Enzym ausschließlich

auf Glukose anspricht.

Im Falle der Hämodialyse ist es ein

verringerter Hämatokritwert, der zu

hohe Messwerte bewirken kann.

Da sind Patienten auf der sicheren

Seite, wenn sie ein Messgerät wie

den GlucoMen® LX Plus mit integrierter

Hämatokrit-Kompensation

verwenden. Das funktioniert, indem

in Sekundenbruchteilen vor der eigentlichen

Blutzuckermessung der

Einfluss des Hämatokrit ermittelt

und das Ergebnis entsprechend

korrigiert wird. Eine aktuelle Studie

1 belegt, wie zuverlässig dieser

Mechanismus arbeitet.

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Für die Blase gilt ganz besonders, dass man sie erst dann bewusst wahrnimmt, wenn sie nicht

mehr richtig funktioniert oder Schmerzen bereitet. Zahlreiche Erkrankungen verursachen ähnliche

Blasensymptome. Eine sorgfältige urologische Abklärung ist daher bei Blasenproblemen

dringend zu empfehlen. Das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen.

SePteMBer 2013 · 11

TIPP3

vIEL WASSER

TRInKEn!

Vorsorge ist besser als nachbehandlung

wer kennt sie

nicht, die lästigen

Blasenbeschwerden:

Häufiger,

plötzlicher

Harndrang,

ungewollter Harnverlust, schmerzhaftes

urinieren, Unterbauchbeschwerden

u.ä.m. Diesen Symptomen

können ganz harmlose, aber

auch sehr ernste Ursachen zugrunde

liegen. Daher ist die Abklärung von

Blasenproblemen bei dem Blasenspezialisten

schlechthin, dem urologischen

Facharzt, empfehlenswert.

Die Harnblase ist ein Speicherorgan.

Nach dem Urinieren sollte

sie entleert sein. Mangelhafte Entleerung

äußert sich mit der Bildung

von Restharn, dessen Menge langsam

zunehmen kann, ohne dass

der Betroffene das wahrnimmt. Generell

fasst die menschliche Harnblase

maximal 500 Milliliter Harn.

Wird diese Menge beim Urinieren

überstiegen, sollte man die Blasenfunktion

untersuchen lassen. Maximal

acht Entleerungen pro Tag

werden als normal eingestuft, die

Gesamtharnmenge pro Tag sollte

etwa 1.5 bis 2 Liter pro Tag betragen.

Harndrang in der Nacht ist ein

mit zunehmendem Alter häufigeres

Problem. Wenn man nur einmal pro

Nacht aufstehen muss, ist das aber

weniger bedenklich. Behandelt wird

nur, wenn Wohlbefinden bzw. Schlaf

dadurch gestört werden.

Probleme leicht vermeidbar

Die Blase ist Spiegel der Seele. Es

1

besteht ein enger Zusammenhang

zwischen innerer Anspannung

und Blasenproblemen. Dies erklärt

sich aus der Tatsache, dass die Blasenfunktion

vom so genannten vegetativem

Nervensystem gesteuert

wird. Wenn wir einer konzentrierten

Tätigkeit nachgehen, merken wir

den Harndrang erst, wenn die Blase

ganz gefüllt ist. Umgekehrt kann in

entspannten Situationen der Harndrang

früher empfunden werden.

Auch für die Harnblase gilt, dass

Vorsorge besser als Nachbehandlung

ist. Mit richtigem Verhalten kann

man so manches Blasenproblem vermeiden.

Hier sind zunächst die richtigen

Trinkmengen zu beachten.

GEsUND BLEiBEN

„Mit richtigem

verhalten kann

man so manches

Blasenproblem

vermeiden.“

Dr. Karl Dorfinger

facharzt für urologie und Andrologie,

Präsident des Berufsverbandes der

Österreichischen urologen

Generell gibt es die Regel, dass man so

viel trinken sollte, um etwa 1,5 Liter

Harnmenge pro Tag zu erzielen. Da

gibt es aber große individuelle, geographische

und kulturelle Schwankungen.

Viele Menschen können

auch in heißen Regionen mit geringeren

Trinkmengen auskommen

und bleiben dabei trotzdem gesund.

Die Wahl des Getränks ist ebenfalls

wichtig. Reines Trinkwasser ist natürlich

am besten. Fruchtsäfte und

Limonaden enthalten oft einen sehr

hohen Zuckeranteil. Kohlensäurehaltige

Getränke sollten in Maßen genossen

werden. Koffein ist zwar nach

heutigem Stand des Wissens gesund,

kann aber bei zu häufigen Konsum

die Blase belasten. Sie antwortet dann

mit häufigen, oft auch nächtlichem

Harndrang. Daher gilt besonders für

Kaffee & Co: Weniger ist mehr!

vorsorge ist vielfältig

Ein weiterer Punkt ist die Blasenentleerung.

Allgemein wird

1

empfohlen, die Harnblase besser

rechtzeitig zu entleeren und den

Harn nicht zu lange zurückzuhalten.

Der häufig gehörte Rat, den Beckenboden

für bessere Sexualität zu trainieren,

indem man beim Urinieren

den Harnstrahl durch Kneifen unterbricht,

ist falsch. Dadurch kann

ungenügende Blasenentleerung antrainiert

werden. Dieselbe Beckenbodenübung

kann aber selbstverständlich

unabhängig vom Wasserlassen

durchgeführt werden. Blasenentzündungen

gehören zu den häufigsten

Erkrankungen überhaupt. Meist stecken

bakterielle Erreger dahinter, die

eine Unterkühlung oder sonstige Abwehrschwäche

des Organismus für

eine Infektion nutzen. Auch Infektionen

kann man/frau vorbeugen: Richtige

Trink- und Ernährungsgewohnheiten,

regelmäßige Bewegung und

das Vermeiden von Unterkühlungen

unterstützen unsere Abwehrkraft!

Vielfach unbekannt ist die Tatsache,

dass Raucher nicht nur leichter

Blasenkrebs bekommen, sondern die

Erkrankung bei ihnen oft bösartiger

ist und leichter wiederkehrt. Und

wenn wir schon beim Blasenkrebs

sind: Viele unangenehmen oder gar

gefährliche Erkrankungen der Blase

pirschen sich leise an. Gehen Sie lieber

rechtzeitig zum Arzt!

iNfo

JUnG & ALT

wenn die Blase

krankt

Die Blasenentzündung (Cystitis) ist die häufigste

Erkrankung der Blase. Auslöser ist eine Infektion, die

über die Harnleiter bis zu den Nieren aufsteigen kann.

Bei Unterkühlungen tritt häufig eine Reizblase auf.

Sie ist gekennzeichnet durch häufigen Harndrang

und geringe Harnmenge.

Ist der Schließmechanismus der Blase gestört,

kann es zu unwillkürlichem Harnabgang, der Harninkontinenz,

kommen.

Ist der Blasenhals verstopft und kommt es zu einem

erschwerten Harnlassen, spricht der Urologe von

einer Blasenhalsobstruktion.

2010 wurden in Österreich 1.637 Krebserkrankungen

in der Harnblase diagnostiziert. 1.185 (72 Prozent)

bei Männern und 452 (28 Prozent) bei Frauen. (Quelle: Statistik

Austria, 2012)

Foto: ShutterStoCk

GESUnD BLEIBEn

Wer auf seine Blase achtet,

kann unbeschwert sonnige

zeiten genießen.

FotoS: ShutterStoCk


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