vorstellung - Inkos Modellsport

hubschrauber.de

vorstellung - Inkos Modellsport

Sie möchten ROTOR ganz unverbindlich

testen? Dann klicken Sie hier

ROTOR im Abo!

Sie möchten ROTOR regelmäßig, pünktlich und bequem

in Ihrem Briefkasten haben? Sie wollen keine Ausgabe

mehr versäumen? – Dann sollten Sie ROTOR jetzt

im Abonnement bestellen. Es warten tolle Prämien auf Sie!

Mini Helicopter CTF 0134-1

Die Lösung für schlechtes Wetter und langweilige

Familienfeste – der Indoor-Mini-Helicopter. Damit

lassen sich Entzugserscheinungen vom Helifliegen

minimieren. Größe 180 x 40 x 72 mm, Rotordurchmesser

135 mm, Heckrotor 31 mm.

Die Lieferung umfasst betriebsbereiten Miniheli inklusive IR-Fernsteuerung . Es werden lediglich

noch 6 Mignonbatterien für die Fernsteuerung benötigt.

Dieser Bericht wird zur Verfügung gestellt von

ROTOR

AUSGABE 4/2010

Besuchen Sie unseren Onlineshop

DVDs, Bücher, Kalender und

vieles mehr finden Sie hier

XFC HELICOPTER 2009

Überragende Leistungen und einzigartige

Helis waren bei den 8. Extreme

Flight Championships 2009 dabei.

Auf dem Gelände der »Academy

of Model Aeronautics« in

Muncie/Indiana waren 17 der weltbesten

Helikopterpiloten vertreten!

Ein absolutes Muß für alle Freunde

der extremen 3D-Heli-Akrobatic.

Laufzeit 84 Minuten; engl. Kommentar;

Art.-Nr. DVD 473220; EUR 26,50

Hubschrauber-Modellflug

kompetent I informativ I seriös

Weitere Themen

in dieser Ausgabe:

• Yamada YS-56SR

• ROTOR live

• Aamby Valley City Aero

Modellers Meet 2010

Themen

der Ausgabe 5/2010:

• Vor 40 Jahren...

• Swiss-Cup F3C

Trainingstag

• SA315B Lama »Air Zermatt«

Perma-Grit-Schleifklotz

Das Schleifwerkzeug für Modellbauer

und Heimwerker: durch

Carbid Spezialbeschichtung nahezu

unverwüstlich, mit zwei unterschiedlichen Körnungen.

Vielseitig einsetzbar, egal ob Holz, Kunststoff,

Metall, Glas oder Keramik.

Das T-Shirt zu Ihrer

Zeitschrift

Abonnieren Sie jetzt

und erhalten Sie ein

ROTOR T-Shirt gratis.

Aus 100 % Baumwolle mit

Logo-Aufdruck auf der linken

Brustseite. Erhältlich in

den Größen M, L und XL.

EMPIRE OF MADNESS

Hier sehen Sie die umfangreichste

Kollektion herausragender R/C-Heli-

Stunts. 22 gewagte Heli-Missionen,

die das momentan technisch Machbare

im R/C-Helibereich zeigen. Als

Bonustrack beinhaltet die Produktion

die »World Scenic Flights« in bester

Qualität sowie einen unterhaltsamen

Blick hinter die Kulissen.

Laufzeit 110 Minuten; engl. Kommentar;

Art.-Nr. 473211; EUR 29,–


VORSTELLUNG Verbrenner-

X-CELL FURY 55

Heli der

600er Klasse

MINIATURE AIRCRAFT MICHAEL GREISINGER

Der 600er Markt boomt. Und so versucht jeder Hersteller, ein Modell

in dieser Kategorie zu platzieren. Michael Greisinger konnte einen der

ersten Bausätze des Fury 55 des amerikanische High-End-Anbieters

Miniature Aircraft ergattern, um ihn genauer unter die Lupe zu nehmen.

Im ersten Teil geht es nun um den Aufbau des Modells.

Bis vor einigen Jahren waren die Hubschrauber

von Miniature Aircraft sehr verbreitet und

auch ich nannte Modelle wie den XL-PRO, X-

Cell 60, X-Cell 60 Graphite, Fury oder Stratus

mein Eigen. Nach vielen Erfolgen – darunter

die WM-Titel von Curtis Youngblood und Cliff

Hiatt Ende der 90er Jahre – wurde es dann etwas

ruhiger um Miniature Aircraft. Das bedeutet

aber nicht, dass es von diesem Hersteller keine

interessanten Hubschrauber mehr gab. So

wurde z. B. in ROTOR 11/2008 das 450er

Modell Furion 450 vorgestellt.

Hier geht es nun um den neuen X-Cell Fury 55.

Mit dem Namen soll an die Erfolge mit dem Fu-

ry 60 und später Fury 90 angeknüpft werden.

Technische Ähnlichkeiten findet man allerdings

nur beim Rotorkopf, dessen Aufbau dem des Fury

60 ähnelt. Das Modell wird nicht explizit als

3D-Hubschrauber angepriesen, aber erste Videos

im Internet zeigten, dass er genau für diesen

Anwendungsfall konstruiert wurde.

Baukasten

Der Bausatz kommt in einem stabilen, hochglanzbedruckten

Karton. Die unterschiedlichen

Bauabschnitte sind in einzelnen Beuteln verpackt,

wobei es zu jedem Bauabschnitt auch

noch eine extra Tüte mit Schrauben gibt. Das

Ganze ist also recht übersichtlich geordnet. Die

Haube liegt mehrfarbig lackiert bei und wird

von Canomod zugeliefert. Die serienmäßige

Lackierung der Haube erleichtert mir den Bau

schon gewaltig, da ich keine Gelegenheit zum

Lackieren habe.

Positiv fällt auch auf, dass dem Baukasten eine

Anleitung in Papierform und nicht mehr nur eine

CD beiliegt. Ich finde es immer unpraktisch,

wenn man die Anleitung selbst ausdrucken oder

den PC nebenbei laufen lassen muss. Waren

die Anleitungen des Furion oder auch des Stratus

noch Fotodokumentationen, so ist die Anleitung

des Fury 55 mit CAD-Darstellungen ausgeführt.

Mir gefällt das deutlich besser, da z. B. die

Einbaupositionen der unterschiedlichen Schrauben

einfacher und eindeutiger zuzuordnen sind.

Also auch hier ein großes Plus.

Übrigens: Obwohl Miniature Aircraft ein amerikanischer

Hersteller ist, hat man schon immer die

Modelle mit metrischen Schrauben ausgerüstet.

Daher sind auch keine speziellen Inbus-Schlüssel

notwendig. Als Bausatzpreis gibt Importeur Inkos

Modellsport (www.hubschrauber.de) 522,39 Euro

an. Damit kostet der Fury etwas mehr als ein T-

Rex 600LE (Anmerk. der Red.: Vorstellung in dieser

Ausgabe) oder Raptor 50 Titan SE, ist aber auch

von MINIATURE AIRCRAFT

Der Baukasten wird in einem

stabilen, schön bedruckten

Karton geliefert.

Der fertige Fury 55 wartet noch auf die Elektronikkomponenten

und ist dann bereit für die Flugerprobung.

50 4I2010 ROTOR

eher als Premium-Hubschrauber zu sehen. Ob einem

die hochwertigen Bauteile den Preis wert sind,

muss am Ende jeder für sich entscheiden.

Chassis

Das Chassis des Fury 55 besteht aus CfK-Seitenplatten,

die mit gefrästen und eloxierten Alu-

Lagerböcken und -Verbindern verschraubt werden.

Die ganze Mechanik macht einen stabilen

und steifen Eindruck. Der Motoreinbau erfolgt

von der Seite, wobei der Durchbruch in der

Seitenplatte wieder mit einer CfK-Platte verschlossen

wird. Die komplette Motoreinheit inklusive

Gebläsegehäuse wird außerhalb des

Chassis komplett fertig montiert und erst dann

eingesetzt. Durch die leicht zu entfernende erste

Motorplatte kann das gesamte Triebwerk

einfach ausgebaut werden. Was recht positiv

auffällt, ist das beiliegende Lüfterrad aus Aluminium.

Die einteilige Kupplung hat einen integrierten

Freilauf für die Starterwelle, die einen

Sechskanteinsatz hat, wie er inzwischen Standard

ist. Die Befestigung für das Gasservo befindet

sich vor dem Motor und ermöglicht eine

direkte Anlenkung.

Der Kraftstofftank wird von beiden Seiten mit

je zwei Gummidämpfern gehalten. Er wird einfach

von der Seite eingeschoben und dann mit

einer Strebe fixiert. Der speziell angefertigte

Das linke Seitenteil

des Chassis (Schalldämpferseite).

Das

rechte Teil hat statt

des Schriftzugs

einen Ausschnitt für

den Tank.

ROTOR 4I2010

Die Getriebeteile des Fury 55 als Beispiel für

die Verpackung der Baugruppen.

Tank kann so durch das Lösen von nur zwei

Schrauben leicht ausgebaut werden und ist damit

sehr wartungsfreundlich.

Das Landegestell wird an vier CNC-Aluminium-Fahrwerk-Blöcken

verschraubt. Die Aufnahme

für das Heckrohr erfolgt mit zwei Aluminium-

Flanschen, die einen großen Abstand zueinander

haben. Dadurch ergibt sich eine steife

Lagerung des Heckrohrs. Über diesen Flanschen

dient eine CfK-Platte als Befestigungsort

für den Gyro. Der Platz reicht auch locker für ein

Flybarless-System aus, falls man den Fury auf ein

solches umrüsten möchte.

Was mir gefällt, sind auch viele feine Details.

So sind z. B. an den runden Verbindern, die zuerst

mit einer Seitenplatte verschraubt werden,

Schlüsselflächen angefräst, so dass man sie sicher

verschrauben kann, ohne mit einer Zange

rumfummeln zu müssen und dabei die Verbinder

zu verkratzen.

Getriebe

Die Verzahnung des einstufigen Getriebes erfolgt

mit Zahnrädern im Modul 1. Das mit der

Kupplung verbundene Ritzel ist aus Stahl, das

Hauptzahnrad aus Delrin gefräst. Der Lagerabstand

ist fest vorgegeben. Das hat den Vorteil,

dass man nichts einstellen muss, andererseits

kann man aber die Übersetzung nicht variieren,

was aber heutzutage auch bei anderen Produkten

nicht mehr üblich ist. Die Übersetzung beträgt

8,538 : 1.

Der Heckabtrieb erfolgt über ein Riemenrad,

das mit der Hauptrotorwelle verbunden ist. Der

Riemen wird über zwei Rollen in das Heckrohr

geführt. Die hohle, 10 mm starke Hauptrotorwelle

wird zweifach gelagert. Die Lagerung

ober- und unterhalb des Hauptzahnrads erlaubt

einen großen Lagerabstand, so dass sich ein

drittes Lager erübrigt.

Elektronikeinbau

Im vorderen Bereich ist oben auf die Mechanik

eine CfK-Platte verschraubt, auf der Empfänger

und Akku befestigt werden können. Die Aufnahme

bietet viel Platz für die gesamte Elektronik.

Der Schalter für die Empfangsanlage kann

leicht zugänglich in die Vorderseite des Rahmens

eingesetzt werden. Leider passt der Ausschnitt

nicht für die heutigen LiPo-Schalter mit

Spannungsregelung.

Taumelscheiben-Ansteuerung

Die Taumelscheibe wird von den Servos direkt

in einer Dreipunkt-Anordnung angetrieben. Diese

ist nicht neu und wurde so schon beim Razor

ausgeführt. Die beiden vorderen Taumelscheibenservos

sitzen schräg vor der Taumelscheibe

Teil 1: Vorstellung und Bau

Der vordere Heckrohrhalter und die Riemenführung

sind komplett aus Aluminium gefertigt. Hier sind sie

auf der rechten Seitenplatte vormontiert.

Ein schönes Detail: die

runden Mechanikverbinder

sind zur besseren

Montage mit einer Schlüsselfläche

versehen.

Auch die obere Lagerplatte

ist aus Aluminium

gefräst. Sie überbrückt

zudem die Öffnung der

Mechanik und versteift

den oberen Bereich.

51


Das Hauptzahnrad mit

Modul 1 aus Delrin und

die Riemenscheibe aus

Aluminium.

Die Servohalter werden

mit Aluminium-

Klötzen an der Mechanik

verschraubt. Die

Anlenkungen verlaufen

genau senkrecht

zur Taumelscheibe.

Der montierte obere

Mechanikbereich.

Die Kupplungsglocke

mit Lagerbock und

Sechskantadapter.

Die Motoreinheit mit Motor

(hier ein O.S. 55 HZ), Motorträger,

Lüfterrad und Kupplungsläufer

wird komplett

außerhalb des Hubschraubers

vormontiert.

und lenken diese direkt ohne Umlenkhebel an,

was einiges an Gewicht erspart. Allerdings werden

die Servos im Falle eines Absturzes auch

stärker belastet als mit Umlenkhebeln und Push-

Pull-Anlenkung. Mit modernen hochwertigen

Servos, die ohnehin in einem solchen Modell

verbaut werden sollten, ergibt sich aber eine absolut

spielfreie und steife Anlenkung. Zur Grundeinstellung

der Servos liegt eine Schablone bei,

die auf zwei Schraubenköpfe aufgesteckt werden

kann. Die Bauanleitung gibt zudem genaue

Hebellängen an, so dass man schnell zu einer

Grundeinstellung kommt.

Die Taumelscheibenführung ist leicht zu entfernen,

um den Austausch der Taumelscheibe zu

vereinfachen; sie besteht aus gehärtetem Stahl.

Die Taumelscheiben-Konstruktion ist neu. Das

Spiel des Lagers kann mit drei Madenschrauben

eingestellt und auch zu einem späteren

Zeitpunkt korrigiert werden. Das sollte

viele Stunden spiel- und störungsfreien

Betrieb ermöglichen.

Heck

Das Heckrohr h at einen Durchmesser

von 22 mm und ist (laut Werbetext)

aus hochfestem Aluminium gefertigt.

Auch hier ist Miniature Aircraft

vom alten Standardmaß von 19 mm,

Der Motor wird mit montiertem Gebläsegehäuse

von der linken Seite in die Mechanik geschoben,

in Position gedreht und dann verschraubt. Die

Öffnung wird mit einer CfK-Platte verschlossen.

52 4I2010 ROTOR

ROTOR 4I2010

Die vormontierte Mechanik.

das auch noch beim 90er Modell Stratus verwendet

wurde, abgerückt. Die beiden Stützstreben

sind schon fertig mit ihren Endstücken verklebt

und ergeben zusammen mit dem Aluminium-Beschlag

ein sehr steifes Heck. Ein

Höhenleitwerk ist nicht vorgesehen.

Der Heckrotor wird über einen Zahnriemen

mit einem Übersetzungsverhältnis von 4,61 : 1

angetrieben. Das neue Heckrotorgetriebe ist

einfach zu montieren und zu warten. Das Getriebe

besteht aus CfK-Platten, in die Bundlager

und Aluminium-Flansche eingesetzt werden. Die

Riemenscheibe ist aus Aluminium gefertigt. Der

breite einteilige Riemenspanner macht den Riemenwechsel

einfach, da nur vier Schrauben entfernt

werden müssen. Die Heckrotoranlenkung

erfolgt über eine klassisch angelenkte Schiebehülse,

die spielfrei ausgelegt ist. Der Heckrotor

selbst hat Blatthalter aus Spritzguss, die mit einem

Axial- und einem Radiallager auf dem Zentralstück

gelagert werden. Hier musste ich etwas

tiefer in meiner Werkzeugkiste kramen, da

man eine recht dünnwandige Nuss zum Anziehen

der Muttern in den Blatthaltern benötigt. Leider

braucht man zur Befestigung der Heckrotorblätter

Scheiben, da das Gabelmaß der Blatthalter

8 mm statt der gebräuchlichen 5 mm hat.

Die benötigten Scheiben genauso wie Kunststoff-Heckrotorblätter

liegen dem Baukasten

aber bei. Die Anlenkung des Heckrotors erfolgt

über einen 2-mm-Stahldraht, der dreifach in Delrinbeschlägen

geführt wird.

Hauptrotorkopf

Der Rotorkopf des Fury 55 ist eine neue, sehr

leichte Konstruktion, die speziell für dieses Mo-

Das Heckrotorgetriebe mit dem Riemenspanner, dessen zwei Kugellager auf zwei Zapfen sitzen, die mit

den CfK-Platten verschraubt sind. Dadurch kann das Heckgetriebe sehr schnell demontiert werden.

Der Tank wird mit der schmalen CfK-Platte

befestigt und in insgesamt vier Elastomerteilen

schwingungsfrei gelagert.

Das serienmäßige Alu-Lüfterrad mit Kupplungsläufer.

Darin integriert ist der Freilauf für die Starterwelle.

Der Heckrotorkopf ist von den größeren

X-Cell-Hubschraubern übernommen.

Das CfK-Seitenleitwerk

wird

mit zwei

Schrauben

befestigt.

53


Die Mischhebel können mit den beiden

Schraubpositionen sowie unterschiedlichen

Längen der Kugelbolzen den

persönlichen Gepflogenheiten angepasst

werden.

dell entwickelt wurde. Das Design

entspricht den bewährten Rotorköpfen

des Fury 60/90 und Stratus.

Die Mischhebel sind an den

Blatthaltern gelagert und parallel

zur Blattlagerwelle angeordnet.

Das ergibt einen sehr kompakten Kopf. Die

Mischhebel ermöglichen über zwei verschiedene

Bohrungspositionen und die Verwendung

von unterschiedlich langen Kugelbolzen eine

Anpassung des Mischungsverhältnisses; das ich

erst mal in Werkskonfiguration belassen habe.

Dem Baukasten liegen Kunststoff-Paddel bei,

die zwei Bohrungspositionen für die Paddelstange

haben. Bei der vorderen Position ergeben

sich weichere, bei der hinteren Position aggressivere

Steuerreaktionen. Mal schauen, welche

Ergebnisse die Flugerprobung bringt. Die

gesamte Paddelstangenlagerung ist aus Aluminium

gefertigt und komplett kugelgelagert. Der

Durchmesser des Stabilisators mit den Bausatz-

Paddeln beträgt 580 mm.

Beim Zusammenbau des Rotorkopfs musste ich

ein zweites Mal ziemlich tief in meiner Werkzeugkiste

kramen. Auf die Blattlagerwelle müssen

zwei Sicherungsringe aufgeschoben werden.

Damit fixiert man die O-Ringe und die Beilagscheiben

der Blattlagerwellenlagerung. Um

die auf die Blattlagerwelle aufzuschieben,

braucht man eine spezielle Zange. Die hatte ich

noch von früher, nur die Stifte der Zange waren

etwas zu dick, so dass ich sie nachschleifen musste.

Ansonsten machte die Montage aber keine

Probleme. Die Blatthalter kenne ich noch vom Fury

60/90 her und auch da waren sie schon von

älteren Varianten übernommen. Die Belastungen

der 600er Blätter sollten sie demnach locker ertragen

können. Wie auch bei den Heckrotorblättern,

braucht man hier aufgrund des Gabelmaßes

von 14 mm Scheiben, um die üblichen 12

mm dicken Hauptrotorblätter einzubauen. Diese

Scheiben liegen dem Bausatz zwar bei, dennoch

finde ich es immer etwas fummelig, diese

beim Anbau der Blätter einzusetzen.

Kabinenhaube

Wie oben schon beschrieben, wird die Haube

mehrfarbig lackiert geliefert. Die Qualität ist sehr

gut, wenn sie auch ein paar Gramm leichter sein

könnte. Hier ist die einzige Schwierigkeit in der

Bauanleitung, dass die Maße der Bohrungen in

Zoll angegeben sind. Aber im Internet gibt es einen

Einheitenumrechner und da findet man

schnell heraus, dass 0,3 bzw. 0,24 Zoll 7,6 bzw.

6,0 mm entsprechen. Die Positionen der Bohrungen

sind exakt angezeichnet, nur leider etwas

schwer zu sehen. In der Anleitung wird empfohlen,

die Löcher erst mit 3 mm vorzubohren und

dann die Position zu kontrollieren – bei mir haben

sie gepasst. Die Haube wird vorn mit zwei

Schrauben verschraubt und hinten auf die Halter

aufgesteckt. Die Schrauben vorne haben einen

Bund, der durch den Gummi auf dem Halter aufliegt.

So können sie richtig fest angezogen wer-

Der Rotorkopf hat die bewährte Geometrie der größeren X-Cell-

Hubschrauber, ist aber bis auf die Blatthalter eine Neukonstruktion.

Die Paddel haben zwei Bohrungen für die Paddelstange (links).

Dem Baukasten liegt eine hochwertige,

mehrfarbig lackierte

Haube von Canomod bei.

den und die Haube ist dennoch schwingungsgedämpft

gelagert, da die Gummis nicht zu sehr gequetscht

werden. Die Position der beiden vorderen

Taumelscheibenservos bestimmt im oberen

Bereich die Breite der Kabinenhaube, die dadurch

in diesem Bereich etwas größer als bei anderen

Hubschraubern ist. Dem Designer ist es

aber trotzdem gelungen, eine gefällige Optik zu

entwerfen.

Aufbau

Zu meiner Freude wird der Fury 55 als Bausatz

geliefert, an dem man fast alles noch selbst

zusammenschrauben darf. Die Montage des

Modells verläuft absolut problemlos. Die Anleitung

stimmt in allen Punkten und ist sehr detailliert.

Die Zeichnungen sind übersichtlich und reichen

allein schon zum Bau aus. Der Text in englischer

Sprache beschreibt den Bau in allen

Details. Die Toleranzen werden sehr genau eingehalten,

so dass die einzelnen Teile perfekt zueinander

passen. Einige schöne Details wie

Schlüsselflächen an manchen Bauteilen erleichtern

die Montage zusätzlich. So geht der Bau

sehr schnell voran und der Fury 55 steht bald

fertig vor einem.

Zwischenbilanz

Robust, steif, aber leicht ist das erste Resümee

des Fury 55. Er macht den Eindruck, mit der hohen

Motorleistung, die die neuen Motoren dieser

Klasse zur Verfügung stellen, spielend und

auch lange Zeit locker fertig zu werden. Da würde

ich mich auch trauen, einen größeren Motor

oder einen starken Elektroantrieb einzubauen.

Das Einzige, was mir an dem gelungenen Hubschrauber

nicht so gefällt, sind die für meinen

Geschmack zu hohen Kufen. Wenn diese etwas

flacher wären, würde das besser zur Optik

des Hubschraubers passen.

Soviel zum Aufbau des Fury 55. Im zweiten

Teil meines Berichts werde ich über Ausrüstung

und Flugerprobung des Modells berichten, der

ich schon entgegenfibre.

54 4I2010 ROTOR

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine