Praktikum (4 Jahre) - Kantonsschule am Brühl

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Praktikum (4 Jahre) - Kantonsschule am Brühl

Fachmittelschulen des Kantons St.Gallen

Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit

Juni 2011


Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit FMS des Kantons St.Gallen

Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeine Rahmenbedingungen 3

2. Inhalt und Themen der FMA 3

3. Arbeitsjournal 3

4. Betreuung 3

5. Form und Umfang der FMA 4

5.1. Aufbau 5

5.2. Zitieren und Anmerkungen 6

5.3. Quellenverzeichnis 7

5.4. Tabellen und Abbildungen 9

5.5. Sprache und Darstellung 9

5.6. Umfang 10

5.7. Abgabe 10

6. Präsentation 10

7. Bewertung 11

7.1. Bewertungsbogen für natur- und geisteswissenschaftliche Fachmaturitätsarbeit:

Prozessbeurteilung 12

7.2. Bewertungsbogen für musische Fachmaturitätsarbeit: Prozessbeurteilung 13

7.3. Bewertungsbogen für natur- und geisteswissenschaftliche Fachmaturitätsarbeit:

Produktbeurteilung 14

7.4. Bewertungsbogen für gestalterische Fachmaturitätsarbeit: Produktbeurteilung 15

7.5. Bewertungsbogen für musikalische Fachmaturitätsarbeit: Produktbeurteilung 16

7.6. Bewertungsbogen Fachmaturitätsarbeit: Präsentation 17

7.7. Berechnung der Note 18

8. Genügende Fachmaturitätsarbeit 19

9. Ungenügende Fachmaturitätsarbeit 19

10. Fachmaturitätsarbeit bei einer Repetition 20

11. Plagiat 20

12. Persönliche Deklaration (Beispiel) 21

2


Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit FMS des Kantons St.Gallen

1. Allgemeine Rahmenbedingungen

Die Fachmaturitätsarbeit (FMA) ist fester Bestandteil zum Erwerb des Fachmaturitätszeugnisses. Sie

wird im vierten Jahr der Ausbildung oder des Praktikums verfasst, nach Erlangung des Fachmittelschul-

Ausweises. Die FMA wird durch eine Lehrperson der Stammschule (Berufsfelder Pädagogik, Musik und

Gestalten und bei der kombinierten Fachmaturität Musik/Pädagogik und Gestalten/Pädagogik) und

zusätzlich durch eine Person aus dem Praktikumsbetrieb (Gesundheit und Soziales) betreut. Der Betrieb

unterstützt die Verfasserin bzw. den Verfasser beim praktischen Teil der Arbeit und stellt der Praktikantin/dem

Praktikanten insgesamt 10 halbe Tage Arbeitszeit für das Erstellen der FMA zur Verfügung. Die

Stammschulen setzen verbindliche Termine für die Abgabe der Disposition (Empfehlung bei einjährigem

Praktikum: Ende Oktober bis Mitte November; Kompetenz der betreuenden Lehrperson in Absprache

mit dem Betrieb), die Abgabe der schriftlichen Arbeit und für die Präsentation der FMA. Es dürfen keine

Partner- oder Gruppenarbeiten erstellt werden.

2. Inhalt und Themen der FMA

Die Inhalte und Themen sind je nach Berufsfeld unterschiedlich:

In den Berufsfeldern Gesundheit und Soziales wird ein konkreter Bezug zum gleichzeitig absolvierten

Praktikum gefordert. Aus dieser Erfahrung heraus formuliert die Verfasserin bzw. der Verfasser eine

Fragestellung, die zum Thema der FMA werden kann oder bearbeitet eine sich aus der Ausbildung

ergebende Fragestellung.

In den Berufsfeldern Musik und Gestalten kann eine musikalische bzw. gestalterische Arbeit oder

eine reine Theoriearbeit abgegeben werden. Bei der Wahl der kombinierten Fachmaturität wird im

ursprünglich gewählten Berufsfeld die FMA erstellt.

Im Berufsfeld Pädagogik wird ein Thema gewählt, das aus dem Bereich der Pädagogik stammt oder

sich aus den Fächern der Allgemeinbildung ergibt (nach Möglichkeit mit pädagogischem Bezug).

Ein praktischer Teil muss vorhanden sein.

Es ist in allen Berufsfeldern möglich, die im zweiten Jahr der Fachmittelschule (FMS) geschriebene

selbstständige FMS-Arbeit in Fragestellung und Inhalt zu erweitern bzw. zu vertiefen. Die FMA verlangt

einen Arbeitsprozess, der bewusst eigenständig geführt und reflektiert werden soll. Nach der Wahl des

Themas formuliert die Verfasserin, der Verfasser eine dazu passende Leitfrage. Wahl des Themas und

der Leitfrage geschieht in Absprache mit der (den) Betreuungsperson(en).

3. Arbeitsjournal

Die Verfasserin, der Verfasser führt ein Journal ihrer bzw. seiner Arbeit im Zusammenhang mit der FMA.

Im Arbeitsjournal werden die einzelnen Arbeitsschritte, Erfahrungen und Erkenntnisse notiert. Die Ergebnisse

werden darin kritisch reflektiert.

Das Arbeitsjournal bildet die Grundlage für die Besprechungen mit der (den) Betreuungsperson(en) der

FMA und wird mit der schriftlich/praktischen Arbeit abgegeben.

4. Betreuung

Für die Betreuung gilt grundsätzlich das "Holprinzip" für die Verfasserin bzw. den Verfasser.

Die Betreuungsperson der FMS unterstützt die Verfasserin bzw. den Verfasser methodisch und bespricht

zu vereinbarten regelmässigen Terminen die Fortschritte bzw. die Probleme der Arbeit. Sie

bewertet am Schluss anhand des Rasters den Prozess, die schriftlich/praktische Arbeit und die Präsentation.

In einem Gespräch wird die Bewertung der Arbeit bekannt gegeben.

In den Berufsfeldern Gesundheit und Soziales unterstützt die Betreuungsperson der Betriebe die

Verfasserin, den Verfasser. Sie beurteilt den inhaltlichen Teil, ist bei der Präsentation anwesend und

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Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit FMS des Kantons St.Gallen

nimmt an deren Bewertung teil. Auf Wunsch der Betreuungsperson des Betriebs beurteilt sie auch

anhand des Rasters den Prozess.

In den Berufsfeldern Musik und Gestalten (auch bei der kombinierten Fachmaturität) ist zwingend

eine Betreuungsperson aus dem entsprechenden Berufsfeld zu wählen.

Die Betreuung umfasst folgende fünf Schritte:

1. Unterstützung bei der Themeneingrenzung und Projektskizze

2. Rücksprache über die Disposition

3. Beurteilung der FMA

4. Unterstützung bei der Planung der mündlichen Präsentation (Holprinzip)

5. Rückmeldung zur Beurteilung der FMA

Wenn von Seiten des Betriebs schwerwiegende Probleme während des Praktikums oder während des

Schreibens der Fachmaturitätsarbeit festgestellt werden, ist der Kontakt mit der betreuenden Lehrperson

und der zuständigen Prorektorin oder dem zuständigen Prorektor frühzeitig aufzunehmen.

5. Form und Umfang der FMA

Die Form der schriftlichen FMA orientiert sich an den formalen Kriterien für das wissenschaftliche Arbeiten.

Sie kann auf die abgeschlossene selbstständige FMS-Arbeit aufbauen oder einen ganz neuen

Themenbereich darstellen. Das selbstständige Arbeiten steht auch bei der FMA im Vordergrund. Im

Berufsfeld Gesundheit oder Soziales sollen inhaltlich Erfahrungen aus dem gleichzeitig absolvierten

Praktikum thematisiert, gesellschaftliche und kulturelle Phänomene analysiert und interpretiert werden.

Musische Fachmaturitätsarbeiten können im Berufsfeld Musik oder Gestalten erarbeitet werden.

Die Arbeit teilt sich zwingend in einen theoretischen und einen praktischen Teil.

Grundlegendes Wissen wird mit Hilfe einer adäquaten Auswahl an Fachliteratur und von vertrauenswürdigen

Internetquellen aufgearbeitet und in der Arbeit dargestellt.

Die Darstellung muss verständlich, nachvollziehbar und überprüfbar sein. Sie muss sich auf die wichtigsten

Inhalte und anerkannten Fakten des Fachgebietes stützen.

Experimente, Untersuchungen und Beobachtungen müssen einleuchtend belegt und eigene Überlegungen

begründet werden.

Aussagen anderer Personen müssen klar erkenntlich von den eigenen Überlegungen und Folgerungen

unterschieden werden. Das erfordert korrektes Zitieren und genaue Quellenangaben.

Der Ablauf der Fachmaturitätsarbeit teilt sich in drei Phasen ein:

1. Themenfindung und Erarbeitung der Disposition

2. Erstellen der Arbeit, des Produkts

3. Präsentation der Arbeit, des Produkts

Bei einer wissenschaftlichen FMA umfasst der schriftliche Teil mindestens 3'000 Wörter ohne Inhaltsverzeichnis,

Quellennachweis und Anhang. Die musischen Arbeiten sind das Produkt einer intensiven

Auseinandersetzung mit der Thematik, einer hochstehenden gestalterischen oder musikalischen Ausdrucksform.

Schriftliche wie musische Arbeiten werden mit einem Begleitjournal dokumentiert. Das

Journal gibt Einblick in den Prozess; es muss Aussenstehenden gezeigt werden können (kein persönliches

Tagebuch). Bei musischen Arbeiten kann nach Absprache der Betreuungsperson mit der Verfasserin

bzw. dem Verfasser ein theoretischer schriftlicher Teil verlangt werden.

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Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit FMS des Kantons St.Gallen

5.1. Aufbau

Der Aufbau einer schriftlichen Arbeit umfasst in der Regel folgende Punkte, wobei Abweichungen je

nach Fragestellung möglich oder sogar nötig sind. Eine zu starke Gliederung mit Untertiteln ist zu vermeiden.

1. Titelblatt

2. Inhaltsverzeichnis

3. Vorwort (evtl.)

4. Einleitung

5. Hauptteil

6. Schlussteil

7. Abbildungs- und/oder Tabellenverzeichnis

8. Quellenverzeichnis

9. Anhang

10. Persönliche Deklaration

Titelblatt

Die folgenden Elemente gehören auf das Titelblatt:

Titel der FMA

Bezeichnung: Fachmaturitätsarbeit

Name der Verfasserin, des Verfassers und Angabe des Berufsfeldes

Name der betreuenden Person(en) (der Fachmittelschule und bei Gesundheit und Soziales Betreuungsperson

Praktikumsbetrieb)

Name der Stammschule FMS

Datum des Abgabetermins

Inhaltsverzeichnis

Der Inhalt wird übersichtlich in Kapitel und Unterkapitel gegliedert und die Seitenzahlen angegeben.

Vorwort (eventuell, sonst Motivation an den Anfang der Einleitung setzen)

Im Vorwort wird die Motivation zu diesem Themenbericht dargestellt und eventuell der Dank an unterstützende

Personen erwähnt.

Einleitung

In der Einleitung werden das Thema, die Leitfrage oder die Teilfragen und die Problemstellung erläutert

und der Bezug zum Praktikum hergestellt, falls ein solches absolviert wird. Ebenso werden der Aufbau

der Arbeit und die Methoden und Hilfsmittel erläutert.

Hauptteil

In den Kapiteln und Unterkapiteln des Hauptteils wird das aus Literatur, Internetrecherche usw. erarbeitete

Wissen dargestellt. In einem zweiten Schritt wird die Anwendung auf die im Praktikum gemachten

Erfahrungen bzw. auf die Realität, die Praxis gezeigt. Beobachtungen und Untersuchungen können

zu einer Analyse von Theorie und Praxis führen. Ein dritter Schritt zeigt Lösungen oder Antworten zur

Problemstellung auf und erläutert im Falle einer Lösung eine mögliche Praxistauglichkeit.

Schlussteil

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Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit FMS des Kantons St.Gallen

Im Schlussteil, der mehrere Unterkapitel umfassen kann, wird versucht die Leitfrage unter Zuhilfenahme

der vorgängig gemachten Aussagen explizit zu beantworten. Es wird auch erwartet, dass das vorliegende

Ergebnis von der Verfasserin, dem Verfasser reflektiert wird. Im Schlussteil wird die Arbeit zusammenfassend

abgeschlossen und der persönliche Erfahrungsgewinn eingebracht.

Abbildungs-, und/oder Tabellenverzeichnis

Alle Angaben über die Herkunft der Abbildungen und Tabellen werden am Schluss zusammengestellt.

Quellenverzeichnis

Die verwendete Literatur, die Internetseiten (wenn kein Verfasser bekannt ist, die Web-Adresse) und

die Adressen der Interviewpartner werden alphabetisch nach Verfassern zusammengestellt.

Anhang

Dem Anhang werden Dokumente zugewiesen, auf die in der Arbeit Bezug genommen wird, die jedoch

zu umfangreich sind, um sie in die FMA zu integrieren. So gehören in den Anhang z.B. Detailauswertungen

von Umfragen, Niederschriften von Interviews, Radiosendungen, Filmen usw. Ein Anhang ist nicht

unbedingt erforderlich.

Persönliche Deklaration

Die Verfasserin bzw. der Verfasser erklärt auf diesem Dokument, dass sie bzw. er die Arbeit selbstständig

durchgeführt und verfasst hat und alle verwendeten Quellen aufgeführt sind. Die Selbstständigkeitserklärung

wird am Schluss der Arbeit aufgeführt, mit Ort und Datum versehen und persönlich unterschrieben

(siehe Vorlage im Anhang).

5.2. Zitieren und Anmerkungen

Grundsätzlich gilt: Fremde Gedanken müssen belegt werden. Es wird vorausgesetzt, dass die wichtigsten

Quellen zum Thema (Bücher, Zeitschriften, Internetseiten) konsultiert und in die Arbeit eingebracht

werden. Verwendete Quellen müssen folgendermassen kenntlich gemacht werden:

Wörtliche Zitate: Wenn aus einer Quelle eine Textstelle wörtlich übernommen wird, muss diese

mit Anführungszeichen kenntlich gemacht und mit einer Fussnote angegeben werden, woher sie

stammt. „An der Formulierung des Zitats darf inhaltlich und grammatikalisch nichts geändert werden,

auch Satzzeichen und Hervorhebungen sind zu übernehmen.“ 1

Sinngemässe Zitate: Wenn im Zitat etwas ausgelassen werden soll, müssen drei Auslassungspunkte

mit eckigen Klammern gesetzt werden: *…+. Bei der Fussnote können sich die Angaben auf den

Namen und die Seitenzahl beschränken.

Zusammenfassungen: Werden Texte nach verschiedenen Werken zusammengefasst, wird z.B. geschrieben:

„Die folgende Zusammenfassung ist nach Meier, S. 120-124, und Müller, S. 1-7.“ Allerdings

sollte die häufige Verwendung von Zusammenfassungen vermieden werden, da diese die Eigenständigkeit

der eigenen Ideen in Frage stellt.

1 Eschenmoser, S. 8.

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Mittels Fussnoten können in so genannten Anmerkungen auch weitere Informationen, Erläuterungen

oder Erklärungen (Begriffe) beigefügt werden. Anmerkungen sollten eher zurückhaltend verwendet

werden. 2

Wikis wie Wikipedia usw. sind nicht zitierfähig und deshalb als Quelle zu vermeiden.

5.3. Quellenverzeichnis

In diesem Teil müssen alle Quellen (Definition siehe 5.1) aufgeführt werden, aus denen Informationen

und wichtige Aussagen bezogen oder mit denen gearbeitet wurden. Allgemeine Lexika oder Handbücher

wie der Duden müssen nicht genannt werden, es sei denn, anhand dieser Werke wird etwas belegt.

Es gibt verschiedene Arten, die Quellen aufzulisten; die gewählte Art ist teilweise abhängig vom Charakter

der Arbeit. Wichtig ist, dass eine bestimmte Systematik verwendet und diese in der ganzen Arbeit

beachtet wird. Nachfolgend ist eine Möglichkeit aufgezeigt:

Gedruckte Medien

Die Auflistung erfolgt alphabetisch, und zwar folgendermassen:

Name vorangestellt, dann Komma und Vorname der Autorin/des Autors, Doppelpunkt

Titel und eventuell Untertitel, kursiv

Auflage, gegebenenfalls Titel der Reihe oder Serie mit Nummer

Erscheinungsort, nach Doppelpunkt Verlag und Erscheinungsjahr

Diese einzelnen bibliographischen Teile werden durch Punkte getrennt.

Bei Büchern sind alle notwendigen Angaben auf dem Titelblatt oder dessen Rückseite aufgeführt.

Beispiele:

a) ein Autor:

Dieckmann, Hans: Gelebte Märchen, Lieblingsmärchen der Kindheit, mit einem Vorwort von Bruno

Bettelheim. Erweiterte und überarbeitete Neuauflage. Zürich: Kreuz 1991.

b) zwei Autoren:

Mickel, Wolfgang; Wiegand, Berthold: Geschichte Politik und Gesellschaft. 2. Auflage. Berlin: Cornelsen

Verlag 1993.

c) mehr als 2 Autoren:

Maier, Hans u.a.: Hausaufgaben leicht gemacht, Hamburg: Lüdgers 2007.

d) Artikel aus einer Sammlung:

Colpe, Carsten: „Religion und Mythos im Altertum”, In: Colpe, Carsten und Schmidt-Biggemann,

Wilhelm (Hrsg.): Das Böse, Eine historische Phänomenologie des Unerklärlichen. suhrkamp taschenbuch

wissenschaft 1078. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1993, S. 13-89.

e) Zeitungsartikel:

Hollenstein, Roman: „Architektur als Entertainment – New York zelebriert den Architekten, Frank O.

Gehry“, In: Neue Zürcher Zeitung vom 7. Juli 2001, S. 43

(oder mit Internetadresse: URL: http://www.nzz.ch/2001/07/07/fe/page-article7I8WA.html)

2 Viele Anmerkungen behindern den Lesefluss, was in der Regel als unangenehm empfunden wird. Es gilt nicht der Grundsatz:

Je mehr Anmerkungen, desto wissenschaftlicher.

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f) Zeitschriftenartikel:

Morgenthaler, Jan (Text); Luckner, Silvia (Bilder): „Mein Blut beginnt zu kochen – Der Dichter Wole

Soyinka gilt als ‚Shakespeare Afrikas‘“, In: Das Magazin Nr. 33 vom 18.-24. August 2001, S. 38-45.

g) Nachschlagewerk:

dtv-Lexikon in 20 Bänden. Mannheim und München: F. A. Brockhaus GmbH und Deutscher Taschenbuch

Verlag GmbH & Co. KG, 1997. (Band 19: Tus-Wek)

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Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit FMS des Kantons St.Gallen

Elektronische Medien

Grundsatz:

Alles angeben, was der eindeutigen Identifizierung dient. Alle Texte, die aus dem Internet

bezogen und in der Arbeit verwendet werden, sind auf CD oder Stick der Arbeit beizulegen.

a) Radio und Fernsehen: Name der Sendung, Sender, Datum und Zeit der Ausstrahlung, Dauer.

„Das Geheimnis der Wasserschlange“, ARD, Dienstag, 2.1.01, 10.30 Uhr, Dauer: 15 Minuten

b) Internet: Falls möglich nach Name und Vorname ordnen, ansonsten nach dem Titel des Beitrags

URL. Abrufdatum.

Villiger Heilig, Barbara: „Shakespeare im Schafspelz – Etikettenschwindel": Karin Beier mit ‚Mass

für Mass‘ am Wiener Burgtheater. http://www.nzz.ch/2007/04/30/fe/articleF54RA.html. 30.4.07

c) E-Mails: Name, Vorname, E-Mail-Adresse. Datum.

Meier, Hans, hmeier@hist.unizh.ch. 24.5.07

Interviews

Zeitzeugen, Fachleute o. Ä.

Name, Vorname, evtl. Funktion, Wohn- oder Arbeitsort, Datum des Interviews, evtl. Dauer.

Bronfen, Elisabeth, Professorin, Universität Zürich; Interview vom 14. Juni 2004.

Koller, Arnold, alt Bundesrat, Appenzell; Interview vom 20. Juli 2004.

Zusätzlich ist – nach Absprache mit der betreuenden Lehrkraft – das Interview aufzunehmen und auf CD

oder Stick beizulegen sowie wortwörtlich zu transkribieren (verschriftlichen).

5.4. Tabellen und Abbildungen

Jede Darstellung (Tabelle, Abbildung, Grafik) wird in einer Legende erläutert und nummeriert (z.B. Abb.

1 oder Tab. 1). Falls sie übernommen ist, muss die Quelle unmittelbar darunter oder im Abbildungsverzeichnis

am Ende der Arbeit angegeben werden. Wichtig ist eine Bezugnahme auf die Darstellung im

Text, in der die Rolle oder der Zweck der Darstellung erläutert wird.

5.5. Sprache und Darstellung

Die FMA wird auf Deutsch oder nach Absprache mit der Betreuungsperson in einer anderen Unterrichtssprache

verfasst. Es wird ein fehlerfreier und gut verständlicher Text erwartet, der gedanklich

logisch aufgebaut ist.

Die FMA ist auf dem Computer zu schreiben. Bei der Textgestaltung ist zu beachten, dass der Inhalt

Vorrang vor der Gestaltung hat. Es ist empfehlenswert, sich auf wenige Schriftarten zu beschränken.

Zum Herausheben besonders wichtiger Stellen eignen sich Kursivschrift oder Fettsatz, nicht aber Unterstreichungen.

Empfohlen wird eine gute lesbare Schrift mit der Schriftgrösse 11 (Arial), 12 (Times)

und 12 (Calibri).

Bei Unsicherheiten in Bezug auf die Form ist mit der betreuenden Lehrperson Kontakt aufzunehmen.

9


Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit FMS des Kantons St.Gallen

5.6. Umfang

Der Umfang der FMA umfasst ca. 3'000 Wörter (ohne Inhalts- und Quellenverzeichnis). In diesem Umfang

ist das Arbeitsjournal nicht mitgerechnet. Falls eine musische Arbeit abgegeben wird, reduziert

sich unter Umständen der schriftliche Teil. Die genauen Angaben werden in Absprache mit der betreuenden

Lehrperson definiert. Falls die Arbeit zu wenige Wörter umfasst, werden bis zu 8 Punkte abgezogen.

5.7. Abgabe

In den Berufsfeldern Pädagogik, Musik, Gestalten und kombinierte Fachmaturität werden zwei Exemplare

und das Arbeitsjournal abgeben. Je ein Exemplar geht direkt an den Betreuer/die Betreuerin der

Stammschule und eines ist im Sekretariat der Stammschule abzugeben.

In den Berufsfeldern Gesundheit und Soziales werden drei Arbeiten und das Arbeitsjournal verlangt.

Eine davon geht direkt an die betreuende Lehrperson der Stammschule, eine direkt an den Betreuer im

Betrieb und eine an das Sekretariat der Stammschule. Dies kann persönlich oder per Post geschehen.

Der Termin der Abgabe ist verbindlich. Für Postsendungen gilt der Poststempel.

Jedem Exemplar ist eine auf CD gebrannte pdf-Datei der schriftlichen Arbeit hinten in der Arbeit beizulegen.

Die auf dem Sekretariat abgegebenen Arbeiten bleiben im Besitz der Schule.

Falls die schriftliche/praktische Arbeit nicht rechtzeitig abgegeben wird, werden bis zu 15 Punkte abgezogen.

6. Präsentation

Mit der mündlichen Präsentation wird überprüft, ob der Schüler / die Schülerin fähig ist, einen klar gegliederten

Überblick der Arbeit zu vermitteln sowie den Arbeitsprozess und dessen Ergebnisse kritisch

zu beurteilen.

Ein genügend bewerteter schriftlicher Teil ist Vorraussetzung für die Zulassung zur mündlichen Präsentation.

Die Präsentation dauert 10 Minuten. Am Ende der Präsentation müssen Fragen der betreuenden Lehrkraft

(und der Person Praktikum) fachlich kompetent beantwortet werden können (5 Minuten).

Die Expertin bzw. der Experte (wird von der FMS aufgeboten, z.B. Aufsichtskommission) führt ein Protokoll

über den Verlauf der Präsentation. Die Betreuungsperson FMS beurteilt zusammen mit der

Betreuungsperson des Praktikumsbetriebs und macht einen Vorschlag für die gemeinsam festzusetzende

Prüfungsnote. Der Betreuungsperson FMS obliegt die Leitung der Beurteilungsgruppe.

Im Berufsfeld Pädagogik, Musik und Gestalten, sowie der kombinierten FM Musik und Pädagogik bzw.

Gestalten und Pädagogik nimmt neben der Betreuungsperson der FMS die gewählte Expertin bzw. der

gewählte Experte teil.

Bei einer Powerpoint – Präsentation muss unmittelbar vor den Präsentationen den beurteilenden Personen

und dem Experten/ der Expertin ein Ausdruck abgegeben werden. (d.h. doppelte Ausführung in

den Berufsfeldern Pädagogik, Musik und Gestalten, dreifache Ausführung in den Berufsfeldern Gesundheit

und Soziales)

Falls die Zeit nicht eingehalten wird, werden bis zu 6 Punkte abgezogen. Dies gilt sowohl für Zeitunterschreitungen

als auch für Zeitüberschreitungen.

10


Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit FMS des Kantons St.Gallen

7. Bewertung

Schema für die Notengebung nach Bonati und Hadorn 3

Kognitives Niveau Leistung Note

Reproduktion ein Problem erfassen und korrekt nach Literatur darstellen 4

(genügend)

Einfacher Transfer

Komplexer Transfer (Untersuchung

und Organisation

einer Veranstaltung)

Komplexer Transfer (kreative

und technische Produktion)

eine eigene Fragestellung/gestalterische Idee/konstruktive

Idee/organisatorische Absicht entwickeln, umsetzen und die Resultate

mit Sekundärliteratur in Beziehung bringen

selbstständig ein fachliches Verfahren entwickeln, die Resultate

übersichtlich auf den Punkt bringen und die Ergebnisse in einem

grösseren Zusammenhang beleuchten

selbstständig ein künstlerisches oder technisches Produkt gestalten,

das anspruchsvollen inhaltlichen und formalen Kriterien

genügt, das eigene Tun reflektieren und in einen grösseren Zusammenhang

stellen

5

(gut)

6

(ausgezeichnet)

Gewichtung der FMA-Teile für natur- und geisteswissenschaftliche Fachmaturitätsarbeiten

Leistungsbereich

Produkt

Arbeitsprozess

Präsentation

Gewichtung

50 Prozent

25 Prozent

25 Prozent

Gewichtung der FMA-Teile für musische Fachmaturitätsarbeiten

Leistungsbereich

Produkt

Arbeitsprozess

Präsentation

Gewichtung

50 Prozent

30 Prozent

20 Prozent

3 Bonati, Peter; Hadorn, Rudolf: Matura- und andere selbständige Arbeiten betreuen. 1. Auflage. Bern: h.e.p. verlag ag 2007, S.

158

11


7.1. Bewertungsbogen für natur- und geisteswissenschaftliche Fachmaturitätsarbeit: Prozessbeurteilung

Verfasser/in:

Titel der Arbeit:

Formale Kriterien

Inhaltliche Kriterien

Pte

Gewichtungsfaktoren

2 3 2 2 1

theoretische Auseinandersetzung

Analyseprozesse Begleitjournal Betreuungsgespräche Engagement

sehr intensiver Prozess, umfassend, lückenlos und sehr gut vorbereitete und

umfassend und logisch logisch

konstruktive Gespräche

6 sehr umfangreiche und

breite Theoriesammlung

und Auseinandersetzung

5 umfangreiche Theoriesammlung

und gute Auseinandersetzung

4 theoretische einfache

Auseinandersetzung

3 lückenhafte Theoriesammlung,

Auseinandersetzung

praktisch nicht vorhanden

2 sehr lückenhafte Theoriesammlung,

keine Auseinandersetzung

1 keine Theoriesammlung,

keine Auseinandersetzung

intensiver Prozess, wichtigsten

Analysen, nachvollziehbar

Analyse vorgenommen,

Erkenntnisse etwas einfach

Analyse praktisch nicht

vorhanden, nur wenige

Erkenntnisse

Analyse praktisch nicht

vorhanden, keine Erkenntnisse

keine Analyse, keine Erkenntnisse

Hauptteil lückenlos,

zweckmässige Gliederung

vereinzelte Lücken im

Aufbau, nicht immer sachdienliche

Gliederung

grössere Lücken in einem

der Teile oder unzweckmässige

Schwerpunktwahl

Hauptteil unvollständig,

Struktur nur ansatzweise

erkennbar

fehlende Hauptbestandteile,

keine Struktur erkennbar

gute Gespräche, Offenheit

vorhanden

Gespräche nur auf Verlangen

der Lehrperson, nur

bedingte Offenheit

Gespräche nur auf Verlangen

der Lehrperson, keine

konstruktive Offenheit

Gespräche nur auf Druck

der Lehrperson, keine

Offenheit

es fanden keine Gespräche

statt

Punkte Punkte Punkte Punkte Punkte

Gesamtpunktzahl: (Note=Punktzahl:10) Note:

ausgezeichnete Arbeit als

Resultat eines beachtlichen

Efforts

gute Resultate mit angemessenem

Einsatz

Resultat und Einsatz genügend

ungenügendes Resultat

und/oder geringes Engagement

Interesselosigkeit oder

Bequemlichkeit kennzeichnen

die Arbeit

kein Interesse, Bequemlichkeit,

Engagement

überhaupt nicht vorhanden

12


7.2. Bewertungsbogen für musische Fachmaturitätsarbeit: Prozessbeurteilung

Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit FMS des Kantons St.Gallen

Verfasser/in:

Titel der Arbeit:

Formale Kriterien

Inhaltliche Kriterien

Pte

Gewichtungsfaktoren

2 3 2 2 1

theoretische Auseinandersetzung

Analyseprozesse Begleitjournal Betreuungsgespräche Engagement

sehr intensiver Prozess, umfassend, lückenlos und sehr gut vorbereitete und

umfassend und logisch logisch

konstruktive Gespräche

6 sehr Umfangreiche und

breite Theorie- und Materialsammlung

und Auseinandersetzung

5 umfangreiche Theorie und

Materialsammlung und

gute Auseinandersetzung

4 theoretische Auseinandersetzung

einfach, verschiedene

Materialen vorhanden

3 lückenhafte Theoriesammlung,

Auseinandersetzung

praktisch nicht vorhanden,

Materialsammlung fehlt

praktisch

2 sehr lückenhafte Theoriesammlung,

keine Auseinandersetzung,

keine

Materialsammlung

1 keine Theoriesammlung,

keine Auseinandersetzung,

keine Materialsammlung

intensiver Prozess, wichtigsten

Analysen, nachvollziehbar

Analyse vorgenommen,

Erkenntnisse etwas einfach

Analyse praktisch nicht

vorhanden, nur wenige

Erkenntnisse

Analyse praktisch nicht

vorhanden, keine Erkenntnisse

keine Analyse, keine Erkenntnisse

Hauptteil lückenlos,

zweckmässige Gliederung

vereinzelte Lücken im

Aufbau, nicht immer sachdienliche

Gliederung

grössere Lücken in einem

der Teile, oder unzweckmässige

Schwerpunktwahl

Hauptteil unvollständig,

Struktur nur ansatzweise

erkennbar

fehlende Hauptbestandteile,

keine Struktur erkennbar

gute Gespräche, Offenheit

vorhanden

Gespräche nur auf Verlangen

der Lehrperson, nur

bedingte Offenheit

Gespräche nur auf Verlangen

der Lehrperson, keine

konstruktive Offenheit

Gespräche nur auf Druck

der Lehrperson, keine

Offenheit

es fanden keine Gespräche

statt

Punkte Punkte Punkte Punkte Punkte

Gesamtpunktzahl: (Note=Punktzahl:10) Note:

ausgezeichnete Arbeit als

Resultat eines beachtlichen

Efforts

gute Resultate mit angemessenem

Einsatz

Resultat und Einsatz genügend

ungenügendes Resultat

und/oder geringes Engagement

Interesselosigkeit oder

Bequemlichkeit kennzeichnen

die Arbeit

kein Interesse, Bequemlichkeit,

Engagement

überhaupt nicht vorhanden

13


Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit FMS des Kantons St.Gallen

7.3. Bewertungsbogen für natur- und geisteswissenschaftliche Fachmaturitätsarbeit: Produktbeurteilung

Verfasser/in:

Titel der Arbeit:

Formale Kriterien Inhaltliche Kriterien Generelle Bewertung

Gewichtungsfaktoren

1 2 1 2 1 3 2

Pte Verzeichnisse und Sprache Aufbau und Gliederung Fragestellung und Methodenwahl und Informationsverarbeitung/Transfer

Originalität (Eigenleistung)

Quellenverweise

Problembewusstsein Methodenumsetzung

6 ausgesprochen übersichtlich,

korrekt, vollständig

keinerlei Beanstandung

im Blick auf

Ausdruck, Grammatik

und Orthographie,

verständlich und

gewandt

umfassend, lückenlos

und logisch, gute

Schwerpunktwahl

originelle, klare Fragestellung;

umfassende,

ausgewogene Umsetzung

vertieftes Methodenverständnis,

beachtliche

methodische

Raffinesse

relevante, eigenständige, vielfältige

und aktuelle Informationsverarbeitung,

Ergebnisse in

grösseren Zusammenhang

gestellt, komplexer Transfer

reich an eigenen, originellen

Ideen

5 korrekt und vollständig wenige Beanstandungen

im Blick auf Ausdruck,

Grammatik und

Orthografie, verständlich

4 kleinere Lücken oder

zu wenig systematisch

3 lückenhaft und unsystematisch

2 nachlässig, mit gravierenden

Lücken

einige Ungereimtheiten,

diverse Fehler,

jedoch verständlich

schwer verständlich,

viele Fehler, inhomogener

Stil

z. T. fragmentarisch

oder unverständlich,

sehr viele Fehler

1 unkorrekt, fehlend unverständlich, sehr

viele Fehler

Hauptteil lückenlos,

zweckmässige Gliederung

vereinzelte Lücken im

Aufbau, nicht immer

sachdienliche Gliederung

grössere Lücken in

einem der Hauptteile,

unzweckmässige

Schwerpunktwahl

Hauptteil unvollständig,

Struktur nur ansatzweise

erkennbar

fehlende Hauptbestandteile,

keine Struktur

erkennbar

klare Fragestellung,

gute Bearbeitung

Fragestellung eher

unscharf oder Umsetzung

unpräzis

Fragestellung unscharf

und Umsetzung

unpräzis

Fragestellung diffus,

Umsetzung unzweckmässig

Fragestellung ungeeignet,

Umsetzung

unbrauchbar

gute Methodenwahl

und Kenntnisse

einfache, aber korrekte

Methodenverwendung

methodisch unbeholfen,

mit Unklarheiten

und Fehlern behaftet

Methoden unzweckmässig

und Anwendungen

fehlerhaft

naiv, methodisch klar

ungenügend

Informationsverarbeitung nachvollziehbar,

sorgfältig, systematisch,

widerspruchsfrei, Aussagen

diskutiert, guter Transfer

Inform.verarb. widerspruchsfrei,

nötige Teile aufeinander bezogen,

Aussagen angemessen

beurteilt

Informationsverarbeitung unvollständig,

wenig relevant,

Verknüpfung Theorie- Praxis

fehlt

mit gravierenden Lücken, unsystematisch,

widersprüchlich

unkorrekt, fehlend

Punkte Punkte Punkte Punkte Punkte Punkte Punkte Punkte

Gesamtpunktzahl:

zu spät -15 Pte.

zu wenig Worte -8

Pte.

(Note=Punktzahl:12) Note:

originelle Ideen und Ansätze

Ideen vorhanden, z. T.

aber nur oberflächliche

genutzt

gedankliche Eigenleistung

gering

ideenloses Stückwerk

keine Eigenleistung erkennbar

14


7.4. Bewertungsbogen für gestalterische Fachmaturitätsarbeit: Produktbeurteilung

Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit FMS des Kantons St.Gallen

Verfasser/in:

Titel der Arbeit:

Formale Kriterien Inhaltliche Kriterien Generelle Bewertung

Gewichtungsfaktoren

2 2 2 2 2 2

Pte Form Farbe Material thematische Auseinandersetzung,

Entwicklung am Objekt Originalität (Eigenleistung)

Theorie

6 sehr klare und entwickelte

Form, widerspiegelt Auseinandersetzung

gekonnt und sehr überlegt

eingesetzt

sehr umfangreiche Materialkenntnisse,

gekonnt

genutzt und eingesetzt

originelle, klare Fragestellung;

umfassende, ausgewogene

Umsetzung, umfangreicher

Theorieteil

vertieftes Methodenverständnis,

intensive Auseinandersetzung

mit den

richtigen Entscheidungen

reich an eigenen, originellen

Ideen

5 gute Form, widerspiegelt

eine Auseinandersetzung

4 Formgebung mit Mängel,

Auseinandersetzung erkennbar

3 Form wurde als zweitrangig

angesehen, Auseinandersetzung

kaum erkennbar

2 Formgebung eher zufällig,

keine Auseinandersetzung

erkennbar

1 Form wurde nicht beachtet,

Auseinandersetzung

fand nicht statt

guter, bewusster Einsatz

Einsatz überlegt

eher zufällige Farbigkeit

Farbigkeit nicht beachtet

Was ist Farbe

reiche Materialkenntnisse,

gut angewendet

Kenntnisse vorhanden,

Anwendung eher einfach

wenig Materialkenntnisse

vorhanden, mangelhaft

angewendet

praktisch keine Materialkenntnisse,

schlecht angewendet

fehlende Materialkenntnisse,

sehr schlecht angewendet

klare Fragestellung, gute

Bearbeitung, guter Theorieteil

Fragestellung eher unscharf

oder Umsetzung

unpräzis, Theorieteil vorhanden

Fragestellung unscharf und

Umsetzung unpräzis, ungenügende

Theorie

Fragestellung diffus, Umsetzung

unzweckmässig,

Theorie sehr schwach

Fragestellung ungeeignet,

Umsetzung unbrauchbar,

keine Theorie

gute Methodenwahl und

Kenntnisse, Entscheidungen

gut nachvollziehbar

einfache, aber korrekte

Methodenverwendung,

Entscheide vorhanden

methodisch unbeholfen,

Entwicklung nur mässig

wahrnehmbar

Methoden unzweckmässig

und Anwendungen fehlerhaft

naiv, methodisch klar

ungenügend

Punkte Punkte Punkte Punkte Punkte Punkte Punkte

Punktzahl: zu spät -15 Pte. (Note=Punktzahl:12) Note:

originelle Ideen und Ansätze

Ideen vorhanden, z. T.

aber nur oberflächliche

genutzt

gestalterische Eigenleistung

gering

ideenloses Stückwerk

keine Eigenleistung erkennbar

15


7.5. Bewertungsbogen für musikalische Fachmaturitätsarbeit: Produktbeurteilung

Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit FMS des Kantons St.Gallen

Verfasser/in:

Titel der Arbeit:

Praxisteil

Schriftlicher Teil

Gewichtungsfaktoren

2 2 2 2 2 2

Pte Umsetzung des Themas Methoden, Technik Choreografie, Regie, Musik Inhalt Struktur Sprache

6 Thema sehr gut aufgenommen

und eine entsprechende

Umsetzung

gefunden

5 Thema gut aufgenommen

und ansprechende Umsetzung

4 Thema nur bedingt zum

Ausdruck gebracht, Umsetzung

fehlerhaft

3 Thema verfehlt zum Ausdruck

gebracht, Umsetzung

mangelhaft

sehr gute Wahl der Methoden,

Technik gekonnt

eingesetzt

gute Methodenwahl,

Technik korrekt eingesetzt

mangelnde Methodenwahl,

Technik vorhanden

ungenügende Methodenwahl,

Technik mangelhaft

eingesetzt

2 Thema schwach umgesetzt schlechte Methodenwahl,

technische Umsetzung

sehr fragwürdig

1 Thema nicht umgesetzt ungeeignete Methodenwahl,

Technik ganz verfehlt

eingesetzt

Elemente sehr passend

gewählt und eingesetzt

Elemente gut gewählt und

korrekt eingesetzt

eher mangelhafte Elemente

genügend umgesetzt

schwache Umsetzung

einiger wenigen Elemente

schlecht gewählte Umsetzung

fragwürdiger Elemente

sehr schlechte Umsetzung

schwacher Elemente

sehr gute Informationsgrundlagen

und eine eigenständige

Verarbeitung

gute Informationsgrundlagen

und eine eigenständige

Verarbeitung

Informationsgrundlagen

vorhanden, zum Teil eigenständige

Verarbeitung

wenige Informationsgrundlagen,

praktisch

keine eigenständige Verarbeitung

ungenügende Informationsgrundlagen,

keine

eigenständige Verarbeitung

keine Informationsgrundlagen,

keine eigenständige

Verarbeitung

verschiedene Teile sehr

logisch und umfassend

Hauptteil lückenlos,

zweckmässige Gliederung

vereinzelte Lücken im

Aufbau, nicht immer sachdienliche

Gliederung

grössere Lücken in einem

der Teile, unzweckmässige

Schwerpunktwahl

Hauptteil unvollständig,

Struktur nur ansatzweise

erkennbar

fehlende Hauptbestandteile,

keine Struktur erkennbar

sehr gepflegt, leicht verständlich,

gewandt

verständlich und korrekt

einige Ungereimtheiten,

jedoch verständlich

schwer verständlich, inhomogener

Stil

z. T. fragmentarisch oder

unverständlich

unverständlich

Punkte Punkte Punkte Punkte Punkte Punkte Punkte

Punktzahl: zu spät -15 Pte. (Note=Punktzahl:12) Note:

16


7.6. Bewertungsbogen Fachmaturitätsarbeit: Präsentation

Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit FMS des Kantons St.Gallen

Verfasser/in:

Titel der Arbeit:

Inhaltliche Kriterien Formale Kriterien Fragen

Gewichtungsfaktoren

2 2 2 1 1 2

Pte Informationen Struktur Sprache Vortrag Hilfsmittel Beantwortung

6 kompetenter Umgang mit

Inhalten, Erkenntnisgewinn

klar erkennbar

übersichtliche, lückenlose

und logische Strukturierung

sehr gepflegter Stil, grammatikalisch

einwandfrei,

leicht verständlich

überzeugend und auf

Adressaten ausgerichtet in

Form und Sprache

qualitativ hochstehender

und zielgerichteter Einsatz

von Hilfsmitteln

Argumentation ist begründet;

viele eigene

Ideen, äusserst originell

5 überwiegend kompetenter

Umgang mit Inhalten,

Erkenntnisgewinn erkennbar

4 teilweise kompetenter

Umgang mit Inhalten,

Erkenntnisgewinn in Ansätzen

erkennbar

klare Strukturierung mit

einzelnen Lücken im Aufbau

erkennbare Strukturierung

mit einigen inhaltlichen

Sprüngen

gewandter Stil, grammatikalisch

weitgehend einwandfrei

schlichter Stil, teilweise

umgangssprachlich, einige

grammatikalische Ungereimtheiten

überwiegend überzeugend

und auf Adressaten ausgerichtet

in Form und Sprache

teilweise überzeugend und

auf Adressaten ausgerichtet

in Form und Sprache

qualitativ guter und zielgerichteter

Einsatz von

Hilfsmitteln

qualitativ befriedigender

und in Ansätzen zielgerichteter

Einsatz von

Hilfsmitteln

Aussagen zumeist begründet;

zeigt eigene

Ideen; hat Thematik gut

erfasst

argumentative Ansätze;

sonst Pauschalaussagen;

einige Ungereimtheiten in

den Antworten

3 nur ansatzweise kompetenter

Umgang mit Inhalten,

Erkenntnisgewinn

schwer erkennbar

2 fast kein kompetenter

Umgang mit Inhalten,

Erkenntnisgewinn schwach

erkennbar

1 kein kompetenter Umgang

mit Inhalten, Erkenntnisgewinn

nicht erkennbar

nur ansatzweise erkennbare

Strukturierung, Aneinanderreihen

von Gedankengängen

schwache Strukturierung,

sehr wenig Verknüpfung

der Teile und Gedanken

ungeeignete Strukturierung,

keine Verknüpfungen

der Teile und Gedanken

eher schwerfälligerer Stil,

teilweise schwer verständlich,

grammatikalische

Schwächen

praktisch kein eigener Stil,

viele grammatikalische

Fehler

kein eigner Stil, teilweise

unverständlich, sehr viele

grammatikalische Fehler

Mängel in Überzeugungskraft

und Ausrichtung auf

Adressaten in Form und

Sprache

gravierende Mängel in

Überzeugungskraft und

Ausrichtung in Form und

Sprache

fehlende Überzeugungskraft

und Ausrichtung auf

Adressaten in Form und

Sprache

qualitativ unbefriedigender

wenig zielgerichteter

Einsatz von Hilfsmitteln

qualitativ stark unbefriedigender

und wenig zielgerichteter

Einsatz von

Hilfsmitteln

absolut unbefriedigender

und nicht zielgerichteter

Einsatz von Hilfsmitteln

unbeholfene, lückenhafte

und unsystematische

Antworten

ideenlose Aussagen, ohne

jede Begründung

fehlende oder fragmentarische

Antworten, unverständlich

Punkte Punkte Punkte Punkte Punkte Punkte

Gesamtpunktzahl: Zu kurz/zu lang -6 Pte. (Note=Punktzahl:10) Note:

17


7.7. Berechnung der Note

18


Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit FMS des Kantons St.Gallen

8. Genügende Fachmaturitätsarbeit

Die Fachmaturität in den Berufsfeldern Gesundheit, Soziales, Musik und Gestalten (einfache Fachmaturität)

wird erteilt, wenn die zusätzliche Leistung als genügend und die Fachmaturitätsarbeit wenigstens

mit der Note 4 bewertet werden.

Im Berufsfeld Pädagogik zählt die Note der FMA für die Erteilung des Fachmaturitätsausweises. Sie

muss wenigstens mit der Note 4 bewertet werden.

9. Ungenügende Fachmaturitätsarbeit

Eine nach der Erstkorrektur ungenügende schriftliche Arbeit wird durch eine zweite Lehrperson bewertet.

Die definitive Note wird von beiden bewertenden Lehrpersonen gemeinsam festgesetzt. Bei Meinungsverschiedenheiten

entscheidet der Rektor/ die Rektorin. Wird der schriftliche Teil der Fachmaturitätsarbeit

mit einer ungenügenden Note bewertet, kann sie einmal in einer von der Rektorin oder dem

Rektor festgelegten Frist nachgebessert werden. Angenommene nachgebesserte Arbeiten werden

höchstens mit der Note 4 bewertet. Ist die schriftliche Nachbesserung immer noch ungenügend, so wird

die Schülerin / der Schüler im Berufsfeld Pädagogik und in der kombinierten Fachmaturität nicht zu den

Abschlussprüfungen für die Fachmaturität zugelassen und das 7. Semester muss wiederholt werden

(siehe Repetition). In den Berufsfeldern Gesundheit, Soziales, Musik und Gestalten gilt in diesem Fall die

Fachmaturität definitiv nicht bestanden (siehe Repetition).

19


Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit FMS des Kantons St.Gallen

10. Fachmaturitätsarbeit bei einer Repetition

Bei einer Repetition muss die Schülerin/der Schüler ein neues Thema wählen und eine neue Fachmaturitätsarbeit

schreiben, auch wenn die Note der Fachmaturitätsarbeit genügend gewesen ist.

Wer zum zweiten Mal eine neu erstellte ungenügende Arbeit abgibt, kann den Fachmaturitätslehrgang

nicht wiederholen und wird definitiv ausgeschlossen.

11. Plagiat

Wird einer Schülerin oder einem Schüler für die ganze Arbeit oder wesentliche Teile davon ein Plagiat

nachgewiesen, so kann der Rektor/die Rektorin folgende Konsequenzen anordnen:

- Notenabzug

- Die Arbeit wird nicht angenommen.

- Der oder die Fehlbare repetiert das letzte Schuljahr.

- Es muss eine neue Arbeit verfasst werden.

Vorbehalten bleibt der Ausschluss von der Schule.

20


Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit FMS des Kantons St.Gallen

12. Persönliche Deklaration (Beispiel)

Die Verfasserin/der Verfasser dieser Fachmaturitätsarbeit bestätigt mit ihrer/seiner Unterschrift, dass

sie/er die Arbeit selbstständig erstellt hat und dass alle Unterlagen und Gewährspersonen aufgeführt

sind.

Unterschrift: ...............................................................................................................................................

Die Arbeit umfasst............... Wörter.

(Bitte hier die Anzahl der Wörter der Fachmaturitätsarbeit [ohne Anhang] einsetzen.)

21


Kanton St.Gallen

Bildungsdepartement

Amt für Mittelschulen

Bildungsdepartement, Davidstrasse 31, 9001 St.Gallen

Christoph Mattle

Amtsleiter

Amt für Mittelschulen

Davidstrasse 31

9001 St.Gallen

T 058 229 32 34

St.Gallen, 7. Juni 2011

Informationen zu den Bewerbungen der Fachmittelschülerinnen und -schüler im

Berufsfeld Gesundheit um Praktikumsstellen

Sehr geehrte Damen und Herren

Fachmittelschülerinnen und -schüler des Berufsfeldes Gesundheit schliessen ihre Ausbil-

dung nach drei Jahren mit dem Fachmittelschulausweis ab. Dieser Abschluss ermöglicht

ihnen den Zugang zu den Höheren Fachschulen im Gesundheitsbereich.

Seit August 2009 können jene Schülerinnen und Schüler, die ihre Ausbildung an einer

Fachhochschule fortsetzen möchten, ein viertes Jahr absolvieren und dieses mit der

Fachmaturität Gesundheit abschliessen. Gemäss den Vorgaben der Schweizerischen

Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren und des st.gallischen Erziehungsrates

wird dafür ein einjähriges Praktikum verlangt. Darauf werden die Schülerinnen und Schüler

bereits im dritten Jahr vorbereitet, indem sie während zwei Tagen pro Woche den Be-

rufskundlichen Unterricht nach speziellem Lehrplan am Berufs- und Weiterbildungszent-

rums für Gesundheitsberufe St.Gallen besuchen.

Das einjährige Praktikum ist vergleichbar mit dem Strukturierten Praxisjahr. Durch den

Besuch des Berufskundlichen Unterrichts ist der Theorieblock von sechs Wochen, welcher

zu Beginn des Strukturierten Praxisjahres steht, für die angehenden Fachmaturandinnen

nen bzw. Fachmaturanden Gesundheit nicht mehr nötig.

Im Verlauf des vierten Jahres schreiben die Schülerinnen und Schüler ihre Fachmaturitätsarbeit.

Nach erfolgreichem Abschluss des Praktikums und der Fachmaturitätsarbeit er-

halten die Schülerinnen und Schüler die Fachmaturität Gesundheit.

Erfahrungsgemäss – so die Rückmeldungen der Abnehmerbetriebe – können die Absolventinnen

und Absolventen der Fachmittelschule schnell im Arbeitsprozess eingesetzt

werden.

bldamsko FMS Inforschreiben cm Brief Praktikum Gesundheit11

1/2


Die Schülerinnen und Schüler bewerben sich jetzt um einen Praktikumsplatz ab August

2012. Wir ersuchen Sie, die Bewerbungen wohlwollend zu prüfen.

Freundliche Grüsse

Christoph Mattle

Amtsleiter

Beilage:

Informationsblatt

bldamsko FMS Inforschreiben cm Brief Praktikum Gesundheit11

2/2


Kanton St.Gallen

Bildungsdepartement

Amt für Mittelschulen

St.Gallen, Juni 2011

Informationen zu den Bewerbungen von Fachmittelschülerinnen und -schüler für

die Praktikumsstellen im Bereich Gesundheit

Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler:

Dreijährige Allgemeinbildung im Berufsfeld Gesundheit auf Sekundar-Stufe Stufe II, inkl. 40

Wochen Berufskundlicher Unterricht (10 Lektionen pro Woche) im dritten Ausbildungsjahr

am Berufs- und Weiterbildungszentrums für Gesundheitsberufe St.Gallen oder Sargans.

Der Lehrplan wurde von Lehrpersonen der Fachmittelschule in Zusammenarbeit mit dem

Berufsbildungszentrum erarbeitet.

Die Schülerinnen und Schüler sind nach Erhalt des Fachmittelschulausweises durchschnittlich

18 Jahre alt.

Dauer:

Das Praktikum dauert gesamthaft ein Jahr à 100 Prozent Arbeitseinsatz.

Bis zum 20. Altersjahr haben die Schülerinnen und Schüler Anspruch auf fünf Wochen

Ferien pro Jahr, ab dem vollendeten 20. Lebensjahr vier Wochen. Während der Probezeit

können keine Ferien bezogen werden.

Verantwortung:

Während des Praktikums gelten die Richtlinien des Betriebes. Bei Schwierigkeiten soll mit

der Fachmittelschule Kontakt aufgenommen werden. Die Fachmittelschule unterstützt die

Betriebe in ihrer Arbeit mit den FMS-Schülerinnen und -Schülern.

Die Fachmittelschule erteilt die Fachmaturität.

Betreuung durch den Betrieb:

Die Schülerinnen und Schüler werden gemäss den Richtlinien des Strukturierten Praxisjahres

der Fachhochschule Gesundheit, St.Gallen betreut. Der Aufwand für die Betreuung

umfasst Gespräche und Bewertungen gemäss den Richtlinien des Strukturierten Praxisjahres:

Eintrittsgespräch, Probezeitbewertung (nach 12 Wochen), Standortbestimmung

und am Ende die Qualifikation.

Für die Zulassung der Schülerinnen und Schüler an die Fachhochschule für Gesundheit

müssen die Bedingungen für das Praxisjahr erfüllt sein. Um eine strukturierte Begleitung

gewährleisten zu können, setzt die Fachhochschule dafür bei der Begleitperson eine ab-

geschlossene Ausbildung im Gesundheitsbereich voraus. Jede e Schülerin bzw. jeder

Schüler ist für die Abklärung der Anerkennung des Praktikumsbetriebes selber verant-

wortlich. Die Schulleitung der Fachmittelschule und die Fachhochschule Gesundheit kann

dabei zur Unterstützung beigezogen werden.

bldamsko FMS Infoschreiben cm Informationsblatt Gesundheit11

1/2


Fachmaturitätsarbeit:

Die Schülerin bzw. der Schüler erstellt während des Praktikumsjahres eine Fachmaturitätsarbeit.

Die Richtlinien für die Arbeit werden von der Fachmittelschule definiert. Die

schriftliche Arbeit wird von Lehrpersonen der Fachmittelschule betreut und unter Beizug

des Praktikumsbetriebes bewertet. Die Fachmaturitätsarbeit muss einen Praxisbezug

aufweisen. Die Fachmittelschule ist auf die individuelle fachliche Unterstützung der Betriebe

(im direkten Kontakt mit der Schülerin bzw. dem Schüler) angewiesen. Nach Abschluss

der Arbeit präsentiert die Schülerin bzw. der Schüler die Arbeit der betreuenden

Lehrperson und einer verantwortlichen Person des Praktikumsbetriebes, welche die Prä-

sentation gemeinsam bewerten.

Die Richtlinien für die Fachmaturitätsarbeit werden den Praktikumsbetrieben zu einem

späteren Zeitpunkt zur Verfügung gestellt.

Der Betrieb eb stellt der Schülerin bzw. dem Schüler 10 halbe Arbeitstage für das Erstellen

der Fachmaturitätsarbeit zur Verfügung.

Praktikumsbeginn:

August 2012

Besoldung:

wie im Strukturierten Praxisjahr

Rückfragen:

Kantonsschule am Brühl St.Gallen, Prorektorin Claudia Fauquex, 058 229 72 72

Kantonsschule Heerbrugg, Prorektorin Eva Rothenberger, 071 727 01 20

Kantonsschule Sargans, Prorektor Ivo Gienal, 081 720 07 55

Kantonsschule Wattwil, Prorektorin Silvia Rüdisühli, 071 987 67 27

bldamsko FMS Infoschreiben cm Informationsblatt Gesundheit11

2/2


4. Jahr Fachmittelschule Gesundheit

Praxiseinsatz

FMS-Mittelschulen

Kantonsschule am Brühl

Claudia Fauquex

Prorektorin FMS

Notkerstrasse 20

9000 St.Gallen

058 229 72 72

claudia.fauquex@sg.ch

Kantonsschule Sargans

Ivo Gienal

Prorektor FMS

Pizolstrasse 14

7320 Sargans

081 720 07 40

ivo.gienal@sg.ch

Kantonsschule Heerbrugg

Eva Rothenberger

Prorektorin FMS

Karl-Völker-Strasse 11

9435 Heerbrugg

071 727 01 20

eva.rothenberger@sg.ch

Kantonsschule Wattwil

Silvia Rüdisühli

Prorektorin FMS

Näppisuelistrasse 11

9630 Wattwil

071 987 67 27

silvia.ruedisuehli@ksw.sg.ch

Verfasserin/Rückfragen an:

FHS St.Gallen

Hochschule für Angewandte

Wissenschaften

Fachbereich Gesundheit

Andrea Brenner, MNS

Verantwortliche „Strukturiertes

Praxisjahr“

Tellstrasse 2

9001 St. Gallen

071 226 15 04

andrea.brenner@fhsg.ch


Inhaltsverzeichnis

1 Konzept Praxiseinsatz Fachmittelschule Gesundheit .................................................... 3

1.1 Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler ........................................................................................ 3

1.2 Dauer ..................................................................................................................................................... 3

1.3 Verantwortung ....................................................................................................................................... 4

1.4 Bestehen des Praxiseinsatzes für die FM Gesundheit ................................................................................ 5

1.5 Praktikumsbeginn ................................................................................................................................... 5

1.6 Besoldung ............................................................................................................................................... 5

2 Glossar Berufliche Kompetenzen ..................................................................................... 6

2.1 Fachkompetenz ....................................................................................................................................... 6

2.2 Methodenkompetenz .............................................................................................................................. 6

2.3 Sozialkompetenz ..................................................................................................................................... 6

2.4 Selbstkompetenz .................................................................................................................................... 7

3 Zusammenstellung der zu erwerbenden Fertigkeiten – Praxiseinsatz für die FM

Gesundheit ......................................................................................................................... 8

3.1 Hinweise ................................................................................................................................................. 9

3.2 Stationsspezifische Fertigkeiten in Absprache mit der Ausbildnerin/dem Ausbildner ............................... 16

3.3 Stationsspezifische Fertigkeiten in Absprache mit der Ausbildnerin/dem Ausbildner ............................... 19

3.4 Stationsspezifische Fertigkeiten in Absprache mit der Ausbildnerin/dem Ausbildner ............................... 23

4 Qualifikation des Praxiseinsatzes für die Fachmaturität Gesundheit .......................... 24

5 Rahmenbedingungen für die Begleitung im Praxiseinsatz .......................................... 27

5.1 Begleitung im Praxiseinsatz ................................................................................................................... 28

5.2 Strukturelle Eckpunkte der Begleitung der Praktikantin FMS bzw. des Praktikanten FMS ........................ 28

5.3 Aufgaben, Verantwortung und zeitlicher Rahmen ................................................................................... 29

5.4 Eintrittsgespräch – Praxiseinsatz für die FM Gesundheit ......................................................................... 30

5.5 Standortbestimmung – Praxiseinsatz für die FM Gesundheit ................................................................... 31

5.6 Probezeitbewertung – Praxiseinsatz für die FM Gesundheit .................................................................... 34

6. Mögliche Vertiefungsthemen für den Praxiseinsatz im Rahmen des 4. Jahres zur

Fachmaturität Gesundheit .............................................................................................. 37

Mai 2011

Das Konzept „4. Jahr Fachmittelschule Gesundheit“ basiert auf dem „Konzept zum Strukturierten Praxisjahr für die Zulassung zum Studiengang Bachelor

of Science in Pflege“ der FHS St.Gallen.

Das Konzept „4. Jahr Fachmittelschule Gesundheit“ wurde für die Fachmittelschule St.Gallen durch das Amt für Mittelschulen in Zusammenarbeit mit

der FHS St.Gallen und der OdA GS erarbeitet.

Das „Konzept zum Strukturierten Praxisjahr für die Zulassung zum Studiengang Bachelor of Science in Pflege“ wurde von der FHS St.Gallen in enger

Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe des Kantonsspitals St.Gallen entwickelt.

Integrierte Grundlagen:

- Tätigkeitsliste zur Ausbildung Fachangestellte Gesundheit Unternehmen Kantonsspital St.Gallen

- Bildungsbericht Fachangestellte Gesundheit Unternehmen Kantonsspital St.Gallen

2


1 Konzept Praxiseinsatz Fachmittelschule Gesundheit

Allgemeines

Das Praktikum soll den berufsfeldspezifischen Schwerpunkt im Hinblick auf die zukünftige Studienrichtung

beinhalten.

Für Fachmittelschülerinnen und Fachmittelschüler, die den Studiengang „Bachelor of Science in Pflege“

an der FHS St.Gallen absolvieren möchten oder ihre Ausbildung an einer anderen Hochschule für Gesundheit

anstreben, ist ein Praktikum in einer Organisation im Gesundheitswesen mit einem pflegerischen

Schwerpunkt, z. B. Spital, Heim, Spitex, verpflichtend.

1.1 Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über eine dreijährige Allgemeinbildung im Berufsfeld Gesundheit

auf Sekundar-Stufe II, inkl. 40 Wochen Berufskundlicher Unterricht (10 Lektionen pro Woche) im

dritten Ausbildungsjahr am Berufs- und Weiterbildungszentrum für Gesundheitsberufe St.Gallen. Der

Lehrplan wurde von Lehrkräften der Fachmittelschule in Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungszentrum

erarbeitet und dient der Vorbereitung auf das 4. Jahr.

Die Schülerinnen und Schüler sind nach Erhalt des Fachmittelschulausweises durchschnittlich 18 Jahre

alt.

1.2 Dauer

Das Praktikum dauert 52 Wochen à fünf Tage (inkl. Ferien), gerechneter Arbeitseinsatz: 100 %.

Bis zum 20. Altersjahr haben die Schülerinnen und Schüler Anspruch auf fünf Wochen Ferien pro Jahr,

ab dem vollendeten 20. Lebensjahr vier Wochen. Während der Probezeit können keine Ferien bezogen

werden.

12 Wochen 18 Wochen 22 Wochen

Praxiseinsatz

(Probezeit)

Praxiseinsatz

inkl. Ferien

Probezeitbewertung

Standortbestimmung

Praxiseinsatz

inkl. Ferien

Qualifikation

Splitting des Praktikums

Grundsätzlich ist vorgesehen, dass das ganze Praktikum (52 Wochen) an einem Arbeitsort absolviert

wird.

In Ausnahmesituationen kann es sinnvoll sein, das Praktikum auf maximal 2 verschiedene Praxisbetriebe

zu verteilen, wenn dadurch die von der FHS St.Gallen definierten Kompetenzen leichter oder überhaupt

erst erreicht werden können. Der kürzere Einsatz sollte dabei wenigstens vier Monate dauern.

3


Mögliche Gründe für das Splitting sind:

- der Praktikumsbetrieb ermöglicht nur ein Praktikum von einem halben Jahr

- die Schülerin/der Schüler benötigt einen weiteren Einblick in ein neues berufsspezifisches Fachgebiet

für die zukünftige Studien- oder Berufswahl

Den Umgang mit den bereits erworbenen Kompetenzen auf den Fähigkeitslisten regelt die Praktikantin

FMS bzw. der Praktikant FMS mit den verantwortlichen Bezugspersonen am zweiten Arbeitsort.

1.3 Verantwortung

Während des Praktikums gelten die Richtlinien des Betriebes. Bei Schwierigkeiten soll mit der Fachmittelschule

Kontakt aufgenommen werden. Die Fachmittelschule unterstützt die Betriebe in ihrer Arbeit

mit den FMS-Schülerinnen und -Schülern.

Die Fachmittelschule erteilt die Fachmaturität.

Betreuung durch den Betrieb:

Die Schülerinnen und Schüler werden gemäss den Richtlinien des Strukturierten Praxisjahres der Fachhochschule

Gesundheit St.Gallen betreut. Der Aufwand für die Betreuung umfasst Gespräche und Bewertungen:

Eintrittsgespräch, Probezeitbewertung (nach 12 Wochen), Standortbestimmung und am

Ende die Qualifikation.

Um eine strukturierte Begleitung gewährleisten zu können, setzt die Fachmittelschule dafür bei der

Begleitperson eine abgeschlossene Ausbildung im Gesundheitsbereich voraus.

Der Praktikumsbetriebe verpflichtet sich durch Unterzeichnung des Praktikumsvertrags, die im Konzept

definierte Begleitung der FMS-Schülerin bzw. des FMS-Schülers zu gewährleisten. Dies beinhaltet

die Einhaltung folgender Kriterien:

- regelmässige Gespräche und Bewertungen mit den Instrumenten des Konzepts 4. Jahr Fachmittelschule

Gesundheit Praxiseinsatz

- regelmässige Unterstützung der FMS-Schülerin bzw. des FMS-Schülers im Erwerb von Fertigkeiten

und Kompetenzen durch ausgebildete Fachpersonen gemäss Konzept

- individuelle fachliche Unterstützung in der Fachmaturitätsarbeit und Freistellung der Schülerin bzw.

des Schülers an 10 halben Arbeitstagen

- Abgabe des Protokolls der Probezeitbewertung(November), der Standortbestimmung (Januar) und

der Qualifikation (Mai) an die FMS

Mögliche Vertiefungsthemen, die als Anregung für die Betriebe aber auch für die Praktikantinnen und

Praktikanten dienen sollen, wurden von der FH St. Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften,

in Zusammenarbeit mit der OdA St. Gallen und dem Kantonsspital St. Gallen im Anhang formuliert.

4


Die FH St.Gallen kann zudem bei Fragen bezüglich Kompetenzerwerbs zukünftiger Studierenden des

Studiengangs „Bachelor of Science in Pflege“ an der FHS St.Gallen zur Unterstützung beigezogen werden.

Fachmaturitätsarbeit

Die Schülerin bzw. der Schüler erstellt während des Praktikumsjahres eine Fachmaturitätsarbeit. Die

Richtlinien für die Arbeit werden von der Fachmittelschule definiert. Die schriftliche Arbeit wird von

Lehrkräften der Fachmittelschule betreut und unter Beizug des Praktikumsbetriebs bewertet. Die

Fachmaturitätsarbeit muss einen Praxisbezug aufweisen. Die Fachmittelschule ist auf die individuelle

fachliche Unterstützung der Betriebe (im direkten Kontakt mit der Schülerin bzw. dem Schüler) angewiesen.

Nach Abschluss der Arbeit präsentiert die Schülerin bzw. der Schüler die Arbeit der betreuenden

Lehrkraft, einer verantwortlichen Person des Praktikumsbetriebes und einer Expertin bzw. einem

Experten, die die Präsentation gemeinsam bewerten.

Der Praktikumsbetrieb erhält ein Exemplar der Fachmaturitätsarbeit von der Schülerin bzw. dem Schüler.

Die Richtlinien für die Fachmaturitätsarbeit können bei den jeweiligen Fachmittelschulen direkt angefordert

werden.

Der Betrieb stellt der Schülerin bzw. dem Schüler 10 halbe Tage für das Erstellen der Fachmaturitätsarbeit

zur Verfügung. Die Einteilung der Halbtage wird vom Betrieb mit der Schülerin bzw. dem Schüler

gemeinsam vorgenommen. Je nach Praktikumsdauer werden die Halbtage anteilmässig verteilt.

Die Abgabe der Fachmaturitätsarbeit (3 Exemplare) erfolgt spätestens am letzten Schultag vor den

Frühlingsferien direkt an die betreuende Lehrkraft (2 Exemplare) und an die betreuende Person des

Praktikums (1 Exemplar). Die Präsentation der Arbeit findet zwei Wochen nach den Frühlingsferien

statt.

1.4 Bestehen des Praxiseinsatzes für die FM Gesundheit

Der einjährige Praxiseinsatz gilt als bestanden, wenn im Praxiseinsatz in der Schlussbeurteilung des in

der Regel 52 Wochen dauernden Praxiseinsatzes alle Kompetenzen mit „erfüllt“ bewertet sind.

1.5 Praktikumsbeginn

Praktikumsbeginn ist jeweils im August.

Der ausgefüllte Praktikumsvertrag muss den Fachmittelschulen bis Ende Mai vorliegen.

1.6 Besoldung

Der Ansatz richtet sich nach den üblichen Bedingungen für Praktikantinnen und Praktikanten.

gemäss dem „Strukturiertem Praxisjahr“ der FHS St.Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

5


2 Glossar Berufliche Kompetenzen

2.1 Fachkompetenz

Beherrschen verschiedener Arten von Wissen und kognitiver Fähigkeiten:

- Allgemeinbildung, die in Beziehung zum eigenen Fachgebiet gesetzt werden kann

(Kontextwissen)

- Wissen über Organisationen und Strukturen im eigenen Fachbereich

- Wissen über fachbereichsspezifische Methoden, Verfahren und Techniken

2.2 Methodenkompetenz

Die Fähigkeit, Fachwissen geplant und zielgerichtet bei der Lösung beruflicher Aufgaben umzusetzen:

- über effiziente Arbeitstechniken verfügen (Zeitmanagement, Wissenserwerb, Problemlösetechniken)

- interne und externe Ressourcen erschliessen können

- mit anderen Fachpersonen zusammenarbeiten können

- die eigene Arbeit auswerten und die Resultate anderen zugänglich machen können

2.3 Sozialkompetenz

Sozialkompetenz sind Fähigkeiten, mit denen soziale Beziehungen im beruflichen Kontext bewusst gestaltet werden:

- Fähigkeit, berufliche Beziehungen einzugehen, motivierend und sachbezogen zu gestalten

- in einem Team einen eigenständigen und sachgerechten Beitrag leisten

- Kritik annehmen und sich damit auseinandersetzen können

- Konflikte wahrnehmen und konstruktiv zu Lösungen beitragen können

6


2.4 Selbstkompetenz

Fähigkeit, die eigene Person als wichtiges Werkzeug in die berufliche Tätigkeit einzubringen:

- eigene und fremde Erwartungen, Normen und Werte wahrnehmen, unterscheiden und damit umgehen können (Toleranz)

- eigene Lebenserfahrungen reflektieren und Verbindungen zur aktuellen Arbeit erkennen

- das eigene Handeln hinterfragen können

- Prioritäten setzen, Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen können

- sich auf Veränderungen und unterschiedliche Situationen einstellen können

- eigene Möglichkeiten und Grenzen kennen und sich wenn nötig adäquate Unterstützung holen, um so berufsspezifische, physisch und psychisch belastende

Situationen bewältigen zu können

- aus Erfahrungen lernen, bereit und fähig sein, sich kreativ neues Wissen zu erschliessen

7


3 Zusammenstellung der zu erwerbenden Fertigkeiten – Praxiseinsatz für die FM Gesundheit

Name, Vorname der Praktikantin FMS bzw. des Praktikanten FMS

Institution

Station/Abteilung

Einsatz von ________________

bis _______________

Dieses Dokument gibt eine Übersicht über wesentliche Fertigkeiten, die die Praktikantin FMS bzw. der Praktikant FMS im Rahmen des Praxisjahres der Fachmaturität

Gesundheit erwirbt.

Weichen Stationen beim Erteilen der Kompetenzen von den Vorgaben ab, ist es erforderlich, diese Abweichungen mit der Ausbildnerin bzw. dem Ausbildner

abzusprechen und in die Fertigkeitsliste aufzunehmen.

8


3.1 Hinweise

1. Die drei Listen geben eine Übersicht über wesentliche Fertigkeiten, die die Praktikantin FMS bzw. der Praktikant FMS im Rahmen des Praxiseinsatzes der

Fachmaturität Gesundheit erwerben kann. Die Ausbilderin bzw. der Ausbildner berücksichtigt in der Anwendung dieses Instruments betriebsspezifische

Aspekte.

2. Die Tagesbezugsperson und/oder die Ausbildnerin bzw. der Ausbildner überprüft, ob die notwendigen Kenntnisse bezüglich der zu erwerbenden Fertigkeit

vorhanden sind. Sind betriebsspezifische Richtlinien, Handlungsanweisungen und Standards vorhanden, weist die Tagesbezugsperson und/oder die

Ausbildnerin bzw. der Ausbildner auf diese hin und stellt sie der Praktikantin FMS bzw. dem Praktikanten FMS vor.

3. Die Fertigkeit soll von der Praktikantin FMS bzw. dem Praktikanten FMS mehrere Male unter Aufsicht durchgeführt und von der Tagesbezugsperson

und/oder der Ausbildnerin bzw. dem Ausbildner mit Datum und Unterschrift visiert werden.

4. Die vorgegebene Struktur sieht vor, dass die Fertigkeit in der Regel dreimal unter Aufsicht durchgeführt wird, bis die Kompetenz erteilt wird. Es obliegt

jedoch der Ausbildnerin bzw. dem Ausbildner, wie oft sie bzw. er eine Fertigkeit überprüfen möchte, um die Kompetenz zu erteilen.

5. Die Kompetenzen werden ausschliesslich von den dazu autorisierten Personen erteilt. Die Entscheidung, eine Kompetenz zu erteilen, soll bewusst und

begründet gefällt werden.

6. Die Ausbildnerin bzw. der Ausbildner kann eine Kompetenz erneut überprüfen, auch wenn sie schon erteilt worden ist.

7. Weichen Stationen beim Erteilen der Kompetenzen von den Vorgaben ab, ist es erforderlich, diese Abweichungen mit der Ausbildnerin bzw. dem Ausbildner

abzusprechen und in die Fertigkeitsliste aufzunehmen. Die Ausbildnerin bzw. der Ausbildner und die Praktikantin FMS bzw. der Praktikant FMS

tragen für die Vermittlung und den Erwerb der dazu erforderlichen theoretischen Kenntnisse Verantwortung. Die Kompetenz zur Ausübung dieser spezifischen

Fertigkeiten kann nur durch die Ausbildnerin bzw. den Ausbildner und die dazu autorisierten Fachpersonen erteilt werden.

8. Ist es aus betriebsbedingten Faktoren nicht möglich, gewisse Fertigkeiten zu üben, ist die Praktikantin FMS bzw. der Praktikant FMS dazu verpflichtet,

diese zu dokumentieren und die entsprechenden Gründe aufzuzeigen.

9


Pflegerische Fertigkeiten

Handlung gesehen

(Datum/Visum)

Handlung unter Aufsicht durchgeführt

(Datum/Visum)

Kompetenz erreicht

(Datum/Visum)

Kompetenzerreichung

überprüft

(Datum/Visum)

1. Pflegedokumentation im Rahmen der beruflichen Kompetenzen und unter Berücksichtigung

der kulturellen, religiösen und psychosozialen Gewohnheiten

Pflegerelevante Informationen von Patientinnen/Patienten bezüglich ATL (Aktivitäten des täglichen

Lebens) sammeln und in der standardisierten Pflegeplanung dokumentieren

2. Wach sein und schlafen

Unterstützung in den Schlafgewohnheiten

3. Sich bewegen

Umgang mit Hilfsmitteln (z. B. Rollator)

Patienten beim Gehtraining unterstützen

Transfer sicher durchführen

Verschiedene Lagerungsmaterialen einsetzen

Mithilfe bei der Anwendung verschiedener Lagerungstechniken

Massnahmen zur Dekubitusprophylaxe durchführen

Massnahmen zur Kontrakturenprophylaxe durchführen

Betten mit Patienten im Bett

Massnahmen zur Thromboseprophylaxe durchführen

10


Pflegerische Fertigkeiten

Handlung gesehen

(Datum/Visum)

Handlung unter Aufsicht durchgeführt

(Datum/Visum)

Kompetenz erreicht

(Datum/Visum)

Kompetenzerreichung

überprüft

(Datum/Visum)

4. Sich waschen und kleiden

Trockene Gesichtsrasur ausführen

Nagelpflege ausführen (Ausnahme: bei Menschen mit Durchblutungsstörungen)

Intimpflege bei einer Frau ausführen

Intimpflege bei einem Mann ausführen

Intimpflege bei liegendem Dauerkatheter ausführen

Teilwäsche ausführen (Rücken, Beine, Füsse)

Ganzkörperpflege im Bett durchführen

Hautverhältnisse beobachten und einschätzen

Patientinnen/Patienten duschen

Haarwäsche im Liegen und/oder Sitzen durchführen

Patientinnen/Patienten in der Kleiderwahl unterstützen und dabei die Sicherheit

und die klimatischen Verhältnisse berücksichtigen

Wäsche und Bekleidung materialgerecht und umweltbewusst pflegen, einfache

Instandhaltungs- und Anpassungsarbeiten materialgerecht ausführen

Hausinternes Ökologiekonzept (Abfallentsorgung) anwenden

Kontaminierte Wäsche entsprechend hausinterner Richtlinien entsorgen

Wäsche der Abteilung ökonomisch bewirtschaften

Für Ordnung im Kleiderschrank sorgen

Bettwäsche bei Bedarf wechseln

11


Pflegerische Fertigkeiten

Handlung gesehen

(Datum/Visum)

Handlung unter Aufsicht durchgeführt

(Datum/Visum)

Kompetenz erreicht

(Datum/Visum)

Kompetenzerreichung

überprüft

(Datum/Visum)

5. Essen und Trinken

Essenskärtchen ausfüllen und an die Küche weiterleiten

Verschiedene Diätformen beachten

Patientinnen/Patienten zum Essen lagern

Speisen sorgfältig anrichten und diese entsprechend servieren

Essen und Trinken bei Patienten ohne Schluckbeschwerden verabreichen

Trinkmenge notieren und Trinkbilanz erstellen

Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme beobachten

Hilfsmittel zur Unterstützung des Essens und Trinkens einsetzen

Verschiedene Tees und Medizinaltees zubereiten und verteilen

Einfache Mahlzeiten für Einzelne und kleine Gruppen nach Vorgaben zubereiten

Regionale und religiöse Besonderheiten berücksichtigen

Zwischenmahlzeiten pünktlich vorbereiten und servieren

Frühstückstisch für das Team herrichten

Klientinnen und Klienten in einfachen Ernährungsfragen

alltagsnah Auskunft geben

Wünsche bezüglich Essen und Trinken beim Patienten erfragen

Verschiedene Getränke situationsgerecht anbieten

12


Pflegerische Fertigkeiten

Handlung gesehen

(Datum/Visum)

Handlung unter Aufsicht durchgeführt

(Datum/Visum)

Kompetenz erreicht

(Datum/Visum)

Kompetenzerreichung

überprüft

(Datum/Visum)

6. Ausscheidung

Urin- und Stuhlausscheidung beobachten

Hilfsmittel (z. B. Topf) anwenden

Urinmenge aus dem DK-Sack leeren

Urinmenge messen

Inkontinenzmaterial korrekt nutzen

Massnahmen zur Obstipationsprophylaxe anwenden

7. Körpertemperatur regulieren

Warme Tücher anbieten

Erfrischende Waschung

8. Atmen

Atemunterstützende Lagerung

Massnahmen zur Pneumonieprophylaxe durchführen

9. Für Sicherheit sorgen

Bettgitter angepasst anwenden

Patientenglocke korrekt einsetzen

Notfallsituationen erkennen, erste Hilfe anwenden und für Hilfe sorgen

Nach hausinternem Notfallkonzept Alarm auslösen

Korrekte Händedesinfektion durchführen

Tragen von Handschuhen in erforderlichen Situationen

13


Pflegerische Fertigkeiten

Handlung gesehen

(Datum/Visum)

Handlung unter Aufsicht durchgeführt

(Datum/Visum)

Kompetenz erreicht

(Datum/Visum)

Kompetenzerreichung

überprüft

(Datum/Visum)

Hygienerichtlinien auf der Abteilung anwenden

Korrekte Händedesinfektion durchführen

Tragen von Handschuhen in erforderlichen Situationen

Hygienerichtlinien auf der Abteilung anwenden

10. Raum und Zeit gestalten, arbeiten und spielen

Mit verschiedenen Klientinnen- und Klientengruppen bedürfnisgerecht den Alltag gestalten

Hilfsmittel nützen, um die zeitliche und örtliche Orientierung der Patienten zu unterstützen

Zeitungen, Bücher und Illustrierte anbieten

Angebote zur Tagesgestaltung machen (z. B. Spaziergang, Unterstützung zum Einkaufen, etc.)

Über die verschiedenen Bereiche wie Kiosk, Coiffeur und Spitalkapelle, Seelsorge informieren

Bezüglich Fixzeiten innerhalb der Tagesstruktur informieren

Begleitung beim Einkaufen in der näheren Umgebung anbieten

Wohnkulturen akzeptieren und situationsgerecht handeln

Blumenpflege durchführen

Für Ordnung im Zimmer sorgen und dabei die Wünsche der Patientinnen/Patienten beachten

Für angenehmes Raumklima im Zimmer sorgen

Privatsphäre der Patienten wahren

14


Pflegerische Fertigkeiten

Handlung gesehen

(Datum/Visum)

Handlung unter Aufsicht durchgeführt

(Datum/Visum)

Kompetenz erreicht

(Datum/Visum)

Kompetenzerreichung

überprüft

(Datum/Visum)

Bei Zimmerwechsel alle persönlichen Gegenstände der Patienten mitnehmen

Angemessene Unterstützung beim Austritt des Patienten anbieten

Tätigkeiten in der Haushaltspflege im Einzel- und Kollektivhaushalt nach Arbeits- und Zeitplan

durchführen

Hauswirtschaftliche Tätigkeiten ausführen

Reinigungsmittel gemäss den hausinternen Richtlinien verwenden

Vorschläge für die saisongerechte Dekoration der Abteilung machen

Prioritäten in der Durchführung verschiedener Tätigkeiten setzen

11. Kommunizieren

Stellt sich den Patientinnen/Patienten vor

Patientinnen/Patienten Orientierungshilfen geben (Ort, Zeit, Person)

Patientinnen/Patienten begrüssen und informieren

Patientinnen/Patienten und Bezugsperson die eigene Abwesenheit bekannt geben

Telefonanrufe entgegennehmen und weiterleiten

Hör- und Sehgeräte einsetzen und sauber halten

Kommuniziert, wenn sich Aufträge zeitlich überschneiden

12. Mann – Frau sein

Paravent benutzen

Intimsphäre wahren

15


3.2 Stationsspezifische Fertigkeiten in Absprache mit der Ausbildnerin/dem Ausbildner

Pflegerische Fertigkeiten

erforderliche Kenntnisse

vermittelt

(Datum/Visum)

Handlung

gesehen

(Datum/Visum)

Handlung unter Aufsicht

durchgeführt

(Datum/Visum)

Kompetenz

erreicht

(Datum/Visum)

Kompetenzerreichung

überprüft

(Datum/Visum)

durch Praktikantin FMS/

Praktikant FMS

auszufüllen

16


Diagnostische, therapeutische Fertigkeiten

Handlung

gesehen

(Datum/Visum)

Handlung unter Aufsicht durchgeführt

(Datum/Visum)

Kompetenz erreicht

(Datum/Visum)

Kompetenzerreichung

überprüft

(Datum/Visum)

1. Kontrolle der Vitalzeichen und der Flüssigkeitsbilanz

Puls messen – manuell

Blutdruck messen – manuell

Blutdruck/Puls messen – elektronisch

Körpertemperatur messen (axillär, Ohr, rektal)

Körpergewicht messen

Körpergrösse messen

Atemfrequenz messen

O 2-Sättigung messen

Einfache Flüssigkeitsbilanz errechnen

Messwerte weiterleiten und dokumentieren

2. Bereitstellen und Verabreichen von Medikamenten

Feucht-Inhalationen vorbereiten und verabreichen

Klistier/Mikroclyss ohne Darmrohr verabreichen

Sauerstoff verabreichen

Salben nach Absprache mit einer dipl. Pflegefachperson auftragen

Handhabung von gebrauchten Salben kennen

3. Bereitstellen und Verabreichen von Sondennahrung bei bestehendem Zugang

Sondenkost via PEG verabreichen

Mit der Ernährungspumpe (z. B. Sondomat) umgehen

17


Diagnostische, therapeutische Fertigkeiten

Handlung

gesehen

(Datum/Visum)

Handlung unter Aufsicht durchgeführt

(Datum/Visum)

Kompetenz erreicht

(Datum/Visum)

Kompetenzerreichung

überprüft

(Datum/Visum)

4. Vorbereiten und Durchführen von Injektionen

Subkutan-Injektionen zur Antikoagulation (z. B. Fragmin®) vorbereiten und durchführen. Kein

Insulin

5. Vorbereitung und Assistenz bei diagnostischen und therapeutischen Eingriffen

Präoperative Rasur durchführen

Bei der DK-Einlage assistieren

Bei der Magensonde-Einlage assistieren

6. Verbandwechsel

Erst-Verbandwechsel erfolgen immer erst nach der Wundbeurteilung

durch die dipl. Pflegefachperson

Einfachen aseptischen Verbandwechsel durchführen

Sekret von Wunddrainagen leeren und messen

Verbandwechsel bei PEG durchführen

7. Desinfektion und Sterilisation

Händedesinfektion durchführen

Material reinigen und desinfizieren

Material für die Sterilisation bereitstellen

Material-Desinfektionsmittel zubereiten

Mit sterilem Material umgehen

18


3.3 Stationsspezifische Fertigkeiten in Absprache mit der Ausbildnerin/dem Ausbildner

Diagnostische, therapeutische

Fertigkeiten

erforderliche Kenntnisse

vermittelt

(Datum/Visum)

Handlung

gesehen

(Datum/Visum)

Handlung unter Aufsicht

durchgeführt

(Datum/Visum)

Kompetenz erreicht

(Datum/Visum)

Kompetenzerreichung

überprüft

(Datum/Visum)

durch Praktikantin

FMS/Praktikant FMS auszufüllen

19


Organisatorische Fertigkeiten

Handlung

gesehen

(Datum/Visum)

Handlung unter Aufsicht

durchgeführt

(Datum/Visum)

Kompetenz

erreicht

(Datum/Visum)

Kompetenzerreichung

überprüft

(Datum/Visum)

1. Einfache administrative Arbeiten

Formulare ausfüllen

Administrativen Eintritt vorbereiten

Administrativen Austritt vorbereiten

Einfache Korrespondenz nach Absprache durchführen

Kopien erstellen

Unterlagen für verschiedene Untersuchungen richten

2. Informatikhilfsmittel einsetzen

Leistungen der Pflege nach stationsspezifischen Kriterien selbstständig erfassen

Datenschutz einhalten

Pflegespezifische Seiten im Intranet nutzen

Twix-Tel nutzen

Hausinternes Fachwissen nutzen (Standards, Weisungen, Richtlinien)

Umgang mit Fachliteratur (z. B. Pflegebuch)

3. Kommunikationsschnittstellen zwischen den verschiedenen Mitgliedern des berufsgruppenübergreifenden

Teams und gegenüber den Klienten und

Klientinnen sichern

Ablauf der Abteilungsprozesse berücksichtigen

Arbeitsablauf und Fixzeiten im Aussendienst berücksichtigen

Arbeitsablauf und Fixzeiten im Bereich Pflege berücksichtigen

20


Organisatorische Fertigkeiten

Handlung

gesehen

(Datum/Visum)

Handlung unter Aufsicht

durchgeführt

(Datum/Visum)

Kompetenz

erreicht

(Datum/Visum)

Kompetenzerreichung

überprüft

(Datum/Visum)

Informationen weiterleiten

Vertraulich mit der Post umgehen

Umgang mit internen Postfächern kennen

Botengänge ausführen

Anrufe entgegennehmen und Informationen weiterleiten

Hausinternes Telefon korrekt und nach dem hausinternen Standard bedienen

Interdisziplinäre Dienste kennen und in einer konstruktiven Weise zusammenarbeiten

Schweigepflicht einhalten

4. Begleiten von Klientinnen und Klienten zu auswärtigen Leistungserbringern/ Transporte

organisieren und durchführen

Patienten zu Untersuchungen bringen und abholen

Patienten für den Transport zu Untersuchungen vorbereiten

Für die sichere Befestigung aller Zu- und Ableitungen sorgen

Materialtransporte erledigen

5. Vorräte von Pflegeutensilien, Lebensmitteln, Büromaterial nach Vorgaben bezüglich Bestellung,

Aufbewahrung und Kontrolle der Ablaufdaten bewirtschaften

Rechtzeitig Nachbestellungen im hauswirtschaftlichen- und pflegerischen Bereich veranlassen

Pflegeprodukte bei Anbruch mit dem aktuellen Datum beschriften

Auf das Ablaufdatum von Pflegeprodukten achten

Einkäufe für die Station erledigen und delegieren

Bestellungen von Apotheke und Materiallager wegräumen

21


Organisatorische Fertigkeiten

Handlung

gesehen

(Datum/Visum)

Handlung unter Aufsicht

durchgeführt

(Datum/Visum)

Kompetenz

erreicht

(Datum/Visum)

Kompetenzerreichung

überprüft

(Datum/Visum)

6. Apparate und Mobiliar warten, reinigen und betriebsbereit halten

Wartungsvorschriften der Geräte umsetzen

Mobiliar und Geräte nach den hygienischen Vorschriften reinigen

Schäden am Mobiliar wahrnehmen und diese weitermelden

Patienten den Medienarm erklären

22


3.4 Stationsspezifische Fertigkeiten in Absprache mit der Ausbildnerin/dem Ausbildner

Organisatorische Fertigkeiten

erforderliche Kenntnisse

vermittelt

(Datum/Visum)

Handlung

gesehen

(Datum/Visum)

Handlung unter Aufsicht

durchgeführt

(Datum/Visum)

Kompetenz

erreicht

(Datum/Visum)

Kompetenzerreichung

überprüft

(Datum/Visum)

durch Praktikantin FMS/

Praktikant FMS

auszufüllen

23


4 Qualifikation des Praxiseinsatzes für die Fachmaturität Gesundheit

Institution:

Praktikantin FMS/Praktikant FMS:

Verantwortliche Ausbildnerin/verantwortlicher Ausbildner:

Station-Vorgesetzte/-Vorgesetzter:

Beurteilungsmerkmale Beurteilung Begründung und Ergänzungen

1. Fachkompetenz

1.1 Pflegerische Fertigkeiten

Gesamtbeurteilung gemäss den Fachkenntnissen und

Grundfertigkeiten, die in den Fertigkeitslisten deklariert

sind

Situationen gezielt beobachten, die Beobachtungen

einschätzen und ihren/seinen Kompetenzen entsprechend

handeln

Die Patientinnen/Patienten 1 unter Anleitung bei

Aktivitäten des täglichen Lebens unterstützen

A B

A B

A B

Sicherheit in den durchgeführten Handlungen A B

1.2 Diagnostik und Therapie

Gesamtbeurteilung

gemäss den Fachkenntnissen und Grundfertigkeiten,

die in den Fertigkeitslisten deklariert sind

Wenn diese Kompetenzen aus betrieblichen Gründen

nicht erworben werden konnten, so kann die Beurteilung

dieser Kompetenzen weggelassen werden. Die

Nicht-Beurteilung dieses Kriteriums hat keine negativen

Auswirkungen auf die Gesamtbeurteilung des

Bereichs Fachkompetenz in der Qualifikation.

1.3 Organisation

Gesamtbeurteilung

gemäss den Fachkenntnissen und Grundfertigkeiten,

die in den Fertigkeitslisten deklariert sind

1.4 Arbeitsqualität

Genauigkeit/Sorgfalt/Eigenverantwortlichkeit

1.5 Arbeitsmenge/Arbeitstempo

Zeitaufwand für sachgerechte Ausführung der Arbeiten

1.6 Umsetzung der Berufskenntnisse

Verbindung von Theorie und Praxis,

Begründungskompetenz, Nutzung von

Fachliteratur und Betrieblichem Wissen

A B

A B

A B

A B

A B

A Anforderungen erfüllt B Anforderungen nicht erfüllt

1 Diesem Begriff sind auch Klienten, Klientinnen, Kunden oder Kundinnen zugeordnet.

24


Beurteilungsmerkmale Beurteilung Begründung und Ergänzungen

2. Methodenkompetenz

2.1 Arbeitstechnik

Arbeitsplatzgestaltung/Einsatz der Mittel/

Arbeitsplanung/Arbeitsorganisation/

Reflexion der Arbeitsaufträge/Rückfragen

2.2 Vernetztes Denken und Handeln

Verstehen und Nachvollziehen von Arbeitsabläufen

und -prozessen/Eigene Beiträge/

Verbesserungsvorschläge/Kreativität

2.3 Umgang mit Mitteln und

Betriebseinrichtungen

Ökologisches Verhalten/Materialverbrauch/

Entsorgung/Sorgfalt/Pflege der Einrichtungen

2.4 Lern- und Arbeitsstrategie

Bewusste Steuerung der eigenen Lernprozesse/

Prozesse und Sachverhalte erklären und präsentieren/Strategie

zur Bewältigung der Aufgaben

A B

A B

A B

A B

3. Sozialkompetenz

3.1 Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit

Beitrag zum Betriebsklima/Echtheit Empathie/

Umgang mit Kritik/respektvolle und wertschätzende

Beziehungsgestaltung/Einhalten von Abmachungen

3.2 Zusammenarbeit mit verschiedenen

Berufsgruppen

Verständnis für andere/bereichsübergreifendes Denken/sachorientierte

und konstruktive Zusammenarbeit

3.3 Kundenorientiertes Handeln

Umgang mit Kunden/Zielgerichtetes Handeln/

Hilfsbereitschaft/Freundlichkeit

3.4 Information und Kommunikation

Sich verständlich und angepasst ausdrücken/

Berücksichtigen der Sichtweise anderer/

Informationsprozesse kennen und entsprechend

behandeln/freundliche und höfliche Gesprächskultur/schriftlicher

Ausdruck/berufliche Schweigepflicht

A B

A B

A B

A B

4. Selbstkompetenz

4.1 Selbstständigkeit, eigenverantwortliches Handeln

Eigeninitiative/Verantwortungsbewusstsein Einhalten

von Weisungen und Richtlinien

4.2 Zuverlässigkeit, Belastbarkeit

Einhalten von Vereinbarungen und Termineinhaltung/Durchhaltewillen/Umgang

mit Stress/

physische und psychische Stabilität/

Kontinuierliche Arbeitsleistung/Pünktlichkeit

4.3 Umgangsformen

Situationsgerechtes Verhalten und Auftreten/

Freundlichkeit/gepflegte äussere Erscheinung

4.4 Engagement

Einstellung zum Beruf

Begeisterungsfähigkeit/Lernbereitschaft/

Motivation/Interesse/

Rolle als Praktikantin/Praktikant FMS/

Engagement für Erreichung der Lernziele

A B

A B

A B

A B

25


A Anforderungen erfüllt B Anforderungen nicht erfüllt

5. Überprüfung der Zielerreichung im abgelaufenen Praktikum

Fachkompetenz

Methodenkompetenz

Sozialkompetenz

Selbstkompetenz

erfüllt

nicht erfüllt

Begründungen und

Ergänzungen

Die Qualifikation ist bestanden, wenn alle Kompetenzen mit „erfüllt“ bewertet werden.

6. Qualifikation bestanden ja nein

7. Datum/Unterschriften

Diese Qualifikation wurde

am besprochen.

Unterschrift der/

des Vorgesetzten: ....................................................

Unterschrift der verantwortlichen Ausbildnerin/des

verantwortlichen Ausbildners:

Unterschrift der Praktikantin FMS/des Praktikanten FMS:

26


5 Rahmenbedingungen für die Begleitung im Praxiseinsatz

August September Oktober November Dezember Januar Februar März April Mai Juni Juli

32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30

Legende:

Praktikum Eintrittsgespräch Probezeitbewertung Standortbestimmung Qualifikation

27


5.1 Begleitung im Praxiseinsatz

Die Praktikantin FMS bzw. der Praktikant FMS wird von der entsprechenden Institution im Lernprozess

begleitet und gefördert. Die Begleitung der Praktikantin FMS bzw. des Praktikanten FMS während des

Praxiseinsatzes wird durch die Institution der Praxis gewährleistet und autonom organisiert. Die Verantwortung

für das Lernen in der Praxis übernehmen die Praktikantin FMS bzw. der Praktikant FMS und die

Bezugsperson in der Praxis gemeinsam. Diese wird in den nachfolgenden Erläuterungen als Ausbildnerin

bzw. Ausbildner bezeichnet.

5.2 Strukturelle Eckpunkte der Begleitung der Praktikantin FMS bzw.

des Praktikanten FMS

In der Begleitung der Praktikantin FMS bzw. des Praktikanten FMS sind folgende Bewertungselemente für

die Steuerung und Entwicklung des Lernprozesses während des Praxiseinsatzes verbindlich vorgesehen:

Eintrittsgespräch

Probezeitbewertung

Standortbestimmung

Qualifikation

1. Woche des Praxiseinsatzes

12. Woche des Praxiseinsatzes

29. Woche des Praxiseinsatzes

50. Woche des Praxiseinsatzes

Ausserdem liegt es im Ermessen der entsprechenden Institution, zusätzliche Gespräche für die Begleitung

in der Praxis durchzuführen.

Die dafür vorgesehenen Instrumente sind nachfolgend aufgeführt. Die Praktikantin FMS bzw. der Praktikant

FMS ist verantwortlich, dass der Prorektorin bzw. dem Prorektor der FMS der jeweiligen Stammschule

eine Kopie der Probezeitbewertung, Standortbestimmung und Qualifikation erhält.

Aufgaben, Verantwortung und zeitlicher Rahmen

In weiterer Folge werden inhaltliche Vorschläge für die Begleitung der Praktikantinnen FMS bzw. Praktikanten

FMS dargestellt. Diese haben einen empfehlenden Charakter.

28


5.3 Aufgaben, Verantwortung und zeitlicher Rahmen

Aufgaben

Probezeit des Praxiseinsatzes

Eintrittsgespräch

Einführung in den Ablauf und die Prozesse der

Station (kontinuierliche Zusammenarbeit mit einer

diplomierten Pflegefachperson)

Definieren des individuellen Lernbedarfs und Formulierung

persönlicher Lernziele im Rahmen des

Eintrittsgesprächs

Klärung gegenseitiger Erwartungen der Zusammenarbeit

mit der Praktikantin FMS/dem Praktikanten

FMS

Besprechung von Fragen des alltäglichen Handelns

oder

Reflexion der Erfahrungen im Praxisfeld oder

andere Formen der Lernbegleitung in der

Praxis

Probezeitbewertung

Evaluation der Lernziele

Begleitende

Person

Diplomierte Pflegefachperson

oder entsprechend

ausgebildete Berufsangehörige

des Praktikumsbetriebes

Diplomierte Pflegefachperson

oder entsprechend

ausgebildete Berufsangehörige

des Praktikumsbetriebes

Ausbildnerin/Ausbildner des

Praktikumsbetriebes

Ausbildnerin/Ausbildner des

Praktikumsbetriebes

Ausbildnerin/Ausbildner des

Praktikumsbetriebes

Ausbildnerin/Ausbildner des

Praktikumsbetriebes

Zeitlicher Rahmen

(Richtwert)

in der ersten Woche

der Probezeit

4–5 Tage in der

ersten Woche der

Probezeit

2–3 Std. in der

zweiten Woche der

Probezeit

1–1.5 Std. in der

zweiten Woche der

Probezeit

1 Std. pro weitere Woche

oder je nach gewählter

Lernform/

Lernsituation

1.5–2 Std. in der

letzten Woche der

Probezeit

Nach Abschluss der Probezeit

Definieren des individuellen Lernbedarfs und Formulierung

persönlicher Lernziele

Besprechung von Fragen des alltäglichen Handelns

oder

Reflexion der Erfahrungen im Praxisfeld oder

andere Formen der Lernbegleitung in der

Praxis

Standortbestimmung

Evaluation der Lernziele und Festlegung

neuer Lernziele für das Praxisjahr

Qualifikation

Evaluation des Lern- und Arbeitsprozess im Praxisjahr

Ausbildnerin/Ausbildner des

Praktikumsbetriebes

Ausbildnerin/Ausbildner des

Praktikumsbetriebes

Ausbildnerin/Ausbildner des

Praktikumsbetriebes

Ausbildnerin/Ausbildner des

Praktikumsbetriebes

2–3 Std. in der

13. Woche des

Praxiseinsatzes

1 Std. pro weitere Woche

oder je nach gewählter

Lernform/

Lernsituation

1.5–2 Std. ab der

23. Woche des

Praxiseinsatzes

1.5–2 Std. ab der

44. Woche des

Praxiseinsatzes

29


5.4 Eintrittsgespräch – Praxiseinsatz für die FM Gesundheit

Start Praxiseinsatz

____________________

Vereinbarungen Name: Station: Datum:

Praktikantin FMS/

Praktikant FMS

Station:

Schwerpunkte/Ziele

-

-

-

-

-

-

-

- Zeigt Eigeninitiative in Bezug auf die Erreichung der Ziele/3 Kompetenzbereiche

- Holt sich Feedback

- Meldet sich bei Problemen

- Kennt Richtlinien des Betriebes zur Anstellung als Praktikantin FMS/Praktikant FMS

-

-

Bemerkungen -

-

-

Unterschrift Praktikantin FMS/Praktikant FMS

Unterschrift Ausbildnerin/Ausbildner

....................................................................................................................................

....................................................................................................................

30


5.5 Standortbestimmung – Praxiseinsatz für die FM Gesundheit

Institution:

Praktikantin FMS/Praktikant FMS:

Verantwortliche Ausbildnerin/verantwortlicher Ausbildner:

Station-Vorgesetzte/-Vorgesetzter:

Beurteilungsmerkmale Beurteilung Begründung und Ergänzungen

1. Fachkompetenz

1.1 Pflegerische Fertigkeiten

Gesamtbeurteilung gemäss den Fachkenntnissen und

Grundfertigkeiten, die in den Fertigkeitslisten deklariert

sind

Situationen gezielt beobachten, die Beobachtungen

einschätzen und ihren/seinen Kompetenzen entsprechend

handeln

Die Patientinnen/Patienten 2 unter Anleitung bei

Aktivitäten des täglichen Lebens unterstützen

A B

A B

A B

Sicherheit in den durchgeführten Handlungen A B

1.2 Diagnostik und Therapie

Gesamtbeurteilung

gemäss den Fachkenntnissen und Grundfertigkeiten,

die in den Fertigkeitslisten deklariert sind

Wenn diese Kompetenzen aus betrieblichen Gründen

nicht erworben werden konnten, so kann die Beurteilung

dieser Kompetenzen weggelassen werden. Die

Nicht-Beurteilung dieses Kriteriums hat keine negativen

Auswirkungen auf die Gesamtbeurteilung des

Bereich Fachkompetenz in der Qualifikation.

1.3 Organisation

Gesamtbeurteilung

gemäss den Fachkenntnissen und Grundfertigkeiten,

die in den Fertigkeitslisten deklariert sind

1.4 Arbeitsqualität

Genauigkeit/Sorgfalt/

Eigenverantwortlichkeit

1.5 Arbeitsmenge/Arbeitstempo

Zeitaufwand für sachgerechte

Ausführung der Arbeiten

1.6 Umsetzung der Berufskenntnisse

Verbindung von Theorie und Praxis,

Begründungskompetenz, Nutzung von

Fachliteratur und Betrieblichem Wissen

A B

A B

A B

A B

A B

A Anforderungen erfüllt B Anforderungen nicht erfüllt

2 Diesem Begriff sind auch Klienten, Klientinnen, Kunden oder Kundinnen zugeordnet.

31


Beurteilungsmerkmale Beurteilung Begründung und Ergänzungen

2. Methodenkompetenz

2.1 Arbeitstechnik

Arbeitsplatzgestaltung/Einsatz der Mittel Arbeitsplanung/Arbeitsorganisation

Reflexion der Arbeitsaufträge/Rückfragen

2.2 Vernetztes Denken und Handeln

Verstehen und Nachvollziehen von Arbeitsabläufen

und –prozessen/Eigene Beiträge Verbesserungsvorschläge/Kreativität

2.3 Umgang mit Mitteln und Betriebseinrichtungen

Ökologisches Verhalten/Materialverbrauch Entsorgung/Sorgfalt/Pflege

der Einrichtungen

2.4 Lern- und Arbeitsstrategie

Bewusste Steuerung der eigenen Lernprozesse/Prozesse

und Sachverhalte erklären und präsentieren/Strategie

zur Bewältigung der Aufgaben

A B

A B

A B

A B

3. Sozialkompetenz

3.1 Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit

Beitrag zum Betriebsklima/Echtheit Empathie/Umgang

mit Kritik/respektvolle und wertschätzende Beziehungsgestaltung/Einhalten

von Abmachungen

3.2 Zusammenarbeit mit verschiedenen

Berufsgruppen

Verständnis für andere/bereichsübergreifend Denken

sachorientierte und konstruktive Zusammenarbeit

3.3 Kundenorientiertes Handeln

Umgang mit Kunden/Zielgerichtetes Handeln/

Hilfsbereitschaft/Freundlichkeit

3.4 Information und Kommunikation

Sich verständlich und angepasst ausdrücken/

Berücksichtigen der Sichtweise anderer/

Informationsprozesse kennen und entsprechend

behandeln/freundliche und höfliche Gesprächskultur/schriftlicher

Ausdruck/berufliche Schweigepflicht

A B

A B

A B

A B

4. Selbstkompetenz

4.1 Selbstständigkeit, eigenverantwortliches Handeln

Eigeninitiative/Verantwortungsbewusstsein Einhalten

von Weisungen und Richtlinien

4.2 Zuverlässigkeit, Belastbarkeit

Einhalten von Vereinbarungen und Termineinhaltung/Durchhaltewillen/Umgang

mit Stress/physische

und psychische Stabilität/Kontinuierliche Arbeitsleistung/Pünktlichkeit

4.3 Umgangsformen

Situationsgerechtes Verhalten und Auftreten/Freundlichkeit/gepflegte

äussere Erscheinung

4.4 Engagement

Einstellung zum Beruf

Begeisterungsfähigkeit/Lernbereitschaft/

Motivation/Interesse/

Rolle als Praktikantin/Praktikant FMS/

Engagement für Erreichung der Lernziele

A B

A B

A B

A B

A Anforderungen erfüllt B Anforderungen nicht erfüllt

32


5. Überprüfung der Zielerreichung in der abgelaufenen Praktikumsphase

Fachkompetenz

Methodenkompetenz

Sozialkompetenz

Selbstkompetenz

erfüllt

nicht erfüllt

Begründungen

und Ergänzungen

Das Standortgespräch ist bestanden, wenn alle Kompetenzen mit „erfüllt“ bewertet werden.

6.

Standortgespräch

bestanden

ja

nein*

*Es folgt ein individueller betrieblicher Entscheid über das Weiterkommen in die nächste Praktikumsphase

7. Datum/Unterschriften

Diese Qualifikation wurde

am besprochen.

Unterschrift der/

des Vorgesetzten: ....................................................

Unterschrift der verantwortlichen Ausbildnerin/des

verantwortlichen Ausbildners:

Unterschrift der Praktikantin FMS/des Praktikanten FMS:

33


5.6 Probezeitbewertung – Praxiseinsatz für die FM Gesundheit

Institution:

Praktikantin FMS/Praktikant FMS:

Verantwortliche Ausbildnerin/verantwortlicher Ausbildner:

Station-Vorgesetzte/-Vorgesetzter:

Beurteilungsmerkmale Beurteilung Begründung und Ergänzungen

1. Fachkompetenz

1.1 Pflegerische Fertigkeiten

Gesamtbeurteilung gemäss den Fachkenntnissen und

Grundfertigkeiten, die in den Fertigkeitslisten deklariert

sind

Situationen gezielt beobachten, die Beobachtungen

einschätzen und ihren/seinen Kompetenzen entsprechend

handeln

Die Patientinnen/Patienten 3 unter Anleitung bei

Aktivitäten des täglichen Lebens unterstützen

A B

A B

A B

Sicherheit in den durchgeführten Handlungen zeigen A B

1.2 Diagnostik und Therapie

Gesamtbeurteilung

gemäss den Fachkenntnissen und Grundfertigkeiten,

die in den Fertigkeitslisten deklariert sind

Wenn diese Kompetenzen aus betrieblichen Gründen

nicht erworben werden konnten, so kann die Beurteilung

dieser Kompetenzen weggelassen werden. Die

Nicht-Beurteilung dieses Kriteriums hat keine negativen

Auswirkungen auf die Gesamtbeurteilung des

Bereich Fachkompetenz in der Qualifikation,

1.3 Organisation

Gesamtbeurteilung

gemäss den Fachkenntnissen und Grundfertigkeiten,

die in den Fertigkeitslisten deklariert sind

1.4 Arbeitsqualität

Genauigkeit/Sorgfalt/

Eigenverantwortlichkeit

1.5 Arbeitsmenge/Arbeitstempo

Zeitaufwand für sachgerechte

Ausführung der Arbeiten

1.6 Umsetzung der Berufskenntnisse

Verbindung von Theorie und Praxis/

Begründungskompetenz/Nutzung von

Fachliteratur und betrieblichem Wissen

A B

A B

A B

A B

A B

A Anforderungen erfüllt B Anforderungen nicht erfüllt

3 Diesem Begriff sind auch Klienten, Klientinnen, Kunden oder Kundinnen zugeordnet.

34


Beurteilungsmerkmale Beurteilung Begründung und Ergänzungen

2. Methodenkompetenz

2.1 Arbeitstechnik

Arbeitsplatzgestaltung/Einsatz der Mittel/

Arbeitsplanung/Arbeitsorganisation/Reflexion der

Arbeitsaufträge/Rückfragen

2.2 Vernetztes Denken und Handeln

Verstehen und Nachvollziehen von Arbeitsabläufen

und -prozessen/eigene Beiträge/

Verbesserungsvorschläge/Kreativität

2.3 Umgang mit Mitteln und Betriebseinrichtungen

Ökologisches Verhalten/Materialverbrauch/

Entsorgung/Sorgfalt/Pflege der Einrichtungen

2.4 Lern- und Arbeitsstrategie

Bewusste Steuerung der eigenen Lernprozesse/

Prozesse und Sachverhalte erklären und präsentieren/Strategie

zur Bewältigung der Aufgaben

A B

A B

A B

A B

3. Sozialkompetenz

3.1 Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit

Beitrag zum Betriebsklima/Echtheit Empathie/

Umgang mit Kritik/respektvolle und wertschätzende

Beziehungsgestaltung/Einhalten von Abmachungen

3.2 Zusammenarbeit mit verschiedenen

Berufsgruppen

Verständnis für andere/bereichsübergreifendes Denken/sachorientierte

und konstruktive Zusammenarbeit

3.3 Kundenorientiertes Handeln

Umgang mit Kunden/zielgerichtetes Handeln/

Hilfsbereitschaft/Freundlichkeit

3.4 Information und Kommunikation

Sich verständlich und angepasst ausdrücken/

Berücksichtigen der Sichtweise anderer/

Informationsprozesse kennen und entsprechend

behandeln/freundliche und höfliche Gesprächskultur/schriftlicher

Ausdruck/berufliche Schweigepflicht

A B

A B

A B

A B

4. Selbstkompetenz

4.1 Selbstständigkeit, eigenverantwortliches Handeln

Eigeninitiative/Verantwortungsbewusstsein Einhalten

von Weisungen und Richtlinien

4.2 Zuverlässigkeit, Belastbarkeit

Einhalten von Vereinbarungen und Termineinhaltung/Durchhaltewillen/Umgang

mit Stress/

physische und psychische Stabilität/

Kontinuierliche Arbeitsleistung/Pünktlichkeit

4.3 Umgangsformen

Situationsgerechtes Verhalten und Auftreten/

Freundlichkeit/gepflegte äussere Erscheinung

4.4 Engagement

Einstellung zum Beruf

Begeisterungsfähigkeit/Lernbereitschaft/

Motivation/Interesse/

Rolle als Praktikantin/Praktikant FMS/

Engagement für Erreichung der Lernziele

A B

A B

A B

A B

A Anforderungen erfüllt B Anforderungen nicht erfüllt

35


5. Überprüfung der Zielerreichung

Fachkompetenz

Methodenkompetenz

Sozialkompetenz

Selbstkompetenz

erfüllt

nicht erfüllt

Begründungen

und Ergänzungen

Die Probezeit ist bestanden, wenn alle Kompetenzen mit „erfüllt“ bewertet werden.

6.

Probezeit

bestanden

ja

nein*

*Es folgt ein individueller betrieblicher Entscheid über das Weiterkommen in die nächste Praktikumsphase

7. Datum/Unterschriften

Diese Qualifikation wurde

am besprochen.

Unterschrift der/

des Vorgesetzten: ....................................................

Unterschrift der verantwortlichen Ausbildnerin/des

verantwortlichen Ausbildners:

Unterschrift der Praktikantin FMS/des Praktikanten FMS:

36


6. Mögliche Vertiefungsthemen für den Praxiseinsatz im Rahmen des 4. Jahres

zur Fachmaturität Gesundheit

Einleitung

Dieses Dokument ist als eine Ergänzung zu betrachten zum bereits vorliegenden Dokument „Zusammenstellung

der zu erwerbenden Fertigkeiten“ im Rahmen des „Konzept 4. Jahr Fachmittelschule Gesundheit“

(2009), Fachmittelschule Kanton St.Gallen.

Die nachfolgenden Kompetenzen und Themen sind als Vorbereitung für ein Studium an einer Fachhochschule

Gesundheit ebenfalls von grosser Bedeutung.

Wir empfehlen diese während des Praxiseinsatzes zu integrieren und zu reflektieren.

Diese Liste ist nicht vollständig und kann betriebsspezifisch erweitert werden.

Bereich Fachkompetenz

Mögliche Themen

Pflegeprozess

Teilnahme bei einer Pflegeanamnese oder bei der Formulierung einer Pflegediagnose

Präzise Dokumentation der wesentlichen Inhalte

Prophylaxen (Definition, Entstehung, Risikofaktoren, Massnahmen)

Thromboseprophylaxe

Dekubitusprophylaxe (Dekubituskonzept)

Pneumonieprophylaxe

Kontrakturenprophylaxe

Obstipationsprophylaxe

Sturzprophylaxe

Soorprophylaxe

Mundpflege

bei Schleimhautveränderungen

mit intakter Schleimhaut bei verschiedenen Therapieformen (Cortison / Radio- / Chemotherapie,…)

Akuter Schmerz / Chronischer Schmerz: (Chronischer Schmerz ev. am BZGS z.T. vermittelt)

Definition, Ursachen, Phänomene und Auswirkungen

Pflegerische Massnahmen innerhalb des Kompetenzbereiches

Verbandwechsel / Wundpflege (VW ev. am BZGS z.T. vermittelt)

Theoretische Grundlagen Thema Wunde

Grundlagen aseptischer Verbandswechsel

Ernährung:

Kostaufbauformen

Diätformen

Zusatznahrung

37


Hygiene

Unterscheiden, wann ist Händedesinfektion nötig, wann nicht

Lagerung von Lebensmitteln auf der Station

Umgang mit Lebensmitteln auf der Station

Umgang mit Sterilgut / Sterlisation / Desinfektion

Verschiedene Isolationsmassnahmen

Pflegesysteme (funktionelle Pflege, Bezugspflege)

Organisationsformen in der Pflege (Einzel-, Zimmer-, Gruppenpflege)

Qualitätssicherung:

Anwenden von Qualitätsmessinstrumenten wie:

WWWS Raster, Zürcher Stufenmodell, Standards, Handlungsanweisungen

Transkulturelle Pflege:

Sterben und Tod in verschiedenen Kulturkreisen

Pflegerelevante religiöse Bedürfnisse von Menschen aus anderen Kulturkreisen

Nachfolgend sind einige Themen aufgeführt, zu denen die Praktikantinnen/Praktikanten FMS keinen

berufskundlichen Unterricht erhalten haben, sie/er jedoch je nach betriebsinternen Ressourcen einen

Einblick erhalten könnten.

Konzept Basale Stimulation:

Theoretische Grundlagen

Anwendung ätherischer Öle

Positionierungen

Wahrnehmungsorientierte Waschungen und Einreibungen

Kinästhetik

Validation

Bobathkonzept

Palliation / Palliative Pflege (betriebsinterne Konzepte)

Auseinandersetzung mit ethischen und rechtlichen Fragestellungen

Bearbeitung von Patientensituationen anhand eines Pflegekonzeptes:

Ungewissheit

Trauer

Etc.

38


Bereich Selbst- und Methodenkompetenzen

- Sich in ihrem, seinem Bereich selbst organisieren

einen Auftrag systematisch vorbereiten, durchführen und abschliessen

Strukturierte und unstrukturierte Arbeitsabläufe sinnvoll bewältigen und die Arbeitsplanung

anpassen

- Anhand eines Rasters durchgeführte Verrichtungen reflektieren und Konsequenzen für das weitere

Handeln ableiten

- Verantwortung für ihren / seinen Lernprozess übernehmen

- Kommunikations- und Konfliktfähigkeit fördern (z.B. Konflikte thematisieren und bewältigen)

- Informationen strukturiert weitergeben und Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden

Mögliche Theorien / Modelle

Aktives Zuhören

F. Schulz von Thun

Bereich Sozialkompetenzen

- Beziehungen sachbezogen aufbauen, erhalten und beenden

- Kommunikation dem Gesprächspartner, der Gesprächspartnerin sinnvoll anpassen

- Sich in ein bestehendes Team integrieren

Mögliche Themen

Kommunikation bei Patienten und Patientinnnen,

mit Seh- und Höreinschränkungen, bzw. Verlust

mit Desorientiertheit

mit Wahrnehmungseinschränkungen

in Angst, Krise, Non – Compliance

fremdsprachigen Patienten, aus anderen Kulturkreisen

St. Gallen, 19.05.2011

Autorinnen:

Sandra Bühler, Kantonsspital St.Gallen

Vreni Wüst, OdA St.Gallen

Andrea Brenner, FHS St.Gallen

39


Praktikumsvertrag Fachmittelschule

für Schülerinnen und Schüler der Fachmittelschule (nachstehend FMS) an einer Kantonsschule im Kanton St.Gallen

Herausgegeben vom Bildungsdepartement des Kantons St.Gallen, Amt für Mittelschulen

A. Vertragspartner

Praktikumsbetrieb

Betrieb Name Betrieb Telefon Telefonnummer Betrieb

Strasse, PLZ, Ort Adresse Betrieb Kontaktperson Praktikumsleitung

Praktikant / Praktikantin

Name, Vorname Name Praktikant/in Geb. Geburtsdatum

Heimatort Heimatort/e Telefon Telefonnummer

Strasse, PLZ, Ort

Adresse Praktikant/in

Erziehungsberechtigte (bei Minderjährigen)

Name, Vorname

Strasse, PLZ, Ort

Dauer des Praktikums

Vater/Mutter der Praktikantin/des Praktikanten

Adresse Gesetzlicher Vertreter

(Tag, Monat, Jahr)

vom Beginn Praktikum bis Ende Praktikum

Der Praktikant/die Praktikantin absolviert an der

die insgesamt vierjährige Ausbildung in der Abteilung Fachmittelschule seit

im Berufsfeld

Kantonsschule am Brühl St.Gallen

Schulbeginn

Gesundheit

Die Richtigkeit dieser Angaben bestätigt:

Ort und Datum

Die Kantonsschule

B. Vertragsbestimmungen

1. Dauer der Probezeit: Monate.

10. Besondere Vereinbarungen:

2. Arbeitszeit: Stunden pro Woche.

3. Ferien während des Praktikums: Tage.

4. Der Praktikant/die Praktikantin erhält eine Entschädigung von brutto

Fr. Lohn pro Monat (ohne 13. Monatslohn).

5. Die Berufs- und Nichtberufsunfälle sind versichert:

bei der SUVA ja

wenn nein, bei der

Versicherungsgesellschaft: Name Versicherung

6. Die Prämien für die Nichtberufsunfallversicherung übernimmt

die Praktikantin/der Praktikant.

7. Der Praktikant/die Praktikantin ist Mitglied folgender Krankenkasse:

Name Krankenkasse

8. Die Prämie für eine allfällige Krankentaggeldversicherung

übernimmt die Praktikantin/der Praktikant.

9. Besondere Dienstkleidung wird vom Betrieb kostenlos zur Verfügung gestellt.


11. Probezeit

Die Probezeit darf nicht weniger als einen Monat und nicht mehr als drei

Monate betragen. Während der Probezeit kann der Praktikumsvertrag

mit sieben Tagen Kündigungsfrist jederzeit gekündigt werden. Von der

Auflösung während der Probezeit erstattet der Betrieb der FMS schriftlich

Anzeige.

12. Arbeitszeit

Die Dauer der normalen täglichen Arbeit darf diejenige der übrigen Angestellten

nicht übersteigen und für Jugendliche unter 20 Jahren nicht

mehr als neun Stunden betragen. Die wöchentliche Arbeitszeit ist auf 42

Stunden beschränkt. Dem Praktikanten/der Praktikantin sind für die Erarbeitung

der Fachmaturitätsarbeit insgesamt 10 Halbtage ohne Lohnabzug

freizugeben.

13. Ferien

Dem Praktikanten/der Praktikantin sind bis zum 20. Altersjahr wenigstens

5 Wochen Ferien ohne Lohnabzug zu gewähren, wovon 2 Wochen

zusammenhängen müssen. Der Betrieb bestimmt unter angemessener

Berücksichtigung der Wünsche des Praktikanten/der Praktikantin den

Zeitpunkt der Ferien.

14. Kranken- und Unfallversicherung

Der Betrieb hat, sofern er nicht der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt

(SUVA) untersteht, den Praktikanten/die Praktikantin gemäss

Unfallversicherungsgesetz (UVG) zu versichern. Die Prämien für

die Berufsunfallversicherung übernimmt der Praktikumsbetrieb. Die Bezahlung

der Prämien für die Nichtberufsunfallversicherung ist im Vertrag

zu regeln.

15. Pflichten des Betriebes

Der Praktikumsbetrieb verpflichtet sich:

a) den Praktikanten/die Praktikantin in die Arbeiten des Berufes nach

dem vereinbarten Ausbildungsprogramm gemäss den Richtlinien für das

Praxisjahr der FMS einzuführen und ihm/ihr die entsprechenden Branchenkenntnisse

zu vermitteln;

b) den Praktikanten/die Praktikantin bei anderen als beruflichen Arbeiten

nur einzusetzen, soweit dies mit der Ausübung des Berufes in Zusammenhang

steht;

c) dem Praktikanten/der Praktikantin nach Beendigung des Praktikums

oder bei allfälliger vorzeitiger Auflösung des Praktikumsverhältnisses ein

Zeugnis und der FMS einen Leistungsbericht auszustellen.

16. Pflichten des Praktikanten/der Praktikantin

Der Praktikant/die Praktikantin hat alles zu tun, um das Ausbildungsziel

zu erreichen. Er/sie hat die Anordnungen im Betrieb zu befolgen, die

ihm/ihr übertragenen Arbeiten gewissenhaft auszuführen und das Berufsgeheimnis

zu wahren.

17. Verfahren bei Anständen und Streitigkeiten

Das Rektorat der FMS ist bei Differenzen oder Streitigkeiten zu informieren.

Können die aus dem Praktikumsverhältnis sich allfällig ergebenden

Streitigkeiten nicht durch gegenseitige Verständigung unter den Vertragsparteien

beigelegt werden, so kann jede Partei das Amt für Mittelschulen

um eine Vermittlung ersuchen. Führt diese nicht zum Ziel, so

beurteilt das zuständige Gericht am Wohnsitz des Beklagten oder am Ort

des Betriebes die Streitigkeiten (OR Art. 343, Abs. 1).

19. Entlassung

Entlässt der Arbeitgeber den Arbeitnehmer fristlos ohne wichtigen

Grund, so hat dieser Anspruch auf den Lohn für die bestimmte Vertragszeit

oder für die Zeit bis zum Ablauf der Kündigungsfrist sowie auf Ersatz

der aus dem Arbeitsverhältnis erwachsenden Vorteile. Der Arbeitnehmer

muss sich auf den Lohn anrechnen lassen, was er wegen Verhinderung

an der Arbeitsleistung erspart oder durch anderweitige Arbeit erworben

hat oder zu erwerben absichtlich unterlassen hat.

Tritt der Arbeitnehmer ohne wichtigen Grund die Arbeitsstelle nicht an

oder verlässt er sie fristlos, so hat der Arbeitgeber Anspruch auf eine

Entschädigung, die einem Viertel des Lohnes für einen Monat entspricht.

Ausserdem hat er Anspruch auf Ersatz weiteren Schadens. Ist dem Arbeitgeber

kein Schaden oder ein geringerer Schaden erwachsen, als der

Entschädigung gemäss dem vorstehenden Absatz entspricht, so kann

sie der Richter nach seinem Ermessen herabsetzen.

20. Ausbildungsbericht

Der Betrieb hält den Stand der Ausbildung periodisch in einem Ausbildungsbericht

fest. Dieser Bericht ist mit dem Praktikanten/der Praktikantin

zu besprechen.

21. Ausfertigung

Dieser Vertrag ist in drei Exemplaren vor Beginn des Praktikums auszufertigen

und zu unterzeichnen Nach der Unterzeichnung erhalten die

FMS, der Praktikumsbetrieb sowie der Praktikant oder die Praktikantin je

ein Exemplar.

Unterschriften

Ort und Datum

Praktikantin / Praktikant (bei Minderjährigen zusätzlich Erziehungsberechtigte)

Ort und Datum

Betrieb / Praktikumsleitung


Kanton St.Gallen

Bildungsdepartement

Amt für Mittelschulen

Bildungsdepartement, Davidstrasse 31, 9001 St.Gallen

Christoph Mattle

Amtsleiter

Amt für Mittelschulen

Davidstrasse 31

9001 St.Gallen

T 058 229 32 34

St.Gallen, 7. Juni 2011

Informationen zu den Bewerbungen der Fachmittelschülerinnen und -schüler im

Berufsfeld Soziales um Praktikumsstellen

Sehr geehrte Damen und Herren

Fachmittelschülerinnen und -schüler des Berufsfeldes Soziales schliessen ihre Ausbil-

dung nach drei Jahren mit dem Fachmittelschulausweis ab. Dieser Abschluss ermöglicht

ihnen den Zugang zu den Höheren Fachschulen im Sozialbereich.

Die Schülerinnen und Schüler besuchen im dritten Jahr an zwei Tagen pro Woche den

Berufskundlichen Unterricht nach speziellem Lehrplan an den Mittelschulen. Seit August

2009 können jene Schülerinnen und Schüler, die ihre Ausbildung an einer Fachhochschule

fortsetzen möchten, ein viertes Jahr absolvieren und dieses mit der Fachmaturität Sozi-

ales abschliessen. Gemäss den Vorgaben der Schweizerischen Konferenz der kantonalen

Erziehungsdirektoren und des st.gallischen Erziehungsrates wird dafür ein einjähriges

Praktikum verlangt.

Das einjährige Praktikum ist vergleichbar mit dem Praktikumsjahr für den Eintritt in die

Fachhochschule für Soziale Arbeit. Im Unterschied zum Praktikumsjahr sollen die Schülerinnen

und Schüler ein Jahr à 100 Prozent Arbeitseinsatz im Sozialbereich absolvieren.

Sechs Monate müssen gemäss den Richtlinien der Fachhochschule begleitet sein.

Die Detailplanung für das vierte Jahr wurde in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule

für Soziale Arbeit vorgenommen.

Im Verlauf des vierten Jahres schreiben die Schülerinnen und Schüler ihre Fachmaturitätsarbeit.

Nach erfolgreichem Abschluss des Praktikums und der Fachmaturitätsarbeit er-

halten die Schülerinnen und Schüler die Fachmaturität Soziales.

Erfahrungsgemäss – so die Rückmeldungen der Abnehmerbetriebe – können die Absolventinnen

und Absolventen der Fachmittelschule schnell im Arbeitsprozess eingesetzt

werden.

bldamsko FMS Inforschreiben cm Brief Praktikum Soziales11

1/2


Die Schülerinnen und Schüler bewerben sich jetzt um einen Praktikumsplatz ab August

2012. Wir ersuchen Sie, die Bewerbungen wohlwollend zu prüfen.

Freundliche Grüsse

Christoph Mattle

Amtsleiter

Beilage:

Informationsblatt

bldamsko FMS Inforschreiben cm Brief Praktikum Soziales11

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Kanton St.Gallen

Bildungsdepartement

Amt für Mittelschulen

St.Gallen, Juni 2011

Informationen zu den Bewerbungen von Fachmittelschülerinnen und -schüler für

die Praktikumsstellen im Bereich Soziales

Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler:

Dreijährige Allgemeinbildung im Berufsfeld Soziales auf Sekundar-Stufe Stufe II, inkl. 40 Wochen

Berufskundlicher Unterricht (10 Lektionen pro Woche) im dritten Ausbildungsjahr an

den Mittelschulen. Der Lehrplan des Berufskundlichen Unterrichts wurde speziell als Vor-

bereitung auf das vierte Jahr erarbeitet.

Die Schülerinnen und Schüler sind nach Erhalt des Fachmittelschulausweises durchbzw.

der Schüler kann an einer bis maximal zwei Institutionen das Prakti-

kum absolvieren. Ein Praktikumsteil dauert mindestens vier Monate. Während des Praktikumsjahres

müssen mindestens sechs Monate begleitet sein (siehe unten).

schnittlich 18 Jahre alt.

Dauer:

Das Praktikum dauert gesamthaft ein Jahr à 100 Prozent Arbeitseinsatz.

Die Schülerin Bis zum 20. Altersjahr haben die Schülerinnen und Schüler Anspruch auf fünf Wochen

Ferien pro Jahr, ab dem vollendeten 20. Lebensjahr vier Wochen. Während der Probezeit

können keine Ferien bezogen werden.

Verantwortung:

Während des Praktikums gelten die Richtlinien des Betriebes. Bei Schwierigkeiten soll mit

der Fachmittelschule Kontakt aufgenommen werden (Prorektorin bzw. Prorektor FMS).

Die Fachmittelschule unterstützt die Betriebe in ihrer Arbeit mit den FMS-Schülerinnen

Schülerinnen

und -Schülern. Die Fachmittelschule erteilt die Fachmaturität.

Begleitung durch den Betrieb:

Das begleitete Sozialpraktikum muss mindestens sechs Monate dauern. Für diesen Teil des

Praktikums muss der Praktikumsbetrieb folgende Voraussetzungen erfüllen:

- Im Betrieb wird mit sozialauffälligen, -benachteiligten oder -randständigen Menschen

gearbeitet.

- Die Praktikantin bzw. der Praktikant hat direkten beruflichen Kontakt mit den Klientinnen

und Klienten.

- Die fachlich qualifizierte Anleitung durch den Praktikumsbetrieb ist gewährleistet.

Die übrigen sechs Monate können auch in sozialen Institutionen absolviert werden, welche

die Anforderungskriterien der Fachhochschule für Betreuungspersonen nicht erfüllen.

Die Schülerinnen und Schüler werden gemäss den Richtlinien der Fachhochschule für

Soziale Arbeit begleitet. Der Aufwand für die Begleitung umfasst Reflexionsgespräche

und Bewertungen gemäss den zur Verfügung gestellten Richtlinien: Probezeitbeurteilung,

Reflexionsgespräche, Arbeitszeugnis, Empfehlungsschreiben 1 und die Schlussqualifikati-

on. Die Anzahl Gespräche ist im Praktikumsvertrag festzuhalten.

bldamsko FMS Infoschreiben cm Informationsblatt Soziales11

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Für die Zulassung der Schülerinnen und Schüler an die Fachhochschule für Soziale Arbeit

müssen die Praktikumsbetriebe (für das begleitete Praktikum) von der Fachhochschule

anerkannt sein. Um eine strukturierte Begleitung gewährleisten zu können, setzt die

Fachhochschule dafür bei der Begleitperson eine abgeschlossene Ausbildung im Sozialbereich

voraus (Sozialpädagogin/Sozialpädagoge FH, Sozialarbeiterin/Sozialarbeiter FH,

Studium in Soziokultureller ler Animation FH, ggf. aus angrenzenden Fachbereichen). Ausnahmsweise

anerkennt die Fachhochschule Praktika, bei welchen Personen mit ausschliesslich

heilpädagogischer Ausbildung die Betreuung übernehmen. Diesfalls muss in

der Fachmaturitätsarbeit oder im Motivationsschreiben 1 die Auseinandersetzung mit sozialpädagogischen

Fragen dargelegt werden. Jede Schülerin bzw. jeder Schüler ist für die

Abklärung der Anerkennung des Praktikumsbetriebes selber verantwortlich. Die Schullei-

tung und die Fachhochschule für Soziale Arbeit kann dabei zur Unterstützung beigezogen

werden.

Fachmaturitätsarbeit:

Die Schülerin bzw. der Schüler erstellt während des Praktikumsjahres eine Fachmaturitätsarbeit.

Die Richtlinien für die Arbeit werden von der Fachmittelschule definiert. Die

schriftliche Arbeit wird von Lehrpersonen der Fachmittelschule betreut und unter Beizug

des Praktikumsbetriebes bewertet. Die Fachmaturitätsarbeit muss einen Praxisbezug

aufweisen. Die Fachmittelschule ist auf die individuelle fachliche Unterstützung der Be-

triebe (im direkten Kontakt mit der Schülerin bzw. dem Schüler) angewiesen. Nach Abschluss

der Arbeit präsentiert die Schülerin bzw. der Schüler die Arbeit der betreuenden

Lehrperson der Fachmittelschule und der verantwortlichen Person des Praktikumsbetriebes,

welche die Präsentation gemeinsam bewerten.

Die Richtlinien für die Fachmaturitätsarbeit werden den Praktikumsbetrieben zu einem

späteren Zeitpunkt zur Verfügung gestellt.

Der Betrieb stellt der Schülerin bzw. dem Schüler 10 halbe Arbeitstage für das Erstellen

der Fachmaturitätsarbeit zur Verfügung. Die Einteilung der Halbtage wird vom Betrieb mit

der Schülerin bzw. dem Schüler gemeinsam vorgenommen. Je nach Praktikumsdauer

werden die Halbtage anteilmässig verteilt.

Praktikumsbeginn:

August 2012

Besoldung:

gemäss den üblichen Bedingungen des Betriebes für Praktikantinnen und Praktikanten

Rückfragen:

Kantonsschule am Brühl St.Gallen, Prorektorin Claudia Fauquex, 058 229 72 72

Kantonsschule Heerbrugg, Prorektorin Eva Rothenberger, 071 727 01 20

Kantonsschule Sargans, ans, Prorektor Ivo Gienal, 081 720 07 55

Kantonsschule Wattwil, Prorektorin Silvia Rüdisühli, 071 987 67 27

1 Bestandteil des Bewerbungsdossiers für die Fachhochschule für Soziale Arbeit

bldamsko FMS Infoschreiben cm Informationsblatt Soziales11

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4. Jahr Fachmittelschule Soziales

Praxiseinsatz

FMS-Mittelschulen

Kantonsschule am Brühl

Claudia Fauquex

Prorektorin FMS

Notkerstrasse 20

9000 St.Gallen

058 229 72 72

claudia.fauquex@sg.ch

Kantonsschule Sargans

Ivo Gienal

Prorektor FMS

Pizolstrasse 14

7320 Sargans

081 720 07 40

ivo.gienal@sg.ch

Kantonsschule Heerbrugg

Eva Rothenberger

Prorektorin FMS

Karl-Völker-Strasse 11

9435 Heerbrugg

071 727 01 20

eva.rothenberger@sg.ch

Kantonsschule Wattwil

Silvia Rüdisühli

Prorektorin FMS

Näppisuelistrasse 11

9630 Wattwil

071 987 67 27

silvia.ruedisuehli@ ksw.sg.ch

Fachhochschule

FHS St.Gallen Soziale Arbeit

Andreas Laib

Administration

Industriestrasse 35

9401 Rorschach

071 844 48 48

andreas.laib@fhsg.ch


Inhaltsverzeichnis

Konzept Praxiseinsatz Fachmittelschule Soziales .............................................................................................. 3

Allgemeines ........................................................................................................................................................ 3

Voraussetzungen ................................................................................................................................................ 3

Dauer .................................................................................................................................................................. 3

Splitting des Praktikums ..................................................................................................................................... 3

Ziele des Praktikums ........................................................................................................................................... 4

Verantwortung ................................................................................................................................................... 4

Praktikumsvertrag .............................................................................................................................................. 4

Begleitung durch den Betrieb ............................................................................................................................. 4

Fachmaturitätsarbeit .......................................................................................................................................... 5

Bestehen des Praxiseinsatzes für die Fachmaturität Soziales ............................................................................ 5

Praktikumsbeginn ............................................................................................................................................... 5

Besoldung ........................................................................................................................................................... 5

Leitfaden für die Praktikumsqualifikation ........................................................................................................ 6

Grundlagen der Fachmittelschule und der Fachmaturität Soziales .................................................................... 6

Verantwortlichkeiten .......................................................................................................................................... 6

Bestandteile und Umfang der Praxisqualifikation .............................................................................................. 6

a. Probezeitbeurteilung ............................................................................................................................. 6

b. Reflexionsgespräche .............................................................................................................................. 6

c. Arbeitszeugnis ....................................................................................................................................... 7

d. Empfehlung............................................................................................................................................ 7

e. Schlussqualifikation ............................................................................................................................... 7

Gefährdung des Praktikums und ungenügende Leistung ................................................................................... 7

Anhang 1 .......................................................................................................................................................... 9

Probezeitbeurteilung .......................................................................................................................................... 9

Schlussqualifikation .......................................................................................................................................... 10

Anhang 2 ........................................................................................................................................................ 11

Mai 2011

2


Konzept Praxiseinsatz Fachmittelschule Soziales

Allgemeines

Das Praktikum wird in einem Arbeitsfeld der Sozialarbeit und der Sozialpädagogik absolviert. Dabei

sollen die Praktikantinnen einen ersten Einblick in dieses Arbeitsfeld erhalten und den Auftrag einer

Organisation und deren Umsetzung im beruflichen Alltag kennen lernen. Drei Kriterien sind bei der

Auswahl der Praktikumsstelle von Bedeutung:

1. Als Praktikumsstelle kommen Organisationen in Frage, die mit sozial auffälligen, benachteiligten,

gefährdeten oder randständigen Menschen arbeiten.

2. Der Praktikant muss mit Klientinnen oder Klienten direkten beruflichen Kontakt haben.

3. Seitens der Praktikumsstelle muss eine fachliche Anleitung gewährleistet sein.

Voraussetzungen

Die Praktikantinnen und Praktikanten verfügen über eine dreijährige Allgemeinbildung im Berufsfeld

Soziales auf Sekundar-Stufe II, inkl. 40 Wochen berufskundlicher Unterricht (10 Lektionen pro Woche)

im dritten Ausbildungsjahr an den Mittelschulen. Der Lehrplan des berufskundlichen Unterrichts

wurde speziell als Vorbereitung auf das vierte Jahr erarbeitet.

Das durchschnittliche Alter der Praktikantinnen nach Erhalt des Fachmittelschulausweises beträgt 18

Jahre.

Dauer

Das Praktikum dauert in der Regel 52 Wochen à fünf Tage (inkl. Ferien). Es ist ein 100%iger Arbeitseinsatz

vorgesehen. Bis zum 20. Altersjahr haben die Praktikantinnen Anspruch auf fünf Wochen

Ferien pro Jahr, ab dem vollendeten 20. Lebensjahr vier Wochen. Während der Probezeit können

keine Ferien bezogen werden.

Splitting des Praktikums

Grundsätzlich ist vorgesehen, dass das ganze Praktikum (52 Wochen) an einem Arbeitsort absolviert

wird. In Ausnahmesituationen kann es sinnvoll sein, das Praktikum auf maximal zwei verschiedene

Praxisbetriebe aufzuteilen. Das begleitete Sozialpraktikum muss dabei mindestens 6 Monate dauern.

Die restlichen Wochen können auch in sozialen Institutionen absolviert werden, die die Anforderungskriterien

der Fachhochschule für Betreuungspersonen nicht erfüllen.

Bei einem Splitting darf der kürzere Einsatz nicht unter vier Monate dauern.

Mögliche Gründe für das Splitting sind:

Der Praktikumsbetrieb ermöglicht nur ein Praktikum von einem halben Jahr.

Die Praktikantin oder der Praktikant benötigt einen weiteren Einblick in ein neues berufsspezifisches

Fachgebiet für die zukünftige Studien- oder Berufswahl.

Der Praktikumsplatz erfüllt die Anforderungen nicht.

3


Ziele des Praktikums

Das begleitete Praktikum beinhaltet reflektierte Tätigkeiten in folgenden Bereichen:

direkter Kontakt zu den Klienten

Einblick in die strukturelle Einbettung der Praxisorganisation

Einblick in verschiedene Arbeitsansätze und Methoden Sozialer Arbeit

Entwicklung von Sensibilität für soziale Brennpunkte.

Verantwortung

Während des Praktikums gelten die Richtlinien des Betriebes. Bei Schwierigkeiten soll mit der Fachmittelschule

frühzeitig Kontakt aufgenommen werden. Die Fachmittelschule unterstützt die Betriebe

in ihrer Arbeit mit den Praktikantinnen und Praktikanten.

Die Fachmittelschule erteilt die Fachmaturität.

Praktikumsvertrag

Im Praktikumsvertrag werden die Modalitäten des Praktikums festgelegt. Ein Pflichtenheft, in dem

die Arbeitszeiten, die Umschreibung des Aufgabengebiets, die Anzahl bzw. Termine der Gespräche

etc. definiert werden, wird von der Praktikantin oder dem Praktikant und dem Betrieb dem Praktikumsvertrag

beigelegt. Diese Informationen müssen sowohl den Praktikantinnen und den Praktikanten

als auch der begleitenden Person des Praktikumsbetriebes zur Verfügung stehen. Der ausgefüllte

Praktikumsvertrag muss den Fachmittelschulen bis Ende Mai vorliegen.

Begleitung durch den Betrieb

Als Praktikumsstellen kommen etablierte Organisationen im Feld der Sozialen Arbeit in Frage. Die

Praktikantinnen werden gemäss den Richtlinien der Fachhochschule für Soziale Arbeit St.Gallen betreut.

Der Aufwand für die Betreuung umfasst eine Probezeitbewertung (nach 12 Wochen), Reflexionsgespräche,

ein Arbeitszeugnis und ein Empfehlungsschreiben. Die Anzahl der Gespräche ist im

Praktikumsvertrag festzuhalten.

Um eine strukturierte Begleitung gewährleisten zu können wird bei der Begleitperson eine abgeschlossene

höhere Ausbildung im Sozialbereich vorausgesetzt.

Der Praktikumsbetrieb verpflichtet sich durch Unterzeichnung des Praktikumsvertrags, die im Konzept

definierte Begleitung der FMS-Praktikantinnen zu gewährleisten. Dies beinhaltet die Einhaltung

folgender Kriterien:

Fachliche Anleitung und Unterstützung der Praktikantinnen und Praktikanten im Erwerb von

Fertigkeiten und Kompetenzen mithilfe regelmässiger Gespräche mit Augenmerk auf die Kriterien

Kommunikation, Reflexion, Kooperation und Selbstmanagement

individuelle fachliche Unterstützung in der Fachmaturitätsarbeit und Freistellung der Praktikantinnen

an 10 halben Arbeitstagen

Die FHS St.Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, kann bei Fragen bezüglich Kompetenzerwerbs

zukünftiger Studierender des Studiengangs „Bachelor of Science in Sozialer Arbeit“ zur

Unterstützung beigezogen werden.

4


Fachmaturitätsarbeit

Die Praktikantin oder der Praktikant erstellt während des Praktikumsjahres eine Fachmaturitäsarbeit.

Die Richtlinien für die Arbeit werden von der Fachmittelschule definiert. Die schriftliche Arbeit wird

von einer Lehrperson der Fachmittelschule und von einer Person aus dem Praxisbetrieb betreut und

bewertet. Da die Fachmaturitätsarbeit einen Praxisbezug aufweisen muss, ist die individuelle fachliche

Unterstützung der Betriebe (im direkten Kontakt mit der Praktikantin oder dem Praktikant) notwendig.

Der Betrieb stellt der Praktikantin oder dem Praktikant 10 halbe Tage für das Erstellen der Fachmaturitätsarbeit

zur Verfügung. Die Einteilung der Halbtage wird vom Betrieb mit der Praktikantin oder

dem Praktikant gemeinsam vorgenommen. Bei Splitting des Praktikums werden die Halbtage entsprechend

der Praktikumsdauer anteilmässig verteilt.

Die Abgabe der Fachmaturitätsarbeit (3 Exemplare) erfolgt spätestens am letzten Schultag vor den

Frühlingsferien direkt an die betreuende Lehrperson (1 Exemplar), an das Sekretariat der Stammschule

(1 Exemplar) und an die betreuende Person des Praktikums (1 Exemplar). Die Präsentation der

Arbeit findet zwei Wochen nach den Frühlingsferien statt.

Nach Abschluss der Arbeit präsentiert die Praktikantin oder der Praktikant die Arbeit der betreuenden

Lehrperson, der betreuenden Person des Praktikumsbetriebes und einer Expertin bzw. einem

Experten. Im Anschluss an die Präsentation findet eine Befragung zur Arbeit statt. Präsentation und

Befragung werden von oben genannten Personen gemeinsam bewertet.

Der Praktikumsbetrieb erhält ein Exemplar der Fachmaturitätsarbeit von der Praktikantin.

Die Richtlinien für die Fachmaturitätsarbeit können bei den jeweiligen Fachmittelschulen direkt angefordert

werden.

Bestehen des Praxiseinsatzes für die Fachmaturität Soziales

Der einjährige Praxiseinsatz gilt als bestanden, wenn die Fachmittelschule bis Ende Mai im Besitz aller

Dokumente ist (Praktikumsvertrag, Probezeitbeurteilung, Beschlussprotokolle Reflexionsgespräche,

Arbeitszeugnis, Empfehlungsschreiben, Schlussqualifikation). Die Schlussqualifikation wird von der

Praktikumsbegleitung vorgenommen und muss mit „erfüllt“ bewertet sein.

Die Zustellung der Dokumente liegt in der Verantwortung der Praktikantin oder des Praktikanten.

Praktikumsbeginn

Der Praktikumsbeginn ist jeweils im August.

Besoldung

Der Ansatz richtet sich nach den üblichen Bedingungen für Praktikantinnen und Praktikanten.

5


Leitfaden für die Praktikumsqualifikation

Grundlagen der Fachmittelschule und der Fachmaturität Soziales

Konzept für die Fachmittelschule des Kantons St.Gallen

EDK-Richtlinien für die Fachmaturität

Bestimmungen zur Praxisausbildung der Fachmittelschule

Leitfaden Fachmaturitätsarbeit der Mittelschulen des Kantons St.Gallen

Praktikumsvertrag und zusätzliche Vereinbarungen

Grundlagen Vorpraktikum der Fachhochschule für Soziales, St. Gallen

Verantwortlichkeiten

Die Fachmittelschule ist verantwortlich für die Gesamtausbildung der Schülerinnen und Schüler. Sie

stellt die Rahmenbedingungen zur Verfügung und stellt die Abwicklung des Praktikumsjahres sicher.

Die Praktikumsbegleitungen in den Praxisorganisationen sind für die fachliche Begleitung während

des Praktikums zuständig. Die Betreuung der Fachmaturitätsarbeit wird durch den Praktikumsbetreuer

im Betrieb zusammen mit einer Lehrperson der Fachmittelschule gewährleistet.

Bestandteile und Umfang der Praxisqualifikation

Für die Praktikumsqualifikation sind die folgenden Unterlagen notwendig:

a. Probezeitbeurteilung

b. Protokolle Reflexionsgespräche

c. Arbeitszeugnis

d. Empfehlung

e. Schlussqualifikation

a. Probezeitbeurteilung

Die beiden Kompetenzbereiche Sozialkompetenzen und Selbstkompetenzen haben für die künftige

berufliche Tätigkeit besondere Relevanz. In einem ersten Schritt wird überlegt, in welchem Ausmass

die beiden Kompetenzen erkennbar sind. Dazu verwendbare Formulare befinden sich im Anhang 1

und 2. Der Betrieb kann aber auch die eigenen Formulare verwenden.

Die Praktikantin oder der Praktikant hat die Aufgabe, für die beiden Kompetenzbereiche persönliche

Lernziele zu formulieren. Diese Lernziele liegen bei den Reflexionsgesprächen vor.

Das Ergebnisprotokoll wird von den Teilnehmenden unterzeichnet und anschliessend von der Praktikantin

oder dem Praktikant an die Fachmittelschule gesandt.

b. Reflexionsgespräche

Die Reflexionsgespräche dienen der Betrachtung des bisher Gelernten sowie der Planung und Vorbereitung

des zweiten Praktikumsteils bzw. der Fortsetzung des Praktikums bei längerem Praktikum an

derselben Stelle.

6


Die Praktikantin oder der Praktikant reflektiert als Gesprächsvorbereitung eigenständig seine bisherigen

Erfahrungen im Praktikum (inkl. Theorietransfer aus der Schule), die eigenen Schwächen und

Stärken und schätzt die persönliche Entwicklung ein. Zudem formuliert sie oder er persönliche Erfahrungen

und artikuliert konkrete Problemsituationen. Aus diesen Gesprächen werden die Konsequenzen

für die restliche Praktikumszeit z.B. Hilfestellungen, Vereinbarungen, weitere Gespräche, etc.

abgeleitet.

Die Rückmeldungen und Empfehlungen des Betriebs an die Praktikantin oder den Praktikant tragen

dazu bei, persönliche Stärken und Schwächen besser zu erkennen, zu reflektieren und Folgerungen

für die Fortsetzung des eingeschlagenen Wegs zu ziehen.

Die Praktikantin oder der Praktikant soll im Laufe des Praktikums angeregt werden, die Reflexionstätigkeit

in folgenden Bereichen zu schulen:

Berufsbezogene Motivation

Beziehungsfähigkeit

Reflexionsfähigkeit

Selbstmanagement

Offenheit

In der Regel werden Reflexionsgespräche alle 3 Monate durchgeführt und dauern höchstens eine

Stunde. Das Ergebnisprotokoll wird von der Praktikantin oder dem Praktikant verfasst, von allen

Gesprächsteilnehmenden unterzeichnet und an die Teilnehmenden und die Fachmittelschule verteilt.

c. Arbeitszeugnis

Am Ende des Praktikums erhält die Praktikantin oder der Praktikant vom Betrieb ein Arbeitszeugnis

mit Anstellungsgrad. Es zeigt eine Übersicht der bisher erworbenen Sozial- und Selbstkompetenzen.

d. Empfehlung

Der Betrieb beurteilt am Schluss des begleiteten Praktikums die Eignung der Praktikantin oder des

Praktikanten für das Berufsfeld Soziale Arbeit. Die Einschätzung der berufsbezogenen Motivation,

Kommunikationsfähigkeit, Reflexionsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit sowie der Belastbarkeit und des

Selbstmanagements der Praktikantin oder des Praktikantenbilden die Grundlage für die Empfehlung.

Eine positive Empfehlung des Betriebs ist Bestandteil einer erfolgreichen Bewerbung an der Fachhochschule

für Soziale Arbeit St. Gallen. Die zugehörigen Formulare der Fachhochschule St. Gallen

finden Sie im Anhang 2.

e. Schlussqualifikation

Die Praktikumsleitung bewertet das Sozialpraktikum am Schluss mit erfüllt bzw. nicht erfüllt. Das

Formular dazu findet sich im Anhang 1 dieser Richtlinien.

Gefährdung des Praktikums und ungenügende Leistung

Schwierigkeiten und Defizite im Praktikum werden früh thematisiert. Die Praktikums-begleitung informiert

möglichst umgehend die Schulleitung der Stammschule und die Lehrperson, welche die

Fachmaturitätsarbeit begleitet. Mit ihnen ist das weitere Vorgehen zu koordinieren. Grundsätzlich

7


haben die Praktikantinnen und Praktikanten die Möglichkeit, ungenügende Leistungen mit klaren

Auflagen und Erwartungen nach einem Zwischengespräch zu verbessern. Die Praktikantinnen und

Praktikanten haben im ungünstigsten Fall die Möglichkeit, das Praktikum in einer anderen Organisation

fortzusetzen oder das Praktikumsjahr (bei Splitting den abgebrochenen Praxisteil) zu wiederholen.

8


Anhang 1

Probezeitbeurteilung

Name Praktikant/in

Adresse

Praxisorganisation

Adresse

Praktikumsbegleiter/in

Dauer des Praktikums

Gesamtbewertung

Die Probezeit ist erfüllt nicht erfüllt

Unterschriften

Ort und Datum

Praktikumsbegleiter/in

Ort und Datum

Praktikant/in

9


Schlussqualifikation

Name Praktikant/in

Adresse

Praxisorganisation

Adresse

Praktikumsbegleiterer/in

Dauer des Praktikums

Gesamtbewertung

Das Praktikum ist erfüllt nicht erfüllt

Unterschriften

Ort und Datum

Praktikumsbegleiter/in

Ort und Datum

Praktikant/in

10


Anhang 2

Dokumente FHS St.Gallen

FMS-Mittelschulen

Kantonsschule am Brühl

Claudia Fauquex

Prorektorin FMS

Notkerstrasse 20

9000 St.Gallen

058 229 72 72

claudia.fauquex@sg.ch

Kantonsschule Sargans

Ivo Gienal

Prorektor FMS

Pizolstrasse 14

7320 Sargans

081 720 07 40

ivo.gienal@sg.ch

Kantonsschule Heerbrugg

Eva Rothenberger

Prorektorin FMS

Karl-Völker-Strasse 11

9435 Heerbrugg

071 727 01 20

eva.rothenberger@sg.ch

Kantonsschule Wattwil

Silvia Rüdisühli

Prorektorin FMS

Näppisuelistrasse 11

9630 Wattwil

071 987 67 27

silvia.ruedisuehli@ ksw.sg.ch

Fachhochschule

FHS St.Gallen Soziale Arbeit

Andreas Laib

Administration

Industriestrasse 35

9401 Rorschach

071 844 48 48

andreas.laib@fhsg.ch


Vorpraktikum «Bestätigung und Empfehlung»

Angaben zur Vorpraktikantin / zum Vorpraktikanten

Name, Vorname

Adresse

Geburtsdatum




Bestätigung über die Durchführung des Vorpraktikums

Name und Adresse der Organisation

der Sozialen Arbeit:

Fachliche Anleitung des Vorpraktikums

(Name und Funktion):

Dauer des Vorpraktikums:

Pensum des Vorpraktikums:

Direkter beruflicher Kontakt zu Klientel war

wesentlicher Bestandteil des Vorpraktikums:

Ja

Nein

Empfehlung für das Berufsfeld

Soziale Arbeit

sehr gut

erfüllt

gut erfüllt

erfüllt

schwach

erfüllt

nicht erfüllt

Berufsbezogene Motivation

Beziehungsfähigkeit

Reflexionsfähigkeit

Selbstmanagement

Der Situation angemessene Offenheit

Bemerkungen:



Aufgrund des Vorpraktikums in unserer Organisation beurteilen wir

Name Vorpraktikant/in:

als geeignet für das Berufsfeld Sozialer Arbeit. Ja Nein

Ort, Datum:

Unterschrift der für die Qualifikation zuständigen Fachperson:


FHO Fachhochschule Ostschweiz

www.fhsg.ch

8


Vorpraktikum

Kriterienkatalog und Bewertungsschema

Hinweise zur Verwendung ............................................................................................................................................................................................................ 2

Berufsbezogene Motivation ....................................................................................................................................................................................................3-5

Soziales Engagement ............................................................................................................................................................................................................................................................. 3

Wahrnehmung im sozialen Feld ............................................................................................................................................................................................................................................ 4

Handlung im sozialen Feld ..................................................................................................................................................................................................................................................... 5

Beziehungsfähigkeit ......................................................................................................................................................................................................................6-8

Kommunikation ..................................................................................................................................................................................................................................................................... 6

Kooperation ........................................................................................................................................................................................................................................................................... 7

Kontaktgestaltung ................................................................................................................................................................................................................................................................. 8

Reflexionsfähigkeit ..................................................................................................................................................................................................................... 9-11

Selbst- und Fremdreflexion ................................................................................................................................................................................................................................................... 9

Beziehungsreflexion ............................................................................................................................................................................................................................................................ 10

Aufgabenreflexion ............................................................................................................................................................................................................................................................... 11

Selbstmanagement ................................................................................................................................................................................................................. 12-14

Autonomie........................................................................................................................................................................................................................................................................... 12

Belastbarkeit ....................................................................................................................................................................................................................................................................... 13

Emotionale Steuerung ......................................................................................................................................................................................................................................................... 14

Der Situation angemessene Offenheit ........................................................................................................................................................................ 15-17

Neugier ................................................................................................................................................................................................................................................................................ 15

Flexibilität ............................................................................................................................................................................................................................................................................ 16

Realitätsbezug ..................................................................................................................................................................................................................................................................... 17

Schlussblatt ......................................................................................................................................................................................................................................... 18

Dieser Kriterienkatalog ist ein Instrument, das die FHS St. Gallen, Fachbereich Soziale Arbeit im Rahmen des Zulassungsverfahrens Praxisorganisationen der Sozialen Arbeit zur

Verfügung stellt.


Hinweise zur Verwendung des Kriterienkatalogs

Dieser Kriterienkatalog ist ein unterstützendes Arbeitsinstrument für Fachpersonen in Praxisorganisationen, welche Vorpraktikantinnen

und Vorpraktikanten anleiten. Ziel seiner Verwendung ist, die Kompetenzen einer Person im Vorpraktikum entlang von fünf

Hauptkriterien zu bewerten und damit zu einer Empfehlung oder Nichtempfehlung für das Berufsfeld Sozialer Arbeit zu gelangen. Die

anleitenden Fachpersonen wählen und verantworten selbst, inwieweit sie den Kriterienkatalog für die Einschätzung nutzen. Der Katalog

kann in unterschiedlicher Tiefe angewandt werden:

1. Arbeit mit dem ganzen Kriterienkatalog: Jedes Merkmal wird bepunktet (0-4 Punkte, erfüllt mit 2 Punkten), Durchschnitt pro

Teilkriterium (gelbes Feld), Addition pro Teil- und Hauptkriterium und Gesamttotal (Schlussblatt)

2. Arbeit nur mit Schlussblatt: Jedes Teilkriterium wird bepunktet (0-4 Punkte, Spalte „Punkte“, erfüllt mit 2 Punkten), Addition pro

Hauptkriterium (Spalte „Total“) und Gesamttotal

3. Arbeit nur mit Schlussblatt: Jedes Hauptkriterium wird bepunktet (0-12 Punkte, Spalte „Total“, erfüllt mit 6 Punkten), Gesamttotal

Die Merkmale sind bewusst auf einem hohen Qualitätsniveau beschrieben. Dies ist bei der Bewertung der Kompetenzen einer Person im

Vorpraktikum zu berücksichtigen: Ist das Merkmal, Teil- oder Hauptkriterium in guten Ansätzen vorhanden und ist Entwicklungspotential

erkennbar, ist „erfüllt“ die angemessene Bewertung.

Damit eine Empfehlung begründet ist, müssen pro Hauptkriterium mind. 3 Punkte und im Gesamttotal mind. 30 Punkte erreicht werden.

ab 30 Punkten = Empfehlung möglich („erfüllt“)

45 Punkte = ausgezeichnete Qualifikation

60 Punkte = professionelle Exzellenz

Die Bewertung der Hauptkriterien und die Empfehlung oder Nichtempfehlung für das Berufsfeld Sozialer Arbeit fliessen in das offizielle

Formular „Vorpraktikum“ ein. Vorpraktikantinnen und Vorpraktikanten tragen die Verantwortung, dieses Formular von der

anleitendenden und qualifizierenden Person ausfüllen zu lassen.

Das Formular „Vorpraktikum“ sowie der Kriterienkatalog inkl. Bewertungsschema stehen auf unserer Website zum Herunterladen zur

Verfügung (www.fhsg.ch/zulassung). Bei Fragen oder Schwierigkeiten bei der Bewertung steht die Fachstelle Zulassung & Informationsanlass

zur Verfügung (sanna.benz@fhsg.ch, 071 844 48 56).

2


Hauptkriterien Teilkriterium Merkmale sehr gut

erfüllt

4 Pkt.

Berufsbezogene

Motivation

Soziales

Engagement

-ist informiert über soziale Fragestellungen

(bringt aktuelle Themen aus Politik, Gesellschaft, Medien, Literatur

ein und weist darin einen informierten Kenntnisstand auf)

gut

erfüllt

3 Pkt.

erfüllt

2 Pkt.

schwach

erfüllt

1 Pkt.

nicht

erfüllt

0 Pkt.

-ist an Menschen und den Problemstellungen im

Lebensalltag interessiert

(beobachtet, berichtet, erzählt, fragt nach, denkt weiter, stellt Bezug

zu Selbsterfahrung und zu allgemeinen sozialen Fragestellungen her)

-fühlt sich ethisch verpflichtet

(führt Wertediskussion, kann verbindliche persönliche sowie

humanitäre und gesellschaftliche Werte nennen und möchte dafür

einen persönlichen Beitrag leisten)

-definiert sich unterstützend und dienstleistend

für Einzelpersonen und die Gesellschaft

(macht Ernst mit der ethischen Verpflichtung, ist fähig zu realer

Umsetzung, engagiert sich konkret, handlungs- und

lösungsorientiert, wird bei Problemen angesprochen, wird als

zuständig erlebt, ist nachhaltig und qualitätsorientiert ausgerichtet)

=

Durchschnitt (Total/4)

Bemerkungen

3


Hauptkriterien Teilkriterium Merkmale sehr gut

erfüllt

4 Pkt.

Berufsbezogene

Motivation

Wahrnehmung

im

sozialen Feld

-ist sensibel für soziale Bedürfnisse allgemein

(sieht, dass sich eine soziale Aufgabe stellt, nimmt Herausforderung

und Auftrag wahr, argumentiert unter sozialem und humanitärem

Blickwinkel, kann einen personenbezogenen, gruppen- und

gesellschaftsbezogenen Blickwinkel einnehmen)

-ist sensibel für die Themen Gleichheit und

Gerechtigkeit

(Ungleichheit und Missstände werden wahrgenommen und

benannt, thematisiert Chancengleichheit, beschäftigt sich mit

Ursachen für gesellschaftliche Unterschiede)

gut

erfüllt

3 Pkt.

erfüllt

2 Pkt.

schwach

erfüllt

1 Pkt.

nicht

erfüllt

0 Pkt.

-ist sensibel für Randgruppen und Gruppierungen

mit besonderen Bedürfnissen

(hat Wissen über besondere Gruppen und deren Bedürfnisse, kann

die allg. Sensibilität für soziale Bedürfnisse spezifizieren auf

verschiedene Anspruchsgruppen, ist zu differenzierter

Wahrnehmung fähig)

-ist sensibel für Risiken und Gefährdungen

(erfasst Ausnahmesituationen, kann mögliche Konsequenzen

einschätzen, benennt professionelle Risiken, hat auch intuitiven

Zugang zu Gefährdungssituationen, stellt sich den

Herausforderungen ohne Bagatellisierung, nimmt prophylaktische

und präventive Möglichkeiten wahr)

=

Durchschnitt (Total/4)

Bemerkungen

4


Hauptkriterien Teilkriterium Merkmale sehr gut

erfüllt

4 Pkt.

Berufsbezogene

Motivation

Handlung im

sozialen Feld

-setzt sich im Rahmen seiner Möglichkeiten aktiv

ein

(ist bereit, sich für seine Werte einzusetzen, zeigt persönliches

Engagement, sieht eigenen Handlungsspielraum und bringt sich

entsprechend ein, sieht auch persönliche Handlungsbegrenzung und

kann andere Aktionspartner aktivieren)

- motiviert zur Entwicklung von Lösungsansätzen

(Herausforderungen bewirken Engagement und Aktivität, ist dabei

offen für verschiedenartige und interdisziplinäre Lösungen, nutzt

vorhandene Ressourcen, effizient und wirkungsorientiert, kann

seine/ihre Motivation auch auf das Gegenüber und das Umfeld

übertragen)

-will Veränderungen bewirken

(bleibt nicht in Erkenntnis und Analyse stehen, erschöpft sich nicht

im Verstehen und Mittragen, gibt Anstoss und sucht aktiv nach

Veränderung, bindet ein und aktiviert Gegenüber und Umfeld,

versteht sich als Lernmodell, beweist Mut und

Unsicherheitstoleranz)

- ist in seinem/ihrem Handeln an Fairness und

Integrität orientiert

(geht nicht über andere hinweg, richtet sein Handeln am

Gemeinschaftsgedanken aus, Aussage und Handlung sind kongruent,

hat Fehlertoleranz sich selber und anderen gegenüber, ist

berechenbar und durchschaubar, macht keine Unterstellungen)

gut

erfüllt

3 Pkt.

erfüllt

2 Pkt.

schwach

erfüllt

1 Pkt.

nicht

erfüllt

0 Pkt.

=

Durchschnitt (Total/4)

Bemerkungen

5


Hauptkriterien Teilkriterium Merkmale sehr gut

erfüllt

4 Pkt.

Beziehungsfähigkeit

Kommunikation

-kann die Kommunikationsbedürfnisse des

Gegenübers verbal und nonverbal aufnehmen

und sich darauf einstellen

(kann verbale und nonverbale Signale nennen, passt sich der

Kommunikationsform und der Situation des Gegenübers an,

Gesprächsfluss und Dialog kommen zustande, kann spiegeln)

-kann zuhören und Raum geben

(lässt ausreden, hält Pausen aus, ist auf das Gegenüber konzentriert,

ermöglicht, dass das Gegenüber sich unverstellt zeigen kann, kann

wesentliche Aussagen wiedergeben)

gut

erfüllt

3 Pkt.

erfüllt

2 Pkt.

schwach

erfüllt

1 Pkt.

nicht

erfüllt

0 Pkt.

-gestaltet Kommunikation aktiv mit

(trägt anregende und weiterführende Gedanken bei, aktiviert

Gesprächspartner, holt sowohl kognitive wie emotionale Aussagen

ab, ihre/seine Gesprächsführung ist gegliedert, systematisch und

transparent)

-pflegt einen respektvollen, nicht wertenden

Sprachstil

(transparente, gut verständliche Aussagen, neutrale, offene und

annehmende Grundhaltung, begegnet sprachlich auf gleicher Ebene,

selbstwertschützende und ressourcenorientierte Ansprache)

=

Durchschnitt (Total/4)

Bemerkungen

6


Hauptkriterien Teilkriterium Merkmale sehr gut

erfüllt

4 Pkt.

Kooperation

Beziehungsfähigkeit

-ist interessiert an unterschiedlichen Bezugspersonen

und Standpunkten

(Andersartigkeit und gegensätzliche Meinungsbildungen werden

aktiv eingeholt, ist um einen ganzheitlichen Ansatz bemüht)

-begegnet diesen wohlwollend

(hat keine vorgefertigten Meinungen, keine abgeschlossenen

Wertungs- und Denksysteme, behandelt alle Personen gleich, kann

Andersartigkeit stehen lassen, wertet und bewertet nicht)

gut

erfüllt

3 Pkt.

erfüllt

2 Pkt.

schwach

erfüllt

1 Pkt.

nicht

erfüllt

0 Pkt.

-wirkt aktiv auf Konsens hin

(versteht Personen einzubinden und einen gemeinsamen Nenner zu

generieren, sucht einen erarbeiteten aktiven Konsens statt eines

passiven, kann dabei Konflikte benennen und zur Bereinigung

beitragen, ist prozessorientiert, deckt Scheinkonsens auf)

-kann sich auch im interdisziplinären Feld

integrativ bewegen

(geht offen auf andere Disziplinen zu, ist neugierig, befürchtet keine

Abgrenzungskämpfe, ist bemüht, von anderen Sichtweisen zu

lernen, wertet und achtet den Beitrag, den andere Disziplinen

einbringen)

=

Durchschnitt (Total/4)

Bemerkungen

7


Hauptkriterien Teilkriterium Merkmale sehr gut

erfüllt

4 Pkt.

Beziehungsfähigkeit

Kontaktgestaltung

-ist sensibel auf Signale und Äusserungen des

Gegenübers

(wendet sich dem Gegenüber zu, sucht Blickkontakt, nimmt

Botschaften sorgfältig auf (hören, beobachten), gibt verbal

Spiegelungen und Rückmeldungen, kann unterschiedliche Signale

wahrnehmen und angemessen reagieren)

-kann Perspektiven des Gegenübers annehmen

(überfährt die Emotionen des Gegenübers nicht, setzt nicht forciert

eigene Emotionen dagegen, bestimmt nicht das emotionale Klima

einer Situation einseitig und dominierend, drückt mimisch, gestisch

und in der Körperhaltung emotionale Beteiligung aus, spiegelt die

Mimik, lässt Raum zum Aufbau, zum Durchleben und zum

Rückschwingen auch negativer Emotionen)

-tritt als zuverlässiges und vertrauensbildendes

Gegenüber auf

(keine vorschnellen Äusserungen, wartet ab mit Urteil und

Versprechungen, wägt ab, deklarierte Rückmeldung bzgl.

Vertraulichkeit, ist verbindlich bzgl. Abmachungen und

Zugeständnissen, nimmt entgegen und an, redet nicht über andere

Personen)

-gestaltet gleichwertige Beziehungen

(steht zu seiner Professionalität ohne diese herabsetzend und

diskriminierend ins Spiel zu bringen, kann ein partnerschaftliches

Klima schaffen, ohne sich anzubiedern, gibt dem Gegenüber

Autonomie, lässt erkennen, dass sich Wertigkeiten je nach Fokus

immer neu und unterschiedlich gestalten)

gut

erfüllt

3 Pkt.

erfüllt

2 Pkt.

schwach

erfüllt

1 Pkt.

nicht

erfüllt

0 Pkt.

=

Durchschnitt (Total/4)

Bemerkungen

8


Hauptkriterien Teilkriterium Merkmale sehr gut

erfüllt

4 Pkt.

Reflexionsfähigkeit

Selbst- und

Fremdreflexion

-ist bemüht, ihr Selbstbild fortlaufend zu erweitern

und zu korrigieren

(sucht aktiv Rückmeldungen, will Kritik verstehen, fragt nach

Fremdbildern und Fremdeinschätzungen, stellt diese aktiv und ungefragt

in Bezug zu sich, leitet daraus selbstkritische und selbstbekräftigende

Aussagen ab, formuliert Lern- und Erfahrungsgewinne, ist um Kongruenz

im Selbstbild bemüht)

-hinterfragt eigene Motivation (Werte, Antriebe) und

Handlungen

(nimmt Komplexität und Ambivalenz wahr, kann auf selbstwertschützende

Hilfskonstruktionen verzichten, kann darauf verzichten, als

nur „gut“ und altruistisch wahrgenommen zu werden, befragt sich und

andere auch auf negative Antriebe, ist stärker intrinsisch geleitet, macht

aus seinen Überzeugungen kein allgemein verbindliches Programm, weiss

nicht nur um den Wert der Werte, sondern auch um den Hintergrund)

-kann aufgaben- und personenbezogen Stärken und

Entwicklungsfelder benennen

(kann Distanz zu sich einnehmen, ist sowohl zu einer selbstwertstärkenden

wie zu einer selbstkritischen Eigenbeurteilung in der Lage,

kann Schwächen zugeben ohne zu kokettieren, stellt nicht an sich den

Anspruch, ohne Schwächen zu sein, will weiterkommen, ist aktiv auch für

sich, für andere und in der Beziehung zu anderen an Veränderung

interessiert)

-setzt sich mit Person und Anliegen des Gegenübers

vertieft auseinander

(ist nah beim Gegenüber, nimmt differenziert wahr, kann Aussagen

machen über die kognitive, soziale und emotionale Ebene des

Gegenübers, kann dazu auch sachliche Begründungen über Ursachen und

Wirkungen liefern, leitet daraus begründet Einschätzungen ab)

gut

erfüllt

3 Pkt.

erfüllt

2 Pkt.

schwach

erfüllt

1 Pkt.

nicht

erfüllt

0 Pkt.

=

Durchschnitt (Total/4)

Bemerkungen

9


Hauptkriterien Teilkriterium Merkmale sehr gut

erfüllt

4 Pkt.

Reflexionsfähigkeit

Beziehungsreflexion

-kann die Anteile von Gesprächsteilnehmenden am

Verlauf der Interaktion erkennen

(ist sich der Bedeutung von sozialen Rollen bewusst, kann mögliche soziale

Rollen benennen und im Kontakt wieder erkennen, reflektiert eigene und

zugeschriebene Rollen, hat Einblick in die Dynamik gegenseitiger

Rollenzuschreibung, macht Aussagen über die Funktion und die

Konsequenzen aus der erkannten Rollendynamik)

-kann seine/ihre eigenen Beiträge erkennen und

benennen

(deklariert seine Beiträge in der Ich-Aussage, argumentiert unter Bezug auf

die unterschiedlichen Beiträge der Gruppenmitglieder, beansprucht ein

Gruppenergebnis nicht als ein eigenes, macht Beiträge, die dem

Gesamtergebnis dienen, will die Gruppe befördern, sucht Anschluss, ohne

sich aber aufzugeben)

-kann die Autonomie des Gegenübers respektieren und

sich darauf einlassen

(bringt sich nicht dominierend ein, achtet die Autonomie des Gegenübers

durch aktive Ansprache, Zuhören und Werten des Beitrags, fördert die

Autonomie durch Abholen der Person, Einbezug und Wertschätzung,

degradiert das Gegenüber nicht durch vor-schnelle Übernahme von

Entscheidungen, gibt Verantwortung an das Gegenüber zurück, stellt auf die

Kompetenzen des Gegenübers ab)

-kann Feedback konstruktiv aufnehmen und geben

(teilt sein Verständnis und seine Wahrnehmungen mit, ist transparent für

andere, macht keine globalen Wertungen, sondern spezifische

Rückmeldungen, klärt aktiv ab, wie eine Rückmeldung gemeint ist, setzt sich

direkt und lösungsorientiert mit der Ansprechperson auseinander)

gut

erfüllt

3 Pkt.

erfüllt

2 Pkt.

schwach

erfüllt

1 Pkt.

nicht

erfüllt

0 Pkt.

=

Durchschnitt (Total/4)

Bemerkungen

10


Hauptkriterien Teilkriterium Merkmale sehr gut

erfüllt

4 Pkt.

Reflexionsfähigkeit

Aufgabenreflexion

-kann die Zuständigkeit erkennen

(erkennt Handlungsbedarf und setzt selbständig um, geht an

Aufgaben sachbezogen heran, kann Notwendigkeiten und

Gegebenheiten analysieren und trennen, kann sich begründet

beschränken und zurückhalten)

-kann Verantwortlichkeiten erkennen

(kann Verantwortungsspielräume aus Aufgabenstellungen ableiten,

hat alle möglichen Verantwortungsträger im Blick, kann begründet

Zuweisungen vornehmen, reflektiert dabei die jeweiligen

Kompetenzen der Verantwortungsträger, nimmt entsprechend

differenzierte Zuteilungen wahr, benutzt Verantwortlichkeit nicht

zur Selbstdarstellung und Profilierung)

-kann sie annehmen und delegieren

(übernimmt angepasst und dosiert Verantwortung, sucht sich nicht

zu profilieren, drückt sich aber auch nicht, hat keine Scheu,

Verantwortung wahrzunehmen und abzugeben, hat Vertrauen in die

eigene Verantwortlichkeit und die von anderen, kann loslassen)

-erkennt und benennt Überforderung

(kennt seine Grenzen, ist nah bei seinen Funktionsaufgaben, fühlt

sich nicht für alles angesprochen, muss sich nicht durch Übernahme

von falschen Verantwortlichkeiten bestätigen und im Selbstwert

stützen, kann Nichtzuständigkeit deklarieren, sieht die

Verantwortungskompetenz anderer und wertet sie auf statt ab)

gut

erfüllt

3 Pkt.

erfüllt

2 Pkt.

schwach

erfüllt

1 Pkt.

nicht

erfüllt

0 Pkt.

=

Durchschnitt (Total/4)

Bemerkungen

11


Hauptkriterien Teilkriterium Merkmale sehr gut

erfüllt

4 Pkt.

Autonomie

Selbstmanagement

-kann eigene Grenzen verbalisieren und

durchsetzen

(ist eigenständig, kann kognitivem und emotionalem Gruppendruck

flexibel widerstehen, behält seine Anliegen, Bedürfnisse und

Meinungen im Auge, kann unzutreffende Botschaften zurückweisen,

bleibt auch sachlich und realitätsbezogen in hochemotionalen

Situationen)

-kann eigenen Standpunkt einnehmen und dafür

einstehen

(standfest, reagiert sicher und bestimmt auf Aufgabenstellungen,

gibt klare Botschaften zum eigenen Standpunkt und zum

Verständnis der Aufgabenstellung, zeigt flexible Beharrlichkeit bei

Widerstand)

-ist im Auftritt echt

(stimmiger Eindruck, tritt verbindlich, kontaktfähig und mit

persönlichem Profil auf, will nichts vorgeben, keine schulmässige

oder forcierte Selbstpräsentation, keine erhöhte

Schutzbedürftigkeit, wertet sich weder auf noch ab, altersadäquat

reif)

-ist sich treu

(selbstsicher, bleibt konstant in Auftritt und Beziehungsgestaltung,

lässt sich durch andere nicht verunsichern, zeigt sich als Person mit

unterschiedlichen Facetten, ist spürbar, bleibt einschätzbar und

berechenbar, kann Zuschreibungen widerstehen)

gut

erfüllt

3 Pkt.

erfüllt

2 Pkt.

schwach

erfüllt

1 Pkt.

nicht

erfüllt

0 Pkt.

=

Durchschnitt (Total/4)

Bemerkungen

12


Hauptkriterien Teilkriterium Merkmale sehr gut

erfüllt

4 Pkt.

Belastbarkeit

Selbstmanagement

-kennt seine Ressourcen

(weiss, was persönlich gut tut, kann benennen, wie Ausgleich und

Entspannung erzielt wird, kann Personen und / oder Handlungen

nennen, die unter Belastung entspannend wirken, hat Antworten

und Orientierungen, die unter Belastung klärend und hilfreich sind)

-setzt sich aktiv für die Pflege der physischen und

psychischen Gesundheit ein

(lässt erkennen, dass es ein Anliegen und eine Aufgabe ist, sich um

sich selbst zu kümmern, lässt sich nicht überfordern, setzt aktiv

Grenzen, wendet Zeit und Energie auf für die Pflege seiner/ihrer

persönlichen Balance, weiss um psychohygienische Prävention und

setzt sie um)

-kennt die Grenzen seiner/ihrer Belastbarkeit

unter besonderen Herausforderungen und Stress

(kann Aussagen machen, wo die persönlichen Grenzen liegen, kennt

seine persönlichen Stressoren und seinen kritischen Stresspegel,

kann die kritischen Konstellationen benennen, weiss, wo es um

persönliche Herausforderung handelt (sich stellen) und wo

Vermeidung und Rückzug angebracht sind)

-kann sich ggf. Hilfe holen

(hat keine Mühe, andere auf Hilfe anzusprechen, kann Versagen und

Bedürftigkeit formulieren, kennt Wege und Personen für Hilfen, hat

schon analoge Herausforderungen aktiv bewältigt und spricht davon,

ist aktiv handelnd statt passiv erwartend)

gut

erfüllt

3 Pkt.

erfüllt

2 Pkt.

schwach

erfüllt

1 Pkt.

nicht

erfüllt

0 Pkt.

=

Durchschnitt (Total/4)

Bemerkungen

13


Hauptkriterien Teilkriterium Merkmale sehr gut

erfüllt

4 Pkt.

Selbstmanagement

Emotionale

Steuerung

-kann seine/ihre Emotionen kontrollieren

(tritt mehrheitlich ausgeglichen auf, bleibt mehrheitlich ruhig und

sachlich, kann seinen verbalen und nonverbalen (Gestik, Mimik,

Körperhaltung) Ausdruck aktiv gestalten, kommt darin persönlich

und nicht aufgesetzt, theatralisch oder demonstrativ herüber,

bemüht sich um angemessenen Emotionsausdruck, übernimmt

Verantwortung für seine Emotionen)

-kann mit Emotionen beweglich und angepasst an

Situationen angepasst umgehen

(erkennt die Bedürfnisse einer Situation, stellt sich gefühlsmässig

ein, kann wechseln, hat eine breite Gefühlspalette, die differenziert

angewendet werden kann, ist im Ausdruck nicht abhängig davon, ob

die Anforderungen mit der eigenen Gefühlslage übereinstimmen,

kann situationsspezifisch Emotionen regulieren)

-ist fähig zur willentlichen Selbstdisziplin

(ist sozial und arbeitsmässig nicht abhängig von der jeweiligen

Stimmungslage, kostet Stimmungen nicht aus, gibt sich innere

Befehle, lebt aufgabenbezogen und nicht nach dem Lust- und Laune-

Prinzip, fühlt sich aus Wertschätzung gegenüber sich und anderen

zur Selbstdisziplin verpflichtet)

-bleibt auch unter besonderer Belastung

kontrolliert und sachbezogen zielorientiert

(verliert auch in besonders kritischen Situationen das Ziel nicht aus

den Augen, lässt sich auch dann nicht zu grenzüberschreitenden

Handlungen hinreissen, lässt sich von eigenen wie von fremden

Impulsen nicht überschwemmen, vermag emotional zu entschärfen

und zu neutralisieren)

gut

erfüllt

3 Pkt.

erfüllt

2 Pkt.

schwach

erfüllt

1 Pkt.

nicht

erfüllt

0 Pkt.

=

Durchschnitt (Total/4)

Bemerkungen

14


Hauptkriterien Teilkriterium Merkmale sehr gut

erfüllt

4 Pkt.

Neugier

Der Situation

angemessene

Offenheit

-sucht vielfältige Anregungen und ist Neuem und

Unbekanntem gegenüber aufgeschlossen

(ist offen, beweglich und anregbar, reagiert nicht abwehrend und

abweisend, fragt nach, geht Hinweisen nach, vertieft aus eigenem

Antrieb Anregungen, hat flüssige und breite Assoziationen im

Denken und in der Rede)

-hat vielfältige soziale und kulturelle Interessen

(stellt originelle, nicht schulmässige Fragen, zieht eigenständige und

originelle Querverbindungen, bringt nichtlineares Wissen ein, hat

kreatives und vernetztes Denken / Querdenken)

gut

erfüllt

3 Pkt.

erfüllt

2 Pkt.

schwach

erfüllt

1 Pkt.

nicht

erfüllt

0 Pkt.

-ist stetig bemüht, seinen/ihren Wissensstand

und seinen/ihren Erfahrungshorizont zu

erweitern

(interessiertes und aufmerksames Zuhören und Fragen, fragt aktiv

nach, wagt, spontane Fragen zu stellen, lässt sich hinterfragen, stellt

Zusammenhänge her, sieht, wo Klärungsbedarf ist und geht

entsprechend selbständig weiter oder nimmt Hilfestellungen

konstruktiv auf)

-ist lernbereit

(will nicht nur lernen, sondern zeigt auch, dass Lernprozesse

umgesetzt werden, erzielt Lernergebnisse und bringt diese ein, gibt

sich mit vagem oder unklarem Wissen nicht zufrieden, bleibt an

Themen und Sachen dran)

=

Durchschnitt (Total/4)

Bemerkungen

15


Hauptkriterien Teilkriterium Merkmale sehr gut

erfüllt

4 Pkt.

Flexibilität

Der Situation

angemessene

Offenheit

-kann leicht verschiedene und fremde

Sichtweisen einnehmen

(ist nicht stur, geht auf die Argumente anderer ein, kann Inputs

anderer weiterdenken in verschiedene Richtungen, ist umstellfähig

je nach Prozessentwicklung, ist flexibel, aber nicht unbeständig,

wankelmütig oder konturlos)

-kann sich auf wechselnde und unvorhergesehene

Bedingungen rasch einstellen

(ist nicht entmutigt durch neu auftretende Gegebenheiten, kann

Altes loslassen und sich auf Neues einlassen, zeigt reichhaltige,

schnelle und stimmige Einfälle zur Lösung von neu auftretenden

Problemen, kann sich auf neu auftretende Ansprechpersonen rasch

einstellen)

gut

erfüllt

3 Pkt.

erfüllt

2 Pkt.

schwach

erfüllt

1 Pkt.

nicht

erfüllt

0 Pkt.

-kann situationsangemessen planen und handeln

(kann eine klare, in Teilschritten definierte Arbeitsweise aufrecht

halten, auch wenn die Zielgrössen oder die möglichen Ergebnisse

unbestimmt sind, ist im Planen und Handeln inhalts- und nicht

strukturorientiert)

-kann Unsicherheit tolerieren

(ist nicht angewiesen auf eine fixe Planung mit vordefinierten

Prozessen und Ergebnissen, ist nicht blockiert,

entscheidungsunsicher oder -ängstlich, wenn Konsequenzen nicht

im Voraus zu bestimmen sind, hat Wagemut und Risikobereitschaft,

kann Ambivalenzen und Spannungsfelder stehen lassen)

=

Durchschnitt (Total/4)

Bemerkungen

16


Hauptkriterien Teilkriterium Merkmale sehr gut

erfüllt

4 Pkt.

Der Situation

angemessene

Offenheit

Realitätsbezug

-kann sich im Spannungsfeld zwischen Offenheit

und Realitätsbezug bewegen

(ist nicht durch die Realität eingeengt, kann aufmachen und

Optionen entwickeln, überprüft diese mit gesundem

Menschenverstand und nah an der Lebenswirklichkeit,

Einschätzungen weisen Sachbezug auf)

-kann die Realität des Gegenübers und der

eigenen Person erfassen

(realitätsnahe, nicht subjektive Einschätzungen, hat eine adäquate

Anspruchshaltung an sich und an das Gegenüber, weiss um das

Gegenüber und holt situationsadäquat und –spezifisch ab, das

Gegenüber fühlt sich zutreffend abgeholt)

-kann Sachverhalte realitätsadäquat einordnen

(sieht, was zu tun ist, bringt sich mit konkreten Vorschlägen ein,

führt zurück auf die Aufgabenebene, kann in Schritten vorgehen,

definiert auch Kriterien für Zielerreichung, hält Fakten und Ansichten

auseinander)

-denkt und handelt konkret und pragmatisch

(sieht Chancen und Gefahren, Vor- und Nachteile einer Lösung, wägt

ab, kann priorisieren und konkrete Schritte ableiten, lässt sich von

Schwierigkeiten nicht ablenken, schätzt auch kleinste Schritte)

gut

erfüllt

3 Pkt.

erfüllt

2 Pkt.

schwach

erfüllt

1 Pkt.

nicht

erfüllt

0 Pkt.

=

Durchschnitt (Total/4)

Bemerkungen

17


Schlussblatt

Berufsbezogene Motivation Punkte Total

Soziales Engagement

Wahrnehmung in sozialem Feld

Handlung im sozialen Feld

Beziehungsfähigkeit

Kommunikation

Kooperation

Kontaktgestaltung

Reflexionsfähigkeit

Selbst- und Fremdreflexion

Beziehungsreflexion

Aufgabenreflexion

Selbstmanagement

Autonomie

Belastbarkeit

Emotionale Steuerung

Der Situation angemessene Offenheit

Neugier

Flexibilität

Realitätsbezug

Gesamttotal (Empfehlung ab 30 Punkten möglich)

Datum der Beurteilung: ______________

Name der für die Qualifikation zuständigen Fachperson: ___________________________

18


Praktikumsvertrag Fachmittelschule

für Schülerinnen und Schüler der Fachmittelschule (nachstehend FMS) an einer Kantonsschule im Kanton St.Gallen

Herausgegeben vom Bildungsdepartement des Kantons St.Gallen, Amt für Mittelschulen

A. Vertragspartner

Praktikumsbetrieb

Betrieb Name Betrieb Telefon Telefonnummer Betrieb

Strasse, PLZ, Ort Adresse Betrieb Kontaktperson Praktikumsleitung

Praktikant / Praktikantin

Name, Vorname Name Praktikant/in Geb. Geburtsdatum

Heimatort Heimatort/e Telefon Telefonnummer

Strasse, PLZ, Ort

Adresse Praktikant/in

Erziehungsberechtigte (bei Minderjährigen)

Name, Vorname

Strasse, PLZ, Ort

Dauer des Praktikums

Vater/Mutter der Praktikantin/des Praktikanten

Adresse Gesetzlicher Vertreter

(Tag, Monat, Jahr)

vom Beginn Praktikum bis Ende Praktikum

Der Praktikant/die Praktikantin absolviert an der

die insgesamt vierjährige Ausbildung in der Abteilung Fachmittelschule seit

im Berufsfeld

Kantonsschule am Brühl St.Gallen

Schulbeginn

Soziales

Die Richtigkeit dieser Angaben bestätigt:

Ort und Datum

Die Kantonsschule

B. Vertragsbestimmungen

1. Dauer der Probezeit: Monate.

10. Besondere Vereinbarungen:

2. Arbeitszeit: Stunden pro Woche.

3. Ferien während des Praktikums: Tage.

4. Der Praktikant/die Praktikantin erhält eine Entschädigung von brutto

Fr. Lohn pro Monat (ohne 13. Monatslohn).

5. Die Berufs- und Nichtberufsunfälle sind versichert:

bei der SUVA ja

wenn nein, bei der

Versicherungsgesellschaft: Name Versicherung

6. Die Prämien für die Nichtberufsunfallversicherung übernimmt

die Praktikantin/der Praktikant.

7. Der Praktikant/die Praktikantin ist Mitglied folgender Krankenkasse:

Name Krankenkasse

8. Die Prämie für eine allfällige Krankentaggeldversicherung

übernimmt die Praktikantin/der Praktikant.

9. Besondere Dienstkleidung wird vom Betrieb kostenlos zur Verfügung gestellt.


11. Probezeit

Die Probezeit darf nicht weniger als einen Monat und nicht mehr als drei

Monate betragen. Während der Probezeit kann der Praktikumsvertrag

mit sieben Tagen Kündigungsfrist jederzeit gekündigt werden. Von der

Auflösung während der Probezeit erstattet der Betrieb der FMS schriftlich

Anzeige.

12. Arbeitszeit

Die Dauer der normalen täglichen Arbeit darf diejenige der übrigen Angestellten

nicht übersteigen und für Jugendliche unter 20 Jahren nicht

mehr als neun Stunden betragen. Die wöchentliche Arbeitszeit ist auf 42

Stunden beschränkt. Dem Praktikanten/der Praktikantin sind für die Erarbeitung

der Fachmaturitätsarbeit insgesamt 10 Halbtage ohne Lohnabzug

freizugeben.

13. Ferien

Dem Praktikanten/der Praktikantin sind bis zum 20. Altersjahr wenigstens

5 Wochen Ferien ohne Lohnabzug zu gewähren, wovon 2 Wochen

zusammenhängen müssen. Der Betrieb bestimmt unter angemessener

Berücksichtigung der Wünsche des Praktikanten/der Praktikantin den

Zeitpunkt der Ferien.

14. Kranken- und Unfallversicherung

Der Betrieb hat, sofern er nicht der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt

(SUVA) untersteht, den Praktikanten/die Praktikantin gemäss

Unfallversicherungsgesetz (UVG) zu versichern. Die Prämien für

die Berufsunfallversicherung übernimmt der Praktikumsbetrieb. Die Bezahlung

der Prämien für die Nichtberufsunfallversicherung ist im Vertrag

zu regeln.

15. Pflichten des Betriebes

Der Praktikumsbetrieb verpflichtet sich:

a) den Praktikanten/die Praktikantin in die Arbeiten des Berufes nach

dem vereinbarten Ausbildungsprogramm gemäss den Richtlinien für das

Praxisjahr der FMS einzuführen und ihm/ihr die entsprechenden Branchenkenntnisse

zu vermitteln;

b) den Praktikanten/die Praktikantin bei anderen als beruflichen Arbeiten

nur einzusetzen, soweit dies mit der Ausübung des Berufes in Zusammenhang

steht;

c) dem Praktikanten/der Praktikantin nach Beendigung des Praktikums

oder bei allfälliger vorzeitiger Auflösung des Praktikumsverhältnisses ein

Zeugnis und der FMS einen Leistungsbericht auszustellen.

16. Pflichten des Praktikanten/der Praktikantin

Der Praktikant/die Praktikantin hat alles zu tun, um das Ausbildungsziel

zu erreichen. Er/sie hat die Anordnungen im Betrieb zu befolgen, die

ihm/ihr übertragenen Arbeiten gewissenhaft auszuführen und das Berufsgeheimnis

zu wahren.

17. Verfahren bei Anständen und Streitigkeiten

Das Rektorat der FMS ist bei Differenzen oder Streitigkeiten zu informieren.

Können die aus dem Praktikumsverhältnis sich allfällig ergebenden

Streitigkeiten nicht durch gegenseitige Verständigung unter den Vertragsparteien

beigelegt werden, so kann jede Partei das Amt für Mittelschulen

um eine Vermittlung ersuchen. Führt diese nicht zum Ziel, so

beurteilt das zuständige Gericht am Wohnsitz des Beklagten oder am Ort

des Betriebes die Streitigkeiten (OR Art. 343, Abs. 1).

19. Entlassung

Entlässt der Arbeitgeber den Arbeitnehmer fristlos ohne wichtigen

Grund, so hat dieser Anspruch auf den Lohn für die bestimmte Vertragszeit

oder für die Zeit bis zum Ablauf der Kündigungsfrist sowie auf Ersatz

der aus dem Arbeitsverhältnis erwachsenden Vorteile. Der Arbeitnehmer

muss sich auf den Lohn anrechnen lassen, was er wegen Verhinderung

an der Arbeitsleistung erspart oder durch anderweitige Arbeit erworben

hat oder zu erwerben absichtlich unterlassen hat.

Tritt der Arbeitnehmer ohne wichtigen Grund die Arbeitsstelle nicht an

oder verlässt er sie fristlos, so hat der Arbeitgeber Anspruch auf eine

Entschädigung, die einem Viertel des Lohnes für einen Monat entspricht.

Ausserdem hat er Anspruch auf Ersatz weiteren Schadens. Ist dem Arbeitgeber

kein Schaden oder ein geringerer Schaden erwachsen, als der

Entschädigung gemäss dem vorstehenden Absatz entspricht, so kann

sie der Richter nach seinem Ermessen herabsetzen.

20. Ausbildungsbericht

Der Betrieb hält den Stand der Ausbildung periodisch in einem Ausbildungsbericht

fest. Dieser Bericht ist mit dem Praktikanten/der Praktikantin

zu besprechen.

21. Ausfertigung

Dieser Vertrag ist in drei Exemplaren vor Beginn des Praktikums auszufertigen

und zu unterzeichnen Nach der Unterzeichnung erhalten die

FMS, der Praktikumsbetrieb sowie der Praktikant oder die Praktikantin je

ein Exemplar.

Unterschriften

Ort und Datum

Praktikantin / Praktikant (bei Minderjährigen zusätzlich Erziehungsberechtigte)

Ort und Datum

Betrieb / Praktikumsleitung

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