können Sie eine Dokumentation von ausgewählten ... - Sibylle Völkin

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können Sie eine Dokumentation von ausgewählten ... - Sibylle Völkin

...„Völkin versucht erst gar nicht, sich mit ihrer Kunst einer gesellschaftlichen

Relevanz zu entziehen, sie provoziert zu Stellungnahmen, ohne aber dem

Betrachter eine bestimmte Position aufzunötigen.“...

Christina Peege (Landbote, 17.5.2011)

Sibylle Völkin


Ausbildung (ab 2001)

2005 - 2011 Teilnahme an Symposien/Seminaren zu Kunst und Gesellschaft, im In- und Ausland,

Kurse in Teambildung, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und IZA, Zürich

2001 - 2005 Bachelor of Arts in Kunst, FHNW, Hochschule für Gestaltung und Kunst, Basel

1999 - 2001 Berufsbegleitender Vorkurs, Zürcher Hochschule der Künste, Zürich

Ausstellungen (Einzel + Gruppen / Auswahl ab 2005)

2012 High Voltage - the lab – Markthalle, Basel

2011 le bal - wildwuchs Festival - Reithalle, Kaserne, Basel

landscape - Oxyd Kunsträume, Winterthur

2010 Kunststaffel - Schillerpallais, Berlin

2009 double exposure - dock:, Basel

Abgehängt - Theater Roxy, Basel

2008 Utopie des Raums - Kyrgyz National Museum of Fine Arts, Bishkek, Kirgistan

seascape - Liste08 (the young art fair), Basel

2007 Unter 2000 - Ausstellungsraum Klingental, Basel

2006 Resistenza - la fabrik, Berlin und Oxyd Kunsträume, Winterthur

Unerhörte Enthüllungen - Galerie Kurt im Hirsch, Berlin

2005 Kunsthaus Baselland, Basel

Ahôj Ostrava - Auslandprojekt Pro Helvetia, Bratislava und FHNW HGK, Basel und

Ostrava, Tschechien

Schnittstellen - Utoquai, Stand by Visions, Zürich

Regionale - Jahresausstellung, Basel

Kasko kürt Kunst - Kaskadenkondensator, Basel

Brainworks - Kunstaktion - Memory Klinik, Münsterlingen, Thurgau

Nouvelles - Internationale Frauenfilmtage, Kult Kino Camera, Basel

Förderung und Ankäufe

*

2011 Landscape - Sponsoring Firma Peter Sapper, Photofabricks, Ludwigsburg

2005/6 Atelierstipendium der Stadt Winterthur, für Residenzatelier, Berlin

Unterstützung für Resistenza: Schweizerische Botschaft, des Kulturdepartments der Stadt

Winterthur und la Fabrik, Berlin

2006 Wunderland - Kunst am Bau, Kooperation W. Benz, Ankauf Gemeinde Binningen, BL

Ereignishorizont - Ausstellungsprojekt, Sponsoring Firma Polaroid, Zürich

Essays

„Kunst kann die Welt verändern“, Das Reale in der Utopie; Essay über politische Kunst,

„Einfall“; theoretische Annäherung an die Idee 2005

Kunstvermittelnde Tätigkeiten

*

*

2005 - 2011 dock: aktuelle Kunst aus Basel/Dokumentationsstelle Basler Kunstschaffender,

Gründungs- und Vorstands-Mitglied, Basel

2009 - 2011 Artists`Window, Konzept, Projektleitung u. Organisation des Ausstellungsprojekts, Basel

2003 - 2005 Kaskadenkondensator, Raum für zeitgenössische Kunst, Musik und Performance, Mitarbeit

bei div. Projekten u.a. LISTE 04, „VIB Lounge“ (Very Important Books), Basel

Unterstützung

2009 - 2011 Artists`Window - CMS und Stiftung Roldenfund, Basel

2005 - 2011 dock: aktuelle Kunst aus Basel - CMS, Lotteriefonds BS und BL, kulturelles. bl, ED BS ,

GGG, Migros Kulturprozent , Ernst Gönnerstiftung, Jacqueline Spengler Stiftung und

weitere Stiftungen und Firmen

Sibylle Völkin

Intervention/Installation/Bild/Objekt/Multiple


Dokumentation ausgewählter Arbeiten 2005 bis 2012


Prototype

Objekt

2012

Material: Mixed Media

Masse: 40 cm x 20 x 60 cm

Es handelt sich um einen Prototyp eines Schuhmodelles, welches zur realen Nutzung vorgesehen ist.

Der Schuh wurde in Art antiquierter Schlittschuhe hergestellt. In die Schuhsohle ist Seitenverkehrt eine Schrift

eingelassen. Wird mit „Prototype“ gelaufen, wird mittels dieser Sohle im weichen Untergrund der Abdruck JETZT

hinterlassen. Aufgrund der Gleichzeitigkeit des auf den Boden Auftretens und des Herstellens des Abdruckes wird der

Moment mit seinen Optionen vergegenwärtigt.


cultural landscape

objects in mirror are closer than they appear

Installation

2011/2012

Material: Chromojet auf Polyestervelours (Tufting), Latex, safety footwear / Auflage: 1 plus 3 a.p.

Masse: 490 x 355 x 1 cm

Fragmente aus Flugaufnahmen werden mittels digitaler Bearbeitung zu einem neuen Landschaftsbild zusammengefügt

und auf hochwertigem Velours als Teppich ausgedruckt. Die Besucherin, der Besucher können sich auf resp. in diesem

Bild bewegen.

Die photorealistisch dargestellte Vogelperspektive und die Uminterpretation der perspektivischen Stringenz ermöglicht

ein neuartiges Raumgefühl zu erleben.

Jeder Bildteppich wird auf sein architektonisches und soziales Umfeld und auf die Dimensionen des Raumes hin konzipiert.

Dimensionen, Perspektive, Zeiten verschieben sich, scheinbar Bestehendes wird in Frage gestellt.


Abgehängt

Installation

2009

Fotografie

Material: Digitale Fotografie, alte Bilderrahmen, Glas

Masse: 30 cm x 42 cm

Fototapete

Material: Digitale Fotografie auf Vlies

Masse: 300 cm x 420 cm

Die im Rahmen eines Auslandprojektes* in Ostrava (Tschechien) entstandene Aufnahmen, zeigen die Garderobe einer

im Zuge der EU Osterweiterung stillgelegte Kohlemine.

Die Fotografien sind als raumfüllende Fototapeten in Realgrösse ausgedruckt und wurden direkt auf die Ausstellungswand

des Theaters appliziert. Die Arbeit erweitert den Raum, die Wand wird so zu einer Art theoretisch begehbarem

Bühnenbild.

In einer früheren Ausstellungssituation wurden die Fotografien in Bilderrahmen wie scheinbar abgehängt auf den

Boden gestellt.

*Ein Projekt der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, Bratislava, und der FHNW/HGK.


Wunderland

Kunst am Bau

2006

Kooperation Wilma Benz

Material: Vierfarben-Plot ab Foto-Negativ, Blachenmaterial Digi-Tex, Keilrahmen

Masse: 143 cm x 200 cm, 200 cm x 270 cm, 125 cm x 155 cm

Während der Rohbauphase des Kindergarten- und Primarschulhauses Meiriacker in Binningen (BL), erkannten wir in

den im Mauerwerk befindlichen Sanitärinstallationen wesenähnliche Figuren; in den grauen Mörtelspuren entdeckten

wir eine körperähnliche Form, die Rohröffnungen für die Wasseranschlüsse können als Augen wahrgenommen werden.

Die Installationen wurden fotografisch konserviert, die Aufnahmen in ihren Originaldimensionen auf Blachenmaterial

ausgeplottet und auf Keilrahmen gespannt.

Nachdem die Mauer-Wesen unter dem Verputz verborgen wurden, platzierten wir deren fotografische Abbilder neben

ihrer jeweiligen Fundstelle und stellten so der formal reduzierten Architektur des Neubaus, eine vorhandene aber

verborgene (Bilder-)Welt gegenüber.


Ereignishorizont

Installation unter Partizipation des Publikums

2006

Material: 327 Polaroidaufnahmen inkl. Filmkassetten, Sofortbildkamera,

Gebrauchsanleitung, Folie

Masse: 500 cm x 700 cm x 300 cm

In einer ersten Phase wurden innert eines Tages aus der identischen Kameraaufnahmeposition 327 Sofortbilder der

Ausstellungswand hergestellt. Die Aufnahme wurde anhand einer Art Partitur an der jeweils dafür vorgesehenen Stelle

an der Wand (mithilfe eines Rasters) angebracht. Jede neue Aufnahme war auf der folgenden mit abgebildet. So entstand

mit jedem neu hinzukommenden Bild(-Punkt) der Text:

„hier …“, „hier gibt es …“, „hier gibt es … mehr …“, „hier gibt es … mehr zu sehen“, „hier gibt es nichts mehr zu sehen“.

Danach wurden die Polas von der Wand entfernt und in umgekehrter Reihenfolge in ihre Kassetten zurückgeschoben.

Während der Ausstellungsdauer waren die Besucher mittels schriftlicher Anleitung aufgefordert, auf eine schwarze

Bodenmarkierung zu stehen, die (mit vorpräparierter Kassette bestückte) Polaroid-Kamera gegen die Wand zu richten,

den Auslöser zu betätigen und anschliessend die vermeintliche Momentaufnahme gemäss Angabe auf dem Bild (Beispiele

siehe oben: J 36, D 19, J 46) auf dem Raster an der Wand zu befestigen.

Am Ende der Ausstellungsdauer konnte der

vollständige Text entziffet werden:

„hier gibt es nichts mehr zu sehen“


Dorfattrappen

Inszenierte Fotografie

2006

Material: Fotografie, Metallplatten (Modell: mixed media)

Masse: je 40 cm x 60 cm

Ausgangspunkt dieser Fotoserie waren Pressebilder ruraler Siedlungen, die von Unwetterkatastrophen heimgesucht

wurden. Mit Modellhäusern und einfachen Materialien wie Erde, Karton, Wasser, Sand etc. wurden diese Bilder in

raumgrossen Modellen nachgebaut und diese analog fotografiert. Dabei wurde mittels geziehlt eingesetzter minderer

Bildqualität, der ungestaltete Charakter und die Ästhetik dieser Pressebilder aufgenommen und so eine Authentizität

imitiert.


Bonnies Kleider

Objekt, Installation

2005

Material: Proviande (Papier aus der Charcuterie), Faden, Schneiderbüsten

Masse: 80 cm x 40 cm x 180 cm (Dimensionen variabel)

Aus Distanz betrachtet erscheinen die Kleider in zartem, lieblich anmutendem rosa Stoff gearbeitet. Unterzieht

man das Material einer näheren Kontrolle, bekommt die Arbeit eine andere Konnotation; die Kleider sind aus in

Metzgereiabteilungen erhältlichen Wurst- oder Fleisch papieren genäht.


Resistenza

Aktion/Objekte

2006

Material: Folienmaterial, Viskosevelour, Dispersion, Latex

Masse: 22 cm x 191 cm x 15 m

Reisemonument zum Gedenken an den Widerstand von Frauen während des 2.Weltkrieges in Italien.

Diese Arbeit entstand aus einer Auseinandersetzung mit Denkmälern und europäischer Gedenkkultur .

Resistenza greift die unterrepräsentierte marginalisierte Darstellung der Rolle auf, welche Partisaninnen in Italien offiziell

zugeschrieben wurde und wird. Auf diesen Umstand wurde ich während eines Aufenthaltes in Bologna aufmerksam.

Von dort stammen die Frauenportraits auf den Bildträgern.

Diese Portraits für den Widerstand wichtiger Persönlichkeiten sind partiell in Vertiefungen eingelassen. Jedes Objekt

repräsentiert eine Frau. Diese Portraits sind zu Buchstaben angeordnet und bilden zusammen das Wort RESISTENZA.

Die Arbeit ist in seiner Materialität auf Mobilität ausgerichtet; Bildträger sind handelsübliche Luftbetten um Gäste zu

beherbergen.

Resistenza ging 2006 - 2007 auf Reisen und war im öffentlichen Raum an mehreren für den Widerstand strategisch

bedeutenden Orten in Europa sichtbar.


Sünde

Plastik (Multiple), Aktion

2005

Material: Seife

Masse: 5 cm x 9 cm x 30 cm

Vorlage der gegossenen weissen Handseife war eine Christusfigur, wie sie in italienischen Souvenirshops zu finden ist.

Durch benutzen der Seife transformiert sich die vormals „reine“ in eine phallisch konnotierte Figur; zudem wird beim

Waschen der Hände mittels Auf- und Abbewegungen und dem haptischen Erlebnis der nass-schäumenden Seife auf der

Haut der Eindruck der Masturbation erweckt.

Die Konturen der Figur lösen sich proportional zur neu entstehenden Bedeutung auf.


INRI

In Nomine Rationis Infabilibilis (Im Namen der unfehlbaren Vernunft)

Aktion/Bild und Text

2005

Material Bild: Haare und Latex auf Leinwand

Masse Bild: 190 cm x 190 cm

Schrift unter Bild: „Your empire never come again“

Material Schrift: Nachtleuchtfarbe

Masse Schrift: 20 cm x210cm

Schild mit Erläuterungen zur Herkunft der Haare:

Masse: 20 cm x 20 cm

Das Konzept zu dieser Arbeit kam u.a. auch aufgrund des zeitlichen Zusammentreffens der medial angekün dig ten

Invasion amerikanischer Militärtruppen im Irak und der Galerieeröffnung, in welcher die Arbeit INRI ausgestellt wurde,

zustande.

Im Vorfeld zur Ausstellung fand eine Haarsammelaktion im globalisierungskritischen und pazifistischen Polit-Umfeld

statt. Über 300 Individuen (Multitudes) beteiligten sich durch ihre Haarspende an der Entstehung dieser Arbeit.

Das Bild fertigte ich im Atelier aus einer Mischung dieser menschlichen Haare an.

Aus Distanz betrachtet erscheint das Bild plakativ in einem einheitlichen Farbton gefertigt, in der Nahsicht sind die einzelnen

Haare und Farben Schwarz, Braun, Blond und Rot erkennbar und offenbart durch die Materialität ein weiteres

Kontextfeld.

Modell für das Bild stand stellvertretend ein Pressefoto des zu diesem Zeitpunkt amtierenden amerikanischen Regierungsoberhauptes.

Der Text unter dem Bild „Your empire never come again“ ist eine Adaption des Bibelzitats „dein Reich komme“.

Die Nachtleuchtfarbe, mit der die Schrift gemalt wurde, leuchtet in der Dunkelheit und scheint im Raum zu schweben.


Glück

Installation, Aktion

2005

Material: Vogelfutter, Schnee, Vögel

Masse: Variabel

Das Wort „Glück“ wird mit Körnerfutter für freilebende Vögel in den Schnee gestreut. Hungrige Vögel picken das Futter auf;

„Glück“ entmaterialisiert sich und fliegt im wörtlichen Sinn davon.


Adresse Atelier: Brombacherstrasse 11, CH-4057 Basel

phone: +41 (0)78 809 68 93 mobile, +41 (0)61 556 92 21 fix

e-mail/web: sibyllekvoelkin@hotmail.com, www.sibyllevoelkin.com

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