Identifikation und Anwendung semantischer ... - CEUS

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Identifikation und Anwendung semantischer

Modellbausteine für Managementsichten

Zusammenfassung: Data-Warehouse-Systeme stellen eine etablierte Basistechnologie

für dispositive Informationssysteme dar. Die Umweltdynamik bedingt eine

stetige Veränderung der Informationsbedarfe des Managements und resultiert in

der Notwendigkeit einer Evolution der Data-Warehouse-Systeme. Den Entwicklern

und Betreibern von Data-Warehouses mangelt es an methodischer Unterstützung

zur Bewältigung dieser Herausforderung. Der Beitrag konzipiert auf der

Basis einer komprimierten Problemanalyse einen Lösungsvorschlag zur Unterstützung

des evolutionären Data-Warehousings. Die vorgestellte Methodik integriert

einen Ansatz zur Informationsbedarfsanalyse auf der Grundlage von Prozessmodellen,

eine Modellierungstechnik zur fachkonzeptionellen Spezifikation

von Data-Warehouses und Konzepte zur umfassenden Werkzeugunterstützung des

Design- und Implementierungsprozesses. Die Anwendung der Methodik wird

anhand eines durchgängigen Beispiels illustriert.

Schlüsselworte: Data-Warehousing, Entwicklungsumgebung, Evolution, Informationsbedarfsanalyse,

Informationsobjektmodelle, SOM-Methodik

1 Herausforderungen des Data-Warehousings

Data-Warehouse-Systeme haben sich als Basis dispositiver, Managemententscheidungen

unterstützender Applikationen etabliert [Wint00]. Die Entwicklung und

der Betrieb von Data-Warehouse-Systemen (das Data-Warehousing) stellt allerdings

noch immer eine Herausforderung dar. Insbesondere für die folgenden

Hauptschwierigkeiten sind bisher keine befriedigenden, aufeinander abgestimmten

Antworten gefunden worden.

Mit der technologischen Möglichkeit grundsätzlich sehr große Datenmengen zur

Verfügung zu stellen, ist die Gefahr der Überflutung mit irrelevanten Informationen

verbunden. Der Navigationsraum durch den Datenbestand, der einem Manager

zur Verfügung gestellt wird, sollte auf die von ihm wahrgenommenen Steuerungs-

und Regelungsaufgaben zugeschnitten werden [BeHo98]. Die Gestaltung

dispositiver Informationssysteme bedingt eine Soll-Konzeption der Informationslogistik

und stellt daher notwendiger Weise einen kreativen Akt dar, der nicht

vollständig automatisiert werden kann. Ein Großteil der vorgeschlagenen Methoden

orientiert sich an Ist-Informationsflüssen bzw. beruht auf der Befragung von

Managern [Holt99, S. 119-125]. Da Manager häufig ihren Informationsbedarf nur

unzureichend spezifizieren können, ist eine auf Befragungen von Managern basie-

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