Hamburg St. Pauli Erlebnis Reeperbahn - Hamburg Tourismus GmbH

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Hamburg St. Pauli Erlebnis Reeperbahn - Hamburg Tourismus GmbH

You‘ll never walk alone

St. Pauli iSt nicht einfach nur

ein Stadtteil. St. Pauli iSt ein

lebenSgefühl auS herzblut,

liebe, freiheit und toleranz.

Der Fußballer Benjamin Adrion vom FC St. Pauli drückte seine

Verbundenheit zu St. Pauli einmal so aus: „Ich kann mir nicht

vorstellen, irgendwo anders zu leben. Auf St. Pauli kann man so

sein, wie man will. Hier guckt sich keiner nach dir um. St. Pauli

ist gelebte Toleranz.“ So ein Statement ist ungewöhnlich im

heutigen Profifußball, sind die Fußballer heute doch Nomaden,

die es dahin zieht, wo am meisten gezahlt wird. Für den FC St.

Pauli trifft das nicht zu. Viele der Spieler identifizieren sich wirklich

mit ihrem Verein, weil ihnen hier mehr geboten wird, als nur

die Möglichkeit, (wie derzeit) attraktiven Zweitliga-Fußball zu

spielen. Siege am Millerntor werden gefeiert als ob es kein Morgen

gäbe. Und die Fans gehören zu den besten und treuesten

der Szene. Von manchen werden sie zwar auch als Mode-Fans

bezeichnet, weil der FC eben nicht nur Fußball

bietet, sondern mit seinem Totenkopf-Markenzeichen

auch

gleich selbst Mode-Trends

setzt und politisches Links-

Sein zum guten Ton gehört.

Trotzdem, Ausländerfeindlichkeit

gibt es am Millerntorstadion

nicht, und wenn,

lösen die Fans das Problem

schon selbst.

Denn auf St. Pauli hört die Toleranz nur da auf, wo sie in Gefahr

gerät. Ähnlich sehen es auch die Bewohner des Stadtteils, anders

wären die Horden von Vergnügungssüchtigen, die jede

Nacht über die Reeperbahn ziehen, wohl auch nicht zu ertragen.

Auf St. Pauli leben die Underdogs, die sozial Schwächeren, Alte

und Arbeitslose, Transvestiten, Prostituierte, Studenten und

Ausländer. Doch der Stadtteil ist im Wandel, immer mehr Szene-

Volk wie Werber und Medienleute zieht es nach St. Pauli.

Die „sündige Meile“ ist inzwischen nicht nur ein Muss für die,

die schnelle Liebe suchen, sondern auch der Hotspot für die

Partygeneration. St. Pauli hat sich mit seinen unzähligen Clubs

und Bars in die erste Liga der Ausgeh-

Metropolen katapultiert. Wilde Junggesellen-Abschiede,

Matrosen auf Landgang,

Manager, die ihre Kunden mit einem

Ausflug auf den Kiez belohnen und

so manche, die hier ihren ersten Absturz

erleben. In den Bars auf dem Hamburger

Berg oder am Hans-Albers-Platz wird bis

in den Morgen getanzt. Alles geht. Und

wer nach einer solchen Nacht allein nach

Hause geht, der wollte es nicht anders.

Die schnelle Liebe lauert überall: auch

gegen Bezahlung. Hier gibt es die

schönsten Prostituierten der Republik –

zu finden in der Herbertstraße – die bes- Feiern bis in die Morgenstunden

ten Tabledance-Shows und jede Menge

Läden, die Sexspielzeug anbieten, das so außergewöhnlich ist,

dass man auf den ersten Blick nicht gleich weiß, wofür das

gut sein soll.

Kultur und Unterhaltung – auch das ist St. Pauli. Denn St. Pauli

heißt im Volksmund nicht nur „St. Liederlich“, sondern auch

St. Lustig“. Musicals, Kabarett und auch Comedy finden sich

auf der östlichen Seite der Reeperbahn. Freunde des gehobenen

Humors müssen auf jeden Fall die Live-Show des Quatsch

Comedy Clubs besuchen. Aber St. Pauli wäre nicht St. Pauli,

wenn Fußball und Kultur nicht irgendwie zusammengehören würden:

Bestes Beispiel Corny Littmann, Urgestein der Schwulen-

Szene, ist Präsident des FC St. Pauli und zugleich Chef des

Schmidts Tivoli und des Schmidt Theaters.

Und wer es etwas ruhiger mag, der findet immer ein Plätzchen

in den vielen traditionellen Kneipen rund um die „geile Meile“.

Dort regieren die Tresenfrauen wie Gunda, Aniezka und Ilona.

Sie sind die Seele von St. Pauli, ihr Herzblut steckt in jedem

frisch gezapften Bier. Und sie hören jedem zu, der es gerade

braucht. Auf St. Pauli bist du nämlich nie allein.

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