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Bergbauende an der Saar

Bergbauende an der Saar

S E I T E E 2 N R . 1 5

S E I T E E 2 N R . 1 5 1 GLÜCK AUF! M O N T A G , 2 . J U L I 2 0 1 2 E D I TO R I A L Liebe Leserin, lieber Leser E s ist die letzte Revue. Mit dieser Sonderbeilage zum Bergbau im Saarland verbindet die Saarbrücker Zeitung ein letztes „Glück auf“ mit einer Industriebranche, die unser Land geprägt hat wie sonst nichts. Der SZ ist dabei durchaus bewusst, dass längst nicht alle Saarländerinnen und Saarländer traurig sind über das Ende der Kohleförderung, die ja nicht nur schwierig, teuer und schmutzig war. Sondern die vielen Menschen in den betroffenen Revier-Regionen auch viel Kummer und Ängste bereitet hat. Aber wir wissen auch, dass unsere eigene 250-jährige Geschichte ganz eng mit der über 250-jährigen Geschichte des Saar-Bergbaus verbunden ist. Die SZ hat den Bergbau in all seinen Facetten begleitet. Sie hat die Lebenswirklichkeit der Bergleute dargestellt, über Jahrhunderte hinweg den schweren Kampf der Kumpel um gerechte Bezahlung, ordentliche Arbeitsbedingungen und Mitbestimmung geschildert, die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Verflechtungen des Bergbaus mit Staat und Bürgern en detail beschrieben, kommentiert und illustriert. In der Blütezeit des Bergbaus malochten weit über 60 000 Saarländer für den preußischen Bergfiskus, für die Mines Domaniales Françaises de la Sarre, für Saarberg oder am Ende für DSK und RAG. In den Revieren war fast jeder Haushalt mit dem Bergbau tangiert, nahezu jeder Saarländer hatte einen Verwandten und Bekannten, der untertage schuftete. Die Landschaft war davon geprägt, das Vereinsleben, der Sport, die Kneipen und vieles mehr. Der Bergbau war Saarland, Saarland war Bergbau. Eine Symbiose, die auch das Bundesland Saarland maßgebend geschaffen und den Lebensweg unserer Vorfahren geprägt hat. Die schließlich ein Teil unserer Identität wurde. Dieses Erbe gilt es zu bewahren. Allen Bergbauschäden, Bitternissen und Verwerfungen zum Trotz. Am Samstag war dieser Wille zu beobachten bei den sehr emotionalen Feierlichkeiten zum Ende des Bergbaus an der Saar. Ensdorf war die letzte Grube, die geschlossen wurde, es war die letzte Mettenschicht. In ihr wurde ein Stück Würde deutlich. Die Würde einer Arbeit, die mehr war als ein Job. Den vielen tausend Menschen, die zum Abschied leise Servus sagten, wurde zugleich bewusst, dass nach dieser Zäsur nun eine neue Ära beginnt. Eine Zeit ohne Schlägel und Eisen, ohne Loren und Schrämmaschinen, ohne Waschkauen und Fördertürme – aber nicht ohne Kohle. Denn die Steinkohle lebt nicht nur weiter in aller Welt, wo sie als Energiespender für unverzichtbar betrachtet wird, sondern – zumindest bis 2018 – auch in Deutschland. Dann soll der Bergbau auch im Ruhrpott eingestellt werden. Das Saarland geht voran und schreibt damit ein Stück Geschichte. Glück auf! Ihr Bernard Bernarding, stv. Chefredakteur I M P R E S S U M Chefredaktion: Peter Stefan Herbst, Bernard Bernarding Chef vom Dienst: Aloisius Tritz Art-Direction: Robby Lorenz Redaktion: Thomas Schäfer, Sebastian Klöckner, Thomas Sponticcia, Johannes Schleuning, Jörg Wingertszahn Geschäftsführung: Dr. Joachim Meinhold (Vorsitzender), Christian Erhorn Verlagsgeschäftsführung: Thomas Deicke Verlagsleitung Vertrieb: Thomas Marx Anzeigen: Alexander Grimmer Le dernier poste – die letzte Schicht, heißt das Gemälde der Saarbrücker Künstlerin Ruth Lavall. Es stammt aus dem Jahre 1997 und nahm das Ende des Bergbaus vorweg. REPRO: PRIVAT Vom Ende einer Epoche Der Bergbau gab dem Saarland eine eigene Kultur. Deshalb markiert die letzte Mettenschicht im Saar-Bergbau auch mehr als das Ende der Kohleförderung. Eine persönliche Betrachtung des Historikers und Ex-Ministerpräsidenten Reinhard Klimmt. A m Wochenende hat sich das Saarland mit einem Festakt und einer Mettenschicht vom aktiven Bergbau verabschiedet. Für die saarländische Wirtschaft im Jahre 2012 ist es nicht viel mehr als eine Zäsur, historisch gesehen markiert dieses Datum aber das Ende einer Epoche. Vor Jahrzehnten noch war die Kohle heiß begehrt, wurde als schwarzes Gold gefeiert. Mit der Kohle und dem Stahl aus den Revieren erstand Europa aus Schutt und Asche, begründeten andere Regionen ihre neuen Industrien, die heute das Feld beherrschen. Wegen Kohle und Stahl wurde mit der Montanunion die europäische Einigung begonnen. Tempi passati. Zwischen Aufstieg und Fall der Kohle liegen etwa 250 Jahre. In dieser Zeit gestaltete sich das Schicksal der Lande an der Saar auf, mit und wegen der Kohle wechselhafter als das vieler anderer Regionen in der Nachbarschaft. Dieser Landstrich in der Reibungszone zwischen Frankreich und Deutschland war vorher über viele Jahrhunderte nur dünn besiedelt und politisch zersplittert. Die Französische Revolution stürzte auch hier die Verhältnisse um. Nach Napoleons Niederlage kamen Preußen und Bayern ins Land, deren ökonomische und militärische Interessen künftig das Schicksal der Region bestimmen sollten. Saarbrücken und Saarlouis wurden Garnisonsstädte zum Schutz der Grenze gegen Frankreich. Kohle und Eisen ließen ein pulsierendes Industrierevier entstehen. War das Land in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts noch ein Auswanderungsland, so wendete sich das Blatt um die Jahrhundertmitte. Die hier lebenden Menschen fanden nun Arbeit in Gruben und Hütten, aus der näheren Nachbarschaft pendelten die Menschen in das entstehende Revier oder zogen in die Nähe ihrer Arbeitsplätze. Die einst ländliche Gegend verwandelte sich in eine ständig wachsende Agglomeration im Schatten der Schornsteine, der Fördergerüste und der wachsenden Halden. Unter der Erde schufen die Bergleute eine neue Welt, der Mensch wurde – zeitweilig – in der Tiefe heimisch. Nicht von „Die Kohle wird weltweit noch lange unverzichtbar sein.“ ungefähr sprechen wir auch heute noch von den Grubengebäuden. Und das gilt beiderseits der immer wieder geänderten und verschobenen Grenzen. Unabhängig von der politischen Zugehörigkeit höhlten die Menschen die Erde, auf der sie siedelten, unter sich aus, teuften Schächte ab, gruben Stollen, legten Strebe an und förderten die Steinkohle, den wichtigsten Energieträger des industrialisierten Europa. Damit veränderten sie auch das Gesicht der Landschaft, schufen riesige künstliche Hügel und ihre Siedlungen drängten in die freien Räume des Landes, füllten die Täler und eroberten die Höhen. In den 1960er Jahren war die Dominanz der Montanindustrie noch überall spürbar. Das Land pulsierte. Kohle und Stahl gaben Arbeit, harte Arbeit, aber auch gut bezahlte Arbeit. Die Industriekathedralen mit ihren Schornsteinen und Hochöfen, die Fördertürme und Fördergerüste beherrschten das Bild in der Landesmitte. Unter der Erde wuchs das Grubengebäude. Aber bald zeigte sich, dass die moderne Welt andere Wege einschlagen würde. Importkohle, Öl und dann das Gas nahmen in der Energieversorgung immer mehr Räume ein. Die Zeit von 1812 bis in die 60er Jahre des 19. Jahrhunderts war die Phase des Aufstiegs der Kohle. In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts begann ihr Niedergang. Das Jahr 2012 setzt an der Saar den Schlusspunkt. Eine Epoche geht damit zu Ende, die lebendige Welt unter Tage wird zur Wüstung. Die Bauten über der Erde bekunden dennoch ihre fortdauernde Existenz. All diese realen Spuren sind heute Erinnerungsorte, sind Zeugnisse der Industriekultur und sollen es auch in Zukunft bleiben, denn lange Zeit materialisierte sich in ihnen das Wesen des Landes. Der Bergbau gab dem Land eine eigene Kultur. In der Architektur, in den bildenden Künsten, in der Literatur, in der Musik, in der Sprache, in der vielfach heute noch fortdauernden Schicht im Schacht. Reinhard Klimmt FOTO: B&B Frömmigkeit der Menschen und ihrem Umgang miteinander, überall ist der Einfluss des Bergbaus vorhanden, auch wenn das nicht immer auf den ersten Blick erkennbar wird. Das sind gewichtige Gründe, nicht einfach zur Tagesordnung überzugehen. Wir sollten die materiellen und ideellen Hinterlassenschaften des Montanzeitalters mit Achtung und Sorgfalt behandeln. Um das Land zu verstehen, müssen wir bewahren und auch erklären, denn wir sehen nur das, von dem wir Kenntnis haben. Und wie die Ringwälle der Kelten, die römischen Villen und Städte, die mittelalterlichen Burgen, die Schlösser der Fürstenzeit und die Kirchenbauten für die Zeiten stehen, in denen ihre Erbauer mächtig waren und Land und Menschen beherrschten, wie die Grenzver- FOTO: DAPD läufe, Festungen, Bunker und Kriegsgräber von den unsinnigen und unseligen Konflikten erzählen, die aber im kollektive Gedächtnis nicht auszulöschen sind, so wird der Bergbau für immer ein Teil unserer Identität sein. In den Alpenländern prägen die Berge das Bewusstsein der Menschen, in den Küstenländern sind es dagegen der hohe Himmel, der endlose Horizont und der Geruch des Meeres. In unserem von Flüssen und Bächen durchzogenen Hügelland sind es die mythenzeugenden Berufe unter Tage und in den Eisenwerken, die stets präsent sind und den Charakter der Menschen auch zukünftig mit prägen werden. Das Erbe der Montanarbeiter ist die Bereitschaft zum Schaffen, die Kraft, sich unbequemen Aufgaben zu stellen, Solidarität zu üben, zu ihrem Erbe gehören Kameradschaft und Verlässlichkeit, das Gemeinschaftserlebnis auch über Tage. Daher rührt auch die Liebe zu den Mannschaftssportarten hierzulande und das rege Vereinsleben hat dort seine Wurzeln. Nicht zu vergessen: Neben der landeseigenen Frömmigkeit, neben der Verlässlichkeit in der Arbeit, wohnte auch immer – und wohnt noch – ein Stück Aufsässigkeit in den oft so gelassen sich gebenden Menschen. Der Rechtsschutzsaal in Bildstock ist ihr Symbol, das Gegenstück zu der Bergwerksdirektion, die den Machtanspruch des staatlichen Bergbaus in Stein gemeißelt repräsentiert. Mit regulären und wilden Streiks empörten sich die Bergleute gegen Ungerechtigkeiten, traten für ihre Interessen ein. Am Ende blieb nur noch der Kampf für ihre Arbeitsplätze, ein Kampf, den sie zuletzt nicht mehr gewinnen konnten. Es ist das grausame Gesetz der schrumpfenden Zahl: mit dem Rückgang der Förderung schmolzen Bedeutung und Einfluss. Die Kohle wird weltweit noch lange unverzichtbar sein. Mit den an der Saar entwickelten Technologien werden sich die hiesigen Zulieferer noch einige Zeit im Markt halten. Außerdem: Kohle ist nichts anderes als gespeicherte Sonnenenergie, oftmals mehrere hundert Millionen Jahre alt. Photovoltaikanlagen auf den ehemaligen Grubenstandorten nehmen dagegen den direkten Weg. Welch‘ optimistische Pointe, wenn es gelingen sollte, in den stillgelegten Schächten mit Pumpspeicherkraftwerken die Flüchtigkeit von Wind- und Sonnenenergien zu bannen. Mit unseren Nachbarn in Lothringen, Luxemburg und Rheinland-Pfalz müssen und wollen wir die Zukunft gestalten. Im Schoße der alten Industriegesellschaft ist eine Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft gereift, neue Generationen werden das Land, werden das Erbe der Bergleute weiterentwickeln und ebenfalls ihre Spuren hinterlassen.

M O N T A G , 2 . J U L I 2 0 1 2 GLÜCK AUF! N R . 1 5 1 S E I T E E 3 Als dem Saar-Bergbau die letzte Stunde schlug Versöhnlich verabschiedete sich das Saarland im Bergwerk Saar vom Kohleabbau – Über 10 000 kamen zur feierlichen Mettenschicht Von SZ-Redakteur Oliver Schwambach Jetzt sind es tatsächlich bloß noch zwei Stunden bis zur Endgültigkeit. Hans-Jürgen Becker, der Betriebsratsvorsitzende des Bergwerks Saar, spricht auf der großen weißen Bühne am Fuße des frisch gestrichenen Fördergerüsts der Anlage Duhamel. Mehr als einmal zittert seine Stimme „Nun blutet der Bergbau aus, ein Wirtschaftszweig, der noch so viel zu geben hätte, er stirbt.“ Über 10 000 noch aktive und ehemalige Bergleute, ihre Familien, ihre Freunde sind am Samstag nach Ensdorf gekommen, um beim Ende des Bergbaus an der Saar dabei zu sein. Ein einmaliges Ereignis in der Geschichte des Landes. Viele nicken zu Beckers Worten. Das Mannsbild mit dem markanten Bärtchen findet unter den vielen, vielen Rednern des Tages und des Abends die direktesten Worte, Worte, die zu Herzen gehen. 120 Minuten bleiben jetzt dem Bergbau noch, bis auch die Mettenschicht, die sonst zu Weihnachten untertage gefeiert wird, vorüber und alles vorbei sein wird, über ein Vierteljahrtausend staatlichen Kohleabbaus in einer Region, in der bereits die Kelten nach dem schwarzen Gold gruben. 120 Minuten sind es noch, bis die Grubenwehr mit Fackeln aufmarschiert zu dunklen Trommelschlägen, bis das letzte Stück Kohle übergeben wird. Und die Bergkapelle der RAG mit ihrem Dirigenten Bernhard Stopp „Time to say goodbye“ spielen wird. Box-Champion Henry Maske kletterte dazu oft in den Ring – und siegte. Heute Abend ist es keine Triumphmusik. Heute ist es das Abschiedslied. Das das Anzünden einer gigantischen Grubenlampe begleitet. Ein Hoffnungsschein, dass man zumindest das Erbe des Bergbaus nicht vergessen will. Und doch ist diese Mettenschicht, die den Bergbau im Lande endgültig beschließt, alles andere als eine düstere Trauerfeier. Wehmut statt Wut, Nachdenklichkeit statt Empörung – so lässt sich die Gefühlslage am besten skizzieren. Natürlich fehlt es schauen, eine Deutschlandfahne nicht an kritischen Worten, die mit der Aufschrift „Nationale den Unmut vieler Bergleute untermauern, dass man eine nicht mahnt ein schwarzes Kreuz. Energieversorgung“. Dahinter erschöpfte Lagerstätte aufgeben Aber auch Stolz merkt man vielen an, weil der Bergbau hier eben muss, wo doch noch so viel Kohle in der saarländischen Erde liegt. doch nicht einfach so vorbei ist, Gewerkschaftschef Michael wie man heutzutage schnell mal Vassiliadis sagt es klipp und klar eine x-beliebige Fabrik zusperrt – und blickt auch auf die Ruhr und und die Leute auf der Straße stehen. Der Bergbau lässt seine Leu- nach Ibbenbühren, wo nun auch saarländische Bergleute arbeiten: te nicht ins „Bergfreie“ fallen. „Die IG BCE hält den bis 2018 geplanten Ausstieg Deutschlands ter Schrimpf, Vorstandsmitglied „Wir sind stolz auf euch“, ruft Pe- aus der Steinkohleförderung für der RAG. Und das Unternehmen falsch.“ Viel Beifall erntet Vassiliadis dafür. Und vor der Bühne Die großen Debatten aber mit tut was dafür. hält einer unentwegt in all die Foto- und Fernsehkameras, die zulen harten den Bergbaubetroffenen, die vie- Auseinandersetzun- „Nun blutet der Bergbau aus, ein Wirtschaftszweig, der noch so viel zu geben hätte, er stirbt.“ Hans-Jürgen Becker, Betriebsratsvorsitzender des Bergwerks Saar gen mit der Politik, sie überschatten nicht den versöhnlichen Grundton dieses Abschieds. So ist auch die Landespolitik an diesem Abend selbstverständlich mit dabei. Viele Minister und Ex-Minister sind seit dem Festakt am Nachmittag geblieben. Wirtschaftsminister Heiko Maas (SPD) geht sogar mit dem Hütten- und Knappenvereinen mit, als diese in einem prachtvollen Zug zur Bühne marschieren. Und Annegret-Kramp-Karrenbauer, nachmittags als Ministerpräsidenten noch offizielle Rednerin, ist am Abend quasi privat als Bergmannsfrau da. Manchmal staunt man aber auch, wie die Mettenschicht gerade zu Anfang auch merklich zum Volksfest hin ausfranst – mit vielen Schwätzchen unter alten Kollegen, mit Popcorn, Softeis, Pasta, Rostwurst für zwei Euro und überlangen Schlangen an den Bierständen. Vielleicht liegt es ja auch an diesem schönen Sommertag, dass keine allzu trüben Gedanken aufkommen. Vielleicht zeigt sich da aber auch jene saarländische Grundfertigkeit, stets noch das Beste aus dem Unvermeidlichen zu machen. Doch mit der Dämmerung, den Worten des Trierer Bischofs Stephan Ackermann, von Weihbischof Robert Brahm und den beiden evangelischen Oberkirchenräten Gottfried Müller und Barbara Rudolph, vor allem aber dem gemeinsam unter freiem Himmel gebeteten „Vater unser“ bekommt der Abend seine Andacht, seine Besinnlichkeit. Nichts freilich rührt so sehr wie die sieben Strophen des Steigerliedes. „Fest und kräftig“ verlangt die Musizieranweisung auf dem Notenblatt. Bergkapelle und Saarknappenchor spielen und singen sie gemeinsam – fest und kräftig. Wie oft haben die beiden Werksensemble, die fest entschlossen sind, das Erbe des Bergbaus weiterzutragen, diese schlichten und doch so feierlichen Noten schon gespielt, gesungen Die Zehntausend stehen jetzt wie ein Mann. Tränen laufen über raue Männergesichter. Im Gesicht dieses Bergmannes spie- wie Kohlensch- Pranken, groß gelt sich die aufeln, tasten Gefühlswelt suchend, fassen vieler Bergleute nach Frauenhänden, um in und ihrer Angehörigen. FOTO: diesem schweren Augenblick ROLF RUPPENTHAL Halt zu finden. Genau das werde ihm der schwerste Moment werden, wusste Engelbert Eisenbarth schon vor Tagen. Steiger war er, Berg- und Maschinen- Ingenieur. 70 ist der Quierschieder mittlerweile. Ganz unten in der Grube fing er an. Hat sich hochgearbeitet. Die Kohle, „sein Saarberg“, hat sein Leben geprägt, hat ihm als Lohn der Mühe ein gutes Auskommen gebracht, so wie einst dem halben Land. Wenn er von der Kameradschaft untertage redet, „vom Einstehen füreinander“, fliegt die Zeit zurück in die 60er, als noch Zehntausende in den saarländischen Gruben „schafften“. Und keiner von ihnen dachte, dass er mal das Aus für die Kohle miterleben müsse. Es sind Geschichten wie die seine, die hundertfach bei dieser Mettenschicht auch zu erzählen wären, ja, Geschichten, die das Saarland ausmachen. Unter den vielen Gästen in Ensdorf ist auch Jonas. Fünf ist er. Sein Opa, sagt er stolz, war „uff der Grub“. Davon erzähle ihm sein Opa oft. Wie er ganz tief aus dem „Bauch der Erde“ die Kohle holte. Das beeindruckt Jonas – und der Knirps hat sich ein Stückchen der „letzten Kohle“ gesichert, die es als Andenken gibt. Wie viel aber von all dem, vom Leben und Arbeiten der Bergleute, von ihrer Kultur, ihrer Kameradschaft, ihrer universellen Geschicklichkeit wird bleiben Und was wird Jonas das noch bedeuten, wenn er groß ist Wird er vor alten Fördertürmen, vor dem Saar-Polygon, dem noch zu bauenden Bergbau-Denkmal, stehen und damit etwas anzufangen wissen Um 22.40 Uhr, am 30. Juni 2012 ist es dann tatsächlich so, dass der Bergbau im Saarland Geschichte ist. Nun ist es an uns, sie nicht zu vergessen. ANZEIGE Elektro R. Meyer: Ein Porträt Das traditionsreiche Fachgeschäft Elektro R. Meyer (Foto: Elektro R. Meyer) wurde 1962 von Roland und Hilde Meyer im Altenkesseler Elternhaus gegründet. Der Verlegung des Hauptsitzes mit Kundendienstzentrale, Werkstätten, Lager und Verwaltung nach Heusweiler 1974 folgte 1977 die Einführung des hauseigenen Leasingsystems. Dies wurde im eigenen Haus entwickelt. 1979 eröffneten die Fachleute eine Filiale in Saarbrücken. Und im Jahre 1982 schließlich folgte der Beitritt zur Expert Cooperation. Von den derzeit rund 230 Mitarbeitern arbeiten 141 seit mehr als zehn Jahren für Elektro R. Meyer. 42 sind länger als 25 Jahre und sechs mehr als 40 Jahre dabei. Seit 40 Jahren sind alle fest angestellten Mitarbeiter nach einem Jahr Betriebszugehörigkeit am Unternehmenserfolg beteiligt. Der Ausbildungsbetrieb betreut derzeit mehr als 20 Jugendliche. Die Geschäftsführer Roland Meyer, Thomas Elsenbast und Oliver Mayer leben ihren Slogan „Wir wollen, dass Sie zufrieden sind“. Motivierte Mitarbeiter und zufriedene Kunden zeigen, dass das Unternehmen seine Hausaufgaben perfekt meistert. 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