*05 Müller/Antweiler 2.9 - Hagia Chora Journal

geomantie.net

*05 Müller/Antweiler 2.9 - Hagia Chora Journal

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Aufbruch der Formen

Die Renaissance der Geomantie

in der modernen Architektur

Hans Jörg Müller

Einstieg

Geomantie und Architektur

sind nicht voneinander zu

trennen, allerdings scheinen

sie heute weit voneinander

entfernt zu sein. Hans Jörg

Müller behauptet, auch die

moderne Baukunst weise nach

wie vor geomantische Aspekte

von herausragender Bedeutung

auf. Er fordert die kompetente

Auseinandersetzung mit der

zeitgenössischen Architektur,

um beide Bereiche wieder zur

Synthese zu führen.

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F O C U S: B E S E E L T E S B A U E N

Ursprünglich waren Architektur und

Geomantie eine Einheit – von der

Frühzeit über die Megalithkultur,

Ägypten, Griechenland, Rom bis etwa ins

abendländische 14. Jahrhundert. Jedes

Bauwerk – ob sakral oder profan - beinhaltete

immer gleichzeitig geistige, atmosphärische,

kräftemäßige und funktionale

Ebenen: die megalithischen Steinkreise

holten die kosmischen Gestirnswelten in

die Erdenspäre, Steingräber als frühe Bauwerke

lagen „im Schnittpunkt“ von Diesseits-

und Jenseitswelten. Selbst die Hausbauten

des Megalithikums folgten einheitlichen

Maßen. Der griechische Tempel

führte mit architektonischen Mitteln zu

den Mysterien der Götter, und die antiken

Städte waren nach kosmologischen Mustern

angelegt, um den Mensch in einen

geistig geordneten Raum zu stellen.

Die mittelalterlichen Kathedralenbauer

schufen einen metaphysischen Raum, der

in seiner Zeit als realisiertes zeitliches Paradies

galt. Sie arbeiteten mit Platzierung,

Orientierung, Proportionierung, Formenkräften

und der Berücksichtigung lokaler

Topographie. Dabei lenkten und leiteten

sie Kräfte, die auch den Emotionalkörper

der Besucher bewegten. Noch heute kann

man an jedem „funktionierenden“ Portal

nachempfinden, was Architektur zu leisten

vermochte: innerhalb weniger Meter

wird man befreit von alltäglichen Sorgen,

emotionalen „Anhaftungen“; der Geist

wird geöffnet für geistige Welten.

Mit der Säkularisierung der Gesellschaft

im Zuge der Aufklärung fielen diese

ganzen „Funktionen“ bzw. „Aufgabenstellungen“

weg. Die Bauhütten verfielen;

gerieten in die Hände privater Handwerksmeister,

es entstanden Geheimlogen

und brüchige Traditionslinien, die sich

nur noch in einzelnen herausragenden

Künstlern (Balthasar Neumann etc.) offenbarten.

Das Wissen der Baukunst wanderte

in die Gartenkunst und die bildenden

Künste. Es war dann der immanente

Materialismus von Aufklärung und Moderne,

der die Grundlagen der traditionellen

Baukünste vollständig ignorierte. An

die Stelle der Proportionskunst trat das

Raster, an die Stelle der Farblehren die

Farbpsychologie. Die Geomantie wurde

partiell durch Verhaltenspsychologie abgelöst.

Schon das 19. Jahrhundert griff

nur noch auf historische Baustile zurück:

Neogotik, Neoromanik, Neorenaissance,

Barock und Klassizismus. Stil war nur

noch äußeres, formales Abbild und drängte

danach, revolutioniert zu werden. Im

Zuge der industriellen Revolution entstand

in den Metropolen eine neue und

historisch einmalige Architektur. Die neuen

Materialien Eisen, Zink, Glas, Stahl

und Beton lösten Holz, Backstein und Naturstein

ab. Neue Konstruktionsweisen unterstützten

eine Reduzierung auf funktionale

Komponenten. Mit dem Aufbruch in

eine dem Fortschrittsglauben verfallene

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Epoche bereiteten sie ein Architekturdenken

vor, welches in dem Ausspruch

Louis Sullivans gipfelte: Form follows

function. Es galt: „Etwas Unpraktisches

kann nicht schön sein“ (Otto Wagner).

Aufbruch im 20. Jahrhundert

Raum und Fläche traten als Gestaltungscredo

in den Vordergrund; Jugendstil,

Arts-and-Crafts und der spanische Modernismo

gönnten dem Ornament nur ein

kurzes Wiedererscheinen. Alfred Loos, der

als Begründer des Funktionalismus gelten

kann, postuliert: „Evolution der Kultur ist

gleichbedeutend mit der Entfernung des

Ornaments.“ Die letzten geomantischen

Aspekte, die noch in der Formen- und

Tradition, wenn sie aus dem

Ursprung schöpft, kann

neue Impulse setzen

Bildsprache verankert waren (Schutz, Segen,

Entstörung, Kommunikation) fanden

ihr Ende – und damit die energetischen,

atmosphärischen, kosmologischen und religiösen

Elemente der Baukultur. Immer

wieder gab es jedoch „subjektivistische“

Gegenbewegungen: durch die Künstlergruppen

der Fauves und der Brücke angeregt,

blühte zwischenzeitlich in Europa

der am inneren Erleben orientierte architektonische

Expressionimus.

Auf dem Hintergrund von Kubismus,

Futurismus, abstrakter Kunst (De Stijl,

Piet Mondrian) und Konstruktivismus (El

Lissitzky, Wladimir Tatlin) begann nach

dem Weltkrieg der Siegeszug der Moderne;

die jeweiligen spirituellen Hintergründe

– gerade der abstrakten Kunst mit ihren

Gedanken der Sprache des Geistigen

und der Immanenz – wurden nicht verstanden

und durch die Verrohung während

des 2. Weltkrieges unterdrückt. Die

Ausrichtung lag fortan auf der größtmöglichen

Reduktion, einzigartig vorbereitet

durch das Bild „weißes Quadrat auf weißem

Grund“ von Kasimir Malewitsch. Es

entstand der so genannte Internationale

Stil, der alle lokalen Traditionen überging.

Das die Nachkriegszeit dominierende Bauhaus

vollzog mit Theo van Doesburg den

Wandel zur technisierenden, konstruktivistischen

Kunstauffassung. Mies van der

Rohe manifestierte später sogar ein industrielles,

standardisiertes Bauen. Le Corbusier

behandelte auf seinen jährlichen

Foren (CIAM) Themen wie „Die Wohnung

als Existenzminimum“.

Es gab jedoch immer auch die „andere

Moderne“: Alvar Aalto und Eero Saarinen

mit ihren fließenden, organischen Formen.

Höhepunkte der „Organischen Architektur“,

deren Definition sich allerdings

vornehmlich auf den Formenkontext bezieht

(nicht auf ganzheitliches, organischlebendiges

Bauen, wie dies im Begriff des

„Organischen“ durch Rudolf Steiner begründet

ist), sind das Opernhaus von Sydney

von Jorn Utzon oder Hans Scharoun’s

Berliner Philharmonie mit ihrer aus gegeneinander

verdrehten Fünfecken konstruierten

Baugeometrie. Dieser Stil orientierte

sich in höchstem Maße an einem ästhetischen

Kraftbegriff und versuchte eine

der Natur nahestehende Formensprache.

Mit der erneut aufbrechenden Technikgläubigkeit

durch die Eroberung des Weltraums

seit der Mondlandung entsteht die

heute führende High-Tech-Architektur.

Vorreiter sind Renzo Piano und Richard

Rogers mit ihrem berühmten Centre

Pompidou, wo jede Gebäudetechnik schon

von außen sichtbar ist.

Die Postmoderne ab den 80er-Jahren

ist hingegen ein Aufbäumen gegen die

übermächtige Bauhaus-Architektur; sie

versucht – auf abstrakter Ebene - die Wiederkehr

des Ornaments, der zitierbaren

Form. Gleichzeitig entsteht die Idee der

Architektur als „Werbeträger“, des decorated

shed (dekorierter Schuppen), die den

Baukörper als Marketing-Plattform betrachtet

– eine der Geomantie durchaus

nahestehende Idee im Sinne eines Ausdrucks

der Identität des Gebäudes.

Heute ist an die Stelle des dogmatischen

Modernismus eine pluralistische Offenheit

getreten, die alle Formen und Stile

zuläßt. Keine der modernen Bautheorien

basiert aber auf dem Konzept einer multidimensionalen

Realität, die den Ort und

seine immanente Lebendigkeit und geistigen

Ebenen einbezieht, wie in den Bauwerken

der alten Kulturen.

Von der modernen Architektur lernen

So überrascht es nicht, dass am Anfang

des 21. Jahrhunderts Geomantie bzw. das

chinesische Feng Shui eine ungeahnte

Renaissance erfahren. Ihre Popularität

verdanken sie der Tatsache, dass sie die

Lücke füllen, die die Architektur der Moderne

hinterließ hinsichtlich emotionaler

Akzeptanz von Bauwerken, Einpassung in

die Landschaft oder Optimierung des

Lebensenergieniveaus. Nun sind dem

Kunden selbst nachvollziehbare Möglichkeiten

zur Optimierung der Raumenergien

an die Hand gegeben, die ihn von der einseitigen

Dominanz der Experten befreien.

Die Fragen der Geomantie erweisen sich

offensichtlich als menschliches Grundbedürfnis,

das in jeder Zeit seinen Widerhall

sucht. Die Architektur wird scheinbar weder

persönlichen Bedürfnissen wie übergreifenden

geistigen Sichtweisen gerecht,

und so überläßt sie heute wesentliche Felder

der neu wachsenden Disziplin, die wir

mit dem Begriff Geomantie umschreiben.

Sie scheint dabei der Entwicklung mit

Distanz gegenüberzustehen, fürchtet sie

doch den Verlust des Erreichten, den Verlust

ihres Niveaus; vielleicht auch das offene

Eingeständnis des Verlustes an

ureigenster Kompetenz.

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So stehen sich heute Geomantie und

moderne Architektur scheinbar als Antipoden

gegenüber. In der historischen Geomantie

– denken wir an antiken Tempelbau

und Stadtplanung – war die praktische

Baurealisation immer ein integraler

Bestandteil, wie dies umgekehrt auch für

die historische Architektur galt, die Themen

wie Proportionskunst, Bauplatzwahl

oder Zahlensymbolik einbezog. Im unterbewussten

„Pool“ der modernen Kultur

haben sich die traditionellen Bauauffassungen

noch immer gehalten. Wieder und

wieder ragen einzelne Künstler hervor, die

sich mit „Energie“ oder anderen Themen

der Geomantie auseinandersetzen.

Ich behaupte, dass Geomantie wesentlich

von der heutigen Architektur lernen

kann. Bei genauer Betrachtung liegen den

Stilen der Moderne Philosophien zugrunde,

deren geistiger Gehalt noch gar nicht

allgemein nachvollzogen wurde. Zudem

muss die Geomantie erst beweisen, dass

sie sich in Bezug auf die moderne Welt

verwandelt hat, ihre Themen in die neue

Zeit „übersetzt“ hat. Noch immer werden

Kunden mit spekulativen Geistertheorien

verängstigt, Raumstruktur-Empfehlungen

gegeben, die auf Architekturidealen feudalistischer

Systeme beruhen, Wohnungen

mit Hong-Kong-Nippes dekoriert, raunend

Runen in Haustüren geritzt.

Wir stellen also einerseits einen Strom

fest, den wir die „Wiederkehr des Esoterischen“

nennen können, der sich konkretisiert

in Geomantie und Feng Shui. Andererseits

erkennen wir, dass die heutige Architektur

noch immer in validen Bautraditionen

wurzelt. Erst wenn sich diese beiden

Ströme vereinen, kann eine wirklich

neue integrale Baukultur entstehen. In

diesem Sinne greife ich hier einige Projekte

heraus, die aus meiner Sicht gelungene

Ansätze verdeutlichen:

Metaphysische Räume

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Erst wenn sich Architektur

und Geomantie begegnen,

kann Neues entstehen.

Es war stets Anliegen der Geomantie, besondere,

sakrale Stätten zu schaffen, Stätten,

die dem Geistigen in der Welt Raum

geben. Dieser Raum entstand einerseits

durch Trennung – schützende Mauern

und Portale – und andererseits durch das

das Geistige selbst, das durch eine Skulptur,

einen geheiligten Ort Zugang zum

Raum erhält. Dieses Prinzip finden wir

heute noch in Tempeln und Kathedralen,

wo immer es um geistige Räume geht,

mögen sie Shamballa, Himmlisches Jerusalem,

Atlantis oder Utopia heißen.

Ein jüngstes gelungenes Beispiel war

auf der hannoverschen Weltausstellung zu

sehen: „Das achte Weltwunder“, ein stets

umlagerter Aufmerksamkeitspol der EXPO

inmitten des Erdgartens. Die österreichische

Künstlergruppe „Gelatin“ schuf einen

5 Meter tiefen, unterirdischen Raum, der

nur über ein Wasserbecken – tauchend –

erreichbar ist. Erst wenn man diesen

„Brunnen“ durchschwommen hat, gelangt

man in die „Wunderkammer“, ein Raum,

in dem die Besucher „ihrer Kreativität

spontan begegnen können“. Der mit der

Idee des fernen Landes Utopia verbundene

Raum aktualisiert den „Jenseitsraum“, wie

ihn die Sakralarchitektur der Welt kennt:

Der Suchende muss auf dem Weg zum

Geheimnis in abenteuerlicher Weise eine

Schwelle überschreiten, muss sich den

Elementen, der Transformation hingeben,

um in ein Reich einzutauchen, welches

der profanen Welt verschlossen bleibt.

(Die Besucher wurden gebeten, nichts von

diesem Raum zu berichten, damit er sein

Geheimnis wahren und weiterhin von den

Imaginationen der Außenstehenden belebt

werden möge). Schon die äußere Form ist

eine Analogie zur Geburtssituation. Durch

einen Wasserkanal zurück in die Gebärmutter:

ein Archetypus, der von den mutigen

„Tauchern“ unmittelbar erlebt werden

konnte.

Form und Energie

Geomantie, Feng Shui und andere traditionelle

Lehren beinhalten komplexe Konzepte

zur Beeinflussung von Lebensenergie

und Äther bzw. Atmosphäre durch

Formenwirkung. Denken wir an die „geheimen

Pfeile“ des chinesischen Feng

Shui, das spitzen Kanten „angreifende“

Energien zuweist. Zur Blüte kam die europäische

Version dieser Kunst zur Zeit der

Gotik. Abgeleitete Schwere wurde als psychisch

wirksame Kraft verstanden, „Leichtekraft“

wurde frei. Pfeiler, Bögen und

Schluss-Steine dienten der Leitung, Trennung

und Mischung von „Pneuma“ im

Sinne eines alchymischen Prozesses.

Ein herausragender Vertreter dieser

Philosophie in modernem Gewande ist der

katalanische Architekt und Plastiker Santiago

Calatrava. Die Verschmelzung von

Ingenieurswesen, gotisch-organischer Formensprache

und moderner Kunst ist die

Grundlage seines Schaffens. Bezeichnenderweise

gehört zu seinen ersten Werken

das neue Querschiff der neogotischen New

Yorker Kathedrale St. John the Divine. Mit

seinen filigranen Trägern erzeugt er ein

extremes Spiel zwischen Schwere und

Leichte. Seine Werke (Bahnhof in Lyon,

Konzertsaal auf Teneriffa, Brücke über

den Rio Nerbio, Spreebrücke in Berlin,

u.a.) zeichnen sich durch gewagte Konstruktion

und atemberaubende Ästhetik

aus. Seine rippenförmig-organischen

Betonstützen übergreifen die Räume, und

verleihen ihnen einen bewegten, lebendigen

Charakter, schaffen Assoziationen an

Lebewesen, an das Skelett eines Vogels.

Die Brücke „Bach de Roda-Filipe II“

verbindet zwei Stadtteile Barcelonas. Der

großzügige Platz für die Fußgänger wird

von den Bürgern der getrennten Stadtviertel

als Ort der Begegnung angenommen,

was gewiss auf die besondere Atmosphäre

zurückzuführen ist. Den einseitigen

Pylon der Brücke über den Alamillo konstruierte

Calatrava bewusst im Neigungswinkel

der Cheops-Pyramide. Auch der

Telekommunikationsturm in Barcelona, in

Form und Gewicht genau ausgewogen, erinnert

an geomantische Traditionen: sein

zentraler Schaft dient als Gnomon, als

Zeiger einer riesigen Sonnenuhr.

Calatravas Philosophie ist, „kraftvolle

Zeichen für gebündelte Energie“ und „makellose

Harmonie“ zu schaffen: „Was mich

am meisten interessiert, ist, ein neues Vokabular

von weichen Formen zu schaffen,

die im Einklang mit dem Geist unserer

Zeit stehen. Und obwohl meine Bauten

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sehr viel mit technischem Know-how zu

tun haben, glaube ich nicht, dass sie eine

Hymne auf die Technik sind.“

Pattern Language – Sprache des Ortes

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Der Genius Loci ist an

den Handlungsmustern des

Ortes erkennbar.

Architektur wird von den meisten Architekten

als universelle Sprache verstanden,

die von Menschen jeglicher Kultur gelesen,

erlebt und verstanden werden kann –

die unausgesprochene Grundlage des so

genannten Internationalen Stils. Geomantie

versteht die Sprache der Formen einerseits

auch als universelles, ewig gültiges

Gesetz; andererseits weiß sie, dass in unterschiedlichen

Orten und Regionen differenzierte

Urmuster wirksam sind, die ihren

Widerhall finden in Trachten, Tanzformen,

Ritualen und Symbolen. Die oberflächliche

Hinwendung zu einem lokalen

Stil, wie wir sie am Anfang und gegen

Ende des 20. Jahrhunderts finden, sucht

meist primär nur ein Höchstmaß an Akzeptanz;

selten steht die tiefe Verbindung

mit der Landschaft im Mittelpunkt.

Grundlegend wird dieses Thema von

Christopher Alexander behandelt. Man

könnte ihn als modernen Traditionalisten

beschreiben, der versucht, mit seinem Ansatz

der Pattern Language die Wiederkehr

einer ganzheitlichen Kosmologie zu erreichen:

„Es gibt nur eine Art des zeitlosen

Bauens. Sie ist Jahrtausende alt und heute

nicht anders als je zuvor. Die großen Bauwerke

der Vergangenheit, in denen man

sich sofort zuhause fühlt, wurden immer

von Menschen geschaffen, die dieser Art

sehr nahe kamen. Es gibt keinen anderen

Weg, bedeutende Gebäude, Städte, Plätze

zu schaffen, wo man sich wohl und lebendig

fühlt, als diesen einen. Er führt zu

Bauwerken, deren Formen so alt sind wie

die Bäume und Berge, ja wie unsere Gesichter

selbst.“ „Die Ordnung, die dieser

Prozess einem Haus oder einer Stadt verleiht,

entspringt direkt aus dem innersten

Wesen eines Volkes, der Tiere und Pflanzen.

Dieser Prozess haucht dem Menschen

Leben ein, kehrt das Lebendige einer Familie

oder einer Stadt heraus …“

Alexander beschreibt den Genius Loci

als Sprache, als gelebtes Leben, als sich

beständig erneuerndes Feld. Die dem Ort

eingeschriebenen Patterns (Muster) „verändern

ihre Qualität von Mal zu Mal, von

Ort zu Ort. Sie sind geboren aus dem Chaos,

der schlafenden Ordnung. Die Patterns

haben Kraft. Sie sind generativ. Sie beinhalten

alle möglichen Arten von Kräften,

sind ein Strukturprinzip, welches das örtliche

Kräftefeld ins Gleichgewicht bringt.

Wenn wir ihnen einen Namen geben, sagen

wir: ‚Lebendigkeit‘, ‚Ganzes‘, ‚Gemütlichkeit‘,

‚Genauigkeit‘, ‚Ewig‘.“ Er erkennt

den Genius Loci nicht nur an der physischen

Umgebung, sondern vor allem an

den „Handlungs-Patterns“. Ort, Ereignis

und Handlungsmuster bedingen sich gegenseitig

und bilden die „Struktur“ des

Ortes. Die Architektur muss sich in dieses

Geflecht des Lebensflusses eingliedern.

Große Aufmerksamkeit schenkt Alexander

der Recherche, der Aufnahme einzelner

Patterns wie Topographie, Ornamentik,

Ausblick, Geräusche, Belichtung,

Durchwegung mit Richtungswechseln,

Außenraumformen. Die Patterns formen

schließlich eine Sprache und begründen

die Schaffung eines organischen Ganzen.

In die gleiche Richtung geht die aktuelle

Arbeit von Renzo Piano in Neukaledonien:

das von Frankreich finanzierte

„Zentrum für Kultur“ der Kanaken. Ganz

der örtlichen Architekturtradition der

Flechtwerkkunst verpflichtet, schuf er

statt eines monumentalen Gebäudes ein

Ensemble von zehn Hüttenhäusern aus

Tropenholz, die moderne Tanz- und Musikstudios

enthalten. Unerwartet harmonisch

fühlen sich die Bauten in die einzigartige

Naturlandschaft ein. Ein gelungenes

Beispiel für die formale Verschmelzung

von Tradition und Moderne.

Anthropogene Muster

Ausgehend von der Idee, dass der Mensch

„nach Gottes Maß“ geschaffen wurde –

wie wir sie vor allem in den großen monotheistischen

Religionen finden –, wurde

eben jene Struktur, der menschliche Körper

mit all seinen Symmetrien, Polen und

Entsprechungen zur Grundlage des architektonischen

Musters. Wir finden dies im

indischen Stadtgrundriss, der den Körper

des „Dämons“ repräsentiert, wie in der

christlichen Kathedrale, die im Kreuzgrundriss

den Leib Christi symbolisiert.

Dieses anthropogene Muster (das Oben,

die Mitte und das Unten, Kopf und Bauch,

die zwei Seiten, die z.B. in den Hirnhälften

die Polaritäten widerspiegeln) wurde

jüngst von dem italienischen Designer

Collani für seinen Erweiterungsentwurf

einer japanischen Metropole verwandt.

Kazuma Yamashita in Kyoto hat eine Fassade,

die aus Sicht von Geomantie und

Feng Shui das „Gesicht des Hauses“ darstellt,

direkt als solches umgesetzt.

Grundsätzlich geht die Tendenz im

„Organischen Bauen“ aber dahin, die anthropogenen

Strukturen als abstrakte Ordnungsprinzipien

zu verwenden, die die

Gliederung eines Gebäudes in organisch

differenzierte Bereiche erlaubt.

Gebäudemarketing

Auf dem Weg der Moderne, ihren Weg

vom Konkret-Figürlichen zur Abstraktion

zu finden, trennte sich die Architektur

von ornamentalem „Ballast“ und schuf bis

in die 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts

eine reduzierte Formensprache, die ganz

auf die figürliche Ausgestaltung verzichtete.

Es sind die letzten zehn Jahre, in denen

so etwas wie ein Einbruch des Figürlichen

im öffentlichen Raum geschah, sicherlich

vorbereitet durch die Pop-Art der

70er-Jahre. Architektur verband sich mit

der Marketingidee; der Bau selbst wurde

zur Werbe- und Kommunikationsfläche,

zum zentralen Identitätssymbol des Unternehmens.

Schuhe, Autos, Ferngläser und

Tüten wurden zu Bauwerken. Jüngstes

Beispiel das Sony Center am Potsdamer

Platz, Berlin. Die Dachkonstruktion zeigt

den Fujiama, zentrales Symbol Japans.

Durch Analogien wird nicht nur der

Wiedererkennungswert gesteigert, sondern

mit den Symbolen werden auch Identität

und Machtanspruch vermittelt. Weitere

Beispiele sind das „Gehirn“ des International

Neuroscience Institute (INI) in Hannover

und das Europäische Zentrum für Vul-

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kanismus von Hans Hollein. Hier wurde

die gesamte Topographie einbezogen, in

die Erde gebaut; es entstand ein künstlicher

Vulkan. Der „Walfisch“ aus Holzgerippe,

gläserner Haut und silbrig glänzendem

Zinkdach, der Pavillon von CVJM

und evangelischer Allianz auf der EXPO,

griff das älteste Symbol des Christentums

auf und gewann die Wahl zum Wahrzeichen

der Ausstellung.

Kann die Geomantie im Bereich der

übergeordneten Bauidee von der Architektur

lernen, so gewinnt auch die Baukunst

durch die Geomantie. Die illustren

Werke erregen zwar Aufmerksamkeit, aber

eine ortsprägende Identität erhalten sie

erst, wenn es ihnen gelingt, den Geist des

Ortes und der Zeit gleichermaßen zu erfassen.

Interessanterweise entstanden in

diesem Zusammenhang in jüngster Zeit

auch Werke, die die Idee des Genius direkt

aufgriffen, z.B. Andre Hellers „Erdgeist“

zur EXPO. Das 14 Meter hohe Efeuwesen,

sich im Wachstum ständig verwandelnd,

erreicht eine unglaubliche atmosphärische

Präsenz.

Sakrale Baustrukturen

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In der sakralen Baukunst hatten sich in

Europa architektonische Muster entwickelt,

die wir als Archetypen von Raumstruktur

auffassen können, da sie sich tief

in das kollektive Bewusstsein eingeprägt

haben. Hier finden wir universelle Themen

wie die Ausrichtung eines Bauwerks

nach den Himmelsrichtungen oder die

Aufgespanntheit eines Gebäudes nach den

Kardinalpunkten oder die Staffelung des

Raumes nach 3, 4, 7 oder 12 Stationen,

die den (potenziellen) geistigen Werdegang

des Menschen widerspiegeln.

Ich wähle hier ein Beispiel, bei dem ein

solches Aufgreifen am wenigsten zu erwarten

gewesen wäre: den Bau des Jüdischen

Museums in Berlin, welcher noch

immer kontrovers diskutiert wird. Der Architekt,

Daniel Libeskind, gilt heute als

Pionier des „Dekonstruktivismus“. Dieser

Baustil lehnt sich aber stark an die kulturpessimistische

französische Philosophie

an. Wände kippen einseitig, Fassaden

hängen schief, Flächen sind zerschnitten,

alles ist in Einzelkörper aufgelöst, die

nicht selten einen aggressiven, verneinenden,

in jedem Falle irritierenden Eindruck

vermitteln. Als Philosophie der Auflösung,

der Zerstörung wird der Dekonstruktivismus

von den meisten harmonikal oder

geistig orientierten Schulen abgelehnt.

In diesem Gebäude, das auch von extremen

Schnitten, Brechungen und Verwerfungen

lebt, ist nun allerdings der

Holocaust thematisiert. Damit findet hier

der Dekonstruktivismus in einmaliger

Form seine authentische Berechtigung,

während er an anderer Stelle – wie z.B.

einem Schulbau in Berlin – deplaziert und

bedenklich erscheint. Das nur unterirdisch

betretbare Gebäude nimmt einen auf ganzer

Strecke ein; nirgends kann man sich

der gewaltigen Raumwirkung entziehen.

Das Untergeschoß beispielsweise ist durch

drei „Straßen“ gegliedert, die in ihrer

Höhe und Breite kontinuierlich variieren

und so die gewohnte Raumwahrnehmung

hinterfragen. An einem Endpunkt liegt der

so genannte E. T. A.-Hoffmann-Garten, ein

durch 49 aufragende Säulen gebildeter,

unterirdischer Außenraum, der sein Thema

„Exil“ nachvollziehbar macht: eine

Gruppe von 20 Personen verliert sich hier,

Begegnungen sind rar und überraschend.

Auch der Holocaust-Turm – wiederum

nur unterirdisch zugänglich – liegt am

Endpunkt einer solche Straße. Er ist Turm

und Krypta zugleich; mystisch dringt ein

spärliches, weit entfernt scheinendes Licht

von oben in den Raum, hinterlässt bestürzende

Einsamkeit und Resignation.

Das Gebäude ist auch radiästhetisch

hochinteressant: hier zeigt Architektur in

übersteigerter Form, was sie durch Formen

auslösen kann. Es finden sich hier

unglaubliche Intensitäten, wenn man mit

der Rute den Bau bemisst.

Das zentrale architektonische Grundkonzept

ist nun das einer Achse, die teils

sichtbar, teils unsichtbar das Gebäude

durchzieht, die Libeskind die Void Line

nennt (Void = die Leere). Der zickzackartige,

vielfach gebrochene Grundriss wird

in seiner Längsachse von Räumen entlang

dieser Linie geschnitten, die sich vom Untergeschoß

bis zum Dach erstrecken. Diese

Räume können vom Besucher nicht betreten

werden. Nur an wenigen Stellen ist

eine schmale Einsicht möglich, die die

Phantasie bemüht. Nach Libeskind symbolisieren

diese Räume – indem sie für

immer dem Zugriff entzogen sind – das

Verschwundene, Abwesende, die „nicht

stattgefundene“ Geschichte des Judentums

in Deutschland, und vergegenwärtigt diese

zugleich, indem sie sich mit den Gedanken

der heutigen Menschen „füllen“.

Damit hat Libeskind hier eine „Geomantie

des Geistes“, der Gedanken formuliert und

neu begründet. Erst in diesem Konzept

findet der gewaltige Bau seinen lösenden

Ausgleich, seine geistige Würde.

Überraschenderweise gleicht dieses

Konzept der Via sacra in der christlichen

Sakralarchitektur. Diese Linie, die meist

schon zu Baubeginn zwischen der numinosen

Stelle, dem Mittelpunkt des entstehenden

Baus, und den Himmelskörpern

(meist die Sonne) durch einen Gnomon

(Lichtzeiger) festgelegt wurde, durfte nicht

betreten werden, weil sie den Weg des

Geistes darstellte. Natürlich hat Libeskind

hier keine geomantisch exakte Ausrichtung

vorgenommen, aber er arbeitet mit

dem Mittel des Kraft- und des Gedankenstromes

und formuliert dies sogar explizit:

er nennt die Linien „Ströme von Gedanken

und Beziehungen“. Erst das Verständnis

solcher grundlegender Muster versetzt

uns heute in die Lage, die Größe moderner

Architektur zu erkennen und ihre gesellschaftliche

Relevanz zu erfassen.

Sich den Fragen der Zeit stellen

Betrachten wir die heute von vielen romantisierte

Beratertätigkeit: Wir werden

in der Geomantie als „Lebensberater mit

Raumkompetenz“, „Unternehmensberater

mit erweitertem Werkzeug“, „esoterische

Innenarchitekten“ enden, wenn wir nicht

die großen Fragen der Zeit behandeln

oder zumindest herausarbeiten. Wenn wir

nicht fähig sind, relevant in die Gestaltung

von Welt, Landschaft und Stadtraum

kreativ einzugreifen, dann werden Geomantie

und Feng Shui lediglich Reparaturwerkzeuge

für energetisch zerstörte

Landschaft und energetisch unstimmige

Architektur sein. Erst die direkte Auseinandersetzung

mit der zeitgenössischen Architektur

versetzt uns in die Lage, Geomantie

(und Feng Shui) als übergeordnete,

interdisziplinäre Wissenschaft der Gesetze

des Lebens in den konkreten Raum einzubringen.

Wollen wir diesen Anspruch umsetzen,

benötigen wir die Kompetenz, die

Architektur des 20. Jahrhunderts zu verstehen,

und den Willen, uns aktiv in die

Entwicklungstendenzen des 21. Jahrhunderts

einzumischen. 7

Hans-Jörg Müller, bildender Künstler,

ist einer der Vordenker einer modernen

Geomantie; Mitbegründer von

Hagia Chora, Dozent bei Ausbildungen

und öffentlichen Bildungsträgern

in den Bereichen Geomantie, Kunst,

Radiästhesie und Raumpsychologie. Seit 1990 betreibt

er das Planungsbüro Axis Mundi – Geomantie und

Integrale Planung mit Projekten im In- und Ausland.

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B E S E E L T E S B A U E N Hagia Chora 7 | 2000

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