Die Dunkle Kammer

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Die Dunkle Kammer

Workshoppräsentation

Die Dunkle Kammer

Von der Camera Obscura ins digitale Zeitalter

Die Dunkle Kammer. Dahinter verbirgt sich nicht etwa ein Gruselkabinett oder ein Abstellraum,

sondern die Konstruktion einer eigenen Lochkamera – einer sogenannten Camera Obscura.

Zu Beginn des Workshops konstruieren die Teilnehmer aus einfachen Materialien eine solche

Lochkamera. Sie wird mit analogem Filmmaterial bestückt und nach einer kleinen Fotoexkursion

im Schwarzweiß-Labor entwickelt. Später wird an eine der Lochkameras ein digitaler Aufnahmesensor

montiert. So lässt sich die Entwicklung und die Funktion moderner abstrakter Fototechnik

spielerisch verstehen.

Im Workshop werden der Aufbau und die Funktion einer Lochkamera vorgestellt und die optischen,

physikalischen und fotochemischen Grundlagen vermittelt. Die Teilnehmer können die Kamera mit

einfachsten Mitteln und ohne handwerkliche Vorkenntnisse bauen. Je nach Anspruch können sie die

Kameras technisch weiter ausarbeiten und in der Konstruktion verfeinern.

Der Workshop eignet sich sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren.

Als Zeitraum eignen sich mindestens drei Termine, die je nach Bedarf erweitert werden können. Als

Beispiel ist auf den folgenden Seiten der Ablauf für einen viertägigen Workshop skizziert.


Erster Tag: Die Dunkle Kammer

Was ist die Camera Obscura, die Dunkle Kammer, wie funktioniert das Prinzip einer jeden

Kamera Gibt es Ähnlichkeiten mit dem menschlichen Sehen

Kleine Einführung in die Optik, Geschichte und Technik anhand von Bildbeispielen. Ideenfindung

und Konstruktionspläne in kleinen Gruppen, kleine Materialkunde. Erste Entwürfe und

Überlegungen zur Realisierung.

Pädagogisches Lernziel: Einblick in die technische Vergangenheit und Entwicklung der Fototechnik.

Geschichtlicher Einblick am Beispiel der Camera Obscura in die Entwicklung der Perspektive. Optische

und physikalische Grundlagen werden vermittelt. Teambildung und Arbeiten in Gruppen.


Zweiter Tag: Die Kamera entsteht

Konstruktion der Kamera aus unterschiedlichsten Arbeitsmaterialien: Holz, Pappe, Blech.

Überlegungen und Ausarbeitung der Bildkonzepte,

Fotografieren und experimentieren in den Workshopräumen und in der Umgebung, mit

verschiedenen Lichtsituationen und einfachen Requisiten. Entwicklung der ersten Abzüge

im Labor.

Pädagogisches Lernziel: Fotografie als einen Handwerksberuf mit Tradition und komplexem

technischen und chemischen Wissen kennenlernen. Erfahrungen im Stadtteil durch fotografische

Erkundungen machen.


Dritter Tag: Geisterbilder

An eine der Lochkameras wird ein digitaler Aufnahmesensor montiert. Der analoge

Film wird durch digitale Technik ersetzt, die einfache Kamerakonstruktion wird

weiterverwendet.

Weitere Aufnahmen mit den analogen und der digitalen Kamera, Entwicklung im Labor.

Pädagogisches Lernziel: sinnliche Erfahrung, Förderung der Motorik und der handwerklichen

Fähigkeiten, Entwicklung von eigenen künstlerischen Konzepten. Moderne digitale Techniken kennenlernen

und mit einfachen analogen Techniken kombinieren und benutzen: Historischer Brückenschlag

zwischen analoger und digitaler Technik, Einblick in das Innenleben einer Digitalkamera.


Vierter Tag: Die Helle Kammer

Letzte Entwicklung der Aufnahmen und Fertigstellung für eine kleine Präsentation am

Nachmittag. Präsentation und Besprechung der Arbeiten. Haben die Kameras funktioniert,

wurden die Ergebnisse so erwartet , was zeichnet die analog produzierten Bilder aus

Tipps, wie mit den Kameras weitergearbeitet und wie die erlernten Techniken weiterentwickelt

werden können.

Pädagogisches Lernziel: Fotos als komplexen Prozess mit handwerklichen, konzeptionellen und

künstlerischen Anforderungen begreifen, Planung und Realisierung eigener künstlerischer Ideen,

Sensibilisierung für die Vergänglichkeit der Medien im digitalen Zeitalter.

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