Fastems flexibles Fertigungssystem

fastems

Fastems flexibles Fertigungssystem

Fastems Oy Ab Kundenzeitschrift 1 • 2006

Automation

zahlt sich aus

Mehr Kundennähe

in den USA

Effizientere Produktion bei

Zulieferern durch FFS

Automatisierte Fertigung von

Know-how-Spezialteilen

1 • 2006 | 1


SYSTEM

INTEGRATOR

Editorial ............................................................. 2

Automation erhält Arbeitsplätze

in Europa und den USA .......................... 3

Mehr Kundennähe in den USA .......... 4

Startbereit ....................................................... 5

Fastems-Umfrage zur Kundenzufriedenheit:

Was bringen die

Ergebnisse ans Licht? ............................... 6

Automation zahlt sich

aus – für jeden und überall .................. 7

Fastems flexibles Fertigungs

system (FFS) erhöht die Maschinenauslastung

........................................................ 8

Fastems CTS-System ............................... 10

Effizientere Produktion bei

Zulieferern durch FFS ............................. 12

Automatisierte Fertigung von

Know-how-Spezialteilen ...................... 14

Von vorbeugender Wartung zu

dauerhafter Partnerschaft .................. 16

Persönlich ...................................................... 18

Tids and Bits ................................................. 19

Herausgegeben von FASTEMS Oy Ab

Nr. 1/2006

CHEFREDAKTEURIN

Helena Reilin, Fastems Oy Ab

helena.reilin@fastems.com

DEUTSCHE AUSGABE:

Sari Lehtonen-Lammi, Imageneering Oy

LAYOUT:

Imageneering Oy

REDAKTIONSANSCHRIFT:

System Integrator

Fastems Oy Ab

Tuotekatu 4, 33840 TAMPERE, FINNLAND

Tel. +358 (0)3 268 5111

Fax +358 (0)3 268 5000

DRUCK:

Kirjapaino Hermes Oy, Tampere,

Finnland 2006

BEITRÄGE:

Salme Alho

Robert Humphreys

Jarmo Hyvönen

Kari Ingman

Esko Kuusilahti

Jari Mansikkaoja

Klaus Maurmaier

2 | 1 • 2006

Jukka Pietilä

Aarno Riikonen

Peter Springfeld

Mark Walker

Thomas Weinhold

Chris Wright

E D I T O R I A L

U N S E R Z I E L

Die Geschäftsaussichten werden besser. Auf den Märkten von China und Nordamerika ist bereits

seit einigen Jahren ein starkes Wachstum zu verzeichnen. Nun sind auch in Europa positive

Anzeichen sichtbar.

Die Frage, die sich in dieser neuen Situation stellt, ist: In welche Technologie sollten wir investieren,

um diese positive Entwicklung zu fördern? In China reicht die Lösung der einfachen, manuell

bedienten Werkzeugmaschine aus. Der Stundenlohn für die Arbeitskräfte von 50 Cent, verglichen

mit 25 Euro in Europa und den USA, stellen einen gravierenden Unterschied dar. Investitionen

in einfache Technologie und manuellen Betrieb sind also keine Lösung für Europa oder die USA;

dies würde die Wettbewerbsfähigkeit definitiv schwächen. Die Lebensdauer der Maschinen ist

lang, und heute getroffene Entscheidungen reichen weit in die Zukunft hinein. Wir müssen also

neue Lösungen finden; d. h., wir müssen automatisieren.

Jährlich stehen 8760 Stunden für die Produktion zur Verfügung. Um diese Zeit maximal zu nutzen,

brauchen wir zuverlässige Werkzeugmaschinen, gut ausgebildete und zuverlässige Bediener,

automatisierte Material- und Paletten-Handlingsysteme wie auch effiziente Werkzeuge zur

Produktionsdatenverwaltung. Diese Technologie ist durchaus verfügbar. Allein die Werkzeugmaschinen

haben sich in den letzten Jahren enorm entwickelt. Automationslösungen haben eine

weitere Standardisierung erfahren, was zu kurzen Installationszeiten, einfacher und zuverlässiger

Anwendung sowie hoher Flexibilität für künftige Entwicklungen geführt hat.

Fastems ist auf das gleiche Ziel ausgerichtet wie Sie. Wir wollen die positive Entwicklung der

Fertigungsindustrie weiter fördern. Wir wollen, dass Sie mit Hilfe der Automation bessere Ergebnisse

erzielen. Und wir wollen Ihnen moderne, effiziente Möglichkeiten für das Handling von

Paletten, Material und Werkstücken zur Verfügung stellen. Mit über 500 ausgelieferten FFS und

1000 Robotersystemen verfügen wir über Erfahrungen mit zahlreichen unterschiedlichen mechanischen

und Steuerungslösungen. Kernstück unseres Systems ist das offene Steuerungssystem,

das Ihnen die Möglichkeit gibt, Ihre bevorzugten Werkzeugmaschinen einzusetzen.

Um Sie noch besser unterstützen zu können, haben wir kürzlich in unseren wichtigsten

Marktbereichen lokale Tochtergesellschaften gegründet. Setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung,

so dass wir gemeinsam darüber beraten können, wie Sie die Wirtschaftlichkeit Ihrer

Produktions- und Spindelstunden jetzt und in Zukunft erhalten.

Jarmo Hyvönen,

Geschäftsführer

Fastems


Automation

erhält

Arbeitsplätze

in Europa und

den USA

„Die neuen Tochtergesellschaft en wurden mit dem Ziel gegründet,

dafür zu sorgen, dass unsere Kunden mit ihren Investitionen in die

Automation eine noch höhere Wertschöpfung erzielen“, meint Jarmo

Hyvönen, Geschäft sführer von Fastems.

„Die neuen Tochtergesellschaft en bieten den Support von

Fastems-Technologie und -Kundendienst mit kurzen Reaktionszeiten

in den Landessprachen. Unsere Technologieexperten sind umfassend

dafür ausgebildet, die Kunden bei der Investition in Lösungen zu

unterstützen, die ihren Bedürfnissen entsprechen. Zudem helfen Sie

den Kunden, über die gesamte Lebensdauer der Investition den größten

Nutzen daraus zu ziehen“, führt Hyvönen weiter aus.

RETTUNG DER WESTLICHEN WELT

Gleichzeitig verfolgt Fastems gemeinsam mit der gesamten Fertigungsbranche

ein noch weit höheres Ziel. Gemeinsam mit den

Kunden streben die neuen Fastems-Unternehmen danach, die Fertigungsbranche

auf den traditionellen Kontinenten – Europa und den

USA – zu erhalten, statt zuzuschauen, wie sie in Niedriglohnländer

abwandert.

„In dieser Hinsicht hat die Automation im Vergleich zu früher

ihre Rolle sozusagen umgedreht“, lächelt Hyvönen. „Früher hatten wir

die Sorge, dass die Automation zum radikalen Wegfall von Arbeitsplätzen

führen würde. Heute ist die Automation praktisch der einzige

Weg, Arbeitsplätze in der westlichen Welt zu erhalten. Durch die

Automation sind wir in der Lage, der Niedriglohnherausforderung

zu begegnen. Dank der Automation können Maschinen rund um die

Uhr laufen – in mehreren Schichten, auch über Wochenenden und

Feiertage. Für die Entwicklung, die Steuerung und das Management

werden Leute benötigt“, betont Hyvönen.

ANDERE LÄNDER, ANDERE SITTEN

Die erste Fastems-Tochtergesellschaft , Fastems LLC, beginnt jetzt ihre

Arbeit in Ohio, USA. Sie hat zwölf Mitarbeiter, wozu Vertriebs-, Marketing-,

Projekt- und Servicespezialisten gehören.

Jarmo Hyvönen weist auf zwei spezielle Herausforderungen hin,

denen sich das neue Unternehmen stellen muss: „Erstens haben die

Vertriebs- und Servicemitarbeiter aufgrund der Größe des US-Marktes

riesige Entfernungen zu bewältigen. Zweitens ist die Servicekultur

in diesem Land ganz anders als hier in Europa – und wir müssen in

der Lage sein, unseren Kunden in den USA ihren gewohnten Service

zu bieten“, stellt er fest.

FASTEMS HAT SEINE

INTERNATIONALE

ORGANISATION NEU

AUFGESTELLT. ES WURDEN

HUNDERTPROZENTIGE

TOCHTERGESELL-

SCHAFTEN IN SCHWEDEN,

GROSSBRITANNIEN,

DEUTSCHLAND, ITALIEN

UND DEN USA GEGRÜNDET.

Fastems und Jarmo Hyvönen verfolgen mit ihren Kunden

in der Fertigungsbranche ein gemeinsames Ziel: die

Produktion und damit die Arbeitsplätze in Europa und

den USA zu erhalten.

1 • 2006 | 3


Mehr

Kundennähe

in den USA

FÜR DIE KUNDEN IN DEN USA BEDEUTET

DAS NEUE UNTERNEHMEN EINEN

BESSEREN ZUGANG ZU FASTEMS

TECHNOLOGISCHER KOMPETENZ. MARK

WALKER, GESCHÄFTSFÜHRER VON

FASTEMS LLC IN OHIO, HAT GROSSE

ERWARTUNGEN FÜR DIE ZUKUNFT.

„Das neue Unternehmen bringt mehr technologische

Kompetenz auf diesen Markt, insbesondere

in drei Grundbereichen: Software,

Vertrieb und Kundendienst“, betont Mark

Walker bei der Erläuterung der Vorteile

des neu gegründeten Unternehmens für die

Kunden. „Mit unseren Ressourcen näher am

Kunden zu sein, ist eine erhebliche Verbesserung

gegenüber der Vergangenheit, als uns

mehrere Zeitzonen von unseren Technologie-

Ansprechpartnern trennten“, erklärt er.

SORGFÄLTIGE VORBEREITUNG...

Mark Walker sieht die Hauptaufgabe für

Fastems LLC zunächst darin, den offenen

FFS-Systemintegrator von Fastems zur

ersten Wahl in der Fertigungsautomation

in den USA zu machen.

„Wir müssen damit beginnen, die Idee

der Fertigungsautomation als echte Alternative

zur Auslagerung der Fertigung in Nied-

4 | 1 • 2006

riglohnländer herauszustellen“, erklärt Mark.

„Dann müssen wir nachweisen, dass das

Fastems-System wirkliche Vorteile bietet, da

gemeinhin alles, was in den USA nicht existiert,

kaum wahrgenommen wird. Die Leute

hier sind von europäischen Referenzen – wie

positiv auch immer – unbeeindruckt“, meint

Mark Walker.

...IST DER SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG

Wenn erst mehr Referenzprojekte in den

USA erfolgreich laufen, glaubt Mark Walker,

sind die Marktaussichten für Fastems’ FSS

sehr vielversprechend.

„Die Vorteile eines offenen Systems liegen

auf der Hand: Die US-Kunden können

ihre Wachstumsmöglichkeiten selbst bestimmen

– ohne dabei an einen bestimmten Maschinenanbieter

gebunden zu sein“, erläutert

Mark. „Wenn die Kunden feststellen, wie viel

Freiheit ein offenes System für ihre künfti-

Mark Walker und

Fastems LLC sind für die

Herausforderungen des

US-Marktes gerüstet.

ge Entwicklung bietet, sind sie mit höherer

Wahrscheinlichkeit bereit, auf das FFS

umzustellen.“

ZUSAMMENARBEIT MIT DEN WERK-

ZEUGMASCHINENHERSTELLERN

„Auf dem US-Markt werden Fertigungsautomatisierungssysteme

von den Werkzeugmaschinenanbietern

geliefert, von denen es

nicht sehr viele gibt. Um in diesem gesamten

Bereich eine Rolle zu spielen, müssen wir

auch die Werkzeugmaschinenanbieter überzeugen

und ihr Interesse an unserem System

wecken.“

„Und nicht zuletzt müssen wir in der

Lage sein, einen wettbewerbsfähigen Service

zu bieten. Die Kunden hier sind, anders als

in Europa, erstklassigen – d. h. amerikanischen

– Service gewohnt“, fasst Mark Walker

zusammen.

Auslandseinsätze

in GB und den USA

Fastems’ Verkaufsleiter Robert Humphreys aus Großbritannien

wird sich den beiden finnischen Ingenieuren anschließen

und zur neuen Tochtergesellschaft Fastems LLC in die

USA wechseln, um das dortige Team zu verstärken.

Steve Malone, zum UK Sales Manager ernannt, wird in

Kürze Roberts Stelle in Großbritannien übernehmen.


Startbereit

PROJEKTMANAGER FÜR STEUERSYSTEME AARNO

RIIKONEN UND PROJEKTMANAGER JUKKA PIETILÄ HABEN

SCHON IHRE SACHEN GEPACKT UND SIND BEREIT, DIE

NEUE HERAUSFORDERUNG ANZUNEHMEN. DIE BEIDEN

FASTEMS-SPEZIALISTEN WERDEN IN OHIO DEN SPUREN

DER BERÜHMTEN GEBRÜDER WRIGHT FOLGEN UND DEN

TRANSFER DER TECHNOLOGISCHEN KOMPETENZ VON

FASTEMS AUF DAS NEUE UNTERNEHMEN, FASTEMS LLC,

UNTERSTÜTZEN.

Aarno arbeitet seit fünf Jahren bei Fastems.

Seine Spezialgebiete sind Steuersoftware,

Inbetriebnahme und Kundenschulung. Seine

Aufgaben im neuen Unternehmen werden

die gleichen sein – aber auf einem neuen

Markt unter härteren Bedingungen.

„Meine Hauptaufgabe dort ist, die Mitarbeiter

des Unternehmens vor Ort zu schulen,

so dass wir unseren Kunden einen besseren

Technologie-Support bieten können, besonders

hinsichtlich der Steuersystem- und Softwareanwendungen“,

erklärt Aarno.

Jukka, der über zehn Jahre Erfahrung bei

Fastems verfügt, achtet darauf, dass Vereinbarungen

und Zeitpläne eingehalten werden.

Er hat das Ziel, die speziellen Produkt- und

technologischen Gesichtspunkte in Kundenprojekte

in den USA einzubringen. Er ist sich

auch über seine wichtige Rolle als Vermittler

zwischen der Fastems-Produktentwick-

lung in Finnland und den Anwendern in den

USA bewusst.

WISSENSTRANSFER

Aarno und Jukka sind sich über ihre wichtigste

Aufgabe einig: das technologische Know-how

von Finnland in die USA zu übertragen.

„Die Leute, die hier arbeiten, hatten bisher

wenige Möglichkeiten, sich mit unseren Technologien

umfassend vertraut zu machen. Wir

möchten ihr Verständnis und ihr technologisches

Wissen erweitern und ihnen damit die

künftige Arbeit erleichtern. Zusätzlich möchten

wir den Technologie-Support vor Ort

verbessern“, erklären die Männer.

EIN GROSSES LAND – EINE GROSSE

HERAUSFORDERUNG

Beide Männer lächeln bei der Unterhaltung

über den US-Markt. „Die Entfernungen

Aarno and Petra (oben) und Jukka mit seiner

Familie (darunter) sind demnächst in Cincinnati,

Ohio zu Hause. Beide Familien freuen sich schon

darauf, ihre neuen Nachbarn kennen zu lernen.

zwischen Nordamerika, Kanada und

Mexiko sind schon erstaunlich, z. B. ist

Seattle 3200 km von unserem Büro in Ohio

entfernt“, meint Aarno.

„Dieses riesige Land hat zahlreiche verschiedene

Kulturen und sogar mehrere Zeitzonen.

Die Probleme des Service sind damit

andere als in Europa, wo alles relativ bequem

erreichbar ist“, bemerkt Jukka.

GUTE PERSPEKTIVEN

Trotz der Probleme sind Aarno und Jukka

zuversichtlich. „Wir haben bereits etwa 40

Fastems-Systeme in die USA geliefert. Die

Aussichten sind vielversprechend, besonders

in der Fahrzeug- und Flugzeugbranche“,

meint Aarno.

„Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung

ist die Erkenntnis, dass Fastems-Systeme

nicht nur für mittlere oder Großunternehmen

geeignet sind, sondern dass die Automation

auch für kleinere Produktionsstätten erhebliche

Vorteile bringt“, betont Jukka.

EIN NEUES LEBEN BEGINNT

Die Koffer sind gepackt, und beide Männer

sind bereit. Aarno fliegt mit seiner Frau

Petra, während Jukka die Reise mit Frau und

den beiden Kindern – drei und sechs Jahre

alt – antreten wird.

Beide Familien freuen sich auf ihre

neue Umgebung und das milde Klima in

Cincinnati, Ohio.

1 • 2006 | 5


DER PHILOSPHIE VON FASTEMS LIEGEN ALLGEMEIN AKZEPTIERTE

WERTE ZUGRUNDE. DER WICHTIGSTE DAVON IST DIE KUNDEN-

ZUFRIEDENHEIT. UM DIESEN WERT IN DIE PRAXIS UMZUSETZEN,

MÜSSEN WIR WISSEN, WAS DIE KUNDEN ERWARTEN UND WIE SIE DIE

GEGENWÄRTIGE SITUATION EINSCHÄTZEN. DAHER HABEN WIR EINE

INTENSIVE UMFRAGE ZUR KUNDENZUFRIEDENHEIT DURCHGEFÜHRT.

6 | 1 • 2006

Fastems-Umfrage zur Kundenzufriedenheit:

Was bringen die

Ergebnisse ans Licht?

Die erste Kundenbefragung wurde vor etwa zehn Jahren in Finnland

durchgeführt; seitdem wurde sie zu einer jährlichen Tradition. Die erste

begrenzte internationale Umfrage fand im Jahr 1999 statt. Im letzten Jahr

führten wir erstmalig eine Umfrage in all unseren Marktbereichen durch.

UMFRAGEN MIT 267 KUNDEN

Ein Anschreiben mit 24 Fragen wurde an insgesamt 267 Kunden

und 42 Partner in den USA, Schweden, Dänemark, Deutschland,

Österreich, der Schweiz, Italien und den Benelux-Ländern gesandt.

Die Fragen befassten sich z. B. mit folgenden Themen: Produkte,

Dienstleistungen, Kundenbeziehungen, Marketing-Kommunikation,

Bearbeitung von Kundenanfragen, Kundentreue und künftige Zusammenarbeit.

Es wurde auch um einem Vergleich mit unseren Mitbewerbern

gebeten, und es gab die Möglichkeit für freie Bemerkungen.

FEEDBACK FÜR PROJEKTSERVICES

Nach der Inbetriebnahme jedes Projekts sendet Fastems dem Kunden

einen Brief, um zu erfahren, mit welchem Erfolg das Projekt vom Personal

geliefert wurde. Zur Beantwortung werden drei farbige Kupons

verwendet: Grün heißt sehr zufrieden, Gelb recht zufrieden und Rot

wenig zufrieden. Alle Kupons haben einen Satz von 14 Fragen, die

von der technischen Qualität unserer Ausrüstungen bis zur Bereitschaft

der künftigen Zusammenarbeit mit uns reichen.

ERGEBNISSE FÜHREN ZU WIRKSAMEREN MASSNAHMEN

Die erreichte Beteiligung in Finnland blieb im Jahr 2005 mit 65 %

relativ hoch. In der internationalen Umfrage erreichten wir 42 %.

Bei der Umfrage wird eine mit 1 beginnende Skala verwendet.

Die Zahl 5 ist die höchstmögliche Bewertung. Die folgende Tabelle

zeigt ein Beispiel für die internationalen Ergebnisse im Jahr 2005:

Fastems

insgesamt

Mitbewerber

insgesamt

FFS 3.8 3.4

Robotik 3.7 3.4

Serviceleistung 3.8 3.4

Pflege von

Kundenbeziehungen

3.6 3.3

In Finnland zeigt sich ein schon einige Jahre währender Trend:

Gesamte Zufriedenheit

mit der Kundenbeziehung Fastems Mitbewerber

2003 3.6 3.4

2004 3.8 3.7

2005 3.8 3.7

2006 3.8 3.7

Bei Umfragen zur Projektzufriedenheit schwankt die Beteiligung

zwischen 40 % und 49 %, abhängig vom geographischen Gebiet.

Diese Ergebnisse werden herangezogen, um Korrekturmaßnahmen

zu entwickeln und so zu verhindern, dass die gleichen Fehler nochmals

gemacht werden.

IN ZUKUNFT NOCH BESSER WERDEN

Besonderer Wert wurde darauf gelegt, wie Kundenansprüche bearbeitet

werden. Wir haben daher ein spezielles Verfahren entwickelt,

das in unsere Customer Relationship Management-Software

eingebettet ist. Durch Anwendung dieses Verfahrens sind wir in der

Lage, den Informationsaustausch innerhalb unserer Organisation

bei derartigen Fällen zu beschleunigen und erleichtern damit ihre

rasche Lösung.

Darüber hinaus fragen wir unsere Kunden bei negativem Feedback

nach den Details und informieren sie darüber, welche Korrekturmaßnahmen

durchgeführt werden.


Automation zahlt sich aus

für jeden und überall

ST-KONEISTUS IST EIN MODERNER HERSTELLER VON METALLTEILEN IN

YLÖJÄRVI, FINNLAND. DAS UNTERNEHMEN BEGANN ANFANG DER SIEBZIGER

JAHRE ALS KLEINER GARAGENBETRIEB; ES BIETET EIN ANSCHAULICHES

BEISPIEL DAFÜR, DASS DER ERFOLG DER AUTOMATION NICHT VON DER

UNTERNEHMENSGRÖSSE ABHÄNGT.

Heute liefert ST-Koneistus mit seinem engagierten

Team von 30 Mitarbeitern hochwertige

Aluminium- und Stahlgrundplatten, Ventilblöcke

und Spezialzylinder sowie andere Produkte,

die eine aufwändige Bearbeitung erfordern.

Wir fragten Geschäftsführer Tommi Peltonen

nach seiner Ansicht zur Automation.

Wann und warum haben Sie in FFS

investiert?

Unser erstes flexibles Palettencontainersystem

(FPC) von Fastems wurde vor eineinhalb

Jahren installiert, um die Bearbeitung von

Aluminiumplatten zu verbessern. Der Grund

war, mit Hilfe der unbemannten Produktion

die durch wachsende Auftragszahlen erforderliche

Kapazitätserhöhung zu erreichen.

Unser 12-Paletten-FPC-System wird durch ein

vollständiges 60-Paletten-FFS ersetzt, das im

nächsten Sommer in unserer neuen Werkhalle

den Betrieb aufnehmen wird.

Mit welchen anderen Systemen oder

Fertigungsverfahren haben Sie gearbeitet?

Wir haben 6- und 7-Palettenmaschinen

benutzt, die maximal zwölf Stunden am Tag

betrieben werden konnten.

Warum Fastems?

Zuverlässigkeit. Wir konnten alles von derselben

Quelle beziehen – das System, die Ausrüstung

und die Steuersoftware. Fastems ist ausreichend

groß, um die Verantwortung für jede

Lieferung übernehmen zu können, und sorgt

auch für den anschließenden Service-Support.

Welche Vorteile haben sich für Sie ergeben?

Das 12-Paletten-FPC gab uns die Möglichkeit

einer unbemannten Arbeitsschicht. Uns gefiel

auch seine Erweiterungsfähigkeit, obwohl unsere

aktuellen Kapazitätsanforderungen nun

ein noch größeres System verlangen.

Wie viele Produktionsstunden haben Sie

gewonnen?

Der Container brachte uns zehn zusätzliche

Stunden pro Tag. Er produziert ohne Berücksichtigung

der Wochenenden etwa 6000 Stunden

pro Jahr. Mit dem FFS sind zehn weitere

Stunden pro Maschine möglich.

Paletten-Container-System von Fastems

steigert Produktion bei ST-Koneistus in

Finnland.

Ist Automation schwierig?

Nein. Ich finde, genau das Gegenteil ist der

Fall. Sie ist notwendig. Unsere jungen, engagierten

Mitarbeiter sind motivierter bei ihrer

Arbeit.

Hat sich Ihr System als zuverlässig erwiesen?

Ja.

Ist Automation eine Risikoinvestition?

Natürlich, so betrachtet ist jede Investition dieses

Umfangs ein Risiko. Andererseits, je mehr

Sie für eine Investition bezahlen, desto weniger

bezahlen Sie für ihre eigentliche Verwendung.

Mit anderen Worten: Maschinen sind teuer,

aber Leute kosten noch mehr. Um eine höhere

Produktivität zu erreichen, sollten Sie die teuren

Maschinen unter minimalen Kosten maximal

nutzen. So gesehen ist die Automation

immer eine lohnende Investition.

Sind durch die Automation Arbeitsplätze

verloren gegangen?

Nein, wir haben noch die gleiche Anzahl Arbeitsplätze

wie 1973, als wir angefangen haben.

Auch einige der Leute aus der Zeit arbeiten

noch hier.

Wie sieht für Sie die Zukunft aus?

Gut! Die Konkurrenz wird allerdings viel härter.

Wer in die richtigen Technologien investiert,

wird aber überleben und gewinnen.

Falls Sie die Entscheidung nochmals

treffen müssten, würden Sie wieder in FFS

investieren?

Auf jeden Fall. Je eher, desto besser.

1 • 2006 | 7


8 | 1 • 2006

Fastems flexibles

Fertigungssystem (FFS)

erhöht die Maschinenauslastung

ALS DAS UNTERNEHMEN NEUMAG IN NEUMÜNSTER, EINE FIRMA DER SCHWEIZER TEXTILMASCHINENGRUPPE SAURER, VOR ZWEI

JAHREN DAS LETZTE VON FÜNF ZUM AUSTAUSCH VORGESEHENEN BEARBEITUNGSZENTREN DEMONTIERTE, WURDE EIN HOCH

GESTECKTES ZIEL ERREICHT. OHNE PRODUKTIONSUNTERBRECHUNG INSTALLIERTE NEUMAG EIN FLEXIBLES FERTIGUNGSSYSTEM

(FFS) VON FASTEMS IN HALLE 9, DAS NUN DREI BRANDNEUE OKUMA-BEARBEITUNGSZENTREN MITEINANDER VERKNÜPFT. DAS

UNTERNEHMEN WURDE DAMIT IN DIE LAGE VERSETZT, NICHT NUR SEIN EIGENES AUFTRAGSVOLUMEN ZU ERHÖHEN, SONDERN

AUCH AUFTRÄGE VON ANDEREN FIRMEN ZU ÜBERNEHMEN.

Die Neumag, 1948 gegründet, baute 1963 die

ersten Maschinen für die Herstellung von Synthetikfasern.

Das Unternehmen etablierte sich

schrittweise als führender Technologieanbieter

für Anlagen zur Herstellung von Teppichgarn,

Stapelfaser und Vliesstoffen. Dieser Erfolg ist

zum großen Teil der Strategie der Neumag zuzuschreiben,

die Grundteile in ihrem Werk in

Neumünster zu fertigen. Dadurch konnte die

Neumag die höchste Genauigkeit bei der Fertigung

der Grundteile gewährleisten und die

rasche Umsetzung von Innovationen und Produktentwicklungen

in den Fertigungsprozess

ermöglichen.

FERTIGUNG KLEINER LOSGRÖSSEN,

INTELLIGENT AUTOMATISIERT

Zahllose Beispiele haben gezeigt, dass ein optimierter

Materialfluss beträchtliche Reserven

im Rationalisierungsprozess mobilisieren

kann. Dies gilt ebenso für den Fertigungsprozess.

„Besonders für Anlagenhersteller wie

uns, deren Geschäft durch geringe Losgrößen

und Einzelfertigung bestimmt ist, bringt eine

gute Organisation und Transparenz im Fertigungsprozess

Zeit- und Kosteneinsparungen“,

meint Produktionsleiter Hans-Ulrich Hölk.

„Transparenz und Ordnung sind sozusagen

willkommene Nebenwirkungen bei der Herstellung

von Teilen im flexiblen Fertigungssystem“,

fügt er hinzu.

Alle Teile werden an den Ladestationen in die

Vorrichtungen eingespannt. Dank ergonomischer

Arbeitsplätze können die Bediener in

einer günstigen Körperhaltung arbeiten.


Das Fastems MLS-XMD (Multi-Level System

– Extra-Medium Duty) in der Leistungsklasse

bis zu 1,8 t (Abbildung 1) verknüpft drei

Bearbeitungszentren: ein Okuma MA-800HB

und zwei Okuma MA-600HB. Die Maschinen

wurden von der Firma Hommel geliefert, die

auch Generalauft ragnehmer für die gesamte

Investition war. Alle drei Maschinen werden

ausschließlich vom computergesteuerten Stapelkran

betrieben, der zwischen den Regalreihen

des FFS läuft und sämtliche Bewegungen für

die Materialzufuhr zum System ausführt. Die

Haltepositionen des Stapelkrans werden dem

System durch eine Teach-in-Programmierung

vermittelt. Dadurch werden nicht nur die Installation

und die Inbetriebnahme vereinfacht,

sondern auch die spätere Umsetzung von Änderungen

und Erweiterungen.

Mit der Investition in das FFS verfolgte die

Neumag das Ziel, den Lagerraum zu erweitern,

da das FFS-Lager sowohl die Maschinenpaletten

als auch die hölzernen 1200 x 800 großen

Euro-Paletten aufnehmen kann. Auf den hölzernen

Euro-Paletten sind unbearbeitete und

fertige Teile, manchmal auch große Werkzeuge

und Vorrichtungen untergebracht. „Damit

haben wir“, so Hans-Ulrich Hölk, „alles, was

wir für die Fertigung brauchen, in diesem FFS

so gelagert, dass wir jederzeit darauf zugreifen

können“.

Um einem so breiten Anwendungsbereich

zu entsprechen, wollte die Neumag so viele Lagerpositionen

wie möglich in dem verfügbaren

Raum unterbringen. „Dazu“, sagt Hans-Ulrich

Hölk, „übernahmen wir die Idee von Fastems

Verkaufsleiter Klaus Maurmaier und nahmen

unseren vorhandenen Laufk ran außer Betrieb.

Dadurch konnten wir jeder der beiden 44,40 m-

Regalreihen ein zusätzliches Regalfach hinzufügen.“

Im Rahmen des Optimierungsverfahrens

wurde der im Lager verfügbare Platz

Das fl exible Fertigungssystem

MLS-XMD verknüpft drei Bearbeitungszentren

und drei Ladestationen.

folgendermaßen aufgeteilt: Im Lager sind 40

Maschinenpaletten von 630 x 630 mm für die

Bearbeitungszentren Okuma MA-600HB untergebracht.

Fünfzehn Maschinenpaletten von

800 x 800 mm sind für das Bearbeitungszentrum

Okuma MA-800HB vorgesehen. Damit

verbleiben 301 Palettenplätze für die hölzernen

Euro-Paletten von 800 x 1200 mm. Der Stapelkran

ist mit Teleskopgabeln mit variablem

Abstand ausgerüstet, um zu ermöglichen, dass

er mit drei unterschiedlichen Palettenarten arbeiten

kann. Der Abstand zwischen den Gabeln

wird entsprechend der Palettenart eingestellt.

Die Teleskopgabeln sind in beide Richtungen

ausfahrbar, so dass der Stapelkran in beiden Regalreihen

arbeiten kann.

TRANSPARENTE FERTIGUNGSPROZES-

SE DURCH INTELLIGENTE AUTOMATION

Das „Gehirn“ des FFS ist das Steuersystem

MMS (Manufacturing Management Sys-

tem) von Fastems, das auf dem Leitrechner

läuft und den gesamten Fertigungsprozess

steuert. Jedes Mal, wenn unbearbeitete oder

bearbeitete Teile vom System aufgenommen

bzw. ausgegeben werden, durchläuft

die entsprechende Information das MMS.

Auf diese Weise ist dem MMS der genaue

Standort jeder Maschinenpalette bekannt. Es

weiß auch, welche Vorrichtungen auf jeder

Maschinenpalette angeordnet sind und wo

sich die unbearbeiteten und die bearbeiteten

Materialien im System befi nden. Darüber

hinaus ist das MMS jederzeit in der Lage,

Informationen darüber zu liefern, an welcher

Stelle große Werkzeuge und Vorrichtungen

im System gelagert sind.

Auf der linken Seite des FFS, an der

Schnittstelle des Hauptmaterialfl usses

mit dem System, befi ndet sich ein zweiter

Computer, der ebenfalls über die MMS-Benutzeroberfl

äche verfügt. Aus praktischen

Gründen befi nden sich in diesem Bereich

auch die Zuführ- und Ausgabestationen, wo

dem FFS die unbearbeiteten Teile zugeführt

und die bearbeiteten Teile über den Rollenförderer

ausgegeben werden. Um das Ein-

und Ausspannen der Teile zu erleichtern, ist

das FFS mit drei Ladestationen ausgerüstet.

Die mittlere Ladestation verfügt über einen

beweglichen Kipp-/Drehtisch, während

die beiden anderen mit einem beweglichen

Drehtisch versehen sind. Der Stapelkran

bringt die einzuspannenden Werkstücke

vom Lager zum Rollenförderer, der das Material

bis zur entsprechenden Ladestation

transportiert.

Neumags Produktionsleiter Hans-Ulrich

Hölk (links) und Fastems Verkaufsleiter

Klaus Maurmaier.

1 • 2006 | 9


FASTEMS CTS-SYSTEM

FASTEMS’ NEUESTES PRODUKT DER FERTIGUNGSAUTOMATISIERUNG, DAS

CTS-SYSTEM (CENTRAL TOOL STORAGE), WURDE ZUR LAGERUNG UND

WARTUNG EINES UMFANGREICHEN WERKZEUGBESTANDS UND FÜR EINEN

RASCHEN WERKZEUGWECHSEL BEI WERKZEUGMASCHINEN ENTWICKELT. DAS

CTS-SYSTEM ARBEITET PRINZIPIELL MIT ZWEI AUF SCHIENEN LAUFENDEN

ROBOTERN; EINEM FÜR DAS ZENTRALE WERKZEUGLAGER UND DEM ANDEREN

(EINEM PORTALROBOTER) FÜR DEN TRANSPORT DER WERKZEUGE ZWISCHEN

DEM WERKZEUGLAGER UND DEN MASCHINEN. ZUR STEUERUNG DES

WERKZEUGAUSTAUSCHS WIRD DIE IN DIE FASTEMS MMS SOFTWARE INTEGRIERTE,

FORTSCHRITTLICHE AUTO-TOOLER-SOFTWARE VERWENDET.

10 | 1 • 2006

Das CTS-System wurde für Kunden entwickelt,

deren Fertigungsprozess eine große Zahl von

Werkzeugen erfordert. Üblicherweise werden

umfangreiche Werkzeugmagazine benötigt,

wenn viele unterschiedliche, komplexe Teile bearbeitet

werden, oder wenn die Werkzeuge aufgrund

anspruchsvoller Materialien (z. B. Titan)

rasch verschleißen. Die herkömmliche Methode

ist, die Werkzeuge in speziellen Magazinen zu

lagern, die hinsichtlich der Größe wie auch der

Möglichkeiten zur Werkzeugwartung eingeschränkt

sind.

ZAHLLOSE VORTEILE

Das CTS-System bietet spezielle Vorteile für

das Werkzeugmanagement und -Handling.


Da ein Werkzeug für alle Maschinen verfügbar

gemacht werden kann, lässt sich eine eindeutige

Reduzierung der Anzahl an teuren Spezialwerkzeugen

erreichen. Es braucht also nicht das

Magazin jeder Maschine mit Spezialwerkzeugen

bestückt zu werden, denn das CTS kann

das Werkzeug automatisch von einer Maschine

zur nächsten bringen, ohne dabei die eingestellten

Werte zu verlieren. Zudem kann die in das

MMS integrierte Auto-Tooler-Software Platz

schaffen, indem sie nicht benötigte Werkzeuge

in das CTS transportiert, wenn ein Werkzeugmagazin

voll ist. Daher benötigen die Werkzeugmaschinen

nur relativ kleine Magazine.

Die Werkzeugwartung kann zentralisiert

werden, so dass die Fertigung nicht gestört

wird. Der Lagerroboter des CTS legt alle Werkzeuge,

die gewartet werden müssen, auf einem

Werkzeugwagen ab, den der Bediener herausziehen

und zum Wartungsbereich transportieren

kann. Im Gegenzug werden über die Wagen

Austauschwerkzeuge bereitgestellt.

Die FFS-Steuersoftware, MMS, gewährleistet,

dass die richtigen Werkzeuge an jeder

Maschine bereitstehen, während die vorherige

Palette bearbeitet wird. Dadurch wird die Zeit

für den Palettenwechsel und das Einrichten an

jeder Maschine minimiert. Ein Chip, mit dem

alle Werkzeuge versehen sind, sorgt für die sichere

Identifikation, womit bei allen Bearbeitungsschritten

die richtigen Werkzeuge zur

Verfügung stehen.

TECHNISCHE DATEN

Die Hauptmodule eines CTS-Systems sind das

zentrale Werkzeuglager und der dazugehörige

Roboter, ein Portalroboter für den Transport

der Werkzeuge zwischen dem Lager und den

Maschinen und eine Fastems-MMS-Steuerung

mit Auto-Tooler-Software.

Der Roboter des Werkzeuglagers bewegt

sich auf Längsschienen und kann so alle Werkzeugbehälter

erreichen. Bei dem verwendeten

Roboter handelt es sich um den Typ

Fanuc R-2000iB/165 mit einer Tragkraft von

165 kg. Die Schienenlänge lässt sich bis auf

20 m erweitern, und bei der Steuerung des Roboters

werden die Schienen als externe siebente

Achse betrachtet.

Der für den Werkzeugtransport zwischen

dem Lager und den Maschinen eingesetzte

Roboter ist in ein Shuttle montiert, das sich auf

einer Längsschiene über den Werkzeugmaschinen,

ca. drei Meter über dem Boden bewegt.

Dies ist ein Roboter des Typs Fanuc M-710/45

mit einer Tragkraft von 45 kg. Das Shuttle des

Roboters wird als siebente Roboterachse gesteuert.

Das Shuttle kann 5 + 5 Werkzeuge aufnehmen;

damit können fünf neue Werkzeuge

in das Magazin der Maschine geladen und fünf

andere Werkzeuge zurücktransportiert werden.

Das Werkzeuglager besteht aus modularen

Werkzeugregalelementen. Damit lässt sich

Der Portalroboter transportiert die Werkzeuge

vom Lager zu den Maschinen.

Den Kern des CTS-Systems bildet ein auf

Längsschienen laufender Roboter, der von

Fastems Auto-Tooler-Software gesteuert wird.

seine Größe problemlos an die Kundenanforderungen

anpassen. Das Lager verfügt über einen

herausziehbaren Werkzeugwagen. Der Roboter

legt die zu wartenden Werkzeuge auf diesem

Wagen ab, den der Bediener dann zur Werkzeugwartung

entnehmen kann. Voreingestellte

und neue Werkzeuge werden mit denselben

Wagen zurück zum System gebracht. Ein typisches

Werkzeuglager kann zwischen 1000 und

2000 Werkzeuge aufnehmen.

Die Fastems MMS-Software mit dem Auto-

Tooler-Modul steuert sämtliche automatischen

Werkzeugaustauschvorgänge zwischen allen

Maschinen, dem Lager und dem Werkzeugwagen.

Ähnlich dem MDI-Modus bei Werkzeugmaschinen

lässt auch Auto Tooler manuelle

Vorgänge zu; Werkzeuge können also auch

manuell entnommen und angebracht bzw.

abgelegt werden.

EFFIZIENTER ARBEITSZYKLUS

Wenn das Fastems-Fertigungsplanungssystem

MMS eine Palette zur Bearbeitung ausgewählt

hat, führt es eine automatische Werkzeugprüfung

in der zu verwendenden Maschine aus.

Falls Werkzeuge fehlen oder die Restbetriebsdauer

von Werkzeugen für die vorgesehene

Bearbeitung nicht ausreicht, gibt das MMS

den Befehl an das CTS-System, die benötigten

Werkzeuge in das Magazin der Maschine zu

laden.

Daraufhin transportiert der Werkzeuglagerroboter

die benötigten Werkzeuge in eine

Abholposition. Sind die Werkzeuge beisammen,

werden sie vom Werkzeugtransportroboter

aufgenommen und im Shuttle abgelegt. Dann

fährt das Shuttle zur Werkzeugmaschine, und

der Roboter lädt die neuen Werkzeuge in den

Magazinwechsler. Dabei nimmt er verschlissene

oder nicht benötigte Werkzeuge von dieser oder

einer anderen Maschine auf. Letztere werden

zurück in das zentrale Lager transportiert.

1 • 2006 | 11


Vor Einführung des FFS wurde die Zweipalettenmaschine

A100 mit Extrapaletten ausgerüstet,

so dass einige Vorrichtungen eingespannt

bleiben und, wenn erforderlich, für die Bearbeitung

eingesetzt werden konnten. Dies war

zwar eine erhebliche Verbesserung, aber die

Lagerung und das Handling der 1000-mm-Paletten

war recht aufwändig. Als sich die Forderung

nach einer erhöhten Bearbeitungskapazität

für diese Palettengröße stellte, insbesondere

für die Bearbeitung von Aluminium-Schubrohren

für Sportwagen, stand HPC vor der

Entscheidung, entweder mehr als eine neue

Maschine zu erwerben oder eine produktivere

Lösung anzuwenden. Gleichzeitig erweiterte

sich die Bandbreite der zu bearbeitenden Teile.

HPC gelangte zu der Entscheidung, zwei

Maschinen in ein FFS einzubinden und die damit

gegebenen Möglichkeiten hinsichtlich des

Handling und der Steuerung für eine höhere

Effizienz zu nutzen.

12 | 1 • 2006

DER ZULIEFERER HPC ENGINEERING PLC IN BURGESS HILL, WEST SUSSEX, HAT 1,5 MILLIONEN PFUND IN EIN

NEUES HORIZONTALES BEARBEITUNGSZENTRUM MAKINO A100 2APC INVESTIERT, UM EINE VORHANDENE

ÄHNLICHE MASCHINE AM EINSATZORT NACHZURÜSTEN. ANFANG 2005 WURDE EIN FFS (FLEXIBLES FERTI-

GUNGSSYSTEM) VON FASTEMS EINGEFÜHRT, UM DEM WACHSENDEN BEDARF AN TEILEN FÜR EINEN FÜHREN-

DEN SPORTWAGENHERSTELLER NACHZUKOMMEN. DANEBEN STELLT HPC TEILE FÜR DIESELGENERATOREN FÜR

DIE FIRMA CUMMINS UND ONKOLOGIE-UNTERSUCHUNGSTISCHE FÜR VARIAN MEDICAL SYSTEMS HER.

Höhere Produktionseffizienz beim Zulieferer

durch FFS

MEHR FLEXIBILITÄT

„Es war klar, dass wir nicht nur eine zweite

Spindel brauchten, um die Anforderungen zu

erfüllen, sondern dass auch eine Änderung der

Fertigungspraxis notwendig war, um unsere

wirtschaftliche Losgröße von 10 bis 40 auf 1

bis 5 zu reduzieren“, meint Ken Holt, Chefingenieur

bei HPC.

„Mit Hilfe des FFS haben wir unsere Möglichkeiten

beträchtlich verbessert. Die Kunden

haben die Angewohnheit, ihre Pläne häufig

– manchmal täglich – zu ändern. Dank der

Fertigung geringer Losgrößen und der Fähigkeit

der einfachen Einstufung der Arbeit sind

wir in dieser Hinsicht viel flexibler.“

Das FFS vermeidet auch Ergonomieprobleme

hinsichtlich der 1700 x 1350 x 1400 mm

großen Maschinenpaletten, indem absenkbare

Ladestationen eingesetzt werden, so dass die

Paletten auf Kniehöhe aus dem Lager kommen.

FORTSCHRITTLICHES

WERKZEUGMANAGEMENT

Die MMS-Steuersoftware von Fastems enthält

ein Modul, das den Status der Werkzeugmagazine

anzeigt, einschließlich der Daten zur Lebensdauer

und zum Zustand aller Werkzeuge.

Anhand dessen lässt sich überprüfen, ob

die in der Fertigungsschlange stehenden Paletten

mit den vorhandenen Werkzeugen bearbeitet

werden können. Damit wird festgestellt,

welche zusätzlichen Werkzeuge wann benötigt

werden. Dem Bediener wird angezeigt, wie

lange die Maschinen laufen können, bis eine

Wartung der Werkzeuge erforderlich ist. Darüber

hinaus wird das Werkzeugmanagement

auch auf die so genannten passiven Werkzeuge

erweitert, die außerhalb der Maschinen

eingestellt und bereitgehalten werden.


FÜR HEUTE UND MORGEN

Zusätzlich zu den beiden A100-Maschinen

gehören zu der bei HPC installierten

Fastems-Zelle zwei Ladestationen, wo die Teile

zur weiteren Bearbeitung durch die Maschinen

in Vorrichtungen eingespannt werden,

sowie zwei Materialförderer, die dem System

unbearbeitete oder bearbeitete Teile auf Euro-

Standardpaletten zuführen bzw. entnehmen.

Das FFS stellt Lager- und Handling-Einrichtungen

für die Maschinen- und die Materialpaletten

bereit, und die MMS-Software von

Fastems gewährleistet die ständige Kontrolle

des Materials, sobald die Paletten in das System

gegeben wurden.

Das FFS wurde so konfiguriert, dass eine

Erweiterung durch zwei Makino A100 möglich

ist, falls dies durch den künftigen Bedarf

erforderlich werden sollte. Momentan wird es

im Zusammenhang mit zwei bereits vorhandenen

vertikalen Bearbeitungszentren (VMC)

zur Ausführung von Prozessen benutzt, die

den A100 vorgeordnet sind. Die VMC sind

nicht physisch in das System eingebunden,

aber die FFS-Steuersoftware sorgt für die Materialverwaltung

und verfolgt die Bearbeitung

der Teile.

MAXIMALE LAGERKAPAZITÄT

Infolge der breiten Palette der auszuführenden

Arbeiten ist HPC nicht in der Lage, alle

Materialien auf dem verfügbaren Platz zu

lagern. Aus diesem Grund liefert HPC die Teile

für die Produkte, die keine vorbereitenden Arbeiten

erfordern, direkt an die Ladestationen.

Es gibt 24 Positionen für die Bearbeitung

von Paletten mit Teilen bis zu 1,2 m Höhe und

Einspannen von Teilen zur Bearbeitung

im Makino/Fastems-FFS

bei HPC Engineering, Burgess

Hill. Bei dem Teil im Vordergrund

handelt es sich um ein

Schubrohr aus Aluminiumguss

für einen Sportwagen.

Zulieferer HPC Engineering in Burgess

Hill: Zwei horizontale Bearbeitungszentren

Makino A100 2APC sind durch

ein Fastems-FFS verknüpft.

Grafische Echtzeitanzeige

des Systems.

vier weitere, die größere Teile bis zu 1,9 m Höhe

aufnehmen können. Es gibt 48 Standorte

für Materialpaletten; diese könnten jedoch neu

organisiert werden, um sie an die Maschinenpaletten

für ein eventuelles drittes und viertes

A100 anzupassen. Die Materialstationen können

eine Last von je einer Tonne auf einer Fläche

von 800 x 1200 mm aufnehmen (die Teile

können jedoch bis zu 1550 mm lang sein). Das

gesamte Lager ist 39,3 m lang und 6 m hoch;

die Tiefe, einschließlich der Länge der integrierten

A100, liegt bei 14,3 m.

1 • 2006 | 13


Automatisierte

Fertigung

von

Know-how-

Spezialteilen

FÜNF NEUE BEARBEITUNGSZENTREN HABEN SICH NICHT NUR SCHNELL ZU

AMORTISIEREN, SIE SOLLEN VORNEHMLICH DIE NOTWENDIG GEWORDENE ERHÖHUNG

DER FERTIGUNGSKAPAZITÄT FÜR KNOW-HOW-TEILE DER FRANZ HAAS WAFFEL-

UND KEKSANLAGEN-INDUSTRIE GMBH SO ERHÖHEN, DASS DIE KOMPETENZTEILE

AUCH BEI WEITER STEIGENDEN ABSATZZAHLEN IM HAUSE GEFERTIGT WERDEN

KÖNNEN. ZUR EFFIZIENTEN FERTIGUNG HAT DIE ZUR FINNISCHEN HELVAR MERCA

GROUP GEHÖRENDE FASTENS GMBH IM JAHRE 2005 DAS ZWEITE FLEXIBLE

FERTIGUNGSSYSTEM IM HAAS-STAMMHAUS IN LEOBENDORF BEI WIEN IN BETRIEB

GENOMMEN, DAS FÜNF BEARBEITUNGSZENTREN AUF EFFEKTIVE WEISE MITEINANDER

VERBINDET UND EINE DRITTE, MANNLOSE SCHICHT ERMÖGLICHT.

Den Grundstein des vor über 100 Jahren gegründeten

Unternehmens legte der Vater von

Franz Haas bereits am 14. Juli 1905 mit seiner

Bau- und Maschinenschlosserei. Unter diesem

Dach konnte Franz Haas seine Ideen für Waffel-

und Keksmaschinen bestens umsetzen, die

nun seit 1949 gebaut werden. Über 95 Prozent

der Anlagen gehen in den Export. Wie gut sich

14 | 1 • 2006

das Unternehmen im Markt behauptet, zeigt

die stetige Zunahme von Fertigungsaufträgen.

Trotzdem bleibt die Fertigung von

Know-how-Teilen, wie Backplatten und die

zugehörigen Scharniere im eigenen Hause.

Immerhin führte genau diese Strategie zum

Erfolg der Franz Haas Waffel- und Keksanlagen-Industrie

GmbH. Das heißt, dass

gerade für die Know-how-Teile kontinuierlich

höhere Fertigungskapazitäten zu

schaffen sind. So ersetzten die Fertigungstechniker

im Hause Haas im vergangenen

Jahr bei laufender Produktion vier ausgediente

Werkzeugmaschinen durch fünf neue

Hüller-Hille Bearbeitungszentren. Bei der

Neuorganisation ging es einerseits um die

Realisierung der geforderten Bearbeitungsgenauigkeit

und andererseits um die signifikante

Erhöhung der Nutzungsintensität. Zu

dieser höheren Maschinenauslastung leistet

das Flexible Fertigungssystem des finnischen

Unternehmens Fastems GmbH einen entscheidenden

Anteil.


Zusammen an der kippbaren Ladestation von links: Vorarbeiter Andreas Dworak von Haas,

Fastems Vertreibsleiter Thomas Weinhold und Systembediener Manfred Peske und Stefan

Grabner von Haas.

FASTEMS-SYSTEME MIT ENORMER

FLEXIBILITÄT

Auf der Grundlage vielfältiger Erfahrungen

wurde ein maßgeschneidertes Flexibles Fertigungssystem

konzipiert, in dem ein automatisch

arbeitendes Regalbediengerät neben den

eingelagerten Maschinenpaletten auch Vorrichtungen

und Materialpaletten handhabt.

Die Maschinenpaletten tragen Spannvorrichtungen,

auf denen die Werkstücke aufgespannt

sind. Das Aufspannen der Werkstücke auf die

Maschinenpalette und auch das Abspannen

der Fertigteile erfolgt auf Rüstplätzen.

Der Regalspeicher im abgebildeten Flexiblen

Fertigungssystem bietet Platz für 39

Maschinenpaletten (1000x1000 mm) mit einer

max. Vorrichtungsgröße 1200 x 1200 mm.

Mit den aufgespannten Spannvorrichtungen

dürfen diese Paletten maximal 1700 mm hoch

sein. Im System befinden sich weiterhin sieben

Maschinenpaletten mit einer max. Vorrichtungsgröße

1600x1200 mm, die wiederum

eine max. Palettenhöhe von 1850 mm nicht

überschreiten dürfen Weiterhin lassen sich in

das Lager des Flexiblen Fertigungssystems 96

Materialpaletten der Größe 800 x 1200 mm

und einer möglichen Packhöhe bis zu 550 mm

einbringen. Das PC-gesteuerte Regalbediengerät

übernimmt sämtliche Bewegungen aller

ins System geschleusten Materialien, bedient

mit den Rüstplätzen und den beiden Rollenbahnen

die Schnittstellen nach außen und

übernimmt auch das Ein- und Auswechseln

der Maschinenpaletten an den fünf Bearbeitungszentren.

FASTEMS FLEXIBLES

FERTIGUNGSSYSTEM SCHAFFT

TRANSPARENZ

Die Backplatten werden jeweils aus einem

Gussrohteil gefertigt. Die Fertigung hat kleine

bis mittelfeine Toleranzen im 1/100mm-Be-

reich zu realisieren. Im Backergebnis

muss das Backgut eine einheitliche Farbe

aufweisen. Während des Backprozesses treten

zwischen den Backplattenpaaren Drücke von

1,5 bis zwei bar auf. Das heißt, das Backplattenpaar

hat Kräfte von 5 bis 6 t aufzunehmen.

In der Firma Haas wurde ein Fastems

Flexibles Fertigungssystem der Gewichtsklasse

4,5 t installiert. Unter Berücksichtigung

der Fertigungskapazität und der Teilelaufzeit

erhielt das Flexible Fertigungssystem zwei

Ladestationen und zwei Rollenbahnen, über

die Teile und Spannmittel ein- und ausgeschleust

werden. Da die Maschinenpaletten,

einschließlich der Spannvorrichtungen, bis

zu 1850 mm hoch sein können, sind kippbare

Ladestationen eingesetzt worden, die die Maschinenpalette

um 360 Grad drehen und um

90 Grad abkippen lassen. Auf diese Weise

kann man sowohl die zu bearbeitende Teile

als auch die Fertigteile stets bequem von oben

auf- und abspannen.

Als Kopf der Anlage fungiert der Fastems

Master-PC. Jede Materialbewegung, also sämtliche

System-Ein- und Ausschleusungen von

Spannmitteln, Werkzeugen, Roh- und Fertigteilen

wird dem Master-PC mitgeteilt. Deshalb

weiß er, wo sich welches Material im Flexiblen

Fertigungssystem befindet. Des Weiteren

informiert er den Bediener, wenn beispielsweise

zu wenig Rohmaterial im Lager ist. Die

Leitfunktion des Masterrechners gilt für den

gesamten Fertigungsprozess in diesem Flexiblen

Fertigungssystem. Dazu verwaltet der

Fastems Master-PC sämtliche Werkzeugdaten.

Eine besondere Hilfe ist dabei die Verwaltung

der Standzeiten der einzelnen Werkzeuge. So

informiert das System, wann neue beziehungsweise

Schwesternwerkzeuge in die jeweiligen

Werkzeugspeicher der Bearbeitungszentren

einzubringen sind.

Der Leitstand

erhält für die Fertigungsaufträge,

die

über das Flexiblen

Fertigungssystem

zu bearbeiten sind,

alle Informationen.

Am Leitstand erfolgt

die Feinplanung der

Bearbeitung. Die

angeforderten Teile

müssen so gefertigt

werden, dass sie

in der geforderten

Qualität pünktlich

zum Montagebeginn

der Waffel- beziehungsweise

der Keksanlage,

für die sie

bestimmt sind, zur

Verfügung stehen.

1 • 2006 | 15


IM RAHMEN DER ORGANISATORISCHEN

ÄNDERUNGEN ERNEUERT FASTEMS

AUCH SEIN SERVICEKONZEPT. DAS NEUE

ZIEL IST: FÜR JEDEN KUNDEN STEHT EIN

EIGENES TEAM ZUR VERFÜGUNG, UM

EINE DAUERHAFTE PARTNERSCHAFT

AUFZUBAUEN.

„Es beginnt bereits vor dem ersten Kundenkontakt.

Um die größten Vorteile aus der Zuverlässigkeit

zu ziehen, müssen wir bereits bei

der Produktentwicklung anfangen, denn dort

wird über die Wartungsfähigkeit unserer Produkte

entschieden, und damit gewährleisten

wir die Kundenzufriedenheit für die nächsten

20 Jahre“, betont Salme Alho, Leiterin der

Kundendienstabteilung.

„Weitere wichtige Schlüsselfaktoren, die

unsere Produktentwickler gewährleisten können,

sind Kontinuität und Erweiterungsfähigkeit.

Unsere Produkte und Systeme müssen

sich an Veränderungen beim Kunden anpassen.

Dies bedeutet, dass die Produkte problemlos

erweitert und erneuert werden können, um

Modernisierung und Wachstum zu unterstützen“,

meint sie.

„Gut zugängliche Wartungspunkte,

Diagnosewerkzeuge, Parameter, eingebettete

Intelligenz und Online-Verfahren wie auch

viele andere Entwurfsmerkmale können die

zuverlässige und einfache Anwendung unserer

Produkte über ihre gesamte Lebensdauer

unterstützen.“

DAUERHAFTE PARTNERSCHAFT

„Unter Kundendienst verstehen wir heute

nicht, nach der Auslieferung einen Anruf

zu erhalten, wenn etwas schief gegangen ist“,

meint Jari Mansikkaoja, der den internationalen

Kundendienst von Fastems leitet.

„Bisher haben die Ansprechpartner des

Kunden wie auch von Fastems nach der Auslieferung

häufi g gewechselt, und die „neuen

Gesichter“, die dann übernahmen, fi ngen

praktisch wieder von vorn an, was unnötige

Probleme mit sich brachte“, erläutert Alho.

Fastems geht jetzt von dieser Tradition

ab und bestimmt ein Kundendienst-Team, das

für das System verantwortlich ist – sowohl vor

als auch während und nach der Auslieferung,

um für eine nahtlose Übergabe zu sorgen. Das

erste Team beginnt in unserer neuen Firma in

den USA, und Europa folgt kurz darauf“, fährt

sie fort.

„Ein solcher Kundendienst erfordert ein

organisationsübergreifendes Team von Spezialisten

– im Vertrieb, in der Installation,

der Konstruktion und im Schulungsbereich

16 | 1 • 2006

Von vorbeugend

WARTUNG

zu dauerhafter

PARTNERSCH


er

AFT

sowie im Kundendienst, die dem Kunden

gemeinsam zur Seite stehen. Diese Teamarbeit

beginnt mit dem ersten Kundenkontakt.

Die Produkte, die wir verkaufen, sollen die

Wertschöpfung der Verfahren unserer Kunden

erhöhen, und unser Kundendienst sollte dies

unterstützen“, fügt Mansikkaoja hinzu.

„Durch diese Entwicklung sind wir in der

Lage, so genannte Grauzonen zwischen den

verschiedenen Arbeitsphasen zu vermeiden

und die Flexibilität, die Kommunikation,

den Informationsaustausch und natürlich die

Verfügbarkeit unserer Mitarbeiter vor Ort

zu verbessern. Unser Ziel ist, für die von uns

verkauft en Produkte über deren gesamte Lebensdauer

eine Zuverlässigkeit von 100 % zu

erreichen“, bemerkt Alho zum Abschluss.

VORBEUGENDE WARTUNG: NICHT NACH

DEM KALENDER, SONDERN NACH BE-

DARF

Die Wartungsphilosophie hat sich dahingehend

verändert, „statt des Löschens von Bränden

bereits ihre Entstehung zu verhindern“. In

der heutigen Geschäft swelt – besonders, was

den Service betrifft – reicht selbst das nicht

mehr aus. Gemäß der neuesten Entwicklung

geht man von dem Wissen um den Kunden

und seine spezielle Verwendung des Produkts

aus; damit können die festgelegten Wartungstermine

anhand der tatsächlichen Erfordernisse

und nicht einfach nach dem Kalender oder

Checklisten bestimmt werden.

„Statt extravaganter Technik müssen wir

das verkaufen, was die Kunden für ihre Verfahren

wirklich brauchen“, betont Mansikkaoja.

„Das heißt natürlich nicht, dass wir keine

Technik verwenden. Wir benutzen bei Fastems

seit den 80er Jahren erfolgreich Fernverbindungen

zu unseren Kunden. Und diese werden

nicht nur für die Wartung und Diagnose,

sondern vermehrt auch für die Schulung, den

Kundendienst sowie die Aktualisierung und

Modifi zierung der Steuersoft ware verwendet“,

Salme Alho (links) und Jari Mansikkaoja

werden den internationalen Kundendienst

übernehmen.

erklärt Alho.

„Ein weiteres Beispiel sind die Smart

Phones. Unser Wartungspersonal hat Smart

Phones bei sich. Damit können Wartungsanforderungen

direkt über unser ERP-System

empfangen werden, und die Leute können

wieder über das Telefon an ERP über den

Stand berichten“, erläutert Mansikkaoja.

„Für den Kunden bedeutet dies: kürzere

Antwortzeiten, schnellere Berichterstattung

und bessere Ausnutzung der Maschinen. Dies

spart uns unnötige Wartungsmaßnahmen und

damit Kosten“, meint Jari Mansikkaoja.

INDUSTRIELLER SERVICE VON

FASTEMS

Dank unserer Service-Fachleute vor Ort

in Kundennähe können Sie sich darauf

verlassen, dass Sie mit Ihren Problemen

nie allein dastehen. Unser Ziel ist, Sie bei

der vollen Ausnutzung der jährlichen

Produktionsstunden zu unterstützen.

UNSER SERVICEANGEBOT UMFASST:

Serviceverträge

• Ersatzteile

• Vorbeugende Wartung

Dienstleistungen auf Abruf

• Maschinenreparatur

• Störungsbeseitigung

Technischer Support

• Teleservice

• Schulung

• Installationsservice

Technischer Service

• Nachrüstung von Steuersystemen

• Spindelreparatur

• Nachrüstung mechanischer Komponenten

Teleservice:

Rund um die Uhr arbeitendes Call

Center für Wartungsanforderungen und

Ersatzteilbestellungen.

TELEFON:

+358 (0) 8000 8760

1 • 2006 | 17


P E R S Ö N L I C H

Kreativität ist alles

THOMAS WEINHOLD LEBT IN DEUTSCHLAND

ZUSAMMEN MIT SEINER EHEFRAU, SEINEM

HUND, ZWEI AQUARIEN UND EINER VIELZAHL

FERNGESTEUERTER MINIATURMODELLE

VON BOOTEN UND ANDEREN FAHRZEUGEN.

SEINE TÄTIGKEIT ALS VERTRIEBSLEITER BEI

FASTEMS LÄSST NICHT VIEL FREIZEIT ZU.

DENNOCH NUTZT ER SEINE WERTVOLLE

FREIE ZEIT SO GUT WIE MÖGLICH.

Th omas kam im Jahr 2001 als Vertriebsleiter für

Österreich – seinem Heimatland – zu Fastems.

Heute ist er neben Österreich auch für Osteuropa

einschließlich Tschechien, der Slowakei, Ungarn

und Slowenien verantwortlich. Seit Beginn dieses

Jahres ist er auch für OEM-Produkte zuständig,

z. B. für den Vertrieb des fl exiblen Palettencontainers

von Fastems (FPC).

„Ehrlich gesagt wusste ich nicht viel über

Finnland und die Finnen, als ich begann, für

dieses Unternehmen zu arbeiten. Ich habe ein

Land erwartet, in dem es immer dunkel und kalt

ist und in dem es viele Saunen gibt. Umso überraschter

war ich, dort jede Menge Innovationsgeist,

Flexibilität und technologische Kompetenz

vorzufi nden“, erinnert sich Th omas.

AUFGESCHLOSSEN GEGENÜBER

NEUEM

Bei seiner Arbeit strebt Th omas danach, die

Kunden professionell zu betreuen, damit diese

die richtigen Investitionsentscheidungen treff en

können.

Seine täglichen Aufgaben bestehen darin,

nach potenziellen Neukunden zu suchen, Lösungen

für Kundenprobleme zu fi nden, die Zusammenarbeit

mit Händlern und Partnern vor

18 | 1 • 2006

Ort aufrecht zu erhalten sowie den Kontakt zu

Bestandskunden zu pfl egen.

„Im Rahmen meiner Tätigkeit komme ich

mit unterschiedlichen Personen aus allen Ebenen

von Unternehmen zusammen. Dabei ist es von

entscheidender Bedeutung, mit verschiedenen

Menschen kommunizieren und die gewünschte

Botschaft vermitteln zu können. Da jeder Mensch

anders ist, habe ich kein Patentrezept für die

Arbeit mit einer neuen Person. Ich gehe einfach

unvoreingenommen in jedes Meeting – immer

in der Absicht, für jeden Kunden die jeweils beste

Lösung zu fi nden“, betont Th omas.

„Automatisierung ist eine Mischung aus

Technologie, Steuerungsmechanismen und Organisation.

Und er fährt fort: „Zunächst müssen Sie

nachvollziehen, wie die Produktion beim Kunden

organisiert ist, und anschließend können Sie eine

Lösung implementieren, die eine auf diese Organisation

abgestimmte Technologie und entsprechende

Steuerungsfunktionen bereitstellt.

EIN PARTNER, DER „GOLD WERT“ IST

Th omas kam von Österreich nach Deutschland,

um für ein Unternehmen in Stuttgart zu arbeiten.

„Ich wollte höchstens fünf Jahre bleiben, habe

dann jedoch eine deutsche Frau geheiratet und

lebe nun bereits seit 17 Jahren hier“, sagt Th omas

lächelnd.

Ein weiteres Familienmitglied ist der neun

Jahre alte Golden Retriever Yoyo, das „Kind“ der

Familie. Er ist jedoch weitaus mehr als das: „Er

hilft mir dabei, nach der Arbeit die Batterien wieder

aufzuladen, indem er mich zu einem Spaziergang

zwingt, – und seinen treuen braunen Augen

kann man einfach nicht widerstehen...“

Neben dem Golden Retriever besitzt die

Familie auch zwei Aquarien – ein Süßwasseraquarium

und ein 600 Liter fassendes Salzwasseraquarium,

das die Farbenpracht des Pazifi k ins

Wohnzimmer bringt. „Es ist erstaunlich, wie sehr

man sich entspannen kann, indem man einfach

nur den glitzernden, bunten Fischen zusieht“,

gesteht Th omas.

VON ANFANG AN KREATIV...

Die Freizeitbeschäft igung, die Th omas am meisten

fasziniert, die jedoch auch die meiste Zeit in


Anspruch nimmt, ist das Bauen ferngesteuerter

Fahrzeugmodelle. „Als kleiner Junge habe ich

gern Dinge aus Holz gebaut“, erläutert Th omas.

„Mein erstes ferngesteuertes Modell war ein

Flugzeug. Ich landete damals mit einer gebrochenen

Hand im Krankenhaus ...“ Und er fährt fort:

„Danach habe ich lieber Schiff e, Boote und andere

Fahrzeuge gebaut, die nicht so einfach abstürzen

können. Meine Modelle müssen jedoch immer

etwas Einzigartiges oder Besonderes haben

– etwas, das anderswo nicht so einfach zu fi nden

ist, wie beispielsweise mein Tragfl ächenboot oder

mein Luft kissenboot.“

ZEIT IST DAS GRÖSSTE PROBLEM

„Männer werden nie erwachsen“, gibt Th omas zu.

Seine Sammlung umfasst heute drei Flugzeuge,

einen Hubschrauber, sechs Boote und einen

Jet-Ski, und er hat – sehr zum Leidwesen seiner

Frau – bereits unzählige neue Ideen im Kopf. Eine

seiner neuesten Ideen ist der Bau eines U-Boots

für das Salzwasseraquarium.

„Ich kann einfach nicht warten, bis ein Modell

fertig ist, bevor ich mit einem neuen beginne.

Ich baue immer an verschiedenen Modellen

gleichzeitig. Da der Bau in mehreren Phasen erfolgt,

kann es unter Umständen bis zu zwei Jahre

dauern, bis ein Modell fertig ist“, sagt Th omas.

„Das größte Problem dieses Hobbys ist die

Zeit. Man kann sich stundenlang damit beschäftigen

und merkt plötzlich, dass es bereits zwei

Uhr morgens ist. Natürlich muss man auch einige

technische Fertigkeiten besitzen, am allernötigsten

sind jedoch Zeit und Geduld.“

DIE VERBINDUNG VON THEORIE UND PRAXIS

Th omas ist der Ansicht, dass sowohl seine berufl

iche Tätigkeit als auch sein Hobby auf einer

Kombination von Technologie und Steuerungsmechanismen

basieren. „Bei der Arbeit ist kein

Tag wie der andere, und das ist gut so. Ich bin

kein Mensch, der jeden Tag im Büro sitzen und

immer die gleiche monotone Arbeit erledigen

kann. Ich muss aus dem Büro heraus kommen

– Verantwortung tragen und gleichzeitig fl exibel

sein“, sagt er.

„Ich mag es auch, praktisch zu arbeiten und

etwas Neues zu schaff en. In diesem Unternehmen

entwickeln wir Lösungen für Kunden. Wir

erstellen auf dem Papier eine Beispiellösung für

ein Raumproblem innerhalb eines Systems, die

anschließend umgesetzt wird. Bei meinem Hobby

entwickle ich eine Idee, mache einen Entwurf und

baue dann das Modell. Anschließend stelle ich

fest, dass beide Ergebnisse tatsächlich funktionieren:

Meine Modelle fahren auf dem See – und das

System in der Fabrikhalle des Kunden funktioniert“,

beschreibt Th omas die Parallelen zwischen

seiner Arbeit und seinem Hobby.

„Bei der Arbeit im Unternehmen überwiegt

dennoch die Th eorie, während der Schwerpunkt

meines Hobbys eher auf der Praxis liegt und alle

Schritte von der Planung bis zur Konstruktion

umfasst – und auch das Endprodukt nutze ich

selbst“, bemerkt er abschließend.

Die beiden wichtigsten Persönlichkeiten in

Th omas Weinholds Leben: Ehefrau Astrid

und Hund Yoyo

T I D S & B I T S

Wir freuen uns, durch die Erweiterung

unseres Unternehmens unsere Kunden in

Europa künft ig noch besser betreuen zu

können.

GEBIETSVERKAUFSLEITER

Jürgen Rieger, Deutschland

Alessandro Senzapaura, Italien

Steve Malone, Großbritannien

Edmundas Bulanavicius, Litauen

SERVICEINGENIEUR

Michael Schott, Deutschland

SOFTWAREDESIGNER

Volker Schwegler, Deutschland

PROJEKTLEITER

Michael Pieper, Finnland

SEKRETÄRIN

Ulrika Lantz, Schweden

Neue Gebietsverkaufsleiter (von links):

Alessandro Senzapaura, Edmundas

Bulanavicius und Steve Malone.

8760 STUNDEN IM JAHR

FÜR SIE DA

1 • 2006 | 19


Achtung!

8760 Produktionsstunden

pro Jahr

Die FFS-Technologie von Fastems ist

für alle Bereiche der Zerspanungsindustrie

und für alle Produktionsphilosophien

verfügbar. Wir haben

Lösungen entwickelt, die an Ihr

Fertigungsvolumen angepasst werden

können, unabhängig davon, was

Sie fertigen. Diese Lösungen haben

sich in insgesamt 400 Anwendungen

bewährt, die erfolgreich in der Luft-

und Raumfahrt-, der Fahrzeug-, der

Maschinen- und der Zulieferindustrie

in aller Welt arbeiten.

Kommen Sie vorbei und erfahren Sie,

wie Sie mit Fastems alle 8760 Produktionsstunden

des Jahres voll nutzen

können!

Besuchen Sie uns auf den

folgenden Ausstellungen:

• Metav, Düsseldorf, Deutschland

20.-24.6.2006; Stand 15/E23

• IMTS, Chicago, USA

6.-13.9.2006; Stand A-9700

• Alihankinta, Tampere, Finnland

13.-15.9.2006; Stand D-200

• BIMU, Mailand, Italien

5.-10.10.2006

• Prodex 06, Basel, Schweiz

14.-18.11.2006

20 | 1 • 2006

Fastems Oy Ab

Tuotekatu 4

FI-33840 Tampere, Finnland

Tel. +358 (0)3 268 5111

Fax +358 (0)3 268 5000

Hakkilankaari 2

FI-01380 Vantaa, Finnland

Tel. +358 (0)9 3450 48

Fax +358 (0)9 3450 5623

Heilbronner Straße 17/1

D-73037 Göppingen, Deutschland

Tel. +49 (0)7161-963 800

Fax +49 (0)7161 -963 8049

Bultgatan 40 B

S-44240 Kungälv, Schweden

Tel. +46 (0)303 246 900

Fax +46 (0)303 246 910

Hawley Mill-Hawley Road

Dartford, Kent DA2 7SY

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