Jahresbericht 2010 - Kinderschutzzentrum Innviertel

kischu.at

Jahresbericht 2010 - Kinderschutzzentrum Innviertel

KINDERSCHUZZENTRUM INNVIERTEL

BERGGASSE 17

5280 BRAUNAU AM INN

TEL.: 07722/85550

FAX: 07722/85550-22

E-MAIL: info@kischu.at

http://www.kischu.at


INHALT

EDITORIAL 3

GESCHÄFTSLEITUNG KISCHU 3

FACHLICHE LEITUNG KISCHU 4

LEITBILD 5

UNSER TEAM 6

UNSER VORSTAND 7

REGIONALSTELLEN 8

TÄTIGKEITSBEREICHE 9

PROZESSBEGLEITUNG 10

PSYCHOSOZIALE PROZESSBEGLEITUNG 10

JURISTISCHE PROZESSBEGLEITUNG 10

PRÄVENTIONSPROJEKTE 11

FÜR PRÄVENTION IST ES NIE ZU FRÜH 11

WOHIN MIT DER WUT 11

SCHULTHEMA NR. 1 – MOBBING 11

DATEN UND FAKTEN 2010 12

KLIENTEN 2010 12

BERATUNGS-, BEHANDLUNGS- UND THERAPIETHEMEN 12

ANZAHL DER FÄLLE NACH ALTER UND GESCHLECHT 13

STEIGENDER BEDARF – 10 JAHRE RÜCKBLICK 13

10 JAHRE KISCHU 14

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT 16

AKTIVITÄTEN UND CHARITY 20

SPENDER UND FÖRDERER 22

KISCHU DANKT 23

JAHRESBERICHT 2010 2


EDITORIAL

„Ich glaube an die Gewaltlosigkeit als einziges Heilmittel“

Diese Worte Mahatma Gandhi`s spiegeln die Arbeit der letzten 10 Jahre des Kinderschutzzentrums

Innviertel wieder.

Im Laufe von 10 Jahren ist es gelungen, eine flächendeckende Versorgungsinfrastruktur in

der Kinderschutzarbeit im Innviertel aufzubauen.

Das Thema Kinderschutz rückte in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit

und es ist für die Kinderschutzarbeit von enormer Bedeutung in der Gesellschaft einen

Common Sense zu erreichen, dass jede Form des Ausnützens eines Autoritätsverhältnisses

und jegliche Form von Gewalt an Kindern und Jugendlichen völlig unakzeptabel ist.

Dank unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche mit hoher Professionalität und Engagement

hilfesuchende Gewalt - und Missbrauchsopfer betreuen, konnte das Kinderschutzzentrum

Innviertel in seiner fachlichen und gesellschaftlichen Positionierung Eigenständigkeit

entwickeln, die für qualitätsvolle Kinderschutzarbeit steht.

Ein besonderer Dank gilt letztendlich auch unseren Kooperationspartnern, unseren Förderern

und Sponsoren, welche das Kinderschutzzentrum Innviertel in diesen wirtschaftlich

schwierigen Zeiten bei dieser - auch für unsere Gesellschaft - so eminent wichtigen Aufgabe

unterstützen.

GESCHÄFTSLEITUNG KISCHU

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KISCHU


EDITORIAL

Der öffentliche Diskurs über das Thema Gewalt in der Familie ist einem ständigen Wandel

unterlegen, nach wie vor ist dieses Thema aber ein gesellschaftliches Tabuthema.

Wir ersuchen mit unserer Arbeit gerade diese Themen anzusprechen, zu diskutieren und

damit das öffentliche Bewusstsein in der Gesellschaft zu steigern.

Unsere Aufgabe ist es, und hier meine ich nicht nur meine Kollegen, die mit großem Engagement

im Kinderschutzzentrum arbeiten, hier meine ich uns alle als verantwortungsbewusste

Menschen, Unrecht offen anzusprechen, Hilfe für Betroffene anzubieten und damit

klar und überzeugend dafür einzustehen, dass wir Gewalt – in welcher Form auch immer –

nicht akzeptieren und mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, dagegen ankämpfen.

FACHLICHE LEITUNG KISCHU

JAHRESBERICHT 2010 4


LEITBILD

Wir möchten Kindern ein harmonisches

Heranwachsen mit ihren Familien

ermöglichen!

Wir möchten die psychische Gesundheit

von Kindern und Jugendlichen

festigen, verbessern und gegebenenfalls

wiederherstellen!

Wir möchten Kinder und Jugendliche

vor sexueller, physischer und psychischer

Gewalt schützen!

Das Kinderschutzzentrum Innviertel arbeitet im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention, um

die psychische Genesung und soziale Wiedereingliederung von Kindern zu fördern, die Opfer

von Vernachlässigung, Ausbeutung, Misshandlung oder einer anderen Form grausamer, unmenschlicher

oder erniedrigender Behandlung geworden sind. (UN Kinderrechtskonvention

Art. 39)

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KISCHU


UNSER TEAM

Alexandra Furtner-Probst

GESCHÄFTSLEITUNG

Mag. a Ursula Rothauer-Stadler

MMag. a Magdalena Rabengruber

FACHLICHE LEITUNG

KLINISCHE- UND GESUNDHEITSPSYCHOLOGIN

THERAPEUTIN FÜR SYSTEMISCHE

FAMILIENTHERAPIE

PSYCHOSOZIALE PROZESSBEGLEITERIN

DIPLOMPÄDAGOGIN

KLINISCHE- UND GESUNDHEITSPSYCHOLOGIN

PSYCHOSOZIALE PROZESSBEGLEITERIN

Maximiliane Frischenschlager

THERAPEUTIN FÜR SYSTEMISCHE

FAMILIENTHERAPIE

PSYCHOSOZIALE PROZESSBEGLEITERIN

Norbert Penger

DIPLOMSOZIALPÄDAGOGE

PSYCHOSOZIALER PROZESSBEGLEITER

Mag. a Tamara Kohlhofer

PSYCHOLOGIN

THERAPEUTIN FÜR SYSTEMISCHE

FAMILIENTHERAPIE

PSYCHOSOZIALE PROZESSBEGLEITERIN

Mag. a Petra Lehrer

PSYCHOLOGIN

PSYCHOTHERAPEUTIN

JAHRESBERICHT 2010 6


UNSER VORSTAND

OBMANN

OBMANN STELLVERTRETER

SCHRIFTFÜHRERIN

SCHRIFTFÜHRERIN STELLVERTRETERIN

KASSIER

KASSIER STELLVERTRETER

BEIRÄTE

Prim. Dr. Hendrik Zieglauer

Dr. Rudolf Klimesch

Helga Probst

Karin Hasenöhrl

Gabriela Seidl

MBA CFP Josef Knauseder

Mag. Helmut Pflügl

Erwin Huber

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KISCHU


REGIONALSTELLEN

Terminvereinbarungen erfolgen über Braunau, die Therapien aber finden dann in den jeweiligen

Regionalstellen statt.

BÜRO-ÖFFNUNGSZEITEN BRAUNAU AM INN:

• Montag, Dienstag, Mittwoch und

Freitag: 8-12 Uhr

• Donnerstag: 14-17 Uhr

• Fachliche Beratung und Therapie

nach Vereinbarung

JAHRESBERICHT 2010 8


TÄTIGKEITSBEREICHE

Unser Beratungs- und Therapieangebot richtet sich an Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren

und deren Familien.

ANONYM

KOSTENLOS

UNBÜROKRATISCH

DIE ANGEBOTENEN LEISTUNGEN:

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KISCHU


PROZESSBEGLEITUNG

PSYCHOSOZIALE PROZESSBEGLEITUNG

Diese umfasst die Vorbereitung der Betroffenen auf das Verfahren und die mit ihm verbundenen

emotionalen Belastungen, sowie die Begleitung zu Vernehmungen im Ermittlungsund

Hauptverfahren.

JURISTISCHE PROZESSBEGLEITUNG

Diese umfasst insbesondere die rechtliche Beratung und Vertretung durch Rechtsanwälte

bei der Anzeigeerstattung, im Strafverfahren und vor dem Pflegschaftsgericht, sofern dies

für die Vertretung im Strafverfahren Voraussetzung ist.

IM JAHR 2010 WURDEN IM RAHMEN DER PROZESSBEGLEITUNG INSGESAMT 32 FÄLLE BETREUT:

RECHTSANWÄLTE:

• DDR. KARL ROBERT HIEBL

• DR. FLORIAN LACKNER

• MAG. CHRISTOPH AUMAYR

• MAG. GERALD HAMMINGER

• DR. MAG. ROBERT SCHERTLER

JAHRESBERICHT 2010 10


PRÄVENTIONSPROJEKTE

Neben den therapeutischen und beratenden Tätigkeiten legen wir im Kischu viel Wert auf

Prävention. Schulische Prävention von sexueller Gewalt stellt sich ein zentrales Element der

Kinderschutzarbeit dar und bildet Grundlage und Schnittstelle in der Kinderschutzarbeit.

FÜR PRÄVENTION IST ES NIE ZU FRÜH

Ein Pädagogisches Programm zur Lebenskompetenzförderung und zur Vorbeugung sexuellen

Missbrauchs (für KindergartenpädagogInnen und VolksschullehrerInnen), initiiert und finanziert

vom Rotaryclub Braunau. Zielsetzung ist es, der Gewaltentstehung primärpräventiv bei

Kindern im Vorschul- und Grundschulalter zu begegnen.

WOHIN MIT DER WUT

Ein Workshop zum Aggressionsabbau für Volks- und Hauptschule bzw. Unterstufe Gymnasium.

Wir bieten an Schulen ein 3-teiliges Gruppenangebot für verhaltensauffällige Kinder

zum Aggressionsabbau an. Die TeilnehmerInnen lernen ihre Wut besser in den Griff zu bekommen

und mit ihr besser umzugehen.

SCHULTHEMA NR. 1 – MOBBING

Auf Anfrage von Schulen arbeiten wir mit Schulklassen (alle Schulstufen) eine oder mehrere

Einheiten zu Themen wie Mobbing, Gewalt oder aktuellen Themen, welche Sie oder Ihre

Kinder derzeit beschäftigen und suchen gemeinsam nach Lösungen

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KISCHU


DATEN UND FAKTEN 2010

KLIENTEN 2010

BERATUNGS-, BEHANDLUNGS- UND THERAPIETHEMEN

JAHRESBERICHT 2010 12


ANZAHL DER FÄLLE NACH ALTER UND GESCHLECHT

STEIGENDER BEDARF – 10 JAHRE RÜCKBLICK

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KISCHU


10 JAHRE KISCHU

Das Kinderschutzzentrum Innviertel feierte am 14. Oktober 2010 in der neuen Musikschule

in Altheim sein 10-jähriges Bestehen. Festreden und ganz besondere Dankansprachen würdigten

die wichtige und hervorragende Arbeit des Kinderschutzzentrums Innviertel und

dankten den vielen Sponsoren und Fördergebern für ihr finanzielles Engagement.

Linkes Foto: Obmann Prim.

Dr. H. Zieglauer, Frau GF A.

Furtner-Probst mit Herrn

LAbg. Bgm. F. Weinberger

Rechtes Foto: Festredner 1.

Präsident des OÖ Landtags F.

Bernhofer

Linkes Foto: Frau A.

Furtner-Probst und Herr

Prim. Dr. Gottfried Hasenöhrl

Rechtes Foto: Herr LAbg.

Bgm. F. Weinberger, Obmann

Prim. Dr. H. Zieglauer,

LPräs. F. Bernhofer

Das Kischu Innviertel wurde am 7. Juli 2000 eröffnet, und fokussierte seine Aktivitäten sofort

voll und ganz auf die Verhinderung von Gewalt und sexuellem Missbrauch von Kindern und

Jugendlichen im Innviertel. Seit damals wurde das Angebot sowohl qualitativ als auch quantitativ

erweitert und wir sind mittlerweile das zweitgrößte Kinderschutzzentrum von insgesamt

6 Kinderschutzzentren in Oberösterreich. Im Laufe von 10 Jahren ist es gelungen eine

flächendeckende Versorgungsinfrastruktur im Innviertel aufzubauen.

JAHRESBERICHT 2010 14


Linkes Foto: Musikalische

Umrahmung mit Kindern

der Musikschule Altheim

Rechtes Foto: Musikschulleiter

Dir. J. Kili und Herr

Dir. L. Stadler

Vielen Dank den Schülerinnen

der HLW mit Dipl.

Päd. Frau W. Andorfer

und Frau Dir. HR Mag. A.

Simson

Die professionelle Ausrichtung des Kischu ist in erster Linie unserem multiprofessionellem

Team aus Fachlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken, das mit viel

Engagement und Einsatzbereitschaft in einem mehrfach herausfordernden therapeutischen

Arbeitsalltag Minderjährige, die von psychischer, physischer oder sexueller Gewalt betroffen

sind, sowie auch ihre Bezugspersonen, durch Beratungen, Klinisch-, psychologische

Diagnostik, Psychotherapie, Prozessbegleitung und päventive Informationen hilfreich

unterstützt.

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KISCHU


ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Ein wichtiger Teil der Kinderschutzarbeit ist die breite öffentliche Aufklärung und Diskussion

über die Problematik von Gewalt und Missbrauch. Dies kann bewirken, dass sich Betroffene

oder Sich-bedroht-Fühlende früher an eine Hilfsorganisation wenden, damit Gewalt vermieden

bzw. beendet werden kann.

JAHRESBERICHT 2010 16


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KISCHU


JAHRESBERICHT 2010 18


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KISCHU


AKTIVITÄTEN UND CHARITY

Am 10. März 2010 stand der Abend im Gymnasium Braunau ganz unter dem Motto

„Kinder spielen für Kinder“ , der Eintritt war kostenlos, doch konnten wir uns über die

vielen Spenden der Besucher sehr freuen! Herr Dir. Mag. F. Kotanko stellte den Musiksaal

des Gymnasiums für dieses Konzert zur Verfügung. Herr Dir. Killi von der Musikschule

Altheim hatte mit seinen Schützlingen ein sehr schönes Programm für dieses Benefizkonzert

zusammengestellt und zeigte, dass schon Kinder ab 4 Jahren Spaß am Musizieren

haben und dies auch gerne auf einer Bühne darstellen.

Nach den erfolgreichen „Boogie in

the Fields“ und „Swing in the

Fields“ Konzerten in den letzten

Jahren, wurde heuer wieder der

Irghof für einen Abend zum österreichischen

Zentrum des Swing.

Der Reinerlös der Veranstaltung

kam wieder dem Sozialprojekt des

Rotary Club Braunau (Projekt:

"Perspektive Jugend" / Kinderschutzzentrum

Innviertel) zugute.

JAHRESBERICHT 2010 20


Herr Bundesrat Ferdinand Tiefnig

und Herr Landtagsabgeordneter

Franz Weinberger besuchten uns

im Kischu und bedankten sich speziell

bei den ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern

für ihr Engagement

im Bereich Kinderschutz.

Der Benefizabend „Samba in the Fields“

am 10.09.2010, am Irghof in Nonsbach,

stand unter dem Motto “Brasilianisches

Flair” und stand ganz im Zeichen des

Sambas. Mit dabei waren die Dancing

Stars Zabine und Alex Zaglmaier, die nicht

nur eine brasilianische Samba-Show, sondern

auch die neue Tanzsportart „Zumba“

präsentierten. Der Reinerlös kam dem

Kischu zugute!

Im Rahmen der Bezirksmesse

Braunau war das Kischu mit einem

Messestand vertreten. Die Besucher

konnten sich über unsere

Arbeit ausreichend informieren.

Für die kleinen Besucher gab es

auch einen Malwettbewerb.

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KISCHU


SPENDER UND FÖRDERER

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KISCHU DANKT

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KISCHU

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