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SPORTMEDIENVERLAG

Das österreichische Eishockey-Magazin

Absolut spitze

Raffl liegt als Goalgetter,

Scorer und in

der +/– Wertung unter

den Top 10 der Liga!

NHL

Die Österreicher in Übersee

Interview mit Raffl-Coach Berube

Capitals

Jonathan Ferland in Nahaufnahme

Wird der Stürmerstar demnächst Österreicher

Die Nr. 1

Wie Thomas Raffl die Red Bulls an die Spitze ballert

Seine Auferstehung nach der schockierenden Verletzung

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Harry Miltner,

stellvertretender

Chefredakteur

Impressum: Medieninhaber und Verleger: SMV SportMedienVerlag (Schlitzer/Oberzeller), Kölgengasse 43,

1110 Wien, Tel.: +43/1/347 05 44, office@sportmedienverlag.at, www.icehockey-magazin.at Herausgeber: Tobias

Oberzeller & Dr. Manfred Schlitzer Chefredaktion: Dr. Manfred Schlitzer, Harry Miltner (Stv.) Redaktion: René

Dorfinger, Erich Hober, Alex Kern, Patrick Mössmer, Christian Reichel, Helmut Salzwimmer, Günter Stockhammer, Lisa

Strebinger Grafik: No Budget Productions/©KAISA, Claudia Fritzenwanker Korrektur: Rupert Höttinger Fotos:

GEPA pictures Anzeigenleitung & Marketing: Tobias Ober zeller (anzeigen@sportmedienverlag.at), Stefan Mitterer,

Philip Zachar Druck: Gutenberg Druck GmbH © 2012 by SMV Sport MedienVerlag, 2. Jahrgang

Hinweis: Zugunsten einer besseren Lesbarkeit wurde auf die geschlechterspezifisch korrekte Anrede verzichtet.

Selbstverständlich sollen nicht nur ICE HOCKEY-Leser, sondern auch -Leserinnen angesprochen werden.

Ice Hockey 06/2013

Bei den zwei weihnachtlichen

Kärntner Derbys ist auch

heuer wieder mit hübschen

Eis-Fegerinnen zu rechnen.

Liebe Eishockey-Freunde!

Auch wenn derzeit die

bärenstarken Teams aus

Salzburg und Bozen die Erste

Bank Liga dominieren – der

definitive Leckerbissen auf

Österreichs gefrorenem Wasser

ist zweifellos das Kärntner

Manfred Schlitzer,

Chefredakteur und

Herausgeber

Eishockey-Derby. Zu den Weihnachtsfeiertagen (26. bzw.

28. Dezember) steht uns gleich zweimal das ewig junge

Duell zwischen VSV und KAC ins Haus.

Als gebürtigem Kärntner ist mir die Bedeutung dieses

Gipfeltreffens nur allzu klar. Kann der Klagenfurter

Rekordmeister seine (nicht zuletzt verletzungsbedingte)

Krise beenden Oder sind die Villacher Adler auf ihrem

Höhenflug auch vom Erzrivalen nicht zu stoppen Wir

haben beide Teams unter die Lupe genommen und

Ursachenforschung betrieben.

Viel Spaß mit dem coolsten Sport der Welt!

Fotos: GEPA pictures

4 Foto-Flash

Geballte Action und

interessante Perspektiven.

8

10

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18

Thomas Raffl

Vom Krankenbett an die

Spitze der Scorerlisten.

Was wirklich zählt

Linz-Manager Perthaler

über Lebensfragen.

Johnnys Ziele

Wie Jonathan Ferland

mit den Caps

den Titel holen will.

Tirol isch lei oans

Die Haie gehen konsequent

ihren Tiroler Weg.

„Ich bereue nichts“

KAC-Defender Schumnig

über sein US-Abenteuer.

Wurzel des Erfolgs

Der Stadtteil St. Martin ist

die Wiege des VSV.

20

Neuer Besen

Der Grazer Headcoach Petri

Matikainen im Gespräch.

22 EBEL-Round-up

Der Status quo der Erste

Bank Eishockey Liga.

24 Szene-Mix

Seitenblicke auf die

Eishockey-Landschaft.

26 INL

Auch in der

zweiten Liga spürt

man die Folgen der

Punkteregel.

28

Medveščak Zagreb

Manager Aaron Fox im

exklusiven Interview.

30 NHL

Drei Österreicher in der

besten Liga der Welt.

34 Termine

3


Olympia-

Foto-Flash

4 Ice Hockey 06/2013


Test

Zwei Niederlagen und ein Sieg – und zwei

Arbeitslose bekamen endlich Praxis.

Für Österreichs Nationalteam gibt es leistungsmäßig einige Luft

nach oben. Bei der Euro Ice Hockey Challenge setzte es in Innsbruck

gegen Weißrussland (0:3) und Frankreich (1:3) eine Niederlage,

gegen Slowenien war ein 2:0 zu beklatschen. Wichtig: Goalie Bernhard

Starkbaum fand nach dem Turnier mit Brynäs IF einen neuen Klub

in der schwedischen Eliteserie. Abwehrrecke André Lakos (im Foto

rechts) unterschrieb bis Saisonende bei den Vienna Capitals.

durchwachsen

Ice Hockey 06/2013 5


Foto-Flash

Fighting Spirit

Die Dornbirn

Bulldogs träumen

weiterhin den Traum

von den Play-offs!

S

ie nennen sich Bulldogs – und kämpfen wie die Löwen. Trotz einer neuerlichen

Leistungssteigerung gegenüber dem Vorjahr kämpft der EC Dornbirn

auch heuer bis dato in den unteren Tabellenregionen. Das liegt ganz sicher nicht

an Verteidiger Matt Plante (hier im Zweikampf mit Olsson), der sich beim achtbaren

3:5 bei den Vienna Capitals förmlich zerriss.

6 Ice Hockey 06/2013


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Red Bulls Salzburg

Der Villacher

Thomas Raffl

(links) gegen

seinen Stammverein

VSV.

Der Schock, der Stolz,

die starke Saison!

ICE HOCKEY im Interview mit der Salzburger Scoring-Sensation Thomas Raffl.

Der gebürtige Villacher liegt auf Point-per-Game-Kurs und fühlt sich in Salzburg

so richtig wohl. Text: René Dorfinger

ICE HOCKEY: Es läuft derzeit total

nach Wunsch für den EC Red

Bull Salzburg, oder

Thomas Raffl: Kann man so sagen.

Wir hatten unser Tief am Anfang

der Saison. Ich erinnere mich

gut, als wir im Bus zurück von der

1:9-Niederlage in Wien saßen

und zusammenrückten.

Jetzt haben wir einen Lauf,

alle wissen, was zu tun ist.

Und wenn man viel eisläuft,

dann passieren gute Dinge.

Das wird auch vom Publikum

honoriert, wie zuletzt

gegen Bozen.

Hat sich im Vergleich zur

Vorsaison viel verändert

Raffl, zurzeit der beste österreichische Scorer und Torschütze der Liga.

Ich würde nicht sagen, dass wir

lockerer sind, aber wir kommen

ab und zu vom Eis weg. Und das

ist eine Verbesserung. Das ganze

Team hält zusammen und trifft

sich auch einmal so. Ob Familienvater

oder Single, wir unternehmen

Dinge zusammen, und das

gab es in der Vorsaison nicht so,

da waren es eher kleine Gruppen,

die was gemeinsam machten.

Und wie sieht deine Rolle im

Team aus

Ich gehöre zu den älteren,

routinierteren Spielern. Wir

schauen darauf, dass die

Chemie im Raum stimmt.

Ende der letzten Saison

wurdest du abrupt aus dem

Raum gerissen.

Der Schuss hat mich seitlich

in die Rippen getroffen,

unter dem Protektor. Eine

Rippe ist gebrochen und hat

Fotos: GEPA pictures

8 Ice Hockey 06/2013


einen Lungenriss verursacht. Es

war kurz ein Schock, dann war

alles so weit okay, man hat mir

gesagt, ich könne mit einer schnellen

Genesung rechnen. Dann war

es doch eine längere Pause und ich

konnte nicht zur WM. Aber alles

hat seine Vorteile: Ich konnte früher

wieder aufs Eis.

Das Team hat bei der WM den

Abstieg nicht verdient …

Der Ansicht bin ich auch. Unser

Ziel muss es deshalb sein, wieder

in die A-Gruppe zu kommen und

uns dort zu etablieren. Das Selbstvertrauen

muss her, damit man

weiß, man kann die Größeren

ärgern und die Teams auf Augenhöhe

besiegen. Davon haben wir

gewöhnlich zwei in der Gruppe.

Bei Olympia wird das etwas

anders aussehen, oder

Olympia wird in erster Linie eine

Ehre sein. Wir haben das Ziel bereits

erreicht. Jetzt ist es, glaube

ich, wichtig, alles zu geben und

von Spiel zu Spiel zu schauen.

Defensiv kompakt zu stehen wird

sehr wichtig sein.

Dein Ziel für den Ligabetrieb

Zunächst die Play-offs. Dort

trennt sich die Spreu vom Weizen.

Aber ich glaube, wir haben eine

gute Chance, vorne mitzuspielen.

Generell zur Liga: Soeben

wurden mit Herbert Ratz und

Phillipe Lakos die ersten Spieler

aus Kadern gestrichen.

Einerseits ist es, wie es ist: Du

musst besser sein als der andere

Typ, dann spielst du. Man sieht ja,

dass Andreas Nödl, ein NHL-

Spieler, bei uns auch in der dritten

Reihe anfängt. Was mir in Österreich

ein wenig abgeht, bei aller

Diskussion um die Punkteregelung,

ist eine Vertretung der Spieler

wie die NHLPA. Das gibt es

auch in Schweden. Unsere Liga

verbessert sich in so vielen Aspekten,

aber eine Vertretung für uns

Spieler fehlt völlig. Es gibt andere,

die dafür besser geeignet wären,

aber ich würde mithelfen.

Noch kurz zu einem anderen

NHL-Spieler: Wie geht’s deinem

Bruder

Michi hat es geschafft und ich bin

riesig stolz auf ihn. Ich habe gesehen,

wie er sich vorbereitet hat. Er

zeigt, wie schnell es gehen kann,

und ich bin überzeugt, dass er seinen

Weg weitergehen wird.

Schock in den letzten Play-offs: Thomas Raffl muss mit einem Lungenriss vom Eis gebracht werden.

Ice Hockey 06/2013


Black Wings Linz

Zur Meisterfeier der Black Wings 2012 gab es für

Manager Perthaler eine zünftige Bierdusche. Als Spieler

war der gebürtige Tiroler bei all seinen Vereinen und

auch im Nationalteam (unten) so etwas wie die Fleisch

gewordene Kampfkraft und Leidenschaft.

„Da merkst erst, wie

wichtig Gesundheit ist“

Die Nachricht schockte

Ende Oktober die

Hockey-Szene: Christian

Perthaler, Manager der

Black Wings Linz, musste

sich einer Gehirnoperation

unterziehen.

Text: Christian Reichel

Die historischen Fernsehbilder

sind vielen Hockey-Fans

heute noch in Erinnerung: Während

des A-WM-Spiels gegen Kanada

am 22. April 1993 in München

musste Christian Perthaler

plötzlich vom Eis. Der Grund:

heftige Kopfschmerzen! Teamarzt

Christian Adam diagnostizierte

eine Gehirnblutung, fünf Tage

später wurde in Innsbruck eine

Gefäßmissbildung im Gehirn

operativ behoben.

Entgegen den Prognosen der

Ärzte kehrte Perthaler schon

nach einem Jahr Pause in den

Rink zurück, feierte zwei Titel

mit dem KAC und 2003 einen

weiteren mit Linz. 2008 trat er

mit 40 Jahren als Spieler ab,

wechselte ins Management der

Black Wings – und erlebte 2012

auch den zweiten Titel der Stahlstädter

hautnah mit.

Ende Oktober holte „Perthi“

die Vergangenheit ein: Die im

Rahmen einer Untersuchung festgestellten

Aneurysmen erzwangen

20 Jahre nach München eine

erneute, mehrstündige Operation.

„Ich wurde am 30. Oktober im

Linzer Wagner-Jauregg-Krankenhaus

operiert, war drei Tage später

erstmals wieder so richtig da.

Meine Mutter kam aus Tirol zu

Besuch und auch meine Schwestern.

Es läuft schon wieder ganz

gut“, erzählt der 45-Jährige.

Angst verspürte er auch vor

der jüngsten Operation keine:

„Es war schon ein bisschen ein

Schock, doch nie eine negative

Energie dabei. Ich wusste: Wenn

ich es mache, dann haut es auch

hin. Wenn du positiv bleibst, hilft

dir das auch bei einer Operation

und der Genesung.“ Diese wird

noch einige Zeit in Anspruch

nehmen: „Wenn es dir so geht wie

mir, merkst erst, wie wichtig Gesundheit

ist.“ Die unzähligen Botschaften

via E-Mail bzw. SMS

geben ihm Kraft. Anfang Jänner

will der Manager, sofern die Ärzte

grünes Licht geben, wieder mit

voller Kraft ins Hockey-Business

einsteigen.

Fotos: GEPA pictures

10 Ice Hockey 06/2013


Vienna Capitals

Von Headcoach

Samuelsson gibt es

viel Lob für Ferland:

„Johnny ist ein

absoluter Führungsspieler

mit Vorbildfunktion.“

Johnnys Zeit ist

Jonathan Ferland spult derzeit bereits seine sechste Österreich-Saison ab – in

der dritten Saison für die Vienna Caps soll es 2014 endlich mit dem ersten

EBEL-Titel klappen. Text: Christian Reichel

An besagten Meistertitel scheint

sich Ferland schrittweise heranzutasten:

Nach drei Jahren in

Villach, wo es maximal zum Viertelfinale

reichte, läuft es nun mit

den Caps von Saison zu Saison

besser: 2012 schnupperte Ferland

erstmals in Österreich Halbfinal-,

2013 erstmals Finalluft. In der

Play-off-Time 2014 gilt es nun

noch eins draufzusetzen und den

Caps den zweiten Titel nach 2005

zu bescheren.

Ferland ist in jedem Fall guter

Dinge: „In Summe können wir

mit der bisherigen Performance

zufrieden sein, auch wenn wir

nebst guten auch weniger gute

Spiele ablieferten. Doch es geht in

erster Linie darum, das passende

In der Schultz-Halle ist Ferland der Liebling der Tribüne.

Set-up für die zweite Saisonhälfte

zu finden. Da sehe ich uns auf

einem guten Weg.“

Der 30-Jährige sieht sein Team

vor allem defensiv besser aufgestellt:

„Im Vergleich zur Vorsaison

übernimmt nun jeder Einzelne in

der Abwehr mehr Verantwortung.

Offensiv bringen wir ohnehin alle

Voraussetzungen für Torerfolge

mit. Wir verbuchen auch viele

Schüsse, kreieren viele Chancen,

müssen aber noch mehr davon

verwerten.“

Die bisherige Zeit in Österreich

hat er an der Drau (Villach) und

an der Donau (Wien) verbracht:

„Villach ähnelt vom Flair her

mehr meiner Heimatstadt Sainte-

Marie“, schildert der Kanadier.

Der konträre Lebensstil in der

Bundeshauptstadt hat es ihm angetan:

„Es gibt immer was zu tun

oder zu sehen. Für mich und

meine Familie ist das natürlich

super“, sagt „Johnny“, der mit

seiner Frau Marie-Eve und den

Kindern Amy (5 Jahre), William

(4) und Etienne (1) nahe der Albert-Schultz-Halle

wohnt.

Fotos: GEPA pictures

12 Ice Hockey 06/2013


Ferland (rechts) gegen

Olimpija Ljubljana:

ständig eine Gefahr für

das gegnerische Tor.

reif

Die sechste Saison in Österreich

soll keinesfalls seine letzte sein:

„Mein Vertrag läuft zwar mit Saisonende

aus, doch die Caps können

die Option auf eine Verlängerung

ziehen.“ Die Aussichten sind

gut, denn Headcoach Tommy

Samuelsson hält große Stücke auf

sein Kraftpaket (1,88 m, 94 kg):

„Johnny ist ein absoluter Führungsspieler

mit enormer Vorbildfunktion,

charakterlich sehr stark

und wichtig für die Jungen.“

Der Angreifer der Caps hat

auch schon für Montreal in

der NHL getroffen.

Denen er auch was erzählen

kann, etwa von seiner Zeit in der

NHL: In der Saison 2005/06 absolvierte

er im Dress der Montreal

Canadiens sieben Einsätze in der

besten Liga der Welt, scorte dabei

einen Treffer. In der darauffolgenden

Saison schnappte sich der

Reise-Freak („Auf meiner Liste

stehen Rom, die Toskana, Ägypten

und Griechenland ganz oben“)

mit den Hamilton Bulldogs den

Calder Cup in der AHL.

Ruhig geworden ist es um

Ferland, was eine mögliche Einbürgerung

betrifft. Ferland reichte

2012 alle Unterlagen ein, die

österreichische Staatsbürgerschaft

lässt aber weiter auf sich warten:

„Vielleicht wird eines Tages noch

was daraus.“ Bis zu Olympia

2014 in Sotschi wird es sich kaum

mehr ausgehen: „Dort sollen jene

Jungs spielen, die die Qualifikation

geschafft haben. Sie hätten es

sich verdient“, sagt der Angreifer,

der es in den ersten 24 Saisonspielen

in der EBEL auf 10 Tore

und 12 Assists brachte.

Ferland hofft ungeachtet dessen,

früher oder später zu den

Klängen von „Land der Berge“

auf dem Eis zu stehen: „Wenn ich

den Pass haben kann, nehme ich

ihn gern an. Und wenn ich dem

Nationalteam helfen kann, werde

ich auch das gern tun.“

Ice Hockey 06/2013 13


Innsbruck

Auch Angreifer Alexander

Höller zählt zu den 20 echten

Tirolern im Haie-Kader.

Obwohl die Innsbrucker in der

Comeback-Saison Letzter wurden,

konnte sich das Team von

Coach Naud über die gesamte

Spielzeit „verbessern, und reichlich

Erfahrung sammeln.“ Dass

dieser Ansatz nicht von heute auf

morgen den gewünschten Erfolg

bringt, war klar. „Es gibt Spieler,

die schon auf dem angestrebten

Niveau sind, und Cracks, die noch

Zeit brauchen. Wir müssen weiter

hart arbeiten“, so der 51-Jährige.

Auch der neue Clubpräsident

Christian Kaltschmid ist ein Verfechter

der eingeschlagenen Richtung.

Der Hotelier ist „überzeugt

vom Tiroler Weg und von der Arbeit,

die der Vorstand leistet. Die

Haie sind eine Marke und diese

soll in Zukunft für Erfolg stehen.“

Tirol isch lei oans

Im März 2009 zog sich Innsbruck aus finanziellen Gründen aus der EBEL zurück.

Erst im Vorjahr kamen die Haie zurück und wollen nun wirtschaftlich gesund in

der höchsten österreichischen Spielklasse bestehen. Text: Harry Miltner

Dieser „Tiroler Weg“, den

HCI-Obmann Günther Hanschitz

seinerzeit als „Vision“ bezeichnete,

ist nicht ganz freiwillig

gewählt, aber er schafft eine gute

Basis. Wer im aktuellen Kader der

Tiroler blättert, findet 20 Cracks

aus dem „heiligen Land“. Spieler

wie David Lindner (22), Christoph

Hörtnagl (23) oder Christoph

Echtler (23) sollen heuer

noch mehr Verantwortung übernehmen.

Die Jungs haben sich

entwickelt und müssen nun zeigen,

dass sie es draufhaben“, gibt

Coach Danny Naud die Richtung

vor. Auf den Dressen prangen

Ur-Tiroler Namen wie Pittl, Mössmer,

Steinacher oder Schramm.

Namen, die bei den älteren Fans

Erinnerungen wachrufen. „Natürlich

sind viele Spieler die Söhne

erfolgreicher Eishockey-Väter“,

grinst Kapitän Patrick Mössmer,

dessen Vater Thomas die Innsbrucker

1988/89 zum Titel führte.

Routinier Mössmer hält den Familiennamen hoch.

Daher legte Head Naud für

diese Saison besonderes Augenmerk

auf die Defensive, denn im

Vorjahr kassierten die Haie satte

253 Gegentreffer in 54 Spielen.

„Letztes Jahr haben wir mehr als

4,5 Tore pro Match kassiert. Das

war viel zu viel. Wir müssen heuer

härter am Mann stehen und mehr

Präsenz zeigen“, weiß der Headcoach,

der seinen Roster auch mit

Shane Sims und Ex-NHL-Star

Marek Malik verstärkt hat. Der

Plan ging bisher auf, denn auch

wenn Innsbruck noch immer viele

Treffer nimmt, hat man hinten

kein „offenes Scheunentor“ mehr,

man liegt zumindest mit drei weiteren

Teams auf einem ähnlichen

Niveau.

Fotos: GEPA pictures

14 Ice Hockey 06/2013


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KAC

Back home again! Nach einem

kurzen USA-Abstecher verteidigt

Schumnig wieder für Rekordmeister

KAC.

„Ich bereue nicht

KAC-Verteidiger Martin Schumnig über seinen Aufenthalt in Amerika, Serien mit

dem KAC und sein großes Ziel. Text: Erich Hober

Er stammt aus dem Nachwuchs

von Rekordmeister EC KAC,

hat sämtliche Nachwuchsteams

durchschritten: Defender Martin

Schumnig hat turbulente Wochen

hinter sich – von Regungen der

16

Freude bis hin zu heimlicher Enttäuschung

war alles dabei.

2013 begann für den Verteidiger

blendend. Mit stetig steigender

Leistung arbeitete sich der KAC

Große Meisterfeier am

Neuen Platz in Klagenfurt.

Schließlich jubelten

Schumnig & Co.

über den 30. Titel.

bis ins Finale, fuhr mit einem

Sweep hinweg über die Vienna

Capitals zum 30. Meistertitel.

Schumnig trug mit seiner Leistung

seinen Teil dazu bei. Mit seiner Art

zu spielen steht er hoch in der

Gunst der Fans. Über das „Kärntner

Eishockeymagazin“ (ORF

Kärnten) wählten ihn die Fans

zum dritten Mal hintereinander

zum „Eishockeysuperstar“. Das

gelang noch keinem anderen

Spieler in Kärnten. Also alles eitel

Wonne im Hause Schumnig.

Mit dem Titel im Gepäck und

der Fanunterstützung im Rücken

machte er sich auf den Weg über

Ice Hockey 06/2013


Mit seinem Arbeitsgerät

geht man sorgfältig um:

Schumnig präpariert

seinen Schläger mit

Isolierband.

s!“

Fotos: GEPA pictures

den Großen Teich. Das Ziel: Fuß

fassen in der East Coast Hockey

League (ECHL) bei den Cincinnati

Cyclones. Er bekam kurzfristig

sogar die Chance, sich im zweiten

Farmteam der Florida Panthers,

bei den San Antonio Rampage, zu

beweisen. „Nach vier Tagen war

die Sache gegessen“, so Schumnig.

Mit den Cyclones bestritt er zwei

Spiele in Alaska. Doch bevor das

Abenteuer ECHL richtig begann,

war es auch schon vorbei. „Jene

Spieler, die im NHL-Team keinen

Platz erhalten, kommen ins Farmteam

der AHL oder ECHL. Wenn

ich mir heute den Kader der Cyclones

ansehe, dann spielt dort

keiner mehr, der zu meiner Zeit

dort trainiert oder Spiele bestritten

hat. Sie müssen die Spieler mit

NHL- oder AHL-Verträgen unterbringen.

Unten fällst du dann

raus“, erklärt Schumnig das System

in Nordamerika. Dazu kam,

dass nach einem Monat auch der

Trainer der Cyclones, bis dahin

ein Befürworter von Schumnig,

entlassen wurde. „Da spielten so

viele Faktoren mit, es war einfach

Pech“, meint er achselzuckend.

Er hätte weiter im System der

Cyclones bleiben können. „Ich

wollte das aber nicht, wollte spielen.

Schließlich stehen die Olympischen

Spiele vor der Tür und dort

will ich hin“, zeigt er sich kämpferisch.

Zurück in Europa nahm

ihn der KAC auf. Auf böse Zungen,

er sei in den USA gescheitert,

gibt der Pubersdorfer nichts: „Ich

bereue gar nichts. Ich habe es versucht.“

Bei dem „Versuch“ muss

es nicht bleiben. Er kann sich vorstellen,

es noch einmal im Ausland

zu probieren. „Beim nächsten Mal

werde ich allerdings genauer recherchieren“,

fügt er hinzu.

Mehrere Gehirnerschütterungen,

die er in seiner Karriere verdauen

musste, spielen für Schumnig

keine Rolle. „Daran darfst

nicht denken, sonst brauchst nicht

mehr aufs Eis gehen. Ich habe gezielt

Kopf- und Nackenmuskulatur

trainiert, mehr für eine bessere

Körperspannung getan“, verrät er.

Der Alltag in der EBEL hat ihn seit

mehr als zehn Spielen wieder. Dass

der KAC erst um die Nationalteampause

eine erste Siegesserie

startete, sieht er nicht als Problem:

„Wir halten den Gameplan unseres

Trainers ein und wollen zu den

Play-offs in den Top sechs sein. In

der letzten Saison waren wir 25

Spiele lang davon entfernt und haben

in der entscheidenden Phase

gezündet.“ Kämpferisch gibt er

sich auch im Hinblick auf Sotschi:

„In Innsbruck habe ich gut gespielt.

Ich kann nur meine volle

Leistung bringen und hoffen, dass

mich der Teamchef berücksichtigen

wird.“

Ice Hockey 06/2013 17


VSV

Ein Kind des Villacher

Stadtteils St. Martin:

Abwehrrecke Stefan

Grabner.

Die Heimat des V

Warum der Villacher

Stadtteil St. Martin die

Geschichte des EC VSV

geprägt hat. Text: Erich Hober

Was haben der EC VSV und

der Stadtteil St. Martin gemeinsam

„Sehr viel“, lautet die

simple Antwort. Genauer gesagt

liegen in diesem Stadtteil die

Wurzeln des sportlichen Aushängeschildes

von Villach. „Viele

Spieler, darunter auch ich, stammen

aus St. Martin“, verrät Alexander

Rauchenwald. Wie er jetzt

waren es in der Vergangenheit viele

bekannte Spieler, die von dort

aus ihren Weg in die Eishalle fanden,

darunter andere bekannte

Namen wie die Familien Raffl und

Sivec, Stefan Wiedmaier, Giuseppe

Mion, Michael Grabner oder die

Szybisty­Brüder, um nur einige zu

nennen.

Die Anfänge: „St. Martin war

das Einzugsgebiet für Spielermaterial

des VSV“, sagt die blauweiße

Legende Peter Raffl, heute

Trainer der U 20. Giuseppe Mion

wird diesbezüglich konkreter:

„Der heutige Standort der Eishalle

liegt, wenn man so will, an der

Grenze Völkendorf/St. Martin. In

den 1960er­ und 1970er­Jahren

spielten viele bei St. Martin oder

VAS Fußball. Wir, die bereits erwähnten

Namen, oder ein Dietmar

Knabl bzw. Dietmar Smesitz

bildeten im Eishockey eine Schülermannschaft,

die 1971 dank eines

1:0­Erfolgs über Wien Meister

wurde. Damit wuchs etwas heran.

Wir liefen dem Fußball in diesem

Stadtteil den Rang ab.“ Laut

Mion soll die Eishockey­Euphorie

eher in der eigenen Mannschaft

als in der Öffentlichkeit vorgeherrscht

haben. „Bevor Villach

1969 eine Freiluftarena bekam –

die spätere Eishalle –, haben wir

Jungen am Eggerteich gespielt.

Wir haben den Platz selbst ausgeschoben,

es war ein Treffpunkt“,

erinnert sich Mion. Und: „Wir

waren damals eine robustere Generation

und sind, als die Eishalle

Fotos: GEPA pictures

18 Ice Hockey 06/2013


Von St. Martin zu den New York Islanders:

Flügelflitzer Michael Raffl.

Auch Neo-NHL-Star

Michael Raffl und sein

berühmter Clan stammen

aus St. Martin.

Der Rauchenwald-

Clan (im Bild Stürmer

Alexander)

hat seine Wurzeln

in St. Martin.

illacher Erfolgs

zur Verfügung stand, mit unserer

Ausrüstung zu Fuß zum Training

oder zu den Spielen gegangen.

Heute wäre das undenkbar.“

Nach dem Gewinn der Zweitligameisterschaft

1976/77 stieg

der VSV erstmals in die höchste

Spielklasse auf und zählt heute

neben dem KAC zu den ältesten

Bundesligaklubs in Österreich.

„Unser Vorbild war der KAC. Wir

wollten unbedingt in die erste

Liga und nach vier Jahren in dieser

konnten wir den ersten Meistertitel

feiern“, erzählt Mion. „Es

waren aber nicht nur die bisher

genannten, bekannten Namen,

auch Spieler, die man heute nicht

mehr so gut kennt, oder solche,

die es nicht bis ganz nach oben

geschafft haben, haben ihren Teil

zum Erfolg beigetragen. Gerade

diese Spieler waren sehr wichtig,

um den Verein aufzubauen und

ihn dorthin zu bringen, wo er heute

steht.“

Stolz ist Boss Mion natürlich

auf Michael Grabner und Michael

Raffl. Beide haben ihren Weg

gemacht, sozusagen von St. Martin

in die berühmte NHL. St. Martin

scheint jedenfalls ein ausgesprochen

guter Boden für Eishockeyspieler

zu sein, wenngleich

der VSV heute nicht mehr in diesem

Übermaß von Spielern aus

diesem Stadtteil abhängig ist.

„Lange gab es auch einen logistischen

Grund: Seinerzeit war es

nicht üblich bzw. machbar, dass

man seine Kinder mit dem Auto

zum Training vor die Halle fährt“,

fügt Raffl hinzu. Nichtsdestotrotz

bleibt St. Martin die Kernzelle der

VSV­Geschichte.

Ice Hockey 06/2013 19


Graz 99ers

Neocoach Matikainen will in

Graz den skandinavischen

Stil etablieren.

Der neue Besen

kehrt gut

„Wir sind mit der sportlichen Entwicklung nicht zufrieden“, erklärte Graz-

Präsident Pildner-Steinburg kurz und knapp – und Coach Mario Richer stand

auf der Straße. Petri Matikainen soll das Ruder herumreißen. Text: Harry Miltner

Der Vorstand der 99ers hatte

das Gefühl, man hätte sich

„spielerisch von den Top 4 eher

entfernt als angenähert“. Daher

war nach zweieinhalb Jahren kanadischem

Kampfhockey Schluss.

Nun soll mit Matikainen im

„Bunker“ eine feinere Klinge geführt

werden. Der Skandinavier

bevorzugt ein eisläuferisches, technisches

Spiel. „Mir gefiel die Vision

des Vereins sofort und ich sehe

das Potenzial, dieses Ziel zu erreichen“,

so der 46-Jährige. Den Deal

fädelte Martin Krainz, der seinerzeit

beim KAC mit Matikainen

gemeinsam auf dem Eis stand, ein.

Blues mit Bernd Brückler im Kasten

ebenso oft zur Vizemeisterschaft.

Matikainen, der auch bei

Eric Lindros’ Stammverein Oshawa

Generals spielte, führte die

Finnen zudem bei der WM 2011

als „Co“ zum Titel.

Er ist sicher, dass in den 99ers

mehr steckt, als sie unter Vorgänger

Richer zeigten: „Ich bin überzeugt,

dass das Team noch besser

werden kann. Die Liga ist sehr ausgeglichen,

daher ist vieles möglich.“

In der Murstadt will er mit

„schnellem, aggressivem Eishockey“

Erfolg haben: „Wir müssen

mit hohem Tempo trainieren und

schneller denken.“ Um den Speed

über die ganze Partie hochzuhalten,

lässt er mit vier Linien spielen

und scheut nicht davor zurück,

jungen Österreichern eine Chance

zu geben: „Da sind Burschen dabei,

die in ein paar Jahren eine

Mannschaft führen können.“

Obwohl der Finne hierzulande

vielen kein Begriff ist, hat er bereits

viel Erfahrung. Der Ex-Abwehrspieler

holte letzte Saison mit

Omsk den zweiten Platz im KHL-

Grunddurchgang und schied erst

im Semifinale aus. In seiner Heimat

wurde er zweimal Trainer des

Jahres (2007/08 und 2011/12)

und führte den Außenseiter Espoo

Auch bei Matikainens

Training sind hohes Tempo

und Aggressivität angesagt.

Fotos: GEPA pictures

20 Ice Hockey 06/2013


FOTOS: PRIVAT

www.teamrotweissrot.at

Blitzschnell!

Hager will an der Weltspitze

mitmischen.

Er trägt Leggins, Schuhe mit –

sagen wir einmal – Absatz und

ist bekannt für seine grazile Figur.

Klingt komisch Ist es aber ganz

und gar nicht. Der 19-jährige Innsbrucker

Armin Hager ist eine der

größten Hoffnungen Österreichs im

Eisschnelllauf und zu dieser Sportart

gehören nun einmal Schlittschuhe,

ein enges Trainingsoutfit

und eine Portion sportlich-technische

Raffinesse.

Der 19-jährige Innsbrucker

Armin Hager ist eine der größten

Nachwuchshoffnungen unter

Österreichs Speedskatern.

In Österreichs Spitzensport macht sich seit einigen Jahren ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl

breit. Sportlerinnen und Sportler aller Disziplinen, ob Sommer- oder Wintersport, ob

Team player oder Einzelathlet, ob Superstar oder talentierte Nachwuchshoffnung, stehen füreinander

ein. Sie alle sind im TEAM ROT-WEISS-ROT vereint und können sich auch für andere

Sportarten begeistern.

„Ich denke, dass ich deshalb diesen

Sport so gern betreibe, weil ich

am Anfang schlecht war. Da ich aber

sehr ehrgeizig bin und alle Dinge,

die ich ausprobiere, gut können will,

ließ mich der Sport nicht mehr los“,

so der Athlet, den seine zwei Jahre

ältere Schwester zum Speedskating

gebracht hat. Sie ist ebenfalls eine

erstklassige Eisschnellläuferin und

international erfolgreich.

Armin Hager zeigte schon über

die Bundesgrenzen hinaus sein Können

und heimste vergangene Saison

Platz 2 beim Junioren-Weltcup in

Baselga di Pine, Italien, ein. Außerdem

skatete er sich auf den dritten

Rang im Massenstart-Gesamtweltcup.

Dieser Winter ist der letzte, in

dem er in der Junioren-Klasse an den

Start gehen wird. Danach muss er in

der Allgemeinen Klasse sein Können

beweisen. „Da heißt es dann, sich

gegen Profis zu behaupten“, sagt

Hager, der neun- bis zehnmal pro

Woche bei seinem Verein Union Speed

Skating Club Innsbruck trainiert.

„Eisschnelllauf ist technisch sehr

anspruchsvoll. Nicht der kräftigste

Athlet läuft die beste Zeit, sondern

der, der seine Kraft am besten auf

das Eis bringt“, ergänzt Hager. Sollte

er sich eines Tages nicht mehr täglich

die Skates anziehen, dann will

der BORG-Schüler Pilot werden, ein

Wunsch, den er schon seit frühester

Kindheit träumt: „Und an diesem

Traum halte ich nach wie vor fest.“

4 Damenfootball

Millionen Spitzensportförderung unterscheidet jährlich

sich TEAM kaum ROT-WEISS-ROT von ist dem der Name der des Herren. Spitzensportförderungssystems

spielen vielleicht des Bundes. etwas Dieses Team we-

„Sie

niger wird gegenwärtig aggressiv von und den besten haben 450 mehr Sportlerinnen

und Sportlern (ca. 330 Sommer und

Laufspielzüge, 120 Winter) der Republik aber gebildet. die Das Regeln TEAM

sind ROT-WEISS-ROT die gleichen“, wird vom erzählt Bund mit Frickey, rund vier

ein Millionen ehemaliger Euro pro Jahr Spieler unterstützt. der Raiffeisen

Vikings.

Das TEAM

ROT-WEISS-ROT hat es sich zur Aufgabe gemacht,

die Leistungsfähigkeit der besten österreichischen

Ath letinnen und Athleten zu optimieren und

durch gezielte Maßnahmen das Trainingsumfeld

zu verbessern.

Das TEAM ROT-WEISS-ROT ist aber auch eine

öffentliche Plattform zur Bewusstseinsbildung,

um der Bevölkerung die Vorzüge des Sports in all

seinen Facetten näherzubringen. Die Öffentlichkeitsarbeit

des Sportministeriums definiert sich

zu einem großen Teil über die Sportler, also das

TEAM ROT-WEISS-ROT.

PROMOTION


Round-up

Kampf um einen Platz

an der Sonne! Für

Innsbruck wird es

schwer, die Top 6 zu

erreichen, Graz darf

sich berechtigte

Hoffnungen machen.

Zur Lage der Nation

Salzburg legt eine beeindruckende Siegesserie hin, das Überraschungsteam

aus Bozen bleibt den Red Bulls allerdings auf den Fersen. Dahinter rüstet

man sich für den Kampf um die Top 6. Text: Günter Stockhammer & Manfred Schlitzer

Mittlerweile sind knapp zwei

Drittel des Grunddurchgangs

in der Erste Bank Eishockey

Liga absolviert und langsam beginnen

sich die Kräfteverhältnisse

zu manifestieren.

Red Bulls Salzburg So

harmonisch wie unter

Headcoach Don

Jackson sah man die Bullen schon

ewig nicht. Seit unserer letzten

Ausgabe haben sie sensationell

aufgegeigt und nur einen Punkt

abgegeben. Aus der tollen Mannschaft

ist Dominique Heinrich

hervorzuheben. Ihm ist jetzt endgültig

der Knopf aufgegangen.

Der Ex-Center aus Wien macht als

Verteidiger eine ausgezeichnete

Figur und ist auch vor dem gegnerischen

Tor immens gefährlich.

Bozen Foxes Die Südtiroler

haben sich an der

Spitze der Liga etabliert.

Ihr großer Vorteil: In Bozen kann

man ohne großen öffentlichen

Druck arbeiten. Und mit den

beiden erst 25-jährigen Neuverpflichtungen

Sebastien Piche und

dem Italokanadier Mark Santorelli

hat man ein goldenes Händchen

bewiesen.

EC VSV Die Adler sind

auf dem besten Weg

zum absoluten Spitzenteam

und schließen an ihre allerbesten

Zeiten an. Die Mischung

im Adlerhorst stimmt. Top-Legionäre

(Hughes, Ryan) harmonieren

mit Super-Oldies (Unterluggauer,

Peintner) und hochtalentierten

Nachwuchsleuten (Platzer, Rauchenwald).

Dass man einem Team

wie Linz sieben Tore in den Kasten

setzt, muss man Villach erst einmal

nachmachen. In dieser Form

ein heißer Finaltipp!

HC Orli Znojmo So

stark war das Team

seit dem Einstieg in

die Liga noch nie. Das liegt vor

allem am aufgestockten Kader.

Die Tschechen haben heuer schon

bei den Capitals und in Linz gewonnen!

Der Ex-Wiener Zdenek

Blatny hat nach Verletzungspause

wieder zu seiner Form gefunden,

das gibt der Mannschaft Sicherheit.

Und der erst 22-jährige Adam

Havlik hat als Topscorer seines

Teams heuer noch einiges vor.

Black Wings Linz Die

Situation in Linz ist

nicht einfach. Ältere Spieler wie

die Lukas-Brüder oder Baumgartner

sind noch immer Mannschaftsstützen,

aber von der Form

des Vorjahres doch entfernt. Zum

Glück spielt Brian Lebler grandios,

so kann man an der Spitze mithalten.

Aber ob man das auf Dauer

durchhalten kann, ist fraglich.

Vienna Capitals Das

Team ist sehr homogen,

vor allem die vierte Linie mit

Foto: GEPA pictures

22 Ice Hockey 06/2013


Puschnik, Schlacher und Schiechl

spielt stark. Es wird sich kräftemäßig

auszahlen, dass man durchgehend

mit vier Linien agiert.

Schade, dass sich Coach Samuelsson

nach Niederlagen öffentlich

entschuldigen muss.

Graz 99ers Mit dem neuen

Coach und Schweden-

Heimkehrer Roland Kaspitz

sollte es in Graz weiter bergauf

gehen. Aus österreichischer

Sicht ist der junge Vorarlberger

Manue Ganahl die positive Überraschung

(bei Redaktionsschluss

19 Scorerpunkte).

EC KAC Das Klagenfurter

Lazarett leert sich.

Vor allem das Comeback von

Lundmark sollte der Mannschaft

Kraft geben. Erstaunlich: In der

Scorerliste liegt derzeit nur Koch

unter den Top 40, danach kommt

schon Abwehr-Oldie Mike Siklenka

(hält bei 88 Strafminuten).

SAPA Fehervar In Szekesfehervar

hat sich

nicht viel geändert. Das

Team ist für Überraschungen gut,

Banham, Benk, Yellow Horn und

Mihaly sind das Rückgrat des

Teams. Für Höhenflüge ist der

Kader aber nicht tief genug.

Dornbirn Bulldogs

Mit Mairitsch

und Grabher-Meier darf man zufrieden

sein, mit Aquino und Oraze

sowieso. Aber wo bleiben die

Punkte von Spielern wie Slivnik,

Petrik oder Lembacher Lassen

sie aus, wird es schwer, sich nach

oben zu orientieren.

TWK Innsbruck Die Haie

Das Team ist gegenüber

dem Vorjahr

stark verbessert und geht weiter

unbeirrt den Tiroler Weg. Der ist

sympathisch, wenn auch langwieriger.

Die Donati-Twins Tyler und

Justin legen sich für ihren neuen

Arbeitgeber ordentlich ins Zeug.

Olimpija Ljubljana Die

ständigen personellen

Aderlässe haben die

Mannschaft arg geschwächt. Im

Angriff steht der kanadische Routinier

Jeff Ulmer allein auf weiter

Flur. Auf Trainer Ivo Jan wartet

in der slowenischen Hauptstadt

noch viel Arbeit.

Bodycheck …

Die Wiener Fans müssen

mit den Capitals

mehr Geduld zeigen.

In eigenem Interesse!

Kürzlich

zeigte sich

Capitals-Star

Benoît Gratton

über die

Pfiffe bei

den Heimspielen

seiner

Caps enttäuscht. Und er hat

recht. Einerseits will man junge

Spieler und vier Linien im Einsatz

sehen, andererseits gibt’s

Unmutsäußerungen, wenn es

einmal nicht so rund läuft.

Dabei ist der Weg der Capitals

goldrichtig. Man darf die Spieler

nicht zu sehr stressen, muss mit

den Kräften haushalten, sonst

sind im Jänner wieder alle ausgeblasen

wie die Weihnachtskerzen.

Wie sagt Gratton: „In der

Kabine ist die Stimmung super, in

der Halle nicht immer.“ Oft war

es in Wien schon umgekehrt.

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In the Slot

Karriereschub

COLLEGE-HOCKEY

Erfolgreich

Die Tullnerin Victoria Hummel

bekam ein Hockey-Stipendium von

der University of Maine.

Gleich nach dem

ersten Turnier mit

ihrem aktuellen Team

der kanadischen Scanlon

Creek Hockey

Academy kamen die

Scouts aus Maine auf

sie zu und boten ihr

ein „full scholarship“ ab Herbst

2014 an. Die 20-jährige Schwester

von Ex-Caps-Goalie Rudi Hummel

freut sich schon: „Es war

schon immer mein Traum, in einem

College zu spielen. Wo sonst bekommt

man eine bessere Kombination

aus Ausbildung und Sport

geboten und spielt gleichzeit in der

besten Frauenliga der Welt“

Ab 2014 geigt Hummel für die Uni Maine auf dem Eis.

Für die Stimmung sorgte

das Superfly DJ Collective

– Fans und Aktive

gingen begeistert mit.

SUPERFLY.FM

Winter Classic

32 Hobbymannschaften stellten

sich erneut dem Kampf um den

begehrten Wanderpokal.

Austragungsort des kultigen Gemetzels

war wie im Vorjahr der

Wiener Heumarkt. Für alle Spieler,

Fans und Besucher sowie Eistänzer

des Wiener Eislauf-Vereins

gab es ab 16 Uhr eine Eisdisco,

bespielt mit Sounds vom Superfly

DJ Collective – nicht nur das Eis

schmolz nur so dahin. Nach dem

Finalspiel des Superfly Erste Bank

Winter Classic feierten alle Beteiligten

gemeinsam mit soulful music

by 98.3 Superfly im „Schlossberg“.

Auch die Kleinsten waren in Feierlaune.

Das Siegerteam darf sich am Wanderpokal erfreuen.

Fotos: GEPA pictures (2), Dietzi Molzer (3), Markus Ehrensperger, Alex Micheu, ATSE Graz, WE-V

Szenesplitter

KITZBÜHEL ADLER

Transfercoup

Nach dem unerwartet

schlechten Saisonstart in

der NAHL reagierten die

Kitzbühel Adler mit einem

Sensationstransfer: Über die

Kontakte von Coach Jeff Job

engagierten die Tiroler niemand

Geringeren als David

Civitarese. Der Vertrag des

Italokanadiers bei EBEL-

Neuling Bozen wurde nach

13 Spielen und enttäuschenden

2 Assists aufgelöst.

TRAUNSEE SHARKS

Kurzschluss

Die Traunsee Sharks

boten den Fans bei ihrer

Heimspielpremiere im

Gmundner Haifischbecken

eine große Show. Sie zerlegten

in der 2. Landesliga

(OÖ) die Trauner Puckjäger

mit 7:1. Dabei erzielte der

Haifischangriff durch Jakob

Rinnerberger (2) und

Patrik Klimek innerhalb

von rekordverdächtigen

21 Sekunden drei Treffer.

24 Ice Hockey 06/2013


Eislöwentag

Kärnten

W-EV!

Kids stürmten Eislöwentag!

Trotz nasskaltem Wetter kamen über 30 Kinder zum Eislöwentag am

Wiener Eislauf-Verein, um Eishockeyluft zu schnuppern.

Den Kids wurde von WE-V-

Trainern und -Mitgliedern der

Kampfmannschaft Eishockey pur

geboten, um die Jüngsten kümmerten

sich liebevoll die Spielerinnen

der Damenmannschaft WE-V

Flyers. WEV-Legende Kurt Harand

übergab die Preise für den Geschicklichkeitswettbewerb

an die

begeisterten Eishockey-Youngsters.

Mehr Infos auf www.wienereisloewen.at.

Unter anderem animierte die

Ex-Europameisterin Claudia

Kristofics-Binder mit ihrem Programm

„Heiß am Eis“ alle Eisläufer

zur Teilnahme an Geschicklichkeitsspielen.

Wer Lust

hat, seine Kids für den Kinderkurs

anzumelden: Infos gibt’s unter

www.atse-eissport.at.

EHC HARD

Zurück in Vorarlberg

Der EHC Hard nimmt wieder an

der Vorarlberger Meisterschaft

teil (VEHL1). Ein Jahrzehnt lang

spielte der Klub in der Schweiz. Vor

Saisonbeginn wurde ein Ansuchen

betreffend einer Teilnahme an

der Schweizer Meisterschaft vom

Österreichischen Eishockeyverband

abgelehnt. Der HC Samina Rankweil

dagegen erstritt sich seinen Platz in

der Schweizer 3. Liga Ost, nachdem

man nach dem Umstieg im Vorjahr

den Aufstieg geschafft hatte.

Tag des Eissports

Wieder ein voller Erfolg: der Schnuppertag der Eislöwen.

ATSE GRAZ

Schnuppertag für Talente

Vom freien Eislaufen, Parkourfahren bis hin zum Schießen auf einen

gelernten Nachwuchstorwart: Jeder konnte sich auf dem Eis versuchen!

In Graz werden die Kids heiß aufs Eis gemacht.

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KÄRNTNER LIGA

NHL-Feeling

Nach dem Vorbild der nordamerikanischen

Profiliga wurde die

Kärntner Topliga reformiert.

Die elf Vereine wurden in drei

Gruppen unterteilt und spielen

Hin- und Rückrunde (West, Ost)

sowie Hin-, Rück- und Hinrunde

(Mitte) in der eigenen Gruppe

plus vier Heim- und Auswärtsspielen

gruppenübergreifend im

Grunddurchgang. Für

das Play-off qualifizieren

sich

die besten

acht Teams in einer

Gesamttabelle (die

jeweiligen Gruppenersten

sind gesetzt). Die Tarco Wölfe gehören

ebenso dazu wie die beiden

italienischen Teams aus Toblach

und Pontebba.

Kärnten: heuer zwei Italoteams, aber null Legionäre.

Barrikaden, Polizeischilde, erhobene Knüppel; Off-Stimmen, die von

Freiheit, Recht & Ordnung künden: Hier geht es nicht um das Schicksal

der Menschheit, sondern um den Kampf zwischen Rasern und Polizei!

„Rivals“ lässt Spieler in einer großen Welt rasen, als Polizei oder als

Racer. Wechselweise, wie es gerade Spaß macht. So kann man Rennen

fahren und der Polizei entkommen oder als Polizist Streife fahren,

schnell zu einem Einsatzort brettern oder Rennrowdies von der Straße

rammen. Zimperlich ist das Spiel dabei nicht. Das hat es von der

unfallträchtigen „Burnout“-Reihe gelernt. Angehalten wird nur, wenn

das Auto Schrott ist. Egal, ob man von der Straße gedrängt wurde, durch ein

Nagelband gefahren ist oder die Elektronik per Impuls abgeschaltet wurde.

Ice Hockey 06/2013 25

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INL

Philipp Winzig trumpft

seit Saisonbeginn bei

den Eisbären auf. Den

Traum von der EBEL verhindert

das Regelwerk.

Text: Helmut Salzwimmer

Beziehungen spielen auch im

Eishockey eine große Rolle,

denn Jobs sind rar in der Szene.

Und so zahlt es sich aus, ein gut

geknüpftes Netzwerk zur Verfügung

zu haben – so wie Philipp

Winzig. Der Klagenfurter hat vor

dieser Saison bei den Zeller Eisbären

angeheuert. Ins Spiel gebracht

hat ihn Franz Wilfan, mit dem

der 30-Jährige bereits beim KAC

(2001–2004), im Junioren-Nationalteam

und beim ATSE Graz

(2009–2012) auf Torjagd ging.

Der Punktelief

Erst vor der vergangenen Saison

heuerte der zwei Jahre jüngere

Wilfan in der Pinzgauer Hockey-Hochburg

an, während sich

Winzig in Lustenau seine Lorbeeren

verdiente. Und während Wilfan

mit den Eisbären im Halbfinale

am späteren Champion Bregenzerwald

scheiterte, beendete sein

Freund Winzig mit Lustenau als

Letzter des Grunddurchgangs die

Saison ein paar Wochen früher.

Die Punkteregelung bringt Winzig

zur Weißglut: „Im Prinzip ist das ein

Witz, eine bodenlose Frechheit.“

In der Folge verzichteten die

Vorarlberger auf die Dienste Winzigs.

Obwohl die Leistung gepasst

hat (Platz neun in der ligaweiten

Scorerwertung), musste sich der

Wahlgrazer einen neuen Arbeitgeber

suchen. Und arbeitslosen

Eishacklern geht es nicht anders

26 Ice Hockey 06/2013


als Arbeitnehmern in alltäglichen

Berufen: „Es ist nimmer so einfach,

einen Job zu bekommen.“

Ein Engagement in der Topliga

EBEL ist für den „Senior“ sowieso

illusorisch – die Punkteregel

macht ihn unvermittelbar.

Und das bringt Winzig zur

Weißglut: „Ich habe mich zwar

mit dieser Regel mittlerweile bereits

abgefunden, aber im Prinzip

ist das ein Witz, eine bodenlose

Frechheit.“ Rein leistungsmäßig

würde er nämlich durchaus in der

EBEL mithalten können, aber die

Klubs greifen lieber auf junge

Spieler zurück, da diese weniger

Punkte kosten. „Es wird nicht

mehr der Beste aufgestellt, sondern

der Jüngste“, echauffiert sich

der Zeller Stürmer.

nicht im Nationalteam spielen,

müssen sich im Unterhaus zu

günstigen Konditionen verdingen.

Aktuellstes Beispiel ist Chris Harand,

der zu Beginn der Spielzeit

2012/13 von den Dornbirn Bulldogs

aussortiert wurde. Die Hintergründe

werden in einem derzeit

laufenden Prozess beleuchtet, den

der Wiener gegen die EBEL angestrengt

hat.

Der Vorwurf Harands: Er wur-

interessanter und sportlich wertvoller

geworden. „Du gehst konzentrierter

in jede Partie, wenn du

weißt, dass du nur zweimal auf

denselben Gegner triffst“, erklärt

Winzig. Das macht die Liga insgesamt

abwechslungsreicher, was

sich auch in der aktuellen Tabelle

widerspiegelt (Stand: 24. November):

Die Top 6 liegen innerhalb

von sechs Zählern, in einem Ranking

nach dem Punkteschnitt sind

es sogar sieben Mannschaften.

erant

Der Spielspaß ist für

Winzig in der INL größer:

„Das Spiel läuft

über mich, ich übernehme

Verantwortung.“

Fotos: GEPA pictures (3), Zeller Eisbären (1)

Nach dem Abgang von Goalie Louis­Vincent Albrecht

holten die Eisbären Jan Ilasenko, der zuletzt in der

MHL bei Patriot Budapest spielte.

Und nicht nur er, auch sein

Zwillingsbruder Diethard, der im

Moment bei der VEU in Feldkirch

sein Geld verdient, oder Teamkollege

Wilfan sind Opfer dieser

Regelung. Viele arrivierte Spieler,

die älter als 24 Jahre sind und

de nicht wegen seiner sportlichen

Leistungen rausgeschmissen, sondern

weil er das Punktekonto der

Vorarlberger zu sehr belastet hätte.

Philipp Winzigs Meinung zu

diesem Thema ist eindeutig:

„Wenn jemand gut ist, dann soll

er bitte spielen! Diese Regelung

gibt es nur in Österreich, das ist

international einzigartig!“

Doch mittlerweile hat er sich

mit der Situation arrangiert – und

kann seiner Situation auch positive

Seiten abgewinnen: „In der EBEL

wäre ich vielleicht nur ein Mitläufer,

in der INL läuft das Spiel über

mich, ich übernehme Verantwortung

– der Spielspaß für mich ist

sicher größer.“ Mit dem Einstieg

der italienischen Klubs ist die Liga

Winzig bereitet sich schon auf

die Zeit nach der Karriere vor und

studiert seit Herbst Sport an der

Grazer Uni. Aber vier bis fünf

Jahre möchte er noch professionelles

Eishockey spielen: „Ich

spiele gern Eishockey – und solange

ich mithalten kann, werde

ich weitermachen.“

Franz Wilfan

lotste seinen langjährigen

Kollegen

Winzig zu den

Zeller Eisbären.

Ice Hockey 06/2013 27


KHL – Aaron Fox

„Ich vermisse es,

Teil der Kabine zu se

Medveščak Zagreb ist heuer neu in der stärksten Liga Europas. In der KHL will

sich auch ein alter Bekannter beweisen: Aaron Fox zieht im Hintergrund die

Fäden – als Sportdirektor gibt er den Ton an. Interview: Patrick Mössmer

Wie ist es zu deinem Wechsel

nach Zagreb gekommen

Ich wurde schon im März von

Zagreb kontaktiert. Mir wurde

erklärt, dass man in die KHL

umsiedeln will. Klubchef Marko

Belinic hat mir gleich das Angebot

als Sportdirektor unterbreitet. Ich

stand zwar noch bei Innsbruck

unter Vertrag, wusste

Innsbruck war die

letzte Station des

Spielers Fox.

aber, wenn Zagreb in die

Liga aufgenommen wird,

werde ich meine Schlittschuhe

an den Nagel

hängen. Anfang April bekam

Zagreb grünes Licht

für die Aufnahme. Ich

habe mit Innsbruck-

Coach Danny Naud und

den Vereinsverantwortlichen

gesprochen, meine Situation

erklärt. Beide gratulierten mir und

legten mir keine Steine in den Weg.

Ich bin ihnen sehr dankbar dafür.

Danach flog ich sofort nach Amerika,

um Spieler zu beobachten.

Wie sieht der Arbeitstag von

Sportdirektor Fox aus

Im Sommer war meine Arbeit für

den Klub eine andere als jetzt. Vor

der Saison war ich 16 Stunden pro

Tag am Telefon und habe versucht,

ein gutes Team auf die Beine

zu stellen. Ich habe viele Informationen

über Spieler gesammelt, die

in unser Sytem passen. Momentan

hat sich alles ein wenig beruhigt.

Wir sind oft eine Woche

lang in Russland unterwegs,

da muss ich alles

organisieren: Mahlzeiten

bestellen, Eiszeiten reservieren,

Flüge und Bustransfers.

Ich bekam

auch einen Dolmetscher

zur Seite gestellt. Aber

mein Hauptaugenmerk

ist es, weiter den Spieler-

28 Ice Hockey 06/2013


Monats in der Liga. Matt Murley,

Ryan Vesce, Jonathon Cheechoo,

Mathieu Carle und Kurtis Forster

waren sehr produktiv.

Wie in der EBEL ist

Zagreb auch in der KHL

ein Publikumsmagnet.

Die Arena Zagreb fasst

15.000 Fans.

in!“

markt zu beobachten. Ich will,

dass wir uns weiterentwickeln.

Bist du mit dem bisherigen

Saisonverlauf zufrieden

Wir hatten – wie zu erwarten – ein

paar schwierige Zeiten, aber insgesamt

bin ich sehr zufrieden. Wir

sind derzeit auf dem vierten Platz

unserer Division. Ich hatte ja nur

eine sehr kurze Zeit, um ein Team

zusammenzustellen.

War es schwierig, in kurzer Zeit

so gute Spieler zu bekommen

Es hat oft Stunden gedauert, Spieler

zu überzeugen. Es war nicht

einfach, solche Kaliber zu bekommen.

Ich habe dann meine Verhandlungstaktik

geändert. Ich

suchte nach Spielern mit Familie.

Die gehen nicht gern nach Russland.

Zagreb ist eine sehr westliche

Stadt mit vielen englischen

Schulen. Genau das versuchte ich

als Argument zu nutzen. Jetzt haben

wir 30 Kinder in der Kabine

(lacht). Das ist wohl der Grund,

warum wir sehr gute Spieler bekommen,

die zwar in der KHL

spielen, aber nicht in Russland

leben wollen.

Was sind die Qualitätsunterschiede

der KHL zur EBEL

In der KHL gibt es so viel Talent.

Alle Spieler sind technisch stark

und vor allem sehr, sehr schnell.

Fox kämpfte auch als Spieler für Medvescak.

Vermisst du es, selber zu spielen

Ich würde es wahrscheinlich mehr

vermissen, wenn ich in einer Bank

arbeiten würde. Ich bin aber so

eng mit dem Eishockey verbunden,

dass ich dieses Gefühl nicht

habe. Was ich aber schon sehr vermisse,

ist es, nicht mehr ein Teil in

der Kabine zu sein.

Von der Tribüne aus ein Spiel

deiner Mannschaft zu beobachten

ist also kein Problem

Eines muss ich schon sagen: Ich

war als Spieler vor einem Spiel nie

so nervös. Aber oben zu sitzen und

mitzufiebern macht mich mental

schon ganz fertig.

Verfolgst du derzeit noch die

Erste Bank Liga

Klar, ich weiß Bescheid.

Fotos: GEPA pictures

Wie sieht es in Zagreb in Sachen

Budget aus

Wir haben ein Spielerbudget von

knapp vier Millionen Euro. Es

gibt in der KHL Mannschaften

mit einem Budget von 15 bis 30

Millionen Euro!

Wer sind eure Starspieler

Goalie Barry Brust war bis jetzt

sehr gut. Er wurde Spieler des

Fox war auch bei den

Caps erfolgreich – und

hatte Spaß am Wiener

Christkindlmarkt.

Ice Hockey 06/2013

29


NHL: Österreicher

Philadelphias Coach Craig Berube

(oben) hält viel von seiner Neuerwerbung

Michael Raffl (rechts am

Puck): „Er gibt jeden Tag alles.“

Teams mit Tradition

Österreichs NHL-Trio spielt nun bei fixen Größen, die wieder auf die Erfolgsspur

wollen. Besonders Michi Raffl beeindruckt seinen Coach in Philadelphia. Text: H. Miltner

Grabner bekam in New York österreichische Verstärkung.

Seit wenigen Wochen spielen

mit Thomas Vanek und Michael

Grabner zwei Österreicher

beim selben NHL-Team. Die unter

Headcoach Jack Capuano aufstrebenden

New York Islanders

können die Klasse von Vanek gut

brauchen, will man doch endlich

wieder an erfolgreichere Zeiten

anknüpfen. Die „Isles“, die ursprünglich

„Long Island Ducks“

hätten heißen sollen, waren für die

Liga nur eine Notlösung, um das

Eindringen der Anfang der 1970er

mit der NHL konkurrierenden

WHA (World Hockey Association)

zu verhindern. Trotz Gegenwehr

der New York Rangers wurden

die Islanders gegründet, mussten

aber gleich vier Millionen Dollar

Auch Vanek (rechts) soll für die Islanders scoren.

als Entschädigung an den Platzhirsch

abtreten. Die Bedenken der

Rangers wurden wenig später bestätigt,

denn die Islanders wurden

rasch zum Topteam und holten

zwischen 1979 und 1983 viermal

den Stanley Cup.

Auch Michael Raffls Trainer

Craig Berube spielte 2000/01 für

die Islanders. Als Spieler war der

Kanadier ein „Goon“ der alten

Flyers-Schule: zielstrebig, beinhart,

gnadenlos. Der heutige

Coach Berube hat mit diesem

Steinzeithockey nichts mehr am

Hut. Im Vorjahr verpasste er

knapp den Chefposten in Washington,

doch im neunten Jahr

als Profitrainer schaffte er den

Sprung in die NHL. Eine seiner

ersten Aktionen: Berube holte

Michael Raffl in seinen Kader.

ICE HOCKEY sprach mit ihm.

Fotos: GEPA pictures (3), Rikard Larma (1)

30 Ice Hockey 06/2013


ICE HOCKEY: Kannten Sie Michael

Raffl schon vor Ihrem Amtsantritt

in Philadelphia

Craig Berube: Sein Name war

mir ein Begriff, aber ich kannte

sein Spiel nicht so genau. Dave

Brown, Head of Pro-Scouting,

und Chris Pryor, Director of Scouting,

haben ihn sich in Schweden

und bei der WM angeschaut. Sie

sagten gleich, dass er zu uns passen

würde, weil er Größe, Power,

aber auch einen Torriecher hat.

Immerhin machte er 46 Punkte in

49 Spielen in Schweden.

Bei der WM spielte Michael in

einer Linie mit Thomas Vanek.

Mit einem Ausnahmespieler wie

Thomas Vanek zu spielen ist für

jeden Crack gut. Da kannst du

sehr viel lernen und natürlich auch

in jedem Match profitieren.

Man hatte erwartet,

dass Sie Raffl in die

AHL schicken, nachdem

Vince Lecavalier

wieder fit geworden ist.

Michael kann das Spiel gut lesen

und gibt gute Pässe. Ich mag seine

Übersicht. Er erkennt die Lücken

und versucht dann das richtige

Zuspiel. Daher blieb er an Bord.

Das klingt vielversprechend …

Ist es auch. Er ist einer der großen

Jungs, die auch gut eislaufen können.

Er kann schießen, muss es

aber noch öfter tun. Da ist noch

Luft nach oben und er muss defensiv

noch besser werden.

Ist Ihr System defensiv angelegt

Wir haben bisher

nicht gut gespielt,

wenn der Gegner die

Scheibe hatte. Es ist

wichtig, hinten gut zu

stehen, aber die Defensive

beginnt beim

vordersten Mann. Ich möchte,

dass unser Team schnell und variabel

spielt. Wie Sie das dann

nennen, ist gleichgültig. Um in der

NHL Spiele zu gewinnen, kommt

es auf die Kleinigkeiten an.

Das heißt aber, Sie werden Raffl

weiterhin Chancen dazu geben

Wer in der NHL spielen will, muss

jeden Tag alles geben. In jedem

Spiel, in jedem Training, auf dem

Eis oder in der Kraftkammer.

Michael hat das bisher getan. Er

scheint auch ein ruhiger und

selbstbewusster Junge zu sein.

New York. New York.

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NEU ab Juli

Newark

Nur 30 Min. nach Manhattan


Fahrzeugtest

Philip Zachar und

der neue Mazda 3

bei ihrem Ausflug

zur Pagode an der

Donau.

Fotos: sport360.at

SKY ACTIVITY

Unser Testpilot Dominik Kraihamer (24) startete im Kartsport und

in der FIA-GT3-EM. Er ist bei den 24 Stunden von Le Mans und in der

Endurance-WM in der Klasse LMP1 unterwegs. Für uns fuhr er gemeinsam

mit Philip Zachar, Shooting Guard der Blue Devils Wr. Neustadt,

den neuen Mazda 3 G100 Emotion.

Mit dem 22-jährigen Basketballer

aus Niederösterreich

haben wir uns diesmal einen absoluten

Mazda-Fan an Bord geholt,

fährt doch seine ganze Familie

Autos mit dem Flügel-Symbol

am Kühlergrill. Insofern war

der Wechsel von Phils 3er-Baujahr

06 auf das neueste Modell

ein Umstieg in die Moderne mit

Reminiszenzen an Gewohntes.

Was beim direkten Generationsvergleich

sofort auffällt, sind die

muskulös gleitenden Linien des

Kodo-Designs, die geringere Fahrzeughöhe

und der längere Radstand

mit kürzeren Überhängen.

Design Follows Function

Dynamik gepaart mit Effizienz ist

das Leitmotiv der aktuellen Modelle

und wird ab Werk SKYAC-

TIVE-Technologie genannt. Dabei

geht es im Prinzip um Gewichts-

und Verbrauchsreduktion

bei gleichzeitiger Leistungssteigerung

und Raumgewinn im Inneren.

Der von uns getestete 101 PS

starke Benziner mit 6-Gang-

Schaltgetriebe präsentierte sich

solide, wenngleich er weniger ein

Tiger als ein schnurrendes Kätzchen

ist, das sich gut anhört und

flott bewegt, ohne zu kratzen.

Hat man hinterm Volant Platz

genommen, finden sich alle Hebel

und Funktionen, wo man sie erwarten

würde, kein Suchen, keine

Überraschungen. Einzug gehalten

Basketballer Zachar steht auf Autos von Mazda.

Technische Daten

Motor:

R-4-Zyl.

Hubraum: 1496 ccm

Leistung: 74 kW/101 PS

max. Drehmoment: 150 Nm (4000 U)

Vmax:

182 km/h

Verbr., komb.: 5,1 l/100 km, Mix

Leergewicht: 1190 kg

Preis (Testwagen): € 20.362,–

hat auch der aus anderen Autos

bekannte Drehknopf in der Mittelkonsole,

über den das Multimediasystem

am Instrumententräger

angesteuert wird. Begeisterung

löst das Soundsystem im Mazda

aus, das auch bei Hip-Hop-Beats

im Baller-Style für bouncige Flows

sorgt. Ein Zeit lang wird der Student

wohl noch seinen derzeitigen

3er fahren, aber der oberste Listenplatz

an das Christkind ist seit

heute fix belegt.

Mehr auf sport360.at

http://alturl.com/8dera

32 Ice Hockey 06/2013


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Termine

Es gibt gleich zwei

Weihnachtsduelle

KAC vs. VSV

(26.12./28.12.).

29.12. 19.45 Bozen – Znojmo

30.12. 19.15 Ljubljana – Fehervar

30.12. 19.15 Linz – Innsbruck

30.12. 19.15 Salzburg – Klagenfurt

30.12. 19.15 Graz – Wien

30.12. 19.15 Linz – Dornbirn

JÄNNER 2014

1.1. 17.30 Znojmo – Fehervar

1.1. 17.30 Innsbruck – Bozen

1.1. 17.30 Villach – Ljubljana

1.1. 17.30 Salzburg – Dornbirn

1.1. 17.30 Wien – Linz

1.1. 17.30 Graz – Klagenfurt

3.1. 19.15 Ljubljana – Dornbirn

3.1. 19.15 Graz – Linz

3.1. 19.15 Fehervar – Znojmo

3.1. 19.15 Wien – Klagenfurt

3.1. 19.15 Salzburg – Innsbruck

3.1. 19.45 Bozen – Villach

5.1. 17.30 Fehervar – Graz

5.1. 17.30 Innsbruck – Wien

5.1. 17.30 Dornbirn – Ljubljana

5.1. 17.30 Linz – Villach

5.1. 17.30 Znojmo – Salzburg

5.1. 17.30 Klagenfurt – Bozen

6.1. 17.30 Dornbirn – Wien

6.1. 17.30 Innsbruck – Ljubljana

7.1. tba Bozen – Graz

7.1. 19.15 Villach – Znojmo

7.1. 19,15 Klagenfurt – Fehervar

7.1. 19.15 Linz – Salzburg

10.1. 18.30 Znojmo – Wien

10.1. 19.15 Ljubljana – Villach

10.1. 19.15 Salzburg – Fehervar

10.1. 19.15 Klagenfurt – Innsbruck

10.1. 19.15 Linz – Bozen

10.1. 19.15 Graz – Dornbirn

12.1. 17.30 Fehervar – Linz

12.1. 17.30 Innsbruck – Salzburg

12.1. 17.30 Ljubljana – Klagenfurt

12.1. 17.30 Wien – Villach

12.1. 17.30 Graz – Znojmo

12.1. 17.30 Dornbirn – Bozen

DEZEMBER 2013

1.12. 17.30 Dornbirn – Znojmo

1.12. 17.30 Villach – Salzburg

1.12. 17.30 Klagenfurt – Graz

1.12. 18.45 Bozen – Wien

3.12. 19.15 Wien – Ljubljana

3.12. 19.15 Innsbruck – Villach

3.12. 19.15 Klagenfurt – Linz

3.12. 19.45 Bozen – Salzburg

6.12. 18.30 Znojmo – Innsbruck

6.12. 19.15 Wien – Bozen

6.12. 19.15 Linz – Dornbirn

6.12. 19.15 Graz – Salzburg

6.12. 19.15 Fehervar – Villach

7.12. 17.30 Znojmo – Bozen

7.12. 17.30 Fehervar – Innsbruck

8.12. 17.30 Ljubljana – Wien

8.12. 17.30 Salzburg – Graz

8.12. 17.30 Klagenfurt – Dornbirn

10.12. 18.00 Innsbruck – Dornbirn

10.12. 18.30 Znojmo – Klagenfurt

10.12. 19.15 Villach – Bozen

10.12. 19.15 Linz – Fehervar

10.12. 19.15 Ljubljana – Graz

13.12. 19.15 Linz – Klagenfurt

13.12. 19.15 Fehervar – Salzburg

13.12. 19.15 Dornbirn – Villach

13.12. 19.15 Ljubljana – Znojmo

13.12. 19.15 Graz – Innsbruck

14.12. 19.15 Dornbirn – Wien

14.12. 19.45 Bozen – Innsbruck

15.12. 17.30 Fehervar – Klagenfurt

15.12. 17.30 Villach – Graz

15.12. 17.30 Salzburg – Znojmo

15.12. 17.30 Ljubljana – Linz

15.12. 18.45 Bozen – Wien

17.12. 19.15 Klagenfurt – Ljubljana

17.12. 19.15 Villach – Fehervar

17.12. 19.15 Linz – Znojmo

17.12. 19.45 Bozen – Dornbirn

20.12. 18.30 Znojmo – Dornbirn

20.12. 19.15 Graz – Villach

20.12. 19.15 Linz – Ljubljana

20.12. 19.15 Innsbruck – Klagenfurt

20.12. 19.15 Wien – Salzburg

21.12. 17.30 Znojmo – Bozen

21.12. 17.30 Fehervar – Dornbirn

22.12. 17.30 Fehervar – Bozen

22.12. 17.30 Ljubljana – Graz

22.12. 17.30 Innsbruck – Linz

22.12. 17.30 Salzburg – Wien

26.12. 17.30 Wien – Fehervar

26.12. 17.30 Dornbirn – Innsbruck

26.12. 17.30 Graz – Ljubljana

26.12. 17.30 Salzburg – Bozen

26.12. 17.30 Znojmo – Linz

26.12. 17.30 Klagenfurt – Villach

28.12. 17.30 Linz – Graz

28.12. 17.30 Villach – Klagenfurt

28.12. 17.30 Fehervar – Wien

28.12. 17.30 Innsbruck – Znojmo

28.12. 19.15 Dornbirn – Salzburg

28.12. 19.45 Bozen – Ljubljana

Beginn der Zwischenrunde am 17. Jänner.

Olympiapause vom 3. Februar bis

23. Februar.

Foto: GEPA pictures


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