Download der Arbeitshilfe "Flüchtlinge in Italien und ... - Kinderwerk

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Download der Arbeitshilfe "Flüchtlinge in Italien und ... - Kinderwerk

Arbeitshilfe

zur Missionssammlung 2012/2013 des Kinderwerks

der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland

Ein Koffer voller Leben

Flüchtlingskinder

in Italien und Südafrika


Inhalt

Liebe Mitarbeitende… ..........................................3

Flüchtlinge weltweit, in Italien und in Südafrika ........4

Quiz zu Flüchtlingen in der Bibel ............................6

Methodisten in Italien und in Südafrika ...................7

Die Arbeit mit Flüchtlingskindern in Johannesburg ....8

Kirche in Neapels Spanischem Viertel .................... 10

Familiengottesdienst – Ein Koffer voller Leben ........ 16

Elemente für den Gottesdienst ............................. 17

Lied aus Italien ................................................. 21

Anspiele .......................................................... 22

Ideen + Materialien zur Arbeit mit dem Projekt ........ 24

Kochrezepte ..................................................... 26

Fundstücke im Internet ...................................... 28

Buchtipp ......................................................... 29

Aktions-DVD ..................................................... 29

Wie die Spendengelder verwendet werden .............. 30

Dankzeichen ..................................................... 30

Rückblick ......................................................... 31

Diese Arbeitshilfe wird im Internet vollständig oder in Teilen auf folgenden Webseiten zum Download verfügbar gemacht:

www.emk-kinderwerk.de

www.emk-weltmission.de/kinder

Material zu der Aktion „Kinder-helfen-Kindern“ ist bei der unten stehenden Adresse erhältlich. Ebenso können dort Ausküfte

zur Aktion eingeholt werden:

EmK-Weltmission

Holländische Heide 13

42113 Wuppertal

Tel.: 0202.767 01 90 / Fax: 0202.767 01 93

E-Mail: weltmission@emk.de

Die gesammelten Gelder bitte nur über die Bezirkskassen bzw. Gemeindekassen, überweisen an:

EmK-Weltmission

Konto: 401 773, BLZ: 520 604 10, bei: Evangelische Kreditgenossenschaft eG, Kassel (EKK)

Verwendungszweck: Kinder-helfen-Kindern 2012 (kurz: KiheKi2012) + EmK-Bezirksname oder Gemeinde

Impressum

Herausgeber: Kinderwerk der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Kooperation mit der Kommission für

Mission und internationale kirchliche Zusammenarbeit der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland

Redaktion: Günter Loos, Velbert

Satz und Layout: Karoline Würth, Wuppertal

Verteilung: Diese Arbeitshilfe wird kostenlos über blessings4you an alle Bezirke und Gemeinden der Evangelischmethodistischen

Kirche verteilt für die Durchführung des Projekts 2012/2013 der Aktion „Kinder-helfen-Kindern“.

Druck: wirmachendruck.de

Bildnachweise: Logos sind Eigentum der jeweiligen Institutionen. Koffer, Seite 1/4/16/17/20/24/29/30, ©iStockphoto.com/

greg801. Landkarte, S. 5, © sxc.hu/spekulator. Schiff, S. 10, © CC BY 2.0, Sara Prestianni/noborder network. Papierhintergrund,

S. 15, © sxc.hu/nkzs. Pizza, S. 24/26, © Corbis. Buchtitel, S. 29, © cbj Verlag. Bilder S. 2/3/24/25 privat. Alle anderen

© EmK-Weltmission. Alle Rechte vorbehalten.


Liebe Mitarbeitende und Unterstützende

von Kinder-helfen-Kindern in 2012/2013,

„Hello Sir“, begrüßt mich ein junger Mann

durch die Tür unseres Ferienhauses in Italien.

Er schleppt einen Bauchladen gefüllt mit

Sonnenbrillen, Taschen, einfachen Schmuckstücken

bis hin zu Sonnenschutzabdeckungen

für Windschutzscheiben mit sich herum und

verdient seinen Unterhalt mit dem Verkauf

dieser Dinge. Wir kommen ins Gespräch. Er

ist seit einigen Jahren hier im Land, aber er

wohnt ca. 150 Kilometer entfernt in einer

ganz anderen Region. Dort geht er zur Kirche

und die Methodisten kennt er von Zuhause.

Ich kaufe ihm etwas aus seinem Sortiment ab

und gebe ihm soviel extra, dass wenigstens

sein Fahrgeld nach Hause gesichert ist.

Diese Episode aus unserem Familienurlaub in

der Region Lucca in Italien kam mir wieder

in den Sinn, als ich in den letzten Monaten

Berichte und Geschichten von Kinder und

ihren Eltern las, die als Neu-Bürgerinnen und

-Bürger, Flüchtlinge oder Illegale in Italien

wohnen. Flüchtlingskinder in Europa bilden

eine Minderheit in den weltweiten Flüchtlingsstatistiken,

verglichen mit den Zahlen

der Kinder, die im Süden Afrikas unterwegs

sind und ein neues Zuhause suchen.

Mit der Sammlung Kinder-helfen-Kindern

richten wir unseren Fokus diesmal nicht allein

auf ein Land mit seinem kulturellen Umfeld,

sondern auf Menschen, die in Italien oder in

Südafrika oder in anderen Regionen unseres

Globus als Fremde angekommen sind und ein

neues Zuhause brauchen. Mal leiden Kinder

und ihre Familien an traumatischen Erfahrungen,

die zu ihrer Fluchtgeschichte gehören,

und es fällt ihnen schwer, sich in einer neuen

Umgebung zurecht zu finden. Andere sind er-

füllt von der Hoffnung auf ein besseres Leben

und empfinden auch ihr ärmliches Zuhause im

neuen Land schon als ein Zeichen, dass ihre

Hoffnungen nun anfangen sich zu erfüllen.

Sie finden in dieser Arbeitshilfe aber auch

Bilder von Kindern, die angekommen sind,

z.B. in Italien. Sie reden italienisch, spielen

mit ihren italienischen Freunden in der Schule

und im Kindergottesdienst und verändern

schon jetzt das Bild von methodistischen

Gemeinden in Italien.

Ich hoffe, wir können mit dieser Arbeitshilfe

ihre Sympathie für Kinder wecken, die anders

groß geworden sind, als viele ihrer neuen

Freunde, die vieles zurücklassen mussten und

die ihr Heimatland nur noch vom Erzählen

ihrer Eltern her kennen. Aber wir wollen Sie

auch mit Geschichten von Kindern bekannt

machen, die viel Energie und Hoffnung in das

Leben und die Umgebung investieren, die nun

ihr neues Zuhause werden soll. Diese Kinder

leben nicht nur in Italien oder in Südafrika.

Einige von ihnen treffen unsere Kinder jeden

Tag in ihren Schulklassen.

Ihr Team aus der Arbeit mit Kindern im

Norden,

Günter Loos und Kathrin Mittwollen

Kinder helfen Kindern 2012/2013 3


Flüchtlinge weltweit,

in Italien

und in Südafrika

zusammengestellt von Günter Loos

Gab es schon immer Flüchtlinge und

Migranten

Ja, aber nicht immer in den gleichen Regionen

der Welt! Der „Bevölkerungsfonds der

Vereinten Nationen“

(UNFPA)

hat festgestellt,

dass der Anteil

der Migrantinnen

und

Migranten an

der Weltbevölkerung

seit den

60er Jahren mit

nur geringen

Schwankungen

bei etwa 3 % liegt. 1

Flüchtlinge gibt es fast überall:

Ein Flüchtlingscamp in Liberia

Wie viele Menschen leben auf der Flucht

oder sind als Ausländer in fremden Ländern

43,3 Millionen Menschen waren 2011 nach

dem UNHCR (…höchste Zahl seit 1994!)

weltweit als Flüchtlinge unterwegs. Ca. 15,4

Millionen Menschen lebten außerhalb ihres

Heimatlandes, 27,1 Mill. Menschen

lebten als Flüchtlinge

im eigenen Land. Hiervon

sind über die Hälfte der Menschen

unter 18 Jahren, 11%

sind Kinder unter 6 Jahren.

2011 haben zusammen in

allen 27 EU-Staaten 327.000 Menschen einen

Asylantrag gestellt. Das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut

(HWWI) schätzt, das 2,8 – 6

Mill. Menschen als Flüchtlinge oder Migranten

in Europa ohne gesicherten Aufenthaltsstatus

leben. 2

Warum verlassen Menschen ihre Heimat

Die Frage ist schwerer zu beantworten, als

man denkt. Die vielen Menschen, die 2011

aus Afghanistan, Irak oder Pakistan geflohen

sind, versuchten dem Krieg und der Gewalt in

ihren Heimatländern zu entkommen.

Doch es gibt auch ganz andere Gründe,

warum Menschen ihre Heimat verlassen. Im

westlichen Afrika gehören Wanderarbeit oder

saisonale Beschäftigungsverhältnisse in verschiedenen

Gebieten zu einer traditionellen

Lebensweise in vielen Großfamilien. Suchte

man sich früher eher in anderen Landesteilen

oder Nachbarländern Arbeit, so ziehen heute

Migranten quer durch den ganzen afrikanischen

Kontinent. So geht man in Südafrika

von ca. 7 Millionen Menschen aus, die ohne

Papiere im Land leben, und, wenn es die wirtschaftliche

und politische Situation erlaubt,

auch wieder in ihre Heimat zurückkehren

werden.

Durch die Veränderungen in den weltweiten

Wirtschaftsbeziehungen wurden an einigen

1 Quelle: Pro Asyl, Migrations- und Flüchtlingsschutz im

Zeichen der Globalisierung (2008)

2 Quelle: Pro Asyl, UNHCR, medico international

4 Kinder helfen Kindern 2012/2013


Küsten Westafrikas

die Fischbestände

durch die Überfischung

europäischer Trawler

so dezimiert, dass

einheimische Fischer

von ihren Fängen nicht

mehr leben können

und gezwungen sind,

sich andere Einkommensmöglichkeiten

zu suchen. Ähnliche

Prozesse gab es z.B.

durch die Einfuhr

billigen Weizens aus

Europa und den USA

nach Afrika, der für heimische Farmer den

Anbau von lokalen Grundnahrungsmitteln

unattraktiv machte. Lokale Wirtschaftsstrukturen

verändern sich durch die Einfuhr ausländischer

Güter und Produkte und zwingen

Menschen, sich neue und andere Arbeit zu

suchen, wenn man der Armut für sich und die

Familie entfliehen will.

Wasserholen im Flüchtlingscamp

Verfolgungen aus religiösen und politischen

Gründen zwingen wieder andere Familien,

ihre alte Heimat zu verlassen. Die Anzahl von

Flüchtlingen aus einem Land, die woanders

um Asyl nachfragen, spiegelt, wie frei, sicher

und demokratisch der Alltag in Ländern und

Regionen auf dieser Welt ist (weitere Informationen

unter www.medico.de. Hier: Martin

Glasenapp, Die Grammatik der Migration

(2011)).

Diese Menschen stammen…

…aus Simbabwe: 260.000 Menschen

(ca. 57 %),

…aus Malawi: 33.000 Menschen,

…aus Äthiopien: 22.000 Menschen,

…aus Somalia: 23.000 Menschen.

(Andere Nationalitäten sind

geringer vertreten.)

In Italien werden die gestellten

Asylanträge gezählt. Für Januar

2011 ging man von etwa 61.000

Menschen aus, die als Flüchtlinge

oder Asylbewerber in Italien

lebten. Im Jahr 2011 wurden in

Italien 35.000 Asylanträge gestellt. Das war,

bedingt durch viele Flüchtlinge aus Nordafrika,

eine Steigerung um 240 % gegenüber

2010.

Menschen …

…aus Tunesien stellten 3.531 Anträge,

…aus Nigeria stellten 2.876 Anträge,

…aus Pakistan stellten 1.150 Anträge,

…aus Afghanistan stellten 880 Anträge.

Wie viele Menschen als Migranten insgesamt

in Italien leben, ist schwer zu sagen. Allein

in der Provinz Kampanien, in der Neapel

liegt, rechnet man heute mit ca. 170.000

Migranten. Das Evangelische Krankenhaus in

Neapel geht von 30.000 Frauen aus, die ohne

gesicherten Aufenthaltsstatus in Kampanien

leben.

Wo kommen Menschen her, die als Flüchtlinge

in Südafrika oder in Italien leben

Die folgenden Zahlen stammen vom UNHCR

(Dem Flüchtlingskommissariat der UNO). Man

geht für Südafrika im Januar 2012 von 470.000

Flüchtlingen oder Asylsuchenden im Land aus.

Günter Loos, mag. theol., ist Pastor in Velbert

und arbeitet als Referent für die Arbeit mit

Kindern in der Evangelisch-methodistischen Kirche.

Seit 2004 half er mit, ein Integrationsprojekt

mit Menschen aus Westafrika aufzubauen.

Kinder helfen Kindern 2012/2013 5


Quiz zu Flüchtlingen

in der Bibel

von Kathrin Mittwollen

In der Bibel gibt es viele Geschichten von Menschen,

die Flüchtlinge werden. Mit diesem Quiz

kann die ganze Gemeinde ihr Wissen testen.

Hinweis: Die kursiv geschriebenen Wörter sollten auf

DIN-A4-Blätter aufgeschrieben werden, damit sie jeder

vor Augen hat. Der Quizmaster liest die Fragen und beide

Antworten vor. Dann wird abgestimmt, welche Antwort

richtig ist. Danach gibt der Quizmaster die Erklärung zu den

Antworten. Die Fragen sind chronologisch angeordnet und

sollten noch gemischt werden.

1. Wer wird (aus seinem Land) vertrieben

und kann nicht mehr zurück, weil der

Zugang mit Schwertern bewacht wird

• David – falsch • Eva (+ Adam) – richtig

richtig: Nachdem Eva und Adam vom Baum der Erkenntnis

gegessen haben, werden sie von Gott aus dem Paradies

gewiesen. Der Eingang wird von Engeln mit Schwertern bewacht,

sodass sie nicht mehr zurückkehren können (1.Mose

3,23+24).

2. Warum flieht Jakob von zuhause und

lebt viele Jahre in der Fremde, bevor er

zurückkehrt

• Diebstahl – richtig • Mord - falsch

richtig: Er hat seinen älteren Bruder Esau um das Erstgeburtsrecht

betrogen und ihm den Segen seines Vaters

geklaut – Esau ist so wütend, dass er droht, Jakob umzubringen

(1.Mose 27,41).

3. Obwohl Mose ein hebräisches Sklavenkind

ist wächst er am Hof des Pharao als sein Neffe

auf. Warum flieht er von dort ins Ausland

• Mord – richtig • Adoptivsohn – Der Pharao

findet heraus, dass

Mose nicht sein leiblicher

Neffe ist. – falsch

richtig: Als der Pharao erfährt, dass Mose einen Aufseher

getötet hat, der einen hebräischen Sklaven geschlagen

hatte, will er Mose töten lassen. ‚Aber Mose floh und hielt

sich auf im Lande Midian.‘ (2.Mose 2,15)

falsch: Dass Mose ein hebräisches Adoptivsohn der Schwester

des Pharao ist, war sicherlich bekannt, denn er wurde

von seiner leiblichen Mutter gestillt und kam erst an den Hof

des Pharao, als er ‚groß‘ war (2.Mose 2,10).

4. In welchem Psalm ist davon die Rede,

dass Gott auch dann mit uns ist, wenn wir

Flüchtlinge sind

• Psalm 23 – richtig • Psalm 139 – auch richtig

richtig: Wer auf der Flucht vor Gefahr oder Feinden ist, fühlt

sich wie im ‚finstern Tal‘ – und da ist der gute Hirte bei uns

und tröstet uns (Vers 4)

auch richtig: Der Psalmschreiber stellt fest, dass man vor

Gott nicht fliehen kann (Vers 7): Gott ist überall. Aber das

ist auch nicht nötig, denn Gott liebt uns – warum sollten wir

deshalb vor ihm fliehen

5. Welcher Prophet versucht, vor Gott zu

fliehen

• Elia – falsch • Jona – richtig

falsch: Der Prophet Elia muss mehrmals fliehen, denn er

verärgert die Könige, die andere Götter anbeten und gerät

so in Lebensgefahr (1.Könige 17,2 und 19,3). Aber Elia flieht

nicht vor Gott, sondern erlebt, dass Gott ihn in jeder Situation

mit Nahrung versorgt (17,4 und 19,5).

richtig: Als Jona den Auftrag erhält, den Menschen in Ninive

zu sagen, dass Gott sie für ihre Bosheit bestrafen will, flieht

er vor Gott in die andere Richtung über das Meer (Jona 1,3).

6. Welches Baby muss fliehen, weil es

sonst umgebracht wird

• Samuel – falsch • Jesus – richtig

falsch: Samuel ist der Sohn von Elkana und Hannah, die

lange Zeit kein Kind bekam. Deshalb betete sie zu Gott im

Tempel um einen Sohn, der ein Diener Gottes werden sollte.

Samuel wurde als Dreijähriger zum Tempel gebracht und

wuchs bei dem Priester Eli auf.

richtig: Als König Herodes von den drei Weisen hört, dass

sie den neugeborenen König der Juden suchen, versucht

er herauszufinden, wo dieses Baby sein könnte, damit er

es töten und selber König bleiben kann. Ein Engel warnt

Josef im Traum und fordert ihn auf, nach Ägypten zu fliehen

(Matthäus 2,13).

7. Die ersten Christen hatten es nicht

leicht, von ihrem Glauben weiter zu

erzählen. Vielen gefiel nicht, dass sie von

Jesus als dem versprochenen Retter, sprachen.

Einige Christen wurden mit dem

Tode bedroht. Wer konnte heimlich aus

der Stadt mit ihren verschlossenen Toren

fliehen, weil er nachts in einem Korb die

Stadtmauer hinunter gelassen wurde

• Petrus – falsch • Paulus – richtig

richtig: Eigentlich hat Paulus selber Christen verfolgt, um

sie zu verhaften. Aber nachdem er Christ geworden war,

versuchte er auch andere Juden zu überzeugen, dass Jesus

der versprochene Retter ist. (Apg. 9,23-25)

Kathrin Mittwollen ist Dip.-Sozialpädagogin

und arbeitet als Referentin im Kinder- und Jugendwerk

Nord. Sie wohnt in Gelsenkirchen, wo

ihre Kinder in einem multikulturellen Umfeld

aufwachsen.

6 Kinder helfen Kindern 2012/2013


Methodisten in Italien und in Südafrika

zusammengestellt von Günter Loos

Gibt es methodistische

Christen in Italien

Heute zählt man ca. 4.000

Methodisten in Italien,

die sich in 50 Gemeinden

treffen. Es gibt 23 Pastorinnen

und Pastoren. Die

Methodisten haben sich

1975 mit den Waldensern

zur Union der Methodistischen

und Waldensischen

Kirchen vereinigt.

Das Logo der italienischen

Methodistenkirche.

Zu dieser Vereinigung gehören etwa 30.000

Mitglieder. Mit weiteren protestantischen

Kirchen (z. B. Lutheranern, Baptisten und der

Heilsarmee) arbeiten sie im Bund evangelischer

Kirchen in Italien zusammen.

Etwa 51 Millionen Menschen in Italien gehören

der römisch-katholischen Kirche an. Nur

ca. 1 % aller Menschen in Italien gehören zu

einer evangelischen Kirche. Die größte evangelische

Gemeinschaft sind die Waldenser mit

ca. 25.000 Mitgliedern.

In einem methodistischen Gottesdienst in Vicenza, Italien:

Pastor William Jourdan (rechts) und Eric Omane, der die

Predigt in die Ghanaische Sprache Twi übersetzt.

Gibt es auch methodistische Christen in

Südafrika

Man rechnet heute mit 1.700.000 Menschen,

die zu einer Methodistischen

Kirche in Südafrika Kontakt haben oder

Mitglieder sind. Es gibt 750 Pastoren

und 338 Gemeinden. Da die Kirche

neben Südafrika auch in den Nachbarländern

Botswana, Lesotho, Mosambik,

Namibia und

Swasiland aktiv

ist, trägt sie

heute den Namen:

„The

Methodist

Church of

Southern

Africa“ (Methodistische

Das Logo der Methodistischen Kirche im

Südlichen Afrika.

Nelson Mandela, so kann man es in seiner

Biographie

nachlesen, ging

in eine methodistische

Schule

und im Internet

kann man seine

Mitgliedskarte für

die Sonntagschule

seiner methodistischen

Gemeinde

finden (siehe:

www.archives.

nelson.mandela.

org). 1

1 Quelle: World Council of Churches 2012

Kirche im

Südlichen

Afrika.)

Der Vorsitzende Bischof der

Methodistischen Kirche im

Südlichen Afrika: Bischof Rev.

Ziphozihle Siwa

Kinder helfen Kindern 2012/2013 7


Die Arbeit mit

Flüchtlingskindern in

Johannesburg

von Victoria Dolphin Sikhakhane

Zwischen 2008 und 2011 wuchs die Zahl an

jungen Menschen, die in der Central Methodist

Mission in Johannesburg ankamen und

Unterstützung und ein Quartier suchten. Viele

von ihnen sind aus ihrem Heimatland ohne

Unterstützung ihrer Eltern oder anderer Kinder

geflohen. Aus Sorge um die Verletzlichkeit

dieser Kinder helfen Einzelpersonen und das

Gemeindezentrum in Soweto, das in der Regel

täglich 80 Kinder betreut. In den Vorschulen

der Kirche im Zentrum kümmert man sich um

jüngere Kinder, während deren Eltern auf

der Straße arbeiten und etwas verkaufen,

um das Überleben der Familie zu sichern. Die

Kirche unterstützt zurzeit 250 Kinder in ihren

Programmen an Grundschulen und weiterführenden

Schulen.

Methodistische Gemeinden in Südafrika kümmern sich um Flüchtlingskinder.

An konkreten Menschen und ihren Geschichten

wird deutlich, was dieses Engagement

bewirkt hat.

Eine junge Mutter aus Lesotho suchte Obdach

in der Kirche. Sie hatte einen kleinen Jungen

dabei. Eines Morgens

vertraute sie ihn

einer Frau

aus Simbabwe

an.

Die Central Methodist Mission in Johannesburg.

Das war vor vier Jahren. Der Junge wächst

seitdem im Flüchtlingscamp mit dieser Frau

auf. Er profitiert von der kirchlichen

Vorschularbeit. Die Frau kann das Kind

nicht adoptieren, weil sie als Ausländerin

keinen anerkannten Aufenthaltsstatus

für Südafrika besitzt und auf ihre

Anerkennung als Asylantin wartet.

In meiner Gemeinde lebt ein Teenager

mit einem Baby. Der Frauenkreis begleitet

dieses Mädchen. Man hilft ihr bei der

Sorge um ihr Baby und gibt ihr geistliche

Unterstützung. Letztes Jahr wurde das

Baby getauft. Die junge Frau kam einst

mit dem Versprechen nach Südafrika,

hier Arbeit zu bekommen. Sie hatte keine

Papiere und lebte in einer Hütte. Der

Mann, mit dem sie lebte, verließ sie, als

sie schwanger wurde. Nun muss sie allein

8 Kinder helfen Kindern 2012/2013


gefoltert wurde und die Hütte

verbrannt wurde, musste sie bei

einem Soldaten wohnen. Sie tat

das zu ihrer eigenen Sicherheit.

Dort hörte sie von anderen

Mädchen, die nach Südafrika

gehen wollten. In einem Ölfass

ließ sie sich über die Grenze

schmuggeln und kam nach Johannesburg.

Nun lebt auch sie

in Soweto im Gemeindezentrum

und besucht die vierte Klasse.

Ein Kindergarten in Südafrika.

das Kind großziehen. Auch für sich braucht

sie Unterstützung und Hilfe. Diese Aufgabe

hat die Gemeinde übernommen.

Louis erzählte mir, dass sein Leben bis jetzt

aus vielen Höhen und Tiefen bestand. Die

einzige Erinnerung an seinen Vater ist

dessen Name: Louis. Der Vater war alt.

Er hatte sich von seiner Mutter scheiden

lassen. Louis wurde von seiner hart

arbeitenden Mutter und der Großmutter

groß gezogen. Als Simbabwer kam er

nach Südafrika, um ein besseres Leben zu

finden, nachdem seine Mutter bei einem

Verkehrsunfall verletzt wurde und die Familie

nicht mehr ernähren konnte. Louis

sah sich nun als Brotverdiener der Familie

und bettelte in den Straßen. Dabei hörte

er von der Central Methodist Mission. Als

er dort hinkam, fand er eine Schule und

ließ sich einschulen. Er wohnt nun im

Gemeindezentrum der Kirche in Soweto.

Pretty berichtete, dass sie in der dritten

Klasse war, als sie sich um ihre kranke Großmutter

kümmern musste. Außerdem sollte

sie regelmäßig an politischen Aufmärschen

teilnehmen und man erwartete, dass sie für

die Soldaten kochte. Als ihre Großmutter

Dies sind einige Beispiele von

Kindern, die ihre Kindheit und

ihre Unschuld sehr früh verloren haben. Ihre

Reise ist noch nicht zu Ende. Sie hoffen immer

noch auf ein besseres Leben und heute hilft

die Kirche ihnen, dass diese Hoffnung wahr

wird.

Ein Junge wie Louis – in der Vorschule der Central Methodist

Mission, Johannesburg (Südafrika).

Victoria Sikhakhane ist hauptamtlich in der methodistischen

Kirche von Südafrika als Referentin

für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

tätig. Ihr persönliches Leitmotto: „Das Geheimnis

von Glück ist Neugierde“.

Kinder helfen Kindern 2012/2013 9


Kirche in Neapels

Spanischem Viertel

Wie die Methodistische Kirche in Italien

Flüchtlingsfamilien willkommen heißt

von Birgit Braeske

Es ist morgens um acht, in 40 Minuten fährt

unser Zug ab Neapel Hauptbahnhof, aber

wir stecken im Stau. Und sobald der Verkehr

an einer Ampel ins Stocken gerät, stürzen

dunkelhäutige Männer zu den Autos, um die

Windschutzscheiben zu säubern. Dafür erhalten

sie dann ein paar Cent. Zufällig ist auch

noch der 8. März (internationaler Frauentag),

an dem viele italienische Frauen von ihren

Männern einen Strauß Mimosen geschenkt

bekommen. Neben Blumenläden und Marktständen

findet sich auch an beinahe jeder

Straßenecke ein Mensch, der Mimosen in

Plastikfolie verpackt in einem Eimer vor sich

stehen hat, um sie zu verkaufen. Auch diese

Menschen – in der Regel Männer – sehen nicht

wie Italiener aus.

Vom Auswanderungsland zum Einwanderungsland

Hautnah erleben wir hier, was wir am Tag zuvor

in Neapel erfahren haben: Italien – über

Jahrhunderte ein Auswanderungsland – ist

zum Einwanderungsland geworden. Das Land

stellt für Tausende von Verzweifelten, besonders

aus Afrika und aus einigen asiatischen

Regionen, das Tor

nach Europa dar,

das häufig am Ende

einer sehr riskanten

Reise steht.

Die Bilder aus dem

Frühjahr 2011 haben

wir wohl alle noch

Flüchtlinge auf Lampedusa

Flüchtlingsunterkünfte in Neapel

vor Augen, als während des „Arabischen Frühlings“

Tausende von Menschen vor bürgerkriegsartigen

Zuständen auf die italienische

Insel Lampedusa geflüchtet sind.

Heute leben in Italien ca. 4,5 Millionen Migrantinnen

und Migranten 1 , davon ca. 50.000

registrierte Flüchtlinge. Für manche Einwanderer

ist Italien nur ein Sprungbrett beim

Versuch, in ein anderes europäisches Land zu

gelangen. Andere suchen hier ihre Zukunft.

Viele haben jedoch keine Aufenthaltsgenehmigung

und die wenigsten sind willkommen.

Die Zahl der irregulären Einwanderer kann nur

geschätzt werden. Je nach Organisation liegt

diese Zahl zwischen 500.000 bis 1.000.000.

In der Region Kampanien, deren Hauptstadt

Neapel ist, sind es schätzungsweise 170.000

Migrantinnen und Migranten, von denen wiederum

rund 30% keinen gesicherten Aufenthaltsstatus

haben.

Eine Politik der Integration fehlt völlig. In den

letzten Jahren wurden Gesetze verabschiedet,

die dazu tendieren, die Einwanderer zu kriminalisieren

und in einem jahrelangen Status

der Unsicherheit oder Illegalität zu halten.

So werden diese häufig als die „Letzten der

Letzten“ angesehen und sind damit ein leichtes

Objekt grausamer Formen der Ausbeutung

1 Demographische Indikatoren 2010, ISTAT – Italienisches

Statistikinstitut (1. Januar 2011)

10 Kinder helfen Kindern 2012/2013


und eines wachsenden

Rassismus.

Die „Unione delle Chiese

metodiste e valdesi“, der

Zusammenschluss der

methodistischen und waldensischen

Gemeinden in

Italien, hat hier eine besondere

Aufgabe für sich

erkannt. Auf Grund der

Tatsache, dass viele Eingewanderte evangelischen

Glaubens sind, steigen die Gliederzahlen

der protestantischen Kirchen seit einigen

Jahren deutlich an. Damit haben sie aber

auch die schwierigen Lebensumstände dieser

Menschen deutlicher vor Augen als andere.

Die evangelischen Kirchen haben daraus ein

Programm gemacht: „Essere chiesa insieme“

– Gemeinsam Kirche sein. In Italien gibt es

keine „ethnischen“ Gemeinden. Methodistische

Christinnen und Christen verschiedener

Nationalitäten gehen in die gleiche Gemeinde

und bringen sich mit ihren verschiedenen

theologischen und liturgischen Traditionen

ein. Gemeinsam wollen sie ihren Gottesdienst

und ihren Glauben weiterentwickeln, ohne

den anderen etwas

aufzuzwingen oder

sie auszuschließen.

„Schluss mit Vorurteilen gegenüber

Fremden“: Mit dieser Kampagne

werben Methodisten und Waldenser

in Italien um Spenden.

Gemeinsam Kirche sein – gemeinsam singen:

Auch im Chor ergänzen sich die unterschiedlichen Kulturen.

Darüber hinaus

haben viele Gemeinden

Projekte

entwickelt, um

(nicht nur protestantischen)

Migrantinnen und

Migranten zu helfen,

sich in Italien

einzuleben. Dazu

gehören politische

Kampagnen, z.B. für eine vereinfachte Einbürgerung,

Sensibilisierung gegen Rassismus

und sozialdiakonische Projekte wie Sprachkurse,

Begleitung zu Behörden, sozialen oder

medizinischen Diensten oder die Aufnahme

von Flüchtlingen in schwierigen Situationen.

Projekte für Migrantinnen und Migranten

in Neapel

In Neapel gibt es eine lange Tradition von sozialen

Projekten der Methodistischen Kirche.

Das ehemalige Waisenhaus „Casa Materna“

im Vorort Portici, das Sozialprojekt „Casa Mia

– Emilio Nitti“, das heute im Stadtteil Ponticelli

Kindern eine Betreuung nach der Schule

anbietet und das frühere methodistischen

Krankenhaus „Villa Betania“, das heute von

allen protestantischen Kirchen in Neapel getragen

wird. Auf all diesen Projekten baut das

neue Engagement der Kirche für Migrantinnen

und Migranten auf.

In Portici wurden die Hauptgebäude des Waisenhauses

verkauft. Die restlichen Gebäude

wurden saniert und sollen u.a. Raum bieten

für ein Team von Sozialarbeiterinnen für die

häusliche Unterstützung in Erziehungsfragen.

Das Projekt „Mimosa“ richtet sich vor allem

an Migrantinnen in schwieriger psycho-sozialer

Situation während der Schwangerschaft

und dem ersten Lebensjahr des Kindes. Es

wird bewusst zeitlich begrenzt, um keine Abhängigkeiten

entstehen zu lassen. In einem

Kinder helfen Kindern 2012/2013 11


Pilotprojekt soll in ein oder zwei Stadtvierteln

mit sehr hohem Migrantenanteil eine

Begleitung im normalen Lebensumfeld durch

spezialisierte Erzieherinnen stattfinden.

Außerdem soll ein Ausbildungszentrum für

Klinikseelsorge aufgebaut werden mit besonderem

Augenmerk auf ein interkulturelles

Umfeld.

Für die kurzzeitige Aufnahme von Migrantinnen

und Migranten in absoluter Notsituation

stehen drei Räume zur Verfügung.

Die beste „Frühchenstation“ in Neapel im

evangelischen Krankenhaus Villa Bethania

Im evangelischen Krankenhaus „Villa Betania“

soll ein Dienst für sprachliche und kulturelle

Vermittlung aufgebaut werden, um Immigrantinnen

den Zugang zur medizinischen

Versorgung zu erleichtern. Priorität liegt

dabei auf

den Bereichen

Gynäkologie

und

Neugeborenen-

medizin:

jährlich

erscheint

hier eine große Zahl von Immigrantinnen,

die oft „illegal“ und unter schwierigen

ökonomischen, sozialen und psychologischen

Bedingungen in Italien leben. Schon seit Anfang

des Jahres 2012 wird Migrantinnen ohne

geregelten Aufenthaltsstatus eine kostenlose

Krebsvorsorge angeboten.

Auf dem Gelände des Sozialprojektes Casa

Mia in Ponticelli bestehen bereits Räume für

berufsbegleitende Schulungen des medizinischen

Personals im Krankenhaus „Villa

Betania“. Hierauf möchte man aufbauen und

ein Berufsbildungsprogramm im medizinischen

Bereich speziell für junge Migrantinnen

und Migranten aufbauen. Dieses Projekt ist

allerdings auf behördliche Anerkennung

angewiesen. Diese ist eher ungewiss.

Zentrales Element wird aber das Haus im

Vico Tiratoio in den Quartieri Spagnoli, dem

spanischen Viertel, sein:

Die Quartieri Spagnoli in Neapel

Die Quartieri Spagnoli wurden während der

Amtszeit des spanischen Vizekönigs Pedro Álvarez

de Toledo (1532 bis 1553) errichtet. Das

neu erbaute Viertel war rasterförmig angelegt

und bestand aus zweistöckigen Bauten. Die

Pächter der Neubauten konnten nun Zimmer

an die spanischen Soldaten des Vizekönigs

vermieten (daher auch der Name Quartieri

Spagnoli). Im Laufe der Zeit wurden die

Häuser - aus Bedarf an Wohnfläche - um meist

einige Stockwerke aufgestockt, die Innenhöfe

wurden bebaut und es wurden Zwischenwände

oder sogar Zwischenböden eingezogen,

um mehr Zimmer zu

erhalten.

Die Quartieri sind äußerst

dicht bewohnt.

Die Bevölkerung

besteht sowohl aus

alteingesessenen

Neapolitanern wie

auch aus mittellosen

Einwanderern. Die

Quartieri Spagnoli

sind bekannt für die

dort herrschende

Armut und gelten als

verrufenes Viertel

mit einem starken Einfluss der organisierten

Kriminalität. Ein großes Problem ist die sogar

für Neapel hohe Arbeitslosigkeit, sowie der relativ

niedrige Bildungsstand der Bewohner 2 .

Wohnst du noch oder lebst du schon

Das Spanische Viertel in Neapel.

2 ETH Studio Basel, Institut Stadt der Gegenwart: Napoli –

Quartieri Spagnoli, Basel 2004

12 Kinder helfen Kindern 2012/2013


Hier stand bis in die 1970er Jahre eine

methodistische Kirche in der Gasse „Vico

Tiratoio“. Sie war sehr baufällig und die Mittel

zur Restaurierung fehlten, deshalb wurde sie

abgerissen und das Grundstück verkauft.

Die Stadt Neapel wollte dort ein Projekt für

die Bevölkerung vor Ort realisieren. Man

wollte in diesem Viertel mit den besagten Problemen

eine starke legale und institutionelle

Präsenz zeigen zum Vorteil der bedürftigsten

Personen. Tatsächlich wollte die Kommune

hier einen Bau realisieren, der die sozialen

Dienste des Quartiers aufnehmen sollte. Auf

einem überdachten Markt sollten ortsansässige

Kaufleute ihre Produkte verkaufen können,

um so der lokalen Wirtschaft auf legale Weise

zu Wachstum zu verhelfen.

Leider hat die Stadt Neapel das Gebäude nie

in Gebrauch genommen. Die Gründe liegen

im Dunkel. Vielleicht hat die Kommune nicht

mehr an den Nutzen geglaubt. Vielleicht gab

es auch Schwierigkeiten, denn in einigen

Gebieten Süditaliens ist es nicht einfach, eine

starke institutionelle Präsenz aufzubauen

und sich gegen das organisierte Verbrechen

durchzusetzen.

Deshalb hat die methodistische Kirche die

Stadt Neapel gebeten, ihr einen Teil des

Gebäudes zu überlassen, um hier eine neue

sozialdiakonische Arbeit zu beginnen. Leider

hatten die Anwohner das Gebäude Stück für

Stück widerrechtlich besetzt. Die Innenausstattung

wurde

entweder

gestohlen

oder mutwillig

zerstört.

Immer wieder

werden

Dieses Haus soll zum Begnungszentrum der

Methodistischen Kirche in Neapel werden.

die Schlösser ausgetauscht, die die Kirche

anbringt und die Verantwortlichen stehen vor

verschlossenen Türen.

Zunächst muss das Gebäude im Inneren

komplett saniert werden. Danach können die

geplanten Aktionen entwickelt und aufgebaut

werden. Es sind drei Schwerpunkte vorgesehen:

1. Ein Ort der Begegnung

Als ein Haus der Völker und der Religionen

soll ein Ort der Begegnung entstehen.

Die Arbeit teilen, das Leben teilen: In der methodistischen

Gemeinde in Vicenza ist das schon ganz normal.

„Wir wünschen uns, dass die Gerüche, Farben

und musikalischen Klänge der verschiedenen

Völker, die hier in den Quartieri Spagnoli leben,

diesen Ort erfüllen,“ sagt Alessandra Trotta,

die Präsidentin der methodistischen Kirche

in Italien, in einem Interview. „Es soll ein Ort

werden, an dem sich verschiedene Personen

treffen können, miteinander ins Gespräch kommen,

sich kennenlernen und gemeinsam eine

Zukunft bauen können, indem sie ein positives,

aktives Zeichen setzen, jenseits aller Hindernisse,

Schwierigkeiten und Ghettos.

Denn oft neigen ja die Gemeinschaften der Migranten

dazu, sich zu verteidigen, sich in einem

Ghetto zurückziehen und einzuschließen, in

dem sie ihre Sprache sprechen und weiterhin

nur ihre eigenen Traditionen pflegen. Dabei

Kinder helfen Kindern 2012/2013 13


leibt ihnen aber alles, was um sie herum

geschieht, fremd. Und auf der anderen Seite

werden sie von der lokalen Bevölkerung als

etwas Fremdes betrachtet.

In diesem Sinne wünschen wir uns, dass dies

ein offener Ort wird: eine Art Haus der Völker,

der Religionen, in dem auch die religiösen Unterschiede

benannt und wertgeschätzt werden,

die selbst in einem sehr katholischen Land wie

Italien eine – häufig ignorierte und mit Füßen

getretene – Realität sind.“

Die verschiedenen (ethnischen und religiösen)

Gemeinschaften, die im spanischen

Viertel leben, können das Haus für Veranstaltungen

nutzen, um den Dialog, sowohl

untereinander als auch mit den Institutionen,

zu fördern.

2. Beratung und Sprachkurs

Außerdem ist der Aufbau einer Beratungsstelle

und eines Italienischkurses für ImmigrantInnen

vorgesehen. Dabei werden sich Freiwillige

mit

entsprechender

Ausbildung

aus den

Kirchen

vor Ort mit

einbringen.

Hilfe für Schüler.

3. Miniambulanz

In Zusammenarbeit mit dem evangelischen

Krankenhaus „Villa Betania“ soll eine

gesellschaftlich-gesundheitliche Miniambulanz

entstehen. Dabei sind eine Mütterberatungsstelle

in Bezug auf Ernährung,

Hygiene, Schlafstörungen etc. und kostenlose

zahnärztliche Versorgung vorgesehen. Auch

hierbei sollen Ehrenamtliche aus dem medizinischen

Bereich zum Einsatz kommen.

Von Geburt an wachsen hier Menschen verschiedener Kulturen

miteinander auf.

Gute Erinnerungen

In der alten methodistischen Kirche gab es

auch eine Schule. Während wir vor den ausgetauschten

Schlössern standen und nach einem

Weg in das Gebäude suchten, wurden wir

von Anwohnern angesprochen. Sie erzählten,

dass Töchter oder Enkelinnen in die „Protestantische“

Schule gegangen sind. Die Aktivitäten

der protestantischen Methodistischen

Kirche sind in guter Erinnerung geblieben.

Daran möchte

die Kirche nun

anknüpfen:

„Wir wünschen

uns, dass sich

diese Erinnerung

verbinden

kann mit

dem neuen

Projekt. Und

Alessandra Trotta, Präsidentin der methodistischen

Kirche in Italien

wir wünschen uns, dass man sich auch an

dieses neue Projekt einmal als eine gute Sache

erinnern wird, die die methodistischen Protestanten

in diesem Stadtteil aufgebaut haben,“

sagt Alessandra Trotta zum Abschluss des

Interviews. Dabei wollen wir sie unterstützen.

Birgit Braeske ist studierte Stadtplanerin und

arbeitet bei der Kommission für Mission und

internationale kirchliche Zusammenarbeit der

Evangelisch-methodistischen Kirche in Wuppertal.

Mit diesem Projekt hat sie ihr Sehnsuchtsland

Italien mit anderen Augen sehen gelernt.

14 Kinder helfen Kindern 2012/2013


Die Projekte in Italien zusammengefasst

QUARTIERE SPAGNOLO/Vico Tiratoio

• Haus des Volkes und der Religionen: Ein Ort der Begegnung der verschiedenen

ethnischen und religiösen Gemeinschaften, die in der Umgebung leben. Hier können

religiöse und kulturelle Veranstaltungen zur Förderung des Dialogs, sowohl zwischen

den Gemeinschaften als auch mit den Institutionen, stattfinden.

• Aufbau einer Beratungsstelle und eines Italienischkurses für Einwanderer.

• Aufbau einer gesellschaftlich-gesundheitlichen Miniambulanz mit Beratung für Mütter

hinsichtlich Versorgung der Kinder (Ernährung, Hygiene, Schlafstörungen etc.) sowie

kostenlose zahnärztliche Versorgung.

PORTICI

Die Räume in der Casa Materna sind vorgesehen als Sitz (Verwaltung, Teamversammlungen

und Supervision, Schulungen, Fallbesprechungen, Gästehaus für Referenten) der folgenden

Projekte:

• „Mimosa“ bietet häusliche Unterstützung in Erziehungsfragen für Migrantinnen in schwieriger

psycho-sozialer Situation. Die Frauen werden in ihrem normalen Lebensumfeld durch

spezialisierte Erzieherinnen begleitet. Vorgesehen ist ein genau definierter Umfang während

Schwangerschaft und dem ersten Lebensjahr des Kindes. Ziel ist die Entwicklung einer angemessenen

Beziehung und Grundversorgung. Auch soll durch Schul- und/oder Berufsausbildung ein

Weg der Emanzipation im Leben der Frau gefunden werden und eine positive Beziehung zu den

Ämtern in den Bereichen Soziales, Gesundheit, Kinderkrippe etc. entwickelt werden.

„Mimosa“ soll zunächst in ein bis zwei Stadtteilen als Pilotprojekt beginnen. Ähnlich wie bei

einem bereits bestehenden Projekt in Palermo erhofft sich die Kirche hier eine zunehmende

finanzielle Unterstützung durch die Stadt Neapel, so dass das Projekt auch auf andere Stadtteile

ausgeweitet werden kann.

• Aufbau eines Zentrums für die Ausbildung in der Klinikseelsorge besonders in einem interkulturellen

Umfeld in Zusammenarbeit mit einer US-amerikanischen Institution.

• Kurzzeitige Aufnahme von Migrantinnen und Migranten in absoluter Notsituation.

PONTICELLI

• In den Räumen des Sozialzentrums Casa Mia ist der Aufbau von Berufsausbildungskursen

im Gesundheitssektor speziell für Migrantinnen und Migranten geplant. Hierfür könnte es aber

schwierig werden, die nötigen behördlichen Genehmigungen zu erhalten auf Grund des vorherrschenden

Klienteldenkens, dem sich die Kirche natürlich nicht unterwirft.

• Im evangelischen Krankenhaus Villa Betania soll ein Dienst für sprachliche und kulturelle

Vermittlung aufgebaut werden, um Migrantinnen (und Migranten) den Zugang zur medizinischen

Versorgung zu erleichtern. Priorität liegt dabei auf den Bereichen Gynäkologie und

Neugeborenenmedizin, wo jährlich eine große Zahl von Immigrantinnen behandelt wird.

Kinder helfen Kindern 2012/2013 15


Familiengottesdienst – Ein Koffer voller Leben

Gottesdienstvorschlag von Günter Loos und Kathrin Mittwollen

Hinweis: Die Liedvorschläge stammen aus den Kinderliederbüchern TOP 25 und TOP 26, hrsg. vom Kinderwerk der Ev.-methodistischen

Kirche und aus dem Gesangbuch der Evangelisch-methodistischen Kirche, Stuttgart-Zürich-Wien 2002 (GB).

ankommen

• Lieder-Ansingen (z.B. das „Noi siamo i Bambini“, s. S. 24)

• Musikstück: Wir kommen zur Ruhe

• Begrüßung mit trinitarischem Votum und Bibelwort: „Jesus spricht: Siehe, ich bin ein

Fremder gewesen, und ihr habt mich aufgenommen.“ (Matthäus 25, 35b)

• Lied: GB 443, 1-3 „Gut, dass wir einander haben“ oder GB 617, 1-5 „Ein neuer Tag

beginnt“ oder TOP 26, Nr. 16 „Willkommen – hallo im Vaterhaus“

• Informationen zum Gottesdienst

singen und loben

• Lied: Top 26, Nr. 2 „Und das war wirklich gut“

(in Strophe 4 Namen von afrikanischen und italienischen Kindern einsetzen)

• „Noi siamo i Bambini“

• Lied: GB 28 „Danket Gott, alle Mädchen“ od. GB Nr. 23 „Ich lobe meinen Gott“

(Überlegen Sie sich Bewegungen zu den Bildern im Lied!)

• Bibellesung: 5. Mose 26, 5a-10a „Gott schenkte Israel ein neues Zuhause“ (Als Text z. B. die

„Gute Nachricht Bibel“ wählen und eine kurze Erklärung zum Bibeltext geben.)

• Gebet

hören und entdecken

• Aktion 1: Koffer wird herein getragen und überlegt, was in diesem Koffer sein könnte

Spiel Kofferpacken „Ich gehe auf die große Reise und nehme mit…“

• Aktion 2: Die Reise geht nach Italien…. – Urlaubsbilder und Hoffnungen

• Lied: TOP 25 „Gott geht mit“

• Aktion 3: Anspiel oder Infofilm zur Situation einer Flüchtlingsfamilie

• Aktion 4: Gedanken zu Matth. 2, 13-15 – Jesus und seine Eltern mussten flüchten.

Was nahmen sie mit in ihrem Gepäck und in ihren Herzen

antworten und tun – Zeit der Gemeinschaft

• Gebet/Fürbitten/Unser Vater

• Lied

• Aktion 5: Bericht zum Projekt in Neapel – Ausgabe der Sammeldosen

• Aktion 6: Mein eigener „Erinnerungs“-Koffer wird gefüllt

• Abkündigungen – „Was wir einander in der Gemeinde weiter geben wollen…“

weitergehen

• Sendungslied: GB Nr. 599, 1-4 „Wenn die Armen, was sie haben…“

• Segen

• Musik zum Ausgang oder Lied: TOP 25 „Immer und überall“

16 Kinder helfen Kindern 2012/2013


Elemente für den

Gottesdienst

Das Symbol des Koffers

Auch Kinder haben ihren Koffer oder ihre Tasche,

wo alles drin ist, was man für eine Reise

mitnimmt. Der Koffer steht für das Unterwegs-sein

oder eine Reise. Wenn der Koffer

gepackt ist, hofft man, nichts vergessen zu

haben, was unterwegs gebraucht werden

könnte. Darum bietet sich ein Gespräch im

Gottesdienst an über den Inhalt von Koffern

und Reisetaschen.

Diese Aktion beginnt damit, dass ein Koffer in

den Gottesdienstraum getragen wird

und für alle gut

sichtbar abgestellt

wird. Sie

laden alle ein zu

überlegen, was

in dem Koffer

sein könnte.

Um auch die mit

in das Geschehen

zu holen, die

vielleicht noch etwas

abwartend und zurückhal- tend sind,

laden wir ein, gemeinsam das Koffer-pack-

Spiel zu spielen: Ich gehe auf große Reise und

packe…in meinen Koffer. Jeder nächste wiederholt,

was schon im Koffer ist und „packt“

noch etwas Eigenes dazu. Natürlich darf man

anderen helfen, wenn sie etwas bei ihren

Aufzählungen vergessen haben.

Am Ende dieser Gottesdienstaktion könnte

die Frage gestellt werden, ob man alles, was

man für seine Reise braucht, in einen Koffer

packen kann.

Die Reise geht nach Italien… Urlaubsund

Hoffnungsbilder

In diesem Element des Gottesdienstes werden

die Dinge ins Bild gesetzt, die man von einer

Reise erwartet und erhofft. Ohne eine positive

„Verheißung“ fällt es schwer, sich den

Strapazen einer Reise zu stellen. Vielleicht

erwarten wir am Ziel in Italien das blaue

Meer und die Sandburgen, die wir da bauen

können. Uns läuft schon das Wasser im Mund

zusammen, wenn wir an die vielen Spaghetti

und Pizzas denken, die es in der nächsten Zeit

zu essen gibt. Wir werden tolle alte Burgen

und Paläste entdecken.

Wer als Auswanderer oder Flüchtling nach Europa

aufbricht und in Italien

ankommt, trägt noch ganz

andere Hoffnungsbilder mit

sich herum: ich werde jeden

Tag genug zu essen haben;

wer krank ist, kann rechtzeitig

im Krankenhaus behandelt

werden; Vater bekommt

mehr Geld für seine Arbeit und

es geht uns allen dann besser;

wir müssen keine Angst mehr vor dem

Krieg haben.

Am Anfang der langen Reise steht für die Reisenden

die Hoffnung auf ein besseres Leben

dort, wohin man kommen wird.

Als Hilfe für diesen Teil des Gottesdienstes

finden Sie eine kleine Power-Point-Präsentation

auf der Material-DVD. Alternativ können

Sie mit‐ der Gottesdienstgemeinde diskutieren,

was man im Urlaub in Italien erwartet.

Vielleicht zeichnen Kinder, in Vorbereitung

auf den Gottesdienst, Bilder davon, was sie

im Urlaub am schönsten finden. Diese Bilder

werden dann im Gottesdienst vorgestellt und

erklärt.

Kinder helfen Kindern 2012/2013 17


Ideen für die Ansprache zu

Matthäus 2,13-15

Anmerkungen zur Theologie und zum Text

In der bekannteren Weihnachtsgeschichte

nach Lukas, ziehen Maria, Joseph und das

Jesus-Kind von Bethlehem zurück nach Nazareth

(Lukas 2,39). Die Geschichte von der

Flucht der heiligen Familie nach Ägypten lesen

wir nur im Matthäusevangelium. In diesen

Texten, die als Sondergut des Evangeliums

bezeichnet

Jesus musste

aus der Fremde

kommen

werden,

entdeckt

man die

Deutung

der Jesusgeschichte

durch Matthäus. Matthäus

unterstreicht mit vielen anderen Zitaten in

seinem Evangelium, dass Jesus erfüllt, was

Gott schon vor vielen Generationen seinem

Volk Israel verheißen hat. So gibt das Zitat

in Vers 15 (siehe Hosea 11,1) der Flucht nach

Ägypten (…und der Rückkehr aus diesem

Land!) einen tieferen, heilsgeschichtlichen

Sinn. Jesus musste, genauso wie das Volk

Israel, aus der Fremde kommen. Hier kann

der Gedanke ansetzen, was Jesus in seinem

inneren“ Gepäck als erlösende Botschaft für

sein Volk mitbringt. Möglicherweise hat das

seine Predigt und seine Erkenntnis geprägt.

Israeliten haben das Land

am Jordan nicht gegründet

und urbar gemacht, sondern

kamen (siehe die Lesung aus

5. Mose 26) als Flüchtlinge

in das von Gott verheißene

Land. Jesus ist, wie Israel am Anfang seiner

Siedlungsgeschichte in Palästina, ein Flüchtling

aus Ägypten, der mit seiner Familie neu

sesshaft wird in Nazareth. Das Zitat erinnert

daran, dass Gott immer denen, die als Flüchtlinge

unterwegs

waren,

besonders

nahe kam

und sich

ihnen offenbarte.

Was bringt Jesus

in seinem „inneren

Gepäck“ mit

Jesus ist selbst

Teil einer

Flüchtlingsfamilie

Über den historischen Hintergrund dieser Geschichte

ist wenig bekannt. Weder lassen sich

Progrome an Kindern durch Herodes historisch

sicher belegen, noch kann man die Zeit

für solche Gewaltexzesse genau datieren (weitere

Informationen bei Wikipedia: Kindermord

in Bethlehem). Beim Hören der Geschichte

kommt die Frage, warum Gott nur Jesus vor

den Übergriffen des Herodes gerettet hat und

nicht auch die anderen Kinder. Dieser Aspekt

wäre der Anknüpfungspunkt, wenn man in der

Erwachsenengemeinde stärker über die Tragik

und das Leid, das zu vielen Flüchtlingsbiographien

gehört, predigen möchte. Für eine Kinder-orientierte

Ansprache reicht vermutlich

der Hinweis, dass der König im Land Kindern

und den Familien schlimme Sachen antat.

Der Aufbruch der Familie mitten in der Nacht

(Vers 14) war für Reisende im orientalischen

Raum unüblich. Dass Matthäus dieses Detail

erwähnt, unterstreicht die Gefährdung der

Familie und dass nur eine schnelle Flucht

Rettung versprach. Auch Israel musste in aller

Hektik aufbrechen, als es aus Ägypten floh

(siehe 2. Mose 12, 31-34).

Im palästinischen Raum sind

immer wieder Menschen nach

Ägypten geflohen (siehe

1. Könige 1,40 oder Jesaja

26,21) und Ägypten galt als Zufluchtsort für

Verfolgte. Leider war es für Matthäus nicht

wichtig, dem Alltag der hl. Familie in Ägypten

mehr Farbe zu geben. Vermutlich lebten

Maria, Josef und das Baby aber in ähnlich

18 Kinder helfen Kindern 2012/2013


eengten und einfachen Verhältnissen, wie es

Menschen tun, die heute z.B. als Flüchtlinge

nach Italien kommen. Jesus

kommt als Kleinkind einer

Flüchtlingsfamilie nach

Galiläa. Gott schreibt seine

Geschichte der Erlösung in

der Biographie einer Familie,

die auf der Flucht in einer Welt zwischen

verlorener Heimat und neuem Zuhause ihren

Weg finden muss. Die Familie kann nur wenige

materielle Güter in ihrem Gepäck und ihren

Taschen mitnehmen, aber sie bringt mit dem

Jesuskind und seiner Botschaft von Gottes

Liebe etwas mit in ihre alte und neue Heimat,

was in keinen Koffer passt.

Mögliches Konzept für eine Ansprache

Der oder die Auslegerin könnte drei Punkte

wählen von denen aus gesprochen wird: Der

Standpunkt von Maria, der Standpunkt von

Josef und der Standpunkt für die heutige

Übersetzung. Damit sich die Bibellesung

abhebt, wäre es gut, hier jemand zweites

erzählen oder lesen zu lassen.

• „Was für eine Nacht“, denkt sich Maria,

„…da war man froh, dass das Baby endlich

schläft, dann kommt die Nachricht von dem

Boten Gottes und nun sind wir schon unterwegs

auf dem Weg durch den Sinai Richtung

Ägypten. Nur das aller Notwendigste haben

wir einpacken können. Wir sind ja gar nicht

mehr nach

„Was für eine

Nacht“,

denkt sich Maria

Hause

gekommen,

um in Ruhe

alles zu organisieren

für so eine Reise. Doch der Reihe nach…“

• Geschichte in Matth. 2, 13-15 erzählen.

(Vorlagen zum Nacherzählen finden sie z.B. in

Wenige Güter,

dafür aber Gottes

Liebe im Gepäck..

den Übertragungen der Kinderbibeln.)

• Maria erinnert sich. „Das

war knapp mit der Flucht, aber

nun sind wir hier sicher in

Ägypten. Schon früher haben

ja Israeliten in diesem Land

Zuflucht gefunden. Aber es

ist kein leichtes Leben hier. Wir können die

Sprache nicht und müssen uns immer alles

dreimal erklären lassen. Es gibt für Ausländer

nur schlechte Hütten und auch die Arbeit wird

nicht gut bezahlt. Zum Glück konnte ich einen

guten Arzt finden, der mir geholfen hat, als

das Baby Jesus so schlimme Bauchschmerzen

hatte. So jemanden hätte es wahrscheinlich

zuhause

„Wir können die

Sprache nicht,

finden keinen Job.“

in Nazareth

nicht

gegeben.

Hoffentlich

finden wir

hier Menschen, die uns unterstützen.“

• Josef fasst einen Entschluss. „Ich habe

doch so oft von unseren Lehrern die Geschichte

gehört, wie es den Israeliten in Ägypten

am Ende ergangen ist. Sie kamen, weil sie ein

besseres Zuhause suchten und sie flohen, als

man sie immer wieder nur neu zu Arbeitssklaven

machte und als Ausländer behandelte.

Ich bin jetzt froh, nicht mehr von Herodes

verfolgt zu werden, aber sobald ich kann, will

ich wieder in meine alte Heimat zurück. Gott

hat schon einmal das Wunder vollbracht und

seine Leute in das gelobte Land zurückgebracht.

Warum sollte er das heute nicht auch

noch können. Vielleicht ist unser Kind Jesus

dieser besondere Mensch, den Gott zurück

haben will als Bote für seine Leute. Das hatte

doch schon Hosea gesagt: ‚Aus Ägypten rufe

ich meinen Sohn, spricht Gott.‘ Gott hat auf

uns aufgepasst, als unser Kind geboren wurde

Kinder helfen Kindern 2012/2013 19


und bis wir hierher ankamen. Gott wird seine

Hand auch über uns halten, egal was weiter

passieren wird.“

Gott hält seine

Hand über uns,

was auch passiert!

• Übertrag/Schluss: Diese Flüchtlingsfamilie

wird tatsächlich am Ende dort wieder ankommen,

wo man vor Monaten und Jahren aufgebrochen

ist. Das Leben in Nazareth war wieder

sicherer geworden.

Die

Gefahr für

die Familie

bestand

nicht mehr

und sie kehrten zurück. Viele Reichtümer

werden sie in ihren Koffern und Taschen nicht

mit nach Nazareth gebracht haben. Doch sie

bringen Jesus mit, das Kind, mit dem Gott etwas

ganz besonderes vorhat. Ob die Menschen

in Nazareth einmal verstanden oder geahnt

haben, welchen Reichtum die kleine Familie

mit diesem Kind in ihr Dorf brachte

Und noch etwas ist wichtig:

Heute

kehren viele

Familien,

die in ein

anderes

Land ziehen mussten, nicht in ihre Heimat

zurück. Sie haben woanders ein neues Zuhause

gefunden, wo sie sicher und versorgt

leben können. Der Gott der Bibel, den

Jesus Abba nennt, wohnt nicht an festen

Orten auf dieser Welt, sondern wandert

mit denen, die aufbrechen und ein neues

Zuhause suchen. Gott blieb bei Maria und

Josef in Bethlehem und in Ägypten. Gott

wandert heute mit Familien von Mosambik

nach Johannesburg oder aus Ghana nach

Italien. Auch in einem fremden Land sind

wir nicht allein. Gott geht mit.

Gott wohnt nicht

an festen Orten, er

wandert mit.

Projektvorstellung

Hier können Sie mit den Informationen dieser

Arbeitshilfe selbst etwas für sich zusammenstellen

zur Arbeit der Kirche mit Flüchtlingen

am Beispiel der Projekte in Johannesburg

oder in Neapel. Auf der Material-DVD finden

Sie Bilder, die Ihren Bericht illustrieren

können.

Ein Film, der im Frühjahr 2012 in Neapel entstanden

ist, erklärt die Arbeit, für die wir die

Kinder einladen zu sammeln. Auch der Film ist

auf der DVD zu finden.

Aktion Erinnerungskoffer

Vor dem Gottesdienst werden bei der Begrüßung

kleine Zettel mit dem Symbol eines

Koffers verteilt. Nun ist jeder und jede

eingeladen, diesen symbolischen Koffer zu

beschriften: Was nehme ich aus dem Gottesdienst

mit Was ist mir so wichtig, dass ich

es unbedingt in meinen Koffer mitnehmen

werde

20 Kinder helfen Kindern 2012/2013


Lied aus Italien

„NOI SIAMO I BAMBINI“

italienisch: Noi siamo i bambini

Übersetzung: Wir sind die Kinder,

che amano Gesù,

die Jesus lieben,

noi per Gesù cantiamo

wir singen für Jesus,

dai, fallo pure tu.

komm, mach auch du mit.

Canta forte insieme a noi

Sing laut mit uns,

batti le mani se lo vuoi

klatsch in die Hände wenn du willst,

alza gli occhi verso il ciel

heb die Augen zum Himmel auf,

dì “Gesù grazie che mi vuoi ben”.

sag: „Jesus, danke, dass du mich lieb hast.“

Ein Ausschnitt des Liedes ist zu hören auf der Webseite:

http://www.uebitalia.org/mp3.html (CD „Canta con noi“

ganz unten, Lied Nr. 1 – Achtung: beginnt in der Mitte!)

Die singende Sonntagschule in Vicenza.

italienisch:

Aussprache:

Noi

neu

sia - mo

sja - mo

i

i

bam

bam

-

-

bi

bi

-

-

ni,

ni

che

ke

a - ma - no

a - ma - no

Ge

dsche

-

-

sù.

suu

Noi

neu

per Ge - sù can

per dsche-suu

kant

-

-

tia

ja

-

-

mo,

mo

dai,

dai,

fal - lo

fal - lo

pu

pu

-

-

re

re

tu.

tu

Can-

ta for - te in

kan - ta for - te in

-

-

sie-me

a

sje - me a

noi,

neu

bat

bat

-

-

ti

ti

le

le

ma

ma

- ni

- ni

se

se

lo vuoi

lo vueu

al

al

-

-

za

za

gli o- cchi ver-so

lj ok - ki wer - so

il

il

ciel,

tschel

dì "Ge sù gra-

zie

di dsche-suu gra - zje

che mi

ke mi

vuoi ben".

vueu ben

Kinder helfen Kindern 2012/2013 21


Anspiele

von Kathrin Mittwollen

Die beiden Anspielszenen zeigen, dass Flüchtlinge

viel zurücklassen müssen und dass ein

Neuanfang in der Fremde nicht immer leicht

ist.

Anspiel I: Wer flüchtet, verlässt seine

Heimat

Personen: Mutter, Miryam, die große Schwester,

Sammy, der jüngere Bruder, Baby(-puppe)

Requisiten: Kopfkissen und Decken für die

Betten (aneinander gestellte Stühle), evtl.

Tisch oder Regal mit den Sachen, Koffer/

Rucksack als Gepäckstücke, Kleidung, Buch,

Familienfoto, Kuscheltier, Fußball, warme

Jacke

Es ist Nacht. Die Kinder liegen in ihren Betten

und schlafen. Da kommt die Mutter mit dem

Baby auf dem Arm ins Zimmer, weckt sie und

sagt ihnen, dass sie sich anziehen und schnell

alles Nötige für eine Reise zusammen packen

sollen.

Mutter: Miryam, Sammy… wacht auf. Nicht

weiter schlafen.

Sammy: Was ist denn los Es ist doch noch

ganz dunkel.

Miryam: Ich hab‘ sooo schön geträumt. Ich

will nicht aufstehen.

Mutter: Es ist wichtig, dass ihr jetzt wach werdet

und mithelft.

Sammy: Was ist denn los

Miryam: (setzt sich abrupt hin) Ist was

Schlimmes passiert

Mutter: Nein, es ist was Gutes passiert. Papa

hat endlich jemanden gefunden, der uns

über’s Meer nach Europa bringt.

Sammy: Mit einem Schiff Mit einem richtigen

Schiff

Mutter: Mit einem Schiff. Aber jetzt müsst ihr

mithelfen. Zieht euch schnell an und packt

alles, was ihr für die Reise braucht, ein. Ich

muss das Baby fertig machen – aber ihr beide

seid ja schon groß.

Miryam: Ist gut, Mama. Ich mach das schon.

Die Mutter geht mit dem Baby nach nebenan.

Miryam steht schon, aber Sammy sitzt immer

noch ganz verschlafen im Bett.

Miryam: Los, Sammy. Schlaf nicht wieder ein.

Mama kann nicht alles alleine machen. Wir

Großen müssen mithelfen.

Sammy: (gähnt) Was soll ich denn tun

Miryam: Steh auf und zieh dich an.

Sammy: Ist gut.

Beide ziehen sich Schuhe und ihre Jacken an.

Sammy schafft es nicht so schnell. Miryam

kommt schon mit den beiden Koffern.

Miryam: Mach schneller, Sammy. Wir haben

nicht so viel Zeit. Hier ist dein Koffer.

Sammy: Was soll ich denn einpacken Was

brauchen wir denn

Miryam: Es ist ein weiter Weg bis nach Europa

– ich packe was zum Anziehen ein und meine

Bürste.

Sammy: Und die Zahnbürste. Wenn wir zu

Oma fahren, nehme ich immer meinen Fußball

mit (er packt seinen Fußball ein) – und jetzt

ist der Koffer schon voll.

Miryam: Lass den Fußball hier – eine warme

Decke ist viel wichtiger.

Sammy holt den Fußball wieder raus und packt

seine Decke ein.

Sammy: Und was soll ich in Europa spielen

Miryam: Der Fußball ist zu groß –aber Du

kannst Dein Lieblingsbuch einpacken. Das

nimmt weniger Platz weg.

Sammy: Fußball macht aber mehr Spaß.

Miryam: Mein Kuscheltier passt nicht mit hinein.

Meine Schulbücher brauche ich in Europa

nicht. Aber meine Malsachen nehme ich mit.

Und das Bild von unserer Familie bei meiner

Einschulung.

22 Kinder helfen Kindern 2012/2013


Sie nimmt das Bild vom Tisch und schaut es

noch einmal an, bevor sie es einpackt. Auch

Sammy sieht auf das Bild.

Miryam: Da waren wir alle zusammen: Papa,

Mama, Oma und Opa, Tante Rahel und Onkel

Desmond, Siri und Steve… und wir beide.

Als der Koffer zu ist, fragt Sammy:

Sammy: Was ist mit Oma und Opa Kommen

die auch mit nach Europa

Anspiel II: Als Flüchtling lebt man zuerst

in der Fremde

Personen: Mutter, Vater, Miryam, Sammy,

Baby(-puppe), Frau Marcelli

Requisiten: Koffer/Rucksack, Stühle, eine

kleine Schüssel

Die Familie steht mit ihren Koffern/Rucksäcken

eng beieinander. Frau Marcelli kommt dazu und

zeigt ihnen, welches Zimmer sie im Asylbewerberheim

bewohnen werden.

Frau Marcelli: Benvenuto – Willkommen. Das

ist ihr Zimmer, in dem sie nun wohnen.

Frau Marcelli geht. Die Familie steht eine ganze

Weile still, bevor sich Sammy regt.

Sammy: Hier sollen wir wohnen

Miryam: Ich glaube, hier gefällt’s mir nicht!

Sammy: Guck mal, was man aus dem Fenster

sehen kann: Da unten ist ein Fußballplatz. Ich

hol schnell meinen Fußball! Er nimmt seinen

Koffer und öffnet ich. (enttäuscht:) Ach - ich

habe ja gar keinen Fußball mehr. Der passte

nicht mehr rein.

Miryam: Mama, Papa! Das ist doof hier. Ich

will wieder nach Hause. Nach Afrika. Warum

sind wir überhaupt hier

Vater: (leise) Weil wir hier in Sicherheit sind.

Mutter: (wiederholt mechanisch) Ja, in

Sicherheit. (reißt sich zusammen) Los, wir

packen unsere Koffer aus. Heute Nacht schläft

jeder von uns wieder in einem Bett. Sie drückt

dem Vater das Baby in den Arm und fängt an,

ihren Koffer auspacken. Miryam und Sammy

folgen ihrem Beispiel. Der Vater bleibt stehen.

Miryam: Wo soll ich das Foto hinstellen

Sammy: (sieht sich im Zimmer um) Häng es an

den Nagel dort. Da können es alle sehen.

Mutter und Kinder sind damit beschäftigt, die

Dinge aus dem Koffer auszupacken. Sammy

ist als erster fertig und schaut wieder aus dem

Fenster.

Sammy: Papa, guck mal. Da sind andere Kinder.

Die haben sogar einen Ball! Was meinst

Du: Lassen die mich mitspielen

Der Vater geht zum Fenster und schaut hinaus.

Vater: Die wären ganz schön dumm, wenn

sie dich nicht mitspielen lassen. Einen guten

Rechtsaußen kann man immer brauchen.

Sammy: Ich geh raus. Ich will endlich wieder

Fußball spielen. Darf ich

Mutter und Vater gucken sich ängstlich an und

dann zu Sammy hin und nicken. Sammy flitzt

los.Auch Miryam ist jetzt fertig mit auspacken

und schließt ihren leeren Koffer.

Miryam: Fertig! (sie überlegt kurz und fragt

dann) Wo ist denn die Küche Mama, wo willst

du denn kochen

Die Mutter lässt sich auf einen Stuhl fallen. Der

Vater steht mit dem Baby im Arm immer noch da.

Miryam geht hin und her, sogar weiter weg. Als

sie zurück kommt sagt sie:

Miryam: Ich habe die Küche gefunden! Man

muss durch die Tür raus und dann wieder

rein. Da ist die Küche. Ich habe sogar eine

Frau getroffen, die gerade etwas kocht. Aber

nicht über einem Feuer! Hier – das hat sie mir

gegeben. Aber was sie gesagt hat, habe ich

nicht verstanden.

Die Mutter nimmt die Schüssel an und probiert

den Inhalt. Dann gibt sie die Schüssel an ihren

Mann weiter, der ebenfalls probiert.

Mutter: So etwas habe ich noch nie gegessen.

Es schmeckt sehr ungewöhnlich – aber gut.

Vater: So schmeckt Europa. Anders als gewohnt,

aber gut.

Kinder helfen Kindern 2012/2013 23


Ideen + Materialien zur

Arbeit mit dem Projekt

Wie kann man sammeln

zusammengestellt von Günter Loos

Hier finden Sie einige Anregungen, wie die

Aktion „Kinder helfen Kindern“ durchgeführt

werden kann.

Die Sammelkarte

In vielen Gemeinden wird die Sammlung für

die Aktion von der Kindergottesdienstgruppe,

der Sonntagschule oder der Jungschar

verantwortet. Die dabei ausgegebenen

Sammelkarten sollen

eine Hilfe für Eltern,

Leiter und vor allem

für die Kinder selbst

sein, nicht den Überblick

über die zum Teil

Arbeitshilfe

schon beträchtlichen

zur Missionssammlung 2012/2013 des Kinderwerks

der Evanglisch-methodistischen Kirche in Deutschland

Summen zu verlieren.

Daneben hat das

Ein Koffer voller Leben

Flüchtlingskinder

in Italien und Südafrika

eigene „Gehen“ zu

Verwandten, Freunden

und Bekannten einen guten Sinn: So erleben

die Kinder, wie sie selbst für andere etwas tun

können. Zudem ist es natürlich auch ein Ansporn

zu sehen, wie die Karte sich mehr und

mehr füllt. Die EmK-Weltmission stellt sehr

schöne Spardosen für Sammlungen zur Verfügung.

Mit der Sammelkarte wird den Kindern

eine der Sammeldosen übergeben (Bestellungen

für Sammeldosen über das Büro der EmK-

Weltmission, Adresse siehe Impressum).

Familiengottesdienst

Der Familiengottesdienst eignet sich gut, auf

die Sammlung und die damit verbundenen

Aufgaben, Chancen und Schwierigkeiten in

der ganzen Gemeinde aufmerksam zu machen.

In der Arbeitshilfe ist ein Entwurf für

einen Gottesdienst enthalten, der je nach

Erfordernissen abgewandelt oder ergänzt

werden kann.

Der internationale Kirchenkaffee-Treff

nach dem Gottesdienst

Wie wäre es, an dem Sonntag,

an dem der Gemeinde

die Sammlung

vorgestellt wird,

kulinarische Besonderheiten

aus den Ländern

der Sammlung vorzubereiten und anzubieten.

Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, die Bilder

und Filme der Material-DVD während des

Essens laufen zu lassen und die Bilder zum

Projekt noch etwas zu

vertiefen.

Ausstellung

Wenn ein Familiengottesdienst

nicht

möglich ist, könnten

die Kinder z.B.

stattdessen Plakate,

Collagen usw. erstellen, die die Situation der

Kinder, für die gesammelt wird, verdeutlicht.

Diese Arbeiten der Kinder werden durch Daten,

Schaubilder und anderes aus der Arbeitshilfe

ergänzt und bleiben beispielsweise als

eine Monatsausstellung im Foyer der Kirche

oder des Gemeindezentrums stehen.

Missionsessen

Die Gemeinde lädt zu einem gemeinsamen

Mittagessen ein und die Gäste spenden die

„gesparten“

Beträge aus

dem häuslichen

Sonntagsessen

in die Sammeldosen.

Auch ein

24 Kinder helfen Kindern 2012/2013


gemeinsames Frühstück wäre denkbar. Da es

diesmal um Projekte in Neapel geht, könnte

man einen Pizza-Wettbewerb mit der besten

Pizza Magherita ausloben (…ein Rezept finden

Sie auch hier im Heft – siehe Seite 26).

Thematischer Nachmittag

Wenn sich Informationen zur Sammlung

schlecht in einem Gottesdienst unterbringen

lassen, könnte ein thematischer Nachmittag

veranstaltet werden. Hierzu lädt man Kinder

zu den Senioren oder einer anderen Gemeindegruppe

ein, oder vielleicht auch umgekehrt.

Durch Lieder, Speisen, Getränke und

auch Spiele werden dann inhaltliche Blöcke

im Programm bunt miteinander gemischt.

Das Thema „Flüchtling sein“ betrifft in der

Regel Menschen aller Generationen. Vielleicht

ist diese Kinder-helfen-Kindern-Aktion ein

Einstieg in ein größeres Gemeindeprojekt

über Erfahrungen mit „Flucht – Neuanfang –

Heimat finden“. Auch wenn die Ursachen und

die Geschichten um Flucht und Flüchtling sein

immer nur sehr persönlich erzählt werden

können, so verbindet Menschen, die ihr altes

Zuhause aufgeben und - egal in welchen Zeiten

und kulturellem Umfeld zu Flüchtlingen

oder „Umsiedlern“ werden -, viele gemeinsame

Erfahrungen. Diesen Gemeinsamkeiten

nachzuspüren, könnte ein bewegendes

Projekt in der Gemeinde über diese Sammlung

von Kinder-helfen-Kindern hinaus anstoßen.

Filmnacht

Gemeinden ohne Kindergruppen, die dennoch

die Sammlung unterstützen wollen, laden zu

einer Filmnacht ein, bei der ein Film aus dem

Sammlungsland oder der

Region läuft. In einer

Pause

werden

Schmalzbrote oder eine Mitternachtssuppe

gereicht und das Projekt vorgestellt. Das

Eintrittsgeld zu der Filmnacht kommt der

Sammlung zu Gute. Wichtig: Zu Bedenken ist,

dass für eine Filmvorführung außerhalb des

privaten Wohnzimmers eine Lizenz eingeholt

werden muss (weitere Informationen hierzu

bei den Kinder- und Jugendwerken der Konferenzen).

Hungerlauf/Sponsored Walk

Ein größeres Ereignis ist ein Orts-/Stadtlauf.

Jeder Teilnehmer

hat

Sponsoren, die

für die gelaufenen

Kilometer

bezahlen.

Es kann auch

ein Startgeld

verlangt werden. So ein Lauf kann in Verbindung

mit einem Stadtfest oder Gemeindefest/

Jubiläum durchgeführt werden. Er ist mit

viel Vorbereitung verbunden, bringt aber der

Gemeinde auch viel Öffentlichkeit, gerade in

Verbindung mit dem Sammlungsprojekt von

„Kinder helfen Kindern“.

Schulprojekt

Fragen Sie z.B. bei den Lehrenden für Religion

oder Sachkunde nach, ob die Klasse, in denen

Kinder aus ihrer Gruppe unterrichtet werden,

nicht über die Problematik der jeweiligen

Sammlungsprojekte arbeiten will und zeigen

Sie den Verantwortlichen in der Schule die

Materialien zum Projekt. In Grundschulen

wurde so immer wieder mal aus der Initiative

eines Kindes, das die Begeisterung für

die Sammlung mit in die Klasse brachte, ein

Klassenprojekt, z.B. Kuchenverkauf mit Erlös

für das Projekt.

Kinder helfen Kindern 2012/2013 25


Kochrezepte

Pizza Margherita

Diese Pizza ist benannt nach der italienischen

Königin Margherita und schwelgt daher in

den drei italienischen Nationalfarben: Rot

(= Tomaten), Weiß (= Mozzarella-Käse) und

Grün (= Basilikum, mit der die Pizza nach dem

Backen bestreut wird). Hier ist das Rezept,

das bei uns zuhause die besten Ergebnisse

gebracht hat. Ich wünsche allen Pizza-Backenden

guten Erfolg! (Günter Loos)

Was ich brauche (für zwei Pizzas):

• 250 g Mehl

• ½ Würfel Hefe (21g)

• ca. 160 ml Wasser

• ½ TL Zucker

• 1½ EL Olivenöl

• Mehl zum Ausrollen

• 250 g Tomaten

• 150 g Mozzarella-Käse

• nach dem Backen: einige Basilikumblätter

• Salz, Pfeffer und 2 EL Olivenöl zum

Beträufeln

So wird es gemacht:

1. Das Mehl in eine Schüssel geben und eine

Mulde hineindrücken. Nun wird das Wasser

erwärmt. 4 EL davon werden gemeinsam mit

der zerbröckelten Hefe und dem Zucker in

die Mulde gegeben. Alles mit einer Gabel zu

einem dicken Vorteig verrühren und mit etwas

Mehl am Rand bedecken. Den Teig 20 Minuten

an einem warmen Ort gehen lassen.

2. Nun Salz, 1EL Öl und das restliche Wasser

zufügen und, erst mit einem Knethacken des

Handrührers, dann mit den Händen, alles zu

einem geschmeidigen Teig verkneten. Der Teig

wird danach zu einer Kugel geformt, mit dem

restlichen Öl bestrichen und abgedeckt an einem

warmen Ort mindestens 2 Stunden gehen

gelassen. Danach sollte sich das Teigvolumen

verdoppelt haben.

3. Inzwischen werden die Tomaten abgespült,

in Scheiben geschnitten und die Stängelansätze

entfernt. Auch den Mozzarella abtropfen

lassen und in Scheiben schneiden. Das

Basilikum in breite Streifen schneiden und für

den Belag nach dem Backen bereit legen.

4. Den Teig nochmal kneten und auf wenig

Mehl zu 2 Fladen ausrollen. Vorbereitete Zutaten

auf den Pizzafladen verteilen. Mit Salz

und Pfeffer würzen, mit Öl beträufeln und

nochmal an einem warmen Ort gehen lassen.

5. Im vorgeheizten Backofen bei 250 Grad /

Umluft 230 Grad / Gas Stufe 6-7 auf der untersten

Schiene die Pizza etwa 15-20 Minuten

backen lassen und dann servieren. Achtung:

Passen Sie auf, dass sich niemand beim Herausholen

am Ofen oder an der heißen Pizza

verbrennt. Darum: Mitarbeitende servieren

unsere Pizza!

Guten Appetit!

26 Kinder helfen Kindern 2012/2013


Fufu

Die Kirchenglieder aus Ghana haben

eine Spezialität mit nach Europa

gebracht, die zu vielen Gerichten

in Westafrika gegessen wird: Fufu.

Diese „Kartoffelklöße“ schmecken

zu deftiger Fleischsoße genauso wie

zu süßem Kompott. Das Rezept ist

für drei Personen berechnet.

Was ich brauche:

• 1 kg Bataten, Süßkartoffeln,

Maniok oder Yams

• 1 kg Bananen (= Kochbananen) geschält

• 1 Prise Salz

So wird es gemacht:

Die Knollen schälen und gegebenenfalls in

Stücke oder Scheiben schneiden. In Wasser

mit Salz garen, anschließend im Mixer mit den

Bananen pürieren. Nun gibt man pro Person

jeweils einen Teil des Kloßes in eine nasse

Schüssel, formt aus dem Kloß eine glatte

Kugel, serviert z.B. eine Palmnuss-Sauce oder

Gulasch und isst mit der rechten Hand…

…ohne Besteck zu benutzen!

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit:

Da Maniok, Süßkartoffeln oder Yams in

Europa nicht überall erhältlich sind, erfanden

findige Westafrikaner ein halbwegs befriedigendes

Ersatzrezept:

Was ich brauche:

• 2,5 Tassen Speisestärke

• 2,5 Tassen Kartoffelpüreepulver

• 6 Tassen kochendes Wasser

• Salz nach Belieben

So wird es gemacht:

4 Tassen Wasser in einen großen, schweren

Topf geben. Stärke/Püreepulver hinzugeben,

zwischendurch ständig am besten

mit einen Holzkochlöffel umrühren,

restliches Wasser hineingeben,

bis ein klumpiger Kloß entsteht.

Mit Salz abschmecken. Nun gibt

man pro Person jeweils einen Teil

des Kloßes in eine nasse Schüssel,

formt aus dem Kloß eine glatte

Kugel, und serviert.

Kinder helfen Kindern 2012/2013 27


Fundstücke im Internet

Unter www.global-lernen.de Heft 11/2 finden

Sie ein gut gemachtes Konzeptheft zum

Thema Migration. Hier werden Arbeitsblätter

angeboten, die für unterschiedliche Schulklassen

oder in Workshops die Realität und

die Mythen um Migranten und ihr Leben offen

legen.

Es gibt viele gute und sehr eindrückliche

Beschreibungen zur Situation, zur Politik und

eben zu den Fakten und Zahlen in Hinblick auf

Flüchtlinge in Europa

und in Italien. Via

Internet hat Pro

Asyl den Bericht zu

Flüchtlingen in Süditalien

von 2009 frei

zugänglich gemacht:

„Wir haben nichts zu

verbergen“.Eine Reise

auf den Spuren der

Flüchtlinge durch

Süditalien, Hrsg. Pro

Asyl und Borderline Europa (68 Seiten). Eine

aktuellere Studie zu Italien und den katastrophalen

Zustände in italienischen Flücht-

lingseinrichtungen von 2011 kann gegen eine

kleine Gebühr bei Pro Asyl bestellt werden

(www.proasyl.de).

Eine weitere hilfreiche Internet-Quelle zur

aktuellen Situation von Flüchtlingen:

www.borderline-europe.de

Viele Daten

finden

sie auf der

Homepage

des

UNHCR in

Genf (www.unhcr.de oder www.unhcr.org/

statistics ) unter Zahlen und Statistiken. Hier

kann man detailliert vergleichen, wie viele

Flüchtlinge 2011 in Deutschland registriert

wurden, wie die Zahlen im europäischen

Vergleich aussehen und auch im Verhältnis zur

Gesamtbevölkerung. Auch Zahlen zu Italien

und Südafrika werden hier aktuell aufgelistet.

Leider sind dies nur die offiziellen Zahlen von

Regierungsstellen. Die Zahlen von Menschen,

die ohne legalen Aufenthaltsstatus oder mit

begrenzter Arbeitserlaubnis in einem Land

leben, sind in der Regel nur zu schätzen.

Verschiedene kirchliche, diakonische

und sozialengagierte

Gruppen und Verbände

haben seit 2011 die Kampagne

"Jetzt-Erst-Rechte"

ins Leben gerufen.

Wer nach weiteren Initiativen sucht, um auch

politisch das Thema der Flüchtlingskinder in

Europa weiterzubringen, wird hier fündig:

www.jetzterstrechte.de

Für die Visualisierung des Themas finden sich

inzwischen viele sehr eindrücklich und gut gemachte

Medien, die z. B. in den verschiedenen

Suchdiensten unter den Stichworten „Flüchtling“

oder „Refugee“ zu entdecken sind.

28 Kinder helfen Kindern 2012/2013


Buchtipp

Regina Rusch: Ich leb jetzt hier!

Das Buch erzählt, wie es Shahin geht, der mit

seinen Eltern und Geschwistern aus dem Irak

nach Deutschland kommt. In Deutschland ist

alles anders und Shahin versteht kein Wort.

Nachts quälen ihn Alpträume. Zum Glück

bekommt Shahin Hilfe und lernt neue Freunde

kennen.

Der Clou beim Lesen des Buches ist, dass

immer dann, wenn jemand Deutsch mit Sahin

spricht, eine Fantasiesprache verwendet wird,

die am Ende des Buches aufgeschlüsselt wird.

Auf diese Weise kann man sich beim Lesen gut

vorstellen, wie es sich anfühlt, wenn man die

Sprache nicht versteht.

Regina Rusch ist Autorin vieler Kinder- und

Jugendbücher, die sich mit ‚Toleranz‘ beschäftigen.

Sie hat den ersten Kinderbuchpreis,

der von einer Kinderjury verliehen wird,

begründet und für ihre Tätigkeit das Bundesverdienstkreuz

verliehen bekommen.

Regina Rusch

Ich leb jetzt hier!

cbj Verlag, München 2010

5,95 €, ab 9 Jahren

Aktions-DVD

Die Material-DVD zu dieser Arbeitshilfe

enthält Filme und eine

Powerpoint-Präsentation zur

Projektvorstellung, ebenso

die Präsentation „Was mir

zu Italien einfällt“ (siehe

Konzept zum Familiengottesdienst).

Darüber

hinaus finden sich auf der

DVD alle Materialien zur

Sammlung in digitaler Form,

Ein Koffer

voller Leben

Kinder-helfen-Kindern

ALL RIGHTS RESERVED. UNAUTHORISED COPYING, HIRING, LENDING, PUBLIC PERFORMANCE AND BROADCASTING OF THIS RECORD PROHIBITED . ALLE URHEBER- UND LEISTUNGSSCHUTZRECHTE VORBEHALTEN. KEIN VERLEIH! KEINE UNERLAUBTE VERVIELFÄLTIGUNG, VERMIETUNG, AUFFÜHRUNG, SENDUNG!

darunter diese Arbeitshilfe als PDF,

weitere Fotos und vieles mehr.

C P 2012

Aktions-DVD

zur Missionssammlung 2012/2013 des Kinderwerks

der Evangelisch-methodistischen Kirche

in Deutschland

Jede EmK-Gemeinde hat

bereits ein „Starterpaket“

mit Material zur Sammlung

erhalten. Weitere DVDs

können über das Büro der

Weltmission bestellt werden,

die Adresse finden Sie

im Impressum auf Seite 2.

Kinder helfen Kindern 2012/2013 29


Wie die Spendengelder

verwendet werden

Das Kinderwerk und die EmK-Weltmission

haben sich darüber abgesprochen, wie die

Spenden der Kinder-helfen-Kindern-Sammlung

verwendet werden sollen. Um der sehr

komplexen und weltweiten Problematik der

Flüchtlinge und Migranten ein wenig besser

gerecht zu werden, wollen wir die Gelder

dritteln:

Ein Drittel der Spenden

geht an die Projekte

der Methodistischen

Kirche in

Italien,

ein weiteres

Drittel geht an

die Methodistische

Kirche im

Südlichen Afrika für

Ihre Arbeit mit Flüchtlingskindern

und ihren

Familien

und das letzte

Drittel soll in

einen „Flüchtlings-Fonds“

gehen, aus dem

dann zukünftig

schnell und unbürokratisch

bei neu auftretenden

Flüchtlingsströmen und Herausforderungen

in der Arbeit mit Flüchtlingen/

Migranten geholfen werden kann. Durch

politische Veränderungen und kriegerische

Auseinandersetzungen kommt es ja leider oft

sehr kurzfristig zu Flüchtlingsbewegungen,

bei denen wir dann gezielt helfen können.

Diesen Fonds wollen wir bewusst auch für

die Arbeit von deutschen Gemeinden mit

Flüchtlingskindern und Flüchtlingen öffnen,

wenn sich vor Ort eine neue Herausforderung

auftut.

Dankzeichen

Wie gewohnt wird es auch dieses Jahr wieder

ein Dankzeichen geben, das von den Gemeinden

an alle sammelnden Kinder weitergegeben

werden soll. Das Dankzeichen für diese

Sammlung wird eine Stofftasche sein (früher

auch Jutetasche genannt), auf der Kinderbilder

zu biblischen Flüchtlingsgeschichten zu

sehen sind. Diese Bilder werden von Kindern

aus den Projekten in Italien und Südafrika

stammen. Wir werden versuchen, die Dankzeichen

schon im Herbst zur Verfügung zu stellen,

so dass Gemeinden die ihre Sammlung

früher abschließen, die Kinder auch zeitnah

bedanken können.

30 Kinder helfen Kindern 2012/2013


Rückblick

In den Sammlungen der letzten beiden Jahre

sind jeweils ca. 130.000 € zusammengekommen.

Danke für Euren Einsatz!

Neue Projekte bei „Schatten und frisches

Wasser“ in Brasilien

Mit dem Geld aus der Aktion „Kinder helfen

Kindern 2010/2011“ konnte das Netzwerk

„Schatten und frisches Wasser“ neue Projekte

beginnen. Zunächst wurde ein Religionslehrer

eingestellt, der für die Entwicklung der

Programme und die Betreuung aller Projekte

vor Ort verantwortlich ist.

Zu Weihnachten haben alle Kinder in den

Projekten ein Geschenk bekommen und es

wurden Weihnachtsfeiern organisiert.

Aktuell wird eine DVD-Sammlung mit Arbeitsmaterial

für die Mitarbeitenden in den Projekten

hergestellt. Außerdem entsteht eine CD

mit Kinderliedern. Dabei sind einige Kinder

aus den „Schatten und frisches Wasser“-Projekten

aus dem ganzen Land beteiligt.

Das Boot, das auf dem Amazonas unterwegs

ist und besonders Kinder aus den indigenen

Völkern erreichen soll, ist auch im vergangenen

Jahr unterwegs gewesen. Gemeinsam mit

internationalen Freiwilligen wurden Kinderbibelwochen

gehalten. In einem Gesundheitserziehungsprojekt

wurden über 800 Kinder

erreicht. Der Einsatz des Bootes soll weiter

intensiviert werden.

Warten auf das Boot...in Brasilien.

Thomas und Claudia Günther, unsere Missionare in Cambine.

Das Waisenhaus in Cambine

Bei der Aktion „Kinder helfen Kindern

2011/2012“ ging es um Mosambik. Dort sind

grundlegende Veränderungen im Waisenhaus

geplant. Thomas und Claudia Günther berichten:

„In den vergangenen Monaten hatten wir

im Waisenhaus ein großes Wasserproblem.

Die Pumpe fiel aus. Jeder Liter Wasser musste

von der Wasserstelle oder vom Fluss herbeigetragen

werden. Und 60 Leute brauchen viel

Wasser! Inzwischen konnten wir das Problem

vorläufig lösen. Die eigentliche Neugestaltung

des Waisenhauses liegt noch vor uns. Gerade

haben wir vom Architekten die Pläne für

den Um- und Neubau der Wohngebäude erhalten.

Nun können wir beginnen, Materialien zu

beschaffen und Arbeiter zu organisieren. Im

ersten Schritt werden wir ein Lagergebäude

errichten. Dort sollen zunächst Baumaterialien,

später Lebensmittel aufbewahrt werden.

In diesem Bauabschnitt werden uns Freiwillige

aus Virginia/USA unterstützen. Im zweiten

Schritt werden wir die bestehenden Gebäude

umbauen. Der Neubau von Wohnhäusern soll

die Arbeit dann abschließen. Zeitgleich sollen

die Mütter weitergebildet werden. Wir sind

sehr dankbar für die Spende aus der Aktion

Kinder helfen Kindern. Ohne sie wäre das

ganze Projekt nicht denkbar. Mögen euch die

bunten Stofftäschchen noch lange an die Kinder

von Cambine erinnern! Danke, euch allen,

die ihr euch zum ersten oder wiederholten

Mal an der Aktion beteiligt habt.“

Kinder helfen Kindern 2012/2013 31

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