7. "Rangfolge: oben oder unten" - Kinderwerk

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7. "Rangfolge: oben oder unten" - Kinderwerk

Rangfolge: Oben oder unten

Verkündigung für Kinder

Predigttext in diesem Gottesdienst:

Lukas 14,7-11

Aussage-Schwerpunkt:

Es bringt nichts, sich selbst höher einzuschätzen als andere:

Gott sind alle gleich viel wert.

Ziel der Predigt:

Versuche, in denen wir uns einen Vortritt vor anderen verschaffen, um besser vor Gott

dazustehen, sind zwecklos. Die „Erfolgs-Arten“, die die Menschen unter sich eingeführt

haben, haben vor Gott keinerlei Bedeutung: Im Reich Gottes gibt´s keine Verlierer!

Umsetzung für Kinder im Alter von 8-12:

1. Erzählen von Lukas 14, 7-11

Eines Tages waren einige Leute von einem „hohen Tier“ der Gemeinde zu einem Fest

eingeladen. Jesus war auch dabei. Wie die Gäste so kamen, suchten sich die Gemeinde-

Bosse die aller besten Plätze am Tisch aus: da wo die guten Sachen ganz nahe waren,

man musste nur noch hin greifen, und schon war man bedient. Das war ein richtiger

Kampf und Fight, da der erste zu sein. Gerade, wie wenn der ALDI ein tolles Sonderangebot

hat. Da stehen dann auch morgens vor Ladenöffnung die Leute vor der verschlossenen

Tür und lauern auf den Zeitpunkt, an dem sich das Geschäft öffnet. Und dann Dann

rennen sie in den Laden, um ja noch an das Sonderangebot ´ran zu kommen – bevor es

die anderen weggekauft haben.

Gerade so war es mit den Gemeinde-Bossen damals, mit den Pharisäern – so hießen

die: Sie stürmten in de Festsaal und suchten sich die besten Plätze schnell aus.

2. Aktion: „Tau-Ziehen“

Das war ungefähr so wie in dieser Aktion: Auf der einen Seite ziehen drei Kids – auf der

anderen drei starke Erwachsene. Geht das fair aus

3. Fortsetzung der Geschichte:

Das mit den Pharisäern war fast wie beim Tauziehen: sie stürmten immer in den Festsaal

um den anderen die besten Plätze wegzuschnappen. Und das fand Jesus völlig daneben.

Er stellte sie zur Rede und sagte: Stellt euch vor, ein Gast setzt sich ganz frech oben an

den Tisch, weil er sich für so viel besser und wichtiger hält, als die anderen. Dann kommt

der Gastgeber und begleitet einen anderen Gast ganz nach oben an den Tisch. „Entschuldigung“,

sagt der Gastgeber, „aber diese Plätze hier habe ich für diese Familie vorgesehen.

Würden Sie sich bitte weiter nach unten setzen“ Das ist doch mega-peinlich für den,


der nun aufstehen und sich einen anderen Platz suchen muss. Alle schauen ihn an und er

wird bestimmt knalle-rot vor Scham.

„Und dann gibt es andere Gäste“, erklärt Jesus weiter. „Die setzen sich ganz unten an den

Tisch, weil sie denken, sie seien nicht so wichtig. Und das sind genau die, die dann vom

Gastgeber eingeladen werden, sich zu ihm zu setzen, in seine Nähe.“

4. Verkündigungs-Ziel:

Es bringt also gar nichts, sich im Leben vor andere zu drängen. Alle, die sich selbst für

wichtiger, oder erfahrener, oder feiner halten, werden von Jesus eines Besseren belehrt:

Denn ihm sind alle Leute gleich wichtig. Es gibt keine, die mehr wert sind. Und es gibt keine,

die weniger wichtig sind.

Ich finde, das heißt für uns zweierlei:

1. Wir brauchen uns nicht wichtiger nehmen, als andere Menschen

2. Und wir brauchen uns nicht unwichtiger zu nehmen als andere Menschen.

Schaut mal in der nächsten Woche danach, ob ihr euch wichtiger oder weniger wichtiger

vorkommt als eure Freunde, Klassenkameraden oder Geschwister.

Und dann erinnert euch an heute morgen: Wir alle stehen bei Gott an erster Stelle; so

wichtig sind wir ihm – keiner mehr – keiner weniger.

5. Gebet:

Danke Gott, dass wir uns nicht vor andere drängen brauchen. Auch wenn wir uns schwach

und unwichtig vorkommen, stehen wir bei Dir an erster Stelle.

Hilf uns, Freunde, Nachbarn, Klassenkameraden und Kollegen als Menschen zu sehen,

die Du ebenso wichtig erachtest, wie uns. Nicht mehr – und nicht weniger.

Danke für Deine Wertschätzung. „Du liebst uns nicht, weil wir wertvoll sind, sonder wir erkennen

uns als wertvoll, weil Du uns liebst.“ („Du liebst mich also bin ich“ H.J. Eckstein, S.21; ISBN:3775114319)

Amen

Im Februar 2008, Pastor Hansi Hoyer, Kinder- und Jugendwerk Süd


6. Lied:

„Es ist niemand zu groß“

Im Februar 2008, Pastor Hansi Hoyer, Kinder- und Jugendwerk Süd

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