Stiepeler Bote 224 - Februar 2015

3satzbochum

Monatszeitung für Stiepel, Weitmar-Mark, Wiemelhausen, Sundern Nr. 224 Februar 2015

Ü35-Weltmeister in Chin Woo

Kung Fu kommt aus Weitmar

Michael Streit reist jedes Jahr nach China.

Seiten 18-19

„Auch Majestäten müssen einkaufen“

Start der Serie über den Bürgerschützenverein. Seiten 14-15

Winterimpressionen

So idyllisch ist Stiepel im Schnee. Seite 17

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

EDITORIAL

kaum ein Bochumer Stadtteil ist so von Traditionen geprägt wie Stiepel. Im Königreich legt man Wert auf seine

Geschichte und pflegt sie im Verein seiner Wahl – oder gleich in mehreren. Zum Jahresbeginn laden die Vereine

zu ihren traditionellen Empfängen ein, um sich gemütlich zu treffen, in Erinnerungen zu schwelgen und auf

die Vorhaben des angebrochenen Jahres zu blicken. Oder sie lassen es zu Jahresbeginn richtig krachen, wie

Preziosa zur Prunksitzung. Tatsächlich soll es noch ein paar wenige Karten zu ergattern geben.

Tradition ist auch den Stiepeler Schützen wichtig. Sie bereiten sich schon jetzt auf ihr großes Schützenfest im

August vor und brechen dabei ganz bewusst mit dem Althergebrachten: Weil das Schützenfest von Freitag bis

Montag offensichtlich nicht mehr zum modernen, gesellschaftlichen Ablauf passt, haben sie es um einen Tag

nach vorn gelegt. Jetzt wird von Donnerstag bis Sonntag gefeiert. Wir nehmen das Ereignis zum Anlass, die

Schützen in einer neuen Serie vorzustellen.

Den Start macht der Bürgerschützenverein

1854 Bochum-Stiepel ganz allgemein. Bis

zum Sommer stellen wir monatlich die Persönlichkeiten

und Geschichten der sieben

Kompanien vor. Wir sind als Redakteure

selbst gespannt, welche lustigen, spannenden

oder nachdenklichen Begebenheiten wir

zu Tage fördern.

Mit vielen Grüßen,

Vicki Marschall und Michael Zeh

Foto: Volker Wiciok

Februar 2015 | Stiepeler Bote |

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STIEPEL AKTUELL

SPD-Gremien votieren für Thomas Eiskirch

Oberbürgermeister-Wahl: Nachfolger von Dr. Ottilie Scholz gesucht

Ein Stiepeler wird im kommenden

September neuer

Oberbürgermeister von Bochum

Eine nicht abwegige

Vorstellung, denn die SPD

wird wohl Thomas Eiskirch

ins Rennen schicken. Zurzeit

vertritt Eiskirch den

Bochumer Süden und Südwesten

als SPD-Abgeordneter

im Düsseldorfer Landtag.

Über die Personalie Eiskirch

wurde schon lange in Bochum

diskutiert, viele sahen in ihm

den geeignetsten Kandidaten

für die Nachfolge von Dr. Ottilie

Scholz auf dem Posten des

Stadtoberhauptes. Schwung

kam aber erst in die Sache,

als Ottilie Scholz Mitte Januar

erklärte, im September nicht

wieder für das höchste Stadtamt

antreten zu wollen.

Nach der Bekanntmachung

aber ging es schnell. Die

SPD hatte das Vorgehen im

Fall des Falles längst abgesprochen.

Die Parteigremien

Stiepeler Junge und bald neuer Bochumer Oberbürgermeister

Bochums SPD-Vorsitzender Thomas Eiskirch. Foto: privat

kamen entsprechend zusammen,

um über den Kandidaten

zu beraten. Unterbezirksvorstand,

die Vorsitzenden

der 39 Ortsvereine und die

Stadtbezirks-Vorsitzenden

steckten die Köpfe zusammen.

In geheimer Wahl wurde

dann Thomas Eiskirch für

die Kanditatur vorgeschlagen,

laut Informationen des Stiepeler

Boten erfolgte dieser Beschluss

einstimmig.

Der 44-Jährige ist damit aber

noch nicht zum OB-Kandidaten

bestimmt. Diese Entscheidung

obliegt den Delegierten

des Parteitages, der am 23.

März stattfinden wird. Dort

wird Eiskirch allerdings ohne

Gegenkandidaten für das OB-

Amt nominiert.

Nach der Nominierung will

Eiskirch die Zeit bis Ende

März nutzen und mit den

Mitgliedern in den Ortsvereinen

und den Bezirken ins

Gespräch kommen. „Ich rede

mit jedem, der mit mir über

Inhalte sprechen möchte. Besonders

wichtig ist mir, wie

wir Bochum weiterentwickeln

können“, sagte Eiskirch nach

seiner Nominierung.

Wer seine Konkurrenten um

den OB-Posten sind, ist derzeit

noch offen. Einzig Günter

Gleising von der Sozialen

Liste hat öffentlich gesagt,

dass er sich eine Kandidatur

vorstellen könne. CDU und

Grüne hingegen haben noch

keinen Kandidaten gekürt,

wollen sich aber auch wie alle

anderen Parteien nicht in die

Karten schauen lassen.

Die Oberbürgermeister-Wahl

wird am 13. September stattfinden.

Sollte kein Kandidat

im ersten Wahlgang die absolute

Mehrheit erhalten, wird

wohl zwei Wochen später

eine Stichwahl stattfinden.

4 | Stiepeler Bote | Februar 2015


AUS DEN VEREINEN

Die Geschichte des Stiepeler Tauben-Sports

Gerd Hagenkötter hat sie in einer Broschüre aufgeschrieben

Gerd Hagenkötter beobachtete

in den vergangenen

Jahren immer weniger Taubenschwärme

über seinem

Haus in Stiepel. Den Grund

hatte der Mann aus dem

Stiepeler Verein für Heimatforschung

schnell ausgemacht:

Es gibt immer weniger

Taubenzüchter. Und

bevor es gar keine mehr

gibt, hat Gerd Hagenkötter

die Geschichte aufgeschrieben.

„Komm Hans, komm!

– Der Brieftauben-Sport in

Stiepel“ heißt seine neue

Broschüre.

Auf 16 Seiten hat er niedergeschrieben,

was den Sport

ausmacht, welche Traditionen

gepflegt werden. Er geht zurück

bis in die 1950er Jahre.

Damals gab es elf Vereine

und fast 200 Züchter in der

Region. Mehr als 6000 Tauben

wurden jährlich zu den

Wettbewerben angemeldet.

Das Titelbild der Broschüre

zum Taubensport. Foto: privat

Heute sind es nur noch rund

1500.

Hagenkötter hat sich in der

Broschüre zudem mit der

Taube als Nachrichtenbote

beschäftigt, zudem hat er die

eine oder andere Anekdote

gesammelt, so vom viele

Jahre amtierenden Verbandspräsidenten

Prof. Dr. Josef

Kohaus, der aus Stiepel

stammte. Der förderte mit Flügen

und Versteigerungen die

Aktion Sorgenkind, der heutigen

Aktion Mensch. Mit Blick

auf diese Tradition will auch

Gerd Hagenkötter die Aktion

Mensch unterstützen. Die

Broschüre kostet fünf Euro,

50 Cent von jedem verkauften

Exemplar spendet er für den

guten Zweck.

Im Vorwort lobt Wilhelm Hensing,

Vorsitzender des Heimatvereins,

Hagenkötters

Arbeit: „Es ist wichtig, zum

jetzigen Zeitpunkt, da etliche

inaktive Tauben-Sportler ihre

Erfahrung mit diesem spannenden

Hobby noch in lebhafter

Erinnerung haben, diese

zu dokumentieren. Der Autor

hat Fakten gesammelt sowie

Dokumente und Quellen ausgewertet,

um ein lebendiges

Bild dieser so beliebten Freizeitbeschäftigung

zu zeichnen

und einen Rückblick auf

Broschüren-Autor Gerd Hagenkötter:

Foto: 3satz

ihre Anfänge zu geben.“

Erhältlich ist die Broschüre

„Komm Hans, komm! – Der

Brieftauben-Sport in Stiepel“

beim Geschichtskreis des

Heimatvereins, im Stiepeler

Getränkemarkt von Uwe Klein

an der Surkenstraße und

bei Autor Gerd Hagenkötter,

Haarholzer Straße 98, Tel.

979 18 97.

Februar 2015 | Stiepeler Bote |

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STIEPEL HISTORISCH

Vor 50 Jahren war „Schicht im Schacht“

Auf Zeche St. Barbara an der Kemnader Brücke wurde bis 1965 gearbeitet

Wer genau hinsieht, findet

noch Spuren der einstigen

Kohlenzeche St. Barbara

in Stiepel, die am 31. Januar

1965, also genau vor

50 Jahren stillgelegt wurde.

Das ehemalige Verwaltungsbebäude

an der Kemnader

Brücke wird heute

vom Sauerländischen Gebirgsverein

als Jugend- und

Wanderheim genutzt.

Im Juli 1951 wurde die Zeche

St. Barbara in Betrieb genommen.

Die Besitzer waren

zunächst Karl Scharpey und

Ludwig Brod und später die

St. Barbara GmbH & Co KG.

Mit dem Besitzer des Grubenfeldes

Schiffsruder, Franz

Haniel (Duisburg) wurden

Abbau- und Lieferverträge

geschlossen. Gleichzeitig verpachtete

der Landwirt Fritz

Schulte-Kortwig das benötigte

Grundstück (ca. 120 Ruten)

zur Anlage einer Schürfstelle.

Der Pachtzins betrug 200 DM/

Monat. Die Pächter verpflichteten

sich, an Schulte-Kortwig

zur Abgeltung des von diesem

ausgeprochenen Bergschädenverzichts

je geförderter

Tonne Kohle 2,00 DM abzuführen.

Die Zusatzleistung

durfte den Betrag von 100 DM

nicht übersteigen, auch wenn

die Durchschnittsförderung

50 Tonnen je Tag übersteigen

sollte. Der tonnlägige Schacht

Die Zeche St. Barbara mit Förderturm und den weiteren Gebäuden.

Im Hintergrund ist die Kemnader Brücke zu sehen. Foto: privat

wurde im Flöz Geitling geteuft.

Abgebaut wurden die

Flöze Geitling, Kreftenscheer

und Mausegatt. Bereits 1952

wurden mit 39 Beschäftigten

5.912 Tonnen gefördert. 1953

verpachtete Karl Scharpey

die Zeche an seine Söhne

Heinz Pappert und Helmut

Scharpey.

Die Umbauarbeiten für eine

modern eingerichtete Zeche

mit Seilfahrt und Kohlenwäsche

begannen 1954. Durch

die Mechanisierung ist die

Wirtschaftlichkeit erhöht worden.

Die Teufe des Förderschachtes

betrug 120 Meter.

1963 betrug die maximale

Förderung 22.750 Tonnen mit

63 Beschäftigten.

Am 31. Januar 1965 erfolgte

die Stilllegung der Zeche St.

Barbara. Der Abbau war bis

in eine Teufe von 140 Meter

vorgedrungen. Von 1951 bis

zur Stilllegung 1965 wurden

224.444 Tonnen gefördert.

Die Förderleistung ist ab 1955

bis 1965 jährlich gestiegen,

von 1,13 auf 1,48 t/MS.

1967 wurden die über Tage

Die Zeche Gibraltar an der

Ruhr.

Foto: privat

stehenden Gebäude und Anlagen

abgebrochen und der

Schacht verfüllt.

Diese Informationen hatte

Manfred Bähr vom Stiepeler

Knappenverein schon für sein

Zechenbuch recherchiert.

Mittlerweile hat er ergänzende

Informationen zur Zeche

St. Barbara gesammelt. So

hat er Dokumente in Archiven

gefunden, die belegen, dass

die Zeche auch nach 1965

weiter genutzt werden sollte.

Der Schacht sollte für den

Aufschluss des Feldes vereinigte

Gibraltar Erbstollen benutzt

werden. So schrieb die

Bergbau-Aktiengesellschaft

Lothringen im April 1965 an

den Rationalisierungsverband

des Steinkohlenbergbaus,

„den Schacht vorübergehend

zur Förderung der anfallenden

Ortsberge verwenden“ zu wollen.

Weiter: „Nach dem Durchschlag

mit unserer 3. Sohle

(rd. 140 m NN), die von unseren

Herbeder Schächten

aus aufgefahren wird, soll der

Schacht St. Barbara zur Bergeversorgung

und vor allem

für die Wetterführung als Ausziehschacht

benutzt werden.“

Doch trotz aller Rationalisierungsversuche

– das Zechensterben

wurde nur verzögert.

1974 war auch auf

Gibraltar Erbstollen „Schicht

im Schacht“.

6 | Stiepeler Bote | Februar 2015


STIEPEL AKTUELL

Stiepel feiert Karneval

Theaterverein Preziosa: Große Prunksitzung im Saalbau Spitz

Der Höhepunkt des Karnevals

in Stiepel steht kurz

bevor. Der Theaterverein

Preziosa 1889 Stiepel veranstaltet

in 2015 eine Große

Prunksitzung. Am Karnevalssamstag,

14. Februar,

regieren die Narren im Haus

Spitz.

Das Motto der Karnevalssession

2015 lautet dabei „Ein

Dreifach Hoch der Narretei

– Preziosa Stiepel ist dabei“.

Garantiert ist wieder ein unterhaltsames,

narrisches Programm

für junge wie ältere

Karnevalisten – vorm Gardetanz

zur Büttenrede, vom Alleinunterhalter

zur Showtanzgruppe.

Und natürlich haben

die Mitglieder der Preziosa

wieder viele Parodien eingeübt,

die sie dann am Karnevalssamstag

auf die Bühne

bringen werden. Und nach

Helmuth Pohl, Vorsitzender des Theatervereins Preziosa, wird

wieder durch die Prunksitzung leiten.

Foto: 3satz

dem Programm wird wieder

ein DJ wieder Tanzmusik

auflegen, denn der Saal wird

traditionell bis tief in die Nacht

„gerockt“.

Gefeiert wird am Karnevalssamtag,

14. Februar, ab 19.11

Uhr. Einlass ist ab 18.11 Uhr,

im Saal von Haus Spitz an der

Kemnader Straße 138. Karten

kosten 20 Euro. Zwar ist

die Nachfrage wie in jedem

Jahr groß, dennoch bestehen

noch gute Chancen, eines

der begehrten Tickets zu erhalten.

Denn immer wieder

gibt es sogenannte „Rückläufer“,

die aus Termin- oder

Krankheitsgründen nicht für

die Prunksitzung eingelöst

werden können. Informationen

und Karten gibt es beim

Preziosa-Vorsitzenden und

Sitzungspräsidenten Helmuth

Pohl, Tel. 79 74 36.

Februar 2015 | Stiepeler Bote | 7


AUS DEN VEREINEN

Siegfried Blank sticht alle aus

Diana 1907: Schützen spielen Skat

Mitte Januar war es wieder

soweit: Der Schützenverein

Diana Sundern 1907 veranstaltete

in den Räumen des

Vereinslokals Borgböhmers´

Waldesruh das traditionelle

Skat-Turnier um den „Rosemarie-Veltins-Pokal“.

Exakt 50 Skatbrüder setzten

sich zusammen, um aus ihren

Reihen in zwei Spielrunden

den Besten für dieses Jahr zu

ermitteln. Dabei waren auch

die ausliegenden Präsente

ein reizvolles Ziel, möglichst

viele Punkte zu erreichen.

Nach dem ersten Durchgang

wurde in der Pause der leckere

Grünkohl mit Beilagen

aus der Küche des Hauses

Borgböhmer serviert. Anschließend

startete der zweite

Durchgang, nach dem dann

zu vorgerückter Stunde Siegfried

Blank mit 1416 Punkten

als Sieger fest stand. Somit

gewann er den gut gefüllten

Frühstückskorb. Der erste

Vorsitzende des Vereins,

Claus-Peter Malz, überreichte

ihm den Pokal und gratulierte

zum Turniersieg.

Den zweiten Platz belegte Peter

Fischer mit 1320 Punkten

vor Adolf Hein mit 1237 Punkten.

Kalligrafie-Workshops im JUST

Am Samstag, 21. Februar, und Sonntag, 22. Februar, finden

im Jugendfreizeithaus JUST an der Voßkuhlstraße Kalligrafie-Workshops

statt. Der erste Kurs (13 bis 18 Uhr, 65 Euro)

richtet sich an Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren, der

zweite (11 bis 18 Uhr, 80 Euro) an Erwachsene. Die Workshops

richten sich an Menschen mit Lust an Schrift, Farbe,

Form und spannenden Techniken. Gearbeitet wird auf Pappe

und Aquarellpapier mit den unterschiedlichsten Farben und

Werkzeugen, u.a. Kohlestiften, (Bambus-)Rohrfedern, Kalligrafiefedern,

Balsaholz, Cola-Federn, Reissfedern, Strohhalmen,

Pinseln, Walzen und Spachteln. Infos und Anmeldungen bei

Workshop-Leiterin Simone Rahn-Crettenand, Tel. 58 99 205,

Mail: screttenand@yahoo.com, www.kalligrafisches.de

Freuen sich über den Anhänger: Natalie Grzyska, Steffen Pospiech,

Anne Behrenbeck (Haus Oveney), Luca Meischein, Marvin

Herwegh (clever-fit), Manuel Felmüller, Merle Schmidt-Gahlen (clever-fit),

Patrick Sell, Rüdiger Maus (Maus-Versicherungen), Stefanie

Lueg (Lueg-Bestattungen), Florian Spieckermann (DLRG),

Andreas Lueg (Lueg- Bestattungen).

Foto: privat

Neuer Anhänger für DLRG

Stiepeler Unternehmer helfen

Dank zahlreicher Sponsoren

kann sich die DLRG Ortsgruppe

Bochum-Süd über

einen neuen Anhänger freuen.

Die Bochumer Firmen

und Restaurants Stiepeler

Getränkemarkt, Bestattungen

Lueg, Tischlerei Reininghaus-Seifert,

Malermeisterbetrieb

Koppka, Restaurant

Alt Piräus, Land-, Bau- und

Gartengeräte Gathmann, Fitnessstudio

Clever-fit, Optiker

Easyoptix, Restaurant Haus

Oveney, Malerexpress Marsilius,

Sanitär-Heizung-Klima

Jung GmbH und Versicherungsmakler

Maus haben

durch den Ankauf einer Werbefläche

die Finanzierung ermöglicht.

Die Sponsoren drücken auf

diese Weise ihre Verbundenheit

zur Ortsgruppe Bochum-Süd

aus, der Verein

bedankt sich mit Werbung auf

allen öffentlichen Veranstaltungen.

Der Anhänger wurde

bei einem kleinen Umtrunk an

der Wachstation übergeben

und steht dem Verein nun zur

Verfügung.

8 | Stiepeler Bote | Februar 2015


AUS DEN VEREINEN

Zum traditionellen Neujahrsempfang des Bürgerschützenvereins Stiepel versammelte sich die Schützenfamilie auf

dem Vereinsgelände an der Ziegenbock-Deckstation an der Kosterstraße. Die Schützen freuten sich über viele Gäste aus den befreundeten

Schützenvereinen, des Knappenvereins und des Stiepeler Vereins für Heimatforschung. Bei zünftigen Speisen wie Panhas und

kühlen Getränken stand bei den Gesprächen das Schützenfest im Mittelpunkt, das im September in Stiepel gefeiert wird. Fotos: 3satz

(Baustellen-)Blick zurück und nach vorn

Neujahrsempfang des Heimatvereins

Einen ausführlichen Blick zurück

gab es beim traditionellen

Jahresempfang des Heimatvereins.

Thema diesmal:

die Kosterstraße. Wilhelm

Hensing, erster Vorsitzender

des Vereins, referierte mit

vielen alten Bildern über die

Straße, die die Bürger in den

vergangenen Jahren mit einer

riesigen Baustelle verbinden.

Er zeigte alte Bilder, auf denen

kaum ein Auto zu sehen

ist und neuere, die Ausgrabungsschätze

der Bauarbeiter

darstellen, unter anderem

die Reste einer Modepuppe.

Natürlich blickte Hensing

auch nach vorn. So steht

eine eigene Baustelle an der

Pfingstblume an: der Erweiterungsbau.

„Die Bodenplatte

soll bis März gelegt sein“, teilt

der Vorsitzende den Mitgliedern

mit, „danach steht die

Finanzierung noch nicht fest.“

Der Heimatverein hat zwar an

der Projektausschreibung der

Stadtwerke für Vereine und

Institutionen teilgenommen,

es aber nicht in die entscheidende

Runde geschafft. Die

Kosten für den Rohbau belaufen

sich allein auf 20.000

Euro. Wie der Verein das

Geld aufbringen will, ist noch

unklar. vim

Beim Neujahrsempfang des Heimatvereins referierte Wilhelm

Hensing über die Geschichte der Kosterstraße. Foto: 3satz

Februar 2015 | Stiepeler Bote |

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STIEPEL AKTUELL

Als Jahrgangsbeste zum Meistertitel

Nicole Seifert-Schüler erste Bestattermeisterin in Bochum

Nicole Seifert-Schüler aus

dem Stiepeler Traditionsunternehmen

Reininghaus-Seifert

an der Kemnader Straße

ist seit Mitte Januar Bestattermeisterin.

Ein Jahr lang

hat sie einmal im Monat eine

Woche die „Lehrbank“ in

Münnerstadt/Unterfranken

gedrückt. Im dortigen Bundesausbildungszentrum

des

Bestatter-Fachverbandes

lernte sie in zwölf Modulen

u.a. die Fächer Recht, Hygiene,

Psychologie sowie Marketing

und Qualitätsmanagement.

Im Dezember 2014

stand die schriftliche Prüfung

auf dem Programm, Anfang

Januar folgten mündliche Prüfungen.

Nicole-Seifert-Schüler

schloss die Meisterausbildung

als Jahrgangsbeste

ab und ist nun die erste Bestattermeisterin

in Bochum.

2011 hatte die 28-Jährige

bereits den Tischlermeister

„gemacht“, seit 2012 ist sie

auch Restauratorin im Tischlerhandwerk.

Bestattermeisterin Nicole Seif

e r t - S c h ü l e r. F o t o : p r i v a t

Coverbands spielen Rock und Pop im Doppelpack

Drinkin´Ovations und Steel Town B erstmals gemeinsam im Saalbau Spitz

Eine Veranstaltung der besonderen

Art erwartet die

Freunde von Rock-, Bluesund

Oldiemusik am Samstag,

7. Februar, im Saal von Haus

Spitz an der Kemnader Straße

138 in Stiepel: Mit Drinkin´Ovations

und Steel Town

B bestreiten zwei der ältesten

Coverbands Bochums zum

ersten mal gemeinsam eine

Live-Party.

Die Veteranen der Covermusik

um Peter Steigersdorfer

(Drinkin‘ Ovations) und Werner

Romberg (Steel Town B),

alle schon seit mehr als zwanzig

Jahren auf den Bühnen in

und um Bochum herum auf

Tour, spielen ehrliche, handgemachte

und kernige Gitarrensounds,

Bluesballaden

und Hits der letzten fünfzig

Jahre; ein breites Spektrum

von Smokie über Joe Cocker,

Eric Clapton, Pink Floyd,

Rolling Stones, Chuck Berry,

Elvis bis David Bowie. Insgesamt

werden mehr als vier

Stunden Livemusik geboten,

zum Mitsingen, Tanzen, Abrocken

oder einfach nur zum

Zuhören.

Beginn der Veranstaltung ist

um 19.30 Uhr, Einlass ist ab

18.30 Uhr; Karten sind im Vorverkauf

im Haus Spitz für 10

Euro noch erhältlich, an der

Abendkasse kostet eine Eintrittskarte

13 Euro.

Das Team aus dem Haus

Spitz bietet Getränke und kleine

Speisen zu zivilen Preisen

an.

10 | Stiepeler Bote | Februar 2015


KURZ BERICHTET

Kinder- und Babykleidung

Flohmarkt in St. Marien

Inzwischen ist es lieb gewonnene

Tradition: der Förderverein

der Katholischen Kindertagesstätte

Gräfin Imma

in Stiepel lädt erneut zum

Kinder-Klamotten-Flohmarkt

ein. Geboten wird Raum für

Kinder- und Babykleidung,

Spielzeug, Zubehör und Umstandsmode.

Der Flohmarkt

findet am Samstag, 28. Februar,

von 9 bis 12 Uhr im

Pfarrheim St. Marien Stiepel

statt. Die Veranstalter freuen

Kinder-Klamottenbasar

Der Flohmarkt findet im Pfarrh

e i m s t a t t . F o t o : p r i v a t

sich auf viele Besucher und

Verkäufer. Nähere Infos finden

im Internet unter:

graefin-imma.de

Am Samstag, 7. März, öffnet das Klamottenbasarteam von

10 bis 13 Uhr das Pfarrheim St. Albertus Magnus (Königsallee

171) zum Stöbern und Kaufen. Bereits ab 9.30 Uhr haben

Schwangere (gegen Vorlage des Mutterpasses) Eintritt. Angeboten

werden Kinderbekleidung, Babyzubehör sowie Bücher,

CDs und Spielwaren. Infos gibt es per Mail unter:

claudia@giesen-familie.info

Jugendfreizeit an die Adria

Die evangelische Jugend Stiepel fährt im Sommer zur Jugendfreizeit

nach Italien. Vom 25. Juli bis zum 7. August wird das

Freizeitlager an der Adria bezogen. Mitfahren können Kinder

und Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren. Die Teilnahme

kostet 500 Euro. Informationen und Anmeldungen im Gemeindebüro

oder per Mail unter: m.p.antoine@hotmail.de

Marienlob in Lied und Musik

Das nächste Konzert in der Reihe Marienlob findet am Sonntag,

8. Februar, um 15 Uhr in der Wallfahrtskirche St. Marien

statt. Das Solistenkonzert wird gestaltet von Birgit Schwab (Gitarre)

und Daniel Ahlert (Mandoline). Sie spielen aus der „Ära

der Virtuosen“ die Musik der Romantik mit Werken von Niccolo

Paganini, Henrik Rung, Raffaele Calace, Napoleon Coste und

Carlo Munier. Schwab und Ahlert musizieren seit 1992 zusammen

und haben hunderte Konzerte in Europa und den USA

gegeben.

Aktivreise nach

Andalusien

Die AWO meldet noch freie

Plätze für ihre betreute Flugreise

mit Senioren nach Almunécar

an die Costa del Sol

vom 19. April bis zum 2. Mai.

Dabei wird die spannende

Kulturgeschichte Andalusiens

mit seinen unvergleichlichen

Baudenkmälern, geprägt

durch 700-jährige maurische

Herrschaft und das Zusammentreffen

von morgen- und

abendländischer Baukunst

und Lebensstile erlebt. Geplant

sind Ausflugsfahrten

nach Granada, Malaga und

Gibraltar. Info und Ausschreibungsunterlagen

sind

kostenlos erhältlich bei der

AWO-Witten/ Wetter / Herdecke,

Tel. 02302/ 20 20 790

Februar 2015 | Stiepeler Bote | 11


KURZ BERICHTET

Bischoff neue Vorsitzende

CDU Wiemelhausen hat gewählt

Kröger neuer Geschäftsführer

Freizeitzentrum Kemnade GmbH

Die Mitgliederversammlung

der CDU Wiemelhausen hat

Dr. Heidi Bischoff einstimmig

zur neuen Vorsitzenden des

Ortsverbandes gewählt.

Unterstützung erhält die Kommunalpolitikerin,

die auch Mitglied

in der Bezirksvertretung

Bochum-Süd ist, von Ihren

Stellvertretern Lars Behrens

und Ralf Mondry. Als Schatzmeisterin

wurde Christa

Streit im Amt bestätigt. Zum

Schriftführer wählte die Versammlung

Marcus Stawars.

Der Vorstand wird durch die

Beisitzer Marc Beneke, Kurt

Bertram, Klaus Giesen, Peter

Lucas, Gerhard Schröder,

Christoph Stahl, Michael

Streit und Helga Verkuyl komplettiert.

Für Heidi Bischoff ist das gute

Wahlergebnis Freude und

Verpflichtung zugleich. Das

Dr. Heidi Bischoff ist neue Vorsitzende

der CDU Wiemelhausen.

Foto: privat

ihr geschenkte Vertrauen will

sie in ihrer politischen Arbeit

und dem Bemühen um die

Anliegen der Bürger aus Wiemelhausen

umsetzen.

Mit Wirkung zum 1. Januar ist

Thorsten Kröger zum neuen

Geschäftsführer der Freizeitzentrum

Kemnade GmbH bestellt

worden. Der 50-Jährige

folgt Wilfried Perner, der Ende

2014 in den Ruhestand ging.

Kröger verfügt über umfangreiche

berufliche Erfahrungen

im Bereich Veranstaltungswesen

und Tourismus. Er war

bei der Bochumer Veranstaltungs-GmbH

beschäftigt und

leitete dort die Abteilung Veranstaltungsmanagement

und

Tourismus in der Jahrhunderthalle

Bochum. Beim Regionalverband

Ruhr organisierte

er die Restrukturierung der

Freizeitgesellschaften. Thorsten

Kröger: „Ich freue mich

Thorsten Kröger.

darauf, gemeinsam mit dem

Team die erfolgreiche Arbeit

hier fortzusetzen. Wir wollen

die Weiterentwicklung des

Erholungs- und Freizeitangebotes

am See verfolgen, um

auch weiterhin attraktive und

zeitgemäße Angebote machen

zu können.“

12 | Stiepeler Bote | Februar 2015


FREIZEIT UND KULTUR

Mit dem Wintersport-Zug ins Hochsauerland

Der „Rheingold“ startet zur nostalgischen Eisenbahnfahrt nach Willingen

Ganz im Stil der Wintersportzüge

aus den 60er und

70er Jahren begibt sich ein

Sonderzug am Samstag, 28.

Februar, auf den Weg von

Bochum nach Willingen ins

Hochsauerland.

Schlitten oder Ski werden

kostenlos mitgenommen und

kommen auf den hoffentlich

tief verschneiten Pisten zum

Einsatz. Die Kleinstadt im Willinger

Upland ist ein weithin

bekannter Wintersportort mit

Ski- und Rodelpisten rund um

den 838 m hohen Ettelsberg.

Die Pisten sind zu Fuß vom

Bahnhof aus in 15 bis 20 Minuten

erreichbar. Im romantischen

Ortskern mit vielen

schönen Fachwerkhäusern

gibt es zahlreiche Cafés und

Restaurants. Zudem locken

viele schöne Winterwanderwege

rund um den Ort und

natürlich auch auf den Ettelsberg,

es wird auch eine

geführte Wanderung zur Weltcup-Skisprungschanze

am

Mühlenkopf oder eine Planwagenfahrt

angeboten. Der

In eine Bilderbuch-Winterlandschaft verwandelt sich das Städtchen

Willingen im Hochsauerland.

Foto: privat

Aufenthalt in Willingen wird

etwa fünf Stunden betragen.

Die Fahrt in den 1.- oder

2.-Klasseabteilen der Wagen

der 1960er und 1970er Jahre

allein ist schon die Reise

wert. Besonderes Ambiente

findet sich im einzigen, betriebsfähigen

Rheingold-Speisewagen

von 1928 oder in

der verglasten Aussichtskanzel

des „DomeCar“ von 1962.

Am Fenster ziehen die sich

abwechselnden Landschaften

vorbei, während man das Reisen

einer vergangenen Epoche

genießt.

Am Hauptbahnhof Bochum

geht es am Morgen gegen

10:40 Uhr los, die nächsten

Zustiege sind dann Witten,

Hagen und Schwerte (Ruhr).

Der Zug wird am Abend gegen

20:20 Uhr zurück erwartet.

Die Fahrkarten für Hin- und

Rückfahrt kosten für Erwachsene

im 2. Klasse-Schnellzugwagen

54 Euro, in der 1.

Klasse 74 Euro, Kinder von 4

bis 16 Jahren zahlen 20 Euro

weniger. Die Sitzplätze in den

Rheingold-Wagen kosten je

nach Kategorie zwischen 159

und 189 Euro pro Person inklusive

Frühstück und Abendessen

während der Fahrt.

Weitere Infos und Fahrkartenbestellungen

telefonisch unter

0 20 41 - 34 84 668 oder unter

www.nostalgiezugreisen.de.

Die Wagen des „Rheingold“ bilden den nostalgischen Zug in Richtung

Hochsauerland.

Foto: privat

Februar 2015 | Stiepeler Bote | 13


SERIENSTART STIEPELER SCHÜTZEN

1964

1967 1970 1973

„Auch Majestäten müssen einkaufen“

Stiepeler Schützen schätzen und pflegen ihre Traditionen

Fotos: BSV 1854, Grafik: Fotolia

1961

1958

1954

1938

1935

Vor mehr als 160 Jahren

haben sich die Stiepeler

Schützen gegründet, ihre

Traditionen halten sie auch

heute hoch. „Wenn man

sich einmal als Stiepeler

Schütze verschrieben hat,

ist man es mit Leib und

Seele“, bringt es Karl-Heinz

Witthüser auf den Punkt.

Erlebt man die Schützen regelmäßig,

dann stellt man

fest, dass sie vor allem eines

sind: gesellig.

Ein Blick in die

Statuten der

Gründungszeit

bestätigt genau

das. Ein wesentlicher

Zweck

es Vereins ist

es „ohne Unterschied

des Standes

durch ein zu

begleitendes Fest

ein anständiges

und allgemeines

Vergnügen herbeizuführen,

um das Bestehen des Vereins

zu sichern.“

Begleitende Feste gibt es

die Stiepeler Schützen immer.

Kürzlich haben sie zum

Jahresempfang eingeladen.

Schlachtfest, Jubiläum, Maifest

der Vereine. Doch das

wichtigste aller Feste steht

im August wieder an: Schützenfest.

Dann wird wieder ein

neues Oberhaupt gekrönt. Der

amtierende König und gleichzeitig

erster Vorsitzender des

BSV 1854 Bochum-Stiepel

ist seit mehr als 40 Jahren

dabei. Durch seinen Vater

kam er zu den Schützen und

hat seitdem die typischen

Stationen durchlaufen.

„Wenn man

sich einmal

den Schützen

verschrieben

hat, dann

mit Leib und

Seele“, sagt

er mit Stolz

in seiner

sonoren

Stimme.

Königreich

Stiepel –

darin stecke

schon etwas Besonderes. In

Stiepel sei es familiärer als

in anderen Stadtteilen, auch

durch das Verhältnis zu den

anderen Vereinen. „Zwischen

den Vereinen besteht ein toller

Zusammenhalt.“

Das Leben als König im Königreich

genießt

Witthüser bis

August weiterhin.

„Ihre Majestät

kommt!“,

heißt es, wenn

er oder seine

Frau ein

Geschäft betreten.

Es ist

freundschaftlich

und anerkennend

gemeint.

„Man

merkt, wie

die Leute

das würdigen

und sich

mitfreuen“,

so der Schützenkönig. Und

natürlich grüßt das Paar zurück:

„Auch eine Majestät

muss einkaufen“,

sagt Marlies

Witthüser

und

ihr Mann

an der

Tankstelle:

„Auch der

Wagen einer

Majestät

braucht

Benzin.“

vim

1979

1854

1988

1894

1904

1927

1933

1935

14 | Stiepeler Bote | Februar 2015


SERIENSTART STIEPELER SCHÜTZEN

1982 1985

Zeit für neue Traditionen

Ablauf des Schützenfests ändert sich

Königspaare

seit 1892

(Liste nicht vollständig)

1892 G. Schröder & Frl. Adelheid Brüggeney

Traditionen sind gut

und wichtig. Gerade der

Schützenverein hegt

und pflegt sie. Trotzdem

musste er einsehen, dass

die Zeit reif für Veränderungen

ist. Denn der Ablauf

des Schützenfestes ist

nicht mehr zeitgemäß.

Es ist schon ein Wagnis für

die Stiepeler Schützen mit

dem jahrzehntelangen Ablauf

des Schützenfestes zu brechen.

Aber es ist an der Zeit.

„Vor allem der Montag hat uns

immer mehr Bauchschmerzen

bereitet“, gibt der amtierende

Schützenkönig und 1. Vorsitzender

Karl-Heinz Witthüser

zu, „am Montag bekommen

nicht alle Urlaub und die Kinder

auch nicht schulfrei.“

Deshalb findet das Schützenfest

erstmals von Donnerstag

bis Sonntag statt. Das Fest

beginnt am Donnerstagabend

mit der Totenehrung am

Ehrenmal, danach trifft

man sich zum Umtrunk im

Festzelt.

Freitags wird groß gefeiert:

nachmittags die Kinder,

abends die Erwachsenen.

Bis 18 Uhr erwartet die Kinder

ein Kinderkarussell, ein

Zauberer und vieles mehr.

„Wir sind überzeugt, dass das

Kinderfest jetzt wieder richtig

voll wird“, sagt Witthüser.

Abends findet eine große

Party für jedermann statt.

Für Stimmung sorgen The

Tweens und Michael Wurst,

die auch am Samstag beim

Königsball spielen werden.

Das Wochenende ist im Ablauf

wie gewohnt: Königsschießen

und Königsball am

Samstag, der große Umzug

durch Stiepel mit den Nachbarvereinen

am Sonntag.

Der neue Ablauf soll entspannter

für die Schützen und

auch die Gäste sein. „Unsere

junge Generation ist begeistert

und befürwortet das“, erzählt

der Vorsitzende, „die Älteren

waren erst nicht erfreut,

aber allen ist klar, dass sich

etwas ändern muss, wenn

das Schützenfest weiterbestehen

soll.“

1976

1935 Heinrich Welker & Gertrud Rumberg

1938 Wilhelm Althaus & Hilde Schmuch

1954 Gustav Kortwig & Elisabeth Jannett

1958 Gottfried Gustrau & Lore Flassig

1961 Werner Middelmann & Gerda Hasenkamp

1964 Friedrich Porsdorf & Änne Grotthaus

1967 Gerd & Hanne Finke

1970 Wilhelm Brinkmann & Ingeburg Borgmann

1973 Walter & Inge Bottmer

1976 Rolf & Irene Füßgen

1979 Hans Wilhelm Wegermann & Brigitte Göbel

1982 Helmut & Gisela Kowalke

1985 Arthur Haardt & Helga Haarmann

1988 Hans Wilhelm & Margret Wegermann

1991 Helmut & Else Eckert

1994 Heinz-Günter & Marianne Becker

1996 Werner & Edelgard Middelmann

2000 Gerd & Ingrid Hoffstiepel

2003 Michael & Sabine Gisselmann

2006 Gerd & Hildegard Schemhoff

2009 Dirk & Ellen Hermes

2012 Karl-Heinz & Marlies Witthüser

1938 1954 1973 1989 1995 2010

2015

Februar 2015 | Stiepeler Bote | 15


AUS DEN SPORTVEREINEN

Oliver Arndt rennt 48 Kilometer

Springorum-Läufer unterwegs

Mitte Januar startete die 59.

Auflage der Westdeutschen

Waldlaufserie in Essen. Am

Start des 9,2 Kilometer langen

Hauptlaufes auf der

Margaretenhöhe war auch

Renate Gottschewski von der

BSG Springorum Bochum.

Bei kaltem aber trockenem

Wetter lief sie in persönlicher

Streckenbestzeit von 51:29

Minuten als 17. der Gesamtwertung

und Zweitplatzierte

der Altersklasse W55 über die

Ziellinie.

Am 7. Lauf „Rund um den

Halterner See“ nahmen Uwe

Beick, Wolfgang Welzel und

Marianne Preuß teil. Auf der

Zehn-Kilometer-Runde um

den Stausee erreichte Beick

als erster des BSG-Trios in

47:19 Minuten als 25. der Altersklasse

M50 das Ziel an

der Seestadthalle. Es folgte

Preuß, die sich erstmals nach

langer verletzungsbedingter

Pause wieder an die Startlinie

wagte, in guten 49:58 Minuten

als Vierte der Altersklasse

W55. Welzel erreichte die

Ziellinie nach 51:28 Minuten

als 61. der Altersklasse M45.

Ultramarathonläufer Oliver

Arndt hatte sich gleich zum

Jahresbeginn eine längere

Strecke ausgesucht: Er lief

48 Kilometer beim KEU in

Düsseldorf. Die vier Runden

á 12 Kilometer mit insgesamt

1450 Höhenmetern zwischen

Düsseldorf-Gerresheim und

Mettmann schaffte er trotz

eines Verlaufers in schnellen

5:38:32 Stunden und belegte

damit den sechsten Platz in

der Gesamtwertung.

Beim 13. Kevelaer Marathon

stand Anke Libuda an der

Startlinie. Es galt die 42,195

Kilometer auf einer Sechs-Kilometer-Runde

zu absolvieren.

Anke Libuda lief ein kontrolliertes

Rennen und belegte

nach 3:43:37 Stunden den 10.

Platz der Gesamtwertung und

Platz drei in der Altersklasse

W35.

Über neue Trikots freuen sich die E-Jugendfußballer von

RW Stiepel mit ihrem Trainer Sven Hagenfeld. „Eismann“ Paul

Bednarczyk sponsorte die neue Ausrüstung. Foto: privat

Trenkenschu startet in den USA

Große Auszeichnung für Evelyn Trenkenschu

(Foto): Die Gymnastin des

TV Brenschede freut sich über eine

persönliche Einladung zu „LA light

2015“, einem der größten internationalen

Turniere der Rhythmischen

Sportgymnastik. Dazu reiste sie vom

22. bis zum 25. Januar in die USA.

Das Turnier fand in Culver City (Kalifornien)

statt. Sie ging in der Juniorenleistungsklasse

AK 15 an den Start.

46 Gymnastinnen aus verschiedenen

Ländern waren dabei ihre Konkurrentinnen.

16 | Stiepeler Bote | Februar 2015


WINTERIMPRESSIONEN AUS STIEPEL

Fotos: 3satz/sure

Februar 2015 | Stiepeler Bote | 17


BLICK NACH WEITMAR-MARK

Der neue Ü35-Weltmeister in

Michael Streit reist jedes Jahr nach China,

Kung Fu ist eine traditionelle chinesische Sportart, deren Anfänge

bis in das Jahr 2600 vor Chr. zurückgehen. Bekannt wurde

Kung Fu in Europa auch durch die Bruce Lee-Filme in den

1980er Jahren. „Kung Fu heißt ins Deutsche übersetzt aber keineswegs

kämpfen, sondern harte Arbeit“, räumt Michael Streit

mit einer weit verbreiteten Fehldeutung sofort einmal auf. Und

der 38-Jährige muss es wissen. Seit nunmehr 23 Jahren betreibt

er Kung Fu. Genauer gesagt Chin Woo Kung Fu.

Michael Streit trainiert mit seinem 15-jährigen Schüler Oliver Sitter.

Seit 23 Jahren praktiziert der Weitmarer „harte Arbeit“ – was Kung

Fu übersetzt bedeutet.

Die nächste Ausgabe des Stiepeler Boten erscheint am

28. Februar.

Anzeigen- und Redaktionsschluss: 17. Februar.

Die Sportart eignet sich für alle Altersklassen. Der Nachwuchsbereich

boomt gerade.

Fotos(4): 3satz (Sure)

18 | Stiepeler Bote | Februar 2015


harter Arbeit kommt aus Weitmar

praktiziert und lehrt Chin Woo Kung Fu

BLICK NACH WEITMAR-MARK

Und in diesen 23 Jahren hat

es der Weitmarer zu großer

Perfektion gebracht. Erstmals

reiste der 1. Vorsitzende

des Chin Woo (Sport) Vereins

Bochum im Jahr 1998

in das Reich der Mitte nach

Shanghai und ließ sich dort

von einheimischen Lehrern

unterrichten. Seither fliegt

Streit nahezu jedes Jahr nach

China, um sich im Chin Woo

von den einheimischen Lehrern

weiter ausbilden zu

lassen. Mit großem

Erfolg.

Im August

2014 wurde

Michael

Streit in

Shanghai

Weltmeister

im Chin

Woo Kung Fu der

Altersklasse Ü35. Chin

Woo Kung Fu steht für die

traditionelle Art des Kung Fu.

Dabei werden Kampfkunst

und die chinesische Kultur

miteinander verbunden. „Bei

der WM gab es ausschließlich

Formenläufe mit und ohne

Waffen. Formen ist für mich

so etwas wie Schattenboxen

und Tanzen ohne Musik“, erklärt

Streit. Traditionell überlieferte

Techniken und Bewegungsabläufe

werden dabei in

Perfektion präsentiert.

Der Chin Woo (Sport) Verein

Bochum ist einer von nur drei

Vereinen deutschlandweit, in

dem diese traditionelle Art des

Kung Fu angeboten wird.

Denn es gibt stringente

Kriterien, die jeder

Verein bzw. jede

Schule

erfüllen

und dem

Weltverband

präsentieren

muss.

„Dazu gehört,

dass jede Chin

Woo-Schule

zehn Form

e n

lehren

können

muss“, berichtet

Streit.

Neben diesem

traditionellen Kung

Fu wird im Chin Woo

Bochum an der Karl-Friedrich-Straße

auch Sanda (Vollkontakt-Kung

Fu, das chinesische

Kickboxen), Kraftsport

und Federfußball angeboten.

Rund 100 Mitglieder

zählt der Verein

mittlerweile.

„Vor allem

der Nachwuchsbereich

boomt im Moment.

Unsere Sportangebote richten

sich an Personen von 3

bis 99 Jahren“, sieht Streit

Kung Fu als optimale Sportart

für alle Altersklassen an.

Optimal auch für Frauen

und Mädchen, die in Weitmar

eine Art der Selbstverteidigung

erlernen können.

Am 13. Juni 2015 ist die

Erich-Kästner-Schule im Übrigen

d e r

Nabel der

Chin Woo Welt, zumindest

der des europäischen

Chin Woo Kung

Fu. Dann richtete der Chin

Woo (Sport) Verein Bochum

nämlich den „Chin Woo Cup

2015“ aus. „Dazu erwarten wir

über 200 Starter“, freut

sich Michael Streit

bereits auf dieses

Event.

Interessenten,

die nicht

so lange warten

wollen,

finden nähere

Informationen

unter www.

chinwoo-bochum.de

oder

können sich

direkt mit

Weltmeister

Michael Streit telefonisch unter

0177/8677853 in Verbindung

setzen. Martin Jagusch

Februar 2015 | Stiepeler Bote | 19


AUS DEN SPORTVEREINEN

Eicke Schumacher seit 40 Jahren im Tennisclub

TC RW Stiepel: Vorsitzender Ulrich Noetzlin ehrte verdiente Mitglieder

Wenn an einem Sonntag

Anfang Januar zur besten

Mittagszeit der Parkplatz

auf der Stiepeler Tennisanlage

überfüllt ist, dann liegt

das meist daran, dass zum

traditionellen Neujahrsempfang

im Clubhaus bei Ulla

Potthoff geladen wurde.

Dieser schönen Tradition

folgten Mitte Januar wieder

gut 80 Mitglieder, um das

neue Tennisjahr zu begrüßen

und das alte Revue passieren

zu lassen.

In seiner Ansprache bedankte

sich der erste Vorsitzende

des größten Bochumer

Tennisclubs, Ulrich Noetzlin,

nochmals für die von den Mitgliedern

geleistete Arbeit im

vergangenen Jahr, insbesondere

beim sportlichen Highlight

2014, den Deutschen

Mannschaftsmeisterschaften

Viele gute Gespräche führten die Gäste beim Neujahrsempfang im

Clubhaus des TC RW Stiepel.

Foto: privat

der Herren 50 auf der Stiepeler

Anlage an der Kemnader

Straße.

Es ist fester Bestandteil des

Stiepeler Neujahrsempfangs,

dass Ulrich Noetzlin

die Jubilare des Club ehrt.

So überreichte er in diesem

Jahr einen Blumenstrauß an

Lilo Wortelmann zu ihrem 70.

Geburtstag. Ebenso ehrte er

für ihre 25-jährige Vereinsmitgliedschaft

Gaby und Jürgen

Klingelhöfer, Rosi und Rainer

Leonhardt, Rüdiger Wortelmann,

Franz Erdmann und

Günther Dvorak. Auf stolze 40

Jahre Zugehörigkeit beim TC

kann Eicke Schumacher zurückblicken.

Auch für die treuen langjährigen

Dienste der Herren Platzwarte

Derfel, Kaniecki und

Kuhn fand Ulrich Noetzlin nur

lobende Worte. Geehrt wurde

Herr Kuhn für seine mittlerweile

15-jährige Vereinstätigkeit.

Das Jahr 2015 verspricht für

die Stiepelaner ebenfalls ereignisreich

zu werden, steht

doch für den Tennisclub das

90-jährige Vereinsjubiläum

an, das am 7. Februar mit

einem Winterball in Borgböhmer’s

Waldesruh gebührend

gefeiert werden soll.

20 | Stiepeler Bote | Februar 2015


AUS DEN SPORTVEREINEN

Robin Rosendahl schoss Stiepel 2 in Endrunde

Hallenfußball: Concordia Wiemelhausen ist Kreismeister

Die Fußballer haben ihre

ersten Meister des Jahres

2015 gefunden. Und zum

neuen Hallen-Kreismeister

krönte sich beim zweiwöchigen

Hallenfußball-Spektakel

Bezirksligist Concordia

Wiemelhausen.

Zunächst setzte sich Wiemelhausen

im Bezirk Süd des

Sparkassen Masters souverän

durch. Nach einem glatten

4:1-Erfolg im Halbfinale

gegen den TuS Querenburg

ließen die Mannen von der

Glücksburger Straße auch

im Finale Post Altenbochum

keine Chance. Mit 5:0

schoss Wiemelhausen den

Gegner aus der Halle. Silvio

Impellizzeri, Kamil Kokoschka

und Leo Winkel trafen ins

Schwarze. Mit diesem Erfolg

hatten sich die Concorden

für die Endrunde des Sparkassen

Masters qualifiziert.

Nach ganz starken Gruppenspielen,

so gelang ein Unentschieden

gegen den Regionalligisten

SG Wattenscheid

09, stellte erst der Westfalenligist

DJK TuS Hordel die Signale

für Wiemelhausen auf

Rot. Auch die Treffer von Ingo

Freitag und Silvio Impellizzeri

konnten die 2:4-Niederlage im

Viertelfinale nicht verhindern.

Mit einem 5:1-Sieg über Kornharpen

gelang aber anschließend

die Qualifikation für die

Endrunde zur Hallen-Kreismeisterschaft.

Und hier waren

die Concorden nicht zu

stoppen. Im Halbfinale traf

Wiemelhausen erneut auf den

Die Fußballer von Concordia Wiemelhausen bejubelten ihren Hallentitel.

Foto: J. Kaminski

TuS Querenburg. Und wieder

gab es einen Sieg, der mit 1:0

(Torschütze: Niklas Musial)

aber knapp ausfiel. Zu einer

wahren Nervenschlacht entwickelte

sich das Finale gegen

Weitmar 45. Nach einem

1:1 – Ingo Freitag war der einzige

Wiemelhauser Torschütze

- fiel die Entscheidung

erst im 20. Neunmeter. Torhüter

Falk Knüppel parierte

den entscheidenden Schuss

und sicherte auch 1000 Euro

Siegprämie.

Das Glück nicht auf seiner

Seite hatte dagegen A-Ligist

RW Stiepel beim Vorrundenturnier

im Bezirk Süd.

Nach einer 2:4-Niederlage

nach Neunmeterschießen im

Halbfinale gegen Post Altenbochum

verpassten die Königlichen

die Qualifikation für

die nächsten Hallenrunden

denkbar knapp. Die Stiepeler

Reserve qualifizierte sich dagegen

für die Endrunde zur

Stadtmeisterschaft. Robin Rosendahl

schoss die Rot-Weißen

im entscheidenden Spiel

gegen Altenbochum 2 zum

Turniersieg. Bei der Endrunde

schied Stiepel dann aber als

Gruppenvierter letztlich deutlich

aus. Immerhin den vierten

Platz beim Sparkassen Masters

belegte die Reserve des

SV BW Weitmar 09. Gegen

Weitmar 45 und Langendreer

07 gab es letztlich nichts zu

gewinnen. Nicht über die

Vorrunde hinaus kam dagegen

die 1. Mannschaft der

Blau-Weißen. Martin Jagusch

Dieser Ausgabe des

Stiepeler Boten liegen

Prospekte der Firma

Einrichtungshaus

Rodemann GmbH & Co.

KG bei.

Februar 2015 | Stiepeler Bote | 21


TERMINE

Ein Dreifach Hoch der Narretei

Preziosa lädt zur Prunksitzung ein

Ein Dreifach Hoch

der Narretei – Preziosa

Stiepel ist

dabei

…so lautet das

Motto für den Karneval

2014/2015

des Theatervereins

Preziosa 1889 Bochum-Stiepel.

Bei Preziosa laufen

die letzten Vorbereitungen

für die große

Prunksitzung am 14. Februar.

Ein buntes Programm wird es

auch dieses Jahr auf der Bühne

geben. Ob nun Parodien,

Büttenreden, Gesangseinlagen

– von allem wird etwas

Elegante Tanzdarbietungen wird es auf der Prunksitzung

auch in diesem Jahr geben. Foto: 3satz

zu sehen sein. Die Proben

für die Darbietungen aus den

eigenen Reihen sind in vollem

Gange und auch die auswärtigen

Künstler haben ihr

Kommen zugesagt. Und wie

schon in den vergangenen

Jahren,

so lassen es sich

auch diesmal MdB

Axel Schäfer, Bürgermeisterin

Gaby

Schäfer, Bezirksbürgermeister

Helmuth

Breitkopf-Inhoff,

uvm. nicht nehmen

bei und mitzufeiern.

Karten (20 Euro)

gibt’s unter der Tel.-

Nr. 0234 / 79 74 36 (H. Pohl).

––––––––––––––––––––––––

14. Februar, Beginn 19.11

Uhr, Einlass 18.11 Uhr, im

Saal Haus Spitz an der Kemnader

Straße 138

Kinder, Klamotten,

Flohmarkt

Inzwischen ist es lieb

gewonnene Tradition: der

Förderverein der Katholischen

Kindertagesstätte Gräfin

Imma in Stiepel lädt erneut

zum Kinder Klamotten

Flohmarkt ein. Es gibt Kinderund

Babykleidung, Spielzeug,

Zubehör und Umstandsmode.

Am Samstag, 28. Februar

von 9 bis 12 Uhr, Pfarrheim

St. Marien Stiepel, Am

Varenholt 9. Nähere Infos

zur Anmeldung unter graefinimma.de.

Februar

Termine

So, 1. Februar

Bochumer Symphoniker: Familienkonzert

– Punkt, Punkt,

Komma, Strich oder das Abenteuer

der Kreide. Die Bochumer

Symphoniker präsentieren

ein Konzert mit Musik zum Sehen

und mit Bildern zum Hören.

Und sie erzählen ganz

ohne Worte die schicksalhafte

Geschichte von der kleinen

Kreide, die davon träumt,

einmal in ihrem Leben kreativ

werden zu dürfen, phantasievolle

Bilder zu malen und nicht

nur einförmige Wörter und

Zahlen an die Tafel schreiben

zu müssen. Ob die kleine Kreide

diese Freude jemals erfahren

darf Schauspielhaus, jeweils

um 11 Uhr und um 13

Uhr.

Live-Piano zur Kaffee-Zeit –

Mit Maik Hester im Haus Oveney,

Oveneystr. 65, 14.30 -

17 Uhr

Animalie – eine Tanzperformance.

TheaterTotal, Königsallee

171, 17 Uhr.

Di, 3. Februar

Auditorium Kloster Stiepel: Widerständigkeit,

Verfolgung und

Nazigewalt– sechs Schicksale

aus dem katholischen Bochum.

Referent ist Clemens

Kreuzer. Zisterzienserkloster

Stiepel, Am Varenholt 9,

20 Uhr.

Mi, 4. Februar

Frauenhilfe: Die Arbeit des

Kinderhospizdienstes Ruhrgebiet,

Birgit Schyboll. 16 -

17 Uhr.

Frauenabendkreis: Jeder ist

seines Glückes Schmied mit

Fr. Dr. Streitlein-Habekost und

G. Priebe. 19.30 - 21.30 Uhr.

Gemeindezentrum Emmauskirche,

Karl-Friedrich-Straße.

65a.

Sa, 7. Februar

SV Diana: LG Osterpreisschießen

I auf dem Vereinsschießstand.

18 Uhr.

Rock und Pop im Doppelpack:

Drinkin‘ Ovations und Steel

Town B: Zwei der ältesten Coverbands

Bochums bestreiten

zum ersten mal gemeinsam eine

Live - Party. Die Veteranen

der Covermusik spielen ehrliche,

handgemachte und kernige

Gitarrensounds, Bluesballaden

und Hits der letzten fünfzig

Jahre; ein breites Spektrum

von Smokie über Joe Cocker,

Eric Clapton, Pink Floyd,

Rolling Stones, Chuck Berry,

Elvis bis David Bowie. Insgesamt

werden mehr als vier

Stunden Livemusik geboten,

zum Mitsingen, Tanzen, Abrocken

oder einfach nur zum Zuhören.

Haus Spitz, Kemnader

Straße 138, 20 Uhr.

So, 8. Februar

Kozertreihe Marienlob: Konzert

für Mandoline und Gitarre

mit dem Saitenduo Ahlert&-

Schwab. Zisterzienserkloster

Stiepel, Am Varenholt 9,

20 Uhr.

Mo, 9. Februar

Spielenachmittag für Seniorinnen

und Senioren mit Kartenund

Brettspielen. Ev. Kirchengemeinde

Zum guten Hirten,

Weitmarer Holz Straße 34a,

15 Uhr.

So, 15. Februar

SV Diana: LG Osterpreisschießen

II auf dem Vereinsschießstand.

18 Uhr.

Mo, 16. Februar

Wolf Codera’s Session:Possible

– Livemusik-Session mit

wechselnden Gastmusikern

im Henrichs Restaurant, Industriemuseum

Henrichshütte,

Werksstr. 31-33, Hattingen,

19 Uhr.

Mi, 18. Februar

Frauenhilfe: Frauen auf den

Bahamas –Informationen und

Lieder zum Weltgebetstag

mit Pfrn Schmidt-Solty.

Gemeindezentrum Emmauskirche,

Karl-Friedrich-Straße.

65a.15 - 17 Uhr.

Thomas Anzenhofer: Weinlese

Eine literarische Verkostung

Der Schauspieler präsentiert

Texte über die Anfänge

des Weinbaus bis hin zu den

Schwierigkeiten moderner Großstadtneurotiker,

im Dschungel

der Weinkultur das Überleben

mit Hilfe der richtigen Adjektive

zu sichern. Ein liebevoll-satirischer

Streifzug mit Texten von

Charles Baudelaire, Axel Hacke,

Wiglaf Droste, Thomas C.

Breuer, Georg Britting, Thomas

Anzenhofer selbst sowie anderen

fassgelagerten Experten.

Tanas im Schauspielhaus Bochum,

19 Uhr.

Fr, 20. Februar

Esther Münch - Premiere des

Programms: Walli und die Best

Ätschas. Haus Spitz, Kemnader

Straße 138, 19 Uhr.

Sa, 21. Februar

SV Diana: LG Übungsschießen

auf dem Vereinsschießstand,

18 Uhr.

LIO – Lesebühne im Oveney.

Die literarische Kaffeetafel mit

Ulli Engelbrecht, Juckel Henke,

Klaus Märkert und als Gast

Robinson vom Zauberkasten.

Haus Oveney, Oveneystr. 65,

15.30 Uhr.

Walli und die Best Ätschas.

Haus Spitz, Kemnader Straße

138, 19 Uhr.

22 | Stiepeler Bote | Februar 2015


TERMINE

Orest nach Sophokles, Aischylos und Euripides

21.02.2015, 19:30 Uhr // 22.02.2015, 19:00Uhr

Tschick von Wolfgang Herrndorf

18. 02.2015, 20:00 Uhr // 19.02.2015, 20:00 Uhr

Peter und der Wolf / Max und Moritz

von Sergej Prokofieff / Gisbert Näther

28.02.2015, 19.30 Uhr // 01.03.2015, 16.00 Uhr

„Kunst“ von Yasmina Reza. 25.02.2015, 20:00 Uhr

Macbeth von William Shakespeare

13.02.2015, 19:30 Uhr // 14.02.2015, 19:30 Uhr

Es ist nie genug – Theater- und Chanson-Programm von

und mit Petra Afonin.

04. 02.2015, 20 Uhr // 06. 02.2015, 20 Uhr

07.02.2015, 20 Uhr // 08.02.2015, 11:30 Uhr

Offene Zweierbeziehung –

Franca Rame und Dario Fo

16.02.2015, 20:00 Uhr

Februar

So, 22. Februar

Konzert des Musizierkreis

Concertino, Gemeindezentrum

Emmauskirche, Karl-Friedrich-Straße.

65a. 17 Uhr. Eintritt

frei.

Mo, 23. Februar

Audtorium Kloster Stiepel:

Geistliche Abende in der Fastenzeit

– Von Perle zu Perle.

Zur Geschichte und Spiritualität

des Rosenkranzes. Mit Pater

Elias H. Füllenbach. Zisterzienserkloster

Stiepel, Am Varenholt

9, 20 Uhr.

Do, 26. Februar

Frank Goosen: Durst und

Heimweh – Geschichten von

Unterwegs.

Der moderne Mensch ist ja

ständig unterwegs.

Frank Goosens neues Programm

ist überall. Er erzählt

von seinen Erlebnissen draußen

in der Welt und im eigenen

Kopf, der nicht umsonst

wie ein Fußball aussieht. Nur

nicht stehen- oder sitzenbleiben!

Irgendwann kommt immer

einer und ruft: Wir müssen

los! Und wenn der Volksmund

sagt: Durst ist schlimmer

als Heimweh, meint Frank

Goosen: Am schlimmsten ist

beides gleichzeitig. Prost und

Goodbye!

Fr, 27. Februar

Helmut Sanftenschneider

„Ruhrpottbanderas“ – Lieder &

Comedy. Haus Oveney, Oveneystr.

65, 19.15 Uhr.

Walli und die Best Ätschas.

Haus Spitz, Kemnader Straße

138, 19 Uhr.

Sa, 28. Februar

Walli und die Best Ätschas.

Haus Spitz, Kemnader Straße

138, 19 Uhr.

Kontakt

Der nächste Stiepeler Bote

erscheint wieder am

28. Februar.

Sie möchten Ihre Termine

hier veröffentlichen Dann

senden Sie uns bis

Mittwoch, 17. Februar

Ihre Veranstaltungshinweise:

3satz Verlag

Alte Hattinger Str. 29,

44789 Bochum

Gerne können Sie uns

auch eine E-Mail schicken:

termine@3satz-bochum.de

Die nächste Ausgabe des Stiepeler Boten erscheint

am 28. Februar.

Anzeigen- und Redaktionsschluss: 17. Februar.

Februar 2015 | Stiepeler Bote | 23


GOTTESDIENSTE

Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Marien

18.30 Uhr Vorabendmesse

samstags

sonntags

8.30 Uhr Lateinisches Konventamt

10.00 Uhr Gemeindemesse

11.30 Uhr Gemeindemesse

18.30 Uhr Abendmesse

Tägliches Offizium

6.00 Uhr: Vigilien (Nachtgebet)

6.35 Uhr: Laudes (Morgenlob)

7.00 Uhr: Engel des Herrn, Terz

7.15 Uhr: Konventmesse (Mittwoch: 18.30 Uhr)

12.00 Uhr: Engel des Herrn, Sext und Non (Mittagsgebet)

18.00 Uhr: Vesper (Abendlob)

19.50 Uhr: Komplet, Engel des Herrn

Alle Chorgebetszeiten sind öffentlich!

Regelmäßige Gottesdienste

Konventmesse an Werktagen Mo. bis Sa. 7.15 Uhr (Mi: 18.30 Uhr)

Gemeindemesse an Werktagen Di. bis Sa. 18.30 Uhr (Mo.: 7.30 Uhr)

Ev. Kirchengemeinde Wiemelhausen

Baumhofzentrum, Baumhofstraße 9

Sonntag, 8. Februar, 10.30 Uhr: Gottesdienst mit Pfarrer Loer

Sonntag, 15. Februar, 10.30 Uhr: Gottesdienst

Sonntag, 22. Februar, 10.30 Uhr: Gottesdienst mit Pfarrer Loer

Sonntag, 1. März, 10.30 Uhr:

Gottesdienst mit Abendmahl, Pfarrerin Dr. Strathmann-von Soosten

Wuselgottesdienst für Kinder:

22. Februar, 11.30 Uhr, Melanchthonkirche Königsallee 46

Gottesdienste an Werktagen für Senioren

Montag, 2. Februar und Montag, 2. März, 15.30 Uhr:

St. Johannes-Stift, Borgholzstraße

Dienstag, 3. Februar und Dienstag, 3. März, 18 Uhr:

Seniorenwohnanlage Glücksburger Straße

Donnerstag, 26. Februar, 16 Uhr:

Matthias-Claudius-Haus, Am Bleckmannshof 19a

Evangelische Kirchengemeinde

Zum Guten Hirten - Sundern

Samstag, 14. Februar, 17 Uhr:

Gottesdienst zum Valentinstag, Pastorin A. Hövermann

Samstag, 28. Februar, 17 Uhr:

Gottesdienst, Pastorin A. Hövermann

Evangelische Kirchengemeinde Stiepel

Dorfkirche

Sonntag, 1. Februar, 10 Uhr: Pfr.in Balte

Sonntag, 8. Februar, 10 Uhr: Pfr.in Balte

Sonntag, 15. Februar, 10 Uhr: DoKi Pfr. Stasing

Sonntag, 15. Februar, 17 Uhr: Pfr. Stasing mit Team

Samstag, 21. Februar, 18 Uhr

Sonntag, 22. Februar, 10 Uhr: DoKi Pfr. Stasing

Samstag, 28. Februar, 18 Uhr

Evangelische Kirchengemeinde Stiepel

Lutherhaus

Sonntag, 1. Februar, 10 Uhr: Prädikantin Katharina Batz

Sonntag, 8. Februar, 11 Uhr: Pfr. Pfläging

Sonntag, 15. Februar, 10 Uhr: Pfr. Pfläging

Sonntag, 22. Februar, 10 Uhr: Prädikantin Angelika Henrichs

Jeden Sonntag in der Schulzeit findet um 11:15 Uhr ein Kindergottesdienst

im Lutherhaus statt.

Kath. Gemeinde Heilige Familie

Heimkehrer-Dankeskirche, Karl-Friedrich-Straße 111

Sonntags Hochamt um 10 Uhr

Gemeindemesse an Werktagen Dienstag – Freitag um 9 Uhr

Donnerstag, 12. Februar, 9 Uhr:

Frauenmesse mit anschließendem Frühstück im Gemeindeheim.

Neuapostolische Kirche

Neuapostolische Kirche Wiemelhausen, Immenweg 1

Sonntags Gottesdienst, um 9.30 Uhr,

Mittwochs Gottesdienst um 19.30 Uhr

Chorprobe montags um 19.30 Uhr

KiGo: 5. Februar um 9.30 Uhr in Kaltehardt

Seniorentreffen: 10. Februar um 15 Uhr

Jugendgottesdienst: 15. Februar um 10 Uhr in Riemke

Jugendstunde: 22. Februar um 11.15 Uhr in Weitmar

Evangelische Kirchengemeinde Weitmar-Mark

Emmauskirche, Karl-Friedrich-Straße 65 a

Sonntag, 1. Februar, 10 Uhr: Pfr. Grabski

Sonntag, 8. Februar, 10 Uhr: Pfrn. Schmidt-Solty mit Kindergottesdienst

Sonntag, 15. Februar, 10 Uhr: Pfr. Loer

Sonntag, 22. Februar, 10 Uhr: Pfrn. Schmidt-Solty

24 | Stiepeler Bote | Februar 2015


Regelmäßige Termine

Öffnungszeiten des Seniorenbüros im Stadtbezirk Süd:

Montag und Mittwoch: 9.00 – 11.00 Uhr

Donnerstag: 14.00 – 16.00 Uhr

sowie nach telefonischer Vereinbarung (Tel. 77 31 65 50)

montags

Lutherhaus: Gymnastik (14-tägig): 10 Uhr

Helferkreis Kindergottesdienst 18:30 Uhr

Treffen des Helferkreises Lutherhaus um 18 Uhr

Gospelchor. www.children-of-light.de 19 Uhr

Dorfkirche: Musizieren für Kinder 16 Uhr

JuGoDi-Vorbereitung 19 Uhr

TERMINE

Montagscafé für Senioren 14.30 Uhr,

Offener Treff für Jugendliche, 18 Uhr,

in der Emmauskirche, Karl-Friedrich-Straße 65 a.

Jeden 3. Montag: Treff Arbeitskreis Geschichte des Heimatvereins;

Pfingstblume, Brockhauser Str. 126, 19 Uhr

dienstags

Übungsdienst der Freiwilligen Feuerwehr Bochum - Löscheinheit

Stiepel am Gerätehaus Kemnader Str. 199.

Alle 14 Tage (ungerade Wochen). 18 bis 22 Uhr

Sprechstunde in der Caritas Kontaktstelle an jedem 2. Dienstag im

Monat von 11 – 12 Uhr und an jedem 4. Dienstag im Monat von 18

- 19 Uhr, im Pfarrbüro der Heimkehrer-Dankeskirche, Karl-Friedrich-Str.

111.

Lutherhaus: Posaunenchor 20 Uhr

DorfKirche: KiGoDi-Vorbereitung 19 Uhr

Bastelkreis, 15 Uhr,

Jugendgruppe Larivas Point, 19 – 21 Uhr, ab 16 Jahre,

in der Emmauskirche, Karl-Friedrich-Straße 65 a.

mittwochs

Lutherhaus: Luther‘s Team, 19 Uhr

Altenkreis Team 19.15 Uhr

Literaturkreis (2. Mittwoch im Monat) 19-21 Uhr

Dorfkirche: Kartentreff (erster Mittwoch im Monat) 15 Uhr

Jeden 1. Mittwoch: Stammtisch Plattdeutscher Arbeitskreis; Pfingstblume,

Brockhauser Str. 126, 19 Uhr

Jeden 2. Mittwoch: Treff Plattdeutscher Arbeitskreis, Pfingstblume,

Brockhauser Straße 126, 19 Uhr

Männergesangsverein „Glückauf“ Sundern: Probe im Vereinslokal

„Zum Wienkopp“, 18 - 20 Uhr

Literaturkreis, Treffen 19 Uhr am letzten Mittwoch des Monats, in

der Emmauskirche, Karl-Friedrich-Straße 65 a.

donnerstags

Offene Tür für Kinder von sechs bis zehn Jahren in der Emmaus-Kirche

(16 -18 Uhr) mit folgenden Themen: 5.2 Kreatives

zum Karneval, 12.2. Karnevalsparty, 19.2. Kochen für Kinder, 26.2.

Geocaching,

Jugendfeuerwehr Bochum-Stiepel Übungsdienst am Gerätehaus.

Kemnader Str. 199 von 18 bis 20 Uhr.

Dorfkirche: Posaunenchor 18.00 Uhr

Singekreis 19.45 Uhr

Lutherhaus: Yoga Ü 60 9.30 - 11.00 Uhr

freitags

Lutherhaus: Yoga 9.30 - 11.15 Uhr

Rassegeflügelzuchtverein Phönix Stiepel: Monatsversammlung jeden

2. Freitag 20 Uhr

Februar 2015 | Stiepeler Bote | 25


SERVICE GESUNDHEIT

Vorsicht vor gefälschten Arzneimitteln

Expertentipp aus der Ruhrland-Apotheke

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In letzter Zeit ließt man öfter

von Arzneimittelskandalen

und gefälschten Medikamenten.

Das verwundert nicht,

denn einerseits stehen die

Gewinnspannen denen des

Rauschgifthandels in nichts

nach; andererseits sind die

Gefahren des Entdecktwerdens

und das Strafmaß

deutlich geringer. Doch wie

gefährdet ist dadurch der Einzelne

und wie schützt man

sich am besten um nicht zum

Opfer zu werden Um dies zu

klären, bedarf es einer differenzierteren

Betrachtung der

Fälschungen, der Herkunft

und der Vertriebswege.

Die größte Wahrscheinlichkeit,

Opfer von Fälschungen

zu werden, beherbergt sicher

der Bezug von Medikamenten

bei nicht zugelassenen Anbietern

im Internet. Typische

Produkte aus diesem Bereich

sind Pillen, die die Potenz

steigern, den Muskelaufbau

fördern oder Abnehmen ohne

Mühe versprechen.

Was in den Postpaketen wirklich

drin steckt ist meist reine

Glücksache. Im besten Fall ist

zumindest der richtige Wirkstoff

vorhanden. Nicht selten

sind es aber Tabletten ohne

- oder noch schlimmer - mit

falschen Wirkstoffen. Die Einnahme

solcher Medikamente

gleicht einer Art medikamentösen

russischen Roulettes.

Die Drahtzieher hinter solchen

Angeboten sitzen meist im

nicht europäischen Ausland

und sind daher für die hiesigen

Behörden kaum greifbar.

Die WHO geht inzwischen

davon aus, dass der Anteil

an Fälschungen bei Medikamenten

aus dem Internet bei

deutlich über 50% liegt (Stand

2013, Tendenz steigend).

Am einfachsten schützt man

sich daher selbst, in dem man

ausschließlich bei zugelassenen

Händlern kauft. Neben

den Apotheken vor Ort sind

das auch die zugelassenen

Internet-Anbieter. Diese erkennt

man in Deutschland am

„DIMDI-Siegel“. Ein Klick auf

dieses Siegel führt direkt zur

Homepage des Deutschen Instituts

für Medizinische Dokumentation

und Information des

Bundesministeriums für Gesundheit.

Hier wird die Echtheit

des Anbieters bestätigt.

Bei der zweiten Gruppe von

Fälschungen handelt es sich

oft um ursprüngliche Original-Ware

in hoher Qualität, die

zu niedrigeren Preisen (z.B.

im Rahmen von Entwicklungshilfe

oder für klinisch-wissenschaftliche

Zwecke) von den

Herstellern veräußert wurde.

Fälscher nutzen dies, kaufen

diese Ware auf und etikettieren

sie um oder strecken diese,

um sie dann zu den regulären

Preisen über Zwischenhändler

wieder in den normalen

Vertrieb zu bekommen. Damit

einher geht jedoch fast immer

ein deutlicher Qualitäts- und

damit Wirkverlust. Ware aus

diesen Quellen fallen durch

ihre Abweichungen von der

Originalware auf. Auch wenn

eine solche Ware eine nicht

geringe Gefahr birgt, führen

engmaschige Kontrollen in

der gesamten Vertriebskette

dazu, dass solche Produkte

mit hoher Sicherheit nicht bis

zu den Endkunden gelangen

können. Die Gefahr für

den Patienten ist daher nicht

groß. Dennoch sollte auch der

Endverbraucher stets ein kritisches

Auge auf seine Packungen

werfen und sich schon

bei dem geringsten Zweifel

an seinen Arzt oder Apotheker

wenden.

Nahezu gar nicht selbst schützen

kann man sich vor Ware,

die Fälscher versuchen über

die „legalen“ Wege in das

System zu schmuggeln. Die

Fälscher machen sich hier zu

nutze, dass die Pharmahersteller

meist nicht alle Schritte

- von den Rohstoffgewinnung

über die Wirkstoffproduktion

und Tablettenherstellung bis

hin zur Verpackung und Vermarktung

selbst übernehmen.

Die meisten dieser Schritte

werden vielmehr von Drittfirmen

übernommen. Einer

der größten Skandale der

Vergangenheit betraf letztes

Jahr den Wirkstoff Omeprazol.

Lohnhersteller hatten

dabei neben den offiziell für

die Pharmafirmen erstellten

Kontingenten zusätzliche

Kontingente in rauen Mengen

in selbst produzierten

Kartonagen abgefüllt und an

Zwischenhändler als „Originalware“

weiterverkauft. Zwar

handelte es sich hierbei auch

Heiko Meyer aus der Ruhrland-Apotheke.

Foto: privat

offiziell um Fälschungen, die

Qualität der Ware war aber

von so hoher Qualität, dass

sogar die Original-Anbieter

teilweise nicht mehr feststellen

konnten, wann es sich um

echte und wann um gefälschte

Ware handelte.

Zusammenfassend lässt sich

sagen, dass der deutsche

Arzneimittelmarkt von hoher

Sicherheit geprägt ist. Die Aufdeckung

der Skandale zeigt,

wie gut das Sicherheitssystem

funktioniert. Vorraussetzung

ist allerdings, dass die

Ware ausschließlich aus qualifizierten

Quellen erworben

wird. In Zukunft wird sich die

Sicherheit sogar noch weiter

erhöhen. Dann erhält jede

Packung bei der Produktion

einen einzigartigen Code. Bei

Verkauf wird dieser Code online

an den Hersteller gemeldet.

Dieser kann dadurch den

Weg der Packung lückenlos

überwachen. Stellen sich dabei

Unregelmäßigkeiten heraus,

wird dieser Code sofort

gesperrt und die Packung

beim nächsten Scan direkt

aus dem Verkehr gezogen.

Impressum:

Herausgeber: 3satz Verlag und Medienservice GmbH, Alte Hattinger Straße 29, 44789 Bochum

Tel.: 0234/544 96 96 6, Fax: 0234/544 96 96 7

E-Mail und Internet: stiepelerbote@3satz-bochum.de, www.3satz-bochum.de

Satz:

3satz Verlag und Medienservice GmbH

Redaktion: Michael Zeh (verantwortlich), Vicki Marschall, Torsten Picken, Vera Demuth, Martin Jagusch

Titelbild:

Heinz-Werner Sure

Anzeigen: Anke Weigang, Di, Mi und Do 8.30-12.30 Uhr, 02302 / 277 49 94, anke.weigang@3satz-bochum.de

Nicole Knippert, Mo, Mi, Do und Fr 9-12 Uhr, Tel. 0234/9409852, nicole.knippert@3satz-bochum.de

Druck:

Uwe Nolte, Iserlohn, www.druckerei-nolte.de

Verteilung: MS Marketing Media GmbH, Unna

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