Download - Integration Eschweiler

eschweiler.integration.de

Download - Integration Eschweiler

Handreichung & Dokumentation

Benimmkurs Eschweiler

5. bis 9.10 2009

an der Gesamtschule Eschweiler

Friedrichstr. 12-16

52249 Eschweiler


Einführung

Die Idee zum Angebot von Benimmkurse entstand im Rahmen der Entwicklung von

Handlungsempfehlungen zur effektiven Gestaltung von Integrationsprozessen im

Migrationskontext der Stadt Eschweiler. Man erhoffte sich von diesen Kursen, die

Zusammenführung von unterschiedlichen Kulturen, Ethnien, Schichten und ihren

soziokulturellbedingten Verhaltensweisen. Das Leitziel war gemeinsame Basis (Konsens) für

ein kulturell-, und zu sozialverträgliches faires Verhalten untereinander zu finden. Dies sollte

durch spielerischen Ansatz und gemeinsame Aktionen sowie Interaktionen erreicht werden.

Das nach dem Waik®- Konzept (s. u.) entwickeltes Planspiel: „Zusammenleben fair gestalten“

zur Stärkung der Werte-, Toleranz- und Konsensorientierung im interkulturellen Kontext erfüllte

die gestellten Anforderungen und diente somit als Grundlage zur Entwicklung des

Schulungskonzepts für den Benimmkurs Eschweiler.

Über geordnetes Ziel dieses Schulungskonzepts ist folglich, Handlungskompetenzen ( vor allem

Konflikt-, Werte- und Konsens- und Integrationsfähigkeit) von Kindern und Jugendlichen für die

zukunftsorientierte Gestaltung eines fairen und sozialverträglichen gewaltfreien

Zusammenlebens / Zusammenwirkens zu stärken.

Der Umgang mit anderen kulturell gebundenen Wertehaltungen und Orientierungsmustern soll

thematisiert und trainiert werden. Weitere Ziele sind Respekt und Höfflichkeit zu entwickeln, die

Akzeptanz der Andersartigkeit zu fördern und das Selbstwertgefühl der Teilnehmer zu stärken.

Außerdem soll die Kompromissfähigkeit der Teilnehmer gefördert und Segregationstendenzen

unter den Kinder und Jugendlichen (sowie Erwachsenen) minimiert werden.

Weiterhin sollte das Selbstwertgefühl der Teilnehmenden während des Kurses gestärkt,

Benimmregeln und Umgangsformen erlernt sowie Kompromissfähigkeit gefördert und

Segregation unter den Teilnehmenden minimiert werden.

Da das Schulungskonzept zeitlich variabel realisiert werden kann, sind sowohl AG-Form als

auch Projektwoche möglich gewesen. Der Benimmkurs- Eschweiler wurde im Rahmen einer

Projektwoche (5. bis 9.10 2009) an der Gesamtschule Eschweiler: Friedrichstr. 12-16, 52249

Eschweiler durchgeführt.

29 Schüler/innen verschiedener ethnischer Herkunft und soziokultureller Prägung der

Gesamtschule Eschweiler nahmen daran teilgenommen.

Nach der erfolgreichen Teilnahme an dem Benimmkurs erhielten die Schüler/innen das WaiK®-

Zertifikat: „Benimmführerschein“.


Projektträger: Pro Dialog Köln UG

Pro Dialog Köln UG ist eine Unternehmensgesellschaft mit dem Schwerpunkt interkulturelle

Qualifizierung und Beratung. Pro-Dialog Köln wurde 1995 als Bildungsinitiative in Köln

gegründet und versteht sich als Netzwerk von unterschiedlichen Trainer/innen die ihren Beitrag

zum interkulturellen Zusammenleben in Deutschland und zur internationalen Verständigung

leisten wollen.

Wir wollen Interessierte durch Seminare, Trainings und Workshops unterstützen, damit sie ihren

beruflichen Alltag im interkulturellen Kontext sicherer und professioneller bewältigen können.

Wir unterstützen Einrichtungen, Verwaltungen, Organisationen, Betriebe etc., um interkulturelle

Managementkompetenzen zur Steuerung von interkulturellen Veränderungsprozessen zu

entwickeln.

Außerdem beraten und coachen wir Einzelne und Gruppen aus verschiedenen Berufsfeldern

bei der Bearbeitung von interkulturellen und internationalen Projekten und Themen. Außerdem

sind wir in der Organisationsberatung z.B. bei Fragen zur interkulturellen Öffnung tätig.

Pro Dialog Köln UG verfügt über einen Referentenpool mit unterschiedlichen kultur- und

migrationsspezifischen Sachkompetenzen sowie über ein ausgeprägtes Netzwerk aus

Bildungs- und Trainingsinitiativen im Bereich der interkulturellen Kommunikation und

Konfliktbearbeitung (ausführlich s. www.pro-dialog-koeln.de) .

Das Waik®-Konzept

Im Rahmen der Bildungs- und Beratungsarbeit zur Stärkung konstruktiver

Handlungsfähigkeit im intra- und interkulturellen Arbeitsalltag erfasst Dr. Heidari seit 1996

kontinuierlich Begegnungserfahrungen von Menschen unterschiedlicher Herkunft und

sozialer sowie kultureller Prägung. Aus dieser Sammelarbeit ist eine informelle

Langzeitstudie geworden, die bis heute andauert. Über 6.000 Statements und Fallbeispiele

liegen bereits vor.

Die grobe Durchsicht der gesammelten Beispiele zeigt, dass die intra- und interkulturellen

Begegnungen auch im Arbeitsprozess oft von Missverständnissen, Unsicherheiten und

manchmal auch von ernsthaften Konflikten begleitet sind.

Diese Erfahrungen veranlassten Dr. Heidari , ein Konzept zu entwickeln, um vor allem

Segregations- und Desintegrationstendenzen im Migartionskontext effektiver

entgegenzuwirken.

So entstand 2005 - nach dreijähriger Arbeit- mit dem Erscheinen des Grundlagenbuchs „das

WAIK®- Konzept“ (Wege aus der interkulturellen Konfrontation). 2008 folgte das

Trainerhandbuch (s. Literaturliste).

Das WAIK® - Konzept entwickelte sich in den letzten Jahren von einem mehr

deeskalationsorientierten Klärungsansatz zu einem Konzept für Schulung, Erfassung, und

Bewertung von Handlungskompetenzen im intra- und interkulturellen Arbeitskontext.

(ausführlich s. www.waik-institut.de) .


Durchführungsteam:

Dr. Mohammad Heidari

Schulungskonzept und

Projektmanagement

Gabi Wolfsgruber

Trainerin

Uta Schmitz-Esser

Trainerin

Paria Heidari

Dr. Mohammad Heidari,

Studium der Orientalistik/Islamwissenschaft,

Medienwissenschaft und Aufbaustudium

der Konflikt- und Friedenswissenschaft,

ausgestattet mit vielfältigen Erfahrungen in der pädagogischen

Arbeit, sowohl mit Jugendlichen als auch mit Erwachsenen,

Begründer der interkulturellen Bildungsinitiative Pro Dialog Köln,

Entwicklung von „Waik®- Konzept“,

Dozententätigkeit an der Universität Köln,

Beratertätigkeit bei interkulturell relevanten

Themenfeldern mit zahlreichen Veröffentlichungen

Diplom- Sozialpädagogin sowie Trainerin und Beraterin im

Bereich der internationalen Bildungs- und Projektarbeit mit dem

Schwerpunkt interkultureller Kompetenz.

Studium der Diplom- Sozialpädagogik an der FH Köln und

Studium der Vergleichenden Europäischen Sozialwissenschaften

an der University of North London/Hogeschool Maastricht. Als

Lehrkraft in Teilzeit angestellt an der Katholischen

Fachhochschule für Soziale Arbeit in Köln und zuständig für den

Masterstudiengang Soziale Arbeit.

Diplom Designerin, Medienreferentin und Beraterin für

Kommunikationsdesign.

Studium „Visuelle Kommunikation“ an der FH Aachen.

Seit 1984 selbstständige Kommunikationsdesignerin.

Seit 2003 tätig als Beraterin für Medienfragen für Pro-Dialog Köln

und seit 2007 als Medienreferentin und Trainerin.

Vorstandsmitglied beim gemeinnützigen Verein

„Schulkulturzentrum Köln“.

Studentin der Rechtswissenschaft

- Waik®- Teamerschein

- Seit 2007 in der interkulturellen Bildungsarbeit mit

Jugendlichen

Co-Trainerin


Schulungsplan

Übersicht über die inhaltlichen Module:

Der inhaltliche Ablauf des Benimmkurses Eschweiler umfasste folgende Module und Bausteine:

Modul 1: Einstieg zur Stärkung der Kommunikations-, Konflikt- und

Konsensfähigkeit

Baustein 1: Einstieg in die Thematik anhand eines Film (einer Phantasiereise)

Baustein 2: Auswertung, Interaktive Konsensfindung

Bedeutung eines fairen Zusammenleben für die Teilenehmenden

Modul 2: Umgang mit Autoritätspersonen

Baustein 1: Regeln des höflichen Umgangs mit Lehrer/innen, Eltern, Helfer/innen

Baustein 2: Übung des höflichen Umgangs mit Lehrer/innen, Eltern, Helfer/innen

Modul 3: Umgang mit dem anderen Geschlecht

Baustein 1: Regeln des fairen Umgangs zwischen Mädchen und Jungen

Baustein 2: Übung des fairen Umgangs zwischen Mädchen und Jungen

Modul 4: Kooperation in der Gruppe

Baustein 1: Regeln zur Kooperation in der Gruppe

Baustein 2: Übungen zur Kooperation in der Gruppe


Ablaufplan

1. Tag (Montag 5.10.2009)

8.30 Uhr Einführung

Vorstellungsrunde: durch Partnerinterview „Diversität sichtbar machen“

Einstieg in die Thematik anhand des Planspiels

„Das Zusammenleben fair gestalten“

Erarbeitung der Regeln in den Gruppen

12.30 Uhr Auswertung des Tages

2. Tag (Dienstag 6.10.2009)

8.30 Uhr Auflockerungsspiel

8.45 Uhr Rückblick auf den ersten Tag

9.00 Uhr Auswertung der Ergebnisse der Gruppenregeln im Plenum

9.30. Uhr Interaktiver Input: Was gehört zum respektvollen Ungang mit Lehrer/innen

Aufschreiben von Regeln, die den TN einfallen.

10.00 Uhr Übung in den Gruppen: Regeln des höflichen Umgangs mit Lehrer/innen,…

durch Simulations- und Rollenspiele mit Auswertung im Plenum

12.30 Uhr Auswertung des Tages

3. Tag (Mittwoch 7.10.2009)

8.30 Uhr Aufwärmspiele

Technikaufbau

8.45 Uhr Interview der Jungen und Mädchengruppe einzeln.

Fragen:

1. Wie findet Ihr die Jungen in Eurer Klasse

2. Wie findet Ihr die Mädchen in Eurer Klasse

3. Was müsste geschehen, damit es ein besseres Zusammenleben gibt

Jeder wird befragt und auf Video aufgezeichnet.

9.45 Uhr Pause

10.00 Uhr Übung: Regeln des höflichen Umgangs mit anderem Geschlecht durch Simulations- und

Rollenspiele mit Auswertung

12.30 Uhr Kooperationsspiel „Eisscholle“

4. Tag (Donnerstag 8.10.2009)

8.30 Uhr Aufwärmspiel

Technikaufbau „Kino“

8.45 Uhr Interviews und Rollenspiele werden angeschaut und ausgewertet

11.00 Uhr Sporthalle:

Kooperationsspiele:

1. Gefahrentransport, 2. Rübenziehen, 3. Drachenschwanz, 4. Eisscholle

Jungen und Mädchen kooperieren

12.30 Uhr Auswertung des Projekts

5. Tag (9.10.2009)

8.30 Uhr Ausflug/ Erlebnispark

Reflexionsrunde: Wie kam die Woche an und was habt Ihr mitgenommen

12.30 Uhr - Übergabe der Zertifikate: Waik- Benimmführerschein

- Preisverleihung Benimm-König/in der Woche


Methodisch-didaktische Orientierungen

Die Schulung richtet sich in erster Linie an altersspezifische Aspekten. Da die

Teilnehmenden über unterschiedliche individuelle soziokulturelle Prägungen verfügen

werden, müssen diese in die Kursgestaltung einfließen.

Es soll ein mediengestützter spielerischer und interaktiver Ansatz gewählt werden, um

Wahrnehmen, Denken und Handeln der jungen Menschen unterschiedlicher Hintergründe

besser zu verknüpfen. Die Modulinhalte sollen möglichst realitätsbezogen sein. Dadurch soll

ein Lernen ermöglicht werden, das Lebenssituationen der Jugendlichen in den Vordergrund

stellt. Durch einen offenen Lehrplan sollen die Module möglichst den Bedürfnissen der

Teilnehmenden angepasst werden.

Wichtig ist es hierbei, darauf zu achten, dass die kognitiven Methoden nicht überwiegen,

sondern auch die narrativen sowie affektiven Ebenen bedacht werden.

Folgende Methoden können, den Themen angepasst, Anwendung finden (Auswahl):

Interaktiv orientierte Inputs:

Inputs bieten die Möglichkeit, notwendige Informationen kompakt zu vermitteln, ohne dabei auf

den „klassischen" Frontalunterricht zurückgreifen zu müssen. Lehrvortrag und

Teilnehmendenaktivität wechseln sich dabei ab. Die Teilnehmenden erhalten Impulse für ihre

Mitarbeit und beeinflussen durch ihre Reaktion den Ablauf und die Geschwindigkeit des

Geschehens. Impulsreferate können durch den Einsatz von Folien oder Medien ergänzt

werden.

Simulations- und Planspiele

In Simulations- und Planspielen werden Problemfelder spielerisch aufgegriffen und im Hinblick

auf mögliche Lösungsalternativen durchgespielt.

Rollenspiele:

Rollenspiele bieten den Beteiligten die Möglichkeit, sich mit ihren Erfahrungen und ihren

individuellen Ausdrucksmöglichkeiten einzubringen. Die soziale Interaktion der Teilnehmenden

produziert das Material für den Lernprozess.


Bilderorientierte Methoden

Bilder lösen bei der Betrachtung und Auseinandersetzung vielfältige Assoziationen aus. Sie

können aufgegriffen und hinterfragt werden. Bilderorientierte Methoden bieten sich nicht nur

aus didaktischen Überlegungen an, sondern auch deshalb, weil wir im Alltag mit einer Flut von

Bildern zu tun haben, die durch ihre starke symbolorientierte Ausdruckskraft immer mehr

Schrift und Sprache verdrängen.

Filme, Texte

Filme und narrative Elemente bieten den Jugendlichen die Möglichkeit, sich von ihrer realen

Welt mit ihren jeweiligen Einschränkungen zu lösen und dort Probleme, die auch in ihrem Alltag

auftauchen in einer neuen Weise zu entdecken und wahrzunehmen.

So bieten sich die spielerische Möglichkrit an, Barrieren, die im Alltag existieren schwinden zu

lassen. Diese Methode ist nicht, wie man landläufig denken mag eine Art von Eskapismus,

sondern führt mehr dazu, auf neue Lösungswege zu kommen und neue Gedankenansätze zu

entwickeln.

Detaillierter Schulungsablauf mit dazugehörigen Modulen und

Bausteinen

1. Tag (Montag 05.10.2009)

Vorstellungsrunde: durch Partnerinterview „Diversität sichtbar machen“

Ziel:

Methode:

Hier sollen die TN die Möglichkeit erhalten, sich vorzustellen und die

anderen Personen kennen zu lernen. Durch intensiveres Kennen lernen

sollen eventuelle Berührungsängste abgebaut werden und eine

vertrauliche Arbeitsatmosphäre entstehen.

Durch interkulturell und interethnisch relevante Aspekte soll die kulturelle

und ethnische Vielfalt anschaulich gemacht werden.

Partner-Interview

Ablauf:

Sie fragen eine Person (anhand eines vorgegebenen Fragebogens), die

sie bisher nicht oder wenig kennen. Dafür gibt es 5-10 Minuten Zeit.

Antworten werden auf gesonderten Karteikarten einzeln aufgeschrieben.

Danach stellen sich die Interviewpartner/innen gegenseitig im Plenum

kurz vor und pinnen die Karten an die Wandtafel.

Medien/Materialien: Fragebogen zum Partnerinterview (s. Anlage 1)

Moderationskoffer, Moderationswand


Einstieg in die Thematik anhand einer virtuellen Reise

Ziel:

Ziel der virtuellen Reise ist es, die Teilnehmenden von ihrer realen Welt

mit ihren jeweiligen Einschränkungen zu lösen. Sie sollen in dieser

virtuellen Realität, die Möglichkeit bekommen, die Regeln für das

Zusammenleben neu zu formulieren.

Eine kreative Heranführung an das Thema „Regeln zum

Zusammenleben“ soll die Komplexität der Thematik altersgerecht

herunter brechen und verständlich machen.

Methode:

Geschichte, Rollenspiel, Film. Hier wurde der Film gewählt

Ablauf: Film wird angeschaut und dann werden zuerst in Zweiergruppen 5-10

Regeln erarbeitet. Dann schließen sich jeweils zwei Zweiergruppen zu

einer Vierergruppe zusammen und müssen aus ihren nun 10 bis 20

Regel wieder 5-10 machen, in dem sie ausdiskutieren, was wichtiger ist.

So geht es weiter bis schließlich Zwei Gruppen übrig sind.

Ablaufvarianten Geschichte wird gelesen oder als Hörspiel mit Rollen vorgetragen.

Medien/Materialien: Geschichte (s. Anlage 2), Rollen-Set, Film des Waik®- Planspiels (zu

Bestellen bei Pro Dialog Köln), DVD Player /Laptop und Beamer.

Auswertung des Tages

Ziel:

Die Zufriedenheit der Teilnehmer feststellen, Ideen für Optimierung des

teilnehmergerechten Ablaufs bekommen.

Methode:

Aufstellskala

Ablauf:

An ein Ende des Raums wird eine Karte mit 100% gelegt, and das

andere Ende eine Karte mit 0%. Die Teilnehmer stellen sich auf, je

nachdem, wie zufrieden sie waren. Danach gibt es eine kurze

Begründungsrunde über Dinge die weiter so, besser oder anders laufen

sollten.

Medien/Materialien: 2 Karten mit einmal 0% und einmal 100%.

Tag 2 (Dienstag 06.10.2009)

Auflockerungsspiel zur Teamarbeit

Ziel:

Teamverhalten stärken, Organisation und Schnelligkeit im Team erlernen

und trainieren, ebenso soll durch das Spiel eine entspannte

Lernatmosphäre geschaffen werden, um die Aufmerksamkeit ganz auf

die Gruppe und die Veranstaltung zu lenken.

Methode:

Kissen Fangen

Ablauf: DieTeilnehmer werden in einem Stuhlkreis durchnummeriert, immer 1

und 2. Alle Einser bilden ein Team und alle Zweier. Ein Team erhält ein

rotes Kissen, das andere ein blaues. Jetzt müssen die Kissen einander

fangen, indem sie immer über eigene Teammitglieder weitergegeben

werden. Wenn ein Kissen das andere eingeholt hat, hat die Gruppe

gewonnen. Auf Klatschen des Trainers ändert sich die Richtung.


Medien/Materialien: Zwei verschieden farbige Kissen.

Rückblick auf den ersten Tag

Ziel:

Methode:

Ablauf:

Medien/Materialien:

Wieder in die Thematik kommen. Fokussierung auf die Inhalte des

Kurses.

Diskussionsrunde

Die Teilnehmer wurden befragt, was ihnen vom vorherigen Tag in

Erinnerung geblieben ist.

Auswertung der Gruppenregeln im Plenum

Ziel:

Methode:

Ablauf:

Gruppenregeln finden. Auseinandersetzung mit sowohl den eigenen, wie

auch den Ideen der anderen Gruppenmitgliedern. Wahrnehmen von

Ähnlichkeiten, und Unterschieden.

Clustern

Im Plenum werden die Regeln zusammengetragen und geclustert.

Die Karten werden an eine Pinwand gehängt und gelten fortan als Regeln

für die Runde.

Medien/Materialien: Regelkarten vom Vortag, Pinwand, Magnettafel, Nadeln, Magnet, oder

Klebeband.

Auflockerungsspiel

Ziel:

Methode:

Ablauf:

Koordination, Motoriktraining. Bevor es zu einem neuen Kapitel des

Trainings geht soll die Konzentration aufgelockert werden um damit

Energiestaus zu beseitigen und neue geistige Aufmerksamkeit zu

begünstigen.

Kreisspiel

Die im Stuhlkreis sitzenden Teilnehmer müssen versuchen, einen kleinen

Sandball nur mit den Füßen dem Nachbarn weiterzugeben. Ziel des

Spiels ist, den Ball nicht auf den Boden fallen zu lassen.


Spiels ist, den Ball nicht auf den Boden fallen zu lassen.

Medien/Materialien: Stühle, Ball

Einführung in die Thematik „Umgang mit Respektspersonen“

Ziel:

Auseinandersetzung mit der Thematik, Ideenfindung in der Gruppe,

Diskussion unter den Gruppenmitgliedern.

Methode:

Regeln finden - Karten schreiben

Ablauf:

Die Teilnehmer teilen sich in 5 Gruppen auf. Jede Gruppe sammelt die

wichtigsten Regeln für den Umgang mit Respektspersonen. Dabei

entstehen Diskussionen unter den Gruppenmitgliedern, die so ihre

Vorschläge reflektieren.Die Karten werden geclustert und an ein Flipchart

gehängt.

Medien/Materialien: Karten, Stifte, Flipchart

Rollenspiel „Umgang mit Respektspersonen“

Ziel:

Methode:

Ablauf:

Erkennen, Veranschaulichen und Einüben der Regeln. Fördern der

Kreativität im Veranschaulichen einer Problematik.

Rollenspiel und Zeichnen

Die Teilnehmer bekommen ein Rollen-Set in dem eine Problemsituation

dargestellt wird; In einem kleinen Theaterstück bauen Sie das aus.

Die Rollenspiele werden aufgeführt und mit Video aufgezeichnet.

Die andere Gruppe zeichnet eine ähnliche Situation als Comic.

Medien/Materialien: Rollen-Sets (Beispiele zur Anregung Anlage 3), evtl Verkleidungen,

Papier, Stifte

Videokamera, Stativ, Laptop


Auswertung der Rollenspiele, Zeichnungen und des Tages

Ziel:

Erkennen der dargestellten Problematiken, finden von Lösungsansätzen.

Methode:

Filmvorführung und Diskussionsrunde

Ablauf:

Die Filme und Zeichnungen werden angeschaut. Die Probleme werden

analysiert. Es wird überlegt, wie diesen Problemen vorgebeugt werden

kann und eventuelle Sanktionen werden vorgeschlagen und auf ein

Plakat aufgeschrieben.

Abschliessend haben die Teilnehmer in einem Stuhlkreis nacheinander

ein Feedback zum Tag abgegeben.

Medien/Materialien: Laptop, Beamer, Flipchart, Stifte

Abschlussspiel

Ziel:

Methode:

Ablauf:

Medien/Materialien:

Bewegungsspiel zur Auflockerung, Beobachtungsschulung

Abbau von Anspannungen.

Kreisspiel

Ein Teilnehmer wird aus dem Raum geschickt. Jetzt sucht der Trainer

eine Person aus dem Kreis aus, die verschiedene Bewegungen

vormacht, die restlichen Teilnehmer nachmachen müssen. Ziel ist es

dass nicht erkannt wird von wem die Bewegung aus geht.

Nun wird der herausgeschickte Teilnehmer wieder hereingerufen und

muss durch Beobachten herausfinden, von wem die Bewegung aus geht

3. Tag (Mittwoch 07.10.2009)

Auflockerungsspiel

Ziel:

Beobachtungsschulung. Auseinandersetzung und Einfindung in die

Gruppe um die Konzentration für den Tag vorzubereiten.

Methode:

Kreisspiel

Ablauf:

Jeder Teilnehmer bekommt eine Spielkarte ausgehändigt. Niemand darf

verraten, welche Karte er hat. Die Herzdame ist der Detektiv und stellt

sich in die Mitte des Kreises. Das ist die einzige Person, die bekannt ist.

Der Herzkönig ist der Killer. Dieser blinzelt unbemerkt vom Detektiv den

anderen Teilnehmern zu. Jeder, der durch den Blickkontakt mit dem Killer

Getötet wurde fällt tot um. Der Detektiv muss den Killer herausfiinden

bevor derjenige alle anderen umgebracht hat.

Medien/Materialien: Spielkarten


Gruppeninterview

Ziel:

Meinungsbefragung zum Thema „Umgang mit dem anderen Geschlecht“

Auseinandersetzung mit dem Thema und der Gruppe.

Methode:

Gruppeninterview mit „heissem Stuhl“

Ablauf:

Mädchen und Jungen werden in zwei Gruppen unterteit. Zuerst werden

die Jungen mit dem Lehrer in die Sporthalle geschickt und die Mädchen

werden interviewt. Jedes Mädchen hat eine Minute auf dem „Heissen

Stuhl“ und es werden ihm drei Fragen gestellt. (Was hälst Du von den

Mädchen in der Klasse Was hälst Du von den Jungen in der Klasse

Was könnte im Umgang miteinander besser ablaufen)

Das Interview wird auf Video aufgenommen.

Danach findet das Gleiche mit der Jungengruppe statt.

Medien/Materialien: Stühle, Videokamera, Stativ, Laptop

Auflockerungsspiel

Ziel:

Methode:

Ablauf:

Medien/Materialien:

Bewegungsspiel zur Auflockerung, Beobachtungsschulung

Spannungsabbau sowie Vorbereitung auf den neuen Teil.

Pantomime

Die Teilnehmer werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Der Trainer sucht

einen aus und sagt ihm einen Begriff, den dieser Teilnehmer

pantomimisch darstellt. Seine Gruppe muss versuchen den Begriff zu

erraten. Dies wird abwechselnd durchgeführt und die Gruppe mit den

meisten Punkten gewinnt.

Rollenspiel „Umgang mit dem anderen Geschlecht“

Ziel:

Methode:

Ablauf:

Erkennen, Veranschaulichen und Einüben der aufgestellten Regeln.

Förderung des kreativen Ausdrucks einer Problematik.

Rollenspiel und Zeichnen

Die Teilnehmer überlegen sich Problemsituationen und stellen diese

szenisch dar oder zeichnen sie. Nach einer Einübungsphase werden die

Rollenspiele aufgeführt und mit Video aufgezeichnet.

Medien/Materialien: Evtl. Rollen-Sets, (Beispiele zur Anregung Anlage 4) evtl

Verkleidungen, Papier, Stifte


Verkleidungen, Papier, Stifte

Videokamera, Stativ, Laptop

Kooperationsspiel

Ziel:

Methode:

Ablauf:

Medien/Materialien: Zeitungspapier

Kooperation in der Gruppe

Zusammenhalt der Gruppe trainieren. Kreativitätsanwendung im Rahmen

der Mitmenschlichkeit.

Eisschollenspiel

Zeitungsbögen werden im Raum ausgebreitet und sollen Eisschollen

darstellen. Die Teilnehmer versammeln sich auf den Bögen. Nach und

nach nimmt der Trainer einzelne Bögen weg, was das Schmelzen des

Eises veranschaulichen soll. Ziel des Spiels ist es, sich auf den übrig

gebliebenen „Schollen“ so zu platzieren, dass keiner der Teilnehmer „ins

Wasser fällt“

4. Tag (Donnerstag 08.10.2009)

Auswertung der Interviews, Rollenspiele, Zeichnungen

Ziel:

Methode:

Ablauf:

Auswertung der am Vortag zusammengetragenen Materialien.

Heranführen an verschiedene Sichtweisen und Auseinandersetzen mit

der Thematik aus den unterschiedlichen Blickwinkeln sowohl intra- wie

interkulturell.

Filmvorführung und Diskussionsrunde

Die Filme und Zeichnungen werden angeschaut. Die Probleme werden

analysiert. Es wird überlegt, wie diesen Problemen vorgebeugt werden

kann und eventuelle Sanktionen werden vorgeschlagen und auf ein

Plakat aufgeschrieben.

Medien/Materialien: Laptop, Beamer, Flipchart, Stifte


Kooperationsspiele in der Sporthalle

Ziel:

Kooperation und Zusammenhalt in der Gruppe

Spielerisch die Teamkompetenz stärken und einüben.

Methode: „Dynamittransport“ „Drachenschwanzspiel“ „Rübenziehen“

„Eisschollenspiel“

Ablauf:

1. Jeder Teilnehmer hat einen Stift. Es werden Paare gebildet. Die

Partner klemmen sich die Stifte gegenseitig zwischen die

Handflächen. Die Stifte stellen Dynamitstangen dar, die nun in

Sicherheit gebracht werden müssen und nicht auf den Boden

fallen dürfen. Die Gruppen müssen einen Parcours zurücklegen.

Ziel ist es dass die beiden Partner kooperieren.

2. Die Teilnehmer bilden zwei gleich große Gruppen gleicher massen

bestehend aus Mädchen und Jungen. Alle Spieler einer Gruppe

halten sich an den Schultern fest. Sie stellen zusammen einen

Drachen dar. An dem einen Ende des Drachens wird ein Tuch als

Schwanz befestigt. Die Drachen kämpfen nun gegeneinander. Ziel

ist es dem feindlichen Drachen den Schwanz zu klauen. Klauen

darf nur der jeweilige Kopf des Drachens.

3. Alle Teilnehmer liegen auf dem Bauch im Kreis und fassen sich an

den Händen, sie stellen Rüben im Feld dar. Ein Teilnehmer wird

vorher als „Bauer“ bestimmt. Er muss nun versuchen „Rüben“ aus

dem Feld zu ziehen. Er zieht sie an den Beinen bis sie sich aus

dem Kreis lösen. Das soll die Gruppe durch Zusammenhalt

verhindern. Die Herausgezogenen werden nun ihrerseits zu

Bauern und ziehen auch.

4. Matten werden im Raum ausgebreitet und sollen Eisschollen

darstellen. Die Teilnehmer versammeln sich auf den Matten. Nach

und nach nimmt der Trainer einzelne Matten weg, was das

Schmelzen des Eises veranschaulichen soll. Ziel des Spiels ist es,

sich auf den übrig gebliebenen „Schollen“ so zu platzieren, dass

keiner der Teilnehmer „ins Wasser fällt“

Medien/Materialien: Stifte, Tücher, Gymnastikmatten


Auswertung des Tages

Ziel:

Die Zufriedenheit der Teilnehmer feststellen

Methode:

Aufstellskala

Ablauf:

An ein Ende des Raums wird eine Karte mit 100% gelegt, and das

andere Ende eine Karte mit 0%. Dazischen stellen sich die Teilnehmer

auf, je nachdem, wie zufrieden sie waren. Danach gibt es eine kurze

Begründungsrunde über Dinge die weiter so, besser oder anders laufen

sollten.

Medien/Materialien: 2 Karten mit einmal 0% und einmal 100%.

5. Tag (Freitag 09.10.2009)

Spielepark „Roccolino“

Auswertung des Kurses

Ziel:

Die Zufriedenheit der Teilnehmer feststellen

Methode:

Stimmungsball

Ablauf:

Die Teilnehmer geben ihr Feedback ab über einen Stimmungsball, der im

Kreis zugeworfen wird..

Medien/Materialien: Ball

Spiele

Ziel:

Einübung der erlernten Fähigkeiten

Methode:

Praxis

Ablauf:

An den diversen Spielmöglichkeiten des Parks können nun Umgang

miteinander und Kooperation geübt und eingesetzt werden

Medien/Materialien: Spielepark


Übergabe der Zertifikate und Preisverleihung des Benimmkönigs/in

Ziel:

Methode:

Ablauf:

Medien/Materialien: Zertifikate und Preise

Anerkennung, Motivation und Belohnung

Die Zertifikate sollen auch als Erinnerung dienen um die erarbeiteten

Inhalte wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Jeder Teilnehmer erhält ein Zertifikat für die Teilnahme am Kurs. Je ein

Junge und ein Mädchen werden als Benimmkönig bzw. -königin

ausgewählt. Sie bekommen ein Buch als Preis.

Sie dürfen dieses Buch als erste lesen, haben aber auch die

Verantwortung übertragen bekommen, dieses Buch (im Rahmen der

Teamförderung) an Mitglieder der Gruppe zu empfehlen und auszuleihen.

Beide Bücher enthalten Inhalte, die zum intra- wie interkulturellen Kontext

passen und so die Lerninhalte verstärken sollen.

Sowohl im Buch „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“ geht es um den

Zusammenhalt zwischen Freunden sowie die Sklavenproblematik in den

Südstaaten der USA mit Betonung auf den interkulturellen

Unterschieden, als auch im Buch „Das Tagebuch der Anne Frank“ wo es

einerseits um die interkulturelle Problematik der Juden, wie aber auch um

die Probleme der Gruppe der Flüchtlinge im Hinterhaus geht.


Anlagen


Dr. M. Heidari

Interkulturelle Seminare und Trainings nach WAIK® Konzept

Anlage 1

Informationen zu meinem/meiner Partner/in im Interview

(Bitte leserlich schreiben!)

Wie heißt du

Wo bist du geboren

Woher stammen deine

Eltern/Großeltern

Welche Sprachen sprichst du

Gehörst du einer Religion an

Wenn ja, welcher

Bist du Mitglied in einem Verein

(z. B. Sportverein)

Was ist dein Wunschberuf

Was ist dein Hobby

Was ist dein Lieblingsessen

Was ist deine Lieblingsmusik

Was kannst du besonders gut

Waik-Bk 2


Anlage 2

Arbeitsblätter / Kopiervorlagen

„ Z u s a m m e n l e b e n f a i r g e s t a l t e n “

Die Geschichte:

Die Entdeckung

einer Insel

Wir befinden uns im Jahre 2050. Die Erde droht an Überbevölkerung zu ersticken. Nahezu elf

Milliarden Menschen versuchen auf unserem Globus zu überleben. Die Probleme in der Versorgung

nehmen ständig. Die Kluft zwischen Arm und Reich, aber auch zwischen den Kontinenten,

wächst und wächst. Dennoch haben sich tausend Menschen aus Amerika, Europa,

Australien, Asien und Afrika dazu entschlossen, an einer Weltumseglung über die großen Ozeane,

die all unsere Kontinente miteinander verbinden, teilzunehmen.

Eines Tages zieht ein gewaltiger Sturm auf und droht das Schiff zu versenken. Die Wellen peitschen

gegen das Schiff und schlagen auf das Deck. Die Mannschaft verliert die Kontrolle über

das Ruder, so dass das Schiff steuerlos über den tosenden Ozean treibt. Die Passagiere haben

sich ängstlich in ihre Kajüten zurückgezogen und hoffen auf ein baldiges Ende des Sturms.

Doch die Lage spitzt sich zu. Das Schiff läuft Gefahr an einem Eisberg zu zerschellen. Dem

Kapitän bleibt nichts anderes übrig, als alle aufzufordern das Schiff über die Rettungsboote so

schnell es geht zu verlassen. Aber die Boote sind wegen des starken Windes gänzlich unsteuerbar.

Den Passangieren bleibt nur eine einzige Möglichkeit: sie müssen versuchen zusammenzubleiben

und nicht auseinandergetrieben zu werden.

So vergehen mehrere Stunden. Die Rettungsboote werden von der tobenden See hin und her

geschleudert. Plötzlich sichtet einer der Passagiere Land, auf das die Boote direkt zutreiben.

Große Freude bricht unter den Menschen aus und alle helfen zu rudern oder zu paddeln, in der

Hoffnung auf festen Boden unter den Füßen. Nach einiger Zeit erreichen sie erschöpft, aber

glücklich eine Insel. Ihre Begeisterung ist groß, denn auf dieser Insel liegt, umgeben von Wald

und Wiesen, von exotischen Bäumen und Sträuchern, eine kleine aber wunderschöne Stadt.

Voller Zuversicht machen sich alle auf den Wegdorthin. Schon nach einigen Metern entdecken

die Gestrandeten ein riesiges Schild über dem Weg aufragt. Darauf steht:

„Ihr werdet wohl hier bleiben müssen! Nun habt Ihr eine neue Chance, das

Zusammenleben fair zu gestalten!“

Verwundert gehen sie weiter entlang der Wälder und Wiesen bis sie endlich ihr Ziel erreichen.

Die Stadt ist im allerbesten Zustand, Häuser und Wohnungen bieten Schutz gegen Wind und

Wetter und alle öffentlichen Einrichtungen sind vorhanden. Doch etwas ist merkwürdig. Wo

sind die Bewohner dieser Insel Alles scheint verlassen zu sein. Doch das Umland ist geprägt,

ist geprägt von Ackerland, Wald und Küste. In den Wäldern gibt es einen großen Wildbestand

und die Seen und Flüsse sind reich an Fischen.

Trotz all dieser Vorzüge ist die Stadt wie leergefegt. Kein Mensch ist zu sehen. Kein Kind spielt

auf der Straße. Alles ist ruhig und unbewohnt.

Etwas ängstlich und verunsichert gehen die Schiffbrüchigen weiter. Schließlich erreichen sie

einen großen Platz im Stadtzentrum. Von dort gehen mehrere Straßen in alle Himmelsrichtungen

und am Ende dieser Straßen steht jeweils ein großes Haus. Auf einem besonders

schönen Gebäude steht in großen Buchstaben: „Weltbürgerhaus“. Doch auch dieses Bauwerk

ist menschenleer. Doch an der Eingangstür hängt ein Schild:

„Ihr dürft dieses Haus nur dann betreten, wenn ihr bereit seid, Regeln für ein faires und

gleichberechtigtes Zusammenleben zu vereinbaren.“

Die sind zunächst ratlos. Alle stehen herum und Gemurmel macht sich breit. Einige fragen:

„In welcher Sprache sollen wir uns unterhalten“,

„Was ist, wenn ich Verständigungsprobleme bekomme“

Und plötzlich ruft jemand aus:

„Ich habe eine Idee, wir können uns doch auf eine gemeinsame Sprache einigen, um

dann zu schauen, wie wir unser Zusammenleben fair regeln können.“


Regelverletzungsfälle

Respektvoller, höflicher Umgang mit Lehrer/innen,…

Anlage 3

Personen:

- Lehrer

- 3-6 Schüler

- Beobachter/innen

Du bist Lehrer. Du unterrichtest Mathe und musst oft Dinge an der Tafel erklären. Du

bist schon etwas älter und trägst, wie auch heute, deinen Lieblingspulli mit den 2

Elefanten drauf.

(Von vorne sind die Gesichter und von hinten der Hintern der Elefanten abgebildet)

Ständig stören gewisse Schüler deinen Unterricht, indem sie Papierkügelchen

umherschmeißen. Du stellst sie zur Rede

Du bist Schüler A. Sobald sich die Lehrerin umdreht, versuchst du mit

Papierkügelchen den Hintern der Elefanten auf dem Pulli des Lehrers zu treffen. Ein

paar mal gelingt es dir auch und die Klasse applaudiert dir.

Du bist Schüler B. Da der Lehrer nicht mehr so gut sieht, ist es ein Kinderspiel für

dich die Kreide vom Tisch zu nehmen und aus dem offenen Fenster zu schmeißen.

Du bist Schüler C. Da du ganz hinten sitzt und das Geschehen in der Klasse gut

beobachten kannst, brichst du beim Anblick der Dinge, die A und B tun in

schallendes Gelächter aus.


Regelverletzungsfälle

Respektvoller, höflicher Umgang mit Lehrer/innen,…

Personen:

- Lehrer

- 3-6 Schüler

- Beobachter/innen

Du bist Lehrer. In deiner Klasse befindet sich eine Klicke, die permanent den

Unterricht stört. Telefonieren und lautes Quatschen während des Unterrichts sind

keine Seltenheit. Du hast alle schon auseinandergesetzt doch nichts hilf.

Du bist Schüler A. Du sitzt ganz außen rechts und unterhältst dich lautstark mit

deinem Freund B, der ganz außen links sitz.

Du bist Schüler B und erzählst deinem Freund A von der gestrigen Party. Dass dein

Lehrer dich aufgefordert hat ruhig zu sein, interessiert dich gar nicht.

Du bist Schüler C. Dir ist völlig egal, was in der Klasse gerade geschieht. Andauernd

verlässt du den Raum um aufs Klo zu gehen oder was zu trinken zu kaufen. Wenn dir

nichts mehr einfällt, telefoniert du einfach mit Freunden auf Italienisch.

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Regelverletzungsfälle

Respektvoller, höflicher Umgang mit Lehrer/innen,…

Personen:

- Lehrer

- 1-2 Schüler

- Beobachter/innen

Du bist Lehrer. Obwohl alle Schüler diese Regeln kennen, versuchen einige

Mittelstufenschüler trotzdem während der Schulzeit unerlaubt das Schulgelände zu

verlassen.

Du erwischt 2 Schüler hinter einem Auto und stellst sie zur Rede.

Du bist Schüler A. Um vom Kiosk an der Ecke was zu kaufen hast du dich mit

deinem Freund B aus der Schule geschlichen. Du findest, dass diese Regel “

scheiße“ ist und verstehst nicht, warum die Lehrer so ein Theater machen müssen. „

Sie sind nicht meine Eltern, sie können mir gar nichts sagen!“

Du bist Schüler B. Du bist der selben Meinung wie A und sagst zum Lehrer:

„Kümmern sie sich erstmal um ihre eigenen Probleme!“


Regelverletzungsfälle

Respektvoller, höflicher Umgang mit Lehrer/innen,…

- Lehrer

- 3-6 Aussiedlerschüler/innen

- Beobachter/innen

Sie sind Lehrer und haben einen Aussiedler-Jugendlichen in der Klasse, der

permanent zu spät kommt und dann seine „Aussiedler-Freunde“ einzeln per

Handschlag begrüßt. Das stört den Unterricht und sie stellen ihn daraufhin zur Rede.

Sie sind ein Aussiedler-Jugendlicher und sind es gewöhnt, ihre Freunde einzeln per

Handschlag zu begrüßen, auch wenn der Unterricht bereits begonnen hat.

Sie sind Aussiedler-Jugendliche und werden von einem ihrer Freunde – wie sie es

gewohnt sind – per Handschlag begrüßt, auch wenn der Unterricht bereits begonnen

hat.


Regelverletzungsfälle

Respektvoller, höflicher Umgang mit dem anderen Geschlecht,…

Anlage 4

Personen:

- 3-6 Schüler auf Klassenfahrt

- Beobachter/innen

(Ihr sitzt am Mittagstisch; das Essen ist vorbei und alle stehen auf um abzuräumen.)

Schüler B

Du bist gerade fertig geworden und lehnst dich auf deinen Stuhl zurück. Du bist der

Meinung, dass sauber machen und abräumen reine Frauensache ist. Das sollte ein

Mann wie du nicht machen. Du ermutigst deine Freunde, auch sitzen zu bleiben. „Die

Alte macht das!“

Schülerin A

Du stehst auf und sammelst das dreckige Geschirr ein. Für dich ist es ganz normal,

zu helfen.

Du regst dich über B auf, der seine „Pascha- Spielchen abzieht“ und nix tut.

Schülerin C

Du kannst es nicht fassen, wie sich einige Jungen verhalten und forderst sie auf,

mitzuhelfen.

Diese ignorieren dich und machen einfach weiter.

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Regelverletzungsfälle

Respektvoller, höflicher Umgang mit dem anderen Geschlecht,…

Personen:

1 Mädchen

3-5 Jungen

Beobachter/innen

Du bist das Mädchen. Du versuchst gerade die Straße zu überqueren als dir die 3

Jungen auf der anderen Straßenseiten hinterher pfeifen und irgendwelche Sprüche

ablassen.

Du fühlst dich in deinem Stolz verletzt und ignorierst die Jungen und bleibst auf

deiner Seite der Straße.

Ihr seid die 3-5 Jungen. Ihr habt ein hübsches Mädchen gesichtet, dass gerade auf

eure Straßenseite wechseln will. Um ihre Aufmerksamkeit zu ergattern, versuch ihr

zu pfeifen und sie anzusprechen.

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Regelverletzungsfälle

Respektvoller, höflicher Umgang mit dem anderen Geschlecht,…

Personen:

5-6 Jungen (Sportunterricht- Fußballmannschaft)

Beobachter/innen

Du bist Schüler A. Du bist der Kapitän des Team 1 und darfst deine Mannschaft

wählen.

Du hast eine gute Mannschaft zusammengestellt. Es sind noch 3 Leute auf der Bank.

Den c möchtest du nicht wählen, weil er dick ist und nicht laufen kann. Und den B

willst du auch nicht, weil er schießt, wie ein Mädchen. Die E kommt auch nicht in

Frage, sie ist ein Mädchen. Sie können sowieso nicht mit Ball umgehen. Du streitest

dich mit B darum, wer den „größeren Loser“ bekommt.

Du bist Schüler B. Du bist der Kapitän des Team 2 und darfs benfalls wählen. Du

stehst vor dem selben Problem wie A. Du streitest dich mit A.

Du bist Schüler C. Du bist dick und fühlst dich gekränkt, dass du immer als letztes

auf der Bank sitzen musst. Du hältst dich für einen guten Spieler.

Du bist Schüler D. Du siehst zwar ein, dass du nicht so stark im Schießen bist, dafür

bist du aber ein schneller Läufer. Du findest es unfair, dass immer die selben wählen

dürfen.

Du bist E und findest das Verhalten von A und B richtig asozial und Sagst du ihnen

auch deine Meinung und gehst dich bei der Lehrerin beschweren.

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