Handreichung - Integration Eschweiler

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Handreichung - Integration Eschweiler

Handreichung

Das Monitoring- System „Integration

für die Stadt Eschweiler

Erstellt durch:

die Stadt Eschweiler, Abteilung für Integrationsangelegenheiten

in Zusammenarbeit mit dem Pro Dialog Köln UG

Projektförderung durch das: Projekt KOMM-IN

Beratung und Unterstützung:

Dr. Mohammad Heidari


Vorwort

Einleitung

1. Das Monitoring-Raster .........................................................

2. Das Kennzahlen-Set ...........................................................

3. Anlagen................................................................................


Vorwort


Einführung

Die Stadt Eschweiler hat eine traditionelle Zuwanderungsgeschichte. Es wurden Menschen aus

anderen Ländern als Arbeitskräfte für Industrie und Bergbau angeworben, im

Gastronomiegewerbe sind die Angebote internationaler Spezialitäten fester Bestandteil der

Stadt, Flüchtlinge und Aussiedler wurden aufgenommen, Familienangehörige aus anderen

Nationen zogen hierhin, Unternehmen internationaler Prägung schufen Arbeitsplätze.

Von den ca. 57.000 in Eschweiler lebenden Menschen besitzen fast 10 % eine ausländische

Staatsangehörigkeit und weitere 10 % eine Zuwanderungsgeschichte. Menschen aus 103

unterschiedlichen Herkunftsländern, Ethnien und/oder Glaubenszugehörigkeiten leben in

Eschweiler.

Grund genug für die nordrhein-westfälische Stadt, die Integration von Ausländern und

Menschen mit Migrationshintergrund in den Mittelpunkt zu rücken und eine eigene Abteilung für

Integrationsangelegenheiten zu gründen.

Die Abteilung für Integrationsangelegenheiten widmet sich Beratungen zum

Zuwanderungsgesetz, Einbürgerungen, Bildung, Härtefallberatungen und bietet eine

Clearingstelle für interkulturelle Problembereiche. Außerdem berät und unterstützt sie Ämter

und Institutionen in Migrationsfragen und betreut den Integrationsrat durch die Verwaltung.

Die Stadt Eschweiler beschäftigt sich schon seit längerem mit dieser Thematik.

Es begann mit einem klaren Bekenntnis zu antirassistischer und interkultureller Ausrichtung.

(mehr siehe Entwicklungsprozess/Meilensteine)

Seit 1995 werden Projekte und Feste in Kooperation mit dem Ausländerbeirat durchgeführt.

Im Jahr 2000 bewarb sich die Stadt Eschweiler um den Titel „Eschweiler hat keinen Platz für

Rassismus“. Hierfür beschloss der Stadtrat der Stadt Eschweiler einstimmig die Resolution

zum Kampf gegen die Diskriminierung der Minderheiten.

Am 02.08.2000 wurde der Stadt Eschweiler das Schild mit dem Titel „Eschweiler hat keinen

Platz für Rassismus“ von der Aktion „Courage – SOS Rassismus NRW“ verliehen. Als Zeichen

gegen Rassismus wurden an vier Ortseingängen, nämlich in Dürwiß, Weisweiler, an der Rue

Wattrelos sowie an der Stolberger Straße diese Schilder installiert. Des Weiteren hat sich in

Eschweiler im Jahr 1996 eine Initiative gegen Neofaschismus zusammengefunden und kämpft

bis heute aktiv gegen Rechtsextremismus.

Die Bemühungen um eine systematisch gemanagte interkulturelle Ausrichtung begann mit der

Beteiligung am Xenos-Projekt des Kompetenzzentrums Migration und Qualifizierung des DGB-

Bildungswerks (Fit und kompetent für interkulturelle Öffnung der Verwaltungen und öffentlichen

Betriebe) im Jahre 2002.

So hatte eine Gruppe von ausgewählten MitarbeiterInnen aus verschiedenen Ämtern der

Stadtverwaltung die Gelegenheit, sich (im Zeitrahmen von 2002 bis 2004) nach dem

Waik®- Konzept zu qualifizieren.

In diesem Zusammenhang wurde auch Arbeitsgruppe Interkulturelle Migration (AgIM)

gegründet, um Interkulturelle Ausrichtung und Öffnung als Querschnittsthema zu

implementieren. Mit dieser Gruppe wurde dann ein Teilleitbild zur interkulturellen Öffnung der

Verwaltung vor allem in Bezug auf Integration erarbeitet (siehe Anlage 1).

Diese Bemühungen wurden anerkannt. Die Integration in Eschweiler wurde durch den

Bürgermeister zur „Chefsache“ erklärt. Eine Abteilung für Integrationsangelegenheiten wurde

gegründet, mit klaren Aufgaben und einer Steuerungsgruppe (siehe Anlage 2).

Um die Integrationsarbeit in Eschweiler systematisch und interkulturell relevant zu managen,


wurde ein Arbeitskonzept erstellt (siehe Anlage 3).

Das Arbeitskonzept zur kultur- und ethniensensiblen und gleichstellungsorientierten

Integrationsarbeit umfasst aktuell 7 Handlungsfelder:

1. Bildung und Sprachförderung

2. Kultur, Sport und Freizeit

3. Wirtschaft und Beschäftigung

4. Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr

5. Gesundheit und Soziales

6. Interkulturelle Öffnung der Verwaltung

7. Bürgerschaftliches Engagement

Für die Entwicklung und Umsetzung von Handlungsempfehlungen sind die Mitglieder der

Arbeitsgruppen zuständig. Die Arbeitsgruppen setzen sich aus verschiedenen Vereinen,

Ratsmitgliedern, Kirchengemeinden, Unternehmen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der

Stadt Eschweiler zusammen.

Um Integrationsarbeit effektiver und bedarfsorientierter zu gestalten, hat sich die Stadt

Eschweiler nun mit diesem KOMM-IN Projekt für die Erarbeitung eines Monitoring-Systems mit

einem entsprechenden „Monitoring-Raster“ durch eine Monitoring-AG entschieden. Mitglieder

der Monitoring-AG setzen sich aus den Leistungsträger/innen der Arbeitsgruppen von

Handlungsfeldern zusammen.

Das Integrationskonzept der Stadt Eschweiler sieht vor, dass die Ergebnisse und Erkenntnisse

der Arbeitsgruppen in ihren jeweiligen Handlungsfeldern, jährlich in einem Jahresbericht

vorgestellt werden. Das Monitoring-Raster dient hierzu als Grundlage.

Das Monitoring- System bietet die Möglichkeit zu beobachten, ob und/oder inwiefern man bei

der Erreichung von formulierten Zielen Fortschritte erzielt.

Das Hauptziel des Monitoring-Systems ist, das systematische Erarbeiten, Beobachten und

Verfolgen von Handlungszielen im Bereich der Integration zu unterstützen. Dabei werden

konkrete Zielformulierungen mit statistischen Daten und Indikatoren verknüpft. Diese

Verknüpfung fundiert das Vorgehen. Es wird nicht nur klar, wohin sich die Bemühungen richten,

sondern auch, woran zu merken sein wird, dass man die Ziele erreicht. Grundlage dafür sind

die sicheren Daten (Grundzahlen, Kennzahlen) und Wirkungsindikatoren, die fortgeschrieben

und überprüft werden müssen.

Grundzahlen werden aus einer Quelle direkt entnommen und regelmäßig fortgeschrieben. Sie

beschreiben die aktuelle Situation (Beispiel: Anzahl der Schüler/innen im 1. Jahrgang der

Grundschulen in Eschweiler zum Schuljahr 2008/2009 beträgt X).

Kennzahlen sind die aus den Grundzahlen berechneten Daten, die den Grad einer Situation

anzeigen und Handlungspotentiale abbilden (Beispiel: Bei X Prozent der Schüler/innen wurde

ein Förderbedarf festgestellt).

Wirkungsindikatoren beschreiben Faktoren und Merkmale, an denen man ablesen kann,

inwiefern man ein gesetztes Ziel erreicht hat.

Die wichtigsten Instrumente des Monitoring- Systems sind „Monitoring- Raster“, und

„Kennzahlen-Sets“. Mit dieser Handreichung erhalten die Arbeitsgruppen diese Instrumente als

Hilfestellungen bei der Erarbeitung von messbaren Handlungszielen.

Es soll u. a. dazu beitragen, Verwaltungsentscheidungen zu optimieren.

Jörgen Rombach


1. Das Monitoring- Raster

Das „Monitoring-Raster“ soll ermöglichen, Ziele mit den dazu benötigten Grund- und

Kennzahlen sowie Wirkungsindikatoren zu verknüpfen bzw. einheitlich zu dokumentieren. Für

das Ausfüllen des Rasters sind die Arbeitsgruppen verantwortlich. Die Mitglieder der AG

„Monitoring“ wirken dabei moderierend und unterstützend.

Leitziel/e

Mittlerziele

Daten:

Handlungsziel/e

(Handlungsempfehlung/en)

Welche langfristigen Leitgedanken werden in diesem Handlungsfeld verfolgt

Welche Ziele sollen mittelfristig in einzelnen Bereichen des Handlungsfeldes

angestrebt werden

Welche Grund- bzw. Kennzahlen dienen als Grundlage

Was soll verändert, weiterentwickelt bzw. verstärkt werden

Hier können mehrere Ziele genannt werden.

Ausgangsfrage/ These Aufgrund welcher Ausgangsfrage bzw. These sind Sie zu den folgenden Zielen

und Maßnahmen gelangt

Maßnahmen

Durch welche Maßnahmen sollen die Handlungsziele erreicht werden

Thema:

Kurzbeschreibung der Maßnahme

Zielgruppe

Ziel(e) der Maßnahme

Gender Mainstreaming:

Zielsetzung in Bezug auf Gleichstellung von

Frauen/Mädchen und Männern/Jungen (implizit

oder explizit)

Geschlechtsspezifische Defizite und besondere

Potenziale der Zielgruppe

Indikatoren

Ausrichtung

Wie erfolgt die aktive Einbeziehung der

Migrantinnen/Migranten

Maßnahmenbezogene Vernetzung

Dauer der Maßnahme (zeitliche

Umsetzung)

Übertragbarkeit und Nachhaltigkeit

Nutzung bereits vorhandener Ressourcen

Zusätzlich benötigte Ressourcen

Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten

Kostenschätzung


1.1 Handlungsfeld 1: Bildung und Sprachförderung

Dieses Handlungsfeld umfasst Elementarbereich, Schule bzw. den Bereich der

Erwachsenenbildung.

Zum Elementarbereich gehören Themen wie z. B. die frühkindliche Erziehung und Förderung

sowie der Übergang vom Kindergarten zur Schule.

Die schulische und institutionelle Bildung und Förderung bzw. der Übergang von Schule zum

Beruf (oder Hochschule) sind die weiteren relevanten Themen in diesem Handlungsfeld.

Im Bereich der Erwachsenenbildung sind die Sprach- und Integrationskurse zu erwähnen, die

von zentraler Bedeutung von insbesondere Neuzugewanderten sind.

1.1.1 Leitziele:

- Menschen mit Migrationshintergrund haben entsprechend ihrem Anteil an der

Bevölkerung gleiche Zugangs- und Partizipationsmöglichkeiten zu Bildungseinrichtungen

und –angeboten.

- Menschen mit Migrationshintergrund haben qualifizierte Angebote zur Ausbildung der

deutschen Sprachkompetenz sowie Stärkung der Mehrsprachigkeitskompetenz

- Kindertagesstätten, Schulen bzw. Bildungsstätten der Erwachsenenbildung sind fit und

kompetent für eine interkulturelle Ausrichtung im Berufsalltag

1.1.2 Mittlerziele:

a) Elementarbereich

- Steigerung der Sprachkompetenz der Kinder im Elementarbereich.

- Steigerung der Leistungsfähigkeit im Elementarbereich.

- Erfolgreicher Verlauf des Übergangs Kindergarten → Schule

- Steigerung der Erziehungskompetenz der Eltern

- Steigerung interkultureller Handlungskompetenz der Erzieher/innen

- Entwicklung und Umsetzung von ICM - Kriterien* für den Elementarbereich

*) ICM (Intercultural Mainstreaming)und ICM- Raster siehe Anlage Nr.

b) Schule

- Steigerung der schrift- bzw. fachlichen Sprachkompetenz der Schüler/innen mit

Migrationshintergrund

- Steigerung der Leistungsfähigkeit in der schulischen Bildung.

- Stärkung der Mitwirkungsmöglichkeiten der Eltern mit Migrationshintergrund

- Erhöhung der Integrationsverantwortung aller Schulformen

- Steigerung interkultureller Handlungskompetenz der Lehrer/innen

- Verringerung von Schulabbrüchen

- Entwicklung und Umsetzung von ICM - Kriterien für die Schule

- Erhöhung der Integrationsverantwortung aller Schulformen

c) Erwachsenenbildung

- Verbesserung von Integrationschancen für Neuzuwanderinnen bzw. Neuzuwanderer

durch spezifische Schulungs- und Beratungsangebote.

- Erleichterung des Zugangs zu Integrationskurse für alle Migrant/innen mit Sprach- und

Orientierungsbedarf

- Steigerung interkultureller Handlungskompetenz der Referent/innen für Integrationskurse

1.1.3 Daten

siehe Exceldateien Nr.:


1.1.4 Handlungsziele (am Beispiel der Handlungsempfehlungen 2009):


1.2 Handlungsfeld 2: Kultur, Sport und Freizeit

Das Handlungsfeld umfasst die Bereiche Kultur, Sport und Freizeit.

1.2.1 Leitziele:

- Menschen mit Migrationshintergrund haben entsprechend ihrem Anteil an der

Bevölkerung gleiche Zugangs- und Partizipationsmöglichkeiten zu Kultur-, Sport-, und

Freizeiteinrichtungen bzw. –angeboten.

- Die Kultur-, Sport-, und Freizeiteinrichtungen sind interkulturell offen und kompetent für

eine interkulturelle Ausrichtung der Arbeit

1.2.2 Mittlerziele:

- Aktive Einbeziehung und Beteiligung von Migrantenorganisationen (MO) und

Migrant/innen an Veranstaltungen bzw. Großveranstaltungen (z. B. Stadtfesten)

- Ermutigung von MO´s bzw. Migrant/innen, die Kultur ihrer Herkunftsländer einzubringen.

- Erleichterung des Zugangs zu sportlichen Aktivitäten und Angeboten

- Erhöhung der Anzahl der Trainer/innen bzw. Betreuer/innen mit Migrationshintergrund in

Sportvereinen gemäß des Bevölkerungsanteils

- den Zugang zu Freizeitangeboten für Migranten/ Migrantinnen erleichtern

- den Zugang für Kinder, Jugendliche aber auch Erwachsene mit Migrationshintergrund zu

Musik- , Tanz- und Gesangvereinen etc. erleichtern

- Steigerung interkultureller Handlungskompetenzen von Trainer/innen, Betreuer/innen,

Anleiter/innen in Sportvereinen

1.2.3 Daten

siehe Exceldateien Nr.:

1.2.4 Handlungsziele (am Beispiel der Handlungsempfehlungen 2009):


1.3 Handlungsfeld: Wirtschaft und Beschäftigung

Das Handlungsfeld umfasst folgende Bereiche und Themenfelder:

- Berufsausbildung

Dieser Bereich umfasst die Ausbildungsförderung, Übergang Schule- Beruf sowie

ausbildungsbegleitende Hilfen.

- Beschäftigung und Weiterqualifizierung

Hierzu gehören vor allem Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen für Migrant/innen.

- Selbstständige und Unternehmen

Dieser Bereich umfasst vor allem Förderung der „Existenzgründung“, Stärkung der Betriebe

von Migrant/innen um Insolvenz zu verhindern.

1.3.1 Leitziele:

- Menschen mit Migrationshintergrund haben entsprechend ihrem Anteil an der

Bevölkerung gleiche Zugangs-, Entwicklungs- und Partizipationschancen zur Wirtschaft

und Beschäftigung.

- Die Qualifizierungs- und Beschäftigungssektore (Wirtschaft, Handwerk, Industrie, Handel

und öffentlicher Dienst) sind offen und kompetent für eine interkulturelle Ausrichtung

- Menschen mit Migrationshintergrund sind entsprechend ihrem Anteil an der Bevölkerung

strukturell in der Arbeitswelt vertreten.

1.3.2 Mittlerziele:

- Aktive Einbeziehung und Beteiligung von Migrantenorganisationen (MO) und

Migrant/innen im Bereich des Übergangsmanagements „Schule- Beruf“

- Stärkung von Empowerment von MO´s und Migrant/innen

- Erleichterung des Zugangs zu Aus- und Weiterbildung

- Erhöhung der Anzahl der Ausbilder/innen mit Migrationshintergrund entsprechend ihrem

Anteil an der Bevölkerung

- Erhöhung der Anzahl der Ausbildungsbetrieben von Zugewanderten entsprechend ihrem

Anteil an der Bevölkerung

- Erhöhung der Anzahl von Arbeitsvermittler/innen mit Migrationshintergrund entsprechend

ihrem Anteil an der Bevölkerung

- Stärkung Interkultureller Ausrichtung innerhalb der Betriebe zur besseren Nutzung

interkultureller Potentiale

- Erhöhung der Anzahl der Beschäftigten mit Migrationshintergrund entsprechend ihrem

Anteil an der Bevölkerung

- Vermeidung von Mehrfachbenachteiligung vor allem bei Migrantinnen

1.3.3 Daten

siehe Exceldateien Nr.:

1.3.4 Handlungsziele (am Beispiel der Handlungsempfehlungen 2009):


4. Handlungsfeld: Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr

Das Handlungsfeld umfasst folgende Bereiche und Themenfelder:

1.2.1 Leitziele:

- Stadtteilentwicklungspolitik hat eine interkulturelle Ausrichtung

1.2.2 Mittlerziele:

- Aktive Einbeziehung und Beteiligung von Migrantenorganisationen (MO) und

Migrant/innen bei Entscheidungen im Stadtteil

- Bedarfsgerechte Ausstattung der Stadtteile mit hohem Migrantenanteil mit sozialer

Infrastruktur

- Bereitstellung von „Raum“/ (vorhandenen) Räumlichkeiten z. B. zur Unterstützung der

interkulturellen Begegnungen

- Installierung von Bewohnerräten/ Mieterräten

- Verstärkte Förderung des interkulturellen Zusammenlebens im Stadtteil

1.2.3 Daten

siehe Exceldateien Nr.:

1.2.4 Handlungsziele (am Beispiel der Handlungsempfehlungen 2009):


5. Handlungsfeld: Gesundheit und Soziales

Das Handlungsfeld umfasst folgende Bereiche und Themenfelder:

- Schuleingangsuntersuchung

- Jugendhilfe

- Unterhaltsicherung

- Altenhilfe

- Behindertenhilfe

1.2.1 Leitziele:

- Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe hat eine interkulturelle Ausrichtung (ICM)

- Gesundheitliche Chancengleichheit für Menschen mit Mirgationshintergrund.

1.2.2 Mittlerziele:

- Angleichung der Versorgung von älteren Menschen mit Migrationshintergrund an die

Versorgung von älteren Menschen ohne Migrationshintergrund (z. B. bei vergleichbarer

sozialer Schichtzugehörigkeit).

- Erhöhung der Anzahl von Migrant/innen in der ambulanten Kinder- und Jugendhilfe

- Verringerung der Anzahl von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der stationären

Jugendhilfe sowie in JGH

- Verringerung der Anzahl der Leistungsempfänger/innen mit Migrationshintergrund in

SGB – Bereiche

1.2.3 Daten

siehe Exceldateien Nr.:

1.2.4 Handlungsziele (am Beispiel der Handlungsempfehlungen 2009):


6. Handlungsfeld: Interkulturelle Öffnung der Verwaltung

1.2.1 Leitziele:

- Die Verwaltung betrachtet die interkulturelle Öffnung als wichtigen Beitrag, um die

öffentliche Dienstleistung einer wachsenden kulturellen bzw. ethnischen Vielfalt der

Gesellschaft entsprechend interkulturell auszurichten und sich somit zukunftsorientiert zu

positionieren.

1.2.2 Mittlerziele:

- Verbesserung des Zugangs zu Fach- und Regeldiensten für Menschen mit

Migrationshintergrund

- Erhöhung des Anteils von Migrant/innen in der öffentlichen Dienstleistung

- Erhöhung der interkulturellen Handlungskompetenz des Bestandpersonals

- Berücksichtigung interkultureller Handlungskompetenz bei Neueinstellungen

- Interkulturell relevante Optimierung der Arbeitsabläufe in der öffentlichen Dienstleistung

- Entwicklung von Qualitätsstandards für interkulturelle Ausrichtung der Fachdienste

1.2.3 Daten

siehe Exceldateien Nr.:

1.2.4 Handlungsziele (am Beispiel der Handlungsempfehlungen 2009):


7. Handlungsfeld: Bürgerschaftliches Engagement

1.2.1 Leitziele:

- Menschen mit Migrationshintergrund haben entsprechend ihrem Anteil an der

Bevölkerung gleiche Zugangs- und Partizipationsmöglichkeiten zu Hilfsorganisationen

(Freiwillige Feuerwehren, das Deutsche Rote Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser

Hilfsdienst, die Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft und auch

Das Technischen Hilfswerk) .

Die Hilfsorganisationen treten aktiv für die Integration von Kindern und Jugendlichen mit

Migrationshintergrund ein.

1.2.2 Mittlerziele:

- Die Jugendfeuerwehren geben allen Kindern und Jugendlichen unabhängig

von ihrer ethnischen Herkunft und Religionszugehörigkeit, die gleichen Chancen und

Möglichkeiten der Teilhabe und Entwicklung.

Die JF betrachtet die interkulturelle Öffnung als wichtigen Beitrag, um ihre Angebote

einer wachsenden kulturellen Vielfalt der Gesellschaft entsprechend neu

auszurichten und sich somit zukunftsorientiert zu positionieren.

Menschen mit Migrationshintergrund sind in der JF gleichberechtigte Mitglieder und

Führungskräfte.

1.2.3 Daten

siehe Exceldateien Nr.:

1.2.4 Handlungsziele (am Beispiel der Handlungsempfehlungen 2009):


2. das Kennzahlen-Set

Das „Kennzahlen-Set“ für die Integrationsarbeit soll den aktuellen Informationsstand in

Eschweiler abbilden. Geeignete Kennzahlen sind gerade im Bereich der Integrationsarbeit

noch häufig unvollständig, oftmals unterschiedlich definiert oder schlecht zugänglich.

Das hier zusammengestellte „Kennzahlen-Set“ bietet folglich noch nicht für alle aber für die

wichtigsten steuerungsrelevanten Fragen, die für die Zielformulierungen und Aktionsplanungen

in den jeweiligen Handlungsfeldern notwendig sind, eine befriedigende Datengrundlage. Es gilt

auch, die Datenlage in der Zukunft weiterzuentwickeln, steuerungsrelevanten Datenbedarf zu

identifizieren und Wege zu finden, diese Daten zu erheben um sie dann in das vorhandene

„Kennzahlen-Set“ einzuarbeiten.

Im Folgenden werden Grund- und Kennzahlen zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund

(Ausländer/innen, Eingebürgerte, Spätaussiedler/innen, Fluchtmigrant/innen und deren

Nachkommen) handlungsfeldbezogen zusammengestellt.

Jedes Handlungsfeld verfügt in der Regel über einen/eine Ansprechpartner/in aus der AG

Monitoring. Diese/n kann man im Hinblick auf die Daten ansprechen. Die Liste der Mitglieder

der AG Monitoring finden Sie im Anhang.

2.1 Basiskennzahlen zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund im

Überblick

2.2 Handlungsfeldbezogene Kennzahlen

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