Studieninformation 2008/2009 - amis4farming

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Studieninformation 2008/2009 - amis4farming

Studieninformation

2008/2009

Schutzgebühr: 15,– Euro

STUDIENINFORMATION 2008 / 2009 SEITE 1


Inhalt

Editorial.........................................................................3

Vereinfachte Aussaatverfahren in Deutschland.....................4

Maispanel 2008.............................................................8

Kartoffelpanel 2008......................................................13

Weinpanel 2008...........................................................15

Obstpanel 2008...........................................................18

Raps-/Getreidepanel 2008.............................................20

Wie die Finanzkrise in Europa ihre Bahnen zieht …..........22

Trendmonitor 2008........................................................25

AMIS und Marketing Services.........................................28

Omnibus-Befragungen....................................................29

Online-Befragungen.......................................................30

Ihre Fragen – unsere Antworten.......................................31

Preisausschreiben und Paneltermine.................................33

DLG Unternehmer-Preisausschreiben 2008........................34

Der Kleffmann Landwirte-Service......................................35

Impressum

Kleffmann Group, Mühlenstraße1, D-59348 Lüdinghausen

Fon: +49 (0) 25 91 / 91 88 - 0, Fax: +49 (0) 25 91 / 91 88 - 900

contact@kleffmann.com, www.kleffmann.com

Redaktion: Christiane Hinsenkamp, Christiane.Hinsenkamp@kleffmann.com

Grafik und Produktion: KONTOR3 Werbeagentur, www.kontor3.de

© Kleffmann Group 2009

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Der Rechtsschutz gilt auch gegenüber Datenbanken und ähnlichen

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in jedweder Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder andere Verfahren)

ausschließlich nur mit schriftlicher Genehmigung der Kleffmann Group

reproduziert oder in eine von Maschinen, insbesondere von Datenverarbeitungsanlagen,

verwendbare Sprache übertragen werden. Die Kleffmann

Group übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit externer Texte.

SEITE 2 STUDIENINFORMATION 2008 / 2009


Editorial

Burkhard Kleffmann

CEO Kleffmann Group

Liebe Leserin, lieber Leser,

auch im vergangenen Jahr haben Sie uns wieder bei den

zahlreichen Umfragen unseres Hauses unterstützt. Ohne diese

Hilfe wäre unsere Arbeit nicht möglich und deshalb wird die

Kleffmann Group einen immer größer werdenden Teil ihrer

Erkenntnisse in die Bekanntmachung und Veröffentlichung

interessanter Ergebnisse, vor allem für die Landwirtschaft,

investieren.

Dabei ist unsere Rolle als neutraler und objektiver Marktbeobachter

von entscheidender Bedeutung. Diese Unabhängigkeit

und das Vertreten der eigenen Meinung macht unsere

Arbeit nicht immer leicht, aber wir sehen darin die Zukunft einer

engen und nutzenbringenden Zusammenarbeit zwischen

Marktforschung und Landwirtschaft.

Gerade die Veränderungen bei CMA und ZMP haben die

Notwendigkeit unabhängiger Marktbeobachtung unterstrichen.

Die Kleffmann Group wird sich deshalb zukünftig auch

stärker in der Erstellung von Marktberichten für die Landwirtschaft

engagieren. An einem tragfähigen, privatwirtschaftlichen

Konzept wird derzeit mit anderen, ebenfalls unabhängigen

Dienstleistern gearbeitet.

In diesem Sinne freuen wir uns auf eine weitere spannende

Zusammenarbeit mit Ihnen und wünschen einstweilen beim

Lesen unserer Studieninfo interessante Kurzweil.

Mit den besten Grüßen aus Lüdinghausen

Burkhard Kleffmann und Team

STUDIENINFORMATION 2008 / 2009 SEITE 3


Vereinfachte Aussaatverfahren

in Deutschland

Studie der Kleffmann Group zeigt

Entwicklung der pfluglosen

Bodenbearbeitung auf

Die unterschiedlichen Formen der Bodenbearbeitung, speziell

die vereinfachten Aussaatverfahren, sind seit einigen Jahren

in Deutschland ein wichtiges Thema in der Landwirtschaft.

Verfahren, bei denen die Bearbeitungsintensität mehr oder

weniger reduziert ist, wurden immer beliebter, bieten sie

doch die Möglichkeit der Zeitersparnis sowie eine Senkung

der Lohn- und Maschinenkosten. Bis zur Aussaat 2006/07

wurden 49 Prozent des Winterrapses, 45 Prozent des Wintergetreides,

40 Prozent der Zuckerrübe und 24 Prozent des

Maises in Deutschland mit vereinfachten Verfahren ausgesät

(Abbildung 1). Die ökonomischen Vorteile der Mulch- und

Direktsaat werden jedoch immer mehr durch höhere Pflanzenschutzkosten

und steigende Energiepreise aufgezehrt.

Wie geht es also weiter Die Kleffmann Group, das weltweit

führende Agrarmarktforschungsinstitut, befragt jährlich mehr

als 3.000 deutsche Landwirte im Getreide, 2.000 Landwirte

im Mais, 1.000 Landwirte im Winterraps und 800 Landwirte

in der Zuckerrübe zu ihrer Aussaattechnik. Aufgrund dieser

Datenbasis können auch langjährige Aussagen getroffen

werden.

Dr. Grit Lezovic

Team & Senior Project Manager

Tel.: +49/2591/9188-411

Grit.Lezovic@kleffmann.com

Trendwende bei den Aussaatverfahren

Beispiel Getreide und Raps

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die klassische Aussaat

bis zum Herbst 2006 kontinuierlich abgenommen hat (Abbildung

2). Das betrifft nicht nur das Wintergetreide, sondern

auch den Winterraps. 55 Prozent der Wintergetreide- und

51 Prozent der Winterrapsfläche wurde zu diesem Zeitpunkt

in Deutschland mit dem Pflug bearbeitet. Im gleichen Zeitraum

stieg die Fläche, die mit Mulch- oder Direktsaatverfahren bestellt

wurde, auf insgesamt 45 Prozent im Getreide und

49 Prozent im Winterraps. Das entsprach circa 2,5 Mio.

Hektar Getreide- und 733.000 Hektar Winterrapsanbaufläche.

Zur Aussaat 2007 stieg die Fläche unter Pflug erstmalig

wieder auf 57 Prozent der Getreideanbaufläche. Beim Winterraps

blieb sie bei 51 Prozent. Im Herbst 2007 wurden

2,4 Mio. Hektar Wintergetreide (42 Prozent) und 660.000

Hektar Winterraps (47 Prozent) mit vereinfachten Verfahren

bestellt.

Abb. 1: Aussaattechnik – Anteil der Fläche, die mit vereinfachten Aussaatverfahren

bestellt wurde, im Verhätnis zur Anbaufläche

Von einer Trendwende im Bereich der Aussaatverfahren kann

jedoch nicht gesprochen werden. Denn aufgrund der feuchten

und unbeständigen Witterung waren viele Schläge im Spätsommer

und Herbst 2007 schlecht befahrbar, was zu einer

verzögerten Weizenernte und Aussaat der Winterkulturen

führte. Einen sicheren Feldaufgang gewährleistete in dieser

Situation der Pflugeinsatz.

Definition: Bodenschonende Aussaatverfahren können verschieden

definiert werden. Die Kleffmann Group unterscheidet vereinfachend

drei Kategorien: die pfluglose Bearbeitung mit flacher Lockerung

(bis 14 cm), die pfluglose Bearbeitung mit tiefer Lockerung (ab 15 cm),

beides sind Mulchsaatverfahren und die Direktsaat.

SEITE 4 STUDIENINFORMATION 2008 / 2009


Abb. 2: Aussaattechnik

– Jahresvergleich

Bei den Mulchsaatverfahren differenziert die Kleffmann Group

zwischen pflugloser Bearbeitung mit tiefer Lockerung und

pflugloser Bearbeitung mit flacher Lockerung. Im Vergleich zur

Aussaat 2006 ist der prozentuale Anteil der Mulchsaat mit

tiefer Lockerung bei Wintergetreide in 2007 stabil geblieben

(12 Prozent) und bei Winterraps um 5 Prozent gestiegen. Die

Mulchsaat mit flacher Lockerung verzeichnet dagegen bei

Wintergetreide und Winterraps einen Rückgang um 2 bzw.

5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der Direktsaat

ist ebenfalls rückläufig. Im Wintergetreide wurden 2007 etwa

260.000 Hektar und im Winterraps 67.000 Hektar in Direktsaat

bestellt. Generell kann davon ausgegangen werden, dass

etwa 5 bis 6 Prozent der Anbaufläche in den Winterkulturen

ohne jegliche Bodenbearbeitung bestellt werden.

Winterweizen wichtigste Kultur

für bodenschonende Aussaatverfahren

Ein Vergleich der einzelnen Getreidekulturen zeigt folgendes

Bild (Abbildung 3): Mit 72 Prozent wird vor allem die Wintergerste

klassisch mit Pflugeinsatz bestellt (2006: 71 Prozent),

gefolgt von der Wintertriticale mit 65 Prozent, dem Winterroggen

mit 59 Prozent sowie dem Winterweizen mit 49 Prozent.

Am zweithäufigsten nach der klassischen Bodenbearbeitung

ist die Aussaat ohne Pflug mit flacher Lockerung.

30 Prozent der Winterweizenfläche werden auf diese Art

bearbeitet. Beim Winterroggen sind es 21 Prozent, bei der

Wintertriticale 19 Prozent und bei der Wintergerste 16 Prozent

der Anbaufläche. Mit tiefer Lockerung werden 15 Prozent des

Winterweizens, 10 Prozent der Wintertriticale, 7 Prozent der

Wintergerste und 13 Prozent des Winterroggens gesät. Generell

ist die Direktsaat bei den Wintergetreidekulturen nicht sehr

weit verbreitet. Zur Aussaat 2007 wurden 6 Prozent der Winterroggen-Anbauflächen,

5 Prozent der Winterweizenflächen,

4 Prozent der Wintertriticale-Anbaufläche in Direktsaat bestellt.

Wintergerste liegt mit 3 Prozent noch darunter.

Abb. 3: Aussaattechnik zur Aussaat 2007 – Kulturenvergleich

Auch im Winterraps spielt der Pflug die dominierende Rolle in

der Bodenbearbeitung. 51 Prozent der Rapsfläche wurden im

Herbst 2007 auf konventionelle Weise bestellt. Allerdings rückt

die Aussaat ohne Pflug mit tiefer Lockerung im Vergleich zum

Getreide bei den vereinfachten Verfahren mit 23 Prozent an

die zweite Stelle, gefolgt von der Aussaat ohne Pflug mit flacher

Lockerung mit 19 Prozent der Anbaufläche. Die Direktsaat spielt

mit 5 Prozent (Vorjahr: 7 Prozent) nur eine untergeordnete Rolle.

STUDIENINFORMATION 2008 / 2009 SEITE 5


Betriebsgröße entscheidend

für die Wahl des Aussaatverfahrens

Die Studienergebnisse zeigen, dass vor allem größere Betriebe

besonders häufig bodenschonende Aussaattechniken

einsetzen. 49 Prozent der befragten Betriebe mit mehr als

200 Hektar Betriebsgröße nutzen vereinfachte Aussaatverfahren

im Getreide und Winterraps. Bei den kleineren Betriebsgrößen

sind es nur 26 Prozent.

Dieses Ergebnis begründet jedoch nur zum Teil die deutlichen

Unterschiede in den einzelnen Regionen in Deutschland hinsichtlich

der Aussaattechnik (Abbildung 4). Vielmehr müssen

auch die Fruchtfolge und die Intensität berücksichtigt werden.

In Bayern und Schleswig-Holstein wird im Getreide der Pflug

mit 78 bzw. 73 Prozent am häufigsten eingesetzt, gefolgt

von Nordrhein-Westfalen mit 67 Prozent und Niedersachsen

mit 64 Prozent. Die Aussaat nach pflugloser Bearbeitung mit

tiefer Lockerung ist hingegen in Thüringen (31 Prozent) und

Sachsen-Anhalt (26 Prozent) verbreitet, gefolgt von Sachsen

mit 22 Prozent. Wie oben dargestellt, hat die flache Lockerung

nach pflugloser Bearbeitung im Wintergetreide von den

vereinfachten Verfahren die größere Bedeutung. Sachsen-

Anhalt mit 47 Prozent sowie auch in Baden-Württemberg

mit 38 Prozent, Thüringen mit 35 Prozent und Hessen mit

33 Prozent treten hier am häufigsten hervor. In Direktsaat

bestellte Wintergetreideflächen finden sich in 2007 vor allem

in Mecklenburg-Vorpommern (14 Prozent), Brandenburg

(10 Prozent) und Thüringen (6 Prozent).

Wie zu Beginn näher erläutert, ist das konventionelle

Aussaatverfahren im Winterraps am häufigsten verbreitet.

Vor allem Bayern mit 77 Prozent, Brandenburg mit

67 Prozent, Schleswig-Holstein mit 65 Prozent, Mecklenburg-Vorpommern

mit 62 Prozent sowie Nordrhein-Westfalen

mit 61 Prozent der Anbaufläche liegen weit über dem

Durchschnitt (Abbildung 5). Pfluglose Aussaatverfahren mit

flacher oder tiefer Lockerung spielen dagegen hauptsächlich

in Sachsen-Anhalt, Thüringen, Baden-Württemberg, Hessen

und Rheinland-Pfalz eine Rolle. Die Winterraps-Direktsaat ist

mit 23 Prozent in Thüringen und 9 Prozent im Mecklenburg-

Vorpommern verbreitet.

Vor- und Nachteile

der reduzierten Bodenbearbeitung

Die Vorteile der reduzierten Bodenbewirtschaftung gegenüber

der konventionellen liegen unbestritten in der Zeitersparnis,

in einer Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit sowie in einer

Senkung von Lohn- und Maschinenkosten. Jedoch zeigen sich

in den letzten Jahren auch immer häufiger Nachteile, die den

einen oder anderen Landwirt dazu bewogen haben, zur konventionellen

Aussaatmethode zurückzukehren, denn die vereinfachten

Aussaatverfahren sind erstmals wieder leicht rückläufig.

Abb. 4: Wintergetreide / Aussaattechnik

– Bundesländer,

Aussaat 2007 / Ernte 2008

SEITE 6 STUDIENINFORMATION 2008 / 2009


Abb. 5: Winterraps / Aussaattechnik

– Bundesländer,

Aussaat 2007 / Ernte 2008

Die Ergebnisse zeigen, dass Fruchtfolgekrankheiten vermehrt

auftreten und der höhere Unkrautdruck durch intensiveren Herbizideinsatz

im Vor- und Nachauflauf bekämpft werden muss.

So gaben die Studienteilnehmer für Herbizidmaßnahmen im

Winterraps im Herbst 2007 bei der klassischen Aussaat durchschnittlich

73,30 Euro je Hektar aus. Bei der Direktsaat wurden

80,60 Euro je Hektar aufgewendet. Das sind 7,30 Euro je

Hektar mehr als bei der klassischen Aussaat (Abbildung 6).

Bei den Mulchsaatverfahren liegen die durchschnittlichen Herbizidaufwendungen

zwischen 82,90 Euro (pfluglos mit flacher

Lockerung) und 86,70 Euro je Hektar (pfluglos mit tiefer Lockerung).

Ebenfalls sollte der Befall mit Schnecken und Mäusen

bei Mulchsaat und Direktsaat nicht unterschätzt werden. Wie

in der Abbildung 6 dargestellt, setzten Landwirte, die ihren

Winterraps in Direktsaat oder

pfluglos mit flacher Lockerung

aussäten, mehr Schneckenkorn

ein als bei den anderen

Aussaattechniken. Zudem

kann es in den ersten Jahren

vor allem beim Winterraps zu

Ertragsdepressionen kommen.

Die Ergebnisse verdeutlichen aber auch, dass sich vereinfachte

Aussaatverfahren, und hier vor allem die Mulchsaat, in

Deutschland innerhalb kurzer Zeit etabliert haben. Betriebe,

die bodenschonende Verfahren anwenden, gehören heute zu

den fortschrittlichsten ihrer Zunft. Direkt- und Mulchsaat erfordern

ein hohes fachliches Können des Betriebsleiters. Erfolgt

die Umstellung nicht nur auf technischer Ebene, sondern auch

im „Kopf“, kann das System durchaus erfolgreich sein.

Abb. 6: Durchschnittliche

Pflanzenschutzkosten nach

Aussaattechnik – Winterraps

zur Aussaat 2007

STUDIENINFORMATION 2008 / 2009 SEITE 7


Maispanel 2008

Veränderte Aussaatverfahren

im Maisanbau

Die zunehmende Attraktivität des Maisanbaus führt zu immer

engeren Fruchtfolgen. Der Blick auf die Gesunderhaltung des

Bodens darf dabei nicht verloren gehen.

Durch die Bodenbearbeitung haben Landwirte die Möglichkeit,

nicht nur Kosten zu sparen, sondern auch auf die

Gesunderhaltung ihres Bodens Einfluss zu nehmen.

Maria Niermann

Project Assistant

Tel.: +49/2591/9188-412

Maria.Niermann@kleffmann.com

Seit dem Jahr 2004 befragt die Kleffmann Group die Landwirte

hinsichtlich ihrer Aussaatverfahren beim Getreide,

Kartoffeln, Zuckerrüben und im Mais.

Waren es im Mais im Jahr 2004 noch 83,5 Prozent der

Landwirte, die die klassische Aussaat bevorzugten, so sind

das im Jahr 2008 nur noch 73 Prozent. Bevorzugt wird von

16 Prozent der befragten Landwirte im Jahr 2008 die flache

Mulchsaat, 2006 waren es im Vergleich noch 5,5 Prozent.

Für die tiefe Mulchsaat haben sich 6,5 Prozent der Landwirte

entschieden. Schlussendlich wird deutlich, dass mehr als

20 Prozent der befragten Landwirte die Mulchsaat gegenüber

der klassischen Aussaat favorisieren.

Abb. 1: Aussaatverfahren im Mais

– Deutschland 2004 – 2008

SEITE 8 STUDIENINFORMATION 2008 / 2009


Maispanel 2008

Anstieg der Silomais- bzw. Energiemais-

Fläche und deren Auswirkung auf

das Fruchtfolge Management

Die Produktion nachwachsender Rohstoffe auf landwirtschaftlich

genutzten Flächen hat sich in der deutschen Landwirtschaft

auf hohem Niveau stabilisiert. Die aktuellen Schwankungen

auf den landwirtschaftlichen Märkten schlagen sich

auf die aktuellen Flächenentwicklungen nieder. Sowohl die

Raps- und Weizenfläche als auch die Maisanbaufläche verzeichnen

einen Anstieg.

Maria Niermann

Project Assistant

Tel.: +49/2591/9188-412

Maria.Niermann@kleffmann.com

Es ist in erster Linie die Nutzung des Silomaises in Biogasanlagen,

die in den vergangenen Jahren zum drastischen

Anstieg der Maisanbaufläche geführt hat. Zahlen des statistischen

Bundesamtes belegen, dass die Ackerfläche für den

Mais in Deutschland im Jahr 2008 bei ca. 2,1 Millionen Hektar

lag. Nur fünf Jahre zuvor, im Jahr 2003, lag der Anbau

noch bei ca. 1,6 Millionen Hektar. Somit stieg die Maisfläche

in nur fünf Jahren um 27 Prozent (Abbildung 1).

Dieses Wachstum hat Auswirkungen auf den Anbauplan und

das Fruchtfolgemanagement der Betriebe.

Abb. 2: Haben Sie den Anbau von Silomais in Ihrem Betrieb

in den vergangenen fünf Jahren ausgedehnt

Während die Interviewer der Kleffmann Group im vergangenen

Jahr mehr als 2.000 Landwirte deutschlandweit

bezüglich ihres Maisanbaus befragten, sprachen sie auch mit

ihnen über diese Veränderungen im Betrieb.

Die Ausweitung des Silomaisanbaus ist regional sehr unterschiedlich.

Deutschlandweit hat ein Drittel der befragten

Landwirte den Anbau ausgedehnt (Abbildung 2). Laut Auskunft

der befragten Landwirte ist ein deutlicher Zuwachs auf

Betrieben in Schleswig-Holstein (56 Prozent) und Niedersachsen

(39 Prozent) zu beobachten. Brandenburg (15 Prozent)

und Thüringen (13 Prozent)

dagegen haben die Silomaisfläche

nur geringfügig

ausgedehnt.

Abb. 1: Entwicklung Maisfläche

in Deutschland – Maisanbau

seit 1994

STUDIENINFORMATION 2008 / 2009 SEITE 9


Weit mehr Landwirte reagieren aber mit der Reduzierung

einer Kultur. 16 Prozent reduzieren die Winterweizenfläche.

Bemerkenswert auch, dass 8 Prozent der Landwirte angeben,

die Grünlandflächen für einen erhöhten Silomaisanbau umgebrochen

zu haben. 26 Prozent der Grünlandumbrüche finden

in Schleswig-Holstein, weitere 12 Prozent in Niedersachsen

statt.

Fazit

Abb. 3: Haben Sie eine Kultur zugunsten von Silomais

aus Ihrem Anbauplan gestrichen oder reduziert

Zugleich haben 55 Prozent der befragten Landwirte den

Anteil an anderen Ackerkulturen zugunsten des Silomaises in

ihrer Fruchtfolge reduziert. Annähernd ein Drittel (26 Prozent)

der Befragten hat Kulturen komplett aus seinem Anbauprogramm

gestrichen. Laut Landwirte-Angaben sind es die Betriebe

in den südlichen Bundesländern (Baden-Württemberg,

Bayern und Sachsen), die tendenziell ihre Kulturen komplett

aus der Fruchtfolge gestrichen haben (Abbildung 3).

Bei den nachwachsenden Rohstoffen spielt der Mais eine

große und zukunftsträchtige Rolle. Es gilt, den Spagat zwischen

Gesunderhaltung des Bodens bzw. der Kultur und der

Wirtschaftlichkeit des Ackerbaus zu finden. Die Gesunderhaltung

des Bodens bzw. der Kultur ist ohne eine optimale

Fruchtfolge undenkbar.

Es ist an erster Stelle der Körnerraps, der zugunsten des

Silomaises aus dem Anbauprogramm gestrichen wurde.

8 Prozent der befragten Landwirte haben diese Ölfrucht nicht

mehr im Programm. Dies wird insbesondere in den Bundesländern

Hessen, Baden-Württemberg und Bayern ersichtlich.

In Niedersachsen wurde in erster Linie die Kartoffelfläche

gestrichen. Weitere Kulturen, die aus dem Programm genommen

wurden, waren Sommer- und Wintergerste und der

Winterweizen. (Abbildung 4)

Abb. 5: Aussaatverfahren 2004 – 2008

Abb. 4: Welche Kultur haben Sie zugunsten

von Silomais reduziert / gestrichen

SEITE 10 STUDIENINFORMATION 2008 / 2009


Maispanel 2008

Das Risikopotenzial des Maiswurzelbohrers

und seine regionale Ausbreitung

aus Sicht der Landwirte

Der Westliche Maiswurzelbohrer ist inzwischen auch in

deutschen Maisanbaugebieten auf dem Vormarsch. Erstmals

trat er im Jahr 2007 in Maisbeständen in Bayern und Baden-

Württemberg auf. Auch im vergangenen Anbaujahr wurde

dieser Schädling beobachtet. Im Mai und Juni 2008 befragten

die Interviewer der Kleffmann Group mehr als 2000

Mais anbauende Landwirte im gesamten Bundesgebiet. Die

Landwirte gaben Auskunft über ihre Sortenentscheidungen

und den Pflanzenschutzmitteleinsatz und sprachen gleichzeitig

über die Gefahr des Westlichen Maiswurzelbohrers.

Bisher trat der Maiswurzelbohrer lediglich in Bayern und

Baden-Württemberg auf. Deutschlandweit gehen insgesamt

34 Prozent der deutschen Maisanbauer davon aus, dass nur

bestimmte Regionen gefährdet sein werden. Demgegenüber

stehen 45 Prozent der Landwirte, die einen bundesweiten

Befall befürchten (Abbildung 1).

Maria Niermann

Project Assistant

Tel.: +49/2591/9188-412

Maria.Niermann@kleffmann.com

Mit 20 Prozent ist allerdings auch die Anzahl derjenigen

Landwirte hoch, die sich über eine Gefahr durch den Maiswurzelbohrer

noch keine Gedanken gemacht haben und

hierzu keine Angaben machen können (insbesondere in

Rheinland-Pfalz mit 42 Prozent). Rheinland-Pfalz ist ein Land,

in dem der Maisanbau keine so hohe Bedeutung hat, es liegt

allerdings in direkter Nachbarschaft zu den stark gefährdeten

Regionen in Baden-Württemberg.

Wenn es um gefährdete Regionen geht, benennen die Landwirte

immer wieder die Maisanbaugebiete in unmittelbarer

Nähe von Flughäfen. Bundesweit gehen die Landwirte von

einer starken Gefährdung in Bayern (70 Prozent) aus. Diese

Einschätzung spiegelt sich auch in der Einschätzung der

Bayern wieder, die selbst 80 Prozent ihrer Maisflächen als

gefährdet ansehen (Abbildung 2).

Abb. 1: Ist die Gefahr eines Befalls durch den Westlichen

Maiswurzelbohrer regional beschränkt

Eine Betrachtung der einzelnen Bundesländer zeigt die unterschiedliche

Einschätzung der Problematik. Dass der Maiswurzelbohrer

nur in bestimmten Regionen auftauchen werde,

sagen 55 Prozent der Befragten in Sachsen-Anhalt. Dagegen

sind die Landwirte in Schleswig-Holstein eher pessimistisch.

64 Prozent von ihnen rechnen damit, dass die Gefahr in allen

Bundesländern lauert.

Abb. 2: Welche Regionen in Deutschland sind besonders gefährdet

STUDIENINFORMATION 2008 / 2009 SEITE 11


Baden-Württemberg wird von den deutschlandweit befragten

Landwirten zu 61 Prozent für gefährdet gehalten. Dies mutmaßen

auch 83 Prozent der eigenen Landsleute. Ein mögliches

Risiko durch den Maiswurzelbohrer wird in Rheinland-Pfalz

von nur 10 Prozent der Befragten in Erwägung gezogen.

Die übrigen Bundesländer werden als nicht sehr bedroht

eingeschätzt.

Interessantes Ergebnis der Befragung ist, dass die Interviewpartner

auf die Frage nach gefährdeten Regionen die Gefahr

in ihrer eigenen Region klar benennen. Werden sie dann

aber befragt, ob ihre eigenen Flächen bedroht seien, denken

dieselben Landwirte, dass sie dieser Gefahr nicht in so

hohem Maße ausgesetzt sind. So zum Beispiel in Bayern. Von

80 Prozent wird Bayern als höchst gefährdet eingestuft. Auf

Nachfrage, ob die eigenen Maisbestände gefährdet seien,

sehen lediglich 29 Prozent der befragten Landwirte dieses Risiko.

Ähnliches gilt für Baden-Württemberg. 83 Prozent halten

ihr Bundesland für gefährdet, aber nur 50 Prozent glauben,

dass ihr eigener Bestand gefährdet ist (Abbildung 3).

Abb. 4: Was erwarten Sie von der Pflanzenschutzindustrie,

um den fortschreitenden Befall durch den Westlichen

Maiswurzelbohrer zu verhindern

Insgesamt 731 Landwirte gaben Antwort auf die Frage, was

sie von der Pflanzenschutzindustrie erwarten, um den fortschreitenden

Befall durch den Maiswurzelbohrer zu bekämpfen.

Etwa die Hälfte (52 Prozent) dieser Landwirte fordert von

der Industrie mehr Investitionen in die Forschung. Interessant

hierbei ist, dass dieses eher

die Landwirte in den nicht so

stark gefährdeten Gebieten

sind (Schleswig-Holstein,

Niedersachsen). 25 Prozent

der Landwirte fordern eine

wirksame Beize. 4 Prozent

glauben, dass das Problem

durch Gentechnik bekämpft

werden kann. Auch bei

dieser Frage kann knapp

ein Viertel der Landwirte

(22 Prozent) keine konkreten

Forderungen stellen (Abbildung

4).

Abb. 3: Sind Ihre Maisbestände in den nächsten Jahren vom Befall

durch den Westlichen Maiswurzelbohrer bedroht

Fazit

Die Befragung nach der Ausbreitung des Maiswurzelbohrers

zeigt, das Deutschlands Maisanbauer um die Gefahr eines

Befalls durch den Maiswurzelbohrer wissen, aber nicht im

gleichen Maße an einen Befall ihrer eigenen Maisflächen

glauben. Da ein Befall zu erheblichen Ernteausfällen führen

könnte, sollten die Landwirte sich der Gefahr bewusst

werden.

SEITE 12 STUDIENINFORMATION 2008 / 2009


Kartoffelpanel 2008

Resistenzen beim Kartoffelkäfer

Um gute Erträge im Kartoffelanbau zu sichern und Qualitätseinbußen

zu vermeiden, ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

gegen auftretende Krankheiten und Schädlinge

erforderlich. Der Kartoffelkäfer zählt zu den Insekten, die

am häufigsten in Kartoffelbeständen auftreten. Der Schädling

ist im vergangenen Jahr flächenmäßig am meisten in

Niedersachsen, Bayern und den östlichen Bundesgebieten

behandelt worden. Aufgrund von Resistenzbildung gegen verschiedene

Wirkstoffe wird die Bekämpfung des Käfers jedoch

immer schwieriger.

Wie ist nun die aktuelle Situation Die Kleffmann Group

befragt jährlich rund 600 Landwirte zum Kartoffelanbau, in

2008 unter anderem auch zur aktuellen Lage der Resistenzbildung

beim Kartoffelkäfer.

Martina Hohenlöchter

Project Manager

Tel.: +49/2591/9188-431

Martina.Hohenloechter

@kleffmann.com

In vielen Fachartikeln ist die Rede davon, dass die Kartoffelkäferbekämpfung

aufgrund zunehmender Resistenzen immer

schwieriger werde und die Wirksamkeit entsprechender

Pflanzenschutzmittel nachlasse.

Interessant ist, dass die von der Kleffmann Group befragten

Landwirte Resistenzprobleme größtenteils nicht bestätigen.

Von insgesamt 622 Betrieben geben 93 Prozent an, keine

Resistenzen in ihren Beständen beobachtet zu haben. In kartoffelintensiven

Regionen, wie bspw. Niedersachsen, treten

Resistenzprobleme nur selten auf. In Nordrhein-Westfalen,

Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg überhaupt nicht.

Zur chemischen Behandlung gegen dieses Insekt werden

unter anderem Produkte aus der Wirkstoffgruppe der Neonicotinoide

und der Pyrethroide eingesetzt. Lediglich 5 Prozent

bestätigen, Kartoffelkäfer-Resistenzen auf ihren Feldern festgestellt

zu haben (Abbildungen 2+3).

Abb. 1: Karte – Behandlung gegen den Kartoffelkäfer 2008

Die abgebildete Karte zeigt die mit Pflanzenschutzmitteln

gegen den Kartoffelkäfer behandelte Fläche im Jahr 2008.

Basis hierzu bilden 622 Kartoffelbetriebe. In Niedersachsen

ist der Käfer auf einer Fläche von 64.000 Hektar behandelt

worden, in Bayern auf 40.000 Hektar und in den östlichen

Bundesgebieten auf einer Fläche zusammengefasst von

33.000 Hektar. Die Kartoffelanbaufläche betrug 2008

260.600 Hektar, insgesamt sind 60 Prozent der Gesamtfläche

behandelt worden.

Abb. 2: Haben SIe in Ihrem jetzigen Bestand Probleme

mit Kartoffelkäfel-Resistenzen – Gesamt

STUDIENINFORMATION 2008 / 2009 SEITE 13


von Eigelegen auf dem zu

überwachenden Schlag.

Nach Dateneingabe berechnet

das Programm schlagspezifisch

den Zeitraum des

Massenauftretens von Eigelegen,

Termin des Erstauftretens

von Jung- und Altlarven sowie

den optimalen Termin zur

Bekämpfung der Kartoffelkäferlarven

(Quelle: www.

badische-bauern-zeitung.de).

In der Umfrage wurde

gezielt untersucht, wie viele

Abb. 3: Haben SIe in Ihrem jetzigen Bestand Probleme mit Kartoffelkäfel-Resistenzen – Regionale Verteilung Landwirte das Prognosemodell

SIMLEP tatsächlich für

53 Prozent derjenigen Landwirte, die Resistenzen erkannt haben,

mussten mehrere Behandlungen mit Insektiziden durch-

dass die Mehrheit keine Probleme mit Resistenzbildung hat,

den Behandlungstermin nutzen (Abbildung 5). Die Tatsache,

führen (Abbildung 4). Bei 40 Prozent dieser Betriebe war

erklärt, dass nur wenige das System nutzen.

eine mehrmalige Insektizidgabe nicht notwendig, 7 Prozent

machten keine Angabe dazu. Nach Meinung der meisten

Befragten sind derzeit zur Bekämpfung des wärmeliebenden

Käfers genügend Wirkstoffe zugelassen.

Abb. 5: Nutzen Sie für die Wahl des optimalen Behandlungstermins

das Prognosemodell SIMLEP

Abb. 4: Mussten Sie aufgrund von Resistenz gegen den Kartoffelkäfer

mehrere Behandlungen durchführen

Entscheidend für den Behandlungserfolg ist der Ausbringungstermin

und die richtige Spritzstrategie. Prognosemodelle bieten

eine Hilfestellung bei der Wahl des optimalen Behandlungszeitpunkts.

In erster Linie ist das Modell SIMLEP zu nennen. Die

Abkürzung SIMLEP steht für Simulation Leptinotarsa = Kartoffelkäfer.

SIMLEP arbeitet auf Basis verschiedener Informationen

wie Wetterangaben, Erstauftreten von Eigelegen und Anzahl

Zusammenfassung

Häufig ist die Rede von zunehmenden Resistenzen beim

Kartoffelkäfer. Jedoch haben sich diese Probleme bei den

befragten Kartoffellandwirten der Kleffmann Group im letzten

Jahr größtenteils nicht bestätigt.

SEITE 14 STUDIENINFORMATION 2008 / 2009


Weinpanel 2008

Macht sich der Klimawandel

im deutschen Weinbau bemerkbar

Wir alle haben den Eindruck, dass sich die Witterung in den

letzten Jahren verändert hat: Die Sommer werden heißer, die

Winter milder und die extremen Wetterlagen wie Stürme und

Hagel treten häufiger auf. Wir hören von Schädlingen und

neuen Pflanzen, die in Deutschland bisher nicht auftraten.

Kerstin Säcker

Project Assistant

Tel.: +49/2591/9188-422

Kerstin.Saecker@kleffmann.com

Auswirkungen

Abb. 1: Haben Sie in Ihrem Gebiet bereits Auswirkungen beobachtet,

die möglicherweise Folge einer Klimaveränderung sein können

Eine der am häufigsten genannten Auswirkungen des Klimawandels

im Weinbau ist eine frühere Reife der Trauben und

somit ein früherer Lesetermin. Dieses geben 28 Prozent der

deutschen Winzer spontan an. (Abbildung 2) Eine frühere Reife

wurde in allen Weinbaugebieten beobachtet, besonders häufig

von den Winzern in den Weingebieten Rheingau/Hessische

Bergstraße und Rheinhessen/Nahe. 16 Prozent der Befragten

sind der Ansicht, dass die Klimaveränderung mit erhöhten

Temperaturen von Vorteil für den deutschen Weinbau und für

die Qualität der Weine ist.

Die Kleffmann Group befragte 2008 insgesamt 593 Winzer

zum Klimawandel. Haben die Winzer bereits Veränderungen

in ihren Weinbergen wahrgenommen Welche Beobachtungen

haben sie gemacht Können sich die Winzer auch

vorstellen, aufgrund der veränderten Klimabedingungen eine

andere Rebsorte als bisher anzubauen Die Mehrheit der

befragten Winzer (65 Prozent) hat in der Tat bereits Veränderungen

in den Weinbergen

wahrgenommen, rund einem

Drittel der Befragten ist keine

Veränderung aufgefallen.

(siehe Abbildung 1)

Einige Winzer nennen Krankheiten und Schädlinge, die durch

die Klimaverschiebung vermehrt oder auch erstmals vorkommen.

Die seit circa vier Jahren im deutschen Weinbau auftretende

Krankheit Esca wurde am häufigsten genannt. Besonders die

Badischen Winzer (38 Prozent) und die Winzer in den Gebieten

Rheingau und Hessische Bergstraße (35 Prozent) führen das

Auftreten dieser Krankheit auf die Klimaverschiebung zurück.

Abb. 2: Welche Auswirkungen

haben Sie bemerkt, die möglicherweise

Folge einer Klimaveränderung

sein können

STUDIENINFORMATION 2008 / 2009 SEITE 15


16 Prozent aller befragten Winzer geben als Auswirkung des

Klimawandels das erhöhte Aufkommen der wärmeliebenden

Zikaden an. Insbesondere die Winzer in Baden, der Pfalz

und in Rheinhessen/Nahe beobachten diesen Schädling.

Im Weinbau sind zwei Zikaden-Arten zu nennen: zum einen

die grüne Rebzikade, die in den 90iger Jahren vermehrt

auftrat, und zum anderen die hier gemeinte Glasflügel Zikade

(Hyalesthes obsoletus). Sie ist im Weinbau so gefürchtet,

da sie als Überträger von in Wildkräutern vorkommenden

Phytoplasmen auf die Reben gilt. Diese parasitisch lebenden

spezialisierten Bakterien ohne feste Zellwand, verursachen in

der Rebe die Schwarzholzkrankheit.

Wechsel der Rebsorte aufgrund

veränderter klimatischer Bedingungen

30 Prozent der deutschen Winzer wären bereit, aufgrund

der Klimaverschiebung eine andere Rebsorte anzubauen. Im

Anbaugebiet Rheinhessen und Nahe würden 47 Prozent der

Winzer die Rebsorte wechseln, in den Anbaugebieten Ahr,

Mosel, Rhein und Franken spielen nur 12 bzw. 13 Prozent

mit diesem Gedanken. (Abbildung 3)

Allgemein beobachteten 9 Prozent der Befragten einen erhöhten

Schädlingsbefall sowie das Vorkommen neuer Schädlinge

und Pilzkrankheiten. Den Anstieg der Traubenwicklerpopulation

sehen die Winzer ebenfalls als Auswirkung des Klimawandels

an. Speziell in Baden scheint dieser Schädling vermehrt

vorzukommen.

Das starke Auftreten des asiatischen Marienkäfers im Jahre

2008 zählt für 2 Prozent der 387 Winzer, die Veränderungen

in ihren Weinbergen festgestellt haben, zu den

Auswirkungen des Klimawandels. Bei der Aussage „Nützlinge

werden zu Schädlingen“ ist wohl auch an diesen

Käfer gedacht worden. Denn diese Marienkäferart ist in der

Vergangenheit zur biologischen Bekämpfung von Blattläusen

in Gewächshäusern in Deutschland eingesetzt worden. Im

Weinbau bereitet dieser ehemalige Nützling nun Probleme,

da er beim Zerdrücken oder bei Gefahr ein Sekret abgibt,

das bei zufälliger Mit-Ernte einen üblen Geschmack im Lesegut

verursachen kann. Auch ein vermehrter Ohrenkneiferbefall

wird als Folge des Klimawandels genannt.

Weitere Angaben der Winzer beziehen sich auf die extremen

Witterungen wie die starken Regenfälle auf der einen und

die zunehmende Trockenheit auf der anderen Seite. Auch

das vermehrte Vorkommen von Hagel wird als Folge des

Klimawandels angesehen. Den Sonnenbrand an Reben, der

seit einigen Jahren durch starke Sonneneinstrahlung auftritt,

führten hauptsächlich die Winzer in den Gebieten Franken

und Rheingau/Hessische Bergstraße an.

Abb. 3: Können Sie sich vorstellen, als Folge des Klimawandels

zukünftig andere Rebsorten anzubauen

Welche Sorten würden Sie

nicht mehr anbauen

In Folge des Klimawandels würden die Winzer überwiegend

auf die frühreifen Weißweinsorten verzichten. Zu den drei

erst genannten zählen Bacchus, Müller-Thurgau und Riesling.

Hauptanbaugebiete des Bacchus sind mit 828 Hektar

Rheinhessen und mit 742 Hektar Franken. Der Anbau dieser

Sorte ist stark rückläufig. Auch von den beiden Hauptsorten

des deutschen Weinbaus, dem Riesling und dem Müller

Thurgau, der auch Rivaner genannt wird, würden die Winzer

weniger anbauen.

SEITE 16 STUDIENINFORMATION 2008 / 2009


Maßnahmen

Abb. 4: Sortenwechsel in Folge einer Klimaveränderung

Welche Sorten würden Sie

stattdessen anbauen

23 Prozent der Winzer, die beabsichtigen aufgrund der

Klimaverschiebung eine andere Sorte anzupflanzen, können

derzeit noch nicht angeben, für welche Sorte sie sich entscheiden

würden. (Abbildung 4)

Der Trend geht eher zu roten Sorten. So beabsichtigen

18 Prozent der Befragten, ihre Rebfläche mit Merlot zu

bestocken. In Deutschland wird Merlot zurzeit auf 431 Hektar

bewirtschaftet.

Weitere 18 Prozent der befragten Winzer überlegen den

Anbau eines Cabernet. Der Cabernet Sauvignon ist eine rote

Rebsorte, die der Kreuzung Cabernet Franc und Sauvignon

Blanc entstammt. Diese Sorte zählt zu den bekanntesten

Rebsorten der Welt, wird in Deutschland aber erst seit einigen

Jahren angebaut. 1999 war sie noch nicht statistisch erfasst,

im Jahr 2007 wurde sie bereits auf 274 Hektar angebaut.

(Informationen über Anbauflächen: Quelle Wikipedia)

Einige Winzer können sich vorstellen, die deutschen Neuzüchtungen,

die mit dieser Rebsorte in den 70iger Jahren entstanden,

den Cabernet dorsa oder Cabernet cubin, in Zukunft

anzubauen. Als zukünftige weiße Rebsorte wird Sauvignon

blanc von den Winzern genannt.

Abschließend stellt sich die

Frage, wie die Winzer auf

die Folgen des Klimawandels

reagieren bzw. welche Maßnahmen

sie ergreifen, um

diesen Folgen entgegen zu

wirken. Der überwiegende

Teil der Winzer (35 Prozent)

führt keine Maßnahmen

durch und will erst einmal

abwarten. Einige Winzer

denken über den Bau

einer Bewässerungsanlage

nach (9 Prozent). Eine den

klimatischen Bedingungen

angepasste Bodenbearbeitung wird von 8 Prozent der Befragten

genannt. Sie wollen die Bodenbearbeitung reduzieren

beziehungsweise eine wasserschonende Bearbeitung vornehmen.

Weitere Statements sind eine geringere Entlaubung,

ein angepasstes Begrünungsmanagement sowie der frühere

Beginn der Weinlese.

Zusammenfassung

Der überwiegende Teil der Winzer hat Auswirkungen eines

Klimawandels beobachtet.

Die auffälligste Auswirkung ist eine frühere Reife und somit

ein früherer Lesetermin. Neben Beobachtungen des Auftretens

verschiedener Krankheiten und Schädlinge, geben die Winzer

an, die Klimaverschiebung hin zu höheren Temperaturen

sei von Vorteil für den deutschen Weinbau und bewirke eine

Qualitätssteigerung. Rund ein Drittel der befragten Winzer

kann sich vorstellen, als Folge des Klimawandels zukünftig

andere Rebsorten anzubauen. Dafür würden sie auf frühreife

Weinsorten verzichten. Am häufigsten nennen hier die Winzer

die Sorten Bacchus, Müller Thurgau und Riesling. Winzer,

die sich vorstellen können eine andere Rebsorte zu wählen,

haben sich noch nicht für eine bestimmte Sorte entschieden.

Wenige Winzer ergreifen bereits Maßnahmen, um den Folgen

des Klimawandels zu begegnen.

Anmerkung: Zum Thema Esca fand bereits 2005 eine Befragung der

Kleffmann Group statt. Siehe Studieninfo 2005/2006

STUDIENINFORMATION 2008 / 2009 SEITE 17


Obstpanel 2008

Welchen Eindruck haben Obsterzeuger

vom Image des deutschen Obstbaus

In den Medien erscheinen immer wieder Berichte über

Rückstände von Pflanzenschutzmitteln im Obst und Gemüse.

Sind die Verbraucher wirklich so verunsichert Wie sehen

die Obstbauern ihre eigene Situation Wie ist das Image des

deutschen Obstbaus

Kerstin Säcker

Project Assistant

Tel.: +49/2591/9188-422

Kerstin.Saecker@kleffmann.com

Im Sommer 2008 wurden rund 340 Obst anbauende Betriebe

zum Image des deutschen Obstbaus befragt. Hierbei

handelte es sich um Betriebe, die Äpfel, Birnen, Kirschen

oder Pflaumen im Anbau haben. Der überwiegende Teil der

befragten Obstbauern ist der Meinung, dass das Image des

deutschen Obstbaus gut ist. 12 Prozent halten das Image

sogar für sehr gut. 6 Prozent der Befragten teilen diese

Ansicht jedoch nicht und betrachten den Ruf des deutschen

Obstbaus als schlecht. (Vergleiche Abbildung 1)

Wie kommt der heimische Obstbau zu seinem guten Ruf

Das positive Image führen die befragten Obstproduzenten

hauptsächlich auf die strengen und häufigen Kontrollen

zurück, die im Obstbau regelmäßig durchgeführt werden. Die

heimischen Produkte würden vom Verbraucher bevorzugt und

das deutsche Obst sei immer beliebter, sagen 14 Prozent.

Dies hänge auch damit zusammen, dass die ausländischen

Produkte vom Verbraucher schlechter bewertet würden, da

die Kontrollen im Ausland nicht so streng seien. Es komme

dort häufiger zu negativen Schlagzeilen.

Die Kunden haben „Vertrauen in den deutschen Obstbau“

sagen 13 Prozent der Produzenten. Als Indikator für das positive

Image betrachten 12 Prozent der Befragten den guten

Absatz heimischer Obstprodukte. Dass sie gute Produkte mit

gutem Geschmack und wenig Rückständen abliefern, ist für

11 Prozent der Erzeuger ein wichtiger Faktor, der zum guten

Image des Obstbaus beiträgt.

Positiv wirken sich die Qualitätssiegel mit strengen Vorgaben

und hohen Auflagen aus. Eine Studie der Kleffmann Group

aus dem Jahre 2006 ergab, dass 73 Prozent der befragten

Obstbauer einem Qualitätssystem angeschlossen sind.

Hier dominierten die Siegel des EUREPGAP (Euro Retailer

Produce Working Group Good Agricultural Practice) und

das QS System.

Nach Auskunft der Befragten ist Aufklärung und Information

der Verbraucher durch eine gute Öffentlichkeitsarbeit ausschlaggebend

für ein positives Image (6 Prozent). Die direkte

Vermarktung und der damit verbundene persönliche Kontakt

zum Verbraucher sind hier

für eine Möglichkeit. (siehe

Abbildung 2)

Abb. 1: Welches Image

hat der deutsche Obstbau

SEITE 18 STUDIENINFORMATION 2008 / 2009


Abb. 2: Warum sind Sie

der Meinung, dass der Obstbau

ein gutes bis sehr gutes

Image hat

Obstbauern, die der Meinung sind, dass der deutsche

Obstbau ein schlechtes Image habe, begründen dies in erster

Linie mit der negativen Berichterstattung der Medien. Auch

die Organisation Greenpeace wird hier genannt. Auslöser

für das negative Image ist nach Ansicht der Befragten auch

die Behauptung, dass zu viel Chemie im Obstbau

eingesetzt würde.

Ein weiterer Gegenstand der Untersuchung war die Frage,

wie man dem Verbraucher die Notwendigkeit von Pflanzenschutzmaßnahmen

im Erwerbsobstbau nahe bringen kann.

(siehe Abbildung 3)

30 Prozent der Obsterzeuger sind der Ansicht, durch mehr

Aufklärung und mehr Information könne dies erreicht werden.

Dazu seien mehr Öffentlichkeitsarbeit und Werbung notwendig,

meinen 20 Prozent. Eine positivere und objektivere

Berichterstattung der Medien wäre hilfreich ist ein weiteres

Argument. Aber auch der einzelne Produzent kann durch

persönliche Gespräche mit dem Kunden dazu beitragen, dass

die Verbraucher Verständnis für die Problematik der Obstproduktion

entwickeln. So halten 8 Prozent der Erzeuger mehr

persönliche Gespräche mit dem Kunden für hilfreich.

Abb. 3: Welche Maßnahmen könnten ergriffen werden,

um das Verständnis und die Notwendigkeit von Pflanzenschutzmaßnahmen

dem Verbraucher näher zu bringen

STUDIENINFORMATION 2008 / 2009 SEITE 19


Raps-/Getreidepanel 2008

Ein Blick über den Ärmelkanal

nach Großbritannien

Die Globalisierung der Weltwirtschaft schreitet immer weiter

voran. Um diesem Fakt Rechnung zu tragen, hat sich auch

die Kleffmann Group in der Vergangenheit von Jahr zu Jahr

internationaler aufgestellt und wird diese Aktivitäten auch in

Zukunft weiter ausbauen. Eine der jüngsten Entwicklungen ist

die strategische Entscheidung, sich als Kleffmann Group in

Großbritannien verstärkt zu positionieren.

Karen Gralla

Project Assistant

Tel.: +49/2591/9188-403

Karen.Gralla@kleffmann.com

In den letzten Jahren bestand das Spektrum der britischen

„Amis“ Panelstudien aus den Kulturen Mais (Saatgut und

Pflanzenschutz) und Winterraps (Saatgut). Dieses wurde mit

dem Start der 1. Welle 2008/09 um ein Getreidepanel,

das einen Saatgut und Pflanzenschutzteil beinhaltet, sowie

um den Pflanzenschutzbereich für den Winterraps erweitert.

In beiden Studien sind auch Fragen zum Schneckenkorn

integriert. Darüber hinaus wird im Sommer 2009 auch eine

Studie zum Kartoffelanbau durchgeführt.

Mit dem britischen Marktforschungsinstitut

Precision

Prospecting hat die Kleffmann

Group einen kompetenten

Partner für die Koordination

der Befragungen vor Ort ins

Boot geholt. Die weiteren

Bearbeitungsschritte erfolgen

zur Einhaltung des Kleffmann

Standards jedoch in Lüdinghausen. Zusätzlich wurde eine

Kooperation mit Roger Pratchett (IBR, Independent Business

Resource Limited), einem erfahrenen Berater aus dem Bereich

Pflanzenschutz eingegangen, der die Kleffmann Group direkt

bei den Kunden in Großbritannien repräsentiert.

Ein paar Fakten …

Großbritannien ist mit einem Anteil von 8 Prozent nach

Frankreich, Deutschland und Polen der viertgrößte Produzent

von Getreide und Ölfrüchten in der EU (Quelle: Defra). Ein

landwirtschaftlicher Betrieb in Großbritannien bewirtschaftet

durchschnittlich 148 Hektar, in Deutschland hingegen lediglich

72 Hektar. Der Anteil der Pachtflächen an den gesamten

landwirtschaftlich genutzten Flächen beträgt in Großbritannien

40 Prozent, in Deutschland 70 Prozent (Quelle: Agrarpolitischer

Berichte der Bundesregierung 2007).

Abb. 1: Vergleich der Anbauflächen

Großbritannien – Deutschland

Die bedeutendste Kultur in Großbritannien ist der Winterweizen,

gefolgt vom Winterraps und der Wintergerste. Andere

Getreidekulturen wie Winterroggen, Wintertriticale und Hafer

spielen nur eine untergeordnete Rolle. Lediglich die Sommergerste,

die in 2009 in die 2. Welle der Befragung integriert

wird, hat mit ca. 270.000 Hektar eine größere Bedeutung.

Die Herbizidmaßnahmen …

Die aktuellen Ergebnisse aus der 1.Welle 2008/09 zeigen,

dass sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland rund

60 Prozent des angebauten Wintergetreides mit Herbiziden

behandelt wurden. Unterschiede zeigen sich allerdings beim

Winterraps. Wurden in Deutschland auf 99 Prozent der

angebauten Fläche Herbizide eingesetzt, so geschah dies im

Herbst 2008 in Großbritannien nur auf 78 Prozent der Winterrapsfläche,

da die Flächen zum Teil nicht befahrbar waren.

SEITE 20 STUDIENINFORMATION 2008 / 2009


Die Empfehlungsgeber …

Wie in allen Studien der Kleffmann Group wurden auch die

britischen Landwirte nach ihren Empfehlungsgebern für den

Einsatz eines Pflanzenschutzmittels befragt.

Abb. 2: Mit Herbiziden behandelte Fläche

Ärger mit der Schnecke …

Erstmalig kann die Kleffmann Group nun auch Zahlen zur

Schneckenproblematik in Großbritannien liefern. Auf

86 Prozent der Nettoanbaufläche des Winterrapses haben

die britischen Landwirte Schneckenkornprodukte ausgebracht.

Beim Getreide betrug der Anteil 46 Prozent der Nettofläche.

Vergleicht man dieses Ergebnis mit den aktuellen Kleffmann

Zahlen für Deutschland (Getreide: 3 Prozent und Winterraps:

36 Prozent), so wird das Ausmaß des „Ärgers“ mit der

Schnecke, das auf die klimatischen Bedingungen vor Ort zurückzuführen

ist, für die Landwirte in Großbritannien sichtbar.

Auch hier zeigen sich deutliche Unterschiede zu den deutschen

Kollegen. In Großbritannien haben die sogenannten

„Independent Agronomists“, d.h. die unabhängigen Privatberater,

einen großen Einfluss auf die Produktauswahl. Mehr als

70 Prozent der britischen Landwirte vertrauen auf die Empfehlung

dieser Privatberater, während es in Deutschland gerade

mal 5 Prozent sind. Hier steht die Pflanzenschutzindustrie mit

11 Prozent an erster Stelle der Empfehlungsgeber.

Die Sortentreue …

Zeigt sich bei der Frage, ob die Landwirte die Sorte auch

im letzten Jahr angebaut haben, beim Mais ein übereinstimmendes

Verhalten bei den britischen und deutschen Landwirten

(jeweils 61 Prozent haben die Sorte schon im letzten Jahr

angebaut), so unterscheidet sich die Sortentreue beim Winterraps.

In Großbritannien liegt der Anteil bei 73 Prozent, bei

den deutschen Kollegen verwenden nur 55 Prozent dieselbe

Sorte wie im letzten Jahr.

Abb. 3: Mit Schneckenkorn behandelte Fläche

Dies spiegelt sich auch in der Anzahl der Schneckenkornprodukte

wieder. Im deutschen „Amis“ Winterrapspanel wurden

von den Landwirten insgesamt 10 verschiedene Produkte genannt,

die von ihnen eingesetzt werden. Davon beherrschen

vier Produkte fast 90 Prozent des Marktes. In Großbritannien

hingegen umfasst die Palette der genannten und eingesetzten

Produkte mehr als 40. Hiervon haben ca. 10 Schneckenkornprodukte

einem Marktanteil von ca. 5 Prozent.

Abb. 4: Haben Sie diese Winterraps-Sorte

auch im letzten Jahr angebaut

Dies sind einige erste Ergebnisse der Kleffmann Studien in

Großbritannien. Die Fortsetzung folgt …

STUDIENINFORMATION 2008 / 2009 SEITE 21


Wie die Finanzkrise in Europa

ihre Bahnen zieht …

… und der Weizen wächst,

wo der Mais nicht bleiben kann

Seit im letzten Herbst die Finanzkrise ihre Auswirkungen nicht

nur auf den amerikanischen Märkten zeigt, sondern auch

in Europa angekommen ist, und darüber hinaus die Rekordernten

2008 die Preise auf den Warenmärkten haben purzeln

lassen, scheint auch die Stimmung in der Landwirtschaft

einen Wendepunkt erreicht zu haben.

Dr. Kim Schmitz

Key Account Manager

Tel.: +49/2591/9188-114

Kim.Schmitz@kleffmann.com

Nachdem die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse

sinken, sich die Preise für Betriebsmittel hingegen in einem

Aufwärtstrend befinden und beispielsweise der Dünger ein

halbes Vermögen kostet, stellt sich die Frage, wie in der Landwirtschaft

mit dieser Situation umgegangen wird. Mit dieser

Thematik beschäftigte sich eine in elf europäischen Ländern,

darunter auch Deutschland, durchgeführte Studie, die neben

der Schätzung der Anbauflächen für die wichtigsten Kulturen

(Ernte 2009) auch die aktuelle Stimmung in der Landwirtschaft

erfasst hat.

Die Auswirkungen der Finanzkrise

auf die Landwirtschaft in den

europäischen Ländern

Wie wird die weltweite Finanzkrise von den europäischen

Landwirten beurteilt Wie werden sie in der laufenden Saison

darauf reagieren Werden Investitionen möglicherweise

zurückgestellt und schätzen die Landwirte aus der Ukraine die

Situation anders ein als ihre französischen oder deutschen

Kollegen

Um auf diese Fragen eine Antwort geben zu können, wurden

im Oktober 2008 insgesamt mehr als 9.000 Landwirte in

Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Bulgarien, Rumänien,

Ungarn, der Slowakei, der Tschechischen Republik,

Polen, der Ukraine und in Russland befragt.

Beurteilung der Wirtschaftslage

und Investitionsabsichten

Im Durchschnitt aller Befragten bzw. Länder beurteilen

66 Prozent der Landwirte die Wirtschaftslage in der Landwirtschaft

als schlecht oder sehr schlecht. Deutliche Unterschiede

zeigen sich auf Länderebene. Unter den befragten deutschen

Landwirten schätzen weniger als die Hälfte (49 Prozent) die

Situation als schlecht oder sehr schlecht ein, während es in

der Ukraine 84 Prozent, in Polen 80 Prozent sowie in der

Slowakei 78 Prozent der Befragten sind.

Abb. 1: Investitionsabsichten

für verschiedene Betriebsteile

in den nächsten 12 Monaten

– Ja-Antworten (Alle Angaben

in %, N=1060)

SEITE 22 STUDIENINFORMATION 2008 / 2009


Trotz der schlecht eingeschätzten Wirtschaftslage plant vor

allem in der Slowakei in den nächsten 12 Monaten ein

großer Anteil der Befragten weitere Investitionen innerhalb

des Betriebes durchzuführen. So gaben bspw. 71 Prozent

der Landwirte an, im Bereich Maschinen im kommenden Jahr

Investitionen zu tätigen. Die geringsten Investitionsabsichten

in diesem Bereich haben die deutschen Landwirte mit

18 Prozent. Wie aus Abbildung 1 zu entnehmen ist, sind die

Investitionsabsichten der Landwirte in Deutschland sowie in

Frankreich und Großbritannien, aber auch in der Ukraine

insgesamt gering im Vergleich zu den übrigen europäischen

Kollegen. Dabei spiegeln die Ergebnisse – als eine Punktaufnahme

– nicht nur die derzeitige Einschätzung der Wirtschaftslage

wieder. Andererseits können sie auch als Zeichen

für einen insgesamt geringeren Investitionsbedarf bzw. -stau

in den jeweiligen Ländern interpretiert werden.

Wie die Finanzkrise die Einkäufe

von Betriebsmitteln beeinflusst

Die unmittelbare Bedeutung der Finanzkrise lässt sich vor

allem an den kurzfristig zu treffenden Wirtschaftsentscheidungen

auf den Betrieben ablesen: Knapp die Hälfte aller

befragten Landwirte gibt an, dass die Finanzkrise keine

Auswirkungen auf die Saatguteinkäufe dieser Saison haben

wird bzw. gehabt hat.

Abb. 2: Hat die Finanzkrise einen Einfluss auf

die Saatguteinkäufe – Ja-Antworten (Alle Angaben in %, N=1060)

Geringer beurteilen die Befragten den Einfl uss der Finanzkrise

auf die Pflanzenschutzmitteleinkäufe in dieser Saison.

Im Durchschnitt aller Länder gaben 42 Prozent an, dass sie

von einem Einfluss auf ihre Kaufentscheidungen ausgehen

(Abbildung 3). Dabei sehen sich wiederum die Landwirte in

der Ukraine mit 63 Prozent besonders betroffen, während die

deutschen Kollegen mit 29 Prozent den geringsten Einfluss

sehen. Als Reaktion gaben die Befragten überwiegend an,

auf günstigere Pflanzenschutzmittel zurückzugreifen bzw.

die Aufwandmengen reduzieren zu wollen.

Immerhin bestätigten im Durchschnitt 43 Prozent der Befragten

einen Einfluss auf ihre Kaufentscheidungen im

Saatgutbereich (Abbildung 2). Auch hier schätzen die ukrainischen

Landwirte den Einfluss der Finanzkrise am höchsten

ein: 67 Prozent der Befragten gaben einen Einfluss auf die

Saatguteinkäufe an. In Deutschland und Großbritannien

urteilten so nur 28 Prozent bzw. in Frankreich 23 Prozent der

Landwirte. Allerdings stimmen die Befragten in allen Ländern

darin überein, in Folge der Finanzkrise künftig weniger auf

zertifiziertes Saatgut, dafür aber verstärkt auf Nachbausaatgut

zurück greifen zu wollen. Von überdurchschnittlich

vielen Landwirten, die einen Einfluss auf ihre Saatguteinkäufe

angaben, wurde diese Option in Frankreich, Russland und

Bulgarien genannt.

Abb. 3: Hat die Finanzkrise einen Einfluss auf die Pflanzenschutzmitteleinkäufe

– Ja-Antworten (Alle Angaben in %, N=1060)

STUDIENINFORMATION 2008 / 2009 SEITE 23


Was in diesem Jahr

auf dem Acker steht

Abb. 4: Wie treffen Sie Ihre Entscheidungen für den Einsatz

von Pflanzenschutzmittel (Alle Angaben in %, N=1060)

Wie entscheidet sich der Landwirt für

den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

In diesem Zusammenhang zeigen sich auch prinzipielle

Unterschiede in den Ländern, wenn es darum geht, welche

Pflanzenschutzmittel in welchem Umfang verwendet werden.

Danach gefragt, wie sie in der Regel ihre Entscheidung für

den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln treffen, gaben vor

allem die Landwirte in der Ukraine, Ungarn, der Slowakei

und Russland an, auf ein Standardprogramm zurückzugreifen

(Abbildung 4). Während die französischen Landwirte die Entscheidung

über den Pflanzenschutzmitteleinsatz vor allem in

Abhängigkeit von den Wetterverhältnissen treffen, gehen die

Befragten in Deutschland in erster Linie nach Kostenaspekten

gefolgt von den jeweiligen Wetterbedingungen vor. In Großbritannien

spielen außerdem externe Pflanzenschutzberater

eine wichtige Rolle (nicht in der Abbildung dargestellt).

Auf Basis der Antworten zu ihren diesjährigen Anbauflächen

wurde ebenfalls eine Prognose für die verschiedenen Kulturen

erstellt. Hier zeigt sich, dass in den meisten Ländern

die Anbaufläche für Weizen leicht rückläufig ist, während für

Russland, die Ukraine und Deutschland eine Ausweitung der

Winterweizenfläche ausgewiesen werden kann. Auch die

Wintergerste kann in der Ukraine und Deutschland an Fläche

dazu gewinnen. Einen Flächengewinn in Deutschland (und in

allen übrigen Ländern außer in Frankreich) kann ebenfalls der

Winterraps verbuchen. Besonders auffällig ist die Flächenausweitung

für Winterraps in der Ukraine. Der Maisanbau

verbleibt insgesamt auf einem stabilen Niveau, in Deutschland

belegen die Anbauintentionen für Mais einen möglichen

leichten Flächenrückgang. Hier sind jedoch die endgültigen

Anbauentscheidungen in Konkurrenz zu anderen Frühjahrskulturen

abzuwarten.

Insgesamt folgen die Landwirte damit bei ihren Anbauentscheidungen

den Preissignalen und den guten Erfahrungen

aus dem letzten Jahr. Es ist davon auszugehen, dass die

Landwirte aufgrund der Finanzkrise noch überlegter über

ihren Betriebsmitteleinsatz entscheiden werden, wobei sie die

Absicherung der Bestände und somit der Ernte nicht aus den

Augen verlieren werden.

SEITE 24 STUDIENINFORMATION 2008 / 2009


Trendmonitor 2008

Trendmonitor erstmalig auch

in Kasachstan, Russland und der Ukraine

Der DLG Trendmonitor, der seit mehreren Jahren von Kleffmann

erhoben wird, ist inzwischen in weiten Teilen der

Landwirtschaft bekannt. In West- und Mitteleuropa befragt

Kleffmann dazu zweimal jährlich jeweils 2.950 Landwirte in

Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen, der Tschechischen

Republik und Ungarn. Darunter sind 750 Landwirte

aus Deutschland. Regelmäßig wird mit dieser Befragung unter

anderem die aktuelle Stimmung in der Landwirtschaft erfasst

und nach der Entwicklung des eigenen Betriebs in den nächsten

Monaten gefragt.

Um der gestiegenen Bedeutung der osteuropäischen und zentralasiatischen

Länder Rechnung zu tragen, wurde in 2008

der Trendmonitor nun auch erstmals in Kasachstan, Russland

und der Ukraine durchgeführt. Dazu hat Kleffmann insgesamt

850 telefonische und persönliche Interviews mit Landwirten

durchgeführt.

Die befragten Betriebe unterscheiden sich in den osteuropäischen

und zentralasiatischen Ländern deutlich von den

deutschen Betrieben. Während die deutschen Betriebe

im Mittel eine Betriebsgröße von 85 Hektar aufweisen,

haben die Betriebe in Kasachstan eine mittlere Größe von

5.200 Hektar, in der Ukraine eine Größe von 2.270 Hektar

und in Russland von 5.600 Hektar.

Jens Overländer

Senior Project Manager

Tel.: +49/2591/9188-309

Jens.Overlaender@kleffmann.com

Seit dem Start des Trendmonitors in 2003 wurde die aktuelle

Situation in der deutschen Landwirtschaft noch nie so positiv

wahrgenommen wie im Frühjahr 2008. Im Herbst letzten Jahres

erfolgte dann jedoch ein enormer Einbruch (Abbildung 1).

Länderübergreifend zeigt sich, dass die Landwirte die aktuelle

Situation in der Landwirtschaft als nicht sehr gut beurteilen. In

der Ukraine fällt die Beurteilung sogar noch einmal deutlich

schlechter aus. Der Grund für diesen Unterschied dürfte die

zur Befragungszeit instabile politische Lage des Landes gewesen

sein. Es gab faktisch keine handlungsfähige Regierung,

nachdem der ukrainische Präsident das Parlament aufgelöst

und Neuwahlen angekündigt hatte.

Diese großen Unterschiede sind natürlich in der Agrarstruktur

der Länder begründet. Die Zielgruppe des Trendmonitors sind

in allen Ländern zukunftsfähige landwirtschaftliche Betriebe.

In Russland sind das Betriebe mit einer Größe von mindestens

250 Hektar, in der Ukraine und Kasachstan Betriebe mit mindestens

500 Hektar. Hingegen werden deutsche Betriebe mit

Schwerpunkt auf Sonderkulturen schon ab einer Größe von

5 Hektar zur Befragung zugelassen. Trotz dieser immensen

Größenunterschiede sollen im Folgenden ein paar Ergebnisse

vergleichend dargestellt werden.

Abb. 1: Aktuelle Situation in der Landwirtschaft

Wie beurteilen Sie die derzeitige Konjunkturlage in der Landwirtschaft

Bitte urteilen Sie anhand einer Punkteskala, wobei 1 = sehr gut

und 5 = sehr schlecht bedeutet.

STUDIENINFORMATION 2008 / 2009 SEITE 25


Abb. 2: Geschäftslage des eigenen Betriebs

Wie beurteilen Sie zur Zeit die Geschäftslage Ihres Betriebs

Bitte urteilen Sie auch hier nach den Punkten von 1 = sehr gut

bis 5 = sehr schlecht.

Die Weltwirtschaftskrise ist jedoch nur in Ansätzen in den

wichtigen Themen auffindbar (Abbildung 4). Am meisten

haben die deutschen Landwirte im Herbst 2008 über die

Milchpreise, die Betriebsmittelpreise und die Verkaufspreise

diskutiert. Während das Thema Milchpreise ein klar regionales

Thema ist, sind gesunkene Verkaufspreise in den neuen

Trendmonitor Ländern das mit Abstand wichtigste Thema.

Ein weiteres wichtiges Thema für Kasachstan sind die Wetterund

Klimabedingungen, da sich bis 2020 die verfügbaren

oberirdischen Wasservorkommen und der Zufluss grenzüberschreitender

Flüsse drastisch verringern werden. Kasachstan

hat über Jahrzehnte hinweg seine Wasserwirtschaft vernachlässigt.

Der Zwang zur effizienten Nutzung und Investition in

wassersparende Technologien ist groß.

Die eigene wirtschaftliche Lage beurteilen die ukrainischen

Landwirte ähnlich wie die deutschen und kasachischen Landwirte

(Abbildung 2) etwas besser als die landwirtschaftliche

Gesamtsituation. Im Ländervergleich bewerten die russischen

Landwirte die Situation ihres eigenen Betriebs deutlich

schlechter als in den anderen Ländern. Hier sind es vor allem

die kleineren Betriebe, die die eigene Situation als schlecht

beurteilen.

Über die Zukunftsaussichten des eigenen Betriebs in den

nächsten 12 Monaten konnte oder mochte ein Großteil der

Landwirte im Herbst bzw. Winter 2008 keine Aussage machen.

Diejenigen, die eine Einschätzung abgegeben haben,

erwarten aufgrund der Weltwirtschaftskrise nur eine mittelmäßige

Geschäftsentwicklung (Abbildung 3).

Abb. 4: Wichtige Themen der Landwirte

1. In der Landwirtschaft gibt es wieder Themen, die „heiß“ diskutiert werden.

Welches Thema beschäftigt Sie zur Zeit am meisten

2. Über welches Thema diskutieren Sie noch

3. Gibt es noch ein weiteres Thema, über das Sie zur Zeit viel reden

Abb. 3: Entwicklung des eigenen Betriebs in den nächsten 12 Monaten

Und welche Erwartungen haben Sie bezüglich der Geschäftsentwicklung

Ihres Betriebs in den nächsten 12 Monaten

1 = sehr günstig bis 5 = sehr schlecht.

SEITE 26 STUDIENINFORMATION 2008 / 2009


Abb. 5: Investitionsabsichten

Die geplanten Investitionen der deutschen Landwirte zeigen

im Herbst 2008 einen deutlichen Rückgang in den Bereichen

Innenwirtschaft und Außenwirtschaft. Nur im Bereich der

erneuerbaren Energien sind, von einem niedrigen Niveau

ausgehend, mehr Investitionen geplant. Vergleicht man die

geplanten Investitionen der neuen Trendmonitor Länder mit

denen Deutschlands, sind vor allem im Bereich Außentechnik

deutlich mehr Investitionen geplant. Dies ist der Betriebsgröße

geschuldet. Erneuerbare Energien spielen derzeit noch keine

Rolle bei den Investitionen der Landwirte in den neuen Trendmonitor

Ländern (Abbildung 5).

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass obgleich der

großen strukturellen Unterschiede doch auch Gemeinsamkeiten

erkennbar sind und sich vor allem die Wirtschaftskrise

in allen Ländern auch stark auf die Landwirtschaft auswirkt.

Kasachstan, Ukraine und Russland – die neuen Länder im Trendmonitor

STUDIENINFORMATION 2008 / 2009 SEITE 27


AMIS und Marketing Services

Warum bei der Kleffmann Group

zwei Forschungsteams im Dienste

des Kunden arbeiten

Die Kleffmann Group verfügt über zwei spezialisierte Forschungsteams,

die unterschiedliche Fragestellungen der

Kunden beantworten.

AMIS

Niels Hölscher

Key Account Manager

Tel.: +49/2591/9188-305

Niels.Hoelscher@kleffmann.com

Das AMIS Team beschäftigt sich mit sogenannten Panel-

Untersuchungen. AMIS steht für „Agricultural Marketing

Information System“ – so wird eine spezielle Erhebungsform

bezeichnet, bei der dieselben Personen immer wieder zu

verschiedenen Zeitpunkten (wir sprechen auch von „Erhebungswellen“)

die gleichen Fragen beantworten. Die Landwirte,

die an einem oder mehreren AMIS-Panels teilnehmen,

werden aufgrund ihrer angebauten Kulturen ausgewählt und

ein- oder zweimal pro Jahr und Kultur befragt. Die Themen

der Befragung behandeln u.a. die eingesetzten Sorten sowie

das Thema Pflanzenschutz.

Aber warum befragt man nun immer wieder

dieselben Personen

Der Grund dafür ist, dass man mit Hilfe der Panelergebnisse

die Veränderungen zwischen den verschiedenen Erhebungszeitpunkten

ermitteln kann. So kann man zum Beispiel erkennen,

ob es Veränderungen im Spritzverhalten zwischen einem

oder mehreren Jahren gibt. Im Laufe der Jahre entsteht eine

Zeitreihe, mit der man auch langfristige Veränderungen erkennen

kann. Da man versucht, immer dieselben Personen zu

befragen, ist es auch möglich, Zusammenhänge statistisch zu

ermitteln. Das heißt, statistische Verfahren helfen zu erkennen,

warum sich die Landwirte mit den Jahren anders verhalten.

Marketing Services

Es kann z.B. sein, dass ein Landmaschinenhersteller das

Design seiner Traktoren ändern möchte und sich dafür die

Meinung der Landwirte einholt. Ebenso kann es sein, dass

ein Landmaschinenhersteller wissen möchte, wie zufrieden

die Kunden mit seinen aber auch mit den Produkten der

Wettbewerber sind. Neue Produktkonzepte, zum Beispiel für

die Pflanzenschutzindustrie, werden sehr häufig zunächst

getestet, um herauszufinden, ob die Landwirte dieses neue

Produkt annehmen würden. Auch die Überprüfung der Preise

gehört zu solchen Produktkonzepttesten.

Ebenso wie das AMIS-Team arbeitet auch Marketing Services

mit statistischen Verfahren, um Zusammenhänge zu erkennen.

Da es aber nicht darum geht, Verhaltensveränderungen zu

ermitteln, sondern die momentane Einstellung über eine bestimme

Fragestellung heraus zu finden, wird diese Befragung

nur einmal durchgeführt.

Allerdings werden diese Studien für jeden Kunden individuell

konzipiert. So kann es sein, dass Sie als Landwirt mehrfach

in einem Jahr befragt werden und denken, „Das habe ich

alles schon mal gehört“. Dies kann zum Beispiel der Fall sein,

wenn verschiedene Unternehmen ein neues Produktkonzept

für den Pflanzenschutz entwickelt haben und es durch die

Kleffmann Group testen lassen.

Ein abschließender Hinweis

Neben dem AMIS Team gibt es das Marketing Services

Team. Hier befasst man sich mit der sogenannten Ad-Hoc

Marktforschung. Ad-Hoc Marktforschung behandelt bestimmte

Probleme oder Fragen der Industrie. Dabei werden unterschiedliche

Fragestellungen bearbeitet.

Bei Kleffmann werden keine Panelinformationen mit Ad-hoc-

Informationen vermischt. Daher ist es bei jeder Befragung

unter anderem wieder notwendig Ihre angebauten Kulturen

abzufragen. Bitte ärgern Sie sich nicht darüber, es ist im

Sinne des Datenschutzes. Wir sind Mitglieder der Marktforschungsverbände

BVM und ADM, die hohe Datenschutzanforderungen

an ihre Mitglieder stellen. An diese halten wir uns

natürlich sehr streng.

SEITE 28 STUDIENINFORMATION 2008 / 2009


Omnibus-Befragungen

Omnibusbefragungen bei Kleffmann

Bei einer Omnibusbefragung, die auch als Mehrthemenbefragung

bezeichnet wird, werden in einer Befragung

verschiedene Themen abgefragt. Unterschiedliche Auftraggeber

kaufen sich in einen Bus ein und bezahlen einen vorab

festgelegten Preis pro Frage. Statt vieler Fragen zu einem

Thema werden zu jedem Gegenstand nur einige wenige

Fragen gestellt.

Iris Morgenstern

Senior Project Manager

Tel.: +49/2591/9188-312

Iris.Morgenstern@kleffmann.com

Für den Auftraggeber, den Befragten und das Marktforschungsinstitut

ergeben sich daraus eine Reihe von Vorteilen.

So sind demografische oder statistische Fragen für alle

Auftraggeber gleichermaßen interessant. Im Kleffmann-Landwirteomnibus

gehören dazu die Fragen nach der Betriebsausrichtung,

der Betriebsgröße und den angebauten Kulturen,

den Tierplätzen, dem Alter und der Ausbildung des Landwirts,

der Rechtsform des Betriebes sowie nach dem Standort des

Betriebes in Ost-, West-, Nord- oder Süddeutschland. Diese

Fragen werden in jedem Interview nur einmal gestellt und die

Kosten zwischen allen Auftraggebern aufgeteilt. Dadurch reduzieren

sich im Vergleich zu einer herkömmlichen Befragung

die Kosten für den einzelnen Kunden.

Uns als Marktforschungsinstitut stellen Mehrthemenbefragungen

vor die Schwierigkeit, dass unterschiedliche Auftraggeber

sich für verschiedene Themen und damit auch für differierende

Zielgruppen interessieren. Deshalb fragen wir jeden

Landwirt am Anfang des Interviews nach seinen Kulturen

und Tierarten. Von jeder Gruppe wird dann eine festgelegte

Anzahl an Landwirten befragt. Bei Rinderlandwirten befragen

wir beispielsweise 500 und bei Getreidelandwirten sogar

800 Betriebe.

Schweine

(n=400)

Getreide

(n=800)

Für manche Fragestellungen lohnt sich eine eigene Befragung

nicht – üblicherweise ein Fall für eine Omnibusstudie. Auch

eine wiederholte Befragung ein und derselben Zielgruppe

ist möglich, da ein solcher Omnibus mehrmals im Jahr läuft.

Gerade für kurze Befragungen und kleine Etats wäre eine

Wiederholungsbefragung außerhalb des Omnibusses viel

zu teuer.

Rinder

(n=500)

Raps

(n=400)

Landwirte

Zuckerrübe

(n=100)

Mais

(n=600)

Kartoffel

(n=200)

Für den Interviewer und für den Befragten selbst ist eine Omnibusbefragung

oft recht angenehm, da die Themen wechseln,

bevor Langeweile auftritt.

Die weiterführenden Fragenkomplexe werden dann nur gestellt,

wenn die Bedingungen des Auftraggebers erfüllt sind.

Das heißt, Fragen zum Thema Zuckerrübenherbizide werden

nur an Landwirte mit Zuckerrüben gestellt und über den

Themenbereich Zitzengummi sprechen wir nur mit Landwirten,

die Rinderhaltung betreiben. Auf diese Weise können Omnibusbefragungen

für jeden Befragten unterschiedlich lang sein

– je nachdem welche Kulturen oder Tiere er hat.

STUDIENINFORMATION 2008 / 2009 SEITE 29


Online-Befragungen

Was ist eigentlich eine Online-Befragung

Bei Online-Befragungen handelt es sich um Marktforschungsstudien,

bei denen Sie einen Fragebogen im Internet online

ausfüllen. Sie unterliegen denselben allgemein anerkannten

Qualitätsstandards und Datenschutzgesetzen wie andere

Erhebungsmethoden, die Sie bereits von uns kennen, wie

z. B. persönliche oder telefonische Interviews.

Dr. Frederike Lülfs-Baden

Junior Project Manager

Tel.: +49/2591/9188-306

Frederike.Luelfs-Baden@kleffmann.com

Sie können also auch bei der Teilnahme an einer unserer

Online-Befragungen vollkommen sicher sein, dass Ihre Daten

keinen weiteren Personen zugänglich gemacht werden. Wie

immer sind unsere Studien vollkommen anonym und lassen

keine Rückschlüsse auf Ihre Person zu.

Was sind die Vorteile einer

Online-Befragung

Falls Sie weitere Fragen zu dem Thema haben, können Sie

gerne eine E-Mail an folgende Adresse senden:

ichmachauchonlinemit@kleffmann.com

Hier können Sie alles zum Thema Online-Befragung loswerden,

u.a. auch, ob Sie sich an einer Online-Studie beteiligen

würden.

Der Umgang mit dem Computer ist für Landwirte inzwischen

alltäglich geworden. Mittlerweile haben drei von vier Landwirten

einen PC mit Internetzugang. Online-Befragungen sind

vor allem für den Befragten von Vorteil. Die Teilnahme ist einfach

und schnell, außerdem können Sie selbst den Zeitpunkt

wählen, wann Sie den Fragebogen ausfüllen. So können Sie

die Fragen jederzeit und in Ruhe beantworten. Es ist auch

möglich, die Beantwortung der Fragen zu unterbrechen und

zu einem späteren Zeitpunkt fortzuführen, ohne dass die Antworten

verlorengehen. Des Weiteren bietet diese Befragungsmethode

die Möglichkeit, Ihnen schnell und unkompliziert

aktuelle Ergebnisse von ausgewählten Studien zur Verfügung

zu stellen.

Wie verläuft eine Online-Befragung

bei der Kleffmann Group

Im Vorfeld ruft Sie ein Mitarbeiter unseres Call Centers an

und fragt, ob Sie bereit sind, an einer aktuellen Online-Studie

teilzunehmen. Sofern Ihrerseits Interesse an einer Teilnahme

besteht, erhalten Sie von uns im Anschluss per E-Mail den Link

zu einer Internetseite sowie die erforderlichen Zugangsdaten.

Mit diesen Daten können Sie sich dann im Internet einloggen,

den Fragebogen aufrufen und die Fragen beantworten. Der

ausgefüllte Fragebogen wird automatisch an die Kleffmann

Group versandt.

SEITE 30 STUDIENINFORMATION 2008 / 2009


Ihre Fragen

– unsere Antworten

„Was geschieht mit unseren Angaben“

Als Landwirte geben Sie uns seit vielen Jahren regelmäßig

Auskunft über Ihre landwirtschaftlichen Aktivitäten und

unterstützen uns dadurch maßgeblich bei unserer marktforscherischen

Tätigkeit. Insbesondere in der Sommersaison

besuchen unsere Interviewer Sie im Rahmen unserer wiederkehrenden

Panel-Befragungen zum Anbau der verschiedenen

Kulturen und bitten u.a. um Auskünfte über Anbauflächen,

Aussaat und Pflanzenschutz.

Aber wie geht es weiter Was passiert mit Ihren Informationen

Vielleicht haben Sie sich diese Frage auch schon

gestellt. Uns ist es aber wichtig, dass bei Ihnen keine Fragen

mehr offen bleiben. Daher möchten wir Ihnen nun gerne veranschaulichen,

was mit Ihren Angaben geschieht, wenn sie in

unserem Hause eintreffen. Vom ausgefüllten Fragebogen bis

zur Auswertung haben Ihre Daten noch einige Stationen

vor sich:

Im ersten Schritt werden alle eingehenden Fragebögen von

uns registriert. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass wir

jederzeit wissen, wie viele der geplanten Interviews schon

geführt wurden und wie viele Fragebögen bis zum Endtermin

der Studie noch bei uns eintreffen müssen. Schon bei der

Registrierung kontrollieren wir die Verteilung der Interviews

in Deutschland, denn die unterschiedlichen Regionen müssen

entsprechend der Größe der dort vorhandenen landwirtschaftlich

genutzten Flächen ausreichend repräsentiert sein.

Christiane Hinsenkamp

Team Manager Field

Tel.: +49/2591/9188-606

Christiane.Hinsenkamp

@kleffmann.com

Die registrierten Fragebögen werden vor der weiteren

Bearbeitung zunächst auf ihre Vollständigkeit und Richtigkeit

geprüft. Sollten Angaben fehlen oder unklar sein, ruft ein

Mitarbeiter unseres Call Centers gegebenenfalls noch einmal

bei Ihnen an, um diese Informationen zu ergänzen. Dies geschieht

z.B. wenn Sie Angaben über Pflanzenschutzmaßnahmen

noch nicht machen konnten, da Sie diese erst einige Zeit

nach dem Besuch unseres persönlichen Interviewers durchgeführt

haben. Auch eine stichprobenartige Qualitätskontrolle

der Arbeit unserer Interviewer kann durchaus Anlass für uns

sein, ein mit Ihnen persönlich geführtes Interview noch einmal

nach zu telefonieren.

Sind die Interviews kontrolliert und bei Bedarf korrigiert oder

vervollständigt, müssen Ihre Angaben, die ja bis dahin noch

in handschriftlicher Form im Fragebogen vorliegen, in unser

Computersystem übernommen werden. Hierzu werden Ihre

Antworten im nächsten Schritt in Zahlencodes übersetzt. Sie

werden codiert. Nur so ist eine spätere computergestützte

Auswertung der Informationen

möglich. Jede Antwort

bekommt einen eigenen

Zahlencode. Diese Codes

sind eindeutig festgelegt und

bleiben für ein und dieselbe

Antwort immer gleich.

Abb. 1: Ablauf einer Marktforschungsstudie der Kleffmann Group

STUDIENINFORMATION 2008 / 2009 SEITE 31


Erst nach ihrer vollständigen Codierung können die Daten in

den Computer eingegeben werden. Dies geschieht mit Hilfe

einer eigens für diesen Zweck programmierten Maske, die

ein Abbild des Fragebogens darstellt. In diese Maske wird

Antwort für Antwort, also Code für Code, Fragebogen für

Fragebogen eingegeben. Erst wenn sämtliche Antworten aller

Befragten vollständig eingegeben sind, können die Daten

verrechnet und in Form tabellarischer Auswertungen dargestellt

werden.

Die Dateneingabe und auch die Auswertung der erhobenen

Daten geschieht in diesem Prozess selbstverständlich anonym.

Verarbeitet werden hier lediglich die Antworten, die Sie auf

unsere Fragen gegeben haben. Ihre Adresse wird in diesem

Prozess nicht mit erfasst. Rückschlüsse auf Ihren Betrieb sind

somit nicht möglich.

Die ausgefüllten Fragebögen verbleiben bis zu ihrer Entsorgung

durch den Aktenvernichter im Unternehmen und sind für

Dritte nicht zugänglich.

Die Verbände der Markt- und Sozialforscher in Deutschland

haben das Problem und das daraus resultierende Ärgernis

der Angerufenen erkannt und auch entsprechend reagiert.

Zum Schutz der Befragten wurden die innerhalb der Berufsgrundsätze

und Standesregeln bereits vorhandenen Richtlinien

für telefonische Befragungen mit Wirkung

ab Juli 2009 ergänzt.

Ab diesem Zeitpunkt sind alle Marktforschungsinstitute in

Deutschland dazu angehalten, ihre Rufnummer bei Anrufen

zum Zwecke telefonischer Befragungen anzeigen zu lassen

und damit den Angerufenen die Gelegenheit zu geben, sich

durch einen Rückruf unter der angezeigten Rufnummer über

die Herkunft und den Zweck des Anrufes zu informieren.

Im Rahmen der berufsethischen Verantwortung gegenüber

den Befragten und als Mitglied des Berufsverbandes Deutscher

Markt- und Sozialforscher e.V. (BVM) sowie der Arbeitsgemeinschaft

Deutscher Marktforschungsinstitute (ADM) fühlen

wir uns diesen Regeln und Richtlinien ebenfalls verpflichtet.

Auf diese Weise werden allein in Deutschland einige tausend

Interviews pro Jahr geführt und verarbeitet mit dem Ziel, der

Agrarindustrie die erforderlichen Entscheidungsgrundlagen

für eine Produktgestaltung zu liefern, die letztlich Ihren Bedürfnissen

als Landwirt gerecht wird.

Unbekannter Anruf in Abwesenheit

Vielleicht haben auch Sie sich in der Vergangenheit schon

häufiger gefragt, wer der anonyme Anrufer war, dessen

Rufnummer im Telefondisplay nicht angezeigt wurde. Obwohl

heutzutage die meisten Telefonanlagen die Anzeige

der Rufnummer des Anrufers im Display des Angerufenen

erlauben, machen viele Nutzer noch keinen Gebrauch von

dieser Funktion – oftmals zum Ärgernis des Angerufenen,

der gern wüsste, wer ihn während seiner Abwesenheit erreichen

wollte.

Damit Sie bei unseren Anrufen unsere Identität feststellen

und bei Bedarf auch mit uns in Kontakt treten können, lassen

wir unsere Rufnummer bereits seit Beginn dieses Jahres in

Ihrem Display anzeigen. Ein Rückruf unter dieser Rufnummer

verbindet Sie mit unserer Voicebox, die Informationen über

die Kleffmann Group, den Zweck des Anrufes sowie Hinweise

zur Freiwilligkeit der Teilnahme an Befragungen und auch

zum Thema Datenschutz für Sie bereit hält. Selbstverständlich

haben Sie auch die Möglichkeit, mit einem Mitarbeiter

unseres Unternehmens direkt Kontakt aufzunehmen, wenn Sie

weitere Fragen haben.

Das Bestreben des BVM und des ADM ist es, das Ansehen

von Marktforschern und Marktforschung in der Öffentlichkeit

zu erhöhen und sowohl die Qualifikation von Forschern als

auch die Qualität der Forschung kontinuierlich zu verbessern.

Marktforschung trägt in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik

wesentlich dazu bei, dass wichtige Entscheidungen im Sinne

der Konsumenten bzw. der Bürger getroffen werden.

Wir unterstützen dieses Bestreben durch unser Handeln.

Für weitere Informationen über den BVM und den ADM

besuchen Sie auch folgende Homepages:

www.bvm.org und www.adm-ev.de

SEITE 32 STUDIENINFORMATION 2008 / 2009


Preisausschreiben

und Paneltermine

Kleffmann-Preisausschreiben 2008

Über ein Wochenende mit 2-tägiger Übernachtung

im Münsterland freut sich in diesem Jahr:

Herr Georg Wechselberger aus 85241 Ampermoching.

Der Gewinner wurde bereits schriftlich von uns benachrichtigt.

Wir gratulieren an dieser Stelle herzlich.

Auch in 2009 haben Sie wieder die Möglichkeit, an unserem

jährlichen Preisausschreiben teil zu nehmen. Bitte geben Sie

einfach die Postkarte, mit der die Kleffmann Group sich bei

Ihnen zu einem Interview ankündigt, unserem Interviewer mit

oder faxen bzw. schicken sie an uns zurück.

Foto: Ulrike Deters (Interviewerin) zieht den Gewinner

des Preisausschreibens

Wir freuen uns über eine rege Teilnahme an unserem Preisausschreiben

und danken Ihnen allen für Ihre Unterstützung

bei unseren Befragungen.

Paneltermine 2009

Raps 2. Welle ......................Anfang Mai – Mitte Juni 2009

Mais ...................................Anfang Mai – Mitte Juni 2009

Getreide 2. Welle ................Anfang Juni – Mitte Juli 2009

Zuckerrübe ..........................Anfang Juli – Ende Juli 2009

Kartoffel ..............................Anfang Juli – Anfang Aug. 2009

Wein ..................................Ende Juli – Mitte Sept. 2009

Obst (Apfel) ........................Ende Juli – Mitte Sept. 2009

Gemüse (Kohl).....................Mitte Okt. – Mitte Nov. 2009

DLG Trendmonitor Europe 2009

12. Welle ..........................Februar + März 2009

13. Welle ..........................August + September 2009

STUDIENINFORMATION 2008 / 2009 SEITE 33


DLG Unternehmer-

Preisausschreiben 2008

„Lernen von und mit den Besten“

Die DLG-Akademie bietet führenden und erfolgreichen

Unternehmern die Möglichkeit, in zahlreichen Seminaren

und Workshops ihr Wissen und ihre Fertigkeiten ständig zu

erweitern und zu verbessern.

Landwirte müssen gerade heute ihre betrieblichen Strategien

immer wieder prüfen und auf den Markt ausrichten. Chancen

erkennen, Entwicklungspotenziale nutzen, richtige Entscheidungen

treffen, wird zukünftig von zentraler Bedeutung für

die persönliche und betriebliche Entwicklung sein.

Als Teilnehmer der Kleffmann Studien hatten Sie als Landwirt

im Jahr 2008 die Möglichkeit am Unternehmer-Preisausschreiben

von Kleffmann und der DLG-Akademie teilzunehmen.

Zu gewinnen gab es drei Plätze zur freien Wahl für die DLG-

UnternehmerSeminare und Praxisworkshops im Gesamtwert

von 1.300 Euro.

Eine kostenlose Teilnahme an einem DLG-UnternehmerSeminar

oder Praxisworkshop haben gewonnen:

Foto: Carmen Müller, Leiterin DLG-Akademie und Johannes Ritz,

Projektleiter Landwirtschaft, DLG e.V., Frankfurt a.M., haben im Februar

von zahlreichen Einsendungen die 3 Gewinner des diesjährigen

Preisausschreibens ausgelost.

Heinrich Theis, Fulda

Thomas Gutzmer, Rackith

Herr Schwarz, Eixen

Die Gewinner wurden bereits schriftlich benachrichtigt. Wir

gratulieren den glücklichen Gewinnern und bedanken uns für

Ihre Teilnahme an unseren Studien.

Sollten Sie nicht unter den Gewinnern gewesen sein, freuen

wir uns auf Ihre erneute Teilnahme am gleichnamigen Preisausschreiben

in diesem Jahr (siehe Heftbeilage) und erlauben

uns, Ihnen als Teilnehmer am Preisausschreiben das aktuelle

Seminarprogramm der DLG-Akademie zu senden. Weitere

aktuelle Informationen zu den Veranstaltungen der DLG-

Akademie finden Sie auch auf www.dlg-akademie.de

SEITE 34 STUDIENINFORMATION 2008 / 2009


Der Kleffmann

Landwirte-Service

Hartmut

Blömker

Rüdiger

Grimm

Wulf

Reimers

Michael

Thieme

Dagmar

Bonefeld

Bert-Joachim

Hanusch

Benno

Richter

Regine

Uhland

Ute

Brandt

Roswita

Krüger

Ulrike

Schubert

Dietmar

Vogt

Roland

Döring

Udo

Kunz

Franz-Josef

Schäfer

Gerhard

von der Ahé

Carmen

Dziabel

Hansjürgen

Meyer

Hannelore

Stabenau

Peter

Voss

Johannes

Freckmann

Ralf

Mielke

Hubert

Streyl

Marianne

Götzmann

Sonja

Nagy-Braun

Yasmin

Stuber

Unsere Mitarbeiter freuen sich

auch in diesem Jahr wieder auf

interessante Gespräche.

STUDIENINFORMATION 2008 / 2009 SEITE 35


Kleffmann Group, Mühlenstraße1, D-59348 Lüdinghausen

Fon: +49 (0) 25 91 / 91 88 - 0, Fax: +49 (0) 25 91 / 91 88 - 900

contact@kleffmann.com, www.kleffmann.com

SEITE 36 STUDIENINFORMATION 2008 / 2009

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