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Tipps fürs Weidemanagement

Wenn das erste

Grün lockt

Foto: Jürgen Stroscher

Ihr Schritt-für-Schritt-

Programm im Frühjahr!

von Christine Lange

Mai

Planen Sie die Weidenutzung: Eine


Mähweide können Sie stundenweise

schon bei 15 cm Grashöhe beweiden lassen;

später wird sie parzelliert und als

Umtriebs- oder Portionsweide genutzt.

Eine Umtriebsweide wird je nach Besatzdichte

1–2 Wochen oder länger beweidet.

Danach treiben Sie die Pferde um; die

Weide ruht, wird gedüngt und gepflegt.

Bei der Portionsweide teilen Sie den Pfer-

April

Wo notwendig, reparieren Sie Zaun-


pfosten und Querlatten. Beim Elektrozaun

checken Sie die Dreifachspannung

der Stahldrähte und die Funktion des

Weidezaungeräts.

Testen Sie die Gangbarkeit der Tore und


tauschen Sie ggf. gefährliche Stacheldraht-Tore

gegen Holzbalken- oder

Schwenktore aus.

Um Drängeleien beim Öffnen des


Weidetores vorzubeugen, legen Sie eine

„Schleuse“ an. Errichten Sie dazu aus einem

mobilen Elektrozaun mit „Steigbügel-Pfählen“

und Elektrolitze eine Art

Paddock direkt hinterm Tor. Dort hinein

den durch Versetzen eines Wanderzauns

1–2 x täglich eine neue Fressparzelle zu;

die bereits abgeweidete Fläche wird durch

einen zweiten Wanderzaun abgetrennt und

gepflegt und ruht anschließend.

� Entscheiden Sie über die Art der Weidepflege.

Zeitaufwändig ist das tägliche Absammeln

der Kothaufen. Weniger Arbeit

macht es, sie nach dem Umtrieb mit der

Reifenegge zu verteilen.

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März

Gehen Sie alle verfügbaren Weideflä-


chen ab, kontrollieren die Höhe des Aufwuchses

und entfernen rigoros Giftpflanzen

oder -gehölze, auch hinterm Zaun.

Inspizieren Sie Schutzhütten und Un-


terstände. Nach Winterunwettern können

an Dach, Wänden und Futterraufen

Reparaturen notwendig sein. Naturböden

stechen Sie spatentief aus und füllen

mit einer Sand-Häcksel-Mischung

auf. Sie brauchen keine Einstreu; Steinoder

Holzböden müssen später mit Spänen,

Stroh oder Laub von ungiftigen Gehölzen

eingestreut werden.

Unter Baumgruppen entfernen Sie her-


ausgebrochene Äste und Reste von Fallobst.

Lassen Sie die Weide mit flacher Zah-


nung schleifen. Das lockert die Oberfläche,

entfernt Verdichtungen und ebnet

Maulwurfshügel ein. Die Düngewirkstoffe

gelangen schneller an die Wurzeln.

Falls im Herbst noch nicht erledigt: Bo-


denprobe entnehmen (ca. 400 g von 30

Einstichen), an die zuständige Landwirtschaftliche

Untersuchungsanstalt (LUFA)

schicken und nach Empfehlung düngen.

wird das zu bringende oder zu holende

Pferd geführt. Dann schließt man die

Schleuse, so dass keine Pferde nachdrängen

können. Das eigentliche Weidetor

kann nun in Ruhe und gefahrlos passiert

werden.

Bringen Sie an allen Weidetoren


Schlösser an.

Im Herbst gepflanzte Gehölze schüt-


zen Sie mit einem stabilen „Baummantel“

aus Holzpfosten und engem Maschendraht.

Legen Sie die Plätze für die Tränkwagen


fest. Bitte nicht zu nahe am Zaun, denn

Engpässe bergen Verletzungsgefahr!

Weiden Sie die Pferde behutsam an –


entweder zunächst ½ Stunde auf der

Mähweide (siehe oben) oder durch Zufüttern

von Schnittfutter zu gutem Futterstroh.

Weidezeit täglich um ½ Stunde

steigern.

Treiben Sie auf Umtriebs- und Por-


tionsweiden erst bei Weidereife aus, also

wenn eine Grashöhe von ca. 25 cm erreicht

ist.

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