Mesoskalige konvektive Systeme während des ... - IMK-TRO

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Mesoskalige konvektive Systeme während des ... - IMK-TRO

5 Modellierung mit COSMO

und 16 bis 18 vol% beträgt. Dagegen weist die Bodenfeuchte im niederschlagsfreien

Gebiet geringere Werte zwischen 10 und 14 vol% auf. Die räumliche Variabilität

der Bodenfeuchte ist zudem im niederschlagsfreien Bereich gering. Sie ist, wie in

Abbildung 5.14b zu sehen, durch die vorherrschenden Bodenarten und den damit

verbundenen hydrologischen und thermischen Eigenschaften beeinflusst.

So besteht der Untergrund im niederschlagsfreien Gebiet aus einem homogenen sandigem

Boden. Aufgrund seiner hohen Wasserleitfähigkeit verdunstet das Wasser

schnell, so dass die Bodenfeuchte rasch abnimmt (Tab. 5.1). Im Entstehungsgebiet

herrscht sandiger Lehm, Lehm und lehmige Tonerde vor. Diese Bodenarten haben

im Gegensatz zu Sand eine geringere Wasserleitfähigkeit, wodurch das Wasser besser

gespeichert wird und somit höhere Bodenfeuchtewerte länger bestehen bleiben.

Im Westen des niederschlagsfreien Gebiets schließt sich an den Sandboden ein lehmiger

Boden an. Beim Überströmen dieses Gebiets kann sich das System reintensivieren.

Insgesamt lässt sich demnach feststellen, dass die Konvektion in einem Gebiet entsteht,

in dem eine große Variabilität in der Bodenfeuchte existiert, die auf die unterschiedlichen

Bodenarten und ihre bodenphysikalischen Eigenschaften zurückzuführen

ist. Zudem wird das System beim Übergang von einem Gebiet mit höherer

zu niedrigerer Bodenfeuchte - von tonigem zu sandigem Untergrund - bei etwa 1 ◦

W - beeinflusst, so dass es zu Änderungen - in diesem Fall zur Unterdrückung - im

Niederschlag kommt. Über dem großräumigen, trockenerem Sandboden fällt nahezu

kein Niederschlag.

Weiter im Westen, wo eine andere Bodenart vorherrscht und die Bodenfeuchte wieder

höhere Werte aufweist, kommt es dann zur Reintensivierung des Systems.

Folglich spielt in diesem Fall die Variation der Bodenfeuchte und Bodenart eine

entscheidende Rolle bei der Auslösung und Modifikation des Systems.

5.2.4 Untersuchung des Modelllaufs auf beobachtete

Charakteristika und Umverteilungsprozesse

Nachdem nun das präkonvektive Umfeld charakterisiert, die Auslösemechanismen,

sowie die Modifikation des Sytems untersucht wurden, bleibt die Frage, ob die beobachteten

Charakteristika - wie z.B. die Ausbildung der Böenfront oder auch die

Zuggeschwindigkeit - modelliert werden und die wesentlichen Auswirkungen auf die

Atmosphäre und die Grenzschicht mit den Beobachtungen übereinstimmen. Zur Untersuchung

dieses Sachverhalts wird zunächst die Vertikalbewegung Omega in 700

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