Mesoskalige konvektive Systeme während des ... - IMK-TRO

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Mesoskalige konvektive Systeme während des ... - IMK-TRO

5 Modellierung mit COSMO

von bis zu 5 Pa s −1 ein. Mit Einsetzen des Niederschlag um 1500 UTC verstärken

sich die Vertikalbewegungen weiter. Im vorderen Bereich des Systems kommt es zu

Konvergenz mit heftigen Hebungsprozessen (nicht gezeigt).

Bis 1700 UTC haben sich - wie bereits in Abb. 5.5c gezeigt - die Niederschlagszellen

schnell intensiviert. Zu diesem Zeitpunkt weist der konvergente Bereich im vorderen

Bereich des Systems eine linienförmige Struktur auf. Das System reicht dann von

etwa 10 ◦ N bis 12 ◦ N und erreicht somit eine meridionale Ausdehnung von etwa 200

km (Abb. 5.15a). Während der konvergente Bereich im vorderen Teil des Systems

eine Breite von wenigen 10 km aufweist, erstreckt sich der divergente Bereich des

Systems über etwa 100 km. In diesem Bereich findet großräumiges Absinken statt.

Gleichzeitig bildet sich eine Böenfront an der Vorderseite des Systems aus mit mittleren

Windgeschwindigkeiten bis zu 12 m s −1 . Die Verlagerungsgeschwindigkeit des

Systems beträgt etwa 8 m s −1 .

Bis 2000 UTC ist das System weiter in Richtung Westen propagiert. Gleichzeitig

hat sich der konvektive Bereich des Systems verbreitert und die Windgeschwindigkeit

an der Böenfront intensiviert (Abb. 5.15b). Auch der hintere, divergente Bereich

des Systems hat sich innerhalb der letzten Stunden merklich verbreitert.

Mittlerweile haben vorderseitig des Systems - in der Mitte Burkina Fasos, zwischen

1 ◦ und etwa 3 ◦ W - ebenfalls Hebungsprozesse eingesetzt.

Über den nördlichen Rand gelangt das von Taylor et al. (2007) untersuchte System

ins Modellgebiet. Im Nordosten des Modellgebiets herrschen bis zu diesem Zeitpunkt

ebenfalls starke Vertikalgeschwindigkeiten vor.

Um 2400 UTC erreichen die ersten Niederschlagszellen Dano. Da anhand des Omegafelds

zu erkennen ist, dass das System zu diesem Zeitpunkt noch östlich von Dano

liegt, handelt es sich dabei um vorgelagerte Niederschlagszellen. Solche kleineren

konvektiven Zellen entstehen oftmals vor MCSs, wo die starken kühlen Abwinde

die vorgelagerte warme Luft hebt und so zur Ausbildung neuer Zellen führt (Roux,

1988). Die Windgeschwindigkeit an der Böenfront Systems beträgt zu diesem Zeitpunkt

in 10 m über 13 m s −1 . Innerhalb der letzten vier Stunden hat sich das System

auch weiterhin vergrößert, so dass seine meridionale Erstreckung nun vom Norden

Ghanas - bei etwa 5 ◦ N - bis in die Mitte Burkina Fasos - bei etwa 13 ◦ N - reicht.

Ähnliche Beobachtungen konnten auch bei Durchzug des realen Fall über Dano anhand

der Satellitenbeoachtungen gemacht werden. Das System hat sich innerhalb

der letzten vier Stunden um etwa 250 km in Richtung Westen verlagert, was einer

Verlagerungsgeschwindigkeit von etwa 17 m s −1 entspricht auch dies steht in guter

Übereinstimmung der Verlagerungsgeschwindigkeit des realen Systems bei Durchzug

über Dano.

Auch innerhalb der nächsten Stunden verlagert sich das System mit dieser Geschwindigkeit

in Richtung Westen. Bis um 0400 UTC des Folgetages ist es über

dem westlichen Burkina Faso angekommen und erstreckt sich bis in den Norden

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