Mesoskalige konvektive Systeme während des ... - IMK-TRO

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Mesoskalige konvektive Systeme während des ... - IMK-TRO

3 Beschreibung der untersuchten Fälle

Abbildung 3.3: Konvektionsindizes für den Zeitraum zwischen dem 25. Juli und 13. August 2006

Cap berechnet aus den Mittelwerten der untersten 10 hPa (rot) und der untersten

50 hPa (gelb) und LI berechnet aus den Mittelwerten der untersten 10 hPa (grün)

und der untersten 50 hPa (blau)

Die Durchzüge der untersuchten MCS sind mit einem Pfeil markiert.

posphäre durch den Durchzug des Systems weiterhin beeinflusst.

So wird Konvektion am Tag nach Durchzug des MCS noch stark unterdrückt.

Die CAPE weist am 01. August um 1200 UTC nur einen sehr geringen Wert von 54

J kg −1 auf. Dies ist vor allem durch die trockenen Luftschichten aus der mittleren

Troposphäre, die durch die starken Vertikalbewegungen in die Grenzschicht eingemischt

wurden, bedingt. So ist die Feuchte innerhalb der Grenzschicht zu diesem

Zeitpunkt weiterhin geringer als vor Durchzug des Systems (nicht gezeigt). Auch die

CIN mit einem Absolutwert von 220 J kg −1 und die Cap mit einem Wert von 3.6 K

weisen auf eine konvektive Unterdrückung hin. Der LI erreicht -1 K, was ebenfalls

auf ein nur schwaches Konvektionspotential hinweist.

Erst am 02. August stellen sich wieder ähnliche Bedingungen wie vor Durchzug des

Systems ein. So erreicht die CAPE um 1200 UTC 1190 J kg −1 und der LI -2.6 K.

Auch die konvektive Sperre CIN erreicht nur noch 28 J kg −1 . Die Cap hat bis dahin

ebenfalls abgenommen und beträgt nun 1.3 K.

Ähnliche Erkenntnisse liefert auch die Betrachtung des zeitlichen Verlaufs der verschiedenen

Konvektionsparameter in Abhängigkeit des MCS-Durchzugs am 11. August.

Zwar erreicht die CAPE im präkonvektiven Umfeld in diesem Fall nur moderate

700 J kg −1 , der LI mit -4 K deutet jedoch auf eine starke latente Instabilität hin.

Auch die CIN mit einem Absolutbetrag von 6 J kg −1 und die Cap mit 0.6 K weisen

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