Mesoskalige konvektive Systeme während des ... - IMK-TRO

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Mesoskalige konvektive Systeme während des ... - IMK-TRO

3.4 Beschreibung Fall 2 vom 31. Juli 2006

(a) 31. Juli 2006: 0600 UTC

(b) 31. Juli 2006: 1800 UTC

Abbildung 3.13: WASA-Wetterkarte für den 31. Juli 2006 (a) 0600 UTC und (b) 1800 UTC

Alle Informationen zu den in den Abbildungen verwendeten Symbolen für die

synoptischen Elemente sind in Tabelle 3.1 zusammengefasst.

diesem Bereich ist zu diesem Zeitpunkt das Hitzetief mit einem Kerndruck von 1005

hPa analysiert. Östlich davon - im Bereich des Grenzdreiecks Mali/Niger/Algerien

- (zwischen etwa 0 ◦ und 10 ◦ O) liegt die ITD mit 20 ◦ N weiter im Süden. Weiter im

Osten kann die feuchte Monsunluft immer weniger in Richtung Norden vorstoßen,

so dass die ITD östlich von 15 ◦ O bei etwa 15 ◦ N analysiert ist.

Der AEJ erstreckt sich an diesem Morgen vom Südwesten Malis - bei rund 8 ◦ W

und 12 ◦ N - bis an die Atlantikküste des Senegals - bei rund 17 ◦ W und 14 ◦ N. Das

Maximum des mitteltroposphärischen Jets erreicht etwa 15 m s −1 .

Der TEJ dagegen, besteht zu diesem Zeitpunkt aus zwei Teilen. Dabei erstreckt sich

der östliche Teil bei rund 7 ◦ N vom Südosten des Sudans - ganz im Osten des Untersuchungsgebiets

- bis in die Mitte Nigerias - bei rund 3 ◦ O. Das Maximum des TEJ

erreicht etwa 30 m s −1 . Ein weiteres Teilstück des TEJ ist in der WASA über dem

Atlantik analysiert. Es beginnt vor der südlichen Westküste - bei etwa 6 ◦ N und 12 ◦

W - und verläuft dann weiter in Richtung Südwesten bis etwa 23 ◦ W und 1 ◦ N.

In der Analysekarte sind desweiteren zwei Trogachsen zu erkennen. Eine der beiden

Trogachsen befindet sich über dem Nordwesten Nigerias - bei rund 5 ◦ O und 12 ◦

bis 13 ◦ N - im Bereich des untersuchten Systems. Eine weitere ist zudem über der

Mitte Malis - bei rund 3 ◦ bis 5 ◦ W und 15 ◦ bis 18 ◦ N zu lokalisieren. Die Lage des

Systems steht in guter Übereinstimmung mit den Satellitenbeobachtungen.

Bis 1800 UTC hat sich die Lage der ITD im Bereich der Westküste nur geringfügig

verändert (Abb. 3.13b). Dagegen ist es weiter im Osten im Tagesverlauf zu

einer deutlichen Verlagerung der Taupunktfront gekommen, die mit der Verlagerung

des Hitzetiefs in Richtung Süden gekoppelt ist. Zu diesem Zeitpunkt liegt dieses

über dem Norden Malis, dem Norden Nigers und des Tschads - zwischen etwa 10 ◦

W bis 20 ◦ O. Im Vergleich zum Morgen weist die ITD eine nicht so starke räumliche

Variabilität auf, sie verläuft vom Nordwesten in Richtung Südosten.

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