Mesoskalige konvektive Systeme während des ... - IMK-TRO

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Mesoskalige konvektive Systeme während des ... - IMK-TRO

3.6 Das präkonvektive Umfeld und die Auswirkungen der MCS-Durchzüge

tenbildern zu erkennen (Abb. 3.18d), die nach Auswertung der Daten der relativen

Feuchte etwa zwischen 600 und 400 hPa liegt. Im Profil der äquivalentpotentiellen

Temperatur ist in den untersten 200 hPa eine Differenz von etwa 10 K zu beobachten.

Darüber ist das Profil bis 500 hPa nahezu höhenkonstant.

In der spezifischen Feuchte ist die vertikale Umverlagerung der Feuchte ebenfalls

sichtbar. Die Windgeschwindigkeit innerhalb der Grenzschicht ist zurückgegangen

und zwischen 700 und 600 hPa kommt es langsam wieder zur Ausbildung des AEJ.

Zum Zeitpunkt des Aufstiegs weist er bereits wieder ein Maximum von rund 15 m

s −1 in 700 hPa auf.

Das Maximum des TEJ hat sich im Vergleich zum Morgen abgeschwächt (nicht gezeigt).

Auch in diesem Fall weist die Grenzschicht am Folgetag um 0900 UTC im Vergleich

eine geringere vertikale Erstreckung auf.

3.6 Charakterisierung des präkonvektiven Umfelds

und Analyse der Auswirkungen der

MCS-Durchzüge auf die Atmosphäre

Zusammenfassend werden nun noch einmal die präkonvektiven Bedingungen sowie

die Auswirkungen der MCS auf die bodennahen Schichten, die Grenzschicht und die

freie Troposphäre beschrieben. Dabei wird auf bestehende Gemeinsamkeiten und

Unterschiede zwischen den drei Fällen hingewiesen.

Vor Durchzug der Systeme ist das präkonvektive Umfeld in den untersten Schichten

von der feuchten west- bis südwestlichen Monsunströmung beeinflusst.

Im Fall 1 bildet sich innerhalb dieser Schicht eine konvektive Grenzschicht aus,

die nicht bis an die Obergrenze der Monsunschicht reicht. Ähnliche Beobachtungen

wurden bereits von Parker et al. (2004) gemacht. Bei den anderen beiden Fällen

entspricht die Höhe der Monsunschicht der der Grenzschicht.

Zwischen der Monsunschicht und der SAL existiert eine Zwischenschicht, in der

der Wind langsam auf die in der SAL vorherrschenden nordöstlichen bis östlichen

Richtungen dreht. Innerhalb der SAL ist der AEJ existent. Die damit verbundene

starke Windscherung unterhalb des Jets stellt günstige Bedingungen für die Ausbildung

von MCSs dar (Rowell und Milford, 1993).

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