Mesoskalige konvektive Systeme während des ... - IMK-TRO

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Mesoskalige konvektive Systeme während des ... - IMK-TRO

4.3 Wesentliche Charakteristika des WAM-Systems: Fall 2

Die Lage des AEJ im Bereich der Westküste steht in guter Übereinstimmung mit

der WASA. Im GME liegt der AEJ somit zu weit im Westen, da er dort erst über

dem Atlantik beginnt, wohingegen der AEJ in der WASA dort endet. Beide Modelle

weisen jedoch über dem mittleren Westafrika eine höhere Windgeschwindigkeit auf

als in der WASA, in der der AEJ in diesem Bereich nicht analysiert ist.

Wie in der WASA, ist auch im GME im Nordwesten Nigerias - bei rund 10 ◦ O - eine

Trogachse zu identifizieren.

In 200 hPa besteht der TEJ zu diesem Zeitpunkt in beiden Modellen aus zwei Teilen

(Abb. 4.3e und 4.3f). Die Lage ist dabei in beiden Modellen nahezu identisch. So

erstreckt sich ein Teil des TEJ vom Süden des Sudans - ganz im Osten des Modellgebiets

- bis in den Osten Nigerias - bei rund 10 ◦ O. Seine meridionale Erstreckung

reicht dabei von etwa 3 ◦ N bis 13 ◦ N.

Im GME ist dieser Teil des TEJ stärker ausgeprägt als im EZMW. Das Maximum

wird dabei im GME etwas überschätzt, im EZMW ist es dagegen etwas geringer als

in der WASA. Im äußersten Südwesten des Untersuchungsgebiets im äquatorialen

Atlantik - westlich von etwa 10 ◦ W - ist zudem in beiden Modellen ein weiterer Teil

des TEJ zu beobachten. Hier ist die Lage und Stärke des TEJ in beiden Modellen

nahezu identisch.

Der Vergleich mit der WASA bringt gute Übereinstimmung bezüglich der Lage beider

Jet-Teile.

Bis zum Abend liegt die ITD sowohl im EZMW als auch im GME weiter im Süden

(Abb. 4.4a und 4.4b). Zu diesem Zeitpunkt unterscheiden sich die Lagen in beiden

Modellen nur wenig. Beide Taupunktfronten weisen eine nahezu zonale Lage bei

rund 17 ◦ N auf.

In der WASA liegt die ITD weiter im Norden und ist weniger zonal ausgeprägt.

Die Lage des AEJ hat sich in beiden Modellen bis 1800 UTC nur unwesentlich

verändert. Im EZMW ist jedoch vor allem im Bereich des Tschads und Nigeria -

zwischen rund 5 ◦ W und 22 ◦ O - eine deutliche Abschwächung des AEJ zu beobachten

(Abb. 4.4c). Auch an der Westküste ist diese Entwicklung zu beobachten.

Im GME dagegen ist über der Mitte Westafrikas nur eine geringe Abschwächung

des Jets zu erkennen, so dass der AEJ zwischen 10 ◦ W und 25 ◦ O deutlich stärker

ausgebildet ist als im EZMW (Abb. 4.4d).

In beiden Modellen befindet sich im Bereich des Grenzdreiecks Nigeria/Benin/Niger

- bei rund 3 ◦ O - die Trogachse einer AEW. Der AEJ ist dort in beiden Modellen

schwächer.

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