Halbjahresfinanzbericht 2012 - Dexia Hypothekenbank Berlin AG

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Halbjahresfinanzbericht 2012 - Dexia Hypothekenbank Berlin AG

Halbjahresfinanzbericht

2012

dexia kommunalbank

deutschland aG


ericht des Vorstandes bericht des Vorstandes

2

| Halbjahresfinanzbericht 2012


Halbjahresfinanzbericht 2012

Dexia KommunalbanK DeutschlanD aG


dexia kommunalbank deutschland aG

Charlottenstraße 82 | 10969 Berlin

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telefax

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internet www.dexia.de

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inhalt

dexia kommunalbank deutschland aG im ÜbeRblick 5

PRofil deR dexia-GRuPPe 6

oRGane deR bank 7

ZWischenlaGebeRicht Zum 30. Juni 2012 8

Wirtschaftliche rahmenbedingungen 8

restruKturierung der deXia-gruPPe 10

entWicKlung der Vermögens-, finanz- und ertragslage 12

risiKobericht 18

Prognosebericht 23

ZWischenabschluss Zum 30. Juni 2012 29

VerKÜrzte bilanz zum 30. Juni 2012 29

VerKÜrzte geWinn- und Verlustrechnung fÜr die zeit

Vom 1. Januar bis 30. Juni 2012 33

VerKÜrzter anhang 36

VeRsicheRunG deR GesetZlichen VeRtReteR 38

inhalt

Halbjahresfinanzbericht 2012 | 3


sonstiGe anGaben

mitarbeiter (durchschnittszahl)

cost-income-ratio

deXia KommunalbanK deutschland ag im ÜberblicK

deXia KommunalbanK deutschland ag

im ÜberblicK

Wesentliche bilanZPositionen in mio. euRo

aktiva

Kommunalkredite

andere forderungen an Kreditinstitute und Kunden

Wertpapiere

Passiva

Pfandbriefe

andere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden

eigenkapital

Wesentliche GuV-Positionen in tausend euRo

zins- und Provisionsüberschuss

Verwaltungsaufwendungen (inkl. afa)

risikovorsorge

Jahresüberschuss/-fehlbetrag

31.12.2011

21.909,1

7.837,6

16.659,0

33.315,1

11.996,6

751,3

30.06.2011

13.557,5

-9.206,1

-10.370,5

350,0

30.06.2011

84

67,9 %

30.06.2012

21.222,4

8.817,0

18.130,4

29.411,0

17.342,2

739,1

Bilanzsumme 47.341,1 48.719,3

kaPitalquote in %

Kernkapitalquote

gesamtkapitalquote

31.12.2011

27,0

33,2

30.06.2012

23,7

28,1

30.06.2012

3.910,8

-8.764,1

-7.887,3

-12.181,0

30.06.2012

82

224,1 %

Halbjahresfinanzbericht 2012 | 5


Profil der deXia-gruPPe

Profil der deXia-gruPPe

Die Dexia ist eine europäische Bankengruppe, deren Aktivitäten

sich hauptsächlich auf die Geschäftsfelder Retail Banking, Com-

mercial Banking, Public & Wholesale Banking und Asset Manage-

ment & Services in den Ländern Belgien, Luxemburg, Frank reich

und der Türkei konzentrierten.

Muttergesellschaft der Dexia-Gruppe ist die Dexia S.A., eine an

der Euronext Brüssel und Paris sowie an der Luxemburger Börse

notierte Aktiengesellschaft nach belgischem Recht.

Infolge der Verschärfung der Staatsschuldenkrise in der Euro-

zone und der allgemeinen Verschlechterung des makroökono-

mischen Umfelds sah sich die Dexia-Gruppe im vergangenen

Jahr erheblichem Druck auf die eigene Liquiditätslage ausgesetzt.

Am 4. Oktober 2011 erklärte die Dexia-Gruppe in einer Presse-

mitteilung, dass der Chief Executive Officer der Dexia S. A., Pierre

Mariani, durch den Board of Directors beauftragt worden sei, „in

Abstimmung mit den betreffenden Regierungen und Aufsichts-

behörden notwendige Maßnahmen zur Lösung der strukturellen

Probleme der Gruppe vorzubereiten und Perspektiven zur Fort-

führung der traditionellen Geschäftsaktivitäten in Belgien und

Frankreich zu eröffnen“.

Seither hat die Gruppe tiefgehende Maßnahmen zur Umgestal-

tung ihrer Struktur ergriffen.

Im Einklang mit den geltenden Regeln für staatliche Beihilfen

legten die Staaten Belgien, Frankreich und Luxemburg der Euro-

päischen Kommission am 21. März 2012 einen neuen Restruktu-

rierungsplan für die Dexia-Gruppe zur Genehmigung vor. Eine

Entscheidung der Europäischen Kommission zu diesem Restruk-

turierungsplan liegt bis dato nicht vor.

Die Realisierung des Restrukturierungsplans wird beträchtliche

Auswirkungen auf das künftige Profil der Dexia-Gruppe haben.

6 | Halbjahresfinanzbericht 2012


organe der banK

aufsichtsrat

stéphane Vermeire

Head of Public & Wholesale Banking International

Member of the Management Board of Dexia Crédit Local

Vorsitzender

stéphane magnan

(vom 02.08.2011 bis 19.01.2012)

Head of Treasury & Financial Markets

Member of the Management Board of Dexia Crédit Local

Stellvertretender Vorsitzender

François laugier

Chief Financial Officer

Member of the Management Board of Dexia Crédit Local

Stellvertretender Vorsitzender

Benoît Debroise

(seit 09.02.2012)

Head of Treasury & Financial Markets

Member of the Management Board of Dexia Crédit Local

norbert Drews

(seit 17.03.2011)

Bankangestellter

stefanie Gregorius

(seit 09.03.2012)

Bankangestellte

Dr. Dirk Hoffmann

(seit 09.02.2012)

Rechtsanwalt und Consultant

nico Picard

(bis 12.01.2012)

Managing Director, Head of Controlling and Financial Planning

Dexia Banque Internationale à Luxembourg

Vorstand

Friedrich munsberg

Vorsitzender

Bankkaufmann

laurent Fritsch

Bankkaufmann

Wilfried Wouters

(bis 30.06.2012)

Bankkaufmann

Treuhänder

Josef Baiz

Vorstandsmitglied a. D.

Werner Graf

Bundesbankdirektor i. R.

Victor von Bothmer

Rechtsanwalt

organe der banK

Halbjahresfinanzbericht 2012 | 7


zWischenlagebericht zum 30. Juni 2012

zWischenlagebericht zum 30. Juni 2012

WiRtschaftliche

RahmenbedinGunGen

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2012 profitierte die Stimmung der

Wirtschaftsakteure in Deutschland und den anderen Staaten der

Eurozone von einer außergewöhnlichen geldpolitischen Maß-

nahme der EZB: Durch zwei im Dezember 2011 und März 2012

ausgeschriebene Tendergeschäfte, die die Zentralbank erstma-

lig mit einer dreijährigen Laufzeit ausstattete, flossen den teil-

nehmenden Kreditinstituten Mittel in Höhe von insgesamt über

1 Billion Euro zu. Diese gewaltige Liquiditätsspritze führte zu ei-

ner spürbaren Entspannung an den Finanzmärkten und schlug

sich auch in den Stimmungsindikatoren positiv nieder. Vor allem

Banken aus den Euro-Peripherieländern nutzten die sichere und

günstige Finanzierung über die EZB, um Anleihen ihrer Heimat-

staaten zu kaufen. In einer beispiellosen Marktbewegung fielen

die noch im November des Vorjahres bei 7,66 % notierenden

Renditen zweijähriger italienischer Staatsanleihen auf einen Tief-

stand (1. März 2012) von 1,75 %. Die Sätze für zweijährige spa-

nische Staatstitel sackten in demselben Zeitraum von 6,09 % auf

bis zu 2,19 %.

Mit Veröffentlichung der Konjunkturdaten für das 1. Quartal

2012 wurde jedoch klar, dass die erhoffte stimulierende Wirkung

der EZB-Maßnahme auf die wirtschaftliche Entwicklung der Eu-

rozone ausgeblieben war. Mit einem gegenüber dem Vorquartal

unveränderten realen Bruttoinlandsprodukt (BIP) stagnierte die

Wirtschaftsleistung der Währungsunion im 1. Quartal 2012 und

fiel nur geringfügig besser aus als das Ergebnis des Vorquartals

(-0,3 %). Belastend wirkten vor allem die um -1,4 % gesunkenen

Bruttoanlageinvestitionen, während der private Konsum (0,0 %)

und die Konsumausgaben des Staates (+0,2 %) auf dem Niveau

des Vorquartals verharrten. Einziger Lichtblick waren die ausge-

weiteten Exporte (+1 %), die aufgrund des geringeren Anstiegs der

Einfuhren (+0,1 %) zu einem verbesserten Außenbeitrag führten.

Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im 1. Quartal 2012 einen

realen BIP-Zuwachs von 0,5 % (4. Quartal 2011: -0,2 %) und lag

damit einmal mehr deutlich über dem Durchschnittswert der Eu-

rozone. Die im Vorquartal deutlich rückläufigen Exporte erhol-

ten sich mit einer Wachstumsrate von 1,7 % bei zugleich unver-

ändertem Niveau der Importe. Während der Außenbeitrag rund

0,9 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum beisteuerte, fiel der Bei-

trag des Inlands mit insgesamt -0,3 Prozentpunkten negativ aus.

Positiven Wachstumsraten bei den privaten (+0,4 %) und staatli-

chen (+0,2 %) Konsumausgaben stand eine deutlich rückläufige

8 | Halbjahresfinanzbericht 2012

Entwicklung bei den Bruttoanlageinvestitionen (-1,1 %) und den

Vorratsveränderungen (-0,4 %) gegenüber.

Für das 2. Quartal 2012 liegen noch keine abschließenden

BIP-Zahlen vor. Jüngste Konjunkturdaten und Frühindika-

toren deuten jedoch auf eine breit angelegte konjunkturelle Ab-

wärtsbewegung in den Staaten der Eurozone hin. Der von der

EU-Kommission veröffentlichte Economic Sentiment Indicator

Eurozone, der im März 2012 noch 94,5 Punkte betrug, fiel im Juni

2012 auf 89,9 Punkte zurück und auch der deutsche IFO-Index

sank im 2. Quartal 2012 von 102,7 auf 97,3 Punkte.

Getrieben wurden die enttäuschenden Wirtschaftszahlen in

Europa erneut von Entwicklungen, die sich unter dem Begriff

„Staatsschuldenkrise“ zusammenfassen lassen.

Ende Januar 2012 erzielte der in Brüssel tagende Europäische Rat

zunächst einen wichtigen Fortschritt auf dem Weg zur Stärkung

der Haushaltsdisziplin in der Europäischen Union. Als Leitlinie

des in Brüssel beschlossenen „Europäischen Fiskalpakts“ soll

künftig der allgemeine Staatshaushalt von EU-Ländern ausgegli-

chen sein oder einen Überschuss aufweisen. Der Pakt sieht vor,

dass die Mitgliedsländer Schuldenbremsen in ihre nationalen

Verfassungen aufnehmen müssen, die das strukturelle jährliche

Haushaltsdefizit auf 0,5 % des Bruttoinlandsprodukts begrenzen.

Darüber hinaus sollen zu hoch verschuldete EU-Länder jedes

Jahr ein Zwanzigstel der 60 % überschreitenden Schuldenquote

abbauen. Mitgliedstaaten, die diese Regeln verletzen, werden

verpflichtet, Maßnahmen zur dauerhaften Senkung der Defi-

zite zu beschließen, deren Einhaltung von der EU-Kommission

und dem Europäischen Rat überwacht wird. Mit Ausnahme von

Großbritannien und Tschechien unterzeichneten die EU-Län-

der beim EU-Frühlings-Gipfel vom 2. März 2012 den Fiskalpakt.

Bereits am 21. Februar 2012 hatten sich die Finanzminister der

Eurostaaten über die endgültige Ausgestaltung der Rettungsmaß-

nahmen für Griechenland verständigt. Es blieb bei einem Pa-

ket aus 100 Mrd. Euro an öffentlichen Hilfen für das Land und

Garantien über 30 Mrd. Euro für neue Anleihen der privaten

Gläubiger, die ihrerseits einen Schuldenschnitt von 53,5 % ihrer

Forderungen akzeptierten. Durch diese Maßnahmen sollte der

Schuldenstand Griechenlands bis zum Jahr 2020 auf 120,5 % des

BIP gesenkt werden. Nach Aktivierung von zuvor per Gesetz ein-


geführten Zwangsklauseln schloss Griechenland den Tausch sei-

ner Staatsanleihen, die nach griechischem Recht begeben wor-

den waren, im Wert von 177,2 Mrd. Euro ab.

Bei der Parlamentswahl vom 6. Mai 2012 konnten die grie-

chischen Volksparteien Nea Dimokratia (ND) und PASOK zu-

sammen lediglich 35,5 % der Stimmen auf sich vereinen. Eine

Regierungsbildung scheiterte an der Weigerung der auf 16,8 %

Stimmenanteil erstarkten radikalen Linkspartei SYRIZA, einer

Koalition beizutreten. Erst nach einem zweiten Wahlgang am

17. Juni 2012 gelang es Andonis Samaras (ND), eine Koalitionsre-

gierung unter seiner Führung zu formieren. Zuvor hatte das grie-

chische Statistikamt bekannt gegeben, dass das griechische BIP

im 1. Quartal 2012 um 6,5 % eingebrochen war. Begleitet wurde

diese Phase von erheblicher Volatilität an den Kapitalmärkten

aus Sorge um den Zusammenhalt der europäischen Währungsge-

meinschaft. Die Deutsche Bundesbank schätzte die Entwicklung

in Griechenland als in hohem Maße besorgniserregend ein, äu-

ßerte sich jedoch zuversichtlich, dass die Folgen eines möglichen

„Grexit“ bei vorsichtigem Krisenmanagement beherrschbar seien.

Zunehmende Sorgen um die Stabilität des spanischen Bankensek-

tors hatten bereits Mitte April 2012 dazu geführt, dass die zehn-

jährigen spanischen Staatsanleihen erneut die 6%-Marke über-

schritten. Am 9. Mai 2012 gab der spanische Wirtschaftsminister

Luis de Guindos die Verstaatlichung der von notleidenden Im-

mobilienkrediten geplagten Sparkassengruppe Bankia bekannt.

Am 8. Juni 2012 präsentierte der IWF ein Gutachten, das den Be-

darf des spanischen Bankensektors an frischen Eigenmitteln auf

mindestens 40 Mrd. Euro bezifferte. Tags darauf erklärte die spa-

nische Regierung, Finanzhilfen von bis zu 100 Mrd. Euro zur Sa-

nierung der nationalen Kreditwirtschaft aus den Euro-Rettungs-

fonds beantragen zu wollen. Kurz darauf erreichten zehnjährige

spanische Staatsanleihen mit 7,16 % ein neues Renditehoch. Auch

die Staatsanleihen des hoch verschuldeten Italien gerieten in den

Sog der Ereignisse, was die Renditen zehnjähriger italienischer

Staatsanleihen auf ein Niveau von bis zu 6,22 % trieb.

Am 25. Juni 2012 stellte die Republik Zypern als viertes Land der

Eurozone – nach Griechenland, Irland und Portugal – ein offizielles

Hilfsgesuch an den Euro-Rettungsschirm, nachdem offenkundig

geworden war, dass das kleine Land seinen eng mit Griechenland

verflochtenen Bankensektor nicht aus eigener Kraft

zWischenlagebericht zum 30. Juni 2012

würde stabilisieren können. Kurz zuvor hatte Fitch als letzte der

großen Ratingagenturen das Zypern-Rating auf BB+ und damit

unter die Investmentgrade-Marke herabgestuft.

Die Politik reagierte auf die gefährliche Zuspitzung der Krisenereignisse

mit einem Katalog weitreichender Maßnahmen, der auf

dem EU-Gipfel vom 29. Juni 2012 – dem 19. seiner Art seit Ausbruch

der Staatsschuldenkrise – von den Staats- und Regierungschefs

der 27 EU-Staaten beschlossen wurde:

• Einrichtung eines einheitlichen Aufsichtsmechanismus für Banken

in Ländern der Eurozone unter maßgeblicher Beteiligung der EZB,

• anschließend Einräumung der Möglichkeit einer direkten Unterstützung

problembehafteter Banken durch den Europäischen

Stabilitätsmechanismus (ESM),

• den geplanten Hilfeleistungen des ESM zur Stabilisierung spanischer

Banken soll kein vorrangiger Gläubigerstatus zuerkannt

werden.

Obwohl zum Teil vage formuliert und an verschiedene Bedingungen

geknüpft, trugen die Beschlüsse zu einer gewissen Beruhigung

der Kapitalmärkte bei.

inflation und Geldpolitik

Im Einklang mit der schwachen Konjunkturentwicklung ließ der

Inflationsdruck in den Ländern der Eurozone im 1. Halbjahr 2012

nach. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) fiel im

Juni 2012 auf 2,4 % (Dezember 2011: 2,7 %), im Wesentlichen aufgrund

rückläufiger Energiepreise, und lag damit weiterhin über

der Stabilitätsmarke der EZB von 2 %. Parallel hierzu sank der

deutsche Verbraucherpreisindex von 2,3 % auf 2,0 %.

Die EZB beließ im Berichtszeitraum den Zinssatz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte

unverändert bei 1 %. Nach der Sitzung

des EZB-Rats vom 6. Juni 2012 verwies Präsident Draghi auf die

erkennbare Abschwächung des Wirtschaftswachstums in den

Ländern der Eurozone und die anhaltenden Spannungen in den

Staatsanleihemärkten einiger Euroländer.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Geldmärkte eine Leitzinssenkung

für die folgende EZB-Ratssitzung im Juli weitgehend ein-

Halbjahresfinanzbericht 2012 | 9


zWischenlagebericht zum 30. Juni 2012

gepreist. Im Halbjahresverlauf fiel der 3-Monats-Euribor nahezu

kontinuierlich von 1,343 % zu Jahresbeginn 2012 auf 0,653 % zum

30. Juni 2012. Zugleich sank die Rendite zehnjähriger (zweijäh-

riger) Schuldverschreibungen des Bunds von 1,91 % (0,203 %)

auf 1,583 % (0,124 %) auf historische Tiefststände.

Auch am Devisenmarkt war die Staatsschuldenkrise beherrschen-

des Thema, das den Wert des Euros nachhaltig belastete. Nach-

dem der Euro zunächst im Februar 2012 auf 1,3458 USD ange-

stiegen war (31.12.2011: 1,2934 USD), fiel er kontinuierlich auf

1,2667 USD zum Halbjahresende zurück.

entwicklung der covered bond- und Pfandbriefmärkte

Der noch im Vorjahr zu beobachtende Trend einer verstärkten

Nutzung von Covered Bonds durch Kreditinstitute setzte sich im

Berichtszeitraum nicht fort. Das Emissionsvolumen von Covered

Bonds im Benchmark-Format fiel gegenüber dem Vorjahr auf

71 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum: 138 Mrd. Euro) deutlich zurück.

Die Emissionsaktivitäten im 1. Halbjahr 2012 zählen damit zu den

schwächsten der letzten zehn Jahre. Als Gründe hierfür lassen sich

die starke Nutzung der beiden EZB-Dreijahrestender als konkur-

rierendes Refinanzierungsmittel und eine allgemeine Zurückhal-

tung im Neugeschäft anführen. Bemerkenswert ist ferner, dass mit

einem Anteil von 98 % (Vorjahreszeitraum: 82 %) fast ausschließ-

lich hypothekarisch besicherte Covered Bonds begeben wurden,

während die Nutzung von Coverd Bonds zur Staatsfinanzierung

weiter rückläufig war.

Der Absatz deutscher Pfandbriefe verminderte sich bis zum

31. Mai 2012 (aktuellere Zahlen sind noch nicht verfügbar) gegenüber

dem Vorjahreszeitraum deutlich um -29,8 % auf 28,5

Mrd. Euro. Hiervon entfielen 7,8 Mrd. Euro (-60,0 %) auf Öffentliche

Pfandbriefe und 20,7 Mrd. Euro (-2,0 %) auf Hypothekenpfandbriefe.

Der gesamte Pfandbriefumlauf fiel zum 31. Mai

2012 gegenüber dem Stand Ende 2011 um 4,9 % auf 557,6 Mrd.

Euro zurück. Hauptgrund war der starke Rückgang des Umlaufs

an Öffentlichen Pfandbriefen um 7,0 % auf 330,8 Mrd. Euro, während

der Umlauf an Hypothekenpfandbriefen lediglich um 1,5 %

auf 226,8 Mrd. Euro zurückging.

Im Halbjahresverlauf weiteten sich nach den Zahlen des Verbands

deutscher Pfandbriefbanken die durchschnittlichen Renditeaufschläge

deutscher Pfandbriefe gegenüber den Swapsätzen (gegen

6-Monats-Euribor) leicht aus, und zwar bei Öffentlichen Pfandbriefen

mit zehnjähriger (fünfjähriger) Laufzeit von 24 Basispunkten (16

bp) auf 30 bp (19 bp) bzw. bei Hypothekenpfandbriefen mit zehnjähriger

(fünfjähriger) Laufzeit von 31 bp (23 bp) auf 38 bp (26 bp).

10 | Halbjahresfinanzbericht 2012

RestRuktuRieRunG deR dexia-GRuPPe

Die Aktivitäten zur Restrukturierung der Dexia-Gruppe, die im

Oktober 2011 begonnen hatten, wurden im Berichtszeitraum

zielstrebig fortgesetzt.

Im Einklang mit den geltenden Regeln für staatliche Beihilfen haben

die Staaten Belgien, Frankreich und Luxemburg der Europäischen

Kommission am 21. März 2012 einen neuen Restrukturierungsplan

für die Dexia-Gruppe zur Genehmigung vorgelegt.

Eine Entscheidung der Europäischen Kommission zu diesem Restrukturierungsplan

liegt bis dato nicht vor.

staatsgarantien für emissionen der dexia s. a. und ihrer tochtergesellschaft

dexia crédit local

Der Restrukturierungsplan basiert auf der Zusage der Staaten

Belgien, Frankreich und Luxemburg – vorbehaltlich der Zustimmung

der Europäischen Kommission –, Neuemissionen der

Dexia S. A. und ihrer Tochtergesellschaft Dexia Crédit Local bis

zu 90 Mrd. Euro gemeinsam, aber nicht gesamtschuldnerisch mit

den folgenden Quoten zu garantieren: Belgien 60,5 %, Frank reich

36,5 % und Luxemburg 3 %.

In einer 1. Phase wurde eine befristete Vereinbarung von den

genannten Staaten, der Dexia S. A. und der Dexia Crédit Local

unterzeichnet (und von der Europäischen Kommission am

21. Dezember 2011 genehmigt), welche das garantierte Emissions-

volumen, das die Dexia S. A. und die Dexia Crédit Local bis zum

31. Mai 2012 begeben dürfen, auf höchstens 45 Mrd. Euro begrenzt.

Die befristete Garantie wurde am 31. Mai 2012 bis zum 30. Sep-

tember 2012 verlängert und am 6. Juni um 10 Mrd. Euro auf

55 Mrd. Euro aufgestockt.

Grundsatzvereinbarung zwischen der dexia-Gruppe, der caisse

des dépôts, la banque Postale und dem französischen staat

Im Einklang mit dem am 20. Oktober 2011 abgeschlossenen

Verhandlungsprotokoll haben die Dexia-Gruppe, die Caisse des

Dépôts, La Banque Postale und der französische Staat am 10. Fe-

bruar 2012 eine Grundsatzvereinbarung getroffen mit dem Ziel,

die Finanzierung des kommunalen öffentlichen Sektors in Frank-

reich sicherzustellen. Das gemeinsam entwickelte Vorhaben be-

trifft zwei Projekte:


• den Aufbau eines Joint Ventures, an dem La Banque Postale mit

65 % und die Caisse des Dépôts mit 35 % beteiligt sein werden,

das Kredite an die französischen Kommunen vermarkten wird,

• die Gründung einer neuen Kreditanstalt, die vom französischen

Staat (31.7 %), der Caisse des Dépôts (31.7 %), der Dexia Crédit

Local (31.7 %) und La Banque Postale (4.9 %) gehalten wer-

den wird. Diese neue Kreditanstalt wird als Muttergesellschaft

(100%-Beteiligung) der im Kommunalkreditgeschäft aktiven

Dexia Municipal Agency fungieren, einem Unternehmen in

der Rechtsform einer „Société de Crédit Foncier“ und derzeit

noch Tochtergesellschaft der Dexia Crédit Local, und auch de-

ren Management übernehmen. Die neue Kreditanstalt wird

darüber hinaus auch die von der Dexia Municipal Agency ge-

nutzte Betriebsplattform und gewisse Aktivitäten des Joint Ven-

tures und der Dexia-Gruppe führen. Deckungsfähige, von dem

Joint Venture akquirierte Kommunaldarlehen werden von der

Dexia Municipal Agency refinanziert.

Bei der Dexia Crédit Local verbleiben weiterhin – unter Nutzung

ihres Filialnetzes – gewisse Aktivitäten in der Kommunalfinanzie-

rung. Die Dexia-Gruppe wird zudem das Restportfolio (Legacy-

Portfolio) sowie die internationalen Tochtergesellschaften verwalten.

Es ist geplant, dass die Dexia-Gruppe die Dexia Municipal Agency

auf der einen Seite mit Garantien bezüglich eines Portfolios an

strukturierten französischen Kommunaldarlehen über 10 Mrd.

Euro ausstattet und andererseits eine Freistellung von Verlusten

aus dem gesamten Darlehensbestand von mehr als 10 bp gewährt,

was mehr als dem Zehnfachen der historischen Verluste der

Dexia Municipal Agency entspricht.

Vorbehaltlich der Zustimmung der Europäischen Kommission

wird die Dexia-Gruppe in den Genuss einer Rückgarantie des

französischen Staats hinsichtlich des genannten Portfolios an

strukturierten französischen Kommunaldarlehen kommen, die

bis zu 70 % aller Verluste jenseits von 500 Mio. Euro abdeckt.

Aus dem Verkaufspreis für 100 % der Anteile an der Dexia Mu-

nicipal Agency in Höhe von 380 Mio. Euro folgt für die Dexia-

Gruppe ein Verlust über rd. 1 Mrd. Euro. Teil der Vereinbarungen

ist eine Klausel, die nach Ablauf von drei Jahren eine limitgebun-

dene Anpassung des Kaufpreises nach oben oder nach unten vor-

sieht. Es ist vorgesehen, dass vor dem Verkauf der Dexia Munici-

pal Agency keine ihrer Aktiva veräußert werden.

Die am 10. Februar 2012 geschlossene Grundsatzvereinbarung

räumt außerdem La Banque Postale das Recht zum Erwerb sämt-

licher Anteile der Dexia Crédit Local an der neuen Kreditanstalt

ein. Dieses Recht kann im Verlauf des Aufbaus des Joint Ven-

zWischenlagebericht zum 30. Juni 2012

tures ausgeübt werden. Dadurch wird eine fortlaufende Verrin-

gerung der Bilanz der Dexia-Gruppe und ihres Liquiditätsbe-

darfs erreicht. Der Verkauf der Dexia Municipal Agency wird

die Bilanzsumme der Dexia-Gruppe um 65 Mrd. Euro reduzieren

und außerdem ihre kurzfristigen Refinanzierungsnotwendigkeiten

abbauen, da die Caisse des Dépôts 12,5 Mrd. Euro zur

Deckung des Liquiditätsbedarfs der Dexia Municipal Agency

zur Verfügung stellt.

In ihrer am 3. August 2012 veröffentlichten Pressemitteilung

zu den Geschäftszahlen des 1. Halbjahrs 2012 wies die Dexia-

Gruppe darauf hin, dass die Gespräche zwischen dem französischen

Staat, der Caisse des Dépôts und La Banque Postale zur

Implementierung einer Lösung zur bestmöglichen Sicherstellung

der Finanzierung des kommunalen öffentlichen Sektors in

Frank reich andauern. Das Vorhaben bedarf zudem der Geneh-

migung der Europäischen Kommission.

Verkauf der Rbc dexia investor services

Am 3. April 2012 schloss die Dexia-Gruppe eine Vereinbarung

mit der Royal Bank of Canada über den Verkauf ihres 50%-An-

teils an der RBC Dexia Investor Services, einem Joint Venture

der Dexia-Gruppe und der Royal Bank of Canada. Damit wird

die Royal Bank of Canada die RBC Dexia Investor Services vollständig

übernehmen.

Der Kaufpreis für die Anteile an der RBC Dexia Investor Services

von 837,5 Mio. Euro entspricht nahezu deren Buchwert.

Nachdem zuvor die Europäische Kommission zugestimmt hatte,

gab die Dexia-Gruppe am 27. Juli 2012 den Abschluss des Verkaufs

(Closing) bekannt.

Verkauf der banque internationale à luxembourg

Am 4. April 2012 unterzeichneten die Dexia-Gruppe, das Großherzogtum

Luxemburg und die Firma Precision Capital einen

Vertrag über den Verkauf des Anteils der Dexia-Gruppe in Höhe

von 99,906 % an der Banque Internationale à Luxembourg. Precision

Capital, eine Investmentgruppe aus Katar, übernimmt 90 %

der Anteile der Banque Internationale à Luxembourg. Die übrigen

Anteile werden vom Großherzogtum Luxemburg erworben.

Der Preis für die Übernahme der Anteile beträgt 730 Mio. Euro.

Halbjahresfinanzbericht 2012 | 11


zWischenlagebericht zum 30. Juni 2012

Der Verkauf wurde am 25. Juli 2012 von der Europäischen Kom-

mission genehmigt und wird voraussichtlich im 3. Quartal 2012

abgeschlossen werden.

Verkauf der denizbank

Am 8. Juni 2012 einigte sich die Dexia-Gruppe mit der Sber-

bank über die Veräußerung ihrer Anteile von 99,85 % an der tür-

kischen DenizBank einschließlich deren Tochterunternehmen in

der Türkei, Österreich und Russland. Der erwartete Kaufpreis be-

trägt 6.469 Mio. TRY (2.821 Mio. Euro). Der Kaufpreis wird bei

Abschluss der Transaktion um die Differenz zwischen dem Net

Asset Value der DenizBank vom 31. Dezember 2011 und vom

Abschlussdatum berichtigt.

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt aller erforderlichen

aufsichtsrechtlichen Genehmigungen, einschließlich der Genehmigung

durch die Europäische Kommission.

folgen der Restrukturierung der dexia-Gruppe für die dexia

kommunalbank deutschland

Nach Ankündigung der Restrukturierung der Dexia-Gruppe am

4. Oktober 2011 beschloss der Vorstand in Abstimmung mit der

Dexia-Gruppe die sofortige Einstellung des Ankaufs von Kommunaldarlehen

von Unternehmen der Dexia-Gruppe im Rahmen

des Group Asset Purchasing Programme. Als Folge dieses

Beschlusses werden die für das Jahr 2012 geplanten Ankäufe über

2,8 Mrd. Euro nicht realisiert.

enTWicklunG WicHTiGer BilanzPosTen in mio. euro

Forderungen an kreditinstitute

Kommunalkredite

Andere Forderungen

Forderungen an kunden

Kommunalkredite

Andere Forderungen

anleihen und schuldverschreibungen

Von öffentlichen Emittenten

Von anderen Emittenten

Bilanzsumme

12 | Halbjahresfinanzbericht 2012

Außerdem setzte die Bank ihr Neugeschäft mit deutschen Kommunen,

das im Juli 2011 wieder aufgenommen worden war, bis

auf Weiteres aus.

Ungeachtet dessen betreibt die Bank auch weiterhin Neugeschäft

im Rahmen der Liquiditäts- und Deckungssteuerung.

Aktuell sind über die künftige Rolle und die wirtschaftlichen Perspektiven

der Dexia Kommunalbank Deutschland in der veränderten

Gruppenstruktur noch keine Entscheidungen getroffen

worden.

entWicklunG deR VeRmöGens-,

finanZ- und eRtRaGslaGe

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Dexia Kommunalbank Deutschland erhöhte

sich zum 30. Juni 2012 gegenüber dem Vorjahresultimo

um 1,4 Mrd. Euro bzw. 2,9 % auf 48,7 Mrd. Euro.

Der Veräußerung des Portfolios an griechischen Staatsanleihen

über nominal 1,2 Mrd. Euro an die Muttergesellschaft Dexia

Crédit Local im Januar 2012 (siehe Seite 16) sowie im Wesentlichen

Fälligkeiten von Anleihen und Schuldverschreibungen im 1. Halbjahr

2012 über 0,8 Mrd. Euro standen Ankäufe von staatsgarantierten

Certificates of Deposits und Anleihen in Höhe von nominal

3,4 Mrd. Euro gegenüber. Der Bestand an Anleihen und Schuldverschreibungen

erhöhte sich dadurch um 8,8 % auf 18,1 Mrd. Euro.

31.12.2011

1.998,2

7.463,0

19.910,9

374,6

9.720,8

6.936,5

47.341,1

30.06.2012

1.925,6

8.455,3

19.296,8

361,7

8.402,7

9.727,5

48.719,3


Die anderen Forderungen gegenüber Kreditinstituten stiegen im

Wesentlichen aufgrund von erhöhten Termingeldern, die an die

Dexia-Gruppe ausgereicht wurden.

Planmäßige Fälligkeiten führten zu einem Rückgang der Kommu-

nalkredite an Kunden um rd. 0,6 Mrd. Euro auf 19,3 Mrd. Euro.

neugeschäft

Das im Oktober 2011 nach Ankündigung der Restrukturierung

der Dexia-Gruppe vom Vorstand der Dexia Kommunalbank

Deutschland in Abstimmung mit der Dexia-Gruppe beschlos-

sene Aussetzen

• des Group Asset Purchasing Programme (Übernahme ausge-

wählter Staatsfinanzierungsgeschäfte von Unternehmen der

Dexia-Gruppe und deren langfristige Refinanzierung durch

Öffentliche Pfandbriefe) und

• des Neugeschäfts mit deutschen Kommunen

hat weiterhin Bestand.

Im Rahmen der Liquiditäts- und Deckungssteuerung hat die

Bank Schuldverschreibungen der Dexia Crédit Local erwor-

ben, und zwar

• Anleihen in Höhe von 425 Mio. Euro und

• Certificates of Deposits in Höhe von 3 Mrd. Euro.

enTWicklunG WicHTiGer BilanzPosTen in mio. euro

Verbindlichkeiten gegenüber kreditinstituten

Öffentliche Namenspfandbriefe

Andere Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber kunden

Öffentliche Namenspfandbriefe

Andere Verbindlichkeiten

Verbriefte Verbindlichkeiten

Öffentliche Pfandbriefe

Eigenkapital

Bilanzsumme

zWischenlagebericht zum 30. Juni 2012

Alle erworbenen Schuldverschreibungen sind anteilig durch die

Staaten Belgien (60,5 %), Frankreich (36,5 %) und Luxemburg

(3 %) garantiert.

Im 1. Halbjahr wurde ferner ein Kommunaldarlehensvolumen in

Höhe von 8,7 Mio. Euro (30.06.2011: 35,5 Mio. Euro) durch Ver-

einbarung von Festzinskonditionen anstatt variabler Zinskondi-

tionen restrukturiert.

finanzlage

Auf der Refinanzierungsseite wurden im Berichtszeitraum in-

nerhalb der anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinsti-

tuten Termingeldaufnahmen von der Dexia-Gruppe um rd.

2,1 Mrd. Euro zurückgeführt. Im Gegenzug nahmen die Ten-

dergeschäfte mit der Zentralbank deutlich zu, was einen um rd.

3,6 Mrd. Euro erhöhten Ausweis der anderen Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten zur Folge hatte.

Innerhalb der anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden ha-

ben sich die aufgenommenen Sicht- und Termineinlagen (inkl.

Schuldscheindarlehen) um rd. 2,6 Mrd. Euro auf 4,3 Mrd. Euro

erhöht.

Im Wesentlichen aufgrund des im 2. Quartal 2012 durchge-

führten Programms zum Rückkauf von eigenen Öffentlichen

Pfandbriefen (siehe unten) verminderte sich der Bilanzausweis

der Öffentlichen Inhaberpfandbriefe um rd. 3,4 Mrd. Euro auf

11,5 Mrd. Euro.

31.12.2011

1.143,3

9.409,1

17.240,5

2.587,5

14.931,3

751,3

47.341,1

30.06.2012

1.078,4

13.028,2

16.850,3

4.314,0

11.482,3

739,1

48.719,3

Halbjahresfinanzbericht 2012 | 13


zWischenlagebericht zum 30. Juni 2012

Pfandbriefe und sonstige Refinanzierung

Als Folge der Einstellung des Neugeschäfts in der Staatsfinan-

zierung hat die Dexia Kommunalbank Deutschland im Erstab-

satz lediglich Emissionen im Gesamtvolumen von 676 Mio. Euro

(2011: 3.511,7 Mio. Euro) begeben. Davon entfiel ein Anteil von

17,0 % auf Öffentliche Pfandbriefe mit einer durchschnittlichen

Laufzeit von 11,9 Jahren.

Am 23. April 2012 gab die Bank im Rahmen einer Ad-hoc-Ver-

öffentlichung die Auflage eines Programms zum Rückkauf eige-

ner Öffentlicher Pfandbriefe gegen Barzahlung bekannt. In den

Rückkauf einbezogen wurden 10 liquide Pfandbriefemissionen

im Volumen von zusammen 10.065 Mio. Euro, wobei der ge-

samte Rückkaufbetrag auf maximal 3 Mrd. Euro begrenzt wurde.

Insgesamt wurden 2.580 Mio. Euro an eigenen Pfandbriefen zum

Rückkauf angedient und von der Bank akzeptiert, so dass sich

eine Repartierung erübrigte. Die Rückkäufe erfolgten je nach

Restlaufzeit mit Renditeaufschlägen von 5 bp bis 65 bp gegen über

der Swapkurve (gegen 6-Monats-Euribor). Das Rückkaufpro-

gramm war das bislang größte und erfolgreichste im deutschen

Pfandbriefmarkt. Das von der Dexia Kommunalbank Deutsch-

land angestrebte Programmziel einer nachhaltigen Angleichung

der Fälligkeitsprofile von Deckungswerten und ausstehenden

Pfandbriefen wurde erreicht.

Insgesamt verringerte sich der Bestand an Öffentlichen Pfand-

briefen zuzüglich der ungedeckten Inhaberschuldverschrei-

bungen und Schuldscheindarlehen zum Halbjahresende auf

30.482,8 Mio. Euro (31.12.2011: 34.171,2 Mio. Euro).

enTWicklunG Der eiGenmiTTel

Der Bank in mio. euro

Gezeichnetes Kapital

Rücklagen

Abzugsposten gem. § 10 Abs. 2a KWG

Genussrechtskapital

Nachrangige Verbindlichkeiten

Bilanzverlust

GesamT

14 | Halbjahresfinanzbericht 2012

Am 5. April 2012 senkte Standard & Poor’s das AAA-Rating für

die Öffentlichen Pfandbriefe der Bank auf AA+ Credit Watch Ne-

gative, nachdem die Agentur zuvor das Long-term Counterparty

Rating der Dexia Crédit Local von BBB+ auf BBB gesenkt hatte.

Als Grund für diesen Schritt wurde angeführt, dass nach den

Ratingkriterien der Agentur das Rating der Öffentlichen Pfand-

briefe der Dexia Kommunalbank Deutschland maximal sieben

Ratingstufen über dem Long-term Counterparty Rating der Mut-

tergesellschaft Dexia Crédit Local liegen darf. Das Credit Watch

Negative resultierte aus dem Credit Watch Negative der Mutter-

gesellschaft Dexia Crédit Local.

Anfang Juli stufte Standard & Poor’s das Pfandbriefrating der

Bank auf AA- Credit Watch Negative herab. In ihrer Begründung

verwies die Agentur auf ihre Einschätzung, dass das gehaltene

Übersicherungsniveau (nominal 8,29 % per 30.06.2012) keine

höhere Bewertung zulasse. Erneut wurde die Bedeutung der De-

xia Kommunalbank Deutschland AG als Core Entity der Dexia-

Gruppe hervorgehoben.

Im Einlagengeschäft mit ihren kommunalen Kunden und an-

deren Anlegern konnte die Bank ihre Position ausbauen. Zum

30. Juni 2012 erreichte der Bestand an Einlagen von Nichtbanken

4,3 Mrd. Euro. Den Kunden steht in diesem Geschäftsfeld ein

breites Angebot von Einlagenprodukten zu marktgerechten Kon-

ditionen zur Verfügung. Neben den traditionellen Festgeldan-

geboten (Dexia Classic), Sichteinlagen (Dexia Treasury+) und

Schuldscheindarlehen (Dexia Schuldschein) bietet die Dexia

Kommunalbank Deutschland ein an den 3-Monats-Euribor ge-

koppeltes Festgeldprodukt mit steigenden Zinsaufschlägen und

vierteljährlichem Gläubigerkündigungsrecht an (Dexia Flexi+).

31.12.2008

162,5

127,6

-8,1

140,6

115,4

0,0

538,0

31.12.2009

182,5

148,0

-6,8

126,3

107,5

0,0

557,5

31.12.2010

282,5

248,6

-5,1

122,9

84,3

0,0

733,2

31.12.2011

432,5

399,4

-3,0

116,9

74,4

0,0

1.020,2

30.06.2012

432,5

399,4

-1,0

70,0

69,2

-80,6

889,5


eigenmittel

Die von der Bank vorläufig ermittelte modifizierte bilanzielle Ei-

genkapitalquote gem. § 24 Abs. 1 Nr. 16 sowie § 24 Abs. 1a Nr.

5 KWG zum 30. Juni 2012 führte zu einer Kennzahl von 1,54 %.

Der Bilanzverlust 2011 in Höhe von 80,6 Mio. Euro wurde am

19. April 2012 festgestellt. Weiterhin wurde im Rahmen der Ver-

lustverrechnung auf Basis der vertraglichen Bedingungen das Ge-

nussrechtskapital mit 11,5 Mio. Euro zur teilweisen Abdeckung

des Jahresfehlbetrages 2011 in Anspruch genommen. Diese Er-

eignisse führten zu einer Verminderung der Eigenmittel um

92,1 Mio. Euro. Der Abzugsposten gem. § 10 Abs. 2a KWG ver-

ringerte sich um 2,0 Mio. Euro. Fälligkeiten von Genussrechtska-

pital und Nachrangverbindlichkeiten sowie der teilweise Wegfall

der Anrechenbarkeit von nachrangigen Verbindlichkeiten auf-

grund einer Restlaufzeit von weniger als 2 Jahren reduzierten die

Eigenmittel um weitere 40,6 Mio. Euro. Insgesamt haben sich die

Eigenmittel der Bank zum 30. Juni 2012 gegenüber dem Jahres-

ende 2011 um 130,7 Mio. Euro auf 889,5 Mio. Euro verringert

(siehe Tabelle links).

Dadurch sank die Kernkapitalquote der Dexia Kommunalbank

Deutschland zum Stichtag von 27,0 % auf 23,7 %. Sie liegt damit

weiterhin deutlich über den gesetzlichen Anforderungen.

Zugleich verringerte sich die Gesamtkapitalquote von 33,2 %

auf 28,1 %.

liquiditätslage

Zum 30. Juni 2012 waren im Deckungsstock der Bank Deckungswerte

in Höhe von 31.396,7 Mio. Euro registriert, denen ein Bestand

an im Umlauf befindlichen Öffentlichen Pfandbriefen von

28.994,0 Mio. Euro gegenüberstand. Zugleich hatte die Bank Offenmarktkredite

über 7.623,9 Mio. Euro bei der Deutschen Bundesbank

aufgenommen.

Insgesamt belief sich somit zum Ende des Berichtsjahrs der Bestand

an besicherten Refinanzierungsmitteln in Form von Öffentlichen

Pfandbriefen und Offenmarktkrediten mit der Deutschen

liquiditätslaGe

liquiditätskennzahl

Bundesbank auf 36.617,9 Mio. Euro, was 75,1 % der Bilanzsumme

entsprach.

Der Bestand an unbesicherten Refinanzierungsmitteln umfasst

im Wesentlichen aufgenommene Schuldscheindarlehen sowie

Einlagen von kommunalen Kunden und anderen Anlegern. Darüber

hinaus stellt die Dexia-Gruppe unbesicherte Refinanzierungsmittel

zur Verfügung. Zum Stichtag beliefen sich diese per

saldo auf 1.229 Mio. Euro.

Die Ermittlung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahl erfolgt

entsprechend der nach § 10 Abs. 1 S. 9 KWG anzuwendenden

Liquiditätsverordnung (LiqV), wonach das Verhältnis

zwischen den im ersten Laufzeitband verfügbaren Zahlungsmitteln

(täglich oder in bis zu einem Monat fällig) und den während

dieses Zeitraumes abrufbaren Zahlungsverpflichtungen den Wert

1 nicht unterschreiten darf.

Im Berichtszeitraum bewegte sich die Liquiditätskennzahl gemäß

§ 2 der LiqV zwischen den Werten 1,17 (Minimum) und 1,87 (Maximum)

und betrug im Durchschnitt 1,56 (siehe Tabelle unten).

ertragslage

Zinsüberschuss und Provisionsergebnis

zWischenlagebericht zum 30. Juni 2012

Der Zinsüberschuss des 1. Halbjahres 2012 beläuft sich auf

6,8 Mio. Euro und liegt damit um 8,0 Mio. Euro unter dem des

vergleichbaren Vorjahreszeitraums.

Er beinhaltet in geringem Umfang positive Ergebnisbeiträge

aus der vorzeitigen Beendigung von derivativen Geschäften in

Höhe von 1,7 Mio. Euro, die im Zusammenhang mit der Veräußerung

von Wertpapieren im Zuge des Portfoliomanagements

bzw. der vorzeitigen Rücknahme eigener Pfandbriefemissionen

an den Treuhänder standen. Die zum Teil gegenläufigen Ergebnisbeiträge

sind in der Risikovorsorge enthalten. Im vergleichbaren

Vorjahreszeitraum lag der Beitrag aus der vorzeitigen Beendigung

von derivativen Geschäften noch bei -14,1 Mio. Euro.

minimum

1,17

maximum

1,87

durchschnitt

1,56

Halbjahresfinanzbericht 2012 | 15


zWischenlagebericht zum 30. Juni 2012

Im Vergleich zum 1. Halbjahr 2011 sind die Zinsaufwendungen

für kurzfristige Mittel gestiegen, die der Bank von der Dexia-

Gruppe zur Deckung ihres Refinanzierungsbedarfs zur Verfü-

gung gestellt wurden. Grund hierfür waren die signifikant erhöh-

ten Refinanzierungskosten der Gruppe, nicht zuletzt infolge der

Inanspruchnahme der Emergency Liquidity Assistance (ELA)

des Europäischen Systems der Zentralbanken, die der Bank an-

teilig für die in Anspruch genommenen Gruppenmittel in Rech-

nung gestellt wurden, sowie die Einräumung einer revolvierenden

Kreditlinie.

Die Bank geht in ihrer Ertragsprognose für das Geschäftsjahr

2012 weiterhin von einem negativen Jahresergebnis aus. In die-

sem Fall würde gemäß den Emissionsbedingungen das Genuss-

rechtskapital für das Geschäftsjahr 2012 nicht bedient werden.

Anteilige Aufwendungen zur Bedienung des Genussrechtskapi-

tals sind daher im Zinsüberschuss des Berichtszeitraums nicht

enthalten. Im Vorjahr enthielt der Zinsüberschuss des 1. Halb-

entWicklunG WichtiGeR GuV-Posten in mio. euRo

zinserträge

zinsaufwendungen

zinsüberschuss

Provisionsüberschuss

zins- und Provisionsüberschuss

Personalaufwand

andere Verwaltungsaufwendungen inkl. abschreibungen

teilbetriebsergebnis

saldo sonstige betriebliche erträge und aufwendungen

risikovorsorge

Wertpapierergebnis

betriebsergebnis

steueraufwand

JahResÜbeRschuss/-fehlbetRaG

16 | Halbjahresfinanzbericht 2012

jahres Aufwendungen in Höhe von 4,0 Mio. Euro für die Bedie-

nung von Genussrechten.

Ende Januar 2012 veräußerte die Dexia Kommunalbank Deutschland

ihr Exposure an griechischen Staatsanleihen über nominal

1,2 Mrd. Euro an die Dexia Crédit Local, die das Exposure im Jahr

zuvor garantiert hatte. Die Garantie erstreckte sich auf die vollständige

und termingerechte Zahlung sämtlicher Zins- und Kapitalfälligkeiten.

Gleichzeitig mit dem Verkauf der griechischen

Staatsanleihen wurden die zugehörigen Zinssicherungsgeschäfte

beendet. Nach Abschluss der Gesamttransaktion kündigte die

Dexia Kommunalbank Deutschland die bestehende Garantievereinbarung

mit sofortiger Wirkung. Ab diesem Tag endeten alle

Rechte und Pflichten aus der Garantievereinbarung und damit endet

auch die Verpflichtung der Bank zur Zahlung weiterer Garantiegebühren.

Die dafür auf den Berichtszeitraum entfallene Bürgschaftsgebühr

belastete den Provisionsüberschuss mit 1,4 Mio. Euro.

30.06.2011

1.663,9

-1.649,2

14,7

-1,2

13,6

-3,5

-5,7

4,4

0,1

-10,4

6,4

0,4

-0,1

0,3

30.06.2012

1.471,0

-1.464,2

6,8

-2,9

3,9

-3,5

-5,3

-4,9

0,4

-7,9

0,2

-12,2

0,0

-12,2


deRiVatiVe Geschäfte

in mio. euRo

Zins- und Zinswährungsswaps

davon eonia

optionen

Aus der Veräußerung der griechischen Staatsanleihen und der vor-

zeitigen Beendigung der zugehörigen Zinssicherungsgeschäfte re-

sultierte ein Verlust in Höhe von 11,3 Mio. Euro, der bereits im

Jahresabschluss 2011 berücksichtigt wurde. Aus den getätigten

Geschäften ergeben sich Effekte, die die zukünftige Ertrags- und

Liquiditätslage der Bank entlasten.

Verwaltungsaufwand

Der Verwaltungsaufwand sank im 1. Halbjahr 2012 gegenüber

dem Vorjahreszeitraum um 4,8 % auf 8,8 Mio. Euro. Der Rückgang

resultierte im Wesentlichen aus geringeren Abschreibungen auf

Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände.

stand und entwicklung der risikovorsorge

Die saldierte Risikovorsorge des 1. Halbjahres 2012 liegt mit

7,9 Mio. Euro leicht unter dem vergleichbaren Vorjahresniveau

(30.06.2011: 10,4 Mio. Euro).

Sie beinhaltet Zuführungen in Höhe von 2,0 Mio. Euro zur erst-

malig zum Jahresende 2011 gebildeten Drohverlustrückstellung

im Rahmen der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs nach

dem Entwurf der Stellungnahme des Bankenfachausschusses des

Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. vom 9. De-

zember 2011 (IDW ERS BFA 3). Die verlustfreie Bewertung des

Bankbuchs ermittelt, ob sich aus dem Stichtagsbestand an zinstra-

genden bilanziellen und außerbilanziellen Finanzgeschäften unter

angemessener Berücksichtigung von künftigen Verwaltungsauf-

wendungen und Standardrisikokosten ein Verpflichtungsüber-

schuss ergibt, der unter Anwendung des handelsrechtlichen Im-

paritätsprinzips zurückzustellen ist.

Daneben fielen signifikante Verluste in Höhe von saldiert

rd. 13,9 Mio. Euro aus Niederstwertabschreibungen aus dem Wert-

papiergeschäft an, die im Wesentlichen auf zurückgekaufte eigene

31.12.2011

81.922,6

3.050,0

187,0

82.109,6

30.06.2012

77.143,7

200,0

142,0

77.285,7

Emissionen vorgenommen wurden. Dem standen Gewinne in

Höhe von rd. 9,0 Mio. Euro aus dem Verkauf von Wertpapieren

gegenüber.

Betriebsergebnis vor steuern

Das Betriebsergebnis hat sich aufgrund des rückläufigen Zins-

und Provisionsüberschusses auf -12,2 Mio. Euro verringert.

steuern

Latente Steuern aus temporären Differenzen zwischen Handels-

und Steuerbilanz wurden nicht gebucht, da der voraussichtliche

Ausgleich dieser Differenzen nicht mit hinreichender Wahr-

scheinlichkeit absehbar ist.

Derivative Geschäfte

Zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken setzt die Bank

derivative Geschäfte ein.

Zum Stichtag reduzierte sich das Volumen der Zins- und Zins-

wäh rungsswaps sowie der Optionen gegenüber dem Vorjahres-

ultimo von 82,1 Mrd. Euro auf 77,3 Mrd. Euro (siehe Tabelle oben).

Die Kreditäquivalenzbeträge der Zins- und Zinswährungsswaps

nach der Marktbewertungsmethode gemäß § 13 KWG betrugen

zum Stichtag 1.704,7 Mio. Euro (31.12.2011: 1.464,9 Mio. Euro).

mitarbeiter

zWischenlagebericht zum 30. Juni 2012

Das wichtigste Kapital der Dexia Kommunalbank Deutschland

sind engagierte und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die seit Oktober 2011 anhaltende Restrukturierung der Dexia-

Halbjahresfinanzbericht 2012 | 17


zWischenlagebericht zum 30. Juni 2012

Gruppe und die damit einhergehenden Veränderungen und Be-

lastungen sowie die zum Teil nicht einfachen Marktbedingungen

stellten die Belegschaft der Bank vor besondere Herausforde-

rungen. Diese konnten mit hohem Einsatz und anhaltender Mo-

tivation gemeistert werden.

Für ihr großes Engagement sprechen wir allen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern unseren Dank und unsere Anerkennung aus.

Zum Ende des 1. Halbjahres 2012 beschäftigte die Bank 82

(31.12.2011: 84) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

RisikobeRicht

Risikorelevante Rahmenbedingungen

Die risikorelevanten Rahmenbedingungen für die Dexia

Kommunalbank Deutschland waren auch im 1. Halbjahr 2012

geprägt durch die europäische Staatsschuldenkrise und die aus

ihr resultierenden Folgen für die Finanzmärkte und die Kredit-

wirtschaft. Letztere führten im Oktober 2011 zu der Ankündi-

gung einer tiefgreifenden Umstrukturierung der Dexia-Gruppe.

Dieser Prozess wird auch im 2. Halbjahr 2012 anhalten. Aktuell

sind über die künftige Rolle und die wirtschaftlichen Perspekti-

ven der Dexia Kommunalbank Deutschland in der veränderten

Gruppenstruktur noch keine Entscheidungen getroffen worden.

Hinsichtlich der im Rahmen des jährlich stattfindenden Risiko-

inventurprozesses identifizierten Risiken auf Gesamtbankebene

wie auch auf der Ebene des Deckungsstockes verfügt die Bank

über ein angemessenes Risikosteuerungsverfahren zur Identifi-

kation, Erfassung, Messung, Analyse und Bewertung von Risken

sowie zur laufenden Risikoüberwachung. Es stellt den Entschei-

dungsträgern die erforderlichen Informationen zur aktiven Steu-

erung der Risiken zur Verfügung.

Die geschäftsstrategische Ausrichtung der Bank hat zu einer

Konzentration der Kreditrisiken auf dem deutschen Markt ge-

führt. Mehr als 60 % des Portfolios entfallen auf Kreditnehmer

in Deutschland. Weitere Konzentrationen auf Staatenebene be-

treffen die Länder Italien, Belgien und Österreich (Portfolioan-

teil jedoch jeweils unter 10 %). Die Bank erstellt vierteljährlich

einen gesonderten Bericht zum Thema Risikokonzentrationen

bezüglich der Kategorien Kredit-, Marktpreis- und Refinanzie-

rungsrisiken.

18 | Halbjahresfinanzbericht 2012

Risikotragfähigkeitskonzept

Die Risikotragfähigkeitsmessung der Bank basiert auf dem in

der Dexia-Gruppe verwendeten ECAP-Modell (ECAP = Econo-

mic Capital) zur Ermittlung und Bewertung aller relevanten Ri-

sikoarten. Dabei erfolgt die ökonomische Messung des Risikoka-

pitalbedarfs nach einem Portfolioansatz, der – unter Annahme

eines Betrachtungshorizonts von einem Jahr und einem Konfi-

denzniveau von 99,97 % – Korrelations- und Diversifikationsef-

fekte zwischen den einzelnen Risikopositionen berücksichtigt.

Die Risikodeckungsmasse wird nach dem Fortführungsansatz

bzw. Going-Concern-Ansatz bestimmt. Mithin wird jener Teil

der regulatorischen Eigenmittel, der mindestens zur Erfüllung

der bankaufsichtlichen Mindesteigenkapitalanforderungen ge-

mäß Solvabilitätsverordnung (SolvV) notwendig ist, nicht im Ri-

sikotragfähigkeitskonzept der Bank berücksichtigt.

Das nach den Regeln der Dexia-Gruppe ermittelte ECAP wird

an die besonderen Anforderungen der Dexia Kommunalbank

Deutschland und die Rechnungslegung nach HGB angepasst

und in eine zweite Kennzahl überführt (Earnings at Risk oder

EaR), die zusätzlich bilanzielle Gesichtspunkte berücksichtigt.

Sowohl das ECAP als auch die EaR werden einer jeweils vergleichbaren

Kapitalbasis, nämlich den AFR (Available Financial

Resources) bzw. den AFR lokal, gegenübergestellt. Für die

Quotienten ECAP/AFR bzw. EaR/AFR lokal ist ein Schwellenwert

von derzeit 75 % definiert, bei dessen Überschreiten eine

Benachrichtigung von Vorstand und Aufsichtsrat ausgelöst wird.

Die Limitausnutzung zum 30. Juni 2012 betrug für die Kennzahl

ECAP/AFR 29 % (31.12.2011: 22 %) bzw. für die Kennzahl EaR/

AFR lokal 56 % (31.12.2011: 34 %).

Zusätzlich zu dem ECAP-Modell hat die Dexia Kommunalbank

Deutschland ein szenariobasiertes (stand-alone) Risikotragfähigkeitsmodell

entwickelt, welches sich aktuell in der Testphase

befindet. Ausgehend vom Gesamtrisikoprofil der Dexia Kommunalbank

Deutschland sind alle im Rahmen der Risikoinventur

identifizierten wesentlichen Risiken durch ein definiertes

Risikodeckungspotenzial für den Going-Concern-Fall abgedeckt.

Ergänzend wird ebenfalls die Liquidationsperspektive dargestellt.

Risikobeträge werden für das Adressenausfallrisiko (Kreditrisiko),

Marktpreisrisiko (allgemeines Zinsrisiko, Spreadrisiko, „Risks

not in VaR“), Fundingrisiko (Refinanzierungsrisiko) und operationelles

Risiko ermittelt, wobei neben wahrscheinlichkeitsbedingten

Messmethoden auch Szenariobetrachtungen oder Risikopuffer

eingesetzt werden. Weitere Risikoarten werden dadurch


angemessen berücksichtigt, dass nur ein Teil des gesamten Risi-

kodeckungspotentzials auf die oben genannten Risikoarten ver-

teilt wird.

Die Limitierung erfolgt auf der Ebene des Normalszenarios für

alle steuerbaren Risiken:

• Adressenausfallrisiko (Kreditrisiko)

• Marktpreisrisiko (allgemeines Zinsänderungsrisiko und

Spread risiko)

• Refinanzierungsrisiko

Die Bank plant, diesen szenariobasierten Ansatz bis zum Ende

des 3. Quartals vollständig in das gesamtbankbezogene Risiko-

managementsystem zu integrieren.

Risikomanagementsystem

Die Dexia Kommunalbank Deutschland unterhält ein um-

fangreiches Risikocontrolling- und Risikomanagementsystem,

welches kontinuierlich weiterentwickelt wird. Sämtliche Belange

der aufsichtsrechtlichen Anforderungen (z. B. MaRisk, CRD IV,

Basel III) werden in Bezug auf die Risikokategorien Adressen-

ausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationelle Risiken in-

haltlich betreut, organisiert und koordiniert. Ziel ist es, auf der

Grundlage dieses Risikoüberwachungs- und Frühwarnsystems

die Risikotragfähigkeit der Bank laufend sicherzustellen.

Als Pfandbriefbank gelten für die Dexia Kommunalbank

Deutschland zudem die Regelungen des Pfandbriefgesetzes.

Dieses fordert ein geeignetes Risikomanagementsystem, das die

Identifizierung, Beurteilung, Steuerung und Überwachung sämt-

licher mit dem Pfandbriefgeschäft verbundenen Risiken sicher-

stellt. Hierfür nimmt die Bank monatliche Bestandsabgrenzungen

sowohl für die Deckungsmasse als auch für den Pfandbriefum-

lauf als Grundlage für die Steuerung der Zinsänderungs-, Adres-

senausfall-, Währungs- und Liquiditätsrisiken im Pfandbriefge-

schäft vor.

Das Adressenausfallrisiko im Deckungsstock wird mit einem

Limitsystem begrenzt, das einen maximalen oder Mindestanteil

des Deckungsstocks pro Ratingintervall vorschreibt. Der Schwer-

punkt des Deckungsstocks liegt auf qualitativ hochwertigen Ak-

tiva innerhalb des Ratingintervalls AAA bis A+. Darüber hinaus

wird das Volumen an Deckungsstockaktiva mit einem Non-In-

vestmentgrade Rating limitiert.

stresstests

Für die Risikoarten Marktpreis- und Liquiditätsrisiken führt

die Bank die nach MaRisk erforderlichen Stresstests auf täg-

licher Basis durch. Weitere zu Beginn des Jahres 2012 in einem

Fachkonzept definierte Stresstests für alle Risikoarten – inklu-

sive des Kreditrisikos und des operationellen Risikos – werden

aktuell in das gesamtbankbezogene Risikomanagementsystem

der Bank implementiert. Es handelt sich sowohl um historische

als auch um hypothetische Stresstest-Szenarien, die außerge-

wöhnliche, jedoch plausibel mögliche Ereignisse abbilden. Dabei

werden im Wesentlichen Szenarioanalysen eingesetzt, lediglich

bei Stresstests für Marktpreisrisiken kommen Sensitivitätsana-

lysen zum Einsatz.

Neben gesamtbankbezogenen Stresstests zur Analyse der Aus-

wirkungen der makroökonomischen Szenarien „Finanzkrise“,

„Ölkrise“ und „Staatsschuldenkrise“ werden zwei inverse Stress-

Szenarien sowie diverse risikoartenbezogene Stresstests verwandt.

marktpreisrisiken

Wesentlicher Bestandteil der Geschäftspolitik der Dexia

Kommunalbank Deutschland ist die weitgehende Vermeidung

von Marktpreisrisiken. Zinsänderungsrisiken werden durch Zins-

swaps abgesichert und durch geringe Limite weitgehend begrenzt.

Fremdwährungsrisiken und offene Optionspositionen werden

grundsätzlich durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften im

Micro-Hedge abgesichert. Geschäfte, die mit anderen Marktpreis-

risiken, wie zum Beispiel Aktienrisiken, verbunden sind, zählen

nicht zum Geschäftsfeld der Bank.

Als zentrale Steuerungsgrößen der Zinsänderungsrisiken stehen

dem Management zwei auf der Basis der Marktwertmethode er-

mittelte risikorelevante Kennziffern zur Verfügung: der Basis-

Point-Value (BPV bzw. PV01) sowie der Value-at-Risk (VaR).

Der BPV beschreibt den potenziellen Barwertverlust des Gesamt-

portfolios bei einem parallelen Anstieg der Zinssätze aller Fristig-

keiten um 100 Basispunkte bzw. der PV01 um 1 Basispunkt pro

definiertes Laufzeitband.

Beim Value-at-Risk (VaR) wird der maximale erwartete Ver-

lust unter üblichen Marktbedingungen innerhalb eines festge-

legten Haltezeitraumes mit einer vorgegebenen Wahrscheinlich-

keit ermittelt. Die Bank ermittelt täglich den VaR, insbesondere

auf der Basis eines Konfidenzniveaus von 99 % und einer Halte-

dauer von zehn Tagen.

zWischenlagebericht zum 30. Juni 2012

Halbjahresfinanzbericht 2012 | 19


zWischenlagebericht zum 30. Juni 2012

Die Dexia Kommunalbank Deutschland hat unterschiedliche

Subportfolios angelegt, je nachdem, ob hinsichtlich der Zinsstra-

tegie längerfristige Trends verfolgt werden sollen (Teilportfolio

Local Balance Sheet Management, Local BSM) oder ob es eher

um die Ausnutzung kurzfristiger Marktgegebenheiten geht (Teil-

portfolio Cash & Liquidity Management, CLM).

Die Steuerung der kurzfristigen Zinsänderungsrisiken bis zu

einem Jahr (CLM) wurde zum Stichtag 30. Juni 2012 mit 40,0 Mio.

Euro im +/-100 BPV sowie mit 2,0 Mio. Euro im VaR limitiert.

Die langfristigen Zinsänderungsrisiken (Local BSM) werden mit

5,0 Mio. Euro beim +/-100 BPV begrenzt. Darüber hinaus sind

auslastunG auf Gesamtlimit

cash & liquidity management

local bsm

darüber hinaus sind festgelegte laufzeitbereiche des zinsänderungsrisikos (PV01) limitiert.

Value-at-Risk/bPV

Ø 01 – 06/2012

min. 2012

max. 2012

30.06.2012

Value-at-Risk/bPV

Ø 01– 06/2012

min. 2012

max. 2012

30.06.2012

20 | Halbjahresfinanzbericht 2012

für BSM festgelegte Laufzeitbereiche des Zinsänderungsrisikos

(PV01) limitiert. Auch die Zinssensitivitäten der Credit Spreads

werden täglich gemessen. Eine separate Limitierung erfolgt nicht.

Auf der Grundlage der genannten Annahmen ergaben sich fol-

gende Werte (siehe Tabellen unten).

Zur aktiven Risikoabsicherung nutzt die Bank derivative Finanz-

instrumente. Zinsswaps werden sowohl in der Mikro- als auch in

der Makrosteuerung verwendet. Optionen dienen ausschließlich

zur Absicherung von Grundgeschäften.

Var (99 %, 10 tage)

limit +/- 100 bPV in mio. euro

0,8

0,0

1,1

0,7

Var (99 %, 10 tage)

0,5

0,2

1,1

0,6

40

5

clm

+ 100 bPV in mio. euro

local bsm

-19,1

-29,8

10,8

-28,3

+100 bPV in mio. euro

-2,7

-4,7

1,8

-2,4

limit Var 99/10 in mio. euro

2

_

- 100 bPV in mio. euro

19,1

-10,8

29,8

28,3

-100 bPV in mio. euro

3,2

-1,6

5,3

2,9


Als weitere wichtige Steuerungsgröße wird der sogenannte Port-

folio Present Value (PPV) verwendet, der täglich ermittelt und

an die Entscheidungsträger berichtet wird. Hierzu werden die

Barwerte sämtlicher zinstragender bilanzieller und außerbilan-

zieller Positionen zusammengefasst und durch andere Aktiva so-

wie in deren Zusammenhang stehende Bilanzpositionen ergänzt.

Der PPV stellt eine Indikation über die Entwicklung des Portfo-

liowertes unter Annahme des „Going Concern“ dar. Sofern das

Verhältnis von Kernkapital und PPV einen definierten Schwel-

lenwert unterschreitet, hat dies eine unverzügliche Information

an den Vorstand und an den Aufsichtsrat zur Folge. Ergänzt wird

der PPV durch den Portfolio Market Value (PMV), der zusätz-

lich die Credit Spreads der Aktiv- und Passivseite berücksichtigt

und somit ein Liquidationsszenario darstellt, sowie durch den

Szenario-PPV, der zusätzlich die Annahme erhöhter Kosten zur

Schließung von Funding Gaps berücksichtigt.

Die für die Steuerung von Marktpreisrisiken verantwortliche Abteilung

Treasury wird durch einen Risikobericht täglich über die

Entwicklung des Marktrisikos, die Limitauslastungen sowie die

gesamtbankbezogene Wertentwicklung informiert.

Die Bewertungseffekte aus Veränderungen der Credit Spreads

werden in der Bank regelmäßig gemessen. Die dazu verwendeten

Marktdaten für Credit Spreads werden hierfür entsprechend

aktualisiert.

adressenausfallrisiken

kRedit-exPosuRe GeGenÜbeR öffentlichen stellen in ausGeWählten

euRoPäischen ländeRn (mio. euRo)

land

Griechenland 1

irland

italien

Portugal

spanien

ungarn

Zypern

staat

0

0

3.054

455

19

273

40

unterstaatliche

stellen

Gesamt

3.840

650

1.149

1 Das Griechenland-Exposure wurde Ende Januar 2012 an die Dexia Crédit Local veräußert.

0

0

401

125

124

0

0

0

0

189

270

690

0

0

zWischenlagebericht zum 30. Juni 2012

Das Adressenausfallrisiko beschreibt das Risiko, dass ein

Kreditnehmer seine Verpflichtungen gegenüber der Dexia

Kommunalbank Deutschland ganz oder teilweise nicht erfüllen

kann.

Zur Begrenzung von Adressenausfallrisiken werden vom Vorstand

in Abstimmung mit dem Dexia-Konzern eindeutige Kreditlinien

und Kreditkompetenzregelungen für sämtliche Kontrahenten

festgelegt.

Der Abschluss von Derivategeschäften setzt voraus, dass mit dem

Kontrahenten ein Deutscher Rahmenvertrag bzw. ISDA-Vertrag

rechtsverbindlich abgeschlossen wurde. Eine weitere Voraussetzung

ist das Vorliegen einer rechtsverbindlich abgeschlossenen,

den Standards der Bank entsprechenden, Sicherheitenvereinbarung

(CSA). Die Höhe der ausgetauschten Collateralzahlungen

wird täglich überwacht. Eine ausführliche Information über die

Höhe und die Struktur der geleisteten Zahlungen erfolgt wöchentlich

in der Vorstandssitzung. Zum 30. Juni 2012 bestand

für die Bank eine Netto-Zahlposition in Höhe von 3,2 Mrd. Euro

(31.12.2011: 3,4 Mrd. Euro).

Die Dexia Kommunalbank Deutschland hat vor dem Hintergrund

der Staatsschuldenkrise sämtliche Kreditlinien für das

Eingehen neuer Länderrisiken eingefroren. Zudem werden alle

Länderexposures gesondert überwacht, die aufgrund definierter

Kriterien (u. a. Abwertung des Länderratings um drei Stufen,

Erreichen eines Ratings von BB- oder schlechter) auf der Überwachungsliste

der Bank geführt werden.

Sonstige summe

0

0

3.644

850

832

273

40

5.639

Reverse Repo davon in der deckungsmasse

(ohne direktes Kreditrisiko) für öffentliche Pfandbriefe

0

0

1.286

0

972

0

0

2.258

Halbjahresfinanzbericht 2012 | 21

0

0

1.938

300

570

273

0

3.081


zWischenlagebericht zum 30. Juni 2012

Die Qualität des Kreditportfolios der Bank zeigt sich an der Tat-

sache, dass 90,6% aller Aktiva ein internes Rating von Single-A

oder besser aufweisen. Etwa 85 % der Aktiva sind deckungsstock-

fähig, ein großer Teil der Wertpapiere ist darüber hinaus EZBfähig

bzw. repofähig.

Für alle Kundengruppen bestehen adäquate Risikoklassifizierungssysteme

(Ratings). Das Portfoliomanagement fokussiert

sich aufgrund der Struktur der bestehenden Geschäfte auf eine regional

diversifizierende und bonitätsklassenbezogene Steuerung.

Sämtliche von der Bank gehaltenen Banken- und Staatsanleihen

befinden sich im sogenannten „Run-off-Portfolio“. In diesen Produkten

darf Neugeschäft nur im Rahmen des Liquiditäts- und Deckungsstockmanagements

getätigt werden.

Die nachfolgenden Maßnahmen dienen der Begrenzung des

Adressenausfallrisikos:

• Kreditlinieneinräumung bzw. Einzelkreditvergabe in Abhängigkeit

vom Risikogehalt

• Kreditliniensystem und -überwachung

• laufende Überwachung des Kreditausfallrisikos

• Implementierung von Verfahren zur Risikofrüherkennung

• Identifizierung, Analyse und Steuerung von Länderrisiken

Über das Adressenausfallrisiko und die zu seiner Begrenzung

ergriffenen Maßnahmen wird regelmäßig an den Vorstand und

den Aufsichtsrat berichtet.

Land

Griechenland

irland

italien

Portugal

spanien

ungarn

Zypern

Gesamt

Darlehen

in Mio. Euro

22 | Halbjahresfinanzbericht 2012

0

0

0

225

124

0

0

349

Wertpapiere

Anlagevermögen

in Mio. Euro

0

0

3.644

625

709

273

40

5.290

durchschnittliche

gewichtete Restlaufzeit

in Jahren

0

0

17,0

13,0

7,2

3,7

2,0

kredit-exposure in ausgewählten europäischen ländern

Das gesamte nominale Kredit-Exposure der Dexia Kommunalbank

Deutschland gegenüber staatlichen Stellen in den Euro-

Staaten Irland, Italien, Portugal, Spanien, Ungarn und Zypern

ist in der Tabelle auf der vorherigen Seite dargestellt (Stand

30.06.2012).

Die Bestände gliedern sich wie in der Tabelle unten links dargestellt.

Im Januar 2012 hat die Bank das Griechenland-Portfolio über

1,2 Mrd. Euro an die Dexia Crédit Local veräußert und die bestehende

Garantievereinbarung mit sofortiger Wirkung gekündigt.

Zugleich endeten alle Rechte und Pflichten aus der Garantievereinbarung

und damit auch die Verpflichtung der Bank zur

Zahlung weiterer Garantiegebühren.

liquiditätsrisiken

Als Liquiditätsrisiko wird die Gefahr bezeichnet, dass die Bank

ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen

nicht zeitgerecht oder nicht vollständig nachkommen kann.

Als wichtiges Instrument der Liquiditätssteuerung wird täglich

eine Liquiditätsvorausschau erstellt, die für die nächsten 180 Tage

einen Überblick über die Liquiditätsbewegungen gibt. Darüber

hinaus ermittelt das Market Risk Management die kurzfristigen

Liquiditätsrisiken, indem die definierte Liquiditätsreserve dem

kumulierten Liquiditätsbedarf der nächsten 30 Tage gegenübergestellt

wird (Liquiditätsposition). Diese Liquiditätsposition wird

täglich auch unter verschiedenen Stressszenarien (institutseigener

Stress, marktweiter Stress, kombinierter Stress) gemäß Ma-

Risk BTR 3.2 bestimmt. Ein Eskalationsprozess sorgt dafür, dass

im Falle des Erreichens einer definierten Grenze die unverzügliche

Information des Vorstands der Bank sichergestellt ist, damit

rechtzeitig geeignete Maßnahmen ergriffen werden können.

Weiterhin wird monatlich eine kurzfristige (90 Tage) sowie eine

langfristige (10 Jahre) Liquiditätsvorausschau erstellt.

Wichtigstes Instrument der Bank zur Beschaffung langfristiger

Liquiditätsmittel ist der Öffentliche Pfandbrief, der durch die im

Deckungsstock registrierten Deckungswerte besichert ist. Weitere

von der Bank genutzte Instrumente der besicherten Liquiditätsbeschaffung

sind Offenmarktgeschäfte mit der Deutschen Bundesbank

und Wertpapierpensionsgeschäfte mit anderen Banken.

Zur unbesicherten Liquiditätsaufnahme begibt die Bank Schuldscheindarlehen

und nimmt Einlagen von kommunalen Kunden


und anderen Anlegern an. Darüber hinaus stellt die Dexia-Gruppe

unbesicherte Liquidität zur Verfügung (per saldo 1.229 Mio. Euro

per 30. Juni 2012). In diesem Zusammenhang ist anzumerken,

dass der von der Dexia Crédit Local am 28. Februar 2011 aus ge-

stellte Letter of Support eine rechtsverbindliche Zusage enthält,

mögliche Liquiditätsengpässe der Dexia Kommunalbank

Deutsch land auszugleichen.

operationelle risiken

Die Bank definiert in Anlehnung an die Definition der Dexia-

Gruppe das operationelle Risiko als das Risiko von direkten oder

indirekten Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des

Versagens von internen Verfahren und Systemen, von Menschen

oder infolge externer Ereignisse eintreten und finanzielle oder nicht-

fi nanzielle Auswirkungen haben. Diese Definition beinhaltet auch das

Reputations- und das rechtliche Risiko, schließt aber das strategische

Risiko aus. Ziel der Bank ist die Früherkennung, die Erfassung und

die Bewertung der operationellen Risiken sowie deren Überwachung

und Begrenzung. Als melderelevant gelten jene schlagend gewor-

denen operationellen Risiken, die einen Verlust oder einen Gewinn

von mehr als 1.000 Euro verursacht haben. Fälle mit erheblichen

nicht-finanziellen Auswirkungen werden ebenfalls berücksichtigt.

Zur Erfassung, Bewertung, Überwachung und Historisierung von

operationellen Risiken nutzt die Bank eine konzernweit eingesetzte

Software. Im Falle von eingetretenen Schäden sind die beteiligten

Stellen aufgefordert, die betroffenen Geschäftsprozesse zu analysieren,

den Schaden zu beziffern und Vorschläge zu deren künftigen

Vermeidung zu erarbeiten. Im Rahmen eines Eskalationsprozesses

erfolgt eine unverzügliche Information zu eingetretenen

Schadensfällen an den Gesamtvorstand sowie die Innenrevision.

Im Rahmen eines vierteljährlich tagenden Operational Incidents

Committee werden die aufgetretenen Schadensfälle und Risiken

erneut mit dem Vorstand und der Innenrevision erörtert. Die Erfassung

der gemeldeten Schadensfälle erfolgt durch das Operational

Risk Management der Bank. Im 1. Halbjahr 2012 wurde

ein Fall gemeldet.

zusammenfassende Darstellung der risikosituation

Die Gesamtrisikosituation der Dexia Kommunalbank Deutschland

war auch im 1. Halbjahr 2012 geprägt durch die europäische

Staatsschuldenkrise einerseits sowie die Restrukturierung der

Dexia-Gruppe andererseits. Die Folgen der laufenden Restrukturierungsbemühungen

für die künftige Rolle und die wirtschaft-

zWischenlagebericht bericht zum des 30. Vorstandes Juni 2012

lichen Perspektiven der Bank sind zum jetzigen Zeitpunkt noch

nicht absehbar.

Mittlerweile hat sich die Abhängigkeit der Dexia Kommunalbank

von der Liquiditätsbereitstellung durch die Dexia-Gruppe deutlich

verringert. Ursächlich hierfür sind insbesondere die Liquiditätszuflüsse

im Zusammenhang mit dem Verkauf des Griechenland-Portfolios

im Januar 2012 sowie ein sukzessiver Aufbau

unbesicherter Refinanzierungsmittel durch die Hereinnahme von

Einlagen von Kommunen und anderen Anlegern.

Die Dexia Kommunalbank Deutschland hat im 1. Halbjahr 2012

ihr Risikomanagementsystem weiter ausgebaut. Die im 4. Quartal

2011 begonnene Implementierung eines zusätzlichen Risikotragfähigkeitskonzeptes,

welches – ergänzend zu der bestehenden

gruppenbezogenen Betrachtung – auf eine eigenständig institutsbezogene

Betrachtung der Risikosituation der Bank abstellt, verbreitert

die Basis zur Analyse der Kreditrisiken und Spreadrisiken.

Risiken, die von erheblicher Bedeutung für die Einschätzung der

Risikolage der Bank waren, wurden in den vorangegangenen Teilen

des Risikoberichtes zutreffend erläutert. Wie im Ausblick des

Lageberichts dargestellt, gelten aufgrund der Zugehörigkeit der

Bank zur Dexia-Gruppe und ihrer Abhängigkeit insbesondere

von der Liquiditätsbereitstellung durch die Gruppe die Aussagen

der Dexia-Gruppe zur Unternehmensfortführung mittelbar

auch für die Dexia Kommunalbank Deutschland.

Allen erkennbaren Risiken wurde durch Einzelwertberichtigungen

und Rückstellungen Rechnung getragen.

PRoGnosebeRicht

Zu Beginn des 2. Halbjahrs 2012 reagierte die EZB auf die sich

abschwächenden Konjunktursignale aus den Ländern der Eurozone

und senkte auf ihrer Ratssitzung vom 5. Juli 2012 den Leitzins

um 25 Basispunkte auf den historischen Tiefststand von 0,75 %.

Zugleich setzte sie die Sätze für die Nutzung der Spitzenrefinanzierungsfazilität

auf 1,75 % und für die Nutzung der Einlagefazilität

auf 0 % herab. In seiner Begründung hob EZB-Präsident

Draghi die mittelfristige Erwartung einer schrittweisen Erholung

des Wirtschaftswachstums in Europa hervor, die jedoch aufgrund

der zuletzt gestiegenen Verwerfungen auf einigen Finanzmärkten

der Eurozone und möglicher negativer Ausstrahleffekte auf die

Realwirtschaft mit Abwärtsrisiken behaftet sei.

Tatsächlich zeichneten die bald darauf veröffentlichten Konjunkturindikatoren

ein wenig ermutigendes Bild. Der von der EU-

Halbjahresfinanzbericht 2012 | 23


ericht zWischenlagebericht des Vorstandes zum 30. Juni 2012

bericht des Vorstandes

Kommission veröffentlichte Economic Sentiment Indicator Eu-

rozone fiel im Juli 2012 gegenüber dem Vormonat um volle zwei

Punkte auf einen Stand von 87,9. Auch der deutsche IFO-Index

setzte seinen Abwärtstrend fort und fiel im Juli 2012 unerwartet

deutlich von 105,2 auf 103,3 Punkte.

Unterdessen konzentrierte sich der Blick der Finanzmärkte weiter

auf die Entwicklungen in Spanien. Das Land hatte am 9. Juni 2012

Finanzhilfen von bis zu 100 Mrd. Euro zur Sanierung seines Ban-

kensektors beantragt, ohne dass dies zu einer nachhaltigen Ent-

spannung bei den Finanzierungskonditionen führte. Ministerprä-

sident Rajoy gab am 11. Juli 2012 bekannt, dass Maßnahmen zur

Reduzierung des staatlichen Haushaltsdefizits eingeleitet wurden,

die bis zum Jahr 2015 den Haushalt um 65 Mrd. Euro entlasten

sollen. Gleichwohl erreichten zehnjährige spanische Staatsanlei-

hen am 24. Juli 2012 einen neuen Renditehöchststand von 7,62 %.

Wenige Tage zuvor hatte sich Bundesbankpräsident Weidmann zur

Situation in Spanien geäußert und die Meinung vertreten, dass die

Anleihemärkte positiv reagieren würden, wenn „die Auflagen des

Hilfsprogramms über den Bankensektor hinausreichen“. Zugleich

hob er hervor, dass die Situation in Italien anders und das Land auf

einem guten Weg sei, sofern es seinen Reformkurs fortsetze.

Am 16. Juli 2012 gab das Bundesverfassungsgericht bekannt, es

werde sein Urteil über den Europäischen Fiskalpakt und den Euro-

Rettungsschirm ESM am 12. September 2012 verkünden. Damit

war der ursprüngliche Plan eines Inkraftsetzens des ESM zum

1. Juli 2012 versperrt. Der Deutsche Bundestag und die Bundes-

länder hatten bereits am 29. Juni 2012 den Regelungen zum dau-

erhaften Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und dem

Fiskalpakt mit großer Mehrheit zugestimmt. Der Fiskalpakt soll

weiterhin planmäßig zum 1. Januar 2013 in Kraft treten.

Die Ratingagentur Moody’s setzte am 25. Juli 2012 den Ausblick

für das AAA-Rating von Deutschland, Luxemburg und den Nie-

derlanden von „stabil“ auf „negativ“. Begründet wurde dieser

Schritt mit möglichen zusätzlichen Lasten für die drei Länder

aufgrund der Gefahr, dass Griechenland aus der Eurozone aus-

tritt und auch Spanien und Italien Hilfen für ihre Refinanzierung

benötigen. Unbeirrt davon hielt die starke Nachfrage nach Wert-

papieren des Bunds an. Am 20. Juli 2012 markierten zehnjährige

Bundesanleihen einen historischen Renditetiefstand von 1,17 %.

Zwei Tage zuvor gelang es dem Bund sogar erstmals, zweijährige

Bundesschatzanweisungen mit negativer Rendite zu platzieren.

Ein entschieden positives Signal für die Finanz- und Kapitalmärk-

te setzte EZB-Präsident Draghi, als er am 26. Juli 2012 in London

ankündigte, dass die EZB schon bald wieder Staatsanleihen von

Euro-Krisenstaaten ankaufen könnte. Dies sei erforderlich, um Stö-

24 | Halbjahresfinanzbericht 2012

rungen des Transmissionsmechanismus der Geldpolitik entgegen-

zuwirken, die durch die hohen Risikoprämien für Staatsanleihen

einiger Euroländer verursacht seien. Wörtlich fügte Draghi hinzu:

„Innerhalb unseres Mandats ist die EZB bereit, alles Erforderliche

zu tun, um den Euro zu erhalten. Und glauben Sie mir, das wird

ausreichen.“ Zu diesem Zeitpunkt beliefen sich die EZB-Bestände

an Staatsanleihen aus Euro-Krisenländern auf 212 Mrd. Euro.

Einige Tage später konkretisierte Draghi die Rahmenbedingungen

für künftige Anleihekäufe im Sekundärmarkt:

• Die EZB wird sich nur engagieren, wenn das betreffende Land

zuvor Hilfsmaßnahmen der Rettungsschirme EFSF bzw. ESM

beantragt hat und die ihm auferlegten Bedingungen einhält,

• die Ankäufe werden sich auf kürzere Laufzeiten beschränken,

• die Höhe und die Länderverteilung der Ankäufe werden veröf-

fentlicht,

• die Ausstattung von EFSF/ESM mit einer Banklizenz und damit der

Möglichkeit, sich über die EZB zu refinanzieren, lehnte Draghi ab.

Mit diesem Programm hat die EZB den Weg für ein schlagkräf-

tiges Zusammenwirken von EZB und EFSF/ESM geebnet. EZB-

Ankäufe im Sekundärmarkt könnten ggf. ergänzt werden durch

Ankäufe von EFSF/ESM im Primärmarkt – beides gebunden an

die strikte Einhaltung vereinbarter Auflagen.

ausblick

Der Prognosebericht sowie weitere Teile des Halbjahresfinanzberichts

enthalten zukunftsgerichtete Erwartungen und Prognosen.

Diese beruhen insbesondere im Hinblick auf die Geschäfts- und

Ertragsentwicklung der Dexia Kommunalbank Deutschland auf

Planannahmen und Schätzungen, die Risiken und Unsicherheiten

unterliegen. Deshalb können die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich

von den derzeit prognostizierten Werten abweichen. Zudem

wirkt eine Vielzahl von Faktoren auf die Geschäfts- und Ertragsentwicklung

der Dexia Kommunalbank Deutschland, die außerhalb

ihres Einflussbereichs liegen. Darunter fallen beispielsweise

Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und Entwicklungen

auf den nationalen und internationalen Kredit-, Wertpapier-

und Refinanzierungsmärkten.

Am 3. August 2012 veröffentlichte die Dexia-Gruppe in einer Pressemitteilung

ihre Geschäftszahlen für das 1. Halbjahr 2012. Insgesamt

wies die Gruppe einen Verlust in Höhe von -1,2 Mrd. Euro

aus. Belastet wurde das Ergebnis vor allem durch

• hohe Finanzierungskosten aufgrund der Nutzung der Emergency

Liquidity Assistance des Europäischen Systems der Zen


tralbanken und der Inanspruchnahme der befristeten Refinan-

zierungsvereinbarung mit den Staaten Belgien, Frankreich und

Luxemburg,

• Verluste im Zusammenhang mit dem Verkauf von Gruppen-

unternehmen,

• Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren,

• Kosten für die Bereitstellung von Collateral zur Besicherung

von Derivateexposures.

Die Bilanzsumme der Gruppe ermäßigte sich auf 411 Mrd. Euro,

die Tier 1-Ratio sank von 7,6 % (31.12.2011) auf 6,6 %, die Core

Tier 1-Ratio von 6,4 % auf 6,2 %.

In der Pressemitteilung gab die Dexia-Gruppe ferner folgende

Erklärung ab: „Der Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2012 der

Dexia-Gruppe, der nach dem Grundsatz der Unternehmensfort-

führung („Going Concern“-Basis) aufgestellt wurde, basiert auf

raTinGs ausGeWäHlTer

länDer

länder der eurozone

Belgien

Deutschland

Estland

Finnland

Frankreich

Griechenland

Irland

Italien

Luxemburg

Malta

Niederlande

Österreich

Portugal

Slowakei

Slowenien

Spanien

Zypern

andere länder

USA

UK

Japan

Polen

Tschechien

Ungarn

Quelle: Bloomberg

AA

AAA

AA-

AAA

AAA

CC

BBB+

A

AAA

A

AAA

AAA

BBB-

A+

AA-

AA-

BBB

AA+

AAA

AA-

A-

AA-

BB+

Aa3

Aaa

A1

Aaa

Aaa

Ca

Ba1

A2

Aaa

A2

Aaa

Aaa

Ba2

A1

A1

A1

Baa3

zWischenlagebericht bericht zum des 30. Vorstandes Juni 2012

einigen Annahmen, die identisch sind mit jenen, die dem Jah-

resabschluss 2011 zugrunde liegen, darunter

• die Genehmigung eines neuen Restrukturierungsplans, der ins-

besondere eine Garantie der Staaten Belgien, Frankreich und

Luxemburg einschließt;

• die Bereitstellung einer Garantie über 90 Mrd. Euro durch die

Staaten Belgien, Frankreich und Luxemburg. Die Richtlinie

für diese Garantie wurde im Oktober 2011 angekündigt, sie

findet Berücksichtigung in den Rechtsvorschriften der Staaten

Belgien, Frankreich und Luxemburg. Überdies haben sich – ge-

mäß den Bedingungen von Artikel 15 (f) der am 16. Dezem-

ber 2011 zwischen den Staaten Belgien, Frankreich und Luxem-

burg geschlossenen Vereinbarung – die Dexia S. A., die Dexia

Crédit Local und die Staaten verpflichtet, nach Treu und Glau-

ben die Verlängerung der Garantievereinbarung auszuhandeln,

was eine Erhöhung der gesamten garantierten Summe bis zu

31.12.2011 10.08.2012

S&P Moody's Fitch S&P Moody's

Fitch

Aaa

Aaa

Aa3

A2

A1

Ba1

AA+

AAA

A+

AAA

AAA

CCC

BBB+

A+

AAA

A+

AAA

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BB+

A+

AA-

AA-

BBB

AAA

AAA

AA

A-

A+

BBB-

AA

AAA

AA-

AAA

AA+

CCC

BBB+

BBB+

AAA

A-

AAA

AA+

BB

A

A

BBB+

BB

AA+

AAA

AA-

A-

AA-

BB+

Aa3

Aaa

A1

Aaa

Aaa

C

Ba1

Baa2

Aaa

A3

Aaa

Aaa

Ba3

A2

Baa2

Baa3

Ba3

Aaa

Aaa

Aa3

A2

A1

Ba1

AA

AAA

A+

AAA

AAA

CCC

BBB+

A-

AAA

A+

AAA

AAA

BB+

A+

A-

BBB

BB+

AAA

AAA

A+

A-

A+

BB+

Halbjahresfinanzbericht 2012 | 25


ericht zWischenlagebericht des Vorstandes zum 30. Juni 2012

bericht des Vorstandes

90 Mrd. Euro einschließen kann;

• eine Vergütung für die Garantie der Staaten, deren Betrag ent-

weder gering genug ist, um die Dexia-Gruppe in die Lage zu

versetzen, positive Ergebnisse zu erzielen, oder dazu eingesetzt

wird, eine Stärkung der Eigenmittel der Gruppe zu erreichen.

Die Höhe dieser Vergütung wird eines der wichtigen Elemente

im Hinblick auf die Profitabilität der Gruppe sein;

• die Unterstützung im Hinblick auf die Liquiditätssituation der

Gruppe durch wichtige Akteure außerhalb der Dexia-Gruppe.

Insbesondere spielen die Garantiestaaten und die Zentralbanken

eine wichtige Rolle bei der Realisierung des Geschäftsplans, der in

enger Abstimmung mit den Aufsichtsbehörden aufgestellt wurde.

Sofern sich herausstellen sollte, dass die Annahmen, die dem Ab-

schluss für das 1. Halbjahr 2012 zugrunde liegen, wesentlich ab-

weichen, könnte dies bedeutsame Folgen für die finanzielle Lage

der Dexia-Gruppe haben und ihren „Going Concern“-Status be-

einträchtigen. Die Annahmen in Bezug auf den „Going Concern“-

Status beruhen zudem auf gewissen externen Faktoren außerhalb

der Kontrolle der Dexia-Gruppe, die unter der Überschrift “High-

lights - Going concern and business plan” auf den Seiten 16 und

17 des Geschäftsberichts 2011 der Dexia-Gruppe dargestellt sind.

Ihre Realisierung bleibt daher ungewiss und hängt, unter ande-

rem, von der Entscheidung der Europäischen Kommission ab.“

Die Staaten Belgien, Frankreich und Luxemburg haben am

21. März 2012 der Europäischen Kommission einen neuen Plan

zur Restrukturierung der Dexia-Gruppe zur Genehmigung vor-

gelegt. Eine Entscheidung der Europäischen Kommission zu die-

sem Restrukturierungsplan liegt bis dato nicht vor.

Aussagen über mögliche Auswirkungen dieses Restrukturierungs-

plans auf die Dexia Kommunalbank Deutschland lassen sich zum

derzeitigen Zeitpunkt nicht treffen.

Eine der wesentlichen strategischen Aufgaben der Dexia Kom-

munalbank Deutschland innerhalb der Dexia-Gruppe war in den

vergangenen Geschäftsjahren die Übernahme qualitativ hochwer-

tiger Staatsfinanzierungsgeschäfte von anderen Gruppenunter-

nehmen und deren langfristige Refinanzierung durch Öffentliche

Pfandbriefe (Group Asset Purchasing Programme). Nach Ankün-

digung der Restrukturierung der Dexia-Gruppe am 4. Oktober

2011 beschloss der Vorstand der Bank in Abstimmung mit der

Dexia-Gruppe die sofortige Einstellung des Group Asset Purcha-

sing Programme. Außerdem setzte die Bank ihr Neugeschäft mit

deutschen Kommunen bis auf Weiteres aus.

Ungeachtet dessen wird die Bank auch weiterhin Neugeschäft

im Rahmen der Liquiditäts- und Deckungssteuerung betreiben.

26 | Halbjahresfinanzbericht 2012

Hinsichtlich des Kreditportfolios der Bank zeichnen sich derzeit

keine zusätzlichen Belastungen aus Sondereffekten ab, die aus

dem Ausfall von Kreditnehmern aus dem Staats- und Banken-

sektor resultieren könnten. Auch aus dem bestehenden Restport-

folio von Projektfinanzierungen und Finanzierungen kommunal-

naher Unternehmen erwarten wir keine Belastungen.

Als erfreulich ist unter Risikoaspekten zu werten, dass die Dexia

Kommunalbank Deutschland im Januar 2012 ihr Portfolio an

griechischen Staatsanleihen im Nominalwert von 1,2 Mrd. Euro

an die Dexia Crédit Local veräußert hat (siehe auch Seite 16). Da-

mit bestehen keine Forderungen mehr gegen den griechischen

Staat oder andere griechische Schuldner. Forderungen gegen den

Staat Irland und den Staat Slowenien, dessen Kreditwürdigkeit

sich in den letzten Monaten nachhaltig verschlechtert hat, befinden

sich ebenfalls nicht im Portfolio der Bank.

Hingegen belief sich der Gesamtbetrag an Forderungen gegen

portugiesische Schuldner zum Halbjahresende 2012 auf 850 Mio.

Euro (vgl. Tabelle Seite 21). Nach mehrfachen Rating-Herabstufungen

wird Portugals Bonität von allen großen Ratingagenturen

als „non-investmentgrade“ bewertet. Anfang des laufenden Jahres

geriet Portugal verstärkt in das Blickfeld der Kapitalmärkte,

als nach dem Ausscheiden des Landes aus wichtigen Benchmarkindex-Portfolios

die 5J-CDS-Prämien für portugiesische Staatsanleihen

auf fast 1.600 bp anstiegen. In der Folgezeit ermäßigten

sich die Sätze jedoch erheblich und erreichten am 10. August 2012

den Stand von 754 bp. Aufgrund der energischen Sanierungsund

Reformbemühungen der Regierung Passos Coelho konnte

sich die portugiesische Wirtschaft unter schwierigen Rahmenbedingungen

vergleichsweise positiv entwickeln. Die Vorgaben

der Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF wurden bisher

eingehalten, das für das Fiskaljahr 2012 gesetzte Defizitziel von

4,5 % erscheint erreichbar. Zudem gelang es, die Wettbewerbsfähigkeit

des Landes zu verbessern, was sich in einer steigenden

Exportquote ausdrückt.

Ein namhaftes Exposure der Bank von 273 Mio. Euro (vgl. Tabelle

Seite 21) besteht aus ungarischen Staatsanleihen und damit

gegenüber einem weiteren Land, dessen Kreditwürdigkeit nach

mehrfachen Rating-Herabstufungen nur noch in die Kategorie

BB eingeordnet wird. Nachdem Ungarn im November 2011 um

Finanzhilfen der EU und des IWF gebeten hatte, wurden die Verhandlungen

hierüber insbesondere aufgrund eines umstrittenen

Zentralbankgesetzes, das die Unabhängigkeit der ungarischen

Notenbank gefährdet hätte, unterbrochen. Das ungarische Parlament

beugte sich jedoch dem internationalen Druck und stimmte

am 6. Juli 2012 für eine Anpassung des Gesetzes, welches nunmehr

die Eigenständigkeit der nationalen Zentralbank sicherstellt.


Auch wenn weitere Streitpunkte bisher noch nicht beseitigt wer-

den konnten, ist damit zu rechnen, dass sich die ungarische Re-

gierung zur Abwendung einer Staatskrise mit der EU und dem

IWF über die benötigten Finanzhilfen verständigen wird und da-

nach eine Stabilisierung der wirtschaftlich schwierigen Situation

Ungarns erreicht werden kann.

Die Forderungen der Bank gegenüber Zypern, einem weiteren

als „non-investmentgrade“ eingestuften Land, betragen 40 Mio.

Euro. Der kleine Inselstaat mit weniger als einer Million Einwoh-

nern war infolge seiner engen wirtschaftlichen Verflechtungen

mit Griechenland in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten.

Allein durch den Schuldenschnitt Griechenlands im 1. Halbjahr

2012 wurden die zyprischen Banken mit rd. 3 Mrd. Euro belas-

tet. Der 5J-CDS-Spread für Staatsanleihen Zyperns stieg auf über

1.600 bp, ermäßigte sich jedoch, nachdem das Land am 25. Juni

2012 als viertes Land der Eurozone Finanzhilfen bei der EU und

dem IWF beantragt hatte.

Der Bewertung der Vermögensgegenstände und Verbindlich-

keiten der Dexia Kommunalbank Deutschland liegt die An-

nahme der Unternehmensfortführung zugrunde. In ihrer Pres-

seerklärung vom 3. August 2012 hat die Dexia-Gruppe darauf

hingewiesen, dass der konsolidierte Halbjahresabschluss 2012

der Dexia-Gruppe, der nach dem Grundsatz der Unternehmens-

fortführung aufgestellt wurde, auf einigen Annahmen basiert, die

auf bestimmten externen Faktoren beruhen, die außerhalb des

Einflusses der Dexia-Gruppe liegen und deren Realisierung un-

gewiss bleibt und, unter anderem, von der Entscheidung der Eu-

ropäischen Kommission abhängt (siehe Seite 25). Aufgrund der

Zugehörigkeit der Bank zur Dexia-Gruppe und ihrer Abhängig-

keit insbesondere von der Liquiditätsbereitstellung durch die

Gruppe gelten die Aussagen der Dexia-Gruppe zur Unterneh-

mensfortführung mittelbar auch für die Dexia Kommunalbank

Deutschland.

Aus heutiger Sicht halten wir fest an der im Geschäftsbericht 2011

veröffentlichten Ertragsprognose für das Gesamtjahr 2012, näm-

Berlin, im August 2012

dexia kommunalbank deutschland aG

Der Vorstand

munsberg fritsch

zWischenlagebericht bericht zum des 30. Vorstandes Juni 2012

lich dem Ausweis eines Jahresfehlbetrags in zweistelliger Mil-

lionenhöhe. Für das Geschäftsjahr 2013 rechnen wir mit einer

gegenüber dem Geschäftsjahr 2012 verbesserten Ertragsentwick-

lung, jedoch weiterhin mit dem Ausweis eines Jahresfehlbetrags

in Höhe eines zweistelligen, allerdings gegenüber dem Vorjahr

verringerten Millionenbetrags.

Die Annahmen, die dieser Prognose zugrunde liegen, finden sich

auf den Seiten 37 und 38 des Geschäftsberichts 2011 der Dexia

Kommunalbank Deutschland.

Die Ertragsprognose ist angesichts

• der besonderen Situation der Bank und der Dexia-Gruppe auf

der einen Seite sowie

• der schwierig einzuschätzenden Entwicklung der Staatsschul-

denkrise und eventuell damit verbundener Belastungen für die

Kreditwirtschaft auf der anderen Seite

mit besonderen Unsicherheiten behaftet.

In Bezug auf die Finanzlage ist darauf hinzuweisen, dass die Bank

in ihrer Planung für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 kein Neu-

geschäft in der Kommunal- und Staatsfinanzierung unterstellt

und somit auch kein neugeschäftsbezogener Refinanzierungsbe-

darf vorgesehen ist. Die im Deckungsstock befindlichen Werte

und die EZB-fähigen Wertpapiere der Bank, die zusammen den

weitaus größten Teil der Aktiva ausmachen, werden weiterhin

über Öffentliche Pfandbriefe bzw. Offenmarktkredite der Deut-

schen Bundesbank refinanziert. Der Bestand an unbesicherten

Refinanzierungsmitteln, der im Wesentlichen aufgenommene

Schuldscheindarlehen sowie Einlagen von kommunalen Kun-

den und anderen Anlegern umfasst, hat sich zum 30. Juni 2012

gegenüber dem Bestand am Jahresende 2011 um 2,6 Mrd. Euro

auf 4,3 Mrd. Euro erhöht. Wir rechnen in diesem Bereich mit

einer stabilen Entwicklung. Hinsichtlich des Bedarfs an sonstigen

unbesicherten Refinanzierungsmitteln gehen wir davon aus, dass

dieser von der Dexia-Gruppe gedeckt wird.

Halbjahresfinanzbericht 2012 | 27


zWischenabschluss zum 30. Juni 2012

28

| Halbjahresfinanzbericht 2012


zWischenabschluss

zum 30. Juni 2012

VerKÜrzte bilanz

zum 30. Juni 2012


zWischenabschluss zum 30. Juni 2012

VerkÜrzTe Bilanz zum 30.06.2012 | akTiVa

Barreserve

a) Kassenbestand

b) Guthaben bei Zentralnotenbanken

c) Guthaben bei Postgiroämtern

schuldtitel öffentlicher stellen und Wechsel, die zur refinanzierung bei

zentralnotenbanken zugelassen sind

a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie

ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen

b) Wechsel

Forderungen an kreditinstitute

a) Hypothekendarlehen

b) Kommunalkredite

c) andere Forderungen

Forderungen an kunden

a) Hypothekendarlehen

b) Kommunalkredite

c) andere Forderungen

schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

a) Geldmarktpapiere

aa) von öffentlichen Emittenten

ab) von anderen Emittenten

b) Anleihen und Schuldverschreibungen

ba) von öffentlichen Emittenten

bb) von anderen Emittenten

c) eigene Schuldverschreibungen

aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Handelsbestand

Beteiligungen

anteile an verbundenen unternehmen

Treuhandvermögen

ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich

schuldverschreibungen aus deren umtausch

immaterielle anlagewerte

a) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

c) Geschäfts- oder Firmenwert

d) geleistete Anzahlungen

sachanlagen

eingefordertes, noch nicht eingezahltes kapital

sonstige Vermögensgegenstände

rechnungsabgrenzungsposten

a) aus dem Emissions- und Darlehensgeschäft

b) andere

aktive latente steuern

aktiver unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

nicht durch eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

summe Der akTiVa

30 | Halbjahresfinanzbericht 2012

Euro

0,00

0,00

8.402.697.610,58

9.727.534.573,05

1.197,77

7.548.477,10

0,00

0,00

0,00

0,00

1.925.639.102,06

8.455.279.631,93

56.609.725,94

19.296.832.569,98

361.673.313,16

18.130.232.183,63

214.044,11

0,00

0,00

653.033,55

0,00

0,00

251.105.669,84

101.087.965,10

Euro Euro

7.549.674,87

0,00

10.380.918.733,99

19.715.115.609,08

18.130.446.227,74

1.350.000,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

653.033,55

5.291.864,96

0,00

125.790.328,54

352.193.634,94

0,00

0,00

0,00

48.719.309.107,67

31.12.2011

Tausend Euro

1

482.696

0

0

0

0

1.998.204

7.463.035

57.939

19.910.873

374.611

0

0

9.720.810

6.936.472

1.768

1.000

0

0

0

0

0

980

5.380

0

800

269.815

116.667

0

0

0

47.341.051


VerkÜrzTe Bilanz zum 30.06.2012 | PassiVa

Verbindlichkeiten gegenüber kreditinstituten

a) begebene Hypotheken-Namenspfandbriefe

b) begebene Öffentliche Namenspfandbriefe

c) andere Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber kunden

a) begebene Hypotheken-Namenspfandbriefe

b) begebene Öffentliche Namenspfandbriefe

c) Spareinlagen

ca) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten

cb) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten

d) andere Verbindlichkeiten

Verbriefte Verbindlichkeiten

a) begebene Schuldverschreibungen

aa) Hypothekenpfandbriefe

ab) Öffentliche Pfandbriefe

ac) sonstige Schuldverschreibungen

b) andere verbriefte Verbindlichkeiten

Handelsbestand

Treuhandverbindlichkeiten

sonstige Verbindlichkeiten

rechnungsabgrenzungsposten

a) aus dem Emissions- und Darlehensgeschäft

b) andere

Passive latente steuern

rückstellungen

a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

b) Steuerrückstellungen

c) andere Rückstellungen

nachrangige Verbindlichkeiten

Genussrechtskapital

Fonds für allgemeine Bankrisiken

eigenkapital

a) eingefordertes Kapital

gezeichnetes Kapital

abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen

b) Kapitalrücklage

c) Gewinnrücklagen

ca) gesetzliche Rücklagen

cb) Rücklage für eigene Anteile an einem herrschenden oder

mehrheitlich beteiligten Unternehmen

cc) satzungsmäßige Rücklagen

cd) andere Gewinnrücklagen

d) Bilanzgewinn/Bilanzverlust

summe der Passiva

eventualverbindlichkeiten

a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen

abgerechneten Wechseln

b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen

c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für

fremde Verbindlichkeiten

andere Verpflichtungen

a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften

b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen

c) unwiderrufliche Kreditzusagen

Euro

0,00

0,00

0,00

11.482.259.259,31

30.042.953,42

432.500.000,00

0,00

0,00

0,00

0,00

50.702.270,07

0,00

1.078.448.582,81

13.028.237.037,48

0,00

16.850.345.634,50

0,00

4.314.037.803,41

11.512.302.212,73

0,00

30.486.456,39

295.361.858,20

0,00

468.775,48

84.176.097,70

432.500.000,00

348.684.911,98

50.702.270,07

-92.772.510,40

0,00

62.430.091,30

0,00

0,00

0,00

38.737.896,80

zWischenabschluss zum 30. Juni 2012

Euro Euro

14.106.685.620,29

21.164.383.437,91

11.512.302.212,73

0,00

0,00

590.747.005,06

325.848.314,59

0,00

84.644.873,18

83.000.000,00

112.582.972,26

0,00

739.114.671,65

48.719.309.107,67

62.430.091,30

38.737.896,80

31.12.2011

Tausend Euro

0

1.143.259

9.409.129

0

17.240.465

0

0

2.587.468

0

14.931.343

30.468

0

Halbjahresfinanzbericht 2012 | 31

0

0

582.770

33.158

324.029

0

0

1.634

94.285

96.000

115.747

0

432.500

348.685

0

0

0

50.702

-80.592

47.341.051

0

64.571

0

0

0

38.738


zWischenabschluss zum 30. Juni 2012

32

| Halbjahresfinanzbericht 2012


VerKÜrzte geWinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2012


zWischenabschluss zum 30. Juni 2012

VeRkÜRZte GeWinn- und VeRlustRechnunG fÜR die Zeit Vom

01.01.–30.06.2012 | aufWendunGen

Zinsaufwendungen

Provisionsaufwendungen

nettoaufwand des handelsbestands

allgemeine Verwaltungsaufwendungen

a) Personalaufwand

aa) löhne und gehälter

ab) soziale abgaben und aufwendungen für altersversorgung und

für unterstützung

b) andere Verwaltungsaufwendungen

abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle

anlagewerte und sachanlagen

sonstige betriebliche aufwendungen

abschreibungen und Wertberichtigungen auf forderungen und

bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im

kreditgeschäft

abschreibungen und Wertberichtigungen auf beteiligungen,

anteile an verbundenen unternehmen und wie anlagevermögen

behandelte Wertpapiere

aufwendungen aus Verlustübernahme

außerordentliche aufwendungen

steuern vom einkommen und vom ertrag

sonstige steuern, soweit nicht unter „sonstige betriebliche

aufwendungen“ ausgewiesen

aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs-

oder teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne

Jahresüberschuss

summe deR aufWendunGen

34 | Halbjahresfinanzbericht 2012

euro

2.998.259,26

470.115,84

3.468.375,10

4.748.936,90

euro euro

1.464.228.567,64

3.100.130,05

0,00

8.217.312,00

546.837,23

20.992,68

7.887.266,56

0,00

0,00

0,00

0,00

8.174,86

0,00

0,00

1.484.009.281,02

01.01.–30.06.2011

tausend euro

1.649.184

2.454

0

3.014

481

4.441

1.270

11

10.371

0

0

0

58

8

0

342

1.671.633


VerkÜrzTe GeWinn- unD VerlusTrecHnunG FÜr Die zeiT Vom

01.01. – 30.06.2012 | erTräGe Euro

zinserträge aus

a) Kredit- und Geldmarktgeschäften

b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen

laufende erträge aus

a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren

b) Beteiligungen

c) Anteilen an verbundenen Unternehmen

erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder

Teilgewinnabführungsverträgen

Provisionserträge

nettoertrag des Handelsbestands

erträge aus zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten

Wertpapieren sowie aus der auflösung von rückstellungen im

kreditgeschäft

erträge aus zuschreibungen zu Beteiligungen, anteilen an

verbundenen unternehmen und wie anlagevermögen behandelten

Wertpapieren

sonstige betriebliche erträge

außerordentliche erträge

erträge aus Verlustübernahme

Jahresfehlbetrag

summe Der erTräGe

1.227.686.726,75

243.318.425,59

0,00

0,00

0,00

zWischenabschluss zum 30. Juni 2012

Euro

1.471.005.152,34

0,00

0,00

234.333,93

0,00

0,00

192.557,60

396.263,80

0,00

0,00

12.180.973,35

1.484.009.281,02

01.01.-30.06.2011

Tausend Euro

1.399.194

264.720

0

0

0

Halbjahresfinanzbericht 2012 | 35

0

1.281

0

0

6.369

69

0

0

0

1.671.633


zWischenabschluss zum 30. Juni 2012

VerKÜrzter anhang

Der Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2012 wurde gem. § 37w

Wertpapierhandelsgesetz nach den maßgeblichen Vorschriften des

Handelsgesetzbuches, des Aktiengesetzes und des Pfandbriefge-

setzes sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der

Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute aufgestellt. Die

anzuwendenden Rechnungslegungsstandards des DRSC werden

beachtet. Im Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2012 wurden die-

selben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie

im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011.

Die Erläuterungen zu den wesentlichen Änderungen der Posten

in der verkürzten Bilanz und der verkürzten Gewinn- und Ver-

lustrechnung gegenüber den dargestellten Vergleichszahlen sowie

den Entwicklungen im Berichtszeitraum wurden im Zwischenla-

gebericht gegeben.

Der Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht zum

30. Juni 2012 wurden weder entsprechend § 317 HGB geprüft

noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprü-

fer unterzogen.

36 | Halbjahresfinanzbericht 2012


organe der banK

aufsichtsrat

stéphane Vermeire

Head of Public & Wholesale Banking International

Member of the Management Board of Dexia Crédit Local

Vorsitzender

stéphane magnan

(vom 02.08.2011 bis 19.01.2012)

Head of Treasury & Financial Markets

Member of the Management Board of Dexia Crédit Local

Stellvertretender Vorsitzender

François laugier

Chief Financial Officer

Member of the Management Board of Dexia Crédit Local

Stellvertretender Vorsitzender

Benoît Debroise

(seit 09.02.2012)

Head of Treasury & Financial Markets

Member of the Management Board of Dexia Crédit Local

norbert Drews

(seit 17.03.2011)

Bankangestellter

stefanie Gregorius

(seit 09.03.2012)

Bankangestellte

Dr. Dirk Hoffmann

(seit 09.02.2012)

Rechtsanwalt und Consultant

nico Picard

(bis 12.01.2012)

Managing Director, Head of Controlling and Financial Planning

Dexia Banque Internationale à Luxembourg

Vorstand

Friedrich munsberg

Vorsitzender

Bankkaufmann

laurent Fritsch

Bankkaufmann

Wilfried Wouters

(bis 30.06.2012)

Bankkaufmann

Treuhänder

Josef Baiz

Vorstandsmitglied a. D.

Werner Graf

Bundesbankdirektor i. R.

Victor von Bothmer

Rechtsanwalt

organe der banK

Halbjahresfinanzbericht 2012 | 37


Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Versicherung der

gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwen-

denden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenbericht-

erstattung der Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Ver-

hältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und

Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Zwischenlage-

bericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergeb-

nisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein

den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt

wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraus-

sichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im verbleibenden Ge-

schäftsjahr beschrieben sind.

Berlin, im August 2012

dexia kommunalbank deutschland aG

Der Vorstand

munsberg fritsch

38 | Halbjahresfinanzbericht 2012


imPressum

imPRessum

Herausgegeben von der

dexia kommunalbank deutschland aG

Gestaltung

Adjouri Brand Consultants GmbH | www.adjouri.com

druck

Druckerei Königsdruck Berlin | www.koenigsdruck.de

40 | Halbjahresfinanzbericht 2012


zWischenabschluss zum 30. Juni 2012

Halbjahresfinanzbericht 2012 | 3

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