Ferienmagazin Deutschland 2015

ifovaverlagsgesellschaft

www.ferienmagazin-deutschland.de e 4,00 / sFr 7,00

Wo Deutschland am schönsten ist - Tipps für 2015

25 Jahre Faszination Deutsche Einheit

- spannende Blickwinkel auf einen Wandel

Tradition und Brauchtum

- gelebte Kultur im Jahreskreislauf

Auf über 150 Ferien- und Themenstraßen

- Genusstouren entlang alter und neuer Wege

500 Jahre Lucas Cranach der Jüngere

- auf den Spuren der Reformation Luthers

2015

...mit Gewinnspiel


26.6. bis 1.11.2015

wittenberg,

dessau und

wörlitz

zum 500. geburtstag von lucas cranach dem jüngeren

Entdecken Sie einen unbekannten Meister!

Weltweit erste Sonderausstellung zu Lucas Cranach dem Jüngeren

Landesausstellung in Sachsen-Anhalt, dem Ursprungsland der Reformation

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Begegnungen...

... sind immer eine spannende Sache, ob es sich um geplante

und beabsichtigte oder zufällige und unverhoffte handelt. Fast

immer sind sie mit Erwartungen verbunden. Und sehr häufig

führen sie auch zu ungeahnten Überraschungen.

Genau solche überraschende Entdeckungen sind es, die das

Reiseland Deutschland – nicht weit weg, ganz in Ihrer Nähe –

auch dieses Jahr wieder zu bieten hat.

Das traditionelle Altöttinger

Adventsingen im

alpenländischen Stil

feiert dieses Jahr sein

50-jähriges Jubiläum −

es gehört zum festlichen,

musikalischen Rahmenprogramm

des Christkindlmarkts

(siehe S. 69)

Viele Traditionen und Bräuche haben sich bis heute in

Deutschland erhalten und folgen dem Lauf des Jahres: bei

fröhlichen, beschwingten Volksfesten und stimmungsvollen

Weihnachtsmärkten, bei historischen Festspielen und bei Besuchen

regionaltypischer, kunsthandwerklicher Werkstätten sowie

vielseitiger Museen.

So vielfältig die Traditionen und Bräuche, so unterschiedlich

sind die Möglichkeiten sie sich zu erschließen. Auf mehr als

150 Ferienstraßen kann der Reisende seinen ganz eigenen

Rhythmus wählen – ob mit dem Auto, Wohnmobil oder Motorrad,

ob auf den zigtausend Kilometern markierter Radwege

oder gar zu Fuß.

Mit einem historisch

bebauten Stadtkern,

der sich über mehr

als 80 ha erstreckt,

gehört die Unesco-

Welterbes tadt Quedlinburg

zu den größten

Flächendenkmalen

Deutschlands

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Deutschland kostenlos laden und einen Ferienaufenthalt

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Vier-Sterne Superior

DAS AHLBECK

Hotel & Spa.

Genau 25 Jahre ist es her, dass aus dem geteilten Deutschland

eins wurde – und immer noch gibt es heute weit mehr als

25 Orte zu entdecken, die es vor 25 Jahren noch gar nicht gab.

Bereits seine Schatten voraus wirft das 500. Jubiläum der Reformation,

das Lutherjahr 2017. Der in weiten Teilen neu angelegte

Lutherweg durch Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt und

Sachsen führt zu den Wirkungsstätten Martin Luthers. Einige

der wichtigsten bildlichen Darstellungen der Reformationsgeschichte

verdanken wir Lucas Cranach dem Jüngeren, dessen

500. Geburtstag in diesem Jahr von zahlreichen bemerkenswerten

Ausstellungen begleitet wird.

Ganz eigene Erlebnisse und spannende Entdeckungen

stehen der Gewinnerin unseres letzten Gewinnspiels aus

dem Jahr 2014 ins Haus. Wir gratulieren Frau Michaela

Ofner aus der Schweiz zu ihrem einwöchigen Aufenthalt in

der Unesco-Welterbestadt Quedlinburg und wünschen ihr

interessante Begegnungen mit reicher Kultur und Geschichte.

Geschichten vom Meer erwarten den Gewinner unseres

diesjährigen Gewinnspiels (siehe S. 49) bei einem Aufenthalt

im DAS AHLBECK Hotel & Spa – direkt an der Strandpromenade

und den endlos langen und feinsandigen Stränden

der 3-Kaiserbäder gelegen – auf der Sonneninsel Usedom

in Mecklenburg-Vorpommern.

Und wann haben Sie ihr Rendezvous mit Deutschland geplant,

damit aus Ihren unterschiedlichsten Begegnungen

und überraschenden Erlebnissen unvergessliche Geschichten

werden

Weitere Informationen zum Reiseland Deutschland erhalten Sie auch über die jeweiligen

Vertretungen der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) in Österreich und der Schweiz:

Vertretung für Österreich:

Deutsche Zentrale

für Tourismus e. V. (DZT)

Mariahilfer Str. 54, A - 1070 Wien

Tel.: (0043) 1 - 513 27 92

Fax: (0043) 1 - 513 27 92 - 22

office-austria@germany.travel

Vertretung in der Schweiz:

Deutsche Zentrale

für Tourismus e. V. (DZT)

Freischützgasse 3, CH - 8004 Zürich

Tel.: (0041) 44 - 213 22 00

Fax: (0041) 44 - 212 01 75

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Ihr

Editorial

1


Pulsierende Metropole am Wasser

• 2 Übernachtungen im ausgewählten Hotel inkl. Frühstück

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Nachdem wir Sie als Leser in unseren Beiträgen und ganz speziell

auf Seite 51 dieser Magazin-Ausgabe in vielfacher Weise auf Gärten,

Parks und Gartenschauen hinweisen, dürfte für den interessierten

Besucher solcher Paradiese des Öfteren der Wunsch nach Verwirklichung

oder Veränderung des eigenen Gartentraums wachsen. Zwei

interessante Bände aus der Fülle von Gartenbüchern möchten wir

Ihnen deshalb kurz vorstellen.

500 Gartenideen

Bevor man sich als Gartler am eigenen Garten

erfreuen kann, ist ein gewisses Maß an

Kreativität, Ideenreichtum und vor allem

auch Arbeitseinsatz erforderlich. Am besten

ist es, wenn das Arrangieren schnell und einfach

von der Hand geht und dabei ein tolles

Ergebnis herauskommt. Die Autorin Christina

Freiberg liefert in ihrem Buch für jeden

Garten die passenden Gestaltungstipps. Die gesammelten, einfachen

Gartenideen sind nicht nur schnell und kostengünstig umzusetzen,

sondern bieten auch trotz geringem Aufwand einen großen Nutzen.

Christina Freiberg / Marion Nickig

500 Gartenideen

Einfach, praktisch, inspirierend

2014; 352 Seiten; 413 Farbfotos

23 x 24 cm, gebunden

€ [D] 29,95 / € [A] 30,80 / sFr. 40.90

Ein Garten für die Seele

„Ein Garten ist mehr als die Summe seiner

Pflanzen!“ Ob zum Energie tanken, Entspannen

oder Wohlfühlen − der eigene

Garten bietet die perfekte Location, um

dem alltäglichen Stress zu entkommen. Außerdem

ist es gar nicht schwer, mithilfe des

Gartens und all den Geheimnissen, die sich

in ihm verbergen, selbst etwas für die eigene

Gesundheit zu tun.

Susanne Oswald stellt zehn Themengärten mit Gestaltungsbeispielen

und Rezepten vor, welche alle dasselbe Ziel verfolgen: Inspirationen

für den eigenen Seelengarten zu bieten.

Susanne Oswald

Ein Garten für die Seele

Die schönsten Gartenideen für Körper & Geist

2014; 176 Seiten; 212 Farbfotos

25 x 28 cm, gebunden

€ [D] 39,95 / € [A] 41,10 / sFr. 53.90

Titelabbildung: Die Wahrzeichen der sonnenreichen Insel Usedom sind die fünf

Seebrücken – allen voran der 1898 errichtete Ahlbecker Steg über dem Meer,

der als ältestes, architektonisches Kunstwerk dieser Art gilt.

Bilderzeile v. l. n. r.: Einfach die Seele baumeln lassen und sich Zeit für sich nehmen

– das bieten ausgezeichnete Wohlfühl-Oasen mit durchdachten Verwöhnprogrammen

in Deutschland, wie z. B. in der Caracalla Therme Baden-Badens.

Die mehr als 6.000 Museen Deutschlands eröffnen den Besuchern faszinierende

Sichtweisen und Blickwelten auf gestern und heute – eines der renommiertesten

ist die Schirn Kunsthalle Frankfurt.

Jedes Jahr zu Pfingsten feiert Rothenburg ob der Tauber mit einem großen

historischen Festpiel die glückliche Rettung der Stadt durch „Der Meistertrunk“,

bei dem der kaiserliche Feldherr Tilly im Mittelpunkt steht.

IFOVA Verlagsgesellschaft mbH

Verlag und Anzeigenverwaltung

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D - 80333 München

Tel.: (0049) 89 - 22 01 38

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ISSN 1863-6195

Anzeigen:

FPC Kommunikation und Marketing

Redaktion:

Rudi Stallein, Dominik Stallein,

Tonio Liber, Georg A. Frey

Assistenz: Sandra Westermayer

Satz:

Marcus Mühlberger / 83278 Traunstein

marcus.muehlberger@t-online.de

Druck:

Vogel Druck und Medienservice

GmbH & Co. KG / 97204 Höchberg

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis / Impressum 3

Deutschland für die schönsten Tage des Jahres

Bayern − Echt einladend! 4

- Oberbayern 4

- Ostbayern 6

- Franken 7

- Allgäu / Bayerisch Schwaben 9

Baden-Württemberg – Der Zauber des Südens 10

- Bodensee-Oberschwaben 10

- Schwarzwald 11

- Schwäbische Alb 14

- Region Stuttgart – nördliches Baden-Württemberg 16

Rheinland-Pfalz – Weinparadiese und antike Schätze 20

Hessen – Aufregend vielfältig 26

Nordrhein-Westfalen – Kultur pur zwischen Rhein und Ruhr 28

Rheinradweg – Europareise mit Gütesiegel 30

Thüringen – Cranach-Kunst und Baumwipfel-Yoga 31

Sachsen-Anhalt – Kirchen-Reich und Reformations-Kunst 32

Sachsen – Landschafts- und Kulturperlen 34

Berlin und Brandenburg – Spannendes Doppelpack 38

Deutsches Küstenland

Niedersachsen – Zwischen Watt und Heide 40

Bremen und Bremerhaven –

Tradition, Moderne und Meer erleben 42

Hamburg – Flair mit maritimem Charme 44

Schleswig-Holstein – Horizonte – wie nirgendwo 45

Mecklenburg-Vorpommern – Natur- und Wasserfreuden 47

Die Höhepunkte des Reisejahres 2015 in Deutschland

Cranach-Jahr – Entdeckung eines Meisters 50

Gärten und Parks – Blühende Gartenreiche 51

Reisen auf den Spuren von...

- Deutsche Märchenstraße 52

- Wege für Entdecker 53

- Auf stillen Wegen Ruhe finden 55

Tradition und Brauchtum – Gelebte Heimat rund ums Jahr 56

Freizeitträume und Ferienspaß -

klassisch, kreativ oder unkonventionell

Zeit für sich – Ruhe- und Wohlfühl-Oasen 57

Erlebniswelten für die Familie

- Hinein ins Vergnügen 60

- Mobile Welten 62

Kunst, Kultur und Festspiele

- Festspiele und Musik 64

- Ausstellungen und Museen 67

Weihnachtsmärkte – Der Duft von Zimt und Lebkuchen 69

Reisen mit der Bahn 72

Deutschland-Reiseanbieter

Deutschlandkarte

3. Umschlagseite

4. Umschlagseite

Inhalt

3


München

Bayern Tourismus

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81925 München

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Echt einladend!

Süffige Landschaften mit barocken

Residenzen und Märchenschlössern,

Kontraste aus Brauchtum

und Lifestyle in charmanten

Städten – Sinnen- und Lebensfreude

in Bayern

Oberbayern

Besonders üppig präsentiert Deutschland

seine Reize im Voralpenland mit der bayerischen

Landeshauptstadt München als Fixpunkt.

Nirgendwo sind die Kontraste zwischen

Trends und Traditionen, zwischen Laptop

und Lederhose offensichtlicher, nirgendwo

kommen Kunst und Kultur geballter daher

als in der Isarmetropole. Kunstfreunde haben

die Wahl zwischen herausragenden Sammlungen

in den Pinakotheken, dem Museum

Brandhorst, dem Neuen Ägyptischen Museum

und zahlreichen weiteren Museen und

Ausstellungen. Das Bayerische Nationalmuseum

präsentiert unter dem Titel „Bella

Figura“ europäische Bronzekunst in

Süddeutschland aus der Zeit um 1600

(6.2.-25.5.2015). Im Lenbachhaus stehen

zunächst August Macke und Franz

Marc im Mittelpunkt einer Sonderausstellung

(28.1.-3.5.2015), eine weitere

widmet sich im Herbst Paul Klee und

Wassily Kandinsky (21.10.2015-

24.1.2016). Im Sommer pilgern

Opernfreunde aus aller Welt nach

München zu den Opernfestspielen

(21.6.-31.7.2015, siehe S. 64ff.), wo

dieses Jahr zwei Premieren auf dem

Spielplan stehen – Claude Debussys

„Pelléas et Mélisande“ und „Arabella“

von Richard Strauss. Ein Gipfeltreffen

der Megastars ist das Klassik Open-Air

am Königsplatz (27.6.2015), bei dem Anna

Netrebko, Jonas Kaufmann, Dmitri

Hvorostovsky, Ildar Abdrazakov und Elena

Zhidkova erstmals gemeinsam auftreten.

Auch Dachau, wenige Kilometer nordwestlich

von München, hat sich einen Namen als

Kulturstadt gemacht. Vor einigen Jahren wurde

die ehemalige Markthalle in die „Dachauer

Kultur-Schranne“ verwandelt, ein städtisches

Kultur- und Veranstaltungshaus mit

Kleinkunstbühne, Galerie und Restaurant.

Jährliche Höhepunkte sind der Dachauer Musiksommer

(siehe S. 64ff.) mit Rock- und Pop-

Konzerten auf dem Rathausplatz sowie die regelmäßigen

Schlosskonzerte und das Barockpicknick

(18.7.2015), bei dem jedes Jahr Tausende

Gäste mit Picknickkörben in den Hofgarten

des Schlosses strömen, um einen

außergewöhnlichen Abend zu verbringen.

Verzierte Kanonen zeugen im Schlosshof des Ingolstädter

Neuen Schlosses und heutigen Armeemuseum

von den Dimensionen des damaligen Waffenarsenals

Oberbayern wie im Bilderbuch – so ursprünglich und

unverwechselbar leuchtet das Grün der Bergwiesen im

Wander- und Mountainbikeparadies Samerberg

Napoleon in Bayern

Pulsierende Moderne, große Attraktionen

und bayerische Gastlichkeit sind in Ingolstadt

die Zutaten für eine unterhaltsame Städtereise.

Dazu lassen verschiedene Museen wie das

Museum für Konkrete Kunst, die Alte Anatomie

mit dem Deutschen Medizinhistorischen

Museum und das Neue Schloss keine Langeweile

aufkommen. Im Schloss findet dieses

Jahr unter dem Titel „Napoleon und Bayern“

die Bayerische Landesausstellung statt (30.4.-

31.10.2015, siehe S. 64ff.). Herausragende

Exponate und Originale erinnern an die Zeit

vor rund 200 Jahren, als Napoleon auch die

Entwicklung Bayerns entscheidend beeinflusste.

Sehenswert sind auch die Asamkirche

Maria de Victoria und das imposante spätgotische

Liebfrauenmünster. Gruselfans entdecken

bei der Dr. Frankenstein-Tour die Originalschauplätze

des Erfolgsromans von Mary

Shelley. Darüber hinaus bietet die Stadt, in

der 1516 das Bayerische Reinheitsgebot verkündet

wurde, eine besondere Adresse für

Einkaufsfans: Im Ingolstadt Outlet Shopping

Village laden mehr als 100 Läden zum ausgedehnten

Einkaufsbummel ein. Automobilund

Technikfreaks zieht es ins Audi Forum

(siehe S. 60ff.) mit dem museum mobile.

Zum Starnberger Fünfseenland, südlich von

München, gehören neben dem namensgebenden

mondänen Starnberger See der bodenständigere

Ammersee (auch

Bauernsee genannt) sowie die vergleichsweise

winzigen Wörthsee,

Pilsensee und Weßlinger See. Einst

residierte hier der Hochadel, darunter

Märchenkönig Ludwig II. und

seine Großcousine Kaiserin Elisabeth

von Österreich, die Sisi. Die

herrschaftlichen Villen und Schlösser

thronen noch heute am Ufer des

Starnberger Sees. Die fünf Seen

sind beliebte Wassersportreviere.

Man kann aber auch in lauschigen

Biergärten unter schattigen Kastanien

bayerische Küche genießen. Einer

der schönsten Plätze in der Region

ist der Heilige Berg bei Herrsching

am Ammersee, wo das Benediktinerkloster

Andechs mit seinem Bräustüberl lockt

und die musik- und theaterbegeisterten Be-

Zwischen München und den Alpen

4 Bayern


Idylle pur – mit Blick auf die Zugspitze

vom Starnberger See, dem

nächstgelegenen See Münchens

sucher mit den alljährlichen Karl

Orff Festspielen. Ein Muss für Kirchenfans

ist das prächtige Marienmünster

in Dießen am Ammersee,

wo auch der traditionelle,

jährliche Töpfermarkt stattfindet.

Quell der Inspiration

Viele berühmte Künstler ließen

sich von der Region im Süden

Münchens inspirieren. Davon

zeugen heute drei Museen, die

einen konzentrierten Überblick

über den deutschen Expressionismus

bieten – das Buchheim

Museum in Bernried, das

Schlossmuseum in Murnau und

das Franz Marc Museum in Kochel

am See.

In diesem Haus, dem so genannten

Münterhaus in Murnau, lebten Gabriele

Münter und Wassily Kandinsky in den

Sommermonaten von 1909-1914

Eine Entdeckungsreise auf den

Spuren des „Blauen Reiters“ führt

auch nach Murnau am Staffelsee,

das zum Verweilen in der Fußgängerzone

mit ihren Straßencafés,

Geschäften und Wirtshäusern

einlädt. Malerische Winkel sowie

das Häuserensemble des Oberund

Untermarkts finden sich in

vielen Bildern der Expressionisten

wieder. Bei Wanderungen durchs

Murnauer Moos lässt sich erahnen,

warum Franz Marc der Region

den Namen „Blaues Land“

verlieh. Von 1909-1914 lebten im

heutigen Münterhaus Kandinsky

und die Malerin Gabriele Münter,

deren umfangreiches Werk im

Schlossmuseum zu sehen ist.

Auch heute gibt es in Murnau

noch eine lebendige Künstlerszene

mit Galerien, Ausstellungen,

Kunstvereinen und diversen Kursangeboten.

Sie bescherten dem

Städtchen die Aufnahme in die

EuroArt, die Vereinigung der

Künstlerorte in Europa.

In Kochel am See wurde das

Franz Marc Museum vor wenigen

Jahren um ein modernes Gebäude

mit wechselnden Ausstellungen

erweitert. Dieses Jahr im

Programm: „Schöne Aussichten –

Der Blaue Reiter und der Impressionismus“

(22.3.-19.7.2015) und

„Struktur und Vision – Paul Klee

und Willi Baumeister“

(4.10.2015-10.1.2016).

Der Tegernsee,

ca. 50 Kilometer

südlich von München

gelegen, lohnt

einen Stop vor allem

für Feinschmecker.

Gleich sechs Michelin-

Sterne leuchten dieses

Jahr über dem Tegernsee:

derer drei vereint

Christian Jürgens mit

seinem Gourmetrestaurant

„Überfahrt“, je

einen Stern tragen Michael

Fells „Dichterstub’n“ im

Hotel Egerner Höfe in Rottach-

Egern, Erich Schwinghackls „Esskultur“

in der Villa am See in Tegernsee

sowie Dieter Maiwerts

neues Restaurant in Rottach-

Egern. Wer es bodenständig

mag, der speist gerne im berühmten

„Herzoglichen Bräustüberl“

in Tegernsee. Kulinarik

spielt auch beim Wandern eine

Rolle, denn der neue Panoramawanderweg

bietet nicht nur herrliche

Ausblicke, sondern auch

viele kulinarische Genüsse – zum

Beispiel in der Naturkäserei Tegernseer

Land oder im Fischerei-

Bistro Bad Wiessee.

Bilderbuch Bayern

Ganzjährig ein reizvolles Ziel ist

der Chiemsee mit seinen zwei Inseln.

Malerisch präsentiert sich

die kleine Fraueninsel mit dem

Benediktinerinnenkloster Frauenwörth

und seinen hübschen Gärten.

Auf der größeren Herreninsel

steht das Schloss Herrenchiemsee,

das Versailles König

Ludwigs II.. Dazu geben die Julius

Exter Galerie und das Augustiner

Chorherrenstift Einblicke in

die prunkvolle Geschichte der Region.

Wanderer können die Landschaft

am Chiemsee auf neuen

Themenwegen durch die Priener

Flusslandschaften, bei Kräuterwanderungen

oder auf der neu

ausgeschilderten „Priener Direktvermarkter-Tour“

erschließen. In

18 Tagesetappen führt der neue

grenzüberschreitende Premium-

Weitwanderweg SalzAlpenSteig

von Prien aus über alte Salzpfade

durch den Chiemgau bis ins österreichische

Salzkammergut.

Im Berchtesgadener Land, am

Königssee und in den Bergen um

Watzmann, Jenner und Predigtstuhl

legt sich Oberbayerns Natur

mächtig ins Zeug. Im „Haus

der Berge“ in Berchtesgaden erfährt

der Gast alles Wesentliche

über den mit 230 Kilometern

Wanderwegen und alpinen Steigen

ausgestatteten Nationalpark

Berchtesgaden. In Bad Reichenhall

ist die Alte Saline ein beliebtes

Ziel, Wellness-Wonnen verheißt

die moderne Rupertus-

Therme.

Nordöstlich des Chiemgaus

und des Berchtesgadener Lands

dehnt sich die Inn-Salzach-Region

aus. Städtchen mit prächtigen

Schlössern, barocken Kirchen

und mächtigen Burgen prägen

die bäuerliche Gegend zwischen

den Flüssen Inn und Salzach. Das

Schmückstück von Mühldorf am

Inn ist der beeindruckende Stadtplatz.

Das Pflegschloss, die

Traidtkästen, das Rathaus, eine

„Hexenkammer“ aus dem Jahr

1750 und das Lodronhaus mit

seinem Museum zeugen von der

bewegten Vergangenheit des Ortes.

Nicht weit entfernt liegt

Waldkraiburg. Im Zentrum laden

baumgesäumte Straßen zum Flanieren

sowie Cafés und Restaurants

zum Verweilen ein. Mehrere

Museen erzählen von der Historie

der Stadt. Über tausend Jahre

auf den Mauern hat Burghausen,

bekannt für die längste Burg der

Welt (1.051 m) und seine Internationale

Jazzwoche (17.-22.3.15,

siehe S. 64ff.). Die Burg und die

Natur · Kunst · Kultur erleben

Schon Wassily Kandinsky ließ

sich von Murnau und seiner

malerischen Landschaft im

oberbayerischen Alpenvorland

inspirieren.

• EuroArt-Künstlerstädtchen

zwischen München und

Garmisch-Partenkirchen

• Baden, Radeln und Wandern

zwischen Bergen und Seen

• Kunsterbe Blauer Reiter im

Schloßmuseum und Münter-

Haus

• Murnauer Moos – größtes

Alpenrandmoor Mitteleuropas

• König-Ludwig-Schlösser und

weitere Sehenswürdigkeiten

in nächster Umgebung

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Bayern

Anz_Ferienmagazin_44x129.indd 1

5

05.11.2012 15:32:52 Uhr


denkmalgeschützte Altstadt rund um den

Stadtplatz mit seinen farbenprächtigen Giebelhäusern

und Fassaden sind die größten

Sehenswürdigkeiten des Städtchens. In der

Burg wirken Künstlergruppen, sind Museen

und Ausstellungen beheimatet, dort wohnen

und feiern die Burghauser – zum Beispiel

beim großen historischen Burgfest im Sommer,

wenn mittelalterliches Treiben die alten

Mauern erfüllt (10.-12.7.2015).

Am besten erkunden lassen sich die

Kulturschätze und Naturlandschaften

Der internationale Schützen- und Trachtenzug in

Mühldorf a. Inn findet heuer am 6. September statt -

mit rund 3.400 Schützen, Trachtlern und Musikern

der Region vom Fahrradsattel aus. Das Angebot

an Wegen und Routen reicht vom „Sieben-Kirchen-Radweg“

(17 km) zwischen

Neuötting und Marktl über den Salzhandelsweg

(33 km) bis zur „Großen Rundtour“, einer

165 Kilometer langen Tour für sportlich

ambitionierte Fahrer.

Ein beliebter Radelweg ist der Benediktweg,

ein 248 Kilometer langer Rundweg auf

den Spuren von Papst em. Benedikt XVI. rund

um Altötting, den meistbesuchten Ort der

Region. Auf verschiedenen Pilgerwegen (siehe

S. 53ff.) kommen jedes Jahr von Mai bis

Oktober mehr als eine Million Pilger zur

„Schwarzen Madonna“. Das Gnadenbild

„Unserer lieben Frau von Altötting“ steht im

Oktogon der Gnadenkapelle auf dem von

Barockgebäuden gesäumten Kapellplatz. Ein

weiteres wichtiges Pilgerziel ist die Kapuzinerkirche

St. Konrad mit dem Reliquienschrein

des 1934 heilig gesprochenen Pförtnerbruders.

Tipps für Kunstinteressierte sind die

spätgotische Stiftskirche und die Neue

Schatzkammer mit Wallfahrtsmuseum und

dem berühmten „Goldenen Rössl“, ein in

den Pariser Goldschmiedewerkstätten gefertigtes

Marienaltärchen, sowie das Monumentalrundgemälde

„Jerusalem-Panorama“. Ein

besonderes Flair bekommt der berühmteste

Wallfahrtsort Bayerns im Advent, wenn auf

dem Kapellplatz der Christkindlmarkt (siehe

S. 69ff.) stattfindet.

Ostbayern

Kurz vor der Grenze nach Österreich und

dem schönen Schärding locken, im so genannten

Bäderdreieck, drei attraktive Kurorte

– das noble Golfresort Bad Griesbach, das

gemütlich ländliche Bad Birnbach und das

traditionsreiche Bad Füssing (siehe S. 57ff.) zu

Gesundheitstouren.

Lifestyle im Welterbe: In Regensburg

prallen die Gegensätze auf sympathische

Art aufeinander. Moderne Geschäfte mit

historischen Fassaden stehen neben alten Sehenswürdigkeiten,

mittelalterliche Gewölbe

beherbergen schicke Szenekneipen. Alt und

Neu harmonieren hier prächtig. Aber das hat

in Regensburg Tradition. Schon vor bald tausend

Jahren schrieb der Chronist Otloh „Regensburg

ist alt und jung zugleich“. Seit 2006

ist die Altstadt Unesco-Weltkulturerbe. Die

historischen Gebäude allein sind Grund genug

für einen ausgedehnten Bummel durch

die Stadt. Besondere Anziehungspunkte sind

der Dom St. Peter, das Alte Rathaus sowie

das Schloss der Fürsten von Thurn und Taxis

mit der Klosterkirche St. Emmeram. Das größte

bewohnte Schloss Europas ist ein kultureller

Anziehungspunkt: Hier finden im Sommer

die Schlossfestspiele mit einem bunten Stilmix

von Pop-Konzert bis Oper statt (17.-26.7.15,

siehe S. 64ff.). Und in der Adventszeit bildet

der Innenhof die Kulisse für einen zauberhaften

Weihnachtsmarkt (siehe S. 69ff.). Regensburg

verfügt über eine ungewöhnlich dichte

Kneipenlandschaft, von Brauereigaststätten –

fünf Traditionsbrauereien gibt es noch – über

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Die alte Herzogsstadt Landshut, charmant

an der Isar gelegen, verzaubert mit historischem

Ambiente und kulturellen Sehenswürdigkeiten

historische Lokale bis zu Gourmettempeln

und Studentenkneipen. Irgendwann spaziert

jeder Regensburg-Besucher über die Steinerne

Brücke und kehrt womöglich in der Historischen

Wurstkuchl ein, der ältesten Bratwurstküche

der Welt, in der schon die Bauarbeiter

der Steinernen Brücke die hausgemachten

Würste genossen haben sollen.

Die Befreiungshalle, ein monumentaler Rundbau

auf dem Michelsberg hoch über der Donau,

ist die Attraktion von Kelheim, südwestlich

von Regensburg gelegen. Vor 152 Jahren wurde

der Tempel auf Veranlassung von König

Ludwig I. von Leo von Klenze errichtet. Im Innenraum

reihen sich 34 Siegesgöttinnen aus

weißem Carrara-Marmor zu einem feierlichen

Reigen. Von Kelheim lohnt sich ein kurzer Ausflug

zum Kloster Weltenburg – oberhalb des

Donaudurchbruchs –, das Herzog Tassilo zum

Benediktinerkloster machte.

Historien-Spektakel

Über der Stadt Landshut an der Isar thront

die Burg Trausnitz (13. Jh.), das Wahrzeichen

der altbayerischen Residenzstadt, heute Sitz

der Regierung von Niederbayern. Die wichtigsten

Sehenswürdigkeiten reihen sich in der

Altstadt, wo der Besucher das Gefühl hat,

durchs Mittelalter zu spazieren. Ein dreigiebeliges

Gebäude mit Renaissance-Erkern beherbergt

das Rathaus, in dessen Prunksaal 1475

die legendäre Landshuter Fürstenhochzeit

stattfand, die alle vier Jahre in Form eines historischen

Festspiels wieder auflebt – das

nächste Mal 2017.

Liebhaber solcher Historienfeste können diesen

Sommer in Ostbayern drei anderen Spektakeln

beiwohnen. Im Burghof in Neunburg

vorm Wald wird das Burgfestspiel „Vom Hussenkrieg“

aufgeführt (4.7.-8.8.2015). Das älteste

Festspiel Deutschlands, mit einer 500-jährigen

Tradition, findet in Furth im Wald statt –

der „Further Drachenstich“ (31.7.-16.8.2015).

Und in der Gäuboden-Metropole Straubing

stehen die nur alle vier Jahre stattfindenden

Agnes-Bernauer-Festspiele auf dem Programm

(19.6.-19.7.2015, siehe S. 64ff.). Traditionell

und bodenständig geht es bei dem alljährlichen

Gäubodenfest zu, dem zweitgrößten

Volksfest Bayerns (7.-17.8.2015). Jazzfreunde

freuen sich auf das „Bluetone –

Das Festival an der Donau“

(1.-5.7.2015), bei dem diesen Sommer

unter anderem Lionel Richie und Gregory

Porter mit von der Partie sind.

Wo Donau, Inn und Ilz ineinander

fließen liegt Passau. Der Dom St. Stephan

ist das barocke Wahrzeichen

der Dreiflüssestadt. Wie ein imposantes

Freilichtmuseum präsentiert sich

die Altstadt, deren pastellfarbene

Häuserfassaden und verwinkelten

Gassen italienisches Flair verbreiten.

Sehenswert ist auch das Glasmuseum

mit der weltgrößten Sammlung Böhmischen

Glases.

Das Museum ist auch ein Höhepunkt

an der Glasstraße, die 250 Kilometer

weit zwischen Passau und Neustadt

an der Waldnaab quer durch den Oberpfälzer

Wald und den Bayerischen Wald führt (siehe

S. 53ff.). Entlang der Ferienstraße wird die

über 700 Jahre alte Tradition der Glasherstellung

und Glaskunst in der Region lebendig.

Fixpunkte der Glasstraße sind das Glasmuseum

in Frauenau und die Glasstadt Zwiesel

am Rande des Nationalparks Bayerischer

Wald. Als der Nationalpark 1970 rund um die

Die Glasstraße

Oberpfälzer Wald - Bayerischer Wald

Berge Rachel und Lusen ins Leben gerufen

wurde, ahnte wohl noch niemand, was sich da

zwischen Farnen und Fichten einmal entwickeln

sollte. Heute spaziert man dort durch

ein Stück Urwald mitten in Deutschland, in

dem wieder Wölfe, Luchse und Bären heimisch

sind.

Die „kleine Kulturmetropole“, Neumarkt in

der Oberpfatz, lockt mit attraktiven Museen

und Veranstaltungen. Da ist das Museum Lothar

Fischer, das im vergangenen Jahr sein

zehnjähriges Jubiläum feierte. Im Brauereimuseum

und im privaten Metzgerei- und Weißwurstmuseum

stehen leibliche Genüsse im

Vordergrund. Nicht nur Automobilfans sind

fasziniert von den Exponaten, die das Museum

für historische Maybach-Fahrzeuge (siehe

S. 62ff.) präsentiert. Am 7. Juni bildet die

Neumarkter Innenstadt das Podium für

chromblitzende Karrossen und liebevoll gepflegte

Oldies beim Oldtimertreffen und am

10. Oktober für die Neumarkter Kulturnacht.

Franken

Vielfältige Naturlandschaften in insgesamt

zehn Naturparks, aber vor allem eine Vielzahl

geschichtsträchtiger und charmanter Städte

von A wie Ansbach bis W wie Würzburg machen

den besonderen Reiz Frankens aus.

Erleben Sie auf der über 250 km langen Route durch den Oberpfälzer Wald und den Bayerischen Wald die Vielfalt dieser gläsernen

Erlebnisstraße. Mit Glasgalerien, Glasherstellung und -veredelung, Hüttenabenden, Themenwanderungen, Kreativkursen

und vielen Attraktionen bietet die Glasstraße für Jeden etwas. Ganzjährig finden festliche und kulturelle Veranstaltungen

statt, mit Konzerten, Literatur und Ausstellungen namhafter Künstler. Traumhafte Hotels begeistern mit gläserner

Tischkultur, kulinarischen Rafinessen, Wellness und Golf. Empfangen werden Sie von unberührter Natur im und am

Nationalpark Bayerischer Wald. Erleben Sie diesen funkelnden Zauber und kommen Sie auf die Glasstraße.

Weitere Informationen:

Tourismusverband Ostbayern

Im Gewerbepark D04,

93059 Regensburg

Tel.: 0049(0)941/585 39-0

info@ostbayern-tourismus.de

www.ostbayern-tourismus.de

17.974 Pfeifen und 233 Register erklingen

von der größten Domorgel der Welt zur Ehre

Gottes im St. Stephansdom von Passau

Europäische Union

„Invesition in Ihre Zukunft“

Europäischer Fonds für

regionale Entwicklung

www.dieglasstrasse.de

Bayern

7


In Ansbach, wo im Sommer die Rokoko-

Festspiele und alle zwei Jahre die Bachwoche

(31.7.-9.8.2015) stattfinden, sind die markgräfliche

Residenz mit der Fayence- und Porzellansammlung

sowie die Orangerie im Hofgarten

die wichtigsten Anziehungspunkte.

Schlösser und Parkanlagen locken in

Aschaffenburg, dem „bayerischen Nizza“.

Nördlich von Aschaffenburg, in Alzenau, findet

dieses Jahr unter dem Motto „Natur in

der Stadt“ die Bayerische Gartenschau (22.5.-

16.8.2015, siehe S. 51) statt.

Bamberg ist eine von drei fränkischen

Städten, die zum Welterbe der Unesco

gehören. Bedeutendstes Bauwerk der Welterbestadt

ist der Dom. Er gilt als ein besonderes

Beispiel für den Übergang von der Romanik

zur Gotik. Seine bekannteste Sehenswürdigkeit

ist der „Bamberger Reiter“, eine große

Skulptur aus dem 13. Jahrhundert, eine

der ersten Reiterstandbilder seit der Antike.

Bayreuth, wegen seiner Festspiele ein

Mekka für Opernfans aus aller Welt, präsentiert

einen weiteren Kulturgenuss. Zur diesjährigen

Festspielsaison wird das Haus Wahnfried

wieder eröffnet. Die Villa am Bayreuther

Hofgarten, in die Richard Wagner 1874 mit

seiner Familie gezogen war, ist seit 1976 Heimat

des Richard-Wagner-Museums. Erst vor

zwei Jahren wurde das Markgräfliche Opernhaus

zum Unesco Weltkulturerbe erklärt.

Mittelalter und Romantik

In Coburg verbrachte Lucas Cranach der

Ältere mehrere Monate zu Beginn seiner Karriere

als Hofkünstler. Die Kunstsammlungen

der Veste Coburg erinnern daran in diesem

Jahr mit drei Sonderausstellungen rund um

Gemälde und Grafiken Cranachs. Geboren

wurde Cranach in Kronach, wo aus Anlass

des 500. Geburtstags von Lucas Cranach

dem Jüngeren dieses Jahr gefeiert wird. In

der Fränkischen Galerie auf der Festung Rosenberg

ist die Ausstellung „Fränkische Meister

von Spätgotik bis Renaissance – der Weg

zu Cranachs Kunst“ (1.3.-31.10.2015) zu sehen.

Das Lichterfest „Cranachs Kronach

leuchtet“ (8.-17.5.2015) sowie das historische

Stadtspektakel (26.-28.6.2015) sind weitere

Höhepunkte.

Kirchen, Handelshäuser und viel Fachwerkarchitektur

tragen dazu bei, dass Dinkelsbühl

als eine der am besten erhaltenen

mittelalterlichen Städte gilt. Das sehenswerte

Häuserensemble bildet im Sommer die

8 Bayern

Kulisse für das Historische Festspiel „Kinderzeche“

(17.-26.7.2015).

Ein Muss für Freunde romantischer Städte ist

Rothenburg ob der Tauber. Vor allem das mittelalterliche

Stadtensemble fasziniert in der

Stadt am Kreuzungspunkt der Burgenstraße

mit der Romantischen Straße. Unter den zahlreichen

Sehenswürdigkeiten steht die St. Jakobskirche

mit dem Heilig-Blut-Altar von

Tilman Riemenschneider ganz weit oben auf

der Liste. Auf Zeitreise gehen können Rothenburg-Besucher

bei verschiedenen Festen:

Beim historischen Festspiel „Der Meistertrunk“

(22.-25.5.2015) und den alljährlich stattfindenden

Rothenburger Reichsstadt-Festtagen (4.-

6.9.2015), bei denen an die tausend Mitwirkenden

die gesamte Stadtgeschichte lebendig

werden lassen. Zum Jahresende lockt die

Stadt für Romantiker mit dem Reiterlesmarkt

(27.11.-23.12.2015, siehe S. 69ff.).

Einen weiten geschichtlichen

Bogen spannt die

Frankenmetropole Nürnberg:

von der Kaiserburg,

dem Albrecht-Dürer-

Haus, in dem der Künstler

fast 20 Jahre lebte,

über das Germanische

Nationalmuseum, das

eine der größten kulturhistorischen

Sammlungen

in Deutschland besitzt,

bis zum emotional bewegenden

Dokumentationszentrum

beim ehemaligen

Reichsparteitagsgelände.

Das Nationalmuseum

stellt anlässlich des Jubiläums das Thema

„Zwischen Venus und Luther: Cranachs

Medien der Verführung“ (21.5.2015-

22.5.2016) in den Mittelpunkt.

Wellness-Wonnen im Salzsee

Auf kulinarische Entdeckungsreise gehen

Reisende in der Fränkischen Schweiz, dem

„Land der Burgen, Höhlen und Genüsse“ in

der Region zwischen Nürnberg, Bamberg

und Bayreuth. Die Gegend weist eine der

höchsten Bäckerei-, Metzgerei- und Brauereidichten

weltweit auf. 18 Genussbotschafter

bringen den Gästen die kulinarische Vielfalt

mit attraktiven Erlebnisangeboten näher. So

bieten Brotspezialisten Mühlenwanderungen

an, Schnapsbrenner nehmen Gäste mit auf

eine Reise von der Streuobstwiese bis zur

»Was heißt hier Klassik«, fragt das Mozartfest Würzburg

2015 und lädt damit zu seinen beliebten Nachtmusiken

in den Hofgarten der Würzburger Residenz

Brennerei. Und bei Bierkellerführungen lernen

Urlauber die Brautradition der Fränkischen

Schweiz kennen.

In Würzburg befindet sich eines der

schönsten Schlösser Europas. Die

Würzburger Residenz ist ein Hauptwerk des

süddeutschen Barocks und gehört seit 1981

zu den Unesco-Welterbestätten. Die prachtvolle

Anlage bildet die passende Kulisse für

das alljährliche Mozartfest (22.5.-28.6.2015,

siehe S. 64ff.), den Höhepunkt im Veranstaltungskalender

von Würzburg.

Weißenburg präsentiert sich mit dem teilrekonstruierten

Kastell Biriciana, den Römischen

Thermen und dem größten römischen

Schatzfund in Deutschland als Römerstadt par

Excellence. Das Römermuseum wird derzeit

neugestaltet und voraussichtlich im Frühjahr

2016 wieder eröffnet.

Zum Kurzurlaub am Salzsee lädt Bad Windsheim.

Dort liegt neben der Frankentherme

das „Fränkische Tote Meer“. Der 750 Quadratmeter

große Salzsee ist 30 Grad warm und

hat eine Solekonzentration fast wie das Tote

Meer. Die moderne Franken-Therme feiert

Ende 2015 ihren zehnten Geburtstag. Abwechslung

ins Wellness-Vergnügen bringt ein

Spaziergang durch das an die Altstadt angrenzende

„Fränkische Freilandmuseum“ mit

über 100 original wieder aufgebauten Häusern,

die ländliche Baukultur und dörfliches

Wohnen zeigen.

Zu Pfingsten verwandelt sich Rothenburg

ob der Tauber anlässlich des historischen

Festspiels „Der Meistertrunk“ in eine Stadt

zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges

Ein Zentrum sportlicher Aktivitäten ist der

Ochsenkopf im Fichtelgebirge. Downhillstrecken

für Biker, ein Hochseilgarten, eine Sommerrodelbahn

und ein Zipleinpark sorgen für

Abwechslung und Adrenalinschübe. Wanderer

finden zahlreiche Themenwanderwege

wie die neue Route „Auf den Spuren der

Bergleute“, den Glaswanderweg zwischen

Weidenberg und Bischofsgrün sowie den

Echowaldweg oder den Fränkischen Gebirgswanderweg.

Luchs und Auerhahn in freier Natur

beobachten können Tierfreunde in dem

neugestalteten Wildgehege des Wildparks

am Waldhaus Mehlmeisel.


Dreizehn Kapellen verbindet der Kapellenweg zum

Entschleunigen rund um den Kneipp-Kurort Scheidegg

mit herrlichen Blicken weit in die Allgäuer Bergwelt

Allgäu und Bayerisch-Schwaben

Mehrere historische Städte prägen diese

Region, allen voran Augsburg, die drittgrößte

Stadt Bayerns. Der Stadtrundgang beginnt

auf dem Rathausplatz mit dem Renaissance-

Rathaus und dem freistehenden Perlachturm.

Die Patrizierhäuser spiegeln den Glanz früherer

Jahrhunderte wider, als die Kaufmannsund

Bankiersfamilien der Fugger ihre Geschäfte

tätigten. Zum Besichtigungsprogramm

gehören neben dem Schaezler-Palais

und dem Herkulesbrunnen der Dom sowie

die Fuggerei, die älteste Sozialsiedlung der

Welt. Ebenfalls nicht fehlen sollte das Bert-

Brecht-Haus, das an den 1898 in Augsburg

geborenen Dramatiker erinnert. Das Brechtfestival

(30.1.-10.2.2015) gehört ebenso zu

den Highlights im Augsburger Veranstaltungskalender

wie das 64. Deutsche Mozartfest

(7.5.-17.5.2015), der 23. Augsburger

Jazzsommer (15.7.-16.8.2015) oder

der berühmte Christkindlesmarkt (siehe S.

69ff.) auf dem Rathausplatz.

An der Romantischen Straße (siehe S.

53ff.) nordwestlich von Augsburg liegt das

mittelalterlich anmutende Städtchen

Nördlingen. Der Ort beeindruckt vor allem

mit seiner vollständig erhaltenen

Stadtmauer. Außergewöhnlich ist der

kreisrunde Grundriss der Stadt in einem

ebenfalls fast runden, nahezu 90 Meter

tiefen Kessel mit einem Durchmesser von

etwa 25 Kilometern, dem Ries.

Am südlichen Ende der Romantischen

Straße liegt Füssen. Die charmante Stadt

am Lech ist ein Kleinod mit spätgotischen

und barocken Bauten in der Reichenstraße zu

Füßen des Hohen Schlosses und des Klosters

St. Mang. Nicht weit entfernt von Füssen liegen

die Schlösser König Ludwigs II. – Schloss

Neuschwanstein und Hohenschwangau.

Auf vielfältige Weise zur Ruhe kommen

kann man in Oy-Mittelberg. Am besten

gelingt es bei den spirituellen Wanderwochen

auf den Spuren des neuen Glaubens- und Kirchenrundwegs

mit dem Titel „Auf seiner

Spur“, einem 43 Kilometer langen Weg zu

Kirchen und Kapellen im Gemeindegebiet

des Kneipp- und Luftkurorts Oy. Ziele sind unter

anderem die Pfarrkirche St. Michael in Mittelberg

und die Wallfahrtskirche Maria Rain,

für viele die schönste Dorfkirche des Allgäus.

Der „Abenteuerspielplatz Oy-Mittelberg“ ein

lohnendes Ziel für Familien: Dort können Kinder

in Moorweihern und Seen schwimmen

oder spezielle Kletterkurse besuchen.

Ausflug ins Mittelalter

Die sanfte Berglandschaft des Allgäus verleiht

Kempten eine romantische Postkartenidylle.

Die bewegte Geschichte der Stadt bekommen

Besucher in der unterirdischen Erasmus-Kapelle

erzählt. Sehenswert außerdem:

Die Lorenz-Basilika und die Residenz in der

Neustadt sowie der Rathausplatz, der besonders

an lauen Sommerabenden südländisches

Flair verströmt.

Nach Kaufbeuren zieht es die meisten Besucher

zur Zeit des Tänzelfestes (9.-20.7.15),

wenn 1.650 Kinder beim ältesten historischen

Kinderfest Bayerns die Stadt in ein mittelalterliches

Lager verwandeln. Nur alle drei Jahre

gibt es in Mindelheim einen unterhaltsamen

Das neue “Deutsche Hutmuseum“ in Lindenberg/Westallgäu

zeigt Interessantes und

Kurioses rund um 300 Jahre Hutmode

Ausflug in die Geschichte – beim Frundsbergfest

(25.6.-5.7.2015) mit Lagerleben, Gefechten

und großem Umzug.

Das Herz Bayerisch-Schwabens schlägt im

Unterallgäu. Memmingen ist hier die zentrale

Stadt. Ein alter Brauch, immer am letzten Juli-

Wochenende, ist dort der „Fischertag“

(24./25.7.2015), ein großes Heimatfest mit

abendlichem Umzug des Fischerkönigs durch

die Altstadt. Wenige Kilometer nordwestlich

lohnt das Kartäuserkloster von Buxheim den

Besuch. Glanzstück der Anlage ist der Kreuzgang,

den Dominikus Zimmermann im 18.

Jahrhundert barockisierte. Ebenso einen Abstecher

wert ist die Benediktinerabtei Ottobeuren

südöstlich von Memmingen.

Der Erfolg von Bad Wörishofen ist eng verknüpft

mit Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-

1897), der das Bild des Kurorts entscheidend

prägte. Er wusste die Heilkraft des Wassers zu

nutzen, seine ganzheitliche Gesundheitslehre

ist heute so gefragt wie vor 150 Jahren. Südsee-Ambiente

genießen Urlauber beim Bad

in der mit Thermalwasser erweiterten Therme

Bad Wörishofen.

Im heilklimatischen Kneipp-Kurort Scheidegg

ist es so sonnig wie kaum in einem anderen

Ort Deutschlands. Eine Besonderheit ist

zudem das Glutenfrei-Urlaubsangebot: Menschen,

die an Zöliakie leiden, bekommen hier

umfassende Informationen und lernen, Essen

glutenfrei zuzubereiten. Zum Entschleunigen

werden – ganz im Sinne Kneipps – fernab von

Straßen Wanderungen für „Leib und Seele“

angeboten. Dreizehn Kapellen verbindet der

rund 22 Kilometer lange Kapellenweg. Einige

der einstigen Pilgerstätten sind zwischen 500

und 1.000 Jahre alt, wie die Anna- oder die

Ulrichskapelle. Dazu kommen radelnde Gäste

besonders auf ihre Kosten. Die Palette anspruchsvoller

Radrouten reicht von der 48 Kilometer

langen Tour „Radeln bergab“ bis zu

neuen Themenradwegen auf der Allgäuer Käsestraße.

Hut ab! heißt es neuerdings wenige Kilometer

von Scheidegg entfernt in Lindenberg.

Dort hat im Dezember 2014 in der ehemaligen

Hutfabrik Ottmar Reich das Deutsche

Hutmuseum eröffnet.

Sonnenterrasse

überm Bodensee

Urlaub mit Weitblick

im Dreiländereck

Deutschland, Österreich

und Schweiz. Highlights

für Groß und Klein sind

u.a. der beeindruckende

skywalk allgäu, die

Scheidegger Wasserfälle,

das Alpenfreibad mit

Panoramablick oder die

einzigartigen Glutenfrei-

Angebote. Weitere Infos:

Scheidegg-Tourismus

Tel. +49 8381 895-55

www.scheidegg.de

Bayern

9


Tourismus Marketing GmbH

Baden-Württemberg (TMBW)

Esslinger Staße 8

70182 Stuttgart

Tel. 0049-711-238580

www.tourismus-bw.de

Stuttgart

Das Konstanzer Konzil (1414-1418) findet seinen

satirischen Ausdruck in der Statue der „Imperia“,

dem Wahrzeichen in der Hafeneinfahrt

Der Zauber des Südens

Baden-Württemberg – von der

Sonne verwöhnt, mit prachtvollen

Residenzschlössern und Gartenanlagen

sowie kulinarischem

Reichtum gesegnet – ist eine Begegnung

für Genießer

Bodensee / Oberschwaben

Wassersport und Kulturgenuss am See, ausgedehnte

Moorlandschaften, moderne Thermalbäder,

dazu viel barocke Pracht in Kirchen

und Klöstern: Die Region zwischen Bodensee

und Donau, zwischen Alpen und Schwäbischer

Alb verwöhnt.

Am Bodensee, dem größten See Deutschlands

und Bindeglied zu den Nachbarländern

Österreich und Schweiz, liegt die mit rund

80.000 Einwohnern größte Stadt am See:

Konstanz lockt mit einem lebhaften Zentrum,

kulturellen Einrichtungen und einer spannenden

Geschichte. Das wichtigste historische Ereignis

war das Konstanzer Konzil (1414-1418),

durch das die Stadt in den Mittelpunkt des

Abendlandes rückte. 2014 jährte sich das

Die Kirche St.

Georg in Oberzell ist

eines von drei romanischen

Meisterwerken

auf der Insel Reichenau

und Teil des

Unesco-Welterbes

Konzil zum 600. Mal, was bis 2018 gefeiert

wird. 2015 steht unter dem Motto „Jahr der

Gerechtigkeit“ und würdigt das Wirken des

böhmischen Theologen und Reformers Jan

Hus mit Konzerten und einem breiten Kulturprogramm.

Gartenfreunde zieht es auf die Insel

Reichenau. Auf der „Gemüseinsel“

wurde vor fast 1.200 Jahren der erste Gartenratgeber

Europas geschrieben. Gewächshäuser,

Gemüsebeete und Rebhänge prägen

noch heute das Gesicht der Insel. Im ehemaligen

Klostergarten wachsen in dem nach altem

Vorbild angelegten Kräutergarten die

Pflanzen aus dem „Hortulus“, dem frühen

Lehrbuch für Gartenliebhaber. Daneben

lohnt der Weg auch wegen der drei mittelalterlichen

Kirchen (9. bis 11. Jh.), denen die

Insel ihren Eintrag in die Liste des Unesco-

Weltkulturerbes verdankt.

Zum „Garten-Rendezvous am Untersee“

laden in der Zeit von April bis Oktober zahlreiche

Anlagen ein, vom verwunschenen

Bauerngarten bis zum prachtvollen Schlosspark.

Auch viele Privatleute am Untersee öffnen

in dieser Zeit

ihre Gartentore für

interessierte Gäste.

Ausstellungen,

Führungen, Wanderungen

und kulturelle

Veranstaltungen

zum Thema

Garten runden das

Angebot ab.

Ein Muss für Blumenfreunde

ist die

Insel Mainau. Neben

einer unglaublichen

Blumenfülle

mit Hunderttausenden

Tulpen und Narzissen, einem italienischen

Rosengarten, 12.000 Dahlien in mehr

als 250 Sorten, verzaubern auch ein Schmetterlingshaus,

ein verglastes Palmenhaus und

eine Orchideenschau die Besucher. Beeindruckend

sind auch viele exotische Bäume, die

schon vor 150 Jahren auf der Blumeninsel gepflanzt

wurden und teilweise über 40 Meter

hoch in den Himmel über dem Bodensee ragen.

Den Mittelpunkt der Insel bildet das

Deutschordensschloss, auf dem noch immer

die Gräfliche Familie Bernadotte lebt.

In Überlingen, am nördlichen Bodenseeufer,

lädt eine fünf Kilometer lange Promenade

zum Flanieren ein. Einen Hauch von Côte

d’Azur verströmen die Straßencafés, Palmen

und exotischen Pflanzen. Historische und zeitgenössische

Kunst zeigen die Wechselausstellungen

in der Städtischen Galerie „Fauler

Pelz“ in einem ehemaligen Ballsaal (19. Jh.)

an der Seepromenade.

Nicht weit entfernt macht der Besucher

im Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen

eine Zeitreise in die Lebenswelt der frühen

Siedler am Bodensee. Über Holzstege gelangt

man trockenen Fußes zu den originalgetreu

eingerichteten Pfahlbauten mit Inszenierungen

und Rekonstruktionen. Sie dokumentieren

die Welt der Bauern und Fischer aus

der Steinzeit vor 6.000 Jahren sowie der frühen

Schmiede der Bronzezeit vor 3.000 Jahren.

Seit 2011 gehören die prähistorischen

Pfahlbauten zum Unesco-Weltkulturerbe.

In Salem, wenige Kilometer abseits des

Sees, laden weitläufige Parkanlagen rund um

das ehemalige Zisterzienserkloster und heutige

Schloss Salem zum Schlendern ein. Seit

September 2014 informiert ein neu gestaltetes

Besucherzentrum in der Orangerie über

die klösterliche Kultur der Zisterzienser.

Ins Mittelalter versetzt fühlt sich der Besucher

in den von Fachwerkhäusern und Erkern

gesäumten Gässchen in Meersburg. Von der

prachtvollen Gartenanlage des Neuen

Schlosses, genießt man einen herrlichen Panoramablick

über den Bodensee.

Das Zeppelin-Museum lockt in Friedrichshafen,

der zweitgrößten Stadt am See. Die

Hauptattraktion der weltweit größten Ausstellung

zur Geschichte und Technik der Luftschifffahrt

ist die 33 Meter lange Rekonstruktion eines

Teils der Hindenburg. Im Innern gewinnen

die Besucher einen Eindruck von der Reisekultur

aus der Zeit der „Silbernen Riesen“.

Kinder begeistert das Ravensburger Spieleland

(siehe S. 60ff.) in Meckenbeuren nördlich

von Friedrichshafen. Die neueste Attraktion

ist ein Wasserwald, in dem die jungen Besucher

an Bachläufen werkeln, pumpen und

stauen können und dabei spielerisch entdecken,

wie Wasserkraft funktioniert.

10 Baden-Württemberg


Kurverwaltung Bad Waldsee

88339 Bad Waldsee

Tel. 0049-7524-941340

www.bad-waldsee.de

Die Silhouette trügt nicht: Die Innenstadt

Bad Waldsees wird vom Schlosssee

und vom Stadtsee malerisch umschlossen

(siehe S. 62ff.). Die närrische Seite des Kurorts,

der für seine Fasnet berühmt ist, entdeckt

man ganzjährig im Fasnetsmuseum,

das in der Zunftstube der einstigen Ölmühle

untergebracht ist.

Weiter nördlich liegt Weingarten mit der

Basilika St. Martin. In der größten Barockkirche

nördlich der Alpen, die auch eine wichtige

Station auf der Oberschwäbischen Barockstraße

(siehe S. 53ff.) ist, beeindrucken

die prächtigen Deckenfresken von Cosmas

Damian Asam. Die um die sechs Westfenster

arrangierte Gabler-Orgel verzaubert Betrachter

und Zuhörer gleichermaßen, etwa bei den

Internationalen Orgelkonzerten im August.

Ein Highlight im Veranstaltungskalender sind

die Klosterfestspiele Weingarten vor der Kulisse

der Klosteranlage auf dem Martinsberg.

Neben Kulturtouristen bietet Oberschwaben

vor allem für Gesundheitsurlauber beste

Typische Masken und Kostüme dokumentieren im

Fasnetsmuseum die Geschichte der Waldseer Fasnet

Verhältnisse. Die Region verfügt über eine

Fülle von Heilbädern und Kurorten, in denen

klassische Heilmittel und Therapieeinrichtungen

ebenso zu finden sind wie moderne

Thermenlandschaften, von denen sich einige

wie Perlen entlang der „Schwäbischen Bäderstraße“

zwischen Bodensee und Bad Wörishofen

(siehe S. 53ff.) auffädeln − zum Beispiel

Bad Saulgau und Bad Schussenried, wo auch

das Kloster mit einem prachtvollen Chorgestühl

und einem lichtdurchfluteten barocken

Bibliothekssaal den Besuch lohnt.

Auch Bad Waldsee liegt an der Schwäbischen

Bäderstraße. Der mit den Prädikaten

„Moorheilbad“ und „Kneippkurort“ ausgezeichnete

„Kneipp-Premium-Class-Kurort“

gehört zum dritten Mal in Folge zu den Top

Ten der sonnenreichsten Orte Deutschlands.

Das schöne Wetter kann für zahlreiche Aktivitäten

genutzt werden. Fitnesstraining steht im

Gesundheitszentrum Waldsee-Therme (siehe

S. 57) mit der heißesten Quelle Oberschwabens

(62,5 Grad) auf dem Programm: Neben

Moor- und Kneippanwendungen kann man

dort mit dem neuen Slingtraining an frei hängenden

Schlaufen die Haltung verbessern.

Die Umgebung entdecken Genussradler auf

neuen Promirouten im „Land der Drumslins“

(Moränenhügel aus der letzten Eiszeit). Zehn

Routen, die beliebtesten Tourentipps von

zehn bekannten Persönlichkeiten wie dem

Radprofi Rolf Götz, führen die Radler mit unterschiedlichen

Anforderungen durch die

Landschaft. Abwechslung in den Alltag bringen

der Golf- und Vitalpark, der Abenteuer-

Kletterwald oder das Erwin Hymer Museum

Schwarzwald

Seine vielfältige Landschaft mit dichten

Wäldern und spektakulären Schluchten, Wasserfällen,

Hochweiden und Mooren macht

den Schwarzwald zu einem der beliebtesten

Wanderreviere Deutschlands. In dem größten

zusammenhängenden Mittelgebirge der Republik,

das sich von Karlsruhe im Norden bis

an die Schweizer Grenze zieht, entdeckt der

Urlauber zudem viele traditionelle Bräuche

(von Kuckucksuhren bis zum Bollenhut) und

regionale Spezialitäten.

Der Schwarzwald ist vor allem für

sportliche Entdecker, die gerne zu

Fuß oder mit dem Fahrrad auf Reisen gehen,

eine Einladung: Allein das Netz markierter

Wanderwege erstreckt sich über insgesamt

rund 24.000 Kilometer. Es reicht von den

Weinbergen am Westrand des Mittelgebirges

bis zu den sanfthügeligen Bergen im Süden.

Urlauber gelangen mit der Konus-Gästekarte

bequem zu den schönsten Wanderwegen:

Das Kärtchen gilt als Gratisticket für Busse

und Bahnen und verheißt zusätzlich Ersparnisse

in vielen Museen, Schwimmbädern und

anderen Freizeiteinrichtungen.

Ein Besuchermagnet ist Freiburg. Die Beliebtheit

liegt zum einen am Charme der traditionsreichen

Universitätsstadt, zum anderen

Der Schwarzwald

Manchmal ist er wild und abenteuerlich, manchmal

ruhig und romantisch, aber eines ist er immer - ein

Erlebnis. Genießen Sie herzliche Gastfreundschaft,

gutes Essen und jeden Tag etwas ganz Besonderes.

Mehr Schwarzwald

Info- und Prospektservice +49 (0)761.89646-93

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Baden-Württemberg

11


Plätschernde Bächle, Kopfsteinpflaster, Fachwerkfassaden

und idyllische Winkel: Keine Frage – Freiburg

ist eine der schönsten Städte Deutschlands

an dem besonders milden Klima. Die Innenstadt

mit dem sehenswerten Münster, den

hübschen Passagen und Blumenschmuck

überall, lässt sich gut zu Fuß erkunden. Kulturliebhaber

finden Abwechslung in Museen:

Das Augustinermuseum präsentiert eine renommierte

Sammlung der Kunst vom Mittelalter

bis zum Barock und der Malerei des 19.

Jahrhunderts. Meisterwerke von der Klassischen

Moderne bis zur Gegenwart zeigt das

Museum für Neue Kunst. Und Musikfans haben

rund ums Jahr die Wahl zwischen Veranstaltungen

unterschiedlichster Art vom Barock

bis zur zeitgenössischen Musik. Ein Höhepunkt

ist das sommerliche Zelt-Festival (1.-

19.7.2015, siehe S. 64ff.).

Ein beliebtes Ausflugsziel der Freiburger ist

der Schauinsland (1.284 m), der zweithöchste

Berg der Region. Noch höher hinauf geht es

30 Autominuten östlich von Freiburg. Dort erstreckt

sich zur Schweizer Grenze der Hochschwarzwald,

der als eine der schönsten und

ursprünglichsten Landschaften Deutschlands

gilt. Höhepunkte sind der Feldberg, mit

1.493 Metern der höchste Schwarzwaldgipfel,

der bei gutem Wetter einen Blick bis zum

Mont Blanc bietet, und der Schluchsee, der

größte See im „Black Forrest“.

Wanderer finden ihr Glück auf dem als

Premiumwanderweg ausgezeichneten

zwölf Kilometer langen Feldberg-Steig. Zurück

in die Vergangenheit geht es auf dem

Heimatpfad zwischen Hinterzarten und Breitnau.

Das romantische Freilichtmuseum lässt

jahrhundertealte Tradition und Handwerkskunst

lebendig werden. Dazu locken drei so

genannte „Genießerpfade“, das sind als

Halbtages- oder Tagestouren angelegte Wanderwegen

durch besonders attraktive Landschaften,

die zusätzliche Anreize bieten. So

gibt es auf dem Genießerpfad Jägersteig in

Schluchsee allerlei Wissenswertes zu den

Themen Jagd und Jäger zu entdecken.

Jüngster Genießerpfad ist der Geißenpfad in

St. Blasien-Menzenschwand, der seine Auszeichnung

erst im vergangenen Jahr erhielt.

Am zauberhaften Titisee liegt der Kurort Titisee-Neustadt.

„Alles in Weiß und doch so

bunt“ ist dort das Motto des Seenachtsfests

„Nacht in Weiß“ (18.7.2015), das zum dritten

Mal mit einem Bodypainting-Festival gekoppelt

ist. Zum dritten Mal soll am Titisee auch

die „Aquatique Show“ (31.7.-30.8.2015) stattfinden

– ein Spektakel mit schillernden Wasserfontänen

und Lichteffekten, begleitet von

Musik aus Rock, Pop und Klassik.

Der heilklimatische Kurort Todtmoos, das

„Tote Moor“, lockte einst Herzöge und sogar

den russischen Zaren an. Heute zieht es vor

allem Wanderer in den Nationalpark Südlicher

Schwarzwald mit seinen Tälern, Schluchten

und dem 1.263 Meter hohen Hochkopf.

Genuß für alle Sinne

Der malerisch zwischen die Hügel gebettete

Schluchsee ist der größte See im Schwarzwald,

seit Jahren einer der saubersten und zugleich die

höchstgelegene Talsperre in Deutschland

Zwei Wanderwege wurden vor zwei Jahren

als „Genießerpfade“ geadelt. Der

Turmsteig bietet herrliche Panoramablicke

von zahlreichen Aussichtstürmen. Der zwölf

Kilometer lange Lebküchlerweg verbindet

das Schönste, was die „Läbkuechl’r“ – so

werden die Todtmooser im alemannischen

Volksmund genannt – rund um den Ort zu

bieten haben: zum Beispiel uralte Weidbuchen,

Wasserfälle, Kapellen und malerische

Schluchten.

Egal, wo man im Schwarzwald unterwegs

ist, probieren muss man den

Schwarzwälder Schinken. Er wird trocken gepökelt,

kalt geräuchert und soll einen dicken

Speckrand haben. Zur Verwendung kommen

ausschließlich Hinterschinken ohne Knochen.

Südlich von Todtmoos liegt Bad Säckingen.

Von dem Städtchen am Hochrhein kann man

auf Europas längster Hängebrücke hinüber in

die Schweiz spazieren. Im Trompetenmuseum

im Schlosspark erfährt der Besucher zwischen

interessanten Musikinstrumenten auch, welche

Liebesgeschichte sich um den „Trompeter

von Säckingen“ rankt.

Westlich von Freiburg markiert Breisach das

Tor zum Weinbaugebiet des Kaiserstuhls. Das

Stephansmünster mit geschnitztem Hochaltar

und Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert

ist das Wahrzeichen des charmanten Städtchens

am Rhein. Vom Kirchturm schweift der

Blick bis zu den Vogesen im Elsass. Zu Weinverkostungen

und Kellereiführungen, Show-

Kochen oder auch einem Kellerei-Krimi lädt

der Badische Winzerkeller mit dem größten

Holzfasskeller in Deutschland. Höhepunkt ist

die Fahrt mit dem Besucherbähnle durch die

Durch die spektakuläre Ravennaschlucht

führt der „Heimatpfad“, ein Freilichtmuseum

bei Hinterzarten im Hochschwarzwald,

zu historischen Mühlen und Sägen

Nur 30 Minuten von Basel entfernt:

Freizeit- und Genussregion Kaiserstuhl-Tuniberg

12 Baden-Württemberg

Infos: www.naturgarten-kaiserstuhl.de


weiträumige Kelleranlage. Die im traditionellen

Flaschengärungsverfahren hergestellten

Erzeugnisse der aus der Champagne in

Frankreich stammenden Sektkellerei Geldermann

gehören zu den deutschen Premiumsekten.

Das prickelnde Vergnügen kann man

bei Führungen und Verköstigungen in den

mittelalterlichen Gewölbekellern unter dem

Breisacher Münsterberg genießen. Das Thema

Wein beherrscht auch den Veranstaltungskalender

der Stadt, beispielsweise beim

59. Bereichs-Weinfest Kaiserstuhl

und Tuniberg (28.-31.8.15),

einem der größten Weinfeste in

Baden. Zum siebten Mal findet

in diesem Jahr das Winzerfest

beim Badischen Winzerkeller

(20./21.6.2015) statt. Den festlichen

Abschluss im Veranstaltungskalender

bilden die Weihnachtsmärkte.

Auf dem Marktplatz

unterhalb des Münsters

bieten am ersten Adventswochenende

rund 30 Stände Geschenke,

Dekoartikel und kulinarische

Schmankerl. Ein weiterer,

kleinerer Markt auf dem Neutorplatz

lädt bis Heiligabend zu Glühwein und

Schlemmereien ein, und am zweiten Adventswochenende

öffnet das Museum für Stadtgeschichte

seine Pforten zu einem kleinen weihnachtlichen

Markt.

Breisach liegt an der Badischen Weinstraße

(siehe S. 53ff.), die im vergangenen Jahr ihren

60. Geburtstag feierte und durch den Kraichgau

über Karlsruhe und Heidelberg bis an die

Badische Bergstraße verlängert wurde. Die

Hauptroute führt seit 1954 von Baden-Baden

bis nach Weil am Rhein und zieht dabei eine

Schleife um Kaiserstuhl und Tuniberg. Der

etwa 300 Meter hohe Tuniberg im Süden und

das kleine Vulkangebirge des 550 Meter hohen

Kaiserstuhls zwischen Freiburg und dem

Rheintal, dominieren den Breisgau. Hier herrschen

ideale klimatische und geologische Bedingungen

für den Weinanbau. Die Region

gilt als die wärmste Deutschlands und bringt

einige der besten deutschen Weine hervor.

Die beliebtesten Sorten sind ein samtig-milder

Spätburgunder, Grauburgunder und der

Weiße Burgunder. Außerdem Müller-Thurgau

und Silvaner, der vor allem in Ihringen wächst.

Idyllische Winzerdörfer prägen die Gegend,

die zur Unterhaltung Weinbergs- und Kellereiführungen,

Traktorrundfahrten und Weinproben

anbietet.

Wein prägt das Leben in Breisach – bei

einer Führung mit Weinprobe durch den

Winzerkeller kann sich der Gast von der

Qualität der badischen Weine überzeugen

Der „Qualitätsweg“ Kaiserstuhlpfad gehört

zum Besten, was Deutschland Abenteurern

mit Rucksack und Wanderschuhen

zu bieten hat. Er führt von Endingen knapp

22 Kilometer quer durch den Kaiserstuhl bis

nach Ihringen. Außerdem kann man die Gegend

auf rund 190 Kilometern mit dem Rad

erkunden. Genussradler schätzen die 64 Kilometer

lange Runde auf dem Kaiserstuhl-

Radwanderweg. Für weniger Trainierte stehen

übrigens in der ganzen Region E-Bikes

zur Verfügung.

Auf Goethes Spuren wandelt, wer im Städtchen

Emmendingen Quartier bezieht. Das soll

Am Westrand des Kaiserstuhls liegt das historische

Weinstädtchen Burkheim mit einem hübschen Altstadtkern,

eine Augenweide auch zur Zeit der Kirschblüte

der berühmte Geheimrat einst genauso gemacht

haben. Seit 1977 ist im Alten Rathaus

am Marktplatz der Stadt das Deutsche Tagebucharchiv

untergebracht. Ergreifende Liebesgeschichten

berühmter Persönlichkeiten

finden sich in der einzigartigen Sammlung genauso

wie Briefwechsel der „kleinen Leute“.

Weniger dramatisch als im Süden mutet die

Landschaft im mittleren Schwarzwald an. Das

Herz der Schwarzwälder Uhrmacherei schlägt

in Furtwangen, wo dem Besucher im Deutschen

Uhrenmuseum die Geschichte der Uhrenproduktion

nahegebracht wird. Eine historische

Uhrensammlung und voll eingerichtete

alte Werkstätten der Uhrmacher und Schildermaler

sind in Triberg zu sehen, wo außerdem

die größte Kuckucksuhr der Welt zu bestaunen

ist (und die höchsten Wasserfälle Deutschlands

ein grandioses Naturschauspiel bieten). Wer

tiefer in die Geschichte der historischen Uhren

einsteigen will, begibt sich auf der Deutschen

Uhrenstraße auf Rundfahrt. Stationen sind unter

anderem Villingen-Schwenningen, Titisee-

Neustadt, St. Märgen und Rottweil.

Genuss für Augen und Gaumen

bietet der Luft- und Kneippkurort

Sasbachwalden. Das Blumen- und

Winzerdorf verteilt seine Häuser

und Höfe zwischen 200 und 800

Meter Höhe entlang einer sieben

Kilometer langen Panoramastraße.

Weinberge und Kastanienwälder

säumen den denkmalgeschützten

Ortskern mit seinen weiß leuchtenden

Fachwerkhäusern. Dazwischen

liegen kleine Gärten, der

Blick schweift über Obstwiesen

und Reben. Bis auf 500 Meter steigen

die Weinberge an, mittendrin

liegen stattliche Winzerhöfe. Auf

den Granit- und Schieferverwitterungsböden

gedeihen hervorragende Burgunderweine,

Riesling und Müller-Thurgau. Die blauen

Spätburgunder der „Alde-Gott“-Winzergenossenschaft

zählen zu den höchst prämierten

in Deutschland. Kulinarik-Fans können

sich Sasbachwalden auf der „Badischen Genussmeile“

auf der Zunge zergehen lassen

Die „Alde Gott Panoramarunde“

führt als Genießerpfad wandernde

Weinfreunde zehn Kilometer weit durch die

Weinberge, Wiesen und Wälder. Das die

Winzer der Region auch hervorragende

Edelbrände destillieren, erfahren Besucher

auf zwei „Schnapsbrunnenwegen“ rund um

Sasbachwalden – an zehn „Schnapsbrunnen“

verführen Obstler, Liköre und Edelbrände

zur Rast.

gren zen los viel fäl tig

brei sach

= Historischer Münsterberg

= Wein- und Sektkellereien

= Kulinarische Angebote

= Attraktive Arrangements

Charmante Stadt am Oberrhein – zwischen Schwarzwald und Elsass – nur 45 Min. von Basel entfernt

Breisach-Touristik

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Baden-Württemberg

13


Malerisch – ist die Lage des

Winzerdorfs Sasbachwalden am sonnigen

Westrand des Schwarzwalds

Nördlich von Baden-Baden

liegt am Rande des Schwarzwalds

Schloss Favorite Rastatt.

Einst auf Veranlassung von Markgräfin

Sibylla Augusta von Baden-Baden

für die fürstliche Lust

am Jagen und Feiern barock gestaltet,

übt der Schlosspark in

ländlicher Abgeschiedenheit als

Englischer Landschaftsgarten mit

der malerisch weiten Wiese und

dem natürlich geformten Weiher

einen besonderen Reiz aus.

Schloss Favorite ist das älteste

deutsche „Porzellanschloss“ und

als einziges in der ursprünglichen

Form erhalten geblieben.

Das am Neckar gelegene Rottweil

markiert den Übergang zur

Schwäbischen Alb weiter östlich.

Jetzt

loslaufen!

Schwarzwald Ferienregion

Sasbachwalden

Premiumwanderweg

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Architektonische Sehenswürdigkeiten

der Stadt sind das Münster,

das Herdersche Haus mit

dem Stadtmuseum und das Freilichtmuseum

Römerbad. Berühmt

ist der Ort für den jährlichen

Rottweiler Narrensprung am Rosenmontag,

eine der beliebtesten

Veranstaltungen der schwäbisch-alemannischen

Fasnacht

(16./17.2.2015). Weitere herausragende

Events sind das Jazzfest

(30.4.-16.5.2015) und Festival

Sommersprossen (6.-15.7.2015,

siehe S. 64ff.).

Schwäbische Alb

Die Schwäbische Alb ist ein

Paradies für Hobby-Geologen.

Wo heute die bewaldeten Berge

zum Wandern einladen, stapften

einst Dinosaurier durchs Schilf,

schwebten Flugsaurier über

Sümpfe, und Fischschwärme bevölkerten

die Korallenriffe. In

Museen und in der Natur lassen

versteinerte Muscheln und Pflanzenabdrücke

bestaunen und erforschen.

Das Biosphärengebiet Schwäbische

Alb macht die herausfordernde

Natur der Region erlebbar.

Mehr als 2.000 Höhlen laden

zu Reisen in längst vergangene

Zeiten ein. Zwischen Hayingen

und dem Wallfahrtsort Zwiefalten

liegt inmitten des Geoparks

Schwäbische Alb die einzige erfahrbare

Wasserhöhle Deutschlands

– die Wimsener Höhle. Ein

Fährmann führt die Besucher

etwa 70 Meter tief in das Erdinnere.

Zum Abschluss bietet sich ein

Gang durch die Ausstellung über

die Entdeckung der Höhle an.

In Erpfingen lockt die Bärenhöhle,

eine Tropfsteinhöhle, die

ihren Namen den zahlreichen

Skeletten von Höhlenbären verdankt,

die hier gefunden wurden.

Einige Schädel und Knochen sowie

ein restauriertes Bärenskelett

können in der Höhle besichtigt

werden. Eine neu gestaltete Außenanlage

mit einem Informationspfad

führt bis zum „Fauthloch“,

benannt nach dem Erpfinger

Lehrer, der die Höhle 1834

entdeckte. Eine der längsten und

schönsten Höhlen auf der Schwäbischen

Alb ist die Nebelhöhle.

In den verwinkelten Gängen faszinieren

die vielen verschiedenen

Tropfsteinformen. Am Übergang

zur zweiten Halle spaziert der Besucher

durch einen Wald aus

Tropfsteinen, von denen einige

bis zur Decke reichen.

Ein besonderes Erlebnis ist die

Tiefenhöhle Laichingen. Die

Schachthöhle mit ihren Erosionsund

Korrosionsformen, Fossilien

und Perlsinter gibt Einblick in ein

versteinertes Riff der Jurazeit.

Das Höhlenkundliche Museum

und die GeoPark-Infostelle runden

das Erlebnis ab.

Bei Giengen liegt die Charlottenhöhle.

Die längste Höhle Süddeutschlands

entpuppt sich als

ein Tropfsteinparadies. Am Fuß

der Höhle, die auf einer Gesamtlänge

von 587 Meter begehbar

ist, wartet das interaktive Erlebnismuseum

Höhlen-Schauland, in

dem Erdgeschichte interaktiv und

unterhaltsam vermittelt wird. Über

die Entstehung und Entdeckung

der Tropfsteinhöhle informiert außerdem

das Höhlenhaus. Bären

gibt es übrigens auch in Giengen,

sogar zum Anfassen und mit knuffigem

Fell – im Steiff-Museum.

Über der Erde begeistern die

Burgen und Schlösser, die es in

kaum einer anderen Region

Weithin sichtbar thront die Burg

Hohenzollern auf einem markanten

Bergkegel über der Schwäbischen Alb,

in deren Schatzkammer die preußische

Königskrone aufbewahrt wird

Das restaurierte Skelett eines Bären

lockt jährlich rund 90.000 Besucher in

die Bärenhöhle bei Erpfingen

Deutschlands so zahlreich gibt

wie auf der Schwäbischen Alb.

Von der imposanten Burg Hohenzollern

(die einen überwältigenden

Rundblick über die Alb bietet)

bis zum romantischen Schloss

Lichtenstein, das wohl nie gebaut

worden wäre, hätte nicht Wilhelm

Hauff 1826 seinen gleichnamigen

Roman geschrieben.

Auch auf die Spuren großer

Dichter und Literaten stößt man

auf der Schwäbischen Alb zuhauf.

In Tübingen beispielsweise, wo

Friedrich Hölderlin die Hälfte seines

Lebens in seinem Turm am

Neckar verbrachte. Auch Eduard

Mörike lebte lange in der kleinsten

Universitätsstadt. Die Stocherkähne

auf dem Neckar, die

romantischen Gassen und charmanten

Plätze verströmen eine

intime Atmosphäre. Ein stattliches

Rathaus schmückt den

Marktplatz.

Mittelalterliche Fachwerkromantik

neben moderner Architektur,

lauschige Gässchen und

lebhafte Einkaufsmeilen – solche

Gegensätze üben in Reutlingen

einen besonderen Reiz aus. Die

...weiter auf Seite 16

14 Baden-Württemberg


Baden-Baden

Elegantes Weltbad im Schwarzwald

dern, Mountainbiking, Reiten,

Paragliding, oder Spannung pur

bei einem Besuch der Internationalen

Galopprennen Baden-

Baden/Iffezheim.

Kulturgenuss auf höchstem

Niveau bietet das Festspielhaus

Baden-Baden – Europas zweitgrößtes

Konzert- und Opernhaus.

Es begeistert ganzjährig

mit hochkarätigen Veranstaltungen

und internationalen Stars.

Die über 350 Jahre alte,

prachtvolle Park- und Garten-

Baden-Baden, elegante

Bäder- und Kulturstadt mit internationalem

Flair, bietet mit der

modernen Caracalla Therme,

dem historischen Römisch-

Irischen Friedrichsbad und den

zahlreichen Wellnesshotels

Gesundheit und Entspannung

auf höchstem Niveau. Entspannt

erreichbar von dem wenige

Minuten entfernten Flughafen

Karlsruhe/Baden-Baden.

Romantisch gelegen im

Herzen des Schwarzwaldes, nur

wenige Minuten vom Elsass

entfernt, überzeugt die grüne

Stadt der kurzen Wege durch

ihre vielfältigen und hochkarätigen

Angebote. Wellness und

Beauty, Flanieren in der prachtvollen

Park- und Gartenanlage

„Lichtentaler Allee“, exklusives

Shopping in der architektonisch

wertvollen Altstadt, Kunstgenuss

in einem der zahlreichen

Museen oder die zahlreichen

Sport- und Outdooraktivitäten

wie z.B. Golfen im ältesten

Golfclub Deutschlands, Wananlage

„Lichtentaler Allee“,

ein Kunstwerk aus Bäumen,

Brunnen und Blüten, bezaubert

gleichermaßen als stilvolle

Kunst- und Kulturmeile mit ihren

beeindruckenden korinthischen

Säulen der historischen Trinkhalle,

dem schneeweißen Kurhaus,

dem weltberühmten Casino und

dem im Stil der L’Opéra von

Paris erbauten neobarocken

Theater.

Herausragendes Juwel inmitten

der berühmten Lichtentaler

Allee ist das Museum Frieder

Burda. Einzigartig ist nicht allein

die faszinierende Architektur,

sondern auch die Privatsammlung.

Durch eine gläserne

Brücke miteinander verbunden,

schließt sich mit zeitgenössischer

internationaler Kunst die

Staatliche Kunsthalle an.

In den Straßen und Gässchen

der verkehrsfreien Innenstadt

finden sich zahlreiche exklusive

Boutiquen, Bistros und Straßencafés.

Neben bekannten Sternerestaurants

und gemütlichen

Gasthäusern mit Lokalkolorit

und der feinen badischen Küche

im Zentrum ist auch das Rebland,

eines der bekanntesten

Riesling-Anbaugebiete Deutschlands,

ein Geheimtipp für Gourmets

und Freunde des guten

Weins.

Veranstaltungshöhepunkte 2015

in Baden-Baden

3. bis 7. Juni 2015

Galopprennbahn

Baden-Baden/Iffezheim -

Internationale Galopprennen

„Frühjahrsmeeting“

Rennfieber pur – prickelnde

Atmosphäre und aufregender

Nervenkitzel.

10. und 11. Juli 2015

Schloss Neuweier -

Philharmonische Schlosskonzerte

Die Baden-Badener Philharmonie

spielt ausgewählte Werke

im illuminierten Innenhof des

Schlosses Neuweier.

10. bis 12. Juli 2015

Kurgarten -

Internationales Oldtimer-Meeting

350 Fahrzeugklassiker aller Marken

verwandeln den Kurgarten

und die Kaiserallee in ein Freilichtmuseum

der Automobilgeschichte.

29. Aug. bis 7. Sept. 2015

Galopprennbahn

Baden-Baden/Iffezheim -

Internationale Galopprennen

„Große Woche“

Das sportliche und gesellschaftliche

Ereignis des Jahres.

16. bis 18. Oktober 2015

Galopprennbahn

Baden-Baden/Iffezheim -

Internationale Galopprennen

„Sales & Racing Festival“

Ausklang der Rennsaison mit

sportlichen Höhepunkten.

23. Nov. bis 30. Dez. 2015

Zentrum / Kurgarten

Baden-Badener

Christkindelsmarkt

Großer traditioneller

Weihnachtsmarkt vor dem

festlich illuminierten Kurhaus

Baden-Baden.

31. Dezember 2015

Kurhaus -

Silvester Dinner Ball

Festliche Silvesternacht mit

vielen kulinarischen und

musikalischen Höhepunkten

im Baden-Badener Kurhaus.

Baden-Baden

Kur & Tourismus GmbH

Schloss Solms, Solmsstraße 1

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Baden-Württemberg

15


Mit einer Lichtinstallation von 23

Leuchten wird der 161,53 Meter hohe

Turm des Ulmer Münsters, anlässlich

des 125. Jahrestags der Fertigstellung,

ein Jahr prächtig in Szene gesetzt

Vergangenheit der Stadt wird in

dem markanten Tübinger Tor der

einstigen Befestigungsanlage

spürbar. Die Marienkirche gilt als

Meisterwerk der Hochgotik und

ist seit 1988 Nationales Kulturdenkmal.

Einen herrlichen Blick

über die Stadt und die umliegenden

Hügel bietet sich von der

707 Meter hohen Achalm.

Weithin sichtbar erhebt sich

Schloss Sigmaringen über die

Hohenzollernstadt im Donautal.

Das Wahrzeichen der Stadt zeigt

16 Baden-Württemberg

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Ein abwechslungsreiches Stadterlebnis

in Ulm/Neu-Ulm, kombiniert mit den

einmaligen Landschaftseindrücken

der höhlen- und burgenreichen Region

Schwäbische Alb, sowie den zahlreichen

Barockkirchen und -klöstern

und der ältesten Kunst der Welt

- das ist der besondere Reiz der Region

Ulm/Donau.

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eindrucksvoll die Entwicklung

von einer mittelalterlichen Burg

zu einem fürstlichen Residenzschloss,

das eine er größten Waffensammlungen

Europas, kostbare

Gobelins und zahlreiche Jagdtrophäen

beherbergt. Als barockes

Kleinod entpuppt sich die

Stadtpfarrkirche St. Johann.

161,53 Meter – so hoch ist die

größte Attraktion in Ulm. Der

Turm des Ulmer Münsters ist der

höchste Kirchturm der Welt. Vor

125 Jahren wurde er fertig gestellt,

dieses Jubiläum wird mit

zahlreichen Veranstaltungen zwischen

Mai und Oktober gefeiert.

Den Auftakt machte bereits im

vergangenen Herbst eine Ausstellung

mit dem Titel „Die Jubeljahre

des Ulmer Münsters –

Aus Sehnsucht wird Weitblick“

(siehe S. 64ff.). In neuem Licht erstrahlt

der Münsterturm das ganze

Jahr durch die Lichtinstallation

„Münsterscanning“ des in Stuttgart

lebenden Künstlers Joachim

Fleischer. Außergewöhnliche

Sichtweisen auf das Ulmer Münster

eröffnet die Installation „125

Blickwinkel“ (13.3-26.4.2015). Eigens

zum Münsterjubiläum

schreibt der Komponist Marios

Joannou Elia das „Ulmer Oratorium“,

das am 30. Mai auf dem

Münsterplatz zur Uraufführung

kommt. Auch für die 21. Triennale

Ulmer Kunst (24.7.-20.9.2015)

haben sich die Künstler in Malerei,

Skulptur, Fotografie, Film und

Performance vom Münsterturm

Inspiration geholt.

Zwischen Münster und Altstadt

liegt Ulms neue Mitte, die mit ihrer

modernen Architektur den

Kontrast zu den umliegenden alten

Bauten bildet. Besonders auffällig

sind das weiße Rathaus, das

Geschäftshaus Münstertor und

die gläserne Pyramide der Zentralbibliothek.

Die Kunsthalle

Weishaupt, das jüngste Bauwerk

der neuen Mitte, ist durch eine

Glasbrücke mit dem Ulmer Museum

verbunden. Darin ist der „Löwenmensch“,

eine 38.000 Jahre

alte Mensch-Tier-Figur aus Mammutstoßzahn

die größte Attraktion.

Für Einkaufs-Touristen lohnt

der kurze Abstecher in die

Schwesterstadt Neu-Ulm. Dort

eröffnet im Frühjahr mitten im

Zentrum die „Glacis-Galerie“,

eine Shopping-Mall mit über

25.000 Quadratmetern.

Eine beschauliche Kleinstadt

am Rande der Schwäbischen Alb

ist ein Dorado für Schnäppchenjäger.

In Metzingen, der Heimatstadt

von Hugo Boss, locken in

der „OutletCity“ ganzjährig 60

internationale Top-Marken mit

Preisnachlässen. Aber nicht nur

die Mode zieht in Metzingen an,

sondern auch die Gegensätze.

Hier trifft kosmopolitisches Einkaufsflair

auf idyllischen Kleinstadt-Charme

und jahrhundertealte

Weinbautradition.

Fachwerkhäuser und Barockgebäude,

das alte Rathaus und der

gotische Kirchturm faszinieren romantisch

angehauchte Besucher

in Nürtingen. Vom besonderen

Flair der Stadt ließen sich schon

die Dichter Friedrich Hölderlin

(1770-1843), Eduard Mörike

(1804-1875) und Peter Härtling

(geb. 1933) inspirieren.

Region Stuttgart,

Nördliches Baden-

Württemberg

Kultur und Natur, stiller Genuss

und sportliches Vergnügen: Im

nördlichen Teil Baden-Württembergs

finden Kulturfreunde

ebenso ihr Glück wie Wanderer

und Radler.

Zum zweiten Mal in Folge wurde

Stuttgart im vergangenen

Jahr zu Deutschlands Kulturmetropole

Nummer 1 gewählt, nicht

zuletzt auch wegen der Besucher

in den Museen der Autohersteller

Daimler und Porsche (siehe 62ff.).

Rund um den zentralen Schlossplatz

schlägt das Herz der Schwabenmetropole,

die mit der Königstraße

(1,2 km) die längste

Einkaufs-Fußgängerzone Europas

besitzt. Zu den Sehenswürdigkeiten

der Stadt zählt das alte

Schloss, in dem das Württembergische

Landestheater untergebracht

ist. Im oberen Schlossgarten

liegen die Staatstheater

Stuttgart, ein Drei-Sparten-Haus

mit der Oper, dem renommierten

Stuttgarter Ballett und dem

Schauspiel. Der Veranstaltungskalender

der Stadt spannt einen

weiten Bogen von den Stuttgarter

Kriminächten (10.-23.3.2015)

Barocke Statuen wie diese zwei

tanzenden Putten schmücken den Park

von Schloss Ludwigburg, der größten

barocken Schlossanlage Deutschlands

über das Frühlingsfest (18.4.-

10.5.2015), Europas größtes

Volksfest mit dreiwöchigem Vergnügen

zwischen Riesenrad und

Geisterbahn, bis zum Cannstatter

Volksfest, der „Wasen“ (25.9.-

11.10.2015). Ein Highlight ist das

„Colours – International Dance

Festival“ (25.6.-12.7.2015) im

Theaterhaus Stuttgart.


Viele Sehenswürdigkeiten wie die

alte Kaiserpfalz Bad Wimpfen lassen

sich auf dem Neckartal-Radweg

bequem mit dem Fahrrad erkunden

Jedes Jahr im September verwandelt sich

die Heilbronner Altstadt rund um das historische

Rathaus in ein gemütliches Weindorf

Kunstliebhaber können aus dem Vollen

schöpfen. „Myanmar, das Goldene Land“

steht im Linden-Museum auf dem Programm

(20.1.-17.5.2015). In der Staatsgalerie vermitteln

die Arbeiten von „Otto Schlemmer – Visionen

einer neuen Welt“ Eindrücke, ehe die

Sammlungsbereiche „Italienische Meister“

und Teile des „Schwäbischen Klassizismus“

wegen Sanierungsarbeiten geschlossen werden.

Während im Landesmuseum im Alten

Schloss die Ausstellung „Ein Traum von Rom“

römisches Stadtleben in Süddeutschland beleuchtet

(20.1.-12.5.2015), steht im Kunstmuseum

Dieter Roth im Mittelpunkt der Ausstellung

„Balle Balle Knalle“ (20.1.-17.5.2015).

Ab Herbst heißt es im Kunstmuseum dann „I

Got Rhythm. Kunst und Jazz seit 1920“

(10.10.2015-6.3.2016).

Wenige Kilometer von der Landeshauptstadt

entfernt, empfängt den Besucher die

romantische Reichsstadt Esslingen mit einem

hübschen Stadtkern mit gotischen Kirchen

und Fachwerkhäusern am Marktplatz. In der

Vorweihnachtszeit bildet das Häuserensemble

die Kulisse für den erlebnisreichen „Mittelalter-

und Weihnachtsmarkt“.

Ludwigsburg, nördlich von Stuttgart gelegen,

ist ein Muss. Die Stadt mit dem prächtigen

Residenzschloss ist ein barockes Gesamtkunstwerk.

Gerade, breite Straßen

schneiden sich im rechten Winkel, Bürgerhäuser

in zarten Pastellfarben prägen das

Stadtbild. Den Mittelpunkt bildet der weite

Marktplatz mit zwei barocken Kirchen. Das

absolute Highlight ist die größte barocke

Schlossanlage Deutschlands, zu dessen

Prunkstücken das Jagd- und Lustschloss Favorite

und das romantische Seeschloss Monrepos

gehören. Insgesamt umfasst die Anlage

18 Gebäude, drei Höfe und 452 Räume. Die

weitläufigen Parkanlagen beherbergen die

älteste und schönste Dauergartenschau

Deutschlands, das Blühende Barock (28.2.-

8.11.2015) mit raffinierten Blumenarrangements,

einem Straßenmusikfestival, Lichterzauber

und Feuerwerk. Ein kultureller Höhepunkt

sind die alljährlichen Ludwigsburger

Schlossfestspiele (15.5.-25.7.2015, siehe S.

64ff.). Einer magischen Traumlandschaft

gleicht Ludwigsburg während der Venezianischen

Messe, die auf Herzog Carl Eugen zurückgeht.

Er fand bei einer Italienreise solchen

Gefallen am Venezianischen Maskenfest,

dass er es in seine Residenzstadt importierte.

Heute findet sie alle zwei Jahre statt,

das nächste Mal im September 2016.

Am besonderen Flair Ludwigsburgs fand

auch der Dichter Friedrich Schiller

zeitweilig Interesse. Auf seinen

Spuren entdecken Besucher vor allem

das Städtchen Marbach, das

nördlich von Ludwigsburg auf einem

Felshang über dem Neckar

thront. Ein geschmackvoll eingerichtetes

Museum empfängt heute

die Literaturinteressierten in dem

bescheidenen Häuschen, in dem

Schiller am 10. November 1759 das

Licht der Welt erblickte. Auf der

Schillerhöhe befinden sich das Literaturmuseum

der Moderne, das Schiller-Nationalmuseum

und das Deutsche Literaturarchiv.

In Heilbronn, der „Käthchenstadt“ an der

Burgenstraße (siehe S. 53ff.), gehören das Renaissance-Rathaus

mit der Astronomischen

Uhr und die Kilianskirche mit einem geschnitzten

Hochaltar aus dem 15. Jahrhundert

zu den Sehenswürdigkeiten. Eine Lern- und

Erlebniswelt für Jung und Alt ist seit ein paar

Jahren die „experimenta“ mit rund 150 Exponaten

zum Ausprobieren. Einmal im Jahr

verwandelt sich die Stadt für zehn Tage in ein

gemütliches Weindorf. Beim 45. Heilbronner

Weindorf (11.-20.9.2015) werden an kreativ

geschmückten Ständen über 300 verschiedene

Weine und Winzersekte ausgeschenkt. Für

Stimmung sorgen zusätzlich Live-Bands auf

fünf Bühnen. Weinfreunde kommen außerdem

beim 18. Weinlesefest am Wartberg

(27.9.2015) auf ihre Kosten – nach einer geführten

Weinwanderung entlang dem Wein-

Panorama-Weg. Über 500 bei der Landesprämierung

ausgezeichnete Weine können beim

„Gipfeltreffen Württemberger Weine“ (14.-

15.11.2015) gekostet werden. In erster Linie

„Glühwein“ wird auf dem Heilbronner Weihnachtsmarkt

(26.11-22.12.2015) ausgeschenkt.

Parallel zum Weihnachtsmarkt findet

auf dem Festplatz Theresienwiese bereits

zum 16. Mal der „Weihnachtscircus Heilbronn“

(17.12.2015-6.1.2016) mit einem internationalen

Programm auf höchstem Niveau

statt.

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Königlich amüsieren und märchenhaft

entspannen in Ludwigsburg

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und einzigartige Feste – Ludwigsburg hat unzählige

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Baden-Württemberg

17


Auf dem Weg von Heilbronn Richtung Westen

lohnt für Automobilfreunde und Technikfans

ein Stop im Auto & Technik Museum in

Sinsheim (siehe S. 53ff.).

In Bad Friedrichshall, nördlich von Heilbronn,

taucht der Gast im Besucherbergwerk

nach 30 Sekunden Fahrt in die faszinierende

Welt des „weißen Goldes“ ein. In rund 180

Meter Tiefe erleben Besucher in gewaltigen

unterirdischen Kammern die vielfältige Geschichte

des Salzes und wie es gewonnen

wird. Auch Experimente oder effektvolle

Sprengungen können vom Besucher durchgeführt

werden.

Ganz in der Nähe lädt Bad Wimpfen als ein

Glanzstück der Burgenstraße (siehe Seite

52ff.) zu erholsamen Aufenthalten in romantischem

Ambiente ein. Der malerisch auf dem

Hochufer über dem Neckar gelegene Ort mit

kleinen Gassen, alten Türmen und Toren erfüllt

nicht nur Romantiker mit Glücksgefühlen.

Beim Besuch der größten Kaiserpfalz nördlich

der Alpen spürt der Gast die Geschichte des

Städtchens hautnah. Der Blaue Turm ist das

Wahrzeichen der Stadt und Wohnung der

einzigen Türmerin Deutschlands. Beim Rundgang

auf der alten Stadtmauer hat der Besucher

einen herrlichen Blick ins Neckartal.

Eine Zeitreise in die Epoche, als sich das

römische Reich bis ins heutige Baden-Württemberg

erstreckte, machen Besucher in Aalen.

Die Attraktion für Geschichts- und archäologisch

Interessierte ist das Limesmuseum

mit seinem archäologischen Park. Baden

wie einst die alten Römer kann man in den

nach römischem Vorbild gestalteten Limes-

Beim Festivalsommer in Karlruhe, das

dieses Jahr seinen 300. Geburtstag

feiert, verwandelt sich die Fassade des

Barockschlosses in eine riesige Leinwand

und Bühne für eine grandiose Lichtshow

Thermen, deren Becken von 34

Grad warmem Thermalwasser

aus den Tiefen der Schwäbischen

Alb gespeist werden. Die

Arbeitswelt der Bergleute steht

im Mittelpunkt eines Rundgangs

durch die weitläufigen

Gänge des Besucherbergwerks

„Tiefer Stollen“.

Karlsruhe ist nicht nur die

Stadt, in der der Bundesgerichtshof

und das Bundesverfassungsgericht

ihren Sitz haben,

sondern auch ein lohnendes Ziel für Kunstliebhaber.

Dieses Jahr steht vor allem die

Entwicklung der Fächerstadt – so bezeichnet

wegen ihres fächerartigen Grundrisses – im

Laufe der Jahrhunderte im Blickpunkt, denn

Karlsruhe feiert seinen 300. Geburtstag mit

einer Reihe von Ausstellungen. So steht beispielsweise

der Baumeister Friedrich Weinbrenner

(1766-1826) im Mittelpunkt einer

Ausstellung in der Städtischen Galerie (27.6.-

4.10.2015, siehe S. 64ff.): Weinbrenner konnte

sein herausragendes städtebauliches und

baukünstlerisches Talent ein Vierteljahrhundert

lang in seiner Heimatstadt entfalten und

prägte so das Erscheinungsbild Karlsruhes

entscheidend. Lohnende Ziele in der Stadt

sind der Stadtgarten mit dem Zoologischen

Garten, eine der größten innerstädtischen

KOMMEN. STAUNEN.

GENIESSEN.

Lassen Sie sich verführen.

Die 60 Schlösser, Klöster, Gärten und Burgen

Baden-Württembergs stecken voller Überraschungen:

Charmante Führungen im historischen

Kostüm, stilvolle Weinproben und zahlreiche

exklusive Programmpunkte fnden Sie für Ihre

Touren. Informieren Sie sich unter:

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18 Baden-Württemberg


Der barocke Schlossgarten mit

seinem einzigartigen Reichtum an

Figuren und Skulpturen ist ein Glanzpunkt

von Schloss Weikersheim, das

als schönstes Schloss Hohenlohes gilt

Parkanlagen Deutschlands. Zum

Einkaufen locken das größte Indoor-Shoppingcenter

Süddeutschlands.

Ein Geheimtipp ist

der Stadtteil Durlach mit seinem

malerischen Marktplatz, dem

Schlossplatz und engen Gassen.

Im dicht gedrängten Geburtstagskalender

mit mehr als 500 Veranstaltungen

in 100 Tagen ist der

Festivalsommer (21.6.-24.9. 2015)

auf dem Schlossareal, bei dem

sich täglich bis in die Nacht hinein

Konzerte und andere Events ablösen,

der Höhepunkt. Zur Eröffnung

des Festivalsommers verwandelt

sich das Barockschloss in

eine riesige Leinwand für eine

Lichtshow mit spektakulären Feuereffekten

und hoch in den Himmel

ragenden Lichtsäulen.

Mannheim fasziniert wegen seines

schachbrettartig angelegten

Stadtzentrums, wo die Straßen

deshalb durchnummeriert sind.

Aber auch sonst hat der quirlige

Knotenpunkt im nördlichen Baden-Württemberg

eine ganze

Reihe attraktiver Sehenswürdigkeiten

zu bieten. Das sind zum einen

das große Schloss und die

Die Figur des Pan, des Flöte spielenden

Hirtengotts, gehört zu den bezauberndsten

Skulpturen im Schlossgarten

Schwetzingen und symbolisiert Arkadien,

das idyllische Landleben

hervorragenden Reiss-Engelhorn-

Museen (siehe S. 64ff.). Theaterfreunde

zieht es ins Nationaltheater,

das Theatergeschichte

schrieb, als Schillers Drama „Die

Räuber“ uraufgeführt wurde.

Sie gilt als Wiege deutscher

Romantik und ist ein Lieblingsziel

romantisch veranlagter Gemüter:

Heidelberg, die alte Hauptstadt

der Churpfalz, dessen reizende

Altstadt sich, von der Schlossruine

überragt, zwischen den bewaldeten

Berg und den Neckar

zwängt. Studentenkneipen, Straßencafés

und der Philosophenweg

ziehen Besucher aus aller

Welt an. Auch das breite kulturelle

Angebot macht einen Reiz der

Stadt aus. Der Veranstaltungskalender

ist zwischen der Heidelberger

Klavierwoche im Januar

bis zum Weihnachtsmarkt im Dezember

prall gefüllt

mit Konzerten, Musikfestivals

und weiteren

Events. Zu den

Highlights gehören

die Heidelberger

Schlossfestspiele

(27.6.-2.8.2015, siehe

S. 64ff.), bei denen

der Schlosshof

dieses Jahr die romantische

Kulisse

für Shakespeares

Romeo und Julia

bildet.

Heidelberg war

auch der erste Ort

außerhalb von Wittenberg,

an dem

Martin Luther seine

Thesen verteidigte.

Am 26. April 1518

stand Luther dort

auf dem Podium

und nahm kein Blatt vor den

Mund. Die Schauplätze der Reformation,

deren Beginn sich 2017

zum 500. Mal jährt, rücken auch

in Baden-Württemberg in den Fokus.

24 Orte zwischen Bodensee

und Taubertal, die vor 500 Jahren

Zentren der theologischen Debatten

und Umbrüche waren, erzählen

von den Spuren und Ereignissen

der Reformation, die noch

heute sichtbar und lebendig sind.

Ausführliche Infos dazu liefert ein

separates Magazin, erhältlich

beim Tourismusverband.

Schwetzingen genießt einen

guten Ruf bei Schlemmerfreunden

und Schlösserfans. Die einen

schwören auf den Schwetzinger

Spargel, die anderen lockt das

Schloss und vor allem der weitläufige

Schlossgarten, der als

Gesamtkunstwerk von europäischem

Rang gilt. Gesäumt von

Zirkelhäusern mit exotischen Kübelpflanzen,

ist der barocke Lustgarten

im Parterre der Wirklichkeit

gewordene Traum des Kurfürsten

Carl Theodor von der

Pfalz. Der Garten war ins Freie

verlagerter Wohnraum und damit

Fortsetzung der Schlossarchitektur

– eine wunderbare Kulisse für

galante höfische Feste und fürstliche

Vergnügungen. Heute lädt

der Schlossgarten zu einem einzigartigen

Spaziergang durch

zwei Gartenstile ein – Barock und

englischer Landschaftsgarten.

Genauso faszinierend sind viele

weitere historische Schlösser,

Gärten und Parks, die von den

Staatlichen Schlössern und Gärten

Baden Württemberg weitgehend

rekonstruiert und restauriert

wurden. Beispielsweise Schloss

Weikersheim, im nördlichen Zipfel

Baden-Württembergs, in der

lieblichen Landschaft des Taubertals

gelegen. Die Fassade des

Schlosses ist ein Meisterwerk der

südwestdeutschen Kunst der Renaissance

und des Barock. Im Innern

ist der Rittersaal aus der

Zeit um 1600 ein Glanzstück.

Als Paradies für Aktivurlauber

hat sich die Region

Liebliches Taubertal einen Namen

gemacht. Vor allem Radfahrer

kommen auf rund 2.300 Kilometern

Radwegen auf iher Kosten.

Paraderoute ist der hundert

Kilometer lange „Klassiker-Radweg“

von Rothenburg ob der

Tauber nach Wertheim, auf dem

sich das Tal mit seinen Burgen,

Schlössern, Klöstern und Museen

von seiner besten Seite zeigt.

Die Alternative für durchtrainierte

Kilometersammler ist der

„Sportive“-Radweg (160 km), der

von Wertheim über die Höhenzüge

des Taubertals führt. Radelspaß

und Weingenuss verbindet

die Weinradreise (225 km)

durchs Taubertal und seine Seitentäler.

Besonders bequem wird

der Radelspaß mit E-Bikes, die

im ganzen Land ausgeliehen werden

können.

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FESTIVALSOMMER

17. Juni bis 27. September

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Baden-Württemberg

19


Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH

Löhrstraße 103-105

56068 Koblenz

Tel. 0049-261-915200

www.gastlandschaften.de

Mainz

Die Mandelblüte in der klimatisch milden Pfalz

taucht die Weinberge entlang der Deutschen Weinstraße

alljährlich in ein rosafarbenes Blütenmeer

Weinparadiese und antike Schätze

Römer und Burgen, Weinberge

und herrliche Flussläufe prägen die

genuss- und erlebnisreichen „Gastlandschaften“

in Rheinland-Pfalz

Genuss und Gastfreundschaft gehören in

Rheinland-Pfalz zusammen. „Gastlandschaften”

entdeckt der Besucher in zehn Regionen,

die sich unter dem gemeinsamen Slogan

präsentieren. Dazu gehören das für hervorragende

Rotweine berühmte Ahrtal und die Eifel

mit ihren geheimnisvollen Maaren, den

kreisrunden Kraterseen. Die Mosel-Saar-Region

darf sich als eines der schönsten Flusstäler

Deutschlands rühmen. Ein funkelndes Schatzkästchen

ist das Naheland rund um das deutsche

Edelsteinzentrum Idar-Oberstein. Durch

Deutschlands größtes Weinbaugebiet reist

man in Rheinhessen. Stille Natur genießt der

Urlauber im Lahntal. Die Pfalz ist bekannt für

ihre milden Temperaturen. Als Genießerlandschaft

im Herzen von Rheinland-Pfalz präsentiert

sich der Hunsrück. Töpferkunst ist im

Westerwald zu Hause und die Region Romantischer

Rhein lockt zu erlebnisreichen Entdeckungsreisen

an die Ufer des berühmtesten

deutschen Stroms. Abwechslung in die wirklich

grandiosen Naturerlebnisse bringen historische

Städte wie Trier, Worms, Bingen,

Speyer und die Landeshauptstadt Mainz.

Entdeckungsreisen auf vier Rädern

So vielseitig wie die Landschaften sind, so

vielfältig sind die Möglichkeiten das an Reizen

reiche Bundesland im Südwesten

Deutschlands zu erleben. Zu Fuß auf aussichtsreichen

Wanderwegen, mit dem Fahrrad

entlang romantischer Flüsse oder mit

dem Auto, denn zahlreiche Ferienstraßen laden

dazu ein, die vielen Facetten der Region

im wahrsten Wortsinn zu erfahren. Die berühmteste

Route ist die Deutsche Weinstraße.

Die erste Weintouristikroute Deutschlands

beginnt bei Bockenheim in der Nähe

von Worms und führt ungefähr 85 Kilometer

weit durch hügelige Weinberge, üppige

Obstplantagen und den Pfälzerwald mit murmelnden

Bächen und stillen Tälern bis an die

französische Grenze. Das letzte Teilstück wird

auch Südliche Weinstraße genannt. Zu entdecken

gibt es Riesling-Weine, Weiß-, Grauund

Spätburgunder, die man in heiterer Atmosphäre

auf einem der zahlreichen Weinfeste

genießen kann, und zahlreiche Burgen und

Schlösser wie Burg Trifels, Burg Neuleiningen

lich

Die rheinland-pfälzischen Gastlandschaften sind zehn spannende Urlaubsregionen mit großer Tradition. Hier

können Sie viel erleben: Wandern auf Wandersteigen, Weinreisen in Weinanbaugebiete, Rad fahren

entlang von Flusslandschaften oder sich in einem der Wohlfühlhotels verwöhnen lassen.

Lassen Sie sich inspirieren: www.gastlandschaften.de

Tel.: +49 (0) 1805/757 46 36 (0,14 €/Min. aus dem dt. Festnetz, dt. Mobilfunk max. 0,42 €/Min.)

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20 Rheinland-Pfalz


oder Schloss Villa Ludwigshöhe.

Das Töpferhandwerk steht im

Mittelpunkt der Kannenbäckerstraße,

die seit 1978 durch den

Westerwald und das Kannenbäckerland

führt. Auf der 36 Kilometer

langen Route von Neuhäusel

am Naturpark Nassau bis

nach Boden laden Handwerksbetriebe

und Museen zu kurzweiligen

Zwischenstopps ein. In Höhr-

Grenzhausen lohnt beispielsweise

das Keramikmuseum Westerwald

den Besuch. Von dort verbindet

eine Stadtroute durch den

Ortsteil Grenzhausen unter dem

Motto „Museum auf der Spur“

stolze 16 Keramikwerkstätten.

Edelsteine und Intrigen

Nicht nur für das weibliche Geschlecht

ein Anziehungspunkt

sind die Museen, Manufakturen

und Händler an der Deutschen

Edelsteinstraße rund um Idar-

Oberstein. Viele kleine Betriebe

und Schleifereien – etwa in

Kirschweiler – können besichtigt

werden. Zu den Highlights auf

der durch einen stilisierten Diamanten

gekennzeichneten Route

gehören das Deutsche Edelsteinmuseum,

die Deutsche Edelsteinbörse

und die Edelstein-Erlebniswelt

in Idar-Oberstein.

auch für Wertheim und Worms,

die Endpunkte der Route. Nibelungenkundige

begegnen in

Worms, der alten Hauptstadt des

Burgunderreichs, den geschichtsträchtigen

Gestalten des Nibelungenlieds,

einer Geschichte um

Liebe, Mord und Eifersucht, im

Nibelungenmuseum und bei den

Nibelungenfestspielen (31.7.-

16.8.2015).

Närrische Weinmetropole

„Lebenslust am Rhein“ – so

lautet das Motto in Mainz, der

Rheinland-Pfälzischen Landeshauptstadt.

Und die Lebenslust

beschränkt sich in der Weinhauptstadt

Deutschlands keineswegs

nur auf die Fastnachtszeit,

deren närrischer Höhepunkt der

kilometerlange, von hunderttausenden

Besuchern gesäumte

Festzug am Rosenmontag ist.

Genuss mit Lebensart und

Weinkultur, dafür steht das „goldene

Mainz“, seit 2008 Mitglied

im Kreis der internationalen

„Great Wine Capitals“. Mehr als

3.500 Winzerbetriebe befinden

sich im Weinbogen zwischen Bingen

und Worms, dem größten

Weinbaugebiet Rheinhessens.

Gemütlichkeit und Geselligkeit

finden Besucher in den typischen

Cloud“ beleuchtet das Thema

von März 2015 bis Februar 2016

als „Medienereignis in Text und

Bild“. Der Einfluss der Ritterschaft

auf die Reformation steht im Mittelpunkt

der Sonderausstellung

im Landesmuseum Mainz (21.5.-

25.10.2015) mit dem Titel „Ritter!

Tod! Teufel“ (siehe S. 64ff.)

Die Mainzer Markthäuser mit ihren

historischen Fassaden, direkt gegenüber

dem Dom, bieten neben Wohnmöglichkeiten

auch ein Einkaufszentrum

Rheinromantik und

rauschende Feste

Zu den faszinierendsten

Landschaften in ganz

Deutschland zählt das Obere

Mittelrheintal, das von der

Unesco als Weltnaturerbe ausgezeichnet

wurde. Zwischen schroffen

Felsen, steilen Weinbergen

an den Ufern des Flusses und einer

Burg auf fast jeder Bergkuppe

erlebt der Reisende die pure

„Rheinromantik“, die schon vor

200 Jahren die ersten Urlauber

ins Rheintal lockte.

Bevor man sich in der Romantik

verliert, lohnt ein Besuch in Bingen,

dem Eingangstor zum Oberen

Mittelrheintal. Dort steht Hildegard

von Bingen im Mittelpunkt

der neugestalteten Dauerausstellung

im Museum am

www.mainz-tourismus.com

lebenslust am rhein

Jedes Jahr findet in Ransbach-

Baumbach, im Kannenbäckerland, der

„Internationale Westerwälder Töpfermarkt“

statt – mit über 100 Töpfern

aus dem gesamten Bundesgebiet

Auf sagenhaften Wegen reist,

wer der Nibelungenstraße durch

den Odenwald folgt. 110 Kilometer

misst die Strecke – zu der fast

parallel etwas weiter südlich die

Siegfriedstraße verläuft – zwischen

Wertheim und Worms. Unterwegs

verleiten Städtchen wie

Lorsch, Bensheim, Lindenfels, Michelstadt

mit seinem berühmten

Fachwerk-Rathaus, Erbach, Miltenberg

oder Freudenberg dazu,

das Auto für eine Weile stehen zu

lassen und zu Fuß auf Entdeckungstour

zu gehen. Das gilt

Weinstuben in der von hübsch

restaurierten Fachwerkhäusern

geprägten Mainzer Altstadt.

Ein Magnet für Kulturliebhaber

ist der 1.000 Jahre alte romanische

Martinsdom mit seinem

Dom- und Diözesanmuseum. Ab

September 2015 dokumentiert

hier die Ausstellung „Schrei nach

Gerechtigkeit“ das Leben am

Mittelrhein am Vorabend der Reformation.

Die Kirche St. Stephan

lockt Kunstinteressierte mit dem

weltberühmten Chagall-Fenster,

dem einzigen sakralen Kunstwerk

von Marc Chagall in Deutschland.

Zwei weitere bedeutende Ausstellungen

widmen sich im Laufe

dieses Jahres der Reformation.

„Am achten Tag schuf Gott die

Stadt voller

Geschichte(n).

Rheinland-Pfalz

21


Strom. Zeitgemäß inszeniert entdeckt

der Besucher viele Facetten

einer der bedeutendsten

Frauengestalten der Welt- und

Kirchengeschichte. In aufwändig

gestalteten Großtafeln kommt

die Prophetin mit markanten Zitaten

selbst ausführlich zu Wort.

Und fotorealistische Visualisierungen

laden ein zu einer fantasievollen

Zeitreise in hochmittelalterliche

Städte, zeigen den möglichen

Ort von Hildegards frühester

Kindheit und erwecken die

Modelle der Hildegardklöster zu

virtuellem Leben.

Am Museum am Strom beginnt

auch der Hildegard-Weg, der auf

den Spuren der wohl bedeutendsten

Frau des Mittelalters zu

Das internationale Jazzfestival

„Bingen swingt“ feiert diese Jahr im

Juni sein 20-jähriges Jubiläum mit

allem, was der Jazz zu bieten hat

den Sehenswürdigkeiten der

Stadt führt, wie z. B. zur Salzstraße,

eine der ältesten Straßen Bingens

oder zum Speisemarkt, der

schon zu Hildegards Zeiten

Marktplatz der Stadt war. Die

markante Burg Klopp und die Basilika

St. Martin, die Nahebrücke

und die Pfarrkirche St. Rupertus

und St. Hildegardis im heutigen

Stadtteil Bingerbrück, sind weitere

Stationen des erlebnisreichen

Weges. Jedes Jahr im September

und Oktober feiert die Stadt ihre

berühmte Heilige beim „Hildegard-Herbst“

(12.-20.9. und 2.-

11.10.2015). Im Juni beispielsweise

swingt die Stadt drei Tage

beim Internationalen Jazzfestival

(26.-28.6.2015). Beim Kulturuferfest

(5.7.15) verwandelt sich das

Rheinufer in eine Bühne für Gaukler

und Straßenkünstler. Edle und

süffige Tropfen stehen beim Winzerfest

(28.8.-7.9.2015) im Mittelpunkt.

Und am 4. Juli steht in Bingen

der „Rhein in Flammen“.

Leuchtende Farbkaskaden

über dem Rhein

Dieses einzigartige Spektakel

erwartet die Besucher jedes Jahr

am zweiten Augustwochenende

auch in Koblenz und einigen

Nachbarorten.

Hunderttausende strömen

dann ins Mittelrheintal, um den

„Rhein in Flammen“ zu bestaunen.

Dieses Jahr findet die spektakuläre

Veranstaltung, die ihren

Höhepunkt in einem großen Feuerwerk

auf der Festung Ehrenbreitstein

findet, zum 60. Mal

statt. Auf einer 17 Kilometer langen

Strecke werden zwischen

Boppard, Spay, Braubach, Lahnstein,

Brey und Rhens weitere

Feuerwerke abgebrannt. Sie begleiten

den größten Schiffskonvoi

Europas, bei dem annähernd 80

Schiffe mit bis zu 35.000 Gästen

an Bord auf Koblenz zusteuern.

der vergangenes Jahr eröffnete

Moselsteig vom deutsch-französisch-luxemburgischen

Grenzort

Perl bis zur Moselmündung am

Deutschen Eck in Koblenz den

Schleifen und Windungen des

Flusses. Beliebt bei Wanderern

sind die Ahrsteige, die von der

Quelle der Ahr in Blankenheim

bis zu ihrer Mündung in den

Rhein bei Sinzig durch Auenwälder,

idyllische Täler und das Ahr-

Gebirge verlaufen. Die Moore

und Heide im Hohen Fenn, die

Felsen und Seen im Rurtal und

die Krater und Kegel in der Vulkaneifel

säumen den Eifelsteig

von Aachen nach Trier.

Auch der 2009 als Deutschlands

bester Fernwanderweg

ausgezeichnete Saar-Hunsrück-

Steig liegt in Rheinland-Pfalz und

bekommt in diesem Frühjahr Zuwachs.

Er führt von Perl und

Schengen an der Mosel nach

Idar-Oberstein und wird um 195

Kilometer durch den östlichen

Hunsrück verlängert, womit er

nun in Boppard am Rhein endet.

Der ohnehin ereignisreiche Weg

mit seinen zahlreichen sogenannten

„Traumschleifen“ wird dadurch

um einige landschaftliche

Höhepunkte und spektakuläre

Aussichten mit grandiosen

Schluchten bereichert.

17. Sektfest

7. – 9.5.2015

Nacht der Verführung

4. – 6.6.2015

Internationales

Jazzfestival

»Bingen swingt«

26. – 28.6.2015

Rhein in Flammen

4.7.2015

Hildegard-Herbst

12. – 20.9.2015

2. – 11.10.2015

Weihnachtsmarkt

11. – 13.12.2015

Binger Meisterkonzerte

Jan. bis Dez. 2015

22 Rheinland-Pfalz

Kulturuferfest

5.7.2015

Rochusfest

16. – 23.8.2015

Winzerfest

28.8. – 7.9.2015

HIgHlIgHtS IN BINgeN 2015

Tourist-Information Bingen am Rhein – Telefon +49 6721/184-205 oder -206

Infos zu vielen weiteren Veranstaltungen: www.bingen.de

Auf der Festung Ehrenbreitstein hat

man einen fabelhaften Blick auf Kob lenz,

insbesondere auf das Deutsche Eck und

die Mündung der Mosel in den Rhein

Wanderwege mit Prädikat

Rheinland-Pfalz ist Wanderland.

Ein weit verzweigtes

Wanderwegenetz erschließt die

reizvollen Landschaften in Mittelgebirgen

und Flusstälern. Insgesamt

zwölf Prädikats-Fernwanderwege

warten auf ausdauernde

Naturliebhaber, die alle Wege natürlich

auch in Teilstücken erleben

können. Jede Region lässt sich so

auf herrlichen Wegen entdecken.

An der Mosel beispielsweise folgt

Neuer Nationalpark

Hunsrück-Hochwald

Der Wanderweg, der seine

Popularität auch der Tatsache

verdankt, dass mehr als die

Hälfte der gesamten Strecke

aus Waldpfaden besteht, quert

ein Stück weit auch Deutschlands

jüngsten Nationalpark.

Rund 10.000 Hektar umfasst der

mitten im Hunsrück, im Grenzgebiet

zwischen Rheinland-Pfalz

und dem Saarland gelegene

Nationalpark Hunsrück-Hochwald,

der Pfingsten 2015 eröffnet

werden wird.

... weiter auf Seite 24


Auf Rheinreise von Burg zu Burg!

Über 50 Burgen, Schlösser und Altertümer

begleiten den mächtigen Rhein zwischen

Bingen/Rüdesheim und Remagen/Unkel.

Die große Bedeutung des Rheintals kann

nicht offenkundiger dokumentiert werden als

durch die zahlreichen Burgen, Festungen

und Schlossanlagen. Die Zeugnisse

1.000-jähriger Bautätigkeit sind in den

Rheinhängen nicht zu übersehen, und hinter

jeder Wegbiegung entdeckt man plötzlich

eine neue Perspektive.

Allein die Namensgebung ist schon ein

Hinweis auf die Charaktere ehemaliger Burgherren.

Da gibt es Burgen mit wohlklingenden

Namen wie die „Schönburg”, „Burg

Liebenstein” oder „Gutenfels”. Und es gibt

Burgen, die deutlich die Ansprüche der Burgbesitzer

dokumentieren, wie Burg „Stahleck“

oder das „Schloss Stolzenfels“. Es gibt feudale

Schlösser wie „Schloss Engers“,

„Schloss Sayn“ oder „Schloss Stolzenfels“

und Respekt einflößende Festungen wie die

„Festung Ehrenbreitstein“ in Koblenz.

Original erhaltene und unveränderte Burgen

wie die Marksburg und die Pfalzgrafenstein

stehen neben beeindruckenden Ruinen

wie Fürstenberg, Ehrenfels, Rheinfels oder

Hammerstein. Sorgsam restaurierte Burgen

wie Sterrenberg, Stahleck oder Schönburg

und romantische Wiederaufbauten des 19. Jh.

wie Rheinstein, Burg Katz oder die Sooneck

vermitteln ihre eigene Burggeschichte.

Informationen unter:

Burg Pfalzgrafenstein

se im Burghotel Auf Schönburg in Oberwesel,

im Romantikhotel Schloss Rheinfels in

St. Goar oder den „Feindlichen Brüdern”

Burg Sterrenberg und Burg Liebenstein oberhalb

von Kamp-Bornhofen. Auch einige

Jugendherbergen bieten die Gelegenheit

der Zeitreise, wie die „Festung Ehrenbreitstein“

in Koblenz, „Auf Schönburg” in Oberwesel

oder „Burg Stahleck“ in Bacharach.

Andere Burgen gewähren zu besonderen

Anlässen und Veranstaltungen Einlass in ihre

Gemäuer und Kemenaten wie die Burg Namedy

mit ihrem hochkarätigen Weihnachtsmarkt,

das Schloss Brohleck zu klassischen

Konzerten oder Die Sayn Burg, die man für

besondere Veranstaltungen reservieren kann.

Allerley Spektakel

Erlebnisreiche Veranstaltungen wie historische

Märkte, Burgfestspiele und anderes

gibt es am Mittelrhein zuhauf. So ist die

www.der-rheinreisende.de

www.romantischer-rhein.de

Besichtigungen erwünscht

Viele Burgen können besichtigt werden

und laden ein, das mittelalterliche Leben

hinter dicken Verteidigungsmauern genauer

kennenzulernen. Die Rheinromantik findet in

ihnen ihre schönsten Juwelen.

Mit Burgenmagd, Nachtwächter oder Barden

wird die Burg- oder Stadt-Besichtigung

für Kinder erst so richtig interessant. Dieses

Angebot wird natürlich besonders gerne von

Schulklassen angenommen, die beispielsweise

in der Jugendherberge in Kaub übernachten

und gemeinsam mit „Burgenmagd” Ute

Grassmann die einzigartige Pfalzgrafenstein,

die wie ein Schiff mitten im Rhein liegt, erkunden.

In einigen altehrwürdigen Gebäuden kann

man heute sogar übernachten, beispielsweisagenhafte

Loreley regelmäßig

Veranstaltungsort

für ein Mittelalter-Spektakel.

Es gibt die Historienspiele

über alle Zeitepochen im Festungspark

und auf der Festung Ehrenbreitstein

in Koblenz. Zum Pfingstspektakulum laden

Bad Hönningen jährlich und Oberwesel im

Zwei-Jahres-Rhythmus zu mittelalterlichen

Festivitäten. Auch auf der Ruine von Burg

Rheinfels findet regelmäßig ein mittelalterliches

Burgfest statt. Die Marksburg schließlich

bietet ein authentisches Burgleben, das

die Burg in die Zeit des späten Mittelalters

von 1479 versetzt.

Andere Historientage am Romantischen

Rhein widmen sich den Römern, beispielsweise

in der Römerwelt am Startpunkt des

Limes (Unesco Welterbe), dem Barock in

Neuwied am Rhein sowie den Preußen in

Koblenz.

RheinBurgenWeg – Wenn nicht hier…

Wo sonst gibt es einen perfekt beschilderten

Premium-Wander-Weg, der von einer

Burg zur nächsten führt Der RheinBurgen-

Weg führt auf der linken Rheinseite (in Fließrichtung)

vom Mäuseturm in Bingen bis zum

Rolandsbogen bei Remagen auf einer Strecke

von 200 Wanderkilometern und bietet

unzählige spektakuläre Ausblicke. Eine gute

Gelegenheit, Abwechslung in ambitionierte

Burgenbesichtigungsprogramme zu bringen.

Für die gesamte Strecke sollte man allerdings

einige Tage einplanen. Es lohnt sich!

Real gewordene Märchenlandschaft

Sagen und Legenden belegen die phantasieanregende

Wirkung, die diese eindrucksvolle

Kulturlandschaft seit jeher auf seine

Besucher ausübt. Das gilt natürlich für die

weltberühmte Sage von der Loreley gleichermaßen,

wie die traurige Geschichte der Idilia

Dubb in Lahnstein oder die Entdeckungsreisen

des Prinzen Maximilian zu Wied.

Burgennetzwerk

Damit das weltweit einmalige Kultur-Spektakel

für die Nachwelt bewahrt wird, entstand

das Burgennetzwerk Romantischer

Rhein. Es umfasst die touristische Region

„Romantischer Rhein” (Remagen/Unkel -

Bingen/Rüdesheim) inklusive des Unesco-

Welterbes Oberes Mittelrheintal / LEADER-

Region Mittelrhein und ist unter dem Dach

der Romantischer Rhein Tourismus GmbH

langfristig angelegt.

Förderhinweis: Gefördert im Rahmen des Entwicklungsprogramms

PAUL unter Beteiligung der Europäischen

Union und des Landes Rheinland-Pfalz, vertreten

durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft,

Ernährung, Weinbau und Forsten.

Europäische UNION

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die

Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert

Europa in die ländlichen Gebiete.

Rheinland-Pfalz

23


Historische Baudenkmäler auf den Fundamenten

ihrer über 2.000-jährigen Geschichte machen einen

Besuch der romantischen Stadt Trier zu einem Erlebnis

Ein Pflichtziel für Freunde von Garten- und

Botanikwelten ist in diesem Jahr die Landesgartenschau

Landau (17.4.-18.10.2015). In

der Südpfalzmetropole locken farbenfrohe

Blütenteppiche, kunstvolle Blumenarrangements

und exotische Raritäten zu einem Spaziergang

durch Garten- und Landschaftsträume

(siehe S. 51).

Beeindruckende Naturerlebnisse garantiert

auch der Rheinsteig, der dieses Jahr sein

zehnjähriges Jubiläum feiert. Entlang des bekanntesten

deutschen Stroms führt der Weg

durch schattige Bergtäler und stille Wälder

des Siebengebirges, vorbei an schroffen Felspartien

im Mittelrheintal und durch den

Rheingau. Spektakuläre Ausblicke säumen

24 Rheinland-Pfalz

den Weg ebenso wie Burgen, Schlösser und

Festungen, von denen sich rund 40 allein im

Oberen Mittelrheintal zwischen Bingen und

Koblenz befinden.

Auch Pilger spazieren zunehmend auf stillen

Pfaden zwischen Pfälzerwald und Hunsrück,

denn Teile aus dem weit verzweigten

Netz des berühmten Jakobswegs führen auch

durch Rheinland-Pfalz, wie der Mosel-Camino

oder der Eifel-Camino (siehe S. 53ff.).

Auf den Spuren der Römer

An keinem anderen Ort zwischen Ostsee

und Alpen wird die Römerzeit so lebendig

wie in Trier. Im Jahr 17 v. Chr. durch

Kaiser Augustus als „Augusta Treverorum“ gegründet,

erhielt die Stadt den Beinamen

„Roma Secunda“, das zweite Rom. Acht historische

Bauwerke zählen heute zu den Unesco-

Welterbestätten. Das bekannteste ist die kolossale

Porta Nigra, das Wahrzeichen Triers am

Nordrand der Altstadt. Auch der Dom besteht

zu großen Teilen aus römischem Mauerwerk.

Die römische Palastaula (Basilika), heute evangelische

Kirche, ist der weltweit größte Einzelraum,

der aus der Antike erhalten blieb. Ein

weiteres Highlight römischer Baukunst sind

die Kaiserthermen aus dem 4. Jahrhundert.

Der prachtvolle Badepalast gehörte zu den

größten Thermen des römischen Reiches. Etwas

außerhalb des Stadtzentrums befindet

sich das Amphitheater (um 100 n. Chr. erbaut).

Bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. fanden hier blutige

Gladiatorenkämpfe statt. Einen Einblick

ins damalige Leben erhalten Besucher bei einer

Führung mit dem Gladiator Valerius. Der

einzige nicht-römische Bau, der zum Unesco-

Welterbe in Trier zählt, ist die Liebfrauenkirche.

Sie wurde im 13. Jahrhundert erbaut und

gilt als früheste gotische Kirche.

Aber das „Zentrum der Antike“ begeistert

nicht nur Historiker mit seinen Bauwerken und

Kunstschätzen wie dem „Trierer Goldschatz“

im Münzkabinett des Rheinischen Landesmuseums

oder der neuen Schatzkammer der

Stadtbibliothek, die in einer neuen Dauerausstellung

einen Blick in die Kunst und Kultur des

Mittelalters und der frühen Neuzeit erlaubt.

Trier ist heute eine lebendige Universitätsstadt

mit einem breiten kulturellen Angebot: Höhepunkte

im Jahr sind das Altstadtfest, das Mosel

Musikfestival und der traditionelle Weihnachtsmarkt

(siehe S. 68ff.) vor der malerischen Kulisse

des Hauptmarkts und des Trierer Doms.

Besondere Beachtung im Kaiserdom

von Speyer findet die Krypta - Grablege

von acht deutschen Kaisern und Königen

Im historischen Weinkeller des Restaurants

„Zum Domstein“ verwöhnt ein

eigens ausgebildeter Koch die Geschmackssinne

seiner Gäste mit köstlichen Speisen

nach Originalrezepten des Marcus Gavius

Apicius, dem einst berühmtesten Koch des

Römischen Reiches.

Einer der bekanntesten römischen Imperatoren

steht im Mittelpunkt einer großen Ausstellung

im kommenden Jahr. „Nero – Kaiser,

Künstler und Tyrann“ ist der Titel der Sonderausstellung

vom 14. Mai bis zum 16. Oktober

2016 in der im Rheinischen Landesmuseum

und weiteren Stätten die unterschiedlichen

Facetten des römischen Herrschers beleuchtet

werden.

Einen Besuch lohnt auch Speyer, die

historische Dom- und Kaiserstadt am

Rhein. Acht deutsche Kaiser und Könige fanden

im Dom zu Speyer ihre letzte Ruhestätte.

Er ist das wohl bedeutendste romanische Kirchenbauwerk

im Land und hat zu Recht einen

Platz in der Liste der Unesco-Weltkulturerbestätten.

Den Kontrast zum überwältigenden

Dom bilden das heimelige alte Fischerviertel

und Museen wie das Historische Museum der

Pfalz und das Technik-Museum, in dem kleine

und große Kinder in die Welt der Flugzeuge,

Lokomotiven und Oldtimer eintauchen können

(siehe S. 52ff.).


Romantischer Rhein Tourismus GmbH

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Vielseitige Angebote

für Familien mit Kindern

Außerordentlich reich gesegnet

mit Ausflugsmöglichkeiten und

Sehenswürdigkeiten ist die Region

an Rhein und Mosel. 15 Meisterwerke

haben sich zusammengetan

und laden ein zu einem

kurzweiligen Besuch am Romantischen

Rhein. Staunen über den

höchsten Kaltwassergeysir der

Welt, Wandern am weltberühmten

Loreleyfelsen mit Erlebnisgarantie,

Absteigen in die Basaltkeller

im Vulkanpark oder Exerzieren

wie die Römer: dies und einiges

mehr bieten die 15 Meisterwerke

zwischen Rhein und Mosel.

Alle halten ein abwechslungsreiches

Programm für Familien

mit Kindern bereit, und in den

Ferien wird das Angebot noch

intensiviert. Es lohnt sich, unter

www.meisterwerke-rhein-mosel.

de einmal vorbeizuschauen.

Burg Eltz, Münstermaifeld:

Verborgen in einem romantischen

Seitental der Mosel steht

die Burg Eltz. Mit ihrer einzigartigen

Lage sowie ihren zahllosen

Türmen und Erkern verkörpert

sie den Inbegriff einer Ritterburg.

Kulturpark Sayn mit Schmetterlingsgarten,

Bendorf-Sayn:

Zu dem reizvollen Ensemble gehören

das neugotische Schloss

und die trutzige Stammburg

ebenso wie die Sayner Hütte,

die romanische Abtei, der Kletterwald

und der Schmetterlingsgarten.

Burg Pfalzgrafenstein, Kaub:

Wer dieses Kleinod inmitten des

Rheins entdecken möchte, muss

sich mit der Fähre hinbringen lassen.

Die ehemalige Zollburg

Pfalzgrafenstein gehört zu den

wenigen nie zerstörten Burgen

im Unesco-Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Benediktinerabtei, Maria

Laach: Die sechstürmige Klosterkirche

gilt als eines der schönsten

romanischen Bauwerke

Deutschlands aus der Salierzeit.

Der nahe am Kloster gelegene

Laacher See lädt zu einem Spaziergang

und zum Verweilen ein.

Marksburg, Braubach: Eine

märchenhafte Kulisse bietet die

einzige nie zerstörte Höhenburg

am Rhein mit ihrer

vollständig erhaltenen

spätmittelalterlichen

Festungsanlage,

Rittersaal,

Kemenate, Kapelle

und Burgküche.

Die Loreley,

St. Goarshausen:

Wer von Deutschlands

berühmtestem

Sagenfelsen

den Blick über die

ergreifende Kulisse

des Unesco-

Welterbes Oberes

Mittelrheintal

schweifen lässt, für

den erwacht die

legendäre Loreley

zum Leben.

Die RömerWelt,

Rheinbrohl: Hier

wird das Leben

am Limes, dem

Grenzwall zwischen

dem Römischen Reich

und dem freien Germanien,

spürbar. Denn in Rheinbrohl beginnt

dieses 550 Kilometer lange

Bodendenkmal, das zum

Unesco-Welterbe gehört.

Regierungsbunker, Ahrweiler:

Ein einmaliges Zeugnis des

Kalten Krieges ist das einst geheime

Bauwerk. Das Museum

zeigt die Anlage, in die 3.000

Menschen im Fall eines atomaren

Angriffs einziehen sollten.

Geysir, Andernach: Er ist der

höchste Kaltwasser-Geysir der

Welt: bis zu 60 Meter schießt

die Fontäne des Geysir Andernach

in die Höhe. Erste Station

des Besuchs ist das Erlebniszentrum

mit vielen interaktiven Exponaten.

Mit dem Schiff geht es

dann zu der Halbinsel Namedyer

Werth.

Vulkanpark: In der vulkanischen

Osteifel, wo vor 13.000

Jahren der gewaltige Laacher-

See-Vulkan ausbrach, lassen sich

500.000 Jahre Erd- und Menschheitsgeschichte

an 26 Stationen

des Vulkanparks erleben. Der

Park ist Abenteuerspielplatz, Bildungsstätte

und Naherholungsgebiet

in einem.

Schloss Engers, Neuwied:

Das ehemalige kurfürstliche

Jagd-, Lust- und Sommerschloss

am Rhein, schon im Barock als

Ort der Sinnesfreuden gedacht,

Geysir in Andernach

bietet den Rahmen für außergewöhnliche

Veranstaltungen, von

klassischen Konzerten bis hin zu

inspirierenden Ausstellungen.

Historisches Koblenz: Das

Romanticum, das Kurfürstliche

Schloss, die romantische Altstadt,

die spektakuläre Seilbahnfahrt

vom Deutschen Eck hoch

hinauf zur Festung Ehrenbreitstein:

für einen Besuch der Stadt

sollte genug Zeit eingeplant

werden.

Schloss Stolzenfels, Koblenz:

Kunst- wie kulturhistorisch zählt

das im 19. Jahrhundert aus den

Ruinen einer Burg des 13. Jahrhunderts

hervorgegangene

Schloss nahe Koblenz mit den

zugehörigen Gärten zu den bemerkenswertesten

Leistungen

preußischer Rheinromantik.

Das Arp Museum im Bahnhof

Rolandseck: In einem historischen

Bahnhofsgebäude und einem

Neubau mit spektakulärem

Blick über den Rhein wird das

Werk von Hans Arp, sowie Ausstellungen

internationaler zeitgenössischer

Künstler und Gemälde

alter Meister präsentiert.

Römerbauten in Trier: Ob Porta

Nigra, Amphitheater, Barbarathermen

oder Kaiserthermen –

alle Bauten zählen zum Unesco-

Welterbe und künden von einer

Epoche, die Trier den Ruf als

„Rom des Nordens“ eintrug.

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Rheinland-Pfalz

25


Wiesbaden

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Von der Dachterrasse der Zeilgalerie öffnet

sich eine einzigartige Aussicht über die Stadt

Frankfurt und auf ihre beeindruckende Skyline

Aufregend

vielfältig

Eine glitzernde Metropole, Museen

und Ausstellungen von Weltrang,

grandiose Welterbestätten

und spannende Erlebniswälder:

Hessen ist ein außergewöhnlich

kontrastreiches Reiseziel

Die Vielfalt des Landes bündelt sich in seiner

schillerndsten Stadt. Frankfurt, das Zentrum

der Großregion Rhein-Main, hat viel

mehr zu bieten, als das Klischee der Bankenmetropole

vermuten lässt. Hinter der spektakulären

Skyline verbirgt sich eine lebendige

Metropole mit einer herausragenden Museumslandschaft,

einem breiten Kulturangebot

und zahlreichen schicken Einkaufsadressen.

Auf Kunstliebhaber übt das Museumsufer

mit seinen 20 Museen zu beiden Seiten des

Mains magnetische Anziehungskraft aus. Im

Mittelpunkt steht das Städel Museum, das

dieses Jahr sein 200-jähriges Bestehen feiert.

Aus Anlass des Jubiläums präsentiert eine

Sonderausstellung mit dem Titel „Monet und

die Geburt des Impressionismus“ (11.3.-

21.6.2015, siehe S. 64ff.) Werke von Claude

Monet und dessen Künstlerkollegen Édouard

Manet, Berthe Morisot, Edgar Degas, Auguste

Renoir und Camille Pissarro.

Zuwachs bekam das Museum für Moderne

Kunst (MMK), das nun drei Standorte hat. Das

neue „MMK 2“ präsentiert zur Eröffnung in

der Ausstellung „Boom She Boom. Werke

aus der Sammlung des MMK“ noch bis zum

14. Juni 2016 ausschließlich Objekte von

Künstlerinnen wie Katharina Fritsch, Isa Genzken,

Rosemarie Trockel, Barbara Klemm, Sturtevant

und Vanessa Beedroft. Weitere lohnende

Adressen sind das Museum für Angewandete

Kunst, das Museum Alter Plastik sowie

das Deutsche Filmmuseum. Fossilien, Mineralien,

Saurier und Riesenwale gehören zu

den Objekten der herausragenden Sammlung

des Senckenberg Naturmuseums im

Stadtteil Bockenheim.

Modetempel und Kulturfestivals

Wer einen Einkaufsbummel vorzieht, auf den

warten in der Shopping-Metropole Frankfurt

etliche Verlockungen. Den gehobenen Geschmack

bedienen die Geschäfte in der Goethestraße,

der Luxusmeile der Stadt. Die

Shopping-Malls My Zeil, Zeilgalerie und Galeria

Kaufhof sind die Renner auf der Zeil,

Deutschlands meistbesuchter Einkaufsstraße.

Zu den Neulingen am Frankfurter Shopping-

Himmel zählen das Skyline Plaza am Messeturm,

das MA in der ehemaligen Diamantenbörse

und das schmucke „ONE Goetheplaza“.

Für Kunstfreunde wie Shopping-Touristen

lohnt sich die Investition in die Frankfurt Card.

Mit ihr kommt man bequem zu allen Sehenswürdigkeiten

und erhält dazu noch 50 Prozent

Rabatt in insgesamt 28 Museen der Stadt sowie

weitere attraktive Vergünstigungen.

Die Fahrt mit dem ÖPNV lohnt sich auch

beim Besuch der Feste und Events, die der

Frankfurter Veranstaltungskalender listet –

beispielsweise das Opernplatzfest (23.6.-

3.7.2015), das Apfelweinfest (7.-16.8.2015)

oder das Museumsfest, eines der größten

Kunst- und Kulturfestivals Europas, das alljährlich

am letzten Augustwochenende bis zu

drei Millionen Besucher in die Mainmetropole

lockt (siehe S. 64ff.). Den Jahresabschluss bildet

traditionell der Frankfurter Weihnachtsmarkt

(25.11.-22.12.2015, siehe S. 69ff.).

Feiern und Schlemmen

Das ganze Jahr über finden Besucher in der

Rhein-Main-Region zahlreiche lohnende

Events. Rund 150 Konzerte und Kabarettveranstaltungen

stehen auf dem Programm des

Rheingau-Musik-Festivals (27.6.-12.9.2015,

siehe S. 64ff.), das sich über 40 Spielstätten in

der Region verteilt. Hochkarätige Lesungen

bietet das Rheingau-Literatur-Festival (17.-

27.9.2015). Köstliche Schlemmereien und

edle Tropfen prägen das „Gourmet und Wein

Festival“ (26.2.-11.3.2015) im Kronenschlösschen

Hattenheim und die „Rheingauer

Schlemmerwochen“ (24.4.-3.5.2015), die mit

kulinarischen und musikalischen Angeboten

sowie speziellen Veranstaltungen wie Weinbergwanderungen

an verschiedenen Orten

zelebriert werden. Gesellig und fröhlich geht

es in der Landeshauptstadt Wiesbaden bei

der Rheingauer Weinwoche zu, die dieses

Jahr zum 40. Mal stattfindet (14.-23.8.2015).

Kultureller Höhepunkt sind die „Internationalen

Maifestspiele“ (1.-31.5.2015) mit Theatern

aus aller Welt.

Auf solchen Festen kann man auch

Bekanntschaft mit regionalen Spezialitäten

machen – von den berühmten „Frankfurter

Würstchen“ über süffigen „Ebbewoi“

(dem hessischen Nationalgetränk) bis zum

„Handkäs mit Musik“, einem Sauermilchkä-

2014/15

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26 Hessen

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se, der traditionell mit „Musik“,

einer Marinade aus Zwiebeln,

Essig, einem Schuss Apfelwein,

Kümmel, Pfeffer und Salz serviert

wird.

Reich bestückt ist Hessen

auch mit Kulturgütern, die

unter dem Schutz der Unesco

stehen. Ein außergewöhnliches

Weltnaturerbe ist die Fossilienfundstätte

Grube Messel östlich

von Darmstadt. Nicht weit entfernt

befindet sich die Welterbestätte

Kloster Lorsch. Der Kellerwald,

der gemeinsam mit dem

100 Jahre alten Edersee einen

Nationalpark bildet, gehört zum

Unesco-Weltnaturerbe „Alte Buchenwäder

Deutschlands“. Weitere

hessische Welterbestätten

sind das Römerkastell Saalburg

und der archäologische Park in

der alten Residenzstadt Bad

Homburg v. d. Höhe, die zum

Welterbe „obergermanisch-rätischer

Limes“ gehören. Eine der

jüngsten Welterbestätten ist der

Kasseler Bergpark Wilhelmshöhe

mit seinen spektakulären, 300

Jahre alten Wasserspielen und

der beeindruckenden Kaskadentreppe

zu Füßen des monumentalen

Herkules-Denkmals.

Brüder Grimm

Museum für die

Märchen-Brüder

Kassel, die größte Stadt im

Norden Hessens, hat vor allem in

Punkto Kultur viel zu bieten. Bedeutendstes

Beispiel ist die alle

fünf Jahre stattfindende documenta.

Sie war 1955 als einmalige

Veranstaltung parallel zur

Bundesgartenschau geplant, entwickelte

sich aber zu einem Dauerbrenner

und gilt heute als weltweit

wichtigste Ausstellung zeitgenössischer

Kunst. Dieses Jahr

feiert die documenta ihr 60-jähriges

Jubiläum obwohl die documenta

14 erst im Jahr 2017 stattfindet.

Das Documenta Archiv,

das Fridericianum und die Kunsthochschule

präsentieren erstmals

eine gemeinsame Veranstaltung,

Das 1779 erbaute Fridericianum

in Kassel war eines der frühesten

öffentlichen Museen Europas und

zeigt wechselnde Einzelausstellungen

international angesehener Künstler

bei der die verschiedensten Aspekte

der Weltausstellung aufgegriffen,

diskutiert und sinnlich erfahrbar

gemacht werden.

Ein Anziehungspunkt nicht nur

für Märchenfans soll in der

Hauptstadt der Deutschen Märchenstraße

(siehe S. 52) die

Grimmwelt auf dem Weinberg

werden. In dem neuen Ausstellungshaus

(Eröffnung im Sommer

2015) werden alle Aspekte im Leben

und Werk der Brüder Grimm

beleuchtet, von den Märchen

über die Geschichte und Bedeutung

des Deutschen Wörterbuchs

und die Grammatik bis hin

zum politischen Engagement des

Brüderpaares. Neben wertvollen

Originalen vermitteln künstlerische

Installationen und Mitmachangebote

das Werk der Grimms.

Ebenfalls bekommen die seit

2005 zum Unesco-Weltdokumentenerbe

zählenden „Kinder- und

Hausmärchen“ hier eine neue

Heimat.

Neben Märchen und

zeitgenössischer Kunst

ist die Sonderausstellung

„Bild und Botschaft

– Cranach im

Dienste von Hof und

Reformation“ (21.8.-

29.11.2015, siehe S.

50) der dritte Höhepunkt

im Kasseler

Veranstaltungskalender

dieses Jahres.

Im Mittelpunkt der

Präsentation im Museum

Schloss Wilhelmshöhe

stehen Gemälde

und Druckgrafiken aus der Werkstatt

von Lucas Cranach dem Älteren,

dem neben Albrecht Dürer

bekanntesten deutschen Maler

des 16. Jahrhunderts, sowie dessen

Sohn Lucas Cranach dem

Jüngeren.

Wetzlar ist Goethestadt und

vor allem bekannt durch den

Briefroman „Die Leiden des jungen

Werther“. Eng verbunden

mit Goethe und dem Werther ist

die Person Charlotte Kestner,

geb. Buff. Sie spielte in Goethes

Wetzlarer Leben eine wichtige

Rolle und inspirierte ihn zur „Lotte“,

der zentralen Frauenfigur in

seinem Werther-Roman. Im Rahmen

der Wetzlarer Festspiele

wird (im Juli 2015) im Lottehof

das Lotte-Musical uraufgeführt.

Weserblick vom Skywalk

Nördlich von Kassel in Hofgeismar,

der an der Märchenstraße

gelegenen Fachwerkstadt, findet

dieses Jahr der Hessentag statt

(29.5.-7.6.2015). Zum größten

und ältesten Landesfest Deutschlands

werden zehntausende Besucher

erwartet, die aus einem

umfangreichen Veranstaltungsprogramm

wählen können.

Hessen ist eines der waldreichsten

Bundesländer

Deutschlands. Aus luftiger Perspektive

und auf schmalen Stegen

wandelt der am besten

schwindelfreie Besucher auf

dem Baumkronenweg Edersee

KASSEL

kultur

highlights

im Norden Hessens von Baumwipfel

zu Baumwipfel. Schwankende

Hängebrücken leiten den

Spaziergänger auf dem Baumkronenpfad

Hoherodskopf im

Vogelsberg in 15 Metern Höhe

von Baum zu Baum. Gute Nerven

sollte auch mitbringen, wer

sich bei Bad Karlshafen, der

nördlichsten Gemeinde Hessens,

auf den Weser-Skywalk

wagt. Der Steg ragt in 80 Meter

Höhe mehr als vier Meter über

den Fels der Hannoverschen

Klippen auf den Fluss hinaus.

Wer sich hinauswagt, wird mit

einem einmaligen Blick ins Wesertal

belohnt.

SOMMER

2015

60 JAHRE DOCUMENTA

GRIMMWELT

BILD UND BOTSCHAFT –

CRANACH

Hessen

27


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Düsseldorf

Der Gasometer Oberhausen ist nicht nur ein

Wahrzeichen des Ruhrgebiets, sondern auch spektakuläre

Ausstellungshalle mit atemberaubender Aussicht

vom Dach des 117,5 Meter hohen Stahlriesen

Kultur pur zwischen Rhein und Ruhr

Museen von Weltrang, musikalische

Begegnungen mit Weltklang,

populäre Ausstellungen und einmalige

Kunstinszenierungen in lebhaften

Städten: Nordrhein-Westfalen

lockt mit unvermuteter Vielfalt

Wer an Nordrhein-Westfalen denkt, erinnert

sich oft noch an Kohlebergbau und

Montanindustrie, an Zechengelände und

Bergmänner, die mit rußgeschwärzten Gesichtern

von der „Schicht“ im Stollen unter

Tage heimkehren. Dieses Klischee vergangener

Zeiten gehört zum „Kohlenpott“, der nur

ein Teil des bevölkerungsreichsten Bundeslands

ist, wie die Fußballclubs Borussia Dortmund,

Schalke 04 und 1. FC Köln. Aber die

Zeiten haben sich geändert. Kaum eine Region

in Deutschland hat in den zurückliegenden

Jahren einen so spannenden Wandel erlebt

wie das Land zwischen Rhein und Ruhr.

Und doch ist die Vergangenheit immer irgendwie

präsent: Viele ehemalige Zechen

und Industriedenkmäler haben sich in Museen,

Clubs und Kulturfabriken verwandelt und

locken rund ums Jahr ein buntes Publikum

mit Rock- und Pop-Konzerten, mit Tanz, Theater

und Ausstellungen.

Anschaulich erlebbar wird der Strukturwandel

bei einer Reise auf der Route der Industriekultur.

Der 400 Kilometer lange Rundkurs

durch das Ruhrgebiet erschließt die Orte, die

als Zeitzeugen der Vergangenheit, aber vor

allem als attraktive Veranstaltungsorte die Region

prägen. Insgesamt 55 bauliche und

technische Denkmäler säumen die Route – allen

voran die Unesco-Welterbestätte „Zeche

Zollverein“ in Essen, die auch das Besucherzentrum

beherbergt.

Viele Plätze zeigen, mit wie viel Kreativität

und Mut zu Neuem alte Industriebauwerke zu

herausragenden Kulturstätten umgestaltet

wurden. So präsentiert sich die Gaskraftzentrale

eines ehemaligen Bochumer Stahlwerks

heute als eines der eindrucksvollsten und innovativsten

Festspielhäuser Europas: Die Jahrhunderthalle

Bochum hat sich unter anderem

als zentrale Spielstätte der Ruhrtriennale einen

Namen gemacht. Das spektakuläre Festival

startet dieses Jahr unter dem Leitmotiv „Seid

umschlungen“ mit einer Weltpremiere: Der

neue Intendant Johan Simons inszeniert Pier

Paolo Pasolinis ersten Film Accattone als Musiktheaterprojekt

mit Musik von Johann Sebastian

Bach. In der Jahrhunderthalle steht „Das

Rheingold“ von Richard Wagner auf dem

Spielplan (14.8.-27.9.2015, siehe S. 64ff.).

Als eine der spektakulärsten Ausstellungshallen

gilt der Gasometer in Oberhausen. In

der riesigen „Tonne“ sind immer wieder einzigartige

Exponate zu bestaunen – noch bis

zum 1. November 2015 beispielweise die

weltgrößte Innenraum-Projektion – über 100

Meter hoch und so groß wie drei Fußballfelder,

eine atemberaubende Lichtinszenierung

unter dem Titel „320° Licht“. In Mühlheim

beherbergt ein historischer Wasserturm das

mehrfach preisgekrönte multimediale Wassermuseum

Aquarius. Und rund um eine stillgelegte

Eisenhütte bietet der Landschaftspark

Duisburg-Nord vielfältigen Freizeitspaß – mit

Kletterpark, Tauchgasometer, Open-Air-Kino,

Konzerten und nächtlicher Lichtinszenierung.

Neue Museen für

Dinos und Fußball-Fans

Vergangenes Jahr wurde die „Metropole

Ruhr“ mit der Verleihung des Kulturmarken-

Awards in Berlin als „Europäische Kulturtourismusregion

des Jahres 2014“ ausgezeichnet.

Die Auszeichnung gilt der Region, die mit

dem CentrO in Oberhausen einen der größten

Shopping-Komplexe Europas bietet, dazu

Klettergärten, Zoos, Aquarien und jede Menge

Freizeitparks. Die bekommen Zuwachs: Im

neuen Dinopark in der Teufelsschlucht in der

Eifel „tummeln sich“ ab Frühjahr 2015 mehr

als 100 lebensgroß rekonstruierte Dinosaurier

– darunter der „Eifelosaurus“.

Ebenfalls im Frühjahr bekommen Fußball-

Fans eine neue Pilgerstätte im Ruhrgebiet:

Dann eröffnet in Dortmund das Deutsche

Fußballmuseum – auf 7.700 Quadratmetern

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regionale Entwicklung

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und handwerk des

Landes nordrhein-Westfalen

28 Nordrhein-Westfalen


wird die Welt des Fußballs eindrucksvoll in

Szene gesetzt – der jüngste WM-Titel der

DFB-Auswahl inklusive.

20 Kunstmuseen im Ruhrgebiet haben sich

im Zuge der „Kulturhauptstadt RUHR 2010“

zum Netzwerk „Ruhr-Kunst-Museen“ zusammengeschlossen

und präsentieren seither ihre

Sammlungen als Gesamtheit.

Wer im Museum nicht nur staunend vor den

Objekten stehen, sondern selbst ausprobieren

und mitmachen möchte, der kommt bei

den zwölf Häusern des Verbunds „Erlebnismuseen

Rhein Ruhr“ auf seine Kosten.

Einen runden Geburtstag, den zehnten, feiert

das im Osten Westfalens gelegene „Museum

des Jahres 2014“, das MARTa Herford.

Das Museum verbindet zeitgenössische Kunst

des 21. Jahrhunderts mit aktuellen Tendenzen

im Design, speziell in der Möbelbranche.

KOMM

ZUR

RUHR!

Mode und Michelangelo

Von der Ruhr an den Rhein: In Köln zeigt

das Museum für Angewandte Kunst die Ausstellung

„Look! Modedesigner von A bis Z –

die Sammlung des MAKK“ (19.9.2015-

31.1.2016). Anhand von Neuerwerbungen

aus den Bereichen Haute Couture und Prêt-àporter

werden Facetten der Mode seit den

1960er Jahren präsentiert. Insgesamt wartet

die Domstadt – der Dom mit seinen 157 Meter

hohen Türmen ist eine der meistbesuchten

deutschen Sehenswürdigkeiten und gehört

zum Unesco-Welterbe – mit 36 verschiedenen

Museen auf, vom Römisch-Germanischen

Museum bis zum Museum Ludwig, das

so ziemlich alle populären Künstler des 20.

Jahrhunderts versammelt.

Einen guten Ruf bei Kunstliebhabern genießt

auch die ehemalige Bundeshauptstadt

Bonn. Fünf Häuser mit hochkarätigen Ausstellungen

reihen sich dort an der Museumsmeile.

Darunter die Bundeskunsthalle, in der unter

der Überschrift „Der Göttliche – Hommage

an Michelangelo“ Skulpturen, Gemälde,

Drucke und Zeichnungen im Mittelpunkt

stehen, in denen sich Künstler wie Raffael, Rubens,

Delacroix, Rodin oder Cézanne mit dem

Schaffen des Florentiners auseinandergesetzt

haben (6.2.-25.5.2015, siehe S. 64ff.). Mode

statt Michelangelo ist das Thema der Ausstellung

„Karl Lagerfeld. Modemethode“, die

den Modekosmos des Ausnahmedesigners

beleuchtet (27.3.-13.9.2015, siehe S. 64ff.).

Wellness im Welterbe

Richtung Westen lohnt sich ein Abstecher

nach Aachen, den einstigen Krönungsort

der deutschen Könige, im 8. Jahrhundert

Hauptresidenz Karls des Großen.

Nahe des Doms, der 1978 als erstes deutsches

Denkmal in die Unesco Weltkulturerbeliste

aufgenommen wurde, hat vergangenes

Jahr das „Centre Charlemagne – Neues

Stadtmuseum Aachen“ eröffnet, in dem

Wechselausstellungen zu sehen sind. Den Status

als Heilbad – Bad Aachen – verdankt die

Stadt ihren heißen Thermalquellen, deren

Wasser beispielsweise die Carolus-Therme mit

Das MARTa Herford ist ein Ort an dem

sich Wissen, Denken und Kreativität mit

Lebensfreude verbinden und wo Fragen an

die Gegenwart auf Ideen für Morgen treffen

ihrer modernen Wellness-Landschaft speist.

Bad Aachen ist nur eines von mehr als dreißig

nordrhein-westfälischen Heilbädern und

Kurorten, die ihre Angebote von der Höhlentherapie

in einem Heilstollen im Sauerland bis

zu Vital-Wandern mit Yoga im Teutoburger

Wald auf einer eigenen Internetplattform bewerben

(www.nrw-gesund.info, siehe S. 57ff.).

Ein Hauch von China an Rhein und Ruhr

Eine Stadt darf bei einer Rundreise durch

Nordrhein-Westfalen nicht fehlen: Düsseldorf.

Die Landeshauptstadt lockt mit Mode,

Kultur und Lifestyle, mit der größten Modemesse

der Welt und erlesenen Shopping-Adressen.

Die finden sich vor allem auf und rund

um die „Kö“, die Königsallee, eine der luxuriösesten

Flanier- und Einkaufsboulevards in

Europa. Nur wenige Schritte entfernt prosten

sich die Gäste an der „längsten Theke der

Welt“ zu – diesen Beinamen trägt die Düsseldorfer

Altstadt wegen ihrer zahllosen urigen

Kneipen. Aber auch herausragende Kulturereignisse

erwarten den Besucher der Modemetropole

am Rhein. Weit bekannt ist die

Quadriennale, die seit 2006 alle vier Jahre

stattfindet. Die Zeit bis zum nächsten Mal

(2018) können sich Kunstliebhaber dieses

Jahr bei dem groß angelegten Ausstellungsprojekt

China 8 verkürzen (15.5.-13.9.2015,

siehe S. 64ff.). Die Ziffer 8 steht dabei für die

Anzahl der Museen an Rhein und Ruhr, die

sich dem außergewöhnlichen Event mit zeitgenössischer

Kunst aus China beteiligen –

unter anderem sind dies das Museum Folkwang

in Essen, die

Kunsthalle Recklinghausen,

das MKM

Museum Küppersmühle

für Moderne

Kunst in Duisburg

und das NRW-Forum

in Düsseldorf.

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Nordrhein-Westfalen

29


Europareise mit Gütesiegel

Rheinradweg von den Alpen bis zur Nordsee

Den Lenker in der Hand, den Fluss im Blick:

Von den Alpen bis zur Nordsee führt der

Rheinradweg quer durch Europa. Unterwegs

entdecken Radwanderer Kulturhighlights aller

Art, tauchen in die europäische Geschichte

ein und genießen regionale Spezialitäten.

Die Qualität der Strecke bestätigt ein neues

Zertifikat der European Cyclists‘ Federation:

Der Rheinradweg ist der erste europäische

Fernradweg, der dieses Gütesiegel erhalten

hat. So weisen mittlerweile in allen beteiligten

Ländern einheitliche Schilder mit dem Signet

der EuroVelo 15 den Weg.

Vom Alpenpanorama bis zum Meerblick:

Auf einer Tour über den Rheinradweg erschließt

sich Europas landschaftliche Vielfalt.

Hier erheben sich die steilen Ufer des Mittelrheintals,

dort öffnet sich die Weite des Niederrheins;

am Horizont schimmern die Vogesen

und der Schwarzwald oder trifft der holländische

Himmel auf die flache Landschaft.

Eingebettet in diese Landschaften bittet

Europas Kulturgeschichte zur Entdeckungstour.

Nicht weniger als neun Unesco-Welterbestätten

säumen die Strecke – vom Kölner

Dom bis zu den Windmühlen bei Kinderdijk,

30 Rheinradweg

von der Festungsanlage Neuf-Brisach bis zur

Loreley. Römer und Ritter, Könige und Kirchenfürsten

haben am Rhein ihre Spuren hinterlassen.

In vielen Städten wird die wechselvolle

Vergangenheit lebendig. Ob Basel oder

Breisach, Boppard oder Bonn – überall am

Rhein wurde Geschichte geschrieben.

Und immer wieder taucht das verbindende

Element am Rhein auf: Im

französischen Colmar

sind preußische Bauten

zu bestaunen, napoleonische

Architektur prägt

deutsche Herrensitze,

holländische Einflüsse

blühen in den Klever Gartenanlagen,

eine Burg

der Hohenzollern thront

im niederländischen `s-

Heerenberg – und in

Straßburg tagt das EU-

Parlament. Alles in Reichweite

des Rheins; der

Fluss als großer Europäer.

Burg Katz Radwandern macht

hungrig. Wie wäre es mit

einem Elsässer Flammkuchen Ob eine deftige

Winzermahlzeit, typische Schweizer Rösti

oder frischer Fisch aus der Nordsee: Die Restaurants

an der Strecke servieren regionale

Köstlichkeiten für jeden Geschmack.

Lust auf quirliges Nachtleben Metropolen

wie Straßburg, Köln, Düsseldorf oder Rotterdam

bitten zum Ausgehen. Wer lieber einen

Ausflug ins Grüne unternimmt, kommt im

Naturschutzgebiet bei Lampertheim auf seine

Kosten. Oder in „De Gelderse Poort“ im

niederländisch-deutschen Grenzgebiet – dort

begegnen Radwanderer frei lebenden Wildpferden

und Galloway-Rindern. Die eindrucksvolle

Urgewalt der Natur wird beim

Rheinfall von Schaffhausen deutlich. Von den

Alpen bis zur Nordsee – der Rheinradweg

lädt zur Europatour ein…

Rheinradweg

Alle Informationen zum

Rheinradweg beinhaltet

die erste internationale

Webseite, die für den

gesamten Rheinradweg gilt:

www.rheinradweg.eu.

Emmerich

Riesling und Radrennen, Stadtbummel und

Streifzug durch die Natur: Unter dem Titel

„Rheinradsommer“ werden 2015 zum dritten

Mal mehr als 40 Open-Air-Veranstaltungen

am Rhein zusammengefasst, die für Radfahrer

interessant sind. Es handelt sich dabei unter

anderem um Stadtfeste, kulinarische Feierlichkeiten,

Radwandertage und Kulturevents

zwischen der Quelle und der Mündung des

Rheins. Der internationale Rheinradsommer

verläuft von Mai bis September.

Das Projekt „Demarrage“ wird von der Europäischen Union mit EFRE-

Mitteln im Rahmen des Nordwesteuropa INTERREG IV B Programms

kofinanziert. Lead-Partner des Projekts ist die Euregio Rhein-Waal.


Thüringer Tourismus GmbH

Willy-Brandt-Platz 1

99084 Erfurt

Tel. 0049-361-37 42 0

www.thueringen-tourismus.de

Erfurt

Im Rokokosaal der Herzogin Anna Amalia

Bibliothek von Weimar wird die Erinnerung an

die Goldene Epoche Weimars bewahrt

Cranach-Kunst und Baumwipfel-Yoga

Im Mittelpunkt einer Reise durch

Thüringen stehen die Wirkungsstätten

berühmter Dichter und

Denker. Dieses Jahr lenkt der

500. Geburtstag von Lucas Cranach

dem Jüngeren den Blick auf

die Kunst der Reformationszeit

Deshalb beginnen wir unsere Thüringen-Reise

in Weimar, der Heimat deutscher

Dichtkunst. In der Stadt der deutschen

Klassik, die als „Welterbe Klassisches Weimar“

in der Unesco-Weltkulturerbe-Liste geführt

wird, hat Lucas Cranach der Jüngere,

Sohn von Lucas Cranach dem Älteren (siehe

S. 50) eines der großartigsten Werke der Reformationszeit

hinterlassen. Der Dreiflügelaltar

in der Stadtkirche St. Peter und Paul gehört

zu den wichtigsten bildlichen Darstellungen

der Thüringer Reformationsgeschichte.

Der Altar wurde 1557 als Hauptaltar in der

Kirche aufgestellt. Im Stadtschloss und im

Schiller-Museum stellt die Klassik Stiftung

Weimar in einer Sonderausstellung (3.4.-

14.6.2015) Arbeiten beider Cranachs in den

Mittelpunkt. Zahlreiche Werke sind in der

Cranach-Galerie im Schlossmuseum zu besichtigen

– darunter berühmte Gemälde wie

die Ehepaarbildnisse von Martin Luther und

seiner Frau Katharina von Bora. Ein Hingucker

ist auch die Renaissance-Fassade des Cranach-Wohnhauses

am Markt. Von dort ist es

nicht weit zu den Wohnhäusern von Goethe

und Schiller (das nach längerem Umbau wieder

zu besichtigen ist), zum Deutschen Nationaltheater

und zur Anna-Amalia-Bibliothek.

Luther-Porträts auf der Wartburg

Ein weiteres Ziel auf den Spuren Cranachs

ist Gotha. Über dem Häusermeer erhebt sich

Schloss Friedenstein mit dem barocken Ekhof-Theater,

im Sommer Schauplatz des Ekhof-Festivals

(3.7.-29.8.2015). Im neu eröffneten

Herzoglichen Museum im Schloss ist die

Ausstellung „Cranach im Dienst von Hof und

Reformation“ zu sehen (29.3.-19.7.2015), die

vor allem das Wirken von Vater Cranach veranschaulicht.

Hoch über Eisenach thront die Wartburg,

Unesco-Weltkulturerbe und

Deutschlands berühmteste Burg. Hier übersetzte

der Reformator Luther das Neue Testament

ins Deutsche. Verschiedene grafische

und gemalte Porträts Luthers stehen im Mittelpunkt

der Ausstellung „Die Lutherporträts

der Cranach-Werkstatt“, die auf der Wartburg

zu sehen ist (2.4.-19.7.2015). Noch ein wenig

gedulden müssen sich Besucher, die einen

Blick ins Lutherhaus werfen wollen. Für das

Reformationsjahr 2017, wenn sich der Tag der

Reformation zum 500. Mal jährt, wird das

Haus saniert. Deshalb bleibt es bis Sommer

2015 geschlossen.

Kulturgenuss und Gartenkunst

Zwar spielten die Cranachs dort keine Rolle,

dennoch ist Erfurt ein Muss auf

einer Thüringen-Reise. Der Domberg

im Zentrum mit der malerischen

Silhouette von Mariendom

und St.-Severi-Kirche ist ein

Grund dafür, warum die Landeshauptstadt

zu den schönsten

Städten Deutschlands zählt. Die

jährlichen Domstufenfestspiele

(9.-26.7.2015, siehe S. 64ff.) sind

ebenso ein Besuchermagnet wie

das Krämerbrückenfest (19.-

21.6.2015), Thüringens größtes

Altstadtfest. Ein Highlight im Veranstaltungskalender

ist der 3. Internationale

Bach-Liszt-Orgelwettbewerb

(28.9.-11.10.2015) im Dom sowie

in der Prediger- und in der Cruciskirche. Erfurt

ist auch die Stadt der Parks und Gärten. Herausragend

ist der 90 Hektar große egapark

(siehe S. 51) mit der Cyriaksburg und dem

Deutschen Gartenbaumuseum; er gilt als bedeutendstes

Gartendenkmal der 1960er Jahre

in Deutschland.

Besonders lohnend ist für Naturliebhaber

und Gartenfreunde dieses Jahr eine Reise ins

Fachwerkstädtchen Schmalkalden. Dort findet

die dritte Thüringer Landesgartenschau

(25.4.-4.10.2015, siehe S. 51) statt. Verschiedene

über den Ort verteilte Areale laden den

Besucher zu einer „GartenZeitReise“ ein.

Auch andere kleinere Städte Thüringens haben

einiges zu bieten. Zum Beispiel Arnstadt

mit seinen Bach-Gedenkstätten und der ersten

Weizenbierbrauerei Deutschlands oder

Altenburg, wo einst das Skatspiel erfunden

worden ist. Patrizierhäuser aus der Renaissance-

und aus der Barockzeit schmücken

die Altstadt von Sondershausen, in dessen

Schloss die Thüringer Schlossfestspiele (26.6.-

18.7.2015) stattfinden. Von dort ist es nicht

weit bis zum „Tor zum Harz“, wie Nordhausen

mit seinen idyllischen Gassen und Fachwerkhäusern

genannt wird. Im Sommer findet

hier das Nordhäuser Rolandsfest (12.-14.6.15)

statt, das größte Volksfest der Region.

Entdeckungen auf dem Lutherweg

Naturliebhaber kommen in Thüringen vielerorts

auf ihre Kosten. Im Thüringer Wald

ist der berühmte Rennsteig, der 168 Kilometer

lange Kammweg von der Werra bis zur

Saale, ein kleines Paradies für Wanderer und

Aktivurlauber.

Mehr als 1.000 Kilometer weit windet sich

der kürzlich fertiggestellte Lutherweg (siehe

S. 54) durch ganz Thüringen. Er verbindet 21

Orte, die mit Luthers Wirken und der Reformation

unmittelbar in Verbindung stehen.

Bis 40 Meter über der Erde ist man den

Baumkronen, Wipfelbewohnern und dem Einklang

von Körper, Geist und Seele ganz nah

Ebenfalls zu Welterbestatus brachte es

2011 der Nationalpark Hainich. Dieser

Urwald mitten in Deutschland ist Teil des

Weltnaturerbes „Buchwälder der Karpaten

und Alte Buchenwälder Deutschlands“. Ein

Besuchermagnet des Hainich ist der Baumkronenpfad.

Auf dem spaziert man in 44 Meter

Höhe durch die Wipfel, studiert Waldlaufsänger

und Buntspechte – oder meditiert. Mit

einem Yogalehrer können die Gäste frühmorgens

zwischen den Baumkronen Körper, Geist

und Seele in Einklang bringen.

Thüringen

31


Magdeburg

IMG - Investitions- und Marketinggesellschaft

Sachsen-Anhalt mbH

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39104 Magdeburg

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Ein Meisterwerk norddeutscher Gotik ist der Dom

St. Stephanus in Halberstadt, dessen Kreuzgang aus

dem 13. Jh. den berühmten Domschatz beherbergt

Romanische Schätze und gotische

Dome in historischen, pittoresken

Orten – geprägt durch Luther,

Bach und Händel. In Sachsen-

Anhalt sind ganze Epochen deutscher

Geschichte zu erleben

Dieses Jahr besonders im Blickpunkt steht

die Landesausstellung zum 500. Geburtstag

des Künstlers Lucas Cranach dem Jüngeren

in Wittenberg. Zwei Jahre vor dem Reformationsjubiläum

2017 richtet die Lutherdekade

den Blick auf die Kunst und auf die Bilder der

Reformationszeit. Der 500. Geburtstag des

bis heute im Schatten seines berühmten Vaters,

Lucas Cranach des Älteren, stehenden

Wittenberger Künstlers ist Anlass, die Bilder,

die die Botschaft der Reformation verbreiteten,

in den Mittelpunkt zu stellen. Insgesamt

sieben Ausstellungsprojekte umfasst die Landesausstellung,

die in Wittenberg, Wörlitz

und Dessau zu sehen sein werden (26.6.-

1.11.2015, siehe S. 50). In Wittenberg präsentiert

das Augusteum, das Vorderhaus des

Lutherhauses, die weltweit erste eigene Ausstellung

des Cranach-Sohnes unter dem Titel

„Lucas Cranach der Jüngere – Entdeckung

eines Meisters“. Vor allem an Kinder, Jugendliche

und Familien richtet sich der Ausstellungsteil

„Pop-up Cranach“, bei der Gemälde

und Grafiken der Malerfamilie Cranach die

Grundlage für begeh- und benutzbare Ausstellungsmodule

bilden. Darüber hinaus beherbergt

die Stadtkirche Sankt Marien, in der

sich auch das Grab des Künstlers befindet,

zahlreiche Originalgemälde von Lucas Cranach

dem Jüngeren. Mit weiteren Ausstellungen,

Multimedia-Installationen, Workshops

und interaktiven Stadtführungen, die zu einem

großen Teil auf Ideen von Wittenberger

Bürgern, Vereinen und Initiativen basieren,

Kirchen-Reich und Reformations-Kunst

beteiligt sich die ganze Stadt unter dem Titel

„Cranach-City“ an der Geburtstagsfeier.

Ein weiteres Teilprojekt der Landesausstellung

führt nach Dessau-Wörlitz, das gewöhnlich

als „Gartenreich“ von sich reden macht.

Dort, im Gotischen Haus des Wörlitzer Parks,

begründete Fürst Franz von Anhalt-Dessau im

18. Jahrhundert eine der weltweit ältesten und

umfangreichsten Sammlungen von Gemälden

beider Cranachs – rund 20 Gemälde sind in

der Ausstellung „Cranach im Gotischen Haus

in Wörlitz“ zu sehen. Weitere Bilder präsentiert

die Ausstellung „Cranach in Anhalt“ in der Anhaltinischen

Gemäldegalerie im Johannbau in

Dessau. Darüber hinaus beherbergen viele

Kirchen in Sachsen-Anhalt Werke der Cranachs

in Form von Altären und Gemälden. Das Projekt

„Cranach-Kirchen in der Region“ macht

diese Schätze neu erlebbar.

Romanische Kunstwerke

am laufenden Band

Die Romanische Straße (siehe S. 52ff.) führt

in zwei Rundkursen insgesamt etwa 1.000 Kilometer

durchs Land und verknüpft die wichtigsten

Sehenswürdigkeiten Sachsen-Anhalts.

Sie bietet dabei eine interessante Entdeckungsreise

durch das deutsche Mittelalter.

Zwischen Arendsee im Norden

und Zeitz im Süden reihen sich 65 Orte

mit 80 romanischen Domen, Kirchen,

Burgen und Pfalzen, die von der einstigen

politischen und wirtschaftlichen

Bedeutung der Region zeugen.

Im Schnittpunkt der Nord- und der

Südroute liegt die Landeshauptstadt

Magdeburg mit einem historischen

Stadtkern und geschichtsträchtigen

Bauten. Neben dem berühmten Dom

Für die Kanalfront des Gotischen Hau -

ses im Gartenreich Dessau Wörlitz diente

als Vorbild eine venezianische Kirche

mit der Grablege Ottos des Großen gehört

in Magdeburg das Kloster Unser Lieben

Frauen zum Besichtigungsprogramm. Die

Anlage dient heute als Kunstmuseum und

Konzerthalle. Bei der beliebten „Kreuzgangserenade“

(7.6. und 20.6.2015) lässt

sich Musikgenuss und eine exklusive Führung

durch die Jubiläumsausstellung „40

Jahre Kunstmuseum Magdeburg“ (ab

10.5.2015) wunderbar verbinden. Ein Highlight

der Ottostadt sind die Magdeburger

Domfestspiele (3.-7.6.2015) mit einer bunten

Mischung aus Kunst, Kultur und Musik unterschiedlicher

Stilrichtungen. Den stärksten

Kontrast zu den mittelalterlichen Bauwerken

Magdeburgs bildet die ebenso sehenswerte

„Grüne Zitadelle“, eines der letzten architektonischen

Werke des Künstlers Friedensreich

Hundertwasser. Die kunterbunte „Oase für

Menschlichkeit und für die Natur in einem

Meer von rationellen Häusern“ feiert 2015

ihr zehn jähriges Bestehen.

Meisterwerk der Gotik

Zurück auf die Romanische Straße. Die

Nord route führt von Magdeburg aus durch

die Altmark bis ganz in den Norden Sachsen-Anhalts.

Am Ende der Nordroute lohnt

die Dorfkirche St. Thomas in Pretzien (12.

Jh.) den Besuch: Die Wandmalereien im Innern

gelten als wertvollste Zeugnisse mittelalterlicher

Wandmalerei in Mitteldeutschland.

Auf der Südroute reist der Romanik-

Fan auf den Spuren der Ottonen unter anderem

zu der mehr als 1.200 Jahre alten Bischofsstadt

Halberstadt. Dort führt kein Weg

am Dom St. Stephanus, einem der schönsten

gotischen Kirchenbauten Deutschlands,

vorbei. Beim Dom verwahrt wird der weltberühmte

Halberstädter Domschatz, mit 650

Stücken einer der umfangreichsten mittelalterlichen

Kirchenschätze überhaupt. Mehr als

32 Sachsen-Anhalt


FREMDENVERKEHRSVERBAND HALBERSTADT UND UMGEBUNG e.V.

300 Exponate davon sind in den historischen

Räumen der Domklausur zu sehen.

Weitere sehenswerte Sakralbauten in Halberstadt

sind die viertürmige Liebfrauenkirche,

die Martinikirche mit ihren ungleichen Türmen

und die Fachwerkkirche St. Johannis mit ihrem

freistehenden Glockenturm. In der Burchardikirche

kann der Besucher einem einzigartigen

Klangerlebnis beiwohnen – dem außergewöhnlichen

John-Cage-Orgel-Kunst-Projekt

„Organ2/ASLSP“ (As Slow As Possible), das

639 Jahre (!) lang aufgeführt werden soll.

Abwechslung bringen diverse Museen wie

das Vogelkundemuseum, das Schraubenmuseum

für bürgerliche Wohnkultur oder das Literaturmuseum

Gleimhaus. Es wurde bereits

1862 im ehemaligen Wohnhaus des Dichters

und Sammlers Johann Wilhelm Ludwig Gleim

(1719-1803) neben dem Dom eingerichtet.

Der Dom und die Museen drum herum sind

am ersten Juliwochenende Schauplatz der Veranstaltung

„Ton am Dom“ (4.-5.7.2015), einem

bunten Markttreiben, bei dem der Dom zur

klingenden Kathedrale wird und rund 50 Töpfermeister

ihre „Ton-Kunst“ präsentieren.

Auch kulinarisch bietet die Domstadt

eine besondere Spezialität: die Halberstädter

Würstchen. Dabei handelt es sich um

Brühwürste, die durch eine weltweit einzigartige

Kaminräucherung mit Buchenholz sowie

eine lange Reifezeit von 24-36 Stunden ihren

speziellen, rauchigen Geschmack erhalten.

Schätze für die Ewigkeit

Ein Muss für Kunstfreunde ist auch der

Domschatz in Quedlinburg. Die Stadt

am Ostrand des Harzes steht seit 1994 auf

der Liste der Unesco-Weltkulturerbestätten.

Das verdankt sie den 2.069 Fachwerkhäusern

aus acht Jahrhunderten, die sich in der malerischen

Altstadt aneinander schmiegen. Verwinkelte

Kopfsteinpflastergassen führen hinauf

auf den Burgberg, wo die romanische

Stiftskirche St. Servatius ein Besuchermagnet

ist. Hier begann vor mehr als 1.000 Jahren

deutsche Geschichte. Der erste deutsche König,

Heinrich I., und seine Nachfolger machten

die Stadt zu einem wichtigen Zentrum der

Reichspolitik. Der Glanz des ottonischen Kaiserhauses

spiegelt sich noch heute im Domschatz

der Stiftskirche wider.

Zwei weitere Domstädte dürfen bei einer

Reise durch Sachsen-Anhalt nicht fehlen.

Der Dom von Merseburg, Grabstätte zahlreicher,

gekrönter Häupter, ist eine Fundgrube

für Freunde sakraler Architektur, denn

die Innenausstattung des Doms berührt nahezu

alle Epochen. Dieses Jahr wird der

Dom 1.000 Jahre alt. Aus diesem Anlass findet

vier Monate lang eine Sonderausstellung

„1.000 Jahre Kaiserdom“ statt. Sie

spannt einen historischen

Bogen von der Grundsteinlegung

im Jahr 1015

unter König Heinrich II.

bis hin zu den Staufern.

Im Mittelpunkt der Ausstellung

stehen wertvolle

Handschriften und kostbare

Kunstwerke aus ganz

Europa (10.8.-9.11.2015,

siehe S. 64ff.).

Ein weiteres Pflichtziel ist

Naumburg, das meistbesuchte

Ziel der Südroute.

Ein Grund für die Popularität

ist der Dom St. Peter und Paul, in dem die

Besucher die berühmten zwölf Naumburger

Stifterfiguren bewundern, darunter die schöne

Uta, die „schönste Frau des Mittelalters“.

Auch die nahezu 1.000 Jahre alte Stadt an

der Einmündung der Unstrut in die Saale begeistert

mit einem schönen, von Bürgerhäusern

aus Renaissance und Barock umsäumten

Marktplatz. Sie bewirbt sich derzeit um die

Aufnahme in die Welterbeliste der Unesco.

Begleitend zur Bewerbung, über die in diesem

Sommer entschieden wird, findet im

Schlösschen am Markt die Sonderschau

„Welterbe Welterbe!“ statt (bis 31.8.2015).

Die Ausstellung entführt den Besucher mittels

modernster Medien und hochkarätiger Exponate

in die Welt des Hochmittelalters an Saale

und Unstrut.

Städte zwischen

Harz und Elbe

Die historischen Orte, die kulturellen Leuchttürme

in Sachsen-Anhalt, bewerben ihre Schätze

und architektonischen Kunstwerke in einer

Die Grüne Zitadelle von Magdeburg ist eines der

größten Baukunstwerke von Friedensreich Hundertwasser

– eine Architekturwelt voller Individualität

gemeinsamen Tourismuskooperation „Stadtsprung.

Städte zwischen Harz und Elbe“. Sieben

sind es insgesamt, außer den bereits vorgestellten

Städten Halberstadt, Magdeburg,

Naumburg, Dessau und Quedlinburg noch

Halle an der Saale und Wenigerode.

In Halle an der Saale, Geburtsstadt des

Komponisten Georg Friedrich Händel, lockt

vor allem ein spektakulärer Schatz, der 1999

beim Städtchen Nebra gefunden wurde, ins

Landesmuseum für Vorgeschichte. Dort befindet

sich das Original der 3.600 Jahre alten

„Himmelsscheibe von Nebra“, die die weltweit

erste, bekannte Darstellung des Kosmos

zeigt. Wernigerode, am Nordrand des Harzes

gelegen, begeistert mit farbenfrohen Fachwerkhäusern

in der bildhübschen mittelalterlichen

Altstadt. Das Städtchen ist durch seine

Lage ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen

auf den berühmten Brocken (1.142 m)

und durch idyllische Flusstäler in der von

Wanderwegen durchzogenen Umgebung.

Ein Tipp für Natur- und Blumenfreunde ist

das Städtchen Sangerhausen. Dessen mehr

als 100 Jahre altes „Rosarium“ beherbergt Europas

größte Rosensammlung (siehe S. 51).

Rund 8.300 Zuchtrosen und 500 Wildrosenarten

bezaubern und beduften hier den Besucher.

Besonders zahlreich pilgern Botanikfans

diesen Sommer in die Hansestadt Havelberg.

Die ist nämlich einer von fünf Standorten der

ersten länderübergreifenden Bundesgartenschau,

die unter dem Motto „Von Dom zu

Dom – das blaue Band der Havel“ in vier weiteren

Orten in der Havelregion in Brandenburg

stattfindet (siehe S. 38ff. u. S. 51). Neben

Pfingstrosen und einem Mönchgarten mit

Weinausschank ist der Dom St. Laurentius, der

sich in eine blühende Blumenhalle verwandelt,

eine besondere Attraktion.

Mit seinen rund 1.300 Fachwerkhäusern aus

sechs Jahrhunderten gilt Quedlinburg als eines

der größten Flächendenkmäler Deutschlands

UND SEINE REIZVOLLE UMGEBUNG

Burgen, Kirchen, Fachwerkensemble, das längste Musikstück der Welt, der

einzigartige Halberstädter Domschatz, spannende Museen und Kultur sowie

Rad- und Wanderwege erwarten Sie im reizvollen Harzvorland.

Infos, Zimmerbuchung, Stadtführungen über: HALBERSTADT INFORMATION Telefon +49 (0) 3941 551815; halberstadt-info@halberstadt.de

Sachsen-Anhalt

33


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Dresden

Auch der weitgereiste Goethe weilte einmal in der

idyllisch gelegenen Kultur- und Festspielstadt Bad

Elster, dessen Anlagen mit drei Musikpavillons eine

„Festspielmeile der kurzen Wege“ bietet

Landschafts- und Kulturperlen

In Sachsen wetteifern bizarre Felsformationen

und weite Flusslandschaften

mit herausragender Kunst

und jahrhundertealter Tradition

Sechs markante Ferienregionen laden in

Sachsen zu Entdeckungsreisen ein. Dazwischen

heißen reizvolle, kleine und weiträumige

Städte die Besucher willkommen zum

Sightseeing und einem Potpourri kultureller

und kunstsinniger Vergnügungen.

Im sächsischen Vogtland gibt es die wohl größte

Dichte an Instrumentenbauern in Europa, die alle Arten

von Orchesterinstrumenten für den Weltmarkt fertigen

Musik liegt in der Luft

Touren durch das Vogtland, im äußersten

Südwesten des Bundeslandes, sind Aufenthalte

mit Erlebnischarakter. Dafür sorgen ein seit

Jahrhunderten authentischer Musikinstrumentenbau,

Wanderungen auf zahlreichen Themenwegen

und Wohlfühlorte in traditionsreichen

Staatsbädern. Im Zentrum liegt die

„Spitzenstadt” Plauen, bekannt für ihre textilen

Kostbarkeiten aus der Spitzen- und Stickereikunst,

die im einzigen Spitzenmuseum

Deutschlands zu besichtigen sind.

Tiefe, enge Täler prägen die sogenannte

„Vogtländische Schweiz”. Ein beliebtes Revier

für Wassersportler, Wanderer und Naturfreunde

ist die Talsperre Pöhl, das „vogtländische

Meer”.

Der Musikinstrumentenbau hat im Vogtland

eine jahrhundertealte Tradition. Zum „Musikwinkel”,

auch Musicon Valley genannt, zählen

rund 20 Orte, in denen über 100 Hersteller

noch immer Musikinstrumente aller Gattungen

herstellen. Schauwerkstätten und das Musikinstrumentenmuseum

in Markneukirchen

machen mit dem filigranen Handwerk bekannt.

Das Museum beherbergt mehr als

3.000 Instrumente, darunter ein Clavichord

von Gottfried Silbermann. Beim Besuch von

Instrumentenherstellern kann man Geigenbauern

zusehen oder dabei sein, wie eine

Blockflöte oder eine Schalmei hergestellt werden.

Die „Erlebniswelt Musikinstrumentenbau

Vogtland” organisiert individuelle

Programme, bei denen der

Besucher auch hinter sonst verschlossene

Werkstatttüren schauen und mit

dem Meister fachsimpeln kann.

Lange Tradition haben auch die

Staatsbäder Bad Brambach und Bad

Elster im südwestlichsten Zipfel Sachsens,

dem „Bäderdreieck“. Bad Elster

ist zugleich kulturell ein Anziehungspunkt.

Die Chursächsische Philharmonie

sorgt für Hörgenuss mit Instrumenten

aus der Region. Die 11.

Chursächsischen Mozartwochen widmen

sich unter dem Motto „Mozart

und … Figaro!” dem komödiantischen Charakter

des Starkomponisten aus dem 18.

Jahrhundert u. a. mit dem Chor der Frauenkirche

Dresden (14.-29.3.2015). „Jazzy Feelings”

entfalten sich in dem sächsischen

Staatsbad bei den 12. Internationalen Jazztagen

(21.-23.8.2015).

Die hügelige Landschaft wandernd erkunden

lässt sich auf attraktiven Wegen wie

dem Vogtland Panoramaweg oder dem

Kammweg Erzgebirge-Vogtland. Der aussichtsreiche

Weg zieht sich über 289 Kilometer von

Altenberg-Geising im Osterzgebirge durch das

Vogtland bis nach Blankenstein in Thüringen.

Bergbautradition im Erzgebirge

Das Erzgebirge steht für mehr als 800 Jahre

Bergbautradition und weltbekannte Handwerkskunst.

Im Bergbaumuseum in Oelsnitz

taucht der Besucher tief in die Welt der Bergmänner

ein. In einer Sonderausstellung unter

dem Titel „Präsentiert das Gezäh!” zeigt das

Museum bergmännische Uniformen, die bei

den immer wiederkehrenden „Aufzügen, Paraden

und Aufwartungen” Tausende Zuschauer

begeisterten und bis heute beeindrucken

(8.11.2015-3.1.2016). Großzügige Pflanzungen,

kulinarische Genüsse und vielfältige kulturelle

Angebote locken unter dem Motto „Blütenträume

– Lebensträume” heuer zur Landesgartenschau

(25.4.-11.10.15, siehe S. 51).

In Schaubergwerken entlang der Silberstraße

im Westerzgebirge lässt sich die alte Bergwerkstradition

erkunden. Genauso stolz sind

die Menschen hier aber auch auf ihr Kunsthandwerk:

In rund 300 Familienbetrieben und

Manufakturen kann man den Meistern über

die Schultern schauen, wie sie Holzkunst und

Spielzeug herstellen. Ein Zentrum dafür ist

das bekannte Spielzeugdorf Seiffen, das erzgebirgische

Volkskunst in einem eigenen Museum

präsentiert.

Als Stadt im Wandel präsentiert sich Chemnitz,

die drittgrößte Stadt Sachsens. Sichtbares

Zeichen dafür sind moderne Geschäfte,

Restaurants und Cafés, die dem Stadtzentrum

Flair verleihen. Museales Highlight in der Industriestadt

sind das Museum Gunzenhauser,

die Villa Esche und das Museum für Sächsische

Fahrzeuge.

Im Erzgebirge steht die Wiege des sächsischen

Automobilbaus. Im August Horch Museum

in Zwickau lässt sich die Automobilgeschichte

des einstigen Bergbauorts nachvollziehen

(siehe Seite 62ff.). Außer für Autofans

ist Zwickau ein lohnendes Ziel für Musikliebhaber,

ist doch die Stadt eng verbunden mit

dem Namen Robert Schumann: In der restaurierten

Altstadt steht sein Geburtshaus. Das

jährliche Schumannfest (siehe S. 64ff.) ist das

älteste Festival zu Ehren des romantischen

Komponisten.

Naturwunder an der Elbe

Abenteuerliche Kletterpartien stehen im

Nationalpark Sächsische Schweiz im Mittelpunkt.

Die bizarre Sandsteinwelt mit ihren bewaldeten

Tafelbergen und freistehenden

Sandsteinfelsen ist eine der spektakulärsten

Landschaften Europas und ein wahres Kletterparadies.

Der berühmteste Weg durch den

Nationalpark ist der Malerweg, der einst

Künstler wie Caspar David Friedrich und Ludwig

Richter zu ihren Landschaftsporträts inspirierte.

Der Weg führt zu den schönsten Plätzen

der Region wie zum Basteifelsen, zur Felsenbühne

Rathen oder zur Festung Königstein.

Der Blick von der Bastei und von der

Festung hinab ins Tal, durch das sich malerisch

die Elbe windet, ist spektakulär. Bequem

ist die Erkundung der Region auf dem Elberadweg

vom Städtchen Pirna durch die weitläufigen

Elbauen Richtung Dresden.

34 Sachsen


Die unbezwingbare Bergfestung Königstein in

der Sächsischen Schweiz ist mit ihren 50 Bauwerken

die älteste erhaltene Kaserne Deutschlands

Spektakuläre Seenlandschaft

Vierte im Bunde der sächsischen Ferienregionen

ist die Oberlausitz. Vor allem Naturliebhaber

kommen im Naturpark Zittauer Gebirge

oder im Unesco-Biosphärenreservat

Heide- und Teichlandschaft auf ihre Kosten.

Genauso wie Wassersportler: Im Herzen der

Lausitz, wo sich einst Braunkohlebagger tief

in die Erde gruben, entsteht durch die Flutung

der früheren Tagebaue eine spektakuläre

Wasserlandschaft mit mehr als 20 künstlichen

Seen. Schon seit Jahren laden die dort

entstandenen Erholungsgebiete zu vielseitigen

Wassersportaktivitäten ein.

Abwechslung in Natururlaub und Badefreuden

bringen kleine, mit Kulturschätzen reich

gesegnete Städte. Reizvoll

ist beispielsweise die

Innenstadt von Bautzen

mit ihren pittoresken Häusern

rund um den Hauptmarkt

und den Fischmarkt.

Ein weitgehend erhaltener

historischer

Stadtkern zeugt in der alten

Handelsstadt Zittau

vom früheren Wohlstand,

den Handel, Tuchmacherei

und Bierbrauerei dem

Ort bescherten. In Görlitz,

der „Perle an der

Neiße“, begeistert die

Altstadt mit einem wunderschönen architektonischen

Ensemble aus Gotik, Renaissance,

Barock, Gründerzeit und Jugendstil.

Nördlich von Görlitz lockt in Bad Muskau

der Fürst-Pückler-Park, der seit

2004 zum Unesco-Welterbe gehört. Der klassisch

deutsche Landschaftspark ist durch die

Neiße geteilt, liegt also je zur Hälfte in

Deutschland und in Polen. Eine Brücke verbindet

die traumhafte, 830 Hektar große Anlage.

Mediterraner Charme

Wein und Porzellan, Schlösser und Parks:

Das sächsische Elbland vereint Kultur, Natur

und feinsinnigen Genuss auf schönste Weise.

Im Elbtal führt die Sächsische Weinstraße

durch das kleinste und nordöstlichste Weinanbaugebiet

Deutschlands. Wer gerne zu

Fuß unterwegs ist, kann der sächsischen

Weintradition auf dem 88 Kilometer langen

Sächsischen Weinwanderweg nachspüren.

Alljährlich Ende August laden die Weingüter

zwischen Dresden-Pillnitz und Diesbar Seußlitz

zu Führungen durch ihre Weinberge und

Weinkeller ein.

Als Geburtsort des Weins im Sächsischen

Elbland gilt die Stadt Meißen. In die alte Residenzstadt

zieht es die Reisenden auch wegen

des edlen Porzellans, dem „Weißen

Gold”, das die Stadt berühmt gemacht hat.

In den Schauwerktstätten der Porzellanmanufaktur

lässt sich die Entstehung der Kostbarkeiten

live miterleben. Das „Museum of

Meissen-Art” führt die Besucher durch 300

Jahre Porzellangeschichte und lässt sie in

wechselnden Ausstellungen immer wieder

Neues entdecken.

Aber die Sachsen wissen nicht nur ihren

Wein zu schätzen. Das haben sie Schwarz auf

Weiß: Im Jahr 1015, so berichtet der Chronist

Thietmar von Merseburg, sollen tapfere

Meißnerinnen damit einen Angriff auf die

Meißner Burg abgewehrt haben. Weil es an

Wasser fehlte, löschten die Frauen das von

den Angreifern um Polenfürst Mieszko gelegte

Feuer mit „Medone“, mit Honig versetztem

Bier. Das 1.000-jährige Jubiläum der

Ersterwähnung von Bier nimmt die Albrechtsburg

Meissen zum Anlass für eine Sonderausstellung

mit dem Titel „Prost! – 1.000 Jahre

Bier in Sachsen“ (1.4.-31.10.2015).

Die Metropole an der Elbe, das „deutsche

Florenz“, ist ein Muss für jeden kunstsinnigen

Urlauber. Ihre Kunstsammlungen und Bauwer-

»Hol dir

die

Schlösserland

App!«

Komm mit

auf Entdeckungstour

durch die Gärten

der Könige!

Download App

Gartenmeister, Wasserbaukünstler und Könige berichten auf unterhaltsame Weise

von der Entstehung ihrer Gärten und werden begleitet von Emma, der 13jährigen

Bloggerin. Begleite sie durch die Epochen der Gartengeschichte.

Die Schlösserland-App für iOS und Android enthält Audiotouren, Lagepläne

und viele weitere Informationen zu:

• Klosterpark Altzella

• Königliche Anlagen Bad Elster

• Barockgarten Großsedlitz

• Schlosspark Lichtenwalde

• Schlosspark Pillnitz

Barockgarten Großsedlitz

Mehr Informationen unter

www.schloesserland-sachsen.de

facebook.com/schloesserland.sachsen

Sachsen

35


ke machen Dresden zu einem Besuchermagneten.

Residenzschloss und Zwinger, Hofkirche

und Semperoper, Albertinum und Frauenkirche,

Taschenbergpalais und Brühlsche

Terrasse, dazu die Skulpturensammlung und

die Gemäldegalerie der Alten Meister, das

Historische Museum, das Hygiene Museum

oder die Gläserne Manufaktur: Da muss man

Prioritäten setzen.

Das gilt auch für den dicht gedrängten Veranstaltungskalender

der sächsischen Kulturmetropole.

Ein befristetes Vergnügen ist das

neue Panorama von Yadegar Asisi: „Dresden

1945 – Tragik und Hoffnung einer europäischen

Stadt“ zeigt das zerstörte Dresden

nach dem Bombenangriff 1945 (24.1.-

31.5.2015, siehe S. 64ff.). Es ist künftig jedes

Jahr für drei Monate im Wechsel mit dem Panorama

der Barockstadt zu sehen. „Romantische

Landschaften“ stehen im Mittelpunkt einer

Ausstellung im Albertinum (6.2.-3.5.2015,

siehe S. 64ff.), das erstmals herausragende

Werke der beiden Maler Caspar David Friedrich

(1774-1840) und Johan Christian Dahl

(1788-1857) in einen Dialog stellt. Höhepunkte

für Musikliebhaber sind die 38. Dresdner

Musikfestspiele (13.5.-7.6.2015, siehe S. 64ff.)

sowie das 45. Dixieland-Festival, das älteste

Oldtime-Jazz-Festival Europas (10.-17.5.2015,

siehe S. 64ff.). Den Abschluss des Dresdner

Event-Marathons bildet alljährlich der traditionelle

Striezelmarkt (siehe S. 69ff.).

Ein Ausflug lohnt zum nahegelegenen

Schloss Moritzburg mit einer der weltgrößten

Trophäensammlungen. Im August sind die

barocken Schlosssäle und weitere Spielstätten

in der Region Kulisse für das Moritzburg-

Festival (15.-30.8.2015).

„Bewegtes Meer aus Erde“

... so bezeichnete Heinrich von Kleist nach

einem Besuch den Reiz des Sächsischen Burgen-

und Heidelands. Mittendrin gelegen

lockt das Leipziger Neuseenland Wassersportfans

mit einer rund 70 Quadratkilometer

umfassenden Seenlandschaft, die durch naturbelassene

Fließgewässer mit Leipzig verbunden

ist. Beliebtester Badesee mit dem längsten

Sandstrand Sachsens ist der Cospudener

See. Adrenalinkicks verspricht eine Fahrt mit

der Mega-Achterbahn im

Belantis, dem größten

Freizeitpark Ostdeutschlands

(siehe S. 60ff.).

Die Stadt Leipzig begeistert

ihre Besucher:

Wegen ihrer pulsierenden,

kreativen Szene, wegen

ihrer zahlreichen charakteristischen

historischen Passagen

und Kaufmannshöfe,

die heute das Flair

Leipzigs als Einkaufsstadt

prägen. Aber Leipzig ist

Mit seinem kontrastreichen

Stilgemisch aus Barock-, (Neo-)

Renaissance- und klassizistischen

Gebäuden ist der Theaterplatz

der architekturhistorisch

bedeutendste Platz Dresdens

36 Sachsen

auch für Kultur- und Musikliebhaber von besonderem

Reiz. Johann Sebastian Bach, Felix

Mendelssohn-Bartholdy, Clara Wieck, Robert

Schumann, Richard Wagner lebten, komponierten,

musizierten hier. Die „Notenspur“,

ein fünf Kilometer langes Wegeleitsystem,

verbindet die Wohn- und Wirkungsstätten sowie

Museen der Künstler. Natürlich stehen

die Berühmtheiten auch im Mittelpunkt zahlloser

Veranstaltungen. Zum Beispiel beim

Bachfest Leipzig (12.-21.6.2015, siehe S.

64ff.) oder bei den Mendelssohn-Festtagen

(17.-27.9.2015, siehe S. 64ff.).

Einen Hauch von Dschungel in der Großstadt

fühlt der Besucher beim Spaziergang

durch die Tropenlandschaft von Gondwanaland,

dem einzigartigen Zoo der Stadt Leipzig

(siehe S. 60ff.). Und besonders stimmungsvoll

zeigt sich zum Jahresausklang alljährlich der

Weihnachtsmarkt (siehe S. 69ff.).

Mit dem Fahrrad auf dem Muldenradweg

genießen sportliche Naturliebhaber das malerische

Muldental. Zum Abschluss der Radeltour

steht ein Stadtspaziergang in Grimma

mit seiner hübsch restaurierten, denkmalgeschützten

Altstadt auf dem Programm. Der

geschichtsträchtige Ort, auch „Perle des Muldentals“

genannt, ist dieses Jahr Gastgeber

des 1. Sächsischen Landesmusikfestes (12.-

14.6.2015). Bei den Konzerten, Symposien

und Wettbewerben stehen nicht die Profis,

Seit 175 Jahren versprechen die historischen, teils

denkmalgeschützten Raddampfer auf der Elbe ein

unbeschwertes Auflugserlebnis für die ganze Familie

sondern Laienmusiker im Vordergrund. Bereits

zum zwölften Mal findet in Grimma das

„Festival der Reformation“ statt (28.8.-

30.8.2015, siehe S. 37).

Schlösserpracht und Gartenträume

Insgesamt zeugen rund 1.000 Schlösser

und Burgen, Parks und Gärten von der bewegten

Geschichte des Landes. Zu den berühmtesten

Anlagen gehören der Dresdner

Zwinger oder die Festung Königstein im Elbsandsteingebirge.

Aber der Reisende entdeckt

auch unbekanntere Juwelen wie das

Familienschloss Schlettau im Erzgebirge, die

Burg Gnandstein, eine sehr gut erhaltene romanische

Wehranlage, den Klosterpark der

Klosterruine Altzella oder das Barockschloss

Rammenau in der Oberlausitz, das als Sachsens

schönste Landbarockanlage gilt.

Rund 50 Schlösser, Burgen, Klöster, Parks

und Gärten (siehe S. 51) haben sich zur Kooperation

„Schlösserland Sachsen“ zusammengeschlossen.

Allein sieben Häuser sind mit Beginn

dieses Jahres neu hinzugekommen. Zum

Verbund gehören neben anderen das romantisch

gelegene Schloss Rochlitz und das sehenswerte

Schloss Colditz, eines der stilistisch

reinsten mitteldeutschen Baudenkmäler des

16. Jahrhunderts. Demnächst soll eine Dauerausstellung

die bewegte Geschichte des

Schlosses, unter anderem auch die Reformationszeit

auf Schloss Colditz, dokumentieren.

Eine besondere Atmosphäre umweht die Ruine

des früher reich ausgestatteten Klosters Marienthron

in Nimbschen. Dort lebte einst Katharina

von Bora, bevor sie die Ehefrau von

Martin Luther wurde.

Das älteste deutsche Renaissanceschloss

lockt in die Residenzstadt Torgau: Schloss Hartenfels.

Die Schlosskapelle wurde einst von

Martin Luther als erster protestantischer Kirchenneubau

geweiht. Dieses Jahr bildet das

Schloss die authentische Kulisse für die 1. Nationale

Sonderausstellung zum 500. Reformationsjubiläum

(2.5.-31.10.2015, siehe S. 64ff.).

Um den besonderen Zauber der Parkanlagen

und die kleinen Geheimnisse ihrer Entstehung

den Besuchern

näherzubringen, bietet

das „Schlösserland

Sachsen“ neben der

„SchlösserlandKARTE“

mit seinen Vorteilen

neuerdings auch eine

spezielle App mit Audioguides

für die jeweiligen

Anlagen. In diesen

Guides für Nutzer

mobiler Endgeräte begrüßen

die Schöpfer

der Anlagen oder andere

Prominente aus

der Geschichte der

Häuser und Parks den

Besucher und führen

ihn an die schönsten

Fleckchen.


Leipzig und Region -

1000 Jahre gelebte Kultur

Auf den Spuren Luthers in der Nicolaikirche Döbeln

wähnung mit dem Doppeljubiläum 850

Jahre Nikolaikirche und Leipziger Messe.

Auf den Spuren der Reformation

Eine kulturelle Schatzkammer erwartet

Besucher jedoch nicht nur in Leipzig, sondern

auch in der umliegenden Region. Ein

Name, der die Leipziger Stadtgeschichte

entscheidend geprägt hat, war der Reformator

Martin Luther. Er hat in der gesamten

Region seine Spuren hinterlassen, die

Wanderer und Pilger auf dem „Sächsischen

Lutherweg“ entdecken

können. Der

spirituelle Rundweg

führt rund 550 Kilometer

weit durch die reizvolle

und vielfältige

Landschaft. Ein grünes

„L“ auf weißem Grund

weist Wanderern und

radelnden Entdeckern

den Weg von der geschichtsträchtigen

Innenstadt

Leipzigs durch

eine faszinierende

Seenlandschaft mit

mehr als 20 Seen, die

zu Wassersport und

Baden einladen, durch

idyllische Heidelandschaften

und Wälder.

Unterwegs sind Kirchen

mit bedeutenden Orgeln zu entdecken

und die eindrucksvollen mittelalterlichen

Burgen Kriebstein und Mildenstein.

Wo Luther schon zu Gast war

Aktiv erleben, wie sich die Reformation bis

heute nachhaltig auf viele Lebensbereiche

auswirkt: Das ist ein Anliegen der neuen

touristischen Route, die am 27. Mai in Döbeln

feierlich eröffnet wird. Deshalb informieren

entlang der Strecke zahlreiche Tafeln

über Sehenswürdigkeiten und die reformatorische

Bedeutung. Insgesamt 27 Orte, in

denen Luther und seine Wegbegleiter seinerzeit

nachweislich zu Gast waren oder das

Leipzig Tourismus

und Marketing GmbH

1000 Jahre und kein bisschen leise: Leipzig

ist eine sehr lebendige und kreative Stadt.

Davon können sich die Besucher in diesem

Jahr besonders intensiv überzeugen. Mit

zahlreichen Veranstaltungen feiert Leipzig

ganzjährig seinen runden Geburtstag, dessen

Höhepunkt die Festwoche vom 31. Mai

bis zum 7. Juni wird. Unter dem Motto „Wir

sind die Stadt“ reiht sich ein Event an den

nächsten.

„Urbs Libzi“ – so nannte vor genau 1000

Jahren der Merseburger Bischof Thietmar in

seiner Chronik die heutige Kulturstadt Leipzig.

Über die Jahrhunderte gingen von Leipzig

immer wieder entscheidende Impulse

aus. Viele große Persönlichkeiten wie Johann

Sebastian Bach, Felix Mendelssohn

Bartholdy, Johann Wolfgang von Goethe

oder Friedrich Schiller haben in Leipzig gewirkt

und die Stadtgeschichte geprägt. Das

Festjahr zeigt die charakteristische Vielfalt

Leipzigs auf und spannt mit hochinteressanten

Veranstaltungen aus unterschiedlichsten

Bereichen den Bogen von den Kulturschätzen

der Vergangenheit zu den Potenzialen in

Gegenwart und Zukunft. Weitere Besuchermagnete

im Jubiläumsjahr sind das Bachfest

Leipzig (12.-21.6.2015, siehe S. 66ff.) und die

Wagner-Festtage (22.-31.5.2015). Den Abschluss

des Festjahres bildet der historische

Jahrestag am 20. Dezember 2015. Das gesamte

Programm gibt es auf www.leipzig2015.de.

Komplettiert werden die Leipziger

Feierlichkeiten zur urkundlichen Erstergeistliche

Leben mitbestimmten, reihen sich

am Sächsischen Lutherweg. Start ist in Leipzig,

wo Luther unter anderem 1519 die berühmte

Leipziger Disputation führte und

zwanzig Jahre später in der Thomaskirche

die Festrede zur Einführung

der Reformation hielt.

Von dort geht die Reise

zum Beispiel zum historischen

Stadtgut Leisnig, wo

in einer Ausstellung das

älteste evangelische Sozialpapier,

die Leisniger Kastenordnung,

mit einem von

Luther verfassten Vorwort zu

bestaunen ist. Eine beliebte Station auf dem

Lutherweg ist die Ruine des ehemaligen

Zisterzienserinnenklosters Nimbschen an der

Mulde. Dort verbrachte Luthers spätere

Ehefrau Katharina von Bora ihre Kindheit

und Jugend.

Katharinenstraße 8

04109 Leipzig

Tel. +49-341/7104260

www.leipzig.travel

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Burg Kriebstein - Sachsens schönste Ritterburg

Naturerleben und Kulturgenuss

Während Naturfreunde zu Fuß, mit dem

Fahrrad oder auf dem Motorrad die Landschaft

genießen, lockt es Kulturliebhaber zu

den zahlreichen thematischen Veranstaltungen,

Führungen und Ausstellungen, die das

ganze Jahr über in den Orten am Lutherweg

stattfinden. Zu den Highlights zählt das

„Festival der Reformation“ im August, das in

Grimma vor historischen Schaustätten über

die Bühne geht. Die erste von vier nationalen

Sonderausstellungen „Luther und die

Fürsten“ aus Anlass des 500. Reformationsjubiläums

im Jahr 2017 ist von Mai bis Oktober

im Schloss Hartenfels in Torgau zu sehen.

So lässt sich die Region Leipzig auf

dem Sächsischen Lutherweg auf abwechslungsreichen

Etappen entdecken – und

jeder Abschnitt erzählt dabei eine ganz eigene

Geschichte.

Sachsen

37


Berlin Tourismus & Kongress GmbH

Am Karlsbad 11 · 10785 Berlin

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Potsdam

Spannendes Doppelpack

Kulturgenuss im Überfluss und

eine quirlige, dynamische Szene,

dazu faszinierende Natur mit idyllischen

Fluss- und Seenlandschaften

sowie einer außergewöhnlichen

Bundesgartenschau in der

Havelregion: Berlin und Brandenburg

bilden ein stimmiges Duett

Trendig und tolerant, dynamisch und gastfreundlich,

vielseitig und kreativ: Wer den besonderen

Reiz Berlins beschreiben will, dem

mangelt es nicht an Adjektiven. Eine unvergleichliche

Mischung aus Vielfalt, Gegensätzen

und schier unerschöpflichen Möglichkeiten,

ihre verschiedenen Gesichter und die

vielen großen und kleinen Geschichten der

Metropole, scheinen das Erfolgsgeheimnis

der deutschen Hauptstadt, dem unbestrittenen

Reiseziel Nummer eins zwischen Flensburg

und Berchtesgaden, zu sein.

International renommierte Architekten prägen

das Stadtbild mit einer Mischung aus restaurierten

historischen Gebäuden und gläserner

Avantgarde. Markante Beispiele sind

die neue Skyline am Potsdamer Platz, die

Neubauten im Regierungsviertel rund um

den Reichstag, dessen markante, begehbare

Glaskuppel zum Wahrzeichen geworden ist,

sowie das Quartier rund um den Hauptbahnhof.

Wo heute die neuen Bauwerke glänzen,

verliefen im Kalten Krieg Mauer und Grenzstreifen.

In diesem Jahr soll das „Spy Museum

Berlin“ eröffnen – ein Spionage-Museum,

das sich ganz mit Themen wie Agenten, Verrat

und Helden besonders in der Zeit des

Zweiten Weltkriegs und des Kalten Kriegs

beschäftigt.

Eine Attraktion ist der

Besuch der begehbaren gläsernen

Kuppel des Reichstagsgebäudes,

dessen Aussichtsterrasse

einen fantastischen Blick

über Berlin ermöglicht

Botticelli in der Gemäldegalerie

Anziehungspunkt Nummer eins in der

Berliner Museenlandschaft ist die Museumsinsel

mit ihren

fünf renommierten Häusern

– dem Pergamonmuseum,

dem Neuen

Museum, dem Bodemuseum,

der Alten

Nationalgalerie und

dem Alten Museum.

Der gesamte Komplex

gehört zu den Unesco-

Weltkulturerbestätten.

Wahrhaftig die Qual

der Wahl haben Besucher

in Berlin bei rund

1.500 Veranstaltungen

täglich. Gleich drei

Opernhäuser umwerben die Klassik-Liebhaber.

Rund 150 große und kleine Theater sowie

zahllose Clubs und Musiktempel sorgen

für Abwechslung. Die Palette für Kunstinteressierte

reicht von antiker Kunst alter Meister

über Gegenwartsmalerei bis zu avantgardistischem

Design. Ein Highlight in diesem Jahr

ist die Ausstellung „The Botticelli

Renaissance. Künstlermythos

und Wirkung 1815 – 2015

in der Gemäldegalerie, die ab

dem Herbst Gemälde des Renaissance-Künstlers

Sandro Botticelli

(1445-1510) und Hauptwerke

der europäischen Kunstgeschichte

seit dem 19. Jahrhundert

präsentiert (25.9.2015-

24.1.2016).

Was viele Besucher überrascht:

Berlin ist auch einen grüne Großstadt.

Rund 2.500 Grünanlagen

laden zur Rast beim Stadtbummel,

der Tiergarten beispielsweise,

die Tempelhofer Freiheit auf

dem ehemaligen Flughafengelände

oder der weitläufige Grunewald.

Großereignis Bundesgartenschau

Das Naturerleben steht bei Reisen durch

Brandenburg immer im Mittelpunkt. Vom 18.

April bis zum 11. Oktober 2015 ist die Havelregion

Schauplatz der Bundesgartenschau

BUGA (siehe S. 51). Die Havelregion liegt

knapp 70 Kilometer von Berlin entfernt im

Naturpark Westhavelland, dem größten Naturpark

Brandenburgs, und reicht hinein bis in

das Biosphärenreservat Mittelelbe in Sachsen-Anhalt.

Die imposante Gartenschau findet

erstmals länderübergreifend und in fünf

Orten entlang der Landesgrenze zwischen

Sachsen-Anhalt und Brandenburg gleichzeitig

statt. Die prächtigen Dome in Brandenburg

an der Havel und der Hansestadt Havelberg

in Sachsen-Anhalt bilden die Klammer um die

weiteren Orte Premnitz, Rathenow und Amt

Rhinow.

Drei Erlebnisbereiche erwarten Blumenfreunde

in Brandenburg an der Havel, dem

südlichen Ausgangspunkt der Bundesgartenschau:

Rosen in Hülle und Fülle gleich neben

dem Marienberg, Hallenschauen in außergewöhnlicher

Atmosphäre der St. Johanniskirche

und 33 Themengärten im ehemaligen

Werftgelände Packhof. In Premnitz zeigen der

„Grünzug“ und die Uferpromenade u. a. die

Energie nachwachsender Rohstoffe. Der Optikpark

in Rathenow fasziniert mit farbenprächtigem

Wechselflor und optischen Phänomenen.

Im Weinbergpark am anderen Havelufer

inspirieren Pflanzenneuzüchtungen. In

Stölln/Amt Rhinow bietet der „Fliegerpark“

neben Wildrosen auch einen Naturerlebnispark

mit Landschaftsbühne. Prächtige Hallenschauen

werden in der Stadtkirche St. Laurentius

der Hansestadt Havelberg inszeniert

(www.buga-2015-havelregion.de). Einen herrlichen

Blick über das BUGA-Gelände bietet

der 81 Meter hohe „City-Skyliner“ – im

höchsten mobilen Aussichtsturm der Welt,

der abwechselnd an allen fünf Standorten

zum Einsatz kommt.

Das Gebäudeensemble "Sony Center"

am Potsdamer Platz zählt mit zu den stärksten

Anziehungspunkten der Berliner Jugend –

auch kann man dort drahtlos kommunizieren

Ein Barock-Juwel und ein Bad im Bier

Zahlreiche Museen und Schlösser, Kirchen

und Klöster bringen Abwechslung in den Besuch

der Gartenschau. Zum Beispiel im Kloster

Chorin am Amtssee bei Eberswalde: Das

backsteinrote, romantisch anmutende Gebäudeensemble

gilt als ein Meisterwerk der Hochgotik

und fasziniert seine Besucher noch heute

wie einst den Schriftsteller Theodor Fontane

bei seinen Wanderungen durchs Brandenburger

Land. Seit vergangenem Jahr in neuem

Glanz präsentiert sich das Zisterzienserkloster

Neuzelle. Im Mittelpunkt des historischen Ensembles,

das wegen seiner prunkvollen Innenausstattung

zu den bedeutendsten Kunst-

38 Berlin / Brandenburg


TMB Tourismus-Marketing

Brandenburg GmbH

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Das in einer reizvollen Waldlandschaft eingebettete

Kloster Chorin zählt zu den ältesten Bauwerken

norddeutscher Backsteingotik und ist im Sommer

Veranstaltungsort des „Choriner Musiksommers“

schätzen des Landes zählt, steht ein „Juwel

des Barock“, die Stiftskirche St. Marien. Die

Orangerie im Garten beherbergt im Sommer

ein Café. Im Kloster Neuzelle gibt es auch die

letzte produzierende Klosterbrauerei des Landes

Brandenburg. Bei einer Führung lässt sich

der Brauer über die Schulter schauen. Und im

Kummerower Hof in Neuzelle können Wellness-Gäste

sogar ein Bierbad nehmen.

Entdeckungstouren mit dem Fahrrad

Im Süden Brandenburgs wird am 24. April

2015 das Reformationsgeschichtliche Museum

„Mühlberg 1547“ neu eröffnet. Das Museum

in der Probstei des Zisterzienser Nonnenklosters

lädt zu einem Ausflug in die Geschichte

ein, ins Jahr 1547, als bei Mühlberg

die Entscheidungsschlacht im „Schamalkaldischen

Krieg“, dem Glaubenskrieg zwischen

Katholiken und Protestanten stattfand. Das

Katholische Heer unter Führung von Kaiser

Karl V. gewann.

Das zwischen den Reformationsstädten

Torgau und Wittenberg gelegene

Städtchen Mühlberg ist auch für Fahrrad-Reisende

ein bequem zu erreichendes Ziel, es

liegt am viel befahrenen Elbe-Radweg. Insgesamt

rund 7.000 Kilometer Radwege führen

durchs flache Brandenburger Land, oft an

Seen und Flüssen entlang, eine der beliebtesten

Radreiseregionen Deutschlands. Neben

dem Elbe-Radweg besonders beliebt

sind der Oder-Neiße-Radweg entlang der

deutsch-polnischen Grenze durch den Nationalpark

Unteres Odertal, der Havelradweg

entlang der Flusslandschaft der Havel und

der Spreeradweg.

Der Spreewald mit seinem verästelten Wasserlabyrinth

ist die faszinierendste Landschaft

Brandenburgs. Hier lohnt es, den Fahrradsattel

einmal mit einer Holzbank in einem der

schlanken Kähne zu tauschen, die die Spreewaldgondoliere

durch die Fließe, wie die

Flussarme heißen, staken. Ein Erlebnis sind in

der Region die zahlreichen Feste wie Zampern

und Zapust, Stollenreiten und Hahnenrupfen,

bei der die Kultur und Traditionen der

Sorben, den ersten Siedlern in der Region, lebendig

werden.

Boote und Schiffe unterschiedlicher Größe

sind ein weiteres beliebtes Fortbewegungsmittel

in Brandenburg. Kein Wunder, bei gut

3.000 Seen, die sich über die Landschaft verteilen,

und etwa 33.000 Kilometer Flüssen,

Fließen und Kanälen. Damit ist Brandenburg

das binnenwasserreichste Bundesland und

das größte Wassersportrevier Europas. Die

ganze Palette an Wassersportmöglichkeiten

von Rudern bis Segeln bietet der Scharmützelsee,

mit 1.370 Hektar Fläche der größte

See Brandenburgs. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts

ist das „Märkische Meer“ auch ein

beliebtes Ziel bei Kurgästen, die heute beim

Wellness in der Saarow-Therme im traditionsreichen

Kurort Bad Saarow relaxen.

Musikfestspiele in Sanssouci

Nicht fehlen darf bei einer Reise durch

Brandenburg die „preußische Perle“ –

Potsdam. Die ehemalige Residenzstadt und

heutige Landeshauptstadt lockt mit drei

kunstvoll angelegten Parklandschaften und

zwölf Schlössern zum Städtetrip. Wichtigste

Sehenswürdigkeit ist Schloss Sanssouci, ehemalige

Sommerresidenz Friedrichs des Großen,

heute Unesco-Weltkulturerbestätte. Neben

dem prachtvollen, auf Weinbergterrassen

Die Russische Kolonie Alexandrowka, im Norden

von Potsdam, wurde 1826 bis 1827 auf Wunsch

Friedrich Wilhelm III. zum Gedenken an seinen

verstorbenen Freund Zar Alexander I angelegt

errichteten Schloss und dem 290 Hektar großen,

mit Wasserspielen und Skulpturen gespickten

Schlosspark lohnt auch die Innenstadt

einen Besuch. Sehenswert sind vor allem

das Holländische Viertel, die Nikolaikirche,

Schloss Cecilienhof, das Krongut Borgstedt

und die russische Siedlung Alex an drowka mit

ihren 13 holzverkleideten Häusern, die ebenfalls

zum Potsdamer Welterbe zählen. Darüber

hinaus bietet die Hauptstadt Brandenburgs

ein attraktives Kulturangebot. Ein Highlight

sind die Musikfestspiele in den Schlössern

und Gärten von Sanssouci (12.-28.6.15)

mit rund 60 Konzerten, Opern und Open-Air-

Veranstaltungen (siehe S. 64ff.). Ein besonderes

Erlebnis ist die Potsdamer Schlössernacht

(14.-15.8.15) mit Konzerten und Tanzvorführungen,

Theaterspiel und Lesungen im festlich

illuminierten Schlosspark.

Die BUGA 2015 Havelregion –

Flower Power mit Berlinnähe

BUGA 2015 Havelregion

18. April bis 11. Oktober

Entdecken Sie die schönsten Plätze zur Bundesgartenschau 2015 in der Flusslandschaft

Havel. Fünf Standorte fügen sich zu einem großen Ganzen zusammen und

haben sich ein Herz gefasst, um Ihres zu erobern: Brandenburg an der Havel, Premnitz,

Rathenow, Amt Rhinow/Stölln und die Hansestadt Havelberg. Nur eine Stunde von

Berlin entfernt. Günstige Flüge nach Berlin über www.germanwings.com

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Bremen

Hannover

Über 1.500 Stunden im Jahr scheint über der

Ostfriesischen Insel Langeoog mit ihrem 14 km

langen, natürlichen Sandstrand die Sonne

Jahreszeit den Magen wärmt, wird meist als

Abschluss einer vergnüglichen „Kohl- und

Pinkeltour“ in geselliger Runde mit viel Bier

und Schnaps genossen.

Zwischen Watt und Heide

An endlosen Inselstränden wandern

und dem Meer auf den

Grund gehen, die Farbenpracht

der Heide genießen und große

„Pötte“ bestaunen: In Niedersachsen

gibt es viel zu erleben.

Aufgereiht wie Perlen an einer unsichtbaren

Schnur liegen sie vor der niedersächsischen

Nordseeküste, die sieben ostfriesischen Inseln:

Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog,

Spiekeroog und Wangerooge. Sie

bieten neben dem gesunden Reizklima beeindruckende

Dünenlandschaften und einige

der schönsten Strände Deutschlands. Den

auf der 17 Kilometer langen aber nur 500

Meter breiten Insel Juist zum

Beispiel, der „schönsten

Sandbank der Welt“. Winzig

ist die kleinste Insel, Baltrum,

die man in drei Stunden

umwandern kann. Bei

Kurgästen beliebt sind Borkum

und das einstige Modebad

Norderney. Wellness-

Urlauber genießen auf Spiekeroog

Thalasso-Anwendungen

mit Meerwasser, Heilschlick

und Nordseesand. Im

April lockt Spiekeroog Musikbegeisterte

zum Internationalen

Jazzfestival (16.-

19.4.2015), dieses Frühjahr bereits zum zehnten

Mal. Besonders beliebt bei Familien sind

die ebenso wie Juist autofreien Inseln Langeoog

und Wangerooge. So ist jedes dieser Eilande

eine kleine Welt für sich, mit jeweils

ganz eigenen Charakter.

Eines haben alle gemeinsam: Die

Gezeiten prägen den Lebensrhythmus

auf den Inseln im Nationalpark Niedersächsisches

Wattenmeer - seit 2009 Unesco-

Weltnaturerbe. Bei Ebbe kann der Urlauber

individuell oder bei geführten Touren (was

sehr ratsam ist) dem Meer im wahrsten Wortsinn

auf den Grund gehen, eine außergewöhnliche

Wanderung, die man unbedingt

einmal mitgemacht haben sollte.

Alte Kunst und große Schiffe

Auch die Städtchen im Hinterland der Küste,

wo die Menschen sich auch am Abend mit

„Moin, Moin“ begrüßen, haben ihre Reize.

Nicht nur wegen des bekannten Tees und der

vielleicht noch bekannteren Ostfriesenwitze.

In Emden, Deutschlands westlichster Hafenstadt,

präsentiert die Kunsthalle berühmte

Werke des Expressionismus, besonders der

Künstlergemeinschaften „Brücke“ und „Blauer

Reiter“, und zeitgenössische Kunst. Ostfriesische

Idylle empfängt den Besucher in

Greetsiel, wo die Krabbenkutterflotte im Hafen

ebenso zu den Sehenswürdigkeiten gehört

wie die zwei Wahrzeichen des Ortes,

eine rote und eine grüne Windmühle, die

„Greetsieler Zwillinge“. Schiffsfans lockt es

nach Papenburg. In dem Städtchen an der

Ems ist der Schiffbau zu Hause. Beim Stadtrundgang

stehen das Freilicht-Schifffahrtsmuseum

und eine Hafenrundfahrt ebenso auf

dem Programm wie die Meyer-Werft, wo riesige

Kreuzfahrtschiffe (im norddeutschen

Plattdeutsch „Pötte“ genannt) entstehen.

Ein Tipp für kulinarische Entdecker ist

das Städtchen Oldenburg, der selbsternannten

„Kohltourhauptstadt“. Hier dreht

sich alles um das norddeutsche Gericht

„Grünkohl mit Pinkel“. Dabei handelt es sich

um eine geräucherte Grützwurst aus Speck,

Bauchfleisch, Zwiebeln und Gewürzen, die

mit Grünkohl und Kartoffeln serviert wird. Das

deftige Gericht, das vor allem in der kalten

Ein Traum in Violett

Ein farbenfrohes Spektakel hat die Lüneburger

Heide berühmt gemacht. Ab

Anfang August überzieht die Heideblüte weite

Teile der Landschaft um die Städte Lüneburg

und Celle mit ihrem violetten Teppich.

Dann ist die schönste Zeit für ausgedehnte

Wanderungen, etwa auf dem Heidschnuckenweg.

Wer lieber mit dem Fahrrad auf Entdeckungsreise

geht: Mehr als 2.000 Kilometer

Radwege führen durch die idyllische Gegend,

die neben dem blühenden Heidekraut von

Wacholderbüschen, Birken und Eichen geprägt

ist. In den Heidedörfern finden im Sommer

zahlreiche Heideblütenfeste statt.

Darüber hinaus ist die Lüneburger Heide

ein ideales Ziel für Unternehmungslustige:

Zehn Erlebnisparks ganz unterschiedlicher Art

befinden sich hier auf engem Raum. Die Palette

reicht vom Vogelpark in Walsrode bis

zum Heidepark in Soltau, wo Adrenalinjunkies

bei wilden Achterbahnfahrten auf ihre Kosten

kommen (siehe S. 60ff.).

Die heutige Heidelandschaft des Naturparks Lüneburger

Heide ist über Tausende von Jahren entstanden

und verfügt über ein großes Wander- und Radwegenetz

Eines der beliebtesten Wanderreviere im

Norden ist der Harz, Deutschlands nördliches

Mittelgebirge, dessen berühmtester Berg,

der sagenumwobene Brocken (1.142 m), auf

dem in der Walpurgisnacht die Hexen tanzen

sollen, sich allerdings im benachbarten Sachsen-Anhalt

erhebt. 2006 wurde der Harz, der

bis 1990 durch die innerdeutsche Grenze geteilt

wurde, als Nationalpark ausgewiesen.

Zwei Drittel davon liegen in Niedersachen

und laden zu Wanderungen ein durch Fichten-

und Buchenwälder, vorbei an bizarren

Klippen und durch geheimnisvolle Moore.

40 Niedersachsen

Deutsches Küstenland


die_9 Städte in Niedersachsen,

Hannover Marketing & Tourismus GmbH

Vahrenwalder Straße 7, 30165 Hannover

Tel. 0049-511-16849746, www.9cities.de

+1

Neues hinter historischen

Fassaden entdecken

Braunschweig, Celle, Göttingen, Goslar,

Hameln, Hannover, Hildesheim, Lüneburg

und Wolfenbüttel, das sind gemeinsam mit

der Autostadt die 9_Städte in Niedersachen.

Sie faszinieren ihre Besucher mit Unesco-

Welterbestätten, historischen Fachwerkensembles,

prunkvollen Bürgerhäusern, sowie

prächtigen Schlössern, Parks und Gärten. Historie,

einzigartiges Ambiente und modernes

Leben sind die Zutaten für ein beeindruckendes

Besuchererlebnis.

Das Adelsgeschlecht der Welfen hat in Niedersachsen

vielfältige Spuren hinterlassen. Im

Mittelalter erwählte der Welfenherzog Heinrich

der Löwe Braunschweig zu seiner Residenz

und ließ als Zeichen seiner Herrschaft

ein Löwenstandbild errichten, welches noch

heute als Wahrzeichen der Stadt auf dem mittelalterlichen

Burgplatz steht. Das prachtvolle

Romantisches Fachwerkensemble in Goslar

Schloss in Wolfenbüttel zeigt in seinen Räumen

höfische Wohnkultur und herzoglichen

Glanz; die gegenüber liegende weltberühmte

Herzog August Bibliothek beherbergt mittelalterliche

Handschriften. Und aus Wolfenbüttel

kommt ein ganz besonderes, weltbekanntes

Produkt: der „Jägermeister“-Likör.

In der Welfen-Residenzstadt Celle finden

Besucher nicht nur Deutschlands ältestes

komplett erhaltenes Welfenschloss, sondern

auch eine wunderschöne Altstadt mit dem

weltweit größten zusammenhängenden Fachwerkensemble.

Gartenkunst in Vollendung erleben

Sie in der einstigen Sommerresidenz

der Welfen, den Herrenhäuser Gärten in Hannover.

In der Sommersaison bildet der Große

Garten, ein prächtiger Barockgarten, die

traumhafte Kulisse für Feuerwerke, Theater,

Kleinkunst und Konzerte.

In Hameln, der Stadt des Rattenfängers,

dreht sich vieles um die berühmte Märchenfigur.

In der Sommersaison können Besucher

jeden Sonntag während des Rattenfänger-

Freilichtspiels die weltbekannte Geschichte

mitten in der Altstadt live

erleben. Das humorvolle

Musical „RATS“ wird

dort jeden Mittwoch aufgeführt.

Die Hansestadt

Lüneburg begeistert Besucher

mit mittelalterlichem

Charme. Seinen

Reichtum und die prächtigen

Patrizierhäuser verdankt

die Stadt ihrer

Lage auf einem Salzstock.

Aber auch studentisches

Treiben prägt die

Stadt, ebenso wie die

traditionsreiche Universitätsstadt

Göttingen mit

fast 25.000 Studenten

und über 40 Nobelpreisträgern.

Berühmt ist das

Gänseliesel, das „meistgeküsste Mädchen

der Welt“ auf dem Marktbrunnen vor dem

mittelalterlichen Rathaus.

Die lebendige Unesco-Weltkulturerbestadt

Goslar fasziniert ihre Besucher mit

Im Jahr 2015 feiert Hildesheim sein 1.200-jähriges

Jubiläum – ein großes Ereignis für die Welterbe-Stadt

mit der romanischen Kirche St. Michaelis

dem mittelalterlichen Flair der historischen

Altstadt, dem Erzbergwerk Rammelsberg, das

als einziges Bergwerk der Welt über 1.000

Jahre in Betrieb war, und der monumentalen

Kaiserpfalz. Auch Dom und Michaeliskirche in

Hildesheim zählen als herausragende

Zeugnisse romanischer Baukunst zum

Unesco-Weltkulturerbe. Das Roemer- und Pelizeaus

Museum beherbergt eine weltberühmte

Alt-Ägyptenausstellung. In diesem

Jahr erwarten die Besucher der Stadt anlässlich

des 1.200-jährigen Stadt- und Bistumsjubiläums

ein buntes Veranstaltungsprogramm

unter dem Motto „Stadtgefühl“.

Für diejenigen, die in der Adventszeit

klassische Weihnachtsstimmung und stilvolles

Ambiente vor wunderschönen historischen

Kulissen suchen, erstrahlen in allen

Städten zauberhafte Weihnachtsmärkte (siehe

S. 69ff.).

Tipp: Eine ganz und gar andere Art von

Historie bietet der Volkswagen Themen- und

Erlebnispark der Autostadt in Wolfsburg (feiert

dieses Jahr sein 15-jähriges Jubiläum mit

einem großen Sommerfest), der auch das

weltweit größte Auslieferungszentrum für

Neuwagen beherbergt. In einer 28 Hektar

großen Parklandschaft erwarten den Besucher

Expeditionen in die Welt der Mobilität

und Zeitreisen durch die Automobilgeschichte

(siehe S. 62ff.)

Mobile Erlebniswelten in der Autostadt

Deutsches Küstenland

Niedersachsen

41


Bremens ältestes Viertel, der Schnoor, mit seinen

pittoresken Häusern und Gassen begeistert seine Besucher

mit uriger Atmosphäre und hanseatischer Tradition

Nur wenige Schritte entfernt liegt zwischen

Marktplatz und Weser die Böttcherstraße, die

sich mit einer faszinierenden Symbiose aus

traditioneller und expressionistischer Backstein-Architektur

als Gesamtkunstwerk präsentiert.

Kunstliebhaber finden im Roselius-

Haus, dem ältesten Gebäude der Straße,

eine Sammlung niederdeutscher Wohnkultur

und Kunstwerke vom Mittelalter bis zum Barock

sowie im Paula Modersohn-Becker Museum

neben Werken der namensgebenden

Künstlerin Sonderausstellungen zur klassischen

Moderne.

Tradition, Moderne und Meer erleben

Historische Plätze und eine lebendige

Szene, spannende Museen,

futuristische Wissenswelten und

viel maritimes Flair: Bremen und

Bremerhaven – die überraschend

vielseitigen Schwestern

Herzstück, Mittelpunkt und gute Stube

von Bremen ist der Marktplatz,

umgeben vom 600 Jahre alten Rathaus mit

seiner prachtvollen Weser-Renaissance-Fassade,

dem St.-Petri-Dom und dem Haus

der Bürgerschaft. Gerahmt von dem Ensemble

historischer Bauten wacht die imposante

Statue des Roland, Wahrzeichen

und Freiheitssymbol der Stadt das mit dem

Rathaus Unesco-Weltkulturerbe ist. Gleich

um die Ecke ziehen die Bremer Stadtmusikanten

Esel, Hund, Katze und Hahn die Blicke

auf sich. Nebenan in den Gewölben

des Ratskellers, einem der ältesten Weinkeller

Deutschlands, lagern rund 650 Sorten

edler Tropfen.

Putzig, verträumt, pittoresk

Den Kontrast zur Böttcherstraße bildet der

Schnoor mit seinen schmalen, verträumten

Gassen und putzigen kleinen Häusern. In

dem pittoresken Viertel waren früher Flussfischer,

Handwerker und Händler zu Hause,

heute beherbergen die kleinen, restaurierten

Bürgerhäuser exquisite Läden, nostalgische

Kneipen und Restaurants. Zu einem kulinarischen

Bummel lockt die Schlachte: Der ehemalige

Uferhafen direkt an der Weser hat sich

zu einer maritimen Gastromeile mit zahlreichen

Restaurants, Cocktailbars, Kneipen und

Biergärten gewandelt.

App trifft Fahrrad

Mit der kostenlosen App „BikeCityGuide“

für Bremen und Bremerhaven wird die Fahrt

überrascht

Unser Tipp!

Emile Bernard – Am Puls der Zeit

7. Februar bis 31. Mai 2015

Kunsthalle Bremen

Online

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Bremen-Profis:

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pro Person im Doppelzimmer

z. B. im Hotel Residence inkl. Frühstück

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BREMER TOURISTIK-ZENTRALE

Findorffstraße 105 · 28215 Bremen

42 Bremen

Deutsches Küstenland


durch die beiden Städte und in das angrenzende

Umland auch für auswärtige Besucher

zum Heimspiel. Stets aktuell kennt sie die kurzen

und attraktivsten Wege durch die Stadt,

weist auf die Sehenswürdigkeiten hin und

spricht dabei mit dem Nutzer.

Ein Gericht findet sich auf nahezu jeder

Bremer Speisekarte: die Rote Grütze.

Der traditionelle Nachtisch wird hier aus Himbeeren,

Johannisbeeren, Kirschen und Erdbeeren

zubereitet und mit Vanillesauce serviert.

Faszinierende Museumslandschaften

Die 2011 modernisierte und erweiterte

Kunsthalle begeistert mit einem bedeutenden

Kupferstichkabinett und Werken von Monet,

van Gogh und Cézanne, Liebermann,

Corinth und Paula Modersohn-Becker. Mit

hochrangigen Leihgaben u. a. aus dem Musée

d` Orsay lädt dort die Sonderausstellung

„Emile Bernard – Am Puls der Moderne“

(7.2.-31.5.2015; siehe S. 64ff.) ein. Getreu

dem Motto „Faszination Ferne“ beschäftigt

sich das Übersee-Musum – mit einzigartigen

Exponaten unterschiedlicher Kultur- und Naturräume

– in der Sonderausstellung „China

unter Mao“ (noch bis 5.4.2015) mit einer der

prägendsten politischen Persönlichkeiten Chinas.

Im beliebten Universum Bremen, dem an

einen riesigen silbernen Wal erinnernden Science-Center,

können nach Umbau ab März

2015 neue faszinierende Themenwelten zu

Mensch, Natur und Technik erkundet werden.

Zu den „Wissenwelten“ (siehe S. 62ff.), die

durch Ausprobieren und Interaktion auf unterhaltsame

Weise Wissen vermitteln, gehört

auch das grüne Science Center botanika, wo

der Besucher – mit in diesem Jahr neuem

Entdeckerzentrum – auf Expedition durch

fernöstliche Kulturen und asiatische Pflanzenwelten

geht.

Wo einem Seewind um die Nase weht

Maritimes Flair empfängt den Reisenden

knapp 60 Kilometer flussaufwärts in Bremerhaven.

Leuchttürme reihen sich entlang der

Weser, Möwen begleiten ankommende Schiffe

an der Nordseeküste. Auf dem kilometerlangen

Weserdeich weht Spaziergängern unverwechselbarer

Seewind um die Nase. In der

größten Stadt an der deutschen Nordseeküste

ist die Nähe und die noch immer innige

Beziehung zum Meer auf Schritt und Tritt

spürbar – und in den Museen erlebbar.

Die älteste Hansekogge der Welt (14. Jh.)

liegt im Deutschen Schifffahrtsmuseum, das

Mehr als 200 Traditionssegler werden sich MItte

August in Bremerhaven wieder zum Treffpunkt der

internationalen Gemeinschaft der Segler versammeln

die Entwicklung vom Lederboot zum Ozeandampfer

schildert, vor Anker. Gleich nebenan

geben sich Liebespaare das Ja-Wort auf der

„Seute Deern“, dem weltweit größten noch

fahrtauglichen hölzernen Frachtsegler. Ein

einzigartiges Konzept bietet das Klimahaus

Bremerhaven 8° Ost: Eine „Reise“ durch die

Klimazonen der Erde – von der erfrischenden

Kühle auf einer Schweizer Alm über die

schwüle Hitze des tropischen Regenwalds bis

in die Eiseskälte der Antarktis. Das Deutsche

Auswandererhaus, 2007 als „European Museum

of the Year“ ausgezeichnet, erinnert mit

seiner bemerkenswerten Dokumentation daran,

dass vor wenigen Generationen noch

über sieben Millionen Deutsche ihr Heimatland

verließen, um in der Welt ihr Glück zu

suchen. In dem 2012 eröffneten Erweiterungsbau

präsentiert das Museum nun auch

300 Jahre Einwanderungsgeschichte nach

Deutschland.

Tierische Begegnungen machen Besucher

im Fischereihafen bei der „Expedition Nordmeer“

und im „Zoo am Meer“, wo sich Eisbären,

Pinguine und Seehunde tummeln. Im

neuen Nordsee-Aquarium kann man seit

Sommer 2013 bizarre Fische wie Seewolf und

Seehase beobachten (siehe S. 60ff.).

Ein besonderes Erlebnis sind die Häfen der

Stadt. Im Fischereihafen hat sich die Packhalle

IV zu einer 180 Meter langen Flaniermeile

rund um den Fisch entwickelt. Das „Schaufenster

Fischereihafen“ ist eine Gourmetmeile

für Fischliebhaber. Nach dem Gaumenschmaus

geht es mit dem Hafenbus auf Entdeckungsfahrt

zu den Überseehäfen mit dem

Container- und Auto-Terminal sowie der legendären

Lloyd Werft. Und beim Anblick der

Traumschiffe am Kreuzfahrt-Terminal überkommt

so manchen Besucher das pure Fernweh.

Ein Highlight für die Fans von Rahseglern,

Yachten und stolzen Windjammern ist die

„Sail Bremerhaven“ (12.-16.8.2015), die regelmäßig

mehrere 100.000 Besucher anlockt.

Willkomen in der Seestadt Bremerhaven

Entdecken Sie die Wissens- und Erlebniswelten mit dem Klimahaus Bremerhaven 8° Ost, dem

Deutschen Schiffahrtsmuseum, dem Deutschen Aus wanderer haus und dem Zoo am Meer sowie

Schiffe, Fisch, Shopping und viel mehr in Bremerhaven an der deutschen Nordseeküste.

Tipps, Tickets, Termine: Erlebnis Bremerhaven GmbH · Bremerhaven Touristik

H.-H.-Meier-Straße 6, D-27568 Bremerhaven

TouristTel: +49 (0)471 - 41 41 41

touristik@erlebnis-bremerhaven.de · www.bremerhaven-tourism.de · www.facebook.com/erlebnisbremerhaven

Deutsches Küstenland

Bremerhaven

43


Hamburg Tourismus GmbH

Wexstraße 7

20355 Hamburg

Tel. 0049-40-30051701

www.hamburg-tourism.de

Der wohl bekannteste Treffpunkt in der

Hafencity sind die Magellan-Terrassen, die

eindrucksvolle Ausblicke auf den Traditionsschiffhafen

und die Elbphilharmonie bieten

Flair mit maritimem Charme

Hamburg, der größte Seehafen

Deutschlands, imponiert mit hochklassigem

Entertainment, einer lebendigen

Kulturszene von klassisch

bis modern und mit Shoppingerlebnissen

in stilvollen Passagen

Sogar Sonnenanbeter kommen auf ihre

Kosten. An den Elbstränden und den Beachclubs

entlang des Hafens herrscht an sonnigen

Sommertagen mediterranes Flair. Genauso

wie an der Alster, die sich im Herzen der

Stadt zu einem großen, von Grünflächen umgebenen

Binnensee staut. Eine Oase inmitten

der Großstadt, die von Joggern und Radfahrern

ebenso genossen wird wie von Flaneuren

und Wasserwanderern, die mit dem Kanu

oder – ganz trendy – beim Stand-Up Paddling

die Wasserläufe der City erkunden.

Der Hafen ist natürlich ein Muss. Bei

einer Hafenrundfahrt bekommt der

Besucher den besten Eindruck von

der Vielfalt der Stadt. Zahlreiche Fleete,

Wasserwege, durchziehen das Ensemble

hoher, roter Backsteinbauten

der Speicherstadt mit ihren einstigen

Lagerhäusern, dem größten zusammenhängenden

Lagerhaus-Komplex

der Welt. Hinter den denkmalgeschützten

Fassaden gibt es zahlreiche

Museen zu entdecken, wie das „Miniatur

Wunderland“ mit der größten

Modelleisenbahnanlage der Welt.

„Spicy’s Gewürzmuseum“, das „Internationale

Maritime Museum“ oder

die Ausstellung „Dialog im Dunkeln“

sind weitere lohnende Attraktionen.

Bei der Rundfahrt prominent im Blick: Die

seit 2007 im Bau befindliche Elbphilharmonie,

deren glitzernde Fassaden erahnen lassen,

welch architektonisches Meisterwerk hier

entsteht. Hoch her geht es im Hafen und auf

der Flaniermeile entlang der Landungsbrücken

beim alljährlichen Hafengeburtstag (8.-

10.5.2015). Das größte Hafenfest der Welt

lockt (zum 826. mal) mit seinem „Schlepperballett“

und großen Schiffs-Paraden eine Million

Besucher an, wie auch mit den Cruise

Days (7.-13.9.2015), an denen sich Kreuzfahrtriesen

wie die MS Deutschland, die MS Europa

und die Queen Mary 2 ein Stelldichein geben.

In der Kulturmetropole Hamburg spielt vor

allem die Musik eine beachtenswerte Rolle.

Musikgenuss vom Feinsten bieten in der Kulturmetropole

Hamburg gleich drei große Orchester:

das Philharmonische Staatsorchester

Hamburg, das NDR-Sinfonieorchester und die

Hamburger Symphoniker. Das wunderbare

Ambiente der Laeiszhalle steht für unvergessliche

Klassikabende. Bekannt für seine hochkarätigen

Aufführungen ist die Hamburgische

Staatsoper, in der unter anderem John Neumeiers

weltberühmte Ballett-Kompanie, regelmäßig

die Zuschauer begeistert. Einer der

Programm-Höhepunkte des Hamburg Balletts

ist die Veranstaltung „Junge Choreografen“

in der Opera stabile (7.-9.3.2015).

Die Speicherstadt, in Wilhelminischer Backsteingotik

der Gründerzeit ab 1883 erbaut, ist eine der

Hauptattraktionen bei der großen Hafenrundfahrt

Theaterfreunde haben in der Hansestadt

die Wahl zwischen drei Staats-Theatern und

mehr als 40 Privat-Theatern – vom Thalia Theater

über das Deutsche Schauspielhaus bis

zum Altonaer Theater und der Komödie Winterhuder

Fährhaus. Eine gute Möglichkeit,

Hamburgs Bühnen kennen zu lernen, ist die

Hamburger Theaternacht (5.9.2015). Aber

Hamburg ist auch neben New York und London

die drittgrößte Musicalmetropole der

Welt (siehe S. 64ff.). Seit November vergangenen

Jahres steht in dem neu eröffneten

„Theater an der Elbe“ das Musical „Das

Wunder von Bern“ auf dem Spielplan.

Ein Magnet für Kunstliebhaber sind die

Deichtorhallen. In den ehemaligen Markthallen

haben sich ganz außergewöhnliche Ausstellungsräume

angesiedelt. Im Haus der

Photographie werden regelmäßig Werke zeitgenössischer

Fotografen gezeigt. Höhepunkt

für Liebhaber anspruchsvoller, künstlerischer

Photographie ist die Triennale der Photographie,

die dieses Jahr zum sechsten Mal in

Hamburg stattfindet (18.-28.6.2015, siehe S.

64ff.). Neben Vorträgen, Filmen und Projekten

stehen unter dem Motto „The day will

come“ mehrere Ausstellungen im Mittelpunkt,

die weit über die Triennale hinaus in

verschiedenen Museen zu sehen sind. Zeitgenössischer

Kunst widmet sich vor allem in

Großprojekten die Halle für Aktuelle Kunst.

Sie präsentiert aus Anlass ihres 25-jährigen

Bestehens eine groß angelegte Ausstellung

zum Thema „Picasso in der zeitgenössischen

Kunst“ (2.4.-12.7.2015, siehe S. 64ff.). Zur

Hamburger „Kunstmeile“ gehört ebenfalls

das Bucerius Kunstforum, das dieses Frühjahr

die Ausstellung „Miró. Malerei als Poesie“

(31.1.-25.5.2015) zeigt.

So reichhaltig und vielfältig wie das kulturelle

Angebot der Hansestadt sind auch die

Möglichkeiten für Urlauber, die ihre

Zeit am liebsten mit Einkaufen verbringen.

Auf sie wartet die größte

Dichte an Einkaufspassagen in Nordeuropa,

dazu elegante Edelboutiquen

und die Shops weltberühmter

Modelabels, die auf dem Luxus-Boulevard

„Neuer Wall“ angesiedelt sind.

Vielversprechende Nachwuchsdesigner

tummeln sich im Schanzenviertel

und im Karoviertel sowie auf St. Pauli,

wo die jungen und hippen Hamburger

einkaufen.

St. Pauli muss man erlebt haben:

Die Reeperbahn, die „sündige Meile“,

ist längst mehr, als eine Ansammlung

alteingesessener Erotik-Etablissements.

Mit ihren Seitenstraßen wie

der Großen Freiheit, der Talstraße und der

Gegend um den Hans-Albers-Platz, ist hier

Hamburgs Amüsier- und Partyviertel. Besonders

intensiv gefeiert wird beim Reeperbahnfestival

(23.-26.9.2015), wenn etwa 300 Bands

und Einzelkünstler über die Bühnen von rund

70 Clubs, Bars und Theatern auf dem gesamten

Kiez rocken.

Festlich und besinnlich ist die Adventszeit

in Hamburg mit hanseatischer Ausstrahlung

auf 15 Weihnachtsmärkten (siehe S. 69ff.).

44 Hamburg

Deutsches Küstenland


Tourismus-Agentur

Schleswig-Holstein GmbH

Wall 55 · 24103 Kiel

Tel. 0049-431-600 58 3

www.sh-tourismus.de

Kiel

Hamburg

Horizonte – wie nirgendwo

Spannende Exkursionen im Wattenmeer, Badespaß an feinen Sandstränden

und sportliche Touren im Binnenland, dazu verträumte Inseln

und beschauliche Städtchen – Schleswig-Holstein, das Mee(h)r-Erlebnis

Sie lugen aus dem Wattenmeer wie Maulwurfshügel,

winzig klein trotzen sie Wind, Wellen

und Sturmfluten. Die Halligen, „schwimmende

Träume“, wie sie der Dichter Theodor

Storm beschrieb, sind weltweit einzigartig.

Vom Meer umspült und manchmal sogar überspült

liegen die zehn Mini-Eilande mitten im

Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

Auf manchen kann man wohnen und

den rauen Alltag im Wattenmeer hautnah erleben,

einen Tagesausflug − am schönsten mit

der Pferdekutsche durchs Watt − lohnen sie

alle. Die bekanntesten Halligen sind Hooge,

Gröde, Südfall, Langeneß und Oland. Ein besonderes

Erlebnis bieten die Halligen im Frühjahr,

wenn riesige Schwärme von Ringelgänsen

auf den sattgrünen Wiesen rasten. Aus Anlass

dieses Naturereignisses gibt es alljährlich die

Ringelganstage (18.4.-3.5.2015).

Für einen Urlaub bequemer sind die Nordfriesischen

Inseln. Amrum zum Beispiel, wo

herrliche Dünen zum Wandern einladen, Pellworm,

die grüne Insel im Watt mit bäuerlichem

Charakter und himmlischer Ruhe oder

die Familieninsel Föhr. Wer Trubel sucht, der

findet ihn vor allem auf Sylt, der größten und

lebhaftesten Nordfriesischen Insel, die ihren

Ruhm auch den zahlreichen Prominenten aus

Wirtschaft, Politik und Showgeschäft verdankt.

Als Tagesausflug einplanen sollten

Nordsee-Urlauber einen Ausflug nach Helgoland,

Deutschlands einziger Hochseeinsel. Allen

Inseln und den Ferienorten an der Küste

gemeinsam ist ein doppeltes Vergnügen: bei

Flut kann man im Meer plantschen und bei

Ebbe durchs Watt wandern.

Denn die Inseln und Halligen sind umschlossen

vom Wattenmeer, das 2009

als erste deutsche Naturlandschaft in die Liste

der Unesco-Weltnaturerbestätten aufgenommen

wurde, gemeinsam mit den Nationalparks

von Hamburg und Niedersachsen sowie

dem Wattenmeer-Schutzgebiet der Niederlande.

Spannend wird es bei Ebbe, alle sechs

Stunden, wenn das Meer sich von den Stränden

zurückzieht und man auf dem Meeresboden

spazieren gehen kann. Dabei gibt es

Wattwürmer, Strandkrabben und Wattenschnecken

zu entdecken oder man kann

Bernstein aus dem Schlick buddeln. Trockenen

Fußes lässt sich die Tierwelt des Wattenmeers

im Multimar Wattforum in Tönning, auf

der Halbinsel Eiderstedt, erleben: Dort sind

Seepferdchen, Seesterne und andere Exoten

in 36 Aquarien zu entdecken.

Krabben frisch vom Kutter

Entlang der Küste und im flachen Hinterland

locken kleine, heimelige Städte. Ein kleines

Schmuckstück ist Friedrichstadt,

eingerahmt von den Flüsschen

Eider und Treene. Das „Holländerstädtchen“

verströmt mit seinen

Grachten und schmalen

Giebelhäusern einen Hauch von

Amsterdam mitten in Friesland. In

Friedrichskoog, im Südwesten des

Landes, ist die Seehundaufzuchtstation

eine Attraktion. Eine weitere ist

der malerische kleine Hafen, in

dem eine beachtliche Krabbenkutterflotte

liegt. Die Krabben werden

hier − wie auch in Büsum einige Kilometer

weiter nördlich − direkt

vom Kutter verkauft: ganz frisch, so

schmecken sie am besten. Geschichten

über das Leben der Krabbenfischer

stehen im Museum am Meer im Mittelpunkt.

Ein Touristenzentrum in der Region ist St.

Peter-Ording. Das Nordseeheilbad liegt auf

der Spitze der Halbinsel Eiderstedt. Hauptanziehungspunkt

für Familien, Jogger, Kiter

und Strandsurfer ist der zwölf Kilometer lange

Strand, auf dem Restaurants auf riesigen

Stelzen stehen. Der Strand ist das ganze Jahr

über eine Bühne für unterschiedlichste

Events, von der Pfingstregatta der Strandsurfer

(23./24.5.2015) über die Beach-Volleyball-

Tour (24.-26.7.2015) bis zum Drachenfestival

(7.-9.8.2015).

Die Wunderwelt des Wattenmeers

– mal Land, mal

Wasser – kann man am besten

bei naturkundlichen Watt-Führungen

durch den Nationalpark-Ranger

verstehen lernen

Schöne Traditionsfeste locken nach Husum,

dem Heimatstädtchen des Dichters Theodor

Storm („Der Schimmelreiter“), gegenüber der

Halbinsel Nordstrand in der Region Nordfriesland

gelegen. Höhepunkte im Veranstaltungskalender

sind im Frühling das Krokusblütenfest

(28./29.3.2015), bei dem ca. fünf

Millionen Blüten den Schlosspark wie einen

lila Teppich überziehen, das Festival „Raritäten

der Klaviermusik“ im Schloss, bei dem

selten gespielte Klavierliteratur aufgeführt

wird (21.-29.8.2015) und die Husumer Krabbentage

(17./18.10.2015) mit Wett-Krabbenpulen

und Shantychor im Hafen.

Für Kunstinteressierte lohnt sich ein Ausflug

nach Seebüll, nördlich von Niebüll. Dort befindet

sich in einem roten Backsteinbau, in dem

der Künstler seit 1937 lebte, das Nolde-Museum.

Neben Stillleben und Landschaftsbildern

sind dort auch die sogenannten „ungemalten

Bilder“ des expressionistischen Malers.

Der 41,5 Meter hohe Leuchtturm der Insel

Pellworm wurde 1907 fertiggestellt und bis 1977

von einem Leuchtturmwächter betreut, der in

den Gebäuden neben dem Turm wohnte

Einer kulinarischen Spezialität Nordfrieslands

begegnet der Urlauber

tagtäglich: Es sind die Schafe, die wie weiße

Wollknäuel auf Wiesen und Deichen grasen.

Das Fleisch der Salzwiesenlämmer ist

fettarm und zart, mild und doch würzig.

Lamm in allen Variationen stehen auf den

Speisekarten der Restaurants, besonders

während der 20. Nordfriesischen Lammtage

(9.5.-31.7.15).

Deutsches Küstenland

Schleswig-Holstein

45


Die Kammern der „Neuen Schleuse“ des

Nord-Ostsee-Kanals sind 310 m lang, 42 m breit

und 14 m tief – der Kanal gehört zu den drei

größten und meistbefahrensten Kanälen der Welt

Sailing, Surfing, Shopping

Kuriose Anblicke beschert der Nord-Ostsee-

Kanal: Wenn die gewaltigen Ozeanriesen von

Brunsbüttel, an der Elbmündung im Südwesten

Schleswig-Holsteins, quer durchs Land

nach Kiel schippern, glaubt man, sie würden

förmlich über die Wiesen fahren. Bei einer

Radtour entlang des Kanals kommt man den

„Pötten“ ganz nah.

Kiel ist Deutschlands nördlichste Landeshauptstadt.

Zahllose bunte Segelboote

schaukeln im Sommer in der Kieler Förde,

dazu sorgen Skandinavienfähren und Kreuzfahrtschiffe

aus aller Welt für maritimes Flair.

Das Leben mit dem Wasser prägt den Alltag

in der Stadt. Stolze Traditionssegler und luxuriöse

Yachten gehören hier zum Stadtbild.

Ganz besonders während der „Kieler Woche“,

dem größten Segelsportereignis der

Welt und gleichzeitig größtes Sommerfest

Nordeuropas (19.-28.6.2015). Das Programm

reicht von packenden Segelregatten bis zur

Internationalen Balloon Sail. Aber Kiel bietet

auch Shoppingerlebnisse und eine Reihe attraktiver

Museen. Das größte ist die Kunsthalle

mit einer Sammlung von 40.000 Grafiken

aus fünf Jahrhunderten, 1.200 Gemälden und

300 Skulpturen. Das „Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum“

dokumentiert nach dreijähriger

Sanierungspause mit zahlreichen kleinen

und großen Exponaten die maritime

Tradition Kiels.

Für Museumsbesuche lohnt sich die

Reise noch ein Stück weiter in den

Norden, ins beschauliche Schleswig,

wo im prächtigen Schloss Gottorf

gleich zwei interessante Sammlungen

zu sehen sind: Die ehemalige Residenz

der Herzöge von Schleswig-Holstein-Gottorf

beherbergt das Archäologische

Landesmuseum und das Landesmuseum

für Kunst- und Kulturgeschichte.

In dem zur Anlage gehörenden

Barockgarten können Besucher

den Gottorfer Riesenglobus von innen

betrachten. Am gegenüberliegenden

Ufer der Schleibucht liegt die rekonstruierte

Wikingersiedlung Haithabu. Das Museum gewährt

faszinierende Einblicke in die Struktur

der einstigen Handelsniederlassung. Am südöstlichen

Rand der Förde, wie der langgezogene

Fjord der Schlei genannt wird, liegt das

Wasserschloss Glücksburg. Im Inneren des

weißen Traumpalastes spaziert der Besucher

durch die Fürstenloge, Prunkräume, und eine

reich ausgestattete Schatzkammer.

Auf dem Amazonas des Nordens

Zu den beliebtesten Urlaubsgebieten in

Schleswig-Holstein gehört die südwestlich

von Kiel gelegene Holsteinische Schweiz,

eine sanft gewellte Bilderbuchlandschaft mit

idyllischen Seen, Teichen und Buchenwäldern.

Die Region lässt sich wunderbar mit

dem Fahrrad entdecken, und dabei macht

mancher Gast die Erfahrung, dass „das platte

Land“ gar nicht so flach ist, wie man meint.

Eine Alternative für unterhaltsame Erkundungstouren

ist eine Bootspartie in der Seenlandschaft

um die Städte Malente, Plön mit

seinem leuchtend weißen Schloss, und Eutin.

Neben rund 200 kleinen und größeren Seen

prägen Schlösser und stattliche Herrenhäuser

wie Gut Panker die Region.

Beschaulich ist es auch im Herzogtum Lauenburg,

wo der Naturpark Lauenburgische

Seen und die Schaalseeregion mit weiten

Wäldern und zahlreichen Gewässern zu ausgedehnten

Wanderungen, Radeltouren oder

Kanufahrten einladen. Ein besonderes Vergnügen

ist eine Paddeltour auf der Wakenitz

zwischen Lübeck und dem Ratzeburger See,

dem „Amazonas des Nordens“, so genannt

wegen seiner urwüchsigen Ufervegetation,

die dem 14,5 Kilometer langen Abschnitt einen

dschungelartigen Charakter verleihen. In

Lauenburg, einem idyllischen Städtchen mit

In Mölln, Herzogtum Lauenburg, ist Till Eulenspiegel

immer noch lebendig, wenn am Originalschauplatz

auf dem historischen Marktplatz die

Eulenspiegel-Festspiele inszeniert werden

Kopfsteinpflastergassen und roten Ziegelhäusern

starten im Sommer Dampfschifffahrten

auf der Elbe. Im Städtchen Mölln trieb einst

Till Eulenspiegel seine Späße. In Ratzeburg,

im Zentrum der Ratzeburger Seenlandschaft,

ist der mittelalterliche Dom ein beliebtes Ziel.

So klingt der Norden

Jedes Jahr im Sommer wird die Region für

ein paar Wochen zum Nabel der Musikwelt.

Beim Schleswig-Holstein Musik-Festival

(11.7.-30.8.2015, siehe S. 64ff.) werden Kirchen,

Werften und Herrenhäuser, Scheunen

und Gutshöfe zu Konzertsälen und Bühnen

für aufstrebende Nachwuchstalente und

Weltstars der klassischen Musik. Das Musikfestival

ist die spektakulärste Veranstaltung im

Land zwischen den Meeren, aber auch einige

kleinere Events, wie die Jazz Baltica oder die

Eutiner Festspiele lohnen den Besuch.

Zurück ans Meer, an die schönsten Badeorte

der schleswig-holsteinischen Ostsee. Das

moderne Ferienzentrum Weißenhäuser

Strand ist ein beliebtes Ziel für Wasserratten

und Familien. Ungestört im Liegestuhl faulenzen,

dazu lädt der breite Strand der Segelhochburg

Heiligenhafen ein. Von Dahme bis

Travemünde erstreckt sich die „Riviera des

Nordens“, die eigentlich Lübecker Bucht

heißt. Hier reiht sich ein feinsandiger Strand

an den nächsten. Acht Kilometer misst allein

der Sandstrand des Nobelkurorts Timmendorfer

Strand, an dessen Dünen und baumbestandener

Promenade sich am Wochenende

der Jet-Set tummelt. Den Gegensatz dazu

bildet das benachbarte Niendorf, durch das

noch ein Hauch von Fischerromantik weht.

Am Hafen werden morgens an bunten Holzbuden

am Steg Scholle und Aal, Dorsch und

Hering direkt vom Kutter verkauft.

Was wäre eine Reise in den Norden

Deutschlands, ohne die „Königin der

Hanse“, die alte Hansestadt Lübeck zu besuchen.

Die Heimat von Thomas Mann, gehört

mit seiner Backsteingotik zu den deutschen

Unesco-Welterbestätten. Viele Bauwerke dokumentieren

noch heute für

jeden sichtbar den einstigen

Reichtum – das berühmte

Holstentor, Wahrzeichen der

Stadt, ebenso wie die

prunkvollen Kaufmannshäuser

in der Altstadt und im

Museumshafen. Daneben

gibt es interessante Museen

zu entdecken: Eine atemberaubende

Symbiose zwischen

Alt und Neu, zwischen

Mittelalter und Moderne

präsentiert das Museumsquartier

St. Annen auf

dem Gelände der ehemaligen

Klosterkirche St. Annen. Einblicke in das

politische Leben und Wirken eines großen

Politikers gibt das „Willy-Brandt-Haus”. In die

Welt von Thomas und Heinrich Mann eintauchen

kann der Besucher im Buddenbrookhaus,

wo sich die ganze Welt der Künstlerdynastie

auf zwei Etagen ausbreitet. Und dann

ist da noch das berühmte Lübecker Marzipan,

eine süße Erinnerung, die man sich auf der

Zunge zergehen lassen sollte.

46 Schleswig-Holstein

Deutsches Küstenland


Schwerin

Natur- und Wasserfreuden

Wasserlandschaften an langgestreckten Küsten, idyllischen Seen und auf

sonnenverwöhnten Inseln, ebenso kulturelle Vielfalt in Hanse-Städten

und bei Festivals – Mecklenburg-Vorpommern verwöhnt seine Gäste

Ostseeurlaub auf der

Sonneninsel Usedom.

Vor allem mit unverfälschter Natur ist die

Region im Nordosten Deutschlands reich gesegnet.

Auf den Inseln ebenso wie im Hinterland

der Küste, wo ausgedehnte Laubwälder,

Moore und Seen zu vielfältigen Aktivitäten

und Entdeckungen einladen: 2.000 Gewässer

aller Größe verteilen sich über Mecklenburg-

Vorpommern, dazu hat das Bundesland eine

2.000 Kilometer lange Küstenlinie. Rund

26.000 Kilometer Flüsse, Bäche und Kanäle

machen die Region zu einem wahren Paddelparadies.

Wasser ist hier ein prägendes Element.

Hobby-Angler brauchen hier keinen

Angelschein, sondern halten ihre Ruten mit

dem so genannten „Touristenfischereischein“

ins Wasser. Hausbootfahren – eine besonders

reizvolle und erholsame Reviererkundung ist

auf den schier unendlichen Wasserflächen

ohne Führerschein möglich.

Dem Thema Wasser widmet sich dieses

Jahr auch die Mecklenburgische Seenplatte,

das größte zusammenhängende Wassersportrevier

Europas, in besonderer Weise. Mit der

Veranstaltung „Wasser erleben – schauen,

staunen, Probe fahren“ soll die „Müritz Action“

(5.-7.6.2015) in Rechlin an der Müritz

vor allem Neueinsteiger mit dem nassen Element

vertraut machen. Besucher können sich

an den drei Tagen über vielerlei Wassersportmöglichkeiten

informieren und zugleich Boote

testen. Die Müritz ist das Herzstück der Seenplatte

und nach dem Bodensee der zweitgrößte

Binnensee Deutschlands. Viele Tipps

zu Revieren und Aktivitäten der Seenplatte

finden sich in einer eigenen Broschüre.

Ebenfalls zur „Müritz Action“ zählt die „14.

Müritz Sail“ (14.-17.5.2015). Bei der kleinen

Schwester der Rostocker „Hanse Sail“ treffen

elegante Yachten auf sportliche Drachenboote

und Outrigger. Zum Programm gehören unter

anderem Segelwettkämpfe, Wasserskivorführungen

und eine Flottenparade. Beim „Fischerstechen“

und einem so genannten Waterball

kann das Publikum selbst aktiv werden.

Wasser ist auch ein prägendes Element in

den Werken der expressionistischen Maler Max

Pechstein und Karl Schmidt-Rottluf – aus der

Künstlergruppe „Brücke“. Beide waren fasziniert

und inspiriert von der Landschaft der Ostsee.

Unter dem Titel „Zwei Männer – ein

Meer“ präsentiert das Pommersche Landesmuseum

in Greifswald über 100 Gemälde, Grafiken

und Künstlerpostkarten der zwei Maler.

Inselträume in der Ostsee

Die Insel Rügen, Deutschlands größtes Eiland,

fasziniert vor allem wegen seiner markanten

Steilküste, die schon im Bild „Kreidefelsen

auf Rügen“ von Caspar David Friedrich

und anderen Künstlern der Romantik verewigt

wurde. Kilometerlange alte Alleen verbinden

im Inselinnern beschauliche Dörfer

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Besonders beliebt bei

Seglern ist die Müritz,

Deutschlands größter

Binnensee, wo man bei

Flaute auch wunderbar

im Wasser oder in der

Sonne baden kann

mit den Badeorten

an der Küste. Dazu

gehört die „weiße Perle“ Putbus, so genannt

wegen ihrer schneeweißen Bäderarchitektur.

Größtes und beliebtestes Seebad auf Rügen

ist Binz im Nordosten der Insel. Sonne,

Strand und Meer ziehen die Besucher ebenso

in den Badeort mit seiner kilometerlangen

Strandpromenade an der Prorer Bucht, wie

die weißen Villen und Häuser mit ihrem kunterbunten

Stil-Mix aus Klassizismus, Neobarock

und Jugendstil. Ein ideales Ziel ist die Insel

auch für Wellness-Urlauber, wo sie viele

Heilmittel genießen, die die Natur bereithält

– Meerwasser, Meersalz und Algen oder heimischen

Sanddorn und die Rügener Heilkreide

(siehe S. 57ff.).

Der „Grand Schlemm“ ist ein kulinarischer Kurzurlaub

mit einer Gourmet-Strandwanderung auf der Sonneninsel

Usedom und feiert heuer 10-jähriges Jubiläum

Usedom, die zweitgrößte deutsche Insel ist

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Insel. Dort kuscheln sich beschauliche Fischerdörfer

in grünen Buchten, während sich

am Strand mondäne Seebäder aneinanderreihen.

Auf den Seebrücken weht dem Besucher

würzige Meeresluft um die Nase, und

die Augen wandern staunend über wie Zuckerwerk

anmutende Fassaden der Villen in

den drei Kaiserbädern Ahlbeck, Heringsdorf

und Bansin sowie im Ostseebad Zinnowitz.

Die mit Säulen, Erkern, Türmchen, Balustraden

und filigranen Stuckelementen geschmückten

Häuser sind typisch für die Usedomer

Bäderarchitektur. Damals war es fast

ein Muss, eine herrschaftliche Villa in einem

der mondänen Seebäder auf Usedom zu besitzen.

Hier verbrachte man die schönste Zeit

des Jahres als Sommerfrische. Heute macht

die architektonische Vielfalt der Häuser den

besonderen Reiz der Usedomer Bäderarchitektur

aus.

Die drei Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf

und Bansin sind auch Stationen

des „Grand Schlemm“, einer kulinarischen

Strandwanderung, die dieses Jahr bereits

zum zehnten Mal stattfindet (16.5.2015).

An „Gourmet-Picknickplätzen“ bieten die Inselköche

ihre aromatischen Kreationen an.

Weitere Gelegenheiten, regionale Spezialitäten

zu probieren, bieten die „19. Usedomer

Heringswochen“ (21.3.-11.4.2015) und die

Wildwochen im Oktober.

Das 18. Usedomer Jazz-Festival (5./6.6.

2015) geht in Heringsdorf über die Bühne,

das 6. Dixielandfestival (20.6.2015) und das

17. Countryfest (21./22.8.2015) finden in Koserow

statt. Das musikalische Highlight im

Veranstaltungskalender ist das Usedomer Musikfestival

(19.9.-10.10.2015), bei dem herausragende

Orchester, Musiker und Chöre unter

Leitung bekannter Dirigenten an mehreren

Orten auf der Insel gastieren.

Jubiläum mit Weltstars

Das bekannteste Musik-Event in der Region

und weit darüber hinaus sind die Festspiele

Mecklenburg-Vorpommern, die diesen Sommer

Jubiläum feiern – sie werden 25 Jahre alt

(20.6.-19.9.2015, siehe S. 64ff.). Das Jubiläums-Programm

ist gespickt mit Weltstars wie

Anne-Sophie Mutter, Julia Fischer, András

Schiff, Kent Nagano, Ulrich Tukur, Götz Alsmann

und Klaus Maria Brandauer.

Abwechslungsreiche Radrouten wie der

Mecklenburgische Seen-Radweg oder

der Havel-Radweg führen immer wieder

durchs Grüne oder ans Wasser. Zum ersten

Mal laden auch die Festspiele unter dem

Motto „Musik bewegt“ am 21. Juni zu einer

musikalischen Erlebnisreise – mit dem eigenen

oder einem geliehenen Fahrrad – in

Schwerin und Umgebung ein, um musikalischen

Leckerbissen an verschiedenen Veranstaltungsorten

zu lauschen.

Schwerin ist Deutschlands kleinste Landeshauptstadt,

hat aber durchaus ein recht stattliches

Ambiente.

Schon wegen seines märchenhaften Schlosses

auf einer Insel im Schweriner See gelegen,

mit anschließendem Park, lohnt der Besuch

– und wegen der Schlossfestspiele (3.7.-

9.8.2015, siehe S. 64ff.), die dieses Jahr mit

„La Traviata“ ein weiteres Verdi-Werk auf

dem Spielplan haben.

Seit die Hansestadt Wismar mit Augenmaß

und viel Stilempfinden restauriert wurde, gehört

die Hansestadt zu den schönsten an der deutschen

Ostseeküste – hier: am Ziegenmarkt

Stolze Hansestädte

Mit einer historischen Altstadt, einem

malerischen Marktplatz und Sehenswürdigkeiten

wie dem Fürstenhof und der Nikolaikirche

begeistert die Hansestadt Wismar,

an der mecklenburgischen Ostseeküste, seine

Besucher. Seit vorigem Sommer ist die zum

Unesco-Weltkulturerbe zählende Stadt um

eine Attraktion reicher: In zwei historischen

Giebelhäusern in der Altstadt wurde das

Welt-Erbe-Haus mit einer Dauerausstellung

zum Thema eröffnet. Ein Höhepunkt im Wismarer

Festkalender sind die 24. Wismarer Hafentage

(11.-14.6.2015) mit Musikbühnen und

Jahrmarkttreiben am Alten Hafen.

Weltoffene Atmosphäre verströmt Rostock,

die größte Stadt von Mecklenburg-Vorpommern,

mit dem Überseehafen, an dem die

Kreuzfahrtriesen anlegen, ihrer Altstadt mit

Einkaufsboulevards, Marktplatz und Backsteinkirchen.

Besuchermagnet Nummer eins

ist jedoch die 25. Hanse Sail (6.-9.8.2015), eines

der weltgrößten maritimen Feste, bei

dem vier Tage lang Traditionssegler, imposante

Windjammer und Museumsschiffe in

der Hansestadt zu Gast sind. Segelsport der

Extraklasse erwartet die Besucher in Warnemünde,

dem Seebad mit seinem beliebten

Fischmarkt am rechten Ufer des Alten Stroms,

bei der Warnemünder Woche (4.-12.7.2015),

die bereits zum 78. Mal stattfindet.

Auch Stralsund, das „Venedig des Nordens“

wurde in die Liste der Unesco-

Welterbestätten aufgenommen. Die Stadt

liegt wie ein Wasserschloss auf einer Insel, die

durch Brücken und Dämme mit dem Festland

verbunden ist. Unbedingt besuchen sollte

man das Ozeaneum. 2010 als Europas Museum

des Jahres ausgezeichnet, zählt es heute

zu den meistbesuchten Museen in ganz

Deutschland.

Bitte senden Sie die richtige Antwort an:

IFOVA Verlagsgesellschaft mbH

Redaktion Ferienmagazin

Theatinerstraße 44, D-80333 München

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Einsendeschluss: Für die Verlosung werden alle Einsendungen

berücksichtigt, die bis zum 01.12.2015 (Poststempel)

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❏ Ostseebad Sellin

❏ Seeheilbad Ahlbeck

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❏ Ostseebad Ahrenshoop

❏ Seeheilbad Heringsdorf

Name, Vorname

Straße, Nr.

PLZ, Wohnort

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Mecklenburg-Vorpommern

49


Seit dem Reformationstag 2014 ist der Reformationsaltar

aus der Cranach-Werkstatt in der Wittenberger

Stadtkirche St.-Marien wieder zu bestaunen

Cranach-Jahr 2015

Entdeckung eines Meisters

Unter dem Motto „Bild und Bibel“

würdigt die Lutherdekade im Jahr

2015 das umfangreiche aber,

wenig bekannte Werk von Lucas

Cranach dem Jüngern.

Ein Jubiläum wirft seine Schatten voraus:

2017 jährt es sich zum 500. Mal, dass Martin

Luther seine Thesen an der Wittenberger

Schlosskirche angeschlagen hat. Dem runden

Jubiläum aus Anlass des Beginns der Reformation

geht eine Luther-Dekade voraus, jedem

der zehn Jahre vor 2017 ist ein besonderes

Thema gewidmet. 2015 ist dies ein

weiteres Jubiläum: der 500. Geburtstag von

Lucas Cranach dem Jüngeren.

Dem bislang noch eher unbekannten Wirken

des Sohnes von Lucas Cranach dem Älteren

sind in Sachsen-Anhalt und Thüringen

verschiedene Ausstellungen gewidmet. Im

Mittelpunkt steht die Landesausstellung von

Sachsen-Anhalt (26.6-1.11.2015), die im Augusteum

und anderen Ausstellungsorten in

der Lutherstadt Wittenberg sowie an Standorten

in Dessau und Wörlitz stattfindet. Dies

ist die erste Exposition, die unter dem Titel

„Lucas Cranach der Jüngere – Entdeckung

eines Meisters“ ausschließlich dem Sohn

Cranachs gewidmet ist.

Cranach Junior wurde 1515 in Wittenberg

geboren, in der Werkstatt seines berühmten

Vaters lernte er das Künstler-Handwerk, später

übernahm er die Werkstatt. Er starb 1586

im Alter von 70 Jahren. Einige Stätten seines

Lebens und Wirkens in Wittenberg sind bis

heute erhalten, wie die Cranach-Häuser, die

Stadtkirche und das Lutherhaus. Einen Einblick

ins Leben der Malerfamilie bietet die

Ausstellung „Cranachs Welt“ im Geburtshaus

von Lucas dem Jüngern.

Eines der berühmtesten Werke aus der gemeinsamen

Schaffenszeit von Vater und

Sohn ist der Wittenberger Altar in der St.-

Marien-Kirche. Nach vierjähriger Restaurierung

erstrahlen der berühmte Altar und die

zehn Epitaphien an den Wänden in frischer

Leuchtkraft.

Neben dem künstlerischen Schaffen soll

auch die Rolle von Lucas Cranach dem Jüngeren

als Ratsherr, Stadtkämmerer und Bürgermeister

von Wittenberg beleuchtet werden.

Wer dem Weg Cranachs folgt, der gelangt

auch nach Wörlitz. Dort befindet sich im Gotischen

Haus des Wörlitzer Parks eine der

weltweit ältesten und umfangreichsten

Sammlungen von Gemälden beider

Cranachs. Auch mehrere Kirchen, unter anderem

in Dessau, präsentieren ihre Cranach-

Altäre und -Gemälde.

Ebenfalls mit einem umfangreichen Programm

wird der 500. Geburtstag von Cranach

Junior in Thüringen gefeiert. Bei den

drei Ausstellungen in Gotha, Eisenach und

Weimar werden aber auch die Werke von

Papa Lucas Cranach dem Älteren einer breiten

Öffentlichkeit präsentiert. So wird beispielsweise

in Gotha „Cranach der Ältere als

Hofmaler der sächsischen Kurfürsten“ gezeigt.

Luther-Porträts aus der Cranach-Werkstatt

stehen auf der Wartburg in Eisenach im

Vordergrund. Im Schiller-Museum in Weimar,

dem letzten Wirkungsort des „Älteren“,

sollen unter anderem die „neuesten

kunsthistorischen, theologischen und biografischen

Erkenntnisse über die Cranachs“

präsentiert werden.

Wer tiefer in Leben und Schaffen von Vater

und Sohn Cranach eintauchen will, der kann

seine Entdeckungsreise auf den Norden Bayerns

ausdehnen, wo vor allem Cranach der

Ältere seine Spuren hinterlassen hat. Etwa in

Kronach, wo er mit dem Familiennamen

„Maler“ zur Welt kam, später hat er sich nach

seiner Geburtsstadt umbenannt. Zahlreiche

Werke Cranachs und weiterer fränkischer

Meister beherbergt die Fränkische Galerie in

der Festung Rosenberg. Auf der Veste Coburg,

wo Cranach ein halbes Jahr lang die

Fürsten zur Jagd begleitete, sind 35 Gemälde

und eine umfangreiche Sammlung von

Druckgrafiken zu bestaunen. Dritte im Bunde

der fränkischen Cranachstädte ist Nürnberg.

Ausstellungen, Veranstaltungen und Touren

vor Ort bündelt der Flyer „Fränkische Wege

im Cranach-Jahr 2015“.

Allgemeine Informationen zum Cranach-

Jahr finden sich im Internet unter den Adressen

www.cranach2015.de und www.wege-zucranach.de

Das Herzogliche Museum Gotha zeigt

neben seinem umfangreichen Bestand der

Malerfamilie Cranach eine sehenswerte Sonderausstellung

mit hochkarätigen Leihgaben

50 Cranach-Jahr


Blühende

Gartenreiche

Blütenträume in idyllischen Schlossgärten,

weiträumigen Parks und

bei landesweiten Gartenschauen

Die größte Aufmerksamkeit gilt in diesem

Jahr der Bundesgartenschau (18.4.-11.10.15,

siehe S. 33 und 38), die an fünf Standorten

entlang der Havel in Brandenburg und Sachsen-Anhalt

stattfindet. Die Havel windet sich

idyllisch durch die beschaulichen Ebenen des

Naturparks Westhavelland, den größten Naturpark

Brandenburgs. Und sie verknüpft die

fünf Ausrichter-Orte der diesjährigen Gartenund

Landschaftsparadiese. Dabei verwandeln

sich erstmals sakrale Gebäude in Hallen voller

Blütenzauber und Blumenduft. In

der Kirche St. Laurentius, mitten

im Zentrum Havelbergs, werden

16 Ausstellungen inszeniert. Am

südlichen Ende der Schau, in

Brandenburg an der Havel, wird

die St. Johanniskirche zum Blumenparadies

umgestaltet. Üppige

Blumenwelten, Schattenstauden

und eine „grüne Küche“ ziehen

Besucher nach Premnitz und

Pflanzenneuzüchtungen im Weinbergpark

nach Rathenow. Im

Flugpark Amt Rhinow/Stölln

wachsen Wildrosen rund um das

Flugzeug „Lady Agnes“. Außerdem

gibt es eine Landschaftsbühne und einen

Naturerlebnispfad.

Weitere große Gartenschauen dieses Jahr:

Natur in der Stadt ist das Motto der Bayerischen

Gartenschau in Alzenau (22.5-

16.8.2015). Zwei Parkanlagen bilden einen

neu geschaffenen Grünzug über neun Hektar,

der nach der Gartenschau als Naherholungsfläche

genutzt wird. Die Parkanlage

nahe des Stadtzentrums beschäftigt sich mit

dem „Miteinander der Generationen“, die

angeschlossene zweite Anlage widmet sich

dem Thema „Energie“.

In Baden-Württemberg ist Mühlacker der

Standort der Gartenschau Enzgärten. Ein besonderer

Anziehungspunkt sind die zahlreichen

Schaugärten und Blütenbeete, in denen

Inhaltlich profundes Wissen in kurzweiligen

Dialogen mit prominenten Stimmen bietet die

neue, kostenlose App des Schlösserlands Sachsen,

auch über den Barockgarten Großsedlitz

man an unzähligen kleinen Rückzugsorten den

Alltag abstreifen und sich entspannen kann.

Buga 2015 Havelregion

Raritäten und eine Gartenzeitreise

Die Landesgartenschau Landau in der Pfalz

(17.4.-18.10.2015) lässt ihre Besucher kunstvolle

Blumenarrangements sowie exotische

Raritäten bestaunen. Herzstück der Schau ist

der Generationenpark, in dem Stauden, ein

Wassergarten und Wechseloberflächen ihr

natürliches Flair verbreiten. Außerdem gewährt

der Energie-Südwest-Aussichtsturm einen

Ausblick über die bezaubernde Ausstellungsfläche,

sowie die Stadt Landau und den

Ebenberg bis hin zum Pfälzer Wald.

Zur 3. Thüringer Landesgartenschau (25.4.-

4.10.2015) zieht es Botanik- und Blumenliebhaber

nach Schmalkalden . Die Landschaftsparks

der Schau reihen sich auf ehemaligen

Industriegebieten als Stationen der Gartenzeitreise

aneinander. Zwölf Blumenschauen

erinnern ebenfalls an die Industriegeschichte

der Stadt. Ergänzend dazu sind auch zwei

große Ausstellungen zu den Themen „Mineralwasser“

und „Nationale Naturlandschaften

Thüringen“ geplant.

Im Erzgebirge ist die Landesgartenschau

Ölsnitz (25.4.–11.10.2015) das Gartenfest für

Botaniker jeder Altersklasse und speziell für

Eisenbahnromantiker. Auf dem Gelände des

ehemaligen Kohle-Verschiebungsbahnhofs

wandert der Besucher durch prächtige Gärten

und aufwändige Ausstellungen. Mitmachund

Informationsangebote bieten Workshops

und Führungen.

Bunte Gärten und duftende Parks

Das Bayerische Gartennetzwerk zeigt die

vielfältige Gartenkultur Bayerns an 20 Standorten.

Die schönsten Gartenanlagen des Freistaats

wie liebevoll restaurierte Kurparks, duftende

Kräutergärten, herrschaftliche Schlossanlagen

und versteckte Privatgärten wollen

von naturverbundenen Besuchern mit allen

Sinnen erforscht und genossen werden. In Erfurt

präsentiert der egapark die lange Gartenbautradition

der Landeshauptstadt Thüringens.

Der Park vereint auf 36 Hektar zahlreiche

Schau- und Themengärten, Pflanzenschauhäuser

zu den verschiedensten Vegetationszonen

sowie das einzigartige Garten -

baumuseum und Europas größtes ornamental

angelegtes Blumenbeet. Ein Meer von Rosenblüten

entfaltet sich in der Berg- und Rosenstadt

Sangerhausen im Südharz. Hier

blüht die größte Rosensammlung der Welt,

das Europa-Rosarium Sangerhausen, das

8.500 verschiedene Rosensorten und -arten

aus allen Ländern dieser Welt und verschiedener

Epochen beherbergt.

Im Südwesten Deutschlands faszinieren die

Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württembergs

mit historischen Gartenanlagen (siehe

S. 10ff.), wie die Schlossgärten in Schwetzingen,

Ludwigsburg und Heidelberg oder dem

Botanischen Garten Karlsruhe. Eine atemberaubende

Gartenkonzeption auf dem steilen

Berghang fasziniert im Schlossgarten Heidelberg.

Im Schlossgarten Schwetzingen säumen

Zirkelhäuser mit exotischen Kübelpflanzen den

barocken Lustgarten, der einst Kulisse für höfische

Feste und fürstliche Vergnügungen war.

Der Klostergarten des Zisterzienserklosters

Schöntal liegt im Schatten der barocken

Klosterkirche und erinnert mit Kräutern

und Heilpflanzen an die hohe Wissenschaft

der Zisterziensermönche.

„Einmal Garten to go, bitte!“ heißt das

Motto des Ippenburger Sommerfestivals.

In Bad Essen, Landkreis Osnabrück, fordert

das Schloss Künstler, Gärtner und

kreative Köpfe auf, einen „Garten to go“,

also ein mobiles Kunstwerk, zu schaffen.

Das „Schlösserland Sachsen“ offenbart

seinen Besuchern neben prachtvollen

Schlössern (siehe S. 34ff.) auch blühende

Parks und Gärten. Auf zwölf Hektar

zeigt sich der Barockgarten Großsedlitz

heute als Gartenkunstwerk mit zwei

Orangerien, Wasserspielen und rund 60

Skulpturen. Der um 1850 im Stil eines englischen

Landschaftsgartens angelegte historische

Kurpark der Königlichen Anlagen Bad

Elster bietet mit seltenen Gehölzen, farbenprächtigen

Blumenbeeten und sattgrünen Rasenflächen

etwas fürs Auge und für die Seele.

Themengärten, Skulpturen, Wasserspiele und

der Louisa-See ergänzen die gestaltete Landschaft.

Ein romantischer Landschaftspark um

das Mausoleum des Klosters Altzella war

schon Inspiration für romantische Maler wie

Caspar David Friedrich und fasziniert bis heute

seine Besucher. Die Schlossparks in Lichtenwalde

und in Pillnitz komplettieren das

grüne, blühende und duftende Angebot des

Schlösserlandes.

Gärten und Parks

51


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Frankfurt

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Entfernungen:

Gesamtlänge mit Abzweigungen:

Frankfurt – Hanau ca. 30 km

Hanau – Bremerhaven ca. 700 km

Diese Karte ist nicht maßstabsgerecht.

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Elbe-Lübeck-Kanal

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Bad Karlshafen

Bovenden Ebergötzen

Oberweser

Trendelburg

Sababurg Göttingen

Reinhardswald

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Hofgeismar

Eisleben/Halle

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Münden

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Heiligenstadt

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Naturpark

Melsungen Meißner-Kaufunger Wald

Frankenberg

Homberg/Efze

nach Dresden/Eisenach

Knüllwald

Marburg

nach Heidelberg

Bremen

Hoya

Nienburg

Wiedensahl

Lüdge

Schwalmstadt

Hanau

Buxtehude

Hessisch Oldendorf

Hameln

Bodenwerder

Polle

Willingshausen

Alsfeld

Schloss

Eisenbach

Herbstein

Freiensteinau

Naturpark

Hessischer Spessart

Hamburg

Steinau

Fürstenberg

nach München

nach Kiel

Hannover

Naturpark

Weserbergland

Bad Hersfeld

nach Würzburg

nach Lübeck

nach Berlin

ICE-Bahnstrecke

Wer kennt nicht Dornröschen.

Schneewittchen, die Bremer Stadtmusikanten

und viele weitere der

Geschichten, die die Brüder Grimm

vor mehr als 200 Jahren erstmals

als „Kinder- und Hausmärchen“

veröffentlicht haben Und wer hat

sich noch nie ein wenig vor „dem

bösen Wolf“ gefürchtet oder – eher

sehnsüchtig als furchtsam – von einem

wirklich „märchenhaften Urlaub“

geträumt

Seit 1975 lädt die Deutsche Märchenstraße

dazu ein, den Spuren der

berühmten Brüder Grimm zu folgen

und in die schillernden Welten der

deutschen Märchen, Sagen und Legenden

einzutauchen.

Von Hanau, dem Geburtsort der

Grimms bis an die Nordsee nach

Bremen/Bremerhaven reiht die

Deutsche Märchenstraße ihre Lebensstationen

sowie Orte und Landschaften,

in denen ihre Märchen aufzuspüren

sind, zu einem fabelhaften

Reiseweg aneinander. Dabei kann es

vielerorts zu überraschenden und erzählenswerten

Begegnungen mit

mannigfachen Märchen- und Sagenfiguren

kommen.

In Steinau an der Straße lässt sich

bei einem Besuch des Brüder

Grimm-Hauses und bei einem Gang

durch die historische Altstadt (fast)

noch spüren, wie Jacob, Wilhelm

und ihre Geschwister in ihren Kindertagen

wohl gelebt haben. Und

auch in Marburg, dem Studienort

der Brüder, haben sich viele der

Treppen und Gässchen kaum verändert,

seit Jacob und Wilhelm sie täglich

durchschritten. Dort haben sie

sich übrigens das erste Mal mit der

Idee befasst, eine systematische

Märchensammlung zu erarbeiten.

Dank dieser Anregung aus den

Studienzeiten der Brüder Grimm

und ihrem unglaublichen Fleiß können große

und kleine Märchenfreunde auf ihrer Reise

Rotkäppchen in Alsfeld, Schneewittchen in

Bad Wildungen-Bergfreiheit, Frau Holle im

Werraland, Hase und Igel in Buxtehude sowie

dem Klabautermann in Bremerhaven begegnen.

Im Mittelpunkt der Route liegt Kassel,

die Hauptstadt der Deutschen Märchenstraße

mit ihrem faszinierenden Bergpark Wilhelmshöhe

(Unesco Weltkulturerbe). Die GRIMM-

WELT Kassel dagegen ist das neue attraktive

Ausstellung (Eröffnung Sommer 2015), um

Leben und Werk der Brüder Grimm zu erforschen

und nachzuvollziehen.

Zahlreiche märchenhafte Darbietungen von

den Zwergenmützchen in Oberweser über

die Dornröschenaudienzen auf Schloss Sababurg

im Reinhardswald und dem kurierenden

Doktor Eisenbart in Hann.Münden bis zu den

Aschenputtelspielen in Polle, dem Rattenfänger-Musical

in Hameln und der Inszenierung

der Bremer Stadtmusikanten können Sie aber

natürlich auch entlang der Deutschen Märchenstraße

erleben.

Eingebettet sind die Angebote in die abwechslungsreiche

Natur- und Kulturlandschaft

zwischen Main und Meer, die auch dazu einlädt,

Deutschland zu entdecken und Landschaft

zu genießen – motorisiert, per Rad, zu

Fuß oder gar auf dem Wasser.

Neuer Prospekt:

Märchenhafte Reisetipps

für Familien und Kinder

Hann.Münden

52 Reisen auf den Spuren von...


Wege für Entdecker

In entschleunigten Genusstouren durch malerische Landschaften und

faszinierende Epochen zu magischen, sagenhaften und spirituellen Orten

Der nach italienischen Vorbildern gestaltete

Augustusbrunnen vor dem beeindruckenden

Renaissance-Rathaus von Augsburg erinnert an

den römischen Stadtgründer Kaiser Augustus

Natur- und Kunstgenuss vereint Deutschlands

vermutlich älteste Ferienstraße, die bereits

in einem Bericht über eine Reise des Königs

Maximilian II. im Jahre 1858 erwähnt

wurde. Es handelte sich um eine Reise quer

durch die Bayerischen Alpen, vorbei an urigen

Bauerndörfern und historischen Städten.

Dieser Königsreise nachempfunden ist – in

nahezu identischem Verlauf – die Deutsche

Alpenstraße. Von Lindau am Bodensee windet

sie sich quer durchs Allgäu und Oberbayern

bis nach Marktschellenberg im Berchtesgadener

Land. Ihr Weg wird gesäumt von historischen

Prachtbauten, von prunkvollen Kirchen

und mächtigen Klöstern wie beispielsweise

der Benediktinerabtei Ettal und dem

Kloster Benediktbeuern, die Barock in Vollendung

präsentieren. Neben spektakulären Panoramablicken

ins Alpenvorland sind malerische

Burgen und Schlösser, allen voran die in

aller Welt berühmten Königsschlösser Ludwigs

II., Neuschwanstein, Hohenschwangau

und Linderhof sowie Schloss Herrenchiemsee,

Höhepunkte der Reise.

In Würzburg am Main beginnt die wohl beliebteste

Ferienstraße Deutschlands, die sich

Heimelige Winzerorte, wie das

Städtchen Staufen im Markgräflerland,

lassen sich am besten entlang

der Badischen Weinstraße erkunden

gemächlich bis nach Füssen an den Alpenrand

schlängelt. An der Romantischen Straße

reihen sich auf rund 400 Kilometern weltbekannte

Sehenswürdigkeiten aneinander. Dort

finden sich Highlights wie die mittelalterliche

Stadt Rothenburg ob der Tauber, die für viele

romantischste Stadt Deutschlands,

und historische Städte

wie Augsburg und Landsberg

am Lech. Ferner locken drei

Unesco Weltkulturerbestätten:

die Würzburger Residenz, der

Limes bei Dinkelsbühl sowie

die Wieskirche im oberbayerischen

Pfaffenwinkel. Überdies

lädt an jeder Ecke ein Schloss,

eine Kirche oder ein Museum

zu einem Zwischenstopp ein.

Vor allem für Weinliebhaber

ein Genuss ist die Reise auf der

Badischen Weinstraße durch

das Weinland Baden entlang

des Schwarzwalds. Im Dreiländereck

aus Deutschland, Frankreich und der

Schweiz können Wanderer, Radfahrer oder

Autoreisende neben stimmungsvollen Weinfesten,

kulinarischen Weinwanderungen und

genussvollen Weinproben auch regionale

Schmankerl von Spargel bis Speck entdecken

und probieren. Diese Fülle an Delikatessen

brachte der Weinstraße den Spitznamen

„Schlemmerstraße“ ein. Besonders im Wonnemonat

Mai ziehen die Orte entlang der

Weinstraße unter dem Motto „MaiWein

2015“ mit mehr als 130 Events und Aktionen

wie Kellerführungen und Winzerhocks Besucher

an. Ein Highlight ist dabei der Gutedeltag

im Markgräflerland mit der größten Gutedelweinprobe

der Welt – wobei sogar die

Weinstraße teilweise für den Autoverkehr gesperrt

wird.

Der Schwarzwald ist ein Dorado für entdeckungsfreudige

Autourlauber, in keiner anderen

Gegend Deutschlands drängen sich

so viele Ferienstraßen: Weitere touristische

Routen sind etwa die Deutsche Uhrenstraße,

die Schwarzwald-Panoramastraße, die

Schwarzwald-Bäderstraße, die Badische

Spargelstraße, die Hohenzollerstraße sowie

die Berta Benz Memorial Route, die an die

erste mobile Fernfahrt von Mannheim nach

Pforzheim erinnert.

1.200 Kilometer umfasst die gesamte Strecke

der Deutschen Burgenstraße, die von

Mannheim bis Prag führt. Mehr als 70 Burgen

und Schlösser liegen auf der Tour, die durch

historische Städte wie Bayreuth, Bamberg,

Nürnberg und Karlsbad führt. Auf dem Weg

liegt auch Bad Wimpfen, eine der Gründerstädte

dieser Touristik-Route. Das romantische

Ambiente mit alten Toren und Türmen,

umrahmt von kleinen Gassen, machen die

Stadt zu einer stimmungsvollen Station und

verzaubern Besucher jeder Altersklasse. Mittelalterlichen

Charme versprüht Rothenburg

ob der Tauber, das der Burgenstraßen-Wanderer

ebenfalls durchquert. Die spitzgiebeligen

Häuser der Altstadt sind ein bekanntes

und gleichermaßen beliebtes Fotomotiv.

Westlich von Rothenburg liegt Heilbronn.

Blickfänge in der Neckarstadt sind das Renaissance-Rathaus

mit der astronomischen

Uhr sowie die Westturmanlage der Kilianskirche

mit Figuren aus der Reformationszeit.

Dem berühmten „Käthchen von Heilbronn“

ist ein Denkmal auf dem kleinen Platz vor

dem Naturhistorischen Museum gewidmet.

Die Hauptroute der Oberschwäbischen Barockstraße

beginnt zu Füßen des größten

Reisen auf den Spuren von...

53


Die reiche Geschichte der ehemaligen

Reichsstadt Wimpfen wird am 13.

und 14. Juni 2015 beim Reichsstadtfest

in der unter Denkmalschutz stehenden

historischen Altstadt wieder lebendig

Eine Attraktion der Glasstraße ist die

Gläserne Kapelle in Zwiesel, deren speziell

gefertige 131 Glaskacheln von

einem Stahlgerippe getragen werden

Kirchturms der Welt. Vom Ulmer

Münster, dessen Kirchturm vor

125 Jahren fertiggestellt wurde,

führt die Straße an Kirchen,

Klöstern, Kapellen, Residenzen

und Schlössern vorbei. Neben

der Hauptstrecke gehören drei

weitere Routen zur Barockstraße.

Die barocke Bauart und der

damit einhergehende Prunk stehen

dabei im Fokus. Zu den Sehenswürdigkeiten

gehören unter

anderem Bad Wurzbach, dessen

berühmtes Treppenhaus im

Schloss ein Anziehungspunkt ist,

Ravensburg und das benachbarte

Weingarten, in dessen Basilika

allein 2.500 Putti und Hermen

zu zählen sind, sowie Bad

Waldsee, dessen doppeltürmige

Kirche St. Peter von Dominikus

Zimmermann dem barocken Stil

angepasst wurde.

Thermen und Wellnessoasen

sind die Attraktionen der Schwäbischen

Bäderstraße (siehe S.

57). Die Route, die nicht nur Gesundheitsurlauber

anspricht, verläuft

vom Bodensee ins hügelige

Allgäu und verbindet neun charmante

Kurorte: von Überlingen

geht es über Bad Saulgau, Bad

Buchau, Bad Schussenried, Aulendorf,

Bad Waldsee, Bad Wurzach

und Bad Grönenbach bis

nach Bad Wörishofen. Statt mit

dem Auto kann diese Straße, vorbei

an wildromantischen Riedund

Moorlandschaften, auch mit

dem Fahrrad auf dem knapp 250

Kilometer langen Bäderradweg

entdeckt werden.

In die zauberhafte Welt der Gebrüder

Grimm und ihrer Märchenhelden

entführt die Deutsche

Märchenstraße (siehe S.

52). Auf mehr als 600 Kilometern

verbindet sie alle historisch bedeutsamen

Stationen der Geschichtensammler

auf dem Weg

vom Main zum Meer, zwischen

Hanau und Bremen.

Der Faszination des Fachwerks

begegnen Entdeckungslustige

auf der Deutschen Fachwerkstraße.

Sechs Bundesländer werden

von den sechs Regionalstrecken

berührt. Im Zusammenschluss

von fast 100 Städten entstand

die Gesamtstrecke von 2.800 Kilometer.

Kurbäder und Festspielorte

wechseln sich ab mit Naturparks

und romantischen Winkeln.

Bayreuth lebendig. Entlang der

550 Kilometer langen Porzellanstraße

reihen sich attraktive Urlaubsregionen

wie der Steigerwald,

das Obere Maintal, das

Coburger Land, der Frankenwald,

das Fichtelgebirge und

der Oberpfälzer Wald. Entlang

der Route zeigen Museen,

Werksverkäufe, Fachgeschäfte

und Manufakturen in den Orten

die ganze Bandbreite der Porzellankunst

auf.

Zerbrechliche Kunstwerke beherbergt

auch die Glasstraße,

die zwischen Passau und dem

„Europäischen Bleikristallzentrum“

Neustadt an der Waldnaab

durch den Osten Bayerns verläuft.

Quer durch den Bayerischen

Wald lassen sich in Muse-

Vergangenheit fühlen -

Gegenwart genießen

• Staufische Kaiserpfalz und

Deutschordensstadt am

burgenreichen Neckarsteig

• Stadt- und Erlebnisführungen

• Rad- und Wandervergnügen an

Neckar, Kocher & Jagst

• Traditionelle Feste und Märkte

• Kurzreisen zum Thema

Mittelalter, Wein & Gesundheit

Tourist-Information Bad Wimpfen

Tel. +49 (0) 7063/97 20 0

info@badwimpfen.org

www.badwimpfen.de

www.gundelsheim.de

BOberschwäbische

Barockstraße

Perlen des Barock

Kostenloses Infomaterial:

Oberschwaben Tourismus GmbH

Neues Kloster 1

D-88427 Bad Schussenried

Tel.: +49 7583 331060

www.oberschwaben-tourismus.de

info@oberschwaben-tourismus.de

Frankfurt/Höchst ist

das jüngste Mitglied.

Neben den

schönen Fachwerkensembles

sind

dort das spätmittelalterliche

Schloss,

ein barocker Palast,

ein gotischer Zollturm

und die karolingische

Justinuskirche

sehenswerte

Ziele und beliebte

Fotomotive.

Drei Jahrhunderte

Porzellangeschichte

werden

von Bamberg bis

zum Frankenwald

und von Hof nach

Kleinode wie das Schloss Kißlegg säu -

men die Oberschwäbische Barockstraße

und begeistern mit reich stuckierten

Barockräumen sowie kostbaren Fresken

en, Galerien und Betrieben

Kunstwerke aus 700 Jahren Glasbläsertradition

entdecken. Die

Strecke säumen eine Vielzahl von

handwerklich oder künstlerisch

orientierten Glasbetrieben. In einigen

Glashütten kann der Reisende

besondere Souvenirs erstehen:

handwerklich geblasene

Kunstwerke aus Glas.

Vorbei an den schönsten und

wichtigsten Baudenkmälern, Burgen

und Schlössern Sachsen-Anhalts

führt die Straße der Romanik.

Städte wie Naumburg, Magdeburg

oder die Unesco-Welter-

54 Reisen auf den Spuren von...

OTG-Barock-44x129.indd 1 07.11.14 15:23


estadt Quedlinburg liegen an

der Strecke, einzigartige Landschaften

wie die Altmark oder der

Harz werden ebenfalls passiert.

Wallfahrts- und

Verkehrsbüro Altötting

Kapellplatz 2a

84503 Altötting

Tel. 0049-8671 - 506219

touristinfo@altoetting.de

www.altoetting.de

Auf stillen Wegen Ruhe finden

Pilgerwege sind im Trend. Bei ausgedehnten

Wanderungen und Pilgertouren den Alltag

mal für eine Weile abstreifen, dafür begeistern

sich immer mehr Menschen.

Deutschlands bekanntester und beliebtester

Wallfahrtsort ist Altötting. Die „Schwarze

Madonna“, das Marienbildnis in der berühmten

Gnadenkapelle, ist ein Ziel für Gläubige

aus aller Welt. Pilger beten vor dem Gnadenbild,

wie es bereits die Päpste Pius VI., Johannes

Paul II. sowie der deutsche Papst Benedikt

XVI. taten. Das Zepter der Schwarzen

Madonna ziert der Bischofsring des deutschen

Papstes. Diesen legte er nach seiner

Papstwahl der Maria zu Füßen. Weitere Ziele

der Pilger sind in Altötting die Bruder-Konrad-Kirche

mit dem Reliquienschrein des heiligen

Kapuzinerpförtnerbruders und die beeindruckende

Wallfahrtsbasilika St. Anna.

In Wittenberg, der Stadt an der Elbe, verbrachte

Martin Luther den größten Teil seines

Lebens − erst als Mönch, später als Familienvater

Altötting ist auch deshalb das Ziel so vieler

Pilger, weil gleich mehrere Pilgerwege die

Stadt durchqueren, beziehungsweise hier enden.

So führt der Jakobsweg Böhmen-Bayern-Tirol

von Krumau an der Moldau in den

oberbayerischen Wallfahrtsort, in Gegenrichtung

führt er von Kufstein Inn abwärts ins

„Herz Bayerns“. Der St. Rupert Pilgerweg

startet in Altötting und führt über Waging am

See ins Salzburger Land auf den Spuren des

heiligen Rupert, dem „Apostel Bayerns“.

Dem (ehemaligen) „Papst Bayerns“, Benedikt

XVI., folgt hingegen der Benediktweg, der

die Stätten seiner Kindheit und Jugend

durchläuft. Ebenfalls durch Altötting verlaufen

der Wolfgang-Weg von Regensburg nach St.

Wolfgang im Salzkammergut und die Via Maria,

die Altötting mit dem österreichischen

Wallfahrtsort Mariazell verbindet. Eine Übersicht

über diese Wege ist beim Wallfahrtsund

Verkehrsbüro Altötting erhältlich.

Bevor sich 2017 die Reformation zum 500.

Male jährt, bietet der Pilgerweg auf Martin

Luthers Spuren Möglichkeiten zur Einstimmung,

zur Besinnung oder einfach nur zum

erholsamen Ausflug. Auf über 400 Kilometern

durchläuft der 2008 angelegte Lutherweg die

wichtigsten Stationen des Reformers. Beginnend

in Wittenberg, dem Ort, an dessen Kirchentür

Luther seine 95 Thesen schlug, führt

die Route weiter über Eisleben, dem Geburts-

und Sterbeort Martin Luthers, bis nach

Mansfeld, wo Luther

seine Kindheit und Jugend

verbrachte. Weiter

führt die Strecke

nach Eisenach mit der

über dem Ort thronenden

Wartburg. Hier lebte

Martin Luther inkognito

als „Junker Jörg“

und übersetzte das

Neue Testament in die

deutsche Sprache. Insgesamt

verläuft der Lutherweg

durch die vier

Bundesländer Thüringen,

Bayern, Sachsen-

Anhalt und Sachsen.

2015 soll das Projekt „Lutherweg in Sachsen“

vollendet werden. Auf einer Strecke von rund

550 Kilometern verbindet die Wander- und

Pilgerroute 27 Orte, darunter Grimma mit

dem Kloster Nimbschen, Bad Düben, Torgau,

Rochlitz und Leipzig.

Ein eindrucksvoller Pilgerpfad ist ferner die

Bonifatius-Route. Der Weg folgt den Spuren

des Trauerzugs, der im Jahre 754 den Leichnam

des Missionars und Kirchenreformers

Bonifatius von Mainz nach Fulda, seiner letzten

Ruhestätte, überführte. Dem Wanderer

offenbaren sich unterwegs reizvolle

Landschaften. Die 170 Kilometer

lange Tour führt durch sanft geschwungene

Weinberge, lichte Wälder

und wird gesäumt von

Klöstern, Feldkapellen und uralten

Dorfkirchen.

Um auf dem Jakobsweg zu pilgern,

muss man nicht unbedingt

nach Spanien reisen. Ein

Teil des weit verzweigten Netzes

dieses historischen Pilgerwegs

verläuft beispielsweise

durch Rheinland-Pfalz wo

zwei Jakobswege − beginnend

am Kaiserdom zu

Bibel von 1541 mit einer

handschriftlichen Widmung

Luthers aus dem Bestand der

Halleschen Marienbibliothek

Seit Jahrhunderten pilgern unzählige Menschen

aus allen Erdteilen nach Altötting, dem bayerischen

Nationalheiligtum, zur uralten Heiligen Kapelle mit

dem berühmten Gnadenbild der Muttergottes

Speyer − durch den Pfälzerwald führen. Von

Koblenz-Stolzenfels bis zur Abtei St. Matthias

in Trier verläuft der Mosel-Camino, der auf

seinen 160 Kilometern von mittelalterlichen

Burgen und Ruinen, alten Klosterkirchen und

Kapellen gesäumt wird. Entlang des Rheins

bis nach Andernach spazieren Jakobspilger

auf dem Eifel-Camino. Von Bingen nach Trier

führt außerdem seit 2013 der Hunsrücker Jakobsweg

120 Kilometer weit über die Höhen

des Hunsrücks.

Wegen seiner Fülle an üppigen Barockkirchen

gilt Oberschwaben als das „Himmelreich

des Barock“. Die ganze Pracht der Region

können Pilger auf dem Oberschwäbischen

Pilgerweg erfahren. Zwölf Klöster und 88

Wallfahrtsorte befinden sich auf der Route,

die mit sieben Schleifen eine Strecke von

1.000 Kilometern umfasst.

Durch die Täler des Schwarzwalds schlängelt

sich die Klosterroute. Drei bedeutende mittelalterliche

Klosteranlagen − darunter das Zisterzienserkloster

in Maulbronn − sind die Eckpunkte

des Pilgerpfades. Dreizehn bis zu

1.000 Jahre alte Kapellen laden auf dem Kapellenweg

bei Scheidegg im Westallgäu zum

Entschleunigen ein. Ebenfalls im Allgäu verläuft

der Glaubens- und Kirchenrundweg. Er

verbindet auf 42 Kilometern nicht nur Kirchen

und Kapellen, sondern auch alle acht Ortschaften

des Gemeindegebiets Oy-Mittelberg.

Reisen auf den Spuren von...

55


Gelebte Heimat rund ums Jahr

Jahrmärkte, Volksfeste und

Festspiele, Handwerkskunst und

kulinarische Genüsse aus Omas

Kochbuch: In Deutschland sind

viele regionale Traditionen und

Bräuche lebendig

Staatl. Porzellanmanufaktur Meissen

56 Tradition und Brauchtum

Almabtrieb, sog. Viehscheid, in Oy-Mittelberg

Lebendige Traditionen, davon künden zahlreiche

Feste in den Veranstaltungskalendern

landauf, landab, vom Karneval über Schützenfeste

bis zu historischen Festspielen. In

Baden-Württemberg beispielsweise übernehmen

bei der „Schwäbisch-alemannischen

Fasnacht“ noch immer Narros und Spättli,

Bobbele, Teufel, Jokili und Hexen das Regiment,

die süddeutsche Art des Karnevals

steht wie kaum eine andere Tradition im Südwesten

Deutschlands für gelebtes Brauchtum.

Was den Schwaben ihre Fasnacht, ist den

Westfalen ihr Karneval. Von Weiberfastnacht

bis Aschermittwoch herrscht Ausnahmezustand

auf den Straßen von Köln und Düsseldorf

und vielen kleinen Städten in der Region

– ebenso wie in der rheinland-pfälzischen

Landeshauptstadt Mainz.

Im Süden Bayerns bieten die Almabtriebe

im Herbst nicht nur ein großartiges Schauspiel

für Touristen, sondern sie sind auch ein Symbol

für die Einheit von Mensch und Natur.

Rund 1.000 Jahre alt sind die Walpurgisfeste

im Harz: Auch heute noch ziehen in vielen Orten

im Harz in der Nacht vom 30. April auf den

1. Mai Hexen, Teufel und andere Fabelwesen

die Menschen in ihren Bann. Ein mystischer

Brauch aus fernen Zeiten ist das Biike-Brennen

an den Küsten und auf den Inseln Norddeutschlands:

Jährlich am 21. Februar

wird mit lodernden Feuern der

Winter vertrieben.

Jedes Jahr am zweiten Oktoberwochenende

drängen sich in Weimar

300.000 Besucher in der Altstadt.

Der Zwiebelmarkt, Thüringens

größtes Fest, geht bis ins

Jahr 1653 zurück.

Was den Münchnern ihr Oktoberfest,

ist den Hannoveranern ihr

Schützenfest, weltweit das größte

seiner Art und seit mehr als 500

Jahren ein Magnet für Stimmungskanonen.

Beim Freimarkt, dem ältesten

Volksfest des Nordens, herrscht in

Bremen Ausnahmezustand.

Handwerk wie vor hundert Jahren

Kostbare Edelsteine, die in der Region um

Idar-Oberstein und an der Deutschen Edelsteinstraße

in Rheinland-Pfalz ihren Weg ins

Licht finden, schmücken die Auslagen von Luxusjuwelieren

in aller Welt.

Produkte aus Thüringen machen zur Weihnachtszeit

aus manchem Christbaum ein

Kunstwerk: Um 1850 herum fertigten Glasbläser

in der kleinen Stadt Lauscha erstmals

Perlenketten, Christbaumkugeln und anderen

Weihnachtsschmuck – bis heute hat sich

daran nichts geändert. Filigrane Meisterwerke

stehen für Handwerkskunst aus dem Erzgebirge:

Räuchermännchen, Nussknacker,

Pyramiden, Christbaumschmuck und Engel in

allen Varianten sind handgefertigte Botschafter

einer seit Jahrhunderten währenden

Handwerkstradition in Sachsen. Ebenso berühmt

sind das Meissener Porzellan und die

aufwendig verzierten Ostereier, die von den

Sorben in der Oberlausitz gefertigt werden.

Bunt bestickte Kopftücher, wunderschöne

Blütenmuster und farbenfrohe Röcke sind

Bestandteile der Sorbischen Trachten im

Spreewald, die vor Jahrhunderten Einzug in

den Alltag hielten und heute festlichen Anlässen

vorbehalten sind.

Kulinarische Traditionen

Flüssiges Gold ist der Schatz der Bayern.

Bayerisches Bier – Wasser, Malz, Hopfen und

Hefe, mehr kommt nach dem Reinheitsgebot

von 1516 nicht hinein. Trotzdem gelingt es den

Braumeistern des Landes, 40 Sorten daraus zu

machen, eine erfrischender als die andere.

Straußenwirtschaften sind ein Markenzeichen

von Rheinland-Pfalz: Wenn ein Rebenkranz

über der Tür des Weingutes hängt, hat

der Winzer geöffnet. Nur in einer bestimmten

Zeit des Jahres darf er seinen eigenen Wein

ausschenken, ein Brauch, der schon zu Zeiten

Karls des Großen vor zwölf Jahrhunderten

eingeführt wurde, und bei Einheimischen wie

Urlaubern gleichermaßen beliebt ist.

Am Fichtenkranz, der über der Tür hängt,

erkennt man in Hessen Lokale, die Apfelwein

ausschenken. Seit 250 Jahren ist der „Ebbelwoi“

das Frankfurter Nationalgetränk, eingeschenkt

wird es traditionell aus einem graublauen

Steinkrug, dem „Bembel“.

Schwarzwälder-Kirschtorte ist die süßeste

Versuchung Baden-Württembergs und ein

Weingenuss beim Winzer am Lahnwanderweg

echter Exportschlager. Auch der Norden

Deutschlands kann eine süße Verführung sein

eigen nennen: Lübecker Marzipan – einst ein

Privileg der Reichen und Mächtigen – wird

noch immer weitgehend in Handarbeit hergestellt.

Über 500 Jahre alt, aber jedes Jahr wieder

ein Genuss zur Weihnachtszeit, ist der

Dresdner Christstollen. 1474 wurde der

„Striezel“ erstmals urkundlich erwähnt.

Sieben auf einen Streich – das ist in Hessen

die Grundlage für die Frankfurter Grüne

Soße: Sieben Kräuter gehören in die Soße,

die zumeist mit Pellkartoffeln und hart gekochten

Eiern serviert wird – und zwar traditionell

von Gründonnerstag bis zum ersten

Frost im Herbst.

Grün und ein herzhaft-würziger Snack zu jeder

Tageszeit: Das sind die berühmten Spreewälder

Gurken, die ihren unnachahmlichen

Geschmack streng gehüteten Familienrezepten

verdanken.

„Teetied“, so nennen die Ostfriesen die

Zeit, die sie sich nehmen, um einen Gast willkommen

zu heißen: In den Tee, der in einer

Porzellankanne serviert wird, gehört ein

„Kluntje“, ein Stück Kandiszucker.

Hier muss die kleine Exkursion durch die

Bräuche und Traditionen enden, die Liste

könnte endlos fortgeführt werden. Am besten:

Einfach das eine oder andere bei der

nächsten Deutschland-Reise ausprobieren.


Erquickend für Körper und Seele, Kulturerlebnis

und gesellschaftliches Ereignis zugleich

− das ist Synonym für Kuren in Baden-Baden

Ruhe- und Wohlfühl-Oasen

Gesundes Klima, die heilende Kraft von Wasser, Erde und intakter

Natur sind die wohltuenden Elemente für die Leichtigkeit des Seins

in modernen Spas und traditionsreichen Heilbädern Deutschlands

Die Palette in Bayern reicht von traditionellen

Kurangeboten bis zu weitläufigen Thermenkomplexen.

Die klassische Kneipp-Kur

steht in Bad Wörishofen im Mittelpunkt. Dort

lebte und wirkte der Pfarrer Sebastian Kneipp

(1821-1897), dessen ganzheitlich ausgerichtete

Therapie, basierend auf den fünf Säulen

Wasser, Kräuter, Bewegung, Ernährung und

innere Ordnung heute wieder überaus modern

ist. Mit der Fastenkur nach Johann

Schroth hat sich Oberstaufen im Allgäu einen

Namen gemacht.

Deutschlands größte Thermenlandschaft

liegt in Niederbayern, im Bäderdreieck südwestlich

von Passau. Bad Füssing bietet allein

in der Europa-Therme 15 Becken zwischen

27 und 40 Grad. Ein Saunahof im Stil

eines Rottaler Bauernhofs und die Wellness-

Landschaft „Sinnenreich“ zählen zu den Attraktionen

in der Therme 1. Als größtes

Golfresort Europas mit sechs 18-Loch-Meisterplätzen

und drei 9-Loch-Anlagen hat sich

der Thermalbadeort Bad Griesbach einen

Namen gemacht. Dritter im Bunde ist Bad

Birnbach, das ländliche Bad, wo Gesundheitsurlauber

in der Rottal-Terme

mit Vitarium

und Therapiebad regenerieren

und entspannen.

Zahlreiche geprüfte Wellnesshotels

und Thermenanlagen

finden sich unter

dem Stichwort „Well-Vital“

auf der Internetseite

des Tourismusverbands

(www.bayern.by).

Powern bei Aquabiking

oder entspannen und

träumen bei Unterwassermusik

– die Waldsee-

Therme bietet Aktivität

und Entspannung pur

In Baden-Württemberg verheißen die

„Wellness Stars“ sozusagen Wohlfühlurlaub

mit Gütesiegel. Seit zehn Jahren verleiht ein

Tochterunternehmen des Heilbäderverbandes

Baden-Württemberg Sterne an Hotels,

Thermen und Medical-Wellness-Betriebe.

Von den insgesamt rund 100 derzeit bewerteten

Hotels befinden sich 70 in Baden-Württemberg,

Deutschlands Bäderland Nummer

1, und dort vor allem im Schwarzwald. 34 Einrichtungen

sind schon von der ersten Minute

an dabei, darunter beispielsweise das Hotel

Vier Jahreszeiten in Schluchsee mit einem

ausgezeichneten Ayurveda-Zentrum und einem

Therapeuten-Team aus Sri Lanka, die

Cassiopeia Therme in Badenweiler, das Friedrichsbad

und Caracalla-Therme in Baden-Baden

oder das Gesundheitszentrum Schwäbische

Alb in Bad Urach und die Bodensee

Therme in Überlingen.

Überlingen ist auch Ausgangsort der

Schwäbischen Bäderstraße (siehe S. 53ff.), die

auf ihrem Weg bis nach Bad Wörishofen neun

Kurorte vereint. In einigen dieser Orte kommen

vor allem Thermen-Liebhaber auf ihre

Kosten. Gleich sechs Anlagen liegen hier in

Oberschwaben dicht beieinander. In Bad

Waldsee (www.waldsee-therme.de) lockt die

Waldsee-Therme mit der heißesten Quelle

Oberschwabens: mit 65 Grad sprudelt das fluorid-

und schwefelhaltige Thermalwasser hier

aus der Tiefe und wird auf wohlige 28 bis 37

Grad heruntergekühlt. Aquabiking, Träumen

bei Unterwassermusik oder Massagen mit heißen

Steinen bieten hier Aktivität und Abwechslung.

Von Ayurveda bis zu Kräuterstempelmassagen

reichen die Anwendungen in der

Gesundheits- und Wellness-Oase Vitalium in

Bad Wurzach. Die Schwaben-Therme in Aulendorf

verbindet Thermal- & Freizeitbad mit Sauna

und Römerbad. Eine großzügige Saunalandschaft

ist der Stolz der Adelindis-Therme

in Bad Buchau. Mit vier Medical-Wellness-Stars

darf sich die auf einem sanften Hügel am Ortsrand

gelegene Sonnenhof-Therme in Bad

Saulgau schmücken. Aus einer Tiefe von 1.000

Metern sprudelt das 47 Grad warme Thermalwasser

im Jordanbad in Biberach.

Unter den herausragenden Wellnes-Hotels

in Deutschland steht das „Wald & Schlosshotel

Friedrichsruhe“ in Zweiflingen-Friedrichsruhe

im Nordosten Baden-Württembergs

ganz weit oben. Zum fünften Mal in Folge

wurde das Haus vom Relax Guide mit der

Höchstnote „vier Lilien“ ausgezeichnet. Das

renommierte Haus bietet ein einzigartiges

SPA auf 4.400 Quadratmetern mit 13 Behandlungsräumen,

Rasulbad, 400 Quadratmeter

Saunalandschaft und High-Tech-Fitnesscenter.

Noch eins drauf setzt Anfang 2015 Brenners

Park-Hotel & SPA in Baden-Baden. Dort

hat sich die in unmittelbarer Nähe zum Hotel

gelegene historische Villa Stéphanie in ein

Luxus-Spa verwandelt. Auf 5.000 Quadratmetern,

verteilt über fünf Stockwerke, bietet das

Haus ein ganzheitliches Gesundheitskonzept

mit Saunen, Privat Gym, Hamam, Ladies Sauna

und 15 anregend gestalteten Behandlungsräumen

– Parkblick inklusive.

Zeit nehmen für IchZeit

Sehnsucht nach Ruhe und Entspannung,

die Sorgen des Alltags eine Weile hinter sich

lassen, Kraft tanken. Wer sich solche Wünsche

erfüllen möchte, findet in Rheinland-

Pfalz passende Angebote unter dem Slogan

„IchZeit“ (www.gastlandschften.de/ichzeit).

20 Kurorte, Thermen und Badehäuser im

Land helfen den Gästen mit individuellen Programmen,

„die natürliche Balance im Leben

zu erhalten, beziehungsweise wieder herzustellen“.

Die Philosophie der IchZeit basiert

auf drei Säulen: Entschleunigung, Wellness

und Medical Wellness.

Im ersten Fall geht es um die „Wiederentdeckung

der Langsamkeit an landschaftlich

schönen und ruhigen Plätzen“ – zum Beispiel

bei einem Aufenthalt im Kloster, um die

Leichtigkeit des Seins wieder zu entdecken.

Selten zuvor könnte der Ausspruch „Ich geh

... weiter auf Seite 59

Zeit für sich

57


Wellness in Sternequalität

Wellness bedeutet Wohlbefinden und Vitalität

für Körper, Geist und Seele. Bei der Wirkung

von Wellness spielen die Dauer des

Aufenthaltes, die Qualität der Einrichtung

und der Anwendungen, das individuelle Eingehen

auf den Gast sowie eine ausgewogene,

frische und regionale Küche eine entscheidende

Rolle.

Doch woher weiß der Gast, was er in einem

„Wellness-Hotel“ erwarten kann Über

1.300 Hotels in Deutschland heften sich das

Prädikat „Wellness-Hotel“ an. Die Stiftung

Warentest hat nun 53 Gütesiegel für Hotels,

Thermen und Kliniken geprüft und konstatiert:

Nur wenige halten, was sie versprechen.

Gerade einmal neun der Siegel sind hilfreich –

vier davon sind aus der „WELLNESS STARS“-

Familie und zählen zu den Testsiegern. Hier

werden nicht nur die hohen Ansprüche von

Wellness-, und Gesundheitsurlaubern erfüllt,

sie garantieren auch gut ausgebildetes

Personal, eine Umgebung zum Wohlfühlen

und Wellness-Anwendungen mit Wirkung.

In Deutschland befinden sich im Schwarzwald

die meisten mit den Wellness Stars zertifizierten

Hotels. Der Schwarzwald ist somit

die größte Wellnessregion in Deutschland.

Über 100 Einrichtungen in Deutschland

(Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen,

Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Hessen,

Bayern, Saarland und Sachsen-Anhalt) sind

mit dem Qualitätssiegel Wellness Stars zertifiziert.

Alle Wellness Stars zertifizierten Einrichtungen

werden in regelmäßigen Abständen

durch unabhängige Tester der Wellness

Stars GmbH und im Rahmen eines Mystery

Checks von der TÜV Rheinland Cert GmbH

anhand eines umfangreichen Kriterienkataloges

überprüft. Dies garantiert Gästen

höchste Qualität.

Die Besten

in einem Katalog

Der Schwarzwald ist die Wellness-Destination

in Deutschland. In keiner anderen

Region finden Sie so viele mit einem

Wellnesszertifikat versehene Hotels und

Thermen. Ihre aktuellen Angebote finden

Sie in unserem WELLNESS STARS

Katalog. Kostenlose Bestellung unter:

www.wellness-stars.de/Katalog-bestellen

oder unter Tel.: +49 711- 89 24 80 05

In Sachen Wellness immer informiert!

Monatlich mit den aktuellen Wellnessangeboten

aus dem Schwarzwald versorgt.

Bestellen Sie den NEWS-Letter

der Wellness Stars unter:

www.wellness-stars.de/Newsletteranmeldung.

58 Zeit für sich


ins Kloster“ für den gestressten Neuzeitbürger

so aktuell und gleichsam erholsam sein.

In Rheinland-Pfalz stehen Klosterurlaube ganz

hoch im Kurs. Dabei wirkt meist schon die

Entschleunigung, der Purismus und ein geregelter

Tagesrhythmus, um zu Ruhe und Gelassenheit

zu finden. Ohne Handy, in der

Lautlosigkeit und Stille der mystischen Umgebung

tritt die heilsame Aufmerksamkeit für

sich und auf das Wesentliche in den Vordergrund.

Dabei muss man heutzutage im Kloster

nicht mehr auf zeitgemäßen Komfort und

gutes Essen verzichten und man muss nicht

unbedingt Beten oder an Choralgesängen

teilnehmen. Tage der Stille, Meditationen,

verschiedene Kurse und vielfältige Entschleunigungsangebote,

dieses besonders spirituelle

Erlebnis können Ruhesuchende erleben im

Kloster Arenberg in Koblenz, das noch immer

in der Hand der Dominikanerinnen ist, im

Kloster Maria Laach in der Eifel, das von Benediktinermönchen

bewirtschaftet wird oder

im Kloster St. Maria in Esthal, mitten im Pfälzer

Wald.

Einem ganzheitlichen Ansatz folgen die

Wellness-Angebote der IchZeit. Klassische

Programme werden mit medizinisch-psychologisch

anerkannten Entspannungstechniken

kombiniert. Die Medical Wellness schließlich

umfasst das Wohlbefinden, die Lebenszufriedenheit

und die Belastbarkeit, die gesunde

seelisch-geistige Verfassung einschließen.

In Nordrhein-Westfalen werden neuerdings

gesundheitsorientierte Urlaubsangebote

auf einem

neuen Internet-Portal (www.

nrw-gesund.info) präsentiert.

Naturerlebnis und Medical

Wellness verbinden können

Urlauber so in über dreißig

nordrhein-westfälischen Heilbädern

und Kurorten, vor allem

im Teutoburger Wald

und im Sauerland. Das Angebot

reicht vom Naturgenuss

beim Wandern in den ausgedehnten

Wäldern der Tiefebenen

und Mittelgebirgen

über Wellnessoasen, die mit

Ayurveda, Yoga oder Physio-

Herbstliche Stimmung im

Klos tergarten von Kloster Arenberg

− Ruhe und Abgeschiedenheit,

Schutz und Spiritualität

Wellness ganzheitliches Wohlfühlen ermöglichen,

bis zu traditionsreichen Kneipp-Kurorten,

Luftkurorten sowie Sole- und Moorheilbädern.

Zur leichteren Orientierung sind die

Angebote im Internet in zwei Kategorien aufgeteilt.

Unter dem Stichwort „Wohlbefinden“

werden Angebote für Gesundheitsbewusste

geführt, die sich im Urlaub mehr bewegen,

besser ernähren und nachhaltig entspannen

möchten. Wer hingegen in erster Linie den

Urlaub nutzen möchte, um möglichen Krankheiten

vorzubeugen, findet Angebote zur

Prävention von Burn-out, Übergewicht, Herz-

Kreislauf-Problemen, Schlafstörungen, Rücken-

und Gelenkbeschwerden sowie Diabetes

in der Kategorie „Gesundheit“.

Kraftquelle Natur

Auf die Schätze der Natur setzen viele Kurbäder

Thüringens. So stehen beispielsweise

in Bad Salzungen Sole-Wannenbäder im Keltenbad

oder Sole-Inhalierungen im Gradierwerk

auf dem Programm. Ein Kneipp-Rundweg

für die ganze Familie führt in Bad Berka

schon die jüngsten Gäste spielerisch ans

Kneippen. In Tabarz gibt es neun speziell ausgebildete

Coaches, die den Urlaubern die

fünf Säulen der Kneipp’schen Lehre näher

bringen sowie eine breite Palette von Entspannungsmöglichkeiten

vom Meditationswanderweg

bis zu Outdoor-Wellness. Im Liquid-Sound-Tempel

der Toskana Therme in

Bad Sulza treiben die Gäste losgelöst in 32

Das große Gradierwerk am Rosengarten, das auffällige

Wahrzeichen Bad Salzuflens, gehört zu den größten

Freiluft-Inhalatorien im "Heilgarten Deutschlands"

Grad warmer Sole – und lauschen dabei den

Klängen der Unterwassermusik.

Sachsen präsentiert dieses Jahr erstmals mit

einem eigenen Magazin mit dem Titel „Vitalurlaub“

zertifizierte Vitalbetriebe wie z. B. das

Parkhotel Bad Schandau und das Berghotel

Bastei ebenso wie das Sächsische Staatsbad

Bad Elster und das Thermalbad Wiesenbad

im Erzgebirge. Die Angebote reichen von Honiganwendungen

und „Verwöhntagen für

zwei“ im Heide Spa im Moorheilbad Bad Düben

über Ayurveda in Bad Schlema bis zu

„Kräuterwellness“ im Erzgebirge. „Moor &

Mehr“ lautet das Motto der zweiwöchigen

Kur angebote in Bad Muskau, einwöchige Gesundheitspakete

inklusive zehn Behandlungen

sind in Bad Elster im Vogtland buchbar.

Mit natürlichen Heilmitteln reich gesegnet

ist auch die Küstenlandschaft Mecklenburg-

Vorpommerns. Dort finden Kreide, Jodsole,

Moor und Meerwasser in zahlreichen Einrichtungen

Anwendung. Vor allem die Heilkreide,

das weiße Gold der Küste, ist dort ein Renner.

Vermischt mit Wasser wird die feinkörnige

Heide auf die Haut aufgetragen. Die cremige,

warme Packung belastet den Kreislauf

weniger als Fango und wirkt angenehm entspannend.

In vielen Hotels auf der Insel Rügen

kann man entsprechende Anwendungen

buchen. Eine ähnlich lange Geschichte hat

die Sole, die beispielsweise im

Kaiserbad Heringsdorf auf der

Insel Usedom zutage gefördert

wird. Dabei handelt es

sich um reines, salziges Wasser,

ein Überbleibsel des Urmeeres,

das seit Millionen Jahren

in einer Tiefe von einigen

hundert Metern schlummert.

Eine Renaissance erlebt seit

einigen Jahren in Seeheilbädern

und Seebädern Mecklenburg-Vorpommerns

die Thalassotherapie,

mit der sich bereits

die alten Griechen wirkungsvoll

manches Zipperleins

entledigten. Im Warnemünder

Hotel Neptun wurde bereits

im Jahr 2001 das erste Thalasso-Zentrum

in einem deutschen

Hotel eröffnet.

Zeit für sich

59


Hinein ins Vergnügen

In einer offenen Kugel 90 Meter hoch in

die Luft katapultiert werden: Wow! Dieses

prickelnde Erlebnis erwartet Besucher des

Allgäu Skyline Park in Bad Wörishofen. Außerdem

lockt in dem Familien-Park die

höchste Überkopf-Achterbahn Europas. Tester

deklarierten den Allgäu Skyline Park nicht

nur zum bayerischen Freizeitpark mit dem

besten Preis-Leistungsverhältnis, sondern

auch zu dem mit der besten Gastronomie im

Freistaat.

Ravensburger Spieleland

Unterhaltung und Abenteuer für die ganze Familie – ob in prickelnden Freizeit-

und Themenparks oder in spannenden Wissens- und Technikwelten

Das Legoland Deutschland in Günzburg

lässt große und kleine Besucher in acht unterschiedlichen

Themenbereichen über faszinierende

Modellwelten staunen, den Puls bei einer

Achterbahnfahrt auf die Spitze treiben

oder in die Unterwasserwelt eintauchen. Zu

den über 50 Attraktionen, die der Park bisher

bereithielt, gesellt sich eine weitere Indoor-

Attraktion. In der Saison 2015 lautet die Mission

„Haltet den Dieb!“, wenn kleine und

große Gäste in der brandneuen, verrückten

LEGO City Polizeistation auf wilde Gangsterjagd

gehen. Herzstück des Parks ist das Miniland,

wo es aufwändig und detailverliebt

nachgebaute Städte und Landschaften Europas

zu sehen gibt. Die integrierten Figuren

und Fahrzeuge erwecken die Miniaturlandschaften

mit passender Geräuschkulisse auf

Knopfdruck zum Leben. Weitere Highlights

des Legolands sind zum Beispiel das Legoland

Atlantis by SEA LIFE, dessen acht Meter

langer Glastunnel unter Wasser viele maritime

Entdeckungen verspricht. Die gestreiften

Bambushaie, die Anfang 2015 dort einziehen,

sind nur eine davon. Mit einer Heißluftballonfahrt

über den Park kann man das Legoland

aus einer völlig neuen Perspektive entdecken.

Majestätisch lässt sich der Ausflug mit einer

Übernachtung in der Königsburg, dem parkeigenen

Hotel, noch verlängern.

Beliebte Spiele in ungeahnter Größe bietet

das Ravensburger Spieleland. Hier können

die Besucher ihre Lieblingsspiele in Lebensgröße

nachspielen, Adrenalin in diversen

Achterbahnen oder dem Familien-Freifallturm

tanken oder auf Entdeckungsreise gehen.

Die clevere und lustige Maus aus der „Sendung

mit der Maus“ ist seit vergangenem Jahr

der neue Star im Ravensburger Spieleland.

2015 zieht ihr Freund, der blaue Elefant, ein!

Genauso familienfreundlich gestaltet sich

ein Ausflug in den Playmobil Fun-Park in Zirndorf

bei Nürnberg. 90.000 Quadratmeter laden

Kinder hier dazu ein, ihrer Fantasie und

ihrem Bewegungsdrang in den Playmobil-

Spielwelten freien Lauf zu lassen, während

ÜBERNACHTET IN EINER

EINZIGARTIGEN LEGO ® WELT

Im LEGOLAND ® Deutschland Resort, im bayerischen Günzburg, warten acht

Themenwelten mit über 50 Attraktionen und Modellen aus mehr als 55 Millionen

LEGO ® Steinen darauf, von euch erobert zu werden. Freut euch 2015 auf Abenteuer

in der verrückten LEGO City Polizeistation und weitere spannende Neuheiten.

Verlängert euren Aufenthalt im LEGOLAND Feriendorf in einer einzigartigen

LEGO Welt direkt am Park. Die besten Übernachtungspakete

bei ausgewählten Hotelpartnern in der Region

und im LEGOLAND Feriendorf findet ihr unter:

LEGOLANDHolidays.de

Bei jeder Buchung

gibt es den 2. Tag

Parkeintritt gratis dazu!

LEGO, das LEGO Logo, die Konfigurationen des Steines und der Noppen, die Minifigur und LEGOLAND sind Marken der

LEGO Gruppe. ©2014 The LEGO Group Änderungen vorbehalten. Stand 12/2014

60 Erlebniswelten für die Familie


ihre Eltern entspannt die Parkatmosphäre

genießen können.

Der größte Freizeitpark Deutschlands,

der Europa-Park in Rust, präsentiert

mit über 100 Attraktionen,

fünf Erlebnishotels und mehr als

sechs Stunden Showprogramm ein

variantenreiches und üppiges Angebot.

Auf Facebook wurde der Park in

einer deutschlandweiten Umfrage

zur beliebtesten Touristenattraktion

gekürt. Den Gästen wird in dreizehn

Themenbereichen, inklusive thementypischer

Architektur, Vegetation

und Gastronomie, ein einzigartiges

Urlaubsflair vermittelt. Elf Achterbahnen

sorgen für gewaltige Adrenalinschübe,

wenn zum Beispiel die Waggons des „Silver

Star“ mit 127 km/h aus einer Höhe von

73 Metern hinabschießen oder die Fahrgäste

des Blue Fire in Loopings umhergewirbelt

werden. Großer Beliebtheit erfreut sich auch

die alljährliche Halloween-Themenwoche, in

der der Park Hexen und Monster zum Leben

erweckt, die den Besuchern wohlige Schauer

über den Rücken jagen.

Legoland Deutschland

Der mit 85 Jahren älteste Erlebnispark in

Deutschland bietet über 100 originelle Attraktionen

zum Thema „Schwaben anno

1880“. Geboten wird im Erlebnispark Tripsdrill

in Cleebronn neben Nervenkitzel im

Freefall Tower oder der Katapult-Achterbahn

„Karacho“ aber auch Entspannung und Spaß

für die Kleinsten. Im angeschlossenen Wildparadies

kann man über 40 Tierarten beobachten

und Flugvorführungen der Falknerei

erleben. Urige Baumhäuser bieten ein außergewöhnliches

Quartier für eine Verlängerung

des Parkaufenthaltes.

Die erste Kinderachterbahn machte 2014

seine Jungfernfahrt in Leipzig. „Huracanito“

ist der kindgerechte Nachbau der Huracan-

Achterbahn des Freizeitparks Belantis und

verspricht Fahrspaß für Kinder ab drei Jahren.

Die Kinderachterbahn kennzeichnet den Höhepunkt

der neuen Erlebnisoase, die mit

Schaukeln, Rutschen und einem Auto-Parcour

das Familienkonzept des Parks unterstreicht.

Am Rande der Lüneburger Heide tummeln

sich Adrenalinkicks in bemerkenswerter Dichte.

Der Heide-Park in Soltau treibt mit Attraktionen

wie der gigantischen Holzachterbahn

Colossos, dem größten Gyro-Drop Freefall

Tower der Welt „Scream“, der Katapult-Achterbahn

Desert Race, der „Krake“ und

Deutschlands erstem Wing Coaster, dem

Zoo Leipzig

Science Center Bremen

„Flug der Dämonen“ sowie vielen weiteren

aufregenden Highlights den Puls bis zum Anschlag.

Das parkeigene Erlebnishotel Port Royal,

ganz im Freibeuterstil gestaltet, wird

2015 durch ein Spaßbad erweitert.

Deutschlands einziger Freizeitpark am Meer

ist der Hansa Park in Sierksdorf an der Ostsee.

2015 eröffnet hier eine neue, atemberaubende

Attraktion, wenn „Der Schwur des

Kärnan“ seine Jungfernfahrt macht. Die Achterbahn

wird mit einer Schienenhöhe von 73

Metern einer der drei höchsten Hyper-Coaster

Europas sein. Neben Kärnan warten zum

Beispiel der „Fluch von Novgorod“, die Achterbahn

mit der steilsten Sturzfahrt im

Dunkeln weltweit, auf Adrenalinjunkies.

Die Welt der Wissenschaft auf unterhaltsame,

spielerische Weise präsentiert

das Universum in Bremen. Nach seinem Umbau

zeigt das Science Center eine neue Dauerausstellung

mit den drei Themenbereichen

Mensch, Natur und Technik.

Hier können die Gäste wissenschaftliche

Phänomene mit allen Sinnen und dem ganzen

Körper begreifen. Über 250 Exponate

machen die Wissenschaft zum Abenteuer und

laden zum Mitmachen und Experimentieren

ein. Im Entdecker-Park dreht sich alles um das

Thema Bewegung. Das Programm ist breit

gefächert. So können Besucher ihre eigene

Koordination beim Klettern, Kriechen oder

dem „Mondsprung“ testen. Aber auch Bewegungen

der Natur – Wasserläufe und Wasserfälle,

Wind und Wetter oder unsichtbare Bewegungen

wie Töne und Musik – können erforscht

und ausgetestet werden. Das grüne

Science Center botanika im Rhododendron-

Park nimmt den Besucher mit zu einer Expedition

in den Himalaja oder nach

Borneo, wo Salamander, Schlangen

und Vogelspinnen leben. Im

Übersee-Museum taucht man in

ferne Kontinente ein und entdeckt

dabei deren faszinierende Kulturund

Naturräume mit einzigartigen

Exponaten aus der ganzen Welt,

meisterhaften Tierdioramen und

echten Pflanzen.

Frieren in den Alpen, die brütende

Hitze der Sahelzone und die erfrischende

Temperatur an der Ostsee

können Klimainteressierte an

einem Tag in Bremerhaven erleben.

Das Klimahaus Bremerhaven

8° Ost schickt seine Besucher im Ausstellungsbereich

„Reise“ auf eine einzigartige

Tour um den Globus, bei der sie die Klimazonen

der Welt erspüren können. Die Erlebnis-

Museumslandschaft um die Weser wird komplettiert

vom Deutschen Auswandererhaus.

Das „Europäische Museum des Jahres“ 2007

verdeutlicht am Standort des größten Auswandererhafens

Europas zwischen 1830 und

1974 die Suche nach dem Glück jenseits des

Atlantiks. Im Zeitraum von 1830 bis 1974 verließen

über 7 Millionen Menschen ihre Heimat

über Bremerhaven. Seit 2012 gibt es einen Erweiterungsbau,

der sich mit Einwanderern beschäftigt.

Beginnend 1973, dem Jahr des Einwanderungsstopps,

können die Besucher hier

nachvollziehen, wie sich die Neubürger in

Deutschland zurechtfanden und wie es nachfolgenden

Generationen ergeht.

Mit einer neuen Attraktion wartet das

„Schaufenster Fischereihafen“ in Bremerhaven

auf: Die Expedition Nordmeere führt

Jung und Alt in die Unterwasserwelten der

nordischen Meere, dorthin, wo die Fische zuhause

sind, die auf unseren Tellern landen.

Eine spannende Entdeckungsreise an Bord

eines Forschungsschiffes zeigt Bremerhavens

große Fischereitradition. Auf den Spuren eines

Forschers tauchen die Teilnehmer hinab

zu den Fanggründen in geheimnisvolle Meerestiefen.

Tierische Erlebniswelten

1911 wurde in München mit dem Tierpark

Hellabrunn der erste Geo-Zoo der Welt gegründet.

In einem einzigartigen Naturparadies

mit Bächen und Wasserläufen im Landschaftsschutzgebiet

der Isarauen leben über

Erlebniswelten für die Familie

61


19.000 Tiere aus mehr als 750 Arten.

Ein Besuch des Zoos gleicht einer Reise

durch die spannenden Tierwelten

von Afrika bis zum Nordpol, von Europa

nach Asien und Amerika. Zur Anlage

gehören unter anderem großzügige

Vogelvolieren, eine weitläufige Elefantenanlage,

ein Orang-Utan-Gehege

und eine Fledermausgrotte, in der die

Besucher die Tiere hautnah erleben.

Der Zoo Leipzig bietet seinen Besuchern

eine einzigartige Tropenexkursion

in seinem Gondwanaland. Eine

16.000 Quadratmeter große Halle beherbergt

einen urwüchsigen Regenwald

mit über 17.000 tropischen Pflanzen

und rund 90 exotischen Tierarten.

Die sächsischen Tropen lassen sich auf

verschlungenen Wegen und einer

Bootstour erkunden. Im tropischen

Nutzgarten können die Besucher rund

60 Früchte und Gewürze, von Kakao

bis Yamswurzel, fühlen und riechen.

Im Zuge des Projekts „Zoo der Zukunft“

finden einige Umwälzungen

statt, um neben neuen, naturnah gestalteten

Gehegen auch neue Tierarten

im Zoo begrüßen zu können.

Der Serengeti Park in Hodenhagen

nördlich von Hannover bietet den Besuchern

authentische Begegnungen

mit echten Familien großer Wildtiere. Rund

1.500 freilebende Exoten sind hier beheimatet.

Bei einem Spaziergang durch die Affenwelt

toben rund 200 Affen zwanzig verschiedener

Arten um die Besucher herum. Highlights

sind die Dschungelsafari, die tolle Einblicke

in die Welt des Dschungels bietet und

die Aqua-Safari, bei der eine abenteuerliche

Speedboat-Fahrt durch spannende Flusslandschaften

wartet.

Der Vogelpark Walsrode begeistert Besucher

aller Altersklassen. 4.500 Vögel in etwa

750 Arten bieten ein Naturerlebnis der besonderen

Art. Vor allem die Tropenwaldhalle mit

Regenwaldbepflanzung und seltenen Vögeln

aus Indonesien ist ein besonderes Highlight.

Hausboottouren

Autostadt

Spaß im und auf dem Wasser

60 Kilometer südlich von Berlin liegen die

Tropen: Tropical Islands ist ein Bade- und

Freizeitparadies, mit Indoor-Regenwald, Tropendorf,

Riesenrutsche, Bali-Lagune, Südsee-

Ambiente und Saunalandschaft. Für die

Kleinsten gibt es das Tropi-Kinderland zum

Spielen, Klettern und Toben.

Mit einem Gefährt bestehend aus Ferienwohnung

und Fortbewegungsmittel in einem

lässt sich die Natur Mecklenburg-Vorpommerns

und Brandenburgs bewundern. Auf

den Hausboottouren, die sich wachsender

Beliebtheit erfreuen, können sich Urlauber auf

eine Erkundungstour durch die Fluss- und

Seenlandschaft von Müritz, Spree, Oder und

unzähligen weiteren Gewässer begeben. Für

viele der Touren ist noch nicht einmal ein

Bootsführerschein notwendig. Im Zuge eines

dreistündigen Kurses vor Fahrtbeginn können

Freizeitkapitäne einen Charter-Führerschein

erlangen, der für viele der Wasserstraßen als

Zulassung reicht. Die Mecklenburgische Seenplatte

lässt sich aber auch auf Floßfahrten

erkunden. Komfortable Varianten der hölzernen

Gefährte sind mit Hütten

ausgestattet und dienen den

Reisenden als übers Wasser

gleitendes Ferienhäuschen.

Mobile Welten

Neun Dekaden Automobilgeschichte

auf über 4.000

Quadratmetern Ausstellungsfläche

ziehen nicht nur Technikfreaks

in ihren Bann. Die Besucher

der BMW-Welt in München

können Artefakte aus der

90-jährigen Firmentradition

des bayerischen Automobilbauers

bestaunen, ebenso Modelle

von Rolls Royce und Mini.

Den Besuch krönt ein Abstecher

ins Gourmet Restaurant

des Erlebniszentrums, das mit

zwei Michelin Sternen ausgezeichnet

wurde.

Im Mittelpunkt der bis 31.

Januar 2016 andauernden

Wechselausstellung „The MINI

Story“ des BMW-Museums

steht die Evolution des Mini.

Hier tauchen die Besucher in

mehr als ein halbes Jahrhundert

Mini-Historie ein. Ebenfalls

einen Besuch wert ist das

Verkehrszentrum des Deutschen Museums

München, wo in drei themenorientierten Ausstellungshallen

zu den Themen „Stadtverkehr“,

„Reisen“ sowie „Mobilität und Technik“

Exponate zur Geschichte und Gegenwart

locken.

Der Firmengeschichte Audis im 20. Jahrhundert

widmet sich das museum mobile im

Audi Forum in Ingolstadt. Neben der detaillierten

Firmengeschichte steht ein tieferer

Einblick in das Jahrhundert der Mobilität im

Mittelpunkt. In der Dauerausstellung lässt

sich so die Entwicklung des Automobils von

1899 bis 2000 nachvollziehen. Staunen können

die Besucher auch bei einer Führung

durch das Werk, bei der sie live erleben, wie

ein neues Modell entsteht.

Die Erfolgshistorie des mittlerweile größten

Automobilherstellers wird im ersten Toyota-

Museum Deutschlands in Pocking bei Passau

mit über 120 Oldtimer-Modellen eindrucksvoll

in Szene gesetzt. Ein Aussichtsturm, der dem

Museum angeschlossen ist, gewährt bei guter

Sicht einen Panoramablick bis in die Alpen.

Die zeitgleiche Entwicklung von Luft- und

Raumfahrt steht im Fokus des Dornier Museums

in Friedrichshafen am Bodensee. Dort

bekommen die Besucher bedeutende Innovationen,

historische Flugzeuge sowie Ausstellungsstücke

zur Raumfahrt zu Gesicht.

Nicht weit entfernt beherbergt in Friedrichshafen

das Zeppelin Museum die weltgrößte

Sammlung zur Geschichte und Technik der

Luftschifffahrt. Neben einer Fülle von Originalexponaten,

Modellen und Fotos findet der

Besucher auch eine Kunstausstellung zur

Wechselbeziehung von Kunst und Technik.

Die schönsten und wertvollsten Autos aus

den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhun-

62 Erlebniswelten für die Familie


Mercedes-Benz Museum

derts vereint das Museum für historische

Maybach-Fahrzeuge in Neustadt in der Oberpfalz.

Weltweit existieren nur noch etwa 160

Stück von den etwa 1.800 Maybach-Autos,

die zwischen 1921 und 1941 gebaut wurden.

Die Modelle in dem in den einstigen Werkhallen

untergebrachten Museum zeigen die

Luxuskarossen in verschiedenen Zuständen –

vom Concours Klassiker bis zum zersägten

Auto, das in einer Scheune gefunden wurde.

Im oberschwäbischen Bad Waldsee präsentiert

das erlebnisorientierte Erwin Hymer Museum

die Welt des mobilen Reisens anhand

von über 80 Wohnwagen seit den 1930er

Jahren, in Szene gesetzt an acht Sehnsuchtsorten

wie der Adria, der Ostsee oder Indien.

Beim Oldtimer-Campingfest präsentieren

sich jedes Jahr historische Wohnwagen-Gespanne,

Campingbusse und Reisemobile und

ihre Besitzer auf dem Freigelände des Museums.

Die Wiese vor dem Museumsgebäude

verwandelt sich dann in einen bunten Campingplatz.

Stuttgart-Untertürkheim lädt ein zur Spurensuche

durch die mehr als 120 Jahre währende

Geschichte von Mercedes Benz im

Mercedes-Benz Museum. Hier reihen sich –

neben den Versuchswerkstätten – Rennwägen

und Historische Modelle der Stuttgarter

Traditionsmarke.

Porsche-Museum

Das Porsche-Museum in Stuttgart-Zuffenhausen

wirft ein Licht auf die mehr als hundertjährige

Geschichte der Sportwagenschmiede.

Die technischen Hochleistungen des Firmengründers

Ferdinand Porsche aus dem 20. Jahrhundert

sind ebenfalls Thema der Dauerausstellung,

die viele Höhepunkte aus der Unternehmenshistorie

bereithält. Außerdem locken

Wechselausstellungen wie „Porsche in den

1950er Jahren“ nach Stuttgart.

Eine bunte Ausstellung von Oldtimern, Formel

1-Rennwagen, Flugzeugen, Lokomotiven,

aber auch mechanischen Musikinstrumenten

schmückt das Auto & Technik Museum in Sinsheim.

Auf einer Hallenfläche von über 30.000

Quadratmetern bieten sich Einblicke in die Entwicklung

von Technik und Automobil.

Ebenfalls variantenreich gestalten sich die

Attraktionen des Technikmuseums in Speyer,

das unter anderem die größte Raumfahrtausstellung

Europas sowie eine begehbare originale

Boeing 747 und das historische Bundeswehr-U-Boot

U9 beherbergt.

Automobilfans und Kulturliebhaber gleichermaßen

kommen in der Autostadt in

Wolfsburg, die dieses Jahr ihr 15-jähriges Jubiläum

feiert, auf ihre Kosten. Das bunte Angebot

des Themen- und Erlebnisparks lockt

alljährlich etwa zwei Millionen Besucher. Im

Mittelpunkt steht das Thema Mobilität. Das

ZeitHaus, das besucherstärkste Automobilmuseum

weltweit, zeigt Meilensteine und Ikonen

von über 50 verschiedenen Herstellern

der Automobilgeschichte auf vier

Etagen. Architektonische Highlights

sind die acht Pavillons, die

je einer Automarke des VW-Konzerns

gewidmet sind. Im Zentrum

der üppigen Parklandschaft – einem

architektonischen Gesamtkunstwerk

– die zum Verschnaufen

und Entspannen einlädt, befinden

sich die Pavillons, die unter anderem

Volkswagen, aber auch Lamborghini

oder Seat repräsentieren.

Einen einzigartigen Blick auf die

Autostadt erhält man bei der Panorama-Tour

auf dem Mittellandkanal.

Im MobiVersum stehen Lernen,

Gestalten und Spielen im

Mittelpunkt. Zwischendurch bieten 13 Restaurants

an, kleinen und großen Hunger zum Beispiel

mit erlesenen Kochkreationen von Sternekoch

Sven Elverfeld zu stillen. Ein besonderes

Erlebnis verspricht der Geländeparcour

der Autostadt, bei dem den Nutzern viel eigene

Fahrkunst abverlangt wird. Das eigene

fahrerische Geschick können Besucher aber

auch beim Fahrsicherheitstraining auf dem

Gelände testen. Für Musikliebhaber veranstaltet

die Autostadt alljährlich die

Movimentos-Festwochen (siehe S.

64ff.), die einige kulturelle Highlights,

von szenischen Lesungen bis Tanzensembles

bereithalten.

Im Porsche-Werk von Leipzig

kann man zuschauen wie ein

Porsche „Cayenne“ oder ein

„Panamera“ entsteht und gefertigt

wird. Außerdem bieten

Testfahrten in Begleitung eines professionellen

Instrukteurs Fahrspaß sowohl auf Einfahrund

Prüfstrecken als auch auf einem Geländekurs.

Einblick in eine der modernsten und

nachhaltigsten Automobilfabriken der Welt

erhalten die Gäste des BMW-Werks in Leipzig.

Bei einem geführten Rundgang erlangt

der Besucher Eindrücke vom gesamten Fertigungsprozess

eines Automobils. In Dresden

ist die Gläserne Manufaktur ein lohnendes

Ausflugsziel für Automobilfans. Auf einem

Rundgang lässt sich Schritt für Schritt das

hoch technologisierte Verfahren nachvollziehen,

in dem der VW Phaeton zusammengesetzt

wird. Unter dem Motto „Kultur am laufenden

Band“ finden auch musikalische Veranstaltungen

in der Manufaktur statt.

Das August Horch Museum in Zwickau lässt

in Originalgebäuden der Gründungszeit Audis

Meilensteine des Automobilbaus von

Horch, Audi, DKW und Trabant lebendig werden.

Die Dauerausstellung deckt einen Zeitraum

von mehr als einem Jahrhundert ab und

zeigt als Paradestück ein Horch-Original von

1911, das älteste Automobil der Ausstellung.

Neben den zahlreichen Originalen finden sich

auch außergewöhnliche Miniaturautos wieder

und zeigen alle Epochen Audis. In die Anfangsphase

der heutigen Weltmarke werden

die Besucher in der August Horch-Villa zurückgeworfen.

Hier werden Leben und Wirken

des Pioniers und Markenmitbegründers

beleuchtet und dargestellt.

Auto & Technik Museum

Der Ball ist rund

Kein Thrill in der Achterbahn, keine chromblitzende

Technik und dennoch von Millionen

mit Neugier erwartet wird eine Erlebniswelt,

die die „schönste Nebensache der Welt“ wirkungsvoll

in den Mittelpunkt rückt. Noch im

ersten Halbjahr 2015 soll in Dortmund das

Deutsche Fußballmuseum eröffnen. Auf

7.700 Quadratmetern Grundfläche (etwas

mehr als ein Fußballfeld) wird auf mehreren

Etagen die Geschichte des Fußballs in

Deutschland lebendig – interaktiv und erlebnisorientiert.

Man darf gespannt sein. Aber

natürlich lebt ein Museum nicht nur vom

Spielen mit 3D-Animationen, sondern auch

von klassischen Objekten – wie den Schuhen,

mit denen Helmut Rahn Deutschland 1954

zum ersten WM-Titel schoss und jenen von

Mario Götze, die 2014 zum Siegtor für den

vierten Titel führten.

Erlebniswelten für die Familie

63


Ganz Ohr und Augen auf!

Erstklassige Klangerlebnisse bei glanzvollen Festspielen

und packenden Festivals sowie außergewöhnliche

Kunstinszenierungen in traditionellem

Ambiente oder an außergewöhnlichen Orten

Vor knapp 140 Jahren gegründet,

haben die Münchner Opernfestspiele

(21.6.-31.7.2015) bis

heute nichts von ihrer Anziehungskraft

verloren. Zwei Opernpremieren

gibt es dieses Jahr:

Am 28. Juni feiert Claude Debussys

„Pelléas et Mélisande“ im

Lesungen

Märkte Vorträge

Jazz & Co.

Prinzregententheater die Uraufführung

seiner Neuproduktion

unter der musikalischen Leitung

von Constantinos Carydis. Für die

Inszenierung ist Christiane Pohl

verantwortlich. Die zweite Premiere

ist Richard Strauss’ „Arabella“,

die im Nationaltheater uraufgeführt

wird. Die Sopranistin

Anja Harteros

ist in der Titelpartie

genauso zu

erleben wie Thomas

J. Mayer, der die

Rolle des Madryka

übernimmt. Inszeniert

wird die Oper

von Andreas Dresen,

einem der wichtigsten

deutschen Filmregisseure

der Gegenwart.

Ferner gehören

hochkarätig

besetzte Aufführungen

aus dem Repertoire

der Bayerischen Staatsoper

zum Programm, das von Kammerkonzerten,

Liederabenden

sowie zwei Abenden bei „Oper

für alle“ abgerundet wird.

Ein Open-Air-Highlight in der

bayerischen Landeshauptstadt ist

Klassik am Odeonsplatz

(11./12.7.2015). Zum 15. Mal verwandelt

sich der schönste Platz

der Stadt in eine Freiluftbühne,

auf der Pablo Heras-Casado das

Symphonieorchester und den

Chor des bayerischen Rundfunks

dirigiert. Am zweiten Tag spielen

die Münchner Philharmoniker

Carl Orffs „Carmina Burana“, dirigiert

von Krzysztof Urbanski.

64 Kunst, Kultur und Festspiele

Mozartfest Würzburg − Mozartnacht

Mit Konzerten und Veranstaltungen

bedient der Dachauer

Musiksommer unterschiedlichste

Genres. Beispielsweise bei der

Veranstaltung „Jazz in allen Gassen“

(5.6.2015) auf sieben verschiedenen

Bühnen. Am 7. Juni

gastiert auf dem Rathausplatz die

deutsche Dancehall- Reggaeband

Mono & Nikitaman.

Im März wird Burghausen zu einem

Mekka für Jazz-Liebhaber.

Die Internationale Jazzwoche

Burghausen (17.-22.3.2015), deren

Ruhm unter anderem Gastspiele

von Jazz-Legenden wie

Ella Fitzgerald, Chick Corea und

Internationale Jazzwoche Burghausen − Rebekka Bakken

Dave Brubeck begründen, findet

zum 46. Mal statt. Bei einem stilistisch

vielfältigen Programm

und einer attraktiven Mischung

aus Jazz-Stars und Newcomern

weht ein Hauch von New Orleans

durch die Gassen Burghausens.

Mit dabei sind dieses Mal unter

anderem Mario Biondi, Kenny

Garrett, Spyro Gyra und Rebekka

Bakken. Weitere Attraktionen

sind beispielsweise die Jazznight

in Lokalen der Altstadt.

Nur alle vier Jahre kommen

Schauspielfans in Straubing in

den Genuss der Agnes-Bernauer-

Festspiele (19.6.-19.7.2015). Die

Baderstochter aus Augsburg war

die große Liebe Herzog Albrechts

III. von Bayern-München.

Aus dieser unstandesgemäßen

Verbindung erwuchsen politische

Probleme, die damit beendet

wurden, dass Agnes Bernauer

wegen Liebes- und Schadenszauber

angeklagt und 1435 in der

Donau ertränkt wurde. Die Geschichte

um Liebe und Tod der

Bernauerin wird im Hof des Herzogschlosses

in Straubing auf die

Bühne gebracht.

Das Regensburger Schloss St.

Emmeram bildet im Sommer die

Kulisse für die „Thurn und Taxis

Schlossfestspiele“ (17.-

26.7.2015), die mit einer bunten

Stilpalette überraschen. So gibt

es Konzerte mit der Französin

ZAZ und Xavier Naidoo ebenso

wie die Puccini-Oper „La

Bohème“ und eine „festliche

Operngala mit Piotr Beczala“.

Optisch wie akustisch ein

Hochgenuss ist das Mozartfest

Würzburg (22.5.-28.6.2015), das

sich mit dem Komponisten der

Klassik auseinandersetzt. Im Mittelpunkt

steht die Frage, ob besagter

Klassikbegriff aus Sicht

des 21. Jahrhunderts eigentlich

zutreffend ist, da Mozart zu seiner

Zeit ein revolutionärer Querdenker

war, was eine Titulierung

als „Klassiker“ eigentlich

ausschließt.

Den Reigen

zahlreicher

Streichkonzerte eröffnet

der Weltklasse-Geiger

Renaud

Capuçon.

Weitere international

renommierte

Streicher folgen,

zum Beispiel Violinvirtuose

Frank

Peter Zimmermann

und Gerard

Causse, wegweisender

Impulsgeber

für die musikalische Selbstständigkeit

der Viola als Soloinstrument.

Der japanische Komponist

Toshio Hosokawa schreibt eigens

für das Mozartfest ein neu es

Werk, das Capucon uraufführen

wird (12.6.2015). Die international

gefragte Sopranistin Diana

Damrau kehrt mit einem exklusiven

Liederabend an die Wiege

ihres Welterfolgs zurück. Solo-

Oboist Albrecht Mayer und Solo-

Hornist Stefan Dohr vertreten die

Berliner Philharmoniker. Das Mozartfest

begeistert vor allem

durch die Symbiose von Mozarts

Klassik, barocker Architekturkunst

von Balthasar Neumann


und die Kunst in der

von Weinbergen flankierten

fränkischen Altstadt.

Im letzten Jahr

besuchten 25.000 Zuhörer

die Aufführungen

im Kaisersaal der Residenz,

im Hofgarten und

an außergewöhnlichen

Schauplätzen.

Zwischen dem Kabarett-

und Kleinkunstfestival

Carambolage –

Ende Januar – und dem

Internationalen Filmfestival

Mannheim-Heidelberg (9.-

24.10.2015) bietet die Stadt Heidelberg

einige musikalische Leckerbissen.

So beteiligt sich die

Stadt am Neckar-Musikfestival,

bei dem von März bis November

über 50 Konzerte in zehn Städten

des Neckartals gespielt werden.

Dieses Jahr widmet sich das Festival

der „Russischen Trilogie“

und spielt Werke der drei großen

russischen Jubilare Alexander

Skrjabin (100. Todestag), Alexander

Glasunow (150. Geburtstag)

und Peter Tschaikowsky (175. Geburtstag).

Auf der schönsten Bühne

der Stadt finden die Heidelberger

Schlossfestspiele (27.6.-

2.8.2015) statt. Der Schlosshof

wird dieses Jahr zur Kulisse der

etwa Meisterkurse für Gesang

und Dirigieren oder die Teilnahme

an Gesprächskonzerten.

Die renommierten Ludwigsburger

Schlossfestspiele (15.5.-

25.6.2015) können jedes Jahr mit

Highlights der Musik, des Tanzes,

aber auch mit Literatur-Events

und Theateraufführungen aufwarten.

So spielen die Star-Trompeter

Till Brönner und Sergei Nakariakov

zusammen verschiedene

Werke von Bach, Gershwin und

Piazzolla. In „Torobaka“ nähern

sich die Tanzrevolutionäre Israel

Galvan und Akram Khan aneinander

an und vereinen spanischen

Flamenco und indischen Kathak

zu einem ausdrucksstarken Erlebnis.

So unterschiedlich wie das

DomStufen-Festspiele in Erfurt − Der Freischütz

Etwas außerhalb bietet das

Schloss Neuweier, inmitten von

Weinbergen, eine besondere Kulisse

für die Philharmonischen

Schlosskonzerte (10./11.7.2015)

im Schlosshof.

In Mannheim finden zum 18.

Mal die Internationalen Schillertage

(12.-20.6.2015) statt. Diese

beschäftigen sich vor dem Hintergrund

von Friedrich Schillers

Freiheitsbegriff mit den heutigen

räumlichen, sozialen und kulturellen

Grenzen. Ein Thema, das

heute aktueller denn je erscheint.

„Seid umschlungen Millionen“

fordert Schillers Text der

Europahymne. Ungeklärt ist die

Frage, ob Europa seine Arme

öffnet, oder ob die Aufforderung

Schillers der Festung Europas

gewidmet ist.

Ein zeitloser Klassiker steht

bei den Opernfestspielen

Heidenheim (12.-20.6. 2015)

auf dem Programm: „Macbeth“,

eines der klassischen

Dramen aus der Feder William

Shakespeares, wird in

einem neuen Arrangement

gezeigt. Künstler aus aller

Welt begeistern das Publikum

beim Zelt-Musik-Festival

(1.-19.7.2015) in Freiburg.

Die Programmgestalter

haben dieses Jahr so unterschiedliche

Künstler wie die deutsche

Pop-Gruppe Revolverheld,

den US-amerikanischen Songwriter

John Hiatt & The Combo, den

Rapper Clueso, die Violinistin

Lindsey Stirling und Folk-Ikone

Joan Baez verpflichtet.

Gleich zwei musikalische Highlights

locken Stars verschiedener

Genres nach Rottweil. Das Festival

„Sommersprossen“ (15.6.-

15.7.2015) begeistert mit klassischen

und barocken Tönen oder

Stilexperimenten. Klangvolle Namen

vereint das Jazzfest Rottweil

(30.4.-16.5.2015), zum Beispiel

Gregory Porter, Randy Crawford

und Jazzpianist Monty Alexander.

Ludwigsburger Schlossfestspiele − Torobaka

unsterblichen Tragödie um Romeo

und Julia. Auch auf Rapunzel

können sich die Besucher

freuen, ebenso wie auf das Musical

„My Fair Lady“.

Das Internationale Solo-Tanz-

Theater-Festival (12.-15.3.2015)

in Stuttgart bietet vor allem jungen

Choreographen und Künstlern

die Möglichkeit, sich mit ihren

phantasievollen Solostücken

in den öffentlichen Fokus zu tanzen.

Im Rahmen der 16. Bachwoche

(15.-22.3.2015) werden neben

zahlreichen Aufführungen

von Werken Johann Sebastian

Bachs auch vielfältige Mitwirkungsmöglichkeiten

angeboten,

Programm sind auch die Spielstätten,

die neben dem Residenzschloss

die Karlskaserne und viele

weitere Orte einschließen.

Wenn innerhalb von weniger

als 14 Tagen in Baden-Baden

die Berliner Philharmoniker zu

Gast sind, um den „Rosenkavalier“

neu zu inszenieren, außerdem

Kammerensembles und

Einzelmusiker „Meisterkonzerte“

in der ganzen Stadt verteilt spielen

und prominente Gastsolisten

wie Pianistin Martha Argerich

und Vilonistin Isabelle Faust auftreten,

dann kann die Rede nur

von den Osterfestspielen (27.3.-

6.4.2015) sein.

Mozart –

Was heißt hier Klassik

22. Mai bis 28. Juni 2015

www.mozartfest.de | Tel. +49 (0) 931 / 37 23 36

Kunst, Kultur und Festspiele

65


Movimentos Festwochen − Sydney Dance Compnay „2one another“

Eine der größten Musikveranstaltungen

Deutschlands erstreckt sich von Frankfurt

über Wiesbaden bis zum Mittelrhein: Über

170 Veranstaltungen stehen im Spielplan des

Rheingau Musik Festivals, das verschiedenste

Klänge von unterschiedlichsten Orten über

den Rhein trägt.

Weltstars gastieren beim Festival „Summer

in the City“ in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt

Mainz. Einer der Top-Acts ist

Gitarrenvirtuose Mark Knopfler, Kopf der

Band Dire Straits, der zum „Evening with Mark

Knopfler and Band“ (19.6.2015) einlädt. Weitere

Highlights sind die Open-Air-Darbietungen

von Roxette (5.7.), Dieter Thomas Kuhn

(3.7.) und dem Orquesta Buena Vista Social

Clubs (8.7.). Konzerte geben auch die Fantastischen

Vier (3.7.), Hubert von Goisern (10.7.)

und Gregor Meyle (28.6.).

Eine Ära geht zu Ende, wenn

dieses Jahr Johan Simons als

Intendant der Ruhrtriennale

(14.8.-27.9.2015) Heiner Goebbels

ablöst. Simons erstes Jahr

steht unter dem Thema „Seid

umschlungen“ und startet mit

einer Weltpremiere: Accattone

von Pier Paolo Pasolini als Musiktheaterprojekt.

Das endgültige

Programm der Triennale

wird am 23. Februar bekannt

gegeben.

Die Domstufen-Festspiele

(9.-26.7.2015) in Erfurt laden

zur romantischen Schaueroper

„Der Freischütz“ von Carl Maria

von Weber ein. Die musikalische

Leitung liegt in den Händen von Samuel

Bächli, die Inszenierung gestaltet Guy Montovans.

Parallel zu Webers Oper zeigen die

Festspiele auch „Das Dschungelbuch“ als

musikalisches Schauspiel unter der Leitung

von Francesco Bottigliero (Musik) und Friederike

Karig (Inszenierung).

Das größte Klassikfestival in Thüringen sind

die Thüringer Bachwochen (27.3.-19.4.2015).

Sie bieten mit Konzerten an authentischen

Bach-Orten Gelegenheit, auf Spurensuche

durch das historische Musikland Thüringen

zu gehen. Zur Eröffnung des Festivals spielen

zwei Generationen die Matthäuspassion in

Arnstadt: Vater Christoph Pregardien dirigiert,

während sein Sohn Julian die Tenor-

Arien übernimmt. Insgesamt sind 50 Konzerte

geplant.

Das Bachfest Leipzig (12.-21.6.2015), das

größte Musikfestival der Stadt, lockt jährlich

75.000 Besucher. Zum 1.000-jährlichen Jubiläum

der ersten urkundlichen Erwähnung

Leipzigs ist das Thema des Festivals dem Libretto

von Bachs Kantate „Preise, Jerusalem,

den Herrn“ entnommen: „So herrlich stehst

du, liebe Stadt“. Das Bachfest vereint über

100 Veranstaltungen zu Ehren Johann Sebastian

Bachs und des Millenniums. In der Leipziger

Nikolaikirche, die 2015 850-jähriges Bestehen

feiert, stimmt der Thomanerchor die

Besucher auf das Bachfest ein. Die Nikolaikirche

war Austragungsort der Uraufführung von

Bachs Kantate, die dem diesjährigen Bachfest

sein Motto gab. Zu den berühmtesten Musikern,

die in Leipzig lebten, zählt auch Felix

Mendelssohn Bartholdy, zu dessen Ehren das

Bachfest Leipzig − Thomaskirche mit Thomanerchor

Gewandhaus Leipzig seit 1997 alljährlich die

Mendelssohn-Festtage (18.-27.9.2015) veranstaltet.

Bei den 38. Dresdner Musikfestspielen

(13.5.-7.6.2015) treten über 100 renommierte

Künstler an 24 Schauplätzen auf. Das Festival

steht unter dem Motto „FeuerEis“ und soll

die Kontraste um die dennoch bestehende

Einigkeit Europas in den Mittelpunkt stellen.

Erstklassigen Oldtime-Jazz bietet das Dixieland

Festival in Dresden (10.–17.5.2015). An

wechselnden Orten treffen hier Jazzmusiker

zum Beispiel zu einem „Brassband-Battle“

aufeinander, während Zuschauer am Terrassenufer

der Elbe Europas größtem Riverboat

Shuffle lauschen.

Dem vielleicht berühmtesten Sohn der

Stadt Zwickau ist das Schumannfest gewidmet,

das dieses Jahr dessen 175-jähriges

Hochzeitsjubiläum feiert und deshalb nicht

nur Werke Robert Schumanns, sondern auch

seiner Frau Klara im Programm führt. Dazu

gehört unter anderem ein Lichterfest, zu dem

rund um den zentrumsnahen Schwanenteich

unzählige kleine Ensembles musizieren.

Zum 13. Mal veranstaltet die Autostadt

Wolfsburg die Movimentos Festwochen

(10.4.-17.5.2015). Die 67 Veranstaltungen mit

renommierten Künstlern aus aller Welt stehen

dieses Jahr unter dem Motto „Frieden“. Ein

Höhepunkt im Tanz-Programm ist die Uraufführung

der Choreografie „Why Bach“ der

israelischen Kibbutz Contemporary Dance

Company im historischen KraftWerk. Außerdem

im Tanz-Programm dabei sind u. a. die

Sydney Dance Company, das Ensemble

Shaun Parker & Company, das Cloud Gate

Dance Theatre aus Taiwan und die jungen

Nachwuchstänzer der Movimentos Akademie.

Namhafte Schauspieler wie Klaus Maria Brandauer

oder Suzanne von Borsody lesen aus

Werken von Heinrich Böll, Herman Melville

und anderen, die sich mit verschiedenen Aspekten

von Frieden auseinandersetzen. Den

Auftakt zu insgesamt neun szenischen Lesungen

und zwei Schauspielproduktionen macht

Boria Aljinovic in dem Ein-Personen-Stück

„Seite eins“ von Johannes Kram. Im Bereich

Konzerte ist neben anderen der Auftritt von

Jazz-Ikone Natalie Cole der Höhepunkt.

Die Oper „La Traviata“ steht dieses Jahr auf

dem Spielplan der Schweriner

Schlossfestspiele (3.7.-

9.8.2015). Das meisterhafte

Verdi-Werk, das zu den beliebtesten

Opern weltweit zählt,

wird in 23 Vorstellungen aufgeführt.

Schlösser und Herrenhäuser,

die schönsten Kirchen Schleswig-Holsteins,

aber auch ungewöhnliche

Orte wie Werften

und alte Industriehallen sind

seit 1986 stimmungsvolle Kulissen

für die Konzerte beim

Schleswig-Holstein Musik-Festival.

Seit 2013 geht das Festival

neue Wege und widmet

wechselnden Komponisten

eine Retrospektive. Dieses

Jahr setzen sich viele Stars spielerisch mit

dem russischen Komponisten Tschaikowsky

auseinander.

Im Park von Schloss Sanssouci ist seit einigen

Jahren ein besonderes Spektakel geboten.

Bei der Potsdamer Schlössernacht

(14./15.8.2014) tauchen Hunderte Scheinwerfer

den Park und seine Gebäudeensemble in

ein dramatisches Licht, während die Besucher

vor drei Bühnen entspannte Konzerte von populärer

Klassik bis Jazz genießen.

Eine fulminante Saison versprechen die

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern (20.6.-

19.9.2015), die ihr 25-jähriges Jubiläum feiern.

Große Namen wie Anne-Sophie Mutter,

Julia Fischer, Andras Schiff, Kent Nagano, Michael

Sanderling, Ulrich Tukur, Götz Alsmann

oder Klaus Maria Brandauer beteiligen sich

66 Kunst, Kultur und Festspiele


an den Festakten. In Scheunen,

Kirchen, Schlossparks,

Industriehallen und anderen

Schauplätzen begeistern

Weltstars der Klassikszene,

Knabenchöre, Spitzenorchester

und lokale Ensembles

gleichermaßen auf ca.

125 Veranstaltungen. Intendant

Dr. Markus Fein verspricht

den Besuchern neue

Zugänge zur Musik durch

verschiedene Premieren

und spannende Musikreihen,

wie beispielsweise

die „Bothmer Musik“, ein dreitägiges Kammermusikfest

der jungen Elite.

Musical-Hochburg Deutschland

Musicals haben sich in Deutschlands Städten

zu wahren Publikumsmagneten entwickelt.

Untrügliches Indiz dafür sind die zahlreichen

Spielstätten, die eigens für die Musikschauspiele

errichtet werden. Erst Ende November

2014 eröffnete in Hamburg das neue

Theater an der Elbe mit dem Stück „Das

Wunder von Bern“. Das Musical basiert auf

dem gleichnamigen Film von Sönke Wortmann

und erzählt 60 Jahre nach dem deutschen

Sieg bei der Fußball-WM 1954 eine

bewegende Vater-Sohn-Geschichte. Im Theater

am Hafen hält seit bald 13 Jahren der

„König der Löwen“ Hof. Das „Phantom der

Oper“ ist im Theater Neue Flora zu sehen.

„Rocky“ prügelt sich auf der Bühne des TUI

Operettenhauses. Auch in anderen Städten

kommen Musicalfans auf ihre Kosten. In Berlin

stehen zwei Stücke zur Wahl: Im Bluemax-

Theater am Potsdamer Platz unterhält die

„Blue Man Group“, im Stage Theater in der

Nähe läuft Udo Lindenbergs „Hinterm Horizont“.

In Stuttgart unterhält im Palladium

Theater der Klassiker „Chicago“ mit fulminanten

Tanzszenen. Im zweiten Stuttgarter

Musical-Theater, dem „Apollo-Theater“,

schwingt sich bis auf weiteres Tarzan durch

den Urwald. Eine Klasse für sich ist „Starlight

Express“: Die rasante, auf Rollschuhen dargebotene

„Weltmeisterschaft der Lokomotiven“

läuft seit 1988. Kein anderes Musical ist

so lange an einem Standort zu sehen.

Ausstellungen

Zum 200-jährigen Jubiläum der Niederlage

Napoleons in Waterloo 1815 widmet sich die

Bayerische Landesaustellung den Einflüssen

der Napoleonischen Herrschaft auf den Freistaat.

Die Ausstellung „Napoleon und Bayern“

beleuchtet Licht- und Schattenseiten der

Beziehung zwischen dem französischen Feldherrn

und Kaiser und seinen bayerischen Verbündeten.

Auf der Sonnenseite steht zum

Beispiel Bayerns Sprung in die Moderne, der

maßgeblich von Napoleon durch die Königskrone,

ein vergrößertes Territorium und die

erste liberale Verfassung gefördert wurde.

Dem gegenüber stehen Tausende bayerische

Soldaten, die 1812 in Russland ihr Leben ließen.

Die Landesausstellung findet im Haus

der Bayerischen Geschichte, im Neuen

18.10.2015) den Stadtgründer

in den Fokus.

Einem der einflussreichsten

lebenden

Künstler widmet das

Museum Frieder Burda

in Baden-Baden eine Retrospektive

(28.2.-

03.5.15), wenn Werke

von Arnulf Rainer zugänglich

gemacht werden.

Anlässlich des 85.

Geburtstags des Künstlers

werden Stationen

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern − Kleines Fest in Ludwigslust

seines komplexen Schaffens

mit Schlüsselwerken präsentiert. Zeit-

Schloss und im Bayerischen Armeemuseum in

Ingolstadt statt (30.4.-31.10.2015).

gleich stellt das Museum Werke von Georg

In Ulm feiert man 2015 die Fertigstellung Baselitz aus, den freundschaftlicher Respekt

des Münsters vor 125 Jahren. Die Entstehung mit Rainer verband.

des höchsten Kirchturms der Welt ist seit Juni Eine eigentümliche Ausstellung präsentieren

die Reiss-Engelhorn-Museen in Mann-

vergangenen Jahres im Stadthaus Ulm in einer

sich ständig wandelnden Ausstellung mit dem heim: Die „Duckomenta - Weltgeschichte

Titel „Die Jubeljahre des Ulmer Münsters“ zu neu ENTdeckt“ (13.9.2015-24.4.2016) widmet

sich der Spezies der Enten. Weltbekann-

sehen. Beginnend mit dem ersten Münsterfest

1877 – Untertitel „Sehnsucht“ – bis heute – te Kunst- und Kulturobjekte werden hierfür

Untertitel „Weitblick“ – gab es monatlich künstlerisch höchst anspruchsvoll in ein neues

wechselnd neue Exponate, Fotografien und (Feder-)Kleid gesteckt. Hinter der augenzwinkernden

Weltgeschichte steht die Berliner

Tondokumente zu sehen, die nun mit aktuellen

Ausstellungen komplettiert werden.

Künstlergruppe interDuck.

Ihren 300. Geburtstag feiert die Stadt Das Städel Museum in Frankfurt lässt die

Karlsruhe. Vier große Ausstellungen begleiten

das besondere Ereignis. Im ZKM, Zent-

200-jähriges Bestehen. Es folgen Ausstel-

Korken knallen und feiert am 15. März sein

rum für Kunst und Medientechnologie, findet

die GLOBALE statt (21.6.2015 bis Mitte chen der eigenen Historie. Außerdem rückt

lungs- und Veranstaltungsreihen ganz im Zei-

April 2016). Die 300-tägige Medienkunstausstellung

präsentiert die Vielfalt und den dessen Werke in den Fokus. Unter dem Titel

das Museum den Künstler Claude Monet und

Reichtum der gegenwärtigen Kunstproduktion

weltweit. Daneben finden zwei große mus“ (11.3.-21.6. 2015) wird anhand von Wer-

„Monet und die Geburt des Impressionis-

Landesausstellungen statt. Die Staatliche ken Monets die Anfangsphase der Epoche in

Kunsthalle widmet sich der „Meister-Sammlerin

Karoline Luise von Baden“ (30.5.- von Zeitgenossen wie Edgar Degas oder Au-

den Mittelpunkt gestellt und um Meisterwerke

6.9.2015). Dazu werden alle Werke aus der guste Renoir bereichert. Rund 100 Meisterwerke

aus internationalen Sammlungen, wie

erlesenen Sammlung der Markgräfin aus Europa

und den USA zusammengetragen. Im dem Pariser Musée d‘Orsay, dem Metropolitan

Museum of Art in New York und der Nati-

Badischen Landesmuseum stellt die Landesausstellung

„Karl Wilhelm 1679-1738“ (9.5.- onal Gallery in London, werden zu sehen sein.

Ebenfalls in Frankfurt findet am letzten Augustwochenende

das Museumsuferfest statt.

Neben den bis in die Nacht geöffneten Museen

laden zahlreiche Stände mit Kunsthandwerk

zu einem außergewöhnlichem Kulturbummel

ein. Für Unterhaltung sorgt zudem

ein facettenreiches Bühnenprogramm.

Nach Mainz werden Kunstbegeisterte von

mehreren spannenden Ausstellungen gelockt.

Das Gutenberg Museum widmet sich

der Reformation als Medienereignis in Text

und Bild mit dem Titel „Am achten Tag schuf

Gott die Cloud“ (1.3. 2015-1.2.2016). Die

Ausstellung zeigt, wie aktuell viele Bilder aus

Zeiten Martin Luthers noch heute sind und

welche unserer heutigen Bildvorstellungen

schon viele Jahrhunderte alt sind. Das Landesmuseum

in Mainz zeigt „Ritter! Tod! Teufel

– Franz von Sickingen und die Reformation“

(21.5.-25.10.2015). Diese kulturhistorische

Ausstellung visualisiert anhand einer

Vielzahl hochkarätiger Werke von Albrecht

Dürer, Lucas Cranach d. Ä. und anderen

Künstlern den Einfluss der Ritterschaft auf die

Kunst, Kultur und Festspiele

67


Reformation. Im Mittelpunkt steht Franz von

Sickingen, der mit einer Vielzahl an Fehden

als einer der ersten Ritter die Bühne der Politik

betrat. Er förderte die Humanisten und

neuen religiösen Ideen, weshalb er bis heute

im Gedächtnis seiner Heimat verankert blieb.

In der Bundeskunsthalle Bonn hält der Renaissance-Künstler

Michelangelo Einzug. Seine

Wirkung auf die heutige Kunst in Europa

wird hier genauer unter die Lupe genommen.

In der Ausstellung „Der Göttliche – Hommage

an Michelangelo“ (6.2.-25.5.2015) stehen

also nicht eigene Werke des Florentiners

im Mittelpunkt, sondern herausragende

Skulpturen, Gemälde, Drucke und Zeichnungen

von Künstlern wie Raffael, Rubens, Rodin

und vielen anderen, die sich mit Michelangelos

Werken auseinander setzten. Auch mit einem

der bekanntesten Ausnahmedesigner

des 20. und 21. Jahrhunderts befasst sich die

Bundeskunsthalle: „Karl Lagerfeld. Modemethode“

(27.3.-13.9.2015) erzählt ein Kapitel

Modegeschichte und erläutert Lagerfelds

Prinzip der Modemethode.

Die Stiftung für Kunst und Kultur Bonn

sorgt für exotische Werke an Rhein und Ruhr.

Acht Museen präsentieren in einer einmaligen

Zusammenarbeit zeitgleich zeitgenössische

Kunst aus China. Ziel der Ausstellung

China 8 (15.5.-13.9.2015) ist es unter anderem,

Konflikte und Situationen in der Volksrepublik

abzubilden, die von Künstlern viel

deutlicher und härter reflektiert werden als

von Außenstehenden. Außerdem werden

alle Kunstgattungen, von Skulpturen über Tuschemalerei

bis hin zu Video und Film berücksichtigt.

Das Ruhrmuseum thematisiert in Essen die

Geschichte des Ruhrgebiets: „Werdendes

Ruhrgebiet“ (27.3.-23.8.2015) beleuchtet die

Zeitspanne von Spätantike bis Frühmittelalter

an Rhein und Ruhr. „Brueghel“ ist der

schlichte Titel einer Ausstellung über die flämische

Malerdynastie in Paderborn (21.2.-

21.6.2015), bei der über 100 Gemälde,

Zeichnung und Druckgraphien einen Überblick

über das Schaffen von vier Generationen

der berühmten Künstlerfamilie geben.

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

widmet sich in ihrer Ausstellung „Malerei als

Poesie“ (13.6.-27.9.2015) dem Werk von

Joan Miro und vor allem seinem Verhältnis

zur Literatur und seiner Freundschaft zu Literaten

wie Ernest Hemingway.

Außenansicht Städel Museum, Frankfurt

Schloss Hartenfels, Torgau

In Sachsen-Anhalt

werden „1.000 Jahre

Merseburger Dom“ gefeiert

(10.8.-9.11.2015).

Der Dom, eine der bedeutendsten

Kathedralen

Deutschlands, galt

als Lieblingsort des Kaiserpaars

Heinrich II. und

Kunigunde. Mit der

Grundsteinlegung unter

Heinrich II. 1015 beginnend,

erzählt die Ausstellung

anhand historischer

Artefakte die Entwicklung

der Stadt.

Zu einem außergewöhnlichen Blick in die

Vergangenheit lädt das Panometer in Dresden.

„Dresden 1945 – Tragik und Hoffnung

einer europäischen Stadt“ heißt das neue

Projekt von Yadegar Asisi. Das monumentale

Rundpanorama zeigt bis zum 31. Mai 2015

die Stadt nach den Bombenangriffen vom

13./14. Februar 1945. Von der 15 Meter hohen

Besucherplattform soll der Betrachter

quasi vom Rathausturm auf die Trümmerlandschaft

schauen. Im Albertinum stellt die Ausstellung

„Dahl und Friedrich. Romantische

Landschaften“ zwei große Landschaftsmaler

aus der Zeit der Romantik in einen spannenden

Dialog. Gemeinsam mit dem Nationalmuseum

Oslo, wo die umfangreichste Sammlung

von Johan Christian Dahl zu Hause ist,

werden Gemälde als auch Zeichnungen aus

nationalem und internationalem Bestand präsentiert.

Dresden beherbergt die größte

Sammlung von Caspar David Friedrich.

Schloss Hartenfels in Torgau präsentiert die

1. Nationale Sonderausstellung zum 500. Reformationsjubiläum

(2.5.-31.10.2015). Unter

dem Titel „Luther und die Fürsten. Selbstdarstellung

und Selbstverständnis des Herrschers

im Zeitalter der Reformation“ wird die politische

Geschichte der Reformation von 1515

bis 1591, dem Jahr des Torgauer Bündnisses,

anhand von Gemälden und Dokumenten sowie

anderen zeitgenössischen Exponaten aus

verschiedenen Blickwinkeln dargestellt.

Unter dem Titel „Madonna – Frau, Mutter,

Kultfigur“ zeigt das Niedersächsische Landesmuseum

in Hannover im Zuge des Reformationsjahres

die Darstellung der Mutter

Gottes. Die Verehrung, Funktion und die vielseitigen

Erscheinungsformen der Maria werden

von den Anfängen in der Antike über die

Malerei bis hin zur heutigen Popikone porträtiert

(16.10.2015-14.2.2016).

Die Kunsthalle in Bremen widmet Emile

Bernard eine Sonderausstellung vom 7. Februar

bis 31. März. Unter dem Titel „Am Puls

der Moderne“ präsentiert die Kunsthalle Bremen

die erste große Retrospektive des französischen

Künstlers, die auch sein kaum bekanntes

Spätwerk einbezieht. Gezeigt werden

hochrangige Leihgaben aus dem Musée

d‘Orsay und internationalen Sammlungen

sowie aus dem Besitz der Nachfahren

Bernards.

In Hamburg feiern die Deichtorhallen in

diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen mit zwei

bemerkenswerten Ausstellungen. Die Halle

für Aktuelle Kunst präsentiert „Picasso in der

zeitgenössischen Kunst“. Die Schau zu Picasso

und seinen Folgen für die Kunst versammelt

rund 160 Leihgaben von 79 internationalen

Künstlerinnen und Künstlern in einer

beeindruckenden Rauminszenierung auf

3.000 Quadratmetern Fläche. Freunde der

Fotografie und Fotokunst lockt die Triennale

der Fotografie (18.-28.6.2015) und vor allem

die zahlreichen Ausstellungen, die unter dem

Festivalthema „The day will come“ auch über

den Festivalzeitraum hinaus zu sehen sind –

beispielsweise „Stille Bauern und kernige Fischer“

(19.6.-22.11.2015), eine Dokumentation

über Norddeutschland in der Fotografie

im Altonaer Museum oder die Ausstellung

„Über Wasser“ (13.6.-20.9.2015) im Bucerius

Kunst Forum.

Landesmuseum Mainz − „Ritter! Tod! Teufel“

68 Kunst, Kultur und Festspiele


Braunschweig

Der Duft von Zimt und Lebkuchen

Die schönste Zeit des Jahres, da sind sich Romantiker einig, ist die

Vorweihnachtszeit. Wenn helle Lichterketten und leuchtende Sterne in

den Innenstädten die frühe Dunkelheit verscheuchen und der wohlige

Duft von Lebkuchen, Mandeln und Glühwein die Luft verzaubert

Gerade für romantisch veranlagte Gemüter

ist der Christkindlmarkt auf der Fraueninsel

im Chiemsee ein Geheimtipp. Die einzigartige

Inselkulisse inmitten des „bayerischen

Meeres“ zieht jährlich Besucher von Nah und

Fern und über 90 Aussteller an den ersten

beiden Adventswochenenden an. Ebenfalls in

ein besonderes Weihnachtsdorf verwandelt

sich das Freilichtmuseum Glentleiten über

dem Kochelsee. Zwischen den historischen

Bauten tummeln sich hier Handwerksstände

und Buden mit lokalen Köstlichkeiten. Nur einen

Katzensprung entfernt liegt das Künstlerstädtchen

Murnau. Dort locken der Christkindlmarkt

nahe des Kulturzentrums sowie in

der Fußgängerzone ein Hüttendorf, auf dem

Kunsthandwerker ihre Erzeugnisse verkaufen.

Der Tegernsee wird seinem Ruf

als Gourmetregion auch in der

Adventszeit gerecht. Auf dem

Markt in Rottach-Egern lassen

sich die Besucher beim Weihnachtsschlemmen

mit Champagner,

Salsiccia-Semmeln und Austern

verwöhnen. Auf der anderen

Seeseite, in Tegernsee, lässt

sich der vorweihnachtliche Bummel

auf dem noch jungen Markt

vor dem Schloss verlängern.

Zwischen den Märkten verkehrt

ein Pendelschiff über den See.

Eine breite Auswahl an Weihnachtsmärkten

bietet München.

Der größte Markt breitet sich vor

dem Rathaus aus. Er vereint um

die 140 Stände, die sich bis weit in die Fußgängerzone

erstrecken. Auf der Münchner

Theresienwiese lockt das Winterfestival Tollwood

mit buntem Show- und Kulturprogramm

sowie mit ausgefallenen Geschenkideen

und Schlemmereien jeder Art. Weitere

Märkte befinden sich zum Beispiel im Englischen

Garten und im Kaiserhof der Residenz.

Mit seinem historischen Ambiente weiß der

Ausburger Christkindlesmarkt zu verzaubern.

Das berühmte Renaissance-Rathaus dient zur

Adventszeit als riesiger Adventskalender. Am

geöffneten Fenster spielt ein blondgelockter

Engel weihnachtliche Lieder auf seiner Querflöte.

Zu den ältesten Weihnachtsmärkten zählt

der Reiterlesmarkt in Rothenburg ob der Tauber.

Seit dem späten Mittelalter verwandelt

sich die Stadt dafür in ein wahres Wintermärchen.

Rothenburger Spezialitäten wie der

weiße Glühwein und Schneeballen haben

hier ihren Ursprung. Das „Rothenburger Reiterle“,

das den Weihnachtsmarkt eröffnet, ist

die Krönung des Rahmenprogramms. Zu Anfangszeiten

des Marktes galt es als Abgesandter

einer anderen Welt, das zur Winterund

Weihnachtszeit mit den Verstorbenen

durch die Lüfte reitet.

Im schwäbischen Donau-Ries liegt die Stadt

Nördlingen, deren runde Stadtmauer aus der

Entstehungszeit erstklassig erhalten ist. Die

mittelalterlichen Gassen geben dem Weihnachtsmarkt

sein einmaliges Ambiente. Neben

dem Markt lockt auch ein Krippenweg

mit rund 50 Krippen in vielseitigen Bauweisen

aus unterschiedlichen Materialien.

Der berühmteste deutsche Weihnachtsmarkt

ist der Nürnberger Christkindlesmarkt.

Rund 180 Buden sorgen hier für die richtige

Einstimmung auf die Feiertage. Das Angebot

an vorweihnachtlichen Delikatessen und Naschereien,

ob Bratwürstel oder Zwetschgenmännle,

sorgt für einen typischen Weihnachtsduft

in den Straßen. Über 100 Veranstaltungen

ergänzen das Rahmenprogramm

des Marktes, den jährlich ca. drei Millionen

Menschen besuchen.

In Regensburg lohnen zwei Weihnachtsmärkte

einen Besuch. In der Altstadt findet

der traditionelle Markt statt, während im Innenhof

des Schlosses Thurn und Taxis ein kleiner

Christkindlmarkt seinen Zauber versprüht.

In Holzhäuschen lässt sich hier lokalen Handwerkern

wie Kerzenziehern, Laternenbauern,

Zinngießern oder Wollefilzern bei der Arbeit

zusehen. Untermalt wird das abendliche Wintertreiben

vor der imposanten Schlossfassade

von Sängern und Musikern, unter anderem

den Regensburger Domspatzen.

In schöner Lage vor dem Marienheiligtum

präsentiert sich der Altöttinger Christkindlmarkt.

Zahlreiche Besucher nutzen jedes Jahr

das originelle Sortiment an Handwerkskunst

und genießen die kulinarischen Spezialitäten.

Das Ambiente zwischen prachtvollen Barockbauten

wird durch das traditionelle Adventssingen

zu einem stimmungsvollen Erlebnis

(siehe S. 1). Unweit davon bildet das Schloss

Tüßling die Kulisse für einen romantischen

Weihnachtsmarkt. Hunderte Lichtlein, Kerzen

und Fackeln verwandeln den Schlosspark in

ein winterliches Erlebnisland. Höhepunkt ist

eine 3D-Video-Lasershow, die die Schlossfassade

zweimal täglich in eine Illusion taucht.

Einer der größten Weihnachtsmärkte im

Lande befindet sich in Stuttgart, wo eine

Marktgasse mit über 260 Ständen kaum einen

Wunsch unerfüllt lässt.

Vor der Kulisse des alten

Schlosses herrscht handwerkliches

Verkaufstreiben, während

im Innenhof des Renaissance-Schlosses

besinnliche

Konzerte von Weihnachten

träumen lassen. Über dem

Weihnachtsmarkt in Ulm

thront das Ulmer Münster mit

dem höchsten Kirchturm der

Welt. Zu seinen Füßen liegt

die weihnachtliche Holzhüttenstadt.

Jede Woche ist sie

einem neuen Thema gewidmet,

zu dem es besondere,

Glentleiten themenbezogene Highlights

und Angebote gibt.

Ein goldener Schimmer liegt über dem von

Arkaden umsäumten Marktplatz in Ludwigsburg.

Die weiten Gassen des Barock-Weihnachtsmarkts

laden zum Schlendern und

Staunen ein. Sogar König Friedrich I. wird

wieder lebendig. Er hält Samstag mittags Audienz

und begutachtet das Angebot der über

175 Stände. Schwäbische Spezialitäten und

Weihnachtsmärkte

69


Rothenburg ob der Tauber

herzhaftes Gebäck sind „heiße“ Probiertipps.

In der Lichtentaler Allee in Baden Baden reihen

sich die festlich leuchtenden Holzhütten

und bieten neben verschiedenen Leckereien

auch Weihnachtsschmuck, Handwerkskunst

und ausgefallene Geschenkideen. Kleine und

große Gäste sind gleichermaßen verzaubert

von der lebendigen Krippe und der beeindruckenden

Märchenstraße. Seit 16 Jahren

ein magischer Anziehungspunkt

in der Adventszeit ist Gengenbach,

dessen Rathaus sich mit seinen 24

Fenstern, umrahmt von Musik und

Spiel, in das weltgrößte Adventskalenderhaus

verwandelt. Ein besonderer

Tipp ist der Weihnachtsmarkt

in der Ravennaschlucht im Hochschwarzwald.

In wildromantischer

Umgebung gruppieren sich mehr als

40 weihnachtlich dekorierte Holzhütten

im Schatten der majestätisch aufragenden,

steinernen Viadukte der

Ravennabrücke.

Für den altdeutschen Weihnachtsmarkt

in Bad Wimpfen bildet die historische

Kaiserpfalz die passende Kulisse.

Schon im Jahr 1487 erhielt die Stauferstadt

das Privileg, in der Vorweihnachtszeit einen

Markt abhalten zu dürfen. Bei einer Stadtführung

mit einem Nachtwächter kann man in

der bezaubernden Fachwerk-Altstadt einen

Moment in frühere Jahrhunderte abtauchen.

In Heidelberg verzaubern zwei Märkte. In der

Altstadt lockt der Heidelberger Weihnachtsmarkt

in einer der längsten Fußgängerzonen

Europas mit „Deutschlands

schönster Eislaufbahn“

auf dem Karlsplatz.

Vor der romantischen

Kulisse des Heidelberger

Schlosses

gleiten die Besucher

über das Eis. Im Stückgarten

des Schlosses

findet die Schlossweihnacht

statt.

Weihnachtsstimmung

schwebt auch durch

die Gassen des weihnachtlichen

Mainz, wo

lebensgroße Krippenfiguren

aus Lindenholz

in der Gotthardkapelle

am Dom zu den Highlights gehören. Im

Schatten des 1.000-jährigen Doms zieht sich

das Weihnachtsdorf durch die Altstadt. Zum

Angebot gehören klassisches Weihnachtsgebäck,

Kunsthandwerk sowie die besondere

Idylle der Fachwerkhäuser und Kirchen.

Nur an einem Wochenende findet das vorweihnachtliche

Markttreiben in Bingen statt.

Rothenburger Reiterlesmarkt

Der original fränkische Weihnachtsmarkt vor romantischer Kulisse

Der Reiterlesmarkt zählt zu den ältesten Weihnachtsmärkten Deutschlands. In der

stimmungsvoll beleuchteten Altstadt und bei weihnachtlichen Weisen vom

Rothenburger Posaunenchor wird die Vorfreude auf das schönste Fest des Jahres

jedem Herzen fühlbar. 60 abwechslungsreiche Marktstände sowie Rothenburger

Spezialitäten wie Weißer Glühwein und Schneeballen heißen Ihre Gäste willkommen.

27. November bis 23. Dezember 2015

täglich 11 bis 19 Uhr, Freitag/Samstag bis 20 Uhr

Auf der „Alt Binger Weihnacht“ schmausen

die Gäste Lachs vom offenen Feuer, kosten

Heuschnaps an Feinkostständen und erfreuen

sich an handgeschnitzten Marionetten sowie

regionaltypisches Holzspielzeug. In Trier erwartet

die Besucher Besinnlichkeit und Romantik

auf dem mittelalterlichen Hauptmarkt

vor der imposanten Kulisse des Trierer Doms.

Seit 1393 finden in Frankfurt Weihnachtsmärkte

statt. Apfelglühwein und Bethmännchen

sind noch heute beliebte Relikte der

jahrhundertelangen Historie. Andere weihnachtliche

Backspezialitäten wie „Brente“

oder Quetschemännchen warten auf neugierige

und hungrige Besucher. Außergewöhnlich

ist das Frankfurter Stadtgeläut – bestehend

aus 50 Glocken von 10 Kirchen, das sowohl

am 1. Advent als auch an Heiligabend

eine halbe Stunde ertönt.

Der Märchenweihnachtsmarkt lockt Touristen

nach Kassel. Die gesamte Innenstadt verwandelt

sich in ein strahlendes Weihnachtsdorf,

in dem Märchenbücher und -figuren an

die Gebrüder Grimm erinnern, die einen

Großteil ihres Schaffens in der nordhessischen

Metropole vollbrachten.

Unter den zahllosen Weihnachtsmärkten in

Nordrhein-Westfalen zählt der Weihnachtsmarkt

in Aachen zu den beliebtesten. Als lokaler

Genießertipp sind die Aachener Printen

zu empfehlen, die es in unterschiedlichen Varianten

zum Probieren gibt. Eine breit gefächerte

Auswahl an Musikern gibt sich inmitten

des Weihnachtsmarktes in Köln die Ehre.

Vor der Kulisse des weltberühmten Doms

tummeln sich Menschen an über 150 Ständen

rund um eine Kulturbühne, auf der

von Volksmusik bis Rock jedes Genre

bei mehreren Konzerten pro Tag

angespielt wird.

In Erfurt ist die ganze Stadt vorweihnachtlich

eingestimmt. Vom

Domplatz über den Fischmarkt, die

Schlösserbrücke, den Anger bis zum

Willy-Brandt-Platz bieten Händler in

mehr als 200 Holzhäusern alles an,

was zum Advent und zum Weihnachtsfest

gehört. Vor allem die bekannten

Thüringer Spezialitäten, wie

das Erfurter Schnittchen und die

Thüringer Bratwurst, dürfen auf dem

Weihnachtsmarkt nicht fehlen.

Auf dem traditionellen Kugelmarkt

in Lauscha im Thüringer Wald erwartet die

Besucher ein breites Angebot von Baumschmuck

und Kunsthandwerk von den örtlichen

Glasbläsern. Auch die Klassikerstadt

Weimar glänzt zur Weihnachtszeit mit Traditionen.

So stand der erste öffentliche Weihnachtsbaum

vor dem Haus von Johannes

Falk, dem wir das Lied „O du Fröhliche“ verdanken,

was täglich vom Glockenspiel des

Rathausturms gespielt wird.

Lauscha

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Rothenburg Tourismus Service | Marktplatz 2 | D-91541 Rothenburg ob der Tauber

Tel: +49 (0)9861 404-800 | Fax: 404-529 | info@rothenburg.de | www.tourismus.rothenburg.de

70 Weihnachtsmärkte


Die jahrhundertealten Fachwerkhäuser

am historischen Markt

bilden in Quedlinburg die Kulisse

für den Weihnachtsmarkt. Täglich

öffnet sich beim größten Adventskalender

Deutschlands die Tür eines

Fachwerkhauses rund um den

Schlossberg mit Überraschungen

für große und kleine Besucher.

Ein Höhepunkt ist der „Advent in

den Höfen“. Hier verzaubern ein

Engel und Frau Advent die Besucher

mit Sternenstaub und führen

sie durch die historischen Schätze

der Stadt.

Das „Weihnachtsland“ Sachsen

verzaubert mit den ältesten Weihnachtsmärkten

Deutschlands sowie

unzähligen kleinen, stimmungsvollen

Märkten. In Seiffen Bremen

prägen jahrhundertealte Traditionen

das festliche Spielzeug- und Weihnachtsdorf,

das in rund 50 dekorierten Buden Schätze

der traditionellen Holzkunst des Erzgebirges

anbietet. Altbewährte Handwerkskunst

steht auch im Zentrum des Weihnachtsmarktes

in Annaberg-Buchholz. Neben Unikaten

der erzgebirgischen Holzkunst lockt die „Freiberger

Weihnacht“, eine besondere Nacherzählung

des Krippenspiels in berg- und hüttenmännischer

Tradition.

Der berühmte „Striezel“ steht im Zentrum

des „Striezel-Marktes“ in Dresden, dem ältesten

Weihnachtsmarkt in Deutschland. Der

Dresdner Christstollen ist aber nicht die einzige

kulinarische Besonderheit. Auch Leb-, Honig-

oder Pfefferkuchen sind beliebte Mitbringsel

aus der Lebkuchenstadt Pulsnitz. Der

Pflaumentoffel, ein kleiner Mann aus Backpflaumen,

soll Glück bringen.

Etwa 250 weihnachtlich strahlende Stände

gehören zum zweitältesten Weihnachtsmarkt

Deutschlands in der Altstadt von Leipzig. Zum

musikalischen Rahmen zählen unter anderem

Konzerte des weltberühmten Thomanerchors

und Orgelmusik in den Kirchen. An der Pyramide

auf dem Nikolaikirchhof gibt es Leckereien

wie Feuerzangenbowle, Marillen-Punsch

und Lebkuchen. Aus einer besonderen Warte

lässt sich die Stadt bei einer Fahrt mit dem 38

Meter hohen Riesenrand überblicken.

Zum überdimensionalen Adventskalender

wird das spätgotische Rathaus in Meißen. Zusammen

mit der Frauenkirche und Renaissance-Bürgerhäusern

gibt das Rathaus die

malerische Kulisse für den Weihnachtsmarkt

ab. Einen weiteren Markt bietet die Porzellan-

Manufaktur Meissen an. Hier können Besucher

beobachten, wie kostbare Porzellangeschenke

entstehen und Pralinen kunstvoll dekoriert

werden. In Zwickau gestaltet sich der

Weihnachtsmarkt in Tradition des Erzgebirges

und des Vogtlandes. Mit regionalen Leckereien

lockt die „Hutzenstub“ in der Altstadt.

Eine Reise über die Weihnachtsmärkte der

„9 Städte in Niedersachsen“ vereint adventliche

Budenstädtchen zwischen mittelalterlichen

Fachwerkhäusern und gotischen Backsteinfassaden.

Die neun Städte sind Braunschweig,

Celle, Göttingen, Goslar, Hameln,

Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Wolfenbüttel

und die Autostadt Wolfsburg. Jede dieser

Städte beherbergt einen Markt mit eigenem

Reiz und eigenen Besonderheiten: So kann

der Besucher des Göttinger Weihnachtsdorfes

Kunsthandwerkern bei der Arbeit zusehen,

in Hameln verbreitet eine elf Meter hohe

Pyramide Weihnachtsstimmung, während liebevoll

illuminierte Häuserzeilen und prachtvolle

Kirchen in Lüneburg verzaubern. Europas

größtes zusammenhängendes Fachwerkensemble

umrahmt den Weihnachtsmarkt in

Celle, in Hannover gibt es ein „finnisches

Weihnachtsdorf“. Viele Gründe für einen Advents-Besuch

bietet die Autostadt Wolfsburg.

Ein 25 Meter hoher Christbaum, liebevoll und

festlich dekoriert, zählt ebenso dazu, wie die

rot erleuchteten Schornsteine des Volkswagen-Kraftwerkes.

Eine 1.000 Quadratmeter

große „Eiswelt“ ist die Bühne für märchenhafte

Eisshows. Alpenländische Spezialitäten

verbreiten aus den festlichen Buden ihren

aromatischen Duft.

Klassischer Budenzauber vor der Kulisse

des Alten Rathauses erwartet die Besucher in

Dresden

Bremen. Auf dem Marktplatz im

Herzen der Altstadt liegt der süße

Duft von Glühwein und Bratäpfeln

in der Luft. Ein Hauch von

Orient weht entlang der Weserpromenade,

wenn das historische

Freibeuterdorf seine Pforten öffnet

und traditionelle Handwerkskunst

präsentiert. Mittelalterliche

Schankstuben bieten Met, Fruchtwein

und Liebestrank zu frisch

Gebratenem.

Von einem Markt zum anderen

schlendern Besucher in Norddeutschlands

Weihnachtsmarkt-

Metropole Hamburg. Von der

Spitalerstraße, mit hübschem

Kunsthandwerk und Nostalgiekarussell,

ziehen sich die Budenstädte

über den Jacobihof und

den Gerhart-Hauptmann-Platz mit

seinem nostalgischen Markt bis zum Markt

rund um die St. Petri-Kirche, an den sich der

große „Historische Weihnachtsmarkt“ auf

dem Rathausplatz anschließt. Sexy Engelchen

und knackige Wichtel statt Weihnachtsmänner

mit Rauschebart bevölkern „Santa Pauli“,

den Weihnachtsmarkt auf der Reeperbahn.

Insgesamt 15 Märkte stehen in der Hansestadt

zur Wahl.

Die Heimatstadt Thomas Manns bietet vor

dem Besuch des Weihnachtsmarkts eine Lesung

des Weihnachtskapitels des Nobelpreis-

Werkes Buddenbrooks. Danach lockt der

Weihnachtsmarkt in Lübeck mit traditionellem

Marzipan und Bratäpfeln. Im Heilig-Geist-Hospital

finden sich ausgefallene Geschenkideen

auf dem Kunsthandwerkermarkt. Im Kellergewölbe

des historischen Hauses liegen kleine

Kostbarkeiten aus Keramik, Holz und Glas neben

Puppen, Aquarellen und Radierungen.

Weihnachten hat in Potsdam einen besonderen

Charme. Auf fünf Weihnachtsmärkten

können Besucher die Geschichte der Stadt

entdecken. In der Innenstadt findet alljährlich

der traditionelle Potsdamer Weihnachtsmarkt

zwischen St. Peter und Paul Kirche statt. Im

Stadtteil Babelsberg finden Besucher den

Böhmischen Weihnachtsmarkt mit traditioneller

Handwerkskunst in Weberhäusern des

18. Jahrhunderts. Italienisches Flair versprüht

der romantische Weihnachtsmarkt im Krongut

Bornstedt, der einem Dorf der Toskana

nachempfunden ist, während an der Langen

Brücke des Potsdamer Hafens für das „Sinterklaas-Fest“

der holländische Weihnachtsmann

Anker legt. Am zweiten Adventswochenende

findet der Sternenmarkt in Potsdam

statt, der dem östlichen Nachbarn Polen

gewidmet ist und landestypische Kunst

und Spezialitäten anbietet.

Der größte Weihnachtsmarkt Norddeutschlands

lässt an der Ostsee die Altstadt von

Rostock in weihnachtlichem Licht erstrahlen.

Auf dem Spaziergang durch die Budengasse

finden sich kulinarische Spezialitäten wie Rostocker

Rauchwurst und Warnemünder Räucherfisch.

Die turmhohen Weihnachtsbäume

aus der Rostocker Heide werden nur vom 34

Meter großen Riesenrad überragt.

Weihnachtsmärkte

71


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Kontakt Schweiz:

Bahnhofreisebüro Wipkingen

Dammstrasse 54 • 8037 Zürich

Tel. 0041-44-440 47 21

info@bahnhofreisebuero.ch

www.bahn.com/ch

Wallfahrts- und Verkehrsbüro Altötting................... S. 54f.

Bad Waldsee.............................................................. S. 11

Kultur- und Tourist-Information Bad Wimpfen.......... S. 54

Baden-Baden Kur & Touristik GmbH......................... S. 15

Tourist-Information Bingen ....................................... S. 22

TMB Tourismus-Marketing GmbH Brandenburg....... S. 39

Breisach-Touristik....................................................... S. 13

BTZ Bremer Touristik-Zentrale GmbH....................... S. 42

Bremerhaven Touristik............................................... S. 43

Burgennetzwerk Romantischer Rhein

Tourismus GmbH....................................................... S. 23

Arbeitsgemeinschaft Deutsche Märchenstraße........ S. 52

die_9 Städte in Niedersachsen.................................. S. 41

Dreisternverlag.......................................................... S. 64

Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main...... S. 26

Halberstadt Information............................................. S. 33

Hamburg Tourismus GmbH........................................S. 2

Heilbronn Marketing GmbH...................................... S. 53

Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH...............S. 5

Zweckverband Erholungs- und

Tourismusregion Inn-Salzach..................................... S. 6

KTG Karlsruhe Tourismus GmbH .............................. S. 19

Kassel Marketing GmbH............................................ S. 27

LEGOLAND Deutschland Freizeitpark GmbH........... S. 60

Leipzig Tourismus und Marketing GmbH −

Region Leipzig............................................................ S. 37

Tourismus & Events Ludwigsburg.............................. S. 17

Mainzplus Citymarketing GmbH................................ S. 21

Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern......... S. 48

Meisterwerke zwischen Rhein und Mosel................. S. 25

Mozartfest Würzburg................................................. S. 65

Tourist-Information Murnau & Das Blaue Land..........S. 5

Naturgarten Kaiserstuhl GmbH................................. S. 12

Tourismus Nordrhein-Westfalen e.V.......................... S. 28

Oberschwaben Tourismus GmbH ............................. S. 54

Tourismusverband Ostbayern e. V.............................S. 7

Rail Tour Suisse.......................................................... S. 48

Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH............................. S. 20

Rheinradweg − Euregio Rhein-Waal/

Euregio Rihn-Waal...................................................... S. 30

Rothenburg Tourismus Service.................................. S. 70

Ruhr Tourismus GmbH............................................... S. 29

IMG − Investitions- und

Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH..............2. U.

Tourist-Info Sasbachwalden....................................... S. 14

Scheidegg Tourismus................................................. S. 9

Schwarzwald Tourismus GmbH................................. S. 11

Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten

Sachsen gemeinnützige GmbH.................................. S. 35

Staatliche Schlösser und Gärten

Baden-Württemberg.................................................. S. 18

Tourismusverband Starnberger Fünf-Seen-Land........S. 4

Trier Tourismus und Mareting GmbH........................ S. 24

Ulm / Neu-Ulm Touristik GmbH................................. S. 16

Usedom Tourismus GmbH......................................... S. 47

Wellness Stars GmbH................................................ S. 58

Fotonachweis: Titel: Usedom Tourismus GmbH; Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH; Schirn Kunsthalle Frankfurt, Norbert Miguletz; Rothenburg Tourismus Service; Editorial / Inhalt: Verkehrsbüro

Altötting, H.Heine; IMG - Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH; DAS AHLBECK; Callwey Verlag München; Bayern: Chiemsee-Alpenland Tourismus; Ingolstadt Tourismus und Kongress

GmbH; Tourismusverband Starnberger Fünf-Seen-Land; Tourist Information Murnau & Das Blaue Land, Zweckverband Erholungs- und Tourismusregion Inn-Salzach; Tourismusverband Ostbayern

e. V., Thomas Rathay; Bayern Tourismus Marketing GmbH, Günther Standl; Mozartfest Würzburg, Daniel Peter; Rothenburg Tourismus Service, Annemieke Böttger; Scheidegg-Tourismus, Wolfgang B.

Kleiner; Hutmuseum, Daniel Stauch; Baden-Württemberg: DZT, Dipl. Fotograf Ralf Brunner; DZT Werner H. Müller; Kurverwaltung Bad Waldsee; FWTM, Schoenen; Hochschwarzwald Tourismus GmbH;

Schwarzwald Tourismus GmbH, Erich Spiegelhalter; Tourist Information Breisach; Tourist-Info Sasbachwalden; Schwäbische Alb Tourismusverband e. V.; Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH; Stadt

Ulm, Günther Merkle; DZT/Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Referat Staatliche Schlösser und Gärten, Foto-Design Ernst Wrba; Heilbronn Marketing GmbH, Schweizer; Tourist-Information Bad

Wimpfen; KTG Karlsruhe Tourismus GmbH; Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Weischer; Bernd Hausner Denkmalamt; Rheinland-Pfalz: Dominik Ketz, Rheinland-Pfalz Tourismus

GmbH; mainzplus CITYMARKETING GmbH; Stadt-/Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach; Stadtverwaltung Bingen am Rhein, Amt für Touristik; GDKE Rheinland-Pfalz, Ulrich Pfeuffer; Romantischer

Rhein Tourismus GmbH; Trier Tourismus und Marketing GmbH; Tourist-Information Speyer, Karl Hoffmann; Romantischer Rhein Tourismus GmbH, Klaus Peter Kappest; Hessen: DZT, Rainer Kiedrowski;

Kassel Marketing GmbH; Nordrhein-Westfalen: DZT, Schickert; Jochen Keute; Thüringen: Thüringer Tourismus GmbH, Maik Schuck; Oliver Gerhard; Sachsen-Anhalt: Halberstadt Information, M.

Kasduptke; DZT/Kulturstiftung Dessau Wörlitz, Bildarchiv Monheim GmbH; DZT/IMG - Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH; Magdeburg Marketing Kongress und Tourismus

GmbH; Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH; Sachsen: Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gemeinnützige GmbH; Erlebniswelt Musikinstrumentenbau Musiconvalley,

Danny Ott; Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen GmbH (TMGS), Berhard Fischer; TMGS, Ingo Wand; DZT, Rainer Kiedrowski; Leipzig Tourismus und Marketing GmbH, LTM, Bader; TV

SBuHL.psd; Berlin/Brandenburg: DZT, Lehnartz GbR Klaus und Dirk Lehnartz; Rainer Kiedrowski; Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, Klaus Pape; TMBW-Fotoarchiv, Frank Ihlow; Niedersachsen:

TourismusMarketing Niedersachsen GmbH, Thorsten Brönner; Hildesheim Marketing, Nina Weymann-Schulz; Hannover Marketing und Tourismus GmbH, Martin Kirchner; Bremen/Bremerhaven: BTZ

Bremer Touristik-Zentrale, Jochen Mönch; Erlebnis Bremerhaven, Bremerhaven Touristik; Hamburg: www.mediaserver.hamburg.de/T.Hampel; C. Spahrbier; Schleswig-Holstein: Kur- und Tourismusservice

Pellworm; www.norseetourismus.de, lehnerfoto.de; DZT, Norbert Krüger; Städt. Kurverwaltung Mölln, Ebelt; Mecklenburg-Vorpommern: TV Mecklenburg-Vorpommern, René Legrand; Usedom

Tourismus GmbH, Mandy Knuth - www.fotograefinnen.de; DZT, Norbert Krüger; Cranach Jahr: IMG - Investitions und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt GmbH, Klaus-Peter Voigt; Gärten/Parks:

Schlösserland Sachsen; BUGA_Fuenfsindeins_Dahlie; Ferien- und Themenstraßen: Tourist-Information Staufen, Erich Spiegelhalter; Regio Augsburg Tourismus GmbH, Friedrich Stettmeyer; Tourist-

Information Bad Wimpfen; Ostbayern Tourismusmarketing GmbH, Stefan Moder; Oberschwaben-Tourismus GmbH; Verkehrsbüro Altötting, H. Heine; DZT, Jochen Keute; IMG Sachsen-Anhalt mbH,

Klaus-Peter Vog Tradition und Brauchtum: Oy-Mittelberg, Viehscheid; Staatl. Porzellanmanufaktur Meissen; Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH, Dominik Ketz; Zeit für sich - Wellness: Baden-Baden

Kur & Tourismus GmbH; Bad Waldsee-Therme; Thüringer Tourismus GmbH, Ralph Kreuels; Kloster Arenberg; Erlebniswelten: Ravensburger Spieleland; BTZ Bremer Touristik-Zentrale, Universum;

Legoland Deutschland; Zoo Leipzig; Autostadt GmbH, Wolfsburg; DZT, Kuhnle-Tours GmbH,; DZT, Mercedes-Benz Museum; DZT, Porsche-Museum; DZT, Baden-Württemberg Tourismus Marketing

GmbH; Kunst/Kultur: Mozartfest Würzburg, Oliver Lang; Zweckverband Erholungs- und Tourismusregion Inn-Salzach, Internationale Jazzwoche Burghausen, Anna Meuer; Theater Erfurt, D. Jaussein;

Ludwigsburger Schlossfestspiele, Jean Louis Fernandez; Autostadt GmbH, Movimentos, Peter Greig; Bachfest Leipzig, Gerd Mothes; Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Monika Lawrenz; Ingolstadt

Tourismus und Kongress GmbH; Städel Museum; Torgau-Informations-Center; Städel Museum; Landesmuseum Mainz – GDKE Rheinland-Pfalz , Ursula Rudischer; Weihnachtsmärkte: Braunschweig

Stadtmarketing GmbH; Freilichtmuseum Glentleiten; Rothenburg Tourismus Service; DZT, Jochen Keute; BTZ, Bremer Touristik-Zentrale, Jochen Mönch; DZT, Dresden Marketing GmbH; Bahnreisen:

Deutsche Bahn AG;

72 Reisen mit der Bahn


Deutschland-Reiseanbieter

Das Verzeichnis von österreichischen und schweizer Reiseveranstaltern und Buchungsstellen mit Deutschlandreise-

Angeboten kann eine nützliche Orientierungshilfe sein, auch wenn es keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

Österreich

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Joseph-Haydn-Straße 8

A - 4780 Schärding

www.austria-radreisen.at

Columbus Gruppe

Julius-Welser-Straße 8

A - 5020 Salzburg

www.columbus-reisen.at

Dietrich Touristik

Bahnhofstraße 34

A - 6410 Telfs

www.dietrich-touristk.at

Dr. Maiers Studienreisen

Goldschmiedgasse 10

A - 1010 Wien

www.maiers.org

Geiger Reisen

Maria Theresienstraße 44

A - 6890 Lustenau

www.geiger-reisen.at

Idealtours

Marktstraße 6

A - 6230 Brixlegg

www.idealtours.at

Tel.: 0043-5337-6170-0

Loacker Tours

Bundesstraße 17

A - 6842 Koblach

www.loackertours.at

Mader Reisen

Linzer Straße 11

A - 4223 Katsdorf

www.maderreisen.at

Müller Touristik

Rungeldonweg 7

A - 6820 Frastanz

www.mueller-touristik.at

Pamina Musikreisen

Börsegasse 14

A - 1010 Wien

www.pamina-musikreisen.at

Pedalo Touristic

Kickendorf 1 a

A - 4710 Grieskirchen

www.pedalo.com

Prima Reisen GmbH

Favoritenstraße 42

A - 1040 Wien

www.primareisen.com

Pulay Reisen GmbH

Südbahnstraße 35

A - 2544 Leobersdorf

www.pulayreisen.at

Reisebüro Dobler

Stefan-Fadinger-Straße 13

A - 4070 Eferding

www.dobler-reisen.at

Reisebüro Krautgartner

Hauptplatz 10

A - 4910 Ried im Innkreis

www.krautgartner.at

Reisebüro Litzlbauer

Nösting 10

A - 4931 Mettmach

www.litzelbauer-reisen.at

Reisebüro Logos

Gleichspachgasse 4

A - 8045 Graz

www.logos.co.at

Reiseparadies Kastler

Kepplingerstraße 3

A - 4100 Ottensheim

www.kastler.at

Schwarzott Reisen

Triesterstraße 17

A - 2620 Neunkirchen

www.schwarzott-reisen.at

Schweighofer

Vogelweiderstraße 50

A - 5020 Salzburg

www.schweighofer-zoehrer.at

Stoll Reisen

Am Steinerbach 19

A - 6306 Söll

www.stoll.at

Terramarin

Kollerbergweg 19

A - 3100 St. Pölten

www.terramarin.com

Ruefa Reisen

A - 1200 Wien

120 x in Österreich

Tel.: 0810-200 400

www.ruefa.at

Schweiz

ACS Musikreisen

Forchstraße 95

CH - 8032 Zürich

www.acs-travel.ch

Albisser-Reisen AG

Gewerbestraße 4

CH - 6314 Unterägeri

www.albisser.ch

Bettio Reisen

Rütistraße 6

CH - 8636 Wald ZH

www.bettioreisen.ch

Bichsel Musikreisen AB

Seefeldstraße 134

CH - 8034 Zürich

www.bichsel-musikreisen.ch

Bührer Reisen Hirzel

Zugerstraße 3

CH - 8816 Hirzel

www.buehrer-reisen.ch

Car Rouge Ferienverein

Schwimmbadstraße 1

CH - 5210 Windisch

www.car-rouge.ch

Dysli AG Reisen

und Transporte

Looslistraße 25

CH - 3027 Bern

www.dysli-bern.ch

Ebneter Reisen

St. Georgenstraße 160

CH - 9011 St. Gallen

www.ebneter-reisen.ch

Erich Saner Carreisen AG

Ziegeleistraße 52

CH - 4242 Laufen

www.saner-reisen.ch

Eurobus AG

Schwimmbadstraße 1

CH - 5210 Windisch

www.eurobus.ch

Graf-Reisen

Churerstraße 188

Postfach 3047

CH - 9471 Buchs 3

www.graf-reisen.ch

Heggli AG

Sternmatt 4

CH - 6010 Kriens 2

www.heggli.com

Herz-Reisen

Einfangstraße 7

CH - 8575 Bürglen TG

www.herz-reisen.ch

Imbach Naturund

Wanderreisen

Zürichstraße 5

CH - 6000 Luzern

www.imbach.ch

Kaufmann Carreisen

Bahnstraße 19

CH - 6242 Wauwill

www.carreisen-kaufmann.ch

Paul Gafner

Reisen GmbH

Zelgstraße 87

CH - 3661 Uetendorf

bei Thun

www.gafnercar.ch

railtour suisse sa

Bernstraße 164

CH - 3052 Zollikofen

www.railtour.ch

(s. auch Anzeige S. 48)

Roth-Reisen und

Transporte AG

Lindenhofstraße 9

CH - 9630 Wattwill

www.roth-reisen.ch

Sandro Hegglin Reisen

Wilerstraße 74

CH - 9230 Flawil

www.hegglinreisen.ch

Schneider Reisen

Industriestraße 1

CH - 4513 Langendorf

www.schneider-reisen.ch

Schwarb-Reisen AG

Bahnhofstraße 170

CH - 4313 Möhlin

www.schwarbreisen.ch

Tödi-Reisen AG

Nordstraße 7a

CH - 8750 Glarus

www.toedireisen.ch

Pfleger Reisen

Porschestraße 31

A - 3100 St. Pölten

Vorderegger Reisen GmbH

Gletschermoosstraße 14

A - 5700 Zell am See - Schüttdorf

www.vorderegger.at

Hardegger Reisen AG

Lavaterstraße 30

CH - 4127 Birsfelden

www.hardeggerag.ch

Twerenbold Reisen AG

Im Steiacher 1

CH - 5406 Baden-Rütihof

www.twerenbold.ch


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