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Freizeit-Info

Wedeler, Seestermüher und Haseldorfer Marsch Heydorn Verlag Uetersen

Marschlande

Marschlande Fahrradtouren entlang der Elbe Elbwind um die Nase Von Michaela Eschke n Entlang der Elbe kann man auf bequemen Wegen radeln. Per Rad durch die Elbmarschen, das ist ein Erlebnis – nicht nur für Radsportler, sondern auch für Hobbyradler und Familien. Wer hier tourt, erlebt die einzigartige Natur in der Wedeler, Seestermüher und Haseldorfer Marsch hautnah. In der typisch flachen Landschaft voll weiter Horizonte erstrecken sich kilometerlange Deiche, belebt von Schafherden, mit gut befahrbaren Wegen. Richtung Elbe erstrecken sich Salzwiesen, an manchen Stellen verstecken sich kleine Sandstrände hinter der Böschung. Auf Foto: Eschke der Elbe schippern die Segler, aber auch die Containerriesen und Kreuzfahrtschiffe zwischen Hamburg und der Nordsee. Und wenn der Deich eine Ortschaft kreuzt, dann finden sich hier reetdachgedeckte Gehöfte und Bauernkaten. Auf den Routen durch die Elbmarschen finden sich jede Menge Highlights für Entdecker: Ein guter Beobachtungsposten ist der Schanzenturm in Hetlingen. In Haselau findet sich eine versteckte, naturgeschützte Allee, am Ende wartet ein Picknicktisch unter einem Apfelbaum direkt am Elbufer. Vom Hafen Haseldorf aus erreicht man die Obstsortensammlung des „Obstgartens Haseldorf“. Auch kulturelle und historische Sehenswürdigkeiten liegen entlang der Wege, von Galerien über das Dorfmuseum Haselau bis hin zum Haseldorfer Schloss. Stärkung und Rast auf der Tour gibt es in vielen Landgasthöfen und Cafés. Ein Geheimtipp ist die Konditorei Grote im Haselauer Ortsteil Hohenhorst. Hier gibt es 4

UMuster E-Muster nicht nur leckeres Frühstück, sondern auch selbstgebackene Torten, auch am Wochenende ist geöffnet. Wer es herzhaft mag, findet im Haselauer Landhaus, direkt neben der Haselauer Kirche, im „Op de Deel“ in Hetlingen oder in der Aal- Kate in Neuendeich regionale Köstlichkeiten. Naturfans stoßen in der Elbmarsch auf seltene Pflanzen und erhalten Gelegenheit, Vogelarten in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Im April erblühen auf den Elbwiesen die geschützten Schachbrettblumen, benannt nach ihrem hübschen, meist purpurfarbenen Schachbrettmuster. Ende Mai und Anfang Juni blüht überall in den Dünen die Wildrose „Rosa Canina“. Und manche, auf den ersten Blick unscheinbare Pflanzen, sind so selten, dass sie Botaniker aus ganz Deutschland anlocken, zum Beispiel die weltweit nur hier vorkommende Süßgrasart „Elbe-Schmiele“. Zahlreiche bedrohte Vogelarten brüten in der Marsch, wie Rohr- n Auch wer es sportlich mag, kommt hier auf seine Kosten. Foto: Eschke 5