BOLD TRAVEL No.04

boldthemagazine


USA: OFFROAD IN DEN CANYONS VON UTAH | CHICAGO | INDIEN: IM LAND DER KÖNIGE | KANADA: IM LAND DER SUPERLATIVE | TORONTO: STADT DER GEGENSÄTZE

BOLD TRAVEL SPECIAL | ONLY FOR TABLETS

EU 8.99 EUR | CH 10 CHF BOLD THE MAGAZINE NO. 004 | 1

WWW.BOLD-MAGAZINE.EU

THE MAGAZINE

ONLY FOR TABLETS

TRAVEL SPECIAL

USA: OFFROAD IN DEN CANYONS VON UTAH | CHICAGO | INDIEN: IM LAND DER KÖNIGE

KANADA: IM LAND DER SUPERLATIVE | TORONTO: STADT DER GEGENSÄTZE


6 | BOLD THE MAGAZINE

INHALT


INHALT BOLD THE MAGAZINE | 7

THINK BOLD

NEVER REGULAR

INHALT

OFFROAD ADVENTURE

JEEP CHEROKEE

8

TORONTO:

STADT DER GEGENSÄTZE

32

Ein Vier-Tages-Trip nach Utah (USA) und

Trails, die es in sich haben, fordern alles

von Mensch und Material – ein spannendes

Offroad-Abenteuer mit dem neuen

Jeep Cherokee, in einer der schönsten

Landschaften Amerikas ...

Toronto ist mit 2,6 Millionen Einwohnern

die Hauptstadt der Provinz Ontario und

die größte Stadt Kanadas. Sie liegt am

westliche Ende des Ontariosees, dem

kleinsten der fünf Großen Seen, der sich

bis zu den Niagarafällen erstreckt ...

CHICAGO:

BLUES BROTHERS HOME

RAJASTHAN

36 LAND DER KÖNIGE

70

BOLD TRAVEL SPECIAL | NO. 004

Titelbild:

Thar-Wüste in Rajasthan

Chicago ist die drittgrößte Stadt der USA

und liegt am windigen Südwestufer des

Lake Michigan, einem der fünf großen

Binnenseen, die als Great Lakes bekannt

sind ...

KANADA:

IM LAND DER SUPERLATIVE 46

In Kanada ist alles ein wenig größer: Der

zweitgrößte Staat der Erde – lockt mit

seinen Naturwundern, mit seinen vielen

Seen, riesigen Wäldern und seinen pulsierenden

Metropolen sowie der faszinierenden

Kultur der First Nations ...

Indiens größter Bundesstaat, der nur ein

wenig kleiner als Deutschland ist, liegt

im Nordwesten des Subkontinents und

ist durch die Thar-Wüste gekennzeichnet

– die in die Cholistan Wüste in Pakistan

übergeht. Zwischen der Wüste und

den fruchtbareren Ebenen im Osten und

Südosten liegt das Aravalligebirge. BOLD

begab sich auf eine Zeitreise der besonderen

Art und schickte Redakteur Michael

Winckler in eine fremde, ferne Welt der

Widersprüche – zwischen Tradition und

Moderne ...

IMPRESSUM

92


OFFROAD

ADVENTURE

JEEP CHEROKEE

AUTOR: J. M. BRAIN | FOTOGRAF: D. SCHAPER

Mit einer Stunde Verspätung erreichen wir Frankfurt (Main) – frühherbstlicher Nebel

verhinderte die pünktliche Ankunft und den Anschlussflug nach Dallas (USA). Ein

gelungener Start für unseren Vier-Tages-Trip nach Utah (USA), denken wir, als ein vergessener

Koffer unsere Gedanken unterbricht und die hektisch-eindringliche Ansage eines

Flughafen-Mitarbeiters verkündete, dass der Terminal 2 bis auf Weiteres für unbestimmte

Zeit gesperrt würde. Sollte am Ende nur ein schöner Traum vom Offroad-

Abenteuer mit dem neuen Jeep Cherokee, in den Canyons von Utah (USA), bleiben?

Doch Manitu sollte es gut mit uns meinen: 6 Stunden später sitzen wir im nächsten

Flieger nach Denver (USA) und haben ausreichend Zeit, darüber nachzudenken, wie

es von dort aus weitergehen würde. Nach einer Nacht in Denver und einem hervorragenden

Steak im Outback Steakhouse geht es am nächsten Morgen weiter nach Grand

Junction (Colorado, USA), und unser Offroad-Abenteuer beginnt ...


10 | BOLD THE MAGAZINE

REISE | COLORADO OFFROAD

Auf den Nebenstraßen der La Sal Mountains in West-Colorado geht es über das Castle

Valley in Utah, die Sand Flats Recreation Area zum Hells Revenge Trail – einer der markantesten

Gelände-Strecken des Landes. Der Trail ist nichts für schwache Nerven und führt

über kantige Felsformationen, steile Anstiege, Klippen und bizarre Landstriche.


REISE | COLORADO OFFROAD BOLD THE MAGAZINE | 11


Go anywhere, do anything: Konstruiert, um auf allen Terrains zu glänzen,

verkörpert der neue Jeep Cherokee die Synthese aus stilistischer Innovation

und Familientradition, aus legendären 4x4-Eigenschaften und Technologie. All

dies macht die neuen Modelle Longitude und Limited und deren Alter Ego, den

Geländespezialisten Trailhawk, aus.


14 | BOLD THE MAGAZINE

REISE | COLORADO OFFROAD


REISE | COLORADO OFFROAD BOLD THE MAGAZINE | 15

Der Hells Revenge Trail liegt im Arches Nationalpark im Norden des Colorado-Plateaus am

Colorado River nördlich der Stadt Moab (Utah, USA). Mit einer Fläche von 300 Quadratkilometern

ist er geprägt durch tiefe Canyons und fast das ganze Jahr trockene Wasserläufe,

der Rest ist ein Hochplateau, das von mehreren Tälern durchzogen ist.


Nach den wechselnden Landschaften Utahs und einem erlebnisreichen Offroad-

Tag, legt sich die Nacht über das Plateau und im Schein des Mondlichts spürt

man erschöpft den Wind der Freiheit auf der sonnengegerbten Haut.


18 | BOLD THE MAGAZINE

REISE | COLORADO OFFROAD

Abenteuer pur: Nach einer Nacht in der Wildnis taucht der warme Schein der aufgehenden

Sonne Felsen und Gräser in gleißendes goldgelbes Licht. Die zweite Etappe führt uns

nach Osten, durch den Onion Creek, den Thompson Canyon und nach mehreren Tausend

Metern Höhenunterschied ins Gebiet Polar Mesa – wo unsere Reise endet.


REISE | COLORADO OFFROAD BOLD THE MAGAZINE | 19


Die legendären Offroad-Fähigkeiten des neuen Jeep Cherokee übertreffen alle

Erwartungen. Wie bei seinen Vorgängern ist seine Konstruktion darauf ausgelegt,

so gut wie jede Umgebung und Situation zu meistern – um Orte zu erreichen,

von denen andere nur träumen: www.jeep.de


BOLD THE MAGAZINE | 23

FULL OF

EMOTION

FASHION

FOTOGRAF: D. SCHAPER

Outfit: WORMLAND

www.wormland.de

Jacke: Pierre Balmain

Fahrzeuge:

Mit freundlicher Unterstützung von Jeep.

www.jeep.de

Link zum Fotografen:

www.dirk-schaper.de

Make-Up & Hair: L. Frohriep (Agentur Nina Klein)

Styling: Z. Khawary | Assistenz: T. Langenfeld

Models: O. Gonzales (Sight Management), D. Kaddatz (Modelfabrik)

Location: Station Berlin (www.station-berlin.de)


24 | BOLD THE MAGAZINE MODE | FULL OF EMOTION

Outfit: WORMLAND

Hemd: Scotch & Soda

Hose: DIESEL BLACK GOLD

Schuhe: DIESEL

Gürtel: THEO Wormland

Uhr: TAG Heuer

Ketten: Khawary Jewellery

Fahrzeug: Jeep Wrangler Unlimited


MODE | FULL OF EMOTION

BOLD THE MAGAZINE | 25


26 | BOLD THE MAGAZINE MODE | FULL OF EMOTION


MODE | FULL OF EMOTION

BOLD THE MAGAZINE | 27

Er

Outfit: WORMLAND

Hose: Pierre Balmain

Jacke: THEO Wormland

Schuhe: The Last Conspirary

Uhr: TAG Heuer

Ketten: Khawary Jewellery

Sie

Hose: Laurèl

Jeansjacke: DSQUARED2

Schuhe: Laurèl

Die Armband: Christstatue Khawary breitet Jewellery schützend

ihre Arme über die Stadt.

Fahrzeuge: Jeep Renegade

und Willys MB (links)


28 | BOLD THE MAGAZINE MODE | FULL OF EMOTION

linke Seite

Outfit: WORMLAND

Hemd: Tiger of Sweden

Hose & Jacke: Atelier Scotch

Gürtel & Schuhe: HUGO BOSS

rechte Seite

Mantel & Schuhe: Laurèl

Fahrzeuge: Jeep


30 | BOLD THE MAGAZINE MODE | FULL OF EMOTION

Er

Outfit: WORMLAND

Jacke, Hemd & Hose: DRYKORN

Gürtel & Schuhe: HUGO BOSS

Uhr: TAG Heuer

Sie

Outfit: MICHALSKY

Uhr: TAG Heuer

Armband: Khawary Jewellery

Fahrzeuge: Jeep Cherokee

(Limited & Trailhawk)


MODE | FULL OF EMOTION

BOLD THE MAGAZINE | 31


MODE | FULL OF EMOTION

BOLD THE MAGAZINE | 33

linke Seite

Outfit: WORMLAND

Pullover: DIESEL BLACK GOLD

Hose: Pierre Balmain

rechte Seite

Rock & Schuhe: Laurèl

Uhr: TAG Heuer

Fahrzeuge: Jeep Cherokee Limited und

Jeep Renegade (rechts)


34 | BOLD THE MAGAZINE MODE | FULL OF EMOTION


MODE | FULL OF EMOTION

BOLD THE MAGAZINE | 35

Er

Outfit: WORMLAND

Hemd: Tiger of Sweden

Jeans: DSQUARED

Jacke: DIESEL BLACK GOLD

Schuhe: HUGO BOSS

Sie

Outfit: Laurèl

Fahrzeug: Jeep Grand Cherokee


HOME OF THE

BLUES BROTHERS

CHICAGO

AUTOR: K. SPECHT

Chicago – die drittgrößte Stadt der USA – liegt am windigen Südwestufer des Lake

Michigan, einem der fünf großen Binnenseen, die als Great Lakes bekannt sind. Chicago

ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts ein wichtiger Handelsort. Die verkehrsgünstige Lage

an der transkontinentalen Route von der Ostküste zur Westküste führte dazu, dass

hier bereits frühzeitig ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt entstand. Außerdem gilt

die Stadt als Geburtsstätte moderner Architektur – hier entstanden die ersten Wolkenkratzer

in Stahlskelettbauweise, welche auch heute noch das Stadtbild prägen.


38 | BOLD THE MAGAZINE

REISE | CHICAGO

Europäer kamen erstmals im 17. Jahrhundert

in das Gebiet von Chicago, das von

Indianerstämmen bewohnt war. So wird

der Name auch vom indianischen Wort

Checagou abgeleitet. Damit bezeichneten

die Potawatomi-Indianer jenes

Marschland, auf dem später die Stadt

gegründet wurde.

Heute ist Chicago auch als „Windy City“

bekannt, was sich einerseits auf die

klimatischen Bedingungen zurückführen

lässt – die Stadt ist durch das Fehlen

von Bergen und Hügeln und aufgrund

der tiefen Wolkenkratzer-schluchten

starkem Wind und Stür-men ausgesetzt.

Andererseits wird die Bezeichnung auch

zurückgeführt auf die Korruption und

die historisch bedingte Verbreitung von

organisierter Schmugglerkriminalität, insbesondere

während der Zeit der Prohibition

(in den USA von 1919 bis 1933). Der

wohl berühmteste Verbrecher aus dieser

Zeit ist Al Capone, welcher als Boss des

„Chicago Outfit “ die Chicagoer Unterwelt

kontrollierte und seine Geschäfte

vor allem mit illegalem Alkoholhandel

machte.

Das Große Feuer von 1871 formte das

heutige Erscheinungsbild der Stadt und

führte zu einer umfangreichen Umgestaltung

des Stadtzentrums mit vielen

spektakulären Gebäuden. Heute verfügt

Chicago über eine beeindruckende

Skyline. Das Home Insurance Building ist

einer der ersten Wolkenkratzer; der Willis

Tower (vormals Sears Tower) war von

1974 bis 2013 das höchste Gebäude der

USA und ist nach wie vor das höchste der

Stadt. Zu den bedeutenden architektonischen

Werken gehören auch der Millennium

Park, der Jay Pritzker Pavillion und

das Hancock Observatorium in unfassbarer

Höhe – mit einem unvergesslichen

Ausblick.

ARCHITEKTUR,

KUNST UND KULTUR

Chicago bietet eine Vielzahl an Attraktionen,

Museen, Galerien und geschichtsträchtigen

Orten. Die meisten davon

befinden sich im historischen Stadtzentrum,

das vom Loop, einem höher

gelegten Bahnsystem, eingeschlossen

wird. „The Loop“ wird auch spezifisch nur

der kleinere Teil des Viertels genannt,

der von der erhöhten Rundstrecke der

Chicago „EL“ eingeschlossen wird. Die

erste Trasse des legendären L-Train wurde

bereits 1892 gebaut – er ist charakteristisch

für Chicago und hat das Stadtbild

entscheidend mitgeprägt.

Einen wunderbaren Gesamteindruck

der Metropole bietet eine Bootsfahrt

auf dem Chicago River: Beeindruckende

Häuserschluchten, verschiedene

Stadtviertel und architek-tonische

Bauwunder lassen sich so in aller

Ruhe bestaunen. Vom Boot aus kann

man viel besser erahnen, wie groß das

Wasserstraßennetz in Chicago ist. Einige

Touren führen auf den Lake Michigan,

von wo aus sich eine herrliche Sicht auf

die Skyline bietet. Auch das Nachtleben

von Chicago hat einiges zu bieten: Im

Blue Chicago kann man beispielsweise

die Abende bei Live-Musik ausklingen

lassen. In einer warmen und freundlichen

Atmosphäre präsentiert die weltbekannte

Bar seit 1985 das Beste, was authentischer

Chicago Blues zu bieten hat. Hier treffen

sich Chicagoans und Blues Fan aus der

ganzen Welt und zelebrieren die großartige

Musik, die ein wichtiger Bestandteil

der Geschichte der Stadt ist. So hat

die Musikszene Chicagos die Charakteristik

US-amerikanischer Musikstile

wie Blues, Jazz und Soul entscheidend

mitgestaltet. Nicht umsonst entstand

hier auch der Filmklassiker „Blues Brothers“,

und bedeutende Musiker wie Louis

Armstrong, King Oliver und Jelly Roll

Morton haben sich hier einen Namen

gemacht.

In der Southside, dem Schwarzenviertel

der Stadt, entstand ein reges Jazzleben.

Es entwickelte sich der so genannte

Chicago Jazz und der Chicago Blues.

Der von Gitarre und Mundharmonika

geprägte, ländliche Delta-Blues – wurde

in Chicago elektrifiziert. In den 1960er

Jahren entwickelte sich der Chicago Soul,

und auch die House Music findet ihre

Ursprünge in dieser Stadt.

CHICAGO

FÜR FEINSCHMECKER

Bei einer kulinarischen Fahrradtour kann

man Chicago als Feinschmeckerparadies

erleben. In der Stadt, die sich rühmt, das

Hauptquartier von McDonald‘s zu beherbergen,

bieten preisgekrönte Gourmet-

Restaurants und Kneipen alles von

günstigen Gerichten bis zur Avantgarde-

Küche.


REISE | CHICAGO

BOLD THE MAGAZINE | 39

Fotos: T. Kessler; Choose Chicago

Charakteristisch für Chicago:

Die 1892 erbaute, legendäre L-Train


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REISE | CHICAGO

Die beeindruckende Skyline der

Stadt Chicago, vom Wasser aus gesehen


REISE | CHICAGO BOLD THE MAGAZINE | 41


42 | BOLD THE MAGAZINE

REISE | CHICAGO

Historic Water Tower auf der Michigan

Avenue und der Magnificent Mile, mit

dem Park Hyatt Chicago


REISE | CHICAGO BOLD THE MAGAZINE | 43

Die kulturelle und kulinarische Vielfalt

der Bewohner sorgt für eine erstklassige

Restaurantszene. Chicago war und

ist ein Sammelbecken von Menschen

unterschiedlicher Abstammung. Daraus

bildeten sich 77 Viertel mit verschiedenen

Bevölkerungsgruppen: unter

anderem gilt Chicago nach Warschau

als größte polnische Stadt. Auch im

Zentrum gibt es jede Menge Restaurants

mit internationaler Küche. Das bekannteste

Gericht aus Chicago ist jedoch die

Pizza, insbesondere die dicke Chicago

Style Pizza. Der Chicago Style Hot Dog,

ein Frankfurter Würstchen im Brötchen,

wurde 1929 im Fluky’s, einem Imbissstand

Ecke Maxwell und Halsted Street,

kreiert – gemäß der historisch überlieferten

Rezeptur: im Mohnbrötchen, mit

gelbem Senf, gehackten weißen Zwiebeln,

süßem Gurkenrelish in Neongrün,

einer in Dill eingelegten Gurkenscheibe,

Tomatenecken, scharfen Chilis und einer

Prise Selleriesalz.

zählt (257,3 m). Die Magnificent Mile

der Michigan Avenue liegt im Herzen

der Innenstadt am Water Tower Square

und bietet nur wenige Minuten von

den beliebtesten Attraktionen der Stadt

entfernt einen unvergleichlichen Luxus.

Erstklassige Einkaufsmöglichkeiten, das

Museum of Contemporary Art und die

berühmten Theater von Chicago, sind in

nur wenigen Schritten zu erreichen. Das

geräumige Foyer des Park Hyatt Chicago

erzeugt eine gedämpfte und edle Atmosphäre

und ist der ideale Ausgangspunkt

für ausgedehnte Touren durch die Stadt.

Im preisgekrönten Restaurant NoMI, mit

europäisch inspirierter und amerikanischer

Küche und der NoMI Lounge, mit

besonderen Cocktails und Martinis, lässt

man vorzüglich den erlebnisreichen

Tag ausklingen, um später in einem der

198 luxuriösen Gästezimmer oder einer

der 13 Suiten Ruhe und Kraft für den

nächsten Tag zu finden.

ERHOLSAM

UND LUXURIÖS

Eine der weltweit größten Superior-

Luxus 5-Sterne Hotelketten hat nicht nur

zwei Häuser, sondern auch ihren Firmensitz

in Chicago.

ANREISE:

Mit LOT Polish Airlines, einer der

jüngsten Flotten Europas, direkt

nach Chicago.

www.lot.com

Das Park Hyatt Chicago gehört zu den

aufregendsten Häusern der Gruppe und

befindet sich 67 Stockwerke über der

Magnificent Mile, im Chicago Park

Tower, der vom Architekturbüro Lucien

Lagrange entworfen wurde und zu

den elf höchsten Gebäuden Chicagos

WEITERE INFORMATIONEN:

www.choosechicago.com

www.getyourguide.de

HOTEL-EMPFEHLUNGEN:

www.hyatt.com


IM LAND

DER SUPERLATIVE

KANADA

AUTORIN: H. SAMORAY

In Kanada ist alles ein wenig größer: Der zweitgrößte Staat der Erde – lockt mit seinen

Naturwundern, mit seinen vielen Seen, riesigen Wäldern und seinen pulsierenden

Metropolen sowie der faszinierenden Kultur der First Nations. Das Land mit einer

Fläche von 9.984.670 Quadratkilometern liegt zwischen dem Atlantik im Osten und

dem Pazifik im Westen und reicht nordwärts bis zum Arktischen Ozean. Die einzige

Landgrenze ist jene zu den USA im Süden und im Nordwesten.


48 | BOLD THE MAGAZINE

REISE | KANADA

Fotos: Canadian Tourism (Artwork: BOLD)

Das Weingut Inniskillin hat sich auf Eiswein

spezialisiert und produziert - wie sie selber

sagen - „flüssiges Gold“.


REISE | KANADA BOLD THE MAGAZINE | 49

Für BOLD beginnt die Reise, auf dem

Weg in den Südosten Kanadas, in die

Provinz Ontario – zunächst in Toronto.

Die Provinz-Hauptstadt Ontarios ist

die größte und bevölkerungsreichste

Stadt Kanadas und wird der Start- und

Endpunkt unserer Reise sein und im

2. Teil noch näher vorgestellt (siehe auch

ab Seite 68).

Auf dem Highway vom Flughafen

bekommt man bereits einen ersten

Eindruck von Toronto: einer multikulturellen

Stadt, in der eine Vielzahl von

ethnischen Gruppen, mit 128 verschiedenen

Sprachen und Dialekten, lebt.

Hier kann man an einem Tag kulinarisch

durch die ganze Welt spazieren:

im griechischen Viertel einen großen

Teller Calamari genießen, im italienischen

Viertel einen Berg selbstgemachter

Pasta, um im portugiesischen Viertel das

Dessert Pasteis de Nata (eine portugiesische

Spezialität: Blätterteigtörtchen mit

Pudding) zu ordern.

Unsere Taxifahrt vom Flughafen führt

vorbei an Torontos Kulturzentren und

Sportarenen, an den Unterhaltungs- und

Geschäftsvierteln, und endet vor dem

imposanten Ritz-Carlton Hotel. Die Türen

werden geöffnet, und binnen Sekunden

verschwinden die tobenden Großstadtgeräusche

der lebendigen Wellington

Street. Man taucht ein in eine wohltuende

Ruhe: In perfekter Harmonie verbinden

sich hier urbanes Design und natürliche

Elemente, Dekorationen von opulenten

Blumensträußen und an den Wänden

eine Sammlung kanadischer Kunstwerke.

Neben dem beeindruckenden Ambiente

der Lobby fallen sofort die internationalen

Gäste auf: Anmutige Frauen in reich

bestickten Saris, mit wehenden Tüchern

schreiten an uns vorbei und Männer in

feinen Designeranzügen. „Es ist gerade

Hochzeitssaison“, erklärt Diane Helinski

von Ontario Tourism. Besonders das Ritz-

Carlton ist für Hochzeitsfeiern attraktiv,

mit seinem 7.400 Quadratmeter großen

Luxus-Ballsaal – dem größten in Toronto.

Zu den gastronomischen Einrichtungen

des Hotels zählt unter anderem das TOCA

Restaurant, das als eins der renommiertesten

Restaurants der Stadt gilt und

italienische Küche mit den besten saisonalen

Aromen und Zutaten der Region

bietet. Die Club Lounge im 20. Stock

des Hotels bietet neben einem kontinuierlichen

kulinarischen Angebot einen

imposanten Blick auf den weltbekannten

Canadian National Tower, kurz CN Tower

– das markanteste Wahrzeichen der

Stadt. 1995 wurde er als eines der Sieben

Weltwunder der modernen Welt eingestuft,

ein nationales Symbol und mit

553 Metern eins der höchsten Bauwerke

der Welt. Dort werden die Besucher im

gläsernen Aufzug in rasender Geschwindigkeit

in 58 Sekunden nach oben katapultiert.

Im edlen Drehrestaurant hat

man einen atemberaubenden Panoramablick

auf die Stadt und den Lake

Ontario. Wagemutige können noch einen

Schritt weitergehen und den Turm auf

einer zweiten Aussichtsplattform (Sky

Pod) unterhalb des Antennenmastes in

Höhe von 447 Metern umrunden – ohne

Geländer, aber mit einem Gurt gesichert.

Beim „Edge Walk“ erlebt man Nervenkitzel

pur. Ausgebildete Führer ermutigen

die Teilnehmer, an ihre persönlichen

Grenzen zu gehen und sich voll in

das Sicherheitsseil zu lehnen – mit nichts

als Luft zwischen sich und dem Abgrund.

Der Edge Walk ist der weltweit höchste

Rundgang außerhalb eines Gebäudes.

DONNERNDES WASSER

UND DIE GEHEIMNISSE VON

ONTARIO’S EISWEIN

Etwa 130 Kilometer von Toronto entfernt

wartet die spektakulärste Naturattraktion

Ontarios. Am Ende der letzten Eiszeit

schmolzen die großen Gletscher im Raum

der Great Lakes und brachten den Lake

Erie zum Überlaufen. Das Schmelzwasser

bildete den Fluss Niagara, der sich über

Klippen in den Lake Ontario ergoss. In

der Sprache der Ureinwohner bedeutet

Niagara „donnerndes Wasser“. An den

majestätischen Niagarafällen stürzen

auch heute noch 168.000 Kubikmeter

Wasser pro Minute aus einer Höhe von

13 Stockwerken in die Tiefe. Den besten

Blick auf die Wassermassen bekommt

man im Rahmen einer Bootstour mit der

Maid Of The Mist. Die Niagarafälle lassen

sich auch aus der Vogelperspektive bei

einem Helikopterflug erkunden, bei dem

man dem tosenden Herz der Fälle ganz

nahe kommt.

Nach etwa einer halben Stunde Autofahrt

erreicht man neben dem historischen

Städtchen Niagara-on-the-Lake

das Inniskillin Weingut. In den 1970er

Jahren vom kanadischen Winzer und

Geschäftsmann Donald Zirald und dem


50 | BOLD THE MAGAZINE

REISE | KANADA


REISE | KANADA

BOLD THE MAGAZINE | 51

Niagarafälle: 168.000 Kubikmeter Wasser

stürzen pro Minute in die Tiefe


52 | BOLD THE MAGAZINE

REISE | KANADA

Kanutour entlang der

Uferlinie des Lake Rosseau


REISE | KANADA BOLD THE MAGAZINE | 53

österreichischen Weinexperten Karl

Kaiser gegründet, verbreitete sich der

gute Ruf vom Inniskillin Wein schnell

weltweit. Begünstigt wurde der Erfolg

nicht zuletzt durch die einmaligen

klimatischen Bedingungen der Great

Lakes, wo die Trauben im Sommer reifen

können und im Winter bei extremer Kälte

gefrieren.

Mit Kanada verbinden die meisten Eis,

schneebedeckte Berge und Wintersport,

doch tatsächlich liegt die Region um

Toronto auf dem 43. Breitengrad, das

heißt südlicher als Bordeaux in Frankreich

und etwa auf der gleichen Höhe

wie Nordkalifornien. Die Trauben des

Inniskillin werden erst in den Wintermonaten

gepflückt, wenn die Temperatur

über einen längeren Zeitraum unter

minus acht Grad Celsius beträgt. Dadurch

erhalten sie ihr konzentriertes, intensives

Aroma, das sich dann als exquisite Süße

entfaltet.

MUSKOKA

FLUCHT IN FRIEDLICHE STILLE

In Muskoka, etwa zwei Stunden nördlich

von Toronto, laden hunderte von

Seen, sanfte Hügellandschaften und tiefe

Wälder zu Erkundungen ein. Kanadas

„Cottage Country“ ist ein Ganzjahresreiseziel:

Im Winter lädt die Gegend zu

Skifahrten, Schneeschuhwanderungen

oder Schneemobilfahrten ein, und im

Herbst lockt das leuchtende Farbspektakel

des Indian Summer, das sich über

die üppigen Wälder legt. Im März/April

kündigen die ersten grünen Knospen

den nahenden Frühling an, und im

Sommer kann man an einem der

sonnigen Strände liegen, in einer schattigen

Hängematte am See dösen oder

über ruhige Seen paddeln. Muskoka

begrüßt seine Gäste bereits seit über

einem Jahrhundert. Es bekam seinen

Namen von Häuptling Mesqua Ukee,

welcher 1850 den Robinson-Vertrag

unterzeichnete. Darin verzichteten die

Anishinabe-Stämme auf ihr Land, damit

es für die Siedler und Holzunternehmen

geöffnet werden konnte. Im Gegenzug

wurden ihnen dauerhafte Jagd- und

Fischereirechte eingeräumt und Reservate

zugewiesen.

1875 eröffnete die erste Eisenbahnver-bindung

von Toronto nach

Gravenhurst. Der Lake Rosseau liegt

etwa 200 Kilometer nördlich von

Toronto. Er ist umgeben von vielen

Cottages (einfache, nur aus einem

Erdgeschoss bestehende Häuser ohne

Unterkellerung), einige noch aus dem

späten 19. Jahrhundert. Heute verzaubert

das imponierende JW Marriott

The Rosseau Muskoka Resort & Spa mit

einer traumhaften Lage am See und

bietet einen idyllischen Rückzugsort

mit allerhand Komfort. Es zählt zu den

Top 20 der „must see“-Plätze weltweit.

Den familiären Flair erhält das Hotel nicht

zuletzt durch die herzliche Art von Hotelmanagerin

Kati Strickland.

Bei einer Wandertour in die unmittelbare

Umgebung sollte man sich nicht

wundern, wenn Schildkröten am Straßenrand

ihre Eier legen, Rehe auf dem

Hotelparkplatz verweilen oder Frösche

ihr Abendkonzert anstimmen.

Tipp der Redaktion: Paddeln Sie mit Dans

Kanutouren an der Uferlinie des Lake

Rosseau entlang und halten Sie nach

Tieren Ausschau. Während über Ihren

Köpfen zehntausende Wanderfalken

und andere lautstarke Ufervögel kreisen,

erläutert Dan die Geheimnisse und

Geschichten des Sees. So hatte beispielsweise

US-Präsident Woodrow Wilson

hier ein Ferienhaus. Heutige Stars wie

Shania Twain und Goldie Hawn führen

die Tradition fort – zusammen mit unzähligen

Familien aus ganz Ontario, die in

dieser ruhigen, ursprünglichen Natur

entspannen wollen.

ANREISE:

Air Canada fliegt von Frankfurt

am Main oder München täglich

nonstop nach Toronto.

www.aircanada.com

WEITERE INFORMATIONEN:

www.ontariotourism.com

www.allabouttoronto.com

www.niagarahelicopters.com

www.niagaraonthelake.com

www.realmuskoka.com

www.inniskillin.com

HOTEL-EMPFEHLUNGEN:

www.ritzcarlton.com/toronto

www.jwrosseau.com


STADT DER

GEGENSÄTZE

TORONTO

AUTOR: H. G. TEINER

Toronto ist mit 2,6 Millionen Einwohnern die Hauptstadt der Provinz Ontario und

die größte Stadt Kanadas. Sie liegt im Golden Horseshoe, dem Goldenen Hufeisen,

einer Region mit über 8,1 Millionen Einwohnern, die sich halbkreisförmig um

das westliche Ende des Ontariosees, dem kleinsten der fünf Großen Seen, bis zu

den Niagarafällen erstreckt. Die spektakulären Wasserfälle liegen nur eine gute

Stunde von der City entfernt.


56 | BOLD THE MAGAZINE

REISE | KANADA

Toronto ist eine Stadt der Kontraste,

in der himmelhohe Wolkenkratzer nur

zehn Minuten von idyllischen Inseln auf

dem Lake Ontario entfernt liegen – ein

multikultureller Schmelztiegel, in dem

Chinatown, Little India, Little Italy, das

Portugiesenviertel und einige weitere

Viertel auch heute noch ihre kulturellen

Besonderheiten pflegen. Toronto ist

eine lebendige Stadt und Kanadas Wirtschaftszentrum

– international einer der

führenden Finanzplätze der Welt (die

Toronto Stock Exchange ist die achtgrößte

Börse der Welt) – mit einem warmherzigen

Touch: Alles ist in geschäftiger

Bewegung, aber mit einem guten Schuss

sympathischer Gelassenheit.

Vor etwa 11.000 Jahren, nach der letzten

Eiszeit, zogen bereits indigene Völker von

Süden hierher an das Nordufer des Ontariosees.

Die Gegend des heutigen Stadtgebietes

wurde von ihnen als Tarantua

bezeichnet, als eine Stelle, an der Bäume

am Wasser stehen, ein guter Platz des

Zusammentreffens.

DOWNTOWN:

KULTUR UND SHOPPING

Besonders in den Sommermonaten, von

Ende Mai bis September, zieht die weltoffene

Millionenstadt Touristen und

Einheimische mit vielen Events und Festivals

oder einfach zum Shopping an. Das

Worldpride Festival mit seinen bunten

Paraden im Juni oder das Fringe-Theater-

Festival im Juli sind wahrhafte Publikumsmagnete.

Eine große Kunst- und Galerieszene

mit internationalen Ausstellungen

und eine atemberaubende Architekturkulisse

prägen die vielseitigen Angebote

Torontos und machen sie zu einem spannenden

urban-kulturellen Erlebnis. Die

Old City ist der am dichtesten besiedelte

Teil, im Bereich der Bay Street und der

Yonge Street befindet sich das Geschäftsund

Bankenzentrum.

Als zentrale Basis für die Entdeckungstouren

in die verschiedenen Stadtteile

bietet sich insbesondere das Eaton

Chelsea in Downtown, in der Gerrard

Street West, an. Es ist im Herzen der City

gelegen und dazu noch Kanadas größtes

Hotel, es bietet neben umfangreichem

Komfort eine freundlich-offene Atmosphäre

und ein umfangreiches Frühstücksbuffet,

welches den Start in den

Tag beflügelt.

Das bekannte Einkaufs-zentrum Eaton

Centre, in der Yonge Street, ist ganz

nah und einen ersten Shopping-Ausflug

wert. Immerhin ist diese Premium-Mall

mit etwa 230 Shops und Restaurants die

größte der Stadt: Urban Shopping at its

best.

Die Art Gallery of Ontario (AGO) gehört

zu den bedeutendsten Kunstmuseen

Nordamerikas und liegt im Bereich des

chinesischen Viertels, in der Dundas

Street West. Eine sehenswerte Sammlung

zeigt Originale der zeitgenössischen

Kunst von Edgar Degas über Chuck Close

bis zu Gerhard Richter. Die Malcolmson-

Sammlung hält überraschende Klassiker

der Fotokunst seit den Anfängen um

1845, wie William Henry Fox Talbot, bis

zu denen des 20 Jahrhunderts bereit:

von Man Ray, Edward Weston, Aleksandr

Rodchenko, Bill Brandt und Andre

Kertész. Wenn es dann noch etwas zu

wünschen gibt: „Wish“ ist der Restaurant-

Tipp für ein außergewöhnliches kulinarisches

Erlebnis in der Charles Street East.

Kurz gesagt: Eatertainment, best Brunch

in the City. Die international-mediterrane

Kochkunst der Betreiberin, Renda

Abdo, hat mitten in das Herz der City, in

die kühle Umgebung der Younge-Street,

ein Flair von heißer und lockerer Strandatmosphäre

gezaubert.

HISTORISCHE VIERTEL

UND MÄRKTE

Etwa zwei Kilometer östlich von Downtown

liegt der Distillery District, ein

historisch bedeutsamer Industrie- und

Wohnbezirk, geprägt von denkmalgeschützten

Backsteingebäuden aus der

viktorianischen Zeit. Heute reihen sich

hier Cafés, Restaurants, Antiquitätenläden

und Bekleidungsshops aneinander.

„Soma“ ist ein besonderes Highlight

für die Liebhaber guter Schokolade:

Im Laden gibt es die besten Schoko-

Produkte Nordamerikas. Ein Glas mit flüssiger,

warmer Schokolade, mit einem

Schuss Chili – bedeutet hier eine neue

Erfahrung und ungeahnte Geschmacks-

Explosionen.

Der 1803 gegründete St. Lawrence

Market in der Front Street East ist eine

historische Halle, ebenfalls mit einer

Fassade aus rotem Backstein, und setzt

allem Kulinarischen die Krone auf:


REISE | KANADA

BOLD THE MAGAZINE | 57

Fotos: Ontario Tourism Marketing Partnership Corporation (Artwork: BOLD)

Lebensqualität pur: Distillery District

mit Gebäuden aus viktorianischer Zeit


58 | BOLD THE MAGAZINE

REISE | KANADA

Yonge-Dundas Square und Eaton

Center im Zentrum Torontos.


REISE | KANADA BOLD THE MAGAZINE | 59


60 | BOLD THE MAGAZINE

REISE | KANADA

Multikultureller Schmelztiegel: Beim

Worldpride Festival feiert die ganze Stadt.


REISE | KANADA BOLD THE MAGAZINE | 61

Mit über fünfzig Spezialitäten-Verkaufsständen,

von frischem Fisch bis hin

zu hausgemachten Teigwaren und

feinsten Antipasti. Für ihre Qualität

bekannt, wurde die Markthalle bereits

als bester Lebensmittelmarkt der Welt

ausgezeichnet.

Die nahe Marina mit ihren verschiedene

Wassersportmöglichkeiten bietet sich

für weitere Aktivitäten an. Mit seinen

Stränden und Parks bildet das der City

gegenüberliegende Centre Island, als

grüne Oase, die ideale Ergänzung zum

geschäftigen Treiben der Innenstadt.

Kensington Market ist ein legendäres

Viertel, an der Spadina Avenue gelegen

– hier ist Multikulti Trumpf. Eine belebte

und gemütliche Öko-Oase mit bunten

Häuschen entlang der schmalen Straße.

Neben Alt-Hippie-Klamotten gibt es

moderne vegane und laktosefreie Backwaren.

Die kleinen Cafés und Imbissstuben,

mit ein paar Stühlen und Tischen

davor, laden zum Entspannen ein. Von

der Wasserseite aus hat man einen sensationellen

Blick auf die Skyline der Stadt:

das Finanz-Viertel mit seinen imposanten

Bürotürmen, und alles überragend: der

Canadian National Tower, kurz: CN-Tower

(siehe auch Seite 63).

Direkt nebenan befindet sich Ripley`s

Aquarium und lädt zum Besuch der

abwechslungsreichen Unterwasserwelt

ein. Wer noch mehr Unterhaltung

braucht, kann schräg gegenüber das

Railway Museum besuchen oder gleich

in der Steam Whistle Brewery ein wirklich

gutes Bier genießen. Das nahe

Harbourfront Centre, eine Kultureinrichtung

am Queens Quay West, bietet

inspirierende aktuelle Kunstausstellungen,

Theater, Cafés und Handwerk, –

alles unter einem Dach. Allein hier kann

man ohne Probleme einen ganzen Tag

verbringen.

Um Toronto per Flug zu erreichen, gibt

es verschiedene Angebote. Wer es

etwas komfortabler mag, für den ist die

Verbindung mit Finnair erste Wahl: An

Bord gibt es Gelegenheit, den Komfort

und Service der neuen Business Class

kennenzulernen und die empfehlenswerten

Signature Menüs der finnischen

Spitzenköche Pekka Terävä und Tomi

Björck zu probieren.

ANREISE:

Finnair fliegt von Juni bis September

bis zu drei mal täglich von Helsinki

nach Toronto.

www.finnair.com

WEITERE INFORMATIONEN:

www.toronto.ca

www.torontotours.com

www.ago.net

www.harbourfrontcentre.com

www.fringetoronto.com

www.worldpridetoronto.com

www.wishintoronto.com

HOTEL-EMPFEHLUNGEN:

www.chelsea.eatonhotels.com


BOLD THE MAGAZINE | 63

PURE

WEIBLICHKEIT

FASHION

FOTOGRAF: L. SPUMA

Outfits: Lena Hoschek

www.lenahoschek.com

Link zum Fotografen:

www.lupispuma.com

Make-Up & Hair: C. Koller, S. Dutschmann (Sponsored by L‘Oréal)

Styling: L. Hoschek, T. Kirchgrabner | Models: I. van Munster (aka Aida Dapo),

A. Kuen (Next Company), I. Gebel (Stellamodels)


64 | BOLD THE MAGAZINE MODE | PURE WEIBLICHKEIT

linke Seite

Pumps (Gold Roses)

rechte Seite

Exhibitionist Blouse (Black)

Lover Skirt (Gold Roses)


Cover Girl Dress (Dots)

Swinger Skirt (Leo)

Pumps (Silk)


MODE | PURE WEIBLICHKEIT

BOLD THE MAGAZINE | 69

linke Seite

Material Girl Blouse (Nude)

Disco Girl Skirt (Dazzle Nude)

rechte Seite

Pumps (Black)


RAJASTHAN

IM LAND DER KÖNIGE

INDIEN

AUTOR: M. WINCKLER

Mit 342.239 Quadratkilometern ist Rajasthan Indiens flächengrößter Bundesstaat und

nur wenig kleiner als Deutschland. Das Land der Könige grenzt an die Bundesstaaten

Punjab, Haryana, Uttar Pradesh, Madhya Pradesh und Gujarat, sowie an die pakistanischen

Provinzen Sindh und Punjab.

Der Nordwesten Rajasthans ist durch die Thar-Wüste gekennzeichnet, die in die

Cholistan Wüste in Pakistan übergeht. Zwischen der Wüste und den fruchtbareren

Ebenen im Osten und Südosten liegt das Aravalligebirge. Der Südosten Rajasthans

geht allmählich in das Hochland von Dekkan über.


Eindrucksvoll:

Amer Fort in Jaipur (Rajasthan)


74 | BOLD THE MAGAZINE REISE | INDIEN

Indische Kobra im Dorf

der Schlangenbeschwörer.

Fotos: M. Winckler, Rajasthan Tourism


REISE | INDIEN BOLD THE MAGAZINE | 75

Das Dorf der Schlangenbeschwörer ist

erwacht. In Decken gehüllt lassen sich

Frauen, Männer und Kinder vor ihren

niedrigen, strohgedeckten Hütten von

den ersten Sonnenstrahlen wärmen,

trinken heißen, mit Kardamon gewürzten

Tschai und tunken Chapati in Raita –

Joghurt mit Zwiebeln, Chili und der

Gewürzmischung Garam Masala.

So früh hat Shashi, das Familienoberhaupt,

nicht mit Besuch gerechnet, zumal

sich Gäste aus dem Ausland ohnehin fast

nie in seinen Ort verirren. Wir hätten das

Dorf der Schlangenbeschwörer nicht

gefunden, wären noch nicht einmal auf

die Idee gekommen, eins zu suchen,

wäre uns beim Frühstück nicht Mohan

im Samode Palace, rund eine Autostunde

entfernt von Jaipur, Hauptstadt von

Rajasthan, begegnet. Mohan ist Großgrundbesitzer

und beliefert die Nobelherberge

– ein wunderbar hergerichteter

alter Fürstenpalast zu erschwinglichen

Preisen – mit frischem Gemüse. Auf

seinem Handy zeigt er uns Fotos von

seinem Anwesen, seiner Familie und dem

Schlangenbeschwörer, der nicht weit von

seinem Hof entfernt lebt und zu dem er

uns begleitet.

Shashi holt nach einer kurzen Begrüßung

einen in ein Tuch gewickelten Korb aus

einer Truhe. Er entfernt das orangefarbene

Stück Stoff, hebt den Deckel ab,

spielt nur einige Sekunden seine Flöte

und bewegt sie dabei über der Öffnung

des Korbs hin und her. Die Kobra richtet

sich schnell auf und spreizt ihr Nackenschild.

„Schlangen sind taub“, erklärt

Shashi, „sie folgen nur den Bewegungen

der Flöte.“

Shashi legt sein Instrument zur Seite, und

die Schlange verharrt beinahe reglos

in ihrer Position. Nur als sich ein Familienmitglied

nach dem andern zum Vater

gesellt und sich eine Ziege nähert, bäumt

sich die Kobra weiter auf und fixiert die

Schaulustigen, die in einem Halbkreis

weniger als einen halben Meter entfernt

vor der Giftschlange hocken, deren Biss

tödlich sein kann. Plötzlich greift Shashis

jüngste Tochter, knapp zwei Jahre alt,

den Schwanz der Kobra, was diese zwar

kurz erschreckt aber sonst nicht weiter

zu stören scheint. Auch nicht, als das

Mädchen das spitze Ende des Schwanzes

in seinen Mund nimmt. Vater, Mutter,

Söhne und ältere Töchter lächeln, freuen

sich, immer die Kleine im Blick, damit sie

es nicht zu weit treibt. „Die Kobra ist eine

gewisse Zeit bei uns“, sagte Shashi. „Wir

pflegen und füttern sie, verkaufen ihr

Gift an die Pharmazie und stellen daraus

eine Augensalbe her und irgendwann

kommt der Zeitpunkt, da wir uns bei ihr

bedanken und sie wieder freilassen.“

Indien ist faszinierend und irritierend

zugleich. Wir bereisen Rajasthan mit

einem Mietwagen, den Fahrer Prakash

steuert. Selbst die haarsträubendsten

Verkehrssituationen, von denen es in

Indien reichlich gibt, kommentiert er

gelassen und lächelnd mit dem Spruch.

„No Problem in India“. Rajasthan ist

gemessen an seiner Fläche der größte

indische Bundesstaat mit fast 70 Millionen

Menschen im Nordwesten des

Subkontinents. Nirgendwo im ganzen

Land leuchten die Farben der Saris und

den aus mehreren Metern Stoff gewundenen

Turbanen so prächtig wie hier.

Im Nordwesten kontrastiert der Farbenrausch

mit der blassgelben Sand- und

Geröllwüste Thar, die sich bis auf das Territorium

des Erzfeindes Pakistan erstreckt,

und im Südosten mit einer grau-weißen,

steinigen Hügellandschaft. Prächtige

Maharadscha-Paläste und die Städte teils

überragende Forts erinnern an Rajputen

– Kriegerklans und Feudalherren -, die

sie erbaut haben und Rajasthan, das

früher aus kleinen, untereinander zerstrittenen

und kriegführenden Königreichen

bestand, Jahrhunderte beherrschten.

Die Menschen in diesem wirtschaftlich

und sozial rückständigen Staat sind ihren

Gebräuchen, Sitten und Traditionen tief

verbunden, was sich unter anderem an

ihrer Kleidung zeigt. Nur selten sind etwa

eine Frau in einer Jeans oder ein Mann in

einem westlichen Anzug zu sehen, und

wenn, sind es mit an Sicherheit grenzender

Wahrscheinlichkeit Besucher aus

der Bundeshauptstadt New Delhi oder

der Wirtschaftsmetropole Mumbai. Die

Frau heute in Rajasthan gilt als schwer

benachteiligt – Ausdruck eines starren

patriarchalen, nach Kasten hierarchisierten,

tiefreligiösen Systems.

Eine Reise in Rajasthan ist damit eine

Zeitreise in vergangene Jahrhunderte,

die anscheinend bis heute fortdauern, in

die Gegenwart hineinwirken und mit ihr

kollidieren. Häufig sind Pkw und knallbunt

bemalte Lkw sowie Handys und


Traditionell:

Indische Frauen im Sari


78 | BOLD THE MAGAZINE

REISE | INDIEN

elektrisches Licht, worüber längst nicht

jedes Dorf verfügt, die einzig sichtbaren

Attribute der Moderne.

Bis unmittelbar ans große Tor des Palastes

von Samode reichen die bescheidenen

Wohnhäuser, Werkstätten und Geschäfte

des Dorfs. Affen, allgegenwärtig in

Indien, springen umher, Ziegen und

Kühe trotten auf den kopfsteingepflasterten

Gassen. Aus Küchen duftet es nach

scharfen Curry-Gerichten. Mittelalterlich

anmutende Zünfte: Zuckerbäcker rühren

in einem riesigen Wok auf offenem Feuer

Milch mit Zucker, bis eine süße, körnige

Masse entsteht, und Schmiede hämmern

glühendes Eisen. Frauen balancieren

auf ihren Köpfen Tonkrüge mit Wasser

aus einem Brunnen. Ein Hindu-Priester

läutet die Glocke in einem Tempel. Kaum

ein Auto ist zu sehen. Die erste Bank des

Dorfs hat erst vor kurzem geöffnet.

Indien ist das Land der Dörfer. Im relativ

dünn besiedelten Rajasthan lebt nur ein

Viertel der Bevölkerung in Städten. So

verwunschen und verträumt die Dörfer

scheinen, so überwältigend und berauschend

sind die Städte. Wie Jaipur,

das wegen der Farbe seiner Häuser,

Paläste und Stadttore als rosarote Stadt

bezeichnet wird. Oder Jodphur, wo blau

getünschte Häuser bis an die hohen

Mauern der Festung Meherangarh heranreichen.

Verkehrschaos in diesen Städten

von morgens bis abends. Die Straßen sind

voll von unentwegt hupenden Bussen

und Lkw, Autoscootern und Fahrradrikschas,

von schwer beladenen Karren,

die teils von Kamelen, teils aber auch

von Menschen gezogen werden. Dazwischen

immer wieder Elefanten mit ihren

Mahuts. In Jaipurs Gassen rund um den

märchenhaften, aus rosafarbenem Sandstein

erbauten Palast der Winde bersten

kleine Läden von Kunsthandwerk wie

Silberschmuck und Lederwaren sowie

funkelnden Halb- und Edelsteinen aus

den Nähten.

Zentrum der in Rajasthan berühmten

Miniaturmalerei, die häufig historische

Szenen aus dem Alltag eines Maharadschapalasts

oder Schlachten zeigen, ist

hingegen Udaipur. Die Stadt ist umgeben

von ockerfarbenen Hügeln und liegt an

mehreren Seen. Am Ostufer des Pichola-

Sees erhebt sich der strahlend weiße City

Palace. Er ist der größte Palast Rajasthans

mit einer fast 250 Meter langen Fassade

und einer Höhe von mehr als 30 Metern.

Die Altstadt mit zahlreichen Tempeln und

reich ornamentierten Havelis, ehemalige

Handelshäuser, duckt sich vor ihm. Der

Bau wurde von Maharadscha Udai Singh

II., dem Gründer der Stadt, begonnen.

Sieben Bögen erinnern daran, dass hier

siebenmal Maharadschas in Gold und

Silber aufgewogen wurden. Der Schatz

wurde dann an die jubelnde, gemeinhin

unter der Verschwendungssucht der

Fürsten leidenden, Bevölkerung verteilt.

Nachfahren dieses Herrschergeschlechts

treffen wir hier in dieser von Touristen

stark besuchten Anlage nicht an. Dafür

haben wir mehr Glück in Kanota nahe

Jaipur. Dort bitten der Maharadscha

und seine Frau gleich zum Nachmittagstee.

Mehrere Gäste, die meisten

Verwandte, sind da. Gebäck und Obst

wird gereicht. Der Gast fühlt sich aufgenommen

in diese schlossähnliche Anlage

mit ihren Rundbögen und Türmchen

inmitten eines von einer Mauer umgebenen

Parks mit Pferden und Pfauen.

Ein sehenswertes Museum erzählt die

Familiengeschichte. Schwarz-Weiß-Fotos

dokumentieren nicht nur die Jagd auf

Tiger, sondern auch die politische Macht,

über welche die Fürsten einst verfügten.

„Macht besitzen wir heute nicht mehr“,

sagt der Maharadscha und ergänzt: „Wir

verfügen aber als Geschäftsleute über

Kontakte und Beziehungen und unterstützen

soziale Projekte.“

In Dungarpur bittet uns ein Hotelmitarbeiter

mehrfach freundlich aber doch

bestimmt, wir sollten doch in die Bar des

Udai Bilas Palastes gehen. Dabei sind wir

noch ganz gefangen von der geheimnisvollen

Atmosphäre, die das verwitterte

Mauerwerk und erstklassig erhaltene

Fresken verströmen. Schließlich führt er

uns am See entlang zu einem Trakt mit

einem großen, schweren Holztor. Als er

es öffnet, strahlt uns eine in gleißendes

Licht getauchte Oldtimer-Sammlung

aus zehn Autos und zwei Flugzeugen

an. Dahinter die Bar mit Tischen aus

Lenkrädern, Autositzen mit rotem Leder

bezogen und Scheinwerfern als Deckenleuchten.

Eine Schwarz-Weiß-Fotografie

zeigt die frühere Hausherrin als Braut in

einem Oldtimer der Marke Cobra.

Ihr Sohn, der Maharawal von Dungarpur,

begrüßt seine Gäste und bestellt drei

Gin Tonic. Stolz zeigt er seine Autos,


REISE | INDIEN BOLD THE MAGAZINE | 79

Stadtrundfahrt mit Elefant:

„No Problem in India“


Gelassen:

Alter Mann mit Wasserpfeife


Farbenreich:

Wohnhäuser Rajasthans


84 | BOLD THE MAGAZINE REISE | INDIEN

Bunte Farben

wohin man sieht


REISE | INDIEN BOLD THE MAGAZINE | 85

nennt Herkunft und Alter, und gerät

angesichts der „alten Zeiten“ einen

Moment lang fast ins Schwärmen, um

dann schnell auf die Gegenwart zu sprechen

zu kommen. 1971 habe die damalige

Premierministerin Indira Gandhi die

Privilegien der Maharadschas komplett

gestrichen. Darunter sei ein stattliches

Jahresgehalt gewesen. Nun verdiene er

sein Geld als Hotelier und Landwirt, fügt

der Fürst hinzu und zuckt mit den Schultern.

Cool dagegen gibt sich der Hausherr

des im 16. Jahrhundert abgelegen in

den Vindhya-Bergen erbauten, wunderschönen

Castle Bijaipur. Er posiert mit

Safari-Hut und Löwenanstecker, gezwirbeltem

Schnauzbart und Sonnenbrille

schmunzelnd vor der Kamera. An der

Wand im Foyer zwei gerahmte Fotos

der Besuche von Prinz Charles und Kate

Moss. In Maharadscha-Palästen als Hotelgast

zu wohnen, eröffnet einen zumindest

kleinen, faszinierenden Einblick

in die einst mächtigen indischen Herrschaftshäuser.

Noch heute ist eine Art

mystische Aura, in der die Vergangenheit

mitschwingt, zu spüren.

Die Straße von Dungarpur nach Bijapur

führt durch eine gewellte liebliche Landschaft

mit kleinen Dörfern, Feldern und

Bäumen, mit ihren Ziegen wandernden

Hirten. Dann weite Flächen bis zum

Rand des Gebirges, in dem der Palast

liegt. Zwischen Getreidefeldern hier

und da auf beiden Seiten der Straßen:

Opium in voller weißer Blütenpracht.

Für jeden sichtbar. Einem BKA-Beamten

würde wohl die Kinnlade runterklappen.

Handel und Konsum von Opium in

Indien sind illegal. Es handele sich um

staatlich kontrollierten Anbau für pharmazeutische

Zwecke, sagt ein Reiseführer,

der namentlich nicht genannt

werden möchte. Aber es falle natürlich

doch etwas ab. Die Droge werde zu

gewissen Anlässen gern genommen, auf

Hochzeiten etwa mit Milch versetzt oder

durch die Pfeife geraucht. Von solchen

Hof-Partys zeugen Miniaturmalereien

aus dem 16. Jahrhundert an Wänden und

Decken des verlassenen, von Affen bevölkerten

Chattar Mahal-Palastes in Bundi.

Ein märchenhafter Ort, der schon den

britischen Schriftsteller Rudyard Kippling

verzauberte.

Wir fahren stundenlang in die Wüste

hinaus, bis sich am Horizont Jaisalmer

als Sandburg goldglänzend im Sonnenuntergang

erhebt. Alte Havelis mit

geschnitzten Holzfenstern erinnern an

die Zeit der großen Karawanenrouten,

die in dieser Region zu den Hauptwegen

der Seidenstraße führte. Heute ist der

Tourismus eine der wichtigsten Einnahmequellen.

Die Festung von Jaisalmer

ist die einzige in Rajasthan, die bewohnt

ist. Es gibt kleine Hotels, Restaurants,

Geschäfte, Souvenirshops, wenige Wohnhäuser.

Etwas viel Kommerz vielleicht in

der engen Altstadt, aber unaufdringlich.

In der Ferne ist das dumpfe Donnern von

Panzergeschossen zu hören. Truppenübungen,

Militärmanöver. Die Grenze zu

Pakistan ist nur 40 Kilometer entfernt.

Sie trennt zwei Atommächte, die seit der

Unabhängigkeit der beiden Staaten 1947

verfeindet sind und drei Kriege gegeneinander

geführt haben. Jaisalmer, die

alte stolze Wüsten- und Karawanenstadt

in unmittelbarere Nähe einer geopolitischen

Konfliktlinie. Außerhalb der Stadt

rastet eine Herde von Dromedaren. Zwei

Begleiter, mit Handy, Zelten und Proviant

ausgestattet, und wir sitzen auf und

reiten in die Wüste.

WEITERE INFORMATIONEN:

www.rajasthantourism.gov.in

VOR DER REISE:

Ein Visum bis sechs Monate ab

Tag der Ausstellung gültig muss

rechtzeitig vor der Abreise bei der

indischen Botschaft in Berlin oder

einem Konsulat beantragt werden.

www.indianembassy.de

ANREISE:

Mit Lufthansa ab Frankfurt oder

München nach New Delhi und

zurück ab 520 Euro. Ab Delhi

mit Mietwagen und Fahrer nach

Rajasthan.

STRAND:

Goa, Palolem Beach, Art Resort

Hotel. www.art-resort-goa.com

INDIVIDUELL:

Rajasthan-Rundreisen und/oder für

Gruppen organisiert der Spezial-

Anbieter: Lotus Travel Service

www.Lotus-Travel.com


TRAUMHAFT

UND UNVERGESSLICH

KROATISCHE ADRIA

AUTOR: J. M. BRAIN

Die Kroatische Adria (kroatisch Hrvatski Jadran) erstreckt sich an der Ostküste der

Adria zwischen der Halbinsel Prevlaka und der Savudrijska vala. Nördlich schließt die

Slowenische Riviera, südlich die Montenegrinische Küste an. BOLD schaute sich vor Ort

um und war begeistert vom klaren Wasser, den freundlichen Menschen, der Natur und

dem gut erschlossenen, hochwertigen touristischen Angebot.


Eindrucksvolle Eingangshalle

des Park Plaza Histria Pula


90 | BOLD THE MAGAZINE

REISE | KROATISCHE ADRIA

Wunderschöne Natur, mildes Klima,

lange Sonnentage und malerische

Strände sowie gut erhaltene Ruinen aus

der Römerzeit: Istrien, die wunderschöne

Halbinsel im Westen Kroatiens bietet mit

dem neuen Park Plaza Belvedere Medulin

seinen Gästen einen ganz besonderen

Flair. Das Hotel verfügt auf einer Fläche

von 20.000 Quadratmetern über 427

moderne Zimmer sowie einen 1.200 qm

großen Wellnessbereich und perfekte

Sportanlagen.

Zum gleichen Unternehmen wie das

Park Plaza Belvedere Medulin gehören

zwei weitere Hotels und Ferienanlagen

in Pula und Medulin. Sie alle versprechen

mit ihrer einzigartigen Lage, den komfortablen

Zimmern und Apartments sowie

dem herausragenden Service einen

perfekten Urlaub. Wer es noch naturverbundener

mag und mit Zelt, Wohnwagen

oder Reisemobil unterwegs ist,

findet rund um Pula und Medulin acht

komplett ausgestattete Campingplätze

von Arenaturist, einem kroatischen

Anbieter mit mehr als 40 Jahren Erfahrung.

Fast alle Campingplätze von Arenaturist

liegen direkt am Meer und bieten

neben modernen Sanitäreinrichtungen

und Sportmöglichkeiten teilweise eigene

Strände. Wer sich die lange Anreise mit

dem Campingmobil oder den Auf- und

Abbau von Zelten sparen möchte, kann

sich auf fünf der Campingplätze ein gut

ausgestattetes mobiles Heim mieten.

Kroatien ist mit seinem vielfältigen

Angebot eines der beliebtesten Reiseziele

der Deutschen geworden. Von kulinarischen

Entdeckungstouren – lokale

Trüffel, Olivenöl, Fleischspezialitäten

und frischer Fisch – bis hin zu sonnenverwöhnten

Stränden, historischen

Städten und ganzjährig möglichem

Tauchen, stellt Istrien ein tolles Sommerreiseziel

dar.

GOLD UND

WEISSE TRÜFFEL

Comfort Zone, das exklusive Spa im Park

Plaza Histria Pula, arbeitet zusammen mit

der lokalen istrischen Kosmetikmarke

Esensa Mediterana und bietet eine Vielzahl

von Wellness-Anwendungen, bei

denen der Schwerpunkt auf Entspannung,

Verjüngung sowie Straffung und

Tiefenbefeuchtung der Haut liegt. Besonders

beliebt sind die Anwendungen „istrische

Weintherapie“ und „Trüffel-Traum“

aber auch echtes Gold kommt zum

Einsatz.

Die istrische Weintherapie ist ein

Körper- und Gesichtspflegeritual, das

die Haut mit Hilfe von antioxidativ

wirkenden Traubenkernen stimuliert und

regeneriert. Anschließend folgt eine

Körpermaske mit Rotwein, welche die

Haut weich macht und ernährt. Das

danach folgende Luxusserum und die

Körperlotion verleihen der Haut Glanz

und Duft. Die verwendeten lokalen

Produkte enthalten Traubenkernöl,

Olivenöl, Rohrzucker, rotes Kaolin und

Extrakte aus roten Traubenblättern, die

hohe Anti-Aging-Effekte für das Gesicht

und eine Anti-Cellulite-Wirkung für den

Körper haben.

Das istrische Gesichtspflegeritual mit

weißen Trüffeln, das auf der gastronomischen

Delikatesse der Region Istrien

beruht, soll die durch das UV-Licht

geschädigte Haut aufhellen und mit

Sauerstoff versorgen. Hierfür wird ein

reichhaltiges Trüffelserum verwendet,

das aktive Bestandteile enthält, die den

Pigmentierungsprozess verlangsamen

und einen zusätzlichen Liftingeffekt

besitzen.

Weitere Körperpflegerituale sind etwa

das Lavendel-Detox-Körperritual, die

Golden-Life-Gesichtsmassage mit

24-Karat-Gold, das Chocolate-Passion-

Gesichts- und Körperritual, die Beauty-

Coffee-Körper- und Gesichtsrituale und

die Lifto-Rose- und Berührungsmassage

mit adriatischen Kräutern.

Marlen Brumnic, Spa-Managerin der

Comfort Zone im Park Plaza Histria Pula:

„Unsere lokalen Produkte mit typischen

istrischen Zutaten wie Wein, Trüffel und

Lavendel bieten unseren Gästen ein

unvergleichliches Erlebnis, das entscheidende

Vorteile für die Haut mit sich

bringt.“.

WEITERE INFORMATIONEN:

www.parkplaza.com/croatia

www.arenacamps.co

Tägliche Flüge nach Pula, von Köln,

Frankfurt am Main, Hamburg und

München.


REISE | KROATISCHE ADRIA BOLD THE MAGAZINE | 91

Eleganter Spa-Bereich

zum wohlfühlen


92 | BOLD THE MAGAZINE

IMPRESSUM

THINK BOLD

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Rajasthan Tourism

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S. Schirdewahn, H. Samoray, B. Becker,

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