Cruiser Mai 2010

cruisermagazin

Cruiser Mai 2010

CRUISER Edition Mai 2010

Dieses Magazin ist schwul

Photographer Jaime Permuth, Luzern – Die Perle der Innerschweiz,

Orden der perpetuellen Indulgenz, Eurovision Song Contest, Dominic Hunziker,

Coco Chanel & Igor Stravinsky, The Dynasty Club, Tim Kurt Wiesendanger,


CRUISER Edition Mai 2010

Inhalt

Der Mai ist nicht mehr warm

Mai für Mai widmete sich der Cruiser dem Kulturmonat «warmer mai». Wir haben das Thema

nicht vergessen. Nein, die Organisatoren machen «eine kreative Pause». In diesem CR findet sich

dennoch eine Fülle von Themen. Auch zur Kultur. Anfangs Juni wird in Zürich der CSD gefeiert.

Um aktuell berichten zu können, werden wir dies aber erst in der kommenden Ausgabe tun. Heute

stellen wir den Mister Gay 2010 vor, berichten über die Leuchtenstadt Luzern, über den Orden der

perpetuellen Indulgenz, über die Party-Szene... Zudem präsentieren wir wiederum einen aussergewöhnlichen

Fotografen: Jaime Permuth

Martin Ender, Verleger

6

Dominic Hunziker!

Mister Gay Wahlen 2010

14

Luzern – Die Perle der Innerschweiz!

Ein romantischer Wochenend-Trip zu zweit.

21

Jaime Permuth

Photographer

28

Orden der perpetuellen Indulgenz

Mutter Belleza führt das Mutterhaus in Zürich

31

Goldregen und Punktehagel

Eurovision Song Contest Ende Mai in Oslo

33

Coco Chanel & Igor Stravinsky

Eine leidenschaftliche Affäre

News 4 • Prominent 8 • Seeburg Luzern 10 • Kultur 12 • Kolumne 16 • The Dynasty Club 17

Szene 18 • Beauty 26 • Buch 30 • Musik 34 • Film 35 • Fit mit Powerplate 37 • Hildegard 38

Dr. Gay 40 • VEGAS 41 • Agenda 42

3


News CRUISER Edition Mai 2010

Internationale

News

4

Mexiko City

Si – heiraten auf Mexikanisch

88 Mal schallte im ersten Monat der Homo-Ehe

das «Si» durch die Standesämter von Mexiko

City. 50 schwule und 38 lesbische Paare schlossen

den Bund, der fürs Leben halten soll. Weitere

37 Paare haben sich bereits für die Eheschliessung

angemeldet. Mexiko-Stadt gilt schwulenpolitisch

als eine der fortschrittlichsten Kommunen

Lateinamerikas. Gleichgeschlechtliche

Paare dürfen auch Kinder adoptieren und sind

weiteren Rechtsbereichen wie dem Erb – und

Versicherungsrecht gemischtgeschlechtlichen

Paaren gleichgestellt. Die Homo-Ehe wurde in

Mexiko-Stadt im März dieses Jahres eingeführt.

In der mexikanischen Hauptstadt leben 8,8 Millionen

Menschen.

New York

Endlich – Cher hat einen Sohn

Im gesegneten Alter von 63 Jahren ist Schwulenikone

Cher Mutter eines Sohnes geworden.

Chaz Salvatore ist der Name des Sprösslings.

Chaz ist schon 31 Jahre alt und war bei seiner

biologischen Geburt am 4. März ein Mädchen,

das von seinen Künstlereltern Cher und Sonny

Bono auf den Namen Chastity getauft worden

war. Lange Zeit bezeichnete sich Chastity als

lesbisch, bis sie sich zu einer operativen Geschlechtsumwandlung

entschloss. Gegenüber

dem Schwulenmagazin Advocate sagte Chastity

1995: «Ich sage nicht, dass ich stolz bin, lesbisch

zu sein, weil ich nicht unbedingt denke, dass es

etwas ist, worauf man stolz oder wofür man beschämt

sein sollte. Es ist einfach so.» Jetzt sagte

Chaz gegenüber amerikanischen Medien: «Ich

lebe das Leben, das ich immer leben wollte...

endlich.»

London

Minister gibt Ja-Wort im

Parlament

Endlich gab es mal eine gute Nachricht aus

dem skandalgeplagten britischen Parlament.

In den altehrwürdigen Hallen gaben sich Ende

März Europaminister Chris Bryant und der

Abgeordnete der Labour-Partei Jared Cranney

das Ja-Wort. Das war die erste Zivile Partnerschaft,

die im House of Commons geschlossen

wurde. Heterosexuelle Trauungen werden

schon seit langem in der Chapel of the Palace

of Westminster, der Kapelle des Parlaments,

vorgenommen. Aber das Gotteshaus blieb dem

schwulen Paar versagt, weil laut Gesetz «Zivile

Partnerschaften» nicht in Kirchen geschlossen

werden dürfen. Nachdem aber der «Speaker of

the House of Commons» eine Lizenz zur Trauung

erhalten hatte, kann nun auch ausserhalb

der Parlamentskapelle geheiratet werden.

Los Angeles

Preis für Cynthia Nixon

Der prestigeträchtige «Vito Russo Award» ging

in diesem Jahr an die Schauspielerin Cynthia

Nixon für ihren Kampf für die Homo-Ehe. In

ihrer Dankesrede sagte der Star aus «Sex and

the City»: «Mein Coming-out im Jahr 2004

war nicht schwer. Aber was wäre gewesen,

wenn es 1994 gewesen wäre? Das werde ich nie

wissen. Nur zehn Jahre Unterschied und ein

komplett anderes Universum.» Mit dem von

der schwul-lesbischen Medienorganisation

«Gay & Lesbian Alliance Against Defamation»

vergebene Preis – benannt nach dem an Aids

gestorbenen Aktivisten, Autor («The Celluloid

Closet») und GLAAD-Mitbegründer Vito Russo

– werden jedes Jahr Prominente ausgezeichnet,

die sich für die Rechte der Gay Community

einsetzen.

Manila

Verfassungsgericht lässt

Homopartei zu

Das Verfassungsgericht der Philippinen kippte

Anfang April eine Entscheidung der Wahlkommission,

welche die Zulassung der Homosexuellenorganisation

«Ang Ladlad» als Partei aus

«moralischen Gründen» abgelehnt hatte. In dem

Verfassungsgerichtsurteil hiess es, da Homosexualität

nicht illegal sei, gebe es keinen Grund,

der Organisation die Teilnahme an den Wahlen

zu verbieten. Das Gericht wies die Wahlkommission

an, die 22 000 Mitglieder starke Ang Ladlad

als Partei für die Wahlen am 10. Mai zu registrieren.

Bischof Deogracias Iniguez verurteilte

im Namen der katholischen Kirche der Philippinen

die Zulassung einer Homosexuellenpartei

als «Förderung der Abnormalität». Die Philippinen

sind das bevölkerungsreichste katholische

Land Asiens.


CRUISER Edition Mai 2010

News

Hamburg

Altkanzler Schmidt wehrt sich

Helmut Schmidt wehrt sich auf seine alten Tage

gegen den Vorwurf, während seiner Amtszeit

als Chef der Koalition aus SPD und FDP zwischen

1976 und 1982 die Abschaffung des schwulenfeindlichen

Paragraphen 175 verhindert zu haben.

«Wahr ist vielmehr, dass ich mich nie mit

der Sache befasst und deshalb mich auch zu

keinem Zeitpunkt gegen die Streichung gestellt

habe», schrieb der 91-jährige Politiker an die

Tageszeitung «Die Welt». Laut einem «Spiegel»-

Artikel aus dem Jahr 1980 soll Kanzler Schmidt

gegenüber dem damaligen FDP-Innenminister

Gerhart Baum wegen der Forderung nach Abschaffung

des § 175 gar gedroht haben. «Jetzt

reicht‘s, Herr Baum. Da müssen Sie sich einen

anderen Koalitionspartner suchen.»

Cleveland

Nicht «familiengerecht» für

Eis-Revue

Nicht «familiengerecht.» Mit dieser Begründung

lehnte die internationale Eis-Show «Stars

On Ice» die Anheuerung des schwulen Eislauf-

Stars Johnny Weir ab. Dabei hat der Eislaufstar

Weir nie öffentlich zu seiner sexuellen Orientierung

Stellung genommen. Nach Weirs Auftritt

bei den Olympischen Winterspielen in einem

schwarz-rosa Kostüm in diesem Jahr in Vancouver

schrieb der Kommentator von outsports.

com jedoch: «Taten sagen mehr als Worte.»

Worte wurden zu Taten, als Weir sehr deutlich

die schwulenfeindlichen Kommentare australischer

TV-Moderatoren bei der Übertragung

der Eislauf-Wettbewerbe aus Vancouver verurteilte.

So sagte Weir: «Ich hoffe, in Zukunft denken

sie zuerst, bevor sie reden.»

London

Ein App für swinging gay

London

Ein App für schwule Londonbesucher ist die

neueste Anwendung im App Store für das iPhone

und das iPod Touch von Apple. Die Gay-London-Applikation

listet 131 Bars, Restaurants,

Hotels und Sehenswürdigkeiten auf und zudem

informiert ein Blog über die aktuellsten Events

und Termine in der britischen Hauptstadt. Mit

diesem gebührenfreien App will die Londoner

Tourismusbehörde den heiss umworbenen

schwul-lesbischen Markt noch besser erreichen.

Zu den Top Ten unter den gay Apps im Apple App

Store gehörten im vergangenen Jahr das «Gay

History Project», das Dating App «Grindr» sowie

«Gay Quotes» mit Zitaten schwul-lesbischer Promis,

mit denen man auf Parties glänzen kann.

Hamburg

Jagd auf schwule Priester

Das wissenschaftlich unhaltbare Verdikt des

Vatikans, es gebe einen direkten Zusammenhang

zwischen Homosexualität und dem Kindesmissbrauch

durch Priester, zeigt Wirkung.

In Deutschland kommt es zur Hatz auf schwule

Priester. Zwei Priester aus Nordrhein-Westfalen

müssen zunächst ihre Ämter ruhen lassen,

nachdem ein Reporter der «Bild»-Zeitung die beiden

als schwul geoutet hatte. Einer der beiden

soll in Dortmund SM-Parties und SM-Workshops

organisiert haben. Zum Verhängnis wurden den

beiden Priestern Profile auf dem Dating-Portal

Gayromeo. Ein Sprecher des Erzbistums Paderborn

erklärte gegenüber Medien, man habe «vorsorglich»

Anzeige bei der Staatsanwaltschaft

erstattet. Diese «Vorsorge» lässt die Kirche bei

priesterlichen Kinderschändern vermissen.

Sacramento

Antiquiertes Gesetz über

Homo-Heilung

In Kalifornien soll ein Gesetz abgeschafft werden,

welches das Gesundheitsministerium

verpflichtet, wissenschaftliche Forschung zur

«Heilung von Homosexualität» zu fördern. Ein

Parlamentsausschuss in Sacramento hat jetzt

mit vier Stimmen und drei Enthaltungen empfohlen,

die 60 Jahre alte Regelung abzuschaffen.

Das Gesetz war 1950 nach einer Mord- und Vergewaltigungsserie

in Los Angeles eingeführt

worden. Eines der Opfer war ein sechsjähriges

Mädchen. Obwohl der Täter heterosexuell war,

richtete sich das Gesetz vor allem gegen schwule

Männer. Homosexuelles Verhalten, befanden

die Politiker seinerzeit, fördere «Sex-Verbrechen

gegen Kinder». Zwei Republikaner und ein Demokrat

enthielten sich jetzt der Stimme, weil

sie lediglich die ausdrückliche Erwähnung von

Homosexualität aus dem Gesetz entfernen, die

Bestimmung aber weiter beibehalten wollten.

Köln

Assauer wütet gegen

schwule Fussballer

Schwule haben keinen Platz im Profi-Fussball.

Das findet der deutsche Fussballfunktionär

Rudi Assauer. Diejenigen, die sich outen, würden

plattgemacht – «von ihren Mitspielern und

von den Leuten im Stadion. Diese Hetzjagd sollte

man ihnen ersparen», sagte der ehemalige Manager

von Bundesliga-Vereinen wie Werder

Bremen und Schalke04 dem Kölner «Express».

Weiter berichtete der für seine Machoallüren

bekannte 65-jährige Ex-Fussballprofi stolz, wie

er in Bremen mit einem schwulen Masseur umgesprungen

ist. «Ich bin zu ihm gegangen und

habe ihm gesagt: Junge, tu mir einen Gefallen:

Such dir einen neuen Job.» 2009 geriet Assauer

in die Schlagzeilen, nachdem er auf Sylt bei

einem tätlichen Angriff auf seine Ex-Freundin

Simone Thomalla fotografiert worden war.

Budapest

Rechtsradikaler

fröhlich am CSD

András Király, Sprecher der ungarischen Partei

«Jobbik», musste zurücktreten, nachdem Fotos

und Videos aufgetaucht waren, die den Politiker

der rechtsradikalen Partei fröhlich feiernd bei

dem Gay Pride im kanadischen Toronto zeigten.

Die rechtsextreme Partei «Jobbik» aber hat sich

unter anderem einen Namen mit einer schwulenfeindlichen

Politik gemacht. Király hatte zunächst

seinen Rücktritt abgelehnt. Er sei nicht

schwul, liess er verlauten, und seine CSD-Teilnahme

habe nur «Nachforschungen» gedient. In den

vergangenen Jahren konnte der CSD in Budapest

zum Schutz vor gewalttätigen Rechtsradikalen

nur unter massivem Polizeischutz stattfinden.

Nach den Wahlen im April ist «Jobbik» erstmalig

im ungarischen Parlament vertreten.

Washington

Ex-General entschuldigt sich

bei niederländischem Militär

Kleinlaut entschuldigte sich der pensionierte

amerikanische General John Sheehan gegenüber

den Niederlanden für seine Äusserung,

homosexuelle holländische Soldaten seien

1995 schuld am Massaker in Srebrenica gewesen.

«Um es klar zu sagen: Das Fehlverhalten

in Srebrenica war nicht die Schuld bestimmter

Soldaten», hiess es in dem Entschuldigungsschreiben

Sheehans an den niederländischen

General Henk van den Breemen. Sheehan hatte

bei einer Anhörung des US-Senats gesagt, Homosexuelle

würden die Kampfmoral schwächen.

Als Beispiel nannte er Srebrenica. Dort hatte die

niederländische Armee einer Übermacht von

serbischen Truppen die Stadt überlassen, die daraufhin

8 000 Muslime umbrachten.

5


Der Gewinner ist...

Dominic Hunziker!

Mister Gay Wahlen 2010

von Martin Ender


CRUISER Edition Mai 2010

Nachdem sich über Jahre

niemand so richtig für das

Organisieren der Mister

Gay Wahlen interessiert

hatte, hat Oliver Eschler

vor gut einem Jahr die

Wahl wieder belebt. Cruiser

bemängelte damals,

eine falsche Preispolitik

hätte am Finale-Abend

die Alte Börse nur gerade

mal zur Hälfte zu füllen

vermögen. Dieses Jahr war

nun das Zürcher Volkshaus

zum Bersten voll.

Damals soll das «All Inclusive»-Getränkekonzept zum halbleeren Saal

aber auch zu einer mehr als guten Stimmung geführt haben. Der Berichterstatter

schrieb: «Die Stimmung im Publikum war mehr als nur

ausgelassen, die Bar immer gut frequentiert und der eine oder andere

Zuschauer schon vor der Kür des neuen Mister Gays bis an seine Toleranzgrenze

alkoholisiert.»

2010 fand das Grand Finale nun im Zürcher Volkshaus statt. Und diesmal

war der Saal voll. Mehr als voll. Der Veranstaltungsbeginn verzögerte sich,

weil erst noch weitere Tische und Stühle bereitgestellt werden mussten,

um noch wartenden Gästen (und Ehrengästen) einen Sitzplatz anbieten

zu können – seis dann auch nur in den hinteren Ecken neben der Bar, mit

eingeschränkter Sicht auf die Bühne, dafür mit umso mehr Lärm von der

Bar her. Doch schliesslich nahm das Grand Finale seinen langen Lauf.

Das Grosse Finale im Volkshaus

«Grand» nennt sich das Finale, weil nebst mehreren Gruppen- und Einzelpräsentationen

der Kandidaten noch manch anderes in die Show reingepackt

wurde. So der «MrGay Alliance Award». «Finale» nennt sich das

Grand Finale, weil ihm eine ganze Tour von Clubbesuchen vorausgeht.

Ab Ende Januar bis Mitte März tourten die Kandidaten von Basel bis Luzern,

von Lausanne bis Zürich kreuz und quer durch die Schweiz. Dabei

konnten sie sich schon mal an das Auftreten vor Publikum gewöhnen. Lernen,

sich auf der Bühne zu bewegen, sich in Pose und ins rechte Licht zu

rücken, Statements zur Aids-Prävention abzugeben und natürlich verbal

die Werbetrommel zu rühren, warum sie Mister Gay werden wollen. Die

Tour und die Schulung haben sich gelohnt. Die Auftritte wirkten professionell

und Melanie Winiger und Alf Heller gaben gekonnte Einstiegshilfen,

wenn es um die verbalen Auftritte der Kandidaten ging.

Aber auch dieses Jahr wurde die Stimmung von Stunde zu Stunde lauter,

und manche Botschaft oder Laudatio, im Programm zu spät angesetzt,

ging unter. So auch die Verleihung des «MrGay Alliance Award» an die

Zürcher Kantonalbank. Aufgefallen ist dann diese Einlage zum Schluss

doch noch. Nämlich dadurch, dass bei der Preisverleihung an den ZKB-

Vertreter der Preis erst nicht auffindbar war. (Da zu befürchten ist, dass

auch hier in der Berichterstattung zur Mister Gay Wahl dieser Preisverleihung

nicht gebührend Gewicht gegeben werden kann, werden wir

im nächsten CR darauf eingehen.) Einzelnen Gästen wurde es mit der

Zeit zu unruhig im Saal, so dass sie die Veranstaltung sogar vor dem

Wahl entscheid verliessen. Doch eine kochende Stimmung gehört wohl

zu diesem Anlass: Nur stellt sich die Frage: Was machen all die in höchsten

Tönen kreischenden Girls an einer Mister Wahl, wenn der Gewählte

gay ist, um nicht zu sagen, der Gay aller Gays. Und der heisst definitiv:

Dominic Hunziker.

Gesellschaft

Ein Mann, der weiss, was er will: gewinnen

Das Aufnahmegerät beim Interviewgespräch war schon aus. Auf die

nachträgliche Frage: «Wie bist du dazugekommen, dich als Kandidat zu

melden, hast du dich selber angemeldet?», antwortet er sehr schnell. «Ja,

ich habe mich selber angemeldet und ich hatte das feste Ziel, Mister Gay

zu werden.» Erst aber baten wir Dominic, sich in wenigen Worten zu beschreiben

und stellten die simple, aber nicht einfache Frage: «Dominic,

wer bist du?», Nach einem kurzen «Ufff» kommt die konzentrierte Aussage:

«Ich bin ein 25jähriger Architekturstudent, der im Aargau wohnt,

in Luzern studiert und in Zürich einen Freund hat.» Einstudiert? Nein,

so wirkt Dominic nicht.

Zwei Leidenschaften

Sein Studienfach ist Architektur. Und dem geht er mit Leidenschaft nach,

weil Architektur kreativ ist, weil es in der Architektur längst nicht mehr

nur um die Form geht, sondern auch um oekologische und oekonomische

Fakatoren. Und das ist ihm wichtig. Wenn das laufende Semester zu Ende

ist, geht sein Studium noch ein Jahr. Insgesamt beträgt die Studienzeit

fünf Jahre bis zum Master. Den Bachelor hat er im vergangenen Sommer

abgeschlossen.

Eine andere Leidenschaft ist die Musik. Er war mal bei MusicStar dabei

und schaffte es bis unter die letzten 24 Kandidaten (von rund 2000). Zwölf

kamen dann in die Sendung, er leider nicht. Musik hat aber nach wie vor

einen hohen Stellenwert in seinem Leben. Er spielt Klavier, schreibt eigene

Lieder (Mundart) und singt.

In den drei Wochen WK hat er gemerkt, wie ihm das fehlt: «Ich musste

mich dann am Wochenende ans Klavier setzen». Am liebsten macht er

beides zusammen, in die Tasten greifen und singen.

Prävention in der Beziehung

Die Kandidaten wurden angehalten, sich ein Präventions-Thema auszusuchen

und ihr Wissen daraufhin zu spezialisieren. Dominic entscheid sich

für das Thema «Beziehung». Was das konkret bedeute, wollten wir wissen:

«Man muss in der Beziehung abmachen, was man für eine Beziehung führt,

und man muss miteinander reden. Ich und mein Freund beispielsweise haben

eine geschlossene Beziehung. Und nichts anderes. Ansonsten ist es wichtig,

wenn die Beziehung offen ist oder ein Seitensprung passiert, dass dies

klar ist, dass geredet wird und beide von da an wissen, dass sie sich schützen

müssen. In solchen Situationen nichts zu sagen, geht einfach nicht.»

Ein Mister vom Land

Dominic kommt aus dem Aargau, genauer gesagt aus Moosleerau. Das

liegt zwischen Sursee und Aarau. Er befürchtet, dass auch Sursee die wenigsten

kennen. Die Gemeinde zählt gerade mal 820 Einwohner. Kann

man das als Schwuler aushalten?

Die Antwort: «Es ist nicht so, dass ich das aushalten müsste. Es ist eine schöne

Gegend. Dass ich noch da wohne, hängt damit zusammen, dass es nicht

weit nach Luzern ist, wo ich meine Ausbildung fertig machen will.»

«Die Leute sind zwar schon eher konservativ, aber es sind eigentlich alle

damit gut umgegangen», sagt Dominic, und meint weiter zu seinem

Coming-out: «Das war gar nicht so schwierig. Es dauerte aber eine Zeit,

bis ich es mir selber eingestanden habe, das war erst mit 21. Wie ich es

schliesslich mitteilte, stand ja schon in allen Zeitungen, fast peinlich.

Ich informierte meine Eltern per SMS. Sie waren in den Ferien und ich

fragte, ob sie Schwierigkeiten hätten, einen Schwiegersohn anstelle einer

Schwiegertochter zu haben... Sie fanden das ok und meinten, ich müsse

ja glücklich werden. Die Kollegen haben es gut aufgenommen.»

Zum Schluss wollten wir wissen, wie das Amtsjahr aussehen wird. Dominic

sagt dazu Folgendes: «Es wird stressiger, das merke ich jetzt schon,

die Schule geht weiter. Ich habe viel mehr Termine. Ich erlebe extrem viel

Neues und es ist bisher alles interessant gewesen und nichts dabei, das

mich genervt hätte. Ich komme jetzt als Mister Gay öfters nach Zürich

und so kann ich auch meinen Freund öfter sehen. Ab und zu begleitet er

mich auch. Ich werde ein Auge darauf haben, dass die Beziehung nicht

zu kurz kommt.»

7


Prominent CRUISER Edition Mai 2010

Ricky Martin

Ja, er ist schwul. Endlich, und schon immer.

Ausgerechnet Ricky Martin, die einstige Latino-

Sexbombe, welche mit Songs wie She-Bangs

die Charts erklomm. Zugegeben, so richtig hat

man(n) Ricky Martin das südländische Macho-

Gehabe nie abgenommen. Schlicht zu schön

war er, zu sanft ganz sicher. Er sang ein Duett

mit Madonna und ist Papa ohne Mama. Eine

Leihmutter trug seine Zwillinge aus. Das alles

waren mehr als nur Hinweise. Jetzt das späte Coming-out.

Heutzutage per Twitter. Ricky Martin

sei «ein glücklicher homosexueller Mann», diese

Worte gingen um die Welt – und sorgten für

höhnische Reaktionen. Besonders sein früheres

Image als so genannte «Klemmschwester» wurde

belächelt. Dieses hätte Ricky Martin eventuell

noch länger aufrechterhalten, mutmasst zumindest

der «Miami Herald». Anonyme Quellen sollen

belegen, dass der Latinostar seine Homosexualität

nur deshalb publik machte, weil er von

seinem Freund erpresst wurde. Der wollte nicht

mehr im Schatten stehen, sondern direkt auf

den roten Teppich. Falls die Anschuldigungen

wahr sind, dürfte diese Beziehung wohl beendet

sein. Auf Sympathie muss Ricky Martin dennoch

nicht verzichten, so richtete Promi-Blogger Perez

Hilton ungewohnt liebevolle Worte an Martin:

«Wir sind sehr glücklich für dich, Ricky».

Dem schliessen wir uns an. (dd)

Nervous-Bar

Die Nervous-Bar: Jeder kennt sie mittlerweile,

da kein anderes Schwulen-Lokal jüngst öfter in

den Schlagzeilen war. Ein solcher Medienrummel

kommt meist nur bei immensem Erfolg oder

einem Sex-Skandal vor. Aber die Nervous-Bar

hatte nichts von alldem. Sie ist schon seit November

2008 geschlossen. Eine Zwangsschliessung,

das wissen wir, welche mehr als nur fragwürdig

ist. Eine Zwangsschliessung auch, die

ein juristisches Nachspiel mit sich zog und für

Hunderte Zeitungsartikel sorgte. Die ehemaligen

Besitzer der Nervous-Bar, Jens Gloor und

Carlos Garotta, liessen nichts aus, um gegen diese

Ungerechtigkeit ins Feld zu ziehen. Sie inszenierten

u.a. medienwirksame Attacken gegen

Corinne Mauch und wurden mehrmals liebevoll

vom «Blick Am Abend» auf das Titelbild gehievt.

Stein des Anstosses: Wegen der Schliessung sind

die Betreiber nun hoch verschuldet. All das wissen

wir. Was aber kaum eine Zeitung schrieb,

nun aber ans Licht kommt: Die Nervous-Bar war

ein Flop. Zumindest wenige acht Wochen lang.

Schon die Eröffnungsfeier, notabene mit Lilo

Wanders, wurde eher mittelmässig besucht, danach

war an den Tresen ziemlich tote Hose. Nur

wenige wollten nervös sein, schon gar nicht im

Kreis 3. Die Faxen dicke ob dem Rummel haben

nun ehemalige Gäste, welche dort in aller Einsamkeit

ein Bier bestellten. Mittels Facebook-

Gruppe machen sie ihrem Ärger Luft. Denn auch

wenn die Schliessung des Lokals ungerechtfertigt

war, mutet sie der mediale Schlachtzug nach

Schadenersatz doch etwas merkwürdig an, da

der Nervous-Bar offensichtlich kein Erfolg beschieden

war. Und in Anbetracht der Forderung

stösst diese Tatsache vielen bitter auf. (dd)

8

The Dolder Grand

Sucht man in Zürich nach einem Schauplatz

für die nächste Bond-Episode, gibt es kein Vorbeikommen

am Dolder Grand. Bond Nr. 23 wurde

wegen Finanzproblemen vorerst auf Eis gelegt,

am Zürichberg geht es dennoch heiss zu

und her. Das Drehbuch zum erotischen Action-

Knaller stammt nun von einem Agenten ohne

Geldsorgen: nicht aus der Feder der Bond-Produzenten,

sondern aus dem Leben von Hirschmann,

Carl Hirschmann. Der Inhalt bleibt

geheimnisvoll. Hat Ex-Mr. Schweiz Melig zu

Hirschmanns blutjungen Begleiterinnen wirklich

gesagt: «Gute Nacht, ihr Schlampen» oder

doch nur «Gute Nachttischlampen»? Hat jemand

dann zur Eisenstange gegriffen? Wie nahm das

Duell seinen Anfang und wird es je ein Happy

End geben? Blick bis Weltwoche, das ABC der

Schweizer Presse berichtete aufgeregt darüber.

Das Dolder Grand, ein verruchter Ort. Und die

Betten sind ja auch nur warm, wenn grad eine

Gay-Party steigt, so das virtuose Wortspiel in

konservativen Blättern. «CR-Prominent» meint:

Das Dolder Grand setzt seine Architektur auch

in Inhalt um, umarmt die edle Tradition mit

urbaner Weltoffenheit, was bereits mit Spezial-Arrangements

während der EuroPride unter

Beweis gestellt wurde. Das Dolder Grand

ist der einzig wahre Promi-Hotspot weit und

breit. Der Kinostart des Films «One Night in Zurich»

steht noch nicht fest, der Titelsong schon:

«Die Schlampen sind müde» (Rosenstolz). Mit

Schlampen sind hier nicht die Damen gemeint,

denn mit seiner It-Boy trifft Bad-Girl-Version

liefert Hirschmann eine ziemlich emanzipierte

Version des Klassikers. Paris würde sich für eine

Gastrolle bestimmt zur Verfügung stellen. Aber

ganz egal, ob Carl im Dolder oder Paris im Hilton,

ein Sequel ist wohl unvermeidbar: Gleich

nach der Entlassung aus der U-Haft und dem

Dolder-Rausschmiss hat sich Carl mit Crystal

Audigier, Tochter des Ed Hardy-Chefdesigners,

vergnügt. Im Hyatt. (rg)

Marco Fritsche

An dieser Stelle fragten wir uns vor knapp zwei

Jahren, wie viele Staffeln «Bauer, ledig, sucht»

wohl ins TV-Land ziehen werden, bis der Bauer

einen Mann suchen darf. Unser Tipp damals:

elf. Weit daneben. Schon für die fünfte Ausgabe

fahndet der Sender 3+ nach Homo-Landwirten.

Angeblich gab es sogar bereits früher Versuche

in diese Richtung, die jedoch immer kurz vor

dem Schweinestall wieder abgebrochen wurden.

Im Pendant in Deutschland suchte Landwirt

Marc (34, 170cm, 1 Hahn, 15 Hühner, 300

Zuchtsäue) erfolglos sein gleichgeschlechtliches

Glück, in Österreich zog ein Bewerber gar vor

Gericht, weil sein Statement im Porträt, «Grösse

des Penis und Figur sind egal» von den Produzenten

scharfsinnigerweise dahingehend

interpretiert wurde, der Kandidat suche wohl

einen Mann, was nicht ins Sendekonzept passte

und einen Rausschmiss zur Folge hatte. Wird

nun in der Schweizer Version aus dem Zickenkrieg

endlich ein Hahnenkampf? 3+ befürchtet,

keine geeigneten Gay-Bewerber zu finden und

bat darum Pink Cross um Hilfe. Ganz nach der

alten Bauernregel für Casting Shows: «Sinkt

die Quote in den Keller, muss sofort her ein

Homosexueller.» Falls die Akzeptanz auf den

Bauernhöfen tatsächlich so gering ist, dass sich

keiner zu melden wagt, bleibt ja wenigstens Moderator

Marco Fritsche. Womit wir bei der nächsten

TV-Bauernregel wären: «Kann man keine

schwulen Kandidaten sichten, muss es wohl

der Moderator richten.» Fritsche ist schwul, auf

dem Bauernhof aufgewachsen, bezeichnet sich

als Landei, hat dennoch einen Stadtfuchs-Horizont,

ist schlauer als die Bauern und erntet wohl

trotzdem die dicksten Kartoffeln. Kurz: Er wäre

selbst der ideale Kandidat. (rg)


CRUISER Edition Mai 2010

Prominent

Cindy Lauper

Die quirlige Pop-Göre der 80er schert sich «einen

Dreck» um Intoleranz gegenüber Homosexualität,

gelinde ausgedrückt. Das ist durchaus

positiv gemeint und brav auf Deutsch formuliert,

denn die Webseite www.wegiveadamn.org

spricht drastischere Worte. Lauper steht hinter

der Kampagne namens «Give a Damn», welche

sich an jene Personen wendet, die sich für die

Gleichberechtigung einsetzen wollen. Speziell

sind Heteros angesprochen, die über einen

entsprechenden Horizont verfügen und genug

von der Diskriminierung aus den eigenen Reihen

haben. Die Website versteht sich als erste

Adresse für News rund um die Gleichberechtigung.

Wie auf Twitter oder Facebook sollen dort

die User aktuelle Meldungen publik machen,

quasi ein Regenbogen-Netzwerk aus Heteros,

welches die Gay-Community unterstützen soll.

Eine hübsche Idee. Cindy Laupers Engagement

für Schwule und Lesben ist massiv. Ihr «True

Colors Fund», aus dessen Support die neue Kampagne

entstand, fördert seit Jahren die Toleranz

für Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle. Mit

«Give a Damn» erreicht Lauper einen neuen Höhepunkt

– und unseren tiefen Respekt. (dd)

Anna Wendel

Jedes Druckerzeugnis, sei es Tageszeitung oder

Kochbuch, hat mittlerweile seine Kolumne. Einige

davon besitzen Kultstatus. «Das Magazin»

brilliert beispielsweise mit «Miss Universum»

(oder schlicht Michèle Roten) und wir haben

Michi Rüegg. Kolumnen machen Spass und

sind eine passable Geldquelle in der brachliegenden

Presselandschaft. Sie Überschwemmen

daher den Markt und machen deutlich: Nicht

jeder ist eine Roten oder ein Rüegg. So etwa

die offen lesbische Kolumnistin Anna Wendel

vom Online-Portal der «Schweizer Illustrierten».

Frau Wendel folgt gewiss den Gesetzen

einer Kolumne: Schreibe über dich selbst und

mische etwas Provokation bei. Leider ist Frau

Wendel frei von Witz und Ironie. So kritisierte

sie jüngst die Mr. Gay-Wahlen, reduzierte diese

auf einen simplen Schönheitswettbewerb und

unterstrich das Ganze mit dem Titel «Weshalb

kein Mensch Mr. Gay-Wahlen braucht». Stein

des Anstosses war das Fehlen einer Miss Gay.

Lesben sind sich eben zu schade dafür. Anders

die Schwulen. Die sind scharf auf den Titel, wollen

unbedingt die Community repräsentieren,

den jungen Schwulen beim Coming-out helfen,

Homophobie bekämpfen sowie nebenbei die

eigene Musikkarriere ankurbeln. Dafür ist ein

Mr. Gay da. Talent vor Schönheit. Frau Wendel

hat das nicht kapiert und präsentierte sich als

Albtraum einer denkenden Frau: oberflächlich.

Irgendwie passt der Titel ihrer Kolumne deshalb

ganz gut: Female Trouble. (dd)

Helmut Berger

Man darf ohne Übertreibung schreiben, dass

der österreichische Schauspieler Helmut Berger

in den 60er Jahren der wohl heisseste bisexuelle

Mann auf Erden war. Und ein äusserst talentierter.

Ebenso darf man heute ohne Übertreibung

behaupten, dass aus Helmut Berger eine

ziemlich traurige Gestalt wurde. Doch der Reihe

nach. Da war einmal dieser blonde Jüngling,

welcher in Rom zur Muse des Kultregisseurs

Lucchino Visconti avancierte. Für dessen Streifen

«Die Verdammten» wurde Helmut Berger

für den Golden Globe nominiert. Als «Ludwig

II.» umgarnte dieser sogar Romy Schneider (in

einer späteren Interpretation der Sissi). Und

schliesslich die ewige Schönheit als Dorian Gray

in der Verfilmung des Oscar Wilde-Klassikers.

Nur Helmut Berger konnte diesen ewigen blühenden,

sexuell extrovertierten Charakter spielen.

Anders als in Roman und Film verfügte er

aber über kein vor sich hin faulendes Gemälde

auf dem Dachboden. Sein Charme liess nach,

die Leidenschaft auch. Als Visconti starb, bezeichnete

er sich als dessen Witwe. B-Filme und

ein trashiger Auftritt im «Denver Clan» folgten.

Ein ausschweifendes Leben plus die offen gelebte

Bisexualität bescherten ihm skandalöse

TV-Auftritte. Der letzte bei Thomas Gottschalks

Geburtstagsshow «My Swinging Sixties». Da sass

Helmut Berger, die einstige Schönheit, sturzbetrunken

und lallte nur noch Quatsch: «Zwei

Stunden warte ich und masturbiere, um hier

zu sitzen», so Berger zu Gottschalk. So peinlich

war nicht mal erwähntes Gemälde des Dorian

Gray. (dd)

Anne Will

«Wir sind Papst!» jubelte die deutsche Boulevard-

Presse vor fünf Jahren. «Sind wir noch Papst?»,

hat nun Anne Will in ihrer Talkshow gefragt.

Dazwischen zahlreiche Missbrauchsskandale,

welche die katholische Kirche heftig erschüttert

haben. Die Diskussion war ein heftiger Schlagabtausch.

«Der Papst mit seinen roten Schühchen

und Frauenkleidern, der sich anbeten lässt» sei

alles andere als ein Vorbild, polterte Regisseur

und Gay-Aktivist Rosa von Praunheim gleich

zu Beginn. Offen und unbeschönigt sprach der

engagierte Vorkämpfer die verlogene Sexualmoral

an. Homosexualität sei unnatürlich, eine

Sünde, so die knallharte Antwort des Essener

Bischofs Overbeck. Zwischen den Fronten die

lesbische Moderatorin Anne Will, die mit Partnerin

Miriam Meckel (Dozentin an der Uni St.

Gallen) auch mal als gern gesehenes Promi-Pärchen

über den roten Teppich schreitet. Nach der

Sendung hagelte es Vorwürfe. Wie konnte Will

diese Homo-Hetze im öffentlich-rechtlichen TV

zulassen? Aber hatte sie nicht nachgefragt, woher

sich die Kirche das Recht nimmt, den Leuten

vorzuschreiben, nach welchen Normen sie zu

leben haben? Von anderer Seite: Wie konnte sie

es zulassen, dass nur schlecht über die Kirche

gesprochen wurde, während so viele Priester

so viel Gutes tun? Aber wurde in ihrer Sendung

nicht lediglich ausgesprochen, was viele denken

und was sich keiner zu sagen traut? Wenige

Tage nach dem Talk machte der Vatikan Homosexualität

für Pädophilie verantwortlich. Wenn

im Schweizer Fernsehen anständig, freundlich

und harmlos über das gleiche Thema diskutiert

wird, wünscht man sich, auch hierzulande einen

Praunheim und eine Anne Will zu haben,

vielleicht im Tausch gegen Roger Köppel, der

zurzeit als selbst ernannte helvetische Stimme

der Vernunft durch deutsche TV-Shows tingelt.

(rg)

9


Publireportage CRUISER Edition Mai 2010

live the good life

Stilvoller Rückzugsort und Well-Being-Oase: Im Hotel

Seeburg Luzern verbringt man unvergessliche Momente.

10


CRUISER Edition Mai 2010

Publireportage

Die Bar Lounge at Seeburg

Der Panoramasaal: Ort der grossen Momente

Designer Juniorsuite «Versace»

Hotelier Thomas Schärer

hat sich mit seinem Vierstern-Hotel

direkt am Vierwaldstätttersee

weit über

Luzern hinaus einen hervorragenden

Ruf verschafft.

Ob Gourmet-Dinner mit

Candle Light im Restaurant

Alexander oder Room-

Service in der «Versace»-

Designer Juniorsuite:

die erholsamen Stunden

im Hotel Seeburg Luzern

verbringt man mit Stil.

Sie fällt sofort ins Auge: die fast vier Meter hohe Skulptur «Open Mind» zu

Ehren von Sir Peter Ustinov (1921-2004) und dessen Kampf gegen Vorurteile.

Sie thront vor dem Hotel Seeburg Luzern, auf dessen Initiative hin

die Skulptur von Ustinovs Sohn Igor erstellt wurde. Offene, innovative

Geister wie die des unvergessenen Weltenbürgers begrüsst man besonders

gerne im Hotel Seeburg Luzern, einem Ort, an dem Hotellerie und

Gastronomie harmonieren wie kaum wo sonst.

Gastronomische Höhenflüge

Die Skulptur «Open Mind» fügt sich nahtlos in das imposante See- und

Bergpanorama ein, das man vom Restaurant Alexander aus geniessen

darf. Der Geheimtipp in Luzern mit der innovativen Küche gewann den

«Swiss Gastro Award» und wurde vom Club «Prosper Montagné» ausgezeichnet.

Zusammen mit der Cuisine créative des Restaurants Alexander

lässt sich das erlesene und reichhaltige Weinangebot des Hotels

Seeburg Luzern ausgezeichnet kombinieren. Das Seerestaurant mit

romantischer Terrasse und im Winter die einmalig authentische Titlis-

Hütte mit Schweizer Spezialitäten runden das gastronomische Angebot

ab. Vielfalt für jede Gelegenheit!

Familiäre Atmosphäre mit Stil

Architektonisch vereint die Seeburg Jahrhunderte mit zeitgenössischer

Architektur. Besonders schön zum Ausdruck kommt dies in den fünf

Designer-Juniorsuiten, bei welchen man unter fünf verschiedenen Stilen

die Qual der Wahl hat: zwischem dem Reiz der Moderne, einer Ambiance

aus Samt und Seide oder der Atmosphäre vergangener Zeiten. Aber bevor

man sich auf das Zimmer zurückzieht, ist ein Stopp in der «Lounge at Seeburg»

Pflicht. Hier treffen der urbane und der familiäre Geist der Seeburg

in unnachahmlicher Weise aufeinander.

Bereit für das grosse Fest

Das Hotel Seeburg Luzern ist aber nicht nur der optimale Rückzugsort zu

zweit. Auch für Bankette ist man bei Thomas Schärer und Team an der

richtigen Adresse. Das Highlight: der Panoramasaal, in dem man den

Geist vergangener Zeiten spürt. Die Kronleuchter und Spiegel aus dem

ehrwürdigen Hotel Ritz in London und das Deckengemälde der weltberühmten

Künstlerin Angelika Kauffmann sind schweizweit einmalig. Ein

monumentales Wandgemälde mit Männlichengipfel und Jungfraumassiv

des Schweizer Künstlers Ernst Hodel gibt dem denkmalgeschützten

Saal seinen Namen. Der perfekte Ort für ganz bedeutsame Momente.

Viele haben hier schon gefeiert: vom alten Adel bis zu Hollywoodstars

wie Ursula Andress.

Hotel Seeburg Luzern

Seeburgstrasse 53-61, 6006 Luzern, Telefon +41 (0)44 375 55 55

E-Mail: mail@hotelseeburg.ch

Internet www.hotelseeburg.ch, www.weihnachtshotel.ch

Ganzjährig geöffnet mit zahlreichen Veranstaltungen und Specials

CRUISER-Leser erhalten bei Buchungen unter Angabe des Stichworts

«Cruiser» eine Ermässigung von 15% auf dem Zimmerpreis (gültig bei

Buchungseingang bis Mitte Juni) und einen kostenlosen Welcome Drink!

11


Kultur CRUISER Edition Mai 2010

Rufus Wainwright

in Zürich

Für Elton John ist er der grösste

Songwriter

Der kanadisch-amerikanische Sänger Rufus

Wainwright ist eine schillernde Persönlichkeit.

Für Elton John ist er der grösste Songwriter auf

dem Planeten.

1998 erschien sein Debütalbum «Rufus Wainwright»,

das vom US Musikmagazin Rolling

Stone als eines der besten Alben des Jahres gehandelt

wurde. Neben seinen Erfolgen als Musiker

trat er auch in den Sitcoms «Absolutely

Fabulous» und «Frasier» als Gast auf. In der Modebranche

gab er sein Début, als er für die H&M

Kollektion «Fashion Against AIDS» ein Kleidungsstück

entwarf. Sein neustes Album «All

Days Are Nights: Songs For Lulu» beeindruckt

durch Lieder, die von persönlichen Emotionen

geprägt sind. Rufus Wainwright ist vor 36 Jahren

in New York geboren. Seine Eltern waren

schon Musiker im Genre Folk. Seine Mutter zog

mit ihm nach Kanada, wo er Klavier studierte.

In der Clubszene von Montreal machte sich Rufus

Wainwright einen Namen und produzierte

mehrere Demos. Sein Vater drückte diese einem

Freund in die Hand, der so begeistert war, dass

er sie gleich dem DreamWorks-Boss Lenny Waronker

weitergab. So erschien im Frühling 1998

das Debütalbum des Newcomers Rufus Wainwright.

Die Kritiker zeigten sich begeistert.

2001 erschien sein zweites Album «Poses». In

den Songs kommt seine grosse Begeisterung für

die Oper zum Vorschein und seine Texte sind

voller Anspielungen auf Opern, Literatur und

Popkultur. Auch, dass er sich zu seiner Homosexualität

bekennt, ist in seinen Songs deutlich zu

hören. Rufus interessiert sich für schwule Kultur-Traditionen

in allen Bereichen der Kunst.

So bezieht er sich immer wieder auf Namen wie

Oscar Wilde, Gertrude Stein oder Jean Cocteau.

Bei Live-Auftritten spielt er übrigens immer Klavier

und Gitarre.

2004 gab es einen kurzen Auftritt mit seinem

Vater und seiner Schwester in «The Aviator»,

einem Film des Starregisseurs Martin Scorsese

mit Leonardo DiCaprio und Cate Blanchett in

den Hauptrollen. (kb)

Rufus Wainwright

Kaufleuten Zürich, 16. Mai

12

Die Patienten

Marco Rimas multimediale

Show

Nach «Keep Cool» und «Hank Hoover» präsentiert

Marco Rima eine multimediale Show, wie

sie die Schweiz so noch nicht gesehen hat.

«Dieses Projekt setzt neue Massstäbe. Es ist das

Innovativste, was ich jemals gemacht habe»,

sagt Marco Rima, wenn er über sein neues Comedy-Musical

spricht. Man könnte auch sagen,

es ist der totale Wahnsinn! Denn die Story spielt

in einer psychiatrischen Klinik. Hier brechen

Patienten aus, um Rockstars zu werden. Dabei

geraten sie in die Fänge eines durchgeknallten

Radiomoderators, gespielt von Marco Rima.

Hört sich ziemlich schräg an? - Ist es auch.

Marco Rima hat mit Bo Katzman, Isabelle Flachsmann,

Mia Aegerter und Ritschi – von Plüsch –

eine Crew um sich versammelt, die genau so

verrückt ist wie er selbst. Zusammen mit einem

grossen Ensemble hauchen sie den Patienten Leben

ein und begeistern das Publikum mit zauberhaften

Balladen, mitreissenden Rocksongs

und einer gehörigen Portion Komik und Witz.

Wem das noch nicht verrückt genug ist, dem

wird spätestens beim Bühnenbild der Atem stocken.

Ganze 72 m 2 misst die gigantische Rückwand

dieses multimedialen Spektakels mit neuartigen

Digital- und Animationseffekten.

Premiere war am 9. März in Cham, anschliessend

waren die Patienten in Winterthur. Und

nach dem Gastspiel in Zürich geht es nach Bern

und von da weiter durch die Schweiz. (kb)

Theater 11, 19. Mai bis 6. Juni

Ticketcorner Vorverkaufsstellen

www.diepatienten.com.

Eine sensationelle

Skydance Show

Mit 40 Spitzentänzern aus der

ganzen Welt

Über 150 Stars aus 14 Nationen in der grössten

Show Europas. Ein unvergleichlicher Mix aus

Musik, Tanz, Comedy und Akrobatik sorgt seit

acht Jahren für ausverkaufte Hallen.

Eine gigantische Lichtshow, bombastischer

Sound, über 600 Kostüme und modernste Multimedia-und

Pyrotechnik vollenden das Spektakel.

Die Bühne zittert unter den besten Tänzern

der Welt. Zum ersten Mal bespielt Skydance das

Hallenstadion quer. Bisher hat die grösste Irish-

Dance-Show weltweit 50 Millionen Zuschauer

mit Riverdance und Lord Of The Dance begeistert.

Die 70 besten Irish Dancers sorgen für

fliegende Füsse, trommelnde Stepptanzgewitter

und die längste Irish Dance Line der Welt.

Ronan Keating gehört zu den erfolgreichsten

Sängern Europas, als Solokünstler oder als

Mitglied der Gruppe Boyzone. In mehr als 20

Ländern war er mit Songs wie «Life is a Rollercoaster»

oder «When you say nothing at all»

Nummer eins der Hitparaden. Der irische Superstar

bringt auch sein neues Albums «Winter

Songs» mit.

Bligg ist dabei mit mit Musigg i dä Schwiiz. Mit

Klängen der Volksmusik kletterte auch er bis

ganz oben in die Hitparaden. Mittlerweile sind

über 100 000 CD verkauft. Bligg und seine achtköpfige

Band präsentieren ihre Melodien mit

Hackbrett und Akkordeon.

Er ist Aerobic-Weltmeister, Tänzer und Artist

und war auch bei der Eröffnungszeremonie

an der Olympiade in Peking, Nick Beyeler zusammen

mit Francesca Garrone. Welcher Mann

möchte diesem Angel Of The Night nicht begegnen?

The Skydance Ballet zeigt mit 40 Spitzentänzern

aus der ganzen Welt Können, Technik, Passion

und sensationelle Choreographien. Hip-Hop,

Klassisches Ballett und Modern Dance.

The Hip Hop Superstars haben mit Talent, Leidenschaft

und Disziplin den Tanz-Olymp erklommen

und Millionen Zuschauer begeistert.

Normalerweise sind sie auf dem ganzen Planeten

verstreut – nur bei Skydance kann man

diese Superstars gemeinsam erleben.

«Two Generations» vereinen ursprüngliches

Kultur gut mit neustem Sound in einer mitreissenden

Top-Show. Es ist eine einzigartige Mischung

aus keltischen Klängen, Irish Folk, Klassik

und Rock. (kb)

Hallenstadion, Zürich. 21. bis 23. Mai 2010

Tickets unter www.skydance.info

oder 0900 910 920


CRUISER Edition Mai 2010

Kultur

Happy End

Eine paradiesische Liederrevue

Dominik Flaschka und die Shake Company präsentieren

eine paradiesische Liederrevue. Hit an

Hit wird von einem hochkarätigen Ensemble

engelhaft interpretiert.

In einem lauschigen Biergarten treffen sieben

Menschen aufeinander, die unterschiedlicher

nicht sein könnten. In rund 40 Liedern - vom

Chanson bis zur Rockballade - erzählen sie von

ihren Sehnsüchten und Träumen. Mitten hinein

landet ein himmlischer Bote – das Bier überschäumt,

die Realität beginnt sich aufzulösen

und das kleine Paradies am Rande der Grossstadt

verwandelt sich in einen verwunschenen

Garten. Eine grosse bunte Seifenblase aus Gassenhauern

und Songperlen. Die Zuschauer werden

auf eine musikalische Achterbahn der Emotionen

mitgenommen.

«Happy End» ist ein temporeiches und witziges

Märchen für Erwachsene, das den Zuschauern

mit viel Musik und skurrilem Humor zu einem

kleinen Stück Glückseligkeit verhilft. Mit Hans

Ueli Schläpfer am Klavier und Georg Altenburger,

Aniko Donath, Eric Hättenschwiler, Gigi

Moto, Rolf Sommer, Adrian Stern und Anny

Weiler. (kb)

Theater am Hechtplatz, Zürich, bis 19. Juni

Tickets 044 252 32 34

Michael Bublé

mit Crazy Love

Swing-Crooner wie einst

Frank Sinatra

Der Kanadier mit seiner aussergewöhnlichen

Stimme hat es in kürzester Zeit geschafft,

25 Millionen Alben zu verkaufen.

Mit der Single «Home» aus dem Album «It‘s Time»

erreichte Michael Bublé 2005 Weltruhm. Seither

bricht der Erfolg nicht ab. Sein neustes Album

«Crazy Love» gehört zum Besten, was er je

veröffentlicht hat. Er ist nicht nur im Pop-Genre

zu Hause, sondern überzeugt genauso auch als

Swing-Crooner, wie einst Frank Sinatra.

Michael Bublé wurde 1975 in Kanada geboren

und hat italienisch-kroatische Wurzeln. Ein

Multitalent, das nicht nur als Sänger und Entertainer

Erfolg hat, sondern auch als Schauspieler.

Der Film Totally Blonde erschien 2001.

Darin hatte er einige Auftritte als Sänger. Später

wurden diese Songs im Album Totally Bublé veröffentlicht.

Den grossen internationalen Durchbruch

schaffte er dann mit «It‘s Time», in dem

er Klassiker und Standards neu arrangiert und

glänzend interpretiert. Auch «Call Me Irresponsible»

mit zwei Eigenkompositionen, war stark

von Swing geprägt.

«Eine der grossen Herausforderungen für einen

Interpreten ist es, vertraute Melodien wie Stardust

oder Georgia On My Mind, die bereits von

vielen Künstlern gesungen wurden, zu nehmen

und sich zu fragen: Kann ich dem Lied etwas

Besonderes geben?», so Michael Bublé über die

Auswahl des Repertoires von Crazy Love. «Wenn

nicht, warum sollte ich die Zeit der anderen verschwenden,

ich könnte mich auch betrinken

und in einer Karaoke-Bar auftreten – und auch

das habe ich schon gemacht!»

Seine erste Live-DVD «Caught In The Act» und

der im Juni erschienene, spektakuläre Mitschnitt

des New Yorker Konzerts «Michael Bublé

meets Madison Square Garden» – im Januar 2010

für einen Grammy nominiert – zeigen einen

Künstler, der wie kaum ein zweiter die Bühne

als seinen natürlichen Lebensraum betrachtet

– und über einen unwiderstehlichen Charme

verfügt. (kb)

Hallenstadion, Zürich. Mittwoch, 26. Mai

Special Guests: Naturally Seven

www.ticketcorner.com oder 0900 800 800

The Clinic

Glamouröse Geschwister Pfister

Im vergangenen Jahr waren alle elf Vorstellungen

im Theater am Hechtplatz ausverkauft.

Scheinbar hat es wirklich zu viele Patienten.

Deshalb wird die Clinic mit den Pfisters nochmals

für drei Tage geöffnet.

Die lieben Promis haben es heutzutage nicht

leicht. Das Parkett unter dem roten Teppich ist

glatt. Krise, Karriereknick, Totalabsturz und

Ehe-Aus, wohin man schaut. Nur mit professioneller

Hilfe können die meisten dem enormen

Druck überhaupt noch Stand halten. Wer was

auf sich hält, lässt sich coachen oder macht einen

Entzug. Das haben auch die Geschwister

Pfister erkannt und kurzentschlossen ihre eigene

Klinik eröffnet. Eine Art Betty-Ford-Wellness-Entzugsklinik-Grand-

Hotel-Anlage für

Prominente – und etwas weniger Prominente.

Die Pfisters sind nicht nur Besitzer, sondern

gleichzeitig auch Ärzte, Pfleger, Therapeuten

und selbstverständlich ihre eigenen First-Class

Patienten. Eine geschlossene Anstalt, wie man

sie noch nicht gesehen hat. Zauberberg meets

Kuckucksnest. Nie waren die Geschwister Pfister

so glamourös und so gesund. (kb)

Bernhard Theater, Zürich, 14. bis 16. Mai

13


Reisen CRUISER Edition Mai 2010

Luzern – Die Perle

der Innerschweiz!

Ein romantischer Wochenend-Trip zu zweit.

von Branko B. Gabriel

14


CRUISER Edition Mai 2010

Reisen

Tatsächlich, langsam, aber

sicher mausert sich

Luzern zu einem internationalen

Hotspot. Gays aus

aller Welt entdecken das

kleine Bijou am Vierwaldstättersee.

Unser Redaktor

Branko B. Gabriel gönnte

sich eine kleine Auszeit

und testete den Gay-Faktor.

Nach hektischen Wochen in Zürich, entspannte ich mich nicht wie üblich

in einem Club, sondern flitzte übers Wochenende kurzerhand nach

Luzern. Mit der neuen Autobahn ist man ja bereits in 38 Minuten da! Luzern

bietet vielleicht nicht gerade ein typisches Gay-Angebot mit pulsierendem

Nightlife, unzähligen Bars oder Parties ohne Ende, dafür trumpft

es mit viel Charme und Gelassenheit auf.

Hier geht es gesittet (trotz den 3 Saunen in nächster Nähe) und gemütlich

zu und her, das geniessen offenbar nicht nur die Touristen, nein, auch

immer mehr einheimische Gays entdecken Luzern. Am besten erkundet

man diese Stadt mit seinem Partner. Zu zweit schlendert man über die

wieder aufgebaute Kapellbrücke, besucht ein Konzert im spektakulären

KKL, gebaut von Star-Architekt Jean Nouvel, Muse holt man sich im Museum

of Art Lucerne und man erkundet die verwinkelten Gässchen in der

Altstadt oder genehmigt sich Kaffe und Kuchen im Café Heini.

Auch das Shopping-Angebot kann sich mittlerweile sehen lassen. Hierzu

empfiehlt sich die verkehrsfreie Altstadt (Phänomen, Pier 42, Wohnidee,

Farb & Schniid Lounge, Kunstkiosk, Goldschmied Stutz). Mein Geheimtipp

ist allerdings der Kauffmannweg hinter dem Bahnhof. Hier findet

man coole stylische Möbel (Sitz&Co), Accessoires, bezaubernde Ballkleider

(Boutique Eurosa) für den nächsten Drag-Contest und ein Restaurant

/ Bar (Gio) mit einer waschechten Schwedin. Einige Strassen weiter

ist dann auch Tommy – Hair Trends & Products – zu finden. Raffinierte

Schnitte zu Hammerpreisen!

Nicht nur Luzern begeistert, auch die schöne Umgebung rund um den

Vierwaldstättersee ist einmalig. Allen voran natürlich die Rigi auf 1797,5

müM oder natürlich auch der Pilatus auf 2132 müM (die steilste Zahnradbahn

der Welt!). Oder darf es eine klassische Schifffahrt mit einem

Abstecher ins Verkehrshaus oder gar an den weltberühmten Bürgenstock

sein?

Für ein Wochenende empfiehlt sich das City Hotel RadissonBlu, hinter

dem KKL (ausführliche Infos: queer.ch) oder, wer echt was Romantisches

mag, das Hotel Seeburg Luzern, Richtung Verkehrshaus / Lido. (siehe auch

Seiten 10 und 11).

Fazit: Ein romantischer Wochenend-Trip zu zweit, ohne Stress und Nightlife,

dafür mit viel Gemütlichkeit, einem Schuss Shopping und einer Prise

herrlicher Umgebung. Willhelm Tell lässt grüssen!

Branko B. Gabriel in Luzern

Die besten Adressen

Frigay Night

jeden 3. Freitag im Monat,

The Loft Club,

Haldenstrasse 21, 6006 Luzern

www.frigaynight.ch

Menergy Party

alle 1-2 Monate, abwechselnde

Location www.menergy.ch

HALU Bar

jeden Dienstag ab 20 Uhr im Les-

BiSchwulen Zentrum Uferlos am

Geissensteinring 14.

www.halu-luzern.ch

Queer Circle – Bar für Lesben

und Schwule

jeden Mittwoch ab 17 Uhr.

in der Freundeskreis Bar,

Löwengraben 18, 6000 Luzern.

www.freundeskreis.lu

Phänomen

Mode & Lifestyle,

Weinmarkt 4, 6004 Luzern

TOMMY

Hair Trends & Products,

Winkelriedstrasse 30a,

6003 Luzern

Wohnidee Luzern

Wohnen und Arbeiten,

Metzgerraile 6, 6004 Luzern

Farb und Schniid Lounge

Gerberstrasse 15,

6004 Luzern, 041 410 01 70

Kunstkiosk Luzern

immer samstags von 11-16 Uhr

geöffnet,

Rössligasse 12, 6005 Luzern

Pier 42, Boutique

Kapellgasse 14, 6004 Luzern

LesBiSchwules Kino

in regelmässigen Abständen

werden im Stattkino Filme mit

schwulen Inhalten gezeigt:

www.stattkino.ch

Stutz-Design

Goldschmied,

Schwanenplatz 4, 6004 Luzern

Restaurants

GIO

Restaurant & Bar,

Kauffmannweg 16, 6003 Luzern,

www.gio-luzern.ch

Sebastian`s Restaurant

Rütligasse 2, 6003 Luzern,

www.sebastians.ch

www.rebstock-luzern.ch

Hotels

Hotel Seeburg Luzern

Seeburgstrasse 53-61,

6006 Luzern, 041 375 55 55,

www.hotelseeburg.ch

Hotel Rebstock

www.rebstock-luzern.ch

Radisson Blu Hotel

Lakefront Center, Inseliquai 12,

6005 Luzern, 041 369 90 00

radissonblu.com/hotel-lucerne

Saunas

Discus Sauna

www.discus-sauna.ch

Cruisingworld

www.cruisingworld.ch

Mehr Infos auf: www.queer.ch

15


Kolumne CRUISER Edition Mai 2010

Das Turnschuh-

Mysterium

von Michi Rüegg

Es gibt Dinge, die werden mir ein Leben lang verborgen

bleiben. Eines davon ist Sneakersex. Man

begegnet den Anhängern dieser Sexualpraktik

auf den einschlägigen Kontaktbörsen. Einige

davon haben ganze Arsenale von Fotos, auf denen

Turnschuhe zu sehen sind. Nichts als Turnschuhe.

Was in der Wüste Gobi der Sand, ist auf

Sneakersexaddicts-Profilen der Turnschuh.

So fragt sich der virtuelle Besucher dann und

wann aus purer Langeweile, was man mit diesen

Schuhen denn genau anstellt. Wer Sextoys

abbildet, steht immerhin im Verdacht, sie auch

einführen oder umbinden zu wollen, entweder

bei sich selbst oder bei einem jeweils aufs Neue

zu entdeckenden Partner, einem so genannten

«Mr. Right-at-the-time».

Einen Turnschuh sollte man aus verschiedenen

Gründen nicht einführen. Ich werde in diesem

Punkt nicht ins Detail gehen. Also muss der

Sneaker-Freund sein Objekt der Begierde wohl

auf andere Weise zum Einsatz bringen. Möglich

wäre das Tragen des Schuhs, wobei dem

durchschnittlich sexuell gebildeten Menschen

hierbei unweigerlich die Frage wie ein Knoblauchrülpser

aufstösst: Worin liegt da der Reiz?

Angenommen, man wird von einem netten jungen

Mann gebumst, ist das Erlebnis dann von

noch durchschlagenderer Bedeutung, wenn

ebendieser junge Mann Turnschuhe trägt?

Möglich auch, dass man den Turnschuh vom

Mann isoliert, sprich, das eigentliche Sexualobjekt

wird der Turnschuh, sein Träger ist bloss

noch Mittel zum Zweck, wie der Zwischenwirt

beim Schweinebandwurm. Wir wären dann bei

einem Fetischismus angelangt. Eingefleischte

Sneaker-Fetischisten sind vermutlich so von ihrer

Liebe zu von Kinderhand gefertigten Kunstlederhandwerken

eingenommen, dass sie nicht

mehr den Mann fürs Leben, sondern den Schuh

fürs Leben suchen. Entsprechende Tauschbörsen

könnten ausgetragene Schuhe mit neuen Besitzern

zusammenbringen. Das muss man sich

wie ein Tierheim vorstellen, wo man Lumpi abholt,

weil er hinter dem Gitter so putzig-traurig

aus der Wäsche guckt. Nur dass man mit Lumpi

keine Schweinereien anstellen sollte.

Konsequenterweise müsste man in Zeiten

grösstmöglicher Diversität die eingetragene

Partnerschaft zwischen Schuh und Sneaker-

Fetischist ermöglichen, schliesslich sind solche

Bindungen zuweilen von immenser Intensität.

Und da man ja nicht nur ein Paar Schuhe lieben

kann, hätten wir dann den Anspruch auf

Vielsneakerei, (lat. Polycalconerie). Und weil

man nach der erfolgreichen Einführung dieser

Form von staatlich akzeptierter Beziehung

wiederum aus Nichtdiskriminierungsgründen

den rechtlichen Umkehrschluss ziehen und

der klassischen eingetragenen Partnerschaft

eine polygamistische Variante zur Seite stellen

muss, wären wir endlich dort angelangt, wo wir

hin wollen, beim eingetragenen Rudelbumsen.

Nirwana!

Und das alles haben wir den Sneaker-Fetischisten

zu verdanken. Sie weisen uns den Weg. Und wenn

der abgeschritten ist, kann man die blöden Dinger

wahlweise in die Altkleidersammlung geben.

Oder Fotos davon auf Gayromeo stellen.

Anzeige

Liebe ist, wenn’s passt.

Sofort

kostenlose

Partnervorschläge

erhalten!

Finden Sie den richtigen Partner.

Mit gay-PARSHIP, Europas führender Partneragentur für Schwule und

Lesben, haben bereits Tausende den Partner gefunden, der wirklich passt. Wir

setzen uns nicht nur für das Glück einzelner Paare ein, sondern auch für die

Gleichstellung. Deshalb unterstützen wir das weltweite Engagement von

„The White Knot“. Für die gleichgeschlechtliche Ehe.

Jetzt kostenlos testen:

www.gay-PARSHIP.com


CRUISER Edition Mai 2010

The Dynasty Club

Mit neuen Wirten

von Kurt Büchler

Anzeige

Nach 20 Jahren übergibt Emilio

das Szepter zwei neuen Wirten:

Hansruedi und Pietro. Sie

sind von der TipTop Bar her

in der Szene bestens bekannt.

1990 übernahm Emilio als Wirt die Bagpiper-

Bar an der Zähringerstrasse 11 in Zürich. In den

vergangenen Jahren hat er einiges erlebt: den

Brand der Bagpiper-Bar im Jahr 1999, den Umbau

der Barbetriebe und die Eröffnung im Jahr

2000 unter neuem Namen: The Dynasty Club

auf zwei Stockwerken, die Neugestaltung der

G-Lounge und vom Chällerstübli.

Nun hat Emilio die Barbetriebe per 1. Mai 2010

verkauft. Die Ustrinkete war am 29. April.

Am 1. Mai eröffnen Hansruedi und Pietro von

der Tip Top Bar am Seilergraben als neue Gastgeber

die Barbetriebe an der Zähringerstrasse mit

einer Antrinkete am Samstag, 1. Mai.

«CR» hat den bisherigen Wirt Emilio in die Zange

genommen.

CR: Wie bist du überhaupt dazu gekommen, 1990

eine Gaybar zu übernehmen?

EMILIO: Ich verkehrte 1989 schon regelmässig

in der Bagpiper-Bar. Ich fühlte mich dort sehr

wohl und pflegte gute Kontakte zu den Gästen

und zu den Barmen.

Als ich erfuhr, dass die Liegenschaft Zähringerstrasse

11 zum Verkauf stand, entschloss

ich mich in jugendlichem Leichtsinn, diesen

Schritt zu wagen. Kurz nach dem Kauf der Liegenschaft

habe ich 1990 auchdie Bagpiper-Bar

gekauft. So kam ich zu einer Gaybar, wie die

Jungfrau zum Kind.

CR: Gibt es ein Highlight in diesen 20 Jahren?

EMILIO: Es gibt sehr viele Highlights! Etwa die unzähligen

Fasnachts-Dekorationen, welche wir

im Team alle selber kreiert hatten, oder Hunderte

von Freinächten bis in die Mittagsstunden

des nächsten Tages. Auch die Zusammenarbeit

mit «Les femmes fatales», Carla & Petra, an

den Gala-Dinners im Albisgüetli war phänomenal.

Wir, von der Bagpiper-Bar durften jeweils

als Gast-Bar mit dabei sein und es war immer

ein Riesenspass. Nach solchen Anlässen haben

wir morgens um 05.00 Uhr die Bagpiper-Bar

geöffnet mit Gulaschsuppe für alle. Das waren

spassige 24-Stunden-Marathons.

Die Streetparade im Jahr 2000 ist ebenfalls in

guter Erinnerung. Damals bewilligte mir die Stadt

Zürich noch die grosse Aussenbar mit Lightshow.

Das Wetter war sensationell und wir füllten die

ganze Strasse mit Hunderten von Tanzwütigen.

Unternehmen

CR: Und warum gibst du schon auf? …du bist ja

noch zu jung, um einfach nichts mehr zu tun…

EMILIO: Ich denke, dass 20 Jahre genug sind. Man

sollte aufhören, solange der Job noch Spass macht.

Mit Hansruedi und Pietro habe ich zwei junge

und innovative Wirte gefunden. Ich bin überzeugt,

dass mein Baby in den besten Händen ist!

Mit meinem Freund möchte ich nun aufs Land

ziehen und das Privatleben geniessen. Natürlich

werde ich gerne als Gast im Dynasty sein,

um die tollen Freundschaften, welche in den

vergangenen 20 Jahren entstanden sind, weiter

zu pflegen.

«CR» wollte auch noch wissen, warum die beiden

neuen Wirte diesen Schritt gemacht haben.

CR: Hansruedi, wie sind denn deine Erfahrungen

am Seilergraben?

HANSRuEDI: Sicher war es ein mutiger Entscheid,

vor dreieinhalb Jahren das TipTop mit seiner

Vergangenheit zu übernehmen. Die Erfahrung

hat aber gezeigt, dass sich meine Idee, das alte

frühere TipTop wieder aufleben zu lassen, umsetzen

liess und sich viele frühere und auch

neue Gäste freuen, wieder ein Lokal in dieser

Art in Zürich zu haben. Als ich dann vor etwa

zwei Jahren mit Pietro einen Stellvertreter gewinnen

durfte, welcher sich mit meinem Konzept

identifizieren konnte und er zusätzlich

noch weitere Ideen ins TipTop einbrachte, war

das natürlich sehr erfreulich. CR: Wieso übernimmst

du mit Pietro jetzt zusätzlich auch die

drei Betriebe an der Zähringerstrasse?

HANSRuEDI: Mit dem Erfolg in der TipTopBar sowie

aufgrund der optimalen Zusammenarbeit mit

Pietro, sind wir auf die Idee gekommen, gemeinsam

ein zweites Standbein aufzubauen und dort

unser gemeinsames Gedankengut einzubringen

und zu erweitern. Dass wir nun die Möglichkeit

erhalten, dies in den ehemaligen Betrieben von

Emilio umzusetzen, freut uns beide natürlich

sehr.

CR: Bleibt das Dynasty, wie es ist oder was wird

anders?

HANSRuEDI: In Anbetracht des für uns sehr kurzfristigen

Entscheids, die Dynasty Barbetriebe

zu übernehmen, haben wir uns beide gemeinsam

entschlossen, die Priorität auf einen möglichst

reibungslosen Übergang zu setzen und

das Dynasty vorerst in der gewohnten Art und

Weise, lediglich mit ein paar wenigen Veränderungen,

weiterzuführen. Dadurch bleibt

uns dann auch etwas mehr Zeit, um uns auf

eine spätere, komplette Neueröffnung vorzubereiten.


Szene CRUISER Edition Mai 2010

Parties und

Events

18

Sprit Bar

Erfrischend anders in die

Sommersaison

Lauschige Gay-Locations sind in der Stadt Zürich

selten – aber es gibt sie. Zum neunten Mal beglückt,

gibts während der Sommersaison die Sprit

Bar, die erfrischend andere Freiluftbar mitten in

der City von Zürich. Der Weg ins mediterran anmutende

Ambiente führt durch einen Hinterhof,

aufs Dach der Kaufleuten-Garage, die jeden Sommer

für Männer reserviert ist, die ihr Wochenende

bei einem kühlen Bier ausklingen lassen.

Zwischen den umliegenden Blockbauten befindet

man sich in einem von Palmen umringten

Dachgarten. Urban und zurückgezogen zugleich

– in einer Stadt wie Zürich wahrlich eine

Seltenheit.

Peter und Patrik, Gründer der Zürcher Schwulen-Oase:

«Die Sprit Bar ist längst kein Geheimtipp

mehr. Bestimmt ist es ihre einmalige Ausstrahlung,

dank der sich Gays aus der ganzen

Stadt Jahr für Jahr genau diesen Ort zu ihrem

sonntäglichen Treffpunkt machen.» Es wird geplaudert

und getrunken, geflirtet und gelacht

– die Mischung aus einem unkomplizierten Irgendwie

und dem Hauch von Italianità hinterlassen

Gefühle einer rauschenden Strandnacht.

Am Sonntag, 30. Mai, um 20.00 Uhr geht‘s los,

und so die Wettergötter wollen, ist die Sprit Bar

jeden Sonntag bis zum 29. August 2010 bis jeweils

um 00.00 Uhr geöffnet. Gestartet wird die

diesjährige Sommersaison mit einer offerierten

Wurst vom Grill.

Bei zweifelhaftem Wetter findet man Angaben

über die jeweilige Öffnung unter www.sprit.ag.

Man kann sich aber auch per SMS im Verlauf des

Sonntags darüber informieren lassen, ob das gemeinsame

Auftanken im Talacker stattfindet.

Sprit Bar

Ab 30. Mai 2010, ab 20.00 Uhr

Immer sonntags bei schönem Wetter

Bei Regen bleibt die Bar geschlossen.

(Wetterentscheid unter www.sprit.ag)

Talacker 34, 8001 Zürich

France Delon

Schmetterlinge im Bauch

Es ist Frühling, die Sonne scheint und alles

blüht. Höchste Zeit, die Diva der Herzen nach

Zürich zu holen, denn sie spürt bereits die

Schmetterlinge im Bauch. Doch wer sie kennt,

weiss, dass bei France die Schmetterlinge nicht

im Bauch flattern, sondern ein kleines Stückchen

weiter unten. Wir wissen alle, dass es nicht

einfach ist, die kribbeligen Gefühle richtig zu

deuten oder sie zu unterscheiden. Egal, wo die

Gefühle bei der Grande Dame sitzen, eins ist

klar, sie wird keine Hemmungen haben, diese

intimen Gefühle an die Öffentlichkeit zu tragen.

Und wie wir wissen, sind es ja meist nicht

nur die Intimitäten aus ihrem Leben...

Vom 19. bis und mit dem 30. Mai ist sie zu Gast

im T&M. Ihre grandiosen Shows beginnen jeweils

um 22.00 Uhr und danach kann man mit

ihr noch Schmetterlinge fangen gehen.

France Delon

Mittwoch, 19. Mai, bis Sonntag, 30. Mai 2010

Show 22.00 Uhr

T&M, Marktgasse 14, 8001 Zürich

www.g-colors.ch

Angels White Party

Der Fixstern am Zürcher

Partyhimmel

Angels-Parties, ob Black oder White, sind ein

fester und beliebter Bestandteil der Zürcher Partie-Szene.

Am zweiten Mai-Wochenende ist es

wieder soweit. Madrid beherrscht im Volkshaus

den Main Room mit DJ Ismael Rivas (Madrid,

Space of Sound). Im White Room ist Rom vertreten

mit DJ Alan Joe (Rome Gayvillage + Gorgeous

I am, Mardi Gras). Im Foyer im Obergeschoss legt

DJ Angel O (Angels-Resident DJ) auf, und in der

Lounge trifft man Glitzerhaus.

White Party, Samstag, 8. Mai, 22.00 Uhr

Volksaus, 8004 Zürich

Vorverkauf: Adidas Store, Cranberry, Daniel H.,

Männerzone, Ministry of Kink, starticket

White Afterhour

Vorangehend White warm-up

Die letzte wird es sein, so die Veranstalter, die

aber schwer hoffen, lediglich in der Location an

der Pfingstweidstrasse.…

Die Afterhour profitiert stark vom Renommee

der vorangehenden «Angels White Party» im

Volkshaus – ein herzliches Dankeschön an deren

Macher!

Dementsprechend famos wird die Afterhour

wohl auch diesmal; Vielversprechend ist das

line-up der DJs: Mental X, Thomi B, Jesse Jay,

Willi P & Fred Extasia. Wie immer mit «special

lightshow & darkroom»

warm-up

Samstag, 8. Mai 2010, 23.00 Uhr, open-end

White Afterhour

Sonntag, 9. Mai 2010, 3.00 Uhr

Lotus Club, Pfingstweidstrasse 70, 8005 Zürich

www.androphil.ch


CRUISER Edition Mai 2010

Szene

Flexx Oranje Party

Zum Königinnentag in Holland

Passend zum Königinnentag in Holland präsentieren

Flexx die Oranje Party. Nix wie hinein in

die orangefarbenen Teile und ab auf die Tanzfläche

ins Loop38. Hinter den Plattentellern

steht diesmal DJ Elias aus Paris/Ibiza und DJ

Franco aus Zürich. DJ Elias‘ Karriere begann in

den 90ern auf dem Terrassen-Floor des Space

in Ibiza. Nach Gigs im legendären Pariser Club

«Queen» wurde er als offizieller DJ für die La

Demence@Fuse in Brüssel und das Circuit Festival

in Barcelona gebucht. Er ist Gründer des

spanischen Labels Stomp Recordings und organisiert

zurzeit die Elevation Party in Paris, wo

er auch Resident DJ ist. Reichlich Unterstützung

kriegt er durch DJ Franco. Dieser ist vielen aus

der ehemaligen Spidergalaxy und dem Stoffwechsel

ein Begriff. Aktuell bringt er regelmässig

die Tanzwütigen im Loop38 in Wallungen.

Geiler Partysound und gute Stimmung sind

also garantiert!

Die Flexx-Party wird von queertunes.fm aufgenommen

und die Woche darauf jeweils am

Montag, Mittwoch und Freitag von 22.00 - 02.00

Uhr ausgestrahlt.

Flexx Oranje Party

Samstag, 1. Mai 2010, ab 23h

Loop38, Albulastrasse 38, 8048 Zürich

www.flexx-party.ch

www.loop38.ch

Zürcher Gayball

Schräg bis chic – just beautiful

Als Höhepunkt des Zürcher Frühlings findet

auch dieses Jahr wieder der grosse Gayball in

der Kirche St. Jakob am Stauffacher statt. Das

grösste Ereignis dieser Art in der Schweiz verspricht

ausgelassene Atmosphäre und schrille

Kostüme auf zwei Dance Floors.

Der Zürcher Gayball zieht Jahr für Jahr mehr

begeistertes Publikum an. Männer und Frauen,

Männer und Männer, Frauen und Frauen. Nach

dem Eröffnungswalzer auf der mächtigen Kirchenorgel

feiern die Ballgäste ein schillerndes

Fest der Toleranz. Wer Lust hat, kostümiert sich

nach dem diesjährigen Motto: «Schräg bis chic

– just beautiful!». Schliesslich winkt die Kür

zur Ballkönigin – die nicht unbedingt weiblich

sein muss. Aber auch unverkleidet kann man

den Ball und die Show der Profi-TänzerInnen

geniessen. Wer will, reiht sich ein zur Mitternachtsquadrille

mit Stephan Mester. Und wer

kurz verschnaufen oder gar nicht tanzen mag,

beobachtet das bunte Treiben von der Bar im

Kirchenschiff aus. Der Gayball 2010 soll ein rauschendes

Fest für Liebe und Toleranz, werden.

Am Sonntag, 2. Mai, 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr,

gibt’s Gratisunterricht in Mitternachtsquadrille.

Anmeldung über www.gayball.ch.

Kostümieren lohnt sich: Styleticket: über 50 %

Ermässigung!

Zürcher Gayball

Samstag, 8. Mai 2010, 20.30 Uhr bis 02.00 Uhr

Kirche St.Jakob am Stauffacher, 8004 Zürich

www.gayball.ch

Pride warm-up

Im XceS-Club (ehemals Aera,

Club Labitzke)

Im Rahmen des diesjährigen Zürich-Pride-Festivals

haben sich die Macher der Selection- und

Testosteron-Parties zusammengeschlossen. Im

XceS-Club wird am Samstag, 22. Mai gemeinsam

die Pride-warm-up-Party gefeiert.

Eigens eingeflogen wird Antoine de la Cruz,

gebürtiger Niederländer mit reichem musikalischem

Hintergrund. Schon als Kind spielte

er verschiedene Instrumente. Früh kaufte er

sich zwei Decks und ein Mischpult. Progressive

und Tribal sind die Hauptelemente seiner

DJ-Sets, die er auch schon in London, Brüssel,

Amsterdam und im Dezember bei Testosteron

gespielt hat.

Ebenfalls mit dabei ist Dikky Vendetta, der im

Februar auf der Italian-Selection auflegte. Er ist

einer der wenigen, der sowohl an der Rapido

und auch an der La Demence spielen darf. Man

darf gespannt sein, was dabei rauskommt, wenn

die beiden gemeinsam auflegen. Langweilig

wird das auf keinen Fall.

Zum guten Schluss darf natürlich der derzeitig

beste hiesige DJ nicht fehlen, der Resident DJ

der Selection-Party, DJ 5th Element. Er wird es

sicher wieder schaffen, den Dancefloor mit seiner

Musik zum Kochen zu bringen.

Die meisten kennen die Location des XceS-Clubs

schon. Sie wurde angepasst und umgebaut, ohne

ihren erfolgreichen Reiz zu verlieren. Was gibt

es noch zu sagen? Dass schon früher geile Gay-

Parties dort stattfanden. Unter dem Label Aera,

aber auch im Club Labitzke wurde hier an der

Albulastrasse schon bis in den Sonntagnachmittag

gefeiert, ohne dass man in einen anderen

Club zur Afterhour weiter gehen musste. An

diese alte Tradition wollen die beiden Veranstalter

mit den neuen Betreibern anknüpfen und

mit den Gästen fett abfeiern. Es soll der Auftakt

sein zu einer neuen Ära im XceS-Club, wo ab

Ende Juni regelmässsig die Testosteron-Parties

stattfinden werden. Vorerst heisst es aber Pridewarm-up

by Testosteron und Selection.

Pride-warm-up by Testosteron und Selection

Samstag, 22. Mai 2010, ab 23.00 Uhr

XceS Club, Albulastrasse 40, 8048 Zürich

www.selectionparty.ch

www.testosteron-party.ch

Revolution Party

Tanz in den Sommer

Kurz vor der Sommerpause gibt die Revolution

Party noch einmal so richtig Gas.

Am 19. Juni wird das Loop38 wieder zum Kochen

gebracht. Das DJ Line-up kann sich sehen

und besonders hören lassen: Gleich drei der

angesagtesten DJs aus Zürich werden die Gäste

verwöhnen. DJ Jesse Jay ist vielen Partygängern

unter anderem aus den Labyrinth-Zeiten ein

Begriff. Er ist zudem Mitorganisator der berüchtigten

Take-a-Dance-Parties. DJ Ajaxx ist als Resident

an der Flexx-Party und des Öfteren im

Lotus- und Rage-Club zu hören. Seine Sets sind

eine Synthese von verschiedenen Einflüssen

von Parties wie der Rapido (Amsterdam), dem

Trade (London), der La Demence (Brüssel), der

Greenkomm (Köln), dem Souvenir (Barcelona)

oder der Under (Paris). Der Zürcher DJ Franco

ist aus der Spidergalaxy und dem Stoffwechsel

bekannt. Auch er bringt im Loop38 regelmässig

die Tanzfläche zum Brodeln. Mit drei solch

hochkarätigen DJs hinter dem DJ-Pult muss

man einfach tanzen.

Revolution Party

19. Juni 2010, ab 23h

Loop38, Albulastrasse 38, 8048 Zürich

www.party-revolution.ch

www.loop38.ch

Big Pride Party

Testosteron und Selection am

Zürich Pride-Festival

Nach der Pride-warm-up-Party von Testosteron

und Selection im XceS-Club tun sich die beiden

Veranstalter nochmals zusammen zur Big Pride

Party am 5. Juni im Lotus-Club, der nur wenige

Gehminuten vom Turbinenplatz entfernt ist.

Der Lotus-Club wird seine Pforten um 23.00

Uhr für eine der grössten Pride-Parties des Jahres

2010 mit der europäischen und schweizerischen

DJ-Elite öffnen: Eingeflogen werden aus

London: DJ The Oli, aus Köln: DJ Mike Kelly, aus

Madrid: DJ Manuel Carranco und aus Barcelona:

DJ Nacho Chapado. Aus der Schweiz sind dabei:

DJ 5th Element, DJ Michael K. und DJ Sonik.

Diese sieben Star-DJs werden auf zwei Floors

auflegen. Im ganzen Haus gibts Fun, Action

und Shows. Im «Upper Floor» ist die Testosteron

Area, strikt men only! Dort präsentiert darüber

hinaus der internationale Pornostar Logan Mc-

Cree und weitere Jungs eine kinky Performance.

Feder-führend im «Floor Downstairs» für ein

gay and gayfriendly Publikum ist Selection mit

stylischer Dekoration, Hot Gogos, Special Animations

und Lasershow.

Natürlich werden die Gäste mit Welcome-Drink,

Früchten etc. verwöhnt. Es gibt eine grosszügige

Relax-Lounge im Aussenbereich… und das alles

19


Szene CRUISER Edition Mai 2010

kann bis weit in den Sonntag hinein genossen

werden.

Bereit für Mann, Muskeln und Musik? Das muss

man sein für diese Party, deren Line-up und

Entertainment höchstens mal an der Rapido

in Amsterdam, an der Fire in London oder an

der La Demence in Brüssel anzutreffen ist. Es

ist zu erwarten, dass es einen Andrang geben

wird. Deshalb ist es sinvoll, das Ticket im Vorverkauf

an der Warm-up-Party im XceS-Club

oder ab dem 1. Mai in der Männerzone oder bei

Daniel H. zu ergattern. Der Eintrittsarmbändel

kostet 35 Franken, egal, ob im Vorverkauf oder

an der Abendkasse. Allerdings kommt man mit

dem Vorverkaufsticket bzw. Züri-Party-Pass vom

Zürich Pride-Festival schneller in den Club rein

und muss draussen nicht lange anstehen.

Big Pride Party by Testosteron und Selection

2 Floors & 7 DJs

Samstag, 5. Juni 2010, ab 23.00 Uhr

Lotus Club, Pfingstweidstrasse 70, 8005 Zürich

www.testosteron-party.ch

www.selectionparty.ch

«One Night with

Branko»

Im Cabaret Club!

Zum 5. Mal steigt die Büsi Enterprise Queer-

Party, diesesmal im Zürcher Cabaret Club. Unter

dem Motto: «One Night with Branko», spannen

erstmals der Cabaret Club und das schräge Party-

Label Büsi Enterprise zusammen.

Seit über 20 Jahren überrascht, fasziniert, schockiert

Branko B. Gabriel das Zürcher Nightlife.

Anfangs der 90er als schrille Tucke, u.a. mit seiner

Dancetruppe Diva Connection. Dann Mitte

90er als unverkennbare Miss Diva, gehört und

gesehen als TV Moderator, Model und Host. Seit

Beginn des neuen Jahrtausends kam dann fast

kein Club in Zürich ohne Doormen / Selector

Branko aus. Nebenbei schauspielert er u.a. in

«Jays in Twain» oder trinkt Bier in einer Werbung

mit Carlos Leal. Er gehört zu den schillerndsten

Persönlichkeiten der Schweizer Gay-

Community.

Der Cabaret Club und die Stadt Zürich, in Kooperation

mit Büsi Enterprise präsentieren: «One

Night with Branko!»

«One Night with Branko»

7. Mai 2010, Cabaret Club

DJ Kalabrese (Rumpelzirkus, Zukunft),

Marc Fuhrmann (Spidergalaxy, Panthera Rec.),

AuraTrauma (TRIEST, Longstreet, Helden),

Acts a Gogo

www.cabaretclub.ch

Stuttgart-

Selection

DJs der undergroundigen

Clubbewegung

20

rossen vieles zu bieten. Was die meisten Leute

weniger wissen, ist, dass Stuttgart eine, wenn

auch kleine, aber geile undergroundige Clubbewegung

hat. Selection bringt zwei in Stuttgart

namhafte Vertreter in den Lotus-Club:

DJ Dimitri, hauptsächlich bekannt wegen seiner

eigenen Madonnaparty-Reihe (läuft seit

über zehn Jahren erfolgreich), kann auch

ganz anders. Mit seiner Spezialität im Bereich

House und Progressive steht er namhaften DJs

in nichts nach. Mit ihm zusammen kommt DJ

Martin Rapp mit nach Zürich. Martin Rapp hat

im damals legendären Splash seine Karriere begonnen.

Weitere Stationen waren ausser Stuttgart

auch das Cockpit in Köln.

Gemeinsam haben die beiden in Stuttgart bei

der Selection schon mehrfach die Bude bis in die

frühen Morgenstunden so gerockt, dass man

einfach länger auflassen musste (was im etwas

verstaubten Schwabenland so eigentlich nicht

erlaubt ist).

Stuttgart Selection

Samstag, 29. Mai 2010, ab 23.00 Uhr

Club Lotus, Pfingstweidstrasse 70,

8004 Zürich.

www.selectionparty.ch

FLEXX Afterhour

Zurich Pride-warm-up

Am Pfingstwochenende haben die Flexx-Macher

wieder was Besonderes bereit: Passend zum bevorstehenden

Zürcher Pride-Wochenende präsentieren

sie die Flexx Zürich Pride-warm-up-

Afterhour im Loop38! Ob von einer Party oder

direkt von zuhause aus: Diese Afterhour ist für

alle Tanzwütigen, die auch noch am Pfingstsonntagmorgen

das Tanzbein schwingen wollen.

Hinter den Plattentellern stehen die Residents

DJ Ajaxx und DJ Franco. Beide sind den Party-

Kennern in Zürich und jenseits der Grenzen ein

Begriff. Für Spass im Dunkeln steht im Loop38

wie gewohnt der Dark-Space zur Verfügung.

Und selbstverständlich werden die Raucher hier

nicht diskriminiert: In der Raucherlounge können

sie weiterhin ihrem Laster frönen und dies

ohne den Club verlassen zu müssen.

Im benachbarten XceS-Club (dem ehemaligen

Aera / Labitzke) findet am Samstag, 22. Mai 2010

die Selection / Testosteron-warm-up-Party zum

Zürcher Pride-Festival statt. Gäste dieser Veranstaltung

erhalten ab 05.00 Uhr einen ermässigten

Eintritt. Als besonderer Leckerbissen werden

an dieser Flexx-Afterhour Plätze für den Parade-Wagen

am Zürich Pride-Festival verlost!

Zurich Pride-warm-up Afterhour

Sonntag, 23. Mai 2010, ab 5.00 Uhr

Loop38, Albulastrasse 38, 8048 Zürich

www.flexx-party.ch

www.loop38.ch

Memory am

Pfingstsonntag

Die legendäre Pfingst-Show

im T&M

Pfingsten steht vor der Tür und wer das T&M

kennt, weiss, dass es nicht mehr lange geht bis

Die Selection-Reihe nahm in Stuttgart ihren

Anfang und läuft nun auch in Zürich erfolgreich.

Es ist an der Zeit, zu diesen Ursprüngen

zurückzukehren. Stuttgart hat ja bekanntlich

neben leckeren Maultaschen und teuren Kadie

legendäre Memory Show über die Bühne

geht.

Tamara packt bereits ihre Koffer, um die Reise

nach Zürich anzutreten. Petra koordiniert

die Crew und die anreisenden Künstler. France

weiss bereits jetzt schon, welches Kleid sie tragen

wird. Denn eins ist klar, die Ladies möchten

an besagtem Abend natürlich die Schönsten der

Stadt sein. Speziell für diesen Anlass wird sogar

das T&M früher geöffnet. Bereits um 21.30 Uhr

können die Gäste ihre Plätze auswählen um in

den vordersten Reihen die Shows hautnah erleben

zu können.

Die Memory Show blickt in ihrem Dasein auf

eine lange Tradition zurück und ist nicht mehr

wegzudenken. Einmal pro Jahr treffen sich verschiedene

Künstler der Travestie-Szene, um die

Bühne des T&M mit Gesang, Kostümen und Comedy

zu bereichern.

Dieses Jahr am Pfingstsonntag, sind France Delon,

Tamara, Carla, Urslä, Laura, Josy, Mike, Beverly,

Michi, Nikita, Murmeli und Petra mit dabei.

Nach der Show geht’s natürlich gleich weiter

mit DJ Qbass und den Schlagern der 80er und

90er und den Charts von heute.

Memory Party

Pfingstsonntag, 23. Mai 2010

Doors: 20.30 Uhr, Showtime: 21.00 Uhr

www.g-colors.ch

Schwuler Bingo-

Abend

Mit Helmine Tell

Im Jahre 1929 hat Edwin Lowe beim Karneval

in Atlanta beobachtet, wie eine Gruppe von spanischen

Spielern gezogene Zahlen mit getrockneten

Bohnen abdeckten und bei einem Gewinn

«Beano» riefen. Heute ruft man zwar nicht mehr

Beano, sondern Bingo, aber Helmine weiss, dass

die heissen Spanier immer noch Bingo spielen.

Die Schweiz spielt zwar lieber Lotto als Bingo,

doch wer Helmine Tell kennt, ahnt, dass dies

sich schlagartig ändern kann.

In den USA, England und Deutschland hat Bingo

in der Schwulenszene einen Kultstatus erreicht.

Dabei geht es oft nicht um die Preise,

sondern um den Spass an sich beim Bingospielen.

Die Drag der Nation passt zu Bingo wie die

Faust aufs Auge. Sie ist frech und charmant

und hat einen Sinn für Zahlen. Nach ihren eigenen

Angaben vor allem für die Zahl 69. Zudem

bringt sie ein grosses Bingo-Preis-Körbchen

mit. Nein, nein es ist kein Fresskorb wie

so oft an Bingo-Abenden. Sie hat ihre Preisliste

den Bedürfnissen der Schwulen angepasst: Einen

gutaussehenden Masseur für eine Stunde,

einen Fluggutschein von Swiss im Wert von

250 Franken, eine Jahres-Memberkarte vom G-

Colors und vieles mehr... Jeder kann kommen

und erhält gleich zu Beginn eine gratis Bingokarte.

Und nachdem alle Preise verteilt worden

sind, geht’s anschliessend weiter mit der

Bingo-Party.

Bingo

Mittwoch, 12. Mai 2010, ab 22.00 Uhr

Türöffnung 21.30 Uhr

T&M, Marktgasse 14. 8001 Zürich

www.tundm.ch


CRUISER Edition Mai 2010

Fotostrecke

Photo © by Hye Ryoung Min

Jaime Permuth

Photographer

www.jaimepermuth.net

Jaime Permuth is a Guatemalan photographer living and working in New York City.

His photographs have been shown at several venues in New York City, including The Museum of Modern Art, The Queens Museum of

Art, The Bronx Museum of the Arts, The Museum of the City of New York, The Jewish Museum, El Museo del Barrio, and The Brooklyn

Museum of Art. He has also exhibited internationally at the Museo Nacional de Arte Moderno in Guatemala, Casa del Lago in Mexico

City, and the Israeli Parliament. Among others, his work is included in the collections of the Polaroid Corporation, The Brooklyn Museum

of Art, the Museum of the City of New York, Yeshiva University Museum, State University of New York New Paltz, Art Museum of

the Americas (DC), Fullerton Art Museum (CA) and Museum of Art Ft. Lauderdale (FLA). He has received commissions from El Museo

del Barrio, The Queens Museum of Art, The Jewish Museum, and Queens Theater in the Park.

21


Beauty CRUISER Edition Mai 2010

Beauty News

Aramis – Cool Blend

Cool Blend ist eine zeitgemässe Neuinterpretation des klassischen Aramis

Duftes, der schon in den 70ern für Furore sorgte! Cool Blend ist ein

knackig-frischer Chypre-Duft, der den für Aramis so typisch würzigen

Charakter mit neuen, frischen Akzenten kombiniert. Schon der Auftakt

ist cool dank einer Mischung aus Bergamotte, Limonen- und Limettenschalen.

Der reiche Ausklang hinterlässt Spuren von goldenem Amber,

Sandelholz und einem cremigen Leder-Akkord. Ein Männerduft

für echte Kerle!

Eau de Toilette, 110ml CHF 82.00

Issey Miyake – L`Eau

D`Issey Summer

Ein Klassiker kommt selten allein. Das beweist uns Issey Miyake immer

wieder aufs Neue! In diesem Sommer mit Zitrus-Akkorden von frischer

Yuzu und Mandarin-Orange. Auf den sinnlichen Basisnoten von Vetiver

und Amber entwickeln sich lebhafte Aromen von Kardamon und Salbei.

Ein Sommerduft von überschäumender Energie!

Ab Mai im Handel, 100ml CHF 81.00

Lab Series –

Max LS Age-Less

Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Entwicklung revolutionärer

Formeln zur Hautpflege gilt Lab Series Skincare for Men als Experte im

Bereich der hochwertigen Herrenpflege. Lab Series präsentiert in dieser

Saison Max LS Age-Less! Eine neuartige Crème gegen die Zeichen der Zeit.

Die Crème sorgt sofort und langfristig für eine sichtbare Vorbeugung zur

Hautalterung und wirkt reparierend. Sie zieht schnell ein, ohne einen

Glanz auf der Haut zu hinterlassen. Unser Favorit!

Ab sofort erhältlich, 50ml CHF 105.00

Carolina Herrera – 212

MEN ICE

Carolina Herrera präsentiert 212 Ice, eine neue limitierte Sonder-Edition,

in der sich die 212-Welt von ihrer sinnlichen und provokanten Seite

zeigt. 212 MEN ICE ist ein maskuliner Duft mit unverwechselbarem

Charakter. Kreiert mit frischen, würzigen Kopfnoten von schwarzem

Pfeffer und Lakritze, blumigen Herznoten von Veilchen und Holz und

verführerischen Basisnoten von Sandelholz, Moschus und Edelholz. So

kommt der 212-Mann daher: zeitgemäss, mysteriös, elegant und urban!

Limited Edition, 100ml CHF 102.00

26


CRUISER Edition Mai 2010

Beauty

Jean-Paul Gaultier –

Le Male

Ein Designer – ein Duft! Das Kultwässerchen aus dem Hause Gaultier

in sommerlicher Variante, bereichert um Minz-, Ginseng- und Ingwerwasser.

Dank der Inhaltsstoffe mit Eiswürfel-Effekt wird dieser Le-Male-

Sommerduft zum reinsten Energiecocktail!

Cologne Tonique Le Male, 125ml CHF 76.00

Prada – Infusion de Vetiver

Die elegante Infusion de Vetiver umgibt sich mit einem Hauch von kühlem

Eskapismus. Die zarte Vetiver-Note erwacht zum Leben, in Verbindung

mit einem Hauch von Estragon, Madagaskarpfeffer und rotem

Ingwer. Gemeinsam verbinden sie sich so perfekt wie die Kanten des

Sechsecks, die sich um die Verpackung schlingen. Ein herrlich kühlender

Sommerduft!

Eau de Toilette, 200ml CHF 144.00

American Crew –

Anti-Hair-Loss-System

Das Trichology Anti-Hair-Loss-System von American Crew verspricht,

den vorzeitigen Haarausfall zu stoppen. Das Shampoo reinigt sanft und

befreit die Kopfhaut von überschüssigem Fett. Seine erprobte Formel

nährt das Haar, verlängert den Haar-Lebenszyklus und beruhigt die

Kopfhaut. Für das effektivste Ergebnis kombiniert man es am besten mit

der Anti-Hair-Loss-Tinktur.

Mehr Infos:

unter www.americancrew.ch, oder beim Coiffeure deines Vertrauens!

Paco Rabanne – Black XS

Starker Look und Quintessenz des Rock – das lackschwarze Flakon

strahlt durch und durch Rock’n’Roll aus. Anhänger für das Handy akzentuieren

den Stil eines ausdrucksstarken, feurigen und leidenschaftlichen

Black XS. Sexy und sinnlich, orientalisch und holzig – Black XS

ist exzessiv und kontrastreich, verbindet die Frische von kalabrischer

Zitrone, Tagetes und Salbei mit der Köstlichkeit der Herznoten von gebrannten

Mandeln, umhüllt von Zimt, Tolubalsam und schwarzem

Kardamom, und mit der Sinnlichkeit von Palisander- und Ebenholz,

schwarzem Ambra und Patschuli. Buon appetito!

Ab Mai erhältlich, 100ml CHF 86.00 (limitiert)

27


Portrait CRUISER Edition Mai 2010

Orden der perpetuellen

Indulgenz

Seit Januar 2010 führt Mutter Belleza das Mutterhaus

in Zürich

von Martin Ender

28


CRUISER Edition Mai 2010

Portrait

Am 2. Mai läuft im Rahmen

des Pink Apple Filmfestivals

«Die Schwestern» im

Zürcher Arthouse. Die Filmemacher

nahmen das

30-jährige Bestehen des Ordens

zum Anlass, einen vertieften

und unterhaltsamen

Blick in einige Mutterhäuser

der Schwestern auf dieser

Welt zu werfen. CR wollte

von «Mutter Belleza» des

Mutterhauses Zürich mehr

über den Orden wissen.

CR: «Mutter Belleza» – ich bin etwas verunsichert – wie spreche ich dich

korrekt an?

Mutter Belleza: Jetzt kannst du mich mit meinem weltlichen Namen ansprechen,

wenn ich im Ornat bin, dann mit dem Ordensnamen «Mutter

Belleza».

CR: Der Orden der perpetuellen Indulgenz entstand 1979 in San Franciso

und ist heute weltweit verbreitet. Der Zürcher Orden wurde Ende 2005

gegründet. Wie lange bist du dabei?

Mutter Belleza: Seit 2006, ich bin eines der Gründungsmitglieder...

CR: ... und heute die «Mutter» im Zürcher Orden. Wie viele Mitglieder hat

dieser Orden.

Mutter Belleza: Acht Mitglieder, davon sind fünf aktiv. Ich leite das Haus in

Zürich seit Januar 2010.

CR: Weiss grundierte Gesichter, bunt bemalt und der schillernde Ornat

sind euer Markenzeichen. Etwas irritierend. Was entdeckst du persönlich

in den Gesichtern der Leute, die dir – der Schwester Belleza – begegnen?

Mutter Belleza: Zuerst entdecke ich ein Erschrecken, vor allem wenn wir in

Zürich auf der Strasse unterwegs sind, ist das ausgeprägt. Doch bei längerer

Betrachtung werden wir bewundert und es fallen Bemerkungen

wie: «Wow, sieht super aus, wo hast du das machen lassen?» Natürlich

schminken wir uns selber und auch die Ornatskleider sind eigene Kreationen.

CR: Du wohnst ausserhalb von Zürich. Schminkst du dich zuhause und

fährst im Ornat in der S-Bahn nach Zürich?

Mutter Belleza: Nein! Zu Beginn haben wir uns zwar zuhause geschminkt

und sind dann zu zweit mit dem Auto nach Zürich gefahren (ein weiteres

Ordensmitglied wohnt in der Nähe).

Doch das gab auch Probleme. Einmal hatten wir eine Autopanne, wir standen

da im vollen Ornat und mussten auf Hilfe warten, ein anderes Mal

wurden wir von der Polizei aufgehalten und bekamen eine Busse aufgebrummt,

weil wir mit der Haube auf dem Kopf gefahren sind. Das ist eine

«Einschränkung des Gesichtsfeldes» und wird nicht toleriert. Heute haben

wir zum Glück mit der Zürcher Aids-Hilfe eine Vereinbarung, dass wir

uns in ihren Räumen schminken und umziehen dürfen. Von da fahren

wir mit dem Taxi an die Einsatzorte.

CR: Eure Maske und Kostümierung mutet clownesk an. Könnt ihr dennoch,

oder gerade deswegen, eure ernste Botschaft, nämlich das Thema

HIV, rüberbringen?

Mutter Belleza: Ja, erst recht. Im ersten Moment reagieren die Leute unsicher.

Dann aber öffnen sie sich. Wir wollen ja mit der Farbe in unseren

Gesichtern und mit den bunten Kostümen Freude rüberbringen. HIV ist

zwar schlimm, aber deswegen ist nicht gleich das ganze Leben «Scheisse»,

man kann es immer noch geniessen und fröhlich sein. Es ist auch nicht so,

dass wir sagen: «Pass auf, du solltest besser keinen Sex mehr haben.»

CR: ...aber ihr seid Ordensleute und die predigen üblicherweise Enthaltsamkeit!

Mutter Belleza: ...um Gottes willen, auf keinen Fall, wir doch nicht! Schau

dir nur mal unsere Namen genauer an. Mein Ordensname Belleza hat ja

noch den Zusatz «Tulips» (Tulpen) oder genauer gesagt «Tu-Lips@Analia».

Andere Ordensschwestern nennen sich «Pandora Ejaculata Controllata»

oder «Prüdetta von der immerwährenden Trunkenheit». Wir wissen also

von den Freuden des Lebens und predigen niemals Verzicht.

CR: Nonnen sind seit jeher der gemeinnützigen Arbeit verpflichtet. Wie

weit geht die Aufopferung, sprich der Zeitaufwand, bei euch? Es gibt

ja kaum eine Party oder einen Event in der Szene, wo man euch nicht

sieht...

Mutter Belleza: Aufopferung? Nein, es ist alles freiwillig, es gibt aber Grenzen.

Wir schauen, dass wir in erster Linie unsere weltlichen Verpflichtungen

erfüllen können. Also die Arbeit, die Hälfte von uns ist im Gesundheitswesen

tätig. Ich selber auch. Kurzfristige Anfragen muss ich meist

absagen, weil ich das mit der Arbeitszeit nicht unter einen Hut bringe.

Ich und andere haben oft Nachtdienst oder Dienst am Wochenende. Dennoch

versucht jeder von uns, mehrmals im Jahr mitzumachen. Noch gibt

es zu viele Parties, wo wir nicht dabei sind, leider. Ich bekomme so viele

Anfragen. Offstream, Flexx, Selection und anderen muss te ich vorerst

absagen. Es gibt ja praktisch jedes Wochenende Anlässe und wir sind

einfach zu wenig Nonnen, um überall hingehen zu können. Wir wollen

mindestens zu zweit an die Anlässe gehen, um unsere Aufgabe erfüllen

zu können und auch aus Sicherheitsgründen. Es tut mir immer leid, wenn

ich Absagen erteilen muss. Mein Ziel ist mittelfristig, dass wir zweimal

im Monat an Parties auftauchen könnten. Aber dazu brauchen wir noch

mehr Leute. Ich hoffe, dass sich neue Novizinnen bei uns melden und wir

bald mehr werden.

CR: Ihr seid also sehr begehrt bei den Party-Veranstaltern. Werdet ihr eingeladen,

weil ihr als Farbtupfer eine Bereicherung seid oder aufgrund

eurer Arbeit?

Mutter Belleza: Da spielt beides mit. Und das ist doch schön. Es ist eben nicht

so eine trockene Präventionsarbeit. Ich habe früher diese Arbeit auch

ohne Kostüm gemacht. Das ist ein Riesenunterschied! Wenn ich als Nonne

unterwegs bin, komm ich mit den Menschen viel leichter ins Gespräch,

sie öffnen sich, reden über Gott und die Welt, erzählen von eigenen Problemen,

stellen Fragen zu HIV und Aids und anderen Krankheiten. Als

Nonnen können wir beraten, einfach ein offenes Ohr haben und je nach

Situation empfehlen, zum Check Point oder zur Aids-Hilfe zu gehen.

CR: Ihr seid hauptsächlich in der Mission «Aidsprävention» unterwegs. Was

unterscheidet euch von den Aids-Hilfen? Von der Zürcher Aids-Hilfe ist ja

auch Hildegard auf Tour.

Mutter Belleza: Wir haben uns abgesprochen und aufgeteilt, gewisse Bereiche

macht Hildegard. Wir gehen hauptsächlich an Parties. Hildegard

ist von der ZAH angestellt. Wir sind inzwischen quasi angegliedert, aber

wir sind ein eigenständiger Verein. Wir erhalten keine öffentlichen Gelder.

Mit den Mitgliederbeiträgen decken wir das Nötigste, wie etwa den Internetauftritt.

Das Geld, das wir sammeln, geht voll an Projekte weiter.

Den Aufwand für die Kostüme berappen wir selber. Wir sind zudem ein

weltweiter Orden. Wir mussten eine Aufnahmeprüfung machen in Berlin,

damit wir als Haus in Zürich vom Orden der perpetuellen Indulgenz

aufgenommen wurden. Das oberste Mutterhaus ist in San Francisco.

CR: Ihr verwendet viele klösterliche Ordensbegriffe wie Nonnen, Novizinnen.

Sind die Ordensmitglieder wie in einem strengen Orden dem

unbedingten Gehorsam verpflichtet? Fortsetzung auf Seite 30

29


Buch CRUISER Edition Mai 2010

Das Kind im

schwulen Mann

Verinnerlichte Minderwertigkeitsgefühle

– ein Schwulenproblem?

von Kurt Büchler

Das Buch richtet sich an schwule Männer, aber

auch an Fachleute aus Psychotherapie, Psychiatrie,

Seelsorge, Pädagogik, und aus ähnlichen

Bereichen. «In seelischen Krisen zum wahren

Selbst finden», so der Untertitel. Es ist das vierte

Buch von Tim Kurt Wiesendanger, Dr. phil., Psychotherapeut

FSP mit eigener Praxis in Zürich,

zum Thema Schwulsein und Psychologie. Ziemlich

schwere Kost. Wiegen denn seelische Verletzungen

in der Kindheit bei Schwulen schwerer

oder kommen sie öfter vor als bei andern Menschen?

«CR» stellte dem Buchautor die entsprechenden

Fragen. Seine Sicht ist wohl mitgeprägt

von der Erfahrung in der eigenen Praxis, wo er

meist mit Menschen zu tun hat, die Probleme

haben.

CR: Was meinst du mit dem Kind im schwulen

Mann?

Tim: Die Erfahrungen aus der Kindheit und der Jugend

prägen jeden Menschen sehr tief. Meist, ohne

dass wir uns dessen gewahr sind, gestalten wir

daraus unser Leben. Unbewusst handeln wir nach

Mustern, die auf familiäre und gesellschaftliche

Gebote und Verbote in unserer Kindheit zurückgehen,

oder wir widersetzen uns ihnen. Dies steuert

unsere Partnerwahl, die Art und Weise, wie wir

zwischenmenschliche Beziehungen gestalten,

unser Berufsleben und vieles mehr.

CR: Und was ist daran speziell bei schwulen Männern?

Tim: Wir waren schon immer «etwas anders» als

die andern. Dieses Anderssein irritierte unsere

Eltern, Geschwister, Lehrer, Klassen- und Spielkameraden.

Die Reaktionen auf diese Irritationen,

etwa in Form von Zurückweisung, ausgeschlossen

oder verlacht zu werden, prägten

unser kindliches Erleben nachhaltig. Diese

Erfahrungen gingen mit Gefühlen des Alleinseins,

des Nichtgenügens, der Schuld, Scham,

Angst und der Minderwertigkeit einher.

CR: Wir erlitten also schon vor der Pubertät seelische

Verletzungen, die mit unserem Schwulsein

zu tun haben?

Tim: Überaus schmerzliche sogar, auch wenn wir

uns vielleicht gar nicht mehr daran erinnern.

Spätestens mit der Pubertät wurde unser Anderssein

dann bewusst bedrohlich.

CR: Aber haben wir diese Verletzungen mit

einem Coming-out nicht überwunden?

Tim: Selbstverständlich ist ein Coming-out ein

wesentlicher Entwicklungsschritt der Befreiung.

Doch sitzen verinnerlichte Minderwertigkeitsgefühle

so tief, dass auch mit einem

Coming-out nicht alle aus der Welt geschaffen

sind. In Krisen kommen diese wieder hoch.

CR: Wie denn?

Tim: Die Auslöser sind vielfältig, etwa Trennungen,

Partnerschaftskonflikte, sexuelle Probleme,

Unzufriedenheit im Beruf oder überhaupt

mit dem Leben, ein Burn-out oder eine

Midlife-Crisis. So fühlen wir uns niedergeschlagen,

antriebs- und freudlos, deprimiert, ängstlich

und schlafen vielleicht schlecht. Oft resultiert

daraus ein Suchtverhalten, etwa Alkohol-,

Nikotin-, oder Drogenmissbrauch, aber auch Arbeits-,

Geltungs-, Internet- oder Fernsehsucht.

Mann kann aus allem ein Problem machen und

auch Problemlösungen anbieten. Als Rezensent

meine ich, diverse so genannte Probleme haben

nicht unbedingt etwas mit dem Schwulsein zu

tun, sondern treffen auf jeden zu.

Tim Kurt Wiesendanger

Das Kind im schwulen Mann

Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen

Fortsetzung von Seite 29

Mutter Belleza: Es gibt Regeln, an die man sich als Ordensmitglied halten

muss. Die sind übrigens auf unserer Homepage für jedermann einsehbar

(www.derorden.ch). Wir haben Vorbildfunktion. Darum musste ich mal

ein Mitglied ausschliessen, das auf der Tanzfläche nach Drogenkonsum

und zu viel Alkoholgenuss zusammenbrach. Das passt natürlich nicht zu

unserer Tätigkeit. Wir können die Botschaft «safer sex» so nicht nach aussen

tragen, wenn wir uns selber nicht im Griff haben. Darum gibt es Regeln

und Abstufungen. Generell sind aber die Regeln hier in der Schweiz

lockerer als beispielsweise in Deutschland. Dort bleibt jemand nach dem

Eintritt rund anderthalb Jahre Novizin. In der Zeit müssen diese Schwarz

tragen. Da wir hier in Zürich nicht so viele Mitglieder haben, ist das nicht

durchführbar. Wir halten das bei uns lockerer: Wenn wir an die White

Party gehen, dann sind auch Novizinnen weiss gekleidet.

CR: Stichwort Novizin: Brauche ich einen missionarischen Eifer, wenn ich

in den Orden aufgenommen werden will? Was sind die Voraussetzung?

Mutter Belleza: Du musst Interesse an dieser Arbeit haben und die Fähigkeit,

dich mit dem Thema Aids auseinandersetzen zu können.

CR: Muss ich mich wie in einem Orden lebenslänglich verpflichten?

Mutter Belleza: Nein, überhaupt nicht, jedes Mitglied kann wieder austreten,

einfach unter Einhaltung der Kündigungsfrist. Dies, damit die Einsatzpläne

nicht durcheinander kommen.

CR: Was wünschst du dir für die Zukunft im Zusammenhang mit dem

Orden und eurer Tätigkeit?

Mutter Belleza: Dass wir in der Schweiz bekannter werden und bald mehr

Mitglieder haben. Wer Interesse hat, kann sozusagen mal schnuppern

und als Novizin oder Postulant (Bewerber) uns einen Abend lang begleiten.

Ausserdem wünsche ich mir, dass die Leute wachsam bleiben

und sich bewusst sind, dass es Aids gibt und immer noch keine Heilung

möglich ist. Man kann heute damit leben, aber doch mit Einschränkungen.

CR: «Mutter Belleza», dein Name steht für Schönheit. Legt die Mutter auch

bei den andern Schwestern Wert auf ein schönes Erscheinungsbild?

Mutter Belleza: Ja da lege ich Wert drauf, ich finde das wichtig. In Zürich

sind die Leute anspruchsvoller. Wir dürfen schon mal sexy sein, aber

nicht ordinär. Und auf eine schöne Schminke lege ich Persönlich sehr

viel Wert. Denn die Leute an den Parties sollen sich an unsere «Schönheit»

erfreuen. Wir wollen bewusst so die Aufmerksamkeit erregen, um

so unsere Ziele zu erreichen. Nebst aller Ernsthaftigkeit ist dies auch das

vermitteln von Lebensfreude.

CR: Mutter Belleza, ich danke für das Gespräch, und möge der Orden Zuwachs

bekommen.

30


CRUISER Edition Mai 2010

Musik

Goldregen und

Punktehagel

Eurovision Song Contest Ende

Mai in Oslo

von René Gerber

Alle Jahre wieder trifft sich

Europa zum grossen Wettsingen.

39 Teilnehmer greifen

nach den Sternen, über 100

Millionen Zuschauer werden

das Spektakel am TV verfolgen.

Wer die Favoriten sind,

wer die Punkte verteilt und

warum das Ganze so viel

Spass macht.

Nach der Mr. Gay World-Wahl wird Oslo erneut

zum queeren Hochdruckgebiet, für den 55. Eurovision

Song Contest unter dem Motto «Share

the Moment». Mit Gesang, Geige und breitem

Grinsen hat Alexander Rybak vor einem Jahr in

Moskau die Herzen Europas erobert und eine

der weltweit grössten und aufwändigsten TV-

Shows nach Norwegen geholt. Um ihn ist es

bereits wieder ruhig geworden, überhaupt sind

die Sieger seit längerer Zeit immer rasch in der

Versenkung verschwunden. Dies, obwohl der

ESC sein Klamauk-Image zunehmend abstreift

und bei der letzten Ausgabe auch gestandene

internationale Stars wie Patricia Kaas oder Andrew

Lloyd Webber mit von der Partie waren.

Höchste Zeit eigentlich, dass aus dem Gewinner

mal wieder mehr wird als ein One Hit Wonder.

Harel Skaat, Israel

Lena, Harel oder Safura?

Auch diesmal werden grosse Balladen und kleine

Kleidchen geboten, Nostalgisches, Folkloristisches

und Futuristisches. Glaubt man den englischen

Wettbüros, haben Deutschland, Israel

und Aserbaidschan die grössten Siegeschancen.

Die von Stefan Raab entdeckte Lena Meyer-Landrut

könnte also durchaus von Deutschlands

Liebling zu Europas Darling aufsteigen, ihr

Song ist zwar nichts wirklich Neues, hebt sich

aber von vielen anderen Beiträgen dadurch ab,

dass er doch frisch klingt und genau auf der aktuellen

Kate-Nash-und-Konsorten-Trendwelle

surft. Für Israel steigt Harel Skaat auf die Showbühne,

er singt bereits seit seinem fünften Lebensjahr

und ist in seiner Heimat überaus erfolgreich.

Seine Stimme wird garantiert nicht

der einzige Grund sein, warum ihm Punkte und

Herzen zufliegen... Aserbaidschan ist erst zum

dritten Mal dabei, kann aber mit einem achten

und einem dritten Platz bereits gute Resultate

vorweisen. Diesjährige Hoffnung: Safura mit

dem Song Drip Drop, der tatsächlich verdächtig

nach internationalem Hit klingt, vielleicht

etwas gar amerikanisch. Dass Safura zudem Beyoncés

Choreographen eingespannt hat, dürfte

das Übrige zum Erfolg beitragen.

Abgeschlagen auf dem sechstletzten Platz sehen

die Buchmacher unseren Michael von der Heide

mit seinem etwas glattpolierten und dennoch

glanzlosen Pop-Chanson «Il pleut de l’or».

Christa und Hape

Aber Dabeisein ist alles, ein bisschen Scheitern

gehört dazu. Als Querschnitt durch Europas

Musikgeschmack, als fröhliche Studienreise

punkto Kulturgeschichte der Bühnentechnik

und punkto Modetrends wird der oft belächelte

und doch von vielen heiss geliebte Song Contest

auch diesmal wieder für beste Unterhaltung

sorgen. Fast so wichtig wie die Beiträge

selbst ist natürlich die Punktevergabe. Wie die

französische Verkünderin da immer im Deux-

Pièces vor dem Eiffelturm sitzt, der deutsche

Mittelsmann stets in einer tobenden Menge badet

und Osteuropäerinnen immer blond und

schön sind, aber sehr viel Mühe mit englischer

Grammatik bekunden, ist schon längst Kult geworden.

Für Deutschland übernimmt diesmal

Komiker Hape Kerkeling die verantwortungsvolle

Aufgabe. Vielleicht sogar in seiner Rolle

als Schlagerkönigin Uschi Blum? Und nach diversen

Wetterfeen hat Christa Rigozzi die Ehre,

die helvetische Wertung abzugeben. Sie freue

sich sehr und sei bereits auf der Suche nach

einem glamourösen Kleid, liess sie verlauten.

Falls es dann unverhofft doch noch zum Schweizer

Goldregen kommen würde, könnte sie sich

auch vorstellen, den gigantischen Event 2011 in

Zürich zu moderieren.

Die Überraschungen blieben in den vergangenen

Jahren allerdings weitgehend aus,

immer öfter machen die grossen Favoriten das

Rennen. Vorerst ist man sowieso hauptsächlich

gespannt, ob nicht am Ende eine isländische

Aschewolke das Liedertreffen unterm Eurovision-Sternbild

verhindern wird...

31


- 20 JAHRE -

JUNGLE PARTY

Zurich Pride Festival preheat-party

SONNTAG 23. MAI

I ❤ DISCO

MAD>LAUSANNE

Murray Mint-UK

LaDiva Live-BE

Laurent Charbon-CH

Antoine909-UK

Leomeo-FR

Phonokiller-CH

Nicodisco-CH

5 floors - 3 dancefloors

The LuvBug disco show

Boogie Night dancers

Hot’n’sexy Gogo Boyz

MAD club

rue de Genève 23

LAUSANNE / Schweiz

% +41-(0)21-3406969

www.gay-party.com

© photo: Aaron

Vorverkauf Tickets (CHF 25.00)

Genf: Déclic, Nathan, Phare, Substation & Bains de l’Est

Lausanne: Pink Beach, Yookoso, Saxo, Pur, Entrée, Open-Café & ML16

Bern: Sun Deck / Basel: Sunnyday / Zürich: Moustache & Cranberry


CRUISER Edition Mai 2010

Kino

Coco Chanel &

Igor Stravinsky

Eine leidenschaftliche Affäre

von Daniel Diriwächter

Coco Chanel galt als das

Enfant terrible der Modewelt,

ebenso revolutionierte Igor

Stravinsky die klassische Musik

auf seine Weise. Beide

polarisierten ungemein. Es

war eine Frage der Zeit, bis

beide Ikonen und deren Kunst

zusammentrafen – im Bett.

Paris im Jahre 1973: Igor Stravinsky (Mads Mikkelsen)

verfolgt nervös die Premiere seines Balletwerks

«Le sacre du printemps» im Théâtre des

Champs-Élysées. Doch vermeintliche Bewunderung

schlägt in einen gnadenlosen Verriss

um. Das Publikum, die französische Elite, ist

alles andere als begeistert, ein Tumult entsteht.

Auch Coco Chanel (Anna Mouglalis) wähnt sich

im Saal und verfolgt amüsiert das chaotische

Treiben. Denn die Musik interessiert sie nicht,

sondern der Mann hinter dem Vorhang.

Es vergehen sieben Jahre und Chanel etablierte

sich zwischenzeitlich in der Modewelt und verfügt

inzwischen über entsprechende Mittel.

Stravinsky hingegen lebt nach der russischen

Revolution im französischen Exil. Chanel bietet

ihm an, mitsamt seiner Familie auf ihren mondänen

Landsitz zu ziehen. Dankbar akzeptiert

Stravinsky das Angebot. Dort feilt Stravinsky

weiterhin an seinem Opus, indes revolutioniert

Coco mit ihren Entwürfen die Modewelt und

kreiert das legendäre Parfum Chanel No° 5. Die

beiden Genies verbindet das Feuer für ihre Arbeit

und eine Affäre nimmt ihren Lauf, während

Stravinskys Gemahlin Catherine (Elena

Morozowa) ans Krankenbett gefesselt ist.

Coco Chanel werden unzählige Affären nachgesagt,

doch diejenige mit Igor Stravinsky lohnt

sich nachzuerzählen, auch wenn sie nur eine

Fussnote beider Biografien darstellt. Obgleich

die Geschichte nicht viel zu offenbaren hat,

schöpft Regisseur Jan Kounen deshalb aus dem

Vollen, wenn er die Premiere von «Le sacre du

printemps» in wuchtiger Opulenz in Szene

setzt. Nach dem Zeitsprung wechselt die Szenerie

allerdings ins beschauliche Landleben

und ein erotisches Kammerspiel beginnt, in

dem die drei Hauptdarsteller zu brillieren vermögen.

Mit «Coco Chanel & Igor Stravinsky» adaptierte

Regisseur Jan Kounen eine knappe Anekdote

nach einer Romanvorlage von Chris Greenhalgh

auf Spielfilmlänge. Ein leidenschaftliches Intermezzo,

das besonders durch die pompöse Ausstattung

beeindrucken kann.

Es ist jedoch am Ende nicht der Film beider titelgebender

Protagonisten, sondern die Episode

der Catherine Stravinsky, welche sich ihrer

Macht auf das musikalische Schaffen ihres Gatten

nicht bewusst ist. Sie läuft in dieser Dreierkonstellation

ins Messer und vermag dadurch

die Dramatik von «Coco Chanel & Igor Stravinsky»

auf sich zu ziehen.

Ab 6. Mai 2010 im Kino

Anna Mouglalis als Coco Chanel und Mads Mikkelsen als Igor Stravinsky

33


Musik CRUISER Edition Mai 2010

Gogol Bordello

Trans-Continental Hustle

Während Madonnas fulminante

Show noch mit

atemberaubender Perfektion

punktete, klingt auf der

entsprechenden Live-CD

hauptsächlich eines durch:

verbissene Anstrengung. Bis dann für einen

Song doch endlich etwas Lebensfreude in ihrer

Stimme zu hören ist, wenn Gogol Bordello, die

Gipsy-Punk-Formation um Eugene Hütz, auf die

Bühne tritt und sich ihr «Lela pala tute» mit «La

Isla Bonita» vermischt. Auf Trans-Continental

Hustle gibt es nun Hütz ohne Make-up und Photoshop.

Der Tausendsassa hatte bereits in «Everything

is illuminated» neben Elijah Wood geschauspielert,

bevor er in Madonnas «Filth and

Wisdom» überzeugte und sodann mit ihr um

die Welt tourte. Für Gogol Bordello hat er eine

klassische Punkband um Geige, Akkordeon und

zwei Tänzerinnen erweitert. Auf dem neusten

Album sind zudem Einflüsse aus Brasilien, Hütz’

neuer Wahlheimat, deutlich zu hören. Etwas

akustischer als auf den Vorgängern, lassen die

Gogols zwischen Euphorietürmen auch mal tiefe

Melancholie-Schluchten aufgehen. Den angestrengt-gekünstelten

Akzent und die Mitgröhl-

Pflicht nimmt man da gern in Kauf. (rg)

Natalie Merchant *****

Leave Your Sleep

Sieben Jahre nichts Neues von Merchants markant vibrierender

Stimme, doch untätig war sie nicht. Während

manche ihre CDs in sieben Tagen am Fliessband

produzieren, hat sich die grosse Folksängerin viel Zeit

genommen, das hört man ihrem neuen Meisterwerk

an. Nach der Geburt ihrer Tochter plante sie eine Platte

mit Kinderliedern, daraus wurde schliesslich ein Konzeptalbum über

den Kosmos der Kindheit, 26 vertonte Jugendgedichte für Erwachsene

über einen Menschenfresser im Ruhestand, über Mr. Bleezers verrückte

Eissorten oder eine Welt, in der alles umgekehrt funktioniert. Live eingespielt

mit 130 Musikern aus allerlei Sparten, von der New Yorker Philharmonie

bis zur chinesischen Zirkuskapelle. Das Mammutprojekt ist ein

überraschendes und berührendes Fotoalbum geworden, voll poetischer

Bilder aus unterschiedlichen Zeiten, vertraut und doch neu, schattiert

mit Blues, Reggae, Country und Dixie. Ein Konzept, das keine Korsage

ist; Experimente, von denen mehr bleibt als Schall und Rauch: zeitlose

Songs mit Seele. (rg)

We Have Band *****

WHB

Da hatten sie dank eines Spontaneinfalls plötzlich

eine Band, die drei Londoner. Sie hatten Talent, sie

hatten Geheimtippstatus, sie hatten bald Fans und

haben jetzt endlich ihr erstes Album. Als hätten sie

gerade erst das Reservoir des 80er-Sounds entdeckt,

frönen die hippen Electropopper den fröhlichen Melodien

und den härteren Rhythmen. Sie nehmen einen

Schluck Funk und einen Schuss House, nippen an Depeche Mode,

Hot Chip und LCD Soundsystem. Zwar fehlt das Unverkennbare, doch

die Kunst von WHB besteht darin, an allen Zapfsäulen nur das Allerbeste

zu tanken, aus jedem Jahrgang die beste Flasche im Keller zu haben. Die

Songs sprudeln aus einer nie versiegenden Inspirationsquelle und fliessen

unaufhaltsam Richtung Dancefloor, wo sie richtig brodeln werden. Ob

etwas hängen bleibt oder alles nur vorbeifliesst, beantwortet das Début

nicht. Doch wenn es um spassigen Sound für die Zeit zwischen gerade

jetzt und höchstens morgen früh geht, dann stehen Darren, Thomas und

Dede in Pole Position, keine Frage. (rg)

34


CRUISER Edition Mai 2010

Film

Was Liebe heisst

Familienmelodram

Das französische Familienmelodram

«Was Liebe

heisst» beschreibt episch

und einfühlsam, welches

Schicksal Mitte der 80er

Jahre mit der Diagnose Aids

verbunden war und wie sich

die Krankheit in der Gesellschaft

auswirkte.

Frankreich in den frühen 80ern: Isabelle, aus

gutem Hause, verliebt sich in den einfachen

Tischler Bruno. Sehr zum Missfallen ihrer Eltern

zeugen die beiden Verliebten den kleinen

Jeremy. Bruno, der blonde Lockenkopf, ist ein

Hingucker. Selbst Isabelles schwuler Bruder

ist von ihm angetan. Als begeisterter Szenegänger

lässt er nichts anbrennen, beisst bei

Bruno jedoch auf Granit. Die Seifenoper findet

ein jähes Ende, als Isabelle unerwartet stirbt.

Bruno bleibt alleine mit Jeremy zurück und

empfängt einen weiteren Schicksalsschlag:

Er ist HIV-positiv…

Regisseur Renaud Bertrand schuf mit «Was

Liebe heisst» einen Klassiker seines Genres

für das französische Fernsehen. Der Zweiteiler

erzählt behutsam ein Familienmelodram

in einem Zeitraum von fast dreissig Jahren.

Glaubhaft schildert er eine zerbrechliche Familienkonstellation,

neue Modelle des Zusammenlebens

oder die gesellschaftlichen

Vorurteile und nicht zuletzt die Tragödie der

Diagnose Aids.

Mit viel Liebe zum Detail, wunderbaren

Schauspielern und emotionaler Kraft überzeugt

Bertrands Drama auf allen Ebenen.

Auch wenn die Aussage des Films etwas hochtrabend

wirkt, ist sie berechtigt: Menschen

sollen und können füreinander einstehen, unabhängig

von Geschlecht, sexueller Identität

und Blutsverwandtschaft. (dd)

Eine Liebe wie *****

andere auch

Beziehungskiste

Es ist in der Tat eine Kunst, heutzutage eine schwule

Beziehung zu führen. Dies erkannten auch die TEDDY-

Preisträger Hans Stempel und Martin Ripkens, selbst

ein Paar, welche für dieses Thema den Film «Eine Liebe

wie andere auch» inszenierten. Denn gibt es eigentlich

etwas Egoistischeres als zwei Menschen, die sich lieben?

Zur Story: Wieland und Wolf sind seit fast drei Jahren ein

Paar und sind noch immer dabei, das herauszufinden.

Denn was heisst eine Beziehung genau? Muss man treu

sein? Darf man um die Häuser ziehen? Wird man am Ende bürgerlich, wenn

man zusammenlebt? Fragen über Fragen, welche Anfang der 80er im schwulenbewegten

Westberlin gestellt werden, gibt es doch genügend Verlockung

und Ablenkungen. Also leben der Lehrer Wieland und der Buchhändler Wolf

weiter ihr Leben und verschliessen die Augen. Wer Berlin und dessen (schwule)

Männer mag, wird den Film bestimmt mögen! (dd)

The perfect Son ****

Bruderliebe

Es ist der leise Wettkampf unter Brüdern, den Regisseur

Leonard Farlinger mit «The perfect Son» respektvoll

in Szene setzt. Die Brüder Theo und Ryan

treffen auf der Beerdigung ihres Vaters wieder aufeinander.

Leider konnten sich die Geschwister nie gut

leiden. Theo, der Drogenabhängige, war immer das

schwarze Schaf der Familie, Ryan hingegen, konservativer

Anwalt, galt als der «perfekte Sohn». Hinter

der Fassade sehen die Dinge allerdings anders aus:

Ryan ist schwul und HIV-positiv. Während Theo versucht, sein Leben in

geordnete Bahnen zu bringen, gerät Ryan zunehmend unter Beschuss.

Leonard Farlinger begleitet die beiden Brüder auf eine sehr emotionale

Reise. Beide müssen sich ihren Schwächen stellen und finden dadurch

zueinander. Es bleibt dem Zuschauer überlassen, welcher der perfekte

Sohn ist – wenn es denn einen gibt. Die «Los Angeles Times» schrieb in

ihrer Rezension, dass man den Film seiner Schönheit wegen unbedingt

sehen sollte. (dd)

35


The famous Gay Festival visits Zurich for a one off party during

Zurich Pride. Expect the hottest guys and the best music in town

INTERNATIONAL GAY & LESBIAN EVENT

Official Pre-Party

SAMSTAG 5. JuNI 2010

ESCHERWYSS CLuB ZÜRICH

IN PARTNERSHIP WITH

Juiceppe - Zurich

Madame Pompadour

Freakboutique

Antoine909 - London

Jungle, Circuit Festival

Phil Romano - Italy

Circuit, Play, Push, Speed

Hot Circuit Gogos

Fierce Drag Divas

AB 22:00 uHR BIS SPä

äT

HARDSTRASSE 305

(3 Minuten vom Pride Festival Turbinenplatz)

TICkETS VORVERkAuF CHF 25.- / ABENDTÜRE CHF 30.-

Advance tickets: Nathan, Phare, Bains de l’Est > Genf

Pink Beach > Lausanne / Sun Deck > Bern / Sunnyday > Basel

Barfüsser, sauna Moustache, Männerzone, Cranberry > Zürich

www.escherwyss.ch / www.zhpf.ch / www.gay-party.com


CRUISER Edition Mai 2010

Gesundheit

Weg mit Brankos

Speck, letzter Teil

Herzlichen Dank für all die netten und «netten»

Mails von euch. Offenbar hat sich der Selbsttest

wirklich gelohnt, auch wenn nicht so sehr für

mich, so wenigstens doch für euch. Mit diesem

Bericht beende ich meine Power Plate Studie.

Ganze drei Monate liess ich mich rütteln und

schütteln, mal mit mehr, mal mit weniger Lust

Das Ergebniss...

und Disziplin. Aber immer mit dem Ziel vor

Augen, endlich meiner Wampe den «Garaus»

zu machen!

Leider war der letzte Monat dann auch der

Schwerste. Ich vernachlässigte das Training,

hatte keine grosse Lust, war ausgepowert und

war zudem auch noch ziemlich viel auf Reisen.

Sobald man einige Tagen das Training ausgesetzt

hat, muss man sich echt einen Ruck geben.

Ist man aber erst wieder drin, gehts schon fast

wieder wie von alleine.

Meine Problemzonen haben sich merklich gefestigt,

den grössten Erfolg erzielte ich am Hintern,

auch Brust und Bauch schneiden gut ab,

allerdings hätte ich mir am Bauch doch einen

grösseren Erfolg gewünscht. Insgesamt habe ich

alles in allem 2,9 cm am Bauch abgenommen,

und das in 3 Monaten.

Fazit: Power Plate ist eine echte Bereicherung

des persönlichen Fitnessplans. Es strafft effektiv

die Haut, man fühlt sich ausgeglichener und

fitter. Leider fehlte mir der klassische Muskelaufbau

(auch ein Power Plate kann das Fitnesscenter

mit den veschiedenen Geräten nicht

ersetzten). Zwischendurch Schwimmen oder

Joggen, das ist gut für die Ausdauer.

Das Power-Plate-Training sollte man wenn

möglich immer mit einem Partner absolvieren,

schon allein der Disziplin wegen. Man kann sich

anfeuern und ab und zu das Knöpflein drücken

(A15, Bauch intensiv). Ich verdrücke mich jetzt

auch und geniesse erst mal herrliche Tage auf

Hawaii, natürlich mit meinem straffen Body!

Mehr Infos über Powerplate:

www.powerplate.ch, www.queer.ch

Anzeige

rain or sun,

www.sundeck.ch

it‘s always

fun!

Lösung aller Probleme?

open daily 12–23

@ fri. –0:30

länggass-strasse 65, ch-3012 bern, phone +41 31 302 46 86


Gesundheit CRUISER Edition Mai 2010

Hildegard

Ein Scheiss-Mai,

mit Verlaub!

Erschöpfungszustände können manchmal sehr

lange dauern – das wissen wir ja nicht erst, seit

Robi Williams nudelfertig ist. Auch der Verein

«warmer mai» hat sich aufs Ohr gehauen und

verabschiedete sich nach der letztjährigen Euro-

Pride in einen einjährigen Dornröschenschlaf.

Kein warmer Mai 2010. Wir hoffen, dass es tatsächlich

bloss eine kreative Pause und nicht der

Anfang vom Ende ist. Man kennt so was ja. Michael

Schuhmacher wollte sich auch bloss neu

orientieren und fährt jetzt wie ein Zweijähriger.

Wie auch immer – so bleibt jedenfalls die ganze

Arbeit an uns hängen: Was fangen wir jetzt

mit dem Mai an, gopfertelli? Rauchen darf man

nicht mehr und die einzigen Darkrooms, wo Zigis

noch erlaubt wären, sind die Autobahnraststätten.

Aber dort warten jetzt natürlich die

Zecken im knospenden Unterholz, und

die Aussicht auf Borreliose ist noch

öder als auf Fumoirs. Ein Scheiss-Mai,

mit Verlaub, denn gleichzeitig ist es

der Monat mit den meisten Feiertagen.

Da hätten wir grausam

Kapazität für kulturelle Angebote

gehabt, Donner abenand!

Nun gut, immerhin findet

vom 28. April bis am 6. Mai

das schwullesbische Filmfestival

Pink Apple statt. Ein

sicherer Wert und unbedingt

zu empfehlen! Das

Pink Apple ist übrigens für

den diesjährigen Stonewall

Award nominiert! (Ich erwähne

das nur so als kleinen

Bonus-Track – damit ihr mitreden

könnt, wenn mal beim

Coiffeur die Sprache drauf

kommt.) Und warum die Hilde

nicht nominiert ist, das klärt

Carl Hirschmann für mich ab, ihr

Schlampen. Nach dem Pink Apple

können wir den restlichen Mai entweder

nutzen, um unserem Körper im

Fitnessstudio noch die definitive Platzreife für

die Badi zu verpassen, oder wir verbringen die

Zeit damit, uns auf das Pride-Festival in der ersten

Juni-Woche zu freuen. Oder wir überlegen

uns bis dann, was das diesjährige Moto «Do ask

– Do tell» bedeuten könnte… Ach komm.

Was mich auch noch bewegt hat in der letzten

Zeit, war eine Fernseh-Diskussion mit Macho-

Bratapfel Rudi Assauer zum Thema «Schwule

Fussballer» – auch sehr aktuell, denn die WM

startet gleich nach dem diesjährigen CSD. Assauer,

ehemaliger Fussballspieler und Manager,

liess in den Medien verlauten, dass er einem

schwulen Fussballspieler raten würde, sich einen

neuen Job zu suchen, weil diejenigen, die

sich outen, würden plattgemacht – «von ihren

Mitspielern und von den Leuten im Stadion.

Diese Hetzjagd sollte man ihnen ersparen». Das

ist ein sensationelles Verantwortungsbewusstsein

– ein richtiger Papi. Immerhin hält er es

offenbar für möglich, dass man sich in einem

anderen Beruf outen kann. Aber das Prinzip

ist dann «statt spülen lieber das WC wechseln».

Eine Kapitulation vor der hartnäckigen Homophobie

im Männerfussball. Die Alternative, seine

sexuelle Identität geheim zu halten, hat in

den meisten Fällen verheerende Auswirkungen

von Depressionen über Sucht bis hin zum Suizid.

Vermutlich ist es für niemanden, der es nicht

selber erlebt hat, nachvollziehbar, wie hoch

die Schwelle sein kann, wie gross die Überwindung,

wie endlos das Nachdenken über die Konsequenzen

eines Coming-outs. In dieser Zeit ist

das Leben eine schlimme Hölle, die wir nicht

mal dem Rudi Assauer wünschen, auch wenn er

viel Blödsinn schwatzt und man versucht wäre,

zu sagen «isch halt en Tschütteler…» Machen wir

aber nicht, nein.

Nun gut, meine Lieben, wir hören uns wieder

Ende Mai und dann sehen wir ja, wer jetzt Nichtraucher

ist oder wer schon Zecken hat.

Uebrigens der nächste Queer-quit – Raucherentwöhnungskurs

findet am 6. Mai statt.

Anmeldung unter: www.queer-quit.ch

Bis dahin grüsst Euch

Eure Hildegard

Anzeige


Gesundheit CRUISER Edition Mai 2010

Sind zwei Kondome

übereinander

sicherer?

Hallo Dr. Gay

Ich höre immer wieder von steigenden Zahlen

der HIV-positiven schwulen Männer und denke,

das spricht für sich. Vielleicht schützen sich die

Männer einfach zu wenig oder gar nicht. Ich

jedenfalls benutze beim Analverkehr immer

zwei Kondome. Das erscheint mir sicherer. So

bin ich doch besser geschützt, oder? Müsste ich

zwischen den Kondomen noch Gleitmittel auftragen,

damit sie sich nicht so aneinander reiben?

Der Nachteil an der ganzen Sache ist, dass

das Empfinden nicht so stark ist. Hast du mir da

einen Tipp? Gruss, Simon, 27

Lieber Simon

Dein Schutzbedürfnis in Ehren, nur ist bei deiner

Methode das Gegenteil der Fall: Zwei Kondome

übereinander vergrössern das Risiko eines Kondom-Defekts

enorm! Darum verwende in Zukunft

immer nur ein Kondom, welches korrekt angezogen

ist. Selbstverständlich darf auch Gleitmittel

auf Wasser- oder Silikonbasis nicht fehlen. Ebenso

riskant wäre es, ein Kondom doppelt zu gebrauchen

oder die Methode namens «Inside out» bzw.

das Umdrehen des Gummis für ein zweites Mal.

Benutzt man ein Kondom auf die richtige Art und

Weise ist man(n) sehr gut geschützt. Eine Kondom-

Anwendungsanleitung findest du auf www.gaybox.ch

beim Sex-Coach!

Alles Gute, Dr. Gay

HIV-Doppelinfektion?

Hallo Dr. Gay

Ich bin seit Jahren HIV-positiv und lebe erstaunlich

gut mit der Therapie. Die Safer-Sex-Regeln

halte ich konsequent ein. Die neuen Erkenntnisse

betreffend die erfolgreiche Therapie verwirren

mich aber sehr (unter ärztlicher Kontrolle, Viruslast

ist unter der Nachweisgrenze, keine andere

sexuell übertragbare Krankheit), jedenfalls

in einem konkreten Punkt. Deshalb die Frage:

Kann ich mich, der eine erfolgreiche Therapie

vorweisen kann, mich beim ungeschützten Sex

mit einem anderen positiven Sex-Partner erneut

infizieren? Werden die neu im Körper eingetretenen

HI-Viren sogleich von den Medikamenten

eliminiert? Danke für deine Antwort!

Gruss, Robert, 46

Lieber Robert

Ungeschützter Sex zwischen HIV-positiven Partnern

wird nur dann «empfohlen», wenn der HIV-

Status bekannt ist und wenn die Viren seit mehreren

Monaten bei beiden nicht nachweisbar sind.

Ansonsten besteht durchaus die Gefahr, mit einem

resistenten Virus infiziert zu werden, welches gegen

die Medikamente immun ist. Das hätte fatale

Folgen, du müsstest eine neue Therapie beginnen,

und ob du diese dann so gut vertragen würdest wie

die jetzige, ist nicht sicher.

Alles Gute, Dr. Gay

Anzeige

LIVE

spitze BOYS

rund um die Uhr

0906 56 56 56

Nr.1 Gay-Telefon-Treffpunkt seit 18 Jahren!

100% private Anrufer,

jederzeit unterbrechbar

Sofortige, anonyme

Online-Verbindung

CHF2.-/mIN

Oder per SMS/20 Rp.: Spitz an 609

www.boys.ch


CRUISER Edition Mai 2010

Verein

VEGAS-CHARTA,

exemplarisches

Modell

Seit sechs Jahren gibt es die VEGAS-Charta und

die -Audits, welche in Zusammenarbeit mit

dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und der

Aids-Hilfe Schweiz (AHS) durchgeführt werden.

Dieses Modell wird in vielen umliegenden

Ländern als «exemplarisch» betrachtet und als

nachahmenswert empfohlen. Klar, den Standard,

den wir Unternehmer zusammen erreicht

haben, ist zwar für viele Szenegänger normal

geworden, bedarf jedoch einer konstanten Anstrengung

der betroffenen Betriebe. Für die positiv

bewerteten Betriebe sind die Audits auch

schon lange keine Kontrolle mehr, sondern eine

Hilfe zur Erreichung dieses hohen Standards.

(Informations-/Präventionsschriften, Plakate,

Kondome, Gleitmittel, Abfallkübel, fliessendes

Wasser, schwach beleuchtete Dunkelräume)

Für diejenigen, die der Prävention keine Beachtung

schenken, sind und bleiben die Audits

eine lästige Kontrolle.

Personalfluktuationen bei der AHS und den

lokalen Aids-Hilfe-Stellen sowie Umstrukturierungen

im BAG und unbearbeitete Fragen

lassen VEGAS mit dieser Aufgabe allein. Auf

diesen Missstand und darauf, dass VEGAS allein

die Aufgabe gar nicht erfüllen kann, haben

wir im Januar aufmerksam gemacht. VEGAS

empfindet es auch als unfair, dass fehlbare Betriebe

trotz eines gemeinsam festgelegten Ablaufschemas

keine Abmahnungen vom BAG erhalten

und dass nur schwul geführte Betriebe

angegangen werden. Auch Betriebe, welche

von Heteros für Gays geführt werden, so z.B.

Sexcinemas und auch die ganze Heteroszene

müssten zur Teilnahme an den Präventionsbemühungen

verpflichtet werden. Alle anderen

Verhaltensmuster der Beteiligten des BAG

müssten ansonsten als homophob bezeichnet

Grundsätzliches

Die Betriebe werden durch unabhängige, vom Verein

ausgebildete Auditoren einmal im Jahr kontrolliert.

Zusätzlich findet eine Selbstdeklaration pro Jahr

statt und Stichkontrollen werden durchgeführt.

Kundeninformationen

Aufgrund von zuverlässigen Zuschriften seitens der

Konsumenten, können Stichproben und zusätzliche

Audits durchgeführt werden. Solche Kontrollaudits

können auch ohne Begleitung der AHS stattfinden.

Kontrollen

Die Kontrollen finden unangemeldet statt und werden

durch einen Auditor im Beisein des zu dem Zeitpunkt

Verantwortlichen durchgeführt. Zusätzlich

soll eine ausgebildete Fachperson der Aids-Hilfe

Schweiz das Audit begleiten. Am Ende jeder Kontrolle

wird das Protokoll von beiden Seiten unterzeichnet.

Auswertung

Kontrolle der Auditberichte durch den

Verein.

Audit bestanden

Vergabe Label / Teilnahme

an VEGAS +

Vergabe Label

Bestanden

Audit nicht bestanden.

Nachaudit

Nicht bestanden.

Sanktionen und Meldung

BAG

werden. Ohne die Mithilfe der AHS fehlt die

fachliche Unterstützung unserer Auditoren.

Die AHS hat inzwischen versprochen, alles daran

zu setzen, um wieder die versprochene

Leistung zu erbringen. Die Gespräche mit dem

BAG waren jedoch nicht so erfreulich. So steht

das BAG nicht mehr zu den erarbeiteten Abläufen

(siehe Schema) und gibt die Schuld der

Untätigkeit an VEGAS zurück, denn die Rapportierung

sei nicht bundeskonform gewesen.

Das Versprechen, dass nun auch in der Hetiszene

etwas geschehe, wurde, wie schon seit Jahren,

vage bestätigt. Von VEGAS wird erwartet,

dass die zu auditierenden Betriebe selber ausgewählt

werden, dass Fehlbare mehrfach nach

Möglichkeit zu zweit auditiert würden und sofern

die Nachaudits auch nicht erfüllt werden,

an das BAG rapportiert würden. Das BAG würde

auch gerne einen Betrieb schliessen lassen, um

einen Präzedenzfall zu erlangen, welcher dann

durch einen Richter beurteilt werden müsste.

Wie soll jedoch VEGAS einen Betrieb an das

BAG melden, wenn diese dann eine Schliessung

veranlassen will? Und bei einem gerichtlichen

Verfahren müsste VEGAS dem Betrieb helfen,

die Fortführungsbewilligung wieder zu erlangen.

Dieses Vorgehen erscheint dem Vorstand

äusserst fragwürdig und die Haltung des BAG

als nicht sinnvoll. Wir wollen keine geschlossenen

Betriebe, sondern weniger Neuinfektionen

oder Übertragungen von STIs. So wird

unsere Mitgliederversammlung am 4. Mai über

das weitere Vorgehen und die Zusammenarbeit

mit dem BAG entscheiden.

Roger Markowitsch

Anzeige


Agenda CRUISER Edition Mai 2010

by computerSOS.ch

WWW.HOME-BUTLER.CH

für Tier, Mensch und Zuhause

Wir kümmern uns um Alles - Sorgenlos in den Urlaub

HOME-BUTLER.CH

Heinrichstrasse 225, 8005 Zürich

info@home-butler.ch

Tel. 044 500 42 70

FR 30. April

Bern

21.00 Samurai Bar: Partytime Disco Inferno mit

DJane Jasmin

22.00 Konzert mit Peter Kerner & The Plugin

Babes: im Frauenraum. Türe 21h.

Infos www.bumuro.ch

Biel/Bienne

22.00 GayLes étage: Party für Gays, Lesbians &

Friends im Etage Club, Untergasse / Rue

Basse 21. Color of the Night: Blue.

DJ ELfERich and DJane Xilophee (Electro,

Tech House & Progressiv). Fr. 15.–

Luzern

22.00 Frigay Night: Spring Break for Gays,

Lesbians and Friends. DJ C-Side & Special

Guest DJ Neox. The Loft, Haldensr. 21

Olten

20.00 AM Bar & Lounge: Klarastr. 1 Aargay

trifft sich heute in der Bar

Zürich

16.45 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival

im Arthouse Movie 1 & 2.

Movie 1: 16.45h Egmasra nézve, 19.15h

Eloïse, 21.15h Topp Twins.

Movie 2: 17h Rock Hudson – Dark and Hansome,

19h Do comeco ao fim, 21h

An Englishman in New York, 23h Dare.

Info www.pinkapple.ch

19.30 GayMigs: schwule Migranten Treff

im HAZ-Centro, Sihlquai 67

20.00 Cranberry Bar:

Partytime mit DJ Glitzerhaus

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14.

Gagalicious – The Pokerface Night. DJ Marc S

22.00 Lollipop Party mit 3 Tanzpisten!:

Schlagerpiste mit Hauch von Canzoni &

Chansons; Discopiste 70er/80er Disco und

einem Schuss 90er; Latinpiste mit Salsa,

Bachata etc. Plus Karaoke Lounge. X-Tra,

Limmatstr. 118

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Westwild. Tanzen,

flirten, wildern. DJ Garçon Sauvage.

Gratis Exotik-Frucht Bowle

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Electro Collage DJ Gil

Everest

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Full Fetish

23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle

(beim Letzipark). Maryic. DJs Flavio

Cambiare, Technokultur DJs, Angy Dee,

Squep & TonTon

Mai 2010

SA 01. Mai

Basel

23.00 Stromschlag: Elektronische Musik für

Wechselstrom und Gleichstrom. DJs Alex

Anderscht, DJane Cixi. Visuals by Aaawesome

Color. Nordstern, Voltastrasse 30

Bern

22.00 Julius: Party for Gays im Du Nord,

Lorrainestr. 2.

Genaue Infos www.juliusparty.ch

Lausanne

23.00 AYOR – The Spring Edition: Premium Gay

& Lesbian Hetero-friendly.

Room 1: DJ dK-miKe, Intro DJ Greg Candle.

Gogo Boyz & Girlz.

Room 2: DJ Marie-Thérèze. Queens Day Drag

Queen contest par Catherine d Oex.

Room 3: DJ Skeud. Amnesia Club, Plage de

la Voile d Or, Lausanne-Vidy. Fr. 20.–.

Infos www.amnesia.ch & www.gay-party.com

Luzern

22.00 uferlos: Schwul-lesbisches Zentrum

LesBiSchwule Party von Halu & Why Not

Fr. 15.– inkl. 1 Getränk

St. Gallen

21.00 Badehaus: Mann-o-Mann Saturday Night

Fever. Tanzbarer Sound mit DJ Whitermoon

Anzeige

matchmaker

proudly presents:

C

M

Y

CM

MY

CY

CMY

K


101x70.indd 1

11.6.2008 8:55:42 Uhr

CRUISER Edition Mai 2010

Thurgau

19.30 HOT: Spezialanlass im HOT,

Wilerstr. 5, 9545 Wängi Pyjama Party mit DJ.

Dresscode: Pyjama, Nachthemd, Bademantel.

Umziehmöglichkeiten sind

vorhanden! Für den kleinen Hunger steht

ebenfalls etwas bereit

Zürich

10.30 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival

im Arthouse Movie 1 & 2.

Movie 1: 10.30h Egymasra nézve, 13h Annas

Best (Kurzfilme), 15h Goddag mit navn er

lesbisk, 17h Zirei kayitz, 18.45 Eltikolt évek,

21.15h The Four-Faced Liar.

Movie 2: 11.30 Plan B, 13.45h Beyond Gay:

The Politics of Pride, 16.15h Kurzes aus dem

Osten, 18.30h L arbre et la forêt, 21h El cuarto

de Leo, 23h Hollywood je t aime.

Info www.pinkapple.ch

18.00 a.part: Frauenbar bei Buvette Philipp,

Zweierstr. 166

19.00 The Dynasty Club: Zähringerstr. 11.

«Antrinkete». Hansruedi & Pietro (Tip Top

Bar) übernehmen den Betrieb von Emilio

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Australian Gay

Night. DJs Alan T & Sound of Mardi Gras

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Base-X /

SM-Camp von Green Berets & Bondage-Club

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Jump the House. DJ Gaetano

23.00 Project Freedom: ein feuriges Spektakel

mit Show als Antwort auf das Rauchverbot.

DJs 5th Element, Thomi B & Tokee.

Lotus Club, Pfingstweidstr. 70.

Infos www.celestial.ch

23.00 Sector c; Fetish Club:

Strikter Dresscode-Anlass Base-X /

SM-Camp. FF/SM/Bondage/Fetish

23.00 Loop 38: Albulastr. 38.

Party flexx-oranje. DJs Elias & Franco mit

Progressive, Tribal-House, Tech-House.

Infos www.flexx-party.ch

SO 02. Mai

Basel

21.00 untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23. DJ Süess – Tanz

& Stimmung. Weil Beiz geschlossen bitte

Seiteneingang & Klingel benutzen

Ganze Schweiz

09.50 Les lacets roses: Maibummel Ostschweiz.

Wandern entlang der Sitter.

Treff um 09.50h SOB-Roggwil-Berg.

Infos bei Hansruedi

071 622 37 73, 079 647 67 58

Lausanne

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD:

avec DJ J.-J.-Johanssen aka BlowJob

Agenda

Schwyz

20.00 Mythengay: schwyz & schwul Treff im

Hirschen Backpackers, Schwyz

Infos über mythengay@bluewin.ch

St. Gallen

15.00 Saunaclub Why-Not: Scheibenackerstr.

7, St. Gallen-Fiden. GangBang Party. Alles

was gefällt inkl. einem Buffet. Anmeldung

erwünscht 076 227 33 70

Zürich

08.05 HAZ Outdoor: Thurgauer Rundwanderweg,

Etappe 6. Leichte Wanderung von

Sirnach nach Weinfelden. Treff Zürich HB

08.05h. Genaue Infos & Anmeldung bis 30.4.

siehe www.haz.ch/outdooraktuell

Anzeige

Dein

FetischlaDen

in Zürich

Kernstrasse 57

ch-8004 Zürich

tel. 043 243 30 43

www.MaennerZone.coM

fetish gear

everything for your play room

largest toys collection

glory holes

live internet cabin

online shopping

open 365 days 10:00 - 24:00

EROTIKFACTORY.ch

Badenerstrasse 254

Zürich

You offer sex for money

be informed – and protect yourself

Jocks kauft Mann bei

pigdreams.ch

pigdreams.ch

safeboy.ch

pig trading gmbh · buchserstrasse 34 · 5001 aarau · 062 552 02 02


Agenda CRUISER Edition Mai 2010

11.00 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival

im Arthouse Movie 1 & 2. Movie 1: 13h I

Love You – Liebeserklärungen im Film (Vortrag),

15h The OWLs, 17h Ateliergespräch,

19.15h The Kuchus of Uganda, 21h And

Then Came Lola. Movie 2: 11h Oranges Are

Not the only Fruit, 14.30h Holding Hands,

16.30h Die Schwestern, 18.45 Kurzfilmwettbewerb,

21.15h The Big Gay Musical.

Info www.pinkapple.ch

18.15 Gottesdienst: für Lesben, Schwule und

Andere im Kulturhaus Helferei,

Kirchgasse 13, www.homo-gottesdienst.info

19.00 Tanzleila in der Kanzleiturnhalle:

Party von Frauen für Frauen. Ab 19h

Standard, ab 21h

Dj Madame Léa – Deluxe-Pop, ab 23h

Dj Artemiss – Progressive & Melodic

20.00 Der Heterofreundliche Schwulensonntag@Longstreet

Bar:

Langstr. 92 mit DJ Garçon Sauvage

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Week2end DJ Mad House

MO 03. Mai

Zürich

16.00 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival

im Arthouse Movie 1 & 2.

Movie 1: 17h The Kuchus of Ugana,

18.45h Edie & Thea; A very long engagement,

21h Strella. Movie 2: 16h Soundless Wind

Chime, 18.30h Is It Just Me?, 20.45h The

Four-Faced Liar. Info www.pinkapple.ch

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Woof DJ Qbass

DI 04. Mai

Bern

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag im Kino

der Reitschule. «Pornography: A Thriller».

USA 2009, 114 Min., OV E/d. Bar ab 20h, Film

um 20.30h. Infos www.gaybern.ch/uncut

Zürich

16.30 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival

im Arthouse Movie 1 & 2. Movie 1: 17h

Trukulutru!, 18.45 Hana, dul, sed..., 21.15h

Viola di mare. Movie 2: 16.30 Strella, 19h

The Naked Civil Servant, 21h Das erste Mal

(Kurzfilme). Info www.pinkapple.ch

19.00 Kamillas Literaturclub: Kamilla von

Arx, Simon Froehling & Markus Notter

diskutieren unter der Leitung von Tania

Kummer über neuere «warmer mai»-taugliche

Bücher: Christopher Isherwood «Der

Einzelgänger»: Philipp Tingler «Dr. Phil»;

Konstantin Kropotkin «Russen-WG». Im

Foyer von Maiers Raum für Theater. Bar ab

19h, Beginn 20h. Fr. 20.–, Reservation schz@

access.uzh.ch. Infos www.maiers.ch

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx DJ Jesse Jay

MI 05. Mai

Bern

21.00 Exzess: Party für Gays und Freunde im

Sous-Soul, Junkerngasse 1. DJ ELfERich mit

elektronischen Leckerbissen. Freier Eintritt

Zürich

16.30 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival

im Arthouse Movie 1 & 2. Movie 1: 17.15h

Zirei kayitz, 18.45h The Moon Inside, 21h

And Then Came Lola. Movie 2: 16.30 Is It

Just Me?, 18.30h Soundless Wind Chime,

21.15h Do comeco ao fim.

Info www.pinkapple.ch

20.00 Heldenbar@Provitreff:

Sihlquai 240 DJ Alex Brand. Ambient Mix &

electronica heavy Beats

44

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Goldies DJ Qbass

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Treffpunkt DJ La Luna

DO 06. Mai

Baden

20.00 Boy Zone for Boys and tough Girls:

Schwullesbische Lounge im Club Plan B,

Rütistr. 3 (Eingang Bruggerstr.)

Frauenfeld

20.00 Pink Apple: Schwullesbische Filmfestival

im Cinema Luna. 20h Le Fil.

Infos www.pinkapple.ch

Zürich

16.45 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival

im Arthouse Movie 1 & 2. Movie 1: 17h

Eloïse, 19h Viola di mare, 21.15h Topp

Twins. Movie 2: 16.45h El cuarto de Leo,

18.45h Dare, 21.15h The Big Gay Musical.

Info www.pinkapple.ch

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Prèt à Danser.

DJ Groovemaster

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser? DJ

Mad House

FR 07. Mai

Basel

22.00 Pink Friday: Heterofriendly Gayparty im

Cu-Club, Steinentorstrasse 35. DJs Peeza &

Mr. Pink

Frauenfeld

18.00 Pink Apple: Schwullesbische Filmfestival

im Cinema Luna. 18h Soundless Wind

Chime, 20.45h Topp Twins.

Infos www.pinkapple.ch

Zürich

20.00 Gay Bikers Zürich: Höck im Hot Pot Café,

Badenerstr. 138

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Spring Bootylicious.

DJs Raffiness & Zör Gollin

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren darkroom -

Cruising

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Electro Collage

House Music - Past, present, future. DJ Nick

Harvey

23.00 One Night with Branko: Party mit

DJs Kalabrese, Marc Fuhrmann & Aura

Trauma. Acts a Go-Go.

Cabaret Club, Geroldstrasse 15

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Friday Naked

SA 08. Mai

Frauenfeld

13.30 Pink Apple: Schwullesbische Filmfestival

im Cinema Luna. 13.30h Edie & Thea: A

very long engagement, 15.15h Plan B, 18h

Viola di mare, 20.45h Do comeco ao fim.

Infos www.pinkapple.ch

Luzern

21.00 Uferlos: Schwul-lesbisches Zentrum Mona

Lisa, Frauenparty (Sommerpause August)

Winterthur

17.00 WILSCH: Winterthurer Lesben und Schwule

We are family! Essen, Geniesserabend

für die LesBiSchwule Community im Lokal

Badgasse 8 Anmeldung über

www.badgasse8.ch

Zürich

20.00 Wie es uns gefällt: GayRadio auf LoRa 97,5

MHz oder Cablecom 88,1 MHz.

Infos www.gayradio.ch

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. G-Dance.

DJ Groovemaster

22.00 White Party: presented by Angels im

Volkshaus Zürich. Main Room; DJ Ismael

Rivas. White Room; DJ Alan Joe. Foyer OG;

DJ Angel O. Skyy Lounge; DJ Glitzerhaus.

Vorverkauf: Cranberry, Daniel H., Männerzone,

Ministry of Kink, Adidas Store Zürich

& www.starticket.ch.

Reservation & Info www.angels.ch

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cowboyz

Reloaded

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Forward – Jackin

Beats. DJ Plus 1

23.00 Preparty zur White Afterhour: DJs Fred

Extasia & Willi P. Lotus Club, Pfingstweidstr.

70. Infos www.androphil.ch

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Cowboyz, Chaps, Fetish

SO 09. Mai

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23

DJ Deufeli - 70er bis 90er

Frauenfeld

13.30 Pink Apple: Schwullesbische Filmfestival

im Cinema Luna.

13.30h I Love You – Liebeserklärungen im

Film (Vortrag), 15h Eloïse, 18h The Big Gay

Musical, Schlussapéro & 20.30h And Then

Came Lola. Infos www.pinkapple.ch

Lausanne

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD:

avec DJ Luca Papini aka Tara LaTrash

Zürich

03.00 The White Afterhour: DJs Mental X, Thomi

B, Fred Extasia, Willi P & Jesse Jay. Lotus

Club, Pfingstweidstr. 70. www.androphil.ch

08.15 HAZ Outdoor: Warme Mai-Wanderung von

Hägendorf (428 MüM) – Tüfelsschlucht – Allerheiligenberg

– Belchenflue (1123 MüM).

Abstieg über Rumpel – Olten. Treff Zürich

HB im Zug nach Olten. Abfahrt 08.30h.

Genaue Infos & Anmeldung bis 06.05. siehe

www.haz.ch/outdooraktuell

20.00 Der Heterofreundliche Schwulensonntag@Longstreet

Bar:

Langstr. 92 mit DJ Siamese Twin

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14.

Week2end DJ Marc S


.

CRUISER Edition Mai 2010

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end

DJ Mad House

MO 10. Mai

Zürich

19.30 z&h Schwule Studis an uni & ETH:

Filmabend. «Lysistrata», D, 112 Min.

Uni Zürich, Hauptgebäude, KO2-D-54

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Woof DJ Groovemaster

DI 11. Mai

Zürich

11.30 Aidspfarramt Zürich: Universitätsstr. 42.

HIV-Mittagstreff. Infos 044 255 90 55

20.00 Kamillas Streifzüge: Kamilla von Arx liest

Texte (eigene und andere), die sie von ihren

weiten Streifzügen durch die Gegenwart

mitgebracht hat. Keller 62, Rämistr. 62.

Infos & Reservation www.keller62.ch

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx DJ Angy Dee

MI 12. Mai

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 Konzert

«I am not a band» (Violine, Sing und

Labtop). Supported by Alle Farben

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Goldies

Schwules Bingo. Premiere. DJ Qbass mit

Partytunes

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren. Cruise before

Auffahrt

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Treffpunkt DJ

Garçon Sauvage

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13, Schlieren.

Sportslab - cum in sports gear. Strikter

Dresscode

DO 13. Mai

Baden

20.00 Boy Zone: for Boys and tough Girls Schwullesbische

Lounge im Club Plan B, Rütistr. 3

Zürich

08.00 LMZ: der Schwule Schweizer Motorradclub

Tour durch Oberbayern vom 13. bis 16. Mai.

Infos & Anmeldung www.lmz.ch

08.00 Gay Bikers Zürich: GLME-Auffahrtscamp

in Zeeland (NL) vom 13. bis 16. Mai. Infos

und Anmeldung siehe www.gaybikers.ch

21.00 Labor-Bar: Schiffbaustr. 3. Ladybumb,

Party for Lesbians & Friends. Ooops, we do it

again – strictly 90ies. Music by Rockstarlette

und Madame Léa

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Balkan Gay

Night. DJ Qbass. Nikitas Balkan Boys

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren. Treibhaus -

Cruising

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser?

FR 14. Mai

Basel

22.00 Restaurant Hirscheneck: Lindenberg 23.

Frauendisko (women only)

Zürich

19.30 Frauenbar im GZ Riesbach: Seefeldstr. 93

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Absolutely

Disco. DJs Dynamike & Groovemaster

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren darkroom -

Cuising

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Electro Collage DJ

Mad House

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Yellow - Piss-off

SA 15. Mai

St. Gallen

21.00 Badehaus Mann-o-Mann: Infernal

Night. Die Nacht der Phantasien. Bei

gedämpften Licht und Kerzenschein den

Fetisch ausleben von Leder bis nackt.

Zürich

18.00 a.part: Frauenbar bei Buvette Philipp,

Zweierstr. 166

19.00 Loge 70: (Schweiz) Bondage-Club Zürich &

Green Berets Switzerland. Fetish Dinner im

Restaurant Bubbles, Strassburgstr. 15,

8004 Zürich. Apéro ab 19h, Essen ab 20h,

danach Clubbesuche. Es besteht die Möglichkeit

sich umzuziehen

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. G-Dance.

§DJ Marc S

! Checkpoint Zürich

Konradstrasse 1

www.checkpoint-zh.ch

044 455 59 10

@ Barfüsser

Café-Bar-Sushi

Spitalgasse 14

www.barfuesser.ch

# Apollo

Sauna

Seilergraben 41

$ Restaurant

Johanniter

044 253 62 00

Geöffnet bis 04:00 Uhr

www.johanniter.com

% The Dynasty Club

3 Bars – 1 Entrance

Zähringerstrasse 11

www.dynastyclub.ch

^ Cranberry Bar

Metzgergasse 3

www.cranberry.ch

& Rathaus Café

Limmatquai 61

www.rathauscafe.ch

* Tip Top

Seilergraben 13

www.tiptopbar.ch

\

!

Rathausbrüc

hausbrücke

Limmatquai

Rudolf-Bruhn-Brücke

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising

unlimited

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Jump the House.

DJ Gil Everest

23.00 Shaft: Männernacht im Lotus Club,

Pfingstweidstr. 70. DJs f-act, Jesse Jay &

Mario S. No dick - no entry!

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Motorbiker & Leather/Rubber

SO 16. Mai

Basel

21.00 untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ Roj.r -Century

Pop Decades

Lausanne

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD:

avec DJ Miss Sadia

Central

Metzgergasse

&

Marktgasse

asse

Limmatquai

Limmatquai

Mühlegasse

^

Metzgerg^

Häringstr.

Inserat: ZBIRO GmbH, 8304 Wallisellen / info@zbiro.ch

Niederdorfs

fstr

tr.

BM

Zähringerstr.

Seilergraben

Spitalgasse

asse

Grossmünster

Utoquai

Utoquai

Quaibrücke

$ BO #

(BP

%

MühlegBP

BN

BL

@

SBB

Haupt-

bahnhof

Spitalg@

Hirschen-

Platz

Bellevue-

Platz

Rämistr.

*

G ay L i v e - D at e

0906 56 56 56 Fr. 2.-/Min.

( Paragonya

Wellness Club

Mühlegasse 11

www.paragonya.ch

BL G-HOTEL

Marktgasse 14

+41 (0)44 250 70 80

AAAH! Trendclub

Dancefloor & Cruising

T&M Club

Live DJs & Performance

PIGALLE Bar

Evergreens & Schlager

BM Leonhards Apotheke

Stampfenbachstrasse 7

BN Lobby

Cocktail Bar

Spitalgasse 3

BO Macho City Shop

Häringstrasse 16 www.macho.ch

BP Predigerhof

Mühlegasse 15

www.predigerhof.ch

Agenda

Interesse in diesem

Inserat aufgeführt zu sein?

Anfragen bitte an:

info@zbiro.ch

45


Agenda CRUISER Edition Mai 2010

St. Gallen

15.00 Saunaclub Why-Not: Scheibenackerstr. 7,

St. Gallen-Fiden. GangBang Party. Alles

was gefällt inkl. einem Buffet. Anmeldung

erwünscht 076 227 33 70

Zürich

20.00 Der Heterofreundliche Schwulensonntag@Longstreet

Bar:

Langstr. 92 mit DJ -Team der Crash Boys

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Week2end DJ

Marc S

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end DJ Mad

House

MO 17. Mai

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Woof DJ Qbass

DI 18. Mai

Aarau

20.00 Aarglos: Lesbengruppe Treff Abendspaziergang

mit Apéro. Details folgen nach Anmeldung

bis 11.5. bei pkamer@hotmail.com

Bern

20.00 uncut: warme Filme am Dienstag im Kino

der Reitschule. «Alles wird gut», D 1998, 88

Min. Bar ab 20h, Film um 20.30h.

Infos www.gay-bern.ch/uncut

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx DJ Michael K

MI 19. Mai

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240

Mar.leen und Idealist bringen electronic

swing, frickelig und Sägezahn: Plings und

Plongs aus der Friedrichshaineer Szenebar

Stereo 33. Dazu ein (Dub)techno liveact

vom Sound-Idealist-en

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Goldies DJ Qbass

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Treffpunkt DJ Angy Dee

DO 20. Mai

Baden

20.00 Boy Zone: for Boys and tough Girls Schwullesbische

Lounge im Club Plan B, Rütistr. 3

Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Warme Nacht.

DJ Groovemaster

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser?

Warme Nacht. DJ Mad House

FR 21. Mai

Basel

22.00 GameBoys and PlayGirls: Heterofriendly

Gay Party in der Kuppel, Binningerstrasse

14. DJs Ben Mono, B-Movie Diskomurder

& Mehmet Arslan. Visuals by Aaawesome

Color. Infos www.game-boys.ch

Luzern

22.00 Frigay Night: happy sound for happy

people@The Loft Haldenstr. 21

Zürich

19.00 z&h: Schwule Studis an Uni & ETH

Semester end-Party.

Infos unter zundh@websites.uzh.ch

21.00 Artist Charity Night: «Make Love not

Aids» in der Maag Event Halle. Ein buntes

Programm aus Comedy, Fashion, Dance,

Shows, Vocals und DJs. Fr. 69.– (Vorverkauf

über www.starticket.ch),

Abendkasse Fr. 89.–.

Alle Infos siehe www.artistcharitynight.ch

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.

DJ Marc S

22.00 Lollipop Party mit 3 Tanzpisten!:

Schlagerpiste mit Hauch von Canzoni &

Chansons; Discopiste 70er/80er Disco und

einem Schuss 90er; Latinpiste mit Salsa,

Bachata etc. Plus Karaoke Lounge. X-Tra,

Limmatstr. 118

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Westwild.

Pfingst-Party. Tanzen, cruisen, wildern...

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Electro Collage DJ

Plus 1

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Underwear, Jocks, Naked

SA 22. Mai

Basel

22.00 Temptation Party for Gays, Lesbians &

Friends: DJs Peeza, Mary & Friends. Club En

Vogue, Clarastrasse 45

Frauenfeld

10.00 HOT: Unterschriftensammlung für

«Gleiche Chancen für alle Familien».

Säämannsbrunnen, Frauenfeld. Die Aktion

wird organisiert durch Queerdom, WILSCH

& HOT. HelferInnen sind gesucht. Bitte

melden über helfer@familienchancen.ch

oder 079 398 83 93

Winterthur

09.00 WILSCH: Winterthurer Lesben und

Schwule gehen nach Frauenfeld um

Unterschriften für Familienchancen zu

sammeln. Infos info@badgasse8.ch

Zürich

20.00 Wie es uns gefällt: GayRadio auf LoRa 97,5

MHz oder Cablecom 88,1 MHz.

Infos www.gayradio.ch

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Special Clubnacht.

DJs PraVos & Luc Le Grand

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Smaxx -

Full Fetish Event

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Special Clubnacht.

DJ Gaetano

23.00 Zurich Pride Festival: Warm up Party von

Testosteron & Selection. DJs 5th Element,

Dikky Vendetta, Antoine de la Cruz. XceS-

Club, Albulastr. 40. www.testosteron-party.ch

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Smaxx - Full Fetish Event

SO 23. Mai

Basel

21.00 untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ High Heels

on Speed - Alternative, Disco, Electro. Danach

Sommerpause bis ca. September 2010

Zürich

06.00 Loop 38: Albulastr. 38. Afterhour openend

Flexx Zurich Pride Warm up Afterhour.

DJs Ajaxx & Franco. Infos www.flexx-party.ch

17.00 Rage: Sunday Gaycruising Special Party.

Offen ab 22h!

20.00 Ladies Night: im Adagio Pfingstparty

special. Adagio Club, Gotthardstr. 5

20.00 Der Heterofreundliche Schwulensonntag@Longstreet

Bar:

Langstr. 92 mit DJ Ponybomb

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Week2end

Pfingstspecial & Memory Show. DJ Qbass

46


CRUISER Edition Mai 2010

Agenda

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren. Freistoss

Knock-Out. Sports & Sneaks. DJ Ajaxx

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end Pfingstspecial.

DJ Mad House

23.00 Sector c; Fetish Club:

Wagistr. 13, Schlieren. Freistoss Knock-Out.

Sports & Sneaks. Strikter Dresscode

MO 24. Mai

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Woof DJ Groovemaster

DI 25. Mai

Baden

20.00 Aargay: Grillabend im Kanti-Foyer Baden

(gedeckter Sitzplatz). Du bringst mit was du

gern auf den Grill legen würdest. Aargay

organisiert die Getränke.

Zürich

11.30 Aidspfarramt Zürich: Universitätsstr. 42.

HIV-Mittagstreff. Infos 044 255 90 55

matchmaker

proudly presents:

19.00 Lesbentreff Zürich-Wiedikon:

Trinken, essen, kennenlernen. Im Hot Pot

Café, Badenerstr. 138

20.00 Cranberry Bar: Eurovision Song Contest.

Vorausscheidung. Dazu werden internationale

Drinks angeboten

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx DJ La Luna

MI 26. Mai

Zürich

20.00 Schwule Väter:

Väterstamm im Café Rathaus, Limmatquai

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240

DJ siehe www.heldenbar.ch

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Goldies DJ Qbass

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Treffpunkt DJ Upspace

DO 27. Mai

Baden

20.00 Boy Zone for Boys and tough Girls:

Schwullesbische Lounge im Club Plan B,

Rütistr. 3 (Eingang Bruggerstr.)

Zürich

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle

Männer und Frauen 19h Treff im Café

Rathaus, ab 20.30h Bistro Marion

19.30 z&h: Schwule Studis an Uni & ETH z&h

Nachtessen im HAZ-Centro, Sihlquai 67

20.00 Cranberry Bar: Eurovision Song Contest.

2. Vorausscheidung. Dazu werden internationale

Drinks angeboten

20.00 HAZ-Centro: Schwubliothek, Schwule

Bücher- und ausgewählte Videoausleihe,

Sihlquai 67

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Prèt à Danser.

DJ Groovemaster

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser? DJ

Qbass

Pfingstsonntag, 23. Mai 2010

05.00 till late

DJ Ajaxx Zürich

Flexx & Revolution (Zürich)

CSD (Stuttgart)

DJ Franco Zürich

Loop38 (Zürich)

Flexx & Revolution (Zürich)

progressive

tribal-house

tech-house

Albulastrasse 38

8048 Zürich

15.- (Besucher der Warm-Up-Party: 10.-)

www.flexx-party.ch

Impressum

inserat_mai_after.indd Herausgeber 1 und Verleger: AfM-Publikationen, Martin Ender 15.04.2010 18:14:07

Redaktion und Verlagsadresse: AfM-Publikationen, Martin Ender, Mühlebachstrasse 174, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, info@cruiser.ch

Infos für die Agenda: agenda@cruiser.ch | Infos an die Redaktion: redaktion@cruiser.ch

Redaktionelle Mitarbeit: Thomas Borgmann, Kurt Büchler, Charly Büchi, Andreas Candinas, Marc-André Capeder, Daniel Diriwächter, Martin Ender,

Branko B. Gabriel, René Gerber, Oliver Hölcke, Mark-Philip Ingenhoff, Hanspeter Künzler, Michael Lenz, Alex Rudolf, Stefan Schüpbach

Grafik / Layout / Litho: Hubertus Design, Deny Fousek, Beni Roffler, Letzigraben 114a, 8047 Zürich

Inserate: AfM-Publikationen, Martin Ender, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, anzeigen@cruiser.ch

Fachberater: Pierre André Rosselet, Rechtsanwalt

Druck: Neue Luzerner Zeitung AG, Cruiser Auflage: 15 000 Exemplare, 10 Ausgaben jährlich

47

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine