issue #7 magazin für maschinen gestaltung ... - dbap GmbH

whyexfiles.dbap.de

issue #7 magazin für maschinen gestaltung ... - dbap GmbH

issue #7

2009 / 2010

magazin für

maschinen

gestaltung

&

bewegungsästhetik

Vor’m Wort

LEICA M6 - Saison 09 in schwarz / weiß

Joris Bigoni - “Afrique du Sud”

History - Teamrider 1996 - 2005

Farbpsychologie

Conti Rain King im Prüfstand

Schneidi - DH Kirchzarten 1995

Tim + Mobbels “School Out Jam”

Die Grammatur des Papiers

Die Vulkatech Sammlung

NICOLAI Katalog 2010

Premium Shops

apliquet.com


Vor’m Wort

Die Fotografie gilt als naturgetreues Abbild von

Zeitgeschehen. Im Gegensatz zu virtuell erzeugten Bildern

hat sie das Prädikat der wahrheitsgemäßen Wiedergabe

der Realität. So hat ein Passfoto im Ausweis den autoritären

Anspruch, die Identität einer Person zu repräsentieren. Kein

anderes Bildmedium, weder Portraitzeichnung noch ein in

3D nachgestelltes Maskenbild wäre dazu in der Lage. Es liegt

an einer bestimmten Charaktereigenschaft der Fotografie,

dass diesen unerschütterlichen Wahrheitsanspruch hegt:

Die Endgültigkeit. Die Fotografie ist eine Koinzidenz aus

Raum, Zeit und Wille. Räumliche Konstellationen, Objekte,

Figuren, werden durch den Auslösewillen des Fotografen

zu einem bestimmten Zeitpunkt als Lichtabdruck auf

ein Medium gebannt. Das Medium, sei es Negativfilm,

Papierabzug oder eine digitale Datei, gilt als Dokument

mit einem bestimmten Zeitstempel. Die Endgültigkeit

begründet sich im alternativlosen Zeitpunkt und der ebenso

alternativlosen Perspektive einer Aufzeichnung, d.h. dass

man niemals zweimal das gleiche Bild erzeugen kann.

Unsere Vorstellung von Fotografie als dokumentarisches

Medium lässt kaum Zweifel am Wahrheitsgehalt

aufkommen. Die Fotografie ergänzt sogar scheinbar

unsere begrenzte Wahrnehmungsfähigkeit. Sie füllt

Wahrheitslücken auf, bringt Details zu Tage, die man

selbst als Urheber der Fotografien erst bei der Revision

der Bilder erkennt. Die Fotografie beinhaltet also mehr

Wahrheit als unsere Wahrnehmung ermessen kann. Darin

liegt jedoch ein Konfliktpotenzial, denn die fotografische

Überrealität kann sich schnell über unsere ursprüngliche

Wahrnehmung stellen.

Es gibt Tendenzen, Fotografien in Leuchtkraft, Kontrast

und Farbsättigung so zu bearbeiten, dass unsere natürliche

Wahrnehmung dagegen blass und farblos erscheint.

Es gibt kaum ein Magazin, das Bilder unbearbeitet

publiziert. Auch für uns ist es obligatorisch, die Rohdaten

aus der Kamera für die Druckanwendung zu optimieren

und gegebenenfalls Ausleuchtungsschwächen oder

Farbverschiebungen zu korrigieren. Die besondere

Schwierigkeit liegt in der Gratwanderung zu entscheiden,

wie viel Nachbearbeitung der Fotografie zuträglich ist.

Ein Standard bei heutigen Bildpublikationen ist die

Anwendung der so genannten HDR Technik (High

Dynamic Range). Der hohe Dynamikumfang erzeugt ein

Hochkontrastbild, in dem z.B. im Schattenbereich die

gleichen Kontraste herrschen wie in den ausgeleuchteten

Partien. Oder überbelichtete Flächen wie diffuse

Wolkenhimmel erhalten die Kontraste eines bedrohlichen

Gewitterhimmels.

HDR Bilder erfreuen sich großer Beliebtheit, weil sie auf

spektakuläre Weise unsere Wahrnehmungslust nach

dem Nicht-Wahrnehmbaren wecken. Unser Verstand

akzeptiert die Unzulänglichkeit unserer visuellen

Wahrnehmungsfähigkeit und gibt sich einer maschinellen

Wahrnehmung hin. Es ist vergleichbar mit der Faszination

von Zeitlupen- oder Zeitrafferaufnahmen bei Filmen,

unsere Augen wären niemals im Stande, uns solche Bilder

zu liefern.

Was unser Verständnis der Fotografie anbelangt, wir sind

keine ausgesprochenen Freunde der HDR Technik. In

der Vergangenheit hatten wir für HDR den Spitznamen

„Highlight degenerierte Realität“ geprägt.

Unsere Auffassung der Fotografie respektiert die

natürlichen Grenzen unserer Wahrnehmung und auch die

der naturwissenschaftlichen Gesetze der Belichtung.

Wir lieben eben auch die Schattenseiten.

Euer Hoshi Yoshida

Joris B. Drakensberg, ZA

World Cup shuttle. Pietermaritzburg, ZA


Before the word…

Photography functions as a natural reflection of time. In

contrast to the virtual picture, the photograph carries the

truth of reality. A passport photograph carries the official

claim of a person’s authentic identity. No other portrait

medium not even a 3D sculpture would be able to achieve

this. This undeniable truth of photography is an inherent

characteristic of the medium.

The photograph is a coincidence between, space, time and

will. Spatial constellations, objects and figures are brought

together through the will of the photographer at a particular

point in time in order to create the picture.

The medium, be it a negative, a print or a digital picture

is validated through its point in time. The validity of the

photograph is proven by its uniqueness in contrast to the

alternative times and perspectives of other pictures; in

other words, no two photographs are ever the same.

Our understanding of photography as a documentary medium

leaves us in no doubt as to its authenticity. Photography

seems to extend the boundaries of reality. The photograph

fills the gaps in truth, brings out the reality which wasn’t even

accessible to the photographer beforehand. The photograph

contains more truth than we can at first anticipate. Therein

is a potential conflict; the picture can exceed our expectation

of truth. There is a tendency for photographs to be doctored

by adding colour, contrast and texture for example, but this

leaves our true take on reality rather colorless and flat.

There are few magazines with undoctored pictures. Even for

us it is necessary to amend the raw material before printing

and also any weaknesses in light and color. The particular

difficulty is in knowing how much to amend.

The standard nowadays for publishing pictures is the use of

HDR technique (High Dynamic Range). The high dynamic area

produces a picture of high contrast in which for example the

shaded area has the same contrast as the illuminated area.

Or extremely light intensive surfaces such as cloud diffusion

have the same contrast as a dramatic thunder storm. HDR

pictures are becoming more and more popular because they

awake our interest in the unreal.

Our senses accept the limitations of our ability to access

the truth and process the reality. It can be compared to the

fascination of slow motion or speeded up film; our eyes

would never be able to process such images.

Our understanding of what photography is doesn’t make us

fans of the HDR technique. We sometimes refer to HDR as

Highlight Degenerative Reality.

Our approach to photography respects the natural

boundaries of our perception and the natural laws of light

exposure. We also love the dark side of life

Turning lathe NICOLAI. Lübbrechtsen, GER


Erik. La Bresse, F

Joris B. Winterberg, GER

Welder. Lübbrechtsen, GER

Joris B. shoes. Pietermaritzburg, ZA

Zulu dancer. Pietermaritzburg, ZA

Bird, Flag & Fence. Cape Town, ZA

Team GATES NICOLAI. La Bresse, F

Joris, DH course. Pietermaritzburg, ZA


Joris, Banana. Pietermaritzburg, ZA

Kässbohrer. Fort William, SCO

Zulu kingdom. Pietermaritzburg, ZA

Nevis Range. Fort William, SCO

South African. Cape Town, ZA

Forecast. Fort William, SCO

On Ben Nevis. Fort William, SCO

Joris B. Fort William, SCO


Joris registration. Pietermaritzburg, ZA

Joris, Drakensberg. ZA

ION ST Gates Nicolai team. La Bresse, F

North shore on DH course, Fort William, SCO

LEICA M6

ILFORD Delta 400 B/W film

Schneidi Megavalanche. Alpe d‘Huez, F

Helicopter. Alpe d‘Huez, F

Airport seats. Basel, CH

Roger and Georges, Pietermaritzburg. ZA

Crusty Canon 1DS MK3, Maribor. SLO

Joris, Drakensberg. ZA

Pic Blanc Gondola. Alpe d‘Huez, F


Vor‘m Wort Übersetzung:

Christopher Wefing

m2me - Made to Measure English

www.m2me.de

All LEICA photos taken in 2009 © Hoshi Kiyokage YOSHIDA


Natürlich sind Tester privilegiert. Sie haben immer

als erste das neueste Material zur Verfügung. Dürfen

selbst die Verbesserungen noch in Frage stellen und

ein Produkt wirklich auf die Spitze treiben. Angesichts

der Verlockung mit neuem Material anderen voraus zu

sein darf jedoch eine Tatsache nicht übersehen werden:

Testen ist auch harte nie enden wollende Arbeit. Um die

eine herausragende Reifenspezifikation herauszufinden

hat man ungefähr 9 weitere Versuchsreifen umsonst

entwickelt, gebaut, getestet und verworfen. Und genau

das Verwerfen ist der Knackpunkt. In allen Versuchen

stecken die Ideen und Hoffnungen der Entwickler.

Besser ist, die Tests sind geeignet, wiederholbar und

die Ergebnisse messbar – unmissverständlich. Bei

Continental werden Reifen auf dem Prüfstand und im

Feldtest heran genommen. Beides ist wichtig, um die

Leistungs- und Fertigungsqualität beurteilen zu können.

Und ganz nebenbei gehören auch die Fahrradreifen

zum Programm der großen Conti mit all ihren

Vorgaben und Zertifizierungen aus der Automobilwelt.

Produktprüfung wird groß geschrieben.

Testers are privileged. Allowed to constantly try the

latest materials and designs, they can question changes

along the entire development path and ensure that the

final product meets all demands.

Testing is a hard, and never ending task. In order to find

one desireable specification, multiple options must first

be developed, produced and tested only to be thrown

out as a process of elimination to find the ultimate

solutions.

This trial & error process is the biggest challenge of all.

Every option embodies the emotional ideas and hopes of

the Engineer. However the best trials are appropriate,

repetitive and measurable – with no room for doubt.

Continental tests tires both in the lab and in the field

in order to achieve both theoretical and real world

success. Continental bicycle tires are subject to the

same stringent standards that are placed upon the the

Continental automotive division. Quality is not only our

desire – it is a requirement!

Text: Continental AG

Fotos: Hoshi Yoshida

Fahrer: Johannes Weiss


Testreifen kommen direkt aus der Fabrik. Gerade erst aus

der Heizform geboren, gehen sie schon ihrer Zerstörung

auf dem Prüfstand entgegen.

Test tires come directly from the factory. Fresh out of the

mold only to be immediately destroyed in the test lab.

Für einige Prüfungen muß der Reifen zerschnitten werden.

Mit Drahtschere und schwellendem Unterarm wird ein

Abschnitt aus dem Reifen herausgelöst.

Some tests require just a section of the tire – so with wire

cutters and a bulding forearm, the tire is cut.

Um den Aufbau des Reifens genau erkennen zu können

wird die Schnittfläche plan geschliffen. So lassen sich die

einzelnen Fasern der Karkasse und des Pannenschutzes, die

Kerndrahtseelen, der Apex und die Mischungsschichten

vermessen und beurteilen.

In order to analyze the tire structure, the cut edge must first

be ground smooth to remove any rough edges. The casing

fibers, wire bead, APEX section and compound layers can now

be measured and evaluated.

Beim Durchstichtest wird die Stichfestigkeit der Karkasse

geprüft. Mit verschiedenen Klingen und Sticheln wird auf den

Profilgrund gedrückt.

Puncture protection in tested by simulating the debris that exists

in the field. The simulator pushes a combination of different

blades and points into the casing to confirm puncture resistance.

Gemessen wird die Kraft und die Zeit, mit der die

verschiedenen Prüfkörper auf den Reifen einwirken,

bevor sie ihn durchdringen. Je mehr Kraft und Zeit

benötigt wird desto besser.

The results of the puncture test are measured by the

force and time taken to pierce the casing – the more

the better in both cases.


Testlaufräder aus dem Vollen! Normale

Speichenlaufräder würden den Belastungen nicht

standhalten.

Test wheels turned to exact dimensions from solid

billet aluminum are used in order to withstand the

extreme forces created during testing and eliminate flex

otherwise associated with a standard spoked wheel.

Was hält er aus? Auf dem Lastdauerlauf-Prüfstand

müssen die Reifen zeigen, was sie können. Diese

Prüfung ist hart und hier ist Conti immer vorn. Darauf

legen wir wert. Der Reifen wird mit einer realistischen

Last belegt und auf einer mit Schlagleisten bewehrten

Trommel laufen gelassen. Bei 50km/h bis die

Karkasse ausfällt oder die Sollgrenze erreicht ist.

How much can the tire take? The endurance test reveals

any weakness. The test is demanding, but durability and

reliability are an important part of Continental’s design

criteria. The tire is loaded with realistic weight for the

intended application. It is then run on a drum with an uneven

surface to simulated road shock and at a speed of 50 km/h

until failure or intended targets are reached.

Es haben mitgewirkt (v.l.):

Wolfgang Arenz (Mischungsentwicklung)

Eduard Simon (Prüfstand)

Irhard Alic (Marketing)

Wolf vorm Walde (Produktmanagement und Entwicklung)

ein paar Rain Kings.


Modell: Rain King DH

Dimension: 62-559 | 26 x 2,5

Ausführung: schwarz | schwarz

Gewicht: 1250 g

Empf. Luftdruck: 2,5 bar

Max. Luftdruck: 3,5 bar


Es gibt ein Problem:

„Dieses Bike

verkaufe ich

nicht“

Introtext: Falco Mille

Detailtext: Thomas von der Brüggen,

Hoshi Yoshida

Fotos: Hoshi Yoshida

Im ersten Moment glaubt der Kunde, Thomas habe einen Scherz gemacht und lacht. Aber

dann blickt er in ein entschlossenes Gesicht: Der Mann meint es ernst. Doch bevor der

Kunde sich irritiert entschuldigen kann, wird Thomas wieder versöhnlich: „Kein Problem,

fragen kost‘ ja nix...“ Und er erklärt engagiert, warum gerade jenes Exponat der Nachwelt

für immer versagt bleiben muss. Das gelbe M-Pire, nach dem soeben gefragt wurde: „Der

Rahmen stammt aus der ersten Vorserie von 2003, offiziell zu kaufen gab es das Modell

erst ab 2004. Der Rahmen hat andere Frästeile, einen anderen Umlenkhebel und andere

Zugstangen als die Serie. Das Heck wurde später schmaler gebaut.“ Thomas kennt sich aus in

der Nicolai Historie. „Der Rahmen wurde vor dem Aufbau entlackt, neu beschichtet und neu

gelagert.“ Er strahlt wie ein Neuwagen im Salon. Kein Wunder also, dass der Kunde fragt. -

Kein Wunder, dass Thomas nicht verkauft.

„Du darfst nicht denken, dass ich keine Bikes verkaufen will, im Gegenteil, ich nehme mich

als Händler sehr ernst. Die meisten Bikes, die Du hier siehst, kannst Du natürlich kaufen.“ Er

macht eine Pause, blickt in die Runde. „Aber das M-Pire nicht!“

Bike Bauer im Hause Vulkatech ist ein Shop-in-Shop, oder genauer gesagt, ein Bike Shop im

Workshop. Im zweiten Leben ist Thomas Vulkaniseur und seine Firma Vulkatech, die er mit

einem Partner zusammen gegründet hat, ist der größte Spezialist für Rolltreppen-Handläufe

in Deutschland. „Fahrtreppe!“ „Wie bitte?“ „In der Branche spricht der Fachmann von einer

Fahrtreppe. Du hast ja auch ein Fahrzeug und kein Rollzeug.“ Ich merk‘s mir, wenn ich das

nächste Mal Rolltreppe fahr‘.

Im ersten Leben ist Thomas der größte Nicolai Enthusiast und Sammler der mir bekannten

Welt. Gut dreißig Nicolai Bikes und Rahmen hat er zurzeit im Laden, davon allein 12 aktuelle

Testbikes. Andere Marken? Fehlanzeige. „Irgenwann hatte ich so viele Nicolais, dass ich mir

sagte, warum nicht einen Shop machen. Oktober letzten Jahres war es dann so weit. Ich habe

keine regulären Öffnungszeiten. Wer das Wunderland hinter dem Spiegel betreten möchte,

macht einen Termin mit mir aus. Ich zeige den Leuten dann alles, meistens gehen wir danach

eine Runde biken. Ich möchte meinen Kunden hier etwas bieten, und in der Regel kaufen

sie danach auch bei mir.“ Thomas hat aber nicht nur ein Faible für Zweiräder, er hortet auch

seltene, vierrädrige Schätze. Ich frage ihn, ob er noch immer seinen alten MB 450 SEL hat.

Die Antwort folgt prompt: „Vergiss es, dieses Auto verkaufe ich nicht!“

„Aber wenn Du das nächste Mal vorbei kommst, können wir damit mal ‘ne Runde drehen.“

M-Pire ST 2003

Weltcup DH Bike mit 210mm Federweg

Fahrtreppe: Rheinstahl

Modell: FT 68

Leistung: 9 KW

Eigengewicht: 11 t

Förderhöhe: 5 m

Einer der letzten M-Pire ST Rahmen der Vorserien Edition, wie ihn das

SRAM NICOLAI beim Weltcup gefahren hat. Der Rahmen hat andere

Frästeile, einen anderen Umlenkhebel und andere Zugstangen als die

spätere Serienausführung. Die Druckstreben des Hecks sind ausladender,

das wurde später schmaler gebaut.


Nucleon TST evo 2007

G-BOXX 1 DH Bike mit 206mm Federweg

Zug- und Leitspindel-Drehbank: Voest, Österreich

Antriebsleistung: 6, 5 KW

Drehlänge: 1000 mm

Spitzenhöhe: 250 mm

Spindeldurchmesser: 70 mm

Max. Umdrehung: 1500 U/min

Dieses Nucleon stammt aus dem letzten Produktionsjahr des TST

evo, der höchsten Entwicklungsstufe des auf dem G-BOXX 1 Prinzip

aufbauenden DH Getriebebikes. In Thomas’ Augen immer noch das

technologisch ausgereifteste und schönste Bike in der Nicolai Historie.

BMX 1981

Immer noch in 1. Hand

Vorbau: Pro Nec

Räder: Tuff Wheels

Den Vorbau hatte er sich vom Mund abgespart, er war ein Direktimport

aus den USA. Tuff Wheel Räder: Wenn sie krumm waren, hat man sie in

den Kühlschrank gelegt und nach ein paar Stunden konnte die wilde Fahrt

wieder weiter gehen. Dieses Bike schleppt er seit seiner Jugend mit sich

herum, sie sind unzertrennlich.


Lambda 1996

Wettkampf DH Bike mit 180mm Federweg

Vulkatech Büro: Maßanfertigung aus dem Jahr 1974

Dieses Lambda Exemplar hat noch die doppelte Dämpferanlenkung

von 1996. Demzufolge muss Kalle Nicolai noch höchst persönlich an

diesem Rahmen geschweißt haben. Die Büroeinrichtung ist noch aus

den 70ern, genauer gesagt 1974, er hat noch die Originalrechnung der

Maßanfertigung. Genau so original belassen wie das Büro, möchte er das

Lambda wieder aufbauen. Er sucht schon auf diversen Internetauktionen

nach Anbauteilen, die dem Alter des Rahmens entsprechen.

Trombone 2000

DH Bike mit 160mm Federweg

Hochleistungs-Präzisionstischbohrwerk: Pfeiffer

Modell: Typ F 60

Leistung: 5 KW

Bohrtiefe: 600 mm

Tischweg X-Achse 950 mm, Y-Achse 750 mm, Z-Achse 650

mm, Tisch drehbar um 360 Grad. Camlock-Aufnahme für

Ausdrehkopf D’Andrea, Spindelgröße 800 mm

Das Trombone 2000 gab es nur im besagten Jahr. Der Dämpfer glitt

auf der eigenen Kolbenstange und hatte zusätzlich noch die berühmte

Trombone Führungskolbenstange. Der Dämpfer hieß NICOLAI NI3RC

und hatte eine getrennte High und Low Speed Druckstufenverstellung.

Helius ST 2004

Super Travel FR / DH Bike mit 200mm Federweg

Radial-Bohrmaschine, Auslegermaß 1000 mm

Bohrleistung bis 85 mm (Bohrerdurchmesser)

Baujahr 1944 (Kriegsproduktionsmaschine)

Das Helius ST wurde Ende 2003 aus einer Abspaltung vom

Helius DH geboren, mit mehr Federweg, mehr Reifenfreiheit und

größer dimensionierten Streben. Da die neuen Federwegs- und

Reifenspezifikationen eine Kollisionsgefahr am Sitzrohr und am

Umwerfer hervorriefen, wurde 2004 kurzer Hand ein Frästeil entwickelt.

Funktionell einwandfreie Lösung aber ohne Akzeptanz bei den Kunden.

Diese Helius ST Version wurde 2005 durch ein neues Design abgelöst.


1 2 3

4 5 6

Worüber man noch so stolpert

Der wahre Wert liegt im Auge des Betrachters

1.

2.

3.

4.

5.

6.

Ducati 900ss (Desmo): Baujahr 1991, 78 PS bei ca.

7000 U/min. Endgeschwindigkeit ca. 230 km/h

Bonanza: 1979

ION GB2 mit Signatur

Jabba, der Steppenwaran

CvB, PR und Marketing

Nucleon TFR mit Extra Love

Unsereins würde an vielen Dingen achtlos vorbei gehen. Thomas ist der

„Blicker“, er entdeckt unter herkömmlichen antiquierten Gegenständen

noch die besonderen Baureihen, die limitierten Auflagen und die

Abweichungen von der Normserie.

SHOWROOMUSEUM

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

BikeBauer.de

Besondere Kunden haben besondere Wünsche und entsprechend

besonders sind auch die Öffnungszeiten. Man vereinbare einen

individuellen Besuchstermin und man kann sich sicher sein, dass man

nicht Schlange stehen und ständig um die Aufmerksamkeit kämpfen

muss, wenn man mal eine Frage hat.

Custom Velocity Bike-Shop

Nicolai Premium Testcenter

Thomas von der Brüggen

Halskestrasse 8

40880 Ratingen

www.bikebauer.de

Info@bikebauer.de

Office: +49 (0)2102 9434543

Fax: +49 (0)2102 9434545

Mobil: +49 (0)171-4836626


WAS

IST

SCHON

NEU?


2010 Unsere Frisur morgens nach dem Aufstehen ist immer NEU.

NICOLAI

Gesellschaft für Zweirad- und Maschinenbau mbH

Külftalstraße 18

31093 Lübbrechtsen

Germany

Earth

CALL: +49 (0) 5185-95 7191

FAX: +49 (0) 5185-95 7192

eMail: info@nicolai.net

WORLD WIDE DISTRIBUTORS

www.nicolai.net/contact/distributor.html

w 3 .nicolai.net

2010 Well...our hairstyle is NEW every morning when we get out of bed..


Sie schauen gerade auf ein glatt gestrichenes Papier der Grammatur

115g/qm. An sich nichts besonderes, denn Sie werden täglich mehr als

nur einmal ein solches Papier in Form von Zeitschriften, Flyern oder

Prospekten in den Händen halten. Aber was man kaum glaubt: Hinter

dem Papier steckt ebenso viel Technologie wie hinter einem NICOLAI

Rahmen. Beim Qualitätsanspruch gibt es erstaunliche Parallelen

zwischen dem Rahmenbau und der Herstellung von Papier.

Zum Beispiel ist die Oberflächenbeschaffenheit entscheidend für die

Qualität des Druckobjektes. Die Oberfläche der NICOLAI Rahmen

werden ebenfalls vor der Eloxal - Beschichtung penibel gesäubert,

denn Beschichten ist nicht gleich zu setzen mit Verdecken. Alle

Unreinheiten und Unebenheiten werden 1:1 abgebildet und werden

sogar durch den Farbzusatz kontrastverstärkt.

Auch die Festigkeit spielt bei Papier eine wichtige Rolle, denn unsere

Kataloge sollen auch durch viele Hände gehen, sollen nicht nur einmal

durchgeblättert werden, und sollen auch ein paar Jahre im Regal

überleben. Bei der Papierfestigkeit spricht man von kombinierten

Faktoren aus beispielsweise Bruchlast, Falzwiderstand, Berstdruck

und Biegesteifigkeit. Ein Vokabular, das in ähnlicher Form auch bei

NICOLAI alltäglich kursiert.

Auch in Zeiten elektronischer Medien gibt es zum Lesegenuss beim

Durchblättern eines Papierdokumentes kein Äquivalent.

Wir wünschen weiterhin viel Freude beim Lesen des NICOLAI Katalogs.

Buchdruckerei P. Dobler GmbH & Co KG

Ravenstr. 45

31061 Alfeld

Tel.: 05181 - 8002 - 60

druckerei@dobler-druck.de


OBER

FLÄCH

LICH

na und!

ION ST Modell 08

Dämpfer: FOX DHX 5.0

Farbe Hauptrahmen: Grasgrün

Farbe Heck: Schwarz

Extra Love Gold

Größe M

Maßstab 1:1


Wenn man „Customizing“ weiter denkt, geht man nicht nur

in die Details, sondern auch an die Oberfläche. Hier gilt das

gleiche wie bei den NICOLAI Custom Rahmen: Dekore aus

der Serienproduktion haben ein allgemein gültiges Format,

das auf die meisten Rahmentypen passt. Wenn man aber

spezielle Wünsche bzgl. Größe und Farben hat, muss man

die Dekore individualisieren.

Als kleine Stickerschmiede scheut apliquet.com keine Mühe

und Kosten. Je abgefahrener die Ideen sind, desto lieber

werden sie umgesetzt. Wir haben schon Fahrerportraits

illustriert und als mehrschichtiges Dekor angefertigt, oder

einen NICOLAI Rahmen in Lebensgröße mit Sonderfarben

und Extra Love Teilen als Wandaufkleber hergestellt.

Natürlich bieten wir aber auch die weniger aufwändigen

Sticker in individueller Farb- und Größenauswahl an, wie

z.B. die auf dem Tech Type Font basierenden Modellnamen

und Wunschnamen. Auf unserer Website apliquet.com

befinden sich einige Beispiele, aber die eigentliche

Auswahlmöglichkeit befindet sich in der unbegrenzten

Fantasie des Kunden. Fordert uns heraus!

When you think about customizing, you don’t only go into

details, you also think superficially. It’s the same with a Nicolai

custom frame: the decorations from series productions have

the same valid format fitting to most frames. When however,

you have special requirements, for example size and colour,

you have to individualise the decoration.

As a small transfer/sticker producer, apliquet.com doesn’t

shy away from effort or costs. The more ‘way-out’ the idea,

the keener we are to turn it into reality. We’ve already done

multilayered rider portraits and even a life size Extra-Love

Nicolai Frame decal as a wall transfer. Of course we also

offer more modest stickers in individual colours and sizes, for

example you can have the Tech Type font based on the frame

model and individual names. You’ll see further examples

on our website apliquet.com. But in reality the choices

available are restricted only by the limits of our customer’s

imaginations. So… go ahead, set us a challenge!

apliquet.com (WHY GbR)

Lorettostr. 54

79100 Freiburg


Fotos: [Falco Mille] // [Jens Bauer] // [Hoshi Yoshida]

Text: [Falco Mille]

Grafik: [Andi] www.phormat.de

»»»» Eurobike im Jahr 2021, Halle C12, am NICOLAI Stand »»»»

Die Stars sind vor Jahren schon auf E-Bikes umgestiegen. Tim steht unschlüssig am Rand der wogenden

Zuschauermenge. „Denen fällt auch nichts neues mehr ein, was?“ Tim wendet sich um. Der Typ,

der ihn angesprochen hat, ist einen halben Kopf kleiner, und ein paar Jahre jünger als Tim. Irgend

wo her kennt Tim das Gesicht. „Mobbel...?“ Der Typ grinst nur breit. „Ich fass es nicht! Mobbel! Dich

hab ich ja ewig nicht mehr gesehen. Mann. Was machst Du so? Immer noch am Biken?“ „Ich bin seit kurzem

Lehrer. Bike noch gelegentlich, aber auf die alte Art. Und bei Dir so?“ „Orthopäde. Ewig schrotte Gelenke,

habe dann aus der Not eine Tugend gemacht. E-Dirt hab ich mal probiert, aber ich komm mit dem Gewicht

nicht klar. Hab aber immer noch mein altes FMXTB“ „Ja Mann, E-Dirt saugt!“ Tim lacht: „Ey

Mobbel, weiß Du noch, Du warst früher total Emo“ „Erinner‘ mich bloß nicht dran.“ „Hast Ameisenhosen

getragen und dieses Indie Elektro Zeug gehört. The Sounds und so“ „Ok Tim, aber Du bist

damals voll auf Kalkbrenner abgefahren, der macht heute Kirchenmusik für die Wiedererweckungs-

Bewegung“ „Ok, auch peinlich. Aber nicht so schlimm, wie diese Fixie Typen, die damals plötzlich

überall aufgetaucht sind. Mit Stoff-Cappy unterm Helm.“ „Die gingen ja wohl gar nicht.“ „Und die

Neon Klamotten, Alter, mir wird schlecht wenn ich daran denke.“ „Aber cruisen, chillen, Atzen Trick,

bling-bling, geht steil,... so wie wir damals geredet haben Mobbel, das war auch reichlich daneben.“


„Hey Tim, Du hast damals zu allem und jedem ‚Moped‘ gesagt“ Beide

lachen. „Sag mal Mobbel, Du bist Lehrer? Das passt ja wohl gar nicht.

Du hast Schule doch total gehasst?“ „Schule schon, aber erinnerst du

dich an die Ferien?“ Mobbel grinst schelmisch. „Oh ja, Ferien.“ seufzt

Tim. „Ich habe jetzt gerade mal noch 4 Wochen Urlaub im Jahr. Kannst

Du Dich noch an unsere School Out Jam erinnern, Mobbel? Wie lang

ist das her? 11 Jahre?“ „Auf dem Pumptrack in Vaihingen? „Genau.“

„Nee, das ist länger her. 2009 meine ich. Mein Pa hat damals die Fotos gemacht.“ „Das Grundstück hat

der Stadt gehört, haben da ohne zu fragen einfach rumgebuddelt und dann die Party gemacht.“ „Heute

hättest Du bei so was gleich ein Rollkomando an den Hacken.“ „Und vorher ganz Stuttgart mit Flyern gepflastert,

das gilt mittlerweile als terroristischer Akt“ „Waren jedenfalls sauviele Leute da, bestimmt 200.“

„Mehr, und vor allem jede Menge Hasen.“ „Wir hatten richtig aufgefahren, mit Generator, Musik, Grill,

Zapfanlage...“ „Irgendwann ist doch so‘n Typ von der Stadt aufgetaucht und hat rumgestresst, weil sich

angeblich Anwohner beschwert hätten.“ „Ja, aber der war cool, der ließ mit sich reden.“ „Pumptrack

war schon geil. Noch nicht dieser Hype wie später, als es dann olympisch wurde.“ „Wir sind damals

noch einzeln auf Zeit gefahren, und die Bumps waren winzig, im Vergleich zu jetzt.“ „Ja, aber das ist

nicht das was zählt. Wir hatten einfach eine gute Zeit. Die ganze Stuttgarter Szene war da und auch

viele von außerhalb. Einfach gemeinsam abfeiern, fahren und die Zeit genießen“ „Nach dem ganzen

Schulstress endlich Ferien, das war ein gutes Gefühl“

„Weißt Du noch? Wir hatten diesen kleinen Dirt neben der Pumpline.“ „Mann, war der klein.“

„Hatten aber trotzdem jede Menge Spaß damit.“ „Du bist ihn immer nur gedreiert, weiß ich noch.“

„Und Du hast einen Tuck Nohand nach den nächsten gerissen.“ „Am Abend das Bier-Race...?“ „Oh

no, ich erinnere mich. Eine Runde Pumptrack, ein Bier, und weiter.“ „Alex und Lorenz haben sich

nach 22 Runden als gemeinsame Sieger erklärt, weil keiner aufgeben wollte aber beide total am

Ende waren.“ „Ja Mann, die waren heftig drauf.“ „War doch irgendwie ‚ne geile Zeit.“ „Absolut!“


Text | Frank Schneider

Übersetzung | Christopher Wefing | www.m2me.de

NICOLAI Trombone 1996 | Leihgabe von bikebauer.de

Layout - Photo | David Schultheiß

Zeitreise zur

DH WM Strecke

1995 Kirchzarten

Ich erinnere mich noch ganz genau, wie ich mit meinem

Verein zur WM nach Kirchzarten fuhr. Das war genau im

September 1995. Ich bin damals erst ein Jahr auf meinem XC-

Bike unterwegs gewesen und war, auch wenn das jetzt komisch

klingt, nur wegen des XC-Rennens nach Kirchzarten gekommen.

Trotzdem war ich am Downhill interessiert und lief auch gleich

mal nach der Ankunft die Strecke hinauf. Beim Ablaufen fand

ich das natürlich ultrakrass und total verrückt.

Jetzt, fast 15 Jahre später, hatte ich die einmalige Gelegenheit,

eine kleine Zeitreise zu begehen: Newschool meets Oldschool.

Für das Numeric Magazin durfte ich mit einem Original

Trombone von 1996 auf genau derselben Abfahrtsstrecke am

Rappeneck das erleben, was ich vor langer Zeit nur neben

der Strecke beobachtete. Erst kurz vor dem Shooting konnte

ich das Trombone mal „probe“ - sitzen. „Echt krass“ dachte

ich, dieses Ur-Downhill-Bike würde heute glatt als XC-Fully

durchgehen. Dünne Reifen, ein straffes 100 mm Fahrwerk und

Felgenbremsen. „Na das kann ja heiter werden!“ dachte ich.

Am Rappeneck angekommen erzählte uns der freundliche Wirt

noch einige Storys von alten WM-Zeiten, dann ging es los. Die

Strecke war an vielen Stellen noch fast original und für die

damalige Zeit echt schnell. Der erste Spot war ausgesucht.

„Also, erstmal vorsichtig anfangen!“ Der Lenker ungefähr halb

so breit wie mein 780 mm BooBar, das Fahrwerk kam schon bei

den kleinsten Unebenheiten ans Limit und die Reifen schnippten

in jede beliebige Richtung. Bremsvorgang, kleiner lustiger

Frontmanual, eine halbe Ewigkeit später kam ich erst zum

Stillstand. Mit diesen Bremsen müssen die damals ja von oben

bis unten nur an den Bremsen gehangen haben. Lässt man die

Bremse einmal los, kommt man nicht mehr zum Stehen. So hat

sich das für mich angefühlt. An vielen „harmlosen“ Passagen

kam das Bike unter meinem „Newschool Fahrstil“ schon bei

geringem Tempo an seine Grenzen. Eine kleine Wurzel falsch


erwischt und schon fabrizierte ich ungewollt einen schönen

Drift. Ich musste also meinen Fahrstil etwas mehr dem Bike

und seinem Baujahr anpassen. Im unteren Teil der Strecke hat

dann das „Trombone heizen“ schon ganz gut funktioniert und

ich fühlte mich fast wie zur WM 1995.

Es war echt heftig, wie man damals Downhill gefahren ist. Da

hat sich in 15 Jahren schon einiges getan. Für mich war es

eine Ehre, diese kleine „Zeitreise“ auf einem Nicolai Trombone

unternehmen zu dürfen. Denn dieses Rad und diese Strecke

waren ja im Grunde der Anfang meiner Nicolai-Geschichte.

Photostory with the

Nicolai Trombone

at Rappeneck

Schneidi

I can still remember perfectly the trip with my club to the

Worlds in Kirchzarten. It was in September 1995. I’d been riding

cross for only a year and, even though it sounds strange now, I

was in Kirchzarten because of the XC event. Nevertheless I was

interested in downhill and went to check out the track as soon

as we arrived. Of course I found it sick and totally crazy.

tires, a pre-loaded 100mm set-up and rim brakes. “Now this is

going to be hilarious” I thought.

After one or two stories from the old days, it was all systems

go. In many places the track was almost exactly as it had been

originally and for those days, really fast. The first spot was

chosen. “Okay, at first take it easy at the beginning.” The bars

were roughly half the width of my current 780mm Boobar, the

set-up was on its limit over the smallest bit of uneven ground

and the tires slid out in all directions. Braking procedure…no

funny front manual…a small eternity later I came to a standstill.

You had to be on these brakes from top to bottom. If you let go

just once, you’d never stop. At least that’s how it felt to me. At

many seemingly harmless points on the track, the bike, using

my ‘new school’ style of riding, was on its limits at limited

speeds. Catch the smallest of roots slightly wrong and you’d

drift. I had to adjust my riding style more to the bike and its era.

On the lower sections of the track with my riding style adjusted,

the trombone worked well and I felt like I was back in the 1995

Worlds.

Downhill was clearly really heavy going back then. In the fifteen

years since, a lot has changed. For me it was a real honour

to take this journey through time on a Nicolai Trombone. This

bike and this track were the beginning of my association with

Nicolai.

Schneidi

Fifteen years later, I had the opportunity to do a bit of ‘time

travelling’; old school meets new school. For the magazine

Numeric, I was able to ride an original 1996 Trombone on the

orginal downhill track at Rappeneck. Shortly before the photoshoot

I was able to do a bit of a tester…”Really rad”, I thought

to myself. Nowadays such a bike would pass for a XC fully. Thin


69214

Wurzelpassage

Wieblingerstr. 41

69214 Eppelheim

Tel: 06221 - 75 99 487

guru@wurzelpassage.de

www.wurzelpassage.de

52062

BIKE-COMPONENTS.DE

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52062 Aachen

Tel.: 0241 - 515 75 80

Fax: 0241 - 515 75 81 9

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www.bike-components.de

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Reuber Bike

Busenbergstraße 50

44269 Dortmund

Tel: 0231 - 48 74 61

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HOT.BIKE OHG Waldkirch

Stahlhofstr. 3

79183 Waldkirch

Tel: +49 (0)76 81 - 85 89

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Tel: 069-49 08 55 64

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Lauf Rad Paulus

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73340 Schalkstetten

Tel: 07331-41817

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Hibike Bär KG

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61476 Kronberg

Tel.: 06173 – 92390

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Langwahn 100

52249 Eschweiler

Tel: 02403-22497

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Bike it Easy

Schulweg 4

65510 Idstein-Heftrich

Tel: 06126-990655

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www.bike-it-easy.de


40880

Bike Bauer

Halskestr. 8

40880 Ratingen

Tel.: 02102 - 9 43 45 43

info@bikebauer.de

www.bikebauer.de

10247

EastsideBiker

Weichselstr. 31

10247 Berlin Friedrichshain

Tel +49 (0) 30 - 300 24 34 2

nicolai@eastsidebiker.de

www.eastsidebiker.de

PREMIUM

SHOPS

Jede Region hat seine Spezialität und wir

haben Spezialisten in jeder Region.

In den ausgewählten NICOLAI Premium Shops

stehen Testbikes (fahrbar) und Vorführbikes

(komplett montiert zur Ansicht) bereit.

Aktuelle Testräder findet man im Internet:

http://nicolai-testcenter.blogspot.com


Farbpsychologie

Eine Entscheidungshilfe bei der Farbwahl

Von Falco Mille

Einen Custom Rahmen zu bestellen, ist im Prinzip ganz

einfach. Du hast den Katalog studiert, die technischen

Daten, Diskussionen in Foren verfolgt und hast das

Objekt deiner Begierde beim letzten Test-Event bereits im

Bikepark über den Track jagen können. Du hast dir alles

genau überlegt. Du weißt was du willst. Du kennst alle

Optionen und Features, hast jedes Detail genau abgewägt.

Die Sache steht. Jetzt wäre es an der Zeit, die Bestellung

zu deckeln. Modell, Rahmengröße, Steuerrohrstandard, die

Farben für Hauptrahmen und Heck, Hinterachs-Standard,

Dämpfer, Schaltungsoption, und so weiter. Du machst

deine Häkchen. Fertig ist die Bestellung. Zur Sicherheit

liest Du noch mal kurz drüber. Stimmt alles. Oder? Bei

den Farben für Hauptrahmen und Heck bleibt Dein Blick

hängen. Pastellblau und weiß. Genau so. Lange genug hast

du dir darüber den Kopf zerbrochen. Dein Zwiegespräch

war längst ausgestanden. Aber jetzt, wo die Sache konkret

wird, ist sie wieder da. Deine innere Stimme, die dir stetig

neue Farbkombinationen zuflüstert. Pastelltürkis und weiß,

himmelblau und weiß, fernblau und elfenbein, stahlblau

und lichtblau, oder vielleicht gar kein Blau, warum nicht

auch etwas ganz anderes?

Was ist überhaupt Farbe? Prinzipiell unterscheiden wir

zwischen Lichtfarben und Körperfarben. Die Abendsonne

flutet den Himmel über dem Meer mit rotem Licht. Die

Maiwiese wogt in sattem Grün. Bei der Farbe eines Bike-

Rahmens handelt es sich folglich um eine Körperfarbe.

Die Physik kennt hier drei Primärfarben: Gelb, Cyan

und Magenta. Bei Körperfarben wird die spektrale

Leistungsverteilung des Lichts beim Durchdringen eines

Filtermediums in den relevanten Wellenlängenbereichen

um einen Faktor zwischen 0 und 1 verkleinert. Man spricht

von subtraktiver Farbmischung, obwohl das Ergebnis

eigentlich multiplikativ ist. Die Summe aller Körperfarben

ist demnach schwarz. Du dachtest immer, schwarz sei keine

Farbe? In der subtraktiven Farbmischung ist schwarz ist der

Boss aller Farben. Also kannst du sie getrost in die große

Familie der Farboptionen deines Rahmens mit aufnehmen.

Pastellblauer Hauptrahmen, schwarzes Heck? Hmm,

warum eigentlich nicht?

Da kommt Dir einen Idee. Der Bruder eines Kumpels

studiert doch Design. Der muss sich mit Farben auskennen.

Wenn nicht der, wer dann? Du greifst zum Hörer, rufst ihn

an und schilderst ihm dein Dilemma. Er hört Dir geduldig

zu. Nachdem du geendet hast, schweigt er einen Moment

bedeutungsvoll, bevor er dir erklärt: „Objektiv gesehen gibt

es überhaupt keine Farben. Es gibt nur Farbigsehen, und das

ist ein Ergebnis deiner Nerventätigkeit. Farben sind nichts

weiter, als ein Konstrukt deines Gehirns. Die Rezeptoren

deiner Netzhaut wandeln elektromagnetische Strahlung in

einem bestimmten Wellenbereich in elektrische Impulse

um und leiteten diese an dein Gehirn weiter. Dort entsteht

dann deine Vorstellung von Farbe. Ein andere Mensch

oder ein Tier sehen mitunter etwas ganz Anderes, wenn sie

den selben Gegenstand betrachten, wie du.“ Du bedankst

dich höflich für den tollen Tip und beendest das Gespräch

so schnell wie möglich.

Nun, was der Designstudent da eben gesagt hat, war im

Prinzip richtig, allerdings hat er vermutlich nur flüchtig

angelesenes Halbwissen zitiert und die Sache nicht zu Ende

gedacht. Das Gehirn ist schon der richtige Ansatz gewesen,

denn dort bilden wir unsere Assoziationen. Ausschlaggebend

für unser Farbempfinden ist, was wir mit einer bestimmten

Farbe oder Farbkombination verbinden. Der fragwürdige

Lüscher-Test zum Beispiel, lässt dich eine Anzahl von

Farbkarten deinen Vorlieben entsprechend anordnen,

um Dir dann einen guten oder schlechten Charakter, den

Wunsch nach Kindern oder homosexuelle Ambitionen zu

bescheinigen. Viele halten das für Unfug, aber Tatsache

ist: Du nimmst Farben oder Farbkombinationen immer in

ihrem Zusammenhang oder in ihrer Bedeutung war. Dieser

Zusammenhang kann einem großen Konsens oder deinem

ganz persönlichem Empfinden entsprechen. Vielleicht hilft

dir dieser Ansatz weiter.

Braun-weiß ist St. Pauli. Grün und blau schmückt die

Sau. Neonfarben sind Achtziger, orange und braun die

Siebziger. Rot ist Ferrari, schnell und aggressiv. Silber der

nicht minder schnelle Silberpfeil. Dunkelblau ist seriös.

Beige matt ist der Desert Storm, lila der Friedensbewegte.

Pink ist Paulchen Panther, aber auch die Telekom. Blau

und weiß der Schlaubi Schlumpf. Nimm noch das Dekor

dazu: Blau-weiß-rot ist Captain America, grün-weiß-rot das

Dolomiti Eis. Kommst Du der Sache näher? 16,7 Millionen

Farben sind erforderlich, um beim Anblick eines Fotos den

Eindruck einer realistischen Abbildung zu erzeugen. Die

RAL Classic Palette der Beschichtungsfarben hat lediglich

420 Farben. 2 davon für Deinen Rahmen.

Bitte wähle jetzt.


History

wer

war

noch

mal...?

NICOLAI Teamfahrer

von 1996 – 2005 • 10 x

Deutscher Meister in BMX

• Er gehörte zu den besten

deutschen Dual und 4X

Fahrern im Weltcup •

geb. 28.05.1970

Wohnort: Hagen

Beruf: Hundetrainer

1983 fing er mit BMX fahren an. Seine 10 Meisterschaftstitel

machten ihn zu einer wahren Legende im deutschen BMX

Sport. Selbst nach dem Wechsel zum Mountainbike Rennsport

1995 war sein Name geläufig und auch gefürchtet. Ich erinnere

mich an eine Konversation unter Fahrern eines Dual Slalom

Rennens. Einer fragte wer sich alles zum Rennen angemeldet

habe. Es fiel der Name Heiko Hirzbruch und in Schockstarre

sagte einer: „Da kann ich ja gleich wieder einpacken.“

Bis 2005 fuhr er zahlreiche internationale DH, Dual und

4X Rennen, startete bei Weltcups, Europa Cups, und auch

zweimal beim Megavalanche, dem legendären Massenstart

Marathon Downhill in Alpe d’Huez.

He started BMX in 1983. His 10 Championship titles have

made him a legend in Germany’s BMX circles. When he

changed to Mountain Bike racing in 1995 his name was

already widely known and feared amongst competitors. I

remember over hearing one particular conversation between

riders before the start of a Dual Slalom race. One of the riders

asked the others for some of the names on the start list. The

name Heiko Hirzbruch came up: “Then I might as well pack

up now,” said one of the other riders.

By 2005, Heiko had ridden scores of international DH, Dual

and 4X races, taken part in World Cups, European Cups and

he’d ridden the Megavalanche twice (the legendary massstart

downhill marathon on Alpe d’Huez).


Neulich hatte ich die Idee ihn zu besuchen.

Wir trafen uns auf einem Pump Track. Ich

hatte das nagelneue BMXTB Race mit GATES

Carbon Drive dabei und wollte es auch mal

testen. Heiko hatte sein 1998er BMXTB dabei.

Es war ein Aufeinandertreffen von 11 Jahren

BMXTB Geschichte. Das ehemalige Welt Cup

Dual Bike rollte noch wie eh und je, als wäre

es nie außer Dienst gestellt worden. Mit einer

Mischung aus Neugier und Skepsis nahm

Heiko sich auch mal das Carbon Drive BMXTB

und drehte einige Runden. Wortlos stieg er

wieder ab. Hatte er Vorbehalte? Er war schon

immer etwas wortkarg, nie überschwänglich.

Seine Begeisterung zeigte er auf andere Weise.

Er stieg wieder aufs Rad und drehte Runde

um Runde auf dem Pump Track bis die Sonne

gänzlich am Horizont verschwand. Das Carbon

Drive BMXTB wurde also „akzeptiert“, was bei

Heiko einer Auszeichnung gleichkommt.

Heute bildet Heiko als Hundetrainer

Polizeihunde aus.

Recently I had the idea to visit him. We met at a

pump track; I had the brand new BMXTB Race with

Gates Carbon Drive and wanted to test it. Heiko

had his 1998 BMXTB with him. It was a meeting of

11 years of BMXTB history.

The former World Cup Dual Bike rolled like it

always had, as if it had never gone into retirement.

With a mixture of curiosity and scepticism Heiko

took the BMXTB Carbon Drive on a lap of the

track. When he got off, he was speechless. Was

he having reservations I wondered? He has always

been on the quiet side, not what you would call an

exuberant person. He displayed his enthusiasm in

a different way. He got back on the bike and rode

lap after lap after lap until the sun was well on its

way down. The BMXTB Carbon Drive had met with

Heiko’s ‘acceptance’, an accolade if ever there

was one.

Today Heiko is a dog handler training police dogs.

Übersetzung:

Christopher Wefing

m2me - Made to Measure English

www.m2me.de

photos & words: Hoshi YOSHIDA


Le 05 Avril je suis parti participé à la manche de la Coupe

d’Afrique du Sud prélude à la 1ère manche de Coupe du Monde.

C’était la 1ère fois que je venais sur le continent africain. Je

suis arrivé à Johannesburg après un vol d’environ 10 heures.

Ensuite il a fallu resté à l’aéroport jusqu’au lendemain matin

afin de louer un véhicule pour rejoindre Pietermaritzburg, ville

près de Durban au sud de l’Afrique du Sud.

Sortie de Johannesburg, j’ai emprunté la seule route qui

existait pour rejoindre la compétition. J’ai traversé de vaste

paysage parfois désertique. Vous roulez sans traverser le

moindre village ou petite ville. Les paysages sont magnifiques

avec à cette saison de l’année une lumière qui met d’avantage

en valeur cette nature.

Puis ce fut l’arrivée à Pietermaritzburg fondée en 1838, capitale

de la province Kwazulu-Natal, empire zoulou. En 1879, le jeune

prince impérial, Louis Napoléon, fils de Napoléon III, est tué

par les zoulous. Ville où GANDHI est expulsé du train parce

qu’il n’était pas blanc.

Dès le lendemain de mon arrivée je découvris la piste de la

compétition de la Coupe d’Afrique du Sud. Une majorité des tops

pilotes mondiaux étaient présents compte tenu que le weekend

suivant se déroulait la Coupe du Monde. Pour rejoindre le

départ de la descente il a fallu emprunter les camions africains

quelque peu rudimentaires, un petit voyage de 45 minutes. Le

départ était donné dans une propriété privée de canne à sucre

et dans une végétation presque équatorienne.

Une première partie de piste avec 2 passages techniques et

ensuite des enchaînements très rapides pour sortir du bois

avec une suite de sauts spectaculaires et un table de 16 mètres

de long. Pour la 1ère fois je découvrais le plus long pédalage

de ma carrière de descendeur. Un pédalage qui demandait

beaucoup de dynamisme et de tonicité, un parcours typée

BMX. Le final se déroulait sur la piste de 4X. Je termine 16ème

de cette Coupe d’Afrique du Sud à la fois déçu et satisfait de

pouvoir passer ces énormes jumps après ma blessure.

Avant la manche de Coupe du Monde j’ai visité un peu le pays et

découvrir quelques réserves animalières. Je logeais dans une

famille zoulou très accueillante.

Puis mon « Team manager » le photographe du Team «

HOSHI » m’a rejoint sur le site de la Coupe du Monde. Les

entraînements de la World Cup ont repris avec toujours le

même système de navette en camion. Les reconnaissances de

ce fait étaient restreintes. La qualification s’est déroulée sans

trop de problème et avec l’avantage pour cette saison d’avoir

2 temps intermédiaires et une vitesse de pointe. Ce nouveau

système nous permet détecter des failles et de travailler

des secteurs particuliers. Durant les entraînements Grant

Walliser importateur NICOLAI en Afrique du Sud nous a rejoint.

Remerciements pour nous avoir réservé l’hôtel et pour ses

nombreux conseils sur le pays.

En finale j’ai pris un super départ et je pointe au 1er intermédiaire

à la 17ème place malheureusement alors que j’étais préparé

au pédalage et que je pensais réaliser une bonne performance

sur ce passage c’est malheureusement à cet endroit que je

perds le bénéfice de ma bonne performance et je pointe à la

32ème place au 2ème intermédiaire et finalement une 33ème

place. Grant était très heureux de la victoire de Greg Minnar et

nous avons fêté cette victoire alors que Hoshi travaillait.

Après la Coupe du Monde j’ai eu la chance de faire un raid de

quelques jours à l’intérieur du pays en compagnie de Hoshi ,

Grant et tous ses copains. Le lundi nous avons roulé dans la

circonscription de HILTON autour de Pietermaritzburg après

s’être perdu et rentré à la nuit tombante.. Mardi, nous sommes

resté dans IXOPO et UMKOMAAS, nous avons roulé dans la

vallée de la rivière sur la piste qui fait partie de la plus célèbre

course à étapes d’Afrique du Sud, SANI2C. J’ai rencontré des

gens charmants qui nous ont accompagné et hébergé. J’ai

rencontré des gens qui vivent principalement de l’agriculture et

des enfants qui m’ont pris pour une star. Nous avons traversé

des paysages fantastiques, la nature avec un grand N.

Le mercredi nous avons quitté IXOPO et nous sommes allés

dans le DRAKENSBERG une chaîne de montagnes de type

plateau. Son nom signifie « montagne du dragons ». Avec

ces cimes abruptes, ses aiguilles, ses rivières verdoyantes

et ses chutes. Le point culminant du DRAKENSBERG est le

THABANA NTLENAYANA 3482 mètres. En 2000, ce site a été

classé héritage mondial de l’UNESCO. J’ai travaillé avec Hoshi

mon team Manager pour réaliser des photos somptueuses qui

serviront au catalogue NICOLAI 2010.

Le jeudi nous avons emprunté la piste HOLEY pour rejoindre

Johannesburg. Et reprendre l’avion pour retrouver la civilisation

moderne. Ce voyage a été extraordinaire pour la beauté des

paysages. Remerciements à Grant et tous ses copains pour

leur gentillesse, pour nous avoir guidé, hébergé.

Remerciements à Grant et toute son équipe, à Hoshi, à NICOLAI

et à tous les partenaires du Team Gates-NICOLAI pour cette

saison 2009. Joris Bigoni

On the 5th April I set off for the first round of the DH World Cup in

Pietermaritzburg, South Africa. It was my first trip to the African

continent. After a ten hour flight I arrived in Johannesburg and

drove 700km by rental car to Pietermaritzburg which is close

to the coastal town of Durban. I drove through an unimaginably

varied landscape without a town, village or any settlement in

sight.

Pietermaritzburg, the capital of the Kwazulu-Natal province in

the Zulu kingdom was founded in 1838. The town went down in

history in 1879 as the place where young prince Luis Napoleon,

son on Napoleon II, was killed by the Zulus. Additionally, history

tells us this is the place where Gandhi was thrown off a train

for not being white.

I had planned my trip so that I would be able to ride the South

African DH Cup event the weekend before the World Cup event.

As the South African DH Cup event took place on the same

track as the World Cup event, it was a good opportunity to

get used to the track. I wanted to get to the track as soon as

possible after arrival, in effect it was a bit of a round the world

trip. The only way to get onto the mountain was to use a wreck

of a lorry which could barely make it up the slopes. The route

took us out and around the mountain onto private land used for

the timber industry.

The first section of the track was fast, technical and had a


spectacular 16 meter jump at the exit of the forest section.

Then came an unexpected long flat pedaling section, the like of

which I’d never experienced before in my entire racing career.

This section took you to the limits of your stamina. A BMX racer

would certainly be at an advantage here. The finish section of

the track was the same as the 4X track. I finished 16th and

was naturally disappointed but at the same time I was pleased

that after breaking my collar-bone last season I successfully

tackled the big jump.

Before the World Cup I took some tome to get to know the

people and the country a bit. Before long my team manager,

Hoshi, joined us and we got started on our training and race

preparation. For the qualification round a new standard was

introduced during the run, two split times and a top speed. This

was a big help for the training runs and the final. Later our

South African Nicolai importer, Grant Walliser, joined us and so

our troop was complete. Thanks to Grant we could comfortably

plan our trip.

the legendary Sani2c race. He gave us a place to sleep, our food

and drink and showed us around a stretch of the Sani2C track,

which starts on a high plateau runs down into the Umkomaas

valley. The stretch of track was perfect for a day’s riding. We

were shuttled by lorry to the start point and at the end Glen

came to pick us up armed with cold drinks and supplies. We

were all touched by Glen enormous generosity and hospitality.

The next day was spent on the road. We left Ixopo and headed

northwards in the direction of Lesotho in the Drakensberg

mountains. The mountain plateau reaches its highest point at

the 3482m Thabana Ntlenayana mountain. This mountain was

declared a World Heritage Site in 2000. We spent our final days

of the trip amongst the craggy rock faces, vibrant river courses

and waterfalls taking photographs which will appear in the

2010 catalogue and on the website.

I like to say a big thank you to Grant Walliser, his bike friends,

and farmer Glen Haw for organizing an unforgettable trip.

In the final I got off to a good start and at the first time-check

I was in 17th place but the long pedaling section took back all

the time I’d gained and by the second time-check I was back in

32nd place and finally finished up in 33rd place. In the evening,

Grant celebrated his countryman’s (Greg Minnaar) victory to

the max while Hoshi worked on the weekend’s photos until late

in the night.

Joris Bigoni

After the World Cup we went with friends of Grant into the

interior to the Ixopo on the Umkomaas river. We had the unique

opportunity to be guests of Glen Haw, the organizer and host of

English translation: M2ME Christopher Wefing, www.m2me.de


WORLD CUP ROUND 1

Am 5. April startete ich zum ersten Lauf des DH World

Cups nach Pietermaritzburg, Südafrika. Es war meine

erste Reise zum afrikanischen Kontinent. Ich kam nach

einem 10 Stunden Flug in Johannesburg an und fuhr dann

mit dem Mietwagen die ca. 700km nach Pietermaritzburg,

nahe der Küstenstadt Durban. Ich fuhr durch unvorstellbar

weitläufige Landschaften. Städte, Dörfer oder Siedlungen

waren weit und breit nicht in Sicht.

Pietermaritzburg wurde im Jahre 1838 gegründet, ist die

Hauptstadt der Provinz Kwazulu-Natal im Königreich der

Zulu. In die Geschichte ging die Stadt ein, als dort 1879

der junge Prinz Louis Napoléon, Sohn des Napoléon den

III von den Zulus getötet wurde. Außerdem notiert die

Geschichtsschreibung den Rauswurf Gandhis aus dem

Zug, weil er nicht weißer Hautfarbe war.

Ich hatte meine Reise so geplant, dass ich am Wochenende

vor dem eigentlichen Weltcup noch den DH Südafrika Cup

mitfahren konnte. Da das Rennen auf derselben Strecke

stattfand, war es eine gute Gelegenheit, sich schon mal

auf die Weltcupstrecke einzustellen. Ich wollte auch gleich

nach der Ankunft zum Start hinauf, allerdings wurde

daraus eine kleine Weltreise. Denn die einzige Möglichkeit

auf den Berg zu kommen war die Fahrt in einem

schrottreifen LKW, der kaum den Berg hinauf fahren

konnte. Der Weg führte außen um den Berg herum auf

ein Privatgrundstück, auf dem Holz- und Agrarwirtschaft

betrieben wurde.

Der erste Streckenabschnitt war schnell, technisch und

hatte einen spektakulären 16 Meter Sprung am Ausgang

des Waldabschnitts. Dann folgte ein unerwartet flacher

Abschnitt mit einer langen Tretpassage, wie ich sie noch

nie in meiner gesamten Rennfahrerkarriere erlebt hatte.

Es forderte Kraftausdauer bis ans Limit ab. Ein BMX


ROAD TRIP

Farmer Glen Haw und das

Sani2C Rennen

Farmer Glen Haw

and the Sani2C race

Das Rennen umspannt die Strecke vom Sani

Gebirge bis zum indischen Ozean, daher der

Name „Sani to Sea“. Es ist ein Rennmodus

im Stil eines Mannschaftsmarathons, wobei

eine Mannschaft aus 2 Fahrern besteht.

Teilnehmen können alle Mountainbike

begeisterte, sowohl Anfänger wie Profis.

Die Rennstrecke hat einige innovative

Streckendesigns, wie parallel laufenden

Trails oder schwimmende Brücken über

Seen und Flüsse. Das Ziel am Meer

entschädigt zudem alle Strapazen. Mit dem

Erlös der Veranstaltung unterstützt Glen, der

im Hauptberuf ein Milchbauer ist, die ganze

Region. Zum einen werden durch das Rennen

alle angrenzenden Dörfer an der Organisation

der Veranstaltung beteiligt, zum anderen

werden durch die Erlöse Bauprojekte für

neue Schulen und Straßen finanziert.

The race traversed the route from the

Sani mountains to the Indian ocean,

thus the name ‘Sani, to sea.’ It’s a

race in the style of a team marathon,

in which a team comprises two

riders. Anyone can take part, from

beginners to pros. The track has

an innovative design with parallel

tracks running over lakes and rivers.

The sea finish repays you for all the

stress and strain of the race. All the

proceeds from the event, supported

by Glen whose actual job is a dairy

farmer, go back into the region. The

proceeds are distributed amongst

the villages along the route and

go into building projects such as

schools and road building.

www.sani2c.co.za

Athlet hätte hier seine Vorteile gehabt. Der Zielbereich

war zugleich die 4X Strecke. Ich erzielte den 16. Rang, war

zwar etwas enttäuscht, aber zugleich war ich froh, nach

meinem Schlüsselbeinbruch aus der letzten Saison, die

großen Sprünge bewältigt zu haben.

Vor dem Weltcup nutzte ich die Zeit, um ein wenig

Land und Leute kennen zu lernen. Bald stieß auch

mein Team Manager Hoshi zu uns und wir begannen

mit den Rennvorbereitungen und Trainings. Für den

Qualifikationslauf wurde eine neue Auswertung mittels

zweier Zwischenzeiten und einem Top - Speed eingeführt,

was sehr vorteilhaft für das Training vor dem Finale

war. Später stieß auch der südafrikanische NICOLAI

Importeur Grant Walliser zu uns und somit war unsere

Truppe komplett. Dank ihm konnten wir die Reise vorab

komfortabel durchplanen.

Beim Finale hatte ich einen guten Start, lag bei der

ersten Zwischenzeit auf dem 17. Platz. Aber die lange

Tretpassage nahm mir wieder alle Zeitvorteile und ich

fiel bei der 2. Zwischenzeit schon auf den 32. Platz zurück

und belegte am Ende Rang 33. Grant feierte ausgiebig den

Sieg seines Landsmanns Greg Minnaar, während Hoshi

noch die Bilder des Wochenendes bis spät in die Nacht

bearbeitete.

Nach dem Weltcup zogen wir mit Freunden von Grant

ins Landesinnere nach IXOPO am UMKOMAAS Fluss. Wir

hatten die einmalige Gelegenheit bei Farmer Glen Haw,

dem Veranstalter des legendären Sani2C Rennen zu Gast

zu sein. Er bot uns Logis, Speis und Trank und zeigte uns

einen Teil der Sani2C Strecke, die auf einer Hochebene

beginnt und ins UMKOMAAS Tal hinunter führt. Die

Streckenlänge war perfekt für einen Tagestrip. Wir

wurden zum Startpunkt mit einem LKW hoch geshuttelt

und am Ende holte uns Glen im Tal wieder ab und empfing

uns mit Kaltgetränken und Proviant. Glen wollte nicht

einmal einen Obolus für das Benzin annehmen. Wir waren

alle angetan von seiner Gastfreundschaft und seiner

Großzügigkeit.

Der folgende Tag war ein Reisetag, wir verließen

IXOPO und fuhren nordwärts Richtung Lesotho ins

Drakensberg Gebirge. Das Gebirgsplateau, das soviel

wie „Drachenberg“ heißt, hat die höchste Erhebung am

THABANA NTLENAYANA Berg mit 3482 Metern. Dieser

Berg wurde im Jahre 2000 zum Weltkulturerbe erklärt. An

seinen schroffen Felswänden, den grünenden Flussläufen

und an den Wasserfällen haben wir dann in den letzten

Tagen meines Aufenthaltes noch Fotos produziert, die

jetzt den 2010er Katalog und die Website zieren.

Danke schön an Grant Walliser, seinen Biker Freunden und

Farmer Glen Haw für die Organisation des unvergesslich

schönen Trips.

Joris Bigoni


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