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Der neue Cruiser - mit Wendecover. Ausgabe März 2015. Alles rund ums schweizer Gaylife

Thema | Männer-Schönheit

Penisverdickung mittels

Hyaluron aus der Spritze

des Trends). Aber wie geht eine solche

Männergesichtsverjüngung vonstatten?

Beispielsweise mittels Laserbehandlung;

hier bietet sich der brand(!)neue

Pixellaser an. Die Wirkungsweise dieser

fast schmerzfreien Behandlung klingt

simpel und einleuchtend – aber etwas

gruselig: Ein Laserstrahl schiesst tausende

mikroskopisch kleiner Löcher

in die Haut. Die verursachten Microkanälchen

wirken wie eine Verletzung

auf das Gewebe und regen einen Heilungsprozess

an. Es werden bestimmte

Rezeptoren und Wachstumsfaktoren in

unserer Haut stimuliert und so im Sinne

einer Wundheilung die Neuproduktion

von Kollagen- und elastischen Fasern

sowie von Hyaluronsäure und die Aussprossung

neuer kleinster Kapillaren

angeregt. Die Cruiserredaktion (ja! wir

haben selbst fotografiert und nein! wir

haben nicht alles ausprobiert) staunte

dann vor Ort nicht schlecht: Es werden

tatsächlich Löcher geschossen, so richtig!

Das hört man, sieht man und vor

allem riecht man es. Verbrannte Haut

halt eben ... Damit das ganze wirklich

schmerzfrei bleibt, wird die Haut während

der Behandlung mithilfe eines eiskalten

Luftstrahls gekühlt. Dann gehts

los. Der mächtige Apparat brummt und

auf der Stirn wird ein Applikator angesetzt.

Die Szene könnte aus einem

zweitklassigen Science-Fiction-Movie

stammen: Schläuche und wahnsinnig

helles Licht. Und während der Behandlung

steigen vom Gesicht kleine

Rauchwölkchen auf. Nach gut 35 Minuten

ist so ein Prozedere vorbei. «Unmittelbar

nach der Behandlung kann

sich die Haut wie nach einem Sonnenbrand

anfühlen, das vergeht aber in der

Regel nach einer guten halben Stunde

wieder», erklärt Robinson. Von Fein ­

porigkeit ist direkt nach der Behandlung

wenig zu sehen. Dafür kleine Löcher,

was irgendwie faszinierend aussieht.

«Das dauert ungefähr eine Woche, unter

Umständen empfiehlt es sich, eine

zweite Behandlung durchzuführen».

Kostenpunkt: um die 400 Franken pro

Behandlung.

«Während der Behandlung

steigen vom

Gesicht kleine Rauchwölkchen

auf.»

Dass Männer sich für (die eigene)

Schönheit interessieren, ist nichts Neues.

Bereits bei den Ägyptern war es üblich,

dass die Männer sich beispielsweise

die grauen Haare färbten. Wie die das

gemacht haben, ist im «Papyrus Ebers»

nachzulesen. Die nach seinem Erstbesitzer

benannte Rolle von knapp 19 Meter

Länge mit ihren ca. 880 Einzeldiagno­

Interview | Dr. Alvarez

«Immer mehr Männer lassen

sich den Penis aufspritzen»

Dr. Alvarez (48) ist einer der spezialisierten Ärzte der Body Esthetic.

Cruiser: Dr. Alvarez – wie seriös ist eine

solche Aufspritzung?

Alvarez: Ich war neulich an einem Kongress

in Monaco, sämtliche plastischen

Chirurgen treffen sich jeweils dort. Ein

halber Tag lang wurde ausgiebig darüber

referiert. Es scheint also ein globaler

Trend zu sein.

In der Schweiz hat man bisher aber wenig

davon gehört.

Alvarez: In der Deutschschweiz ist die

Methode noch weniger bekannt, in Genf

ist der Trend aber bereits angekommen

und es herrscht eine rege Nachfrage.

Was für Männer kommen zu Ihnen in die

Praxis für eine solche Aufspritzung?

Alvarez: Männer jeden Alters und mit

unterschiedlichstem sozialen Background.

Die persönlichen Gründe sind

verschieden, aber für viele wird eine

Unsicherheit beseitigt – manche machen

es auch, weil der Lustgewinn höher

wird.

Dr. Alavarez, Arzt bei Bodyesthetic

Fotos: team cruiser (3)

6 Cruiser März | 2015

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