Nur noch 86.400 Teile zum Erfolg - logo

ambord

Die Gegenwart als Ursache der Zukunft sehen Veränderungsprozesse und gesellschaftliche Wandlung betreffen jeden Einzelnen. Damit verbunden sind eine gefühlte Mehr-Belastung, gestiegener Anspruch und Erleichterung.
Erleichterung? Beat Ambord erklärt, warum wir uns trotz
günstigerer Umstände stellenweise nur noch ausgepowert fühlen.

Network-Karriere
Europas größte Wirtschafts-Zeitung für den Direktvertrieb

Aus ga be: März 2015 · Preis: 4,25 g ZKZ 66685 www.net work-kar ri e re.com

Europas größte Wirtschafts-Zeitung für den Direktvertrieb

„Arbeite jeden Tag

an deinem Netzwerk“

Dr. Thomas Borer, ehem. Schweizer Botschafter im Network-Karriere-Interview

Julius Leineweber:

Ingolf Winter:

Prof. Dr. Kolass-

Roland Förster:

Andreas Binninger:

Gold liegt im

proWIN feiert 20-

Hundeshagen:

ENERGETIX Bingen

Zellschutz als Basis

Anlagetrend der

jähriges Jubiläum

Neue MLM-USA-

„Mach’s einfach!“ –

für ganzheitliche

Kleinanleger

mit vielen Aktivitäten

Trends Gesundheit

Traumreisen & More

Gesundheit

Tun Sie sich was Gutes, lesen Sie was Gutes: Die Network-Karriere.


Training

www.net work-kar ri e re.com ● März 2015 Sei te 33

Nur noch 86.400 Teile zum Erfolg

Die Gegenwart als Ursache der Zukunft sehen

Veränderungsprozesse und ge -

sellschaftliche Wandlung betreffen

jeden Einzelnen. Damit

verbunden sind eine gefühlte

Mehr-Belastung, gestiegener

Anspruch und Erleichterung.

Erleichterung? Beat Ambord

erklärt, warum wir uns trotz

günstigerer Umstände stellenweise

nur noch ausgepowert

fühlen.

Es ist noch gar nicht so

lange her, da arbeiteten

die Menschen mehr als

zehn Stunden am Tag, auch am

Samstag. Nur der Sonntag war ihnen

heilig. Die Öffnungszeiten der

Geschäfte waren zu dieser Zeit

streng geregelt und nicht so liberal

wie heute. Und doch hatten die

Menschen mehr Zeit als heute.

Rein rechnerisch mag man hier

zu einer ganz anderen Auffassung

kommen. Schließlich arbeiten die

Meisten heute weniger als 40 Stunden

in der Woche. Allerdings versagt,

wie so oft, auch hier die mathematische

Genauigkeit, wenn

Gefühle im Spiel sind. Der heutige

Arbeitnehmer und Konsument

hat es um ein Vielfaches leichter

als jede Generation zuvor und

doch steht er unter stetigem Stress.

Er fühlt sich nicht selten völlig ausgepowert,

schafft seine Arbeit nicht

mehr, Freizeit findet nur noch auf

dem Sofa statt, und die so wichtige

Weiterbildung bleibt auf der

Strecke.

Eine Studie von Anfang Februar

2010 stellte fest, dass die Deutschen

im Durchschnitt alle drei

Wochen zum Arzt gehen, mithin

18-mal im Jahr. Keine andere Nation

auf der Welt sucht einen Arzt

so häufig auf wie die Deutschen.

In den USA gehen die Menschen

nur viermal jährlich zum Arzt,

während die Schweden nur dreimal

den Mann im weißen Kittel

konsultieren. Mit anderen Worten:

Die Zeit für einen Arztbesuch neh -

men sich die Menschen. Doch

wenn es darum geht, an anderer

Stelle mehr Zeit einzubringen, versagen

sie häufig.

Wer rund um die Uhr damit beschäftigt

ist, das nächste Schnäpp -

chen zu ergattern, wird immer ein

Zeitproblem haben. Deshalb ist

die Jagd nach Schnäppchen mit

Abstand der sicherste Weg, nicht

reich zu werden. Reich werden

Sie nicht durch falsches Sparen,

sondern durch richtiges Investieren.

Wie erwähnt haben die Menschen

früher offensichtlich mehr

Zeit gehabt als die heutige Generation

– gefühlt zumindest. Denn

86.400 Sekunden ergeben nun

einmal einen Tag. Früher wie heu -

te, und doch hatten die Menschen

damals einfach mehr Zeit, weil 1.

das Angebot an Einkaufsmöglichkeiten

in der Regel auf einen örtlichen

Anbieter begrenzt war; 2.

es keinen Computer gab, der zum

Verweilen im Internet einlud; 3.

man nicht ständig „online“ und da -

mit erreichbar war (jede E-Mail fordert

uns auf zu handeln, zumin-

ser Zeitempfinden leichter zu verändern

als alle anderen Vorgänge

im Gehirn, wenn wir zwei Dinge

berücksichtigen:

1. Weil sich die gefühlte Zeit an

der Menge der Informationen orientiert,

die das Gehirn in einem

bestimmten Zeitraum verarbeitet,

können wir durch eine bewusstedest

aber müssen wir sie lesen).

Die Menschen brauchten sich damals

gar nicht um die vielen kleinen

Details zu kümmern, mit denen

sich der heutige Konsument

herumplagt. Obwohl die Angebotsvielfalt

fehlte, kann doch keiner

behaupten, diese Menschen

hätten damals zu teuer eingekauft

oder zu wenig Geld in der Tasche

gehabt.

Natürlich will ich die Zeit von

damals nicht schöner reden als

sie war. Doch wenn heute mehr

als ein Drittel der Deutschen zugibt,

unter Zeitknappheit zu leiden,

kann mein Gedanke nicht so abwegig

sein. Fakt ist doch, dass wir

heute genauso viel Zeit haben wie

vor 100 Jahren. Der Tag hat nun

ein mal 1.440 Minuten. Gemessen

in Stunden und Jahren haben

wir heute deutlich mehr Freizeit

als die Generationen vor uns.

Und noch nie lebten die Menschen

so lange wie jetzt. Stress

im Umgang mit der Zeit kommt

also nicht von außen. Zeitdruck

entsteht immer nur in uns selbst,

nie von außen, denn, wie gesagt,

die Rahmenbedingungen, die wir

heute vorfinden, sind einzigartig.

Für die meisten Menschen fließt

die Zeit irgendwo außerhalb von

ihnen. Deshalb „suchen“ sie die

Lösung ihrer Zeitprobleme im Außen

und nicht bei sich selbst.

Wir haben es also mit zwei Zeiten

zu tun: Die eine Zeit ist der

Lauf der Uhren und die andere

eine, die in uns selbst entsteht.

Hirnforscher haben herausgefunden,

dass die innere Zeit eine der

erstaunlichsten Leistungen des

Gehirns ist. Fast alle Funktionen

des Gehirns wirken dabei zusammen:

Körpergefühl, Sinneswahrnehmung,

Erinnerung und Emotionen.

Nur wir selbst steuern unseren

„inneren Zeitmesser“. Deshalb

ist es uns sogar möglich, un-

re Wahrnehmung die Zeit verlängern.

Neurologen haben entdeckt,

dass Zeiträume, in denen man

hoch aktiv ist, länger bewertet wer -

den als Zeiten mit geringer geistiger

Aktivität. In Studien stellten

sie fest, dass Probanden die Zeit

zwischen zwei Signalen kürzer

schät zen, wenn ihnen das Signal

vertraut ist, es also weniger Aufmerksamkeit

beansprucht. Wenn

etwas bekannt ist, schaltet man

geistig runter, so das Fazit der Forscher.

2. Zeit ist Bewegung. Für den

Taktschlag des Lebens sind das

Kleinhirn und die Stammganglien

(= Basalganglien) zuständig. Diese

Areale steuern auch die Motorik.

Deshalb hängen der Sinn für

Bewegung und das Gefühl für die

Zeit zusammen. Stress ist der absolute

Zeitkiller. Stress stört Hirnzentren,

die dafür sorgen, dass

wir uns zeitlich organisieren können.

Durch Stress dauert alles

plötzlich zwei- oder dreimal so

lang. Somit schafft sich das Gefühl

seine eigene Wirklichkeit und

„gaukelt“ uns vor, keine Zeit mehr

zu haben. Wir sind nicht deswegen

gestresst, weil wir keine Zeit

haben, sondern wir haben keine

Zeit, weil wir gestresst sind. Der

kluge Zeitgenosse befolgt daher

gern den Rat von Leo Tolstoi:

„Denke immer daran, dass es nur

eine wichtige Zeit gibt: Heute.

Hier. Jetzt!“

Wenn Sie diese Empfehlung be -

achten, dann haben Sie genügend

Zeit für sich und andere. Letztere

sind nämlich genauso wichtig. In

diesen hektischen Zeiten erwarten

Kunden alles sofort. „Just in

time“ ist nicht nur ein geflügeltes

Sprichwort, sondern steht für die

Forderung einer ganzen Generation.

Wurden früher Angebote noch

per Post verschickt, dauerte es etliche

Tage, bis der Kunde eine

Entscheidung traf. Heute fragt der

ratsuchende Kunde via E-Mail

nach und erwartet eine schnelle

Antwort: „Ich erwarte Ihr Angebot

bis morgen früh. Andernfalls

wende ich mich an Ihren Mitbewerber

…“ Diese „Drohungen“

sind heute normal für ein „Klick-

Zeitalter“. Der Wettbewerber ist

heute nur noch ein Mausklick

weit entfernt. Der Erfolg der Online-Händler

basiert nicht zuletzt

auch darauf, dass sie es den Bestsellern

so einfach wie möglich

machen und zum anderen „just

in time“ liefern. Ein über das Internet

bestelltes Buch ist für gewöhnlich

am nächsten Tag beim

Besteller. Das schafft kein örtlicher

Buchhändler, zumal der Kun -

de hier auch noch persönlich erscheinen

muss, um das Buch in

Empfang zu nehmen, während

die Internet-Versender bis an die

Haustür liefern. Überhaupt ist Ser -

vice der Dreh- und Angelpunkt einer

jeden Kundenbeziehung. Das

kostet Zeit, doch diese Zeit nicht

zu haben, kostet Umsatz und damit

Gewinn.

Für amerikanische Kunden ist

guter Kundenservice der wichtigs -

te Faktor in Sachen Vertrauen. Ich

bin mir sicher, dass das auch für

deutsche gilt. Einer Studie zufolge

ist die Mehrheit der Kunden (52

Prozent) sogar bereit, mehr Geld

auszugeben, wenn der Service

stimmt. Im B2B-Bereich sind es

sogar 62 Prozent, die mehr Geld

ausgeben, wenn die „Chemie“

zwi schen Anbieter und Kunde

stimmt. Umgekehrt wenden sich

66 Prozent der Firmenkunden

bei schlech ten Service-Erfahrungen

vom Anbieter ab. 52 Prozent

der privaten Endkunden verzichten

dann auf weitere Käufe bei

dem von ihnen abgestraften Unternehmen.

Darüber hinaus kommen

rund 40 Prozent der „Service-Geschädigten“

zwei Jahre

oder länger nicht zu dem entsprechenden

Händler zurück.

Ob als Unternehmer, Mitarbeiter,

Angestellter oder Arbeiter, seien

Sie immer als Erster zur Stelle,

wenn Leistung verlangt wird. Beweisen

Sie anderen, dass Sie „just

in time“ handeln und man sich

auf Sie verlassen kann. Im vorherigen

Kapitel haben Sie gelernt,

Prioritäten zu setzen. Wenn Aufgaben

anstehen, die schnell erledigt

werden müssen, dann setzen

Sie auch hier Prioritäten. Entscheiden

Sie, welche der gestellten

Aufgaben sofort erledigt werden

müssen und von Ihnen auch

erledigt werden können. Erkennen

Sie Gelegenheiten und nutzen

Sie die damit verbundenen

Chancen, durch Schnelligkeit dem

Wettbewerb die sprichwörtliche

Nasenlänge voraus zu sein.

£ Zur Person

Beat Ambord erzielte als Verkaufsdirektor

eines amerikanischen

Informatik-Dienstleisters

ein Jahresvolumen von über 250

Millionen US-Dollar. Zudem gründete

er einige Firmen, darunter

die Opusx.tv AG, F1RST GmbH,

Leovadis AG und Helix Business

Software AG. Beat Ambord ist

Mitglied von mehreren Stiftungen,

ein aktiver Wachstumsberater

diverser Gemeinden, Autor

von drei Büchern und ein Pionier

im Web-TV-Bereich. Unternehmensvorstände

aus dem Vertrieb

mit Jahresumsätzen von

über 11 Milliarden Euro lassen

sich von Beat Ambord coachen.

Sein neues Buch „Die Unternehmensformel“

können Sie ab

sofort im Onlineshop der Network-Karriere

erwerben:

www.network-karriere.com.

© Alle Rechte auf Inhalt, Konzept und Gestaltung: GKM-Zent ral re dak ti on GmbH. Vervielfältigungen jeglicher Art (print & online) nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung der GKM-Zent ral re dak ti on GmbH. Anfragen unter: ver lag@net work-kar ri e re.com

Weitere Magazine dieses Users