Cruiser Sommer 2014

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Cruiser Sommer 2014

CRUISER Edition Sommer 2014

Dieses Magazin ist schwul

Artist Rinaldo Hopf

Spornosexuell – die neue Männlichkeit

GAYWEST-Festival Bern

Zwischenraum – Glaube und Homosexualität

Im Kino: Tom à la ferme

Neue Serie: Ikonen von Damals

«live hiv neutral» – auch im Sommer

CR-Summer-Playlist

Sinéad O’Connor

Stadtsommer


Wo Persönlichkeiten Paare werden

Florian T. und Daniel K.

„Abenteuer finde ich woanders. Die wahre Liebe nur bei PARSHIP.“

Auch Frauen

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04.06.2013 8:16:14 Uhr


CRUISER Edition Sommer 2014

Inhalt

Editorial

Diese CR-Edition steht ganz im Zeichen des Sommers. Der Künstler Rinaldo Hopf hat ihn in Indien

mit starken Bildern eingefangen. René Gerber bringt eine brandheisse Sommer-Playlist. Daniel

Diriwächter hat an der sommerlichen Pride in Zürich «Zwischenraum» entdeckt, wo man Homosexualität

und christlichen Glauben unter einen Hut bringt. Und er berichtet ausserdem über den

Sommerevent GAYWEST in Bern. Das Sommer-Dossier widmet sich dem spornosexuellen Mann.

Erfreuliches können wir über HIV schreiben – dank medizinischer Fortschritte ist die Lebensqualität

und Lebenserwartung heute recht hoch.

Martin Ender, Verleger

6

Die Inszenierung der Männlichkeit

Das Sommer-Dossier

10

Ein Regenbogen über dem Bundesplatz

Das GAYWEST-Festival steigt am 9. August in Bern

11

Vaya con Dios

Der Glaube an Gott und die Homosexualität

15

Ikonen von Damals

Den Harrow – ein Drama in drei Akten

16

«live hiv neutral»

Medizinische Fortschritte verlangen einen neuen Lifestyle

26

Tom à la ferme

Psychothriller über das Lügen und seine Folgen

News 4 • Prominent 8 • News Schweiz 12 • Kolumne 17

Artist Rinaldo Hopf 18 • Kultur 24 • Playlist 27 • Hot4You 28

Szene 30 • Pia 33 • Dr. Gay 35 • Agenda 36

3


News CRUISER Edition Sommer 2014

Internationale

News

4

Hamburg

Cool, schwul und nackt

Im Interview mit dem Stern Verlag in Hamburg

spricht Neil Patrick Harris alias Barney in der

Kultserie «How I Met Your Mother» offen über sein

Schwulsein. Auf die Frage, wie es ihm als ehemaliger

Kinderstar gelungen sei, auf sein Comingout

keine negativen Reaktionen zu bekommen,

sagt Harris lachend: «Ich bin schwul – und ich bin

cool.» Eine Hochzeit mit seinem Lebensgefährten

David Burtka stehe derzeit nicht auf dem Programm.

«Darüber denken wir im Moment wirklich

nicht nach. Wir sind ja ohnehin in dieser

wirklich festen Beziehung. Ein Trauschein würde

daran nicht viel ändern.» Neben seinen aktuellen

Rollen im Broadway musical «Hedwig» und im

Western «A Million Ways to die in the West» sorgt

Harris in diesem Sommer als fast nackter Coverboy

des «Rolling Stone Magazins» für Furore.

Berlin

Einmütig halbherzige Gleichstellung

Der Deutsche Bundestag hat verpartnerte Homo-

Paare im Steuerrecht weitgehend gleichgestellt.

Damit erledigten die Abgeordneten die Hausaufgabe,

die ihnen das Bundesverfassungsgericht

aufgetragen hatte. Trotzdem kritisierten sowohl

Politiker der mitregierenden SPD als auch der

Opposition das Gesetz. Johannes Kahrs, Beauftragter

der SPD-Bundestagsfraktion für die Belange

von Lesben und Schwulen, kritisierte: «Es ist

für die Regierungskoalition ein Trauerspiel, dass

selbst nach einer klaren Aufforderung durch das

höchste Gericht der Republik nur eine Minimalforderung

erfüllt wird.» Die Grünen-Politikerin

Lisa Paus sagte: «Das Bundesverfassungsgericht

hat in jedem seiner Urteile klargestellt, wie gross

der Abstand zwischen Ehe und Lebenspartnerschaft

sein darf: nämlich genau null.»

Berlin

Guido Westerwelle an

Leukämie erkrankt

Wie die Westerwelle-Stiftung Ende Juni mitteilte,

wurde bei Guido Westerwelle Leukämie

diagnostiziert. Der schwule FDP-Politiker befinde

sich bereits in medizinischer Behandlung

mit dem Ziel einer vollständigen gesundheitlichen

Genesung. Mit Rücksicht auf Guido Westerwelle

wurden keine weiteren Einzelheiten

bekanntgegeben. Viele Politiker meldeten sich

daraufhin, um dem Erkrankten die besten Genesungswünsche

zu überbringen. So schrieb

Bundeskanzlerin Angela Merkel: «Ich kenne

Guido Westerwelle seit langen Jahren als einen

grossen Kämpfer. Jetzt in dieser für ihn so

schwierigen Zeit wünsche ich ihm alle Kraft

und Zuversicht, um wieder gesund zu werden.

Meine Gedanken sind bei ihm.»

London

Fans würden schwule

Nationalspieler akzeptieren

Einer Mehrheit der Fussballfans ist es egal, ob ein

schwuler oder ein heterosexueller Spieler in der

Nationalmannschaft kickt. Das hat eine Umfrage

der britischen LGBT-Gruppe Stonewall unter 500

Fussballfans aus elf Ländern ergeben mithilfe der

Fussball-App «Forza Football». Bemerkenswert

waren allerdings die nationalen Unterschiede.

Mit 79 Prozent sind die Fans in Schweden und Dänemark

am schwulenfreundlichsten. Ebenfalls

auf den vorderen Rängen finden sich Grossbritannien,

Portugal und Italien. Die schwulenpolitisch

sonst so liberalen Holländer kamen nur auf

Platz sechs und Deutschland (53 Prozent) auf den

vorletzten Platz, nach Mexiko, Belgien und der

Schweiz. Schwulenfeindlicher als die deutschen

Fussballfans sind nur noch die US-Amerikaner.

Bratislava

Verfassung verbietet Homo-Ehe

In einer Nacht- und Nebelaktion hat das Parlament

der Slowakei mit grosser Mehrheit einer

Verfassungsänderung zugestimmt, in der die

Ehe als exklusive Verbindung zwischen Mann

und Frau definiert wird. Ausgeschlossen ist auch,

dass nicht-heterosexuelle Paare «Ehe-Rechte und

-Pflichten» bekommen können. Das faktische

Verbot der Homo-Ehe als auch der Rechtsform

der eingetragenen Partnerschaft hatte die regierende

sozialdemokratische Partei von Minis-


CRUISER Edition Sommer 2014

News

terpräsidenten Robert Fico zusammen mit der

christdemokratischen KDH, der grössten Oppositionspartei,

hinter verschlossenen Türen ausgehandelt.

Die Slowakei ist der siebte EU-Staat,

der das Verbot der Homo-Ehe in seiner Verfassung

festgeschrieben hat.

Rabat

Urteile und Heuchelei

Sechs Marokkaner sind wegen Homosexualität

und Prostitution verurteilt worden. Laut dem

arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira hatte

der Vater eines der Verurteilten die Männer

aufgrund «abartigen» Lebensstils angezeigt. Laut

Paragraf 489 des marokkanischen Strafgesetzbuches

können «unnatürliche Akte mit gleichgeschlechtlichen

Partnern» mit bis zu drei Jahren

Haft und einer Geldstrafe bestraft werden.

Menschenrechtler kritisierten gegenüber Al-

Dschasira die Verurteilung der sechs Männer.

Kindesmissbrauch werde in Marokko weniger

hart bestraft als Homosexualität, sagte ein Sprecher

der «Association marocaine des droits humains»

und fügte hinzu: «Es gibt viel Heuchelei

hier.» Homosexualität ist in der marokkanischen

Gesellschaft tabu, wird jedoch in Touristenhochburgen

wie Agadir toleriert.

Pretoria

Erste lesbische Ministerin

Lynne Brown ist die erste offen lesbische Ministerin

in der Geschichte Südafrikas. Präsident Jacob

Zuma ernannte die 58-Jährige Ende Mai zur

Ministerin für staatliche Unternehmen. Brown

ist damit auch das erste offen homosexuelle Mitglied

einer Regierung in ganz Afrika. Südafrika

hat eine starke Gesetzgebung zum Schutz Homosexueller

vor Diskriminierung und gleichgeschlechtliche

Paare können seit 2006 heiraten.

Trotzdem sind Vorurteile gegen Homosexuelle

in der südafrikanischen Gesellschaft noch tief

verwurzelt. Laut Umfragen lehnen zwei Drittel

der Südafrikaner Homosexualität ab. Lynne

Brown, seit 1987 Mitglied des regierenden Afrikanischen

Nationalkongresses (ANC), ist zwar offen

lesbisch, steht aber nicht im Ruf, eine lesbische

Aktivistin zu sein.

Washington

Schwuler Botschafter für

Vietnam

US-Präsident Barack Obama hat den offen schwulen

Ted Osius für das Amt des Botschafters in

Viet nam nominiert. Als schwuler Mann hatte

sich der Diplomat 1996 geoutet, nachdem der

damalige Aussenminister Warren Christopher

die Vorschrift abgeschafft hatte, dass homosexuelle

Diplomaten aus dem Dienst zu entlassen

seien. Osius ist mit Clayton Bond verheiratet, der

ebenfalls für das Aussenministerium arbeitet.

Das Paar hat einen Sohn. Präsident Obama hat in

seiner Amtszeit zahlreiche offen homosexuelle

Diplomaten gefördert. Offen schwule Botschafter

vertreten die USA in Australien, Dänemark,

Spanien, der Dominikanischen Republik sowie

bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit

in Europa.

Harrisburg

Katholische Einsicht

Der Gouverneur Tom Corbett hat seinen Kampf

gegen die Ehe-Öffnung in Pennsylvania aufgegeben.

Als guter Katholik sei er weiter gegen die

Homo-Ehe, betonte der republikanische Gouverneur

des US-Bundesstaates. Aber er habe eingesehen,

dass die Gleichstellung nicht mehr

zu verhindern sei. Corbett tritt bei der Gouverneurswahl

im November zur Wiederwahl an.

Laut Umfragen spricht sich eine Mehrheit in

Pennsylvania für die Ehe-Öffnung aus. Ja zur

Homo-Ehe sagt auch sein demokratischer Herausforderer.

Die christliche Rechte reagierte

auf Corbetts Erklärung verärgert. «Gouverneur

Corbett lässt die Ehe mit dieser Entscheidung

im Stich», klagte die «National Organization for

Marriage» (NOM). Pennsylvania gilt als «Swingstate».

Der Abstand zwischen Republikanern und

Demokraten ist äusserst gering.

Sydney

Georgische Sopranistin

Tamar Iveri entlassen.

Auf dem Facebook-Profil der georgischen Opernsängerin

Tamar Iveri wurde gemäss der Zeitung

«Guardian» Ende Juni ein diskriminierender

Eintrag entdeckt. Darin bezeichnete die Sopranistin

Homosexuelle als «fäkale Massen». Ein

Aufschrei ging daraufhin durch die Blogs und

Onlineforen und der umstrittene Kommentar

wurde wieder gelöscht. Allerdings hat die Oper

in Sydney bereits Kenntnis des Eintrages erhalten.

«Wir betrachten diese Ansichten als unverschämt»,

hiess es in einer Stellungnahme. Die

Konsequenzen: Tamar Iveri wurde sofort entlassen.

Sie hätte im Juli in «Otello» auftreten sollen.

Die Sopranistin übt sich derweil in Schadensbegrenzung.

Den umstrittenen Beitrag habe

ihr Mann verfasst, sie selbst sei keinesfalls homosexuellenfeindlich.

Iveris Mann wollte mit

seinem «offenen Brief» auf der Facebook-Seite

die Proteste orthodoxer Christen gegen die Gay

Parade in der georgischen Hauptstadt Tiflis unterstützen.

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5


Dossier CRUISER Edition Sommer 2014

Die neue Inszenierung

der Männlichkeit

Der «spornosexuelle» Mann – das Sommer-Dossier

Von Haymo Empl

Beste Freunde – Homosexualität hat hier aber keinen Platz. © Yeko / Haymo Empl

6


CRUISER Edition Sommer 2014

Dossier

Der Heteromann ist derzeit

verwirrt und weiss nicht so

recht, wo sein Platz ist. Zeit,

Licht ins Dunkel zu bringen.

Wir schauen, wie der

Hetero sich in Szene setzt.

Und wie der Schwule das

tut. Und ob er das tut.

Die Sonntagsblick-Schlagzeile war erschütternd: «Wir werden unterdrückt»

prangte es anklagend schwarz auf gelb beim Kioskaushang gefolgt

von: «Jetzt reicht’s». Im Boulevardblatt dann ein endloses Lamentieren

der Heteros: «Er schuftet bis zum Herzinfarkt, die Frauen schnappen

ihm Jobs und Kinder weg, er bezahlt sich dumm und dämlich. Der moderne

Mann hat es wahrlich nicht leicht.»

Auch im Gratisblatt «20 Minuten» holperten wochenlang Texte über

«Spornosexualität» vor sich hin – man bezog sich auf nicht weiter genannte

Quellen und schrieb: «Im Wandel der Zeit hat sich eine neue Gruppe von

Männern herauskristallisiert. Der metrosexuelle Mann von 1994 mutiert

nun zum spornosexuellen.» Spornosexuell sind Männer, die auf ihre Sexualität

und ihren Körper fixiert sind und dies auch ausleben.

Gut gibt es seit den 70er Jahren vor allem in den USA die «Men’s Studies»,

die sich wissenschaftlich mit dieser Problematik (sofern es denn eine

ist) beschäftigen. Tatsache ist wohl, dass es weder bei den Männern noch

bei den Frauen so etwas wie ein universelles, fortdauerndes Prinzip der

Männlichkeit bzw. Weiblichkeit gibt. Es fällt aber auf, dass derzeit die jungen

Männer, das was sie für Männlichkeit halten, ungeniert und selbstverständlich

inszenieren. Schamlos werden da Bizepsfotos aus dem Fitness

gepostet, es wird im Tram über Bartwuchs diskutiert und überhaupt:

Muskeln, Haare und Machotum – kurzum die typischen Männlichkeitsmerkmale

– werden zelebriert und öffentlich ausgelebt.

Die Alltagssprache drückt Männlichkeit als Ziel und Pflicht aus und ein

Mann zu sein, ist im Imperativ leichter als im Indikativ. «Sei ein Mann»

impliziert, dass die Männlichkeit vielleicht doch nicht so naturgegeben

ist, wie wir es gerne hätten. Offenbar reicht der Besitz eines Y-Chromosoms

oder der Besitz männlicher Sexualorgane nicht wirklich dazu aus,

ein Mann zu sein. Ergo wird optisch nachgeholfen. Wir haben also De

Facto einmal mehr den neuen Mann. Nur: a) weiss der nichts davon, b) hat

er keinen blassen Schimmer, wie denn dieser neue Mann zu sein hat und

c) ist dem neuen Mann völlig unklar, wozu das alles gut sein soll.

Wir wissen die Antworten auch nicht. Aber wir können – als schwule

aus senstehende Beobachter – milde und weise Tipps geben. Damit der

Heteromann nicht noch verwirrter wird.

Leider ist es nun mal so, dass patriarchalische Männlichkeit nun so gar

nicht mit Homosexualität zusammen geht. Alle patriarchalischen Gesellschaften

identifizieren Männlichkeit mit Heterosexualität. Elisabeth

Badinter schreibt in ihrem Buch «XY – Die Identität des Mannes»: «Männliche

Identität entsteht oft nur durch Abgrenzung. Ein Mann zu sein

bedeutet, keine Frau zu sein, kein Homosexueller zu sein, nicht fügsam,

abhängig oder unterwürfig. Hinsichtlich der körperlichen Erscheinung

und seinem Verhalten darf der Mann nicht feminin sein, keine sexuellen

oder allzu intimen Beziehungen mit anderen Männern haben und natürlich

nicht impotent sein.»

Nun ist es ja so, dass der Typus der kreischenden Tunte seit 1988 nicht

mehr so en vogue ist. Ebenfalls ist das Thema Potenz (nicht Libido) seit

Einführung der blauen Pillen vom Tisch. Dennoch machen es solche Aussagen

natürlich für den Mann – egal ob hetero oder homo – schwer, sich

irgendwie zurecht zu finden.

Früher war das einfacher. Da gab es den Marlboro-Mann. Da gab es

Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger und man konnte sich an

diesen Gallionsfiguren der Männlichkeit festhalten. Jetzt ist der Marlboro-

Mann aber an Lungenkrebs gestorben, Schwarzenegger wirkt möpplig

und Stallone sieht durch seinen exzessiven Botoxgebrauch aus wie seine

eigene jüngere Schwester.

Immerhin haben wir die Fussballweltmeisterschaft, ein sicheres Terrain

für den Mann. Falsch gedacht: Denn Ronaldo und Co. haben alles

kaputt gemacht! Denn: diese Herren rennen auf dem Feld plötzlich mit

gezupften Augenbrauen rum. Marlboro-Mann futsch, Leinwandhelden

ade, Fussball im Eimer: da bleibt dem Heteromann eigentlich nur noch

eins: das Fitnessstudio.

Tatsächlich verzeichnen die Studios regen Zulauf und die Mitglieder

werden immer jünger. In der Männerumkleide kann man also offenbar

endlich wieder Mann sein, keine störenden Frauen und Männergespräche

über Männerdinge und man tut Männerkram. Die Männerumkleidekabine

ist ergo ein Refugium der Männlichkeit und die Männer sind froh,

haben sie in dieser Umkleidekabine so ungefähr fünf Minuten für sich

alleine, wo eben besagter Männerkram erledigt werden kann. (Dummerweise

schleicht da und dort auch ein homosexuelles männliches Exemplar

rum, das merkt der Heteromann aber gar nicht, weil er so glücklich

ist, dass er endlich mal mit anderen Männern Männerdinge tun darf).

Ungeniertes Posing

Es fällt auf: im Fitness stehen die jungen Männer zufrieden vor dem Spiegel

und fotografieren sich wie wild selbst. Alle Bilder werden sofort gepostet.

Im Sinne von: «Hey Welt, guck, ich habe Muskeln und ich trainiere

und daher bin ich ein Mann.» Es scheint also ganz so, als ob im Kraftraum

die Männlichkeit ungeniert inszeniert werden darf – und das macht die

Heteros glücklich. Man trainiert auch gerne wieder in der Gruppe, lässig

wird gegenseitig getatscht, gefühlt und begutachtet.

Auf Youtube, dem Kommunikationsmedium der Generation Y, verzeichnen

Muskel- und Fitnessvideos sowie entsprechende Tutorials einen unglaublichen

Beliebtheitsgrad. Da gibt’s beispielsweise «Goerki». Goerki heisst

eigentlich Stephan Goerke und postete seine ersten Videos unter «Fitness

zu Hause». In den letzten fünf Jahren mutierte Goerki vor den Augen der

interessierten Öffentlichkeit zur Muskelmaschine und kann mittlerweile

von seinen Fitnessvideos leben. Ganz im Sinne der aktuellen Selbstinszenierungswelle

zeigt sich Goerki auch gerne mal als Spartaner oder als Gladiator.

Schwule als Vorreiter der Inszenierung

Und die Gays? Hier hält man sich derzeit in Sachen Selbstinszenierung

zurück. Mit einer Haltung von «Been There, Done That». Zudem kann der

Körperkult in der Gayszene auch einen anderen Hintergrund haben, als

nur mangelnde Selbstidentifikation. Diese musste sich der angehende

schwule Mann bereits während seines Coming-outs im System sehr früh

erkämpfen. «The Sturdy Oak», also ‹die feste Eiche› – ein weiterer Begriff

aus der Genderforschung – hat für den schwulen Mann nie gegolten, ergo

musste und muss er sich diesem Diktat auch nicht unterwerfen.

Beim schwulen Mann können Muskeln und Stahlkörper durchaus auch

tragische Komponente haben. Noch in den 80er Jahren bis Mitte der 90er

Jahre trainierten die Schwulen gerne und oft. Weniger allerdings um sich

selbst zu inszenieren, denn vielmehr um zu zeigen, dass sie gesund waren.

Aids raffte in dieser Dekade Tausende von schwulen Männern dahin. Dies

war mit ein Grund für den ersten Fitnessboom: Gesundheit wurde (und

wird) mit stark und männlich gleichgesetzt. Die Homosexuellen standen

– wenngleich auch aus anderen Gründen – vor 20 Jahren vor demselben

Problem wie die Heterosexuellen heute. «Wie inszeniere ich meine eigene

Männlichkeit und wie demonstriere ich, dass ich gesund und stark bin…»

Trendsetter mögen viele heute jedoch nicht mehr länger sein, das ist anstrengend.

Männer sind wir. Wir mögen uns aber nicht dauern inszenieren.

Und: sollten wir es dennoch tun wollen: Wo? Es gibt keine wirkliche

Gay-Szene mehr. Und Selbstinszenierung im Internet macht irgendwie

wenig Spass. Oder sind wir an jenem Punkt angelangt, an welchem wir

uns – im Gegensatz zu den Heteros – nicht mehr inszenieren müssen und

einfach so sein können, wie wir wollen? Können wir das? Und wollen wir

das? Das würde dann ja auch bedeuten, dass wir dort stehen, wo wir immer

sein wollten?

7


Prominent CRUISER Edition Sommer 2014

Sinéad O’Connor

Dir irische Sängerin war lange Zeit das Enfant

Terrible der Pop-Branche. Als Sinéad O’Connor

(48) Ende der 1990er Jahre der musikalische

Durchbruch gelang, war ihr kahlgeschorener

Kopf mehr als nur ein Tuschelthema, der ihr den

Spitznamen «Skinhead O’Connor» einbrachte.

Aber als eine Person, die als junge Göre von der

Schule verwiesen und wegen Ladendiebstahls

verhaftet wurde, war ihr das wohl schlicht egal.

Ihre Genialität als Musikerin musste aber immer

öfter einer vorlauten Klappe weichen. Ihre

vier Grammys lehnte sie 1991 strikt ab, um nur

ein Jahr später vor laufenden US-Kameras ein

Bild des Papstes zu zerreissen. Kurz darauf wurde

sie bei einem Konzert gnadenlos ausgebuht.

Manche Kritiker sprachen daraufhin von einem

Karriereknick – in Tat und Wahrheit liessen

die Chart-Platzierungen nach der «Gotteslästerung»

zu wünschen übrig. Aber ist der Ruf erst

mal ruiniert, lebt es sich gänzlich ungeniert.

Es war für die so Gescholtene die Chance, um

Songs aufzunehmen, die nicht auf der Wunschliste

der Plattenfirma standen. So interpretierte

Ralf König

Was wäre die schwule Welt ohne die Knollennasen

von Ralf König (53)? Der begnadete Comic-

Zeichner wurde Ende Juni beim Comic-Salon

Erlangen mit dem «Max und Moritz-Sonderpreis»

für sein herausragendes Lebenswerk ausgezeichnet.

Der König selbst bezeichnet den

Preis als eine Art «Ehren-Oscar», versprach jedoch

seinen Anhängern hoch und heilig, dass

er keinesfalls daran denke, den «Griffel aus der

Hand zu legen». Es ist ja schliesslich nicht der

erste Preis in der langen Karriere des Künstlers.

Seine ersten Bände sind passenderweise nun

Gwendoline

Christie

Die HBO-Serie «Game of Thrones» ist in aller

Munde und auch in fast jedem DVD-Player.

Wegen der zugegebenermassen bescheuerten

Sendetermine auf RTL2 sieht man sich beinahe

gezwungen, die Heimkino-Sammlung aufzustocken.

Doch die Verfilmung der Romane von

George R. R. Martin sind schon jetzt Kult und

stehen den grossen Hollywood-Blockbustern

in Nichts nach. Und rein inhaltlich ist der Mix

aus Politik, Sex, Krieg und Fantasie unwiderstehlich.

Eine Figur daraus, die in Staffel 2 in

Erscheinung trat, avancierte schnell zu einem

Liebling der Fans: Brienne von Tarth. Die blonde,

hochgewachsene Kriegerin besticht durch Kraft

und Loyalität und war bereits als Romanfigur

eine Klasse für sich – kein Wunder, ist Brienne

einige der wenigen Charaktere, die sich nicht

auf die Intrigen ihrer Mitstreiter einlässt. Zudem

überstrahlt sie selbst die ohnehin starken

Frauenfiguren der Serie. Brienne wird von der

Schauspielerin Gwendoline Christie (37) verkörpert.

Bislang stand die Britin eher auf den

Bühnen Londons, fiel aber durch eine kleine

Rolle in «Das Kabinett des Dr. Parnassus» auch

den «Game of Thrones»-Lesern auf. Noch bevor

die Produzenten von HBO an ein Casting für

Brienne von Tarth dachten, wurde die hochgewachsene

Gwendoline Christie für die Rolle

vorgeschlagen – mit Erfolg, auch wenn sie

Sinéad O’Conner christliche Hymnen, traditionelle

Folksongs, Reggae oder auch «Chiquitita»

von Abba. Ihre Person selbst verschwand

jedoch nie ganz aus den Schlagzeilen. Einmal

behauptete sie, dass sie auf Frauen stehe, um

dies kurze Zeit später zu widerrufen. Die Mutter

dreier Kinder gab auch bekannt, dass sie an

einer bipolaren Störung leide. Vor vier Jahren

gab sie medienwirksam und aufgedunsen eine

öffentliche Kontaktanzeige auf. Die daraus resultierende

Ehe wurde nach 16 Tagen geschieden.

Tempi passati: In diesem Sommer steht die

ewige Rebellin vor einem Comeback – diesmal

mit Haaren. Die Vorabbilder des kommenden Albums

zeigen eine sexy und erschlankte Sinéad

O’Connor, die bereits mit dem Titel «I’m not

bossy – I’m the Boss» ein Statement abgibt. Die

Vorabsingle «Take me to the Church» verspricht

jedenfalls ein Ohrwurm zu werden. (dd)

8

© Nettwerk Music Group

© ZGV

unter dem Titel «Der frühe König» beim Männerschwarm-Verlag

neu publiziert worden. Der

Vater von «Konrad und Paul» äussert sich selbst

kritisch dazu auf Facebook. Er habe damals in

den frühen 1980er Jahren naiv aber doch zeichenwütig

nur seine Ideen auf Papier kritzeln

wollen: «Da suchte noch einer seinen Stil», so der

König selbstreflektierend. Noch bis 1987 wurde

Ralf König als eine Art «Chronist der Schwulenbewegung»

gehandelt (Wikipedia), bis er im

selben Jahr mit «Der bewegte Mann» auch an

sämtlichen anderen Ufern seine Comics verkaufte.

Dieser Band wurde später höchst erfolgreich

mit Til Schweiger verfilmt. Ralf König, der

sich selber auch schon mal nackt und beim Sex

ablichten liess, wurde also «salonfähig», seine

Kurzgeschichten und epischen Bände waren so

gefragt wie nie. Die Themen selbst wurden immer

vielfältiger – selbst vor Religionen machte

er beispielsweise in «Götterspeise» keinen Halt.

Die Lust am königlichen Zeichenstift ist bis

heute ungebrochen und Ralf König hat die Lust

an Comic-Lesungen entdeckt, von denen einige

Mitschnitte glücklicherweise auch auf YouTube

zu bewundern sind. (dd)

© ZVG

eigens für die Serie Unterricht im Reiten und

Schwertkampf nehmen musste. Besonders diese

letzte Eigenschaft könnte ihr bei der nächsten

Aufgabe durchaus helfen: Gwendoline Christie

wird eine Rolle in «Star Wars – Episode VII» übernehmen.

Weitere Details des Science-Fiction-

Spektakels sind nicht bekannt. Sicher ist nur,

dass Gwendoline Christie ihre Mitstreiter – wie

Harrison Ford oder Carrie Fischer – um einiges

überragen wird – und wohl nicht nur, was die

Grösse anbelangt. (dd)


CRUISER Edition Sommer 2014

Prominent

Sam Smith

Mark Simpson

Spornosexuell. Flächendeckend hat der Begriff

die Medienlandschaft erobert, vom Boulevard-

Lifestyleblog bis zum Elite-Kulturressort. Betroffen

vom neuen männlichen Schönheits-Diktat

sind Superpromis wie Bieber, 50 Cent und Ronaldo

gleichermassen wie Otto Normalsterblich.

Im Kontext von Selfies und Social Media

definieren sie sich über den gestählten Körper,

erheben das eigene Sixpack zum Fetisch, das

Ergebnis aus Muskelmasse mal Körperfett zur

alles bestimmenden Formel der Begehrtheit.

Hinter dem Neologismus steckt der schwule

britische Journalist und Autor Mark Simpson,

der mit einem Essay in einer englischen Zeitung

einmal mehr den Nerv der Zeit getroffen

hat, rechtzeitig zur Fussball-WM, bei der

Jaya Kelly

Ja, auch Promis werden hin und wieder mit

mehr oder weniger alltäglichen Herausforderungen

konfrontiert. Hauptsächlich dann,

wenn es um Familiäres geht. Dass auch der

Nachwuchs der Stars im Rampenlicht steht,

versteht sich von selbst, dass Familienangelegenheiten

umgehend um die Welt gehen, ist für

uns irgendwie beruhigend, für die prominenten

Eltern sicher nicht immer einfach. Wenn

der süsse Baby-Prinz George mit seinen Strampelhöschen

einen Mode-Hype entfacht, ist die

Welt noch in Ordnung, wenn der Sohn eines

Bundesrats kifft, wird’s schon schwieriger. Eben

noch mit Baby-Bauch auf dem Vogue-Cover, und

schon sind die Sprösslinge Teenager mit Eigenleben.

Madonnas Tochter Lourdes macht den

Highschool-Abschluss, Jude Laws Sohn spaziert

über den Laufsteg. R. Kellys («I Believe I Can

Fly») 14-jährige Tochter Jaya sorgte mit einer

mutigen Ankündigung auf Facebook für besonders

viel Aufsehen. Sie fühle sich als Junge, will

ab sofort Jay genannt werden und möglichst

© ZVG

Seit einigen Monaten ist er DER Überflieger im

britischen Pop-Business. Alles scheint ihm mühelos

zu gelingen, stilsicher und talentiert benötigte

der bescheidene Hipster weder Casting-

Shows noch Skandale auf dem Weg zum grossen

Erfolg. Passend zum unscheinbaren Auftreten

war sein Coming-out kein lautes Spektakel, sondern

ein elegant aufgegleistes Statement. Bereits

als Achtjähriger erhält der in Great Chishill

geborene Sam erstes Stimmtraining von

einem Jazz-Sänger aus dem Bekanntenkreis

der Familie. Von da an wird seine Begeisterung

für die Musik zur Bestimmung, das Singen

zur Selbstverständlichkeit. Zehn Jahre später

schnuppert er nach diversen Musical-Engagements

in London zum ersten Mal Grossstadtluft.

Als eine Promo-Aufnahme seines Song «Lay

Me Down» beim Dancepop-Duo Disclosure landet,

sind diese sofort begeistert und spannen

das Soul-Stimmwunder für eine Kollaboration

ein. Es hagelt Awards und Anfragen, Anfang

2014 übertrifft das Debüt-Album «In The Lonely

Hour» die hochgeschraubten Erwartungen mit

Leichtigkeit und stürmt die Charts. Zehn hochkarätige

Songs, die laut Sams eigenen Angaben

ausnahmslos von unerwiderter Liebe handeln.

Dass dennoch kein einziges Mal von einer Frau

die Rede ist, war natürlich Anlass für Spekulationen.

Smith wollte die Gerüchte nicht kommentieren,

die überraschende Schluss-Szene

seines Videoclips zu «Leave Your Lover» sprach

ohnehin für sich. In einem Interview erzählte

er dann offen, die Lieder seien einem Mann

gewidmet, in den er unglücklich verliebt war.

Über seine Homosexualität habe er bisher nicht

gesprochen, weil sie belanglose Normalität sei,

«so normal wie mein rechter Arm.» (rg)

© ZVG

sich Star-Spieler nicht nur ihre Ballkünste, sondern

ebenso oft und gern den perfekten Körper

unter dem enganliegenden Trikot vorführen.

1994 etablierte Simpson «metrosexuell», später

«retrosexuell» als Bezeichnung für die ungestylt-bärtige

Gegenbewegung. Wie kein anderer

analysiert er immer wieder messerscharf den

soziologischen Status Quo des männlichen Idealbilds,

der auch im jüngsten Fall nichts weiter

ist als der Einzug schwuler Porno-Ästhetik in

den Mainstream. Ganz so neu ist «Sporno» übrigens

nicht, Simpson lancierte die Bezeichnung

bereits vor einigen Jahren, als die Outfits der

Beach-Volleyballer zugunsten der Zuschauerzahlen

immer knapper wurden. Während sich

die Spornosexuellen fleissig im Fitness-Studio

abrackern, bastelt er bestimmt schon an neuen

Wortschöpfungen. Schliesslich gibt es ja auch

Leute, die ihr simples Nacktsein als Kunst sehen

oder andere, die sich je länger je mehr den

anstrengenden Idealbildern verweigern. Artsexuell

oder Porn-«No!» als neue Trends? Mark

Simpson wird uns auf dem Laufenden halten

(Mehr zur Spornosexualität in unserem Sommer-Dossier,

Seite 6). (rg)

© Jaya Kelly/Facebook

schnell mit einer Hormontherapie beginnen.

Wie der bekannte Vater, der in den Medien eher

mit Skandalgeschichten als mit idyllischen Familienfotos

vertreten ist, darauf reagiert hat,

ist nicht bekannt. Sicher ist aber, dass Jaya mit

ihrem Mut vielen verunsicherten Teenies hilft,

deren Facebook-Posts nicht gleicht auf Titelseiten

landen. Falls ihr der ganze Rummel doch zu

viel wird, kann sie sich hoffentlich Rat holen bei

Chers Sohn Chaz, der bis 2010 im falschen Körper

ihre Tochter Chastity war. (rg)

9


Event CRUISER Edition Sommer 2014

Ein Regenbogen

über dem

Bundesplatz

GAYWEST taucht den Bundesplatz

am 9. August 2014

in Regenbogenfarben

Von Daniel Diriwächter

10

In diesem Jahr findet das dritte

GAYWEST-Festival mitten in

Bern statt. Die Mischung aus

Kultur, Party und Politik zieht

Schwule und Lesben aus dem

ganzen Land zum Bundesplatz.

Wir sprachen mit der Präsidentin

Amal Chaoui über den jungen

Event und seine Ziele.

CR: Amal, Du bist die Gründerin und Präsidentin

von GAYWEST - was war die «Initialzündung»

für die Idee zum Festival?

AMAL CHAOUI: Die Homosexuellen Arbeitsgruppen

Bern (HAB) wollten ihr Jubiläum feiern und gaben

uns 5000 Franken Startkapital, also habe

ich daraus gleich ein nachhaltiges Festival gegründet,

auf dem symbolträchtigsten Platz der

Nation: Dem Bundesplatz, mit GAYWEST als

Verein, der aufzeigt, dass Kultur oft mehr bewegen

kann als die trägen Polit-Parteien.

Vor drei Jahren ging das erste Festival über

die Bühne – was hat sich seither verändert?

Das Know-how und das Gespür, zu wissen, was

Schweizer Schwule und Lesben wollen, hat sich

seither bei uns verankert. Wir haben zudem

jetzt ein neues OK und drei Jahre Erfahrung,

was den Umgang mit den Artisten anbelangt.

GAYWEST geht auch stark auf aktuelle politische

Ereignisse ein – wie gelingt die Balance

zwischen Party und ernsthaften Themen?

Kultur ist tragend und berührt Menschen direkt.

Die Politik ist in unserem Land, wie schon

erwähnt, zu träge und oft weit entfernt vom

Volk. Kultur kann mit viel Schalk, Humor und

auch Sarkasmus mehr einbringen, als es die

Politikerinnen und Politiker zu tun vermögen.

Mit dem Bundesplatz habt ihr einen prominenten

Ort für das Festival - war es schwer,

diesen zu erhalten?

Ich habe ein sehr grosses Netzwerk, weil ich seit

über 20 Jahren Gayaktivistin bin. Somit kenne

ich Leute und habe Kontakte, daher war es nicht

besonders schwer. Ein grosses Netzwerk ist nötig,

um auch etwas Grosses zu starten.

Steht GAYWEST auch in einer Art «Konkurrenz»

zur Zurich Pride?

Absolut nicht! Wir achten und schätzen die

Zurich Pride sehr. Sie ist weitaus grösser und

hat viel mehr Ressourcen als ein kleines Festival

wie GAYWEST! Es ist grossartig, was das OK dort

leistet. Die Schweiz braucht mehr Gay-Events.

Der Event wird von vielen Freiwilligen getragen

– ein organisatorischer Kraftakt?

Nein, denn wenn du als Organisation die Freiwilligen

gut behandelst und ihre Arbeit ehrst,

dann ist das weniger ein Krafttakt, sondern

wirkt viel eher ansteckend auf alle. Auch wir

vom OK sind Freiwillige.

Im letzten Jahr wurde der Vorwurf laut, dass

der Name GAYWEST die Transmenschen ausschliesst.

Wie kann man es allen recht machen?

Wir unterscheiden zwischen sexueller Orientierung

und Geschlechtsidentität. Wenn ein

Transmensch schwul oder lesbisch ist, dann

ist er oder sie automatisch vertreten am GAY-

WEST. Dieses Jahr zelebriert MSOKE, ein Transmann,

seine CD-Taufe auf der Bühne und ist

unser Aufhänger.

MSOKE singt in Bern. © ZVG

Welches ist Dein persönliches Highlight am

9. August?

Ganz klar MSOKE – trotz allen Vorwürfen,

GAYWEST wäre gegen Transmenschen. Taten

sprechen eben doch lauter als Worte (lacht)!

Das GAYWEST-FESTIVAL

Ein Tag und eine Nacht gehört der Bundesplatz

in Bern den Schwulen und Lesben. Am 9. August

2014, ab 17.00 Uhr, darf zum dritten Mal vor

dem Haus, in dem unser Recht erfunden, verwaltet

und umgesetzt wurde gefeiert werden.

Mit lesbischen und schwulen Musikerinnen

und Musikern vor dem Bundeshaus, der CD-

Taufe von MSOKE und einer riesigen Regenbogenfahne,

welche den Platz einhüllt. Alle Informationen

unter www.gaywest.ch


CRUISER Edition Sommer 2014

Gesellschaft

Vaya con Dios

Der Glaube an Gott und die

Homosexualität können durchaus

Hand in Hand gehen

Von Daniel Diriwächter

An der diesjährigen Zurich

Pride fiel ein Banner mit dem

Schriftzug «Zwischenraum»

auf. Dahinter steht eine Organisation,

deren Mitglieder den

christlichen Glauben leben

und Menschen des gleichen

Geschlechts lieben.

Die Beziehung zu Gott ist ein Thema, das es in

der sogenannten Gay-Community eher schwer

hat. Besonders dann, wenn die politischen Gegner

Gott als Machtwerkzeug missbrauchen. Das

jüngste Beispiel: SVP-Nationalrat Toni Bortoluzzi

und seine Aussage zu den Fehlgeleiteten,

sprich Schwule und Lesben. Dies macht es für

Homosexuelle, die seit Kindheitstagen eine Bindung

zu Gott verspüren, aber auch für Neugierige,

die das Bedürfnis haben, Gott «kennenzulernen»

schwierig. Wenn dann auch das salopp

betitelte «Bodenpersonal» zusätzlich noch Steine

in den Weg legt, so wird dieser beinahe unüberwindbar.

Aber eben nur beinahe, dies beweist «Zwischenraum»,

eine Organisation, die vor gut zehn Jahren

in Basel gegründet wurde. Mittlerweile gibt

es auch entsprechende «Räume» in Zürich und

Bern sowie in Deutschland. Insgesamt hat «Zwischenraum»

in der Schweiz etwa 50 Teilnehmer

im Alter zwischen 20 und 70 – und sie alle sind

schwul oder lesbisch, bisexuell oder trans*. Sie

treffen sich alle zwei Wochen, um über Gott,

den Glauben und die Homosexualität zu reden.

Und gebetet wird auch.

Sara Folloni und ihre Partnerin leiten die Zürcher

Gruppe. Ihnen ist bewusst, dass «Zwischenraum»

nicht so bekannt ist: «Es stimmt, dass wir

nicht sehr aktiv auf uns aufmerksam machen.

Wir erleben, dass Interessierte uns über die Website

oder über Freunde finden», erzählt Sara Folloni.

Sie weiss, dass viele Mitglieder eine ähnliche

Biographie haben: Sie waren gläubig, versuchten

jahrelang, ihre Homosexualität zu ignorieren,

bekämpfen, therapieren oder wegzubeten. «Wir

merkten aber, dass diese Gefühle nicht weggingen

und haben erfahren, dass Gott uns so annimmt

und liebt, wie wir sind, uns sogar so geschaffen

hat», erzählt die gläubige Lesbe.

So wird in der Gruppe versucht, nach Jesu Gebot

zu leben (Liebe Gott von ganzem Herzen und

liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst, Markusevangelium

Kap. 12, Vers 31). «Die Botschaft,

die Jesus für alle Menschen hat: Du bist mein

Kind, ich habe Dich so geschaffen und gewollt

wie Du bist und Du bist von mir geliebt», hält

Sara Folloni fest.

Eine Botschaft, die nicht überall auf Gegenliebe

stösst. In der schwulen Szene, wie etwa an der

Gay Pride, gab es irritierte Reaktionen: «Lesben

und Schwule dachten, wir wollten sie umpolen!

Doch diese Befürchtung war sehr schnell aus

der Welt geräumt mit dem Hinweis darauf, dass

wir ja selber lesbisch, schwul, bisexuell oder

trans sind», so die Erfahrung von Sara Folloni.

Anders das sogenannte «Bodenpersonal». Besonders

freikirchliche Organisationen glauben immer

noch, dass Homo-, Bi- und Transsexualität

geheilt werden kann, weiss Sara Folloni. «Sie

denken, wir haben zu wenig gebetet und finden,

wir belügen uns selber und leben in Sünde».

Ihre Erfahrungen in einer Freikirche stehen im

krassen Kontrast zu der Liebe Gottes: «Häufig

herrscht dort Lieblosigkeit und Verurteilung

vor, was ja überhaupt nicht im Sinne des Glaubens

und Gottes ist.»

Es ist ein zentrales Anliegen von «Zwischenraum»,

dass Gott keine Probleme mit Schwulen

und Lesben habe. Die Kritik in den «eigenen»

Reihen sorge aber dafür, dass Schwule und Lesben

aus vielen Kirchen und Gemeinden ausgeschlossen

werden oder ihr wahres, ganzes Ich

nicht zeigen dürfen. Und werden die sogenannten

«Hammerverse» ins Spiel gebracht, so sind

diejenigen, welche die Bibel Wort für Wort für

bare Münzen nehmen nicht weit, um Kritik zu

üben.

Dazu Sara Folloni: «Unserer Meinung nach sagt

die Bibel nichts über eine liebende und respektvolle

Beziehung oder Partnerschaft zwischen

zwei erwachsenen Menschen des gleichen Geschlechts.

Es geht in den Versen immer um ein

Machtgefälle, es geht um Ehebruch, es geht darum,

nicht ‹natürlich› zu leben. Für Menschen,

die homosexuell empfinden, ist es aber natürlich,

homosexuell zu lieben.»

Zwischenräume

«Zwischenraum» gibt es in Basel, Bern und Zürich.

Neben wöchentlichen Treffen werden

auch «Social Events» angeboten, wie etwa ein

Spielabend oder ein gemeinsames Nachtessen.

Vier Mal im Jahr gibt es einen Gottesdienst in

der ref. Kirche St. Jakob am Zürcher Stauffacher.

Interessierte Schwule und Lesben finden

auf www.zwischenraum.net weitere Informationen

und dürfen sich jederzeit für ein unverbindliches

Gespräch melden.

«Gay & Pray» ist kein Widerspruch / ZVG

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News Schweiz CRUISER Edition Sommer 2014

Toni Bortoluzzi:

die Fehlgeleiteten

Der SVP-Nationalrat holte

zum Rundumschlag aus

Der Zürcher SVP-Nationalrat Toni Bortoluzzi

äusserte sich im «Beobachter» zur geplanten

Reform des Familienrechts. In seine Schusslinie

gerieten besonders Schwule und Lesben.

Im Artikel sprach der Politiker von «Fehlgeleiteten».

Toleranz dürfe nicht bedeuten, dass

«unnatürliches Verhalten natürlichem Verhalten»

gleichstellt werde. Die Schwulenorganisation

Pink Cross zeigte sich entsetzt: «Wer

Homosexuelle als unnatürliche Wesen betitelt,

hat im Biologieunterricht nicht aufgepasst»,

so Bastian Baumann, Geschäftsleiter bei Pink

Cross. Er wollte Toni Bortoluzzi daraufhin

in die Geschäftstelle einladen, was dieser allerdings

mit den Worten «Ich brauche sicher

keine besondere Aufklärung» ablehnte. Da

rechtliche Schritte laut Pink Cross nicht möglich

sind, ernannte die Organisation Toni Bortoluzzi

als Ehrenmitglied, weil er darlegte,

wie wichtig das ein Antidiskriminierungsgesetz

sei. Network hingegen reagierte mit

einem offenen Brief an Herrn Bortoluzzi und

bezeichnete seine Worte als «beleidigend, erniedrigend

und menschenverachtend». Auch

die Bürgerlich-Demokratische Partei Schweiz

(BDP) reagierte mittels eines Inserates auf die

homophoben Äusserungen. Dessen Botschaft:

«Toleranz ist bei der BDP eine Selbstverständlichkeit.

Das liegt so in unserem Hirnlappen».

Der Kreis: Kinostart

bekannt

Der lang erwartete Film läuft

ab dem 18. September in der

Deutschschweiz im Kino

© Contrast Film

Der auf wahren Begebenheiten basierende

Spielfilm «Der Kreis», der den Kampf zweier

ungleicher Männer um ihre Liebe vor dem Hintergrund

einer historisch wie politisch interessanten

Epoche schildert, wird am 18. September

in den hiesigen Kinos starten. Bis es

soweit ist, wird der Film weltweit an diversen

Film-Festivals gezeigt und konnte bereits sechs

Preise gewinnen. Die erste Auszeichnung erhielt

der Film an der Berlinale in der Sparte

«Panorama». Den jüngsten Preis gab es am

«Festroia Setubal International Film Festival»

in Portugal für den «Besten Film». Regisseur

Stefan Haupt nahm den «Costa Azul Award»

persönlich entgegen.

Junge SVP gegen

Conchita Wurst

«Abgekartete Marketing-

Aktion einer Gender-Lobby»

Die politischen Zöglinge von Bortoluzzi & Co.

lernen schnell. Die Junge SVP Solothurn (JSVP)

nahm sich deshalb den ESC-Sieg von Conchita

Wurst zur Brust. «Der Gesangswettkampf von

der Eurovision gilt als manipuliert», schrieb

die Partei in einer Mitteilung Anfang Juni.

«Der/die merkwürdige Sieger/in wurde von einer

Gender-Elite aufgestellt und durchgewunken»,

hiess es weiter. Für die JSVP sei es völlig

klar, dass der Sieg am ESC eine «verräterische

Übung» war, mit dem Ziel, die «naturgegebenen

Geschlechter anzugreifen». Gegenüber «20 Minuten»

erklärte der Sekretär der JSVP Solothurn,

Marco Giglio, dass der Sieg von Conchita Wurst

ganz klar eine abgekartete Marketing-Aktion

sei, die solche Lebensformen als normal verkaufen

will, um politische Anliegen durchzudrücken.

Die Jungpartei fordert nun vom Schweizer

Fernsehen eine «neutrale und unabhängige»

Untersuchung.

Doris Fiala tritt ab

Rücktritt der Präsidentin der

Aids-Hilfe Schweiz

Doris Fiala gab Mitte Juni an der Delegiertenversammlung

der Aids-Hilfe Schweiz (AHS)

ihren Rücktritt als Präsidentin der Organisation

auf Ende Jahr bekannt. Ihr Wirken in

den letzten zwei Jahren bei der AHS bezeichnete

Doris Fiala als «Mission completed». Die

2012 noch krisengeschüttelte Organisation

sei nun «gesund». Konkret wurden in besagter

Zeit eine Million Franken an Kosteneinsparungen

auf der Geschäftsstelle erzielt sowie

eine Million Franken neu generierter Gelder

von institutionellen Gönnern und Sponsoren

dazu gewonnen.

Als Doris Fiala ihr Amt antrat, publizierte das

CR-Magazin damals in einem Nebensatz der

Kolumne von Michi Rüegg die hohe Entschädigung

von 50 000 Franken an Doris Fiala, die

später auf 30 000 Franken reduziert wurde. Die

landesweite Presse stürzte sich auf dieses Detail

und «der schlimmste Shitstorm ihres Lebens»

habe begonnen, so Doris Fiala in einem Interview

mit «20 Minuten». Ebenfalls in diesem Interview

gab die FDP-Nationalrätin zu, dass es

sie besonders hart getroffen habe, weil die Initialzündung

aus der Schwulen-Szene gekommen

war. Doris Fiala erklärt sich dies als eine

Art «Retourkutsche», da sie sich einst als Zürcher

Gemeinderätin gegen die «Kokser in Szeneclubs

und gegen Darkrooms» starkgemacht

habe und ein «kleiner Teil der Szene» dies nie

vergessen habe.

«Du bist Du»

Die Beratungsplattform von

Jungs für Jungs hat fünf neue

Mitarbeiter

Bei der Online-Beratungsplattform «Du-bist-Du.ch»

stehen seit Mitte Juni fünf neue Berater im Einsatz.

Sie wurden in den letzten Monaten in den

Themen Peer-Beratung sowie HIV und STI intensiv

geschult und sind nun bereit für ihre ersten

Einsätze. Die Berater sind zwischen 19 und 21

Jahre alt und kommen aus den Kantonen Zürich,

Bern und Nidwalden.

«Du bist Du» ist eine Plattform von und für

schwule und bisexuelle Jungs oder solche, welche

sich nicht sicher sind, ob sie auf Mädchen

oder Jungs stehen.

Besucherrekord

für die Pride

Der Auftritt von Conchita

Wurst wirkte wie ein Magnet

Die Organisatoren der Zurich Pride 2014 konnten

nach der etwas missglückten Demo im Vorjahr

wieder punkten. Am Demonstrationsumzug

nahmen 16 000 Menschen teil, wobei 12 000

Menschen mitmarschierten (unter anderem die

amerikanische Botschafterin Suzi LeVine) und

4000 Zuschauer gezählt wurden. Sie alle haben

laut einer Mitteilung mitgetanzt und die politischen

Botschaften angefeuert. Hoch erfreut

zeigen sich daher die Pride-Organisatoren, weil

sie mit dieser hohen Zahl an Teilnehmerinnen

und Teilnehmern einen Rekord in der Geschichte

der Zurich Pride erreicht haben. Auch die Parade

selbst verlief friedlich und ohne negative

Vorkommnisse.

Mit dem Überraschungsauftritt der ESC-Siegerin

Conchita Wurst auf dem Kasernenareal

schaffte es die Zurich Pride auch in die internationalen

Medien. In Zusammenarbeit mit

der Black und White Association wurde ihr der

«Unstoppable: The Conchita Wurst»-Award vor

rund 3500 Menschen verlieren. Die Laudatio

hielt Kurt Aeschbacher.

Kein «Lohn» für

Mr Gay 2011

Bei den deutschen «Knuddel-

Awards» ging Stephan Bitterlin,

Mr. Gay Schweiz 2011, leer

aus

Die Verleihung der deutschen Knuddel-Awards,

einem Ehrenpreis der LGBT-Community, fand

Anfang Juni in Köln statt. Personen oder auch

ganze Gruppen konnten für einen der fünf begehrten

Knuddel-Awards nominiert werden. In

der Sparte «Bester Repräsentant der Szene» war

auch Ex-Mr. Gay Stephan Bitterlin nominiert. Er

unterlag in der Online-Abstimmung jedoch Jürgen

Piger, Fachmann für HIV-Prävention und

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CRUISER Edition Sommer 2014

News Schweiz

Jugendarbeiter im «Kölner anyway», dem ersten

und grössten Jugendzentrum Europas. Im Vorfeld

der Preisverleihung versuchte Stephan Bitterlin

viele Stimmen für sich zu gewinnen. Er

sprach dabei auch von einem «Lohn» für seine

Arbeit in der Szene. Allerdings konnten seine

Mitstreiter mit konkreten Projekten punkten,

während Stephan Bitterlin für seinen «unermüdlichen

und grenzüberschreitenden Einsatz

für die LGBT- Community» gelobt wurde.

696 Club geschlossen

Die letzte Party stieg Ende

Juni

Eine der ältesten Dance-Club-Locations Zürichs

schloss per 30. Juni ihre Tore. Das Lokal an der

Badenerstrasse 696 in Zürich-Altstetten enstand

1997 in den damaligen Räumen der Tanzschule

Läderach und hatte eine wechselvolle Geschichte.

Verschiedene Events versuchten dort

ihr Glück, doch nie war etwas von Dauer. Noch

2011 mietete sich für kurze Zeit das Labyrinth,

Zürichs legendärster Gay Club ein, um ein Jahr

später dem «six9six Lifestyle Club» zu weichen.

Seit dem Herbst 2012 wurde die Location unter

der Bezeichnung 696club wieder als sogenannter

Gays-and-Friends-Club mit Progressive Electronica

und wachsendem Erfolg geführt. Trotzdem

hat auch dieses Kapitel nun ein Ende: Der

Besitzer gibt die Lokalitäten altershalber auf

und es entstehen dort zukünftig grosszügige

Lofts und Wohnungen.

Ausschaffung

von O. gestoppt.

Das Bundesamt für Migration

hat den Ausschaffungsprozess

des schwulen Nigerianers

O. vorläufig gestoppt.

Wie das Bundesamt für Migration (BFM) mitteilte,

wurde der Ausschaffungsprozess von O. vorläufig

gestoppt. Dies geht aus einem Schreiben

des BFM an den Fribourger Migrationsdienst

hervor. Das Solidaritätskomitee «Liberty for O.»

wertet dies als ersten Erfolg. Laut Pink Cross

wurde O. am 16. Juni aus dem Gefängnis entlassen

und konnte von den Unterstützerinnen und

Unterstützern in Empfang genommen werden.

Noch sei der Kampf aber nicht gewonnen – dem

Asylantrag wurde noch nicht stattgegeben.

O. sass wegen sogenanntem «illegalem Aufenthalt»

im Gefängnis Burgdorf. Dazu kam es, weil

auf sein Asylgesuch nicht eingegangen wurde.

Ein erstes Wiedererwägungsgesuch wurde 2013

abgelehnt mit der Begründung, O. könne seine

sexuelle Orientierung in Nigeria «diskret» ausleben.

Das Solidaritätskomitee «Liberty for O.»

startete danach einige Aktionen, um auf O. und

dessen Situation aufmerksam zu machen, wie

etwa zuletzt eine Velodemo nach Burgdorf mit

rund 50 Personen.

House 34

Die Online-Beratung für Menschen

mit HIV und Aids gab

die Themen der kommenden

Chat-Events bis Ende Jahr

bekannt.

House34.ch bietet auch die nächsten Wochen

und Monate interessante Themen für HIV-Positive.

Beispielsweise wird am 23. September

steht die Ko-Infektion mit Hepatitis C im Mittelpunkt.

Der 18. November widmet sich den

Rechten betreffend der Arbeitssuche von HIV-

Postiven. An jedem der kommenden acht Chat-

Events wird ein Spezialist anwesend sein und

auch komplizierte Fragen beantworten können.

Alle Daten und Informationen sind unter

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CRUISER Edition Sommer 2014

Blick zurück

Ikonen von

Damals

Den Harrow:

ein Drama in drei Akten

Von Haymo Empl

In dieser neuen Serie stellen

wir Ikonen aus vergangenen

Dekaden vor, berichten über

gefallene Helden und hoffnungsvolle

Skandalsternchen

aus längst vergangenen Gay-

Tagen. Den Auftakt macht der

italienische Pop-Sänger Den

Harrow.

In den 80ern war in der Popmusik die Singerei

an sich weniger wichtig als diese heute ist. Liveauftritte

waren meist – aus Kostengründen und

mangels technischer Möglichkeiten – nur für

grössere Konzerte vorgesehen und mit den wenigen

Musik-TV-Shows konnte man sich irgendwie

arrangieren. Den Harrow war der Playbackkönig

der 80er Jahre. Es war die Zeit der Italo-Disco,

Ein Disco-Star ohne Stimme. © ZVG

es war die Zeit der gestylten Schönlinge. Männlich,

aber nicht zu sehr. Gerne wurde zu Kajal

gegriffen, man trug weisse Socken und Bravo

sagte, was hip war. Schwul war natürlich keiner

der Stars, auch George Michael mit seinen

Wham! Nicht. Während die Bravo über selbigen

gerade mutmasste, ob er mit einer unbekannten

Schönen (ein Fotomodel, notabene) zusammen

war oder nicht, kämpfte sich Italo-Disco-Star

Den Harrow an die Spitze der internationalen

Hitparade. In der Schweiz erreichte der Schönling

1985 immerhin Platz 6 mit seinem Erstling

«Future Brain»; ein Discokracher mit der typischen

Synthesizer Hookline der damaligen Zeit.

Was aber niemand wusste (wohl wurde es aber

gemunkelt): kein Italiener kann Den Harrow

heissen, kein Italiener konnte damals akzentfrei

englisch singen und schon gar kein Italiener

konnte das alles und noch gut aussehen. In der

Tat: der Discokönig sang nicht selbst.

Zickenkrieg im Tonstudio

Diese Geschichte kam freilich erst Jahre später

ans Licht und soll sich wie folgt zugetragen haben:

Die damaligen Starproduzenten der Italo-Disco

waren auf der Suche nach einem neuen

Gesicht um möglichst schnell möglichst

viel Geld zu verdienen. Den Harrow – damals

noch ein einigermassen erfolgloses Fotomodel –

kreuzte im Tonstudio auf, verkündete, er hätte

Gesangsstunden genommen und durfte singen.

Leider konnte das erfolglose Model praktisch keinen

Ton halten. Derweil rumpelte ein gewisser

Tom Hooker, der offenbar tatsächlich so hiess,

seines Zeichens US-Amerikaner, und gerade in

der Schweiz fertig studiert hatte, mit der Bahn

nach Bologna, um die Musikwelt zu erobern. Es

passierte allerdings wenig. Tom Hooker schaffte

es aber immerhin, sich mit einigen Musikmenschen

der dortigen Szene anzufreunden und wurde

ebenfalls ins Studio eingeladen. Seine Stimme

überzeugte, sein Look allerdings weniger. Und da

das Projekt Den Harrow (Den stand für Denario,

daher also «Geld») in den Startlöchern war, Den

aber nicht singen konnte, Tom aber schon, musste

der arme Tom für Den singen. Dies passte Tom

Hooker weniger, denn er fand, auch er sei hübsch

und auch er müsse aufs Plattencover. Mangels

finanzieller Alternativen willigte Tom Hooker

schliesslich ein und lieh Den Harrow seine Stimme.

Der Plan ging auf; Den Harrow mutierte zum

Mädchen- und Gayschwarm und verkaufte fortan

wunderbare Discohits, die – damit Den Harrow

auch zeigen konnte, wie hübsch er war und was

für tolle Anziehsachen er hatte – mit entsprechenden

Musikvideos distribuiert wurden.

Wer war hübscher?

Nach «Future Brain» folgten weitere Hits und

zwei Alben. Tom Hooker fand aber immer noch,

er sei talentierter und rächte sich gar fürchterlich.

Nach den beiden Longplayern «Overpower»

(1986) und «Day By Day» (1987) beschloss

Sänger Tom Hooker, nicht mehr weiter für Den

Harrow zu singen. Was die Produzenten und

Den die Zornesfalten auf die Stirn trieb. Wie

sollte den Fans also erklärt werden, dass Den

Harrow (immer noch hübsch, immer noch nicht

fähig, einen Ton zu halten) plötzlich ganz anders

klingt? Die Antwort war einfach und genial,

allerdings nicht erfolgreich: Den Harrow

veröffentlichte 1988 das Album «Lies», auf welchem

er selbst sang – die Produzenten bastelten

mühsam Strophe für Strophe mit allen damaligen

technischen Möglichkeiten zusammen

und so entstanden die Tracks. Und weil das

Gesamtwerk dann doch nicht richtig klingen

wollte (und die Zeichen für Italo Disco generell

auf Sturm standen), engagierte man erneut einen

Studiosänger. Dieses mal war es Anthony

James, der praktischerweise auch nicht so

hübsch war. Es hat nichts geholfen: die Scheibe

floppte letztendlich.

Jahre später rächte sich Tom Hooker erneut: er

selbst nahm Harrows Hits neu auf und veröffentlichte

diese unter seinem Namen. Nur interessierte

das niemand mehr. Den Harrow investierte

in Bodybuilding und Gesangsstunden

und versucht seit Jahren hübsch regelmässig

immer mal wieder ein Comeback. Ach, übrigens.

Den Harrow hiess eigentlich Stefano Zandrini

und ist mittlerweile 52 Jahre alt.

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Gesundheit CRUISER Edition Sommer 2014

Mehr Lebensqualität

Medizinische Fortschritte

haben HIV ein neues Gesicht

gegeben

Von Martin Ender

Mit «live hiv neutral» trat der

Checkpoint Zürich an der Zürich

Pride 2014 an die Öffentlichkeit.

Er will nun den Umgang

mit HIV normalisieren

und die Diskriminierung von

Menschen mit HIV beenden.

Medizinische Fortschritte haben HIV ein neues

Gesicht gegeben. Gut verträgliche Therapien ermöglichen

heute Menschen mit HIV – sie haben

zwar eine chronische Krankheit – ein nahezu

uneingeschränktes Leben und eine normale

Lebenserwartung. Überdies weiss man seit dem

EKAF-Statement von 2008, dass auch bei ungeschütztem

Sex mit einem HIV-Positiven unter

erfolgreicher Therapie, kontinuierlicher ärztlicher

Kontrolle und einer Virenlast unter der

Nachweisgrenze für mindestens sechs Monate,

kein Risiko für eine HIV-Übertragung besteht.

Vor diesem Hintergrund propagiert der Checkpoint

Zürich «live hiv neutral». Dabei geht es

darum, den Menschen selbst und nicht seinen

HIV-Status ins Zentrum zu stellen. Wer gut informiert

ist, seinen eigenen Status kennt – das

bedingt regelmässige Tests oder allenfalls die

Dauertherapie – soll selber entscheiden über

sein soziales und sexuelles Leben. «live hiv neutral»

appelliert an die Eigenverantwortung jeder

und jedes Einzelnen, seine eigene Haltung zu

hinterfragen und in seinem Umfeld aktiv die

Stigmatisierung zu bekämpfen.

Prominente Unterstützung

Die Pressemitteilung zum Thema nennt auch

Akteure des öffentlichen Lebens, die die Kampagne

des Checkpoint Zürich unterstützen. So

zum Beispiel Mark Frederick Chapman, ehemaliger

Präsident von Interpride und OK-Mitglied

von Zurich Pride. Er sagt über «live hiv neutral»:

«Trotz aller Aufklärungsarbeit

ist es immer noch notwendig, dass

jede(r) Einzelne diesen negativen

Bildern in den Köpfen entgegenwirkt.

Darum ist es mir wichtig,

mich für dieses Thema neutral,

informiert und wertfrei einzusetzen.»

Der SP-Nationalrat Martin

Naef sieht auch die Politik

gefordert: «’live HIV neutral’

heisst für mich als Politiker,

dass Menschen mit chronischen

Krankheiten rechtlich gegen Diskriminierung

geschützt werden.»

Schluss mit dem Versicherungsausschluss!

Mit «live hiv neutral» beginnt ein

neues positives Zeitalter in der

langen Aids-Geschichte, die

über Jahrzehnte nur negativ

geprägt war. Dazu gehört allerdings,

dass – ganz im Sinne

des Statements von Nationalrat

Naef – noch einige

alte Zöpfe abgeschnitten

werden. Denn die Betroffenen

«begegnen» ihrer

Krankheit immer wieder.

Zum Beispiel, wenn es um

Versicherungen geht: Ein eigenes

Geschäft zu finanzieren ist für Menschen

mit HIV oft ein unerreichbares Ziel. Denn zur

Sicherung der Finanzierung kann eine Lebensversicherung

als Garantie verlangt werden. Und

diese konnten die Betroffenen bisher bei den wenigsten

Versicherungen abschliessen.

Verbesserte Therapie steigert die

Lebenserwartung

Wie eine aktuelle Studie (Kaulich-Bartz et al,

AIDS, 2013) zeigt, ist diese Einschränkung nicht

mehr gerechtfertigt und wird auch von vielen

Versicherern zur Zeit überprüft. Die antiretrovirale

Therapie steigert die Lebenserwartung von

Menschen mit HIV markant. Eine Heilung der

Krankheit ist damit zwar noch nicht möglich,

doch wie die Studie zeigt, haben Menschen mit

HIV unter antiretroviraler Therapie eine normale

Lebenserwartung.

HIV-Patienten sind versicherbar

Diese von der medizinischen Fachzeitschrift

AIDS publizierte Studie verglich die sogenannte

relative Sterberate von HIV-Patienten, sechs

Monate nach Beginn der antiretroviralen Therapie,

mit versicherten Personen ohne HIV. Die

Resultate zeigten, dass die Sterblichkeit der HIV-

Patienten vergleichbar war mit Personen, die an

anderen chronischen Krankheiten litten wie

beispielsweise Diabetes. Laut der Studie wären

damit 50% der HIV-Patienten versicherbar. Ihre

relative Sterberate liegt im Rahmen, in dem

Versicherungen normalerweise Lebensversicherungen

abschliessen.

Seit 2009 ist die Zahl der HIV-Diagnosen rückläufig

– mit Ausnahme eines überraschenden

Anstiegs im 2012. Gründe für diese klar abnehmende

Tendenz sind neben der Wirkung der

Aufklärungskampagnen die verbesserten Therapien

von HIV-Patienten. Heute ist es möglich,

die Menge der HI-Viren im Blut soweit zu unterdrücken,

dass kein Risiko einer Übertragung

des Virus mehr besteht. Trotzdem sollen die «Safer

Sex»-Regeln weiter eingehalten werden, da

es neben HIV ja auch noch andere Krankheiten

gibt, welche übertragen werden können.

Mehr Lebensqualität für Menschen mit

HIV

Früher mussten HIV-Patienten mehrmals täglich

in genau definierten Zeitfenstern ihre Medikamente

einnehmen – oft viele Tabletten pro

Einnahme, die häufig unangenehme Nebenwirkungen

verursacht haben. In den letzten

Jahren sind besser verträgliche Medikamente

entwickelt worden. Zur Verbesserung der Lebensqualität

der Betroffenen hat auch entscheidend

beigetragen, dass sie weniger Tabletten

und diese meist nur einmal täglich einnehmen

müssen.

Trotz klarer Verbesserungen bleibt die lebenslange

Einnahme der Medikamente eine Herausforderung

im Alltag der Betroffenen. Für

den Erhalt der Lebensqualität, stellt die HIV-

Forschung bei der Entwicklung von Therapien

deshalb deren Integration in den Alltag und

eine optimale Langzeitverträglichkeit der Medikamente

in den Vordergrund. Zur weiteren Verbesserung

der Lebensqualität kann sich zudem

jeder Einzelne für ein Ende jeglicher Ausgrenzung

einsetzen. Sei dies auf gesellschaftlicher,

versicherungstechnischer oder welcher Ebene

auch immer.

16


CRUISER Edition Sommer 2014

Kolumne

Vom Fahrstuhl,

der aus der

Einöde führt

Von Michi Rüegg

Ich hab ja wohl schon jeden Scheiss gesehen,

denke ich oft. Es gibt Tage, die laufen nach

einem Drehbuch ab, wie es die Autoren von

Schweizer Tatort-Folgen langweiliger nicht schreiben

könnten. Nicht eine überraschende Wendung,

eine einzige Aneinanderreihung langweiligster

Klischees. Diese Tage vergesse ich

gern, was manchmal schwer fällt weil es derer

so vieler sind.

Manchmal reihen sich diese Tage zu Wochen

aneinander, aus Wochen werden Monate. Hätte

ich ein Tagebuch, würde es in der Ecke verstauben

oder sich in selbstmörderischer Absicht

zwischen den Altpapierstabel legen. Ich stehe

jeweils kurz davor, im Grau zu versinken, wäre

da nicht der Alkohol, der etwas Farbe in mein

tristes Dasein bringt.

Ja, das klingt furchtbar, aber ist sie nicht ein bisschen

furchtbar, die Realität? Da wird man geboren,

nur um die Jahre bis zum Tod abzuwarten.

Auch wenn ich noch so ein Scheusal bin, am Tag

meiner Abdankung wird der Dank mein sein.

Mit einer derartigen Einstellung ist das eigene

Dasein manchmal nur schwer zu ertragen. Und

doch gibt es sie, die kleinen Momente, die mich

aus der Lethargie reissen und meinem Leben

wieder einen Sinn stiften.

So geschehen gestern, also korrekterweise am

Tag bevor ich diese Zeilen schreibe. Ich muss

zweimal im Jahr beruflich ein paar Tage nach

Davos. Das klingt lustig, ist aber in der Regel

voll öde. Ich bin ja erstens nicht zum Vergnügen

dort und zweitens regnet es meist, sofern es

nicht gerade schneit. Meine Besuche finden immer

in der Vorsaison vor der jeweiligen Saison

statt. Das sind die Zeiten, wo jedes Bauerndorf

im Mittelland mehr hergibt als ein Alpenkurort.

Selbst die Besoffenen auf der Strasse sind

Jahr für Jahr dieselben. In den Hotels stauen

sich Rentnergruppen aus Niedersachsen, die

in Bussen angeliefert werden, auf denen Worte

wie «Premium Reisen» steht. Das eigene Hotel

hat den Charme eines alten Bundesordners mit

Originalregistratur.

Was erwartet man da? Nichts. Aber auch gar

nichts. Vor allem dann nicht, wenn man um

halb ein Uhr morgens, respektive abends, nach

ein paar Bierchen in die Bleibe zurücktorkelt

und sich vor den Lift stellt. Man drückt den

Knopf. Die Tür geht langsam auf, aha, denkt

man so bei sich, war die Fahrstuhlkabine also

schon hier. Und dann geschiehts: Man kollidiert

mit einer zwei Meter grossen blonden Transe

mit riesiger Sonnenbrille. Wir beide voll so:

«Örks!» Und dann ist sie auch schon weg.

Ich konnte nach dieser Begegnung nicht einschlafen.

Zu viele Fragen wanderten in meinem

Schädel hin und her. Was macht eine (offenbar

recht muskulöse) Transe während der Nebensaison

um halb Eins in der Früh im Rentnerparadies?

Sie hatte ja keinen Hund dabei. Mit

Hund wäre die Sachlage eindeutiger gewesen,

schliesslich muss auch der Köter einer Transe

ab und zu kacken.

Zugegeben, das aus dieser Frage resultierende

Kopfkino hat mich nicht geil gemacht. Aber

irrsinnig neugierig.

Am nächsten Morgen im Frühstückssaal war

ich sehr beschäftigt mit Leute auschecken. Aber

auf niemanden wollte mein Verdacht fallen. Sei

es drum, ich habe nun wieder ein Problem, an

dem ich tagelang knobeln kann. Und dafür bin

ich dankbar.

Manchmal braucht selbst jemand wie ich eine

kräftige Transe, um wieder Freude am Leben

zu haben.

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Bildstrecke CRUISER Edition Sommer 2014

Rinaldo Hopf

Painter and Photographer

www.rinaldohopf.com / www.mooi-man.nl / www.konkursbuch.com

Rinaldo Hopf wurde 1955 in Freiburg (im Breisgau)

geboren. Heute lebt der deutsche Künstler

und Fotograf in Berlin und seit 2006 auch in Indien.

Zusammen mit Axel Schock ist er Herausgeber

des im Konkursbuch-Verlag erscheinenden «Mein

Schwules Auge».

Ende der 70er Jahre begann Rinaldo Hopf sein

Kunststudium in San Francisco, das in den Jahren

noch vor Aids den Höhepunkt der Schwulenbewegung

erlebte. Kaum in der Stadt angekommen,

hatte der angehende Künstler dort sein Coming-

Out und zog in eine Kommune im Castro District.

Die Zeit in San Francisco mit seinen aufeinander

folgenden Befreiungsbewegungen: Beatniks

– Hippies – Schwulenbewegung und mehr – war

für ihn prägend. Im Nachbarhaus wohnten die

Bandmitglieder der Woodstock-Legende Jefferson

Airplane, am Institute of Asien Studies, wo

Rinaldo neben Kunst Ethnologie und Religionen

studierte, unterrichtete Allen Ginsberg.

In der CR-Sommerausgabe präsentieren wir Aquarelle

von Hopf aus seinen Indian Journals.

Werke von Rinaldo Hopf sind in zahlreichen internationalen

Ausstellungen zu sehen, zuletzt bei

«LOVE AIDS RIOT SEX» in der NGBK, Berlin und im

dortigen Schwulen Museum sowie bis Ende Juli in

der Galerie MooiMan, Groningen, Niederlande.

Veröffentlicht hat der Künstler unter anderem

zwei Fotobände, Subversiv (2004) und Amore

(2006).

Seine neuste Publikation ist TRICKSTER:

Artworks 1968–2013 (Konkursbuch Verlag)

Die Bedeutung von «Trickster» bewegt sich zwischen

«Halunke, Gauner, Schelm» und mythischen

göttlichen Zauberern. Auf jeden Fall sind

es Figuren, die sich nicht an Regeln der Geschlechternorm

oder des «Anstands» halten, die sich auflehnen,

Widerstand üben. Solche Menschen werden

auf Rinaldo Hopfs Aquarellen, Gemälden oder

Plakatübermalungen lebendig. Der opulent gestaltete

Bildband zeigt auf 192 grossformatigen

Seiten eine Übersicht über sein bisheriges künstlerisches

Schaffen.

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Kultur CRUISER Edition Sommer 2014

Traumfänger

Von was träumen Schweizer

Prominente? Journalist Bruno

Bötschi weiss es und veröffentlichte

nun ein Buch.

Der Journalist Bruno Bötschi liebt Träume –

nicht nur seine eigenen, sondern auch diejenigen

von anderen Menschen. Und gehören diese

der sogenannten Cervelat-Prominenz an, so

schaffen es besagte Träumereien in seine Serie

«Traumfänger», welche die «Schweizer Familie»

seit fünf Jahren publiziert.

Mittlerweile hat Bruno Bötschi über 200 Persönlichkeiten

befragt. Egal, ob aus Kultur, Gesellschaft,

Sport, Wirtschaft oder Politik, die

VIP-Träume sind oft nicht viel anders als die von

nicht-öffentlichen Menschen – auch Alpträume

sind darunter zu finden. So entstand eine Art

«Best of» von Träumerinnen und Träumer mit

offenen – und manchmal auch mit geschlossenen

– Augen.

Stadtsommer

Auch in diesem Sommer werden

auserkorene Musiker an

den schönsten Plätzen von

Zürich musizieren.

Sie schreiten wieder voran, die Zürcher Stadtmusikanten

und Stadtmusikantinnen – unermüdlich

wie sie sind. Mit einer Fülle an Kreativität

bespielen sechs auserkorene Bands die

schönsten Plätze Zürichs mit einer eigens für

den «Stadtsommer» kreierten Show. Rollende

Beats, sphärische Klänge und ausgefeilte Riffs

strömen mal furios und stürmisch, mal sanft

und schwebend durch die Limmatstadt.

My Fair Lady

In der Neuinszenierung des

beliebten Musicals singt das

Blumenmädchen Eliza auf

der Walensee-Bühne.

Musicals stehen derzeit beim Schweizer Publikum

hoch im Kurs. Besonders, wenn der Aufführungsort

ein exotischer ist, am besten unter

freiem Himmel. So auch am Walensee, dessen

Seebühne für Sommernachtsträume wie geschaffen

ist – es sei denn, es regnet.

Ob von Sandra Studer und Clown Dimitri, ob

von Heidi Maria Glössner oder Jean Ziegler, ob

von Christa de Carouge oder Alex Capus, ob von

Margrit Läubli oder von Boris Blank, die Interviews

sind erfrischend persönlich, oft fröhlich

und poetisch, aber auch nachdenklich und mit

Tiefsinn. Illustriert wird das Buch durch gefühlvolle

Schwarz-weiss-Fotografien von Elisabeth

Real, Andrea Rist, Lea Meienberg, Sally Montana,

Marco Zanoni und anderen, welche die Protagonisten

träumend zeigen.

«Traumfänger», von Bruno Bötschi

Applaus Verlag, Zürich

Im Handel

24

Der Popkredit Zürich präsentiert gleich zu Beginn

der Stadtsommer-Woche am 24. Juli die

Band «Gletscher» vor dem Helsinki-Club, welche

die lauen Sommernächte mit kühlem Starkstrom

und düsterem Progressive Rock trimmen

will (24. Juli). Auf der Seebühne der Roten Fabrik

erklingen elektronische Klänge von «Wolfman»

(25. Juli) und mitten auf der Bäckeranlage erreicht

die Zürcher eine melodische Flaschenpost

von «Asleep» (26. Juli).

Ebenso bewegt geht es weiter: Bruno Spoerri

und seine Crew laden zu einer einmaligen Reise

in die Zukunft – dies im Hof des Restaurants

Reithalle (31. Juli). Mit nie gehörten Klangexperimenten

überrascht Geräusche-Poet «Dimlite»

im Zeughaushof (1. August) und Lukas Mantel

zeigt musikalische Weitsicht im Platzspitzpark

– Volksmusik trifft auf Jazz (2. August).

Das Publikum kann an jedem der Abende kostenlos

neue Klänge entdecken und dabei die

Sommerabende geniessen. Das vollständige

Programm ist auf unterstehender Webseite zu

finden.

Stadtsommer, 24. Juli bis 2. August

www.stadt-zuerich.ch/stadtsommer

Nach den Musicalerfolgen «Heidi» oder «Tell»

wurde nun der Platz für eine englische Ikone

geräumt: Das Blumenmädchen Eliza, jene freche

Rotzgöre der Londoner Strassen, wird in «My

Fair Lady» am Walensee zu Ruhm und Ehren

kommen. Der weltbekannte Musical-Klassiker

wurde zu diesem Zweck komplett neu sowie exklusiv

für die Walensee-Bühne arrangiert und

inszeniert.

Die Produktionsfirma verspricht neben der bereits

etablierten 24-köpfigen Darstellerriege

und dem Live-Orchester auch ein verzauberndes

Bühnenbild, opulente Kostüme und eine vielfältige

Gastronomie. Dies alles eingebettet in der

einmaligen Naturkulisse der Walensee-Region.

Regie führt Stanislaw Mofa, die musikalische

Leitung übernimmt Dan Kalousek.

My Fair Lady, Premiere: 16. Juli

Walensee-Bühne, Walenstadt

www.wahlenseebuehne.ch


CRUISER Edition Sommer 2014

Kultur

La Fanciulla del

West

Die jüngste Premiere der zu

Ende gehenden Saison des

Opernhauses wird auch im

Juli gezeigt.

Im Rahmen der Festspiele Zürich und dessen

Motto «Prometheus – Entfesselung der Kräfte»

zeigt das Opernhaus eine sogenannte «Westernoper»,

die aber weit mehr ist, als ein in die

Opernform gepresster Genrefilm, sondern ein

Stück über heimatlose Glückssucher, die es in

falscher Hoffnung an den falschen Ort verschlagen

hat. Mit Whiskey, Poker und Gangsterjagd

versuchen sie über ihre existenzielle Einsamkeit

hinwegzukommen.

Im Meer, zwei

Jungen

Sommerzeit, Lesezeit. Höchste

Zeit, in O’Neills Klassiker

einzutauchen, in die zeitlose

Geschichte um den grossen

Kampf für persönliche und

politische Freiheit.

Irland 1915: Jim und Doyle treffen sich täglich

morgens am Strand. Nackt steigen sie ins Meer,

trainieren für ihr Ziel, nächstes Jahr die nahegelegene

Insel zu erreichen. Das latente Begehren

muss hinter dem Ehrgeiz anstehen, Jim muss

erst mal schwimmen lernen. Als Doyle versucht,

ihn zu verführen, machen ihm die brodelnden

politischen Unruhen und Jims anerzogene erzkatholische

Zurückhaltung einen Strich durch

die Rechnung. Doyle schliesst sich der Bürgermiliz

an, während Jim bald den zehn Jahre älteren

McMurrough kennenlernt, der ihm heroische

Homo-Kriegsmythen aus der Antike erzählt und

ihn damit direkt ins Verderben stürzt.

Jamie O’Neill ist 2001 mit «Im Meer, zwei Jungen»

ein Klassiker der schwulen Literatur gelungen.

Sein eigenes Leben gäbe genügend Stoff

für ein Buch, zehn Jahre lang hat er in einem

Londoner Krankenhaus als Nachtportier gearbeitet,

um daneben daran schreiben zu können.

Wer hat Angst vor

Vagina Wolf?

Auch wenn der Titel etwas

bescheuert klingt, so hat der

Film von Anna Margarita

Albela die Kritiker überzeugt.

Giacomo Puccini sehnte sich im Jahr 1905 nach

einer spannungsgeladenen Story mit kantigen

Charakteren. Die fand er im Bühnenstück «The

Girl of the Golden West» von David Belasco, dessen

Schauplatz ein Goldgräberlager in Kalifornien

zur Zeit des Goldrauschs ist. Erzählt wird

darin die Dreiecksgeschichte um die Kneipenwirtin

Minnie, die rabiat vom finsteren Sheriff

Jack Rance umworben wird, ihr Herz aber an

den Gangster Ramerrez verschenkt. Die Handlung

spielt in der Atmosphäre von Gesetzlosigkeit

und Lynchjustiz und endet in einer Schlussszene

unter dem Galgen.

Der Regisseur und Intendant der Komischen

Oper Berlin, Barrie Kosky, inszeniert zum ersten

Mal am Opernhaus Zürich. Die vor allem

orchestral klangprächtige Partitur wird von

Marco Armiliato dirigiert. Catherine Naglestad

gibt die Minnie.

La Fanciulla del West, Opernhaus Zürich

2., 4., 8., 11. & 13. Juli

www.opernhaus.ch

«Ein gefährliches, lehrreiches Buch», urteilte die

New York Times, «dieser herzzerreissende Roman

erinnert an James Joyce», schrieb der Independent

on Sunday. CR meint: Im Meer zwei Jungen, und

am Strand ein dritter, der das Glück hat, eine

packend und ohne Scheuklappen erzählte Geschichte

über Rebellion und Leidenschaft zu lesen.

Im Gmünder-Verlag endlich deutschsprachig

neu aufgelegt, eröffnet der 700-Seiten-Schmöker

ein unvergessliches Gesellschaftspanorama, dessen

historischer Hintergrund sich fast von allein

auf gegenwärtige Konstellationen überträgt. (rg)

Jamie O’Neill, Im Meer, zwei Jungen

Bruno Gmünder Verlag

Annas Leben ist ein Luftschloss in Trümmern:

Seit Monaten haust die 40-jährige Filmemacherin

in der Garage einer sichtlich besser situierten

Freundin. Berühmt ist sie allenfalls für ihre

peinlichen Auftritte im Vagina-Kostüm. Als ihr

eines Abends die geheimnisvolle Katia Amour

ein Lächeln schenkt, ist für Anna ein Happy End

in Sicht: Ihr nächstes Script wird der Kracher,

die Liebesbeziehung mit Katia ein Traum! Doch

leider hat Anna im Rausch der Begeisterung die

Perspektive der Angebeteten vergessen. Einen

halben Filmdreh später steht sie erneut vor einem

Scherbenhaufen. Doch diesmal macht sie

aus der Not eine Tugend und gewinnt schließlich

mehr, als sie je zu träumen wagte.



«The Advocate» beschrieb den Film von Anna

Margarita Albela als extrem komische Frauen-

Komödie. In der Tat, der tollkühne Mix aus Midlife-Depression,

Comedy und filmhistorischer

Hommage gelingt – Hut ab vor dem Talent einiger

unserer Darlings aus «The L Word» und Co.

Wer hat Angst vor Vagina Wolf?

Pro-Fun Media, Als DVD im Handel

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Kino CRUISER Edition Sommer 2014

Tom à la ferme

Psychothriller über das Lügen

und seine Folgen

Von Martin Ender

«Tom à la ferme» ist ein Film

über Homosexualität – über

die heimliche Homosexualität.

Xavier Dolans Film erzählt

nicht zuletzt auch etwas darüber,

wie wir uns manchmal

eigene Realitäten erschaffen,

um Vertrautes nicht in Frage

stellen zu müssen.

Xavier Dolan ist ein filmischer Wunderknabe.

Der erst 24-jährige Kanadier stellt mit «Tom à

la ferme» bereits seinen vierten Spielfilm vor

– und das an den 70. Filmfestspielen von Venedig,

wo er mit dem renommierten Kritikerpreis

FIPRESCI ausgezeichnet wurde. Wie bereits

in seinen früheren Filmen übernimmt Dolan

selbst die Hauptrolle. Die Geschichte jedoch

stammt erstmals nicht vom Regisseur selbst,

sondern basiert auf einem Theaterstück von

Michel Marc Bouchard.

Xavier Dolan als Tom in «Tom à la ferme» © Entertainment One

Der Film beginnt zunächst recht harmlos. Tom

(Xavier Dolan), ein junger Werbetexter, fährt

zur Beerdigung seines verstorbenen Partners

Guillaume, den er sehr geliebt hat. Zu seiner

Überraschung weiss die Mutter Agathe (Lisa

Roy) nichts über die Homosexualität ihres Sohnes.

Sie glaubt sogar, Guillaume habe eine Freundin

gehabt. Der ältere Bruder Francis (Pierre-

Yves Cardinal) hingegen ist scheinbar im Bilde.

Bereits in der ersten Nacht lauert er Tom auf

und verlangt von ihm unter Gewaltandrohung,

seine Beziehung zum Verstorbenen für sich zu

behalten. Francis nötigt Tom, auf der Farm zu

bleiben, kräftig mitanzupacken und bei jeder

Gelegenheit von Guillaumes angeblicher Freundin

Sarah zu erzählen – unter dem Vorwand,

die Mutter müsse geschützt und ihr müsse eine

heile Welt vorgespielt werden.

Erotikgeladene Erniedrigung

«Tom à la ferme» ist trotz schöner Bilder ein

verstörender Film, der menschliche Abgründe

offenlegt. Der Zuschauer kann in Anbetracht

der schwelenden Aggression nicht begreifen,

dass Tom tatsächlich auf der Farm bleibt. Sie

wird mehr und mehr zu einem Gefängnis. Die

isolierte Lage des Ortes stellt eine natürliche

Mauer dar, aber die eigentliche Gefangenschaft

entsteht auf psychischer Ebene. Tom ist nicht in

der Lage, sich der Situation zu entziehen. Mit

jeder ungenutzten Fluchtmöglichkeit wird die

Atmosphäre des Films bedrückender, dichter

und spannungsvoller, bis sie den Gänsehautfaktor

eines Psychothrillers erreicht. Es ist verstörend,

mit welcher Erotik Xavier Dolan die

Szenen von Misshandlung und Erniedrigung

inszeniert. Eine glanzvolle Szene ist der Tango,

den Tom mit seinem «Schwager» im Schuppen

tanzt. Es ist ein alptraumhafter Mix aus Erniedrigung

und Erotik, Eigensinn und Sinnlichkeit,

Zuneigung und Hörigkeit, der dem Kinobesucher

den Atem nimmt. Das Drama über das

Lügen und seine Folgen nimmt seinen Lauf.

Francis und Tom belügen Mutter Agathe, die ihrerseits

bereitwillig die Augen vor der Realität

verschliesst. Allzu gerne glaubt sie den Ausreden,

die Toms blaue Flecken und Verletzungen

erklären sollen.

Der vielfach prämierte Xavier Dolan («Les

amours imaginaires», «Laurence Anyways»)

zählt zu den talentiertesten Regisseuren des

aktuellen Kinos. Er versteht es, sich mit jedem

Film neu zu erfinden, und doch zeichnet ihn

eine unverkennbare Handschrift aus.

Tom à la ferme

Von Xavier Dolan

Kinostart: 31. Juli 2014

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CRUISER Edition Sommer 2014

Musik

Ice Tea Flash

Die brandheisse Sommer-

Playlist

Von René Gerber

Kopfhörer auf, Sound an.

Schon stehen Palmen

unter dem Balkon, die Sonne

gibt den Takt an. Nach einer

überhitzten Party-Nacht

wacht man am Strassenrand

von Brooklyn auf, hat

von der Vergangenheit und

von Brasilien geträumt, reist

weiter durch Länder und

Melodien, um irgendwann

mit vielen neuen Erfahrungen

und etwas Heimweh im

Rucksack zurückzukommen.

01

Lea Lu

Arizona Ice Tea Flash

Mit Lea sexy schnippend zwischen

Palmen schlendern und Bubble Tea

mit Schuss schlürfen.

Sony Music

02 Chromeo

Jealous (I Ain’t With It)

«Happy» 2.0. Bei so viel Funk muss sogar

Pharrell Williams den Hut ziehen.

Warner

Tom Vek

03 Pushing Your Luck

Und hier der alternative Sommerhit:

chaotisch anders, entspannt hip.

Pias/rough trade

04 Jackson

Love Never Felt So Good

Sind es wirklich schon fünf Jahre?

Der King bleibt auf seinem Thron.

Sony Music

Clean Bandit

05 Extraordinary

Zurück in die Gegenwart, mit Geigen

und Beats. Eine aussergewöhnliche

Saison nimmt ihren Lauf.

Warner

Lana del Rey

06 Brooklyn Baby

Plötzlich diese gleissende Melancholie.

Alles zu heiss, alles verbrannt.

Auch die Hölle hängt voller Geigen.

Universal

07 Sia

Eye Of The Needle

Vom vielsagenden Plätschern zum

stürmischen Wellengang: In Sachen

Songwriting kann Sia derzeit

niemand das Wasser reichen.

Sony Music

Sam Smith

08 Stay With Me

Noch eine Runde während die Sonne

untergeht. Die Koffer sind gepackt,

aber bleiben wäre auch OK.

Universal

Maria Gadú

09 Shimbalaiê

Aufbruch nach São Paolo, neben

dem Stadionlärm leise eine charismatische

Stimme, man muss nur

genau hinhören.

Universal

10

11

Monsieur Periné

La Muerte

Nächster Halt: Kolumbien. Gypsy-

Folk trifft Samba-Swing. Umarmen

und tanzen.

Broken Silence

The Common Linnets

Sun Song

Weiter auf dem Highway. Phoenix‘

Morgensonne weist den ESC-Zweitplatzierten

den Weg in Richtung

Freiheit.

Universal

12 Coconami

Azzurro

Zurück in Europa, wo ein Bayer mit

einer Japanerin einen italienischen

Schlager intoniert und Grenzen verwischt.

Indigo/Musikvertrieb

13

George Ezra

Leaving It Up To You

Ein Abstecher nach Bristol. Trendsetter

Ezra meint: Was aus dem

Sommer wird, bleibt dir überlassen.

Sony Music

14 Grandjean

Watching Stars

Eine kühle Sommernacht in Dänemark.

Den Himmel anschauen und

Sternschnuppen zählen.

Warner

15 Kunz

Settig Momänte

Der Alpen-Gosling und Helvetia-

Mumford tröstete schon an der Zürcher

Pride die Daheimgebliebenen.

Dom. Artist

16

First Aid Kit

Stay Gold

Wenn der Herbst kommt, giessen

die Söderberg-Schwestern alle Erinnerungen

in pures Gold.

Sony Music

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Lifestyle CRUISER Edition Sommer 2014

Hot4You

Heisser Sommer!

Menssecret.ch der grösste Männer-Under- und Swimwear Online-Shop der Schweiz hat sich für

die Sommersaison gerüstet. Frisch eingetroffen sind die coolen und bunten Briefs von Addicted

sowie sexy Badehosen von Rufskin. Mittlerweile präsentiert der Shop über 12 verschiedene

Labels und es kommen immer wieder Neue Brands dazu. Es lohnt sich also, öfters mal in den

Online-Shop reinzuschauen. Und übrigens: Bei Menssecret.ch profitierst du bei jeder Bestellung

von 10% Rabatt. Wenn das kein heisser Sommer wird!

www.menssecret.ch

Schöne Terrasse!

Noch kein passendes Lounge- oder Terrassen-Möbel gefunden. Kein Problem,

hier kann dir der Bogen33 aus Zürich helfen. Der angesagte Vintage-Möbelladen

verfügt über ein grosses Angebot an tollen und farbigen Gartenmöbeln.

Die gebrauchten Objekte sehen nicht nur schick aus, sie sind auch total angesagt.

Kombiniert mit vielen alten Blumentöpfe – am besten gleich noch farbig

anmalen – und einer bunten Lichterkette, kannst du dir eine wunderbar gemütliche

und romantische Ferienoase nach Hause holen. Jetzt von der grossen

Openair-Gartenmöbelschau direkt am Bahnhof Hardbrücke profitieren!

Bogen33, Geroldstrasse 33, 8005 Zürich, www.bogen33.ch

Herrlich männlich!

Mit dem Heavy Hitter Shampoo lanciert Mitch aus dem Hause Paul Mitchell diesen

Sommer ein neues, starkes und aufregendes Produkt für den modernen Mann

von heute. Tauche ein in eine duftende Explosion aus frischer Zeder und wohlriechender

Agave. Das kraftvolle Shampoo reinigt die Haare intensiv und verleiht

dir einen starken Auftritt. Egal ob nach stressigem Büroalltag, dem Sport

oder direkt nach der Werkstatt, der Heavy Hitter ist in jedem Fall das perfekte

Shampoo. Es befreit das Haar restlos von Stylingprodukten, geeignet für jeden

Tag. Herrlich männlich und ungemein sexy. Unser Favorit!

Ab sofort im Fachhandel erhältlich, 250ml CHF 19.–

28

Knackige Badeshorts!

Wer jetzt noch keine passenden Badeshorts für die Ferien hat, sollte sich beeilen, denn wer kann schon mit

einer alten und ausgeleierten Badehose an der nächsten Strandparty punkten? Hier kann dir die angesagte

Männer Boutique Komplementair Men im Viadukt in Zürich helfen. Da findest du unter anderem das britische

Kult-Label Orlebar Brown. Die verschiedenen Designer-Badehosen verfügen über eine bequeme und äusserst

angenehme Passform und dies erst noch in drei verschiedenen Längen; Setter, Springer und Bulldog. Wer es

ultrakurz und superknackig mag, sollte sich für die Setter-Linie entscheiden. Die jeweiligen Modelle gibt es in

verschiedenen Unifarben oder mit tollen Designs.

Komplementair Men, Viaduktstrasse 41, 8005 Zürich


CRUISER Edition Sommer 2014

Lifestyle

Wilde Prints!

Adidas Originals ist erneut eine Partnerschaft mit einem Künstler eingegangen.

Diesen Sommer ab Juli präsentiert das durchgeknallte italienische

Künstler-Duo Carnovsky eine neue, freche und äusserst sympathische

Sommerkollektion mit RGB-Prints für den selbstbewussten und urbanen

Grossstadt-Jungen. Erhältlich sind zwei verschiedene Track-Tops, ab CHF

120.–, drei Shirts für je CHF 45.– sowie zwei Tank-Tops für CHF 55.–. Mit

diesen geilen Shirts bist du an der nächsten Boyahkasha-Party garantiert der

Eyecatcher!

Ab Juli exklusiv bei Adidas, www.adidas.com

Rassige Hüte!

Wo ein Hut drauf ist, da ist eine Philosophie drunter. Die Produkte von LeTom

verbinden urbanen Lifestyle mit klassischem Material. Hier trifft Moderne auf

Tradition, Stil auf Stroh, Zeitgeist auf Kultur. Kurz: Urban by nature. Seit 2009

setzt das Schweizer Label auf Stroh und das mit grossem Erfolg. So konnte

2012 der erste Shop in Zürich West eröffnet werden. Neben Hüten und Caps

vertreibt LeTom auch Brieftaschen, Phone Sleeves und Strohmatten. Perfekte

Begleiter für den Sommer. Unser Favorit!

www.letom.eu, Shop: Geroldstrasse 17, 8005 Zürich

Foto © by Rolf Hellat

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Dein Jagdrevier für alle Tage

von früh bis spät

17.7. Weindegustation

Weingut Umbricht/AG

7.8. Vernissage &

Ausstellung

von Angelica Perrella

29. - 31. 8. Dörfli-Fäscht

Erstmals mit grosser

PLATZHIRSCH-Bar

JEDEN MITTWOCH

BaY NIGHT

Shots, Shakes & Happiness

«cool place - for hot moments»

grosser Sommer-Boulevard mit

feiner Getränke- & Snack-Karte

… die Pole-Position für beste

Aussicht auf den Hirschenplatz!

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29


Szene CRUISER Edition Sommer 2014

Parties und Events Black Label by

Boyahkasha

Latin Special

Candy Pop Party

Lust auf PoP!?

Kein House, kein Techno, kein Rock – dafür

mehr echte Party-Musik aus den letzten 20 Jahren!

Britney Spears, die Backstreet Boys und

mehr – garantiert viel Spass zum heftig abtanzen.

Zu Gast aus Griechenland: Youtube-Video-

Star-Artist Robin Skouteris! Er spielt nicht nur

die besten Hits, sondern mischt diese gleichzeitig

auf dem grossen Screen als Videos! Ausser Robin

Skouteris wird zudem auch noch DJ lukJLite

aus Basel an den Decks stehen. Er hat unter anderem

schon die Jungle Parties im Mad bespielt.

Samstag, 5. Juli, 23 Uhr

Moods, Schiffbaustrasse 6, 8005 Zürich

www.moods.ch

Von vielen Gästen gewünscht – jetzt ist sie da:

die Latin Music Party mit Latin, RnB, HipHop,

Charts. Die Black Label Party von Boyahkasha

steht im Juli ganz im Zeichen Südamerikanischer

Musik. Als DJ kommt hierfür natürlich

niemand anderes in Frage, als der Spezialist

für Black Music schlechthin: DJ Louis de Fumer.

Latin, RnB, HipHop, Charts.

Black Label

Freitag, 4. Juli, 23 Uhr

Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich

www.heavenclub.ch

Jungle – Circuit

Pre Party

Neu im D!Club in Lausanne

Die Partys im Mad gehören der Vergangenheit

an. Jungle feiert nun anfangs Juli mit der Pre

Circuit Party ein Comeback... im D!Club

Jungle meldet sich mit einer Circuit Pre–Party

zurück – diesmal im D! Club am Place Central in

Lausanne. Er wurde übrigens als bester Schweizer

Big Club mit dem Swiss Nightlife Award

ausgezeichnet. Als Mainact steht Carlos Gallardo

aus Barcelona an den Decks, unterstützt von

Vocalist Sandra Love und DJ Juiceppe aus Zürich.

Ausserdem stehen natürlich auch wieder die

Hot Circuit Dancers im Einsatz, die dem sexy

Ruf des Labels wieder alle Ehre machen werden.

Jungle – Circuit Pre Party

Samstag, 5. Juli, 23 Uhr

D! Club, Place Central 3, 1000 Lausanne

www.dclub.ch

Come Together

30+-Partyreihe

Kultur und Party verbinden sich an der «Come

Together» zu einem Ganzen. Der Anlass richtet

sich an all jene, die sich zu alt fühlen für den

Electro Club, aber noch viel zu jung für den

Walzer auf dem Tanzschiff. «Come Together»

steht für den toleranten und unkomplizierten

Umgang unter Gleichgesinnten und die Veranstalter

freuen sich über das Zusammenfinden

der schwulen Männerwelt, die oft zu lesbischen

Events nicht zugelassen ist.

Come Together

Samstag, 12. Juli, 21 Uhr

Marquee Club, Weinbergstrasse 68,

8006 Zürich

www.marquee.ch

Apres-Folies-Party

Das Boyahkasha-Sommer-

Highlight

Nach einem Jahr Pause kehrt die beliebte Sommerfete

wieder zurück an ihren Ursprung. Damals

hiess der Blok Club noch Labor Bar und war

für die Après Folies, die Afterparty der «Folies

au lac», der ideale Ort zum Weiterfeiern. Auch

wenn sie nicht mehr am See sind, die «Folies»

leben weiter.

Auf zwei Etagen mit grossem Outdoor-Bereich

bietet der Blok Club Platz für 800 Partyhungrige

und viele gemütliche Sofas zum Chillen. Der

Dancefloor wird von einer der besten Soundanlagen

der Stadt beschallt und die DJs sind, wie

für die Boyahkasha bekannt, allererste Sahne.

Exklusiv aus London kommt QBOY für eines seiner

seltenen DJ-Sets. Der sexy Sänger mit spanischen

Wurzeln feiert derzeit in England grosse

Erfolge mit seiner aktuellen Platte. Für Boy-

30


CRUISER Edition Sommer 2014

Szene

ahkasha wird er mit einem energiegeladenen

Mix aus RnB und House an den Decks stehen.

Unterstützung erhält er von der Drag-Djane

Barbara Fox aus Hamburg und vom Hausherrn

Zör Gollin.

Boyahkasha! – Après Folies

Samstag, 26. Juli, 22 Uhr

Blok Club, Schiffbaustrasse 3, 8005 Zürich

www.boyahkasha.ch

www.blokclub.ch

Circuit Festival

Pre-Party

Escherwyss Club

Circuit Festival, Jungle & die Arosa Gay Skiweek

präsentieren die heissesten Jungs mit den berühmtesten

Circuit DJs aus Europa für eine einmalige

Party am Vorabend des National feiertags.

Am 31. Juli 2014 findet exklusiv die Circuit in

Zürich im Rahmen des Streetparade-Wochenendes

statt. Der Halt im Zürcher Escherwyss

Club ist die offizielle Schweizer Pre-Party und

bietet einen Vorgeschmack auf das legendäre

spanische schwul-lesbische Sommerfestival der

Matinee Group. Beheimatet ist das grösste europäische

Gay-Festival in Barcelona, und feiert

diesen Sommer sein 7-jähriges Jubiläum.

Die Sängerin Sandra Love (Ibiza Diva) wird extra

aus Ibiza eingeflogen und trifft auf den super

sexy DJ Star Marco da Silva (Los Angeles, USA), um

den Escherwyss Club mit heissen Beats und Circuit

Sound zum Tanzen zu bringen. Der Zürcher

DJ Franco (Spydergalaxy, Loop 38) wird schon ab

23 Uhr hinter den Plattentellern für «Progressive

House» sorgen. Speziell für diese einmalige Party

wird im Escherwyss Club eine Open-Air Area

mit Outside-Bar und Smokers-Lounge aufgestellt.

Vorverkauf: Cranberry, Männerzone, Les Garçons,

ES Shop Le Phare, Sauna Bains de l’Est,

Sauna Pink Beach, Sauna Sunnyday

www.ticketino.ch

Circuit Festival Pre-Party

Donnerstag, 31. Juli

Escherwyss Club, Hardstrasse 305, 8005 Zürich

www.gay-party.com

www.escherwyss.ch

Le Coquin

Neueröffnung am 1. August

Zur Streetparade eröffnet die neue Bistro-Bar

beim Bellevue in Zürich. Bereits am 1. August,

also einen Tag vor der Streetparade, steigt im «Le

Coquin» 200 Meter vom Zürcher Bellevue eine

stimmungsvolle August-Party mit fulminanter

Fortsetzung der Eröffnungs-Sause am Streetparade-Samstag.

Im «Le Coquin», zu Deutsch «der

Spitzbube», sorgt eine freche Truppe gutgelaunter

Lausbuben für das Wohl der Gäste. Der «very

gayfriendly» Treffpunkt ist Café, Bistro, Bar

und Lounge in einem. Bei schönem Wetter wird

auch an den Tischen im Aussenbereich serviert.

Von Sonntag bis Donnerstag bleibt das Lokal bis

0.30 Uhr geöffnet. Wenn am Freitag und Samstag

heisse Party-Tunes bei Gays and Friends für

Laune sorgen, bleiben die Tore bis mindestens

3 Uhr geöffnet.

Le Coquin

Eröffnung: Freitag, 1. August

Kruggasse 4, 8001 Zürich

www.le-coquin.ch

Tell

Party zum Nationalfeiertag

Helvetia muss eine Partyqueen gewesen sein.

Wie sonst lassen sich diese Zeilen aus dem

Schweizerpsalm interpretieren: Trittst im Morgenrot

daher – Seh ich dich im Strahlenmeer

– Dich, du Hocherhabener, Herrlicher! Da ist

doch eindeutig von Party bis in die Morgenstunden,

von einer saugeilen Lichtanlage und

einem hammermässigen DJ die Rede! DJ Louis

de Fumer (Black Label), Open Format

Freitag, 1. August, 23 Uhr

Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich

www.heavenclub.ch

Flash Party

Zum Street-Parade-Weekend

Die Angels präsentieren anlässlich der Street-

Parade eine «Partynacht wie von einer anderen

Welt»: Flash. Die Blicke erheben sich zum Himmel,

wenn die Helden von «Les Hommes de Cirque»

featuring «The Amazing Ari» zur Show abheben.

Zusammen präsentieren sie nahezu übermenschliche

Akrobatikkünste. Ausserdem haben sich

die Superhelden DJ José Jones, DJ Franco und DJ

Angel O. angekündigt, um in Zürich die Party-

Stimmung aufzuheizen. Ihr Sound elektrifiziert

die Massen und bringt die Körper in Ekstase.

Flash Party

Samstag, 2. August, 22 Uhr

Club X-TRA, Limmatstrasse 118, 8005 Zürich

www.angels.ch

Behave

Anything but straight

Behave kehrt aus der Sommerpause zurück. Das

heisst aber noch nicht, dass der Sommer schon

vorbei ist. Vor allem nicht dort, wo Trinidad ihre

Finger im Spiel bzw. am Mischpult haben. Denn

dem Berner Dreiergespann scheint das ganze

Jahr über die Sonne aus der Konsole und direkt

auf die Tanzfläche, um nicht zu sagen: «Trinidad

ist die Sonnenseite des Berner House».

Nach einigen Jahren kreativer Pause ist Pat Coon

wieder an den Turntables! Spätestens seit seinem

legendären Comeback an der Nacht der Blumen

ist er wieder so gefragt, wie in alten Zeiten als

er Resident-DJ im Aera, im Laby und im Spidergalaxy

war. Die Sets von Loki bestechen durch

klangvolle Symbiosen der sanften und harten

Klänge und er spielt gekonnt mit allen Facetten

der elektronischen Musik. Er sorgt dafür, dass

die Party dann aufhört, wenn es am Schönsten

ist: spät am Morgen des nächsten Tages. Sommergerecht

beginnt die Party erst um 24 Uhr.

Behave – Anything but straight

Freitag, 22. August, 24 Uhr

Frieda’s Büxe, Friedaustrasse 23, 8003 Zürich

www.friedasbuexe.ch

Heaven of T&M

We are Dörfli

Seit jeher war und ist das Zürcher Niederdörfli

die Ausgehmeile für die Zürcher Gay-Community.

Und egal, wo der Abend begann, früher oder später

landete man im T&M und heute im Heaven.

Zum Dörflifäscht lässt das Heaven die alten Zeiten,

die Gegenwart und die Zukunft des Zürcher

Gay-Districts hochleben und bietet gleich eine

ganze Parade an DJs auf. Aus dem T&M bekannte

Namen sind genauso dabei wie Neuentdeckungen

aus der Heaven-Zeit: Loyce, Louis de Fumer,

Violet Green, José Parra, Zör Gollin, Jose Jones

House, Open-Format

We are Dörfli

Freitag, 29. August, 23 Uhr

Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich

www.heavenclub.ch

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Where to go in the little big city

Interesse in diesem

Inserat aufgeführt zu sein?

Anfragen an:

info@zbiro.ch

MOUSTACHE

Die Sauna für Männer

Engelstrasse 4

www.moustache.ch

(Nachtsauna jeden Fr / Sa)

11

CRANBERRY

Bar

Metzgergasse 3

www.cranberry.ch

1

TIP TOP BAR

Die Schlager Bar

Seilergraben 13

www.tip-top-bar.ch

Dienstag – Samstag ab 17 Uhr

2

PARAGONYA

Wellness Club

Mühlegasse 11

www.paragonya.ch

3

PREDIGERHOF

bistro – bar

Mühlegasse 15

www.predigerhof.ch

4

THE DYNASTY CLUB

2 Bars – 1 Eingang

Zähringerstrasse 11

www.dynastyclub.ch

5

LES GARÇONS

Bar/Tanzbar

Kernstrasse 60

www.garcons.ch

Täglich geöffnet ab 17 Uhr

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ZAHNARZT AM

HELVETIAPLATZ

Langstrasse 20

www.zahn-arzt.ch

043 243 80 00

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LEONHARDS-

APOTHEKE

Stampfenbachstr. 7

www.leonhards.apotheke.ch

044 252 44 20

7

ES COLLECTION

Shop (ES Collection & addicted)

Weite Gasse 8

www.escollection.ch

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HUUSMAA

Kafi – Reschti – Bar

Badenerstrasse 138

044 241 11 18

www.huusmaa.ch

Sa & So Brunch 10:00 – 15:00

12

MACHO

City Shop

Häringstrasse 16

www.macho.ch

6

CHECKPOINT

Gesundheitszentrum

Konradstrasse 1

www.checkpoint-zh.ch

044 455 59 10

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gaycity.ch

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Blumen & Gestaltung

Badenerstrasse 131

www.herrgruen.ch

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FOR MEN

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Massagen und Kosmetik

Kalkbreitestrasse 42

www.marciomf.ch

079 533 41 01

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BEAUTY LOUNGE

MÄNNERZONE

Shop & Bar

Kernstrasse 57

www.maennerzone.ch

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CRUISER Edition Sommer 2014

Gesundheit

Pia

Von «positiv» und «negativ»

zu «neutral»

Wir müssen nicht lange drum rum reden: Wenn dir der Bürzel auf

Grundeis geht, dann kann der Sommer schon ein echtes Arschloch

sein. Da kannst du die Läden noch so dicht machen, irgendwo kommt

immer ein Sonnenstrahl durch eine Ritze, der Suchscheinwerfer der

Gute-Laune-Polizei. Draussen hat es 26 Grad, aber in deinem

Wohnzimmer herrscht Permafrost wie in Ostsibirien.

Und du weisst: Alle, einfach alle Menschen auf

der ganzen Welt liegen jetzt in der Badi, sehen gut

aus, haben tolle Freunde und sind verliebt. Nur du

hockst seit November auf diesem Sofa, siehst aus

wie eine Butterkuh, und in deiner Hose wohnt

ein Emoschwanz, der sich die Haare schwarz

färben würde, wenn er dazu in der Lage wäre.

Sonne, Sex und Stimmung – spül noch ein

Cipralex runter. Mit dem restlichen Chivas

in der Flasche. An der Türe läutet’s, am Telefon

auch – stell dich tot. Das geht am besten mit

zwei Valium. Der Song zur Befindlichkeit: Hellooo,

open up the door, I’m a looser baby, so why

don’t you kill me….

Wenn du feststellst, dass deine Stimmungsschwankungen eigentlich gar

nicht mehr schwanken und du schon länger im Tal der Tränen herum

mäanderst, als es unbedingt notwendig wäre, dann überwinde dich, und

sprich mit jemandem. Es ist nicht nötig, dass du noch einen weiteren Monat

wie ein Baumschwamm am Sofa klebst, zumal nichts und niemand

davon profitiert, wenn du dich im Selbsthass zerlegst.

Im Checkpoint findest du Männer, mit denen du reden kannst. Schwule

sind überdurchschnittlich oft von Depressionen betroffen. Du bist also

zumindest in dieser Hinsicht nicht der Einzige! Ob das daran liegt, dass

wir häufig Diskriminierungen ausgesetzt sind, oder ob wir einfach sensibler

sind, ist dabei eigentlich total egal. Das Angebot von Queer Talk des

Checkpoints ist da, um dir zuzuhören, und es unterstützt dich dabei, die

Füsse wieder auf den Boden zu kriegen. Mach dich auf den Weg!

Apropos «Weg»: Unser Weg führt in die Sommerpause. Ihr wisst schon,

die Zeit zwischen Ausverkauf und der ersten Kürbissuppe, wo alle ans

Mittelmeer abhauen und man endlich entspannt und ungestört den ganzen

Tag Tramfahren kann. Erst im September meldet sich Checkpoint

im Gespräch – und zwar jetzt an einem Donnerstag, dem 18. – und die

Pia-Kolumne wieder zurück. Damit ihr in dieser Zeit aber nicht verloren

geht, werden wir mit der Checkpoint Sommeraktion unterwegs sein. Die

Kampagne «live hiv neutral» geht diesen Sommer in eine neue Phase. Die

Jungs unserer Checkpoint Scouts kommen auf dich zu und testen dich:

Bist du hiv neutral? «Live hiv neutral» ist ein Lifestyle, den jeder Einzelne

von uns in seinem Umfeld mit seinem Verhalten zum Ausdruck bringt.

Er steht dafür, dass wir nun lange genug das Prädikat «positiv» oder «negativ»

vor schwules Leben gesetzt haben. Mit Fusspilz oder Flugwarzen

tun wir solches ja auch nicht. «live hiv neutral» bedeutet, dass wir wissen,

wie man in einer Welt mit Infektionskrankheiten lebt. Wir kennen

die Risiken, wir kennen unseren Status und wir kennen die Fakten. Wir

haben nicht länger Lust darauf, unser ganzes Leben durch ein «+» oder «-»

definieren zu lassen. Wir sind eine Community, wir halten zusammen

und es spielt keine Rolle, ob ihr Fusspilz, Keuchhusten oder «hiv» habt,

solange ihr euren Status kennt.

Ich freue mich auf den Sommer mit euch, auf Fachgespräche über Minigolf

und auf Sugus in den Zahnritzen.

Eure Pia

Studio 43

Sauna Bar

Studio 43

Monbijoustr. 123, 3007 Bern

Telefon 031 372 28 27

Tram 9 (Richtung Wabern)

Haltestelle Wander

Öffnungszeiten:

täglich 11–22 Uhr,

Samstag bis 00.30 Uhr

www.studio43.ch

33


Presented by

ES COLLECTION

APRÈS FOLIES

Hosted by

DJs

22 UHR26AB 18 J

JULI

BLOK CLUB

Zürich

Tickets

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SCHIFFBAUSTRASSE 3 · 8005 ZÜRICH

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CRUISER Edition Sommer 2014

Kapitel Titel

Sex unter Drogen

– ein HIV-Risiko?

Hallo Dr. Gay

Ich hatte am Wochenende unter Drogen Sex mit zwei Männern. Der eine

hat mich aktiv geblasen und etwas gefingert und den anderen habe ich oral

befriedigt und etwas gefingert. Der Typ, den ich geblasen habe, hatte keine

richtige Erektion. Am Dienstag drauf hatte ich geschwollene Lymphen

oder Mandeln und sehr wahrscheinlich auch Fieber. Ich war zudem sehr

angeschlagen. Kann ich mich mit HIV angesteckt haben? Was, wenn der

Geblasene vorher schon mal abgespritzt hat? Nun mache ich mir Sorgen

wegen der Ansteckungsgefahr. Was ist deine Einschätzung? Michael (29)

Lieber Michael

So wie du die Situation beschreibst, bist du kein HIV-Risiko eingegangen. Eine

gewisse Zeit nach dem Abspritzen ist die Restmenge an vorhandenem Sperma

so gering, dass es für eine allfällige Ansteckung beim Blasen nicht reichen

würde. Zudem verliert das HI-Virus an der Luft relativ rasch an Infektiosität.

Du hättest es auch bestimmt bemerkt, geschmeckt oder gerochen, wenn tatsächlich

Sperma im Spiel gewesen wäre. Dass dein Gegenüber keine Erektion

hatte, ist wahrscheinlich auf den Drogenkonsum zurückzuführen. Somit

muss deine Abgeschlagenheit andere Ursachen haben. Vielleicht ein grippaler

Infekt? Je nachdem, welche Drogen du konsumiert hast, könnten deine

Beschwerden auch eine Folge des Drogenkonsums sein. Auf www.saferparty.ch

findest du Informationen über verschiedene Drogen und Substanzen,

deren Wirkungen und Nebenwirkungen, sowie zu Risiken und Safer use.

Alles Gute!

Sperma in der Sauna

Hallo Dr. Gay

Ich gehe ab und zu mal in die Sauna. Sex habe ich dort keinen, weil es mich

nicht sonderlich reizt und ich in einer monogamen Beziehung lebe. Dennoch

bekommt man immer wieder Angebote und Komplimente oder wird

zwischendurch beim vorbeilaufen am Schwanz oder am Arsch angefasst.

Das kann man jedoch ohne Probleme dankend zurückweisen. Bestehen hier

irgendwelche Risiken auf HIV oder Geschlechtskrankheiten, wenn man gelegentlich

kurz angefasst wird? Es könnte ja noch Sperma oder Lusttropfen

am Finger vorhanden sein. Ist es sicher, wenn man sich irgendwo hinsetzt

oder Barfuss läuft?

Daniel (33)

Lieber Daniel

HIV oder andere sexuell übertragbaren Infektionen (STI) übertragen sich

in der Regel – wie der Name schon sagt – durch (ungeschützte) sexuelle

Kontakte. Eine Ansteckung über zufällige Berührungen oder über Gegenstände

(Stuhl, WC, Boden, Dusche etc.) ist nicht möglich. Es besteht

jedoch die Möglichkeit, sich in der Sauna einen Fusspilz zu holen. Um

dem vorzubeugen, rate ich dir, entsprechend Flip-Flops oder Ähnliches

zu tragen und die Füsse regelmässig zu desinfizieren. Was HIV und STI

angeht, brauchst du dir keine Sorgen zu machen, solange du keine ungeschützten

sexuellen Kontakte hast. Du kannst die Saunagänge und die

Komplimente also weiter geniessen.

Alles Gute!


Eine Dienstleistung der Aids-Hilfe Schweiz

35


Agenda CRUISER Edition Sommer 2014

FR 27. Juni

Winterthur

18.00 WILSCH - Winterthurer Lesben und

Schwule: Festwirtschaft zum Albanifest an

der Badgasse 8. Fleisch- und Gemüsespiesse

vom Grill mit Baked Potatoes und Creme

fraiche, dazu einen feinen Salat. Zudem

Kuchenbüffet. Auch als Take-away. Infos

www.badgasse8.ch und www.albanifest.ch

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Tonträger

18.00 Checkpoint im Gespräch@Bubbles:

Werdstrasse 54. Anmeldung nicht erforderlich.

Autsch! Verletzt beim Sex? Anale Verletzungen

- Ursachen, Abklärungen, Therapie.

Ab 18h Apéro und Essen, ab 19h Infos und

anschliessend weiteres Zusammensein

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren XXL naked

Party Supersize! Fr. 39.– alles inklusive. Garderobe

sowie Getränke sind inbegriffen (excl.

Spirituosen). Einlass nur nackt im ganzen Club

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Scream &

Shout. DJ Louis de Fumer

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode XXL naked

Party Supersize!

SA 28. Juni

Winterthur

16.00 WILSCH - Winterthurer Lesben und

Schwule: Festwirtschaft zum Albanifest

an der Badgasse 8. Fleisch- und Gemüsespiesse

vom Grill mit Baked Potatoes und

Creme fraiche, dazu einen feinen Salat.

Zudem Kuchenbüffet. Auch als Take-away.

Anzeige

Infos www.badgasse8.ch und

www.albanifest.ch

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Marc S

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren

Cruise & amuse

22.00 696club: Badenerstrasse 696. BareBeatz. DJ 5th

Element. Abschlussparty. BareBeatz als Label

wird jedoch weiterbestehen und in andern

Locations stattfinden

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Dudecute!

DJ Loyce

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Open Sector,

heute ohne Dresscode

SO 29. Juni

Winterthur

14.00 WILSCH - Winterthurer Lesben und

Schwule: Festwirtschaft zum Albanifest

an der Badgasse 8. Fleisch- und Gemüsespiesse

vom Grill mit Baked Potatoes und

Creme fraiche, dazu einen feinen Salat.

Zudem Kuchenbüffet. Auch als Take-away.

Infos www.badgasse8.ch und

www.albanifest.ch

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. Mens Club

MI 02. Juli

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ Spit

aka Eugen Danzinger. Disco, Drones, House,

Wonky

Juli 2014

DO 03. Juli

Winterthur

19.30 Badgasse 8: LesBiGay & Friends Treff im

Lokal Badgasse 8

Zürich

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle

Männer und Frauen 19h Treff im Café Rathaus,

Limmatquai 61 zum Apéro, dann ab

20.15h im HAZ-Centro, Sihlquai 67 zu geleiteten

Gesprächen zum Thema Bi-Sexualität

und Polyamory

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Mega Nackt-Party

FR 04. Juli

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Jesse Jay

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Kick-off!

Sportswear and Sneakers

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Black Label

by Boyahkasha! DJs Louis de Fumer & Zör

Gollin - RnB, HipHop, Latin Charts

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Kick-off!

Sportswear and Sneakers only!

SA 05. Juli

Aarau

08.00 Aarglos: Lesbengruppe Spaziergang

durch Verenaschlucht mit Nachtessen in

36


CRUISER Edition Sommer 2014

Anzeige

Solothurn. Infos & Anmeldung pkamer@

hotmail.com

Lausanne

23.00 Jungle - Circuit Pre Party: DJs Carlos

Gallardo & Juiceppe. Vocals by Sandra Love.

D! Club, Place Central, Lausanne. Fr. 30.-,

Vorverkauf Fr. 25.- u.a. Sun Deck, Bern und

Cranberry, Zürich

Thurgau

13.00 HOT, WILSCH & Queerdom: Sommerwanderung

mit Apéro im schönen Schaffhauserland.

Herblingen - Langloch - Kurzloch,

Cherestübli - Reiatstube Opfertshofen. 13h

Treff Bahnhof Schaffhausen, Durchgang

Apotheke. ID oder Pass mitnehmen. Infos

und Anmeldung über www.hot-tg.ch. Bei

Regen Alternativprogramm Museum Allerheiligen

und Munot-Besichtigung

Zürich

08.00 Gay Bikers Zürich: WE-Tour bis 6.7..

Genaue Infos und Anmeldung über

www.gaybikers.ch

17.00 Les Garçons:

Kernstrasse 60. DJ Nick Harvey

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising

unlimited

23.00 Candy Pop Party: Party Musik aus den

letzten 20 Jahren. Gaststar aus Griechenland:

DJ Robin Skouteris. DJ lukJLite. Moods

im Schiffbau. Fr. 29.–, Friendslist Fr. 24.–,

Jahrgang 1989 und jünger Fr. 20.–. Aftersauna

im Moustache. Infos www.playerz.ch.

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Cielo – Diskoteka

Ibiza, hosted by Denny Doll. DJs José

Parra & Gloria Viagra - House

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode X-treme

Leather & Rubber

SO 06. Juli

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. Mens Club

20.00 Tanzleila@Exil: Hardstrasse 245. Party

von Frauen für Frauen. 21h djane red label

(hip-hop, rnb & soul), ab 23h djane heldin

im chaos (elektrotrash & electroclash)

DI 08. Juli

Zürich

19.00 Spot25: Jugendgruppe Zürich Ob du

lesbisch, schwul, bisexuell oder anderartig

orientiert bist, alle sind herzlich willkommen.

Treff im HAZ-Centro, Sihlquai 67

19.30 Alvin Ailey - American Dance Theater:

Ein exklusives Gastspiel im Theater 11 bis

13.7. Programmpunkte: Grace, Home, In/

Side, Revelations. Di bis Fr jeweils 19.30h,

Sa 14h & 19.30h, So 14h. Tickets zwischen

Fr. 49.– und 139.– über www.ticketcorner.

ch. Infos www.alvinailey.org

& www.musical.ch

MI 09. Juli

Bern

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse

11. Essen und Kultur. Treffpunkt für das

translesbischwule Bern. Apéro ab 18.30h,

Essen ab 19.30h

Winterthur

19.30 Badgasse 8: Lesbenbar

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ

Ricardo Ruhga - finest house / progressive

DO 10. Juli

Lenzburg

19.30 Aargay: Stammtisch im Hotel Lenzburg,

Aavorstadt 26, 5600 Lenzburg Schweizerische

Küche und feine Getränke

FR 11. Juli

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Tonträger

19.00 Gay Bikers Zürich Höck: Genaue Infos

über www.gaybikers.ch

19.30 HAZ-Centro: Sihlquai 67. Freitags-Centro

mit speziellem kulinarischem Angebot

präsentiert von Franz & Markus

20.00 gay: my way: Schwule Männer im

Coming-out Treff im HAZ-Centro, Sihlquai

67. Coming-out Gespräche in Kleingruppen

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Bad Boyz

Friday

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. B(l)ack 2 the

Future. DJ Loyce - 80/90ties, Disco, RnB

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Underwear,

Jocks, naked

SA 12. Juli

Winterthur

17.00 WILSCH: Winterthurer Lesben und Schwule

We are family! Essen, Geniesserabend

für die LesBiSchwule Community im Lokal

Badgasse 8 Apéro ab 17h, Essen ab 19h. Anmeldung

unter www.badgasse8.ch bis 10.7.

Agenda

Zürich

07.00 HAZ Outdoor: Bergwanderung - Fanezfurgge.

Genaue Infos und Anmeldung über

www.haz.ch/outdoor.htm

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Sati

21.00 Come together: Lesbian & Gay Party 30+.

DJ Matteo - 80ties, Discoclassics, RnB, Vokal

House. Marquee Club, Weinbergstrasse 68

(Tram 7 & 15, N6, Sonneggstrasse).

Infos www.party4lesandgay.ch

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Please take

your shirt off!

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Gravity.

DJ José Parra - House

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Shit-off!

SO 13. Juli

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. Mens Club

DI 15. Juli

Aarau

19.30 Aarglos Lesbengruppe: Treff. Baden und

Bräteln am Hallwilersee. Treffpunkt 19h

beim Parkplatz Brestenberg. Anmeldung

bei schlifer@hotmail.com

FR 18. Juli

Luzern

22.00 Frigay Night: happy sound for happy

people@The Loft Haldenstr. 21.

Infos www.frigaynight.ch

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Le Mec

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Fuck’n

blow gaycruising

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Balkan Gay

Night. DJ Ricardo Ruhga. Balkan Beats &

Show

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Biker-Gear,

Leather & Rubber

SA 19. Juli

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Marc S

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Prollboyz -

Sneaks party

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Prollboyz -

Sneaks party!

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Agenda CRUISER Edition Sommer 2014

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Hell on Heels.

Drag DJ Nicki Dynamite on High-Heels.

Männer, welche in High-Heels erscheinen,

erhalten Gratis-Eintritt

SO 20. Juli

Meisterschwanden

10.15 Aargay Brunch-Welle: Mit dem Brunchschiff

«MS Seerose» auf dem Hallwilersee.

Besammlung 10.15h Schiffsteg Seerose

beim Hotel Seerose, Meisterschwanden.

10.30h Abfahrt, Rückkehr um 13.30h. Fr.

40.– für Aargay-Mitglieder, Gäste Fr. 60.– für

Extraschiff und Brunch. Einzahlung auf PC

50-107321-7, Vermerk Brunchfahrt. Teilnehmerzahl

ist beschränkt. Auskunft unter

056 667 35 74 (Mani, Telefonbeantworter)

Schaffhausen

13.50 Queerdom: Schaffhausen 6. Queerdom-

Minigolfturnier. Minigolf Langriet,

Neuhausen am Rheinfall. Treffpunkt um

13.50h am Bahnhof Schaffhausen. Kosten

für Mitglieder Queerdom, HOT & WILSCH

ca. Fr. 6.-. Für Gäste + Fr. 5.-. Anmeldung bis

13.7. an dani@queerdom.ch

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. Mens Club

MI 23. Juli

Bern

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse

11. Essen und Kultur. Treffpunkt für das

translesbischwule Bern. Apéro ab 18.30h,

Essen ab 19.30h

FR 25. Juli

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Patcoon

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Nasty boyz

cruising

22.00 Männerzone: Kernstrasse 57. Hier treffen

sich Männer und Kerle! Bart-Party-Nacht

mit Prämierung

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Friday naked

– Nacktparty

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Srceam &

Shout. DJ Louis de Fumer - RnB, Pop, Dance

SA 26. Juli

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Christiano S

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Workers in

Gear - Workerparty

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Workers in

Gear - Worker / Bauern / Army (yellow).

Bierpass 3 für 2

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5.

Dudecute! DJ Loyce

SO 27. Juli

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. Mens Club

DO 31. Juli

Zürich

11.30 Moustache Sauna: Engelstrasse 4.

Nachtsauna bis 07h

19.00 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

Sommernachtessen auf der Werdinsel.

Genaue Infos über www.zundh.uzh.ch

21.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren. Cruising

special. Ab 22h auch Open Sector c

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Splash Jungle-

Circuit Afterhour. DJ José Jones.

Infos www.heavenclub.ch

August 2014

FR 01. August

Zürich

07.00 HAZ Outdoor: Lange Bergwochenende

Österreich / Tirol bis 3.8. mit Urs.

Genaue Infos und Anmeldung über

www.haz.ch/outdoor.htm

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60.

DJ Nick Harvey

22.00 Männerzone: Kernstrasse 57. Hier treffen

sich Männer und Kerle! Helvetikus / Rony

der Alpensohn-Party

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Fuck for

freedom

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5.

Tell - die Party zum Nationalfeiertag.

DJ Louis de Fumer - Open Format

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CRUISER Edition Sommer 2014

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Fuck party

SA 02. August

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60.

DJ Glitzerhaus

22.00 Flash Party@Streetparade: im X-Tra,

Limmatstrasse 118. Infos www.angels.ch

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Planet

Rage - cruising

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Klubnacht -

Street Parade Edition. DJs Miss Delicious

& José Parra. Host and MC Kelly Heelton

- House

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Planet Fetish

& Sportswear. Leader, Army, Rubber, Uniform,

Workwear, Skin-Outfit, Sportswear

MI 06. August

Bern

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse

11. Essen und Kultur. Treffpunkt für das

translesbischwule Bern. Apéro ab 18.30h,

Essen ab 19.30h

DO 07. August

Zürich

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle

Männer und Frauen 19h Treff im Café Rathaus,

Limmatquai 61 zum Apéro, dann ab

20.15h im HAZ-Centro, Sihlquai 67 zu geleiteten

Gesprächen zum Thema Bi-Sexualität

und Polyamory

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Mega Nackt-Party

FR 08. August

Zürich

19.00 Gay Bikers Zürich: Höck.

Genaue Infos über www.gaybikers.ch

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren

Cruising4men

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. B(l)ack 2 the

Future. DJ Loyce - 80/90ties, Disco, RnB

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Open sector -

no dresscode

SA 09. August

Winterthur

17.00 WILSCH: Winterthurer Lesben und Schwule.

We are family! Essen, Geniesserabend für

die LesBiSchwule Community im Lokal

Badgasse 8 Apéro ab 17h, Essen ab 19h. Anmeldung

unter www.badgasse8.ch bis 7.8.

Zürich

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Suck,

blow & fuck

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Gravity.

DJ José Parra - House

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode X-treme

Leather & Rubber

MI 13. August

Winterthur

19.30 Badgasse 8: Lesbenbar

FR 15. August

Luzern

22.00 Frigay Night: happy sound for happy

people@The Loft Haldenstr. 21.

Infos www.frigaynight.ch

Zürich

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren

Fuck n blow

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Electric

Heaven. DJs Vasco & La Luna - Deep- und

TechHouse

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Biker-Gear,

Leather & Rubber

SA 16. August

Thurgau

13.00 HOT Stand Up Paddling 2014: Genaue

Infos und Anmeldung über www.hot-tg.ch

Zürich

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Freistoss!

Sportswear & Sneakers

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Hell on Heels.

DJ Charlet C. House - House

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Freistoss!

Sportswear & Sneakers only!

SO 17. August

Zürich

08.00 Gay Bikers Zürich: Tagestour. Genaue

Infos über www.gaybikers.ch

DI 19. August

Aarau

19.30 Aarglos: Lesbengruppe Treff.

Gemütlicher Abend im Restaurant «Summertime»

in Aarau. Anmeldung bis 5.8. bei

schlifer@hotmail.com

Agenda

MI 20. August

Bern

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse

11. Essen und Kultur. Treffpunkt für das

translesbischwule Bern. Apéro ab 18.30h,

Essen ab 19.30h

DO 21. August

Schönenwerd

19.30 Aargay besucht das Paul Gugelmann

Museum: Schmiedengasse 37, 5012

Schönenwerd. Im Reich der poetischen

Maschinen. Dauer der Führung ca. 1 1/4 Std.

Kosten Fr. 10.-. Anmeldung bis 18.8. an karl.

wingeier@bluewin.ch.

Infos www.gugelmann-museum.ch

FR 22. August

Zürich

22.00 Lollipop Saison Eröffnungsparty:

Show Mickie Krause Live um 23h. Danach

Party auf 3 Dancefloors und Karaoke

Lounge.

Tickets Fr. 34.– über www.ticketcorner.ch.

Nur Party ab 24h Fr. 20.–.

Infos www.lollipopparty.ch

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Suck &

Fuck-Friday

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Scream &

Shout. DJ Louis de Fumer - RnB, Pop, Dance

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Underwear,

Jocks, naked

24.00 behave, anything but straight:

DJ Trinidad. Friedas Büxe, Friedaustrasse 23

SA 23. August

Zürich

08.00 Gay Bikers Zürich: GLME-Sommercamp

bis 30.8., Ayen Périgord (F). Genaue Infos

und Anmeldung über www.gaybikers.ch

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cum,

cruise & enjoy

23.00 Offstream – The alternative Gay Party:

für Schwule, Lesben, Bi, Transgender and

Friends. Offstream Resident DJs. Im Exil,

Hardstrasse 245. Infos www.offstream.ch

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Splash.

DJs Angel O. & Jose Jones - Open format

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Erection - Full

Fetish

DO 28. August

Zürich

19.00 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

Sommernachtessen im Irchelpark. Genaue

Infos über www.zundh.uzh.ch

Impressum

Herausgeber, Verleger, Redaktion und Verlagsadresse:

AfM-Publikationen, Martin Ender, Mühlebachstrasse 174, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, info@cruiser.ch

Infos für die Agenda: agenda@cruiser.ch

Infos an die Redaktion: redaktion@cruiser.ch

Redaktionelle Mitarbeit: Martin Ender (Chefredaktor), Daniel Diriwächter (Stv. Chefredaktor), Thomas Borgmann, Charly Büchi,

Branko B. Gabriel, René Gerber, Michael Lenz

Fotograf: Stefan Büchi, talk@stefanbuechi.ch

Grafik / Layout: Deny Fousek, Bertastrasse 1, 8003 Zürich Litho: Beni Roffler, Letzigraben 114a, 8047 Zürich

Inserate: AfM-Publikationen, Martin Ender,

Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, anzeigen@cruiser.ch

Druck: LZ Print, www.lzprint.ch, Auflage: 12 000 Exemplare, 10 Ausgaben jährlich

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DONNERSTAG 31. JULI

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