Cruiser September 2014

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Cruiser September 2014

CRUISER Edition September 2014

Dieses Magazin ist schwul

«Der Kreis» – ein Film von Stefan Haupt

Dossier: Arm und schwul

Syphilis Reloaded

Lauren Bacall

Robin Williams

Ikonen von Damals: Max Wright

schmaz and «The fabulous Jukebox»


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CRUISER Edition September 2014

Inhalt

Editorial

Diesen September startet der Kinofilm «Der Kreis» in unseren Kinos – ein Stück Schweizer Schwulengeschichte,

das es verdient hat, endlich für die grosse Leinwand entdeckt zu werden. Wir berichten

über die langjährige Entstehungsgeschichte des Films und sprachen mit Regisseur Stefan

Haupt. Auch schreiben wir über ein Tabu: arme Schwule. Wie ist es heute in der Gay-Szene, wenn

man über wenig Geld verfügt? Auf unserer Prominent-Seite huldigen wir den verstorbenen Hollywood-Stars

Lauren Bacall und Humphrey Bogart und in kultureller Hinsicht gibt es genügend

Lesestoff, um den Beginn vom Herbst so richtig spannend zu gestalten.


Stv. Chefredaktor Daniel Diriwächter

6

Arm und schwul

Ein Tabu in der Gay-Szene

8

Prominent

Mit Lauren Bacall und Robin Williams verglühen zwei Sterne

STOP

SYPHILIS

IM OKTOBER

ZUM GRATISTEST

10

Syphilis Reloaded

Die Hälfte aller Infektionen betrifft schwule Männer

12

Ein Film mit Geschichte

«Der Kreis» – die lang erwartete Verfilmung

14

«Der Kreis»

Interview mit Stefan Haupt

27

Ikonen von Damals

Max Wright: der gefallene ALF-Star

News 4 • News Schweiz 11 • Kultur 18

Hot4You 20 • Szene 22 • Kolumne 24

Pia 26 • Dr. Gay 27 • Agenda 28

3


News CRUISER Edition September 2014

Internationale

News

4

London

Boxmanager wird Frau

Frank Maloney war einer der erfolgreichsten

und gefürchtesten Manager im Boxgeschäft. Als

Amateurboxer prügelte der Brite auf seine Gegner

gnadenlos ein. Als Manager verteidigte Maloney

seine Schützlinge wie ein Löwe und führte

so manchen zum grossen Erfolg. Jetzt sorgte

der 61-Jährige mit seinem Coming out in einem

Interview mit der britischen Zeitung «Daily

Mirror» als Transmensch für Schlagzeilen. Er

werde sich einer Geschlechtsanpassung unterziehen,

kündigte Maloney darin an. «Ich wurde

im falschen Körper geboren, und ich wusste immer

schon, dass ich eigentlich eine Frau bin.Ich

konnte einfach nicht weiter im Schatten leben.

Weiter mit dieser Belastung zu leben, das hätte

mich irgendwann umgebracht.»

Den Haag

Dana International kritisiert

Israelkritiker

Eurovisionsikone Dana International hat die

Europäer aufgefordert, den Militäreinsatz Israels

gegen die Hamas im Gaza Streifen nicht

mehr zu verurteilen. «Ihr müsst euren Mund

halten, ihr habt Abermillionen Menschen

durch die gesamte Geschichte hindurch ermordet»,

sagte laut holländischen Medien die

transsexuelle Israelin bei einem Gespräch im

Haus des israelischen Botschafters in den Niederlanden.

Europa habe in der Vergangenheit

in der Welt viele Kriege angezettelt, verstehe

sich aber trotzdem als Ansammlung von Kulturnationen,

kritisierte Dana International.

Die 45-jährige Sängerin hatte 1998 als erster

Transmensch den Eurovision Song Contest für

Israel gewonnen. Ihr Titel «Diva» wurde zur

Kulthymne in der Schwulens zene.

Leipzig

AfD hofiert Schwulenhasser

Die Partei Alternative für Deutschland (AfD)

buhlt im sächsischen Landtagswahlkampf mit

homophoben Ausfällen um Wähler vom rechten

Rand. Für Mitte August hatte sie den österreichischen

Europaabgeordneten Andreas

Mölzer von der rechtspopulistischen FPÖ zu

einem Wahlkampfauftritt nach Leipzig eingeladen.

Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit

dem deutschnationalen AfD-Zusammenschluss

«Patriotische Plattform» organisiert. Mölzer ist

ein extremistischer Homosexuellenhasser. Im

März lobte er in einem Interview mit «Die Presse»

nachdrücklich die homophobe Politik von

Russlands Präsident Wladimir Putin. In seinem

Blog stellte Mölzer auch Homosexuelle mit Kinderschändern

gleich.

Jerusalem

Erleichterte Einwanderung

für Homopaare

In Israel schreitet die Gleichstellung von

Schwulen und Lesben voran. Innenminister

Gideod Saar von der rechtsgerichteten Likud-

Partei hat verfügt, dass Juden künftig mit ihren

gleichgeschlechtlichen nicht-jüdischen

Partnern nach Israel einwandern dürfen.

«Die Tore Israels sind für jeden Juden und

seine Familie offen, ohne einen Lebensstil zu

diskriminieren», sagte Saar. Beide erhalten

demnach auch ein Anrecht auf die israelische

Staatsbürgerschaft. Bislang galt dieses

Privileg nur für nicht-jüdische heterosexuelle

Partner von Juden, nicht aber für gleichgeschlechtliche.

Kampala

Gericht kippt Homogesetz

Homo-Aktivisten in Uganda haben einen Etappensieg

im Kampf gegen die extrem homophobe

Politik von Präsident Yoweri Museveni

erzielt. Das Verfassungsgericht kassierte die

vor einem halben Jahr beschlossene Gesetzesverschärfung

gegen Homosexuelle. Das Parlament

habe sich nicht an die Verfahrensregeln

gehalten. Weil zu wenige Abgeordnete an der

Abstimmung teilgenommen hätten, sei das

Gesetz «null und nichtig», urteilten die Richter

einstimmig. Nach dem Urteil lehnte es das

Gericht jedoch ab, über weitere Klagepunkte

zu verhandeln. Nach Ansicht der zehn Kläger,

darunter zwei Menschenrechtsorganisationen,

verstösst das Gesetz auch gegen die in der Verfassung

garantierten Rechte auf Privatsphäre

sowie gegen das Diskriminierungs- und Folterverbot.


CRUISER Edition September 2014

News

Washington

Homo-Eheverbot besteht

Gesetzestest nicht

In den US-Bundesstaaten kippen Richter reihenweise

die gesetzlichen Verbote der Homo-Ehe.

Zuletzt hob ein Gericht in Virginia das Verbot

der Homo-Ehe auf. Kurz zuvor wertete Bezirksrichter

Scott Crabtree in Colorado das Verbot

der Homo-Ehe als Verstoss gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz

der US-Verfassung als

auch der Verfassung Colorados. Crabtree ist

bereits der 16. Richter, der binnen der letzten

zwölf Monate ein Ehe-Verbot in einem Bundesstaat

für ungültig erklärt hat. Jedoch geben die

Homogegner nicht auf und streiten weiter politisch

und juristisch gegen die Gleichstellung

homosexueller Paare.

Melbourne

Anglikaner gegen Homo-Ehe

Die anglikanische Kirche Australiens wird sich

nicht für die Einführung der Ehe für Homosexuelle

stark machen. Die Kirche werde aber

weiterhin eine «sorgsame Balance zwischen der

Heiligen Schrift und gesellschaftlichen Einstellungen»

suchen, sagte Erzbischof Philip Freier

anlässlich seiner Amtseinführung als neuer

Primas der anglikanischen Kirche Australiens.

Die Anglikaner bewegten sich zwischen der

«Schrift, den Traditionen der Kirche und der

Einstellung, dass es keinen Raum für die Diffamierung

und Zurückweisung von Menschen

gibt, die sich vom gleichen Geschlecht angezogen

fühlen», betonte Freier, Erzbischof von

Melbourne. Die Kirche suche aber auch immer

«nach Wegen, für jüngere Menschen relevant

zu bleiben».

Melbourne

Katholische Aids-Hilfe

Die katholische Kirche trägt weltweit etwa 25

Prozent der Hilfs- und Versorgungsangebote

für Menschen mit HIV und Aids. Das teilte Caritas

Australia zum Beginn einer Konferenz

internationaler katholischer Aidshilfen im vergangenen

Juli in Melbourne mit. In den vergangenen

zwei Jahren habe jedoch die finanzielle

Unterstützung der katholischen Aidshilfeorganisationen

abgenommen, klagte Monsignor

Robert Vitillo, Leiter der Vertretung von Caritas

Internationalis bei den Vereinten Nationen.

Laut den Vereinten Nationen hat die Zahl der

Neuinfektionen mit 2,1 Millionen im Jahr 2013

den niedrigsten Stand in diesem Jahrhundert

erreicht. Jedoch sei vor allem in den Entwicklungsländern

die Zahl der Neuinfektionen unter

Transsexuellen, homosexuellen Männern

und Sexarbeitern «dramatisch gestiegen».

Melbourne

Regenbogenfamilien besser

für Kinder

Kinder in einer Regenbogenfamilie erfreuen sich

im Vergleich zur Vater-Mutter-Kind-Familie eines

grösseren Masses an Gesundheit und an Wohlbefinden.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie

der Universität Melbourne. Insgesamt wurden

für die Untersuchung 315 gleichgeschlechtliche

Eltern mit insgesamt 500 Kindern befragt. Die

«freie Rollenwahl» in Regenbogenpartnerschaften

führe zu einer «harmonischeren Familie, die

dadurch gesünder und glücklicher wird», sagte

Studienleiter Simon Crouch in einem Interview

mit dem australischen Sender ABC. Heterosexuelle

Paare hielten dagegen mehrheitlich an den

«Geschlechterklischees» fest. Homogegner wiesen

die Studie als wertlos zurück.

Ulan Bator

Mehr Schutz für Homosexuelle

Die Mongolei wird aktiv gegen die Diskriminierung

von Schwulen und Lesben. Geplant ist nach

einem Bericht von Al-Dschasira eine umfassende

Gesetzesreform: ein Antidiskriminierungsgesetz

soll eingeführt werden; Hassverbrechen sollen

härter bestraft werden; Polizeibeamte sollen

künftig in Schulungen lernen, Hassverbrechen

besser identifizieren zu können. Im Februar war

ein schwuler Mann in aller Öffentlichkeit vergewaltigt

worden. Bereits 2012 klagte die staatliche

Menschenrechtskommission, 80 Prozent

der schwulen, lesbischen und transsexuellen

Mongolen würden wegen ihrer sexuellen Orientierung

oder Geschlechtsidentität diskriminiert.

Homosexualität war in der Mongolei bereits

1961 entkriminalisiert worden.

Singapur

Vereinte Religionsfront gegen

Homos

Eine Umfrage machte die prägende Rolle der

Religionen für das moralische Wertesystem der

Singapureaner deutlich. Bei den meisten Fragen

der Moral wie Homosexualität, aussereheliche

Schwangerschaften oder Sex ausserhalb der

Ehe erwiesen sich Singapureaner aller Religionen

und jene, die keiner Religion angehören,

in etwa gleich konservativ. Lediglich bei den

Themen «vorehelicher Sex»‚ «Zusammenleben

unverheirateter Paare» und «Scheidung» zeigten

sich Buddhisten, Taoisten und nichtreligiöse

Singapureaner akzeptierender als Muslime,

Hindus, Katholiken und Protestanten. 44 Prozent

der Singapureaner sind Buddhisten und

Taoisten, 18 Prozent Christen, knapp 15 Prozent

Muslime, fünf Prozent Hindus. «Andere Religionen»

machen 0,7 Prozent und Singapureaner

ohne Religion 17 Prozent aus.

Singapur

26 000 bei Pink Dot

Das diesjährige schwul-lesbische Pink-Dot-

Event war in der Geschichte Singapurs eine

der grössten Veranstaltungen der Bürgergesellschaft.

26 000 in rosa gekleidete Schwule, Lesben

und ihre Freunde hatten Ende Juni an Pink

Dot im Hong Lim Park teilgenommen. Öffentliche

Veranstaltungen oder gar Demos für oder

gegen irgendwas sind in Singapur höchst selten

und wenn, dann nur der Regierungspartei nahestehenden

Organisationen erlaubt. Erstmalig

wagten sich in diesem Jahr aber auch Homogegner

auf die Strasse. Christliche und muslimische

Gruppen demonstrierten am Rande von

Pink Dot gegen Schwule und Lesben. Sex zwischen

Männern ist in Singapur verboten und

kann mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bestraft

werden. Das Gesetz aus der britischen Kolonialzeit

wird jedoch seit einigen Jahren nicht mehr

angewendet.

Teheran

17 Prozent der Schüler

schwul?

Laut einer Studie des iranischen parlamentarischen

Forschungsdienstes sind 17 Prozent

der Schüler der Sekundarstufe homosexuell.

Für die Untersuchung seien im ganzen Land

142 000 Schüler befragt worden, berichtete das

britische Magazin «Economist». Schwule werden

im Iran verfolgt und müssen bei einer Anklage

mit der Todesstrafe rechnen. Der frühere

iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad

hatte sich wiederholt abfällig über Homosexuelle

geäussert. Mal behauptete Ahmadinedschad,

es gebe im Iran überhaupt keine Schwule

und Lesben. Dann wieder bezeichnete der

Politiker Homosexualität als Krankheit. Sein

als relativ liberal geltender Nachfolger Hassan

Rohani hat sich noch nicht zu Homosexualität

geäussert.

5


Gesellschaft CRUISER Edition September 2014

Arme Schwule

Ein Tabu in der Gay-Szene

Von Haymo Empl

Tolga und René sind schwul

und arm. Armut wird in der

Gayszene konsequent totgeschwiegen.

Cruiser hat mit

Betroffenen gesprochen und

die beiden Gesprächsprotokolle

aufgezeichnet.

Seit Dekaden geht die gemeine Bevölkerung davon

aus, dass wer schwul ist, auch Geld hat. Vielleicht

liegt es daran, dass die Heteros davon ausgehen,

dass wenn da keine Kinder sind, mehr

Geld übrig bleibt, weil der Verdienst nicht in

Zahnspangen, Aknebehandlung, ADHS-Therapien

oder sonstige Nachwuchsförderungsmassnahmen

investiert werden müssen. Es mag sein,

dass Gays über mehr Geld verfügen. Statistiken

darüber existieren keine. Martina Guggisberg

vom Eidgenössisches Departement des Innern

EDI bestätigt: «Wir können bei unseren Armutsindikatoren

nicht nach der sexuellen Orientierung

der Person unterscheiden, da in der

Datenbasis die entsprechenden Informationen

fehlen. Ebenso fehlen uns bei alleinlebenden

Personen Angaben darüber, ob sich diese in

einer Beziehung befinden oder nicht. Was wir

hingegen ausweisen, ist die Armutsbetroffenheit

nach verschiedenen Haushaltstypen. Dabei

zeigt sich, dass allein lebende Personen öfter

einkommensarm sind als Personen, die in

einem Haushalt mit mehreren Erwachsenen

ohne Kinder leben.»

Geht man vom Bundesamt für Statistik aus, lebt

jeder 13. Schweizer in Armut. 590 000 Personen,

so weist das BFS aus. «Armut» heisst, dass

weniger als 2200 Franken pro Monat verdient

werden. Davon müssen die Betroffenen den allgemeinen

Lebensunterhalt wie Essen, Kleidung,

Körperpflege und Verkehr sowie Wohnkosten

und Versicherungen bestreiten. Mit Tolga und

René geben wir der Armut ein Gesicht. Zwar

verfügen die beiden über ein leicht höheres Einkommen,

als die vom BSF festgelegte Armutsgrenze.

Dennoch reicht es vorne und hinten

nicht und sie fühlen sich ausgegrenzt.

Tolga (22, Basel)

«Ich arbeite bei Valora am Kiosk. Als Türke

bin ich nicht geoutet. Meine Eltern sind

vom Tessin nach Zürich gezogen, ich war

damals 16 und hatte meine obligatorische

Schulzeit beendet. Eigentlich hätte ich damals

eine Lehrstelle suchen sollen, das Problem

war aber, dass ich italienisch und türkisch

sprach, aber kaum deutsch. Ich hatte

damals die Wahl: entweder sofort deutsch

zu lernen und eine Lehrstelle zu suchen oder

möglichst schnell einen Job zu finden. Mein

Vater bekam ein Jobangebot bei Sulzer in Zürich,

meine Mutter war Hausfrau und meine

beiden älteren Schwestern versuchten

sich im Tourismus in der Türkei. Ich hatte

eigentlich nicht wirklich eine Wahl in Sachen

Beruf, denn mit 16 macht man sich

nicht so wahnsinnig viele Gedanken über

die Zukunft und meine Eltern fanden auch,

dass ich Geld verdienen soll. Der Umzug von

Lugano nach Zürich war für alle hart, ich

hatte keine Freunde in der Deutschschweiz

und ich merkte, dass «etwas nicht stimmte».

In meiner Kultur spricht man nicht über Homosexualität

und ich habe noch heute Mühe

damit, dass es bei mir offenbar so ist und

wohl auch so bleiben wird.

Bald entdeckte ich, dass ich im damaligen «Caroussel»

Sex finden konnte und dafür auch noch

bezahlt wurde. Für mich eine «Win-Win»-Situation.

Ich sah also damals keinen Grund, irgendetwas

an meiner Lebenssituation zu ändern.

Dass sich das später rächen würde, habe ich

wohl vermutet, auch gespürt, aber es war mir

egal und ich habe es verdrängt.

Das «Caroussel» wurde geschlossen, ich habe

dann an anderen einschlägigen Plätzen angeschafft

und mich auch im Internet auf den entsprechenden

Plattformen eingeschrieben – was

ich heute teilweise noch immer mache.

Vom Kiosk zum Strich

Beim Kiosk werden bei uns keine Vollzeitstellen

angeboten. Ich verdiene im Internet so um die

1200 Franken, vom Kiosk kommen nochmals

1600 Franken dazu. Da ich nicht mehr bei meinen

Eltern wohne und nun eine eigene Wohnung

habe, gehen schon mal monatlich 950

Franken weg. Natel, Internet und TV kosten im

Monat auch an die 200 Franken. Ich habe mir

auch schon überlegt, mich beim RAV anzumelden

und eine Umschulung zu beantragen. Das

Problem: Wenn ich mich beim RAV anmelden

würde, dann bekäme ich ja nur 80 % von meinem

Kiosklohn. Und das würde dann ja überhaupt

nicht reichen. In Basel wohne ich, weil

ich weg von meinen Eltern wollte und ich keine

Lust darauf habe, dass meine Mutter immer bei

mir aufkreuzt. Im Tessin hätte ich noch weniger

Chancen…

Ich habe mittlerweile Deutsch gelernt und jemand

hilft mir auch bei Bewerbungen. Leider

bekomme ich immer nur Absagen, weil ich keine

Berufslehre gemacht habe. Gerne würde ich

mir auch dann und wann mal ein Parfüm leisten

oder in Zürich essen gehen, aber schon die

Fahrt mit dem Zug ist einfach teuer. Apropos

Zug: Für eine Berufslehre ist dieser nun auch

abgefahren. Ich habe es einmal versucht als

Fitness-Instruktor, ein Kunde von mir hat mir

die Ausbildung bei der Migros Klubschule bezahlt.

Aber mein Deutsch war einfach noch zu

schlecht und ich konnte den Unterrichtsstunden

nicht folgen. Ebenfalls war ich es einfach

nicht gewohnt, mich wieder in die Schulbank

zu drücken und zu lernen. Vielleicht gehe ich

auch in die Türkei und versuche mich dort als

Fremdenführer oder so. Mal schauen.»

6


CRUISER Edition September 2014

Gesellschaft

te ich ein Boot auf dem Zürichsee, wir tranken

Champagner (nicht Prosecco!), hatten Spass und

feierten viel. Mein Freundeskreis schrumpfte mit

Aids, die Parties wurden kürzer und nach meiner

Pensionierung schrumpfte mein Vermögen

langsam aber stetig. Ich war es nicht gewohnt,

die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen,

ich war es nicht gewohnt, in der Oper einfach

irgendwelche Tickets übers Internet zu buchen

und eigentlich kaufte ich gerne und oft bei Jelmoli,

Globus und Sprüngli ein. Meine Situation

änderte sich drastisch, als ich vor zwei Jahren

erste Anzeichen von Parkinson hatte. Ich habe

Aids überlebt, dafür nun das. Als alter Schwuler

hat man oft das Gefühl, nicht mehr willkommen

zu sein. Wenn du dann aber noch zitterst, dann

wird es schwierig. Meine Krankenversicherung

reicht nur für die «normale» Therapie und die

Spitex. Gehhilfen werden nur rudimentär bezahlt

und wenn ich beispielsweise in die Ferien

möchte, dann müsste ich für Betreuung extra

aufkommen, was ich mir in diesem Fall nicht

leisten kann.

Keiner will einen zittrigen alten Schwulen.

Abgesehen von der Krankheit an sich ist das Stigma

«Alt» und dann noch «zittrig» teilweise unerträglich.

Viele meiner früheren Freunde, welche noch

leben, kommen mich nicht mehr besuchen. Es ist

halt schon so: Früher war ich der René, der allen

bezahlen muss. 14 Tabletten kosten 290 Franken,

ich muss jeden Tag eine nehmen.

Von der AHV und der Rentenversicherung erhalte

ich monatlich 4200 Franken. Da ich seinerzeit

meine Wohnung verkauft habe und

dieses Geld gemäss meinem Treuhänder angelegt

habe, sich das Geld aber beim Börsencrash

im Jahre 2008 quasi in Luft aufgelöst hat, lebe

ich nun von diesem Betrag. Für viele mag dieser

Betrag reichen, meine Wohnung kostet aber

pro Monat 2800 Franken. Bald werde ich einen

Arm und schwul. Ein Tabu in der Gay-Szene. © Rui/Empl

René, 68 (Zürich)

«Ich war Rektor einer Berufsschule und habe sehr

viel verdient. Bereits in jungen Jahren kaufte ich

eine Eigentumswohnung, welche ich später vermieten

konnte und habe mir in all diesen Jahren

einen enormen Freundeskreis aufbauen können.

Ich gehöre wohl zu der alten Garde der bekennenden

Schwulen: Ich habe mich bereits in den

60er Jahren geoutet, habe die «wilden Zeiten»

in Zürich miterlebt und vor allem überlebt und

bin gerne und oft gereist. In den 80er Jahren hat-

eine Runde spendierte, beziehungsweise ins Theater

lud. Jetzt kann ich nicht mehr Auto fahren, bin

auf Hilfe beim Gehen angewiesen und da die Ausgaben

für die Krankheit enorm sind, kann ich mir

auch nicht mehr alles leisten, geschweige denn

Leute einladen. Von Solidarität in der Gay-Szene

ist nichts zu spüren, ich habe stets das Gefühl,

dass alle über mich tuscheln. Ich schaue sehr viel

TV, bin manchmal den ganzen Tag im Bett und

kümmere mich – so gut es geht – um meine Balkonpflanzen.

Gerne würde ich beispielsweise ans

Theaterspektakel gehen. Ein Nachbar hat mir die

«Carte Blanche» des Tagesanzeigers geschenkt, damit

könnte ich vergünstigt hingehen. Aber schon

alleine der Transport würde mein Monatsbudget

arg strapazieren, zumal ich neu auch ein Medikament

gegen die Symptome der Krankheit nehme,

das in der Schweiz von Swissmedic noch nicht

zugelassen ist und ich daher aus eigener Tasche

Rollstuhl brauchen. Die Krankenkasse würde

nur ein sehr rudimentäres Modell übernehmen,

ich möchte aber ein elektrisches Gefährt,

das müsste ich komplett selbst bezahlen. Unter

gar keinen Umständen will ich in ein Heim.

Als Schwuler würde ich mich dort bestimmt

unwohl fühlen, denn ich habe kein Interesse

an geregelten Mahlzeiten und organisierten

Kartenspielen mit irgendwelchen (meist

älteren) Damen. Daher bin ich auf Taxidienste

und Heimlieferung von Lebensmitteln angewiesen.

Meine wenigen Kumpanen von früher

wissen nicht, dass ich eigentlich kein Geld

mehr habe, ich rede auch nicht darüber. Gerne

würde ich dann und wann mal wieder ins Kino

gehen, früher war ich oft sogar im Mittagskino

beim Stadelhofen. Aber der logistische Aufwand,

verbunden mit den hohen Kosten, würde

mein Budget sprengen.»

7


Prominent CRUISER Edition September 2014

Lauren Bacall

Vicky Beeching

Evangelikale wie konservative Christen der USA

und Grossbritannien haben ein neues Feindesbild

– die Sängerin Vicky Beeching (33). In beiden

Ländern ist christliche Pop-Musik hoch

im Kurs und deren Künstler werden fast wie

weltliche Stars verehrt – mit dem Segen Gottes,

versteht sich. Und (nicht nur) in beiden Ländern

wird die Bibel öfter dazu missbraucht, um eigene

Ängste und Dummheiten zu kaschieren. Vicky

Beeching war so ein evangelischer Popstar.

Mit 23 Jahren zog sie von Nashville aus, um die

Bibel-Welt zu erobern. Sie trat in den amerikanischen

Megakirchen auf und galt schon fast als

Sie galt als eine der letzten der «alten Garde»

Hollywoods – nun lebt sie nicht mehr: Schauspielerin

Lauren Bacall. Sie war in jeder Hinsicht

aussergewöhnlich für die Traumfabrik:

Mit einer rauchigen Stimme, schlanken Figur

und markanten Gesichtszügen gesegnet fiel

sie neben den damaligen kurvigen Sexbomben

schnell auf. In gewisser Weise erinnerte sie

an Katherine Hepburn, erreichte jedoch trotz

grossen Ruhmes nie deren Talent. Trotzdem

hinterliess sie 1944 mit ihrem Leinwand-Debüt

«To Have and Have not» einen starken Eindruck

beim Publikum. Und als ob das nicht genug

wäre, beeindruckte Lauren Bacall im selben

Film ihren Kollegen Humphrey Bogart, der später

ihr Ehemann werden sollte. Die Ehe hielt bis

zu dessen Tod 1957. Unterbeschäftigt war Lauren

Bacall nie, stand aber oft im Schatten anderer

Mitstreiter. Als einer ihrer erfolgreichsten

Filme gilt «How to marry a Millionaire» (1953).

Obwohl sie ganz klar die Hauptrolle der starken

Frau inne hatte, raubte ihr die Nebenrolle eines

halbblinden Schussels jede Aufmerksamkeit,

schliesslich wurde dieser von Marilyn Monroe

verkörpert. Chancen auf einen Oscar hatte Lauren

Bacall nur einmal, als sie Barbra Streisands

Robin Williams

legitime Nachfolgerin von Amy Grant. Die Sache

hatte nur einen Hacken: Vicky Beeching wusste

schon als Teenager, dass sie auf Frauen steht.

Es war so schrecklich und beschämend für sie,

dass sich in einem christlichen Jugendcamp

freiwillig einer Teufelsaustreibung unterzog.

Die Prozedur selbst war aber schlimmer als die

Verleugnung. Fortan versuchte Vicky Beeching

als heterosexuelle Frau durch die Welt zu gehen.

Bis sie schwer krank wurde. Laut eigenen

Angaben habe ihr Körper das ewige Verleumden

nicht mehr ausgehalten. Der britischen Zeitung

«Indepedant» gab sie diesen Sommer zu: ja, ich

bin lesbisch. Unnötig zu erwähnen, dass ihre

Fans nach dem Riechsalz greifen mussten und

mit sehr unchristlichen Worten Vicky Beeching

verunglimpften. Lossagen von ihrem Glauben

will sich die Sängerin jedoch nicht, denn sie ist

überzeugt: «Gott liebt mich so, wie ich bin». (dd)

8

© pd

© pd

Mutter in «The Mirror has two Faces» gab. 2009

wurde sie schliesslich mit dem Ehrenoscar für

ihr Lebenswerk ausgezeichnet und spielte noch

an der Seite von Nicole Kidman in «Dogville».

Am 13. August verstarb Lauren Bacall friedlich

im Alter 89 Jahren. (dd)

© pd

Auch sein Tod schockte die Filmwelt – und weit

darüber hinaus: Robin Williams. Der beliebte

Schauspieler verliess das Leben freiwillig Mitte

August. Schuld dürften laut diversen Medienberichten

Depressionen und Alkoholismus

sein. Nach seinem Tod bestiegen viele Fans –

vor den Augen der sozialen Medien und in Anlehnung

an eine seiner grössten Rollen -einen

Tisch. In «Dead Poets Society» spielte Robin Williams

einen Freiheits- wie Literatur-Liebenden

Lehrer, der 1959 seine Schüler zu selbstständigem

Handeln und Denken anregt. Am Ende

muss der Lehrer gehen, doch die Schüler zollen

ihm Respekt, stehen auf ihr Pult und rufen «O

Captain, mein Captain» – eine Zeile von Dichter

von Walt Whitman. Selbst die deutsche Tagesthemen-Moderatorin

Caren Migosa stieg für

den Nachruf auf ihr Pult – und verleitete einen

neunmalklugen Journalisten der «Welt» zu einer

verspäteten Filmkritik. Aber es ist nicht nur

der viel zitierte Film, der Robin Williams quasi

«unsterblich» machte. Das breite Publikum liebte

ihn als «Mrs Doubtfire» (1993), die Art-House-

Gemeinschaft für «Good Will Hunting» (1997)

und die Schwulen für das US-Remake von «The

Birdcage» (1996). Noch fünf Filme von Robin

Williams sind unveröffentlicht. In «Boulevard»

spielte er einen Bankangestellten, der sich mit

seinem gewöhnlichen Alltag nicht mehr abfinden

will. Der Charakter von Robin Williams

wird dabei als fürsorglicher Familienvater beschrieben,

der sich seiner lange versteckten Homosexualität

stellen muss. (dd)


CRUISER Edition September 2014

Prominent

Promi Big Brother

Mama Tits

Im Sommer war CSD und Pride-Zeit – und somit

auch Zeit für alle Drag Queens, sich herauszuputzen

und der Öffentlichkeit zu zeigen,

dass auch Männer in High Heels durchaus gefallen

können. So begab es sich auch Anfang

Juli im amerikanischen Seattle, der Stadt mit

den höchsten Niederschlagswerten der Staaten.

Trotz Regenwetter führte die dortige PRIDE

wie jedes Jahr durch die schmucke Innenstadt

– angeführt von Mama Tits, einer lokalen Drag

Queen, bewaffnet mit einem Mikrofon, damit

auch der letzte Teilnehmer sie hören konnte.

Was die Organisatoren nicht bedachten, war,

dass sich dem friedlichen Umzug eine Horde

fundamentaler Christen in den Weg stellte,

die mit Schildern von Jesus und dem üblichen

Diplo

Wenn Madonna nicht gerade ihre Fitnesstempel

eröffnet, einen Film dreht, ihre Kinder versorgt,

mit Elton John streitet oder für den Weltfrieden

kämpft, steht sie doch tatsächlich auch im Studio

und nimmt neue Songs auf. Allerdings sind

die Zeiten passé, in welcher sich die «Queen

of Pop» nur auf die Musik konzentrierte. Heute

benötigt die 56-Jährige bei all ihren Projekten

sehr viel Kalkül - der nicht wirklich funktioniert.

Sprich, man nehme die angesagtesten

Musiker der Gegenwart und gebe sich als grosses

Vorbild aus, obwohl es sich eigentlich um

Trittbrettfahren handelt. So geschehen bei den

letzten Alben. Zwar waren die Verkaufszahlen

nicht schlecht, doch bei den Fans stehen «Hard

Candy» (2008) und «MDNA» (2012) ganz unten

auf der Liste. Bei Madonnas neuem Album ist

- leider – ein ähnliches Desaster zu erwarten.

Wie bereits bekannt, war Madonna mit dem

Schweden Avicii (25) im Studio, dessen Songs

derzeit die internationalen Charts stürmen. Im

August wurde zudem bekannt, dass der amerikanische

DJ und Komponist Diplo (36) ebenfalls

mit im Studio war. Dieser gilt noch als Geheimtipp,

aber kann selbst wohl nur schwer mit Geheimnissen

umgehen. Jedenfalls plauderte der

blonde Musiker frisch und frech über die Zeit

mit Madonna. So soll die Pop-Ikone, entgegen

ihrem früheren Arbeitsethos, gerne mal einen

© pd

Keine Frage, «Promi Big Brother» auf Sat1 war

bestes Unterschichten-TV – in bester Kleidung

und zur bester Sendezeit. Seit das Format 1999

von Holland aus seinen Siegeszug antrat – damals

noch ohne die sogenannten Promis – lassen

sich heute in über 70 Ländern die Zuschauer

immer wieder dafür begeistern, wenn Menschen

abgeschirmt und verfolgt von Kameras

in Containern leben. Von «Big Brother» gab es

diverse Ableger, so wurde einmal ein ganzes

Dorf diesem Motto unterworfen, oder ein «lebenslanges»

Camp. «Promi Big Brother» ist so

was wie das jüngste Kind der Container-Saga

und kam 2013 erstmals ins deutsche Fernsehen.

Der Erfolg war bescheiden, die Gewinnerin Jenny

Elvers gerade auf Alkohol-Entzug. Doch die

letzten zwei Wochen des vergangenen Augusts

liess das Promi-Fiasko zum Strassenfeger werden.

Bis Redaktionsschluss stand leider nicht

fest, wer das Spektakel gewonnen hat – wir können

aber schon jetzt mit felsenfester Sicherheit

sagen, dass diejenige Person keine Säule der

Gesellschaft sein wird. Sicher am meisten profitieren

wird Moderator Jochen Schropp (23). Der

smarte Schönling führt zwar etwas gelangweilt

durch die Sendung, fesselt aber dennoch viele

Zuschauer. Es lohnt sich zu erwähnen, dass ein

kleiner Artikel über Jochen Schropp vor zwei

Jahren auf unserer Webseite (cr-magazin.ch)

mit fast 10 000 Klicks der erfolgreichste seiner

Art war. (dd)

© pd

Hassgerede die bunte Gemeinde sprengen oder

sie gar in die Hölle schicken wollte. Aber nicht

mit Mama Tits! Todesmutig stellte sich die Drag

Queen vor ihre Schützlinge und schritt mit grossen

Schritten – und in noch grösseren Schuhen

- ihren «Feinden» entgegen. Selbstverständlich

nicht ohne Worte. An die versammelten

Schildträger (man möchte fast von Schildbürgern

reden), hatte Mama Tits im Prinzip nur

eine Frage: Weshalb wird hier der Name Gottes

für Diskriminierungen missbraucht? Antworten

bekam sie keine. Das Video des Auftritts

auf Youtube erreichte hingegen mehr als 1, 5

Millionen Zuschauer. Mit einem Schlag wurde

Mama Tits weltberühmt, sprich die berühmteste

Drag Queen des Sommers. In den Medien als

«Kreuzritterin» der LGBT-Community geadelt,

steht Mama Tits für ein neues Selbstbewusstsein:

Drag Queens halten die Backe oben kein

einziges Mal hin. (dd)

© pd

zwitschern – Rosé-Wein stehe dabei ganz oben

auf der Liste. Allerdings, so gab Diplo zu, würde

Madonna auch beim Trinken gefasst sein. (dd)

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Publireportage CRUISER Edition September 2014

Syphilis Reloaded

Nationale Testwochen im

Oktober

Vor gar nicht so langer Zeit

galten Geschlechtskrankheiten

als vernachlässigbar. Gesundheitsämter

und NGOs

widmeten sich in erster Linie

HIV und Aids. Heute weiss

man es besser: Tripper und

Co. sind weltweit wieder auf

dem Vormarsch. Und über

die Hälfte aller Syphilis-Fälle

werden bei Männern, die Sex

mit Männern haben, diagnostiziert.

Grund genug um mit

einer Syphilis-Testwoche im

Oktober dem Bakterium in der

Gayszene Beine zu machen.

STOP

SYPHILIS

moralische und religiöse Bewertung von Sexualität.

Angst und Moral hielten Einzug. Und

hallen bis heute nach.

Schnell übertragen, gut heilbar

Gelangt das für die Syphilis verantwortliche

Bakterium Treponema pallidum in die Schleimhäute,

dringt dieses durch kleinste Verletzungen

und löst lokale Entzündungen aus. Diese

werden oftmals nicht bemerkt. Oder es zeigen

sich mögliche Symptome wie Geschwüre, kleine

Wunden am Ort der Übertragung, sprich

am und um den Anus, oft am Penis und auch

im Mund. Aber auch geschwollen Drüsen, Hautausschlag,

Fieber, Muskelschmerzen, Kopfweh

können Zeichen einer Syphilis sein. Übertragen

wird die Syphilis hauptsächlich bei ungeschütztem

Analverkehr, Oralverkehr, Fisting aber

auch allen anderen Sexpraktiken.

HIV-positive

Menschen zeigen oft

atypische Krankheitsverläufe.

Der leicht zu

übertragenden Syphilis

ist weder mit Hygiene

noch mit Safer Sex

beizukommen. Präservative

bieten zwar einen

gewissen Schutz,

aber keinen genügenden.

Darum ist es umso

IM OKTOBER

ZUM GRATISTEST

wichtiger, bei Anzeichen,

häufig wechselnden

Sexpartnern oder

einem Unbehagen, sich

auf die Syphilis testen

und gegebenenfalls

behandeln zu lassen.

Denn die Syphilis ist

gut und einfach mit Penicillin

behandelbar.

Woher die Syphilis stammt, darüber ist sich

die Wissenschaft bis heute uneins. Ob von der

neuen Welt (Amerika) in die alte Welt (Europa)

eingeschleppt, oder ob schon immer eine europäische

Variante existierte, ist noch nicht

ausdiskutiert. Als gesichert gilt hingegen das

Aufkommen einer bis dahin unbekannten

Krankheit zu Beginn des 15. Jahrhunderts in

Europa. Fürchterlich soll sie gewütet haben,

die so genannte «Lustseuche», die «Französische

Krankheit», die «Englische Krankheit», wie sie

je nach Ausbreitung genannt wurde. Pflegten

die Menschen im Mittelalter ein relativ ungezwungenes

Verhältnis zur Sexualität, änderte

sich dies mit der Syphilis schlagartig. Die Entdeckung,

dass die Krankheit via Geschlechtsverkehr

weitergegeben wurde, veränderte die

Syphilis-Testwochen in der Schweiz

Vom 1. – 31. Oktober 2014 nationale Testwochen

für Männer, die Sex mit Männern haben.

Ausgewählte Teststellen bieten gratis einen Test

an. Den Schnelltest für die Männer, die noch nie

eine Syphilis hatten, einen aufwändigeren Labortest

für Männer, die bereits einmal eine Syphilis

hatten. Die Adressen der Teststellen und

welche davon auch einen Labortest anbieten,

stehen auf drgay.ch.

Also Männer: Lasst euch auf Syphilis testen.

Im Oktober sogar gratis!

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CRUISER Edition September 2014

News Schweiz

Wenn Homophobie

zur Norm

wird

Network veranstaltet ein Podium

zur aktuellen Situation in

Russland.

Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender

(LGBT) sind in Russland zunehmend unter

Druck geraten: Die Gewalt gegen LGBT-Personen

sowie Hassreden und Zeichen der Intoleranz

von Politikern, Kirchenvertretern und

Medien häufen sich. Die Versammlungs- und

Vereinsfreiheit sind für LGBT-Personen stark

eingeschränkt. Mit dem Verbot der sogenannten

homosexuellen Propaganda und der Gesetzgebung

betreffend fremden Agenten wird

versucht, die LGBT-Gemeinschaft mundtot zu

machen.

Zu diesem Thema veranstaltet Network am

6. September ein Podiumsgespräch mit namhaften

Vertretern der schwullesbischen Gemeinschaft

Russlands. Das Podium wird moderiert

von Hans-Peter Fricker, Gründungsmitglied

und Leiter der Politischen Kommission von

Network.

Samstag, 6. September, 11 Uhr

UBS Konferenzgebäude Grünenhof,

Nüschelerstrasse 9, Zürich

Weitere Information unter

www.network-podium.ch

Checkpoint im

Gespräch

Das Thema am 18. September:

Alternativen zur Schulmedizin.

Seit 2012 gehören fünf Behandlungsmethoden

der Komplementärmedizin zum Leistungskatalog

der obligatorischen Grundversicherung.

Bei den fünf Leistungen handelt es sich um die

anthroposophische Medizin, die Homöopathie,

die Neuraltherapie, die Phytotherapie und die

traditionelle chinesische Medizin.

Doch wo kann Komplementärmedizin eingesetzt

werden? Wo liegen Risiken? Wo können

Methoden der Komplementärmedizin unsere

Lebensqualität verbessern? Welche Wechselwirkungen

sind zu beachten etwa in Bezug auf

eine HIV-Therapie? Was muss mein Hausarzt

über meine zusätzlichen Behandlungsmethoden

wissen?

«Checkpoint im Gespräch» findet am Donnerstag,

18. September im Restaurant Bubbles in

Zürich statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Von wegen

«Hochzeit»

Corine Mauch und André

Odermatt feierten gemeinsam

ihre Verpartnerung.

Der «Blick» enthüllte im Mai, dass Stadtpräsidentin

Corine Mauch heimlich ihre langjährige

Partnerin Juliana Müller «geheiratet» habe. Die

Eintragung wurde im kleinen Kreis begangen.

Ende August folgte nun laut «Blick» das grosse

«Hochzeitsfest». Und das gleich für zwei Paare:

Auch Mauchs Stadtrats- und Parteikollege André

Odermatt und sein Partner haben die Eintragung

ihrer Partnerschaft dort gefeiert.

Auffällig war, wie die Tageszeitung dauernd von

einer Hochzeit sprach. Schon Corine Mauch erklärte

in ihrer Rede an der Pride vergangenen

Juni, dass es eben keine Hochzeit gewesen sei und

dass eine solche in der Schweiz für Lesben und

Schwule nicht möglich sei. Doch das soll das Glück

nicht trüben – in einem Statement Mitte August

betonten die Stadtpräsidentin und der Vorsteher

des Hochbaudepartements: «Wir freuen uns sehr

auf dieses Fest im privaten Rahmen und im Kreis

unserer Familien, Freundinnen und Freunde.»

Keine Steuern für

Schwulenheiler

Schweizer Ableger von «Weisse

Kreuz» und «Campus für

Christus» sind steuerbefreit.

Wie die «Schweiz am Sonntag» Mitte August

enthüllte, werden zwei Schweizer Ableger von

Organisationen, welche in Deutschland als homophobe

Organisationen gelten, hierzulande

von der Steuerpflicht befreit. Konkret handelt

es sich um das «Weisse Kreuz» und «Campus

für Christus» (CfC). Beide sollen in Deutschland

regelmässig «Homo-Heilungs-Seminare»

veranstalten. Auf der Schweizer Webseite vom

CfC wird empfohlen, «auf der Hut» zu sein vor

Aussagen, dass die Bibel Homosexualität nicht

verbiete. Online wird zudem das Buch «Heisse

Eisen angepackt: Homosexualität» angepriesen,

das Homosexualität als Sünde bezeichnet. Laut

dem Artikel unterstützen das «Weisse Kreuz»

sowie CfC in der Schweiz die Organisation Wüstenstrom,

die wiederum mit der Freikirche

ICF zusammenarbeitet. Deren Haltung ist klar:

Sexuelle Orientierung ist eine Entscheidung,

Entscheidungen sind veränderbar. Der Kanton

Baselland hat nun zwei ICF-Sektionen als gemeinnützig

anerkannt. Im Kanton Aargau gilt

die ICF-Tochter Lovewins als gemeinnützig, der

Kanton Bern hat ICF Bern Life ebenso diesen

Status zugestanden – sie sind nun von der Steuerpflicht

befreit.

2. Schweizer

Transtagung

Es finden auch Workshops

statt, die für Schwule und

Lesben interessant sind.

Der eine der beiden Workshops trägt den Titel

«Transeinmaleins» und wird sich mit der grundlegenden

Frage befassen, was trans* eigentlich

ist. Ziel ist, zu erkennen, wie verschieden Transmenschen

und ihre Wege sind und welche grossen

Irrtümer und Missverständnisse es zu diesen

Themen gibt. Geleitet wird der Workshop

von Hannes Rudolph (HAZ, TGNS).

Der zweite Workshop untersucht die Gemeinsamkeiten

und Unterschiede von Schwulen,

Lesben und Transmenschen. Zu dieser Diskussion

sind insbesondere Schwule und Lesben

eingeladen, die mehr über Trans* und die Transbewegung

wissen möchten. Geleitet wird der

Workshop von Maria von Känel (Dachverband

Regenbogenfamilien) und Henry Hohmann

(TGNS).

Bereits sind viele Tagungsplätze an der Tagung

für Transmenschen und Interessierte vergeben.

Es wird aber eine Warteliste geführt.

Weitere Informationen:

transtagung.ch

Neues LGBT-

Projekt

Im Herbst startet ein

innovatives LGBT-Projekt

mit dem Namen IQS.

IQS (Institute of Queer Studies) ist ein Projekt

zur Förderung und Bekanntmachung von wissenschaftlichen

Arbeiten und Erkenntnissen

zu LGBT-Themen sowie zum wissenschaftlichen

Austausch und der interdisziplinären

Vernetzung von Wissenschaftlern in diesen

Bereichen. Das Projekt startet im September

mit wissenschaftlichen Veranstaltungen, die

einem breiteren Publikum einen Einblick in

Lehre und Forschung zu LGBT-Themen geben.

Der Auftakt findet mit dem Thema «Gleichgeschlechtliche

Paare: Ansätze der psychologischen

Forschung» am 11. September statt. Diese

wie weitere Veranstaltungen von IQS werden

in der Regel an der Universität Zürich durchgeführt.

IQS ist ein gemeinsames Projekt unter dem Patronat

der Vereine «Network – Gay Leadership»

und «Z&H Studentenorganisation an der Uni/

ETH».

Weitere Informationen:

www.queerstudies.ch

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Kino CRUISER Edition September 2014

Ein Film mit Geschichte

Der Kreis: Die Verfilmung eines der wichtigsten Kapitel

der Schweizer Schwulengeschichte

Von Daniel Diriwächter

Sven Schelker in der Rolle von Röbi Rapp, Matthias Hungerbühler verkörpert Ernst Ostertag © Contrast Film

Weitere Filmszenen auf den Seiten 16 / 17

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CRUISER Edition September 2014

Kino

Am 18. September startet

«Der Kreis» weltweit in den

Kinos. Bereits konnte der

Film von Stefan Haupt an

Filmfestivals verschiedene

Auszeichnungen verbuchen.

Dabei ist die Entstehungsgeschichte

selbst

filmreif.

Jeden Juni feiern die Schweizer Schwulen und Lesben den Christopher

Street Day mit einer glanzvollen, politisch motivierten «Pride». Der New

Yorker Aufstand der Drag Queens in der Stonewall-Bar 1969 gilt als wegweisend

für die Emanzipation der LGBT-Community. Dabei kann auch die

Schweiz ein wichtiges Stück Schwulengeschichte vorweisen, das leider

oft in Vergessenheit gerät. «Ich war schockiert, dass die Geschichte bislang

so wenig Beachtung fand», erklärt Ivan Madeo, Filmproduzent von Contrast

Film. Vor acht Jahren wurde er mit der Thematik erstmals vertraut

gemacht – einem Kapitel von Zürich, das besonders durch die Beziehung

von Röbi Rapp und Ernst Ostertag noch mehr an Strahlkraft gewinnt.

Deren bis heute andauernde Beziehung begann in der Limmatstadt Mitte

der 50er Jahre, als sich der Lehrer Ernst unsterblich in den Travestie-Star

Röbi verliebte. Das Paar erlebte hautnah die Blütezeit und die Zerschlagung

der Schwulenorganisation «Der Kreis», die europaweit als schwuler

Wegbereiter gilt. Während die Repressionen gegenüber Schwulen in

Zürich immer massiver wurden, kämpften Röbi und Ernst um ihre Liebe

– und um die Rechte der Schwulen. Keine Frage, eine Geschichte, die

buchstäblich vom Leben für das Kino geschrieben wurde. Zudem steht die

Liebesbeziehung heute exemplarisch für einen wichtigen Zeitabschnitt.

Privat-Unterricht zu «Der Kreis»

Für Ivan Madeo war klar, dass er mehr über den «Kreis» und die damalige

Zeit erfahren wollte. Er und sein Produktionspartner Urs Frey gelangten

dann auch an die allererste Adresse: Röbi Rapp und Ernst Ostertag zeigten

sich bereit, den Filmemachern jede Woche bei einem Abendessen über

ihr Leben und den «Kreis» zu berichten. Fast ein Jahr dauerte dieser Privat-Unterricht,

den Ivan Madeo auch amüsiert als Jahresabo bezeichnet.

Also begann für ihn eine Zeit der Aufarbeitung, so sehr packte ihn diese

Geschichte. Da in der Schweiz und in Zürich eher wenig über die Schwulenbewegung

zu finden war, gelangte Ivan Madeo auch an das «Schwule

Museum» in Berlin, das über einiges Material über den «Kreis» verfügte.

Drei Geschichten galt es für eine Verfilmung zu erzählen – und zu verschmelzen:

Die Liebesgeschichte, den Kreis sowie die politischen Unruhen

dieser Zeit. Vor sechs Jahren waren verschiedene Geldgeber Feuer

und Flamme für das Projekt, so auch die Filmförderung vom BAK, die

einen beachtlichen Betrag zur Verfügung stellen wollte. Als allerdings

deutsche Investoren absprangen, liess auch das BAK das Projekt wie eine

heisse Kartoffel fallen. «Den ganz grossen epischen Film konnten wir

nun nicht mehr drehen», erzählt Ivan Madeo nachdenklich. Allerdings

verloren er sowie die Contrast Film nicht den Mut – man wollte am Film

«Der Kreis» festhalten.

Also musste das Konzept geändert werden, aus dem Film «Der Kreis» sollte

nun eine Art «Doku-Fiction» werden. Etwas Neues, eigenes, aber am ehesten

wie die ZDF-Produktion «Die Manns» – eine geschickte Verknüpfung

von gespielten und realen Szenen. «Eine schwierige Aufgabe», wie Ivan

Madeo gesteht. Eine erste Version des Treatments von Ivan Madeo und

Urs Frey selbst wurde dann vom Regisseur Stefan Haupt überarbeitet.

Der Regisseur war eine wichtige Stütze in der finanziell unsicheren Zeit.

Aber auch diese Variante wollte das BAK partout nicht mehr finanzieren.

Doch die Situation war nicht aussichtslos – noch sassen das Schweizer

Fernsehen SRF, die Zürcher Filmstiftung und der Filmverleih Ascot Elite

mit im Boot. «Es galt, Klinken zu putzen», so Ivan Madeo. Und die finanzielle

Not machte erfinderisch: Eigens wurde 2012 ein Kick-off-Event im

Zürcher Stadthaus für «Der Kreis» organisiert, der sich als höchst erfolgreich

erwies. Es konnten genug Spenden eingenommen werden, um die

Filmproduktion zumindest zu starten.

Die Crew verzichtete auf einen Teil der Gage

Letztendlich ist es auch all den involvierten Cast- und Crew-Mitgliedern

zu verdanken, dass er trotz finanziellen Engpässen gedreht werden konn-

Fortsetzung auf Seite 13

Der Film startet am 18. September in den Schweizer Kinos.

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Interview CRUISER Edition September 2014

«Die Geschichte

rief danach, verfilmt

zu werden»

Der Regisseur von «Der Kreis»,

Stefan Haupt, im Interview

Von Daniel Diriwächter

Der Zürcher Stefan Haupt

wusste sofort, dass die

Geschichte von Röbi Rapp

und Ernst Ostertag filmreif

war, als er über «Den Kreis»

umfassend informiert wurde.

Dem CR-Magazin erzählte

er von den Herausforderungen

bei den Dreharbeiten.

Herr Haupt, übertrifft die bisherige

Resonanz zum Film «der Kreis» ihre

Erwartungen?

STEFAN HAUPT: Wir hatten schon während des

Drehs und speziell nach dem Filmschnitt ein

sehr gutes Gefühl. Aber, dass nun das Publikum

und verschiedenste Jurys derart gut auf den

Film reagieren, übertrifft sogar meine optimistischsten

Erwartungen.

Was waren die Herausforderungen beim Dreh?

Eine ganz spezielle Herausforderung war es,

den Versuch zu unternehmen, dokumentarische

Elemente, Interviews und Archivbilder

mit einem grösseren Anteil an Spielfilmszenen

so zu verweben, dass dabei ein Film entsteht,

den man gesamthaft als einen einzigen Film

wahrnimmt. Eine weitere herausfordernde Fragestellung

war es, wie wir die beiden jungen

Hat das auch in den Augen von Röbi Rapp

und Ernst Ostertag geklappt?

Sie waren generell tief berührt und auch erstaunt,

wie sehr wir den Ton, die Stimmung, den

Geist jener Jahre getroffen haben. Bei den Ballszenen

allerdings haben sie nachgefragt, wieso

da nur so wenig Gäste anwesend seien, aber wir

hatten immerhin über 150 Statisten! Doch damals

sei es viel gedrängter gewesen.

Da der Film auf Fakten beruht, wird er offensichtlich

mit Argusaugen begutachtet werden

– konnten Sie sich trotzdem künstlerische

Freiheiten erlauben?

Ernst Ostertag und Röbi Rapp zeigten da eine

grosse Offenheit, denn wir mussten uns tatsächlich

hie und da künstlerische Freiheiten

herausnehmen, die nicht im rein dokumentarischen

Sinne faktisch wahr sind, die aber

immer plausibel waren. Und ganz bewusst

haben wir am Ende des Abspanns darauf hingewiesen.

Haben Sie schon vor dem Projekt vom ursprünglichen

«Kreis» gehört?

Ja, aber nur ganz flüchtig und diffus. Glücklicherweise

habe ich wegen dieses Filmprojekts

nun viel mehr über den Kreis, und auch über

die Geschichte meiner Heimatstadt Zürich erfahren.

Regisseur Stefan Haupt (rechts) am Set © Contrast Film

Darsteller für Röbi Rapp und Ernst Ostertag

am besten besetzen – so dass die Zuschauer

diese gerne als die jungen Protagonisten wahrnehmen;

wichtig war mir auch, dass in der

Beziehung zwischen den beiden jungen Schauspielern

etwas von der ganz speziellen Chemie

erkennbar wird, die zwischen dem Paar so offensichtlich

ist.

Was war ihr erster Gedanke, als Sie mit dem

Projekt konfrontiert wurden?

Mir war sofort klar, dass es sich hier um einen

sehr interessanten und relevanten Stoff handelt,

um eine Geschichte, die danach ruft, erzählt

und verfilmt zu werden. Und da ich Röbi und

Ernst bereits kannte, hatte ich umso mehr Lust,

auf das Projekt einzusteigen. Allerdings war

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CRUISER Edition September 2014

Kino

mir auch bewusst, dass es immer eine grosse

Herausforderung darstellt, einen «historischen»

Film zu drehen, speziell dann, wenn das Budget

nicht allzu hoch sein darf.

Mit Anatole Taubman und Marianne Sägebrecht

sind international bekannte Darsteller

dabei – hatte dies einen Einfluss auf die Arbeit?

Mit Anatole Taubman bin ich schon seit Jahren

befreundet – seit er im TV-Spielfilm «Moritz»,

bei dem ich vor über zehn Jahren Regie führte,

seinen ersten Auftritt in einem Schweizer Film

hatte. Und Marianne Sägebrecht lernte ich persönlich

erst im Hinblick auf diesen Filmdreh

kennen. Die Arbeit mit ihr war begeisternd,

äusserst angenehm und professionell. Insofern

war ihr Einfluss auf unsere Arbeit – gerade auch

auf die jungen Schauspieler – sehr inspirierend

und motivierend.

Sollte der Siegeszug von «Der Kreis» anhalten,

so ist der Traum eines Oscars nicht «unweit»...

Daran denke ich ehrlich gesagt noch überhaupt

nicht – aber natürlich wäre es absolut fantastisch,

nur schon in irgendeiner Form ein wenig

an dieser Welt schnuppern zu dürfen. Dennoch

steht für mich nun absolut im Vordergrund,

wie das Schweizer Publikum auf den Film reagiert,

wenn wir am 18. September in den Kinos

starten.

Ein Blick in die Zukunft – welche Projekte

warten auf Sie?

Ich bin momentan an der Drehbuchüberarbeitung

für ein neues Spielfilmprojekt «Finsteres

Glück», nach dem gleichnamigen, packenden

Roman von Lukas Hartmann. Wenn alles klappt,

können wir im nächsten Jahr drehen.

Der Regisseur

Stefan Haupt wurde 1961 in Zürich geboren.

Er absolvierte die Schauspiel Akademie Zürich

und betätigt sich seither freischaffend als Regisseur,

Autor und Produzent. Sein Dokumentarfilm

«Elisabeth Kübler-Ross – Dem Tod ins

Gesicht sehen» (2002) machte ihn weit über die

Landesgrenzen hinaus bekannt.

Fortsetzung von Seite 11

te. «Die gesamte Crew verzichtete auf einen Teil ihrer Gage», so Ivan Madeo.

Selbst die Stars Anatole Taubman und Marianne Sägebrecht waren

bereit, für weniger Geld zu arbeiten. Gerade Marianne Sägebrecht setzt

sich in Deutschland stark für die Rechte der LGBT-Community ein. Wie

Regisseur Stefan Haupt berichtete, war die Schauspielerin, deren Film

«Out of Rosenheim» Kultstatus besitzt, auch für die jungen Hauptdarsteller

ein grosses Vorbild: Sven Schelker und Matthias Hungerbühler, welche

im Film Röbi uns Ernst in jungen Jahren verkörpern.

Gedreht wurde hauptsächlich in Zürich-Wallisellen im Zwickey-Areal,

wo die Filmkulissen für viele der Innenaufnahmen gebaut wurden. Das

Zürcher Lokal «Weisser Wind» konnte weiter als alter Saal des Theaters

Neumarkt gewonnen werden. Der Originalsaal wurde von den Neumarkt-Intendanten

leider nicht freigegeben – diese hatten laut Ivan Madeo

schlicht keine Ahnung von der historischen Bedeutung des eigenen

Lokals, geschweige den vom «Kreis».

«Die Entstehungsgeschichte zu unserem Film ist ganz und gar un typisch»,

weiss Ivan Madeo. Bleibt zu hoffen, dass ein ebenso untypischer Schweizer

Film dabei entstanden ist, denn vieles steht auf dem Spiel. Auch wenn

«Der Kreis» an Festivals rund um den Globus von einem Preisregen gesegnet

wird, so sagt dies noch nichts über den Erfolg an den Kinokassen aus.

Sollte der Film floppen, so wird es auch für die Contrast Film eng und

geplante Kinofilmprojekte müssten gestoppt werden. Aber auch um die

Chance, die schwule Geschichte der Schweiz aufzuarbeiten und bekannt

zu machen, wäre es sehr schade. Ein Erfolg des Films, besonders auch eine

Langlebigkeit der Thematik, ist daher erwünscht. Nun steigt die Spannung:

In 16 Ländern, darunter auch in Deutschland und den USA, startet

«Der Kreis» ab diesem Herbst.

Übrigens dreht Roland Emmerich gerade in New York den Film «Stonewall».

Eine Verfilmung der eingangs erwähnten Unruhen an der legendären

Christopher Street. Wie schön, dass es «Der Kreis» geschafft hat,

bereits vorher ins Kino zu kommen.

Der historische Hintergrund des Films

Der Kreis, Anfang der Dreissigerjahre gegründet, entstand aus der frühen

Schwulenbewegung des 20. Jahrhunderts und stand für ein idealisiertes

schwules Selbstverständnis. Als weltweit einzige schwule «Selbsthilfeorganisation»,

die die Zeit der Nazi-Herrschaft in Europa überlebt hatte,

wurde er zum Vorbild für ähnliche Organisationen in verschiedenen

Ländern Europas und sogar in den USA. Gründer des Kreis war «Rolf», ein

Pseudonym für den bekannten Schauspieler Karl Meier. Dieser baute ein

internationales Netzwerk auf. Sein wichtigstes Kommunikationsmittel

war die Publikation Der Kreis – Le Cercle – The Circle. Nebst Kurzgeschichten,

Gedichten und Fotos publizierte er in der dreisprachigen Zeitschrift

auch Artikel über die Aktivitäten von Homosexuellengruppen aus der

ganzen Welt.

Ab 1948 betrieb der Kreis in Zürich ein Mietlokal im Gebäude des heutigen

Theaters am Neumarkt, einen Club, in dem sich die «Homophilen» trafen,

den Gedankenaustausch pflegten und Bekanntschaften schlossen. Der

Kreis vereinigte all jene, die für die Rechte der Homosexuellen kämpften

– auf rechtlicher Ebene sowie im wissenschaftlichen und kulturellen Bereich.

Gleichzeitig war der Club einer der wenigen sicheren Begegnungsorte

für Schwule. An den grossen, regelmässig stattfindenden Maskenbällen

des Kreis nahmen in den 50er-Jahren jeweils bis zu 800 Schwule teil, die

für dieses Wochenende aus ganz Europa angereist kamen.

Ab 1959 nahm in Zürich, nicht zuletzt aufgrund mehrerer Morde im

«Stricher-Milieu», die gesellschaftliche Repression zu: Die Zürcher

Stadtpolizei legte Schwulenregister an und führte regelmässige Razzien

durch. Homosexuelle wurden verfolgt, verhört und misshandelt.

Gleichzeitig erlebte der Kreis auch einen internen Strukturwandel.

Rolf, der Gründer und «Übervater» der Organisation, vertrat einen

moderat-angepassten Kurs, suchte immer wieder den Konsens mit

den Behörden – und war auch zu entsprechenden Kompromissen mit

der Sittenpolizei bereit. Dies im Gegensatz zu vielen jüngeren Kreis-

Mitgliedern, die ein anderes Selbstverständnis pflegten und kompromissloser

dachten.

Aufgrund eines 1960 durch den Stadtrat beschlossenen Tanzverbots für

Männer mit Männern auf städtischem Boden verlor der Kreis seine wesentlichste

Geldquelle, die grossen Ball-Veranstaltungen. 1961 musste das

Kreis-Lokal geschlossen werden. Die zusätzlichen internen Diskussionen

führten schliesslich dazu, dass die Zeitschrift eingestellt und die gesamte

Organisation 1967 aufgelöst wurde. Erst die Zürcher Globuskrawalle

lenkten 1968 das Interesse der Öffentlichkeit von den Schwulen ab: Die

Polizei hatte «andere Sorgen».

(Quelle: Contrast Film / Ascot Elite)

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Kultur CRUISER Edition September 2014

Der Koch

Ein Mann, eine Frau, ihre

Geliebte und deren Kunde

landen in der Verfilmung von

Martin Suters Erfolgsroman in

Teufels Küche.

Maravan, ein tamilischer Asylbewerber, gründet

ein Catering der besonderen Art. Seine

Grossmutter in Sri Lanka weihte ihn vor Jahren

in die Kunst der aphrodisischen Küche ein. Und

so bekocht Maravan mit seinen Liebesmenüs

anfangs Paare, die ihm von einer Sexualtherapeutin

vermittelt werden und später zwielichtige,

zahlungskräftige Geschäftsleute aus Politik

und Wirtschaft. Während er der Zürcher Hochfinanz

die Potenzprobleme wegkocht, erlauscht

er dabei immer drastischere Indiskretionen

über Waffenschieberei und Bankenkrise und

gerät in Teufels Küche.

Tao Lin

Der It-Boy der New Yorker

Literaturszene stellt im Zürcher

Kaufleuten seinen

dritten Roman «Taipeh» vor.

Paul, 25, lebt als Schriftsteller im New Yorker

Stadtteil Williamsburg, und sein Leben dreht

sich im Kreis. Phasen, in denen er nichts anderes

tut, als seine Internetpräsenz in Endlosschleife

zu aktualisieren, wechseln sich mit

exzessiven Liebesabenteuern und Drogenexperimenten

ab. Im Dauerrausch der Existenz

treibt er nach Taipeh, zu den Wurzeln seiner

Familie, und in die Arme von Erin, mit der er die

vielleicht ungewöhnlichste Liebesbeziehung

der Literaturgeschichte eingeht. Pauls Odyssee

ist ein Irrweg zu sich selbst, die beispielhafte

schmaz and

«The fabulous

Jukebox»

Der schwule Männerchor

aus Zürich tritt mit neuem

Programm im Theater Rigiblick

auf.

Es soll ja Leute geben, die ihn noch nicht kennen:

«schmaz» steht für «schwuler männerchor

zürich». Klein geschrieben, richtig gelesen. Der

Chor besteht aus rund 45 schwulen Sängern

unter der musikalischen Leitung von Ernst

Buscagne.

Hamza Jeetooa © Praesens Film

Der Roman «Der Koch» zählt zu den grössten

Erfolgsgeschichten in der deutschsprachigen

Belletristik und war wochenlang Platz 1 auf

der Spiegel-Bestseller-Liste. Mittlerweile ist der

Roman bereits in vielen anderen Sprachen erschienen.

Die Kino-Verfilmung des Bestsellers

schliesst an die bereits durch C-Films AG und

Network Movie erfolgten TV-Verfilmungen

von Martin Suters Erfolgsromanen «Der letzte

Weynfeldt» und «Der Teufel von Mailand» an,

welche mehrere Preise einheimsten.

«Der Koch» von Regisseur Ralf Huettner wurde

bereits an einigen Festivals gezeigt und erhielt

fabelhafte Kritiken. Besonders der wunderbare

Hauptdarsteller Hamza Jeetooa überzeugte und

kann dem Zürcher Hanspeter Müller-Drossaart,

der den klassischen Fiesling spielt, locker das

Wasser reichen.

Der Koch, Praesens Film

Im Kino ab dem 4. September

18

Tao Lin © pd

Suche eines hochmodernen Menschen nach

Wahrheit und Aufrichtigkeit.

Loblied oder Abgesang auf den heutigen Way of

Life? Das Generationenporträt verhalf Tao Lin

in den USA zum endgültigen Durchbruch und

war 2013 eines der meistdiskutierten amerikanischen

Bücher. Seither gilt er als It-Boy der New

Yorker Literatur und als Galionsfigur der «New

Sincerity»-Bewegung.

Tao Lin, Lesung im Kaufleuten

Dienstag, 16. September, 19 Uhr

www.kaufleuten.ch

«schmaz and the fabulous jukebox» nennt sich

der neueste Wurf des Chores. Ein Programm der

schwulen Geschichte(n), Emotionen und breit

gefächerten musikalischen Stilrichtungen. Von

ABBA über Cole Porter, Elton John und Mika

bis zu R.E.M. bietet der Abend alles, was eine

«fabulous jukebox» so hergibt. War der schmaz

bis anhin häufig mit Komponisten wie Debussy

und Schubert eher klassisch unterwegs, wagt

er sich nun erstmals in populärmusikalische

Gefilde. Und das neue Programm steht ihm richtig

gut. Begleitet von einem Jazztrio bestehend

aus Piano (Gallus Hächler), E-Bass (Marcel Benedikt)

und Drums (Rainer Fröhlich) singt und

spielt der schmaz auf hohem musikalischem

Niveau Songs zum Mitswingen, Mitsingen und

Mitdenken.

schmaz and the fabulous jukebox

Theater Rigiblick, 6. und 7. September

Weitere Daten unter www.schmaz.ch


CRUISER Edition September 2014

Kultur

Die Poetin

Der Film von Bruno

Barretto erreichte am Pink

Apple-Festival ein

begeistertes Publikum.

Die New Yorker Dichterin Elizabeth Bishop

sucht Anfang der 50er Jahre neue Inspiration

für ihre Lyrik. Ihre Schaffenskrise führt sie

nach Rio de Janeiro, wo sie ihre Studienfreundin

Mary besucht. In ihrer Schüchternheit fühlt

sich die Poetin von der brasilianischen Sinnlichkeit

und Lebensfreude geradezu überrumpelt.

Sie ist das komplette Gegenteil von Marys

schneidiger Lebensgefährtin, der Architektin

Lota de Macedo Soares. Deren anfängliche Ablehnung

gegenüber Elizabeth schlägt bald um

in tiefe Zuneigung, was Mary gar nicht gefällt.

Die Dreiecksgeschichte gerät völlig aus dem

Gleichgewicht, als Lota ihr grösstes Werk beginnt:

Die Gestaltung des weltberühmten Flamengo

Parks in Rio. Beflügelt von der neuen

Umgebung kann Elizabeth wieder schreiben

Drei Schwestern

Das Schauspielhaus Zürich

startet die neue Saison mit

dem Klassiker von Anton

Tschechow.

Als der Brigadekommandant Sergej Prosorow

vor elf Jahren mit seinen Kindern Moskau verliess,

begann für die ganze Familie ein neues

Leben. Ein Jahr nach dem Tod des Vaters träumen

die Schwestern Olga, Mascha und Irina

noch immer von Moskau, dem Sehnsuchtsort

ihrer Kindheit. Sie hoffen, ihr Bruder Andrej

möge Professor werden, damit ihr Traum von

der Rückkehr endlich wahr werde. Doch der verspielt

sein Vermögen heimlich im Casino und

heiratet Natascha, die Einzige in Tschechows

Figurenkaleidoskop, die einen Sinn für die Gegenwart

hat und das Karussell der Träumer

schliesslich zum Stehen bringt. Am Ende wartet

der Tod: Ein junger Offizier verliert sein Leben,

Lange Nacht der

Zürcher Museen

Die Vielfalt des Museumsangebots

zeigt sich in der

Langen Nacht besonders gut

– ein wahres Feuerwerk von

Eindrücken.

© pd

und wird mit Preisen überhäuft. Nun sind beide

Frauen auf dem Höhepunkt ihrer Karriere

und Teil der gehobenen Gesellschaft Brasiliens.

Doch ein Militärputsch droht alles zu ändern.

Der Oscar-nominierte Regisseur Bruno Barreto

erzählt in opulenten und sinnlichen Bildern

von starken Frauen, die ihrer Zeit voraus sind

und frei von Konventionen leben. Die Pulitzer-

Preisträgerin Elizabeth Bishop gehört heute

zu den grössten Dichterinnen der USA und der

Flamengo Park ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Die Poetin

DVD, Pro-Fun Media, Im Handel

© pd

die Brigade verlässt den kleinen Ort in der russischen

Provinz und Moskaus Lichter erlöschen.

Tschechows Figuren träumen von einem besseren

Leben, reden von Arbeit als «einzigem Sinn

des Lebens» und drehen sich dennoch im Kreis.

Sie verlieren sich im Nebel zwischen Gesagtem

und Gemeintem. Hinter ihren vermeintlich zufälligen

Gesprächen versteckt sich das gnadenlose

Räderwerk des Älterwerdens.

Barbara Frey inszeniert zum vierten Mal ein

Stück von Anton Tschechow. Zuvor entstanden

die vielbeachteten Arbeiten «Der Kirschgarten»

am Deutschen Theater Berlin, «Onkel Wanja»

am Bayerischen Staatsschauspiel München (eingeladen

zum Berliner Theatertreffen) und zuletzt

«Platonow» am Schauspielhaus Zürich.

Drei Schwestern

Schauspielhaus Zürich

Premiere: 11. September

www.schauspielhaus.ch

46 Zürcher Museen nehmen an der 15. Langen

Nacht der Zürcher Museen teil und öffnen am

6. September um 19 Uhr ihre Türen, um entdeckt

zu werden. Das variantenreiche Programm ist

gleichermassen anspruchsvoll wie unterhaltsam

und bietet Stoff genug, um sich die Nacht um die

Ohren zu schlagen. So wird die bunte Palette

von Sammlungen, Dauer- und Sonderausstellungen

ergänzt durch ein breitgefächertes Rahmenprogramm

mit Führungen, Performances,

Konzerten, Lesungen etc. Dabei kommt auch das

leibliche Wohl nicht zu kurz und so runden zahlreiche

Museen ihr Programm durch ein passendes

kulinarisches Angebot ab. Traditionsgemäss

können all jene, die um 2 Uhr noch nicht genug

haben, im Kunsthaus in den Sonntagmorgen tanzen

(Party bis 4 Uhr).

Wer nicht spontan losziehen will, kann seine

Reise durch die Nacht auf der neuen Website planen.

Und mit #langenacht14 können auf Twitter

Eindrücke und Erlebnisse ausgetauscht werden.

Programmdetails: www.langenacht.ch

Samstag, 6. September 2014, ab 19h

Diverse Museen Stadt Zürich

19


Lifestyle CRUISER Edition September 2014

HOT 4 YOU!

Cooler Concept Store

Nachhaltigkeit ist ein grosses Thema und geht uns alle an!

Das findet auch der neue Concept Store rrrevolve im Zürcher

Niederdorf und präsentiert auf über 80 Quadratmetern innovative und

nachhaltige Produkte an. Der Shop ist im ehemaligen

Time tunnel untergebracht und zeigt uns, dass recycelte Materialen und

Holz voll im Trend liegen und dass man Shoppen gehen kann,

ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Zu finden gibt es u.a. das gesamte

Taschensortiment von Schreif, allerlei coole Accessoires

wie Uhren und Sonnenbrillen aus Holz, Solarlampen und Rucksäcke

sowie Möbel, darunter Palettenmöbel aus dem Zürcher Oberland. Weiter

finden auch Events rund um die Themen Making, Urban Gardening

oder Repair Café statt. Der Concept Store wird durch einen praktischen

Onlineshop optimal ergänzt.

rrrevolve, Stüssihofstatt 7, 8001 Zürich, www.rrrevolve.ch

Sneaker Fans aufgepasst

Der Outfitter Snipes beglückte Ende August die eidgenössischen

Fans des urbanen Lifestyles und eröffnete gleich

neun Stores in verschiedenen Schweizer Städten. Snipes ist

Kult und gilt in Deutschland und Österreich als Hotspot

für die urbane Jugendkultur. Neben Sneakern und Bekleidung

bietet Snipes auch ein feines Sortiment Accessoires

wie Caps, Gürtel, Uhren und Taschen an. Zum breitgefächerten

Angebot gehören international renommierte Brands

wie Nike, Adidas, Jordan, Vans, Cayler & Sons und G-Shock.

Hier findest du alles für deine nächste Sportswear Party!

www.snipes.com

20

Shoppen mit Stil

Viele Männer haben heutzutage keine Zeit

oder keine Lust zum Shoppen, auch ist das Angebot

riesig und wer die Wahl hat, hat die Qual. Das Männermode

Onlineportal Outfittery.ch verspricht jetzt shoppen

ohne Stress. Bequem sich auf der Webseite registrieren

und den kurzen Fragebogen mit Budget und Kleidergeschmack

ausfüllen, dann ruft dich einige Tage später dein persönlicher

Stylist zurück. Er weiss anhand des Fragebogens auf was du stehst.

Ruckzuck erhältst du dann per Post deine bestellte Kleiderbox mit deinem

perfekten Outfit. «Am Anfang war ich doch etwas skeptisch, denn

eigentlich weiss ich ziemlich schnell, was ich kaufen will oder besser

gesagt, was mir steht. Allerdings wurde ich eines besseren belehrt,

denn als ich die Box zu Hause öffnete, war ich doch sehr überrascht,

denn mein Stylist hatte meinen Geschmack voll und ganz getroffen!»

sagt Branko B. Gabriel, Promi-Stylist. Falls mal was dabei

sein sollte was nicht passt, kann man dies einfach wieder zurücksenden.

Unbedingt ausprobieren und von tollen Aktionen

gleich doppelt profitieren. So geht shoppen

heute – unser Favorit!

www.outfittery.ch


CRUISER Edition September 2014

Lifestyle

Erfrischende

Haarpflege

Die Tea Tree Special Shampoos

von Paul Mitchell beleben und

reinigen das Haar ideal. Dank australischem

Teebaumöl, Lavendel

und Pfefferminze sorgt dieses

Shampoo für eine kühle und erfrischende

Haarpflege.

Es hilft Unreinheiten zu beseitigen,

revitalisiert und lässt

das Haar gesund und glänzend

aussehen. Weitere tolle Tea Tree

Produkte unter:

www.paulmitchell.ch

Ab sofort im Fachhandel erhältlich

neuer Brillen Hotspot

Im neuen Bahnhof Löwenstrasse, Hauptbahnhof Zürich eröffnete das Brillen-Kultlabel

Xray aus Tel Aviv vor kurzem seinen ersten Flag ship-Store in der Schweiz. Der 26

Quadratmeter grosse Shop kommt im Stil eines überdimensionierten Swimmingpools

in blau-weiss gefliestem Mosaik daher und wartet mit einem schier unendlichen

Sortiment an handgefertigten Sonnenbrillen und Korrekturfassungen auf, die so

schillernd sind wie die pulsierende Heimatstadt des jungen Brands. Im Xray Store

findet der angesagte Hipster, der sexy Beachboy oder der harte Büezer Sonnenbrillen

und Korrekturfassungen, welche dem eigenen Charakter oder vielleicht auch nur

einer momentanen Laune entsprechen – mal unkonventionell-ausgefallen, mal

diskret-klassisch. Viele Besucher der diesjährigen Zürich-Pride wollten wissen, woher

die Menssecret.ch-Promo-Jungs die schnittigen Brillen herhaben – natürlich aus der

aktuellen Kollektion von Xray. Unser Must Have!

Xray Flagship-Store, Hauptbahnhof Zürich,

Halle Löwenstrasse, 8001 Zürich, www.xray-eyewear.ch

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21


Szene CRUISER Edition September 2014

Partys und Events

Black Label by

Boyahkasha

Latino Special

Wer wäre besser geeignet an dieser Party aufzulegen

als DJ Zör Gollin, Macher der Boyahkasha

Party? Dieses Mal erhält er ganz grosse Unterstützung,

im wahrsten Sinne des Wortes: Gloria

Viagra, die wahrscheinlich grösste Drag Queen

Deutschlands steht ihm nicht nur zur Seite. Sie

legt natürlich auch auf.

Latin, RnB, Hip Hop, Charts

Black Label

Freitag, 5. September, 23 Uhr

Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich

www.heavenclub.ch

Seite 69

Im vierten Jahr

Seite 69 startet anfangs September in die neue

Partysaison. Dies gleich mit einem grossen Namen.

Murat Tepeli, ehemaliger Resident der geschichtsreichen

Panorama-Bar des Berghains

Berlin und der Kölner Pulstar-Nächte, eröffnet

das nunmehr vierte Jahr der Gay-Partyreihe

im Kapitel Bollwerk. Murat Tepeli hat sich an

der Gay-Community gut an, weshalb er in diesem

Jahr Headliner der offiziellen Afterparty

des CSDs Stuttgart war. Unterstützt wird er

von Knäckebröd vom Berner Techno-Kollektiv

Tiefgang, einem Liebhaber von treibenden Beats

und knackigen Sounds, und COSIE mit einem

House-Intro.

Seite 69 – homosexuell, heterofreundlich

Freitag, 5. September, 22 Uhr bis 5 Uhr

Kapitel Bollwerk Bern, Bollwerk 41, 3011 Bern

www.seite69.ch

Kiki mit Freak-

Boutique

Le freak – c’est chic!

Die beliebte und heterofreundliche Gay-Event-

Serie im schmucken Revier Club kehrt der Sommerpause

den Rücken und eröffnet die neue

Party-Saison in guter alter Manier. Speziell für

die September-Ausgabe vereinen sich Pazkal

(MoodMusic) und Juiceppe (Flexx, Boyahkasha)

exklusiv & einmalig wieder zur FreakBoutique.

22

Technofestivals auf der ganzen Welt eine Fangemeinde

geschaffen und jettet für Auftritte

schon mal von New York nach London und weiter

über Amsterdam nach Indien. Er produziert

erfolgreiche House-Tracks, die das Grundgerüst

seiner Sets bilden. Sein Sound kommt auch bei

Juiceppe

Über lange Jahre hinweg war das DJ-Duo Veranstalter

der äusserst erfolgreichen und schrillen

Event-Reihe «Madame Pompadour» im Zürcher

Kaufleuten. Immer mehr Paradiesvögel, Querdenker,

Gays und Girls wurden unterdessen

zu Anhängern der beiden FreakBoutique-DJs.

Für Host BlackCat Grund genug, sie einzuladen.

Den beiden zur Seite stehen ausserdem Dario La

Mazza, Delano und Kiki-Resident Juen.

Kiki

Freitag, 5. September, 23 Uhr

Revier Club, Hohlstrasse 18, 8004 Zürich

www.yourKiki.ch


CRUISER Edition September 2014

Szene

No Regrets

in der Alten Kaserne

Besonders heiss und sexy geht es wieder in

der Alten Kaserne in Zürich zu und her: No

Regrets steht dort auf dem Plan... Manche

Dinge im Leben sollte man einfach nicht

bereuen! Der Kuss zu viel, das Glas Vodka

zu viel, die Nacht zum Tag gemacht. Das

Leben so richtig genies sen und in vollen

Zügen auskosten. Genau das ist das Motto

für die Partyreihe No Regrets in der Alten

Kaserne – alle drei Monate an bester

Lage unweit vom Zürcher Hauptbahnhof.

Vocal, Club & Tribal House untermalen die

Stimmung mit den beiden Newcomer DJs Jose

Jones & DJ Extasia. Die beiden Latinos wissen

wie man die Menge zum schwitzen bringt.

No Regrets

Samstag, 6. September, 23 Uhr

Alte Kaserne, Kanonengasse 16, 8004 Zürich

www.playerz.ch/NoRegrets

Come together

30+–Partyreihe

Come together – so heisst die 30+-Partyreihe für

Lesben und Schwule in Zürich. Kultur und Party

verbinden sich hier. Der Event richtet sich an all

jene, die sich zu alt fühlen für den Electro Club,

aber noch viel zu jung sind für den Walzer auf

dem Tanzschiff. Come together steht für den

toleranten und unkomplizierten Umgang unter

Glechgesinnten, und die Veranstalter freuen

sich über das Zusammenfinden der schwulen

Männerwelt, die oft zu lesbischen Events nicht

zugelassen sind.

Come together

Samstag, 13. September, 21 Uhr

Marquee Club

Weinbergstrasse 68, 8006 Zürich

www.party4lesandgay.ch

Shoot the Boys

Knabenschiessen im Heaven

Am Vorabend des Knabenschiessen wird auch

im Heaven gejagt! Ohne scharfe Munition aber

mit scharfen Jungs! Wer also am Montag frei hat,

am Samstag noch keine Trophäe gejagt hat oder

einfach das Weekend verlängern will, für den

öffnet das Heaven ausnahmsweise am Sonntag

das Jagdrevier!

Shoot the Boys

Sonntag, 14. September, 23 Uhr

Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich

www.heavenclub.ch

Jack

The Define Yourself Issue

Nachdem der Sommer hierzulande doch einiges

zu wünschen übrig liess, zieht Jack zum

Herbstbeginn sämtliche Register, um zumindest

mit einer heissen Party kräftig einzuheizen.

Jack widmet sich diesmal voll und ganz

den lokalen DJ-Grössen. Mit zahlreichen Eigenproduktionen

hat sich Juiceppe auch international

einen Namen gemacht: So haben

unter anderem schon Mousse T. und Roger

Sanchez seine Tracks auf die Plattenteller gelegt

und als Soundtüftler hat er zudem auch

bereits Remixes etwa für Madonna fabriziert.

Zör Gollin wiederum ist einer der Heaven-

Papas im Zürcher Niederdorf, und er sorgt

immer wieder mit seinen Boyahkasha-Partys

in diversen Locations in Zürich für Furore.

Ebenfalls in den Reigen mit einstimmen wird

zudem Angel O., eine feste Grösse im Zürcher

Nachtleben, welche jeweils auch an den

Angels-Events oder bei Aviator an den Decks

anzutreffen ist.

Jack – The Define Yourself Issue

Samstag, 20. September, 23 Uhr

Festsaal, Pelikanplatz, 8001 Zürich

www.jackcompany.com

Molke 7

Die Milchbüechli-Party

Milchbüechli, die Zeitschrift für die falschsexuelle

Jugend wird komplett von Jugendlichen

produziert und gestaltet. Mit Molke 7

organisiert die Zeitschrift zum zweiten Mal

eine ihrer weitherum beliebten Partys in Zürich.

Nebst viel tanzbarer elektronischer Musik

wartet die Party mit einem besonders jugendfreundlichen

Eintrittspreis von CHF 10.– auf

und begrüsst alle ab 16 Jahren.

Beatween (Dramaqueen), Zartstrom, Elektronische

Tanzmusik

Molke 7

Freitag, 26. September, 23 Uhr

Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich

www.heavenclub.ch

Gendr

Back to life – back to reality!

«Gendr» bedeutet, dass jedermann/frau eingeladen

ist, egal der sexuellen Orientierung. Gendr

ist auch ein Seitenhieb an den bekannten Gay–

Chat Grindr. Die Veranstalter wollen nämlich,

dass die Leute sich wieder treffen, plaudern und

tanzen, statt im Chat zu vereinsamen. Gendr

findet diesmal im wunderschönen Luz Seebistro

statt, einem in 2009 wiederauferstanden

filigranen Bau aus dem Fin-de-Siècle.

Es steht direkt am Bahnhofplatz, mitten in

Luzern und über dem See.

Gendr

back to life – back to reality!

Samstag, 27. September, 22 Uhr bis 4 Uhr

LUZ Seebistro

Bahnhofplatz (Schifflandungsbrücke 1)

6002 Luzern

Facebook: Gendr

Birthday Bash

Drei Geburtstage!

Am 27. September gibt es gleich drei gute

Gründe zum Feiern: Fünf Jahre Flexx, zwei

Jahre Free To Love und 40 Jahre DJ Vasco! Ein

Highlight der Geburtstagsfeiern. Da heisst

es dabei sein, wenn DJ Ambient P., DJ Ajaxx,

DJ Vasco und DJ The Oli aus London die alte

Kaserne in Zürich zum Kochen bringen. Wie

erfahrene Party hasen wissen, geht die Party

danach auf gleich hohem Niveau weiter. Die

DJs werden an der anschliessenden Afterhour

im beliebten und nur wenige hundert Meter

entfernten Club Bagatelle§93 nochmal richtig

einheizen!

Vorverkauf über Ticketino, Cranberry, Les Garçons,

Moustache Sauna und Ministry of Kink.

Birthday Bash

Samstag, 27. September, 23 Uhr

Alte Kaserne, Kanonengasse 16, 8004 Zürich

23


Kolumne CRUISER Edition September 2014

Nackte Moral im

mittelalterlichen

Baden

Von Michi Rüegg

Wäre nicht nur ein Teil sondern der ganze Aargau

schwul, würde sich wohl niemand über

Geri Müllers Nackt-Selfies wundern. In unseren

Kreisen gilt ein Schwanzpic ja noch immer als

gepflegter Conversation Opener. Man übermittelt

erst ein Foto seines steifen Geschlechtsorgans

oder seines gespreizten Analbereichs, um

sich hernach über das Wetter oder die neuesten

Operninszenierung zu unterhalten. Wie bei

Hunden, wo das beschnuppern des Geschlechtsteils

zur Begrüssung gehört.

Insofern geht mir jegliche Fähigkeit ab, mich

über Gerigate moralisch zu entrüsten. Auch

das Argument des grossen Enthüllungsjournalisten

Patrik Müller von «Schweiz am Sonntag»,

Herr Müller hätte die Bilder nicht während

seiner Arbeitszeit verschicken dürfen,

zieht irgendwie nicht so recht. Ein Stadtammann

hat keine Arbeitszeiten, er hat Aufgaben

und Termine. Und er ist auch Stadtammann,

wenn er zu Hause auf dem Klo kackt

oder sich in den Laken wälzt. Insofern dürfte

Geri Müller auch nicht mit seiner Partnerin

ein Nümmerchen schieben, weil er das ja ungeachtet

der Tages- und Nachtzeit immer während

der Arbeitszeit täte.

Nun ist Sex als solcher publizistisch so spannend

auch wieder nicht, weshalb wir uns des

Crime-Elements bedienen. Die Chatfreundin

wurde verhaftet, auf Geheiss Geri Müllers, wie

man hört. Ganz abgesehen davon, dass jeder

halbwegs gebildete Mensch von Beginn weg davon

ausgeht, dass ein Badener Gemeindemuni

der Berner Kantonspolizei keine Befehle erteilt

– mittlerweile wissen wir, dass die Chatfreundin

nicht alle Rüben im Feld hat. Man kennt das ja,

psychisch angeschlagene Frau schmeisst sich

an gesetzteren Promimann. Karl Dall könnte

ein Lied davon singen.

Nun bleibt die Frage, ob man einen Stadtvater

dafür bestrafen sollte, das getan zu haben,

was irgendwie alle tun? Gut, er war etwas

naiv. Seine «dunkle Seite» (ich finde sie

irgendwie nicht sonderlich dunkel) hätte er

wie jeder andere Parlamentarier ausleben

können. Bei den Bundesnutten in Bern, den

Salonprostituierten der Hauptstadt, die während

der Session gutes Geld machen. Ihr Vorteil:

Sie sind verschwiegen wie die Gräber auf

dem Friedhof in Münsingen. Oder er hätte

neben Frau und Kindern eine Geliebte halten

können, wie das bei Bundesräten auch nicht

unüblich ist. Das wäre moralisch korrekt gewesen.

Im 19. Jahrhundert entwickelten gewisse Menschen

eine panische Angst vor ihrem eigenen

nackten Körper. Nie hätten sie sich bei Kerzenlichte

ausgezogen, stets aus Furcht, die Lust

könnte sie übermannen. Mittlerweile haben wir

uns mit unseren eigenen Körpern arrangiert.

Nur blöd, wenn sie uns in Form von Handyfotos

verfolgen.

Vermutlich sollte ich nie Stadtammann werden.

Mit den Nacktfotos, die ich in den vergangenen

zehn Jahren in der Weltgeschichte herumgeschickt

habe, könnte man locker das Ortsmuseum

Baden füllen.

Sollte Geri nach dieser Geschichte also Stadtammann

und Nationalrat bleiben? Unbedingt, sage

ich. Und das mit dem Bundesrat müssten wir

auch nochmals diskutieren. Was kann schliesslich

einem Volk wie unserem besseres passieren,

als dass einer wie wir selber an seiner Spitze

steht?

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CRUISER Edition September 2014

Blick zurück

Ikonen von

damals

Max Wright: der gefallene

ALF-Star

Von Haymo Empl

In unserer Serie stellen wir

Ikonen aus vergangenen Dekaden

vor, berichten über

gefallene Helden und hoffnungsvolle

Skandalsternchen

aus längst vergangenen (Gay-)

Tagen. Dieses Mal: Max

Wright, der ALF-Star, hat Sex

mit Männern im Crack-Haus.

Ganze 102 Folgen lang bescherte uns der ausserirdische

ALF, das kleine pelzige Tier vom

Planeten Melmac, unvergessliche 80er-Jahre-Sitcom-Momente.

Wir lernten damals, dass ausserirdische

gerne Katzen mögen (und eigentlich

auch verspeisen würden), dass sie nicht besonders

viel weiter entwickelt sind als wir und dass

Gordon Alf Shumway – also Alf eben – die Familie

Tanner in den Wahnsinn treiben kann.

Die Tanners – eigentliche nur Staffage und Auftrittsplattform

für eben diesen herzigen, tollpatschigen,

direkten und ehrlichen Alf. Lynn

Tanner, die pubertierende Tochter, fanden wohl

alle irgendwie doof. Abgesehen von der wirklich

spektakulären Dauerwelle hatte Lynn nicht viel

zu bieten. Der völlig planlose Brian – irgendwie

während der ganzen 102 Folgen nie in der

Pubertät – war ebenfalls ziemlich langweilig

und viel zu jung fürs lüsterne Gay-Auge. Da war

noch die Mutti, die irgendwie auch gar nichts

konnte und Vati William. Vati William war von

allen Schnarchnasen des mässig attraktiven

Casts die Langeweile in Person. Beamter von

Beruf, ein rechtschaffener Mann mit allen Attributen,

die einen Vorstadtamerikaner so ausmachen.

Nie würde er das F-Word sagen, nie

auch nur das S-Word und Schwulerei war für

die Sitcom-Macher und den Sender NBC derart

weit weg, dass das Thema nicht mal ansatzweise

auch nur irgendwie gestreift wurde. Dennoch

(oder vielleicht gerade deswegen?) schauten ALF

über 21 Millionen Amerikaner.

Schreckliche Dreharbeiten

Offenbar waren die Dreharbeiten für die Sitcom

eine einsame Sache für den Cast. Normalerweise

werden Comedyformate solcher Art vor Live-

Publikum aufgezeichnet, aus technischen Gründen

ging das bei ALF nicht, denn ALF war letztendlich

eine Puppe und sofern der Ausserirdische

in der Totalen zu sehen war, wurde er von

einem Kleinwüchsigen gespielt. Der an sich wohl

talentierte Schauspieler Max Wright – er spielte

auf dem Höhepunkt seiner Karriere in einigen

Hollywood-Blockbustern wie «Soul Man» oder

«Grumpier Old Men» – fühlte sich während seiner

ALF-Zeit stets verkannt. Einer leblosen Puppe

Pointen zuzuspielen ist zugegebenermassen

nicht wirklich eine Herausforderung für einen

Schauspieler. Es ist überliefert, dass Vati Wiliam

beziehungsweise Max Wright – die personifizierte

Biederkeit – nicht besonders angetan war von

den Dreharbeiten zu ALF. Das Fachblatt für gefallene

Stars in Amerika «National Enquirer» weiss,

dass Max Wright nach Drehschluss jeweils wortlos

in seine Geraderobe ging, seine Sachen packte

und wortlos vom Set verschwand. Er selbst wird

im «Enquirer» ebenfalls zitiert: «Es war harte Arbeit

und sehr schlimm und am Ende der vierjährigen

‹ALF›-Dreharbeiten war ich froh, dass es

vorbei war.»

Krebs und Gay-Sex mit Obdachlosen

1995 wurde bei Max Wright Lymphdrüsenkrebs

diagnostiziert, es folgte eine lange Therapie

(was den Enquirer dann weniger interessierte)

und schliesslich 2001 der totale Absturz

(was den Enquirer dann wieder sehr interessierte):

Max Wright rauchte Crack, umgeben

Max Wright mit Alf © pd

von männlichen Obdachlosen, mit denen er

auch noch schwulen Sex hatte. Gegen Bezahlung.

Das Fachblatt für Klatsch & Tratsch konnte

sogar die Beweisfotos liefern. Und nun wird

die Story wirklich sehr amerikanisch: Was tut

ein Schauspieler, in einem «Crack House» mit

heruntergelassener Hose von einem Revolverblatt

fotografiert wird, verheiratet ist und zu

all dem noch Amerikaner ist? Genau: Er dementiert.

Es würde sich bei der abgelichteten

Person nicht um ihn handeln, sondern um einen

Doppelgänger. In der Tat sind die Aufnahmen

leicht verrauscht, da offensichtlich aus

weiter Distanz aufgenommen. Dennoch kann

auch Amerika das nicht so recht glauben und

die Story im «National Enquirer» bedeutet für

Max Wright letztendlich das Aus seiner TV- und

Film-Karriere. Der Homo-Skandal ist nun über

13 Jahre her und Amerika verzeiht bekanntlich

schnell, aber dies war dann wohl doch zu

viel. Der Schauspieler ist seit diesem Vorfall

noch immer arbeitslos. Sein letzter Film «Easter»

wurde im Jahr 2000 produziert.

25


Gesundheit CRUISER Edition September 2014

Pia

Von der

Alexandertechnik

bis zur Passiflora-

Tinktur

Ich würde jetzt nicht so weit gehen, zu behaupten,

eine Mentholzigi gegen das Halsweh zu rauchen,

sei komplementäre Medizin. Aber wenn

du den «Geraniumsakral» und die Hopi-Ohrkerzen

kennst, dann kommen wir der Sache

schon näher.

Seit dem 1. Januar 2012 werden die anthroposophische

Medizin, die Homöopathie, die Neuraltherapie,

die Phytotherapie und die traditionelle

chinesische Medizin provisorisch bis

Ende 2017 unter bestimmten Voraussetzungen

im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung

vergütet. Die Komplementärmedizin

und mit ihr verschiedene Naturheilverfahren

werden immer beliebter. Wir sprechen

nicht vom feuerzündheissen Kartoffelwickel,

mit dem deine Mutter damals auf deiner unbehaarten

Brust Verbrennungen zweiten Grades

verursacht hat, während sie versuchte, deinen

Bronchialhusten «natürlich» zu behandeln.

Komplementärmedizin ist mehr als Rescuetropfen

und Misteltherapie.

Wenngleich ein entspanntes Verhältnis zur

Chemie in der heutigen Zeit durchaus hilfreich

ist – zumal man ihr ja ohnehin nicht entgehen

kann. Aber wenn du dich nach einer Tasse Neocitran

schon mal gefühlt hast wie auf einem

Extasy-Trip, oder kurz nach der Einnahme von

Tabletten das Klo anschreien musstest, dann

ist dir sicher auch schon der eine oder andere

Gedanke durch den Kopf gegangen, ob das der

Indianermedizinmann nicht auch anders hingekriegt

hätte. Irgendwie kräutergartenmässiger

oder so.

Wir sprechen über Komplementärmedizin. Im

nächsten Checkpoint im Gespräch am 18. September,

wie gewohnt im Restaurant Bubbles,

Werdstrasse 54, 8004 Zürich – ungewohnt und

neu ab jetzt immer am 3. Donnerstag im Monat.

Ich persönlich würde mich sehr freuen, wenn

ihr da hingehen würdet, damit wir uns beim

nächsten Treffen auch mal ein bisschen interessant

unterhalten können und ihr bei Themen

wie Alexandertechnik oder Passiflora-Tinktur

nicht dahängt wie der Gagg im Wasser. Also.

Als Nachfolger auf unsere Sommerkampagne

«live HIV-neutral» empfehle ich das Motto «live

weather neutral»! Zwar keine neue Kampagne,

aber mein Vorschlag, um auf ganzheitliche

Weise der allerlangweiligsten und gleichzeitig

nervigsten Volkskrankheiten in der Schweiz

zu begegnen: dem Wetter-Bashing, diese ausgelutschte

Nuss! So öd! Von Oktober bis April

wird darüber gequakt, dass es grau ist und regnet,

und ab Mai geht zuverlässig das Katzengejammer

über den Scheisssommer los. Ich frage

mich, ob es noch ein zweites Volk auf der Welt

gibt, das so geeint und hingebungsvoll am Wetter

leidet, wie die Schweiz. Ich finde, eine gewisse

Gleichschnurzigkeit bezüglich des Wetters

würde uns gut anstehen. Frühling, Sommer,

Herbst und Winter sind eh nur Erfindungen der

Modeindustrie. Ist doch total po huj, ob es im

Juli regnet und im Dezember immer noch. «live

weather-neutral» ist ein Lifestyle. Kenne dein

Wetter und stelle es nicht in den Vordergrund.

Jetzt erst recht!

Apropos «jetzt»: Jetzt kannst du dich anmelden

für die nächste Durchführung des Queer+-

Workshop-Wochenendes für HIV-neudiagnostizierte

schwule Männer und ihre Partner auf

dem Stoos. Das Weekend findet statt vom Donnerstag,

20. November bis Sonntag, 23. November

2014. Das ganze Wochenende ist kostenlos,

im Seminar- und Wellnesshotel Stoos SZ. Hast

Du einen Partner? Dann lade ihn auch ein, egal

ob er HIV+ ist oder nicht. Wir bieten dir ein

Wochenende an, an dem du dich mit ebenfalls

HIV-positiven Männern austauschen kannst.

Stoos liegt auf 1300 m. ü. M. über dem Vierwaldstättersee.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es dort

regnen wird, ist gross. Aber das wird dir egal

sein. Dieses Weekend ist bekannt für seine gute

Stimmung, anmelden kannst du dich unter

www.mycheckpoint.ch.

Meine Lieben, ich wünsche euch einen guten

Start nach der Sommerpause und freue mich,

euch ab sofort wieder regelmässig mit den prägnanten

Themen schwuler Gesundheit auf den

Schoss zu sitzen. Vielleicht treffen wir uns ja

demnächst im Ausgang auf ein paar Mailänderli.

Bis dahin grüsst euch

Eure Pia Spatz

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26


CRUISER Edition September 2014

Kapitel Titel

Ein unsicherer Dreier?

Hallo Dr. Gay

Mein Freund und ich führen eine treue Beziehung und verwenden unter

uns keine Kondome. Nun haben wir einen Mann kennen gelernt und

landeten prompt alle gemeinsam im Bett, wo natürlich Kondome zum

Einsatz kamen. Allerdings ist mir ein dummer Fehler passiert. Ich war

aktiv, mein Freund und der Dritte waren passiv. Dabei habe ich beim

Partnerwechsel einmal vergessen, ein neues Kondom überzustreifen und

meinen Freund mit dem Kondom gefickt, welches ich beim Dritten bereits

anhatte. Nach circa zwei Minuten wurde es mir bewusst und ich brach

sofort alles ab. Unser Sexpartner sagte, er lasse sich regelmässig testen

und sei HIV-negativ. Trotzdem sind wir gleich anschliessend in eine Notfallstelle,

wo meinem Freund eine PEP verordnet wurde. Ist eine PEP hier

wirklich sinnvoll? Falls die PEP gemacht wird, wann können wir unter

uns wieder auf Kondome verzichten? Giuseppe, 43

Hallo Giuseppe

Wenn beim Gruppensex nicht für jeden Arsch ein neues Kondom benutzt

wird, kann dies tatsächlich ein HIV-Risiko bedeuten. Es scheint mir darum

durchaus sinnvoll, dass deinem Freund eine PEP (Post-Expositions-

Prophylaxe) verschrieben wurde. Die PEP ist eine 30-tägige Behandlung

mit HIV-Medikamenten, welche das Risiko einer HIV-Infektion um bis zu

90 % senken kann. Wichtig ist, dass die Medikamente konsequent während

den ganzen 30 Tagen eingenommen werden. Was mich etwas irritiert,

ist deine Aussage, «falls die PEP gemacht wird», denn eine PEP muss

zwingend spätestens 48 Stunden nach der Risikosituation begonnen

werden. Je früher damit begonnen wird, desto grösser die Erfolgschancen.

12 Wochen nach Abschluss der PEP wird dann ein HIV-Test gemacht.

Ist dieser negativ, hat keine HIV-Infektion stattgefunden und ihr könnt

wieder ohne Kondome ficken.

Alles Gute, Dr. Gay

Hepatitis C durch Sperma?

Hallo Dr. Gay

Ich habe mich vor zwei Jahren mit Hepatitis C infiziert. Seit einem halben

Jahr habe ich einen Freund und wir leben in einer treuen Beziehung. Jetzt

hat er mich gefragt, ob er mein Sperma schlucken kann. Wir haben uns getestet

und sind beide HIV-negativ. Soweit ich weiss, ist Hepatitis C nur durch

Blutkontakt übertragbar. Somit sollte kein Risiko bestehen, oder? Markus, 29

Hallo Markus

Wie du schreibst, wird Hepatitis C (HCV) über Blut-zu-Blut-Kontakt übertragen.

Sperma schlucken gehört nicht zu den typischen Übertragungswegen.

Die Risiken liegen vor allem dort, wo Blut im Spiel ist. Also zum Beispiel

beim Teilen von Drogenutensilien wie Spritzen oder Röhrchen, beim gemeinsamen

Benutzen von Toilettenartikeln, welche mit Blut in Kontakt

gekommen sind (z.B. Rasierer, Nagelschere usw.) oder auch bei unsauberem

Piercen, Tätowieren oder Ohrstechen. Bei sexuellen Kontakten ist eine Infektion

mit HCV dort möglich, wo es härter zugeht und zu Blut-zu-Blut-Kontakt

kommen kann, z.B. beim Fisten. Sicher weisst du es schon: inzwischen sind

neue Medikamente zur Heilung von HCV auf dem Markt oder im Zulassungsverfahren.

Informiere dich bei deinem Arzt über deine Möglichkeiten.

Alles Gute, Dr. Gay


Eine Dienstleistung der Aids-Hilfe Schweiz

27


Agenda CRUISER Edition September 2014

August 2014

FR 29. August

Luzern

22.00 Frigay Night:

happy sound for happy people@The Loft

Haldenstrasse 21.

Special-Night. Infos www.frigaynight.ch

Zürich

17.00 Les Garçons:

Kernstrasse 60. DJ Christiano S

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren

Bad boyz friday

23.00 Paradies Garage@Supermarket:

Geroldstrasse 17. Lets go underground.

Gays & friends Party mit DJs Peeza, Angel O

& Mary. Infos www.housefashion.ch

23.00 Heaven Club:

Spitalgasse 5. Heaven of T&M Night. DJs

Loyce, Louis de Fumer, Violet Green, José

Parra, Zör Gollin & Jose Jones

23.00 Sector c; Fetish Club:

Wagistrasse 13, Schlieren.

Strikter Dresscode Sportswear & Sneakers

only!

SA 30. August

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60.

DJ Nick Harvey

22.00 Rage: Wagistrasse 13,

Schlieren Cruising unlimited

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. 1 Year

Dudecute! DJs Zör Gollin & Merte Rox -

Open format, House

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Yellow

Disaster - Piss-off. Bierpass 3 für 2

SO 31. August

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60.

Mens Club Mens Club

20.00 Magnusbar: Magnusstrasse 29 Underwear

(oblig.), naked (freiw.)

September 2014

DI 02. Sept.

Zürich

19.00 Spot25: Jugendgruppe Zürich Ob du

lesbisch, schwul, bisexuell oder anderartig

orientiert bist, alle sind herzlich willkommen.

Treff im HAZ-Centro, Sihlquai 67

MI 03. Sept.

Bern

18.30 3gang in der Villa Stucki:

Seftigenstrasse 11. Essen und Kultur.

Treffpunkt für das translesbischwule

Bern. Apéro ab 18.30h, Essen ab 19.30h

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240

DJ Pat Coon - elektronische Musik

21.00 Magnusbar: Magnusstrasse 29 Naked

(obligatorisch)

DO 04. Sept.

Winterthur

19.30 Badgasse 8: LesBiGay & Friends Treff im

Lokal Badgasse 8

Zürich

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle

Männer und Frauen 19h Treff im Café Rathaus,

Limmatquai 61 zum Apéro, dann ab

20.15h im HAZ-Centro, Sihlquai 67 zu geleiteten

Gesprächen zum Thema Bi-Sexualität

und Polyamory

22.00 Magnusbar: Magnusstrasse 29

House-Party

FR 05. Sept.

Bern

22.00 Seite 69: homosexuell, heterofreundlich

DJs Murat Tepeli, Knäckebröd & Cosie. Im

Kapitel Bollwerk, Bollwerk 41. Infos www.

seite69.ch

Winterthur

18.00 WILSCH - Winterthurer Lesben und

Schwule Pink Lion - Die Freitags-Bar in

der Badgasse 8

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Tonträger

19.00 Gay Bikers Zürich: Höck. Genaue Infos

über www.gaybikers.ch

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Kick-off!

Lattenschuss. Sports & sneaks

23.00 Kiki - Le freak - c est chic: DJs Freakboutique,

Juen, Dario La Mazza & Delano. Im

Revier, Hohlstrasse 18. Fr. 20.-, ab 21 Jahren

23.00 Magnusbar: Magnusstrasse 29 BeirutNight

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Black Label

by Boyahkasha! Lationo special mit DJs Zör

Gollin & Gloria Viagra

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Kick-off!

Lattenschuss. Sports & sneaks only!

SA 06. Sept.

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Pat Coon

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Guys suck

& fuck guys

23.00 No Regrets: Besonders heiss und sexy. DJs

Extasia & Joses Jones. Alte Kaserne, Kasernenstr.

16. Zudem ab 03.30h Nachtsauna im

Moustache. Freier Eintritt mit No Regrets-

Ticket. Später Brunch im Huusmaa

23.00 Magnusbar: Magnusstrasse 29 90s-Party

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Klubnacht.

DJ José Parra - House

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Biker-Gear,

Leather & Rubber

MEN BODYWORK

WORKSHOP

EROTISCHE MÄNNERMASSAGE

SA, 6. SEPT ’14 , 11:30-16:30 H in ZÜRICH

WWW.MENBODYWORK.CH

SO 07. Sept.

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23. DJ High Heels

on Speed - 60ties to 10

Zürich

20.00 Tanzleila@Exil: Hardstrasse 245. Party von

Frauen für Frauen. Ab 20h Linedance. Ab

21h DJanes N.Cole & Madame Léa mit chartbreakersoundz

& deluxe-pop in the mix

20.00 Magnusbar: Magnusstrasse 29 Naked

(obligatorisch)

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Mega Nackt-Party

MI 10. Sept.

Winterthur

19.30 Badgasse 8: Lesbenbar

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240

DJ Strumberg - deep

21.00 Magnusbar: Magnusstrasse 29 Underwear

(obligatorisch), naked (freiwillig)

DO 11. Sept.

Lenzburg

19.30 Aargay: Stammtisch im Hotel Lenzburg,

Aavorstadt 26, 5600 Lenzburg

Zürich

19.00 Gleichgeschlechtliche Paare:

Ansätze der psychologischen Forschung

Prof. Dr. Dominik Schöbi & Dr. Nathalie

Meuwyl berichten von ihren Studien. Eine

unentgeltliche Veranstaltung des Institute

of queer studies IQS. Uni Zürich, Rämistrasse

71, Hörsaal KO2-F-150. Infos www.

queerstudies.ch

22.00 Magnusbar: Magnusstrasse 29 Cruisen

FR 12. Sept.

Winterthur

18.00 WILSCH: Winterthurer Lesben und

Schwule Pink Lion - Die Freitags-Bar in der

Badgasse 8

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Christiano S

19.30 HAZ-Centro: Sihlquai 67. Freitags-Centro

mit speziellem kulinarischem Angebot

präsentiert von Franz & Markus

20.00 gay: my way: Schwule Männer im Comingout

Treff im HAZ-Centro, Sihlquai 67.

Coming-out Gespräche in Kleingruppen

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Army

Camp. Bierpass 3 für 2

23.00 Magnusbar: Magnusstrasse 29 90s-Party

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. B(l)ack to the

Future! Disco, 80ies, 90ies, RnB

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Worker,

Army. Bierpass 3 für 2

SA 13. Sept.

Basel

22.00 queerPlanet Party: Premium house party

for the gay community. DJs Taylor Cruz &

Olivier. Zudem mit «Glamour Dancers». Im

SUD, Burgweg 7. Infos www.queerplanet.ch

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CRUISER Edition September 2014

Agenda

Winterthur

17.00 WILSCH: Winterthurer Lesben und Schwule

We are family! Essen, Geniesserabend

für die LesBiSchwule Community im Lokal

Badgasse 8 Karibisch, Kubanisch. Fr. 24.-.

Anmeldung bis 11.9. über www.badgasse8.ch

Zürich

07.30 HAZ Outdoor: Prättigauer Frühherbst

Wanderung. Stels - Schuders. Zürich HB ab

07.37h. Genaue Infos und Anmeldung bis

10.9. über www.haz.ch/outdoor.htm

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Marc S

21.00 Come together: Lesbian & Gay Party 30+.

DJane Mary - Queerbeats 70 bis 90er, Deepund

Vocalhouse. Marquee Club, Weinbergstrasse

68 (Tram 7 & 15, N6, Sonneggstrasse).

Infos www.party4lesandgay.ch

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Sexxtasy

Sexxparty

23.00 Magnusbar: Magnusstrasse 29 BeirutNight

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Gravity.

DJ José Parra - House

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Full Fetish &

Sportswear

SO 14. Sept.

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23. Dj Curtis

- Vinyl Soul & Disco

Schaffhausen

08.00 Queerdom Schaffhausen: Ausflug ins

Sernftal im Glarnerland. Wanderung,

Mittagessen und Besichtigung Schieferbergwerk.

Treffpunkt 08h vor Kiosk Gleis

1 in Schaffhausen oder 09h Zürich HB vor

grosser Uhr, 10.55h Bushaltestelle Elm Dorf.

Infos und Anmeldung michael.devita-laeubli@gmx.ch

Zürich

20.00 Magnusbar: Magnusstrasse 29 Underwear

(obligatorisch), naked (freiwillig)

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Shoot the

Boys - Jetzt wirds wild! Die Party zum

Knabenschiessen

DI 16. Sept.

Aarau

19.30 Aarglos: Lesbengruppe Treff. Coupe-Essen.

Anmeldung so schnell wie möglich bei

byonarx@gmx.ch

Zürich

19.00 Spot25 Jugendgruppe Zürich: Ob du

lesbisch, schwul, bisexuell oder anderartig

orientiert bist, alle sind herzlich willkommen.

Treff im HAZ-Centro, Sihlquai 67

MI 17. Sept.

Bern

18.30 3gang in der Villa Stucki:

Seftigenstrasse 11. Essen und Kultur.

Treffpunkt für das translesbischwule Bern.

Apéro ab 18.30h, Essen ab 19.30h

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff:

Sihlquai 240 DJ Louis - deep/electro

21.00 Magnusbar:

Magnusstrasse 29 Naked (obligatorisch)

DO 18. Sept.

Zürich

18.00 Checkpoint im Gespräch@Bubbles:

Werdstrasse 54. Anmeldung nicht erforderlich.

Alternativen zur Schulmedizin? Ab

18h Apéro und Essen ab 19h Infos und Diskussion,

danach weiteres Zusammensein

22.00 Magnusbar:

Magnusstrasse 29 House-Party

FR 19. Sept.

Bern

18.00 Double Trouble:

Manon / Francticek Kossner Gemeinsame

Ausstellung. Identität und Differenz, der

Körper und sein Double, Erotik und Tod

werden von beiden ganz unterschiedlich

umgesetzt. Vernissage 19.9. 18h, dann bis

17.10., Mi - Fr 14h- 18h und Sa 12h - 16h.

Galerie Béatrice Brunner - Contemporary

Art, Nydeggstalden 26. Infos www.beatricebunner.ch

Luzern

23.00 Frigay Night:

happy sound for happy people@The Loft

Haldenstr. 21.

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A1

Where to go in the little big city

Interesse in diesem

Inserat aufgeführt zu sein?

Anfragen an:

info@zbiro.ch

MOUSTACHE

Die Sauna für Männer

Engelstrasse 4

www.moustache.ch

(Nachtsauna jeden Fr / Sa)

11

CRANBERRY

Bar

Metzgergasse 3

www.cranberry.ch

1

TIP TOP BAR

Die Schlager Bar

Seilergraben 13

www.tip-top-bar.ch

Dienstag – Samstag ab 17 Uhr

2

PARAGONYA

Wellness Club

Mühlegasse 11

www.paragonya.ch

3

PREDIGERHOF

bistro – bar

Mühlegasse 15

www.predigerhof.ch

4

THE DYNASTY CLUB

2 Bars – 1 Eingang

Zähringerstrasse 11

www.dynastyclub.ch

5

LES GARÇONS

Bar/Tanzbar

Kernstrasse 60

www.garcons.ch

Täglich geöffnet ab 17 Uhr

14

ZAHNARZT AM

HELVETIAPLATZ

Langstrasse 20

www.zahn-arzt.ch

043 243 80 00

13

LEONHARDS-

APOTHEKE

Stampfenbachstr. 7

www.leonhards.apotheke.ch

044 252 44 20

7

ES COLLECTION

Shop (ES Collection & addicted)

Mühlegasse 13

www.escollection.ch

8

HUUSMAA

Kafi – Reschti – Bar

Badenerstrasse 138

044 241 11 18

www.huusmaa.ch

Sa & So Brunch 10:00 – 15:00

12

MACHO

City Shop

Häringstrasse 16

www.macho.ch

6

CHECKPOINT

Gesundheitszentrum

Konradstrasse 1

www.checkpoint-zh.ch

044 455 59 10

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gaycity.ch

HERR GRÜN

Blumen & Gestaltung

Badenerstrasse 131

www.herrgruen.ch

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collection

BEAUTY LOUNGE

FOR MEN

Haarentfernung,

Massagen und Kosmetik

Kalkbreitestrasse 42

www.marciomf.ch

079 533 41 01

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BEAUTY LOUNGE

MÄNNERZONE

Shop & Bar

Kernstrasse 57

www.maennerzone.ch

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CRUISER Edition September 2014

Winterthur

18.00 WILSCH: Winterthurer Lesben und

Schwule Pink Lion - Die Freitags-Bar in der

Badgasse 8

Zürich

17.00 Les Garçons:

Kernstrasse 60. DJ Nick Harvey

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Fuck n

blow. Cruising

23.00 Magnusbar: Magnusstrasse 29 BeirutNight

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Scream &

Shout! DJ Louis de Fumer - Pop, Dance, RnB

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Ultraleather -

Leather only

SA 20. Sept.

Aarau

11.00 Aarglos: Lesbengruppe Weinseminar bei

Siebe Dupf in Liestal. Anmeldung bis 6.9.

bei brigitte.salewiski@bs-ag.ch

Zürich

08.00 Gay Bikers Zürich: WE-Tour Schlusstour

bis 21.9. Genaue Infos und Anmeldung über

www.gaybikers.ch

17.00 Les Garçons:

Kernstrasse 60. DJ Jesse Jay

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Prollboyz

Sneaks Party

22.00 Lollipop Party:

Party auf auf 4 Ebenen! Lollipop Floor:

Schlager, Schweizerhits, Mallorca, Klassiker

& Canzoni; Wannabe Floor: 80er/90er

Party Hits; Après Suisse Floor: Die grössten

Pistenheuler und Hitparaden Knaller. Plus

Karaoke Lounge. X-Tra, Limmatstr. 118.

Infos www.lollipopparty.ch

23.00 Magnusbar: Magnusstrasse 29 90s-Party

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Hell on Heels.

DJ Violet Green - Open Format, House

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Prollboyz

Sneaks Party

23.00 Jack Party:

The Define Yourself Issue.

DJs Juiceppe, Zör Gollin & Angel O.

Kaufleuten, Festsaal, Pelikanplatz.

Infos www.jackcompany.com

SO 21. Sept.

Basel

21.00 Untragbar!:

Die heterofreundliche Homobar am Sonntag

im Keller des Restaurants Hirscheneck,

Lindenberg 23. Dj Superhomo - Queer

durch alle Sparten. 20er bis heute

Zürich

20.00 Magnusbar:

Magnusstrasse 29 Naked (obligatorisch)

DI 23. Sept.

Bern

20.30 Uncut:

warme Filme im Kino Kunstmuseum Bern

Hodelstrasse 8. Lieb mich. Die Schwule

Kurzfilmrolle. «Scaffolding» Sp 2012, 14

Min., «Total reaction» GB 2009, 14 Min.,

«Chaser» USA 2013, 15 Min., «We are fine»

Australien 2014, 5 Min., «Recrets» USA 2012,

12 Min., «Wandering Clouds» Mexiko 2014,

s/w, 13 Min., «Little secrets» D/CH 2014, 21

Min. Alle Filme in Originalversionen mit

deutschen UT, ca. 95 Min.

Infos www.gaybern.ch/uncut

MI 24. Sept.

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff:

Sihlquai 240 DJ PCB – tech house / electro

swing

21.00 Magnusbar:

Magnusstrasse 29 Underwear

(obligatorisch), naked (freiwillig)

DO 25. Sept.

Zürich

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

z&h Nachtessen im HAZ-Centro,

Sihlquai 67. Unkostenbeitrag.

Wein bitte selber mitnehmen.

22.00 Magnusbar:

Magnusstrasse 29 Cruisen

FR 26. Sept.

Winterthur

18.00 WILSCH: Winterthurer Lesben und

Schwule Pink Lion - Die Freitags-Bar in der

Badgasse 8

Zürich

17.00 Les Garçons:

Kernstrasse 60. DJ Le Mec

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren

Nasty boyz go crazy

23.00 Magnusbar:

Magnusstrasse 29 90s-Party

23.00 Heaven Club:

Spitalgasse 5. Molke 7 –

die Milchbüechli Party. DJs Beatween &

Zartstrom. Fr. 10.-, ab 16 Jahre

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Friday naked

SA 27. Sept.

Bern

22.00 Tolerdance: für Schwule, Lesben und

FreundInnen Im ISC Club Neubrückstr.

10. Golden Tolerdance. Disco Hits 80er bis

heute. DJs Ludwig & Anouk Amok. Fr. 15.-,

ermässigt Fr. 10.-

Agenda

Chur

14.00 Schlagerparade 2014: Der Umzug der 18.

Schlagerparade startet um 14h auf dem

Parkplatz der Stadthalle Chur. Die genaue

Streckenführung ist von der Stadthalle

durch das Welschdörfli, über die Grabenstrasse,

über den Postplatz und Poststrasse

zum Martinsplatz. Livekonzerte auf der

Schlagerbühne Arcas ab 16h: Die Pissnelken,

Rosemaire Sonnenschein, Das Wilde

Tiger Ensemble aus St. Pauli, Bata Illic, Guildo

Horn & Die Orthopädischen Strümpfe.

Ab 23h Schlagerparties in diversen Lokalen

bis in den frühen Morgen. Erster Zug von

Chur nach Zürich am Sonntag 05.16h!

Infos www.schlagerparade.ch

Zürich

17.00 Les Garçons:

Kernstrasse 60. DJ Glitzerhaus

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising

unlimited

23.00 Magnusbar: Magnusstrasse 29 Beirut-

Night

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Dudecute!

DJ Ricardo Ruhga - Open Format, House

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Ultrarubber -

Rubber only

SO 28. Sept.

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23. Dj Klangfieber

- Tulpenblues & Rosendance

Bern

16.00 Videoarbeiten von Manon und Franticek:

Klossner im Kino Kunstmuseum Bern,

Hodelstrasse 8. Die Künstler sind anwesend

und sprechen über ihre Arbeiten

Zürich

20.00 Magnusbar:

Magnusstrasse 29 Underwear (obligatorisch),

naked (freiwillig)

DI 30. Sept.

Zürich

19.00 Spot25: Jugendgruppe Zürich Ob du

lesbisch, schwul, bisexuell oder anderartig

orientiert bist, alle sind herzlich willkommen.

Treff im HAZ-Centro, Sihlquai 67

19.00 Lesbentreff Zürich-Wiedikon: Trinken,

essen, kennenlernen. Im Huusmaa,

Badenerstr. 138

19.15 HAZ Kultur: Besuch von «Bartleby, der

Schreiber» im Schiffbau/Box, Schiffbaustr.

4. Treff an der Kasse 19.15h, Einführung

19.30h, Beginn 20.15h. Anschliessend

gemeinsamer Drink. Fr. 48.-. Anmeldung

über kultur@haz.ch. Für Anmeldungen bis

1.9. werden die Karten besorgt. Sonst bitte

selber bestellen

Impressum

Herausgeber, Verleger, Redaktion und Verlagsadresse:

AfM-Publikationen, Martin Ender, Mühlebachstrasse 174, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, info@cruiser.ch

Infos für die Agenda: agenda@cruiser.ch

Infos an die Redaktion: redaktion@cruiser.ch

Redaktionelle Mitarbeit: Martin Ender (Chefredaktor), Daniel Diriwächter (Stv. Chefredaktor), Thomas Borgmann, Charly Büchi,

Branko B. Gabriel, René Gerber, Michael Lenz

Fotograf: Stefan Büchi, talk@stefanbuechi.ch

Grafik / Layout: Deny Fousek, Bertastrasse 1, 8003 Zürich Litho: Beni Roffler, Letzigraben 114a, 8047 Zürich

Inserate: AfM-Publikationen, Martin Ender,

Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, anzeigen@cruiser.ch

Druck: LZ Print, www.lzprint.ch, Auflage: 12 000 Exemplare, 10 Ausgaben jährlich

31


Nach dem SENSATIONELLEN ERFOLG im letzten Jahr

auch 2014 The Real Deal am Dörflifäscht

PREDIGERHOF presents

Jump & Chill

@ Graue Gasse with

DJ Vasco!

DON’T PREACH,

JUST PARTY even more !

…und Hungrige machen zwischendurch einen Abstecher zum

Predigerhof-Stand vis-à-vis McDonalds für Thomy’s Älplermaccaronen!

SPONSOREN

Freitag, 29. August 2014

17:00 – 02:00 Uhr

Samstag, 30. August 2014

15:00 – 02:00 Uhr

Sonntag, 31. August 2014

15:00 – 22:00 Uhr

Limmatquai

Mühlegasse

Niederdorfstrasse

IT Beratung - Support - Web Design & Entwicklung - www.its.sc

Graue Gasse

Hirschenplatz

Ins_PHF_Dorf_Cruiser_195x290mm.indd 1 25.07.14 12:57

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