Cruiser November 2014

cruisermagazin

Cruiser November 2014

Cruiser Edition November 2012

Dieses Magazin ist schwul

Photographer Peter Werner

Schwule Spitex

Dirk Bach

T&M Countdown

Pink Panorama

Bentley Race

Cindy aus Marzahn

James Bond & Co.


JAHRE T&M

LET’S CELEBRATE 25 YEARS!

DIE 100 LETZTEN TAGE IM T&M

JETZT NOCH 94 PARTYS!

Donnerstag, 22. November, Doors: 20 Uhr

#94: HAPPY BIRTHDAY T&M

Show ab 21 Uhr mit Cazal (Hamburg) als Dame

Edna, Tamara und vielen knackigen Boys

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DJ´s: Q-Base, Tomy Schallenberger, Mad House

2 Dancefloors mit Schlager&Hits, Tech-House,

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CRUISER Edition November 2012

Inhalt

Editorial

Es ist Herbst – und wir widmen unseren Leitartikel den Herbstzeitlosen. Lola Sara Arnold-Korf traf die

Gründer der Spitex Goldbrunnen: Christoph Bucher und François Fauchs kümmern sich um betagte

Schwule. Wir werden (fast) alle alt. Bevor es so weit ist, springen wir auf die andere Seite der Welt – hinein

in den Frühling – und sprechen mit Bentley Race, der die erfolgreichste australische Gay-Porno-Seite

gründete. Daneben frönen wir dem Kino, äussern unsere Schockierung über den Tod von Dirk Bach

sowie kreuz.net. Unser Fotograf des Monats ist der Berliner Peter Werner; seine Bilder sind erfrischend

anders und doch normal. Doch was ist schon normal? London James versucht es in seiner Kolumne zu erklären.

Wir wünschen unseren Lesern ein unterhaltsames Stück Herbst mit unserer November-Edition.


Stv. Chefredaktor Daniel Diriwächter

6

Die schwulen Pflegeschwestern

«Gay Nursing» – Das November-Dossier

11

Kopfgeld auf kreuz.net

Wie kreuz.net den Tod von Dirk Bach ausschlachtet

14

Von Hobbits und Vampiren

Die Kino-Highlights der Saison

16

Autofellatio from Down Under

Bentley Race und die Kunst, sich selbst zu vermarkten

28

PinkPanorama 2012

Ralf König ist Stargast beim lesbischwulen Filmfestival

35

Austria setzt auf nackte Männer

Wien und Linz huldigen dem nackten Mann

News 4 • Prominent 8 • News Schweiz 12 • Michi Rüegg 13 • Szene 18

Beauty 21 • Fotostrecke 22 • Kultur 30 • Musik 32 • Hot4You 33 • London James 34

Dr. Gay 37 • Pia 39 • Agenda 40

3


News CRUISER Edition November 2012

Internationale

News

4

Serbiens Regierungschef Ivica Dacic

Berlin

Aussenministerium protestiert

gegen CSD-Verbot

Nach dem CSD-Verbot in Belgrad hatte das

Auswärtige Amt in Berlin den Botschafter des

EU-Beitrittskandidaten Serbien einbestellt.

Deutschland appellierte an die serbische Regierung,

«alle Schritte zu unternehmen, um

die Ausübung von grundlegenden Freiheiten

und Rechten auch von Minderheiten durchzusetzen».

Serbien sei als Mitglied des Europarats

an die europäische Menschenrechtskonvention

gebunden, so die Berliner Diplomaten. Serbien

hielt das CSD-Verbot aufrecht. Serbiens Regierungschef

Ivica Dacic hatte den CSD verboten,

weil «schwere Störungen der öffentlichen Ordnung»

zu erwarten seien. 2010 hatten rechte Nationalisten

die CSD-Teilnehmer in Belgrad angegriffen

und die Innenstadt teilweise verwüstet.

Berlin

Politstreit um Rehabilitierung

der §175-Opfer

In Deutschland ist ein politischer Streit über

die Rehabilitierung der Opfer des antischwulen

Paragraphen 175 entbrannt. Der Bundesrat

hat sich für eine Rehabilitierung der über

50 000 Schwulen ausgesprochen, die wegen

ihrer sexuellen Orientierung nach 1945 bis zur

endgültigen Abschaffung des Paragraphen im

Jahr 1994 verfolgt worden waren. Bundesjustizministerin

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

(FDP) sowie eine Reihe von Ministerpräsidenten

der Bundesländer sprachen sich

jedoch gegen die gesetzliche Aufhebung der

Urteile aus. Die Rechtsprechung dürfe nicht

zum «Spielball der wechselnden Mehrheiten

im Bundestag» werden, betonte Leutheusser-

Schnarrenberger. Die Justiz habe lediglich die

damals geltenden Gesetze angewandt. In seiner

Nazifassung galt der Paragraph bis zu seiner

Entschärfung durch die Grosse Koalition

aus CDU und SPD im 1969.

Moskau

Gericht bestätigt homofeindliches

Gesetz

Das Oberste Gericht der Russischen Föderation

hat eine Klage gegen das Gesetz zum Verbot

von «Propaganda» betreffend Homosexualität

in St. Petersburg abgewiesen. Das Verfassungsgericht

verwies auf Urteile untergeordneter gerichtlicher

Instanzen, ohne jedoch zunächst die

schriftliche Urteilsbegründung zu veröffentlichen.

Die Kläger von der Organisation «Coming

Out» sehen das Gesetz im Widerspruch zur föderalen

Gesetzgebung, in der die Gleichheit aller

Bürger garantiert wird. Sie wollen jetzt gegen

das Gesetz vor den Europäischen Menschengerichtshof

in Strassburg ziehen. Das Gesetz sieht

hohe Geldstrafen für «öffentliche» Propaganda

für schwules, lesbisches, bisexuelles und transsexuelles

Verhalten unter Minderjährigen vor.

Kiew

Ukraine folgt russischer

Homophobie

Das ukrainische Parlament hat Anfang Oktober

in erster Lesung einstimmig ein Verbot der

Werbung für Homosexualität beschlossen. Der

Gesetzentwurf 8711 sieht Haftstrafen von bis

zu fünf Jahren und hohe Geldstrafen für die

Einfuhr oder Herstellung von Materialien vor,

die zur Verbreitung von «Propaganda für Homosexualität»

dienen. Die Befürworter sehen

das Gesetz als Beitrag im Kampf gegen Aids

und das «Aussterben der Ukrainer». Ein erster

Anlauf zur Verabschiedung des schwulenfeindlichen

Gesetzes scheiterte im Sommer an Interventionen

von Amnesty International und

dem Europaparlament. Popstar Elton John hatte

während seines Konzertes in Kiew seine Fans

aufgerufen, gegen das Gesetz zu protestieren.

«Ich flehe euch an, hört mit der Gewalt gegen

Schwule und Lesben auf und sagt ‹Nein› zum

Gesetzentwurf 8711».

Canberra

Australien sagt Nein zur

Homo-Ehe

Beide Kammern des Parlaments Australiens haben

die Einführung der Ehe für Homosexuelle

abgelehnt. Die Schwulenorganisation der regierenden

Labor Partei bedauerte das Nein zur

Homo-Ehe, betonte in einer Stellungnahme jedoch

auch: «Die Debatte ist noch nicht vorbei.»

Die Australien Christian Lobby (ACL) begrüsste

hingegen das Scheitern der Homo-Ehe im

Parlament. «Ich möchte der Opposition dafür

danken, dass sie ihr Wahlversprechen gehalten

hat», sagte ACL-Direktor Jim Wallace. Premier-


CRUISER Edition November 2012

News

ministerin Julia Gillard, eine strikte Gegnerin

der Homo-Ehe, hatte ihrer Laborfraktion eine

Gewissensabstimmung erlaubt. Oppositionsführer

Tony Abbott hatte jedoch trotz massiven

Drucks aus den eigenen Reihen die Aufhebung

des Fraktionszwangs für seine Abgeordneten

strikt abgelehnt.

Sacramento

Kalifornien verbietet

«Konversionstherapien»

Als erster US-Bundesstaat hat Kalifornien «Konversionstherapien»

für Jugendliche unter 18

Jahren verboten. Schwul-lesbische Organisationen

begrüssten die Entscheidung von Gouverneur

Jerry Brown. Die «Human Rights Campaign»

bezeichnete Konversionstherapien bei

Jugendlichen als «Kindesmissbrauch» und kündigte

an, sich nach dem Erfolg in Kalifornien

für eine bundesweite gesetzliche Ächtung der

«Homoheilung» einzusetzen. Bei der Anhörung

vor einem Parlamentsausschuss hatten Psychologenverbände

gewarnt, junge Homosexuelle

könnten mit derlei «Therapien» in den Selbstmord

getrieben werden. Sogenannte Ex-Gays

hatten hingegen als Vertreter konservativer

christlicher Organisationen betont, Eltern hätten

das Recht, ihre Kinder solchen Therapien

zu unterziehen.

Toronto

Fünf Städte bewerben sich

um worldOutgames 2017

Denver, Miami Beach, Reykjavik, Rio de Janeiro

und Rom bewerben sich um die Austragung

der vierten worldOutgames 2017. Dies teilte die

Gay & Lesbian International Sport Association

(GLISA), ansässig in Toronto, mit. Zu den world-

Outgames gehören Sport-Turniere, ein Kulturprogramm

sowie als dritte Säule eine Menschenrechtskonferenz.

Die abwechselnd mit

den Gay Games stattfindende Veranstaltung

fand erstmals 2006 im kanadischen Montreal

statt. 2009 war die dänische Hauptstadt Kopenhagen

Gastgeberin der zweiten worldOutgames.

Die dritte Ausgabe des internationalen schwullesbischen

Sportevents soll im August 2013 im

belgischen Antwerpen über die Bühne gehen.

Hongkong

Vater verschachert

lesbische Tochter

«Ich suche eine Braut. Ich bin ein romantischer

Poet.» «Hast du es schon mal mit einem männlichen

Liebhaber probiert?» Solche Zuschriften

erhält die Chinesin Gigi Chao täglich zu

Hunderten auf Facebook, seit ihr schwerreicher

Gigi Chao (rechts) mit Partnerin

Vater umgerechnet 60 Millionen Franken demjenigen

versprochen hat, der seine Tochter ehelicht.

Gigi Chao ist nämlich lesbisch, lebt mit

einer festen Partnerin zusammen und das gefällt

ihrem Vater gar nicht. Also hat der 76-jährige

Millionär aus Hongkong beschlossen, seine

Tochter mit einem weltweit ausgeschriebenen

Kopfgeld an den Mann zu bringen. Die 33-jährige

reagierte entsetzt und flehte ihren Vater auf

Facebook an, den Unsinn einzustellen. Gigi erhält

aber über Facebook auch Zuspruch wie diesen:

«Dein Vater ist verrückt. Es tut mir so leid,

dass du dich damit rumplagen musst!»

Kuala Lumpur

Scharia steht über Verfassung

Vier junge malaysische Transsexuelle haben

eine gerichtliche Schlacht gegen den Islam verloren.

Das weltliche Hohe Gericht in Seremban

lehnte den Antrag von vier Transsexuellen

ab, das Verbot des Tragens von Frauenkleidern

durch Männer im islamischen Schariarecht als

Verstoss gegen die Verfassung zu kippen. Richterin

Datuk Siti Mariah Ahmad sagte, es sei nicht

zu leugnen, dass die vier als Männer geboren

worden und zudem Muslime seien. Also gelte

für sie das Schariagesetz, das es Männern verbietet,

sich als Frauen auszugeben. Das mehrheitlich

muslimische Malaysia hat ein doppeltes

Rechtssystem. Für die Muslime des Landes gilt

neben den weltlichen Gesetzen in einer Reihe

von Rechtsbereichen auch die Scharia.

Kampala

Brite wegen schwulem

Theaterstück vor Gericht

David Cecil ist von den ugandischen Behörden

gegen eine Kaution von umgerechnet 181 Franken

aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Der Brite ist angeklagt, ohne Genehmigung

ein Theaterstück mit schwulem Inhalt in

Ugandas Hauptstadt Kampala aufgeführt zu haben.

In dem Stück «The River and the Mountain»

geht es um einen jungen schwulen Ugander,

der in einer homophoben Umwelt aufwächst.

Die Zensurbehörde störte an dem Stück, dass

Homosexuelle positiv dargestellt werden. Die

Geschichte sei «anstössig», weil sie eine «Vergötterung»

des «egoistischen» Verhaltens von

Schwulen zum Thema habe. Homosexualität ist

in Uganda als «Straftat wider die Moral» verboten

und kann mit der Höchststrafe «lebenslang»

geahndet werden.

Roseau

Dominica startet Kampagne

gegen Homosexualität

Der Karibikstaat Dominica will in seinen Schulen

gegen «Normabweichung, schlechtes Benehmen

und Homosexualität» vorgehen. Bildungsminister

Petter Saint Jean erklärte, diese

«Probleme» seien unter den Schülern des Landes

weit grösser als angenommen. Deshalb müsse in

den staatlichen Schulen neben der Ausbreitung

von Kriminalität und Gewalt insbesondere Homosexualität

verhindert werden. «Wir müssen

die jungen Leute von Dominica retten», betonte

Saint Jean. Der Inselstaat war bis 1978 eine britische

Kolonie. Wie in den meisten ehemaligen

britischen Kolonien wird auch auf Dominica als

juristisches Erbe des Empires Homosexualität

noch kriminalisiert. Im März dieses Jahres sorgte

Domenica mit der Verhaftung und Anklage

von Teilnehmern einer schwulen Karibikkreuzfahrt

international für Schlagzeilen.

St. Petersburg

333 Millionen Rubel Strafe

für Madonna

Pop-Ikone Madonna wurde wie angekündigt

von einem russischen Gericht vorgeladen. Der

Grund: Madonna ist eine gesetzeswidrige Person.

Sie hat während eines Konzerts in St. Petersburg

rosafarbene Armbänder verteilt und offen

ihre Solidarität mit der lesbischen, schwulen,

bisexuellen, transsexuellen Gemeinschaft bekundet.

In St. Petersburg ist die Darstellung von

Homosexualität seit Februar 2012 in der Öffentlichkeit

verboten.

Nach einem Bericht von «Russia Today» gibt es

neun verschiedene Kläger, darunter auch die

kremltreue Gruppe «Russische Handelsunion

der Bürger». Madonna wird wegen Blasphemie

und Beschädigung der kulturellen Wurzeln St.

Petersburgs angeklagt. Die Forderungen belaufen

sich auf 333 Millionen Rubel, rund zehn

Millionen Schweizer Franken.

Die erste Anhörung wurde auf Ende Oktober

angesetzt. Ein Statement der Sängerin blieb

bislang aus. Es ist aber anzunehmen, dass Madonna

diesem Zirkus fernbleibt.

5


Dossier CRUISER Edition November 2012

Die schwulen

Pflegeschwestern

«Gay Nursing» – Das November-Dossier

Von Lola Sara Arnold-Korf

Einzigartig in Europa: Christoph Bucher & François Fauchs © Stefan Büchi

6


CRUISER Edition November 2012

Dossier

Im Jahre 2004 beschloss

ein innovatives Schweizer

Pflege-Paar Geschichte zu

schreiben. «Gay Nursing»

– schwule Pflegeschwestern

auf Achse – soll international

für Furore sorgen. Die

Zürcher Christoph Bucher

und François Fauchs schuften

seit acht Jahren für

Schwule, die sich im Pflegestadium

nicht von Hetero-

Pflegefachfrauen betreuen

lassen wollen. Lola Sara

Arnold-Korf traf die beiden

Idealisten.

Seit 2012 gibt es in Berlin-Charlottenburg das zweite schwule Altersheim.

Das erste nahm bereits 2008 in Berlin-Pankow den Betrieb auf. Auch in

der Schweiz gibt es jährlich hunderte pflegebedürftige Schwule. Die Frage

nach Pflegeheimen ist jedoch begrenzt. Denn: Das Ziel jedes Einzelnen

ist es, die Freiheit nicht gegen die Hausordnung einer Pflegeeinrichtung

einzutauschen. Insofern lebt man lieber in gewohnter Umgebung – und

im Idealfall betreut von seinesgleichen.

Die gute Nachricht: Die Schweiz hält europaweit ein einziges Team dieser

Art bereit: «Gay Nursing» von Christoph Bucher und François Fauchs.

Die zweite gute Nachricht: Die Krankenkasse übernimmt die Kosten. Die

Schweiz als Gesundheits- und Sozialkompetenz-Zentrum bietet einen

einmaligen Service – ohne pralle Brieftasche und Beziehungen zum Amt.

«Luxus ist allein, dass es uns gibt!», antwortet der smarte François auf

die Frage der Autorin, ob sich das Angebot jeder Schwule leisten könne.

Schwule und die Spitex

Probleme im Umgang mit Homos gibt es auf beiden Seiten: Pflegebedürftige

und Pflegekräfte. So nennt François ein Beispiel, bei dem eine

Spitex es ablehnte, einen 82-jährigen Schwulen zu betreuen. Der Grund:

In dessen heimischer Stube liefen von morgens bis abends einschlägige

Pornofilmchen. «Das war sein absoluter Fetisch – und im Übrigen seine

einzige Lebensfreude. Die stets wechselnden Pflegefachfrauen fanden

das äusserst unangenehm und weigerten sich, jemals wieder zu ihm

zu fahren.»

Während die weiblichen ausgebildeten Fachkräfte sich angewidert aus

dem Staub machten, rief die Stadt François und Christoph zu Hilfe. Die

beiden nahmen den Pflegeauftrag dankend an. Und der schwule Mann

dankte es ihnen: Er durfte endlich sich selbst sein. Nachdem dieser vor

kurzem einen Hirnschlag hatte, suchten sie gemeinsam mit seinen Angehörigen

ein Pflegeheim. Die häusliche Pflege reichte nun nicht mehr

aus. Fündig wurden sie im gleichen Quartier. Das Unterfangen erweist

sich jedoch als schwierig. Auch am neuen Ort zeichnen sich bereits die

ersten Probleme ab. Schuld sind die Pornos. Doch bereits wurden Christoph

und François vom zuständigen Pflegeteam für ein entsprechendes

Coaching angefragt.

Dreamteam versorgt Schwule in Pflege

Kennengelernt haben sich Christoph und François vor zwanzig Jahren

in der Schwulenszene – und verloren sich später aus den Augen «2003

haben wir uns wieder in der Männerzone getroffen.», so Christoph. Stellt

sich die Frage, wie jemand auf die Idee einer schwulen Pflegeschwester

kommt? Der vor Energie strotzende François gibt zu Protokoll: «Es war

mein absoluter Kindheitstraum. Die anderen wollten Lockführer oder

Feuerwehrmann werden. Ich hingegen wollte schon immer in den Pflegedienst.»

Dienst an der Sache. Das hört sich gut an.

Aber worin lag das Quantum zur Realisierung? «In Hoch-Zeiten der Aids-

Epidemie verlor ich fast meinen gesamten Freundeskreis. Spätestens dann

hatte sich meine Einstellung gefestigt. Ich habe damals in der Krankenpflegeschule

unterrichtet. Zuvor hatte ich meine Ausbildung zum diplomierten

Pflegefachmann in Psychiatrie abgeschlossen.» Christophs

Lebenslauf ist identisch. Auch er ist im selben Fach zuhause, mit zusätzlicher

Erfahrung in akuter wie sozialer Psychiatrie. Na wenn das nicht

eine glückliche Fügung war!

Nach dem erotischen Stelldichein viele Jahre zuvor machte es endgültig

«Bäng», seither sind Christoph und François ein Paar. Nachdem sich auch

sonst viele Gemeinsamkeiten ergaben, wurde schnell ein gemeinsames

Berufsprojekt für 24-stündiges Zusammensein entwickelt: Gay Nursing!

Das idealistische und geschäftliche Konzept war schnell entworfen und

fertig war das Dreamteam!

Alle Wünsche werden nicht erfüllt

Schwule Krankenschwestern. Das ruft doch sicherlich den einen oder

anderen Fetisch-Mann auf den Plan? «Na klar. Was glaubst du, wer uns

da alles anruft?!», meint Christoph nicht unamüsiert, und Partner François

ergänzt: «Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Intimmassage

mit Trinkgeld ist da schon die fantasieloseste Variante. Wir nehmen das

sportlich und gehen nicht gleich in die Luft. Schliesslich kommen wir ja

selbst aus der Szene und kennen unsere Kandidaten. Das verletzt unser

Selbstwertgefühl als seriöse Pflegefachmänner HF keineswegs.» Und wie

sieht es eigentlich mit pflegebedürftigen Paaren aus? François: «Paare

gibt es meistens nur in Bezug auf einen pflegebedürftigen Partner. Oft

ist der andere Partner noch berufstätig und froh, dass es uns gibt. Wir

hatten aber auch schon Paare, wo beide pflegebedürftig waren. Und das

mit ganz unterschiedlichen Behandlungsproblematiken. Das ging dann

in Kombination von der physischen bis zur psychischen Betreuung. Für

uns beide natürlich nie ein Problem. Dem einen wurde die Sepsis behandelt,

bei dem anderen das psychische Problem. Klar, es fordert uns jeden

Tag aufs Neue. Aber gerade das macht den Reiz an unserer einzigartigen

Arbeit für Schwule aus.»

«Gay Nursing» schreibt Geschichte

Mit dem Modell «Gay Nursing» schreiben die Schweizer bis heute Geschichte.

Christoph und François sind europaweit die einzigen ihrer Art.

Dabei ist es doch gerade der Wunsch vieler alternder Schwuler in Würde

und Anstand, ohne Heim- oder Hausordnung, zu leben und zu sterben.

Ohne Frage: Viele betagte Schwule fristen in Altersheimen ein verstecktes

Leben.

«Ich finde die Vorstellung schrecklich, als Schwuler, von einer schlechtgelaunten

«angeblichen» Pflegefachkraft gedemütigt zu werden. Es passiert

nicht immer, aber leider viel zu oft. Unser tiefster Wunsch wäre

es, wenn es hierzulande, aber auch im Ausland, mehr schwule Männer

gäbe, die diesen Job annehmen würden. Die Nachfrage ist vorhanden

und Konkurrenz gibt es gleich null.», sinniert François über die Zukunft

ihres Modellprojekts. Und Christoph haut noch einen drauf: «Wir wären

überglücklich, wenn es mehr von uns geben würde, denn wir sind ja logischerweise

nicht jedem sympathisch. Dafür sollten sich die schwulen

Parlamentarier, speziell in einer Stadt wie Zürich, aktiv einsetzen.»

In purer Sympathie fällt der Autorin zum Thema nur ein Satz ein: Eine

Schwalbe macht noch keinen Sommer. Also lassen wir künftig viele weisse

Spitex-Tauben fliegen! «Gay Nursing» ist das Thema der Zukunft. Die

demografische Entwicklung beweist, dass auch Schwule und Lesben immer

älter werden. Bald braucht es viele wie Christoph und François, die

sich der Sache gefühlvoll annehmen.

Alle Infos unter

www.gaynursing.com und www.spitex-goldbrunnen.ch

7


Prominent CRUISER Edition November 2012

Cindy aus

Mahrzahn

Sie ist laut. Sie ist gross. Sie ist dick. Und sie ist

pink: Cindy aus Mahrzahn. Beste Voraussetzungen

also, um eine Gay-Ikone zu werden. Bis es

so weit ist, begnügen wir uns mit einer Berliner

Grossstadtschnauze, die derzeit als erfolgreichste

Komikerin Deutschlands gilt. Ihre eigene

Show auf RTL, «Cindy und die jungen Wilden»,

ist ein Hit. Bei Markus Lanz und dessen etwas

langatmigem Debüt mit «Wetten, dass...?» brachte

Cindy als Michelle-Hunziker-Double Farbe

in die Sendung (sie soll zudem nicht Schuld am

Tode des Pudels sein). Nebenbei ist es eine Frage

der Zeit, bis «Frau Cindy» auch die grössten Hallen

füllt. Besser als Mario Barth ist sie allemal.

Doch der Weg zu «Cindy aus Mahrzahn» war

weit. Und damit ist nicht die U-Bahn-Fahrt vom

Alexanderplatz zu den Plattenbauten gemeint.

Hinter der Kunstfigur Cindy steckt Ilka Bessin,

eine ausgebildete Hotelfachfrau, die nach

der Wende unter langer Arbeitslosigkeit litt. In

einem Spiegel-Interview gestand llka Bessin:

«Plötzlich hast du keine Aufgabe mehr, du sitzt

vor dem Fernseher rum und frisst. Mit jedem

Pfund sank meine Chance auf einen neuen Job.

So einen dicken Menschen bekommst du in der

Gastronomie schwer vermittelt, und in anderen

Branchen sah es nicht besser aus.». Schliesslich

Dirk Bach

Nicole Kidman

Bald wird Lady Diana wieder zum Leben erweckt:

Naomi Watts spielt in «Caught In Flight»

die 1997 verunglückte Prinzessin. Die Schauspielerin

gestand gegenüber der Presse, dass

sie viel Respekt vor Diana habe und zuerst die

Rolle nicht spielen wollte. Dank toller Gage und

der Aussicht auf einen Oscar haucht Watts nun

der verstorbenen Königin der Herzen neues Leben

ein. Vom Zeitlichen gesegnete Adelsdamen

sind ein beliebtes Projekt in Hollywood. Auch

Grace Kelly wird in absehbarer Zeit wieder auf

der Leinwand zu sehen sein. Wobei die spätere

Fürstin von Monaco bereits vor zwei Jahren

in einer Duftwasser-Werbung (computeranimiert)

erstrahlte. In Oliver Dahans Film «Grace

of Monaco» schlüpft Nicole Kidman in die Rolle

von Gracia Patricia. Die Ähnlichkeit ist verblüffend.

Der Film soll allerdings kein sogenanntes

«Biopic» werden, sondern ein Polit-Drama, das

sich auf das Jahr 1962 konzentriert. Damals

sollte das Fürstentum von Monaco nach dem

Ratschluss Charles de Gaulles von Frankreich

arrondiert werden. In dieser Zeit gewann Grace

Kelly den Respekt der Monegassen. Diese hielten

zuerst nicht viel von der als kühl beschriebenen

Schauspielerin. Heute gilt sie als National-Heilige

– über den Tod im Jahre 1982 hinaus. Die

Dreharbeiten zu «Grace of Monaco» haben in

diesen Tagen begonnen. Neben Kidman spielen

wollte Ilka Bessin selbstständig werden – als

Komikerin. «Ich ging zum Arbeitsamt und sagte:

‹Ich möchte mich selbständig machen als

Comedian.› Meine Betreuerin pampte mich an:

So eine Hampelei finanzieren wir nicht!». Eine

Woche später war Cindy aus Mahrzahn in «TV

total» zu sehen. Heute verdient Ilka Bessin gutes

Geld. Luxus-Boutiquen kommen dennoch nicht

in Frage: «Ich kaufe immer noch bei H&M, aber

nur, weil ich mit meiner Statur in die meisten

Klamotten aus anderen Läden nicht hineinpasse.».

(dd)

8

Dirk Bach ist tot. Diese Meldung machte sprachlos.

Mit nur 51 Jahren erlag der Schauspieler,

Komiker und Moderator wahrscheinlich einem

Herzleiden. Dirk Bach starb einsam in einem

Hotelzimmer. In seinem Leben war er das

nicht. Sein Ehemann Thomas, ein Computer-

Fachmann, war seit 17 Jahren an seiner Seite.

Die Öffentlichkeit bekam ihn kaum zu Gesicht.

In einem älteren Bild-Interview äusserte sich

Bach aber trotzdem: «Thomas wäscht, kauft ein.

Er ist sehr glücklich zu Hause. Das Geld, das ich

in meinem Beruf verdiene, reicht ja wirklich für

mehr als zwei Menschen. Das teile ich gern mit

dem Mann, mit dem ich lebe und den ich liebe.»

Verliebte Worte. Keine Worte fand bis dato Hella

von Sinnen. Sie galt es engste Freundin von

Dirk Bach, lebte früher mit ihm in einer WG und

spielte in TV und Theater an seiner Seite. Dafür

veröffentlichte Hella von Sinnen in der Zeitung

«Express» eine Laudatio, welche sie vor einem

Jahr auf Dirk Bach gehalten hat. «Lieber Dicki,

es ist wunderbar mit dir befreundet zu sein. /.../

Wo du bist, ist oben. Du bist ein ernsthafter, politischer

Mensch, und du bist einer der wenigen

Prominenten, die immer zu ihrem Schwulsein

gestanden haben. Und dafür liebe ich dich auch.

Meine Damen und Herren! Liebe Freundinnen

und Freunde! Dirk «Dicki» Bach!» (dd)

Milo Ventimiglia (bekannt aus Gilmore Girls),

Tim Roth und Frank Langella weitere Rollen.

Bei einem Budget von 30 Millionen US-Dollar

darf man auf das Ergebnis gespannt sein. Ein

Starttermin für «Grace of Monaco» steht noch

nicht fest. (dd)


CRUISER Edition November 2012

Prominent

Malmö 2013

Bauer, schwul,

sucht

Als der Sender 3+ die international erfolgreiche

Doku-Soap «Bauer, ledig, sucht» übernahm,

mutmassten wir an dieser Stelle, wie lange es

wohl dauern würde, bis darin auch ein schwuler

Landwirt sein Glück sucht. Nun, vier Jahre

und acht Staffeln später ist es so weit. Während

es zwischen Seppi und Andrea nicht gefunkt

hat, während sich Fabienne und David

bei einem Feuerwehreinsatz wegen eines brennenden

Mähdrehschers näher kommen und

während Philippe mit seiner Ansh auf der Heubühne

picknickt, fahndet Bruno per Videobotschaft

nach seinem Herzblatt. 28 ist er, Emmentaler,

immer voller Energie, und er sucht einen

Mann fürs Leben. Dieser soll mit ihm die Kälber

pflegen, den Mais ernten, den Hof übernehmen.

Interessierte können sich weiterhin bewerben.

Schon etwas weiter fortgeschritten ist

die gleichgeschlechtliche Bauernromanze im

deutschen Pendant «Bauer sucht Frau». Denny,

der «liebevolle Lausitzer», flirtet heftig mit

Timo. Allerdings wurde inzwischen bekannt,

dass ausgerechnet Denny der Grund gewesen

sein soll, warum die glückliche Beziehung zwischen

Veit und Philipp aus der vorherigen Staffel

zerbrach. Von wegen heile Welt auf dem Lande…

Immerhin schon fast selbstverständlich,

dass der Bauer nicht immer eine Frau sucht.

Wem das Techtelmechtel zwischen Schweinestall

und Kachelofen zu kompliziert wird, der

kann sich auch einfach den neuen Bauernkalender

an die Wand der städtischen Wohnung

hängen. Da zu sehen: Matthias, ein knackiger

und offen schwuler Landwirt aus dem Emmental

(Bruno, wär das nicht was?). Bleibt nur noch

Amanda Lear

Schlank müssen sie sein, die Laufsteg-Models,

jung, überirdisch schön, faszinierend, geheimnisvoll.

Amanda Lear ist alles davon. Naja, fast.

Mit 73 rockte sie die Gaultier-Show in Paris im

knappen pinken Badeanzug, flirtete so heftig

mit den Männermodels, dass ihr 47 Jahre jüngerer

Lover ganz schön eifersüchtig hätte werden

können. Dass die Ikone nicht zum alten Eisen

gehört, bewies sie bereits 2011, als ihr Album

Mit «Euphoria» hat Loreen den Eurovision Song

Contest zurück in seine wahre Heimat gebracht,

nach Schweden. Nach einem zögerlichen Start

hat die Euphorie auch wieder helvetische Gefilde

erreicht, dank verlängerter Eingabefrist

meldeten sich 180 potenzielle Kandidaten beim

Schweizer Fernsehen. Viele Unbekannte einerseits,

Marcello Alexander mit dem unsäglichen

Schunkelschlager «Im Hotel Mama» etwa, Ma

Sia mit einer genäselten Kitschballade, Tonio

mit «Uf däm Planet», einer formlosen Mundart-Rocknummer.

Viele allzu Bekannte auf der

anderen Seite, Lys Assia, produziert von Ralph

Siegel, begleitet von vier Rappern, Leo Ritzmann

(mal Musicstar, heute Zumba-Trainer),

Maya Wirz (mal das grösste Schweizer Talent,

heute wieder Bus-Chauffeuse), Jesse Ritch und

Julia Star als weitere Casting-Sternchen, mit

ziemlich guten und sicher sehr gut gemeinten

einfallsfreien Songs. Daneben Absurdes aus der

Freak-Ecke, der Männerchor Steili Kressä mit

schrägem A Capella vor Ikea-Kulisse oder Jack

Stoiker mit «Die Tütsche sind blöd». Da steht

die Heilsarmee fast schon als Favorit da, und

einmal mehr gilt es, nicht das grösste Talent,

sondern das kleinste Übel zu wählen. Am 15.12.

wissen wir mehr. Wer sich durch das Gruselkabinett

der Schweizer Anwärter gekämpft hat,

sollte sich bis dahin mit dem brandneuen Album

der Vorjahressiegerin erholen. Loreen gibt

mit «Heal» sämtlichen «Douze points» recht,

präsentiert eine der erfrischendsten Popscheiben

seit Langem. Björksche Klanglandschaften,

eine unvergleichliche Stimme und Beats für

einen letzten Winter im T&M. So klingt Eurovisionseuphorie.

Wenn das der Massstab ist, wird

Malmö 2013 zum Meilenstein, und Switzerland

bleibt mal wieder auf der Strecke. (rg)

eine Frage: Wie viele Staffeln des neu von 3+ adaptierten

Formats «Der Bachelor» wird es brauchen,

bis neben 21 Fast-Missen auch ein Mister

Gay um die Gunst des smarten Politikersöhnchens

buhlen darf? (rg)

«I don’t like Disco» die Top 10 der französischen

Charts eroberte. Doch blenden wir zurück: Geboren

1939, ungefähr, in Hongkong, vielleicht,

als Frau, möglicherweise. Ihr Lover David Bowie

brachte sie nach Model-Erfolgen zum Gesang.

Sie wurde zur Schauspielerin, zur Disco-Queen,

zur Muse von Salvador Dalí, stets umgeben von

der unnahbaren Aura einer Kunstfigur. Die perfekte

Drag Queen, ohne eine zu sein, die Lady

Gaga der 1970er, die blonde Schwester von Grace

Jones. Vielleicht stolzierte in Paris nicht Amanda

Lear über den Laufsteg, sondern der Triumph

der Inszenierung und der Schönheitschirurgie,

vielleicht präsentierte sie uns keine Kleidung

sondern den neuen Trend, als Promi zu altern,

irgendwo verloren zwischen Sein und Schein.

Lady Gaga, lächerliche 28, muss sich schon jetzt

warm anziehen und Madonna, blutjunge 54,

weiterhin ausziehen, um da mithalten zu können.

Und Amanda Lear selbst? In einem Interview

nach dem Laufsteg-Comeback sagte sie,

sie freue sich nun darauf, nach mehreren Tagen

endlich mal wieder etwas essen zu können. So

bleiben vom Kampf um die ewige Jugend neben

viel Applaus wohl letztlich doch nur zwei Dinge:

Ein schaler Nachgeschmack und sehr viel

Arbeit beim Abschminken. (rg)

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CRUISER Edition November 2012

Gesellschaft

Kopfgeld auf

kreuz.net

Wie kreuz.net den Tod von

Dirk Bach ausschlachtet

Von Daniel Diriwächter

Im Oktober starb Dirk Bach

mit nur 51 Jahren an Herzversagen.

Die angeblich katholische

Webseite kreuz.net

sprach danach von «Homo-

Hölle» oder «Kot-Stecherei».

Nun steht die Seite selbst am

Pranger. Der Bruno-Gmünder-

Verlag setzte gar ein Kopfgeld.

Nach der Bekanntgabe von Dirk Bachs Ableben

war die Trauer bei Familie, Freunden, Kollegen

und Fans gross. Noch grösser aber das Entsetzen,

als die Webseite kreuz.net, welche für ihre

homophoben, rechtsextremen und antisemitischen

Inhalte bekannt ist, den Tod des Entertainers

auf abscheuliche Weise ausschlachtete.

Die Gruppierung verkündete, dass Dirk Bach

nun «in der ewigen Homo-Hölle» brenne und

dass er zudem ein «Kinderhasser» war. Die anonymen

Redaktoren zeigten keine Spur von

christlicher Nächstenliebe oder Respekt. Auszüge

aus dem Text auf kreuz.net:

tätig» seien. Die Website ist seit Oktober 2004

in Betrieb und veröffentlicht namentlich oder

anonym eingereichte Beiträge sowie eigene Beiträge.

Kopfgeld auf kreuz.net

Es ist nicht bekannt, welche Personen hinter

kreuz.net stehen. Anzeigen aus privatem Umfeld

gab es zuhauf, welche allerdings ins Nichts

führten. Im Januar 2008 musste ein Ermittlungsverfahren

wegen Volksverhetzung gegen

kreuz.net eingestellt werden. Weil die Website

im US-Bundesstaat Arizona gehostet wird und

ein Rechtshilfeersuchen abschlägig beschieden

wurde, gab die Staatsanwaltschaft Berlin

seinerzeit bekannt: «Im Zuge der Ermittlungen

ist es nicht gelungen, einen Tatverdächtigen

namhaft zu machen».

Der Bruno-Gmünder-Verlag in Deutschland,

der u.a. Magazine wie «Männer» publiziert,

setzt nun zum Gegenschlag an. Ein Kopfgeld

von 15 000 Euro wurde auf die Personen hinter

kreuz.net ausgeschrieben. Tino Henn, Vorsitzender

der Geschäftsführung: «Jetzt hat das

Unglaublich, aber wahr: Die Headline auf Kreuz.net

«Bach starb am 1. Oktober den einsamen Tod

eines reuelosen und deshalb gottverlassenen

Homo-Gestörten ... Bach war ein homosexueller

Sittenverderber. Es ist davon auszugehen, dass

seine Unzucht ihn so früh ins Grab brachte.

Homo-Perverse haben im Vergleich zur sexuell

gesunden Bevölkerung eine um 20 Jahre geringere

Lebenserwartung ... Nicht genug damit,

dass er seine niederträchtige Kotstecherei der

Papa-Mama-Baby-Ehe gleichstellen wollte. Warum

der sogenannte Komiker jetzt in der Hölle

brennt.»

Die Online-Artikel liessen fassungslose Leser

zurück. Es ist nicht das erste Mal, dass kreuz.net

im Namen Gottes einen Kreuzzug gegen Schwule

führt. Die Seite wird schon länger vom Deutschen

Verfassungsschutz beobachtet, besonders

aufgrund ihrer rechtsextremen Haltung. Doch

mit den Angriffen auf den verstorbenen Dirk

Bach wurde nun eine Grenze überschritten.

kreuz.net ist jedoch keineswegs ein katholisches

Sprachrohr. Die Deutsche Bischofskonferenz

distanzierte sich schnell von kreuz.net. «Der

Begriff des Katholischen wird von dieser Internetseite

grob missbraucht», sagte der Sprecher

der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias

Kopp.

kreuz.net bezeichnet sich, laut Wikipedia, als

eine «Initiative einer internationalen privaten

Gruppe von Katholiken in Europa und Übersee»,

die «hauptberuflich im kirchlichen Dienst

Treiben dieser Katholiban eine Dimension und

so viel öffentliche Aufmerksamkeit erreicht,

dass jedes stillschweigende Zusehen zu einer

Art Mittäterschaft werden würde.»

Der Verlag hat zudem wegen Verunglimpfung

des Andenkens Verstorbener, Beleidigung, übler

Nachrede und Verleumdung Strafanzeige gegen

den Autoren des Textes, aber auch gegen kreuz.net

selbst erstattet. Die Jagd nach den Hintermännern

des Portals ist eröffnet.

Die Spuren verdichten sich

Die Website queer.de veröffentlichte Mitte Oktober

ein Interview mit dem katholischen Theologen

David Berger, der bei den Ermittlungen

gegen kreuz.net die Koordination übernommen

hat. Bereits sind Hunderte E-Mails mit Hinweisen

eingegangen. Einige sollen auf eine heisse

Fährte führen. «Die Spuren zu kreuz.net verdichten

sich», so David Berger. Bald werde man

mit Kamerateam und Staatsanwaltschaft vor

der Tür eines Verantwortlichen stehen.

Höchste Zeit, denn kreuz.net wettert derweil

weiter – und stellt sich als grosser «Aufklärer»

dar. Der Artikel habe über eine Million Klicks

verbuchen können. «Tausende von Zuschriften

gingen bei der Redaktion ein. Etwa die Hälfte davon

stammte von besorgten Kritikern der homosexuellen

Kotstecherei.» Verfolgt man die Kommentare,

erscheinen Worte wie «Hitler» oder

«Mein Kampf» erschreckend schnell.

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News Schweiz CRUISER Edition November 2012

Sexuelle Orientierung als

Schulthema

Kinder und Jugendliche werden oft mit homophoben

Sprüchen beschimpft. Wer dagegen

etwas unternehmen möchte, kann sich

in der Fachgruppe SOS Schweiz engagieren.

Kinder und Jugendliche, die nicht ins Normschema passen, werden seit

jeher ausgelacht, beschimpft und gemobbt. Auch homo- oder bisexuelle

Jugendliche und Transmenschen werden in der Schule ausgegrenzt und

schikaniert. Verschiedene Studien haben schon vor Längerem gezeigt,

dass bei jungen Menschen ein Zusammenhang zwischen Selbstmordrisiko

und sexueller Orientierung besteht.

Grand das Interesse auf sich. Unter den Erwartungen präsentierte sich

später die Spendensumme: Lediglich CHF 18 000 kamen aus Ticket- und

Losverkauf zusammen.

25-Jahre Stop-Aids-

Kampagne

Die «Love Life»-Kampagne geht in eine neue

Runde: «Du kannst es nicht ewig verstecken –

sprich über Geschlechtskrankheiten».

Foto © Sandra Schmidt / vielbunt.org

Die Fachgruppe SOS Schweiz (Sexuelle Orientierung und Schule) von

PINK CROSS, LOS und fels engagiert sich für die Verankerung des Themas

«sexuelle Orientierung» in den Schweizer Lehrplänen, sie realisiert einen

Videofilm gegen Homophobie, sie unterstützt Besuche an den Schulen

(ABQ und GLL) und betreibt das neue Internetportal www.sos-schweiz.ch.

Jetzt sofort für Schnupper-Besuch anmelden

Die Fachgruppe ist auf der Suche nach neuen Mitgliedern. Neben einem

Engagement ist auch eine Unterstützung in der Kommunikation, in der

Administration oder anderen Bereichen möglich. Interessierte melden

sich bei kontakt@sos-schweiz.ch oder unter Telefon 031 372 33 00 für einen

Schnupper-Besuch in der Fachgruppe an.

tribute2life 2012 abgesagt

Der Charity-Event vom 1. Dezember 2012

im X-tra in Zürich wurde aus finanziellen

Gründen abgesagt.

Die tribute2life GmbH sagte im September still und leise den bevorstehenden

Charity-Event «tribute2life» ab. Dieser hätte am 1. Dezember, dem Welt Aids-

Tag, stattfinden sollen. Sascha Plecic, der mit der Organisation betreut wurde,

bestätigte, dass «nach der Prüfung der finanziellen Ausgangslage eine

solide Durchführung des Anlasses unter den gegebenen Umständen nicht

möglich wäre.» Er bedauere die Absage des Events ausserordentlich, zumal

er «ein grosses Engagement und einen riesigen Willen gespürt habe, um aus

diesem Anlass einen tollen Event auf die Beine zu stellen.».

Der erste «tribute2life»-Event fand im Dezember 2011 statt. Es sollte der

Life Ball von Zürich werden und zog mit der Location im Zürcher Dolder

BAG und Aids-Hilfe Schweiz stellten im Oktober die neue «Love Life»-

Kampagne vor. Der Fokus richtet sich nicht mehr nur auf HIV, sondern

auch auf andere Geschlechtskrankheiten. Mit dem Slogan «Du kannst es

nicht ewig verstecken - sprich über Geschlechtskrankheiten» soll die Allgemeinbevölkerung

darüber aufgeklärt werden, dass Schweigen im Falle

einer STI zum gesundheitlichen Fiasko führen kann. In der MSM-Prävention

wird hingegen schon länger darauf hingewiesen, dass (Sex-) Partner

über mögliche Geschlechtskrankheiten informiert werden müssen.

Genau 25 Jahre nach der Lancierung der «Stop Aids»-Kampagne wird nun

die «neue» Botschaft verkündet. Beim BAG wird betont, dass die Schweiz

das einzige Land sei, das die Bevölkerung seit 1987 jedes Jahr über HIV

und Aids auf klärt. Die neue Kampagne ist zudem Teil des nationalen Programms

für HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen. Dessen

Ziele sind ehrgeizig: Bis 2017 sollen sämtliche HIV- und STI-Infektionen

halbiert werden.

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CRUISER Edition November 2012

Kolumne

Über sieben

Ecken musst du

vögeln

Von Michi Rüegg

Einer meiner Lieblingsforscher ist der Amerikaner

Stanley Milgram. Von ihm stammen ein

paar der spannendsten sozialpsychologischen

Experimente und Theorien. Zum Beispiel hat

er Probanden Befehle erteilen lassen, damit

sie andere Menschen im Nebenzimmer vermeintliche

Stromstösse versetzten. Auch als

die Opfer wie am Spiess schrien – die Probanden

machten weiter. Schliesslich war es ihnen

so befohlen worden, rechtfertigten sie sich

hernach. Aus den Erkenntnissen dieses Experiments

wurden unter anderem Rückschlüsse

auf KZ-Aufseher im Zweiten Weltkrieg gezogen.

Menschen sind Monster, und umgekehrt.

Von Milgram stammt aber auch die Theorie

der «Six degrees of separation», die mich seit

Facebook noch mehr fasziniert als früher. Sie

sagt, dass jeder von uns mit jedem beliebigen

Menschen auf der Welt über maximal sechs Bekanntschaftsbeziehungen

verbunden ist. Gestern

zum Beispiel habe ich erfahren, dass ich

bislang nur zwei Bekanntschaftsbeziehungen

von George Clooney entfernt war. Mittlerweile

ist es noch eine gemeinsame Bekannte. Ich bin

also so etwas wie ein guter Kumpel von Georgie

(wie wir guten Kumpel von Georgie George

gerne nennen).

Die schwule Welt hat ihre eigene Variante von

Milgrams Theorie. Hier lautet sie, dass wir

über maximal fünf Verschwanzvetterungen

schon mit jeder sexuell aktiven Schwuppe auf

dem Planeten gepimpert haben. Begünstigende

Faktoren für diese Entwicklung sind unter

anderem Smartphones und Billig-Airlines. Ich

nutze dieses Modell mittlerweile zum Ausbau

meiner Freizeit. Statt wie früher in jeder Sekunde

nach Sex Ausschau zu halten, backe ich

heute Brot, mach Marmelade, lese Fantasy-Literatur

oder putze die Badewanne. Alles sinnstiftende

Tätigkeiten, die früher zu kurz kamen.

Denn weil eh schon irgendeiner meiner

vielen Bekannten, der irgendwen kennt, der

wiederum einen kennt mit allen verfügbaren

Männern geschlafen hat, brauche ich mir das

heute nicht mehr anzutun.

Die Fünfverschwanzvetterungstheorie macht

sich jetzt auch das Bundesamt für Gesundheit

zu nutze. Neu kann man nämlich seine Vögelkumpanen

anonym darauf hinweisen, dass

sie sich möglicherweise mit dem Tripper oder

was in der Art angesteckt haben. In der Regel

merkt der Empfänger eh nicht, von wem die

Nachricht kam, weil doch so viele dafür in

Frage kommen würden. Noch wird diese Möglichkeit

nicht voll ausgeschöpft. Und sie birgt

auch Risiken. Zum Beispiel das Risiko, dass

angesichts der vielen Nachrichten regelmässig

die Zürcher Handynetze zusammenbrechen

werden.

Wie gesagt, dumm, wer heute noch selber vögelt.

Der clever Mann hat das längst via Fünfverschwanzvetterung

outgesourct. Schade

bloss, dass man nicht erfährt, über welche

Linien man genau mit Millionen von Typen geschlafen

hat. Zum Beispiel weiss ich nicht, über

wie viele Ecken ich mit, sagen wir... George

Clooney verschwanzvettert bin. Also angenommen,

er (hüstel, hüstel) wäre schwul.

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13


Kino CRUISER Edition November 2012

Von Hobbits und

Vampiren

Die Kino-Highlights der Saison

Von René Gerber

Mit Bond die Welt retten, in

Mittelerde zu neuen Abenteuern

aufbrechen, sich am

Strand von Eilat verlieben

oder mal Voyeur spielen? Der

Kinowinter hat einige unerwartete

Reisen im Angebot.

Im Kino beginnt der November mit einem Paukenschlag

– oder genauer gesagt – mit einem bekannten

Bläser-Akkord, einem verlorenen Klavier

und Adeles zurückgenommener Stimme,

wenn sie singt: «This is the end. Hold your breath

and count to ten». Selten waren sich Kritiker so

einig: So beginnt der beste Bond seit Jahren, seit

die Augen zu schliessen oder weit aufzureissen.

Grosse Wiedersehen stehen auf dem Programm,

mit Frodo und Yossi, grosse Werke von Ozon und

Tykwer, zudem zur Weihnachtszeit grosse Literaturverfilmungen,

«Great Expectations» mit

Ralph Fiennes und Helena Bonham Carter etwa

oder «Anna Karenina» mit Keira Knightly und

Jude Law. «This is the end» gilt also höchstens

für den nebligen Alltag, der mal rasch verreisen

darf, während man es sich im Kinosessel gemütlich

macht, um den Atem anzuhalten.

Der Voyeur im Haus

Neben Hollywoods Actionmeistern ist auch

Frankreichs Regiegenie François Ozon (8

Femmes, Le temps qui reste) mit einem neuen

Daniel Craig, der beste Bond seit Jahren? © pd

Bella und Ihre Tochter Renesmee in Twillight: «Breaking Dawn, Part 2» © pd

Jahrzehnten vielleicht. Actiongeladen, elegant

nostalgisch, modern psychologisch, sexy und

unwiderstehlich. Hat es nicht vor Kurzem noch

geheissen, die Bond-Franchise stünde aufgrund

der Wirtschaftskrise vor dem Aus? Es ist also

nicht das Ende, und überhaupt gilt es, im Kino

in den kommenden Monaten noch mehrmals

Werk am Start. Der frustrierte Lehrer Germain

müht sich ab, seinen Schülern die Literatur

schmackhaft zu machen. Ein scheinbar belangloser

Aufsatz über das vergangene Wochenende

bringt eine verhängnisvolle Kette von Ereignissen

ins Rollen, denn Claudes Beschreibung, wie

er sich ins Haus eines Freundes schleicht und

14


CRUISER Edition November 2012

Kino

beobachtend in die Intimsphäre der Familie

eindringt, fasziniert ihn so sehr, dass er den

Jungen ermutigt, weiterzuschreiben… In üblicher

Ozon-Manier besticht «Dans la maison»

durch Bilder zwischen Traum und Albtraum

und von Obsessionen getriebene Figuren, brillant

verkörpert von Kristin Scott Thomas und

Emanuelle Seigner.

Dans la maison (Kinostart: 8. November)

Der Vampir im Bett

Nach unzähligen Schlagzeilen über die reale

Liebe zwischen Kristen Stewart und Robert Pattinson

kann man endlich wieder tief in die Fiktion

eintauchen, und auch da ist’s nicht weniger

kompliziert, obwohl sich Bella überraschend

schnell an ihr neues Leben als Vampir gewöhnt.

Das mit Spannung erwartete, fulminante Finale

der Twilight-Saga spielt noch einmal mit

sämtlichen Versatzstücken unterdrückter Leidenschaft

und düsterer Romantik, mit schnulzigen

Küssen und entscheidenden Schlachten.

Im Lauf der Reihe haben sich die Filme von blutleerer,

verwackelter Wald-Idylle zum bissigen

Die Liebe in Israel

Seit dem Tod seines Liebhabers lebt Yossi zurückgezogen,

geht in seinem Beruf als Kardiologe

auf. Als der Chefarzt ihm eine Auszeit nahelegt,

reist er nach Eilat, trifft zwischen Strand und

Dünen auf eine Gruppe junger Offiziere. Der

lebenslustige und selbstsichere Tom, der seine

Homosexualität offen lebt, reisst ihn aus seiner

Isolation und zeigt ihm eine Welt, die ganz

anders ist als alles, was ihn bisher geprägt hat.

Das Sequel zu «Yossi & Jagger», 2003 an schwullesbischen

Filmfestivals mit Preisen überhäuft,

erzählt die Geschichte seiner Hauptfigur nach

einem Sprung von zehn Jahren weiter. Erneut

tiefgründig komisch und kitschfrei ergreifend,

erneut unbedingt sehenswert und ein Beweis

dafür, dass Fortsetzungen weit mehr sein können

als schaler Abklatsch.

Yossi (Kinostart: 13. Dezember)

Das Schicksal in den Wolken

Ein höchst ambitioniertes Projekt haben sich

Tom Tykwer und die Wachowski-Geschwister

mit dem Wolkenatlas aufgebürdet. Eine Reise

durch die Schicksale von fünf Jahrhunderten,

die fast unmögliche Verfilmung des Bestsellers

von David Mitchell. Was mit einer einfachen Erzählung

am Lagerfeuer beginnt, ufert aus in ein

welt- und epochenumspannendes Epos, das von

einem Sklaven 1849 erzählt, von einem Rebell

2144 und allem, was irgendwo dazwischen verknüpft

ist. Tom Hanks, Susan Sarandon, Halle

Berry und Hugh Grant geben den Geschichten

ein Gesicht, die Regisseure weben aus dem komplizierten

Stoff ein bildgewaltiges Kinoereignis,

das sich kaum beschreiben, sondern nur auf

Grossleinwand erleben lässt. Eine echte Herausforderung,

für Produktion und Publikum

gleichermassen.

Cloud Atlas (Kinostart: 29. November)

Der Hobbit in den Auen

Was für ein Wiedersehen! Frodo, Gandalf, Gollum,

Legolas… Beinahe das gesamte Alphabet der

Mittelerde-Figuren ist bereit für ein neues Abenteuer.

Diesmal noch spektakulärer, in 3D und

mit 48 statt 24 Bildern pro Sekunde. 13 Zwerge

klopfen plötzlich an Bilbo Beutlins Tür und bringen

das idyllische Auenleben gehörig durcheinander.

Ein Schatz muss aufgespürt werden,

vor langer Zeit vom Drachen Smaug gestohlen.

Ermutigt von Zauberer Gandalf macht sich die

bunte Truppe auf eine Reise voller Gefahren und

Abenteuer. Und bald hält Bilbo das Schicksal

von Mittelerde in den Händen, ist mutiger, als

Die Kinobesucher reisen dank «The Hobbit» wieder nach Mittelerde © Warner Bros. 2012

Hochglanz-Fantasy-Spektakel gemausert. So

dürfte beim letzten Streich auch in den Bann

gezogen werden, wer nicht von Beginn weg im

Team Edward oder Team Jacob mitgespielt hat.

Breaking Dawn – Part II

(Kinostart: 22. November)

er je geträumt hätte… Das lodernde Feuer rund

um den magischen Ring ist definitiv erneut entfacht,

für wohl mindestens eine weitere Trilogie.

Für alle Fantasy-Fans ist die Kinosaison gerettet.

The Hobbit – An Unexpected Journey

(Kinostart: 13. Dezember)

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Nachgefragt CRUISER Edition November 2012

Autofellatio from

Down Under

Bentley Race und die Kunst,

sich selbst zu vermarkten

(und zu befriedigen)

Von Daniel Diriwächter

Die Zeiten der Hochglanz-

Erotik-Filme sind passé. Private

Selbstdarsteller erobern das

Internet. Wie Bentley Race.

Der zeigefreudige Australier

beherrscht die Kunst der Autofellatio:

Grundstein für eine

erfolgreiche Porno-Seite. Im

CR-Interview erzählt Bentley

Race von seiner Arbeit – und

seinem Talent.

CR: Bentley, deine beiden Webseiten bestehen

seit Jahren. Welche Idee stand ursprünglich

dahinter?

BeNTLey Race: Ich startete damit 1999. Damals war

ich noch ein Escort und habe versucht, etwas

Geld für eine Reise in die USA aufzutreiben. Ein

Fotograf in Melbourne schoss tolle Fotos von

mir und ich stellte sie mit Hilfe eines Freundes

auf eine Webseite. Das stellte sich als lukrativ

heraus und bald hatte ich die Möglichkeit, meine

Reise anzutreten.

CR: Zu Beginn waren nur Fotos von dir selbst

zu sehen. Auf vielen davon sah man dich

bei der «Autofellatio». War dies dein Erfolgsgarant?

BeNTLey Race: Ich hatte echt nicht die geringste

Ahnung, dass meine Begabung so viele Leute

sehen wollten! Oft fühlte ich mich dabei ein

bisschen albern. Mit einem Partner ist es doch

viel besser. Aber die Fotos wurden sehr populär.

Also machte ich mehr davon. Bald hatte ich

zwei Webseiten. Diese wurden innert weniger

Jahren weltweit bekannt. Es war verrückt, als

ich in San Francisco auf offener Strasse erkannt

wurde, schliesslich lebe ich doch in Australien!

CR: War es nie unangenehm, dich nackt zu

präsentieren?

BeNTLey Race: Oh doch! Früher habe ich mein Gesicht

auf Fotos unkenntlich gemacht. Heute,

Bentley Race, der smarte Surferboy © Bentley Race 2012

16


CRUISER Edition November 2012

Nachgefragt

ben (lacht!). Und ich mag gut bestückte Männer.

Was auch super ankommt. Ich bin immer auf

der Suche nach Typen mit einem grossen Penis.

Sie sehen vor der Kamera gut aus und es macht

Spass, mit solchen Männern zu arbeiten. Egal,

ob vor oder hinter der Kamera. Ende Jahr werde

ich nach Europa reisen und hoffe, noch mehr

solche Jungs zu finden!

CR: Wo findest du deine «Models»?

BeNTLey Race: Viele finde ich in schwulen Chat-

Foren. Und einige werden mir auch über andere

Models vermittelt. Ich bevorzuge Männer,

die bereits Nacktfotos von sich haben. Sie sind

ganz wild darauf, in einem Porno-Film dabei zu

sein. Und natürlich kriege ich viele E-Mails und

muss oft auch erklären, dass die Arbeit einen

seriösen Aspekt hat. «Bentley Race» hat einen

hohen Standard.

CR: Wie können wir uns den Ablauf eines

Shootings vorstellen?

BeNTLey Race: Generell wird jedes Shooting für Fotos

und Videos benutzt. Ist es eine Solo-Nummer,

dann sind nur das Model und ich im Raum. Bei

Duos oder Gruppen sind wir zwei Kameramänner.

Meistens dauert es zwei Stunden für den

Film, und zwei weitere für Fotos. Ich habe klare

Ideen und meine Darsteller werden vorher informiert.

Falls es nicht klappt, kann es vorkommen,

dass ich das Shooting abbreche.

CR: Wo werden die Szenen gedreht?

BeNTLey Race: Die meisten Szenen werden in meinem

Appartement gedreht, in Hotels rund um

Melbourne, aber auch draussen an einsamen

Stränden. Ich liebe Outdoor-Shootings! Sie sind

immer interessant und am Ende schöner als solche

im Schlafzimmer. Wann immer es das Wetter

erlaubt, versuche ich, draussen zu arbeiten.

CR: Viel Sex birgt auch viele Risiken. Sind HIV

und STI bei dir ein Thema?

BeNTLey Race: Die Hälfte meines Repertoires besteht

aus Solo-Szenen, da spielt das keine Rolle.

Für die anderen Szenen gebe ich keine Regeln

vor. Aber wir erklären, dass wir eine gesunde

Einstellung zu Körper und Gesundheit erwarten.

Am Ende sind die Models selbst verantwortlich

und sprechen sich dabei ab. Ich persönlich

bevorzuge einen Gummi. Aber es ist wahr: Bareback-Szenen

sind der Renner.

CR: Zu guter Letzt, werden dich deine Reisen

in die Schweiz führen?

BeNTLey Race: Ich würde sehr gerne die Schweiz

bereisen und bei euch ein paar Shootings machen.

Vorerst aber besuche ich Berlin, Paris und

Barcelona. Dort warten viele Männer nur darauf,

um sich vor meiner Linse auszuziehen. Aber

ich bin mir sicher, dass die Schweiz auch viele

hübsche Typen hat!

www.bentleyrace.com

www.bentleyrace.com/blog

Action beim Porno-Dreh in Melbourne © Bentley Race 2012

wenn mich Männer auf eine komische Art und

Weise ansehen, frage ich mich, ob sie mich

nackt gesehen haben. Nur die wenigsten sagen

in so einem Fall «Hallo». Vielen ist es wohl auch

peinlich, weil sie auf einer Porno-Seite gesurft

haben. Meine Kollegen im Büro – ich habe noch

einen ganz normalen «9-to-5» Job – haben meine

Webseite schon gesehen und wissen, was ich tue.

Aber sie sind sehr diskret.

CR: Ich dachte, BentleyRace.com ist eine Vollzeitbeschäftigung?

BeNTLey Race: Ich betreibe die Seite immer noch

privat. Im «normalen» Leben habe ich eine Arbeit

als IT-Supporter. Das hält mich auch auf

Trab. Und ich bin mir auch gar nicht so sicher,

ob ich nur noch Pornos machen möchte. Momentan

gefällt mir mein Leben sehr. Und ich

geniesse jedes Shooting!

CR: Du bist vermehrt im Hintergrund, andere

Jungs ziehen nach und werden von dir gefilmt.

Wer oder «was» wird oft angeklickt?

BeNTLey Race: «Sports Gear» ist am beliebtesten.

Egal, ob mit mir oder mit anderen Jungs. Glücklicherweise

deckt sich das mit meinen Vorlie-

Dieses Interview wurde in englischer

Sprache sowie schriftlich geführt.

Bentley Race

Bentley Race ist gebürtiger Australier und sesshaft

in Melbourne. Sein wirklicher Name will

er aus offensichtlichen Gründen nicht bekannt

geben. Er startete seine Webseite www.bentleyrace.com

im Jahr 1999. Bentley benutzte seine

Webseite zudem, um als Escort auf mögliche

Kunden zu treffen. Laut eigener Aussage erwies

sich dieses Vorhaben als Flop. Nicht aber die

Webseite selbst. Sie avancierte schnell zum langlebigen

Hit im Internet Porno-Business. Nicht

zuletzt deshalb, weil Bentley Race sich gerne

freizügig zeigte und sich selbst oral befriedigen

kann. Immer mehr zieht es ihn hinter die Kamera.

Mittlerweile stehen nicht nur Australier,

sondern auch zeigefreudige Männer diverser

Länder Schlange um mit ihm oder vor ihm Filme

oder Fotos zu machen. Bentley Race betreibt

die Seite noch immer als Hobby – ein lukratives.

Sein Online-Portal gilt mittlerweile als Nummer

1 des Metiers in Australien.

17


Szene CRUISER Edition November 2012

Parties und

Events

Celestial

Late Afterhours @ Aaah!

Die dritte «celestial late afterhours @ Aaah!» startet

am 4. November ab 4.00 Uhr, eine explizit

schwule Afterhour-Party mit den DJs Thomi B

(laby, utopia, kinky) und Willi P (family affairs).

Es ist die einzige Party in Zürich, wo «naked

cocks and gay sex are welcome» gilt, und die

mindestens bis 12.00 Uhr dauert. Die Lokalität

mit Darkroom und Fumoir ist wie geschaffen

dafür und ist bequem nach der Angels-Black-

Party im Volkshaus zu erreichen. For gays and

friends – andere werden eh nicht kommen – zu

gross die Furcht vor Männern & Boys, welche

dem Sound, dem Zusammensein, der Wollust

und anderen Schwulitäten frönen – erlaubt ist,

was nicht stört!

Celestial late afterhours @ Aaah!

Sonntag, 4. November 2012. ab 4.00 Uhr

Club AAAH!, Marktasse 14, 8001 Zürich

www.celestial.ch

«Lola Couture»

Zweite Party im November

Seit Oktober veranstaltet Lola Sara Arnold-Korf

eine neue monatliche Partyreihe im Bazillusclub.

Es ist eine Mixtur aus Berlin und Zürich,

eine Mischung aus Transen-Show und Party, aus

schwul und hetero, lesbisch und transgender.

Der Eintritt von 15 Franken ist moderat – Lolas

Facebook-Freunde (Lola Couture oder Lola Sara

Arnold-Korf) zahlen ohnehin nur 9 Franken. Das

Thema der November-Party heisst: «Pupsi! Sei

kein Frosch, pups mit!» Mit dem Pianisten Linus

Fessler singt Lola live alte Lieder von Marlene

Dietrich, Zarah Leander und Hildegard Knef.

«Lola Couture»

Nächste Parties; Freitag, 9.November,

Samstag, 15. Dezember, jeweils ab 21.00 Uhr,

Bazillusclub, Ausstellungsstr. 21, 8005 Zürich

Zwei Jahre (mis)

behave

Geburtstagsparty in Frieda’s

Büxe

Normalerweise bringt man behave mit

dem Donnerstagabend in Verbindung. Zur

Jubiläums feier anlässlich des zweiten Geburtstages

kehrt das Label zurück in Frieda’s Büxe,

wo behave vor zwei Jahren entstanden ist. Um

auch ordentlich und kräftig zu feiern, findet der

Geburtstag an einem Freitag statt, so dass zumindest

die meisten am nächsten Tag ausschlafen

können. Schliesslich ist der Kult-Club beim

Albisriederplatz berühmt für seine langen und

ausschweifenden Parties.

Für den richtigen Ton sorgen an der Geburstagsfeier

Jon Michalsky aus München und DJ Emre,

den man bereits von den behave-Parties kennt.

(mis)behave@büxe

Freitag, 9. November 2012, ab 23.00 Uhr

Frieda’s Büxe, Friedaustr. 23, 8003 Zürich

www.misbehave.ch, www.friedasbuexe.ch

Rollkoffer fährt in

die Berge

Angesagt sind Trachten,

Alpgwändli und Skianzüge

Der Rollkoffer fährt am 10. November 2012 mit

den bekannten Zürcher Underground DJs Lexfinger,

Sonik und Bang Goes in die Berge und

lässt Heidi und Peter die Alp abtanzen! Unterstützung

bekommen sie aus der fernen Stadt

von DJ Joram (Unite Berlin). Rucksack packen

und Wander- beziehungsweise Tanzschuhe

montieren und ab in die Berge! Neu findet die

Rollkoffer-Party am Samstag statt. Der Pfingstweide-Klub

verfügt über ein grosses Fumoir.

Rollkoffer @ Pfingstweide Klub

Samstag, 10. November 2012, ab 23.00 Uhr

Pfingstweidestrasse 12, 8005 Zürich

www.pfingstweide.ch

T&M-Countdown

Die letzten 100 Tage an der

Marktgasse

Am 16. November startet der Countdown für die

letzten 100 Parties. Denn an diesem Abend sind

18


CRUISER Edition November 2012

Szene

es noch genau 100 Tage bis das T&M seine Türen

an der Marktgasse schliesst. Und es beginnt

die Aktion «Dein T&M – alles muss weg!» Am 24.

Februar werden sich die Türen des T&M an der

Marktgasse definitiv und für immer schliessen.

Das T&M in dieser Form und an diesem Ort

wird nach über 25 Jahren Geschichte sein. Viele

Schwule und auch Nichtsoschwule verbinden

mit diesem Ort zahlreiche Erinnerungen. Die

Aktion ermöglicht den Gästen, ein Souvenir

aus dem Club mit nach Hause zu nehmen – sei

es nun ein Barstuhl, ein Cüpliglas, ein Sektkübel,

Memorabilien von Stars, Sternchen und

Pornodarstellern, Mobiliar aus dem Hotel, eine

Discokugel, ein Andreaskreuz oder gleich der

ganze Darkroom: alles muss weg. Das heisst: fast

alles. Ein paar Sachen werden auch den Weg in

den neuen Club schaffen.

Das Erinnerungsstück kann man sich mittels

Marken ergattern, die während des Countdowns

der letzten 100 Parties zu jedem Eintritt

(also jeweils freitags und samstags) vor 24.00

Uhr abgegeben werden. Gleich fünf Marken gibt

es an folgenden Daten: 23. und 30. November, 1.

und 15. Dezember. 10 Marken erhält, wer am

31. Dezember bereits vor 23.00 Uhr zur Silvesterparty

kommt. Ende Februar können dann

die Gegenstände aus dem Club ausgesucht und

abgeholt werden.

Party zum Countdown-Start

Freitag, 16. November 2012, ab 22.00 Uhr

T&M, Marktgasse 14, 8001 Zürich

www.tundm.ch

25 Jahre T&M

Die grosse Dreitage-Feier

Das T&M wird 25 Jahre und feiert seinen definitiv

letzten Geburtstag an der Marktgasse. So

etwas wird natürlich ein ganzes, langes Wochenende

gefeiert werden. Mit dem Besuch von

Cazal als Dame Edna aus Hamburg ist der Donnerstag

auch gleich einer der Höhepunkte der

Dreitage-Feier. Dies lässt sich Hausdame Tamara

nicht entgehen und bringt jede Menge knackiger

Boys aus Paris, Berlin und Barcelona mit.

Aus Spanien reist extra Thomy Schallenberger

an und legt als DJ auf. Ein Wiedersehen gibt es

auch mit dem international bekannten Sänger

Alessandro Cipriano. Seine letzte Show absolvierte

er im T&M 1994 (damals noch unter dem

Namen André Gloor).

Nebst freiem Eintritt, einem Welcome-Drink

und Tapas erwartet die Besucher eine übergrosse

Geburtstagstorte. Gefeiert wird dann

zu Schlager und Clubcharts im T&M sowie zu

House im AAAH! Kamerascheue sollten diesen

Abend vielleicht meiden, denn es werden Aufnahmen

für den T&M-Kinofilm gemacht!

T&M-Geburtstagsparty

Donnerstag, 22. November 2012, Freitag, 23.

November 2012, Samstag, 24. November 2012,

jeweils ab 22.00 Uhr

T&M, Marktgasse 14, 8001 Zürich

www.tundm.ch

Club Goldenes

Schwert

Pre-Opening Party

Zürich erhält einen neuen Gay Club! Zumindest

fast: Bis zur Schliessung der Gebäude an

der Marktgasse 14 (T&M, Aaah!, Pigalle Bar und

Hotel) wird das Hotel jeweils am Samstag zum

Club Goldenes Schwert. Der Pop-Up-Club bietet

seinen Gästen einen eigenen Zugang durch die

Rezeption, separate Garderobe wie auch eine

eigene Bar in einer Suite und einen kleinen

Dancefloor. Die Hotelzimmer stehen den Gästen

offen zum Cruisen, Loungen und Chillen.

Zudem steht den Gästen auch das Angebot der

Clubs T&M und Aaah! zur Verfügung wie auch

umgekehrt.

Auch wenn noch nicht ganz alle Räume des

Hotels zur Verfügung stehen, sorgen die Labels

Boyahkasha, behave und Cityboy an der Pre-

Opening Party dafür, dass das Hotel am 24. November

seinem neuen Zweck übergeben wird.

Schliesslich ist an diesem Wochenende ja auch

der 25. Geburtstag des T&M.

Für die Musik sorgen im Goldenen Schwert die

bekannten DJs Don Ramon (Frieda’s Büxe), Angel

O (Jack, Angels) und Zör Gollin (Boyahkasha),

während im T&M DJ Q-Bass und im Aaah! DJ José

Parra die Besucher zum Tanzen bringt.

Pre-Opening Party

Samstag, 24. November 2012

Hotel Goldenes Schwert,

Marktgasse 14, 8001 Zürich

www.facebook.com/GoldenesSchwert

18 Jahre

Paragonya

Geburtstagsparty mit heissen

Models

Die Sauna mitten in Zürichs Altstadt wird erwachsen

und feiert am 23. November mit seinen

Gästen den 18. Geburtstag. Hierzu werden auch

die Models der aktuellen Werbekampagne aus

Berlin, Hamburg, London und Paris eingeflogen.

Zwischen 14.00 Uhr und 18.00 Uhr verwöhnen

sie die Gäste mit einem Welcome-Drink, einer

Dance-Show und einer wasserblauen Geburtstagstorte.

Wer immer schon mal ein Model verschlingen

wollte, kann es hier tun. Die Torte

wird nämlich geziert vom Ebenbild der Models

aus Marzipan. Danach stürzen sich die Models

selber ins Saunavergnügen bis 23.00 Uhr. Wer

danach noch nicht genug hat, erhält einen Gutschein

und kann damit gratis im T&M oder im

Pigalle weiterfeiern. Paragonya-Gäste erhalten

dort sogar noch einen weiteren Welcome-Drink

(Bier, Wein oder alkoholfreies Getränk).

18 Jahre Paragonya

Freitag, 23. November 2012

Paragonya Wellness Club

Mühlegasse 11, 8001 Zürich

www.paragonya.ch

Kiki

Neues Gay-Partylabel in

Zürich

Vorgelebt haben es die Scissor Sisters mit ihren

Clips zu «Let’s Have A Kiki», welche sich viral

19


Szene

über die Welt ausgebreitet haben und für ein ganz besonderes Lebensgefühl

stehen. Und eben dieses Feeling soll nun auch im schwulen Nachtleben

Einzug halten. Dazu wagen sich jeweils lokale DJ-Grössen in schwules

Gefilde: So machen Regional Liga, Andreas Ramos, Marco De Rosa sowie

Juen & Bach den Auftakt zum Opening am 30. November. Fantasievolle

Deko und schräge Performances sind gesetzt, und mitten drin: BlackCat

und seine Crew. Seit inzwischen rund fünf Jahren tanzt BlackCat durchs

Zürcher Nightlife und mit «Kiki» tritt er nun erstmals als Host einer eigenen

Partyreihe in Erscheinung. Als künftige Heimat hat sich das Label

die Pfingstweide in Zürich ausgesucht

Am 30. November 2012 geht’s los, und danach geht’s im 2-Monate-Rhythmus

weiter. Underground meets Freak Chic.

Kiki

Freitag, 30. November 2012, ab 22.00 Uhr

Pfingstweide, Pfingstweidstrasse 12,

8005 Zürich

www.yourKIKI.ch, www.pfingstweide.ch

Georgette Dee

«ein Abend zum Welt-AIDS-Tag» im Schauspielhaus

Basel

Georgette Dee & Terry Truck kommen mit ihrem Programm «Schöne

Lieder» nach Basel. «Ein Abend zum Welt-AIDS-Tag» lädt Deutschlands

grösste lebende Diseuse ins Schauspielhaus Basel. Eine würdige Premiere

der Benefiz-Veranstaltung zugunsten der Aids-Hilfe beider Basel. «Die Veranstaltung

konzentriert sich weniger auf das NEIN zur Infektion als auf

das JA zum Leben, welches Ersteres nach wie vor voraussetzt», sagt Daniel

Stolz, Geschäftsleiter der Aids-Hilfe beider Basel, «es ist eine grosse Freude,

dass der Abend dank grosszügiger Spenden von privater Seite, aber

auch dank dem Entgegenkommen aller Mitwirkenden zustande kommt!

Georgette Dee trifft mit ihren Liedern und ihrer Stimme immer genau

dahin, wo die Ränder verschwimmen, wo Lust und Verzweiflung zugleich

wohnen und es Herzenswärme, spielerische Fantasie und Pragmatismus

zugleich braucht, um das Leben zu bestehen. «Ein Abend zum Welt-AIDS-

Tag» verspricht also, eine lustvolle Veranstaltung mit Unterhaltungswert

auf hohem Niveau zu werden. Sie soll aber auch die Thematik HIV und

AIDS im positiv assoziierten Kontext unter näher oder ferner Betroffene,

Solidarisierende und Interessierte bringen. Initiant und Veranstalter des

Abends ist Johannes Sieber, der unter anderem auch für das GayBasel-

Schiff verantwortlich zeichnet

Der Abend beginnt um 19.00 Uhr mit einem Apéro und einer Benefiz-

Suppe. Im Anschluss an Georgette Dees «Schöne Lieder» lädt DJ Angelo

16.11.12 - 24.02.13 – DIE LETZTEN 100 TAGE IM T&M – NOCH 100 PARTYS

#100

FREITAG - 16.11.12 - Club T&M - ab 22.00 UHR

COUNTDOWN – NOCH 100 PARTYS

DJ Groovemaster (Clubhits, Dance, Pop, Charts) im T&M

DJ José Parra (House, Progressive, Electro) im AAAH!

WIR VERSCHENKEN DAS T&M – ALLES MUSS WEG!

Hold dir dein Lieblingsstück aus unserem Haus nach Hause! Mit jedem

bezahlten Eintritt vor 24 Uhr erhältst du eine Wertmarke, mit der du dir im

Februar ein Souvenir mit nach Hause nehmen kannst.

Infos auf facebook.com/tundmclub

&

EIN

KULT

STÜCK

und DJ Retrogressive zur Afterparty mit originaler Musik aus den 70er-,

80er- und 90er-Jahren im Foyer des Schauspielhauses.

Ein Abend zum Welt-AIDS-Tag, Samstag, 1. Dezember 2012

Benefiz-Suppe ab 19.00 Uhr, «Schöne Lieder», 20.00 Uhr

Schauspielhaus Basel, Steinentorstrasse 7, 4051 Basel

Vorverkauf: Theater Basel, www.theater-basel.ch

Infos: www.weltaidstag-basel.ch

Das T&M Haus hat bis Ende Februar 2013 jeden Tag eine offene Tür!

Achtung: bei dieser Veranstaltung werden Aufnahmen für den T&M-Kinofilm gemacht. Mit ihrem

Erscheinen erlauben Gäste der Filmgesellschaft, das aufgenommene Filmmaterial zu verwenden.

Marktgasse 14, 8001 Zürich

www.tundm.ch

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CRUISER Edition November 2012

Lifestyle

Beauty

Essenze by Ermenegildo

Der beste – oder besser gesagt – die besten Düfte der Saison liefert uns unbestritten das italienische

Luxuslabel Ermenegildo Zegna! Mit unglaublichen fünf neuen Essenzen nimmt

uns Zegna auf eine aufregende und verführerische Reise mit. Sinnlich und maskulin: Italian

Bergamot. Modern und frisch: Sicilian Mandarin. Elegant und luxuriös: Javanese Patchouli.

Kräftig und urban: Indonesian Oud. Und unerhört sexy und cool: Florentine Iris!

Essenze ist eine exklusive Zusammenstellung von fünf Signature Düften – jeder geprägt

von einem edlen und markanten Rohstoff besonderer Herkunft. Anspruchsvoll verlesen,

brillant komponiert – eben wie edelste massgeschneiderte Konfektion. Unser Favorit!

Exklusiv ab Dezember erhältlich für CHF 260.00, bei Ermenegildo Zegna, Bahnhofstrasse

25 oder bei Jelmoli in Zürich.

Freedom by Tommy Hilfiger

Immer wieder überrascht uns das amerikanische Lifestyle-Label Tommy Hilfiger. Aktuell mit seinem

neuen Duft: Freedom for Men. Der Duft verkörpert das Gefühl von Freiheit und ist eine Art Ode

an das Leben. Die Kopfnote des neuen Duftes besteht aus Basilikumblättern und Veilchen, Wacholder

und Muskatellersalbei und sorgt so für eine angenehme Frische. Weisser Pfeffer und Ingwer stehen

für Würze und zusätzliche Frische, während Orangenblüten und Koriander mit salzig-sonnigen

Duftnoten angereichert sind. Vetiver und Sandelholz verströmen eine sexy-sinnliche Note.

Der Mann, der Freedom trägt, ist ein perfekter Gentleman, jedoch mit rebellischem Geist und einer

erfrischenden Portion Humor. Neben Eau de Toilette gibt es auch ein Body Wash und einen Deospray.

Ab sofort im Handel, Eau de Toilette 100ml für CHF 100.00

Instant Skin Booster by Lab Series

Der moderne Mann von heute ist vielbeschäftigt und lässt keine Party aus. Mit der Zeit aber hinterlässt ein hektischer

Lebensstil seine Spuren auf der Haut. Irritationen, Rötungen und Schwellungen zählen zu den Hauptanliegen gestresster

Männer. Skincare for Men lanciert nun den neuen Lab Series Instant Skin Booster, ein klinisch erprobtes

Hightech-Serum, das überbeanspruchte und gestresste Haut sowohl kurz- als auch langfristig wieder ins Gleichgewicht

bringt. Dank der zweifachen Wirkungsweise, von innen nach aussen und von aussen nach innen, sieht die

Haut im Nu wieder frisch aus und fühlt sich auch so an: Schwellungen im Bereich der Augen werden gemindert,

Rötungen verringern sich und die Hautoberfläche wird geglättet und sieht wieder jünger aus. Das Serum morgens

und abends nach der Reinigung sorgfältig auf das Gesicht auftragen.

Lab Series Skincare Instant Skin Booster ist ab sofort in Fachgeschäften für CHF 55.00 erhältlich.

Skinperfect Primer by Dermalogica

Gesunde Haut ist schöne Haut – diesem Grundsatz bleibt Dermalogica auch beim neusten Produkt treu.

Der Skin Perfect Primer SPF 30 sorgt durch innovative Wirkstoffkomplexe nicht nur für einen ebenmässigen

Teint er regt gleichzeitig die Kollagenproduktion an und verleiht einen luxuriösen Schein. Sein

Lichtschutzfaktor schützt vor schädlicher UV-Strahlung, der Hauptursache vorzeitiger Hautalterung. Samtweiche

Silikone und Sojaproteine glätten feine Linien, Perlenpuder und natürliche Erdmineralien

verleihen der Haut eine gesunde Leuchtkraft und helfen, dem persönlichen Hautton

gerecht zu werden. Der Primer kann alleine über den Moisturizer verwendet

werden – zur sichtbaren Weichheit und Leuchtkraft –

oder nach dem Moisturizer zur Auffüllung feiner Linien.

In der Entwicklung wird auf Tierversuche verzichtet und

alle Produkte von Dermalogica sind frei von künstlichen

Duft- und Farbstoffen.

Bei deiner Kosmetikerin oder im Globus für CHF 89.40

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Fotostrecke CRUISER Edition November 2012

Photographer

Peter Werner

Geboren in Bayern zog es Peter Werner Ende

der 1980er-Jahre
nach Berlin, wo er eine Schauspielausbildung

machte.
Später ging er nach

Los Angeles und entdeckte
seine wahre Leidenschaft:

die Arbeit hinter der
Kamera.

2002 begann er sein Fotografie-Studium

und
etablierte sich als Fotograf für Künstlerportraits.

2009
begann er in San Francisco mit

der «Me and My Idol»-
Serie, die auf beiden Seiten

des Atlantiks Wellen
schlug. Die Arbeiten

dieses Projekts sind auch als Fotobuch erhältlich.

Es zeigt Männer, die sich aufwändig aufgefummelt

vor den Ikonen unserer Zeit verneigen.

Peter Werner lebt und arbeitet in Berlin und
Kalifornien.

www.wernerimages.com

www.peterwernerimages.com

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CRUISER Edition November 2012

Kapitel Titel

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Community CRUISER Edition November 2012

PinkPanorama 2012

Ralf König ist Stargast beim lesbischwulen Filmfestival

in Luzern

Von Martin Ender

«Keep The Lights On»: Eric (Thure Lindhardt) und der junge Anwalt Paul (Zachary Booth) ©: Pink Panorama

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CRUISER Edition November 2012

Community

Vom 15. bis 21. November

findet in Luzern das lesbischwule

Filmfestival Pink-

Panorama statt. Die Organisatoren

des Festivals

stellen gerade bei den

schwulen Filmen eine neue

Qualität fest. Es gehe heute

nicht mehr «nur» um das

Schwul- oder Lesbischsein,

sondern um Geschichten,

in denen es eben vorkommt,

dass mal ein Mann mit einem

Mann oder eine Frau

mit einer Frau ins Bett geht.

Lesbischwule Filme sind mitlerweile allgemeines Kulturgut: Filme, die

Menschen bewegen, Filme, die einfach gut sind, die Kraft ausstrahlen

und uns menschliche Schicksale aus aller Welt nahebringen. Viele der Geschichten,

die dieses Jahr im «stattkino» laufen, sind einfach Geschichten

aus dem Leben von Menschen, die lieben oder auch hassen. Dass die Menschen

darin schwul oder lesbisch sind, ist meist kaum das Hauptthema.

«Keep The Lights On»

So eine «Geschichte aus dem Leben» wird auch in «Keep The Lights On»

erzählt. Ein Mann in Manhattan liegt halbnackt auf dem Bett und wählt

verschiedene Telefonnummern, bis er ein passendes Sex-Date gefunden

hat. Als es zur ersten Begegnung von Eric mit seinem Date Paul kommt,

entlädt sich eine Leidenschaft, die zunächst ohne Zukunft scheint. Zwei

Jahre später teilen die beiden Männer jedoch ihr Zuhause und ihren Alltag.

Eric ist Dokumentarfilmer, während Paul als Anwalt einem geregelten

Berufsleben nachgeht. Doch Paul ist labil und reisst immer wieder

aus. Zwischen Gesprächen, Sex und Drogen ringen sie um einen gemeinsamen

Lebensrhythmus, doch Süchte und Zwänge lassen ihre Partnerschaft

immer wieder entgleisen. Von der ersten Einstellung an nähert

sich Regisseur Ira Sachs seinem Männerpaar mit aufrichtiger Intimität.

Mit der wachsenden Instabilität ihrer Freundschaft und Liebe zeichnet er

ein schonungsloses Bild menschlichen Miteinanders in unserer Zeit. Das

amerikanische Drama hat dieses Jahr an der Berlinale den Teddy Award

in der Kategorie «Bester Spielfilm» bekommen.

«Kyss mig»

Zum Festivalauftakt gibt es ein kleines schwedisches Kunstwerk mit wunderschön

komponierten Bildern: «Kyss mig». Dieser Eröffnungsfilm des

Festivals ist seit fast zehn Jahren der erste schwedische Film mit einem

lesbischen Thema. Mia, Mitte dreissig, besucht ihren Vater, um ihm von

ihrer anstehenden Hochzeit mit dem beruflich erfolgreichen Tim zu berichten.

Doch auf dem feuchtfröhlichen Familienfest trifft Mia auf Frida,

die Tochter der neuen Verlobten ihres Vaters. Frida lebt offen lesbisch.

Die beiden Frauen, die Stiefschwestern einer neu zusammengefügten

Patchwork-Familie sind, kommen sich näher. Schon bald verbringen sie

unvorhergesehen ein Wochenende im Sommerhaus der Familie – und

fühlen sich leidenschaftlich zueinander hingezogen. Doch ihre heimliche

Liebschaft fliegt auf. Mia muss sich entscheiden zwischen einer Heirat

und einem Leben jenseits der Konventionen. Sommer, eine schwedische

Schärenlandschaft und eine sinnliche Geschichte bieten die besten Voraussetzungen

für einen Kinoabend voller Emotionen.

Ralf König

Der Höhepunkt am diesjährigen Festival ist sicher die 90-minütige Comic-Lesung

«Der dicke König» mit Ralf König am Samstag, 17. November,

im stattkino Luzern. Ralf König, einer der erfolgreichsten Comic-Zeichner

Deutschlands, wird dabei seine Charaktere mit verstellter Stimme

zum Leben erwecken. König wurde 1987 mit dem Comic «Der bewegte

Mann» berühmt. Die gleichnamige Verfilmung aus dem Jahr 1994 mit

Til Schweiger in der Hauptrolle hatte über sechs Millionen Zuschauer in

die Kinos gelockt. Ralf König hat es geschafft, als Chronist des schwulen

Alltags, auch ein gros ses heterosexuelles Publikum zu begeistern. Ausserdem

ist am Festival auch der Film «König der Comics» von Rosa von

Praunheim zu sehen. Der Film zeigt den Lebensweg Ralf Königs, aufgewachsen

in einem kleinen Dorf in Westfalen, bis hin zu seinen grossen

Erfolgen als Comic -Zeichner.

Comic-Lesung mit Ralf König

Ticket-Reservationen sind ab sofort auf der stattkino-Website möglich.

Infos zum Rahmenprogramm und zu den einzelnen Filmen gibt’s ab sofort

auf der PinkPanorama-Website.

PinkPanorama

15. bis 21. November 2012, stattkino, Löwenplatz 11, 6004 Luzern

www.pinkpanorama.ch

www.stattkino.ch

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Kultur CRUISER Edition November 2012

Männer zum

Knutschen

Bei uns lief «Männer zum

Knutschen» nicht im Kino.

Auch Pink Apple verzichtete.

Dafür heimste der Film weltweit

gute Kritiken als auch

Preise ein. Nun gibt’s die

DVD.

Der grundsolide Bankangestellte Ernst Knuddelmann

und der Lebenskünstler Tobias meistern

die täglichen Hochs und Tiefs ihrer Beziehung

stets mit Bravour. Bis plötzlich Ernsts

Kindheitsfreundin Uta auftaucht. Während der

ahnungslose Ernst Utas hinterhältigem Plan,

die beiden zu entzweien, vollkommen auf den

Leim geht, trommelt Tobias Freunde und Familie

zusammen, um sich gegen den Feind zur

Wehr zu setzen. Für die beiden Turteltauben

heisst es jetzt: Alles oder Nichts. 



Vom Publikum frenetisch gefeiert und international

mehrfach ausgezeichnet, macht dieses

Grossstadtmärchen einfach enorm viel Spass.

Von den beiden Newcomern Frank Christian

The Black Rider

Michael von der Heide in seiner

ersten Bühnen-Hauptrolle.

Als «Stelzfuss» gibt er sich teuflisch

im Stück von Tom Waits

und William S. Burroughs.

1990 in Hamburg: Der Regisseur Robert Wilson

entdeckt im «Gespensterbuch» die Volkssage

«Der Freischütz». Es ist die Urgeschichte, auf der

auch Webers berühmte Oper beruht. Wilson beschliesst,

einen modernen Theaterstoff daraus

zu machen: Zur Realisierung holt er sich zwei

Stars an Bord: den Sänger Tom Waits für die

Songs und den amerikanischen Kultautor der

Beat Generation: William S. Burroughs. Es entsteht

ein Musiktheater, eine Rockoper und eine

schwarze Ballade über den richtigen Schuss.

Tatort Jungfrau

Die Schweiz sucht einen Mörder.

Denn in der Jungfrau-

Region gibt’s neben singenden

Indern und knipsenden

Chinesen auch eine Leiche.

Im September 2012 wurde auf der kleinen

Scheid egg eine Leiche gefunden. Es handelt sich

um Thomas Keller, Innenarchitekt aus Olten.

Die Polizei beginnt zu ermitteln und schnell

stellt sich raus, dass der Tote ermordet wurde.

Aber von wem? Verzweifelt wenden sich die Behörden

an die Bevölkerung: Interessierte Hobby-

Detektive sollen an Pfingsten 2013 drei Tage

lang in die Jungfrau-Region pilgern, um dem

oder der Schuldigen das Handwerk zu legen –

Tatort Jungfrau beginnt.

Marx und Udo Lutz in den Hauptrollen über

Ades Zabel als verwirrte Verkäuferin, bis hin

zum turbulenten Soundtrack bietet «Männer

zum Knutschen» ein grossartiges Feuerwerk

mitreissender Ideen und fulminanter Berliner

Schnauze.

Auch die Kritik zeigte sich erfreut. Auf spiegel.de

war zu lesen: «Charmante Romanze mit spassigen

Auftritten von Berliner Szene-Grössen.»

Das schwullesbische Filmfestival Pink Apple

verzichtete jedoch auf «Männer zum Knutschen».

Als Komödie fiel er laut den Organisatoren

als «überzähliger Film» raus.

Ab sofort als DVD

Bild: © pd

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Wie in der Ursage beginnt das Problem mit

der Liebe: Wilhelm möchte die Försterstochter

Käthchen heiraten, diese aber soll Robert

nehmen, denn ihr Vater braucht einen rechten

Mann als Nachfolger. In der finsteren Familientradition

waren alle Förster hervorragende

Schützen – Wilhelm aber kann nicht schiessen.

Wenn er also den Obermacker Robert ausstechen

will, braucht er einen Crash-Kurs, um den

traditionellen Förster-Probeschuss zu bestehen.

Wilhelm schiesst entweder nichts oder das Falsche.

In seiner grössten Verzweiflung trifft er

an einer Weg-Kreuzung auf einen, der 60 magische

Kugeln verkauft. Mit diesen Kugeln trifft

man immer, nur eine Kugel, die geht frei – sie

gehorcht dem schwarzen Reiter...

Theater Basel, Premiere: 15. November

www.theater-basel.ch

Bild: © pd

Ein Event der Superlative, ins Leben gerufen

von den Denlo-Productions (DinnerKrimi). Die

Jungfrau-Region verwandelt sich an Pfingsten

für drei Tage in einen Krimi-Schauplatz. Die

Bevölkerung sowie Touristen werden aufgefordert,

sich in einer Art Schnitzeljagd dem Täter

an die Fersen zu heften und den Mörder zu

überführen. So entstehen interaktive Ferien, in

denen der Spurensucher die ganze Region kennen

lernt. Ein Krimi, bei dem jeder mittendrin

sein kann – draussen an der frischen Luft sowie

drinnen im Hotel oder dem Restaurant. Aber

Achtung: Es kann in der Geschichte plötzlich

Wendungen geben, die niemand erwartet!

www.tatortjungfrau.ch

Bild: © pd


CRUISER Edition November 2012

Kultur

Kunst 12 Zürich

Hochkarätige Galerien stellen

im November an der International

Contemporary Art Fair

in den ABB-Hallen aus.

Die 18. Internationale Messe für Gegenwartskunst

eröffnet am 7. November mit der Preview

ihre Tore zu einer Kunstschau, die neben der Art

Basel die wichtigste in der Schweiz ist. «Kunst 12

Zürich» hat sich in den vergangenen Jahren zur

hochkarätigen Veranstaltung entwickelt. Rund

20 Jahre Moods

Der Zürcher Jazzclub Moods

feiert sein 20-jähriges Bestehen.

Ende November steigt

das grosse Jubiläumsfest.

20 Jahre Moods: Im September 1992 fanden im

ehemaligen Bahnhofbuffet Selnau die ersten

Konzerte statt. Im Jahr 2000 zog das Moods an

seinen jetzigen Standort im Schiffbau. 20 Jahre

und unzählige Konzerte später hat sich das

Moods als eines der bekanntesten Konzertlokale

der Schweiz etabliert und ist zu einer wichtigen

Adresse für in- und ausländische Musiker geworden.

Das Jubiläum wurde bereits während

den Sommermonaten gefeiert. Ende November

folgt der krönende Abschluss mit einem Jubiläumsfest.

Uferwechsel

Für seinen neusten Fall muss

der Zürcher Privatdetektiv

Vijay Kumar tief ins Strichermilieu

eintauchen.

70 renommierte Galerien aus dem In- und Ausland

widerspiegeln mit ihrem internationalen

Programm ein globales Angebot zeitgenössischer

bildender Kunst.

Ihrem Credo bleibt die Messe weiterhin treu:

klein, aber fein! Klein natürlich nur im Vergleich

zu den europäischen Grossmessen.

Die Zahlen sind für den hiesigen Besucher trotzdem

beeindruckend: Die Galerien aus Europa

und auch aus Asien vertreten über 1000 Künstler.

Es werden mehr als 2000 Kunstwerke angeboten.

Und dies in einer für die Kunstpräsentation

ungewöhnlichen, aber idealen Umgebung:

unter alten Industriekränen in über 20 Meter

hohen und 8000m 2 grossen, ehemaligen Fabrikationshallen

der ABB.

Zürich, 8. bis 11. November

www.kunstzuerich.ch

Bild: © pd

Vom 29. November bis 1. Dezember werden unter

dem Motto «20 Jahre Moods – das Fest» im

Moods, sowie in der Schiffbauhalle namhafte

Künstler auftreten. Zu sehen sind u.a. Death by

Chocolate, Maceo Parker oder Züri West. Abgerundet

wird das Fest mit «Moods Jam», einem

Abenteuer zwischen Grooves, Jazz und vielem

mehr. Zürcher Musiker machen den Anfang,

und wer weiss, vielleicht stürmen auch Kenny

Garrett oder Brad Mehldau die Bühne.

20 Jahre Moods – das Fest

Zürich, 29. November bis 1. Dezember

www.moods.ch

Bild: Maceo Parker © pd

Der Fall beginnt mit einem unerhörten Zufall

und, wie es sich gehört, mit einer Leiche. Steif

gefroren und malträtiert wird sie von der Polizei

geborgen, als Kumar am Tatort im düsteren

winterlichen Wald vor Zürich vorbeistrauchelt.

Am nächsten Tag beauftragt ihn ein anonymer

Anrufer, Licht ins Dunkle zu bringen. «Der

Mann, der vom Himmel fiel», titeln die Zeitungen,

denn erste Recherchen deuten darauf hin,

dass sich der Tote mit den arabischen Gesichtszügen

im Radkasten eines Flugzeugs versteckt

hatte, um illegal in die Schweiz einzuwandern.

Bald aber findet Kumar eine ganz andere Fährte.

Miranda, seine beste Freundin, glaubt, dass

der Unbekannte ein Stricher war. Der Privatermittler

macht sich mit einem Foto und seinem

schwulsten Outfit auf in einschlägige Bars,

der Verdacht wird zur Gewissheit, die Ereignisse

überstürzen sich. Warum stürzt Casting-

Show-Sternchen Nils von einer Brücke, was hat

es auf sich mit dem Selbstmord seines Kumpels

Kevin, der sein Leben grundlegend ändern wollte

und mit der geheimnisvollen Organisation

«Sanduhr», die ihn dabei unterstützte?

Vijay Kumar, Halbinder wie sein Erfinder Sunil

Mann, begibt sich auf eine Gratwanderung

zwischen Kulturen und Milieus, zwischen

Bauernhof und Niederdorf, Blumennacht und

Waldlichtung, Halbwelt und Doppelmoral. Mit

einem liebevoll-ironischen Blick für Figuren am

Abgrund wird er auf die Suche nach der Wahrheit

geschickt. Ein unerhörter Glücksfall eines

Krimis, raffiniert, kurzweilig und nachhaltig.

Sunil Mann: Uferwechsel, grafit

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Musik CRUISER Edition November 2012

Skye

Back to Now

****

Auf ihrem dritten Soloalbum macht die Queen ner

des Trip-Hops dasselbe in beschleunigtem

Blau und einmal mehr alles richtig. Relaxed

und doch nach vorne gerichtet, wohltuend

und stilsicher.

«Ich sehe meine Alben immer als Farben, und Back to Now fühlt sich an

wie ein elektrisches Blau», sagt Skye über ihr neustes Werk. «Eine Up-

Tempo-Scheibe, die man sich anhört, bevor man ausgeht. Bei weitem das

beste Album, das ich je geschrieben habe!» Ein grosses Versprechen nach

gelungenen Schattierungen von geheimnisvoll-schwarz bis regenbogenbunt

auf ihren Morcheeba-Meisterwerken und nuancierten Pastelltönen

auf ihren zwei bisherigen Soloproduktionen. Viel besser als alles Frühere

ist das neue Material nicht, muss es auch nicht sein, die Mischung

aus Gänsehautstimme, Wohlfühlmelodien und elektronischen Experimenten

überzeugt wie eh und je, auch in neon. Die Rhythmen sind etwas

treibender geworden, vertonte Vorfreude auf den Club-Abend eben,

dezent getränkt in entspannter Melancholie. «Featherlight», «High Life»

oder «Troubled Heart» heissen die Songs und in der Mitte dazwischen pendeln

sie sich ein, möblieren die Lieblingsbar wie perfekte Loungesessel:

bequem und doch aufregend designt. 80er-Vintage spielt mit dem neuen

jungen Jahrhundert, das Gestell aus hypnotisierenden Beats wird überzogen

von einem feinen Geflecht aus Air, Goldfrapp und Depeche Mode.

Wenn der Mix einen Hang zum Austauschbaren bekommt, ist es immer

die einzigartige Stimme, die den entscheidenden Unterschied macht. Die

Stimme, mit der sie schon Morcheeba zum Erfolg verhalf und die sie fast

zufällig zur Musikkarriere brachte. 1994, als Skye Edwards gerade eine

Laufbahn als Modedesignerin einschlagen wollte, wurde sie auf einer

Party den DJ-Brüdern Paul und Ross Godrey vorgestellt. Der Rest ist Geschichte.

Und hatte sechs Jahre nach der Trennung 2003 plötzlich auch

wieder Zukunft, als Skye überraschend zur Band zurückkehrte. Nach ei-

Morcheeba-Welttournee nun wieder solo unterwegs, stehen hoffentlich

weiterhin beide Optionen offen. Ihren Stil hat Skye so oder so längst

gefunden, und der ist so wunderbar angenehm, dass man gerne die ganze

Nacht über in ihrer blauen Lounge sitzen bleibt, sanft wippend und wild

träumend. (rg)

PIAS (Musikvertrieb)

A John Sinclair

Tribute *****

Dark Symphonies

Seit fast 40 Jahren sorgt John Sinclair für wohlige

Schauer. Die unzähligen Romane mit Titeln

wie «Disco Dracula» oder «Der Feuerengel»

sind fern von gehobener Literatur, als Kino für

die Ohren aber sensationell. Mit «Dark Symphonies»

erschien eine musikalische Hommage

von Künstlern wie Nena, Xavier Naidoo oder

Marianne Rosenberg. 20 Songs zu Ehren von

John Sinclair, dem Geisterjäger. Mit dabei die

Hörspiel-Vertonung des allerersten Sinclair-Taschenbuchs

«Angst über London». Genannte

Musiker spielen eine ganze Reihe von kuriosen

Gastrollen. Sei es Marianne Rosenberg als

Stewardess beim Flugzeugabsturz oder Xavier

Naidoo als Finanzhai. Wer einen musikalischen

Kampf «Gut gegen Böse» erwartet, wird auf

«Dark Symphonies» mehr

als fündig; wer sich auf Gänsehaut

freut, dem sei «Angst

über London» empfohlen.

Bastei Lübbe

32

Kylie

Minogue *****

The Abbey Road Sessions

Wer hätte vor 25 Jahren geahnt, dass die Australiern

Kylie Minogue heute noch präsent ist?

Kylie, die einst als «Tiefpunkt» der denkenden

Frau bezeichnet wurde? «Kylie» bedeutet in der

Sprache der Aborigines «Bumerang». Treffend,

denn heute singt Kylie in den Abbey Roads. Den

Heilige Hallen, von den Beatles geadelt. Das

neue Album wurde mit einem kompletten Orchester

aufgenommen. Höhepunkte sind das

ergreifende «Better The Devil You Know», das

stets großartige «Confide In Me», eine sinnliche

Version von «On A Night Like This» oder

das wunderschöne «Finer Feelings». Als Stargast

fungiert Nick Cave, der seinen Gesangspart

des berühmten Duetts «Where The Wild Roses

Grow» neu eingesungen hat. Nie zuvor kam die

emotionale Bedeutung und

Tiefe dieser Welthits so zum

Tragen. Und niemals zuvor

klang Kylie Minogue besser

als bei diesem Projekt.

EMI

Celine

Dion *****

Sans Attendre

Nein, Celine Dion war nie cool, aber eine begnadete

Sängerin. Und im «Variété Français»

schlicht eine Wucht. Noch immer ist ihr Album

«D’eux» das erfolgreichste frankophone

Pop-Album. Celine Dion bleibt sich treu. Immer

als Mainstream-Sängerin, noch mehr als

kanadische Künstlerin. Fünf Jahre nach ihrem

letzten Album hat die 44-Jährige mit zahlreichen

Kollaborationen ihr neues Studioalbum

in Französisch aufgenommen: «Sans attendre».

Drei renommierte Gäste sind im Duo mit Celine

Dion zu hören: Johnny Hallyday («L’amour

peut prendre froid»), Jean-Pierre Ferland («Une

chance qu’on s’a») und Henri Salvador mit «Tant

de temps». Als weitere Autoren und Produzenten

trifft man auf die Feder von Luc Plamondon,

David Esposito oder Stanislas.

Unter die Haut gehende

Chansons; beeindruckend

vorgetragen von Celine

Dion.

Sony


CRUISER Edition November 2012

Lifestyle

HOT 4 YOU!

1trendige Sneakers

Seit Kurzem gibt es für Turnschuhliebhaber den neuen Onlineshop

Brandlovers! Die Jungs bieten eine handverlesene Auswahl an

Sneakers von Nike, Puma und New Balance sowie eine Limited Edition

von Converse an. Das überschaubare und doch exklusive Angebot

besticht nicht nur durch ein stylisches Sortiment, sondern

auch durch faire Preise. Ab einem Bestellwert von CHF 99.– profitiert

der Kunde zusätzlich von einem portofreien Versand und einer

Lieferung innerhalb von 24 Stunden. Demnächst kommen

weitere Labels wie Reebok, Adidas und Le Coq Sportif dazu.

Unser Favorit! www.brandlovers.ch

2prickelnde Erfrischung

Herrlich lecker und süffig ist der neue Schaumwein Rosé Secco von Schlumberger. Das feine Feen-Wässerchen

ist nicht nur was für Tunten und Shopping-Queens, auch gestandene Männer kommen hier

auf ihre Kosten. Rosé Secco ist eine fruchtig-frische, prickelnde und aphrodisierende Kreation – der

Geschmack einer neuen Zeit. Himbeeren, Erdbeeren und Rosen machen ihn zu einem sinnlichen Genuss,

sei es nach einer anstrengenden Shoppingtour mit Freunden oder beim romantischen Tête-à-Tête

mit seinem Liebsten. Schon allein das wunderbar kitschige Design mit Feen-Logo ist ein Schluck Wert!

Rosé Secco, im Handel für CHF 15.50

3stylischer Puma

Die MINI-Kollektion by Puma vereint zwei einzigartige Marken. MINI ist ein absoluter Profi darin, auf

kleinem Raum Stil und Individualität ganz gross erscheinen zu lassen. Puma vereint die Welten von

Lifestyle und Sport in trendigen Schuhen, Textilien und Accessoires. Zusammen sorgen die beiden

Brands für eine Kollektion, in der britischer Military-Stil auf freche Details trifft. Als Inspiration

und witzige Motive fungieren unter anderem der klassische britische Heritage-Look, Union Jacks

und Bulldoggen. Clever, ökonomisch, sportlich – mit der MINI-Kollektion hat Puma die

Werte des typisch britischen Flitzers gekonnt auf eine ganze Kollektion übertragen.

Gesehen bei Jelmoli, Schuhe CHF 149.90, Weekender CHF 169.90

4neuer Hotspot

Endlich gibt es auch in Zürich ein stylisches 25hours Hotel! Passend zur Umgebung in Zürich West strahlt das Hotel eine tolle

Aura aus. Handanlegen durfte der Zürcher Designer Alfredo Häberli, bekannt für seine kreativen Entwürfe für Marken wie Camper,

Luceplan, Vitra oder gar Moroso. Getreu dem 25hours-Motto «kennst Du eins, kennst Du keins» setzt sich auch das neue Hotel

intensiv mit seinem Standort auseinander. Das gezielt zusammengestellte, zeitlose Interieur empfängt seine Gäste zürcherischmondän

mit einer grosszügigen Hotelhalle, textiler Eleganz und wohnlicher Atmosphäre. Neben den geräumigen Zimmern verfügt

das Haus über eine Bar, eine unkomplizierte, nicht überteuerte Küche sowie eine kleine, aber feine Sauna mit dezenten Naturmaterialien

und einem atemberaubenden Stadtblick bis hin zu den Alpen. Gerne checken wir an der nächsten Pride hier ein!

25hours Hotel Zürich West, Pfingstweidstrasse 102, 8005 Zürich, www.25hours-hotels.com

33


Kolumne CRUISER Edition November 2012

LONDON JAMES

Der Bär ist los

Wann ist der Bär ein Bär? Und

hier geht es nicht um Meister

Petz, sondern um Männer. Geballtes

Testosteron. London

James mit dem Versuch einer

Erklärung.

Heutzutage gibt es unzählige Labels für Schwule.

Ob Twink, Otter, Bears, Students oder Hunk.

So definieren wir uns gerne. Die bequeme

Schublade für ebensolches Denken. Ziemlich

oberflächlich. Vor einiger Zeit habe ich jemanden

kennen gelernt, der zwar einen Bart trägt,

aber nicht dem typischen «Bär» entspricht. Er

ist einfach ein normaler Mann – mit Bart. Aber

was ist heutzutage schon normal. Die Frage, die

sich mir aufdrängt: Gibt es den typischen «Bär»

überhaupt? Oder noch? Oder nicht mehr?

Die Definition eines typischen Bären: Sie sind

eine Spezies, die im Gegensatz zu den Bären

in freier Natur (noch) nicht vom Aussterben

bedroht ist. Das ist gut so. Denn schwule Bären

sind zum Vernaschen! Meist tragen sie Bart,

kurze Haare und würden niemals ihr Brusthaar

entfernen! Sie sehen nicht wie geklonte Botox-

Models aus, sondern eher wie der Holzhacker

von nebenan.

In der Regel sind sie gutmütig, undramatisch,

stehen mit beiden Füssen auf dem Boden und

selten in Shops wie Prada, Gucci oder anderen

Luxus-Läden. Sie dürfen dick sein, durchaus älter

und sind von einer Männlichkeit umgeben,

die nach Landluft statt Gaultier riecht. Bären

pfeifen auf Dresscodes und stehen auf zünftige

Kneipen. Ganz ohne Plüsch oder Justin-

Bieber-Gedröhn. Sie kleiden sich in Jeans und

T-Shirts, vorzugsweise mit Karo-Hemd, sind gesellig,

lustig und meist lebensfroh.

Einige Bären fahren Motorrad, gehen gerne

wandern, lieben die Natur und deftiges Essen.

Echte Kerle eben! Wenn es unter schwulen Männern

eine Gruppe gibt, die dem weitverbreiteten

Klischee eines «echten Mannes» entspricht,

dann diese Bären. Sorry, liebe Twinks, ist ja nur

ein Klischee...

Artenvielfalt

Bären dürfen männlich sein und dies auch zeigen.

So ziemlich anders als der urbane Gay von

heute. Aber muss ein Bär zwingend von Kopf bis

Fuss behaart sein? Quatsch, denn schliesslich

gibt es auch die andere «Bären-Art», die ich hier

vorstellen möchte. Mich zum Beispiel. Ja, auch

ich bin ein Bär! OK, eher würde ich mich als

«Admirer» bezeichnen. Ein glühender Verehrer.

Und ich bin nicht allein. Wir sind zahlreich!

Gründen Facebook-Gruppen und leben unseren

Fetisch. Kurz: Wir fühlen uns zu bärtigen Männern

hingezogen.

Definieren und zelebrieren wir daher die Artenvielfalt!

Wie etwa den «Otter». Kerle, die eher

schlank gebaut und behaart sind. Der «Daddy

Bear» ist hingegen ein etwas älterer Kerl, der

manchmal eine Papa-Sohn-Beziehung zu einem

jüngeren Bären, Cub, Otter, Wolf oder Chaser

wünscht.

Die junge Variante nennt sich «Cub». Meist mit

zierlicherem Wuchs (ist jedoch nicht zwingend).

Er kann haarig oder auch unbehaart sein (!). Der

«Wolf» ist wiederum ein magerer, maskuliner

Schwuler, der auf Bären steht. Ebenso bekannt

sind die «Leather Bears»; sie haben einen Leder-

Fetisch. Last, but not least, die «Muscle Bears»;

eine muskulöse Version des gemeinen Bären.

Ein «Muscle Cub» dagegen ist ein junger oder

kleiner, aber muskulöser Bär, kann haarig sein

... Ach, ihr wisst schon!

Den typischen Bären gib es also nicht. Wir haben

zahlreichen Bären und egal ob mit oder

ohne Bart, für jeden Geschmack gibt’s den passenden

Bären. Sollte das zutreffen, dann wird

London James © Stefan Büchi

gebrummt. Ein oft verwendeter Gruss, wenn ein

Bär einen anderen Bären in der Öffentlichkeit

entdeckt und seiner körperlichen Anziehung

Luft macht. So was passiert bei mir ziemlich

häufig! Also liebe Bären, lasst uns Spass haben,

lasst uns heulen, lasst uns wild sein – hier und

jetzt!

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CRUISER Edition November 2012

Reisen

Austria setzt auf

nackte Männer

Wien und Linz huldigen dem

nackten Mann

Im Herbst stehen Städtereisen

hoch im Kurs. Unsere österreichischen

Nachbarn locken

heuer mit nackter Haut. Die

Kaiserstadt Wien und Linz huldigen

dem hüllenlosen Mann.

Für die Kunst, versteht sich.

«Nackte Männer von 1800 bis heute» wird eine

längst überfällige Ausstellung zur Vielfalt und

zum Wandel in der Darstellung nackter Männer

gezeigt. Durch Leihgaben aus ganz Europa liefert

die Ausstellung eine so noch nie gesehene

Zusammenschau.

Über den Penis wird gerade debattiert. Aber gezeigt

wird er nicht. Das muss sich ändern, so die

Forderung auf dem Cover des ZEIT-Magazins im

Sommer. «Ganz richtig!», findet man im LENTOS

Kunstmuseum Linz. Die Kuratorinnen Sabine

Fellner, Elisabeth Nowak-Thaller und Stella Rollig

treffen mit ihrer Ausstellung «Der nackte

Mann», die Ende Oktober eröffnet wurde, den

Nerv der Zeit.

War der weibliche Akt seit Jahrhunderten

selbstverständliches Bildthema und beliebter

Ausstellungsgegenstand, wird der Männerakt –

wenn nicht mythologisch verbrämt – bis heute

zumeist in Museumsdepots verbannt. Frauen

müssen nackt sein, um ins Museum zu kommen,

nackte Männer hingegen haben im Tempel

der Hochkultur nichts verloren. In Linz wird

sich das nun ändern.

© Bernhard Prinz: Ohne Titel / Lentos

Zeitlich stehen drei grosse Schwerpunkte im

Mittelpunkt. Erstens die Epoche der Aufklärung

mit Französischer Revolution und Klassizismus

um 1800, zweitens neue Ansätze innerhalb

der Klassischen Moderne um 1900 und

drittens bahnbrechende Positionen der Kunst

nach 1945. In einem gross angelegten Bogen

über zwei Jahrhunderte thematisiert die Ausstellung

unterschiedliche künstlerische Zugänge,

konkurrierende Männlichkeitsmodelle und

den Wandel von Körper-, Schönheits- und Wertvorstellungen.

© Robert Mapplethorpe: Thomas / Lentos

Mehr als 300 Exponate – Leihgaben aus den USA

und ganz Europa, dazu mehr als 60 Werke aus

eigenen Beständen – bilden zwölf Kapitel einer

Schau, die in bislang ungesehener Weise die

Rolle des Männerkörpers über mehr als ein Jahrhundert

hinweg untersucht. Logisch, dass sich

darunter auch Werke von Robert Mapplethorpe,

Keith Haring, Andy Wahrhol und natürlich

Pierre et Gilles befinden.

«nackte männer» in Wien

Auch die Kaiserstadt Wien bzw. das Leopold

Museum, setzt auf nacktes Männerfleisch. Mit

Linz: www.lentos.at - bis Februar

Wien: www.leopoldmuseum.org – bis Januar

Gay Life Austria

Wien wie auch Linz bieten neben Kunst und

Kultur auch eine attraktive Gay-Szene. Gerade

im Herbst locken viele tolle Angebote. Informationen

über Linz sind unter www.gay-in-linz.at

oder www.linz.at/tourismus zu finden.

Wien setzt seit geraumer Zeit auf die Gay Community.

Die Hauptstadt Österreichs atmet

schwullesbische Geschichte wie kaum eine andere

europäische Metropole. Schwule Kaiser,

Kriegsherren und Komponisten von gestern

ebenso wie schwule und lesbische Wiener/innen

von heute machen die Stadt zu einer spannenden

Urlaubsdestination.

www.wien.info/de/wien-fuer/schwul-lesbisch

35


9. Winter Edition, vom 6. bis 13. Januar 2013

Gewinne unvergessliche Winterferien für 2 Personen

im 4-Sterne Hotel The Excelsior an der Arosa Gay Ski Week *

Wieviele Hotels sind unsere Partner in 2013 ?

5 8 10

EXCELSIOR

Name : ...............................................................................................................

Vorname : .........................................................................................................

Straße : ...............................................................................................................

Postleitzahl : ....................................................................................................

Ort : .....................................................................................................................

Telefon : .............................................................................................................

E-Mail : ................................................................................................................

www.gayskiweek.ch

arosa@gayskiweek.ch

Infoline & Buchungen:

% 021 566 70 20

Richtige Antwort einsenden an : AfM-Publikationen « Wettbewerb Arosa Gay Ski Week » Postfach 1136, CH - 8034 Zürich

* ohne Reisekosten

Wer an der Verlosung teilnehmen will, muss den Teilnahmeschein vollständig ausgefüllt mit der richtigen Antwort an die Verlagsadresse AfM-Publikationen bis spätestens am 15. November 2012, 24.00 Uhr, einsenden. Massgebend ist das

Stempeldatum der Briefpost. Es kann der Teilnahmecoupon im Cruiser verwendet werden. Die Teilnahme ist auch gültig, wenn alle Elemente des Original-Coupons auf ein neutrales Papier geschrieben werden. Die Ziehung der Lose erfolgt unter

Aufsicht bis zum 20. November anschliessend werden die Gewinner persönlich benachrichtigt. Der Gewinn beinhaltet: Aufenthalt für zwei Personen im Excelsior 4-Sterne Hotel in Arosa während der Gay-Ski-Week vom 6. bis 13. Januar

2013. Dieser Aufenthalt umfasst 7 Übernachtungen im Doppelzimmer, inklusiv Frühstück (Wert CHF 1755.-), zwei Event-Pässe «Gold» (Wert CHF 460.-), 20 % Rabatt auf die Miete der Skiausrüstung. Der Gewinn ist nicht übertragbar und gilt

namentlich für den Los-Gewinner. Die Reisekosten für die Fahrt vom Domizil des Gewinners nach Arosa ins Hotel Excelsior und zurück, gehen zu Lasten des Gewinners, ebenso weitere Auslagen im Zusammenhang mit der Reise. Es obliegt der Verantwortung

des Gewinners, sich um die Beschaffung der nötigen Reisedokumente zu kümmern. Die Teilnahme an der Verlosung ist gratis, beinhaltet keinerlei Kaufsverpflichtung und steht jedermann offen, der volljährig ist. Ausgenommen von

der Verlosung sind ausdrücklich sämtliche Mitarbeiter des Verlags AfM-Publikationen, der die Zeitung Cruiser herausgibt und deren Familienangehörige. Pro Haushalt, unter gleichem Namen und gleicher Adresse ist nur eine Teilnahme erlaubt.


CRUISER Edition November 2012

Gesundheit

Eine Pille danach?

Hallo Dr. Gay

Vor Kurzem hatte ich eine Diskussion mit meinem Kumpel. Er sagt, dass

man nach unsafem Sex Medikamente nehmen kann, die eine Ansteckung

mit HIV verhindern. So eine Art Pille danach. Stimmt das? Gibt es solche

Medikamente wirklich?

Danke für deine Antwort!

Gruss, Steve, 18

Hallo Steve

Was dein Kumpel anspricht, nennt sich HIV-Postexpositions-Prophylaxe,

kurz PEP. In den ersten 72 Stunden nach einer Risikosituation kann eine

solche medizinische Notfall-Behandlung eine HIV-Infektion verhindern.

Die PEP ist eine vorbeugende medikamentöse Behandlung mit antiretroviralen

Medikamenten, die das Risiko einer allfälligen Infektion mit HIV

um 90 % senkt. Sie muss von einem Arzt verschrieben werden. Je schneller

nach einer Risikosituation mit der Behandlung begonnen wird, desto höher

sind die Erfolgschancen. Darum

sollte man nach einer Risikosituation

nicht zögern und sich so schnell wie

möglich beraten lassen. Anders als bei

der Pille danach dauert eine PEP-Behandlung

je nach Verträglichkeit 2-4

Wochen und es können oft Nebenwirkungen

auftreten. Deshalb sollte auf

keinen Fall auf die Safer-Sex-Regeln

verzichtet werden! Die PEP ist eine Notfall-Behandlung nach einem Unfall,

also zum Beispiel, wenn das Kondom geplatzt ist. Darum gilt weiterhin:

Ficken nur mit Gummi, kein Sperma in den Mund.

Alles Gute, Dr. Gay

Blowjob in der Sauna

Hallo Dr. Gay

Ich war kürzlich in einer Schwulensauna. Dort hat mir ein mir fremder Typ

einen Blowjob verpasst und mein Sperma geschluckt. Wir haben uns zuerst

gegenseitig am Schwanz rumgefummelt. Er hat mir ein paar Mal seinen

Finger in den Arsch geschoben und unsere Penisse streiften sich mehrmals.

Zum Analverkehr ist es nicht gekommen. Da ich nicht weiss, was dieser

Mann vorher angefasst hat, frage ich mich, ob das Risiko für eine Schmierinfektion

bestand. Was für Symptome würden sich bemerkbar machen?

Gruss, Ivo, 27

Hallo Name

Bezüglich HIV sehe ich hier für dich kein Risiko. Andere sexuell übertragbare

Infektionen (STI) wie zum Beispiel Tripper, Chlamydien, Syphilis oder

Hepatitis sind jedoch ansteckender. Das Gute dabei ist, dass die meis sten

STIs, wenn sie rechtzeitig erkannt werden, gut behandelbar sind. Achte

darum in den nächsten Wochen auf deinen Körper. Wenn du Anzeichen einer

Infektion bemerkst, also zum Beispiel

ein Brennen, Juckreiz, Ausfluss,

Bläschen, Geschwüre oder Wucherungen,

zögere nicht und gehe sofort zum

Arzt. Für sexuell aktive Personen mit

wechselnden Partnern ist es empfehlenswert,

sich regelmässig (1 bis 2 Mal

pro Jahr) auf die häufigsten STIs testen

zu lassen. Die sogenannten Big 5

der sexuell übertragbaren Infektionen sind: HIV, Hepatitis, Syphilis,

Tripper und Chlamydien. Weitere Informationen zu STIs findest du hier:

www.gay-box.ch

Alles Gute, Dr. Gay

Eine Dienstleistung der Aids-Hilfe Schweiz

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Symptome

Hämorrhoiden

Jetzt pflanzlich

behandeln

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Biomed AG, Überlandstrasse 199, 8600 Dübendorf

Zur Vorbeugung und Behandlung von Hämorrhoidalleiden.

In Apotheken und Drogerien.

37


CRUISER Edition November 2012

Gesundheit

Pia

November – nichts

für Weicheier

Von allen Monaten ist der November derjenige,

der wohl am wenigsten mit Gfreutem assoziiert

wird. Allerheiligen, Allerseelen, Fest aller

Erzengel, Obernerv-Halloween , Gedenktag unserer

Lieben Frau in Jerusalem – lauter nicht so

gelungene Parties, möchte man sagen.

Apropos «Jerusalem» habe ich kürzlich gelesen,

dass das «Jerusalem-Syndrom» eine psychische

Störung bezeichnet, von der jährlich ca. 100

Besucher und Einwohner der Stadt Jerusalem

betroffen sind. Die Erkrankung besitzt den Charakter

einer Psychose und äussert sich unter

anderem in Wahnvorstellungen: Der oder die

Betroffene identifiziert sich vollständig mit einer

heiligen Person aus dem Alten oder Neuen

Testament und gibt sich als diese aus.

Derart Spannendes erfährt man nicht alle Tage!!

Welches Syndrom hat der Springbock, wenn er

meint, er sei Hirschpfeffer? Segs wies well, kaum

hast du den letzten Schwumm im See gemacht,

steht schon das Räbenliechtli auf der Matte. Sagen

wir es, wie es ist: November ist nichts für Weicheier.

Wenn der Nebel tief hängt und dir am Morgen

an der Tramhaltestelle die ersten Frostbeulen

wachsen, dann kann einem der Bürzel unter Umständen

schon mal gehörig auf Grundeis gehen.

Um wenigstens kulinarisch etwas Herzerwärmendes

zu kriegen, habe ich mir letzte Woche in

einem Lokal, dessen Namen ich aus Gründen der

Fairness hier nicht nennen will, den Murmeltierpfeffer

bestellt. «So härzig!», dachte ich. Aber

es war nicht lieblich. Ein fast schon beuys’sches

Erlebnis der extrem grenzwertigen Art. Eine

Gaumenreise durch grandiose Vorkommen von

Fett (angesichts der Murmeltierfigur nicht ganz

unerwartet…) und gleichzeitig (jetzt aber total

überraschend) unerhörte Knochenmengen,

wie Granatsplitter in Beirut. Heilandsack! So

viel Spätzli kannst du gar nicht fressen, um dieses

Gefühl aus dem Mund zu kriegen. Ich muss

dringend von Murmeltier abraten, meine Lieben,

ganz dringend. Dann doch lieber der Hirsch,

der aus Springbock gemacht wird. Was mich

aber ganz fest gefreut hat, ist, dass wir nun einen

Schweizermeister in der Community haben,

Michi vom Cranberry hats geschafft und mixt

die besten Drinks – auf zur Weltmeisterschaft.

Es gibt also durchaus gute Gründe, warum es

sich lohnt, im November weiterzuleben.

Jetzt anmelden für das Wochenende auf

dem Stoos!

Wurdest du vor Kurzem informiert, dass du dich

mit HIV infiziert hast? Oder dein Freund? Statt

voller Geigen hängt der Himmel plötzlich voller

Fragen? Lass dich nicht alleine von der «neuen

Ausgangslage» erschlagen. Nimm dir ein Herz

und deinen oder einen Freund und komm mit

uns auf den Berg! Checkpoint bietet dir ein Wochenende

im Wellness- und Seminarhotel Stoos

auf 1300 m ü. M. an, drei Tage, die nur dir gehören.

An diesem Wochenende vom Donnerstagabend,

6. Dezember, bis Sonntag, 9. Dezember,

bestimmst du, welche Fragen du beantwortet

haben möchtest, mit wem du Lust zum Quatschen

hast, welche Workshops zu Themen des

HIV-positiv-Seins dich allenfalls interessieren

und wie sehr Du dir einfach eine Auszeit und einen

Tapetenwechsel gönnen willst. Neben Fachleuten,

die auch schwul und zum Teil HIV-positiv

sind, stehen dir die Natur, die umwerfende

Bergwelt und ein 4-Sterne-Wellnessbereich zur

Verfügung. Manchmal muss man auf einen Berg

steigen, um die Dinge besser zu sehen. Lass dir

diese Gelegenheit nicht entgehen, die Wochenenden

auf dem Stoos sind nicht zuletzt für ihre

Ungezwungenheit und den Humor bekannt.

Du kannst dich online anmelden – jetzt – unter

www.checkpoint-zh.ch/startseite/stoos. Das ganze

Wochenende auf dem Stoos ist gratis.

Ich freue mich, wenn ich euch spätestens am

1. Dezember an der tribute2life-Gala im X-tra

treffe – oder wurde die jetzt tatsächlich abgesagt??

Nun ja, dann sehe ich euch vielleicht an

der Cranberry-Party, ihr könnt dann gerne auch

euer Räbenliechtli mitnehmen.

Bis dahin grüsst euch eure Pia

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39


Agenda CRUISER Edition November 2012

FR 26. Oktober

Bern

23.00 Gentleboyz extended: The most gentle

gay nichts in the capital! DJs Enrico

Antonio Visser, Yasmeen De Souza, Mirco

Caruso, Luc Le Grand. Fr. 25.–,

Vorverkauf Fr. 20.– (Bern im Olmo, Zürich

im Cranberry). Club Du Théâtre Bern,

Hotelgasse 10. Infos www.gentleboyz.ch

St. Gallen

18.00 Badehaus Mann-o-Mann:

St. Jakob-Strasse 91. For Bears and Friends

Heute zudem anonymer HIV-Test möglich

Thurgau

18.30 Travestie Night 2012: Zum 10 Jahre Jubiläum

und Rosa Weekend zusammen mit

Queerdom & WILSCH. Show mit Dana Rama,

Cabaret «Bis Stöcklis», Lula Bee, Martha

Märkel, Beatino, Aline Reeds, Valeria Grande,

Markus, Diva International und The HOT

Sisters. 18.30h Bar & Disco, diverse Snacks, ab

20h Showtime. Fr. 15.–, Vereinsmitglieder Fr.

10.–. Reservation möglich unter anmeldung@

hot-tg.ch. Infos www.travestienight.ch

Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.

club. Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren XXL nacked

Party Supersize! Fr. 39.– alles inkl. (ausser

Spirituosen) inkl. Garderobe. Einlass nur

nackt im ganzen Club

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.

Infos www.facebook.com/t&m.club

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode XXL nacked Party Supersize.

Naked only!

SA 27. Oktober

Bern

22.00 ISC Club: Neubrückstr. 10. Tolerdance für

Schwule, Lesben und FreundInnen

Infos www.tolerdance.ch

Thurgau

18.30 Travestie Night 2012: Zum 10 Jahre Jubiläum

und Rosa Weekend zusammen mit

Queerdom & WILSCH. Show mit Dana Rama,

Cabaret «Bis Stöcklis», Lula Bee, Martha

Märkel, Beatino, Aline Reeds, Valeria Grande,

Markus, Diva International und The HOT

Sisters. 18.30h Bar & Disco, diverse Snacks, ab

20h Showtime. Fr. 15.–, Vereinsmitglieder Fr.

10.–. Infos www.travestienight.ch

Zürich

16.00 GayAqua: Hertistr. 24, Wallisellen. U-30

Special. Youngster haben reduzierten

Eintritt zu Fr. 9.–. Über 30 Jahre normaler

Eintritt von Fr. 30.–

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.

Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising

unlimited. Bierpass 3 für 2

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Schweinebucht.

Full fetish - Yellow. Bierpass 3 für 2

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

SO 28. Oktober

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

40

Hirscheneck, Lindenberg 23 Konzert mit

«Rummelsnuff» aus Deutschland mit rauen

Seemannsliedern. Zudem DJ Volker - Indietektisch

Winterthur

11.00 Travestienight-Brunch-Special:

am 3. Rosa Weenkend im WILSCH-Lokal

Badgasse 8. Anmeldung erforderlich bis

25.10. über www.badgasse8.ch

Zürich

08.00 HAZ Outdoor: Herbstwanderung im Wallis

– Chemin du Vignoble. Zürich ab 08.02h bis

Visp. Ab Visp 10.07h, Sierre an 10.21. Treff

Bahnhof Sierre, Buffet de la Gare. Genaue

Infos und Anmeldung

www.haz.ch/outdooraktuell

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Vollmond-Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end. Gratiseintritt

MO 29. Oktober

Zürich

18.00 Gay Oktoberfest auf dem Bauschänzli:

Wie jedes Jahr wird das Oktoberfest auf

dem Bauschänzli schwul.

Infos www.maennerzone.ch

21.30 Pink Monday Afterparty im T&M:

Marktgasse 14. DJ Q-Bass

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. MondAAAH!y,

Gratiseintritt Pink Monday Afterparty mit

DJ Mad House

DI 30. Oktober

Zürich

19.00 Lesbentreff Zürich-Wiedikon: Trinken, essen,

kennenlernen. Im Huusmaa, Badenerstr. 138

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Dance, Game & Cruise. Gratiseintritt

MI 31. Oktober

Bern

19.30 Wie «LGBT» muss eine Politikerin oder ein

Politiker sein, damit sie oder er wählbar

ist? Politpodium: Durch den Abend führt

Martin Fröhlich (HAB-Urgestein). Es diskutieren

Ursula Wyss (SP), Claude Grosjean

(glp) und Szabolcs Mihalyi (SP).

Im Anschluss Essen am 3gang. Bitte reservieren

auf www.3gang.ch

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff:

Sihlquai 240 Balkanekspress. DJs Bob

Rock, Alain Ford & Mirk Oh

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Naked only!

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ. Gratiseintritt

November 2012

DO 01. Nov.

Winterthur

19.30 Badgasse 8: LesBiGay & Friends Treff im

Lokal Badgasse 8

Zürich

18.30 Ich war noch niemals in New York:

ein Musical mit Songs von Udo Jürgens. Im

Theater11. Bis 10.2.2013, jeweils Dienstag

bis Sonntag. Infos mit Spielplan, Tickets etc.

www.musical.ch

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle

Männer und Frauen 19h Treff im Café Rathaus,

Limmatquai 61 zum Apéro, dann ab

20.15h im HAZ-Centro, Sihlquai 67 zu geleiteten

Gesprächen zum Thema Bi-Sexualität

und Polyamory

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

Filmabend: «Eating Out» mit Voting,

welcher der fünf Filme gezeigt werden soll.

Voiting auf www.fb.com/zundh. Im Uni

Zentrum Hauptgebäude, Karl Schmid-Strasse

4, Raum KO2 D 54

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Mega Nackt-Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Gratiseintritt

FR 02. Nov.

Zürich

19.00 Lollipop Party: Konzert mit Dieter Thomas

Kuhn & Band und anschliessender Party

mit 3 Tanzpisten! Tür 19h, Konzert 20h,

Party ab 22h. Lollipop Floor: Schlager,

Schweizerhits, Mallorca, Klassiker & Canzoni;

Wannabe Floor: 80er/90er Party Hits;

Après Suisse Floor: Die grössten Pistenheuler

und Hitparaden Knaller. Plus Karaoke

Lounge. X-Tra, Limmatstr. 118. Fr. 50.– mit

Konzert, Fr. 20.– nur Party.

Infos www.lollipopparty.ch

20.00 Gay Bikers Zürich:

Höck im Restaurant Marion, Mühlegasse 22

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.

club. Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage: Wagistr. 13,

Schlieren Bad boyz friday

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.

Infos www.facebook.com/t&m.club

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode sportsLAB. Cum in sport-gear!

SA 03. Nov.

Genève

23.00 Jungle – the gay party presents «30 ans

Dialogai»: DJs Leomeo, Antoine909, Yunelleska

and the Demon Warriors.

Sexy Gogo Boyz. Le Palladium, rue du Stand 3.

Fr. 25.– (LGBT-Gruppen Members mit Ausweis

Fr. 15.–). Infos www.gay-party.com

Luzern

22.00 G-L Selection: Gay, Lesbian and Friends

Party. D J Tiago «The Clubrocker». Perosaclub,

Grossmatte 12a, 6014 Luzern-Littau

22.00 Uferlos: Schwul-lesbisches Zentrum

Geissensteinring 14. Ray6. Party mit DJs.

Gratiseintritt

St. Gallen

21.00 Badehaus Mann-o-Mann:

St. Jakob-Strasse 91. Lange Nacht. Abba

Thurgau

19.30 HOT: Spezialanlass im HOT, Wilerstrasse 5,

9545 Wängi Wild-Abend. Ein 5-Gang-Menu

vom Feinsten. Offen ab 17h. Serviert wird

um 18h. Fr. 57.–, Nichtmitglieder

Fr. 62.– (ohne Wein). Auserwählte Wein sind

erhältlich. Anmeldung über

anmeldung@hot-tg.ch oder

Tel. 077 401 31 76 (Roger)

Zürich

14.00 Verborgene Liebe: Buchvernissage der

Biographie von Barbara Bosshard über Röbi

Rapp und Ernst Ostertag, dem langjährigen

Paar, das sich über Jahrzehnte im Verborgenen

stattfinden musste. Grussbotschaft

von Corine Mauch, Moderation: Frank

Baumann. Im Kaufleuten. Türöffnung 14h,

Beginn 15h. Ticketvorverkauf über www.

kaufleuten.ch

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.

Gratiseintritt bis 22.30h


CRUISER Edition November 2012

22.00 Black Party: Apocalypse presented by

Angels. Main floor: DJs Producer Pagano

& ajaxx. Sky Floor: DJs RW & Vasco. Upper

Floor: DJ Zör Gollin. Im Volkshaus Zürich,

Stauffacherstr. 60. Afterhour ab 06h im

Kanzlei by flexx. Vorverkauf: Café Rathaus,

Cranberry, Daniel H, Ministry of Kink,

Männerzone und über www.ticketino.com.

Mit oder ohne Afterhour-Party

22.00 Rage:

Wagistrasse 13, Schlieren Cum, cruise &

enjoy

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Open sector. No dresscode

SO 04. Nov.

Basel

21.00 Untragbar!:

Die heterofreundliche Homobar am Sonntag

im Keller des Restaurants Hirscheneck,

Lindenberg 23 DJ Deufeli - Queerbeet

Ganze Schweiz

10.00 Les lacets roses:

Wanderung im Jura. Von Tramelan nach

Saignelegier, Etang de la Gruyère. Treffpunkt

Bahnhof Tramelan. Infos bei Dani

076 493 62 49

Zürich

04.00 celestial late afterhours@Aaah!:

Marktgasse 14. DJs Thomi B & Wili P. Explizit

schwule Afterhour Party. Progressive

Goa. Specials, Darkroom, Fumoir. Naked

cocks & gay sex welcome - to make you smile!

Koproduktion von androphil.ch, celestial.

ch und Aaah.ch sowie gaymeboys.com

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06.00 Black Party: Afterhour presented by flexx.

Im Kanzlei, Helvetiaplatz gleich gegenüber

Volkshaus. DJs RW, Vasco & ajaxx. Es gibt

Kombitickets Black Party & Afterhour.

Infos www.angels.ch

19.00 Tanzleila@exil: Party von Frauen für

Frauen (ausser August) Ab 19h Standard, ab

21h Live-Konzert mit Stella Cruz.

Ab 22h DJ N.Cole ab 23h DJ Beatween

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Week2end. Gratiseintritt

MO 05. Nov.

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

MondAAAH!y, Gratiseintritt

DI 06. Nov.

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Dance, Game &

Cruise. Gratiseintritt

MI 07. Nov.

Bern

19.30 Lesung mit Sunil Mann: aus seinem neusten

Roman «Uferwechsel» in der HAB-Bibliothek,

Villa Stucki, Seftigenstrasse 11. Gratiseintritt.

Im Anschluss wird Kaffee und Kuchen serviert

Zürich

20.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Naked (Mask) Party. Masken können für

Fr. 5.– gemietet werden

20.00 Heldenbar@Provitreff:

Sihlquai 240 DJ Garçon Sauvage

Agenda

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. DJ. Gratiseintritt

DO 08. Nov.

Bern

20.30 Queersicht: Lesbisch-schwules Filmfestival

Eröffnungsfilm «Facing Mirrors», Iran/

Deutschland 2011, Farsi/E, 102 Min. im Kino

ABC, Moserstr. 24. Infos www.queersicht.ch

20.30 Queersicht: Lesbisch-schwules Filmfestival

«Let my people go», Frankreich 2011, F/E/

FIN/d. 84 Min. Im Kellerkino, Kramgasse.

Infos www.queersicht.ch

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. DJ. Gratiseintritt

FR 09. Nov.

Bern

15.30 Queersicht Lesbisch-schwules Filmfestival

Kino Reitschule: 15.30h Kurzfilme 1,

18h Kurzfilme 2, 20.30h «Gen Silent», Doku,

USA 2011 E, 72 Min., 23h Kurzfilme 3

15.30 Queersicht Lesbisch-schwules Filmfestival

Kellerkino: 15.30h «Orchids - My

intersex adventure», Australien 2010, E, 60

Min., 18h «Let my people go», Frankreich

2011, F/E/FIN/d, 84 Min., 20.30h «Joe & Belle»

Israel 2011, Hebr./e, 80 Min., 23h «Codependent

Lesbian» USA 2011, E, 76 Min

17.00 Queersicht Lesbisch-schwules Filmfestival:

Lounge im PROGR

18.00 Queersicht Lesbisch-schwules Filmfestival:

Kino Kunstmuseum: 18h «Looking

for Gay Bollywood» Doku, F/CH 2012, F/d,

52 Min. & «Amen» Indien 2010 E/d, 23 Min,

20.30h «Dunno Y... Na Jaane Kyon», Indien

2010, Hindi/e, 120 Min

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Agenda CRUISER Edition November 2012

20.30 Queersicht Lesbisch-schwules Filmfestival

Kino Cinématte: 20.30h «Dicke Mädchen», D

2011, D, 76 Min., 23h «Trans» Doku, USA 2012,

E, 92 Min. Infos www.queersicht.ch

St. Gallen

23.30 Badehaus Mann-o-Mann:

St. Jakob-Strasse 91. u30 trifft sich

Zürich

19.30 H A Z - c ent ro: Sihlquai 67. Freitags-Centro

mit speziellem kulinarischem Angebot

präsentiert von Toni

20.00 gay: my way: Schwule Männer im

Coming-out Treff im HAZ-Centro, Sihlquai 67.

Coming-out Gespräche in Kleingruppen

20.00 LMZ - der Schwule Schweizer Motorradclub:

Stamm im Restaurant Moléson,

Grüngasse 7, 8004 Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.

club. Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren cruising4men

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.

Infos www.facebook.com/t& m.club

23.00 2 Jahre (mis)behave:

anything but straigt. DJs Jon Michalsky &

Emre. Friedas Büxe, Friedaustrasse 23. Infos

www.misbehave.ch & www.fiedasbuexe.ch

23.00 Sector c; Fetish Club:

Wagistr. 13. Strikter Dresscode Underwear,

Jocks & naked

SA 10. Nov.

Aarau

13.00 Aa rglo s: Lesbengruppe Museumsbesuch

mit anschliessendem Nachtessen. Details

folgen nach Anmeldung bei pkamer@

hotmail.com

Basel

23.00 QueerPlanet Party: The hot house &

electro house party for gays, lesbians and

friends. DJs Taylor Cruz & Mike. Im Singerhaus,

Marktplatz 34.

Infos www.queerplanet.ch

Bern

13.00 Queersicht Lesbisch-schwules Filmfestival

Kino Reitschule: 13h Kurzfilme 2, 15.30h

«Camminando Verso», Italien 2011, I/e, 75

Min., 18h Kurzfilme 3, 20.30h Kurzfilme 1

13.00 Queersicht Lesbisch-schwules Filmfestival

Kellerkino: 13h «Right2Love» Doku,

Spanien 2012, SP/E/D/FR, 62 Min., 15.30h

«Facing Mirrors» Iran/D 2011, Farsi/e, 18h

«Oroi» Island 2010, IS//e, 93 Min, 20.30h «Mi

Ultimo Round» Chile/Argentinien 2010,

SP/d, 87 Min, 23h «August» USA 2011, E, 100

Min.

13.00 Queersicht - Lesbisch-schwules Filmfestival

Kino Kunstmuseum: 13h «Looking

for Gay Bollywood» Doku, F/CH 2012, F/d

52 Min. & «Amen» Indien 2010, E/d, 23 Min.,

15.30h «My Brother... Nikhil» Indien 2005,

Hindi/e, 120 Min., 20.30h «Dunno Y... Na

Jaane Kyon» Indien 2010, Hindi/e, 120 Min.,

23h «The Adored» GB 2012, E, 93 Min

15.00 Queersicht - Lesbisch-schwules Filmfestival:

Lounge im PROGR

18.00 Queersicht - Lesbisch-schwules Filmfestival

Kino Cinématte: 18h «Fjellet»

Norwegen 2011, Norw/d 70 Min., 20.30h

«Mosquita y Mari» USA 2011, SP/E /e. 85 Min.,

23h «Joven & Alocada» Chile 2011 SP/e 100

Min. Infos www.queersicht.ch

22.30 Queersicht - Lesbisch-schwules Filmfestival:

Party in der Turnhalle im PROGR. DJs Rumpelstil

& Ben. Fr. 19.–, mit Festivalabo Fr. 15.–

Winterthur

17.00 WILSCH: Winterthurer Lesben und Schwule

We are family! Essen, Geniesserabend

für die LesBiSchwule Community im Lokal

Badgasse 8 Wild und Pfeffer.

Infos & Anmeldung über www.badgasse8.ch

Zürich

21.00 come together: Lesbian & Gay Party 30+.

DJ Maja-Tjane - Best mix of hits & She DJ

Mary - Finest House, Electro, Tend Mash-up,

e di piu. Marquee Club, Weinbergstrasse 68

(Tram 7 & 15, N6, Sonneggstrasse).

Infos www.party4lesandgay.ch

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.

Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising

unlimited

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass X-treme Leather & Rubber

SO 11. Nov.

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ High Heels

on Speed – Glitter Glam

Bern

11.00 Queersicht - Lesbisch-schwules Filmfestival:

Brunch von 11h bis 15h & Lounge im

PROGR. Um 22.30h Verleihung Rosa Brille mit

Vorführung der Gewinnerfilme.

13.00 Queersicht - Lesbisch-schwules Filmfestival

Kino Kunstmuseum: 13h «Bye

Bye Blondie» FR/CH/BE 2012, F/d, 87 Min.,

15.30h «Fire» Kanada/Indien 1996, E, d/f,

108 Min., 20.30h «Anders Leben – Lesben im

Alter», Doku, D 2005, D/e, 60 Min.

13.00 Queersicht - Lesbisch-schwules Filmfestival

Kino Reitschule: 13h «Gen Silent»

Doku, USA 2011, E, 72 Min. Um 15h Podiumsgespräch

«Queerer Lebensabend», freier

Eintritt. 18h «Camminando Verso» Italien

2011, I/e, 75 Min. Um 20.30h Stummfilm

«Anders als die Andern» D 1919, 50 Min.

Livemusikbegleitung von Yael Acher mit

Querflöte, Spezialeffekten und elektronischer

Musik

13.00 Queersicht - Lesbisch-schwules Filmfestival

Kellerkino: 13h «Muli» Philippinen

2010, Phil/e, 116 Min., 15.30h «Codependent

Lesbian» USA 2011, E, 76 Min., 18h «August»

USA 2011, E, 100 Min, 20.30h «Dicke Mädchen»

D 2011, D, 76 Min

15.30 Queersicht - Lesbisch-schwules Filmfestival

Kino Cinématte: 15.30h «Verde Verde»

Kuba/Spanien 2012, SP/e, 90 Min., 18h «Mi

Ultimo Round» Chile/Argentinien 2010, SP/d,

87 Min., 20.30h «Joven & Alocada» Chile 2011,

SP/e, 100 Min. Infos www.queersicht.ch

Zürich

09.00 HAZ Outdoor: Leichte Spätherbstwanderung

am Linken Zürichseeufer. Genaue Infos & Anmeldung

über www.haz.ch/outdoor/aktuell

14.00 EntreNous: Sunday Tea Dance Treff für tanzbegeisterte

Lesben und Schwule zu Standard- und

lateinamerikanischen Tänzen oder einfach

zum plaudern. Club Silbando, Förrlibuckstr. 62

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end.

Gratiseintritt

MO 12. Nov.

Bern

18.00 Queersicht - Lesbisch-schwules Filmfestival

Kino Cinématte: 18h «Mosquita

y Mari» USA 2011, SP/E /e. 85 Min., 20.30h

«Fjellet» Norwegen 2011, Norw/d 70 Min.

Infos www.queersicht.ch

18.00 Queersicht - Lesbisch-schwules Filmfestival

Kellerkino: 18h «Oroi» Island 2011,

IS/e, 93 Min., 20.30h «Orchids» Australien

2010 E, 60 Min

20.30 Queersicht - Lesbisch-schwules Filmfestival

Kino Kunstmuseum: «Yossi» Israel

2012, Hebr/d/f, 84 Min

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. MondAAAH!y,

Gratiseintritt

DI 13. Nov.

Bern

18.00 Queersicht - Lesbisch-schwules Filmfestival

Kellerkino: 18h «Right2Love» Doku,

Spanien 2012, SP/E/D/F, 62 Min. 20.30h «Verde

Verde» Kuba/Spanien 2012, SP/e, 90 Min.

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CRUISER Edition November 2012

Agenda

18.00 Queersicht - Lesbisch-schwules Filmfestival

Kino Cinématte: 18h «Skoonheid»,

Südafrika/F 2011, E/Afrikaans/d, 105 Min.

20.30h «Trans» Doku, USA 2012, E, 92 Min.

Im Anschluss Diskussion über Trans*Kinder

20.30 Queersicht - Lesbisch-schwules Filmfestival

Kino Kunstmuseum: «The Adored»

GB 2012, E, 93 Min. Infos www.queersicht.ch

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Dance, Game &

Cruise. Gratiseintritt

MI 14. Nov.

Bern

18.00 Queersicht - Lesbisch-schwules Filmfestival

Kellerkino: 18h «Joe & Belle» Israel

2011, Hebr/e, 80 Min., 20.30h «Muli» Philippinen

2010, Phil/e, 116 Min

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse

11. Essen und Kultur. Treffpunkt

für das translesbischwule Bern. Apérobar

ab 18.30h. Abendessen ab 19.30h. Die

Schwubliothek ist ebenfalls offen und

gleichzeitig findet auch ein Jassabend statt

20.30 Queersicht - Lesbisch-schwules Filmfestival

Kino Kunstmuseum: «Bye Bye

Blondie» FR/CH/BE 2012 F/d, 87 Min.

Infos www.queersicht.ch

Winterthur

19.30 Badgasse 8: Lesbenbar

Zürich

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

Fondueabend im Hochschulforum,

Hirschengraben 7. Anmeldung bis 13.11.

Infos www.zundh.uzh.ch

20.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Bukkake-Night

20.00 Heldenbar@Provitreff:

Sihlquai 240 DJ John Doe

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. DJ. Gratiseintritt

DO 15. Nov.

Luzern

18.30 Pink Panorama: LesBiSchwules Festival

Luzern im stattkino am Löwenplatz. 18.30h

«Kysss mig», Schweden 2011, 105 Min.,

Schwedisch/d, f. Um 20h Festivaleröffnung

mit Apéro. Mit Bildungsdirektorin Ursula

Stämmer-Horst. 21h «Nordzee, Texas»,

Belgien 2011, Flämisch/d.

Alle Infos www.pinkpanorama.ch

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. DJ. Gratiseintritt

FR 16. Nov.

Basel

22.00 Escargot: Liebkind presented by GameBoys,

Klassikkuppel & Giardino Unplugged.

DJs Liebkind, Suddenly Neighbours & Mickey

Morris. Kuppel, Binningerstr. 14.

Fr. 5.– vor Mitternacht, nachher Fr. 12.–

Luzern

19.00 Pink Panorama: LesBiSchwules Festival

Luzern im stattkino am Löwenplatz. «König

des Comics – Ralf König», Doku, D 2012, 80

Min anschliessend 30-minütiges Gespräch

mit Ralf König. 21h «Bye Bye Blondie», F/

CH/B 2012, 97 Min., F/d

22.00 Frigay Night: happy sound for happy

people@The Loft Haldenstr. 21 DJ C-Side

Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.

club. Gratiseintritt bis 22.30h Countdown

– noch 100 Partys. DJ Groovemaster. Bei

dieser Veranstaltung werden Filmaufnahmen

für den T&M-Kinofilm gemacht! Ab

heute auch Beginn von «Alles muss weg».

Mit jedem bezahlten Eintritt gibt es eine

Wertmarke, mit der du dir im Februar ein

Souvenir mit nach Hause nehmen kannst

22.00 Lollipop Party: auf 4 Ebenen! Lollipop

Floor: Schlager, Schweizerhits, Mallorca,

Klassiker & Canzoni; Wannabe Floor:

80er/90er Party Hits; Après Suisse Floor:

Die grössten Pistenheuler und Hitparaden

Knaller. Plus Karaoke Lounge. X-Tra, Limmatstr.

118. Infos www.lollipopparty.ch

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Kick-off!

Sports & Sneaks

22.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Nachtsauna mit Stutenmarkt

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Live DJ.

Infos www.facebook.com/t&m.club

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Kick-off! Sports & Sneaks only!

SA 17. Nov.

Lausanne

21.00 Dirty Trouble Yellow Night:

Im Trafick le sexe club, Av. de Tivoli 22,

1007 Lausanne. Fr. 20.- inkl. 1 Drink oder

Bierpass. Einlass nur bis 23h.

Infos www.gayromeo.com/dirty_trouble

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43


Agenda CRUISER Edition November 2012

Luzern

17.00 Pink Panorama: LesBiSchwules Festival

Luzern im stattkino am Löwenplatz. 17h

«Nate and Margaret», USA 2012, 78 Min.

E/d. 19h «Cloudburst», USA/Kanada 2011,

93 Min., E/d. 21h Comic-Lesung «Der dicke

König» mit Ralf König, 90 Min.

St. Gallen

21.00 Badehaus Mann-o-Mann:

St. Jakob-Strasse 91. Lange Nacht. Lounge

Winterthur

22.00 Gay Revolution: DJs Pink Lady Deejay,

Ajaxx, Vasco, Pra-Vos & +dB-. Hosted by

Jazzmin Dian Moore. Garden Club,

Archstrasse 8. Infos www.gardenclub.ch

Zürich

21.30 AAAH! und T&M club: 2 Dancefloors. Live

DJs. Im AAAH! men only. www.facebook.

com/tundm.club. Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage: Wagistrasse 13,

Schlieren Cruising unlimited

23.00 Family Affair: the Original Party for Gays

& Friends. DJs Fifth Element, Jesse Jay F-Act

& Willi P. Im 696 Club, Badenerstrasse 696.

Infos www.696club.ch

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Erection – Full fetish

SO 18. Nov.

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ Bruder

Roland - Wunschlos glücklich

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Luzern

13.00 Pink Panorama: LesBiSchwules Festival

Luzern im stattkino am Löwenplatz. 13h

«Kawa», Neuseeland 2011, 77 Min. E/Maori/d.

15h «La robe du soir», F 2009, 98 Min., F/d.

17h «Sleepless Knights», D 2012, 85 Min.,

Sp/d. 19h «Lesbian Factory», Taiwan 2010, 57

Min., Taiwan/e,d. Anschliessend Referat und

Gespräch mit Annette Hug, Zentralsekretärin

VPOD und Gespräch mit philippinischen

Gästen über den Film, die Situation in der

Schweiz sowie die Lage auf den Philippinen.

21h «Yossi», Israel 2012, 84 Min., Hebräisch/d, f

Zürich

22.30 AAAH!: Week2end. Gratiseintritt

MO 19. Nov.

Luzern

19.00 Pink Panorama: LesBiSchwules Festival Luzern

im stattkino am Löwenplatz. 19h «Mosquita y

Mari», USA 2011, 85 Min., E/Sp, d. 21h «Beauty»,

Südafrika, Frankreich 2011, 105 Min., E/d

Zürich

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

Filmabend: «Weekend». Im Uni Zentrum Hauptgebäude,

Karl Schmid-Strasse 4, Raum KO2 D 54

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. MondAAAH!y

DI 20. Nov.

Aarau

20.00 Aa rglo s: Lesbengruppe Treff Bücher-Abend.

Bringt eure Lieblingsbücher mit. Details

folgen nach Anmeldung bis 6.11. bei karin.

wehrli@post.ch

Bern

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag im Kino

der Reitschule. «Let my people go», F 2011,

digital 87 Min. OV F/E,Finnisch/d. Bar ab

20h, Film um 20.30h.

Infos www.gaybern.ch/uncut

Luzern

14.30 Pink Panorama: LesBiSchwules Festival

Luzern im stattkino am Löwenplatz. 14.30h

im Rahmen von «cinedolcevita» (Seniorenkino

Luzern): «Les Adieux à la Reine»,

Frankreich/Spanien 2012, 100 Min., F/d. 19h

«Nebenwirkung Glück», D 2011, 52 Min., D/e.

Anschliessend Gespräch mit den beiden

Regisseurinnen Julia Csabai und Alida

Szabo. 21h «Joe + Belle», Israel 2011, 80 Min.,

Hebräisch/d

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Dance,

Game & Cruise. Gratiseintritt

MI 21. Nov.

Luzern

19.00 Pink Panorama: LesBiSchwules Festival

Luzern im stattkino am Löwenplatz. 19h

«Lesbisch-schwules Kurzfilmprogramm»,

21h «Keep the lights on», USA 2012, 102

Min., E/d

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff:

Sihlquai 240 DJ Heldin im Chaos

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Gratiseintritt

44


CRUISER Edition November 2012

DO 22. Nov.

Bern

21.00 Comeback Bar: Rathausgasse 42. Elektronischer

Musikabend mit DJ ELfERich

Zürich

19.30 Queer-Waves für Lesben, Schwule, Bisexuelle,

Tansgender und Intersexuelle:

Tanze deinen Tanz! 5-Rhythemtanz für

Queres. Eine Wohltat für Körper, Geist

und Seele. Keine Vorkenntnisse nötig.

Mitbringen: bequeme Kleidung und etwas

zu trinken. Getanzt wird barfuss oder in

leichten Tanzschuhen. Gemeindezentrum

Hottingen, Gemeindestr. 54. Fr. 25.–. Info

www.ibp-institut.ch, 052 319 40 44,

fischer.b1@bluewin.ch

20.00 25 Jahre T&M - Let s celebrate:

Free Welcome Drink, Tapas und Kuchen. Ab

21h Show mit Cazal aus Hamburg als Dame

Edna, Tamara und vielen knackigen Jungs.

DJs Q-Base, Tomy Schallenberger & Mad

House. 2 Dancefloors mit Schlager & Hits,

Tech-House, Discosound. Freier Eintritt.

T&M, Marktgasse 14

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Gratiseintritt

FR 23. Nov.

Zürich

14.00 Paragonya Wellness club: Mühlegasse 11.

18 Jahre Paragonya. Mit den Models der aktuellen

Werbekampagne. Welcome Drink,

wasserblaue Geburtstagstorte, Danceshow.

Infos www.paragonya.ch

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.

club. Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Lollipop Party: auf 4 Ebenen! Lollipop

Floor: Schlager, Schweizerhits, Mallorca,

Klassiker & Canzoni; Wannabe Floor:

80er/90er Party Hits; Après Suisse Floor:

Die grössten Pistenheuler und Hitparaden

Knaller. Plus Karaoke Lounge. X-Tra, Limmatstr.

118. Infos www.lollipopparty.ch

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren

Cum, cruise & enjoy

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Infos www.facebook.com/t&m.club

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13.

Strikter Dresscode Friday naked

SA 24. Nov.

Bern

22.00 ISC Club: Neubrückstr. 10. Tolerdance für

Schwule, Lesben und FreundInnen (Sommerpause

Juni/Juli) Diva Night, Golden

Tolerdance. DJs Ludwig & Dodo

Zürich

16.00 GayAqua: Hertistr. 24, Wallisellen. U-30

Special. Youngster haben reduzierten

Eintritt zu Fr. 9.–. Über 30 Jahre normaler

Eintritt von Fr. 30.–

21.30 AAAH!: und T&M Club, Marktgasse 14. 2

Dancefloors. Live DJs. Im AAAH! men only.

Infos auf www.facebook.com/tundm.club.

Gratiseintritt bis 22.30h 25 Jahre T&M. DJ

Q-Bass im T&M und DJ José Parra im AAAH!

22.00 Pre-opening Party: Club Goldenes Schwert

hosted by Boyahkasha, Behave & Cityboy.

Agenda

Hotel-Pop-Up-Club mit Zugang zu T&M

und AAAH! DJs Don Ramon, Angel O & Zör

Gollin. Jeden Samstag bis zur Schliessung

der Gebäude an der Marktgasse 14. Infos

www.facebook.com/goldenesschwert

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren

Workers in gear. Workwear Party

22.30 Aviator Layover Party: London Little

Great Britain. Im Papiersaal, Kalanderplatz

Infos www.itraveller.ch

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Workers in gear. Worker, Bauern,

Army (Yellow). Bierpass 3 für 2

SO 25. Nov.

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ La Biche –

Beauties and Beasts

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end. Gratiseintritt

MO 26. Nov.

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

MondAAAH!y, Gratiseintritt

DI 27. Nov.

Zürich

19.00 Lesbentreff Zürich-Wiedikon:

Trinken, essen, kennenlernen. Im Huusmaa,

Badenerstr. 138

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NEU

AB 14. SEPTEMBER 2012

Immer von Freitag auf Samstag

und von Samstag auf Sonntag

Nachtsauna bis 7 Uhr in der Früh.

Chill-Out Lounge Music. Men only.

NACHT

SAUNA

Engelstrasse 4, 8004 Zürich, Tel. +41 44 241 10 80, www.moustache.ch

45


ZURICH PLACES // gaycity.ch

15

11

4

13

PLATZSPITZ

SEEBAHNSTRASSE

STAUFFACHERSTRASSE

KALKBREITENSTRASSE

12

BÄCKERANLAGE

ENGELSTRASSE

13

BADENERSTRASSE

HOHLSTRASSE

LANGSTRASSE

BIRMENSDORFERSTRASSE

14

LANGSTRASSE

HELVETIAPLATZ

STAUFFACHERSTRASSE

MILITÄRSTRASSE

KASERNENAREAL

Rudolf-Brun-

Brücke

Stauffacherbrücke

LAGERSTRASSE

KASERNENSTR.

Sihlbrücke

Sihl

GESSNERALLEE

MUSEUMSSTRASSE

15

9 14

2 3

8

9 14

2 3

8

9 14

STAUFFACHER

2 3 9 14

8

8

3 14 3 14

2 9

HAUPTBAHNHOF

13

BAHNHOFSTRASSE

PARADEPLATZ

2 9 6 7

8 13 11

3 14

13

LINDENHOF

Walche-Brücke

4

13

Bahnhofbrücke

Rathausbrücke

1

Münsterbrücke

4

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LIMMATQUAI

4

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2

10

4

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CENTRAL

4 3 5 6

15 7 10

NIEDERDORFSTRASSE

9

5 7

6

8

SEILERGRABEN

4 3

BAHNHOFSTRASSE

Limmat

8 13

BELLEVUE

4 15 5

2 9 8 11

A1

2 9 8

Quaibrücke

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DIE SAUnA FÜR MÄnnER

Engelstrasse 4

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Limmatquai 61

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CRUISER Edition November 2012

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Dance, Game &

Cruise. Gratiseintritt

MI 28. Nov.

Bern

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse

11. Essen und Kultur. Treffpunkt für das

translesbischwule Bern. Ab 18.30h Apérobar.

Ab 19.30h Themenabend «Schwule

Gesundheit». Mit drei Referenten und einer

kurzen Diskussion. Teilnehmer; Simon

Krattiger, Stephan Bitterlin & Dr. med.

Niklaus B. Fluetsch. Durch den Abend führt

Daniel Frey. Anschliessend Essen am 3gang.

Anmeldung und Details www.3gang.ch

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag im Kino

der Reitschule. «The Night Watch», GB 2011,

Digital, 90 Min., E, ohne Untertitel. Bar ab

20h, Film um 20.30h. Infos www.gaybern.

ch/uncut

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240

DJ siehe www.heldenbar.ch

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Gratiseintritt

DO 29. Nov.

Zürich

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

z&h Nachtessen im HAZ-Centro, Sihlquai

67 (ausser Dezember) Getränke bitte

mitbringen. Kostenpauschale für Essen ca.

Fr. 10.–

20.00 H A Z - c ent ro: Schwubliothek, Schwule

Bücher- und ausgewählte Videoausleihe,

Sihlquai 67

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Gratiseintritt

Agenda

FR 30. Nov.

Luzern

22.00 Frigay Night: happy sound for happy people@The

Loft Haldenstr. 21. Special event.

Infos www.frigaynight.ch

St. Gallen

18.00 Badehaus Mann-o-Mann:

St. Jakob-Strasse 91. For Bears and Friends

Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.

Live DJ. Infos www.facebook.com/tundm.

club. Gratiseintritt bis 22.30h

22.00 Rage: Wagistr. 13,

Schlieren Cruising unlimited

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Live DJ. Infos www.facebook.com/t&m.club

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Open sector. No dresscode

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C

M

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MY

CY

CMY

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Impressum

Herausgeber und Verleger: AfM-Publikationen, Martin Ender

Redaktion und Verlagsadresse: AfM-Publikationen, Martin Ender, Mühlebachstrasse 174, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, info@cruiser.ch

Infos für die Agenda: agenda@cruiser.ch

Infos an die Redaktion: redaktion@cruiser.ch

Redaktionelle Mitarbeit: Martin Ender (Chefredaktor), Daniel Diriwächter (Stv. Chefredaktor), Lola Sara Arnold-Korf, Thomas Borgmann, Charly Büchi,

Branko B. Gabriel, René Gerber, Oliver Hölcke, Hanspeter Künzler, Michael Lenz, Alex Rudolf

Fotograf: Stefan Büchi, talk@stefanbuechi.ch

Grafik / Layout: Deny Fousek, Bertastrasse 1, 8003 Zürich Litho: Beni Roffler, Letzigraben 114a, 8047 Zürich

Inserate: AfM-Publikationen, Martin Ender, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, anzeigen@cruiser.ch

Druck: Neue Luzerner Zeitung AG, Auflage: 15 000 Exemplare, 10 Ausgaben jährlich

47


GS

SAMSTAG, 24. NOVEMBER

AB 22 UHR

CLUB

GOLDENES

SCHWERT

PRE-OPENING PARTY - HOSTED BY

BOYAHKASHA

BEHAVE

& CITYBOY

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ANGEL O - DON RAMON - ZÖR GOLLIN

Goldenes Schwert –

der Hotel-Pop-Up-Club mit Zugang zu

T&M und AAAH! Jeden Samstag.

2 EINGÄNGE – 3 DANCEFLOORS – 1 EINTRITT

Marktgasse 14, 8001 Zürich

www.facebook.com/GoldenesSchwert

www.tundm.ch

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