Cruiser Winter 2014

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Cruiser Winter 2014

CRUISER Edition Winter 14/15

Dieses Magazin bleibt schwul

«Boys of St. Petersburg»

Photographer Michael Andrew

Blues-Sängerin Christina Jaccard

Kämpfer Janis McDavid

Ikone Rosa von Praunheim

«Must-Do’s» in London

Bischofssynode in Rom

Leben heute mit HIV


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CRUISER Edition Winter 14/15

Inhalt

Editorial

In der CR-Winterausgabe führt uns der Fotograf Michael Andrew mit «Boys of St. Petersburg» russische

Schönheit vor Augen – erinnert uns aber auch an die hässliche Situation für Schwule. Wir

gehen der Frage nach, ob es Erfreuliches nach der Bischofssynode in Rom zu berichten gibt. Wir

sprachen ausserdem mit Janis McDavid, der ein Leben als Schwuler ohne Gliedmassen führt. Haymo

Empl nimmt uns mit nach London und hat spannende «Must-Do’s» zusammengetragen.

Nun wünscht das CR-Team schöne Festtage und ein guten Start ins neue Jahr. Wir unsererseits

haben uns für 2015 bereits viel vorgenommen.

Martin Ender, Verleger

8

Janis McDavid

Über ein Leben als Schwuler ohne Gliedmassen

14

Religion und Homosexualität

Hat die Bischofssynode in Rom etwas bewegt

17

Leben heute mit HIV

Dominik erfüllt sich mit 45 einen Bubentraum

18

Blues-Sängerin Christina Jaccard

Mit meiner Stimme möchte ich berühren

39

Ikonen von damals

Rosa von Praunheim

44

London

Wie ein London-Trip umwerfend wird

News 6 • Prominent 12 • News Schweiz 20 • Hot4You 30

Kultur 32 • Szene 34 • Kultur 24 • Was niemand braucht 38

Kolumne 41 • Klaas Friedel 42 • Dr. Gay 46 • Pia 48 • Agenda 50

5


News CRUISER Edition Winter 14/15

Internationale

News

6

Berlin

Sehitlik Moschee sagt

Schwulen und Lesben ab

Die Berliner Sehitlik Moschee hat eine geplante

Veranstaltung mit Schwulen und Lesben

im Rahmen der Begegnungsreihe meet2respect

abgesagt. Von einer Einladung von Seiten

der Moschee könne keine Rede sein, behauptet

der Vereinsvorsitzende Ender Çetin. Es sei

zwar der Wunsch nach einem Besuch an die

Moschee herangetragen worden. Da die Moschee

jedem offen stehe, habe man entsprechend

einen Termin vergeben, so Çetin. Eine

Anerkennung oder gar Erlaubnis für die aus

der Sicht des Islam verbotene Homosexualität

sei auf keinen Fall das Ziel der Moschee gewesen

und man habe hierzu auch nicht beigetragen.

Um Missverständnisse zu vermeiden, sehe

man sich gezwungen, das geplante Treffen mit

den Schwulen und Lesben abzusagen, so die

Moscheeleitung.

Washington

Niederlage für schwulen

Republikaner

In der Fraktion der Republikaner im US-Kongress

wird auch weiterhin kein offen schwuler

Abgeordneter vertreten sein. Der schwule

Politiker Carl DeMaio hat bei den Zwischenwahlen

im November den Einzug ins Repräsentantenhaus

verpasst. Der 40-Jährige erhielt

in seinem Wahlbezirk San Diego 48,7 Prozent

der Stimmen, während der demokratische Gegenkandidat

Scott Peters seinen Sitz mit 51,3

Prozent verteidigte. Der offen schwule ehemalige

Stadtrat DeMaio versteht sich als «neuer

Republikaner», der die erzkonservative Partei

modernisieren will. Im Wahlkampf war De-

Maio einer Schmutzkampagne ausgesetzt. Ein

Wahlkampfmanager behauptete, von DeMaio

sexuell belästigt worden zu sein. Bei einem

Einbruch in DeMaios Büro wurden Computerdaten

mit Details seiner Wahlkampfstrategie

gestohlen.

Kingston

Jamaika bleibt homophob

Mehr als 90 Prozent der Jamaikaner sind gegen

die Abschaffung des Gesetzes gegen Homosexuelle.

Das hat eine Umfrage im September dieses

Jahres ergeben. Nach geltender Rechtslage

drohen schwulen Männern bei einer Verurteilung

aufgrund des Unzuchtsparagrafen bis zu

zehn Jahren Haft und Zwangsarbeit. Premierministerin

Portia Simpson-Miller hatte während

des Wahlkampfes 2011 eine Reform des

Unzuchtsparagrafen versprochen und eine Abstimmung

ohne Fraktionszwang angekündigt.

Jedoch setzte Simpson-Miller seitdem das Thema

nicht auf die Tagesordnung des Parlaments.

Die schwulenfeindliche Stimmung in Jamaika

wird seit vielen Jahren durch Aufrufe zur Gewalt

gegen Homosexuelle in Texten von Reggae-

Stars wie «Elephant Man» angeheizt.

Kairo

Haft für Homosexuelle

Ein Gericht in Kairo hat Anfang November acht

Männer wegen eines «Verstosses gegen den öffentlichen

Anstand» zu je drei Jahren Haft

verurteilt. Die Männer waren im September

wegen ihrer Teilnahme an einer angeblichen

gleichgeschlechtlichen Eheschliessung auf einem

Nil-Flussschiff verhaftet worden. Die Angeklagten

hatten vor Gericht bestritten, schwul

zu sein und dass es sich bei der Feier um eine

Homo-Hochzeit gehandelt habe. Im Gefängnis

mussten sich die Angeklagten einer Analuntersuchung

unterziehen. So sollte festgestellt

werden, ob sie «in jüngerer Vergangenheit homosexuelle

Akte» verübt hätten. Ärzteverbände

und Menschenrechtsorganisationen verurteilen

solche Analuntersuchungen als nutzlos

und als Folter.

Rabat

Schwuler Engländer aus

Haft entlassen

Auf Druck der EU haben die marokkanischen

Behörden einen wegen Homosexualität zu


CRUISER Edition Winter 14/15

News

vier Monaten Haft verurteilten Engländer

freigelassen. Der Sohn des 69-Jährigen hatte

mit einer öffentlichen Kampagne die sofortige

Freilassung seines Vaters gefordert. Unterstützung

kam von britischen Politikern

sowie von Martin Schulz, dem Präsidenten

des Europaparlamentes. Zum Verhängnis war

Cole die Verabredung mit einer Internetbekanntschaft

geworden. An der als Treffpunkt

vereinbarten Bushaltestelle wurden die beiden

Männer von der Polizei verhaftet. Homosexualität

kann in Marokko mit bis zu drei

Jahren Haft bestraft werden. In den Touristenorten

Marrakesch, Agadir und Tanger wurde

Homosexualität bisher toleriert. In letzter

Zeit mehren sich jedoch Berichte aus den Ferienparadiesen

über gezielte Verhaftungen

schwuler Männer.

Monrovia

Ebola und Schwule

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International

warnt vor der zunehmenden Gewalt

gegen Homosexuelle in Liberia. «Es gibt

Berichte, dass Homosexuelle ihre Häuser verlassen

und untertauchen müssen», erklärte

Francois Patuel, der Amnesty-Sprecher für

Westafrika. Die Homosexuellen werden für die

Ebola-Epidemie verantwortlich gemacht. Mehr

als 100 christliche Würdenträger hatten im

August in einer gemeinsamen Erklärung Homosexuellen

die Schuld für den Ausbruch der

Seuche zugeschoben. Unter den Unterzeichnern

befanden sich der katholische Erzbischof

Lewis Jerome Zeigler sowie der anglikanische

Erzbischof Jonathan B. B. Hart. Liberia ist das

am härtesten vom Ebola-Ausbruch betroffene

Land. Nach offiziellen Angaben sind bereits

rund 5000 Menschen an der Viruserkrankung

gestorben.

Singapur

Homosexualität bleibt

strafbar

Das höchste Gericht in Singapur hat die Kriminalisierung

von Homosexualität bestätigt. Der

antischwule Strafgesetzbuchsparagraf 377A

stehe im Einklang mit der Verfassung, urteilten

die Richter und wiesen damit die Berufungen

von drei schwulen Männern ab, die ihre Verurteilungen

aufgrund des 377A als Verletzung ihrer

Menschenrechte ansahen. Die Richter betonten,

lediglich das Parlament habe die Macht, die

Rechtslage zu ändern. Im Alltag spielt der 377A

jedoch kaum mehr eine Rolle. Singapur hat seit

über zehn Jahren eine der buntesten Schwulenszenen

Asiens. Mit über 20 000 Teilnehmern

setzte die Gay Pride «Pink Dot» im vergangenen

Juni einen neuen Rekord.

Jakarta

Scharia in Aceh auch für

Nichtmuslime

Aceh hat das islamische Schariarecht auf Nichtmuslime

ausgeweitet. Nichtmuslime, die gegen

ein Schariagesetz verstossen, müssten sich in

der islamischsten aller indonesischer Provinzen

wahlweise vor einem Schariagericht oder

einem weltlichen Richter verantworten. Die

Wahl der Gerichtsbarkeit stehe einem Nichtmuslim

aber nicht offen, wenn die Straftat nur

gegen islamisches Recht, nicht aber gegen die

weltliche Gesetzgebung Indonesiens verstosse.

Das betrifft vor allem schwule Männer. Homosexualität

ist in Indonesien rechtlich nicht verboten,

nach islamischem Recht aber strafbar.

Schwulen Acehnesen aller Glaubensrichtungen

drohen demnach bei einer Verurteilung bis zu

100 Peitschenhiebe sowie die Zahlung von bis

100 Kilogramm Gold oder ersatzweise 100 Monate

Gefängnis.

Bischek

Kirgistan verbietet Homopropaganda

Kirgistan ist dabei, sich in die homophoben

Länder dieser Welt einzureihen. Das Parlament

der zentralasiatischen Republik stimmte Mitte

Oktober in erster Lesung mit grosser Mehrheit

für ein Gesetz gegen «Homo-Propaganda». Die

kirgisische Version geht dabei einen Schritt

weiter als ihr russisches Vorbild. Bei Verstössen

droht neben einer Geldstrafe auch eine Haftstrafe

bis zu einem Jahr. Auch Volkes Stimme

meldete sich mit schwulenfeindlichen Aktionen

zu Wort. In der Hauptstadt Bischek demonstrierten

300 Jugendliche vor dem Nachtclub

«Guns’n’Roses» in Bischkek für «traditionelle

Werte» und verhinderten das Konzert der vierköpfigen

ukrainischen Boyband Kazaky. Die

Band, so die Demonstranten, werbe für einen

homosexuellen Lebensstil.

Canberra

Oppositionsführer für Homo-Ehe

Australiens Oppositionsführer Bill Shorten setzte

als Gastredner der Konferenz der Australian

Christian Lobby (ACL) die Ehe für Homosexuelle

wieder auf die politische Tagesordnung Australiens.

Er sei Christ und zugleich für die Homo-Ehe,

sagte Shorten laut australischen Medienberichten

vor den Delegierten der einflussreichen überkonfessionellen

christlichen Laienorganisation

ACL. «Kein Glauben, keine Religion sollte jemals

als Instrument für Spaltung und Ausgrenzung

benutzt werden», betonte der Labor-Politiker.

Die ACL ist seit vielen Jahren eine der Wortführerinnen

der christlichen Opposition gegen die

Einführung der Homo-Ehe in Australien. ACL-

Direktor Lyle Shelton nahm das Bekenntnis von

Shorten zur Homo-Ehe höflich als «Aufruf zu einer

zivilisierten Debatte über die Ehe» auf.

Melbourne

Anglikaner gegen Homo-Ehe

Die anglikanische Kirche Australiens wird sich

nicht für eine Reform des Eherechts mit dem

Ziel der Einführung der Ehe für Homosexuelle

stark machen. Die Kirche werde aber weiterhin

eine «sorgsame Balance zwischen der Heiligen

Schrift und gesellschaftlichen Einstellungen»

suchen, sagte Erzbischof Philip Freier anlässlich

seiner Amtseinführung als neuer Primas der

anglikanischen Kirche Australiens gegenüber

australischen Medien in Melbourne. Die Anglikaner

bewegten sich zwischen der «Schrift,

den Traditionen der Kirche und der Einstellung,

dass es keinen Raum für die Diffamierung und

Zurückweisung von Menschen gibt, die sich

vom gleichen Geschlecht angezogen fühlen»,

betonte Freier, Erzbischof von Melbourne.

Melekeok

Homosexualität nicht strafbar

Der südpazifische Inselstaat Palau hat homosexuelle

Handlungen entkriminalisiert. Mit der Strafrechtsreform

folgte Palau einer Resolution des UN-

Menschenrechtsrats. Palau besteht aus über 300

Inseln, ist aber mit insgesamt 459 Quadratkilometern

in etwa so gross wie der Kanton Obwalden.

Auf den elf bewohnten Inseln leben knapp 20 000

Menschen, die mehrheitlich Christen sind. In der

Südsee ist Homosexualität noch in acht Inselstaaten

verboten. Darunter sind Papua-Neuguinea, die

Salomonen und Samoa. Eine widersprüchliche

Gesetzeslage leistete sich lange Zeit Fidschi. Die

Verfassung verbot die Diskriminierung Homosexueller,

während laut Strafgesetzbuch homosexuelle

Handlungen verboten waren. Nach einer Reform

sind diese inzwischen nicht mehr strafbar.

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Portrait CRUISER Edition Winter 14/15

«Ich habe

mir ein

dickes Fell

zugelegt»

Janis McDavid über ein

Leben als Schwuler ohne

Gliedmassen

Von Daniel Diriwächter

Janis McDavid setzt sich auch als Fotomodel gekonnt in Szene. ©: Katy Otto / Lichtgold.com

8


CRUISER Edition Winter 14/15

Portrait

Wie würdest du die Schulzeit beschreiben, gab es Anfeindungen,

Hänseleien oder derartiges? Wenn ja, wurdest du dadurch bestärkt

in deinem Willen, dich nicht unterkriegen zu lassen?

Ich glaube, ich habe mir im Laufe der Zeit ein recht dickes Fell zugelegt.

Nicht unbedingt weil ich gehänselt wurde oder so, sondern weil ich eigentlich

immer im Mittelpunkt öffentlichen Interesses stehe. Um mit den

ganzen Blicken zurechtzukommen, findet man automatisch eine Strategie.

In der Schule habe ich einen kleinen Trick angewendet: Ich konnte

hinten auf meinem Rollstuhl ein bis zwei Kinder mitnehmen. So habe

ich oft in der Pause Taxi gespielt, war dadurch beliebt und habe Hemmschwellen

abgebaut. Das ist, denke ich, eine sehr gute Strategie, um nicht

angefeindet zu werden: Man muss versuchen, dabei zu sein.

Janis McDavid kam ohne

Arme und Beine zur Welt,

was ihn jedoch nicht davon

abhält, seinen Weg zu

gehen und sein Leben

selbstbestimmt zu leben.

Auch die Tatsache, dass er

auf Männer steht, tut dem

keinen Abbruch. Der

23-jährige Student bereist

die Welt und düst mit seinem

Mercedes zwischen

Berlin, Witten und Bochum

hin und her.

CR-MAGAZIN: Janis McDavid, gab es einen ersten Moment, in dem Du realisiert

hast, dass du keine Gliedmassen hast?

JANIS MCDAVID: Dieser erste Moment kam interessanterweise erst recht spät,

da war ich bereits in der ersten Klasse. Als Kind habe ich nie wirklich realisiert,

anders zu sein. Wenn es im Kindergarten hiess, es sei Zeit, sich

die Schuhe anzuziehen, dann war für mich klar, dass ich mich in meinen

Rollstuhl setze. Aber das war für mich nichts Besonderes, ich dachte mir

eher: «Manche Kinder können sich die Schuhe bereits selber anziehen,

andere nicht und ich brauche dabei keine Hilfe.» Das waren also die Kategorien,

in denen ich gedacht habe. Realisiert habe ich es erst, als zufällig

mal bei uns im Hausflur ein Spiegel stand. Von dem Augenblick an habe

ich mich stärker damit auseinandergesetzt. Aber auch wenn ich heute

unterwegs bin, fühlt es sich für mich an wie laufen – es ruckelt nur oft

stärker wenn die Gehwege schlecht sind.

Deine Eltern haben entschieden, dass du in keine Schule für körperbehinderte

Menschen gehen musstest, wie stehst du heute zu dieser

Entscheidung?

Dies war eine der besten Entscheidungen, die meine Eltern getroffen haben.

Damals, 1998, war das noch nicht so einfach, man hat Menschen wie

mich von der Gesellschaft abgeschottet und ihnen dadurch die Chance

genommen, normal am Leben teilzunehmen. Ich hatte glücklicherweise

die Chance, mich ganz normal mit Klassenkameraden zu messen, die mit

Armen und Beinen geboren wurden. Die Messlatte wurde für mich also

nicht heruntergelegt und es gab keine Ausreden oder Entschuldigungen

aufgrund meiner körperlichen Herausforderung. Genau deshalb ist Inklusion

auch so wichtig, damit alle die Chance haben, am beruflichen

und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und Freunde zu finden, die

nicht im Rollstuhl sitzen!

Die Wahrnehmung deiner Person in den Medien ist eine optimistische.

Du gehst auch bewusst an die Öffentlichkeit – bist du auch ein

Showman oder geht es dir ums Prinzip?

Es geht mir vor allem darum, Barrieren in den Köpfen der Menschen abzubauen.

Inklusion und Gleichberechtigung unterschiedlicher sogenannter

«Minderheiten» unserer Gesellschaft funktioniert nur dann, wenn sie

auch in den Köpfen stattfindet. Ich erlebe leider oft, dass Rollstuhlfahrer

nicht als normal angesehen werden und Infrastruktur deshalb barrierefrei

gemacht wird, weil es getan werden muss. Mir wäre es lieber, wenn

wir Barrierefreiheit leben, weil wir es wollen und die Vorteile davon erkennen.

Jeder und jede von uns hat bestimmte Fähigkeiten und Qualifikationen,

die wir einbringen können und dabei sollte es egal sein, ob wir

schwul, lesbisch etc. sind, eine andere Hautfarbe haben oder im Rollstuhl

statt auf einem Bürostuhl sitzen.

Mit technischer Hilfe ist für dich quasi ein «normales» Leben möglich,

so fährst du beispielsweise Auto und hast einen Rollstuhl, der dich fast

überall hinbringen kann. Doch wie finanziert man sich eine solche

«Ausrüstung»?

Solch eine «Ausrüstung» kann nicht privat finanziert werden, man benötigt

dafür die Hilfe des Staates. Es gibt in Deutschland verschiedene

Wege, sich dies finanzieren zu lassen, doch leider sind diese oft kompliziert,

schwer durchschaubar oder ziehen sich über lange Zeit hin. Wenn

jemand im Rolli ein Jobangebot bekommt, für das er oder sie ein Auto

benötigt und die Behörden brauchen über ein Jahr, um die Kostenzusage

zu prüfen, dann ist das meiner Meinung nach schon Diskriminierung.

Das Jobangebot ist dann im Zweifelsfall weg. Aufgabe des Staates sollte

sein, eine Behinderung soweit möglich auszugleichen, aber das muss

erstens schnell gehen und zweitens einkommens- und vermögensunabhängig

geleistet werden.

Was sollte deiner Meinung nach für dich und andere Menschen in

deiner Situation noch erfunden werden, damit das Leben noch einfacher

wird?

Es gibt bereits sehr viele Erfindungen, die uns das Leben in vielen Situationen

einfacher machen. Das was mich heutzutage am meisten behindert,

ist eine oftmals fehlende Umsetzung, weil nicht daran gedacht wird, dass

beispielsweise nicht alle Menschen Treppen benutzen können. Einfacher

würde mein Leben um ein Vielfaches, wenn Barrierefreiheit öfter umgesetzt

würde, die Möglichkeiten dazu sind vorhanden.

Du selbst bist homosexuell – kam dies damals, etwas salopp formuliert,

noch erschwerend dazu?

Es kam dazu, aber nicht erschwerend, eher erleichternd. Männer sind

doch oftmals sehr hübsch, das ist etwas Schönes (lacht)! Ausserdem hatte

ich dadurch die Möglichkeit, mich einmal bewusst mit dem Thema der

Sexualität auseinanderzusetzen. Mein Ziel ist, auch in diesem Bereich

«normal» zu sein.

In der Gay-Szene hat das Äussere einen hohen Stellenwert. Es war zu

lesen, dass du auf den blauen Seiten regelrecht angegriffen wurdest.

Wie gehst du damit um?

Das stimmt, unsere Community legt einen grossen Wert auf Äusserlichkeiten.

Bis zu einem bestimmten Punkt ist das auch nachvollziehbar und

auch ich achte natürlich darauf. Auch mir sind gewisse Äusserlichkeiten

wichtig, so ist das eben mit den Reizen. Problematisch wird es nur dann,

wenn meine fehlenden Gliedmas sen mit kognitiven Einschränkungen

gleichgesetzt werden. Manche Leute haben leider noch nicht begriffen,

dass eine körperliche Besonderheit nichts mit geistigen oder emotionalen

Einschränkungen zu tun hat. Ihnen sollte man aber einfach gar keine

besondere Aufmerksamkeit schenken.

Eine Frage, die sich vielleicht viele stellen, ist die, wie du mit deiner

Sexualität umgehst und ob du einen Freund hast. Möchtest du darauf

antworten?

9


Portrait CRUISER Edition Winter 14/15

Möchte ich darauf antworten, gute Frage. Ich denke, meine Sexualität

gehört zu mir dazu, wie zu jedem anderen Menschen auch, da gibt es wenig

Unterschiede. Ansonsten bin ich noch auf der Suche nach meinem

Traummann (lächelt).

habe mich dazu entschieden, gesellschaftlich und politisch für Toleranz,

Akzeptanz und Wertschätzung zu werben und das funktioniert am besten,

wenn ich mit meiner Person ein Beispiel gebe. Dann gehören diese

Fragen dazu und das ist in Ordnung.

Nun haben sich die Fragen etwas um deinen Körper gedreht, doch eigentlich

geht es um deine Person – du gehst auch gerne auf Reisen,

welche Traumdestination wartet noch auf dich?

Reisen ist mein grösstes Hobby, am liebsten möchte ich die ganze Welt

kennenlernen. Schon immer habe ich mich dafür interessiert, wie unterschiedlich

Menschen leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen. Ausserdem

ist das eine gute Möglichkeit zu zeigen, dass man als Rollstuhlfahrer

nicht mobilitätseingeschränkt sein muss. Ob Namibia, Thailand oder

Europa, mich hält mein Rollstuhl nicht davon ab, auch entfernte Länder

anderer Kontinente kennenzulernen. Auf meiner Liste stehen viele Destinationen,

wohin es nächstes Mal konkret geht, weiss ich aber noch nicht.

Dein persönlicher Herzenswunsch für die Zukunft?

In einer Gesellschaft zu leben, in der ich mich frei bewegen kann und in

der jede/r jede/n so akzeptiert, wie er oder sie ist, ohne dass wir uns ständig

wegen irgendwelcher unwichtigen Merkmale erklären, entschuldigen

müssen oder uns gar gegenseitig bekämpfen.

©: Katy Otto / Lichtgold.com

Sind gerade solche Fragen sehr lästig oder gehören sie dazu, um deine

Unabhängigkeit zu zeigen?

Ich denke, es sind einfach Fragen, die man sich durchaus berechtigterweise

stellt. Ich frage mich oft auch, wie ich reagieren würde, wenn ich mir

begegne. Mich würden diese Fragen dann sicherlich auch interessieren,

aber wahrscheinlich würde ich mich nicht trauen, sie mir zu stellen. Ich

Der Kämpfer

Janis McDavid ist 23 Jahre alt und lebt in Bochum. Er studiert Wirtschaftswissenschaften

in Witten, macht ein Praktikum bei IBM in Berlin und engagiert

sich beim schwul-lesbischen Jugendnetzwerk Lambda. In seinen

Ferien reist er gerne durch Europa. Janis McDavid setzt sich dafür ein, dass

Individualität die neue Normalität ist. Als öffentliche Person ist er im Internet

(www.janis-mcdavid.de) sowie auf Facebook zu finden.

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Prominent CRUISER Edition Winter 14/15

Sister Cristina

Patric Scott

Letztes Jahr trommelte und coachte Patric Scott

den Schweizer Sänger Sebalter mit beachtlichem

Erfolg bis nach Kopenhagen zum Eurovision

Song Contest. Der hervorragende 13. Platz

war das Resultat, und der Tessiner-Sänger avancierte

zur festen Grösse in der Schweizer Musikszene.

In Wien will der junge Sänger nun die

grosse ESC-Bühne alleine erobern. Dafür tritt

er mit dem Song «Stay» an. Mit dieser gefühlvollen

Ballade will Patric Scott die Bühne ganz

für sich erobern. Doch zuerst muss er sich fürs

Schweizer Finale qualifizieren. Ob dies geklappt

hat, war bis Redaktionsschluss noch offen. Im

Vorfeld gab sich der St. Galler aber optimistisch:

«Es ist das Schönste für einen Künstler, sein eigenes

Land in einem internationalen Wettbewerb

präsentieren zu können. Daher hoffe ich sehr,

dass ich mit «Stay» die Herzen der Schweizer erobern

kann. Falls nicht, kann sich Patric Scott

immerhin mit dem Erfolg von Sebalter trösten

– nicht zu vergessen sein eigener Auftritt vor

drei Jahren mit Fabienne Louves. Allerdings

verschwand der Song «Real Love» schnell vom

Radar. So oder so, Patric Scott scheint genügend

zu tun haben. Noch im Sommer spielte sich Patric

Scott auf der Walensee-Bühne als «Freddy»

an der Seite von Sabina Schneebeli und Eveline

Suter im Musical «My Fair Lady» in die Herzen

der Zuschauer. Und gerade eben war er im

Schweizer Fernsehen in der Sendung «Kampf

Sister Cristina, die Nonne, die kürzlich «The

Voice of Italy» gewonnen hat, wandelt auf den

Spuren von Madonna. Allerdings ist nicht die

Gottesmutter gemeint, sondern die Sängerin.

Doch der Reihe nach: Cristina Scuccia eroberte

diesen Sommer die Herzen der Italiener im

Sturm. Die Nonne des Ordens der Ursulinen

gewann die zweite Staffel der italienischen Casting-Show

«The Voice of Italy». Obwohl Sister

Cristina eine ausgebildete Sängerin ist - sie absolvierte

eine Musical-Ausbildung in Rom - war

die Liebe zu Gott doch stärker. Dennoch wollte

sie ihren Traum von der Musik leben. Was lag

da näher, als in einer Casting-Show aufzutreten

und zur weltweiten Sensationen zu werden?

Freilich, singende Nonnen im Mainstream sind

seit dem Film «Sister Act» keine grosse Sache

Bill Kaulitz

Vorbei die Zeiten, als Tokio Hotel die vielleicht

angesagteste Band der Teenager dieser Welt waren.

Auch vorbei die Ära, in der Frontmann Bill

Kaulitz wie eine Kopie von Lisbeth Salander

die Bühne rockte. Seit die Band in Los Angeles

lebt und arbeitet wurde es ruhig um die vier

Musiker. Im Oktober wagten Tokio Hotel mit

dem Album «Kings of Suburbia» ein Comeback.

Der Sound lässt sich mit den älteren Werken

nur schwer vergleichen, klingt aber frisch und

orientiert sich am aktuellen Synthi-Pop. Auch

beim jüngsten Werk steht Sänger Bill Kaulitz

ganz im Mittelpunkt des Geschehens, während

die übrigen drei Mitstreiter dezent im Hintergrund

agieren. Neben der radikalen optischen

Veränderung von Bill Kaulitz, der nun einen frechen

blonden Kurzhaarschnitt trägt, gibt dieser

auch einem alten Gerücht neuen Aufwind. Seit

seinem ersten Ton in der Öffentlichkeit wurde

gemunkelt, dass Bill Kaulitz womöglich auf

Männer stehe. Er hat dies aber steht’s verneint

oder umging diese Frage geschickt. Im Video

zur jüngsten Single «Love who loves you back»

hingegen setzt er auf ein klares Statement. In

der Szenerie eines dunklen Nachtclubs singt

Bill Kaulitz inmitten einer knutschenden Meute,

mit einer Frau auf der einen, und auf der

anderen Seite mit einem Typ. Und als ob das

nicht genug wäre, deutet das Video in wenigen

der Orchester». Dort unterstützte er die Tagesschau

Moderatorin Cornelia Boesch. Doch der

Auftritt währte nur eine Sendung lang, dann

wurden Boesch und Scott bereits raus gewählt.

Wir wünschen Patric Scott etwas mehr Glück

mit dem ESC. (dd)

12

© pd

© pd

mehr, aber da war es eben ein Film – Sister Cristina

ist so real wie irdische Gelüste, dir ihr verborgen

bleiben. Naja, fast. Im Oktober veröffentlichte

Sister Cristina ihre erste Single – und das

Staunen über die vermeintlich gewagte Songauswahl

war gross. Die Nonne entschied sich

ausgerechnet für «Like a Virgin», ein Song, mit

dem die Sängerin Madonna 1985 ihren Durchbruch

schaffte. Damals sorgte «Like a Virgin»

für den wohl ersten Skandal der Pop-Ikone. Dass

nun Sister Cristina diesen Titel in einer ruhigen,

fast besinnlichen Balladenversion singt,

scheint nur auf den ersten Ton etwas verwirrend.

Da es im Text von Madonnas Hit aber um

einen Mann geht, welcher die Sängerin wieder

frisch und lebensfroh macht - wie eine Jungfrau

eben - könnte besagte Person genauso gut auch

Gott sein. Trotzdem steckt in der Song-Auswahl

auch Kalkül: Das dazugehörige Video wurde am

selben Ort gedreht, wie das von Madonna - in

Venedig. (dd)

© pd

Sekunden einen Blow-Job im Fahrstuhl an – mit

Bill und einem unbekannten Herrn. Gegenüber

der «Bild»-Zeitung äusserte sich Bill folgendermassen:

«Ich wollte zeigen, dass Liebe keine

Grenzen hat. Nicht in der Religion und nicht im

Geschlecht, und darum war es mir wichtig, dass

man im Video alle Facetten von Liebe zeigt.» Vergebene

Liebesmühe – das Comeback von Tokio-

Hotel hatte bis anhin nur mässigen Erfolg. (dd)


CRUISER Edition Winter 14/15

Prominent

Djamà

Die Sängerin, die sich auch für die LGBT-Rechte

einsetzt, hat ihr neues Musikvideo an einem

speziellen Ort gedreht. Wer die Besuche im Bruno-Weber-Park

vermisst, der sollte sich das neue

Kurzfilmchen von Claudia d’Addio alias Djamà

anschauen. Die aus Dietikon stammende Sängerin,

die seit «Music-Star» versucht, die Charts

zu erklimmen, drehte noch vor der Schliessung

im Park, um ihrem Song «Would you be mine»

die passende Optik zu verleihen. Djamà gibt

Conchita Wurst

Keine Frage, Conchita Wurst weiss, wie man den

Motor am Laufen hält. Sie (oder er) avancierte

dank dem Eurovision Song Contest zur Lichtgestalt

der LGBT-Community und war diesen Sommer

auf beinahe jedem CSD anzutreffen und

heimste dort zahlreiche Preise ein, die extra

für sie geschaffen wurden. Das ist bewundernswert,

wenn man bedenkt, dass Conchita Wurst

noch ein Jahr vorher in dem Trash-TV-Format

«Auf High Heels durch Afrika» zu sehen und

an Peinlichkeit kaum zu überbieten war. Wer

John Smid

Er war eine der bekanntesten Figuren der amerikanischen

Ex-Gay-Bewegung: John Smid.

Jahrelang führte er die sogenannte Homo-Heiler-Gruppe

«Love in Action» an. Neben der Verteufelung

der Homosexualität soll die Gemeinschaft

auch Umerziehungslager für jugendliche

Schwule und Lesben organisiert haben. Der Lebensweg

von John Smid war selbst geprägt vom

Kampf gegen sein Coming-out, was zwei gescheiterte

Ehen mit sich brachte. Tempi passati:

Seit kurzem ist John Smid verheiratet mit einem

Mann. Er gab in einer kurzen Pressemitteilung

bekannt, dass er erst mit seinem Mann Larry

gelernt habe, was Liebe wirklich bedeutet. Starke

Worte wie auch Taten eines «wiedergeborenen

Christen». Mittlerweile distanziert sich der

einstige Gegner von LGBT-Aktivisten von seinen

früheren Taten und hat sozusagen die Fronten

– oder auch das Ufer – gewechselt. Als er sich

© pd

auf ihrer Webseite zu verstehen, dass sie schon

als kleine Göre viele Stunden zwischen Flügelhunden

und Parkgeistern verbracht habe. Also

war es wohl nur logisch, dass Djamà auch im Erwachsenenalter

dieser Mystik verfiel. Besagtes

Lied, eine Art elektronische mid-tempo-Ballade

mit Hang zur Esoterik, ist ein weiterer Vorbote

für das neue Album, das am 15. März 2015 endlich

erscheinen wird. «We’re not done» wird der

Silberling heissen. Bleibt zu hoffen, dass das vorläufige

Ende des Bruno-Weber-Parks kein böses

Omen für Djamà darstellt. (dd)

© pd

nun aber denkt, dass Conchita Wurst jetzt als

Ikone der Toleranz durch die Welt tingelt, hat

sich geirrt. Sie fand tatsächlich auch Zeit, um

sich ihrem eigentlichen Kerngeschäft zu widmen.

Im November wurde eine neue Single von

Conchita Wurst veröffentlicht. Der Titel «Heroes»

lässt erahnen, dass sich die Sängerin aus

Österreich weiterhin kämpferisch geben wird.

«Der Song wurde cooler, als ich dachte, dass er

klingen kann», so Conchita Wurst gegenüber

der Presse. Bislang ist der Erfolg in den Charts

aber verhalten. Über mangelnde Aufmerksamkeit

darf sich die Wurst aber nicht beschweren.

Immerhin trat sie gerade mit einer Revue im

legendären Moulin Rouge in Paris auf. In Kostümen

von Jean-Paul Gautier begeisterte sie dort

das Publikum. (dd)

© pd

bereits vor drei Jahren zur Homosexualität bekannte,

hat er sich in aller Form bei Schwulen

und Lesben entschuldigt. John Smid lebt nun

mit seinem Mann im Bundesstaat Texas. Da dort

die Homo-Ehe noch nicht erlaubt ist, liess sich

das Paar in Oklahoma trauen. (dd)

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Religion CRUISER Edition Winter 14/15

Und sie bewegt

sich doch!

Erkennt die katholische Kirche die Zeichen der Zeit?

Von Martin Ender

Die Foltermethoden der spanischen Inquisition waren besonders grausam.

Der Geistliche links protokolliert die erzwungene Aussage des «Befragten».

14


CRUISER Edition Winter 14/15

Religion

Von Galilei bis zu Küng.

Die katholische Kirche

drohte ihren Kritikern mit

Mitteln wie Inquisition,

Exkommunikation, Entzug

der kirchlichen Lehrbefugnis.

So wehrt sie sich

bis heute gegen Anpassungen

an die Zeit. Hat die

Bischofs synode in Rom

im Herbst 2014 nun doch

etwas bewegt?

Es hätte ein schönes Weihnachtsgeschenk werden können für Gläubige,

die schwul oder lesbisch sind, für Gläubige, die geschieden sind,

für Frauen, die sich in den Dienst der Kirche stellen möchten. Doch

noch sind die konservativen Bischöfe in der Mehrheit. Und Papst

Franziskus wird sich hüten, über die Köpfe der konservativen Bischöfe

hinweg ein päpstliches, unumstössliches Machtwort zu sprechen.

Er hält wenig von «Roma locuta, causa finita» (Rom hat gesprochen,

der Fall ist beendet). Anders als sein Vorgänger Benedikt XVI setzt

Franziskus auf den Dialog und die Diskussion. Somit ist noch nichts

entschieden. Die Formulierungen im Schlussbericht der ausserordentlichen

Bischofssynode sind recht allgemein gehalten. Dennoch:

nach der Synode (2014) ist vor der Synode (2015). Es besteht noch

Hoffnung auf eine Öffnung der katholischen Kirche. Mag diese auch

sehr langsam sein. Die Geschichte zeigt, wie brutal und hartnäckig

Weltbilder verteidigt wurden.

Das Dossier Galilei

Als Galilei Anfang Januar 1610 als erster mit dem Fernrohr die vier

grössten Monde des Planeten Jupiter entdeckte, wirkte dies wie ein

Schock. Es widersprach der Vorstellung, die Erde sei der Mittelpunkt.

Galileis Erkenntnisse, dass die Erde weder der Mittelpunkt der Welt

noch unbeweglich sei, «sondern sie bewegt sich als ganze und befindet

sich in einer täglichen Bewegung» waren für Rom ketzerisch. Der Papst

befand aufgrund eines von ihm in Auftrag gegebenen Gutachtens: Galileis

These sei «töricht und absurd, weil es der Heiligen Schrift, wie sie

an vielen Stellen aufscheint, widerspricht, und zwar ihrem Wortlaut

an sich wie auch den anerkannten Auslegungen dieser Stellen und

den Meinungen der Kirchenväter und der Theologie». Die Meinung der

Kirchväter galt mehr als wissenschaftliche Erkenntnis.

Die Inquisition zwang Galilei zum Widerruf seiner Thesen, dass

sich die Erde um die Sonne drehe. 1633 wurde Galileo Galilei von

der römischen Inquisition angeklagt und zu lebenslanger Haft verurteilt,

die später in lebenslangen Hausarrest abgemildert wurde.

Nach der Verurteilung soll er vor sich hingemurmelt haben: «und

sie bewegt sich doch». Galileis Schriften standen bis 1835 auf dem

Index der verbotenen Bücher. Erst nach 362 Jahren, nämlich 1992,

wurde er offiziell rehabilitiert. Die Geschichte zeigt, Rom reagiert

langsam.

Das Dossier Küng

Man muss nicht ins Mittelalter zurückgehen um die Unbeweglichkeit

der katholischen Kirche aufzuzeigen. 1979 entzog die Deutsche

Bischofskonferenz aufgrund eines von Papst Johannes Paul II. gebilligten

Erlass der Glaubenskongregation Hans Küng, damals Theologieprofessor

an der Universität in Tübingen, die kirchliche Lehrbefugnis.

Er wagte es, in seinem Buch «Unfehlbar? Eine Anfrage» das Dogma

über die Unfehlbarkeit des Papstes in Frage zu stellen. Küng hat seine

theologisch fundierten Aussagen über das umstrittene Unfehlbarkeitsdogma

(aus dem Jahre 1870) nie zurückgenommen. Ausserdem

regte er die Diskussion zu Themen wie Pflichtzölibat und Frauenordination

an. Ab 1980 wurde Küng ein fakultätsunabhängiger Professor

für ökumenische Theologie und Direktor des Instituts für ökumenische

Forschung der Universität Tübingen, Ämter, die er bis 1997 innehatte.

1989 war er Mitunterzeichner der «Kölner Erklärung», die sich

für eine offene Katholizität und gegen die Überdehnung päpstlicher

Autorität ausgesprochen hat. Vor einem Jahr machte der inzwischen

über 85-jährige Schweizer wieder von sich reden:

Er machte seinen körperlichen Zerfall öffentlich und schloss einen

Freitod nicht aus. Er erklärte: «Des Anliegens, dass auch gläubige

Menschen über die Art und Weise ihres Sterbens entscheiden möchten,

sollte sich die Kirche annehmen.» Ist das sein letzter Protest gegen

die unnachgiebige christliche Lehre Roms?

Dossier Homosexualität / Sexualität?

Um die Haltung der katholischen Kirche gegenüber Homosexuellen

nur annähernd begreifen zu können, muss man weiter ausholen. Die

Sexualethik war bis ins 16. Jahrhundert massgeblich von der kirchlichen

Morallehre geprägt. Augustinus von Hippo († 430) brachte unter

dem Einfluss des Neuplatonismus und der Stoa einen ausgeprägten Sexualpessimismus

in die kirchliche Lehre. Jeder nicht «naturgemässe»

oder «vernunftgemässe» sexuelle Akt (Ehebruch, Prostitution, Selbstbefriedigung,

Coitus Interruptus, Homosexualität) ist dennoch Sünde.

Freude an der Sexualität war immer unter dem Verdacht der Sündhaftigkeit.

Darauf beruft sich die konservative katholische Lehre bis heute.

Die Kirche predigte die Enthaltsamkeit und verbot logischerweise

die Pille als Verhütung. Der emiritierte Papst Benedikt XVI. verbot den

Gebrauch des Kondoms selbst als Prävention von HIV in Afrika. (Kaum

nachvollziehbar liess er das Kondom jedoch für männliche Stricher

zu). Das gestörte Verhältnis der Kirche zur Sexualität zeigt sich auch im

Festhalten am Zölibat, am Ausschluss der Frauen vom Kirchendienst,

im Verbot für Geschiedene wieder zu heiraten, in der Haltung gegenüber

Homosexuellen.

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Religion CRUISER Edition Winter 14/15

Die Bischofssynode 2014

Besonders in den Punkten Sex vor der Ehe, Homosexualität, Wiederheirat

und Verhütung gehen die Vorstellungen von Kirche und Gläubigen auseinander.

Im Oktober ging die ausserordentliche Bischofssynode zu Ehe

und Familie 2014 zu Ende. Die Hoffnung von Gläubigen war gross, dass

die Kirche in der Sexualmoral neue Wege einschlagen würde. Schliesslich

hatte Papst Franziskus zu einer offenen Diskussion eingeladen über

geänderte Lebenswirklichkeiten in Ehe und Familie und die Herausforderungen

für die katholische Kirche – auch in Sachen Homosexualität.

Im Zwischenbericht zur Bischofssynode äusserte sich die katholische

Kirche offen gegenüber Homosexuellen, sprach von Respekt und Achtung.

Vor ein paar Jahren klang das noch ganz anders. In seiner Zeit als

Kardinal bezeichnete Papst Benedikt XVI. die gleichgeschlechtliche Liebe

noch als Anomalie. Doch trotz aller Hoffnung aufgrund des positiven

Zwischenberichts: Die Synode ist ohne eindeutige Aufbruchssignale zu

Ende gegangen. Die katholische Kirche war und ist eine entschiedene Anwältin

von Ehe und Familie. Die Gleichstellung der eingetragenen Partnerschaft

mit der Ehe zwischen Mann und Frau lehnt die katholische Kirche

weiter ab. Immerhin, es gibt Anzeichen für eine neue Sichtweise und

die Diskussion wird im Jahr 2015 in einer weiteren Synode fortgesetzt.

Gläubige Schwule und Lesben

Zum Schluss stellt sich die Frage, gibt es denn Schwule und Lesben, die

gläubig sind und denen daran gelegen wäre, von ihrer Kirche als vollwertige

Mitglieder aufgenommen zu werden? Ja, die gibt es offensichtlich.

Viele praktizieren ihren Glauben wohl im Stillen. Andere aber

finden sich im gemeinsamen Gebet. Wie zum Beispiel die Mitglieder

von Zwischenraum. Das sind «Frauen und Männer, welche zusammen

diskutieren, essen und trinken, in der Bibel forschen, Gott suchen, Gemeinschaft

geniessen, gegenseitig in die Höhen und Tiefen des Alltags

blicken» wie sie selber von sich sagen. In der Schweiz gibt es mehrere

Regionalgruppen.

Noch näher an der Problematik der Ausgeschlossenheit von der Kirche

sind die Mitglieder von Adamim. Das ist eine aktive Gruppe von

schwulen Männern im kirchlichen Dienst: Pfarrer, Pastoralassistenten,

Priester, Katecheten, Theologen, Spitalseelsorger, Ordensmänner aus

verschiedenen Konfessionen.

Dass sich hier verschiedene Konfessionen treffen, zeigt, dass nicht nur

die katholische Kirche Mühe hat mit der Sexualität. Die Freikirchen,

die derzeit einen grossen Zulauf haben, tun sich beim Thema Homosexualität

noch schwerer.

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CRUISER Edition Winter 14/15

Gesundheit

Nach dem

Schock die

Lebensfreude

wiedererlangt

Trotz Status «HIV-positiv» kann

Dominik sich einen Bubentraum

erfüllen

Mit 37 Jahren erfährt Dominik B.,

dass er HIV-positiv ist. Heute,

acht Jahre später, blickt Dominik

zurück und erzählt vom

Moment, als er die Diagnose

erhielt. Dank seiner HIV-Therapie

lebt Dominik heute ohne

Einschränkungen und erfüllt

sich mit 45 einen Bubentraum.

Der Schock sass tief. Mit 37 Jahren geht Dominik

B. zum Arzt wegen grippeähnlichen Symptomen.

Da die zunächst verschriebenen Antibiotika

nicht wirken, vermutet der Arzt das Epstein-

Barr-Virus (Pfeiffer-Drüsenfieber) und nimmt

Blut. Dominik bittet den Arzt – aus Routine

– gleich einen HIV-Test zu machen. Dominik ist

schwul und gehört somit zur HIV-Risikogruppe.

an HIV sterben». Zum Glück kann er sich seiner

Familie und seinem engsten Freundeskreis anvertrauen.

Er hat nie das Gefühl, wegen seiner

Krankheit diskriminiert zu werden.

Vermeintlich aufgeklärt

Doch für Dominik ist vor allem die Erkenntnis

erschreckend, dass er feststellen muss, wie wenig

er eigentlich über HIV weiss. Er, als Schwuler,

der seine Pubertät in den 80-er Jahren lebte

und bereits damals der Meinung war, gut über

HIV informiert zu sein. «Ich war zwar gut aufgeklärt

über Risikosituationen und wie man sich

anstecken kann. Aber mir war nicht bewusst,

dass es bereits damals Therapien gab, die einem

HIV-Infizierten ein mehr oder weniger normales

Leben ermöglichen.» Als ihm sein Partner

nach der Diagnose ein Seidenpyjama schenkt,

ist sein erster Gedanke: «Klar, das ist dann für

«Aber mir war nicht

bewusst, dass es bereits

damals Therapien gab,

die einem HIV-Infizierten

ein mehr oder weniger

normales Leben ermöglichen.»

Darum lässt er diesen Test regelmässig machen.

Einige Tage nach dem Arztbesuch kommt der

Anruf: Verdacht auf Epstein-Barr-Virus: negativ.

Der HIV-Test: positiv. Dominiks erste Reaktion:

«Es muss ein falsches Testergebnis sein. Es ist gar

nicht möglich.»

Im Schockzustand

«Die ersten drei, vier Tage habe ich mich an die

Möglichkeit geklammert, dass es ein falsches

Ergebnis sein könnte». Dominik lässt sich erneut

testen. Doch das Resultat bleibt positiv. Die

ersten Wochen und Monate nach der Diagnose

sind hart. «Der Arzt hat alles falsch gemacht,

was man falsch machen kann.» Die Diagnose

per Telefon zu übermitteln ist gegen alle Empfehlungen.

Zudem zeigt ihm ein anderer Arzt

ein Kurvendiagramm, das den Verlauf der HIV-

Infektion zeigt: Ein altes Modell, das seit der Einführung

der antiretroviralen Therapie überholt

ist. Dominik weiss das in diesem Moment aber

nicht. Für ihn ist klar: «Ich werde nicht alt und

den Moment, wenn es bergab geht und ich ins

Spital muss.» Er weiss noch nicht, dass er das

Spital nur für die regelmässigen Kontrollen aufsuchen

wird.

Erfolgreiche Therapie

Dominik nimmt an einer Primoinfektionsstudie

teil. Die Primoinfektion ist die erste Phase

nach der Infektion mit HIV. Er beginnt rechtzeitig

mit der Therapie. Nach rund vier Monaten ist

das HI-Virus in seinem Blut bereits nicht mehr

nachweisbar. Bis heute nicht. Es dauert seine

Zeit, bis Dominik begreift, dass er sein Leben

dank der Therapie genauso wie bisher weiterführen

kann. Mit Ausnahme der täglichen Medikamenteneinnahme.

Seit etwas mehr als acht

Jahren macht Dominik nun seine HIV-Therapie

mit einigen Kombinationswechseln. «Ich habe

meine Therapie nicht gewechselt, weil ich Nebenwirkungen

hatte. Die Therapie vertrug ich

immer sehr gut. Aber es kamen immer wieder

neue, verbesserte Therapien auf den Markt, die

wirksamer und verträglicher waren, davon profitierte

ich.»

Heute, mit 45 Jahren, hat sich Dominik einen

Bubentraum erfüllt und kürzlich seine eigene

Modeboutique eröffnet. Seine aktuelle Therapie

verträgt er sehr gut. «Natürlich wär es super,

man könnte HIV irgendwann heilen. Aber nach

dem jetzigen Wissensstand, kann man auch ein

Leben lang die Therapie nehmen und ein normales

Leben führen, ohne Einschränkungen.»

Dominik blickt zuversichtlich und mit Lebensfreude

in die Zukunft.

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Musik CRUISER Edition Winter 14/15

Mit meiner Stimme

möchte ich

berühren

Christina Jaccard ist im

Dezember auf Gospel-Tour

Haymo Empl

Christina Jaccard war zusammen

mit Michael von der

Heide und Maja Brunner

Teil der mitreissenden und

mittlerweile legendären Revue

«Divamix». Die Blues-Sängerin

begeistert aktuell mit ihrer

Solo-Tour «From the Heart».

Christina Jaccard strahlt auch im Alltag etwas

Faszinierendes aus: Man könnte sagen, die Bluesund

Gospelkönigin verfügt über so etwas wie

Moto Schnittstellen gefunden zwischen Blues

und Punk-Rock und stand für verschiedene Musicals

auf der Bühne. 2012 gewann die Sängerin

mit der schwarzen Stimme den Swiss Jazz Award.

CR: Christina, du hast ein sehr buntes Publikum:

Warum kommst du bei den Gays so gut an?

CHRISTINA JACCARD: Ich singe in meinen Liedern

einerseits von Liebe, von Herzschmerz – vom

Leben selbst und vom Mensch sein. Mensch sein

hat letztendlich ja auch was mit Homosexualität

sein. Meine Musik berührt und ich denke,

man spürt, dass ich Freude habe, dies zu tun.

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Christina Jaccard

«Grund-Glamour». Obschon eine «Persona Star»,

zeigt sie im Interview mit dem CR keine Allüren,

ganz im Gegenteil: Ihr Star-Appeal passt zu ihr,

ihr Lachen steckt an und lässt beinahe vergessen,

wie erfolgreich Jaccard eigentlich ist: Sie war

Guest Star der legendären Jackson Singers auf

ihrer Schweizertournee, hat zusammen mit Gigi

© Sir Robin Photography

Spielt denn das Publikum mit?

Ich versuche mich an meinen Konzerten immer

ganz auf das Publikum einzulassen;

dadurch gelingt es, eine Connection herzustellen.

Das ist für mich ganz wichtig und es

bedeutet mir viel, wenn das Publikum mit

mir mitgeht. Das geht besonders gut bei klei-


CRUISER Edition Winter 14/15

Musik

neren Konzerten aber auch beispielsweise in

Kirchen.

Popmusik singst du aber eher selten?

Der Gospel wurde ja mittlerweile «verpopt» und

Pop ist daher auch ein Bestandteils des Gospels

geworden. Man müsste vielleicht genauer definieren,

was unter «Popmusik» zu verstehen ist.

Bei Musik ist mir die Aussage eines Liedes sehr

wichtig, ich muss mich mit dem Text identifizieren

können. Das gelingt mir bei Blues, Gospel…

kann aber auch bei «Popmusik» gelingen. Mit

meinem langjährigen musikalischen Partner

Dave Ruosch bin ich über die Jahre musikalisch

gewachsen und wir verstehen beispielsweise

die Ästhetik des Blues in seiner Urform und seiner

Geschichte besonders gut.

Du wirst manchmal die «weisse Lady mit der

schwarzen Stimme» genannt; vor allem ältere

schwarze Musik ist aus Diskriminierung

und Schmerz entstanden…

…und ich wurde durchaus auch schon von

schwarzen Musikern diesbezüglich angesprochen

– in wenigen Fällen auch nicht sehr nett.

Aber: ich kopiere ja nicht die Musik, ich will

nicht nachahmen. Meine Stimme ist tief und

dunkel – das wird oft mit typischen «schwarzen

Stimmen» in Verbindung gebracht. Man vergisst

gerne, dass es auch schwarze Sänger mit ganz

anders gefärbten Stimmen gibt.

Wie bist du denn überhaupt zur Musik

gekommen?

Ich hatte das Glück, dass meine Eltern über

einen ausgezeichneten Musikgeschmack verfügten.

Ich erinnere mich, wie ich bereits als

Kind fasziniert die Plattensammlung zu Hause

durchforstete und einige musikalischen Perlen

gefunden habe. Diese Lieder habe ich versucht

nachzusingen und so kam eins zum anderen.

Was bedeutet denn Gospelmusik für dich

persönlich nun ganz konkret?

Gospelmusik ist für mich Herz-Kommunikation

pur und ein Gebet, das Körper, Seele und Geist

vereint. Die Energie des Gospels bringt den Himmel

auf die Erde und die Erde in den Himmel.

Jetzt zur Weihnachtszeit bist du mit einem

Gospel-Programm unterwegs, du singst

auch in Kirchen. Alles sehr religiös und spirituell.

Das ist nicht unbedingt etwas für

Menschen, die wegen ihrer Sexualität von

der Kirche diskriminiert werden.

Gospel hat in der Tat christliche Inhalte, welche

von den Schwarzen auf ihre Art kultiviert

wurden. Besonders in schwierigen Zeiten

suchten die Schwarzen einen Halt (und nicht

nur diese!) und diesen gab ihnen die Kirche.

Für mich persönlich ist eine Kirche ein spiritueller

Ort und jeder darf dort seinen eigenen

«heiligen Moment» finden. Und natürlich

auch leben können. Und ganz pragmatisch:

Die Akustik in einer Kirche ist einfach ideal

für Gospel. Meine Musik kommt von Herzen

und dieses will ich auch bei meinem Publikum

berühren, unabhängig von Sexualität, Rasse

oder Religion.

Daten der aktuellen Gospel-Tour

«From The Heart» in der CR Agenda oder auf:

www.voicejaccard.ch.

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zum bleibenden Wert machen.

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oder um individuelle Optimierung geht.

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News Schweiz CRUISER Edition Winter 14/15

Flirt mit dem

Oscar

«Der Kreis» ist im Rennen um

die Nomination für den Oscar

als bester ausländischer Film.

Doch es gab auch schlechte

Nachrichten.

Der Film von Stefan Haupt über Röbi Rapp und

Ernst Ostertag heimst nicht nur laufend Preise

ein, er hält sich auch wacker in den Kino-Charts.

Nun wurde der Film vom Bundesamt für Kultur

(BAK) ausgewählt, um für die Schweiz ins Oscar-

Rennen um den Preis als bester ausländischer

Film zu steigen. «Der Kreis» nehme die Frage der

Emanzipation von Homosexuellen auf und setze

sie ästhetisch gelungen um, wie es in der Mitteilung

heisst. Im November waren Röbi Rapp

und Ernst Ostertag, zusammen mit einem Teil

des Produktionsteams, bereits in Hollywood auf

Promotions-Tour.

© pd

Der Brandanschlag

Im Rahmen des «Molodist International Film

Festivals» in der Ukraine wurde während der

Vorführung des französischen LGBT-Films «Les

nuits d’été» ein Brandsatz in den Zuschauerraum

des Kinos Zhovten geworfen – am Vorabend

war dort «Der Kreis» gezeigt worden. Die

Feuerwehr war zwar rasch zur Stelle, konnte

aber nicht mehr viel ausrichten: Das älteste

Kino von Kiew brannte bis auf die Grundmauern

nieder. Noch steht das Motiv des Täters

nicht fest, aber die Vermutung liegt nahe, dass

der Brandanschlag einen homophoben Hintergrund

hat.

Schöne Bescherung

an Weihnachten?

Die Reihe «Checkpoint im

Gespräch» widmet sich den

Verhaltensstrategien für die

Weihnachtszeit.

Eine Reihe von Feiertagen steht ins Haus. Gemütlich,

festlich, Zeit mit Familie und Freunden

– aber auch die Zeit von Spannungen. Die

Gefühlsduselei kann mächtig drücken, vor allem

auch wenn man sein Disclosure als HIV-

Positiver noch nicht gehabt hat. Welche Verhaltensstrategien

kann man im Familien- und

Freundeskreis nutzen? Wie können die Festtage

friedlich erlebt, ohne sich selber zurückzunehmen?

In «Checkpoint im Gespräch» wird

am Donnerstag, 18. Dezember über diese Vorgehensweisen

gesprochen. Wir immer findet

der Anlass ab 18 Uhr im Restaurant Bubbles in

Zürich statt.

www.myCheckpoint.ch

20 000 Franken

für Transgender-

Fragen

Transgender Network Switzerland

erhielt den mit 20 000

Franken dotierten Gleichstellungspreis

der Stadt Zürich.

Immer mehr Menschen, die sich nicht dem Geschlecht

zugehörig fühlen, dem sie bei Geburt

zugeordnet wurden, suchen Unterstützung

bei der Rechtsberatung von Transgender Network

Switzerland (TGNS) mit Sitz in Zürich.

Diese setzt sich seit 2010 dafür ein, die soziale

und rechtliche Lebenssituation sowie die medizinische

Versorgung von Transmenschen in

der Stadt Zürich zu verbessern. Auch macht

sich TGNS gegen Diskriminierung aufgrund

der Geschlechtsidentität und gegen Transphobie

stark. Zusätzlich leistet die Rechtsberatung

von TGNS in der Stadt Zürich bei Behörden,

Institutionen und in der Arbeitswelt wichtige

Aufklärungsarbeit zu grundlegenden

Prozessen rund um das Thema Trans*. Diese

Pionierarbeit in der Gleichstellung von Transmenschen,

auf individueller und insbesondere

auch auf rechtlicher Ebene, würdigte der

Zürcher Stadtrat im November mit der Preisvergabe

des Gleichstellungspreises. Stadtrat

Daniel Leupi überreichte den Verantwortlichen

an einer öffentlichen Feier im Stadthaus

den Preis, der mit 20 000 Franken dotiert war.

Schwule Alterswohnungen

Dank dem neuen Verein

«Queer Altern» soll es bald

Wohnungen für ältere LGBT-

Personen geben.

In drei bis vier Jahren sollen in Zürich die ersten

Alterswohnungen für Schwule und Lesben

eröffnet werden. Das ist das Ziel des im Oktober

gegründeten Vereins «Queer Altern». Vincenzo

Paolino, Vereinspräsident, sagte gegenüber

der Presse: «Ein Haus der Vielfalt soll es

werden». So sind Schwule, Lesben, Bisexuelle,

Intersexuelle, Transgender oder andere Personen

willkommen, die von einer «Heteronorm»

abweichen.

Nun will der Verein in einem ersten Schritt

einen Business-Plan erstellen sowie das nötige

Kapital finden. Bereits jetzt kann man

sich als Mitglied oder Gönner auf der Webseite

anmelden. Eine Einzelmitgliedschaft kostet

80 Franken.

Schwule Rugby-

Spieler gesucht

Gay-Sport Zürich führt das

schwule Rugby-Spiel ein und

sucht Mitglieder.

Weltweit gibt es derzeit über 50 schwule Rugby-Teams.

19 davon kommen aus Europa, aber

keines aus der Schweiz. Dies soll sich ändern,

weswegen die erste Gay-Rugby-Mannschaft der

Schweiz gegründet wurde. Rugby ist ein Teamsport,

der Zusammengehörigkeit, Variantenvielfalt

und nicht zuletzt auch soziale Kompetenzen

fördert, wie Gay-Sport Zürich schreibt.

Rugby kann auch jeder spielen. Das Alter, die

Figur und Körpergrösse sollen dabei keine Rolle

spielen, was zählt ist der Spass am Sport. Interessierte

können sich via www.gaysport.ch informieren

und anmelden.

Ein Regenbogenhaus

für Zürich

In Zürich wurde eine interessengemeinschaft

für ein offenes

Regenbogenhaus für die

LGBT-Community gegründet.

Die Homosexuellen Arbeitsgruppen Zürich

(HAZ) und weitere LGBT-Organisationen haben

im November eine interessengemeinschaft für

ein Regenbogenhaus gegründet. Dieses soll als

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CRUISER Edition Winter 14/15

News Schweiz

Gemeinschaftszentrum funktionieren und

an zentraler Lage eröffnet werden. Engagierte

Vereine soll man dort ein Dach anbieten können

und darüber hinaus soll ein attraktiver Treffpunkt

geschaffen werden. Das Regenbogenhaus

soll auch einen gastronomischen Betrieb führen

und eigene Veranstaltungen durchführen.

Als offenes und sichtbares Haus mit niederschwelligem

Zugang soll das Regenbogenhaus

als Bindeglied zwischen der LGBT-Community

und der Öffentlichkeit fungieren und so zu

mehr Toleranz und Akzeptanz in Zürich beitragen.

Für das Regenbogenhaus sind die Verantwortlichen

noch auf der Suche nach einer

geeigneten Liegenschaft. Der Kontakt ist unter

www.haz.ch zu finden.

Toleranz-

Kam pagne

mit Schweizer

Prominenz

Ohne die Hilfe von LGBT-

Organisationen wurde

die Kampagne «NEIN zu

Homophobie, JA zu Toleranz»

gestartet.

© pd

Nachdem sich die Eidgenössische Jugendsession

letztes Jahr mit dem Thema Homophobie

auseinander gesetzt hat und nationale

sowie internationale Ereignisse zeigen, dass

weiterhin grosser Diskussionsbedarf besteht,

hat die Jugendsession zusammen mit Youth

Rep eine neue Sensibilisierungskampagne

gestartet. Am 6. Oktober veranstalteten sie

eine Konferenz, die zugleich auch als Startschuss

für die neu lancierte Sensibilisierungskampagne

«NEIN zu Homophobie, JA

zu Toleranz» diente. Diese erhielt prominente

Unterstützung: Verschiedene Persönlichkeiten

wie Dominique Rinderknecht oder

Adrian Stern haben sich für das Projekt vor

die Linse gestellt. Nicht am Projekt beteiligt

waren namhafte Organisationen wie Pink

Cross oder LOS.

Ein «arrogantes»

Coming-out

Die NZZ fand unschöne

Worte zum Coming-out von

Apple-Boss Tim Cook

– und entschuldigte sich.

Es war die Sensation: Apple-Chef Tim

Cook hatte sich Ende Oktober als schwul

geoutet. Allerdings holt er dabei aus

und redet von einem «Geschenk Gottes»,

was viele Kommentare auslöste –

nicht nur in der homophoben Fraktion.

Homosexualität sei kein «Geschenk», meint

etwa die Journalistin Hanna Henkel in der

NZZ. Die sexuelle Orientierung sei wie auch

die Hautfarbe oder das Geschlecht nicht ein

Verdienst, sondern naturgegeben. Ebenso

schrieb Henkel, dass Tim Cook seine Macht

als Firmenchef mit seinem Coming-out im

Namen von Apple missbraucht habe. Dies sei

nicht ehrbar, sondern arrogant. Dieser Artikel

erntete ein Shitstorm und kurze Zeit später

äusserte der NZZ-Chefredaktor Markus

Spillmann öffentlich sein Missfallen über Artikel.

Er bedauerte, dass er publiziert wurde.

Sämtliche internen Kontrollmechanismen

hätten versagt.

Zahl der Diskriminierung

im Beruf

ist hoch

Die Ergebnisse der Umfrage

von Pink Cross zur Befindlichkeit

von schwulen Männern

am Arbeitsplatz.

An der nicht repräsentativen Umfrage von

Pink Cross nahmen insgesamt 247 Mitglieder

teil. Es galt, sich ein Bild darüber zu verschaffen,

wie schwule Männer mit ihrer Neigung

im Berufsleben umgehen. Über 96 Prozent

der Befragten gaben an, am Arbeitsplatz vollständig

oder teilweise geoutet zu sein. Die

grosse Mehrheit spricht sogar proaktiv oder

generell offen über die eigene sexuelle Orientierung.

Dennoch erlebten über 41 Prozent

bereits eine Form von Diskriminierung,

seien es unangebrachte Schwulenwitze, sexuelle

Anspielungen oder eine verweigerte

Beförderung. Diese Zahl ist hoch und zeigt,

dass Diskriminierungen im Alltag stattfinden

und eine grosse Zahl von schwulen Männern

betrifft.

Jedoch fühlen sich 96 Prozent der Teilnehmer

gegenüber ihren Heterokollegen gleichgestellt.

Trotzdem wünschen sich 26 Prozent

mehr Anstrengungen, um die Gleichstellung

von schwulen Männern im Arbeitsumfeld

zu fördern.

Benefiz veranstaltung

für

«du-bist-du.ch»

Am 15. Januar 2015 führt

die Beratungsplattform für

schwule und bisexuelle

Jungs einen Event im «Les

Garçons» durch.

Aus einer durchgeführten Studie zu Homosexualität

und Suizid in der Schweiz, ging

hervor, dass eine von fünf homo- oder bisexuellen

Personen im Laufe ihres jungen Lebens

einen Suizidversuch unternimmt. Dort will

die Beratungsplattform «du-bist-du.ch» ansetzen

und mit einer Benefizveranstaltung

© pd

Geld für neue Projekte sammeln, die dem

Angebot zugute kommen. Für die Durchführung

des Events in der Bar «Les Garçons» engagieren

sich alle ehrenamtlich. Luca Papini

übernimmt beispielsweise die Moderation

und das Drag Queen Duo Donna Tella und

Stella Divine soll anwesend sein. Genaue Details

zum Anlass werden im Dezember bekanntgegeben.

«du-bist-du.ch» wurde 2010

von der Zürcher Aids-Hilfe (ZAH) ins Leben

gerufen.

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DJs




House, RnB &

Balkan Beats

Hosted by

22 UHR25AB 18 J

Show



Zürich

Tickets


CRUISER Edition Winter 14/15

Fotostrecke

Photographer

Michael Andrew

www.brunogmuender.com

Michael Andrew signiert seinen Fotoband © Bruno Gmünder Verlag

St. Petersburg, die zweitgrösste Stadt Russlands, ist eine Stadt von unbeschreiblicher

Schönheit. Sie war vom 18. bis ins 20. Jahrhundert die

Hauptstadt des russischen Kaiserreiches, ist ein europaweit bedeutendes

Kulturzentrum und beherbergt den wichtigsten russischen Ostseehafen.

Die historische Innenstadt mit 2300 Palästen, Prunkbauten und Schlössern

ist Weltkulturerbe der UNESCO. In hinsicht auf die Anzahl Baudenkmäler

wird St. Petersburg weltweit nur noch von Venedig übertroffen.

Negative Berühmtheit hingegen erlangte St. Petersburg im Februar 2012,

als das Kommunalparlament der Stadt ein Verbot von «Schwulenpropaganda»

erliess. Dies war wegweisend für das später in Kraft getretene Gesetz

in ganz Russland. Seitdem ist Schwulsein in Russland noch verpönter.

Umso schöner, dass der Fotograf Michael Andrew sich künstlerisch den

Boys von St. Petersburg angenommen hat. Fast zwanzig Mal besuchte der

australische Fotograf die Metropole an der Newa. Es sind sensible, persönliche

und ästhetische Einblicke in die Lebenswelten der «Boys of St.

Petersburg» entstanden. Andrew selbst nennt seine fotografische Auseinandersetzung

mit St. Petersburg und den Boys «eine Reise in die russische

Seele», zu der heute auch die CR-Magazin-Leser eingeladen sind.

Boys of St. Petersburg, Michael Andrew

128-seitiges Fotobuch, Format: 26 x 34 cm, erschienen im November

2014 im Bruno Gmünder Verlag, www.brunogmuender.com

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Lifestyle CRUISER Edition Winter 14/15

HOT 4 YOU!

The Gentlemen’s Clinic

Vor kurzem eröffnete in Zürich die erste Beautyklinik – exklusiv

für Männer! Das feine Ambiente mit Seesicht setzt

neue Standards in ästhetischer Medizin, Lifestyle und Kundenservice.

Die Klinik richtet sich sowohl an gesundheitliche

wie auch ästhetische Bedürfnisse von stilbewussten, urbanen

Männern über 30 Jahren, die hohe Ansprüche an sich selbst

und an das Leben stellen. Der Hauptfokus liegt auf ambulanten,

minimal-invasiven Behandlungen im Bereich der plastischästhetischen

Chirurgie wie auch der kosmetisch-ästhetischen

Medizin. Alle Fachärzte verfügen über eine fundierte Ausbildung

im In- und Ausland sowie langjährige Berufserfahrung.

Der Kundenservice («The G Experience») ist einzig artig:

5-Stern-Hotel-Service wird hier mit den medizinischen

Angeboten einer Klinik kombiniert. Bei grösseren Eingriffen

wie einer Penisvergrösserung gibt es gar einen Limousinen-Pick-

UP / Drop-off-Service, dies ist dann auch im Preis ab

CHF 5000.– inbegriffen. Unbedingt das Executive Wellness

Package ausprobieren; Gesichtsbehandlung gegen müde Haut,

eine belebende Kopfmassage sowie eine Wellness-Massage

nach Wahl für CHF 380.– (2,5h).

The Gentlemen’s Clinic, Utoquai 39, 8008 Zürich,

www.gentlemensclinic.com

KYÄNI

Beauty Night

Am Donnerstag, 18. Dezember um 18 Uhr steigt

im Komplementair Men in Zürich die erste KYÄNI

Beauty Night. Das Wunder-Elixier aus den USA besitzt

nicht nur eine leistungsstarke Superfood-Kombination, es hält

tatsächlich auch, was es verspricht, nämlich höchstes Wohlbefinden

und beste Lebensqualität zu schaffen. Die Nahrungsoptimierungen

von KYÄNI wirken gezielt von innen heraus und besitzen

zudem eine anitoxidantische Wirkung. Bereits nach einer Woche

strahlt das Gesicht eine unglaubliche Frische aus, man fühlt sich fit,

ausgeglichen und konzentriert. Die Geschäftsleitung Schweiz sowie

ein diplomierter Apotheker präsentieren die Produkte und stehen

anschliessend bei Prosecco den Gästen Red und Antwort. Die Produkte

können direkt im Laden bezogen werden oder auch über:

www.rundumgsund.net

KYÄNI Beauty Night @ Komplementair Men

Anmeldung unter:

www.facebook.com/Kyaninight

Duftende Kerzen

Die neuen und exklusiven Duftkerzen aus dem Hause Evidens de Beauté bringen ein

sinnliches und wohlriechendes Ambiente zu dir nach Hause. Jedem einzelnen Bestandteil

wurde besonders viel Aufmerksamkeit gewidmet: ein einzigartiger Wachs, Reis,

Soja- und Kokosöl und ein Docht aus reiner Baumwolle, alles aus natürlicher Herkunft. Die

Duftkerzen gibt es in 4 verschiedenen Ausführungen. Unser Favorit; Jardin de Grasse

– mit viel Bergamotte und Amber!

Im ausgesuchten Handel, CHF 65.–

30


CRUISER Edition Winter 14/15

Lifestyle

Back to the 70’s

Adidas bringt einen coolen Teambag im raffiniertem

70er-Jahre-Look zurück an den Mann. Das perfekte

Geschenk für nach den ausschweifenden Fressorgien

in der Weihnachtszeit. Denn im Januar nimmt

der Run auf die Fitnessabos wieder markant zu. Da

der Body etwas aus der Form geraten ist, will

Mann im Gym dafür mit einer tollen Tasche punkten.

Für CHF 220.–, www.adidas.ch

MUST HAVE!

Aramis Adventurer ist für die neue Generation des Aramis Gentleman.

Sportlich, kultiviert. Weitgereist, athletisch,

stark und selbstsicher. Eine spritzige Frische trifft auf mysteriöse

und verführerische Holznoten. Der maskuline Duft ist

ab sofort im Handel als limitierte Edition erhältlich.

Eau de Toilette, 110ml CHF 89.–

Cooler Denim unter

dem Weihnachtsbaum

Die Zeit der Geschenke und Feste steht vor der Tür. Mit der Levi’s

2014 Holiday Collection werden Feiertage nicht nur

stimmungsvoll, sondern vor allem stylish! Levi’s läutet durch

neue Details und wärmende Materialien den Winter mit

all seinen Festlichkeiten ein. Ein besonders cooles Teil der Kollektion

ist dieses Western-Hemd für modebewusste Kerle.

Das Modell aus gebürstetem Denim sorgt mit der kontrastierenden

Schulterpartie bestimmt für Aufsehen auf dem

Gabentisch. Am besten gleich den Liebsten, den Bruder, den Papa

und den Onkel damit beglücken.

Für 199.– CHF unter Levis.com erhältlich.

Neuer Strellson Shop

Strellson, das internationale Mode- und Lifestyle-Unternehmen

aus der Schweiz, hat vor kurzem seinen ersten eigenen

Schweizer Monobrand Store an bester City-Lage, am Rathausplatz

in Zürich eröffnet. Auf 220 m2 präsentiert sich

Strellson mit der Business-Linie Strellson Premium und der

Casual-Linie Strellson Sportswear. Das Interior Design ist

schlicht und klar. Weiss, Grau und Schwarz dominieren. Die

Teppiche von der Firma Kasthall werden in Schweden

speziell für Strellson hergestellt. Brickwall Elemente schaffen

einen urbanen Loft Charakter. Im Obergeschoss verfügt

der Store zusätzlich über einen Loungebereich.

Strellson Store Zürich,

Limmatquai 58, 8001 Zürich

31


Kultur CRUISER Edition Winter 14/15

Electroboy

Im ersten Dokumentarfilm

von Regisseur Marcel Gisler

blickt Florian Burkhardt suchend

auf sein Leben zurück.

Der Dokumentarfilm «electroboy» erzählt die

atemlose Lebensgeschichte von Florian Burkhardt,

der aus beengten Schweizer Verhältnissen

in die Welt hinauszieht auf der Suche nach

Ruhm und Anerkennung. In einer Reihe von

Erfolgsstories erfindet er sich in kürzester Zeit

immer wieder neu, wechselt Milieus und Karrieren

wie andere ihre Hemden. Doch entpuppt

sich dieses Leben im Eilzugtempo immer mehr

als Flucht vor der eigenen Geschichte, die ihn

irgendwann unerbittlich einholt. Ein schicksalhaftes

Ereignis aus der Vergangenheit wirft

seinen langen Schatten auf ihn und er muss

sich der Frage stellen: Wer bin ich wirklich und

warum?

Volksoper Zürich

Die neue Volksoper Zürich

bringt mit Friedrich von

Flotows «Martha» einen

Opern-Klassiker zurück auf

die Bühne.

Heutzutage werden Opern oft mit einem absurden

Bühnenbild inszeniert und nicht selten

müssen die Sänger in unschönen Kostümen

agieren, wenn nicht sogar ganz nackt. Diesem

Trend hält die neu gegründete Volksoper Zürich

entgegen. «Oper darf Spass machen und soll das

Herz berühren», sagt Andreas Dick, Mitbegründer

und Präsident der Volksoper Zürich. Die erste

Produktion, die nun Premiere feiert, ist die an

schwungvollen Melodien reiche romantisch-komische

Oper «Martha» von Friedrich von Flotow.

Die Volksoper Zürich will als neu gegründetes

Musiktheater beliebte Bühnenwerke in deutscher

Sprache für ein breites Publikum in Zürich

und verschiedenen Gastspielorten der

deutschen Schweiz auf die Bühne bringen. Die

Aufführungen sollen unterhalten, berühren

und verständlich sein. Bühnenbild und Kostüme

geben den ursprünglichen Charakter des

Werks wieder.

Das verlorene

Wochenende

Wenn ein Drink zu viel ist

und 100 nicht genügen – der

vergessene Literatur-Schatz

von Charles Jackson.

Manhattan 1936, East Side. Don Birnam trinkt.

Und der Schriftsteller hat längst jenen Punkt erreicht,

an dem ein Drink zu viel ist und hundert

nicht genügen. Seit dem letzten Absturz kaum

wieder auf den Beinen, widersetzt er sich erfolgreich

allen Versuchen seines Bruders Wick, ihn

zu einem langen Wochenende auf dem Land zu

überreden, und bleibt fünf Tage in der gemeinsamen

Wohnung allein. Dort nimmt das Schicksal

seinen Lauf: Don trinkt, beschafft sich Geld,

verliert es, besorgt sich neues, landet auf der

Alkoholstation, trinkt weiter.

Das Werk wurde von der Kritik wohlwollend

aufgenommen – auch wenn beispielsweise von

einer «süffigen Hochstaplerstory» gesprochen

wurde. Regisseur Marcel Gisler («Rosie») wollte

hinter die Fassade des «schwer fassbaren Multitalents

und Glamourboys» schauen. Daraus entstand

die Selbstfindung des Florian Burkhardt,

getarnt als Filmprojekt. «electroboy» könnte

daher das filmische Denkmal eines interessanten

schwulen Mannes sein – oder einfach das

düstere Spiegelbild von Narziss – der Zuschauer

wird entscheiden. Sicher ist, dass der Streifen

wohl niemanden kalt lassen wird. So gesehen

hat «electroboy» schon gewonnen.

Electroboy

Vinca-Film

Im Kino

32

Das professionelle Solistenensemble der «Martha»

wird begleitet von einem zwölfköpfigen Berufsorchester

unter der Leitung von Kelly Thomas.

Regisseurin Monika Wild inszeniert das

Werk mit viel Charme und Humor. Landleute,

Jäger und Mägde werden verkörpert durch den

aus zwanzig begeisterten Amateur-Sängern bestehenden

Chor der Volksoper Zürich.

Volksoper Zürich

Martha, Theater im Seefeld

Am 5., 6. und 7. Dezember

www.volksoper.ch

Schwankend zwischen Euphorie und Verzweiflung,

Selbsterkenntnis und Selbsttäuschung,

Inspiration und Panik, glasklarem Denken und

tiefer Umnachtung, fällt Don zunehmend ins

Delirium. Der Dörlemann-Verlag präsentiert

die Neuübersetzung des Klassikers von Charles

Jackson. Der Roman wurde 1946 von Billy Wilder

verfilmt und für mehrere Oscars nominiert.

Charles Jackson: Das verlorene Wochenende

Aus dem Amerikanischen von Bettina

Abarbanell

Mit einem Nachwort von Rainer Moritz

Dörlemann Verlag AG

Im Handel


CRUISER Edition Winter 14/15

Kultur

Z wie Züri

Wenn Zwingli und Pestalozzi

die Limmatstadt retten

wollen, wird gesungen und

getanzt.

Nach erfolgreichen Neuinszenierungen von

Schweizer Theaterklassikern, wie etwa der

«Niederdorf-Oper», wird im Dezember auch

das legendäre Stück «Z wie Züri» im Bernhard

Theater aufgeführt. 1976 wurde die «Cabaret-

Revue», wie das Stück damals angekündigt wurde,

uraufgeführt und vom Zürcher Publikum

mit enormer Begeisterung aufgenommen. Geschrieben

wurde es von den Theaterautoren

Hans Gmür und Karl Suter, die Musik stammt

von Hans Moeckel und Peter Jacques. Und darum

geht’s: Um Zürich steht es noch immer

schlecht (wie damals), und deshalb muss ein Engel

nochmals nach Zürich gehen (so, wie es im

berühmten Lied heisst: «Es Ängeli muess uf Züri

gah»), um dem Himmelskomitee berichten zu

Elvis 80

Am 8. Januar 2015 wäre der

King 80 Jahre alt geworden.

Eine neue CD-Box würdigt

dies mit neuen Aufnahmen.

Zugegeben, von Elvis Presley gibt es mehr Bestof-Alben,

als einem lieb ist. Doch der kommende

18. Januar ist ein denkwürdiges Datum, denn

der King wäre 80 Jahre alt geworden. Deswegen

wird im Dezember, passend zum Weihnachtsgeschäft,

eine neue CD-Box mit dem Titel «Elvis

80» veröffentlicht. Schliesslich ist Elvis Presley

nicht nur der erfolgreichste Künstler aller Zeiten,

er ist auch der unbestrittene Wegbereiter

aller Pop- und Rock-Künstler, die nach ihm kamen.

Die neue CD-Box soll das musikalisches Schaffen

zu seinem Geburtstag würdigen. Neben einer

beachtlichen Anzahl von Hits und Balladen,

die auf zwei CDs untergebracht wurden,

ist besonders der dritte Silberling spannend.

Diese CD enthält Neufassungen und seltene

Versionen von Elvis-Songs. Sei es die neue Single

«Shake That Tambourine» im Remix, sei es der

Welthit «A Little Less Conversation» von JXL, sei

es der coole Clubmix «Rubberneckin’» von Paul

Oakenfold oder «Burning Love», bei dem man

Geron

Wenn ein Jüngling einen

Senior liebt – die romantische

Komödie ohne Tabus

von Bruce LaBruce – neu

fürs Heimkino.

Aus Kanada kommen oft besondere Meisterwerke,

so auch Geron von Skandal-Maestro, Provokateur

und Teddy-Preisträger Bruce LaBruce

(«Hustler White», «The Raspberry Reich»). Statt

wie bisher auf einen sexuell expliziten Trashfilm

zu setzen, beweist LaBruce, dass er auch

können. Zum Komitee gehören prominente Zürcher

wie Zwingli, die heilige Regula, Pestalozzi

und Gottfried Keller, die in Zürich die Ordnung

wieder herstellen wollen. Damit die neue Inszenierung

unter der Regie von Björn Bugiel nicht

verstaubt daherkommt, hat der Witzeschreiber

Domenico Blass noch weitere Wendungen und

Figuren neu erdacht, die in der Urfassung noch

nicht dabei sein konnten.

Z wie Züri

Bernhard Theater

Im Dezember bis 4. Januar

www.z-wie-zueri.ch

ermessen kann, dass Elvis auch für U2 ein guter

Frontmann geworden wäre. Hinzu kommen

Duette mit Nancy Sinatra, Ann Margret oder die

Neuadaption von «Love Me Tender» zusammen

mit Dani Klein, der Sängerin von Vaya Con Dios.

Elvis 80

Sony Music / RCA

Ab 5. Dezember im Handel

anders kann und erzählt auf liebevolle Weise

die Geschichte des bildhübschen 18-jährigen

Lake, der seine Vorliebe für ältere Männer entdeckt.

Als Pfleger kommt er dem charmanten

und charismatischen Mr. Peabody (wundervoll

gespielt von Walter Borden) näher und beschert

dem Grand Seigneur einen zweiten Frühling.

Das romantische Roadmovie ganz im Stil von

«Harold & Maude» überzeugte die Kritiker. So

schrieb etwa das deutsche Magazin «Männer»,

dass der Film auf subtile Weise mit einem Tabu

breche. Die Bilder des Filmes seien weiter gekonnt

inszeniert und eingefangen, mit einer Ästhetik

und Erotik ins Bild gesetzt, die das Kino

bislang nicht kannte. Das Magazin spricht sogar

vom besten Film des Jahres. Ausgezeichnet wurde

«Geron» bereits mit dem «Grand Prix Focus››

des Festivals du Nouveau Cinéma, Montreal.

Geron

Pro-Fun Media

Als DVD im Handel

33


Szene CRUISER Edition Winter 14/15

Partys und Events Seite 69

Mit DJ-Urgestein ElfERich

Die Gay–Partyreihe im Kapitel Bollwerk Bern

gibt dem Berner Urgestein DJ ElfERich die Gelegenheit,

sein Talent als versierter Plattenleger

einzusetzen. ElfERich ist seit vielen Jahren ein

Garant für spannende, melodiöse und manchmal

auch psychedelisch-verträumte Tanzmusik.

Als Mitorganisator legendärer Partyreihen im

Frauenraum wie DrangSaal, TonVision und Barometer

hat er sich seine Fähigkeiten erarbeitet,

die Stimmung auf der Tanzfläche aufzunehmen

und weiter aufzuheizen.

bestimmt keine Rutenschläge an der Jackparty.

Das musikalische Zepter schwingt in dieser

Nacht unter anderem Gloria Viagra: Egal wo sie

auftaucht, die leuchtturmhohe Ikone der Berliner

Community behält mit ihren zwei Metern

zehn garantiert den Überblick. Ob hinter dem

DJ-Pult im sonntäglichen In-Place der deutschen

Hauptstadt, dem GMF oder vor der Kamera etwa

bei «Frauentausch», Glorias Facettenreichtum

kennt kaum Grenzen. Diesmal erhält die Gute

zudem Unterstützung von den lokalen Soundmischlern

Juiceppe und Angel O. Ob Remixes

für Madonna oder zusammen an den Decks

mit Mousse T. oder Roger Sanchez: Juiceppe

kennt sich auch auf dem internationalen Parkett

bestens aus. Angel O. wiederum spielt sich

kreuz und quer durchs heimische Nachtleben:

Jack holt ihn auch immer wieder gerne zu sich

an die Regler.

Jack – The Dreams and Aspiration Issue

Samstag, 6. Dezember, ab 23 Uhr

Festsaal, Pelikanplatz, 8001 Zürich.

www.jackcompany.com

Discoknabe © pd

Eine Fanbase nennt auch Sauvage, der zweite

Gast-DJ des Abends, sein eigen. Der Zürcher Resident

der Heldenbar im Provitreff ist bereits

zum dritten Mal bei Seite 69 dabei. Satte technoide

Bässe, verspielte Klänge, frische Melodien

und ein nervöses Gezappel hinter dem DJ-Pult

gehören zur Taktordnung der Sets von Sauvage.

Discoknabe als Resident von Seite 69 sorgt für

ein standesgemässes Intro und bereitet den Austausch

der Generationen vor.

Seite 69 – homosexuell, heterofreundlich

Freitag, 5.Dezember, ab 22.00 Uhr

Kapitel Bollwerk, Bollwerk 41, 3011 Bern

www.seite69.ch

Jack

The Dreams and Aspiration

Issue

«Und, seid ihr alle brav gewesen?» So oder so,

zum Samichlaus im Zürcher Kaufleuten gibt’s

Innischwer-

Drinnisch

Die Wonderworld-Freitagsparty

Bereits am Freitag beginnt das Traum-Wonderworld-Wochenende

mit der Funky Pop Night

«InnischwerDrinnisch» mit dem bekannten

DJ Juiceppe. Die Party mit gemischtem Publikum

findet im charmanten Club Bagatelle§93

in Zürich statt. Der Club besticht durch sein

Konzept mit Barbetrieb im Parterre und Tanzfläche

(mit Bar) im 1. Stock. Wer nicht auf elektronische

Musik steht und wieder einmal die

«guten alten» Hits hören möchte, ist hier genau

richtig. Der Eintritt ist frei!

InnischwerDrinnisch

Freitag, 12. Dezember, Barbetrieb ab 20 Uhr

Cluböffnung 23 Uhr

Bagatelle§93, Langstrasse 93, 8004 Zürich

www.wonderworldparty.com

Wonderworld

Dreams

Die grosse Samstagparty

Seine Träume wahr werden lassen – das verspricht

wortwörtlich die Wonderworld-Dreams-

Party. Die «Traum-Party» findet im beliebten

Club X–Tra an der Limmatstrasse in Zürich statt.

Auf zwei Dancefloors wird richtig traumhaft

aufgedreht. Die DJs Chris Bekker, Artemiss und

Ajaxx sorgen auf dem Mainfloor für den richtigen

Sound. Dort erwarten die Gäste tolle Darbie-

34


CRUISER Edition Winter 14/15

Szene

tungen in Form einer Breakdance-Show, einer

Lasershow und einer traumhaften Dekoration.

Als Alternative zum Mainfloor finden Tanzwütige

den Disco/Pop-Floor mit den DJs Luca Papini

und Wollana. VIP-Tickets sind erhältlich

und Lounges können gemietet werden. Weitere

Informationen dazu auf der Wonderworld-

Website.

Wonderworld Dreams

Samstag, 13. Dezember

Club X–Tra, Limmatstrasse 118, 8005 Zürich

www.x-tra.ch

www.wonderworldparty.com

Wonderworld

Dreams Afterhour

Zu Ende Träumen

Für Tanzwütige und die, die es werden wollen,

geht die Party an der offiziellen Wonderworld-Dreams-Afterhour

weiter. Diese findet am

Sonntagmorgen im Club Bagatelle§93 statt. Der

Club befindet sich nur rund 500 Meter vom Club

X-TRA entfernt und kann problemlos zu Fuss

erreicht werden. Musikalisch zum Träumen

bringen werden die Gäste Star-DJ Chris Bekker

und Strumberg. Ein perfekter Anlass, um noch

mal richtig traumhaft abzugehen! Für das ganze

Wochenende bietet Wonderworld attraktive

Hotelpackages an, die über die Website gebucht

werden können.

Wonderworld Dreams Afterhour

Sonntag 14. Dezember, ab 5 Uhr

Bagatelle§93, Langstrasse 93, 8004 Zürich

www.wonderworldparty.com

The France Delon

Show

Im Heaven

Der ganz normale Wahnsinn kehrt zurück!

Wenn Petrus vor Lachen weint und Frau Holle

zur Schneekanone greift, dann kann das nur

eines heissen: Mutti kommt in den Himmel!

Mit alten Hits und neuen Sprüchen kehrt die

Grande Dame der Travestie nach Zürich zurück

und gibt zwei Shows im Heaven Club. Erstmals

am Freitag, den 19. Dezember. Türöffnung ist 20

Uhr. Freie Platzwahl.

The France Delon Show

Freitag, 19. Dezember, Samstag, 20. Dezember

Jeweils 20 Uhr

Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich

www.heavenclub.ch

Boyahkasha

X-mas

Im vereinten Exil-Blok-Club

Boyahkasha wird an Weihnachten Vollgas geben:

mit zwei bekannten Star-DJs und mit einer

Party in einer Location, die es so nicht ein zweites

Mal geben wird. Der Blok Club und das Exil

Anzeige

Wir sagen Euch Danke, auch in diesem Jahr –

und stossen an auf ein Neues in der ip- op-Bar.

24./25.12. SOWIE 31.12./1.1. AB 19 UHR GEÖFFNET

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35


Szene CRUISER Edition Winter 14/15

Freemasons © pd

spannen zusammen und reissen die Mauer ein,

die sie räumlich voneinander trennt. Durch den

Zusammenschluss ensteht eine neue aufregende

Venue mit 3 Floors und einem riesigen Outdoor-

& Chilloutbereich.

Die Freemasons, das bekannte britische DJ- &

Produzenten-Duo, kommen diesmal als Headliner

nach Zürich und werden an der Boyahkasha

ihr Debüt feiern. Produktionen mit Beyoncé

machten sie weltweit bekannt. Sie haben aber

auch mit anderen bekannten Stars wie Kylie

Minogue, Whitney Houston und Moby zusammengearbeitet.

Sie spielen auf dem Mainfloor

im Blok Club und werden alle ihre bekannten

Songs spielen.

Ausserdem reisen Fabio Luigi aus London, bekannt

von den Matinée- und Beyondpartys sowie

die grossartige Gloria Viagra aus dem Berliner

GMF an, um Zürich an Weihnachten zu

einem neuen Partyhotspot zu machen. Sein

Debüt feiert Newcomer-DJ Ricardo Ruhga an

der Weihnachtsausgabe der Boyahkasha. Er ist

für Heldenbargänger und Balkannacht-Fans

bereits ein Begrif. Er wird auf dem dritten Floor

seinen Mix aus Balkan- und HipHop-Beats zum

Besten geben. Die beiden Zürcher DJs Louis de

Fumer und Zör Gollin beschallen den zweiten

Floor im Exil Club. Und mit Shirley van Bextor

steht auch diesmal wieder einer der wildesten

und durchgeknalltesten Live Acts dieser Stadt

auf der Bühne.

Boyahkasha X-mas

Donnerstag, 25. Dezember

Exil Club / Blok Club

Hardstrasse 245 / Schiffbaustrasse 3

8005 Zürich

boyahkasha.ch

Molke 7

Milchbüechli Party

Milchbüechli, die Zeitschrift für die falschsexuelle

Jugend wird komplett von Jugendlichen

produziert und gestaltet. Mit Molke 7

36

organisiert die Zeitschrift zum zweiten Mal

eine ihrer weitherum beliebten Partys in

Zürich. Nebst viel tanzbarer elektronischer

Musik wartet die Party mit einem besonders

jugendfreundlichen Eintrittspreis von CHF 10.–

auf und die Party ist ab 16 Jahren.

Molke 7 Freitag, 26. Dezember, ab 23 Uhr

Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich

www.heavenclub.ch

Flexx Booom

Silvesterparty

Und wieder ist ein Jahr vorbei! Was gibt es dann

besseres, als das neue Jahr mit einem fulminanten

Booom zu beginnen! An der Flexx Booom

Silvesterparty in der alten Kaserne an der Kanonengasse

16 in Zürich lassen das Flexx-Team

wieder mal die Puppen tanzen. Den passenden

Klangteppich dazu liefern DJ Chris Montana,

DJ Ambient P. und DJ Vasco. Eine Spezial-Deko

und Lasershow runden die heisseste Silvesterparty

der Stadt ab. Türöffnung ist um 23 Uhr.

VIP-Lounges können über die Webseite flexxparty.ch

gemietet werden. Beginne das neue

Jahr mit einem Booom – an der Flexx Booom

Silvesterparty!

Flexx Booom Silvesterparty

Mittwoch 31. Dezember, 23 Uhr

Alte Kaserne, Kanonengasse 16, 8004 Zürich

www.altekaserne.com

Behave

Spitzenspiel in der Büxe

Für einmal treten Zürich und Basel nicht auf

dem Fussballplatz gegeneinander an sondern

an den Turntables. Für Zürich tritt der allseits

bekannte Nici Faerber an, während Basel von

Diskomurder (u.a. Hinterhof, Nordstern) vertreten

wird. Für Fairplay sorgt Playlove. In Zürich

zwar stadtbekannt aber dank ihrer österreichischen

Wurzeln zur musikalischen Schiedsrichterin

befähigt. Egal wie das Spiel ausgeht, zu

den Gewinnern zählen bei diesem Line-Up auf

jeden Fall die Fans und deshalb dürfen auch alle

am grossen T-Shirt Tausch teilnehmen.

Behave – Anything but straight

16. Januar, ab 23 Uhr

Frieda’s Büxe, Friedaustr. 23, 8003 Zürich

www.friedasbuexe.ch

Balkan Gay Night

6 Jahre-Jubiläum

Die verrückte Balkan-Gay-Showtruppe ist zurück

mit ganz vielen Vorsätzen fürs neue Jahr.

Zuoberst auf der Liste: Nie ein Kleid zweimal

tragen! Aber nicht nur die Kleider sind neu

sondern die ganze Show. Und natürlich die

Schuhe. Vor allem die Schuhe! Und als wäre

das alles noch nicht genug: Die Balkan Gay

Night feiert an diesem Abend Jubiläum. Wir

alle wissen, wie hoch es an einer Balkan Gay

Party zu und her geht. Aber was an einem

6-jährigen Jubiläum abgeht, das lässt sich nur

erahnen.

Balkan Gay Night

Freitag, 23. Januar, ab 23 Uhr

Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich

www.heavenclub.ch

SportsParty

Zurich

Im Escherwyss Club

SportsParty garantiert ein neues sportliches

Partyerlebnis. In der grossen «Sportarena» im

Herzen von Zürichs Partymeile, im Kreis 5, geht

der «Sportanlass» im Escherwyss Club über die

Bühne mit Vocal und Club-House und Ibiza

Style-Music. Passend zum Motto heizen sportliche,

sexy Tänzer aus ganz Europa zusätzlich

ein. Ein Tipp fürs Outfit: sexy Sportbekleidung

von ES Kollektion – oder ganz einfach sportlich

gekleidet. Es soll gefeiert werden, als gäbe es

kein Morgen.

Ticketvorverkauf: Cranberry, ES Shop Zürich,

Männerzone, Daniel H, Moustache Sauna, Les

Garcons, Heaven Club Minibar.

SportsParty Zurich

Samstag, 31. Januar

Escherwyss Club Zürich,

Hardstrasse 305, 8005 Zürich

www.escherwyss.ch, www.playerz.ch


CRUISER Edition Winter 14/15

Kapitel Titel

LAST MINUTE

CHRISTMAS

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UNSERE TERMINE ÜBER DIE FESTTAGE

SAMSTAG 6. DEZEMBER

CHLAUS-HÖCK

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FREITAG, 26. DEZEMBER

BAR 22 – 3 UHR

SAMSTAG, 27. DEZEMBER

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DO. 1. JANUAR BIS DO. 8. JANUAR 2015

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37


Aufgespürt CRUISER Edition Winter 14/15

Auf diese Dinge

haben wir nicht

gewartet

Von Haymo Empl

38

Weihnachten steht an – und

im Internet findet man unglaublich

viele mögliche Geschenkideen.

Wir stellen hier

Trouvaillen vor, welche wir

von unserem letzten US Besuch

im Gepäck hatten und

erklären, warum diese Produkte

den Weg unter den Weihnachtsbaum

hoffentlich nicht

finden. Alle Produkte wurden

von uns getestet und für

schlecht befunden.

Lip Explosion

Nie im Leben einfach

eine gewöhnliche

Lippenpomade.

Nein. Lip

Explosion

verspricht,

die Lippen

grösser zu machen.

Die Redaktion

hat’s getestet.

Es funktioniert! Nach

dem Auftragen kribbelt es

ein wenig, dann werden die

Lippen erst kalt, dann grösser.

Und nach einer Stunde fühlen sie

sich trocken an. So sehr, dass sofortiges Lip-

Explosion-Nachladen nötig ist. Es gibt eine ähnliche

Version in der Schweiz, aber die enthält nicht

die gleichen Inhaltsstoffe wie die US-Powerversion.

Denn manches, was drin ist, ist bei uns nicht zugelassen.

Nikotinsäure in hoher Dosis, beispielsweise.

Lip Explosion darf unter keinen Umständen

den Weg unter den Weihnachtsbaum finden, da

– einmal aufgetragen – enormes Suchtpotenzial

besteht. Und gerade die Bärenfraktion dürfte daran

wenig Freude haben. Zudem sind 33 US Dollar

auch nicht gerade wenig Geld, das kann besser investiert

werden.

Rauchgeruch-Wunderbaum

Wir rauchen hier in Schweiz noch immer, aber

in Bars ist es schon länger verboten. Für alle, die

sich nach dem Geruch von verrauchten Kneipen

sehnen, gibt’s diesen Wunderbaum. Wir haben

das Ding ausprobiert und es stinkt wirklich so,

wie die Kleider nach einer Nacht im T&M jeweils

gerochen haben. Gehört nicht unter den Weihnachtsbaum,

da der chemische Rauchgeruch

ungefähr gleichviel Spass macht wie eine E-Zigi.

Zudem gefällt der Motivaufdruck nur mässig.

Spam, für den kleinen Hunger.

Eine Dosenfleischzubereitung, die derart fettig

(besteht nur aus Sauenfleisch) und salzig ist, dass

die Wortnutzung im E-Mail-Bereich nur noch

wenig wundert. Es ist wohl eines der trashigsten

Lebensmittel überhaupt! Kann gemäss dem üblichen

US-Piktogramm auf der Rückseite der Dose

kalt oder warm gegessen werden, darf aber nicht

direkt in die Mikrowelle gestellt werden, weil die

Dose explodieren könnte. Spam darf nicht unter

den Weihnachtsbaum, weil’s derartig salzig ist,

dass das enthaltene Salz das Gesicht aufdunsen

lässt…und wir wollen an Weihnachten doch nur

schöne Gesichter!

Hundehalsband mit integriertem

Elektroschock.

Die total tolle US-Erfindung und bei uns

mittlerweile auch bekannt durch

den kleinen Mexikaner mit den

gebleichten Zähnen: Cesar

Millan nutzt dieses Instrument

gerne und

sorgt in Europa für

Entrüstung bei

allen Tierschutzorganisationen.

Macht der

Hund was falsch

(zum Beispiel bellen),

kann auf den

Knopf der Fernbedienung

gedrückt werden,

und der Hund

bekommt einen

Elektroschock.

Besonders fies:

der Boost-Knopf,

der das Tier regelrecht

aufspringen

lässt. Wollen wir nicht

unter dem Weihnachtsbaum,

denn je nach dem, von wem es an wen

geschenkt wird, sorgt ein solches Geschenk für

heftige Irritation

Göt 2b, die US Version.

Ein Haargel. Getestet – so steht es auf der Verpackung

geschrieben – «im Windkanal». Betonfeste

Frisuren, beinahe. Die US-Version wird nicht wie

das fast gleichlautende Produkt von der Firma

Schwarzkopf hergestellt, sondern von «Fat Boy

Concepts». Und die US-Version heisst eben Göt 2b.

Ö ist in den USA ein Buchstabe, von dem man

total keine Ahnung hat, wie man ihn ausspricht.

Aber für die Amis verkörpert ein Umlaut Qualität.

Weil nicht mal Joan Collins derart betonfeste

Frisuren in ihrer besten Zeit hingekriegt hat und

für die Entfernung ihres Haarsprays jeweils zum

Frisör musste, gibt’s auch ein Göt 2b unglue. Nur

mit diesem Shampoo kriegt man die Windkanalfrisur

wieder los. Passt nicht unter den Weihnachtsbaum,

weil wir diese Saison gottseidank

von Turmfrisuren aller Art verschont bleiben. US-

Göt 2b Glue ist aber vielleicht für’s Hipsterli geeignet,

um den Bart in Form zu bringen – das konnten

wir aber nicht testen, mangels Test-Hipster.


CRUISER Edition Winter 14/15

Blick zurück

Ikonen von

damals

Rosa von Praunheim: unermüdlicher,

preisgekrönter

Filmemacher

Von Haymo Empl

In unserer Serie stellen wir

Ikonen aus vergangenen Dekaden

vor, berichten über

gefallene Helden und hoffnungsvolle

Skandalsternchen

aus längst vergangenen

(Gay) Tagen. Dieses Mal: Rosa

von Praunheim sorgt 1991

im TV für eine Sensation.

Der deutsche Filmemacher Rosa von Praunheim

sorgte bereits 1971 für einen Skandal: sein Film

«nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern

die Situation, in der er lebt» wurde mit gemischten

Gefühlen aufgenommen. Praunheims Attacken

richten sich nicht gegen fremde Unterdrücker,

sondern gegen das eigene (schwule) Lager.

Im Film wurde der homosexuellen Subkultur

unterstellt, dass Probleme bezüglich Akzeptanz

hausgemacht seien. Empörung hier, Aufschrei

dort und letztendlich nur eine Fernsehstation,

welche den Film damals ausstrahlte. Auf die Bestürzung

im Schwulenlager folgte dann aber

unmittelbar die Schwulenbewegung, es begannen

sich verschiedenste Formationen zu bilden.

Der grosse Durchbruch gelang Rosa von Praunheim

kurz darauf mit dem Film «Die Bettwurst»,

der heute als Kultfilm gehandelt wird.

Praunheim-Promi-Outing im TV

Es folgten weitere Filme für unterschiedliche

Produktionsgesellschaften, in der Regel meist

mit kleinem Budget und weniger bekannten

Darstellern. Den grössten Skandal lieferte der

heute 72-jährige Filmemacher aber 1991. Im

noch relativ neuen Privatfernsehen RTL in der

Sendung «Explosiv» outete von Praunheim vor

laufender Kamera zahlreiche Prominente, unter

anderem den sehr beliebten Talkmaster Alfred

Biolek und den Comedian Hape Kerkeling.

Biolek hat das damalige Zwangsouting besonders

getroffen. In der Zeitung «Die Welt» erinnert

sich der Showmaster: Einen Tag vor der

berüchtigten «Explosiv»-Sendung habe Praunheim

ihn angerufen und wissen wollen, ob er

schwul sei. «Ich habe ihm gesagt, das veröffentliche

ich, wenn ich es für richtig halte. Ich hatte

ein mulmiges Gefühl. Am Abend darauf rief

eine entsetzte Freundin bei mir an: «Schalt sofort

den Fernseher ein, es geht dir an den Kragen».

Als Rosa meinen Namen nannte, war ich

der Ohnmacht nahe.» Es folgte eine Grundsatzdebatte

über viele Wochen: Darf man öffentlich

zwangsouten oder nicht? Eine Frage, die auch

heute noch nicht schlüssig zu beantworten

ist. «CR» hat bei Rosa von Praunheim in Berlin

nachgefragt: «Ich finde nach wie vor, dass es ein

richtiger und wichtiger Schritt war. Denn bis

zu jenem Zeitpunkt wurden Schwule und das

Schwulsein primär problematisiert. Danach hat

sich die öffentliche Wahrnehmung verschoben

und Schwule wurden als Menschen wahrgenommen

und nicht mehr als Problemfälle». Die

damals Geouteten hätten ihm längst verziehen

und einige waren retroperspektiv sogar dankbar

für dieses Outing. Generell findet Rosa, dass

Schwulsein in Mitteleuropa in der heutigen Zeit

leichter geworden sei, in vielen anderen Ländern

sei man aber noch weit von einer Akzeptanz

entfernt. Und für eine solche müsse nach

wie vor gekämpft werden.

Bisher über 100 Filme gedreht

Dies tut der Filmemacher auf seine eigene

Weise: mittlerweile hat er über 100 Filme

gedreht, 2011 erhielt er für die Dokumentation

«Die Jungs vom Bahnhof Zoo» den Grimme-Preis

in der Kategorie «Information &

© zVg

Kultur». In der Schweiz werden viele Rosa

von Praunheim Filme gar nicht in den Kinos

gezeigt und vielleicht ist der Vorkämpfer

der Gay-Kultur hierzulande etwas aus

der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden.

In Deutschland hingegen feiert der Kulturschaffende

weiterhin Erfolge. Rosa von

Praunheim zum «CR-Magazin»: «Ich habe

gerade sieben Filme fertig gestellt, auf den

deutschen Hofer-Filmtagen zeigte ich letzten

Monat beispielsweise «Hitler und Jesus – eine

Liebesgeschichte» und für die Berlinale im

Februar 2015 habe ich meinen Film ‹Härte›

eingereicht.»

39


Kapitel Titel CRUISER Edition Winter 14/15

40


CRUISER Edition Winter 14/15

Kolumne

Es bleibt in der

Familie

Von Michi Rüegg

Es war die Frage eines unschuldigen Kindes, das

in den Fünfzigerjahren mit seinen Etern im

Tessin ein paar Ferientage verbracht hat: «Was

macht der Onkle Koni immer bei diesen WCs?»

Das Kind war meine Mutter, und es hat einige

Jahrzehnte gedauert, bis ihr klar geworden ist,

was Onkel Koni tatsächlich im Toilettenhäuschen

gesucht hat. Er war keinesfalls inkontinent,

ein anderer Drang hat ihn an den Abort

geführt. Und ich hoffe, er fand, was er suchte.

Onkel Koni war einer von zwei schwulen Brüdern

meines Grossvaters, wie sich herausstellte.

Hätten meine Eltern und ich nicht ab und zu

übers Schwulsein geredet, wären diese innerfamiliären

historischen Randnotizen vermutlich

für immer vergessen geblieben. Das waren interessante

Gespräche. Mama war selber erstaunt,

als sich in ihrer Erinnerung die Onkels Jahrzehnte

später plötzlich posthum outeten. Es war

halt nie ein Thema, man hat das erst ignoriert,

dann vergessen.

Mit der Zeit poppten auf beiden Seiten der Familie

weitere Homo-Verwandte auf. Da war Tante

Emmi, die eigentlich lesbisch war, und nicht

bloss eine alte Jungfer, wie es sie früher häufig

gab. Emmi war eines Nachmittags Gast bei unserer

Nachbarin, Fräulein Brugger, als meine

Mutter den Waschküchenschlüssel vorbeibrachte.

Neulich fand Mama: «Ich glaube, die beiden

hatten was miteinander.» Da war auch Emmis

Pflegesohn, über den sich das halbe Dorf das

Maul zerriss, wenn er sich sonntäglich perfekt

herausgeputzt in den Zug nach Zürich setzte. Er

hatte es nicht leicht, sein Vater und sein Grossvater

waren ein und dieselbe Person.

Ich kann nur erahnen, welche Geheimnisse

meine Familiengeschichte birgt. Die meisten

dieser Leute hatte ich nie gekannt, oder nur

flüchtig, weil ich noch sehr klein war. Ihre Geschichten

haben sie mit ins Grab genommen.

Man ignorierte sie so gut man konnte. Trotzdem

waren sie Familie. Ich brauchte einige Jahre,

um meine verstorbenen schwulen und lesbischen

Verwandten in Gedanken um mich zu

scharen. Aber ich freute mich über jeden neuen

Namen, der plötzlich im Gespräch auftauchte.

Wäre Klappensex heute nicht derart verpönt,

ich würde alle Toiletten des Landes aufsuchen

und mich durch die Reihen vögeln, so wie Onkel

Koni damals. Schliesslich gilt es, Familientraditionen

aufrecht zu erhalten. Nicht nur

Adel verpflichtet.

Nun, es ist Weihnachtszeit, und man darf über

die Festtage ein paar Gedanken an die Familie

verschwenden. Vielleicht zünde ich eine Kerze

an. Und ich stelle mir vor, wie meine Onkeln

vögelten, wie Tante Emmi und Fräulein Brugger

im zweiten Stock unseres Wohnhauses nackig

auf einer Häkeldecke rummachten. Ich denke

an all die Versteckten, Verborgenen und Verstorbenen

im Dunkel der Vergangenheit, über

deren wahre Bestimmungen niemand sprach

und heute niemand mehr sprechen kann.

Eine Antwort hat Mama übrigens auf ihre WC-

Frage damals im Tessin vor bald sechzig Jahren

nie erhalten. Man hat über diese Dinge den Mantel

des Schweigens gehüllt.

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Nachgefragt CRUISER Edition Winter 14/15

Der «Zahnarzt am

Helvetiaplatz»

zieht um

Der zahnarzttechnische Fortschritt

zwingt ihn, dem schönen

Altbau Adieu zu sagen

Von Martin Ender

Im Jahr 2003 eröffnete Klaas

Friedel seine Praxis «Zahnarzt

am Helvetiaplatz». Nun zieht

er um. Anpassungen mit Installationen

für zahnmedizinische

Apparaturen der Zukunft

wären im schönen Altbau unsinnig.

In einem guten Jahrzehnt hat sich «Zahnarzt

am Helvetiaplatz» zu einem Markenzeichen entwickelt.

Warum prangte da nie «Klaas Friedel,

Zahnarzt» an der Hauswand? Im Gespräch verrät

uns Klaas, dass er die Praxis nicht an seiner

Person festmachen wollte, sondern von Anfang

an geplant hatte, mit weiteren Zahnärzten oder

Zahnärztinnen eine Praxis zu führen.

Der gebürtige Hannoveraner studierte Zahnmedizin

in Freiburg im Breisgau. Während der Studienzeit

lernte er der Liebe wegen die Schweiz

kennen. Er reiste zwei-, dreimal die Woche nach

Basel zu seinem Freund. Als 1996 sein Studium

zu Ende war, war auch die Liebe zu Ende.

Klaas erzählt: «Aber ich habe mich trotzdem in

der Schweiz beworben. Anfangs war es etwas

schwierig, es war ja noch lange vor den Bilateralen

Verträgen mit der EU. Schliesslich aber

bekam ich ein Stellenangebot anfangs 1997 am

zahnärztlichen Institut der Universität Zürich.

Das war damals – und ist es heute noch – eine

der ersten Adressen weltweit. Das war eine tolle

Chance, die ich sehr gerne annahm. »

© zVg

Ein Züri-Fan

Klaas Friedel blieb in der Schweiz, auch wenn er

die Schweizer erst nicht so offen erlebte, wie er

es von Deutschland her gewohnt war. Dennoch

erinnert er sich positiv: «Mir hat Zürich extrem

gut gefallen. Da war zum Beispiel die Street Parade

noch jung... ich fand das alles toll. In den

Neunzigern erlebte die Partyszene ein absolutes

Hoch. Z.B. das Laby an der Baslerstrasse, das

Aera... Ich habe Zürich sehr lebendig erlebt und

war ja selber im besten Partyalter. Stadt und Leute

haben es mir dann leicht gemacht persönlich

und beruflich Fuss zu fassen.» Heute fühlt er sich

in Zürich so zuhause, dass er das im gepflegten

Hochdeutsch geführte Gespräch unterbricht

und im breiten Züridütsch von sich sagt: «Nach

bald 20 Johre füehl ich mi hüt wie en Wiediker».

Hannoveraner sprechen angeblich das reinste,

perfekte Hochdeutsch. Hat diese Perfektion auf

ihn abgefärbt? «Ja klar!» meint Klaas Friedel lachend

und ergänzt sofort: «Nein, im Ernst, den

Perfektionismus, den du ansprichst, habe ich

von zuhause mitbekommen, und natürlich vom

Studium. Da wird man richtig gedrillt.»

Mit der Szene vernetzt

Klaas hat ein paar Mal mit einem Beitritt in den

Verein Network geliebäugelt. Denn als selbständig

erwerbender Schwuler braucht man ein

Netzwerk, wenn man schwule Kundschaft ansprechen

will. Er ist nie Mitglied geworden, sondern

hat sich entschlossen, direkt in der Gayszene

durch Sponsoring zu wirken. Er erwähnt

dabei «warmer Mai» und «Mister Gaywahlen».

Sein jüngstes Engagement war bei «schmaz».

Bei der Aids Hilfe Schweiz ist er Mitglied im

«Red Ribbon Club» und auch beim Checkpoint

Zürich steht er auf der Spender-Liste. Dazu ergänzt

Klaas Friedel: Aber nicht nur HIV ist wichtiges

Thema für einen Zahnarzt, der Schwule

anspricht. Auch wenn es um bakterielle Entzündungen

im Mund geht, kann ein schwuler

Zahnarzt ein Vorteil sein. Da kann man offen

über sexuelle Praktiken reden. Es braucht niemand

ein Blatt vor den Mund zu nehmen, auch

nicht vor den übrigen Angestellten in meiner

Praxis. Es werden alle gleich behandelt, es gibt

keine Berührungsängste.

Der Neuanfang

Die Tafel «Zahnarzt am Helvetiaplatz» muss

wohl entsorgt werden. Auch wenn, wie Klaas

Friedel betont, «Helvetia» irgendwie im neuen

Namen vorkommt, nämlich als «Swiss». Die neue

Praxis heisst «Swiss Dental Center». Sie liegt an

der Heinrichstrasse über dem Gebäude des Kinos

Abaton. Oben im zweistöckigen «Wolkenbügel»

existiert bereits eine grosse Zahnarztpraxis.

Klaas wird da als selbständiger Zahnarzt

anfangs Januar 2015 einziehen. Zur Züglete hat

er sich entschieden, weil «ich jetzt Mitte 40 bin,

und noch einmal Lust auf Veränderung habe.

Ich freue mich auf den engeren fachlichen Austausch,

ähnlich wie zu meinen beruflichen Anfängen

in der Uniklinik. Ausserdem entstehen

in den nächsten Jahren viele ausgefeilte technische

Möglichkeiten. Deren Anschaffungen sind

kostspielig und können von einem einzelnen

Zahnarzt kaum ausgelastet werden. Im Altbau,

wo ich heute bin, sind sie technisch fast nicht

machbar. Der schöne alte Parkettboden müsste

aufgerissen werden undundund...». Da nimmt

Klaas lieber eine Züglete in Kauf und freut sich

sichtbar auf die neue Praxis.

Swiss Dental Center Zürich

Das Swiss Dental Center ist eine

zahnärztliche Praxisgemeinschaft

und Zentrum für Fortbildung, Forschung

und Entwicklung.

ab 01. Januar 2015

med. dent. Klaas Friedel

Swiss Dental Center Zürich,

Heinrichstrasse 239, 8005 Zürich

Tel. 043 / 243 80 00 und 043 / 444 74 00

www.zahn-art.ch und

www.swissdentalcenter.ch

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A1

Where to go in the little big city

Interesse in diesem

Inserat aufgeführt zu sein?

Anfragen an:

info@zbiro.ch

MOUSTACHE

Die Sauna für Männer

Engelstrasse 4

www.moustache.ch

(Nachtsauna jeden Fr / Sa)

11

CRANBERRY

Bar

Metzgergasse 3

www.cranberry.ch

1

TIP TOP BAR

Die Schlager Bar

Seilergraben 13

www.tip-top-bar.ch

Dienstag – Samstag ab 17 Uhr

2

PARAGONYA

Wellness Club

Mühlegasse 11

www.paragonya.ch

3

PREDIGERHOF

bistro – bar

Mühlegasse 15

www.predigerhof.ch

4

THE DYNASTY CLUB

2 Bars – 1 Eingang

Zähringerstrasse 11

www.dynastyclub.ch

5

LES GARÇONS

Bar/Tanzbar

Kernstrasse 60

www.garcons.ch

Täglich geöffnet ab 17 Uhr

14

ZAHNARZT AM

HELVETIAPLATZ

Langstrasse 20

www.zahn-arzt.ch

043 243 80 00

13

LEONHARDS-

APOTHEKE

Stampfenbachstr. 7

www.leonhards.apotheke.ch

044 252 44 20

7

ES COLLECTION

Shop (ES Collection & addicted)

Mühlegasse 13

www.escollection.ch

8

HUUSMAA

Kafi – Reschti – Bar

Badenerstrasse 138

044 241 11 18

www.huusmaa.ch

Sa & So Brunch 10:00 – 15:00

12

MACHO

City Shop

Häringstrasse 16

www.macho.ch

6

CHECKPOINT

Gesundheitszentrum

Konradstrasse 1

www.checkpoint-zh.ch

044 455 59 10

9

gaycity.ch

HERR GRÜN

Blumen & Gestaltung

Badenerstrasse 131

www.herrgruen.ch

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collection

BEAUTY LOUNGE

FOR MEN

Haarentfernung,

Massagen und Kosmetik

Kalkbreitestrasse 42

www.marciomf.ch

079 533 41 01

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BEAUTY LOUNGE

MÄNNERZONE

Shop & Bar

Kernstrasse 57

www.maennerzone.ch

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Reisen CRUISER Edition Winter 14/15

London

Wieder- und neu entdeckt

Von Haymo Empl

Vor Dekaden galt es als etwas

besonderes, nach London zu

fliegen. Und wenn man weiss,

wohin man in der Metropole

gehen muss, ist es auch heute

noch umwerfend. Wir wissen,

wie ein London-Trip umwerfend

wird und haben einige «Must-

Do’s» zusammengetragen.

Die Flugbuchung kann bereits ein erster Stolperstein

sein, London verfügt über unzählige

Flughäfen – Stansted ist wahnsinnig weit weg,

London City Airport ziemlich zentral. Für ein

verlängertes Wochenende also ideal – denn in

diesem Kleinflughafen in den Docklands sind

die Fusswege kurz, man stolpert beinahe direkt

vom Flugzeug in die City. Der Flughafen ist derart

zentral, dass man sich wundert, warum bei

uns alle wegen des Flughafens jammern, denn

in London landet man quasi direkt zwischen

Hochhausschluchten in den Docklands.

Shops (mit attraktiven und sehr netten Ladenbesitzern).

Im East End ist Shopping schlicht und einfach

Entertainment. Wobei – selbst das East End ist

riesig. Steigt man bei der «Liverpool Street Station»

aus, kann man aber eigentlich kaum was

falsch machen. Auch essenstechnisch nicht,

denn das kulinarische Angebot ist riesig und

da das East End über Jahrhunderte Immigranten

aus der ganzen Welt anzog, ist die Küche

auch entsprechend spannend. (Und fairerweise

muss gesagt werden, dass mittlerweile auch die

Briten kochen können.) Wer kann, soll sich bereits

für den Abend einen Termin im «Les Trois

Garçons» reservieren; die Dekoration ist eine

Mischung aus dem füheren Kafi Schober und

möglichen Safari-Mitbringsel von Elton John.

Herrlich schön und unglaublich trashig – und

erstaunlich preiswert.

zVg

Und: Was ist in London eigentlich «City»? Im

Rahmen eines Kurztrips (und für alle, die Oxford

Street & Co. schon kennen) empfiehlt sich

das East End. Hier gibt es echte Londoner, authentische

Märkte und umwerfende kleine

Das East End war sehr arm – kaum an einem anderen

Ort lässt sich aufgrund der Architektur

die Geschichte einer Stadt derart lesen. Spannend

ist daher auch die Folgate Street. Von den

44


CRUISER Edition Winter 14/15

Reisen

zVg

Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg weitestgehend

verschont, begeistert Architektur aus verschiedenen

Dekaden. Ein Zeitraffer der besonderen

Art bietet das Haus von Dennis Sever. Ein

«Still-Life-Drama». In verschiedenen Räumen

werden die entsprechenden Dekaden bzw. Jahrhunderte

gezeigt; dies ist spannend inszeniert

– es soll der Eindruck entstehen, dass die jeweiligen

Bewohner die Szenerie just verlassen haben.

Ebenso werden auch die entsprechenden

sozialen Stati der Bewohner gezeigt – schneller

und interessanter kann englische Geschichte

(und immer sehr humorvoll und sehr gay) kaum

vermittelt werden. Über die Weihnachtstage

werden die Räume übrigens mehr oder minder

stilgerecht zusätzlich geschmückt.

Shabby Chic all over

Was in der Schweiz nie wirklich funktioniert

hat, ist im East End Alltag: Die unglaublich vielen

Pop-Up-Galerien junger Künstler oder die

Guerilla-Stores etablierter Modemacher – es

kann gut sein, dass eine Kollektion irgendwo

in einem Tag abverkauft wird. Am besten man

tummelt sich diesbezüglich rund um den Spitalfields

Market.

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In der direkten Umgebung findet man auch

Bars, die derart trendy sind, dass man sie beinahe

übersieht. Im Eingangsbereich ein eher

bieder wirkendes Restaurant – bei genauem

Hinsehen fällt aber auf, dass einige in einem

Kühlschrank verschwinden und nicht mehr

wieder kommen. Die namenlose Bar lässt sich

leicht finden, einfach nach dem weissen Kühlschrank

Ausschau halten.

Wem das jetzt alles zu unspektakulär und trendig

ist: Schön ist ja, dass man in London mit der

U-Bahn problemlos von A nach B kommt und

es ist nach wie vor faszinierend zu beobachten,

wie die britischen Männer sich anziehen.

Definitiv ein Must sind nach wie vor farbige

Socken, passend (gerne im selben Farbton) zur

Krawatte. Was bei einer lila Krawatte und entsprechender

Fussbekleidung manchmal jedes

Bild von optischer Männlichkeit brutal zerstört.

Nirgends kann man so schön Menschen anstarren

wie in der «Tube», der U-Bahn. Mit dieser

gelangt man schnell zum Green Park und kann

in den nobelsten Hotels nächtigen (die aber alle

enorm teuer sind). Im Rahmen dieses 24-Stunden-London-Trips

wurden wir im Hotel Athenaeum

untergebracht; wahnsinnig britisch, extrem

freundlich, sehr nobel und mit allem nur

erdenklichen Luxus ausgestattet (gratis Glacé

beispielsweise). Und da das Hotel direkt am

Green Park liegt, ist man quasi mit der Queen

in direkter Nachbarschaft.

Gerade über die Festtage lohnt sich ein Trip

nach London – denn nirgends lässt sich so schön

einkaufen und dabei noch Kultur erleben wie

in London.

Les Trois Garçons: www.lestroisgarcons.com

Dennis Severs House:

www.dennissevershouse.co.uk

Alles rund ums East-End und

mögliche «Walking-Tours» auf

www.towerhamlets.gov.uk

Dieser Artikel wurde durch die Einladung

des London City Airports (www.londoncityairport.com)

und mit freundlicher Unterstützung

des Athenaeum Hotels ermöglicht.

Nicht gekennzeichnete Bilder © Haymo Empl

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Gesundheit CRUISER Edition Winter 14/15

werden (ausser mit jeweils neu übergezogenem Kondom). Wenn du geimpft

bist und diese Punkte beherzigst, musst du dir über Hepatitis keine

Sorgen machen.

Alles Gute, Dr. Gay

Ein Tripper wie aus dem

Nichts

Wie kann ich mich in

einem Sex-Club schützen?

Hallo Dr. Gay

Ich war vor kurzem in einem Sexclub, wo ich Safer Sex hatte. Trotzdem

habe ich nun Angst, mich mit Hepatitis angesteckt zu haben. Wie kann

ich mich zukünftig dagegen schützen? Xavier, 32

Hallo Xavier

Mit einer Impfung! Gegen Hepatitis A und B kann man sich nämlich

impfen lassen. Ein recht kleiner Aufwand wenn man bedenkt, wie viel

Stress und Leid eine Infektion nach sich ziehen kann. Denn Hepatitis-

Viren sind um ein Vielfaches resistenter und ansteckender als HI-Viren.

Für Hepatitis C besteht leider keine Impfung. Die Übertragung läuft hier

über Blut-zu-Blut-Kontakte. Es sollten darum keine Drogenutensilien wie

zum Beispiel Spritzen oder Röhrchen zum Sniffen geteilt werden. Auch

auf das Teilen von Toilettenartikeln, die mit Blut in Kontakt kommen

können (Rasierklinge, Zahnbürste, Nagelschere etc.), sollte man verzichten.

Beim Sex ist darauf zu achten, dass für jeden neuen Arsch ein neues

Kondom bzw. neue Fisthandschuhe benutzt werden, bei Gangbang-Partys

jeder seinen eigene Gleitmitteltopf verwendet und keine Sextoys geteilt

Hallo Dr. Gay

Obwohl ich Safer Sex mache, bin ich bereits zwei Mal mit Tripper angesteckt

worden. Am Ende will es keiner gewesen sein, die Verantwortung

wird abgeschoben. Warum können die Leute nicht dazu stehen und ihre

Sexpartner informieren? Ich finde das Verhalten sehr unverantwortlich.

Patrick, 39

Hallo Patrick

Eine Infektion mit einer sexuell übertragbaren Krankheit (STI) ist keine

Frage von Schuld. Eine Übertragung ist auch dann möglich, wenn die

Safer-Sex-Regeln eingehalten werden. Der Träger von Tripper-Bakterien

weiss in der Regel gar nicht, dass er infiziert ist. Verantwortungsbewusst

verhält sich, wer

- bei Ausfluss, Juckreiz oder Brennen zum Arzt geht

- bei einer entsprechenden Diagnose seine Sexpartner informiert (falls

bekannt)

- mit Sex wartet bis die Behandlung abgeschlossen ist

- sich regelmässig auf die gängigsten STI testen lässt (Die gängigsten STI

findest du im Sex-Wiki meiner Webseite)

Trotz aller Vorsichtsmassnahmen lässt sich aber eine Gonokokken-Infektion

beim Sex nicht immer verhindern. Dieses Restrisiko gehört nun

mal zum Sex dazu. Das Gute dabei ist, dass ein Tripper in der Regel gut

behandelbar ist.

Alles Gute, Dr. Gay


Eine Dienstleistung der Aids-Hilfe Schweiz

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CRUISER Edition Winter 14/15

Kapitel Titel

HEPATITIS

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Gesundheit CRUISER Edition Winter 14/15

Pia

Ho ho ho-i zäme!

Es hat mich satte verfiggeti drei Stunden Anstehen

gekostet, für die Santa Hour im Westfield

San Francisco Center, dem grössten Einkaufszentrum

hier in der Stadt. Drei Stunden, damit

ich einmal auf den Schoss von Santa Clause

konnte. Andere wollen nach Mekka oder in die

Emma-Kunz-Grotte – but that’s not for me, ich

wollte schon immer auf den Samichlaus. Und

wer jetzt findet, da hätte ich mich auch gleich

in der Eulach-Halle von einer dicken Inderin

umarmen lassen können, der kann von mir

aus dieses Jahr an einem Chräbeli ersticken.

Nach peinigenden drei Stunden in der Schlange

mit Myriaden von nervenden Kleinkindern war

mein neuer Weihnachtspulli mit dem Mistelzweig

aus Paillettenstickerei durchgeschwitzt

und als ich dann endlich an der Reihe war und

wie ein schwindsüchtiges Burgfräulein auf

Santas muskulöse Oberschenkel sank, erschienen

sofort zwei noch besser gebaute Security-

Schmutzlis, die darauf bestanden, mich zum

Ausgang zu begleiten. «Kids only, Miss» – «Ja-a-aschguet!

Don’t be so DRAMATIC, man!»

Es ist alles ein bisschen grösser hier in den USA,

auch die Empörung, und einen Samichlaus-

Fetisch mags gar nöd leiden. Wer Weihnachten

nicht gern hat, für den si nd die kommenden

Wochen und Tage echt ein enges Höschen. Mein

lieber Schorsch. Es gibt Dinge, vor denen kann

man sich gut verstecken. Zum Beispiel vor Fasnacht

oder Quittengomfi oder vor den Zeugen

Jehovas. Aber Weihnachten, das findet dich immer.

Drum heisse das Mailänderli willkommen

und öffne dein Herz für die 27 schwulsten Weihnachtslieder,

die du dir unter www.huffingtonpost.com

ansehen kannst. Von Bearforce One

bis Pansy Division mit «Homo Christmas» ist

da wirklich alles dabei, was das schwule Schoggiherz

wärmt. Ich, für meinen Teil, bin schon

ziemlich warm, und geniesse die Tage hier in

Kalifornien. Ab Ende Dezember werde ich mit

dem Mietauto unterwegs sein, nach LA, Hollywood,

Palm Springs, Grand Canyon und wer

weiss – am Ende steht vielleicht noch ein Hochzeit

in Las Vegas an!

Für Euch in Zürich gibt es am 18. Dezember ein

Checkpoint im Gespräch zum Thema «Schöne

Bescherung an Weihnachten?» Wie überlebe

ich die Festtage mit der Familie und ist Weihnachten

wirklich der optimalste Zeitpunkt für

Geständnisse der Sorte Coming out und HIV-

Disclosure? Am 15. Januar gibt’s einen Benefiz-Event

für Du-bist-Du.ch im Les Garçons mit

grossem Staraufgebot, Gratiseintritt und Spendenkollekte.

Enjoy yourselves!

Ich wünsche euch aus der Ferne wunderschöne

Tage, mit allem, was für euch dazu gehört

– und als kleines Weihnachtsgeschenk gibt’s

hier noch den Text eines Weihnachtsliedes vom

Schwulen Männerchor London. Auf ein bombiges

2015!! Eure Pia

Coming Out on Christmas Day

I intend to drop a bomb,

On my dear old dad and mom.

For this year, without a doubt,

Is the Christmas I come out.

First I’ll get their full attention.

Then I’ll drop a subtle mention

«Lovely tree, and by the way,

Some of my closest friends are gay.»

That should do the job OK,

When I come out on Christmas Day.

Oh say can you see it now?

Watch my parents have a cow.

Or perhaps, if fate is kind,

They’ll insist that they don’t mind.

Then they’ll say «We always guessed,

After all, look how you’re dressed.

Seven earrings in each ear?

We’re not quite that dense, my dear.»

They’ll be talking, anyway,

When I come out on Christmas Day.

Coming out to everyone

Makes the winter doldrums fun.

It’s a noble thing to do.

Why don’t you come on out too?

Make a choice, damn consequence.

Lift your voice, get off the fence.

Shout it from the highest roof

Gay is great, and you’re the proof.

Make this Christmas bright and gay.

Come on out on Christmas Day.

London Gay Men’s Chorus (UK)

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Agenda CRUISER Edition Winter 14/15

FR 28. Nov.

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Christiano S

22.00 Paradies Garage@Supermarket:

Let s go underground. DJs Peeza, Angel O.

& Friends. Supermarket, Geroldstrasse 17

22.00 Rage: Wagistrasse 13,

Schlieren Sexy guys cruising

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Sports-shorts

& Shirt-off

SA 29. Nov.

Basel

19.00 Ein Abend zum Weltaidstag: mit Patrick

Wolf im Schauspielhaus, Theater Basel. 19h

Türöffnung und Apéro, 20h Ansprachen

im Foyer, Konzert ab 20.30h.

Infos www.weltaidstag-basel.ch

22.30 Sanctuary-Party zum Weltaidstag: DJs

Angelo & Taylor Cruz. Kuppel, Binningerstrasse

41. Infos www.weltaidstag-basel.ch

Bern

20.00 Mannschafts-Lotto: Gratis Lotto im Vorfeld

der Bloc Party des Magazins «Mannschaft»

im Gaskessel, Sandrainstrasse 25.

Anmeldung unter www.mannschaft.com/

lotto. Teilnehmerzahl beschränkt

23.00 Bloc: the gay party for Lesbians and Gays.

Konvez 2: DJs Sebastien Triumph & Vasco.

Konvez 1: DJs Anouk Amok & Louis de

Fumer. Gaskessel, Sandrainstrasse 25.

Vorverkauf über starticket Fr. 20.–, Abendkasse

Fr. 25.–. Infos www.blocparty.ch

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60.

DJs Glitzerhaus

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren

Workers in gear – workwear Party

23.00 Candy Pop Party: DJs Max & Allesandro

Lesz. Moods, Schiffbaustr. 6. Fr. 29.–,

Friendslist Fr. 24.–, Fr. 20.– ab Jahrgang

1989 oder jünger. Infos www.playerz.ch

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Dudecute.

DJ Ricardo Ruhga – house

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Workers in

gear. Worker, Bauern, Army (yellow).

Bierpass 3 für 2

SO 30. Nov.

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar am

Sonntag im Keller des Restaurants Hirscheneck,

Lindenberg 23. DJ Muscheidt – 60ties bis...

Dezember 2014

MO 01. Dez.

Zürich

17.30 Welt Aids Tag 2014: Gegen das Vergessen!

Ab 17.30h Besammlung vor der Zürcher

Wasserkirche, Limmatquai 67. Ab 18h Fackelumzug

durch die Zürcher Altstadt. 19h

Gedenkfeier in der Wasserkirche umrahmt

mit kurzen Texten und Gesängen des

SCHMAZ - Schwuler Männerchor Zürich,

20h Apéro vor der Wasserkirche.

MI 03. Dez.

Zürich

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

Fondueabend. Reformiertes Hochschulforum,

Hirschengraben 7. Anmeldung

bis 2.12. abends an mail@zundh.ch oder

fb.com/zundh

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240

DJ Sauvage – elektronische Musik

DO 04. Dez.

Winterthur

19.30 Badgasse 8: LesBiGay & Friends Treff im

Lokal Badgasse 8

Zürich

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle

Männer und Frauen 19h Treff im Café Rathaus,

Limmatquai 61 zum Apéro, dann ab

20.15h im HAZ-Centro, Sihlquai 67 zu geleiteten

Gesprächen zum Thema Bi-Sexualität

und Polyamory

FR 05. Dez.

Bern

22.00 Seite 69: homosexuell, heterofreundlich

DJs ElfERich, Sauvage & Discoknabe.

Kapitel Bollwerk, Bollwerk 41.

Infos www.seite69.ch

Hedingen

19.45 Christina Jaccard – Gospeltour:

Reformierte Kirche Hedingen. Eintritt frei,

Kollekte. Infos www.voicejaccard.ch

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CRUISER Edition Winter 14/15

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Le Mec

22.00 Lollipop Party Auf 4 Ebenen!:

Lollipop Floor: Schlager, Schweizerhits,

Mallorca, Klassiker & Canzoni; Wannabe

Floor: 80er/90er Party Hits; Après Suisse

Floor: Die grössten Pistenheuler und Hitparaden

Knaller. Plus Karaoke Lounge. X-Tra,

Limmatstr. 118. Infos www.lollipopparty.ch

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Fuck, suck

& blow

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Black Label

by Boyahkasha. DJ Louis de Fumer – Black

music, RnB, Hip Hop, Charts

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Erection, Full

fetish

SA 06. Dez.

Brugg

20.00 Tropic Bar: Zürcherstr. 21, Windisch.

Samichlaus Raclette. Anmeldung bis 3.12.

erwünscht. www.tropicbar.ch

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Nick Harvey.

Afterhour von No Regrets mit DJ Jose Jones

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Santas

Fuck & Goodies

22.00 Männerzone: Kernstrasse 57. Hier treffen sich

Männer und Kerle! Chlaus-Höck bereits ab 21h

23.00 No Regrets: Party DJs Jose Jones & Extasia.

Alte Kaserne, Kanonengasse 16. Afterhours

im Les Garçons, Kernstr. 60.

Infos www.playerz.ch

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Klubnacht.

DJ José Parra – House

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Sportswear -

Brands only

SO 07. Dez.

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23.

DJ Hede – Rythmischer Musikabend

Zürich

20.00 Tanzleila@Exil: Hardstrasse 245. Party von

Frauen für Frauen Ab 20h Linedance, ab

21h Music - Surprise. Die letzte Party am

Sonntag. Ab 2015 nur noch viermal pro

Jahr. Erstmals am 3.1.2015

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Mega Nackt-Party

DI 09. Dez.

Bern

20.30 Uncut - warme Filme: im Kino Kunstmuseum

Bern Hodelstrasse 8. «Vic & Flo ont

vu un ours». Kanada 2013, 90 Min., F/d.

Infos www.gaybern.ch/uncut

MI 10. Dez.

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ

siehe www.heldenbar.ch

FR 12. Dez.

Zürich

17.00 Les Garçons:

Kernstrasse 60. 1 Year Les Garçons

Agenda

19.30 HAZ-Centro: Sihlquai 67. Freitags-Centro

mit speziellem kulinarischem Angebot

präsentiert von Toni & Marco

20.00 gay: my way: Schwule Männer im

Coming-out Treff im HAZ-Centro, Sihlquai

67. Coming-out Gespräche in Kleingruppen

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren

Cruising4men

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. B(l)ack 2 the

Future. DJ Louis de Fumer - 80s, 90s, Disco,

RnB

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Sports-Code,

Sportswear only!

SA 13. Dez.

St. Gallen

14.00 Badehaus: Mann-o-Mann St. Jakob-Strasse 91.

Yongster Day. u30 trifft sich

Winterthur

17.00 WILSCH: Winterthurer Lesben und

Schwule We are family! Essen, Geniesserabend

für die LesBiSchwule Community im

Lokal Badgasse 8 Gastkoch Marco Gappert.

Kosten diesmal nur Fr. 5.–.

Anmeldung bis 11.12. unter www.badgasse8.ch

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Marc S

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Zurich Pride – Fussball-WM –

DJ Vasco am Dörflifäscht:

Es war wieder viel los im 2014.

Frohe Festtage und einen guten Start ins 2015

wünscht euch euer Predigerhof-Team!

Bistro / Bar Predigerhof · Mühlegasse 15 · 8001 Zürich · www.predigerhof.ch


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Agenda CRUISER Edition Winter 14/15

21.00 closing Party: Marquee Club come together

Party lesbians, gays & Friends

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Suck,

fuck & blow

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Gravity.

DJ José Parra – House

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Biker-gear,

Leather & Rubber

SO 14. Dez.

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23. DJ Team

Unbrauchbar - kä plan. Dann Weihnachtsferien,

21. & 30.12.2024 sowie 4.1.2015.

Tuntenball am 25.12.!

Brütten

16.30 Christina Jaccard: Gospeltour. Reformierte

Kirche Brütten. Eintritt frei, Kollekte.

Infos www.voicejaccard.ch

DI 16. Dez.

Aarau

19.30 Aarglos: Lesbengruppe Treff. Guetzlibacken.

Anmeldung bei jeannette.hellbach@gmx.ch

MI 17. Dez.

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 Yossis

electro swing night - Yossi Swing (Tel Aviv)

& special guest Cherniaev (live). Visuals by

Stephen Tucker (New York)

DO 18. Dez.

Grüningen

19.00 Christina Jaccard: «From The Heart» Gospeltour.

Schloss-Kirche Grüningen. Eintritt

frei, Kollekte. Infos www.voicejaccard.ch

Zürich

18.00 Checkpoint im Gespräch@Bubbles:

Werdstrasse 54. Anmeldung nicht erforderlich.

«Schöne Bescherung an Weihnachten?».

Ab 18h Apéro und Essen, ab 19h

Diskussion und weiteres Zusammensein

19.00 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

GV & Weihnachtsessen. HAZ-Centro, Sihlquai

67. Essen für Mitglieder gratis, Gäste

Fr. 10.–. Wer Wein möchte, diesen bitte

selber mitbringen

FR 19. Dez.

Luzern

23.00 Frigay Night: happy sound for happy

people@The Loft Haldenstr. 21.

Zürich

17.00 Les Garçons:

Kernstrasse 60. DJ Christiano S

19.30 Christina Jaccard: «From The Heart»

Gospeltour. Reformierte Kirche Wipkingen,

Wibichstr. 43. Eintritt frei, Kollekte.

Infos www.voicejaccard.ch

20.00 The France Delon Show: Die Grande

Dame der Travestie im Heaven Club,

Spitalgasse 5

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising

unlimited

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Scream &

Shout. DJ Louis de Fumer - Black Music, RnB,

Hip Hop, Charts

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Yellow

disaster / Piss off. Bierpass 3 für 2

SA 20. Dez.

Olten

20.00 Pride Bar: Klarastrasse 1. Mit Live DJ ab 22h

St. Gallen

21.00 Badehaus Mann-o-Mann:

St. Jakob-Strasse 91. Candle Light

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60.

DJs Glitzerhaus

20.00 The France Delon Show:

Die Grande Dame der Travestie im Heaven

Club, Spitalgasse 5

22.00 Lollipop Party: Weihnachtsparty mit 2

Dancefloors im Kaufleuten, Festsaal und

Lounge. Infos www.lollipopparty.ch

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Freistoss!

«Dirty soccer bastards».

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23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Hell on

Heels. DJ Miss Delicious

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Freistoss!

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CRUISER Edition Winter 14/15

SO 21. Dez.

Zürich

15.00 Männerzone: Kernstr. 57. Last Minute Christmas Shopping im Shop &

Glühwein-Stop an der Bar

DI 23. Dez.

Bern

20.30 Uncut: warme Filme im Kino Kunstmuseum Bern Hodelstrasse 8. «Eastern

Boys», F 2013, 129 Min., F/Russisch/Englisch/Ukrainisch, UT d

MI 24. Dez.

Olten

20.00 Pride Bar: Klarastrasse 1.

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. Echte Helden feiern länger! DJ Marc S

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 Family Christmas mit Polyphone

(Livekonzert). DJs Mel Nagelbein & Polabdul (Freier Eintritt)

DO 25. Dez.

Basel

22.00 25 Jahre: Tuntenball präsentiert von Frl. Rottenmeier. DJs Roj.r & High

Heels on Speed. Show ab 24h mit Leisa Kriminelli, Extravaganzia, Die

frische Helene u.v.m. Achtung: Strictly Crossdresscode! Mann = Frau,

Frau = Mann. Im ganzen Hirscheneck, Lindenberg 23

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The pictures represents the

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Wir wünschen allen

fröhliche Festtage

und alles Gute

im neuen Jahr.

Wir danken

unseren Gästen

für ihre Treue.

Studio 43

Monbijoustr. 123, 3007 Bern

Telefon 031 372 28 27

Tram 9 (Richtung Wabern)

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Öffnungszeiten:

täglich 11–22 Uhr,

Samstag bis 00.30 Uhr

www.studio43.ch

Open daily from 11.30am to 11pm

MÜHLEGASSE 11 - 8001 ZÜRICH

TELEPHONE: +41 44 252 66 66

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53


Agenda CRUISER Edition Winter 14/15

Bern

21.00 Comeback Bar: Rathausgasse 42. Elektronischer

Musikabend mit DJs Audiophil &

ELfERich

Olten

20.00 Pride: Bar Klarastrasse 1.

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. Flirtfaktor

Very Christmas mit DJ Raban

22.00 Boyahkasha! X-Mas Party: 3 Floors & Chillout/Outdoor

Area. House, RnB & Balkan

Beats. DJs Freemasons, Fabio Luigi, Ricardo

Ruhga, Gloria Viagra, Louis de Fumer & Zör

Gollin. Doors: Milky Diamond. Show by

Miss Drag Heaven 2014; Shirley Van Bextor.

Blok & Exil Club, Schiffbaustrasse 3 / Hardstrasse

245. Infos www.boyahkasha.ch

FR 26. Dez.

Zürich

16.00 HAZ Outdoor: Weihnachts-Abendwanderung.

Genaue Infos und Anmeldung

www.haz.ch/outdoor.htm

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60:

DJ Christiano S

22.00 Rage: Wagistrasse 13,

Schlieren Xmas-Friday cruisin

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Molke 7 -

Milchbüechli Party. DJs Ryan Riot &

Diskomurder. Performance by Milky

Diamond. Elektronische Tanzmusik.

Fr. 10.– ab 16 Jahre

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Underwear,

Jocks, naked

SA 27. Dez.

St. Gallen

18.00 Badehaus Mann-o-Mann:

St. Jakob-Strasse 91. Für Bären und Freunde

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ MadHouse

22.00 Rage: Wagistrasse 13,

Schlieren Cum, cruise & enjoy

23.00 I think he is gay – I think she is gay:

Party im Moods im Schiffbau,

Schiffbaustrasse 6

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5.

Dudecute! Pop, House

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode X-treme

Leather & Rubber

MI 31. Dez.

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. Silvesterparty

mit dem DJ Trio LeMec, I2 & LidiKing

19.00 Lollipop Party: Silvester auf dem Üetliberg

Uto Kulm. Zwei Varianten: All inklusive

ab 19h mit Aperitif, Silvester-Menue inkl.

Weiss- und Rotweine, Bier, Süssgetränke,

Mineral, Tee/Kaffee bis 23.30h im Haupthaus,

danach Party auf zwei Dancefloors

mit DJs Rolly, Wollana & Adrinardi zu

Schlager, Schweizer Hits, Disco & Partybeats.

Fr. 195.–. Nur Party ab 22h Warmup

im Festzelt, danach ab 23.30h Party im

Haupthaus. Fr. 35.–. Infos und Vorverkauf

www.lollipopparty.ch

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240

Die grosse Dada-Vava-Sause am Silvester.

Dada-Shows: Vava Vilde (Stuttgart), Milky

Diamond (Zürich). Dada-Visuals: Stephen

Tucker (New York). Musik: Yossi Swing

(Tel Aviv), Leon Cherniaev (Tel Aviv), Gi nø

(Zürich). Dazu Dada-glug-glug und Dadamjam-mjam.

Eintritt Fr. 20.–

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren. Silvester

Blow-up. Ab 23h auch Sector c; Full Fetish &

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23.00 NYE in Heaven: Silvesterparty mit House,

Pop, Champagnerbar. Heaven Club, Spitalgasse

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CRUISER Edition Winter 14/15

Agenda

Januar 2015

DO 01. Januar

Zürich

19.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren. New Year

cruising

23.00 New Year Klubnacht: DJ José Parra.

Heaven Club, Spitalgasse 5

FR 02. Januar

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Christiano S

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Kick-off,

Sportswear & Sneakers

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Kick-off -

Sportswear & Sneakers only!

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. G.U.Y. DJs

Kelly Heelton & Milky Diamond – Elektronische

Tanzmusik

SA 03. Januar

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Jesse Jay

20.00 Tanzleila@Exil: Hardstrasse 245. Party von

Frauen für Frauen. «Back to the Future»,

eine Zeitreise in die 80er Jahre.

Infos www.tanzleila.ch

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren

Cum & enjoy

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Erection –

Full Fetish

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Splash.

DJs Jose Jones & Angel O – House

SO 04. Januar

Zürich

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Mega Nackt-Party

MI 07. Januar

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ

siehe www.heldenbar.ch

FR 09. Januar

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Le Mec

22.00 Hey City Club: Opening Party!

come together Party LGBTI 25+

Hey City Club, Franklinstrasse 27,

8050 Zürich / Oerlikon

DJ Matt/Matteo 80ies, Discohouse,

Deephouse, Mashup

www.party4lesandgay.ch

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren

Nasty boyz go crazy

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Underwear,

Jocks, naked

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. B(l)ack to the

Future. DJ Louis de Fumer – 80s, 90s, Disco,

RnB

SA 10. Januar

St. Gallen

14.00 Badehaus Mann-o-Mann: St. Jakob-

Strasse 91. Yongster Day. u30 trifft sich

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Raban

21.00 Come together: Lesbian & Gay Party 30+.

She-DJ Little Miss Swede. Marquee Club,

Weinbergstrasse 68 (Tram 7 & 15, N6, Sonneggstrasse).

Infos www.party4lesandgay.ch

22.00 Rage: Wagistrasse 13,

Schlieren We sex you up

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Sports-shorts

& shirt off

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Gravity. DJ

José Parra – House

SO 11. Januar

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23. DJ Elliott –

Kosmos und Freunde

MI 14. Januar

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ

Marco de Rosa

FR 16. Januar

Luzern

23.00 Frigay Night: happy sound for happy

people@The Loft Haldenstr. 21.

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60. DJ Marc S

22.00 Rage: Wagistrasse 13,

Schlieren Nasty boyz go crazy

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode sportsCODE -

sportswear

23.00 behave, anything but straight:

DJs nici Faerber, Playlove & Diskomurder.

Fiedas Büxer, Friedaustr. 23

SA 17. Januar

St. Gallen

21.00 Badehaus Mann-o-Mann:

St. Jakob-Strasse 91. Candle Light

Zürich

17.00 Les Garçons: Kernstrasse 60.

DJ Nick Harvey

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Guys suck

& fuck guys

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Strikter Dresscode Biker-Gear,

Leather & Rubber

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Hell on Heels.

DJ Charlet C. House - House, Pop

SO 18. Januar

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23. DJ Gambino

– Intrinisisch pernolialisierte stringent

pragmatisch divergierende Musik

Zürich

08.00 HAZ Outdoor: Winterwanderung mit Badeplausch.

Genaue Infos und Anmeldung

www.haz.ch/outdoor.htm

DI 20. Januar

Aarau

19.30 Aarglos Lesbengruppe Treff:

Spieleabend. Anmeldung bei

jeannette.hellbach@gmx.ch

MI 21. Januar

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff:

Sihlquai 240 DJ siehe www.heldenbar.ch

DO 22. Januar

Bern

21.00 Comeback Bar: Rathausgasse 42.

Elektronischer Musikabend mit DJs

andream & ELfERich

Impressum

Herausgeber, Verleger, Redaktion und Verlagsadresse:

AfM-Publikationen, Martin Ender, Mühlebachstrasse 174, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, info@cruiser.ch

Infos für die Agenda: agenda@cruiser.ch

Infos an die Redaktion: redaktion@cruiser.ch

Redaktionelle Mitarbeit: Martin Ender (Chefredaktor), Daniel Diriwächter (Stv. Chefredaktor), Haymo Empl, Charly Büchi,

Branko B. Gabriel, René Gerber, Michael Lenz

Fotograf: Stefan Büchi, talk@stefanbuechi.ch

Grafik / Layout: Deny Fousek, Schwingerstrasse 5, 8006 Zürich Litho: Beni Roffler, Letzigraben 114a, 8047 Zürich

Inserate: AfM-Publikationen, Martin Ender,

Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, anzeigen@cruiser.ch

Druck: LZ Print, www.lzprint.ch, Auflage: 12 000 Exemplare, 10 Ausgaben jährlich

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