Elch-Posse Satire-Magazin No. 1

LektoratPS

Täglich erleben oder hören wir Dinge, die uns kurios, verrückt oder anstößig erscheinen und über die wir nachdenken. Teils heiter und teils bissig-ironisch erklärt der Elch diese aus seiner ganz bescheidenen Sicht.

No. 1

1


Elch-Posse

Satire – Sarkasmus – Ironie

No. 1

kostenfreies Online-Magazin

1. Ausgabe, März 2015

© by Henry-Sebastian Damaschke

www.sheep-black.com

Korrektorat: Petra Schmidt, www.lektorat-ps.com

Die Buch- und Cover-Rechte liegen beim Autor.

Das Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung und Vervielfältigung

– auch auszugsweise – ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher

Genehmigung des Autors gestattet. Alle Rechte, auch die der

Übersetzung des Werkes, liegen beim Autor. Zuwiderhandlung ist

strafbar und verpflichtet zu Schadenersatz.

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Liebe Leserinnen und Leser,

täglich erleben oder hören wir Dinge,

die uns kurios, verrückt oder anstößig

erscheinen und über die wir nachdenken.

Teils heiter und teils bissigironisch

erklärt der Elch diese aus

seiner ganz bescheidenen Sicht.

In der Ausgabe No. 1 hat er über folgende Themen nachgedacht:

Headlines ........................................................................ 4

Google erinnert sich gerne ............................................. 7

Pseudoverlage imaginär auf der Leipziger

Buchmesse 2015 .......................................................... 10

Der Button ... eine Karriere ........................................... 12

Von selbsternannten Prinzen und anderen

nichtadeligen Namensträgern … .................................. 15

Bestseller ...................................................................... 17

Nobelpreise für Alle ...................................................... 20

Erfolglose Autoren – Erfolglose Pseudoverleger .......... 22

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Headlines

Unliebsame politische Gegner erschießt man oder,

noch besser, man lässt sie erschießen. So geschehen

in Moskau. Heute wird er bestattet, der

Nemzow, und morgen kräht kein Hahn mehr danach.

Die Taktiken sind doch gut. Einer macht Randale

und der, der das Sagen hat, lässt ihn entsorgen.

Somit sind die Machtverhältnisse wieder klar

und strukturiert. Die Freundin war dabei und überlebte

bzw. ihr passierte nichts. Was sie wohl weiß?

Das Feld für Vermutungen ist offen. Mord und Totschlag

auf offener Straße. Na ja, das kennt man ja

auch bei uns und ein bisschen Schwund ist immer.

Mit Google durch den Amazonas. Na, endlich mal

was Erfreuliches. Da kann man also bequem vom

Sofa aus durch den Busch schleichen. Coole Sache,

das Google, ein bisschen allerdings stört es

mich, dass diese unberührte Natur jetzt nicht mehr

unberührt ist. Hoffentlich haben die nicht ihre Cola-

Dosen überall rumliegen lassen.

Kommen wir zu einem Thema, was gerade die Wogen

hochschlagen lässt: Kinderpornos – und die

Strafe beträgt lediglich 5.000 Euro. Das ganze Ding

ist eingestellt. Von Reue keine Spur und das Leben

kann so weitergehen. Aufhören wird dieser Kranke

mit Sicherheit nicht, aber er war ja auch Politiker, da

gibt man gerne schon mal rechtlich was zu, so eine

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Art Polit-Bonus. Politik ist ein schmutziges Geschäft

und letztlich komme ich immer mehr zu dem

Schluss, dass sich hier geradezu wahre Horden von

subversiven Elementen tummeln. Gut, dass man

das nicht alles weiß, ansonsten würde man vielleicht

Amok laufen.

Und dann war da noch das persönliche Highlight

der noch jungen Woche. Unsere allseits bekannten

Pseudoverlage haben sich wieder einige Possen

geleistet.

Die eine Pseudologin schreibt öffentlich, dass

Autoren bei ihr keine Druckkostenzuschüsse, sondern

die Bücher bezahlen müssen, und teilt unsere

kostenfreie Broschüre "Pseudoverlag? Nein, danke!".

Eine Posse ohne E, wenn ihr versteht, was ich

meine ...

Die andere, ach so bürgerfreundliche Dame will

in ihrem Wohnort Bürgermeisterin werden, ist aber

aufgeflogen mit ihren Pseudo-Preisen (Weltenbummler

des Jahres, Unternehmer im Untergrund,

Ehren-Mitglied der Pseudologen 2015, Gewinner

von Preisausschreiben) und ihren Pseudo-

Nominierungen (nominiert als Heilige 2020, nominiert

für den grünen Daumen 2016, nominiert zur

Rettung des Katers 2017 und, nicht zu vergessen,

nominiert für den Abwesenheits-Preis der Buchmesse

in Leipzig 2015). Sie ist inzwischen so lächerlich,

dass man sich einfach nur noch fremdschämen

muss. Peinlichkeiten über Peinlichkeiten,

aber immer noch eine große Klappe und bloß nicht

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konfrontieren, da werden die Gegner geblockt und

ignoriert. Da wird die Homepage schnell aktualisiert

und die tollen "Preise" werden gelöscht, aber unser

aller Freund Google speichert alles und ja, ich liebe

Google. Sie kennt wohl nicht den schönen Satz:

"Ignoranz führt tendenziell in den Misserfolg". Ist der

point of no return erreicht, gibt es keine Umkehr

mehr. Na ja, sei es drum, die Katerstimmung wird

noch früh genug kommen und vermutlich wird dann

auch der Letzte begriffen haben, dass sich ein solches

Verhalten selten auszahlt, von Vertrauen wollen

wir gar nicht reden ...

Also Nachbarn, bleibt kritisch und nicht vergessen:

Et kütt wie et kütt.

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Google erinnert sich gerne

Tja, Nachbarn, was nützt es, wenn man seine Sünden

verschleiern will? Nix nützt es. Google speichert

alles, restlos. Einige Pseudoverlage möchten inzwischen

aus politischen Gründen einen augenscheinlich

guten Leumund vortäuschen, denn im Täuschen

und Tarnen sind sie ja Spitze, die Pseudologen und -

innen. Nur, so ganz klappt das nicht, denn die Fakten

liegen klar auf der Hand: Google speichert alles

und jedes und eigentlich finde ich das richtig klasse.

Wer nix Schlimmes macht, der hat auch nix zu befürchten.

Auch gelöschte Einträge bleiben über Jahre

erhalten und jeder kann sie mit einigen kleinen Tricks

hervorlocken und dann ist das Ganze wieder sichtbar.

Da nützt es nix, wenn man plötzlich nicht mehr

Mitglied bei selbst gestalteten Vereinen ist, da nützt

es auch nix, wenn man Seiten entfernt. Google sieht

und speichert eben alles ab, und wenn nicht, dann

verweisen sie auf andere Suchmaschinen – ein Service,

der begeistert.

Darum, Nachbarn, passt schön auf, was ihr wann

und wo im Netz preisgebt. Homepagebesitzer trifft

es noch ärger, denn die einmal gesetzten Seiten

findet Google immer wieder. Irgendwie cool, so

brauchen sich Pseudoverlage eigentlich nix mehr

merken, was sie den Autoren angetan und abgeknöpft

haben. Schwups, gibt man den Tagg ein und

Zack, hast du nicht gesehen, erscheint es wieder.

Da nützt kein Leugnen und kein Entfernen von der

Homepage. Ist ´ne coole Sache, das Google.

Na, und wenn wir dann demnächst die Google

App auch fragen können, wo denn der nächste

Pseudoverlag ist, vielleicht gibt es dann entweder

eine Warnmeldung, etwa wie: "Vorsicht! Biegen Sie

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nicht rechts ab, da wird Ihnen das letzte Hemd geraubt."

Oder aber Google verweist auf die Seite:

"NEIN zu Druckkostenzuschussverlagen/Pseudoverlagen.

Bitte suchen Sie sich einen Publikumsverlag

oder werden Sie Selfpublisher."

Wäre schon ´ne coole Sache von Google und eigentlich

müssten ja die Nerven bei den Pseudoverlegern

und -verlegerinnen blank liegen. Was wohl

auch so ist, denn sie drohen bei jeder Kleinigkeit sofort

mit komischen Anwälten. Ehrlich gesagt frage ich

mich, ob das überhaupt richtige Anwälte sind, vielleicht

haben die sich bei ebay auch ´nen Studienabschluss

gekauft oder im Ausland …, so genau weiß

man das ja heute auch nicht. Es gab ja auch schon

´nen imaginären Professor für Germanistik, der mit

Geisterbrille oder völlig verkatert le(c)ktorierte ...

Normalerweise kennen sich doch Anwälte mit

Datenschutz aus. Die bei Amazon reagieren sofort,

wenn jemand den Datenschutz verletzt, hatte ich

gestern erst. Vor allem müsste doch ein Rechtsanwalt

mehr als eine Realschule besucht haben. Also

die, die ich kenne, haben Abitur und auch ordentlich

studiert, aber man weiß ja nie, was ein Pseudoverlag

da angeheuert hat. Vielleicht wird deshalb ja

auch nur gedroht, ich meine, das bringt mich glatt

auf die Idee einer Revision. Was passiert eigentlich,

wenn ein falscher Anwalt einen Mandanten vor Gericht

vertritt? Das sind doch mal echte Fragen, die

die Welt bewegen können. Wenn schon Professoren

für Germanistik nicht existieren … Also solche

gibt es schon im realen Leben, aber eine Pseudologin

hatte einst einen als Lektor, seitdem sind ihre

Bücher schwerer ... mit Fehlern, meine ich. Na, aber

was ein echtes forensisches Trüffelschwein ist, das

findet das auch noch heraus.

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In diesem Sinne, Nachbarn, macht den Realitätscheck

und seid wachsam.

Hier noch ein kleines Zitat:

"Es ist besser, in Ehren zu versagen, als durch

Betrug erfolgreich zu sein."

Sophokles (496 – 405/6 v. Chr.)

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Pseudoverlage imaginär

auf der Leipziger

Buchmesse 2015

Nachbarn, jetzt ist es raus. Wie aus zuverlässigen

Kreisen bekannt wurde, werden in diesem Jahr auch

Pseudoverlage imaginär anwesend auf der Buchmesse

sein. Ich war zugegebenermaßen ein wenig sprachlos,

als mich diese brisante Neuigkeit erreichte. Ich

konnte es erst gar nicht glauben, aber nachdem wir

(mit Verlaub, wir sind selbst Aussteller) das Ausstellerverzeichnis

2015 durchgesehen haben, stellten wir

fest, dass der besagte Pseudoverlag aus Viersen nicht

auf der Ausstellerliste steht, trotzdem er mit dieser

Aussage hausiert. Auf besagter Liste ist jeder teilnehmende

Verlag verzeichnet – und nein, da wird auch

niemand vergessen, wenn er denn seinen Stand ordentlich

gebucht und bezahlt hat. Es wird niemand

vergessen! Anmeldefristen sind im September des

Vorjahres bereits abgeschlossen. Wer das einmal mitgemacht

hat, der kennt sich aus ...

Der Informant hat recht. Pseudoverlage sind in diesem

Jahr imaginär zugelassen oder aber sie lügen so

schamlos Leute an, dass einem der Atem stockt. Stellt

sich die Frage: Können Pseudologen lügen? Sind sie

nicht alle so ehrlich? Ich kann es gar nicht glauben. Wo

sie doch auch versprechen, dass sie Autoren zu Welterfolgen

verhelfen und mindestens jeder 3. Autor Millionär

wird. Warum sind sie denn dann imaginär auf der

Buchmesse? Warum nicht real? Diese Fragen bewegen

mich. Warum also imaginär auf der Buchmesse?

Hm …, es könnte an den Preisen liegen, die steigen

ja bekanntlich jedes Jahr und vermutlich sind die

Geschäfte bei einigen Pseudos derart rückläufig, dass

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man nicht mal mehr einen schlappen Tausender übrig

hat für einen Messestand. Na ja, das Leben auf großem

Fuße und mit großer Klappe ist ja bekanntlich

auch recht teuer. Das Abzocken von Autoren ist auch

nicht mehr so einfach. Die sind nämlich jetzt schlaue

Selfpublisher geworden, und weil die so "erfolglos"

sind, können die sich auch einen realen Messestand

leisten. Sie sind nämlich sparsam und leben ganz ohne

Jaguar und fahren lediglich einen Porsche.

Es kann natürlich auch sein, dass einige Pseudoverlage

erkannt haben, dass sie auf der Buchmesse

nicht mehr so einfach unbedarfte Autoren einlullen

können, indem sie ihnen Ruhm und Erfolg versprechen.

Na ja, und weil das alles so ist, haben sie sich

wohl für einen imaginären Stand entschieden, um ihrem

sozialen Umfeld (manche sagen Lobby oder

Wähler dazu) vorzugaukeln, dass sie ja so erfolgreich

seien und fleißig Messevorbereitungen zu treffen

hätten ... Manche posten sogar ihre alten vergilbten

Messebilder besserer Tage, um vorzutäuschen,

auf einer aktuellen Buchmesse gewesen zu sein ...

(Wohl keine Kohle für Photoshop *g)

Wir jedenfalls haben uns für den realen Kontakt

zu unseren Lesern und Kunden entschieden und darum

einen realen Messestand gebucht und freuen

uns auf regen und realistischen Besuch.

Nachbarn, seid daher vorsichtig, wem ihr auf der

Buchmesse begegnet, es könnte auch ein Geist

sein, denn nur die sind imaginär. Trugbilder braucht

keiner, es sei denn, er möchte Gast in einer der

nächsten Klapsen werden ☺

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Der Button ... eine Karriere

Er ist rot und er will aufmerksam

machen. Seinen Ursprung hat er

an unserem Schreibtisch gefunden.

"NEIN zu Druckkostenzuschussverlagen" (auch

Pseudoverlage genannt) ist sein Schriftzug und seine

Botschaft für einen fairen Umgang mit Autoren.

Wir werden des Öfteren gefragt, wie wir zu ihm

gekommen sind. Ich könnte jetzt ein wunderschönes

Märchen erzählen, aber ich bin Realist und darum

beginnt diese Story des Buttons nicht mit: "Es

war einmal …", sondern mit der Tatsache, dass

mich vor ca. 10 Jahren einer dieser Pseudoverleger

über den Löffel balbiert hat. Inzwischen ist der ursprüngliche

Verleger mit einer Pizza vermutlich auf

der Flucht: vor den 1.000 Autoren, die er noch

schlimmer abgezockt hat als einst mich. Ich habe

ihm damals in meinem Zorn, meiner Wut und Enttäuschung

über sein Geschäftsverhalten versprochen,

dass er irgendwann damit scheitern würde.

Nun, er hat den Verlag inzwischen verkauft, die Geschäfte

gaben es wohl wegen der verstärkten Aufklärung

dieser DKZV-Modelle nicht mehr so richtig

her und auch Autoren sind informierter und schlauer

geworden, seit es Plattformen für Selfpublishing

gibt, sozusagen zum Nulltarif.

Weil ich ein gutmütiger und leider auch leichtgläubiger

Mensch war, bin ich dann noch einmal auf

solch einen Schuppen, gleich vor den Toren Kölns,

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hereingefallen. Ich hatte gerade die Pizza verdaut,

da stand ein abgehalfteter Kater vor der Tür. Na ja,

streunenden Katzen gebe ich immer Futter und die

meisten sind dankbar, diese aber nicht, die war vom

Stamme Nimm: Hast´e was, bekommst´e was ...

Die Tatsache, dass diese Katze behauptete, sie sei

kein Pseudo, nahm ich ihr übel, denn ihre Rechnung

sprach eine ganz andere Sprache.

Und genau hier greift der Button, denn solche

Zuschussverlage gibt es zu Hauf und genau dafür

steht er. Er soll aufklären und die Leute informieren,

dass dies betrügerische Machenschaften sind, die

Gelder, Zeit und Nerven kosten. Am Ende zahlt nur

einer und das ist der Autor. Zum Schluss, wenn sie

sich fadenscheinig vor Gericht, mittels windiger Anwälte,

Recht erschleichen, versuchen sie immer

weiter, ihre Pseudologie zu komplettieren. Sie enttarnen

sich schließlich selbst, indem sie ihre HIWIs

oder auch Laffen vorschicken, die dann mit Dreck

werfen und weiterhin Storys jenseits von Gut und

Böse verbreiten, bis sie dann merken müssen (oder

auch nicht), dass sie sich längst selbst exhibitioniert

haben und ihr ganzes schönes Pseudoverlagsgebäude

sich in Rauch auflöst. Sie vergessen dabei,

dass es Belege gibt, die sie ihrer Pseudologie enttarnen.

Gerichte lügen bekanntlich nicht … und

Vergleiche sind keine Verurteilungen oder gewonnene

Prozesse. Erwähnt sei noch, wie diese Pseudoverlegerin

aus Angst vor Enttarnung miaut, dass

ein Gericht mir nie verboten hat zu sagen, dass sie

ein Pseudo ist. Es herrscht freie Meinungsäußerung

und dokumentierte Wahrheiten dürfen verbreitet

werden zum Zwecke der Information. Wenn aber

der Erfolg von einst nur noch Historie ist, dann geht

eine Gruppe dieser Pseudoverleger in die Abteilung

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"Vermarktung für Autoren". (Das können Autoren

ganz alleine, dank des ›Internettes‹). Andere verkaufen

ihre Verlage, bevor sie pleite gehen, und

gründen einen neuen mit anderem wohlklingenden

Namen. Wieder andere vertreiben sinnlose Versicherungen,

wenn es mit der Prokura nicht mehr so

klappt. Die letzten gehen dann in die Politik (die einen

wollen größenwahnsinnig, wie sie sind, Bundeskanzler

werden und andere versuchen es erst

mal eine Nummer kleiner, etwa als Bürgermeister).

Also Nachbarn, seid wachsam … Ein kleiner Button

macht leise Karriere und freut sich, wenn er helfen

kann. Pseudoverleger? Wenn sie schon unbedarfte

Autoren betrügen, was tun sie dann, wenn sie

Macht bekommen? Sie verstehen es, eine riesige

Show abzuziehen, aber halten werden sie nichts

von dem, was sie vollmundig versprechen ...

Der Button jedenfalls ist echt und authentisch

und er tut nichts, außer aufzuklären. Als Anstecker

hat er eine spitze Nadel :-) Wir freuen uns über seinen

Erfolg. Er hat Fans und er ist öffentlich und ja,

er ist beliebt, bei den Autoren sowie Verbänden.

Meine Waffe ist das Wort und ich scheue mich nicht

davor, es zu benutzen ...

Wer sich über Pseudoverlage näher informieren

möchte:

Website incl. Blacklist: nein-zu-dkzv.web-hostel.de

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Von selbsternannten Prinzen

und anderen nichtadeligen

Namensträgern

Dass die Welt ja kurios ist, dürfte allgemein bekannt

sein, aber dieses Phänomen, sich Titel zu kaufen

(gibt es schon für 49 € bei ebay und ähnlichen Plattformen),

ist schon bezeichnend für Betrüger aller

Art. Fakt ist für mich, dass diese Leute, die so was

nötig haben, noch nicht einmal in der Lage waren,

eine Schulbildung abzuschließen, noch viel weniger

ein Studium oder einen Beruf. Wie sonst käme man

auf die Idee, sich einen Titel zu kaufen? Diese ganzen

nichtadeligen Namensträger sind für mich Menschen

ohne Selbstbewusstsein, ohne eigene Persönlichkeit,

außer mit krimineller Energie behaftet,

nicht mehr und nicht weniger.

Genauso ist es mit denen, die einen Doktortitel

kaufen. Wer jemals eine Doktorarbeit geschrieben

hat, der weiß, wie viel Arbeit und Mühe es macht,

dass ein Rigorosum kein Zuckerschlecken ist und

auch ein Diplom viel Mühe und Arbeit macht, aber

darauf kann man dann stolz sein mit Fug und Recht

und der Titel steht sogar im Personalausweis.

Das Allerbeste aber ist, dass die meisten Menschen,

die das geleistet haben, gar keinen großen

Wert darauf legen, weil sie es nicht nötig haben,

damit anzugeben. Ich persönlich bin der Meinung,

dass dies alles untersagt gehört. Entweder wird

man mit einem Titel geboren oder aber nicht, und

ob man dadurch ein besserer oder schlechterer

Mensch ist, das wage ich zu bezweifeln. Ich kann

"gekauft betitelte" Menschen weder achten noch

respektieren, denn sie sind faul, dumm und unge-

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ildet und wollen mehr scheinen als sie sind. Nicht

überall, wo Prinz draufsteht, ist auch Prinz drin.

Passt auf euch auf, Nachbarn, am schlimmsten

hat es wohl die Hohenzollern getroffen, was die inzwischen

alles in ihrer Sippschaft haben, das ist

wirklich sehr traurig und einfach nur noch lachhaft.

Wer soll so etwas ernst nehmen? Ich jedenfalls

nicht.

Vermehrt sind diese Lachnummern auch unter

den Druckkostenzuschussverlagen zu finden. Da

schmückt man sich gerne mal mit einem kleinen

Titelchen oder erfundenen Preisen oder Mitgliedschaften

mit Krönchen verziert, denn man gönnt

sich ja sonst nichts – ganz im Sinne der Pseudologie,

die diese Personen für sich gepachtet haben

und damit den echten Adel und den Karneval beleidigen.

„Nichtadelige Namensträger“ sagt das OLG dazu

und hat einem von diesen Typen gezeigt, wo er

wirklich herkommt ...

Also immer schön authentisch bleiben, dann klappt

es auch mit dem Erfolg und mit den Nachbarn

*zwinker

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Bestseller

Ich weiß nicht, ob es euch nicht auch manchmal so

geht, dass ihr einfach fassungslos über die Dummheit

der Menschen nur noch lachen müsst. In meinem

Fall muss ich über einige Autorenkollegen lachen

und den Kopf schütteln. Ständig bekomme

ich Mails and more mit Fragen, die nicht einmal die

Auskunft beantworten könnte und Tante Google

zur Vollversagerin abstempelt.

Neulich ging es damit los:

„Juhu, ich habe ein Buch geschrieben, weißt du

einen Verlag?“

„Nein, weiß ich nicht.“

„Es ist aber ein Bestseller!“

„Ah ja, dann würde ich das an verschiedene

Publikumsverlage schicken.“

„Ja, habe ich ja, aber immer nur Absagen.“

„Ah, so.“

„Kann ich dir mal den Text schicken?“

„Nein, ich bin kein Lektor, ich bin Autorenkollege

und ich habe für so etwas nicht die Zeit.“

„Ja, aber …“

„Ja, aber …“ ist einer der Sätze, die ich am

meisten hasse. Denn es ist das untrügliche Zeichen

der Uneinsichtigkeit eines Menschen. Tiere

sagen nie: Komma, aber …

Gutmütig, wie ich nun einmal bin, frage ich dann

völlig gelassen:

„Ist dein Buch denn schon lektoriert, dann könntest

du es auch selbst verlegen, es gibt da was,

von Amazon oder anderen Plattformen …“

Ich habe den Satz noch nicht ganz beendet, da

kam dann:

„Lektoriert, was ist denn das?“

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In meiner unendlichen Geduld erkläre ich, dass

ein Buch auf Fehler untersucht werden müsse,

damit der Leser auch Freude an dem Werk hat, es

keine temporären Fehler oder Brüche und Rechtschreibfehler

im Text gibt.

„Ach, das brauche ich nicht, ich habe ja Word

und außerdem hat eine Freundin, die ist Deutschlehrerin

und Autorin, drübergeschaut, das Buch ist

fehlerfrei.“

Ich schlucke und vermeide es zu erwähnen,

dass eins meiner Werke in einem Pseudoverlag

von einem angeblichen Professor für Germanistik

lektoriert wurde und er schlappe 1.000 Fehler

übersehen hatte. Ich sage auch nicht, dass gerade

Lektoren, die auch Autoren sind, meistens die

schlechteren Lektoren sind, nicht alle, aber die

meisten, weil sie nämlich den Stil verändern und in

null Komma nichts dem ursprünglichen Werk die

eigene Note aufdrücken, und dann wird es unecht.

Ich verkneife mir auch, dass ich einen solchen Lektor

einst fast erschlagen hätte, als aus meinen

Trollen dann letztlich Kobolde wurden. Die Fassungslosigkeit

steht mir heute noch im Gesicht geschrieben.

Stattdessen sage ich in meiner bekannt

ruhigen Art, dass ich denke, ein Lektorat durch einen

freien Lektor sei sinnorientiert.

„Wieso?“, ereilt mich gleich die Frage.

„Weil es meine Erfahrung ist“, erwidere ich lakonisch.

„Ja, aber …“ (Da ist es wieder, dieses Ja, aber ...,

was ich hasse!)

Ich erwidere:

„Ja, aber ist dein Bestseller dir das denn nicht

wert?“

Schweigen …

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In diesem Sinne, ihr fröhlichen „Bestseller-Schreiber“,

verschont mich bitte mit dämlichen Fragen, denn

eine ehrliche Antwort könnt ihr wohl eh nicht aushalten.

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Nobelpreise für Alle

Alle Jahre wieder …

... gibt es die Nobel-Preise. Für alles Mögliche

gibt es diese. Nobel war bekanntlich nicht nur ein

kluger Mann, der 355 Patente sein Eigen nennen

konnte, sondern auch ein weitsichtiger Mensch.

Ich persönlich finde es toll, dass es diese Preise

gibt. Besonders der für Literatur hat es mir angetan,

wie könnte es auch anders sein. Allerdings hat das

Ganze einen kleinen Schönheitsfehler, die damit

ausgezeichnete Literatur sagt mir oft nicht zu, aber

da ich ja nur ein kleiner Autor bin und nicht einmal

erfolgreich, wie böse Zungen zu behaupten pflegen,

sollte ich mich dazu wohl nicht zu kritisch äußern.

Worauf ich hinaus will, ist aber Folgendes:

Könnte man dem Nobelpreis-Komitee nicht vorschlagen,

einmal einen Preis zu verleihen für die

schlechteste Literatur? Sozusagen einen Antipreis,

und den dann gleich zu erweitern, so als Pseudoliteratur

quasi, verlegt von einem Pseudoverlag.

Das würde doch mal so richtig fetzen, dann bräuchten

diese ganzen Pseudoverlage sich doch keine

eigenen Preise mehr auszudenken, dann hätten sie

endlich einen echten. Ich sag euch, Leute, dann

könnten sie noch mehr unbedarfte Autoren abzocken.

Sie bräuchten sich dann auch keine Fürstenund

Prinzentitel mehr zu kaufen, das wäre echt der

Brüller. Was ist schon so ein doofer Titel – gegen

den Pseudo-Nobel-Preis? Ich sage euch, da täten

sich ungeahnte Dimensionen auf. Man würde hinter

vorgehaltener Hand flüstern: „Habt ihr schon gehört

…? Selbst das Nobel-Komitee wurde aufmerksam

…"

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Das Ganze könnte man dann noch erweitern, sozusagen

in Unterkategorien: Krimi-Pseudo-Nobel-

Preis, Jugendbuch-Pseudo-Nobel-Preis usw. – und

das alles in den Pseudoverlagen dieser Welt. Der

Wahnsinn, oder?

Schön wäre auch das Bundesverdienstkreuz am

Pseudologenband in Kornblumen-Blau (für die Damen

in Alt-Rosa) …, da würde so manchem/r das

Herz aufgehen ... Und am Ende???

Am Ende wäre das dann leider alles nur für die

Katz … Na ja, das wäre dann echte Kater-

Stimmung, oder?

Also lassen wir das und es bleibt alles, wie es

ist … schade eigentlich.

Pseudo-Nobel-Preis


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Erfolglose Autoren –

Erfolglose Pseudoverleger

Wie wir alle wissen, ist „Erfolg“ ja relativ anzusehen.

Über mich sagte kürzlich ein erfolgloser Versicherungsagent,

nach seiner erfolgreichen Insolvenz, ich

sei ein erfolgloser Autor und bei mir sei nix zu holen.

Muss ich also daraus schließen, dass er was

bei mir holen wollte? Man will ja nichts unterstellen,

aber irgendwie stinkt das schon zum Himmel, aber

was will man erwarten von einem, der seine Gläubiger

letztlich um ihr Geld gebracht hat, denn nichts

anderes ist ein Insolvenzverfahren für mich (Nach

dem Motto: Ist ihm nichts gelungen, macht er in

Versicherungen).

Was aber stört es eine Eiche, wenn ein Schwein

sich an ihr kratzt. Mir entlockte diese im Kern schon

unwahre Aussage nicht einmal ein müdes Lächeln.

Was sollte man auch dazu sagen? Ich denke,

„Erfolg“ als Autor begründet sich darin, dass man

ein gerne gelesener Autor ist, und ich glaube, ich

habe meine Fans und Leser, und damit bin ich aus

meiner bescheidenen Sicht, nur für mich gesehen,

erfolgreich. Ich lade meine Leser in eine Geschichte

ein, und wenn sie eins meiner Bücher im Regal stehen

haben, dann freut mich das. Ich muss also keine

Bestseller schreiben, denn wer schreibt die

schon? Es ist ein Irrtum, den viele begehen. Bestseller

schreibt man nicht, sie werden von Werbung

und Marketing gemacht. Dazu muss der Verlag, ich

meine jetzt den Publikumsverlag wie etwa Lübbe

oder Bertelsmann etc., investieren. In den Autor und

in das Buch. Und je nachdem, wie hoch das Investment

ist, danach richtet sich dann der Erfolg.

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Dazu braucht der echte Verleger Gespür, Geschick

und Fachwissen aus der Branche sowie das berühmte

Quäntchen Glück. Wenn das alles zusammenkommt,

dann hat ein Verlag und damit auch der

Autor Erfolg. Dazu kommt, dass an einem Bestseller

ganz viele Menschen mitarbeiten, die vom Verlag

bezahlt werden und die für den Verlag arbeiten.

Bei Pseudoverlagen sieht das ganz anders aus.

Sie wollen nur das Geld des Autoren, nicht aber erfolgreiche

Autoren, denn dann müssten sie investieren

und das ist immer ganz schlecht bei solchen

Verlagen. Sie verkaufen eine Illusion und leben in

einer Pseudologie, die letztlich irgendwann jedem

klar werden muss. Die Verkaufszahlen sprechen da

eine ganz deutliche Sprache. Ich persönlich habe

noch nie einen erfolgreichen Autor bei einem Pseudoverlag

kennengelernt. Die gibt es auch nicht,

denn erfolgreiche Autoren werden von Publikumsverlagen

verlegt und man glaubt es kaum, aber die

werden sogar bezahlt. Meistens besteht ein Pseudoverlag

aus einer One-Man-Show mit HIWIs. Dem

Autor werden aber Mitarbeiter vorgegaukelt. Na ja,

der Clou aber ist manch tolle Auslandsexpandierung.

Da wird dann mal eben schnell eine Außenstelle

gegründet, gibt es schon für ca. sieben

britische Pfund, und schwupp hat man eine Ltd.,

und immer schön an der Steuer vorbei.

Ich halte mich weiß Gott nicht für Einstein, aber

ich habe einen gesunden Menschenverstand. Als

ich vor einiger Zeit selbst an einen solchen Verlag

geriet und man mir selbst auf meine Nachfrage hin

versicherte, man sei kein Pseudoverlag, hatte ich

dennoch kein gutes Bauchgefühl. Als ich dann nach

dem angeblichen Lektorat unzählige Fehler in meinem

Manuskript kritisierte, erhielt ich eine Rech-

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nung und sollte auch noch für dieses Lektorat (was

ein angeblicher Professor für Germanistik gemacht

haben sollte – später erfuhr man von anderen Autoren,

dass es diesen gar nicht gab) und den aufwendigen

Satz in InDesign schlappe 5.800 Euro zahlen.

Das Cover machte ich ja selbst und ein Satz in In

Design war nicht zu erkennen (ich arbeite selbst mit

diesem Programm). Somit war ich an einen Lektorats-Mastering-Covererstellungs-

und Satzkostenzuschussverlag

geraten. Letztlich wurde das Buch

dann dort nicht verlegt (das konnte ich wenigstens

verhindern, indem ich keine Druckfreigabe erteilte),

auch wenn ich den Betrag zahlen musste in Form

eines Vergleiches (Hinweis: Wer vergleicht, der will

betrügen, eine alte Kaufmannsregel.) Ich zahle natürlich

in Raten, damit die Pseudoverlegerin monatlich

besser klarkommt, ich bin ja ein Menschenfreund.

Immerhin habe ich dafür meine Rechte wieder,

wobei der Verlag das nicht so genau nimmt und

nicht einmal in der Lage ist, mein Buch aus der Nationalbibliothek

zu nehmen, von diversen Plattformen

mal ganz zu schweigen. Daran sieht man, wie

solche subversiven Unternehmen einen selbst angestrebten

gerichtlichen Vergleich ernst nimmt ...

Fair geht da wohl anders. Dennoch morden Elche

nicht, … aber sie sind sehr nachtragend und vergessen

nichts.

Es war eben alles für die Katz, aber es war eine

Erfahrung, aus der sehr viel Positives für mich persönlich

entstanden ist – so ist in allem Negativen

auch etwas Positives enthalten.

Inzwischen ist mir das, wie wir hier in Köln sagen:

„Latte“. Ich bin froh, dass ich das Ganze damals

habe prüfen lassen, und bin somit eigentlich gut

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weggekommen. Ein bisschen Schwund ist ja bekanntlich

immer, aber wer möchte schon auf Dauer

mit solchen Menschen zu tun haben. Bonnie und

Clyde waren dagegen jedenfalls noch ehrliche

Gauner.

Darum prüfe, wer sich an einen Verlag bindet, es

gibt immer bessere Alternativen.

Meinen Krimi habe ich als Selfpublisher veröffentlicht,

und wenn die Leser wüssten, wie sehr

ich um dieses Buch gekämpft habe, dann würden

sie es sicher noch lieber mögen. Jedenfalls habe

ich mein Buch geschützt, denn wie sagt meine Frau

immer: „Jedes Buch hat eine Seele.“ Und jeder Autor

auch. Erfolg ist so relativ und so schnell verraucht

und letztlich bleibt nur eine Geschichte, in die

man die Leser eingeladen hat. Zu schade, um bei

erfolglosen Verlegern mit Krönchen und Fürsten-

Titelchen und Prinzengetöse zu versauern. Pseudoverlage

jedenfalls sehen mich nie mehr wieder.

Ich bin ein zufriedener Selfpublisher. Und Geld? Na,

das ist relativ.

Ich glaube, Erfolg setzt voraus, dass man als

Mensch erst einmal integer ist, dass man sich bestimmte

charakterliche Grundeinstellungen erarbeiten

sollte: Freundlichkeit, Wertschätzung und Respekt

sowie die Achtung vor jedem Menschen und

Lebewesen. Erfolg zeichnet sich für mich nicht in

klingender Münze aus. Wer nur seine finanziellen

Vorteile sieht, der wird nie wirklich erfolgreich und

glücklich sein. Erfolg ist für mich nicht, wenn die

Verkaufszahlen der Bücher steigen, sondern wenn

ich Menschen erreiche und sie zum Lächeln und

Nachdenken bringe. Das kann keine Verkaufszahl

wiedergeben. Bevor ich in meinem Beruf erfolgreich

bin, ist es mir persönlich wichtiger, erst einmal als

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Mensch erfolgreich zu sein, indem ich mich wertschätzend

verhalte, meinen persönlichen Egoismus

zurückfahre, ohne mich dabei zu vergessen. Mit

Neid, Missgunst und Lüge im Herzen wird man nicht

erfolgreich, das sind nur kurze und falsche Erfolge,

das ist ähnlich wie mit Siegern und Verlierern.

Wenn ich etwa bei einem Spiel gewonnen habe,

dann sollte ich mich nicht nur freuen, sondern auch

den Verlierer sehen und ihn nicht in meiner Freude

untergehen lassen. Denn jeder steht auch mal irgendwann

auf der Verliererseite. Empathie und

Wertschätzung sind nicht zu unterschätzende Komponenten

des erfolgreichen Menschseins und erst

danach bin ich Autor.

In diesem Sinne: bleibt wachsam, Nachbarn …

Euer Elch

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Weitere Werke

Die Ausgabe No. 2 wird erscheinen, wenn es wieder

neue Kuriositäten, Erscheinungen, Probleme

oder wundersame Dinge gibt, über die der Elch

dann nachzudenken pflegt. Lasst euch überraschen


Wenn ihr in der Zwischenzeit mehr vom Autor lesen

möchtet, gibt es aktuell den Krimi "Elche morden

nicht" und die Kinderbuch-Serie "Abenteuer

vom Regenbogen-Elch". Weiterhin sind der Thriller

"Der Tod riecht süß" und der 2. Teil des Krimis "Der

Tod der Verlegerin" in Arbeit, die voraussichtlich

2015 erscheinen.

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