CRUISER November 2011
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11<br />
<strong>CRUISER</strong>09<br />
Die Zeitung der Schweizer Gay-Community<br />
Wilde Spekulationen<br />
nach dem Tod von<br />
Stephen Gately<br />
<br />
Die Reaktionen auf<br />
das Interview eines<br />
HIV-Betroffenen<br />
Orell Füssli im Zürcher<br />
Dörfli kommt<br />
auf den Homo<br />
Achte Ausgabe des<br />
LesBiSchwulen<br />
Filmfestivals in Luzern<br />
Snow, Fun & Gays<br />
Auch die Schweiz hat inzwischen ihren Winter-Grossevent<br />
The only gay dance<br />
floor in Zurich which<br />
is open 7 days a week.<br />
In the heart of Zurich’s Old Town: Marktgasse 14, 8001 Zürich
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
editorial & inhalt<br />
Seite 3<br />
Zieht euch warm an<br />
Die Uhren stehen auf Winterzeit. Der Winter kommt. Zumindest mal in den<br />
Bergen. Arosa bereitet sich bereits vor für die Gays. Erst gibt es ein Weekend<br />
im Dezember speziell für Gays und im Januar folgt die Gay-Skiweek, die sich<br />
zu einem der grössten Gay-Winterevents entwickelt hat. Böse Zungen meinen,<br />
die Gays müssen herhalten, den flauen Dezember und das Januarloch<br />
der Hotellerie zu füllen. Am Anfang stand sicher der unternehmerische Gedanke<br />
die Hotelzimmer besser auszulasten. Was Arosa aber besser gemacht<br />
hat als etliche andere Wintersportorte, die vor Jahren ebenfalls Gay-Marketing<br />
betrieben, zeigen wir in unserem Arosa-Artikel. Während andernorts<br />
die Idee bald im Schnee verlief, arbeitet Arosa an einem Konzept, das dem<br />
Gay-Life voll entgegenkommt. Die Aroser stehen heute hinter der Gay-Skiweek<br />
und keiner stört sich daran, wenn’s auf der Piste und abends auf den<br />
Parties «schwul» zu und her geht.<br />
Ganz anders an der Berufsmaturitätsschule in Zürich. Eine fast unglaubliche<br />
Geschichte hat uns Jeremy Ziegler zugesandt. Es sind seine persönlichen<br />
Erfahrungen, die er gemacht hatte, als er die BMS besuchte. Nun, Jeremy<br />
ist nicht gerade der unauffällige Durchschnittsjunge von nebenan, das<br />
liess ihn auch die Schulleiterin wissen: als offen lebender Schwuler würde<br />
er diese Anfeindungen provozieren. Unter «Anfeindungen» reihte sie auch<br />
Aussagen ein wie: «So etwas wie dich sollte man umbringen, eine Waffe<br />
draufrichten und niederschiessen.» Gerade an den Schulen ist schwul immer<br />
noch das grosse Schimpfwort.<br />
Meinungen sind halt schnell gemacht und Vorurteile auch. Das zeigt der<br />
Umgang der Presse mit dem Tod des schwulen Popstars Stephen Gately. «Sex,<br />
Drogen, Alkohol», diese Worte waren in den meisten Schlagzeilen zu lesen.<br />
Für die berüchtigte Kolumnistin Jan Moir war er eine sexbesessene Bestie<br />
mit einem «völlig anderen und gefährlichen Lebensstil», womit sie «schwul»<br />
meint. Das gibt zu Denken.<br />
Zu Reden geben wird garantiert ein israelischer Film, der im Rahmen des<br />
LesBiSchwulen Festivals Pink Panorama, in Luzern läuft. Er beschäftigt<br />
sich mit dem absoluten Tabuthema der Homosexualität in der orthodoxen<br />
Welt.<br />
Und noch einmal das ernste Thema HIV. Das grosse Interview mit einem<br />
Betroffenen in der Oktober-Ausgabe hat viele Reaktionen ausgelöst. Die<br />
Aids-Hilfen kommen in dieser Ausgabe zu Wort. Auch den offenen Brief an<br />
«Alex» aus dem Budesamt für Gesundheit drucken wir ab. Und im Kommentar<br />
nimmt der Cruiser nochmals Stellung zum Thema.<br />
Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen<br />
Arosa Gay Skiweek 4<br />
Im Januar 2010 heisst es bereits zum 6. Mal<br />
«Welcome to the Arosa Gay Skiweek». Aus<br />
einem kleinen Anlass von einst ist ein riesiger<br />
Event geworden. Mit mehr als 300 Teilnehmern<br />
aus der ganzen Welt zählt er heute zu<br />
den Top Gay Winterevents in Europa. <br />
Stephen Gately 5<br />
Der plötzliche Tod von Boyzone-Sänger Stephen<br />
Gately erschütterte nicht nur die Fans.<br />
Seine Homosexualität gab der Presse Anlass zu<br />
wilden Spekulationen über die Todesursache.<br />
<br />
PinkPanorama 2009 6<br />
Die achte Ausgabe des einzigen LesBiSchwulen<br />
Festivals in der Zentralschweiz verspricht<br />
zwölf cineastische Leckerbissen. Besondere<br />
Lichtblicke werden die schwulen Filme «Eyes<br />
Wide Open», «The Man Who Loved Yngve» und<br />
«Soundless Wind Chime» sein.<br />
Orell Füssli 7<br />
Das T&M hat offenbar auf die benachbarte Orell<br />
Füssli-Filiale abgefärbt: Im ehemaligen Krauthammer<br />
gibt es eine Gay- und Lesbian-Abteilung.<br />
Mit Literatur, jugendfreien DVDs und Bildbänden,<br />
die alten Damen die Schamesröte ins Gesicht<br />
treiben.<br />
Aids-Hilfe 8<br />
Offenbar wissen nur die wenigsten, mit welchen<br />
Mitteln sich die Aids-Hilfe für Männer,<br />
die Sex mit Männern haben, und für HIV-Positive<br />
einsetzt. Die Aids-Hilfe erklärt ihren Einsatz<br />
für die schwule Gesundheit.<br />
Martin Ender, Herausgeber<br />
Jeremy Ziegler 11<br />
Jeremy Ziegler schreibt über sein vergangenes<br />
Jahr an der BMS in Zürich unter dem Titel:<br />
«Wahrscheinlich hätte ich mich auch gleich<br />
aus dem 5. Stock werfen können». Eine fast unglaubliche<br />
Geschichte, die zu denken gibt.<br />
Impressum<br />
Herausgeber und Verleger: AfM-Publikationen, Martin Ender<br />
Redaktion und Verlagsadresse: AfM-Publikationen, Martin Ender, Mühlebachstrasse 174, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, info@cruiser.ch<br />
Infos für die Agenda: agenda@cruiser.ch | Infos an die Redaktion: redaktion@cruiser.ch<br />
Redaktionelle Mitarbeit: Thomas Borgmann, Kurt Büchler, Charly Büchi, Andreas Candinas, Daniel Diriwächter, Martin Ender,<br />
Branko B. Gabriel, René Gerber, Hanspeter Künzler, Michael Lenz, Stefan Schüpbach, Roman Ulrich<br />
Grafik / Layout / Litho: Deny Fousek, Beni Roffler, Letzigraben 114a, 8047 Zürich<br />
Inserate: AfM-Publikationen, Martin Ender, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 62, anzeigen@cruiser.ch<br />
Fachberater: Pierre André Rosselet, Rechtsanwalt<br />
Druck: Neue Luzerner Zeitung AG, Auflage: 15 000 Exemplare, 10 Ausgaben jährlich
Seite 4<br />
reisen<br />
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
Arosa Gay Skiweek<br />
– die sechste<br />
Die Arosa Gay Skiweek<br />
etabliert sich<br />
unter den Top Gay<br />
Winter events in<br />
Europa<br />
Im Januar 2010 heisst es bereits<br />
zum 6. Mal «Welcome to the Arosa<br />
Gay Skiweek». Aus einem kleinen Anlass<br />
von einst ist ein riesiger Event<br />
geworden. Mit mehr als 300 Teilnehmern<br />
aus der ganzen Welt zählt er<br />
heute zu den Top Gay Winterevents<br />
in Europa.<br />
Die Schweiz hat jetzt damit neben<br />
Frankreich (Tignes, the European<br />
Gay Skiweek) und Oesterreich<br />
(Sölden, Gay Snow Happening) auch<br />
ihren Grossanlass.<br />
Der Erfolg in Arosa kommt nicht<br />
von ungefähr. Nicht, dass dieser Ort<br />
der einzige wunderbare Wintersportort<br />
der Schweiz wäre. Aber hier<br />
hat man früh die richtigen Weichen<br />
gestellt. Als vor Jahren Tourismus<br />
Schweiz den Gay-Markt zu bearbeiten<br />
begann und vor allem Gays aus<br />
den USA und England in die Schweiz<br />
holte, hat auch das Hotel Eden in Arosa<br />
mitgemacht. Rund 30 Gäste logierten<br />
hier. Vielmehr wurde aber den<br />
Gästen nicht geboten. In andern Tourismusgebieten<br />
lief es ähnlich und<br />
die noch jungen Versuche, den Gaymarkt<br />
auf Vordermann zu bringen,<br />
wurden aus verschiedenen Gründen<br />
fallen gelassen. Nobelorte bangten<br />
um ihr Image. Andernorts wurden<br />
schlicht keine Gelder für spezielle<br />
Werbung gesprochen.<br />
eine ganze Menge. Nebst viel Wintersport<br />
und Sonnenbaden auf der<br />
Tschuggenhütte, täglichem Après-<br />
Ski und einer grossen Zahl Abendveranstaltungen<br />
(von Cabaret abend,<br />
Schaumparty, White Night bis hin<br />
zur Secret Poolparty) steht auch Kultur<br />
auf dem Programm: So werden<br />
beispielsweise Weltstar Michel Dalberto<br />
(F) zusammen mit Zachary<br />
Stains (USA) in der Dorfkirche zu<br />
hören sein.<br />
Viel Aufbauarbeit<br />
Mit Fingerspitzengefühl und Engagement<br />
verstanden es Alexander<br />
Herkommer und Hitsch Leu, eine<br />
grosse Anzahl Partner zu motivie-<br />
ten Kontakte zu Partnern gepflegt<br />
und geknüpft werden, die für den<br />
Übersee-Markt wichtig sind. Und mit<br />
der Einladung im Herbst nach Arosa<br />
pflegte und umgarnte man eine<br />
Reihe von Journalisten aus den europäischen<br />
Ländern. Logiert wurde<br />
im Hotel Eden, dem Ursprung und<br />
Stammsitz der Arosa Gay Skiweek,<br />
verwöhnt mit bester Speis und reichlich<br />
Trank in den Partnerhotels und<br />
auch auf der Tschuggenhütte, die,<br />
in der Zwischensaision bereits geschlossen,<br />
extra für die Journalistenschar<br />
geöffnet wurde. Hier oben ist<br />
ja in der Gay Week auch viel los. Sie<br />
ist der zentrale Treffpunkt der Skifahrer<br />
(und von Winterwanderern).<br />
ein Drag-Queen-artiges «Huch» bei der<br />
Talfahrt auf schottrigem Untergrund.<br />
Letzte Gelegenheit<br />
Für Aelx gibt’s einen kleinen Wehrmutstropfen:<br />
Valerie und Hitsch Leu<br />
haben sich nach 25 Jahren im Eden<br />
entschieden, nach der Wintersaison<br />
2009 / 10 einen Punkt zu setzen. Für<br />
ihn waren die beiden die Seele und<br />
das Eden das Zentrum der Gay Week.<br />
Das Hotel soll eine neue Ausrichtung<br />
erfahren, sich weiterentwickeln<br />
können. Noch sind die Pläne nicht<br />
spruchreif. Doch mit der ganzen Reihe<br />
von Partnerhotels ist eine Weiterführung<br />
der Gay Skiweek auch für<br />
die kommenden Jahre garantiert.<br />
Die Anfänge<br />
Hitsch Leu und seine Frau Valerie,<br />
die in Arosa das Hotel Eden führen,<br />
realisierten, dass es so nicht geht;<br />
dass diese «Zielgruppe» besondere<br />
Ansprüche haben könnte. In Alex<br />
Herkommer, erfahrener Party-Veranstalter<br />
in Lausanne, fanden die<br />
Hoteliers den richtigen Partner, der<br />
über das nötige Wissen verfügt und<br />
den Riecher hat, was Gays für ihr<br />
Geld an zusätzlichen Leistungen erwarten<br />
und was es braucht, dass sie<br />
sich wohlfühlen<br />
Heute gerät Alex ins Schwärmen,<br />
wenn er vom ganzen Programm erzählt.<br />
Hier rührt er mit der grossen<br />
Kelle an und bietet den Teilnehmern<br />
ren, die Woche zu unterstützen und<br />
zu promoten. Die Aroser stehen heute<br />
hinter diesem Anlass und die Arosa<br />
Gay Skiweek verfügt heute über<br />
ein grosses Netzwerk von Freunden,<br />
Supportern und Verkäufern, nicht<br />
nur in Europa, sondern auf der<br />
ganzen Welt.<br />
So gehörte denn auch die Präsenz<br />
mit Wagen und Stand an der<br />
Euro Pride in Zürich zum Marketing-<br />
und Werbekonzept. Hier konn-<br />
Die ersten Reihen Liegestühle sind<br />
die ganze Woche reserviert ausschliesslich<br />
für die Gay-Touristen.<br />
Hier oben trifft sich tagsüber die<br />
ganze Aroser Gay-Welt, da gibt’s<br />
Unterhaltung und da sind die verrücktesten<br />
Drag Queens zu sehen,<br />
die je auf Skiern standen. Weil bei<br />
der Presse-Reise im Herbst noch kein<br />
Schnee lag, bekamen die Journalisten<br />
Mountain-Trottis überreicht<br />
und manch einem entfuhr schon mal<br />
Doch wer das Eden Arosa von Valerie<br />
und Hitsch Leu diesen Winter<br />
ein letztes Mal erleben will, hat noch<br />
die Gelegenheit. Inzwischen ist bereits<br />
der erste Schnee gefallen und<br />
es ist höchste Zeit, die Winterferien<br />
zu buchen.<br />
Arosa Gay Skiweek<br />
6. Winteredition, 9. bis 16. Januar<br />
Alle Infos und Buchungen unter<br />
www.arosa-gayskiweek.com
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
gesellschaft<br />
Seite 5<br />
Tod eines schwulen<br />
Popstars<br />
Die wilden Spekulationen<br />
nach dem Tod<br />
von Stephen Gately<br />
Der plötzliche Tod von Boyzone-<br />
Sänger Stephen Gately erschütterte<br />
nicht nur die Fans. Seine Homosexualität<br />
gab der Presse Anlass zu wilden<br />
Spekulationen über die Todesursache.<br />
Vorläufiger Höhepunkt ist eine<br />
Kolumne der britischen Daily Mail,<br />
die Stephen Gately einen «völlig gefährlichen<br />
Lebensstil» unterstellte.<br />
«Sex, Drogen, Alkohol», diese Worte<br />
waren in den meisten Schlagzeilen<br />
zu lesen, die über den Tod des schwulen<br />
Boyzone-Mitglieds Stephen Gately<br />
spekulierten. Der 33-Jährige<br />
wurde Anfang Oktober tot in seiner<br />
Wohnung auf Mallorca aufgefunden.<br />
Sein Partner Andrew Cowles befand<br />
sich mit einem dritten Mann im<br />
Schlafzimmer. Augenzeugen berichten,<br />
dass beide am Vorabend im bekannten<br />
Schwulenlokal «Black Cat»<br />
noch einige Drinks zu sich nahmen<br />
und dann mit einem geheimnisvollen<br />
Bulgaren nach Hause gingen.<br />
Noch bevor die Todesursache überhaupt<br />
geklärt wurde, raschelte es<br />
im Blätterwald. Denn ein schwules<br />
Paar, ein flotter Dreier und ein paar<br />
Drinks bestätigten so einige Vorurteile.<br />
Eine Orgie soll das Paar veranstaltet<br />
haben, der Alkohol soll geflossen<br />
sein und Drogen habe man im<br />
Übermass zu sich genommen. Wilde<br />
Spekulationen, die die Auflage steigerten.<br />
Zielscheibe der Medien<br />
An seinem Erbrochenen sei Stephen<br />
Gately erstickt, in betender<br />
Stellung habe man ihn leblos entdeckt.<br />
Szenen, die der «dritte Mann»,<br />
ein gewisser Georgi Dochev liebend<br />
gern der Presse zusteckte. Schnell<br />
bekam dieser aber einen Maulkorb<br />
zugewiesen: «Ich will nichts weiter<br />
sagen, ohne es nicht vorher mit Andrew<br />
Cowles geklärt zu haben», erklärte<br />
er den zahlreichen Boulevardjournalisten<br />
vor Ort.<br />
Stephen Gately wurde nur wenige<br />
Stunden nach seinem Tod zur posthumen<br />
Zielscheibe von diversen<br />
schwulenfeindlichen Medien. Bevor<br />
überhaupt getrauert werden durfte,<br />
bezeichnete insbesondere die englische<br />
Boulevardpresse den jungen<br />
Mann als sexbesessene Bestie, den<br />
Drogen verfallen. Selbst als die vergleichsweise<br />
banale Todesursache<br />
feststand, ein Lungenödem, war dies<br />
offensichtlich nicht schrecklich genug.<br />
22 000 Beschwerden<br />
Die britische Daily Mail, eine bekannte<br />
konservative Boulevardzeitung,<br />
veröffentlichte einen Tag vor<br />
der Beerdigung Gatelys die Kolumne<br />
der berüchtigten Jan Moir. In dieser<br />
beschrieb die Kolumnistin Gatelys<br />
Tod als Konsequenz eines «völlig anderen<br />
und gefährlichen Lebensstils»,<br />
der unter «dem «Panzer einer glitzernden,<br />
hedonistischen Berühmtheit»<br />
für alle sichtbar heraussickerte.<br />
Der Sänger sei unter widerlichen<br />
Umständen ums Leben gekommen,<br />
so Jan Moir weiter.<br />
Offensichtlich spielte die Autorin<br />
auf die Homosexualität des verstorbenen<br />
Sängers an. Weiter betitelte<br />
sie ihren Artikel in der Online-Fassung<br />
noch mit «Warum Stephen Gatelys<br />
Tod nicht natürlich war». Für<br />
die Print-Ausgabe wurde diese Überschrift<br />
aber bewusst von der Redaktion<br />
entschärft: «Ein seltsamer, einsamer<br />
und ärgerlicher Tod».<br />
Derart pietätlose Sätze reichten<br />
aber, um die grösste Protestwelle<br />
auszulösen, die je ein Artikel nach<br />
sich zog. Unglaubliche 22 000 Beschwerden<br />
gingen bei der «Press<br />
Complaints Commission» ein. Diese<br />
entsprechen in etwa dem Beschwerdeaufkommen<br />
von fünf Jahren. Als<br />
homophob und unsensibel wurde<br />
der Text auf Facebook und Twitter<br />
bezeichnet.<br />
Die Daily Mail distanzierte sich<br />
mittlerweile von Jan Moirs entsetzlicher<br />
Kolumne. Die Kolumnistin<br />
selbst verteidigte ihre Worte. Bösartig<br />
seien die Gegenreaktion und<br />
Proteste, so Moir. Nun wird die Beschwerde-Kommission<br />
untersuchen<br />
müssen, ob Jan Moir Respekt und<br />
Würde Gatelys, seiner Familie und<br />
Freunde verletzt hat.<br />
Im Schatten von Ronan Keating<br />
Noch nie war Stephen Gately so oft<br />
in den Schlagzeilen wie nach seinem<br />
frühen Tod. Mit der irischen Boygroup<br />
Boyzone erlangte der Sänger<br />
grosse Erfolge. In den 90ern hatten<br />
Boyzone sechs Nummer-eins-Hits<br />
und waren ähnlich beliebt wie ihre<br />
britischen Kollegen Take That. Doch<br />
Gately stand immer im Schatten des<br />
Frontsängers Ronan Keating.<br />
Nach der Auflösung der Band im<br />
Jahr 2000 versuchte sich Stephen<br />
Gately als Solokünstler, hatte aber<br />
nur mässigen Erfolg in den Charts.<br />
2007 gaben Boyzone ihre Wiedervereinigung<br />
bekannt. 2008 tourten sie<br />
erfolgreich mit einem Greatest-Hits-<br />
Album im Gepäck durch Europa.<br />
Der ehemalige Mädchenschwarm<br />
outete sich 1999 als schwul. 2006<br />
heiratete er seinen Partner Andrew<br />
Cowles. An der Beerdigung eine Woche<br />
nach Gatelys Tod gab Elton Johns<br />
Partner David Furnish der Presse zu<br />
Protokoll, dass Stephen Gately in der<br />
schönsten Zeit seines Lebens gestorben<br />
sei. Eine Zeit, die nun mit wilden<br />
Spekulationen beendet wurde.<br />
<br />
Von Dani Diriwächter
Seite 6<br />
festival<br />
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
PinkPanorama 2009<br />
Achte Ausgabe des<br />
LesBiSchwulen<br />
Filmfestivals in Luzern<br />
Im <strong>November</strong> bringt PinkPanorama<br />
Farbe in die nebligen und dunklen<br />
Herbstnächte Luzerns. Die achte<br />
Ausgabe des einzigen LesBiSchwulen<br />
Festivals in der Zentralschweiz verspricht<br />
zwölf cineastische Leckerbissen.<br />
Besondere Lichtblicke werden<br />
die schwulen Filme «Eyes Wide Open»,<br />
«The Man Who Loved Yngve» und<br />
«Soundless Wind Chime» sein.<br />
Versteckte Sehnsüchte, grenzenlose<br />
Leidenschaft, unterdrückte Freiheiten,<br />
Auf- und Ausbrüche sowie<br />
Wechselbäder zwischen Lust und<br />
Frust. Das bietet das 8. LesBiSchwule<br />
Festival PinkPanorama mit seinen<br />
zwölf Filmen vom 12. bis 18.<br />
<strong>November</strong> 2009 im stattkino in Luzern.<br />
Der Fächer reicht von der Alltagsgeschichte<br />
über das opulente<br />
Kostümdrama bis hin zur dokumentarischen<br />
Oper.<br />
Eingebettet werden die Filme in<br />
ein vielfältiges Rahmenprogramm.<br />
So findet am Samstagabend zum<br />
ersten Mal ein Improvisationstheater<br />
mit den Platzhirschen statt. Und<br />
nach dem Film «Were The World<br />
Mine» laden PinkPanorama und<br />
Mona Lila im Kinofoyer zur Party mit<br />
DJ Glitzerhaus. Am Sonntagmorgen<br />
verfeinern «les Belles et les Femmes»<br />
den Brunch im Hotel-Restaurant Hofgarten<br />
mit musikalischen Leckerbissen.<br />
Der Chor besingt verschiedene<br />
Lebenswelten und untermalt diese<br />
mit szenischen Darstellungen. Am<br />
Abend gewährt der Dokumentarfilm<br />
«It’s Elementary» Einblick in amerikanische<br />
Schulstunden, in denen über<br />
Homosexualität gesprochen wird. Er<br />
dient als Einstimmung auf das anschliessende<br />
Podiumsgespräch, wo<br />
Fachleute wie Esther Schönberger,<br />
CVP-Kantonsrätin und Rektorin der<br />
kaufmännischen Berufsschule Luzern,<br />
und Ulrich Zimmermann, Leiter<br />
des Moduls Sexualpädagogik an<br />
der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz,<br />
über sexuelle Orientierung<br />
in der Schule diskutieren.<br />
Auch die Homosexuellen Arbeitsgruppen<br />
Luzern (HALU) sind in ihrem<br />
Jubiläumsjahr am Festival präsent. Zu<br />
ihrem 30. Geburtstag runden sie ihre<br />
Jubiläumsfilmreihe am Dienstag, 17.<br />
<strong>November</strong>, mit dem Film «Soundless<br />
Wind Chime» und einem Apéro ab.<br />
«Eyes Wide Open»<br />
Dieser israelische Film über eine<br />
verbotene Liebe in Jerusalem wird<br />
garantiert noch für Diskussionsstoff<br />
sorgen.<br />
Aaron (38) ist ein angesehener<br />
Schlachter in Mea Schearim, dem<br />
ultraorthodoxen Viertel Jerusalems,<br />
verheiratet mit Rivka (28) und liebevoller<br />
Vater von vier Kindern. Nach<br />
dem Tod seines Vaters sucht Aaron<br />
eine Aushilfe für den Laden. Durch<br />
Zufall kommt der charismatische,<br />
heimatlose Religionsschüler Ezri (21)<br />
in seine Schlachterei. Aaron nimmt<br />
ihn bei sich auf. Er unterrichtet Ezri<br />
in den Schlachterarbeiten und lässt<br />
ihn im ehemaligen Studio des Vaters<br />
im Dachgeschoss der Schlachterei<br />
schlafen. Er lädt ihn zu sich nach<br />
Hause ein, stellt ihn seiner Familie<br />
und der Gemeinschaft vor.<br />
Als Aaron und Ezri in einer entlegenen<br />
Quelle gemeinsam ein rituelles<br />
Bad nehmen, kommt es zu<br />
einem ersten, intimen Moment zwischen<br />
ihnen. Aaron ist aufgewühlt,<br />
findet von nun an keine Ruhe mehr<br />
und sucht die Nähe von Ezri. Er<br />
vernachlässigt zunehmend seine<br />
Familie und seine Rolle in der Gemeinschaft,<br />
bis er sich völlig der verbotenen<br />
Liebe und der Lust hingibt.<br />
Alarmiert von Gerüchten wendet<br />
sich Rivka hilfesuchend an Rabbi<br />
Vaisben (56), einen alten Freund der<br />
Familie und Vorsteher der Gemeinde.<br />
Er warnt Aaron und fordert von<br />
ihm, Ezri fortzuschicken. Aaron weigert<br />
sich. Bald setzen auch die «Modesty<br />
Guards», eine radikale Gruppe<br />
«Eyes wide open», der israelische Film über eine verbotene Liebe, wird garantiert noch für Diskussionsstoff sorgen.<br />
innerhalb der ultraorthodoxen Gemeinschaft,<br />
Aaron zu...<br />
The Man Who Loved Yngve<br />
Man schreibt das Jahr 1989, und<br />
diese Geschichte handelt von jungen<br />
Leuten in der norwegischen Stadt<br />
Stavanger. Gerade ist die Berliner<br />
Mauer gefallen, die Welt bekommt<br />
eine neue Ordnung, auch in Jarles<br />
(Rolf Kristian Larsen) Leben stehen<br />
Veränderungen an. Eben noch ein<br />
schüchterner Teenie ohne Freunde<br />
und ohne Freundin, hat er jetzt einen<br />
Kumpel, Helge (Arthur Berning),<br />
und eine hübsche und kluge Freundin,<br />
Katrine (Ida Elise Broch), die sogar<br />
seiner Mutter gefällt. Zudem ist<br />
er Leadsänger seiner eigenen Punkband.<br />
Und mit dieser Band steht ihm<br />
der erste Gig als Vorgruppe der heiss<br />
verehrten Mighty Dogfood bevor.<br />
Dann kommt ein neuer Schüler<br />
in Jarles Klasse. Er heisst Yngve (Ole<br />
Christoffer Ertvåg), hört Synthiepop<br />
und spielt Tennis wie ein Gott. Jarle<br />
verliebt sich auf den ersten Blick<br />
in den blonden Hünen und kämpft<br />
fortan mit seinen Gefühlen. Dabei<br />
setzt er nicht nur die Beziehung zu<br />
Katrine aufs Spiel, sondern auch die<br />
Freundschaft mit Helge, wenn er, anstatt<br />
zur Bandprobe zu kommen, lieber<br />
mit Yngve Tennis spielt.<br />
Soundless Wind Chime<br />
Der Film zeigt eine Poetische Liebesgeschichte,<br />
die in Hongkong beginnt<br />
und in der Schweiz endet.<br />
Pascal aus der Schweiz schlägt sich<br />
als kleiner Dieb in Hongkong durch.<br />
Er bestiehlt Ricky, der vom Land in<br />
die Metropole gezogen ist. Sie begegnen<br />
sich erneut und verlieben sich<br />
ineinander. Aus Fragmenten der<br />
Vergangenheit, Erinnerungen, Fantasien<br />
und Momentaufnahmen setzt<br />
sich nach und nach die Geschichte<br />
einer Liebe zwischen zwei Kulturen,<br />
dem Urner Pascal und dem Hongkong-Chinesen<br />
Ricky zusammen.<br />
Beide sind vor kurzem erst im Moloch<br />
Hongkong gelandet, erleben die<br />
Abgründe und Möglichkeiten dieser<br />
Stadt zum ersten Mal. Pascal fühlt<br />
sich zu den schwulen Clubs hingezogen,<br />
in denen die Jungs ihre Promiskuität<br />
feiern. Ricky bangt um seinen<br />
Geliebten, will ihn nicht verlieren.<br />
Ein Unfall passiert. Einfach so. Mit<br />
verheerenden Folgen.<br />
Jahre später reist Ricky in die<br />
Schweiz, auf den Spuren Pascals.<br />
Lange Zeit weiß der Zuschauer nicht,<br />
ob er ihn sucht und ob er ihn finden<br />
wird. Aber eines ist klar: Ricky reist<br />
in die Heimat Pascals, weil er seinem<br />
verlorenen Freund nahe sein<br />
will, weil er sehen will, wo dieser<br />
von ihm geliebte Mensch seinen Ursprung<br />
hat.<br />
Die Schweiz ist karg, menschenleer,<br />
und die wenigen Bewohner reden<br />
nicht viel. Irgendwann begegnet<br />
Ricky Ueli, einem jungen Mann,<br />
der Pascal zum Verwechseln ähnlich<br />
sieht. Zwar hat er längere Haare und<br />
einen Bart, aber dennoch. Da gibt<br />
es etwas an Ueli, das Ricky bleiben<br />
lässt. In poetisch gehaltenen Rückblenden,<br />
die Zeit und Liebe geschickt<br />
verdichten, erinnert sich Ricky.<br />
Fünf Jahre lang hat Kit Hung an<br />
seinem poetischen Werk gearbeitet.<br />
Es ist seine Abschlussarbeit an der<br />
«School of Arts» in Chicago. «Soundless<br />
Wind Chime» ist ein intimer<br />
und mutiger Debütfilm, der eng mit<br />
der Biografie des Regisseurs verwoben<br />
ist.<br />
PinkPanorama 2009<br />
12. bis 18. <strong>November</strong> 2009<br />
stattkino<br />
Löwenplatz 11<br />
6000 Luzern<br />
www.pinkpanorama.ch
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
unternehmen<br />
Seite 7<br />
Orell Füssli kommt auf den Homo<br />
Schwulbuch an der<br />
Marktgasse<br />
Das T&M hat offenbar auf die benachbarte<br />
Filiale der Zürcher Grossbuchhandlung<br />
abgefärbt: Im ehemaligen<br />
Krauthammer führt Orell Füssli<br />
eine Gay- und Lesbian-Abteilung. Mit<br />
Literatur, jugendfreien DVDs und<br />
Bildbänden, die alten Damen die<br />
Schamesröte ins Gesicht treiben.<br />
Auch wenn unsereins noch bis<br />
vor ein paar Jahren zu einer Randgruppe<br />
gehörte – in einer Hinsicht<br />
waren Schwule immer mitten drin:<br />
geografisch gesehen. Denn zwischen<br />
dem Zürcher Limmatquai und dem<br />
Seilergraben liegt so etwas wie das<br />
schwule Bermudadreieck. Vom Rathauscafé<br />
zum Cranberry und rauf<br />
zum T&M ists nur ein Steinwurf. Im<br />
Barrique loungen häufig die etwas gesetzteren<br />
Semester, kauen auf Käse<br />
rum und nuckeln an Weingläsern.<br />
Vis-à-vis trällern alte Schlager an den<br />
denkmalgeschützten Mosaiken der<br />
Pigalle-Bar entlang und am Tresen<br />
mischen sich putzige Jüngelchen mit<br />
den tragischen Exemplaren urbaner<br />
Verwahrlosung.<br />
Wo sonst würde man in Zürich<br />
eine schwule Buchhandlung erwarten,<br />
wenn nicht im Zentrum der<br />
Männerliebe? Für einen ganzen Laden<br />
hat es nota bene nicht gereicht,<br />
aber immerhin hat der wiedereröffenete<br />
Orell Füssli eine kleine<br />
Abteilung dem Gay-Life gewidmet.<br />
Kennzeichnend ist, dass die schwu-<br />
le Literatur nicht mehr zwischen<br />
Esoterik und Erotik irgendwo in der<br />
hinteren oberen Ecke anzutreffen<br />
ist, sondern relativ prominent neben<br />
der beliebten Fantasy-Literatur, was<br />
ja inhaltlich nicht mal so falsch ist.<br />
Zumindest, wenn man bedenkt, dass<br />
auch das eine oder andere Einhand-<br />
Buch im Regal steht – das ist diejenige<br />
Sorte schwuler Literatur, bei der<br />
man mit Vorliebe eine Hand frei hat<br />
um sie anderweitig zu nutzen.<br />
Schönes Bücher-Buffet, aber Diät<br />
bei den DVDs<br />
Neben dem Edelschund findet man<br />
auch schwule Belletristik, die man<br />
tatsächlich der Geschichten wegen<br />
liest, einzelne Klassiker namhafter<br />
Verlage sind käuflich zu erwerben,<br />
genauso wie Werke jüngerer Autoren<br />
und etwas seriösere Exemplare<br />
spezialisierter Verlage wie Bruno<br />
Gmünder oder Himmelstürmer, die<br />
sonst mit Vorliebe das boulevardeskere<br />
Segment bedienen. Ins Auge<br />
sticht, dass die Lesbenbücher allesamt<br />
grauenvolle Titelbildgestaltungen<br />
aufweisen – da wendet man<br />
das Auge lieber hin zu den obligaten<br />
Ralph-König-Bänden oder dem Spartacus<br />
Saunaguide, der ebenfalls<br />
nicht fehlen darf.<br />
Ganz so konsequent wie angekündigt,<br />
mochte der Zürcher Büchergigant<br />
seine Gay-Abteilung dann doch<br />
nicht durchziehen. Das momentan<br />
noch sehr magere DVD-Sortiment<br />
steht nicht etwa bei den restlichen<br />
Homobänden, sondern in der DVD-<br />
Ecke. Und die teilweise hocherotischen<br />
Bildbände werden dereinst<br />
im ersten Stock bei den Fotobüchern<br />
zu finden sein. Das macht zwar das<br />
Stöbern etwas mühevoller und lässt<br />
einen vielleicht das eine oder andere<br />
Buch mit nackten Pimmeln übersehen.<br />
Letztlich kann man dieser<br />
Zersplittung auch eine durchaus<br />
positive Seite abgewinnen: Wir Lesben<br />
und Schwulen sind mittlerweile<br />
so gut integriert, dass wir auch<br />
im Buchhandel unser Ghetto verlassen<br />
haben und die schwule und lesbische<br />
Literatur inmitten des Rests<br />
ihr Dasein fristen darf.<br />
Etwas schwer tut sich Orell Füssli<br />
noch mit DVDs. Einige wenige stehen<br />
da, mehr sollen laut Auskunft des Sortimentsverantwortlichen<br />
Matthias<br />
Bernet folgen. Die Auswahl ist allerdings<br />
nicht einfach, erfahrungsgemäss<br />
sind neun von zehn Filmen<br />
mit Gay-Thematik ungeniessbar. Es<br />
wird also vermutlich bei ein paar<br />
Blockbustern und einzelnen Perlen<br />
bleiben. Aber für den Gelegenheits-<br />
Filmgucker dürfte das reichen. Eingefleischte<br />
werden wohl ihr Glück<br />
weiterhin im Internet oder im Ausland<br />
suchen.<br />
Wer weiss, vielleicht entwickelt<br />
sich Orell Füssli an der Marktgasse<br />
12 innert kurzer Zeit zur<br />
Cruising Area für den Mann mit<br />
besonderen Ansprüchen. Auch das<br />
wäre uns zu gönnen.<br />
<br />
Orell Füssli Niederdorf,<br />
Marktgasse 12, 8001 Zürich<br />
Von Michi Rüegg<br />
Arosa Gay-<br />
Skiweek<br />
Der Gewinner des<br />
Wettbewerbs steht fest<br />
Im Septemer und Oktober wurde<br />
im Cruiser ein Wettbewerb ausgeschrieben,<br />
bei dem es einen Wochenaufenthalt<br />
für zwei Personen in<br />
Arosa zu gewinnen gab.<br />
Am 20. Oktober wurde unter allen<br />
eingegangenen richtigen Antworten<br />
unter Aufsicht der Gewinner ausgelost.<br />
Es ist René Lutz aus Wallisellen.<br />
Wir gratulieren.<br />
Anzeige
Seite 8<br />
prävention<br />
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
Aids-Hilfe: Einsatz für die<br />
Nach unserem<br />
Interview mit einem<br />
HIV-Betroffenen<br />
nimmt die Aids-Hilfe<br />
Schweiz Stellung<br />
«Was tut eigentlich die Aids-Hilfe<br />
für uns schwule Männer?» Diese<br />
Frage haben sich schon manche gestellt.<br />
Wohl sind wir überall präsent<br />
mit unseren Präventionskampagnen.<br />
Kaum ein schwuler Mann, der nicht<br />
mit den Mitarbeitern der Aids-Hilfe,<br />
den Infos im Web und den Broschüren<br />
in Berührung kommt.<br />
Doch offenbar wissen nur die wenigsten,<br />
mit welchen Mitteln wir<br />
uns sonst für Männer, die Sex mit<br />
Männern haben, und für HIV-Positive<br />
einsetzen. HIV-Prävention ist<br />
nur die eine Seite. Unser Engagement<br />
für die Betroffenen und unser<br />
Einsatz für die Solidarität scheint zu<br />
wenig sichtbar zu sein. Höchste Zeit<br />
deshalb, über diesen Teil unserer Arbeit<br />
zu berichten.<br />
Das klassische Bild ist überholt<br />
Der Mitarbeiter, der in der «Szene»<br />
Kondome und Infoflyers verteilt,<br />
entspricht wohl dem klassischen<br />
Bild, das die Schwulen von der Aids-<br />
Hilfe haben. Die Aids-Hilfe hat aber<br />
im Laufe der Zeit eine Vielfalt weiterer<br />
Angebote entwickelt. Zudem<br />
gewinnen andere sexuell übertragbare<br />
Krankheiten wie Syphilis, Tripper,<br />
Hepatitis oder Chlamydien an<br />
Bedeutung. Wenn es um schwule Gesundheit<br />
geht, werden HIV und Aids<br />
zunehmend als nur ein Aspekt unter<br />
vielen betrachtet.<br />
Spricht man von schwuler Gesundheit,<br />
sind an erster Stelle sicher<br />
die Checkpoints zu nennen. Diese<br />
Gesundheitszentren in Zürich und<br />
Genf sind ganz auf die Bedürfnisse<br />
von schwulen Männern zugeschnitten.<br />
Betrieben werden sie von der<br />
Zürcher Aids-Hilfe respektive von<br />
Dialogay in Genf. Die Checkpoints<br />
beraten, testen und therapieren HIV.<br />
Die Pflegefachmänner und Ärzte behandeln<br />
aber auch andere sexuell<br />
übertragbaren Krankheiten wie Syphilis,<br />
Tripper, Hepatitis oder Chlamydien.<br />
Viele Schwule, die Risikosituationen<br />
eingegangen sind, fürchten<br />
sich vor dem HIV-Test und einer<br />
möglichen positiven Diagnose. Diese<br />
Angst kann auch der Checkpoint<br />
nicht nehmen, doch die Art und Weise<br />
der Betreuung senkt die Hemmschwelle<br />
vor einem Besuch. Das<br />
Hauptinstrument ist die Beratung.<br />
Sollte das Resultat des Tests positiv<br />
sein, so wird dieses nur persönlich<br />
mitgeteilt. Hat ein Patient ein positives<br />
Resultat, so wird das weitere<br />
Vorgehen mit ihm besprochen, die<br />
nächsten 24 Stunden werden geplant;<br />
bis zum nächsten Treffen<br />
einen Tag später oder so lange wie<br />
eben nötig. Der Patient wird so emotional<br />
gestützt.<br />
schlicht und einfach willkommen<br />
sind, selbstverständlich anonym.<br />
Wenn den Schwulen mehr Verständnis<br />
entgegengebracht wird,<br />
ist die Bereitschaft grösser, sich auf<br />
HIV oder andere sexuell übertragbare<br />
Krankheiten testen zu lassen.<br />
Dies ist wichtig: Wenn der HIV-Positive<br />
von seinem Status weiss, kann<br />
die Infektion frühzeitig behandelt<br />
werden. Und der therapierte HIV-Positive<br />
hat ein kleineres Risiko, das<br />
Virus weiterzugeben. Jonas*, 29, lebt<br />
seit drei Jahren mit HIV: «Die Kontrolle<br />
meiner Blutwerte alle drei Monate<br />
mache ich immer beim Checkpoint,<br />
dort werden alle meine Fragen<br />
ausführlich beantwortet.» Jonas*, 29,<br />
lebt seit drei Jahren mit HIV.<br />
Stunden pro Tag viermal die Woche<br />
geöffnet ist. Schon mehrmals wurden<br />
die Öffnungszeiten ausgedehnt<br />
– neu ist der Checkpoint auch am<br />
Sonntag von 16 bis 20 Uhr geöffnet.<br />
Der Grund liegt auf der Hand: Wenn es<br />
um schwule Gesundheit geht, ist der<br />
Checkpoint die erste Anlaufstelle.<br />
Erfolge in der Prävention: eine Mission<br />
Possible!<br />
Noch ein Wort zur Prävention:<br />
Die steigenden Zahlen der Neuansteckungen<br />
bei Männern, die Sex mit<br />
Männern haben, bereiten uns seit<br />
Jahren Kopfzerbrechen. Neu scheint<br />
dieses Jahr endlich der Durchbruch<br />
geschafft zu sein: Die Zahl der Neuansteckungen<br />
gehen zurück, zum<br />
Solidaritätskampagne mit Xenia Tchoumitcheva<br />
Checkpoint mit schwulen<br />
Mitarbeitern<br />
Viele Hausärzte kennen sich nicht<br />
wirklich mit schwulem Sex und dessen<br />
Risiken aus. Es braucht daher<br />
einen Ort, an dem Homosexuelle<br />
Von Beginn an wurde der Checkpoint<br />
äusserst rege in Anspruch genommen.<br />
Es können auch mal bis<br />
zu 20 Patienten an einem Tag sein.<br />
Eine beachtliche Zahl, wenn man bedenkt,<br />
dass der Checkpoint nur vier<br />
ersten Mal seit 2002! Die Trendumkehr<br />
dürfte etwa im August 2008<br />
stattgefunden haben, zeitgleich mit<br />
dem Ende der Phase 3 der nationalen<br />
MSM-Kampagne der Aids-Hilfe<br />
Schweiz: «Mission: Possible!». Die
Mit freundlicher Unterstützung des Bundesamtes fur Gesundheit BAG / Avec le soutien de l‘office fédéral de la santé publique OFSP / Con il sostegno dell‘Ufficio federale della sanità pubblica UFSP<br />
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
prävention<br />
Seite 9<br />
schwule Gesundheit<br />
dreimonatige Intensiv-Kampagne,<br />
die von Februar bis April 2008 auf<br />
die Symptome einer Primoinfektion<br />
mit dem HI-Virus aufmerksam<br />
gemacht und schwule Männer zum<br />
Testen aufgerufen hat, scheint Früchte<br />
zu tragen. Dies ist ein schöner Erfolg,<br />
der uns zeigt, dass wir auf dem<br />
richtigen Weg sind. Doch wir wissen:<br />
Es bleibt noch viel zu tun.<br />
Mit aller Kraft gegen die Diskriminierung<br />
von HIV-positiven Menschen<br />
«Das Risiko, HIV-positive Arbeitnehmer<br />
zu vermitteln, ist uns zu<br />
gross»: Solche Aussagen von Stellenvermittlern<br />
sind leider immer noch<br />
Alltag in der Rechtsberatung.<br />
Aus unserer alltäglichen Arbeit<br />
wissen wir, wie verbreitet Vorurteile<br />
gegenüber HIV-positiven Menschen<br />
immer noch sind. So wird unsere kostenlose<br />
Rechtsberatung für HIV-positive<br />
Menschen immer wieder mit<br />
Diskriminierungen konfrontiert,<br />
insbesondere im Erwerbsleben. Das<br />
zeigt die Geschichte von Urs P.*: Urs<br />
P. ist seit längerer Zeit arbeitslos<br />
und meldet sich bei einem Stellenvermittlungsbüro<br />
an. Im Gespräch<br />
mit der dortigen Personalberaterin<br />
erwähnt er nebenbei, dass er HIVpositiv<br />
sei. Die Beraterin reagiert<br />
bei dieser Bemerkung zwar etwas<br />
irritiert, abgesehen davon, läuft das<br />
Gespräch nach dem Gefühl von Urs<br />
jedoch gut. Einen Tag später erhält<br />
Urs einen Telefonanruf von der Beraterin.<br />
Die überraschende Mitteilung:<br />
Leider könne man ihn nicht vermitteln.<br />
Das Risiko, den Arbeitgeber und<br />
Kunden zu verlieren, sei ihr und ihrem<br />
Betrieb zu hoch. Urs P. hat sich<br />
an uns gewandt. Wir kontaktierten<br />
die Beraterin und konnten im Gespräch<br />
erreichen, dass sie sich bei<br />
Urs P. entschuldigt und ihm in der<br />
Folge eine Stelle vermittelt hat.<br />
Solche Fälle kommen leider immer<br />
wieder vor. Viele HIV-positive<br />
Menschen sind zwar gut integriert<br />
und leben ein weitgehend normales<br />
Leben. Trotzdem: Vorurteile gegenüber<br />
HIV-positiven Menschen bestehen<br />
weiterhin. Sie sitzen tief und<br />
sind irrational. Doch wie der Fall<br />
Urs P. zeigt, sind Interventionen im<br />
Einzelfall sehr wirkungsvoll. Wir<br />
kämpfen aber auch auf der gesellschaftlichen<br />
und politischen Ebene<br />
gegen Diskriminierungen:<br />
• Solidaritätskampagne: Am 2. <strong>November</strong><br />
startet die diesjährige Kampagne<br />
mit Prominenten, unter anderem<br />
dem Rapper Stress und dem<br />
Model Xenia Tchoumitcheva.<br />
• workpositive.ch: Die neue Internet-<br />
Plattform für Arbeitnehmende und<br />
Arbeitgeber/innen informiert umfassend<br />
über die rechtliche Situation<br />
von HIV-positiven Meschen in<br />
der Erwerbstätigkeit.<br />
• Lobbying: Auf politischer Ebene<br />
setzen wir uns direkt bei den Parlamentarierinnen<br />
und Parlamentariern<br />
dafür ein, dass die rechtlichen<br />
Rahmenbedingungen für<br />
HIV-positive Menschen stimmen.<br />
• Meldestelle: Die Aids-Hilfe Schweiz<br />
ist die nationale Meldestelle für<br />
Diskriminierungsfälle im Zusammenhang<br />
mit HIV und Aids. Wir<br />
leiten alle uns gemeldeten Diskriminierungen<br />
an die Eidgenössische<br />
Kommission für Aids-Fragen,<br />
einem Expertengremium des<br />
Bundesrates, weiter.<br />
• Strafbarkeit der HIV-Übertragung:<br />
Wir setzen uns wehement dafür<br />
ein, dass die Rechtssprechung zur<br />
Übertragung des HI-Virus geändert<br />
wird und HIV-positive Menschen<br />
nicht kriminalisiert werden.<br />
<br />
NEHMEN<br />
WIR’S IN DIE<br />
HAND!<br />
1.2.-1.5.2008<br />
WWW.MISSIONP.CH<br />
Neuansteckungen verhindert:<br />
Mission: Possible!<br />
Therapie und Infektiosität:<br />
neue Erkenntnisse<br />
Im letzten Jahr sorgte ein Statement<br />
der Eidgenössischen Kommission<br />
für Aids-Fragen (EKAF) für<br />
Aufsehen: Dieses Schweizer Expertengremium<br />
hatte bekannt gegeben,<br />
dass Menschen mit HIV unter<br />
bestimmten Bedingungen das Virus<br />
beim Sex nicht mehr übertragen können.<br />
Hauptbedingung ist eine erfolgreiche<br />
antiretrovirale Therapie - wobei<br />
«erfolgreich» bedeutet, dass das<br />
Virus im Blut nicht mehr nachweisbar<br />
ist. Das Statement war sehr umstritten,<br />
da befürchtet wurde, dass<br />
dieses die Safer Sex-Botschaften torpediere.<br />
Die Aids-Hilfe Schweiz hat<br />
das Statement von Anfang an mitgetragen<br />
und gegenüber den Medien<br />
verteidigt. Denn wir sind überzeugt:<br />
Diese Erkenntnis wird ein weiterer<br />
Schritt sein, dass HIV-positive Menschen<br />
ein weitgehend normales Leben<br />
führen können und von der Gesellschaft<br />
akzeptiert werden.<br />
Für Menschen mit HIV ändert sich<br />
mit dieser neuen Erkenntnis vieles:<br />
Sie können Sex ohne Kondom haben.<br />
Sie können sich ganz einfach<br />
freier fühlen. Manche macht diese<br />
Nachricht aber auch unsicher. Wie<br />
verlässlich ist die HIV-Therapie? Ist<br />
es auch wirklich sicher, dass der Partner<br />
beim ungeschützten Sex nicht<br />
angesteckt wird? Die neue Information<br />
bauen wir laufend in unsere<br />
Kommunikation ein. Insbesondere<br />
auf www.aids.ch in den neuen Broschüren<br />
für Männer, die Sex mit<br />
Männern haben, und den Beratungsgesprächen<br />
in den Checkpoints wird<br />
darauf hingewiesen.<br />
Ein Dach für schwule Gesundheit<br />
im Internet<br />
Zuletzt möchten wir euch noch<br />
mitteilen, dass wir im Dezember mit<br />
einem neuen Angebot in der Gay-<br />
Community präsent sein werden: einer<br />
Internet-Plattform für Schwule.<br />
Sie wird Gesundheit, Lifestyle und<br />
Unterhaltung in einem neuartigen<br />
Konzept verbinden. Unsere ganze<br />
Energie haben wir in den letzten Monaten<br />
in dieses Projekt gesteckt. Wir<br />
sind gespannt, wie die Plattform bei<br />
euch ankommen wird. Mehr wird<br />
an dieser Stelle nicht verraten: Wir<br />
werden diese Neuheit in der nächsten<br />
Cruiser-Nummer ausführlich<br />
vorstellen.<br />
Schwule Gesundheit, Unterstützung<br />
von HIV-positiven Menschen,<br />
Einfluss nehmen auf die gesellschaftlichen<br />
Rahmenbedingungen, Aufrufe<br />
zur Solidarität – die Arbeit der Aids-<br />
Hilfe ist sehr vielfältig. Wir hoffen,<br />
mit diesem Beitrag einen Einblick<br />
in unsere Aufgaben gegeben zu haben.<br />
Sichtbar ist die Aids-Hilfe mit<br />
ihren Kampagnen; ein grosser Teil<br />
der Alltagsarbeit findet aber im Stillen<br />
statt. Dies ist jedoch nicht weniger<br />
von Bedeutung.<br />
*Namen zum Schutz der Personen<br />
geändert.<br />
Von Daniel Bruttin (Geschäftsführer der<br />
Aids-Hilfe Schweiz) und Reto Jeger<br />
(Geschäftsleiter der Zürcher Aids-Hilfe)<br />
www.aids.ch<br />
www.aids-zh.ch<br />
www.checkpoint-zh.ch<br />
www.workpositive.ch<br />
Kommentar<br />
Die Arbeit der Aids-Hilfen in der<br />
Schweiz war und ist immer wieder<br />
heftiger Kritik ausgesetzt. Dies seit<br />
ihren Anfängen. Präventionskampagnen<br />
wurden zerpflückt. Besserwisser<br />
gab es allzeit rundum, Bessermacher<br />
aber kaum.<br />
Noch Ende Sommer gab es Stellen,<br />
welche die Aids-Hilfe Schweiz<br />
kritisierten, ihre Kampagnen fruchteten<br />
nichts, man operiere an der<br />
Zielgruppe vorbei. «Belegt» wurde<br />
diese Aussage mit den immer noch<br />
steigenden Ansteckungszahlen speziell<br />
bei Männern, die mit Männern<br />
Sex haben.<br />
Mitte Oktober nun wurde in Brüssel<br />
eine Studie vorgestellt. Sie attestiert<br />
der Schweiz eine «Nahezu<br />
perfekte Aids-Prävention». Bei der<br />
Bekämpfung von HIV und Aids gehört<br />
die Schweiz im europaweiten<br />
Vergleich zur Spitzengruppe. Sie<br />
liegt auf Rang drei. Ausgerechnet in<br />
dieser Situation, wo sich die Aids-<br />
Hilfe Schweiz in ihrer Arbeit bestätigt<br />
fühlt, brachte der Cruiser ein Interview<br />
mit einem HIV-Betroffenen<br />
(nachzulesen auf www.cruiser.ch), in<br />
dem hapige Vorwürfe auch an die<br />
Aids-Hilfen gemacht wurden.<br />
Die Reaktionen blieben nicht aus.<br />
Es gab Gratulationen, dass der Cruiser<br />
so ein Interview veröffentlicht.<br />
Es gab Zustimmungen zur Meinung<br />
des Interviewten. Aber auch konträre<br />
Meinungen. Die Aids-Hilfe Schweiz<br />
war nicht gerade begeistert, kam<br />
durch das Interview aber zur Einsicht,<br />
dass zu wenig bekannt ist, was<br />
sie alles tut und dass sie dagegen etwas<br />
tun muss. Die Zürcher Aids-Hilfe,<br />
die näher an der Szene dran ist,<br />
liess durchblicken, dass das angriffige<br />
Interview etwas Gutes hat: Das<br />
Thema HIV und Aids bleibt in der<br />
Diskussion. Auch aus dem Bundesamt<br />
für Gesundheit kam eine Reaktion.<br />
Roger Staub hat einen offenen<br />
Brief an «Alex» geschrieben (auf der<br />
nächsten Seite). Und ein HIV-Betroffener<br />
aus Luzern erzählte in einem<br />
langen Telefongespräch von seiner<br />
Erfahrung: Die Aids-Hilfe Luzern<br />
war ihm wirklich eine «Hilfe».<br />
Das mit der Zeit überdrüssige Thema<br />
immer wieder in die Diskussion<br />
zu bringen, ist wichtig. Die Aids-<br />
Hilfe Schweiz, als Dachorganisation<br />
der regionalen Aids-Hilfen, muss bei<br />
dem Thema notgedrungen eine «Korrekte,<br />
einheitliche Sprachregelung»<br />
finden. Das kommt beim einfachen<br />
Mann nicht unbedingt verständlich<br />
an. Die regionalen Aids-Hilfen dürfen<br />
sich da schon etwas lockerer geben.<br />
Beispiel: «Hildegard»-Kolumnen<br />
Letztendlich sind es aber die Medien,<br />
die es sich erlauben dürfen und<br />
müssen, Aussagen zu publizieren,<br />
die auch mal provozieren.<br />
<br />
Martin Ender
Seite 10<br />
kalender<br />
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
Ein Mann für jeden Mann<br />
Wenn der Realo fehlt,<br />
dann wenigstens ein<br />
Mann über dem Bett –<br />
auf Papier natürlich<br />
Bereits zum fünften Mal erscheint<br />
der Männererotik-Kalender «Men in<br />
the Alps». Ein Wohltätigkeitsprojekt<br />
des gleichnamigen Vereins in Bozen<br />
von Peter Viehweider und Gerhard<br />
Zanetti. Der gesamte Nettoerlös geht<br />
an die Südtiroler Aids-Hilfe Pro Positiv<br />
und den Verein Debra (Schmetterlingskinder).<br />
In den vergangenen<br />
vier Jahren waren es über 27 000. Für<br />
die neue Edition waren 16 Männer<br />
aus dem Südtirol und anderen italienischen<br />
Provinzen und aus Wien beim<br />
Foto-Shooting zum Thema «Musik<br />
in den Bergen» in freier Natur mit<br />
dem Dresscode: knappe Hose oder<br />
nackt.<br />
Shop von Timm.de, dem schwulen<br />
Fernsehen.<br />
Ausserdem: Peter und Gerhard<br />
würden gerne für die Edition <strong>2011</strong><br />
auch mal Jungs aus der Schweiz<br />
vor die Kamera zerren. Striplustige<br />
Schweizer melden sich am besten<br />
auf oben genannter Website an.<br />
Gay-Kalender von Bruno Gmünder<br />
Die Auswahl an Gay-Kalendern<br />
aus Berlin wird immer vielfältiger.<br />
Zusätzlich zum erfolgreichen Klassiker<br />
im Format 21 x 28 cm gibt es<br />
für 2010 drei Kalender in der Grösse<br />
28 x 42 cm. Diese Kalender sind im<br />
Macho City Shop in Zürich und auf<br />
www.brunos.de/shop erhältlich.<br />
<br />
Von Kurt Büchler<br />
Ob all die attraktiven Jungs schwul<br />
sind, fragten wir die Initianten. «Das<br />
wissen wir leider nicht. Auch wenn<br />
wir selbst schwul sind, ist die sexuelle<br />
Orientierung der Models für uns<br />
kein Auswahlkriterium. Für uns stehen<br />
in erster Linie Ausdrucksstärke,<br />
Offenherzigkeit, Sympathie und<br />
Hilfsbereitschaft im Vordergrund.<br />
Alles andere ist reine Privatsache...<br />
und den Spekulationen und Fantasien<br />
der Käufer überlassen.»<br />
Der Kalender kann für 15.– Euro<br />
auf der Website www.men-in-the-alps.<br />
com bestellt werden oder auch im<br />
Offener Brief<br />
Lieber Alex<br />
Danke, dass Du Dich outest als<br />
Mann, der mit HIV lebt (Interview<br />
im Cruiser 10 / 2009). Danke, dass<br />
Du Deine Vorwürfe an die Gesellschaft<br />
und die Aids-Hilfen öffentlich<br />
machst. Ich bin Dir dankbar, dass<br />
Du öffentlich sagst, wie und warum<br />
Du Dich angesteckt hast. Viele<br />
Menschen, nicht nur Schwule, stecken<br />
sich in einer Lebensphase mit<br />
schlechter psychischer Gesundheit<br />
an. Wenn es einem schlecht geht, ist<br />
menschliche Nähe wichtiger als Safer<br />
Sex. Trotzdem gefällt mir nicht,<br />
dass Du sagst: «Ich weiss nicht, wer<br />
mich angesteckt hat». Fakt ist, dass<br />
Du Dich nicht geschützt hast.<br />
Du hast sicher recht mit der Bemerkung,<br />
dass HIV dank antiretroviraler<br />
Medikamente zu einer chronischen<br />
Infektion geworden ist und<br />
die Krankheit Aids in entwickelten<br />
Ländern selten geworden ist. Ob die<br />
Aids-Hilfen Deinen Rat annehmen,<br />
sich ihren Namen zu überlegen, werden<br />
wir sehen.<br />
Die mangelnde Solidarität in der<br />
Schwulenszene macht auch mir Sorgen.<br />
Ob man dafür einfach nur der<br />
Aids-Hilfe die Schuld geben kann,<br />
bin ich mir nicht sicher. Mir fällt<br />
auf, dass die Szene «cool», im Sinne<br />
des Wortes: KALT, geworden ist. Kein<br />
Platz mehr für Gespräche, Nähe,<br />
menschlichen Umgang. Daran sind<br />
nicht nur die Anbieter von der Szene<br />
schuld, sondern auch die Konsumenten.<br />
Wieweit die Aids-Hilfe darauf<br />
überhaupt noch Einfluss hat, ist<br />
unklar: Weder Anbieter noch Konsumenten<br />
wollen sich im Ausgang vom<br />
Thema stören lassen.<br />
Was nun? Meiner Meinung nach<br />
hilft nur etwas: (Selbst-)Organisation<br />
von Menschen, die es so sehen wie<br />
Du und etwas ändern wollen. Und<br />
dann eintreten und auftreten für<br />
die gemeinsamen Anliegen und Einfluss<br />
nehmen. Als Herbert R., Marcel<br />
U. und ich 1985 die Aids-Hilfe gegründet<br />
haben, wurde die Aids-Hilfe<br />
schnell zu einer sozialen Bewegung,<br />
vor allem von Schwulen. Hunderte<br />
haben ehrenamtlich mitgearbeitet<br />
und haben Druck gemacht auf Betreiber<br />
von Bars und Saunen. Das<br />
ist auch heute noch oder wieder<br />
möglich. Entweder in der Aids-Hilfe<br />
oder in einer neuen Organisation,<br />
die sich schwule Gesundheit auf die<br />
Fahne schreibt und sich artikuliert.<br />
Die Experten, welche das aktuelle<br />
HIV/Aids-Programm des Bundes evaluiert<br />
haben, raten denn auch, dass<br />
sich eine Organisation für schwule<br />
Gesundheit «von unten» organisieren<br />
müsste und empfiehlt dem BAG,<br />
solche Bewegungen zu fördern und<br />
zu unterstützen. Was ich hiermit<br />
verspreche.<br />
Zum Schluss noch dies: Der Vorwurf,<br />
die Aids-Hilfen würden Informationen<br />
zurückhalten, ist nicht berechtigt.<br />
Die Schweiz hat mit dem<br />
Statement der Eidgenössischen Aids-<br />
Kommission weltweit für Aufsehen<br />
gesorgt. Die Aids-Hilfe steht voll<br />
hinter der Aussage, dass eine HIVpositive<br />
Person mit einer funktionierenden<br />
Therapie, einem seit über 6<br />
Monaten nicht nachweisbaren Viralload<br />
und keinen anderen sexuell<br />
übertragbaren Infektionen (STI)<br />
nicht ansteckend ist. Dein Vorschlag,<br />
statt nach HIV nach Medis zu fragen,<br />
funktioniert grad wegen der anderen<br />
«Käfer» nicht, denn sicher ohne<br />
andere STI kann einer nur sein, der<br />
relativ monogam lebt. Darum mein<br />
Vorschlag: Beim Sex gar nichts fragen,<br />
sondern Safer Sex machen. Und<br />
wenn daraus eine Beziehung wird,<br />
gemeinsam zum Checkpoint gehen<br />
und sich beraten und testen lassen.<br />
Und dann gemeinsam Regeln vereinbaren<br />
und einhalten!<br />
Roger Staub<br />
Leiter der Sektion Aids im BAG<br />
Mitbegründer der Aids-Hilfe<br />
Schweiz (1985)
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
forum<br />
Seite 11<br />
«Wahrscheinlich hätte ich mich auch<br />
gleich aus dem 5. Stock werfen können»<br />
Jeremy Ziegler schreibt über<br />
sein vergangenes Jahr an der<br />
BMS in Zürich.<br />
Schwul an der Berufsmaturitätsschule<br />
Schon kurz nach Beginn der BMS in Zürich fanden<br />
mich die Hinterwäldler und zeigten mit dem<br />
Finger auf mich. Es interessiert mich nicht, ob ich<br />
«schwul» aussehe, ich bin es und weiss es.<br />
Den kleinen Jungs jedoch schien ich zu gefallen.<br />
In jeder Pause standen sie vor meinem Klassenzimmer,<br />
beobachteten meine Schritte, pöbelten,<br />
johlten mir nach und erhofften eine Reaktion.<br />
Diese kleinen beschissenen Loser. Ich hatte weder<br />
Zeit noch Interesse an diesem Kindergarten<br />
und konzentrierte mich auf das Schuljahr und<br />
gute Noten.<br />
Die alte Leier<br />
Leider wurden diese Pseudo-Gangster immer<br />
aggressiver, besessener und es gelang mir nicht<br />
mehr, sie aus meinem Schulalltag auszublenden.<br />
Auf einmal waren sie überall. In der Kantine, Toilette,<br />
auf dem Pausenplatz, im Lift, überall riefen<br />
sie mir nach: «Scheiss-Schwuchtel, schwule Sau»<br />
& Co., derselbe Mist, den ich schon seit Jahren<br />
höre. Es wurde mir unangenehm. Beleidigungen<br />
auf der Strasse bin ich mir gewohnt, jedoch hier,<br />
in diesem Riesenbetongebäude, konnte ich den<br />
Attacken, diesem Hass, nicht ausweichen. Die<br />
Schimpfwörter hallten den Wänden entlang und<br />
niemand war da, um mich zu verteidigen, kein<br />
grosser, heterosexueller Bruder, der schon seit der<br />
Primarschule Kampfunterricht nahm, ich war alleine,<br />
ausgeliefert und schämte mich gegenüber<br />
meinen Klassenkameraden, die wie ich die Welt<br />
nicht mehr verstanden.<br />
Was war da passiert?? So was hatte ich doch<br />
schon längst hinter mir??<br />
Die Schwulen niederschiessen<br />
Dann eines Tages stellte sich so eine Witzfigur<br />
vor mich, kotzte mir beinahe ins Gesicht und<br />
schrie: «So etwas wie Dich sollte man umbringen,<br />
eine Waffe draufrichten und niederschiessen.»<br />
Bang! – Auf einmal war alles wieder da, innert<br />
einer Sekunde riss es meine ganze sorgfältig<br />
verarbeitete «schwulenfeindliche» Schublade aus<br />
den 90ern wieder auf. (...als auch meine kurze<br />
Schwärmerei für «Päddy» von der Kelly Family).<br />
Der ganze homophobe Scheiss aus Chur feierte<br />
ein Comeback, mein Herz pochte, der Puls raste<br />
und all die tausend Gedanken damals mit 15<br />
hackten wieder auf mich ein. Eine tolle Zeit begann,<br />
mit Bauchweh am Morgen, Zittern beim<br />
Schuleingang, Schleichwegen ins Klassenzimmer<br />
und dauernd bereit, mich zu verteidigen. Die Situation<br />
beschäftigte mich privat, nachts und während<br />
des Unterrichts.<br />
Ignoranz<br />
So konnte es nicht weitergehen. Nach einiger<br />
Zeit fand ich meinen Stolz und meine Kraft wieder<br />
und beschloss, die Schulleitung zu kontaktieren.<br />
Vom Regen in die Traufe. Die Schulleitung,<br />
eine Hexe aus dem Norden, kannte das Wort<br />
«schwul» noch aus den «rosa Listen» und Krankheitsregistern<br />
der Psychokliniken. Dieses Urgestein<br />
blockte mich sofort, sie wollte gar nichts<br />
hören. Als offen lebender Schwuler, liess sie mich<br />
wissen, würde ich diese Anfeindungen provozieren<br />
und trüge selber Schuld an der Miesere. Ja logo,<br />
genau so bestraft Gott böse Menschen mit Krebs<br />
und ehrliche Menschen werden Politiker.<br />
Nach diesem Gespräch ignorierte sie mich<br />
stets, einmal lief sie beinahe in eine Wand, nur<br />
weil sie den Augenkontakt zu mir vermeiden wollte.<br />
Schnepfe.<br />
Kein Happy End<br />
Kurz gesagt, es wurde nicht besser. Dieses Jahr<br />
hat mich sehr viel innere Reife gekostet und warf<br />
mich in meiner persönlichen Entwicklung weit<br />
zurück. Ich war ganz alleine und betrat beim<br />
Schuleingang eine andere, stehengebliebene Welt.<br />
Mit sehr viel Anstrengung konnte ich weiterhin<br />
gute Noten erzielen und mit lautem MP3-Player<br />
das Gelaber ringsum übertönen (Natürlich habe<br />
ich jetzt einen Hörschaden).<br />
Während des Jahres kontaktierte ich sogar einen<br />
Anwalt, einfach so, weil ich diese Homophobie in<br />
der heutigen Zeit hier in der Schweiz und das sogar<br />
in Zürich, nicht hinnehmen wollte. Ich war bereit,<br />
jeden Einzelnen dieser Scheisser anzuzeigen<br />
und die gesamte Schulleitung dazu. Schliesslich<br />
beschloss ich, das Jahr einfach durchzuziehen,<br />
der rechtliche Aufwand hätte sich für die übrigen<br />
Monate nicht mehr gelohnt. Also besorgte ich mir<br />
ein ärztliches Zeugnis und arbeitete nur noch von<br />
Zuhause aus. Die Berufsmatura habe ich dennoch<br />
bestanden.<br />
Never forget…<br />
Man trifft sich im Leben immer zweimal, hier<br />
in der Schweiz sowieso. Schwule Männer arbeiten<br />
schneller, härter, ehrgeiziger, weil sie sich immer<br />
beweisen müssen. Schwupp di wupp und wir besetzen<br />
Kaderstellen, sind wichtige Bindeglieder,<br />
loyale Vertrauenspersonen. Unser Wesen wird<br />
geschätzt, Diskriminierung macht uns stark. Irgendwann<br />
wird ein Schwulenhasser, so ein kleiner<br />
Pisser, von uns abhängig sein. Und dann ist<br />
es nur mehr als fair, wenn wir uns zurücklehnen,<br />
an früher denken…. und vielleicht auch etwas<br />
gemein sind.<br />
<br />
Von Jeremy Ziegler<br />
Forum<br />
Im Forum gibt der Cruiser seinen Lesern eine<br />
Plattform, auf der sie subjektive Meinungen<br />
und persönliche Erfahrungen veröffentlichen<br />
können.<br />
Anzeige
Seite 12<br />
szene<br />
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
«Mit Make-up &<br />
Trompeten»<br />
Das schrägste Party-<br />
Label von Zürich<br />
Am 7. <strong>November</strong> darf endlich<br />
wieder völlig losgelöst und total<br />
durchgeknallt Party gemacht werden.<br />
Das Büsi wetzt seine Krallen,<br />
und lädt zum Rundumschlag. Zweimal<br />
im Jahr gibt Büsi Enterprise<br />
so richtig Gas! Diesmal entführt<br />
uns Kater Branko in den dunklen<br />
Party-Bunker des Superzero und<br />
wird von den beiden Top-Djs AuraTrauma<br />
(HOMO Longstreet) und<br />
Minus8 musikalisch bestens unterstützt.<br />
Das Publikum steht wie immer<br />
im Mittelpunkt, also schmeisst<br />
euch in Schale und überzeugt mit<br />
der unmöglichsten Garderobe – eben<br />
ganz Disastrous Dresses only und<br />
wer mit (s)einer Trompete kommt,<br />
erhält einen kräftigen Shot. Also liebe<br />
Naschkatzen, stiefelt euch, denn<br />
hier wird beste Abend-Unterhaltung<br />
geboten!<br />
Mon Amour Queer<br />
Birthday Party<br />
Im neuen Vertigo<br />
Am Freitag, 20. <strong>November</strong> 2009,<br />
findet die MON AMOUR Birthday Party<br />
statt. Seit einem Jahr organisiert<br />
MON AMOUR erfolgreich Queer-Parties<br />
der Extraklasse. Erinnern wir uns<br />
an die letzte hammermässige Sommer-Party<br />
im Schmucklerski. Die<br />
Location ist diesmal das neu umgebaute<br />
Vertigo im Zürcher Niederdorf.<br />
DJ Allure and DJ Angel O sorgen für<br />
mitreissenden Sound (Electronic<br />
House, Tribal). Dank der neuen Isolation<br />
im Vertigo sind der Lautstärke<br />
nun endlich keine Grenzen mehr gesetzt.<br />
DJ Allure (u.a. Berlin CSD, Ibiza<br />
Beachparty), welcher bereits mehrmals<br />
bei MON AMOUR aufgelegt hat,<br />
wird die Stimmung in der Nacht vor<br />
der Blackparty überkochen lassen.<br />
Unterstützt wird er von DJ Angel O,<br />
welcher in der Zürcher Gay-Szene bestens<br />
bekannt ist und schon manche<br />
Nacht unvergessen machte. Neben<br />
der Animation Blue Star gibts, wie<br />
üblich an einer Birthday Party, auch<br />
etwas zum Auspacken. ...like usually:<br />
Don’t miss it!<br />
Freitag, 20. Nov. 2009 ab 23.00 Uhr<br />
im Vertigo, Niederdorfstrasse, 10<br />
Zürich.<br />
Eintritt CHF 25.–,<br />
Reduktion CHF 5.– mit Flyer<br />
Büsi Enterprise mit Make-up &<br />
Trompeten, Samstag, 7. <strong>November</strong><br />
2009, ab 23.00 Uhr<br />
Superzero, Zähringerstrasse 39,<br />
8001 Zürich<br />
Eintritt CHF 15.–, no Guestlist!<br />
Gay-Tantra Afterwork<br />
Party in Zürich<br />
Unter der Leitung von<br />
Armin-Christoph Heining<br />
im Club Loop 38<br />
Armin-Christoph zeichnet sich<br />
in seinem Tun besonders durch seine<br />
Klarheit und Zielstrebigkeit aus:<br />
Ohne zu «missionieren» oder zu bedrängen,<br />
versteht er es, zu initiieren<br />
und auszudrücken, wovon er im Innersten<br />
überzeugt ist. Sein Lebensmotto<br />
lautet: Mit der inneren Tiefe<br />
verbunden spielerisch und leicht im<br />
Hier und Heute leben.<br />
Armin-Christoph Heining (1960),<br />
ist Diplomtheologe, Pädagoge und<br />
Heilpraktiker. Er sieht sich als Mönch<br />
und Wanderer auf spirituellen Wegen,<br />
Lehrender und Lernender zugleich.<br />
Als Benediktiner (Frater Christoph)<br />
kam er 1983 in Kontakt mit<br />
dem Versenkungsweg christlicher<br />
Kontemplation und übte diesen unter<br />
Anleitung anerkannter Lehrer<br />
ein.<br />
Armin-Christoph wurde SkyDancing-Tantra-Lehrer<br />
und übertrug diesen<br />
Weg in den Bereich homosexueller<br />
Männer. Seit 1992 unterrichtet<br />
er im In- und Ausland. Seine Seminare<br />
besuchen vor allem Männer, die<br />
Neues ausprobieren und ihre Sexualität<br />
vertiefen möchten oder eine<br />
Verbindung von (Homo)Sexualität<br />
und Spiritualität suchen.<br />
Armin-Christoph bietet Seminare<br />
und Ausbildungen an. Er gibt auch<br />
tantrische Einzelsitzungen (Atem-/<br />
Körperarbeit und Massage), therapeutische<br />
Sitzungen der CranioSacralen<br />
und Visceralen Therapie und Entspannungseinheiten<br />
im körperwarmen<br />
Wasser (Warmwasser-Tantra).<br />
Der Seminarleiter ist Vorstand der<br />
«Stiftung Sexualität & Spiritualität»<br />
und Autor zahlreicher Veröffentlichungen.<br />
Gay-Tantra Afterwork Party<br />
«Rising the Energy»<br />
Das Programm: Tanz, warme Worte,<br />
Energizer Movements, Fragen und<br />
Antworten, Tanz, Chill-out. Special<br />
Outfit: Sarongh (Hüfttuch), Top<br />
Eintritt Abendkasse: CHF 28.–<br />
Anmeldung Online: CHF 25.–<br />
Montag, 16.11.09<br />
Club Loop 38, Albulastrasse 38<br />
8048 Zürich-Altstetten<br />
Opening: 18.30 Uhr<br />
19.00 Uhr bis ca 22.00 Uhr<br />
www.gay-tantra.de<br />
www.meditation-tantra.com<br />
Celestial 2nd by<br />
Androphil<br />
Der Spirit einer Zeit,<br />
die für immer vergangen<br />
schien<br />
Nach Angaben der Veranstalter<br />
war die erste Ausgabe von «Celestial<br />
by Androphil» im Oktober ein schöner<br />
Erfolg: «Gut besucht, happy Stimmung,<br />
leuchtende Augen, zufriedene<br />
Gäste. Sie haben, auf den Sound von<br />
Thomi B. und Michi K. eingehend,<br />
begleitet vom Lichstspiel von Marcel,<br />
tanzend alle zusammen «den Spirit<br />
einer Zeit, schon als vergangen erklärt»<br />
hochleben lassen!»<br />
Jetzt steht im <strong>November</strong> die zweite<br />
Party an: Feuer, Wasser, Erde, Luft,<br />
das 5. Element (DJ) & DJ Thomi B. mit<br />
Special Light-Show & Darkroom.Doch<br />
davor gibt’s noch, als Kooperations-<br />
projekt von Fred Extasia und Androphil,<br />
Gay Halloween, natürlich am<br />
letzten Oktobertag. Da soll gefeiert,<br />
geliebt, getanzt werden, bis der Morgen<br />
graut. An diesem Abend gibt’s<br />
auch eine spezielle Deko und wer<br />
kostümiert kommt, profitiert von<br />
einem reduzierten Eintritt. DJs Electrostatic,<br />
Thomi B., Fred Extasia.<br />
Gay Halloween,<br />
Samstag, 31. Oktober 2009,<br />
23.00 Uhr<br />
Celestial 2nd by Androphil<br />
Samstag, 21. <strong>November</strong> 2009,<br />
23.00 Uhr<br />
Lotusclub, Pfingstweidstrasse 70,<br />
8005 Zürich<br />
www.androphil.ch<br />
www.celestial.ch<br />
www.dj-thomib.ch
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
szene<br />
Seite 13<br />
rudeboiz XII<br />
Sports-Lesson<br />
Mit drei neuen DJs<br />
Die Rudeboiz melden sich zurück.<br />
Im <strong>November</strong> 2009 kehren die<br />
Jungs wieder im Bling ein. Bekannt<br />
für ihr musikalisches Konzept und<br />
die familiäre Atmosphäre haben<br />
sich die Macher von Rudeboiz für<br />
den Anlass im <strong>November</strong> gleich drei<br />
neue DJs dazu gebucht.<br />
Das DJ Duo von Purple Project ist<br />
nicht nur was für die Ohren, sondern<br />
auch was fürs Auge. Die beiden<br />
DJs bringen jahrelange Erfahrungen<br />
mit sich und vereinen in ihren Sets,<br />
sexy Hits mit elektronischen Beats.<br />
Unterstützt wird das Duo am Abend<br />
vom Aufsteiger des Jahres in der<br />
Elektromusik-Szene: DJ Pra-Vos begeistert<br />
mit seinen 23 Jahren ein<br />
sehr breites Publikum und setzt auf<br />
Electro-House.<br />
Wer das Konzept von Rudeboiz<br />
kennt, hält wieder Ausschau nach<br />
den beliebten Flyern die zugleich als<br />
Einladung gelten und den Eintrittspreis<br />
an der Abendkasse reduzieren.<br />
Und wer den blauen Streifen unter<br />
die Nase von Helmine Tell hält,<br />
kommt sicher auch bevorzugt rein.<br />
Rudeboiz XII<br />
Samstag, 7.11.09, 22.00 Uhr<br />
Bling Club<br />
Neufrankengasse 22, 8004 Zürich<br />
www.rudeboiz.ch<br />
www.bling-zurich.ch<br />
FlexxParty in Zürich<br />
Raus mit den Sportklamotten<br />
und rein ins Vergnügen. Mädels –<br />
damit sind richtige Mädels gemeint<br />
– sind ebenfalls dazu aufgefordert.<br />
Die engen Sportklamotten anziehen<br />
und ab geht’s zur Party. Diese Trainingseinheit<br />
macht fit für den kommenden<br />
Winter. Die DJs Jon Doe (La<br />
Demence, Greenkomm und Naughty)<br />
und Ajaxx (flexx-resident) werden<br />
die Party-Gäste mit Progressive,<br />
Tech-House und Tribal zum Schwitzen<br />
bringen. Für Erfrischungen zwischen<br />
den schweisstreibenden Beats<br />
wird natürlich gesorgt.<br />
Hier noch zwei Tipps: Wer nicht<br />
an der Party teilnehmen kann oder<br />
unschlüssig ist, hat die Möglichkeit,<br />
die Party auf flexx-tv mitzuverfolgen.<br />
Für Gäste, welche sich gerne<br />
in schummrigen Ecken amüsieren,<br />
steht der Dark-Space natürlich zur<br />
Verfügung.<br />
Line-up: DJ Jon Doe (Köln), DJ Ajaxx<br />
(Zürich). Bei Flexx wird immer ein<br />
international bekannter DJ auflegen<br />
mit einem Mix aus Progressive, Tech-<br />
House und Tribal-House<br />
Sports-Lesson<br />
Samstag, 7. <strong>November</strong>, ab 23 Uhr<br />
Loop38, Albulastrsse 38,<br />
8048 Zürich<br />
Wandern im Winter<br />
Boyahkasha Island<br />
Mit den «Rosaroten<br />
Schnürsenkeln»<br />
«Les lacets roses», woher kommt<br />
der Name? Vor 18 Jahren gründete<br />
Heinz Rubin die Wandergruppe les<br />
lacets-roses. Man traf sich irgendwo<br />
in der Deutschen Schweiz auf einem<br />
Bahnhof mit pinken Schnursenkeln<br />
als Erkennungszeichen. Daraus entstand<br />
die Wandergruppe mit mittlerweile<br />
rund 200 Mitgliedern. «Les<br />
lacets roses» ist kein Verein und alles<br />
läuft auf freiwilliger Basis.<br />
Christkindelmarkt in Bremgarten<br />
Wandern im Winter? Kann sogar<br />
auch sehr Spass machen! Ist meistens<br />
Das T&M wird 22<br />
mit einem Mittagessen im Restaurant<br />
und einer gemütlichen Wanderung<br />
verbunden!<br />
Die Dezember-Wanderung zum<br />
Beispiel findet am 6. Dezember statt.<br />
Man trifft sich um 10.40 Uhr bei der<br />
Post in Rottenschwil. Dann laufen<br />
wir eine Stunde entlang der Reuss /<br />
Flachsee Richtung Bremgarten. Im<br />
Restaurant Emaus gibt’s dann ein<br />
Mittagessen (auf eigene Kosten).<br />
Nach dem Essen geht’s zum Christkindelmarkt<br />
in Bremgarten (AG), einer<br />
der schönsten in der Schweiz.<br />
Infos erteilt Kurt 0797566059 oder<br />
0319927667<br />
Das weitere Programm ist ersichtlich<br />
auf: www.lacetsroses.ch<br />
Die Partyinsel im<br />
<strong>November</strong><br />
2009 war ein aufregendes und<br />
partygeschwängertes Jahr wie nahezu<br />
kein anderes zuvor und geht nun<br />
auf sein Ende zu. Auch bei «Boyahkasha»<br />
ging es die letzten Monate heiss<br />
zu und her. Genauso soll es auch weitergehen.<br />
Dafür kehren die Veranstalter<br />
an den Ort zurück, wo ihr Partylabel<br />
mitunter seine Wurzeln hat,<br />
und feiern am 14. <strong>November</strong> 09 im<br />
Club Hiltl die letzte «Boyahkasha»<br />
dieses Jahres. Zum krönenden Abschluss<br />
wird extra DJ Dommy Dean<br />
aus Frankfurt eingeflogen,<br />
um mit den Resident-DJs<br />
Raffiness und Zör Gollin<br />
für eine fantastische<br />
Stimmung zu sorgen.<br />
Zudem kann Mann<br />
die Kandidaten der<br />
nächsten Mr. Gay-<br />
Wahl an der Party<br />
treffen und beschnuppern.<br />
Das<br />
frühe Erscheinen<br />
lohnt sich. Nicht<br />
nur wegen den<br />
Doordrags Donna<br />
& Stella.<br />
Grosse Geburtstagsparty<br />
Am 26. <strong>November</strong> 2009 feiert<br />
das T&M seinen 22sten Geburtstag.<br />
In der Gastronomie gelten 22 Jahre<br />
für einen Betrieb als eine Ewigkeit<br />
und machen stolz. Für Menschenkinder<br />
ist es das zarte Alter des Erwachsenwerdens<br />
und für das T&M<br />
bedeutet es einen Grund mehr zum<br />
Feiern. Unter Freunden wird dieses<br />
Jahr in Saus und Braus gefeiert und<br />
auf 22 Jahre Freude, Toleranz und<br />
Unterhaltung angestossen.<br />
Der beliebteste schwule Club der<br />
Schweiz hat speziell für diesen Anlass<br />
Nick Beyeler angagiert. Er demonstriert<br />
seine atemberaubende<br />
Show auf Weltklasseniveau rund<br />
um den Globus. Er ziert Titelbilder<br />
der Weltpresse und wird als Model<br />
für internationale Kampagnen gebucht.<br />
«Spitze wie ein Kunstturner.<br />
Musku lös wie ein Boxer. Beweglich<br />
und elegant wie ein Ballettänzer. Der<br />
vielseitige Sport-Aerobic Weltmeister<br />
2002, der sich mühelos zur menschlichen<br />
Bretzel verformt, heisst<br />
Nick Beyeler.» (Jeannette Studer)<br />
TWENTY TWO<br />
The Anniversary Party of T&M<br />
26. <strong>November</strong> 2009 ab 21.00 Uhr<br />
Host Jazzmin Dian Moore & Helmine<br />
Tell, Special Guest Nick Beyeler<br />
www.g-colors.ch<br />
Flyer_BOYAHKASHA_V1.indd 1<br />
BOYAHKASHA!<br />
Island<br />
Samstag,<br />
14.11.09, 23 Uhr,<br />
Hilt Club<br />
St. Annagasse 16,<br />
8001 Zürich<br />
www.boyahkasha.ch<br />
14.10.2009 17:34:24 Uhr
Seite 14<br />
szene<br />
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
Arosa Weekend<br />
im Posthotel<br />
Winterwonderland by<br />
Cranberry Bar<br />
Das Posthotel beherbergt im Januar<br />
ja auch Gäste der Gay Skiweek.<br />
Für alle, die den Winter früher beginnen<br />
wollen gibt’s ausschliesslich<br />
im Posthotel, am Obersee gelegen,<br />
ein Gay Winter-Wochenende. Dank<br />
der hohen Lage liegt in Arosa bereits<br />
im Dezember mit Sicherheit Schnee.<br />
Das Posthotel verfügt über 60 modern<br />
ausgestattete Nichtraucherzimmer:<br />
vom gemütlichen Einzelzimmer<br />
bis zur grosszügigen Suite.<br />
Alle Zimmer verfügen über WC, Bad<br />
oder Dusche, Fön, TV, Radio und Telefon.<br />
Die gerade renovierte, hoteleigene<br />
Wellness-Oase mit Sauna und<br />
Whirlpool lädt zum Relaxen ein.<br />
Programm:<br />
Freitag, 4. Dezember 2009<br />
Ab 16.00 Uhr: Ankunft individuell –<br />
Check-in Hotel<br />
19.30 Uhr: Champagner-Apéro an<br />
der Post Bar<br />
20.15 Uhr: Abendessen - Salat und<br />
Spaghettiplausch im Posthotel<br />
Anschliessend: Disco @ Post Bar mit<br />
Glitzerhaus<br />
London Selection<br />
Big Party Opening @<br />
Lotus Club Zürich<br />
Aus dem jährlichen Stuttgarter<br />
CSD-Partyprojekt «Männernacht»<br />
entstand im Jahr 2008 aufgrund der<br />
grossen Nachfrage die Selection-Party-Reihe.<br />
Es gab einen Bedarf an neuer<br />
Musik, welche die Macher bei Besuchen<br />
in anderen Party-Metropolen<br />
auch gefunden haben: «Unsere DJs<br />
haben wir alle selbst live gehört und<br />
nicht auf Myspace gefunden. Uns ist<br />
und war es wichtig, dass unsere DJs<br />
durch ihre Sets die Leute begeistern<br />
und mitreissen können, egal, ob international<br />
bekannt oder Newcomer.<br />
Dies ist uns wichtig, um die Authentizität<br />
unseres ‹Babys› zu gewährleisten.<br />
Wichtig ist uns auch, dass unser<br />
Publikum lustig, witzig ist und feiern<br />
kann. Man(n) darf auch mal eine<br />
Freundin mitbringen.»<br />
Nach einem erfolgreichen Jahr<br />
und dem Umstand, dass eine Hälfte<br />
des Stuttgarter Selection-Teams<br />
nach Zürich umgezogen ist, ist es<br />
nur logisch, dieses Partykonzept<br />
auch nach Zürich zu bringen. Als Location<br />
kam eigentlich nur der Lotus<br />
Samstag, 5. Dezember 2009<br />
7.30 bis 10.30 Uhr: Frühstücksbuffet<br />
Anschliessend: Skifahren oder<br />
Relaxen in der Carmenna Hütte,<br />
(reservierte Liegestühle)<br />
Ab 16.00 Uhr: Après-Ski in der<br />
Iglu bar und Erholen im reservierten<br />
Wellnessbereich des Hotels,<br />
19.15 Uhr: Apéro an der Post Bar<br />
mit anschliessendem Fondue-Essen<br />
22.00 Uhr: Nachtschlitteln am<br />
Hausberg<br />
Anschliessend: Disco @ Post Bar mit<br />
Glitzerhaus<br />
Sonntag, 6. Dezember 2009<br />
Bis 11.30 Uhr: Frühstücksbuffet<br />
12.00 Uhr: Check-out – Rückreise<br />
individuell<br />
Unterkunft im Doppelzimmer<br />
(pro Person) CHF 380.– (2 Übernachtungen<br />
inkl. Frühstück, 2 Apéros<br />
und Après-Ski Hot Drink, 2 Abendessen<br />
(ohne Getränke), Nutzung<br />
des Wellnessbereichs.<br />
Winterwonderland by Cranberry Bar,<br />
Arosa, 4. bis 6. Dezember 2009<br />
Anmeldeschluss ist der<br />
16. <strong>November</strong> 2009<br />
Per Post, Fax +41 81 377 40 43 oder<br />
mail@posthotel-arosa.ch<br />
Club in Frage. Nur mit dieser Location<br />
und ihrer langen Partytradition<br />
lässt sich das bewährte Konzept der<br />
Selection-Party in Einklang bringen.<br />
«Mann, Muskeln, Musik» gab es dort<br />
schon lange. Nun kommt «laut, stark<br />
und geil» dazu. Dennoch wird konsequent<br />
Safer Sex in einer «safer clubbing<br />
culture» propagiert. Wer Lust<br />
auf ungestörte erotische Erlebnisse<br />
während der Party hat, der hat die<br />
Möglichkeit, sich diskret zurückzuziehen.<br />
Die Selection-Party-Reihe soll in<br />
Zürich für eine neue und grosse Gayparty<br />
stehen.Mit DJ David Jimenez<br />
und DJ The Oli konnten bereits fürs<br />
Opening zwei internationale Elite-DJs<br />
gewonnen werden. Garniert<br />
wird die Party mit ausgefallener<br />
Deko, Welcomedrink, Lasershow, Visuals<br />
sowie sexy Dancers und vielen<br />
Überraschungen für die Gäste.<br />
Samstag, 14. <strong>November</strong> 2009<br />
23.00 Uhr till late<br />
Lotus Club<br />
Pfingstweidstrasse 70<br />
8005 Zürich<br />
www.selectionparty.ch<br />
Der schwule<br />
Freitag in Zürich<br />
T&M und Club AAA!<br />
mit einem breiten<br />
Angebot<br />
Das T&M und der Club AAA! beleben<br />
seit geraumer Zeit die Party-<br />
Szene mit ihren Konzepten für den<br />
Freitag. Die Freitag-Parties sprechen<br />
mit ihren DJ Bookings Liebhaber<br />
von Disco-, R’n’B- und Elektromusik<br />
an. Jeweils der erste Freitag im Monat<br />
gehört den Fans von R’n’B und<br />
Dance. Fans von Baggy-Pants, Caps<br />
und geilen Turnschuhen honorieren<br />
Bootylicious durch ein zahlreiches<br />
Erscheinen. Jeder zweite Freitag gehört<br />
den Fans von Kyle Minogue hin<br />
zu Pet Shop Boys und den neusten<br />
Disco Remixes aus den Top Charts.<br />
Anzeige<br />
DJ JON DOE<br />
Greenkomm - Köln<br />
La Demence - Brüssel<br />
XXX Leather - Amsterdam<br />
DJ AJAXX<br />
CSD - Stuttgart<br />
Selection - Stuttgart<br />
Flexx Resident - Zürich<br />
Samstag<br />
7. <strong>November</strong><br />
open<br />
from<br />
23.00<br />
till late<br />
Unter dem Titel: «Best Of Disco von<br />
damals bis heute» feiern die beiden<br />
DJs D!namike und DJ Groovmaster<br />
bis in die frühen Morgenstunden.<br />
Zum Zug kommen schliesslich auch<br />
die Fans von elektronischer Housemusik.<br />
Elektro College zählt zu den<br />
gefragtesten Party Spots. Jeden Freitag<br />
jeweils ab 22.30, geht die Party<br />
im Club AAAH los. Der Club mit seiner<br />
familiären Infrastruktur lässt es<br />
zu, im intimen Rahmen sexy Jungs<br />
kennen zu lernen und nach geilster<br />
elektronischer Musik abzutanzen.<br />
Erster Freitag: Bootylicious<br />
Zweiter Freitag: Disco Disco Disco<br />
Jeder Freitag: ElectroCollege<br />
G-Colors, Marktgasse 14<br />
365 Tage offen bis 4 uhr<br />
www.g-colors.ch<br />
www.flexx-party.ch<br />
Albulastrasse 38<br />
8048 Zürich<br />
progressive<br />
tribal-house<br />
tech-house
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
musik & film<br />
Seite 15<br />
Benjamin Biolay *****<br />
La Superbe<br />
Er ärgert sich über die ewigen Gainsbourg-Vergleiche,<br />
will nicht Retter eines Genres sein.<br />
Doch Tatsache ist: Keiner baut in der französischen<br />
Musiklandschaft derzeit so markant<br />
wie Biolay. Seiner Schwester Coralie Clément<br />
hat er butterzarten Bossa Nova auf den Leib geschrieben,<br />
für Carla Bruni hat er arrangiert,<br />
für Keren Ann und Françoise Hardy. Nun singt<br />
er endlich wieder selbst. Ist es Frenchpop?<br />
E-Chanson? Postpunk? 22 stilbildende Hörenswürdigkeiten errichtet der<br />
melancholische Liedarchitekt auf der Baustelle zwischen Vergangenheit und<br />
Zukunft, schichtet Worte und Noten sorgfältig aufeinander, spannt Saiten<br />
von Violinen und E-Gitarren. Von aussen scheinen seine Gebäude kalt, Beton<br />
und Glas, sie reflektieren und werfen lange dunkle Schatten, doch im<br />
Innern läuft immer ein nostalgischer Schwarzweissfilm, neben den Neonlichtern<br />
flackert eine Kerze, Antiquitäten fusionieren mit der Avantgarde.<br />
An Baumeister Biolay wird in Frankreich weiterhin keiner vorbeikommen.<br />
(rg)<br />
Natalie Imbruglia ***<br />
Come to Life<br />
«Torn» war ihr erster Hit und einer der hartnäckigsten<br />
Ohrwürmer der 90er. Schon damals<br />
waren ihre Augen grösser als ihre Stimme,<br />
und spätestens seit Kylie wissen wir, dass sich<br />
singende australische Soap-Stars bestens konservieren<br />
lassen. So räkelt sich Nat im neuen<br />
Clip mindestens ebenso sexy wie vor 12 Jahren.<br />
Unschwer zu erkennen, dass es sich bei «Want»<br />
um einen Coldplay-Song handelt. Chris Martin<br />
sagt sogar, es sei sein bester. Aber auch die Musik kommt direkt aus der<br />
Tief kühl-Abteilung. Ecken und Kanten wurden den Melodien sorgfältig aufpaniert,<br />
darunter bleiben sie makellos, uninteressant, fad. Bestes Beispiel:<br />
«Fun», eine sofort lösliche Trockenballade. Dazu landen Folk und Electro im<br />
Einkaufskorb, Instant-Indie und Dosenfolk. Pop für Mikrowellen und Radiowellen<br />
auf einem Album, das Imbruglia nicht nötig gehabt hätte. Die elegante<br />
«Ist mir doch scheissegal»-Haltung erweist sich aber als raffiniertes<br />
Gewürz. Und manchmal hat ja jeder Lust auf Tiefkühlkost. (rg)<br />
Swiss Jazz Orchestra****<br />
Buebetröim 2<br />
Neu ist die Idee nicht. Seit Robbie Williams ist<br />
so mancher in Sinatras Fussstapfen getreten,<br />
mehr oder weniger strauchelnd. Für die Fortsetzung<br />
des Buebetröim-Projekts hat auch die<br />
vereinigte Schweizer Mundartversammlung<br />
die Bergstiefel wieder gegen Lackschuhe eingetauscht.<br />
Wer denkt, diese könnten für Adrian<br />
Stern, Ritschi oder Gigi Moto ein paar Nummern<br />
zu gross sein, irrt sich. Der Glamour<br />
sitzt, das Publikum steht auf. Nur ganz selten klebt ein letztes Stückchen<br />
Schlagerzelt oder Musicaltheater an der Sohle. Die Idee zündet erneut, die<br />
Funken sprühen. Sina trifft Cole Porter, hochkarätige Präzision trifft ungezähmtes<br />
Talent und das Bierhübeli trifft Las Vegas. Wenn von der Heide<br />
«Paris c’est toi» als Swing schmettert und Heidi Happy Bigband-Rückendeckung<br />
bekommt, tönen die Originale neben den neuen Jazz-Arrangements<br />
plötzlich wie Demoversionen, wie pures Understatement. Auf der Suche<br />
nach dem grössten Schweizer Hit wird man hier um Klassen besser bedient<br />
als anderswo. (rg)<br />
Harry Potter 6 ****<br />
Abenteuer<br />
In «Harry Potter und der Halbblutprinz» schliesst<br />
sich Voldemorts Faust immer enger um die Welt<br />
der Muggels und der Zauberer – sogar in Hogwarts<br />
ist man nicht mehr so sicher wie früher.<br />
Harry vermutet die Gefahr in der Burg selbst,<br />
doch Dumbledore konzentriert sich eher darauf,<br />
Harry auf die Entscheidungsschlacht vorzubereiten,<br />
die nun bald bevorsteht. Unterdessen<br />
haben die Schüler noch ganz andere<br />
Probleme: In den Mauern der Burg spielen die<br />
Teenager-Hormone verrückt. Harry fühlt sich<br />
immer stärker zu Ginny hingezogen, Lavender<br />
Brown hat sich Ron ausgesucht, währenddessen Hermine vor Eifersucht<br />
kocht. Nur ein Schüler bleibt inmitten dieser knospenden Romanzen völlig<br />
unbeeindruckt: Malfoy. Dieser schmiedet einen finsteren Plan. Während alle<br />
Welt verliebt ist, bahnt sich eine Tragödie an, die Hogwarts unwiderruflich<br />
verändern könnte. Das sechste Abenteuer des Zauberlehrlings ist elegant<br />
inszeniert, lässt aber die Spannung vermissen. (dd)<br />
Hilde ***<br />
Biografie<br />
Hildegard Knef geht einen langen Weg, bis sie<br />
zu sich selbst findet: Aus bedrückenden familiären<br />
Verhältnissen gelingt ihr der Sprung in<br />
die Schauspielausbildung, doch in den letzten<br />
Kriegswirren zählt nur mehr das blanke Überleben.<br />
Nach Filmerfolgen und Fehlgriffen, falschen<br />
und richtigen Männern, lähmender Langeweile<br />
in Hollywood und einer turbulenten Hassliebe<br />
zum deutschen Publikum muss die Kämpfernatur<br />
Hilde lernen, dass andere Dinge zählen als<br />
der Ellenbogenkampf im Showbiz. Hildegard<br />
Knef war die Sünderin, ein Kinotraum, ein Weltstar,<br />
eine Ikone. Ihr Leben bietet Stoff für eine ganze Serie. Regisseur Kai<br />
Wessel versuchte der fesselnden Lebensgeschichte der deutschen Legende<br />
in etwas mehr als zwei Stunden gerecht zu werden. Leider klappte das nicht<br />
ganz. Einzig Heike Makatsch besticht als die Knef und liefert sowohl schauspielerisch<br />
als auch gesanglich eine absolute Glanzleistung. (dd)<br />
Drag me to Hell ****<br />
Horror<br />
Christine Brown (Alison Lohman) liebt ihren<br />
Bankjob und ihren Freund. Doch eine einzige<br />
Entscheidung macht ihr glückliches Leben zunichte:<br />
Um ihren knallharten Chef zu beeindrucken,<br />
verweigert Christine einer scheinbar<br />
hilflosen alten Frau die Verlängerung ihres Hypothekenkredits.<br />
Doch die mysteriöse Alte weiss<br />
sich zu rächen! Sie belegt Christine mit einem<br />
grausamen Fluch, der ihr Leben zur Hölle auf Erden<br />
werden lässt. Gehetzt von Dämonen und düsteren<br />
Horror-Visionen, beginnt Christines Wettlauf<br />
gegen die Zeit. Sie hat nur drei Tage, um den<br />
Fluch zu brechen oder auf ewig in der Hölle zu leiden. Regisseur Sam Raimis<br />
Rückkehr zum Horrorfilm ist grandios. Und ein wahres Fest für Freunde<br />
wie Feinde der SVP-Nationalrätin Natalie Rickli. Diese sieht der Hauptdarstellerin<br />
Alison Lohman zum Verwechseln ähnlich. Und wenn sich am Ende<br />
des Films der Schlund der Hölle öffnet, müsste man lügen, hätte man nicht<br />
schon so einige Kreaturen direkt dorthin schicken wollen. (dd)
Seite 16<br />
living<br />
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
Tipps und Trends<br />
Schön schräg<br />
MYchair ist eine Skulptur im Raum. Schwungvoll und expressiv. Eindrucksvoll<br />
in verschiedenen Aspekten. Schräge, runde und gerade Flächen<br />
wechseln sich ab. Fussgestell, Sitz und Rücken des Lounge Chair bilden<br />
eine kraftvolle Komposition. Das Polster modelliert konvexe und konkave<br />
Formen. Sympathisch und bequem lädt der Lounge Chair ein zum Lesen,<br />
Träumen, Relaxen. Schön schräg eben! (Gewinner Red Dot Design Award<br />
Best of the Best 2009).<br />
www.walterknoll.de<br />
Kilin by Sergio Rodrigues<br />
Nein, der übliche coole Lounge Chair ist Kilin nicht. Er ist emotionaler,<br />
weckt Gedanken an Abenteuer, Freiheit, andere Welten, andere Zeiten.<br />
Sein eigenwilliges Design, eine Kombination aus massivem Hartholz mit<br />
Leder- oder Fellbespannung, wirkt fast archaisch, eine Reminiszenz an<br />
traditionelle Werkstoffe Brasiliens. In unserer oft allzu glatten modernen<br />
Lebenswelt setzt Kilin einen spannenden Akzent, ein Plädoyer für die Sinnlichkeit<br />
natürlicher Materialien, ein Statement für den Luxus der einfachen,<br />
authentischen Dinge. Mit Kilin ist Designer Sergio Rodruigues ein weiteres<br />
Kultobjekt gelungen!<br />
www.classicon.com<br />
Klein, aber fein<br />
Das kleine junge Schweizer Label Piuric gestaltet, plant und produziert Möbel in Kleinst-Serie. Ihr Credo lautet: Nicht grösser und schneller werden,<br />
sondern klein bleiben und Qualität wahren! Die hochwertigen Möbel sind zeitlos und bestechen durch klare Linien. Das elegante Slim-Sofa ist in verschiedenen<br />
Farben erhältlich und wird ausschliesslich in der Schweiz in Handarbeit gefertigt.<br />
Coolness meets swissness!<br />
Erhältlich bei: Piuric, Walchestrasse 34, 8006 Zürich<br />
Cover your Life<br />
Der etwas sonderbare Tisch «Vanity» aus dem Hause Linteloo ist der Knüller schlechthin! Roderick<br />
Vos versteht es wie kein anderer Designer, Simples mit dem Praktischen zu vereinen.<br />
Die Tischplatte besteht aus neun vorgeformten Rechtecken, so passt in jede Form ein Magazin.<br />
Mit diesem System kann man seinen Couchtisch jederzeit beliebig umgestalten. Für eine Tasse<br />
Kaffee oder eine Vase kann man eine Holzplatte einsetzen (gibt es auch in einer Holzvariante).<br />
Deinen Fantasien sind bei diesem Objekt keine Grenzen gesetzt. Das Gestell ist aus matt-schwarz<br />
lackiertem Stahl. Abonnements sind nicht enthalten!<br />
www.linteloo.nl
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
living<br />
Seite 17<br />
von Branko B. Gabriel<br />
Teppich-Revival<br />
Wie kein anderes Teppich-Label schaft es Mischioff, spannende und echt<br />
wunderschöne Teppichkreationen herzustellen. Vorbei die Zeiten, als man<br />
Grossmutters vergilbten Perserteppich ausklopfen musste. Die neue Teppich-<br />
Generation kommt frisch und apart daher. Diese äusserst gelungene Patchwork-Design-Kreation<br />
ist aus 100% Himalaya-Hochland-Wolle und kann auch<br />
als Wandteppich benützt werden. Ein «Quilt» der ganz besonderen Art!<br />
www.mischioff.ch<br />
Living Landscape<br />
Living Landscape ist ein Sofaprogramm, das den Raum einbezieht. Denn<br />
mühelos lassen sich die Ecksegmente um 90 Grad und die Recamiere um<br />
180 Grad von Hand in eine neue Richtung drehen. Zur Gesellschaft, zur inneren<br />
Ruhe, zum Panorama, zum Kamin, zum Garten, zum Fernsehgerät,<br />
zum Partygeschehen. Das Ergebnis ist ein neuer Blickwinkel, ein neues Sofa,<br />
ein neuer Wohnraum. Immer in ruhiger grosszügiger Form, mit bequemem<br />
Sitzkomfort in hochwertiger Ausführung. Integrierte Regale, runde Tische<br />
und Polstersitze ergänzen das Programm.<br />
www.walterknoll.de<br />
Tom Dixon<br />
Dieses Lämpchen hat sich offenbar verirrt. Denn gegen den allgemeinen Trend zurück zu Holz, leuchtet dieses<br />
Ding unbehelligt weiter. Die orangefarbene Kugel spendet ein angenehmes Licht und ist als Pendel- und Stehleuchte<br />
erhältlich. Gefertigt aus Polycarbonat mit einer matten Beschichtung «fluorecent orange». Der Durchmesser ist<br />
ca.45cm.<br />
www.tomdixon.net<br />
Foglie Sideboard<br />
Foglie ist ein ausdruckstarkes und zugleich<br />
leicht wirkendes Sideboard. Das Möbel<br />
erinnert beinahe an die glanzvolle Art-<br />
Deco-Epoche der 20er Jahre. Die horizontal<br />
geschichteten, filigranen Lamellen dienen<br />
als Griffe der Schubladen. Das Sidebord ist<br />
erhältlich als freistehendes Möbel oder als<br />
Wandmöbel. Diese Ausführung ist in herrlichem<br />
Nussbaum gehalten.<br />
www.nutundgrat.ch
Seite 18<br />
kultur<br />
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
Alapilio geht in die zweite Saison<br />
Bernardo Revuelto<br />
ist einer der Stars im<br />
Musical<br />
Harry Schärer, Autor und Komponist,<br />
der mit seinem Space-Dream-<br />
Musical seit vielen Jahren Erfolge<br />
feierte, hat ein Musical mit Schmetterlingen<br />
geschrieben. In einer grossen<br />
Stadt, im Quartier Town Under,<br />
das von einer grossen Autobahnbrücke<br />
überdacht wird, spielt die Story.<br />
Hier wohnen fröhliche Menschen<br />
und so geht es um Romantik, Liebe,<br />
Zauber, einen Schatz und – natürlich<br />
– um Schmetterlinge. Mit Live-Band,<br />
einem grandiosen Licht- und Soundkonzept,<br />
viel Action und rasanter<br />
Choreografie. Der Name kommt vom<br />
Lateinischen: Ala bedeutet Flügel, Papilio<br />
heisst Schmetterling.<br />
Schuss von meinem kubanischen<br />
Temperament!<br />
Welche Rolle hast du im Musical Alapilio?<br />
Ich spiele Fuego, ein Typ der Glück<br />
und Freude in das Leben bringen<br />
will. Und zwar mit viel Stolz und<br />
einem riesengrossen Herz.<br />
Wie bist du zu diesem Engagement gekommen?<br />
Ich habe mit dem Direktor geschlafen<br />
(lacht)! Nein im ernst: Nach Space<br />
Dream 2 wollte ich nicht mehr nur<br />
im Chor singen. Deshalb bekam ich<br />
im 3. Teil der Space-Dream-Saga ein<br />
Solo. Harry Schärer, unser Autor<br />
schrieb extra für mich ein wunderschönes<br />
Lied, «Peace». Und für Alapilio<br />
verpflichtete man mich für die<br />
Rolle des Fuego, dem feurigen Lebemann<br />
aus Town Under.<br />
Ich komme nicht aus Puerto Rico<br />
(lacht), sondern aus Kuba. Aufgewachsen<br />
bin ich in der wunderschönen<br />
Hauptstadt La Habana (Havanna).<br />
Hast Du einen Freund, oder bist du<br />
noch zu haben?<br />
Ja, ich habe einen sehr lieben Freund.<br />
Und ich bin sehr glücklich mit ihm.<br />
Warum sollen Gays in die City Halle<br />
nach Winterthur ins Musical kommen?<br />
Ausser natürlich deinetwegen.<br />
Ja, sicher wegen mir! Das Musical ist<br />
ein Spiegel von der heutigen Gesellschaft,<br />
mit sehr viel menschlichen<br />
Aspekten, lustigen Momenten und<br />
natürlich mit dem obligatorischen<br />
Happy End. Alapilio ist ein Musical mit<br />
Der Musical-Darsteller Revuelto<br />
ist auf Kuba geboren und absolvierte<br />
die klassische Gesangsausbildung<br />
in der Staatsoper von Havanna. Er<br />
sang sechs Jahre in der Nationaloper,<br />
unter anderem in La Traviata,<br />
Rigoletto und Madame Butterfly.<br />
In der Schweiz war er schon in<br />
verschiedenen Shows und Musical-<br />
Produktionen zu sehen. Seine ersten<br />
Musical-Erfahrungen machte er<br />
im Ensemble von «Space Dream», er<br />
spielte in allen drei Teilen der Musical-Trilogie.<br />
Seine erste grosse Solistenrolle<br />
in einem Schweizer Musical<br />
hatte er im <strong>November</strong> 2008. Er<br />
spielte Fuego im Musical Alapilio.<br />
Cruiser hat mit Bernardo Revuelto<br />
gesprochen.<br />
Bernardo, wer bist du?<br />
Ich bin eine Person, die gerne auf<br />
der Bühne steht. Meine Leidenschaft<br />
ist das Singen und Spielen. Natürlich<br />
immer mit einem zusätzlichen<br />
Wie und weshalb bist du Musical-Darsteller<br />
geworden?<br />
Das war purer Zufall. Denn eigentlich<br />
bin ich ja ein ausgebildeter<br />
Opern-Tenor. Ich suchte aber nach<br />
einer neuen Herausforderung. Ich<br />
begleitete einen Freund damals zu<br />
einem Musical Casting und schon<br />
stand ich auf der Bühne. Das Musical-Genre<br />
ist sehr interessant<br />
für mich, weil man singen, tanzen<br />
und spielen kann. Der Kontakt<br />
zum Publikum ist intimer als bei<br />
der Oper.<br />
Was bist du am Liebsten? Tänzer? Sänger?<br />
Schauspieler?<br />
Als Opern-Tenor ist meine Leidenschaft<br />
klar das Singen! Allerdings<br />
macht das Schauspielern und Tanzen<br />
(fast) genau soviel Spass.<br />
Dein persönlicher Name erinnert mich<br />
an das Musical West Side Story. Woher<br />
kommst du?<br />
Bernardo Revuelto und Bâki Çavdar<br />
Hast du auch schon einen schwulen<br />
Mann auf der Bühne «gespielt»?<br />
Nein, leider noch nie. Aber wer weiss,<br />
eventuell kommt ja mal ein solches<br />
Rollenangebot. Spannend wäre es<br />
auf jedenfall.<br />
Du spielst in Alapilio die Rolle des Fuego.<br />
Ist das auch ein bunter Schmetterling?<br />
Nein, kein Schmetterling, sondern<br />
ein spanischer Gemüse-Verkäufer.<br />
Ein südländischer Macho, mit viel<br />
Humor, Lebenserfahrung und Herz.<br />
viel Tanz, Gefühl und einer starken<br />
Live-Band, die jeden mitreisst.<br />
Möchtest du sonst noch etwas, den<br />
Cruiser Lesern mitteilen?<br />
Ja klar, kommt alle ins wunderbare<br />
Musical Alapilio! Ich würde mich<br />
sehr freuen. See ya in Winterthur....<br />
www.alapilio.ch<br />
© Jürg Schmid<br />
Cruiserleser erhalten 20% Reduktion<br />
auf Tickets der Kategorie A.<br />
Infos auf queer.ch<br />
Clowns und Kalorien<br />
auf Jubiläumstour<br />
Das Varieté ist tot – es<br />
lebe das Varieté!<br />
Wer bei Clowns & Kalorien eintaucht,<br />
erlebt eine andere Welt. Röschen<br />
und Rösschen, Kronleuchter<br />
und Kerzenständer, goldene Erzengel<br />
und samtige Sofas. Kurz, eine<br />
üppig-kitschige Welt. Schon beim<br />
Eingang erinnert das Intérieur ans<br />
Varieté der 50er-Jahre. Was am Tisch<br />
serviert wird, verdient das Prädikat<br />
Dinnerspektakel mit exquisiten<br />
Menüs, wie von Gourmetköchen.<br />
Vor zehn Jahren haben Marion und<br />
Frithjof Gasser das Rezept gefunden -<br />
seither wird es jedes Jahr erfolgreich<br />
präsentiert. Da kommen schon mal<br />
Promis vorbei, wie der aktuelle Mr.<br />
Schweiz. (kb)<br />
Winterthur Wachter-Areal –<br />
6. <strong>November</strong> 2009 bis 31. Januar 2010<br />
Reservationen:<br />
079 671 50 73 oder www.clowns.ch<br />
RocCHipedia<br />
1994 Italiener, jetzt<br />
ist er Schweizer<br />
Massimo Rocchi hat bei den Eidgenossen<br />
recherchiert und die umfassende<br />
Schweiz-Enzyklopädie Rocchi<br />
erschaffen. Damit führt er uns<br />
in der Geschichte zurück zur Entstehung<br />
der Schweiz, ihrer Berge und<br />
Menschen. Die ersten Kantone, die<br />
wichtigsten Schlachten, die ersten<br />
Bodyguards Europas. Massimo Rocchi<br />
erklärt, wie es dazu kam. Er kennt<br />
die Fakten und deckt die Hintergründe<br />
auf. Was ist 1515 mit der<br />
Schweiz passiert, wie wirken sich die<br />
Ereignisse auf den heutigen schweizerischen<br />
Alltag aus? Was tranken<br />
Calvin und Zwingli? rocCHipedia,<br />
eine Geschichtsstunde der etwas anderen<br />
Art, egal ob, Geographie, Gesellschaft,<br />
Religion, Sport, Technik,<br />
Kunst und Kultur – Massimo Rocchi<br />
lässt keine Wissenschaft aus. Das<br />
Wissen aus rocCHipedia wird nie<br />
wieder vergessen. (kb)<br />
Theater 11 in Zürich,<br />
am 12. und 14. <strong>November</strong>.<br />
Tickets 0900 800 800, Ticketcorner
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
kultur<br />
Seite 19<br />
Muhi Tahiri Quartett<br />
Male Study<br />
Mit dem Tenor-<br />
Saxophon in die 50erund<br />
60er-Jahre<br />
In Klein Basel präsentiert sich<br />
eine neue Generation von Jazz-Musikern:<br />
Das Muhi Tahiri Quartett.<br />
Muhi Tahiri wird beim Konzert im<br />
<strong>November</strong> unter anderem eigene<br />
Kompositionen spielen, die den Jazz<br />
der 50er und 60er zurück in unsere<br />
Zeit holen werden. Tahiri wurde in<br />
Das Konzert wird vom kürzlich gegründete<br />
Verein PlaKult präsentiert,<br />
den Muhi Tahiri zusammen mit Jonas<br />
Stirnimann und Jakob Nussberger,<br />
zur Förderung von jungen<br />
Künstler und Musikern in Basel, gegründet<br />
hat. Der Verein organisiert<br />
und finanziert kulturelle Veranstaltungen.<br />
Das Muhi Tahiri Quartett besteht<br />
seit einem Jahr und hat bereits eine<br />
CD aufgenommen. Die Musikstücke<br />
lassen den Einfluss von Sonny Rollins<br />
klar erkennen.<br />
Ein Pas de deux –<br />
mit zwei Männern<br />
Zwei Männer, die durch Freundschaft,<br />
Liebe und Hass miteinander<br />
verbunden sind, enthüllen ihr ganzes<br />
Spektrum an Emotionen. Manchmal<br />
sind die Gefühle so stark, dass<br />
sie davon erblinden, manchmal<br />
werden sie von ihnen euphorisiert.<br />
Und manchmal scheinen die Emotionen<br />
die Zeit anzuhalten. Aber was<br />
auch immer zwischen den beiden<br />
geschieht, bleibt letztlich unberechenbar.<br />
Evangelos Poulinas, der auch für<br />
die Choreografie verantwortlich ist,<br />
tanzt mit Roberto Zuniga zur Musik<br />
von Franz Schubert. Der Grieche<br />
Evangelos Poulinas, ist nach Stationen<br />
in Athen, New York, Thessaloniki<br />
und Kassel Tänzer bei der Schweizer<br />
Compagnie Linga in Pully.<br />
Male Study im Programm von<br />
Tanzfaktor Interregio geht auf eine<br />
Initiative von Tanzbüro Basel – IG<br />
Tanz und der Kaserne Basel zurück.<br />
Bis 2006 wurde Tanzfaktor in der<br />
Region Basel gezeigt, seither auf<br />
nationaler Ebene, zur Zeit mit fünf<br />
Tanzstücken. Dieses Jahr ist die abwechslungsreiche<br />
Truppe in acht<br />
verschiedenen Festivals und Theatern<br />
zu Gast. (kb)<br />
Nach erfolgreicher Tournee in der<br />
Romandie nun in:<br />
Steckborn 5. & 7. <strong>November</strong>,<br />
www.phoenix-theater.ch<br />
Winterthur 13. <strong>November</strong>,<br />
www.tanzinwinterthur.ch<br />
Basel 18. <strong>November</strong>,<br />
www.kaserne-basel.ch<br />
Luzern 20. <strong>November</strong>,<br />
www.suedpol-luzern.ch<br />
Baden 10. Dezember,<br />
www.kurtheater.ch<br />
Völlig Ausgebucht<br />
der Nähe von Pristina geboren. Diese<br />
Wurzeln spiegeln sich in einigen<br />
Komposition ganz klar wider. Seit<br />
zwei Jahren spielt Muhi mit Daniel<br />
Gysin, Vitek Kulhanek und Urs Kümmerly<br />
auch Flamenco und Zigeunermusik<br />
und versucht dies in einer<br />
freieren Art, mit Jazz zu verbinden.<br />
Auch diese Konstellation wird am 13.<br />
<strong>November</strong> einen Gastauftritt haben.<br />
Alle sind herzlich eingeladen an der<br />
anschliessenden Jam-Session teilzunehmen.<br />
Am 13. <strong>November</strong> starten Christoph<br />
Schwaninger (piano), Marco<br />
Clerc (bass), Lucio Marelli (drums)<br />
und Muhi Tahiri (tenor sax) mit<br />
Gastmusikern, im Union im grossen<br />
Saal.<br />
Muhi Tahiri Quartett<br />
Union, Klybeckstrasse 95, 4047 Basel<br />
13. <strong>November</strong> 2009<br />
Türöffnung: 20.00 Uhr<br />
Beginn: 21.00 Uhr<br />
Eintritt CHF 20.–<br />
Shadowland<br />
Eine der besten Modern<br />
Dance Companies<br />
Nachdem Pilobolus mehrere Jahre<br />
mit dem traditionellen Schattentheater<br />
experimentiert hat, erfand<br />
sie Shadowland. Eine Mischung aus<br />
unverkennbaren Stil von Pilobolus<br />
und innovativen, überraschenden<br />
Aus flügen in komplett neue Gebiete.<br />
Das Publikum erlebt eine neue Dimension<br />
von Schattentanz, mit Lichteffekten,<br />
die weg von herkömmlichen<br />
Lichtshows sind. Bekannt ist die<br />
Truppe für ihre einzigartige Art, die<br />
Tänzer in Partnerfiguren und inte-<br />
ressanten Kreationen auf der Bühne<br />
in verblüffende Bilder umzusetzen.<br />
Seit mehr als 35 Jahren ist Pilobolus<br />
live in 63 Ländern vor 4 Millionen<br />
Zuschauern aufgetreten. Die Dance<br />
Company entdeckte das Schattenspiel,<br />
als sie eine Werbung für Hyundai<br />
entwickelte und anschliessend<br />
mit einem Auftritt an der 79.<br />
Oscar-Verleihung 2007 die Welt beeindruckte.<br />
Die humorvollen und<br />
ironischen Bilder gingen rund um<br />
die Welt. (kb)<br />
Schiffbau Zürich<br />
17. <strong>November</strong> bis 5. Dezember<br />
Tickets an allen Vorverkaufsstellen<br />
und SBB-Billettschaltern<br />
Peter Denlo in vierzig<br />
Rollen<br />
Sami ist ein arbeitsloser Schauspieler<br />
mit Diplom. Seinen Lebensunterhalt<br />
verdient er sich am Telefon<br />
in einem Promi-Restaurant. Er weiss,<br />
wer keinen und wer einen Tisch bekommt.<br />
Für den Telefon-Terror, den<br />
er durch die Schickeria aushalten<br />
muss, ist er echt zu bemitleiden. Arrogante<br />
Tussis, Mafia-Liebchen, sehr<br />
ernste Sekretärinnen, ahnungslose<br />
Provinzler - sie alle nerven ihn. Dazu<br />
kommen seine Ausbeuter-Chefs und<br />
Horror-Nachrichten aus dem Restaurant.<br />
Bis Sami nicht mehr weiss, wo<br />
ihm der Kopf steht...<br />
Peter Denlo, immer attraktiv, mal<br />
als Macho, mal als der süsse Junge<br />
von nebenan, aber auch mal als Tussi<br />
vom Dienst. Absolut sehenswert.<br />
(kb)<br />
In Maiers Theater Zürich bis zum<br />
7. <strong>November</strong>.<br />
Tickets unter:<br />
Starticket 0900 325 325
Seite 20<br />
prominent<br />
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
Klagenfurt:<br />
Haider-Geliebter outet sich<br />
Ein 31-jähriger Kellner erklärte im<br />
Interview mit der deutschen «Bild»-<br />
Zeitung, er sei der heimliche Geliebte<br />
des vor einem Jahr tödlich verunglückten<br />
Rechtspopulisten Jörg<br />
Haider gewesen. «Jörg und ich, wir<br />
haben uns geliebt», sagte René. In<br />
der Nacht des Unfalls habe Haider<br />
ihn noch angerufen. «’Schläfst du bei<br />
mir?’» Ich sagte ab, weil ich am nächsten<br />
Tag ein Vorstellungsgespräch<br />
hatte», so René. Er mache sich deshalb<br />
noch heute Vorwürfe. «Wenn ich bei<br />
Jörg übernachtet hätte...wäre er jetzt<br />
noch am Leben.» Die Witwe Haiders<br />
hat Homo-Gerüchte um ihren Mann<br />
bislang stets dementiert.<br />
Belgrad<br />
Polizei verweigert Gay<br />
Pride Schutz<br />
Erst hat die serbische Polizei die<br />
Gay-Pride von Belgrad erlaubt, dann<br />
aber das OK wieder zurückgezogen.<br />
Grund: die Schwulendemo stelle<br />
ein wegen Gewaltdrohungen von<br />
rechtsextremen gegen die Parade<br />
Sicherheitsrisiko dar. Aus Sicht der<br />
Veranstalter war jedoch die Polizei<br />
selbst das Sicherheitsrisiko. Die Behörden<br />
hätten jede Zusammenarbeit<br />
mit den Organisatoren der Gay-Pride<br />
verweigert. Das Innenministerium<br />
hatte zuvor erklärt, die Parade sei in<br />
der Stadt zu gefährlich und könne<br />
nicht von der Polizei geschützt werden.<br />
Die nationalistische «Serbische<br />
Bewegung 1389» erklärte, die Verhinderung<br />
der Gay-Pride sei ein Sieg<br />
für das «normale Serbien». Die CSD-<br />
Organisatoren betonten: «Der Staat<br />
hat diesen fundamentalen Test nicht<br />
bestanden.<br />
Kingston<br />
Homohasser morden auf<br />
Jamaika<br />
In Jamaika ist der britische Honorarkonsul<br />
brutal ermordet worden. Der<br />
65 Jahre John Terry wurde gefoltert<br />
und dann stranguliert. Die Täter sind<br />
unbekannt, jedoch durch eine Notiz<br />
der Mörder ist das Motiv für die Tat<br />
eindeutig: Schwulenhass. In der Notiz<br />
drohten die Täter: «Das wird mit<br />
allen Schwuchteln geschehen.» Propagandisten<br />
der Homophobie sind<br />
Reggae-Stars wie «Elephant Man». Im<br />
deutschen Düsseldorf war Anfang<br />
Oktober das Konzert von «Elephant<br />
Man» abgesagt worden, nachdem<br />
ein Bündnis von antifaschistischen<br />
Gruppen, den Grünen, der Linkspartei,<br />
dem LSVD und anderer Gruppen<br />
Proteste gegen den Auftritt organisiert<br />
hatten. In seinen Liedern ruft<br />
der 33 Jahre alte Jamaikaner zum<br />
Mord an Schwulen auf.<br />
Barbara Schöneberger<br />
<br />
Die Schöneberger, auch «blondes Gift» genannt,<br />
wird geliebt oder gehasst. Dazwischen gibt’s nichts. Als<br />
Komikerin stand sie oft im Schatten Anke Engelkes, obwohl<br />
Barbara Schöneberger einige Talente mehr besitzt.<br />
Böse Zungen würden hier ihren Busen erwähnen. Wir<br />
reden aber von ihrem Sangestalent. Ihr erstes Album,<br />
welches vor zwei Jahren erschien, nannte sie klugerweise<br />
«Jetzt singt sie auch noch». Niemand traute ihr eine<br />
Musikkarriere zu, denn eine Mariah Carey ist sie nicht.<br />
Gottseidank. Aber Schönebergers Jazz und Swing, gepaart<br />
mit augenzwinkernden Texten («Zu hässlich für<br />
München») kam an und eine erfolgreiche Tournee folgte.<br />
Nun folgt der zweite Streich. Auch dieses Album trägt<br />
einen verdienten Titel: «Nochmal, nur anders». Barbara<br />
Schöneberger versucht sich hier als Disco-Ikone. Und<br />
weil solche eine schwule Fangemeinde haben, gibt’s einen<br />
Song für Gays dazu. «Ich stehe auf Jungs», so der Titel,<br />
soll eine Hommage an die Gay-Community sein, für die<br />
sich die Schöneberger gerne und oft einspannen lässt.<br />
Am 19. <strong>November</strong> ist die Entertainerin mit dem neuen<br />
Album im Casinotheater Winterthur zu Gast. Das Lob<br />
aus Deutschland eilt ihr voraus, so schrieb die BUNTE:<br />
«Diese Frau ist der einzige deutsche Vulkan, der noch tätig<br />
ist». Also nichts wie hin nach Winterthur! (dd)<br />
Guido Westerwelle<br />
<br />
Der deutsche FDP-Politiker hatte stets ein gutes<br />
Händchen im Umgang mit seiner Homosexualität. Das<br />
Coming-out war perfekt getimet, nach Wowereits bahnbrechendem<br />
«…und das ist gut so», bevor das offene Geheimnis<br />
zum Medienskandal hätte hochstilisiert werden<br />
können. Als Vizekanzler und Aussenminister wird<br />
er nun wohl zum mächtigsten bekennenden (ja, man<br />
muss dieses unliebsame Wort hier verwenden) Schwulen<br />
der Welt. In unseren Breitengraden kein grosses Ereignis,<br />
werden doch mit Paris, Hamburg, Berlin und Zürich<br />
bereits vier grosse europäische Städte homosexuell<br />
präsidiert. Dies immer wieder erwähnt zu lesen ist eigentlich<br />
mühsam, doch vielleicht gibt es Aufwind für<br />
andere Klimaregionen, nicht überall herrscht die zentraleuropäische<br />
urbane Milde. Während mit Westerwelle<br />
als Steinbrücks Nachfolger der wärmere Nordwind in<br />
der Schweiz durchaus begrüsst wird, wundert man sich<br />
in deutschen Gay-Medien über den Schweizer Gerichtsentscheid<br />
im Fall Junge SVP Wallis, der kalte Wind weht<br />
über die Landesgrenzen hinaus. Gleichzeitig werden<br />
betreffend Westerwelles Privatleben in Deutschland<br />
plötzlich wieder Zweifel laut. Ein schwuler Aussenminister,<br />
könnte das international nicht für Probleme sorgen?<br />
Auf dem Land und auf dem globalen Parkett stossen<br />
prominente homosexuelle PolitikerInnen also nach<br />
wie vor mit den Füssen an Steine und mit den Köpfen an<br />
gläserne Decken. (rg)<br />
Jörg Haider<br />
Seit einem Jahr ist der frühere Landeshauptmann<br />
von Kärnten nun schon tot. Zur Ruhe kommt der<br />
Rechtspopulist allerdings nicht. Das ist vielleicht auch<br />
gut so, denn Jörg Haiders Homosexualität dringt immer<br />
mehr ans Tageslicht. Doch Familie wie Anhänger setzen<br />
die schwarze Brille auf. Obwohl Haider in der Nacht<br />
vor seinem Tod in einer Schwulenbar zugegen war, was<br />
Zeugenaussagen belegen, und obwohl die enge Freundschaft<br />
zu seinem Parteikollegen Stefan Petzner mit dem<br />
Wort «Lebensmenschen» geehrt wurde, will man von<br />
einem eventuellen schwulen Zug Haiders nichts wissen.<br />
Nun packte sein ehemaliger Lover aus, prominent<br />
in der BILD. René N. war nach eigenen Aussagen acht<br />
Jahre lang der heimliche Geliebte Haiders. Bis zum tragischen<br />
Unfall. Mehr noch: Kurz vor dem Unfalltod hätten<br />
die beiden noch Sex gehabt. Des Weiteren bezichtigt<br />
René N. Stefan Petzner als eifersüchtig sowie anwesend<br />
in der besagten Nacht. Geständnisse, die doch einiges<br />
erklären, aber ein juristisches Nachspiel haben. Haiders<br />
Witwe will gegen die Zeitung und den Geliebten vorgehen,<br />
denn ihre Privatsphäre sei verletzt worden. Weiter<br />
klagt auch der sogenannte «Nebenwittwer» Stefan Petzner<br />
gegen die Tatsache, er selbst sei in der Todesnacht<br />
im Klagenfurter Schwulenlokal gewesen. Doch die Klagen<br />
dürften René N. nicht so sehr beschäftigen wie die<br />
Morddrohungen, die er nach seiner öffentlichen Beichte<br />
erhalten hatte. Noch sind die Anhänger Haiders zahlreich<br />
und es entbrannte ein regelrechter Kult um den<br />
Verstorbenen. Es ist eben schwierig, Tatsachen anzuerkennen.<br />
Und wohl auch schwierig, einen Toten ruhen<br />
zu lassen. (dd)<br />
Georg Uecker<br />
Georg Uecker, besser bekannt als Carsten Flöter aus<br />
der Serie «Lindenstrasse», sorgte 1990 mit dem ersten<br />
schwulen Kuss in einer Vorabendserie für Aufregung. Tonnenweise<br />
Beschwerdebriefe, gar Morddrohungen mussten der<br />
Schauspieler wie auch der WDR über sich ergehen lassen.<br />
Aber dank Uecker und dem «Lindenstrasse»-Produzenten<br />
Hans W. Geissendörfer hat sich die Homosexualität bei<br />
den Zuschauern der Serie als etwas völlig Normales etabliert.<br />
Der TV-Dauerbrenner avancierte zur Gay-Soap, in<br />
der Schwule und Lesben regelmässig in der Kiste landen.<br />
Georg Uecker alias Carsten Flöter aber verblasst zunehmend.<br />
Seit geraumer Zeit fiel auf, dass sich der 46-Jährige<br />
spindeldürr durchs Drehbuch kämpfte. Viele Fans sprachen<br />
von Aids. Hans W. Geissendörfer bestätigte jetzt gegenüber<br />
der Zeitschrift «Schöne Woche», dass Schauspieler<br />
Georg Uecker wegen einer Krankheit an Gewicht verloren<br />
hat. «Georg Uecker hat ein Problem mit den Lymphen», so<br />
Geissendörfer, er sei aber auf dem Weg zur Besserung. Weder<br />
Aids noch Krebs sollen die Ursachen sein. «In der Zeit,<br />
in der die Krankheit von den Ärzten beobachtet werden<br />
musste, haben wir seinen Handlungsstrang ausgeblendet».<br />
In der Tat wurde sein Seriencharakter wegen einer Tablettensucht<br />
in den Entzug geschickt. Wir wünschen an der<br />
Stelle gute Besserung und hoffen, Georg Uecker bald wieder<br />
regelmässig in der Lindenstrasse zu sehen! (dd)
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
prominent<br />
Seite 21<br />
Marge Simpson<br />
<br />
Viele träumen davon und viele würden es um keinen<br />
Preis tun. Marilyn Monroe war 1953 die Erste, seither<br />
haben es 671 Frauen getan. Kata Kärkkäinen, Stephanie<br />
Heinrich, Pamela Anderson. Nun tut es auch<br />
Cartoon-Ikone Marge Simpson: Sie entblättert sich für<br />
den US-Playboy. Lasziv räkelt sich die ehemalige Feministin<br />
und dreifache Mutter in einem zartrosa Hauch<br />
aus Nichts und gibt auf der fünfseitigen Bildstrecke inklusive<br />
Interview und Ausklappposter tiefe Einblicke in<br />
Dekolleté und Seelenleben. Da bekommt das Wort Comic-Strip<br />
eine ganz neue Bedeutung. Für das Titelbild<br />
nimmt sie die gleiche Pose ein wie Darine Stern 1971, damals<br />
das erste afroamerikanische Covergirl. Wer wohl<br />
in weiteren 38 Jahren auf dem Häschen-Stuhl ein Tabu<br />
brechen wird? Eine Drag Queen vielleicht? Offen bleibt<br />
auch die Frage, ob Marge naturblau ist, aber ganz alles<br />
will man ja nicht sehen. So lautet auch gleich der Tipp<br />
an Bart Simpson, falls er vorhat, als Revanche für ein<br />
Gay-Magazin zu strippen. (rg)<br />
Sugababes<br />
<br />
Ein turbulentes Märchen ereignet sich im Reich<br />
der Pop-Prinzessinnen und hält die britische Boulevard-Presse<br />
ganz schön auf Trab. Es waren einmal (vor<br />
sehr langer Zeit, wenn man in Girlgroup-Jahren rechnet)<br />
drei Mädchen namens Keisha, Mutya und Siobhan.<br />
Die Küken gründeten das Trio Sugababes und gackerten<br />
sich das Hitparaden-Leiterchen hoch. Bald aber zogen<br />
dunkle Wolken auf, das Plattenlabel kehrte den Babes<br />
den Rücken zu, gleiches tat Siobhan. Rasch war mit Heidi<br />
Ersatz gefunden, der Erfolg kehrte zurück, die Unstimmigkeiten<br />
gingen weiter, und so übernahm kurz<br />
darauf Amelle Mutyas Platz. Prinz Lambiel drehte im<br />
Januar noch graziös Pirouetten zu Sugababes-Gesängen,<br />
dann folgten Fälle von Nervenzusammenbruch<br />
und Schweinegrippe, bis vor wenigen Wochen schliesslich<br />
das letzte Gründungsmitglied dramatisch den Bettel<br />
hinwarf und – man ahnt es – ohne Wimpernzucken<br />
und doch tränenreich ersetzt wurde durch Eurovisions-<br />
Sternchen Jade, die mit ihrem Diva-Gehabe als Einstand<br />
erst mal einen grossen Streit verursachte und nun von<br />
Fans bedroht wird. Und wenn sie nicht gestorben sind…<br />
Doch halt! Plötzlich betreten die drei Original-Babes<br />
wieder unsere Märchenbühne, kündigen ein Comeback<br />
an. Ziemlich sauer sind die scharfen Ladies, denn sie<br />
dürfen ihren ursprünglichen Namen nicht mehr verwenden.<br />
Der Zickenkrieg der Zuckerpüppchen hat gerade<br />
erst angefangen. (rg)<br />
Falcon Heene<br />
Eine bizarre neue Folge aus der Reihe «Prominent<br />
werden ist nicht schwer». Dass ein Ballon auf dem Weg<br />
zum Horizont gewaltige Turbulenzen verursachen kann,<br />
davon können neben Nena nun auch andere ein Lied<br />
singen. Im US-Staat Colorado wurde das vermeintliche<br />
Abenteuer des sechsjährigen Falcon Heene zur gewaltigen<br />
Reality-Show. Angeblich befand er sich im selbstgebastelten<br />
Ballon, der versehentlich abhob. Stundenlang<br />
berichteten sämtliche TV-Kanäle live, der «Junge<br />
im Ballon» ging als Eilmeldung im Düsenjet-Tempo um<br />
die Welt. Nach einiger Zeit entdeckte man Falcon unversehrt<br />
auf dem Dachboden. Kein Versehen, alles gut<br />
geplant für ein bisschen Show und Aufmerksamkeit.<br />
Im Fahrtwind des Ballons machte ein Youtube-Video<br />
die Runde, ein weiteres Projekt des mediengeilen Familienvaters,<br />
und zwar ein homophobes Rap-Video der<br />
übelsten Sorte («Steine auf Schwuchteln werfen» etc.),<br />
am Mikrofon seine Kids (6-10). Nach dem inszenierten<br />
Ballon-Unglück jagt er Falcon zwischen Polizeiverhören<br />
weiterhin von einem Auftritt zum nächsten. Der Junge<br />
selbst hat dazu einen deutlichen Kommentar abgegeben,<br />
er übergab sich live im Frühstücksfernsehen. Zusammenfassung<br />
der Groteske: Einerseits nur heisse Luft,<br />
andererseits wirklich zum Kotzen. (rg)<br />
John Mayer<br />
<br />
«John wer?», fragten sich Millionen TV-Zuschauer,<br />
als dieser an Jacksons (Achtung, Unwort des Jahres!)<br />
Begräbnisshow neben Weltstars wie Mariah Carey und<br />
Stevie Wonder auftrat. In den USA ist er kein unbeschriebenes<br />
Blatt, hat mit bluesigem Folkrock sieben<br />
Grammies gewonnen und eroberte kürzlich in einem<br />
Gay-Club eine weitere Trophäe aus Fleisch und Blut,<br />
die er auch gleich innig küsste. Wenige Monate zuvor<br />
hatte schon seine öffentliche Perez-Hilton-Knutscherei<br />
Aufsehen erregt. Während das Management<br />
heftig dementiert, gibt sich John in Interviews erfrischend<br />
unverkrampft. Egal also, ob es sich beim neusten<br />
Zungenkontakt lediglich um die männliche Adaption<br />
des beliebten Lesben-PR-Kusses handelt. Nettes<br />
Gesicht, netter Gesang, nette Statements: Den Namen<br />
Mayer sollte man sich mal merken, die nächste Schlagzeile<br />
kommt bestimmt und allzu schwierig ist er ja<br />
nicht. Eine Zungenspitze Mitleid senden wir derweil<br />
an Johns Ex, Jennifer Aniston. Sie hat den einen Lover<br />
an Angelina Jolie verloren und nun den nächsten an<br />
die Gays. (rg)<br />
Montevideo<br />
Adoption ja oder nein?<br />
Uruguay hat schwulen und lesbischen<br />
Paaren das Adoptionsrecht<br />
gegeben. Nach der Verabschiedung<br />
des Gesetzes kam jedoch Unklarheit<br />
auf, ob das neue Recht tatsächlich<br />
schwul-lesbischen Paaren erlaubt,<br />
Kinder zu adoptieren. Rechtsexperten<br />
bemängeln, das Gesetz sei nicht<br />
sauber formuliert. In keinem Absatz<br />
sei von gleichgeschlechtlichen<br />
Paaren die Rede, jedoch würden an<br />
mehreren Stellen «Vater und Mutter»<br />
erwähnt. Senatorin Margarita Percovich<br />
betonte jedoch, es sei deutlich,<br />
dass die Möglichkeit der Adoption<br />
durch Eingetragene Lebenspartner<br />
dem Geist des Gesetzes entsprechen<br />
würde. Bereits 2007 hatte Uruguay<br />
die zivile Partnerschaft für Schwule<br />
und Lesben eingeführt.<br />
London<br />
Der traurigste Schwule<br />
im Dorf<br />
Der Little-Britain-Star Matt Lucas ist<br />
am Boden zerstört. Sein Ex-Ehemann<br />
Kevin McGee hat sich in seinem Haus<br />
im schottischen Edinburgh das Leben<br />
genommen. Freunde McGees<br />
hatten Anfang Oktober die Behörden<br />
alarmiert, nachdem dieser seinen<br />
Facebook-Status geändert und in<br />
seinem Eintrag den Tod als bessere<br />
Alternative bezeichnet hatte. Ende<br />
2006 hatten Lucas, der in der TV-Serie<br />
Little Britain «the only gay in the<br />
village» mimt, und der Fernsehproduzent<br />
McGee geheiratet. Die Zivile<br />
Partnerschaft hielt aber nicht lange.<br />
Bereits 2008 liessen sich wieder scheiden.<br />
Lucas nannte als Grund für die<br />
Trennung McGees «unangemessenes<br />
Verhalten». Ein Freund von Lucas<br />
sagte nach dem Selbstmord von Mc-<br />
Gee gegenüber dem Boulevardblatt<br />
«Sun», Matt habe trotz ihrer schwierigen<br />
Ehe Kevin immer geliebt.<br />
Washington<br />
Frischer Wind nach Bush<br />
Das US-Repräsentantenhaus hat mit<br />
281 gegen 146 Stimmen die Ausweitung<br />
der Gesetze gegen Hassvergehen<br />
um das Merkmal «sexuelle<br />
Ausrichtung» beschlossen. Die oppositionellen<br />
Republikaner sehen<br />
in dem Gesetz einen Angriff auf die<br />
Freiheit der Bürger. So müssten in<br />
Zukunft etwa Pfarrer mit einer Verfolgung<br />
durch «Gedankenpolizei»<br />
rechnen, wenn sie öffentlich ihre<br />
Ansichten über Homosexualität vertreten<br />
würden. Das Parlament hatte<br />
in den letzten Jahren bereits mehrfach<br />
ein Gesetz zu Hassverbrechen<br />
beschlossen, die aber am Veto des<br />
Ex-Präsidenten George W. Bush gescheitert<br />
waren.
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<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
horoskop & kolumne<br />
Seite 23<br />
23.12. – 20.1. STEINBOCK<br />
j<br />
Liebe: Du hast es nicht leicht. Alles, was du sagst, wird derzeit anders<br />
ausgelegt. Arbeit: Lass dir nicht so schnell in die Karten blicken.<br />
Behalte gewisse Dinge noch etwas für dich. Geld: Gewinne fallen<br />
eher kleiner aus als gedacht. Leider.<br />
21.1. – 18.2. WASSERMANN<br />
k<br />
Liebe: Neue Tendenzen. Bindungen nehmen Formen an. Alles entwickelt<br />
sich gut. Arbeit: Ganz ohne Stress verläuft in diesem Monat<br />
gar nichts. Missverständnisse am besten sofort bereinigen. Geld:<br />
Trotzreaktionen bringen das Budget ins Wanken.<br />
19.2. – 20.3. FISCHE<br />
l<br />
Liebe: Neutrale Konstellation. Zeit, um wieder aufzutanken und neue<br />
Kraft zu schöpfen. Arbeit: Weit und breit keine Schwierigkeiten, alles<br />
verläuft wunschgemäss. Das gibt dir Vorsprung. Geld: Mit etwas<br />
Disziplin bringst du jetzt Ordnung in alles.<br />
21.3. – 20.4. WIDDER<br />
a<br />
Liebe: Mehr Feingefühl an den Tag legen, Merkur bringt Themen ins<br />
Spiel, die heikel sind. Arbeit: Grünes Licht für grosse Projekte. Du<br />
kannst dich prima durchsetzen. Dennoch, mach keinen Alleingang.<br />
Geld: Alles wendet sich zum Besten.<br />
21.4. – 20.5. STIER<br />
b<br />
Liebe: Die Situation ist ziemlich neutral. Aber mach keine Dinge,<br />
die nicht zu dir passen. Arbeit: Lass dich nicht provozieren, sei<br />
aber auch nicht zu beharrlich. Es läuft nicht wie gewünscht. Geld:<br />
Schwierigkeiten nicht einfach verdrängen.<br />
21.5. – 21.6. ZWILLINGE<br />
c<br />
Liebe: Die Vergangenheit scheint nun endgültig überwunden zu sein.<br />
Geniesse das Neue. Arbeit: Dein Durchsetzungsvermögen nimmt zu. Was<br />
du angehst, kann realisiert werden. Geld: Finanzielle Angelegenheiten<br />
entwickeln sich positiv.<br />
22.6. – 22.7. KREBS<br />
d<br />
Liebe: Nicht nur an sich selbst denken. Gerade jetzt mal die Dinge<br />
von der Gegenseite her betrachten. Arbeit: Du wirst dich eine Weile<br />
lang nicht so gut durchsetzen können. Mach das Beste draus. Geld:<br />
Unerwartete Spesen drücken aufs Budget.<br />
23.7. – 23.8. LÖWE<br />
e<br />
Liebe: Eine gute Zeit steht dir bevor. Dein Ziel lässt sich verwirklichen.<br />
Arbeit: Beste Prognosen in diesem Bereich. Richte dein<br />
Augenmerk aber nicht nur auf die Rendite. Geld: Du kannst jetzt,<br />
ohne es zu merken, in eine Abhängigkeit rutschen.<br />
24.8. – 23.9. JUNGFRAU<br />
f<br />
Liebe: Was dich bis vor kurzem bedrückte, ist überwunden. Schau<br />
konsequent nach vorne. Arbeit: Die Ansprüche steigen. Für dich<br />
aber kein Problem, da du qualitätsbewusst arbeitest. Geld: Lass dich<br />
nicht ausnützen. Sag auch einfach mal nein.<br />
24.9. – 23.10. WAAGE<br />
g<br />
Liebe: Die Sterne sind dir überaus wohlgesinnt. Jetzt kannst du in<br />
der Liebe viel gewinnen. Arbeit: Du bist momentan sehr durchsetzungsfähig.<br />
Du solltest davon profitieren und selbstsicherer auftreten.<br />
Geld: Weiterhin gute Prognosen.<br />
24.10. – 22.11. SKORPION<br />
h<br />
Liebe: Initiativen ein wenig abbremsen. Es lässt sich nichts erzwingen.<br />
Arbeit: Du bist versucht, jemandem etwas Bestimmtes zu beweisen.<br />
Das solltest du jetzt bleiben lassen. Geld: Gewisse Hürden<br />
können nicht im ersten Anlauf genommen werden.<br />
23.11. – 22.12. SCHÜTZE<br />
i<br />
Liebe: Erfreuliche Bedingungen auf der ganzen Ebene. Eine sehr<br />
erlebnisreiche Woche. Arbeit: Du kommst vorwärts und hast Erfolg.<br />
Sicher resultiert daraus auch ein rechter Gewinn. Geld: Du holst<br />
jetzt aus allem das Maximum heraus.<br />
Doch Martti, auch die hat n’<br />
Schwanz<br />
<br />
Von Michi Rüegg<br />
Es passiert nicht alle Tage, aber immer mal wieder springen Heteromänner<br />
über ihren Schatten und lassen sich auf Abenteuer mit Schwulen ein.<br />
Was uns in solchen Fällen erwartet, sind keine brutalen Machos, die penetrationswütig<br />
über uns herfallen, sondern entfesselte Romantiker, die sich<br />
endlich all der zärtlichen Leidenschaft hingeben dürfen, welche sie bei<br />
Frauen unterdrücken müssen – weil Frauen ja erwarten, dass Männer hart<br />
und grausam sind. So endet der Sex zwischen einem süssen Hetero und<br />
einem von uns dann und wann in einer mit Puderzucker bestäubten Erotikszene,<br />
wie selbst Rosamunde Pilcher sie nicht zu umschreiben vermag.<br />
Doch Heteros, die mal kurz ein bisschen schwul sind, sind das Eine.<br />
Schwieriger ists, wenn sich ein Hetero versehentlich mit einem Mann einlässt,<br />
weil er schlichtweg nicht bemerkt, dass sie ein Mann ist. Es ist ein<br />
paar Jahre her, da war ich auf Bali, bei Leuten, die gerade ein grosses Haus<br />
gebaut hatten. Einer der Hausherren hatte seinen Sohn Martti dabei. Ein<br />
aufgestellter, bäumiger Junge, irgendwo zwischen Kind und Mann. Einerseits<br />
spielte er liebend gern mit Papas neuer Spiegelreflexkamera, andererseits<br />
liess er keine Gelegenheit aus, mit uns Grossen an Bierflaschen zu<br />
nuckeln.<br />
Eines schönen Abends verschlug uns das Schicksal in einen der zahlreichen<br />
Clubs von Kuta, wo die angeregte Konsumation diverser alkoholischer Getränke<br />
einen schönen Abend versprach. Mit dabei auch ein junger Vater, dessen<br />
Frau daheim auf den Sohnemann aufpasste.<br />
Nun verschmelzen an einem Ort wie Bali die sexuellen Grenzen respektive<br />
man unterscheidet nicht ganz so genau wie anderswo. Ich möchte den beiden<br />
Herren – auch aus Rücksicht auf ihre Persönlichkeitsrechte – die Aufzählung<br />
der peinlichen Details ersparen und schildere hier nur das Wesentliche:<br />
Den ganzen Abend war ich so damit beschäftigt, Transen von Martti<br />
und dem Jungvater zu vertreiben, dass ich mich zu keinem Zeitpunkt mit<br />
meinem eigenen Flirtverhalten beschäftigen konnte. Besonders abgesehen<br />
hatten sie es auf den Kleinen. Kaum hatte ich eine geteert und gefedert,<br />
sass schon eine andere bei Martti auf dem Schoss. Der mochte jeweils<br />
nicht glauben, dass die Frau zwischen seinen Beinen einen Penis zwischen<br />
ihren hatte. Anfangs war Martti, weil schüchtern, ganz froh über meine<br />
Aufklärungsoffensiven. Mit der Zeit sank jedoch seine Hemmschwelle<br />
und es schien ihm scheissegal, ob die Brüste, die er knetete, nun echt<br />
waren oder nicht. Ab einem gewissen Punkt wehrten er und die jeweilige<br />
Sie, bzw. der jeweilige Er, sich gemeinsam gegen meine Deportationsversuche.<br />
Ich musste Martti nach einer Weile regelrecht von der Terrasse ins<br />
Taxi prügeln. Dann bemerkte ich, dass der Jungvater verschwunden war.<br />
Kurze Zeit später fand ich ihn eng umschlungen mit<br />
respektive in einer der Transen, die ich von Martti<br />
ferngehalten hatte. Um das junge Eheglück<br />
nicht zu gefährden, schlug ich den<br />
Jungvater windelweich, erschlug<br />
die Transe mit einer leeren Magnumflasche,<br />
prügelte zwei herbei<br />
geeilte Türsteher ins Koma<br />
und floh mit 140 km/h<br />
und den beiden Heten hinten<br />
drin in Richtung Reisfelder.<br />
Am nächsten Morgen<br />
herrschte pures Glück. Weil<br />
sich der Jungvater nicht bei<br />
einer Shemale mit irgendeinem<br />
tropischen Fieber angesteckt<br />
hatte. Und weil Marttis Vater<br />
beim Frühstück keiner leicht<br />
nuttigen Transsexuellen gegenüber<br />
sass, die seinen Sohn mit<br />
frischen Rambutan fütterte und<br />
dabei mit tiefer Stimme kicherte.<br />
Nur ich war etwas betrübt. Ich hatte<br />
zwei Heteros unter Einsatz all meiner<br />
Kräfte vor dem Schlimmsten bewahrt, aber<br />
von Dank keine Spur.<br />
Wann endlich werden die Heteros merken, dass wir<br />
uns für sie aufopfern?
Seite 24<br />
gesundheit<br />
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
Leserbriefe an Dr. Gay<br />
Hilfe, mein Penis ist zu klein!<br />
Mittlerweile bin ich 16 Jahre alt und mein Penis ist immer noch extrem<br />
klein. Im steifen Zustand sind es gerade mal 9 cm! Und ich habe das Gefühl,<br />
dass er nicht mehr wächst. Deswegen leidet mein ganzes Selbstbewusstsein.<br />
Mein Bruder ist zwei Jahre älter und hat einen viel grösseren Penis als ich.<br />
Gibt es irgendwelche Salben oder eventuell eine Operation, um den Penis<br />
grösser zu machen? Danke für deine Antwort!<br />
Gruss, Lars, 16<br />
Lieber Lars<br />
Penisse sind so unterschiedlich lang, dick, krumm etc. wie Nasen oder<br />
Ohren von uns Menschen. Besonders in der Pubertät können sich Penisse,<br />
bedingt durch den verschiedenen Entwicklungsstand, stark unterscheiden.<br />
Der Penis wächst ca. zwischen dem 12. und dem 18. Lebensjahr zu der genetisch<br />
bestimmten Grösse. Das Wachstum ist nicht beeinflussbar. Dein Penis<br />
kann also noch grösser werden. Nachher wirst du lernen müssen, deinen<br />
Penis so zu akzeptieren, wie er ist.<br />
Du solltest dein Selbstbewusstsein nicht vom Penis abhängig machen.<br />
Es braucht keine bestimmte Grösse, um Spass beim Sex zu haben. Es lohnt<br />
sich auch nicht, dich dauernd mit anderen Jungs zu vergleichen. Du bist<br />
du und dein Penis ist ein Teil von dir. Eine effektive Penisvergrösserung,<br />
wie sie oft in dubiosen Inseraten angeboten wird, gibt es nicht. Geräte oder<br />
Salben sind reine Geldmacherei. Von gewissen Operationen habe ich schon<br />
gehört, allerdings bringen diese nicht den gewünschten Erfolg: Schlimmer,<br />
sie beeinträchtigen die Erektionsfähigkeit.<br />
Alles Gute, Dr. Gay<br />
Neues Mittel gegen Filzläuse<br />
Hallo, Dr. Gay. Nach meinen Ferien habe ich bemerkt, dass sich bei mir<br />
Filzläuse in den Schamhaaren befinden. Da ich schon mal welche hatte,<br />
weiss ich das genau. Es juckt auch dieses Mal wie blöd. Damals gab man mir<br />
in der Apotheke das Jacutin-Gel. Also wollte ich dieses wieder kaufen. Nun<br />
sagte man mir, dass das Medikament nicht mehr im Angebot sei. Was für<br />
ein Produkt gibt es sonst noch um die lästigen Läuse zu bekämpfen? Muss<br />
ich nun ewig mit den Viechern leben?<br />
Gruss, Reto, 34<br />
Lieber Reto<br />
Das ist richtig, gem. der Webseite www.pharmawiki.ch wurde Jacutin,<br />
welches früher zugelassen war, aus dem Handel genommen. Dies aufgrund<br />
des Potentials für unerwünschte (Neben-?)Wirkungen und ökologischer<br />
Bedenken. Was nun nicht bedeutet, dass du weiterhin mit Filzläusen leben<br />
musst. Schade, dass die Angestellten der Apotheke dir kein anderes Mittel<br />
empfohlen haben, wie das Shampoo Prioderm®. Dieses wird gegen Kopf- und<br />
Filzläuse angewendet und ist nicht kassenpflichtig. Prioderm® ist derzeit<br />
offiziell das einzige Arzneimittel, das in der Schweiz zur Behandlung von<br />
Filzläusen zugelassen ist. Filzläuse sind seltener als Kopfläuse und entsprechende<br />
Medikamente werden weniger vermarktet. Prioderm® wird auf das<br />
feuchte Haar aufgetragen. Frag doch einfach nochmals in einer anderen<br />
Apotheke nach.<br />
Alles Gute, Dr. Gay<br />
Hildegard<br />
Jetzt mal ehrlich: Was ist mit Halsweh? Auch schon Kopfweh gehabt in der<br />
letzten Zeit? Schnupfen – eh immer.<br />
Ist es das jetzt? Ein bisschen wie mit den Ausserirdischen, nicht wahr? Sind<br />
sie schon da? Kennt irgendwer einen? Kennt irgendwer einen Schweinegrippe-Patienten?<br />
Die Produkte, die bei Coop und Mirgos derzeit am meisten gepusht werden,<br />
sind Hirschpfeffer und Atemschutzmasken. Ich hab beides<br />
gekauft.<br />
Als ich letzte Woche mit Grippesymptomen zum Arzt ging,<br />
wurde ich am Telefon dezidiert darauf hingewiesen,<br />
dass ich – falls ich mit den ÖV komme – eine Schutzmaske<br />
zu tragen habe. Obwohl es für das Ergattern<br />
eines Sitzplatzes sicher eine optimale Ausgangslage<br />
gewesen wäre, mit einer Atemschutzmaske vorne<br />
beim Chauf-feur einzusteigen und dann suchend<br />
nach hinten zu wandern, muss ich gestehen, dass<br />
ich die Maske unbenutzt in meiner Hosentasche ruhen<br />
liess. Irgendwie fehlte mir der Mut, beim Einsteigen<br />
in den 32er einen auf «Outbreak» zu machen. Feige<br />
Nuss. Ich sass dann während der gesamten Fahrt in<br />
der hintersten Ecke des Fahrzeugs, atmete flach in meinen<br />
Rollkragen und erging mich in apokalyptischen Fantasien.<br />
Werde ich den ganzen Bus anstecken, weil nichts<br />
als reine Eitelkeit mir die Maske verbat? Werde ich<br />
der heimliche Patient 0 von Zürich sein, mit dem<br />
die Epidemiewelle über die Stadt schwappt? Ich<br />
gab mir Mühe, extrem gesund über den Rollkragen<br />
zu schauen – und als sich eine Frau<br />
mit einem Säugling auf den Platz neben mir<br />
setzte, versuchte ich, nur noch einzuatmen,<br />
aber nicht mehr auszuatmen. Schwierig…<br />
Beinahe wäre mir infolge des Hyperven<br />
tilierens schwarz vor Augen geworden.<br />
Wie auch immer – ich habe nie erfahren,<br />
ob ich die Schweinegrippe jetzt<br />
schon absolviert habe oder nicht.<br />
Getestet werden nur Risikopatienten.<br />
Normalerweise wäre ich auch ausgesprochen marginal daran interessiert,<br />
solches zu erfahren. Aber Ende Oktober kommt die Impfung auf den Markt.<br />
Was mache ich dann? Als ob nicht schon genug schwere Entscheidungen anstünden.<br />
Minarett oder nicht, Stocker oder Jositsch, Schweinegrippe oder<br />
Impfung?<br />
Auch wenn es in den vergangenen Monaten ausschliesslich leichte Verläufe<br />
der Schweinegrippe bei Patienten gegeben hat, und das<br />
auch bei Personen mit einer HIV-Infektion bislang so beobachtet<br />
wurde, geht das Robert-Koch-Institut in seiner<br />
Pressemitteilung über die Impfempfehlung auf Nummer<br />
Sicher: «Das neue Virus ist ansteckender als die<br />
saisonalen Influenzaviren, und könnte daher eine<br />
grössere Zahl von Menschen als in einer saisonalen<br />
Welle betreffen. So könnten sich auch vergleichsweise<br />
geringe Anteile schwerer Erkrankungen zu<br />
einer grossen Zahl schwerer Erkrankungen summieren.»<br />
Risikopatienten sollten sich in jedem Fall impfen<br />
lassen. Dazu gehören Chronischkranke und als solche<br />
gelten unter anderen HIV-positive Menschen.<br />
Die Impfung gegen Influenza (Grippe) ist ebenfalls<br />
wie die Impfungen gegen Hepatitis A und B ein Totimpfstoff<br />
und für Menschen mit HIV unbedenklich.<br />
Das schwule Gesundheitszentrum<br />
Check point bietet Grippe-Impfungen an.<br />
Die Kosten betragen 15 Franken. Diese<br />
Impfung wird allen HIV-positiven<br />
Personen empfohlen. Vorläufig<br />
wird noch gegen die saisonale<br />
Grippe geimpft. Weitere Infos<br />
auf www.checkpoint-zh.ch.<br />
Und jetzt brennt mir gleich<br />
der Hirschpfeffer in der Mikrowelle<br />
an. Es grüsst euch<br />
herzlich<br />
Eure Hildegard
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
verBand<br />
Der Verband<br />
Gaybetriebe Schweiz<br />
informiert:<br />
You offer sex for money<br />
be informed – and protect yourself<br />
safeboy.ch<br />
Seit Jahren solidarisch, mitleidend<br />
oder blöd?<br />
An der VEGAS-Mitgliederversammlung<br />
von Mitte Oktober berichtete<br />
Roger Staub im Namen des<br />
Bundesamtes für Gesundheit, dass<br />
man erstmals seit Jahren eine Abnahme<br />
der Neuinfektionen bei Männern,<br />
die Sex mit Männern haben,<br />
feststellen konnte. Wissenschaftlich<br />
unbelegt, ob dieses neue Ergebnis wegen<br />
oder trotz «Mission Possible!»<br />
entstanden ist (www.missionp.ch).<br />
Wissenschaftlich ist es nicht erhärtet,<br />
ob es Zufall oder wirklich eine<br />
Verbindung zu dieser Aktion gibt,<br />
doch die Vermutung lässt darauf<br />
schliessen, dass diese Aktion dazu<br />
beigetragen hat, die immer schneller<br />
steigende Kurve zu brechen.<br />
Vor rund 30 Jahren kannte noch<br />
niemand die genauen Übertragungswege<br />
dieser damals noch unbekannten<br />
Krankheit und wie man<br />
sich davor schützen kann. Alle «armen<br />
Schweine», die aber betroffen<br />
waren, mussten uns in kurzer Zeit<br />
verlassen. Zwischenzeitlich kennt<br />
man die Krankheit. Man weiss, was<br />
riskant ist und wie man sich schützen<br />
kann. Man weiss auch, dass es<br />
Medikamente gibt. Hier vergisst<br />
man aber gerne und oft zu bedenken,<br />
welche Nebenwirkungen, seelischen<br />
Strapazen und Kosten für<br />
das Gesundheitswesen damit verbunden<br />
sind.<br />
Müssen wir denn mit all denen die<br />
bereits infiziert oder sogar gestorben<br />
sind, solidarisch sein und uns auch<br />
anstecken? Sollen wir mit denen, die<br />
heute riskanten Sex als den letzten<br />
Kick betrachten, Mitleid haben? Sind<br />
Anzeige<br />
wir, ja unsere heutige Gesellschaft,<br />
einfach zu blöd um zu begreifen,<br />
was wir veranlassen, wie viel unnötiges<br />
Leid, Betroffenheit, Stress und<br />
Qualen wir für ein paar kickige Minuten<br />
in die Welt setzen?<br />
Auch wenn es nicht erwiesen ist,<br />
dass die «Mission Possible!» für den<br />
erfreulichen Knick in der Statistik<br />
verantwortlich ist, rufen wir alle<br />
auf, sich an diesen Strohhalm zu<br />
klammern und das, was «possible»<br />
ist, weiterzuführen!<br />
• Nur ungeschützten Verkehr,<br />
wenn beide nachweislich negativ<br />
und treu sind<br />
• Beim Seitensprung nur mit<br />
Gummi<br />
• Bei unbekanntem Partner nur<br />
mit Gummi<br />
• Die Safer-Sex-Regeln stets beachten<br />
www.stopaids.ch<br />
• Profitiert vom Angebot der<br />
VEGAS-Betriebe für den Sex<br />
an Ort<br />
• Kondome und Gleitmittel für<br />
sicheren Sex bereithalten<br />
• Und wenn trotzdem was schief<br />
geht, sofort den Arzt konsultieren<br />
(PEP).<br />
Dumme Sprüche nützen nichts,<br />
eventuell ist dies der richtige Strohhalm<br />
und wir Schweizer sind bald<br />
Weltmeister im «sich schützen beim<br />
Sex» und unsere Kurve zeigt am<br />
steilsten abwärts.<br />
Leute, der Versuch ist es jedenfalls<br />
wert!<br />
Weitere Auskünfte bei der Aidshilfe<br />
Deiner Region www.aids.ch oder<br />
per Link über www.vegas-web.ch.<br />
Roger Markowitsch<br />
presidente@vegas-web.ch<br />
Infos zu VEGAS und zur<br />
VEGAS-Mitgleidschaft:<br />
www.vegas-web.ch<br />
mehr news auf<br />
cruiser_101x70.indd 1<br />
8. LesBiSchwules Festival Luzern<br />
12. – 18. <strong>November</strong> 2009<br />
www.pinkpanorama.ch<br />
die Filme<br />
Mein Freund aus Faro | The man who<br />
loved Yngve | Eyes wide open | Ghosted<br />
Soundless Wind Chime u.a.<br />
das Improtheater<br />
mit der Theatergruppe «die Platzhirsche»<br />
_Samstag, 14.11.08 | 20.00 Uhr stattkino<br />
die Party<br />
mit «DJ Glitzerhaus»<br />
_Samstag, 14.11.08 | 23.00 Uhr<br />
der Brunch<br />
im Hofgarten mit «les Belles et les Femmes»<br />
_Sonntag, 15.11.08 | 10.00 Uhr<br />
das Podium<br />
«Schule und sexuelle Identität»<br />
Film zum Thema: It’s Elementary<br />
_Sonntag, 15.11.08 | 17.00 Uhr<br />
11.6.2008 8:55:42 Uhr<br />
die PinkBar<br />
Der Treffpunkt während des Festivals<br />
_täglich ab 18.00 Uhr im Kinofoyer<br />
stattkino | Löwenplatz 11 | Luzern<br />
Reservation Film/Theater Tel: 041 410 30 60<br />
Bild: Eyes wide open
Seite 26<br />
agenda<br />
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
Agenda aus<br />
®<br />
GAY-TANTRA<br />
mit Armin C. Heining in Zürich<br />
Oktober 09<br />
Luzern<br />
Fr 30. Oktober<br />
22.00 Frigay Night: happy sound for<br />
happy people@The Loft Haldenstr. 21.<br />
Halloween Special Party mit Deko & Airbrush<br />
Special. DJs Mr. Da-Nos, DJ C-Side<br />
Zürich<br />
21.30 T&m Disco:<br />
Marktgasse 14. Chartstation. DJ Marc S<br />
22.00 rage: Wagistr. 13, Schlieren XXL<br />
Naked Party. Fr. 38.– inkl. Getränken<br />
(ohne Sprituosen)<br />
22.00 Lotus Club & Lounge:<br />
Pfingstweidstr. 70. Monitor DJs Chris the<br />
Rebel, Enzo Leone, Dinutec, Tim Switch<br />
& Klick Klack<br />
22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Electro<br />
Collage DJ G!l Everest<br />
Anzeige<br />
13. - 17.11.09<br />
Berührt Sein<br />
GAY-TANTRA Massagen<br />
Termin vereinbaren!<br />
14. - 15.11.09<br />
Erotische Massage<br />
Workshop für Singles &Paare<br />
16.11.09<br />
Rising the Energy<br />
Afterwork-Party im Club Loop<br />
Beginn: 19 h<br />
+49 30 26344515<br />
info@gay-tantra.ch<br />
www.gay-tantra.ch<br />
23.00 stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle<br />
(beim Letzipark). Maryic.<br />
DJs Lukino & Ton-Dee<br />
23.00 sector c; Fetish Club: Wagistr. 13.<br />
Strikter Dresscode XXL Naked Party<br />
23.00 Loop 38: Albulastr. 38. Ravin<br />
Ghotik (Indien, Wave)<br />
Basel<br />
SA 31. Oktober<br />
22.00 Neurotic - The Original Naughty<br />
Gay-Night: im Club Borderline, Hagenaustr.<br />
29. Tanznacht mit House Beats<br />
im Untergrund. Internationale Tänzer,<br />
Oben-ohne Area & dunkle Winkel<br />
Bern<br />
21.00 samurai Bar: Partytime 4 Jahre<br />
Samurai Bar mit Thomas<br />
Luzern<br />
22.00 Offstream on Tour: Party mit<br />
Resident Offstream DJs im Uferlos,<br />
Geissensteinring 14. Eintritt: 15.– (inkl.<br />
Getränkecoupon)<br />
Thurgau<br />
20.00 GO!: GayOstschweiz! Halloweenparty<br />
im Clublokal, Frauenfelderstr. 100,<br />
9548 Matzingen. Deco, Gruselshow,<br />
Horrorbuffet (Fr. 25.–). Mit Maskierung 1<br />
Getränk frei<br />
Zürich<br />
06.00 Loop 38: Albulastr. 38.<br />
After Hour DJs Pat Parisha & Franco<br />
21.00 Cranberry Bar: Halloween Party<br />
21.30 T&m Disco: Marktgasse 14. Thriller.<br />
DJ Groovemaster<br />
21.30 purplemoon Halloween party:<br />
für lesbischwul und Freunde im Zeughaus<br />
5 (Kaserne), Ecke Zeughausstr. /<br />
Kanonengasse. DJs Peeza, Niclas & Neox<br />
& special DJ Q-Big from Italy. Info &<br />
friendlist www.purplemoon.ch<br />
22.00 rage: Wagistrasse 13, Schlieren<br />
Industrial Cruise Zone<br />
22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Thriller.<br />
DJ Mad House<br />
23.00 stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle<br />
(beim Letzipark) StereoLove. Special<br />
Halloween Edition. DJs Joe Ferretti,<br />
Sean Amini, Fizz & ak-n<br />
23.00 sector c; Fetish Club: Strikter<br />
Dresscode-Anlass Worker, Bauern, Army<br />
23.00 Loop 38: Albulastr. 38. Party mit<br />
After Hour am Sonntag ab 06h Loop38<br />
Night mit diversen DJs<br />
23.00 Gay Halloween im Lotus Club:<br />
Pfingstweidstr. 70. DJs Electrostatic,<br />
Thomi B & Fred Extasia. Special Deko.<br />
Kostümierte haben reduzierten Eintritt<br />
<strong>November</strong> 09<br />
Basel<br />
SO 01. <strong>November</strong><br />
21.00 untragbar!: Die heterofreundliche<br />
Homobar am Sonntag im Keller<br />
des Restaurants Hirscheneck, Lindenberg<br />
23 DJ High Heels On Speed - Alternative<br />
& Electro<br />
Lausanne<br />
23.00 TrIXX Gay Bar @ mAD avec DJ<br />
David Armada<br />
Schwyz<br />
20.00 mythengay: schwyz & schwul<br />
Treff im Hirschen Backpackers, Schwyz<br />
Thurgau<br />
09.45 HOT: Besuch im Telefonmuseum<br />
in Islikon zusammen mit den hab.<br />
Besammlung 09.45h Bahnhof Islikon.<br />
Nach der Führung Mittagessen (ca. 13h)<br />
im HOT. Anmeldung info@hot-tg.ch,<br />
079 398 83 93. Teilnehmerzahl ist leider<br />
begrenzt auf max. 18 Personen<br />
Zürich<br />
05.00 stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle<br />
(beim Letzipark). After Hour DJs<br />
Ezikiel, High Five, Sadock, La Luna &<br />
Angy Dee<br />
18.15 Gottesdienst: für Lesben, Schwule<br />
und Andere Gottesdienst für Lesben,<br />
Schwule und Andere im Kulturhaus<br />
Helferei, Kirchgasse 13, www.homogottesdienst.info<br />
19.00 Tanzleila in der Kanzleiturnhalle:<br />
Party von Frauen für Frauen. Ab 19h<br />
Worldmusic, ab 21h DJane Madame Léa,<br />
ab 23h Crash Helmet Crew<br />
20.00 Ladies Night: im Adagio Gotthardstr.<br />
5 (Kongresshaus) Grey & gay by<br />
DJ X-Child<br />
21.30 T&m Disco:<br />
Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S<br />
22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end<br />
DJ Mad House<br />
MO 02. <strong>November</strong><br />
Zürich<br />
19.00 z&h schwule studis an uni &<br />
eTH Filmabend: «Le Placard». Im Uni<br />
Zentrum, KOL-H-309<br />
22.30 AAAH!:<br />
Marktgasse 14. Woof DJ Qbass<br />
DI 03. <strong>November</strong><br />
Baden<br />
20.00 Aarglos & Aargay: Plausch-Bowling-Turnier<br />
im Sportcenter Baregg, Baden.<br />
Anmeldung bei gheller@sunrise.ch<br />
Zürich<br />
19.30 mary Christmas show: mit Georg<br />
Preusse als Mary im Theater 11. Bis 8.11.<br />
Tickets über www.ticketcorner.ch<br />
22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx<br />
DJs Michael K & Jesse Jay<br />
Bern<br />
MI 04. <strong>November</strong><br />
21.00 exzess: Party für Gays und Freunde<br />
im Sous-Soul, Junkerngasse 1. DJ Ramax<br />
(Swingin Neo Disco vs. Shufflin Electro)<br />
Zürich<br />
19.00 spätzünderinnen:<br />
Treff im HAZ-Centro, Sihlquai 67<br />
20.00 Heldenbar@provitreff:<br />
Sihlquai 240 DJ Alex Brand (residierender<br />
elektronischer musiker)<br />
21.30 T&m Disco:<br />
Marktgasse 14. Goldies DJ Qbass<br />
22.30 AAAH!:<br />
Marktgasse 14. Treffpunkt DJ La Luna<br />
Baden<br />
DO 05. <strong>November</strong><br />
20.00 Boy Zone: for Boys and tough<br />
Girls Schwullesbische Lounge im Club<br />
Plan B, Rütistr. 3 (Eingang Bruggerstr.)<br />
Zürich<br />
18.00 musigschuel@Casa Bar:<br />
Münstergasse 30. Queer Afterworkparty<br />
mit Live Music & Lounge<br />
21.30 T&m Disco: Marktgasse 14. Prêt à<br />
danser? DJ Groovemaster<br />
22.30 AAAH!:<br />
Marktgasse 14. Prêt à danser? DJ Qbass<br />
Bern<br />
Fr 06. <strong>November</strong><br />
21.00 samurai Bar: Partytime Night<br />
Dreams mit DJane Shala<br />
22.00 Queer Disco@Cu-Club: Bahnhofparking<br />
Bern, 3. Stock DJs Don<br />
Luca (RnB, 70s to 90s, House), Pra-Vos &<br />
Housetier (House, Electro, Minimal). Fr.<br />
20.-. Infos www.queerdisco.ch<br />
Zürich<br />
21.30 T&m Disco: Marktgasse 14. Bootylicious.<br />
DJs Raffiness & Zör Gollin<br />
22.00 Lollipop party: mit 3 Tanzpisten!<br />
Schlagerpiste mit Hauch von Canzoni<br />
& Chansons; Discopiste 70er/80er Disco<br />
und einem Schuss 90er; Latinpiste mit<br />
Salsa, Bachata etc. Plus Karaoke Lounge.<br />
X-Tra, Limmatstr. 118<br />
22.00 rage: Wagistr. 13, Schlieren<br />
Industrial Cruise Zone<br />
22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Electro<br />
Collage DJ Nick Harvey<br />
23.00 stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle<br />
(beim Letzipark). Another World.<br />
DJs Spikers, TonTon, Lampenfieber,<br />
Double D & Miss Golden G<br />
23.00 sector c; Fetish Club:<br />
Wagistr. 13. Strikter Dresscode FF / SM /<br />
Bondage / Fetish<br />
23.00 Loop 38: Albulastr. 38. Take a<br />
Dance. DJs Jesse Jay, squep, Leory. Mit<br />
Afterhour nach 06h
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
<br />
Seite 27<br />
Baden<br />
SA 07. <strong>November</strong><br />
22.00 Gay Royal: Party im Grand Casino Baden,<br />
Haselstr. 2. DJ Peeza & friends. Kostenloser Busservice<br />
von und nach Zürich & Basel (Voranmeldung!). Inkl.<br />
kostenlosen Eintritt ins Spielkasino mit Fr. 10.- Startkapital.<br />
Alle Infos www.gayroyal.ch<br />
Basel<br />
21.00 Homoextra: Party Ab 21h Tanz-Bar mit Salsa<br />
für Paar-TänzerInnen. Inputs von Salsa Tanzlehrer<br />
Horacio Espinosa. Ab 22h Disco mit DJ Norman.<br />
Sudhaus, Burgweg 7. Infos www.homoextra.ch<br />
Bern<br />
21.00 Samurai Bar: Partytime Dance Revolution mit<br />
DJ Dani<br />
Luzern<br />
22.00 Uferlos: Schwul-lesbisches Zentrum Les-<br />
BiSchwule Party von Halu & Why Not Fr. 15.- (inkl. 1<br />
Gratis Getränk)<br />
St. Gallen<br />
21.00 Badehaus Mann-o-Mann:<br />
Saturday Night Fever. Tanzbarer Sound mit DJ<br />
Whitermoon<br />
Thurgau<br />
19.30 HOT: Spezialanlass im HOT, Wilerstr. 5, 9545<br />
Wängi Österreichischer Abend mit Disco Betrieb.<br />
Menü: Salat, Rindsgulasch mit Knödel, Apfelstrudel.<br />
Fr. 24.50 (für Mitglieder 19.50). Anmeldung bei<br />
news@hot-tg.ch, 077 401 31 76<br />
Zürich<br />
21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. G-Dance. DJ Groovemaster<br />
22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Industrial<br />
Cruise Zone<br />
22.30 AAAH!:<br />
Marktgasse 14. Jump the House. DJ Plus 1<br />
23.00 Loop 38: Albulastr. 38. Party mit After Hour<br />
am Sonntag ab 06h Flexx-Party. DJs Jon Doe & Ajaxx<br />
23.00 Sector c; Fetish Club:<br />
Strikter Dresscode-Anlass Sportswear & Sneakers<br />
23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle (beim<br />
Letzipark) MaRe. DJs Sensifeel & Electrostatic (live).<br />
DJs M&D Babes, Solar Spectrum, She DJ Cimi, Nonius,<br />
Akustik & Diutec<br />
23.00 Shaft:<br />
Männernacht im Lotus Club, Pfingstweidstr. 70. No<br />
dick - no entry! DJs Andrei 1 & Mario S.<br />
Infos www.shaft.ch<br />
SO 08. <strong>November</strong><br />
Basel<br />
21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar<br />
am Sonntag im Keller des Restaurants Hirscheneck,<br />
Lindenberg 23 DJ Klangfieber - Tulpenblues & Rosendance<br />
Ganze Schweiz<br />
09.00 Les lacets roses: Auf den Spuren Wilhelm Tells.<br />
Treffpunkt Torbogen Bahnhof Luzern. 09h. Infos<br />
Hans 079 478 25 13 / 041 310 81 15<br />
Lausanne<br />
23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD:<br />
avec DJ Mark Trade<br />
Zürich<br />
05.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle (beim<br />
Letzipark). After Hour DJs TonTon, Ezikiel & Sky<br />
Janssen<br />
09.00 HAZ Outdoor:<br />
Umrundung der Stadt Zürich. Genaue Infos<br />
www.haz.ch/outdooraktuell<br />
20.00 Ladies Night im Adagio:<br />
Gotthardstr. 5 (Kongresshaus) Power Sound by<br />
DJ X-Child<br />
21.30 T&M Disco:<br />
Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S<br />
22.30 AAAH!:<br />
Marktgasse 14. Week2end DJ Mad House<br />
Zürich<br />
MO 09. <strong>November</strong><br />
22.30 AAAH!:<br />
Marktgasse 14. Woof DJ Groovemaster<br />
Bern<br />
DI 10. <strong>November</strong><br />
20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag im Kino<br />
der Reitschule. «End of Love», Hongkong/China 2008,<br />
95 Min, Kantonesisch / UT d. Bar ab 20h, Film um<br />
20.30h. Infos www.gay-bern.ch/uncut<br />
Zürich<br />
11.30 Aidspfarramt Zürich:<br />
Universitätsstr. 42. HIV-Mittagstreff.<br />
Infos 044 255 90 55<br />
19.00 z&h Schwule Studis:<br />
an Uni & ETH Fondueabend im Hochschulforum,<br />
Hirschgraben 7. Anmeldung siehe<br />
www.zundh.uzh.ch<br />
22.30 AAAH!:<br />
Marktgasse 14. Duplexx DJs Michael K. & Jesse Jay<br />
Zürich<br />
MI 11. <strong>November</strong><br />
20.00 Heldenbar@Provitreff:<br />
Sihlquai 240 franz schwester & Wanderkameraden.<br />
Electronic swing, frickelig und sägezahn; Plings und<br />
Plongs aus der Friedrichshainer Szenebar stereo 33<br />
21.00 Cranberry Bar:<br />
Flight Attendant Party - for all flying queens and<br />
their friends<br />
21.30 T&M Disco:<br />
Marktgasse 14. Goldies DJ Qbass<br />
22.30 AAAH!:<br />
Marktgasse 14. Treffpunkt DJ Upspace<br />
DO 12. <strong>November</strong><br />
Baden<br />
20.00 Boy Zone:<br />
for Boys and tough Girls Schwullesbische Lounge im<br />
Club Plan B, Rütistr. 3 (Eingang Bruggerstr.)<br />
Bern<br />
21.00 Queersicht: Lesbisch-schwules Filmfestival<br />
Eröffnungfilm des Festivals im Kino ABC «Sens<br />
interdits», Belgien 2008, 35mm, 84 Min. F / e UT. Die<br />
Regisseurin Sumeya Kokten wird persönlich anwesend<br />
sein. Alle Infos www.queersicht.ch, Tickets<br />
über www.starticket.ch<br />
21.00 Queersicht: Lesbisch-schwules Filmfestival<br />
bis 18.11. «Elève libre» im Kellerkino. Alle Infos unter<br />
www.queersicht.ch<br />
Luzern<br />
19.00 Pink Panorama: LesBiSchwules Festival<br />
Luzern im Stattkino, Bourbaki-Gebäude am Löwenplatz.<br />
19h Mein Freund aus Faro. 20.30h Festivaleröffnung<br />
mit Apéro. 21h The man who loved Yngve<br />
Zürich<br />
21.30 T&M Disco:<br />
Marktgasse 14. Prêt à danser? DJ Groovemaster<br />
22.30 AAAH!:<br />
Marktgasse 14. Prêt à danser? DJ Mad House<br />
FR 13. <strong>November</strong><br />
Bern<br />
15.30 Queersicht: Lesbisch-schwules Filmfestival<br />
Kellerkino: 15.30h Pidä Kiinni / Two Men & Two
Seite 28<br />
agenda<br />
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
Babies, 18h Drool, 20.30h With Gilbert &<br />
George, 23h Rückenwind.<br />
Infos www.queersicht.ch,<br />
Ticket www.starticket.ch<br />
15.30 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />
Filmfestival Kino der Reitschule: 15.30h<br />
Kurzfilme 1, 18h Das grosse Tabu /<br />
Tabubruch, 20.30h Kurzfilme 3, 23h City<br />
of Borders<br />
18.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />
Filmfestival Kino Kunstmuseum: 18h<br />
Kurzfilme 2, 20.30h Soundless Wind<br />
Chime, 23h Ghosted<br />
20.30 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />
Filmfestival Cinematte: 20.30h Affinity,<br />
23h Fuera de carta<br />
21.00 Samurai Bar:<br />
Partytime Cool Hits mit DJane Peter Pan<br />
Luzern<br />
19.00 Pink Panorama: LesBiSchwules<br />
Festival Luzern im Stattkino, Bourbaki-<br />
Gebäude am Löwenplatz. 19h Eyes wide<br />
open, 20h Apéro von Network & Wybernet,<br />
21.30h Ghosted<br />
Zürich<br />
19.30 HAZ-Centro: Freitags-Centro<br />
mit speziellem kulinarischem Angebot<br />
präsentiert Chris<br />
19.30 Frauenbar im GZ Riesbach:<br />
Seefeldstr. 93<br />
20.00 gay: my way: - Schwule Männer<br />
im Coming-out Treff im HAZ-Centro,<br />
Sihlquai 67. Coming-out Gespräche in<br />
Kleingruppen<br />
20.00 LMZ: der Schwule Schweizer<br />
Motorradclub Stamm im Restaurant<br />
Moléson, Grüngasse 7, 8004 Zürich<br />
21.30 T&M Disco:<br />
Marktgasse 14. Absolutely Disco. DJs<br />
Dynamike & Groovemaster<br />
22.00 Lollipop Party: mit 3 Tanzpisten!<br />
Schlagerpiste mit Hauch von Canzoni<br />
& Chansons; Discopiste 70er/80er Disco<br />
und einem Schuss 90er; Latinpiste mit<br />
Salsa, Bachata etc. Plus Karaoke Lounge.<br />
X-Tra, Limmatstr. 118<br />
22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren<br />
Industrial Cruise Zone<br />
22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Electro<br />
Collage DJ Plus 1<br />
23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13.<br />
Strikter Dresscode Yellow / Piss-off<br />
23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle.<br />
Kabelsalat. DJs Kapara, High Five<br />
& Technokultur<br />
SA 14. <strong>November</strong><br />
Aarau<br />
19.00 Aargay Metzgete 2009:<br />
Treffpunkt vor dem Restaurant Weingarten,<br />
Hauptstrasse 110, Talheim.<br />
Wer den Betrag von SFr. 30.- auf das<br />
Postcheckkonto 50-107321-7 mit dem<br />
Vermerk «Metzgete» einbezahlt ist Angemeldet.<br />
Achtung Platzzahl beschränkt<br />
- Zahlungseingang ist massgebend.<br />
Basel<br />
22.00 Rainbow Gay: Party in der Bar<br />
Rouge im Messeturm, Messeplatz 10. DJs<br />
Mary, Juiceppe & El Nino. Fr. 15.-<br />
Bern<br />
13.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />
Filmfestival Kellerkino: 13h Senza<br />
Fine, 15.30h Sens interdits, 18h Bi the<br />
Way, 20.30h Drool, 23h With Gilbert &<br />
George. Infos www.queersicht.ch<br />
13.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />
Filmfestival Kino der Reitschule: 13h<br />
Kurzfilme 1, 15.30h Das grosse Tabu<br />
/ Tabubruch, 18h Kurzfilme 3, 20.30<br />
Kurzfilme 1<br />
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Dein<br />
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in Zürich<br />
Kernstrasse 57<br />
ch-8004 Zürich tel. 043 243 30 43<br />
www.MaennerZone.coM<br />
15.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />
Filmfestival Podiumsdiskussion im Progr,<br />
kleine Bühne. «Muerta Mosca - Die<br />
Szene ist tot!»<br />
15.30 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />
Filmfestival Kino Kunstmuseum: 15.30h<br />
Kurzfilme 2, 18h Coming Out, 20.30h<br />
Ein Traum in Erdbeefolie, 23h Soundless<br />
Wind Chime. Alle Infos<br />
www.queersicht.ch,<br />
Tickets über www.starticket.ch<br />
18.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />
Filmfestival Cinematte: 18h To Each Her<br />
Own, 20.30h Patrick Age 1.5<br />
21.00 Samurai Bar: Partytime Dance<br />
Floor Fever mit DJ Andi<br />
22.30 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />
Filmfestival Party in der Progr Turnhalle.<br />
DJ Dolby Anol & DJane Sanguine.<br />
Infos www.queersicht.ch<br />
Luzern<br />
18.00 Pink Panorama: LesBiSchwules<br />
Festival Luzern im Stattkino, Bourbaki-<br />
Gebäude am Löwenplatz. 18h I Can t<br />
Think Straight, 20h Improtheater mit<br />
der Theatergruppe Platzhirsche, 21.15h<br />
Were the World Mine, 23h Party von<br />
Mona Lila & Pink Panorama im UG des<br />
Bourbaki. DJ Glitterhaus<br />
Zürich<br />
21.00 Männerzone:<br />
Kernstr. 57. Hier treffen sich Männer<br />
und Kerle! Lotto-Match in der Bar mit<br />
Spiel, Spass und geilen Preisen<br />
21.30 T&M Disco:<br />
Marktgasse 14. G-Dance. DJ Marc S<br />
22.00 London Selection im Lotus Club:<br />
Pfingstweidstr. 70. DJs David Jimenez,<br />
The Oli & Andy K<br />
22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren<br />
Industrial Cruise Zone<br />
22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Jump the<br />
House. DJ Mad House<br />
23.00 Boyahkasha!: Island DJs Dommy<br />
Dean (Frankfurt), Raffiness & Zör Gollin.<br />
Special Welcome by Donna Tella & Stella<br />
Divine. Triff die Kandidaten der Mr Gay<br />
09/10 Wahl an der Party. Im Hiltl, The<br />
Club, St. Annagasse 19. Infos<br />
www.boyahkasha.ch, www.hiltl.ch<br />
23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle<br />
(beim Letzipark) Musicglade. DJs<br />
Sandro Bohnenblust, Kangkosmetiker,<br />
Winnie Puuh, TonTon & S-Oliver<br />
23.00 Sector c; Fetish Club:<br />
Strikter Dresscode-Anlass Motorbiker &<br />
Leather/Rubber<br />
SO 15. <strong>November</strong><br />
Basel<br />
21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche<br />
Homobar am Sonntag im Keller<br />
des Restaurants Hirscheneck, Lindenberg<br />
23 DJs Mania Minza & Skinny Noris<br />
- Rock & Pop<br />
Bern<br />
13.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />
Filmfestival Kellerkino: 13h Elève libre,<br />
15.30h Bi the Way, 18h Senza Fine,<br />
20.30h Pidä Kiinni / Two Men & Two Babies.<br />
Infos www.queersicht.ch, Ticket<br />
www.starticket.ch<br />
13.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />
Filmfestival Kino Kunstmuseum: 13h<br />
Kurzfilme 2, 15.30h Ein Traum in Erdbeefolie,<br />
18h Ich bin meine eigene Frau,<br />
20.30h Ghosted<br />
13.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />
Filmfestival Kino der Reitschule: 13h<br />
City of Borders, 15.30h Kurzfilme 3<br />
18.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />
Filmfestival Cinematte: 18h Fuera de<br />
carta, 20.30h Patrick Age 1.5<br />
19.30 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />
Filmfestival Galaabend in der Progr<br />
Turnhalle mit Verleihung der Rosa Brille<br />
& Konzert von Evelinn Trouble. Infos<br />
www.queersicht.ch<br />
Lausanne<br />
23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD:<br />
avec DJ Daniel dB<br />
Luzern<br />
10.00 Pink Panorama: LesBiSchwules<br />
Festival Luzern Brunch im Restaurant<br />
Hofgarten, Stadthofstr. 14 mit Konzert<br />
von «Les belles et les femmes». Fr. 48.-.<br />
Reservationen bis 1.11.<br />
über www.pinkpanorama.ch<br />
17.00 Pink Panorama: LesBiSchwules<br />
Festival Luzern im Stattkino, Bourbaki-<br />
Gebäude am Löwenplatz. 17h It s<br />
Elementary, 18.30h Podiumsdiskussion<br />
«Schule und sexuelle Identität», 20.30h<br />
Mein Freund aus Faro<br />
Thurgau<br />
15.00 GO!: GayOstschweiz! Essensausflug<br />
nach Konstanz. Chinarestaurant<br />
Shun Feng, Reichenaustr. 202, D-78464<br />
Konstanz. Mongolisches Grillbuffet. Anmeldung<br />
bis 12.11. unter info@go-club.<br />
ch oder 052 366 00 17. Preis pro Person<br />
Euro 10.90<br />
Zürich<br />
05.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle<br />
(beim Letzipark). After Hour DJs<br />
Le Noir, Mini-Program (aka Beat Herren),<br />
Subsonic, Ezikiel & TonTon<br />
09.00 HAZ Outdoor: Spätherbst im<br />
Appenzell. Genaue<br />
Infos www.haz.ch/outdooraktuell<br />
20.00 Ladies Night:<br />
im Adagio Gotthardstr. 5 (Kongresshaus)<br />
Mixed music by DJ Blue<br />
21.30 T&M Disco:<br />
Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S<br />
22.30 AAAH!:<br />
Marktgasse 14. Week2end DJ Mad House<br />
MO 16. <strong>November</strong><br />
Bern<br />
18.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />
Filmfestival Cinematte: 18h To Each Her<br />
Own, 20.30h Patrick Age 1.5<br />
18.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />
Filmfestival Kellerkino: 18h Rückenwind,<br />
20.30h Sens interdits.<br />
Infos www.queersicht.ch,<br />
Ticket www.starticket.ch<br />
18.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />
Filmfestival Kino Kunstmuseum: 18h<br />
Ein Traum in Erdbeefolie, 20.30h Coming<br />
Out<br />
Luzern<br />
19.00 Pink Panorama: LesBiSchwules<br />
Festival Luzern im Stattkino, Bourbaki-<br />
Gebäude am Löwenplatz. 19h 510 Meter<br />
über Meer & No Womans Land, 21h Fig<br />
Trees<br />
Zürich<br />
22.30 AAAH!:<br />
Marktgasse 14. Woof DJ Qbass
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
agenda<br />
Seite 29<br />
Aarau<br />
DI 17. <strong>November</strong><br />
20.00 Aarglos: Lesbengruppe Treff im<br />
GZ Telli, Girixweg 12. Bücherabend.<br />
Bring deine Lieblingsbücher mit<br />
Bern<br />
18.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />
Filmfestival Kellerkino: 18h Senza Fine,<br />
20.30h Ghosted.<br />
Infos www.queersicht.ch<br />
18.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />
Filmfestival Kino Kunstmuseum: 18h<br />
Ich bin meine eigene Frau, 20.30h<br />
Coming Out<br />
Luzern<br />
19.00 pink panorama: LesBiSchwules<br />
Festival Luzern im Stattkino, Bourbaki-<br />
Gebäude am Löwenplatz. 19h Gosted,<br />
20.15h Apéro 30 Jahre HALU, 21h Soundless<br />
Wind Chime<br />
Zürich<br />
22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx<br />
DJs Michael K & Jesse Jay<br />
MI 18. <strong>November</strong><br />
Basel<br />
20.00 Tanzfaktor interregio 09:<br />
in der Kaserne Basel. Ein Abend fünf<br />
Tanzstücke. Compagnie Müller-Sandsto<br />
«duo jetzt», Marcel Leemann Physical<br />
Dance Theatre «Meat Market», Evangelos<br />
Poulinas & Esteban Fourmi «Male Study»,<br />
Zooscope Production «Ce que je veux de<br />
toi», Compagnie Kolo / Oettli «On how to<br />
throw a cow and make it fly». Ticket-<br />
Reservation 061 666 60 00.<br />
Infos www.tanzfaktor.ch<br />
Bern<br />
18.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />
Filmfestival Kellerkino: 18h Drool,<br />
20.30h Elève libre.<br />
Infos www.queersicht.ch<br />
Ticket www.starticket.ch<br />
20.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />
Filmfestival Lesung von Alekber Aliyev.<br />
Er liest aus seinem aserbaidschanischem<br />
Roman «Arthush und Zaur». Im<br />
Progr. Infos www.queersicht.ch<br />
20.30 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />
Filmfestival Cinematte: Affinity<br />
Luzern<br />
19.00 pink panorama: LesBiSchwules<br />
Festival Luzern im Stattkino, Bourbaki-<br />
Gebäude am Löwenplatz. 19h The man<br />
who loved Yngve, 21h Affinity<br />
Zürich<br />
20.00 Heldenbar@provitreff: Sihlquai<br />
240 DJ Crush Major Tom. «Let’s dream of<br />
rainbows and diamonds at heldenbar»<br />
21.30 T&m Disco:<br />
Marktgasse 14. Goldies DJ Qbass<br />
22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Treffpunkt<br />
DJ Angy Dee<br />
DO 19. <strong>November</strong><br />
Baden<br />
20.00 Boy Zone: for Boys and tough<br />
Girls Schwullesbische Lounge im Club<br />
Plan B, Rütistr. 3 (Eingang Bruggerstr.)<br />
Zürich<br />
21.30 T&m Disco: Marktgasse 14.<br />
Couchgeflüster mit Jazzmin Dian Moore<br />
anschliessend DJ Marc S<br />
22.30 AAAH!:<br />
Marktgasse 14. Prêt à danser? DJ Qbass<br />
Bern<br />
Fr 20. <strong>November</strong><br />
21.00 samurai Bar: Partytime Disco<br />
Inferno mit DJane Jasmin<br />
Luzern<br />
22.00 Frigay Night: happy sound for<br />
happy people@The Loft Haldenstr. 21 DJ<br />
Whiteside mit MC Stephen Davis. DJ C-Side<br />
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Interesse in diesem Inserat<br />
aufgeführt zu sein?<br />
Anfragen bitte an: info@zbiro.ch<br />
Zürich<br />
19.00 HIV-Treff: Universitätstr. 42.<br />
Nachtessen. Info 044 455 59 00<br />
21.30 T&m Disco:<br />
Marktgasse 14. Chartstation. DJ Marc S<br />
22.00 Lollipop party: mit 3 Tanzpisten!<br />
Schlagerpiste mit Hauch von Canzoni<br />
& Chansons; Discopiste 70er/80er Disco<br />
und einem Schuss 90er; Latinpiste mit<br />
Salsa, Bachata etc. Plus Karaoke Lounge.<br />
X-Tra, Limmatstr. 118<br />
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Limmatquai<br />
Rudolf-Bruhn-Brücke<br />
Rathausbrücke<br />
Metzgergasse<br />
&<br />
Central<br />
Marktgasse<br />
Limmatquai<br />
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Mühlegasse<br />
Häringstr.<br />
Inserat: ZBIRO GmbH, 8304 Wallisellen / info@zbiro.ch<br />
Niederdorfstr.<br />
SBB<br />
Hauptbahnhof<br />
Hirschen-<br />
Platz<br />
Zähringerstr.<br />
Spitalgasse<br />
Grossmünster<br />
Utoquai<br />
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Pfingstweidstr. 70. Monitor DJs Chris the<br />
Rebel, Enzo Leone, Dinutec, Tim Switch<br />
& Klick Klack<br />
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Wagistr. 13, Schlieren Industrial Cruise<br />
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22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Electro<br />
Collage DJ Mad House<br />
23.00 sector c; Fetish Club: Wagistr. 13.<br />
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Marktgasse 14<br />
+41 (0)44 250 70 80<br />
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Dancefloor & Cruising<br />
T&M Club<br />
Live DJs & Performance<br />
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Stampfenbachstrasse 7<br />
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Seite 30<br />
agenda<br />
<strong>CRUISER</strong> 1109<br />
23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle<br />
(beim Letzipark). Another World.<br />
DJs I-Tee, TonTon & Don Dario<br />
Basel<br />
SA 21. <strong>November</strong><br />
22.00 Purplemoon Party: Rock Edition<br />
in der Kuppel, Binningerstr. 14, 4051<br />
Basel. DJs Michael Flume & Richy P<br />
23.00 Queerplanet: The Hot House &<br />
Electro House Event für Gays, Lezgirls<br />
& Friends im Singerhaus, Marktplatz<br />
34. DJs Taylor Cruz inkl. seinem neusten<br />
Track «La Bitch», Jorge Martin S feat. Jay<br />
MC. Ticketverlosung<br />
www.queerplanet.ch<br />
Bern<br />
21.00 Samurai Bar: Partytime Night<br />
Dreams mit DJane Shala<br />
St. Gallen<br />
21.00 Badehaus Mann-o-Mann:<br />
Infernal Night. Die Nacht der Phantasien.<br />
Bei gedämpften Licht und Kerzenschein<br />
den Fetisch ausleben von Leder<br />
bis nackt.<br />
Zürich<br />
18.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:<br />
Alumni Nachtessen im HAZ-Centro für<br />
alle Ehemaligen. www.zundh.uzh.ch<br />
19.00 Loge 70: (Schweiz) Bondage-Club<br />
Zürich & Green Berets Switzerland.<br />
Fetish Dinner im Restaurant Bubbles,<br />
Strassburgstr. 15, 8004 Zürich. Apéro ab<br />
19h, Essen ab 20h, danach Clubbesuche.<br />
Es besteht die Möglichkeit sich umzuziehen<br />
21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Klubnacht.<br />
DJs Pra-vos & Chris<br />
22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren<br />
Military Base / Army Camp mit den<br />
Green Berets Switzerland<br />
22.30 AAAH!:<br />
Marktgasse 14. Klubnacht. DJ Qbass<br />
23.00 Celestial by Androphil: im Lotus<br />
Club, Pfingstweidstr. 70. Party für Gay &<br />
Friends mit DJs Thomi B & 5th Element.<br />
Extra Sound & Lightshow. Fullsized<br />
Darkroom. Fr. 30.-. www.clestial.ch<br />
oder www.androphil.ch<br />
23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle<br />
(beim Letzipark) Future Waves<br />
- Part 3. DJ Suntree (live). DJs Beat Herren,<br />
Marcosis and Adda, Shybe, Inorganic<br />
23.00 Sector c; Fetish Club:<br />
Strikter Dresscode-Anlass Military Base.<br />
Army only!<br />
SO 22. <strong>November</strong><br />
Basel<br />
21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche<br />
Homobar am Sonntag im Keller<br />
des Restaurants Hirscheneck, Lindenberg<br />
23 DJ Roj.r - Century Decades<br />
Lausanne<br />
23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD:<br />
avec DJ Miss Sadia<br />
Zürich<br />
05.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle<br />
(beim Letzipark). After Hour DJs La<br />
Luna, Squep, High Five & Sonik<br />
20.00 Ladies Night im Adagio:<br />
Gotthardstr. 5 (Kongresshaus) All styles<br />
of music by DJ Bea<br />
21.30 T&M Disco:<br />
Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S<br />
22.30 AAAH!:<br />
Marktgasse 14. Week2end DJ Mad House<br />
Bern<br />
MO 23. <strong>November</strong><br />
15.00 Samurai Bar: Glühwein & Zwiebelkuchen<br />
anlässlich des Zibelemärit<br />
Zürich<br />
22.30 AAAH!:<br />
Marktgasse 14. Woof DJ Groovemaster<br />
Bern<br />
DI 24. <strong>November</strong><br />
20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag<br />
im Kino der Reitschule. «Küss mich!»<br />
Kurzfilme für alle Frauen, die gerne<br />
Frauen küssen. Deutschland / USA /<br />
Kanada / Frankreich. D/E/F / UT d. Bar ab<br />
20h, Film um 20.30h. Infos www.gaybern.ch/uncut<br />
Zürich<br />
11.30 Aidspfarramt Zürich:<br />
Universitätsstr. 42. HIV-Mittagstreff.<br />
Infos 044 255 90 55<br />
19.00 Lesbentreff Zürich-Wiedikon:<br />
Trinken, essen, kennenlernen. Im Hot<br />
Pot Café, Badenerstr. 138<br />
22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx<br />
DJs Michael K. & Jesse Jay<br />
MI 25. <strong>November</strong><br />
Zürich<br />
20.00 Schwule Väter: Väterstamm im<br />
Café Rathaus, Limmatquai<br />
20.00 Heldenbar@Provitreff:<br />
Sihlquai 240 Liveband: 7 dollar taxi.<br />
Aftershow mit bianca story disco<br />
21.30 T&M Disco:<br />
Marktgasse 14. Goldies DJ Qbass<br />
22.30 AAAH!:<br />
Marktgasse 14. Treffpunkt DJ Garçon<br />
Sauvage<br />
DO 26. <strong>November</strong><br />
Baden<br />
20.00 Boy Zone for Boys and tough<br />
Girls: Schwullesbische Lounge im Club<br />
Plan B, Rütistr. 3 (Eingang Bruggerstr.)<br />
Zürich<br />
19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für<br />
bisexuelle Männer und Frauen 19h<br />
Treff im Café Rathaus, ab 20.30h Bistro<br />
Marion<br />
19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:<br />
z&h Nachtessen im HAZ-Centro, Sihlquai<br />
67. 20 Jahre z&h Jubiläumsznacht<br />
20.00 HAZ-Centro: Schwubliothek,<br />
Schwule Bücher- und ausgewählte<br />
Videoausleihe, Sihlquai 67<br />
21.30 T&M Disco:<br />
Marktgasse 14. Prêt à danser? T&M Birthday.<br />
DJ Groovemaster. Dance to Pop<br />
22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à<br />
danser? T&M Birthday. DJ Qbass<br />
Bern<br />
FR 27. <strong>November</strong><br />
20.30 Ja ich will: Die Schwulen Berner<br />
Sänger Schwubs erzählen in 17 Liedern<br />
die Irrungen und Wirrungen der schwulen<br />
- nun durch das Partnerschaftsgesetz<br />
gleichgestellten - Seelen. In der Alten<br />
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beim Bahnhof). Vorverkauf Alti Moschti,<br />
031 809 09 29, reservation@alti-moschti.<br />
ch oder www.alti-moschti.ch. Infos<br />
www.schwubs.ch<br />
21.00 Samurai Bar:<br />
Partytime Hot Floor mit DJ Paulito<br />
Winterthur<br />
22.00 Lollipop Party: im Bolero Lifestyle<br />
Club, Winterthur. Haupttanzpiste;<br />
Schlager, Canzoni & Chansons aus 4<br />
Jahrzehnten. Tanzpiste 2; 22h bis 01.00<br />
Karaoke, ab 01h Disco & Partybeats mit<br />
DJ Joven Marquez<br />
Zürich<br />
19.30 GayMigs: s<br />
chwule Migranten Treff im HAZ-Centro,<br />
Sihlquai 67<br />
21.00 Cranberry Bar:<br />
Themenparty «Heaven to Hell» mit DJ<br />
Glitzerhaus<br />
21.30 T&M Disco:<br />
Marktgasse 14. Chartstation. DJ Marc S<br />
22.00 Lotus Club & Lounge:<br />
Pfingstweidstr. 70. Monitor DJs Chris the<br />
Rebel, Enzo Leone, Dinutec, Tim Switch<br />
& Klick Klack<br />
22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Kick-<br />
Off! Champions. Sports & Sneaks<br />
22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Electro<br />
Collage DJ Gil Everest<br />
23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13.<br />
Strikter Dresscode Kick-off! Champions.<br />
Sports & Sneaks only!<br />
23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell<br />
Tankstelle (beim Letzipark). Maryic. DJs<br />
MiniCoolBoyz, TonTon, Angy Dee &<br />
Flavio Cambiara<br />
Bern<br />
SA 28. <strong>November</strong><br />
21.00 Samurai Bar:<br />
Partytime Deal Mix mit DJ Bobby<br />
Thurgau<br />
19.30 GO!: GayOstschweiz! Fondueabend<br />
im Clublokal, Frauenfelderstr. 100,<br />
9548 Matzingen. 19.30h Apéro, ca. ab<br />
20h Essen. Fr. 26.- inkl. Apéro & Dessert.<br />
Anmeldung über<br />
052 366 00 17, 079 428 65 11 oder<br />
info@go-club.ch<br />
Zürich<br />
19.00 z&h Schwule Studis an Uni &<br />
ETH: goes Polyball «Une Merveille». Infos<br />
www.zundh.uzh.ch<br />
21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. G-<br />
Dance. DJs Raffiness & Zör Gollin<br />
22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren<br />
Industrial Cruise Zone<br />
22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Jump the<br />
House. DJ Gaetano<br />
23.00 Lotus Club & Lounge:<br />
Pfingstweidstr. 70. Treibstoff. Diverse DJs<br />
23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle<br />
(beim Letzipark) Schlaflozzz. DJs<br />
Solar Spectrum, Marcosis, Artemiss,<br />
Bi-Molecular & Mel<br />
23.00 Sector c; Fetish Club:<br />
Strikter Dresscode-Anlass Schweinebucht.<br />
Full Fetish. Bierpass 3 für 2<br />
Basel<br />
SO 29. <strong>November</strong><br />
21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche<br />
Homobar am Sonntag im Keller<br />
des Restaurants Hirscheneck, Lindenberg<br />
23 DJ High Heels On Speed - Alternative<br />
& Electro<br />
Lausanne<br />
23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD:<br />
avec DJ Kenny Carpenter<br />
Luzern<br />
22.00 Uferlos: Schwul-lesbisches Zentrum<br />
Geissensteinring 14. HALU-Party.<br />
Hot n Ice. Fr. 15.-<br />
Zürich<br />
05.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell<br />
Tankstelle (beim Letzipark). After Hour<br />
DJs Beat Herren, Jacky, Angy Dee, Dr.<br />
Helmut & Henry<br />
19.00 Sector c; Fetish Club:<br />
Sunday Nacked. Fr. 12.- inkl.<br />
Eintritt Rage & Garderobe<br />
20.00 Ladies Night im Adagio: Gotthardstr.<br />
5 Remember the 90ies by DJ Blue<br />
21.30 T&M Disco:<br />
Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S<br />
22.30 AAAH!: Week2end DJ Mad House<br />
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