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CRUISER November 2011

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11<br />

<strong>CRUISER</strong>09<br />

Die Zeitung der Schweizer Gay-Community<br />

Wilde Spekulationen<br />

nach dem Tod von<br />

Stephen Gately<br />

<br />

Die Reaktionen auf<br />

das Interview eines<br />

HIV-Betroffenen<br />

Orell Füssli im Zürcher<br />

Dörfli kommt<br />

auf den Homo<br />

Achte Ausgabe des<br />

LesBiSchwulen<br />

Filmfestivals in Luzern<br />

Snow, Fun & Gays<br />

Auch die Schweiz hat inzwischen ihren Winter-Grossevent<br />

The only gay dance<br />

floor in Zurich which<br />

is open 7 days a week.<br />

In the heart of Zurich’s Old Town: Marktgasse 14, 8001 Zürich


<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

editorial & inhalt<br />

Seite 3<br />

Zieht euch warm an<br />

Die Uhren stehen auf Winterzeit. Der Winter kommt. Zumindest mal in den<br />

Bergen. Arosa bereitet sich bereits vor für die Gays. Erst gibt es ein Weekend<br />

im Dezember speziell für Gays und im Januar folgt die Gay-Skiweek, die sich<br />

zu einem der grössten Gay-Winterevents entwickelt hat. Böse Zungen meinen,<br />

die Gays müssen herhalten, den flauen Dezember und das Januarloch<br />

der Hotellerie zu füllen. Am Anfang stand sicher der unternehmerische Gedanke<br />

die Hotelzimmer besser auszulasten. Was Arosa aber besser gemacht<br />

hat als etliche andere Wintersportorte, die vor Jahren ebenfalls Gay-Marketing<br />

betrieben, zeigen wir in unserem Arosa-Artikel. Während andernorts<br />

die Idee bald im Schnee verlief, arbeitet Arosa an einem Konzept, das dem<br />

Gay-Life voll entgegenkommt. Die Aroser stehen heute hinter der Gay-Skiweek<br />

und keiner stört sich daran, wenn’s auf der Piste und abends auf den<br />

Parties «schwul» zu und her geht.<br />

Ganz anders an der Berufsmaturitätsschule in Zürich. Eine fast unglaubliche<br />

Geschichte hat uns Jeremy Ziegler zugesandt. Es sind seine persönlichen<br />

Erfahrungen, die er gemacht hatte, als er die BMS besuchte. Nun, Jeremy<br />

ist nicht gerade der unauffällige Durchschnittsjunge von nebenan, das<br />

liess ihn auch die Schulleiterin wissen: als offen lebender Schwuler würde<br />

er diese Anfeindungen provozieren. Unter «Anfeindungen» reihte sie auch<br />

Aussagen ein wie: «So etwas wie dich sollte man umbringen, eine Waffe<br />

draufrichten und niederschiessen.» Gerade an den Schulen ist schwul immer<br />

noch das grosse Schimpfwort.<br />

Meinungen sind halt schnell gemacht und Vorurteile auch. Das zeigt der<br />

Umgang der Presse mit dem Tod des schwulen Popstars Stephen Gately. «Sex,<br />

Drogen, Alkohol», diese Worte waren in den meisten Schlagzeilen zu lesen.<br />

Für die berüchtigte Kolumnistin Jan Moir war er eine sexbesessene Bestie<br />

mit einem «völlig anderen und gefährlichen Lebensstil», womit sie «schwul»<br />

meint. Das gibt zu Denken.<br />

Zu Reden geben wird garantiert ein israelischer Film, der im Rahmen des<br />

LesBiSchwulen Festivals Pink Panorama, in Luzern läuft. Er beschäftigt<br />

sich mit dem absoluten Tabuthema der Homosexualität in der orthodoxen<br />

Welt.<br />

Und noch einmal das ernste Thema HIV. Das grosse Interview mit einem<br />

Betroffenen in der Oktober-Ausgabe hat viele Reaktionen ausgelöst. Die<br />

Aids-Hilfen kommen in dieser Ausgabe zu Wort. Auch den offenen Brief an<br />

«Alex» aus dem Budesamt für Gesundheit drucken wir ab. Und im Kommentar<br />

nimmt der Cruiser nochmals Stellung zum Thema.<br />

Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen<br />

Arosa Gay Skiweek 4<br />

Im Januar 2010 heisst es bereits zum 6. Mal<br />

«Welcome to the Arosa Gay Skiweek». Aus<br />

einem kleinen Anlass von einst ist ein riesiger<br />

Event geworden. Mit mehr als 300 Teilnehmern<br />

aus der ganzen Welt zählt er heute zu<br />

den Top Gay Winterevents in Europa. <br />

Stephen Gately 5<br />

Der plötzliche Tod von Boyzone-Sänger Stephen<br />

Gately erschütterte nicht nur die Fans.<br />

Seine Homosexualität gab der Presse Anlass zu<br />

wilden Spekulationen über die Todesursache.<br />

<br />

PinkPanorama 2009 6<br />

Die achte Ausgabe des einzigen LesBiSchwulen<br />

Festivals in der Zentralschweiz verspricht<br />

zwölf cineastische Leckerbissen. Besondere<br />

Lichtblicke werden die schwulen Filme «Eyes<br />

Wide Open», «The Man Who Loved Yngve» und<br />

«Soundless Wind Chime» sein.<br />

Orell Füssli 7<br />

Das T&M hat offenbar auf die benachbarte Orell<br />

Füssli-Filiale abgefärbt: Im ehemaligen Krauthammer<br />

gibt es eine Gay- und Lesbian-Abteilung.<br />

Mit Literatur, jugendfreien DVDs und Bildbänden,<br />

die alten Damen die Schamesröte ins Gesicht<br />

treiben.<br />

Aids-Hilfe 8<br />

Offenbar wissen nur die wenigsten, mit welchen<br />

Mitteln sich die Aids-Hilfe für Männer,<br />

die Sex mit Männern haben, und für HIV-Positive<br />

einsetzt. Die Aids-Hilfe erklärt ihren Einsatz<br />

für die schwule Gesundheit.<br />

Martin Ender, Herausgeber<br />

Jeremy Ziegler 11<br />

Jeremy Ziegler schreibt über sein vergangenes<br />

Jahr an der BMS in Zürich unter dem Titel:<br />

«Wahrscheinlich hätte ich mich auch gleich<br />

aus dem 5. Stock werfen können». Eine fast unglaubliche<br />

Geschichte, die zu denken gibt.<br />

Impressum<br />

Herausgeber und Verleger: AfM-Publikationen, Martin Ender<br />

Redaktion und Verlagsadresse: AfM-Publikationen, Martin Ender, Mühlebachstrasse 174, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, info@cruiser.ch<br />

Infos für die Agenda: agenda@cruiser.ch | Infos an die Redaktion: redaktion@cruiser.ch<br />

Redaktionelle Mitarbeit: Thomas Borgmann, Kurt Büchler, Charly Büchi, Andreas Candinas, Daniel Diriwächter, Martin Ender,<br />

Branko B. Gabriel, René Gerber, Hanspeter Künzler, Michael Lenz, Stefan Schüpbach, Roman Ulrich<br />

Grafik / Layout / Litho: Deny Fousek, Beni Roffler, Letzigraben 114a, 8047 Zürich<br />

Inserate: AfM-Publikationen, Martin Ender, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 62, anzeigen@cruiser.ch<br />

Fachberater: Pierre André Rosselet, Rechtsanwalt<br />

Druck: Neue Luzerner Zeitung AG, Auflage: 15 000 Exemplare, 10 Ausgaben jährlich


Seite 4<br />

reisen<br />

<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

Arosa Gay Skiweek<br />

– die sechste<br />

Die Arosa Gay Skiweek<br />

etabliert sich<br />

unter den Top Gay<br />

Winter events in<br />

Europa<br />

Im Januar 2010 heisst es bereits<br />

zum 6. Mal «Welcome to the Arosa<br />

Gay Skiweek». Aus einem kleinen Anlass<br />

von einst ist ein riesiger Event<br />

geworden. Mit mehr als 300 Teilnehmern<br />

aus der ganzen Welt zählt er<br />

heute zu den Top Gay Winterevents<br />

in Europa.<br />

Die Schweiz hat jetzt damit neben<br />

Frankreich (Tignes, the European<br />

Gay Skiweek) und Oesterreich<br />

(Sölden, Gay Snow Happening) auch<br />

ihren Grossanlass.<br />

Der Erfolg in Arosa kommt nicht<br />

von ungefähr. Nicht, dass dieser Ort<br />

der einzige wunderbare Wintersportort<br />

der Schweiz wäre. Aber hier<br />

hat man früh die richtigen Weichen<br />

gestellt. Als vor Jahren Tourismus<br />

Schweiz den Gay-Markt zu bearbeiten<br />

begann und vor allem Gays aus<br />

den USA und England in die Schweiz<br />

holte, hat auch das Hotel Eden in Arosa<br />

mitgemacht. Rund 30 Gäste logierten<br />

hier. Vielmehr wurde aber den<br />

Gästen nicht geboten. In andern Tourismusgebieten<br />

lief es ähnlich und<br />

die noch jungen Versuche, den Gaymarkt<br />

auf Vordermann zu bringen,<br />

wurden aus verschiedenen Gründen<br />

fallen gelassen. Nobelorte bangten<br />

um ihr Image. Andernorts wurden<br />

schlicht keine Gelder für spezielle<br />

Werbung gesprochen.<br />

eine ganze Menge. Nebst viel Wintersport<br />

und Sonnenbaden auf der<br />

Tschuggenhütte, täglichem Après-<br />

Ski und einer grossen Zahl Abendveranstaltungen<br />

(von Cabaret abend,<br />

Schaumparty, White Night bis hin<br />

zur Secret Poolparty) steht auch Kultur<br />

auf dem Programm: So werden<br />

beispielsweise Weltstar Michel Dalberto<br />

(F) zusammen mit Zachary<br />

Stains (USA) in der Dorfkirche zu<br />

hören sein.<br />

Viel Aufbauarbeit<br />

Mit Fingerspitzengefühl und Engagement<br />

verstanden es Alexander<br />

Herkommer und Hitsch Leu, eine<br />

grosse Anzahl Partner zu motivie-<br />

ten Kontakte zu Partnern gepflegt<br />

und geknüpft werden, die für den<br />

Übersee-Markt wichtig sind. Und mit<br />

der Einladung im Herbst nach Arosa<br />

pflegte und umgarnte man eine<br />

Reihe von Journalisten aus den europäischen<br />

Ländern. Logiert wurde<br />

im Hotel Eden, dem Ursprung und<br />

Stammsitz der Arosa Gay Skiweek,<br />

verwöhnt mit bester Speis und reichlich<br />

Trank in den Partnerhotels und<br />

auch auf der Tschuggenhütte, die,<br />

in der Zwischensaision bereits geschlossen,<br />

extra für die Journalistenschar<br />

geöffnet wurde. Hier oben ist<br />

ja in der Gay Week auch viel los. Sie<br />

ist der zentrale Treffpunkt der Skifahrer<br />

(und von Winterwanderern).<br />

ein Drag-Queen-artiges «Huch» bei der<br />

Talfahrt auf schottrigem Untergrund.<br />

Letzte Gelegenheit<br />

Für Aelx gibt’s einen kleinen Wehrmutstropfen:<br />

Valerie und Hitsch Leu<br />

haben sich nach 25 Jahren im Eden<br />

entschieden, nach der Wintersaison<br />

2009 / 10 einen Punkt zu setzen. Für<br />

ihn waren die beiden die Seele und<br />

das Eden das Zentrum der Gay Week.<br />

Das Hotel soll eine neue Ausrichtung<br />

erfahren, sich weiterentwickeln<br />

können. Noch sind die Pläne nicht<br />

spruchreif. Doch mit der ganzen Reihe<br />

von Partnerhotels ist eine Weiterführung<br />

der Gay Skiweek auch für<br />

die kommenden Jahre garantiert.<br />

Die Anfänge<br />

Hitsch Leu und seine Frau Valerie,<br />

die in Arosa das Hotel Eden führen,<br />

realisierten, dass es so nicht geht;<br />

dass diese «Zielgruppe» besondere<br />

Ansprüche haben könnte. In Alex<br />

Herkommer, erfahrener Party-Veranstalter<br />

in Lausanne, fanden die<br />

Hoteliers den richtigen Partner, der<br />

über das nötige Wissen verfügt und<br />

den Riecher hat, was Gays für ihr<br />

Geld an zusätzlichen Leistungen erwarten<br />

und was es braucht, dass sie<br />

sich wohlfühlen<br />

Heute gerät Alex ins Schwärmen,<br />

wenn er vom ganzen Programm erzählt.<br />

Hier rührt er mit der grossen<br />

Kelle an und bietet den Teilnehmern<br />

ren, die Woche zu unterstützen und<br />

zu promoten. Die Aroser stehen heute<br />

hinter diesem Anlass und die Arosa<br />

Gay Skiweek verfügt heute über<br />

ein grosses Netzwerk von Freunden,<br />

Supportern und Verkäufern, nicht<br />

nur in Europa, sondern auf der<br />

ganzen Welt.<br />

So gehörte denn auch die Präsenz<br />

mit Wagen und Stand an der<br />

Euro Pride in Zürich zum Marketing-<br />

und Werbekonzept. Hier konn-<br />

Die ersten Reihen Liegestühle sind<br />

die ganze Woche reserviert ausschliesslich<br />

für die Gay-Touristen.<br />

Hier oben trifft sich tagsüber die<br />

ganze Aroser Gay-Welt, da gibt’s<br />

Unterhaltung und da sind die verrücktesten<br />

Drag Queens zu sehen,<br />

die je auf Skiern standen. Weil bei<br />

der Presse-Reise im Herbst noch kein<br />

Schnee lag, bekamen die Journalisten<br />

Mountain-Trottis überreicht<br />

und manch einem entfuhr schon mal<br />

Doch wer das Eden Arosa von Valerie<br />

und Hitsch Leu diesen Winter<br />

ein letztes Mal erleben will, hat noch<br />

die Gelegenheit. Inzwischen ist bereits<br />

der erste Schnee gefallen und<br />

es ist höchste Zeit, die Winterferien<br />

zu buchen.<br />

Arosa Gay Skiweek<br />

6. Winteredition, 9. bis 16. Januar<br />

Alle Infos und Buchungen unter<br />

www.arosa-gayskiweek.com


<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

gesellschaft<br />

Seite 5<br />

Tod eines schwulen<br />

Popstars<br />

Die wilden Spekulationen<br />

nach dem Tod<br />

von Stephen Gately<br />

Der plötzliche Tod von Boyzone-<br />

Sänger Stephen Gately erschütterte<br />

nicht nur die Fans. Seine Homosexualität<br />

gab der Presse Anlass zu wilden<br />

Spekulationen über die Todesursache.<br />

Vorläufiger Höhepunkt ist eine<br />

Kolumne der britischen Daily Mail,<br />

die Stephen Gately einen «völlig gefährlichen<br />

Lebensstil» unterstellte.<br />

«Sex, Drogen, Alkohol», diese Worte<br />

waren in den meisten Schlagzeilen<br />

zu lesen, die über den Tod des schwulen<br />

Boyzone-Mitglieds Stephen Gately<br />

spekulierten. Der 33-Jährige<br />

wurde Anfang Oktober tot in seiner<br />

Wohnung auf Mallorca aufgefunden.<br />

Sein Partner Andrew Cowles befand<br />

sich mit einem dritten Mann im<br />

Schlafzimmer. Augenzeugen berichten,<br />

dass beide am Vorabend im bekannten<br />

Schwulenlokal «Black Cat»<br />

noch einige Drinks zu sich nahmen<br />

und dann mit einem geheimnisvollen<br />

Bulgaren nach Hause gingen.<br />

Noch bevor die Todesursache überhaupt<br />

geklärt wurde, raschelte es<br />

im Blätterwald. Denn ein schwules<br />

Paar, ein flotter Dreier und ein paar<br />

Drinks bestätigten so einige Vorurteile.<br />

Eine Orgie soll das Paar veranstaltet<br />

haben, der Alkohol soll geflossen<br />

sein und Drogen habe man im<br />

Übermass zu sich genommen. Wilde<br />

Spekulationen, die die Auflage steigerten.<br />

Zielscheibe der Medien<br />

An seinem Erbrochenen sei Stephen<br />

Gately erstickt, in betender<br />

Stellung habe man ihn leblos entdeckt.<br />

Szenen, die der «dritte Mann»,<br />

ein gewisser Georgi Dochev liebend<br />

gern der Presse zusteckte. Schnell<br />

bekam dieser aber einen Maulkorb<br />

zugewiesen: «Ich will nichts weiter<br />

sagen, ohne es nicht vorher mit Andrew<br />

Cowles geklärt zu haben», erklärte<br />

er den zahlreichen Boulevardjournalisten<br />

vor Ort.<br />

Stephen Gately wurde nur wenige<br />

Stunden nach seinem Tod zur posthumen<br />

Zielscheibe von diversen<br />

schwulenfeindlichen Medien. Bevor<br />

überhaupt getrauert werden durfte,<br />

bezeichnete insbesondere die englische<br />

Boulevardpresse den jungen<br />

Mann als sexbesessene Bestie, den<br />

Drogen verfallen. Selbst als die vergleichsweise<br />

banale Todesursache<br />

feststand, ein Lungenödem, war dies<br />

offensichtlich nicht schrecklich genug.<br />

22 000 Beschwerden<br />

Die britische Daily Mail, eine bekannte<br />

konservative Boulevardzeitung,<br />

veröffentlichte einen Tag vor<br />

der Beerdigung Gatelys die Kolumne<br />

der berüchtigten Jan Moir. In dieser<br />

beschrieb die Kolumnistin Gatelys<br />

Tod als Konsequenz eines «völlig anderen<br />

und gefährlichen Lebensstils»,<br />

der unter «dem «Panzer einer glitzernden,<br />

hedonistischen Berühmtheit»<br />

für alle sichtbar heraussickerte.<br />

Der Sänger sei unter widerlichen<br />

Umständen ums Leben gekommen,<br />

so Jan Moir weiter.<br />

Offensichtlich spielte die Autorin<br />

auf die Homosexualität des verstorbenen<br />

Sängers an. Weiter betitelte<br />

sie ihren Artikel in der Online-Fassung<br />

noch mit «Warum Stephen Gatelys<br />

Tod nicht natürlich war». Für<br />

die Print-Ausgabe wurde diese Überschrift<br />

aber bewusst von der Redaktion<br />

entschärft: «Ein seltsamer, einsamer<br />

und ärgerlicher Tod».<br />

Derart pietätlose Sätze reichten<br />

aber, um die grösste Protestwelle<br />

auszulösen, die je ein Artikel nach<br />

sich zog. Unglaubliche 22 000 Beschwerden<br />

gingen bei der «Press<br />

Complaints Commission» ein. Diese<br />

entsprechen in etwa dem Beschwerdeaufkommen<br />

von fünf Jahren. Als<br />

homophob und unsensibel wurde<br />

der Text auf Facebook und Twitter<br />

bezeichnet.<br />

Die Daily Mail distanzierte sich<br />

mittlerweile von Jan Moirs entsetzlicher<br />

Kolumne. Die Kolumnistin<br />

selbst verteidigte ihre Worte. Bösartig<br />

seien die Gegenreaktion und<br />

Proteste, so Moir. Nun wird die Beschwerde-Kommission<br />

untersuchen<br />

müssen, ob Jan Moir Respekt und<br />

Würde Gatelys, seiner Familie und<br />

Freunde verletzt hat.<br />

Im Schatten von Ronan Keating<br />

Noch nie war Stephen Gately so oft<br />

in den Schlagzeilen wie nach seinem<br />

frühen Tod. Mit der irischen Boygroup<br />

Boyzone erlangte der Sänger<br />

grosse Erfolge. In den 90ern hatten<br />

Boyzone sechs Nummer-eins-Hits<br />

und waren ähnlich beliebt wie ihre<br />

britischen Kollegen Take That. Doch<br />

Gately stand immer im Schatten des<br />

Frontsängers Ronan Keating.<br />

Nach der Auflösung der Band im<br />

Jahr 2000 versuchte sich Stephen<br />

Gately als Solokünstler, hatte aber<br />

nur mässigen Erfolg in den Charts.<br />

2007 gaben Boyzone ihre Wiedervereinigung<br />

bekannt. 2008 tourten sie<br />

erfolgreich mit einem Greatest-Hits-<br />

Album im Gepäck durch Europa.<br />

Der ehemalige Mädchenschwarm<br />

outete sich 1999 als schwul. 2006<br />

heiratete er seinen Partner Andrew<br />

Cowles. An der Beerdigung eine Woche<br />

nach Gatelys Tod gab Elton Johns<br />

Partner David Furnish der Presse zu<br />

Protokoll, dass Stephen Gately in der<br />

schönsten Zeit seines Lebens gestorben<br />

sei. Eine Zeit, die nun mit wilden<br />

Spekulationen beendet wurde.<br />

<br />

Von Dani Diriwächter


Seite 6<br />

festival<br />

<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

PinkPanorama 2009<br />

Achte Ausgabe des<br />

LesBiSchwulen<br />

Filmfestivals in Luzern<br />

Im <strong>November</strong> bringt PinkPanorama<br />

Farbe in die nebligen und dunklen<br />

Herbstnächte Luzerns. Die achte<br />

Ausgabe des einzigen LesBiSchwulen<br />

Festivals in der Zentralschweiz verspricht<br />

zwölf cineastische Leckerbissen.<br />

Besondere Lichtblicke werden<br />

die schwulen Filme «Eyes Wide Open»,<br />

«The Man Who Loved Yngve» und<br />

«Soundless Wind Chime» sein.<br />

Versteckte Sehnsüchte, grenzenlose<br />

Leidenschaft, unterdrückte Freiheiten,<br />

Auf- und Ausbrüche sowie<br />

Wechselbäder zwischen Lust und<br />

Frust. Das bietet das 8. LesBiSchwule<br />

Festival PinkPanorama mit seinen<br />

zwölf Filmen vom 12. bis 18.<br />

<strong>November</strong> 2009 im stattkino in Luzern.<br />

Der Fächer reicht von der Alltagsgeschichte<br />

über das opulente<br />

Kostümdrama bis hin zur dokumentarischen<br />

Oper.<br />

Eingebettet werden die Filme in<br />

ein vielfältiges Rahmenprogramm.<br />

So findet am Samstagabend zum<br />

ersten Mal ein Improvisationstheater<br />

mit den Platzhirschen statt. Und<br />

nach dem Film «Were The World<br />

Mine» laden PinkPanorama und<br />

Mona Lila im Kinofoyer zur Party mit<br />

DJ Glitzerhaus. Am Sonntagmorgen<br />

verfeinern «les Belles et les Femmes»<br />

den Brunch im Hotel-Restaurant Hofgarten<br />

mit musikalischen Leckerbissen.<br />

Der Chor besingt verschiedene<br />

Lebenswelten und untermalt diese<br />

mit szenischen Darstellungen. Am<br />

Abend gewährt der Dokumentarfilm<br />

«It’s Elementary» Einblick in amerikanische<br />

Schulstunden, in denen über<br />

Homosexualität gesprochen wird. Er<br />

dient als Einstimmung auf das anschliessende<br />

Podiumsgespräch, wo<br />

Fachleute wie Esther Schönberger,<br />

CVP-Kantonsrätin und Rektorin der<br />

kaufmännischen Berufsschule Luzern,<br />

und Ulrich Zimmermann, Leiter<br />

des Moduls Sexualpädagogik an<br />

der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz,<br />

über sexuelle Orientierung<br />

in der Schule diskutieren.<br />

Auch die Homosexuellen Arbeitsgruppen<br />

Luzern (HALU) sind in ihrem<br />

Jubiläumsjahr am Festival präsent. Zu<br />

ihrem 30. Geburtstag runden sie ihre<br />

Jubiläumsfilmreihe am Dienstag, 17.<br />

<strong>November</strong>, mit dem Film «Soundless<br />

Wind Chime» und einem Apéro ab.<br />

«Eyes Wide Open»<br />

Dieser israelische Film über eine<br />

verbotene Liebe in Jerusalem wird<br />

garantiert noch für Diskussionsstoff<br />

sorgen.<br />

Aaron (38) ist ein angesehener<br />

Schlachter in Mea Schearim, dem<br />

ultraorthodoxen Viertel Jerusalems,<br />

verheiratet mit Rivka (28) und liebevoller<br />

Vater von vier Kindern. Nach<br />

dem Tod seines Vaters sucht Aaron<br />

eine Aushilfe für den Laden. Durch<br />

Zufall kommt der charismatische,<br />

heimatlose Religionsschüler Ezri (21)<br />

in seine Schlachterei. Aaron nimmt<br />

ihn bei sich auf. Er unterrichtet Ezri<br />

in den Schlachterarbeiten und lässt<br />

ihn im ehemaligen Studio des Vaters<br />

im Dachgeschoss der Schlachterei<br />

schlafen. Er lädt ihn zu sich nach<br />

Hause ein, stellt ihn seiner Familie<br />

und der Gemeinschaft vor.<br />

Als Aaron und Ezri in einer entlegenen<br />

Quelle gemeinsam ein rituelles<br />

Bad nehmen, kommt es zu<br />

einem ersten, intimen Moment zwischen<br />

ihnen. Aaron ist aufgewühlt,<br />

findet von nun an keine Ruhe mehr<br />

und sucht die Nähe von Ezri. Er<br />

vernachlässigt zunehmend seine<br />

Familie und seine Rolle in der Gemeinschaft,<br />

bis er sich völlig der verbotenen<br />

Liebe und der Lust hingibt.<br />

Alarmiert von Gerüchten wendet<br />

sich Rivka hilfesuchend an Rabbi<br />

Vaisben (56), einen alten Freund der<br />

Familie und Vorsteher der Gemeinde.<br />

Er warnt Aaron und fordert von<br />

ihm, Ezri fortzuschicken. Aaron weigert<br />

sich. Bald setzen auch die «Modesty<br />

Guards», eine radikale Gruppe<br />

«Eyes wide open», der israelische Film über eine verbotene Liebe, wird garantiert noch für Diskussionsstoff sorgen.<br />

innerhalb der ultraorthodoxen Gemeinschaft,<br />

Aaron zu...<br />

The Man Who Loved Yngve<br />

Man schreibt das Jahr 1989, und<br />

diese Geschichte handelt von jungen<br />

Leuten in der norwegischen Stadt<br />

Stavanger. Gerade ist die Berliner<br />

Mauer gefallen, die Welt bekommt<br />

eine neue Ordnung, auch in Jarles<br />

(Rolf Kristian Larsen) Leben stehen<br />

Veränderungen an. Eben noch ein<br />

schüchterner Teenie ohne Freunde<br />

und ohne Freundin, hat er jetzt einen<br />

Kumpel, Helge (Arthur Berning),<br />

und eine hübsche und kluge Freundin,<br />

Katrine (Ida Elise Broch), die sogar<br />

seiner Mutter gefällt. Zudem ist<br />

er Leadsänger seiner eigenen Punkband.<br />

Und mit dieser Band steht ihm<br />

der erste Gig als Vorgruppe der heiss<br />

verehrten Mighty Dogfood bevor.<br />

Dann kommt ein neuer Schüler<br />

in Jarles Klasse. Er heisst Yngve (Ole<br />

Christoffer Ertvåg), hört Synthiepop<br />

und spielt Tennis wie ein Gott. Jarle<br />

verliebt sich auf den ersten Blick<br />

in den blonden Hünen und kämpft<br />

fortan mit seinen Gefühlen. Dabei<br />

setzt er nicht nur die Beziehung zu<br />

Katrine aufs Spiel, sondern auch die<br />

Freundschaft mit Helge, wenn er, anstatt<br />

zur Bandprobe zu kommen, lieber<br />

mit Yngve Tennis spielt.<br />

Soundless Wind Chime<br />

Der Film zeigt eine Poetische Liebesgeschichte,<br />

die in Hongkong beginnt<br />

und in der Schweiz endet.<br />

Pascal aus der Schweiz schlägt sich<br />

als kleiner Dieb in Hongkong durch.<br />

Er bestiehlt Ricky, der vom Land in<br />

die Metropole gezogen ist. Sie begegnen<br />

sich erneut und verlieben sich<br />

ineinander. Aus Fragmenten der<br />

Vergangenheit, Erinnerungen, Fantasien<br />

und Momentaufnahmen setzt<br />

sich nach und nach die Geschichte<br />

einer Liebe zwischen zwei Kulturen,<br />

dem Urner Pascal und dem Hongkong-Chinesen<br />

Ricky zusammen.<br />

Beide sind vor kurzem erst im Moloch<br />

Hongkong gelandet, erleben die<br />

Abgründe und Möglichkeiten dieser<br />

Stadt zum ersten Mal. Pascal fühlt<br />

sich zu den schwulen Clubs hingezogen,<br />

in denen die Jungs ihre Promiskuität<br />

feiern. Ricky bangt um seinen<br />

Geliebten, will ihn nicht verlieren.<br />

Ein Unfall passiert. Einfach so. Mit<br />

verheerenden Folgen.<br />

Jahre später reist Ricky in die<br />

Schweiz, auf den Spuren Pascals.<br />

Lange Zeit weiß der Zuschauer nicht,<br />

ob er ihn sucht und ob er ihn finden<br />

wird. Aber eines ist klar: Ricky reist<br />

in die Heimat Pascals, weil er seinem<br />

verlorenen Freund nahe sein<br />

will, weil er sehen will, wo dieser<br />

von ihm geliebte Mensch seinen Ursprung<br />

hat.<br />

Die Schweiz ist karg, menschenleer,<br />

und die wenigen Bewohner reden<br />

nicht viel. Irgendwann begegnet<br />

Ricky Ueli, einem jungen Mann,<br />

der Pascal zum Verwechseln ähnlich<br />

sieht. Zwar hat er längere Haare und<br />

einen Bart, aber dennoch. Da gibt<br />

es etwas an Ueli, das Ricky bleiben<br />

lässt. In poetisch gehaltenen Rückblenden,<br />

die Zeit und Liebe geschickt<br />

verdichten, erinnert sich Ricky.<br />

Fünf Jahre lang hat Kit Hung an<br />

seinem poetischen Werk gearbeitet.<br />

Es ist seine Abschlussarbeit an der<br />

«School of Arts» in Chicago. «Soundless<br />

Wind Chime» ist ein intimer<br />

und mutiger Debütfilm, der eng mit<br />

der Biografie des Regisseurs verwoben<br />

ist.<br />

PinkPanorama 2009<br />

12. bis 18. <strong>November</strong> 2009<br />

stattkino<br />

Löwenplatz 11<br />

6000 Luzern<br />

www.pinkpanorama.ch


<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

unternehmen<br />

Seite 7<br />

Orell Füssli kommt auf den Homo<br />

Schwulbuch an der<br />

Marktgasse<br />

Das T&M hat offenbar auf die benachbarte<br />

Filiale der Zürcher Grossbuchhandlung<br />

abgefärbt: Im ehemaligen<br />

Krauthammer führt Orell Füssli<br />

eine Gay- und Lesbian-Abteilung. Mit<br />

Literatur, jugendfreien DVDs und<br />

Bildbänden, die alten Damen die<br />

Schamesröte ins Gesicht treiben.<br />

Auch wenn unsereins noch bis<br />

vor ein paar Jahren zu einer Randgruppe<br />

gehörte – in einer Hinsicht<br />

waren Schwule immer mitten drin:<br />

geografisch gesehen. Denn zwischen<br />

dem Zürcher Limmatquai und dem<br />

Seilergraben liegt so etwas wie das<br />

schwule Bermudadreieck. Vom Rathauscafé<br />

zum Cranberry und rauf<br />

zum T&M ists nur ein Steinwurf. Im<br />

Barrique loungen häufig die etwas gesetzteren<br />

Semester, kauen auf Käse<br />

rum und nuckeln an Weingläsern.<br />

Vis-à-vis trällern alte Schlager an den<br />

denkmalgeschützten Mosaiken der<br />

Pigalle-Bar entlang und am Tresen<br />

mischen sich putzige Jüngelchen mit<br />

den tragischen Exemplaren urbaner<br />

Verwahrlosung.<br />

Wo sonst würde man in Zürich<br />

eine schwule Buchhandlung erwarten,<br />

wenn nicht im Zentrum der<br />

Männerliebe? Für einen ganzen Laden<br />

hat es nota bene nicht gereicht,<br />

aber immerhin hat der wiedereröffenete<br />

Orell Füssli eine kleine<br />

Abteilung dem Gay-Life gewidmet.<br />

Kennzeichnend ist, dass die schwu-<br />

le Literatur nicht mehr zwischen<br />

Esoterik und Erotik irgendwo in der<br />

hinteren oberen Ecke anzutreffen<br />

ist, sondern relativ prominent neben<br />

der beliebten Fantasy-Literatur, was<br />

ja inhaltlich nicht mal so falsch ist.<br />

Zumindest, wenn man bedenkt, dass<br />

auch das eine oder andere Einhand-<br />

Buch im Regal steht – das ist diejenige<br />

Sorte schwuler Literatur, bei der<br />

man mit Vorliebe eine Hand frei hat<br />

um sie anderweitig zu nutzen.<br />

Schönes Bücher-Buffet, aber Diät<br />

bei den DVDs<br />

Neben dem Edelschund findet man<br />

auch schwule Belletristik, die man<br />

tatsächlich der Geschichten wegen<br />

liest, einzelne Klassiker namhafter<br />

Verlage sind käuflich zu erwerben,<br />

genauso wie Werke jüngerer Autoren<br />

und etwas seriösere Exemplare<br />

spezialisierter Verlage wie Bruno<br />

Gmünder oder Himmelstürmer, die<br />

sonst mit Vorliebe das boulevardeskere<br />

Segment bedienen. Ins Auge<br />

sticht, dass die Lesbenbücher allesamt<br />

grauenvolle Titelbildgestaltungen<br />

aufweisen – da wendet man<br />

das Auge lieber hin zu den obligaten<br />

Ralph-König-Bänden oder dem Spartacus<br />

Saunaguide, der ebenfalls<br />

nicht fehlen darf.<br />

Ganz so konsequent wie angekündigt,<br />

mochte der Zürcher Büchergigant<br />

seine Gay-Abteilung dann doch<br />

nicht durchziehen. Das momentan<br />

noch sehr magere DVD-Sortiment<br />

steht nicht etwa bei den restlichen<br />

Homobänden, sondern in der DVD-<br />

Ecke. Und die teilweise hocherotischen<br />

Bildbände werden dereinst<br />

im ersten Stock bei den Fotobüchern<br />

zu finden sein. Das macht zwar das<br />

Stöbern etwas mühevoller und lässt<br />

einen vielleicht das eine oder andere<br />

Buch mit nackten Pimmeln übersehen.<br />

Letztlich kann man dieser<br />

Zersplittung auch eine durchaus<br />

positive Seite abgewinnen: Wir Lesben<br />

und Schwulen sind mittlerweile<br />

so gut integriert, dass wir auch<br />

im Buchhandel unser Ghetto verlassen<br />

haben und die schwule und lesbische<br />

Literatur inmitten des Rests<br />

ihr Dasein fristen darf.<br />

Etwas schwer tut sich Orell Füssli<br />

noch mit DVDs. Einige wenige stehen<br />

da, mehr sollen laut Auskunft des Sortimentsverantwortlichen<br />

Matthias<br />

Bernet folgen. Die Auswahl ist allerdings<br />

nicht einfach, erfahrungsgemäss<br />

sind neun von zehn Filmen<br />

mit Gay-Thematik ungeniessbar. Es<br />

wird also vermutlich bei ein paar<br />

Blockbustern und einzelnen Perlen<br />

bleiben. Aber für den Gelegenheits-<br />

Filmgucker dürfte das reichen. Eingefleischte<br />

werden wohl ihr Glück<br />

weiterhin im Internet oder im Ausland<br />

suchen.<br />

Wer weiss, vielleicht entwickelt<br />

sich Orell Füssli an der Marktgasse<br />

12 innert kurzer Zeit zur<br />

Cruising Area für den Mann mit<br />

besonderen Ansprüchen. Auch das<br />

wäre uns zu gönnen.<br />

<br />

Orell Füssli Niederdorf,<br />

Marktgasse 12, 8001 Zürich<br />

Von Michi Rüegg<br />

Arosa Gay-<br />

Skiweek<br />

Der Gewinner des<br />

Wettbewerbs steht fest<br />

Im Septemer und Oktober wurde<br />

im Cruiser ein Wettbewerb ausgeschrieben,<br />

bei dem es einen Wochenaufenthalt<br />

für zwei Personen in<br />

Arosa zu gewinnen gab.<br />

Am 20. Oktober wurde unter allen<br />

eingegangenen richtigen Antworten<br />

unter Aufsicht der Gewinner ausgelost.<br />

Es ist René Lutz aus Wallisellen.<br />

Wir gratulieren.<br />

Anzeige


Seite 8<br />

prävention<br />

<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

Aids-Hilfe: Einsatz für die<br />

Nach unserem<br />

Interview mit einem<br />

HIV-Betroffenen<br />

nimmt die Aids-Hilfe<br />

Schweiz Stellung<br />

«Was tut eigentlich die Aids-Hilfe<br />

für uns schwule Männer?» Diese<br />

Frage haben sich schon manche gestellt.<br />

Wohl sind wir überall präsent<br />

mit unseren Präventionskampagnen.<br />

Kaum ein schwuler Mann, der nicht<br />

mit den Mitarbeitern der Aids-Hilfe,<br />

den Infos im Web und den Broschüren<br />

in Berührung kommt.<br />

Doch offenbar wissen nur die wenigsten,<br />

mit welchen Mitteln wir<br />

uns sonst für Männer, die Sex mit<br />

Männern haben, und für HIV-Positive<br />

einsetzen. HIV-Prävention ist<br />

nur die eine Seite. Unser Engagement<br />

für die Betroffenen und unser<br />

Einsatz für die Solidarität scheint zu<br />

wenig sichtbar zu sein. Höchste Zeit<br />

deshalb, über diesen Teil unserer Arbeit<br />

zu berichten.<br />

Das klassische Bild ist überholt<br />

Der Mitarbeiter, der in der «Szene»<br />

Kondome und Infoflyers verteilt,<br />

entspricht wohl dem klassischen<br />

Bild, das die Schwulen von der Aids-<br />

Hilfe haben. Die Aids-Hilfe hat aber<br />

im Laufe der Zeit eine Vielfalt weiterer<br />

Angebote entwickelt. Zudem<br />

gewinnen andere sexuell übertragbare<br />

Krankheiten wie Syphilis, Tripper,<br />

Hepatitis oder Chlamydien an<br />

Bedeutung. Wenn es um schwule Gesundheit<br />

geht, werden HIV und Aids<br />

zunehmend als nur ein Aspekt unter<br />

vielen betrachtet.<br />

Spricht man von schwuler Gesundheit,<br />

sind an erster Stelle sicher<br />

die Checkpoints zu nennen. Diese<br />

Gesundheitszentren in Zürich und<br />

Genf sind ganz auf die Bedürfnisse<br />

von schwulen Männern zugeschnitten.<br />

Betrieben werden sie von der<br />

Zürcher Aids-Hilfe respektive von<br />

Dialogay in Genf. Die Checkpoints<br />

beraten, testen und therapieren HIV.<br />

Die Pflegefachmänner und Ärzte behandeln<br />

aber auch andere sexuell<br />

übertragbaren Krankheiten wie Syphilis,<br />

Tripper, Hepatitis oder Chlamydien.<br />

Viele Schwule, die Risikosituationen<br />

eingegangen sind, fürchten<br />

sich vor dem HIV-Test und einer<br />

möglichen positiven Diagnose. Diese<br />

Angst kann auch der Checkpoint<br />

nicht nehmen, doch die Art und Weise<br />

der Betreuung senkt die Hemmschwelle<br />

vor einem Besuch. Das<br />

Hauptinstrument ist die Beratung.<br />

Sollte das Resultat des Tests positiv<br />

sein, so wird dieses nur persönlich<br />

mitgeteilt. Hat ein Patient ein positives<br />

Resultat, so wird das weitere<br />

Vorgehen mit ihm besprochen, die<br />

nächsten 24 Stunden werden geplant;<br />

bis zum nächsten Treffen<br />

einen Tag später oder so lange wie<br />

eben nötig. Der Patient wird so emotional<br />

gestützt.<br />

schlicht und einfach willkommen<br />

sind, selbstverständlich anonym.<br />

Wenn den Schwulen mehr Verständnis<br />

entgegengebracht wird,<br />

ist die Bereitschaft grösser, sich auf<br />

HIV oder andere sexuell übertragbare<br />

Krankheiten testen zu lassen.<br />

Dies ist wichtig: Wenn der HIV-Positive<br />

von seinem Status weiss, kann<br />

die Infektion frühzeitig behandelt<br />

werden. Und der therapierte HIV-Positive<br />

hat ein kleineres Risiko, das<br />

Virus weiterzugeben. Jonas*, 29, lebt<br />

seit drei Jahren mit HIV: «Die Kontrolle<br />

meiner Blutwerte alle drei Monate<br />

mache ich immer beim Checkpoint,<br />

dort werden alle meine Fragen<br />

ausführlich beantwortet.» Jonas*, 29,<br />

lebt seit drei Jahren mit HIV.<br />

Stunden pro Tag viermal die Woche<br />

geöffnet ist. Schon mehrmals wurden<br />

die Öffnungszeiten ausgedehnt<br />

– neu ist der Checkpoint auch am<br />

Sonntag von 16 bis 20 Uhr geöffnet.<br />

Der Grund liegt auf der Hand: Wenn es<br />

um schwule Gesundheit geht, ist der<br />

Checkpoint die erste Anlaufstelle.<br />

Erfolge in der Prävention: eine Mission<br />

Possible!<br />

Noch ein Wort zur Prävention:<br />

Die steigenden Zahlen der Neuansteckungen<br />

bei Männern, die Sex mit<br />

Männern haben, bereiten uns seit<br />

Jahren Kopfzerbrechen. Neu scheint<br />

dieses Jahr endlich der Durchbruch<br />

geschafft zu sein: Die Zahl der Neuansteckungen<br />

gehen zurück, zum<br />

Solidaritätskampagne mit Xenia Tchoumitcheva<br />

Checkpoint mit schwulen<br />

Mitarbeitern<br />

Viele Hausärzte kennen sich nicht<br />

wirklich mit schwulem Sex und dessen<br />

Risiken aus. Es braucht daher<br />

einen Ort, an dem Homosexuelle<br />

Von Beginn an wurde der Checkpoint<br />

äusserst rege in Anspruch genommen.<br />

Es können auch mal bis<br />

zu 20 Patienten an einem Tag sein.<br />

Eine beachtliche Zahl, wenn man bedenkt,<br />

dass der Checkpoint nur vier<br />

ersten Mal seit 2002! Die Trendumkehr<br />

dürfte etwa im August 2008<br />

stattgefunden haben, zeitgleich mit<br />

dem Ende der Phase 3 der nationalen<br />

MSM-Kampagne der Aids-Hilfe<br />

Schweiz: «Mission: Possible!». Die


Mit freundlicher Unterstützung des Bundesamtes fur Gesundheit BAG / Avec le soutien de l‘office fédéral de la santé publique OFSP / Con il sostegno dell‘Ufficio federale della sanità pubblica UFSP<br />

<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

prävention<br />

Seite 9<br />

schwule Gesundheit<br />

dreimonatige Intensiv-Kampagne,<br />

die von Februar bis April 2008 auf<br />

die Symptome einer Primoinfektion<br />

mit dem HI-Virus aufmerksam<br />

gemacht und schwule Männer zum<br />

Testen aufgerufen hat, scheint Früchte<br />

zu tragen. Dies ist ein schöner Erfolg,<br />

der uns zeigt, dass wir auf dem<br />

richtigen Weg sind. Doch wir wissen:<br />

Es bleibt noch viel zu tun.<br />

Mit aller Kraft gegen die Diskriminierung<br />

von HIV-positiven Menschen<br />

«Das Risiko, HIV-positive Arbeitnehmer<br />

zu vermitteln, ist uns zu<br />

gross»: Solche Aussagen von Stellenvermittlern<br />

sind leider immer noch<br />

Alltag in der Rechtsberatung.<br />

Aus unserer alltäglichen Arbeit<br />

wissen wir, wie verbreitet Vorurteile<br />

gegenüber HIV-positiven Menschen<br />

immer noch sind. So wird unsere kostenlose<br />

Rechtsberatung für HIV-positive<br />

Menschen immer wieder mit<br />

Diskriminierungen konfrontiert,<br />

insbesondere im Erwerbsleben. Das<br />

zeigt die Geschichte von Urs P.*: Urs<br />

P. ist seit längerer Zeit arbeitslos<br />

und meldet sich bei einem Stellenvermittlungsbüro<br />

an. Im Gespräch<br />

mit der dortigen Personalberaterin<br />

erwähnt er nebenbei, dass er HIVpositiv<br />

sei. Die Beraterin reagiert<br />

bei dieser Bemerkung zwar etwas<br />

irritiert, abgesehen davon, läuft das<br />

Gespräch nach dem Gefühl von Urs<br />

jedoch gut. Einen Tag später erhält<br />

Urs einen Telefonanruf von der Beraterin.<br />

Die überraschende Mitteilung:<br />

Leider könne man ihn nicht vermitteln.<br />

Das Risiko, den Arbeitgeber und<br />

Kunden zu verlieren, sei ihr und ihrem<br />

Betrieb zu hoch. Urs P. hat sich<br />

an uns gewandt. Wir kontaktierten<br />

die Beraterin und konnten im Gespräch<br />

erreichen, dass sie sich bei<br />

Urs P. entschuldigt und ihm in der<br />

Folge eine Stelle vermittelt hat.<br />

Solche Fälle kommen leider immer<br />

wieder vor. Viele HIV-positive<br />

Menschen sind zwar gut integriert<br />

und leben ein weitgehend normales<br />

Leben. Trotzdem: Vorurteile gegenüber<br />

HIV-positiven Menschen bestehen<br />

weiterhin. Sie sitzen tief und<br />

sind irrational. Doch wie der Fall<br />

Urs P. zeigt, sind Interventionen im<br />

Einzelfall sehr wirkungsvoll. Wir<br />

kämpfen aber auch auf der gesellschaftlichen<br />

und politischen Ebene<br />

gegen Diskriminierungen:<br />

• Solidaritätskampagne: Am 2. <strong>November</strong><br />

startet die diesjährige Kampagne<br />

mit Prominenten, unter anderem<br />

dem Rapper Stress und dem<br />

Model Xenia Tchoumitcheva.<br />

• workpositive.ch: Die neue Internet-<br />

Plattform für Arbeitnehmende und<br />

Arbeitgeber/innen informiert umfassend<br />

über die rechtliche Situation<br />

von HIV-positiven Meschen in<br />

der Erwerbstätigkeit.<br />

• Lobbying: Auf politischer Ebene<br />

setzen wir uns direkt bei den Parlamentarierinnen<br />

und Parlamentariern<br />

dafür ein, dass die rechtlichen<br />

Rahmenbedingungen für<br />

HIV-positive Menschen stimmen.<br />

• Meldestelle: Die Aids-Hilfe Schweiz<br />

ist die nationale Meldestelle für<br />

Diskriminierungsfälle im Zusammenhang<br />

mit HIV und Aids. Wir<br />

leiten alle uns gemeldeten Diskriminierungen<br />

an die Eidgenössische<br />

Kommission für Aids-Fragen,<br />

einem Expertengremium des<br />

Bundesrates, weiter.<br />

• Strafbarkeit der HIV-Übertragung:<br />

Wir setzen uns wehement dafür<br />

ein, dass die Rechtssprechung zur<br />

Übertragung des HI-Virus geändert<br />

wird und HIV-positive Menschen<br />

nicht kriminalisiert werden.<br />

<br />

NEHMEN<br />

WIR’S IN DIE<br />

HAND!<br />

1.2.-1.5.2008<br />

WWW.MISSIONP.CH<br />

Neuansteckungen verhindert:<br />

Mission: Possible!<br />

Therapie und Infektiosität:<br />

neue Erkenntnisse<br />

Im letzten Jahr sorgte ein Statement<br />

der Eidgenössischen Kommission<br />

für Aids-Fragen (EKAF) für<br />

Aufsehen: Dieses Schweizer Expertengremium<br />

hatte bekannt gegeben,<br />

dass Menschen mit HIV unter<br />

bestimmten Bedingungen das Virus<br />

beim Sex nicht mehr übertragen können.<br />

Hauptbedingung ist eine erfolgreiche<br />

antiretrovirale Therapie - wobei<br />

«erfolgreich» bedeutet, dass das<br />

Virus im Blut nicht mehr nachweisbar<br />

ist. Das Statement war sehr umstritten,<br />

da befürchtet wurde, dass<br />

dieses die Safer Sex-Botschaften torpediere.<br />

Die Aids-Hilfe Schweiz hat<br />

das Statement von Anfang an mitgetragen<br />

und gegenüber den Medien<br />

verteidigt. Denn wir sind überzeugt:<br />

Diese Erkenntnis wird ein weiterer<br />

Schritt sein, dass HIV-positive Menschen<br />

ein weitgehend normales Leben<br />

führen können und von der Gesellschaft<br />

akzeptiert werden.<br />

Für Menschen mit HIV ändert sich<br />

mit dieser neuen Erkenntnis vieles:<br />

Sie können Sex ohne Kondom haben.<br />

Sie können sich ganz einfach<br />

freier fühlen. Manche macht diese<br />

Nachricht aber auch unsicher. Wie<br />

verlässlich ist die HIV-Therapie? Ist<br />

es auch wirklich sicher, dass der Partner<br />

beim ungeschützten Sex nicht<br />

angesteckt wird? Die neue Information<br />

bauen wir laufend in unsere<br />

Kommunikation ein. Insbesondere<br />

auf www.aids.ch in den neuen Broschüren<br />

für Männer, die Sex mit<br />

Männern haben, und den Beratungsgesprächen<br />

in den Checkpoints wird<br />

darauf hingewiesen.<br />

Ein Dach für schwule Gesundheit<br />

im Internet<br />

Zuletzt möchten wir euch noch<br />

mitteilen, dass wir im Dezember mit<br />

einem neuen Angebot in der Gay-<br />

Community präsent sein werden: einer<br />

Internet-Plattform für Schwule.<br />

Sie wird Gesundheit, Lifestyle und<br />

Unterhaltung in einem neuartigen<br />

Konzept verbinden. Unsere ganze<br />

Energie haben wir in den letzten Monaten<br />

in dieses Projekt gesteckt. Wir<br />

sind gespannt, wie die Plattform bei<br />

euch ankommen wird. Mehr wird<br />

an dieser Stelle nicht verraten: Wir<br />

werden diese Neuheit in der nächsten<br />

Cruiser-Nummer ausführlich<br />

vorstellen.<br />

Schwule Gesundheit, Unterstützung<br />

von HIV-positiven Menschen,<br />

Einfluss nehmen auf die gesellschaftlichen<br />

Rahmenbedingungen, Aufrufe<br />

zur Solidarität – die Arbeit der Aids-<br />

Hilfe ist sehr vielfältig. Wir hoffen,<br />

mit diesem Beitrag einen Einblick<br />

in unsere Aufgaben gegeben zu haben.<br />

Sichtbar ist die Aids-Hilfe mit<br />

ihren Kampagnen; ein grosser Teil<br />

der Alltagsarbeit findet aber im Stillen<br />

statt. Dies ist jedoch nicht weniger<br />

von Bedeutung.<br />

*Namen zum Schutz der Personen<br />

geändert.<br />

Von Daniel Bruttin (Geschäftsführer der<br />

Aids-Hilfe Schweiz) und Reto Jeger<br />

(Geschäftsleiter der Zürcher Aids-Hilfe)<br />

www.aids.ch<br />

www.aids-zh.ch<br />

www.checkpoint-zh.ch<br />

www.workpositive.ch<br />

Kommentar<br />

Die Arbeit der Aids-Hilfen in der<br />

Schweiz war und ist immer wieder<br />

heftiger Kritik ausgesetzt. Dies seit<br />

ihren Anfängen. Präventionskampagnen<br />

wurden zerpflückt. Besserwisser<br />

gab es allzeit rundum, Bessermacher<br />

aber kaum.<br />

Noch Ende Sommer gab es Stellen,<br />

welche die Aids-Hilfe Schweiz<br />

kritisierten, ihre Kampagnen fruchteten<br />

nichts, man operiere an der<br />

Zielgruppe vorbei. «Belegt» wurde<br />

diese Aussage mit den immer noch<br />

steigenden Ansteckungszahlen speziell<br />

bei Männern, die mit Männern<br />

Sex haben.<br />

Mitte Oktober nun wurde in Brüssel<br />

eine Studie vorgestellt. Sie attestiert<br />

der Schweiz eine «Nahezu<br />

perfekte Aids-Prävention». Bei der<br />

Bekämpfung von HIV und Aids gehört<br />

die Schweiz im europaweiten<br />

Vergleich zur Spitzengruppe. Sie<br />

liegt auf Rang drei. Ausgerechnet in<br />

dieser Situation, wo sich die Aids-<br />

Hilfe Schweiz in ihrer Arbeit bestätigt<br />

fühlt, brachte der Cruiser ein Interview<br />

mit einem HIV-Betroffenen<br />

(nachzulesen auf www.cruiser.ch), in<br />

dem hapige Vorwürfe auch an die<br />

Aids-Hilfen gemacht wurden.<br />

Die Reaktionen blieben nicht aus.<br />

Es gab Gratulationen, dass der Cruiser<br />

so ein Interview veröffentlicht.<br />

Es gab Zustimmungen zur Meinung<br />

des Interviewten. Aber auch konträre<br />

Meinungen. Die Aids-Hilfe Schweiz<br />

war nicht gerade begeistert, kam<br />

durch das Interview aber zur Einsicht,<br />

dass zu wenig bekannt ist, was<br />

sie alles tut und dass sie dagegen etwas<br />

tun muss. Die Zürcher Aids-Hilfe,<br />

die näher an der Szene dran ist,<br />

liess durchblicken, dass das angriffige<br />

Interview etwas Gutes hat: Das<br />

Thema HIV und Aids bleibt in der<br />

Diskussion. Auch aus dem Bundesamt<br />

für Gesundheit kam eine Reaktion.<br />

Roger Staub hat einen offenen<br />

Brief an «Alex» geschrieben (auf der<br />

nächsten Seite). Und ein HIV-Betroffener<br />

aus Luzern erzählte in einem<br />

langen Telefongespräch von seiner<br />

Erfahrung: Die Aids-Hilfe Luzern<br />

war ihm wirklich eine «Hilfe».<br />

Das mit der Zeit überdrüssige Thema<br />

immer wieder in die Diskussion<br />

zu bringen, ist wichtig. Die Aids-<br />

Hilfe Schweiz, als Dachorganisation<br />

der regionalen Aids-Hilfen, muss bei<br />

dem Thema notgedrungen eine «Korrekte,<br />

einheitliche Sprachregelung»<br />

finden. Das kommt beim einfachen<br />

Mann nicht unbedingt verständlich<br />

an. Die regionalen Aids-Hilfen dürfen<br />

sich da schon etwas lockerer geben.<br />

Beispiel: «Hildegard»-Kolumnen<br />

Letztendlich sind es aber die Medien,<br />

die es sich erlauben dürfen und<br />

müssen, Aussagen zu publizieren,<br />

die auch mal provozieren.<br />

<br />

Martin Ender


Seite 10<br />

kalender<br />

<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

Ein Mann für jeden Mann<br />

Wenn der Realo fehlt,<br />

dann wenigstens ein<br />

Mann über dem Bett –<br />

auf Papier natürlich<br />

Bereits zum fünften Mal erscheint<br />

der Männererotik-Kalender «Men in<br />

the Alps». Ein Wohltätigkeitsprojekt<br />

des gleichnamigen Vereins in Bozen<br />

von Peter Viehweider und Gerhard<br />

Zanetti. Der gesamte Nettoerlös geht<br />

an die Südtiroler Aids-Hilfe Pro Positiv<br />

und den Verein Debra (Schmetterlingskinder).<br />

In den vergangenen<br />

vier Jahren waren es über 27 000. Für<br />

die neue Edition waren 16 Männer<br />

aus dem Südtirol und anderen italienischen<br />

Provinzen und aus Wien beim<br />

Foto-Shooting zum Thema «Musik<br />

in den Bergen» in freier Natur mit<br />

dem Dresscode: knappe Hose oder<br />

nackt.<br />

Shop von Timm.de, dem schwulen<br />

Fernsehen.<br />

Ausserdem: Peter und Gerhard<br />

würden gerne für die Edition <strong>2011</strong><br />

auch mal Jungs aus der Schweiz<br />

vor die Kamera zerren. Striplustige<br />

Schweizer melden sich am besten<br />

auf oben genannter Website an.<br />

Gay-Kalender von Bruno Gmünder<br />

Die Auswahl an Gay-Kalendern<br />

aus Berlin wird immer vielfältiger.<br />

Zusätzlich zum erfolgreichen Klassiker<br />

im Format 21 x 28 cm gibt es<br />

für 2010 drei Kalender in der Grösse<br />

28 x 42 cm. Diese Kalender sind im<br />

Macho City Shop in Zürich und auf<br />

www.brunos.de/shop erhältlich.<br />

<br />

Von Kurt Büchler<br />

Ob all die attraktiven Jungs schwul<br />

sind, fragten wir die Initianten. «Das<br />

wissen wir leider nicht. Auch wenn<br />

wir selbst schwul sind, ist die sexuelle<br />

Orientierung der Models für uns<br />

kein Auswahlkriterium. Für uns stehen<br />

in erster Linie Ausdrucksstärke,<br />

Offenherzigkeit, Sympathie und<br />

Hilfsbereitschaft im Vordergrund.<br />

Alles andere ist reine Privatsache...<br />

und den Spekulationen und Fantasien<br />

der Käufer überlassen.»<br />

Der Kalender kann für 15.– Euro<br />

auf der Website www.men-in-the-alps.<br />

com bestellt werden oder auch im<br />

Offener Brief<br />

Lieber Alex<br />

Danke, dass Du Dich outest als<br />

Mann, der mit HIV lebt (Interview<br />

im Cruiser 10 / 2009). Danke, dass<br />

Du Deine Vorwürfe an die Gesellschaft<br />

und die Aids-Hilfen öffentlich<br />

machst. Ich bin Dir dankbar, dass<br />

Du öffentlich sagst, wie und warum<br />

Du Dich angesteckt hast. Viele<br />

Menschen, nicht nur Schwule, stecken<br />

sich in einer Lebensphase mit<br />

schlechter psychischer Gesundheit<br />

an. Wenn es einem schlecht geht, ist<br />

menschliche Nähe wichtiger als Safer<br />

Sex. Trotzdem gefällt mir nicht,<br />

dass Du sagst: «Ich weiss nicht, wer<br />

mich angesteckt hat». Fakt ist, dass<br />

Du Dich nicht geschützt hast.<br />

Du hast sicher recht mit der Bemerkung,<br />

dass HIV dank antiretroviraler<br />

Medikamente zu einer chronischen<br />

Infektion geworden ist und<br />

die Krankheit Aids in entwickelten<br />

Ländern selten geworden ist. Ob die<br />

Aids-Hilfen Deinen Rat annehmen,<br />

sich ihren Namen zu überlegen, werden<br />

wir sehen.<br />

Die mangelnde Solidarität in der<br />

Schwulenszene macht auch mir Sorgen.<br />

Ob man dafür einfach nur der<br />

Aids-Hilfe die Schuld geben kann,<br />

bin ich mir nicht sicher. Mir fällt<br />

auf, dass die Szene «cool», im Sinne<br />

des Wortes: KALT, geworden ist. Kein<br />

Platz mehr für Gespräche, Nähe,<br />

menschlichen Umgang. Daran sind<br />

nicht nur die Anbieter von der Szene<br />

schuld, sondern auch die Konsumenten.<br />

Wieweit die Aids-Hilfe darauf<br />

überhaupt noch Einfluss hat, ist<br />

unklar: Weder Anbieter noch Konsumenten<br />

wollen sich im Ausgang vom<br />

Thema stören lassen.<br />

Was nun? Meiner Meinung nach<br />

hilft nur etwas: (Selbst-)Organisation<br />

von Menschen, die es so sehen wie<br />

Du und etwas ändern wollen. Und<br />

dann eintreten und auftreten für<br />

die gemeinsamen Anliegen und Einfluss<br />

nehmen. Als Herbert R., Marcel<br />

U. und ich 1985 die Aids-Hilfe gegründet<br />

haben, wurde die Aids-Hilfe<br />

schnell zu einer sozialen Bewegung,<br />

vor allem von Schwulen. Hunderte<br />

haben ehrenamtlich mitgearbeitet<br />

und haben Druck gemacht auf Betreiber<br />

von Bars und Saunen. Das<br />

ist auch heute noch oder wieder<br />

möglich. Entweder in der Aids-Hilfe<br />

oder in einer neuen Organisation,<br />

die sich schwule Gesundheit auf die<br />

Fahne schreibt und sich artikuliert.<br />

Die Experten, welche das aktuelle<br />

HIV/Aids-Programm des Bundes evaluiert<br />

haben, raten denn auch, dass<br />

sich eine Organisation für schwule<br />

Gesundheit «von unten» organisieren<br />

müsste und empfiehlt dem BAG,<br />

solche Bewegungen zu fördern und<br />

zu unterstützen. Was ich hiermit<br />

verspreche.<br />

Zum Schluss noch dies: Der Vorwurf,<br />

die Aids-Hilfen würden Informationen<br />

zurückhalten, ist nicht berechtigt.<br />

Die Schweiz hat mit dem<br />

Statement der Eidgenössischen Aids-<br />

Kommission weltweit für Aufsehen<br />

gesorgt. Die Aids-Hilfe steht voll<br />

hinter der Aussage, dass eine HIVpositive<br />

Person mit einer funktionierenden<br />

Therapie, einem seit über 6<br />

Monaten nicht nachweisbaren Viralload<br />

und keinen anderen sexuell<br />

übertragbaren Infektionen (STI)<br />

nicht ansteckend ist. Dein Vorschlag,<br />

statt nach HIV nach Medis zu fragen,<br />

funktioniert grad wegen der anderen<br />

«Käfer» nicht, denn sicher ohne<br />

andere STI kann einer nur sein, der<br />

relativ monogam lebt. Darum mein<br />

Vorschlag: Beim Sex gar nichts fragen,<br />

sondern Safer Sex machen. Und<br />

wenn daraus eine Beziehung wird,<br />

gemeinsam zum Checkpoint gehen<br />

und sich beraten und testen lassen.<br />

Und dann gemeinsam Regeln vereinbaren<br />

und einhalten!<br />

Roger Staub<br />

Leiter der Sektion Aids im BAG<br />

Mitbegründer der Aids-Hilfe<br />

Schweiz (1985)


<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

forum<br />

Seite 11<br />

«Wahrscheinlich hätte ich mich auch<br />

gleich aus dem 5. Stock werfen können»<br />

Jeremy Ziegler schreibt über<br />

sein vergangenes Jahr an der<br />

BMS in Zürich.<br />

Schwul an der Berufsmaturitätsschule<br />

Schon kurz nach Beginn der BMS in Zürich fanden<br />

mich die Hinterwäldler und zeigten mit dem<br />

Finger auf mich. Es interessiert mich nicht, ob ich<br />

«schwul» aussehe, ich bin es und weiss es.<br />

Den kleinen Jungs jedoch schien ich zu gefallen.<br />

In jeder Pause standen sie vor meinem Klassenzimmer,<br />

beobachteten meine Schritte, pöbelten,<br />

johlten mir nach und erhofften eine Reaktion.<br />

Diese kleinen beschissenen Loser. Ich hatte weder<br />

Zeit noch Interesse an diesem Kindergarten<br />

und konzentrierte mich auf das Schuljahr und<br />

gute Noten.<br />

Die alte Leier<br />

Leider wurden diese Pseudo-Gangster immer<br />

aggressiver, besessener und es gelang mir nicht<br />

mehr, sie aus meinem Schulalltag auszublenden.<br />

Auf einmal waren sie überall. In der Kantine, Toilette,<br />

auf dem Pausenplatz, im Lift, überall riefen<br />

sie mir nach: «Scheiss-Schwuchtel, schwule Sau»<br />

& Co., derselbe Mist, den ich schon seit Jahren<br />

höre. Es wurde mir unangenehm. Beleidigungen<br />

auf der Strasse bin ich mir gewohnt, jedoch hier,<br />

in diesem Riesenbetongebäude, konnte ich den<br />

Attacken, diesem Hass, nicht ausweichen. Die<br />

Schimpfwörter hallten den Wänden entlang und<br />

niemand war da, um mich zu verteidigen, kein<br />

grosser, heterosexueller Bruder, der schon seit der<br />

Primarschule Kampfunterricht nahm, ich war alleine,<br />

ausgeliefert und schämte mich gegenüber<br />

meinen Klassenkameraden, die wie ich die Welt<br />

nicht mehr verstanden.<br />

Was war da passiert?? So was hatte ich doch<br />

schon längst hinter mir??<br />

Die Schwulen niederschiessen<br />

Dann eines Tages stellte sich so eine Witzfigur<br />

vor mich, kotzte mir beinahe ins Gesicht und<br />

schrie: «So etwas wie Dich sollte man umbringen,<br />

eine Waffe draufrichten und niederschiessen.»<br />

Bang! – Auf einmal war alles wieder da, innert<br />

einer Sekunde riss es meine ganze sorgfältig<br />

verarbeitete «schwulenfeindliche» Schublade aus<br />

den 90ern wieder auf. (...als auch meine kurze<br />

Schwärmerei für «Päddy» von der Kelly Family).<br />

Der ganze homophobe Scheiss aus Chur feierte<br />

ein Comeback, mein Herz pochte, der Puls raste<br />

und all die tausend Gedanken damals mit 15<br />

hackten wieder auf mich ein. Eine tolle Zeit begann,<br />

mit Bauchweh am Morgen, Zittern beim<br />

Schuleingang, Schleichwegen ins Klassenzimmer<br />

und dauernd bereit, mich zu verteidigen. Die Situation<br />

beschäftigte mich privat, nachts und während<br />

des Unterrichts.<br />

Ignoranz<br />

So konnte es nicht weitergehen. Nach einiger<br />

Zeit fand ich meinen Stolz und meine Kraft wieder<br />

und beschloss, die Schulleitung zu kontaktieren.<br />

Vom Regen in die Traufe. Die Schulleitung,<br />

eine Hexe aus dem Norden, kannte das Wort<br />

«schwul» noch aus den «rosa Listen» und Krankheitsregistern<br />

der Psychokliniken. Dieses Urgestein<br />

blockte mich sofort, sie wollte gar nichts<br />

hören. Als offen lebender Schwuler, liess sie mich<br />

wissen, würde ich diese Anfeindungen provozieren<br />

und trüge selber Schuld an der Miesere. Ja logo,<br />

genau so bestraft Gott böse Menschen mit Krebs<br />

und ehrliche Menschen werden Politiker.<br />

Nach diesem Gespräch ignorierte sie mich<br />

stets, einmal lief sie beinahe in eine Wand, nur<br />

weil sie den Augenkontakt zu mir vermeiden wollte.<br />

Schnepfe.<br />

Kein Happy End<br />

Kurz gesagt, es wurde nicht besser. Dieses Jahr<br />

hat mich sehr viel innere Reife gekostet und warf<br />

mich in meiner persönlichen Entwicklung weit<br />

zurück. Ich war ganz alleine und betrat beim<br />

Schuleingang eine andere, stehengebliebene Welt.<br />

Mit sehr viel Anstrengung konnte ich weiterhin<br />

gute Noten erzielen und mit lautem MP3-Player<br />

das Gelaber ringsum übertönen (Natürlich habe<br />

ich jetzt einen Hörschaden).<br />

Während des Jahres kontaktierte ich sogar einen<br />

Anwalt, einfach so, weil ich diese Homophobie in<br />

der heutigen Zeit hier in der Schweiz und das sogar<br />

in Zürich, nicht hinnehmen wollte. Ich war bereit,<br />

jeden Einzelnen dieser Scheisser anzuzeigen<br />

und die gesamte Schulleitung dazu. Schliesslich<br />

beschloss ich, das Jahr einfach durchzuziehen,<br />

der rechtliche Aufwand hätte sich für die übrigen<br />

Monate nicht mehr gelohnt. Also besorgte ich mir<br />

ein ärztliches Zeugnis und arbeitete nur noch von<br />

Zuhause aus. Die Berufsmatura habe ich dennoch<br />

bestanden.<br />

Never forget…<br />

Man trifft sich im Leben immer zweimal, hier<br />

in der Schweiz sowieso. Schwule Männer arbeiten<br />

schneller, härter, ehrgeiziger, weil sie sich immer<br />

beweisen müssen. Schwupp di wupp und wir besetzen<br />

Kaderstellen, sind wichtige Bindeglieder,<br />

loyale Vertrauenspersonen. Unser Wesen wird<br />

geschätzt, Diskriminierung macht uns stark. Irgendwann<br />

wird ein Schwulenhasser, so ein kleiner<br />

Pisser, von uns abhängig sein. Und dann ist<br />

es nur mehr als fair, wenn wir uns zurücklehnen,<br />

an früher denken…. und vielleicht auch etwas<br />

gemein sind.<br />

<br />

Von Jeremy Ziegler<br />

Forum<br />

Im Forum gibt der Cruiser seinen Lesern eine<br />

Plattform, auf der sie subjektive Meinungen<br />

und persönliche Erfahrungen veröffentlichen<br />

können.<br />

Anzeige


Seite 12<br />

szene<br />

<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

«Mit Make-up &<br />

Trompeten»<br />

Das schrägste Party-<br />

Label von Zürich<br />

Am 7. <strong>November</strong> darf endlich<br />

wieder völlig losgelöst und total<br />

durchgeknallt Party gemacht werden.<br />

Das Büsi wetzt seine Krallen,<br />

und lädt zum Rundumschlag. Zweimal<br />

im Jahr gibt Büsi Enterprise<br />

so richtig Gas! Diesmal entführt<br />

uns Kater Branko in den dunklen<br />

Party-Bunker des Superzero und<br />

wird von den beiden Top-Djs AuraTrauma<br />

(HOMO Longstreet) und<br />

Minus8 musikalisch bestens unterstützt.<br />

Das Publikum steht wie immer<br />

im Mittelpunkt, also schmeisst<br />

euch in Schale und überzeugt mit<br />

der unmöglichsten Garderobe – eben<br />

ganz Disastrous Dresses only und<br />

wer mit (s)einer Trompete kommt,<br />

erhält einen kräftigen Shot. Also liebe<br />

Naschkatzen, stiefelt euch, denn<br />

hier wird beste Abend-Unterhaltung<br />

geboten!<br />

Mon Amour Queer<br />

Birthday Party<br />

Im neuen Vertigo<br />

Am Freitag, 20. <strong>November</strong> 2009,<br />

findet die MON AMOUR Birthday Party<br />

statt. Seit einem Jahr organisiert<br />

MON AMOUR erfolgreich Queer-Parties<br />

der Extraklasse. Erinnern wir uns<br />

an die letzte hammermässige Sommer-Party<br />

im Schmucklerski. Die<br />

Location ist diesmal das neu umgebaute<br />

Vertigo im Zürcher Niederdorf.<br />

DJ Allure and DJ Angel O sorgen für<br />

mitreissenden Sound (Electronic<br />

House, Tribal). Dank der neuen Isolation<br />

im Vertigo sind der Lautstärke<br />

nun endlich keine Grenzen mehr gesetzt.<br />

DJ Allure (u.a. Berlin CSD, Ibiza<br />

Beachparty), welcher bereits mehrmals<br />

bei MON AMOUR aufgelegt hat,<br />

wird die Stimmung in der Nacht vor<br />

der Blackparty überkochen lassen.<br />

Unterstützt wird er von DJ Angel O,<br />

welcher in der Zürcher Gay-Szene bestens<br />

bekannt ist und schon manche<br />

Nacht unvergessen machte. Neben<br />

der Animation Blue Star gibts, wie<br />

üblich an einer Birthday Party, auch<br />

etwas zum Auspacken. ...like usually:<br />

Don’t miss it!<br />

Freitag, 20. Nov. 2009 ab 23.00 Uhr<br />

im Vertigo, Niederdorfstrasse, 10<br />

Zürich.<br />

Eintritt CHF 25.–,<br />

Reduktion CHF 5.– mit Flyer<br />

Büsi Enterprise mit Make-up &<br />

Trompeten, Samstag, 7. <strong>November</strong><br />

2009, ab 23.00 Uhr<br />

Superzero, Zähringerstrasse 39,<br />

8001 Zürich<br />

Eintritt CHF 15.–, no Guestlist!<br />

Gay-Tantra Afterwork<br />

Party in Zürich<br />

Unter der Leitung von<br />

Armin-Christoph Heining<br />

im Club Loop 38<br />

Armin-Christoph zeichnet sich<br />

in seinem Tun besonders durch seine<br />

Klarheit und Zielstrebigkeit aus:<br />

Ohne zu «missionieren» oder zu bedrängen,<br />

versteht er es, zu initiieren<br />

und auszudrücken, wovon er im Innersten<br />

überzeugt ist. Sein Lebensmotto<br />

lautet: Mit der inneren Tiefe<br />

verbunden spielerisch und leicht im<br />

Hier und Heute leben.<br />

Armin-Christoph Heining (1960),<br />

ist Diplomtheologe, Pädagoge und<br />

Heilpraktiker. Er sieht sich als Mönch<br />

und Wanderer auf spirituellen Wegen,<br />

Lehrender und Lernender zugleich.<br />

Als Benediktiner (Frater Christoph)<br />

kam er 1983 in Kontakt mit<br />

dem Versenkungsweg christlicher<br />

Kontemplation und übte diesen unter<br />

Anleitung anerkannter Lehrer<br />

ein.<br />

Armin-Christoph wurde SkyDancing-Tantra-Lehrer<br />

und übertrug diesen<br />

Weg in den Bereich homosexueller<br />

Männer. Seit 1992 unterrichtet<br />

er im In- und Ausland. Seine Seminare<br />

besuchen vor allem Männer, die<br />

Neues ausprobieren und ihre Sexualität<br />

vertiefen möchten oder eine<br />

Verbindung von (Homo)Sexualität<br />

und Spiritualität suchen.<br />

Armin-Christoph bietet Seminare<br />

und Ausbildungen an. Er gibt auch<br />

tantrische Einzelsitzungen (Atem-/<br />

Körperarbeit und Massage), therapeutische<br />

Sitzungen der CranioSacralen<br />

und Visceralen Therapie und Entspannungseinheiten<br />

im körperwarmen<br />

Wasser (Warmwasser-Tantra).<br />

Der Seminarleiter ist Vorstand der<br />

«Stiftung Sexualität & Spiritualität»<br />

und Autor zahlreicher Veröffentlichungen.<br />

Gay-Tantra Afterwork Party<br />

«Rising the Energy»<br />

Das Programm: Tanz, warme Worte,<br />

Energizer Movements, Fragen und<br />

Antworten, Tanz, Chill-out. Special<br />

Outfit: Sarongh (Hüfttuch), Top<br />

Eintritt Abendkasse: CHF 28.–<br />

Anmeldung Online: CHF 25.–<br />

Montag, 16.11.09<br />

Club Loop 38, Albulastrasse 38<br />

8048 Zürich-Altstetten<br />

Opening: 18.30 Uhr<br />

19.00 Uhr bis ca 22.00 Uhr<br />

www.gay-tantra.de<br />

www.meditation-tantra.com<br />

Celestial 2nd by<br />

Androphil<br />

Der Spirit einer Zeit,<br />

die für immer vergangen<br />

schien<br />

Nach Angaben der Veranstalter<br />

war die erste Ausgabe von «Celestial<br />

by Androphil» im Oktober ein schöner<br />

Erfolg: «Gut besucht, happy Stimmung,<br />

leuchtende Augen, zufriedene<br />

Gäste. Sie haben, auf den Sound von<br />

Thomi B. und Michi K. eingehend,<br />

begleitet vom Lichstspiel von Marcel,<br />

tanzend alle zusammen «den Spirit<br />

einer Zeit, schon als vergangen erklärt»<br />

hochleben lassen!»<br />

Jetzt steht im <strong>November</strong> die zweite<br />

Party an: Feuer, Wasser, Erde, Luft,<br />

das 5. Element (DJ) & DJ Thomi B. mit<br />

Special Light-Show & Darkroom.Doch<br />

davor gibt’s noch, als Kooperations-<br />

projekt von Fred Extasia und Androphil,<br />

Gay Halloween, natürlich am<br />

letzten Oktobertag. Da soll gefeiert,<br />

geliebt, getanzt werden, bis der Morgen<br />

graut. An diesem Abend gibt’s<br />

auch eine spezielle Deko und wer<br />

kostümiert kommt, profitiert von<br />

einem reduzierten Eintritt. DJs Electrostatic,<br />

Thomi B., Fred Extasia.<br />

Gay Halloween,<br />

Samstag, 31. Oktober 2009,<br />

23.00 Uhr<br />

Celestial 2nd by Androphil<br />

Samstag, 21. <strong>November</strong> 2009,<br />

23.00 Uhr<br />

Lotusclub, Pfingstweidstrasse 70,<br />

8005 Zürich<br />

www.androphil.ch<br />

www.celestial.ch<br />

www.dj-thomib.ch


<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

szene<br />

Seite 13<br />

rudeboiz XII<br />

Sports-Lesson<br />

Mit drei neuen DJs<br />

Die Rudeboiz melden sich zurück.<br />

Im <strong>November</strong> 2009 kehren die<br />

Jungs wieder im Bling ein. Bekannt<br />

für ihr musikalisches Konzept und<br />

die familiäre Atmosphäre haben<br />

sich die Macher von Rudeboiz für<br />

den Anlass im <strong>November</strong> gleich drei<br />

neue DJs dazu gebucht.<br />

Das DJ Duo von Purple Project ist<br />

nicht nur was für die Ohren, sondern<br />

auch was fürs Auge. Die beiden<br />

DJs bringen jahrelange Erfahrungen<br />

mit sich und vereinen in ihren Sets,<br />

sexy Hits mit elektronischen Beats.<br />

Unterstützt wird das Duo am Abend<br />

vom Aufsteiger des Jahres in der<br />

Elektromusik-Szene: DJ Pra-Vos begeistert<br />

mit seinen 23 Jahren ein<br />

sehr breites Publikum und setzt auf<br />

Electro-House.<br />

Wer das Konzept von Rudeboiz<br />

kennt, hält wieder Ausschau nach<br />

den beliebten Flyern die zugleich als<br />

Einladung gelten und den Eintrittspreis<br />

an der Abendkasse reduzieren.<br />

Und wer den blauen Streifen unter<br />

die Nase von Helmine Tell hält,<br />

kommt sicher auch bevorzugt rein.<br />

Rudeboiz XII<br />

Samstag, 7.11.09, 22.00 Uhr<br />

Bling Club<br />

Neufrankengasse 22, 8004 Zürich<br />

www.rudeboiz.ch<br />

www.bling-zurich.ch<br />

Flexx­Party in Zürich<br />

Raus mit den Sportklamotten<br />

und rein ins Vergnügen. Mädels –<br />

damit sind richtige Mädels gemeint<br />

– sind ebenfalls dazu aufgefordert.<br />

Die engen Sportklamotten anziehen<br />

und ab geht’s zur Party. Diese Trainingseinheit<br />

macht fit für den kommenden<br />

Winter. Die DJs Jon Doe (La<br />

Demence, Greenkomm und Naughty)<br />

und Ajaxx (flexx-resident) werden<br />

die Party-Gäste mit Progressive,<br />

Tech-House und Tribal zum Schwitzen<br />

bringen. Für Erfrischungen zwischen<br />

den schweisstreibenden Beats<br />

wird natürlich gesorgt.<br />

Hier noch zwei Tipps: Wer nicht<br />

an der Party teilnehmen kann oder<br />

unschlüssig ist, hat die Möglichkeit,<br />

die Party auf flexx-tv mitzuverfolgen.<br />

Für Gäste, welche sich gerne<br />

in schummrigen Ecken amüsieren,<br />

steht der Dark-Space natürlich zur<br />

Verfügung.<br />

Line-up: DJ Jon Doe (Köln), DJ Ajaxx<br />

(Zürich). Bei Flexx wird immer ein<br />

international bekannter DJ auflegen<br />

mit einem Mix aus Progressive, Tech-<br />

House und Tribal-House<br />

Sports-Lesson<br />

Samstag, 7. <strong>November</strong>, ab 23 Uhr<br />

Loop38, Albulastrsse 38,<br />

8048 Zürich<br />

Wandern im Winter<br />

Boyahkasha Island<br />

Mit den «Rosaroten<br />

Schnürsenkeln»<br />

«Les lacets roses», woher kommt<br />

der Name? Vor 18 Jahren gründete<br />

Heinz Rubin die Wandergruppe les<br />

lacets-roses. Man traf sich irgendwo<br />

in der Deutschen Schweiz auf einem<br />

Bahnhof mit pinken Schnursenkeln<br />

als Erkennungszeichen. Daraus entstand<br />

die Wandergruppe mit mittlerweile<br />

rund 200 Mitgliedern. «Les<br />

lacets roses» ist kein Verein und alles<br />

läuft auf freiwilliger Basis.<br />

Christkindelmarkt in Bremgarten<br />

Wandern im Winter? Kann sogar<br />

auch sehr Spass machen! Ist meistens<br />

Das T&M wird 22<br />

mit einem Mittagessen im Restaurant<br />

und einer gemütlichen Wanderung<br />

verbunden!<br />

Die Dezember-Wanderung zum<br />

Beispiel findet am 6. Dezember statt.<br />

Man trifft sich um 10.40 Uhr bei der<br />

Post in Rottenschwil. Dann laufen<br />

wir eine Stunde entlang der Reuss /<br />

Flachsee Richtung Bremgarten. Im<br />

Restaurant Emaus gibt’s dann ein<br />

Mittagessen (auf eigene Kosten).<br />

Nach dem Essen geht’s zum Christkindelmarkt<br />

in Bremgarten (AG), einer<br />

der schönsten in der Schweiz.<br />

Infos erteilt Kurt 0797566059 oder<br />

0319927667<br />

Das weitere Programm ist ersichtlich<br />

auf: www.lacetsroses.ch<br />

Die Partyinsel im<br />

<strong>November</strong><br />

2009 war ein aufregendes und<br />

partygeschwängertes Jahr wie nahezu<br />

kein anderes zuvor und geht nun<br />

auf sein Ende zu. Auch bei «Boyahkasha»<br />

ging es die letzten Monate heiss<br />

zu und her. Genauso soll es auch weitergehen.<br />

Dafür kehren die Veranstalter<br />

an den Ort zurück, wo ihr Partylabel<br />

mitunter seine Wurzeln hat,<br />

und feiern am 14. <strong>November</strong> 09 im<br />

Club Hiltl die letzte «Boyahkasha»<br />

dieses Jahres. Zum krönenden Abschluss<br />

wird extra DJ Dommy Dean<br />

aus Frankfurt eingeflogen,<br />

um mit den Resident-DJs<br />

Raffiness und Zör Gollin<br />

für eine fantastische<br />

Stimmung zu sorgen.<br />

Zudem kann Mann<br />

die Kandidaten der<br />

nächsten Mr. Gay-<br />

Wahl an der Party<br />

treffen und beschnuppern.<br />

Das<br />

frühe Erscheinen<br />

lohnt sich. Nicht<br />

nur wegen den<br />

Doordrags Donna<br />

& Stella.<br />

Grosse Geburtstagsparty<br />

Am 26. <strong>November</strong> 2009 feiert<br />

das T&M seinen 22sten Geburtstag.<br />

In der Gastronomie gelten 22 Jahre<br />

für einen Betrieb als eine Ewigkeit<br />

und machen stolz. Für Menschenkinder<br />

ist es das zarte Alter des Erwachsenwerdens<br />

und für das T&M<br />

bedeutet es einen Grund mehr zum<br />

Feiern. Unter Freunden wird dieses<br />

Jahr in Saus und Braus gefeiert und<br />

auf 22 Jahre Freude, Toleranz und<br />

Unterhaltung angestossen.<br />

Der beliebteste schwule Club der<br />

Schweiz hat speziell für diesen Anlass<br />

Nick Beyeler angagiert. Er demonstriert<br />

seine atemberaubende<br />

Show auf Weltklasseniveau rund<br />

um den Globus. Er ziert Titelbilder<br />

der Weltpresse und wird als Model<br />

für internationale Kampagnen gebucht.<br />

«Spitze wie ein Kunstturner.<br />

Musku lös wie ein Boxer. Beweglich<br />

und elegant wie ein Ballettänzer. Der<br />

vielseitige Sport-Aerobic Weltmeister<br />

2002, der sich mühelos zur menschlichen<br />

Bretzel verformt, heisst<br />

Nick Beyeler.» (Jeannette Studer)<br />

TWENTY TWO<br />

The Anniversary Party of T&M<br />

26. <strong>November</strong> 2009 ab 21.00 Uhr<br />

Host Jazzmin Dian Moore & Helmine<br />

Tell, Special Guest Nick Beyeler<br />

www.g-colors.ch<br />

Flyer_BOYAHKASHA_V1.indd 1<br />

BOYAHKASHA!<br />

Island<br />

Samstag,<br />

14.11.09, 23 Uhr,<br />

Hilt Club<br />

St. Annagasse 16,<br />

8001 Zürich<br />

www.boyahkasha.ch<br />

14.10.2009 17:34:24 Uhr


Seite 14<br />

szene<br />

<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

Arosa Weekend<br />

im Posthotel<br />

Winterwonderland by<br />

Cranberry Bar<br />

Das Posthotel beherbergt im Januar<br />

ja auch Gäste der Gay Skiweek.<br />

Für alle, die den Winter früher beginnen<br />

wollen gibt’s ausschliesslich<br />

im Posthotel, am Obersee gelegen,<br />

ein Gay Winter-Wochenende. Dank<br />

der hohen Lage liegt in Arosa bereits<br />

im Dezember mit Sicherheit Schnee.<br />

Das Posthotel verfügt über 60 modern<br />

ausgestattete Nichtraucherzimmer:<br />

vom gemütlichen Einzelzimmer<br />

bis zur grosszügigen Suite.<br />

Alle Zimmer verfügen über WC, Bad<br />

oder Dusche, Fön, TV, Radio und Telefon.<br />

Die gerade renovierte, hoteleigene<br />

Wellness-Oase mit Sauna und<br />

Whirlpool lädt zum Relaxen ein.<br />

Programm:<br />

Freitag, 4. Dezember 2009<br />

Ab 16.00 Uhr: Ankunft individuell –<br />

Check-in Hotel<br />

19.30 Uhr: Champagner-Apéro an<br />

der Post Bar<br />

20.15 Uhr: Abendessen - Salat und<br />

Spaghettiplausch im Posthotel<br />

Anschliessend: Disco @ Post Bar mit<br />

Glitzerhaus<br />

London Selection<br />

Big Party Opening @<br />

Lotus Club Zürich<br />

Aus dem jährlichen Stuttgarter<br />

CSD-Partyprojekt «Männernacht»<br />

entstand im Jahr 2008 aufgrund der<br />

grossen Nachfrage die Selection-Party-Reihe.<br />

Es gab einen Bedarf an neuer<br />

Musik, welche die Macher bei Besuchen<br />

in anderen Party-Metropolen<br />

auch gefunden haben: «Unsere DJs<br />

haben wir alle selbst live gehört und<br />

nicht auf Myspace gefunden. Uns ist<br />

und war es wichtig, dass unsere DJs<br />

durch ihre Sets die Leute begeistern<br />

und mitreissen können, egal, ob international<br />

bekannt oder Newcomer.<br />

Dies ist uns wichtig, um die Authentizität<br />

unseres ‹Babys› zu gewährleisten.<br />

Wichtig ist uns auch, dass unser<br />

Publikum lustig, witzig ist und feiern<br />

kann. Man(n) darf auch mal eine<br />

Freundin mitbringen.»<br />

Nach einem erfolgreichen Jahr<br />

und dem Umstand, dass eine Hälfte<br />

des Stuttgarter Selection-Teams<br />

nach Zürich umgezogen ist, ist es<br />

nur logisch, dieses Partykonzept<br />

auch nach Zürich zu bringen. Als Location<br />

kam eigentlich nur der Lotus<br />

Samstag, 5. Dezember 2009<br />

7.30 bis 10.30 Uhr: Frühstücksbuffet<br />

Anschliessend: Skifahren oder<br />

Relaxen in der Carmenna Hütte,<br />

(reservierte Liegestühle)<br />

Ab 16.00 Uhr: Après-Ski in der<br />

Iglu bar und Erholen im reservierten<br />

Wellnessbereich des Hotels,<br />

19.15 Uhr: Apéro an der Post Bar<br />

mit anschliessendem Fondue-Essen<br />

22.00 Uhr: Nachtschlitteln am<br />

Hausberg<br />

Anschliessend: Disco @ Post Bar mit<br />

Glitzerhaus<br />

Sonntag, 6. Dezember 2009<br />

Bis 11.30 Uhr: Frühstücksbuffet<br />

12.00 Uhr: Check-out – Rückreise<br />

individuell<br />

Unterkunft im Doppelzimmer<br />

(pro Person) CHF 380.– (2 Übernachtungen<br />

inkl. Frühstück, 2 Apéros<br />

und Après-Ski Hot Drink, 2 Abendessen<br />

(ohne Getränke), Nutzung<br />

des Wellnessbereichs.<br />

Winterwonderland by Cranberry Bar,<br />

Arosa, 4. bis 6. Dezember 2009<br />

Anmeldeschluss ist der<br />

16. <strong>November</strong> 2009<br />

Per Post, Fax +41 81 377 40 43 oder<br />

mail@posthotel-arosa.ch<br />

Club in Frage. Nur mit dieser Location<br />

und ihrer langen Partytradition<br />

lässt sich das bewährte Konzept der<br />

Selection-Party in Einklang bringen.<br />

«Mann, Muskeln, Musik» gab es dort<br />

schon lange. Nun kommt «laut, stark<br />

und geil» dazu. Dennoch wird konsequent<br />

Safer Sex in einer «safer clubbing<br />

culture» propagiert. Wer Lust<br />

auf ungestörte erotische Erlebnisse<br />

während der Party hat, der hat die<br />

Möglichkeit, sich diskret zurückzuziehen.<br />

Die Selection-Party-Reihe soll in<br />

Zürich für eine neue und grosse Gayparty<br />

stehen.Mit DJ David Jimenez<br />

und DJ The Oli konnten bereits fürs<br />

Opening zwei internationale Elite-DJs<br />

gewonnen werden. Garniert<br />

wird die Party mit ausgefallener<br />

Deko, Welcomedrink, Lasershow, Visuals<br />

sowie sexy Dancers und vielen<br />

Überraschungen für die Gäste.<br />

Samstag, 14. <strong>November</strong> 2009<br />

23.00 Uhr till late<br />

Lotus Club<br />

Pfingstweidstrasse 70<br />

8005 Zürich<br />

www.selectionparty.ch<br />

Der schwule<br />

Freitag in Zürich<br />

T&M und Club AAA!<br />

mit einem breiten<br />

Angebot<br />

Das T&M und der Club AAA! beleben<br />

seit geraumer Zeit die Party-<br />

Szene mit ihren Konzepten für den<br />

Freitag. Die Freitag-Parties sprechen<br />

mit ihren DJ Bookings Liebhaber<br />

von Disco-, R’n’B- und Elektromusik<br />

an. Jeweils der erste Freitag im Monat<br />

gehört den Fans von R’n’B und<br />

Dance. Fans von Baggy-Pants, Caps<br />

und geilen Turnschuhen honorieren<br />

Bootylicious durch ein zahlreiches<br />

Erscheinen. Jeder zweite Freitag gehört<br />

den Fans von Kyle Minogue hin<br />

zu Pet Shop Boys und den neusten<br />

Disco Remixes aus den Top Charts.<br />

Anzeige<br />

DJ JON DOE<br />

Greenkomm - Köln<br />

La Demence - Brüssel<br />

XXX Leather - Amsterdam<br />

DJ AJAXX<br />

CSD - Stuttgart<br />

Selection - Stuttgart<br />

Flexx Resident - Zürich<br />

Samstag<br />

7. <strong>November</strong><br />

open<br />

from<br />

23.00<br />

till late<br />

Unter dem Titel: «Best Of Disco von<br />

damals bis heute» feiern die beiden<br />

DJs D!namike und DJ Groovmaster<br />

bis in die frühen Morgenstunden.<br />

Zum Zug kommen schliesslich auch<br />

die Fans von elektronischer Housemusik.<br />

Elektro College zählt zu den<br />

gefragtesten Party Spots. Jeden Freitag<br />

jeweils ab 22.30, geht die Party<br />

im Club AAAH los. Der Club mit seiner<br />

familiären Infrastruktur lässt es<br />

zu, im intimen Rahmen sexy Jungs<br />

kennen zu lernen und nach geilster<br />

elektronischer Musik abzutanzen.<br />

Erster Freitag: Bootylicious<br />

Zweiter Freitag: Disco Disco Disco<br />

Jeder Freitag: ElectroCollege<br />

G-Colors, Marktgasse 14<br />

365 Tage offen bis 4 uhr<br />

www.g-colors.ch<br />

www.flexx-party.ch<br />

Albulastrasse 38<br />

8048 Zürich<br />

progressive<br />

tribal-house<br />

tech-house


<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

musik & film<br />

Seite 15<br />

Benjamin Biolay *****<br />

La Superbe<br />

Er ärgert sich über die ewigen Gainsbourg-Vergleiche,<br />

will nicht Retter eines Genres sein.<br />

Doch Tatsache ist: Keiner baut in der französischen<br />

Musiklandschaft derzeit so markant<br />

wie Biolay. Seiner Schwester Coralie Clément<br />

hat er butterzarten Bossa Nova auf den Leib geschrieben,<br />

für Carla Bruni hat er arrangiert,<br />

für Keren Ann und Françoise Hardy. Nun singt<br />

er endlich wieder selbst. Ist es Frenchpop?<br />

E-Chanson? Postpunk? 22 stilbildende Hörenswürdigkeiten errichtet der<br />

melancholische Liedarchitekt auf der Baustelle zwischen Vergangenheit und<br />

Zukunft, schichtet Worte und Noten sorgfältig aufeinander, spannt Saiten<br />

von Violinen und E-Gitarren. Von aussen scheinen seine Gebäude kalt, Beton<br />

und Glas, sie reflektieren und werfen lange dunkle Schatten, doch im<br />

Innern läuft immer ein nostalgischer Schwarzweissfilm, neben den Neonlichtern<br />

flackert eine Kerze, Antiquitäten fusionieren mit der Avantgarde.<br />

An Baumeister Biolay wird in Frankreich weiterhin keiner vorbeikommen.<br />

(rg)<br />

Natalie Imbruglia ***<br />

Come to Life<br />

«Torn» war ihr erster Hit und einer der hartnäckigsten<br />

Ohrwürmer der 90er. Schon damals<br />

waren ihre Augen grösser als ihre Stimme,<br />

und spätestens seit Kylie wissen wir, dass sich<br />

singende australische Soap-Stars bestens konservieren<br />

lassen. So räkelt sich Nat im neuen<br />

Clip mindestens ebenso sexy wie vor 12 Jahren.<br />

Unschwer zu erkennen, dass es sich bei «Want»<br />

um einen Coldplay-Song handelt. Chris Martin<br />

sagt sogar, es sei sein bester. Aber auch die Musik kommt direkt aus der<br />

Tief kühl-Abteilung. Ecken und Kanten wurden den Melodien sorgfältig aufpaniert,<br />

darunter bleiben sie makellos, uninteressant, fad. Bestes Beispiel:<br />

«Fun», eine sofort lösliche Trockenballade. Dazu landen Folk und Electro im<br />

Einkaufskorb, Instant-Indie und Dosenfolk. Pop für Mikrowellen und Radiowellen<br />

auf einem Album, das Imbruglia nicht nötig gehabt hätte. Die elegante<br />

«Ist mir doch scheissegal»-Haltung erweist sich aber als raffiniertes<br />

Gewürz. Und manchmal hat ja jeder Lust auf Tiefkühlkost. (rg)<br />

Swiss Jazz Orchestra****<br />

Buebetröim 2<br />

Neu ist die Idee nicht. Seit Robbie Williams ist<br />

so mancher in Sinatras Fussstapfen getreten,<br />

mehr oder weniger strauchelnd. Für die Fortsetzung<br />

des Buebetröim-Projekts hat auch die<br />

vereinigte Schweizer Mundartversammlung<br />

die Bergstiefel wieder gegen Lackschuhe eingetauscht.<br />

Wer denkt, diese könnten für Adrian<br />

Stern, Ritschi oder Gigi Moto ein paar Nummern<br />

zu gross sein, irrt sich. Der Glamour<br />

sitzt, das Publikum steht auf. Nur ganz selten klebt ein letztes Stückchen<br />

Schlagerzelt oder Musicaltheater an der Sohle. Die Idee zündet erneut, die<br />

Funken sprühen. Sina trifft Cole Porter, hochkarätige Präzision trifft ungezähmtes<br />

Talent und das Bierhübeli trifft Las Vegas. Wenn von der Heide<br />

«Paris c’est toi» als Swing schmettert und Heidi Happy Bigband-Rückendeckung<br />

bekommt, tönen die Originale neben den neuen Jazz-Arrangements<br />

plötzlich wie Demoversionen, wie pures Understatement. Auf der Suche<br />

nach dem grössten Schweizer Hit wird man hier um Klassen besser bedient<br />

als anderswo. (rg)<br />

Harry Potter 6 ****<br />

Abenteuer<br />

In «Harry Potter und der Halbblutprinz» schliesst<br />

sich Voldemorts Faust immer enger um die Welt<br />

der Muggels und der Zauberer – sogar in Hogwarts<br />

ist man nicht mehr so sicher wie früher.<br />

Harry vermutet die Gefahr in der Burg selbst,<br />

doch Dumbledore konzentriert sich eher darauf,<br />

Harry auf die Entscheidungsschlacht vorzubereiten,<br />

die nun bald bevorsteht. Unterdessen<br />

haben die Schüler noch ganz andere<br />

Probleme: In den Mauern der Burg spielen die<br />

Teenager-Hormone verrückt. Harry fühlt sich<br />

immer stärker zu Ginny hingezogen, Lavender<br />

Brown hat sich Ron ausgesucht, währenddessen Hermine vor Eifersucht<br />

kocht. Nur ein Schüler bleibt inmitten dieser knospenden Romanzen völlig<br />

unbeeindruckt: Malfoy. Dieser schmiedet einen finsteren Plan. Während alle<br />

Welt verliebt ist, bahnt sich eine Tragödie an, die Hogwarts unwiderruflich<br />

verändern könnte. Das sechste Abenteuer des Zauberlehrlings ist elegant<br />

inszeniert, lässt aber die Spannung vermissen. (dd)<br />

Hilde ***<br />

Biografie<br />

Hildegard Knef geht einen langen Weg, bis sie<br />

zu sich selbst findet: Aus bedrückenden familiären<br />

Verhältnissen gelingt ihr der Sprung in<br />

die Schauspielausbildung, doch in den letzten<br />

Kriegswirren zählt nur mehr das blanke Überleben.<br />

Nach Filmerfolgen und Fehlgriffen, falschen<br />

und richtigen Männern, lähmender Langeweile<br />

in Hollywood und einer turbulenten Hassliebe<br />

zum deutschen Publikum muss die Kämpfernatur<br />

Hilde lernen, dass andere Dinge zählen als<br />

der Ellenbogenkampf im Showbiz. Hildegard<br />

Knef war die Sünderin, ein Kinotraum, ein Weltstar,<br />

eine Ikone. Ihr Leben bietet Stoff für eine ganze Serie. Regisseur Kai<br />

Wessel versuchte der fesselnden Lebensgeschichte der deutschen Legende<br />

in etwas mehr als zwei Stunden gerecht zu werden. Leider klappte das nicht<br />

ganz. Einzig Heike Makatsch besticht als die Knef und liefert sowohl schauspielerisch<br />

als auch gesanglich eine absolute Glanzleistung. (dd)<br />

Drag me to Hell ****<br />

Horror<br />

Christine Brown (Alison Lohman) liebt ihren<br />

Bankjob und ihren Freund. Doch eine einzige<br />

Entscheidung macht ihr glückliches Leben zunichte:<br />

Um ihren knallharten Chef zu beeindrucken,<br />

verweigert Christine einer scheinbar<br />

hilflosen alten Frau die Verlängerung ihres Hypothekenkredits.<br />

Doch die mysteriöse Alte weiss<br />

sich zu rächen! Sie belegt Christine mit einem<br />

grausamen Fluch, der ihr Leben zur Hölle auf Erden<br />

werden lässt. Gehetzt von Dämonen und düsteren<br />

Horror-Visionen, beginnt Christines Wettlauf<br />

gegen die Zeit. Sie hat nur drei Tage, um den<br />

Fluch zu brechen oder auf ewig in der Hölle zu leiden. Regisseur Sam Raimis<br />

Rückkehr zum Horrorfilm ist grandios. Und ein wahres Fest für Freunde<br />

wie Feinde der SVP-Nationalrätin Natalie Rickli. Diese sieht der Hauptdarstellerin<br />

Alison Lohman zum Verwechseln ähnlich. Und wenn sich am Ende<br />

des Films der Schlund der Hölle öffnet, müsste man lügen, hätte man nicht<br />

schon so einige Kreaturen direkt dorthin schicken wollen. (dd)


Seite 16<br />

living<br />

<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

Tipps und Trends<br />

Schön schräg<br />

MYchair ist eine Skulptur im Raum. Schwungvoll und expressiv. Eindrucksvoll<br />

in verschiedenen Aspekten. Schräge, runde und gerade Flächen<br />

wechseln sich ab. Fussgestell, Sitz und Rücken des Lounge Chair bilden<br />

eine kraftvolle Komposition. Das Polster modelliert konvexe und konkave<br />

Formen. Sympathisch und bequem lädt der Lounge Chair ein zum Lesen,<br />

Träumen, Relaxen. Schön schräg eben! (Gewinner Red Dot Design Award<br />

Best of the Best 2009).<br />

www.walterknoll.de<br />

Kilin by Sergio Rodrigues<br />

Nein, der übliche coole Lounge Chair ist Kilin nicht. Er ist emotionaler,<br />

weckt Gedanken an Abenteuer, Freiheit, andere Welten, andere Zeiten.<br />

Sein eigenwilliges Design, eine Kombination aus massivem Hartholz mit<br />

Leder- oder Fellbespannung, wirkt fast archaisch, eine Reminiszenz an<br />

traditionelle Werkstoffe Brasiliens. In unserer oft allzu glatten modernen<br />

Lebenswelt setzt Kilin einen spannenden Akzent, ein Plädoyer für die Sinnlichkeit<br />

natürlicher Materialien, ein Statement für den Luxus der einfachen,<br />

authentischen Dinge. Mit Kilin ist Designer Sergio Rodruigues ein weiteres<br />

Kultobjekt gelungen!<br />

www.classicon.com<br />

Klein, aber fein<br />

Das kleine junge Schweizer Label Piuric gestaltet, plant und produziert Möbel in Kleinst-Serie. Ihr Credo lautet: Nicht grösser und schneller werden,<br />

sondern klein bleiben und Qualität wahren! Die hochwertigen Möbel sind zeitlos und bestechen durch klare Linien. Das elegante Slim-Sofa ist in verschiedenen<br />

Farben erhältlich und wird ausschliesslich in der Schweiz in Handarbeit gefertigt.<br />

Coolness meets swissness!<br />

Erhältlich bei: Piuric, Walchestrasse 34, 8006 Zürich<br />

Cover your Life<br />

Der etwas sonderbare Tisch «Vanity» aus dem Hause Linteloo ist der Knüller schlechthin! Roderick<br />

Vos versteht es wie kein anderer Designer, Simples mit dem Praktischen zu vereinen.<br />

Die Tischplatte besteht aus neun vorgeformten Rechtecken, so passt in jede Form ein Magazin.<br />

Mit diesem System kann man seinen Couchtisch jederzeit beliebig umgestalten. Für eine Tasse<br />

Kaffee oder eine Vase kann man eine Holzplatte einsetzen (gibt es auch in einer Holzvariante).<br />

Deinen Fantasien sind bei diesem Objekt keine Grenzen gesetzt. Das Gestell ist aus matt-schwarz<br />

lackiertem Stahl. Abonnements sind nicht enthalten!<br />

www.linteloo.nl


<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

living<br />

Seite 17<br />

von Branko B. Gabriel<br />

Teppich-Revival<br />

Wie kein anderes Teppich-Label schaft es Mischioff, spannende und echt<br />

wunderschöne Teppichkreationen herzustellen. Vorbei die Zeiten, als man<br />

Grossmutters vergilbten Perserteppich ausklopfen musste. Die neue Teppich-<br />

Generation kommt frisch und apart daher. Diese äusserst gelungene Patchwork-Design-Kreation<br />

ist aus 100% Himalaya-Hochland-Wolle und kann auch<br />

als Wandteppich benützt werden. Ein «Quilt» der ganz besonderen Art!<br />

www.mischioff.ch<br />

Living Landscape<br />

Living Landscape ist ein Sofaprogramm, das den Raum einbezieht. Denn<br />

mühelos lassen sich die Ecksegmente um 90 Grad und die Recamiere um<br />

180 Grad von Hand in eine neue Richtung drehen. Zur Gesellschaft, zur inneren<br />

Ruhe, zum Panorama, zum Kamin, zum Garten, zum Fernsehgerät,<br />

zum Partygeschehen. Das Ergebnis ist ein neuer Blickwinkel, ein neues Sofa,<br />

ein neuer Wohnraum. Immer in ruhiger grosszügiger Form, mit bequemem<br />

Sitzkomfort in hochwertiger Ausführung. Integrierte Regale, runde Tische<br />

und Polstersitze ergänzen das Programm.<br />

www.walterknoll.de<br />

Tom Dixon<br />

Dieses Lämpchen hat sich offenbar verirrt. Denn gegen den allgemeinen Trend zurück zu Holz, leuchtet dieses<br />

Ding unbehelligt weiter. Die orangefarbene Kugel spendet ein angenehmes Licht und ist als Pendel- und Stehleuchte<br />

erhältlich. Gefertigt aus Polycarbonat mit einer matten Beschichtung «fluorecent orange». Der Durchmesser ist<br />

ca.45cm.<br />

www.tomdixon.net<br />

Foglie Sideboard<br />

Foglie ist ein ausdruckstarkes und zugleich<br />

leicht wirkendes Sideboard. Das Möbel<br />

erinnert beinahe an die glanzvolle Art-<br />

Deco-Epoche der 20er Jahre. Die horizontal<br />

geschichteten, filigranen Lamellen dienen<br />

als Griffe der Schubladen. Das Sidebord ist<br />

erhältlich als freistehendes Möbel oder als<br />

Wandmöbel. Diese Ausführung ist in herrlichem<br />

Nussbaum gehalten.<br />

www.nutundgrat.ch


Seite 18<br />

kultur<br />

<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

Alapilio geht in die zweite Saison<br />

Bernardo Revuelto<br />

ist einer der Stars im<br />

Musical<br />

Harry Schärer, Autor und Komponist,<br />

der mit seinem Space-Dream-<br />

Musical seit vielen Jahren Erfolge<br />

feierte, hat ein Musical mit Schmetterlingen<br />

geschrieben. In einer grossen<br />

Stadt, im Quartier Town Under,<br />

das von einer grossen Autobahnbrücke<br />

überdacht wird, spielt die Story.<br />

Hier wohnen fröhliche Menschen<br />

und so geht es um Romantik, Liebe,<br />

Zauber, einen Schatz und – natürlich<br />

– um Schmetterlinge. Mit Live-Band,<br />

einem grandiosen Licht- und Soundkonzept,<br />

viel Action und rasanter<br />

Choreografie. Der Name kommt vom<br />

Lateinischen: Ala bedeutet Flügel, Papilio<br />

heisst Schmetterling.<br />

Schuss von meinem kubanischen<br />

Temperament!<br />

Welche Rolle hast du im Musical Alapilio?<br />

Ich spiele Fuego, ein Typ der Glück<br />

und Freude in das Leben bringen<br />

will. Und zwar mit viel Stolz und<br />

einem riesengrossen Herz.<br />

Wie bist du zu diesem Engagement gekommen?<br />

Ich habe mit dem Direktor geschlafen<br />

(lacht)! Nein im ernst: Nach Space<br />

Dream 2 wollte ich nicht mehr nur<br />

im Chor singen. Deshalb bekam ich<br />

im 3. Teil der Space-Dream-Saga ein<br />

Solo. Harry Schärer, unser Autor<br />

schrieb extra für mich ein wunderschönes<br />

Lied, «Peace». Und für Alapilio<br />

verpflichtete man mich für die<br />

Rolle des Fuego, dem feurigen Lebemann<br />

aus Town Under.<br />

Ich komme nicht aus Puerto Rico<br />

(lacht), sondern aus Kuba. Aufgewachsen<br />

bin ich in der wunderschönen<br />

Hauptstadt La Habana (Havanna).<br />

Hast Du einen Freund, oder bist du<br />

noch zu haben?<br />

Ja, ich habe einen sehr lieben Freund.<br />

Und ich bin sehr glücklich mit ihm.<br />

Warum sollen Gays in die City Halle<br />

nach Winterthur ins Musical kommen?<br />

Ausser natürlich deinetwegen.<br />

Ja, sicher wegen mir! Das Musical ist<br />

ein Spiegel von der heutigen Gesellschaft,<br />

mit sehr viel menschlichen<br />

Aspekten, lustigen Momenten und<br />

natürlich mit dem obligatorischen<br />

Happy End. Alapilio ist ein Musical mit<br />

Der Musical-Darsteller Revuelto<br />

ist auf Kuba geboren und absolvierte<br />

die klassische Gesangsausbildung<br />

in der Staatsoper von Havanna. Er<br />

sang sechs Jahre in der Nationaloper,<br />

unter anderem in La Traviata,<br />

Rigoletto und Madame Butterfly.<br />

In der Schweiz war er schon in<br />

verschiedenen Shows und Musical-<br />

Produktionen zu sehen. Seine ersten<br />

Musical-Erfahrungen machte er<br />

im Ensemble von «Space Dream», er<br />

spielte in allen drei Teilen der Musical-Trilogie.<br />

Seine erste grosse Solistenrolle<br />

in einem Schweizer Musical<br />

hatte er im <strong>November</strong> 2008. Er<br />

spielte Fuego im Musical Alapilio.<br />

Cruiser hat mit Bernardo Revuelto<br />

gesprochen.<br />

Bernardo, wer bist du?<br />

Ich bin eine Person, die gerne auf<br />

der Bühne steht. Meine Leidenschaft<br />

ist das Singen und Spielen. Natürlich<br />

immer mit einem zusätzlichen<br />

Wie und weshalb bist du Musical-Darsteller<br />

geworden?<br />

Das war purer Zufall. Denn eigentlich<br />

bin ich ja ein ausgebildeter<br />

Opern-Tenor. Ich suchte aber nach<br />

einer neuen Herausforderung. Ich<br />

begleitete einen Freund damals zu<br />

einem Musical Casting und schon<br />

stand ich auf der Bühne. Das Musical-Genre<br />

ist sehr interessant<br />

für mich, weil man singen, tanzen<br />

und spielen kann. Der Kontakt<br />

zum Publikum ist intimer als bei<br />

der Oper.<br />

Was bist du am Liebsten? Tänzer? Sänger?<br />

Schauspieler?<br />

Als Opern-Tenor ist meine Leidenschaft<br />

klar das Singen! Allerdings<br />

macht das Schauspielern und Tanzen<br />

(fast) genau soviel Spass.<br />

Dein persönlicher Name erinnert mich<br />

an das Musical West Side Story. Woher<br />

kommst du?<br />

Bernardo Revuelto und Bâki Çavdar<br />

Hast du auch schon einen schwulen<br />

Mann auf der Bühne «gespielt»?<br />

Nein, leider noch nie. Aber wer weiss,<br />

eventuell kommt ja mal ein solches<br />

Rollenangebot. Spannend wäre es<br />

auf jedenfall.<br />

Du spielst in Alapilio die Rolle des Fuego.<br />

Ist das auch ein bunter Schmetterling?<br />

Nein, kein Schmetterling, sondern<br />

ein spanischer Gemüse-Verkäufer.<br />

Ein südländischer Macho, mit viel<br />

Humor, Lebenserfahrung und Herz.<br />

viel Tanz, Gefühl und einer starken<br />

Live-Band, die jeden mitreisst.<br />

Möchtest du sonst noch etwas, den<br />

Cruiser Lesern mitteilen?<br />

Ja klar, kommt alle ins wunderbare<br />

Musical Alapilio! Ich würde mich<br />

sehr freuen. See ya in Winterthur....<br />

www.alapilio.ch<br />

© Jürg Schmid<br />

Cruiserleser erhalten 20% Reduktion<br />

auf Tickets der Kategorie A.<br />

Infos auf queer.ch<br />

Clowns und Kalorien<br />

auf Jubiläumstour<br />

Das Varieté ist tot – es<br />

lebe das Varieté!<br />

Wer bei Clowns & Kalorien eintaucht,<br />

erlebt eine andere Welt. Röschen<br />

und Rösschen, Kronleuchter<br />

und Kerzenständer, goldene Erzengel<br />

und samtige Sofas. Kurz, eine<br />

üppig-kitschige Welt. Schon beim<br />

Eingang erinnert das Intérieur ans<br />

Varieté der 50er-Jahre. Was am Tisch<br />

serviert wird, verdient das Prädikat<br />

Dinnerspektakel mit exquisiten<br />

Menüs, wie von Gourmetköchen.<br />

Vor zehn Jahren haben Marion und<br />

Frithjof Gasser das Rezept gefunden -<br />

seither wird es jedes Jahr erfolgreich<br />

präsentiert. Da kommen schon mal<br />

Promis vorbei, wie der aktuelle Mr.<br />

Schweiz. (kb)<br />

Winterthur Wachter-Areal –<br />

6. <strong>November</strong> 2009 bis 31. Januar 2010<br />

Reservationen:<br />

079 671 50 73 oder www.clowns.ch<br />

RocCHipedia<br />

1994 Italiener, jetzt<br />

ist er Schweizer<br />

Massimo Rocchi hat bei den Eidgenossen<br />

recherchiert und die umfassende<br />

Schweiz-Enzyklopädie Rocchi<br />

erschaffen. Damit führt er uns<br />

in der Geschichte zurück zur Entstehung<br />

der Schweiz, ihrer Berge und<br />

Menschen. Die ersten Kantone, die<br />

wichtigsten Schlachten, die ersten<br />

Bodyguards Europas. Massimo Rocchi<br />

erklärt, wie es dazu kam. Er kennt<br />

die Fakten und deckt die Hintergründe<br />

auf. Was ist 1515 mit der<br />

Schweiz passiert, wie wirken sich die<br />

Ereignisse auf den heutigen schweizerischen<br />

Alltag aus? Was tranken<br />

Calvin und Zwingli? rocCHipedia,<br />

eine Geschichtsstunde der etwas anderen<br />

Art, egal ob, Geographie, Gesellschaft,<br />

Religion, Sport, Technik,<br />

Kunst und Kultur – Massimo Rocchi<br />

lässt keine Wissenschaft aus. Das<br />

Wissen aus rocCHipedia wird nie<br />

wieder vergessen. (kb)<br />

Theater 11 in Zürich,<br />

am 12. und 14. <strong>November</strong>.<br />

Tickets 0900 800 800, Ticketcorner


<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

kultur<br />

Seite 19<br />

Muhi Tahiri Quartett<br />

Male Study<br />

Mit dem Tenor-<br />

Saxophon in die 50erund<br />

60er-Jahre<br />

In Klein Basel präsentiert sich<br />

eine neue Generation von Jazz-Musikern:<br />

Das Muhi Tahiri Quartett.<br />

Muhi Tahiri wird beim Konzert im<br />

<strong>November</strong> unter anderem eigene<br />

Kompositionen spielen, die den Jazz<br />

der 50er und 60er zurück in unsere<br />

Zeit holen werden. Tahiri wurde in<br />

Das Konzert wird vom kürzlich gegründete<br />

Verein PlaKult präsentiert,<br />

den Muhi Tahiri zusammen mit Jonas<br />

Stirnimann und Jakob Nussberger,<br />

zur Förderung von jungen<br />

Künstler und Musikern in Basel, gegründet<br />

hat. Der Verein organisiert<br />

und finanziert kulturelle Veranstaltungen.<br />

Das Muhi Tahiri Quartett besteht<br />

seit einem Jahr und hat bereits eine<br />

CD aufgenommen. Die Musikstücke<br />

lassen den Einfluss von Sonny Rollins<br />

klar erkennen.<br />

Ein Pas de deux –<br />

mit zwei Männern<br />

Zwei Männer, die durch Freundschaft,<br />

Liebe und Hass miteinander<br />

verbunden sind, enthüllen ihr ganzes<br />

Spektrum an Emotionen. Manchmal<br />

sind die Gefühle so stark, dass<br />

sie davon erblinden, manchmal<br />

werden sie von ihnen euphorisiert.<br />

Und manchmal scheinen die Emotionen<br />

die Zeit anzuhalten. Aber was<br />

auch immer zwischen den beiden<br />

geschieht, bleibt letztlich unberechenbar.<br />

Evangelos Poulinas, der auch für<br />

die Choreografie verantwortlich ist,<br />

tanzt mit Roberto Zuniga zur Musik<br />

von Franz Schubert. Der Grieche<br />

Evangelos Poulinas, ist nach Stationen<br />

in Athen, New York, Thessaloniki<br />

und Kassel Tänzer bei der Schweizer<br />

Compagnie Linga in Pully.<br />

Male Study im Programm von<br />

Tanzfaktor Interregio geht auf eine<br />

Initiative von Tanzbüro Basel – IG<br />

Tanz und der Kaserne Basel zurück.<br />

Bis 2006 wurde Tanzfaktor in der<br />

Region Basel gezeigt, seither auf<br />

nationaler Ebene, zur Zeit mit fünf<br />

Tanzstücken. Dieses Jahr ist die abwechslungsreiche<br />

Truppe in acht<br />

verschiedenen Festivals und Theatern<br />

zu Gast. (kb)<br />

Nach erfolgreicher Tournee in der<br />

Romandie nun in:<br />

Steckborn 5. & 7. <strong>November</strong>,<br />

www.phoenix-theater.ch<br />

Winterthur 13. <strong>November</strong>,<br />

www.tanzinwinterthur.ch<br />

Basel 18. <strong>November</strong>,<br />

www.kaserne-basel.ch<br />

Luzern 20. <strong>November</strong>,<br />

www.suedpol-luzern.ch<br />

Baden 10. Dezember,<br />

www.kurtheater.ch<br />

Völlig Ausgebucht<br />

der Nähe von Pristina geboren. Diese<br />

Wurzeln spiegeln sich in einigen<br />

Komposition ganz klar wider. Seit<br />

zwei Jahren spielt Muhi mit Daniel<br />

Gysin, Vitek Kulhanek und Urs Kümmerly<br />

auch Flamenco und Zigeunermusik<br />

und versucht dies in einer<br />

freieren Art, mit Jazz zu verbinden.<br />

Auch diese Konstellation wird am 13.<br />

<strong>November</strong> einen Gastauftritt haben.<br />

Alle sind herzlich eingeladen an der<br />

anschliessenden Jam-Session teilzunehmen.<br />

Am 13. <strong>November</strong> starten Christoph<br />

Schwaninger (piano), Marco<br />

Clerc (bass), Lucio Marelli (drums)<br />

und Muhi Tahiri (tenor sax) mit<br />

Gastmusikern, im Union im grossen<br />

Saal.<br />

Muhi Tahiri Quartett<br />

Union, Klybeckstrasse 95, 4047 Basel<br />

13. <strong>November</strong> 2009<br />

Türöffnung: 20.00 Uhr<br />

Beginn: 21.00 Uhr<br />

Eintritt CHF 20.–<br />

Shadowland<br />

Eine der besten Modern<br />

Dance Companies<br />

Nachdem Pilobolus mehrere Jahre<br />

mit dem traditionellen Schattentheater<br />

experimentiert hat, erfand<br />

sie Shadowland. Eine Mischung aus<br />

unverkennbaren Stil von Pilobolus<br />

und innovativen, überraschenden<br />

Aus flügen in komplett neue Gebiete.<br />

Das Publikum erlebt eine neue Dimension<br />

von Schattentanz, mit Lichteffekten,<br />

die weg von herkömmlichen<br />

Lichtshows sind. Bekannt ist die<br />

Truppe für ihre einzigartige Art, die<br />

Tänzer in Partnerfiguren und inte-<br />

ressanten Kreationen auf der Bühne<br />

in verblüffende Bilder umzusetzen.<br />

Seit mehr als 35 Jahren ist Pilobolus<br />

live in 63 Ländern vor 4 Millionen<br />

Zuschauern aufgetreten. Die Dance<br />

Company entdeckte das Schattenspiel,<br />

als sie eine Werbung für Hyundai<br />

entwickelte und anschliessend<br />

mit einem Auftritt an der 79.<br />

Oscar-Verleihung 2007 die Welt beeindruckte.<br />

Die humorvollen und<br />

ironischen Bilder gingen rund um<br />

die Welt. (kb)<br />

Schiffbau Zürich<br />

17. <strong>November</strong> bis 5. Dezember<br />

Tickets an allen Vorverkaufsstellen<br />

und SBB-Billettschaltern<br />

Peter Denlo in vierzig<br />

Rollen<br />

Sami ist ein arbeitsloser Schauspieler<br />

mit Diplom. Seinen Lebensunterhalt<br />

verdient er sich am Telefon<br />

in einem Promi-Restaurant. Er weiss,<br />

wer keinen und wer einen Tisch bekommt.<br />

Für den Telefon-Terror, den<br />

er durch die Schickeria aushalten<br />

muss, ist er echt zu bemitleiden. Arrogante<br />

Tussis, Mafia-Liebchen, sehr<br />

ernste Sekretärinnen, ahnungslose<br />

Provinzler - sie alle nerven ihn. Dazu<br />

kommen seine Ausbeuter-Chefs und<br />

Horror-Nachrichten aus dem Restaurant.<br />

Bis Sami nicht mehr weiss, wo<br />

ihm der Kopf steht...<br />

Peter Denlo, immer attraktiv, mal<br />

als Macho, mal als der süsse Junge<br />

von nebenan, aber auch mal als Tussi<br />

vom Dienst. Absolut sehenswert.<br />

(kb)<br />

In Maiers Theater Zürich bis zum<br />

7. <strong>November</strong>.<br />

Tickets unter:<br />

Starticket 0900 325 325


Seite 20<br />

prominent<br />

<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

Klagenfurt:<br />

Haider-Geliebter outet sich<br />

Ein 31-jähriger Kellner erklärte im<br />

Interview mit der deutschen «Bild»-<br />

Zeitung, er sei der heimliche Geliebte<br />

des vor einem Jahr tödlich verunglückten<br />

Rechtspopulisten Jörg<br />

Haider gewesen. «Jörg und ich, wir<br />

haben uns geliebt», sagte René. In<br />

der Nacht des Unfalls habe Haider<br />

ihn noch angerufen. «’Schläfst du bei<br />

mir?’» Ich sagte ab, weil ich am nächsten<br />

Tag ein Vorstellungsgespräch<br />

hatte», so René. Er mache sich deshalb<br />

noch heute Vorwürfe. «Wenn ich bei<br />

Jörg übernachtet hätte...wäre er jetzt<br />

noch am Leben.» Die Witwe Haiders<br />

hat Homo-Gerüchte um ihren Mann<br />

bislang stets dementiert.<br />

Belgrad<br />

Polizei verweigert Gay<br />

Pride Schutz<br />

Erst hat die serbische Polizei die<br />

Gay-Pride von Belgrad erlaubt, dann<br />

aber das OK wieder zurückgezogen.<br />

Grund: die Schwulendemo stelle<br />

ein wegen Gewaltdrohungen von<br />

rechtsextremen gegen die Parade<br />

Sicherheitsrisiko dar. Aus Sicht der<br />

Veranstalter war jedoch die Polizei<br />

selbst das Sicherheitsrisiko. Die Behörden<br />

hätten jede Zusammenarbeit<br />

mit den Organisatoren der Gay-Pride<br />

verweigert. Das Innenministerium<br />

hatte zuvor erklärt, die Parade sei in<br />

der Stadt zu gefährlich und könne<br />

nicht von der Polizei geschützt werden.<br />

Die nationalistische «Serbische<br />

Bewegung 1389» erklärte, die Verhinderung<br />

der Gay-Pride sei ein Sieg<br />

für das «normale Serbien». Die CSD-<br />

Organisatoren betonten: «Der Staat<br />

hat diesen fundamentalen Test nicht<br />

bestanden.<br />

Kingston<br />

Homohasser morden auf<br />

Jamaika<br />

In Jamaika ist der britische Honorarkonsul<br />

brutal ermordet worden. Der<br />

65 Jahre John Terry wurde gefoltert<br />

und dann stranguliert. Die Täter sind<br />

unbekannt, jedoch durch eine Notiz<br />

der Mörder ist das Motiv für die Tat<br />

eindeutig: Schwulenhass. In der Notiz<br />

drohten die Täter: «Das wird mit<br />

allen Schwuchteln geschehen.» Propagandisten<br />

der Homophobie sind<br />

Reggae-Stars wie «Elephant Man». Im<br />

deutschen Düsseldorf war Anfang<br />

Oktober das Konzert von «Elephant<br />

Man» abgesagt worden, nachdem<br />

ein Bündnis von antifaschistischen<br />

Gruppen, den Grünen, der Linkspartei,<br />

dem LSVD und anderer Gruppen<br />

Proteste gegen den Auftritt organisiert<br />

hatten. In seinen Liedern ruft<br />

der 33 Jahre alte Jamaikaner zum<br />

Mord an Schwulen auf.<br />

Barbara Schöneberger<br />

<br />

Die Schöneberger, auch «blondes Gift» genannt,<br />

wird geliebt oder gehasst. Dazwischen gibt’s nichts. Als<br />

Komikerin stand sie oft im Schatten Anke Engelkes, obwohl<br />

Barbara Schöneberger einige Talente mehr besitzt.<br />

Böse Zungen würden hier ihren Busen erwähnen. Wir<br />

reden aber von ihrem Sangestalent. Ihr erstes Album,<br />

welches vor zwei Jahren erschien, nannte sie klugerweise<br />

«Jetzt singt sie auch noch». Niemand traute ihr eine<br />

Musikkarriere zu, denn eine Mariah Carey ist sie nicht.<br />

Gottseidank. Aber Schönebergers Jazz und Swing, gepaart<br />

mit augenzwinkernden Texten («Zu hässlich für<br />

München») kam an und eine erfolgreiche Tournee folgte.<br />

Nun folgt der zweite Streich. Auch dieses Album trägt<br />

einen verdienten Titel: «Nochmal, nur anders». Barbara<br />

Schöneberger versucht sich hier als Disco-Ikone. Und<br />

weil solche eine schwule Fangemeinde haben, gibt’s einen<br />

Song für Gays dazu. «Ich stehe auf Jungs», so der Titel,<br />

soll eine Hommage an die Gay-Community sein, für die<br />

sich die Schöneberger gerne und oft einspannen lässt.<br />

Am 19. <strong>November</strong> ist die Entertainerin mit dem neuen<br />

Album im Casinotheater Winterthur zu Gast. Das Lob<br />

aus Deutschland eilt ihr voraus, so schrieb die BUNTE:<br />

«Diese Frau ist der einzige deutsche Vulkan, der noch tätig<br />

ist». Also nichts wie hin nach Winterthur! (dd)<br />

Guido Westerwelle<br />

<br />

Der deutsche FDP-Politiker hatte stets ein gutes<br />

Händchen im Umgang mit seiner Homosexualität. Das<br />

Coming-out war perfekt getimet, nach Wowereits bahnbrechendem<br />

«…und das ist gut so», bevor das offene Geheimnis<br />

zum Medienskandal hätte hochstilisiert werden<br />

können. Als Vizekanzler und Aussenminister wird<br />

er nun wohl zum mächtigsten bekennenden (ja, man<br />

muss dieses unliebsame Wort hier verwenden) Schwulen<br />

der Welt. In unseren Breitengraden kein grosses Ereignis,<br />

werden doch mit Paris, Hamburg, Berlin und Zürich<br />

bereits vier grosse europäische Städte homosexuell<br />

präsidiert. Dies immer wieder erwähnt zu lesen ist eigentlich<br />

mühsam, doch vielleicht gibt es Aufwind für<br />

andere Klimaregionen, nicht überall herrscht die zentraleuropäische<br />

urbane Milde. Während mit Westerwelle<br />

als Steinbrücks Nachfolger der wärmere Nordwind in<br />

der Schweiz durchaus begrüsst wird, wundert man sich<br />

in deutschen Gay-Medien über den Schweizer Gerichtsentscheid<br />

im Fall Junge SVP Wallis, der kalte Wind weht<br />

über die Landesgrenzen hinaus. Gleichzeitig werden<br />

betreffend Westerwelles Privatleben in Deutschland<br />

plötzlich wieder Zweifel laut. Ein schwuler Aussenminister,<br />

könnte das international nicht für Probleme sorgen?<br />

Auf dem Land und auf dem globalen Parkett stossen<br />

prominente homosexuelle PolitikerInnen also nach<br />

wie vor mit den Füssen an Steine und mit den Köpfen an<br />

gläserne Decken. (rg)<br />

Jörg Haider<br />

Seit einem Jahr ist der frühere Landeshauptmann<br />

von Kärnten nun schon tot. Zur Ruhe kommt der<br />

Rechtspopulist allerdings nicht. Das ist vielleicht auch<br />

gut so, denn Jörg Haiders Homosexualität dringt immer<br />

mehr ans Tageslicht. Doch Familie wie Anhänger setzen<br />

die schwarze Brille auf. Obwohl Haider in der Nacht<br />

vor seinem Tod in einer Schwulenbar zugegen war, was<br />

Zeugenaussagen belegen, und obwohl die enge Freundschaft<br />

zu seinem Parteikollegen Stefan Petzner mit dem<br />

Wort «Lebensmenschen» geehrt wurde, will man von<br />

einem eventuellen schwulen Zug Haiders nichts wissen.<br />

Nun packte sein ehemaliger Lover aus, prominent<br />

in der BILD. René N. war nach eigenen Aussagen acht<br />

Jahre lang der heimliche Geliebte Haiders. Bis zum tragischen<br />

Unfall. Mehr noch: Kurz vor dem Unfalltod hätten<br />

die beiden noch Sex gehabt. Des Weiteren bezichtigt<br />

René N. Stefan Petzner als eifersüchtig sowie anwesend<br />

in der besagten Nacht. Geständnisse, die doch einiges<br />

erklären, aber ein juristisches Nachspiel haben. Haiders<br />

Witwe will gegen die Zeitung und den Geliebten vorgehen,<br />

denn ihre Privatsphäre sei verletzt worden. Weiter<br />

klagt auch der sogenannte «Nebenwittwer» Stefan Petzner<br />

gegen die Tatsache, er selbst sei in der Todesnacht<br />

im Klagenfurter Schwulenlokal gewesen. Doch die Klagen<br />

dürften René N. nicht so sehr beschäftigen wie die<br />

Morddrohungen, die er nach seiner öffentlichen Beichte<br />

erhalten hatte. Noch sind die Anhänger Haiders zahlreich<br />

und es entbrannte ein regelrechter Kult um den<br />

Verstorbenen. Es ist eben schwierig, Tatsachen anzuerkennen.<br />

Und wohl auch schwierig, einen Toten ruhen<br />

zu lassen. (dd)<br />

Georg Uecker<br />

Georg Uecker, besser bekannt als Carsten Flöter aus<br />

der Serie «Lindenstrasse», sorgte 1990 mit dem ersten<br />

schwulen Kuss in einer Vorabendserie für Aufregung. Tonnenweise<br />

Beschwerdebriefe, gar Morddrohungen mussten der<br />

Schauspieler wie auch der WDR über sich ergehen lassen.<br />

Aber dank Uecker und dem «Lindenstrasse»-Produzenten<br />

Hans W. Geissendörfer hat sich die Homosexualität bei<br />

den Zuschauern der Serie als etwas völlig Normales etabliert.<br />

Der TV-Dauerbrenner avancierte zur Gay-Soap, in<br />

der Schwule und Lesben regelmässig in der Kiste landen.<br />

Georg Uecker alias Carsten Flöter aber verblasst zunehmend.<br />

Seit geraumer Zeit fiel auf, dass sich der 46-Jährige<br />

spindeldürr durchs Drehbuch kämpfte. Viele Fans sprachen<br />

von Aids. Hans W. Geissendörfer bestätigte jetzt gegenüber<br />

der Zeitschrift «Schöne Woche», dass Schauspieler<br />

Georg Uecker wegen einer Krankheit an Gewicht verloren<br />

hat. «Georg Uecker hat ein Problem mit den Lymphen», so<br />

Geissendörfer, er sei aber auf dem Weg zur Besserung. Weder<br />

Aids noch Krebs sollen die Ursachen sein. «In der Zeit,<br />

in der die Krankheit von den Ärzten beobachtet werden<br />

musste, haben wir seinen Handlungsstrang ausgeblendet».<br />

In der Tat wurde sein Seriencharakter wegen einer Tablettensucht<br />

in den Entzug geschickt. Wir wünschen an der<br />

Stelle gute Besserung und hoffen, Georg Uecker bald wieder<br />

regelmässig in der Lindenstrasse zu sehen! (dd)


<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

prominent<br />

Seite 21<br />

Marge Simpson<br />

<br />

Viele träumen davon und viele würden es um keinen<br />

Preis tun. Marilyn Monroe war 1953 die Erste, seither<br />

haben es 671 Frauen getan. Kata Kärkkäinen, Stephanie<br />

Heinrich, Pamela Anderson. Nun tut es auch<br />

Cartoon-Ikone Marge Simpson: Sie entblättert sich für<br />

den US-Playboy. Lasziv räkelt sich die ehemalige Feministin<br />

und dreifache Mutter in einem zartrosa Hauch<br />

aus Nichts und gibt auf der fünfseitigen Bildstrecke inklusive<br />

Interview und Ausklappposter tiefe Einblicke in<br />

Dekolleté und Seelenleben. Da bekommt das Wort Comic-Strip<br />

eine ganz neue Bedeutung. Für das Titelbild<br />

nimmt sie die gleiche Pose ein wie Darine Stern 1971, damals<br />

das erste afroamerikanische Covergirl. Wer wohl<br />

in weiteren 38 Jahren auf dem Häschen-Stuhl ein Tabu<br />

brechen wird? Eine Drag Queen vielleicht? Offen bleibt<br />

auch die Frage, ob Marge naturblau ist, aber ganz alles<br />

will man ja nicht sehen. So lautet auch gleich der Tipp<br />

an Bart Simpson, falls er vorhat, als Revanche für ein<br />

Gay-Magazin zu strippen. (rg)<br />

Sugababes<br />

<br />

Ein turbulentes Märchen ereignet sich im Reich<br />

der Pop-Prinzessinnen und hält die britische Boulevard-Presse<br />

ganz schön auf Trab. Es waren einmal (vor<br />

sehr langer Zeit, wenn man in Girlgroup-Jahren rechnet)<br />

drei Mädchen namens Keisha, Mutya und Siobhan.<br />

Die Küken gründeten das Trio Sugababes und gackerten<br />

sich das Hitparaden-Leiterchen hoch. Bald aber zogen<br />

dunkle Wolken auf, das Plattenlabel kehrte den Babes<br />

den Rücken zu, gleiches tat Siobhan. Rasch war mit Heidi<br />

Ersatz gefunden, der Erfolg kehrte zurück, die Unstimmigkeiten<br />

gingen weiter, und so übernahm kurz<br />

darauf Amelle Mutyas Platz. Prinz Lambiel drehte im<br />

Januar noch graziös Pirouetten zu Sugababes-Gesängen,<br />

dann folgten Fälle von Nervenzusammenbruch<br />

und Schweinegrippe, bis vor wenigen Wochen schliesslich<br />

das letzte Gründungsmitglied dramatisch den Bettel<br />

hinwarf und – man ahnt es – ohne Wimpernzucken<br />

und doch tränenreich ersetzt wurde durch Eurovisions-<br />

Sternchen Jade, die mit ihrem Diva-Gehabe als Einstand<br />

erst mal einen grossen Streit verursachte und nun von<br />

Fans bedroht wird. Und wenn sie nicht gestorben sind…<br />

Doch halt! Plötzlich betreten die drei Original-Babes<br />

wieder unsere Märchenbühne, kündigen ein Comeback<br />

an. Ziemlich sauer sind die scharfen Ladies, denn sie<br />

dürfen ihren ursprünglichen Namen nicht mehr verwenden.<br />

Der Zickenkrieg der Zuckerpüppchen hat gerade<br />

erst angefangen. (rg)<br />

Falcon Heene<br />

Eine bizarre neue Folge aus der Reihe «Prominent<br />

werden ist nicht schwer». Dass ein Ballon auf dem Weg<br />

zum Horizont gewaltige Turbulenzen verursachen kann,<br />

davon können neben Nena nun auch andere ein Lied<br />

singen. Im US-Staat Colorado wurde das vermeintliche<br />

Abenteuer des sechsjährigen Falcon Heene zur gewaltigen<br />

Reality-Show. Angeblich befand er sich im selbstgebastelten<br />

Ballon, der versehentlich abhob. Stundenlang<br />

berichteten sämtliche TV-Kanäle live, der «Junge<br />

im Ballon» ging als Eilmeldung im Düsenjet-Tempo um<br />

die Welt. Nach einiger Zeit entdeckte man Falcon unversehrt<br />

auf dem Dachboden. Kein Versehen, alles gut<br />

geplant für ein bisschen Show und Aufmerksamkeit.<br />

Im Fahrtwind des Ballons machte ein Youtube-Video<br />

die Runde, ein weiteres Projekt des mediengeilen Familienvaters,<br />

und zwar ein homophobes Rap-Video der<br />

übelsten Sorte («Steine auf Schwuchteln werfen» etc.),<br />

am Mikrofon seine Kids (6-10). Nach dem inszenierten<br />

Ballon-Unglück jagt er Falcon zwischen Polizeiverhören<br />

weiterhin von einem Auftritt zum nächsten. Der Junge<br />

selbst hat dazu einen deutlichen Kommentar abgegeben,<br />

er übergab sich live im Frühstücksfernsehen. Zusammenfassung<br />

der Groteske: Einerseits nur heisse Luft,<br />

andererseits wirklich zum Kotzen. (rg)<br />

John Mayer<br />

<br />

«John wer?», fragten sich Millionen TV-Zuschauer,<br />

als dieser an Jacksons (Achtung, Unwort des Jahres!)<br />

Begräbnisshow neben Weltstars wie Mariah Carey und<br />

Stevie Wonder auftrat. In den USA ist er kein unbeschriebenes<br />

Blatt, hat mit bluesigem Folkrock sieben<br />

Grammies gewonnen und eroberte kürzlich in einem<br />

Gay-Club eine weitere Trophäe aus Fleisch und Blut,<br />

die er auch gleich innig küsste. Wenige Monate zuvor<br />

hatte schon seine öffentliche Perez-Hilton-Knutscherei<br />

Aufsehen erregt. Während das Management<br />

heftig dementiert, gibt sich John in Interviews erfrischend<br />

unverkrampft. Egal also, ob es sich beim neusten<br />

Zungenkontakt lediglich um die männliche Adaption<br />

des beliebten Lesben-PR-Kusses handelt. Nettes<br />

Gesicht, netter Gesang, nette Statements: Den Namen<br />

Mayer sollte man sich mal merken, die nächste Schlagzeile<br />

kommt bestimmt und allzu schwierig ist er ja<br />

nicht. Eine Zungenspitze Mitleid senden wir derweil<br />

an Johns Ex, Jennifer Aniston. Sie hat den einen Lover<br />

an Angelina Jolie verloren und nun den nächsten an<br />

die Gays. (rg)<br />

Montevideo<br />

Adoption ja oder nein?<br />

Uruguay hat schwulen und lesbischen<br />

Paaren das Adoptionsrecht<br />

gegeben. Nach der Verabschiedung<br />

des Gesetzes kam jedoch Unklarheit<br />

auf, ob das neue Recht tatsächlich<br />

schwul-lesbischen Paaren erlaubt,<br />

Kinder zu adoptieren. Rechtsexperten<br />

bemängeln, das Gesetz sei nicht<br />

sauber formuliert. In keinem Absatz<br />

sei von gleichgeschlechtlichen<br />

Paaren die Rede, jedoch würden an<br />

mehreren Stellen «Vater und Mutter»<br />

erwähnt. Senatorin Margarita Percovich<br />

betonte jedoch, es sei deutlich,<br />

dass die Möglichkeit der Adoption<br />

durch Eingetragene Lebenspartner<br />

dem Geist des Gesetzes entsprechen<br />

würde. Bereits 2007 hatte Uruguay<br />

die zivile Partnerschaft für Schwule<br />

und Lesben eingeführt.<br />

London<br />

Der traurigste Schwule<br />

im Dorf<br />

Der Little-Britain-Star Matt Lucas ist<br />

am Boden zerstört. Sein Ex-Ehemann<br />

Kevin McGee hat sich in seinem Haus<br />

im schottischen Edinburgh das Leben<br />

genommen. Freunde McGees<br />

hatten Anfang Oktober die Behörden<br />

alarmiert, nachdem dieser seinen<br />

Facebook-Status geändert und in<br />

seinem Eintrag den Tod als bessere<br />

Alternative bezeichnet hatte. Ende<br />

2006 hatten Lucas, der in der TV-Serie<br />

Little Britain «the only gay in the<br />

village» mimt, und der Fernsehproduzent<br />

McGee geheiratet. Die Zivile<br />

Partnerschaft hielt aber nicht lange.<br />

Bereits 2008 liessen sich wieder scheiden.<br />

Lucas nannte als Grund für die<br />

Trennung McGees «unangemessenes<br />

Verhalten». Ein Freund von Lucas<br />

sagte nach dem Selbstmord von Mc-<br />

Gee gegenüber dem Boulevardblatt<br />

«Sun», Matt habe trotz ihrer schwierigen<br />

Ehe Kevin immer geliebt.<br />

Washington<br />

Frischer Wind nach Bush<br />

Das US-Repräsentantenhaus hat mit<br />

281 gegen 146 Stimmen die Ausweitung<br />

der Gesetze gegen Hassvergehen<br />

um das Merkmal «sexuelle<br />

Ausrichtung» beschlossen. Die oppositionellen<br />

Republikaner sehen<br />

in dem Gesetz einen Angriff auf die<br />

Freiheit der Bürger. So müssten in<br />

Zukunft etwa Pfarrer mit einer Verfolgung<br />

durch «Gedankenpolizei»<br />

rechnen, wenn sie öffentlich ihre<br />

Ansichten über Homosexualität vertreten<br />

würden. Das Parlament hatte<br />

in den letzten Jahren bereits mehrfach<br />

ein Gesetz zu Hassverbrechen<br />

beschlossen, die aber am Veto des<br />

Ex-Präsidenten George W. Bush gescheitert<br />

waren.


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<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

horoskop & kolumne<br />

Seite 23<br />

23.12. – 20.1. STEINBOCK<br />

j<br />

Liebe: Du hast es nicht leicht. Alles, was du sagst, wird derzeit anders<br />

ausgelegt. Arbeit: Lass dir nicht so schnell in die Karten blicken.<br />

Behalte gewisse Dinge noch etwas für dich. Geld: Gewinne fallen<br />

eher kleiner aus als gedacht. Leider.<br />

21.1. – 18.2. WASSERMANN<br />

k<br />

Liebe: Neue Tendenzen. Bindungen nehmen Formen an. Alles entwickelt<br />

sich gut. Arbeit: Ganz ohne Stress verläuft in diesem Monat<br />

gar nichts. Missverständnisse am besten sofort bereinigen. Geld:<br />

Trotzreaktionen bringen das Budget ins Wanken.<br />

19.2. – 20.3. FISCHE<br />

l<br />

Liebe: Neutrale Konstellation. Zeit, um wieder aufzutanken und neue<br />

Kraft zu schöpfen. Arbeit: Weit und breit keine Schwierigkeiten, alles<br />

verläuft wunschgemäss. Das gibt dir Vorsprung. Geld: Mit etwas<br />

Disziplin bringst du jetzt Ordnung in alles.<br />

21.3. – 20.4. WIDDER<br />

a<br />

Liebe: Mehr Feingefühl an den Tag legen, Merkur bringt Themen ins<br />

Spiel, die heikel sind. Arbeit: Grünes Licht für grosse Projekte. Du<br />

kannst dich prima durchsetzen. Dennoch, mach keinen Alleingang.<br />

Geld: Alles wendet sich zum Besten.<br />

21.4. – 20.5. STIER<br />

b<br />

Liebe: Die Situation ist ziemlich neutral. Aber mach keine Dinge,<br />

die nicht zu dir passen. Arbeit: Lass dich nicht provozieren, sei<br />

aber auch nicht zu beharrlich. Es läuft nicht wie gewünscht. Geld:<br />

Schwierigkeiten nicht einfach verdrängen.<br />

21.5. – 21.6. ZWILLINGE<br />

c<br />

Liebe: Die Vergangenheit scheint nun endgültig überwunden zu sein.<br />

Geniesse das Neue. Arbeit: Dein Durchsetzungsvermögen nimmt zu. Was<br />

du angehst, kann realisiert werden. Geld: Finanzielle Angelegenheiten<br />

entwickeln sich positiv.<br />

22.6. – 22.7. KREBS<br />

d<br />

Liebe: Nicht nur an sich selbst denken. Gerade jetzt mal die Dinge<br />

von der Gegenseite her betrachten. Arbeit: Du wirst dich eine Weile<br />

lang nicht so gut durchsetzen können. Mach das Beste draus. Geld:<br />

Unerwartete Spesen drücken aufs Budget.<br />

23.7. – 23.8. LÖWE<br />

e<br />

Liebe: Eine gute Zeit steht dir bevor. Dein Ziel lässt sich verwirklichen.<br />

Arbeit: Beste Prognosen in diesem Bereich. Richte dein<br />

Augenmerk aber nicht nur auf die Rendite. Geld: Du kannst jetzt,<br />

ohne es zu merken, in eine Abhängigkeit rutschen.<br />

24.8. – 23.9. JUNGFRAU<br />

f<br />

Liebe: Was dich bis vor kurzem bedrückte, ist überwunden. Schau<br />

konsequent nach vorne. Arbeit: Die Ansprüche steigen. Für dich<br />

aber kein Problem, da du qualitätsbewusst arbeitest. Geld: Lass dich<br />

nicht ausnützen. Sag auch einfach mal nein.<br />

24.9. – 23.10. WAAGE<br />

g<br />

Liebe: Die Sterne sind dir überaus wohlgesinnt. Jetzt kannst du in<br />

der Liebe viel gewinnen. Arbeit: Du bist momentan sehr durchsetzungsfähig.<br />

Du solltest davon profitieren und selbstsicherer auftreten.<br />

Geld: Weiterhin gute Prognosen.<br />

24.10. – 22.11. SKORPION<br />

h<br />

Liebe: Initiativen ein wenig abbremsen. Es lässt sich nichts erzwingen.<br />

Arbeit: Du bist versucht, jemandem etwas Bestimmtes zu beweisen.<br />

Das solltest du jetzt bleiben lassen. Geld: Gewisse Hürden<br />

können nicht im ersten Anlauf genommen werden.<br />

23.11. – 22.12. SCHÜTZE<br />

i<br />

Liebe: Erfreuliche Bedingungen auf der ganzen Ebene. Eine sehr<br />

erlebnisreiche Woche. Arbeit: Du kommst vorwärts und hast Erfolg.<br />

Sicher resultiert daraus auch ein rechter Gewinn. Geld: Du holst<br />

jetzt aus allem das Maximum heraus.<br />

Doch Martti, auch die hat n’<br />

Schwanz<br />

<br />

Von Michi Rüegg<br />

Es passiert nicht alle Tage, aber immer mal wieder springen Heteromänner<br />

über ihren Schatten und lassen sich auf Abenteuer mit Schwulen ein.<br />

Was uns in solchen Fällen erwartet, sind keine brutalen Machos, die penetrationswütig<br />

über uns herfallen, sondern entfesselte Romantiker, die sich<br />

endlich all der zärtlichen Leidenschaft hingeben dürfen, welche sie bei<br />

Frauen unterdrücken müssen – weil Frauen ja erwarten, dass Männer hart<br />

und grausam sind. So endet der Sex zwischen einem süssen Hetero und<br />

einem von uns dann und wann in einer mit Puderzucker bestäubten Erotikszene,<br />

wie selbst Rosamunde Pilcher sie nicht zu umschreiben vermag.<br />

Doch Heteros, die mal kurz ein bisschen schwul sind, sind das Eine.<br />

Schwieriger ists, wenn sich ein Hetero versehentlich mit einem Mann einlässt,<br />

weil er schlichtweg nicht bemerkt, dass sie ein Mann ist. Es ist ein<br />

paar Jahre her, da war ich auf Bali, bei Leuten, die gerade ein grosses Haus<br />

gebaut hatten. Einer der Hausherren hatte seinen Sohn Martti dabei. Ein<br />

aufgestellter, bäumiger Junge, irgendwo zwischen Kind und Mann. Einerseits<br />

spielte er liebend gern mit Papas neuer Spiegelreflexkamera, andererseits<br />

liess er keine Gelegenheit aus, mit uns Grossen an Bierflaschen zu<br />

nuckeln.<br />

Eines schönen Abends verschlug uns das Schicksal in einen der zahlreichen<br />

Clubs von Kuta, wo die angeregte Konsumation diverser alkoholischer Getränke<br />

einen schönen Abend versprach. Mit dabei auch ein junger Vater, dessen<br />

Frau daheim auf den Sohnemann aufpasste.<br />

Nun verschmelzen an einem Ort wie Bali die sexuellen Grenzen respektive<br />

man unterscheidet nicht ganz so genau wie anderswo. Ich möchte den beiden<br />

Herren – auch aus Rücksicht auf ihre Persönlichkeitsrechte – die Aufzählung<br />

der peinlichen Details ersparen und schildere hier nur das Wesentliche:<br />

Den ganzen Abend war ich so damit beschäftigt, Transen von Martti<br />

und dem Jungvater zu vertreiben, dass ich mich zu keinem Zeitpunkt mit<br />

meinem eigenen Flirtverhalten beschäftigen konnte. Besonders abgesehen<br />

hatten sie es auf den Kleinen. Kaum hatte ich eine geteert und gefedert,<br />

sass schon eine andere bei Martti auf dem Schoss. Der mochte jeweils<br />

nicht glauben, dass die Frau zwischen seinen Beinen einen Penis zwischen<br />

ihren hatte. Anfangs war Martti, weil schüchtern, ganz froh über meine<br />

Aufklärungsoffensiven. Mit der Zeit sank jedoch seine Hemmschwelle<br />

und es schien ihm scheissegal, ob die Brüste, die er knetete, nun echt<br />

waren oder nicht. Ab einem gewissen Punkt wehrten er und die jeweilige<br />

Sie, bzw. der jeweilige Er, sich gemeinsam gegen meine Deportationsversuche.<br />

Ich musste Martti nach einer Weile regelrecht von der Terrasse ins<br />

Taxi prügeln. Dann bemerkte ich, dass der Jungvater verschwunden war.<br />

Kurze Zeit später fand ich ihn eng umschlungen mit<br />

respektive in einer der Transen, die ich von Martti<br />

ferngehalten hatte. Um das junge Eheglück<br />

nicht zu gefährden, schlug ich den<br />

Jungvater windelweich, erschlug<br />

die Transe mit einer leeren Magnumflasche,<br />

prügelte zwei herbei<br />

geeilte Türsteher ins Koma<br />

und floh mit 140 km/h<br />

und den beiden Heten hinten<br />

drin in Richtung Reisfelder.<br />

Am nächsten Morgen<br />

herrschte pures Glück. Weil<br />

sich der Jungvater nicht bei<br />

einer Shemale mit irgendeinem<br />

tropischen Fieber angesteckt<br />

hatte. Und weil Marttis Vater<br />

beim Frühstück keiner leicht<br />

nuttigen Transsexuellen gegenüber<br />

sass, die seinen Sohn mit<br />

frischen Rambutan fütterte und<br />

dabei mit tiefer Stimme kicherte.<br />

Nur ich war etwas betrübt. Ich hatte<br />

zwei Heteros unter Einsatz all meiner<br />

Kräfte vor dem Schlimmsten bewahrt, aber<br />

von Dank keine Spur.<br />

Wann endlich werden die Heteros merken, dass wir<br />

uns für sie aufopfern?


Seite 24<br />

gesundheit<br />

<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

Leserbriefe an Dr. Gay<br />

Hilfe, mein Penis ist zu klein!<br />

Mittlerweile bin ich 16 Jahre alt und mein Penis ist immer noch extrem<br />

klein. Im steifen Zustand sind es gerade mal 9 cm! Und ich habe das Gefühl,<br />

dass er nicht mehr wächst. Deswegen leidet mein ganzes Selbstbewusstsein.<br />

Mein Bruder ist zwei Jahre älter und hat einen viel grösseren Penis als ich.<br />

Gibt es irgendwelche Salben oder eventuell eine Operation, um den Penis<br />

grösser zu machen? Danke für deine Antwort!<br />

Gruss, Lars, 16<br />

Lieber Lars<br />

Penisse sind so unterschiedlich lang, dick, krumm etc. wie Nasen oder<br />

Ohren von uns Menschen. Besonders in der Pubertät können sich Penisse,<br />

bedingt durch den verschiedenen Entwicklungsstand, stark unterscheiden.<br />

Der Penis wächst ca. zwischen dem 12. und dem 18. Lebensjahr zu der genetisch<br />

bestimmten Grösse. Das Wachstum ist nicht beeinflussbar. Dein Penis<br />

kann also noch grösser werden. Nachher wirst du lernen müssen, deinen<br />

Penis so zu akzeptieren, wie er ist.<br />

Du solltest dein Selbstbewusstsein nicht vom Penis abhängig machen.<br />

Es braucht keine bestimmte Grösse, um Spass beim Sex zu haben. Es lohnt<br />

sich auch nicht, dich dauernd mit anderen Jungs zu vergleichen. Du bist<br />

du und dein Penis ist ein Teil von dir. Eine effektive Penisvergrösserung,<br />

wie sie oft in dubiosen Inseraten angeboten wird, gibt es nicht. Geräte oder<br />

Salben sind reine Geldmacherei. Von gewissen Operationen habe ich schon<br />

gehört, allerdings bringen diese nicht den gewünschten Erfolg: Schlimmer,<br />

sie beeinträchtigen die Erektionsfähigkeit.<br />

Alles Gute, Dr. Gay<br />

Neues Mittel gegen Filzläuse<br />

Hallo, Dr. Gay. Nach meinen Ferien habe ich bemerkt, dass sich bei mir<br />

Filzläuse in den Schamhaaren befinden. Da ich schon mal welche hatte,<br />

weiss ich das genau. Es juckt auch dieses Mal wie blöd. Damals gab man mir<br />

in der Apotheke das Jacutin-Gel. Also wollte ich dieses wieder kaufen. Nun<br />

sagte man mir, dass das Medikament nicht mehr im Angebot sei. Was für<br />

ein Produkt gibt es sonst noch um die lästigen Läuse zu bekämpfen? Muss<br />

ich nun ewig mit den Viechern leben?<br />

Gruss, Reto, 34<br />

Lieber Reto<br />

Das ist richtig, gem. der Webseite www.pharmawiki.ch wurde Jacutin,<br />

welches früher zugelassen war, aus dem Handel genommen. Dies aufgrund<br />

des Potentials für unerwünschte (Neben-?)Wirkungen und ökologischer<br />

Bedenken. Was nun nicht bedeutet, dass du weiterhin mit Filzläusen leben<br />

musst. Schade, dass die Angestellten der Apotheke dir kein anderes Mittel<br />

empfohlen haben, wie das Shampoo Prioderm®. Dieses wird gegen Kopf- und<br />

Filzläuse angewendet und ist nicht kassenpflichtig. Prioderm® ist derzeit<br />

offiziell das einzige Arzneimittel, das in der Schweiz zur Behandlung von<br />

Filzläusen zugelassen ist. Filzläuse sind seltener als Kopfläuse und entsprechende<br />

Medikamente werden weniger vermarktet. Prioderm® wird auf das<br />

feuchte Haar aufgetragen. Frag doch einfach nochmals in einer anderen<br />

Apotheke nach.<br />

Alles Gute, Dr. Gay<br />

Hildegard<br />

Jetzt mal ehrlich: Was ist mit Halsweh? Auch schon Kopfweh gehabt in der<br />

letzten Zeit? Schnupfen – eh immer.<br />

Ist es das jetzt? Ein bisschen wie mit den Ausserirdischen, nicht wahr? Sind<br />

sie schon da? Kennt irgendwer einen? Kennt irgendwer einen Schweinegrippe-Patienten?<br />

Die Produkte, die bei Coop und Mirgos derzeit am meisten gepusht werden,<br />

sind Hirschpfeffer und Atemschutzmasken. Ich hab beides<br />

gekauft.<br />

Als ich letzte Woche mit Grippesymptomen zum Arzt ging,<br />

wurde ich am Telefon dezidiert darauf hingewiesen,<br />

dass ich – falls ich mit den ÖV komme – eine Schutzmaske<br />

zu tragen habe. Obwohl es für das Ergattern<br />

eines Sitzplatzes sicher eine optimale Ausgangslage<br />

gewesen wäre, mit einer Atemschutzmaske vorne<br />

beim Chauf-feur einzusteigen und dann suchend<br />

nach hinten zu wandern, muss ich gestehen, dass<br />

ich die Maske unbenutzt in meiner Hosentasche ruhen<br />

liess. Irgendwie fehlte mir der Mut, beim Einsteigen<br />

in den 32er einen auf «Outbreak» zu machen. Feige<br />

Nuss. Ich sass dann während der gesamten Fahrt in<br />

der hintersten Ecke des Fahrzeugs, atmete flach in meinen<br />

Rollkragen und erging mich in apokalyptischen Fantasien.<br />

Werde ich den ganzen Bus anstecken, weil nichts<br />

als reine Eitelkeit mir die Maske verbat? Werde ich<br />

der heimliche Patient 0 von Zürich sein, mit dem<br />

die Epidemiewelle über die Stadt schwappt? Ich<br />

gab mir Mühe, extrem gesund über den Rollkragen<br />

zu schauen – und als sich eine Frau<br />

mit einem Säugling auf den Platz neben mir<br />

setzte, versuchte ich, nur noch einzuatmen,<br />

aber nicht mehr auszuatmen. Schwierig…<br />

Beinahe wäre mir infolge des Hyperven<br />

tilierens schwarz vor Augen geworden.<br />

Wie auch immer – ich habe nie erfahren,<br />

ob ich die Schweinegrippe jetzt<br />

schon absolviert habe oder nicht.<br />

Getestet werden nur Risikopatienten.<br />

Normalerweise wäre ich auch ausgesprochen marginal daran interessiert,<br />

solches zu erfahren. Aber Ende Oktober kommt die Impfung auf den Markt.<br />

Was mache ich dann? Als ob nicht schon genug schwere Entscheidungen anstünden.<br />

Minarett oder nicht, Stocker oder Jositsch, Schweinegrippe oder<br />

Impfung?<br />

Auch wenn es in den vergangenen Monaten ausschliesslich leichte Verläufe<br />

der Schweinegrippe bei Patienten gegeben hat, und das<br />

auch bei Personen mit einer HIV-Infektion bislang so beobachtet<br />

wurde, geht das Robert-Koch-Institut in seiner<br />

Pressemitteilung über die Impfempfehlung auf Nummer<br />

Sicher: «Das neue Virus ist ansteckender als die<br />

saisonalen Influenzaviren, und könnte daher eine<br />

grössere Zahl von Menschen als in einer saisonalen<br />

Welle betreffen. So könnten sich auch vergleichsweise<br />

geringe Anteile schwerer Erkrankungen zu<br />

einer grossen Zahl schwerer Erkrankungen summieren.»<br />

Risikopatienten sollten sich in jedem Fall impfen<br />

lassen. Dazu gehören Chronischkranke und als solche<br />

gelten unter anderen HIV-positive Menschen.<br />

Die Impfung gegen Influenza (Grippe) ist ebenfalls<br />

wie die Impfungen gegen Hepatitis A und B ein Totimpfstoff<br />

und für Menschen mit HIV unbedenklich.<br />

Das schwule Gesundheitszentrum<br />

Check point bietet Grippe-Impfungen an.<br />

Die Kosten betragen 15 Franken. Diese<br />

Impfung wird allen HIV-positiven<br />

Personen empfohlen. Vorläufig<br />

wird noch gegen die saisonale<br />

Grippe geimpft. Weitere Infos<br />

auf www.checkpoint-zh.ch.<br />

Und jetzt brennt mir gleich<br />

der Hirschpfeffer in der Mikrowelle<br />

an. Es grüsst euch<br />

herzlich<br />

Eure Hildegard


<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

verBand<br />

Der Verband<br />

Gaybetriebe Schweiz<br />

informiert:<br />

You offer sex for money<br />

be informed – and protect yourself<br />

safeboy.ch<br />

Seit Jahren solidarisch, mitleidend<br />

oder blöd?<br />

An der VEGAS-Mitgliederversammlung<br />

von Mitte Oktober berichtete<br />

Roger Staub im Namen des<br />

Bundesamtes für Gesundheit, dass<br />

man erstmals seit Jahren eine Abnahme<br />

der Neuinfektionen bei Männern,<br />

die Sex mit Männern haben,<br />

feststellen konnte. Wissenschaftlich<br />

unbelegt, ob dieses neue Ergebnis wegen<br />

oder trotz «Mission Possible!»<br />

entstanden ist (www.missionp.ch).<br />

Wissenschaftlich ist es nicht erhärtet,<br />

ob es Zufall oder wirklich eine<br />

Verbindung zu dieser Aktion gibt,<br />

doch die Vermutung lässt darauf<br />

schliessen, dass diese Aktion dazu<br />

beigetragen hat, die immer schneller<br />

steigende Kurve zu brechen.<br />

Vor rund 30 Jahren kannte noch<br />

niemand die genauen Übertragungswege<br />

dieser damals noch unbekannten<br />

Krankheit und wie man<br />

sich davor schützen kann. Alle «armen<br />

Schweine», die aber betroffen<br />

waren, mussten uns in kurzer Zeit<br />

verlassen. Zwischenzeitlich kennt<br />

man die Krankheit. Man weiss, was<br />

riskant ist und wie man sich schützen<br />

kann. Man weiss auch, dass es<br />

Medikamente gibt. Hier vergisst<br />

man aber gerne und oft zu bedenken,<br />

welche Nebenwirkungen, seelischen<br />

Strapazen und Kosten für<br />

das Gesundheitswesen damit verbunden<br />

sind.<br />

Müssen wir denn mit all denen die<br />

bereits infiziert oder sogar gestorben<br />

sind, solidarisch sein und uns auch<br />

anstecken? Sollen wir mit denen, die<br />

heute riskanten Sex als den letzten<br />

Kick betrachten, Mitleid haben? Sind<br />

Anzeige<br />

wir, ja unsere heutige Gesellschaft,<br />

einfach zu blöd um zu begreifen,<br />

was wir veranlassen, wie viel unnötiges<br />

Leid, Betroffenheit, Stress und<br />

Qualen wir für ein paar kickige Minuten<br />

in die Welt setzen?<br />

Auch wenn es nicht erwiesen ist,<br />

dass die «Mission Possible!» für den<br />

erfreulichen Knick in der Statistik<br />

verantwortlich ist, rufen wir alle<br />

auf, sich an diesen Strohhalm zu<br />

klammern und das, was «possible»<br />

ist, weiterzuführen!<br />

• Nur ungeschützten Verkehr,<br />

wenn beide nachweislich negativ<br />

und treu sind<br />

• Beim Seitensprung nur mit<br />

Gummi<br />

• Bei unbekanntem Partner nur<br />

mit Gummi<br />

• Die Safer-Sex-Regeln stets beachten<br />

www.stopaids.ch<br />

• Profitiert vom Angebot der<br />

VEGAS-Betriebe für den Sex<br />

an Ort<br />

• Kondome und Gleitmittel für<br />

sicheren Sex bereithalten<br />

• Und wenn trotzdem was schief<br />

geht, sofort den Arzt konsultieren<br />

(PEP).<br />

Dumme Sprüche nützen nichts,<br />

eventuell ist dies der richtige Strohhalm<br />

und wir Schweizer sind bald<br />

Weltmeister im «sich schützen beim<br />

Sex» und unsere Kurve zeigt am<br />

steilsten abwärts.<br />

Leute, der Versuch ist es jedenfalls<br />

wert!<br />

Weitere Auskünfte bei der Aidshilfe<br />

Deiner Region www.aids.ch oder<br />

per Link über www.vegas-web.ch.<br />

Roger Markowitsch<br />

presidente@vegas-web.ch<br />

Infos zu VEGAS und zur<br />

VEGAS-Mitgleidschaft:<br />

www.vegas-web.ch<br />

mehr news auf<br />

cruiser_101x70.indd 1<br />

8. LesBiSchwules Festival Luzern<br />

12. – 18. <strong>November</strong> 2009<br />

www.pinkpanorama.ch<br />

die Filme<br />

Mein Freund aus Faro | The man who<br />

loved Yngve | Eyes wide open | Ghosted<br />

Soundless Wind Chime u.a.<br />

das Improtheater<br />

mit der Theatergruppe «die Platzhirsche»<br />

_Samstag, 14.11.08 | 20.00 Uhr stattkino<br />

die Party<br />

mit «DJ Glitzerhaus»<br />

_Samstag, 14.11.08 | 23.00 Uhr<br />

der Brunch<br />

im Hofgarten mit «les Belles et les Femmes»<br />

_Sonntag, 15.11.08 | 10.00 Uhr<br />

das Podium<br />

«Schule und sexuelle Identität»<br />

Film zum Thema: It’s Elementary<br />

_Sonntag, 15.11.08 | 17.00 Uhr<br />

11.6.2008 8:55:42 Uhr<br />

die PinkBar<br />

Der Treffpunkt während des Festivals<br />

_täglich ab 18.00 Uhr im Kinofoyer<br />

stattkino | Löwenplatz 11 | Luzern<br />

Reservation Film/Theater Tel: 041 410 30 60<br />

Bild: Eyes wide open


Seite 26<br />

agenda<br />

<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

Agenda aus<br />

®<br />

GAY-TANTRA<br />

mit Armin C. Heining in Zürich<br />

Oktober 09<br />

Luzern<br />

Fr 30. Oktober<br />

22.00 Frigay Night: happy sound for<br />

happy people@The Loft Haldenstr. 21.<br />

Halloween Special Party mit Deko & Airbrush<br />

Special. DJs Mr. Da-Nos, DJ C-Side<br />

Zürich<br />

21.30 T&m Disco:<br />

Marktgasse 14. Chartstation. DJ Marc S<br />

22.00 rage: Wagistr. 13, Schlieren XXL<br />

Naked Party. Fr. 38.– inkl. Getränken<br />

(ohne Sprituosen)<br />

22.00 Lotus Club & Lounge:<br />

Pfingstweidstr. 70. Monitor DJs Chris the<br />

Rebel, Enzo Leone, Dinutec, Tim Switch<br />

& Klick Klack<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Electro<br />

Collage DJ G!l Everest<br />

Anzeige<br />

13. - 17.11.09<br />

Berührt Sein<br />

GAY-TANTRA Massagen<br />

Termin vereinbaren!<br />

14. - 15.11.09<br />

Erotische Massage<br />

Workshop für Singles &Paare<br />

16.11.09<br />

Rising the Energy<br />

Afterwork-Party im Club Loop<br />

Beginn: 19 h<br />

+49 30 26344515<br />

info@gay-tantra.ch<br />

www.gay-tantra.ch<br />

23.00 stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle<br />

(beim Letzipark). Maryic.<br />

DJs Lukino & Ton-Dee<br />

23.00 sector c; Fetish Club: Wagistr. 13.<br />

Strikter Dresscode XXL Naked Party<br />

23.00 Loop 38: Albulastr. 38. Ravin<br />

Ghotik (Indien, Wave)<br />

Basel<br />

SA 31. Oktober<br />

22.00 Neurotic - The Original Naughty<br />

Gay-Night: im Club Borderline, Hagenaustr.<br />

29. Tanznacht mit House Beats<br />

im Untergrund. Internationale Tänzer,<br />

Oben-ohne Area & dunkle Winkel<br />

Bern<br />

21.00 samurai Bar: Partytime 4 Jahre<br />

Samurai Bar mit Thomas<br />

Luzern<br />

22.00 Offstream on Tour: Party mit<br />

Resident Offstream DJs im Uferlos,<br />

Geissensteinring 14. Eintritt: 15.– (inkl.<br />

Getränkecoupon)<br />

Thurgau<br />

20.00 GO!: GayOstschweiz! Halloweenparty<br />

im Clublokal, Frauenfelderstr. 100,<br />

9548 Matzingen. Deco, Gruselshow,<br />

Horrorbuffet (Fr. 25.–). Mit Maskierung 1<br />

Getränk frei<br />

Zürich<br />

06.00 Loop 38: Albulastr. 38.<br />

After Hour DJs Pat Parisha & Franco<br />

21.00 Cranberry Bar: Halloween Party<br />

21.30 T&m Disco: Marktgasse 14. Thriller.<br />

DJ Groovemaster<br />

21.30 purplemoon Halloween party:<br />

für lesbischwul und Freunde im Zeughaus<br />

5 (Kaserne), Ecke Zeughausstr. /<br />

Kanonengasse. DJs Peeza, Niclas & Neox<br />

& special DJ Q-Big from Italy. Info &<br />

friendlist www.purplemoon.ch<br />

22.00 rage: Wagistrasse 13, Schlieren<br />

Industrial Cruise Zone<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Thriller.<br />

DJ Mad House<br />

23.00 stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle<br />

(beim Letzipark) StereoLove. Special<br />

Halloween Edition. DJs Joe Ferretti,<br />

Sean Amini, Fizz & ak-n<br />

23.00 sector c; Fetish Club: Strikter<br />

Dresscode-Anlass Worker, Bauern, Army<br />

23.00 Loop 38: Albulastr. 38. Party mit<br />

After Hour am Sonntag ab 06h Loop38<br />

Night mit diversen DJs<br />

23.00 Gay Halloween im Lotus Club:<br />

Pfingstweidstr. 70. DJs Electrostatic,<br />

Thomi B & Fred Extasia. Special Deko.<br />

Kostümierte haben reduzierten Eintritt<br />

<strong>November</strong> 09<br />

Basel<br />

SO 01. <strong>November</strong><br />

21.00 untragbar!: Die heterofreundliche<br />

Homobar am Sonntag im Keller<br />

des Restaurants Hirscheneck, Lindenberg<br />

23 DJ High Heels On Speed - Alternative<br />

& Electro<br />

Lausanne<br />

23.00 TrIXX Gay Bar @ mAD avec DJ<br />

David Armada<br />

Schwyz<br />

20.00 mythengay: schwyz & schwul<br />

Treff im Hirschen Backpackers, Schwyz<br />

Thurgau<br />

09.45 HOT: Besuch im Telefonmuseum<br />

in Islikon zusammen mit den hab.<br />

Besammlung 09.45h Bahnhof Islikon.<br />

Nach der Führung Mittagessen (ca. 13h)<br />

im HOT. Anmeldung info@hot-tg.ch,<br />

079 398 83 93. Teilnehmerzahl ist leider<br />

begrenzt auf max. 18 Personen<br />

Zürich<br />

05.00 stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle<br />

(beim Letzipark). After Hour DJs<br />

Ezikiel, High Five, Sadock, La Luna &<br />

Angy Dee<br />

18.15 Gottesdienst: für Lesben, Schwule<br />

und Andere Gottesdienst für Lesben,<br />

Schwule und Andere im Kulturhaus<br />

Helferei, Kirchgasse 13, www.homogottesdienst.info<br />

19.00 Tanzleila in der Kanzleiturnhalle:<br />

Party von Frauen für Frauen. Ab 19h<br />

Worldmusic, ab 21h DJane Madame Léa,<br />

ab 23h Crash Helmet Crew<br />

20.00 Ladies Night: im Adagio Gotthardstr.<br />

5 (Kongresshaus) Grey & gay by<br />

DJ X-Child<br />

21.30 T&m Disco:<br />

Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end<br />

DJ Mad House<br />

MO 02. <strong>November</strong><br />

Zürich<br />

19.00 z&h schwule studis an uni &<br />

eTH Filmabend: «Le Placard». Im Uni<br />

Zentrum, KOL-H-309<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Woof DJ Qbass<br />

DI 03. <strong>November</strong><br />

Baden<br />

20.00 Aarglos & Aargay: Plausch-Bowling-Turnier<br />

im Sportcenter Baregg, Baden.<br />

Anmeldung bei gheller@sunrise.ch<br />

Zürich<br />

19.30 mary Christmas show: mit Georg<br />

Preusse als Mary im Theater 11. Bis 8.11.<br />

Tickets über www.ticketcorner.ch<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx<br />

DJs Michael K & Jesse Jay<br />

Bern<br />

MI 04. <strong>November</strong><br />

21.00 exzess: Party für Gays und Freunde<br />

im Sous-Soul, Junkerngasse 1. DJ Ramax<br />

(Swingin Neo Disco vs. Shufflin Electro)<br />

Zürich<br />

19.00 spätzünderinnen:<br />

Treff im HAZ-Centro, Sihlquai 67<br />

20.00 Heldenbar@provitreff:<br />

Sihlquai 240 DJ Alex Brand (residierender<br />

elektronischer musiker)<br />

21.30 T&m Disco:<br />

Marktgasse 14. Goldies DJ Qbass<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Treffpunkt DJ La Luna<br />

Baden<br />

DO 05. <strong>November</strong><br />

20.00 Boy Zone: for Boys and tough<br />

Girls Schwullesbische Lounge im Club<br />

Plan B, Rütistr. 3 (Eingang Bruggerstr.)<br />

Zürich<br />

18.00 musigschuel@Casa Bar:<br />

Münstergasse 30. Queer Afterworkparty<br />

mit Live Music & Lounge<br />

21.30 T&m Disco: Marktgasse 14. Prêt à<br />

danser? DJ Groovemaster<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Prêt à danser? DJ Qbass<br />

Bern<br />

Fr 06. <strong>November</strong><br />

21.00 samurai Bar: Partytime Night<br />

Dreams mit DJane Shala<br />

22.00 Queer Disco@Cu-Club: Bahnhofparking<br />

Bern, 3. Stock DJs Don<br />

Luca (RnB, 70s to 90s, House), Pra-Vos &<br />

Housetier (House, Electro, Minimal). Fr.<br />

20.-. Infos www.queerdisco.ch<br />

Zürich<br />

21.30 T&m Disco: Marktgasse 14. Bootylicious.<br />

DJs Raffiness & Zör Gollin<br />

22.00 Lollipop party: mit 3 Tanzpisten!<br />

Schlagerpiste mit Hauch von Canzoni<br />

& Chansons; Discopiste 70er/80er Disco<br />

und einem Schuss 90er; Latinpiste mit<br />

Salsa, Bachata etc. Plus Karaoke Lounge.<br />

X-Tra, Limmatstr. 118<br />

22.00 rage: Wagistr. 13, Schlieren<br />

Industrial Cruise Zone<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Electro<br />

Collage DJ Nick Harvey<br />

23.00 stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle<br />

(beim Letzipark). Another World.<br />

DJs Spikers, TonTon, Lampenfieber,<br />

Double D & Miss Golden G<br />

23.00 sector c; Fetish Club:<br />

Wagistr. 13. Strikter Dresscode FF / SM /<br />

Bondage / Fetish<br />

23.00 Loop 38: Albulastr. 38. Take a<br />

Dance. DJs Jesse Jay, squep, Leory. Mit<br />

Afterhour nach 06h


<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

<br />

Seite 27<br />

Baden<br />

SA 07. <strong>November</strong><br />

22.00 Gay Royal: Party im Grand Casino Baden,<br />

Haselstr. 2. DJ Peeza & friends. Kostenloser Busservice<br />

von und nach Zürich & Basel (Voranmeldung!). Inkl.<br />

kostenlosen Eintritt ins Spielkasino mit Fr. 10.- Startkapital.<br />

Alle Infos www.gayroyal.ch<br />

Basel<br />

21.00 Homoextra: Party Ab 21h Tanz-Bar mit Salsa<br />

für Paar-TänzerInnen. Inputs von Salsa Tanzlehrer<br />

Horacio Espinosa. Ab 22h Disco mit DJ Norman.<br />

Sudhaus, Burgweg 7. Infos www.homoextra.ch<br />

Bern<br />

21.00 Samurai Bar: Partytime Dance Revolution mit<br />

DJ Dani<br />

Luzern<br />

22.00 Uferlos: Schwul-lesbisches Zentrum Les-<br />

BiSchwule Party von Halu & Why Not Fr. 15.- (inkl. 1<br />

Gratis Getränk)<br />

St. Gallen<br />

21.00 Badehaus Mann-o-Mann:<br />

Saturday Night Fever. Tanzbarer Sound mit DJ<br />

Whitermoon<br />

Thurgau<br />

19.30 HOT: Spezialanlass im HOT, Wilerstr. 5, 9545<br />

Wängi Österreichischer Abend mit Disco Betrieb.<br />

Menü: Salat, Rindsgulasch mit Knödel, Apfelstrudel.<br />

Fr. 24.50 (für Mitglieder 19.50). Anmeldung bei<br />

news@hot-tg.ch, 077 401 31 76<br />

Zürich<br />

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. G-Dance. DJ Groovemaster<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Industrial<br />

Cruise Zone<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Jump the House. DJ Plus 1<br />

23.00 Loop 38: Albulastr. 38. Party mit After Hour<br />

am Sonntag ab 06h Flexx-Party. DJs Jon Doe & Ajaxx<br />

23.00 Sector c; Fetish Club:<br />

Strikter Dresscode-Anlass Sportswear & Sneakers<br />

23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle (beim<br />

Letzipark) MaRe. DJs Sensifeel & Electrostatic (live).<br />

DJs M&D Babes, Solar Spectrum, She DJ Cimi, Nonius,<br />

Akustik & Diutec<br />

23.00 Shaft:<br />

Männernacht im Lotus Club, Pfingstweidstr. 70. No<br />

dick - no entry! DJs Andrei 1 & Mario S.<br />

Infos www.shaft.ch<br />

SO 08. <strong>November</strong><br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar<br />

am Sonntag im Keller des Restaurants Hirscheneck,<br />

Lindenberg 23 DJ Klangfieber - Tulpenblues & Rosendance<br />

Ganze Schweiz<br />

09.00 Les lacets roses: Auf den Spuren Wilhelm Tells.<br />

Treffpunkt Torbogen Bahnhof Luzern. 09h. Infos<br />

Hans 079 478 25 13 / 041 310 81 15<br />

Lausanne<br />

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD:<br />

avec DJ Mark Trade<br />

Zürich<br />

05.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle (beim<br />

Letzipark). After Hour DJs TonTon, Ezikiel & Sky<br />

Janssen<br />

09.00 HAZ Outdoor:<br />

Umrundung der Stadt Zürich. Genaue Infos<br />

www.haz.ch/outdooraktuell<br />

20.00 Ladies Night im Adagio:<br />

Gotthardstr. 5 (Kongresshaus) Power Sound by<br />

DJ X-Child<br />

21.30 T&M Disco:<br />

Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Week2end DJ Mad House<br />

Zürich<br />

MO 09. <strong>November</strong><br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Woof DJ Groovemaster<br />

Bern<br />

DI 10. <strong>November</strong><br />

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag im Kino<br />

der Reitschule. «End of Love», Hongkong/China 2008,<br />

95 Min, Kantonesisch / UT d. Bar ab 20h, Film um<br />

20.30h. Infos www.gay-bern.ch/uncut<br />

Zürich<br />

11.30 Aidspfarramt Zürich:<br />

Universitätsstr. 42. HIV-Mittagstreff.<br />

Infos 044 255 90 55<br />

19.00 z&h Schwule Studis:<br />

an Uni & ETH Fondueabend im Hochschulforum,<br />

Hirschgraben 7. Anmeldung siehe<br />

www.zundh.uzh.ch<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Duplexx DJs Michael K. & Jesse Jay<br />

Zürich<br />

MI 11. <strong>November</strong><br />

20.00 Heldenbar@Provitreff:<br />

Sihlquai 240 franz schwester & Wanderkameraden.<br />

Electronic swing, frickelig und sägezahn; Plings und<br />

Plongs aus der Friedrichshainer Szenebar stereo 33<br />

21.00 Cranberry Bar:<br />

Flight Attendant Party - for all flying queens and<br />

their friends<br />

21.30 T&M Disco:<br />

Marktgasse 14. Goldies DJ Qbass<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Treffpunkt DJ Upspace<br />

DO 12. <strong>November</strong><br />

Baden<br />

20.00 Boy Zone:<br />

for Boys and tough Girls Schwullesbische Lounge im<br />

Club Plan B, Rütistr. 3 (Eingang Bruggerstr.)<br />

Bern<br />

21.00 Queersicht: Lesbisch-schwules Filmfestival<br />

Eröffnungfilm des Festivals im Kino ABC «Sens<br />

interdits», Belgien 2008, 35mm, 84 Min. F / e UT. Die<br />

Regisseurin Sumeya Kokten wird persönlich anwesend<br />

sein. Alle Infos www.queersicht.ch, Tickets<br />

über www.starticket.ch<br />

21.00 Queersicht: Lesbisch-schwules Filmfestival<br />

bis 18.11. «Elève libre» im Kellerkino. Alle Infos unter<br />

www.queersicht.ch<br />

Luzern<br />

19.00 Pink Panorama: LesBiSchwules Festival<br />

Luzern im Stattkino, Bourbaki-Gebäude am Löwenplatz.<br />

19h Mein Freund aus Faro. 20.30h Festivaleröffnung<br />

mit Apéro. 21h The man who loved Yngve<br />

Zürich<br />

21.30 T&M Disco:<br />

Marktgasse 14. Prêt à danser? DJ Groovemaster<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Prêt à danser? DJ Mad House<br />

FR 13. <strong>November</strong><br />

Bern<br />

15.30 Queersicht: Lesbisch-schwules Filmfestival<br />

Kellerkino: 15.30h Pidä Kiinni / Two Men & Two


Seite 28<br />

agenda<br />

<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

Babies, 18h Drool, 20.30h With Gilbert &<br />

George, 23h Rückenwind.<br />

Infos www.queersicht.ch,<br />

Ticket www.starticket.ch<br />

15.30 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />

Filmfestival Kino der Reitschule: 15.30h<br />

Kurzfilme 1, 18h Das grosse Tabu /<br />

Tabubruch, 20.30h Kurzfilme 3, 23h City<br />

of Borders<br />

18.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />

Filmfestival Kino Kunstmuseum: 18h<br />

Kurzfilme 2, 20.30h Soundless Wind<br />

Chime, 23h Ghosted<br />

20.30 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />

Filmfestival Cinematte: 20.30h Affinity,<br />

23h Fuera de carta<br />

21.00 Samurai Bar:<br />

Partytime Cool Hits mit DJane Peter Pan<br />

Luzern<br />

19.00 Pink Panorama: LesBiSchwules<br />

Festival Luzern im Stattkino, Bourbaki-<br />

Gebäude am Löwenplatz. 19h Eyes wide<br />

open, 20h Apéro von Network & Wybernet,<br />

21.30h Ghosted<br />

Zürich<br />

19.30 HAZ-Centro: Freitags-Centro<br />

mit speziellem kulinarischem Angebot<br />

präsentiert Chris<br />

19.30 Frauenbar im GZ Riesbach:<br />

Seefeldstr. 93<br />

20.00 gay: my way: - Schwule Männer<br />

im Coming-out Treff im HAZ-Centro,<br />

Sihlquai 67. Coming-out Gespräche in<br />

Kleingruppen<br />

20.00 LMZ: der Schwule Schweizer<br />

Motorradclub Stamm im Restaurant<br />

Moléson, Grüngasse 7, 8004 Zürich<br />

21.30 T&M Disco:<br />

Marktgasse 14. Absolutely Disco. DJs<br />

Dynamike & Groovemaster<br />

22.00 Lollipop Party: mit 3 Tanzpisten!<br />

Schlagerpiste mit Hauch von Canzoni<br />

& Chansons; Discopiste 70er/80er Disco<br />

und einem Schuss 90er; Latinpiste mit<br />

Salsa, Bachata etc. Plus Karaoke Lounge.<br />

X-Tra, Limmatstr. 118<br />

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren<br />

Industrial Cruise Zone<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Electro<br />

Collage DJ Plus 1<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13.<br />

Strikter Dresscode Yellow / Piss-off<br />

23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle.<br />

Kabelsalat. DJs Kapara, High Five<br />

& Technokultur<br />

SA 14. <strong>November</strong><br />

Aarau<br />

19.00 Aargay Metzgete 2009:<br />

Treffpunkt vor dem Restaurant Weingarten,<br />

Hauptstrasse 110, Talheim.<br />

Wer den Betrag von SFr. 30.- auf das<br />

Postcheckkonto 50-107321-7 mit dem<br />

Vermerk «Metzgete» einbezahlt ist Angemeldet.<br />

Achtung Platzzahl beschränkt<br />

- Zahlungseingang ist massgebend.<br />

Basel<br />

22.00 Rainbow Gay: Party in der Bar<br />

Rouge im Messeturm, Messeplatz 10. DJs<br />

Mary, Juiceppe & El Nino. Fr. 15.-<br />

Bern<br />

13.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />

Filmfestival Kellerkino: 13h Senza<br />

Fine, 15.30h Sens interdits, 18h Bi the<br />

Way, 20.30h Drool, 23h With Gilbert &<br />

George. Infos www.queersicht.ch<br />

13.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />

Filmfestival Kino der Reitschule: 13h<br />

Kurzfilme 1, 15.30h Das grosse Tabu<br />

/ Tabubruch, 18h Kurzfilme 3, 20.30<br />

Kurzfilme 1<br />

mehr news auf<br />

Dein<br />

FetischlaDen<br />

in Zürich<br />

Kernstrasse 57<br />

ch-8004 Zürich tel. 043 243 30 43<br />

www.MaennerZone.coM<br />

15.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />

Filmfestival Podiumsdiskussion im Progr,<br />

kleine Bühne. «Muerta Mosca - Die<br />

Szene ist tot!»<br />

15.30 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />

Filmfestival Kino Kunstmuseum: 15.30h<br />

Kurzfilme 2, 18h Coming Out, 20.30h<br />

Ein Traum in Erdbeefolie, 23h Soundless<br />

Wind Chime. Alle Infos<br />

www.queersicht.ch,<br />

Tickets über www.starticket.ch<br />

18.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />

Filmfestival Cinematte: 18h To Each Her<br />

Own, 20.30h Patrick Age 1.5<br />

21.00 Samurai Bar: Partytime Dance<br />

Floor Fever mit DJ Andi<br />

22.30 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />

Filmfestival Party in der Progr Turnhalle.<br />

DJ Dolby Anol & DJane Sanguine.<br />

Infos www.queersicht.ch<br />

Luzern<br />

18.00 Pink Panorama: LesBiSchwules<br />

Festival Luzern im Stattkino, Bourbaki-<br />

Gebäude am Löwenplatz. 18h I Can t<br />

Think Straight, 20h Improtheater mit<br />

der Theatergruppe Platzhirsche, 21.15h<br />

Were the World Mine, 23h Party von<br />

Mona Lila & Pink Panorama im UG des<br />

Bourbaki. DJ Glitterhaus<br />

Zürich<br />

21.00 Männerzone:<br />

Kernstr. 57. Hier treffen sich Männer<br />

und Kerle! Lotto-Match in der Bar mit<br />

Spiel, Spass und geilen Preisen<br />

21.30 T&M Disco:<br />

Marktgasse 14. G-Dance. DJ Marc S<br />

22.00 London Selection im Lotus Club:<br />

Pfingstweidstr. 70. DJs David Jimenez,<br />

The Oli & Andy K<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren<br />

Industrial Cruise Zone<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Jump the<br />

House. DJ Mad House<br />

23.00 Boyahkasha!: Island DJs Dommy<br />

Dean (Frankfurt), Raffiness & Zör Gollin.<br />

Special Welcome by Donna Tella & Stella<br />

Divine. Triff die Kandidaten der Mr Gay<br />

09/10 Wahl an der Party. Im Hiltl, The<br />

Club, St. Annagasse 19. Infos<br />

www.boyahkasha.ch, www.hiltl.ch<br />

23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle<br />

(beim Letzipark) Musicglade. DJs<br />

Sandro Bohnenblust, Kangkosmetiker,<br />

Winnie Puuh, TonTon & S-Oliver<br />

23.00 Sector c; Fetish Club:<br />

Strikter Dresscode-Anlass Motorbiker &<br />

Leather/Rubber<br />

SO 15. <strong>November</strong><br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche<br />

Homobar am Sonntag im Keller<br />

des Restaurants Hirscheneck, Lindenberg<br />

23 DJs Mania Minza & Skinny Noris<br />

- Rock & Pop<br />

Bern<br />

13.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />

Filmfestival Kellerkino: 13h Elève libre,<br />

15.30h Bi the Way, 18h Senza Fine,<br />

20.30h Pidä Kiinni / Two Men & Two Babies.<br />

Infos www.queersicht.ch, Ticket<br />

www.starticket.ch<br />

13.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />

Filmfestival Kino Kunstmuseum: 13h<br />

Kurzfilme 2, 15.30h Ein Traum in Erdbeefolie,<br />

18h Ich bin meine eigene Frau,<br />

20.30h Ghosted<br />

13.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />

Filmfestival Kino der Reitschule: 13h<br />

City of Borders, 15.30h Kurzfilme 3<br />

18.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />

Filmfestival Cinematte: 18h Fuera de<br />

carta, 20.30h Patrick Age 1.5<br />

19.30 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />

Filmfestival Galaabend in der Progr<br />

Turnhalle mit Verleihung der Rosa Brille<br />

& Konzert von Evelinn Trouble. Infos<br />

www.queersicht.ch<br />

Lausanne<br />

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD:<br />

avec DJ Daniel dB<br />

Luzern<br />

10.00 Pink Panorama: LesBiSchwules<br />

Festival Luzern Brunch im Restaurant<br />

Hofgarten, Stadthofstr. 14 mit Konzert<br />

von «Les belles et les femmes». Fr. 48.-.<br />

Reservationen bis 1.11.<br />

über www.pinkpanorama.ch<br />

17.00 Pink Panorama: LesBiSchwules<br />

Festival Luzern im Stattkino, Bourbaki-<br />

Gebäude am Löwenplatz. 17h It s<br />

Elementary, 18.30h Podiumsdiskussion<br />

«Schule und sexuelle Identität», 20.30h<br />

Mein Freund aus Faro<br />

Thurgau<br />

15.00 GO!: GayOstschweiz! Essensausflug<br />

nach Konstanz. Chinarestaurant<br />

Shun Feng, Reichenaustr. 202, D-78464<br />

Konstanz. Mongolisches Grillbuffet. Anmeldung<br />

bis 12.11. unter info@go-club.<br />

ch oder 052 366 00 17. Preis pro Person<br />

Euro 10.90<br />

Zürich<br />

05.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle<br />

(beim Letzipark). After Hour DJs<br />

Le Noir, Mini-Program (aka Beat Herren),<br />

Subsonic, Ezikiel & TonTon<br />

09.00 HAZ Outdoor: Spätherbst im<br />

Appenzell. Genaue<br />

Infos www.haz.ch/outdooraktuell<br />

20.00 Ladies Night:<br />

im Adagio Gotthardstr. 5 (Kongresshaus)<br />

Mixed music by DJ Blue<br />

21.30 T&M Disco:<br />

Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Week2end DJ Mad House<br />

MO 16. <strong>November</strong><br />

Bern<br />

18.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />

Filmfestival Cinematte: 18h To Each Her<br />

Own, 20.30h Patrick Age 1.5<br />

18.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />

Filmfestival Kellerkino: 18h Rückenwind,<br />

20.30h Sens interdits.<br />

Infos www.queersicht.ch,<br />

Ticket www.starticket.ch<br />

18.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />

Filmfestival Kino Kunstmuseum: 18h<br />

Ein Traum in Erdbeefolie, 20.30h Coming<br />

Out<br />

Luzern<br />

19.00 Pink Panorama: LesBiSchwules<br />

Festival Luzern im Stattkino, Bourbaki-<br />

Gebäude am Löwenplatz. 19h 510 Meter<br />

über Meer & No Womans Land, 21h Fig<br />

Trees<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Woof DJ Qbass


<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

agenda<br />

Seite 29<br />

Aarau<br />

DI 17. <strong>November</strong><br />

20.00 Aarglos: Lesbengruppe Treff im<br />

GZ Telli, Girixweg 12. Bücherabend.<br />

Bring deine Lieblingsbücher mit<br />

Bern<br />

18.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />

Filmfestival Kellerkino: 18h Senza Fine,<br />

20.30h Ghosted.<br />

Infos www.queersicht.ch<br />

18.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />

Filmfestival Kino Kunstmuseum: 18h<br />

Ich bin meine eigene Frau, 20.30h<br />

Coming Out<br />

Luzern<br />

19.00 pink panorama: LesBiSchwules<br />

Festival Luzern im Stattkino, Bourbaki-<br />

Gebäude am Löwenplatz. 19h Gosted,<br />

20.15h Apéro 30 Jahre HALU, 21h Soundless<br />

Wind Chime<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx<br />

DJs Michael K & Jesse Jay<br />

MI 18. <strong>November</strong><br />

Basel<br />

20.00 Tanzfaktor interregio 09:<br />

in der Kaserne Basel. Ein Abend fünf<br />

Tanzstücke. Compagnie Müller-Sandsto<br />

«duo jetzt», Marcel Leemann Physical<br />

Dance Theatre «Meat Market», Evangelos<br />

Poulinas & Esteban Fourmi «Male Study»,<br />

Zooscope Production «Ce que je veux de<br />

toi», Compagnie Kolo / Oettli «On how to<br />

throw a cow and make it fly». Ticket-<br />

Reservation 061 666 60 00.<br />

Infos www.tanzfaktor.ch<br />

Bern<br />

18.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />

Filmfestival Kellerkino: 18h Drool,<br />

20.30h Elève libre.<br />

Infos www.queersicht.ch<br />

Ticket www.starticket.ch<br />

20.00 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />

Filmfestival Lesung von Alekber Aliyev.<br />

Er liest aus seinem aserbaidschanischem<br />

Roman «Arthush und Zaur». Im<br />

Progr. Infos www.queersicht.ch<br />

20.30 Queersicht: Lesbisch-schwules<br />

Filmfestival Cinematte: Affinity<br />

Luzern<br />

19.00 pink panorama: LesBiSchwules<br />

Festival Luzern im Stattkino, Bourbaki-<br />

Gebäude am Löwenplatz. 19h The man<br />

who loved Yngve, 21h Affinity<br />

Zürich<br />

20.00 Heldenbar@provitreff: Sihlquai<br />

240 DJ Crush Major Tom. «Let’s dream of<br />

rainbows and diamonds at heldenbar»<br />

21.30 T&m Disco:<br />

Marktgasse 14. Goldies DJ Qbass<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Treffpunkt<br />

DJ Angy Dee<br />

DO 19. <strong>November</strong><br />

Baden<br />

20.00 Boy Zone: for Boys and tough<br />

Girls Schwullesbische Lounge im Club<br />

Plan B, Rütistr. 3 (Eingang Bruggerstr.)<br />

Zürich<br />

21.30 T&m Disco: Marktgasse 14.<br />

Couchgeflüster mit Jazzmin Dian Moore<br />

anschliessend DJ Marc S<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Prêt à danser? DJ Qbass<br />

Bern<br />

Fr 20. <strong>November</strong><br />

21.00 samurai Bar: Partytime Disco<br />

Inferno mit DJane Jasmin<br />

Luzern<br />

22.00 Frigay Night: happy sound for<br />

happy people@The Loft Haldenstr. 21 DJ<br />

Whiteside mit MC Stephen Davis. DJ C-Side<br />

Anzeige<br />

! Checkpoint Zürich<br />

Konradstrasse 1<br />

www.checkpoint-zh.ch<br />

044 455 59 10<br />

@ Barfüsser<br />

Café-Bar-Sushi<br />

Spitalgasse 14<br />

www.barfuesser.ch<br />

# Apollo<br />

Sauna<br />

Seilergraben 41<br />

$ Carrousel<br />

Bar-Club<br />

Zähringerstr. 33<br />

www.carrouselbar.ch<br />

% The Dynasty Club<br />

3 Bars – 1 Entrance<br />

Zähringerstrasse 11<br />

www.dynastyclub.ch<br />

^ Cranberry Bar<br />

Metzgergasse 3<br />

www.cranberry.ch<br />

& Rathaus Café<br />

Limmatquai 61<br />

www.rathauscafe.ch<br />

* Tip Top<br />

Seilergraben 13<br />

www.tiptopbar.ch<br />

Interesse in diesem Inserat<br />

aufgeführt zu sein?<br />

Anfragen bitte an: info@zbiro.ch<br />

Zürich<br />

19.00 HIV-Treff: Universitätstr. 42.<br />

Nachtessen. Info 044 455 59 00<br />

21.30 T&m Disco:<br />

Marktgasse 14. Chartstation. DJ Marc S<br />

22.00 Lollipop party: mit 3 Tanzpisten!<br />

Schlagerpiste mit Hauch von Canzoni<br />

& Chansons; Discopiste 70er/80er Disco<br />

und einem Schuss 90er; Latinpiste mit<br />

Salsa, Bachata etc. Plus Karaoke Lounge.<br />

X-Tra, Limmatstr. 118<br />

\<br />

!<br />

Limmatquai<br />

Rudolf-Bruhn-Brücke<br />

Rathausbrücke<br />

Metzgergasse<br />

&<br />

Central<br />

Marktgasse<br />

Limmatquai<br />

^<br />

Mühlegasse<br />

Häringstr.<br />

Inserat: ZBIRO GmbH, 8304 Wallisellen / info@zbiro.ch<br />

Niederdorfstr.<br />

SBB<br />

Hauptbahnhof<br />

Hirschen-<br />

Platz<br />

Zähringerstr.<br />

Spitalgasse<br />

Grossmünster<br />

Utoquai<br />

BM<br />

Quaibrücke<br />

$<br />

Seilergraben<br />

BO #<br />

( % BQ<br />

BP<br />

BN<br />

@<br />

BL<br />

Bellevue-<br />

Platz<br />

Rämistr.<br />

22.00 Lotus Club & Lounge:<br />

Pfingstweidstr. 70. Monitor DJs Chris the<br />

Rebel, Enzo Leone, Dinutec, Tim Switch<br />

& Klick Klack<br />

22.00 rage:<br />

Wagistr. 13, Schlieren Industrial Cruise<br />

Zone<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Electro<br />

Collage DJ Mad House<br />

23.00 sector c; Fetish Club: Wagistr. 13.<br />

Strikter Dresscode Friday Naked<br />

*<br />

G A y LI v E -DATE<br />

0906 120 120 Fr. 2.-/Min.<br />

( Paragonya<br />

Wellness Club<br />

Mühlegasse 11<br />

www.paragonya.ch<br />

BL G-HOTEL<br />

Marktgasse 14<br />

+41 (0)44 250 70 80<br />

AAAH! Trendclub<br />

Dancefloor & Cruising<br />

T&M Club<br />

Live DJs & Performance<br />

PIGALLE Bar<br />

Evergreens & Schlager<br />

BM Leonhards Apotheke<br />

Stampfenbachstrasse 7<br />

BN Lobby<br />

Cocktail Bar<br />

Spitalgasse 3<br />

BO Macho City Shop<br />

Häringstrasse 16 www.macho.ch<br />

BP Restaurant Marion<br />

Mühlegasse 22<br />

www.restaurant-marion.ch<br />

BQ Predigerhof<br />

Mühlegasse 15<br />

www.predigerhof.ch<br />

Ins.gaycity_205x290_v09.indd 1 19.06.09 14:13


Seite 30<br />

agenda<br />

<strong>CRUISER</strong> 1109<br />

23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle<br />

(beim Letzipark). Another World.<br />

DJs I-Tee, TonTon & Don Dario<br />

Basel<br />

SA 21. <strong>November</strong><br />

22.00 Purplemoon Party: Rock Edition<br />

in der Kuppel, Binningerstr. 14, 4051<br />

Basel. DJs Michael Flume & Richy P<br />

23.00 Queerplanet: The Hot House &<br />

Electro House Event für Gays, Lezgirls<br />

& Friends im Singerhaus, Marktplatz<br />

34. DJs Taylor Cruz inkl. seinem neusten<br />

Track «La Bitch», Jorge Martin S feat. Jay<br />

MC. Ticketverlosung<br />

www.queerplanet.ch<br />

Bern<br />

21.00 Samurai Bar: Partytime Night<br />

Dreams mit DJane Shala<br />

St. Gallen<br />

21.00 Badehaus Mann-o-Mann:<br />

Infernal Night. Die Nacht der Phantasien.<br />

Bei gedämpften Licht und Kerzenschein<br />

den Fetisch ausleben von Leder<br />

bis nackt.<br />

Zürich<br />

18.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:<br />

Alumni Nachtessen im HAZ-Centro für<br />

alle Ehemaligen. www.zundh.uzh.ch<br />

19.00 Loge 70: (Schweiz) Bondage-Club<br />

Zürich & Green Berets Switzerland.<br />

Fetish Dinner im Restaurant Bubbles,<br />

Strassburgstr. 15, 8004 Zürich. Apéro ab<br />

19h, Essen ab 20h, danach Clubbesuche.<br />

Es besteht die Möglichkeit sich umzuziehen<br />

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Klubnacht.<br />

DJs Pra-vos & Chris<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren<br />

Military Base / Army Camp mit den<br />

Green Berets Switzerland<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Klubnacht. DJ Qbass<br />

23.00 Celestial by Androphil: im Lotus<br />

Club, Pfingstweidstr. 70. Party für Gay &<br />

Friends mit DJs Thomi B & 5th Element.<br />

Extra Sound & Lightshow. Fullsized<br />

Darkroom. Fr. 30.-. www.clestial.ch<br />

oder www.androphil.ch<br />

23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle<br />

(beim Letzipark) Future Waves<br />

- Part 3. DJ Suntree (live). DJs Beat Herren,<br />

Marcosis and Adda, Shybe, Inorganic<br />

23.00 Sector c; Fetish Club:<br />

Strikter Dresscode-Anlass Military Base.<br />

Army only!<br />

SO 22. <strong>November</strong><br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche<br />

Homobar am Sonntag im Keller<br />

des Restaurants Hirscheneck, Lindenberg<br />

23 DJ Roj.r - Century Decades<br />

Lausanne<br />

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD:<br />

avec DJ Miss Sadia<br />

Zürich<br />

05.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle<br />

(beim Letzipark). After Hour DJs La<br />

Luna, Squep, High Five & Sonik<br />

20.00 Ladies Night im Adagio:<br />

Gotthardstr. 5 (Kongresshaus) All styles<br />

of music by DJ Bea<br />

21.30 T&M Disco:<br />

Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Week2end DJ Mad House<br />

Bern<br />

MO 23. <strong>November</strong><br />

15.00 Samurai Bar: Glühwein & Zwiebelkuchen<br />

anlässlich des Zibelemärit<br />

Zürich<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Woof DJ Groovemaster<br />

Bern<br />

DI 24. <strong>November</strong><br />

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag<br />

im Kino der Reitschule. «Küss mich!»<br />

Kurzfilme für alle Frauen, die gerne<br />

Frauen küssen. Deutschland / USA /<br />

Kanada / Frankreich. D/E/F / UT d. Bar ab<br />

20h, Film um 20.30h. Infos www.gaybern.ch/uncut<br />

Zürich<br />

11.30 Aidspfarramt Zürich:<br />

Universitätsstr. 42. HIV-Mittagstreff.<br />

Infos 044 255 90 55<br />

19.00 Lesbentreff Zürich-Wiedikon:<br />

Trinken, essen, kennenlernen. Im Hot<br />

Pot Café, Badenerstr. 138<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx<br />

DJs Michael K. & Jesse Jay<br />

MI 25. <strong>November</strong><br />

Zürich<br />

20.00 Schwule Väter: Väterstamm im<br />

Café Rathaus, Limmatquai<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff:<br />

Sihlquai 240 Liveband: 7 dollar taxi.<br />

Aftershow mit bianca story disco<br />

21.30 T&M Disco:<br />

Marktgasse 14. Goldies DJ Qbass<br />

22.30 AAAH!:<br />

Marktgasse 14. Treffpunkt DJ Garçon<br />

Sauvage<br />

DO 26. <strong>November</strong><br />

Baden<br />

20.00 Boy Zone for Boys and tough<br />

Girls: Schwullesbische Lounge im Club<br />

Plan B, Rütistr. 3 (Eingang Bruggerstr.)<br />

Zürich<br />

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für<br />

bisexuelle Männer und Frauen 19h<br />

Treff im Café Rathaus, ab 20.30h Bistro<br />

Marion<br />

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:<br />

z&h Nachtessen im HAZ-Centro, Sihlquai<br />

67. 20 Jahre z&h Jubiläumsznacht<br />

20.00 HAZ-Centro: Schwubliothek,<br />

Schwule Bücher- und ausgewählte<br />

Videoausleihe, Sihlquai 67<br />

21.30 T&M Disco:<br />

Marktgasse 14. Prêt à danser? T&M Birthday.<br />

DJ Groovemaster. Dance to Pop<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à<br />

danser? T&M Birthday. DJ Qbass<br />

Bern<br />

FR 27. <strong>November</strong><br />

20.30 Ja ich will: Die Schwulen Berner<br />

Sänger Schwubs erzählen in 17 Liedern<br />

die Irrungen und Wirrungen der schwulen<br />

- nun durch das Partnerschaftsgesetz<br />

gleichgestellten - Seelen. In der Alten<br />

Moschti, in 3127 Mühlethurnen (gleich<br />

beim Bahnhof). Vorverkauf Alti Moschti,<br />

031 809 09 29, reservation@alti-moschti.<br />

ch oder www.alti-moschti.ch. Infos<br />

www.schwubs.ch<br />

21.00 Samurai Bar:<br />

Partytime Hot Floor mit DJ Paulito<br />

Winterthur<br />

22.00 Lollipop Party: im Bolero Lifestyle<br />

Club, Winterthur. Haupttanzpiste;<br />

Schlager, Canzoni & Chansons aus 4<br />

Jahrzehnten. Tanzpiste 2; 22h bis 01.00<br />

Karaoke, ab 01h Disco & Partybeats mit<br />

DJ Joven Marquez<br />

Zürich<br />

19.30 GayMigs: s<br />

chwule Migranten Treff im HAZ-Centro,<br />

Sihlquai 67<br />

21.00 Cranberry Bar:<br />

Themenparty «Heaven to Hell» mit DJ<br />

Glitzerhaus<br />

21.30 T&M Disco:<br />

Marktgasse 14. Chartstation. DJ Marc S<br />

22.00 Lotus Club & Lounge:<br />

Pfingstweidstr. 70. Monitor DJs Chris the<br />

Rebel, Enzo Leone, Dinutec, Tim Switch<br />

& Klick Klack<br />

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Kick-<br />

Off! Champions. Sports & Sneaks<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Electro<br />

Collage DJ Gil Everest<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13.<br />

Strikter Dresscode Kick-off! Champions.<br />

Sports & Sneaks only!<br />

23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell<br />

Tankstelle (beim Letzipark). Maryic. DJs<br />

MiniCoolBoyz, TonTon, Angy Dee &<br />

Flavio Cambiara<br />

Bern<br />

SA 28. <strong>November</strong><br />

21.00 Samurai Bar:<br />

Partytime Deal Mix mit DJ Bobby<br />

Thurgau<br />

19.30 GO!: GayOstschweiz! Fondueabend<br />

im Clublokal, Frauenfelderstr. 100,<br />

9548 Matzingen. 19.30h Apéro, ca. ab<br />

20h Essen. Fr. 26.- inkl. Apéro & Dessert.<br />

Anmeldung über<br />

052 366 00 17, 079 428 65 11 oder<br />

info@go-club.ch<br />

Zürich<br />

19.00 z&h Schwule Studis an Uni &<br />

ETH: goes Polyball «Une Merveille». Infos<br />

www.zundh.uzh.ch<br />

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. G-<br />

Dance. DJs Raffiness & Zör Gollin<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren<br />

Industrial Cruise Zone<br />

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Jump the<br />

House. DJ Gaetano<br />

23.00 Lotus Club & Lounge:<br />

Pfingstweidstr. 70. Treibstoff. Diverse DJs<br />

23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle<br />

(beim Letzipark) Schlaflozzz. DJs<br />

Solar Spectrum, Marcosis, Artemiss,<br />

Bi-Molecular & Mel<br />

23.00 Sector c; Fetish Club:<br />

Strikter Dresscode-Anlass Schweinebucht.<br />

Full Fetish. Bierpass 3 für 2<br />

Basel<br />

SO 29. <strong>November</strong><br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche<br />

Homobar am Sonntag im Keller<br />

des Restaurants Hirscheneck, Lindenberg<br />

23 DJ High Heels On Speed - Alternative<br />

& Electro<br />

Lausanne<br />

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD:<br />

avec DJ Kenny Carpenter<br />

Luzern<br />

22.00 Uferlos: Schwul-lesbisches Zentrum<br />

Geissensteinring 14. HALU-Party.<br />

Hot n Ice. Fr. 15.-<br />

Zürich<br />

05.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell<br />

Tankstelle (beim Letzipark). After Hour<br />

DJs Beat Herren, Jacky, Angy Dee, Dr.<br />

Helmut & Henry<br />

19.00 Sector c; Fetish Club:<br />

Sunday Nacked. Fr. 12.- inkl.<br />

Eintritt Rage & Garderobe<br />

20.00 Ladies Night im Adagio: Gotthardstr.<br />

5 Remember the 90ies by DJ Blue<br />

21.30 T&M Disco:<br />

Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S<br />

22.30 AAAH!: Week2end DJ Mad House<br />

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