CRUISER08

cruisermagazin

06

CRUISER08

Die Zeitung der Schweizer Gay-Community

Profifussball: Heisst

Outing wirklich das

Ende der Karriere?

Queeramnesty: Für

Menschenrechte und

gegen Homophobie

Gay Pride'08 Biel:

Stephan Weiler

zeigt sich solidarisch

«Negativ-Positiv»:

Fotoausstellung

in Schwarz-Weiss


Fady Maalouf

Den schwulendfeindlichen Libanon verlassen -

die Liebe und das Glück in Deutschland gefunden


RnB, Break Dance, HipHop

Jeden Sonntag Live Act

Highlights:

1.6. RnB & Soul Sänger aus NY: Clenn

8.6. RnB Sänger Ivan aus Zürich

15.06 B-Boy Casting

22.06. Mary Lou‘s Boys, RnB Dance Show

13.7. Best of B-Boy Casting

27.7. C’man Soul & RnB

mit Live Guitar

Cheap & Chic Drinks

C

M

Y

MONTAG

DISCO

70s, 80s & 90s

Club Hits, Club Classics

MITTWOCH

„IMMER WIEDER MITTWOCHS“

GOLDIES

Oldies, 60s-80s Hits, Schlager

CM

MY

CY

DIENSTAG

JESSE & K. NIGHT

Jesse J. & Michael K.

Progressive, TechHouse

DONNERSTAG

REMEMBER ME

80s & 90s

Club Hits, Club Classics

different clubs &

dancefloors

CMY

K

MITTWOCH

JOHANN PRESENTS

TREFFPUNKT

Progressive House, Tech House

Progressive Trance

DONNERSTAG

SUCK MY DISCOTHEQUE

House,

Electro House

FREITAG

DJ PARTY NIGHT

Dramaaah! - Sludy

Indulge - Whirlpool

FREITAG

CHARTSTATION

Charts, HipHop,

Commercial RnB

SAMSTAG

-DANCE

Club Hits,

Vocal House, Charts

SONNTAG

B-BOY

RnB, HipHop, Break-Dance Show

Live Performance

located in the heart

of gay town

cruising area

snacks

pinball

table football

games

surfstations

SAMSTAG

NO LIMITS

House, Tech House,

Progressive, Trance

SONNTAG

SOS - SOUND ON SUNDAY

House, Tech House,

Progressive, Trance,

ÖFFNUNGSZEITEN

AAAH!

T&M

Pigalle Bar

Mo - So ab 21.30h

Mi - So ab 21.30h

Mo - So ab 16.30h

chillout rooms

G-COLORS

the house

marktgasse 17

8001 zürich

-colors.ch

Clubs . Bar . Hotel / Zurich . Switzerland

gfx by partyonkels.com


CRUISER 0608

editorial & inhalt

Seite 3

Fady

Er ist zwar nur Zweiter geworden. Dennoch schafft es Fady Maalouf auf

unsere Titelseite. Nicht, weil wir etwa ganz grosse DSDS-Fans wären. Oder

Dieter Bohlen und seinem RTL-Format «Deutschland sucht den Superstar»

alles glauben, was uns aufgetischt wird. Da bekommt man Geschichten zu

hören, die das amerikanische Märchen «vom Tellerwäscher zum Multimillionär»

weit übertreffen. Heute ist es in Deutschland der Harz-IV-Empfänger,

der von heut auf morgen Superstar wird. Mark Medlock kann ein Lied davon

singen. Er kam gerade noch mit seinen letzten fünf Euros an und hat eben

in den Charts Madonna überflügelt. Überflieger soll nun auch der bisher so

glücklose Godoy werden... Wir haben uns aber für die Geschichte von Fady

entschieden. Er stammt aus dem Libanon, einem Land, in dem er unter den

Kriegswirren gelitten hatte und weder mit seinem Job in der Modebranche

noch mit seinem Schwulsein glücklich geworden wäre. In seinem Heimatland

ist Homosexualität illegal und wird nicht als ein Recht des einzelnen

Menschen angesehen.

In 7 Staaten steht auf Homosexualität die Todesstrafe, Haftstrafen werden

in 67 Staaten und 6 Gebietskörperschaften verhängt. Das zeigt eine Karte

der ILGA, der weltweiten Organisation für Rechte von Lesben, Schwulen,

Bisexuellen und Transgender. Wir zeigen sie im Mittelbund dieser Ausgabe.

Da wird ersichtlich, in wie vielen Ländern Menschen aufgrund ihrer sexuellen

Orientierung verfolgt und kriminalisiert werden. Amnesty International

macht mit rund 30 Queeramnesty-Gruppen darauf aufmerksam

und greift ein. Auch in der Schweiz. Zum Internationalen Tag gegen Homophobie

(IDAHO) am 17. Mai, dem Tag, an dem 1990 Homosexualität als

Krankheit von der WHO-Liste gestrichen wurde, lancierte Queeramnesty

die Kampagne «Stopp Homophobie» mit Tramplakaten und Stand-Aktionen.

Queeramnesty greift also nicht nur bei spektakulären Fällen irgendwo weit

weg ein, sondern auch bei subtilerer Homophobie direkt vor der Haustür.

Denn genau da lauert sie nach wie vor auch. Zum Beispiel im Sport, insbesondere

im Fussball.

Über Fussball spricht derzeit ganz Europa. Aber nicht über Schwule und

Fussball. Schwule treiben zwar Sport, auch Fussball. Schwule sehen sich

Fussballspiele an. Schwule haben auch eigene Fan-Clubs gegründet. Schwule

treffen sich in Zürich während der Euro08 in der Fanmeile im «Locker-

Room». Schwule haben mit dem Fussball keine Berührungsängste. Nur

umgekehrt funktioniert es nicht. Die Fussballprofis mauern beim Thema

Homosexualität. Etwa eine Überreaktion, weil gerade der Mannschaftsport

sehr viel mit Körpernähe zu tun hat? Thomas Borgmann ist in Deutschland

für uns der Sache nachgegangen.

In der Schweiz hat Pink Cross und LOS 2008 zum Jahr des schwullesbischen

Sports erkoren. Sowohl der CSD in Zürich, am 31. Mai, wie auch die Pride08

in Biel, am 21. Juni, nehmen sich dem Thema an.

Ich wünsche viel Spass am CDS in Zürich, an der Pride in Biel und an der

Euro08

«Negativ-Positiv» 4

Die Aussage «Zeig mir dein Gesicht und ich

weiss, wer du bist» stimmt hier nicht. Der Zürcher

Fotograf Gerhard Hintermann hat dazu

75 Personen portraitiert. Ein künstlerischer

Beitrag, das HI-Virus und die Krankheit Aids

zu entstigmatisieren.

Fady Superstar 5

Deutschland hat seinen Superstar mit Thomas

Godoy gefunden. Der heimliche Gewinner der

Show heisst aber Fady Maalouf. Der schwule Libanese

sang sich stimmgewaltig in die Herzen

der Zuschauer. Jetzt veröffentlicht er seine Final-Single

«Blessed».

Gay Pride’08 Biel/Bienne 7

Biel freut sich, dass Stephan Weiler, Mister

Schweiz 08, am 21. Juni an der Gay Pride präsent

sein wird und sich somit solidarisch mit den Anliegen

der Schwulen und Lesben zeigt. Das Motto

«Mitenand» gewinnt damit eine ganz besondere

Bedeutung.

Schwul und Fussball 8

Annähernd 200 Fussballer kicken während

der Euro08 auf dem Spielfeld um den Pokal.

Kein einziger davon soll schwul sein? Homosexuelle

gibt es im Profifussball offiziell nicht.

Ein Outing kann für einen Spieler nämlich

noch immer existenzbedrohend sein.

queerjump.tv 13

Seit wenigen Monaten ist die Medianlandschaft um einen TV-Sender reicher.

Und erst noch um einen, der sich gayfriendly gibt. Als Web-TV konzipiert.

Empfangbar unter queerjump.tv. «Unzulänglichkeiten sind gewollt»

oder sollte es doch eher heissen «Aller Anfang ist schwer»?

Queeramnesty 15

Martin Ender, Herausgeber

In vielen Ländern werden Menschen aufgrund

ihrer sexuellen Orientierung verfolgt und kriminalisiert.

Amnesty International macht mit

rund 30 Queeramnesty-Gruppen darauf aufmerksam

und greift ein. Auch in der Schweiz.


Impressum

Herausgeber und Verleger: AfM-Publikationen, Martin Ender

Redaktion und Verlagsadresse: AfM-Publikationen, Martin Ender, Mühlebachstrasse 174, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 62, info@cruiser.ch

Infos für die Agenda: agenda@cruiser.ch | Infos an die Redaktion: redaktion@cruiser.ch

Redaktionelle Mitarbeit: Thomas Borgmann, Kurt Büchler, Charly Büchi, Andreas Candinas, Daniel Diriwächter, Martin Ender, Branko B. Gabriel, René Gerber,

Hanspeter Künzler, Michael Lenz, Boris Schneider, Stefan Schüpbach, Roman Ulrich

Grafik / Layout / Litho: pixelprinz, Deny Fousek, Linus Schneider, Spinnereistrasse 10, 8135 Langnau a.A. / Zürich

Inserate: AfM-Publikationen, Martin Ender, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 62, anzeigen@cruiser.ch

Fachberater: Pierre André Rosselet, Rechtsanwalt

Druck: Neue Luzerner Zeitung AG, Auflage: 15 000 Exemplare, 10 Ausgaben jährlich


Seite 4

Fotografie

CRUISER 0608

Berlin

Transenpower gegen

Bundesregierung

Seit fünf Jahren führt Mandy G. im

Auftrag des deutschen Bundespresseamtes

(BPA) Besuchergruppen durch

die deutsche Hauptstadt. Beschwerden

von Kunden gab es nicht. Jetzt

wurde sie gefeuert. Grund: Mandy

outete sich gegenüber ihrem Arbeitgeber

als Transsexuelle. Der reagierte

prompt und entzog Mandy sofort

alle Aufträge. Sie sei als «Repräsentant

des BPA und der Bundesregierung

nicht mehr tragbar», liess man

sie wissen. «Die Bundesregierung ...

gibt sich nach aussen tolerant: Sie verabschiedet

Gesetze zum Schutz von

Minderheiten und richtet eine Anti-

Diskriminierungsstelle ein – aber

im eigenen Haus hält sie sich nicht

daran», kritisiert der FDP-Bundestagsabgeordnete

Michael Kauch.

«Negativ-Positiv» in Schwarz-Weiss

Ein künstlerischer

Beitrag, das HI-Virus

und die Krankheit Aids

zu entstigmatisieren

Die Aussage «Zeig mir dein Gesicht

und ich weiss, wer du bist» stimmt

hier nicht. Rein äusserlich ist eine

HIV-positive Person nicht von einer

scheinbar gesunden unterscheidbar.

Der Zürcher Fotograf Gerhard Hintermann

hat dazu 75 Personen portraitiert.

Statements

Wie wichtig das Sichtbarmachen

des Themas und gerade auch Jugendaufklärung

ist, zeigen folgende

Statements von Portraitierten:

«Das Thema ist zu wichtig, um in Vergessenheit

zu geraten – es muss in allen

Köpfen immer präsent sein.»

«Ich finde, dass das eine schöne Form ist

(mit Hilfe von Portraits) zu zeigen, dass

man HIV-positive oder HIV-negative

Menschen nicht an ihrem Gesicht erkennen

kann. Der HIV-Status ist in meinem

Canberra

Ankündigung der

Gleichstellung

Australiens gleichgeschlechtliche

Paare werden in Zukunft ihre Partnerschaft

registrieren lassen können

und in den meisten Rechtsbereichen

gemischtgeschlechtlichen Ehen

gleichstellt sein. Das gab Australiens

Justizminister Robert mcClelland in

Canberra bekannt. McClelland betonte

jedoch die Ablehnung der Öffnung

der Institution Ehe für homosexuelle

Paare. «Die Ehe ist für Mann

und Frau. Das haben wir auch so in

unserem Regierungsprogramm festgelegt.»

Es wird also keine Ehe für

Schwule geben. Auch sollen homosexuelle

Paare vom Adoptionsrecht

ausgeschlossen bleiben. Oppositionsführer

Brendan Nelson signalisierte

«im Prinzip» seine Unterstützung der

Reform.

Brisbane

Ausschluss vom Schulball

Schwule Schüler der «Anglican Church

Grammar School» im australischen

Brisbane wollten ihre Freunde zum

Schulball mitnehmen und haben

damit den Abschlussball zum Politikum

gemacht. Die Entscheidung der

Schulleitung, die männlichen Partner

vom Schulball auszuschliessen,

hat den Beifall von Brisbanes Erzbischof

und Queenslands Premierministerin

gefunden. Erzbischof Phillip

Aspinal betonte, der Schulball

sei von der Schulleitung bewusst

als Rahmen gewählt worden, um

die soziale Interaktion zwischen den

Geschlechtern zu fördern. Premierministerin

Anna Bligh begrüsste

die Bereitschaft der Schule, mit den

Schülern eine Debatte über Homosexualität

zu führen.

«Negativ-Positiv» besteht aus 78

Portraits, entstanden aus und nach

Gesprächen über die Sexualität der

Portraitierten, die Bilder selbst sind

eine Weiterführung dieses Dialogs

durch die Kamera. Sie sprechen nicht

nur über Sexualität (wo, wie und mit

wem wie oft?), sondern auch über

Verantwortung, Respekt, Selbstbewusstsein

und Selbstbetrug. Entstanden

sind die Bilder in der Hoffnung,

dass sich ein befreiter, ein ehrlicher

Blick offenbart. Dieser pflanzt sich

im Idealfall fort: von den Portraitierten

über den Blick in die Kamera

– auf Film entwickelt und Fotopapier

gebannt – hin zu den Blicken der Betrachtenden.

Moralfrei

«Negativ-Positiv» konfrontiert seine

Betrachter auf Augenhöhe. Die

Arbeit ist der visuelle Versuch, das

HI-Virus und die Krankheit Aids zu

entstigmatisieren. Ob er gelingt, liegt

auch am Willen des Betrachters, sich

auf diese Konfrontation einzulassen.

Die Begegnung mit dem unverwandten

Blick der portraitierten Modelle

soll Fragen auf- und auch zurückwerfen,

allen voran natürlich: «Negativ?

Positiv?» Die Flucht in Zahlen,

Statistiken und sichtbare Gewissheiten

bleibt verwehrt. Die Portraitreihe

ist die Dokumentation einer

Ist-Situation. Sie ist Hintermanns

Art und Weise, dem Status quo ein

menschliches Antlitz zu verleihen,

sogar zurückzugeben. «Negativ-Positiv»

macht HIV nicht sichtbar, aber

schärft das Bewusstsein. Ohne den

portraitierten Gesprächspartnern den

Rahmen des Privaten rauben zu wollen,

werden die Bilder und die Spuren

der Begegnungen in den öffentlichen

Raum gestellt. Nicht an die

Moral appellierend, aber die Frage

nach einer Verantwortung stellend,

denn ein Virus kennt keine Moral.

Beitrag für die Aids-Hilfe Schweiz

Die Fotoinstallation «Negativ-Positiv»,

wurde erstmalig 2007 in Berlin

ausgestellt. Nun ist sie in Zürich bei

Widmer+Theodoridis contemporary

zu sehen. Der Fotograf Gerhard Hintermann

lebt und arbeitet in Zürich.

Die Bilder sind auch als Postkartenbox

für Fr. 84.– erhältlich. Die Hälfte

des Verkaufspreises geht an die

Aids-Hilfe Schweiz und wird für ihre

Projekte in der Schul- und Jugendaufklärung

eingesetzt.

Leben präsent seit meinem 15. Lebensjahr.

Viele Freunde sind gestorben, andere

sind HIV-positiv oder HIV-negativ.

Inzwischen sterben Freunde auch an anderen

Krankheiten. Ich habe nie verstanden,

warum er sterben musste und ich

nicht. Ich war doch viel wilder und riskanter.

Vielleicht ist das der Grund, warum

ich heute Menschen mit Aids pflege.

weil es nicht selbstverständlich ist, dass

ich noch lebe und gesund bin. Das Glück,

das ich gehabt habe, versuche ich, nun

mit denen zu teilen, die es nicht hatten.

Wichtig, warum ich bei ‚Neagtiv-Positiv’

auch mitgemacht habe, ist mir mitzuteilen,

dass Aids noch immer nicht heilbar

ist. Vielen Menschen ist das nicht mehr

bewusst.»

Ausstellung «Negativ-Positiv»

24. Mai – 12. Juli 2008

Widmer+Theodoridis contemporary

Weggengasse 3, CH 8001 Zürich

www.0010.ch


CRUISER 0608

Musik

Seite 5

Fady Superstar

DSDS-Zweitplatzierter

Fady Maalouf ist der

eigentliche Gewinner

der Show.

Deutschland hat seinen Superstar

mit Thomas Godoj gefunden. Der

heimliche Gewinner der Show heisst

aber Fady Maalouf. Der schwule Libanese

sang sich stimmgewaltig in die

Herzen der Zuschauer. Jetzt veröffentlicht

er seine Final-Single «Blessed».

Nur der zweite Platz für Fady Maalouf.

Gegen die Präsenz von Hartz-

IV-Empfänger Thomas Godoj kommt

er (noch) nicht an. Deutschlands Unterschicht

ist gross. Deren Musik ist

der Rock und Thomas Godoj ihre

Stimme, zumindest vorübergehend.

Aber vielleicht haben sich die Zuschauer

auch noch nicht von Mark

Medlock erholt. Der Gewinner vom

letzten Jahr ist vielen musikalisch

eine Spur zu seicht, zu schwul.

DSDS am anderen Ufer

Salopp formuliert, die RTL-Show

«Deutschland sucht den Superstar»

gehört praktisch zum anderen Ufer.

Nach der lesbischen Gewinnerin Elli,

die sich aber als Eintagsfliege entpuppte,

und eben Mark Medlock,

der noch immer die Hitparaden dominiert,

gibt’s mit dem 29-jährigen

Fady Maalouf eine neue Galionsfigur

für die deutschsprachige Gay-Community.

In den durchaus anspruchsvollen

Mottoshows steigerte sich Fady Maalouf

zusehends. Sein zarter, französischer

Akzent machte ihn unverwechselbar.

Spätestens nach seiner

Interpretation von Patrick Swayzes

«She’s like the Wind» aus dem Filmhit

«Dirty Dancing» wurde vielen bewusst,

der Junge kann singen. Vorschnell

wurde er in die Musical-Ecke

gedrängt. Doch als Fady Maalouf beim

80er-Hit «Never gonna give you up»

die Hüften kreisen liess, war man(n)

dem Libanesen endgültig verfallen.

Schnulzenkönig Fady

Fady Maalouf und Linda Teodosiu

teilten sich in den Entscheidungsrunden

abwechselnd den zweiten

Platz, wie RTL kürzlich bekannt gab.

Thomas Godoj, der etwas monotone

Ruhrpottrocker, der von Beginn weg

laut Jury «authentisch» war, erreichte

in allen Sendungen die meisten Zuschaueranrufe.

Der zweite Platz

dürfte dem «Schnulzenkönig» Fady

Maalouf, wie ihn seine Fans nennen,

trotzdem besser stehen. Ein Sieger bei

DSDS muss entweder Songs von Dieter

Bohlen singen oder nach einem

halben Jahr mangels Erfolg abtreten.

Fady kann sich nun ohne Druck auf

sein Ding konzentrieren.

Flucht aus dem Libanon

Singen war schon immer Fady

Maaloufs grösste Leidenschaft. Ob

im Kirchenchor, später als Clubsänger

oder auf Hochzeiten, er sang.

Aber sein bisheriges Leben war kein

reines Freudenkonzert. Eine explodierende

Bombe entstellte in seiner

Kindheit sein Gesicht so sehr, dass

er viele schmerzhafte chirurgische

Operationen über sich ergehen lassen

musste. Aber die seelischen Narben

des Bürgerkriegs im Libanon

wird er nach eigenen Worten nie

wieder los.

Noch im Heimatland absolvierte

Fady Maalouf ein Studium als Modedesigner

und arbeitete anschliessend

für namhafte Designer im Libanon.

Trotzdem wurde die Situation

unerträglich. Auf Anraten seiner Eltern

floh er aus dem vom Krieg gebeutelten

Land nach Frankreich, später,

da er deutsche Vorfahren hat, nach

Hamburg, um sich dort als Kellner

durchzuschlagen. Grund für die Flucht

dürfte auch seine Liebe zu Männern

sein. In seinem Heimatland ist Homosexualität

illegal.

Es war für die Presse ein gefundenes

Fressen, als bekannt wurde,

dass Fady bereits mit einem deutschen

Mann verheiratet ist. Seiner

Beliebtheit tut dies beim weiblichen

Publikum keinen Abbruch, im Gegenteil.

Durch seine Vergangenheit

im Krieg, seinem Können, und nicht

zuletzt seinem attraktiven Äusseren

erreicht er jene Aura, die schwule

Frauenhelden auszeichnet.

Gesegnet

Anders als bei den übrigen Zweitplatzierten

aus DSDS, ist die Nachfrage

nach Fady Maalouf gewaltig.

Vorerst wurde er mit seiner Final-

Single «Blessed» in den Online Music

Shops nur als «Finalist C» geführt.

Nun ist es aber offiziell, dass Fady

Maalouf eine Single, und später ein

Album auf den Markt bringen wird.

Bei Amazon schoss «Blessed» sogar an

der Single von Thomas Godoj (Love

is you) vorbei auf Platz 1 der Charts.

Die Kundenrezensionen überschlagen

sich vor Begeisterung. «Blessed»,

also gesegnet, trifft auf Fady jedenfalls

heute zu.


Von Dani Diriwächter

Athen

Lesbos nicht lesbisch

Zwei Frauen von der griechischen

Insel Lesbos wollen es nicht länger

hinnehmen, dass der Begriff «Lesbe»

missbräuchlich in Zusammenhang

mit ihrer Heimatinsel gebraucht

wird. Gemeinsam mit dem Chefredakteur

der konservativen Zeitschrift

«O Davlos», Dimitris Lambrou,

wollen sie jetzt gegen die «psychische

und moralische Vergewaltigung»

der Bewohner von Lesbos klagen.

Lambrou wirft den Lesben vor, den

ursprünglich geografischen Begriff

«konfisziert» zu haben: «Wir wenden

uns gegen die willkürliche Nutzung

des Namens unserer Heimat von Personen,

die eigenartig sind.» Evangelia

Vlami, Sprecherin der lesbischschwulen

Organisation «OLKE» sieht

dem Ganzen gelassen entgegen: «Diese

Angelegenheit ist vollkommen lächerlich.»

Das wird auch die Tourismusbranche

von Lesbos so sehen, für

die lesbische Touristinnen eine wichtige

Einnahmequelle sind.

Zürich

Schwuler CVP-Präsident

in der Stadt Zürich

Mit dem 33 jährigen Hungerbühler

hievte die katholisch geprägte CVP

erstmals einen bekennenden Schwulen

in ein prominentes Parteiamt.

Während sich Homosexuelle in

SP, FDP und SVP schon lange nicht

mehr verstecken, lebten CVP-Politiker

ihre schwulen oder lesbischen

Neigungen bisher meist nur im Verborgenen

aus. Hungerbühler meint:

«Unsere Familienpolitik muss das

Kind ins Zentrum stellen». Just auf

diesem Feld droht ihm und der Partei

der nächste Kulturkampf. Denn

nach der Homo-Ehe fordern Schwulen-

und Lesbenverbände das Adoptionsrecht

für gleichgeschlechtliche

Paare und stossen damit in den CVP-

Stammlanden auf erbitterten Widerstand.

Zug

Treff wird aufgelöst

Während sechs Jahren organisierte

der Baarer Nick Limacher einmal pro

Woche einen Treff für Schwule und

Lesben in Zug. Das ist nun zu Ende,

weil sich nicht mehr genügend Interessenten

finden. «Die Zugehörigkeit

zu einem Verein ist heute einfach

nicht mehr so wichtig wie damals»,

sagt Limacher. Michael Wenger hingegen

von «LesBiSchwul» in Zug, dem

Treff für schwule bisexuelle und lesbische

Menschen, hat derweil keine

solchen Probleme zu beklagen: «Unser

Donnerstagstreff läuft gut», sagt

Wenger, «und es kommen stets neue

Besucher hinzu».


Seite 6

Kolumne & Award

CRUISER 0608

Es lebe das Tuntriarchat.

Von Michi Rüegg

Es ist erst ein paar Tage her, da fragte mich in einer Gay-Bar eine Frau

nach meiner Telefonnummer. Sie sass dazu auf dem Boden vor der Toilette,

das ganze wirkte etwa so, wie wenn auf dem Trottoir ein Stück Hundescheisse

zu einem raufschauen und «iss mich» sagen würde. Ich so: das

geht ja gar nich’.

Dabei habe ich nichts gegen Frauen. Im Gegenteil, ich bin eine der leidenschaftlichsten

Feministinnen, die ich kenne. Ich hätte am liebsten

die ganze Wirtschaft voller Verwaltungsrätinnen und CEOinnen, in der

Armee nur Offizierinnen, Staaten sollten von Präsidentinnen gelenkt werden

und so weiter. Im Gegensatz zur Mehrheit der Männer hätte ich damit

kein Problem. Mein Penis fällt nicht ab, wenn ich von einer Frau eine Weisung

er halte. Einzig Politessen mag ich nicht. Und ich finde, man sollte

alle Stewardessen entlassen und durch hübsche junge Männer ersetzen.

Aber das täte ja automatisch passieren, denn alle Stewardessen würden

ja Airline-Chefinnen werden, da bliebe im Flieger viel Platz für hübsche

männliche Saftschubsen.

Die Welt, da bin ich überzeugt von, wäre ein besserer Planet, wenn

die Frauen das Sagen hätten. Vor allem für uns Homos. Den Beweis dazu

habe ich kürzlich gefunden, als mein Vater und ich uns gegenseitig Mexiko

zeigten: in der Landenge von Tehuantepec, derjenigen Gegend, wo

die Spanier vor Jahrhunderten denjenigen Kanal bauen wollten, den die

Franzosen hernach in Panama buddelten und später an die Amis verschachterten.

Dort nämlich, also nicht in Panama, sondern im südlichen Mexiko, haben

Soziolo- und Ethnologen vor langer Zeit das ihrer Ansicht nach letzte

echte Matriarchat entdeckt. Potzdonner, denkt jetzt der eine oder andere,

das hab ich nicht gewusst. Ich will nicht den Eindruck erwecken, hier mit

einem Primeur um mich zu schlagen. Michèle Roten hat vor einer Weile im

Magazin darüber geschrieben. Wenn man also noch nie davon gehört hat,

dann nur deshalb, weil man statt des Tagis vermutlich die NZZ liest.

Zurück nach Tehuantepec. Dort gibts sogar ein Fest, bei dem die Frauen

auf die Dächer steigen und die Männer mit Früchten bewerfen. Klassische

Unterwerfungsgeste. Grossartig. Ja, in der Landenge haben tatsächlich die

Frauen die Hosen an. Und die Männer die Röcke. Zumindest ein Teil von

ihnen, denn Tehuantepec gilt als diejenige Gegend mit der höchsten Transvestitendichte.

Und sie leben dort ganz unbehelligt. Das hat mir auch ein

Yucatekischer Taxifahrer bestätigt, dessen Grossmutter dort aufgewachsen

ist. Er meinte, in ganz Mexiko seien Schwule jahrzehntelang unterdrückt

worden, nur in Omas Heimat hätten sie’s ganz gut gehabt.

Ja, hätten die (Hetero-)Männer nichts zu sagen, gäbe es wohl keine

Schwulenfeindlichkeit. Da sind wir wieder beim selben Gedanken wie

vorher: Ein Schwuler ist für den durchschnittlichen Hetero alter Schule

eine etwa gleich grosse Bedrohung wie eine Frau, die Befehle erteilt. Ergo

haben Frauen und wir sehr viele gemeinsame Interessen. Wir sind Verbündete

in einem jahrhundertealten Kampf gegen den Machismo. Wir sollten

uns gegenseitig achten, unterstützen, uns Mut machen. Wir tragen die Fackel

der Freiheit des Denkens und Handelns. Das alles, hingegen, bedeutet

noch lange nicht, dass ich einer dahergekrochenen Schlampe vor einer

Brunzstätte meine Telefonnummer geben würde. Wo käme man da hin.

Der CSD-Stonewall-Award 2008

Drei Finalisten sind

bereits ausgewählt

Auch 2008 wird im Rahmen

des CSD Zürich der CSD-Stonewall-

Award verliehen. Mit dem mit CHF

3000.- dotierten Preis soll eine Einzelperson

oder eine Gruppe oder Organisation

gewürdigt werden, die

sich in besonderem Masse für die

Anliegen lesbischwuler Menschen

eingesetzt hat. Durch ein öffentliches

Voting wurden drei Finalisten

für den CSD-Stonewall-Award 2008

ermittelt. Erst während der Zeremonie

auf dem Turbinenplatz selbst

entscheidet die Jury, bestehend aus

Vertreterinnen und Vertretern der

Stiftung Stonewall und des CSD Zürich

und weiteren Persönlichkeiten,

wem der Award überreicht wird. Die

drei Finalisten sind:

Claude Janiak

Gemeinderat, Landrat, Nationalrat,

Nationalratspräsident, Ständerat

– und offen schwul: Claude Janiak

schaffte es, trotz seiner sexuellen

Orientierung eine so beispielhafte

politische Karriere zu machen, wie

sie nur wenige offen schwul oder

lesbisch lebenden Menschen weltweit

auch geschafft haben. Sein Geheimnis

dabei? Vermutlich ist es

diese unaufgeregte, ruhige Selbstverständlichkeit,

mit der Claude Janiak

sein Leben lebt und auch aus

seiner Homosexualität kein Geheimnis

macht.

GLL Gleichgeschlechtliche

Liebe leben

Seit acht Jahren ist dieser Verein

aktiv, um Schulklassen, Jugendgruppen

und religiöse Gruppen zu

besuchen und damit der Homosexualität

ein Gesicht zu geben. Die zentrale

Aussage ist einfach: Es gibt in

jedem Schulhaus lesbische, schwule

und bisexuelle Jugendliche. Deshalb

ist es wichtig, Homosexualität

im Unterricht zum Thema zu machen.

Denn diese Jugendlichen sind

häufig mit ihren Gefühlen allein,

und viele werden bereits in diesem

Alter aufgrund ihrer sexuellen Ori-

entierung ausgelacht und diskriminiert.

Johannes Sieber und gaybasel.ch

Eine Stadt braucht nicht nur ein

vielfältiges Angebot für lesbischwule

Menschen, sondern auch Menschen,

die dieses Angebot bekannt machen.

In Basel sorgt unter anderem

Johannes Sieber mit seiner Plattform

GayBasel.ch dafür. Dank gezielter

Medien- und Öffentlichkeitsarbeit

ist es dem Kommunikations-Profi

gelungen, viele Anlässe aus den Kellern

und Hinterhöfen ins Stadtzentrum

zu rücken und ein Publikum,

weit über die Region Basel hinaus,

auf die lesbischwulen Anlässe am

Rheinknie aufmerksam zu machen.

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CRUISER 0608

Pride

Seite 7

Gay Pride’08 Biel

Die grösste zweisprachige

Schweizer Stadt

empfängt die Pride’08

mit offenen Armen

Im Gegensatz zum CSD in der

Deutschschweiz, der Jahr für Jahr in

Zürich stattfindet, geht die Pride in

der Romandie auf Tour, von Kanton

zu Kanton. Dieses Jahr trifft Mann

und Frau sich zum Demonstrieren

und Feiern in Biel.

Vor zehn Jahren wurde erstmals

eine Gay Pride in der Romandie aus

der Taufe gehoben. Seither führt jedes

Jahr eine andere Stadt diese Veranstaltung

durch. Im vergangenen

Jahr haben die Organisatoren die

Pride abgesagt, weil in der Stadt Freiburg

viele andere Veranstaltungen

stattfanden, wie beispielsweise das

850-jährige Jubiläum der Stadt. Die

Pride’08 wird also die 10. Pride der

Das Wichtigste in Kürze:

Reden – Umzug – Village

Ansprachen (Ecke Dufourstrasse/

Nidaugasse) werden die Veranstaltung

um 14.00 Uhr eröffnen.

Nach diesem offiziellen Teil führt

der Umzug durch das Stadtzentrum,

um wieder in das «Village»

zurückzukehren. Im «Village»,

das sich im Norden der Nidaugasse

befindet, können Zuschauer und

Teilnehmende sich treffen, austauschen,

informieren und verköstigen,

bis der Abend zu Ende geht.

Musik – Theater – Kultur

Parallel dazu stellt das Organisationskomitee

ein abwechslungsreiches

kulturelles Programm auf

die Beine. Von 16.00 bis 22.00 Uhr

werden nicht weniger als fünf

Künstlergruppen ein Musikfest zelebrieren

und auf der Bühne des

«Village» auftreten. Ausserdem stehen

Stücke aus Theater und Kabarett

auf dem Spielplan. So wird für

jeden Geschmack etwas angeboten,

sei es in französischer oder deutscher

Sprache. Den Schlusspunkt

werden vier bekannte DJs setzen,

die im Volkshaus und in der Rotonde

so richtig einheizen werden.

Die Details zum Programm vom

21. sowie zu den geplanten Aktivitäten

von Sonntag, 22. Juni, gibt’s

auf www.pride08.ch

Westschweiz. Die homosexuellen

Vereinigungen und Gruppierungen

haben die Organisation dieser Jubiläums-Veranstaltung

Frauen und

Männern anvertraut, die in Biel,

dem Berner Jura oder im Seeland

wohnhaft sind. Das zweisprachige

Komitee besteht aus ungefähr zehn

Personen. Die wichtigsten Vorarbeiten

sind abgeschlossen. Nach Aussagen

der Organisatoren empfängt die

Stadt Biel die Pride’08 mit offenen

Armen: «Nicht einen Moment haben

die Bieler Behörden gezögert, dem

Organisations-Komitee der Veranstaltung

grünes Licht zu geben.»

Ganz im Gegensatz zur Pride 2001 in

der Bischofsstadt Sion. Damals stiessen

die Veranstalter im christlichkonservativen

Wallis auf erbitterten

kirchlichen und behördlichen Widerstand.

Ein gutes hatte diese Aufregung:

Es gab eine riesige Welle von

Presseberichten auch in der ganzen

deutschen Schweiz.

Im Herzen des Drei-Seen-Landes

Als grösste zweisprachige Stadt

ist Biel ein Brückenbauer zwischen

der deutschen und französischen

Schweiz. Daher wird die Pride’08

den Elan dieser in der Romandie initiierten

Veranstaltung in die ganze

Schweiz tragen. In den vergangenen

Mister Schweiz, Stephan Weiler

Jahren nahmen jeweils ungefähr

5000 Personen jährlich an der Pride

teil, ohne die Abertausenden einheimischer

Zuschauer und Zusachaue-

rinnen zu zählen. Biel hofft durch

seine Lage im Herzen des Drei-Seen-

Landes, auf der Verkehrsachse Genf-

Zürich, in der Nähe von Bern und

Basel, auf noch mehr Teilnehmer

und will die Begegnung zwischen

Romands und Deutschschweizern,

zwischen lesbischen, schwulen, biund

heterosexuellen Menschen aus

der Region, der gesamten Schweiz

und sogar aus dem Ausland fördern.

Unter dem Motto «Mitenand» will

man in Biel zueinander finden.

Schwule und Lesben im Sport

Die Bieler Pride nimmt sich dem

von den Dachorganisationen Pink

Cross und LOS gewählten Thema

des Jahres «Schwule und Lesben im

Sport» an. Es ist kein Zufall, dass

gerade dieses Thema für das Jahr

2008 ausgesucht wurde. Das Jahr, in

dem Österreich und die Schweiz die

Fussball-Europameisterschaft empfangen,

und Peking die Olympischen

Sommerspiele durchführt.

Biel als Sportstadt mit der Eidgenössischen

Sportschule in Magglingen

und als Host City einer UBS-

Arena ist der ideale Ort, um Tabus

und Vorurteilen die gelbe respektive

rote Karte zu zeigen. Das Engagement

von Lesben und Schwulen im

und für den Sport ist ebenso gross

wie von heterosexuellen Personen.

Trotzdem bleibt Homosexualität in

diesem Bereich ein Tabu. Die Angst,

ausgeschlossen und verunglimpft zu

werden, ist präsent. Im Spitzensport

müssen homosexuelle Athleten zudem

damit rechnen, ihre Sponsorenverträge

und / oder Arbeitsplätze zu

verlieren. Es ist somit nicht verwunderlich,

dass praktisch keine Spitzensportler

ihre Homosexualität öffentlich

gemacht haben.

Im Breitensport bleibt ebenfalls

viel zu tun. Bei den Jugendlichen

muss einer von vier Suiziden im Kontext

von Homosexualität gesehen

werden. Für ein positives Comingout

gehört für junge Lesben und

Schwule unter anderem die Gewissheit,

dass sie nicht aus ihren Sportvereinen

ausgestossen werden.

Prominenter Brückenbauer

Es braucht also noch viele Brückenschläge

und viel «Mitenand». Biel

freut sich darum ganz besonders,

dass Stephan Weiler, Mister Schweiz

08, am 21. Juni an der Gay Pride präsent

sein wird und sich somit solidarisch

mit den Anliegen der Schwulen

und Lesben zeigt. Das Motto

«Mitenand» gewinnt damit eine ganz

besondere Bedeutung.


Von Martin Ender

Zürich

Keine neuen Darkrooms

Die Vertreter der Schwulenorganisationen,

der Aids-Hilfe und der

Stadt Zürich haben sich darauf geeinigt,

dass pendente Gesuche für

neue Dark rooms in Zürich so lange

sistiert bleiben, bis das Obergericht

über deren Rechtmässigkeit

geurteilt hat. Ein Einzelrichter des

Bezirksgerichts hat im Januar entschieden,

dass ein Darkroom in einer

Gaststätte gegen Sitte und Ordnung

verstosse. Bestehende Darkrooms

bleiben aber während des

laufenden Gerichtsverfahrens toleriert.

Laut dem Anwalt des Vereins

Gay Betriebe Schweiz haben sich

Stadt und Schwulenvereinigungen

auch darauf verständigt. Ein Urteil

wird im Spätsommer erwartet.

Bern

Bundesrat hält an

Adoptionsverbot fest

Der Bundesrat erachtet es nicht als

opportun, das im Partnerschaftsgesetz

verankerte Adoptionsverbot für

Schwule und Lesben aufzuheben. So

antwortet er auf eine Interpellation

von Nationalrat Mario Fehr (SP, ZH).

Fehr weist darauf hin, dass die französischen

Behörden vom Menschenrechtsgericht

gerügt worden seien,

weil sie einer lesbischen Frau eine

Adoption verweigert hatten. Laut

Bundesrat hat dieser Fall mit der

eingetragenen Partnerschaft nach

schweizerischem Recht indessen

nichts zu tun.

Rom

Bürgermeister will CSD

verbieten

Roms neuer Bürgermeister Gianni

Alemanno von der Rechtskoalition

Aleanza Nazionale / Popolo della Libertà

will den CSD verbieten. Alemanno

sagte gegenüber italienischen

Medien: «Ich befürchte …,

dass die CSD-Parade eine Form von

sexuellem Exhibitionismus ist. Ich

bin gegen jegliche Form des Exhibitionismus,

sowohl hetero- als auch

homosexuell.» Italiens lesbischschwuler

Verband «Arcigay» kritisierte

die Äusserungen des Bürgermeisters

scharf: «Der CSD ist keineswegs

Exhibitionismus, sondern eine

Veranstaltung, bei der man über die

Rechte von Homo- und Transsexuellen

diskutiert.» Alemanno war seit

seiner Jugend in postfaschistischen

Parteien aktiv. Schon das erste Projekt

des Politikers der rechtskonservativen

Koalition von Silvio

Berlusconi sorgte für Wirbel: Der

50-Jährige will die Prunkbauten des

faschistischen Führers Benito Mussolini

renovieren.


Seite 8

sport

CRUISER 0608

Outing bedeutet das Aus

der Fussball-Karriere

Beim Fussball ist

Homosexualität noch

immer ein Tabu

Annähernd 200 Fussballer kicken

während der Europameisterschaft

auf dem Spielfeld um den Pokal — die

Ersatzspieler, Trainer und Schiedsrichter

nicht einmal mitgerechnet.

Kein Einziger davon soll schwul sein?

Homosexuelle gibt es im Profifussball

offiziell nicht und ein Outing

kann für einen Spieler noch immer

existenzbedrohend sein.

Alle gesellschaftlichen Kreise drängt

es verstärkt zum Coming-out: Berlin,

Hamburg und seit kurzem sogar

die niederbayerische 3300-Seelen-Gemeinde

Bodenmais wählten

einen offen schwulen Bürgermeister.

Immer mehr Prominente und

Politiker bekennen sich zur gleichgeschlechtlichen

Liebe, und schwuler

Alltag wird im Fernsehen längst

nicht mehr erst dann gezeigt, wenn

die Kinder ins Bett gegangen sind.

Selbst beim Militär (in Deutschland)

gibt es eine «Arbeitsgruppe homosexueller

Soldaten». Und seit 2005

gibt es in der Schweiz die Gruppe

«Schwule Offiziere». Einzig der Fussball

verweigert sich hartnäckig der

Beschäftigung mit dem Thema und

sträubt sich gegen jeden Liberalisierungsversuch.

Kann der Fussballplatz

eine homofreie Zone sein, wo

doch zehn bis 15 Prozent der männlichen

Bevölkerung schwul sein sollen?

Ausgeschlossen. Aber schwul

zu sein ist im Profifussball noch

immer das Allerletzte. Das sinnentleerte

Wort muss in den Stadien als

Platzhalter für alles hinhalten, was

nicht gelingt oder gefällt. «Schwule

Sau» werden der Schiedsrichter

wie auch Spieler der gegnerischen

Mannschaft geschmäht. «Schwuchtel»

ist auf den Fussballplätzen der

Titel für defizitäre Männlichkeit

schlechthin, und wenn die gesamte

Fankurve singt: «Schwuler, Schwuler

FCK», gilt das als völlig normal.

Panische Reaktion

Keine Frage, die populärste Sportart

gibt sich ausgesprochen homophob.

Entsprechend panisch reagieren

Fussballer, wenn sie auch nur

in die Nähe des Verdachts geraten,

schwule Neigungen zu haben. So

beteuerte der Profifussballer und

Weltmeister Ronaldo erst neulich im

brasilianischen Fernsehsender «Globo»,

dass er «total heterosexuell» sei.

Zweifel kamen auf, als bekannt wurde,

dass er in einem Stundenhotel in

Rio de Janeiro die Dienste von drei

Transsexuellen in Anspruch nehmen

wollte. Er habe sie für «echte»

Frauen gehalten, entschuldigte er

die peinliche Entdeckung, doch ganz

überzeugen konnte er damit wohl

nicht. Ein millionenschwerer Werbevertrag

mit einem brasilianischen

Mobilfunkanbieter soll ihm dadurch

durch die Lappen gegangen sein. Eigenen

Angaben zufolge müsse er

jetzt sein Privatleben «aufbauen wie

Im Manschaftssport und Siegestaumel ist körperliche Nähe unvermeidlich.

Ist die Homophobie im Fussball das entsprechende Gegensteur?

ein Haus, über das ein Orkan gefegt

ist», so der 31-Jährige in der Fernsehsendung

«Fantastico».

In den Tod getrieben

Tatsächlich kann ein schwules Coming-out

für einen Profifussballer

mehr als das Ende der Karriere bedeuten.

Erst einer hat es bislang gewagt:

Der Engländer Justin Fashanu,

ein Profi der Premier League, outete

sich 1990 nach wiederholten Spekulationen

in der Boulevardpresse und

wurde daraufhin von «Nottingham

Forest» entlassen. Kein anderer Verein

wollte ihn mehr haben. Vor dem

öffentlichen Druck flüchtete er zunächst

nach Kanada, kam dann nach

Grossbritannien zurück und fand

dort schliesslich wieder Aufnahme

in einem regionalen Club. Als auch

dieser ihn aber wegen «Verhaltens,

das eines Fussballers nicht würdig

ist», entliess und er sich einer teils

schmutzigen Medienkampagne ausgeliefert

sah, nahm er sich 1998

das Leben. Der deutsche Mittelfeldspieler

Marcus Urban kam diesem

Druck zuvor und beendete Anfang

der Neunzigerjahre seine hoffnungsvolle

Karriere selbst. Seine sexuelle

Identität erschien ihm mit der

schwulenfeindlichen Haltung im

Profifussball unvereinbar. Urban

galt als eines der grössten Talente im

DDR-Fussball, entschied sich aber dafür,

offen schwul zu leben und kündigte

seinen Vertrag beim Zweitligisten

Rot-Weiss Erfurt. Heute spielt

der 37-Jährige beim ETSV Hamburg

in einem Team, das zum schwul-lesbischen

Sportverein «Startschuss»

gehört. Seit einigen Monaten spricht

er offen über Scheinehen und das

Versteckspiel schwuler Fussballer,

die bei gesellschaftlichen Anlässen

sogar Hostessen als Begleitung engagieren,

um den Schein der Heterosexualität

zu wahren.

Schwarzes oder schwules Schwein?

Auch fast zwanzig Jahre nach dem

verhängnisvollen Outing von Justin

Fashanu ist hierzulande noch

immer wenig Bewegung in die Geschichte

gekommen. Nicht nur viele

Fussballer denken nach wie vor wie

der 1990 viel zitierte frühere Kölner

Abwehrspieler Paul Steiner und später

auch der ehemalige deutsche Nationalspieler

Lothar Matthäus, dass

Schwule nicht Fussball spielen können

und es deshalb schlichtweg auch

keine schwulen Profifussballer geben

kann. Luciano Moggi, der ehemalige

Manager des italienischen

Spitzenclubs Juventus Turin, hatte

erst kürzlich in einem Interview erklärt,

dass Fussball allein deshalb

schon nichts für Schwule sei, weil

man hier «mit anderen nackt unter

der Dusche steht». Wie wenig noch

immer schwulenfeindliche Beleidigungen

im Profifussball geahndet

werden, zeigt der Fall des Borussenkeepers

Roman Weidenfeller. Ihm

drohte eine Sperre für sechs Spiele

und seinem Verein ein Punktabzug,

weil er im deutschen Erstliga-Spiel

Dortmund gegen Schalke den aus

Ghana stammenden gegnerischen

Stürmer Gerald Assamoah als

«schwarzes Schwein» beschimpft haben

soll. Die Strafe wurde auf 10 000

Euro und eine Sperre für nur drei

Spiele gemildert, als Weidenfeller

behauptete, nicht «schwarzes» sondern

«schwules Schwein» gebrüllt

zu haben. Das sei nach Meinung des

Sportgerichts des Deutschen Fussballbundes

in der Tat deutlich milder zu

ahnden, weil es keine rassistische,

sondern ledigich eine «herabwürdigende

und verunglimpfende Äusserung»

sei.


CRUISER 0608

sport

Seite 9

Asexueller Männerbund?

Die Gründe für die ausgeprägte

Homo phobie im Fussball liegen nach

Meinung der Kulturwissenschaftlerin

Tatjana Eggeling, die in Göttingen

über «Homosexualität und Sport»

habilitiert, auf der Hand: «Sport ist

einer der konservativsten Bereiche

unserer Gesellschaft. Der Arbeitersport

wurde jahrzehntelang nur

von Männern und deren Sichtweise

dominiert. Andere Lebensweisen

finden da keinen Platz», erklärt

sie. «Das Fremde löst besonders viel

Angst aus, auch weil Sport ganz nah

an der Körperlichkeit dran ist. Dem

wird besonders aggressiv und intolerant

begegnet», so Eggeling weiter.

Körperliche Nähe findet im Fussball

noch mehr als in manch anderem

Mannschaftssport statt. Fällt ein Tor,

fallen dem Torschützen die Mannschaftskameraden

um den Hals, als

begännen sie eine Orgie. Und gerade

weil das so verdächtig nach Sexuellem

aussieht, der Fussball aber von

der Mannschaft über die Fankultur

bis hin zu den Verbänden ein reiner

und vermeintlich asexueller Männerbund

ist, reagiert man hier so

panisch. Kennzeichnend für einen

Männerbund ist nicht nur der Ausschluss

von Frauen, sondern auch

die Funktion von Freundschaft und

Kameradschaft, die nur dem für

den Erfolg wichtigen Zusammenhalt

dienen. Auch körperliche Nähe

unterliegt dabei dieser Funktion. Im

geeigneten Moment soll sie zur Intensivierung

dieses Zusammenhalts

beitragen, aber keinerlei erotische

Wirkung haben. Sexualität wird

möglichst aus den Gefilden des Männerbundes

verbannt, was ja – sofern

Heterosexualität bei einem Fussballer

als selbstverständlich gilt – mit

dem Ausschluss von Frauen ohnehin

erledigt zu sein scheint.

Trikotausch untersagt

Dass diese Rechnung so nicht ganz

aufgeht, ahnte der internationale Fussballverband

Fifa aber wohl schon vor

einigen Jahren. 1981 brandmarkte

er das Küssen der Spieler nach einem

Torerfolg als «unmännlich, übertrieben

gefühlsbetont und deshalb unangebracht».

2001 untersagte er dann

den Trikotausch der Spieler der gegnerischen

Mannschaften nach Spielende

– sehr zum Bedauern vieler

schwuler Fans. Nun dürfen sich die

Jungs eben gerade noch so lange «unschuldig»

zusammen über den Rasen

wälzen, wie der Schein des Nonsexuellen

gewahrt bleibt.

le Fussballer gäbe, unnötigerweise

hinzu, dass er ohnehin «immer mit

dem Arsch zur Wand duschen würde».

Gröhlend ängstlich kursiert in

den Mannschaftskabinen auch heute

noch der «Running Gag», dass man

sich ja nicht mehr nach der Seife bücken

könne, wenn es einen schwulen

Mitspieler in der Mannschaft

gäbe. Angesichts dieser ausgeprägt

schwulenfeindlichen Haltung rät

selbst der bekennend schwule Präsident

des eher linksalternativen FC

St. Pauli, Corny Littman, schwulen

Profifussballern derzeit von einem

Outing ab. «Der soziale Druck wäre

nicht auszuhalten», so Littmann,

der auch Besitzer und Intendant des

«Schmidt Theaters» auf der Hamburger

Reeperbahn ist. «In einem heterosexuellen

Mannschaftsgefüge ist

man direkter Aussenseiter, wird angreifbar

für Mitspieler, Gegenspieler

und Medien.»

Erste Schritte auf dem Papier

Gleichwohl gibt es zumindest einen

Hoffnungsschimmer, dass die

Bastion der Schwulenfeindlichkeit

auch im Fussball irgendwann mal

fallen wird. Der englische Fussballverband

scheint aus dem tragischen

Schiksal von Justin Fashanu doch

noch gelernt zu haben und hat seit

2001 in der Satzung verankert, dass

der Verband gegen Diskriminierung

wegen sexueller Orientierung vorgeht.

Zumindest auf dem Papier ist

also die Ausgrenzung Homosexueller

im Stadion verboten, und es

wurden auch schon Krakeeler schwulenfeindlicher

Sprüche aus den Fussballstadien

geschmissen. Der Verein

«Manchester City» hat eine Charta unterschrieben,

die aus ihm einen «gay

friendly» Club macht.

Schwule Fussballfans

Kleine Fortschritte im Kampf gegen

die Homophobie gibt es in Deutschland

zumindest auf den Fantribünen.

Seit Gründung des ersten schwullesbischen

Fanclubs «Hertha Junxx»

«vor sieben Jahren in Berlin, hissen

Angstphantasien

Gerade weil der Männerbund von

jeglicher Sexualität gesäubert sein

soll, wird schon der Gedanke an

einen schwulen Spieler zur puren

Angstphantasie. So fügte einst der

Schalke-Keeper Frank Rost auf seine

Verneinung der Frage, ob es schwuimmer

mehr schwule Fussballfans

die Regenbogenfahne im Stadion.

Auch in der Schweiz machen seit

letztem Jahr zwei schwule Fanclubs

darauf aufmerksam, dass Fussball

und Homosexualität keinen Widerspruch

darstellen. Die Wankdorf-

Junxx unterstützen das Team «BSC

Young Boys Bern», der «Queerpass

Basel» feuert den «FC Basel 1893»

an. Die schwul-lesbischen Fanclubs

sehen sich durchaus als Wegbereiter

für ein Klima, das es eines Tages

auch ihren schwulen Stars ermöglichen

soll, ihre sexuelle Identität

nicht länger verbergen zu müssen.

Beckhams Geschlechterrollen-Spiel

Unterstützend könnte sich durchaus

auch das androgyne Spiel mit

den Geschlechterrollen auswirken,

wie es sich Superstars wie David

Beck ham in der Werbung erlauben

können. Er wechselt als Rollenmodell

ständig zwischen hetero- und

homosexuellen Attitüden und hat

sich, obwohl offen hetero lebend,

sogar als Pin-up für das englische

Schwulenmagazin «Attitude» ablichten

lassen. Homosexuelles Flair als

Armani-Werbung mit David Beckham. Auch das «Schweizer-

Illustrierte»-Fussball-Lifestylemagazin «Goal» zeigt viel Fussballererotik.

Vermarktungssegment im Fussball

könnte tatsächlich helfen, das Tabu

zu brechen. Erste Signale sind zu hören.

Sepp Blatter, Chef der Fifa, hat

unlängst schwule Fussballer zum

Coming-out aufgefordert. «Schauen

Sie sich Frauenfussball an: Homosexualität

ist dort populärer», erklärte

der 61-Jährige im Vorfeld einer

Konferenz in Zürich. Allerdings

scheint Blatter beim Frauenfussball

ohnehin andere Gedanken im Kopf

zu haben. «Lasst die Frauen in feminineren

Kleidern spielen wie im

Volleyball. Zum Beispiel könnten sie

enger anliegende Shorts tragen», offenbarte

er bereits vor vier Jahren

in einem Interview. Um schwulen

Fussballern ein Outing tatsächlich

zu ermöglichen, müssten sie von der

Fifa zweifellos noch sehr viel mehr

Rückendeckung bekommen.


Von Thomas Borgmann

Zürich

Kuoni bekennt Farbe

Pink Cloud Travel Service gehört per

1. Juni zum Schweizer Reisekonzern.

Kuoni kauft die auf Schwulen- und Lesben-Reisen

spezialisierte Firma. Das

Potenzial ist riesig. Ob Gay-Events

wie Besuche des Christopher Street

Day, Ferien im Schwulen-Hotel oder

eine schwullesbische Kreuzfahrt, für

solche Angebote ist Pink Cloud Spezialist,

sagt der bisherige Geschäftsführer

Raymond Fuhrer.Er wird

künftig als Pink Cloud Projektleiter

amten.

Bischek

Kirgisien verfolgt Schwule

In Kirgisien hat eine Polizeirazzia gegen

Schwulenaktivisten einen internationalen

Skandal ausgelöst. Am 8.

April stürmte die Polizei die Büros

der kirgisischen Schwulenorganisation

Labrys in der Hauptstadt Bischek.

Alle Anwesenden wurden verhaftet,

darunter auch die Mitglieder einer

Delegation der niederländischen

Schwulenorganisation COC. Eine

kirgisische Nachrichtenagentur berichtete

einen Tag später über die

Razzia unter der Überschrift: «Kirgisische

Polizei geht gegen Päderasten

und Prostituierte aus den Niederlanden

vor». Betroffen von der Polizeigewalt

waren auch Mitglieder der

niederländischen Entwicklungshilfeorganisation

HIVOS sowie Vertreter

der lesbisch-schwulen Gruppe Gender

Doc-M aus Moldawien. Scott

Long, schwulenpolitischer Sprecher

der Menschenrechtsorganisation

«Human Rights Watch» in New York,

nannte das Vorgehen der Polizei einen

«Skandal».

Paris

Letzte Verbeugung

Der legendäre Regisseur und Produzent

schwuler Pornofilme, Jean-Daniel

Cadinot, ist am 23. April in Paris

an den Folgen eines Herzinfarktes

gestorben. Sein Tod wurde auf der

Cadinot-Webseite seines Studios verkündet:

«Wenn Ihr das lest, werde ich

die Kamera niedergelegt, die Lichter

ausgemacht, die Vorhänge geschlossen

und meine letzte Verbeugung gemacht

haben.» Cadinot-Pornos sind

unverwechselbar und haben Generationen

von schwulen Männern

geprägt. Cadinot legte immer Wert

darauf, Geschichten zu erzählen,

seinen Figuren einen Charakter zu

geben sowie Witz und Ironie in seinen

Werken nicht zu kurz kommen

zu lassen. Cadinot war Fotograf und

wurde mit homoerotischen Porträts

von Yves Navarre und Patrick Juvet

bekannt. 1978 begann er mit dem filmen

von Pornos.


Seite 10

kultur

CRUISER 0608

A Clockwork Orange

Das Thema Jugendgewalt

erhält mit dem

Kultstück neue Brisanz

ob der Staat das Recht hat, Gewalttäter

zu willenlosen Subjekten zu

machen, sondern eine tiefgehende

philosophisch-religiöse Meditation

über den Sinn von Gewalt. Nach

«Romeo und Julia», «Der Streit» und

«Kabale und Liebe» inszeniert David

Bösch, 1978 in Zürich seine Version

des berühmten Romans von Antholischen

Punk ist mittels Gehirnwäsche

ein angepasster Musterbürger

geworden.

Stanley Kubricks Film kam 1971

in die Kinos. Dann gab es in England

Übergriffe von Jugendlichen, die sich

auf den Film beriefen. «A Clockwork

Orange» ist nicht nur eine radikale

Gesellschaftssatire über die Frage,

Randalieren, Krawall machen,

klauen, grölen, steppen und vergewaltigen.

Alex, der rabiate Anführer

der «droogs», hat seine eigene

Auffassung davon, was Spass macht,

ohne Rücksicht auf Verluste. Er arbeitet

nicht, hockt lieber in der

Korova-Milchbar und überlegt mit

seiner Gang, was man mit dem Tag

anfangen könnte. Da gibt es Milch

plus, Milch mit Halluzinogenen. Das

heizt an und ist genau das Richtige,

wenn man Bock auf ein bisschen Gewalt

hat. Alex terrorisiert Alte und

Schwache, bedroht harmlose Bürger

und vergewaltigt ihre Frauen. Und –

er kann nicht leben ohne die Musik

von Ludwig van Beethoven.

Nach einem Mord wird er eingesperrt

und einer neuartigen Behandlungsmethode

unterzogen, die

ihm seine schlechten Eigenschaften

austreiben soll. Am Ende der Therapie

verabscheut er Sex und Gewalt

und tut keiner Fliege mehr etwas

zu Leide. Aus Versehen, und weil totalitäre

Systeme zur Gründlichkeit

neigen, wird ihm auch die Liebe zur

Musik ausgetrieben. Endlich ist Alex

ein guter Mensch, aber aufgezogen

wie ein Uhrwerk. Aus dem amora-

Jörg Pohl, als Alex, mit André Meyer und Dominique Jann, die Droogs

ny Burgess aus dem Jahr 1962. Das

heftig diskutierte Thema Jugendgewalt

bekommt auf der Bühne eine

neue Ausdrucksform. kb

2. bis 19. Juni,

Schiffbau Halle 2. Zürich,

Tickets 044 258 77 77

© Leonard Zubler

Call Cutta in a Box

Das erfolgreiche interkontinentale

Telefon-

Theaterstück von

Rimini Protokoll.

Der Besucher ist allein in einem

Büro, wo das Telefon schon beim Eintreten

klingelt. Wenn er antwortet,

verwickelt ihn eine Stimme mit merkwürdigem

Akzent in ein Gespräch.

Die Person hinter der Stimme scheint

den Raum genau zu kennen, obwohl

sie 10 000 Kilometer entfernt

ist. Die Stimme gehört einem Call-

Center-Mitarbeiter in Kalkutta. Die

Geschichte mit dem Agenten in Indien

und dem Theaterbesucher in

Zürich schwankt zwischen Service-

Gespräch und Flirt. Unscharf bleibt

auch die Grenze zwischen Fiktion

und Realität.

Stefan Kaegi, Helgard Haug und

Daniel Wetzel bilden das Regiekollektiv

Rimini Protokoll. Sie haben

sich während ihres Studiums für Angewandte

Theaterwissenschaft kennengelernt.

In Zürich inszenierte

das Regie-Trio bereits «Blaiberg und

sweetheart19», zeigte «Wallenstein»

und die Koproduktion «Karl Marx:

Das Kapital, Erster Band», für welche

sie 2007 mit dem Mülheimer Theaterpreis

ausgezeichnet wurden. Kürzlich

war ihre «Uraufführung: Der Besuch

der alten Dame» am Pfauen zu

sehen. Im April 2008 erhielt Rimini

Protokoll in Thessaloniki den europäischen

Preis für neue Theaterrealitäten.

kb

3. bis 29. Juni, täglich, ausser

Montags. 14 – 19 Uhr,

im Ringier Presse haus, Zürich.

Jeweils 12 Vorstellungen mit nur

einem Zuschauer

Tickets 044 258 77 77


CRUISER 0608

kultur

Seite 11

Unterwelten

Partyschreck 08

Eine Zeitreise mit viel

Musik

Ein Haus mit fünf Zimmern

und einem Keller. Eine Glühbirne

beleuchtet einen Körper und verändert

ihn. Ein riesiger Fadenhaufen,

der von innen glüht und sich durch

den Raum bewegt. Eine rote Königin

in einer zwölfminütigen Lachoper.

Ein Pianist, der unter der Weltkugel ein Impromptu

von Schubert spielt. Eine Frau, die lieber fliegen möchte,

als ein Ei essen.

Das Publikum wird auf eine Reise durch unterschiedliche

Atmosphären, Zustände und psychische

Welten, die unter dem Sichtbaren liegen, mitgenommen.

Eine Performance mit Stefanie Grubenmann

und Michelangelo Rinaldi, Klavier und Hammondorgel.

kb

13. bis 15. Juni, Tanzhaus Zürich, Tickets 044 350 26 11

Eine neue Version von

Blake Edwards Film von 400asa und

Theater im Bahnhof Graz

2008 wird ein sportliches Jahr, ein bewegtes, dynamisches

und redenreiches Jahr! Es ist ein Jahr der Feiern.

Der weltoffenen und nationalen Feiern. Denn patriotisch

und europäisch schliessen sich in diesem Jahr

nicht aus, gerade für einen Sozialdemokraten nicht.

Die Bitteren Tränen

der Petra von Kant

Oper nach dem Film

von Rainer Werner

Fassbinder.

Petra von Kant ist eine erfolgreiche

Modedesignerin. Doch ihr Leben

ist geprägt von Einsamkeit und

Langeweile. Da lernt sie die junge

Karin kennen und verliebt sich in

sie. Karin wird zu ihrer neuen Aufgabe.

Sie verhilft dem Mädchen zu einer Karriere als

Model. Selbstbewusst geniesst Karin ihre Erfolge und

Petras Eifersucht. Petra ertränkt ihre Ängste zusehends

in Alkohol. Als Karin sie verlässt, bricht sie zusammen.

Erst spät erkennt sie, dass ihre Liebe vor allem ihre

Sucht nach Besitz war. Der Irländer Gerald Barry hat

diese Oper 2005 nach Rainer Werner Fassbinders 1971

uraufgeführtem und 1972 verfilmtem Theaterstück

komponiert. Inszenierung von Richard Jones, English

National Opera London. kb

6. und 11. Juni, Theater Basel Tickets 061 295 11 33

Inspiriert durch den Film von Blake Edwards «Der Partyschreck»

von 1968 wird ein fiktiver, Länder übergreifender

sozialdemokratischer Event im Rahmen der EM

2008 inszeniert. Überall droht uns dieser Schreck, der

die Feier zerstört – ob in Gestalt eines Hooligans oder

Rucksackbombers. Es wird das Porträt einer konsenswütigen,

guten Gesellschaft gezeichnet, die nur mit

ihresgleichen verkehrt und sich abfeiert, aber alles andere

erbarmungslos übersieht. Niemand ist sicher vor

der Energie des Partyschrecks. Die Autoren von 400asa

und Theater im Bahnhof Graz bieten sozialdemokratische

Reden der Politiker wie Leuenberger, Schröder

oder Ledergerber. Die Liebe zum Fussball prägt diese

Reden, die aber auch Grundsätzliches über unsere Welt

und ihre Widersprüche aussagen. kb

2. bis 8. Juni, Theaterhaus Gessnerallee, Zürich, Tickets

044 225 81 11


Seite 12

kultur

CRUISER 0608

zürcher Festspiele

Yan Duyvendak, der

Performance künstler

aus Genf, eröffnet die

Zürcher Festspiele

Auch 2008 gibt es das grosse Eröffnungsfest

der Zürcher Festspiele

beim Theaterhaus Gessnerallee mit

einem bunten Programm auf dem

ganzen Gelände, mit Musik im Hof

des Restaurants Reithalle und Aufführungen

in der grossen Halle. DV8

Physical Theatre, die weltweit gefeierte

Tanzcompagnie aus Grossbritannien,

zeigt ihre spektakuläre

neue Produktion «To Be Straight

With You», ein Stück über Toleranz,

Intoleranz, Religion und Sexualität.

Vor dem Haus lädt die spanische Performancegruppe

Antigua & Barbuda

vor allem das junge Publikum zu

einer Reise auf ihren liebevoll geschmiedeten

Karussells ein, die allerdings

durch die Muskelkraft der

anwesenden Erwachsenen betrieben

werden müssen.

In der P3 präsentiert das Kunsthaus

den Wahl-Genfer Yan Duyvendak,

der 2006 den Network Kulturpreis

in der Sparte Bildende Kunst erhielt.

Cruiser berichtete darüber. Natürlich

wird auch das Viertelfinalspiel

der Fussball-EM auf Grossleinwand

im Garten übertragen. Zur Einleitung

singen Los F.I.F.A.S. Nationalhymnen

in ganz eigener Interpretation.

Internationale und Zürcher DJs

und VJs im Stall 6 laden zum Abtanzen

bis in die frühen Morgenstunden

ein.

21. Juni, Theaterhaus Gessnerallee

Gessnerallee 8, 8001 Zürich

Midsummer Nights Ball

Vielleicht zieht es einige Gays

auch an den grossen Ball im Hauptbahnhof

Zürich.

Samstag, 5. Juli

www.sommernachts-ball.ch

Open Air auf dem Münsterhof

Freier Eintritt zu allen Veranstaltungen

mit Highlights des Opernhaus-

und Tonhalle-Orchesters auf einer

über 100 m 2 grossen Leinwand.

Semele, Oper von Georg Friedrich

Händel mit Cecilia Bartoli in der

Titel rolle. 11. Juli, 21.30

Le Nozze Di Figaro, Oper von Wolfgang

Amadeus Mozart mit Erwin

Schrott in der Titelrolle. 12. Juli, 21.30

Robert Schumann Sinfonie Nr. 3,

Tonhalle-Orchester mit Dirigent David

Zinman. 13. Juli, 21.30

Zürcher Festspiele

20. Juni bis 13. Juli

www.zuercher-festspiele.ch

Loba town

Ein moderner Alpsegen

in Schweizer Städten

Eine witzige Idee, inspiriert

von den Schweizer Sennen, die mit

dem Alpsegen ihren Wünschen und

Ängs ten lautstark Ausdruck verleihen.

Loba Town besingt die Freuden,

Ärgernisse und Visionen der Städter

in Lausanne, Bern, Zürich und Basel.

Mit zwei Entlebucher Sennen, einem

Freiburger Vacher und vier Rappern

erklingen die Gesänge in einer Live-

Aktion im Abendrot von den Dachterrassen.

Aberglaube hin oder her,

der Alpsegen vermittelt auch heute

noch ein Gefühl der Ruhe und des

Friedens. Der Senn benutzt zur Verstärkung

seiner Stimme einen hölzernen

Milchtrichter, den Follen,

durch den er seinen Ruf singt. Die

Zürcher Theatermacherinnen Kathrin

F. Geissmann und Vera von

Gunten und der Bühnenbildner Stephan

Weber haben das Projekt mit

den Rappern Jurczok 1001, Zürich,

Greis, Bern, Aman, Basel, und Sempé,

Lausanne, erarbeitet. kb

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der Follen an verschiedenen Standorten.

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CRUISER 0608

lerbrieF & unternehMen

Seite 13

Leserbrief

Wer hat das Recht auf

«Mr. Gay»

Im letzten Cruiser wurde berichtet,

dass sich «Mister Gay» als Marke

nicht schützen lasse, weil es «Allgemeingut»

sei. Somit habe jeder das

Recht, Mister-Gay-Wahlen durchzuführen

bzw. niemand das Recht, sie

zu verhindern.

Dem ist nicht so. Zwar lässt sich

«Mister Gay» nicht allumfassend schützen,

anders etwa als eine sprachliche

Neuschöpfung. So darf sich zum Beispiel

in einem Chat jeder den Nickname

Mister Gay geben. Aber für gewisse

Kategorien von geschäftlichen

Aktivitäten lässt sich Mister Gay sehr

wohl schützen – ebenso wie etwa

die Marke Mister Schweiz, die Jürg

Marquard am 12. Juni 2006 von Urs

Brülisauer erworben hat. Ein Blick

ins Register des Eidgenössischen Instituts

für geistiges Eigentum (IGE)

zeigt dies.

Luis Pestana hat sein Mister-Gay-

Logo am 25. Januar 1999 beim IGE

als kombinierte Wort-Bildmarke eintragen

lassen, zusammen mit Frank

Eisenlohr, dem ersten Mister Gay.

Und zwar in den Kategorien 15 (Werbung

etc.) und 31 (Unterhaltung, kulturelle

Aktivitäten), worunter die

Durchführung der Wahl fällt. Am

22. Februar 2002 wird Pestana alleiniger

Inhaber der Marke Mister

Gay.

Am 2. Dezember 2002 lässt Michael

Graf von der Graf Consulting in

Pfäffikon SZ «Mister Gay» in neun

Kategorien beim IGE als Wortmarke

schützen, u.a. als Label für Getränke,

Kleider, kosmetische Artikel

und auch, wie zuvor schon Pestana,

für Werbung, jedoch nicht für die

Kategorie 31 zur Durchführung der

Wahl.

Am 9. September 2004 vergibt Pestana

die Marke Mister Gay zur ausschliesslichen

Lizenz an den Verein

missgay.ch und mistergay.ch der

HAZ, für den damals Farah de Tomi

die bislang letzte Mister-Gay-Wahl

organisierte.

Am 3. März 2008 verlängert Luis

Pestana den Markenschutz für Mister

Gay um weitere zehn Jahre.

Am 18. März beantragt Oliver

Eschler beim IGE, Mister Gay und

Mr. Gay als Marke in drei Kategorien

als Wortmarke schützen zu lassen,

darunter die Kategorie 31 für

die Veranstaltung von Events. Dieses

Gesuch ist noch hängig.

Wer hat nun das Recht, die Mister-

Gay-Wahlen zu organisieren? Mit

grosser Wahrscheinlichkeit Luis Pestana.

Denn mit seiner kombinierten

Wort-Bildmarke «mistergay» dürfte

er auch die Rechte an der ähnlichen

Wortmarke «Mister Gay» haben. Allerdings

ist dies nicht 100 % sicher,

weil er eben nur das Logo schützen

liess und nicht das Wort an sich.

Und Oliver Eschler? Muss er sich

Sorgen machen um «seinen» Anlass?

Kaum. Luis Pestana wird nicht

juristisch gegen ihn vorgehen. Denn

damit wäre er in den Augen vieler

Schwuler schuld daran, wenn dieses

Jahr kein Mister Gay erkoren würde.

Eschler seinerseits kann – und wird

– den Event auch ohne Eintrag im

Markenregister durchführen. Seine

Vorbereitungen sind schon weit fortgeschritten

und die Wahrscheinlichkeit,

dass er Erfolg hat, ist gross. Zur

Zeit gibt es in der Zürcher Szene

wohl niemanden, der mehr Engagement

und Know-how mitbringt, einen

solchen Anlass zu organisieren

als Eschler.

(Quellen: ige.ch, swissreg.ch, telefonische

Auskunft beim IGE)

Von Micha Tobler

queerjump.tv – tipps

und News für gays

«Unzulänglichkeiten

sind gewollt» oder sollte

es vielleicht doch eher

heissen «Aller Anfang

ist schwer»?

Seit wenigen Monaten ist die

Medianlandschaft um einen TV-Sender

reicher. Und erst noch um einen,

der sich gayfriendly gibt. Als Web-TV

konzipiert. Empfangbar unter queerjump.tv

queerjump.tv ist gayfriendly Web-

TV und produziert möglichst wöchentlich

ein Spektrum an neuen,

aktuellen Sendungen zu verschiedenen

Themen, die Gays und deren

Freunde interessieren und ansprechen.

Derzeit stehen Themenbereiche

im Programm wie News, Streetlife,

Gastrotipp, Reisetipp, Eurovision.

Queerjump.tv versteht sich als unabhängige

Ergänzung zu den bestehenden

Gay-Medien. Die Sendungen

werden über das eigene Webportal

den Zusehern weltweit über Internet

zugänglich gemacht.

Die Macher

Hinter queerjump.tv steht in erster

Linie Tommy Steiner. Er übernimmt

die Gesamtleitung und moderiert

die News. Thomas Lötscher

ist für Administration und Finanzen

zuständig. Hermann Rubi, Stefan

Schlegel, Markus Kunde, Florian

Tusi fungieren als Moderatoren. Alle

Sendungen werden von den Machern

in der Freizeit recherchiert und produziert.

Vorsichtig wird denn auch

gesagt: «Trotz hoher Ansprüche an

die Qualität, können und wollen wir

nicht so professionell wie die etablierten

Fernsehstationen auftreten.

Wir sind normale Leute, die für normale

Leute Web-TV machen.»

Viel Engagement

Es ist noch kein Meister vom

Himmel gefallen. Technik und Kameraführung

sind das eine, die Moderation

ist das andere und wohl

auffälligere. Nicht umsonst durchlaufen

sogar die professionellen

Moderatoren und Moderatorinnen

eine harte Schule in Sachen Aussprache,

Betonung, Atemtechnik, Mimik,

Gestik... (die Wetterfeen beim

Schweizer Fernsehen seien hier mal

übersehen). Doch der Mut und das

Engagement der queerjump.tv-Crew

sind bewundernswert. Übung macht

den Meister, und eine ganz grosse

Übung steht jetzt bevor: der CSD.

CSD

queerjump.tv wird den CSD Zürich

2008 live ins Internet übertragen.

Dieses Jahr können also Zuschauerinnen

und Zuschauer weltweit den

CSD Zürich 2008 live im Internet erleben.

queerjump.tv ist mit Kamerateams

am Ort des Geschehens und

überträgt die Parade direkt ins Netz.

Es wird neben der Live-Sendung auch

nach dem CSD noch Berichte vom

Fest, dem Umzug und den Reden geben.

Diese werden nachbearbeitet

und Anfang Juni «ausgestrahlt». Das

gesamte Team und die ganze verfügbare

technische Ausrüstung werden

für dieses Grossereignis im Einsatz

stehen, damit die einmalige Atmosphäre

des CSD Zürich 2008 eingefangen

werden kann.

Von Martin Ender

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CRUISER 0608

gesellschaft

Seite 15

Stopp Homophobie!

Für Menschenrechte

zu kämpfen, heisst

auch, sich gegen Homophobie

zu wehren.

In vielen Ländern werden Menschen

aufgrund ihrer sexuellen Orientierung

verfolgt und kriminalisiert.

Amnesty International macht

mit rund 30 Queeramnesty-Gruppen

darauf aufmerksam und greift ein.

Auch in der Schweiz.

Dass Unterdrückung und Verfolgung

von Homosexuellen in einigen

Ländern noch immer an der Tagesordnung

ist, wissen wir alle. In über

70 Staaten werden Lesben, Schwule,

Bisexuelle und Transgender allein

aufgrund ihrer sexuellen Ausrichtung

oder Identität zu Verbrechern

gemacht, eingesperrt, hingerichtet.

Zahlen vergisst man schnell. Wenn

man aber auf der Weltkarte die Länder

anstreicht, wird deutlich, wie

beängstigend gross die Fläche tatsächlich

ist.

Queeramnesty setzt sich dafür

ein, dieses Bewusstsein wach zu halten,

diese Weltkarte zu schraffieren.

Recherchiert wird zentral in London,

dann gelangen die Fälle zu den nationalen

Organisationen. Seit rund

zehn Jahren hat auch AI (Amnesty

International) Schweiz eine Queeramnesty-Sektion.

Sprengkörper und Peitschenhiebe

Für öffentliches Interesse sorgte

vor kurzem ein Asylbewerber aus

Kamerun. Bei Ausschaffung droht

ihm in der Heimat eine Gefängnisstrafe

von bis zu fünf Jahren, weil er

schwul ist. Sein Asylgesuch wurde abgelehnt.

Zum ersten Mal überhaupt

schritt Amnesty in der Schweiz mit

einer Petition ein.

In den meisten Fällen engagiert

sich Queeramnesty aber nicht im eigenen

Land, auch aus diplomatischen

Gründen, AI sieht sich nicht als politische

Organisation. Aktuell sind

für die Schweizer Gruppe beispielsweise

Lettland und Litauen: Gay-Veranstaltungen

werden da bis heute

regelmässig verboten. 2007 konnte

in Lettland die erste Pride durchgeführt

werden, aber streng abgeschirmt.

Gegendemonstranten warfen

Sprengkörper. In Litauen gibt es

ein offizielles Verbot, Kinder über Homosexualität

zu informieren. Queeramnesty

hat auch hier eine Petition

gestartet. Dank des gut funktionierenden

internationalen Netzwerkes

gelingt es, in kurzer Zeit viele Unterschriften

zusammenzubringen

und so in den Behörden-Apparat der

jeweiligen Länder einzugreifen. Dieses

Eilbrief-Netzwerk ist seit jeher zentrales

Instrument bei AI.

Schwerpunkte in den vergangenen

Monaten waren auch Polizeigewalt

in Chicago, ein Fall in Saudi-Arabien,

wo zwei Männer wegen sexueller

Kontakte mit 7000 Peitschenhieben

bestraft wurden oder das Schicksal

eines 13-jährigen Iraners, dem wegen

Analsex mit einem Gleichaltrigen

die Todesstrafe drohte.

Hoffnung und Verzweiflung liegen

nah zusammen. Queeramnesty

verzeichnet immer wieder konkrete

Erfolge. Obwohl im Fall des Kameruners

das Bundesamt für Migration

zuerst nicht auf die Bedenken von

Amnesty eingehen wollte, wird das

Gesuch nun erneut überprüft. Dadurch,

dass jemand hinschaut, auf

die Menschenrechte verweist, sich

zu Wort meldet, werden Fälle oft

neu aufgerollt. Dass man mit einer

Petition weder Machtpolitik noch Gesellschaftsverhältnisse

sofort grundlegend

ändern kann, ist man sich

bei AI natürlich bewusst. Der Iraner

etwa wurde kurze Zeit später unter

Ausschluss der Öffentlichkeit und

Familie hingerichtet. Queeramnesty

konnte das nicht verhindern, hat

aber nicht weggeschaut und den Fall

dokumentiert.

Da es häufig um Einzelschicksale

geht, kann eine einzelne Unterschrift

aus der Schweiz vielleicht einmal

ganz entscheidend sein.

Unterschriften und Wörter

Nicht nur der geschriebene Name

ist ein wichtiges Statement, auch ein

gesprochenes Wort. Zum Internationalen

Tag gegen Homophobie (IDA-

HO) am 17. Mai, dem Tag, an dem

1990 Homosexualität als Krankheit

von der WHO-Liste gestrichen wurde,

lancierte Queeramnesty die Kampagne

«Stopp Homophobie» mit Tramplakaten

und Standaktionen. Ein

zweiter Schwulentag kurz vor dem

CSD? Der hierzulande noch wenig

bekannte IDAHO unterscheidet sich

von den Gay Prides in einem wesentlichen

Punkt und ist deshalb eine

ideale Ergänzung: Es geht hier nicht

darum, den Stolz und die Legitimität

des Schwulseins auszudrücken, sondern

umgekehrt das Illegitime der

Homophobie. Eine feine, aber bei genauerer

Betrachtung wichtige Differenzierung.

Homosexualität sichtbar

zu machen, ist etwas anderes, vielleicht

Einfacheres, als Homophobie

sichtbar machen. Es sei auch ein

Anliegen gewesen, den Begriff Homophobie

überhaupt zu verbreiten,

erklärt Simon, ein Zürcher Queeramnesty-Aktivist.

«Viele Leute haben

an den Ständen gefragt, was denn

Homophobie überhaupt sei.» Ein

Wort, das das Nichtakzeptieren von

Diskriminierung in seiner Bedeutung

mitträgt, kann für den Schutz

von Minderheiten sehr wichtig sein

(analog zum Begriff Rassismus beispielsweise).

Wenn «Schwuler» oder

«Lesbe» als Schimpfwort verwendet

wird, hilft der Begriff Homophobie,

diese Beschimpfung als grundsätzlich

inakzeptabel zu kategorisieren.

Weit weg und ganz nah

Zu direkten Konfrontationen sei

es an den Ständen nicht gekommen,

so Simon. Aber gemurmelte Satzfetzen

wie «… lieber etwas für normale

Leute machen» oder ein Zurückweisen

der Broschüre mit der Begründung

«ich bin christlich» sei vorgekommen.

Die Beschäftigung mit der

internationalen Situation von Homosexuellen

sorgt auch dafür, die

eigene Lage kritischer zu beurteilen.

Queeramnesty greift nicht nur

bei spektakulären Fällen irgendwo

weit weg ein, sondern auch bei subtilerer

Homophobie direkt vor der

Haustür. Denn genau da lauert sie

nach wie vor auch. Wenn Queeramnesty-Mitglieder

ausdrücklich

neutrale Briefumschläge verlangen,

wird das mehr als deutlich.

Deutlich wird auch, wie wichtig

das Engagement von Organisationen

wie Queeramnesty ist, ebenso das Interesse,

zwischendurch über Grenzen

zu schauen und andere Probleme

zu sehen als Darkroom-Diskussionen.

Auch wenn sich möglicherweise in

dieser Debatte der genau gleiche Mechanismus

zeigt wie anderswo, der

Mechanismus einer gesellschaftlich

tief verankerten Homophobie, die

nicht immer leicht greifbar und in

Worte zu fassen ist.

www.queeramnesty.ch


Von René Gerber

In 7 Staaten steht auf Homosexualität

die Todesstrafe, Haftstrafen

werden in 67 Staaten und 6 Gebietskörperschaften

verhängt. Das

zeigt eine Karte der ILGA, der weltweiten

Organisation für Rechte von

Lesben, Schwulen, Bisexuellen und

Transgender. Wir zeigen sie auf

der folgenden Doppelseite. Da wird

ersichtlich, in wie vielen Ländern

Menschen aufgrund ihrer sexuellen

Orientierung verfolgt und kriminalisiert

werden. (Karte Seite 16)


Seite 16

gesellschaft

CRUISER 0608


CRUISER 0608


Seite 17


Seite 18

szene

CRUISER 0608

Fussballtournier der

andern Art in Bern

Drittes schwul-lesbisches

Amateur-

Fussball turnier

Ausgerechnet am Tag des Euro08-

Finals wagen sich die schwulen Fussballer

und die lesbischen Fussballerinnen

aufs Spielfeld. Das bereits legendäre

und in der Schweiz einzige

schwul-lesbische Fussballturnier findet

am 29. Juni 2008 ab 11.00 Uhr in

Bern statt, sozusagen also eine Mini-

QueerEuro08.

Stefan, Marco und Beat sind glücklich,

auch dieses Mal einen speziellen

Ort für dieses spezielle Event

gefunden zu haben: Das Fussballfeld

der Sportanlage Schwellenmätteli,

idyllisch vis-à-vis des Münsters und

an der Aare mitten in der Stadt gelegen.

Der bewährte Ablauf des Turniers:

Homogene oder gemischte 6er-Teams

(plus EinwechselspielerIn) spielen

während 15 Minuten pro Match auf

einem halben Fussballfeld. Je nach

Anzahl teilnehmender Teams werden

Gruppen gebildet.

Gekühlte Getränke und Sandwiches

sind zu sehr günstigen Preisen er-

Schwitzen an der EM

Fussball-EM im

Sundeck

Das Sundeck, die Sauna mit der

grössten FKK-Terrasse in der Schweiz,

organisiert während der Fussball-EM

diverse Anlässe wie z.B. Grill-Abende,

Live-Übertragungen der Spiele usw.

Romeo & Romeo

DJ Romeo aus

Nürnberg im T&M

«Oh Romeo!», sagte auch Julia, als

sie ihren Romeo an einem lauen Sommerabend

unter ihrem Balkon erblickte.

Ihr Herz schlug höchstwahrscheinlich

genauso rhythmisch wie

die Beats von den Tracks, die DJ Romeo

gekonnt auflegen wird an diesem

vielversprechenden Abend im

T&M. «Oh Romeo!», werden auch viele

der Gäste an der Romeo & Romeo-

Party sagen, wenn sie den sympa-

hältlich. Weitere Verpflegung, die

Versicherung und die Ausrüstung

sind Sache der TeilnehmerInnen. Fussballschuhe

werden empfohlen (nur

Noppen oder Nocken, keine Stollen).

Der Unkostenbeitrag beträgt Fr. 20.–

pro Team für die Platz- und Garderobenmiete.

Nach der Siegerehrung gegen 16.00

Uhr sind alle eingeladen, sich einen

erfrischenden Aare-Schwumm zu

gönnen und sich anschliessend in

der Comeback Bar auf das Euro08-Finalspiel

einzustimmen. Keine Chance,

den Anpfiff zum Finale um 20.45

Uhr zu verpassen – Bern als Host

City wird voll von Gelegenheiten

sein, das Spiel zu verfolgen.

Bisher kamen jeweils 50 bis 60 Teilnehmer

am Tournier zusammen, vor

allem aus Bern und der Romandie.

Die Veranstalter hoffen, dass sich

dieses Jahr beim allgemeinen Fussballfieber

noch mehr Telnehmer einfinden

und auch einmal ein Team

aus einer Stadt östlich von Bern zu

den Spielen zu kommt.

Infos und Anmeldungen als Team

oder Einzelperson(en) mit Namen,

Anzahl SpielerInnen und Kontaktinfos

bis 22. Juni unter:

turnier_bern@gmx.ch.

Die Daten und Zeiten findet mann

unter www.sundeck.ch. Also, Hopp

Schwiiz und Kick-off im Sundeck

Bern.

Detailprogramm unter:

Sundeck

Sauna und Fitnessclub

Längassstrase 65, 3000 Bern

thischen und gut aussehenden DJ Romeo

aus Nürnberg sehen und kennen

lernen. Und falls der DJ zum Flirten

keine Zeit hat, ist bestimmt unter

den Anwesenden ein heimlicher Romeo,

der von Kopf bis Fuss aufs Flirten

eingestellt ist. Wer diesen exklusiven

Abend nicht verpassen möchte,

kann sich natürlich auf der G-Colors-

Homepage einschreiben und mit wenig

Glück zu denjenigen zählen, die

keinen Eintritt bezahlen müssen.

Romeo & Romeo, 27. & 28 Juni 2008

T&M, Marktgasse 14, 8001 Zürich

Happy Birthday JIM!

JIM – wie immer

im Festsaal des

Kaufleuten

Headliner ist DJ John Eltong aus

Kopenhagen. Eltong spielt in der Kopenhagener

Gayszene seit über einem

Jahrzehnt eine herausragende Rolle

und ist in Skandinavien an jedem

grossen Gay-Event dabei. Derzeit

arbeitet Eltong eng zusammen mit

den Outgames, damit Kopenhagen

Gaststadt für die Outgames-Spiele

2009 wird. Im Zusammenhang mit

diesem Projekt geht er auf Tour, die

ihn nach Mailand, Barcelona, Köln,

London, Washington und New York

Sprit Bar 2008

Die Sonntags-Open-

Air-Bar

Mit dem Sommer kommt wieder

die Zeit der schönsten Open-Air-Bar

der Stadt Zürich.

Am Sonntag, 1. Juni 2008, findet

das Saison-Opening der Sprit Bar

statt. Nach den erfolgreichen letzen

5 Jahren startet die Sprit Bar in

die nächste Runde. Auch in diesem

Sommer wird wieder auf dem Hinterhofgaragendach

unter Palmen

gefeiert – so oft es das Wetter nur

irgendwie zulässt. Also, die Daumen

drücken und sich nicht mit Petrus

anlegen, damit das Wetter im Sommer

2008 Sonntag für Sonntag toll

bleibt.

Angaben über die jeweilige Öffnung

bei zweifelhaftem Wetter unter:

www.sprit.ag

Mister Gay

Kandidatur läuft bis

Ende Juli

Nach Auskunft von Oliver Eschler

gedeihen die Mister-Gay-Wahlen prächtig

und das gesamte Team und die

Jury wachsen. In jedem Bereich engagieren

sich die besten Leute – Choreographie,

Styling, Photographie etc.

und auch die Kandidaten aus allen

Regionen der Schweiz zeigen ein erfreuliches

Bild. Auch die Westschweiz

ist gut vertreten und sogar aus dem

Tessin hat sich bereits jemand gemeldet.

Dennoch sind die Chancen

für weitere Kandidaten bestens in-

führt. Er ist auch immer wieder

in Berlin anzutreffen: GMF, Week-

12End, Klub International, Chantals

House of Shame mit Nina Queer. Zum

Jim-Geburtstag ist er in Zürich.

DJ John Eltong – Kopenhagen

www.myspace.com/johneltong

DJ Waikiki - Berlin – (GMF, Klub International)

www.myspace.com/djwaikiki

DJ Laurent Charbon – Zürich

(Resident JIM)

JIM

21.Juni 2008

Festsaal des Kaufleuten, Zürich

Sprit Bar, Talacker 34, 8001 Zürich

Jeden Sonntag bei schönem Wetter.

Vom 1. Juni bis 31. August 2008, ab

20.00 Uhr.

takt – bis zum 31. Juli kann man sich

noch anmelden. Dann, am 31. Juli in

der Nacht zum 1. August, steigt die

grosse Launch-Party: Am Nationalfeiertag

der Schweiz wird live vom

Saint Germain die offizielle Webseite

Mister Gay Switzerland 08 / 09

aufgeschaltet und das Online-Voting

startet.

We are Famous!

Easy Summer Breeze im Saint Germain

31. Juli 2008, 23.00 Uhr

Bally-Haus, Bahnhofstrasse 66,

8001 Zürich, www.wearefamous.ch,

www.mistergay.ch


CRUISER 0608

szene

Seite 19

«LockerRoom»

während der Euro08

Erste offizielle Gay-

Location in einer

Fussball-Fanmeile

Zürich gilt als eine der Gay-Metropolen

Europas und ist der Puls

der Gay-Community Schweiz. Am 6.

Juni startet der «LockerRoom» in der

offiziellen Fanmeile mit dem grossen

Eröffnungsfest am Limmatquai

(Nähe Bellevue / Quaibrücke) in die

Euro08.

Bis zum Finale, am 29. Juni 2008,

werden die Macher des Gay-Village

am Züri-Fäscht direkt an der Limmat

im «LockerRoom» sportliche und unsportliche

Gays&Friends mit Fussball,

Bier und Cüpli im Garderoben-Look

direkt am Fluss verwöhnen.

Der «LockerRoom» soll für die Gay-

Community als bedeutender Teil der

Fanmeile attraktiv sein und so Gays

Abgesagt, geschlossen,

nicht bewilligt

Love-Life-Party, Shaft

und Dörfli in Not

Oliver Eschler meldet, dass die

Love-Life-Party vom 21. Juni aufgrund

einer Lärmklage und mehrerer

Beschwerden von Anwohnern (?)

in jüngster Zeit, nicht im Marvin.

FM (Helvetia-Bar) durchgeführt werden

kann. Höchstens ohne Musik in

Club-Lautstärke. Das kommt für den

Veranstalter nicht in Frage. Er sagt

die Love-Life-Party ab, und es gibt

im Marvin.FM vor dem Umbau keine

Party mehr. Sollte doch noch ein

anderes Lokal gefunden werden, so

gibts aktuelle Infos unter:

www.lovelifeparty.com

aus Zürich und Umgebung, der

Schweiz und aus aller Welt nach

Downtown Switzerland locken. In

einer gemeinsamen «Public-Viewing-

Garderobe» soll ein Begegnungsort

an der Euro 08 entstehen als Repräsentations-Plattform

und Treffpunkt

für die Gay-Community. So wie die

Fanmeile als Ganzes den Schwulen

und Lesben offen steht, soll auch der

«LockerRoom» der ganzen Bevölkerung

offen stehen. Alle sind willkommen

für ein fröhliches Zusammensein

von Fussball-Begeisterten

und einen Austausch von Freude

oder Enttäuschung über das Resultat

ihrer Lieblingsmannschaft. Gemeinsames

Feiern macht mehr Spass!

Schwule sind ein normaler, integrierter

Teil der Bevölkerung. Und

natürlich besuchen schon jetzt einige

von ihnen Fussballspiele in den

Stadien. Auch schon während der

WM 2006 wurden in diversen schwulen

Lokalen Fussballfeste gefeiert,

wo man sich zum Bier getroffen hat

und dabei die Spiele miteinander auf

Grossbildschirmen angeschaut hat.

Neben Fussball bieten die Veranstalter

auch Unterhaltung an: Party

mit DJs (Open Air bis 2 Uhr), Offizielle

LockerRoom Party mit Boy George

(DJ Set), Bar- und Loungebetrieb

der besonderen Art, «LockerRoom»-

Dress-Code-Party, Themenabende (Spanien,

Italien oder Deutscher Schlager),

internationale knackige Jungs in

Fussball-Montur hinter den Tresen

oder auf der Bühne und vieles mehr.

Detailprogramm unter:

www.lockerroom.ch

Leider ist auch das Problem mit

der Lärmklage im Labitzke noch immer

nicht vom Tisch. Das Lokal ist

derzeit noch geschlossen. Die Shaft-

Männernacht fällt also vorläufig aus.

Unbedingt mal wieder reinschauen

unter www.shaft.ch – vielleicht ist

die Klage demnächst vom Tisch und

man erfährt, wies weitergeht.

Zürcher Niederdorf: Aufgrund eines

Stadtratsentscheides ist es an der diesjährigen

Streetparade nicht mehr möglich,

eine erweiterte Boulevardbewilligung

zu beantragen. Davon betroffen

ist eine ganze Reihe von Gay-Treffpunkten.

Es wird eine Petition vorbereitet,

um Unterschriften zu sammeln.

Verschiedene Verbände haben bereits

beim Stadtrat vorgesprochen.

Spidergalaxy jetzt

im Loop38

Neustart einer

«behafteten» Marke

Über drei Jahre nach der Grossrazzia

im alten Spidergalaxy an der

Geroldstrasse ist das Spidergalaxy

wieder da. Nun aber im Club Loop38.

Hinter den Plattentellern stehen alte

«Spider»-Bekannte wie die DJs Don

Ramon, Sonik und Marc Fuhrmann.

Auch die Deko ist von damals und

«zur Eröffnung kamen viele frühere

Stammgäste», lässt René Hagen verlauten.

Nach der Neueröffnung schwämte

Gianfranco Ingrassia: «Ich habe

keine Worte, um dies zu beschreiben.

Es war eine mega-geile Party.

Ein Dankeschön an alle Gäste, die

da waren, und natürlich an alle DJs.

Lasst den Laden so grooven und ro-

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cken wie früher im Spidergalaxy mit

Smokingfish.»

In Sachen «nie enden wollende

Parties und exzessiver Drogenkonsum»

wollen Hagen und Ingrassia

aber auf keinen Falll an die alten

Zeiten anknüpfen. Dazu sollen auch

die neuen Öffnungszeiten beitragen.

Am Sonntagmorgen schliesst das Lokal

bereits um 9.00, bei grösseren

Anlässen spätestens um 12.00 (früher

durchgehend bis Montag früh!)

Die Öffnungszeiten Club Loop38

Donnerstags, 21.00 – 02.00 Uhr

Freitags, 23.00 – open end

Samstags, 23.00 – 04.00 (Smokingfish)

Sonntags, 04.00 – open end

(Spidergalaxy)

Club Loop38, Albulastrasse 38,

8048 Zürich


Seite 20

Lifestyle

CRUISER 0608

Tipps und Trends von Branko B. Gabriel

In Hypnose mit Lancome...

Wenn es heiss hergeht, liebt Mann es frisch! Deshalb kommt von Lancome

jetzt eine limitierte Sommervariante von «Hypnose Homme»: Vibrierende

Frische, ein männliches Herz, sinnlicher Fond... das ist «Hypnose Homme

Eau Fraiche». Die Komposition aus Bitterorange, Minze und Ingwer macht

die Kopfnote zu einer Welle würziger Frische. In der Herznote verströmt ein

frischer Lavendelextrakt aus der Provence Harmonie, Eichenmoos, sanfte

Holznoten und Patschuli bilden den sinnlichen Fond. Ein sommerlicher,

spritziger Duft der es in sich hat, eben hypnotisch!

Im Handel erhältlich, 75 ml CHF 78.-

Baden mit Hannes

Der moderne Mann von heute trägt bei Designer Hannes B. jugendliche,

frische Farben wie Weiss und Blau, gestreifte oder bunt gemusterte Hemden

und Boxershorts. «Sea, Sun & Fun» nennt sich die neue Sommerkollektion

und wahrlich, besser könnte man(n) sie nicht beschreiben! Die sexy bunten

Badeshorts gibt es übrigens schon ab CHF 190.-.

Hannes B., Zunfthaus zur Meisen, Wühre1, 8001 Zürich, www.hannes-b.ch

Geniesse den Sommer mit La Mer

Die Haut verlangt gerade in der Sommerzeit nach einer leichten Textur.

La Mer hat mit der Moisturizing und der Oil Absorbing Lotion ein idealer

Wegbegleiter gefunden. Die beiden Lotions spenden Feuchtigkeit, erfrischen

und schützen das Gesicht den ganzen Sommer lang. Für Männer gibt es eine

praktische Sondergrösse, denn auch wir wollen optimal gepflegt sein!

Ab sofort im Handel erhältlich, Limitierte Sondergrösse 100 ml CHF 470.-


CRUISER 0608

lifestyle

Seite 21

Besser kicken mit Adidas

Seit Ende Mai erstrahlt der Adidas-Tempel an der Marktgasse 3 im neuen

Glanz. Direkt auf die EM hin hat Adidas sein Sortiment so richtig aufgestockt

und echt fett geile Klamotten und Schuhe bekommen. Natürlich

dürfen hier die Accessoires wie Brillen, Uhren, Schmuck und Taschen

auch nicht zu kurz kommen. Wer allerdings auch so ein angefressenerer

Adidas-Fan ist wie ich, der kreiere doch seinen eigenen Schuh direkt vor

Ort. Sich kurz Zeit nehmen, an den PC sitzen, Typ, Muster und Farbe auswählen

und in ca. vier Wochen hast du deinen eigenen Superstarschuh

mit deinem persönlichen Namen! Der Spass ist ab CHF 189.– zu haben und

mit dir ist ein wahrer Champion geboren. Mein absolutes «must have» in

diesem Sommer!

Originals Adidas Store, Marktgasse 3, 8001 Zürich, www.adidas.ch

Knaller des Monats

Ist klar mein neuer Lieblingsduft «for him in motion» von Narciso Rodriguez! Ein hochfeiner Moschusduft,

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CRUISER 0608

21.3. – 20.4. WIDDER

a

Ein gewisser Druck wird auf dich zukommen. Einige Mitmenschen

versuchen, dich in eine Ecke zu drängen, die dir nicht zusagt. Es

lohnt sich daher, ruhig zu bleiben und nichts zu überstürzen. Eine

Denkpause würde dir gut tun und wird dir den Weg weisen.

21.4. – 20.5. STIER

b

Das Spiel mit dem Feuer liegt dir sehr. In Liebesdingen gehst du einige

Risiken ein und brüskierst damit auch wertvolle Menschen. Handle

mit Bedacht, ansonsten wird sich dein Elan rächen. Überlege also

vorher, was du genau möchtest und triff klare Entscheidungen.

21.5. – 21.6. zWILLINGE

c

Ein privater Plan kann in Angriff genommen werden. Beruflich läuft es

bei dir bestens, die Zeit ist gekommen, um auch privat einen Schritt weiter

zu gehen. Deine Beziehung kann nicht ewig locker bleiben, eine Bindung

mit deinem Partner wäre eine gute Idee.

22.6. – 22.7. KREBS

d

Jemand, der dich sehr mag, möchte dich, unbeabsichtigt, auch gefühlsmässig

abhängig machen. Blind vor Liebe hast du bisher immer

gehandelt, gelernt hast du aber nichts daraus. Höchste Zeit,

nun auch trotz aller Liebe einige Grenzen zu bestimmen.

23.7. – 23.8. LÖWE

e

Die Sonne tut dir gut und du bist derzeit umschwärmt wie selten.

Auch du wirst nun feststellen, dass eine feste Partnerschaft doch

keine so schlechte Sache sein könnte. Allerdings tust du dich schwer

mit der Liebe. Eine alte Geschichte muss noch zu Ende gebracht werden.

24.8. – 23.9. JUNGFRAU

f

Im Juni wirst du mit deiner Energie beeindrucken. Zeit, um mal

wieder an Sport zu denken. Die Badesaison naht, also tu was für

deinen Körper und Geist. Wer viel Energie an den Tag legt, wird

auch ebensolche Mitmenschen anziehen, es lohnt sich.

24.9. – 23.10. WAAGE

g

Dein Leben braucht neue Impulse. Vorschnell und etwas zu lange

hast du dich nun auf deinen Lorbeeren ausgeruht. Du schaust herum

und wirst von allen Seiten überholt, auch emotional. Überdenke

deine Situation und handle entsprechend.

24.10. – 22.11. SKORPION

h

Grosse Ideen schwirren in deinem Kopf herum. Nutze diese Geistesblitze

und setze sie in die Tat um. Diesmal könnte der grosse Erfolg

winken. Du bist bereits geübt im Umgang mit einigen Risiken, weswegen

ein simples Hindernis dich nicht aufhalten wird.

23.11. – 22.12. SCHÜTZE

i

Die Sterne versprechen einen süssen Sommer. Du könntest in diesen

Tagen der ganz grossen Liebe begegnen. Allein diese Vorstellung wird

dich beflügeln und lenkt dein Leben in eine ganz neue Bahn. Lass

dich ruhig etwas treiben, erfreu dich des Lebens und der Liebe.

23.12. – 20.1. STEINBOCK

j

Ein Hoch jagt das nächste. Besonders dein privater Bereich wird

dabei auf seine Kosten kommen. Wie ein Magnet ziehst du das Glück

an. Wurde ja auch Zeit. Nach den vielen Tiefschlägen wird der Monat

Juni nun dein angekratztes Ego tüchtig aufpolieren.

21.1. – 18.2. WASSERMANN

k

Derzeit überforderst du deine Kollegen mit deinem plötzlichen

Engagement in beruflichen Dingen. Es lohnt sich aber nicht, deine

Aufgabe deswegen in Frage zu stellen. Du bist du, und das ist gut so.

Mach so weiter und deine Vorgesetzten werden beeindruckt sein.

19.2. – 20.3. FISCHE

l

Du befindest dich in diesen Wochen in einer inneren Veränderung.

Manche Menschen werden dir plötzlich fremd erscheinen. Bedenke,

dass deine neuen Gedanken noch nicht ausgesprochen wurden.

Rede deshalb offen über deine Wünsche und Sorgen.


CRUISER 0608

Musik & film

Seite 23

Donna Summer ****

Crayons

The Queen is back. So heisst eines der Lieder,

und so ist es! Die Disco-Queen verteidigt den

Thron, obwohl ihr Reich an Terrain verloren

hat. Einige werden in Erinnerungen schwelgen,

andere werden das erste Mal den ersten

neuen Summer-Hit erleben, seit dem letzten

sind 17 Jahre vergangen. Weder zu nostalgisch

noch forciert trendy schmelzen Samba, Soul

und Disco zusammen. «Crayons» soll, so Donna,

an das aufregende Gefühl erinnern, als Kind eine Packung Buntstifte

auszuprobieren. Da kann man sich aufregendere Erinnerungen vorstellen,

aber gerne malen wir einen bunten Regenbogen; mit der schwulen Fangemeinde

hat sich Summer nach etlichen Turbulenzen glücklicherweise

wieder versöhnt. Ob die Farbstifte auch verwendet wurden, um das Cover

zu retuschieren? Disco bleibt jung. Man kann nicht anders als einen weiteren

Songtitel bemühen: Hot Stuff! Das schweisstreibende «Stamp Your

Feet» zeigt, wie heiss der Sommer wird. Mit Summer, die übrigens wirklich

LaDonna heisst. (rg)

Florian Horwath *****

Sleepyhead

«We are all from Scandinavia», singt Florian

gleich zu Beginn. Alle? Der Bassist heisst Svenigsson,

die Duettpartnerin Persson, auch Christoffer

Lundquist von Roxette ist Teil der Band.

Er selbst stammt aber aus Wien, hat sich nach

wilden Electro-Clash-Zeiten nun den sanfteren

Tönen verschrieben. Über die ruhige Grundstimmung

streut er reichlich skurrile Einfälle.

Pfeifentöne, Bongos, hier ein Hauch Bollywood

und da ein paar Latino-Takte. Überhaupt alles eigentlich. Dass die

Songs trotz dieser Opulenz und Florians stets leicht erkälteter Stimme

leichtfüssig und verträumt daherkommen, ist so unerklärlich wie wunderbar.

Highlight: Das betörende Duett mit der Cardigans-Sängerin. Klingt wie

Santanas «Samba pa ti» unter einer Schneedecke. Da drückt man gern ein

Auge zu, wenn nicht alle Songs ganz so toll sind. Oder beide. Im Kissen versinken,

den Sommer Sommer sein lassen. Die CD trägt ja den Titel Schlafmütze.

Sehnsuchtsnahrung und Seelenstreicheln zum Liegenbleiben und

Weiterträumen. (rg)

Marié Digby ***

Unfold

Neulich auf YouTube: Eine nett aussehende und

nett klingende Amateur-Sängerin verwandelt

Rihannas R’n’B-Kracher «Umbrella» in pure

Lagerfeuer-Romantik. Ihr Name: Marié Digby.

Nach kurzer Zeit: 2 Mio. Klicks auf ihr hausgemachtes

Video. Der Song findet den Weg ins

Radio und in die Charts, Marié erhält einen

Plattenvertrag bei Hollywood Records. So weit

das Märchen. Doch dann sickert durch, dass

der Vertrag schon Monate vor der YouTube-Sensation bestand. Blogger und

Fans zeigen sich empört über diese Lektion in modernem Musik-Marketing.

In der Hitze des Gefechts wird Mariés erstes Album fast zur Nebensache.

Schade eigentlich, denn Reinhören lohnt sich allemal. Sie ist eine talentierte

Musikerin, schreibt frischen Pop-Folk mit Herz und Melodie im Stil

von Michelle Branch oder Vanessa Carlton. Eine Spur zu nett nur, das Ganze.

Aber kein Problem: Man kann im Internet leicht für einen kleinen Skandal

sorgen. Wie wärs mit völlig ungewollten Nacktbildern? (rg)

I Am Legend ***

Zukunftsmusik, Teil 2

Über «I Am Legend» gibt’s im Prinzip folgendes

zu sagen: Will Smith rettet mal wieder die Welt.

Im Remake von «Omega Man» mit Charlton Heston,

spaziert Willi quasi mutterseelenallein in

New York herum. Als Wissenschaftler Robert

Neville konnte er einen fatalen Virus nicht in

den Griff bekommen. Die Menschheit wurde

vernichtet, aber aus unbekannten Gründen ist

Neville immun, und hat in den Ruinen der Millionenstadt

überlebt. Die ersten Szenen des Films

von Francis Lawrence sind grossartig, das verlassene

New York und darin Will Smith als einsamer

Jäger, das ist schon fast von hypnotischer

Schönheit. Aber die vermeintliche Idylle trügt. Der letzte Mensch auf Erden

bekommt Gesellschaft: Lichtscheue Mutanten, die Infizierten, kriechen

nachts aus ihren Löchern und haben nichts Gutes im Schilde. Eine gewisse

Spannung und Faszination ist dem Film zuzusprechen. Am Ende verkommt

«I Am Legen»d dann zur herkömmlichen Hollywoodschlacht. (dd)

Odette Toulemonde****

Charmante Komödie

Der Bestseller-Autor Eric-Emmanuel Schmitt

(Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran)

gibt mit dem charmanten Filmhit «Odette Toulemonde»

sein Regie-Debüt, zu dem er natürlich

auch gleich das Drehbuch selbst verfasste.

Odette, Verkäuferin in der Parfümerie-Abteilung

eines grossen Warenhauses, führt ein unscheinbares

Leben. Nur zwei Dinge erhellen ihren

monotonen Alltag: die Lieder von Josephine

Baker und die Kitschromane des Erfolgsautoren

Balthasar Balsan. Bei einer Lesung versucht sie,

ihm mitzuteilen, wie glücklich seine Bücher sie

machen. Aber der erfolgsverwöhnte Autor interessiert sich nicht im Geringsten

für seinen treuesten Fan. Als die Kritiker bald darauf sein neustes Werk

zerfetzen, und er das Verhältnis seiner Gattin mit seinem Verleger entdeckt,

fällt der verschmähte Künstler in eine Depression - Odettes grosse Chance

ist gekommen. Hauptdarstellerin Catherine Frot als Frau Jedermann liefert

eine hinreissende Performance! (dd)

Southland Tales ****

Zukunftsmusik, Teil 1

Der Film «Southland Tales» beginnt bombastisch

mit dem Fall einer Atombombe auf Texas. Willkommenes

Futter für die Fans von Regisseur

Richard Kelly, der bereits mit «Donnie Darko»

bewiesen hat, wie clever er den amerikanischen

Traum entblössen kann. Unter Kontrolle der Sicherheitsbehörde

gerät Los Angeles an den Rand

des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen

Zusammenbruchs. In dieser bedrohlichen

Lage überschneiden sich die Schicksalsfäden

von Boxer Santaros (Dwayne «The Rock»

Johnson), mit denen des Pornostars Krysta Now

(Sarah Michelle Gellar) und des Polizisten Roland Taverner (Seann William

Scott). Richard Kelly lieferte eine überbordernde Mixtur aus Terrorismus,

Humor und Zeitreisen. Visuell beeindruckt «Southland Tales» jederzeit, die

Geschichte selbst ist anmassender Quatsch. Amüsant dagegen, die Garde

der Darsteller, die gekonnt gegen ihr Image besetzt wurde. (dd)


Seite 24

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CRUISER 0608

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CRUISER 0608

buch

Seite 25

Atemlos im Engadiner

Grandhotel

Annemarie

Schwarzenbach

offenbart sich in der

Neuentdeckung «Eine

Frau zu sehen»

Pünktlich zum hundertsten Geburtstag,

den Annemarie Schwarzenbach

in diesem Jahr feiern würde, ist

ein stark autobiographisch gefärbter

Text veröffentlicht worden, der erst

jetzt im Schweizerischen Literaturarchiv

gefunden worden ist. Annemarie

Schwarzenbach, die 1908 als

Kind einer Zürcher Industriellenfamilie

geboren worden ist, schrieb

ihn mit nur 21 Jahren. Weihnachten

1929 im Engadin: Die junge Erzählerin

trifft im Lift eines Grandhotels

auf eine geheimnisvolle Frau

im weissen Mantel. Es beginnt die

Geschichte einer verzehrenden Leidenschaft,

einer unentrinnbaren

Faszination. Schliesslich schlägt die

Erzählerin alle Warnungen der besorgten

Verwandtschaft in den Wind

und folgt bedingungslos ihrem Gefühl.

Die Veröffentlichung des kaum

verschleierten Coming-out-Berichtes

Vor zehn Jahren gab der mittlerweile

45-jährige Schweizer Autor Peter

Stamm nach zahlreichen Hörspielen

mit dem Roman «Agnes» sein viel

beachtetes Prosadebüt. Seither sind

zwei Erzählbände und weitere zwei

Romane gefolgt. Jetzt liegt ein neuer

Erzählband vor, der mit seismographischem

Gespür fortschreibt, was

der Leser von Peter Stamm kennt: unspektakulär-kühle,

präzis und sorgfältig

erzählte Alltags-Geschichten

vom unscheinbaren Unglück und

intensivem Wünschen, von ungelebtem

Leben und gelebten Phantasien.

Da ist zum Beispiel die desillusionierte

Ehefrau Heidi, die durch die

hübsche Lehrtochter Carmen wieder

zu träumen anfängt. Oder der Hotelportier

Bruno, der in einer langen

Nacht vor einer womöglich schlimmen

Krankheitsdiagnose plötzlich

Momente intensiven Glücks erfährt.

In seinem neuen Erzählband «Wir

fliegen» zeigt Peter Stamm, dass die

alltäglichen Geschichten die aufreist

umso bemerkenswerter, als dass

die Literaturkritik Annemarie Schwarzenbach

immer wieder vorgeworfen

hat, sie habe in ihren Werken die Homosexualität

zu wenig thematisiert

oder wenn, dann nur über Umwege

dargestellt. ru

Annemarie Schwarzenbach, Eine

Frau zu sehen, Kein & Aber Verlag

Seismograph des

Alltäglichen

Peter Stamms

neuer Erzählband

«Wir fliegen»

gendsten sind. Er erzählt in seinen

karg gehaltenen Erzählungen von

Momenten, in denen unvermittelt

etwas in die Welt seiner Protagonisten

einbricht und deren Leben

verändert. Kleine Geschichten mit

grosser Wirkung. ru

Peter Stamm, Wir fliegen,

S. Fischer Verlag

Truman Capote, komplett, bei Kein & Aber, Zürich

Die Werke des amerikanischen

Autors in

neuer Übersetzung

Am 30. September 1924 wurde

Truman Capote in New Orleans geboren.

Mit acht kam er zu seiner Mutter

nach New York. Mit neunzehn veröffentlichte

er seine erste Kurzgeschichte

und 1948 erhielt er den begehrten

«O Henry Award». 1984 starb er in Los

Angeles.

«Andere Stimmen, andere Räume»

Nach dem Tod seiner Mutter soll der

13jährige Joel zu seinem Vater ziehen,

den er gar nicht kennt. Als er

in Alabama ankommt, findet er auf

dem riesigen, verfallenen Anwesen

nur seine missmutige, spröde Stiefmutter

Miss Amy und seinen verdorbenen

Cousin Randolph vor, die wie

Gespenster durch das geheimnisvolle

Haus geistern – von seinem Vater

fehlt weiterhin jede Spur.

«Baum der Nacht» Mit seinen Kurzgeschichten

erzählt Capote von verschiedensten

Wegen, lieben zu lernen.

Er beschreibt Verirrte und

Verlassene, die zwischen Trotz und

Traum straucheln. Er schafft es,

Sonderlinge so zu zeichnen, dass es

unmöglich ist, nicht mit ihnen zu

fühlen.

«Die Glasharfe» Eine Kleinstadt in

den Südstaaten. Dolly sammelt Kräuter,

um aus ihnen Arznei zu brauen.

Ihre Schwester Verena will aber daraus

eine Goldgrube machen. Und so

flieht Dolly aus der Enge des Hauses

in die Natur, wo sie mit ihrer Freundin

Catherine und ihrem Neffen Collin

ein Baumhaus bezieht.

«Wenn die Hunde bellen» Reportagen,

Porträts und Reiseskizzen eines

Rastlosen. Ob Haiti, Tanger, Italien

oder Brooklyn, ob Marlon Brando,

Humphrey Bogart oder Marilyn Monroe

– Truman Capote begegnet den interessantesten

Orten und Menschen.

Es gelingt ihm immer wieder, ihre

verborgenen Seiten zu enthüllen.

«Erhörte Gebete» Eine schonungslose

Untersuchung der internationalen

Jetset-Szene. Mit dem kühlen

Blick des Chronisten beschreibt Capote

die Reichen und Mächtigen, die

Verrückten und Verruchten, all jene,

die ihn jahrelang als ihr Schosshündchen

betrachtet hatten. Plötzlich

waren ihre intimsten Geheimnisse,

von Seitensprüngen bis zum

vertuschten Mord, schwarz auf weiss

zu lesen.

«Frühstück bei Tiffany» Die 18jährige

Holly lässt sich in New York vom

Strom des leichten Lebens treiben.

Mit unverschämtem Charme und

überraschendem Einfallsreichtum

schlägt sie sich durch zwischen Bohemiens,

Playboys, Gin und Rosen

und bleibt sich und ihrem Herzen

dennoch immer treu. Wenn es sie

packt, geht sie in das Juweliergeschäft

Tiffany an der Fifth Avenue.

(Verfilmt mit Audrey Hepburn)

«Kaltblütig» 1959 wird in Texas

eine vierköpfige Farmerfamilie brutal

ermordet. Wenige Wochen später

werden Dick Hickock und Perry

Smith geschnappt. Truman Capote

erfährt aus der New York Times von

dem Verbrechen und beschliesst, am

Tatort zu recherchieren. Er spricht

mit Bekannten und Freunden der Familie,

mit der Polizei und den beiden

Mördern. Er begleitet sie bis zum

Galgen.

«Sommerdiebe» Ihre Eltern segeln

nach Europa und die 17jährige Grady

bleibt allein in New York. Endlich

kann sie tun und lassen, was sie will

und sie verliebt sich in Clyde, einen

jüdischen Jungen aus Brooklyn, der

als Parkplatzwächter arbeitet. Es ist

ihr egal, dass sich ihre Mutter einen

anderen Schwiegersohn erträumt.

Sie schwirrt durch die heissen Monate

mit Clyde und seinen Kumpels

- erfüllt von der Sehnsucht nach einer

Welt, wo nichts festgeschrieben

ist. Kb

Truman Capote

Zürcher Ausgabe von Anuschka

Roshani,

Verlag Kein & Aber, Zürich


Seite 26

gesundheit

CRUISER 0608

Leserbriefe an Dr. Gay

Coming-out

Letztes Jahr habe ich mich bei meinen Eltern geoutet. Mein Vater will meine

Homosexualität aber nicht verstehen. Auch meinen Freund, den ich sehr

liebe, will er nicht akzeptieren. Jeder Versuch, um über das Thema zuhause

zu sprechen, wird von meinem Vater abgeblockt. Bei den Eltern meines

Freundes ist dies aber nicht der Fall. Er wurde voll und ganz akzeptiert und

man hat mich mit Respekt in die Familie aufgenommen. Mein Freund möchte

nun brennend meine Eltern kennenlernen. Aber das ist momentan völlig

unmöglich und würde in einer Katastrophe enden. Meine Mutter hat keine

so grossen Schwierigkeiten mit meiner Homosexualität, will aber auch

nicht darüber reden. Sie ist der Ansicht, dass ich meinem Vater Zeit lassen

soll. Die Eltern meines Freundes sind nun auch noch verärgert, dass sie und

mein Freund nie von meinen Eltern eingeladen werden.

Gruss, Richard, 21

Lieber Richard

Es gibt Eltern, die brauchen etwas mehr Zeit, um sich mit der Situation zu

arrangieren. Was aber nicht heisst, dass ihnen eine absolute Schonhaltung

zusteht. Du darfst sehr wohl ein klärendes Gespräch verlangen. Es ist wichtig,

den Eltern bewusst zu machen, dass du dich als Mensch nicht verändert

hast. Du bist immer noch der gleiche. Versuch, erst mal Schritt für Schritt

vorzugehen. Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn sich zuerst die beiden Mütter

kennenlernen würden, um das Eis zu brechen. Oder wenn dein Freund einmal

deine Mutter treffen würde. Dafür kannst du ein «spontanes» Treffen

planen. Das persönliche Kennenlernen kann helfen, die Dinge nicht mehr

so eng zu sehen. Und mit der Zeit wird sich auch dein Vater mit dir auseinandersetzen

müssen. Frage auch offen die Familie deines Freundes um

Rat und Unterstützung. Ihre Verärgerung ist allerdings etwas übertrieben.

Bei all der tollen Toleranz, die sie dir und ihrem Sohn entgegenbringen,

müssten sie doch auch Verständnis für deine Situation aufbringen. Unterstützende

Hilfe für Eltern bietet zudem die Oragnisation namens FELS:

www.fels-eltern.ch.

Alles Gute, Dr. Gay

Sperma unter der Dusche

Meine Problem lautet wie folgt: Neulich hatte ich ein Date mit einem

Typen, den ich bereits eine Weile kenne, allerdings nicht seinen Gesundheitsstatus.

Wir schützten uns beim Sex, jedoch bin ich mir bei folgender

Situation unsicher: Unter der Dusche haben wir uns gegenseitig befriedigt.

Er kam zuerst, und zwar in seine Hand. Er hat dann seine Hand ohne

Duschmittel im Wasser abgewaschen. Ich habe nicht genau bemerkt, ob

alles Sperma weg war. Danach hat er seine Hände getrocknet und mir

dann einen runtergeholt. Besteht in diesem Zusammenhang eine Übertragungsgefahr

betreffend seinem Restsperma auf meiner Eichel? Wieso

steht in den Safer-Sex-Regeln nicht die Information, dass kein Sperma auf

die Eichel gelangen darf?

Hildegard

Fussball ist megawichtig. Wer sich Fussballspiele ansieht, der weiss es.

Man meint, es geht um Leben und Tod – aber es geht um mehr. Oder so.

Wenn man einen weltweiten, kulturübergreifenden Vergleich der Vorlieben

machen würde, dann sind die beiden grössten gemeinsamen Vielfachen

«Fussball» und «Vanillegeschmack». Das ist das Resultat einer Studie.

Natürlich wäre es überflüssig, Mutmassungen über schwule Vanillegeniesser

anzustellen. Schwule Fussballer hingegen sind schwerer zu finden

als Trüffel im Piemont.

Wollen schwule Menschen Fussball spielen? – Schwer zu sagen. Noch

schwerer: Können schwule Menschen Fussball spielen? Lesben vielleicht.

Aber richtigen männlichen Echtleder-Original-Grunz-Fussball? Das geht

schon besser, wenn man eher ein bisschen heterosexuell ist. Zumindest

könnte man diesen Eindruck gewinnen, wenn man versucht, irgendwo einen

schwulen ProfiFussballer zu finden. Der «SPIEGEL» wollte vor einigen

Jahren über Homosexuelle in der Bundesliga recherchieren. Er ist gescheitert.

Ist Fussball die letzte Bastion unverfälschter reiner Heterosexualität?

Der einzige professionelle Fussballspieler, der sich jemals geoutet hat,

war der Engländer Justin Fashanu. Er wurde in der Folge von seinem Verein

entlassen und beging 1998 Selbstmord. Danach hatte keiner mehr so

richtig Lust, aus dem Schrank raus zu kommen. Obwohl einige drin sind,

so viel steht fest.

«Uli Hoeness ist homosexuell!» – jedenfalls sangen wir das früher zur Melodie

von «Yellow Submarine». Ein Problem, immer noch. «Schwul» gilt in

Fussballerkreisen nach wie vor als eines der schlimmsten Schimpfworte.

Einen realistischen Eindruck der herrschenden Homophobie erhält man

nur schon im Leserforum des online-«Blick», unter dem Artikel «schwule

Fussballer: das letzte Tabu». Es ist ein bisschen gfürchig.

Und so gesehen verständlich, dass Schwule die Fussballstadien auch als

Zuschauer eher meiden. Mann kann ja auch woanders eine Bratwurst essen.

In diesem Sinne ist das Moto des diesjährigen CSD passend, aktuell und

irgendwie bedenklich. «Offside – mittendrin». Gemeint ist der Sport im Allgemeinen,

aber zumindest beim Fussball können wir wohl davon ausgehen,

dass auch die nächsten 20 Jahre alles beim Alten bleibt. Leider.

Das hält uns nicht vom Paradieren ab. Hat es noch nie. Und schon gar nicht,

wenn es sich um die Generalprobe vor der Europride 09 in Zürich handelt.

Wer jetzt den Marsch-Schritt nicht drauf hat, dem bleibt dann nur noch ein

Cheerleader-Crash-Kurs bei den Zurich Renegades.

Den CSD-Bändel habt ihr euch hoffentlich auch alle besorgt. Er besteht

dieses Jahr aus Gummi und acht Teilen. Damit man richtig sportlich reinbzw.

drüberschwitzen kann. Wer es ernst meint, kauft den ganzen Regenbogen

– ab 3 Bändeln gibt’s Rabatt.

Also Männer: Der Ball ist rund – wir sehen uns!

Eure Hildegard

Gruss, Beat, 29

Lieber Beat

In der von dir beschriebenen Situation bestand kein Risiko betreffend

einer HIV-Infektion. Auch wenn etwas Sperma an deine Eichel gekommen

wäre, dann ist dies unbedeutend. Für eine denkbare HIV-Übertragung

müsste viel frisches Sperma auf die Eichel einmassiert werden. Das war

aber nicht der Fall. Du musst wissen, dass das HI-Virus ein schwer übertragbares

Virus ist, mit klar definiertem Übertragungsweg. Daher sind die

Safer-Sex-Regeln auch knapp und klar: Kein Sperma in den Mund, Bumsen

nur mit Kondom. Die Übertragung des HIV ist von verschiedenen Faktoren

abhängig. Wichtige Parameter sind beispielsweise die Viruslast, die Dauer,

die Intensität, die Menge sowie die Sexualpraktik. Von da her ist ein kleiner

Tropfen Sperma an der Eichel keine Gefahr.

Alles Gute, Dr. Gay


CRUISER 0608

agenda

Seite 27

Die Agenda

Monatlich erscheinender Veranstaltungskalender

Baden

DO 29. Mai

20.00 Boy Zone: for Boys and tough

Girls Schwullesbische Lounge in Bar/

Club Ventil, Zürcherstr.

1 wegen Umbau geschlossen

Bern

20.00 Uncut: warme Filme am Donnerstag

im Kino der Reitschule. «Masahista»

- Der Masseur. Philippinien 2005, DVD 76

Min., Philipp. / dt UT. Bar ab 20h, Film

um 20.30h.

Infos www.gay-bern.ch/uncut

21.00 Samurai Bar:

Latino Power & more DJ Dani

Zürich

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für

bisexuelle Männer und Frauen 19h Treff

im Café Rathaus, ab 20h Bistro Marion

19.30 Zart & Heftig: z&h Nachtessen im

HAZ-Centro, Sihlquai 67

20.00 HAZ-Centro: Schwubliothek,

Schwule Bücher- und ausgewählte

Videoausleihe, Sihlquai 67

20.30 warmer mai: Hinterm Rosarot -

Expedition in die Heimat. Restaurant

Zeughaushof. Vorverkauf Migros City

21.00 Loop 38:

Albulastr. 38. Take A Dance: Harmony

Balance Rhythm. DJs Jesse Jay & Léon

21.00 Sector c; Fetish Club:

Special Naked Party

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. Remember me DJ Q-Bass

21.30 AAAH!: Suck my Discotheque.

House & Electronica DJ Nick Harvey.

Siehe auch www.csdweek.ch

FR 30. Mai

Bern

21.00 Samurai Bar: Partytime Dani

Zürich

17.00 CSDweek-Workshop: «How to be a

Dragqueen» III. Mit Jazzmin Dian Moore,

Miss Dragqueen 2008.

Genaue Infos & Ort www.csdweek.ch

19.30 HAZ-Centro:

Sihlquai 67, Freitags Centro - Café und

mehr. Heute geschlossen!

19.30 GayMigs: schwule Migranten

Treff im HAZ-Centro, Sihlquai 67

20.00 warmer mai: Queerbar präsentiert

Plakat-Soli aus der Reihe NoMeansNo:

Stopp Übergriffe, Sexismus,

Homophobie! Binzsquat, Uetlibergstr.

113. Infos www.suendikat.ch

20.30 CSD 2008:

offside & mittendrin - Filmabend im Arthouse

Movie 2. 20.30h «East/West - Sex

& Politics”, 22.30h «A Four Letter Word”

präsentiert von Pink Apple

21.00 Männerzone:

Kernstr. 57. Hier treffen sich Männer

und Kerle! Pre CSD-Party

21.30 AAAH!: Marktgasse 14 DJ Eke

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation

Disco Party! DJs Groovemaster &

Dynam!ke mit den besten Disco Hits

22.00 Rudeboiz: CSD preParty mit DJs

Angel o, Minus 8, Andruw & Zör Gollin.

Im Bling!, Neufrankengasse 22. Infos

www.rudeboiz.ch & www.csdweek.ch

22.00 Sector c; Fetish Club: Strikter

Dresscode-Anlass Motorbiker & Leather

22.00 Labor-Bar: Celebreighties, die

Party für Leute ab 28 DJ Roger B

23.00 Loop 38: Albulastr. 38 Frühlingsdüfte.

DJs Jesse Jay & David Steel

23.00 Stairs Club: Baslerstr. 50 (beim

Letzipark) J&G present «Bitchy Butch”

Bern

SA 31. Mai

21.00 Samurai Bar: Partytime Randy

Pfäffikon (SZ)

20.00 Schlagerparty: im Baywatch,

Talstr. 31. Zudem in der oberen Etage

Guggenmusik Echo vom Hirschloch

Galgenen

Zürich

08.00 LMZ: der Schwule Schweizer

Motorradclub Wochenende im Jura &

Franche Comté. Anmeldung und genaue

Infos www.lmz.ch

13.00 CSD 2008: offside & mittendrin

- Demonstration auf dem Helvetiaplatz

mit Reden von Ruth Genner, Baba Ganz

& Frank Baumann

14.00 CSD 2008: offside & mittendrin -

Parade ab dem Helvetiaplatz durch die

Innenstadt bis Platzspitz/Landesmuseum

15.00 CSD 2008: offside & mittendrin

- Strassenfest auf dem Turbinenplatz

beim Puls 5. Showacts von Ari Gold,

Ultra Naté, Claudia D Addio und anderen.

DJs Alan T, Divinity, Tanja La Croix,

Colton Ford, Glitzerhaus und anderen

18.00 CSD 2008: offside & mittendrin -

Stonewall-Award auf dem Turbinenplatz

beim Puls 5 mit den drei im Publikumsvoting

ausgewählten Nominierten

20.00 Wie es uns gefällt: GayRadio auf

LoRa 97,5 MHz oder Cablecom 88,1 MHz.

Infos www.gayradio.ch

21.00 CSD - The Big Lesbian Afterparty:

in Laborbar, Schiffbaustr. 3. Performances:

Namusoke, VanillaS. DJs Beatween,

N.Cole, Brownsugar, Nadia Naas,

Sabaka & Madame Léa.

Infos www.rainbow-chixx.ch &

www.better-than-chocolate.ch

21.00 The Dynasty Club:

CSD-Party mit DJ Joe G. One Night full of

High Energy Hits

21.00 Männerzone: ist heute geschlossen.

Wir sind am CSD am Turbinenplatz

21.30 AAAH!:

No Limits DJs Andreas K & Michael K

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. G-Dance DJ Marc S

22.00 Rage:

Wagistrasse 13, Schlieren Schweinebucht

«Oversized”. Drinkpass 3 für 2

22.30 Tip Top Bar: Après-Party anschliessend

ans Schlager-Party-Schiff

23.00 CSD 2008: offside & mittendrin

- Offizielle CSD-Party im X-Tra, Limmatstr.

118. Mit Showacts von Amanda

Lepore mit Cazwell, Sandra Love u.a. DJs

Bill Coleman, Ian Carrey, Leon Klein,

K-Skill, Divinity u.a.

23.00 Electroboy: Party im Rohstofflager.

DJs T.Raumschmiere, M.I.A., Jennifer

Cardini, Seelenluft, Audioporno,

Scheinwerfer Kollektiv, Electric Bandit &

Beda. Weitere Infos www.electroboy.ch

23.00 Labyrinth@Lotus Club:

Pfingstweidstr. 70 CSD-Party. DJs Mental

X, 5th Element, Michael K & Jesse Jay

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter

Dresscode-Anlass Schweinebucht. Fetish

23.00 Loop 38: Albulastr. 38 Spidergalaxy

& Smokingfish. DJs Sonik, Reto

Ardour, Rino, Saty, Disco Dave Knox,

Morgenstern u.a.

23.00 Stairs Club: Baslerstr. 50 (beim

Letzipark) CSD Party mit offizieller

CSD-Afterhour Party. DJs Chris B, Beat

Herren, La Luna & Thomi B

Juni 2008

SO 01. Juni

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche

Homobar am Sonntag im Keller

des Restaurants Hirscheneck, Lindenberg

23 Dj High Heels On Speed - dead

banana culture extra (80ies special).

Danach lange Sommerpause bis Ende

September. Einige Specials «Untragbar

im Exil” sind wieder vorgesehen

Lausanne

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD:

avec DJ Miss Sadia & DJ Afid

Zürich

04.00 Loop 38:

Albulastr. 38. Afterhour by Spidergalaxy

10.30 CSD 2008:

offside & mittendrin - Sonntagsbrunch

im Zeughaus. Infos www.csdzh.ch

13.30 CSD 2008:

offside & mittendrin - Gottesdienst in

der St. Jakobs-Kirche am Stauffacher

18.00 Daniel H. queertunes Radio:

Abschiedsparty

19.00 Tanzleila: in der Kanzleiturnhalle

Party von Frauen für Frauen. Ab 19h

Standard & Salsa, ab 21h DJane Elle, ab

23h DJane Artemiss

20.00 Sprit Bar:

Innenhof Talacker 34. Nur bei schönem

Wetter. Infos www.sprit.ag. Heute 5.

Saisoneröffnung dann bis 31.8.

20.00 Sonntagsschule@Longstreetbar:

Langstr. 92. Lounge & DJ CSDweek-Party

20.00 Le Bal: Club Lounge Bar Ladies

Night Grey & Gay Spezial. Music by DJ

X-Child

21.30 AAAH!:

SOS - Sound on Sunday DJ Jesse Jay

21.30 Butterfly@Labor Bar: Schiffbaustr.

3. CSDweek Abschlussparty. DJ

Peeza & Guests. Infos www.csdweek.ch

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. b-boy Party mit Live Performance

von RnB & Soul Sänger Clenn

aus New York. DJ ResQ

22.30 Stairs Club: Baslerstr. 50. «Sunday

night@stairs” DJ Willi P

Zürich

MO 02. Juni

21.30 AAAH!:

Replay / High Energy DJ Q-Bass

Aarau

DI 03. Juni

20.00 Aarglos:

Lesbengruppe Treff im Restaurant Kurve

in Windisch (bei Brugg)

Zürich

21.30 AAAH!: One Way. House & Electronica

DJ Michael K

Zürich

MI 04. Juni

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai

240 DJs siehe www.heldenbar.ch

21.30 AAAH!: Johann presents Treffpunkt

DJs Andreas K & The Painter

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. Goldies DJ Rolly

Baden

DO 05. Juni

20.00 Boy Zone: for Boys and tough

Girls Schwullesbische Lounge in Bar/

Club Ventil, Zürcherstr. 1 wegen Umbau

geschlossen

Bern

21.00 Samurai Bar:

Latino Power & more DJane Jasmin

Zürich

21.00 Loop 38:

Albulastr. 38. Take A Dance: Harmony

Balance Rhythm. DJs Martin & Jesse Jay.

Danach ist Sommerpause

21.30 AAAH!: Suck my Discotheque.

House & Electronica DJ Norman

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14.

Remember me DJ Chriz le Blanc

FR 06. Juni

Bern

21.00 Samurai Bar:

Partytime DJane Shala

Zürich

19.30 HAZ-Centro:

Sihlquai 67, Freitags Centro - Café und

mehr. Heute geschlossen !

21.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Katakomben

X-perience

21.30 AAAH!:

Dramaaah! DJ Nick Harvey

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. Chartstation DJ Niu-Ton

22.00 Labor-Bar: Celebreighties, die

Party für Leute ab 28

22.00 Sector c; Fetish Club: Strikter

Dresscode-Anlass X-perience, Fetish


Seite 28

agenda

CRUISER 0608

22.00 Uranos - Partylabeltaufe:

Gay, Lesbians & Friends in der Kaserne,

Zeughaus 5. Präsentiert von House Fashion

& 72heaven. DJs Peeza, José Parra

& Sergio Burgos. Live vocal by Cindy

Babado. 72heaven Dancers & El Dragon

del Fuego. Special deco.

Infos www.uranosparty.ch

22.00 Lollipop Schlagerparty:

Schlagerpiste; DJs Rolly & Wollana. Discopiste

70er/80er Disco mit DJ TimOn.

Fiesta Latina mit DJ Copita & sus amigos.

Plus Karaoke Lounge. X-Tra, Limmatstr.

118. Vorverkauf über Ticketcorner

23.00 Stairs Club:

Baslerstr. 50 (beim Letzipark) Babado.

DJs Angel O & Claucio Duarte

23.00 Loop 38:

Albulastr. 38 DJs Knox, Jesse Jay & Chérie

SA 07. Juni

Basel

19.00 Gaybasel Party: Buntes Treiben

auf dem Schiff 3 Decks, 2 Dancefloors, 1

Lounge. Ab 19h Chill-In; Mobile Zischbar

& Grill auf dem Oberdeck.

21h Klassisches Intermezzo. Mathias

Inoue (Violine) & Jo Kuenzle (Bass Bariton),

21.45h Edle Schnittchen mit Sarah

Ley (Gesang) & Sarah Zuber (Piano), 23h

DJ Angelo, 00.30 Tarzan Strip-Contest,

01h DJ David Merck, 02.30h DJ Da Flava,

04h DJ Ground Control: dies alles im

Club. Mitteldeck ab 23h DJ Major Tom,

00.30h DJ Mary, 02h B-Movie Diskomurder.

Lounge: 22.30 Queer Cinema Basel

mit Kurzfilmen danach Chill-Out mit

mobiler Zischbar. Das Schiff, Westquaistr.

19 (Tram 8 ab Basel SBB Richtung

Kleinhünigen bis Endstation). Infos &

Vorverkauf www.gaybasel.ch

21.00 Samurai Bar: Partytime DJ Dani

22.00 True Colors Reloaded: Soccer

Party im Gaskessel, Bern.

Disco@Discodrom: SheDJ zardas (welle),

DJ Ludwig (tolerdance). Electronic

Wonderland@Arena: DJ Franctone

(spacenight.ch), VJ pcb. Contest@

Atelier-Lounge: Wer hat die schönsten

Waden? Hosted by en jean t. and the

Show Coqtest Winners. Free drink for

guests in soccer-outfit. Free massage by

Massagepraxis Thomas Ramseier

www.thoramass.ch. Entry (age 18+)

Fr. 25.–, presale Fr. 20.– bei olmo,

Zeughausgasse 20, Bern und

Augenstern, Seefeldstr. 127, Zürich

Zürich

08.00 Gay Bikers:

Zürich 2 Tages-Tour in den Jura. Genaue

Zeiten und Infos über www.gaybikers.ch

18.00 a.part: Frauenbar bei Buvette

Philipp, Zweierstr. 166

20.00 Wie es uns gefällt:

GayRadio auf LoRa 97,5 MHz oder Cablecom

88,1 MHz. Infos www.gayradio.ch

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. G-Dance DJ Q-Bass

21.30 AAAH!:

No Limits DJ +1 (aka Pierre B.)

21.30 3 Years Purplemoon Parties:

LesBiSchwule & Friends Jubiläumsparty

in der Kaserne, Zeughaus 5.

DJs Peeza, New M & Guests. Eintritt über

Gästelisten-Anmeldung unter

www.purplemoon.ch nur Fr. 20.– (inkl.

Welcome Drink), Abendkasse Fr. 25.–

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren

Industrial Cruise City

23.00 Stairs Club:

Baslerstr. 50 (beim Letzipark) Götterbote

Birthday Flash presented by Johann &

Götterbote. DJs Slater, Alison & Creator

23.00 Loop 38: Albulastr. 38 Smokingfish

vs. Spidergalaxy. International DJ

Cedric aus Guatemala. DJs Pasci, Don

Ramon, Madness & San Marco

23.00 Club Labitzke: Albulastr. 40.

Shaft-Männernacht. Sports Wear zur

Eröffnung der EM 08. No dick - no entry.

Infos ob die Party im Labitzke stattfinden

wird bzw. an einem andern Ort

oder ev. gar nicht ist über

www.shaft.ch zu erfahren.

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter

Dresscode-Anlass Uniforms & Fetish

23.00 Labyrinth@Lotus Club:

Pfingstweidstr. 70 ProSexy. DJs Mental X

& Peter Lavelle

SO 08. Juni

Lausanne

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD:

avec DJ Laurent Charbon

Zürich

04.00 Loop 38: Albulastr. 38. Afterhour

by Spidergalaxy jeden Sonntag

18.15 Gottesdienst:

für Lesben, Schwule und Andere im

Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13

20.00 Sprit Bar:

Innenhof Talacker 34. Nur bei schönem

Wetter. Infos www.sprit.ag.

20.00 Sonntagsschule@Longstreetbar:

Langstr. 92. Lounge & DJ

20.00 Le Bal - Club Lounge Bar:

Ladies Night All styles of music by Gast

He-DJ AL.B

21.30 AAAH!:

SOS - Sound on Sunday DJ Norman

21.30 Butterfly@Labor Bar:

Schiffbaustr. 3 Special Surprise

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. b-boy

Party Live Performance von RnB Sänger

Ivan aus Zürich. DJ Marc S

22.30 Stairs Club: Baslerstr. 50. «Sunday

night@stairs” DJ Michael K

MO 09. Juni

Biel/Bienne

14.00 Pride 08: Ensemble/Mitenand

Lesbisch-Schwule Medien in der Stadtbibliothek,

Dufourstr. 26. Bis 5.7. an den

Öffnungszeiten. Am 21.6. speziell von

09h bis 16h.

www.bibliobiel.ch & www.pride08.ch

Zürich

16.00 Posibar: - die andere Bar in der

Sonderbar, Kanzleistr. 15. Quatschen,

essen, trinken...

21.30 AAAH!:

Replay / High Energy DJ Groovemaster

DI 10. Juni

Zürich

12.00 Aidspfarramt Zürich:

Universitätsstr. 42. HIV-Mittagstreff.

Infos 044 255 90 55

21.30 AAAH!: One Way. House & Electronica

DJ Norman

MI 11. Juni

Winterthur

19.30 Badgasse 8: Lesbenbar

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff:

Sihlquai 240

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. Goldies DJ Q-Bass

21.30 AAAH!:

Johann presents Treffpunkt DJ 5th

Element

Baden

DO 12. Juni

20.00 Boy Zone: for Boys and tough

Girls Schwullesbische Lounge in Bar/

Club Ventil, Zürcherstr. 1. Boy Zone

Fussball EM - Bar bereits ab 17.30h

Bern

20.30 Uncut: warme Filme am Donnerstag

im Kino der Reitschule. «Girl Play”

von Lee Friedlander, USA 2004, DVD 72

Min. Bar ab 20h, Film um 20.30h

21.00 Samurai Bar:

Latino Power & more DJane Jasmin

Zürich

20.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren.

Cruise Keller Sports Arena Special

21.00 Lady Bumb: und Tamagotchi in

der Labor Bar, Schiffbaustr. mit DJanes

Madame Léa und Pinky S

21.30 AAAH!: Suck my Discotheque.

House & Electronica DJ Eke

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14.

Remember me DJ Groovemaster

FR 13. Juni

Bern

21.00 Samurai Bar: Partytime DJ Randy

21.00 Villa Kunterbunt: Euro08 Feeling.

Gay Lesbian & Friends Party vor der

Sommerpause im Graffitti, Scheibenstrasse

72, 3014 Bern. Music by She DJs

Jasmin, Blue & x-child. Eintritt ab 16.

Infos www.villakunterbunt-bern.ch

Biel/Bienne

19.00 Pride 08:

Ensemble/Mitenand Schwul-lesischer

Filmzyklus im Kino Filmpodium. Bis

14.7. Infos www.pride08.ch

Luzern

22.00 Lollipop: Schlagerparty auf

zwei Ebenen. Haupttanzpiste: Schlager,

Canzoni & Chansons aus 4 Jahrzehnten

mit den DJs Rolly & Wollana. Clubtanzpiste:

Bis 01h Karaoke mit Michelle d

Amour, dann Disco & Partybeats mit

DJs Vitamin S & TimOn. Im Casineum,

Haldenstr. 6. Infos www.lollipopparty.ch

Zürich

19.00 Gay Bikers Zürich: Höck in Wetzikon.

Genaue Zeit, Ort und Infos über

www.gaybikers.ch

19.30 Frauenbar im GZ Riesbach:

Seefeldstr. 93

19.30 HAZ-Centro: Sihlquai 67, Freitags

Centro - Café und mehr mit Franz

20.00 LMZ: Der Schwule Schweizer

Motorradclub Restaurant Moléson,

Grüngasse 7, 8004 Zürich

20.00 gay: my way: Schwule Männer

im Coming-out Treff im HAZ-Centro,

Sihlquai 67. Coming-out Gespräche in

Kleingruppen

21.00 Rage:

Wagistr. 13, Schlieren Drinkpass 3 für 2

21.30 AAAH!: Marktgasse 14 DJ Norman

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. Chartstation Queer

Times Party. DJ Chriz le Blanc

22.00 Labor-Bar:

Celebreighties, die Party für Leute ab 28

22.00 Sector c; Fetish Club:

Strikter Dresscode-Anlass Yellow Pigs

22.00 Circus-Circus: Bunte Party für

Leute ab 20 Jahre im X-tra. DJs Luca

Papini & Urs Diethelm.

Infos www.circus-circus.ch

23.00 Stairs Club:

Baslerstr. 50 (beim Letzipark) Shake

Friday. DJs Michael K & Thomi B

23.00 Loop 38:

Albulastr. 38 DJs Zafer & Niki

SA 14. Juni

Bern

21.00 Samurai Bar: Partytime DJ Andi

Winterthur

17.00 Badgasse 8: We are family! Essen

für Lesben und Schwule, jung und alt.

Anmeldung www.badgasse8.ch

Zürich

20.30 Martini Dance: Tanzworkshop

Oriental Pa(a)rty Dance mit Romea

Bausch-Spörri. Ab 22h Party DJs Fan &

Nixotica im Maiers Theatersaal, Albisriederstr.

16. Infos www.clubmartini.ch

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. G-Dance DJ Marc S

21.30 AAAH!: No Limits DJ Jesse Jay

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren

Sports Arena Special

23.00 Stairs Club: Baslerstr. 50 (beim

Letzipark) EmoTTion. DJs La Luna & 5th

Element. Ab 06h Afterhour

23.00 Loop 38: Albulastr. 38 Smokingfish

vs. Spidergalaxy. DJs Dejan, Ferd, Jeoudha,

Steefunk & Live act by DJ Andres

Marcos

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter

Dresscode-Anlass FF/SM/Bondage/Fetish

23.00 Labyrinth@Lotus Club: Pfingstweidstr.

70 Clubbing Night. DJs Fred

Extasia, Daniel Mystery & Sadock

SO 15. Juni

Ganze Schweiz

09.10 Les lacets roses:

Harder Kulm - Augstmatthorn. Treffpunkt

um 09.10h Bahnhof Interlaken

Ost, Hinterausgang Schifflände. Wanderzeit

ca. 5,5 Std. Trittsicherheit erforderlich!

Infos bei Res Tel. 079 516 91 41

Lausanne

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD:

avec DJ BLoW JoB

Zürich

11.00 Lesbische Akademikerinnen:

Kleine Wanderung auf dem Uetliberg.

Abfahrt Zürich HB um 11.06h mit S10

bis Bergstation. Dann Wanderung bis

Langnau am Albis mit Brätel-Pause.

Infos/Fragen akademikerinnen@gmx.ch.

Bei schlechtem Wetter wird im Sprüngli

gebruncht. Dazu ist jedoch eine Anmeldung

nötig

17.00 Rage: (S)extension Sunday Sports

Arena Special

17.00 Johanni-Treffen der ehemaligen


CRUISER 0608

agenda

Seite 29

HUK: im HAZ-Centro. Singen, Besinnen,

Gespräch, Essen und Trinken (Teilete).

Infos über info@haz.ch

20.00 Sprit Bar:

Innenhof Talacker 34. Nur bei schönem

Wetter. Infos www.sprit.ag

20.00 Sonntagsschule@Longstreetbar:

Langstr. 92. Lounge & DJ

20.00 Le Bal: Club Lounge Bar Ladies

Night Deluxe Pop by Gast DJ Madame

Léa. Zudem im grossen Foyer EM

Fussball-Knaller: Schweiz - Portugal

21.30 AAAH!:

SOS - Sound on Sunday DJ Michael K

21.30 Butterfly@Labor: Bar Schiffbaustr.

3 DJ Jay Nicals (New M) & Guests

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. b-boy Party The Casting

Event: Zeige dich, deinen Breakdance

oder deine Stimme. DJ Q-Bass

22.30 Stairs Club: Baslerstr. 50. «Sunday

night@stairs” DJ Chris de Rebel

MO 16. Juni

Zürich

21.30 AAAH!:

Replay / High Energy DJ Q-Bass

DI 17. Juni

Aarau

20.00 Aarglos:

Lesbengruppe Treff auf der Habsburg

Zürich

21.30 AAAH!: One Way. House & Electronica

DJ Jesse Jay

MI 18. Juni

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff:

Sihlquai 240

21.30 AAAH!:

Johann presents Treffpunkt DJ Willi P

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. Goldies DJ Danny K

DO 19. Juni

Baden

20.00 Boy Zone: for Boys and tough

Girls Schwullesbische Lounge in Bar/

Club Ventil, Zürcherstr. 1 Boy Zone

Fussball EM - Bar

Bern

21.00 Samurai Bar:

Latino Power & more DJ Dani

Brugg

18.00 Tropic Bar:

Zürcherstr. 21, Windisch. Ladys Night

Zürich

20.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren.

Cruise Keller Sports Arena Special

21.30 AAAH!: Suck my Discotheque.

House & Electronica DJ Nick Harvey

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. Remember me DJ Q-Bass

FR 20. Juni

Bern

21.00 Samurai Bar:

Partytime DJane Jasmin

Zürich

19.00 HIV-Treff: Universitätstr. 42.

Nachtessen. Info 044 455 59 00

19.30 HAZ-Centro:

Sihlquai 67, Freitags Centro - Café und

mehr mit Charly & Toni

21.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Kick-

Off! Sportswear & Sneakers

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. Chartstation DJ Marc S

21.30 AAAH!:

Marktgasse 14 DJ +1 (aka Pierre B.)

22.00 Labor-Bar: Celebreighties, die

Party für Leute ab 28

22.00 Sector c; Fetish Club:

Strikter Dresscode-Anlass Kick-Off!

Sportswear & Sneakers

22.00 Lollipop: Schlagerparty mit 3

Tanzpisten! Schlagerpiste; DJs Rolly &

Wollana. Discopiste 70er/80er Disco mit

DJ TimOn. Fiesta Latina mit DJ Copita &

sus amigos. Plus Karaoke Lounge. X-Tra,

Limmatstr. 118. Vorverkauf über Ticketcorner

23.00 Stairs Club: Baslerstr. 50 (beim

Letzipark) les métissages. DJs 5th Element

& M&D Babes

23.00 Loop 38: Albulastr. 38 DJs Betty &

Ford, Knox & Christo

Bern

SA 21. Juni

21.00 Samurai Bar:

Partytime DJane Shala

Biel/Bienne

Beratung und

Unterstutzung

fur mannliche

Sexarbeiter

www.malesexwork.ch

12.00 Pride 08: Ensemble/Mitenand

Begegnungszone «Village” ist ab 12h bis

24h offen. Um 14h Offizielle Eröffnung

der Pride 08 im Village mit Reden von

Bernhard Pulver, Hans Stöckli, Béatrice

Wertli, Stella Jegher, Barbara Ganz &

Régis Froidevaux. Ab 14.45h Festlicher

und farbenfroher Umzug mitten durch

die Bieler Innenstadt

13.00 Pride 08: Ensemble/Mitenand Der

andere Blick. Geführter Stadtrundgang

über die Geschichte der Frauen in Biel

während über 700 Jahren. Dauer ca.

1 Std. Organisiert von Frauenplatz Biel.

Fr. 10.–. Treff: Im Ring. Auch am 22.6.

gleiche Zeit

16.00 Pride 08: Ensemble/Mitenand 5

Gratiskonzerte auf der Bühne im Village.

16h Catherine d Oex, 17.15h Nina

Dimitri und Silvana Gargiulo, 18.30h

Melonmoon, 19.45h Schwubs, 21h Les

Reines prochaines

18.00 Pride 08: Ensemble/Mitenand

Ökumenischer Gottesdienst (zweisprachig).

Infos www.pride08.ch

19.15 Pride 08: Ensemble/Mitenand

Xaver & Jules - Beziehungsweise. Mit

Franz Schnider und Hans-Ueli Schlaepfer.

Fr. 20.- im Volkshaus Biel. Ticketverkauf

beim Infostand im Village

22.00 Pride 08: Ensemble/Mitenand

Pride 08 Party mit DJanes Madame Léa

& N.Cole, DJ Mediati & DJ Mandrax. Lounge

auf Rotonde-Terrasse. Im Volkshaus/

Rotonde. Fr. 20.-. Vorverkaufsorte siehe

www.pride08.ch

Zürich

08.00 LMZ: - der Schwule Schweizer

Motorradclub 2 Tages-Tour ins Bernbiet.

Alle Infos & genaue Zeit unter

www.lmz.ch

18.00 a.part: Frauenbar bei Buvette

Philipp, Zweierstr. 166

20.00 Wie es uns gefällt:

GayRadio auf LoRa 97,5 MHz oder Cablecom

88,1 MHz. Infos www.gayradio.

ch. Infos über die Bondage & SM-Tage in

Zürich, Bern & Luzern

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. G-

Dance DJ Groovemaster

21.30 AAAH!: No Limits DJ Norman

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren

Sports Arena Special

23.00 Stairs Club: Baslerstr. 50 (beim

Letzipark) Total Stairs. DJs Andreas K,

Beat Herren & Thomi B

23.00 Loop 38: Albulastr. 38 Smokingfish

vs. Spidergalaxy. DJs Dani Casarano

(Chile), Rino, Disco Dave & Saty

23.00 Sector c; Fetish Club:

Strikter Dresscode-Anlass Motorbiker,

Leather, Rubber

23.00 Labyrinth@Lotus Club: Pfingstweidstr.

70 Summer in the City. DJs

Michael K, Jesse Jay & Mental X

23.00 JIM Happy Birthday!: 1 year JIM,

Fantastic queer Club im Festsaal, Kaufleuten,

Pelikanplatz. DJs John Eltong,

Waikiki & Laurent Charbon.

Infos www.jimclub.com

SO 22. Juni

Biel/Bienne

09.00 Pride 08: Ensemble/Mitenand

Brunch mit Buffet à discrétion im

Restaurant La Péniche in Nidau. Fr. 25.-

inkl. nichtalkoholische Getränke. Infos

und Reservation www.pride08.ch

11.00 Pride 08: Ensemble/Mitenand

Wanderung, Velotour, Motorrad-Tour.

Details unter www.pride08.ch

20.00 Pride 08: Ensemble/Mitenand

Lesbisch à la carte. Konzert mit Carolina

Brauckmann im Saal im Kreuz Nidau. Fr.

25.- Infos www.pride08.ch

Lausanne

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD:

avec DJ dK-Mike

Zürich

17.00 Rage: (S)extension Sunday Sports

Arena Special

20.00 Le Bal: Club Lounge Bar Ladies

Night House & Trance Music by DJ X-

Child

20.00 Sprit Bar:

Innenhof Talacker 34. Nur bei schönem

Wetter. Infos www.sprit.ag

20.00 Sonntagsschule@Longstreetbar:

Langstr. 92. Lounge & DJ

21.30 Butterfly@Labor Bar: Schiffbaustr.

3 DJ Jay Nicals (New M) & Guests

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. b-boy

Party Live Performance by The Mary-Lou

RnB Dance Group. DJ Groovemaster

21.30 AAAH!:

SOS - Sound on Sunday DJ Jesse Jay

22.30 Stairs Club: Baslerstr. 50. «Sunday

night@stairs” DJ Ned o Neal

MO 23. Juni

Zürich

21.30 AAAH!:

Replay / High Energy DJ Marc S


Seite 30

agenda

CRUISER 0608

zürich

Di 24. Juni

12.00 Aidspfarramt Zürich:

Universitätsstr. 42. HIV-Mittagstreff.

Infos 044 255 90 55

19.00 Lesbentreff Zürich-Wiedikon:

Trinken, essen, kennenlernen. Im Hot

Pot Café, Badenerstr. 138

21.30 AAAH!: One Way. House & Electronica

DJ Andreas K

zürich

Mi 25. Juni

20.00 Heldenbar@provitreff:

Sihlquai 240

20.00 schwule Väter: Väterstamm im

Café Rathaus, Limmatquai

21.30 AAAH!: Johann presents Treffpunkt

DJ La Luna

21.30 T&m Disco:

Marktgasse 14. Goldies DJ Q-Bass

Baden

DO 26. Juni

20.00 Boy Zone: for Boys and tough

Girls Schwullesbische Lounge in Bar/

Club Ventil, Zürcherstr. 1 Boy Zone

Fussball EM - Bar

Bern

20.00 uncut: warme Filme am Donnerstag

im Kino der Reitschule. «Open Cam”

von Robert Gaston, USA 2005, DVD 101

Min. Bar ab 20h, Film um 20.30h

21.00 samurai Bar:

Latino Power & more DJ Dani

zürich

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für

bisexuelle Männer und Frauen 19h Treff

im Café Rathaus, ab 20h Bistro Marion

19.30 Zart & Heftig: z&h Nachtessen im

HAZ-Centro, Sihlquai 67

20.00 HAZ-Centro: Schwubliothek,

Schwule Bücher- und ausgewählte

Videoausleihe, Sihlquai 67

20.00 rage: Wagistr. 13, Schlieren.

Cruise Keller Sports Arena Special

21.30 AAAH!: Suck my Discotheque.

House & Electronica DJ Andy Great

21.30 T&m Disco: Marktgasse 14.

Remember me DJ Marc S

Bern

Fr 27. Juni

21.00 samurai Bar: Partytime DJ Andi

Winterthur

19.30 Badgasse 8: WILSCH-Festbeiz am

Albanifest. Treff für alle LesBiSchwulen

und deren Freunde. Stadtbekanntes

Kuchenbuffet und diverse Grillspiesse

zürich

08.00 HAZ Outdoor: Schmugglerpfade,

Kreisviadukte und Pizzoccheri. Spannendes

und abwechslungsreiches 3-tägiges

Trecking zwischen 400 und 2800

Meter über Meer im wenig bekannten

Puschlav. Konditionell anspruchvolles

Wander- und Bergtrecking.

Infos und Anmeldung bis 1.6. unter

www.haz.ch/hazoutdoor - aktuell

19.30 Gaymigs: schwule Migranten

Treff im HAZ-Centro, Sihlquai 67

19.30 HAZ-Centro:

Sihlquai 67, Freitags Centro - Café und

mehr bleibt heute geschlossen

21.00 rage: Wagistr. 13, Schlieren XXL-

Naked Party im ganzen Club

21.30 T&m Disco: Marktgasse 14. Chartstation

Romeo & Romeo Party-Weekend.

Special guest DJ Romeo

21.30 AAAH!: Marktgasse 14 DJ Norman

22.00 Lollipop: Schlagerparty mit 3

Tanzpisten! Schlagerpiste; DJs Rolly &

Wollana. Discopiste 70er/80er Disco mit

DJ TimOn. Fiesta Latina mit DJ Copita &

sus amigos. Plus Karaoke Lounge. X-Tra,

Limmatstr. 118. Vorverkauf über Ticketcorner

22.00 Labor-Bar:

Celebreighties, die Party für Leute ab 28

22.00 sector c; Fetish Club: Strikter

Dresscode-Anlass XXL-Naked Party

23.00 stairs Club: Baslerstr. 50 (beim

Letzipark) Summer Night Dream Weekend.

Star Gast DJ Olivia Jones und DJs La

Luna, Antonio Vega & 5th Element

23.00 Loop 38: Albulastr. 38 DJs Monkey

Tunes aka Marcio Ieone & Tomy Grant

Bern

SA 28. Juni

21.00 samurai Bar:

Partytime DJane Jasmin

genève

23.30 summer: The Season Parties DJs

Michael K., Thomi B & Boatman. MOA

Club, Chemin de Batailles 22, Vernier.

Gratis Shuttle Bus ab Bahnhof Genf SBB.

Infos www.maurocat.com/summer

St. gallen

22.00 Badehaus mann-o-mann:

Underwear Party

Winterthur

16.00 Badgasse 8:

WILSCH-Festbeiz am Albanifest. Kuchenbuffet

und diverse Grillspiesse

zürich

21.30 T&m Disco: Marktgasse 14. G-

Dance Romeo & Romeo Party-Weekend.

Special guest DJ Romeo

21.30 AAAH!: No Limits DJ Membrane

22.00 rage: Wagistrasse 13, Schlieren

Sports Arena Special

23.00 stairs Club: Baslerstr. 50 (beim

Letzipark) Jans Birthday Party. DJ Beat

Herren, Antonio Vega & Luc le Grand

23.00 Loop 38: Albulastr. 38 Smokingfish

vs. Spidergalaxy. DJs Soni, Pat Patrisha,

Gritibänz, Marc Fuhrman, Morgenstern

& Live act by DJ Störgeräusch

23.00 sector c; Fetish Club: Strikter

Dresscode-Anlass Worker, Bauern, Army.

Saufpass 3 für 2

23.00 Labyrinth@Lotus Club: Pfingstweidstr.

70 Clubbing Night. DJs Peter

Lavelle, Manic & Antares

SO 29. Juni

Lausanne

23.00 TrIXX Gay Bar @ mAD:

avec DJ Pino Arduini & Guest

Winterthur

10.30 Badgasse 8:

WILSCH-Festbeiz am Albanifest. Kuchenbuffet

und diverse Grillspiesse

zürich

17.00 rage: (S)extension Sunday The

Final Sports Arena

20.00 sprit Bar: Innenhof Talacker 34.

Nur bei schönem Wetter.

Infos www.sprit.ag

20.00 sonntagsschule@Longstreetbar:

Langstr. 92. Lounge & DJ

20.00 Le Bal - Club: Lounge Bar Ladies

Night Power Sound Music by DJ X-Child

21.30 AAAH!: SOS - Sound on Sunday DJ

+1 (aka Pierre B.)

21.30 Butterfly@Labor Bar: Schiffbaustr.

3 DJ Jay Nicals (New M) & Guests

21.30 T&m Disco: Marktgasse 14. b-boy

Party Live Performance. DJ Micky

Lesbian & Gay

LIVE GAY-DATE

0906 53 53 13

(Fr. 1.30/Min.)

Schick ein SMS mit „Spitz“ an 609 (20 Rp./SMS)

ENSEMBLE/MITENAND

www.pride08.ch


ct2_JIM_21.06.08_Cruiser_205x2901 1

16.5.2008 16:36:10 Uhr

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