Gemeindebrief - Kreuzkirche Bonn

kreuzkirche.bonn.de

Gemeindebrief - Kreuzkirche Bonn

Gemeindebrief

Dezember 2012 - Januar - Februar 2013 Nr. 142

Verkündigung durch Musik –

Spendenaktion zugunsten der

neuen Orgel für die Krypta S. 26

Diakonie-Adventssammlung S. 12

Aus der Landeskirche – Präseswahl

auf der Synode im Januar S. 32

Evangelische Kreuzkirchengemeinde Bonn


Adressen und Ansprechpartner

Pfarrer Gerhard Schäfer

Hans‐Iwand‐Str. 6, 53113 Bonn

Tel.: 33 888 080 / Fax: 33 888 089

E-Mail: g.schaefer@bonn-evangelisch.de

Sprechstunde:

Di 9-10 Uhr / Do 17-18 Uhr / n.V.

Pfarrer Rüdiger Petrat

Hans-Iwand-Str. 6, 53113 Bonn

Tel.: 33 888 030 / Fax: 33 888 039

E-Mail: r.petrat@bonn-evangelisch.de

Sprechstunde:

Mo 18-19 Uhr / n.V.

Vikarin Denise Roth

Römerstr. 88, 53111 Bonn

Tel.: 240 113 53

E-Mail: d.roth@kreuzkirche-bonn.de

Montessori-Kinderhaus

Wittelsbacherring 20, 53115 Bonn

Katrin Jasper, Leiterin

Tel.: 63 34 22

E-Mail: wbpaenz@bonn-evangelisch.de

Alexander Akel, Förderverein

Tel.: 22 71 820

E-Mail: foerderverein@familie-akel.de

Kinder‐, Jugend- und Seniorenarbeit

Margret Benner, Leiterin

An der Evang. Kirche 6, 53113 Bonn

Tel.: 33 888 010 / Fax: 33 888 019

E-Mail: margret.benner@adek6.de

Küster/Hausmeisterin AdeK

Viktor Hermann

Hans‐Iwand‐Str. 6, 53113 Bonn

Tel.: 22 38 09 oder 33 888 070

Rosemarie Backhaus

An der Evang. Kirche 6, 53113 Bonn

Tel.: 33 888 00

Gemeindebüro

Adenauerallee 37, 53113 Bonn

Sabine Hennes

Tel.: 68 80 244 / Fax: 68 80 844

E-Mail: s.hennes@evib.org

Kirchenmusik

Stefan Horz, Organist

Tel.: 24 23 730

E-Mail: s.horz@kreuzkirche-bonn.de

KMD Karin Freist‐Wissing, Kantorin

Tel.: 48 34 47 / Fax: 43 16 51

E-Mail: karin.freist‐wissing@gmx.de

Christoph Bube, Kinder- u. Posaunenchor

Tel.: 33 629 048

E-Mail: ChristophBube@web.de

Dr. Hans Martin Giesler, Freundeskreis

Tel.: 18 418 58

E-Mail: hm.giesler@worktogether.net

Ambulante Pflege

Diakonisches Werk Bonn

Sr. Margret Bleser, Tel.: 69 00 22

Bankverbindungen

Kreuzkirchengemeinde

Konto 364 / Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 501 98)

Freundeskreis Kinderhaus

Konto 100 77 980 12 / Volksbank Bonn Rhein-Sieg (BLZ 380 601 86)

Stiftung Kreuzkirchenmusik

Kreuzkirchengemeinde / Konto 364 / Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 501 98)

Stichwort „Stiftung Kreuzkirchenmusik“

Freundeskreis Kirchenmusik

Konto 1900 3565 / Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 501 98)

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Inhalt

Adressen und Ansprechpartner.......................................................... 2

Inhalt................................................................................................... 3

Editorial............................................................................................... 4

Impressum........................................................................................... 5

Andacht............................................................................................... 6

Aus dem Gemeindeleben.................................................................... 8

Aus dem Presbyterium ..................................................................... 11

Diakonie-Adventssammlung 2012..................................................... 12

Kinderkirche...................................................................................... 13

Kinder- und Jugendzentrum.............................................................. 14

Alpha Kurs – Dem Sinn des Lebens auf der Spur............................... 15

Kultur & Gemeinde............................................................................ 15

mittendrin......................................................................................... 16

Literaturtipp: An den Rändern des Augenblicks.............................. 17

Missionale......................................................................................... 18

Computerkurs.................................................................................... 18

Infobox: Der Handarbeitskreis erinnert.......................................... 18

Seniorinnen und Senioren................................................................. 19

Kreuzkirche unterwegs...................................................................... 20

Ökumene........................................................................................... 22

Konzerte und Gottesdienste.............................................................. 24

Verkündigung durch Musik............................................................... 26

Dichter der Kirche: Zum 70. Todestag von Jochen Klepper...............30

Anzeige: Freundeskreis Musik in der Kreuzkirche...........................31

Aus der Landeskirche........................................................................ 32

Reformationsdekade: Reformation und Toleranz 2013.....................33

Aus den Kirchenbüchern................................................................... 34

Gottesdienstplan............................................................................... 35

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Editorial

Liebe Gemeindeglieder,

liebe Leserinnen und Leser unseres Gemeindebriefes,

wenn Sie diesen Gemeindebrief in Händen halten, sind

wir in den Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest.

Das Presbyterium als Herausgeber des Gemeindebriefes grüßt Sie alle

sehr herzlich und wünscht Ihnen eine gesegnete Weihnachtszeit und

ein gutes neues Jahr! Wir alle freuen uns auf ein Wiedersehen mit

Ihnen bei einer unserer zahlreichen Veranstaltungen in dieser Zeit.

Unsere Sammelaktion für eine neue Krypta-Orgel hat erste gute Erfolge

erzielt. Ein Drittel der ca. 100.000 € haben wir bereits. Ein Anfang

ist gemacht, aber die größere Strecke des Weges haben wir noch

vor uns! Um Sie auf dem Laufenden zu halten, veröffentlichen wir ein

Interview mit unserem Organisten Stefan Horz und dem Orgelbauer

Philipp Klais (S. 26 ff.). Übrigens: Es gibt jetzt eine Spendenbox direkt

in der Eingangshalle unserer Kirche mit einem sehr hübsch gemachten

Modell der neuen Orgel. Schauen Sie es sich einmal an!

Die Planungen in Sachen Kirchenpavillon schreiten ebenfalls voran.

Das Presbyterium ist im Zusammenwirken mit dem Kreissynodalvorstand

einen großen Schritt weitergekommen. Die Verhandlungen

über den Gestattungsvertrag, der die rechtliche Grundlage für das

Bauvorhaben des Kirchenkreises auf dem Vorplatz bildet, sind einvernehmlich

abgeschlossen worden. Nun geht es noch um Detailfragen,

die den Baukörper des neuen Kirchenpavillons selbst betreffen sowie

die Gestaltung des Platzes. Die ganze Sache erfordert zahlreiche Sondersitzungen

und -termine, die alle Teilnehmenden enorm beanspruchen.

Aber wir sind uns einig, dass es sinnvoll investierte Zeit ist; gut

für unsere Gemeinde!

Die Turmsanierung der Kreuzkirche ist jetzt auch förmlich abgeschlossen.

Die Sonderkollekte, die wir dafür eingerichtet hatten, wird beendet;

das Ergebnis mit ca. 155.000 € kann sich sehen lassen! Wir danken

allen, die gespendet haben. Gleichwohl bleibt eine Kollekte für

4


die Bauerhaltung der Kirche. Denn die nächsten Maßnahmen kündigen

sich bereits an. Zu weiteren Untersuchungen des Gewölbes ist es

leider unvermeidlich, ein Gerüst im Innenraum der Kirche aufzustellen.

Die Kosten für dieses Spezialgerüst sind besonders hoch: Erste

Angebote liegen zwischen 40.000 und 50.000 €! Die Gutachterkosten

kommen dann noch hinzu. Sie sehen: Es macht Sinn, auch weiterhin

für die Bauunterhaltung der Kirche etwas zu tun. Wir sind dankbar für

jede Unterstützung!

Die Vorfreude wächst auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Ich

freue mich auf eine stimmungsvolle Atmosphäre in unserer Kirche

mit Tannenbaum, Stern und Krippe. Ich freue mich auf die schöne

Musik und auf die (hoffentlich) vielen erwartungsfrohen Menschen in

unserer Kirche; die glänzenden Augen und die ungeduldige Vorfreude

der Kinder. Und ich freue mich auf die Botschaft, die dann erklingt:

Die Botschaft von der jede Nacht überstrahlenden Klarheit des Herrn;

dargebracht vom hellen und freundlichen Klang der jubelnden himmlischen

Heerscharen mit ihrer erlösenden Nachricht: „Euch ist heute

der Heiland geboren!“

In diesem Sinne verbleibe ich

Ihr Pfarrer Gerhard Schäfer, Presbyteriumsvorsitzender

Impressum

Herausgeber:

Redaktion:

Layout:

Druck:

Auflage:

Presbyterium der Ev. Kreuzkirchengemeinde Bonn, Vorsitzender

Pfarrer Gerhard Schäfer, Hans‐Iwand‐Str. 6, 53113 Bonn

Tobias Bergmann-Brzóska, Ulrike Brzóska, Renate Klimesch (Korrektur),

Rüdiger Petrat, Gerhard Schäfer

gemeindebrief@brzoska-online.de

Tobias Bergmann-Brzóska

Gemeindebriefdruckerei, Groß Oesingen

4.400 Exemplare

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung

des Presbyteriums oder des Öffentlichkeitsausschusses wieder, sondern stellen die

persönliche Ansicht der Autorin bzw. des Autors dar.

Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe: 20.01.2013

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andacht

Jahreslosung 2013

„Denn wir haben hier keine bleibende Stadt,

sondern die zukünftige suchen wir.“ – Hebr 13,14

Liebe Leserinnen und Leser unseres Gemeindebriefes,

die Welt ist in Bewegung. Auch in unserer Kreuzkirchengemeinde:

Circa 40 bis 50 Zuzüge und Wegzüge haben wir in der Gemeinde pro

Monat. Hätten Sie das gedacht? – Rein statistisch gesehen bedeutet

das, dass die Gemeinde ungefähr alle 8 bis 10 Jahre komplett ausgetauscht

wird. Was für ein Kommen und Gehen! Ja: Die Welt ist in Bewegung!

Das merken wir auch an solchen Fluktuationsbewegungen!

Die Jahreslosung für das Jahr 2013 zeigt: Das Kommen und Gehen,

die Bewegung, gehören zum Leben dazu. Auch in der Bibel: Abraham

und Mose verlassen ihr Zuhause. Die Israeliten brechen aus

Ägypten auf. Auch Jesus ist auf Wanderschaft. Schon Maria und

Josef müssen mit dem ungeborenen Kind nach Bethlehem, der

Volkszählung wegen. Und kaum ist das Kind da, müssen sie mit ihm

fliehen, sich in Sicherheit bringen vor den Mordplänen des Herodes.

Das Leben ist in Bewegung. Der Hebräerbrief hat dies sogar zum Bild

für die Gemeinde Jesu Christi überhaupt gemacht: Mit dem Bild vom

„wandernden Gottesvolk“. Wie auch wir Menschen nicht statisch

immer dieselben bleiben, auch nicht immer am selben Ort bleiben,

so ist auch die Gemeinde Jesu Christi nicht statisch. Auch sie ist in

Bewegung. Sie lebt – nach vorne. Sie kann es, weil Gott Zukunft

schenkt. Weil Gott selber uns in Jesus Christus von der Zukunft her

entgegen kommt. Dieser uns immer wieder entgegen kommende

Christus schenkt uns Zuversicht und Kraft – in allen Aufbrüchen, die

das Leben von uns fordert. Die Jahreslosung für das Jahr 2013 ermutigt

also, nach vorne zu sehen und nach vorne zu leben – denn das,

worauf wir zugehen, liegt immer in Gottes Hand.

Das möchte ich mir für das Jahr 2013 sagen lassen: Scheue nicht den

Blick nach vorne. Auch dann nicht, wenn dieser Blick nach vorne

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Angst macht. Denn auch dann gilt die Zusage Gottes. Auch dann ist

Gottes Hand da, die mich trägt.

Das Jahr 2013 bringt für uns in der Kreuzkirchengemeinde sehr viel

Neues, beispielsweise die Vorplatzbebauung: Der Bau des Kirchenpavillons

mit Eintrittsstelle und Seelsorgeangebot sowie die Neugestaltung

des Vorplatzes können zum Zeichen dafür werden, wie die

Kreuzkirchengemeinde gemeinsam mit dem Kirchenkreis nach vorn

lebt – und sich mitten in der Stadt neu positioniert.

Auch als Kirche haben wir keine bleibende Stadt. Auch als Kirche

müssen wir nach vorn leben und nach vorn schauen – und für mich

bedeutet das: Die Kreuzkirche braucht neben Gottvertrauen auch

Unterstützer und Freunde, wenn sie die Zukunft bestehen will.

Diese finden wir z. B. durch die Kooperation mit dem Kirchenkreis

in Sachen Pavillon-Neubau. So hat die Jahreslosung 2013 für unsere

Gemeinde eine ganz besondere Bedeutung!

Machen wir uns deshalb auf den Weg! Suchen wir das Zukünftige!

Und behalten dabei den immer fest im Blick, der bei uns sein will

alle Tage, bis an der Welt Ende. Ich wünsche Ihnen – auch im Namen

von Pfarrer Petrat und Vikarin Roth – ein gesegnetes, friedvolles

Weihnachtsfest und ein von Gott behütetes neues Jahr.

Herzlichst Ihr Pfarrer Gerhard Schäfer

© Wodicka / gemeindebrief.evangelisch.de

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Aus dem Gemeindeleben

Familiengottesdienst und Christbaumfällen

Der diesjährige Familiengottesdienst findet wieder

am 3. Advent, dem 16. Dezember 2012, um 10 Uhr in

der Kreuzkirche statt. Anschließend fahren wir als weihnachtliche

Einstimmung in den

oft zart beschneiten

Winterwald, um

dort den Christbaum

für die Kreuzkirche

auszusuchen, ihn

zu fällen und dann

gemeinsam in der

Kirche aufzustellen.

Auch Ihren eigenen

Weihnachtsbaum

können Sie fällen und

zur Kirche transportieren

lassen.

Bevor es mit den Christbäumen zurück zur

Kreuzkirche geht, ruhen sich die Baumfäller aus.

Die Auswirkung der Zweitwohnungssteuer auf die Gemeindegliederzahlen

der Kreuzkirchengemeinde

Seit dem 1.1.2011 erhebt die Stadt Bonn eine Zweitwohnungssteuer

(12% der Nettokaltmiete). Gewünschter Effekt soll die Bereinigung

der hohen Zahl von Nebenwohnsitzen in Bonn sein.

Dadurch haben sich auch die Gemeindegliederzahlen der Kreuzkirchengemeinde

erheblich verändert: Von 5.414 Gemeindegliedern in

2010 (3.989 Erstwohnsitz, 1.425 Zweitwohnsitz) zu nur noch 4.591

Gemeindegliedern 2012 (4.373 Erstwohnsitz, 218 Zweitwohnsitz!).

Die Zahlen sind insofern für die Gemeinde wichtig, als sich die

Kirchensteuer-Zuweisung nach den Gemeindegliederzahlen bemißt.

Diese werden in den nächsten Jahren entsprechend geringer ausfallen.

Pfarrer Gerhard Schäfer

© Rüdiger Petrat

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Liebe Gemeinde,

auf diesem Wege möchte ich mich Ihnen gerne näher

vorstellen. Einige kennen mich bereits und begrüßen

mich auch schon mit Namen, was mir das Gefühl gibt,

in der Kreuzkirchengemeinde gut angekommen zu

sein. Andere wiederum fragen nach, was ich auch sehr

schön finde. Dadurch entwickeln sich nämlich sehr nette

Gespräche, was ich mir u.a. von der neuen Stelle als Küsterin in

dieser Gemeinde versprochen habe.

Als gelernte Schaufensterdekorateurin habe ich den größten Teil meiner

Berufstätigkeit im Einzelhandel verbracht – im Schaufenster und

auch im Verkauf. Mein christlicher Glaube hat mich stets bei allem begleitet.

Allerdings lässt einem die Tätigkeit im Einzelhandel durch viele

verkaufsoffene Sonntage, lange Samstage und die späten Abendöffnungszeiten

nicht mehr den Raum, diesen Glauben mit der Gemeinde

angemessen zu teilen. Deshalb freue ich mich, dies jetzt als Küsterin

mit Ihnen wieder zu können.

Wenn Sie jetzt fragen: „Was macht die Frau Backhaus eigentlich so

privat?“, will ich gerne noch ein bisschen erzählen: Geboren bin ich

1966 in München, wo ich meinen Mann, der damals dort studierte,

kennenlernte. Nach einigen Umzügen sind wir letztlich in Bonn, der

Heimatstadt meines Mannes, sesshaft geworden. Mittlerweile wohnen

wir zwar in Alfter, fühlen uns aber trotzdem noch als Bonner.

Meine größte Liebe gehört natürlich meiner Familie. Daneben verbringe

ich viel Zeit in unserem kleinen, aber feinen Garten. Auch betreibe

ich seit vielen Jahren aktiv Sport. Seit kurzem habe ich Fahrradfahren

für mich entdeckt und mir vorgenommen, im Jahresdurchschnitt

etwa die Hälfte meiner Arbeitstrecke mit dem Fahrrad zu bewältigen

... mal sehen, ob mir das gelingt! Außerdem gestalte ich, wie sollte es

als Dekorateurin auch anders sein, natürlich gerne unsere vier Wände.

Das möchte ich in Zukunft auch im Gemeindehaus gerne machen

und Ihnen so das Gefühl geben, dort herzlich willkommen zu sein.

In diesem Sinne möchte ich mich bei allen für die ausgesprochen

freundliche Aufnahme in die Kreuzkirchengemeinde bedanken und

freue mich schon auf zahlreiche Begegnungen mit Ihnen.

Ihre Rosemarie Backhaus

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Umbau des Perthesheimes hat begonnen

Nachdem mit dem Agnes-Domizil in

Grau-Rheindorf ein Ausweichquartier

gefunden wurde und die Bewohnerinnen

und Bewohner dorthin umgezogen

sind, konnte im Spätsommer mit

dem Umbau des Perthesheimes in der

Mozartstrasse (Weststadt) begonnen

werden. Die seelsorgliche Betreuung

der Bewohnerinnen und Bewohner

durch Pfarrer Schäfer findet wie gewohnt

auch im neuen Quartier statt.

Pfarrer Gerhard Schäfer

Das alte Perthesheim steht nicht

mehr – Platz für Neues ist da!

© Gerhard Schäfer

Konfirmandenfreizeit

Am ersten Oktoberwochenende sind die Konfirmanden zusammen

mit Pfarrer Schäfer und Vikarin Roth nach Wiehl aufgebrochen. Die

Tage dort ließen ihnen viel Zeit für Spaß, Spiele und Aktionen – auch

der Regen hat nicht abgeschreckt, sich sportlich zu betätigen.

Neben der Freizeit haben sie sich inhaltlich dem Thema „Abendmahl“

gewidmet – es von verschiedenen Seiten her betrachtet und

bedacht. An dieser Stelle danken wir Euch für die neuen Seiten, die

Ihr Pfarrer und Vikarin habt

entdecken lassen.

Mit an Bord für einen ganz

besonderen Moment waren

auch Kelch und Patene aus der

Kreuzkirche – denn am Sonntagmorgen

haben wir zum

ersten Mal gemeinsam Abendmahl

gefeiert und werden –

laut Presbyteriumsentscheid –

ab jetzt mit uns gemeinsam in

den Gemeindegottesdiensten

am Abendmahl teilnehmen.

Vikarin Denise Roth

© Denise Roth

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Aus dem Presbyterium

• Frau Nele Quaas hat dem Presbyterium vor den

Sommerferien mitgeteilt, dass sie ihre Mitarbeit im

Presbyterium aus beruflichen Gründen wieder aufgibt.

Wir danken sehr herzlich für die Bereitschaft zur Mitarbeit!

• Nach wie vor ist das Presbyterium auf der Suche nach geeigneten

Personen für den Küsterpool, d.h. zur gelegentlichen Vertretung

von Herrn Hermann oder zur Unterstützung des Küsterteams bei

Gottesdiensten, Veranstaltungen, Konzerten usw. Bitte helfen Sie

bei der Suche mit!

• Das Thema Vorplatzbebauung nimmt breiten Raum ein. Bei allen

wichtigen Terminen ist das Presbyterium mit vertreten, was für

alle Beteiligten eine enorme zusätzliche zeitliche Verpflichtung

bedeutet! Verantwortlicher Ansprechpartner seitens des Presbyteriums

ist Baukirchmeister Friedrich von Maltzahn.

• Zur Erstellung des erforderlichen Gutachtens zum Zustand des

Gewölbes für die Innenraumrenovierung werden Anfang 2013

weitere Untersuchungen im Innenraum der Kirche durchgeführt.

Verantwortliche Ansprechpartnerin seitens des Presbyteriums ist

die stellvertretende Baukirchmeisterin Brit Colditz.

• Die Einführung des Neuen kirchlichen Finanzwesen (NKF) ist zum

01.01.2014 im Kirchenkreis Bonn geplant. Dies beinhaltet eine

Abkehr von der Kameralistik zum doppischen Buchungssystem

(betriebswirtschaftliche Betrachtungsweise). Das bedeutet, dass

2013 auf das Presbyterium und alle hauptamtlichen Arbeitsbereiche

der Gemeinde zusätzliche Arbeit zukommt!

• Ein gutes halbes Jahr nach Konstituierung des neuen Presbyteriums

traf sich dieses zu einem Presbytertag am 22.09.2012 im

Haus Schlesien zu einer ersten Bilanz.

• Die Konfirmanden von Pfarrer Schäfer dürfen bereits vor der Konfirmation

am Abendmahl teilnehmen, um sich in der Feier dieses

Sakraments besser einzuüben.

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Diakonie-Adventssammlung 2012

Vom 17.11. bis 08.12.2012 findet die diesjährige Adventssammlung

von Diakonie und Caritas statt, die unter

dem Motto „von Mensch zu Mensch“ steht.

Ihre Spende geht in diesem Jahr an folgende Projekte des Diakonischen

Werkes Bonn und Region:

Bitte nutzen Sie den beigefügten Überweisungsträger oder spenden

sie auf das Konto der Kreuzkirchengemeinde (Konto 1011 35 1014)

bei der KD-Bank Duisburg (BLZ 350 601 90), Stichwort „Diakoniesammlung“.

Gott segne Geber und Gabe!

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Kinderkirche

Krabbelgottesdienst

Einmal im Monat feiern Eltern und Kinder von 0 bis 5

Jahre an einem Samstag um 16 Uhr in einfacher Form

miteinander Gottesdienst - in der Krypta der Kreuzkirche (Eingang:

rechts neben der Kirche die Treppe hinunter). Anschließend ist bei

Tee, Kaffee oder Saft Gelegenheit zum Plaudern.

Margret Benner & Pfarrer Gerhard Schäfer

08.12.2012 / 19.01.2013 / 23.02.2013

Kindergottesdienst

Liebe Kinder, liebe Eltern und Großeltern,

zweimal im Monat feiern wir Kindergottesdienst – einen eigenen

Gottesdienst für die kleinen und größeren Kinder unserer Gemeinde.

Je größer unsere Runde, desto mehr Spaß machen gemeinsame Lieder,

Gebete, Spiele und Basteleien – wir freuen uns sehr über jeden,

der mit uns feiern möchte.

Wir beginnen zusammen mit den Erwachsenen und gehen dann ins

Gemeindehaus, zum Abschluss und Segen kommen wir aber wieder

in die Kirche

zurück. Wer sich

alleine noch nicht

traut, darf auch

gerne Geschwister,

Mama oder Papa,

Oma oder Opa

mitbringen. An den

folgenden Terminen

habt ihr die Chance,

vorbeizuschauen

und mitzumachen.

Bis bald,

Euer KiGo-Team

Das Schaf ist wieder da, bei Gott geht niemand verloren.

Kinder lauschen der Bibelgeschichte nach Lk 15.

02.12.2012 / 06.01. / 20.01. / 03.02. / 17.02. / 03.03.2013

© Tobias Bergmann-Brzóska

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Kinder- und Jugendzentrum

Krabbelgruppe für 0- bis 3-Jährige

Mütter und Väter treffen sich bei uns im Gemeindehaus

AdEK und gestalten zusammen den Vormittag:

spielend und erzählend. Das Singen am Ende unseres Treffens ist neben

den obligatorischen Butterkeksen und der Tasse Kaffee ein wichtiger

Bestandteil unserer Treffen. Alle interessierten Eltern mit Babys

und Kindern bis zum Kindergartenalter sind herzlich eingeladen.

dienstags, von 10 Uhr bis 12 Uhr /

jeden 1. Montag im Monat, ab 15 Uhr

Teenzone

für Teens ab dem 5. Schuljahr

Quatschen und albern, toben und spielen macht

am meisten Spaß mit Vielen!!! Aber wir machen

noch viel mehr: Schnell wird das AdEK zur Kocharena

oder es wird mal eben ein Nagelstudio eröffnet, ein Tischtennis-

und Kickerturnier gestartet oder die Disco zum Kino umgewandelt.

Kommt doch einfach mal vorbei. Wir freuen uns auf euch!

donnerstags, ab 17 Uhr

© Lehmann / gemeindebrief.evangelisch.de

Offener Jugendtreff für Jugendliche

Hier seid ihr gefragt! Wir bieten euch Raum und Möglichkeiten,

eure Freizeit selber zu gestalten. Schaut

doch mal rein!

dienstags, ab 14 Uhr

Selbstbehauptungskurs „Stopp! Ich will das nicht!“

für Mädchen und Jungen im 1. und 2. Schuljahr

Samstag, den 23. Februar 2013, von 11:00 Uhr bis 14:30 Uhr

Sonntag, den 24. Februar 2013, 11:30 Uhr bis 14:30 Uhr

Weitere Informationen und Anmeldung beim Kinder- und Jugendzentrum

AdEK über Margret Benner (Kontaktdaten auf S. 2).

14


Alpha Kurs –

Dem Sinn des Lebens auf der Spur

Einmal im Monat lädt die Kreuzkirchengemeinde an

einem Dienstag um 19:30 Uhr alle Interessierten in

den Saal des Gemeindehauses zu einem gemeinsamen Abendessen

und Vortrag über ein wichtiges Glaubensthema mit anschließender

Diskussion ein. Der Kurs kann zum Glauben anregen, den Glauben

besser begründen helfen oder vertiefen, und die Sprachfähigkeit im

Glauben fördern.

Die Teilnehmer sind alters- und konfessionell gemischt.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Für

das Essen wird ein freiwilliger Beitrag erbeten.

Weitere Informationen bei Pfarrer R. Petrat (Kontaktdaten

auf S. 2).

18.12.2012 / 15.01. / 05.02. / 05.03. / 09.04.2013

Kultur & Gemeinde –

Ein Treffen für interessierte Erwachsene

Wir laden herzlich ein ins Gemeindehaus AdEK zu

unseren nächsten Veranstaltungen:

• Literaturabend

Referentin: Dr. D. Maurer

Dienstag, 22. Januar 2013, 20 Uhr (Unkostenbeitrag: 4 €)

• Entwicklungspolitische Zusammenarbeit der Bundesrepublik

Deutschland. Rahmenbedingungen – Projekte – Programme

Referent: Dr. E. Gabelmann

Dienstag, 19. Februar 2013, 20 Uhr

• Evang. Kirche im Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945

Referent: Pfarrer G. Schäfer

Dienstag, 12. März 2013, 20 Uhr

Nähere Informationen bei Margret Benner (Kontaktdaten auf S. 2).

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Mittendrin

Wie wir zusammen den Sommer genossen

haben und worauf wir uns im Winter freuen!

Auch wenn ich mir aktuell kaum mehr vorstellen

kann, dass die Tage einmal licht und vor allem lang waren, so habe

ich doch beste Erinnerungen an die herrlichen Sommerabende bei

Mittendrin. Die Abende, die unter dem Motto „Lebenslust“ standen,

haben wir zumeist draußen verbracht. So sind wir beispielsweise

zusammen zu den Bonner Stummfilmtagen gegangen, haben Wikingerschach

im Hofgarten gespielt und es uns bei diversen Picknicks

gutgehen lassen. Aber auch Treffen, die zur Planung der Aktionen für

die Kirchennacht oder das Gemeindefest angesetzt waren, wurden

kurzerhand vom Adek in den lauschigen Kirchgarten oder in den

Biergarten am Alten Zoll verlegt, sodass die laue Sommerluft die kreativen

Ideen beflügeln konnte. Feiertage wurden gern genutzt, um

die ein oder andere Wanderung oder Radtour gemeinschaftlich anzugehen

und die Mittsommernacht verbrachten wir nicht bei IKEA,

sondern wanderten mit „Kind und Kegel“ durch das Nachtigallental

zum Drachenfels hinauf und feierten unsere Kurzandacht „Urlaub“

an verschiedenen Stationen im Wald unter freiem Himmel. Was

diese Abende für

mich so besonders

machen, sind die

vielfältigen Begegnungen

untereinander:

Da gibt

es Frisbeetalente,

Stummfilmfreaks,

Ausdauersportler

beim Schieben

von Kinderwagen

den Berg hinauf,

Sänger, die auch

textsicher bei

Mittendrin unterwegs: Ausdauersportler beim Schieben

von Kinderwagen den Berg hinauf

© Birgit Schmitz

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dritten und vierten Strophen verschiedenster Abendlieder sind und

fantastische Kuchenbäcker, die nebenbei immer für beste Verpflegung

sorgen. Und genau diese Verschiedenartigkeit machte es umso

interessanter, sich auch an „Gottessehnsucht“-Abenden über Glaubensthemen

auszutauschen. Wir freuen uns immer über neue Gesichter!

Kommt einfach donnerstags ab 19:45 Uhr vorbei und mischt

mit! Weitere Informationen unter www.mittendrin-bonn.de.

Birgit Schmitz

06.12.2012 Feuerzangenbowle (Film mit passendem Getränk /

13.12.2012 Adventsliedersingen / 20.12.2012 Weihnachtsfeier /

10.01.2013 Neue Glaubenslieder / 17.01.2013 Ökumenequiz /

24.01.2013 Die Jahreslosung 2013

Literaturtipp: An den Rändern des Augenblicks

Der hohe Anspruch, in jedem Augenblick zu wissen, was man tut und

warum man es tut, kann den Zugang zum Leben versperren. Diese

schmerzhafte Erfahrung macht das Ich des Essays „Über das Scheitern“

- eine Meditation über das schwierige Verhältnis von Denken

und Handeln. Um klaren Ausdruck bemüht, spricht der Text vom

Glück schöpferischer Arbeit und vom Horror vor der Gestaltlosigkeit.

Er zeichnet minutiös nach, was passiert, wenn sich das (Er-)Leben dem

soviel langsameren Gang der Gedanken anpasst: „Die zwangsläufige

Folge war, dass ich immer weniger tat und mir für alles, was ich tat,

immer mehr Zeit nahm.“ Aber er spricht auch von der „wunderbaren

Möglichkeit“, gerade nur „soviel zu leben, wie die Gedanken verarbeiten

können“, von der Möglichkeit, „ein Leben in taghellem Bewusstsein

zu führen“. Und er will Mut dazu machen, in das

Handeln hinab zu tauchen „mit der Zuversicht, wenn

man wieder auftaucht an den Rändern des Augenblicks

den wiederzufinden, der mit Überzeugung ICH

sagen kann“.

Stephan Weidt: Über das Scheitern. Ein Essay. BoD –

Books on Demand, 2012, 100 S., € 6.90, ISBN 978-3-

8448-3896-1

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Missionale

Ermutigung zu missionarischer Gemeindearbeit

Missionale 2013 steht unter dem Thema „einfach“.

Einfach glauben, einfach leben, in einfachen Worten

das Evangelium weitersagen. In zehn Workshops und

Seminaren können die Teilnehmenden unter einer großen Bandbreite

von Themen sowie Referentinnen und Referenten auswählen.

Für Kinder und Jugendliche gibt es wie gewohnt jeweils ein eigenes

Programm.

Weitere Informationen unter www.missionale.de.

16.02.2013, 13:30-19:00 Uhr

Köln Messe-Centrum Ost, Halle 13, 3. Etage

Computerkurs

für Anfänger und Fortgeschrittene aller Generationen

Der Kurs beginnt im Januar 2013 und findet dienstags

von 18 Uhr bis 19.30 Uhr statt.

Die Inhalte und Lernziele, die in verständlicher Sprache vermittelt

werden, sind das Auffrischen des bereits vorhandenen Könnens und

Sicherer-Werden im Umgang mit dem PC. Der Kurs ist so angelegt,

dass auch Zeit für Fragen und Übungen vorhanden ist.

Nähere Informationen bei Margret Benner (Kontaktdaten auf S. 2).

Der Handarbeitskreis erinnert...

an den großen Weihnachtsbasar am 5. Dezember 2012 im Haus der

Evangelischen Kirche (Adenauerallee 37).

Das Angebot reicht von Socken über Schals und Handschuhe bis zu

Patchworkarbeiten und Marmeladen. Der „Reste-Verkauf“ findet am

2. Advent, dem 09.12.2012, nach dem Gottesdienst am Eingang der

Kreuzkirche statt.

Über den Erlös freuen sich die MS-Kranken und unser Kinderhaus.

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Seniorinnen und Senioren

Offene Nachmittage

Wir laden Sie ganz herzlich zu unseren nächsten

Treffen, mittwochs von 15 Uhr bis 17 Uhr, im Saal des

Gemeindehauses ein. Bei jedem letzten Treffen im Monat werden

auch selbstgemachte Marmeladen verkauft.

Weitere Informationen bei Margret Benner, Pfarrer Rüdiger Petrat

oder Pfarrer Gerhard Schäfer (Kontaktdaten auf S. 2).

Dezember

05.12. Adventsfeier im Haus der Evangelischen Kirche

- Weihnachtsbasar bereits ab 11 Uhr -

12.12. Weihnachtswelten – ein vorweihnachtlicher Nachmittag

Referent: Pfarrer G. Schäfer

- Geburtstagsehrungen -

Januar

09.01. Start ins neue Jahr

Referent: Pfarrer G. Schäfer

16.01. Evangelisch/Katholisch – früher und heute (Ort: Kreuzkirche)

Referenten: Ökumenkreis Trinitatiskirche u. Pfarrer G. Schäfer

23.01. Gymnastik hält fit

Referentin: Frau M. Meinardus

30.01. Wurzeln und Eigenheiten des Karnevals – mit Anekdoten

Referent: Herr H. Bachmann

Februar

06.02. Karneval im AdeK

13.02. Berühmte Köpfe der Evangelischen in Bonn

Referent: Pfarrer R. Petrat

20.02. Thema und Referent werden noch bekannt gegeben

27.02. Die Pädagogik von Maria Montessori

Referentin: Frau K. Jasper

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Kreuzkirche unterwegs

Skifreizeit für Familien in Schladming

Alle, die Spaß am Skifahren haben oder es erlernen

möchten und ihre Freizeit gerne mit anderen Familien

verleben, sind herzlich eingeladen,

einen Teil der Osterferien

mit uns zu verbringen.

Unser Skigebiet ist wieder die

Planai, ein lohnendes Ziel für

Anfänger und Fortgeschrittene.

Vormittags bieten wir drei

Skikurse an für Kinder ab 6

Jahre. Für kleinere Kinder gibt

es einen Skikindergarten.

23.03. - 01.04. 2013

Unser Quartier „Rohrmooser Schlössl“ ist

kein Familienhotel, aber eine Pension, in

der wir uns die letzten, inzwischen schon

10 Jahre, immer sehr wohl gefühlt haben.

Reiterfreizeit für Kinder im Osnabrücker Land

Ziel der Reise ist wieder der Ferienhof Rietbrock in Berge. Zahlreiche

Tiere wie Pferde, Ponys, Katzen

und Hunde warten auf die Kinder.

Neben dem Reiten besteht

die Möglichkeit, Kutschfahrten

zu unternehmen.

20.07. - 27.07.2013 (für Kinder ab 10 Jahre)

27.07. - 02.08.2013 (für Kinder von 7 bis 10 Jahre)

Nähere Informationen zu beiden Freizeiten und Anmeldungen bei

Margret Benner (Kontaktdaten auf S. 2).

Zu Besuch in der Heimat Luthers

Am 27.09.2012 starteten wir, 17 Gemeindeglieder mit Pfarrer Schäfer

und Frau Benner, per Bus nach Thüringen. Mittags erreichten

wir die Wartburg in Eisenach und erlebten eine interessante Führung

– mit Blick in die Lutherstube und Rundgang durchs Bach-Haus.

© www.schloessl.at

© www.ferienhof-rietbrock.de

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Danach ging es weiter in die Goethe- und Schillerstadt Weimar, dort

bezogen wir direkt am historischen Goethe-Park unsere Zimmer im

Hotel Leonardo.

Der zweite Reisetag begann mit dem Besuch der Anna-Amalia-Bibliothek.

Wir staunten über die Wiederherstellung der historischen Bücher

und Räume. Spuren der Brandnacht konnten wir noch erahnen,

da Bücher noch rekonstruiert werden und in den Regalen fehlen.

Wir hatten das große Vergnügen, von einem Weimarer-„Original“

durch die Stadt geführt zu werden: Großen und kleinen Geschichten

sowie Gedichten lauschten wir gespannt in thüringisch-sächsischer

Mundart.

Unsere Thüringen-Rundfahrt erweiterten wir am dritten Tag kurzzeitig

auch ins Bundesland Sachsen-Anhalt und besuchten Bad Kösen

mit seinem eindrucksvollen Gradierwerk und den Dom in Naumburg.

Das Werk des Naumburger Meisters im Westchor mit seinem berühmten

Lettner und den Stifterfiguren beeindruckten uns während

der Führung ganz besonders. Am Nachmittag erreichten wir Bad

Frankenhausen. Dort besichtigten wir im Rundbau des Panoramamuseums

das monumentale Bauernkriegspanorama-Gemälde (mit

einer Höhe von 14 Metern und einem Umfang von 123 Metern).

Ein sehr intensives Erlebnis erwartete uns am vierten Tag im Augustinerkloster

in Erfurt bei dem Besuch des Gottesdienstes. In diesem

Kloster lebte Martin Luther von 1505 bis 1512 als Mönch. Aufgrund

der Restaurierung der Löwen- und Papageienfenster konnten wir

die Lutherrose nur auf einer bedruckten Stoffbahn bewundern. Im

Anschluss haben wir auf dem Stadtrundgang u.a. Station an der

Erfurter Synagoge, der Krämerbrücke und dem Domplatz gemacht.

Einige TeilnehmerInnen besuchten dann noch auf eigenen Wunsch

am Nachmittag die Gedenkstätte Buchenwald.

Dank der sehr guten Organisation von Pfarrer Schäfer und Frau

Benner hatten wir jeden Tag genug Zeit für eigene Erkundungen.

Das Wetter war durchgehend bestens, die Stimmung heiter und

ausgelassen, und so verabschiedeten wir uns schweren Herzens von

Thüringen und kehrten voller wunderbarer Erlebnisse und Eindrücke

zurück in die Heimat.

Maryse Boitte Biermann und Anke Zielinski

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Ökumene

Ökumenische Lichterfeier

Am Samstagabend vor dem Epiphaniasfest wollen wir

uns gemeinsam zu „Christus als Licht der Welt“ bekennen.

Wir beginnen mit einer Andacht in der Kreuzkirchen-Krypta

und ziehen dann mit Kerzen und Gesängen – so es auch 2013 wieder

möglich ist – weiter zur Krypta des Münsters und dann nach St.

Cyprian. Vor Ort hält ein dortiger Geistlicher eine Andacht. Die letzte

Station erwärmt alle mit einem geselligen Ausklang.

05.01.2013, 18 Uhr, Krypta der Kreuzkirche

Allianzgebetsabend

Im Rahmen der internationalen Allianzgebetswoche findet in der

Krypta der Kreuzkirche der jährliche Allianzgebetsabend statt. Die Liturgie

leitet Pfarrer Rüdiger Petrat, für die geistliche Besinnung und

die musikalische Begleitung sorgt Stefan Niewöhner (CVJM).

14.01.2013, 19 Uhr, Krypta der Kreuzkirche

Ökumenische Bibelabende zur Fasten- und Passionszeit

Wer in der Fasten- bzw. Passionszeit geistliche Erfahrungen und

christliche Gemeinschaft erleben möchte, ist mittwochs um 20 Uhr

in den Clubraum des Gemeindehauses eingeladen. Christen verschiedener

Konfessionen betrachten unter fachkundiger Leitung

anhand des ältesten Evangeliums, des Markusevangeliums, das Leben

Jesu unter dem Thema „Die neue Art zu leben und zu sterben“.

Anmeldungen sind nicht erforderlich. Texte liegen aus.

20.02. (Der neue Umgang Gottes mit unserer Welt, Mk 1,1-5)

27.02. (Heilungen durch Jesus – damals und heute, Mk 2,1-12 + 7,31-37)

06.03. (Die Schwierigkeit, Jesus nachzufolgen, Mk 8,27 - 9,1)

13.03. (Sich unter Druck bewähren – bei Jesus abgeschaut, Mk 14,55-64)

20.03., Krypta: Ök. Gottesdienst (Jesus kann schockieren, Mk 16,1-8)

Informationen zu allen ökumenischen Veranstaltungen erhalten Sie

bei Pfarrer Rüdiger Petrat (Kontakdaten auf S. 2).

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Ökumenische Gesprächskreis

Der Ökumenische Gesprächskreis am 1. Mittwoch des Monats um

20 Uhr im Clubraum des Gemeindehauses beginnt erst wieder nach

den Osterferien.

Die Termine und Themen werden in der nächsten Ausgabe unseres

Gemeindebriefes bekanntgegeben.

Ökumenischer Arbeitskreis St. Petersburg

Alle „neuen“ Nachrichten aus St. Petersburg sind immer wieder die

„alten“: Niedrige Renten, steigende Preise, Krankheiten und Behinderungen,

alleinerziehende Mütter und uneheliche Kinder und

ein Staat, in dem viele Menschen unter dem Rentenniveau leben

müssen! Diese Armen möchten sich aber wenigstens auch einmal

im Jahr richtig satt essen und sich freuen können: Weihnachten! Ich

würde mich freuen, wenn wir ihnen dabei helfen könnten!!

Liebe deutsche Freunde,

ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihre Hilfe, die Sie für behinderte

Menschen in Russland leisten. Ich habe Krebs und Zuckerkrankheit.

Die Arzneimittel, die mir helfen, kann ich nicht kostenlos

bekommen. Also muss ich sie kaufen. Meine Rente beträgt aber

nur 8.000 Rubel (1 € = 40 Rubel). Wenn ich davon die Miete, den

Strom und die Medikamente bezahlt habe, habe ich kein Geld

mehr übrig für Lebensmittel.

Haben Sie deshalb ganz herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

Ich wünsche, dass Gott Ihnen Gesundheit und ein langes Leben

schenken möchte.

Mit Hochachtung

Volnuhina L.D.

So bitte ich noch einmal um Geldspenden. Allen Gemeindegliedern

und Spendern wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest!

Renate Klimesch

Spendenkonto

Kreuzkirchengemeinde / Konto 364 /

Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 501 98) / Stichwort „St. Petersburg“

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Konzerte und Gottesdienste

Sontag, 02.12.2012:

10:00 Uhr, Kreuzkirche

Freitag, 07.12.2012:

19:00 Uhr, Krypta

am 7. um 7.

Eintritt (Abendkasse):

10 €, erm. 7 €

Samstag, 08.12.2012:

15:00 Uhr, Kreuzkirche

Eintritt frei

Sonntag, 09.12.2012:

19:00 Uhr, Kreuzkirche

Eintritt (Vorverkauf):

12 €, erm. 8 €

Samstag, 15.12.2012:

11:30 Uhr, Orgelempore

reingehört...

Orgel am Samstag

Eintritt frei

Gottesdienst zum 1. Advent

Kantate zum Mitsingen

G. A. Homilius: „Ein hoher Tag kömmt“

• Kantorei und Orchester mit Gästen

Leitung: Karin Freist-Wissing

„Have yourself a merry little christmas“ –

ein musikalischer Adventskalender

• Theresa Nelles (Sopran)

• Elisabeth Wand (Barockcello)

• Stefan Horz (Cembalo, Orgel, E-Piano)

VOX BONA Weihnachtskonzert

exklusiv für Mitglieder des Freundeskreises,

deren Gäste und Neumitglieder

• VOX BONA, Kammerchor

Leitung: Karin Freist-Wissing

Weihnachtskonzert „Joyful, joyful“

Bonn Voice

• Sunday Morning

Leitung: Tono Wissing

Eine weihnachtliche Orgelführung

Improvisation zu Weihnachtsliederwünschen,

30 Minuten Orgelmusik mit Moderation

auf der Orgelempore

• Stefan Horz (Moderation und Orgel)

Dienstag, 18.12.2012 u. J. S. Bach: Weihnachtsoratorium, 1-3+6

Mittwoch, 19.12.2012: • Solisten

20:00 Uhr, Kreuzkirche • Kantorei und Orchester

Eintritt (Vorverkauf): Leitung: Karin Freist-Wissing

20 €, 15 €; erm. 15 €, 10 €

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Sonntag, 23.12.2012:

18:30 Uhr, Kreuzkirche

Montag, 24.12.2012:

24:00 Uhr, Kreuzkirche

Dienstag, 01.01.2013:

11:00 Uhr, Kreuzkirche

Kirchenjahreszeiten

Eintritt frei

Sonntag, 06.01.2013:

10:00 Uhr, Kreuzkirche

Montag, 07.01.2013:

19:00 Uhr, Krypta

am 7. um 7.

Eintritt: 10 €; erm. 7 €

Samstag, 23.02.2013:

19:00 Uhr, Kreuzkirche

Eintritt (Vorverkauf):

12 €; erm. 8 €

Sonntag, 24.02.2013:

10:00 Uhr, Kreuzkirche

Weihnachtskonzert der Stadtwerke Bonn

J. G. Rheinberger: Stern über Bethlehem

• Solisten, VOX BONA, Sunday Morning

• Beethoven Orchester Bonn

Leitung: Stefan Blunier

Mitternachts-Mette an Heiligabend

G. A. Homilius: „Ein hoher Tag kömmt“

• Ensembles der Kreuzkirche

• Stefan Horz (Orgel)

Leitung: Karin Freist-Wissing

Festliche Neujahrsmatinee –

„Wie schön leuchtet der Morgenstern“

Werke von Buxtehude, Bach, Dubois u.a.

• Stefan Horz (Orgel)

Gottesdienst zum Dreikönigstag

J. S. Bach: Weihnachtsoratorium, Teil 6

• Solisten, Kantorei und Orchester

Leitung: Karin Freist-Wissing

„Karmic Episode“

• Roger Hanschel (Altsaxophon)

Festliches Konzert für Bläser und Orgel

Werke von Gabrieli, Massaino, Bach u.a.

• Bläserensemble der Kreuzkirche

Leitung: Thomas Ludes

• Stefan Horz (Orgel)

Gottesdienst mit dem Orchester

G. Ph. Telemann: Streichersuite G-Dur

Leitung: Karin Freist-Wissing

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Verkündigung durch Musik

Interview mit Orgelbauer Philipp C. A. Klais

und Organist Stefan Horz

Bergmann-Brzóska: Herr Klais, Sie bauen Orgeln für große Kirchen

und Konzertsäle in der ganzen Welt. Morgen fliegen Sie beispielsweise

für ein neues Projekt nach Asien. Was reizt Sie da an solch einer

kleinen Orgel für die kleine Krypta der Kreuzkirche?

Klais: Es kommt nicht auf die Größe an, sondern auf die Qualität. Wir

Orgelbauer haben den schönsten Beruf, weil wir in den schönsten

Räumen der Welt arbeiten dürfen. Ich habe zusammen mit Herrn

Horz vor einigen Jahren die Krypta besucht und war fasziniert von

diesem sehr schönen, intimen und geschlossenen Raum. Was mich

nicht beeindruckt hat, war die schreckliche Sperrholzwand hinter

dem Altar.

Horz: Sie gehört nicht zum eigentlichen Raumkonzept der Krypta, sondern

ist von einer Kunstausstellung übrig geblieben. Wenn die Platte

wieder weg kommt, öffnet sich der Raum ein ganzes Stück weiter.

Klais: Dadurch wurde die Krypta in ihren Dimensionen entstellt. Es

muss also darum gehen, den Raum hinter dem Altar auch wieder als

sichtbaren Raum zu integrieren. Das eröffnet die Möglichkeit, eine

ganz neue Vision zur Nutzung zu entwickeln.

Bergmann-Brzóska: Sie haben beide bereits

viel Zeit und Energie in die neue Krypta-Orgel

investiert. Was war Ihnen, Herr Klais, als Orgelbauer

in diesem Entstehungsprozess besonders

wichtig?

Klais: Für mich war von Anfang an klar, dass

das Instrument transparent sein muss und

dass ich von allen Seiten darum herumgehen

kann. Den eigentlich vorhandenen transparenten

Durchgangsbereich wollte ich nicht

mit einer Mauer verschließen, die Größe des

Raums soll in ganzer Länge erlebbar bleiben.

© Ivo Mayr, Aachen

Philipp Klais:

Handwerker und Visionär

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© Benjamin Hupfer

Stefan Horz:

Musiker in Zeit und Raum

Ich möchte dem Altar aber einen Rücken, einen Abschluss geben.

Daraus ist die Idee entstanden, der Orgel, als Dienerin der Liturgie, einen

Ort zu geben, an dem sie – für jeden zugänglich – wahrnehmbar

und in ihrer Technik erlebbar ist. Dieser musikpädagogische Ansatz ist

eine Chance, denn wir sind alle begeistert von interaktiven Museen,

in denen wir etwas drehen und schrauben, mit den Fingern erspüren

oder ausprobieren können. Und genau so etwas möchten wir im Bereich

der Orgel haben.

Bergmann-Brzóska: Und worauf haben Sie, Herr Horz, als Kirchenmusiker

besonderen Wert gelegt?

Horz: Ein Wunsch von mir war, dass die Orgel eine etwas ungleichstufige

Stimmung hat. Für das Spielen von alter Musik, die zu meinen

Schwerpunkten gehört, ist das relevant. Die Orgel bleibt trotzdem alltagstauglich

für Gottesdienste und Vertretungen.

Unsere jetzige Orgel ist nicht konzert- und eigentlich auch nicht gottesdienstfähig.

Vieles kann man mit ihr nicht machen. Sobald für ein

Konzert eine Orgel gebraucht wird, wuchten wir immer die kleine

Truhenorgel von oben die Treppe herunter. Die, die dabei mithelfen,

wissen, wie schwer sie ist.

Wir feiern in der Krypta die gleiche Zahl an Gottesdiensten wie oben

und dann spielt man immer auf einem „Hilfsinstrument“. Außerdem

gibt es viele Sondergottesdienste in der Krypta mit Wünschen zur Orgelmusik.

In der Vergangenheit mussten wir

diese oftmals ablehnen – beispielsweise bei

der Gedenk-Trauerfeier von Otto Graf Lambsdorff,

bei Gottesdiensten der Landeskirche

oder Schulgottesdiensten. Deshalb müsste

dieser Verkündigungsraum eigentlich auch

entsprechend ausgestattet werden.

Bergmann-Brzóska: Die neue Krypta-Orgel ist

also etwas ganz Besonderes und Innovatives?

Klais: Ja, wir haben damals zusammengetragen,

was ein ganz besonderes, spezielles Instrument

ausmachen würde, was es in Bonn

noch nicht gibt – aber nicht aus der Aufgaben-

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stellung heraus, etwas Neues zu schaffen. Denn es gibt viel Neues,

aber nicht alles ist sinnvoll. Wir wollen eine liturgische Orgel, die eine

andere musikalische Ausrichtung als die große Orgel in der Kreuzkirche

hat. Sie soll kein Museumsstück sein. Sie wird zugänglich, von

allen Seiten erlebbar, durchsichtig im wahrsten Sinne des Wortes

und sehr interaktiv sein, für Kinder und Erwachsene. Dinge selber zu

„durchblicken“ , selber zu erfahren , das steht bei diesem Instrument

im Mittelpunkt. Deshalb hat die neue Orgel neben einem Motor auch

einen Balg mit einer mechanischen Pumpvorrichtung. Wir möchten

das Pumpen des Balges sichtbar machen, zeigen, welche Energie für

den Spieler bereitgestellt werden muss, damit dieser das Instrument

erklingen lassen kann.

Horz: Das ist auch in einem Konzert toll, denn der atmende Wind ist

ungleichmäßiger als maschinengeschöpfter Wind. Das ist dann näher

dran an einer singenden Stimme oder einer Flöte. Ansonsten ist die

Orgel eher eine Musikmaschine. Der Wind wird eingeschaltet, steht

dann da und ist gleich. Ursprünglich ist das nicht so gedacht gewesen.

Klais: Wir wollten eine Orgel schaffen, die basierend auf den Traditionen

vergangener Tage eine Vision für die Zukunft darstellt.

Horz: Der musikpädagogische Ansatz der Orgel ist einzigartig für

Bonn. In einer mittelgroßen Stadt wie Bonn, in der es etliche schöne

Instrumente gibt, ist das sehr wichtig, vor allem da die Kreuzkirche

selbst schon ein schönes Instrument hat. Die völlige Transparenz und

Musikpädagogischer Buchtipp für Kinder und Erwachsene

Die Orgel ist die Königin der Instrumente, faszinierend

und mächtig im Klang. Sie beeindruckt mit ihrer

Schönheit und Vielfalt, ist aber auch kompliziert

und voller Geheimnisse. Man weiß fast gar nichts von

dem, was sich hinter ihrer prachtvollen Fassade befindet.

Wie viele Pfeifen hat eine Orgel, wie funktioniert

sie, und wie sieht eine Orgelbauwerkstatt aus?

Das alles und vieles mehr wird in dem Buch mit Hilfe

von lebendigen, informativen Bildern und kurzen Texten

erzählt.

Ksenia Bönig: Das große Buch der Orgel. Hrsg. vom Bund Deutscher Orgelbauer

(BDO), 2011, 28 Seiten, € 19.50, ISBN 978-3-00-034534-0

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Visualisierbarkeit des Orgelspiels ist eine innovative Idee, die auch

den Bau dieser Orgel rechtfertigt.

Und sicherlich ist auch die ungleichstufige Stimmung, die ich mir gewünscht

habe, etwas Besonderes für Bonn, wenn auch etwas subtil.

Klais: Mit diesem Instrument hat man unendlich viele Möglichkeiten.

Es geht aber nicht darum, sich als Gemeinde solch eine Orgel als musikalisches

Spielzeug zu leisten. Das wäre der falsche Ansatzpunkt,

denn es geht darum, Menschen zu erreichen, zu begeistern und auch

musikalisch weiterzubilden – eine Kernaufgabe der Kirchen.

Bergmann-Brzóska: Könnten Sie denn direkt mit dem Bau der Orgel

anfangen, Herr Klais?

Klais: Theoretisch ja. Eine Orgel braucht aber immer eine gewisse Zeit,

um „zu wachsen“. Unsere Werkstatt ist extrem traditionell. Wir nehmen

die Holzauswahl sehr sorgfältig vor, denn eine Orgel ist darauf

angelegt, Jahrhunderte zu überdauern. Wir verwenden nur Stämme,

die zwischen 180 und 220 Jahrringen haben, und achten auf einen

verantwortungsvollen Umgang mit dem Rohstoff.

Bergmann-Brzóska: Welche neuen Möglichkeiten würde die neue Orgel

– z.B. bei den Konzerten „am 7. um 7.“ – bieten, Herr Horz?

Horz: Mit der neuen Orgel wäre das ganze Repertoire der Orgelmusik

möglich. Es gibt so viel schöne Musik – speziell für kleine Orgeln und

kleine Räume: Hausandachten von Bach, Schübler-Choräle, Werke

von Buxtehude. Ich könnte mir auch Kammermusik mit erweitertem

Quartett oder die Orgel als Begleitinstrument zu einer Geige, Flöte

oder zu Gesang vorstellen. Die neue Orgel würde auch die Möglichkeit

bieten, die Musik einzuführen bzw. moderierend zu spielen.

Ideen habe ich unendlich viele. Wir setzen auch heute schon einiges

um, aber manches macht man nicht, weil man eben nicht andauernd

und für alles, die Truhenorgel herunter und wieder herauf schleppen

möchte. Dann entfällt auch vieles, weil es eben zu aufwendig ist.

Die neue Orgel ergänzt sofort die Möglichkeiten – auch um manches,

was man jetzt vielleicht noch gar nicht weiß.

Unterstützen auch Sie dieses einzigartige Projekt und spenden für die

neue Orgel – auf das Konto 1011 35 1014 der Kreuzkirchengemeinde

bei der KD-Bank Duisburg (BLZ 350 601 90), Stichwort „Kryptaorgel“!

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Dichter der Kirche

Zum 70. Todestag von Jochen Klepper

„Wir sterben nun – ach, auch das steht bei Gott – Wir

gehen heute nacht gemeinsam in den Tod. Über uns

steht in den letzten Stunden das Bild des Segnenden

Christus, der um uns ringt. In dessen Anblick endet

unser Leben“

Das ist der letzte Eintrag Kleppers in seinen Tagebüchern vom 10.

Dezember 1942, dem Donnerstag vor dem 3. Advent. Wenige Stunden

zuvor hatte Adolf Eichmann die Ausreisegenehmigung der

Tochter abgelehnt. In der folgenden Nacht nahm sich Jochen Klepper,

einer der bedeutendsten protestantischen Schriftsteller und

Liederdichter des 20. Jahrhunderts, in Berlin zusammen mit seiner

von der Deportation bedrohten jüdischen Frau und der Stieftochter

das Leben.

Der schlesische Pfarrerssohn wollte selbst Pfarrer werden. Nach dem

Abbruch des Theologiestudiums arbeitete er in Breslau und später in

Berlin als Journalist und Schriftsteller. Seinen größten schriftstellerischen

Erfolg erzielte Klepper mit dem 1937 erschienenen Friedrich-

Wilhelm-Roman „Der Vater“. Im Jahr darauf erschien seine Gedichtsammlung

„Kyrie“ – ein Erfolg, nicht nur bei Theologen, Kantoren

und Komponisten.

Jetzt wurde Klepper als das wahrgenommen, was er immer sein

wollte: ein protestantischer Dichter, ein Dichter der Kirche. Von keinem

Dichter des 20. Jahrhundert gibt es so viele Lieder im Evangelischen

Gesangbuch wie von Jochen Klepper, 12 Kirchenlieder, drei im

katholischen Gotteslob. Zu den beiden bekanntesten Liedern zählen

das Morgenlied „Er weckt mich alle Morgen“ und das Adventslied

„Die Nacht ist vorgedrungen“.

Joachim Rott

Veranstaltungshinweis

Markus Baum, Verfasser der jüngsten Biographie von Jochen Klepper,

spricht am Donnerstag, 13. Dezember 2012, um 16:30 Uhr im Evangelischen

Gemeindeforum Auerberg (Helsinkistr.4).

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Musikkultur leben.

Wir begeistern uns für die einzigartige Musikkultur in der Bonner

Kreuzkirche. Wir pflegen die traditionelle Kirchenmusik und sind

gleichzeitig neugierig auf ungewöhnliche musikalische Erlebnisse.

250 aktive »Kruzianer« musizieren auf professionellem

Niveau und erreichen in Konzerten, Gottesdiensten und spektakulären

Großprojekten viele Menschen, Zuhörer ebenso wie Musiker.

Wir präsentieren eine lebendige und vielfältige Musikkultur

für Musikbegeisterte:

Breitenmusik vom Kinderchor über den preisgekrönten Kammerchor

bis zur Kantorei, von der Orgel über das Barockensemble

bis zum Sinfonieorchester, vom Choral über das Oratorium bis

hin zu zeitgenössischer, experimenteller Musik.

Lebendige Musikkultur

zwischen

Tradition & Innovation

Tradition und Innovation gestalten.

Dank des finanziellen und ideellen Engagements der rund 250

Mitglieder auf der Bühne und hinter den Kulissen entstanden in

den letzten Jahren außerordentliche Projekte: Mitsingkonzerte,

Sinfonie- und Solokonzerte, Rundfunk- und CD-Produktionen

und Live-Mitschnitte, Musikreihen wie das Bachfest und »am 7.

um 7«, erfolgreiche Teilnahmen an internationalen Wettbewerben

und szenische Musiktheateraufführungen wie die Johannespassion.

Musikbegeisterung teilen.

Werden Sie Mitglied und genießen Sie das Musikleben in der

Kreuzkirche!

Seit 1996 vereint der Freundeskreis Musikschaffende und Konzertpublikum

in anregendem Austausch und aus Freude an der

Musik. Seien Sie dabei und erhalten Sie regelmäßige Informationen

zum Konzertprogramm sowie Konzertkarten und CDs aus

der Kreuzkirchenedition zum Vorzugspreis. Wir freuen uns auf

Sie und wünschen Ihnen anregende musikalische Eindrücke!

Am 2. Adventssamstag, den 8.12. um 15.00 Uhr laden wir alle

unsere Mitglieder zu unserem »Danke-Schön-Konzert« in die

Kreuzkirche ein. Freunde und Bekannte unserer Mitglieder sind

ebenfalls herzlich eingeladen. Die Eintrittskarte für Sie und Ihre

Freunde ist Ihr Mitgliedsausweis.

Freundeskreis Musik

in der Kreuzkirche e.V.

Adenauerallee 37

53113 Bonn

freundeskreis@

kreuzkirchenmusik.org

http://freundeskreis.

kreuzkirche-bonn.de/

Vorsitzender:

Dr. Hans Martin Giesler

Sparkasse KölnBonn

Konto-Nr. 190 035 65

BLZ 370 501 98


Aus der Landeskirche

Präses-Wahl mit drei KandidatInnen

Während der Landessynode 2013, die vom 06.01. bis

12.01.2013 in Bad Neuenahr tagt, wird der bzw. die

Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) neu gewählt, da

Präses Nikolaus Schneider in den Ruhestand tritt.

Drei KandidatInnen sind für die Nachfolge vorgeschlagen:

Die bisherige Vizepräses Petra Bosse-Huber (Wuppertal), Dr. Ellen

Ueberschär (Fulda) und Oberkirchenrat Manfred Rekowski (Wuppertal).

Die Kandidatur von Frau Dr. Ueberschär

ist eine echte Überraschung, weil das

rheinische Präses-Amt bisher immer intern

besetzt wurde. Mit Frau Dr. Ueberschär tritt

also erstmals eine Kandidatin „von außen“

an. Man darf gespannt sein, wie die Landessynode

sich entscheidet.

Darüber hinaus sind weitere haupt- und

nebenamtliche Mitglieder der 16-köpfigen

Kirchenleitung (Präsidium der Landessynode)

neu zu wählen. Auch der langjährige

Leiter des Landeskirchenamtes,

Vizepräsident

Christian

Drägert, tritt in

den Ruhestand.

Pfarrer

Gerhard Schäfer

© www.ekir.de

© www.ekir.de

Sie kandidieren für das höchste Repräsentantenamt der rheinischen

Landeskirche: Vizepräses Petra Bosse-Huber (oben), Oberkirchenrat

Manfred Rekowski (links) und Dr. Ellen Ueberschär (rechts).

© www.ekir.de

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Reformation und Toleranz

Das Jahr 2012 mit seinem Thema „Reformation und

Musik“ geht zu Ende und ein neues Themenjahr im

Rahmen der Lutherdekade beginnt. So lautet das Thema

für 2013 „Reformation und Toleranz“.

Das Jahresthema ist nicht einfach: Für Toleranz sind

zwar irgendwie (fast) alle. Doch schon bei der Definition

des Begriffs zeigen sich Probleme. Wo beginnt Toleranz für mich,

wo hört sie auf? Wo liegen für mich ihre Wurzeln und ihre Widerstände?

Ist das Kreuz Christi ein christliches Sinnbild für unbedingte Toleranz?

Es geht auch selbstkritisch um die „Schatten“ der Reformation;

d.h. um die Frage, wie intolerant die Reformation und die Reformatoren

– die zunächst ja selbst verfolgt wurden und um Toleranz und

Akzeptanz kämpfen mußten – gegenüber Andersdenkenden waren.

Äußerer Anlass für diese

Fragen sind zwei kirchenhistorische

Jubiläen im

Jahr 2013: der 450. Jahrestag

der Entstehung des

„Heidelberger Katechismus“,

des von Johannes

Calvin entwickelten Reformierten

Katechismus (das

„Gegenstück“ zu Luthers

Kleinem und Großen Katechismus)

und der 40.

Jahrestag der „Leuenberger

Konkordie“, die 1973

Themenjahr 2013 der Lutherdekade – Schatten

der Reformation. Der lange Weg zur Toleranz!

versuchte, eine lange Auseinandersetzung zwischen Reformierten

und Lutheranern im Abendmahlsverständnis zu beenden und beiden

evangelischen Konfessionen die gemeinsame Feier des Abendmahls

zu ermöglichen. Ein Thema zum Nachdenken also!

Pfarrer Gerhard Schäfer

© Katrin Binner / www.ekd.de

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Gottesdienstplan

Dezember 2012 - Februar 2013

01.12. 18.00 Uhr Wochenschlussgottesdienst Pfr. Petrat

02.12. 10.00 Uhr 1. Advent Pfr. Petrat

Kantate zum Mitsingen:

G.A. Homilius: „Ein hoher Tag kömmt“

08.12. 18.00 Uhr Wochenschlussgottesdienst Pfr. Schäfer

09.12. 10.00 Uhr 2. Advent Pfr. Schäfer

15.12. 18.00 Uhr Wochenschlussgottesdienst Pfr. Petrat

16.12. 10.00 Uhr 3. Advent Pfr. Petrat

Familiengottesdienst,

anschl. Weihnachtsbaumschlagen

22.12. 18.00 Uhr Wochenschlussgottesdienst Vikarin Roth

23.12. 10.00 Uhr 4. Advent Vikarin Roth

24.12. Heiligabend

16.00 Uhr Familien-Christvesper mit Krippenspiel Pfr. Petrat

18.00 Uhr Predigt-Christvesper mit Musik Pfr. Schäfer

24.00 Uhr Mitternachts-Mette mit Chormusik Pfr. Petrat

25.12. 10.00 Uhr 1. Weihnachtsfeiertag Pfr. Schäfer

26.12. 10.00 Uhr 2. Weihnachtsfeiertag Vikarin Roth

Singegottesdienst

mit Weihnachtslieder-Wunschsingen

30.12. 10.00 Uhr 1. Sonntag nach dem Christfest Vikarin Roth

31.12. 18.00 Uhr Altjahresabend Pfr. Petrat

05.01. 18.00 Uhr Wochenschlussgottesdienst Pfr. Petrat

Liturgische Nacht zu Epiphanias

06.01. 10.00 Uhr Epiphanias Vikarin Roth

12.01. 18.00 Uhr Wochenschlussgottesdienst Pfr. Schäfer

13.01. 10.00 Uhr 1. Sonntag nach Epiphanias Pfr. Schäfer

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19.01. 18.00 Uhr Wochenschlussgottesdienst Pfr. Petrat

20.01. 10.00 Uhr Letzter Sonntag nach Epiphanias Pfr. Petrat

26.01. 18.00 Uhr Wochenschlussgottesdienst Pfr. Schäfer

27.01. 10.00 Uhr Septuagesimae Pfr. Schäfer

02.02. 18.00 Uhr Wochenschlussgottesdienst Pfr. Petrat

03.02. 10.00 Uhr Sexagesimae Pfr. Petrat

09.02. 18.00 Uhr Wochenschlussgottesdienst Pfr. Schäfer

10.02. 10.00 Uhr Estomihi Pfr. Schäfer

16.02. 18.00 Uhr Wochenschlussgottesdienst Pfr. Petrat

17.02. 10.00 Uhr Invokavit Pfr. Petrat

23.02. 18.00 Uhr Wochenschlussgottesdienst Pfr. Schäfer

24.02. 10.00 Uhr Reminiszere Pfr. Schäfer

02.03. 18.00 Uhr Wochenschlussgottesdienst Vikarin Roth

03.03. 10.00 Uhr Okuli Vikarin Roth

Die Wochenschlussgottesdienste finden in der Krypta der Kreuzkirche

statt, die Sonn- und Feiertagsgottesdienste mit anschließendem

Kirchenkaffee in der Kreuzkirche.

Abendmahl

Kindergottesdienst

Offene Kreuzkirche

Die Kreuzkirche ist zur Besinnung und Besichtigung

dienstags bis samstags von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr

und sonntags von 9.00 Uhr bis 14.30 Uhr geöffnet.

Die Mitglieder des Arbeitskreises „Offene Kreuzkirche“ ermöglichen

allen Interessierten, unsere Kirche zu erkunden oder im Alltag kurz

inne zu halten.

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