Gabriel (PDF, 1010 kB) - SPD Kempten (Allgäu)

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Gabriel (PDF, 1010 kB) - SPD Kempten (Allgäu)

Von der eulopäls.hen Flna|l'j(rlsc über die neue.Ail€matlve lllr Deuts.hländ" bls zu Verbratrclrerthenen relchte das SDeHrum

bei der unterhalLämen Dlsl(urslon arlsclrer Cs|J-slaatssekretllr Dr. Cerd Müller (lm Elld äusnahmswetse ttnkr) und de; Voßttzenden

der Bündei-SPD, Slgmär G.brlel (üntypisdr rechb), tm lheatersäatd€s Httdegärdteclnnasiums. Antass war dte ,Europ:iische

WochC', die ||llt Schülem der 11. ,ährgängsstufe behandett wurde.

Werbung für die Demokra tieqi,-.rt

Diskussion SPD-Chef Sismar Gabriel und Staatssekrerär

Gerd Müller (CSU) rufen im ,,Hilde" auf, sich in Politik einzumischen

Kernphn Tosenden Applaus fi:r zwei

Politiker untenchiedlicher C,oüleur

- das gibt es nicht ale Tage. cestem

schon. Im Hildegardb-cynnasium

machter SPD-Voßitzender Sigmar

Gabdel und Csu-Staatsseketär

Dr. Gerd Mü[er Igerbung fijr die

D€mokmtie ulld ein ftiedliches Europa

- sowobl wördich als äuch mit

ibrem freundlich-spitz geführten

Disküs. Dabei trafen sie mit der

elften Jab4angsstufe auf bestens

vorbereitete, interessierte Zuhörer.

Für Rededisziplin sorgten die

Moderatoren Cfuistian Zimmermann

und Sebastian Mauus (beide

Q 11) mit einem clöck€hen. Das erklang

alerdinss nicht oft - beide Po-

Iitiker versuchten, möglicbt pr?izise

aui di€ Fmgen der SchiLler einzugehen.

Schnef kristallisierte sich heraus,

dass die großen VolksparteieD

sich in wichtigen Fragen €inig sind.

Das grühdsätzliche Bekemtnis zu

Europa fiel MüLller ünd cabriel

leicht. Als Geschenk sei es zu betraahterL

dass die Nacl*riegsgeneration€n

in keine bewafheten Konflikte

mehr venvickelt waren. Und

für die Exportnation Deutschland

sei der europäische Birmenmarkt

überhaupt nicht wegardenken.

Mit den Eu-Finanzen nahmen es

die Jugendlichen genau. ,,Stimmt es,

dass die Kosten fiiI die Abschaftung

des Eu.ro höher w?iftn als die füi den

'Erhalt?"J wollte etwa Jonathad

Raffler wissen. Vieles sFeche für

diese Velmutürg, antwortett cabdel.

Um die Folgen der Finanzkrise

aufzufaDgen üDd äbnliche Entwicklungen

künftig zu vemeideA

souter die Banken als Ven$acher

stärker in die Pflicht genommen

werdm. Solidadsch müsse man weiterhin

mit LäDdem wie Gdecheflland,

Portugal, Spanien umgehen -

ande(enfalls treibe man einen Keil

dürch Europa. Mit fatalen iDtemationalen

Folgen: ,,Entweder Euopa

bat eine gemeinsame Stimme oder es

hat gar keine Stinrme.

Ob nun die Griechen mit der cemeinschaftswährmg

aüf Dauer besser

fahren, müssten sie selbst entscheiden,

m€int€ Müller. Er wehte

sich alerdings dagegen, die Schulden

von L:indern zu ,,vergemeinsclFften",

die sich nicht an die Regeln

in den europäisch Verrägen

hielten: ,,hgendwann wird sonst die

Steuerlast bei üns zu hoch, währeDd

arderswo Finanzluie das c€ld ein-

Alexander Rauh interessierte,

,,warurn die Tü*ei so lange hiDsehalteD

wird" als potenzielles Beitdttsland.

Die geographischen

Grenzen fühte MüIer dazu an, aber

, auch kultulelle und wltschaftliche.

Dazu brauch€ es elst einmäl Reformen

in der EU mit ihien ,,bekloppten

Stuktuen", meinte Gabnel

der ebenfalls eine DistaDz zu Kultur

und Religior sah.

,,Lobenswerte" Aktionen

zu En/opa im Internel

Mit der küülich diskutierten Pd!ätisierung

der Trinkwasserve$orgung

beschjiftigte sich unter anderem

Melissa l0ahler.,,Entschieden

dagegen", wandte sich Gerd MüIer.

Signar Gabriel will auch Bereiche

wie Bnergiev€$orgung oder das

VerkelrsDetz nicht allein den Gesetzen

des freien Marktes urlterwerfen.

Begeistert zeigte er sich von der

VeIe der Entrüstung, die via Inter-

Det in Brüssel ar den lgasserplänen

anlam: ,,Iflichtig ist, dass die l,€ute

sich in €iner demokatischen Offendichkeit

ah den Entscheidmgen

beteiligen. " MüIe$ Variante: ,,Demokratie

lebt davon, dass die l-eute


grerung M€ el aus Angst vor

den Folqen alles daflir, däss

Criechenland in def Euro-Zone

bleibe. ,,Der Domino-Effekt ist

der Crund, warum Merkel etwas

andergsagt als ihr staatssekretär

hie/" läsEne er.

Unteßchiedliche Auffas5unqen

vertraten beide beim

ihema Türkei-Beit tt in die EU.

,,Wir sind gegen einen Beitritt

als Vollmitqlied", sagte Müller

unmissverständlich. Stattde5-

sen plädierterfür eine Privileqi€rte

Padnersahaft. In diesem

Zusammenhang stelle sich

aber die grundsätzliche Frag€

Werden wohl keine Freunde mehr lüß Leben: sPD-Parteichef

nach deh Ctenzen Europas.

Sigmar Gabriel (vorne) und Csu_Staatssekretär Dn cerd Müller

,,Wir überdehnen diese", so

im Hildegardis-Gymnaslum.

Müller. D;s habe sich schon bei

Kempten - Nicht wenige Bürgerli(he

befürchten undlbe-

e|'t mit d€m Zusammenwach-

gezeigt. Nichts desto rotz

5chichte des Kontinents, die der Aufnähme Criechenlands

klagen €ine zunehmende sen nach dem Zweiten W€ltk

eg zur Ruhe gekommen sei. machen, wie sie mit tändern

müsse sich die EU Cedanken

Sozialdehokratisierung von

cDU und csu. Tat5ächli(h ,,lhr seid die erste Ceneration, wie der Türkei oder Ukraine

rind die Unterschied€ in vielen

Bereichen zwischen rot Europa erleben - das isteinma-

die 70 lahfe ohne Kfieg in künftig umgehen wolle.

Grenzen sind erreicht

und schwarz mittl€rweile liq in der Ceschichte DeutschlandY',

sagte er. Allerdings: Der 5PD-Parteichef äußerte q

=.

iehr gering, wie am Dlenstag

bei ein€r Diskusrion zwisch€n ,,Europa darfunser Leben ni.ht dagegen Veßtändnis für den

dem CSU-Bun.lestagsabgeordneten

Dr. Cerd Müller Ans€hließend sollten si.h die wüfden diese seit lahren von

bis ins kleinste Detail regeln.J' Arger der Tü en. s€hließlich

und sPD-Parteich€t slgmar beiden Berliner Politikerzu den sämtlichen Bundesregierungen

- au€h der aktuellen -

Cabriel am Hlld€gardis-Cym-drenasium d€utlich wurde. So krise, Verbraucherpolitik und

Themenbereichen Finanz-

hingehalten.

,,K€in Wunder, dass

c)

g€ring, dass selbst Cabriel Politik allgemein äußern. die ninksauer sind." Andererseit

stoße die EU in.ihrer jetzi-

d€n perplex€n Müller b€im Sowohl cabriel als auch Müller

gaben ein klares Bekenntnisqen Form an ihre Crenzen

Thema Europa fragte, wo

denn ;lch weiß nicht, wie wir die

i€tzt genau der Unterrchied

zwi5€h€n sein€r und Eüro", betonte der staatssekre" Türken auch noch integrieren

zum Euro ab. ,,Wh stehen zrm

Cabriels Position liege. Der tär, während Cabriel sagte: sollen", so Gabriel. Dahef +

Allgäuer hatte in dem Mo' ,,Man muss zusammenhaltenschlug er ein ,,EuroPa der unteßchiedlichen

Ceschwindi9- c

ment darauf zwar keine Antwort,

im Verlauf d€r

keiten" vor ,,Die EU muss sich

und dad das nicht auseinan-

=i.

kurzweiligen Diskussion kristallisiert€n

sich dann aber

heute nicht handlungsfähig."

reformieren, sie ist ja schon d

,Katastrophale Lage(

doch di€ ein oder ancleren

Einer Meinung waren so-lvohl

c:

Kontroverser diskutienen sie

feinen Unterschiede h€mus. das Thema Criechenland bzw. der sozialdemokrat alt auch

Unter5chiedlicher hätten die der Einführung eines Nordund

eines Südeuros. MüllerTrinkwasseprivatisierung.,,Wr

6'

der christsoziale beim Thema

Politiker nicht sein können, die

sich anlässlich der Europawo-wiech€ vom 5. bis 12. Mai am schon damals gegen die Auf-

wird zu keiner Liberalisierung

dafauf hin, dass CDU/CSIJsind entschieden clagegen - es N

Dienstag mit d€n 11. Klassennahme Cri€chenlands in die EU kommen", bekfäftigte MÜller

d€s Hildegardis-Cymnasiums gewesen teien - sPD und und Cabrielsagte: Wir müssen

trafen, um di€ Fragen der Crüne aber dafür. Dieser Fehler klar rtellen, dass es Entschei-

gibt, die man nicht

schülef zu beantworten und äche sich nun. Seine Solidari-dungen gelte der lugend und der d.em privaten CewinnsÜeben

die Zukunft def EU zu diskutie-tärcn:

auf der einen seite der cesellschaft, nicht ab€r dem unterwift." Verwunclet zeigte C

kleine, etwas rundliche Cabriel, griechischen staat.,,Die haben er sich allerdings dadber, dass

der locker und gewitzt daher die niedrigen Zinsen genutzt, Müller mit der Regierungtkoalition

gegen Anträge gegen die

plauderte. Auf der anderen um neue schulden zu machen",

so Müller Sollte C e- Tilnkwasserprivätisierung ge-

Seite Müll€r, schlank" groß und

immer etlva steif wifkend. ch€nland die Eurozonestimmt habe (der Kre,sbote berichtete).

Doch schon beim einleiten-verlasseden

Statement zum Thema of-

niemand im Weg stehen", be-

Beim Thema ällgemeine Poli-

wollen, ,,wird ihm

fenbärte 5ich, dass die tonte er. Cabriel wiederum tik herßchte wiedef Einigkeit.

Standpunkte der beiden so unteßchiedlich

nicht sind. Beide ,,katastrophale Lage". Es mü55edemokratischer

Teilhabe an po-

konstatierte G €chenland eine Beide betonten die Wchtigkeit

hoben die enorme Eedeutungab€r

im Interesse Deutschlandslitis€hen

Prozessen .und die Bedeutung

der gfoßen

eines vereinten Eurcpa hervor sein, dass die Crie€hen wiedef

und betonten, dass es keineAltemative

gebe.,,Es wird damuf ,,Wir häben ein Rieseninteresse itdlienisch€n Veftältnisle",

auf die Beine kommen worden: Volksparteien.,,lch will keine

ankommen, dass wir zusammen

halten", sagte Cabriel mit geht - denn dann kaufen 5ie Cabriel sinnierte indes über

daran, dass€s den anderen gut mahnte Müller 5ozialdemokrat

Blick auf aufstrebende Riesen-aucreiche wie china oder Indi€n. Müllef warf er an diesef Stelle Volksabstimmung wäre ein

unsere teuren Produkte." Volksabsti|nmungen:,,Eine

Müller hingegen verwies auf vor, nicht ehrlich zu sein. Mittel gegen den Zynismus in

die historisch bewegte Ce- Schließlich tue gerade die Re- d€r Politik."

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