ARMEE Aktuell 1/2005 - Führungsunterstützungsbrigade 41 / SKS

fubr41.ch

ARMEE Aktuell 1/2005 - Führungsunterstützungsbrigade 41 / SKS

Nr.1/März 2005

Zeitschrift der FU Brigade 41

Im Dienst an der eiskalten Front: Die FU Br 41 am WEF 2005

Blitzschnell informiert dank der Richtstrahlbataillone

Das «Obligatorische» bleibt bestehen


Inhalt

Aus der Führungsunterstützungsbrigdade 41

Aus dem Departementsbereich Verteidigung

3

Editorial des Brigadekommandanten

4

Die Soldaten und Kader des Ristl Bat 17

sorgen in eisiger Kälte für einen

reibungslosen Ablauf der Kommunikation

am WEF.

6

Militärische Führungsunterstützung im

Dienste von Wirtschaft und Politik

7

Guter Start für POLYCOM

8

Die FU Br 41 stellt sich vor:

Blitzschnell informiert dank der

Richtstrahlbataillone

10

Die FU Br 41 gibt sich ein neues

Kommunikationskonzept

I

II

VI

V

XVIII

XX

XXVI

XXVIII

XXX

XXXII

XXXV

XXXVIII

XXXX

XXXXII

XXXXIV

Editorial des Chefs der Armee

Task Force SUMA: Die Schweiz darf stolz sein

«Vor Ort wird die Katastrophe hautnah»

WEF 05: «Immer, wenn es um eine echte Aufgabe geht,

ist man präsent und voll motiviert»

«Ein gelungener Start für die neue Schweizer Armee»

«Rüstungsprogramme entstehen nicht spontan wie Einkaufszettel»

Generalstabsschule: «Labor omnia vincit improbus...»

Vom Durchdiener-Modell profitieren alle

Die Armee setzt auf kompetente Frauen

Die Luftwaffe trägt neu die Alleinverantwortung

Die Basis für eine zeitgemässe, vielseitige und gesunde

Ernährung der Truppe

Kein «Big Brother» in den Kasernen

Sport bewegt auch die Armee

Das «Obligatorische» bleibt bestehen

Impfungen: Gesundheitsvorsorge bereits bei

der Rekrutierung

Impressum

Armee aktuell – die Zeitschrift

für Armeeangehörige der FU Br 41

Erscheint zweimal jährlich

Herausgeber:

Chef der Armee

Kdt FU Br 41

Redaktion:

Kommunikationsgruppen:

Stab Chef der Armee

FST A, PST A, TSK HE, TSK LW, LBA, FUB,

HKA, FU Br 41

Layout und Produktion:

Kommunikationsbasis V

Administration:

Kommunikationsbasis V

Öffentlichkeitsarbeit

Stauffacherstrasse 14

3003 Bern

Internet:

www.vbs.admin.ch

www.armee.ch

www.fubr41.ch

© Gruppe Verteidigung

für sämtliche Inhalte

Sprachliche Gleichberechtigung: Wird

aus Gründen der Lesbarkeit nur die

männliche Form verwendet, sind Frauen

ebenso angesprochen.


Editorial

«Wir wollen die Besten sein!»

Unsere durch die Armeereform

neu geschaffene Brigade ist im

vergangenen Jahr erfolgreich gestartet.

Auf das enorme Engagement

von Ihnen allen bin ich

stolz, hat doch die Neuorganisation

und der Aufbau der FU Br

41 viel Zeit und Energie in Anspruch

genommen.

2004: Das Jahr des Aufbruchs

Das Jahr 2004 stand im Zeichen

des Aufbruchs: Alle 15 Bataillone

wurden von Grund auf neu

gegliedert und aufgebaut. Für

das Kader bedeutete das eine

immense Arbeit. Armeeangehörige

verschiedenster Truppengattungen

lernten sich kennen. Die

Dienstwege mussten neu definiert

und eingeführt werden. Im

ersten Wiederholungskurs galt

es, den Ausbildungsstand zu

eruieren, viel Neues zu erlernen

und mögliche Einsätze gezielt

vorzubereiten.

Der Stab der FU Br 41 schuf die

idealen Rahmenbedingungen für

die Führung und unterstützte

Chefs und Ausbilder aller Stufen.

Dazu führte der Stab diverse

Kurse für Kader und Spezialisten

durch, denn eine Truppe braucht

kompetente Kader mit dem notwendigen

Fachwissen.

Kommandanten für das Engagement

und die geleistete Mehrarbeit

in diesem Bereich.

Trotz erschwerter Bedingungen

wurde mit Begeisterung geplant,

vorbereitet und geführt. Motivation

dazu war sicherlich eine

charakteristische Eigenheit der

FU Br 41: Jeder Einsatz ist für

uns gleichzeitig eine Chance und

ein Ernstfall – denn jedes Mal

können wir unsere Kernkompetenzen

in der Führungsunterstützung

üben und gleichzeitig

unter Beweis stellen.

Sei es der Einsatz am World Economic

Forum 2004 in Davos, an

der Patrouille des Glaciers, beim

Betrieb von grossen Führungsanlagen

oder in Aufgaben der EKF-

Verbände. Es zeigt sich immer

wieder: Unsere Dienstleistungen

entsprechen einem Bedürfnis

und dienen Staat und Gesellschaft

in hohem Masse.

Ihnen allen, die Ihre Energie in

die FU Br 41 investieren und damit

zu einem gelungenen Start

beigetragen haben, gratuliere

ich zu diesem Erfolg und danke

Ihnen für Ihr Engagement und

Ihre Dienstleistung zu Gunsten

unseres Staates.




Information auf allen Stufen

sicherstellen.

Anspruchsvolle Ausbildungs--

ziele setzen und konsequent

kontrollieren.

Militärische Disziplin und soldatische

Formen durchsetzen.

Unser Produkt, die Führungsunterstützung,

wollen wir unseren

Kunden optimal präsentieren.

Unsere Brigade muss ihre Leistungen

«verkaufen» können.

Dieses Ziel erreichen wir nur

dann – und davon bin ich überzeugt

–, wenn jeder Angehörige

der FU Br 41 sein Bestes gibt.

Ich brauche in dieser Brigade

Leader, nicht Manager. Wir können

nur bestehen, wenn wir uns

alle fortwährend der technischen

und gesellschaftlichen Entwicklung

anpassen und unsere Aufgaben

für Volk und Staat mit Enthusiasmus

erfüllen. «Wir wollen

die Besten sein!» – dies ist meine

persönliche Motivation und

der Ansporn für meine Tätigkeit.

Ich erwarte von Ihnen allen diese

Haltung. Ob in der Ausbildung

oder im Einsatz, Ihre

Höchstleistungen sind gefragt.

Packen wir es an!

Brigadier

Willy Siegenthaler

Kommandant FU Br 41

Dass es beim Aufbau eines derart

grossen Gebildes wie der FU Br 41

mit rund 16'000 Angehörigen der

Armee auch Startschwierigkeiten

gab, versteht sich von selbst. Als

heimtückisch erwies sich die Personalplanung:

In der ersten Jahreshälfte

hatten wir mit Unterbeständen

zu kämpfen, ab August

standen uns Überbestände zur

Verfügung. Ebenfalls zu schaffen

machten uns Kinderkrankheiten

beim Personalinformationssystem

PISA und die fehlende Transparenz

im Dispensationswesen. An

dieser Stelle danke ich meinen

2005: Führen und fordern

Die Qualifikation unserer Brigade

misst sich unter anderem an den

Fähigkeiten der Kader. Ein guter

Chef




hat Visionen und motiviert.

schafft optimale Rahmenbedingungen.

führt und fordert.

Die ersten beiden Punkte bildeten

im vergangenen Jahr den

Schwerpunkt. Dieses Jahr steht

«Führen und Fordern» im Zentrum.

Das heisst:


Zu Besuch bei der Hightech-Einheit der FU Br 41 bei ihrem Dienst an der

eiskalten Front.

«Ich fahre dich zu Barbara, dort kannst du

übernachten»

Die Schneemassen drücken Äste vor den IMFS-Empfänger: Kpl Brodbeck

befreit die getarnten Empfänger von der weissen Pracht. Bei jedem

Signal-Unterbruch reagiert das System in der Standort-Zentrale

sofort mit einem durchdringenden Pfeifton. Die Mannschaft des Standortes

«Barbara» musste aufgrund des massiven Schneefalls einige

Male ausrücken.

Sie sorgen für einen reibungslosen Ablauf der

militärischen und zivilen Kommunikation am

World Economic Forum: die Soldaten und Kader

des Richtstrahlbataillons 17. In eisiger Kälte

und unter einer meterdicken Schneedecke stehen

sie rund um die Uhr im subsidiären Sicherungseinsatz

zugunsten der Land Task Force,

der Air Task Force sowie der zivilen Behörden.

Text und Bilder: Kaspar Fopp, Journalistenof FU Br 41

Die grellen Scheinwerfer am Eingang

zur Transportzentrale in

Mels tauchen die schneebedeckte

Landschaft in ein gespenstisches

Licht. Ein überdimensionaler

Schatten huscht über den

vereisten Vorplatz. Ein Soldat

tritt vor das Absperrgitter und

schiebt sich seinen Kevlar-Helm

in den Nacken, um eine bessere

Sicht zu erhalten. Er bewegt sich

schwerfällig und langsam – die

Splitterschutzweste hemmt ihn

sichtlich in seiner Bewegungsfreiheit.

Die klirrende Kälte

macht den Rest. Das Thermometer

zeigt in diesem Moment minus

acht Grad an. «Scheisse»,

flucht mein Fahrer, «jetzt hat

die Kälte sogar meinen Puch auf

dem Gewissen.» Die Gummi-

Dichtung der Hecktüre war eingefroren

und ist nun gerissen.

Der Fahrer knallt die Türe zu und

murmelt einen Fluch vor sich

hin. Selbst im Fahrzeuginnern

gibt es beim Sprechen gut sichtbare

Dampfwolken. So sehe ich

auch aus einer ziemlichen Entfernung,

dass die beiden Wachsoldaten

miteinander sprechen.

Beim Anfahren drehen die Räder

des Puchs auf der eisglatten

Strasse durch. Es ist Freitagabend,

der 28. Januar 2005 um

18.00 Uhr und es ist stockfinstere

Nacht.

Ich werde von der Transportzentrale

in Mels zu meinem Nachtquartier

in Sargans gefahren.

«Heute ist nichts mehr mit dem

Besuch dort oben», teilte mir

wenige Minuten zuvor Wachtmeister

Eberle im Büro der

Transportzentrale mit. «Wir müssen

den nächsten Versorgungstrupp

am Samstagmorgen abwarten.»

Mit «dort oben» meinte er

einen der zahlreichen Standorte

der IMFS-Knoten irgendwo im

tief verschneiten Hinterland von

Chur. Ich stelle mich also auf einen

gemütlichen Abend im geheizten

Zimmer ein. Für meinen

Fahrer ist der WEF-Einsatz bereits

zu Ende. Er wird um 18.30

Uhr abgelöst und in sein wohlverdientes

Wochenende entlassen.

Er wünscht mir ein möglichst

warmes Wochenende und

verschwindet im Schneetreiben.

«Ich habe den Befehl, täglich

zweimal Barbara, Fiona

und Regula zu besuchen»

Samstagmorgen um 08.00 Uhr,

es ist mittlerweile noch kälter

als am Vorabend. In den Morgennachrichten

war von Tageshöchstwerten

um minus zehn

Grad Celsius die Rede. Ich verdränge

den Gedanken an die Kälte

und steige in den Puch, der

mich abholt, um mich zurück in

die Transportzentrale zu bringen.

Dort herrscht emsiges Treiben.

Duros werden beladen und startklar

gemacht. Die Dieselmotoren

ächzen beim Anlassen in der

kalten Luft.

Mein Fahrer an den IMFS-Knoten

ist Soldat Frey. Wir fahren durch

einen engen Gang mitten im Fels

in eine unterirdische Anlage, um

das Mittagessen für die Besatzungen

von drei Knotenstandorten

einzuladen. Die Kartonschachteln

und Bidons tragen allesamt

Frauennamen – die Standorte

sind aus Gründen der Geheimhaltung

so benannt. Als

auch der Spätzlitopf «Barbara»

auf der Laderampe ist, starten

«Ich habe vermutlich den besten

Auftrag!» Sdt Frey steuert seinen

Versorgungs-Duro zum nächsten

IMFS-Standort. Die Fahrer der

Stabskp eilen von Fahrauftrag zu

Fahrauftrag und freuen sich jeweils

auf ihre obligatorische

Ruhezeit.


Der Versorgungsduro ist angekommen: Die Mannschaft von Standort

«Barbara» freut sich über warmen Spätzlitopf und eine frische Ladung

Brot und Milch. Der Versorgungstransport fährt zweimal täglich

und beliefert die getarnten Standorte mit Material und Lebensmitteln.

wir zu unserer Versorgungstour

im Calanda-Land. «Ich fahre dich

zu Barbara, dort kannst du übernachten»,

grinst mich Soldat

Frey an. Ich schmunzle und suche

unseren Weg auf der Karte.

11.00 Uhr, wir haben den ersten

Standort erreicht: Fiona. Wir

bringen Esswaren und die Post.

Mein Fahrer lacht: «Ich habe

vermutlich den besten Auftrag

in diesem Dienst. Ich muss ja

täglich zweimal Barbara, Fiona

und Regula besuchen. Das ist

doch ein schöner Befehl.» Gegen

12.00 Uhr – nachdem unser Duro

mit Schneeketten versehen wurde

– sind wir am Standort «Barbara»,

ziemlich hoch in den tief

verschneiten Bergen rund um

Chur. Hier werde ich bleiben.

Die Nächte bei Barbara sind

lang und kalt

Ich stehe mit meinem ganzen

Gepäck im Schnee. Der Versorgungsduro

verschwindet im

weissen Wald und irgendwo über

mir ertönt das dumpfe Grollen

einer F/A-18 unserer Luftwaffe.

Plötzlich tauchen aus dem

Nichts zwei Soldaten auf. Sie

haben mich erwartet und führen

mich in ein gut geheiztes Restaurant.

Im Hinterzimmer der

Gaststube empfängt mich Korporal

Brodbeck.

Der junge Übermittlungsgruppenführer

der Ristl Kp 17/2

weist mir im Untergeschoss einen

Schlafplatz zu und orientiert

mich kurz über Zustand und Besatzung

seines IMFS-Knotenpunktes.

Die Moral der Truppe

ist gut. «Meine Soldaten halten

den Wachplan selbständig bis

auf die Minute ein. Sie organisieren

sich und entwickeln sogar

Eigeninitiative», sagt er stolz.

Kpl Brodbeck erkundigt sich

nach der allgemeinen Lage.

Schliesslich bekomme man hier

oben nicht viel mit, meint er

entschuldigend. Ich gebe wieder,

was ich Minuten zuvor im Duro

in der Zeitung gelesen habe. Wir

setzen uns auf die Terrasse an

der Sonne und er erklärt mir geduldig

und ausführlich, wie das

IMFS funktioniert. Heisser Kaffee

hält uns warm.

Samstagnacht um 23.00 Uhr:

Wachablösung. Der Tag verlief

ruhig am Standort Barbara. Nicht

so in Basel, dort wird demonstriert,

hörten wir. Wir sahen

Hubschrauber starten. Mehr wissen

wir zurzeit nicht. Der abgelöste

Wachtrupp macht sich auf

den Weg von der IMFS-Station

zum Schlafplatz. Der zehnminütige

Fussmarsch wird bei minus

18 Grad zur Tortur. Die Nächte

sind lang und kalt. Nicht nur bei

Barbara, auch bei Fiona, Regula

und an allen anderen Standorten

frieren zur Zeit Soldaten und Kader

des Ristl Bat 17 in ihrem

Einsatz für einen reibungslosen

Ablauf des WEF 2005.

«Die Materialrückgabe wird

zu einer ziemlichen Übung

werden»

Sonntagvormittag um 11.00 Uhr:

Ich werfe meine Effektentasche

auf die Laderampe des Duros und

verabschiede mich von Kpl Brodbeck.

Er bleibt mit seinen Männern

bis Montag am Standort

Barbara. Dann heisst es Abbauen,

Aufräumen und Hinuntertransportieren.

«Das wird eine ziemliche

Übung», meint er. Dann lächelt

er aber wieder und sagt: «Wir haben

es ohne Mühe bis hierhin geschafft,

diesen letzten Teil packen

wir auch.» Soldat Frey begrüsst

mich im Cockpit seines

Duros und erkundigt sich nach

meinem Befinden. «Ich habe gut

geschlafen bei Barbara», lache

ich. Frey grinst und gibt Gas. In

anderthalb Stunden sind wir

wieder in Mels. Für mich ist der

Einsatz zu Ende. Ich denke an

die Mannschaften, die bis Freitag

mit der Materialrückgabe beschäftigt

sein werden. Für sie ist

das Engagement noch nicht abgeschlossen.

«Nehmen wir es in

Angriff», sagt ein Unteroffizier

im Vorbeigehen und klatscht demonstrativ

in die Handschuhe.

Offenbar hat man sich diese

Aufforderung bereits zu Herzen

genommen. Als ich zum Parkplatz

laufe, montieren zwei Soldaten

gerade einen der Scheinwerfer

am Eingang der Transportzentrale

ab.


Die FU Br 41 übernahm am WEF 2005 im Bereich der militärischen Telematik

die Führungsrolle

Militärische Führungsunterstützung im

Dienste von Wirtschaft und Politik

Die Telefon-Hotline wurde rund um die Uhr bedient.

Die FU Br 41 hat im Rahmen des Armee-Einsatzes

am WEF 2005 eine zentrale Rolle gespielt.

Sie übernahm die Aufgabe der Einsatzführung

sämtlicher militärischer Telekommunikationsund

Informatiksysteme. Ausserdem stellte sie

ihre Übermittlungsdienstleistungen sowohl militärischen

als auch zivilen Partnern zur Verfügung.

Text und Bilder: Michael Beer

Der Einsatz der Armee am WEF

2005 erfolgte zur Unterstützung

der zivilen Behörden, insbesondere

des Kantons Graubünden,

beim Schutz von Einrichtungen

und Konferenzteilnehmern. Als

Kommandant subsidiärer Sicherungseinsatz

führte der Chef der

Armee, Korpskommandant Christophe

Keckeis, die Land Task

Force und die Air Task Force. Neu

in diesem Jahr war, dass für die

gesamte militärische Telekommunikation

und Informatik ein unabhängiges

Kompetenzzentrum

gegründet wurde. Die so genannte

Einsatzstelle Joint Führungsunterstützung

(Eist Joint FU)

stand unter dem Kommando von

Brigadier Willy Siegenthaler und

wurde operativ vom Chef Einsatz,

Oberstlt i Gst Markus Minder, geführt.

Ihre Aufgabe war es, zugunsten

der militärischen Führung

Telematiksysteme wie zum

Beispiel das Integrierte Militärische

Fernmeldesystem (IMFS) sowie

Funksysteme (SE-435 / SE-

235) zu erstellen, zu betreiben

und zu unterhalten.

Ein Teil der mobilen Kommunikationsinfrastruktur

wurde wie

schon letztes Jahr durch das

Richtstrahlbataillon 17 und das

Führungsunterstützungsbataillon

23 bereitgestellt. In enger Zusammenarbeit

mit dem Berufspersonal

der Führungsunterstützungsbasis

wurde das durch die

Truppe erstellte IMFS an die permanente

Übertragungsebene angeschlossen.

Zu den Nutzern dieses

schweizweiten Sprach- und

Datenübertragungssystem zählte

unter anderem die Luftwaffe mit

ihren Informatiksystemen.

In der Eist Joint FU liefen alle

Drähte zusammen.

Ein Call-Center als Anlaufstelle

bei Problemen

Um bei Problemen schnell und

zielgerichtet reagieren zu können,

wurde in der Eist Joint FU

ein Call-Center eingerichtet.

Über eine einheitliche Telefonnummer

konnten sowohl die Benutzer

wie auch die Betreiber

der militärischen Telematikmittel

bei besonderen Vorfällen

rund um die Uhr an diese Hotline

gelangen. Dort wurden die

Anrufe gesammelt, nach ihrer

Dringlichkeit und Wesensart sortiert

und an die zuständigen

Spezialisten weitergeleitet.

Stieg beispielsweise auf einer

Übermittlungsstation ein Gerät

aus, genügte ein Anruf an die

Hotline, und eine der mobilen

Reparaturequipen wurde losgeschickt,

um das Gerät zu ersetzen.

Wurden nachrichtendienstlich

relevante Ereignisse, etwa

eine Sabotage an Übertragungseinrichtungen,

erfasst, konnte

diese Information sehr schnell

an die zuständigen Stellen weitergeleitet

werden. Handelte es

sich um ein Problem, das die zivilen

Behörden anging, wurden

diese entsprechend informiert.

Vorfälle grösserer Tragweite, die

für die Führung des WEF-Einsatzes

von entscheidender Bedeutung

waren, wurden ins «Tactical

Operations Center» weitergemeldet,

von wo aus das ganze Telematiknetz

rund um die Uhr überwacht

wurde. Je nach Art des

Vorfalls traf dort der Chef Einsatz

– nach Bedarf in Rücksprache

mit übergeordneten Stellen

– die nötigen Dispositionen. Bei

einem Ausfall grösserer Teile des

Richtstrahlnetzes wäre er so beispielsweise

in der Lage gewesen,

dessen Umbau oder Erweiterung

direkt zu kommandieren.

Vorwiegend Milizsoldaten

im Einsatz

Der fünf Wochen dauernde Einsatz

von Teilen der FU Br 41 am

WEF wurde auf allen Stufen mit

wenigen Ausnahmen von Milizangehörigen

bestritten. Diese

leisteten im Januar gestaffelt

ihren regulären WK. Rund vierzig

Richtstrahlpioniere und Korporale

waren bereits im November

2004 auf den neuen Systemen

(«IMFS plus») geschult worden

und standen nun als Fachspezialisten

an allen Standorten im

Einsatz. Alle übrigen wurden bei

Bedarf vor Ort einsatzbezogen

aus- und weitergebildet.


Gutes Echo für POLYCOM

Durchgängige Verbindungen,

einfache Bedienung

Am WEF 05 setzte die Armee erstmals in grösserem

Rahmen POLYCOM, das Sicherheitsnetz

Funk der Schweiz, ein. Die Benutzer profitierten

von der uneingeschränkten Kompatibilität zwischen

militärischen und zivilen Partnern und

schätzten die einfache Handhabung der Geräte.

Text und Bilder: Richard Dziagwa und Komm FUB

Überall, wo verschiedene Partner

im Krisenmanagement zusammenarbeiten,

ist der Sprechfunk

ein ganz grosses Thema: Beispielsweise

haben interkantonal

zusammengesetzte Sicherheitskräfte

oft Mühe, effizient zusammenzuarbeiten,

weil sie unterschiedliche

und wenig kompatible

Funkgeräte haben.

Für das WEF 05 hatte deshalb

die Bündner Regierung bei der

Schweizer Armee konkrete technische

Unterstützung angefordert:

In einem Teil des Sicherheitsdispositivs

Davos sollte ein

einheitliches Funksystem bereitgestellt

werden. Der Chef der Armee

genehmigte ein entsprechendes

Gesuch des Kantons

Graubünden.

Funk-Teilnehmer im vorgesehenen

Sektor waren einerseits kantonale

Polizeikräfte und andererseits

Angehörige der Militärischen

Sicherheit (Mil Sich). Da

die Angehörigen des Mil-Sich-

Detachements neuerdings mit

persönlichen POLYCOM-Handfunkgeräten

ausgerüstet sind,

bot sich dieses System als Lösung

an. Nun mussten nur noch

Einsatz-KP: Über die POLYCOM-

Tischfixstationen neben den Monitoren

läuft der Kontakt zu den

Sicherheitskräften.

die nichtmilitärischen Teilnehmer

mit gleichem Material ausgerüstet

und die Funkfeldversorgung

im Raum Davos sichergestellt

werden.

Die Federführung für diesen ersten

grösseren POLYCOM-Einsatz

hatte die Führungsunterstützungsbasis

(FUB): Richard

Dziagwa, Chef POLYCOM FUB,

und Bruno Tschanz als Assistent

übernahmen die Netzplanung,

alle technischen Vorbereitungen

und bauten die nötigen Relaisstationen

auf. Alles funktionierte

auf Anhieb, und die Verbindungsqualität

innerhalb der Dispositive

war hervorragend. Im

Einsatz wurde das FUB-Team

durch vier Übermittlungsspezialisten

der Mil Sich verstärkt,

welche bei der Materialausgabe,

der einsatzbezogenen Ausbildung

(EBA), bei Betrieb und Unterhalt

der Netze sowie bei der

Rückfassung des Materials Unterstützung

leisteten.

Benutzer begeistert

Insgesamt standen mehrere hundert

Handfunkgeräte mit Zubehör,

mehr als ein Dutzend

Tischfixstationen sowie einige

transportable und mobile Relaisstationen

im Einsatz. Mit mehr

als 99 Prozent war die technische

Zuverlässigkeit sehr hoch,

und der Betrieb der Netze war

jederzeit sichergestellt. Dies

trotz klirrender Kälte von minus

15°C und darunter!

Die Benutzer äusserten sich ausserordentlich

positiv über das

neue System und zeigten sich

besonders beeindruckt von der

einfachen Handhabung und der

Durchgängigkeit der Verbindungen.

Der Erfolg von POLYCOM am

WEF 05 dürfte daher weitere zivile

Unterstützungsanträge nach

sich ziehen. Die FUB muss nun

prüfen, mit welchen Strukturen

und Ressourcen solche Bedürfnisse

erfüllt werden können.

Allerdings hängt der künftige

Nutzen dieses Systems nicht

vom Wohlwollen der Schweizer

Armee ab, sondern vielmehr vom

politischen Willen und von der

Umsetzungskraft der Kantone:

Diese müssen die Finanzen bewilligen,

damit auch die kantonalen

Sicherheitsorganisationen

POLYCOM erhalten und möglichst

rasch eine schweizweit flächendeckende

Systeminfrastruktur

aufgebaut werden kann.

POLYCOM

Das «Sicherheitsnetz Funk der

Schweiz für Behörden und Organisationen

mit Rettungs- und Sicherheitsaufgaben

(BORS)» ist

ein digitales Bündelfunksystem

nach Tetrapol-Standard und arbeitet

im Frequenzbereich zwischen

380 bis 400 MHz.

POLYCOM ermöglicht den Funkkontakt

unter den Partnerorganisationen

Grenzwacht, Polizei,

Feuerwehr, Gesundheitswesen,

Zivilschutz und unterstützenden

Verbänden der Armee. Das System

besteht aus der Netzinfrastruktur,

dem Betriebsmanagement

und den Endgeräten der

Nutzer. Durch die koordinierte

Vermaschung von Teilnetzen

wächst nach und nach ein

kohärentes nationales Sicherheitsfunknetz

zusammen.

Weitere Informationen unter

www.polycom.admin.ch.


Die Führungsunterstützungsbrigade stellt sich vor

Blitzschnell informiert dank der

Richtstrahl-Bataillone

Die FU Br 41 setzt sich aus 17 Bataillonen (zwei

davon Reserve) zusammen, alles Experten-Einheiten

in ihrer jeweiligen Kernkompetenz.

«ARMEE aktuell» stellt die verschiedenen Bataillone

unserer Brigade vor. Den Anfang machen

die vier Richtstrahl-Bataillone (Ristl Bat),

die während des Weltwirtschaftsforums Davos

und weiteren Anlässen und Übungen im Einsatz

sind.

Text: Beat Soltermann Bild: FU Br 41

Der französische Geistliche Claude

Chappe konstruierte rund 50

Jahre vor Erfindung des elektrischen

Telegrafen ein optisches

System zur Übertragung von

Nachrichten. Er liess in regelmässigen

Abständen fünf Meter

hohe Masten auf Hügeln aufstellen,

an deren oberen Ende zwei

bewegbare Arme festgemacht

waren.

Diese beiden Arme konnten in

200 verschiedene Stellungen gebracht

werden, jede Stellung

stand für einen Buchstaben, eine

Zahl oder sonst ein Zeichen.

Über solche Signalmasten in

Sichtdistanz, Semaphoren genannt,

liessen sich über weite

Strecken rasch Nachrichten übermitteln.

1794 standen zum Beispiel

auf der Strecke zwischen

Paris und Lille 22 Semaphoren,

die einen raschen Informationsaustausch

über eine Distanz von

ca. 220 Kilometern zuliessen.

Semaphoren sind heute Zeugen

einer anderen Zeit und mögen

als Museumsexponate vielleicht

noch den einen oder anderen

begeistern. Wenn sich die vier

Richtstrahl-Bataillone (Ristl Bat)

der FU Br 41 an die Arbeit machen,

kommen Semaphoren

selbstredend nicht zum Einsatz.

Die Ristl Bat greifen auf modernere

Instrumente zurück. Verschiedene

Richtstrahlsysteme

stehen zur Verfügung.

Die Richtstrahlstationen R-915

und R-916 übertragen drahtlos

ein Bündelsignal von 2 Mbit/s

über mehrere Dutzend Kilometer.

Die Stationen gehören zur selben

Familie; die R-915 wird vorwiegend

ortsfest, die R-916

meist mobil im Integrierten Militärischen

Fernmeldesystem

(IMFS) eingesetzt. Ehe ein Signal

per Richtstrahl ausgesendet

wird, wird es kryptologisch geschützt.

Ein weiteres Kompakt-Richtstrahlsystem

der Schweizer Armee

heisst R-905. Auch dieses

überträgt drahtlos ein Bündelsignal,

und zwar 2 oder 8 Mbit/s

über eine Distanz von mehreren

Dutzend Kilometern. Die R-905

wird als mobile und ortsfeste

Station im IMFS eingesetzt. Die

Stationen arbeiten gleichzeitig

als Sender und Empfänger. Die

Übertragung auf der Richtstrahlstrecke

ist ebenfalls verschlüsselt.

Ein Glasfaserkabel verbindet

die Enden der Richtstrahlstrecke

mit den Anschlussstellen

beim Benutzer (z. B. Kommandoposten).

Zwischen den einzelnen Richtstrahlstationen

braucht es – das

ist gleich wie bei den Semaphoren

aus dem 18. Jahrhundert –

Sichtverbindung. Besteht diese

nicht, sind die Abstände zu

gross oder muss das Signal in eine

andere Richtung geleitet werden,

kommen Relais-Stationen

zum Einsatz: Sie bestehen aus

zwei Richtstrahlstationen gleichen

Typs, die miteinander

durch ein Kabel verbunden sind.

Die eine Station empfängt das

ankommende Signal und leitet

das Signal via Kabel an die andere

Station weiter, von wo aus

es in die neue Richtung weiter

gesendet wird.

Diese Richtstrahlstationen zu erstellen,

zu betreiben und zu unterhalten

ist die Kernaufgabe

der vier Ristl Bat der FU Br 41.

Sie gewährleisten dadurch das

reibungslose Funktionieren des

Breitbandübertragungssystems

(BBUS) für stationäre Benutzer

und der Knotenebene des IMFS

für bewegliche Teilnehmer. Auf

diese Weise können Informationen

zwischen den relevanten

Stellen blitzschnell ausgetauscht

werden, was für das Führen und

Funktionieren der Armee unerlässlich

ist.


Ristl Bat 32

Ristl Bat 16 Ristl Bat 17 Ristl Bat 18

Kommandant

Oberstlt i Gst

Philipp Inauen

Kommandant

Oberstlt i Gst

Matthias Sartorius

Kommandant

Maj i Gst

Tobias Meede

Kommandant

Oberstlt

Andreas Eckert

Anzahl Kompanien

5 (1 Stabskp, 4 Einsatzkp)

Anzahl Kompanien

4 (davon 1 Reserve)

Anzahl Kompanien

4 (davon 1 Reserve)

Anzahl Kompanien

4 (davon 1 Reserve)

Spezielles

Kann als einziges Ristl Bat permanente

Anlagen betreiben.

Aufgabe

Erstellt, betreibt und unterhält

Teile des Breitbandübertragungssystems

(BBUS) der Stufe

Landesregierung und Armee in

den zugewiesenen Anlagen und

der Bereiche elektronische

Kriegsführung, Botschaftsfunk

sowie mobile Richtstrahl- und

Drahtanschlüsse.

WK-Raum

Ganze Schweiz

(ADF 05 Rm Ostschweiz)

Daten ADF 2005

10. Oktober bis 4. November

Ein wichtiges Ziel des

Ristl Bat 32 für 2005

Umschulung von den veralteten

MK-7 Geräten auf das neue IMFS

plus. Damit können sowohl eine

gewisse Anzahl mobiler Knoten

als auch Anlagen im Bereich

IMFS Festnetz betrieben werden.

Wunsch des Kommandanten

Es ist mein Ziel, dass das Bat

nach dem ADF 05 die Technik

und die Einsatzdoktrin des IMFS

so beherrscht, dass Soldaten

und Kader einem allfälligen Einsatz

in Zukunft gelassen entgegen

sehen können. Dies erfordert

den vollen Einsatz aller Stufen.

Neben den fachdienstlichen

Belangen darf das soldatische

Grundwissen und Handwerk

nicht vernachlässigt werden.

Spezielles

Zweisprachiges Bat

Aufgabe

Erstellt, betreibt und unterhält

Richtstrahlknoten des IMFS, inklusive

Funkintegration; ermöglicht

Anschlüsse für die Führung

von drei Brigaden und einer Territorialregion

WK-Raum

Schweiz (Rm Neuenburgersee–

Bure und Ticino)

Daten ADF 2005

12. September bis 7. Oktober

Ein wichtiges Ziel des

Ristl Bat 16 für 2005

Sicherstellen der Vrb des internationalen

Armeewettkampfes

(SRC– Swiss Raid Commando) für

die teilnehmenden Patrouillen;

erfolgreiche Umschulung auf

IMFS plus; Decken der «Kundenbedürfnisse»

der Inf Br 2 und

Log Br 1 im Bereich IMFS (Ristl

und RAP).

Wunsch des Kommandanten

Professionalität auf allen Stufen,

möglichst wenig Dienstverschiebungsgesuche.

Spezielles

Leistete bereits zum zweiten Mal

erfolgreich einen subsidiären Sicherungseinsatz

zu Gunsten des

Weltwirtschaftsforums WEF in

Davos

Aufgabe

Erstellt, betreibt und unterhält

Richtstrahlknoten des IMFS (Integriertes

Militärisches Fernmeldesystem),

inklusive Funkintegration

WK-Raum

Graubünden

Daten ADF 2005

3. Januar bis 4. Februar

Ein wichtiges Ziel des

Ristl Bat 17 für 2005

Zufriedenstellen der Bedürfnisse

unserer Kunden, erfolgreicher

Einsatz am WEF 2005

Wunsch des Kommandanten

Zusammenarbeit mit allen Partnern

verbessern und die geforderten

Leistungen zugunsten aller

erfolgreich und zeitgereicht

erbringen, keine schweren Unfälle.

Spezielles

Zweisprachiges Bat

Aufgabe

Erstellt, betreibt und unterhält

eine Richtstrahlknoten-Ebene

des IMFS (Integriertes Militärisches

Fernmeldesystem) inklusive

Funkintegration

WK-Raum

Der Einsatzraum im WK 05 könnte

noch etwas weiter nach Osten

gehen, da dieses Jahr die Teilnahme

an der U Condottiere für

uns vorgesehen ist, d.h. Einsatz-

Übung mit Div Stutz und der Ter

Reg 4.

Daten ADF 2005

31. Oktober bis 25. November

Ein wichtiges Ziel des

Ristl Bat 18 für 2005

Im WK erfolgreich zu bestehen

und den Verbindungsbenutzern

unsere Verbindungen rechtzeitig

in einer guten Qualität zur Verfügung

zu stellen

Wunsch des Kommandanten

Gleich motivierte Truppe und Kader

wie im letzten Jahr, Erhöhung

bzw. Verbesserung des

Ausbildungsstandes, keine Unfälle

und Materialverluste


Die FU Br 41 gibt sich ein neues Kommunikationskonzept

«Tue Gutes und rede darüber»

Ob Seebeben, Olympische Spiele oder Armee

XXI: Bei Geschehnissen und Vorgängen von allgemeinem

Interesse kommt einer geplanten,

proaktiven und konsistenten Kommunikation zu

Bevölkerung, Politik und Wirtschaft eine ausserordentliche

Bedeutung zu. Denn nur so können

Missverständnisse, Fehlinterpretationen und

schliesslich ein falsches Bild der Situation vermieden

werden.

Text: Tom Kleiber Bild: FU Br 41

Auch in der FU Br 41 geht es

darum, die nötige Organisation

und Infrastruktur zu schaffen,

um eine integrierte Unternehmenskommunikation

sicherzustellen.

Integriert deshalb, weil

trotz vielseitigster Aufgaben,

Einsätze und Ereignisse gegenüber

allen Beteiligten und Interessierten

ein einheitliches Bild

unserer Brigade entstehen soll.

Ein neues Team

Die Stelleninserate für Kommunikationsprofis

in der letzten

Ausgabe von «ARMEE Aktuell»

und im Internet sind auf grosses

Interesse gestossen. Den über

30 Bewerberinnen und Bewerbern

standen eine Hand voll

Jobs gegenüber. Mit einem Assessment

haben wir Ende Januar

die am besten geeigneten Kandidaten

evaluiert. Wir danken an

dieser Stelle allen für ihre Bewerbung

und ihr Engagement

und freuen uns auf die Arbeit im

neuen Team.

Schwerpunkte 2005

Das neu formierte Team steht

vor vielen Aufgaben, Erwartungen

und Ideen. Die Zeit für Konzeptionelles

ist knapp, die Gefahr,

sich in operativer Hektik zu

verlieren, gross. Gerade deshalb

Das neue Komm Team der

FU Br 41 (v.l.n.r): Fachof Claudio

Zanetti, Sdt Christian Bachmann,

Gfr Michael Beer, Sdt Pascal

Müller, Sdt David A. Sansonnens,

Fachof Kaspar Fopp (kniend),

Sdt Adrian Locher, Maj Tom

Kleiber, Sdt Bernhard Brechbühl,

Maj Claude Frey.

müssen Schwerpunkte gesetzt

werden:

1. Die Führung unterstützen

Kommunikation ist eine Führungsaufgabe

und Chefsache. Das

Kommunikationsteam versteht

sich deshalb als Führungsunterstützung

für Kommandanten und

Stäbe. Mit dem Ausbau unserer

Website zur zentralen Informationsplattform

und der organisatorischen

und konzeptionellen Unterstützung

von Rapporten und

Anlässen wollen wir Führungsaufgaben

erleichtern.

2. Das Image festigen

Die FU Br 41 weist mit ihren 15

Bataillonen eine breite Palette

an verschiedenen Fachgebieten

und Dienstleistungen auf. Der

gemeinsame Nenner ist die

Führungsunterstützung. Unsere

Neuer Kommunikationschef

Aufgabe ist es, mit gezielter

Kommunikation über unser Können,

unsere Mittel und Tätigkeiten

die einheitliche Wahrnehmung

unserer Brigade zu gewähren

und zu festigen.

Hervorragende Leistungen

spornen zu noch Besserem

an

Unsere Brigade ist eine lernende

Organisation. Unsere heutige Arbeit

kritisch zu beurteilen, daraus

Schlüsse zu ziehen und es

morgen noch besser zu machen,

ist der Standard. Hervorragende

Leistungen während Einsätzen

und WKs sind aber mehr als nur

Futter für Übungsbesprechungen.

Sie sind der Motor für weitere

gute Leistungen und

spornen zu noch Besserem an.

Sie schaffen Identität und prägen

entscheidend das Image unserer

Organisation mit. Das können

sie jedoch nur, wenn man

von ihnen weiss, wenn wir von

ihnen erzählen. Archivieren wir

also unsere Erfolge nicht in

Bürokisten, sondern reden wir

über die guten Taten und erzählen

wir sie weiter!

Die Website der FU Br 41 ist unter

www.fubr41.ch abrufbar.

Seit dem 1. Januar 2005 leitet Maj Tom Kleiber als

C Komm das Kommunikationsteam der FU Br 41.

Tom Kleiber versteht sich als pragmatischer Kommunikator.

Sein Credo: «Was wir beginnen, ziehen wir

durch.»

Bei den Übermittlungstruppen hat er seine bisherige

militärische Laufbahn absolviert, zuletzt im Stab des Ristl Bat 17.

Die langjährige zivile Führungserfahrung und die heutige berufliche

Tätigkeit als Berater in den Bereichen Marketing, Verkauf und Kommunikation

bringt er nun in seine neue Aufgabe ein.

Seine Partnerin und seine beiden Töchter sorgen für eine lebendige,

aktive Freizeit. Den Dampf lässt er regelmässig auf dem Tennisplatz

ab. Ruhe sucht er beim Kochen oder bei einem Glas Wein und einer

interessanten Lektüre.


Agenda

FU Br 41

21. Oktober 2005

Br Rapport, Bern

Armeewettkampf

am Eidg. Schützenfest

2005

Vom 20. Juni bis 17. Juli 2005

findet das weltgrösste Schützenfest,

Frauenfeld.05, statt.

Über die genauen Details orientiert

Sie das Wettkampfreglement

unter www.frauenfeld05.ch

Märsche

Schweizerischer Zweitagemarsch

«Bern-Belp»

Am 23. und 24. April 2005 findet

als prägendes Grossereignis

im Berner Veranstaltungskalender

und zugleich als wichtiger

Grossanlass im Marschkalender

der «International Marching League»

der 46. Schweizerische

Zweitagemarsch statt.

Internationaler 4 Tagemarsch

Nijmegen 2005

Der Grossanlass in den Niederlanden

findet in diesem Jahr

vom 19. bis 22. Juli statt.

Weitere Infos im Internet unter:

www.heer.vbs.admin.ch

Navigation links:

Ausserdienstliche Tätigkeit

Märsche

Sommer-Armeemeisterschaft

Die Sommer-Armeemeisterschaften

finden am Freitag, 23. September

2005 in Wangen aA

statt.

Swiss Armed Competition

Die bekannten internationalen

Wettkämpfe für Angehörige der

Luftwaffe, der Infanterie und für

Panzerbesatzungen finden in

diesem Jahr wie folgt statt:

Swiss Air Force Competition:

2. bis 3. September in Emmen

Internet unter:

www.heer.vbs.admin.ch

Navigation links:

Ausserdienstliche Tätigkeit

Armeemeisterschaften

Swiss Raid Commando:

29. September bis 1. Oktober in

Colombier

Swiss Tank Challenge:

1. bis 5. November in Thun

Weitere Infos unter www.safc.ch

Militärmusik

Das militärmusikalische Highlight

des Jahres: Die Swiss Army

Gala Band spielt am 8./9. Juli

um 21:45 Uhr am Jazzfestival in

Montreux.

Weitere Daten, Tourneepläne,

Auslandeinsätze und Hintergründe

zu allen Orchestern und Spielen

finden Sie im Internet unter:

www.militaermusik.ch

Militärsportkurse

Die beiden freiwilliger Sommermilitärsportkurs

finden in diesem

Jahr wie folgt statt:

Kurs 1/2005: vom 13.bis 18.Juni

.2005 in Losone

Kurs 2/2005: vom 20.bis 25.Juni

.2005 in La Lécherette

Weitere Infos im Internet unter:

www.heer.vbs.admin.ch

Navigation links:

Ausserdienstliche Tätigkeit

Freiwillige Sportkurse

Zur Verstärkung des Kommunikationsteams der FU Br 41 suchen wir

eine/n professionelle/n

Fotografen / Fotografin

mit eigener Ausrüstung und Erfahrung.

Leisten Sie künftig Ihren Militärdienst in einem kleinen, dynamischen

Team mit dem Auftrag, den Brigadekommandanten und das

Brigadebüro in folgenden Tätigkeiten zu unterstützen:





Bebilderung des Mantelteils der Zeitschrift ARMEE aktuell

Foto-Reportagen während Truppenbesuchen

Event-Fotografie während des jährlichen Brigaderapports

Bildaufbereitung für Web-Auftritt

Ihre Einsätze werden Sie über das ganze Jahr verteilt in Einzeldiensttagen

und teilweise kurzfristig leisten. Wir erwarten von Ihnen

daher die nötige Flexibilität und eine zuverlässige, selbständige

Arbeitsweise. Ihr militärischer Grad stellt hingegen kein Auswahlkriterium

dar. Bewerbungen mit Lebenslauf sind zu richten an

Fachof Hptm Kaspar Fopp, Journalistenof der FU Br 41,

kaspar.fopp@richterich-partner.ch.


ARMEE aktuell 1/2005

Das Jahr 2004 stand für die FU Br 41 im Zeichen

des Aufbruchs: Im ersten Wiederholungskurs

galt es, den Ausbildungsstand zu eruieren,

viel Neues zu erlernen und mögliche Einsätze

gezielt vorzubereiten.

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