Die Rassen im Ãœberblick! - Wild und Hund

wildundhund.de

Die Rassen im Ãœberblick! - Wild und Hund

Jagdhunde

Die Rassen

im Überblick!

Kombinierte Waffen

Ideal für

Einsteiger

Drückjagdtipps

Chancen

nutzen

Die kniffligsten Fragen

Wildtierkunde,

Jagdbetrieb,

Wildkrankheiten

1 JUNGJÄGERINFO DEZEMBER 2009

DAS JAGDMAGAZIN

SEIT 1894

Dezember 2010

www.wildundhund.de


Wir wollen Sie begleiten

Wenn Sie unsere zweite Jungjäger-Info in den Händen halten, sind Sie schon

keine „jagdlichen Greenhorns“ mehr. Mittlerweile schwant Ihnen, auf was

Sie sich mit der Ausbildung zum Jäger eingelassen haben. Sie können erfassen,

wie groß die Palette der Fächer ist, die für zukünftige Jäger Bedeutung

haben werden. Vielleicht streicht Ihnen bei dem Gedanken über die Stoffmenge

auch ein Schauer über den Rücken, die von Ihnen bis zur Prüfung erarbeitet

und verstanden werden muss. Aber keine Angst, Sie sind nicht die ersten,

die vor dieser Herausforderung stehen, es ist nur das erste Mal für Sie!

Auch werden Sie feststellen, dass der Kurs nicht nur eine Zweckgemeinschaft

ist, sondern dass sich in dieser Gruppe von zum Teil unterschiedlichen

„Alters klassen“ Kameradschaft, ja sogar Freundschaften entwickeln, die ein

ganzes Jägerleben halten können.

Wir beschäftigen uns in dieser Ausgabe unter anderem ausführlich mit

dem Jagdhund. Sein Einsatz, Führung und richtige Ausbildung sind heute so

notwendig wie früher. Das Zuchtwesen ist in Deutschland hoch entwickelt

und hat einige hervorragende Rassen hervorgebracht. Es gehört zu einem guten

Jäger, um ihre Einsatzgebiete und Eigenschaften zu wissen. Und das umso

mehr, wenn die Frage aufkommt, sich für eine Rasse zu entscheiden (siehe ab

Seite 7). Denn „Jagd ohne Hund ist Schund“, diese Erfahrung wird jeder machen,

der Flinte und Büchse führt.

Weiterhin wollen wir Ihnen helfen, sich unter Jägern auf einer Gesellschaftsjagd

richtig zu verhalten. Gerade wenn man ganz neu in der Zunft ist,

will jeder alles richtig machen, und wenn es nur die richtige Ausrüstung ist.

Bei den kniffligsten Fragen zur Wildtierkunde, zum Jagdbetrieb und zu

Wildkrankheiten können Sie überprüfen, ob Sie schon fit sind. Die Lösungen

dazu stehen am Ende des Heftes.

Wenn Sie das alles für gut und als wirkliche Hilfe empfunden haben,

sollten Sie, soweit Sie es nicht schon getan haben, darüber nachdenken, ob

Sie diese Hilfe nicht alle 14 Tage druckfrisch auf den Tisch bekommen wollen.

Als Abonnent genießen Sie nicht nur eine ganze Menge Vorteile, beispielsweise

in unserem Shop oder bei unseren Veranstaltungen, sondern Sie erhalten

engagierten Jagdjournalismus, bleiben als Fachmann auf dem neuesten Stand,

und können so einfach mitreden.

Wir von WILD UND HUND wollen Sie als Jagdmagazin

aktiv in Ihrem Dasein als Jäger begleiten und hoffen, dass

Sie uns als Abonnent Ihr Vertrauen schenken.

Ihr

Heiko Ho Hornung

Chefredakteur

Chefreda

Das Nachtglas

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Generation im unschlagbaren Preis-

Leistungs-Verhältnis.

Viele starke Argumente für die neue

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TITELFOTOS: BURKHARD FISCHER; FOTOS INHALT: ARCHIV, WOLFRAM OSGYAN, STEN CHTISTOFFER SSON, ARCHIV, HEINZ LEHMANN

Inhalt

EDITORIAL

3

UNSERE HUNDE

7

Wir wollen Sie begleiten

Jagdgebrauchshunde

Die Rassen im Überblick

AUSRÜSTUNG

16 Vielseitigkeit ist Trumpf

Kombinierte für Einsteiger

24

24

Drückjagd pur

Unsere Jagdgebrauchshunde

Wir haben für Sie die wichtigsten

Schützentipps und Verhaltensregeln

zusammengestellt.

Drückjagdtipps

Konzentriert die Chancen nutzen

4 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

Hier finden Sie alles über Jagdhundrassen

und Ihre Eigenschaften.

30

AUSRÜSTUNG

30

Austrittspupille, Pupillenweite

und Dämmerungsindex

Durchblick im Dunkeln

JAGDPRAXIS

36

38

7

Marder abbalgen

Schritt für Schnitt

Wünsch Dir was

www.wildundhund.de

16

Optik im Visier

Warum die Austrittspupille beim

Optikkauf eine große Rolle spielt.

Für alle Fälle

Eine Kombinierte ist für viele Reviere

optimal, findet Wolfram Osgyan.

Ihr Wissen ist gefragt

Anhand von Fragen und Antworten

können Sie hier Ihr Wissen

überprüfen.

40

PRÜFUNGSFRAGEN

40

46

52

58

58

Wildtierkunde

Rehwild, Ranz und Reiher

Jagdbetrieb und Brauchtum

Baujagd, Beize und Brüche

Wildkrankheiten

Viren, Pilze, Parasiten

Die Antworten

Liegen Sie richtig?

Impressum


„Jagd ohne Hund ist

Schund“ – aber bei

welcher Jagdart soll

man welchen Hund

einsetzen? Wir haben die

vierläufigen Helfer in

ihre Spezialgebiete

eingeteilt, ihre

Eigenschaften

sowie ihr Äußeres

kurz und knackig

beschrieben.

J A G D G E B R A U C H S H U N D E

Die Rassen im

Überblick

FOTO: MICHAEL MIGOS


Teckel

kauft man bei einem Züchter des

Deutschen Teckelklubs 1888 e.V.

DTK-Welpenvermittlung u. Beratung:

SH und HH, Tel. 04523/4664

www.teckel-nord.de

Westfalen, Tel. 06081/15230 abends

www.teckel-westfalen.de

Weser-Ems, Tel. 04451/7710

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8 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

FOTO: PRIVAT FOTO: BURKHARD WINSMANN-STEINS

FOTO: BURKHARD WINSMANN-STEINS

FOTO: PRIVAT

Vorstehhunde

Deutsch-Drahthaar (DD)

Deutsch-Kurzhaar (DK)

Deutsch-Langhaar (DL)

Deutsch-Stichelhaar (DSt)

Großer Vorstehhund mit aufgewecktem Blick. Deutliche

Augenbrauen und charakteristischer Bart. Stockmaß beim

Rüden zwischen 61 und 68, bei der Hündin zwischen 57

und 64 Zentimetern. Die Rumpflänge soll sich mit dem

Stockmaß decken, sodass der Körper quadratisch ist. Kupierte

Rute, kraftvoller, muskulöser Körper. Drahtiges

Deckhaar mit dichter Unterwolle. Braun, Braunschimmel,

daneben auch Schwarzschimmel. Selbstbewusst und ausdauernd.

Vielseitiger Wald- und Feldhund. Seine Qualitäten

liegen im Vorstehen, dem Apport, der Feldsuche und

der Wasserarbeit. www.drahthaar.de

Elegant, vielseitig, zuverlässig und pflegeleicht. Vorstehhund

mit feiner Nase und guter Feldarbeit, auch in Wald

und Wasser einzusetzen. Stockmaß beim Rüden zwischen

62 und 66, bei der Hündin zwischen 58 und 63 Zentimetern.

Kurzes, dichtes Haar, Farbvarianten von Braun über

Braunschimmel, Platten und Tupfen, bis hin zu Schwarzschimmel,

auch weiß mit dunklem Kopf und Platten. Kupierte

Rute. www.deutsch-kurzhaar.de

Kräftiger, muskulöser, tiefgestellter Hund mit harmonischer

Körperform. Stockmaß bei Rüden zwischen 63

und 66, bei Hündinnen zwischen 60 und 63 Zentimetern.

Lange, gut befranste Behaarung, Rute mit schöner Fahne.

Das Haar soll mittellang und nicht zu üppig sein. Führiger,

nervenfester Hund mit ausgeglichenem Wesen. Er wird in

den Farbschlägen Braun, Braun-Weiß und Braunschimmel

gezüchtet. Sehr stöber- und wasserfreudig, aber auch gut

auf der Schweißfährte. www.deutsch-langhaar-verband.de

Ältester deutscher rauhaariger Vorstehhund, vielseitig

einsetzbar und leichtführig. Kräftig und mittelgroß bis

groß. Feste, harte Behaarung mit mäßigem Bart. Ausgeglichenes

und ruhiges Wesen. Stockmaß bei Rüden zwischen

60 und 70, bei Hündinnen zwischen 58 und 68 Zentimetern.

Farbschläge Braun, mit oder ohne weißen

Brustfleck, Braunschimmel, mit oder ohne braune Platten

und Hellschimmel, mit oder ohne braune Platten. Gebrauchshund

für Feld, Wasser und Wald.

www.verein-deutsch-stichelhaar.de, www.stichelhaar.org


Vorstehhunde

Rauhaariger Vorstehhund mit einem Stockmaß von 55 bis

60 Zentimetern bei Rüden und 50 bis 55 Zentimetern bei

Hündinnen. Rauhes, harsches Deckhaar mit dichtem, weicherem

Unterhaar. In der Farbe variiert er zwischen Blaugrau,

Grau mit braunen Platten und einfarbig Braun, öfters

mit grauen, weißen und braunen Haaren gestichelt. Intelligenter

und leichtführiger Hund, der sich durch Sensibilität

und Freundlichkeit auszeichnet. Aufgrund seiner Ruhe

ist er ebenfalls zur Schweißarbeit geeignet und verfügt

über eine große Wasserpassion. www.griffon-korthals.de

Großer, kräftig bemuskelter, nahezu quadratischer

Vorstehhund. Er ist leichtführig, intelligent und lernwillig.

Mit seiner Schärfe, der Wasser- und Apportierfreude, der

feinen Nase und der guten Feldveranlagung ist er ein vielseitig

einsetzbarer Jagdgebrauchshund. Er hat hartes, anliegendes,

mittellanges Stockhaar mit guter Unterwolle.

Zuchtziel ist eine dunkelbraune Farbe, dürrlaubfarbene

oder schwarze Hunde sind aber auch zugelassen. Der Pudelpointer

hat ein aufgewecktes Wesen. Das Stockmaß

liegt bei Rüden zwischen 60 und 68, bei Hündinnen zwischen

55 und 63 Zentimetern. www.pudelpointer.de

Kräftiger, muskulöser Vorstehhund mit langem, dichtem,

weder lockigem noch abstehendem Haar. Er ist zum Teil

weiß mit schwarzen Platten und Tupfen, überwiegend

jedoch schwarz geschimmelt. Das Stockmaß sollte in etwa

der Rumpflänge entsprechen und liegt bei den Rüden

zwischen 60 und 65, bei den Hündinnen zwischen 58 und

63 Zentimetern. Vielseitiger Jagdgebrauchshund mit sehr

guten Leistungen im Feld, bei der Wasserarbeit und im

Wald. Er hat ein lebhaftes Wesen, ohne dabei nervös zu

sein. Führigkeit und Gelehrigkeit gehören zu seinen Eigenschaften.

www.grossermuensterlaender.de

Mittelgroßer, kräftiger Hund mit ausgeglichenen Proportionen.

Intelligent und lernfähig, temperamentvoll und

ausgeglichen, nervenstark und wildscharf. Glänzendes,

glattes bis leicht gewelltes Haar, dicht und nicht zu lang.

Braun-Weiß und Braunschimmel mit braunen Platten und

Tupfen. Das ungefähre Stockmaß der Rüden liegt zwischen

52 und 56, das der Hündinnen zwischen 50 und 54

Zentimetern. Vielseitiger Jagdhund, der sich zur Feld-,

Wasser- und Waldarbeit eignet.

www.kleine-muensterlaender.org

Griffon (Gf)

Pudelpointer (PP)

Großer Münsterländer (GM)

Kleiner Münsterländer (KlM)

FOTO: BURKHARD WINSMANN-STEINS

FOTO: CHRISTINE STEIMER FOTO: BURKHARD WINSMANN-STEINS FOTO: CHRISTINE STEIMER

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Mitglied im JGHV, VDH und FCI



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Familienfreundlich

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Leiter für das Jagdgebrauchshundwesen

Herr Christian Camacho Schween

Telefon 04101/77 46 80

E-Mail jagd@beagleclub.de

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DerTeckelvereinmitderausschließlich

reinjagdlichenZucht.MitgliedimJagdgebrauchshundverband.DerTeckelmit

demGewährleistungszertifikatfürden

Jäger.Zuchtprogrammgegenerbliche

Krankheiten wie Teckellähme, PRA

undKongenitaleKatarakt.

Informationen

Geschäftsstelle02174/786212

www.jagdteckel.de

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Welpenvermittlung:

RolfBaumann 05605/2085

LoreGey 03843/214873

JürgenKoschel 034446/20685

C.-W.Gutsmann 05374/66069

RalfHofmann 0375/786981

IrisMann 033762/70066

KarinMüller 06261/5204

HelgaNolte 06235/2287

SieglindePlescher 02961/9217790

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WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010 9


FOTO: BURKHARD WINSMANN-STEINS FOTO: BURKHARD WINSMANN-STEINS FOTO: BURKHARD WINSMANN-STEINS

FOTO: BURKHARD WINSMANN-STEINS

FOTO: SABINE LUTZMANN

10 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

Vorstehhunde

Bretonischer Vorstehhund (Epagneul Breton)

Quadratische Silhouette, muskulöse Läufe, harmonische Proportionen. Rute überwiegend kurz kupiert.

Feines, mittellanges Haar, glatt oder leicht gewellt, aber nicht weich. Weiß-Orange, Weiß-Schwarz,

Weiß-Braun oder dreifarbig, geschimmelt oder klar abgezeichnet. Eine schmale Blesse am Kopf ist

wünschenswert. Ideales Stockmaß beim Rüden zwischen 48 und 51, bei der Hündin zwischen 47 und 49

Zentimetern. Damit die kleinste Vorstehhundrasse. Anpassungsfähig, gesellig, kinder- und familienfreundlich

sowie leichtführig. www.der-bretone.de

English Setter (ES)

Jagdgebrauchshund von mittlerer Größe mit klarer Silhouette und eleganter Gesamterscheinung.

Langes, seidiges, leicht gewelltes Haar in den Farbschlägen Schwarz und Weiß, Orange und Weiß, Zitronenfarben

und Weiß, Lederbraun und Weiß oder Tricolor. Die Rüden haben ein Stockmaß von 65 bis 68,

die Hündinnen eines von 61 bis 65 Zentimetern. Sehr aktiver, besonders freundlicher Hund mit ausgeprägtem

Jagdsinn. English Setter sind Feldspezialisten mit feiner Nase und Wasserpassion. Sie zeigen

auch beim Stöbern und Apportieren Zuverlässigkeit. www.english-setter-club.de,

Gordon Setter (GS)

www.pointer-und-setter.de

Passionierter Jagdhund mit ausgeglichenem, angenehmem und anhänglichem Wesen. Elegante

Erscheinung mit harmonischen Proportionen. Intelligenter, leistungsfähiger Hund mit vornehmer Gelassenheit.

Er ist freundlich und offen. Langes, seidiges Haar ohne Wellen und Locken, in der Farbe tiefglänzend

Kohlschwarz mit kastanienrotem, leuchtenden Brand. Das Stockmaß der Rüden liegt bei zirka

66, das der Hündinnen bei zirka 62 Zentimetern. Der Gordon Setter ist ein vielseitiger Jagdgebrauchshund

mit großer Wasserpassion und sicherem Vorstehen. Er ist vielseitig in Feld, Wasser und Wald einsetzbar.

www.gordon-setter.de,

www.pointer-und-setter.de

Irish Setter (Red) (IS)

Athletischer, rassiger und wohlproportionierter Vorstehhund. Mäßig langes, flach anliegendes, feines

Haar in Kastanienbraun. 58 bis 67 Zentimeter Stockmaß beim Rüden, 52 bis 62 Zentimeter bei der Hündin.

Eifrig interessierter, intelligenter Hund voller Tatendrang und mit liebevollem Wesen. Ausgesprochener

Feldspezialist. Ursprünglich nur zum Suchen, Finden und Vorstehen von Federwild gezüchtet,

werden sie in Deutschland im Gegensatz zum Ursprungsland auch zum Apport eingesetzt.

www.irish-setter-club.de,

www.pointer-und-setter.de

Irish Setter (Red and White) (IRWS)

Kraftvoller, aber nicht schwerfälliger Vorstehhund, eher athletisch als rassig. Im Wesen aristokratisch,

leidenschaftlich und intelligent, bei sehr freundlicher Grundhaltung. Das Stockmaß beim Rüden liegt

zwischen 62 und 66 Zentimetern, das der Hündin zwischen 57 und 61 Zentimetern. Die Grundfarbe ist

Weiß mit roten Flächen. Der IRWS wird in erster Linie jagdlich gezüchtet. Er hat seine Stärken in der

Feld- und Wasserarbeit, wird jedoch auch erfolgreich zum Stöbern und Apportieren eingesetzt.

www.pointer-und-setter.de


FOTO: PRIVAT

Pointer (P)

Kräftige, geschmeidige Erscheinung. Er hat ein feines, festes, kurzes und glattes

Haarkleid. Die üblichen Farben sind Weiß-Schwarz, Weiß-Orange, Weiß-Leberfarben

und Weiß-Zitronenfarben. Ein- und Dreifarbige kommen auch vor. Das ideale

Stockmaß der Rüden liegt zwischen 55 und 62, das der Hündinnen zwischen 54

und 60 Zentimetern. Er hat ein freundliches, ausgeglichenes Wesen und gilt als

absoluter Feldspezialist, der bei entsprechender Abrichtung aber auch als Vollgebrauchshund

verwendet werden kann. www.deutscher-pointerclub.de,

www.pointer-und-setter.de

Mittelgroßer, eleganter Jagdhund mit

kurzem, dichten Haar in Semmelgelb. Die

Farbe variiert in verschiedenen Abstufungen.

Das Stockmaß liegt bei den Rüden

zwischen 58 und 64, bei den Hündinnen

zwischen 54 und 60 Zentimetern. Er ist lebhaft,

freundlich, ausgeglichen und leicht

erziehbar. Ein ausgeprägter Spürsinn, festes

Vorstehen, ausgezeichnetes Apportierverhalten

und große Wasserfreudigkeit zeichnen

ihn aus, wodurch er ein vielseitig einsetzbarer

Jagdgebrauchshund ist. Hervorzuheben

ist auch seine ausgesprochene

Führerbezogenheit. www.vuv.vizsla.de

Ungarischer Vorstehhund (Magyar Vizsla – Rauhaar/Kurzhaar)

Mittelgroßer bis großer, kräftiger Jagdgebrauchshund mit einem Stockmaß bei Rüden

bis 70, bei Hündinnen bis 65 Zentimeter. Er wird in zwei Schlägen gezüchtet: Der Kurzhaar

hat kurzes, dichtes, kräftiges Haar ohne oder mit geringer Unterwolle. Der Langhaar

hingegen hat weiches, langes Deckhaar ohne oder mit wenig Unterwolle. Der

Weimaraner ist ein vielseitiger, leichtführiger, wesensfester und passionierter Vorstehhund

mit bemerkenswerter Nase, Raubzeug- und Wildschärfe sowie sicherem Vorstehen

und guter Wasserpassion. www.weimaraner-klub-ev.de

Vorstehhunde

Weimaraner (Kurzhaar/Langhaar) (W)

Kleiner Münsterländer

- Intelligent - Arbeitsfreudig

- Leistungsfähig - Vielseitig

- Wesensfest - Schön

Welpenvermittlungsstelle: C. Förster

Bachstraße 56 · 32423 Minden i.W.

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Internet: www.kleine-muensterlaender.org

WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010 11

FOTO: BURKHARD WINSMANN-STEINS FOTOS: PRIVAT FOTO: BURKHARD WINSMANN-STEINS


FOTO: BURKHARD WINSMANN-STEINS

FOTO: BURKHARD WINSMANN-STEINS

FOTO: PRIVAT

FOTO: BURKHARD WINSMANN-STEINS

12 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

Stöberhunde und Bracken

Deutscher Wachtelhund (DW)

English Cocker Spaniel (ECS)

English Springer Spaniel (ESS)

Deutsche Bracke (DBr)

Mittelgroßer Jagdgebrauchshund mit robustem Körperbau. Kräftiges, gut anliegendes,

gewelltes Haar, das es neben den bekannten Farbschlägen Braun und

Braunschimmel auch in Braun-Weiß mit Schecken und einfarbig Rot gibt. Gutmütiger,

freundlicher Hund mit Passion und Arbeitswillen. Neben Stöbern eignet er sich

auch für die Schweiß-, Wasser- und Verlorenbringerarbeit. Das Stockmaß der Rüden

liegt zwischen 48 und 54, das der Hündinnen zwischen 45 und 52 Zentimetern.

www.wachtelhund.de

Vielseitig verwendbarer, kleiner Gebrauchsspaniel. Spurwilliger Stöberer und zuverlässiger

Verlorenbringer. Er hat ein seidiges, anliegendes Haarkleid, das es in vielen

Farbvarianten gibt: Rot, Schwarz, Schwarz mit lohfarbenen Abzeichen, Braun, Zobelfarben,

Schwarz-Weiß, Orange-Weiß, Schwarz-Weiß mit Loh, Blauschimmel,

Orangeschimmel, Braunschimmel und Braun-Weiß. Das Stockmaß der Rüden misst

zwischen 39 und 41, das der Hündinnen zwischen 38 und 39 Zentimetern. Bei der

Anschaffung unbedingt auf jagdliche Leis tungs zucht achten.

www.jagdspaniel-klub.de,

www.jagdgebrauchsspaniel.de

Mit einem Stockmaß von 51 Zentimetern größer als der Cocker Spaniel. Kompaktes,

symmetrisches Gebäude, dabei kräftig, elegant. Glattes, dichtes, wetter resis tentes

Haar in Braun-Weiß und Schwarz-Weiß, jeweils mit und ohne Lohabzeichen. Führiger,

zuverlässiger Verlorenbringer mit Passion und Wasserfreude. Jagdlich vielseitig

einsetzbar, besonders geeignet fürs Buschieren und Stöbern. Unkomplizierter

Familienhund. Beim Erwerb auf jagdliche Leis tungszucht achten.

www.jagdspaniel-klub.de,

www.jagdgebrauchsspaniel.de

Mittelgroßer, eleganter, kräftig gebauter Jagdhund mit hartem, dichten Glatthaar

in den Farbschlägen Rot bis Gelb, mit schwarzem Sattel und den weißen Brackenabzeichen

an Blesse, Fang, Halsring, Bauch, Brust, Läufen und Rutenspitze. Stockmaß

zwischen 40 und 53 Zentimetern. Anhänglicher, wesensfester und kinderlieber Gebrauchshund

mit Passion und Ausdauer. Feine Nase und eiserner Spurwille, spurlautes

Stöbern, Nachsuchen und Verlorenbringen als jagdliche Qualitäten.

www.deutscher-bracken-club.de


Bracken, Stöber- und Schweißhunde

Beagle

Kleiner, kräftiger Jagdhund mit kompaktem Körperbau. Freundlicher

Gesichtsausdruck. Laufhund mit großem Bewegungsdrang. Kurzes,

dichtes Haar. Meist dreifarbig in verschiedenen Schattierungen, Weiß,

helles bis rötliches Braun und Schwarz, auch oft zweifarbig in Rot-

Weiß oder Tan-White. Immer weiße Rutenspitze. Stockmaß zwischen

33 und 40 Zentimetern. Wesensfest, feine Nase, sicherer Spur- und

Fährtenlaut. www.beagleclub.de,

www.jagd-beagle.de

WINSMANN-STEINS

BURKHARD FOTO:

Brandlbracke (Bbr)

Mittelgroße Bracke mit kräftigem, elastischem Körper, breiter Brustkorb,

kluger Ausdruck. Schwarz mit kräftigem, dunkelbraunem Brand

an Fang, Augenbrauen, Brust und Läufen. Stark ausgebildete Augenbrauen,

deswegen auch „Vieräugl” genannt. Vielseitig, verlässlich und

leistungsstark, sowohl vor wie nach dem Schuss. Stockmaß von

HORNUNG

48 bis 56 Zentimetern. Aus gezeichneter Sprinter und Kletterer, am

Riemen gute Schweißarbeit. www.deutscherbrackenverein.de

HEIKO

Hannoverscher Schweißhund (HS)

Mittelgroßer, kraftvoller Hund mit dunkler Maske und kurzer Behaarung

mit roter Grundfärbung, die vom hellen Rot bis zum dunkel

Gestromten, beinahe schwarz Wirkenden, variieren kann. Das Stockmaß

der Rüden liegt zwischen 50 und 55, das der Hündinnen zwischen

48 und 53 Zentimetern. Der Hannoversche Schweißhund wird

grundsätzlich zur Nachsuche am langen Riemen auf Hochwild eingesetzt.

Er hat eine hervorragende Nase, Spurwillen, Fährtentreue

und Wildschärfe. www.hannoverscherschweiss hund.de

Bayerischer Gebirgsschweißhund (BGS)

Mittelgroßer, muskulöser Hund mit einem Stockmaß von 47 bis 52

Zentimetern beim Rüden und 44 bis 48 bei der Hündin. Dichtes, glatt

anliegendes Haar, mäßig rau. Die Farben variieren in den Abstufungen

Tiefrot, Hirschrot, Rot-Braun, Rot-Gelb, auch Fahlgelb bis

Semmelfarben. Fang und Behang sind dunkel. Es sind ruhige, ausge-

WINSMANN-STEINSFOTO:

glichene Hunde, sensibel und zurückhaltend gegenüber Fremden. Sie

haben Wildschärfe, Durchhaltewillen und einen ausgeprägten

BURKHARD

Suchenwillen. www.kbgs.de

FOTO:

Alpenländische Dachsbracke (ADbr)

Mittelgroße, sehr agile, kräftige, aber edle Erscheinung. Ideales

Stockmaß beim Rüden zwischen 37 und 38, bei der Hündin zwischen

36 und 37 Zentimetern. Hartes, kurzes, gut anliegendes Haar mit

Unterwolle. Schwarz mit braunem Brand, Hirschrot mit schwarzer

Stichelung und Hirschdunkelrot als Idealfarbe. Schweißarbeit am

WINSMANN-STEINS

Riemen, Fährtenlaut, wenn geschnallt, Standlaut bis zum Fangschuss.

Daneben „Laute Jagd” und auch Apport von Feder- und Haarwild,

wasserfreudig. Menschenfreundlich, insbesondere gegenüber

BURKHARD

Kindern und Familienmitgliedern. www.dachsbracke.de FOTO:

FOTO: BURKHARD WINSMANN-STEINS

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FOTOS: THORE WOLF (1), BURKHARD WINSMANN-STEINS (2)

FOTO: BURKHARD WINSMANN-STEINS

FOTO: PRIVAT

14 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

Erdhunde

Teckel (Kurzhaar – Rauhaar – Langhaar)

Niedrige, kurzläufige, langgestreckte, aber kompakte Gestalt. Sie unterscheiden sich im Haartyp. Der Rauhaarige

hat drahtiges, dichtes, mit Unterwolle durchsetztes Deckhaar, welches überwiegend hell- bis

dunkelsaufarben sowie dürrlaubfarben ist. Der Kurzhaarige hat kurzes, dichtes, glänzendes, dicht anliegendes

Haar. Es gibt ihn als Einfarbigen in Rot, Rot-Gelb und Gelb, als Zweifarbigen in Tiefschwarz oder

Braun mit rostbraunen oder gelben Abzeichen und als Gefleckten mit dunkler (schwarz, rot oder grau)

Grundfarbe und unregelmäßigen grauen oder auch beigen Flecken. Der Langhaarige hat mit Unterwolle

versehenes, schlichtes, glänzendes, am Körper anliegendes, langes Haar. Die Farbvarianten sind mit denen

des Kurzhaars vergleichbar. Temperamentvoller, passionierter, feinnasiger und flinker Jagdhund mit

freundlichem Wesen. Besonders geeignet für die Arbeit unter der Erde, zeigt er auch großes Talent beim

spurlauten Jagen und Stöbern sowie auf der Schweißfährte. www.dtk1888.de, www.jagdteckel.de

Foxterrier (Drahthaar sowie Glatthaar)

Der Foxterrier ist ein selbstbewusster, robuster und umgänglicher Hund, intelligent, arbeitsfreudig, leistungsfähig und dabei sehr ausgeglichen. Er ist verträglich, kinderlieb

und wachsam. Seine Führigkeit und sein unermüdlicher Arbeitseifer zeichnen ihn aus. Neben der Baujagd wird er auch bei Stöber- und Drückjagden, zum Apportieren, bei

der Wasserarbeit und auf Nachsuchen eingesetzt. Den Foxterrier gibt es sowohl als glatthaarigen sowie auch als drahthaarigen Hund in den Farbvarianten Braun-Weiß,

Schwarz-Weiß und Schwarz-Braun-Weiß. www.foxterrier-verband.de

Parson Russell Terrier

Derber, widerstandsfähiger Arbeitsterrier, harmonisch gebaut. Länge des Körpers geringfügig

größer als die Widerristhöhe, die beim Rüden bei zirka 36, bei der Hündin bei zirka 33 Zentimetern

liegt. Harsches, anliegendes, dichtes Haar, rauhaarig oder glatt, vollständig Weiß oder vorwiegend

Weiß mit lohfarbigen, gelben oder schwarzen Abzeichen. Er ist arbeitsfreudig, lebhaft und

wendig, für Schnelligkeit und Ausdauer gebaut. Wegen seiner kontrollierten Wildschärfe ist er

besonders für die Arbeit unter der Erde und zum Stöbern geeignet.

www.parsonjackrussellterrier-club.de

FOTO: JULIA NUMSSEN


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FOTO: PRIVAT

FOTO: BURKHARD WINSMANN-STEINS

FOTO: BURKHARD WINSMANN-STEINS

Erd- und Apportierhunde

Deutscher Jagdterrier (DJT)

Kleiner, kompakter, gut proportionierter

Jagdgebrauchshund mit besonderer Verwendung

für die Bau- und Stöberjagd.

Mutig und hart, arbeitsfreudig und ausdauernd,

temperamentvoll, zuverlässig

und führig. Dichtes, hartes Rauhaar oder

derbes Glatthaar in Schwarz, Dunkelbraun

oder Schwarz-Grau meliert mit rotgelben

Abzeichen an Augenbrauen, Fang,

Brust und Läufen. Das Stockmaß liegt

zwischen 33 und 40 Zentimetern. Neben

seinen Stöberqualitäten findet er auch bei Nachsuchen, der Wasserarbeit und

dem Apport Verwendung. Seine Härte zeigt sich besonders auf Bewegungsjagden

an wehrhaftem Wild. www.djt-club.de

Golden Retriever

Harmonisch gebauter, mittelgroßer Hund mit kräftigen Knochen. Mittellanges,

glattes oder welliges Deckhaar mit dichter Unterwolle. Farblich sind alle Schattierungen

zwischen Cremefarben und Dunkelgold vertreten. Das Stockmaß liegt bei

den Rüden zwischen 56 und 61, bei den Hündinnen zwischen 51 und 56 Zentimetern.

Der Hund hat ein ausgeglichenes Temperament, er ist lebhaft, fröhlich und

bewegungsfreudig. Leichtführigkeit zeichnet ihn aus. Jagdlich werden sie überwiegend

zur Wasser- und Apportierarbeit eingesetzt. www.drc-online.org

Labrador Retriever

Mittelgroßer, stark gebauter Jagdgebrauchshund mit breitem Schädel. Kurzes,

dichtes Haar mit wasserdichter Unterwolle. Einfarbig schwarz, gelb oder schokoladenbraun.

Das Gelb reicht von hellcreme bis fuchsrot. Das ideale Stockmaß der Rüden

liegt bei 56 bis 57, das der Hündinnen bei 54 bis 56 Zentimetern. Gutmütiger,

reger Hund mit vorzüglicher Nase und ausgeprägter Wasserfreudigkeit. Er ist intelligent,

aufmerksam und führig, arbeitsfreudig und lernfähig. Besonders gut eignet er

sich zur Apportier- und Wasserarbeit. www.labrador.de, www.drc-online.org


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AUSRÜSTUNG

V I E L S E I T I G K E I T I S T T R U M P F

Kombinierte

für Einsteiger

Sowohl in heimischen als auch in fernen Revieren deckt die Kombinierte einen großen

Einsatzbereich ab und bietet sich somit als Basiswaffe für den frischgebackenen Jäger an.

WOLFRAM OSGYAN verrät, welche der potentiellen Kombinationen von Kugel(n) und Schrot die

angemessensten sind und worauf man sonst noch beim Erwerb einer Allrounderin achten soll.

16 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

FOTO: KARL-HEINZ VOLKMAR


Zuerst der Nachtansitz an Kirrung

oder Luderplatz, dann die Morgenpirsch

auf weibliches Rehwild,

anschließend die Stippvisite zu

den Enten im Bach, gefolgt vom Taubenansitz

in der Flur oder am Rande

eines Feldgehölzes und schließlich der

Abstecher zum Elsterndomizil in der

Hoffnung, den einen oder anderen der

schwarzweißen Nest- und Gelegeplünderer

zu überraschen. So oder so ähnlich

komprimieren sich die Jungjägerwünsche

zumindest im Traum auf einen

Tag. Keine Frage, dass hier Kugel

und Schrot mit von der Partie sein

müssen.

Doch auch Einschränkungen in den

Freigaben mindern die Attraktivität einer

Kombinierten kaum: Frischlinge

sind immer und überall frei, den Fuchs

möchte jeder Beständer im Niederwildrevier

kurzgehalten sehen, und

wenn mal Iltis oder Marder, Waschbär

oder Enok in den Bereich der tödlichen

Schrotgarbe wechseln sollten, dann

freuen sich nach aller Erfahrung die

Jagdherrn über ein Waidmannsheil

ihres Mitjägers.

Mit einer hochwildtauglichen Laborierung

im Kugellauf lässt sich alles in

Deutschland vorkommende Schalenwild

auf die Decke legen, und falls die

Schrotgarbe mal kein Betätigungsfeld

findet, dann muss der betreffende Lauf

nicht zwangsläufig Ballast sein, schließlich

können ja auch ein Flintenlaufgeschoss

oder ein Einstecklauf den Einsatzbereich

erweitern.

Für unsere Altvorderen und die

Generation, die nach dem Zweiten

Weltkrieg wieder in eigenen Gefilden

jagen durfte, waren zwei Schrotläufe

über dem Kugellauf das Selbstverständlichste

der Welt. Wer sich ihn leisten

konnte, kaufte sich schnellstmöglich

einen Drilling im Kaliber 16/70 und

jagte das ganze Jahr über ausschließlich

damit. In unserer Gegend beispielsweise

gab es bis zum Beginn der

siebziger Jahre keine aufgeräumte und

ausgeräumte Flur, nur wenige geteerte

Straßen und ein bescheidenes Verkehrsaufkommen.

Die Äcker waren

kleinparzelliert und abwechslungsreich

angebaut. Hasen und Hühner kamen

in so reichem Maße vor, dass alljähr-

lich des Preisvorteils wegen Sammelbestellungen

für Schrotpatronen aufgegeben

wurden, und wenn bei der Hühnerjagd

ein passendes Stück Rehwild

vor die Läufe wechselte, dann trat die

Kugel in Aktion. Auch beim Fuchssprengen

und beim Entenstrich regierte

das Dreirohr. Vom Ansitz wiederum

brachten die nach heutigen Maßstäben

beneidenswerten Waidgenossen nicht

selten zwei, gelegentlich sogar drei

Stück Rehwild mit. Ich kann mich übrigens

nicht entsinnen, dass beim

Stammtischtreff große Debatten über

Treffpunktverlagerungen der Kugel bei

Folgeschüssen geführt wurden. Eher

schon darüber, dass der Drilling mal

wieder gedoppelt habe, nachgedichtet

werden müsse oder was zu tun sei,

wenn die Laufwandungen an der Mündung

die Stärke einer Spielkarte unterschritten

hätten.

Diese Verhältnisse sind uns heute

um jagdliche Lichtjahre entrückt, so

dass sich die Frage nach Sinn und

Zweck eines zweiten Schrotlaufes bei

einer Kombinierten zu Recht aufwirft.

Zweifelsfrei haben sich Stellenwert

und Status des Drillings gewandelt:

Aus dem schrotdominanten Allrounder

wurde ein kugeldominanter Begleiter

für den Ansitz, und das Gebrauchsgerät

für jedermann mutierte, zumindest

was Neuwaffen angeht, zum exklusiven

Stück für Individualisten. So

blättert man für den preiswertesten

Drilling traditioneller Bauart auf dem

Markt, den aus dem Hause Zoli, inzwischen

komplett montiert wenigstens

3 700 Euro auf den Ladentisch. Merkel

will für seinen 96 K 4 579, Heyms

Seitenschloss drilling 37 schlägt „nackt“

bereits mit rund 10 000 Euro zu Buche,

und auch Krieghoffs Klassiker „Trumpf“

und „Neptun“ sind fabrikneu längst

der Reichweite des Normalverdieners

entrückt.

Interessanterweise offerieren allein

noch die Firmen Heym und Krieghoff

das ehedem marktbeherrschende

Schrotkaliber 16/70. Zoli baut nur im

Kaliber 12/70, Merkel wiederum liefert

sein Modell 96 K in 12/76 und 20/76

aus. Noch etwas scheint mir erwähnenswert:

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und praktizierten das Schrot-

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FOTO: STEFAN VÖLKEL

AUSRÜSTUNG

Ob Fuchs oder Sau: Vor allem beim Ansitz ist man mit

der Bockbüchsflinte gut gerüstet.

schießen primär auf der Jagd mit dem

Drilling. Ihre Nachfolger dagegen holen

sich heute die Fertigkeit auf dem Wurftaubenstand

mit der Flinte. Wer da mit

dem Drilling antritt, wird wie ein Exot

beäugt.

Daher verwundert es auch nicht,

dass man die zeitgemäße Variante der

deutschesten aller Waffen etwas anders

als seine Vorläufer baut: Freiliegender

Kugellauf anstelle des fest verlöteten

Laufbündels, desgleichen zwei Schlosse

mit Handspannung für die drei selbstspannenden

Schlosse und zudem Wechsellaufoptionen

bei den Vordenkern

Krieghoff und Blaser. Mit Stecherabzügen

und Universalabzugssys tem tragen

die Ulmer den Vorlieben des deutschen

Jägers beim brandneuen Modell „Optima

TS“ Rechnung. Die Allgäuer indes

brachen beim D 99 sämtliche Traditionen,

schnitten alte Zöpfe ab, verpassten

ihrem Produkt ein gewöhnungsbedürftiges

Outfit, trumpften dafür aber mit

Blockverschluss, Feinabzügen, Rost-

18 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

schutz sowie der im Handling problemlosen

und in der Summe preiswerten Sattelmontage

auf. Während der Interessent

beim Optima zwischen den Schrotkalibern

12/76 und 20/76 wählen kann, gibt

es beim D 99 zu 20/76 keine Alternative.

Klassische Büchsenmacherkunst repräsentieren

beide nicht, und alle zwei

können hinsichtlich Führigkeit sowie

Eleganz nicht mit den tradierten Erzeugnissen

konkurrieren, doch technisch

sind sie dem Wettbewerb enteilt, und

was den Preis angeht, ist der Optima für

einen Krieghoff mit rund 5 700 Euro geradezu

sensationell kalkuliert, während

die rund 4 000 Euro Grundpreis den D 99

zum Sekundus aller Klassen küren.

Wenns denn ein Drilling sein soll,

würde ich eine Neuwaffe mit einem

lichtstarken variablen Zielfernrohr bestücken

und zumindest den linken Lauf

über das Zielfernrohr mit dem FLG einschießen

lassen. Das spart später Zeit,

Kosten und Ärger. Falls von vornherein

ein mündungslanger Einstecklauf im

Schonzeit- oder Rehwildkaliber ins Kal-

kül gezogen wird und der rechte Schrotlauf

nur mehr als Trägerrohr fungiert,

bleibt vom führigen Drilling nicht mehr

viel. Dann tut man meines Erachtens

mit der Variante D 99 „Duo“ (große Kugel,

kleine Kugel, Schrot) zum Preis von

5 117 Euro den besseren Griff.

Gut erhaltene, gebrauchte Drillinge

sind für frisch gebackene Jäger immer interessant,

wenn sie über ein lichtstarkes

Zielfernrohr (8x56 beziehungsweise

3–12x56 oder 50, 2,5–10x56 oder 50), eine

separate Kugelschlossspannung und

ein auf Hochwild zugelassenes Kugelkaliber

verfügen. Diesbezüglich befindet

sich nunmehr die lange Zeit verschmähte

7x57 R wieder im Aufwind, während

bei 6,5x57 R und 7x65 R der entgegengesetzte

Trend zu beobachten ist. Damit

sind auch die klassischen Drillingskaliber

genannt. Die 9,3x74 R, die .30 R Blaser

und die 8x57 IRS wären mir im Rehwildrevier

mit Schwarzwildvorkommen

etwas zu potent, es sei denn, im Einstecklauf

stünde noch eine Rehwildpatrone


FOTO: WOLFRAM OSGYAN

einsatzbereit, und die .30-06 bedingt wie alle randlosen

Patronen einen gefederten Auszieherstift. Dieser stellt in

einer Kipp laufwaffe immer eine potentielle Schwachstelle

und Versagerquelle dar.

Bockdrillinge in den Schrotkalibern 16 oder 20 schmeicheln

in aller Regel dem Auge und können, sofern die Kugelläufe

zusammenschießen und ihre Kombination die

jagdlichen Bedürfnisse abdeckt, eine Investition für’s Jägerleben

sein. Dabei ist es meiner Meinung nach sekundär,

wie viele Schlosse das System besitzt, denn der Bockdrilling

mit fest verlötetem Laufbündel sieht sich in aller Regel

als Waffe für den Einzelschuss. Zu beachten gilt jedoch,

dass hier – anders als beim Drilling – normalerweise der

hintere Abzug immer den Schrotlauf bedient. Das hat

beim Schießen auf Flugwild schon manche Kalamität nach

sich gezogen, besonders dann, wenn der Schrotlauf selten

zum Einsatz gelangt. Doch nicht das macht den Bockdrilling

zum Außenseiter in der Käufergunst, sondern vornehmlich

sein hoher Preis: Der siedelt nämlich, von Ausnahmen

abgesehen, noch deutlich über dem eines Drillings

mit Einstecklauf.

Meine jagdliche Sturm- und Drangzeit absolvierte ich

als 16-Jähriger mit der Sicherheits-Bockbüchsflinte Modell

22 F von Heym in der Kaliberkombination 20/70 und .222

Remington ohne Zielfernrohr. Vater war nämlich der Ansicht,

dass ein junger Jäger keine Zielhilfe benötige, und

legte mir damit eine arge Kandare an. Zumindest was die

Abend- und Morgenansitze auf Rehwild anbetraf. Denn

mal waren die Cerviden zu weit, das andere Mal schwand

das Büchsenlicht zu schnell für den zusammengeschauten

Schuss. Kurzum, ich musste mich bis zur Brunft gedulden,

bis ich meinem ersten Bock den letzten Bissen in den Äser

stecken durfte. Und den kriegte ich auch nur, weil ich mir

Vaters Bockbüchsflinte mit vierfachem Zielfernrohr geschnappt

hatte. Tagsüber wiederum machte ich vom

Schrotlauf regen Gebrauch, indem ich die Ringeltauben-

Drilling oder Bockdrilling? Darüber entscheiden in der Regel

Jagdmöglichkeit und Geldbeutel

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FOTO: MICHAEL SCHIPPERS

AUSRÜSTUNG

sowie Eicherhäherbesätze in der an das

elterliche Anwesen grenzenden Jagdfläche

zehntete, am Heckbau auf Jungfüchse

passte und an Krähen schoss, was sich

in Reichweite meiner Schrote wagte. Bei

diesen Gelegenheiten hatte ich übrigens

nie das Gefühl, einen Schrotlauf zu wenig

mitzuführen, wohl aber, dass das

Rehwild immer heimlicher zu werden

schien.

Ein Umstand, der sich durch die Dauerbeunruhigung

leicht erklären lässt und

der nur deshalb nicht ins Gewicht fiel,

weil ich weder meinem Vater noch meinen

beiden Brüdern jagdlich ins Gehege

kam. Solches Tun und Treiben wäre bei

der heutigen Jägerdichte und den vergleichsweise

bescheidenen Pachtflächen

undenkbar. Ich erwähne es auch nur deshalb,

weil mich die Erfahrung lehrte,

dass eine Bockbüchsflinte durchaus den

jagdlichen Alltag meistern kann, wenn

man sie nicht gerade auf Treibjagden

einsetzt. Vater sah es übrigens genauso

und stieg deshalb vom Sauer & Sohn-

Drilling im Kaliber 7x57 R zunächst auf

eine Sauer & Sohn-BBF Modell 54 im Kaliber

6,5x57 R und später auf eine Krieghoff-Einschloss

im selben Kugelkaliber

um. Obwohl ich in Abwesenheit meines

20 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

Bruders durchaus Zugriff auf das in seinen

Besitz übergewechselte Dreirohr

hatte, hielt ich es lieber mit den Bockbüchsflinten.

Mein Bruder dagegen

konnte sich ein Jagen ohne Vaters Ableger

über lange Zeit nicht vorstellen.

In all den Jahren hatte ich ausgiebig

Muße, mich mit den Vorzügen von

einem beziehungsweise zwei Schlossen

bei einer Bockbüchsflinte vertraut zu

machen. Für den jagdlichen Alltag

reicht ein Schloss allemal. Vor Gebrauch

wählt man das gewünschte über die

Umschaltung vor und hat dann sogar

den Stecherabzug für den Schrotlauf.

Das ist nach meiner Erfahrung dann segensreich,

wenn ein Einstecklauf eingepasst

wurde. Doch sei jedem dringlichst

geraten, sich vor dem Schuss zu vergewissern,

dass auch der richtige Lauf gezündet

wird. Mancher Bock sah sich

nämlich schon dem Schrothagel ausgesetzt

und manche Taube hörte die Kugel

pfeifen, nur weil der Umschalthebel

nicht so positioniert war, wie es der Benutzer

wähnte.

Beim Doppelschloss bedient der hintere

Abzug den Schrotlauf. Das muss

einem bei der Bewegungsjagd erst einmal

in Fleisch und Blut übergegangen

sein. Außerdem kommen die aus Sicher-

Für jeden etwas (von oben): Bockbüchsflinten „Teck“, „Ulm“ und „Ultra 20“ von Krieghoff

heitsgründen sehr hoch gehaltenen Abzugsgewichte

den Schießgewohnheiten

der meisten Nimrode nicht entgegen.

(Ausnahmen bilden das Universalabzugssystem

von Krieghoff beziehungsweise

die Feinabzüge der neueren Blaser-

Modelle). Bekanntlich stehen hohe Abzugswiderstände

dem unbeschwerten

Schießen und dem sicheren Treffen mit

dem Einstecklauf im Weg, zumal doch

gerade jener für kleine Ziele gedacht ist.

Sollen allerdings Schrot- oder Kugel-Wechselläufe

mit von der Partie sein,

führt am Doppelschloss kein Weg vorbei.

Leichte Bockbüchsflinten und dicke

Pillen beißen sich jedoch, kühlen ihr

Mütchen an der Schulter des arglosen

oder durch negative Erfahrungen geprägten

Schützen und ziehen nicht selten

Mucken und Reißen nach sich. Manche

Schützenpsyche wurde so schon auf

Dauer verdorben, weil Waffen- und Geschossgewicht

nicht harmonierten. Daher

markiert meines Erachtens die 7x57 R

den Grenzbereich des Wohlbefindens

beim Schuss, sofern das Waffengewicht

deutlich unter drei Kilo liegt.

Bockbüchsflinten sind heute längst

kein Privileg dicker Brieftaschen mehr.

So kos tete die ebenso legendäre wie häss-


liche Brünner ZH (Schrotkaliber 12/70)

zuletzt ganze 799 Euro und ein Bockbüchsenwechsellauf

noch einmal 639

Euro. Zweifelsohne erhielt der Einsteiger

mit der tschechischen „Ratschbum“ ein

Maximum an Waffe für sein Geld. Umso

bedauerlicher ist es, dass die Fertigung

2003 eingestellt wurde. Somit bleibt das

Augenmerk nur eventuellen Restbeständen.

Wenn der günstige Preis wichtiger

als edles Aussehen ist, dann gibt es für

rund 1 400 Euro auch ein Arbeitsgerät

aus italienischer Fertigung (Sabatti,

12/70), während der Einstieg in blasersche

Einschloss-Sicherheitstechnologie

mit 2 211 Euro für die BBF 95 (alle Schrotkaliber!)

abgegolten sein will. Merkel

verlangt für seine BBF B4 2 281 Euro, und

für knapp hundert Euro weniger kriegt

man den Zwei-Schloss-Handspanner von

Zoli (12/70), während Blasers B 97 mit

zwei Schlossen mit 2 630 Euro zu Buche

schlägt (alle Schrotkaliber). Wer dagegen

die Sicherheit der Handspannung mit

dem Komfort des Selbstspanners kombinieren

will, wird bei Krieghoffs Ultra TS

(20/76) zum Preis von rund 3 600 Euro

fündig. Darüber beginnt die Domäne der

Klassiker von Merkel (Ausführung 2010),

Heym (Modell 55) sowie Krieghoffs

„Teck“ und „Ulm“ (Preise auf Anfrage).

Nicht für einen Pappenstiel zu haben,

doch an Eleganz und Führigkeit nicht zu

überbieten, sind natürlich die Grazien

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Es fällt nicht schwer, aus der großen Palette mehrläufiger Waffen die geeignete

Kombination herauszufiltern. Seine vielen Optionen küren den Drilling zur

universellsten Kombinierten.

aus Ferlacher Manufakturen. Sie verkörpern

noch heute das, was Bockbüchsflinten

einst waren: Herrenwaffen par

excellence!

Gebrauchte, mit einem lichtstarken

Zielfernrohr bestückte Büchsflinten können

durchaus attraktiv sein. Doch eignet

sich der beigelegte Schrotlauf aufgrund

der höheren Verschlussbelastung nur bedingt

für den Einbau eines Einstecklaufes

im Rehwildkaliber. Diese Einschränkung

gilt aber nicht für Modelle mit Blockver-

schluss, wie ihn beispielsweise die Variante

S 2 von Blaser (Neupreis ab 3 824

Euro) besitzt. Jene bietet wie auch die

Classic von Krieghoff (ab etwa 5 000 Euro)

oder das Modell 240 von Merkel

(rund 4 000 Euro) die Möglichkeit, nachträglich

Doppelbüchs- oder Querflintenwechselläufe

einlegen zu lassen.

Nun huldigt aber beileibe nicht jeder

Jäger dem Schrotschuss, und in Revieren,

in denen Hochwild seine Fährte zieht,

wird er nach meiner Beobachtung auch

nicht so häufig eingesetzt beziehungs-

Mauerblümchen

Siebeachteneskaum,diesesunauffällige,kleineTeilzwischen

Ihrer Waffe und Ihrem Zielfernrohr – zu Unrecht.

SchließlichbeeinflusstesdieZielgenauigkeiteinesjeden

Schusses. Also: Achten Sie auf das unauffällige, kleine

TeilundentscheidenSiesichfüreinePräzisionsmontage

vonEAW.

WILD UND HUNDJUNGJÄGER DEZEMBER 2010 21

FOTO: WOLFRAM OSGYAN


AUSRÜSTUNG

weise nicht so gerne gehört. In beiden

Fällen obliegt damit den Kugeln, für des

Jägers Waidmannsheil zu sorgen. Die

kleine beschert Küchenhase, Fuchs und

Reh, die große weiteres Schalenwild. Mit

dem Bergstutzen kriegt hier der Erwerber

die Kombination nach Maß, wenn er

9,3x74 R, 8x57 IRS, .30 R Blaser. 30-06,

7x65 R sowie 7x57 R mit 5,6x50 R Mag.

oder 5,6x 52 R paart. Und zwar eine, mit

der er in allen europäischen Revieren bestehen

kann und die sich für alles dort

vorkommende Schalenwild eignet. Dabei

haben sowohl Einschloss-Versionen

als auch die mit zwei Schlossen ihre Vorzüge.

Blasers einschlossiger B 95 (ab 3 670

Euro) zeichnet sich beispielsweise durch

Direktabzüge aus, die sich aufgrund der

Stütz- und Leitklappen fein wie Stecher

und trotzdem sicher justieren lassen.

Diesen Komfort kann Merkels ansonsten

durchaus wettbewerbsfähiges Modell B4

BS (ab 3 649 Euro) nicht bieten. Beim

zweischlossigen B 97 von Blaser (ab 4 089

Euro) wiederum muss der Abdruck für

den hinteren Abzug (kleine Kugel!) aus

Sicherheitsgründen auf Werte eingestellt

sein, die Stecherschützen schon Probleme

bereiten können.

Dieses Klientel kriegt bei Krieghoffs

„Ultra“ (5 099 Euro) das Gewünschte,

nämlich für jeden der beiden Abzüge einen

Rückstecher und gegen weiteren

Aufpreis auch eine Entstechautomatik.

Nach dem Schuss sind Einschloss-Waffen

bekanntlich automatisch entspannt

– ein nicht zu verachtendes Sicherheitsmoment.

Beim Doppelschloss hingegen

muss sich der Benutzer immer bewusst

machen, dass nach dem Zünden der ersten

Patrone das zweite Schloss immer

noch gespannt und zudem ungesichert

ist.

Wer allerdings von Haus aus mit der

schnellen Dublette auf Rehwild kalkuliert,

gelangt sicherlich mit den Doppelschlossvarianten

bequemer und rascher

zum Ziel. Sollte jemand gar einen Bockbüchs-Wechsellauf

mit ins Kalkül ziehen,

dann drängt sich das Doppelschloss geradezu

auf.

Von gebrauchten Bergstutzen mit fest

verlöteten Läufen würde ich Abstand

nehmen, es sei denn, ihre Schussleistung

ist über alle Zweifel erhaben und es stün-

22 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

Bella Italia und deutsche Drilling-Legenden (von links): Antonio Zoli, Merkel 96 k,

Sauer 3000

de soviel Einschießmunition zur Verfügung,

dass der ungetrübte Betrieb auf

Jahre hinaus gesichert ist.

Hin und wieder taucht auf Waffenbörsen

aber auch der eine oder andere

Blaser B 75 mit Rückstecher sowie manueller

Umschaltung auf. Falls er nicht „um

die Ecke schießt“ und mit einem akzeptablen

Zielfernrohr versehen ist, darf er

ruhig in die engere Wahl gezogen werden.

Bekanntlich vereinigt der Kugeldrilling

„D 99 Trio“ von Blaser (ab 6 192 Eu-

nen der Doppelbüchse. Sofern sich der

Interessent nicht am hohen Waffengewicht

und dem pummeligen Aussehen

stört, kriegt er mit dem pflegeleichten

und äußerst funktionellen Gerät seine

Waffe für’s Jägerleben. Dazu darf er sich

auf Drückjagden und bei Sammelansitzen

der neugierigen Blicke seiner

Waidgenossen sicher sein.

Dass letztlich ohne Moos nicht viel

los ist, gilt auch für den Erwerb einer

Kombinierten. Doch der Satz: „Nach

gründlichem Check gefreit, hat selten

gereut“, ist ebenfalls nicht aus der

ro) die Vorzüge des Bergstutzens mit de- Luft gegriffen. e

FOTO: MICHAEL SCHIPPERS


FOTOS: STEN CHRISTOFFERSSON

WILD, JAGD, JÄGER

D R Ü C K J A G D T I P P S

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wichtigsten Schützentipps und Verhaltensregeln zusammen.

24 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

Nach dem Ansprechen (Bauchlinie,

Gewaff): Halten Sie vor dem Blatt an, …


… dann sitzt der Schuss

auch in der Kammer.

Vor der Jagd: Die erste Drückjagdeinladung

ist ins Haus geflattert, und es wird

langsam ernst. Dass Sie spätes tens jetzt

regel mäßig Schießkino oder -stand besuchen,

dürfte mittlerweile keine Frage

mehr sein.

Üben Sie den Schuss auf flüchtiges

Wild und vor allem eines: zügiges Repetieren

ohne die Waffe abzusetzen oder

blitzschnelles Nachladen der Kipplaufbüchse.

Denn genau da hapert es bei den

meisten Drückjagdschützen.

Einladung: Auf der Einladung stehen

in der Regel Treffpunkt, Uhrzeit, Freigaben

und Besonderheiten, die der Jagdherr

für wichtig hält. Manchmal wird

zum Beispiel darauf hingewiesen, dass

Selbstladebüchsen nicht erwünscht sind

oder nur ausgesuchte Hunde zum Einsatz

kommen sollen.

Ausrüstung: Welchen Waffentyp Sie

führen, ist zweitrangig. Wichtig ist, dass

Sie mit der jeweiligen Waffe wirklich vertraut

sind und ihre Eigenarten im Schlaf

beherrschen.

Wenn Sie also einen Drilling schießen,

sollten Sie die Klaviatur aus dem Effeff

beherrschen. Dazu gehört auch, dass man

weiß, wo und mit welchem Abstand zum

Kugelschuss (Vorhaltemaß) das Flintenlaufgeschoss

einschlägt, wenn Sie damit

auf flüchtiges Wild schießen. Im Zweifel

ist ein Repetierer vor zuziehen. Das Mindestkaliber

sollte 7x64 (65 R), .308 oder

.30-06 mit Geschossen ab etwa 11 Gramm

sein. Dickere Pillen haben im Zweifel

mehr Reserven. 20 Schuss sollten für den

Fall der Fälle schon im Rucksack stecken.

Bekleidung: Ein signalfarbenes Hutband

reicht zwar theoretisch für den

Standschützen aus, für den Durchgehschützen

ist Weste oder Jacke in Signalfarbe

Pflicht. Einige Landesforstverwaltungen

schreiben das ebenfalls für Standschützen

vor. Eine Warnweste oder eine

(Überzieh-)Jacke in „Hunters Orange“ mit

Tarnaufdruck ist daher immer eine gute

Wahl. Ausführliche Tipps zum Thema

„Ausrüs tung“ finden Sie im neuen WuH-

Sonderheft „Bewegungsjagd 2“, aus dem

dieses Kapitel entnommen wurde. p

WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010 25


FOTO: ARNDT BÜNTING

ZEICHNUNG: VOLKER HINSCH

WILD, JAGD, JÄGER

Drückjagd situation: Ein großes Rotwild rudel wechselt an. Um überhaupt

zu Schuss zu kommen, muss man sich in diesem Fall auf ein Kalb am Ende

des Rudels konzentrieren. Nur dann hat man eine Chance.

Am Treffpunkt: Wer keinen gültigen

Jagdschein dabei hat, geht als Treiber mit

– ganz einfach.

Laut Unfallverhütungsvorschrift der

Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft

(Vorschriften für Sicherheit und

Gesundheitsschutz, kurz VSG „Jagd“, § 4

(10)) ist die Waffe außerhalb des Treibens

stets ungeladen, mit geöffnetem Verschluss

oder gebrochen und mit der

Mündung nach oben zu tragen. Nichts

ist so unangenehm, als beim Händeschütteln

in die Mündung der Waffe seines

Gegenübers zu schauen.

Bei besonderen Witterungsverhältnissen

kann der Jagdleiter zulassen, dass Waffen

geschlossen und mit der Mündung nach

unten getragen werden, wenn sie entladen

sind.

Führen Sie Ihren Hund an der Leine.

Es ist immer ein unschönes Bild, wenn

sich „Groll“ mit 72 Zentimetern Stockmaß

bei der Begrüßung einen kleineren

Rüden für Apportierübungen aussucht.

Achten Sie auf die Gruppen ein teilung

und Freigaben, manchmal unterscheiden

sie sich von dem, was auf der Einladung

steht.

Für den Schießstand: Diese Dreier-Frischlingsscheibe gibt mit dem weißen Strich einen

Anhalt für den richtigen Haltepunkt in der Höhe.

26 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

Wenn während des Treibens eine Aufbrechpause

verordnet wurde, heißt das

definitiv „Hahn in Ruh“. Halten Sie sich

peinlich genau daran.

Auf dem Stand: Ein Gruppenführer

bringt Sie normalerweise zu Ihrem Stand.

Regel Nr. 1: Ist der einmal eingenommen,

verlassen Sie ihn während des Treibens

niemals! Es sei denn, Sie werden

vom Ansteller oder Jagdleiter dazu aufgefordert.

Regel Nr. 2: Verlassen Sie den

Stand auch nicht, um Wild heranzuziehen

oder Fangschüsse abzugeben. Fangschüsse

auf Wild, das von Hunden gestellt

wird, geben grundsätzlich nur die

Hundeführer ab.

Der Gruppenleiter wird Ihnen mitteilen,

wohin Sie schießen dürfen und wo

Sie Ihre Nachbarn gefährden können.

Manchmal sind diese Gefahrenbereiche

durch Markierungen gekennzeichnet.

Prägen Sie sich diese genau ein und machen

Sie sich intensiv mit der Umgebung

vertraut. Woher könnte Wild anwechseln?

Wo bietet sich die beste Chance

zum Schuss? Immer dran denken: Kugelfang

ist nur gewachsener Boden! Auch in

der Hitze des Gefechts.

Ihr ortskundiger Gruppenführer sollte

Ihnen sagen können, woher Treiber oder


FOTO: KRISTOFER HANSSON

Hundeführer kommen, wo die Wechsel

verlaufen oder woher das Wild vermutlich

anwechselt.

Er wird Ihnen auch sagen, in welche

Richtung die Folge geht, das heißt, wohin

Sie sich nach dem Treiben wenden.

Und noch eins: Stellen Sie das Handy

einfach aus (Es geht, wirklich!).

Während des Treibens: In der Regel

hat der Jagdleiter angegeben, dass nach

Einnahme des Standes und wenn Sicherheit

besteht, vor Anblasen des Treibens

geschossen werden darf. Also Obacht,

Füchse oder Hauptschweine stehlen sich

häufig als Erste aus dem Treiben. Hören

Sie Wild anwechseln, gehen Sie ruhig in

Voranschlag und lassen Sie sich Zeit zum

Ansprechen. Wenn ein einzelnes Stück

auftaucht, ist immer Vorsicht geboten.

Bei Alt tieren, Ricken oder Bachen kann

immer noch etwas nachkommen. Wenn

Sie das Wild nicht richtig ansprechen

können, verzichten Sie auf den Schuss.

Flüchtiges Rehwild: Hier verbietet sich

der Schuss. Warten, bis es verhofft,

oder ziehen lassen. Vielleicht hat der

Nachbar eine bessere Chance.

Vielleicht kommt der abgesprengte

Überläufer einem Nachbarn günstiger,

sodass er gegebenenfalls dort zur Strecke

kommt.

Wenn mehrere Stücke anwechseln,

konzentrieren Sie sich auf den „Nachwuchs“!

Mit Frischlingen, Kitzen oder

Kälbern (sofern frei) können Sie nichts

falsch machen. Kommt eine Rotte Sauen,

schießen Sie grundsätzlich nicht auf

die ers te. Viele hoffen auf den Keiler,

meis tens ist es aber doch die Leitbache.

Suchen Sie sich aus der Rotte das

schwächste Stück heraus und richten Sie

Ihr Augenmerk auf dieses. Bräunliche

Stücke, kurzer Pürzel, keine Quaste – das

passt immer.

Kommt doch eine einzelne grobe Sau,

heißt die Faustregel „Zigarettenlänge“ –

soviel sollte vom Gewaff des Keilers zu

sehen sein, dann gilt er als schussbar.

Sind alle Sauen in der Rotte gleichstark,

fangen Sie mit dem hintersten Stück an.

Alles andere ergibt sich von selbst. Sollte

das beschossene Wild nicht im Schuss

liegen oder wieder hoch werden, schießen

Sie so lange nach, wie es geht beziehungsweise

die Sicherheit es erlaubt.

Hier geht Tierschutz vor Wildbreteinnahme!

Halten Sie bei flüchtigen Sauen kurz

vor dem Blatt an (etwa auf Tellerhöhe),

dann sollte der Schuss sitzen. Lassen Sie

sich Zeit, aber nutzen Sie Ihre Chance,

wenn sie sich bietet.

Ob Sie auf hochflüchtige Sauen schießen,

sollten Sie als Schütze selber einschätzen

können. Ist das Wild zu schnell

oder zu weit, lassen Sie lieber den Finger

gerade. 50 Meter ist als Maximaldis tanz

bei flüchtigem Wild für die meisten

Schützen ein guter Wert. Und schießen

Sie nur, wenn Sie den Schuss auch verantworten

können. Der Satz: „Es war ja

nur ein Fuchs, da hab ich halt mal hingehalten“,

ist Aas jägerei.

Schießen Sie nicht auf hochflüchtiges

Reh- oder Rotwild. Warten Sie, bis die

Stücke im langsamen Troll ziehen oder

gar verhoffen. Sonst überlassen Sie ihrem

Nachbarn die Chance. Achtung:

Manche Jagdleiter geben den Schuss auf

Rehwild explizit nur frei, wenn es verhofft.

Wechselt ein großes Rotwild rudel an,

gibt es nur eine Möglichkeit, wie Sie zu

Schuss kommen können: Suchen Sie sich

WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010 27


WILD, JAGD, JÄGER

tabu. Stimmt die Entfernung und ist ein

Kugelfang gegeben, kann man einen

Frischling ins Visier nehmen.

ein Kalb oder einen passenden Spießer

heraus und bleiben Sie unter allen Umständen

auf dem Stück. Irgendwann wird

es frei stehen. Dann gilt es, die Gelegenheit

zu nutzen. Wenn Sie von Kalb zu

Kalb „springen“, in der Hoffnung, dass

eines irgendwann breit steht, geht die

Sache garantiert schief.

Alttiere und Schmaltiere sind in so einer

Situation grundsätzlich tabu. Die

Stücke verschieben sich ständig, und Sie

können nicht sicher sagen, welches Alttier

führend ist und welches nicht.

Kommt Ihnen Alttier und Kalb oder Alttier,

Schmaltier und Kalb, konzentrieren

Sie sich auf das Kalb. Wenn Sie genug

Schussfeld haben und dieses liegt, können

Sie versuchen, ein Schmaltier oder

das dazugehörige Alttier zu strecken.

Kommt Ihnen ein einzelnes Stück Kahlwild,

das Sie nicht richtig ansprechen

können, lassen Sie den Finger gerade.

Häufig werden Kälber von den Tieren abgesprengt,

und ein geschossenes Alttier,

bei dem der Nachwuchs entkommt, bedeutet

immer ein kümmerndes Kalb.

FOTO: ARNDT BÜNTING Flüchtige Rotte: Die Bache (vorweg) ist

28 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

Nach dem Schuss: Bei gut organisierten

Drück jagden hat Ihnen der Ansteller

eine Standkarte mitgegeben, auf der Sie

Anschüsse vermerken oder Gesehenes

notieren können. Füllen Sie sie unbedingt

aus, das hilft ungemein für die Planung

der nächsten Jagden. Jeder – wirklich

jeder – Schuss wird gemeldet.

Ein Fehlschuss oder Krankschuss ist keine

Schande. Ein nicht gemeldeter Krankschuss

und meistens kommt es doch

raus – schon. Deshalb auch vermeintliche

Fehlschüsse immer angeben und mit dem

Ansteller die Anschüsse untersuchen.

Flüchtiges Schwarzwild (aber auch

anderes Wild) zeichnet nicht immer,

und der erste Schweiß findet sich gerade

bei stärkeren Stücken häufig viele

Meter nach dem Anschuss – wenn überhaupt.

Spätestens wenn Sie zwei Anschüsse

produziert haben, bei dem die Stücke

Sicherheitszonen beachten: Der Schütze hat

zwar eine signalfarbene Jacke an, aber

farbige Markierungen an den Bäumen

kennzeichnen zusätzlich den Gefahrenbereich.


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nicht liegen, heißt es freiwillig „Hahn in

Ruh“. Noch mehr Anschüsse sind dem

Schweißhund nicht zuzumuten. Eventuell

liegt es ja auch an der Waffe, die erst

neu eingeschossen werden muss.


FOTO: MARLENE RAUTENBERG

Nach dem Treiben: Die Waffe wird

vollständig entladen, der Verschluss geöffnet.

Etwaige Anschüsse verbrechen

und in den Protokollzettel eintragen.

Liegt ein beschossenes Stück nicht am

Platz, zieht man immer den Ansteller zu

Rate. Bringen Sie versprengte Hunde mit

zum Sammelplatz, aber binden Sie sie

dort nie an einem Fahrzeug an.

Wenn es keine Aufbrechpause gibt,

wird nach dem Abblasen unverzüglich

aufgebrochen. Wenn Sie dabei unsicher

sind, scheuen Sie sich nicht, jemanden

um Hilfe zu bitten.

Ist Ihnen am Stück – sowohl vor dem

Schuss als auch beim Aufbrechen – etwas

aufgefallen, informieren Sie den Ansteller

oder notieren Sie es auf der Standkarte.

Gerade wenn das Stück einen zweiten

Schuss hat, der nicht von Ihnen stammt,

kann das eine Nachsuche ersparen. Achten

Sie darauf, dass aufgebrochenes Wild

nicht über die Schnittstellen an den Keulen

zum Streckenplatz gezogen

wird.

Und da hast du immer gesagt, man kann

das Repetieren nicht neu erfinden …

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Na, dann hab ich mich eben

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AUSRÜSTUNG

A U S T R I T T S P U P I L L E , P U P I L L E N W E I T E U N D D Ä M M E R U N G S I N D E X

Durchblick

im Dunkeln

Neben der optischen Qualität und der

Austrittspupille des Fernglases ist die

individuelle Pupillenweite des Betrachters

entscheidend für das Sehen in der

Dämmerung. Professor Dr. KURT PITZLER

erläutert die Zusammenhänge.

Bei noch spärlichem Licht kamen

die Sauen. Sie waren viel früher

zu hören, als ich sie mit meinem

bewährten 10x50er-Glas zu sehen bekam,

obwohl sie nur etwa 40 Meter

von mir entfernt emsig im Buchenwald

brachen. Das Licht reichte zum

sicheren Erkennen und Abgrenzen der

sich ständig ineinanderschiebenden

30 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

und überlappenden dunklen Wildkörper

nicht aus. Die herumwuselnden

Frischlinge gaben dem Bild noch mehr

Unschärfe, und die kurze Entfernung

in Verbindung mit dem geringen Sehfeld

des 10-fachen Glases erschwerte

das Erfassen der Stücke. Ich wusste, sie

würden nicht lange aushalten. Aber

das Bild war einfach noch zu dunkel

und das Sehfeld zu klein, um auch nur

annähernd richtig ansprechen zu können.

Nach einer Viertelstunde intensiver

„Ansprechversuche“ blies die Bache,

und die Bühne war plötzlich leer.

Schon in jungen Jahren befolgte

ich den Rat erfahrener Jäger: Vorteilhaft

sei es, wenn die optischen Kenndaten

von Beobachtungsglas und Zielfernrohr

übereinstimmen. So führte

ich immer ein 10x50er-Fernglas und


ein ebensolches Zielfernrohr, ein variables

2,5–10x50. Das oben Erlebte veranlasste

mich allerdings dazu, bisher

Bewährtes in Frage zu stellen. Mehr

Helligkeit und größeres Sehfeld auf

kurze Entfernung hatte ich vermisst,

um mich in der Rotte besser und

schneller zurechtzufinden. Ich dachte

auch an meine jungen Jagdfreunde,

die 8x56er-Ferngläser führten, die ja

in Jäger kreisen schlechthin als „Nachtgläser“

gelten – „sie haben ja das größere

Objektiv“. Da sie auch das von

mir vermisste größere Sehfeld haben,

ließ mich der Gedanke, auf ein solches

Glas umzusteigen, nicht mehr los. Besonders

verlockend erschien mir die

um zwei Millimeter größere Austrittspupille

dieses Glases, denn „wo mehr

Licht durchgeht, kommt auch mehr

im Auge an“ – dachte ich. Über die erstaunlich

kleine Differenz der Dämmerungszahlen

zum Nachteil des 8x56

setzte ich mich hinweg, zumal ich

wusste, dass der Rechenwert „Dämme-

MARKMANN

rungszahl“ für sich genommen in der

Praxis ohne Bedeutung ist. Leider ver-

HANS-JÜRGEN

säumte ich es, mich noch mit weiteren

optischen Gesetzmäßigkeiten ausein- FOTO:

WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010 31


FOTO: JULIA NUMSSEN

AUSRÜSTUNG

Die Auswahl an dämmerungstauglicher Optik ist groß. Wer sich für ein Modell

entscheidet, sollte nicht nur auf die optische Qualität, sondern auch auf die

Austrittspupille achten, die mit seiner individuellen, maximalen Pupillenweite in der

Dämmerung korrespondiert.

anderzusetzen! Auch das höhere Gewicht

und Volumen hielten mich

schließlich nicht davon ab, mir ein 8x56

eines renommierten deutschen Herstellers

zuzulegen.

Als ich das Glas endlich hatte, begab

ich mich mit dem 10x50 und dem 8x56

auf meine Lieblingskanzel, um die beiden

in der Dämmerung zu vergleichen.

Es war Ende Oktober, und es wurde

schnell dunkel. Um den ersten und entscheidenden

Eindruck von der Nachttauglichkeit

beider Gläser durch wieder-

32 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

holtes vorheriges „Ausprobieren“ nicht

zu verwässern, schaute ich erst durch

mein altes 10x50 auf die vor mir liegende

Wiese und sah auf etwa 150 Meter am

Waldrand eine Ricke mit zwei Kitzen, die

mir mit bloßem Auge entgangen waren.

Bock- und Rickenkitz waren eben noch

zu unterscheiden. Angespannt, in Erwartungshaltung

und konzentriert das Gesehene

im Gedächtnis festhaltend, griff

ich zum neuen Glas und sah im größeren

Sehfeld das kleinere Wild – aber kein

helleres Bild und keine schärferen Konturen.

Da half auch kein Absetzen und

sich sammeln. Immer wieder blickte ich

durch beide Gläser, und mein erster Eindruck

wurde bestätigt – das 10x50 war in

diesem Fall und mit meinen Augen dem

8x56 überlegen.

In der Folgezeit blieb mir nichts anderes

übrig, als aus der Not eine Tugend zu

machen: Im Wald, wenn es bei schlechtem

Licht auf eher kurze Entfernung den

Sauen galt, nahm ich das 8x56er-Glas,

und im Feld das alte, das mir bei nicht zu

schlechtem Licht immerhin noch die

bessere Detailerkennbarkeit lieferte.

Bereut habe ich den zusätzlichen

Optik-Kauf nicht, allein deshalb, weil es

mich zwang nachzudenken, worin die

Ursachen der unterschiedlichen Wahrnehmung

lagen. Erstaunlicherweise wird

beim Erwerb einer dämmerungstauglichen

Jagdoptik nur selten nach der

Leistungsfähigkeit des menschlichen Auges

gefragt. Jedes Auge reagiert auf verminderten

Lichteinfall in der Dämmerung

und nachts verschieden, und insbesondere

die Pupillenreaktion ist sehr

vom Alter abhängig. Da ist es verständlich,

dass die Beurteilung der Praxistauglichkeit

eines Fernglases oder Zielfernrohres

für die Dämmerung nur für

eine bestimmte Person gilt, wenn man

einen strengen Maßstab anlegt. Nur über

einen Einklang der optischen Leistung

des Glases mit dem menschlichen Auge

ist eine bestmögliche Nutzung gegeben.

Die Leistung einer Optik in der Dämmerung

wird also nicht nur von der Bildgüte,

insbesondere der Lichtdurchlässigkeit

(Transmission) beeinflusst, sondern

auch von der Größe der Austrittspupille

des Glases und entscheidend von der individuellen

Pupillenweite des Auges selber.

Mit zunehmender Dämmerung wird

die Pupille größer, lässt mehr Licht einfallen

und erreicht einen maximalen Pupillendurchmesser

(P max). Die Austrittspupille

(AP) des Fernglases ist jedoch immer

konstant. Sie wird berechnet, indem

man den Objektivdurchmesser (O ø)

durch die Vergrößerung (V) dividiert (AP

= O ø/V).

Erst durch das richtige Zusammenspiel

von Augen- und Austrittspupille

bietet eine Optik die höchste

Dämmerungsleis tung. Nämlich dann,

wenn die Austrittspupille mindestens so

groß ist wie die in der Dämmerung maxi-


GRAFIKEN: DAGMAR SIEGEL

a

b

c

d

Vier Fälle: Ist die Austrittspupille (AP) der Optik mindestens

so groß wie die maximale Pupillenweite (Pmax), wird der

Netzhaut das meiste Licht angeboten. Das entspricht der

höchsten Dämmerungsleistung (a). Ist die AP größer als die

Pmax, kann der Beobachter die Dämmerungsleistung des

Glases nicht voll ausnutzen (b). Ist die AP geringer als die

Pmax, wird dem Auge weniger Licht angeboten, als es

verarbeiten könnte (c). Sind AP und Pmax gleich gering, ist die

AP der begrenzende Faktor. Das Auge könnte aber nicht

mehr Licht verarbeiten (d).

mal geöffnete Augenpupille des Beobachters. Umgekehrt

kommt der Beobachter nur dann in den Genuss der höchsten

Dämmerungsleis tung einer Optik, wenn sich seine Augenpupille

auch auf deren Austrittspupillengröße öffnet.

Das ist oben in vereinfachter Weise schematisch dargestellt.

Hat zum Beispiel das Beobachterauge eine Pupillengröße

von sechs Millimetern, ist es mit einem 12x50er

Glas und einer Austrittspupille von nur 4,2 Millimetern

nicht optimal bedient. Überdies gilt generell, dass Jagdoptiken

mit Austrittspupillen von unter vier Millimetern

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AUSRÜSTUNG

nicht dämmerungs tauglich sind, was die

Praxis bestätigt: Schaut man bei fortgeschrittener

Dämmerung durch ein

15x56er Glas mit einer AP von 3,7 Millimetern,

verdunkelt sich das Bild gegenüber

dem Blick mit bloßem Auge. Ein Jäger

mit einem 8x50er-Glas hingegen

nutzt dessen Leistung nur dann voll aus,

wenn sich seine Pupille bis zur Größe der

Autrittspupille des Glases – nämlich bis

6,3 Millimetern – öffnet.

Aus den bisherigen Überlegungen

kann man schlussfolgern, dass die Austrittspupille

möglichst groß sein und mit

dem Durchmesser der Augenpupille übereinstimmen

sollte. Wählt man allerdings

eine gegenüber der Augenpupille größere

Austrittspupille, dann bringt das den

Vorteil, dass sich bei unruhiger Hand die

Augenpupille nicht so leicht außerhalb

der Austrittspupille bewegt. Das kommt

einem ruhigeren Bild und dem Sehfeld

zugute.

Zur objektiven Bestimmung der

Dämmerungsleistung von Jagdoptik und

zu ihrem Vergleich ist ein Rechenwert

unerlässlich: Ein solcher ist die „Dämmerungszahl“

(DZ), die sich aus der Wurzel

der Vergrößerung mal dem Objektiv-

Durchmesser ergibt (√V x O ø). Sie ist aber

nur brauchbar, wenn sie in das Zusammenspiel

von Austritts-

und Augenpupille eingebunden

wird, wie es

mit den Formeln

34 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

von Wolf Wehran geschieht: Man rechnet

Dämmerungszahl mal Austrittspupille

(DZ x AP), wenn die Austrittspupille

der Optik kleiner oder genau so groß wie

die Augenpupillenweite ist. Ist umgekehrt

die Augenpupillenweite kleiner

oder ebenso groß wie die Austrittspupille,

rechnet man Dämmerungszahl mal

maximaler Pupillenweite (DZ x P max).

Der aus diesen Formeln errechnete Wert

ist der so genannte Dämmerungsindex

(DI) einer Optik. Er ist als Wert für die

Dämmerungsleistung aussagekräftiger

als die Dämmerungszahl.

In der Tabelle rechts finden Sie an

Hand von Dämmerungsindizes einen

Vergleich gebräuchlicher Jagdoptiken.

Sieht man sich die Indizes von jeweils

nur einer Optik in ihrer Abhängigkeit

von verschiedenen Augenpupillenweiten

an, stellt man fest: Solange letztere

genauso groß oder größer sind als die

Austrittspupille des Glases, bleibt der

Dämmerungsindex konstant. Denn der

Lichtdurchlass wird durch die Austrittspupille,

die gewissermaßen das „Nadelöhr“

ist, bestimmt: Ein Beobachter mit

einer sieben Millimeter großen, maximalen

Pupillenweite sieht nicht mehr als

Die Austrittspupille: Einer der

Faktoren, die die

Dämmerungsleistung des Glases

wesentlich mitbestimmt.

einer mit fünf Millimetern, wenn beide

zum Beispiel ein 10x50er-Glas benutzen.

Die Indizes verringern sich, sobald die

maximale Pupillenweite die Größe der

Austrittspupille unterschreitet, denn

jetzt ist das Nadelöhr die kleinere Augenpupille.

Die bisherigen Überlegungen erleichtern

dem Jäger nur dann die Wahl

seiner Optik, wenn er die Größe der eigenen

maximalen Pupillenweite kennt.

Nur so kommt er zu dem auf ihn persönlich

abgestimmten Dämmerungsindex

und damit zur „passenden“ Optik. Es

wird wohl eher die Ausnahme sein, dass

man deshalb den Augenarzt oder Optiker

aufsucht, der einem nach längerem

Aufenthalt in einem abgedunkelten

Raum die dann maximal erweiterte Augenpupille

zum Beispiel durch Vergleich

mit Pupillensymbolen auf einer Schablone

bestimmt. Einfacher geht das über eine

mathematische Funktion, die die maximale

Pupillenweite in Abhängigkeit

vom Alter darstellt. Bei einem jungen Jäger

kommen meistens Pupillenweiten

etwa zwischen acht und sechs Millimetern

in Betracht. Für ihn ist ein 8x56er

Glas konkurrenzlos geeignet, denn es

bietet ihm hohe Indizes zwischen 148,2

und 127 (siehe Tabelle). Dagegen wird

beim über 60-Jährigen mit vermutlich

fünf bis vier Millimeter maximaler Pupillenweite

die Überlegenheit eines 10x56

mit Indizes zwischen 118,3 und

FOTO: BURKHARD FISCHER


94,7 gegen über dem 8x56 (105,8 und

84,7) deutlich. Im fortgeschrittenen Alter

sollte also schon eine Optik mit höherer

Vergrößerung in Erwägung gezogen

werden, die bei entsprechender optischer

Qualität zudem noch die Detailschärfe

(Bildschärfe) verbessert.

Jetzt drängt sich der Gedanke an das

variable Zielfernrohr geradezu auf, denn

selbstverständlich haben wir uns bereits

vergegenwärtigt, dass sich die Kennzahlen

in der Tabelle nicht nur auf jeweils

ein Fernglas oder Zielfernrohr mit

fester Vergrößerung beziehen, sondern

auch auf das Variable. Damit kommt

man zu einer dynamischen Betrachtungsweise,

die die Abhängigkeit optischer

Größen voneinander und ihr Zusammenspiel

noch verständlicher

macht: Beim Variablen ändert sich mit

wechselnder Vergrößerung auch die Größe

der Austrittspupille, und man kann

durch Herunterdrehen auf eine niedrigere

Vergrößerung eine bessere

Dämmerungsleis tung erreichen.

Ein junger Jäger mit einer maximalen

Pupillenweite von sieben Millimetern erzielt

mit einem 2,5–10x56 oder 2,5–

10x50 eine beachtliche Verbesserung des

Dämmerungssehens, wenn er anstelle

der 10- fachen nur die 8-fache Vergrößerung

wählt und die damit größere Austrittspupille

der Optik mit seinem Auge

voll ausnutzt.

Selbstverständlich hängt die Leistungsfähigkeit

einer dämmerungstauglichen

Jagdoptik nicht nur von einem

möglichst weitgehenden Einklang zwischen

den Kenndaten des optischen Systems

und dem menschlichen Auge ab,

Vergrößerung und

Objektiv-Durchm.

von Jagdoptiken

Dämmerungszahl

DZ

Austrittspupille

AP

mm

Wehran’scher Dämmerungsindex (DI)

bezogen auf Augenpupillenweite Pmax

von … bis … mm

7 6,3 6 5 4,2 4

8 x 30 15,5 3,8 58,1 58,1 58,1 58,1 58,1 58,1

8 x 40 17,9 5,0 89,4 89,4 89,4 89,4 75,1 71,6

10 x 40 20,0 4,0 80,0 80,0 80,0 80,0 80,0 80,0

7 x 42 17,1 6,0 103,0 103,0 103,0 85,7 72,0 68,6

8 x 42 18,3 5,3 96,2 96,2 96,2 91,7 77,0 73,3

8,5 x 42 18,9 4,9 93,4 93,4 93,4 93,4 79,4 75,6

10 x 42 20,5 4,2 86,1 86,1 86,1 86,1 86,1 82,0

12 x 42 22,4 3,5 78,6 78,6 78,6 78,6 78,6 78,6

14 x 42 24,2 3,0 72,7 72,7 72,7 72,7 72,7 72,7

15 x 42 25,1 2,8 70,3 70,3 70,3 70,3 70,3 70,3

10 x 44 21,0 4,4 92,3 92,3 92,3 92,3 88,1 84,0

12 x 44 23,0 3,7 84,3 84,3 84,3 84,3 84,3 84,3

14 x 44 24,8 3,1 78,0 78,0 78,0 78,0 78,0 78,0

7 x 50 18,7 7,1 131,0 117,8 112,2 93,5 78,6 74,8

8 x 50 20,0 6,3 126,0 126,0 120,0 100,0 84,0 80,0

10 x 50 22,4 5,0 111,8 111,8 111,8 111,8 93,1 89,4

12 x 50 24,5 4,2 102,0 102,0 102,0 102,0 102,0 98,0

8 x 56 21,2 7,0 148,2 133,6 127,0 105,8 88,9 84,7

10 x 56 23,7 5,6 132,5 132,5 132,5 118,3 99,4 94,7

12 x 56 25,9 4,7 121,0 121,0 121,0 121,0 108,9 103,7

Durch den Dämmerungsindex (DI) lässt sich in Abhängigkeit der eigenen maximalen

Pupillenweite leicht die Dämmerungsleis tung einer Optik praxisnah bestimmen

wie er durch die Wehran’sche Formel

zum Ausdruck kommt. Konstruktionsart

und Qualität der Optik (Vergütung, Glasart)

sind ebenso wichtig, und nicht nur

die Ästheten unter den Jägern wollen

auch Gewicht und Außenmaße berücksichtigt

wissen. Das 8x56er-Fernglas zum

Beispiel ist schwer und voluminös.

Ein älterer Jäger mit einer maximalen

Pupillenweite von fünf Millimetern kann

die große Austrittspupille des Glases (sieben

Millimeter) nicht nutzen. Trotzdem

wird es immer wieder bevorzugt. Würde

er sich zum Beispiel auf ein 8,5x42 mit

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einer von seinem Auge voll ausnutzbaren

Austrittspupille von 4,9 Millimeter beschränken,

bräuchte er nur einen relativ

geringen Verlust an Dämmerungssehen

in Kauf zu nehmen (Dämmerungsindex

93,4 gegenüber 105,8), würde aber viel

an Ballast sparen. Ein Vorteil, den man

im Alter zu schätzen weiß.

Ob man will oder nicht: Das eigene Alter

wird bei der Auswahl der dämmerungs-

und nachttauglichen Jagdoptik ein wichtiges

Kriterium bleiben – trotz rasanter

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Schritt für Schnitt

Einen Marder abzubalgen, ist nicht so schwer. ANDRE WESTERKAMP zeigt Schritt für Schritt – oder

besser Schnitt für Schnitt – wie es richtig geht. Ein scharfes Skalpell oder Messer, ein Drahtschneider

und eine Kombizange sind die einzigen Werkzeuge, die man benötigt. Als Lohn der Arbeit winkt

ein schöner Winterbalg.

Für einen perfekten Balg wird der Schnitt wie eingezeichnet

geführt. Vorher wurde überprüft, ob der Balg in Ordnung ist.

Danach werden Vorder- und Hinter-Läufe

freigelegt. Der Schnitt erfolgt dabei von

Sohle zu Sohle.

36 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

Die freigelegten Zehenknochen werden

bis zum letzten Gelenk herausgelöst. Da

ist Feinarbeit gefragt, lassen Sie sich Zeit.

Die Schnitte unterhalb der Vorderbranten treffen sich am

Brustkern.

Abschließend werden die Knochen am

letzten Gelenk mit einem Seitenschneider

vorsichtig durchtrennt.

FOTOS: ANDRE WESTERKAMP


Der einzelne Lauf liegt nach dem

Durchtrennen der Zehen frei.

und mit einem Ruck in Richtung Spitze

die Lunte abgezogen. Vorab wird sie

keinesfalls eingeschnitten

Gleiches geschieht mit den Augenlidern.

Vorsichtiges Schneiden ist hier oberstes

Gebot.

Die freigelegten Hinterbranten werden

komplett herausgelöst.

Nach dem Herauslösen der Wurzel wird

die Lunte fein säuberlich aufgetrennt.

Die Haut liegt offen.

Ist die Haut vom Kern getrennt, wird der

Balg mittig auf der Bauchseite mit einem

Längsschnitt aufgetrennt.

Mit einer Kombizange wird die freigelegte

Luntenwurzel gefasst …

Mit den Fingern wird der Gehörgang

angehoben und mit dem Messer

durchtrennt.

Der korrekt aufgeschnittene Balg, der

sofort zum Gerber geht oder eingefroren

wird.

WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010 37


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WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010 39


FOTO: HEINZ LEHMANN

PRÜFUNGSFRAGEN

Wildtierkunde

Rehwild, Ranz und Reiher

Eingehende Kenntnisse über die Bio- und Ökologie der heimischen Wildtierarten sind nicht

nur zum Bestehen der Jägerprüfung absolut notwendig. Das Wild selbst, seine Bejagung und

Hege werden Sie immer wieder herausfordern. WILD UND HUND bereitet Sie darauf vor.

1. Wieviel Welpen umfasst ein durchschnittlich

starkes Dachsgeheck?

a) Zwei bis vier

b) Fünf bis sieben

c) Sieben bis neun

2. Welche Wildarten haben eine

verlängerte Tragzeit (Eiruhe)?

a) Stein- und Baummarder

b) Rot- und Schwarzwild

c) Hermelin und Dachs

3. Wann endet die Eiruhe beim

Rehwild?

a) Februar

b) September

c) Dezember

40 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

4. Wo frischt die Bache?

a) Im Wurfbau

b) Im Wurfkessel

c) Im Mutterbau

5. Wie hoch sollte der

Frischlingsanteil bei der

Schwarzwildbejagung sein?

a) Etwa 80 Prozent

b) Etwa 50 Prozent

c) Etwa 30 Prozent

6. Welche Arten sind Koloniebrüter?

a) Graureiher und Kormoran

b) Saatkrähe und Lachmöwe

c) Birk- und Auerwild

7. Wie lange dauert die Tragzeit beim

Wildkaninchen?

a) 15 bis 18 Tage

b) 28 bis 31 Tage

c) 40 bis 42 Tage

8. Welche Raubwildarten halten bei

lang anhaltender, großer Kälte

und/oder dauerhaft hohen

Schneelagen eine Winterruhe?

a) Waschbär

b) Dachs

c) Marderhund

d) Fuchs

9. In welche Monate fällt die

Hauptranzzeit der Wildkatze?

Hält der Waschbär bei

lang anhaltender, großer

Kälte Winterschlaf?


FOTO: BENNO BROSSETTE

a) Oktober/November

b) Juni/Juli

c) Februar/März

10. Welche Nagetiere sind (auch)

Nesträuber?

a) Eichhörnchen

b) Haselmaus

c) Wanderratte

11. Ordnen Sie der Größe nach Bisam,

Biber und Nutria!

a) Nutria > Biber > Bisam

b) Biber > Bisam > Nutria

c) Biber > Nutria > Bisam

12. Der Verzehr welchen Wildbrets setzt

eine Trichinenschau voraus?

a) Bisam

b) Nutria

c) Dachs

13. Welche Taubenart erfährt durch den

herbst- und winterlichen

Zuzug von Wintergästen aus dem

Norden und Nordosten einen

spürbaren „Zuwachs“?

a) Turteltaube

b) Türkentaube

c) Ringeltaube

14. Welche Taubenart lebt als

typischer Kulturfolger?

a) Turteltaube

b) Hohltaube

c) Türkentaube

Zählt man den

Kormoran zu den

Schreitvögeln?

15. Ordnen Sie der Größe nach Hasel-,

Auer- und Birkwild.

a) Birkwild > Haselwild > Auerwild

b) Auerwild > Birkwild > Haselwild

c) Haselwild > Auerwild > Birkwild

16. Welche Arten zählen zu den

Erd- oder Stinkmardern?

a) Iltis und Mink

b) Baum- und Steinmarder

c) Hermelin und Mauswiesel

17. Ordnen Sie der Größe nach

Silber-, Lach- und Mantelmöwe.

a) Silbermöwe > Lachmöwe

> Mantelmöwe

b) Mantelmöwe > Silbermöwe

> Lachmöwe

c) Lachmöwe > Mantelmöwe

> Silbermöwe

18. Welche Art zählt nicht zu den

Schreitvögeln?

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FOTO: REINER BERNHARDT

PRÜFUNGSFRAGEN

Gehört die

Sumpfohreule zu

den Bodenbrütern?

a) Graureiher

b) Kormoran

c) Rohrdommel

19. Welche Schwanenart brütet in

Deutschland?

a) Singschwan

b) Zwergschwan

c) Höckerschwan

20. Welche Arten zählen zu

den „Meeresgänsen“?

a) Grau- und Kurzschnabelgans

b) Saat- und Blessgans

c) Ringel- und Nonnengans

21. In welche Zeit fällt die

Hauptbrunftzeit des Gamswildes?

a) Ende Oktober bis Mitte Dezember

b) Ende März bis April

c) Juni bis August

22. Welche Arten haben im

Sommerhaar einen Aalstrich?

a) Reh- und Schwarzwild

b) Rot- und Sikawild

c) Gams- und Damwild

23. Welches ist aktuell die häufigste

Sägerart in Deutschland?

a) Mittelsäger

b) Zwergsäger

c) Gänsesäger

42 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

24. Welche Rallenart trägt

Schwimmlappen an den Zehen?

a) Wachtelkönig

b) Teichhuhn

c) Blässralle

25. Welche Greifvögel jagen in einem

(relativ) niedrigen „Schaukelflug“?

a) Bussard

b) Weihe

c) Falke

26. Woher stammen ursprünglich

Waschbär, Marderhund und

Nutria?

a) Nordamerika, Ostasien, Südamerika

b) Südamerika, Nordamerika,

Australien

c) Ostasien, Südamerika, Westafrika

27. Welche Wasservögel starten ohne

Anlauf senkrecht von der Wasseroberfläche?

a) Stockente

b) Reiherente

c) Krickente

d) Blässralle

28. Welches ist die größte, welches die

kleinste Falkenart Deutschlands?

a) Baumfalke und Turmfalke

b) Gerfalke und Wanderfalke

c) Wanderfalke und Merlin

29. Welche Kombination besteht nur

aus Höhlenbrütern?

a) Hohltaube, Steinkauz, Dohle und

Raufußkauz

b) Waldkauz, Zwergtaucher, Löffelente

und Graugans

c) Schellente, Gänsesäger,

Sperlingskauz und Schwarzspecht

d) Uhu, Sperber, Kuckuck und

Turm falke

30. Welches ist die größte, welches die

kleinste Eulenart Deutschlands?

a) Waldohreule und Zwergohreule

b) Uhu und Steinkauz

c) Waldkauz und Raufußkauz

d) Uhu und Sperlingskauz

31. Welche Artenpaare sind

Bodenbrüter?

a) Graureiher und Kormoran

b) Lachmöwe und Saatkrähe

c) Sumpfohreule und Rebhuhn

d) Silbermöwe und Waldschnepfe

32. Welche Artenpaare leben saisonal

(Fortpflanzung) oder dauerhaft

monogam?

a) Graugans und Rebhuhn

b) Fasan und Feldhase

c) Marderhund und Habicht

33. Welche der genannten

Schalenwildarten hat die

längste Tragzeit?

a) Schwarzwild

b) Muffelwild

c) Rehwild

34. Welche Arten zeigen keinen

deutlich ausgeprägten

Geschlechts dimorphismus?

a) Ringeltaube

b) Fasan

c) Waldschnepfe

d) Rabenkrähe

35. Welche der genannten

Raubwildarten hat die

kürzeste Tragzeit?

a) Fuchs

b) Wildkatze

c) Iltis

d) Steinmarder


FOTO: HERBERT HERMANN

36. Welche der genannten

Federwildarten hat die längste

Brutzeit?

a) Stockente

b) Mäusebussard

c) Fasan

d) Waldschnepfe

37. Welche Arten haben

Schwimmhäute zwischen den

Zehen?

a) Fischotter

b) Haubentaucher

c) Stockente

d) Blässralle

38. Welche Federwildart legt (im

Erstgelege) die meisten Eier?

a) Rebhuhn

b) Turmfalke

c) Stockente

d) Silbermöwe

39. Welche Federwildart hat einen

keilförmigen Stoß?

a) Kolkrabe

b) Seeadler

c) Mäusebussard

d) Roter Milan

40. Zu welchem Äsungstyp zählt

das Rehwild?

a) Raufutterfresser

b) Mischäser

c) Konzentratselektierer

41. Wann wirft ein Perückenbock

seinen Kopfschmuck ab?

a) Oktober/November

b) Januar/Februar

c) Gar nicht

42. Welche Raubwildart hat

(durchschnittlich) das kleinste

Geheck?

a) Fuchs

b) Marderhund

c) Dachs

d) Großes Wiesel

43. Welche Aussage trifft auf die

Sinnesleistungen des Schwarzwildes

zu?

a) Sauen äugen sehr gut, vernehmen

und winden aber sehr schlecht

b) Sauen vernehmen und winden sehr

gut, äugen aber sehr schlecht

c) Gehör-, Geruchs- und Gesichtssinn

sind sehr gut ausgebildet

44. Junge Rebhuhnküken sind

zunächst auf welche Äsung

angewiesen?

a) Junge Triebe und Knospen

b) Tierisches Eiweiß, vor allem

Insekten, deren Larven und Eier

c) Blattäsung

45. Welche Arten bilden im Herbst

und Winter mehr oder minder

große Schlafgemeinschaften?

a) Elster

b) Ringeltaube

c) Waldohreule

d) Mäusebussard

46. In welcher Reihenfolge

(jahreszeitlich) brunften Rot-,

Reh-, Dam- und Muffelwild?

a) Reh-, Muffel-, Rot- und Damwild

b) Dam-, Rot-, Muffel- und Rehwild

c) Reh-, Rot-, Dam- und Muffelwild

Ist ein Fischotter

g rößer als ein Mink,

und besitzt er

Schwimmhäute

zwischen den Zehen?

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47. Welche Schalenwildart hat die

größte Zuwachsleistung?

a) Rehwild

b) Rotwild

c) Gamswild

d) Schwarzwild

48. Welche Gänsearten brüten

regelmäßig (auch) in Deutschland?

a) Graugans

b) Saatgans

c) Blessgans

d) Kanadagans

49. Ordnen Sie der Größe nach (von

oben nach unten) die folgenden

Marderarten ein: Hermelin,

Steinmarder, Mink, Fischotter.

a) Mink, Fischotter,

Hermelin, Steinmarder

b) Steinmarder, Fischotter,

Hermelin, Mink

c) Fischotter, Steinmarder,

Mink, Hermelin

50. Wieviel Junghasen setzt eine

Feldhäsin durchschnittlich pro

Jahr?

a) 8 bis 10

b) 4 bis 5

c) 15 bis 18

51. Welche Raubwildart war in

Mitteleuropa ursprünglich

nicht heimisch?

FOTO: HEINZ LEHMANN PRÜFUNGSFRAGEN

44 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

a) Fischotter

b) Nutria

c) Marderhund

d) Mink

52. Welches Flugwildpaar zählt zu den

Zugvögeln?

a) Wachtel und Turteltaube

b) Fasan und Rebhuhn

c) Habicht und Sperber

53. Welche Aussage trifft auf die

Sinnesleistungen des

Schwarzwildes zu?

a) Gehör, Geruchs- und Gesichtssinn

sind sehr gut ausgebildet

b) Schwarzwild äugt sehr schlecht,

vernimmt und windet aber sehr gut

c) Schwarzwild äugt und vernimmt

zwar gut, windet aber sehr schlecht

54. Welche Flugwildart legt

durchschnittlich die größten

Gelege an?

a) Ringeltaube

b) Waldschnepfe

c) Rebhuhn

55. Welche Haarwildarten setzen bzw.

wölfen mehrfach im Jahr?

a) Feldhase

b) Rehwild

c) Wildkaninchen

d) Fuchs

Wie oft wechselt

Schwarzwild jährlich

das Haarkleid?

56. Welche Federwildarten brüten

mehrfach im Jahr (außer evtl.

Nachgelege!)?

a) Ringeltaube

b) Seeadler

c) Stockente

57. Welche Wildarten leben saisonal

oder darüber hinaus in Einehe

(monogam)?

a) Graugans

b) Birkwild

c) Rebhuhn

d) Feldhase

58. Welche Raubwildart hat die

höchste Zuwachsrate?

a) Dachs

b) Steinmarder

c) Marderhund

d) Fuchs

59. Welche Wildarten haben eine

verlängerte Tragzeit (Keimruhe)?

a) Feldhase

b) Großes Wiesel

c) Rehwild

d) Iltis

60. Welche Arten sind Koloniebrüter?

a) Graureiher

b) Fasan

c) Stockente

d) Waldschnepfe

61. In welchem Trittsiegel drücken

sich fünf Zehenballen ab?

a) Fuchs

b) Wildkatze

c) Dachs

62. Welche der genannten Wildarten

hat die längste Tragzeit?

a) Rehwild

b) Fuchs

c) Iltis

d) Muffelwild

63. Welche Arten tragen Lappen an

den Zehen?

a) Haubentaucher

b) Blässralle

c) Stockente

d) Höckerschwan


FOTO: HEINZ LEHMANN

Brütet die Graugans

regelmäßig in

Deutschland?

64. Welche Arten sind Bodenbrüter?

a) Rohrweihe

b) Sumpfohreule

c) Kranich

d) Kormoran

65. Welche Arten brüten regelmäßig auch in Mitteleuropa?

a) Saat- und Blässgans

b) Grau- und Kanadagans

c) Sing- und Zwergschwan

66. Welche Rallenart lebt

normalerweise nicht am

beziehungsweise auf dem Wasser?

a) Blässralle

b) Grünfüßiges Teichhuhn

c) Wachtelkönig

67. Welche Schalenwildart wechselt nur einmal jährlich

ihr Haarkleid?

a) Rehwild

b) Rotwild

c) Schwarzwild

68. Zu welchen „Gruppen“ der

Säugetiere gehört das Rehwild?

a) Paarhufer

b) Wiederkäuer

c) Geweihträger (Cerviden)

69. Welches ist das größte europäische Nagetier?

a) Nutria

b) Biber

c) Bisam

70. Welche Raubwildart setzt ihre Losung in Baunähe in so

genannten Aborten ab?

a) Fuchs

b) Dachs

c) Steinmarder

71. Welche Aussage trifft bezüglich seiner Tragzeit sowie der

Zahl der Sätze auf den Feldhasen zu?

a) 42–43 Tage, drei bis vier Sätze

b) 28 Tage, fünf bis sechs Sätze

c) 21–23 Tage, sieben bis acht Sätze

72. Das Schwarzwild ist …

a) Nichtwiederkäuer

b) Monogam

c) Allesfresser

73. Bei welcher Familie sind die Geschlechter gleich

gezeichnet?

a) Entenvögel

b) Hühnervögel

c) Rabenvögel

74. Die Jungvögel welcher Flugwildarten sind

längsgestreift?

a) Höckerschwan

b) Kolkraben

c) Haubentaucher

75. Welches ist die kleinste (heimische!) Schwimm-,

welches die kleinste Tauchentenart?

a) Krickente, Moorente

b) Stockente, Reiherente

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WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010 45


Jagdbetrieb und Brauchtum

Baujagd, Beize und Brüche

Der Jagdbetrieb und das jagdliche Brauchtum sind in vielen Facetten des Waidwerks

auch heute noch untrennbar miteinander verbunden. Hinzu kommt die Jägersprache.

Die folgenden 62 Fragen machen Sie fit für die Prüfung und den Alltag im Revier.

1. Wer oder was wird als „Neue“

bezeichnet?

a) Der erste Schnee

b) Neuschnee auf Altschnee

c) Jungjägerin

2. Welche Faktoren müssen Sie beim

Ansitzbau beachten?

a) Wind

b) Wildwechsel

c) Kugelfang

3. Auf welche Wildarten wird die

Baujagd ausgeübt?

a) Fuchs

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FOTO: HEINZ LEHMANN PRÜFUNGSFRAGEN

46 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

b) Wolf

c) Kaninchen

4. Auf welche Wildarten können

Sie die Lockjagd ausüben (Ruf,

Attrappen)?

a) Ringeltaube

b) Fuchs

c) Aaskrähe

5. Welche Fanggeräte zählen zu den

so genannten Lebendfallen?

a) Kastenfalle

b) Schwanenhals

c) Wippbrettfalle

6. Welches Wild wird abgeschwartet?

a) Dachs

b) Fuchs

c) Schwarzwild

7. Welche Wildart wird „ausgeneut“

oder „ausgepocht“?

a) Fasan

b) Steinmarder

c) Rotwild

8. Welcher Wind ist für den

pirschenden Jäger optimal?

a) Seitenwind

b) Gegenwind

c) Rückenwind

Wird das Schwarzwild

abgeschwartet?


FOTO: HEINZ LEHMANN

Wird Dolessi auf den et nis Hasen ex el il il in

brackiert? ut acidunt lortio er si tisit

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9. Sie finden am Anschuss hellroten,

blasigen Schweiß. Auf welche

Trefferlage lässt das schließen?

a) Leber

b) Lunge

c) Waidwund

10. Welche Brüche zählen zu den

Streckenbrüchen?

a) Inbesitznahmebruch

b) Erlegerbruch

c) Letzter Bissen

11. Welches Blatt ist zur Lockjagd

(Blatten) auf den Rehbock

besonders geeignet?

a) Eiche

b) Kastanie

c) Buche

12. Auf welche Trefferlage deutet das

„Himmeln“ des Federwildes hin?

a) Kopf

b) Ständer

c) Lunge

13. Welche Signale sind Jagdleitsignale?

a) Hahn in Ruh

b) Treiber rein

c) Sammeln der Jäger

14. Wie liegt das Wild auf der Strecke?

a) Auf der rechten Seite

b) Auf der linken Seite

c) Auf dem Rücken

15. Wer leitet die Nachsuche auf

Schalenwild?

a) Revierpächter

b) Schütze

c) Hundeführer

16. Wie bezeichnet man Schweiß,

Schnitthaar etc. am Anschuss?

a) Schusszeichen

b) Pirschzeichen

c) Anzeichen

17. Der nicht überjagende Jagdhund

ist …

a) astrein

b) bogenrein

c) lupenrein

18. Welche Lautäußerung ist beim

Jagdhund unerwünscht?

a) Spurlaut

b) Sichtlaut

c) Waidlaut

19. Von welcher Wildart werden

die „Haken“ mitunter als

Trophäe genutzt?

a) Fuchs

b) Stockerpel

c) Bache (Schwarzwild)

20. Bei welchen Stücken kann der

„Bart“ als Trophäe gerupft und

dann gebunden werden?

a) Rothirsch

b) Sau

c) Gamsbock

21. Welche Wildarten werden

abgebalgt?

a) Fuchs

b) Hase

c) Kaninchen

22. Bei welcher Jagdart müssen

brauchbare Jagdhunde

mitgeführt werden?

a) Jagd auf Wasserwild

b) Ansitz

c) Treibjagd

23. Auf welche Wildart wird

brackiert?

a) Hase

b) Kaninchen

c) Rotwild

24. Was kennzeichnet eine klassische

Drückjagd?

a) Wenige Treiber

b) Ruhiges Treiben

c) Hundemeute

25. Was obliegt dem Ansteller oder

Gruppenführer?

a) Standzuweisung

b) Freigabe

c) Schussbereiche angeben

26. Sie beschießen im letzten

Büchsenlicht einen Keiler. Er

flüchtet in die nächste Dickung.

Wann erfolgt die Nachsuche?

a) Nach etwa drei Stunden

b) Am nächsten Morgen

c) Nach einer Zigarettenlänge

27. Welche Trefferlagen lässt eine

schwierige Nachsuche erwarten?

a) Lunge

b) Vorderlauf

c) Unterkiefer

28. Wer muss sich laut UVV-Jagd bei

Gesellschaftsjagden deutlich

farblich von der Umgebung

abheben?

WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010 47


a) Alle Beteiligten

b) Nur die Treiber

c) Nur die Treiber und Durchgehschützen

29. Auf welche Wildarten wird die

Lockjagd ausgeübt?

a) Fuchs

b) Fasan

c) Rehwild

d) Rotwild

30. Welche Jagdart wird speziell auf

Stein- und Baummarder ausgeübt?

a) Ausklopfen

b) Treibjagd

c) Drückjagd

31. Welche Jagdarten zählen zu den

Feldtreibjagden?

a) Riegeljagd

b) Kesseltreiben

c) Böhmische Streife

32. Welches Körperteil wird beim

Krellschuss getroffen?

a) Schlund

b) Brustbein

c) Dornfortsätze der Wirbelsäule

33. Wie zeichnet ein Stück

Schalenwild beim Krellschuss?

a) Es steigt steil auf und zieht langsam

ab

Warum sollten Waschbären

nicht mit dem Schwanenhals

gefangen werden?

FOTO: HEINZ LEHMANN PRÜFUNGSFRAGEN

48 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

b) Es liegt im Feuer, wird aber nach

einiger Zeit hoch und flüchtig

c) Es schlägt mit den Hinterläufen aus

und bricht zusammen

34. Sie beschießen einen Rehbock,

der schlagartig zusammenbricht,

dann aber in der Bodenvegetation

nicht mehr sichtbar ist. Was ist

zu tun?

a) Entladen und zum Anschuss gehen

b) Nachladen, beobachten und

schussbereit etwa fünf Minuten

abwarten

c) Nachladen und zum Anschuss gehen

35. Sie finden am Anschuss leicht

körnigen, bräunlichen Schweiß.

Von welcher Trefferlage gehen

Sie aus?

a) Wildbret

b) Leber

c) Waidwund

36. Sie finden die Rupfung eines

Rebhuhns. Die Federn haben

unversehrte Kiele. Welche

Beutegreifer kommen in Frage?

a) Fuchs

b) Dachs

c) Habicht

d) Sperber

37. Was müssen Sie bei Hochsitzen

während des ganzen Jahres

beachten?

a) Das Prüfen der Windrichtung vor

jedem Ansitz

b) Die Sicherheitsüberprüfung vor

jedem Ansitz

c) Das Verwittern

38. Warum sollte man Waschbären

mit Kastenfallen und nicht mit

dem „Schwanenhals“ fangen?

a) Waschbären haben eine Abneigung

gegen Metall

b) Waschbären betasten ihre Beute

zunächst mit den Vorderbranten.

Deswegen kann es zu

Fangverletzungen kommen

c) Weil die Schlagkraft des

„Schwanenhalses“ für

Waschbären nicht aus reicht

39. Welche Brüche zählen zu den

Verständigungs brüchen?

a) Fährtenbruch

b) Warnbruch

c) Wartebruch

40. Am verabredeten Treffpunkt im

Revier finden Sie zwei gekreuzt

übereinander liegende Brüche. Die

Seitenäste der Brüche sind

entfernt. Sie bedeuten …


FOTO: KRISTOFER HANSSON

Eignet sich diese

Jagdhundrasse

zur Baujagd?

a) Achtung Gefahr

b) Bitte warten

c) Warten aufgegeben

41. Welche Signale folgen auf der

Strecke nach dem letzten-

Totsignal?

a) „Wagenruf“ und „Zum Essen“

b) „Hahn in Ruh“ und „Sammeln der

Jäger“

c) „Jagd vorbei“ und

„Halali“

42. Auf einer Treibjagd kamen Hase,

Fuchs und Fasan zur Strecke. In

welcher Reihenfolge wird die

Strecke gelegt?

a) Fuchs, Hase, Fasan

b) Hase, Fuchs, Fasan

b) Fasan, Fuchs, Hase

43. Auf einer Bewegungsjagd kamen

Sau, Fuchs und Reh zur Strecke.

In welcher Reihenfolge wird die

Strecke gelegt?

a) Fuchs, Reh, Sau

b) Reh, Sau, Fuchs

c) Sau, Reh, Fuchs

44. Wo steht der Jagdleiter beim

Streckelegen?

a) Vor der Strecke (Kopfseite)

b) Hinter der Strecke (Rückseite)

c) Neben der Strecke (Bauchseite)

45. Wie bezeichnet man ein Treiben,

bei dem von jeder Ecke der Front

einige Treiber und Schützen

quasi vorgezogen sind?

a) Streife

b) Böhmische Streife

c) Vorstehtreiben

46. Wie müssen bzw. sollten heute

eingesetzte Fallen das Wild

fangen (entweder oder)?

a) Unversehrt lebend

b) Sofort tödlich

c) Selektiv

47. Welche Falle ist heute verboten?

a) Schwanenhals

b) Eiabzugeisen

c) Tellereisen

48. Worauf muss der Jäger beim

Schuss auf Wild achten?

a) Kugelfang

b) Reaktion des Wildes (Zeichnen)

c) Standort des Wildes

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PRÜFUNGSFRAGEN

49. Am schlammigen Ufer eines

Weihers finden Sie Spuren, die

aussehen wie kleine Kinderfüße

bzw. -hände. Um welche Wildart

handelt es sich?

a) Marderhund

b) Waschbär

c) Mink

50. Welches Motto sollte bei der

Baujagd auf den Fuchs bezüglich

der Schützen gelten?

a) So viele wie möglich

b) So wenige wie nötig

c) Grundsätzlich nur zwei Schützen

51. Was gilt für die Schützen bei der

Baujagd?

a) Absolute Ruhe beim Angehen und

Abstellen

b) Keiner verlässt den zugewiesenen

Stand

c) Möglichst nicht in die Röhre gucken

52. Zu welchen Hornsignalen zählt

das Signal „Treiber in den Kessel“?

a) Allgemeine Signale

b) Totsignale

c) Jagdleitsignale

53. Welche Bäume zählen nach altem

Brauch zu den so genannten

gerechten Holzarten?

a) Eiche

b) Fichte

c) Birke

54. Wie bezeichnet man

jägersprachlich die Ohren von

Rotwild, Fuchs, Hase und

Schwarzwild (Reihenfolge

beachten!)

a) Löffel, Teller, Lauscher, Gehöre

b) Teller, Gehöre, Lauscher, Löffel

c) Lauscher, Gehöre, Löffel, Teller

55. Bei welchen Wildarten findet man

im Oberkiefer immer „Grandeln“?

a) Rotwild

b) Sikawild

c) Damwild

56. Ein von Ihnen beschossener Fasan

fällt zu Boden und eilt als

„Infantrist“ davon. Auf welche

Trefferlage deutet dieses Verhalten

hin?

50 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

a) Lunge

b) Schwinge

c) Ständer

57. Wo sitzt die Malerfeder der

Waldschnepfe?

a) Am Bürzel

b) An der Schnabelwurzel

c) An der Außenseite der Handschwinge

(Schwingenbug)

58. Im Rahmen einer Bewegungsjagd

werden Rothirsche ebenso wie

Rotkahlwild gestreckt. Wie wird

Strecke gelegt?

a) Männliches vor weiblichem Wild

b) Weibliches vor männlichem Wild

c) Gemixt

59. Wo wird der Schützenbruch am

Hut getragen?

a) Rechts

b) Links

c) Vorn

60. Welche Greifvogelart wird in

Deutschland häufig zur Beizjagd

eingesetzt?

a) Habicht

b) Turmfalke

c) Rohrweihe

61. Am Anschuss finden Sie durch die

Schalen des beschossenen Stückes

herausgerissene Erdklumpen und

Pflanzenteile. Es handelt sich um …

a) Kugelrisse

b) Ausrisse

c) Einrisse

Eignet sich der Habicht

zur Beizjagd?

62. Der Jagdleiter übergibt den

Erlegerbruch. Dies kann er tun …

a) … auf einem Messer

b) … auf dem Jagdhut

c) … auf dem Gewehrlauf

FOTO:GERHARD KALDEN


Wildkrankheiten

Viren, Pilze, Parasiten

Um stets einwandfreies und qualitativ hochwertiges Wildbret zu gewinnen, ist es für

den Jäger notwendig, sich auch mit den möglichen Krankheiten des Wildes zu

beschäftigen. Darüber hinaus schützen Sie auf diesem Weg Ihre eigene Gesundheit.

1. Welche Schmarotzer zählen nicht

zu den Endoparasiten?

a) Räudemilben

b) Zecken

c) Haarlinge

2. Welche Krankheiten zählen zu den

Viruskrankheiten?

a) Tollwut

b) Myxomatose

c) Tularämie

3. Bei welcher Krankheit sind Pilze

die Erreger?

a) Brucellose

b) Aktinomykose

c) Glatzflechte

Gehören Zecken zu den Endoparasiten?

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FOTOS: WWW.ZECKEN.DE, BURKHARD WINSMANN-STEINS PRÜFUNGSFRAGEN

52 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

4. Was sind Echinokokken?

a) Egel

b) Bandwürmer

c) Trichinen

5. Welche Arten unterliegen der

Trichinenschau?

a) Schwarzwild

b) Dachs

c) Wildkaninchen

6. Welche Krankheiten zählen zu den

Zoonosen?

a) Trichinose

b) Brucellose

c) Tollwut

7. Welche Verhaltensweisen können

z. B. bei einem Fuchs auf Tollwut

hindeuten?

a) Verminderte Scheu

b) Taumelnde Bewegung

c) Schaumiger Speichel am Fang

8. Welche Wildseuchen wurden in

Deutschland durch eine orale

Immunisierung wirksam

bekämpft?

a) Myxomatose

b) Kokzidiose

c) Tollwut

9. Welche Wildarten werden von

Lungenwürmern parasitiert?


Dolessi et nis ex el il il in

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a) Rehwild

b) Schwarzwild

c) Feldhase

10. Wer kann an Tuberkulose

erkranken?

a) Wiederkäuendes Schalenwild

b) Sonstiges Haarwild

c) Federwild

11. Welche Parasiten gehören zu den

Spinnentieren?

a) Zecken

b) Räudemilben

c) Flöhe

12. Bei welchen Wildarten kann ein

seuchenartiges Auftreten der

Keiler oder Bache?

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Sarkoptesräude beobachtet

werden?

a) Fuchs

b) Gamswild

c) Feldhase

13. Welche Wildarten können von

Bandwürmern befallen werden?

a) Wildkaninchen

b) Fuchs

c) Rotwild

14. Welche Krankheiten kommen

beim Fasan vor?

a) Pasteurellose

b) Tollwut

c) Geflügelpest

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Es gibt Wildarten, die durch Bandwurmbefall

und Sarkoptesräude potenziell gefährdet

sind. Trifft dies auch auf Füchse zu?

15. Welche Krankheit wird

durchanhaltende Hitze- und

Trockenperioden begünstigt?

a) Botulismus

b) Papillomatose

c) Trichinose

16. Bei welcher bakteriellen

Erkrankung ist eine Vergiftung

für das Krankheitsbild

verantwortlich?

a) Tuberkulose

b) Tularämie

c) Botulismus

17. Wie erfolgt die Ansteckung mit

Räudemilben?

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a) Über die Äsungsaufnahme

b) Durch Körperkontakt

c) Durch blutsaugende Parasiten

18. Zu welcher Gruppe gehören die

z. B. durch Zecken übertragenen

Borrelien?

a) Viren

b) Bakterien

c) Pilze

19. Welche Krankheit verursacht

beim Feldhasen regelmäßig hohe

Verluste?

a) Tuberkulose

b) Myxomatose

c) Kokzidiose

20. Zu welcher Gruppe gehören die

Erreger der Brucellose?

a) Bakterien

b) Viren

c) Ektoparasiten

Ist das Wildbret eines mit

Myxomatose befallenen

Kaninchens genusstauglich?

FOTO: BILDAGENTUR SCHILLING PRÜFUNGSFRAGEN

54 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

21. Welche Viruskrankheit wurde

erstmals im Jahre 2006 in

Deutschland diagnostiziert?

a) Schweinepest

b) Taubenpocken

c) Blauzungenkrankheit

22. Bei welchen Krankheiten ist das

Wildbret für den menschlichen

Verzehr nicht geeignet?

a) Brucellose

b) Trichinose

c) Botulismus

23. Kokzidien sind …

a) Viren

b) Bakterien

c) Endoparasiten

24. Die Erreger der Seehundstaupe

gehören zu den …

a) Pilzen

b) Viren

c) Bakterien

25. Kann die Blauzungenkrankheit

auch auf den Menschen

übertragen werden?

a) Ja

b) Nein

c) Nur im Säuglingsalter

26. Sie stellen bei einem erlegten Reh

den Befall mit Leberegeln fest.

Ist diese Erkrankung

anzeigepflichtig?

a) Nein

b) Ja, immer

c) Ja, aber nur bei starkem Befall

27. Wer kann an Trichinose

erkranken?

a) Mensch

b) Rotwild

c) Schwarzwild

28. Was lässt auf einen Befall mit

Lungenwürmern schließen?

a) Orientierungslosigkeit


) Struppige Decke

c) Husten

29. Was trifft auf die Europäische

Schweinepest (ESP) zu?

a) Es handelt sich um eine

anzeigepflichtige Tierseuche

b) Hauptüberträger der ESP sind

S techmücken

c) Die ESP ist keine Zoonose

30. Welche Krankheiten können

beim Wild regional oder

überregional mit Impfködern

bekämpft werden?

a) Schweinepest

b) Borreliose

c) Tollwut

31. Welche Krankheit kann als

Zoonose auch auf den Menschen

übertragen werden?

a) Myxomatose

b) Schweinepest

Können Mensch und Schwarzwild

gleichermaßen an Trichinose erkranken?

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PRÜFUNGSFRAGEN

Ist die Maul- und Klauenseuche eine reine Haustierkrankheit, oder kann auch Rotwild betroffen sein?

c) Tollwut

d) Trichinose

32. Welche Krankheit ist auf

Parasitenbefall zurückzuführen?

a) Schweinepest

b) Räude

c) Tollwut

33. Bei welcher Wildart kommen

Schalenkrankheiten besonders

häufig vor?

a) Gamswild

b) Steinwild

c) Muffelwild

34. Wodurch wird Aktinomykose

(Strahlenpilz) verursacht?

a) Milben

b) Bakterien

c) Pilze

35. Was sind Borrelien?

a) Bakterien

b) Viren

c) Milben

36. Zu welcher Gruppe zählt der

Erreger der Tollwut?

a) Bakterien

b) Viren

c) Ektoparasiten

56 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

37. Wer überträgt die Myxomatose?

a) Direkter Kontakt

b) Stechmücke

c) Kaninchenfloh

38. Welche Wildarten werden in erster

Linie von der Tularämie befallen?

a) Feldhase

b) Wildkaninchen

c) Schwarzwild

39. Können auch Menschen an

Tularämie erkranken?

a) Ja

b) Nein

c) Ja, aber nur Kinder bis sechs Jahre

40. Wodurch wird die Brucellose

verursacht?

a) Milben

b) Bakterien

c) Viren

41. Bei welchen Krankheiten ist das

Wildbret für den menschlichen

Verzehr nicht geeignet?

a) Brucellose

b) Myxomatose

c) Strahlenpilz

42. Können Ringeltauben an

Tuberkulose erkranken?

a) Ja

b) Nein

c) Ja, aber nur Jungtauben

43. Welche Gruppen werden in e rster

Linie von Botulismus befallen?

FOTO: HEINZ LEHMANN


a) Wasserwild

b) Wiederkäuer

c) Nagetiere

44. Welche Wildarten werden häufig

oder mehr oder minder

regelmäßig von Räude befallen?

a) Fuchs

b) Gamswild

c) Feldhase

45. Wie erfolgt die Ansteckung mit

Räudemilben?

a) Über die Nahrung

b) Durch Körperkontakt

c) Durch Biss

46. Welches sind die häufigsten

Zwischenwirte in der

Entwicklung des Kleinen

Fuchsbandwurmes (Echinococcus

multilocularis)?

a) Insekten

b) Kleinsäuger

c) Schnecken

47. Welche der aufgeführten

Parasiten sind Endoparasiten?

a) Haarlinge

b) Lungenwürmer

c) Leberegel

Gehören auch Ringeltauben zu den

potenziellen „Tuberkulose-Patienten“?

48. Welche Krankheit führte in

jüngerer Vergangenheit zum

Einbruch der

Wildkaninchen besätze?

a) Tollwut

b) Räude

c) Chinaseuche (RHD)

d) Tuberkulose

49. Welche Merkmale deuten bei

erlegten Sauen auf Schweinepest

hin?

a) Nierenblutungen

b) Milzinfarkte

c) Blutungen am Kehldeckel

50. Was trifft auf die Maul- und

Klauenseuche (MKS) zu?

a) MKS ist hauptsächlich eine

Haustierkrankheit

b) Schalenwild erkrankt nur selten

an MKS

c) Alle Haarwildarten können an

MKS erkranken

FOTO: MICHAEL BREUER


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58 WILD UND HUND JUNGJÄGER DEZEMBER 2010

Lösungen Wildtierkunde: 1 a; 2 a und c; 3 c; 4 b; 5 a; 6 a und b; 7 b; 8 a, b und c;

9 c; 10 a und c; 11 c; 12 a, b und c; 13 c; 14 c; 15 b; 16 a und c; 17 b; 18 b; 19 c; 20 c;

21 a; 22 b und c; 23 c; 24 c; 25 b; 26 a; 27 a und c; 28 c; 29 a und c; 30 d; 31 c und d;

32 a und c; 33 c; 34 a, c und d, 35 c; 36 b; 37 a und c; 38 a; 39 a und b; 40 c; 41 c; 42 c;

43 b; 44 b; 45 a, b, und c; 46 c; 47 d; 48 a und d; 49 c; 50 a; 51 c und d; 52 a; 53 b;

54 d; 55 a und c; 56 a; 57 a und c; 58 c; 59 b und c; 60 a; 61 c; 62 a; 63 a und b; 64 a, b

und c; 65 b; 66 c; 67 c; 68 a, b und c; 69 b; 70 b; 71 a; 72 a und c; 73 c; 74 c; 75 a

Lösungen Jagdbetrieb: 1 b; 2 a, b und

c; 3 a und c; 4 a, b und c; 5 a und c; 6 a

und c; 7 b; 8 b; 9 b; 10 a, b und c; 11 c;

12 c; 13 a, b und c; 14 a; 15 c; 16 b;

17 b; 18 c; 19 a und c; 20 a, b und c;

21 a, b und c; 22 a und c; 23 a; 24 a und

b; 25 a und c; 26 b; 27 b und c; 28 a;

29 a, c und d; 30 a; 31 b und c; 32 c;

33 b; 34 b; 35 b; 36 c und d; 37 a und b;

38 b; 39 a, b und c; 40 c; 41 c; 42 a; 43c;

44 a 45 b; 46 a, b und c; 47 c; 48 a, b

und c; 49 b; 50 b; 51 a, b und c; , 52 c;

53 a und b; 54 c; 55 a und b; 56 b, 57 c;

58 c; 59 a; 60 a; 61 b; 62 a und b

Lösungen Wildkrankheiten: 1 a, b

und c; 2 a und b; 3 c; 4 b; 5 a und b; 6 a,

b und c; 7 a, b und c; 8 c; 9 a, b und c;

10 a, b und c; 11 a und b; 12 a und b;

13 a, b und c; 14 a und c; 15 a; 16 c;

17 b; 18 b; 19 c; 20 a; 21 c; 22 a, b und

c; 23 c; 24 b; 25 b; 26 a, 27 a und c;

28 c; 29 a und c; 30 a und c; 31 a und c;

32 b; 33 c; 34 b; 35 a; 36 b; 37 a, b und

c; 38 a und b; 39 a; 40 b; 41 a und b;

42 a; 43 a; 44 a und b; 45 b; 46 b; 47 b

und c; 48 c; 49 a, b und c; 50 a und b

IMPRESSUM

WILD UND HUND Jungjäger, Dezember 2010

VERLEGER

Walterpeter Twer

GESCHÄFTSFÜHRER

Thorn Twer

VERLAGSLEITER

Christopher Pilger

REDAKTIONSLEITER

Dr. Karl-Heinz Betz

CHEFREDAKTEUR

Heiko Hornung

HERAUSGEBER

WILD und HUND

BEARBEITUNG

Andreas David, Arndt Bünting

LAYOUT UND GRAFIK

Dagmar Siegel

TECHNISCHE HERSTELLUNG

Leitung: Harald Busch, Tel. +49 (0) 26 04/978-150;

Anzeigensatz: SAPRO GmbH, Gutenacker;

Lithografie: maxmedia, Montabaur;

Druck: RR Donnelley Europa

ANZEIGENLEITUNG

Sylvia Lühert

ANZEIGENVERKAUFSLEITUNG

Christina Best

Tel. +49 (0) 26 04/9 78-514, Fax +49 (0) 26 04/97 8-521

ANZEIGENDISPOSITION

Uta Milz

Tel. +49 (0) 26 04/9 78-513, Fax +49 (0) 26 04/97 8-518

MARKETINGLEITUNG

Heike Wolfsgruber

VERTRIEBSLEITUNG

Helga Bartling

EINZELBESTELLUNGEN

Paul Parey Zeitschriftenverlag GmbH & Co. KG,

Postfach 13 63, 56373 Nassau, Deutschland

Service-Telefon +49 (0) 26 04/978- 734

E-Mail: vertrieb@paulparey.de

INTERNET

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VERLAG

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56379 Singhofen, Deutschland

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Tel. +49 (0) 26 04/978-0, Fax: +49 (0) 26 04/978-190

Amtsgericht Montabaur HRA 3166

© 2010 by Paul Parey Zeitschriftenverlag GmbH & Co. KG,

Singhofen.

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