Download - Berglandmilch

berglandmilch.at

Download - Berglandmilch

Der

Schärdinger

DIE BERGLANDMILCH INFORMATION

FÜR MITGLIEDER

Frühjahr 2012

ALPENSCHULE

Tirol-Milch-Bergbauern

kümmern sich engagiert

um künftige Konsumenten.

Seite 4

AUSBILDUNG

Eine Karriere dank Lehre

machen bei Berglandmilch.

Seite 8

AUSZEIT

Schärdinger-Ehrenobmann Haimberger

hat Neuseelands Milchwirtschaft studiert.

Seite 11

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

WILLE-Töchter

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Foto: Roland Mühlanger

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VORWORT

Geschätzte Bäuerinnen und Bauern, liebe Jugend !

Die Vereinten Nationen haben 2012 zum Internationalen Jahr der

Genossenschaften ausgerufen, um auf deren weltweite Bedeutung

aufmerksam zu machen und ihre Rolle für die wirtschaftliche und

soziale Entwicklung vieler Länder zu betonen, so UNO-Generalsekretär

Ban Ki-Moon in seiner Begründung. Immerhin gibt es weltweit

800 Millionen Genossenschaftsmitglieder in mehr als 100 Ländern

sowie über 100 Millionen Arbeitsplätze in Genossenschaften. Das

sind um 20 Prozent mehr als in allen multinationalen Großkonzernen

zusammen. Alleine in Europa gibt es mehr als 300.000 Genossenschaften

mit über 140 Millionen Mitgliedern. Die genossenschaftliche

Idee ist ebenso einleuchtend wie erfolgreich: Was einer allein nicht

schafft, das schaffen viele. Genossenschaften sind also ein Gewinn

für (uns) alle. Gerade in bewegten Zeiten sind starke Partner gefragt!

Themenwechsel: Durch diverse Pleiten, allen voran die Griechenlandmisere,

macht sich mancherorts Krisenstimmung breit. Die

Diskussionen auf politischer Ebene der vergangenen Wochen und

Monate verstärken dabei so manches Katastrophenszenario. Auch bei

unseren Mitgliederversammlungen spürt man einerseits zunehmend

Verunsicherung unter den Bauern, andererseits aber auch großes Vertrauen

in unsere Genossenschaft. Bei all diesen Gebiets- und Sprengelversammlungen

seit dem Jahresanfang waren großes Interesse und

trotz allem eine sehr optimistische Stimmung zu verzeichnen. Am

häufigsten diskutiert wurden die aktuell steigende Milchanlieferung

(verbunden mit der daraus resultierenden „Superabgabe“ für Überlieferungen),

das Ende der Milchquoten nach 2015, die Rohmilchqualität

sowie die Nutzung unseres „Milknet“ samt SMS-Info.

Die beträchtlich gestiegenen Anlieferungsmengen bedeuten für die

Berglandmilch weitere Investitionen, um höhere Kapazitäten in

Produktion und Verkauf zu schaffen. Es gilt die bestehenden Exportmärkte

auszubauen sowie neue zu finden. Die erwähnte „Strafzahlung“

ist für die Molkerei dagegen nur ein Durchlaufposten. Sie wird

im Auftrag der Behörden eingehoben und muss an diese abgeführt

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

werden. Leider dienen 99 Prozent der Superabgabe nichtagrarischen

EU-Gemeinschaftsprojekten. Lediglich ein Prozent davon bleibt

zweckgebunden für Milchmarketingmaßnahmen im jeweiligen

Mitgliedstaat.

Ein ganz wichtiges Instrument ab 2015 ist die jeweilige Mengenplanung.

Bisher hat uns die Richtmenge der Mitglieder in der Verarbeitung

eine gewisse Planbarkeit ermöglicht. Um auch nach dem

Auslaufen der Quoten die Anlieferung besser abschätzen zu können,

werden wir unsere Mitglieder Anfang des nächsten Milchwirtschaftsjahres

dazu einladen, ihre voraussichtliche Jahresmilchproduktion im

Vorhinein bekannt zu geben. Es handelt sich dabei um einen Versuch,

sich als Milchverarbeiter frühzeitig auf Mengenveränderungen

einstellen zu können. Diese Angaben dienen ausschließlich der

frühzeitigen Einschätzung von Veränderungen und letztendlich einer

entsprechenden Planungssicherheit.

Übrigens: Beim Griff nach unseren Produkten im Kühlregal sollten

wir Milchbauern den Konsumenten mit gutem Beispiel vorangehen.

Das setzt sich fort mit dem Wissen über Käseproduktion, Reifung und

Präsentation bis hin zur Werbung für unsere hochwertigen Erzeugnisse.

Reden wir über unser Produkt! 16.000 Milchbauern sind immens

viele Botschafter und das kommt am Ende des Tages uns allen

zugute. Danke auch an alle jene, die sich diesbezüglich schon bisher

verdient gemacht haben – sei es durch den Besuch eines Käsebotschafterseminares,

durch das Aufhängen eines Schärdinger- oder

Tirol-Milch-Transparents oder durch Mundpropaganda im Verwandten-

und Bekanntenkreis. Mein abschließender Appell: Bitte weiter so!

Euer

Johann Schneeberger

Obmann


Für die Berglandmilch bedeuten die zuletzt deutlich gestiegenen

Rohmilchmengen bei der Anlieferung stets auch Anpassungen in

den Produktionsabläufen und Verarbeitungskapazitäten, um auch

künftig die gesamte Milch ihrer Mitglieder veredeln zu können,

betont Geschäftsführer Josef Braunshofer.

Die Milchanlieferung ist europaweit in den

vergangenen Monaten merkbar angestiegen.

Die Produktion in den milchwirtschaftlichen

Gunstlagen Europas – in Irland, Deutschland,

Frankreich, Polen und Großbritannien – liegt

deutlich über dem Vorjahresniveau. Auch in

Österreich und bei der Berglandmilch liegen

in den ersten beiden Monaten die Anlieferungsmengen

spürbar über dem Vorjahresvergleichszeitraum.

„Als Konsequenz daraus

wird heuer in Österreich wieder eine relativ

hohe Superabgabe fällig werden. Das sind

aber wahrscheinlich nicht die einzigen Auswirkungen

der Anlieferungssteigerungen“,

meint Braunshofer.

Nachdem sich die Preise auf den internationalen

Märkten im Jahr 2011 stabilisiert

haben, gibt es aktuell Anzeichen für eine Abkühlung.

So notieren etwa die internationalen

Butterpreise deutlich schwächer als noch vor

einigen Monaten. Der Molkereichef: „Eine

seriöse Preisprognose für die kommenden

Monate ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht

möglich und wird sicherlich auch durch die

weitere Entwicklung der Anlieferung in

Europa, die europäische Binnennachfrage

und auch durch die Nachfrage in Drittstaaten

– außerhalb Europas – beeinflusst wer-

den.“ Für die Berglandmilch sei da mit die

Wegrichtung vorgegeben: „Für uns be dingen

Rohmilchmengensteigerungen im mer auch

Anpassungen in den Produktionsabläufen

und Verarbeitungskapazitäten. Wir wollen

auch zukünftig alle Rohmilchmengen unserer

Mitglieder zu Produkten veredeln“, so

Braunshofer. Bei steigenden Rohmilchmengen

bedeute dies Investitionen in Kapazitätsund

Marktausweitungen. „Wir sehen hier Herausforderungen,

aber auch Chancen für interessante

Produktinnovationen und neue

Märkte. Neue Märkte, die wir sowohl in

Europa als auch in Drittstaaten finden werden.

Auch unter diesem Gesichtspunkt sind

die strategischen Beschlüsse unserer Eigentümer

richtig, durch Bündelungen Synergien

anzustreben.“ Braunshofer ist optimistisch:

„Mit der Marke Tirol Milch werden wir im

Export punkten und mit der Marke Stainzer

beispielsweise die Regionalität unserer Produkte

am Heimmarkt noch verstärkt betonen

können. Beide Ausrichtungen sind für uns

wichtig.“ Die Berglandmilch habe mittlerweile

eine Größe erreicht, die sie am europäischen

Markt zwar nicht zum Kostenführer

mache, „wir können aber in Nischen und mit

Spezialprodukten durchaus auch in europäischer

Dimension mitmischen“, so Braunsho-

ANALYSE

Synergien bündeln

macht Sinn

INVESTITIONEN IN KAPAZITÄTS- UND MARKTAUSWEITUNGEN.

fer. Der erfahrene Milch-Manager betont realistisch:

„Die Berglandmilch wird in zunehmend

volatileren Märkten nicht immer den

höchsten Rohmilchpreis auszahlen können –

wenngleich unsere Bemühungen ganz klar in

diese Richtung gehen. Unsere Marken und

unser breites Produktsortiment werden unseren

Bauern als Eigentümer aber auch zukünftig

Sicherheit, Verlässlichkeit und Planbarkeit

geben.“ In vielen Informationsveranstaltungen

habe er aber den Eindruck gewonnen,

„dass sich unsere Mitglieder gerade in unsicheren

Zeiten auf einen seriösen Partner verlassen

wollen. Und wir werden uns bemühen,

auch künftig ein solcher verlässlicher Partner

zu sein.“

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

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ALPENSCHULE

Klassenzimmer

am Bauernhof

BERGBAUERN ALS LEHRMEISTER DER BESONDEREN ART

Die Bedeutung der Landwirtschaft, im Konkreten der Erzeugung

von gesunder Milch für hochwertige Lebensmittel, schon Kindern zu

vermitteln ist Ziel der Alpenschule. Am Hof der engagierten Tirol-

Milch-Bergbauernfamilie Burgmann können Schüler und Schülerinnen

Projektwochen der besonderen Art erleben.

Eigentlich betreiben Andreas und Maria

Burgmann auf ihrem Betrieb in Westendorf

im Brixental neben ihrer täglichen Arbeit als

bodenständige Milchbauern nachhaltiges

„Agrarlobbying“. Und das „von Grund auf“,

mit viel ehrlichem Engagement, allerdings

ganz ohne schwindelnd hohe Provisionen,

die Lobbyisten üblicherweise gerne berechnen.

Ihr Bergbauernhof liegt am Südhang der

Hohen Salve auf 1.100 m Seehöhe. Drei Generationen

leben hier unter einem Dach, im

neuen Laufstall tummeln sich 15 Milchkühe

und ebenso viel Nachzucht. Ein für das Tal

typischer Hof in Extremlage, erreichbar nach

vier Kilometern Bergstraße, ebenso hoch wie

entlegen über der Gemeinde am Talboden,

mit einer Gesamtfläche von 25,5 Hektar (17

ha Pacht), 16 Hektar davon sind steile, mehrmähdige

Bergwiesen, 3,5 Hektar Weide. Im

Sommer weiden die Kühe auf der dazu gepachteten

„Foischingalm“, das Jungvieh auf

der Gemeinschaftsalm „Kälbersalve“.

Die meisten Anwesen hier im Brixental sind

zu klein, um im Vollerwerb die bäuerlichen

Familien zu ernähren. Viele Landwirte gehen

oft einem Nebenerwerb nach oder müssen

mit Zimmervermietung oder Saisonarbeiten

am Skilift zusätzlich Geld verdienen. Gleich-

4 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

zeitig erhalten sie durch ihre Bewirtschaftung

der Wiesen, Wälder und Almen die für die

Alpen so typische Kulturlandschaft auch als

wichtige Basis für den florierenden Tourismus.

Auch die Burgmanns haben immer wieder

Gäste, nämlich Volks- oderGrundschüler/innen.

Im Frühjahr, Sommer und Herbst

mutiert der Hof seit über 15 Jahren zum

Klassenzimmer der Alpenschule für Kinder

aus Deutschland, Italien, Luxemburg und

Österreich.

Fotos: Roland Mühlanger

Gegründet wurde die Alpenschule Ende der

1990er Jahre von Dr. Josef Ziepl. Der Diplomkaufmann

und frühere Tourismusdirektor

von Kitzbühel hat frühzeitig erkannt, dass

gerade die Menschen in den städtischen Ballungszentren

„mehr und mehr den Kontakt

zur und mit der Natur verlieren“. Dazu gehört

auch der Bezug zur Landwirtschaft, zu

den Nutztieren. Dass immer mehr Kinder der

Meinung sind, dass die Milch von „lila

Kühen“ kommt, ist nur ein erschreckendes

Indiz für das Verlorengehen von Wissen und

dem gesunden Umgang mit Lebensmitteln.

Dazu kommt vermehrt die fehlende körperliche

Fitness der Kinder auch aus Mangel an

Bewegung in der freien Natur. Eine „fatale

Entwicklung“, ortete Ziepl, selbst ein gebürtiger

Bauernsohn. Gemeinsam mit Hans Ludwig

initiierte er daraufhin die „Erste


Alpenschule Österreichs“ und fand in vier

Bauern am Salvenberg prompt Mitstreiter,

darunter auch „Anda“ Burgmann am Hof

Nieding sowie die benachbarten Betriebe

Hof Schwendt, Hof Örgen und Hof Rothen.

Das Konzept ist einfach und hat sich längst

voll bewährt: Während der Woche in gesunder

Bergluft werden die Schüler und Schülerinnen

samt Begleitlehrer/innen mit der tra -

di tionellen Lebensweise der bäuerlichen Kultur

konfrontiert. Dabei erfahren sie auch, mit

welchen Freuden, aber auch Sorgen Bergbauern

heute zu leben haben. Die Kinder lernen

den Alltag der bäuerlichen Familie kennen,

den Umgang mit Tieren, die Abhängigkeit

der Landwirtschaft von Jahreszeiten und Witterung.

Altbauer Anda und Oma Burgi, Andreas (50)

mit seiner Maria (44) und der 20-jährige

Mar kus, (Enkel-)Sohn, aktiver Jungzüchter

mit ersten Ausstellungserfolgen seiner Tiere

und künftiger Hofübernehmer, sind quasi die

„Praxislehrer“ des besonderen Klassenzimmers.

Ihr Einkommen bezieht die Familie mit

Südtiroler Wurzeln primär aus der Landwirtschaft.

Die exzellente Biomilch etwa fließt in

die erfolgreiche „Zurück zum Ursprung“-

Biolinie des Diskonters Hofer, deren Hauptlieferant

Berglandmilch und Tirol Milch sind.

Seit dem vergangenen Herbst wird die Milch

vom „Z.z.U.-Bioheubetrieb“ direkt vom Hof

abgeholt, auch im Winter. Der kurze Bergsommer

wird vorwiegend zum Heumachen

genutzt, auf den Steilwiesen mit Spezialmaschinen

wie dem Mähtrac oder dem Trans-

porter für die Heuernte und die Stallmistausbringung.

Im Optimismus, dass der Hof Nieding

trotz EU-Agrarreform und auslaufender

Milchmarktordnung Zukunft hat, wurde im

Sommer vergangenen Jahres ein neuer Laufstall

errichtet: Artgerechte Tierhaltung, dazu

180 Tage Weidegang der Tiere, im Sommer

auf der Alm – das sind nicht nur höchste

Qua litätsparameter für die am Hof erzeugte

Biomilch oder das Zuchtvieh, sondern dies

war den Burgmanns immer schon ein besonderes

Anliegen, betont der Hausherr, für den

mit dem Neubau auch die schwere Stallarbeit

etwas leichter geworden ist. Dazu bleibt

mehr Zeit für die Alpenschule. Die Schulklassen

werden in vier Kleingruppen auf den

genannten Bergbauernhöfen einquartiert.

Am Nieding-Hof stehen für die Alpenschüler

zwei Zimmer mit Stockbetten sowie zwei

Zimmer für die Lehrer zur Verfügung, plus

Frühstücksraum und zwei Etagenduschen.

Mittags und abends werden die Acht- bis

Zwölfjährigen im Alpenschule-Haus verpflegt.

Von dort aus entdecken sie fünf Tage

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

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lang unter fachkundiger Anleitung die Natur

rund um die Höfe. Dabei wird gestaunt, dazugelernt,

mitgemacht, gespielt und gegessen.

Das Programm ist vollgepackt mit

spannenden Themen und Arbeiten vom Füttern

der Tiere über die Mithilfe bei der Stallarbeit

oder die Zubereitung bäuerlicher

Produkte von Brotbacken bis Buttern und

Käsen. Entdeckungsreisen rund um den Bauernhof

„auf den Spuren von früher“ mit alten

Bräuchen, Wanderungen über Almen oder

durch den Wald und entlang von Gebirgsbächen,

aber auch Besuche einer Gerberei,

beim Tischler oder abends ein Lagerfeuer

machen, eine Nachtwanderung und vieles

mehr gehören zum „Lehrplan“.

Maria Burgmann freut der Kontakt zu den

Kindern besonders. Sie gibt ihr Wissen als

Bäuerin gerne weiter und zeigt auch Verständnis

dafür, dass längst nicht mehr nur

Kinder aus der Großstadt kaum noch reale

Vorstellungen von der Lebenswelt der Bauern

hat: „Woher sollen sie es auch wissen,

wenn es in der Verwandtschaft keine Landwirte

mehr gibt?“ Das Schöne an der besonderen

Schule sei: „Die Kinder sind wirklich

sehr interessiert.“ Umso faszinierender sei es,

ihnen den achtvollen Umgang mit Nutztieren

zu zeigen, sie über die naturnahe Produktion

und Verwertung gesunder Lebensmittel aufzuklären.

Dazu gehört auch die Erläuterung,

dass das kürzlich geborene süße Stierkalb

später als Jungrind beim Schlachter endet.

„Weil die meisten Kinder gerne Fleisch oder

Wurst essen, haben sie letztlich Verständnis

dafür“, erzählt die Bäuerin. Das einzige

6 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

Manko wäre dagegen, dass die Aufenthaltsdauer

der Schüler und Schülerinnen am Hof

zu kurz ist, um diesen möglichst viel zu vermitteln.

„Manche kommen auch nur für zwei

Schnuppertage, und das stresst dann schon

etwas, vor allem den Kindern wird die Zeit

im Stall zu knapp.“ Mittlerweile werden wieder

längere Besuche forciert.

Ein echtes Einkommensstandbein ist die

Alpenschule für den Hof nicht, eher ein willkommener

Zuerwerb für Maria. Und das

auch nur von April bis Oktober, unterbrochen

von einer sechswöchigen Pause während der

Sommerferien. Weder Maria noch Andreas

sehen sich zudem als Lehrmeister im engeren

Sinn. Beide wollen ihren kleinen Gästen ein-

fach das Landleben mit all seinen Vor- und

Nachteilen näherbringen, aktiv Bewusstseinsbildung

betreiben – und sind damit

durchaus wichtige Verfechter ihres

Berufsstands bei der potenziellen Kundschaft

der Zukunft.

Zu den schöns ten Bestätigungen dieser PR-

Arbeit gehört, dass so mancher Alpenschüler,

so manche Alpenschülerin später auch mit

den Eltern wiederkehrt, sich in Westendorf

einquartiert und auf einer Wanderung auch

bei Hof Nieding vorbeischaut. Ein besseres

Zeugnis kann man den engagierten Lehrern –

pardon: Bergbauern – nicht ausstellen.

Mehr Infos: www.alpenschule.at


Trotz wiederholter Kritik etwa aus den Reihen der Arbeiterkammer

an zu hohen Preisen für Lebensmittel oder gar Milch zeigt die

genauere Recherche: Trotz moderater Preisanpassungen sind

Milchprodukte günstig und qualitativ hochwertig wie noch nie.

Der Anteil an den durchschnittlichen Haushaltsausgaben

von Herrn und Frau Österreicher

für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke

ging in den vergangenen Jahren und

Jahrzehnten laufend zurück und lag gemäß

der Statistik Austria und deren Konsumerhebung

2010 zuletzt mit 12,1 Prozent auf dem

bisher niedrigsten Niveau. Wohnen, Wasser

und Energie belegen mit 18,7 Prozent und

Verkehr mit 13,8 Prozent bereits deutlich

höhere Anteile, übertroffen werden die

Lebensmittel-Aufwendungen mittlerweile

auch von jenen für Erholung und Freizeit mit

12,8 Prozent. Aus diesen Bereichen erfolgten

auch die höchsten Anteile an der gestiegenen

Inflation. Von den 12,1 Prozent, die für Lebensmittel

ausgegeben werden, werden wiederum

magere 14,6 Prozent für Milch, Käse

und Eier ausgegeben, das entspricht gerade

mal 1,64 Prozent an den gesamten Haushaltsausgaben.

Nur zum Vergleich: 1964 wurden noch 33

Prozent des Einkommens für Ernährung (und

Außer-Haus-Konsum) verbraucht, 1994 waren

es nur noch 21 Prozent, im Jahr 2000 immerhin

noch 19 Prozent. Der Anteil alkoholfreier

Getränke betrug zuletzt knapp 10,9

Pro zent, jener von Süßwaren 7,6 Prozent. Im

Gegensatz zu vielen anderen Produkten sind

gerade wichtige Milchprodukte wie Trinkmilch

seit über 25 Jahren – vor allem im

Preiseinstieg – nominell billiger und somit

inflationsbereinigt deutlich günstiger für den

Kon sumenten geworden. So kostete Trinkmilch

bereits 1993 mit 85 Cent gleich viel

wie 2011. Die Durchschnittspreise für Milchprodukte

stiegen seit 1986 nominell um 29,2

Prozent, für Lebensmittel insgesamt um 55,9

Prozent. Der Gesamtindex stieg um 72,3 Prozent,

Wohnen, Energie und Wasser um 106

Prozent und der Tariflohnindex um 112,6

Prozent. Fazit: Milchprodukte sind somit

VERBRAUCHERPREISE

Gut und günstig

MILCH IST IN ÖSTERREICH PREISWERT WIE NIE ZUVOR

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heute sehr günstig. Zuletzt notwendige Preisanpassungen

erfolgten im internationalen

Vergleich in Österreich bis jetzt unterdurchschnittlich,

betont man etwa seitens der Vereinigung

Österreichischer Molkereien, VÖM.

Diese lagen die vergangenen Jahre auch

unter der Preisentwicklung von übrigen

Lebensmitteln sowie massiv unter der Entwicklung

des Gesamtindex sowie der wirklichen

„Preistreiber“ aus den Bereichen Woh -

nen und Energie. Bei Preisvergleichen mit

anderen Ländern ist vor allem darauf zu

achten, dass nicht mindere Qualitäten den

gewohnt hohen Qualitäten der heimischen

Produkte gegenübergestellt werden und man

so zu falschen Ergebnissen kommt, verweisen

Milch marktexperten zudem auf die hervorragende

Qualität der österreichischen

Milchprodukte: „Dank dieser hat der österreichische

Konsument nicht nur die beste

Gewähr für im EU-Durchschnitt günstige

Preise, sondern auch die Garantie für einzigartig

hohe Produktstandards.“ Diese zu gewährleisten

und weiterhin auszubauen ist die

tägliche Arbeit der österreichischen Milch -

wirtschaft. Durch den Kauf heimischer

Produkte werden zudem heimische Arbeitsplätze

in ländlichen Regionen unterstützt.

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

Foto: Archiv

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AUSBILDUNG

Karriere

dank Lehre

MOLKEREIEN BIETEN GUTE BERUFLICHE PERSPEKTIVEN

Molkereifachmann/frau ist ein gefragter Beruf, dank durchwegs

guter Jobaussichten. In den Betrieben der Berglandmilch werden

jedes Jahr zahlreiche Lehrlinge ausgebildet. Tendenz steigend. So

mancher schafft es am Ende ganz nach oben – wie Hans Neuwirth,

heute Werksleiter der größten Schärdinger-Molkerei in Aschbach.

Ihr täglicher Job ist es, Rohmilch zu Trinkmilch

und verschiedenen Milchprodukten

wie Butter, Rahm, Schlagobers, Joghurt,

Topfen und nicht zuletzt zahllosen Käsesorten

zu verarbeiten. Bei der Übernahme der

Milch von den Bauernhöfen aus den Tanksammelwägen

registrieren sie das Gewicht

per Milchwaage, entnehmen Proben zur Feststellung

von Milchqualität, Fettgehalt, Sauberkeit

und Frische. Dann kommt die Milch

in die Pasteuranlage, wo sie entkeimt wird.

Nach dem Abkühlen erfolgt die Trennung in

Separatoren zu Lagermilch und Rahm, um

diese dann der weiteren Verarbeitung zuzuführen

– in der Butterei, der Topferei oder

der Käserei. Später gilt es, die fertigen Erzeugnisse

hygienisch wie praktisch verpackt

ins Zwischenlager oder gleich direkt zu den

Kühltransportern und somit frisch zu den

Konsumenten zu bringen.

Egal ob Molkereifachmann, Labortechniker,

Lagerlogistiker oder Bürokaufmann, die

Berglandmilch benötigt laufend bestens ausgebildete

Menschen in ihren Werken in ganz

Österreich. Viele werden im eigenen Betrieb

herangezogen: „Aktuell haben wir 30 Lehrlinge“,

weiß Karl Waldhör, Personalchef in

der Berglandmilch. Und schon bald sollen es

8 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

noch mehr werden, um für künftige Herausforderungen

gerüstet zu sein. Jeder zweite

Molkereilehrling, wenn nicht gar zwei von

drei, stammt selbst aus der Landwirtschaft.

Die Ausbildung zum Molkerei- und Käsereifacharbeiter

dauert drei Jahre und schließt

mit der Facharbeiterprüfung ab. Voraussetzungen

für Einsteiger sind der positive Abschluss

der neunten Schulstufe, Belastbarkeit,

Fitness und selbstständiges Arbeiten.

Wichtige Anforderungsprofile sind weiters

Flexibilität sowie hoher Einsatzwillen. Was

ist das Schöne an dem Job? „In einer Molkerei

zu arbeiten macht viel Freude, erzeugt

man hier doch Lebensmittel von höchster

Qualität, mit denen ich mich zu 100 Prozent

identifizieren kann. Frei nach dem Motto:

Wer Genuss liebt, muss auch Milchprodukte

und Käse lieben“, betont Waldhör, wobei er

einräumt, dass man damit nicht automatisch

jeden 15-jährigen Jugendlichen begeistern

kann. Das seien „Werte, die man oft erst später

schätzen lernt“. Nicht verschwiegen werden

schon den Anwärtern indes die später oft

anspruchsvollen Arbeitsbedingungen, die da

heißen: Schichtbetrieb, Flexibilität oder teilweise

auch körperlich anstrengende Arbeiten.

Wer sich trotzdem für die Milchveredelung

Foto: Archiv

entscheidet, den erwartet ein abwechslungsreiches

wie erfülltes Berufsleben, bestätigen

die Berglandmilch-Mitarbeiter.

Was lernt man in den drei Lehrjahren? Nun,

die Ausbildungsziele reichen von den Grundlagen

der Milcherzeugung samt Technologie

der Milchverarbeitung über Lebensmittelchemie

und mikrobiologische Grundlagen bis

hin zu Theorie und Praxis der Analytik und

Labortechnik. Dazu kommen die Bereiche

Produktmanagement und Produktentwicklung

samt Herstellung von Käserei- und

Molkereiprodukten, Sensorik und Produktkontrolle

sowie – immer wichtiger – Qualitätssicherung

und Qualitätsmanagement. Die

Steuerung und Wartung der Anlagen-, Energie-

und Regeltechnik, allesamt Hightech,

dazu Betriebswirtschaft und Kostenrechnung

und nicht zuletzt die Grundbegriffe des Produktmarketings

gehören ebenso zum Wissensprofil

eines modernen Molkereifach -

manns/einer modernen Molkereifachfrau.

In jedem Berglandmilch-Betrieb gibt es zumindest

einen geprüften Lehrlingsausbildner.

Flexibilität ist hier wie dort gefragt: „Jeder

Lehrling durchläuft in seiner Ausbildungszeit

auch verschiedenste Stationen, oft auch in

anderen Schärdinger-Molkereien, um sich so

ein möglichst breites Spezialwissen anzueignen“,

sagt Waldhör. Und einmal pro Jahr

heißt es für die Lehrlinge für zehn Wochen

„ab in die Berufsschule“, nach Rotholz, direkt

am Eingang ins Tiroler Zillertal.

Fortsetzung auf Seite 10


Foto: Privat

Hans Neuwirth, 31, leitet seit Mai vergangenen Jahres Österreichs

größten Molkereibetrieb in Aschbach. Der Kärntner aus dem Gailtal

hat in den vergangenen 15 Jahren bei Schärdinger eine rasante Karriere

gemacht. Begonnen hat er als Lehrling im Werk Klagenfurt.

Aufgewachsen auf einem Bauernhof in Reisach,

ist Neuwirth bereits früh mit der Käseerzeugung

in Kontakt gekommen. In seiner

Heimat wird traditionell viel Milch auf den

Almen verkäst, so auch „auf unserer Alm daheim“,

erzählt der Käsekenner, der sein

Handwerk somit von der Pike auf erlernt hat.

Eine Stellenausschreibung der Molkerei Klagenfurt

war für den jungen Hans ausschlaggebend,

„mich interessehalber zu bewerben“.

Schon bald nach Abschluss seiner Lehre

überließ man dem gewandten Facharbeiter

trotz seiner Jugend Urlaubsvertretungen in

der Produktionsleitung, sein Sachverstand,

Engagement und immer größeres Verantwortungsbewusstsein

wurden wiederholt auch

mit anderen Führungsaufgaben belohnt. „Ich

habe auch viel Glück mit meinen Vorgesetzten

gehabt, die früh ihr Vertrauen in mich gesetzt

haben und mir so die Möglichkeit

geboten haben, meine Qualifikation zu beweisen“,

betont Neuwirth heute.

Zunehmend routiniert, wurde der Molkereifachmann

im Laufe der Jahre auch mit Projekten

betraut, was ihn 2002 auch bestärkte,

seine Ausbildung an der Fachschule für

Milchwirtschaft in Kempten zu erweitern. Im

Allgäu erwarb Neuwirth auch seinen Meis-

terbrief. Zurück in Klagenfurt wurde er Abteilungsleiter

für die Frischeprodukte. Im

Jänner 2010 wurde ihm der Wechsel in das

Landfrisch-Werk Wels angeboten, dessen

Leitung er im darauffolgenden Juli übernahm.

Kaum ein Jahr später, im Mai 2011,

ereilte ihn der Ruf aus der Geschäftsführung,

die Führung der Schärdinger-Molkerei

Aschbach zu übernehmen.

Diese ist die größte Produktionsstätte der

Berglandmilch mit einem der modernsten

Hochregallager in Mitteleuropa samt dem

größten Becherwerk Österreichs. Schwerpunkte

der Verarbeitung sind neben der Butterei

und Frischkäseerzeugung die gesamte

„weiße und bunte Palette“ von Trinkmilch

bis Fruchtjoghurt. Die wichtigsten Produkte:

Bojar, Topfen, Trinkmilch, Butter und Jogurella.

Seine Aufgaben als Werksleiter skizziert

Neuwirth wie folgt: „Ich bin gesamtverantwortlich

für die Produktion und Qualität, für

die Mitarbeiterführung und die Einhaltung

der Kosten.“ Er ist Ansprechperson für alle

Behörden – von Arbeitsrecht bis

Hygienebestimmungen – und Chef von

250 Mitarbeitern. In Aschbach werden

aktuell rund 250 Millionen kg Milch pro

Jahr verarbeitet. Am Tag des Interview be-

INTERVIEW

„Kein

‚Nine to five´-Job“

WERKSLEITER IM BERGLANDMILCH-WERK ASCHBACH

schäftigt den Betriebsleiter gerade die ausreichende

Wasserversorgung des Werkes, laufende

Kostenanalysen verschiedener

Produktionsabläufe gehören ohnehin zum Tagesgeschäft.

Den aufwendigen Umbau der

Butterei hat Neuwirth bereits nach wenigen

Monaten erfolgreich bewerkstelligt. Nein,

sein Beruf als Werksleiter sei beileibe kein

„Nine to five“-Job mit geregelten Arbeitszeiten,

aber: „Jeder Tag hat andere, neue Herausforderungen,

gerade das macht es

aufregend und spannend. Und ich gehe gerne

jeden Tag mit Freude zur Arbeit, auch wenn

es manchmal härter abgeht.“ Im Job sei er

„ein guter Zuhörer, der sich alles einmal erklären

lässt“, wenngleich er manchmal mit

seiner Ungeduld kämpfe. Wenn etwas nicht

nach seinen Plänen läuft, sei er auch sehr

selbstkritisch.

Was rät er an einer Molkereilehre interessierten

Jugendlichen? „Es handelt sich dabei um

einen wirklich tollen, interessanten Beruf,

mit viel technischem Hintergrund, alles andere

als verstaubt. Und wer wirklich Interesse

und Einsatz zeigt, kann auch sehr weit

kommen. Man erhält damit alle Chancen der

Welt. Denn Milchwirtschaftsexperten sind

schließlich gefragt in der gesamten Nahrungsmittelindustrie.“

Neuwirths Ziel ist es, Aschbach trotz

größer werdendem Konkurrenzdruck am

europäischen Markt durch Kostenführerschaft

zu stärken, „obwohl wir trotz unserer

Größe in Europa halt immer noch ein

Zwerg sind“.

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

9


Fortsetzung von Seite 8

Unumgänglich für einen angehenden Molkereimitarbeiter

sind also das Interesse an biologischen

und mikrobiologischen Vorgängen,

dazu chemisches, technologisches und technisches

Verständnis, handwerkliches Geschick

und einfach die Freude am Umgang

mit Lebensmitteln. Gesundheit, Kraft und

gute körperliche Verfassung sind ebenfalls

notwendig für die Arbeit, dazu ein guter

Geruchs- und Geschmackssinn. Ein ausgeprägtes

Gesundheits-, Hygiene- und Sicherheitsbewusstsein

zeichnet einen verant -

wortungsbewussten wie zuverlässigen

Molkerei-Fachmann ebenso aus wie Teamfähigkeit

und Kommunikationsfreude mit Kollegen.

Top-Aufstiegschancen Engagierte Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter haben generell die

Möglichkeit, sich für Führungsaufgaben zu

qualifizieren: Die Ausbildung zum Molkerei-

Der Aufgabenbereich eines Molkerei- und

Käsereifacharbeiters entspricht weitgehend

dem Aufgabenbereich im Lehrberuf „Molkereifachmann/-frau“.

Zweitgenannter ist

allerdings ein durch Landesgesetze geregelter

landwirtschaftlicher Lehrberuf –

Ausbildung vorwiegend in den westlichen

Bundesländern in kleinen Molkereien und

Käsereien –, während es sich beim „Molkerei-

und Käsereifacharbeiter“ um einen

durch Bundesgesetze geregelten gewerblichen

Lehrberuf handelt.

Eine kurzer Blick auf den vielfältigen Arbeitsplatz

von Molkereifachkräften: In der

Butterei erzeugen sie aus Milchfett Butter,

behandeln den Rahm mit speziellen Rahmreifern

zu Süß- oder Sauerrahmbutter und

bedienen beim Buttern, Waschen und Salzen

modernste Maschinen, welche die Butter

auch portionieren und verpacken. In der

Topferei wird die pasteurisierte Magermilch

zunächst erwärmt und sodann mit

speziellen Bakterienkulturen und Lab vermischt.

Nach einer Reifungszeit von etwa

10 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

MONATLICHE LEHRLINGSENTSCHÄDIGUNG

(BRUTTO) FÜR „MOLKEREIFACHMANN/-FRAU“

Kollektivvertrag 1. LJ 2. LJ 3. LJ gültig seit

Molkerei- und Käsereigewerbe und genossenschaftliche Molkereien

583 784 1.072 1. 11. 2011

oder Käsereimeister samt Unternehmerprüfung

befähigt dazu, einen Betrieb neu zu

gründen oder einen bestehenden zu übernehmen.

Mit Ablegung der Berufsreifeprüfung

hat man auch Zugang zur Universität. Bestens

ausgebildete Molkereifachleute sind

auch international sehr gefragt.

Eine Lehrlings-Ausbildung bei der Berglandmilch

mit ihren topmodernen Molkereien

und Käsereien ist also eine sichere Sache und

bietet sehr gute berufliche Entwicklungs- und

Weiterbildungsmöglichkeiten. Als bestes

Beispiel für eine erfolgreiche Karriere mit

Lehre gilt wohl jene von Hans Neuwirth,

MOLKEREI- UND KÄSEREIFACHARBEITER

20 Stunden im Topfenreifer trennen die Molker

und Käser den fertigen Topfen mit einer

Zentrifuge von Molke und Eiweiß. In der

Käserei wiederum geben sie der Milch einen

Tag vor ihrer Verarbeitung Milchsäurebakterien

zu. Die so entstandene „Käsereimilch“

bringen sie durch Abrahmen oder Auffetten

mit einer Zentrifuge auf den gewünschten

Fettgehalt. Im Käsefertiger mengen sie Lab

bei, das die Milch gerinnen lässt. Dieses Gemisch

wird zu Körnchen oder dem so genannten

Käse-Bruch zerschnitten, wodurch

sich die Trockenmasse vom Wasser trennt –

in kleineren Betrieben geschieht das noch

händisch mit der Käseharfe.

In der Berglandmilch erfolgt das Bruchschneiden

im Käsefertiger, wobei die Facharbeiter

die Bearbeitungsintensität steuern und

kontrollieren. Durch Formen, Wenden und

Pressen wird die Molke maschinell ausgeschieden

und der Käse gefestigt. Nach einer

Behandlung im Salzbad lassen die Käsemacher

ihre Produkte im klimatisierten Lager

heranreifen. Der Bedarf an exzellent ausge-

mittlerweile Werksleiter des größten

Schärdinger-Werkes Aschbach. Neuwirth

begann seine Schärdinger-Laufbahn einst im

Werk Klagenfurt, leitete später das Werk

Wels, als es galt, nach der Zusammenführung

von Landfrisch und Berglandmilch das

strenge Qualitätsmanagement voranzutreiben.

Der junge Kärntner machte dort „einen sehr

guten Job“ und wurde im Vorjahr mit einem

noch größeren Verantwortungsbereich betraut,

nämlich ab Mai 2011 mit der Leitung

von Aschbach, dem mittlerweile größten

Molkereistandort in ganz Österreich.

bildeten Fachkräften für die Milch- und

Käseverarbeitung ist kontinuierlich vorhanden,

der Frauenanteil ist in den vergangenen

Jahren deutlich angestiegen.

Molkerei- und Käsereifacharbeiter können

zu Werkmeistern, Laborleitern, Abteilungsleitern

und Betriebsleitern aufsteigen.

Sie können ihren Beruf auch selbstständig

ausüben, jedoch ist es für den Betriebserfolg

günstig, die Meisterprüfung abzulegen.

Die Zulassungsvoraussetzungen sind

in den Bundesländern unterschiedlich geregelt.

Die Meisterprüfung berechtigt zur

Führung der Berufsbezeichnung „Molkerei-

und KäsereimeisterIn“ und zur Ausbildung

von Lehrlingen.

Erste Anlaufstelle in Ausbildungsfragen

sind auch die Berufsschule für Molkereiund

Käsereifacharbeiter und die Bundesanstalt

für alpenländische Milchwirtschaft

in Rotholz bei Jenbach in Tirol.

Internet: www.molkereifachmann.at


NEUSEELAND-REPORT

Milchproduktion

mit Vollgas

AUF ERKUNDUNGSMISSION

IN OZEANIEN

Schärdinger-Ehrenobmann Anton Haimberger hat im vergangenen

November und Dezember Neuseeland bereist, um „aus erster Hand

zu erfahren, wo eigentlich wirklich unser Milchpreis gemacht wird“.

Welche Eindrücke seine Recherchen vor Ort ergeben haben, hat er

für den SCHÄRDINGER zusammengefasst.

Den Flug nach Neuseeland habe ich eher

spontan im Herbst gebucht. Von Auckland

aus geht es per Mietauto gleich einmal in den

Norden der Insel. Das dortige Wetter und

Klima im Spätherbst sind auf der Südhalbkugel

vergleichbar mit jenem bei uns im Mai

vor den großen Ferien, die übrigens in Neuseeland

zu Weihnachten beginnen. Nach kurzer

Phase der Eingewöhnung in Bezug auf

den Linksverkehr richte ich mir meinen

Mietwagen als „Wohnzimmer“ ein. Die

Rückbank rasch umgelegt, den Koffer darauf,

daneben Getränke und Jause und vorne

auf dem Beifahrersitz die Landkarte.

Den Norden des Inselstaates kennzeichnen

traumhafte Buchten, kleinere Eilande, versprengte

Ortschaften wie Pahia, Russel oder

Kerikeri. Ich will aber nicht nur die wunderschöne

Natur des Landes erleben, sondern

Leute sowie die wirtschaftlichen Gegebenheiten

kennenlernen. Unterwegs komme ich

alsbald zufällig an einem riesengroßen

Milchwerk von Fonterra – dem größten Molkereikonzern

der Welt – vorbei. Ich bleibe

spontan stehen. Endlich einmal eine Molkerei

in Neuseeland von innen sehen, das war

schon immer mein Traum. Mit Herzklopfen

stehe ich am mit Videoüberwachung und Git-

terstäben gesicherten Eingang, drücke auf

den Knopf der Sprechanlage, nenne meinen

Namen, stelle mich vor: „I am a farmer

from Austria, may I visit your dairy?“

Die Antwort aus dem Lautsprecher erfolgt

prompt, dazu verblüffenderweise

in meiner Muttersprache: „Lieber Herr

Haimberger, kommen S’ doch herein!“

Anja, die Chefsekretärin und gebürtige

Deutsche, empfängt mich äußerst herzlich.

Sofort erläutert sie mir mit großem Sachwissen

die wichtigsten Daten und Fakten über

die Milchwirtschaft Neuseelands: 95 Prozent

des Milchaufkommens der „Kiwis“, wie sich

die Neuseeländer selbst gerne bezeichnen,

wird hauptsächlich in Form von Milchpulver

exportiert. Fonterra verarbeitet 94 Prozent

der neuseeländischen und 21 Prozent der

Milchmenge Australiens und hält zahlreiche

Beteiligungen in aller Welt.

Zukunftsstrategie + 5 % Neuseeland, flächenmäßig

3,5-mal so groß wie Österreich,

aber mit gerade mal vier Millionen Einwohnern,

zählt auf beiden Inseln rund 11.700

Farmer. Der durchschnittliche Milchbetrieb

besitzt 386 Kühe, in Summe produzieren alle

zusammen jedes Jahr 17,3 Milliarden Kilogramm

Milch mit sehr hohen Inhaltsstoffen.

Fotos: Privat, Archiv

Im Vergleich

dazu erzeugen

Österreichs rund

35.000 Milchbauern

mit ihren im

Schnitt ein Dutzend

Kühen im Stall knapp drei Milliarden

Kilogramm Milch. Erklärtes Ziel der

New-Zealand-Dairy-Farmer sind fünf Prozent

mehr – und das jedes Jahr. Neuseelands

Milchwirtschaft hat einen enorm hohen Stellenwert,

die ökonomische Dominanz der

Branche zeigt sich auch im Alltag: Riesige

Tankfahrzeuge fahren rund um die Uhr von

den Farmen zu den Verarbeitungsbetrieben,

es gibt sogar eigene Verkehrszeichen für sie.

Böse Zungen behaupten gar, die Milchtransporter

haben keinen Retourgang und fahren

immer nur Vollgas! Auf meinen weiteren

Etappen quer durchs Land helfe ich einem

Biofarmer bei der Orangenernte, später besuche

ich eine Firma, die Melkanlagen verkauft.

Die Chefin gibt mir dankenswerter -

weise weitere Adressen von interessanten

Milchfarmen. An einem Samstagabend stehe

Mit Schärdinger lässt sich's leben. 11


ich an einer dieser empfohlenen Adressen, in

der Region Taranaki, einem sehr intensiven

Milchgebiet. Das Ehepaar Silvia und Frank

reinigt gerade den Melkstand, sie können mit

dem „dahergelaufenen“ Europäer vorerst

kaum etwas anfangen. Der Stress ist beiden

anzusehen. Ich versuche, mich „interessant“

zu machen, erzählte von meinem Betrieb daheim,

von Familie und Kindern, Kühen,

Melkmaschinen, den Molkereien in Österreich.

Plötzlich ruft Frank seiner Frau zu:

„Silvia, mach ihm schon mal ein Bett und

wir nehmen Anton auch gleich zur Geburtstagsfeier

mit.“ Damit erklärt sich auch die

Anspannung der beiden: Bis zum Geburtstagskind

Heide, die mit Freunden ihren 50er

feiert, ist es ein Weg von über einer Stunde

Fahrzeit.

Zahlreiche Milchfarmer, fast alle mit

Schweizer Abstammung, haben sich dort in

einer Scheune versammelt, jeder Gast hat

etwas mitgebracht: ein tolles Fest mit einem

sehr schmackhaften Buffet, ausgerichtet von

Nachbarn und den sieben Kindern der jungen

Witwe. Ich wähne mich wie „Anton im

Glück“, lerne einmal mehr viele nette, äußerst

fleißige Leute kennen, Adressen und

12 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

Einladungen werden ausgetauscht. Besonders

wichtig für mich – es sind auch einige

Tipps für Milchfarmen auf der Südinsel

dabei, mein Reiseziel für die kommenden

Wochen. Nach einer sehr kurzen Nacht darf

ich mit Frank seine 350 Kühe im 40er-

Swing-over-Melkstand melken. Der Farmer

war früher LKW-Fahrer und hat seinen Betrieb,

der eher extensiv bewirtschaftet wird,

von der Kirche gepachtet. Ein interessantes

wie verblüffendes Detail: Frank „least“ regelmäßig

acht Stiere von einem „Bergbauern“

aus dem Hinterland, die jeweils zu viert abwechselnd

zu den Kühen gesperrt werden.

Saisonabkalbung und ganzjährige Weidehaltung

völlig ohne Stall sind in Neuseeland

Standard. Abkalbetermin ist im frühlingshaften

Oktober, die männlichen Kälber gehen

nach einer Woche für 30 bis 50 Euro zum

Schlachter, Kuh-Kälber werden nach drei

Tagen nur morgens und im Freien mit angesäuerter

Milch gefüttert. Die Milchsammelzüge

fahren so lange wie notwendig täglich,

ab Jänner, Februar jeden zweiten Tag und

wenn die Kühe trocken stehen, werden auch

Trockenwerke stillgelegt. Der Trend geht

aber auch in Neuseeland zur intensiveren

MEHR MILCHKÜHE ALS MENSCHEN

Nach Angaben der Branchenorganisation

DairyNZ stieg die Zahl der Milchkühe im

Land der Kiwis im vergangenen Jahr um

132.000 oder drei Prozent. Damit lebten

in Neuseeland mehr Milchkühe als Menschen

und ihre Zahl nahm schneller zu als

die der Bevölkerung. Beflügelt durch attraktive

Exportpreise und produktives

Wetter im Herbst 2011 nahm die Milcherzeugung

in Neuseeland 2010/11 um 4,9

Prozent auf 17,3 Milliarden Liter Milch

oder 1,51 Milliarden Kilogramm Milchfeststoff

zu. Neben der größeren Zahl an

Milchkühen war eine Steigerung der

Milchleistung je Kuh um fünf Prozent auf

durchschnittlich rund 3.840 Liter Milch

ausschlaggebend. Ein weiteres Indiz für

den Milch-Boom am anderen Ende der Welt:

Im dritten Jahr in Folge haben mehr Farmen

die Milcherzeugung aufgenommen, als aus

der Produktion ausstiegen. Unter dem Strich

erhöhte sich die Zahl der Milchviehherden

um 44 auf 11.735. Die durchschnittliche Herdengröße

nahm um zehn auf 386 Milchkühe

zu. Am Welthandel mit Molkereiprodukten

hält Neuseeland einen Anteil von rund 35

Prozent. Praktisch die gesamten Ausfuhren

gehen auf ein einziges Unternehmen zurück,

die Genossenschaft Fonterra. Zum Vergleich:

Die zweitgrößte Milchexportnation, die

USA, kommt nur auf einen Marktanteil von

zwölf Prozent, der sich auf mehrere Unternehmen

verteilt. Die dominante Rolle beschert

den Neuseeländern zum Ärger und

„Ganzjahresproduktion“.Nach interessanten

Gesprächen mit Frank und Silvia bei einem

ausgiebigen Frühstück geht meine Reise weiter

gen Süden. Die Hauptstadt Wellington

durchstreife ich binnen zwei Tagen, dann

geht es per Fähre auf die Südinsel. Im Raum

Marlborough beeindrucken mich die ausgedehnten

Weingärten, oft hunderte Hektar

groß und von Rosenhecken eingerahmt. Ein

absolutes Highlight, das man nicht versäumen

sollte, ist das Flugzeugmuseum Omaka

in Blenheim – angeblich das beste Museum

dieser Art weltweit.

Ich übernachte gerne bei Privatvermietern,

„Bed and Breakfest“, dabei bekommt man

wohl die besten Einblicke in das Leben der

Kiwis. Sonntags besuche ich stets auch den

Gottesdienst. Die persönliche Begrüßung des

Gastes samt Gedankenaustausch danach mit

dem Priester ist dabei üblich. Einkaufen kann

man auch sonntags, von 8 bis 22 Uhr. Werktags

besuche ich die zweitgrößte Molkerei

„Westland Milk Products“ in Hokitika, auch

dort erhalte ich sofort Einlass und eine interessante

Führung durch das Werk. Die Kennzahlen

dieser Genossenschaft: 380 Bauern,

Anlieferung 515 Millionen Kilogramm

Leidwesen anderer Länder Wettbewerbsvorteile

gegenüber den Konkurrenten.

Immer öfter wird der Vorwurf laut, Fonterra

verzerre den internationalen Handel

mit Molkereiproduk ten. Da bereits relativ

kleine Veränderungen von Angebot und

Nachfrage die Milchpreise weltweit stark

beeinflussten, sei das Unternehmen etwa

mit Online-Milchpulverauktionen sehr

wohl in der Lage, Handel und Preise international

bis nach Eu ro pa zu beeinflussen,

betonen Branchenkenner. Fonterras monatliche

Versteigerungen auf der Handelsplattform

Global Dairy Trade werden mittler -

weile rund um den Globus verfolgt – und

als Preisfinder von Molkereien wie Handelsketten

herangezogen.


Milch (5,26 % Fett, 3,87 % Eiweiß) für die

Produktion von Milchpulver und Butter.

Ein Flug mit einem Kleinflugzeug über die

hohen Berge der nordisch anmutenden Fjord-

Region zum „Milford Sound“ mit anschließender

Bootsfahrt ist ein besonderes

Erlebnis. Ganz im Süden der Südinsel bei

Isla Bank treffe ich Paul, einen 50-jährigen

Junggesellen. Er hat vor acht Jahren seine

Farm in Taranaki auf der Nordinsel verkauft

und 2004 hier eine 120 Hektar große Milchfarm

erworben. Gemeinsam mit einem Mitarbeiter

betreut er 500 Milchkühe in einem

neuen 56er-Melkkarussell. Wieder darf ich

mitarbeiten und dabei modernste, schlagkräftige

Melktechnik kennenlernen. Jede Kuh

wird beim Melken fotografiert, auf dem

Rücken klebt eine Farbpatrone zur Brunsterkennung.

Die Herde wird täglich automatisch

gewogen, wenn das Gesamtgewicht absinkt,

wird Silage auf der Weide zugefüttert.

Sharemilking Tagsüber besuchen wir benachbarte

Milchfarmen mit 900 Kühen.

Pauls Bruder melkt bereits 4500 Kühe mit 23

Mitarbeitern. Abends bin ich wieder zu einer

Party eingeladen, auf der ich eine deutsche

„Sharemilkerin“ kennenlerne: Christina hat

Landwirtschaft studiert, lebt seit sechs Jahren

in Neuseeland und bewirtschaftet mit ihrer

Freundin Miriam eine Farm mit 450 Kühen.

Diese Herde melken wir tags darauf zu dritt

in knapp zwei Stunden in einem einfachen

44er-Swing-over-Melkstand. Der Besitzer

der Farm ist ein Australier, der mehrere Realitäten

in Neuseeland bewirtschaften lässt.

Ein „Sharemilker“ macht sämtliche Arbeiten,

Melken, Kälberfütterung, Weidepflege etc.

und erhält dafür 20 Prozent vom Milchertrag,

erzählt mir Christina. Für Kraftfutter oder

Tierarztkosten wird eine Beteiligung in gleicher

Höhe eingegangen, wobei der „Beteiligungssatz“

variabel bis zu 50 Prozent

betragen kann. So kommen vorwiegend

junge, aktive, tüchtige Menschen zu Pacht

bzw. zu Besitz. Die Neuseeländer sind in

dieser Hinsicht sehr flexibel, es wird sehr

viel verkauft und gekauft, egal ob Wohnhäuser,

Hotels, Grundstücke oder eben Farmen.

Natürlich interessiert mich die wirtschaftliche

Situation der Farmer und der Bevölkerung.

Ende November sind gerade

Parlamentswahlen, im Wahlkampf ist die

wirtschaftlich schwierige Situation in Europa

(Stichworte Griechenland und Euro-Krise)

ein großes Thema und die Kiwis wollen nicht

die gleichen Fehler machen wie Europa.

Im Vergleich zu Österreich sind Lebensmittel

teuer: Ein Liter Milch in einfacher Kartonverpackung

kostet etwa doppelt so viel

wie bei uns. Auch 500 Gramm Butter kosten

SWADRO – Die Besten beim Testen

im Supermarkt etwa vier Euro! Der Rohmilchpreis

je Kilogramm dagegen beträgt

umgerechnet gerade mal 29 Cent und ist zu

dieser Zeit leicht rückläufig. Dafür darf jeder

Milchfarmer abliefern, soviel er will und

kann. Von der Genossenschaft Fonterra

wer den dem Vernehmen nach „Geschäftsanteile“

als Beteiligung für Investitionen und

Marktaufbau einbehalten. Aufgrund der geringeren

Kosten allein durch Wegfall teurer

Stallungen und der wachsenden Nachfrage

von Milchpulver ist die wirtschaftliche Situation

der Milchfarmer indes derzeit wieder

ausgezeichnet. Meine Beobachtung war:

Milchfarmer in Neuseeland sind sehr angesehene

Bürger, im TV-Hauptabendprogramm

wird neben Waschmitteln, Telefonverträgen

oder Süßwaren auch für Traktoren, Spritzmittel

oder Dünger geworben.

Der Flughafen von Christchurch ist nach

sechs Wochen und mehr als 6.000 gefahrenen

Kilometern Endstation meiner Erkundungsreise

durch Neuseeland. Einen Tag vor Weihnachten

– und nur wenige Stunden nach

einem neuerlichen Erdbeben in Christchurch

– lande ich wieder in Österreich, bin

wieder zu Hause bei meiner Familie, mit vielen

unvergesslichen Eindrücken aus einer der

für einen eingefleischten Milchbauern wohl

interessantesten Regionen am anderen Ende

des Globus.

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SCHÄRDINGER GOES VENEZUELA

Sicher nicht (nur)

für den Hugo!

NAMHAFTER KÄSEEXPORT NACH CARACAS

Der Handel mit Milchprodukten und Käse ist ein hartes Geschäft –

innerhalb der EU wie im Rest der Welt. Schärdinger punktet regelmäßig

mit namhaften Käseverkäufen nach Übersee, seit 15 Jahren

auch in exotische Länder wie Venezuela.

In Europa ist die „Bolivarische Republik

Venezuela“ zwischen Anden, Orinoco-Tiefebene

und Südamerikas Karibikküste mit

ihren knapp 29 Millionen Einwohnern wohl

am ehesten bekannt wegen ihres schillernden

Präsidenten Hugo Chávez, der es sich aufgrund

des Ölreichtums seines Landes leisten

kann, auch seinen wichtigsten Handelspartner

USA laufend zu kritisieren. Das Land ist

Gründungsmitglied der OPEC, der Lebensstandard

in Venezuela zählt zu den höchsten

in Südamerika, trotzdem gibt es eine nur

wenig ertragreiche Landwirtschaft, viele

Lebensmittel müssen importiert werden.

Zwei bis drei Mal im Jahr gibt der mächtige

Staatsführer auch Importgelder und -mengen

frei für den Zukauf von Käse aus Europa,

stets abhängig vom jeweiligen Rohstoffpreis

– für Öl. Nur wenn der Ölpreis über 65 US-

Dollar pro Barrel liegt, werden Lebensmittelimporte

genehmigt und Ausschreibungen

versendet, weiß Berglandmilch-Exportmanager

Peter Tenschert. Er beobachtet diese Vorgehensweise

seit Jahren, hat auch gute

Kontakte zu einem langjährigen Importeur

vor Ort mit Filiale in Miami, Florida. „Bezahlt

werden die Käselieferungen in Euro.

Andernfalls wären die Währungsrisiken viel

zu hoch. Der Bolivar-Fuerte unterliegt leider

14 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

immer wieder enormen Schwankungen und

wurde etwa vor drei Jahren allein während

eines Käsetransports von uns nach Caracas

um gut die Hälfte abgewertet“, erzählt Tenschert,

der vor wenigen Monaten wieder ein

besonders lukratives Geschäft an Land ziehen

konnte.

Zuletzt lieferte Schärdinger gut 180 Tonnen

Käsespezialitäten in das Reich von Hugo

Chávez, wie Österkron, Geheimratskäse oder

Bergbaron. Und das trotz wachsender Konkurrenz

der ganz großen Käsehersteller in

Europa. Übrigens: So manche Berglandmilch-Lieferung

reifte auf

dem Transportweg

länger als geplant,

erinnert sich Tenschert:

„Einmal

musste das

Containerschiff

nach

Jamaica umgeleitetwerden

und im

Hafen von

Kingston so

lange warten, bis

Präsident Chávez

entschied, dass die

Foto: Archiv

Waren, welche noch vor der Abwertung verschifft

wurden, zum ursprünglichen Umtauschkurs

bezahlt würden.“ Dem Käse aus

Österreich hat das aber nicht geschadet, bei

längerer Reifezeit hat sich sein zunehmend

kräftiger, würziger Geschmack verstärkt.


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MILCHWIRTSCHAFT

Kein Boom

trotz BOM

SCHWEIZ: NEUES „ABC“ DER MILCH-

SEGMENTIERUNG FUNKTIONIERT NICHT

Die Schweizer Branchenorganisation Milch, kurz BOM, hat es nicht

leicht: Sie kämpft mit ihrer Glaubwürdigkeit, denn die ist schlecht.

Sie kämpft mit einem Butterberg, denn der schmilzt nur langsam.

Und sie kämpft mit einem „Milch-ABC“, das sie selbst erfunden hat.

Seit über einem Jahr müsste die in der Eidgenossenschaft

gehandelte Milch eigentlich in

A-Milch für den geschützten Inlandsmarkt,

in B-Milch für Produkte ohne Grenzschutz

für den Export in die EU und in C-Milch für

den Weltmarkt segmentiert werden. Dieses

„Milch-ABC“ wurde von der BOM genau

definiert. Diese war im Mai 2009 gegründet

worden, um nach dem Ende der staatlichen

Milchkontingentierung in der Schweiz für

neue Strukturen zu sorgen. Seitdem herrscht

SO VIEL MILCH WIE NOCH NIE

In der Schweiz haben die Bauern im vergangenen

Jahr 3,472 Mio. t Milch produziert.

Das entspricht gegenüber 2010 einem

Plus von einem Prozent oder rund 34.000 t

und bedeutet einen neuen Rekord, teilt die

Treuhandstelle Milch mit. Die Anzahl der

Betriebe hat hingegen um 874 auf 25.223

abgenommen. Damit verschwanden 2011

täglich 2,4 Höfe aus der Schweizer Landwirtschaft.

Die verbliebenen Betriebe legten hingegen

zu: Die durchschnittlichen Anlieferungen

erhöhten sich um 5.641 auf 132.723 kg,

berichtete der Landwirtschaftliche Infor-

16 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

ein großes Durcheinander in der Schweizer

Milchbranche und auf dem Milchmarkt, denn

die Akteure am Markt – Milchproduzenten,

Milchverwerter und Großverteiler – fanden

bisher keinen einheitlichen Kurs. Die neuen

Milchkaufverträge sind zwar allgemein verbindlich.

Doch die Auswertung dieser Verträge

durch die Branchenorganisation zeigt,

„dass zwischen Theorie und Praxis Welten

liegen“, schreibt der Landwirtschaftliche

Infodienst in Bern. Im Jahr 2009 betrug die

mationsdienst in Bern. 357 Betriebe lieferten

mehr als 500.000 kg an die Molkereien

und 19 mehr als 1 Mio. kg. Den

Löwenanteil nehmen immer noch kleinere

und mittlere Betriebe ein: Gut 82 Prozent

aller Höfe erzeugen eine Menge unter

200.000 kg. Knapp 42 Prozent der übernommenen

Milch wurden 2011 zu gut

180.000 t Käse verarbeitet – ein neues Rekordniveau.

Auf Platz zwei der Milchverwertung

liegt die Butter mit einem Anteil

von rund 17 Prozent oder 49.000 t (ebenfalls

Rekord), gefolgt von Konsummilch

mit zwölf Prozent.

Foto: Archiv

Gesamtmilchmenge im A-Segment laut

BOM etwa mehr als drei Millionen Tonnen,

das sind etwa 90 Prozent der Milchmenge

eines Jahres. Die Segmentierung wurde am 1.

Jänner 2011 eingeführt, um – nach Abschaffung

der Milchquoten im Jahr 2009 – eine

wirksame Marktsteuerung zu schaffen. Trotzdem

wurde im ersten Quartal des vergangenen

Jahres offiziell kein einziges Kilo

C-Milch geliefert und verarbeitet. Logischerweise

hätte also weder Butter noch Magermilchpulver

für den Weltmarkt produziert

werden können. Der Schweizer Butterberg

wuchs trotzdem.

Von April bis Juni 2011 tauchten die ersten

C-Milchverträge auf. Gerade mal 12.000

Tonnen C-Milch will die Lieferantenseite

verkauft haben, während die Verarbeiter mit

44.000 Tonnen angeblich beinahe viermal so

viel C-Milch verarbeitet haben. Im dritten

Quartal des Jahres gaben die Milchbauern an,

31.000 Tonnen in diesem Segment geliefert

zu haben, während die Molkereien und Käsereien

behaupteten, sie hätten 54.000 Tonnen

angenommen. Obwohl auch diese Daten

noch meilenweit auseinanderliegen, zeigt der

Geschäftsführer der Branchenorganisation

Milch, Daniel Gerber, Verständnis: „Die Segmentierung

muss erst noch umgesetzt werden.“

Er ist optimistisch: „Die Angaben

werden mit jedem Quartal verlässlicher.“

Unterschied im Preis Experten fragen sich

dagegen, ob die Schweizer Milchdaten auch

realistischer werden. Bevor die BOM nämlich

die Segmentierung einführte, stellte sie


umfangreiche Berechnungen an. Gemäß diesen

müssten 90 Prozent der Gesamtmilchmenge,

also rund drei Millionen Tonnen, im

A-Segment liegen. Die Verarbeiter haben bisher

aber nie mehr als 77 Prozent Milch dieser

Kategorie gekauft und die Produzenten

höchstens 82 Prozent A-Milch geliefert.

Laut Berechnung der BOM dürfte es jeweils

rund fünf Prozent B- und C-Milch in

der Schweiz geben. Die Verarbeiter kauften

aber bis zu 14 Prozent der Rohmilch zum C-

Preis ein und bis zu 20 Prozent als B-Milch.

Der Unterschied zwischen den drei Milchsegmenten

liegt eigentlich nur im Preis – und

er ist groß: Die Milch vom Hof ist gemäß

BOM-Richtpreis derzeit nur 29 Rappen je

Kilogramm (umgerechnet 24 Cent) wert,

wenn sie in den C-Milchkanal verkauft wird.

55 Rappen oder 45 Cent sollten es sein, wenn

sie den Betrieb als B-Milch verlässt, und 64

Rappen oder 53 Cent, wenn sie als A-Milch

gemolken wird. Theoretisch jedenfalls, denn

nach wie vor wird diese Segmentierung nicht

bis zu den Milchbauern umgesetzt. Für rund

40 Prozent der Molkereimilch erhalten die

Produzenten laut dem Pressedienst aus Bern

weiterhin Mischpreise. Egal, wie der Abnehmer

heißt – die Bauern können meist gar

nicht entscheiden, ob sie A-, B- oder C-Milch

liefern. Dafür bekommen sie einen Preis bezahlt,

der meistens nur ein paar Rappen über

dem B-Richtpreis liegt.

Überhöhte Erwartungen Diese Entwicklung

ist laut Experten kein Zufall. Hunderte

von Vollkostenrechnungen aus der ganzen

Schweiz zeigen, dass allein das Futter für die

Produktion von einem Kilo Milch rund 30

Rappen kostet – und zwar gänzlich ohne

Stall-, Maschinen- oder Lohnkosten. Damit

ist klar: Wer zum C-Milchpreis produziert,

zahlt drauf. Auf der anderen Seite will die

Milchindustrie weiterhin C-Milch verarbeiten,

die Bauern können diese aber nicht zu

diesem Preis erzeugen. Statt nun auf dieses

Segment zu verzichten, heben die Verarbeiter

den C-Milchpreis künstlich an. Emmi zahlte

etwa im Winter ab Rampe 37 Rappen dafür.

Beglichen wurde die Differenz aber nicht aus

der eigenen Kasse, sondern mit Mitteln aus

dem Marktstützungsfonds, den die Milchbauern

finanzieren. Mit dieser Taktik dürfte die

BOM das Problem der Überproduktion aber

nicht in den Griff bekommen. Markus Zemp,

Präsident der Branchenorganisation, beschrieb

die Stimmung letztlich so: „Wenn

etwas im Vorstand nicht passt, dann heißt es

gleich, entweder man trete aus oder man

klage. Einzig die Milchverarbeiter in der

BOM wollen weder klagen noch austreten.

Warum wohl?“

Kein Milchüberschuss? Die eidgenössischen

Molkereien beklagen regelmäßig die

viel zu hohe Milchproduktion der Schweizer

Bauern. Doch die Auswertung der Treuhandstelle

Milch zeigt, dass im Jahr 2011 erneut

1.423 Tonnen oder 0,04 Prozent mehr Milch

bei den Bauern bestellt wurden als im Jahr

zuvor. Und wie schon 2010 kamen die Bauern

auch 2011 mit der Lieferung gar nicht

nach. Sie dürften laut Schätzung die Vertragsmenge

um zig Millionen Kilo unterliefert

haben. Die Molkereien und Produzenten

können derweil jederzeit neue Milchkaufver-

VOLLAUTOMATISCHE

RINDERFÜTTERUNG

. Mehr Flexibilität

. Gezielte Fütterung

. Leistungsbezogene

Fütterung steigert

Ihren Betriebserfolg!

träge abschließen oder bestehende Verträge

anpassen. Die totalen Vertragsmengen könnten

sogar noch höher sein. Abgesehen davon

haben nach wie vor zahlreiche Milchbauern

überhaupt keinen Vertrag, in dem die Menge

geregelt ist.

SCHWEIZER

MILCH-ABC

Im A-Segment finden sich Milchprodukte

mit Grenzschutz für den

lnlandsmarkt und solche mit Roh -

stoffpreisausgleich (etwa der Verkäsungszulage).

Im B-Segment sind

Milch produkte ohne Grenzschutz oder

Rohstoff preisausgleich für den lnlandsmarkt

und den Export in die EU

vorgesehen sowie verkäste Milch für

besondere Projekte wie Exporte oder

den lmportschutz. Im C-Segment sind

ausschließlich Molkereierzeugnisse,

welche ohne Beihilfe für den Export

außerhalb der EU vorgesehen sind,

wobei sämtliche Milchbestandteile

ausgeführt werden müssen.

Roboter für Ladewagensilage Kraftfutterautomaten mit Türen

Futterschieber Stallboy feed

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

17


NOVITÄTEN 2012

Neuer Geschmack

im Kühlregal

PRODUKTNEUHEITEN VON SCHÄRDINGER UND TIROL MILCH

Die Produktentwickler von Schärdinger und Tirol Milch haben in

den vergangenen Monaten wieder an der Marktreife mehrerer

außergewöhnlicher Milch- und Käsespezialitäten gearbeitet. Das

Ergebnis kann sich sehen – oder besser genießen – lassen.

Bergbaron geräuchert

Der „Schärdinger Bergbaron“ ist bekanntlich

Österreichs beliebtester Käse und die Berglandmilch

mit dieser Käsesorte seit vielen

Jahren klarer Marktführer. Ab Ende April

wird es den Bergbaron, der insgesamt bereits

mit sieben „Käse Kaisern“ der AMA Marketing

prämiert worden ist, auch in zwei Variationen

als geräucherte Spezialität in den

Supermärkten geben: als

„Scheiben hauchdünn“

in der 150-g-Scheibenpackung,

damit sich

sein Aroma besonders

gut entfalten kann. Weiters

wird es den Bergbaron

geräuchert auch

als 250-g-Stück in der

praktischen wiederverschließbaren

Packung

im SB-Regal geben.

Die 15 hauchdünnen

Scheiben pro Packung

bringen eine

optimale Harmonie zwischen der charakteristischen

leicht süßlichen Bergbaron Geschmacksnote

sowie dem milden Raucharoma.

Für beide Varianten gilt: geschmackvolle

Vielfalt, natürlich gentechnikfrei sowie aus

100 Prozent österreichischer Milch.

18 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

Sirius in Stangerln

Der Sirius Camembert wiederum ist Österreichs

beliebtester Weichkäse, unverändert

gut seit dem Jahr 1911. Und dieser Linie

bleibt er treu, auch wenn es ihn ab sofort in

Stangerlform und in zwei verschiedenen Geschmacksrichtungen

gibt: Camembert und

mit Rotkultur. Dabei handelt es sich um die

größte Innovation in der Geschichte des Sirius

in seiner 101-jährigen Geschichte. Das

Sirius Camembert Stangerl (55 % F. i. T., 170

g) besticht durch seinen cremigen Teig und

sein für ihn typisches Champignonaroma.

Das feine Geschmackserlebnis wird von seinem

Äußeren, der praktischen Stangerlform

und dem weißen Edelschimmelrasen noch

unterstützt. Das cremig-würzige Sirius Stangerl

mit Rotkultur

(55 % F .i. T.,

180 g) zeichnet

sich durch seinen

geschmeidigen

Teig und seinen

leicht würzigen

bis herb-pikanten

Geschmack aus.

Das Sirius Stangerl

ist ein Blickfang

auf jeder Käseplatte,

eignet sich

aber auch hervorragend zur Jause oder als

Snack zwischendurch. Erhältlich sind die

beiden Sirius Stangerl ab sofort im gut sortierten

Einzelhandel.

„Heiße (Sommertraum-)Liebe“

Man weiß, dass der Frühling

kommt, wenn als Vorboten des

Sommers die Schärdinger Sommerträume

die Kühlregale erobern.

Schärdingers cremige

Sommerträume gibt es jetzt auch

in der neuen Sorte „Heiße

Liebe“. Die verführerische Sorte

gesellt sich 2012 zu den beliebten

Sorten Pina Colada und Eiskaffee.

Das Erfolgstrio bietet auf

Basis frischer Milch veredelt mit

erlesensten Zutaten einen cremig-kühlen

Trinkgenuss für

heiße Tage. Ab Mitte März sind

sie in der praktischen, wiederverschließbaren

750-g-Flasche im

Handel erhältlich.

Tiroler Sonnenparadies

Ebenfalls ab Mitte März im Kühlregal zu

finden sind die Tiroler Sonnenparadies Joghurts

in den Sorten Eiskaffee, Zitronensorbet

und Pina Colada. Sie sorgen in der

heißen Jahreszeit

bestimmt

für angenehmeAbkühlung

und

heiße Umsätze.


Ernährungsmediziner dagegen wissen: Der

generelle Verzicht schmälert die Lebensqualität

meist unnötig. Eine vollkommen milchzuckerfreie

Ernährung ist nur in sehr seltenen

Fällen dauerhaft geboten. Oft reicht es, eine

mäßig laktosearme Ernährung mit acht bis

zehn Gramm Milchzucker pro Tag anzusteuern.

Selbst an laktosereduzierte Milchprodukte

trauen sich manche Betroffene nicht so recht

heran. Dabei enthalten diese höchstens 0,1

Gramm Laktose pro 100 Gramm. Diese

Mengen sind so verschwindend gering, dass

sie auch bei Patienten mit ausgeprägter

Milchzuckerunverträglichkeit keine Beschwerden

auslösen. Eine kleine Kostprobe

hilft dabei, die Verträglichkeit bei sich selbst

zu testen.

Auch ist es nicht erforderlich, auf herkömmlichen

Käse komplett zu verzichten. Denn

normale Hart- und Schnittkäse wie Emmentaler,

Bergkäse, Butterkäse, Tilsiter, Edamer,

Gouda oder Parmesan sind von Haus aus

praktisch laktosefrei. Eine wichtige Faustregel

ist: Ob von Kuh, Schaf oder Ziege – je

älter der Käse, desto weniger Milchzucker

steckt darin. Bei Beschwerden und Unsicherheit

bezüglich der Verträglichkeit von Milch-

ERNÄHRUNG

Milch & Käse nicht

einfach weglassen

PROBLEM LAKTOSEINTOLERANZ

Milchkaffee, Schokoeis oder Pudding – nein danke? Aus Angst

vor unliebsamen Nebenwirkungen schränken Menschen mit

Milchzuckerunverträglichkeit ihren Konsum an Milchprodukten

oftmals unnötigerweise drastisch ein.

produkten empfiehlt sich stets eine fachkundige

Beratung bei einem Ernährungsmediziner

oder einer qualifizierten Ernährungs -

fachkraft. Denn Milchprodukte stellen in unseren

Breitengraden die herausragende Kalziumquelle

dar. Darüber hinaus liefern sie

Vitamin D, B-Vitamine, Jod, Fluor und biologisch

hochwertiges Eiweiß. Milchzucker

steckt nicht nur in Milchprodukten, sondern

auch in anderen Lebensmitteln wie etwa in

Fruchtsaftgetränken, Pralinen, Sem mel knö -

deln oder Leberwurst. AID

FLEISSIG AUCH IN

SCHALTJAHREN

Den heurigen Schalttag am 29. Februar

hat die AMA Marketing dazu genutzt,

einmal mehr auf die besonderen Leistungen

der Milchbauern hinzuweisen.

Täglich zwei Stunden am Morgen und

am Abend Stallarbeit – üblicherweise an

365 Tagen pro Jahr (heuer sogar an 366)

ergibt 1.464 Stunden oder volle 172 Arbeitstage

für Tierpflege, Füttern und

Melken. Das Motto der Werbekampagne

in Zeitungen und im Radio: „Unsere

Bauern und ihre Kühe sorgen Tag

für Tag für frische Milch – auch in

Schaltjahren.“ Die prägnante Botschaft

an die Konsumenten lautete: „Ausgezeichnet

auch am 366. Tag!“ Nach wie

vor ist die österreichische Landwirtschaft

bäuerlich geprägt mit überschaubaren

Strukturen. Mit durchschnittlich

15 Milchkühen zählen die heimischen

Milchbauern zu den kleinsten Betriebseinheiten

in der EU. Artgerechte Haltung,

gentechnikfreie Fütterung,

ausgezeichnete Qualität und unabhängige

Kontrolle sind dabei selbstverständlich.

Dazu AMA-Milchmanager

Peter Hamedinger: „Wer beim Einkauf

von Milchprodukten auf das AMA-Gütesiegel

achtet, bekommt nicht nur besonderen

Genuss und besondere

Qualität, sondern zeigt damit auch seine

Wertschätzung für die Arbeit unserer

Milchbauern. Dies wollten wir mit dieser

Kampagne hervorheben.“

Mit Schärdinger lässt sich's leben. 19


RAPS-

KUCHEN

Sein Einsatz

macht Sinn

MENGEN BIS 2,5 KG JE TIER UND TAG BEI MILCHVIEH

Wegen seines relativ hohen Gehalts an Rohfaser ist heimischer

Rapskuchen gerade als Kraftfutter in Rinderrationen gut einsetzbar,

er wirkt gegen Pansenazidose. FRANZ TIEFENTHALLER über

Nährstoffe, Mineralstoffe und Futteraufnahme.

Rapssamen enthalten über 40 Prozent Öl.

Nach dem Abpressen des Rapsöls bleibt

Rapskuchen übrig. Er ist wegen des Ölgehalts

von etwa zwölf Prozent je Kilogramm

Trockenmasse (TM) im Energieniveau dem

Sojaschrot gleichzusetzen. Der hohe Ölgehalt

begrenzt aber andererseits den Einsatz bei

Rind und Schwein. Der Rohproteingehalt

liegt bei etwa 35 bis 37 Prozent je Kilogramm

TM. Das Rohprotein im heimischen

Rapskuchen ist durch die schonende Pressung

in einer „ungeschützten“ Form sehr gut

verfügbar. Aufgrund seines für Kraftfuttermittel

relativ hohen Gehalts an Rohfaser ist

er in Rinderrationen gut einsetzbar und wirkt

der Pansenazidose entgegen.

Rapskuchen ist zudem reich an Calcium und

Phosphor und arm an Kalium und Natrium.

Höhere Kuchenanteile sollten daher in der

Mineralstoffversorgung berücksichtigt werden.

Die Mengen an Mineralfutter können

anteilsmäßig gesenkt werden. Die Natrium-

Versorgung ist zu erhöhen.

Bezüglich der Futteraufnahme gilt: Geschmacklich

sind die heutigen Rapskuchen

aus 00-Sorten nicht mit jenen vor 30 Jahren

zu vergleichen. Der Gehalt an Erucasäure,

die den stechenden Geruch verursacht, wurde

20 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

in den vergangenen Jahren züchterisch von

einst über 70 auf etwa nur noch 7 g/kg Kuchen

minimiert. Die Akzeptanz durch die

Tiere ist daher sehr gut. Ähnliches gilt für

den Gehalt an Glukosinolaten. Diese unerwünschten

Begleitstoffe hemmen die Funktion

der Schilddrüse. Dies ist besonders in

der Schweinefütterung von Interesse. Auch

diese Gehalte wurden von über 100 auf unter

25 mmol/kg Kuchen gesenkt. Probleme

durch Unterfunktion der Schilddrüse beim

Borstenvieh sind daher so gut wie ausgeschlossen.

In der Rindermast kann Rapskuchen die

gesamte Eiweißversorgung übernehmen. Es

sollten bereits die Jungtiere in der Aufzucht

an den Geschmack von Rapskuchen gewöhnt

werden. Eine abrupte Umstellung von Sojaschrot

auf Rapskuchen ist nicht empfehlenswert.

Es sollte zumindest die Hälfte des

Eiweißfutters bereits im Aufzuchtfutter in

Form von Rapskuchen angeboten werden.

Eine gute Futteraufnahme ist dann durchgehend

gewährleistet.

Bei Milchvieh sind Mengen bis 2,5 kg je Tier

und Tag gut einsetzbar. Auch hier ist eine allmähliche

Gewöhnung an den neuen

Geschmack vorteilhaft. Ein Großteil der

Eiweißversorgung kann mit Rapskuchen abgedeckt

werden. Bei sehr hohen Milchleistungen

(über 30 kg) ist die Kombination mit

weiteren Eiweißfuttermitteln notwendig.

Optimal kann der Kuchen auch mit Trockenschlempe

kombiniert werden. Schneller verfügbares

Rohprotein aus dem Rapskuchen

und „geschütztes“ aus der Schlempe ergänzen

einander gut. Der Milchharnstoffgehalt

muss zur Kontrolle der Eiweißversorgung

herangezogen werden, er sollte um 20

mg/100 ml liegen.

FRANZ TIEFENTHALLER

ist Berater der LK Oberösterreich.

Fotos: Johann Schwarz


Viele Neugeborene belecken nach der Geburt auf der Suche nach

dem Euter ihre Mütter. Wenn sie dabei Schmutz oder Kotreste

aufnehmen, dann lässt der Durchfall nicht lange auf sich warten.

Die beste Vorbeugung gegen Durchfallerkrankungen

bei Kälbern ist das Verhindern

der Aufnahme von Gülle und Mist vor der

ersten Verabreichung des Erstkolostrums.

Denn wenn Umwelterreger und Bakterien in

das Kälbermaul gelangen, dann ist der

Durchfall schon so gut wie vorprogrammiert:

Die Bakterien wandern weiter in den Magen-

Darm-Trakt, wo sie sich entfalten. Es ist

dann nur noch eine Frage der Zeit, bis der

Durchfall eintritt. Der Magen-Darm-Trakt

eines Kalbes verfügt unmittelbar nach der

Geburt noch über keine eigenen Abwehrmechanismen,

welche sich den eindringenden

KÄLBERDURCHFALL

Kühe vor dem

Kalben waschen

Bakterien entgegenstellen. Vor allem Colibakterien

richten hier großen Schaden an.

Gegen diese hartnäckigen Erreger kommt allerdings

auch nicht das Kolostrum an, die

darin enthaltenen Abwehrstoffe können die

Besiedlung der Magen- und Darmschleimhäute

mit den Colierregern nicht verhindern.

Deshalb ist es so wichtig, die Kälber während

der ersten Lebensstunden in einer absolut

sauberen Umgebung unterzubringen.

Für die tägliche Praxis gilt daher: die Abkalbebox

immer reinigen und frisch einstreuen.

Der Untergrund muss trocken und möglichst

keimfrei sein, ohne Kot oder Urin. Bei länge-

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SAUBERE UMGEBUNG FÜR KÄLBER

IN DEN ERSTEN STUNDEN WICHTIG

Foto: agrarfoto.at

rem Aufenthalt der Kuh in der Box regelmäßig

ausmisten und nachstreuen. Nur so lässt

sich die Vermehrung der Erreger unterbinden.

Dreckige Kühe müssen vor der Abkalbung

gewaschen werden. Auf der Suche nach

dem Euter der Mutter landen Kälber oft nicht

gleich an der richtigen Stelle, viele Neugeborene

belecken zunächst das Fell oder das

Euter der Kuh. Bei verschmutzten Muttertieren

ist die Gefahr groß, dass die Kälber Kot -

reste aufnehmen. Sobald das Kalb stehen

kann, ist dafür Sorge zu tragen, dass es nicht

mit verschmutzten Flächen in Kontakt

kommt. Kälber „lecken“ gerne Buchtenabtrennungen

und Wände ab, deshalb sollten in

Abkalbeboxen immer nur leicht zu reinigende

Oberflächen Verwendung finden, etwa

Abtrennungen aus Hartplastik oder Metall.

Nehmen Sie die beschriebenen Hygienemaßnahmen

keinesfalls auf die leichte Schulter.

Melkmaschinen-, Melkstand- u. Milchtankreinigung

Melkhygiene vor und nach dem Melken (auch Bio Austria gelistet)

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WISSENSCHAFT

Euter-Freundinnen

AUCH KÜHE HABEN SOZIALE BINDUNGEN

Die Seele von Tieren bewegte früher allenfalls Besitzer putziger

Haustiere, allen voran Hunde und Katzen, neuerdings aber auch

die Forschung. Völlig unterschätzt etwa bisher: das Gefühlsleben

der Milchkuh.

Aus Sicht der Psychologie gibt eine klare,

wenn auch unsichtbare Linie zwischen diesen

Welten: auf der einen Seite der Mensch

in seiner vermeintlichen kognitiven Überlegenheit

hinsichtlich der humanen Erkenntnisund

Informationsverarbeitung – auf der anderen

Seite das Tier als Teil der Natur, das leidet.

Und zwar unter dem Menschen.

Selbst der Verhaltensforscher Charles Darwin

ging davon aus, dass es universelle Empfindungen

gibt, die sich über die Spezies hinweg

bis hin zu den Gefühlen des Menschen

entwickelt haben. Darwin untersuchte diese

Regungen einst in interessanten Testreihen,

für die er Freunde und Bekannte rekrutierte,

und kreiste schließlich sechs fundamentale

Emotionen ein: Wut, Angst, Ekel, Überraschung,

Frohsinn, Traurigkeit. Wie genau

sich diese Bewegungen des Gemüts in der

Tierwelt ausdrückten, blieb dem großen Forscher

allerdings verschlossen. Es entsprach

wohl nicht dem Zeitgeist, die Gefühle von

Tieren allzu ernst zu nehmen.

Heute liegen die Dinge gründlich anders,

schreibt Wissenschaftsjournalistin Kathrin

Zinkant („Die Zeit“, „Der Freitag“): „Tierschützer

haben den gefiederten und vierbeinigen

Erdbewohnern Rechte erkämpft,

22 Mit Schärdinger lässt sich's leben.

zumindest auf dem Papier. Diese werden

zwar in der weltweiten Nahrungsmittelproduktion

weitestgehend ignoriert, weil Appetit

und Geldbeutel irgendwie vor der Empathie

kommen. Dafür aber fühlen die Menschen

ansonsten stark mit Tieren, zumindest dann,

wenn deren Sorgen scheinbar die eigenen

Probleme spiegeln: Stress, Liebeskummer,

Geschlechterkämpfe.“

Lächerlich? Nicht unbedingt! Sobald ein

Schimpansenmännchen mal die Kinderbetreuung

übernimmt, fließen Tränen der Rührung,

ebenso wenn die Kuh Mona das

Rehkitz Bambi oder die Jagdhündin Nora

den Frischling Borsti adoptiert. Solch ungewöhnliche

tierische Freundschaften bewegen

besonders. Und wie Forscher der University

of Northampton in Großbritannien berichten,

leiden speziell Milchkühe ganz außerordentlich,

wenn man ihnen ihre besten Freundinnen

wegnimmt. Eine Doktorandin hatte die

Herzfrequenz und die Level der Stresshormone

im Blut der Tiere unter verschiedenen

Bedingungen untersucht: in Gegenwart der

„besten Freundin“, von „fremden“ Kühen

oder allein. Das Ergebnis: Am entspanntesten

zeigten sich die Tiere jeweils mit einer bestimmten

Kuh, die als „Kuh des besonderen

Vertrauens“ ausgemacht wurde. Die Resul-

Foto: Archiv

tate werten die Forscher als starken Hinweis

darauf, dass Milchkühe nicht einfach nur

wiederkäuend auf der Weide liegen und in

die Luft starren. Nein, sie gehen soziale Bindungen

ein, haben Busen- oder besser Euter-

Freundinnen und suchen deren Nähe.

PUDDING-DUO FÜR DSL

Dem immer häufiger geäußerten Wunsch

vieler Freunde und Genießer der „schlanken

Linie“ von Schärdinger neben leichten

Milchprodukten und Käse auch nach Pudding

trägt Österreichs größte Bauernmolkerei

ab April mit dem neuen laktosefreien

„DSL Dessertpudding“ Rechnung. Wie

alle DSL-Produkte hat auch dieser weniger

Fett und Kalorien (0,2 %, 62 kcal pro

100 g), und das bei vollem Geschmack.

Die Low-Fat-Puddings stehen für Naschen

ohne Reue: demnächst erhältlich in den

beiden Pudding-Klassikersorten Schoko

und Vanille im praktischen 150-g-Becher.

Die Markteinführung der schlanken Dessert-Puddings

wird übrigens

von Weight

Watchers und

einer auffälligenWerbekampagne

in

Zeitungen, Internet

und direkt

in den Geschäften

unterstützt.


ZULETZT GEMELDET

Bei den diesjährigen Käse-Weltmeisterschaften

in den USA holte Berglandmilch/Tirol

Milch mit dem „Tiroler Felsenkellerkäse“

eine Bronzemedaille. In den großen Teilnehmergruppen

mit bis zu 75 Teilnehmern

machten die rot-weiß-roten Käsespezialitäten

gute Figur. Neben Bronze gab es für Österreich

viermal Silber sowie erstmals für einen

Käse aus Schafmilch eine Goldmedaille,

nämlich für den „Bellino“, den Almenland

Stollenkäse aus Passail. Gesamt-Käsewelt -

meister wurde ein Käse aus den Niederlanden.

Die Preisverleihung findet Mitte April in

Milwaukee statt. Mit rund 2.500 Käsen und

Butter aus 20 Nationen ist die Käse-WM in

Wisconsin, die alle zwei Jahre stattfindet, der

STECKBRIEF ZUM TITELBILD

Betrieb: Maria und Andreas Burgmann,

Salvenberg 3, 6363 Westendorf;

25,5 Hektar, Grünland-Bergbetrieb

(17 ha Pacht) mit Alm und Bergwald,

252 Berghöfe-Katasterpunkte

(Bergbauernzone 3).

Im Sommer Pachtflächen auf Almen.

Herde: 15 Fleckvieh-Milchkühe,

plus 15 Jungtiere, neuer Laufstall

aus 2011, Stalldurchschnitt: 6.500 kg;

Milchquote: 90.000 kg.

2 Schweine, 1 Ziege, 1 Katze

Altbau - Sanierung

isoliert, dämmt, heizt

bedeutendste und älteste Qualitätswettbewerb

der Welt. Österreich nimmt seit Jahren

mit seinen Spitzenkäsesorten am Wettbewerb

teil. Internet: www.worldchampioncheese.org

Paneele statt Fliesen

Hygiene und rasche Sauberkeit im Stall

und Milchbetrieb

Verlegung auf Beton, Mauer, Ytong,

Holz.. Über alte Anstriche, über alte

Fliesen oder über Blechpaneele…

Abwaschbar, chlorbeständig, rein.

Wo gewünscht auch wärmedämmend

oder elektrisch frostschutzheizend…

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Mail: isotherm@pastnerit.at

Isotherm Pastnerit A-3500 Krems

Gewerbeparkstr. 5

Erzeugt in Krems an der Donau

Erfolg

ist sicher kein Zufall.

Seit 45 Jahren plant

und baut WOLF

Milchviehställe im Auftrag

innovativer Landwirte.

www.wolfsystem.at

„Die Kinder sind wirklich sehr

interessiert. Umso faszinierender

ist es, ihnen den achtvollen

Umgang mit Nutztieren zu

zeigen, sie über die naturnahe

Produktion und Verwertung

gesunder Lebensmittel

aufzuklären. Manche kommen

nur für zwei Schnuppertage,

und das stresst dann schon

etwas, vor allem den Kindern

wird die Zeit zu knapp.“

Foto: Roland Mühlanger

Einfache Montage

direkt auf den Rohbau

Mit Schärdinger lässt sich's leben.

23

Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Berglandmilch eGen, Schubertstraße 30, 4600 Wels, www.schaerdinger.at


Probleme mit Zellzahl,

Eutergesundheit oder Klauen?

Dann haben wir die Lösung: Das 3-Stufen-Programm mit „Ultraviol biotauglich“,

„Ultraviol plus 3 organo“ und „50 3 organo“ - drei spezielle

Mineralfuttermittel mit organisch gebundenen Spurenelementen.

Warum sind organisch gebundene

Spurenelemente besser?

Die Verdaulichkeit der enthaltenen

Spurenelemente (Bioverfügbarkeit)

wird erhöht und die täglichen Gaben

um 25% reduziert. Vitamine haben dadurch

eine längere Haltbarkeit und negative

Wechselwirkungen mit anderen

Mineralstoffen sind geringer.

Internationale Studien haben eindeutig

nachgewiesen, dass nach der Gabe

von organisch gebundenen Spurenelementen

die Zellzahlen gesenkt und

nach ca. 6 Monaten Zufütterung von organisch

gebundenen Spurenelementen

eine verbesserte Fruchtbarkeit festgestellt

werden konnte (Besamungsindex

von 1,9 auf 1,5 reduziert).

Diese Produkte können Sie beziehen bei

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Mehr Milch – mehr Inhaltsstoffe –

weniger Zellzahlen - kürze Zwischenkalbezeit

ZinPro Animal Nutrition fand bei 20 in den USA durchgeführten Versuchen heraus,

dass eine Kombination von komplexiertem Zink, Mangan, Kupfer und Kobalt bei laktierenden

Milchkühen zu folgenden Ergebnissen führte:

� 0,9 kg/Tag mehr Milch

� 0,04 kg/Tag mehr Milchfett und 0,03 kg/Tag mehr Milcheiweiß

� Senkung der Milchzellzahl um 14,9%

� 13 Tage weniger von Abkalbung bis 1. Trächtigkeitstag, 0,3 Besamungen weniger

pro Trächtigkeit und 5,6% mehr Trächtigkeiten am 150 Tag nach der Abkalbung

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Weitere positive Nebenwirkungen:

Schutz vor Klauenproblemen und insgesamt

positiver Einfl uss auf Gesundheit,

Immunsystem und Stoffwechselfunktion

festzustellen.

Quelle: ZinPro Animal Nutrition – Technisches Bulletin, Zusammenfassung

Der Versuche nach der Verfütterung von Zinpro Performance Minerals

(organisch gebundene Spurenelemente)

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