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Unser Hobby - Neue Lübecker

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<strong>Unser</strong><br />

Zuhause – Mein<br />

<strong>Hobby</strong><br />

Geschäftsbericht 2004


Adressen<br />

Hauptverwaltung<br />

23564 Lübeck<br />

Falkenstraße 9<br />

Telefon: 04 51/ 14 05 0<br />

Telefax: 04 51/ 14 05 299<br />

Internet: www.neueluebecker.de<br />

E-Mail: info@neueluebecker.de<br />

Zweigstellen<br />

22926 Ahrensburg<br />

Hermann-Löns-Straße 40<br />

Telefon: 0 41 02/ 6 67 00<br />

Telefax: 0 41 02/ 6 67 019<br />

25541 Brunsbüttel<br />

Einsteinstraße 21<br />

Telefon: 0 48 52/ 5 11 31<br />

Telefax: 0 48 52/ 52 92 21<br />

19089 Crivitz<br />

Straße der Freundschaft 11<br />

Telefon: 0 38 63/ 22 23 30<br />

Telefax: 0 38 63/ 33 37 76<br />

25336 Elmshorn<br />

Westerstraße 5<br />

Telefon: 0 41 21/ 6 10 11<br />

Telefax: 0 41 21/ 6 31 12<br />

24944 Flensburg<br />

Breedlandweg 14<br />

Telefon: 04 61/ 3 28 29<br />

Telefax: 04 61/ 3 28 89<br />

19230 Hagenow<br />

Rosenweg 8<br />

Telefon: 0 38 83/ 72 40 38<br />

Telefax: 0 38 83/ 72 90 43<br />

21493 Schwarzenbek<br />

Frankfurter Straße 31<br />

Telefon: 04 151/ 8 19 66<br />

Telefon: 04 151/ 89 40 85<br />

Telefax: 04 151/ 8 19 85<br />

19059 Schwerin<br />

Friesenstraße 2<br />

Telefon: 03 85/ 7 85 15 84<br />

Telefax: 03 85/ 73 44 70<br />

Text und Konzept:<br />

Ronald Wellach<br />

DAS TEXTBÜRO<br />

www.das-textbuero.de<br />

Gestaltung und Konzept:<br />

Karsten Schulz<br />

Grafik Kontor Lübeck<br />

www.grafikkontorluebeck.de<br />

Fotos:<br />

Nils Bergmann<br />

www.bergmann-fotografie.de<br />

Druck:<br />

Schmidt-Römhild<br />

www.schmidt-roemhild.de


Editorial<br />

<strong>Unser</strong><br />

Zuhause – Mein<br />

<strong>Hobby</strong>


Kennzahlen im Jahresvergleich<br />

Das Wichtigste auf einen Blick<br />

Sitz der Genossenschaft: Lübeck<br />

Gründung: 14. November 1949<br />

Eintragung: Amtsgericht Lübeck, Gen.-Reg. 207<br />

Geschäftszweck:<br />

„Förderung der Mitglieder vorrangig durch eine gute,<br />

sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung“<br />

Anzahl der Mitglieder per 31.12.2004: 17.776<br />

Die Kennzahlen im Jahresvergleich<br />

Seite 4<br />

2004 2003<br />

TE TE<br />

Bilanzsumme 517.319 513.524<br />

Liquide Mittel 8.487 8.632<br />

Anlagevermögen 484.552 480.218<br />

Eigenkapital 142.446 137.831<br />

Umsatzerlöse 77.165 76.407<br />

Jahresüberschuss 4.832 4.238<br />

Cashflow 17.114 15.436<br />

Eigener Wohnungsbestand (Whg.) 16.847 17.048<br />

– davon öffentlich gefördert (Whg.) 6.545 7.062<br />

Sollmieten 57.317 56.430<br />

Bauinvestitionen 34.666 34.354<br />

Instandhaltung 19.432 20.140<br />

Instandhaltung (C/qm) 18,08 18,31<br />

Personalbestand im Jahresdurchschnitt<br />

(ohne Vorstand) 255 251<br />

– davon ganztags tätig 125 120<br />

– davon teilzeit- und nebenberuflich beschäftigt 130 131


Editorial<br />

Liebe Leser,<br />

haben Sie es gleich bemerkt? – <strong>Unser</strong> Geschäftsbericht sieht dieses Mal etwas<br />

anders aus als in den vergangenen Jahren. Er wurde nicht nur im Layout noch<br />

schöner gemacht, sondern bietet Ihnen jetzt auch inhaltlich etwas ganz <strong>Neue</strong>s:<br />

Neben einigen ausgewählten „Themen des Jahres“ im laufenden Berichtstext gibt<br />

es am Anfang sechs unterhaltsame Lesegeschichten aus dem „Wirklich-Wahren-<br />

Leben“ der Menschen in unserer Genossenschaft. Bei der NEUE LÜBECKER steht<br />

der Mensch stets im Mittelpunkt aller Bemühungen. Das ist nicht nur ein guter<br />

Vorsatz, sondern täglich gelebtes, eigenverantwortliches und gemeinschaftliches<br />

Handeln.<br />

Wir wollen in Zukunft in jedem Jahr solche Geschichten erzählen, Geschichten<br />

über „<strong>Unser</strong> Zuhause“. In diesem Jahr haben wir uns das Leitthema „Mein <strong>Hobby</strong>“<br />

ausgesucht. Mit staunenswertem Engagement und überraschenden Ergebnissen<br />

widmen sich viele unserer Mitglieder und Mitarbeiter in ihrer Freizeit den verschiedensten<br />

Tätigkeiten. Eine kleine Auswahl aus unserer NL-Welt stellen wir Ihnen<br />

im ersten Teil dieses Berichtes vor.<br />

Den dort Porträtierten danken wir für ihre Bereitschaft zum Mitmachen.<br />

Wie gut das in der Vorbereitung geklappt hat, zeigt einmal mehr das besondere<br />

Engagement unserer Mitglieder und Mitarbeiter für ihre Genossenschaft und<br />

für ihr unmittelbares Lebensumfeld im Stadtviertel.<br />

Als Vorstandsvorsitzender möchte ich an dieser Stelle allen Mitgliedern, Mitarbeitern,<br />

ehrenamtlichen Mitgestaltern und externen Partnern persönlich danken, die<br />

auch im Jahr 2004 dafür gesorgt haben, dass die NEUE LÜBECKER sich auf allen<br />

Tätigkeitsfeldern so positiv entwickelt. Mein besonderer Dank geht an die Mitglieder<br />

des Aufsichtsrates und der Vertreterversammlung.<br />

Angenehme Lektüre wünschen Ihnen meine Kollegen<br />

Karl Böck, Falk Böhm und<br />

Thomas Köchig<br />

Seite 5<br />

Der Vorstandsvorsitzende<br />

und sein <strong>Hobby</strong>: In seiner<br />

Freizeit hat Thomas Köchig<br />

schon hunderte von Zinnfiguren<br />

gegossen und bemalt.


8<br />

22<br />

Inhalt<br />

08 <strong>Unser</strong> Zuhause – Mein <strong>Hobby</strong><br />

10 Der Traum vom Fliegen<br />

12 „Cooles Show-Outfit, oder?“<br />

14 Ein Walross in Schwerin<br />

16 Die drei Damen vom Laubengang<br />

18 Junge Menschen sind sein Lebensinhalt<br />

20 Die Quasselstrippen von der Bastelgruppe<br />

24 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen<br />

27 Lagebericht 2004<br />

27 Hausbewirtschaftung<br />

27 Objektbestand, Grundstücksbestand<br />

28 Vermietungssituation<br />

29 Erlösschmälerungen, Mietforderungen<br />

29 Leerstände und Fluktuation, Instandhaltung<br />

30 Modernisierung, Abbruch und Neubau<br />

30 Umweltschutz<br />

31 Finanzierung, Personal<br />

32 Organisation, Mitgliederwesen<br />

32 Beteiligungen<br />

33 Wirtschaftliche Lage<br />

33 Vermögenslage<br />

34 Finanzlage<br />

35 Ertragslage<br />

36 Risikobericht, Nachtragsbericht<br />

37 Ausblick<br />

Seite 6


Jahresabschluss 2004 38<br />

Bilanz 40<br />

Gewinn- und Verlustrechnung 42<br />

Anhang 43<br />

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 52<br />

Gewinnverwendung 52<br />

Bericht des Aufsichtsrates 53<br />

Organe 54<br />

Wohnungsbestand 58<br />

Seite 7<br />

38<br />

50


<strong>Unser</strong> Zuhause – Mein <strong>Hobby</strong><br />

Seite 8


<strong>Unser</strong> Zuhause – Mein <strong>Hobby</strong>


<strong>Unser</strong> Zuhause – Mein <strong>Hobby</strong><br />

Wenn Männer Modellbau machen<br />

DER TRAUM VOM FLIEGEN<br />

„Der Große darf heute nach dem Winterschlaf das erste Mal<br />

raus!“ Jens Homuth ist begeistert. Es ist Anfang April und die<br />

Sonne lacht schon wie im Wonnemonat Mai vom Himmel<br />

über Stockelsdorf-Cashagen. Mit seinem „Großen“ meint er<br />

weder Kind noch Hund, auch nicht sich selbst, den immerhin<br />

202 Zentimeter großen Mann mit Sonnenbrille und Windschutzweste<br />

– sondern seinen selbst gebauten Riesen-Modellhubschrauber<br />

mit 150 Zentimetern Spannweite und knapp<br />

fünf Kilogramm Gewicht. Wenn dessen Rotor sich mit 1800<br />

Umdrehungen pro Minute zum Abheben dreht, muss man als<br />

ahnungsloser Besucher des hiesigen Modellflugplatzes zusehen,<br />

dass man seinen Kopf aus der Gefahrenzone bringt.<br />

Homuth ist der Chef hier, beim<br />

MHC Cashagen, dem ersten<br />

speziellen Modellhubschrauberklub<br />

in Schleswig-Holstein.<br />

Der heute 46-Jährige<br />

hat den Verein 1991 gegründet<br />

und ist nach wie vor der Erste<br />

Vorsitzende der 32 Mitglieder.<br />

Das Fliegen mit den verschiedensten,<br />

verblüffend schnellen Modellen<br />

(bis zu 300 km/h!) ist für ihn<br />

längst mehr als ein <strong>Hobby</strong>. Der ausgebildete<br />

Luftwaffen-Elektroniker und Zeitsoldat<br />

verlor in den 80er Jahren seinen<br />

Job bei der Bundeswehr. Nach und nach<br />

hat er dann sein <strong>Hobby</strong> zum Beruf<br />

gemacht. Heute handelt er mit Flugmodellen<br />

und Einzelteilen. Und er betreibt<br />

eine Modellflugschule, in der Flugschüler<br />

aus der ganzen Bundesrepublik<br />

im sicheren Fliegen ihrer Modelle ausgebildet<br />

werden. „Viele nutzen ihren<br />

Urlaub hier oben an der See, um sich in<br />

einem Kompaktkurs in die Kunst des<br />

Modellfliegens einweisen zu lassen“,<br />

erzählt Homuth.<br />

Billig ist dieses typische Männerhobby<br />

nicht gerade. Der „Große“ Helikopter<br />

hat schon an Materialkosten weit über<br />

3000 Euro verschlungen, gibt der große<br />

Junge Homuth lachend zu. „Aber meine<br />

Frau versteht das. Und die hat ja immer<br />

frei, wenn ich hier auf dem Platz oder<br />

im Keller oder in der Werkstatt eines<br />

Freundes bin.“<br />

Seite 10<br />

Und das hält offensichtlich eine Ehe<br />

jung, wie ein anderes Paar aus Lübeck<br />

beweist: Immerhin 51 Jahre sind Walter<br />

und Elisabeth Czepalla jetzt schon verheiratet.<br />

„Er verbringt fast den ganzen<br />

Tag in seiner Kellerwerkstatt. Und das<br />

ist gut so. Sonst stände er mir ja ständig<br />

auf den Füßen rum!“ So sieht die<br />

Ehefrau das aufwendige Modellbau-<br />

<strong>Hobby</strong> ihres Mannes. Ein kreatives<br />

<strong>Hobby</strong>, das fülle das Leben mit sinnvollen<br />

Aufgaben, erklärt Walter Czepalla.<br />

Jens Homuth<br />

zeigt einen kleinen<br />

Flitzer der Lüfte.<br />

Zauberhafte Technik:<br />

Die originalgetreue<br />

DO 335 in<br />

ihrem Hangar.


Der agile 74-Jährige ist seit 1988 Rentner,<br />

was für ihn aber alles andere als<br />

Ruhe bedeutet: „Ich bin noch immer<br />

energiegeladen, wie die Schlesier eben<br />

so sind!“<br />

Also steht er jeden Morgen um sechs<br />

Uhr auf, geht nach dem Frühstück in<br />

den Keller und taucht oft erst abends<br />

um sechs oder sieben Uhr zum Fernsehen<br />

wieder auf. Meistens entstehen dort<br />

unten Flugzeugmodelle aus Holz.<br />

Besonders stolz ist der Maschinenschlosser<br />

auf eine DO 335, für die er<br />

gleich einen ganzen Hangar mitkonstruiert<br />

und gebaut hat. Wie von Zauberhand<br />

starten die Motoren im Modell,<br />

wenn man eine Mini-Gangway wegzieht.<br />

Zwei Jahre hat der Perfektionist<br />

an diesem Modell gearbeitet, um es<br />

dann seinem Sohn zum Ingenieursdiplom<br />

zu schenken.<br />

Ein ganz anderes Modell hat ihm nach<br />

einem schwierigen Krankenhausaufenthalt<br />

geholfen, wieder gesund zu werden:<br />

Zwei Jahre lang beschäftigte Czepalla<br />

sich mit dem Nachbau der<br />

berühmten Titanic. „Ohne die ständige<br />

Konzentration auf die Pinzette wäre ich<br />

dieses Zittern in den Händen nie los<br />

geworden“, glaubt der dankbare Modellbauer.<br />

Das Acht-Kilo-Schiffsmodell<br />

mit über einem Meter Länge steht jetzt<br />

im Esszimmer der 80-Quadratmeter-<br />

Seite 11<br />

Wohnung in der <strong>Lübecker</strong> Dieselstraße,<br />

wo die Familie schon seit den 50er Jahren<br />

lebt. Der rüstige Rentner kümmert<br />

sich aber nicht nur um die Ausgestaltung<br />

seiner eigenen Wohnung, sondern<br />

auch um die NEUE LÜBECKER als<br />

Gemeinschaft: Bereits seit 25 Jahren ist<br />

er Mitglied in der Vertreterversammlung.<br />

Dieses Engagement für die Genossenschaft<br />

und das eigene Umfeld im<br />

Haus und im Quartier verbindet auch<br />

die beiden modellbauenden Männer<br />

Homuth und Czepalla über ihr gemeinsames<br />

<strong>Hobby</strong> hinaus. Seit 2004 ist Jens<br />

Homuth, der Modellpilot aus der Mozartstraße<br />

in Bad Schwartau, dort auch<br />

noch als Teilzeit-Objektbetreuer für die<br />

Genossenschaft tätig. Seine Motivation:<br />

„Nur wenn man sich engagiert, kann<br />

man Probleme in der eigenen Hausgemeinschaft<br />

lösen und gut zusammen<br />

leben.“<br />

Jedes Teil mit eigener<br />

Hand gefertigt.<br />

Walter Czepalla ist stolz<br />

auf sein Titanic-Modell.


<strong>Unser</strong> Zuhause – Mein <strong>Hobby</strong><br />

NL-Kauffrau auf Rollschuhen<br />

„COOLES SHOW-<br />

OUTFIT, ODER?“<br />

Kaum wieder zu erkennen, diese junge Frau<br />

da im schwarz-orangen Rollkunstlauf-Kostüm.<br />

Gestern noch ganz seriös an ihrem Auszubildenden-Schreibtisch,<br />

heute mit großem Auftritt hier<br />

auf der Show-Bühne vor 1000 begeisterten<br />

Zuschauern in der <strong>Lübecker</strong> Hansehalle. Kauffrau<br />

der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft<br />

werden dort, Rollkunst-Schaulaufen in der Formation<br />

hier – wie passt das zusammen?<br />

Seite 12


„Man muss halt alle Seiten<br />

seiner Persönlichkeit<br />

ausleben“, lacht<br />

Sonja Contreras im<br />

Gespräch nach einer<br />

„Gänsehaut-<br />

Show“, wie sie<br />

das Gefühl des<br />

gelingenden Auftritts<br />

beschreibt. Als<br />

angehende Kauffrau weiß die<br />

24-Jährige die Berechenbarkeit der<br />

wohnungswirtschaftlichen Zahlen<br />

durchaus zu schätzen. Wichtiger aber sind ihr die<br />

Menschen im Team und die Kunden am Telefon oder<br />

bei einer Wohnungsübergabe. „Das ist schon ein bisschen<br />

wie beim Schaulaufen auf Rollschuhen“, findet<br />

die freundliche Individualistin. „Es tut gut, wenn man<br />

für seine Leistung von den Menschen etwas zurückbekommt.<br />

Dann machen Job und <strong>Hobby</strong> am meisten<br />

Spaß.“<br />

Kennzahl 7,4<br />

Genau 7,4 Stunden verbringt die Auszubildende laut<br />

Vertrag täglich in der Hauptverwaltung der NL in der<br />

<strong>Lübecker</strong> Falkenstraße. In ihrer dreijährigen Ausbildungszeit<br />

hat sie sämtliche Aspekte ihres Berufes<br />

kennen gelernt, alles gesehen und mitgestaltet, was<br />

beim Entwickeln und Umsetzen großer Bauvorhaben<br />

zu tun ist. „Das ist das Schöne bei einem großen und<br />

engagierten Unternehmen wie der NEUE LÜBECKER:<br />

Man kriegt einen echten Überblick und kann auch<br />

mal selbstständig an großen Projekten mitarbeiten“,<br />

freut sich die junge Dame, die kurz vor den Abschlussprüfungen<br />

steht. Aber auch in diesen stressigen<br />

Wochen nimmt sie sich die Zeit zum Training<br />

beim REV Lübeck, einem von zwei <strong>Lübecker</strong> Rollkunstlaufvereinen.<br />

Seit ihrem neunten Lebensjahr<br />

steht sie hier auf den vier bzw. acht Rollen, die ihr<br />

eine kleine Welt bedeuten. Auf ihre persönliche Stunden-Kennzahl<br />

von 7,4 kommt sie meistens auch hier –<br />

natürlich pro Woche.<br />

Erfolgreich in einer Randsportart<br />

Die Zeit reicht gerade aus, um weiterhin im „Team<br />

Supreme“ mitlaufen zu können. Hinter dem englisch<br />

auszusprechenden Namen verbirgt sich die bei Weltund<br />

Europameisterschaften erfolgreiche Schleswig-<br />

Holstein-Formation der Rollkunstläufer. Seit vier Jahren<br />

ist Sonja dabei. Und sie hat mehr erreicht als die<br />

meisten es sich von ihrem <strong>Hobby</strong> erhoffen können:<br />

Zweite bei den Europameisterschaften 2003 ist sie<br />

gewesen, bei den Weltmeisterschaften 2001 und 2002<br />

hat es zweimal zu einem dritten Platz gereicht. „Und<br />

2005 fahren wir zur Olympiade der so genannten<br />

Randsportarten“, erklärt die Künstlerin auf Rollen, die<br />

mit diesem Höhepunkt ihre aktive Laufbahn wohl<br />

beenden wird. Denn der Aufwand an Zeit und Geld<br />

muss irgendwann dann doch einmal begrenzt werden,<br />

wie die kreative Kauffrau nur zu gut weiß. Rollkunstlauf<br />

sei ja eigentlich mindestens so attraktiv wie<br />

das Eiskunstlaufen, schimpft Contreras, aber im Fernsehen<br />

leider nie zu sehen. Weshalb es mit den Sponsoren-Geldern<br />

auch nicht so weit her sei. Sogar die<br />

Reisen zu den Weltmeisterschaften nach Italien und<br />

Argentinien mussten die Rollen-Künstlerinnen zum<br />

größten Teil selber tragen.<br />

Nicht ohne meine Familie<br />

„Das geht nur, wenn man wenigstens seinen ganz<br />

persönlichen Familien-Sponsor hat“, grinst die pfiffige<br />

Sonja und zeigt mit dem Finger auf eine Dame<br />

in Lila hinter ihr. „Das ist meine Mama! Die meisten<br />

unserer Kostüme entwirft und näht sie für unsere<br />

Formation, für unsere Kindergruppe und für meinen<br />

Bruder.“<br />

Offenbar mischt die ganze Familie erfolgreich in<br />

dieser Sportart mit: Bruder Marco Contreras hat es<br />

mit seinen 20 Jahren auch schon zum Deutschen<br />

Meister im Rolltanz 2004 gebracht. Und die Kindergruppe?<br />

– „Ja, da liegt sozusagen meine Zukunft als<br />

Trainerin“, erläutert Sonja – und lässt sich noch<br />

schnell mit ihren Kleinen im Löwenkostüm fotografieren.<br />

Diesen sechs- bis zehnjährigen Mädchen<br />

macht es sichtlich Freude, mit ihrer Trainerin zu<br />

posieren. Vielleicht folgt ja eine von ihnen ihrem<br />

Vorbild bald erfolgreich nach auf die großen Bühnen<br />

des Lebens in Beruf und Show. Möglich wär’s –<br />

oder um es mit Sonja Contreras zu sagen: „Engagement<br />

macht einfach Spaß. Und Spaß führt zum<br />

Erfolg. Nun aber los!“<br />

Seite 13


<strong>Unser</strong> Zuhause – Mein <strong>Hobby</strong><br />

Ernst Tippelt schwört auf kaltes Wasser<br />

EIN WALROSS IN SCHWERIN<br />

„Es ist jedes Mal aufs <strong>Neue</strong> eine Überwindung“, sagt Ernst Tippelt, 69 Jahre alt<br />

und Mieter der NEUE LÜBECKER in Schwerin. Er pflegt ein ungewöhnliches <strong>Hobby</strong>:<br />

Er springt regelmäßig ins eiskalte Nass des Lankower Sees.<br />

Jeden Sonntag, wenn andere Menschen<br />

zum Bäcker gehen, treffen sich in „Tippelts<br />

Baude“ die Schweriner Winterschwimmer.<br />

Für sie heizt der rüstige<br />

Rentner mit Tiroler Hut den ehemaligen<br />

Wohnzimmerofen in der Gartenlaube<br />

kräftig ein. Denn die Hauptregel Nummer<br />

1 lautet: Den Schwimmern muss<br />

es warm sein. Mit einem Handtuch bewaffnet<br />

geht’s ab zum nahe gelegenen<br />

See. Alle legen ein Stückchen rasengrünen<br />

Teppich vor sich hin, nur der Meister,<br />

der hat einen bunten. Dann ziehen<br />

sie sich aus und laufen einer nach dem<br />

anderen ins Wasser – mit oder ohne Badehose,<br />

das bleibt jedem selbst überlassen.<br />

Nach höchstens ein, zwei Minuten<br />

kommen sie heraus, frottieren die knallrote<br />

Haut ab und laufen gleich wieder<br />

Seite 14<br />

hinein. „Sektbaden“ nennen sie das,<br />

zweimal kurz hintereinander, „das perlt<br />

und prickelt so schön“, wie in Sekt<br />

baden eben. Nach dieser Blitzaktion sitzen<br />

sie noch eine Weile gemütlich am<br />

Ofen und wärmen sich auf.<br />

Tippelt ist der „Chef“ und der Gründer<br />

der „Schweriner Walrosse“. Sie treffen<br />

sich seit 20 Jahren, jedoch nur in der<br />

kalten Jahreszeit, von Mitte Oktober<br />

bis Ende April. Nach dem Abbaden, das<br />

auch mal in Warnemünde oder Rostock<br />

mit den dortigen Winterschwimmerklubs<br />

stattfinden kann, trennen sich<br />

ihre Wege. Den Sommer über badet<br />

jeder allein. Seit Tippelt in den letzten<br />

Jahren so viel in den Medien war –<br />

sogar der Hamburger N3 hat über ihn


erichtet – wächst seine Gruppe ständig.<br />

Den meisten Einzelbadern fällt es<br />

leichter, den inneren Schweinehund<br />

gemeinsam zu überwinden. Kaltbaden<br />

soll ja extrem gesund sein, das wussten<br />

sogar schon die alten Griechen. Viel<br />

besser für den Kreislauf und die<br />

gesamte Durchblutung des Körpers als<br />

heiße Bäder. Seit dem 17. Jahrhundert<br />

hat sich mit Sigmund Hahn und später<br />

Kneipp ein eigenständiger Zweig der<br />

Naturheilkunde entwickelt: die Wassertherapie.<br />

Und dass es dem Körper<br />

gut bekommt, das denkt auch Tippelts<br />

Gruppe.<br />

„Sport hält jung“, meint Ernst Tippelt.<br />

Deswegen steigt er mit Langlaufskiern<br />

auf die Berge, geht Wandern und<br />

macht Nordic-Walking. Gute Voraussetzungen,<br />

um 90 Jahre und 2 Tage alt<br />

zu werden. Moment Mal – zwei Tage?<br />

Na ja, den 90sten wolle er schon noch<br />

richtig feiern, aber danach würde es<br />

dann auch reichen. Altern mit Alzheimer,<br />

das sei nichts für ihn. Letztes Jahr<br />

bei einer Gletscherwanderung in den<br />

Alpen, da sei er plötzlich an seine<br />

Grenzen gestoßen: heftige Atemnot,<br />

Stiche in der Brust. Der Arzt habe<br />

gemeint, das käme von seiner Staublunge<br />

als Ofensetzer.<br />

Wie ist er überhaupt auf die Idee gekommen,<br />

im Winter in diese eisigen<br />

Gewässer zu steigen? Tippelt grinst<br />

verschmitzt. Ja, das habe schon einen<br />

gewissen Grund, deutet er geheimnisvoll<br />

an. Er habe sich wiederholt das<br />

Rauchen abgewöhnen wollen. Allerdings<br />

ohne Erfolg. Sobald die Zigarre<br />

weg war, habe ihm etwas gefehlt: „Da<br />

musste ich etwas Extremes dagegensetzen.“<br />

Und so hat er sich überwunden<br />

und damit begonnen, im Winter<br />

baden zu gehen. Die Axt immer dabei,<br />

um das Eis aufzuhacken und in das<br />

knapp über Null Grad kalte Wasser zu<br />

steigen. Fünf Jahre lang hat er das<br />

allein gemacht, bevor er 1985 der erste<br />

Sektionsleiter der Winterschwimmer<br />

wurde, finanziell gefördert von der<br />

Betriebssportgruppe „Motor Schwerin“.<br />

Das Geld, erzählt er, hätten sie damals<br />

gut gebrauchen können, um Partnerschaften<br />

wie die mit der Osterburger<br />

Kindergruppe zu pflegen oder um mal<br />

nach Berlin zum Faschingsbaden zu<br />

fahren.<br />

Seine zweite Frau sei zwar auf die Ausflüge<br />

mitgekommen, aber nicht ins<br />

Wasser gestiegen. Und von den insgesamt<br />

sechs Kindern auch keines.<br />

Nur eine Enkelin, die habe immerhin<br />

drei Jahre lang mitgebadet. Seit seine<br />

Frau gestorben ist, scheint die Winterschwimmertruppe<br />

seine zweite Familie<br />

zu sein. „Das Rauchen ist schon lange<br />

kein Thema mehr“, freut sich Tippelt.<br />

Dafür aber das Schwimmen und die<br />

regelmäßigen Treffen der Walrosse.<br />

Zusammen hat man halt mehr Mut.<br />

So wird’s auch für die 90 Jahre reichen.<br />

Seite 15<br />

In „Tippelts Baude” muss<br />

es gemütlich warm sein.<br />

Im Sommer blühen im Garten<br />

die Sonnenblumen.<br />

Die Stimmung ist wie<br />

immer gut – auch bei<br />

knapp über Null.


Gute Laune auf dem Laubengang<br />

im ersten Stock.<br />

<strong>Unser</strong> Zuhause – Mein <strong>Hobby</strong><br />

Mensch, ärgere dich nicht!<br />

DIE DREI DAMEN<br />

VOM LAUBENGANG<br />

„Das ist ja Beschiss hier!“<br />

„Nee, Glückssache!“<br />

Ja, sind wir denn hier in Las Vegas? Keineswegs.<br />

Es ist schon von Norddeutschland<br />

die Rede, genauer: von Schleswig-Holstein,<br />

vom tiefen Süden des Herzogtums Lauenburg.<br />

Noch genauer: vom Rande der<br />

17000-Einwohner-Stadt Schwarzenbek. In<br />

der Frankfurter Straße liegt das frisch renovierte<br />

NL-Gebäude mit den schönen, bunten<br />

Balkon- und Fassaden-Verkleidungen.<br />

Hier haben die drei Damen vom Laubengang<br />

im ersten Stock heute ihren Spiele-<br />

Nachmittag. Ihr Spiel: Mensch ärgere dich<br />

nicht. Mit im Spiel: Ehrgeiz, gute Laune und<br />

jede Menge Lebenserfahrung. Man hört’s.<br />

Wie eine Spielhalle sieht das Wohnzimmer<br />

von Edith Dobke nicht gerade aus.<br />

Dafür sind Stimmung und Kaffee viel<br />

besser hier. „Im Alter haben wir es<br />

schön“, sagen die drei Damen, die von<br />

ihrem Spielbrett aufblicken, wie aus<br />

einem Munde. Na, ja, „Alter“! Man ist<br />

so jung, wie man sich fühlt. Auf diesem<br />

Laubengang und in dieser Spielrunde ist<br />

keine unter 80, aber zusammen machen<br />

die drei Grazien mehr los als die coolen<br />

Seite 16<br />

Abhänger in so manchem Jugendklub.<br />

„Eigentlich werden die Leute hier alle<br />

recht alt“, wundert sich Johanna Bräuner<br />

und schüttelt den Kopf. Sie ist mit<br />

ihren 80 Jahren die Jüngste am Spieltisch.<br />

Ihre Nachbarin Minna „Mimmy“<br />

Mohr bringt es auf 90 erlebnisreiche<br />

Lenze. Gastgeberin Dobke liegt mit<br />

ihren 84 Jahren im Mittelfeld. Dennoch<br />

wird sie von den beiden Spielpartnerinnen<br />

als „die Mutter der Kompanie“ bezeichnet.<br />

„Das kommt daher, dass ich immer<br />

irgendwas im Sinn habe – und weil ich<br />

mich kümmere, wenn zum Beispiel eine<br />

meiner Nachbarinnen hier krank ist“,<br />

klärt die rüstige Rentnerin auf. Und<br />

noch etwas zeichnet sie aus, auch wenn<br />

sie es damit ihren Freundinnen nicht<br />

immer leicht macht: „Meine Gedanken<br />

wandern immer so schnell und sprunghaft<br />

voran.“ Das merkt man auch beim<br />

Brettspiel: Wenn es ihr nicht schnell<br />

genug vorwärts geht, setzt Edith Dobke<br />

schon mal die Figur der Mitspielerin an<br />

deren statt. Und die eine oder andere<br />

Anweisung ist zwischendurch immer<br />

drin: „Sie müssen jetzt erst aus dem<br />

Haus raus, Frau Bräuner!" Nicht zu vergessen<br />

die schon legendären Spielkommentare<br />

der Gastgeberin: „Oh, oh, oh,<br />

nu' aber nich' immer `rausschmeißen!"<br />

Aber eine Sekunde später: „Ich mach'<br />

jetzt `ne Zwei, dann fliegt Frau Mohr<br />

raus ..."<br />

Was können Sie zu Ihrer Rechtfertigung<br />

vorbringen, Frau Dobke? – „Na, ja, Spaß<br />

muss sein und die Schadenfreude<br />

gehört zum Spiel.“ Zum Glück kommt<br />

es dennoch selten dazu, dass eine der<br />

Mitspielerinnen gleich das ganze Spielbrett<br />

umwirft, weil sie ständig herausgeworfen<br />

wird. Jedenfalls erzählt Edith<br />

Dobke das so. Zwei Dinge sind es vor<br />

allem, die unsere Damen vom Lauben-


gang eng verbinden: Jede von ihnen<br />

hat ein bewegtes Flüchtlingsschicksal<br />

am Ende des zweiten Weltkriegs und<br />

direkt danach hinter sich. Und alle sind<br />

seit Jahrzehnten Mieter und Mitglieder<br />

der NEUE LÜBECKER. Was durchaus<br />

miteinander zu tun hat. Die Genossenschaft<br />

wurde ja nach dem Krieg von<br />

Flüchtlingen gegründet, um Wohnraum<br />

für die vielen Tausend Menschen aus<br />

dem Osten zu schaffen, die hier in<br />

Schleswig-Holstein einen Neuanfang<br />

suchten.<br />

„Damals waren wir froh über ein<br />

Barackendach über dem Kopf. Heute ist<br />

unser Haus nach der Modernisierung so<br />

schön und vornehm geworden, dass wir<br />

uns hier schon mit ‚Sie’ anreden müssen!“<br />

Originalton Johanna Bräuner. In<br />

Wahrheit gehört das höfliche „Sie“<br />

natürlich einfach zur Grundausstattung<br />

dieser Generation, auch wenn man<br />

schon über viele Jahre eine gute Nachbarschaft<br />

pflegt. Nur eines hat die Laubengang-Mutter<br />

Dobke bis heute nicht<br />

geschafft: Ihre Nachbarinnen zum<br />

Rommee-Spielen zu überreden. „Aber<br />

ich arbeite daran", grinst die Unermüdliche,<br />

die stets nach neuen, gemeinsamen<br />

Aktivitäten sucht, weil sie einfach<br />

nicht so gern allein ist. „Mensch ärgere<br />

dich nicht" sei ja als humorvolles Lebensmotto<br />

ganz schön. Aber anspruchsvolle<br />

Kartenspiele hätten doch einen<br />

höheren Reiz. Schlitzohr Mimmy Mohr<br />

lässt da durchaus mit sich reden, „wenn<br />

der Einsatz stimmt." Ihre Reiz-Währung<br />

sei der Cent. Johanna Bräuner dagegen<br />

ist noch nicht bereit für die Karten. „Na,<br />

ja, wir haben halt alle so unsern Ticker",<br />

meint Edith Dobke lachend dazu.<br />

Seite 17<br />

Mimmy Mohr, Johanna<br />

Bräuner und Edith Dobke<br />

(von links) mit voller Konzentration<br />

auf das Spiel.


<strong>Unser</strong> Zuhause – Mein <strong>Hobby</strong><br />

Holger Kempe, Lübeck<br />

JUNGE MENSCHEN<br />

SIND SEIN LEBENSINHALT<br />

Holger Kempe ist ein Mann mit einem großen Herzen.<br />

Und dieses Herz hat er an junge Menschen verschenkt.<br />

„Ich habe immer schon irgendwie etwas mit Jugendlichen<br />

gemacht. Früher war es das Herumschrauben an ihren<br />

Mofas. Das war dann mehr unbewusst.“ Heute ist der<br />

44-Jährige Bezugsperson, Manager eines Internet-Radios<br />

für Jugendliche und Betreuer eines Computer-Treffs in einem.<br />

Kempe betreut seit November 2003 ehrenamtlich das<br />

Internet-Radio RMNcool, das als Jugendradio von<br />

und für Jugendliche dem kommerziellen RMN-Radio<br />

angeschlossen ist. „Als Projektleiter des Jugendradios<br />

kümmere ich mich um das Casting und Einstellen<br />

neuer Moderatoren und die Programm- und Sendeplanung.<br />

Das geht überwiegend per Internet und<br />

Seite 18<br />

Telefon.“ Auch der Chat und ein fest eingerichtetes<br />

Forum sind wichtige Kommunikationsmittel<br />

zwischen Projektleiter und Jugendlichen. <strong>Neue</strong><br />

Moderatoren müssen zunächst eine Probesendung<br />

gestalten, die nur einige Leute hören. Läuft<br />

alles gut und die Probesendung kommt an, kann<br />

der neue Moderator praktisch von heute auf<br />

morgen mit der ersten Sendung „on air“ gehen.<br />

Kempe koordiniert die verschiedenen Programmteile<br />

und sorgt dafür, dass die Moderatoren<br />

ihre Sendungen zu den Sendezeiten auch<br />

präsentieren.


Eigentlich wollte Kempe selbst Moderator<br />

werden. „Im Internet stieß ich auf<br />

RMN und fühlte mich dort gleich gut<br />

aufgehoben. Das ist wie eine große<br />

Familie und da bin ich sofort aufgenommen<br />

worden.“ Das war im Jahr<br />

2002. Zunächst arbeitete er dort als<br />

Operator für den Chat, dann als DJ.<br />

Doch mit dem Moderatorenjob wurde es<br />

nichts. „Die wollen da lieber Profis<br />

haben. Aber von der Geschäftsführung<br />

wurde ich im November 2003 angesprochen,<br />

ob ich ehrenamtlich als Projektleiter<br />

des neu zu gründenden<br />

Jugendradios arbeiten möchte. Am 1.<br />

Dezember 2003 gingen wir mit zwei<br />

Moderatoren und einem DJ auf Sendung.<br />

Das war ganz schön eng, innerhalb<br />

eines Monats das Ganze nur per<br />

Telefon und Chat auf die Beine zu stellen.“<br />

Mittlerweile hat RMNcool neun<br />

Moderatoren und eine Moderatorin, „da<br />

lege ich Wert drauf.“ Die Sendezeit ist<br />

auch angewachsen, auf sechs beziehungsweise<br />

acht Stunden.<br />

„Mit Jugendlichen zu arbeiten ist toll.<br />

Ob Berufsorientierung oder das Arbeiten<br />

mit ihnen am Computer – es macht<br />

einfach Spaß.“ Mittlerweile ist das<br />

<strong>Hobby</strong> Teil seines Berufes geworden.<br />

Seit Oktober 2004 macht er eine Ausbildung<br />

zum kirchlich anerkannten Heimerzieher.<br />

Sein eigener Lebensweg ist<br />

wahrscheinlich eine gute Voraussetzung<br />

für die Arbeit mit den jungen<br />

Menschen in einem Stadtteil Lübecks,<br />

in dem manche von ihnen in ihrer Freizeit<br />

nichts mit sich anzufangen wissen.<br />

Kempe lebt und arbeitet seit 1984 im<br />

Hudekamp im <strong>Lübecker</strong> Stadtteil Buntekuh.<br />

Er selbst hat keine Berufsausbildung,<br />

„weil man mir keine Chance dazu<br />

gegeben hat“, wie er sagt. Stattdessen<br />

hat er sich mit vielen Gelegenheitsjobs<br />

über Wasser gehalten, bis ihn die<br />

Arbeitslosigkeit traf. „16 Jahre war ich<br />

arbeitslos, als ich 1996 von heute auf<br />

morgen vom Sozialamt kein Geld mehr<br />

bekam.“ Zum Glück begann die NEUE<br />

LÜBECKER dort damals mit der Jugendarbeit<br />

und baute einen Computertreff<br />

auf. „Bis heute tut die Genossenschaft<br />

viel für Kinder und Jugendliche. Hier<br />

bekam ich eine Chance. Und ich konnte<br />

als lebendes Beispiel dafür dienen, dass<br />

man als Arbeitsloser nicht den Kopf in<br />

den Sand stecken muss.“<br />

Seine Familie steht voll hinter ihm,<br />

auch wenn die Computerarbeit, die<br />

Ausbildung und das Internetradio viel<br />

Zeit in Anspruch nehmen. „Meine<br />

Frau arbeitet selbst gern mit dem<br />

Computer und meine neun- und<br />

zehnjährigen Söhne führe ich<br />

langsam an den Computer<br />

heran. Auch bei der Ausbildung<br />

unterstützt mich<br />

meine Familie voll. Und<br />

ich kann die Jugendlichen<br />

jetzt besser<br />

verstehen, seit ich<br />

nach 28 Jahren das<br />

erste Mal wieder<br />

eine Klausur geschrieben<br />

habe.“<br />

Wenn Kempe in<br />

drei Jahren seine<br />

pädagogische<br />

Ausbildung beendet<br />

hat, möchte er gern im<br />

Quartier bleiben und dort in<br />

Richtung Straßensozialarbeit tätig<br />

werden. Erfahrung hat er ja<br />

schon genug. Sogar ein Hip-Hop-<br />

Projekt über zwei Jahre in Zusammenarbeit<br />

mit professionellen Rappern<br />

und dem Offenen Kanal Lübeck<br />

hat es gegeben. „Das trägt auch Früchte,<br />

die jungen Leute bringen anderen<br />

jetzt ihr Wissen bei.“ Ein schöner<br />

Erfolg.<br />

Seite 19<br />

Bei seiner Arbeit im Computertreff<br />

trägt Holger Kempe<br />

gern sein RMN-Shirt.


Konzentriert, aber keineswegs<br />

schweigsam: Gertrud Lehwald,<br />

Brigitte Jauch, Sabine Klatt,<br />

Brigitte Tenschert (großes Foto<br />

oben von links).<br />

<strong>Unser</strong> Zuhause – Mein <strong>Hobby</strong><br />

Schneiden und Kleben im Mietertreff Dieselstraße<br />

DIE QUASSELSTRIPPEN<br />

VON DER BASTELGRUPPE<br />

Eigentlich sind die Damen ja zum Basteln da. Aber wer sagt, dass es dabei ruhig zugehen<br />

muss? „Wir kommen schließlich her, um Spaß zu haben“, erklärt Brigitte Tenschert ohne<br />

einen Anflug von Zweifel daran, dass Konzentration und Plauderei locker zusammengehen.<br />

„Und bekanntlich macht es uns Frauen ja am meisten Spaß, über Gott und die Welt<br />

zu quatschen“, bekennt ihre Bastelfreundin Gertrud Lehwald freimütig.<br />

Entsprechend fröhlich und vielstimmig geht es zu, hier im Mietertreff Dieselstraße<br />

der NEUE LÜBECKER an jedem Freitagnachmittag, wenn die selbst ernannten<br />

„Quasselstrippen vom Bastelklub“ sich treffen. Ein Mann verirrt sich selten hierher,<br />

„obwohl wir es immer gut finden, wenn auch mal Männer und jüngere Frauen<br />

vorbeischauen“, beteuert die 62-jährige Gertrud Lehwald, „aber die interessieren<br />

sich halt meist nicht so für das Thema Basteln.“ Aha, darum soll es also doch<br />

hauptsächlich gehen: ums Basteln. Die heute anwesenden vier Damen am Basteltisch<br />

stehen ja auch kurz vor einem ihrer Jahreshöhepunkte. Bis zum diesjährigen<br />

Osterbasar in zwei Wochen hier im Treff müssen noch allerhand Dekorationsstücke<br />

fertig werden. Man will ja schließlich nicht nach einer halben Stunde<br />

schon „leer gekauft“ sein.<br />

Seite 20


Kleine Kunstwerke<br />

Sabine Klatt (65) kommt deshalb<br />

extra mit dem Auto aus dem zwei<br />

Kilometer entfernten Kaufhof-<br />

Viertel hierher, weil sie die Bastelgruppe<br />

und die Räumlichkeiten so<br />

angenehm und kreativ findet.<br />

„Man muss eben ein bisschen Fantasie<br />

haben“, lacht die Rentnerin,<br />

die als ihre Lieblingsbastelarbeit<br />

forsch „Alles“ angibt und zu Hause<br />

in ihrer NL-Wohnung ein eigenes<br />

Bastelzimmer eingerichtet hat.<br />

3D- und andere Karten: Die kleine<br />

Kunst, die den Alltag schöner macht.<br />

Für den anstehenden Basar arbeitet<br />

sie heute das erste Mal an so<br />

genannten „3D-Ostereiern“ aus<br />

nach Musterbögen exakt geschnittenen<br />

und dann unsichtbar verklebten<br />

Pappringen. Überhaupt<br />

scheint im Augenblick „3D" ganz<br />

groß in Mode zu sein. Jedenfalls<br />

ringt neben ihr Brigitte Tenschert<br />

(65) mit den Tücken von sehr<br />

kleinteiligen „3D-Grußkarten". Die<br />

Perfektionistin leidet nach eige-<br />

nem Bekunden körperlich unter<br />

jedem kleinen Fehler, der ihr dabei<br />

unterläuft. Dafür hat sie von zu<br />

Hause ein sehr überzeugendes<br />

„Serviettenbild" mit Osterhasen<br />

mitgebracht und erntet dafür<br />

bewundernde Anerkennung der<br />

Bastel-Kolleginnen.<br />

Verkauft werden all die kleinen<br />

Kunstwerke praktisch zum Selbstkostenpreis.<br />

„Wir müssen bei solchen<br />

Basaren ja bloß unsere Materialkosten<br />

wieder einspielen, damit<br />

wir neues Material einkaufen können",<br />

erklärt Organisatorin Lehwald<br />

die Strategie des Bastelklubs.<br />

„Es soll ja ein schönes <strong>Hobby</strong> und<br />

ein unterhaltsamer Anlass zum<br />

Plaudern bleiben, kein Geschäft."<br />

Ein gemeinsames <strong>Hobby</strong>, zu dem<br />

sie selbst heute österliche Fensterbilder<br />

(„Window Color") beiträgt.<br />

Die Vierte im Bunde ist heute Brigitte<br />

Jauch – „nicht verwandt mit<br />

Günther", wie sie zu sagen pflegt.<br />

Sie ist begeisterte Stickerin und<br />

hat die Nadel schon wieder in der<br />

Hand – nicht nur für den Basar.<br />

„Alle unsere Arbeiten sind sehr<br />

gut als ganz persönliche Geschenke<br />

geeignet. <strong>Unser</strong>e Familien und<br />

Freunde freuen sich immer darüber",<br />

erzählt sie.<br />

Grund zum Feiern<br />

Heute gibt es für Brigitte Jauch<br />

noch eine besondere Überraschung:<br />

Sabine Klatt schenkt ihr<br />

nachträglich zum Geburtstag eine<br />

neue Stickdecke. 52 Jahre ist sie<br />

gerade alt geworden und damit<br />

„unser Nesthäkchen“, wie Gertrud<br />

Lehwald bemerkt. Morgen wird sie<br />

ihren Geburtstag noch<br />

ein bisschen feiern,<br />

und zwar an gleicher<br />

Stelle. „Toll, dass wir jetzt<br />

diese Räume hier kostenlos bekommen<br />

können, um eine solche<br />

Feierei zu veranstalten“, freut sich<br />

Jauch über das neue Angebot der<br />

NL an ihre Mieter. Die Damen vom<br />

Bastelklub sind ohnehin eng mit<br />

der NEUE LÜBECKER verbunden.<br />

Allesamt sind schon 30 Jahre und<br />

mehr Mitglieder und Mieter. Und<br />

meistens zufrieden, wie sie übereinstimmend<br />

sagen.<br />

Es sieht ganz so aus, als würde<br />

diese Damenrunde auch zukünftig<br />

den Mietertreff Dieselstraße mit<br />

Leben, Bastelei und Plauderei erfüllen.<br />

Zuwachs nicht ausgeschlossen.<br />

Platz ist ja genug da.<br />

Die Idee, die Brigitte Tenschert<br />

und Gertrud Lehwald beim Sommerfest<br />

zur Eröffnung des Treffs<br />

2004 gemeinsam entwickelt haben,<br />

scheint sich durchzusetzen:<br />

Mehr Austausch und gemeinsame<br />

Aktivitäten in der Nachbarschaft<br />

statt immer nur allein zu Hause<br />

fernzusehen.<br />

Seite 21


<strong>Unser</strong> Zuhause – Mein <strong>Hobby</strong><br />

Seite 22


Wirtschaftliche Rahmenbedingungen<br />

Lagebericht 2004


Wirtschaftliche Rahmenbedingungen<br />

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen<br />

Im Jahr 2004 hat sich das deutsche<br />

Bruttoinlandsprodukt im Vergleich<br />

zum Vorjahr um 1,7 Prozent erhöht.<br />

Dies ist der stärkste Anstieg seit dem<br />

Jahr 2000. Er resultiert wesentlich aus<br />

dem Exportgeschäft der deutschen<br />

Industrie. Die Binnennachfrage bleibt<br />

dagegen weiterhin eher schwach, unter<br />

anderem weil die Konsumenten durch<br />

zahlreiche Reformen und Reformdiskussionen<br />

verunsichert sind.<br />

Diese Nachfrageschwäche kennzeichnet<br />

auch die allgemeine Situation auf dem<br />

Bau- und Wohnungsmarkt. Das Baugewerbe<br />

hatte einen weiteren Rückgang<br />

der Wertschöpfung um 2,5 Prozent zu<br />

verzeichnen. Mit einer Unterbrechung<br />

im Jahre 1999 (+0,1 %) nahm die Wirtschaftsleistung<br />

dieser Branche seit 1995<br />

kontinuierlich ab. Laut dem Institut für<br />

Städtebau, Wohnungswirtschaft und<br />

Bausparwesen (ifs) wurden 2004 nur<br />

noch etwa 250.000 Wohnungsbauge-<br />

Seite 24<br />

nehmigungen erteilt, davon 210.000 in<br />

Westdeutschland und 40.000 in Ostdeutschland.<br />

Auf die Wohnungsnachfrage wirkten sich<br />

mehrere Faktoren negativ aus:<br />

- stark segmentierte Märkte mit<br />

teilweise deutlichen Angebotsüberhängen,<br />

- Schwäche der Kaufkraft,<br />

- stagnierende Konsumausgaben,<br />

- steigende öffentliche Abgaben<br />

und Kosten aus Reformen,<br />

- wachsende Arbeitslosigkeit und<br />

die persönliche Angst vor der<br />

Erwerbslosigkeit.<br />

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich<br />

in 2004 nicht verbessert. Im Jahresdurchschnitt<br />

2004 verzeichnete die Statistik<br />

der Bundesagentur für Arbeit<br />

4,381 Millionen Arbeitslose. Die Erwerbslosenquote<br />

lag mit 10,5 Prozent<br />

auf dem Niveau des Jahres 2003. Die


Zahl der Erwerbstätigen lag nach Angaben<br />

des Statistischen Bundesamtes mit<br />

38,44 Millionen im Jahresdurchschnitt<br />

um 128.000 oder 0,3 Prozent über der<br />

des Vorjahres. Dennoch kam es durch<br />

die Neugliederung der Arbeitslosenstatistik<br />

im Rahmen von „Hartz IV“ mit<br />

Beginn des Jahres 2005 zu einem<br />

sprunghaften Anstieg der Arbeitslosenzahl<br />

auf 5,037 Millionen.<br />

Nach endgültigen Berechnungen des<br />

Statistischen Bundesamtes ist der Verbraucherpreisindex<br />

für Deutschland im<br />

Jahresdurchschnitt 2004 gegenüber<br />

dem Jahr 2003 um 1,6 Prozent gestiegen.<br />

Ein weiterhin niedriges Hypothekenzinsniveau<br />

setzte dagegen positive Rahmenbedingungen<br />

für die Wohnungswirtschaft.<br />

Die Hypothekenzinsen für<br />

Finanzierungen mit zehnjährigen Laufzeiten<br />

lagen Ende 2004 mit effektiv<br />

4,13 Prozent erneut unter dem Wert<br />

Ende 2003 von effektiv 4,80 Prozent.<br />

Wohnungsmärkte<br />

Wohnungsunternehmen und Wohnungspolitik<br />

stehen heute vor<br />

neuen Herausforderungen:<br />

- Die Wohnbedürfnisse verändern sich.<br />

- Angebots- und Nachfragesituationen<br />

sind zunehmend regional und<br />

sektoral sehr unterschiedlich.<br />

- Die Wohnungsmärkte in Ost und<br />

West stagnieren oder schrumpfen.<br />

In dieser Situation kommt es darauf an,<br />

zuverlässige Informationen und Analysen<br />

zur aktuellen Situation und weiteren<br />

Entwicklung der Wohnungsmärkte<br />

zu gewinnen, um unternehmerisches<br />

Handeln und neue Konzepte daran ausrichten<br />

zu können. Die NEUE LÜBECKER<br />

Norddeutsche Baugenossenschaft eG<br />

hat sich deshalb gemeinsam mit anderen<br />

Unternehmen in Elmshorn, Flensburg<br />

und Lübeck an Wohnungsmarktbedarfsanalysen<br />

beteiligt. In Elmshorn<br />

wurde eine Mieterbefragung durchge-<br />

führt. Die Ergebnisse werden dazu beitragen,<br />

das Wohnungs- und Serviceangebot<br />

noch stärker auf den jeweiligen<br />

regionalen Markt und die konkreten<br />

Mitgliederbedürfnisse auszurichten.<br />

Die wichtigsten Handlungsfelder einer<br />

modernen Wohnungswirtschaft sind:<br />

- konsequente Orientierung an den<br />

Mieterbedürfnissen,<br />

- wirtschaftliche Optimierung der<br />

Wohnungsbestände,<br />

- nachhaltige Verbesserung des<br />

Wohnumfeldes,<br />

- gezieltes Quartiersmanagement.<br />

Speziell die Angebote im Bereich der<br />

Jugend-, Sozial- und Seniorenbetreuung<br />

werden gerade bei genossenschaftlichen<br />

Wohnungsunternehmen zum<br />

festen Bestandteil des Leistungsspektrums.<br />

Nachbarschafts- und Jugendtreffs<br />

werden immer häufiger im Rahmen<br />

von Stadtentwicklungsplänen errichtet<br />

und gemeinsam betrieben.<br />

Neben den traditionellen Hauptleistungen<br />

von Bau und Vermietung werden<br />

zukünftig die Dienstleistungen eine wesentliche<br />

Rolle in Umsatz und Bilanz<br />

spielen.<br />

Der Abriss von leer stehenden Wohnungen<br />

hat in Westdeutschland an Bedeutung<br />

gewonnen: Bestimmte Wohnformen<br />

werden nicht (mehr) gewünscht,<br />

bestimmte Standorte nicht (mehr) angenommen,<br />

weil das Wohnumfeld nicht<br />

(mehr) funktioniert. Zunehmend wichtig<br />

wird der Ersatz alter Bausubstanz<br />

insbesondere der 50er und 60er Jahre<br />

durch Neubauten. Ganze Stadtteile erhalten<br />

ein neues Erscheinungsbild. Die<br />

Wohnungsunternehmen stehen verstärkt<br />

in der Pflicht, diesen Quartierswandel<br />

sozial ausgewogen zu gestalten<br />

und die Identität der Stadtteile durch<br />

flankierende Maßnahmen zu erhalten.<br />

Die Finanzprobleme der Städte und<br />

Gemeinden führen vermehrt zu Privatisierungen<br />

der kommunalen Wohnungsbestände.<br />

Erwerber sind oft ausländi-<br />

Seite 25


Wirtschaftliche Rahmenbedingungen<br />

sche Investorengruppen. Die Geschäftsstrategie<br />

dieser Investoren zielt überwiegend<br />

nicht auf die dauerhafte<br />

Bestandsverwaltung und das kontinuierliche<br />

Vermietungsgeschäft, sondern<br />

auf Renditemaximierung durch den<br />

Handel mit Wohnungen. Die (ehemals)<br />

öffentlichen Träger sind daher oft nicht<br />

mehr in der Lage, die Grundversorgung<br />

mit Wohnungen sicherzustellen. Die<br />

verbleibenden Marktteilnehmer und<br />

hier insbesondere die Genossenschaften<br />

müssen auf diese neue Situation durch<br />

klare Angebotsprofile und mitgliederorientierte<br />

Konzepte reagieren.<br />

Mietmärkte<br />

Der Anstieg der (Nettokalt-)Mieten<br />

hat sich in der Bundesrepublik<br />

Deutschland im Jahr 2004 erneut verlangsamt:<br />

Mit 0,9 Prozent lag die Teuerungsrate<br />

hier deutlich unter dem<br />

durchschnittlichen Anstieg der Lebenshaltungskosten<br />

von 1,6 Prozent.<br />

Die Wohnnebenkosten haben sich dagegen<br />

im vergangenen Jahr um 2,3<br />

Prozent verteuert. Die so genannte<br />

„Zweite Miete“ liegt damit wiederum<br />

deutlich über der Steigerung der „Ersten<br />

(Kalt-)Miete“. Kostentreiber bei den<br />

Nebenkosten waren die Preise für Heizöl<br />

mit einer Erhöhung von 12,0 Pro-<br />

Seite 26<br />

zent, für Strom mit einer Erhöhung um<br />

4,0 Prozent, für Abwasser mit 2,9 Prozent<br />

und für Wasser mit 2,7 Prozent. Die<br />

Müllabfuhrgebühren wurden um 1,5<br />

Prozent teurer und entwickelten sich<br />

damit im Einklang mit der durchschnittlichen<br />

Steigerungsrate der Lebenshaltungskosten.<br />

In nächster Zeit werden staatliche Eingriffe<br />

und neue Gesetze voraussichtlich<br />

zu einer weiteren Erhöhung der Nebenkosten<br />

führen: Gefordert wird zurzeit<br />

der Einbau von individuellen Wasserzählern<br />

und von Brandmeldern. Die<br />

Einführung eines Energiepasses wird<br />

vermutlich ebenso kostenträchtig werden<br />

wie weitere zu erwartende Maßnahmen<br />

im Zusammenhang mit der Energie-Einsparverordnung.<br />

Deshalb ist proaktives Nebenkostenmanagement<br />

heute und morgen besonders<br />

wichtig. Wohnungsbaugenossenschaften<br />

haben dabei die Chance, die vorhandene<br />

Mitwirkungs- und Mitarbeitsbereitschaft<br />

ihrer Mitglieder zu nutzen,<br />

um im Interesse der Gemeinschaft eine<br />

nachhaltige Senkung der Nebenkosten<br />

zu erreichen. Zusätzlich hat die Bündelung<br />

der Nachfrage über die Verbände<br />

der Wohnungswirtschaft in Großabnehmer-Verträgen<br />

bereits jetzt erste Erfolge<br />

in Form geringerer Preissteigerungen<br />

gebracht.


Lagebericht 2004<br />

Lagebericht Hausbewirtschaftung<br />

Der Lagebericht wurde in diesem Jahr an die Anforderungen<br />

des Bilanzrechtsreformgesetzes (BilReG) angepasst.<br />

Objektbestand<br />

Im Bestand der Genossenschaft waren<br />

am 31.12.2004 16.847 Wohnungen<br />

mit einer Wohnfläche von 1.016.155<br />

qm sowie 123 Gewerbeeinheiten mit<br />

einer Nutzfläche von 14.453 qm. Ferner<br />

waren 2.601 Garagen, Tiefgaragenplätze,<br />

Carports und 1.692 nicht überdachte<br />

Stellplätze im Eigentum der Genossenschaft.<br />

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die<br />

Wohnungsanzahl damit um 201 Wohnungen<br />

verringert, was vor allem durch<br />

den Abriss von 85 Wohnungen im<br />

<strong>Lübecker</strong> „Philosophenviertel“ sowie<br />

den Verkauf von 58 Wohnungen in<br />

Lübeck, Eckernförde und Berkenthin<br />

begründet ist. Ferner wurden 41 Wohnungen<br />

durch Zusammenlegung aus<br />

dem Bestand genommen. Durch<br />

Ankäufe in Elmshorn und Reinfeld<br />

wurden 8 Wohnungen, in Kaltenkirchen<br />

1 Wohnung erworben.<br />

Grundstücksbestand<br />

Im Bestand der Genossenschaft waren<br />

Ende 2004 eigene Grundstücksflächen<br />

mit insgesamt 2.173.267 qm (Ende<br />

2003: 2.163.849 qm). Davon waren<br />

Ende 2004 112.797 qm unbebaut (Ende<br />

2003: 116.752 qm).<br />

Ende August 2004 wurde der Vertrag<br />

über den Verkauf eines unbebauten<br />

Grundstücks in Lübeck mit einer Fläche<br />

von 5.760 qm geschlossen. Dessen<br />

Wirksamkeit steht unter Auflage einer<br />

behördlichen Genehmigung hinsichtlich<br />

der Nachnutzung.<br />

Die unbebauten Grundstücke werden<br />

für eine spätere Bebauung vorgehalten.<br />

In Ausnahmefällen strebt die Genossenschaft<br />

auch eine Verwertung durch Verkauf<br />

an.<br />

Der Grundstücksbestand an Flächen mit<br />

Erbbaurechten umfasst 146.193 qm (im<br />

Vorjahr: 154.802 qm).<br />

THEMEN DES JAHRES 2004<br />

Themen des Jahres 2004<br />

Die NEUE LÜBECKER ist eine starke Gemeinschaft.<br />

Als moderne, leistungsfähige Wohnungsbaugenossenschaft<br />

steht für uns stets der Mensch im Zentrum<br />

unserer Arbeit.<br />

Das Jahr 2004 war in besonderem Maße gekennzeichnet<br />

von unserer Ausrichtung auf die Wünsche<br />

und Bedürfnisse unserer Mitglieder und Mieter. Mehr<br />

denn je versteht die NEUE LÜBECKER sich heute als<br />

aktive Dienstleistungsgemeinschaft auf der sicheren<br />

Basis wirtschaftlicher Stärke und Unabhängigkeit.<br />

Auch deshalb haben die ausgewählten fünf Höhepunkte<br />

unseres Jahres 2004 genau wie die vorangestellten<br />

„<strong>Hobby</strong>“-Geschichten fast alle mit den Menschen<br />

in unserer Gemeinschaft zu tun.<br />

Seite 27


Hausbewirtschaftung<br />

Lagebericht 2004<br />

Vermietungssituation<br />

Die Genossenschaft verzeichnet eine<br />

erhöhte Nachfrage im Hamburger<br />

Umland. In Mecklenburg-Vorpommern<br />

stagniert die Nachfrage. Sie ist dort an<br />

einigen Standorten auch durch einen<br />

Rückgang gekennzeichnet. In Schleswig-Holstein<br />

liegt eine insgesamt ausgeglichene<br />

Vermietungssituation vor. An<br />

einzelnen Standorten gibt es auch kleinere<br />

Leerstände.<br />

Seite 28<br />

Die gesamten Umsatzerlöse der Genossenschaft<br />

von 77.165 TC (im Vorjahr:<br />

76.407 TC ) bestehen in der Hauptsache<br />

aus Mieterlösen.<br />

Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung<br />

der Genossenschaft einschließlich<br />

Umlagen, Pachten, Zuschüssen<br />

und Gebühren sind im Jahr<br />

2004 um 777 TC auf 77.051 TC gestiegen.<br />

2004 2003 Veränderung<br />

TC TC TC<br />

Sollmieten 57.317 56.430 887<br />

– davon Wohnungsmieten 55.246 54.382 864<br />

Erlösschmälerungen -1.966 -1.746 -220<br />

Heizkostenumlage 7.838 7.738 100<br />

Umlage anderer Betriebskosten 13.830 13.814 16<br />

Zuschüsse und Gebühren 32 38 -6<br />

Die Vorjahreszahlen der vorstehenden<br />

Tabelle wurden der neuen Darstellung<br />

angepasst. Die Sollmieten erhöhten<br />

sich im Geschäftsjahr trotz Abnahme<br />

des Objektbestandes um 887 TC. Der<br />

Anstieg ist vor allem die Folge der<br />

Anpassung der Nutzungsgebühren bei<br />

Neuvermietung sowie der Mietanglei-<br />

77.051 76.274 777<br />

chungen bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete<br />

nach Einzel- oder Komplettmodernisierung<br />

und einer höheren<br />

kalkulatorischen Miete bei leerstehenden<br />

Wohnungen.<br />

Die Wohnungsmieten, gegliedert nach<br />

Standorten, setzen sich im Geschäftsjahr<br />

wie folgt zusammen:<br />

Wohnungen Wohnungsmieten Kaltmiete<br />

in TC je qm/Monat<br />

Lübeck 3.335 11.071 4,78 C<br />

Elmshorn 1.939 6.255 4,49 C<br />

Ahrensburg 1.417 4.936 4,84 C<br />

Schwerin 989 3.479 4,96 C<br />

Flensburg 979 2.787 3,89 C<br />

Schwarzenbek 882 2.769 4,32 C<br />

Andere Standorte 7.306 23.949 4,43 C<br />

16.847 55.246


Erlösschmälerungen<br />

Die Erlösschmälerungen haben sich<br />

trotz geringerer Leerstände gegenüber<br />

dem Vorjahr um 220 TC auf 1.966 TC<br />

erhöht, weil seit dem Jahre 2004 bei<br />

Leerstandswohnungen der Mietausfall<br />

anhand des Nutzungsentgeltes des Vormieters<br />

ermittelt wird. Im Vorjahr<br />

wurde der Ausfall noch auf Basis der in<br />

den meisten Fällen geringeren kalkulatorischen<br />

kostendeckenden Miete ermittelt.<br />

Mietforderungen<br />

Mietforderungen mussten in Höhe<br />

von 391 TC (im Vorjahr: 455 TC)<br />

wertberichtigt bzw. abgeschrieben werden.<br />

Das entspricht 0,5 Prozent (im Vorjahr:<br />

0,6 Prozent) der Umsatzerlöse aus<br />

der Hausbewirtschaftung.<br />

Leerstände und Fluktuation<br />

Die Anzahl der zum 31.12. leer stehenden<br />

Wohnungen hat sich um<br />

80 Wohnungen auf 649 verringert. Die<br />

Leerstandsquote betrug 3,9 Prozent (im<br />

Vorjahr: 4,3 Prozent). Der Leerstand ist<br />

im Wesentlichen baubedingt. Nach wie<br />

vor nutzt die Genossenschaft bei älteren,<br />

nicht mehr bedarfsgerechten<br />

Wohnungen die Fluktuation dazu, die<br />

frei gewordenen Wohnungen zu modernisieren<br />

oder umzubauen. Die Leerstandsquote<br />

der marktbedingten Leerstände<br />

betrug zum Jahresende unverändert<br />

0,7 Prozent und lag damit<br />

wieder deutlich unter der durchschnittlichen<br />

Leerstandsrate im gesamten<br />

Verbreitungsgebiet der Genossenschaft.<br />

Die Fluktuationsquote für den gesamten<br />

Wohnungsbestand der Genossenschaft<br />

ist mit 11,6 Prozent (im Vorjahr: 11,7<br />

Prozent) nahezu unverändert geblieben.<br />

Die NEUE LÜBECKER rechnet damit,<br />

dass die zahlreichen Maßnahmen zur<br />

Wohnumfeldverbesserung auch in Zukunft<br />

dazu beitragen werden, die Leerstandsquote<br />

niedrig zu halten. Hierzu<br />

zählen etwa Nachbarschaftsbüros und<br />

Mietertreffs, aber auch Mieterbefragungen<br />

und ausführliche Diskussionen der<br />

Ergebnisse vor Ort, wie sie für 2005 an<br />

mehreren Standorten vorgesehen sind.<br />

Instandhaltung<br />

Auch im Jahr 2004 investierte die<br />

Genossenschaft wieder erheblich in<br />

Instandhaltungsmaßnahmen, um die<br />

angestrebten Qualitätsziele und Markterfolge<br />

erreichen zu können. Es wurden<br />

Instandhaltungsmaßnahmen im Umfang<br />

von 19.432 TC (im Vorjahr: 20.140 TC)<br />

durchgeführt.<br />

Davon entfielen auf laufende Instandhaltung<br />

insgesamt 6.376 TC, auf Großinstandhaltung<br />

und wertverbessernde<br />

Maßnahmen 10.072 TC. Im Rahmen von<br />

Großmodernisierungsmaßnahmen wurden<br />

Instandhaltungsanteile von 1.904 TC<br />

aufgewendet. Die Personal- und Sachkosten<br />

für eigene Handwerker und<br />

Hauswarte beliefen sich in diesem Bereich<br />

insgesamt auf 1.080 TC.<br />

Auf die Wohn- und Nutzfläche bezogen,<br />

bedeutet dies im Jahr 2004 einen durchschnittlichen<br />

Instandhaltungsaufwand<br />

von 18,08 C (im Vorjahr: 18,31 C) pro<br />

Quadratmeter.<br />

Seite 29<br />

Hausbewirtschaftung


Lagebericht 2004<br />

Hausbewirtschaftung Modernisierung<br />

Die marktorientierte Modernisierung<br />

der Bestände ist weiterhin ein<br />

Schwerpunkt der Tätigkeit der NEUE<br />

LÜBECKER. Zur Wertverbesserung des<br />

Bestandes wurden in 2004 11.059 TC<br />

investiert (im Vorjahr: 11.035 TC), die<br />

aktivierungsfähig sind. Besonderer<br />

Wert wurde dabei auf Energieeinsparung<br />

durch Einbau ökologisch vorteilhafter<br />

Fenster, Heizungen, Dämmfassaden<br />

und Dachdämmungen gelegt.<br />

Abbruch und Neubau<br />

Nicht modernisierungsfähige Wohngebäude<br />

in Lübeck mit insgesamt<br />

85 Wohnungen wurden abgerissen. Die<br />

entstandenen Flächen wurden und werden<br />

mit marktgerechten Wohnungen<br />

neu bebaut.<br />

Seite 30<br />

Für Maßnahmen zur Bestandserweiterung<br />

durch Neubautätigkeit wurden in<br />

2004 4.175 TC (im Vorjahr: 3.179 TC)<br />

investiert. Im Bau waren 52 Wohnungen<br />

im Wohnquartier „Philosophenviertel“<br />

in Lübeck sowie 24 Wohnungen<br />

in Bad Schwartau. Die Fertigstellung<br />

ist für das Jahr 2005 geplant.<br />

Umweltschutz<br />

Zur Förderung des Umwelt- und Ressourcenschutzes<br />

wurden umfassende<br />

Maßnahmen im Bereich der Energieeinsparung<br />

und Abfallbeseitigung ergriffen<br />

und bei allen Modernisierungsund<br />

Neubaumaßnahmen konsequent<br />

ausgeführt. Die in der Energieeinsparverordnung<br />

2002 vorgegebenen Ziele<br />

zur Erneuerung von Heizungsanlagen<br />

werden entsprechend den gesetzlichen<br />

Vorgaben bis 2006 umgesetzt.<br />

BAUEN FÜR DIE ZUKUNFT<br />

Das Beispiel „Barrierefrei<br />

Wohnen“ in Bad Schwartau<br />

Immer mehr Menschen suchen nach Wohnraum, der so<br />

flexibel ist, dass er auch im Alter oder bei Bewegungsbeeinträchtigungen<br />

durch Krankheit noch gut genutzt<br />

werden kann. Die NEUE LÜBECKER hat sich bereits auf<br />

diesen Zukunftsbedarf eingestellt.<br />

So wurde im Oktober 2004 in Bad Schwartau nach<br />

rekordverdächtiger, nur halbjähriger Planungszeit der<br />

Grundstein gelegt für zwei Wohngebäude mit je zwölf<br />

weitgehend barrierefreien Wohnungen. Die familienfreundlichen<br />

Grundrisse der Zwei- bis Vier-Zimmer-<br />

Wohnungen erfüllen die Bedürfnisse der Mieter in allen<br />

Altersgruppen und in allen Lebenssituationen.<br />

Die behindertengerechten Erdgeschosswohnungen<br />

bieten älteren und bewegungsbeeinträchtigten Mietern<br />

ein schönes neues Zuhause. Die Nachfrage ist entsprechend<br />

groß.


Finanzierung<br />

Für Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen<br />

wurden langfristige<br />

Darlehen von 10.724 TC (im Vorjahr:<br />

11.084 TC) aufgenommen.<br />

Personal<br />

Der Personalbestand der Genossenschaft<br />

ist im Vergleich zum Vorjahr<br />

leicht angestiegen. Die personelle Verstärkung<br />

in den operativen Unternehmensbereichen<br />

wurde erforderlich, um<br />

Mietern und Mitgliedern eine qualifizierte<br />

und weiter verbesserte Serviceund<br />

Beratungsleistung bereitstellen zu<br />

können.<br />

Die Zahl der im Geschäftsjahr in der<br />

Genossenschaft durchschnittlich beschäftigten<br />

Arbeitnehmer (ohne Berücksichtigung<br />

der Mitglieder des Vorstandes)<br />

betrug:<br />

SOZIALPOLITISCHES ENGAGEMENT<br />

Von Ausbildung bis Hartz IV<br />

Die NEUE LÜBECKER übernimmt Verantwortung: für ihre Mitglieder und Mieter,<br />

für ihre Mitarbeiter und nicht zuletzt für die Standorte, an denen die Genossenschaft<br />

tätig ist. Für den Bereich der Mieterbetreuung konnte in 2004 ein hauptamtlicher<br />

Mitarbeiter eingestellt werden.<br />

Aber neben der Arbeit in konkreten sozialen Projekten vor Ort gehört zu dieser<br />

Verantwortung auch das regionale, fach- und sozialpolitische Engagement in<br />

Gremien und Öffentlichkeit.<br />

Deshalb entsendet die Genossenschaft, die natürlich auch selbst ausbildet, engagierte<br />

Vertreter in Ausbildungsausschüsse und Verbandsgremien. Deshalb knüpft<br />

und pflegt das Unternehmen eine Vielzahl von Kontakten zu Partnerunternehmen<br />

und Schulen, übernimmt seit Dezember 2004 auch umfangreiche Patenschaften<br />

für einzelne <strong>Lübecker</strong> Schulen im Rahmen des<br />

„PISA-für-Lübeck“-Projektes. Und deshalb meldet<br />

der Vorstand sich seit Anfang 2004 auch<br />

öffentlich verstärkt zu Wort, wenn es um politische<br />

Themen geht, die direkt oder indirekt<br />

das Unternehmen und das Leben der Mieter<br />

berühren. Dies betraf in 2004 unter anderem<br />

die kritischen Themen „Ausbildungsplatzabgabe“,<br />

„Antidiskriminierungsgesetz“ und<br />

„Hartz IV“, deren weitere Umsetzung bzw.<br />

Auswirkungen abzuwarten bleiben.<br />

Voll- Teilzeit- und nebenbeschäftigte<br />

beruflich Beschäftigte Gesamt<br />

Kaufmännische Mitarbeiter 49 21 70<br />

Technische Mitarbeiter 30 8 38<br />

Mitarbeiter im Regiebetrieb,<br />

Hauswarte etc. 46 101 147<br />

Außerdem wurden durchschnittlich<br />

neun Auszubildende beschäftigt.<br />

Der gesamte Personalaufwand betrug im<br />

Berichtsjahr 7.724 TC (Vorjahr 7.474 TC).<br />

Die Erhöhung des Aufwandes ist mit<br />

250 TC im Wesentlichen auf die personelle<br />

Verstärkung zurückzuführen.<br />

125 130 255<br />

Für Pensionszusagen, die Mitarbeitern<br />

bis zum 01.04.1980 erteilt wurden, hat<br />

die Genossenschaft Pensionsrückstellungen<br />

bilanziert. Seit dem Jahr 2002<br />

besteht die Möglichkeit, an der betrieblichen<br />

Altersversorgung durch Entgeltumwandlung<br />

in Form einer rückgedeckten<br />

überbetrieblichen Unterstützungskasse<br />

teilzunehmen.<br />

Seite 31


Hausbewirtschaftung<br />

Lagebericht 2004<br />

Organisation<br />

Die verstärkte Ausrichtung der Genossenschaft<br />

an den Bedürfnissen<br />

der Menschen vor Ort schlug sich in<br />

2004 an verschiedenen Standorten<br />

sichtbar nieder.<br />

So wurde in Ahrensburg eine neue Geschäftsstelle<br />

eröffnet. Der Service für<br />

Kunden und Mitglieder konnte durch<br />

gute Erreichbarkeit und kurze Wege verbessert<br />

werden.<br />

In Lübeck sind zwei Mietertreffs – in der<br />

Dieselstraße und am Westpreußenring –<br />

Mitgliederwesen<br />

Die Zahl der Mitglieder und die Geschäftsguthaben<br />

haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:<br />

Seite 32<br />

Mitglieder Geschäftsguthaben in TD<br />

Bestand am 01.01.2004 17.809 13.961<br />

Zugänge 1.656 1.433<br />

Abgänge 1.689 1.143<br />

Bestand am 31.12.2004 17.776 14.251<br />

Beteiligungen<br />

Die Genossenschaft ist alleinige Gesellschafterin<br />

der Immobilien-Anlagegesellschaft<br />

NEUE LÜBECKER mit beschränkter<br />

Haftung. Sitz der Gesell-<br />

Satzungsgemäß fanden am 30. April 2004 die<br />

Neuwahlen zur NL-Vertreterversammlung statt.<br />

In 52 Wahlbezirken wurden insgesamt 139 Vertreter<br />

und 54 Ersatzvertreter durch Briefwahl<br />

gewählt. 100 der gewählten Vertreter gehörten<br />

bereits der alten Vertreterversammlung an. Der<br />

Vorstand dankt allen Kandidaten und Vertretern<br />

für ihr besonderes Engagement in der Gemein-<br />

eingeweiht worden. Die Räumlichkeiten<br />

stehen den Mitgliedern nach Absprache<br />

zur kostenfreien Nutzung zur Verfügung.<br />

In Neustadt und Neumünster wurden die<br />

Hauswartbüros modernisiert und dem<br />

neuesten technischen Standard angepasst.<br />

In Lauenburg haben entsprechende<br />

Umbaumaßnahmen bereits begonnen.<br />

Die Geschäftsstelle in Schwarzenbek<br />

wurde erweitert. Die verantwortliche<br />

technische Gebietsbetreuerin ist jetzt<br />

direkt vor Ort ansässig und erreichbar.<br />

Zu- und Abgänge sind zumeist Folge der zahlreichen Wohnungswechsel.<br />

schaft ist Lübeck. Das Stammkapital<br />

beträgt 1.500 TC. Im Jahr 2004 zahlte<br />

unsere Tochtergesellschaft an die Genossenschaft<br />

eine Dividende von 60 TC.<br />

SIE HABEN GEWÄHLT<br />

Die Vertreterversammlung<br />

schaft. Die Listen mit den neu gewählten Vertretern<br />

und Ersatzvertretern hängen wie gewohnt in<br />

den NL-Gebäuden aus.<br />

Die ordentliche Vertreterversammlung hat am<br />

25. Juni 2004 dann alle notwendigen gesetzlichen<br />

und satzungsrechtlichen Beschlüsse gefasst.<br />

Ellen Kayser und Arnold Riesewell wurden für drei<br />

weitere Jahre in den Aufsichtsrat gewählt.


Vermögenslage<br />

Ausgehend von den Zahlen des Jahresabschlusses<br />

ergeben die Vermögens-<br />

und Kapitalverhältnisse für 2004<br />

folgendes Gesamtbild:<br />

2004 2003 Veränderung<br />

TD Prozent TD Prozent TD<br />

Anlagevermögen<br />

Umlaufvermögen<br />

484.552 93,7 480.218 93,5 4.334<br />

– unfertige Leistungen<br />

Sonstiges Umlaufvermögen und<br />

21.674 4,2 21.999 4,3 -325<br />

Rechnungsabgrenzungsposten 11.093 2,1 11.307 2,2 -214<br />

517.319 100,0 513.524 100,0 3.795<br />

Eigenkapital 142.446 27,5 137.831 26,8 4.615<br />

Langfristiges Fremdkapital<br />

– Pensionsrückstellungen 6.993 1,3 6.985 1,4 8<br />

– Sonstige Rückstellungen 1.326 0,3 933 0,2 393<br />

– Verbindlichkeiten 334.996 64,8 337.176 65,7 -2.180<br />

Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital,<br />

andere Rückstellungen und<br />

Rechnungsabgrenzungsposten 31.558 6,1 30.599 5,9 959<br />

Die Vermögenslage des Unternehmens<br />

ist damit insgesamt durch Solidität gekennzeichnet.<br />

Das Anlagevermögen ist<br />

ausschließlich durch Eigen- und langfristiges<br />

Fremdkapital finanziert. Die kontinuierliche<br />

Stärkung der Eigenkapitalbasis<br />

des Unternehmens hat sich auch<br />

im Berichtsjahr fortgesetzt. Die Eigenkapitalquote<br />

erhöhte sich um 0,7 Prozentpunkte<br />

auf 27,5 Prozent (im Vorjahr:<br />

26,8 Prozent).<br />

517.319 100,0 513.524 100,0 3.795<br />

ENGAGEMENT UND SERVICE VOR ORT<br />

Das Beispiel Roter Hahn<br />

in Lübeck-Kücknitz<br />

In Kücknitz hat sich 2004 viel getan. Zum Beispiel gab es im<br />

August ein Quartiersfest mit Hunderten von Besuchern aller Altersgruppen.<br />

<strong>Unser</strong>e Mitglieder hatten dort zwei Anlässe zum Feiern:<br />

Der neue Mietertreff samt Hausmeisterbüro konnte eröffnet werden.<br />

Und die Modernisierungsarbeiten am Hochhaus am Ostpreußenring<br />

konnten weitgehend abgeschlossen werden, ebenso die Balkonanbauten<br />

am Westpreußenring.<br />

Die Schüler der Grund- und Hauptschule Roter Hahn erfreuen sich<br />

ständiger NL-Unterstützung: 2004 gestalteten einige von ihnen<br />

gemeinsam mit NL-Mitarbeitern einen Teil des großen Kinderprogramms<br />

zum Deutschen Seeschifffahrtstag im Mai auf dem<br />

<strong>Lübecker</strong> Jakobi-Kirchhof. Im Frühjahr wurden einige Siebtklässler<br />

zu Streitschlichtern ausgebildet.<br />

Und im Rahmen der „PISA-für-<br />

Lübeck“-Initiative („Patenschaftsinitiative<br />

Schule und Arbeitswelt<br />

für Lübeck“) bereiten die Schüler<br />

Aktionen vor Ort vor. So leiten<br />

vier junge Damen ein Computer-<br />

Café für Senioren – das ist gelebtes<br />

Miteinander im Stadtteil.<br />

Seite 33<br />

Wirtschaftliche<br />

Lage


Wirtschaftliche<br />

Lage<br />

Lagebericht 2004<br />

Finanzlage<br />

Die folgende Kapitalflussrechnung gibt einen Überblick<br />

über die Geldmittelzu- und -abflüsse der Genossenschaft:<br />

Kapitalflussrechnung<br />

I. Laufende Geschäftstätigkeit<br />

Seite 34<br />

2004 2003<br />

TD TD<br />

Jahresüberschuss 4.832 4.238<br />

Abschreibungen Anlagevermögen 11.832 11.183<br />

Zunahme langfristiger Rückstellungen 401 14<br />

Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 49 1<br />

Cashflow nach DVFA/SG 1) 17.114 15.436<br />

Zu- und Abnahme kurzfristiger Aktiva 394 -107<br />

Zu- und Abnahme kurzfristiger Passiva 962 -1.476<br />

Gewinn aus Anlageverkäufen -612 -561<br />

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 17.858 13.292<br />

Planmäßige Tilgungen -12.770 -12.792<br />

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit nach Tilgungen 5.088 500<br />

II. Investitionsbereich<br />

Einzahlungen Anlagenverkäufe 974 701<br />

Ausgaben Investitionen -16.592 -14.281<br />

Cashflow aus Investitionstätigkeit -15.618 -13.580<br />

III. Finanzierungsbereich<br />

Aufnahme von Darlehen 11.786 11.710<br />

Rückzahlung von Darlehen -1.175 -383<br />

Zunahme der Geschäftsguthaben 281 108<br />

Auszahlung Dividende -507 -494<br />

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 10.385 10.941<br />

Zahlungswirksame Veränderung<br />

des Finanzmittelbestands - 145 -2.139<br />

IV. Finanzmittelfonds 31.12.2004 31.12.2003<br />

Schecks, Kassenbestand und Guthaben<br />

TD TD<br />

bei Kreditinstituten 6.057 5.976<br />

Wertpapiere des Umlaufvermögens 2.430 2.656<br />

8.487 8.632<br />

Veränderung zum Vorjahr -145 -2.139<br />

1) Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management e.V.<br />

Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V.


Aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit<br />

konnten die planmäßigen<br />

Tilgungen gedeckt werden. Darüber<br />

hinaus konnte ein Beitrag zur Finanzierung<br />

der Investitionen geleistet werden.<br />

Die Genossenschaft war im Geschäftsjahr<br />

jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen<br />

nachzukommen.<br />

Dafür standen dem Unternehmen zu-<br />

Ertragslage<br />

sätzlich zu den im Umlaufvermögen<br />

gehaltenen Wertpapieren Bankguthaben<br />

in Höhe von durchschnittlich<br />

7.716 TC (Vorjahr 5.936 TC) zur Verfügung.<br />

Es war deshalb nicht nötig, in<br />

der laufenden Bau- und ModernisierungstätigkeitZwischenfinanzierungsmittel<br />

einzusetzen.<br />

Der Jahresüberschuss 2004 beträgt 4.832 TC. Die Anteile der einzelnen<br />

Unternehmensbereiche am Jahresergebnis sehen wie folgt aus:<br />

2004 2003 Veränderung<br />

TD TD TD<br />

Hausbewirtschaftung 5.018 4.428 590<br />

Betreuungstätigkeit 14 2 12<br />

Neubau/Modernisierung -532 -130 -402<br />

Grundstücksbevorratung -51 -37 -14<br />

Verkaufstätigkeit 434 456 -22<br />

Sonstiges 6 -167 173<br />

4.889 4.552 337<br />

Steuern von Einkommen und Ertrag -57 -314 257<br />

Jahresüberschuss 4.832 4.238 594<br />

Am Jahresüberschuss im Geschäftsjahr<br />

2004 hat wie im Vorjahr das Ergebnis<br />

der Hausbewirtschaftung entscheidenden<br />

Anteil. Höhere Erlöse konnten vor<br />

allem durch gestiegene Mieten bei Neuvermietung<br />

erzielt werden. Ein weiterer<br />

wichtiger Einflussfaktor war der geringere<br />

Aufwand für Instandhaltung.<br />

Im Ergebnisbereich Hausbewirtschaftung<br />

wurden außerplanmäßige Abschreibungen<br />

von insgesamt 980 TC<br />

vorgenommen (im Vorjahr: 1.252 TC).<br />

Im Ergebnisbereich Neubau/Modernisierung<br />

waren Abschreibungen auf Bauvorbereitungskosten<br />

von 252 TC notwendig,<br />

was ein unbebautes und ein<br />

bebautes Grundstück betraf, die ursprünglich<br />

zur Neubebauung bzw. zur<br />

Modernisierung vorgesehen waren.<br />

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag<br />

betreffen mit 213 TC das Geschäftsjahr<br />

(im Vorjahr: 168 TC) und mit 156 TC<br />

Erträge aus früheren Jahren (im Vorjahr:<br />

Aufwendungen von 146 TC).<br />

Seite 35<br />

Wirtschaftliche<br />

Lage


Wirtschaftliche<br />

Lage<br />

Lagebericht 2004<br />

Risikobericht<br />

Die NEUE LÜBECKER verwendet zur<br />

Sicherung von Vermögen und<br />

dauerhafter Zahlungsfähigkeit ein Risikofrüherkennungssystem.<br />

Im Rahmen<br />

einer jährlich durchgeführten Risikoanalyse<br />

werden wesentliche Risiken<br />

von den Abteilungen ermittelt und<br />

nach Schadensrelevanz sowie Eintrittswahrscheinlichkeit<br />

untersucht. Die Entwicklung<br />

der ergebnisrelevanten Risiken<br />

wird durch das Controlling des<br />

Unternehmens überwacht.<br />

Im Geschäftsjahr 2004 wurde dazu ein<br />

Standardberichtswesen eingerichtet.<br />

Schwerpunkt ist dabei die Analyse der<br />

Mieten und Leerstände sowie der Bautätigkeit.<br />

Investitions- und Desinvestitionsentscheidungen<br />

werden von einem Investitionskoordinierungsausschusserarbeitet,<br />

der sich aus Mitarbeitern verschiedener<br />

Abteilungen zusammensetzt. Dabei<br />

kommt das neue Portfolio-Steuerungssystem<br />

zum Einsatz. Die Wirtschaftsplanansätze<br />

werden im Verlauf des Jahres<br />

regelmäßig im Rahmen der Aufstellung<br />

Die NEUE LÜBECKER steht als moderne und<br />

marktorientierte Genossenschaft für hohe<br />

Wohn- und Lebensqualität und mieternahen<br />

Service zu bezahlbaren Preisen. Diese anspruchsvolle<br />

Zielsetzung verfolgten sowohl<br />

die umfangreichen Abriss-, Neubau-, Instandhaltungs-<br />

und Modernisierungstätigkeiten in<br />

2004 als auch die zahlreichen sozialen und<br />

sozialpolitischen Aktivitäten der NL in den<br />

einzelnen Quartieren und Standorten.<br />

Zum Beispiel Balkon-Anbauten:<br />

Im Jahr 2004 hat die Genossenschaft ein<br />

„Balkonprogramm“ umgesetzt. Über 160<br />

Wohnungen an 6 Standorten wurden mit zusätzlichen<br />

Balkonen ausgerüstet. Die Mieter<br />

freuen sich an der gestiegenen Wohnqualität.<br />

Seite 36<br />

von Zwischenabschlüssen mit den Ist-<br />

Werten verglichen und analysiert.<br />

Risiken aufgrund von Verpflichtungen<br />

aus Termingeschäften bestehen nicht.<br />

Weiterhin werden keine Derivate eingesetzt.<br />

Preisänderungs- und Liquiditätsrisiken<br />

sind aufgrund der Dauernutzungsverträge<br />

und langfristiger Darlehenskonditionen<br />

auch zukünftig nicht zu<br />

erwarten.<br />

Das Risikomanagementsystem der<br />

NEUE LÜBECKER hat keine Risiken erkennbar<br />

werden lassen, die sich in den<br />

nächsten Jahren wesentlich auf die Vermögens-,<br />

Finanz- oder Ertragslage des<br />

Unternehmens auswirken könnten.<br />

Nachtragsbericht<br />

Nach Ablauf des Geschäftsjahres<br />

lagen bei der NEUE LÜBECKER<br />

keine Vorgänge vor, die für die Wirtschafts-<br />

und Ertragslage von besonderer<br />

Bedeutung wären.<br />

OFFENSIV FÜR WOHN- UND LEBENSQUALITÄT<br />

Die Beispiele Balkonprogramm und<br />

Nebenkostenmanagement<br />

Zum Beispiel Nebenkostenmanagement:<br />

Große Investitionen dienten der systematischen<br />

Senkung der Nebenkosten. Hierzu<br />

zählen unter anderem Fassadensanierungen<br />

und -modernisierungen und neue Heizungsanlagen<br />

in vielen Gebäuden an allen Standorten.<br />

So können die Nebenkosten auch in<br />

Zeiten steigender Energiepreise in Grenzen<br />

gehalten werden.<br />

Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von<br />

über 34 Millionen Euro für die gesamten<br />

baulichen Maßnahmen erwies sich die<br />

NEUE LÜBECKER auch im Jahr 2004 als ein<br />

wichtiger Auftraggeber der regionalen Bauwirtschaft.


Ausblick<br />

Die konjunkturelle Situation wird<br />

sich in 2005 nach Ansicht der<br />

großen Wirtschaftsforschungsinstitute<br />

nur leicht verbessern. Wichtige Indikatoren<br />

wie die Exportüberschüsse und<br />

die Auftragseingänge im verarbeitenden<br />

Gewerbe zeigen positive Signale für<br />

die zukünftige Entwicklung. Die Bundesregierung<br />

rechnet mit einer Wachstumsrate<br />

von 1,6 Prozent für das Jahr<br />

2005. Entscheidend für die weitere ökonomische<br />

und sozialpolitische Entwicklung<br />

wird die Wirksamkeit der begonnenen<br />

Reformen und insbesondere des<br />

so genannten „Hartz IV“-Paketes sein.<br />

Die Binnennachfrage ist bisher nicht<br />

belebt worden und drückt weiterhin auf<br />

die Wirtschaftsentwicklung. Eine zusätzliche<br />

Gefahr für die Konjunkturerholung<br />

stellt der erwartete weitere Anstieg<br />

der Ölpreise dar. Im Bereich der<br />

Wohnungsimmobilien ist nicht mit<br />

wachsenden Märkten zu rechnen.<br />

Der Schwerpunkt der künftigen Investitionen<br />

der NEUE LÜBECKER wird deshalb<br />

erneut auf der Qualitätserhöhung<br />

des Wohnungsbestandes liegen. Dies<br />

entspricht ebenso den Ergebnissen der<br />

im Jahr 2003 eingeführten und im Jahr<br />

2004 fortgesetzten Portfoliountersuchungen<br />

wie den Wünschen der<br />

Mieter und Mitglieder.<br />

Der Ersatz alter Bausubstanz durch selektiven<br />

Neubau ist zum festen Baustein<br />

des Investitionsprogramms der NEUE<br />

LÜBECKER geworden. Verstärkt werden<br />

in Zukunft Angebote im Segment<br />

alters- und behindertengerechter Wohnungen<br />

geplant und umgesetzt.<br />

Weiterhin wird es in den kommenden<br />

Jahren darum gehen, das Dienstleistungsangebot<br />

des Unternehmens auszubauen<br />

und den genossenschaftlichen<br />

Gedanken weiter zu stärken. Dazu gehört<br />

nicht zuletzt auch eine noch stärkere<br />

Einbeziehung der Mitglieder.<br />

Der Vorstand geht davon aus, dass im<br />

Jahr 2005 eine weitere, nachhaltige<br />

Stabilisierung der Wirtschaftlichkeit des<br />

Unternehmens erreicht wird. Dazu tragen<br />

die erfolgten Modernisierungsanstrengungen<br />

ebenso bei wie eine Vielzahl<br />

neuer und intensiver Akquisitions-,<br />

Marketing- und Kommunikationsaktivitäten.<br />

Angesichts der gegebenen Rahmenbedingungen<br />

und der vorliegenden Wirtschafts-<br />

und Finanzplanung rechnet der<br />

Vorstand auch weiterhin mit einer<br />

guten Vermietung des Wohnungsbestandes<br />

und mit zufrieden stellenden<br />

Ergebnissen in den nächsten Jahren.<br />

Lübeck, den 25.04.2005<br />

NEUE LÜBECKER<br />

Norddeutsche Baugenossenschaft eG<br />

Köchig Böck Böhm<br />

Seite 37<br />

Wirtschaftliche<br />

Lage


<strong>Unser</strong> Zuhause – Mein <strong>Hobby</strong><br />

Seite 38


Jahresabschluss 2004


Bilanz zum<br />

31. Dezember<br />

2004<br />

Jahresabschluss 2004<br />

Aktivseite<br />

Anlagevermögen<br />

Immaterielle Vermögensgegenstände<br />

Sachanlagen<br />

Grundstücke und grundstücksgleiche<br />

Seite 40<br />

Geschäftsjahr Vorjahr<br />

D D D<br />

37.548,11 49.540,29<br />

Rechte mit Wohnbauten 467.254.148,14 467.445.628,11<br />

Grundstücke mit Geschäfts- und<br />

anderen Bauten 8.686.662,47 8.344.786,42<br />

Grundstücke und grundstücksgleiche<br />

Rechte ohne Bauten 1.975.342,11 2.291.048,73<br />

Maschinen 115.587,12 118.727,69<br />

Betriebs- und Geschäftsausstattung 436.063,99 456.842,58<br />

Anlagen im Bau 4.714.080,54 0,00<br />

Bauvorbereitungskosten 47.511,80 228.143,18<br />

Geleistete Anzahlungen 0,00 100,00<br />

Finanzanlagen<br />

483.229.396,17 478.885.276,71<br />

Anteile an verbundenen Unternehmen 1.278.229,70 1.278.229,70<br />

Sonstige Ausleihungen 2.112,04 0,00<br />

Andere Finanzanlagen 5.070,00 5.070,00<br />

1.285.411,74 1.283.299,70<br />

Anlagevermögen insgesamt 484.552.356,02 480.218.116,70<br />

Umlaufvermögen<br />

Andere Vorräte<br />

Unfertige Leistungen 21.674.208,46 21.999.255,26<br />

Andere Vorräte 776.758,63 1.057.391,54<br />

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände<br />

22.450.967,09 23.056.646,80<br />

Forderungen aus Vermietung 439.409,72 454.722,74<br />

Forderungen aus Verkauf von Grundstücken 273.879,66 596,51<br />

Forderungen gegen verbundene Unternehmen 162,82 0,00<br />

Sonstige Vermögensgegenstände 765.342,09 795.868,58<br />

1.478.794,29 1.251.187,83<br />

Wertpapiere 2.429.481,15 2.655.411,25<br />

Flüssige Mittel und Bausparguthaben<br />

Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.056.751,69 5.975.734,46<br />

Umlaufvermögen insgesamt 32.415.994,22 32.938.980,34<br />

Rechnungsabgrenzungsposten 350.260,96 366.438,74<br />

Bilanzsumme 517.318.611,20 513.523.535,78<br />

Treuhandvermögen: 516.433,65 521.240,59


Passivseite<br />

Eigenkapital<br />

Geschäftsguthaben<br />

der mit Ablauf des Geschäftsjahres<br />

Geschäftsjahr Vorjahr<br />

D D D<br />

ausgeschiedenen Mitglieder 1.104.208,30 1.078.780,00<br />

der verbleibenden Mitglieder 13.146.077,45 12.874.401,03<br />

aus gekündigten Geschäftsanteilen 1.076,26 8.050,00<br />

Rückständige fällige Einzahlungen<br />

auf Geschäftsanteile: D 16.322,55 (43.448,97)<br />

Ergebnisrücklagen<br />

14.251.362,01 13.961.231,03<br />

Gesetzliche Rücklage 23.720.000,00 23.230.000,00<br />

davon aus Jahresüberschuss Geschäftsjahr<br />

eingestellt: D 490.000,00 (430.000,00)<br />

Andere Ergebnisrücklagen 103.960.000,00 100.100.000,00<br />

davon aus Jahresüberschuss Geschäftsjahr<br />

eingestellt: D 3.860.000,00 (3.300.000,00)<br />

Bilanzgewinn<br />

127.680.000,00 123.330.000,00<br />

Gewinnvortrag 32.903,71 31.718,62<br />

Jahresüberschuss 4.832.199,23 4.237.747,34<br />

Einstellungen in Ergebnisrücklagen 4.350.000,00 3.730.000,00<br />

515.102,94 539.465,96<br />

Eigenkapital insgesamt 142.446.464,95 137.830.696,99<br />

Rückstellungen<br />

Rückstellungen für Pensionen und<br />

ähnliche Verpflichtungen 6.993.495,00 6.985.452,00<br />

Steuerrückstellungen 7.003,09 88.241,00<br />

Sonstige Rückstellungen 3.815.816,74 2.597.550,43<br />

Verbindlichkeiten<br />

10.816.314,83 9.671.243,43<br />

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 295.785.781,01 295.541.300,06<br />

Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern 39.177.970,63 41.616.644,59<br />

Erhaltene Anzahlungen 24.060.717,65 24.234.851,05<br />

Verbindlichkeiten aus Vermietung 72.765,23 80.719,71<br />

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.542.529,75 4.110.767,39<br />

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.884,28 1.987,27<br />

Sonstige Verbindlichkeiten 229.945,32 213.163,59<br />

davon aus Steuern: D 21.616,88 (0,00)<br />

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: D 5.560,16 (1.484,40)<br />

363.871.593,87 365.799.433,66<br />

Rechnungsabgrenzungsposten 184.237,55 222.161,70<br />

Bilanzsumme 517.318.611,20 513.523.535,78<br />

Treuhandverbindlichkeiten: 516.433,65 521.240,59<br />

Seite 41<br />

Bilanz zum<br />

31. Dezember<br />

2004


Gewinn- und<br />

Verlustrechnung<br />

01.01. – 31.12.2004<br />

Jahresabschluss 2004<br />

Umsatzerlöse<br />

Seite 42<br />

Geschäftsjahr Vorjahr<br />

D D D<br />

a) aus der Hausbewirtschaftung 77.051.311,67 76.274.483,02<br />

b) aus anderen Lieferungen und Leistungen 113.397,38 132.092,69<br />

Erhöhung oder Verminderung (-) des Bestandes<br />

77.164.709,05 76.406.575,71<br />

an unfertigen Leistungen -325.046,80 262.608,85<br />

Andere aktivierte Eigenleistungen 1.418.772,76 1.243.237,60<br />

Sonstige betriebliche Erträge 2.510.768,34 1.955.870,95<br />

Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen<br />

a) Aufwendungen für Hausbewirtschaftung 39.944.947,61 40.591.773,35<br />

b) Aufwendungen für andere Lieferungen und Leistungen 82.185,17 88.223,34<br />

40.027.132,78 40.679.996,69<br />

Rohertrag 40.742.070,57 39.188.296,42<br />

Personalaufwand<br />

a) Löhne und Gehälter 6.027.504,84 5.901.067,84<br />

b) soziale Abgaben und Aufwendungen für<br />

Altersversorgung und Unterstützung 1.696.154,92 1.573.410,49<br />

davon für Altersversorgung: D 467.054,15 (350.177,64)<br />

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände<br />

7.723.659,76 7.474.478,33<br />

des Anlagevermögens und Sachanlagen 11.831.369,48 11.182.945,41<br />

Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.286.273,58 2.818.255,42<br />

Erträge aus Beteiligungen 60.000,00 60.000,00<br />

davon aus verbundenen Unternehmen: D 60.000,00 (60.000,00)<br />

Erträge aus anderen Ausleihungen<br />

des Finanzanlagevermögens 269,55 269,55<br />

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 351.073,00 357.857,02<br />

411.342,55 418.126,57<br />

Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.484.198,07 11.670.147,09<br />

11.484.198,07 11.670.147,09<br />

Überschuss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.827.912,23 6.460.596,74<br />

Steuern vom Einkommen und Ertrag 57.229,21 313.674,13<br />

Sonstige Steuern 1.938.483,79 1.909.175,27<br />

Jahresüberschuss 4.832.199,23 4.237.747,34<br />

Gewinnvortrag 32.903,71 31.718,62<br />

Einstellungen aus dem Jahresüberschuss in Ergebnisrücklagen 4.350.000,00 3.730.000,00<br />

Bilanzgewinn 515.102,94 539.465,96


Allgemeine Angaben<br />

Die Gliederung der Bilanz sowie der<br />

Gewinn- und Verlustrechnung entspricht<br />

den Bestimmungen der Verordnung<br />

über Formblätter für die Gliederung<br />

des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen.<br />

Für die Gewinn- und Verlustrechnung<br />

wird unverändert das Gesamtkostenverfahren<br />

angewendet.<br />

Bilanzierungsmethoden<br />

Grundstückszugänge und -abgänge<br />

werden bei Übergang des wirtschaftlichen<br />

Eigentums in der Bilanz<br />

erfasst. In Ausübung des für Geldbeschaffungskosten<br />

bestehenden Bilanzierungswahlrechtes<br />

wurde auch im<br />

Jahre 2004 auf eine Aktivierung des<br />

Unterschiedsbetrages gemäß § 250 Abs.<br />

3 HGB verzichtet.<br />

Bewertungsmethoden<br />

Anlagevermögen<br />

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen<br />

handelt es sich um Anschaffungskosten<br />

für Anwender-Software<br />

der eigenen EDV-Anlage. Der zugehörige<br />

Abschreibungsplan basiert auf<br />

einer Nutzungsdauer von 3 Jahren.<br />

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens<br />

sind mit den Anschaffungsoder<br />

Herstellungskosten, vermindert<br />

um planmäßige und außerplanmäßige<br />

Abschreibungen sowie erhaltene Zuschüsse<br />

und Investitionszulagen, bewertet.<br />

Den Wohnbauten wird allgemein<br />

eine Gesamtnutzungsdauer von<br />

80 Jahren beigemessen. Abweichend<br />

hiervon wird der Abschreibung bei<br />

Altbauten (Baujahr 1938 und älter)<br />

eine Gesamtnutzungsdauer von 70<br />

Jahren zugrunde gelegt. Für zwei<br />

Objekte (Großquartiere) in Wittenburg<br />

und Lübeck wurde die bisherige Restnutzungsdauer<br />

wegen einer ungünsti-<br />

geren Einschätzung des örtlichen Umfeldes<br />

von 58 auf 30 Jahre bzw. von 48<br />

auf 15 Jahre verkürzt. Dadurch erhöhen<br />

sich die planmäßigen Abschreibungen<br />

vom Geschäftsjahr an um 329 TC.<br />

Die Abschreibung durch Kauf erworbener<br />

Gebäude erfolgt über die individuell<br />

eingeschätzte Restnutzungsdauer. Seit<br />

dem 01.01.1999 zugegangene Außenanlagen<br />

werden über 10 Jahre abgeschrieben.<br />

Soweit im Rahmen partieller<br />

Steuerpflicht geltend gemachte Absetzungen<br />

für Abnutzung über den vorgenannten<br />

Regelsätzen liegen, wurde bei<br />

den betreffenden Objekten die handelsrechtliche<br />

Abschreibung an den steuerlichen<br />

Wert angepasst. Im Geschäftsjahr<br />

wurde für den Gesamtbestand eine differenzierte<br />

Überprüfung der Bewertung<br />

der Wohngebäude im Anlagevermögen<br />

vorgenommen. Bei einem Objekt in<br />

Wittenburg, bei dem der Ertragswert<br />

aufgrund veränderter wirtschaftlicher<br />

Verhältnisse unter dem Buchwert lag,<br />

wurden insgesamt 886 TC außerplanmäßig<br />

abgeschrieben. Ferner waren bei<br />

einem zum Abbruch vorgesehenen<br />

Objekt außerplanmäßige Abschreibungen<br />

von 94 TC vorzunehmen. Aufgrund<br />

des Verkaufes eines unbebauten<br />

und bebauten Grundstücks, welche<br />

ursprünglich zur Neubebauung bzw. zur<br />

Modernisierung vorgesehen waren,<br />

wurden im Geschäftsjahr und davor<br />

aktivierte Bauvorbereitungskosten von<br />

252 TC abgeschrieben. Insgesamt beeinflussen<br />

außerplanmäßige Abschreibungen<br />

die Ertrags- und Vermögenslage<br />

2004 um 1.232 TC.<br />

Geschäftsbauten werden über eine Gesamtnutzungsdauer<br />

von 25 bis 81 Jahren<br />

abgeschrieben. Maschinen werden<br />

linear über 5 bis 10 Jahre, EDV-Hardware<br />

über 3 Jahre abgeschrieben, und<br />

für Gegenstände der übrigen Betriebsund<br />

Geschäftsausstattung wird eine<br />

Gesamtnutzungsdauer über 5 bis 14<br />

Jahre angesetzt. Geringwertige Vermögensgegenstände<br />

werden im Jahre der<br />

Anschaffung voll abgeschrieben und<br />

in der Entwicklung des Anlagevermögens<br />

als Abgang ausgewiesen.<br />

Seite 43<br />

Anhang


Jahresabschluss 2004<br />

Entwicklung des Anlagevermögens<br />

Immaterielle<br />

Vermögensgegenstände<br />

Sachanlagen<br />

Grundstücke und grundstücks-<br />

Seite 44<br />

Bruttowerte<br />

Anschaffungs-/ Anschaffungs-/<br />

Herstellungkosten Umbuchungen Herstellungs-<br />

01.01.2004 Zugänge Abgänge (+/-) kosten 31.12.2004<br />

D D D D D<br />

483.233,10 16.182,29 0,00 0,00 499.415,39<br />

gleiche Rechte mit Wohnbauten 650.244.854,82 12.135.146,90 2.211.078,42 -867.047,54 659.301.875,76<br />

Grundstücke mit Geschäfts-<br />

und anderen Bauten 11.179.433,57 19.688,90 1.428,04 564.610,59 11.762.305,02<br />

Grundstücke und grundstücks-<br />

gleiche Rechte ohne Bauten 2.556.544,15 726,16 7.358,34 -314.052,20 2.235.859,77<br />

Maschinen 717.258,61 32.415,35 7.276,40 0,00 742.397,56<br />

Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.411.000,92 225.572,48 209.177,76 0,00 2.427.395,64<br />

Anlagen im Bau 0,00 4.091.738,03 10.354,26 632.696,77 4.714.080,54<br />

Bauvorbereitungskosten 290.411,61 87.241,98 254.421,41 -16.107,62 107.124,56<br />

Geleistete Anzahlungen 100,00 0,00 0,00 -100,00 0,00<br />

Finanzanlagen<br />

Anteile an verbundenen<br />

Anhang Grundlage für die Bemessung der Nutzungsdauer<br />

der Maschinen sowie der<br />

Betriebs- und Geschäftsausstattung<br />

sind die amtlichen AfA-Tabellen der<br />

Finanzverwaltung. Die Zugänge werden<br />

entsprechend einer steuerlichen<br />

Neuregelung ab dem Jahre 2004 monatsgenau<br />

abgeschrieben.<br />

Die Herstellungskosten der Gebäude<br />

beinhalten eigene Bauingenieur-, Architekten-<br />

und Verwaltungsleistungen.<br />

667.399.603,68 16.592.529,80 2.701.094,63 0,00 681.291.038,85<br />

Unternehmen 1.278.229,70 0,00 0,00 0,00 1.278.229,70<br />

Sonstige Ausleihungen 0,00 3.000,00 887,96 0,00 2.112,04<br />

Andere Finanzanlagen 5.070,00 0,00 0,00 0,00 5.070,00<br />

1.283.299,70 3.000,00 887,96 0,00 1.285.411,74<br />

Anlagevermögen insgesamt 669.166.136,48 16.611.712,09 2.701.982,59 0,00 683.075.865,98


Fremdkapitalzinsen während des Herstellungszeitraumes<br />

werden nicht aktiviert.<br />

Das Finanzanlagevermögen wird mit<br />

Anschaffungskosten ausgewiesen.<br />

Abschreibungen Buchwerte<br />

Kumulierte Abschreibungen Abschreibungen Kumulierte<br />

Abschreibungen des Geschäfts- Abschreibungen auf Umbuchungen Abschreibungen Buchwerte Buchwerte<br />

01.01.2004 jahres auf Abgänge (+/-) 31.12.2004 am 01.01.2004 am 31.12.2004<br />

D D D D D D D<br />

433.692,81 28.174,47 0,00 0,00 461.867,28 49.540,29 37.548,11<br />

182.799.226,71 11.046.582,79 1.796.987,93 -1.093,95 192.047.727,62 467.445.628,11 467.254.148,14<br />

2.834.647,15 240.708,49 807,04 1.093,95 3.075.642,55 8.344.786,42 8.686.662,47<br />

265.495,42 0,00 4.977,76 0,00 260.517,66 2.291.048,73 1.975.342,11<br />

598.530,92 35.555,92 7.276,40 0,00 626.810,44 118.727,69 115.587,12<br />

1.954.158,34 228.585,07 191.411,76 0,00 1.991.331,65 456.842,58 436.063,99<br />

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4.714.080,54<br />

62.268,43 251.762,74 254.418,41 0,00 59.612,76 228.143,18 47.511,80<br />

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 100,00 0,00<br />

188.514.326,97 11.803.195,01 2.255.879,30 0,00 198.061.642,68 478.885.276,71 483.229.396,17<br />

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.278.229,70 1.278.229,70<br />

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2.112,04<br />

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 5.070,00 5.070,00<br />

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.283.299,70 1.285.411,74<br />

188.948.019,78 11.831.369,48 2.255.879,30 0,00 198.523.509,96 480.218.116,70 484.552.356,02<br />

Seite 45<br />

Anhang


Jahresabschluss 2004<br />

Anhang Bewertungsmethoden<br />

Umlaufvermögen<br />

Bei den anderen Vorräten handelt es<br />

sich um Heizöl, das zu Einstandspreisen<br />

der letzten Lieferungen bewertet<br />

ist.<br />

Erkennbaren Risiken bei Mietforderungen<br />

wurde im Wege der Einzelbewertung<br />

Rechnung getragen. Außerdem<br />

besteht eine Pauschalwertberichtigung<br />

zu den Forderungen aus Vermietung.<br />

Bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens<br />

werden Rentenpapiere und<br />

Investmentfonds ausgewiesen. Die Bewertung<br />

erfolgte zu Anschaffungskosten<br />

bzw. zum beibehaltenen niedrigeren<br />

Wertansatz eines früheren Bilanzstichtages.<br />

Bewertungsmethoden<br />

Rückstellungen<br />

Die Rückstellungen wurden nach<br />

vernünftiger kaufmännischer Beurteilung<br />

bemessen.<br />

Die Pensionsverpflichtungen wurden<br />

auf Basis eines versicherungsmathematischen<br />

Gutachtens ermittelt. Rechnungsgrundlagen<br />

sind die Richttafeln<br />

von Prof. Heubeck aus dem Jahre 1998<br />

und ein Rechnungszinssatz von 6 Prozent.<br />

Die Rückstellung für unterlassene Instandhaltungsaufwendungen,<br />

die innerhalb<br />

der ersten drei Monate des Folgejahres<br />

nachgeholt werden, wurde auf<br />

Grundlage der zum Jahresstichtag bereits<br />

fest erteilten Aufträge gebildet.<br />

Bewertungsmethoden<br />

Verbindlichkeiten<br />

Die Verbindlichkeiten sind mit den<br />

Rückzahlungsbeträgen angesetzt.<br />

Aufwendungsdarlehen (§ 88 II. WoBau G)<br />

sind in voller Höhe passiviert.<br />

Seite 46<br />

Weitere Erläuterungen<br />

zur Bilanz<br />

Die Position „Unfertige Leistungen“<br />

umfasst abrechnungsfähige Betriebskosten.<br />

Von diesen Leistungen werden im<br />

Folgejahr 21.598 TC mit den Mietern<br />

unserer Wohn- und Gewerbeobjekte abgerechnet,<br />

während 76 TC im Umlageverfahren<br />

von Dritten – überwiegend für den<br />

Bezug von Wärme – erhoben werden.<br />

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen<br />

sind Forderungen<br />

aus Vermietung von 58 TC sowie sonstige<br />

Vermögensgegenstände von 2 TC mit einer<br />

Restlaufzeit von mehr als einem Jahr<br />

enthalten. Bei allen anderen Forderungen<br />

liegen die Restlaufzeiten innerhalb eines<br />

Jahres.<br />

Die Sonstigen Rückstellungen sind gebildet<br />

für:<br />

TE<br />

Bauwertschätzung 1.118<br />

Zu erwartender Verpflichtungsüberschuss<br />

aus der Vermietung eines Großwohnquartiers 380<br />

Erbbauzins für landwirtschaftlich genutztes<br />

Gelände, das wegen fehlender Bebaubarkeit<br />

auf unbestimmte Zeit eine Unausgeglichenheit<br />

von Aufwand und Ertrag aufweist 623<br />

Verpflichtung zur Umsetzung<br />

der Energieeinsparverordnung 461<br />

Unterlassene Instandhaltung 175<br />

Schönheitsreparaturen, zu deren Übernahme<br />

die Genossenschaft im Rahmen vertraglicher<br />

Vereinbarungen verpflichtet ist 323<br />

Andere Verbindlichkeiten für Hausbewirtschaftung<br />

- Servicegebühren 312<br />

Jahresabschlussaufstellung 172<br />

Andere Rückstellungen<br />

für ungewisse Verbindlichkeiten 252<br />

3.816


Die Rückstellung für Bauwertschätzung<br />

von 1.118 TC betrifft ausstehende Zahlungsverpflichtungen<br />

für bis zum Bilanzstichtag<br />

erhaltene Bauleistungen,<br />

bei denen bis Mitte Januar noch kein<br />

Rechnungseingang zu verzeichnen war.<br />

Ferner besteht eine Rückstellung von<br />

461 TC aufgrund der Verpflichtung für<br />

das Nachrüsten von energiesparendem<br />

Wärmeschutz und energiesparender An-<br />

lagentechnik gemäß Energieeinsparverordnung<br />

(EnEV) und von 175 TC eine<br />

Rückstellung für unterlassene Instandhaltung,<br />

die innerhalb der ersten drei<br />

Monate nach Ablauf des Geschäftsjahres<br />

nachgeholt wird.<br />

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten<br />

sowie deren Sicherheiten stellen sich<br />

wie folgt dar:<br />

Seite 47<br />

Anhang<br />

davon Restlaufzeit Sicherheiten<br />

Verbindlichkeiten insgesamt unter 1 Jahr 1 – 5 Jahre über 5 Jahre Grundpfandrechte<br />

Verbindlichkeiten gegenüber<br />

D D D D D<br />

Kreditinstituten 295.785.781,01 10.913.070,00 38.994.325,54 245.878.385,47 294.301.327,79<br />

Verbindlichkeiten gegenüber<br />

(295.541.300,06) (11.306.871,39)<br />

anderen Kreditgebern 39.177.970,63 1.751.788,09 6.895.993,56 30.530.188,98 38.241.859,69<br />

(41.616.644,59) (1.821.300,64)<br />

Erhaltene Anzahlungen 24.060.717,65 24.060.717,65<br />

Verbindlichkeiten aus<br />

(24.234.851,05) (24.234.851,05)<br />

Vermietung 72.765,23 72.765,23<br />

Verbindlichkeiten aus<br />

(80.719,71) (80.719,71)<br />

Lieferungen und Leistungen 4.542.529,75 3.806.380,74 736.149,01<br />

Verbindlichkeiten gegenüber<br />

(4.110.767,39) (3.633.882,16)<br />

verbundenen Unternehmen 1.884,28 1.884,28<br />

(1.987,27) (1.987,27)<br />

Sonstige Verbindlichkeiten 229.945,32 95.244,25 59.867,14 74.833,93<br />

(213.163,59) (79.311,74)<br />

363.871.593,87 40.701.850,24 46.686.335,25 276.483.408,38 332.543.187,48<br />

(365.799.433,66) (41.158.923,96)<br />

Bei den in der vorstehenden Übersicht<br />

enthaltenen Restlaufzeitvermerken bis zu<br />

einem Jahr und von einem Jahr bis zu<br />

fünf Jahren zu den Verbindlichkeiten gegenüber<br />

Kreditinstituten und anderen<br />

Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen<br />

um objektgebundene Finanzierungsmittel,<br />

deren laufende planmäßige<br />

Tilgung durch die Mieteinnahmen<br />

gedeckt werden.<br />

Vorjahreswerte in Klammern


Jahresabschluss 2004<br />

Anhang Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung<br />

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Buchgewinne aus der Veräußerung<br />

von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens von 615 TC<br />

(Vorjahr: 573 TC) und Erträge aus der Auflösung freigewordener Rückstellungen<br />

von 320 TC (Vorjahr: 171 TC).<br />

Sonstige Angaben<br />

Nachrichtlich zur Bilanz unter dem Strich ausgewiesene Vorgänge aus treuhänderischer<br />

Verwaltung ergaben sich aus vertragsgemäß hereingenommenen<br />

Kautionen im Zusammenhang mit der Vermietung von Wohnungen und Gewerbeobjekten<br />

(511 TC) sowie aus Sicherheiten, die gemäß Bauverträgen durch Hinterlegung<br />

von Geld zu leisten waren (5 TC).<br />

Die Genossenschaft hat keine Verpflichtungen aus Termingeschäften und setzt<br />

keine derivativen Finanzinstrumente ein.<br />

Die planmäßige Abwicklung der im Jahre 2004 fertig gestellten und der bis Anfang<br />

März 2005 begonnenen Neubau-, Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen wird<br />

nach dem 31.12.2004 über den Bilanzansatz hinaus mit folgenden finanziellen Auswirkungen<br />

verbunden sein:<br />

Grundlegende Modernisierung<br />

Seite 48<br />

Anfallende Eingang objektbe-<br />

Herstellungskosten zogener Fremdmittel<br />

TE TE<br />

von Wohnanlagen und Garagen 5.691 4.750<br />

Die Genossenschaft ist alleinige Gesellschafterin der Immobilien-Anlagegesellschaft<br />

NEUE LÜBECKER mbH (NLI), Lübeck. Das Eigenkapital dieser Gesellschaft<br />

belief sich zum 31.12.2004 auf 2.015 TC, das gezeichnete Kapital auf 1.500 TC.<br />

Im Jahre 2004 erzielte diese Gesellschaft einen Jahresüberschuss von 132 TC.<br />

Mit der NLI besteht eine umsatzsteuerliche Organschaft.


Die Zahl der im Geschäftsjahr in der Genossenschaft durchschnittlich beschäftigten<br />

Arbeitnehmer (ohne Berücksichtigung der Mitglieder des Vorstandes)<br />

betrug:<br />

Außerdem wurden durchschnittlich neun Auszubildende beschäftigt.<br />

Mitglieder des Aufsichtsrates: Volker Kaske (Vorsitzender), Arnold Riewesell<br />

(stellv. Vorsitzender), Andrea Schroeder (stellv. Vorsitzende), Jörn Alwes,<br />

Ellen Kayser, Günther Kloss, Ingrid Merkelbach, Max Stich, Michael Voigt,<br />

Heinz Borchert (Ehrenmitglied † 15. Juni 2004)<br />

Mitglieder des Vorstandes: Thomas Köchig, Karl Böck, Falk Böhm<br />

Lübeck, den 25.04.2005<br />

NEUE LÜBECKER<br />

Norddeutsche Baugenossenschaft eG<br />

Köchig Böck Böhm<br />

Vollbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte<br />

Kaufmännische Mitarbeiter 49 21<br />

Technische Mitarbeiter 30 8<br />

Mitarbeiter im Regiebetrieb,<br />

Hauswarte etc. 46 101<br />

Mitgliederbewegung:<br />

125 130<br />

Bestand 01.01.2004 17.809<br />

Zugang 2004 1.656<br />

Abgang 2004 1.689<br />

Bestand 31.12.2004 17.776<br />

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Jahre 2004 um<br />

272 TC erhöht. Mit der Zeichnung von Geschäftsanteilen ist – unverändert gegenüber<br />

dem Vorjahr – keine zusätzliche Haftsumme verbunden.<br />

Gesetzlicher Prüfungsverband für unsere Genossenschaft ist der Verband norddeutscher<br />

Wohnungsunternehmen e.V. Hamburg – Mecklenburg-Vorpommern –<br />

Schleswig-Holstein Gesetzlicher Prüfungsverband, Tangstedter Landstr. 83, 22415<br />

Hamburg.<br />

Seite 49<br />

Anhang


<strong>Unser</strong> Zuhause – Mein <strong>Hobby</strong><br />

Seite 50


Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers<br />

Gewinnverwendung<br />

Bericht des Aufsichtsrates<br />

Organe<br />

Wohnungsbestand


Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers<br />

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers<br />

Wir haben den Jahresabschluss unter Einbeziehung<br />

der Buchführung und den Lagebericht der<br />

NEUE LÜBECKER<br />

Norddeutsche Baugenossenschaft eG,<br />

Lübeck<br />

für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember<br />

2004 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung<br />

von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen<br />

handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden<br />

Regelungen in der Satzung liegen in der Verantwortung<br />

des Vorstands der Genossenschaft. <strong>Unser</strong>e<br />

Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten<br />

Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss<br />

unter Einbeziehung der Buchführung und<br />

über den Lagebericht abzugeben.<br />

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317<br />

HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer<br />

(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze<br />

ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.<br />

Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen,<br />

dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich<br />

auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss<br />

unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger<br />

Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten<br />

Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage<br />

wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit<br />

erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen<br />

werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit<br />

und über das wirtschaftliche und<br />

rechtliche Umfeld der Genossenschaft sowie die Erwartungen<br />

über mögliche Fehler berücksichtigt.<br />

Gewinnverwendung<br />

Im Geschäftsjahr 2004 wurde ein Jahresüberschuss<br />

von 4.832.199,23 C erwirtschaftet. Unter Berücksichtigung<br />

des Gewinnvortrages aus 2003 (32.903,71 C)<br />

und Einstellungen von insgesamt 4.350.000,00 C in<br />

die Ergebnisrücklagen wird ein Bilanzgewinn von<br />

515.102,94 C ausgewiesen. Der Vorstand empfiehlt,<br />

diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verteilen:<br />

Seite 52<br />

Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des<br />

rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems<br />

sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung,<br />

Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend<br />

auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die<br />

Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten<br />

Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen<br />

des Vorstands sowie die Würdigung der<br />

Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des<br />

Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere<br />

Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere<br />

Beurteilung bildet.<br />

<strong>Unser</strong>e Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.<br />

Nach unserer Überzeugung vermittelt der Jahresabschluss<br />

unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger<br />

Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen<br />

entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund<br />

Ertragslage der Genossenschaft. Der Lagebericht<br />

gibt insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der<br />

Lage der Genossenschaft und stellt die Risiken der<br />

künftigen Entwicklung zutreffend dar.<br />

Hamburg, den 26.04.2005<br />

Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.<br />

Hamburg – Mecklenburg-Vorpommern<br />

– Schleswig-Holstein<br />

Direktor für den Prüfungsdienst<br />

gez. Petersen<br />

Wirtschaftsprüfer<br />

Ausschüttung einer Dividende<br />

von 4 Prozent auf Geschäftsguthaben 512.872,04<br />

von 12.821.801,00 D<br />

Vortrag auf neue Rechnung 2.230,90<br />

Bilanzgewinn 515.102,94<br />

D


Bericht des Aufsichtsrates<br />

Bericht des Aufsichtsrates<br />

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2004<br />

laufend über die Geschäftsentwicklung und die<br />

wirtschaftliche Situation der Genossenschaft unterrichtet.<br />

In 6 gemeinsamen Sitzungen mit dem Vorstand im<br />

Geschäftsjahr 2004 befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere<br />

mit den geschäftspolitischen Zielen und<br />

Aufgaben der Genossenschaft für die Jahre 2004 und<br />

2005, ersten Ergebnissen der Portfoliosteuerung, den<br />

Investitionsprogrammen, der Neubau- und Modernisierungsplanung,<br />

mit dem Wirtschafts- und Finanzplan<br />

2005 (mit Ausblick auf die Jahre 2006 bis 2009),<br />

dem Jahresabschluss und dem Lagebericht 2003.<br />

Die Unterstützung der Vertreterwahl und die Information<br />

über den Ablauf und Ergebnisse der Wahl zur<br />

Vertreterversammlung bildeten einen Schwerpunkt in<br />

der Arbeit des Aufsichtsrates.<br />

Im Rahmen der diesjährigen Exkursion nach Elmshorn<br />

hat sich der Aufsichtsrat insbesondere über die Planungen<br />

zum Quartier Reeperbahn/Schleusengraben<br />

informiert.<br />

Auf zahlreichen Vorortterminen, Richtfesten, Mitgliedertreffen<br />

und regionalen Vertreterversammlungen ist<br />

der Aufsichtsrat in einen intensiven Dialog mit den<br />

Mitgliedern eingetreten, um deren Wünsche noch<br />

aktiver in die Arbeit des Kontrollgremiums einzubeziehen<br />

und so das Angebots- und Serviceniveau der<br />

NEUE LÜBECKER weiter zu erhöhen.<br />

Der Prüfungsausschuss behandelte in 4 Sitzungen<br />

weitere wesentliche Vorgänge der Geschäftstätigkeit<br />

(u.a. Betriebs- und Heizkostenabrechnungen, Fluktuation,<br />

Erlösschmälerungen, Wirtschaftlichkeit der Gewerbeobjekte).<br />

Der Prüfungsausschuss beriet erstmalig<br />

über Struktur und Aussagen eines neuentwickelten<br />

Standardberichtes der NEUE LÜBECKER.<br />

Der Bericht umfasst alle relevanten Bereiche und<br />

Daten des Betrachtungszeitraums und stellt diese in<br />

den Gesamtkontext der Unternehmensentwicklung.<br />

Dieser Standardbericht wird mindestens halbjährlich<br />

in aktualisierter Form dem Aufsichtsrat zur Kenntnis<br />

gegeben.<br />

Durch mündliche Berichte des Vorstands hat sich der<br />

Aufsichtsratsvorsitzende zeitnah auch außerhalb der<br />

Sitzungen über die Geschäftsentwicklung und aktuelle<br />

Themen unterrichten lassen.<br />

Der Aufsichtsrat hat alle übrigen ihm durch Gesetz<br />

und Satzung zugewiesenen Aufgaben wahrgenommen.<br />

Er hat sich davon überzeugt, dass die Geschäfte<br />

der Genossenschaft vom Vorstand ordnungsgemäß<br />

geführt worden sind.<br />

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum<br />

31.12.2004 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr<br />

2004 wurden vom Aufsichtsrat geprüft. Der Aufsichtsrat<br />

billigt den Jahresabschluss und stimmt dem Lagebericht<br />

zu. Dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung<br />

des Bilanzgewinnes, der den Bestimmungen der<br />

Satzung entspricht, schließt sich der Aufsichtsrat an.<br />

Er empfiehlt der Vertreterversammlung, den Jahresabschluss<br />

und den Lagebericht für das Jahr 2004 sowie<br />

den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns zu<br />

beschließen und dem Vorstand Entlastung zu erteilen.<br />

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen<br />

e.V. hat im Frühjahr 2005 gemäß § 53 Genossenschaftsgesetz<br />

den Jahresabschluss zum 31.12.2004<br />

unter Einbeziehung der Buchführung, des Lageberichts<br />

und der Geschäftsführung geprüft und der<br />

Genossenschaft den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk<br />

erteilt.<br />

Der Aufsichtsrat hat die schriftlichen Prüfungsberichte<br />

über das Geschäftsjahr 2004 erörtert und keine Einwendungen<br />

gegen die Prüfungsergebnisse erhoben.<br />

Er empfiehlt der Vertreterversammlung, den Berichten<br />

über die gesetzliche Prüfung über das Geschäftsjahr<br />

2004 zuzustimmen.<br />

Der Aufsichtsrat spricht dem gesamten Vorstand und<br />

allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der NEUE<br />

LÜBECKER Norddeutsche Baugenossenschaft eG für<br />

die im Geschäftsjahr 2004 geleistete Arbeit Dank und<br />

Anerkennung aus.<br />

Lübeck, den 30. Mai 2005<br />

Der Aufsichtsrat<br />

Volker Kaske<br />

Vorsitzender des Aufsichtsrates<br />

Seite 53


Der NL-Aufsichtsrat:<br />

Ingrid Merkelbach, Ellen Kayser,<br />

Michael Voigt, Volker Kaske,<br />

Günther Kloss, Arnold Riewesell,<br />

Andrea Schroeder und Jörn Alwes<br />

(auf dem Foto fehlt Max Stich).<br />

Aufsichtsrat<br />

Vorstand<br />

Organe<br />

Volker Kaske Senator a. D., Lübeck<br />

Vorsitzender des Aufsichtsrates<br />

Arnold Riewesell Sparkassendirektor i.R., Elmshorn<br />

stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender<br />

Andrea Schroeder Dipl.-Kfm., Mölln<br />

stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende<br />

Jörn Alwes Hauptabteilungsleiter i.R.<br />

beim Landesförderinstitut<br />

Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin<br />

Ellen Kayser Einzelhandelskaufmann, Lübeck<br />

Günther Kloss Leiter des Kataster- und Vermessungsamtes<br />

i.R., Hagenow<br />

Ingrid Merkelbach Verwaltungsangestellte, Elmshorn<br />

Max Stich Geschäftsführer, Flensburg<br />

Michael Voigt Geschäftsführer, Ahrensburg<br />

Heinz Borchert Direktor a.D., Mölln (Ehrenmitglied)<br />

(† 15. Juni 2004)<br />

Thomas Köchig Betriebswirt (BA), Lübeck (Vorsitzender)<br />

Karl Böck Dipl.-Betriebswirt, Lübeck<br />

Falk Böhm Dipl.-Ing., Architekt, Lübeck<br />

Seite 54


✝<br />

Wir trauern um den langjährigen Vorstandsvorsitzenden,<br />

das Ehrenmitglied unseres Aufsichtsrates<br />

Herrn Heinz Borchert<br />

der am 15. Juni 2004 im 85. Lebensjahr verstorben ist.<br />

Herr Borchert gehörte seit 1953 unserem Unternehmen in verschiedenen<br />

Funktionen an. Von 1965 bis 1991 war er Mitglied im Vorstand, davon<br />

10 Jahre als Vorsitzender. Heinz Borchert hat die Entwicklung der NEUE<br />

LÜBECKER Norddeutsche Baugenossenschaft eG über 51 Jahre lang mit<br />

seinem großen Engagement maßgeblich mitgestaltet.<br />

Vor und nach seiner Tätigkeit als Vorstandsmitglied unterstützte er mit<br />

seinem Fachwissen den Aufsichtsrat und seine Gremien. Sein besonderes<br />

Augenmerk galt stets der Versorgung der Mitglieder mit Wohnraum<br />

und der positiven Entwicklung der Genossenschaft auf allen Geschäftsfeldern.<br />

In Anerkennung seines berufsständischen und kommunalpolitischen<br />

Einsatzes wurde Herrn Borchert das Bundesverdienstkreuz am Bande des<br />

Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Sein tatkräftiger<br />

jahrzehntelanger Einsatz für die Ziele der Wohnungswirtschaft<br />

in den Gremien des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen<br />

sowie seine Verdienste um die Sicherung und Stärkung des genossenschaftlichen<br />

Wohnens wurden mit der Ehrenmedaille der Gemeinnützigen<br />

Wohnungswirtschaft in Gold gewürdigt.<br />

Wir nehmen Abschied von einem hoch geschätzten Menschen, der sich<br />

große Verdienste um unsere Genossenschaft erworben hat. Sein Wirken<br />

für unser Unternehmen, das geprägt war von seiner starken Persönlichkeit,<br />

werden wir in dankbarer Erinnerung behalten.<br />

NEUE LÜBECKER<br />

Norddeutsche Baugenossenschaft eG<br />

Aufsichtsrat, Vorstand, Mitarbeiter<br />

Seite 55


Mitglieder der<br />

Vertreterversammlung<br />

Stand 31.12.2004<br />

Organe<br />

Wahlbezirk 1<br />

Volker Fliegner, Lübeck<br />

Joachim Wendt, Lübeck<br />

Wahlbezirk 2<br />

Hans Dieter Fischer, Lübeck<br />

Udo Leuchtmann, Lübeck<br />

Erich Ohrmundt, Lübeck<br />

Oliver Stieglitz, Lübeck<br />

Wahlbezirk 3<br />

Walter Czepalla, Lübeck<br />

Meta Möller, Lübeck<br />

Winfried Schmidt, Lübeck<br />

Wahlbezirk 4<br />

Margret Richter, Lübeck<br />

Horst Trense, Lübeck<br />

Wahlbezirk 5<br />

Horst Günther, Lübeck<br />

Sven-Christian Timm, Lübeck<br />

Wahlbezirk 6<br />

Klaus Rohn, Lübeck<br />

Wahlbezirk 7<br />

Erika Mecker, Lübeck<br />

Dieter Mertens, Lübeck<br />

Claus Röhl, Lübeck<br />

Wahlbezirk 8<br />

Eva Hansen, Lübeck<br />

Wahlbezirk 9<br />

Stefan Harder, Lübeck<br />

Ursula Karow, Lübeck<br />

Otto Siewert, Lübeck<br />

Wahlbezirk 10<br />

Ulrich Süchting, Bad Schwartau<br />

Wahlbezirk 11<br />

Brigitte Garstecki, Lübeck<br />

Hans-Joachim Suck, Lübeck<br />

Wahlbezirk 12<br />

Dieter Höppner, Lübeck<br />

Manfred Keller, Lübeck<br />

Helmut Pschierer, Lübeck<br />

Seite 56<br />

Wahlbezirk 13<br />

Hans-Harald Grotzky, Lübeck<br />

Carsten Thiemann, Lübeck<br />

Eckhard Weiß, Lübeck<br />

Wahlbezirk 14<br />

Adolf Borchert, Ratzeburg<br />

Gerhard Zander, Ratzeburg<br />

Wahlbezirk 15<br />

Hans Zylau, Büchen<br />

Wahlbezirk 16<br />

Degenhard Christen, Lauenburg<br />

Rainer Müller, Lauenburg<br />

Wahlbezirk 17<br />

Karl-Heinz Buck, Schwarzenbek<br />

Rainer Dekarski, Schwarzenbek<br />

Alfred Gnosa, Schwarzenbek<br />

Botho Grabbe, Schwarzenbek<br />

Wahlbezirk 18<br />

Manfred Fett, Schwarzenbek<br />

Hartmut Kroh, Schwarzenbek<br />

Walter Zimmermann, Schwarzenbek<br />

Wahlbezirk 19<br />

Rainer Jacobs, Wentorf<br />

Hans-Günther Trilk, Wentorf<br />

Rolf Zimmermann, Wentorf<br />

Wahlbezirk 20<br />

Gerhard Mint, Börnsen<br />

Rotraud Platz, Börnsen<br />

Wahlbezirk 21<br />

Rüdiger Au, Geesthacht<br />

Hendrick Baldin, Geesthacht<br />

Jürgen Rabe, Geesthacht<br />

Wahlbezirk 22<br />

Brigitte Beck, Reinfeld<br />

Wahlbezirk 23<br />

Gretel Both, Bad Oldesloe<br />

Horst Fabritz, Bad Oldesloe<br />

Friedrich-K. Kümmel, Bad Oldesloe<br />

Karl-Heinz Witt, Bad Oldesloe<br />

Aus dem Kreise unserer<br />

Vertreterversammlung<br />

verloren wir durch Tod<br />

Heinz Hocke,<br />

Brunsbüttel<br />

Wir werden dem Verstorbenen<br />

ein ehrendes<br />

Andenken bewahren.


Wahlbezirk 24<br />

Horst Beuchling, Bargteheide<br />

Heinz Bork, Bargteheide<br />

Wahlbezirk 25<br />

Herbert Bertolatus, Ahrensburg<br />

Achim Böhnke, Ahrensburg<br />

Hermann Faak, Ahrensburg<br />

Erika Herzberg, Ahrensburg<br />

Eckhard Langmann, Hamburg<br />

Gisela Thiele, Ahrensburg<br />

Wahlbezirk 26<br />

Marlies Clausen, Ahrensburg<br />

Walter Klimt, Ahrensburg<br />

Wahlbezirk 27<br />

Gerhard Jaeger, Ahrensburg<br />

Horst Nissen, Ahrensburg<br />

Karl-Otto Pankow, Ahrensburg<br />

Gerhard Tetzlaff, Ahrensburg<br />

Wahlbezirk 28<br />

Sven Jung, Großhansdorf<br />

Gerd Koschke, Großhansdorf<br />

Thomas Mohr, Großhansdorf<br />

Wahlbezirk 29<br />

Hans-Joachim Rücklies, Trittau<br />

Alfred Wilke, Trittau<br />

Erika Winterberg, Trittau<br />

Wahlbezirk 30<br />

Karin Grantz, Neustadt<br />

Jürgen Heyden, Neustadt<br />

Gabriele Walter, Neustadt<br />

Horst Wichmann, Neustadt<br />

Wahlbezirk 31<br />

Jürgen Bahr, Neumünster<br />

Aurora Bernhardt, Neumünster<br />

Hans-Ulrich Thiel, Neumünster<br />

Helmut Tietz, Neumünster<br />

Wahlbezirk 32<br />

Holger Matthiesen, Flensburg<br />

Heide Pechau, Flensburg<br />

Dieter Peters, Flensburg<br />

Wahlbezirk 33<br />

Karl Arend, Flensburg<br />

Dieter Bock, Flensburg<br />

Otto Frank, Flensburg<br />

Karl-Heinz Langer, Flensburg<br />

Wahlbezirk 34<br />

Dieter Everding, Flensburg<br />

Hans-Martin Loock, Flensburg<br />

Wahlbezirk 35<br />

Peter Friedrichsen, Harrislee<br />

Wahlbezirk 36<br />

Lothar Knoll, Husum<br />

Wahlbezirk 37<br />

Egon Bock, Brunsbüttel<br />

Alfred Böttjer, Brunsbüttel<br />

Heinz Hocke, Brunsbüttel †<br />

Wahlbezirk 38<br />

Heinz Asmus, Elmshorn<br />

Bärbel Brosch, Elmshorn<br />

Peter Grube, Elmshorn<br />

Cornelia Neubauer, Elmshorn<br />

Wahlbezirk 39<br />

Richard Kahl, Elmshorn<br />

Robert Sonnleitner, Elmshorn<br />

Wahlbezirk 40<br />

Hans Böckmann, Elmshorn<br />

Klaus Butenschön, Elmshorn<br />

Hans H. Gertz, Elmshorn<br />

Hans-J. Werner, Elmshorn<br />

Wahlbezirk 41<br />

Friedrich-W. Donau, Elmshorn<br />

Wilfried Giering, Elmshorn<br />

Wahlbezirk 42<br />

Willy Lukas, Elmshorn<br />

Klaus Dieter Rohr, Elmshorn<br />

Günther Völsch, Elmshorn<br />

Hans-Peter Voß, Elmshorn<br />

Wahlbezirk 43<br />

Josef Joschko, Norderstedt<br />

Walter Steenwerth, Norderstedt<br />

Hartmut Wilcke, Norderstedt<br />

Wahlbezirk 44<br />

Herbert Ely, Crivitz<br />

Manfred Kleist, Crivitz<br />

August Schmidt, Crivitz<br />

Wahlbezirk 45<br />

Gerd Winkelmann, Warin<br />

Wahlbezirk 46<br />

Günter Busch, Hagenow<br />

Jörg Scharf, Hagenow<br />

Annette Schomann, Hagenow<br />

Hans Wulsdorf, Hagenow<br />

Wahlbezirk 47<br />

Erwin Elsner, Wittenburg<br />

Christiane Schult, Wittenburg<br />

Wahlbezirk 48<br />

Siegfried Blömker, Schwerin<br />

Rudolf Drabner, Schwerin<br />

Horst Feige, Schwerin<br />

Roland Hagemann, Schwerin<br />

Werner Hagemann, Schwerin<br />

Alfred Meschutt, Schwerin<br />

Manfred Strauß, Schwerin<br />

Günter Zess, Schwerin<br />

Wahlbezirk 49<br />

Manfred Rieck, Boltenhagen<br />

Wahlbezirk 50<br />

Joseph Goerres, Bad Segeberg<br />

Wahlbezirk 51<br />

Dieter Amtmann, Kaltenkirchen<br />

Gerhard Haß, Kaltenkirchen<br />

Wahlbezirk 52<br />

Walter Poschadel, Grevesmühlen<br />

Seite 57


Jahresabschluss 2004<br />

SCHLESWIG-HOLSTEIN<br />

Harrislee<br />

143<br />

Husum<br />

287<br />

Brunsbüttel<br />

365<br />

Die Wohnungen der<br />

NEUE LÜBECKER auf einen Blick<br />

Glücksburg<br />

44<br />

Flensburg<br />

979<br />

Seite 58<br />

Eckernförde<br />

63<br />

Standorte mit mehr als 200 Wohnungen<br />

Standorte mit weniger als 200 Wohnungen<br />

Eutin<br />

15 Neustadt<br />

Neumünster<br />

510<br />

Kellinghusen 489<br />

Bad Schwartau<br />

26<br />

Bad Segeberg<br />

121<br />

93<br />

Boltenhagen<br />

Bad Bramstedt<br />

141<br />

30<br />

Reinfeld<br />

113<br />

Kaltenkirchen<br />

Lübeck<br />

Bad Oldesloe<br />

Grevesmühlen<br />

200<br />

3.335<br />

472<br />

Groß Grönau<br />

139<br />

Warin<br />

Barmstedt<br />

Bargteheide 14<br />

113<br />

39 Tangstedt<br />

Elmshorn 18 234 Ratzeburg<br />

Lübstorf<br />

1.939 Norderstedt Großhansdorf 244<br />

57<br />

291<br />

280<br />

Ahrensburg<br />

Breitenfelde<br />

Demen<br />

Schwerin<br />

1.417<br />

Trittau 12 Mölln<br />

10<br />

989<br />

Hamburg Reinbek 299 Basthorst 20<br />

Crivitz<br />

12<br />

Wentorf<br />

8<br />

Zarrentin<br />

260<br />

279<br />

Schwarzenbek 24<br />

Wittenburg<br />

Börnsen 882<br />

226<br />

Büchen<br />

148<br />

129<br />

Geesthacht Lauenburg<br />

Hagenow<br />

401<br />

316<br />

549<br />

Neuhaus<br />

72<br />

MECKLENBURG-<br />

V ORPOMMERN


Wohnungsbestand am 31.12.2004<br />

Ort WE Stadt bzw. Kreis WE<br />

Lübeck 3.335 Hansestadt Lübeck 3.335<br />

Bad Schwartau 93<br />

Neustadt 510<br />

Eutin 15 Ostholstein 618<br />

Schwarzenbek 882<br />

Geesthacht 401<br />

Wentorf 279<br />

Lauenburg 316<br />

Ratzeburg 244<br />

Büchen 129<br />

Börnsen 226<br />

Groß Grönau 14<br />

Mölln 20<br />

Breitenfelde 12<br />

Basthorst 12 Herzogtum Lauenburg 2.535<br />

Ahrensburg 1.417<br />

Bad Oldesloe 472<br />

Großhansdorf 280<br />

Trittau 299<br />

Bargteheide 234<br />

Reinfeld 113<br />

Reinbek 8<br />

Tangstedt 18 Stormarn 2.841<br />

Brunsbüttel 365 Dithmarschen 365<br />

Elmshorn 1.939<br />

Barmstedt 39 Pinneberg 1.978<br />

Ort WE Stadt bzw. Kreis WE<br />

Harrislee 143<br />

Glücksburg 44 Schleswig-Flensburg 187<br />

Flensburg 979 Stadt Flensburg 979<br />

Norderstedt 291<br />

Kaltenkirchen 200<br />

Bad Bramstedt 30<br />

Bad Segeberg 121 Segeberg 642<br />

Husum 287 Nordfriesland 287<br />

Neumünster 489 Stadt Neumünster 489<br />

Eckernförde 63 Rendsburg-Eckernförde 63<br />

Kellinghusen 26 Steinburg 26<br />

Schwerin 989 Stadt Schwerin 989<br />

Hagenow 549<br />

Wittenburg 148<br />

Zarrentin 24 Ludwigslust 721<br />

Crivitz 260<br />

Demen 10 Parchim 270<br />

Warin 113<br />

Lübstorf 57<br />

Boltenhagen 141<br />

Grevesmühlen 139 Nordwestmecklenburg 450<br />

Neuhaus 72 Lüneburg-Land 72

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