Presentation der Schüler - Joseph Niel

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Presentation der Schüler - Joseph Niel

Lied, Musik und Tanz in

der Geschichte und

heutigen Zeit


„Das Das Lied der Deutschen“

Geschichte der deutschen Nationalhymne

� Alles begann mit der Melodie. Sie wurde nämlich als

erstes noch vor dem Text erfunden. Im Jahr 1797

komponierte Franz Joseph Haydn die Melodie zu

einem Text von Lorenz Leopold Haschka.

� 1806 wurde das Reich deutscher Nation unter Druck

Napoleons aufgelöst. Nach Napoleonischer Zeit blieb

Deutschland ein loser Staatbund und erst mit dem

Erwachen des Deutschen Nationalismus wurde die

Frage nach einer einheitlichen Hymne ein Thema.


Melodie und Text

Joseph Haydn

August Heinrich

Hoffmann von

Fallersleben


August Heinrich Hoffmann von

Fallersleben

� August Heinrich Hoffmann von Fallersleben wurde

am 2. April 1798 in Fallersleben (heute Wolfsburg)

geboren. Er studierte in Göttingen und in Bonn.

Danach ging er nach Berlin und wurde Bibliothekar

an der Universität in Breslau.

� 1841 musste Hoffmann von Fallersleben wegen

seiner nationalliberalen Ideen und Werken ins Exil

nach Helgoland, was damals England war, gehen. Als

er mit dem Schiff dorthin floh, hörte er das „God

Save the King“ der Engländer und die

„Marseillaise“ der Franzosen.


Es gab nichts, was für die Deutschen gespielt wurde.

Mit dieser Idee und mit dem Gedanken, dass

Deutschland über alles ging, schrieb er am 26. August

1841 den Text der heutigen Nationalhymne. Text und

Melodie waren nun erfunden. Hoffmann verkaufte es

einem Verleger und wählte dazu die Melodie von

Haydns Kaiser-Hymne. Es wurde am 1. September

1841 veröffentlicht.


Deutschland Hymne

� Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt,

� wenn es stets zu Schutz und Trutze brüderlich zusammenhält.

� Von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt -

� Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt!

� Deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher Sang,

� sollen in der Welt behalten ihren alten schönen Klang,

� uns zu edler Tat begeistern unser ganzes Leben lang -

� Deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher Sang!

� Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland,

� danach lasst uns alle streben brüderlich mit Herz und Hand!

� Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes Unterpfand -

� Blüh´ im Glanze dieses Glückes, blühe deutsches Vaterland!


Hoffmanns Lied wurde immer bekannter und 1914 sangen

tausende von Soldaten das Lied, als sie für Deutschland

kämpften. In dem Ersten Weltkrieg war es fast eine

Notwendigkeit auf dem Schlachtfeld zu singen. Der Nebel und

Pulverdampf waren dicht, also sangen die Soldaten, um nicht

von der eigenen Seite beschossen zu werden. Direkt nach dem

1. Weltkrieg wurde das Lied von den Siegern verboten. Es war

aber der Anfang der deutschen Demokratie und ein geeinigtes

demokratisches Deutschland brauchte ein dafür stehendes

Lied. Die führenden Politiker der Weimarer Republik

bestimmten „Das Lied der Deutschen“ als die offizielle

Nationalhymne Deutschlands.


� Dann kamen die Nazis an die Macht in Deutschland. Sie sangen nur die

erste Strophe. Durch diese Zeit nahm es die Bedeutung von

Herrschaftsansprüchen, Überheblichkeit und Hochmut an. Deswegen

wurde es nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges von den Alliierten

wieder verboten.

� Als die Bundesrepublik Deutschland gegründet wurde, gab es keine

Nationalhymne. Bundespräsident Theodor Heuss hatte die Aufgabe eine

Lösung für diese Debatte über die Nationalhymne zu finden. Heuss gehörte

zu den Idealisten, die ein neues Lied wollten. Dann gab es die Pragmatiker,

wie Kanzler Konrad Adenauer; er wollte nur die dritte Strophe von dem

Lied haben.

� Die dritte Strophe, mit Schlagwörtern wie „Einigkeit, Recht und Freiheit“

passten genau in einen neuen Anfang für Deutschland.

Deutschland


� Am 18 April 1950 machte Adenauer den ersten Schritt: Nach

einer Rede sang er plötzlich die dritte Strophe des Liedes.

Nach vielen Debatten akzeptierte Heuss diese Lösung: Die

dritte Strophe des Liedes als Nationalhymne, so wie wir sie

heute auch kennen. Dann wurde „Das Lied der Deutschen“

zum Symbol von etwas Gutem, was vom alten Deutschland

stammte.

� Das Lied der Deutschen blieb bis zum Fall der Berliner Mauer

die Nationalhymne der BRD. Nach der Wiedervereinigung

legten Kanzler Helmut Kohl und Bundespräsident Richard von

Weizsäcker fest, dass „Das Lied der Deutschen“ als

Nationalhymne bleiben sollte.


Hymne : Dritte Strophe des Gedichts

„Das Lied der Deutschen“ von

Hoffmann von Fallersleben

noten-nationalhymne[1].pdf


20er und 30er Jahre


Tanz und Musik

Es schien, als ob sich die Menschen die Kriegsjahre vom Leib tanzen und

zugleich ihre Hoffnungen mit dem Tanz ausdrücken wollten, als 1918 das

Tanzverbot aufgehoben wurde. Es gab einen wahrhaften Tanztaumel, der eine

komplette Veränderung des Gesellschaftstanzes mit sich brachte.

Die neuen Tänze hatten afrikanische und amerikanische Wurzeln. In diesen

neuen Tänzen und der dazugehörigen Musik drückte sich die neue Rolle der

Frau aus, die ein neues Selbstbewusstsein erlangte und nun nicht nur auf dem

Tanzparkett eine Führungsrolle übernahm. Die neuen Tänze machten die

Tänzer (Mann und Frau) „gleich“.

Den Anfang der neuen und wilden Tänze machte der Foxtrott, der 1918 mit

dem dazugehörigem Ragtime von den Amerikanern mitgebracht wurde. Dieser

Foxtrott war wild und wenig reglementiert, eher eine Art zappeliger Stepptanz.

Um 1920 trat der Shimmy und Jazzmusik das Erbe des Foxtrotts an und

brachte auch eine Veränderung der Tanzkapellen mit sich, die nun mehr auf

den Jazz ausgerichtet waren.

Jazz und die neuen Klänge, wie z.B. Trompeten, Gitarren, Saxophone und

Schlagzeug spalteten die Gemüter. Die einen fanden es grotesk, die anderen

waren von den neuen Möglichkeiten fasziniert. Auch der Tanz an sich stieß

nicht nur auf Gegenliebe, denn die Tänze bekamen eine neue Körperlichkeit

und Erotik, die letztlich in dem Charleston gipfelte.


Es waren nicht nur Künstler, die die Jazzlokale besuchten.

Menschen aus allen Bevölkerungsschichten konnten sich der

Verruchtheit der Tanzkneipen hingeben, zumindest für die

begrenzte Zeit des Wochenendes (siehe die Bilder von Otto

Dix).

Eine Vorliebe für Jazz und Swing aus Amerika entwickelte

sich in Deutschland: Louis Daniel „Satchmo“ Armstrong,

amerikanischer Jazztrompeter und Sänger war sehr beliebt.

Tänze der 20er Jahre. Hier eine kurze Aufzählung mit

Beschreibung der drei wichtigsten und populärsten Tänze der

zwanziger Jahre nicht nur in Deutschland, sondern in Europa.


Foxtrott:

� Entstand 1910 in Amerika und kam erst 1918 nach

Deutschland. Es gibt viele Abwandlungen und

Entwicklungen des Foxtrotts, von komplizierten Schritten

bis zum einfachen und beliebten Tanz der heutigen Zeit.

Durch eine vereinfachte Schrittfolge und schnelleres

Tempo entstand aus ihm 1924 der sogenannte Quickstep.


Shimmy:

Gesellschaftstanz des 20. Jh. aus afroamerikanischer

Herkunft. Er kam in den Jahren 1920 und 1921 in Europa

zu großer Verbreitung als beliebter Modetanz. Er ist mit dem

Foxtrott verwandt. Die dazugehörige Musik ist

ragtimeverwandter Jazz mit 4/4 – oder ¾ - Takt. Die Beine

werden bei diesem Tanz steif gehalten und die Fußspitzen

bleiben geschlossen. Dies ist auch das Besondere des

Shimmys: Es wurde erstmals auf virtuose Beintechnik

verzichtet, stattdessen bewegt man schüttelnd Becken, Hüfte

und Po. Dies macht den Shimmy zu einem sogenannten

Platztanz.


Charleston:

Hat seine Bezeichnung von der gleichnamigen Stadt in South

Carolina. Wurde 1922 in New York erstmals von einer

Tanztruppe vorgeführt. Fand um 1925 seinen Einzug in die

Tanzsalons Europas, wo er allerdings schon nach kurzer Zeit

die Wildheit seiner Bewegungen einbüßte und in gemäßigter

Form getanzt wurde. Die Besonderheit des Tanzes ist, dass die

Unterschenkel wild seit- oder rückwärts nach oben geworfen

werden während die Knie geschlossen bleiben


Schüler üben den Charleston


Tänze


Schülerinnen zeigen Foxtrottschritte


Die goldenen 20er Jahre/ Mix


Weitere Schülertexte


Jazz


Deutsche Sänger/innen der 20er und

30er Jahre




DIE GUTE-LAUNE-MUSIK der 20er/30er Jahre

Comedian Harmonists

Veronika, der Lenz ist da

Veronika, der Lenz ist da, die Mädchen singen Trallala,

die ganze Welt ist wie verhext, Veronika, der Spargel wächst.

Veronika, die Welt ist grün, drum laß uns in die Wälder ziehn,

sogar der Großpapa sagt zu der Großmama:

Veronika, der Lenz ist da.

Mädchen lacht, Jüngling spricht,

Fräulein, wolln Sie oder nicht, draußen ist Frühling.

Der Poet Otto Licht hält es für seine Pflicht,

er schreibt dieses Gedicht. :

Veronika, der Lenz ist da, die Mädchen singen Trallala,

die ganze Welt ist wie verhext, Veronika, der Spargel wächst.

Veronika, die Welt ist grün, drum laß uns in die Wälder ziehn,

sogar der Großpapa sagt zu der Großmama:

Veronika, der Lenz ist da.


� Blumen im Garten,

so zwanzig Arten,

von Rosen, Tulpen und Narzissen,

leisten sich heute

die kleinsten Leute,

das will ich alles gar nicht wissen.

Mein kleiner grüner Kaktus

steht draußen am Balkon,

hollari, hollari, hollaro.

Was brauch ich rote Rosen,

was brauch ich roten Mohn,

hollari, hollari, hollaro.

Und wenn ein Bösewicht

was Ungezognes spricht,

dann hol ich meinen Kaktus

und der sticht, sticht, sticht.

Mein kleiner grüner Kaktus

steht draußen am Bakon,

hollari, hollari, hollaro.

Man find gewöhnlich

die Frauen ähnlich

den Blumen, die sie gerne tragen.

Doch ich sag täglich,

das ist nicht möglich,

was soll'n die Leut sonst von mir sagen.

Comedian Harmonists

mein kleiner grüner Kaktus

� Mein kleiner ...

Heute um viere

klopfts an die Türe.

Nanu, Besuch so früh am Tage?

Es war Herr Krause

vom Nachbarhause,

der sagt: "Verzeihn sie, wenn ich frage?

Sie hab'n doch einen Kaktus,

da draußen am Balkon,

der fiel soeben runter,

was halten sie davon?

Er fiel mir auf's Gesicht,

ob's glauben oder nicht,

nun weiß ich daß ihr kleiner grüner Kaktus

sticht.

Bewahrn' sie ihren Kaktus

gefälligst anderswo,

hollarie, hollarie, hollaro.


� Lieber Leierkastenmann

Jeder schimpft heut auf Berlin,

alle aber loben Wien,

überall steht ein Tenor

und singt Wiener Lieder vor.

Niemals hörte ich in Wien

Lieder aus der Stadt Berlin,

doch, ich muss euch eingesteh`n,

ich find sie genauso schön;

es braucht nicht gleich von Mozart

sein,

es kann vielleicht auch so zart sein:

Claire Waldoff

Lieber Leierkastenmann,

fang noch mal von vorne an

deine alten Melodien

von der schönen Stadt Berlin.

Stehst du unten uff`n Hof,

wird mir jleich ums Herz janz doof;

noch eenmal so`n junget Blut sein,

noch eenmal im Tanz sich zärtlich drehn.

Lasst man, Kinder, lasst man jut sein,

unsre Stadt Berlin is doch janz schön.


LOUIS PRIMA

singt „Schöner Gigolo, armer Gigolo“

(zuerst auf Deutsch gesungen, dann auf Englisch „Just a Gigolo“)

� Schöner Gigolo, armer Gigolo

Der kleine Leutnant, er war der beste

Reiter,

und alle Herzen, sie flogen ihm gleich zu.

Er konnte küssen und tanzen, wie kein

zweiter,

er kam und sah und siegte auch im Nu.

Viel Monde hat er gekämpft in Frankreich

drüben,

bald an der Weichsel, Piave, irgendwo;

jetzt ist ihm nichts mehr geblieben,

er wurde Gigolo.

Schöner Gigolo, armer Gigolo, denke nicht mehr an

die Zeiten,

wo du als Husar, goldverschnürt sogar, konntest durch

die Strassen reiten.

Uniform passée, Liebchen sagt: Adieu! Schöne Welt

du gingst in Fransen!

Wenn das Herz dir auch bricht, zeig' ein lachendes

Gesicht,

man zahlt und du musst tanzen.

Er wurde Tänzer, die Erde dreht sich weiter,

der kleine Leutnant tanzt für sein täglich Brot.

Wenn nur das Mütterchen einmal wieder heiter,

sie darf nichts fühlen mehr von bittrer Not.

Dort wo beim Sekt er gelauscht der schönen Lieder,

wo er getanzt hat in Dulci Jubilo;

dort tanz er täglich, jetzt wieder,

doch nur als Gigolo.


Die Film- und Kinomusik

� In den Zwanziger Jahren war Deutschland der europäische Staat mit

den meisten Kinos. Täglich gingen zwei Millionen Menschen in die

Kinos. Deutschland produzierte in den 20er und 30er Jahren mehr

Filme als alle anderen europäischen Staaten zusammen. Der

deutsche Film brachte einige große Regisseure mit bedeutenden

Produktionen hervor, wie z.B. „Das Kabinett des Dr. Caligari“

(1919/ 1920) von Robert Wiene.

� Die Film- und Kinomusik ist genauso alt wie die bewegten Bilder in

Film und Kino. Bereits in der Frühzeit des Films waren öffentliche

Vorführungen mit musikalischer Begleitung üblich. Sogar die

Epoche des Stummfilms wurde von Klaviermusik begleitet.


Ende der 20er, Anfang der 30er

Jahre

Filme / Musik / Lieder

� Sehr wichtig waren die neuen Tonfilme, die oft musikalische Stücke

miteinbezogen. Beliebt waren auch Operetten (leichte Opern) und frühe

Musicals, die klassische Musik mit der neuen Unterhaltungsmusik

zusammenbrachten.

� Lieder ,Musicals & Operetten der 30iger Jahre:

1930: „Mackie Messer“ aus der Dreigroschenoper (Bertolt Brecht)

1930: „Ich bin die Christl von der Post“ aus Im weißen Rößl (Lucia Popp)

1930: 1930: „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ aus der Blaue

Engel (Marlene Dietrich)

1930:„Ein 1930 „Ein Freund, ein Guter Freund“, „Liebling, mein Herz lässt dich

grüßen“ aus „Die drei von der Tankstelle“ (Heinz Rühmann und Willy

Fritsch)


Die Moritat von Mackie Messer

� Und der Haifisch, der hat

Zähne und die trägt er im

Gesicht und Macheath, der

hat ein Messer doch das

Messer sieht man

nicht. Ach, es sind des

Haifischs Flossen rot, wenn

dieser Blut vergießt. Mackie

Messer trägt 'nen

Handschuh drauf man keine

Untat liest.

(Dreigroschenoper / Bertolt Brecht)

� An 'nem schönen blauen

Sonntag liegt ein toter Mann

am Strand und ein Mensch

geht um die Ecke den man

Mackie Messer nennt. Und

Schmul Meier bleibt

verschwunden und so

mancher reiche Mann und

sein Geld hat Mackie

Messer dem man nichts

beweisen kann…


Ich bin die Christel von der Post

� Ich bin die Christel von der Post;

Klein das Salär und schmal die

Kost.

Aber das macht nichts, wenn man

noch jung ist -

Wenn man nicht übel, wenn man

im Schwung ist.

Ohne zu klagen

Kann man's ertragen.

Wenn man dabei

Immer lustig und frei!

Bin ja die Christel von der Post!

(Im weißen Rößl)

� Mein Amt ist herrlich,

Wenn auch gefährlich.

Auf die Adresse kommt es an;

Ist's ein galanter,

Ist's ein charmanter,

Wird es fatal oft dann und wann.

Statt Rezepisse

Möchte gern küssen;

Pfiffig jedoch benehm' ich mich

da!

Lass 'ihn vor allem

's Porto erst zahlen.

Sage dann lachend zu ihm: ja, ja!

Einen Kuss

Wenn ich muss, wenn ich muss...


Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt

� Ein rätselhafter Schimmer,

� Ein "je ne sais-pas-quoi"

� Liegt in den Augen immer

� Bei einer schönen Frau.

� Doch wenn sich meine

Augen

� Bei einem vis-à-vis

� Ganz tief in seine saugen

� Was sprechen dann sie?:

(Der blaue Engel)

� Ich bin von Kopf bis Fuß

� Auf Liebe eingestellt,

� Denn das ist meine Welt.

� Und sonst gar nichts.

� Das ist, was soll ich

machen,

� Meine Natur,

� Ich kann halt lieben nur

� Und sonst gar nichts…


„Ein Ein Freund, ein guter Freund“

(Die drei von der Tankstelle)

Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste, was es gibt auf der Welt.

Ein Freund bleibt immer Freund und wenn die ganze Welt zusammenfällt.

Drum sei auch nie betrübt, wenn dein Schatz dich nicht mehr liebt.

Ein Freund, ein guter Freund, das ist der größte Schatz, den es gibt.

Sonniger Tag, Wonniger Tag! Klopfendes Herz und

der Motor ein Schlag!

Lachendes Ziel, Lachender Start und eine herrliche

Fahrt!

Rom und Madrid nehmen wir mit. So ging das Leben

im Taumel zu dritt!

Über das Meer, über das Land, haben wir eines

erkannt:


Liebling, mein Herz lässt dich grüßen

� Liebling, mein Herz lässt dich

grüßen und dir sagen,

� wie gut ich dir bin. Liebling, mein

Herz lässt dich grüßen,

� nur mit dir allein, kann es

glücklich sein, all meine Träume,

� die süßen, leg ich in den Gruß mit

hinein.

� Lass nicht die Tage verfließen,

bald ist der Frühling dahin.

� Liebling, mein Herz lässt dich

grüßen und dir sagen, wie gut ich

dir bin.

(Die drei von der Tankstelle)

� Noch verknüpft uns nur

Sympathie, noch sagen wir "Sie"

und küssten uns nie.

� Doch im Traume sag ich schon

"Du" und flüstere leis dir zu:

Liebling, mein Herz lässt dich

grüßen, nur mit dir allein,

� kann es glücklich sein, all meine

Träume, die süßen, leg ich in den

Gruß mit hinein.

� Lass nicht die Tage verfließen,

bald ist der Frühling dahin.

� Liebling, mein Herz lässt dich

grüßen und dir sagen, wie gut ich

dir bin.


Besuch eines Konzertes in Kassel /Mai 2009

(Filmlieder der 30er Jahre)


Radio als Musikträger

Radioapparate, die noch Detektoren genannt wurden,

besaßen nur wenige Familien und wurden aus

Kostengründen häufig selbst zusammengebaut. Richard

Tauber war der Starinterpret einer im Radio übertragenen

Operette. Musiksendungen, Autorenlesungen und Hörspiele

erfreuten sich großer Beliebtheit, politische Sendungen

waren hingegen weitgehend tabu.


Radio in den 20 er Jahren


Radio-Werbung


MODISCHE VERÄNDERUNGEN

Frisuren

Einige der entscheidensten Veränderungen in der Geschichte der Damenmode fanden in

den Zwanziger Jahren statt. Während des Ersten Weltkrieges waren die jungen Frauen

dazu übergegangen das Haar kürzer zu tragen, weil die Langhaarfrisuren der

Vorkriegsmode sie bei der Arbeit auf dem Bauernhof oder in den Munitionsfabriken

störten. Wie die Kleidermode in den Zwanziger Jahren sollte sich auch die Haarmode

gründlich verändern. Die Damen trugen jetzt Bubikopf.

Der revolutionäre Bubikopf wurde von dunkel umrahmten Augen und einem tiefroten

Mund mit deutlich ausgemalten Amorbogen ergänzt. Der neue Frauentyp wurde als

„garconne“ bezeichnet.

3. Eine andere neue Frisur war der noch kürzerer Etonschnitt. Die ganze Aufmachung war

eine Provokation. Jedes "Flappergirl" zupfte sich nun die Augenbrauen, lackierte die Nägel

und tuschte die Wimpern. Sich in der Öffentlichkeit zu schminken, galt als ungehörig und

gerade deswegen als sehr schick. 1921 entwickelten Elizabeth Arden und auch die Polin

Helena Rubinstein die wasserfeste Wimperntusche. Der Wettkampf in der

Kosmetikindustrie begann.

4. Für den Abendauftritt veränderten die Damen ihren kurzen androgynen Bob. Streng

gescheitelt schmiegte sich das Haar mit Pomade brillant an den Kopf.


Hutmode

� Der Hut galt neben seiner schützenden Funktion auch als Erkennungszeichen

für soziale Herkunft, Religion, Nationalität und politische Zugehörigkeit.

� Im 20. Jahrhundert ist der Hut vor allem Teil der Mode. Um 1900 verlangte die

Etikette von Damen, dass sie nicht ohne Hut das Haus verließ. Die Hüte

symbolisierten den Wohlstand der Trägerin. Um 1908 waren die Hüte sehr

groß und üppig dekoriert. Der Modemacher Paul Poiret entdeckte den Turban,

welcher schnell einer der beliebtesten Kopfbedeckungen wurde. Die Trägerin

konnte durch die verschiedensten Formen und Qualitäten ein individuelles

Erscheinungsbild hervorbringen

� In der Alltagsmode war ab 1923, der Glockenhut, Cloche genannt, in den

Zwanziger Jahren überall zu sehen. Der Cloche erfreute sich besonderer

Beliebtheit. Der Hut sollte so schmal und elegant wie Figur und Kleid sein. In

unendlichen Variationen wurde er aus Filz, Velours oder Stroh hergestellt.

� In den Zwanziger Jahren wurden die schweren Hüte durch die schmale Toque

abgelöst. Unter einem Toque konnte die Kurzhaarfrisur des Bubikopfes nicht

vollständig verdeckt werden.


Damenmode

Bei den Accessoires kam es nicht auf den Wert, sondern auf die

schockierende Wirkung an. Deshalb war die endlose Zigarettenspitze sehr

begehrt. Sie gaben den Damen einen leicht mondänen Anstrich. Mit zum

Abendoutfit gehörten auch meistens Perlenketten, Boas, Stirnbänder und

Handtaschen. Mit den kürzeren Röcken standen in den 20er Jahren die

Beine und Schuhe im Rampenlicht. Die Abendschuhe glänzten aus fein

gewebten Stoffen, durch Gold- und Silberleder, waren teilweise mit

Metallfäden bestickt und hatten mitunter zierende Schnallen aus Perlmutt,

Emaile, Strass oder Perlen.

In den Zwanziger Jahren waren die Abendschuhe zum Tanzen gedacht, sie

durften bei Charleston und Shimmy nicht von den Füßen fallen.


Fotos Mode Frisuren


Herrenmode

1919 sah man die Männer noch im Gehrock mit Zylinder. Die Herrenmode in den

Zwanziger Jahren war überwiegend klassisch, dunkel und korrekt. Zu Beginn des

Jahrzehnts war die Form des Sakkos recht gedrungen. Im Lauf des Jahrzehnts

wurde diese Jackenform legerer, leicht tailliert und weniger gepolstert. Der

beliebte Tagesanzug dieser Zeit geht auf den Namen des deutschen Reichskanzler

Stresemann zurück und wird heute noch gern zu Festlichkeiten getragen. Er

besteht aus einem einreihigen schwarzen Sakko, grauer Weste, heller Krawatte

und gestreifter Hose.

Betont modisch waren die Knickerbockers, mit langem Jackett als Golfanzug

getragen, waren sie auch in der Kombination mit auffälligen Kniestrümpfen und

Norweger-Pullover auf dem Land und beim Sport modern. Knickerbocker

gehörten zur üblichen Kleidung in der Freizeit. 1922 wurde die Oxford- oder

Tangohose mit eng geschnittenem Sakko getragen. Die Oxfordhose wirkte

provokant und ausgefallen. In der Freizeitbekleidung trug man statt der Weste

einen Pullover unter dem Sakko. Im Alltag und zu formellen Anlässen trug der

Herr stets Hut, Mantel und Handschuhe. Herrenmäntel waren den Sakkos ähnlich,

immer der Mode folgend.

In der Oberschicht zog man sich zum Abendessen um, so wurde am Abend als

Alternative zum Frack ein Smoking getragen. Die Klassenmerkmale in der


Herrenmode


OTTO DIX

malt „die goldenen Jahre“

� Das „Großstadt – Tryptychon“ von Otto Dix in der

Galerie der Stadt Stuttgart kann wohl mit Recht als

das bekannteste Gemälde der „goldenen Zwanziger“

bezeichnet werden. Mehr noch: Da es 1927/28 kurz

vor der großen Weltwirtschaftskrise, die das Ende der

ersten deutschen Republik einläutete, entstand, gilt

es als Inbegriff der „Roaring Twenties“, als Sittenbild

einer dekadenten, Gewissen und Bewusstsein in

fragwürdigen Vergnügungen betäubenden

Gesellschaft.


Die Großstadt-Triptychons


Tänzerin in den 20er Jahren

� Bildnis der Tänzerin

Anita Berber, 1925


Tanzsaal in den 20er Jahren


� Dix führt uns auf das spiegelnde Parkett eines Tanzsaals. Eine

Musikkapelle spielt. Welche Art Musik sie macht, zeigen

Saxophon und Schlagzeug: es handelt sich um Jazz. Jazz.

Ein Paar

tanzt dazu den Shimmy, Shimmy,

einen dem Charleston ähnlichen

Modetanz der zwanziger Jahre. Es ist schon von ganz eigenem

Witz, wie Dix Tempo und Ausdruck der neuen, wilden Musik

in Gestik und Mimik der Musiker umsetzt. Am Rande der

Tanzfläche steht im Tanzschritt eine extravagant gekleidete

Frau. Sie trägt ein kurzes perlenbesticktes Kleid mit einem

großen Strassschmetterling. Es dürfte sich um die Sängerin

der Band handeln. Der hochmodische Haarschnitt und das

scharf geschnittene Profil mit der langen Höcker-Nase geben

der Sängerin etwas entschieden Herbes. Die Sängerin

verkörpert in perfekter Weise den androgynen Frauen-Typus

der zwanziger Jahre.


� Rechts im Vordergrund sitzt ein großbürgerliches

Paar mittleren Alters in großer Toilette. Die

Tanzpartner bilden einen merkwürdigen Gegensatz:

Während der Mann stocksteif, wie hölzern wirkt –

nur die nach innen gedrehten Schuhe lassen auf

Bewegung schließen-, wirft die Frau ihre Beine weit

von sich. Der Saum des kurzen Kleides hüpft, und

ihre blauen Nouveau - Strumpfbänder sind weithin

sichtbar. Sie waren der letzte Schrei in der Modewelt;

man trug sie über und sogar unter dem Knie, aber

immer so, dass die Aufmerksamkeit auf die Beine

gezogen wurde.


Vor dem Nationalsozialismus

� In den 30er Jahren gab es einige Jazzmusiker aus Amerika, die in

Deutschland berühmt waren: Louis Daniel „Satchmo“ Armstrong

(Jazztrompeter und Sänger), Benjamin David „Benny“ Goodman

(Klarinettist und Bandleader), er galt als einer der populärsten

Protagonisten des Swing, Tommy Dorsey, Thomas Wright Waller, Waller,

William „Count“ Basie, Basie,

Billie Holiday und Francis Albert Sinatra, Sinatra,

der

aufgrund seiner charakteristischen Stimme den Beinamen The Voice

erhielt. Er gilt als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der

Populärmusik des 20. Jahrhunderts.

� Bei den deutschen Sängern war das Orchester Comedian Harmonists

weiterhin sehr beliebt, ebenfalls

, sie sang unter

weiterhin sehr beliebt, ebenfalls Zarah Leander, Leander sie sang unter

anderem: Nur nicht aus Liebe weinen. Ein weiterer

Schlagersänger war Hans Albers mit dem Lied: Flieger, grüß

mir die Sonne. Lale Andersen gehörte auch zu einer der

bekanntesten Sängerinnen mit dem Lied Lili Marleen.


� Nur nicht aus Liebe weinen

� Es ist ja ganz gleich,

wen wir lieben,

und wer uns das Herz einmal bricht.

Wir werden vom Schicksal getrieben

und das Ende ist immer Verzicht.

Wir glauben und hoffen und denken,

daß einmal ein Wunder geschieht,

doch wenn wir uns dann verschenken

ist es das alte Lied:

Nur nicht aus Liebe weinen,

es gibt auf Erden nicht nur den einen.

es gibt so viele auf dieser Welt

ich liebe jeden, der mir gefällt !

Zarah Leander


HANS ALBERS

� Flieger, grüß mir die Sonne

� Vom Nordpol zum Südpol ist nur ein

Katzensprung

wir fliegen die Strecke bei jeder Witterung

wir warten nicht wir starten was immer auch

geschieht

durch Wind und Wetter klingt das Fliegerlied

� Flieger grüß mir die Sonne

grüß mir die Sterne und grüß mir den Mond

das Leben das ist ein Streben

grüß uns Ferne die keiner bewohnt

� Vom Nordpol zum Südpol ist nur ein

Katzensprung

wir fliegen die Strecke bei jeder Witterung

wir warten nicht wir starten was immer auch

geschieht

durch Wind und Wetter klingt das Fliegerlied

� Flieger grüß mir die Sonne

grüß mir Sterne und grüß mir den Mond

dein Leben das ist ein Streben

grüß uns die Ferne die keiner bewohnt

� Schneller und immer schneller

dreht der Propeller wie dir's grad gefällt

hier oben ist nichts verboten

wir geben Vollgas und ziehn um die Welt…

HANS ALBERS


LALE ANDERSEN

� Lilli Marleen

� Vor der Kaserne, vor dem grossen

Tor,

Stand eine Laterne und steht sie noch

davor.

So wollen wir uns wiedersehn,

Bei der Laterne wolln wir stehn,

Wie einst Lilli Marleen, wie einst

Lilli Marleen.

Unsre beiden Schatten, sie sehn wie

einer aus,

Dass wir so lieb uns hatten, dass sah

man

gleich daraus.

Und alle Leute wolln es sehn,

Dass wir bei der Laterne stehn,

Wie einst Lillli Marleen, wie einst

Lilli Marleen…


Ende der „Vergnügungszeit“

� Mit der großen Depression brach auch die Vergnügungs-

gesellschaft und -industrie zusammen. Nach und nach änderte

sich die Musikmode. Die Musik und der Tanz wurden immer

weniger wild. Statt der Jazz-Musik herrschten nun Schlager

mit Liebesleid. Sentimentale Tänze wie Walzer und Tango

wurden auch wieder entdeckt. Der Gesellschaftstanz war

wieder auf dem Vormarsch. Allerdings wurden jetzt

ausgehend von England verbindliche Bewegungsvorschriften

für diese "Standardtänze" festgelegt, die von ausgeprägtem

Ordnungssinn bestimmt waren. Spätestens der Erlass der

Nazis von 1935, welcher die Jazzmusik aus dem Rundfunk

strich, beendete diese interessante Tanzepoche.


Nach der Machtergreifung Hitlers

� Musik nach amerikanischem Vorbild war in Deutschland praktisch

verboten. Jazz galt als Musik der Schwarzen. Viele Instrumentalisten

wurden aus ihren Orchestern entfernt, ebenso verdiente Professoren und

Lehrkräfte von Hochschulen und Universitäten. Opern mit Texten von

jüdischen Schriftstellern durften nicht mehr gespielt und Lieder jüdischer

Dichter nicht mehr gesungen werden. Künstler jüdischer Herkunft wie die

Comedian Harmonists emigrierten nach Amerika.

� Stattdessen wurden Volkslieder und Heimatlieder gepriesen. Sie wurden

von den Nazis zu Propagandazwecken missbraucht. Auch kamen neue

Balladen, die einen »deutscheren« Charakter hatten, und die unter den

Soldaten im Krieg besonders beliebt waren.

� Ein Großteil der Musik des dritten Reiches war Marschmusik. Diese Musik

stärkte durch die gemeinsame Tätigkeit des Singens und Marschierens das

Zusammengehörigkeitsgefühl der Soldaten und der Hitlerjugend. Sie

wurde oft im Radio und bei Versammlungen gespielt, und fand auch einige

Erfolge in den Ohren des Publikums.


� In dieser Zeit hörten die Menschen auch die Sendung des Großdeutschen

Rundfunks mit dem Namen „Wunschkonzert“. Es fand jeden Sonntag um

16 Uhr statt. Als Musikkapelle agierte der auf Marsch- und

Durchhaltemusik spezialisierte Kapellmeister Herms Niels. Es wurde

darüber ein Spielfilm hergestellt: „Wir machen Musik“. Herms Niels

schrieb viele Lieder, darunter:

„Auf Auf der Heide blüht ein kleines Blümelein“

� Die Unterhaltungsmusik und der Tanzschlager erlebten im NS-Regime und

im Zweiten Weltkrieg einen Aufschwung und Popularitätsschub. Schlager

der Zeit enthielten harmlose Texte, um die Menschen abzulenken. Die

Rundfunkprogramme boten auch diese Form der Musik, ausgerichtet auf

den Geschmack eines Massenpublikums, zum Beispiel: "Das kann doch

einen Seemann nicht erschüttern" aus dem Film "Das Paradies der

Junggesellen", "Es wird einmal ein Wunder geschehen“( Zarah Leander)

aus dem Film "Die große Liebe, "Der Wind hat mit ein Lied erzählt, "Auf

der Reeperbahn nachts um halb eins“.


Heimatlied / Volkslied

� Oh du schöner Westerwald

� Heute wollen wir marschieren

� Einen Neuen Marsch probieren

� |: In dem schönen Westerwald

� Ja da pfeift der Wind so kalt :|

� Refrain:

� Oh du schöner Westerwald

� Über deine Höhen pfeift der Wind so kalt

� |: Jedoch der kleinste Sonnenschein

� Dringt tief in's Herz hinein :|

� 2. Und die Gretel und der Hans

� Geh'n des Sonntags gern zum Tanz

� |: Weil das Tanzen Freude macht

� Und das Herz im Leibe lacht :|

� Refrain:

� 4. Ist das Tanzen dann vorbei

� Gibt's gewöhnlich Keilerei

� |: Und dem Bursch' den das nicht freut

� Man sagt der hat kein Schneid :|


Marschlied

� Auf der Heide blüht ein kleines

Blümelein

� Auf der Heide blüht ein kleines Blümelein

und das heißt Erika.

Heiß von hunderttausend kleinen Bienelein

wird umschwärmt, Erika.

Denn ihr Herz ist voller Süssigkeit,

zarter Duft entströmt dem Blütenkleid.

Auf der Heide blüht ein kleines Blümelein

und das heißt Erika.

� In der Heimat wohnt ein kleines Mägdelein

und das heißt Erika.

Dieses Mädel ist mein treues Schätzelein

und mein Glück, Erika.

Wenn das Heidekraut rotlila blüht

singe ich zum Gruß ihr dieses Lied.

Auf der Heide blüht ein kleines Blümelein

und das heißt Erika.

� In meinem Kämmerlein blüht auch ein Blümelein

und das heißt Erika.

Schon beim Morgengraun, so wie beim Dämmerschein,

schaut's mich an, Erika.

Und dann ist es nur, als spräch es laut:

Denkst du auch an deine kleine Braut?

In der Heimat weint um dich ein Mägdelein

und das heißt Erika.


Schlager der Zeit

(Harmlose Lieder mit Unterhaltungsfunktion)

� 1935: Regentropfen, die an dein Fenster

klopfen Heller Sonnenschein kann nicht immer sein

klopfen

Wolken ziehen, Stunden fliehen schnell dahin

Ob die Sonne scheint, ob der Himmel weint

Sei nicht traurig, wenn ich auch nicht bei dir

bin

Regentropfen, die an Dein Fenster klopfen

Das merke dir, die sind ein Gruß von mir

Sonnenstrahlen, die in dein Fenster fallen

Das merke dir, die sind ein Kuss von mir

Abend aber dann im hellen Mondschein

Komm ich selbst zu Dir und will belohnt sein

Regentropfen, die an Dein Fenster klopfen

Das merke dir, die sind ein Gruß von mir …


1939: Das kann einen Seemann nicht erschüttern

von Heinz Rühmann gesungen / Film: "Paradies der Junggesellen"

� Es weht der Wind mit Stärke zehn,

das Schiff schwankt hin und her.

Am Himmel ist kein Stern zu sehn,

es tobt das wilde Meer.

O seht ihn an, o seht ihn an:

Dort zeigt sich der Klabautermann!

Doch wenn der letzte Mast auch bricht,

wir fürchten uns nicht!

Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern,

keine Angst, keine Angst, Rosmarie!

Wir lassen uns das Leben nicht verbittern,

keine Angst, keine Angst, Rosmarie!

Und wenn die ganze Erde bebt

und die Welt sich aus den Angeln hebt:

Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern,

keine Angst, keine Angst, Rosmarie!


1941:Man müsste Klavier spielen können

(Tango) von Johannes Heesters gesungen / Filmschlager des Jahres

� Man müsste Klavier spielen können,

Wer Klavier spielt hat Glück bei den Frauen.

Weil die Herrn, die Musik machen können,

Schnell erobern der Damen Vertrauen.

Der Klang des bespielten Klaviers

Wirkt auf jede erregend wie Sekt,

Und ihre geheimsten Gefühle

Werden piano doch forte geweckt.

Dem Manne, der das kann, macht sie Avancen,

Er wird von ihr mit Zärtlichkeit belohnt.

Die andern Männer haben keine Chancen,

Sie schauen aufs Instrument und in den Mond.

Man müsste Klavier spielen können,

Wer Klavier spielt hat Glück bei den Frauen,

Denn nur er kann mit Tönen

Den lauschenden Schönen

Ein Luftschloss der Liebe erbauen.


Schallplatten / Schlager 1935 - 1945


Die Zensur

Im Zweiten Weltkrieg war das Lied „Lili Marleen“ von Lale Andersen gesungen

das bekannteste und meistgespielte Soldatenlied. Es wurde aber für „ihre

Zersetzung der Kampfmoral der Truppe“ verboten.

� „Sing, Sing, Nachtigall, Sing“. Dieses Lied wurde wegen seiner jazzigen

Gesangsphrasierung auch verboten. Die Sängerin Evelyn Künneke wurde daraufhin

verhaftet.

Sing, Nachtigall, sing

ein Lied aus alten Zeiten.

Sing, Nachtigall, sing,

sing rühr mein müdes Herz.

Sing, Nachtigall, sing

von tausend Seeligkeiten.

Sing, Nachtigall, sing,

sing vom Liebesschmerz.

Als der Liebste mich besessen,

sangst süß du und warm.

Seit der Liebste mich vergessen,

schwiegst du so lang…


Tänze in der Kriegszeit

� Zunächst bemühten sich die Nationalsozialisten die durchgängig

ursprünglich fremdländischen Gesellschaftstänze durch neue deutsche

Volkstänze zu ersetzten, um Zucht und Ordnung zu garantieren. Diese

Tänze konnten sich aber nicht durchsetzen. Daher wurde wieder auf die

Gesellschaftstänze zurückgegriffen.

zurückgegriffen

� Das Swingfieber erfasste trotz massiver Gegenwehr der Nationalsozialisten

Mitte der 30er Jahre auch das Dritte Reich. Der Höhepunkt war 1936

während der Olympiade, als internationale Orchester in Berlin Swingmusik

spielen durften. Der Swingtanz war eine neue Variante, der bereits

existierenden Jazztänze und entsprach dem 1927 in Harlem

aufgekommenen amerikanischen Modetanz "Lindy Hop".


� Zur Zeit des Dritten Reiches war der Swing, vor allem bei Jugendlichen,

sehr beliebt. Er war rhythmisch und daher ideal zu tanzen.

Die Nazis hielten den Swing für primitiv und unzivilisiert, da die

entsprechenden Tänze nicht einer festen Ordnung entsprachen, sondern

eher spontan und wild waren. Ein Swing-Verbot wurde zwar

ausgesprochen, aber

deutsche Bands fanden Wege, einem Verbot zu entgehen, indem sie ihre

Lieder mit deutschen Namen benannten. So konnte der Swing weitgehend

ausgeübt werden. Gehrd Fahl erzählt: „Die Anhänger der Swing-Jugend

wurden von den staatlichen Organen verfolgt, bestraft und auch in Jugend- Jugend-

Konzentrationslager gebracht. Eines davon war bei Göttingen.

Auf jeden Fall beherrschten wir die Schlager der damaligen Zeit

mindestens so gut wie das Repertoire der Pflichtlieder.“


Modeänderung am Ende der 30er

Jahre

1938 kam eine neue, strengere Modelinie auf, bei der

die Schultern extrem betont wurden. Gleichzeitig trug

man den Rock eng um die Hüften und nur noch so,

dass die Knie gerade noch bedeckt waren.

In den Kriegsjahren war das Material knapp –

auch Stoffe und Kleidung wurden rationiert. Die

Stoffe wurden gröber und robuster, Kostüme, die an

Militäruniformen erinnerten, kamen ebenfalls auf.

Auch schmal geschnittene Kleider waren während der

Kriegsjahre sehr beliebt, da sie vergleichsweise wenig

Stoff verbrauchten.


Frauenbild in den 40er Jahren


Frisuren


Ende der 40er Jahre

Nach der kulturellen Zäsur, die das nationalsozialistische Regime darstellte, folgte

ein radikaler Neuanfang. Nach dem 2. Weltkrieg war von der Musik- und

Tanzkultur Deutschlands wenig übrig geblieben. In musikalischer Hinsicht

dominierte importierte Ware aus dem englischsprachigen Raum. Mit der Besatzung

Deutschlands begann der Einfluss der englisch-amerikanischen Popkultur. Nach

dem Krieg brachten die GIs neue Tänze, den "Jitterbug“ und den Boogie-Woogie

nach Deutschland. Diese Tänze entwickelten sich aus dem Swing. Der Jitterbug

brachte sogar auch Figuren aus dem Walzer zum fetzigen Takt in einer

faszinierenden Schnelligkeit. Beim Boogie-Tanzen Boogie-Tanzen

werden Tanzschritte frei variiert

und improvisiert. Der Phantasie der Tänzer sind kaum Grenzen gesetzt, solange sie

sich im Takt und im Rhythmus der Musik bewegen. Dieser Tanz erfreute sich bei

der Jugend immer größerer Beliebtheit.

Lateinamerikanische Tänze wie Samba und Rumba waren in Europa schon

bekannt. Nach dem Krieg wurde Der Cha-Cha-Cha in den USA Modetanz und kam

nach Europa. und eroberte dann weltweit die Tanzflächen. Der Cha-Cha-Cha- wird

als „munterer Tanz mit frechem, lebhaftem, spritzigem und fröhlichem Charakter“

beschrieben.


CHA-CHA-CHA

� Aufführung von französischen Schülern


� Französische und deutsche Schüler und ihre Eltern

lernen Cha-Cha-Cha tanzen


Schüler gehen zum Musical Noir

„The Swinging Detective“

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