ECHO 1 / 2006 - Westfalenfleiß
ECHO 1 / 2006 - Westfalenfleiß
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Westfalenfl eiß<br />
Ein Magazin für Beschäftigte, Mitarbeiter<br />
Heft 1/<strong>2006</strong><br />
und Freunde<br />
Heiße brasilianische Rhythmen auf dem<br />
80-jährigen Jubiläumsball<br />
1
„Alles ist<br />
gut gelungen“!<br />
„Unser Jubiläumsball war ein<br />
gelungenes Fest. Und mein<br />
Dank geht besonders an die<br />
Organisatoren „hinter den<br />
Kulissen“, die im Team mit<br />
Gerda Fockenbrock eine<br />
logistische Meisterleistung<br />
vollbracht und wieder einmal<br />
gezeigt haben, was<br />
Westfalenfleiß so alles auf die<br />
Beine stellen kann.“<br />
Karl-Heinz Garbe<br />
2<br />
„Da sprang der Funke über!“<br />
Gelungener Jubiläumsball<br />
Liebe Leserinnen,<br />
liebe Leser!<br />
Ein besonderer Blickfang der ersten<br />
Ausgabe des „Westfalenfleiß-<strong>ECHO</strong>“<br />
im Jahr <strong>2006</strong> sind gewiss die Bilder<br />
von unserem Jubiläumsball, den wir<br />
am 9. Dezember<br />
zum Abschluss<br />
unseres Jubiläumsjahres<br />
in der<br />
Stadthalle Hiltrup<br />
gefeiert<br />
haben.<br />
„Alles ist gut<br />
gelungen“, so<br />
lautet einmütig<br />
die Resonanz zu<br />
diesem erfolgreichen<br />
Fest, das<br />
sicherlich ohne<br />
den Einsatz und<br />
das große Engagement<br />
unserer<br />
Mitarbeiterinnen<br />
und Mitarbeiter nicht so reibungslos<br />
und ohne Pannen „über die<br />
Bühne“ gegangen wäre.<br />
Mein Dank geht deshalb besonders<br />
an die Organisatoren „hinter den<br />
Kulissen“, die im Team mit Gerda<br />
Fockenbrock eine logistische Meisterleistung<br />
vollbracht und wieder<br />
einmal gezeigt haben, was Westfalenfleiß<br />
so alles auf die Beine stellen<br />
kann.<br />
Weiterhin gilt es aber auch, den<br />
Künstlerinnen und Künstlern des<br />
Abends zu danken, - der Tanzgruppe<br />
Schrittwechsel, die mit dem Tanzthe-<br />
aterstück „Zeiträume“ überzeugte,<br />
Peter Jähn für seinen gekonnten<br />
Auftritt als Roland-Kaiser-Double,<br />
den „wilden Gästen“ vom Theater<br />
Sycorax, die nach Popcorn-Musik als<br />
Putzteufel durch den Saal wirbelten<br />
und für Stimmung sorgten, Dr. Walter<br />
Schneider, der mit seiner Bauchpantomime<br />
zeigte, was eine gut trainierte<br />
Leibesmitte so alles zu bieten hat,<br />
dem Plattenaufleger DJ Stephan<br />
Leuker, den „Canarinhos“, bei deren<br />
brasilianischen Klängen im Publikum<br />
der Funke übersprang und, - last but<br />
not least, - Jochen Temme, der als<br />
Moderator souverän und humorvoll<br />
durch den Abend führte.<br />
Und wer erlebt hat, wie der Funke bei<br />
den Menschen mit Behinderungen<br />
übersprang, welche sprudelnde<br />
Lebensfreude an diesem Abend bei<br />
allen Gästen im Saal zu spüren war,<br />
der hat auch etwas davon begriffen,<br />
was echte Gemeinschaft und<br />
Miteinander bedeuten.<br />
Ihr Karl-Heinz Garbe
Impressum<br />
Westfalenfleiß-<strong>ECHO</strong><br />
erscheint vierteljährlich für<br />
Mitglieder, Gesellschafter,<br />
Beschäftigte, Mitarbeiter und<br />
Förderer der Westfalenfleiß<br />
gGmbH Münster.<br />
Herausgeber:<br />
Westfalenfleiß gGmbH<br />
Arbeiten und Wohnen<br />
Kesslerweg 38-42,<br />
48155 Münster<br />
Telefon: (0251) 6 18 00-0<br />
Fax: (0251) 6 18 00 - 55<br />
e-mail:<br />
info@westfalenfleiss.de<br />
homepage:<br />
www.westfalenfleiss.de<br />
Sparkasse<br />
Münsterland Ost<br />
Kto. 300517<br />
BLZ 40050150<br />
Bank für Sozialwirtschaft<br />
GmbH Köln<br />
Kto. 6019400<br />
BLZ 3702500<br />
Verantwortlich<br />
für den Inhalt:<br />
Karl-Heinz Garbe<br />
Redaktion:<br />
Margret Topp,<br />
Helene Wentker<br />
Fotos:<br />
Westfalenfleiß gGmbH<br />
Titelfoto:<br />
Peter Lessmann<br />
Titelgestaltung:<br />
Esther Faust, Frankfurt<br />
Anzeigen:<br />
Karl-Heinz Garbe<br />
Die veröffentlichten Beiträge<br />
geben nicht unbedingt die<br />
Auffassung des Herausgebers<br />
wieder.<br />
Für unverlangt eingesandte<br />
Manuskripte und Fotos wird<br />
keine Haftung übernommen.<br />
Anzeigenschluss ist jeweils<br />
vier Wochen vor Quartalsende;<br />
zur Zeit ist Anzeigenpreisliste<br />
Nr. 3 gültig.<br />
Auflage: 3.000<br />
Einzelpreis: 0,45 Euro<br />
Druck:<br />
LV Druck<br />
Hülsebrockstraße 2<br />
48165 Münster<br />
80 Jahre Westfalenfleiß: Eine<br />
rauschende Ballnacht feierte<br />
Westfalenfleiß am 9. Dezember<br />
2005 in der Stadthalle in Hiltrup.<br />
Eine Bildergalerie des Jubiläumsballs<br />
sehen Sie auf Seite 4-5<br />
Beim „Sinnestag“<br />
im Arbeitsbereich<br />
für<br />
Menschen mit<br />
Schwerstbehinderungen<br />
(AfS)<br />
ging es ums<br />
Hören, Schmecken,<br />
Sehen,<br />
Riechen und<br />
Fühlen. Lesen<br />
Sie mehr über<br />
das Eintauchen und dabei sein<br />
mit allen Sinnen auf Seite 6-9<br />
Mit frischem Schwung und neuen<br />
Mitgliedern in die nächste Wahlperiode:<br />
Die Werkstatträte wurden<br />
neu gewählt. Informieren Sie sich<br />
auf Seite 22-23<br />
Aus dem Inhalt<br />
Eine rauschende Ballnacht<br />
80 Jahre Westfalenfleiß:<br />
Toller Jubiläumsball<br />
in der Stadthalle Hiltrup Seite 4<br />
Eintauchen und dabei sein<br />
mit allen Sinnen<br />
„Sinnestag“ für Menschen<br />
mit Schwerstbehinderungen Seite 6<br />
Auf dem Weg zu besserer<br />
Gesundheit und Zufriedenheit<br />
Ökotrophologie-Studentin<br />
untersucht betriebliche<br />
Gesundheitsförderung Seite 10<br />
„Dieser Umzug war<br />
eine gute Entscheidung“<br />
Schreinerei jetzt<br />
am Kesslerweg 21 Seite 13<br />
„frühling, blumen,<br />
freizeit & garten“<br />
Westfalenfleiß erfolgreich<br />
in der Halle Münsterland Seite 18<br />
Besuch in der Werkstatt<br />
NRW-Behindertenbeauftrage<br />
Angelika Gemkow zu Gast Seite 20<br />
Mit neuen Mitgliedern in die<br />
nächste Wahlperiode<br />
Werkstatträte neu gewählt Seite 22<br />
Neuwahl auch bei ISM<br />
ISM-Werkstattrat neu gewählt Seite 23<br />
Veranstaltungen <strong>2006</strong><br />
MDS-Angebote im<br />
Café Gut Kinderhaus Seite 24<br />
Vom Berufsbildungsbereich<br />
ins Arbeitsleben<br />
Zertifikate überreicht Seite 25<br />
Bilder und Berichte<br />
Neue Tischtennisplatte Seite 26<br />
Altenpflegeschülerinnen<br />
aus Bochum zu Besuch Seite 26<br />
Karneval <strong>2006</strong> Seite 27<br />
Gottesdienst in der Erlöserkirche Seite 28<br />
Terminänderung<br />
Fest für Ehrenamtliche<br />
findet am 10. Juni <strong>2006</strong> statt Seite 29<br />
Für Rätselfreunde<br />
Gewinnen mit <strong>ECHO</strong> Seite 30<br />
3
80 Jahre Westfalenfleiß: Jubiläumsball-Fotogalerie<br />
Eine rauschende<br />
Ballnacht<br />
80 Jahre Westfalenfleiß:<br />
Toller Jubiläumsball am<br />
9. Dezember 2005<br />
in der Stadthalle Hiltrup<br />
Anlässlich des 80-jährigen Bestehens<br />
feierte Westfalenfleiß mit 650 Gästen, -<br />
davon 500 Menschen mit Behinderungen<br />
und 150 WestfalenfleißmitarbeiterInnen,<br />
die Unterstützung und<br />
Assistenz an diesem Abend leisteten, -<br />
einen großen Jubiläumsball für die<br />
Beschäftigten und Mitarbeiter der<br />
Werkstätten.<br />
Und der Abend mit einem Festprogramm<br />
mit Life-Auftritten, Musik &<br />
Tanz, Kunst & Kleinkunst und üppigem<br />
Buffet wurde ein voller Erfolg.<br />
Bereits am 9. Mai hatte Westfalenfleiß<br />
das 80-jährige Firmenjubiläum mit<br />
einem offiziellen Festakt mit mehr als<br />
800 Gästen gefeiert.<br />
„Nach den offiziellen Reden“, so Karl-<br />
Heinz Garbe und Gerda Fockenbrock von<br />
der Westfalenfleiß-Geschäftsführung,<br />
„ist der Jubiläumsball ein ganz<br />
persönliches Dankeschön an unsere<br />
Werkstattbeschäftigten und Mitarbeiterinnen<br />
und Mitarbeiter.“<br />
So stand nicht ein offizieller Festakt im<br />
Mittelpunkt des Abends, sondern die<br />
Menschen, die im Alltag die Werkstatt<br />
„mit Leben erfüllen“.<br />
Auf diesen Seiten sehen Sie eine kleine<br />
Fotogalerie der „rauschenden Ballnacht“<br />
mit den highlights des Abends.<br />
Die Bilder fotografierte Peter Lessmann.<br />
Und wer den Abend noch einmal mit<br />
„laufenden Bildern“ Revue passieren<br />
lassen möchte, kann darüber hinaus bei<br />
Westfalenfleiß einen Film auf DVD oder<br />
Video mit einer Zusammenschau<br />
erwerben, die Hans-Gert Nietmann für<br />
die Westfalenfleiß gGmbH aufgenommen<br />
und produziert hat.<br />
Der Preis für die DVD oder das Video<br />
beträgt 5,- Euro.<br />
4<br />
Programmauftakt beim Jubiläumsball am 9. Dezember 2005 in der Stadthalle Hiltrup: Großer<br />
Applaus für die Tanzgruppe Schrittwechsel, die mit dem Tanztheaterstück „Zeiträume“ überzeugte.<br />
Eröffnete den Ball:<br />
Karl-Heinz Garbe<br />
Führte souverän<br />
durch das Programm:<br />
Jochen Temme<br />
Zog die Fäden im<br />
Hintergrund:<br />
Gerda Fockenbrock<br />
Ist er’s , - oder ist er’s nicht? Kaum zu unterscheiden vom „Original“:<br />
Peter Jähn (li.) begeisterte als Roland Kaiser Double seine Fans.<br />
Sycorax-Work-Act „Auch wilde Gäste sind willkommen!“
Da blieb kein Auge trocken: Mit seiner Bauchpantomime zeigte Dr. Walter Schneider (2.v.l.), was eine gut trainierte Leibesmitte so alles zu bieten hat.<br />
Gut gelaunte Gäste: Westfalenfleiß feierte eine rauschende Ballnacht und zeigte einmal mehr, was die Werkstatt so alles auf die Beine stellen kann.<br />
Ein besonderer musikalischer Leckerbissen waren die „Canarinhos“, - life mit Trommeln, Gitarre, Gesang, heißen Rhythmen, in farbenprächtigen Kostümen<br />
und mit brasilianischer Lebensfreude! Wie beim Karneval in Rio tanzte das Publikum ausgelassen und ließ sich von den brasilianischen Klängen mitreißen.<br />
5
Sinnestag<br />
Mit allen Sinnen schmecken, hören, sehen, riechen und fühlen - das stand am „Sinnestag“ im<br />
Arbeitsbereich für Menschen mit Schwerstbehinderungen auch bei Rüdiger Beuckmann und<br />
Catrin Seidel auf dem Programm. Fotos: hwe<br />
Eintauchen und dabei sein<br />
mit allen Sinnen<br />
Beschäftigte genießen besonderen Tag im Arbeitsbereich<br />
für Menschen mit Schwerstbehinderungen<br />
„Siehst du noch was?“<br />
Sorgfältig knüpft Ewa Kohn<br />
die Augenbinde zu. Nein,<br />
Christian Wessendorf sieht<br />
nur noch schwarz. Es kann<br />
also los gehen. Ewa Kohn<br />
hält ihm ein schmackhaftes<br />
Würfelchen hin. Christian<br />
Wessendorf probiert und<br />
muss nicht lange überlegen.<br />
„Käse“, sagt er. Richtig. Ewa<br />
Kohn strahlt amüsiert.<br />
Schließlich hatte Christian<br />
6<br />
nach Schokolade verlangt.<br />
Doch im Geschmackstest<br />
soll er zeigen, ob und wie er<br />
verschiedene Lebensmittel<br />
erkennen und benennen<br />
kann.<br />
Christian Wessendorf<br />
macht das spielend. Wie<br />
überhaupt alle Übungen an<br />
diesem Sinnestag. „Christian<br />
ist einer, dem alles<br />
gefällt und der gerne mitmacht“,<br />
freut sich Ewa<br />
Kohn, Initiatorin dieses<br />
Tages im Arbeitsbereich für<br />
Menschen mit Schwerstbehinderungen<br />
(AfS) am<br />
Kesslerweg.<br />
Sinneseindrücke<br />
spielerisch erfahren<br />
Schmecken, hören, sehen,<br />
riechen, fühlen - mit allen<br />
Sinnen: Das stand auf dem<br />
Programm dieses besonderen<br />
Tages. „Dabei gehört
Riechen: Claudia Wippermann<br />
testet Pflanzen, die<br />
die Gärtnerei geliefert hat.<br />
Unterstützt wird sie von<br />
Ewa Kohn.<br />
die Stimulation der Sinne<br />
zu unserer Hauptarbeit. An<br />
diesem Tag wollten wir<br />
spielerisch herangehen und<br />
durch verschiedenste<br />
Angebote herausfinden,<br />
auf welche Sinneseindrücke<br />
unsere Beschäftigten<br />
besonders stark und positiv<br />
reagieren. Solche Erkenntnisse<br />
können wir anschließend<br />
im täglichen Ablauf<br />
einsetzen. Wenn beispielsweise<br />
ein Blinder stark auf<br />
Dinge anspricht, die er<br />
erfühlt, kann dies zur<br />
Unterstützung seiner<br />
Orientierung dienen.“<br />
Mit Liebe für Details haben<br />
die Mitarbeiter im AfS den<br />
Sinnestag vorbereitet. Aus<br />
der Gärtnerei zum Beispiel<br />
sind Pflanzen von Salbei bis<br />
zur Geruchsgeranie angeliefert<br />
worden, die auf<br />
einem Tisch arrangiert<br />
wurden.<br />
Düfte testen und Instrumente<br />
erklingen lassen<br />
Nun können die Menschen<br />
mit Behinderungen testen,<br />
welche Düfte die einzelnen<br />
Pflanzen ausströmen, und<br />
ob sie diese Düfte mögen<br />
oder nicht.<br />
Sinnestag<br />
Im Büroraum stehen verschiedenste<br />
Instrumente.<br />
Trommeln und Oceandrum,<br />
Regenstab und<br />
Klangschale warten darauf<br />
erprobt zu werden. Rüdiger<br />
Beuckmann ist hier, unterstützt<br />
von Catrin Seidel, mit<br />
Begeisterung bei der Sache.<br />
Im Snoezelenraum ist der<br />
Tastsinn geladen. Kästen<br />
stehen da, in denen Kiesel,<br />
Watte, Dinkel oder Sand<br />
darauf warten, erkundet zu<br />
werden. Meral Demir fasst<br />
in die verschiedenen Kisten.<br />
Auf ihrem Gesicht<br />
Schmecken: Na, was ist es,<br />
das Ewa Kohn ihm da gereicht<br />
hat? Käse oder Schokolade?<br />
Da muss Christian<br />
Wessendorf nicht lange<br />
überlegen.<br />
7
Sinnestag<br />
Tasten: Im Snoezelenraum<br />
erkundet Meral Demir eine<br />
Schale mit Kiesel. Dabei<br />
begleitet sie Katja Dieker.<br />
Die Zukunft<br />
gestalten<br />
8<br />
spiegeln sich unterschiedliche<br />
Empfindungen, als sie<br />
Dinkel und Watte vergleicht.<br />
Sinnesarbeit als guter Weg<br />
für mehr Lebensqualität<br />
Auch eine Matratze liegt im<br />
Snoezelenraum. Pizzaoder<br />
Wettermassage können<br />
die Beschäftigten hier<br />
genießen. Was das ist?<br />
„Während es sich die Beschäftigten<br />
auf der Matratze,<br />
mit Fellen ausgelegt,<br />
gemütlich machen, massieren<br />
wir sie zur Entspannung.<br />
Und erklären dabei in<br />
Bildern, dass wir ihre Haut<br />
kneten wie einen Pizzateig,<br />
ihn dann belegen mit<br />
verschiedenen Ingredienzi-<br />
Wir realisieren<br />
en – dabei klopfen wir<br />
leicht auf die verspannten<br />
Muskeln. Die Menschen<br />
fühlen sich sicherer, wenn<br />
wir die Massage mit solchen<br />
Erklärungen begleiten“,<br />
antwortet Ewa Kohn.<br />
Oft sei es schwer, von<br />
Menschen mit Mehrfachbehinderungen<br />
eine Reaktion<br />
zu bekommen. Die<br />
Sinnesarbeit sei da ein<br />
guter Weg, sagt Ewa Kohn.<br />
Das bestätigt Gruppenleiter<br />
Markus Langenhorst.<br />
Aufgabe und Ziel sei auch<br />
im AfS, die Menschen zu<br />
„größtmöglicher Selbstständigkeit<br />
und Lebensqualität<br />
zu führen“. Das<br />
geschehe durch gute Pflege<br />
und Versorgung ebenso wie<br />
durch Stimulation und<br />
· Lichtruf über Telefonanlagen<br />
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Pflegedienstleistungen<br />
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Wie klingen Instrumente? Das erkunden Klaus Wesselmann und Mark Fränzschky (Bild li.)<br />
und Martin Liefländer, Mike Storzer und Sabine Kornmann (Bild re., v.l.n.r.).<br />
Förderung. „Wenn beispielsweise<br />
bei einem<br />
unserer Beschäftigten die<br />
Greiffunktionen gut ausgebildet<br />
sind, werden wir<br />
alles tun, um diese gezielt<br />
weiter zu fördern und sie zu<br />
erhalten“, sagt Markus<br />
Langenhorst.<br />
Ein wichtiger Baustein, um<br />
Selbstständigkeit, Lebensqualität<br />
und Selbstbewusstsein<br />
weiter zu fördern,<br />
ist aber auch die<br />
Arbeit. Und so legen Mitarbeiter<br />
und Beschäftigte im<br />
Stolz zeigen hier die Rüdiger<br />
Beuckmann und die Mitarbeiterinnen<br />
Britta Gehling<br />
und Catrin Seidel (v.l.) die<br />
Produktpalette von Lichterketten<br />
bis selbstgeschöpftem<br />
Papier und selbst bedruckten<br />
Kissen, die im Arbeitsbereich<br />
für Menschen mit<br />
Schwerstbehinderungen<br />
(AfS) am Kesslerweg entstehen.<br />
AfS Wert darauf, dass sie im<br />
Produktionsbereich mitarbeiten,<br />
indem sie beispielsweise<br />
Düngestäbchen<br />
abpacken.<br />
Arbeit fördert das<br />
Selbstbewusstsein<br />
Aber auch Produkte, die<br />
nur im AfS hergestellt<br />
werden, gehören zum<br />
Angebot der Westfalenfleiß.<br />
So bemalen und bügeln<br />
Beschäftigte im AfS Papiere<br />
für Lichterketten, produzieren<br />
Stressbälle aus Luftbal-<br />
Sinnestag<br />
lons und Reis. Sie bedrucken<br />
Kissen und erstellen<br />
selbstgeschöpftes Papier.<br />
„Der Gedanke der Arbeit<br />
steht auch bei uns im<br />
Vordergrund. Denn es<br />
bedeutet den Leuten sehr<br />
viel. Die Arbeit fördert ihr<br />
Selbstbewusstsein“, sagt<br />
Ewa Kohn. Dann geht sie<br />
zurück in den Snoezelenraum<br />
und bietet eine weitere<br />
Massage an. Schließlich<br />
gehören Arbeit und Entspannung<br />
zusammen.<br />
hwe<br />
9
Gesundheitsförderung<br />
Auf dem Weg zu besserer Gesundheit<br />
und Zufriedenheit<br />
Ökotrophologie-Studentin untersucht betriebliche<br />
Gesundheitsförderung bei Westfalenfleiß<br />
Betriebliche Gesundheitsförderung?<br />
Als Andrea Kipp<br />
diesen Begriff zum ersten<br />
Mal hörte, konnte sie sich<br />
wenig darunter vorstellen.<br />
„Hätte ich nicht gedacht,<br />
dass daraus einmal eine so<br />
umfassende Diplomarbeit<br />
entstehen würde“, sagt die<br />
45-jährige Studentin der<br />
Ökotrophologie lächelnd.<br />
Und mehr noch: Wenn sie im<br />
Frühjahr ihr Studium an der<br />
Fachhochschule Osnabrück<br />
beendet, würde die gelernte<br />
Hauswirtschaftsmeisterin<br />
gern in diesem Bereich<br />
weiterarbeiten, den sie für<br />
und mit Unterstützung von<br />
Westfalenfleiß so akribisch<br />
und detailliert untersucht<br />
hat.<br />
Im sechsten Semester war<br />
ein Praktikum für die Frau<br />
aus Rheine angesagt. Bei<br />
Apetito Consult fand sie<br />
schnell eine Stelle und bald<br />
10<br />
Mehr Früchte statt Süßigkeiten sollen in der Caféteria zum<br />
Kauf angeboten werden. Auch auf diese Anregung zielt die<br />
Studie, die Andrea Kipp vorgelegt hat. Fotos: hwe<br />
auch ein Projekt, das sie<br />
erkunden sollte: Die betrieblicheGesundheitsförderung.<br />
Da Andrea Kipp als<br />
Hauswirtschaftsmeisterin<br />
bereits in Einrichtungen der<br />
Behindertenhilfe gearbeitet<br />
hatte, lag es für sie nahe,<br />
ihre Untersuchungen dort<br />
durchzuführen. Ein Gespräch<br />
mit Karl-Heinz<br />
Garbe, Geschäftsführer der<br />
Westfalenfleiß, brachte für<br />
Andrea Kipp grünes Licht.<br />
Pilotprojekt: Fragebögen<br />
und Gesundheits-Check<br />
Mit und für die Mitarbeiter<br />
und Beschäftigten sollte sie<br />
Gesundheitsförderung in<br />
den Werkstätten der Westfalenfleiß<br />
untersuchen und<br />
Verbesserungsvorschläge<br />
machen.<br />
Das hat sie getan. Am Ende<br />
ihres Pilotprojektes stand<br />
kürzlich die Gründung
eines „Arbeitskreises Gesundheitsförderung“,<br />
geleitet von Küchenchefin<br />
Beate Busch-Löw. Nachdem<br />
sie selbst an den<br />
ersten Sitzungen teilgenommen<br />
hat, wird Andrea<br />
Kipp den Kreis jetzt verlassen<br />
müssen, um ihrer<br />
Diplomarbeit letzten Schliff<br />
zu geben und sich anschließend<br />
auf die Suche nach<br />
einer Stelle zu machen.<br />
Ergebnisse und<br />
Empfehlungen umsetzen<br />
Doch eins wünscht sie sich<br />
nach einem Forschungsjahr<br />
bei Westfalenfleiß: „Dass<br />
die Arbeit weitergeht, die<br />
Ergebnisse und Empfehlungen<br />
umgesetzt werden<br />
und dass der Arbeitskreis<br />
seine Arbeit fortsetzt“. Sie<br />
selbst habe sich bei Westfalenfleiß<br />
sehr wohl gefühlt<br />
und viel Unterstützung und<br />
Interesse für ihre Sache<br />
gefunden, sagt Andrea<br />
Kipp. Und das auch, wenn<br />
es härtere Brocken zu<br />
verdauen gab.<br />
Denn die Untersuchungen,<br />
die sie mit Hilfe von Fragebögen<br />
und Gesundheitschecks<br />
durchführte, brachten<br />
auch Schwachstellen zu<br />
Tage und fordern zum<br />
Gegensteuern auf - eine<br />
Aufgabe, die sich der neue<br />
Arbeitskreis zueigen gemacht<br />
hat. „Jetzt geht es<br />
darum, Prozesse, Strukturen<br />
und Veränderungen<br />
einzuführen, um die Gesundheit<br />
der einzelnen zu<br />
verbessern und Arbeitszu-<br />
Gesundheitsförderung<br />
Neue Ideen nach vorne bringen<br />
Studie nennt Schwachpunkte in der Gesundheitsförderung<br />
und gibt Empfehlungen<br />
Arbeitsbedingte körperliche Belastungen -<br />
etwa durch langes Sitzen - so erarbeitete<br />
Andrea Kipp in ihrer Untersuchung,<br />
könnte man mit Hilfe der Berufsgenossenschaft<br />
lindern. Die gebe Tipps etwa<br />
zur richtigen Haltung am PC, möglicherweise<br />
zur Frage Brillen am PC oder zur<br />
richtigen Einstellung des Bürostuhls.<br />
Nicht lange auf sich warten ließen die<br />
ersten Änderungen in der Westfalenfleiß-<br />
Küche. Küchenchefin Beate Busch-Löw<br />
habe sofort reagiert, freut sich Andrea<br />
Kipp.<br />
Die Salatbar gibt es jetzt täglich und<br />
nicht mehr nur alle zwei Wochen an drei<br />
Tagen. Auch die Mayonnaisensalate sind<br />
gestrichen. Nunmehr sind täglich<br />
ausschließlich Rohkostsalate und Salate<br />
mit leichten Marinaden im Angebot.<br />
Neu im Verkauf ist jetzt auch ein Müsli<br />
mit Obstsalat und fettreduziertem<br />
Yoghurt. Der Verkauf von Süßigkeiten soll<br />
reduziert werden - zugunsten von Obst<br />
und Joghurt-Angeboten.<br />
Denn auch das ergab die Untersuchung:<br />
60 Prozent der Belegschaft sind<br />
übergewichtig. Bei den Beschäftigten<br />
liege dieser Wert sogar noch höher, so<br />
Andrea Kipp. Da sei Handlungsbedarf<br />
dringend notwendig, warnt die Fachfrau.<br />
Und da das Auge mitisst, soll es in der<br />
Kantine bald freundlicher aussehen.<br />
Beläge unter den Stühlen sollen die<br />
Lautstärke reduzieren, über die viele<br />
Befragte klagten. Eine Bildergalerie soll<br />
das Küchen- und Bedienungspersonal in<br />
Foto und mit Namen vorstellen.<br />
Einheitskleidung wie orangenes T-Shirt<br />
und Käppi soll das Personal tragen, und<br />
auch in Sachen Freundlichkeit sollen<br />
Küchenmitarbeiter und Beschäftigte auf<br />
den neuesten Stand der gastronomischen<br />
Entwicklungen gebracht werden.<br />
Auch psychosozialer Stress ist wie in<br />
vielen anderen Betrieben für Westfalenfleiß-Mitarbeiter<br />
und Beschäftigten kein<br />
Fremdwort. 57 Prozent der Befragten<br />
fühlten sich mäßig bis stark belastet.<br />
Zeitmanagement nennt die Verfasserin der<br />
Studie hier als eine Möglichkeit, den<br />
Belastungen frühzeitig zu begegnen. Frau<br />
Kipp empfiehlt, in einer Feinanalyse der<br />
Frage nachzugehen, welche betrieblichen<br />
Gegebenheiten für Stress verantwortlich<br />
sein können.<br />
Sigrid Terbrüggen, Melanie<br />
Glanemann und Michael<br />
Zeranski (v.l.) sind zufrieden<br />
mit ihrem Arbeitsplatz.<br />
Beste Werte erntet die Westfalenfleiß auf<br />
dem Gebiet der Arbeitszufriedenheit. Ihren<br />
Handlungsspielraum am Arbeitsplatz<br />
empfindet ein Großteil als gut; dasselbe<br />
gilt für das Verhältnis zu Vorgesetzten und<br />
Kollegen.<br />
Anmahnen musste Andrea Kipp zu guter<br />
Letzt noch die Bewegungsgewohnheiten<br />
der Befragten. Gerade mit Blick auf das<br />
Problem Übergewicht sei für viele mehr<br />
Bewegung angesagt, meint sie. Hier ließe<br />
sich das Sportangebot möglicherweise<br />
noch attraktiver und vielseitiger gestalten,<br />
schlägt sie vor. Immerhin verfüge<br />
Westfalenfleiß über eine eigene Turnhalle.<br />
Und gerade das Interesse der Mitarbeiter<br />
am Betriebssport sei groß, habe die<br />
Auswertung ergeben. Ob man hier noch<br />
Neues auf die Schiene setzen kann, soll<br />
demnächst - neben vielen weiteren<br />
Anregungen - der Arbeitskreis Gesundheitsförderung<br />
klären.<br />
hwe<br />
11
Gesundheitsförderung<br />
friedenheit und Motivation<br />
zu erhöhen“, sagt Andrea<br />
Kipp. Sechs Felder nahm sie<br />
sich in ihrer Untersuchung<br />
vor: Verpflegung im Betrieb,<br />
belastete Arbeitsplätze,<br />
Fragen zur persönlichen<br />
Gesundheit von Mitarbeitern<br />
und Beschäftigten,<br />
Ernährungsgewohnheiten,<br />
Flüssigkeitszufuhr und<br />
sportliche Aktivitäten.<br />
In einem Fragebogen ging<br />
sie diesen Themen auf den<br />
Grund. Mit Erfolg. Denn<br />
mit 41 Prozent war der<br />
Rücklauf überdurchschnittlich<br />
hoch. Noch besser fiel<br />
das Ergebnis des Gesundheitschecks<br />
aus: 53 Prozent<br />
der Belegschaft machten<br />
mit und ließen ihre Größe,<br />
Gewicht, Bodymaßindex<br />
12<br />
Küchenchefin Beate Busch-Löw (3.v.l.) leitet den „Arbeitskreis<br />
Gesundheitsförderung“, der mit der Angelegenheit<br />
beauftragt ist, die Ergebnisse der Studie von Andrea Kipp<br />
aufzuarbeiten und die Empfehlungen umzusetzen.<br />
und Blutdruck feststellen.<br />
Die Ergebnisse dieser<br />
Untersuchungen präsentierte<br />
Andrea Kipp zunächst<br />
Ecolab Deutschland GmbH<br />
Institutional Division<br />
Canthalstr. 7 - 63450 Hanau<br />
Service-Nr. Tel: 0 61 81 / 36 00 266 - 271 Fax: - 202<br />
der Geschäftsleitung. Und<br />
dann ging es ans Werk - im<br />
Arbeitskreis.<br />
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Unser Service-Team ist für Sie da -<br />
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sowie Spülmaschinenmietkonzepte und Wasseraufbereitung.
„Dieser Umzug war<br />
eine gute Entscheidung“<br />
Schreinerei jetzt in ehemaliger Autohalle am Kesslerweg<br />
Zusammenlegung mit der ISM-Schreinerei<br />
Alles ist größer geworden.<br />
„Jetzt sind wir eingerichtet<br />
wie eine Industrieschreinerei.<br />
Von Innenausbauten bis<br />
zur Erstellung von Eigenprodukten<br />
oder Oberflächenbehandlungen<br />
fertigen wir alles<br />
selbst“, sagt Alfred Spahn<br />
und blickt stolz über „sein<br />
Reich“.<br />
Umgezogen ist die Westfalenfleiß-Schreinerei<br />
Ende<br />
des letzten Jahres: Heraus<br />
aus der mit 500 Quadrat-<br />
Umzug der Westfalenfleiß-Schreinerei<br />
metern inzwischen aus<br />
allen Nähten platzenden<br />
Produktionsstätte in den<br />
Werkstätten am Kesslerweg<br />
ein paar Häuser weiter in<br />
Nummer 21.<br />
Die ehemalige Halle eines<br />
Autohändlers konnte<br />
Westfalenfleiß von der<br />
Galerie König anmieten.<br />
Damit vergrößerte sich die<br />
Westfalenfleiß-Schreinerei<br />
mit einem Schlag um 500<br />
auf jetzt mehr als<br />
1000 Quadratmeter.<br />
Zusammenlegung mit der<br />
Schreinerei der ISM<br />
Ein weiterer Grund für den<br />
Umzug in großzügigere<br />
Werkstatträume ist die<br />
Zusammenlegung der<br />
Schreinerei vom Kesslerweg<br />
mit der Schreinerei<br />
vom Industrieservice<br />
Münster (ISM), die sonst ihr<br />
Domizil am Höltenweg<br />
Alfred Spahn in den neuen Räumlickeiten am Kesslerweg 21, in die die Schreinerei vom<br />
Kesslerweg und die ISM-Schreinerei vom Höltenweg zusammen eingezogen sind. Fotos: hwe<br />
13
Umzug der Westfalenfleiß-Schreinerei<br />
hatten. „Mit acht Beschäftigten<br />
zogen so auch einige<br />
Wochen später die „Neuen“<br />
aus der Schreinerei vom<br />
ISM ein“, sagt Alfred Spahn.<br />
„Und“, so Alfred Spahn,<br />
„mittelfristig soll die Zahl<br />
der Beschäftigten auf 25<br />
steigen.“<br />
Produktion an<br />
modernen Maschinen<br />
„Sicher, die Wege sind<br />
länger geworden. Da muss<br />
man sich erst dran gewöhnen“,<br />
meint Schreinerei-<br />
Leiter Alfred Spahn bedächtig.<br />
Aber alles in allem<br />
habe man sich deutlich<br />
verbessert. Das bestätigen<br />
ihm täglich auch die Be-<br />
Christian Groneick, Rainer Neufert und Klaus Goldmann (v.l.) stellen in der neuen Schreinerei<br />
am Kesslerweg Paletten für Kartoffelkisten her.<br />
14<br />
Rolf Mischek an der Formatkreissäge.<br />
schäftigten, die in der<br />
Schreinerei unter Leitung<br />
von vier Gruppenleitern<br />
arbeiten. Die Absaugsowie<br />
die Druckluftanlage<br />
mussten in der Halle neu
geschaffen werden, bevor<br />
die Schreinerei umziehen<br />
konnte. Jetzt arbeiten die<br />
Beschäftigten an den modernen<br />
Maschinen und<br />
fertigen Waren, die Westfalenfleiß<br />
inzwischen sogar<br />
auf Serie produziert. Beispielsweise<br />
die Kartoffelkiste,<br />
in der bis zu 1,6<br />
Tonnen Kartoffeln - oder<br />
wahlweise auch Möhren<br />
oder Zwiebeln - lagern<br />
können. Kein Artikel für<br />
den Familienhaushalt,<br />
sondern für Landwirte oder<br />
Händler, die Gemüse in<br />
Kühlhäusern zwischenlagern.<br />
Über 600 Kisten hat<br />
die Westfalenfleiß im letzten<br />
Jahr für einen Auftraggeber<br />
hergestellt, und in<br />
diesem Jahr werden es<br />
wieder so viele sein. „Da<br />
brauchen wir Platz für die<br />
Produktion. In der alten<br />
Werkstatt wurde es wirklich<br />
eng“, so Alfred Spahn.<br />
Dauerbrenner „Igelhaus“<br />
wird weiter gebaut<br />
Für das beliebte Igelhaus<br />
hält die Westfalenfleiß-<br />
Schreinerei ebenfalls einen<br />
Großauftrag in Händen:<br />
700 Stück werden allein für<br />
einen Kunden gefertigt.<br />
Hinzu kommt der Verkauf<br />
auf dem „allgemeinen<br />
Markt“ wie etwa am „Tag<br />
der offenen Tür“.<br />
Da sind Angebote wie „so<br />
ein niedliches Igelhaus für<br />
den Garten“ gefragt. Ebenso<br />
wie die Traditionsangebote<br />
von Speckbrettschlägern<br />
bis Bollerwagen,<br />
Umzug der Westfalenfleiß-Schreinerei<br />
Die Schreinerei-Beschäftigten Rainer Neufert und Klaus<br />
Goldmann (v.l.) sind mit Engagement bei der Sache. Hier<br />
produzieren sie die beliebten Igelhäuser, die schon lange<br />
kein Geheimtipp mehr sind und auch im Jahr <strong>2006</strong> wieder<br />
in hoher Auflage hergestellt werden.<br />
Sessendrupweg 60 • 48161 Münster<br />
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15
Umzug der Westfalenfleiß-Schreinerei<br />
Für jeden Beschäftigten die „passende“ Tätigkeit: Heribert Peters baut eine Kartoffelkiste<br />
zusammen (li.) und Maria Mesch (re.) fertigt am Reihenbohrwerk Teile für Paletten an.<br />
Münstertrainer und neuerdings<br />
auch eine Yogabank.<br />
Nachfrage nach<br />
Auftragarbeiten ist groß<br />
„Die Geschäfte laufen ganz<br />
gut“, ziehen Produktions-<br />
16<br />
leiter Rainer Gottwald und<br />
Alfred Spahn zufrieden ihre<br />
Bilanz.<br />
Hinzu kämen noch die<br />
hausinternen Aufträge wie<br />
beispielsweise die Anfertigung<br />
von neuen Schiebetü-<br />
ren für den Pflegebereich,<br />
die Herstellung von<br />
Schränken für Pflegemittel<br />
oder für Büros.<br />
„Unsere Beschäftigten<br />
freuen sich über das ruhige<br />
Arbeiten, das hier möglich
Umzug der Westfalenfleiß-Schreinerei<br />
Heribert Peters mit Spritzpistole in der Lackiererei: Auch die Lackiererei entspricht dem<br />
neuesten Stand der Technik und ist wesentlich größer als die in der alten Schreinerei.<br />
ist“, sagt Alfred Spahn.<br />
Durch die großzügigen<br />
Arbeitsflächen komme<br />
man sich „einfach weniger<br />
ins Gehege.“<br />
Auch die Lackiererei entspricht<br />
dem neuesten<br />
Stand der Technik und ist<br />
wesentlich größer als die<br />
alte. Die Anlieferung erfolgt<br />
jetzt problemlos von draußen,<br />
denn eine großzügige<br />
Hoffläche erlaubt das Beund<br />
Entladen.<br />
„All das macht effektives<br />
Arbeiten möglich“, sagt<br />
Alfred Spahn und ist sicher:<br />
„Dieser Umzug war eine<br />
gute Entscheidung“.<br />
hwe<br />
17
„frühling, blumen,<br />
freizeit & garten“<br />
Westfalenfleiß erfolgreich mit einem Stand<br />
in der Halle Münsterland vertreten<br />
Mehr als 41.200 Messebesucher zählten die Veranstalter<br />
in diesem Frühjahr in der Halle Münsterland bei der<br />
Frühlingsmesse „frühling, blumen, freizeit & garten“.<br />
Am Stand mit der Nummer 207 in der Halle „Mitte“<br />
präsentierte sich in frühlingshaftem und österlichem<br />
Ambiente auch die Westfalenfleiß-Gärtnerei, der Hiltruper<br />
Laden „Mensch & Natur“ und das Gut Kinderhaus mit<br />
Äpfeln aus eigenem Anbau.<br />
Frühlingsmesse in der Halle Münsterland<br />
19
Beginn des Rundganges durch die Westfalenfleiß-Werkstatt: Der Berufsbildungsbereich.<br />
Besuch in der<br />
Werkstatt<br />
NRW-Behindertenbeauftrage<br />
Angelika Gemkow zu Gast<br />
Auf dem Weg zu den Arbeitsbereichen.<br />
In der Metallgruppe der Hauptwerkstatt am<br />
Kesslerweg.<br />
20<br />
Vor einem Monat übernahm Angelika Gemkow<br />
das Amt der Beauftragten der Landesregierung<br />
für Belange der Menschen mit Behinderung.<br />
Am 2. März besuchte sie gemeinsam<br />
mit ihrem Mitarbeiter Herrn Kolb die<br />
Westfalenfleiß gGmbH am Kesslerweg.<br />
„Das ist die erste Einrichtung für Menschen<br />
mit Behinderungen, die ich in meiner<br />
noch jungen Amtszeit besuche“, gestand<br />
Angelika Gemkow bei der Begrü-<br />
Vor Ort im Arbeitsbereich für Menschen mit<br />
Schwerstbehinderungen (AfS).
ßung durch Westfalenfleiß-<br />
Geschäftsführer Karl-Heinz<br />
Garbe, der die NRW-Behindertenbeauftragtegemeinsam<br />
mit dem Produktionsleiter<br />
Rainer Gottwald, der<br />
Leiterin des Sozialen<br />
Dienstes, Wilhelma Dillenburger,<br />
und den Werkstattratsvorsitzenden<br />
Frank<br />
Szypior in Empfang nahm.<br />
Dankbar zeigte sich Angelika<br />
Gemkow für die ersten<br />
allgemeinen Informationen<br />
über Westfalenfleiß und<br />
Aufgaben und Ziele der<br />
Werkstatt, machte aber<br />
dann auch deutlich, dass<br />
sie sich gerne ein Bild von<br />
der Arbeit mit Menschen<br />
mit Behinderungen vor Ort<br />
machen möchte. „Vor allem<br />
möchte ich hier möglichst<br />
viel kennen lernen“, betonte<br />
sie, während sie sich mit<br />
den Westfalenfleiß-Mitarbeitern<br />
als erstes auf den<br />
Weg in den Berufsbildungsbereich<br />
machte. Weiter ging<br />
es beim Gang durch die<br />
Hauptwerkstatt in den<br />
Arbeitsbereich „Metallbearbeitung“,<br />
von da aus zum<br />
Arbeitsbereich für Menschen<br />
mit Schwerstbehinderungen<br />
und schließlich<br />
informierte sie sich auch in<br />
der Westfalenfleiß-Gärtnerei<br />
vor Ort.<br />
„Ich bin von der Vielfalt der<br />
Arbeits- und Förderangebote<br />
wirklich beeindruckt“,<br />
so Angelika Gemkow zum<br />
Abschied, „und ich bin<br />
überzeugt, dass diese Eindrücke<br />
sehr wertvoll sind für<br />
meine weitere Arbeit!“<br />
Besuch in der Werkstatt<br />
Gärtnermeister Karl Stahlhöfer mit Angelika Gemkow in der<br />
Westfalenfleiß-Gärtnerei.<br />
In der Gärtnerei überreicht Gerhard Seidenstücker der<br />
NRW-Behindertenbeauftragten Angelika Gemkow zum<br />
Abschied des Besuches eine Blume. Fotos: bm<br />
21
Werkstattratwahlen<br />
Mit frischem Schwung und neuen<br />
Mitgliedern in die nächste Wahlperiode<br />
Werkstatträte neu gewählt - Frank Szypior bleibt erster Vorsitzender<br />
Fünf neue Werkstattratsmitglieder<br />
und ein neuer<br />
Beisitzer: Das ist das<br />
überraschende Ergebnis<br />
der Werkstattratswahlen<br />
vom 15. November 2005.<br />
Bestätigt im Amt wurden<br />
Frank Szypior, der<br />
auch wieder den Vorsitz<br />
übernimmt, Christina<br />
Fersch, gewählt als<br />
zweite Vorsitzende, und<br />
als Beisitzer für Gut<br />
Kinderhaus fungiert<br />
wieder Ralf Brosius in<br />
der neuen Wahlperiode.<br />
Der neue Werkstattrat stellt sich vor (v.l.n.r.): Michael<br />
Neßmann (Beisitzer für den Berufsbildungsbereich),<br />
Rui Goncalves-Rego, Frank Szypior (1. Vorsitzender),<br />
Michael Angly, Joachim Schreiber (Vertrauensperson),<br />
Kathrin Lux, Christina Fersch (2. Vorsitzende),<br />
Timo Kampschulte, Jürgen Dieckmann und Ralf<br />
Brosius (Beisitzer für Gut Kinderhaus). Foto: mt<br />
22<br />
Als Vertrauensperson<br />
wurde Joachim Schreiber<br />
wiedergewählt. Die<br />
fünf neuen Werkstattratsmitglieder<br />
sind Rui<br />
Goncalves-Rego, Jürgen<br />
Dieckmann, Kathrin<br />
Lux, Michael Angly und<br />
Timo Kampschulte. Für<br />
den Berufsbildungsbereich<br />
wurde Michael<br />
Neßmann als Beisitzer<br />
gewählt. Die erste<br />
Werkstattratsschulung<br />
findet vom 10.-12. April<br />
im Lucy-Romberg-<br />
Haus in Marl statt.<br />
Aufgabenbereiche der Mitglieder des<br />
Werkstattrates der Westfalenfleiß gGmbH<br />
1. Vorsitzender Frank Szypior<br />
2. Vorsitzende Christina Fersch<br />
Protokollführer Timo Kampschulte<br />
Joachim Schreiber<br />
Küche Kesslerweg Rui Goncalves-Rego<br />
Kathrin Lux<br />
Hauswirtschaft Kathrin Lux<br />
Halle 1 - ohne BBB - Rui Goncalves-Rego<br />
Berufsbildungsbereich (BBB) Frank Szypior<br />
Michael Neßmann<br />
(Beisitzer)<br />
BBB - Beisitzer Michael Neßmann<br />
Halle 2 Kathrin Lux<br />
Höltenweg 118 + AfS Frank Szypior<br />
Schreinerei Rui Goncalves-Rego<br />
Gärtnerei und Gala-Bau Timo Kampschulte<br />
Hauswirtschaftsgruppe LVM Frank Szypior<br />
WfbM Telgte Jürgen Dieckmann<br />
WfbM Rudolf-Diesel-Str. (RDS) Michael Angly<br />
Christina Fersch<br />
WfbM Gut Kinderhaus Ralf Brosius (Beisitzer)<br />
WfbM Außenarbeitsplätze Frank Szypior<br />
Sicherheitsausschuss Frank Szypior<br />
Tarifkommission Frank Szypior<br />
Festausschuss Kathrin Lux<br />
Projektarbeit Rui Goncalves-Rego<br />
Vertrauensperson Joachim Schreiber<br />
Werkstattbeirat Michael Angly<br />
Timo Kampschulte<br />
Frank Szypior<br />
Zu den Sitzungen des Werkstattrates der<br />
Westfalenfleiß gGmbH wird eingeladen.<br />
Sie finden jeden 1. Dienstag im Monat statt.
Die Nachfolgerin von Emanuel Fehlbier (li.) ist Cäcilia Musial (re.) als neue Vorsitzende<br />
des ISM-Werkstattrates.<br />
RCG Technik Münsterland GmbH<br />
Weseler Str. 603 • 48163 Münster<br />
Tel. 02 51 / 749 70 - 0 • Fax 02 51 / 749 70 - 40<br />
Werkstattratwahlen<br />
Neuwahl<br />
bei ISM<br />
ISM-Werkstattrat<br />
auch neu gewählt<br />
Nach vierjähriger<br />
Amtszeit fand am 15.<br />
November 2005 auch die<br />
Neuwahl der Vertreter<br />
für den Werkstattrat des<br />
ISM statt.<br />
An diesem Tag nutzten<br />
viele Beschäftigte an den<br />
drei ISM-Standorten<br />
Höltenweg 105, Zum<br />
Kaiserbusch 14 und<br />
Rudolf-Diesel-Straße 4<br />
die Möglichkeit, ihre<br />
Stimme abzugeben.<br />
Wahlberechtigt waren<br />
insgesamt 153 Beschäftigte<br />
aus den verschiedenen<br />
Arbeitsbereichen des<br />
ISM. Dabei nutzten alle<br />
16 Beschäftigte der<br />
Außenarbeitsplätze die<br />
angebotene Briefwahl.<br />
Von den 153 Wahlberechtigten<br />
gaben 113<br />
Personen ihren Stimmzettel<br />
ab, davon waren<br />
111 Stimmzettel gültig<br />
und 2 ungültig.<br />
Der neue Werkstattrat<br />
des ISM: Cäcilia Musial<br />
(Abteilung Zum Kaiserbusch),<br />
Vorsitzende,<br />
Marisa Valente (Abteilung<br />
Zum Kaiserbusch),<br />
stellvertretende Vorsitzende,<br />
Marc Ostermann<br />
(Gärtnerei ISM),<br />
Schriftführer, Hilmar von<br />
Franqué (Copyshop RDS),<br />
Beisitzer und Mona Lisa<br />
Pentrup (Copyshop RDS),<br />
Beisitzerin. Zur Vertrauensperson<br />
wurde Petra<br />
Plieth (Sozialer Dienst)<br />
gewählt.<br />
Der ISM-Werkstattrat<br />
trifft sich an jedem<br />
1. Mittwoch im Monat.<br />
23
Veranstaltungen auf Gut Kinderhaus<br />
24
Abschlussfeier im Berufsbildungsbereich<br />
Vom Berufsbildungsbereich ins Arbeitsleben<br />
Zertifikate zum Abschluss überreicht<br />
Eine Abschlussfeier für 20 junge Menschen mit Behinderungen, die ihre zweijährige Berufsbildungsmaßnahme abgeschlossen hatten,<br />
fand am 16. Dezember 2005 in der Cafeteria des Hauptbetriebes der Westfalenfleiß gGmbH statt.<br />
Mit individuellen Wünschen für den weiteren beruflichen Lebensweg und einer roten Rose überreichten Westfalenfleiß-Geschäftsführer<br />
Karl-Heinz Garbe und Wilhelma Dillenburger, Leiterin des Berufsbildungsbereiches, den Absolventen die Zertifikate.<br />
Alle Absolventen des Berufsbildungsbereiches wurden in die unterschiedlichen Arbeitsbereiche der Werkstätten der Westfalenfleiß<br />
gGmbH übernommen: Maria Balamucki, Michel Belmonte, Claudius Bremer, Daniel Effner, Benjamin Elzner, Mathias Greguletz, Pascal<br />
Heller, Kristina von der Heyden, Laura Mariela Kraska, Alexander Kröhl, Samira Lüke, Marco Lütgens, Anna Peeken, Rafael Rachel,<br />
Daniel Rösberg, Björn Rohlmann, Alexander Schrameyer, David Tambor, Nick Utsch und Thomas Wendt.<br />
Café Gut Kinderhaus<br />
Am Max-Klemens-Kanal 19<br />
48159 Münster<br />
Öffnungszeiten:<br />
Montag Ruhetag<br />
Di. - Sa. 11.00 - 19.00 Uhr<br />
Sonntag 10.00 - 19.00 Uhr<br />
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Sie sich mit Kaffee und Kuchen, Schnitzel, Salat oder<br />
einer deftigen, hausgemachten Suppe verwöhnen.<br />
· Die Räumlichkeiten können auch für Feste<br />
und Feiern aller Art genutzt werden.<br />
Café: Tel.: 0251-92103-30<br />
Fax: 0251-92103-32<br />
E-Mail: cafe@mds-muenster.de<br />
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Münsteraner Dienstleistungs Service<br />
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25
Bilder & Berichte<br />
Neue Tischtennisplatte für das Appartementhaus am Albersloher Weg: Melanie Hilker, Hannelore Schweinefuß,<br />
Käthe Meyer, Kathrin Lux, Christina Brekeler (Bild re., v.l.n.r.) und Timo Kampschulte (nicht im Bild) freuen sich über<br />
ihre neue Tischtennisplatte, die Westfalenfleiß-Mitarbeiter Peter Feldmann dem Appartementhaus am Albersloher Weg<br />
sponserte. Das Appartementhaus ist eine Wohneinrichtung des Wohnverbundes der Westfalenfleiß gGmbH für insgesamt 22<br />
Bewohner in Ein- und Zweierappartements. Seit es die Tischtennisplatte im gemeinsamen Freizeitraum gibt, wird fleißig<br />
geübt und so bewähren sich in einem Tischtennis-Doppel auch Kathrin Lux und Käthe Meyer (Bild li., v.l.n.r.). Fotos: tk<br />
Informationen zum Modellprojekt „Diabetes bei Menschen mit geistiger Behinderung“: Großes Interesse<br />
zeigte eine Besuchergruppe der Altenpflegeschule Bochum, die sich im Dezember 2005 bei der Westfalenfleiß-Mitarbeiterin<br />
und Projektleiterin dieses Pilotprojektes, Mechthild Goldbach (Bild unten re.), vor Ort über das Modellprojekt „Diabetes bei<br />
Menschen mit geistiger Behinderung“ informierte. Im Mittelpunkt der Erörterungen standen insbesondere die neu erstellten<br />
Schulungsunterlagen für Menschen mit Behinderungen, die eigens für dieses Projekt erarbeitet wurden. Fotos: mt<br />
26
Karneval <strong>2006</strong><br />
Karneval <strong>2006</strong><br />
Riesenstimmung in den Werkstätten<br />
am Kesslerweg und an der Rudolf-Diesel-Straße<br />
Der Stadtprinz Ulf Imort höchstpersönlich, die „Provinzler“ und<br />
die „Wiedertäufer“ gaben sich die Ehre und feierten mit mehr<br />
als 350 Westfalenfleiß-Beschäftigten in der Werkstatt am<br />
Kesslerweg am 24. Februar das diesjährige traditionelle<br />
Karnevalsfest unter dem Motto „Der Ball ist rund, Westfalenfleiß<br />
feiert kunterbunt“. In der Zweigwerkstatt Nord, in der<br />
Rudolf-Diesel-Straße, waren bereits am Tag zuvor, an Weiberfastnacht,<br />
die Narren außer Rand und Band. Auch hier wurde<br />
ausgelassen getanzt und die besten Kostüme prämiert.<br />
27
Integrativer Gottesdienst<br />
Zu einem gemeinsamen integrativen Gottesdienst mit und gestaltet von Menschen mit Behinderungen trafen sich zahlreiche Besucher am 11. März<br />
<strong>2006</strong> in der Erlöserkirche und erörterten das Thema „Fröhlich sein und Gutes tun“. Im Anschluss an den Gottesdienst lud Dieter Kunath wieder zu einem<br />
gemütlichen Beisammensein in das Paul-Gerhardt-Haus ein, wo bei Getränken, Kuchen und Schnittchen ausgiebige Gespräche geführt wurden.<br />
28<br />
Fröhlicher<br />
Gottesdienst<br />
Zu einem gemeinsamen<br />
integrativen Gottesdienst<br />
trafen sich zahlreiche<br />
Besucher am 11. März<br />
<strong>2006</strong> in der Erlöserkirche.<br />
Über das Thema „Fröhlich<br />
sein und Gutes tun“<br />
sprachen die Gottesdienstbesucher<br />
miteinander und<br />
stellten die Frage, ob nicht<br />
das Fröhlichsein zum Leben<br />
eines Christenmenschen<br />
dazu gehört.<br />
An den Vorbereitungen<br />
beteiligten sich der<br />
Gesprächskreis für<br />
Menschen mit geistiger<br />
Behinderung der EvangelischenFamilienbildungsstätte,<br />
Beschäftigte der<br />
Westfalenfleiß gGmbH, der<br />
Gospelchor von Westfalenfleiß<br />
unter der Leitung von<br />
Leo Michalke, Tamara<br />
Melkumjan (Sopran) und<br />
Tim Janssen (Orgel),<br />
Pfarrer Witt von der<br />
Erlöserkirche, Jeannette<br />
Thier und Herr Tölke von<br />
der Familienbildungsstätte<br />
und Dieter Kunath vom<br />
Werkstattbeirat der<br />
Westfalenfleiß gGmbH. Die<br />
Lesungen wurden von<br />
Beschäftigten der Westfalenfleiß<br />
vorgetragen.
Begeisterte Besucher<br />
AWO Leverkusen vor Ort<br />
bei der Westfalenfleiß gGmbH<br />
Mit 27 AWO-Mitgliedern aus Leverkusen reiste<br />
der Vorsitzende des AWO Kreisverbandes<br />
Leverkusen am 22. September nach Münster<br />
zur Westfalenfleiß gGmbH. Gemeinsam mit<br />
AWO-Vorstandsmitglied Rudolf Gehrmann und<br />
Hermann Spanier aus Münster besichtigten<br />
die Besucher am Vormittag die Werkstatt am<br />
Kesslerweg, von der aus sie sich nach dem<br />
Mittagessen auf den Weg zum Gut Kinderhaus<br />
machten. Dort nahm sie Produktionsleiter<br />
Bernhard Witte in Empfang und zeigte den<br />
Gästen den Westfalenfleißbauernhof. Nach<br />
einem Abstecher im Hofladen ließen die<br />
begeisterten Besucher den Tag bei Kaffee<br />
und Kuchen im Gutscafé ausklingen.<br />
Terminänderung: Fest für Ehrenamtliche<br />
Achtung !!! Terminänderung !!!<br />
Das<br />
Fest für Ehrenamtliche<br />
findet statt am<br />
Samstag, 10. Juni <strong>2006</strong>, 18.00 Uhr<br />
im Speisesaal der Westfalenfleiß gGmbH<br />
Kesslerweg 38-42 in Münster<br />
27 Mitglieder der AWO Leverkusen besuchten im September<br />
die Werkstatt von Westfalenfleiß am Kesslerweg<br />
und das Gut Kinderhaus. Foto: mt<br />
29
Preisrätsel<br />
1.<br />
Liebe<br />
Rätselfreunde!<br />
Das Lösungswort des<br />
Preisrätsels aus dem<br />
Westfalenfleiß-<strong>ECHO</strong> 4/05<br />
lautete: „GLÜCK.“ Gewonnen<br />
hat bei diesem Rätsel<br />
Silvi Schönfeld.<br />
Verwaltungsleiter Siegfried<br />
Thomaszick überreichte ihr<br />
den Gewinn, einen tragbaren<br />
CD-Player.<br />
Wenn auch Sie gewinnen<br />
möchten, erraten Sie das<br />
farbig unterlegte Lösungswort.<br />
Einsendeschluss ist<br />
am 30. April <strong>2006</strong>.<br />
Schreiben Sie uns das<br />
Lösungswort auf eine Postkarte<br />
und bitte schicken Sie<br />
diese an:<br />
Redaktion<br />
Westfalenfleiß-<strong>ECHO</strong><br />
Kesslerweg 38-42<br />
48155 Münster.<br />
Wir wünschen<br />
Ihnen viel Glück!<br />
Ihre <strong>ECHO</strong>-Redaktion!<br />
30<br />
4.<br />
6.<br />
2.<br />
5.<br />
6.<br />
4.<br />
3.<br />
2.<br />
3.<br />
5.<br />
1.<br />
Silvi Schönfeld hat beim Preisrätsel der <strong>ECHO</strong>-Ausgabe<br />
4/2005 gewonnen. Verwaltungsleiter Siegfried Thomaszick<br />
gratuliert ihr herzlich und überreicht Silvi Schönfeld den<br />
Gewinn, einen tragbaren CD-Player. Foto: mt
Westfalenfleiß gGmbH<br />
Wir bieten folgende Arbeitsbereiche an:<br />
Garten- und Landschaftspflege<br />
Gärtnerei - naturnaher Anbau -<br />
Schul- und Betriebsverpflegung<br />
Sortier- und Verpackungsarbeiten<br />
Elektrogerätemontage<br />
Holzverarbeitung<br />
Bürsten- und Besenfertigung<br />
Arbeiten und Wohnen<br />
Montagearbeiten<br />
Skin- und Blisterverpackung<br />
Metallverarbeitung<br />
Wäscherei<br />
Näherei<br />
Copy-Shop<br />
Tampondruck<br />
Hauptwerkstatt<br />
Kesslerweg 38-42, Postfach 48046 Münster<br />
Tel. 0251-61800-0, Fax: 0251-61800-55<br />
Gärtnerei<br />
Kesslerweg 38, 48155 Münster, Tel. 0251-61800-50<br />
Ladenlokal „Mensch und Natur“<br />
Bodelschwinghstr. 13, 48165 Münster-Hiltrup, Tel. 02501-98966-7, Fax: 02501-98966-8<br />
Öffnungszeiten: Mo. - Fr. 9 - 18 Uhr Sa. 8 - 14 Uhr<br />
Zweigwerkstatt „Werkstatt Telgte“<br />
Orkotten 25, 48291 Telgte, Tel. 02504-6902-0, Fax: 02504-6902-22<br />
Zweigwerkstatt Münster Nord<br />
Rudolf-Diesel-Straße 43, 48157 Münster, Tel. 0251-89971-0, Fax: 0251-89971-14<br />
Landwirtschafts-Betrieb „Gut Kinderhaus“<br />
Obstplantage „Gut Kinderhaus“<br />
Am-Max-Klemens-Kanal 19, 48159 Münster, Tel 0251-92103-0, Fax: 0251-92103-59<br />
Industrieservice Münster (ISM)<br />
Höltenweg 105, 48155 Münster, Tel. 0251-62737-0, Fax: 0251-62737-22<br />
Zum Kaiserbusch 14, 48165 Münster, Tel. 0251-39903-0, Fax: 0251-39903-22<br />
Rudolf-Diesel-Straße 4, 48157 Münster, Tel. 0251-68619-0, Fax: 0251-68619-22<br />
e-mail: info@westfalenfleiss.de • homepage: www.westfalenfleiss.de<br />
31
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